LucyCrime

LucyCrimes Bibliothek

42 Bücher, 19 Rezensionen

Zu LucyCrimes Profil
Filtern nach
42 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

97 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

schicksal, liebe, frauen, drama, stranges ende

Hirngespenster

Ivonne Keller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783426515495
Genre: Romane

Rezension:

Ivonne Keller ist ein wunderbarer Roman gelungen. „Hirn-Gespenster“. Was stellt man sich darunter vor? Die Autorin erzählt dazu eine spannungsreiche Geschichte. Dabei kommt man ihrer Idee erst am Ende des Romans auf die Schliche. Alles erklärt sich dann logisch. Auf dem Weg, verstehen zu wollen, was denn nun mit „Hirn-Gespenster“ gemeint ist, gibt es fesselnde Lesestunden bis zur letzten Seite. Ein empfehlenswertes Buch, zu dem ich mich leider nicht so auslassen kann, wie ich das gerne tun würde. Es wäre schade, Gefahr zu laufen, etwas zu verraten.

Verwirrend und spannend. Darüber hinaus interessant, weil der Leser am Ende darüber nachdenken kann, was er von der Interpretation der Autorin hält. Es sei die Frage erlaubt – Kann das sein? Neugierig geworden? Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Sehr kurzweilig.

Ein Frau namens Silvie erleidet einen Unfall. Seitdem ist sie in ihrem Körper gefangen. Was ist mit ihrer Schwester Anna? Warum hört und sieht sie nichts von ihr? Sabine, einstige Rivalin pflegt Silvie. Warum gerade sie? Fragen, Fragen, Fragen. Wobei die wichtigste Frage „Was steckt dahinter?“ permanent durch das Leserhirn schweben wird. Ich empfehle dieses Buch, um Antworten zu finden. Das Schicksal dreier Frauen. Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein können und dennoch eng miteinander verbunden. Ein Buch, das Facetten des Lebens aufzeichnet und zeigt, was sein könnte. Großartig.

Ein verlassener roter Schirm auf einer Brücke, Vögel ziehen ihre Kreise am Himmel, Bäume im Hintergrund. Ein gelungenes Cover für den Roman „Hirn-Gespenster.“

  (1)
Tags: liebe, schicksal, spannung   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(249)

446 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, frankreich, provence, bücher, paris

Das Lavendelzimmer

Nina George
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426509777
Genre: Romane

Rezension:

Das zumindest verspricht der Rückentext. Bücher haben Macht und das auf vielfältige Weise. Buchhandlungen sind immer einen Besuch wert. Wie herrlich in all den ausgestellten Büchern zu stöbern. Manchmal ruft der bekannte Autor oder ein Unbekannter flüstert. Manchmal schreit ein Titel  oder das Cover weckt die Neugier. Einfach darauf vertrauen, dass das richtige Buch einen findet.

„Das Lavendelzimmer“  bietet sich in passenden lila Schreibschriftbuchstaben an. Lavendelzweige zieren das Cover des von Nina George geschriebenen Buches. Was ist ein Lavendelzimmer? Die Neugier ist wach. Das Buch in meiner Hand.

Jean Perdu, ein Buchhändler betreibt die „pharmacie littéraire“ auf einem Schiff. Eine literarische Apotheke. Ein guter Gedanke, haben doch Bücher auf die man sich einlässt eine Wirkung. Jean Perdu ein Buchhändler, der weiß , welches Buch welche Seelenkrankheit lindert. Nur eines weiß er nicht. Wie er sich selbst helfen kann. Das verdrängt er lieber. Doch eines Tages bricht sich seine Seelenpein ihren Weg an die Oberfläche. Es wird der Beginn einer Reise von Jean Perdu zu sich selbst. Dabei ist Frankreich eine perfekt gewählte Kulisse. Die Autorin Nina George legt ihrer Figur Jean Perdu eine heilsame Zeit zu Füssen. Lebensweisheiten, kluge Sprüche, Nachdenkliches regen an, sich mit dem einzigartigen Leben auseinanderzusetzen. Nina George nutzt die Macht der Bücher, um über die Liebe zu schreiben. Der Roman wirft ein magisches Licht auf die Begebenheiten eines Lebens.

Das Buch enthält eine Widmung an den verstorbenen Vater Nina Georges und  „den Verlorenen und jenen, die sie immer noch lieben“. Wer kann dann noch einem solchen Buch widerstehen? Jeder der einen geliebten Menschen verloren hat wird  an dieser Stelle berührt sein und sollte sich auf eine Reise zum südlichen Licht mit Jean Perdu einlassen. „Das Lavendelzimmer“ spürt dem nach, wie es ist einen geliebten Menschen zu vermissen, einen Menschen, den man nie wieder in die Arme nehmen kann. Traurig, aber Trauer muss man zulassen. Die Geschichte Jean Perdus würzt die Gedanken des Lesers wie die Kräuter der Provence eine wohltuende Mahlzeit. Und für alle, die in dem Duft eines provenzalischen Essens und Erinnerungen nachspüren wollen, werden am Ende des Buches Rezepte an die Hand gegeben. Ich  kann Christine Westermann nur zustimmen „Dieser Geschichte wohnt ein unglaublich feiner Zauber inne.“ Nina George erzählt eine unterhaltsame Geschichte mit liebenswerten Figuren. Doch die Nuancen dazwischen, die einen manchmal inne halten lassen und die nachhallen, sind das Besondere an diesem einzigartigen Buch. Einlassen, berührt werden, nachdenken. Jean Perdu wird bleiben.

