Luminchen

Luminchens Bibliothek

155 Bücher, 63 Rezensionen

Zu Luminchens Profil
Filtern nach
155 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

152 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

erotik, sandra henke, sm, amy, krimi

Flammenzungen

Sandra Henke
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783862784561
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mein Inhaltsangabe
Amy leistet Sozialstunden in seiner Suppenküche für Obdachlose und Bedürftige. Sofort fällt ihr dort Lorcan mit seinem stechenden Blick und dem durchtrainierten Körper aus. Amy weiß, dass sie sich von ihm fernhalten sollte, denn Lorcan saß wegen Mordes im Gefängnis und mit ihm zusammen zu sein bedeutet Gefahr. Doch als Lorcan eines Abends direkt vor der Suppenküche überfallen und zusammengeschlagen wird kann Amy nicht anders als ihm zu Zuflucht für die Nacht zu bieten. Und wie sollte es anders sein, gemeinsam auf engstem Raum in ihrem kleinen Häuschen geschieht das unvermeidbare. Amy schläft mit Lorcan und ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Zurück mehr und Beide beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Doch was Amy zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt ist die Tatsache, dass eine viel größere Gefahr schon länger in ihrem direkten Umfeld lauert und nur auf eine Gelegenheit wartet erneut zuzuschlagen.

Meine Meinung
Cover
Das Cover des Buches ist optisch sehr ansprechend. Es ist in warmen, sanften Tönen gehalten und zeigt ein noch vollständig angezogenen Liebespaar in inniger Zweisamkeit. Es wirkt nicht billig und erweckt auch nicht den „Schmuddelheftchen“-Reiz!

Protagonisten
Amy war mir recht sympathisch. Anfänglich etwas „blass“ und unschuldig zeigt sie bald ihre andere Seite. Sie präsentiert sich als offene und sinnliche junge Frau, die sich trotz schlimmer Erlebnisse in der Vergangenheit in ihrer Sexualität und ihrer Partnerwahl nicht beeinflussen hat lassen.  Ich denke allerdings, dass dies ein Punkt ist der in der Realität wohl anders aussehen würde. Welche Frau, die kürzlich Opfer eines Verbrechens wurde nimmt einen völlig fremden Mann, von dem sie auch noch weiß dass er im Gefängnis saß einfach so über Nacht mit nach Hause.
Lorcan war mir anfänglich suspekt, lässt er doch relativ spät hinter seine Fassade schauen. Mir gefiel seine dominante Rolle dann aber durchaus. Ich mag Männer, die wissen was sie wollen die aber die Bedürfnisse ihrer Partnerinnen nicht außer Acht lassen. Rückblenden in die Vergangenheit beleuchten schließlich auch Schritt für Schritt seine Vergangenheit und helfen ihn und seine Art besser kennen und verstehen zu lernen.

Geschichte
Eingebettet ist hier die erotische Geschichte von Amy und Lorcan in einen Kriminalfall. So kommt nebst der knisternden und erotischen Geschichte auch die Spannung und das Gänsehautgefühl nicht zu kurz.
Sehr heftig ist der Einstieg in die Geschichte, da musste wirklich sehr schlucken. Beginnt die Handlung doch mit einem grausigen Verbrechen an einer Frau das man sich so nicht vorstellen möchte. Nichts desto trotz war dieser Einstieg der Grund warum ich das Buch nicht mehr aus den Händen gelegt habe. Er hat mich sofort in die Geschichte gezogen und ich wollte unbedingt wissen wer das Opfer und wer der Täter war und was dieser Einstieg mit den Hauptprotagonisten Amy und Lorcan zu tun hat.
Diese Zusammenhänge werden jedoch erst recht spät offenbart und so bleibt die Spannung wirklich das ganze Buch über erhalten.
Die erotischen Handlungen des Romans lassen auf jeden Fall das Kopfkino des Lesers erwachen. Fr. Henke hat in diesem Fall wieder ein gutes Fingerspitzengefühl bewiesen. Sie schafft es sexuelle Begegnungen so gut zu beschreiben dass sie lebendig werden ohne dabei jedoch zu obszön oder schockierend zu werden. Ich finde Amy aber auch in diesem Falle nicht besonders glaubwürdig dargestellt. Zum einen will Fr. Henke sie uns anfänglich als junge etwas prüde und schüchtern verkaufen, nichts desto trotz lässt sie sich sofort von Lorcan verführen und ist zu ausschweifenden Spielen bereit.

FAZIT
Ich habe nun schon mehrere erotische Romane von Sandra Henke gelesen!
Ihr Schreibstil und ihre Ausdrucksfähigkeit ist gepaart mit dem richtigen Schuss Erotik und lässt meist an nichts vermissen.
In diesem Fall waren mir jedoch einige Umstände der Geschichte zu unrealistisch und unglaubwürdig. Auch bin ich nicht zu hundert Prozent mit den Protagonisten warmgeworden…woran das letztendlich lag kann ich gar nicht genau sagen.
Die erotischen Szenen des Buches konnten mich trotzdem überzeugen und gefielen mir in ihrer Darstellung sehr gut!

Auf meinem Blog habe ich das Buch mit 3,5 Herzen bewertet...hier runde ich auf 4 Sterne auf!

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(199)

429 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 85 Rezensionen

tod, liebe, bretagne, kloster, ismae

Grave Mercy - Die Novizin des Todes

Robin LaFevers , Michaela Link
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.09.2012
ISBN 9783570401569
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Auftragsmörderin mit Herz
Die 17-jährige Ismae flüchtet vor einer Zwangsheirat und findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo die Schwestern noch den alten Gottheiten dienen. Doch um selbst ein neues Leben beginnen zu können, muss sie das Leben anderer zerstören: Der Gott des Todes hat ein Schicksal als Auftragsmörderin für sie vorgesehen …
Ismaes erster Auftrag führt sie an den Hof der bretonischen Herzogin, wo sie mit einem unlösbaren Gewissenskonflikt konfrontiert wird: Wie kann sie den Auftrag des Todes ausführen, wenn das Opfer ihr Herz gestohlen hat?

Meine Inhaltsangabe
Die Geschichte um die 17-jährige Ismae spielt im 15. Jahrhundert in einer Zeit des Krieges und des Umbruchs als die junge Herzogin Anne de Bretagne darum kämpfen muss endlich den Platz auf dem Thron einnehmen zu können.
Ismae wurde bereits vor der Geburt mit schlimmen Narben gezeichnet, als ihre Mutter versucht hat, sie aus ihrem Körper „zu vertreiben“. Diese Narben sind Hinweis daraus, dass ihr wahrer Vater der Tod und Ismae daher berufen ist ihm zu dienen. In einem abgelegenen Kloster, dass sich in den Dienst des Todes gestellt hat lernt Ismae alle Fertigkeiten die ihr helfen sollen dem Tod zu dienen. Sie wird eine gewandte und gefährliche „Meuchelmörderin“ die mit allen Wassern gewaschen ist. Die Unterrichtsstunden in denen der richtige „Umgang“ mit Männern, die Kunst der Verführung etc. gelehrt wurde hat Ismae des Öfteren versäumt und das wird ihr beinahe zu Verhängnis als sie bei einem Auftrag eng mit dem gutaussehen und weltgewandten Duval zusammen arbeiten und diesen gleichzeitig beschatten soll.
Gemeinsam mit Duval soll sie die Zukunft der jungen Herzogin zu sichern und ihr zu helfen ihren Platz auf dem Thron zu besteigen, ihr Reich zu verteidigen, Verräter zu enttarnen und diese aus dem Weg zu räumen.
Dabei kommen sich Ismae und Duval immer näher und Ismae ist irgendwann gezwungen die Gesinnung und die Ansichten des Klosters in Frage zu stellen.

Geschichte
Die Geschichte spielt Ende des 15. Jahrhunderts und der Leser muss sich etwas mit geschichtlichen Hintergründen auseinandersetzen um gut in die Geschichte hineinzufinden. Dies viel mir erstaunlich leicht, da die Autorin den Leser langsam in die Geschichte hineinführt.
Ich liebe Geschichten, die mich in andere Zeiten entführen…und das war auch hier der Fall. Durch eine überzeugend ausgearbeitete und detailreiche Hintergrundkulisse konnte ich mir die Orte des Geschehens wundervoll bildlich vorstellen.
Zum historischen Hintergrund der Geschichte gesellt sich noch ein kleiner Teil Fantasy. Dieser ist aber wirklich sehr gering und stört die Geschichte nicht, sondern ergänzt sie wunderbar und gibt ihr einen mythischen Touch.

Die Handlung der Geschichte ist gut durchdacht, fließend zu lesen und beinhaltet immer genügend Spannung die mich beim Lesen am Ball gehalten hat. Immerhin umfasst die Geschichte 544 Seiten bei denen der Leser bei Laune gehalten werden will.

Zudem fließt in die spannende Geschichte um Macht und Intrigen eine zarte Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten mit ein. Diese entwickelt sich langsam aber stetig und wirkt daher nie aufgesetzt oder erzwungen und ergänzt die Handlungen im Buch einfach stimmig!

Was mir zudem sehr gut gefallen hat ist der Hauch von Ironie und Witz den die Autorin in wohl potionierten Dosen in die Geschichte hat einfließen lassen. Gerade in Gesprächen und Situationen zwischen Ismae und Duval musste ich öfters schmunzeln und lachen.

Auf dem Buchrücken wird darauf hingewiesen dass es sich bei „Grave Mercy – Novizin des Todes“ um eine Trilogie handelt. Das hat mich im nach hinein erstaunt, denn man könnte dieses Buch auch als abgeschlossen ansehen. Es bleiben nach diesem Band eigentlich keine allzugroßen Fragen offen und die Handlung der Geschichte wirkt auch abgeschlossen….von daher bin ich sehr neugierig wie die Geschichte um die Tochter des Todes weitergeht!

Protagonisten
Die Protagonisten sind alle sehr realistisch ausgearbeitet und dargestellt. Sowohl von der äußeren Beschreibung, als auch vom Sprachstil und den mittelalterlichen Ansichten her passen die Protagonisten wunderbar in die Zeit der Geschichte. Man merkt auf jeden Fall, dass die Autorin hier gut recherchiert hat und so den Leser absolut überzeugen kann.

Mir gefielen natürlich die Hauptprotagonisten Ismae und Duval am besten.

Ismae macht in der Geschichte eine unglaubliche Wandlung durch bei der es mich gefreut hat sie dabei begleiten zu dürfen. Vom der jungen, weltlich unerfahrenen und misshandelten Bauerstochter entwickelt sie sich zu einer entschlossenen, weltgewandten und selbstständigen Persönlichkeit mit ganz besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen. Als sie schließlich auch noch anfängt diese nicht mehr nur auf blinden Befehl hin auszuführen sondern sich bewusst für einen eigenen Weg entscheidet ist die Verwandlung perfekt und absolut stimmig und sympathisch.

Duval mit seiner geheimnisvollen und doch liebenswürdigen Art und seiner absoluten Loyalität konnte mich auch sehr schnell für sich einnehmen. Er weiß genau was er will, worin seine Ziele liegen und er lässt sich von niemandem von seinem Weg abbringen.

Doch auch die Nebencharaktere wie z.B. die junge Herzogin, die Nonnen etc. lassen nicht an Lebendigkeit und Authentizität vermissen.

Schreibstil
Der Schreibstil ist für mich absolut stimmig gewesen. Besonders auch der Umstand dass die Geschichte im 15. Jahrhundert spielt hat mir gut gefallen und in ihrer Ausdrucksweise, ihren Beschreibungen etc. hat dies die Autorin auch absolut glaubwürdig dem Leser vermittelt.

Die Satzstellung, die Ausdrucksweise und der Aufbau der Geschichte sind stimmig und rund und konnten mich überzeugen und mich in die Geschichte hineinziehen.

FAZIT
Obwohl ich deutlich älter bin als die eigentliche Zielgruppe hatte ich nie das Gefühl das Buch mit seiner Geschichte wäre für mich zu „einfach“ oder zu „langweilig“ … es hat einfach gepasst.

Die Mischung aus Historie und Fantasy ist hier absolut gelungen und wirkte nie aufgesetzt oder an den Haaren herbeigezogen.

Die Zeit und die Orte der Handlung haben mir unglaublich gut gefallen da die Autorin diese absolut bildhafte und detailreich rübergebracht hat.

Sowohl äußerliche Beschreibungen, Sprache und Ansichten der Charaktere wirkten lebensnah, der Zeit entsprechend und absolut sympathisch. (zumindest die der guten in der Geschichte ;-) )

Die Geschichte und ihre Handlungen bewegten sich durchgehend auf einem gewissen Level der Spannung…die überaus dramatisch…aber auch niemals langweilig!

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(166)

451 Bibliotheken, 10 Leser, 9 Gruppen, 67 Rezensionen

dystopie, sicherheitszone, zukunft, flucht, liberty 9

Liberty 9 - Sicherheitszone

Rainer M. Schröder
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.08.2012
ISBN 9783570154649
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Kendira wächst als eine der „Auserwählen“ gemeinsam mit anderen Jugendlichen in der Lichtburg von Liberty 9 auf. Das Gelände wird um das Areal wird sehr streng bewacht…zu ihrem Schutz vor den Nightraidern, gefährlichen Banden die außerhalb der Sicherheitszone ihr Unwesen treiben….so glaubt Kendira zumindest. Als Kendira in einer schlaflosen Nacht bei einem Spaziergang auf den Servanten, so werden die Jugendlichen der niederen Arbeitsklasse genannt, trifft verändert sich ihr Leben in rasanten Zügen. Eigentlich ist jeglicher nähere Kontakt zwischen Electoren und Servanten strengstens verboten und Dante würde die „Auslöschung“ drohen wenn Kendira ihn den oberen melden würde….doch das tut sie nicht, denn Dante und nicht zuletzt seine Intelligenz faszinieren sie.