  (1)
Tags: bücher, gedanken, leben, liebe, trauer, trost   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

mongolei, china, mongolen, 15. jahrhundert, historischer roman

Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin

Tanja Kinkel
E-Buch Text
Erschienen bei Knaur eBook, 02.09.2014
ISBN 9783426425732
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schon immer gab es Frauen, die in der Vergangenheit durch Stärke, Mut oder Klugheit aufgefallen sind. Eine interessante Konstellation kann sich ergeben, wenn zwei bedeutende Frauen zur gleichen Lebenszeit die Geschichte prägen. So gewesen in Asien im 15. Jahrhundert. Manduchai, eine Mongolin und Wan, eine Chinesin. Nichts konnte zur Zeit ihrer Geburt darauf hindeuten, dass sie je an Bedeutung gewinnen oder gar eine mächtige Position einnehmen würden und doch ist es beiden gelungen.

Tanja Kinkel beginnt ihren Roman „Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin“ im Jahre 1448 und begleitet ihre Heldin bis ins Jahr 1480. Sie lässt die Leser eintauchen in eine ferne, ganz andere Welt. Fremd klingende Namen, andere Gebräuche, doch Tanja Kinkel führt den Leser im Jahr des gelben Drachens 1448 ganz behutsam in die Welt Manduchais und auch Wans. Deren Weg ist nicht leicht, sondern geprägt von Kummer, Verzicht, Kampf und stets geforderter Achtsamkeit. Dennoch gelangt Manduchai bis an die Spitze ihres Volkes, schafft das scheinbar unmögliche der Vereinigung. Wan, die Kinderfrau des chinesischen Kaisers wird zunächst seine Geliebte, erlangt später den Rang einer Konkubine und bekommt Zugang zur Herrschaft über viele Jahre. Es gibt eine Stelle in dem Buch, an der die Romanfigur Ma Jing die Verbindung zwischen Manduchai und der Dame Wan wunderbar anhand von Schachfiguren erklärt.

Die Autorin benutzt eine Sprache bzw. Erzählweise, die die Epoche glaubhaft näher bringt. Wie ein warmer Wind über die Steppe zieht, liest sich Kapitel für Kapitel. Tanja Kinkel lässt ihre Leser durch Zeit, Raum und Kultur in eine fremde Welt eintauchen. Ihre Worte über den Lebensweg Manduchais fließen dahin, wie der Bach der seinen Weg von der Quelle zur Mündung nimmt. Ein wahrer Lesegenuss. In der Geschichte der Frauen Manduchai und Wan lässt sich erkennen, dass es wichtig ist, nie sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Insofern beinhaltet die Wahrheit der Geschichte und auch der Roman selbst eine Botschaft, die bis in unsere Zeit Gültigkeit hat. Ich zitiere dazu folgenden Satz aus dem Buch. „Geduld, ein gutes Auge, aber auch den unabdingbaren Willen, nicht aufzugeben, wenn man sich etwas vorgenommen hat.“ Das ist sicher prägend für die Figuren des Romans, warum sie als Frauen bis an die Spitze der Macht vorgedrungen sind. Dabei waren stets Vorsicht und Wachsamkeit geboten, denn Intrigen, Ränkespiele und kluge bisweilen tollkühne Überlegungen und Entscheidungen wurden den Figuren abverlangt. „Glaubt nicht, dass jeder, der mit euch lacht, sich auch mit euch freut.“, um ein weiteres Zitat zu nennen.

Es ist ein sehr gutes Buch, dem man anmerkt, dass die Autorin sich auf die Spuren ihrer Helden der Vergangenheit begeben hat. Ihre Reise durch die Mongolei, wovon Tanja Kinkel ihre Fans durch Fotos hat teilhaben lassen, ist in jeder Faser der Geschichte zu spüren.  Der Roman hat eine Intensität, die das damalige Leben plastisch und real im Kopf des Lesers entstehen lässt. Ein Gefühl dabei zu sein entsteht unweigerlich. Historisches, das auf diese Weise näher gebracht wird, schenke ich meine Hochachtung. Ich kann kaum sagen, welches der Bücher von Tanja Kinkel mir am besten gefällt. Ich habe sie alle gerne gelesen und genossen. Doch eine so fremde Welt und Epoche derart logisch interpretiert zu erzählen, dass ich das Gefühl haben kann, mich in dieser alten Welt zu befinden, vermag genug Ausdruck dessen zu sein, wie gut dieses Buch geworden ist. Es ist mir Seite für Seite ans Herz gewachsen. Ich werde vermutlich nie auf der Höhe Taschbartu stehen und das sich dort befindende Denkmal Manduchais sehen können, aber ich besitze das Buch „Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin.“  Mit diesem Buch wurde Manduchai ein ehrwürdiges Denkmal gesetzt.

 

  (1)
Tags: asien, chinesen, kaiserin, mongolen   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

132 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

krimi, entführung, mord, sommer, thomas nommensen

Ein dunkler Sommer

Thomas Nommensen , , ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.06.2014
ISBN 9783499234422
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein dunkler Sommer. Der Debütroman von Thomas Nommensen. Das Cover zeigt ein Rapsfeld, dessen gelbe Farbe stellvertretend für die Sonne stehen könnte. Am Himmel hängen schwarze Wolken, wenig Licht bricht durch die Wolkendecke. Ein dunkler Sommer eben.

Jens Brückner hat seine Strafe verbüßt. Zehn Jahre ist es her, dass er wegen dem Tod eines kleinen Mädchens verurteilt wurde. Just nach seiner Haftentlassung wird sein Hauptbelastungszeuge ermordet. Plötzlich ist ein Junge verschwunden. Es gibt Drohbriefe. Und dann ist Jens Brückner auf einmal verschwunden. Keine leichte Aufgabe, die der Autor Thomas Nommensen seinem Hauptkommissar Arne Larsen aufbürdet. Nicht genug, dass Larsen Klarheit ins Wirrwarr bringen muss, auch der ehemalige Kollege Gregor Harms gerät in diesen Fall, der seinen Ruhestand empfindlich stört. Eine gelungene Variante des Autors, die Figur des ehemaligen Kommissars mit all seinen Nöten so klar zu zeichnen und ihm auf diese Weise einen Abschied zu geben. Um so neugieriger macht er auf den Neuen.

 Der Fokus liegt in diesem Buch nicht in erster Linie auf dem neuen Kommissar Arne Larsen, aber der Leser wird sich am Ende des Buches auf einen weiteren Fall mit ihm freuen. Er wird Larsen mögen, der sich als kluger Kopf und menschlich präsentiert.

Der Schreibstil des Autors in der Gegenwartsform bringt eine sehr lebendige Atmosphäre, die dazu führt, dass sich der Leser mitten im Geschehen, mitten unter den agierenden Figuren fühlen kann. Dabei treiben die Figuren mit starker Kraft Kapitel für Kapitel die Handlung voran. Von Anfang April bis Ende Juli entsteht hier beim Lesen ein Gefühl, die Ereignisse in Echtzeit mitzuerleben. Ein Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, das der Autor bis zur Auflösung bestens ausgeklügelt hat. Auch dadurch ist die Komposition von altem und neuem Kommissar passend. Der Leser wird derweil im Dunkel des Sommers festgehalten bis Thomas Nommensen es zulässt, dass ein Licht aufgeht. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Am Ende des Romans ist das „i“ gemalt, dem im Epilog das Tüpfelchen aufgesetzt wird.

 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(91)

165 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

sekte, krimi, odenwald, mord, colonia dignidad

Celeste bedeutet Himmelblau

Brigitte Pons
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 03.04.2014
ISBN 9783802593888
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Celeste bedeutet himmelblau, behauptet die Autorin Brigitte Pons. Die Spanier würden ihr wohl Recht geben. Doch es ist ein langer Weg bis Frank Liebknecht diesem Wort eine Bedeutung beimessen kann. Ein Weg voller Geheimnisse und Gefahren. Es ist die Bewährungsprobe für Liebknecht, seinen ersten Fall zur Zufriedenheit der Leser von Brigitte Pons zu lösen. Das allerdings gelingt ihm mit Bravour. Vielbrunn im Odenwald. Frank Liebknecht ist der Neue bei der Polizei, der Brunhildes Stelle übernehmen wird, weil sie in Pension geht. Ein Toter wird auf einem Feld gefunden. Ein Unglücksfall oder doch nicht? Frank glaubt nicht alles, was man ihm erzählt. Es schadet nicht genauer hinzugucken und so gerät er unweigerlich in die Ermittlung. Das scheinbar harmlose könnte gefährlich sein. Wie tief muss er graben, um die Wahrheit zu erkennen, sie ans Licht zu bringen. Dabei gerät nicht nur Frank Liebknecht in Gefahr. Wem kann er trauen?

Brigitte Pons ist ein spannender Krimi um ein interessantes Thema gelungen. Sie versteht es, den Leser einzufangen und ihren Polizeibeamten Frank Liebknecht dem Leser ans Herz zu legen. Jung, mit lockigem Haar und geblümter Hose taucht er beim ersten Leichenfund auf. Brunhilde gibt ihm den mütterlichen Rat andere Hosen zu tragen und einen männlich kurzen Haarschnitt zu wählen. Ob Frank die Ratschläge befolgen wird? Die Autorin hat einen sympathischen Ermittler gestaltet, der jung genug ist noch viele Fälle für sie lösen zu können. Ein kurzweiliges Buch, angenehm zu lesen und macht Lust auf den zweiten Fall von Frank Liebknecht, der für März 2015 angekündigt ist. „Der blauen Sehnsucht Tod“. Inwieweit die Farbe Blau in Zukunft eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall sei dem Leser empfohlen, während der langen Wartezeit die vorangegangenen Bücher der Autorin zu lesen. „Ich bin ein Mörder“ und „Die Würde der Toten“ .

  (0)
Tags: spannung   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, psychogramm, spannung

Kölner Schatten

Mathias Wünsche
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 29.01.2014
ISBN 9783954513147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch liest sich flüssig. Den Schreibstil habe ich szenisch empfunden, womit ich sagen will, dass man sich als Leser in die jeweilige Handlung hineintransportiert fühlt. Dabei wird ohne Umschweife, manchmal stakkatoartig, gerade wie Marie sich zu fühlen scheint, erzählt. Verzweifelt, unsicher, verwirrt. Natürlich erzählt der Autor nicht verwirrt, aber faszinierenderweise passt er sich stilistisch der unsteten Gefühlswelt von Marie Fredehoff an. Hier zeigt sich Können, Figur und Schreibstil zu vereinen.

Marie Fredehoff, die Hauptprotagonistin, bleibt im Gedächtnis. Insofern ist sie stark ausgearbeitet. Der Leser will wissen, was Marie für ein Mensch ist. Verbirgt sie etwas? Falls ja, was? Warum hilft sie ihrer Schülerin Leonie nicht? Kann sie oder will sie nicht? Ist es zu spät? Leonie ist auf einmal verschwunden. Marie begibt sich auf die Suche. Doch warum ist ein steter Schatten in Maries Nähe? Ganz langsam entblättert sich Maries Leben. Auch andere Charaktere zeigen das Talent des Autors, die verschiedensten Psychen einer menschlichen Seele darzustellen. Es wird also durch die unterschiedlichen Figuren, die durch ihre vertrackte Seelenwelt polarisieren keineswegs langweilig.

Der Autor Mathias Wünsche hat viele Fährten ausgelegt. Dann hat er den Spannungsfaden gezündet und der Leser brennt lichterloh. Im Schatten des Geschichtenfeuers darf der Leser ganz langsam hinter das Geheimnis von allem kommen.    