Durch einen Zufall erfährt Kendira von Dantes Plan, aus Liberty 9 zu entfliehen. Die Freundschaft von Kendira und Dante wächst mit jedem heimlichen Treffen und als Kendira seine Pläne mehr und mehr hinterfragt kommen ihr zunehmend Zweifel an ihrem „Zuhause“ und ihrer künftigen Bestimmung. Als dann auch noch eine Freundin von Kendira auf dem Stuhl zum „Stuhl“ landet und dabei getötet wird steht für sie fest, dass sie gemeinsam mit Dante aus Liberty 9 ausbrechen wird. Doch Kendira ist nicht bereit ihre Freunde im Stich zu lassen, weiht diese ein und versucht sie ebenfalls zur Flucht zu überreden…ob ihr diese gelingt und ob sie die Sicherheitszone lebend durchqueren können müsst ihr allerdings selbst lesen.

Cover
Das Cover zum Buch gefällt mir ganz gut, auch wenn es eigentlich keinen Bezug zum Buch vermittelt. Es ist in Blautönen gehalten und man sieht die Hälfte eines großen Mädchengesichts vor der Kulisse eines Himmels und eines dunklen Waldes. Der Schriftzug ist zudem groß aufgedruckt. Ich finde das Cover hat leichte Ähnlichkeit zum Cover von „Ashes“…bei dem es sich ja auch um eine Dystopie handelt.

Protagonisten
Mit Kendira hat Rainer M. Schröder eine sehr facettenreiche Protagonistin geschaffen. Anfänglich wirkt sie etwas naiv und oberflächlich. Sie geht völlig in der Rolle der „Auserwählten“ auf, genießt die Annehmlichkeiten die diese mit sich bringt und hegt keinerlei Zweifel an ihrer künftigen Bestimmung…von der sie aber auf der anderen Seite überhaupt nicht weiß worin sie besteht. Sie lebt nach strengen Vorgaben, Regeln und Ordnungen und sieht lange Zeit keinen Grund irgendetwas an ihrer Situation zu hinterfragen. Erst als sie sich mit dem „niederen“ Servanten Dante anfreundet wird Kendira menschlicher! Sie stellt das erste Mal eine Regel in Frage indem sie Dante nicht verrät und ihn so vor der Auslöschung bewahrt. Durch das Wachsen ihrer Freundschaft lernt sie Dante und seine Ansichten näher kennen und beginnt langsam daran selbst ihr Gehirn einzusetzen und das System von Liberty 9 zu hinterfragen. Diese Entwicklung geschieht langsam und Schrittweise und wird dadurch umso glaubhafter. Als sie diesen Prozess durchlaufen hat und erkennt, dass am Leben in Liberty 9 einiges „faul“ ist geht sie große Risiken ein um sich und ihre Freunde vor einer ungewissen Zukunft zu schützen und um Freiheit zu erlangen.

Dante hat nicht nur gutes Aussehen sondern auch Charme. Obwohl er von klein auf zu den „niederen“ Menschen zählt, für seinen Lebensunterhalt in Liberty 9 schwer arbeiten muss und in eine unsichere Zukunft in Armut blickt ist er nicht verbittert. Im Gegenteil er hat früh angefangen das System der Oberen anzuzweifeln und den Sinn in der Einrichtung um Liberty 9 zu hinterfragen und nicht unkritisch alles zu glauben was ihm erzählt wird. Seine Liebe zu Kendira wird dem Leser erst im Laufe der Geschichte klar, denn sie beginnt langsam und zart und entwickelt sich mit jedem Treffen zwischen den Beiden. Das macht die Beziehung zwischen den Beiden auch Besonders…und anrührend.

Leider hätte meines Erachtens die Nebencharaktere noch deutlich facettenreicher dargestellt werden könne. Ich fand sie alle etwas „lahm“ dargestellt. Alle schön, alle Auserwählt und kein einziger der anscheinend das System von Liberty 9 auch nur im Geringsten anzuzweifeln scheint. Ich meine die Nebendarsteller sind nicht unsympathisch, aber man hätte sie noch lebensechter und ausgereifter darstellen können.

Idee / Geschichte
Was mich an „Liberty 9 – Sicherheitszone“ ziemlich gestört hat, war die Tatsache, dass man in eine völlig verwandelte Welt geworfen wird und Erklärungen hierzu weitgehend nicht vorhanden sind. Man liest zwar mehrmals kurz von einem „Weltenbrand“…was es damit aber genau auf sich hatte bleibt ein Rätsel. Auch was mit dem Rest der Welt geschah bleibt zu großen Teilen unerklärt. Zudem kommt noch hinzu dass man zu Beginn des Buches mit einem Haufen von unbekannten Begriffen regelrecht „bombardiert“ wird. Es wimmelt nur so von „Electoren“, „Servanten“, „Cleansings“, „Nightraidern“ irgendwelchen „Runs“ und „Cubes“ etc. Es dauerte eine Zeit lang bis ich mich in diese Welt eingelesen hatte!

Die Dystopie vereint viele „Gegensätzlichkeiten“ in der Geschichte zu einem Ganzen und verleiht ihr dadurch einen besonderen Charakter. Es gibt hochtechnisierte Anteile (z.B. die Flugschiffe) aber auch absolut naturbezogene Sequenzen (z.b. Das Leben der Nightraider), das Leben in Liberty 9 ist streng geregelt und es gibt viele Rituale, geistige Einheiten etc. und ist ähnlich dem Leben in einem Kloster aufgebaut.

Die Geschichte um Liberty 9 konnte mich nach anfänglichen Einfindungsschwierigkeiten letztendlich durchaus fesseln. Gerade weil vieles „offen“ bleibt und man gezwungen wird sich selbst Gedanken zu machen was hinter dem großen Geheimnis von Liberty 9 stecken könnte. Die Geschichte beinhaltet Wendungen die mich durchaus überrascht haben und der Verlauf der Handlung endet schließlich in einem Cliffhanger und lässt auf einen sehr spannenden nächsten Teil hoffen….indem vielleiht die ein oder andere offene Frage geklärt werden dürfte.

Schreibstil:
Dies war mein erstes Buch des Autors Rainer M. Schröder und mir gefiel sein flüssiger und gut zu lesender Schreibstil recht gut. Allerdings tat ich mir anfänglich mit dem Schwall an fremdartigen Ausrücken etwas schwer. Hier wäre vielleicht eine kleine Legende am Ende des Buches mit Erklärungen hilfreich gewesen.
Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben, dreht sich aber zum größten Teil um Kendira. Jedoch sind zwischendurch Kapitel eingestreut die von einer unbekannten Person, einem Mann, beschrieben werden der wohl einer der wenigen Personen ist, die nicht hinter dem System von Liberty 9 stehen….allerdings erfährt man im ganzen Buch nicht, um wen es sich hier handelt…dies ist ein weiteres Fragezeichen auf dessen Aufklärung ich im nächsten Band hoffe.

Fazit:
Liberty 9 ist eine dystopische Geschichte mit vielen Gegensätzlichkeiten die das besondere Gerüst der Geschichte darstellen.
Anfänglich wird der Leser etwas arg mit neuen und technischen Ausdrücken zugeschüttet und es dauerte einige Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Danach entwickelt sich die Geschichte zwar spannend, bleibt aber auch voller Rätsel und ungeklärter Fragen.
Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und vor allem die Hauptcharakterin macht eine äußerst positive Wendung durch und machte sich mir daher umso sympathischer.
Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil von „Liberty 9“ und hoffe, dass darin ein großer Teil der offenen Fragen aufgeklärt werden.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(672)

1.242 Bibliotheken, 21 Leser, 10 Gruppen, 236 Rezensionen

dystopie, liebe, day, june, legend

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Inhaltsangabe:
Amerika wie wir es kennen existiert nicht mehr. Das Land ist in zwei Lager gespalten, in Reich und Arm. Während die Reichen immer mehr wollen und in Wohlstand und Sicherheit leben, bangen die Armen täglich ums nackte Überleben….denn in ihren Reihen grassieren schreckliche Krankheiten, sie besitzen kaum Hab und Gut und die wichtigen Impfstoffe gegen die Seuchen sind nur für die Reichen vorhanden.

Der jugendliche Day lebt abseits von seiner Familie auf der Straße in den Armenvierteln der Republik. Um seine Familie aus dem Hintergrund zu unterstützen stiehlt er Medikamente, Kleidung und Nahrungsmittel und lehnt sich mit verschiedensten Aktionen gegen Missstände auf und wird so zum meist gesuchtesten Verbrecher der Republik. Er führt die Polizei schon lange an der Nase herum, denn Day existiert „eigentlich“ überhaupt nicht, er müsste längst Tod sein und so kennt auch keiner kennt sein Aussehen, sein Alter oder seinen wahren Namen….was die Suche nach im beinahe unmöglich macht.

June wächst als eine der privilegierten Menschen der Republik auf. Ihre Eltern starben vor vielen Jahren bei einem Autounfall und June lebt seitdem bei ihrem, über alles geliebten Bruder Metias. Sie besucht eine höhere Schule und befindet sich in der letzten Klasse zur Ausbildung als Soldatin, denn sie möchte in die beruflichen Fußstapfen ihres Bruders treten. Sie ist DIE Beste, DAS Wunderkind der Republik denn sie hat „im großen Test“ als einzige Person mit der vollen Punktzahl bestanden. Als Metias bei einem Einsatz ums Leben kommt, scheinbar getötet von Day schwört sich June den Staatsfeind persönlich zu schnappen um ihm die gerechte Strafe zu Teil werden zu lassen.

Als sie sich getarnt als arme Bürgerin unters „Fußvolk“ mischt um Day zu finden ahnt sie lange nicht dass sie diesem bereits näher gekommen ist als es ihr lieb ist. Als ihr bewusst wird wer Day in Wirklichkeit ist, steht sie vor einer Entscheidung die ihr beider Leben für immer verändern wird.

MEINE MEINUNG
Cover
Seit langem hatte ich mit "Legend" mal wieder ein Cover in der Hand das ohne viel Farbe und Bildgestaltung daherkommt. Das Cover ist total schlicht, aber trotzdem sehr edel gehalten. Der Schutzumschlag ist aus einem sehr festen und hochwertigen, weißen Papier. In goldenen Lettern ist das Zeichen oder Wappen der Republik und der Buchtitel abgebildet. Ich bin daher schon sehr gespannt wie das Cover des Folgebandes ausfallen wird.

Geschichte / Idee
Natürlich wird hier das Genre der Dystopie nicht neu erfunden, dennoch konnte mich die Geschichte von Day und June mitreißen und letztendlich auch überzeugen. Das hatte auch damit zu tun dass sich in die dystopische Geschichte noch ein Kriminalfall mit eingeschlichen hat der die Handlung zusätzlich spannend gemacht hat. Diese Kombination fand ich überaus reizvoll und lesenswert.

Die Geschichte beginnt meiner Meinung recht unspektakulär. Man lernt die Lebensumstände der Menschen in der Republik und die Hauptprotagonisten näher kennen. Dennoch erfährt man recht wenig über die geschichtlichen Hintergründe, den Umbruch und die Spaltung der Nation.

Im Laufe der Geschichte nimmt die Handlung langsam an Fahrt auf als Day ins Krankenhaus einbricht und ein Mord geschieht. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich voll dabei und wollte wissen wie es weitergeht. Besonders das Kennenlernen zwischen Day und June fand ich sehr spannend….prallen doch zwei völlig verschiedene Menschen, aus zwei „verfeindeten“ Welten aufeinander.

Das Beste an diesem Buch verbirgt sich meiner Ansicht nach im letzten Drittel des Buches. Hier kommt die ganze Tragik und das Ausmaß der Geschichte zur Geltung und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Leider kam das Ende des ersten Bandes dann doch wieder einmal viel zu schnell…

Protagonisten
Mir haben die Beiden Hauptprotagonisten Day und June und deren Zusammenspiel überaus gut gefallen. Die Autorin hat Beiden total unterschiedliche Charaktere gegeben, die letztendlich aber unheimlich gut zueinander passen…denn eines verbindet Beide…der Sinn nach Gerechtigkeit.

Day, der in Wahrheit Daniel heißt, ist der junge Rebell der trotz seines Alters bereits viel Unrecht erfahren musste und sein Leben der Rebellion verschrieben hat. Er ist seiner Familie gegenüber sehr verbunden und kämpft auf den Straßen täglich für sie um an Nahrung, Kleidung und den lebenswichtigen Impfstoff zu gelangen. Doch trotz des harten Lebens das Day führt ist er im Herzen ein guter Mensch geblieben der nie jemanden absichtlich verletzten oder Töten würde. Im Gegenteil für diejenige die er liebt würde er eher selbst in den Tod gehen.

June, obwohl reich, verwöhnt und überprivilegiert ist trotzdem sympathisch. Sie ist sehr ehrgeizig und zielstrebig und weiß was sie im Leben erreichen möchte. Als sie den einzigen Menschen verliert der in ihrem Leben wirklich wichtig ist verwandelt sie sich nicht in ein Häufchen Elend sondern wird zur Kämpferin. Das sie diesen Kampf letztendlich gegen Menschen führen muss von denen sie bis dahin dachte es wären „die Guten“ ist tragisch aber wohl unvermeidbar.

Schreibstil
Die Autorin hat einen sehr leichten und angenehm zu lesenden Schreibstil…schnörkellos, prägnant und direkt. Die Geschichte ist sehr gut zu verfolgen obwohl sie aus zwei Perspektiven erzählt wird. Abwechselnd wird der Leser von Day oder June in die Geschichte mitgenommen. Beide erzählen ihre Sicht der Dinge in Ich-Form, das vermittelt dem Leser eine gute Nähe zu den Protagonisten und deren Erlebnissen, Sichtweisen und Gedanken.

FAZIT
Wer wie ich dystopische Geschichten mag wird an „Legend – fallender Himmel“ von Marie Lu sicherlich seine Freude haben.
Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und ihr Zusammenspiel miteinander bereichert die Geschichte sehr.
Der Schreibstil ist flüssig und altersgemäß und ermöglicht es die Geschichte schnell zu verstehen und das Buch zügig zu lesen.
Allerdings finde ich das Buch gerade am Anfang etwas langatmig und es dauert seine Zeit bis die Spannung wächst, die letztendlich erst im letzten Drittel voll zur Entfaltung kommt!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(105)

234 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

untote, seele, liebe, fantasy, dead beautiful

Dead Beautiful - Unendliche Sehnsucht

Yvonne Woon , Nina Frey
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.07.2012
ISBN 9783423760492
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Die Ereignisse des letzten Sommers haben Renées Leben komplett verändert. Ihre alte Schule musste geschlossen werden, ihre große Liebe Dante ist untergetaucht. Seit seinem Kuss schläft sie kaum, ihre Sinne sind abgestumpft und sie sieht reifer und schöner aus - trägt sie einen Teil seiner unsterblichen Seele in sich? An ihrer neuen Schule, dem St. Clemént, wird Renée mit Argwohn betrachtet – außer von einem Jungen namens Noah. Mit ihm kommt sie dem Geheimnis der Untoten Stück für Stück näher und begibt sich dabei selbst in tödliche Gefahr ….

Meine Inhaltsangabe
Nachdem Renee´ geküsst hat um ihm seine Seele zurückzugeben hätte sie eigentlich sterben müssen…doch dies hat Dante nicht zugelassen. Er hat Renee wieder geküsst um ihr die Seele zurückzugeben und selbst wieder Untot zu werden.
Allerdings scheint es, als sei ein Teil ihrer Seele in Dante geblieben…Renee´ fühlt sich abgestumpft und hat das Gefühl einen Teil ihrer selbst verloren zu haben und die Trennung von Dante verschlimmert diesen Zustand noch. Zudem quälen sie verwirrende Träume die sich schließlich als eine Art Visionen herausstellen.

Da ihre alte Schule das Gottfried-Institut für Sterbliche geschlossen wurde, muss Renee von nun an eine spezielle Wächterschule besuchen. Der Kontakt zu Dante und ihren alten Freunden bricht beinahe komplett ab und Renee leidet stärker denn je.
Um sich abzulenken stürzt Renee sich in neue Freundschaften und den Unterricht. Dort erfährt sie schließlich von einem Geheimbund…den neun Schwestern. Diese sollen angeblich das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt und aufbewahrt haben. In der Hoffnung damit Dante retten zu können versucht Renee mit ihren neuen Freunden das Geheimnis zu lüften und gerät dabei selbst in Todesgefahr.

MEINE MEINUNG

Cover:
Wie auch schon das Cover des ersten Teils spricht mich das von „Deine Seele in mir“ an. Ich finde es nicht umwerfend oder besonders spektakulär, aber diese traurigen blauen Augen auf dem Bild wecken meine Neugier. Da das Cover ähnlich in der Aufmachung ist (jedoch andere Farbgebung) wie das des ersten Bandes ist auch der Widererkennungswert eindeutig vorhanden.

Geschichte:
Die Geschichte reiht sich nahtlos an den ersten Band von Dead Beautiful an. Von daher war es absolut gut dass ich diesen erst kurz davor gelesen habe. So fiel mir der Einstieg ins Geschehen überhaupt nicht schwer und ich fand mich sofort mitten in der Geschichte wieder.

Was mir am zweiten Teil der Geschichte besonders gut gefallen hat ist die Tatsache, dass sich einige Ungereimtheiten aufklären und die Geschichte dadurch verständlicher…jedoch nicht weniger spannend wird.

Jedoch gibt es auch einen Umstand der mir weniger gut gefallen hat.Der Wechsel an eine Wächterschule bringt mit sich das einige lieb gewonnenen Charaktere in dieser Geschichte kaum vorkommen. So spielt Dante weit weniger als aktiver Part mit als wie ich es mir gewünscht hätte. Eleanor wird nur in zwei, drei Telefonaten kurz erwähnt und fällt ansonsten komplett aus der Geschichte...diesen Umstand habe ich besonders bedauert, da sie mir ein lieb gewonnene Protagonistin im ersten Teil war.

Die Spannung wird in diesem Teil relativ hoch gehalten. Man möchte unbedingt erfahren um was es sich bei dem Geheimnis um die Unsterblichkeit handelt und ob dies die Lösung der Probleme von Dante und Renee sein könnte. Man fiebert, bangt und hofft mit und wird durch den Strudel von Ereignissen gezogen und möchte die Hoffnung auf ein Happy End nicht aufgeben.

Leider endet das Buch wieder in einem absoluten Cliffhanger und der dritte Teil steht noch nicht bereit zum Lesen und so bleibt ungewiss wie die Zukunft von Renee, Dante und Noah aussehen mag.

Charaktere:
Renee hat sich im Vergleich zu ersten Teil deutlich verändert. Sie ist längst nicht mehr die energiegeladene und humorvolle Schülerin des ersten Bandes. Man merkt ihr deutlich an, dass „etwas anders“ ist…kann es aber auch irgendwie nicht richtig in Worte fassen. Leider hat sie mit dem Teil ihrer Seele wohl auch den Humor eingebüßt…denn gerade dieser ging mir persönlich ganz schön ab.

Nachdem alte Charaktere wie der von Eleanor zwangsweise weggefallen sind kamen neue und interessante Protagonisten hinzu. So die „schräge“ Anya, die zickige Clementine und Noah der ein besonderes Interesse an Renee´ zu haben scheint.

Aufgrund der Entwicklung der Geschichte tritt die Liebesbeziehung zwischen Renee und Dante in diesem Teil des Buches weitgehendst in den Hintergrund und wird sogar mehr als einmal in Frage gestellt. Diesen Umstand fand ich zwar logisch, aber als alte Romantikerin natürlich auch etwas schade. Wobei ich selbst irgendwann nicht mehr wusste ob ich nun Dante oder Noah wählen würde wenn ich an Renees Stelle stehen würde.

Schreibstil:
Ich empfand den Schreibstil des zweiten Teils „runder“ als den ersten…zumindest hatte ich das Gefühl flüssiger durch die Geschichte zu rutschen als noch beim ersten Band. Nach wie vor beherrschen die Bildhaftigkeit und die Liebe zu Details den Stil der Autorin. Da ich mir Handlungsorte und Protagonisten gerne sehr genau vorstelle kommt mir dies natürlich extrem entgegen.

FAZIT:
Für mich ist sowohl im Schreibstil als auch in der Handlung der Geschichte eine spürbare Steigerung vorhanden.

Der Schreibstil wirkt runder und flüssiger als noch im ersten Teil und die Handlung ist in sich stimmiger und wirft weniger Unklarheiten auf, punktet aber absolut mit Spannung und ich konnte mich darin völlig vergessen.

Leider werden auch in diesem Teil noch nicht alle Fragen beseitigt und die Hoffung auf ein Happy End werden noch nicht erfüllt.

Die Geschichte endet in einem absoluten „Cliffhanger“ auf den dritten Teil und lässt den Leser „zappelnd“ zurück.

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(329)

734 Bibliotheken, 14 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Alex ist die Flucht aus Rule gelungen…doch anstatt sich auf die Suche nach Tom machen zu können gelangt sie in Gefangenschaft….und zwar in die Gefangenschaft von Veränderten. Während der Zeit ihrer Gefangenschaft erlebt Alex eine bestialische Grauenhaftigkeit nach der anderen und mehr als einmal ist fraglich ob sie die kommenden Stunden überlebt oder ob sie als Zwischenmahlzeit für die Veränderten endet. Schließlich wird Alex in eine Art „Basislager“ der Veränderten, in ein altes Bergwerg, gebracht und dort wartet sie auf ihr scheinbar unabwendbares Schicksal den Tod zu finden.
Doch noch etwas macht Alex Angst. In ihrem Kopf scheint das „Monster“ weiterzuwachsen…ihre Sinne verändern sich…ihr Geruchsinn ist nahezu unmenschlich gut und plötzlich scheint sie Gedanken von Veränderten in ihrem Kopf „sehen“ zu können.

Tom wurde indes von zwei alten Leuten aufgenommen und gesundgepflegt und plant, sich auf die Suche nach Alex zu machen. Allerdings wird daraus nichts, da er in die Hände brutaler Kopfgeldjäger fällt und nur mit Mühe fliehen kann. Schließlich schließt er sich, nicht ganz freiwillig, einer Milizgruppe an die es sich zum Ziel gemacht hat die Veränderten zu töten. Dabei planen sie die Sprengung eines Bergwerks!!!

Zudem gibt es noch zwei wichtige Handlungsschauplätze auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte, da es den Rahmen sprengen würde.

MEINE MEINUNG

Cover
Das Cover hat einen sehr hohen Widererkennungswert zum ersten Teil von Ashes. Darauf ist wieder ein großformatiges Mädchengesicht abgebildet. Dieses Mal allerdings vor flammend orangem Hintergrund…was den Anschein erweckt, dass der Himmel brennt. Mir gefällt die Schlichtheit des Covers sehr gut…auch wenn es rückblickend für den Inhalt des Buches beinahe zu „zahm“ wirkt.

Protagonisten:
Im zweiten Teil von Ashes wimmelt es von Protagonisten die ihre Geschichte erzählen wollen. Mir sind dabei aber eindeutig Alex und Tom am wichtigsten…auch wenn die Sicht der anderen bestimmt nicht langweilig oder unerheblich sein dürfte…gerade auch in Bezug auf den nächsten Teil des Buches.

Alex erlebt in diesem Band wirklich unglaublich schlimme Dinge und muss Erlebnisse und Gesehenes verarbeiten mit dem wohl jeder normale Mensch seine Probleme hätte. Ihre Geschichte in diesem Band ist düster und die Hoffnung auf einen positiven Ausgang recht gering…nichts desto trotz wirkt Alex auf mich weiterhin stark, tapfer und kämpferisch….auch wenn sie im Vergleich zum ersten Teil etwas Persönlichkeit verloren hat.

Tom´s Geschichte kam mir eindeutig etwas zu kurz und ich hätte gerne noch mehr von ihm und seiner Gesundung in der Jagdhütte gelesen. Dafür erfahren wir in diesem Teil etwas von seiner Vergangenheit im Krieg und bekommen einen kleinen Einblick in sein Seelenleben.

Leider kam es in diesem Band zu keinem wirklichen Wiedersehen zwischen Alex und Tom und diesbezüglich wurde mein Wunsch in keiner Weise befriedigt.

Im Großen und Ganzen kann ich von mir sagen, dass ich lieber mehr von diesen Beiden Protagonisten gelesen hätte und mir die anderen Handlungsstränge rückblickend oftmals unnötig vorkamen und zu viel waren.

Geschichte/Handlung
Ich habe den ersten Band des Buches vor gut einem halben Jahr gelesen und habe mir zur „Auffrischung“ vor dem zweiten Band meine Rezension nochmal durchgelesen…und das was gut so. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr direkt und ich brauchte wirklich einige Kapitel um wider über alles im Bilde zu sein.

Womit ich mir etwas schwer tat war der Umstand dass der zweite Band von Ashes aus sehr vielen Perspektiven geschrieben ist. Insgesamt gibt es in "Ashes – Tödliche Schatten" nämlich gleich vier Handlungsstränge und Handlungsorte zu verfolgen. Da diese allesamt sehr komplex waren, war dies manchmal doch recht verwirrend und der ständige Wechsel an Perspektiven und Orten hat den Lesefluss etwas gestört…gerade bei abrupten Perspektivenwechseln.

- Zum einen wird die Geschichte natürlich aus der Perspektive von Alex erzählt. Diese Teile nehmen auch den größten Teil des Buches ein.
- Zum anderen erfahren wir aus sich von Tom wie es mit seinem Leben nach der Rettung weitergeht
Des Weiteren hat Ilsa J. Bick aber auch noch zwei weitere Handlungsstränge eingebaut die ebenfalls einen großen Teil der Geschichte einnehmen.
- Ein großer Teil der Handlung und der Geschichte wird der Gefangennahme von Peter gewidmet und zum anderen der Flucht von Chris, Lena und Nathan aus Rule

Vor allem ist mir bis zum Schluss der Sinn nicht aufgegangen was es mit diesen vielen Handlungssträngen und Perspektiven auf sich hat. Ich meine Spannung und Action sind auch so schon genügend vorhanden und ich hätte an manchen Stellen lieber mehr von Alex und Tom gelesen.
Man bekommt durch die anderen Perspektiven einfach noch zusätzliche Einblicke in die Entwicklung auf der Welt und kann diesbezüglich vielleicht erahnen wie es weitergehen könnte…aber wirklich wichtige Erkenntnisse taten sich durch die vielen Handlungsstränge bei mir nicht auf. Ich bin gespannt ob diese im dritten Teil noch eine wesentlichere Rollen spielen werden.