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

zeitreise, entführung, freundschaft, köln, spannung

Die Südstadtdetektive

Mathias Wünsche
Buch: 144 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 26.02.2013
ISBN 9783954511273
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Hier wird ein Köln Krimi für Pänz versprochen und der Leser wird nicht enttäuscht. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen, denn der Krimi wird erwachsen gewordenen Lesern ebenso Freude bereiten. Warum? Es ist die Geschichte einer Zeitreise. Es kommen all jene aus dem Hier und Jetzt, genau genommen 2012, auf ihre Kosten, wie auch diejenigen, die die Vergangenheit im Jahre 1969 miterlebt haben. So ist eine Geschichte entstanden, die unterhält und sicher guten Gesprächsstoff zwischen den Generationen liefert.
Marius Maximilian Magnus, Fabian, Tarik, Petit, Lara, Yagmar, Can, Rosa und einige interessante Figuren mehr durchleben ein Abenteuer im Wechsel der Zeiten. In einer kumpelhaften Sprachweise macht der Ich-Erzähler M Punkt den Leser zu seinem Verbündeten. Der Autor selbst nutzt eine lebendige Sprache, diese überaus kurzweilige Geschichte der Freunde um M Punkt zu erzählen. Dabei gelingt ihm der zeitliche Ortswechsel perfekt. Die Kinder 1969 sind so authentisch wie die Kids 2012. Dabei zeigt er die interessanten Aspekte, die ein Ausflug in die Vergangenheit mit sich bringen kann. Die Kids bekommen auf eine spannende Art einen Einblick in die Welt ihrer Eltern oder Großeltern. Mathias Wünsche wirft über die Hauptfigur M Punkt eine Menge Fragen auf. Natürlich lässt er am Ende keine unbeantwortet. Er erzeugt Spannung und nimmt die Pänz auf eine unterhaltsame Entdeckungsreise wie die Großen auch.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, je nach Blickwinkel, ergeben einen guten Cocktail, den man am liebsten in einem Zug leeren möchte.
Es wäre zu schade über den Inhalt zu schreiben. Diesen kennenzulernen sollte ausschließlich dem Leser vorbehalten bleiben. Nur so viel sei verraten. Dieser Köln Krimi für Pänz ist eine Detektivgeschichte, die eine Reise durch die Zeiten erforderlich macht. M Punkt, seine Freunde und ein Hund wollen einer Entführung auf den Grund gehen. Ein grandioses Finale ist die Wirkung auf eine lange zurückliegende Ursache. Neugierig geworden?

  (1)
Tags: entführung, spannung, zeitreise   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, frankfurt, deutschland, kriminalroman, organisiertes verbrechen

Die Würde der Toten

Brigitte Pons
Flexibler Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Prolibris, 09.11.2012
ISBN 9783954750023
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer bereits den Krimi „Ich bin ein Mörder“ von der Autorin Brigitte Pons gelesen hat, weiß, dass er auf ein gutes, spannendes Buch hoffen darf. „Die Würde der Toten“ ist ihr nächster Frankfurt Krimi. Im Mittelpunkt des Buches steht die Örtlichkeit eines Bestattungshauses. Dort agiert Henriette Körner, als Angestellte der Moosbachers. Sie begegnet den Verstorbenen mit dem nötigen Respekt und sorgt dafür, dass sie einen würdevollen Abschied bekommen. Was aber, wenn Ungereimtheiten auftauchen? Henriette versteht die Sprache der Toten. So versteht sie auch, wenn es kein natürlicher Tod war. Was aber, wenn ihr keiner glaubt oder gar glauben will?
Im Rahmen ihrer Arbeit lernt sie Adrian Wolf kennen. Er hat seine Mutter Elisabeth von Bragelsdorf verloren. Doch zunächst führt nur ein Missverständnis sie zusammen. Von dem Moment an, als Adrian den Fuß in das Bestattungsunternehmen getan hat, kreuzen sich die Wege von Henriette und ihm. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf. Wie es im Leben nun einmal so ist, läuft nicht immer alles nach Plan. Seinen Vater Viktor Bertram kennt Adrian nicht. Warum eigentlich nicht? Henriette stellt sich mehr als einmal die Frage wie Adrian zu seiner Mutter stand. Doch die Antworten sind nicht so einfach.
Henriette ist ein liebenswert dargestellter Charakter. Verständnisvoll und mit eigenem Kopf. Sie ist Meisterin ihres Faches und muss doch um ihren Arbeitsplatz bangen. Was wird sein? Ihrem Arbeitgeber loyal ergeben stürzt sie in unerklärliche Verwicklungen. Gefahr droht. Nicht nur ihr, auch dem Unternehmen und besonders Jürgen, dem Sohn ihres Arbeitgebers.
Wer ist der Arbeitgeber von Henriette Körner? Es handelt sich um Eberhard Moosbacher und seine Frau Anneliese. Eberhard ist eine Figur, die dem Leser Fragen aufwerfen wird. Wieso ist er verwirrt? Wieso wird er bedroht?...Schon ist die Neugier des Lesers geweckt. Und erst die Frage, wo ist Jürgen, der Sohn der beiden?
Dabei gelingt es Brigitte Pons ihre Figuren in einer Art und Weise agieren zu lassen, damit sie die nötige Spannung erzeugen. Sie wirken allesamt authentisch.
Adrian Wolf und Henriette Körner beherrschen die Bühne. Doch wer sind Lásló Szebeny, Katja Leger, Alfred Westermann, Kolja Bilanow oder Rimas und Vytautas Demochka, Sven Fiedler? Warum werfen die Leichen Fragen auf? Neugierig? Da hilft nur nachlesen.
Adrian Wolf und Henriette Körner sind zwei Figuren dieses Krimis, die der Leser zu gerne durch das Geschehen begleiten wird. Adrian ist Polizist. Wer er ist, offenbart sich mehr und mehr. Doch weit gefehlt glaubt man nun, er wäre der Ermittler. Es ist reiner Zufall, dass Adrian Polizist ist. Lediglich durch den Tod seiner Mutter entsteht eine Verbindung zu Henriette. Den Leser erwartet keine typische Ermittler - Täter Geschichte. An dieser Stelle ein Lob an die Autorin, die diesem Krimi dadurch eine andere Note gibt. Auch in diesem Buch stellt die Autorin unter Beweis, wie lebendig und liebevoll, sie ihre Figuren zeichnet. Auch die Bösen. Dabei verpasst sie ihnen verschiedene Facetten. Dadurch werden die Charaktere interessant. Am Ende bleibt der Leser zurück und will eigentlich mehr von den Protagonisten wissen. Wie bei „Ich bin ein Mörder“ legt die Autorin den Grundstein für weitere Geschichten ihrer Figuren. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser mehr von Adrian und Henriette hören wollen. Der Leser sollte nur laut genug schreien. Stets gibt die Autorin dem Leser die richtige Dosis Wissen und enthält ihm fehlende Puzzleteile. Geschickt nimmt sie den Leser an die Hand und erzählt ihm eine spannende Geschichte im Verlauf der Wochentage. Das verleiht ein Gefühl, nahe am Geschehen zu sein. Der Leser darf sich einbilden, die Figuren in Echtzeit zu begleiten. Brigitte Pons vergisst nicht, den Titel des Buches zu erklären. Er erschließt sich dem Leser durch einen Dialog zwischen Henriette Körner und Alfred Westermann. Insgesamt verleiht die Erklärung einen Hauch Nachdenklichkeit. „Die Würde der Toten“, was ist das? In diesem Buch steckt mehr als nur eine Geschichte. Spannung von Anfang bis Ende.