Die ganze Handlung und die Story sind im zweiten Band wirklich sehr umfassend und actionreich. Man wird hineingerissen in Flucht, Kampf und die Hoffnung ums Überleben. Die Spannung hält sich wirklich das komplette Buch über konstant hoch und riss mich wirklich mit. Ich war so in der Geschichte gefangen dass ich das Buch, mit immerhin 571 Seiten, innerhalb von zwei Tagen gelesen hatte.

Das Buch oftmals eine bedrückende Stimmung bei mir hinterlasse. Ist das, was man dort zu lesen bekommt doch ungleich heftiger als man es sich in der Realität jemals wünschen würde….

Was mich aber teilweise wirklich geschockt hat waren die unheimlich brutalen und detailgetreuen Kannibalismus- und Tötungsszenen. Ilsa J. Bick nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund wenn es darum geht solche Szenen an den Leser zu bringen und ihn damit zu schocken.
Ich musste teilweise gehörig schlucken und mit meinen Nerven und mit meinem Magen kämpfen. Jetzt bin ich allerdings schon über dreißig Jahre alt und habe auch schon den ein oder anderen Horrorstreifen gesehen oder gelesen. Aber ob die Altersangabe 14-17 Jahre nicht doch zu niedrig angesetzt ist, ist in meinen Augen absolut fraglich.

Leider wirft der zweite Teil von Ashes einige ziemlich spannende Fragen und Aspekte auf die wohl erst im dritten Teil beantwortet werden….und bis dahin heißt es wohl erst Mal wieder warten!

Schreibstil
Der Schreibstil von Ilsa J. Bick konnte mich wie im ersten Band von Ashes absolut überzeugen. Die Autorin schreibt absolut lebhaft und glaubwürdig und jede noch so unreale Vorstellung wird auf einmal plötzlich lebendig. Sie hat eine unglaubliche Bildkraft und ließ bei mir ein großes „Kopfkino“ lebendig werden. Gerade bei den heftigeren Szenen war dies nicht immer besonders „magenfreundlich“….trotzdem kann man mit dem Lesen einfach nicht wieder aufhören.

FAZIT
Nach dem ersten Band des Endzeitszenarios von Ilsa J. Bick war ich absolut gespannt auf die Fortsetzung in „Ashes – Tödliche Schatten“ und wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte um Alex und Tom geht rasant und actionreich weiter und der Leser wird in eine surreale Welt hineingerissen aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Lediglich die vielen Perspektiven und häufig wechselnden Handlungsstränge haben den flüssigen Lesegenuss etwas getrübt.

Ilsa J. Bicks Schreibstil ist wie gewohnt Bildgewaltig. Dies tritt gerade bei den vielen blutrünstigen und brutalen Szenen besonders zu Tage. Die Geschichte ist definitiv nichts für Leser mit schwachen Nerven oder empfindlichen Mägen….--> und meiner Meinung nach auch nichts für 14 – jährige Teenager (wie es in der Altersempfehlung lautet)!!!!

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(335)

657 Bibliotheken, 4 Leser, 9 Gruppen, 84 Rezensionen

schattenwandler, dämonen, liebe, jacob, druiden

Jacob - Schattenwandler

Jacquelyn Frank , Karina Schwarz
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 17.08.2009
ISBN 9783802582363
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Seit Anbeginn der Zeit gibt es die dämonischen Schattenwandler. Kreaturen der Nacht und der Dunkelheit…dazu zählen nebst Vampiren und Werwölfen auch die Dämonen. Den Schattenwandlern ist es strengstens verboten den Menschen Schaden zuzufügen. Aber auch die Liebe zu diesen ist ihnen bei Strafe untersagt. Ein Mann wacht darüber, dass dieses Gesetze eingehalten werden: Jacob, der Vollstrecker. Siebenhundert Jahre widerstand er jeglicher Versuchung, richtete zahllose Schattenwandler, die sich bei Vollmond ihren dunklen Trieben hingaben und führte sie ihrer Strafe zu. Doch als er die schöne Isabella rettet, flammt eine Leidenschaft in ihm auf, die er nie zuvor kannte. Und nun ist es Jacob selbst, der das eherne Gesetz der Schattenwandler bricht. Als Isabella in dann auch noch aus den Klauen eines transformierten Dämons rettet ist es ihm unmöglich sich noch von ihr fernzuhalten…er will unbedingt hinter ihr Geheimnis kommen, denn eigentlich ist es Menschen beinahe unmöglich einen Dämon zu töten. Im Laufe der Zeit offenbaren sich ihm und der gesamten Dämonenschaft unglaubliche Erkenntnisse; Isabella ist dazu bestimmt ein neues Zeitalter einzuleiten und damit die Dämonen vor dem endgültigen Aussterben zu bewahren. Zunächst muss sie sich aber mit unvorhersehbaren körperlichen Veränderungen auseinandersetzten und sich Gefahren stellen von denen sie bisher nicht einmal wusste dass es sie gibt.

Meine Meinung:
Ich fand es sehr erfrischend mal eine Geschichte über die Wesen der Nacht zu lesen bei denen nicht Vampire und Werwölfe im Mittelpunkt stehen.
Dabei jedoch präsentierten sich die Dämonen ungewöhnlich „liebenswürdig“ und nicht wie erwartet „dämonisch“. Mir gefiel diese Sicht auf Wesen die in unseren Legenden und Geschichten immer nur mit dem absoluten Bösen assoziiert werden ausgesprochen gut. Trotzdem verlieren die Dämonen in der „Schattenwandler-Reihe“ nicht ihre Gefährlichkeit…zumindest nicht wenn machthungrige Menschen ihre Finger im Spiel haben.
Sehr schön fand ich, dass in dieser Geschichte die Handlungs- und die Gefühlsebene so gut zusammengespielt haben.

Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und hat einen interessanten Handlungsstrang mit unerwarteten Wendungen und actionreichen Passagen. Dabei steigt die Spannung ab dem Mittelteil der Geschichte immer mehr an und gipfelt schließlich in einem absoluten Höhepunkt am Schluss

Auch die emotionalen Passagen kommen nicht zu kurz. Die Lovestory in der Geschichte ist absolut mitreißend und gefühlvoll. Dabei kommt auch der erotische Faktor nicht zu kurz!
Die Protagonisten waren mir absolut sympathisch. Allen voran natürlich die weibliche Heldin Isabell, genannt Bella! Fristete sie bis dato ein unscheinbares Leben als Bibliothekarin ändert sich alles als sie Jacob begegnet. Ab diesem Moment erwachen ungeahnte Kräfte in ihr. Sehr gut gefallen hat mir an ihr, dass sie nie auf den Mund gefallen ist…stets hat sie einen guten Spruch auf Lager…auch von den Dämonen lässt sie sich dabei nicht bremsen. Und etwas anderes ist in Isabelle erwacht als sie Jacob begegent…ihre Leidenschaft…und dieser Erweckung darf der Leser sehr detailreich folgen!
Jacob entspricht so gar nicht der Vorstellung die ich von einem Dämon hatte...aber das ist jetzt nicht negativ gemeint. Er ist stark, hat viel Lebenserfahrung und ist Kampferprobt. Wir als Leser dürfen jedoch auch die softe Seite des Dämons kennenlernen und die gefiel mir sehr gut. Er ist gefühlvoll und immer um das Wohl von Isabella bemüht…einfach ein Gentleman. Dabei hätte er für meinen Geschmack ab und an gerne etwas mehr „dämonischer“ sein dürfen.
Ähnlichkeiten zu anderen Geschichten sind sicherlich nicht abzustreiten oder gänzlich zu vermeiden.

FAZIT
Wer die Reihen von Nalini Singh und Lara Adrian mag wird sicherlich auch von der Reihe der Schattenwandler nicht abgeneigt sein.
Für mich zeichnet sich der erste Teil der Reihe durch eine durchdachte Handlung mit Spannung und Gefühl aus die durch sympathische, wenn auch etwas ungewöhnliche Protagonisten belebt wird.
Ich bin auf jeden Fall schon neugierig wie es mit dem Dämonenvolk weitergeht und freue mich auf den zweiten Teil der Schattenwandler Reihe "Gideon"!

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

103 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

erotik, polizistin, bdsm, geheimnis, belletristik

Loge der Lust

Sandra Henke
Buch: 428 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2007
ISBN 9783899413915
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Die junge unerfahrene Polizistin Teena McLight lernt bei einem Verhör den charismatischen Earl of Cunninghall kennen. Dieser behauptet, nach einer Party mit sexuellen Ausschweifungen von einer Lady mit pinkfarbenen Perücke beraubt worden zu sein. Schon bald führt eine erste Spur zu einer Geheimloge, die Lustspiele veranstalten soll. Teena wird als Lockvogel eingesetzt und in die Loge eingeschleust. Dort wird sie von einem Maskierten lustvoll überfallen. Teena genießt das Liebespiel mit ihm.Aber der Maskierte hat sie erkannt und droht sie vor den Logenmitgliedern und ihren Kollegen zu enttarnen, wenn sie sich nicht bereit erklärt, ihm auch weiterhin zur Verfügung zu stehen...

Meine Meinung:
Cover:
Das Cover von Loge der Lust gefällt mir ganz gut…aber umgehauen hat es mich nicht…ich habe schon deutlich erotischere Photos als das auf dem Titelbild gesehen. Man sieht den Oberkörper und das Gesicht einer nackten Frau…alles ist jedoch unter einem Schleicher aus Seidentuch versteckt und wirkt dadurch etwas geheimnisvoller.

Protagonisten:
Die Hauptcharakterin in Loge der Lust ist die junge und recht naive Polizistin Christina, genannt Teena, McLight. Da sie in ihrer neuen Arbeitsstelle nicht so recht Fuß ernst genommen zu werden scheint, beschließt sie in einem Fall eigene Ermittlungen anzustellen und gerät dabei auf die Spur einer Geheimloge. Anfänglich noch recht unsicher und naiv dürfen wird sie als Lockvogel in die Loge eingeschleust und soll dort geheime Ermittlungen durchführen…wird jedoch vom Oberhaupt der Loge, dem Earl of Cunningham enttarnt und in erotische Liebesabenteuer verstrickt. Anfänglich versucht sie sich dagegen noch zu wehren, erliegt aber bald der erotischen Anziehung des Earls. Sie wird immer berauschter von den ungeahnten Höhenflügen zu denen der Earl sie bringt und wird eine immer willigere Schülerin der Lust .

Der Gegenpart zu Teena, der Earl of Cunningham bedient natürlich alle Klischees die man sich von einem Mann seiner Klasse wünscht. Er ist gutaussehend, charmant, geheimnisvoll und kennt die Wünsche der Frauen und weiß diese zu erfüllen.

Man spürt bereits bei der ersten Begegnung der Protagonisten die Spannung und das Knistern und genauso sind dann auch die erotischen Szenen und kann die Anziehung beinahe spüren.

Was mir an diesem erotischen Roman ebenfalls gut gefallen hat waren die Nebencharaktere. Allen voran die frivole Nachbarin von Teena, welche ebenfalls als Verführerin im Buch fungiert und die erotischen Szenen zusätzlich anheizt

Geschichte / Inhalt
Eingebettet ist diese Erotikstory in einen Kriminalfall der sowohl Spannung im Buch erzeugt und ihm eine schlüssige und fortlaufende Handlung gibt.

Es reiht sich nicht wie in anderen Büchern dieses Genres Sexszene an Sexszene. Diese sind vielmehr wohldosiert in eine gute Geschichte einbettet…was meiner Meinung die Qualität des Romans absolut erhöht.

Das Zusammenspiel von Kriminalgeschichte und Erotikstory ergibt eine sehr prickelnde und fesselnde Kombination die den Leser mitreist und ihn in eine faszinierende Welt entführt.

Wie gesagt sind die erotischen Szenen wohldosiert…es sind nicht zu viele und nicht zu wenige. Vor allem sind sie jedoch sehr abwechslungsreich und fantasievoll geschrieben und bedienen eine große Bandbreite an „Spielvarianten“. Von erotischen Spielen zwischen zwei Frauen über Fessel und Dominanzspielen bis hin zu A…sex ist hier alles geboten.

Schreibstil
Außerordentlich gut gefallen hat mir der offene und direkte Schreibstil der Autorin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, trifft aber trotzdem den richtigen Ton.
Trotz direkter Sprache, offenen Worten und detailreichen Beschreibungen wirkt der Schreibstil von Sandra Henke niemals obszön oder pervers sondern einfach nur anregend.

Fazit
Das Buch konnte mich in seiner Kombination aus Krimi und Erotik absolut überzeugen und fesselte mich binnen kürzester Zeit.
Die erotischen Szenen des Romans sind abwechslungsreich und anregend ohne dabei ins obszöne abzurutschen.

„Loge der Lust“ war mein erstes Buch der Autorin Sandra Henke…aber gewiss nicht mein Letztes!

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(461)

799 Bibliotheken, 3 Leser, 10 Gruppen, 57 Rezensionen

gestaltwandler, liebe, mediale, fantasy, erotik

Jäger der Nacht

Nalini Singh , Nora Lachmann
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 18.08.2008
ISBN 9783802581625
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Die junge Faith NightStar gilt als die mächtigste V-Mediale ihrer Generation, denn bislang sind alle Vorhersagen der perfekt funktionierenden Geschäftsfrau eingetroffen und haben ihrem Clan ein Milliardenvermögen beschert.
Doch dann wird die kühle Faith von Träumen heimgesucht, die sie in Angst und Schrecken versetzen - Gefühle, die sie als Mediale nicht haben darf. Als kurz darauf ihre Schwester ermordet wird, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Sie weiß, dass sie diesen Mord vorhergesehen hat. Von weiteren finsteren Vorahnungen gequält, begibt sich Faith, die bislang fast völlig isoliert gelebt hat, zum ersten Mal allein hinaus in die unbekannte Welt. Wenn ihr jemand helfen kann, dann Sascha Duncan, eine abtrünnige Ex-Mediale, die nun bei den DarkRiver-Leoparden lebt.
Zum Rudel gehört auch der Gestaltwandler Vaughn D'Angelo, der sich in einen Jaguar verwandeln kann und dessen animalische Seele sich unwiderstehlich zu Faith hingezogen fühlt. Gegen ihren Willen erwacht auch in Faith das Begehren. Doch wie kann es zu einer Annäherung zwischen Vaughn und ihr kommen, wenn sie schon bei dem Gedanken an die Leidenschaft, die er in ihr entfesselt, an den Rand des Wahnsinns gerät?

Meine Meinung:

Geschichte / Idee
Aus dem ersten Teil der Gestaltwandler-Reihe war mir die Welt der Mediale und die der Gestaltwandler schon bekannt. So konnte ich in dieser zweiten Folge sofort darin eintauchen und von meinem Vorwissen profitieren.

Aufgebaut ist die Geschichte ähnlich wie die von „Leopardenblut“…ein Gestaltwandler lernt eine Frau aus der Welt der Medialen kennen…verliebt sich in sie und holt sie auf die Seite der Gestaltwandler. Dies geschieht natürlich nicht ohne Komplikationen, da die Medialen ihre Macht nicht noch weiter schwächen wollen indem sie eine Mächtige Mediale verlieren. In vielen Dingen war mir die Geschichte dem ersten Teil einfach zu ähnlich und verlor dadurch an Spannung und war daher phasenweise auch etwas langatmig.

Neben der Beziehungs-Geschichte gibt es zusätzlich zwar eine spannende Handlung um einen Mord an einer Medialen der mit Hilfe der Gestaltwandler und ein paar Medialen aufgeklärt wird und das „Medial Net“ absolut in Frage stellt. Leider konnte ich die Spannung nicht so stark spüren wie noch in Leopardenblut…was vielleicht daran lag,dass das Opfer gänzlich fremd war und ich dazu überhaupt keinen Bezug spürte.

Protagonisten:
Die Hauptprotagonisten in „Jäger der Nacht“ sind die hochbegabte V-Mediale Faith und der Gestaltwandler Leopard Vaughn.

Während Faith medial über eine große Macht besitzt (sie kann geschäftsmäßige Voraussagen machen die der Welt der Mediale viel Geld einbringen) ist aber sozial völlig unerfahren.
Sie lebt absolut abgeschottet von anderen Medialen und Menschen in einem streng bewachten Anwesen. Sie wurde in dem Glauben Erwachsen dass jeglicher direkte soziale Kontakt ihrem Geist schaden wird und einen Kollaps ihrer „Systeme“ verursachen kann.
Als sie neben ihren üblichen Visionen plötzlich von dunklen, gefährlichen Visionen heimgesucht wird in dem sich alles um den Tod dreht. Aus Angst die anderen Mediale könnten von ihrer „Fehlfunktion“ erfahren weiß sie sich nur einen Rat. Sie muss Sascha Duncan sprechen…jene Mediale die außerhalb des medialen Netzes lebt und sie daher auch nicht an den Rat verraten kann. Als Faith Sascha kontaktieren möchte hat sie die erste Begegnung mit Vaughn.

Mit Faith lernt der Hörer eine Frau kennen die zum einen über eine absolute Macht verfügt, auf der anderen Seite aber erst einmal physisch völlig labil wirkt. Dennoch wächst Faith über sich und ihre Ängste hinaus und begibt sich bewusst in Situationen die ihr schaden könnten und erkennt so mit Hilfe von Vaughn bald, dass sie gar nicht so hilflos und schwach ist wie man es ihr bisher immer eingeredet hat.

Vaughn ist der starke und wilde Held dieser Geschichte. Er ist von Faith fasziniert und will sie näher kennenlernen…auch wenn er anfänglich bedenken an ihrem Anliegen, Sascha kennenzulernen, hat. Er ist derjenige der schnell hinter die, scheinbar gefühllose Fassade, der jungen Frau zu blicken vermag und der erkennt dass ihre Ängste vor dem völligen Zusammenbruch unbegründet sind. So fordert er die V-Mediale immer mehr und mehr dazu auf aus sich herauszugehen und hilft ihr Stück für Stück ihre Grenzen neu auszuloten. Da dies hauptsächlich auf körperlicher Ebene über Berührungen und Hautkontakt funktioniert knistert es immer mehr zwischen den Beiden.

Ich mag diese Art der männlichen Protagonisten einfach immer wieder gerne. Stark, selbstbewusst und beinahe jederzeit Herr der Lage…von daher war ich auch Vaughn von Beginn an zugetan…auch wenn er mich emotional nicht ganz so berühren konnte wie Lucas aus „Leopardenblut“

Auch treffen wir in diesem Teil einige bekannte Charaktere aus dem ersten Teil wieder…und das bereichert meiner Meinung nach die Geschichte zusätzlich…einfach weil man diese positiv im Hinterkopf behalten hatte und gerne darüber hört wie sich ihre Leben weiterentwickelt haben.

Sprecherin (Hörbuch)
Gelesen wird „Jäger der Nacht“ wieder von der gleichen Sprecherin wie auch schon der erste Teil der Reihe. Das hat mir zusätzlich geholfen sofort wieder Bezug zur Welt der Medialen und Gestaltwandler zu haben. Wie auch schon im ersten Teil weiß sie es Gefühle, Stimmungen und Situationen gekonnt dem Leser näher zu bringen. Ich würde sagen dass Elena Wilms die ideale Sprecherin für diese Hörbuchreihe ist.

FAZIT:
Die Geschichte ist zwar von den Grundzügen nicht mehr ganz so aufregend und spannend wie noch der erste Teil (einfach weil man schon viel vorher weiß…z.B. das Faith die Trennung des Medial Netzes wie Sasha aus dem ersten Teil überstehen kann weil es das Sternennetz gibt etc.) aber trotzdem nicht langweilig gewesen.

Dies lag aber hauptsächlich an den sympathischen Protagonisten die hier in „Jäger der Nacht“ im Vordergrund der Geschichte standen.

Da es also wenige Überraschungen gab was die Idee der Geschichte betrifft, die Protagonisten und die Hörbuchsprecherin mich aber trotzdem überzeugen konnten gebe ich dem Buch drei Herzen

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(462)

826 Bibliotheken, 22 Leser, 3 Gruppen, 97 Rezensionen

roadtrip, liebe, usa, tod, amerika

Amy on the summer road

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 475 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.04.2012
ISBN 9783570401323
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Inhaltsangabe (Vorsicht Spoilergefahr!)
Die 17-jährige Amy hat den letzten Monat alleine in ihrem alten Zuhause verbracht...fast alle Freundschaften und sozialen Kontakte hat sie auf Eis gelegt und sie hat eine Schutzmauer aus Schlabbershirt und Schlabbernhosen um sich errichtet. Denn Amys Leben ist vor drei Monaten völlig aus den Fugen geraten…sie hat ihren Vater ermordet…glaubt zumindest Amy. Denn sie hat das Auto gefahren als es zu einem schrecklichen Unfall gekommen ist bei dem ihr Vater das Leben verloren hat. Seitdem weigert sich Amy hinter das Lenkrad eines Wagens zu sitzen, was zum Problem wird als das Auto ihrer Mutter an den neuen Wohnort der Familie nach Conneticut gebracht werden soll. Kurzerhand organisiert ihre Mutter einen Fahrer der sowohl das Auto als auch Amy dorthin bringen soll…und das auf der langweiligsten Strecke durch Amerika. Kurzerhand beschließen Roger und Amy aus dieser Pflichtfahrt einen „Roadtrip“ nach ihren Vorstellungen zu machen. Sie ändern die komplette Reiseroute und Beide haben ihre persönlichen Ziele die angesteuert werden! Auf dieser Reise lernen Beide sowohl sich selber als auch den anderen genauer kennen, müssen sich ihren Ängsten stellen und entwickeln unterdessen Gefühle füreinander.

Meine Meinung
Cover / Aufmachung
Das Cover von „Amy on the Summer Road“ weckte bei mir auf Anhieb Sommergefühle und den Wunsch auf Reisen zu gehen. Zu sehen ist lediglich ein Aussschnitt zweier Personen, die sich an den Händen halten und eine verlassene Straße entlanggehen. Ich finde das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches.
Eine weitere Besonderheit hat das Buch zu bieten die ich sehr gerne gemocht habe. Einzelne Seiten sind mit Andenken bedruckt die Amy auf ihrem Roadtrip gesamelt hat. Da gibt es z.B. Photos, Zeichnungen, Kassenzettel, Landkartenausschnitte etc. zu sehen und zu bestaunen.

Schreibstil
Die Geschichte „Amy on the Summer Road“ wird in der Ich-Form aus Sicht der 17-jährigen Amy beschrieben und ermöglicht so dem Leser einen sehr engen Bezug zur Hauptprotagonistin.
Der Schreibstil von Morgan Matson ist sehr eingängig und gut zu lesen wirkt aber niemals oberflächlich oder langweilig. Zudem ist der Stil der Autorin sehr gefühlsbetont und sie schafft es wunderbar die Stimmungen der Protagonisten in Worte zu fassen. Ein weitere Pluspunkt ist es dass die Autorin auch sonst eine sehr bildhafte Sprache hat und ich mich Orte, Landschaften und Personen recht gut vorstellen konnte.

Protagonisten
Zudem hat es die Autorin geschafft sehr lebensnahe Protagonisten zu erschaffen. Zum einen natürlich die äußerst sympathische Hauptprotagonistin, die sich aus dem Leben zurückgezogen hat und mit schweren Schuldgefühlen behaftet ist. Sie ist in ihrer Darstellung absolut glaubhaft und real und machte es mir unmöglich sie nicht zu mögen. Sehr schön ist es, sie auf der Suche nach sich selbst zu begleiten und mitzuerleben wie sie sich langsam wieder selbst findet.

Roger ist für mich ebenfalls einfach super ausgearbeitet. Er machte auf mich schon einen sehr erwachsenen Eindruck. Schnell lernt man aber auch die jugendliche Seite an ihm kennen und man erfährt dass auch er sein „Päckchen“ zu tragen hat…ist er doch dabei eine Trennung zu verarbeiten die nicht von ihm ausging. Gegenüber Amy ist Roger immer absolut korrekt und man spürt lange Zeit lediglich die freundschaftlichen Gefühle für sie.

Schön finde ich wie die Autorin die Beziehung der Beiden zueinander aufgebaut hat. Hier hat es Gott sei Dank nicht beim ersten Blick gleich „zoom“ gemacht sondern die Gefühle erwachen ganz langsam aus dem Alltag heraus. Lange Zeit spürt man lediglich die freundschaftliche Gefühle und ich als Leser habe mich dann sehr gefreut als man irgendwann spürte…da könnte mehr sein. … und so war es dann ja auch. Trotzdem wirkte diese aufkeimende Liebe nicht aufgesetzt oder erzwungen…es hat einfach gepasst!

Auch die vielen Nebencharaktere die den Beiden auf ihrem Roadtrip begegnen sind schön ausgearbeitet und bereichern die Geschichte alle auf ihre Weise. Hier schafft es die Autorin dem Leser die verschiedensten Personen innerhalb weniger Seiten total nahe zu bringen.

Geschichte/Idee
Obwohl die Geschichte von Amy und Roger alles andere als ausgefallen oder super spannend ist hat sie mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen und letztendlich auch überzeugt.

Man begibt sich mit Amy und ihrem Begleiter Roger auf eine Reise quer durch Amerika und lernt dabei sowohl die Beiden Hauptprotagonisten als auch das Land und seine Bewohner näher kennen und teilweise sogar lieben.

Besonders gut hat mir jedoch gefallen wie tief man als Leser in die Gefühlswelt von Amy eintaucht und schließlich erleben darf wie sie langsam aber sicher wieder zu sich selbst zurückfindet und es schafft das Erlebte auf ihrer Reise stückweise zu verarbeiten und sogar wieder Hoffnung für die Zukunft in ihr anfängt aufzukeimen.