  (4)
Tags: bestattungsinstitut, krimi, spannung   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

usa, liebe, sklaven, krieg, pulitzer-preis

Auf freiem Feld

Geraldine Brooks , Leon Mengden
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 25.08.2005
ISBN 9783442733132
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

191 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

england, entführung, krimi, familie, wales

Im Tal des Fuchses

Charlotte Link
Fester Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 12.09.2012
ISBN 9783764503505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kolumbien, gefangenschaft, präsidentin, entführung, biographie

Kein Schweigen, das nicht endet

Ingrid Betancourt , Elisabeth Liebl , Maja Ueberle-Pfaff , Claudia Feldmann
Fester Einband: 734 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 17.09.2010
ISBN 9783426275481
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(575)

1.078 Bibliotheken, 20 Leser, 12 Gruppen, 95 Rezensionen

krimi, london, thriller, mord, england

Der Beobachter

Charlotte Link
Flexibler Einband: 651 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 03.12.2011
ISBN 9783442367269
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

47 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 18 Rezensionen

krimi, mörder, frankfurt, autor, liebe

Ich bin ein Mörder

Brigitte Pons
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Sutton, 08.09.2011
ISBN 9783866808645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich empfehle hier einen sehr guten, spannenden Krimi, der in die Tiefe geht. Alles ist wohl überlegt, keine Frage bleibt am Ende offen. Dabei wird dem Leser eine Menge geboten. Wer es liebt zu spekulieren, den Dingen auf den Grund gehen möchte, aber enttäuscht wäre, wenn der Autor ihn zu früh hinter alles kommen lässt, der ist mit diesem Krimi „Ich bin ein Mörder“ bestens bedient. Nichts ist wie es scheint, oder doch?
Mir gefällt die Idee der Autorin Brigitte Pons, dass ein Krimischriftsteller sich als der Mörder aus seinen Bücher darstellt. Was aber steckt dahinter? Wer oder wem nutzt diese Publicity? Er spielt mit seinen Lesern, wie Brigitte Pons es nicht weniger tut. Da Tobias Stockmann, der Autor aus dem Buch die Kriminalkommissarin Alexandra kennen lernt, sind natürlich auch Ermittlungen zu verfolgen. Das kann einem Krimiautor nur Recht sein. Hautnah am Geschehen.
Ich möchte nicht versäumen, den tollen Spruch von Shakespeare, den Brigitte Pons zu Beginn des Romans zitierter, zu erwähnen:
„Dass, was wir haben, wir nach Wert nicht achten, solange wir`s genießen; ist’s verloren, dann überschätzen wir den Preis; ja dann erkennen wir den Wert, den uns Besitz missachten ließ.“
Schon hier ist zu erkennen, das Buch gibt eine Menge Nachdenkliches her und sicher hat auch dieses Zitat eine Bedeutung für das Buch. Welche, das sollte der Leser selbst heraus finden.
Direkt zu Beginn erklärt sich der Mörder. Ich möchte nicht verraten, was dahinter steckt, aber der Leser wird merken, mit welchen Mitteln Brigitte Pons aufwartet, um dem Leser einiges zu bieten. Langweilig wird es an keiner Stelle im Buch.
Die Figur Alexandra, eine Streifenpolizistin und Romantikerin, soll als Polizistin eigentlich Schutz bieten, braucht ihn aber oft selber noch. Ihr beruflicher Partner ist Mischa, ein liebenswerter Freund. Die beiden sind für mich zwei tolle Gegenspieler, ohne jeweils Gut oder Böse zu vertreten. Im Grunde genommen stehen sie auf einer Seite. Durch diese Konstellation entwickelt sich das Geschehen gut weiter. Am Ende des Buches wird man diese beiden Figuren mögen und nach Fortsetzung mit diesem Ermittlerduo lechzen.
Jörg Weber, ein Journalistenfreund ist sehr gut zwischen Alexandra und Mischa angelegt und rundet die Sache prima ab.
Am Dienstag den 16. Oktober betritt „Er“ die Bühne und sorgt für einen Spannungsschub. Ab jetzt wirft die Autorin eine Menge Fragen auf. Ist „Er“ ein Trittbrettfahrer, der wahre Mörder, ein zweites Ich oder wer? Die Autorin hat diese Figur in Nebel eingehüllt und lässt den Leser bewusst im Dunkel stehen. Das dient bestens der Spannung.
Die Autorin sät Zweifel in alle Richtungen. Kennt der Buchautor im Buch -Tobias Stockmann- den Mörder und bedient sich seiner Morde, als Inspiration für seine Romane oder ist er es selbst und testet wie weit er gehen kann, oder was steckt dahinter?
Jedes Detail lässt sowohl Stockmann, einen sogenannten „Er“ oder den wahren Mörder verdächtig erscheinen, aber niemals kommt der Leser definitiv hinter die Wahrheit, bis sich zum Schluss alles logisch fügt.