Das Hauptthema des Buches „Tod, Trennung und Schuldgefühle“ sind hier wirklich sehr schön aufgegriffen und behandelt worden. Das Buch ist stellenweise absolut traurig und bewegend, aber irgendwie auch immer hoffnungsvoll, stellenweise sogar recht lustig …und gerade dieser gelungene Spagat zwischen diesen unterschiedlichen Gefühlen macht den Lesegenuss für mich perfekt.

Schön ist es auch, dass es sich hier um eine abgeschlossene Geschichte handelt die nichts an Gefühl vermissen lässt.

FAZIT
Für mich das ideale „Sommerbuch“ mit einer bewegenden Geschichte die durch tolle Protagonisten in Szene gesetzt wird.

Der gefühlsbetonte Schreibstil der Autorin führt dazu dass man den Protagonisten sehr nahe ist und sich mit ihnen auf die Reise begibt die einen so schnell nicht mehr loslässt.

Mich hat „Amy on the Summer Road“ von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt und ich kann es allen ans Herz legen die Geschichten mögen die das Herz bewegen.

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

74 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

sommer, liebe, funkensommer, bauernhof, funken

Funkensommer

Michaela Holzinger , Magdalena Gadaj
Buch: 252 Seiten
Erschienen bei Freies Geistesleben , 01.06.2012
ISBN 9783772526213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr!)
Die 16-jährige Hannah wächst mit ihrem älteren Bruder Raphael auf dem Dorf auf. Ihre Eltern betreiben eine Landwirtschaft und da ihr älterer Bruder plötzlich an einer schlimmen Allergie erkrankt ist, kann er auf dem Betrieb kaum noch mithelfen und hat eine Lehre in einem Elektrofachgeschäft begonnen. So bleibt es nicht aus, dass Hannah viel bei der Arbeit auf dem Hof mithelfen muss….und das nicht immer zu ihrer Freude. Denn eigentlich würde sie viel lieber mehr Zeit mit ihrer besten Freundin Jelly verbringen...und mit Finn! Denn Hannah ist verliebt, aber leider nicht ganz komplikationslos, denn Finn ist der Sohn von Raphaels Chef. Immer häufiger gibt es daher Streit…zwischen ihr und den Eltern und zwischen ihr und Raphael. Als Hannah schließlich dahinterkommt, dass ihr Bruder Drogen nimmt befindet sie sich in einem heftigen Gewissenskonflikt…und dann bekommt Raphael auch noch die Sache mit Finn heraus und versucht sie damit zu „erpressen“. Und dann kommt schließlich auch noch ein furchtbares Geheimnis ans Tageslicht das ihre Freundin Jelly betrifft …

Meine Meinung:

Cover:
Als ich das Cover von Funkensommer gesehen habe dachte ich sofort, dass es sich um ein absolutes „Sommerbuch“ handeln muss….und das tut es auch. Das Cover könnte meiner Meinung nach gar nicht besser zum Buch passen . Man sieht nur einen Ausschnitt eines Mädchens in kurzen Hosen, welches durch ein sommerlich gelbes Getreidefeld geht. Alleine der Anblick weckt bei mir schon Sommergefühle und ich kann das reife Getreide beinahe schon riechen….

Geschichte:
Bei „Funkensommer“ handelt es sich absolut um ein „Sommerbuch“. Denn die Geschichte beschreibt einen Sommer im Leben der 16-jährigen Hannah.

Doch so locker und flockig der Klappentext auf den ersten Blick auf mich wirkte umso erstaunter war ich dann doch dass das Buch doch recht tiefgründig ist.
Die Geschichte wird von Hannah erzählt, die in einem beinahe unerträglich heißen Sommer quasi Erwachsen wird. Dass dies, ein gar nicht so einfaches Unterfangen ist und mit Unsicherheit, Ängsten und Zweifeln einhergeht wird in der Geschichte wunderbar geschildert. Michaela Holzinger hat es geschafft, diese wiederstreitenden Gefühle eines jungen Mädchens, auf dem Weg zu einer Frau, absolut authentisch und lebensnah darzustellen.

Toll fand ich dass sich in der Geschichte um das „Erwachsen werden“ so viele Themen verborgen haben. Frau Holzinger beschreibt lebensnah was es heißt erwachsen zu werden, Entscheidungen treffen zu müssen, Verantwortung zu übernehmen. Themen wie Freundschaften und erste Liebe spielen eine zentrale Rolle in „Funkensommer“ und bilden quasi das „Grundgerüst“ der Geschichte.
Hinzu kommt, dass sich in der Geschichte ein Geheimnis verbirgt. Das hat mich besonders neugierig gemacht und es war immer eine gewisse Spannung beim Lesen vorhanden. Nichts absolut überwältigendes…aber immer eine unterschwellige Grundspannung....die manchmal für mich gerne etwas höher hätte sein dürfen.

Frau Holzinger hat das Leben auf dem Land, das Aufwachsen mit einem landwirtschaftlichen Betrieb wirklich absolut authentisch und glaubwürdig dargestellt…ohne dabei aber „hinterwäldlerisch“ zu wirken…mir hat das besonders gut gefallen.

Schreibstil
Der Schreibstil in der Geschichte ist sehr einfach gehalten. Es gibt keine langen, komplizierten Sätzen und auch alle Begriffe etc. sind verständlich. Für mich als erwachsene Leserin war das Buch manchmal schon etwas zu einfach gehalten…für die angegebene Altersgruppe ist das Buch aber ideal

Protagonisten
Ich konnte mich besonders gut mit der jungen Hannah identifizieren und habe ihre Geschichte total gerne gelesen.

Weil ich genauso aufgewachsen bin konnte ich mir ihr Leben wirklich sehr gut vorstellen. Ich bin auch auf einem landwirtschaftlichen Hof aufgewachsen. Auch bei uns gab es immer Arbeit bei der schon wir Kinder immer mithelfen mussten….auch wenn es uns nicht immer gepasst hat….auch mein Vater hatte so einen, im Buch mehrfach erwähnten „Bauernkalender“; meine ersten Zimmermöbel stammten auch noch aus Oma´s Zeiten etc. ...diese parallelen haben mich irgendwie total zurück in meine Kindheit und Jugend versetzt.

Ich konnte mich auch besonders gut in die Gefühlswelt von Hannah hineinversetzen…in ihr Widerstreben, dem Gefühl einfach „übergangen“ zu werden. Im Nachhinein war dies bei mir zwar nicht wirklich der Fall…aber als 16-jährige mit extremem Freiheitsdrang und Unternehmungslust kam es mir öfters so vor.

Auch die anderen Protagonisten wie etwa Hannahs Bruder Raphael, ihre beste Freundin Jelly und ihr Freund Finn sind allesamt vor meinem inneren Auge lebendig geworden. Fr. Holzinger hat lebensechte und absolut sympathische Charaktere geschaffen die ich gerne durch einen Sommer begleitet habe.

FAZIT
„Funkensommer“ entpuppte sich für mich als wundervolle Sommergeschichte. Die Handlungsstränge sind einfach und eingängig, aber nie langweilig. Die bildhafte und authentische Darstellung von Protagonisten und Handlungsorten und der authentische Schreib- und Erzählstil der Autorin lässt das Buch wirklich „lebendig“ werden. Für mich eine schöne Geschichte für heiße Sommertage die noch ein paar kleine Schwächen aufweist, die den Lesespaß aber kaum schmälern können.

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

81 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, irland, druiden, freundschaft, thriller

Sträflingskarneval

Annette Eickert
Flexibler Einband: 311 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 06.02.2012
ISBN 9783845902449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr!!!)
Ryan besucht mit seinen Freunden ein abgeschiedenes Internat auf einer Insel. Die Besonderheit dieses Internates ist es, dass es den Mitgliedern eines alten Druidenordens, den Druida Lovo vorbehalten ist. Ryans Urgroßvater war der Großmeister dieses Ordens bis er bei einem verehrenden Angriff durch die Datla Temelos ums Leben gekommen ist. Im Zuge dieses Angriffs wurden auch weitere Ordensmitglieder und Schüler des Internates verletzt und sogar getötet und auch das Schulgebäude trug schweren Schaden davon. Die Hauptverantwortlichen dieses Angriffs konnten festgenommen werden und werden nun ihrer Strafe zugeführt. Hierzu setzt der neue Großmeister der Druida Lovo neue Gesetzte außer Kraft und führt die alten Druidengesetzte wieder ein. Sein vorrangiges Ziel ist es noch mehr Macht zu erlangen und dazu benötigt er einen verborgenen Wegweiser der sich in einem alten Gesetzestext verbergen soll.
Ryan muss als Zeuge bei einer Gerichtsverhandlung gegen einen ehemaligen Mitschüler zusehen und erkennt mit Hilfe seiner Freundin Kimberly schließlich, dass der neue Großmeister die alten Gesetze nutzt um furchtbare Strafen an den Schuldigen zu verhängen. Ryans ehemaliger Klassenkamerad Aiden wird zur Strafarbeit verurteilt und muss unter schlimmsten Bedingungen beim Wideraufbau des beschädigten Schulgebäudes helfen. So werden Ryan und Kimberly mehrmals Zeugen wie Aidan vom Oberaufseher Smith gequält, geschlagen und misshandelt wird…bis es schließlich zu einer heftigen Auseinandersetzung deswegen zwischen Ryan und Smith kommt. Fortan „darf“ Aidan seine Strafarbeit in der Küche des Internats abarbeiten. Er und Ryan werden Freunde und schließlich sogar ein Paar. Gemeinsam mit ihren Freunden versuchen sie die dunklen Pläne des neuen Großmeisters zu verhindern und als es so aussieht als würde sich endlich alles zum Guten wenden schlägt der Großmeister wieder zu und das Leben von Ryan und seinen Freunden steht auf dem Spiel. Denn sie wollen um jeden Preis verhindern, dass der Großmeister an das Geheimnis um den versteckten Wegweisers herankommt.

Meine Meinung
Cover
Das Cover des Buches ist in mystischen, dunklen Farben gehalten. Im unteren Teil des Covers ist eine Person, in nachdenklicher Haltung zu sehen. Im oberen Teil sind gefesselte Hände angedeutet die von Blitzen umgeben sind. Das Cover passt auf jeden Fall sehr gut zum Buch und seiner Geschichte ist mir aber zu "detailreich"...ich mag schlichtere Cover lieber.

Protagonisten
Mit den Protagonisten, allen voran Ryan, wurde ich anfänglich nicht besonders warm. Sie blieben mir gefühlsmäßig fern und konnten mich nicht berühren…ich konnte einfach keinen richtigen Bezug zu Ihnen und ihrem Leben herstellen. Woran das aber letztendlich gelegen hat kann ich gar nicht sagen…

Sowohl Ryan als auch Kimberly waren mir nicht direkt unsympathisch aber sie konnten mich emotional einfach nicht sofort berühren. Dazu brauchte es wirklich einige Stunden des Lesens bevor ich mich gefühlsmäßig mit ihnen verbunden fühlen konnte.
Der Funke sprang bei mir über als Ryan sich das erst Mal ganz offen und bewusst für die Rechte von Aiden eingesetzt hat….hier wurde er mir „menschlich“. Ab da mochte ich ihn und seine Überzeugung wirklich sehr gerne. Allerdings hätte ich mir an vielen Stellen noch viel tiefere Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten gewünscht….sowohl in die von Ryan, als auch in die von Aidan, Kimberly und Gideon.

Die erste Liebe, das Eingehen von Beziehungen stellt in dieser Geschichte für mich einen wesentlichen Inhaltspunkt dar. Zum einen verliebt sich Kimberly, also auch Ryan. Er und Aidan gehen eine homosexuelle Beziehung miteinander ein. Was mich etwas erstaunt hat war wie dies hier in der Geschichte behandelt wurde. Ich meine Ryan ist gerade 17 Jahre alt…also noch voll in einem Alter in dem Jugendliche ihre Rolle in der Gesellschaft, ihre Persönlichkeit suchen und oftmals noch von Unsicherheiten,etc. geplagt werden. Dennoch gab es keine Sekunde der Verwirrung, der Unsicherheit oder des Zweifels als er festgestellt hat, dass seine sexuelle Neigung demselben Geschlecht zugewandt ist. Dieser Umstand hat mich etwas verwirrt….denn ich finde das etwas unrealistisch….eben gerade in diesem Alter in der der Protagonist seine Neigung zum ersten mal entdeckt.

Geschichte
Bei Sträflingskarneval handelt es sich laut Cover um einen Mystery-Thriller! Mir war aber etwas zu wenig an mystischen Inhalten in der Geschichte vorhanden. Man erfährt meines Erachtens zu wenig über den geheimnisvollen Druidenorden der Druida Lovo sondern liest viel an Alltäglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

So erfährt man wohl das Ryan einem geheimen Orden angehört und deshalb dort das Internat besucht…allerdings spürt man von der Mystik im Alltagsleben des Ordens kaum etwas. Auch erfährt man als Leser allgemein ziemlich wenig über die Druida Lovo…was es mit dem Orden genau auf sich hat, wie er entstanden ist, worin er seine Aufgabe sieht etc. es bleibt relativ ungenau.
In Bezug auf den geheimen Wegweiser bleiben auch hier die Informationen meines Erachtens zu Wage und Ungenau.

Ich habe mir daher allgemein etwas schwer getan in die Geschichte hineinzufinden. Besondere Probleme hatte ich damit mir eine Geheimgesellschaft in der heutigen Zeit vorzustellen. Ich meine hier werden drakonische und babarische Strafen durchgesetzt; es gibt ein Höllen-Gefängnis das den Tod der meisten Gefangenen bedeutet etc.….und das alles unbemerkt und ungesehen von der „normalen“ Weltbevölkerung, der Regierung etc.?! Vielleicht war es dieser Umstand der es mir so schwer gemacht hat mich von Beginn an in der Geschichte wohl zufühlen.

Der Spannungsbogen der Geschichte ist leider ziemlich weit hinten im Buch angesiedelt. Die ersten Beiden Drittel des Buches legen ihr Hauptaugenmerk darauf vor allem die Zwischenmenschlichen Angelegenheiten der Protagonisten zu beleuchten. Dies ist zwar schön zu lesen da man mehr über die Protagonisten erfährt, teilweise dadurch aber auch etwas langatmig und zäh.

Richtig Fahrt nimmt die Geschichte dann im hinteren Drittel auf. Die Spannung steigt unaufhörlich und gipfelt schließlich in einem spannenden Finale und bringt die Geschichte zu einem „runden“ Abschluss bei dem man wohlwollend auf die Geschichte zurückblicken kann.

Schreibstil
Der Schreibstil von Anette Eickert ist gut zu lesen…er ist einfach gehalten aber trotzdem bildhaft.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Hiermit tat ich mir teilweise etwas schwer. Denn die Wechsel oftmals mitten in den einzelnen Kapiteln. In einem Moment denkt oder fühlt einer der Protagonisten etwas und in der nächsten Zeile liest man aber schon wieder über die Gefühle / Gedanken des nächsten Protagonisten. An solchen Stellen kam ich dann auch mal ins Stolpern und musste diese Passagen noch einmal lesen um alles den richtigen Protagonisten zuordnen zu können.

Fazit
Was ich mir im Nachhinein nicht im Klaren bin ist zu was für einem Genre ich das Buch den nun zuordnen würde? Krimi? Thriller? Jugendbuch? Es hat ein bisschen was von allem ist aber meiner Meinung nach nicht eindeutig in eine Nische zu packen!

Ich tat mir anfänglich schwer Zugang zu den Protagonisten und der Geschichte zu bekommen…als ich diese Hürde jedoch überwunden hatte gefiel mir die Geschichte gut. Vorallem fand ich den letzten Drittel mit seinem spannenden Finale sehr gut umgesetzt…hier hätte die Geschichte gerne noch länger sein dürfen.

Generell entsprach das Buch aber nicht ganz meinem Lesegeschmack…auch wenn die Geschichte sicherlich viel Potential hat und anderen Lesern bestimmt absolut zusagen wird.

Was ich noch anmerken möchte ist, dass das Buch leider auf sehr dünnes Papier gedruckt wurde was etwas störend auf mich wirkte da das Buch beim Lesen und umblättern wirklich leidet und schnell mitgenommen aussieht.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8.465)

10.127 Bibliotheken, 110 Leser, 11 Gruppen, 558 Rezensionen

erotik, liebe, sex, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Als HÖRBUCH gehört!!!

Meine Inhaltsangabe ( Achtung Spoilergefahr)
Bei einem Interview lernt die 21 jährige Studentin Anastasia Steel den charismatischen Geschäftsmann Christian Grey kennen. Sofort knistert es zwischen den Beiden und vor allem Ana ist über diesen Umstand völlig erstaunt…ist sie doch hinsichtlich Liebe und sexuellen Gefühlen völlig unerfahren. Als sich die Beiden kurz darauf noch einmal begegnen nimmt das Unvermeidbare seinen Lauf. Ana wird von Christian magisch angezogen und kann anfänglich nicht verstehen warum er einerseits versucht sie auf Abstand zu halten und ihr andererseits Avancen macht. Schnell muss sie erkennen, dass Christian eine dunkle und gefährliche Seite hat…eine Seite von der sie bis dato nicht einmal wusste, dass sie existiert. Denn Christian ist ein Kontrollfreak ... und zwar auf der ganzen Linie und in allen Lebensdingen und Lebenslagen. Schnell wird Ana in eine Welt der dunklen sexuellen Spielarten hineingezogen. Obwohl sie zunächst heftige bedenken und Zweifel hegt kommt sie doch nicht von Christian los und lässt sich von ihm langsam in seine Welt aus Kontrolle, Schmerz und Lust hineinziehen. Sie lässt sich von ihm kontrollieren, dominieren und bestrafen und lernt Seiten an ihm kennen die sie sowohl faszinieren als ihr auch schreckliche Angst einjagen. Doch warum Christian so besessen von Kontrolle und Dominanz ist…was für dunkle Abgründe es in seiner Vergangenheit gibt…all das erfährt Ana nur Bruchstückhaft. Nach vielen Treffen und der vergeblichen Hoffnung ihn durch ihre Liebe „verändern“ zu können kommt sie an den Punkt an dem sie sich entscheiden muss…für sich selbst und ein selbstbestimmtes Leben oder für einen Mann der anscheinend unfähig ist sie zu lieben und dem nichts wichtiger zu sein scheint als die völlige Kontrolle.
---
Durch die vielen Presseberichte die im Moment um dieses Buch kursieren bin ich auf die Geschichte von Anastasia und Christian aufmerksam geworden und wollte das Buch unbedingt lesen. Als ich es dann bei Audible.de als Hörbuch entdeckt habe, war meine Freude umso größer

Pressestimmen:
„Das Buch gilt nicht bloß als derzeit heißester Lesetipp für Frauen, sondern versetzt auch die angelsächsischen Medien in Auf- und Erregung, «Fifty Shades of Grey» und die Folgebände sind derzeit ein Phänomen, wie es Ende der 1990er-Jahre die TV-Serie «Sex and the City» war. In Onlineforen tauscht die Leserinnenschaft ihre Begeisterung aus, in Zeitungen und im Fernsehen gestehen Frauen, wie die Lektüre der Bondage-Bände die eigene Lust entfesselt.“ (Quelle. tagesanzeiger.ch )
---
„Shades Of Grey – geheimes Verlangen“ – in den USA ist der Erotik-Roman innerhalb weniger Wochen vom Geheimtipp zum Millionen-Bestseller avanciert. Die Story: Studentin Anastasia Steele lässt sich auf SADOMASOCHISTISCHE SEX-SPIELE mit einem Milliardär ein. Es ist die Geschichte einer sexuellen Unterwerfung, die so gar nicht in unsere Zeit zu passen scheint. Doch sie traf bereits den Geschmack von über zehn Millionen Lesern. (Quelle: BILD)

Meine Meinung:
Geschichte
Ich habe nun schon einige erotische Romane gelesen und muss sagen dass mir persönlich „Shades of Grey“ gut gefallen hat.
Es gibt durchaus eine Handlung die die erotische Geschichte untermauert. Freilich kann diese nicht mit der vielschichtigen und durchdachten Handlung eines „normalen“ Romans verglichen werden.
Es ist sicherlich auch kein literarisches Meisterwerk…aber es spricht eine Thematik offen an die in unsere Gesellschaft absolut vorhanden ist…über die aber in den meisten Kreisen nicht gesprochen wird.
Durch dieses Gefühl etwas „Verbotenes“ zu erfahren oder zu lesen wird die Neugierde der breiten Masse auf diese „dunkle Seite“ des Romans umso größer. Den wenigsten Menschen ist diese „Variante“ der sexuellen Beziehung, die hier im Buch behandelt wird, wohl geläufig … aber gerade das macht den Reiz der Geschichte aus. -> Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass wir hier im ersten Teil nur einen sehr kleinen Einblick in die Szene der BDSM-Anhänger werfen konnten/durften und es noch deutliche tiefere Abgründe in dieser Szene gibt.
Was mich an der Geschichte etwas gestört hat waren die langen und ermüdenden Erklärungen und vertraglichen Absprachen etc. die letztendlich dann nicht einmal zum Tragen kamen, denen aber ein großer Teil des Buches gewidmet ist.

Protagonisten
Mir waren die Protagonisten überaus sympathisch… ich konnte sie mir sowohl optisch als auch emotional gut vorstellen.

Ich kann die Faszination und Neugier der jungen, unerfahrenen Ana Steel gegenüber dem charismatischen und geheimnisvollen Christian Grey durchaus nachvollziehen….im realen Leben würde ich aber solch einen kontrollsüchtigen Menschen nicht an meiner Seite haben wollen.

Sehr schön fand ich , dass die Protagonistin die dunkle Seite von Christian Grey nicht gleich von vorneherein abgewertet und als „pervers“ oder „abartig“ abgetan hat (-> hat doch gerade diese Variante der sexuellen Lüste im wahren Leben mit vielen Vorurteilen, Abwertungen etc. zu kämpfen) Ana hat Christian die Chance gegeben ihr diese Seite von sich näherzubringen; sie hat sogar versucht sich darin selbst wiederzufinden. Teilweise ist ihr dies auch gelungen…aber im Großen und Ganzen musste sie erkennen, dass dies nicht ihre Welt ist und sie sich auf Dauer auch nicht für einen Mann derart „verbiegen“ kann.

Was mich an der Protagonisten Ana etwas gestört hat, war ihre teilweise sehr kindliche Naivität in Bezug auf Liebe, Sex und Beziehung. Ich meine, immerhin ist die Protagonistin 21 und nicht 14 Jahre alt!

Christian Grey hatte, wie ich gestehen muss, auch auf mich eine sehr anziehende Wirkung. Er ist gutaussehend, geheimnisvoll und in seiner Art sehr charismatisch. Dass sich hinter seiner Persönlichkeit jedoch ein absolut emotional geschädigter Charakter verbirgt wird dem Leser im Laufe des Buches schnell klar. Ob sich die Erklärungen hierzu auf tiefgründige Psychologie beziehen mögen wage ich bezweifeln. Dass dieser übermächtige Kontrollzwang, den der Protagonist an den Tag legt keinesfalls normal und gesund ist wird jedoch auch einem Psychologie - Laien schnell klar. -> Auch wenn ich mir eine Beziehung / ein Leben mit solche einem kontrollsüchtigem Menschen nicht vorstellen könnte, muss ich zugeben dass in der Phantasie einen gewissen Reiz haben kann.

Die Gefahr, dass sich junge Frauen nach diesem Lesegenuss alle in unterwürfige Subs verwandeln, sehe ich aber auf keinen Fall. Das Buch öffnet lediglich den Blick auf eine weitere Variante der sexuellen Möglichkeiten.

Schreibstil
Der Schreibstil des Buches ist locker und offen. Allerdings habe ich was Ausdrucksweise und Beschreibungen betreffen auch schon deutlich „heftigere“ und "detailreichere" erotische Literatur gelesen. Dies möchte ich hier allerdings nicht als Kritikpunkt aufführen, denn ich habe beim Lesen nichts vermisst.

Die "heißesten" Szenen des Buches sind durchaus anregend…jedoch gehen sie nicht so sehr unter die Gürtellinie und ins Detail wie ich es mir im Vorhinein gedacht hatte als ich die Kritiken und Pressestimmen gelesen habe.

Nervig fand ich vorallem, dass sich gewisse Redewendungen und Floskeln wie „…sie wurde von Wellen der Lust davongespült…“ oder „…wogen der Lust umspülten sie…“ immer und immer wiederholten!

Gerade hier hätte ich mir noch deutlich mehr Phantasie und Abwechslung von der Autorin gewünscht.
Was mir zudem gefallen hat ist, dass es in diesem Buch auch viel zu lachen gibt. So z.B. wenn Ana sich und ihre „innere Göttin“ selbstreflektiert. Auch der E-Mail Verkehr zwischen Ana und Christian brachte mich immer wieder zum Schmunzeln.

Sprecherin
Für mich war Merete Brettschneider die ideale Sprecherin für dieses erotische Hörbuch. Sie schafft es erotische Stimmungen und Gefühle gut über ihre Stimme, Betonung und Ausdrucksweise an den Leser zu transportieren. Gerade die stimmliche Besetzung der Ana Stell hat hervorragend gepasst.

Für Christian Greys sprachlichen Part hätte ich mir eigentlich einen männlichen Sprecher gewünscht. Das Hörspiel wäre dadurch noch lebendiger und authentischer geworden

FAZIT
Ein erotischer Roman der eine Thematik anspricht die in unserer Gesellschaft noch weitgehendes tabuisiert wird und die dadurch ihren ganz besonderen Reiz auf den Leser ausübt.

Ein erotisches Lesevergnügen für alle die bereit sind auch einmal über die Grenzen des „normalen“ hinauszublicken und die es schaffen vorurteilsfrei über eine tabuisierte Form der Lust zu lesen.

Mich persönlich hat die Geschichte von Ana und Christian absolut fasziniert und ich bin schon sehr gespannt wie es mit den beiden Protagonisten und ihren ungleichen Vorstellungen, Wünschen und Hoffnungen von einer Beziehung weitergeht.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

27 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

p. c. cast, tales of partholon, mira taschenbuchverlag, band 3, gekrönt

Gekrönt

P.C. Cast
E-Buch Text
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.01.2012
ISBN 9783862781348
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Zunächst gibt es eine kleine Rückblende auf die Geburt von Shannons und ClanFintans Tochter sowie die Geburt von Rhinanons Kind (nein, sie war nicht tot, sondern nur in einem Baum eingeschlossen). Schließlich stirbt sie aber dann nach der Geburt doch in der Menschenwelt nicht aber ohne vorher noch von der Hohepriesterin Epona von aller Schuld und Sühne freigesprochen zu werden. Sie äußert den letzten Wunsch dass ihre Tochter von Shannon Parkers Eltern aufgezogen werden soll. Und damit beginnt dann die eigentliche Geschichte von Morrigan….diese beginnt dann allerdings erst 20 Jahre später…als Beide Kinder bereits erwachsen sind.