Man darf ruhig überlegen, ob „Er“ tatsächlich eine weitere Figur ist oder eher das andere Ich von Tobias Stockmann, aber ob es so ist werde ich an dieser Stelle mit Sicherheit nicht verraten.
Die Autorin wartet mit guten Kenntnissen der Polizeiarbeit auf. Das dient natürlich dem Leser, der gewiss sein darf, dass hier keine hanebüchenen Ermittlungsarbeiten statt finden.
Überaus geschickt, schafft es Brigitte Pons die Spannung aufrecht zu halten und immer wieder neu anzuheizen. Außerdem bin ich als Leser ziemlich verwirrt, weil ich den wildesten Spekulationen erliegen darf.
Doch auch die Familie Neumaier sei erwähnt, die sich ins Romangeschehen einmischt und ihre Rolle spielt. Conrad Neumaier ist ebenfalls bei der Polizei und gibt eine Menge Rätsel auf.
Es gibt weitere Nebenfiguren, die alle wunderbar ins Romangetriebe passen und die Geschichte abrunden.
Die Autorin versteht ihr Handwerk und verdient Beachtung. Ich wünsche ihr mit diesem überaus gelungenen Buch aus Überzeugung großen Erfolg. Dem aufmerksamen Leser sei gesagt, dass es einige kluge Sätze in diesem Buch gibt und es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Friedrich Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ sicher als Inspirationsquelle gedient hat und das Buch noch eine Nuance interessanter macht. Doch Vorsicht es darf keinesfalls für eine Kopie gehalten werden. Insgesamt ist der Roman ein Wahnsinns-Verwirrspiel. Brigitte Pons manipuliert den Leser aufs Feinste. Allerdingst gibt es auch grausige Szenen, wobei sie eher subtiler Art sind, aber von umso stärkerer Wirkung. Stets gibt es nur einen einzigen Ausweg, weiter lesen.
Brigitte Pons schreibt an einer Stelle „Die Feder ist mächtiger, als das Schwert.“ Ich weiß nicht, ob sie mit dem Schwert umgehen kann. Das ist auch nicht nötig, denn sie beherrscht die Feder.
Ganz langsam beginnt die Autorin die Fragen zu beantworten, Geheimnisse zu lüften. Immerfort rauben einem die Erkenntnisse den Atem. Brigitte Pons legt Spuren, baut Spannung auf und kommt dann zur Lösung, hält aber weiterhin den Leser in Atem. Top! Es gibt so viele Beispiele in diesem Buch an interessanten Szenen, die ich in der Rezension nicht aufzählen bzw. verraten kann, weil es den Lesegenuss mindern würde. Eigentlich schade, aber ich kann versprechen, dass der Leser sehr zufrieden sein wird. Ich verneige mich und empfehle „Ich bin ein Mörder“ von Brigitte Pons aus dem Sutton Verlag.

  (6)
Tags: buch im buch, der perfekte mord, manipulation, spannung, verdacht, verwirrung   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(82)

138 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, musik, wunschkonzert, hamburg, jan sievers

Wunschkonzert

Anne Hertz
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 22.09.2011
ISBN 9783426652718
Genre: Romane

Rezension:

In elegant, spritzigem Schreibstil und prickelnd wie Champagner wird das gesamte Geschehen um Stella Wundermann in dem Buch „Wunschkonzert“ erzählt. Der Leser erlebt mit ihr Höhen und Tiefen, Schönes und Unverschämtes, Humorvolles und Trauriges. Dabei kommt die Hauptfigur Stella Wundermann dem Leser sehr nahe.
Stellas Leben ist aus den Fugen geraten. Sie arbeitet in der Musikbranche und die Agentur, in der sie angestellt ist, wurde plötzlich verkauft. Zwei Firmen sollen nun vereint werden. Was wird aus ihr, den Mitarbeitern und vor allem aus Stellas gerade entdeckter Band. Leider hatte sie noch keine Gelegenheit, den Jungs einen Vertrag anzubieten. In Stellas Leben hat aber auch ihre Mutter keine unbedeutende Rolle, es gibt eine beste Freundin und nicht zu vergessen, einen Stoffhasen, der eine ebenso wichtige Rolle in Stellas Leben spielt. Da findet sich genügend Konfliktstoff und die Spannung wird nicht vernachlässigt. Dafür sorgt auch Stellas größter, beruflicher Konkurrent und ihr zukünftiger Chef macht ebenfalls eine Menge Wirbel. Die Kollegen rund um die Protagonistin Stella sind lebendig und gut vorstellbar dargestellt. Wird Stella Wundermann die richtige Komposition finden, um ihre Lebensmelodie zu spielen?
Es geht um Freundschaft und Verrat und die Liebe. „Was ist dann Liebe?“ Dieser Frage geht Jan Sievers in dem gleichnamigen Song nach. Die Musik wird in dem Buch „Wunschkonzert“ auf wunderbare Weise integriert.
Wer eine Lesung von Anne Hertz und der Band Jan Sievers besuchen konnte, der wird dieses Buch besonders mögen. Es wird zu einer lebendigen Erinnerung. Sagenhaft, wie Buchgeschehen und Bühnendarstellung verschmelzen können. Da muss man glatt inne halten, um nicht zu vergessen, dass die Hertz Schwestern „nur“ die Autorinnen sind, die die Geschichte geschrieben haben und Jan Sievers Musiker, der die gute Musik dazu geliefert hat und alle Beteiligten keineswegs die leibhaftigen Romanfiguren sind. Aber na ja, das ist letztlich ein Kompliment an Anne Hertz, Musik und Wort bestens zu vereinen und an Jan Sievers, tolle Songs zu bieten.
Wer keine Gelegenheit hatte eine Lesung zu „Wunschkonzert“ zu besuchen, wird trotzdem voll und ganz auf seine Kosten kommen und unterhaltsame Stunden mit Musik und Wort verbringen.
Wie gesagt, ganz fantastisch und überaus gelungen ist die Integration der Songtexte von der CD „abgeliebt“. Es führt kein Weg daran vorbei. Man muss sowohl das Buch, als auch die CD haben. Da finde ich im Buch „Die Suche“ und nicht ganz 100 Seiten weiter folgt „20.000 Mann“. Stella ist nicht immer bei der Wahrheit geblieben und so trifft sie das Lied „Du berührst mich nicht mehr“ ebenso wie es jeden Hörer bzw. Leser nicht kalt lassen wird. Ein sehr gefühlvolles Lied.
„Wunschkonzert“ ist ein Buch von Anne Hertz, das ich sehr gerne weiter empfehle und die CD „abgeliebt“ von Jan Sievers halte ich für ein dazugehöriges Muss. Auch nicht zu verachten, die herrliche Danksagung am Ende des Buches.
„Wunschkonzert“ ist wie eine Reise zum Ich. Werde der Dirigent deines Lebens. Du hast ein großes Orchester aus Möglichkeiten. Nimm den Taktstock in die Hand. Der Leser findet in diesem Buch eine wunderbare Geschichte, von der man vorab nicht zu viel verraten sollte, um den Lesegenuss nicht zu schmälern. Also dann – Viel Vergnügen beim Lesen 

  (3)
Tags: anne hertz, gefühlschaos, herz, humor, jan sievers, liebe, musik, unterhaltung, wunschkonzert   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

90 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 2 Rezensionen

fugger, italien, deutsch, historisches, augsburg

Die Puppenspieler

Tanja Kinkel
Flexibler Einband: 668 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 22.10.2008
ISBN 9783442468874
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

augsburg, mittelalter, peter bernward, beschwörungen, krimi

Das Spiel des Alchimisten

Richard Dübell
Fester Einband: 573 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 01.01.2003
ISBN 9783431030051
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

duisburg, trauer, ruhrpott, vergeltung, sterben

Ruß

Feridun Zaimoglu
Fester Einband: 266 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.08.2011
ISBN 9783462043297
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Weil Nichts Ist Wie Es Scheint

Jana Kleinkes
Flexibler Einband: 110 Seiten
Erschienen bei Novum Pr Llc, 01.10.2007
ISBN 9783852511801
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(143)

229 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 82 Rezensionen

luxemburg, krimi, mord, koch, kochen

Teufelsfrucht

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.04.2011
ISBN 9783462042870
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

engel, kölner dom, mystery, liebe, köln

Das Portal

Elke Pistor
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.04.2011
ISBN 9783897058347
Genre: Fantasy

Rezension:

„Das Portal“, ein viel versprechender Titel unter dem man sich zunächst, im Hinblick auf das Mystery Genre, eine Menge vorstellen kann. Dennoch ist ungewiss, worum es tatsächlich geht. Sicher ist nur, dass ein Portal des Kölner Domes gemeint ist und zwar das Petersportal, unverkennbar auf dem Cover, von Nebelschwaden umrandet. „Wir dachten der Dom stünde ewig…..“ Die Autorin wird doch wohl nicht?
Die Geschichte spielt im Damals, 1348 und im Heute, 2010. Vor langer Zeit lebte Anna, die Tochter des Steinmetzmeisters Peter Parler, eine Begine. Der Engel Halei entbrennt in Liebe zu ihr und nur als Mensch kann er mit Anna leben. Sehr gefühlvoll beschreibt die Autorin die erwachende Liebe. Doch keine Ursache ohne Wirkung und hier kommt die Bruderschaft ins Spiel. Es darf nicht zusammen sein, was nicht zusammen gehört. Liebe fordert manchmal Opfer.
In unserer Zeit erzählt Elke Pistor von Nia Hallmann, einer jungen Kommissarin. Eliah Kahmen, ein rätselhafter Psychologe kreuzt ihren Weg. Dadurch gerät mehr in Aufruhr, als es der Bruderschaft lieb ist. Nicht nur Nia und Eliah geraten in Gefahr, es geht um den Erhalt des Kölner Domes. Wie gesagt, Liebe fordert manchmal Opfer.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Zeiten? Das Buch bietet gute Spannungsmomente, der Leser darf ahnen, rätseln und sich seine Gedanken machen. Für alle Zweifler gibt es Tante Yari, die nicht nur für Nia da ist, sondern wunderbar der Glaubwürdigkeit dient. Es gibt ein Kapitel im Buch, wo sich Vergangenheit und Gegenwart bei einem kleinen Mädchen begegnen. Der Leser bekommt erstmals einen tieferen Einblick in das Geschehen dahinter. Der Wechsel zwischen dem, was heutzutage tatsächlich passiert, gängigen Sprüchen und dem, was unglaublicher weise dahinter stecken könnte, ist überaus geschickt angelegt. Darüberhinaus ist das Wechselspiel fantastisch im Hier und Damals, im Realen und Mystischen verwoben. Das hat mir besonders zugesagt. Man sollte aber nicht dem Irrtum erliegen, man begreife schnell das Buch. Klarheit hat man erst am Ende. So soll es ein!
Ich komme nicht umhin, einen Spruch des Buches zu zitieren.
„Aus der Wurzel wird Stein stark und mächtig in den Himmel wachsen. Die Hüter des Alten werden zu Bewahrern der Ewigkeit. Das Gleichgewicht der Kräfte wird walten, bis die Liebe des ungleichen Paares die Fundamente erschüttert.“
Man mag die Autorin, Elke Pistor, eigentlich dem Krimi Genre zugeordnet haben, doch zeigt sie mit diesem Mystery Roman ihr vielseitiges Talent. Man sollte sich vor Schubladen hüten. Ein Kompliment an den emons-Verlag, der seiner Autorin Vertrauen geschenkt hat, sowohl Krimis, als auch Mystisches zu schreiben.
Es war mir ein Vergnügen, diesen Roman zu lesen. Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich soweit von der Realität fort bewegen möchten oder können, wie der Gedanke zugelassen werden kann „Ja, so könnte es sein“ und darüberhinaus ein Faible für Engel haben. Es gibt nun mal Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht erklären können, aber es gibt sie. Hierzu sagt Elke Pistor selbst: „ Das Unwahrscheinliche ist umso wahrscheinlicher, je näher es sich an der Realität bewegt. Nach diesem Motto schreibe ich meine Kurzgeschichten, Krimis und selbstverständlich auch die Mystery-Bücher.“ Genau damit entspricht sie meiner Einstellung und genau das ist ihr in „Das Portal“ gelungen.
Zu einigen Fakten gibt die Autorin im Buch eine kurze Erklärung. Das Interessante in dieser Geschichte ist auch die Familie Parler, die tatsächlich gelebt hat. Einzig Anna Parler ist Fiktion, den Umständen und der Zeit jedoch perfekt angepasst. Historie und unsere Zeit vermischen sich in Köln vor der Kulisse des imposanten Domes. Die Frage ist nur, ob sich der Blick auf den Dom nach Genuss dieses Buches für immer verändert hat. Die immerfort währenden notwendigen Bauarbeiten am Dom bekommen am Ende eine andere Aussagekraft. Wer weiß schon, was wirklich hinter allem steht? Glauben Sie an Engel?

  (11)
Tags: bruderschaft, engel, kölner dom, liebe, mystery, portal   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

114 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 30 Rezensionen

zwillinge, psychodrama, hamburg, tod, selbstmord

Allerliebste Schwester

Wiebke Lorenz
Fester Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 15.03.2010
ISBN 9783896674104
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, telefon, ebook, ebooks, beziehung

Herzliche Restgrüße

Nancy Salchow
E-Buch Text: 200 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 21.09.2011
ISBN B005OYGRMW
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(66)

132 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, kindesentführung, identitätsdiebstahl, lösegeld, gel_01/12

Ich folge deinem Schatten

Mary Higgins Clark , Karl-Heinz Ebnet
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 05.09.2011
ISBN 9783453266858
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein kleiner Junge verschwindet. Die Eltern, getrennt lebend, leiden unter der Ungewissheit. Es geschehen Dinge, die die Menschen dazu veranlassen, zu glauben, die Mutter selbst habe ihr Kind entführt. Auch der Vater des kleinen Matthew, Ted Carpenter, kommt nicht umhin, diesem Verdacht in der Öffentlichkeit Glauben zu schenken.
Alexandra Moreland, genannt Zan, hat alles daran gesetzt, ihr Kind zu finden. Leider erfolglos. Sie ist verzweifelt. Tarnung oder Wahrheit? Treibt jemand ein böses Spiel mit ihr oder ist sie psychisch krank, eine gespaltene Persönlichkeit? Welche Rolle spielt ihr ehemaliger Arbeitgeber, der Innenausstatter Bartley Longe dabei? Immerhin sind sie Erzfeinde geworden, seit sich Alexandra selbständig gemacht hat.
Allerdings sei die Frage erlaubt, wie sehr man sich auf die Aussage des Kindermädchens Tiffany Shields verlassen kann, die eingeschlafen war, statt ein wachsames Auge auf das Kind zu haben.
Pater Aiden O’Brien erfährt in einer Beichte von einem bevor stehenden Verbrechen. Doch das Beichtgeheimnis verbietet ihm, darüber zu reden. Einzig beten, Gott möge schlimmes verhindern, bleibt ihm.
Zans Freunde Alvirah und Willy Meehan halten zu ihr, doch ihr Glaube an die Unschuld ihrer Freundin ist erschüttert. Warum? Was ist die Wahrheit? Eingefleischte Fans der Autorin Mary Higgins Clark werden Alvirah kennen.
Der Leser wird einer Reihe weiterer Figuren begegnen. Es wäre jedoch zu schade, sie alle aufzuführen, um der Spannung willen und um nicht zu viel von dem Inhalt zu verraten. Es ist ein Thriller zum weg lesen, wohlgemerkt nicht weglegen, denn genau das kann man nicht, sobald man in den Sog des Buches geraten ist. Mary Higgins Clark versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen, Spannung zu erzeugen und zu halten. Gekonnt lässt sie am Ende eines Kapitels den Leser zappeln. Das Buch bietet kurzweiliges Lesevergnügen. Schlussendlich passt zu diesem Buch die Aussage „Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

  (6)
Tags: identitätsdiebstahl, kindesentführung, misstrauen   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

mystery, münchen, social network, schicksal, thriller

Social Network. Die Bibliothek des Schicksals

Chris M. Wagner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 04.11.2011
ISBN 9783862820153
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 3 Rezensionen

neobooks, manga, missbrauch, fantasie, enhanced ebooks

Helden

Florian Tietgen
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 30.05.2011
ISBN B0056A8VLY
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 
42 Ergebnisse