Die junge Morrigan spürt schon immer, dass sie anders ist als ihre Freundinnen und Klassenkameraden. Während diese für Klamotten, Jungs und Partys schwärme spürt Morrigan eine tiefe Verbundenheit zur Natur. Doch das ist nicht das einzige was sie von anderen Jugendlichen unterscheidet, nein…sie hört zudem Stimmen im Wind. Morrigan ahnt noch nicht, dass sie von ihrer Mutter Rhiannon ein großes Erbe hinterlassen bekommen hat welches ihren weiteren Lebensweg mitbestimmen wird.
Bei einem Ausflug in die nahe gelegenen Alabaster-Höhlen spürt Morrigan plötzlich, dass die Felsen zu ihr zu sprechen und sie „Lichtbringerin“ nennen und es überkommt sie eine große Ruhe und sie spürt einen bis dahin unbekannten Frieden. So beschließt sie den Höhlen Nachts noch einmal einen Besuch abzustatten und wird natürlich prompt von dem attraktiven Höhlenwärter ertappt zu dem sie sich schon bei ihrem ersten Besuch hingezogen gefühlt hat. Doch leider kommt es in dieser Nacht zu einem schrecklichen Unglück bei dem Kyle der Höhlenwärter sein Leben verliert und Morrigan sich überraschenderweise plötzlich in Partholon wieder findet.
Dort erwacht sie ebenfalls in einer Höhle und wird von den dort heimischen Menschen als „Lichtbringerin“ willkommen geheißen und schnell als lange erwartete Priesterin gefeiert.
Dort erfährt sie schließlich mehr über ihre Mutter Rhiannon, sowie über ihre neue Aufgabe als Priesterin…denn sie wird bei weiten nicht von allen Bewohnern der Höhlen von Anfang an akzeptiert und muss sich ihrer neuen Stellung erst einmal beweisen. Währenddessen lernt sie den gutaussehenden Zentaur Kegan, einen hohen Schamanen und Steinmetz kennen und schließlich auch lieben. Und nebenbei muss sie auch noch gegen einen dunklen Gott Namens Pryderi kämpfen der sie für sich beanspruchen möchte.

Meine Meinung:
Ich habe die ersten beiden Teile von „Thales of Partholon“ sehr genossen und habe die dortige Protagonistin Shannon geliebt!

Umso gespannter war ich natürlich wie es mit Partholon und dessen Bewohnern weitergeht.

Den Einstieg mit Rückblende, dann die Verwirrung darüber dass Rhiannon in Band zwei gar nicht getötet wurde etc. fand ich sehr verwirrend und beinahe schon etwas an den Haaren herbeigezogen…auf der Suche nach einer Möglichkeit die Geschichte um Partholon neu zu konstruieren

Auch dass sie Geschichte von Rhianons Tochter und nicht von Shannons Tochter handelt fand ich sehr schade…mein Herz schlägt einfach mehr in Richtung dieser Protagonisten. Vermutlich wird es hier aber wohl auch keine Fortsetzung in diese Richtung geben, dass die Tochter von Shannon im Buch zu Beginn bei der Geburt ihrer eigenen Tochter stirbt (oh man…welch ein Kuddelmuddel)

Zudem spielt mir in Band 3 das Land Partholon einfach eine viel zu geringe Rolle…der größte Teil der Handlung spielt nämlich unterirdisch in Höhlen statt und das magische und zauberhafte das ich an in den Vorgängerbänden so schön fand konnte mich hier einfach nicht genügend finden…auch wenn die Autorin versucht hat den Zauber und das Magische in den Höhlen ebenfalls wachzurufen.

Ebenfalls abhandengekommen ist der Humor und die Ironie die den Schreibstil von P.C. Cast vor allem im ersten, teilweise auch im zweiten Band geprägt haben. Davon ist leider in „Gekrönt“ kaum mehr etwas vorhanden...schade.

Als ich dann schließlich doch in die Geschichte und die jetzigen Begebenheiten hineingefunden hatte konnte ich P.C. Cast sofort wiedererkennen. Leider war dieses wiedererkennen nicht immer sehr positiv für mich. In vielen Situationen, Gedankengängen, Redewendungen, etc. sah ich einfach viel zu viel Ähnlichkeit mit den ersten beiden Büchern und mir fehlten die neuen und unerwarteten Aspekte der Geschichte.
Die Geschichte von Morrigan unterscheidet sich aber dann Gott sei Dank doch wieder deutlich genug von den Vorgänger um spannend zu bleiben und mich beim Lesen am Ball zu halten und hat mir letzten Endes dann doch recht gut gefallen. Zu100% mitreisen konnte sie mich aber nicht.

Fazit
Mich konnte „Gekrönt“ einfach nicht mehr richtig fesseln und überzeugen...für mich gab es zu viele Parallelen zu den ersten Beiden Bänden! Gerade was Schreibstil, Sprachwahl, Ausdrucksweise etc. anging.

Leider ist auch der gern gelesene Humor und die Ironie aus Band eins hier nur noch in schwachen Ansätzen zu erahnen.

Auch wenn die Geschichte an sich ganz spannend ist gab es für mich zu viele Parallelen und Ähnlichkeiten zu den ersten Bänden und teilweise kam mir die Geschichte zu konstruiert vor und ich hatte mehrmals das Gefühl die Autorin wollte „Partholon“ einfach nicht aufgeben und suchte eine Alternativen die Geschichte fortführen zu können.

Ich breche die Serie mit diesem Buch für mich ab..."Erhört" werde ich wohl eher nicht mehr lesen da ich keine weiteren Enttäuschungen für mich erleben möchte und vor allem die ersten Beiden Bände in guter Erinnerung behalten möchte.

Auf meinem Blog vergebe ich nur noch 2,5 Herzen für das Buch...hier runde ich der fairnesshalber auf drei Sterne auf

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(380)

830 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 142 Rezensionen

liebe, zeitreisen, zeitreise, vergangenheit, fantasy

Hourglass

Myra McEntire , Inge Wehrmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2012
ISBN 9783442475636
Genre: Fantasy

Rezension:

Mein Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Die 17-jährige Emerson kehrt nach zwei Jahren Internat Aufenthalt in ihre Heimatstadt zurück. Dort zieht sie bei ihrem älteren Bruder und dessen Frau ein. Denn Emerson hat in ihrem jungen Leben schon ihre geliebten Eltern bei einem tragischen Busunglück verloren…und als wäre das nicht schon Bürde genug muss sie sich noch mit einer übernatürlichen Begabung herumschlagen die ihr das Leben schwer macht. Kurz vor dem Tod der Eltern fing Emerson an „tote“ Menschen zu sehen, die ihrer Kleidung und ihrem Stil nach zu urteilen aus gänzlich verschiedenen Epochen der Zeit zu stammen scheinen. Ihr Bruder, der Emerson unbedingt helfen will, stellt ihr eines Tages den gutaussehenden Michael vor! Dieser arbeitet bei einer Organisation namens „Hourglass“. Durch ihn erfährt Em, dass sie noch mehr kann als Menschen aus der Vergangenheit zu sehen…sie kann auch selbst dorthin gelangen…denn sie trägt ein sehr seltenes Zeitreise-Gen in sich. Da diese Fähigkeit äußerst selten ist, ist die Tatsache alleine schon gefährlich…und gewisse Leute hätten daran besonderen Nutzen und Emerson läuft Gefahr in die falschen Hände zu gelangen und davor will Michael sie unbedingt beschützen. Zudem möchte er mit ihrer Hilfe einen schier unmöglichen Plan ausführen. Er will den Tod des ehemaligen Leiters von Hourglass in der Vergangenheit verhindern und so Einfluss auf die Gegenwart nehmen. Doch bei ihrer gefährlichen Mission läuft etwas gewaltig schief und es kehrt nur einer von Beiden in die Gegenwart zurück….

Cover:
Das Cover von Hourglass ist optisch sehr schön. Wir sehen eine junge Frau, die auf einer Klippe steht und aus einem Glas blaue Schmetterlinge in die Freiheit entlässt. Das Cover nimmt allerdings keinen Bezug auf die Geschichte…zumindest habe ich keinen dazu aufgebaut.

Meine Meinung

Charaktere:
Die Hauptprotagonistin Emmerson, aus deren Ich-Sicht die Geschichte erzählt wird war für mich durchaus eine sehr sympathische Protagonistin. Sie verlor durch einen schrecklichen Unfall ihre Eltern und musste sich daher schon früh mit einer harten Lebensrealität auseinandersetzten und wirkte von daher schon sehr reif und Erwachsen…zumindest in vielen Dingen des Lebens. Lediglich was den Umgang mit dem männlichen Geschlecht angeht ließ sie ihr wahres Alter durchblicken und benahm sich doch wieder sehr „teenagerhaftig“ (heftiges Verliebt sein, Eifersüchteleien, Unsicherheit etc.)…was sie aber durchaus nicht unsympathischer…sondern lediger menschlicher machte.

Michael ist natürlich der charmante, gutaussehende und „anschmachtenswerte“ Gegenpart zu Emmerson. Zu seinem guten Aussehen kommt auch noch hinzu, dass er „geheimnisvoll“ rüberkommt und so den Leser zusätzlich neugierig auf ihn macht….phasenweise war er ziemlich schwer zu durchschauen und ich war mir oftmals nicht sicher ob er nicht doch noch eine Schattenseite zu verbergen hat.

Die Liebesgeschichte der Beiden hätte meiner Meinung nach ruhig etwas intensiver dargestellt werden können! Ich fand sie einfach zu vorhersehbar…und teilweise schon fast etwas langweilig...mir hat das Prickeln und Kinistern etwas zu sehr gefehlt!

Handlung
Zeitreise ist ein absolut spannendes Thema das hier durchaus schön aufgegriffen wurde….dennoch konnte mich die Geschichte irgendwie nicht zu hundert Prozent überzeugen. Ich hätte so z.B. noch viel mehr über die Organisation von „Hourglass“ erfahren wollen. Geht es in der Organisation hat nicht nur um Zeitreisen sondern um vielerlei außergewöhnliche menschliche Fähigkeiten. Hier hätte einfach noch viel mehr drauf eingegangen werden sollen. Stellenweise erinnerte mich die Geschichte schon etwas an X-Men … allerdings hatte ich nicht das Gefühl das hier abgekupfert wurde.

Anfänglich fand ich den Verlauf der Geschichte etwas zäh und langatmig und auch nicht sehr spannend. Im letzten Drittel konnte das Buch noch einmal stark aufholen. Was mir sehr gut gefallen hat war die absolut unvorhersehbare Wendung die die Geschichte gegen Ende hin durchmacht…damit hätte ich einfach nie gerechnet. Ich liebe es wenn mich ein Buch am Ende noch einmal positiv überrascht indem es einen komplett anderen Schluss präsentiert als ich es erwartet hätte.

Schreibstiel
Der Schreibstil der Autorin ist recht flüssig und einfach zu lesen aber mir oftmals auch zu oberflächlich und zu wenig bildhaft.
So konnte ich mir die Personen, Handlungsorte etc. kaum ausreichend vorstellen und vor dem inneren Auge heraufbeschwören. Das fand ich eigentlich recht schade da ich mir dadurch auch etwas schwer getan habe den „Bezug“ zu den Personen besser zu bekommen.
Leider kamen bei mir auch Gefühle und Stimmungen nicht immer an da die Autorin auch hier oftmals für mich zu oberflächlich blieb und zu wenig ins Detail ging. -> So konnte ich an Stellen die eigentlich Witz und Humor vermitteln sollten kaum lachen und mir fehlte der Pfiff gerade was den Humor anging….

Fazit:
Das Buch ist für mich ein Buch für zwischendurch…es lässt sich gut lesen, die Idee an sich ist nicht schlecht, die Protagonisten sind nett…jedoch bleibt das Buch nicht nachhaltig im Gedächtnis.

Die Stärke des Buches kommt vor allem erst in der zweiten Hälfte zum Tragen…ab dort wird die Geschichte deutlich spannender, die Handlung nimmt an Fahrt auf und es gibt absoult unvorhersehbare Wendungen.

Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen an den Auftakt dieser Zeitreisegeschichte...ich hoffe der zweite Band ist gefühlsgeladener und bildhafter als der erste...das Potential dazu hätte die Geschichte auf jeden Fall

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(196)

472 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 67 Rezensionen

hexen, liebe, magie, lynn raven, fantasy

Hexenfluch

Lynn Raven
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783426505601
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Im Leben der erfolgreichen Ärztin Ella Thorens gibt es nicht viel außer ihrem Beruf. Seit ihre Mutter sie und ihren Vater verließ, hält sie ihr Herz sorgsam verschlossen. Ella ahnt nicht, dass ihre Mutter ihr ein besonderes Erbe hinterlassen hat, bis sie eines Abends Zeugin wird, wie eine Gruppe vermummter Gestalten einen Mann zusammenschlägt. Ella kann die Angreifer vertreiben, doch als sie den Verletzten berührt, fühlt sie, wie eine neue Macht sie durchströmt. Denn Christian Havreux ist ein Hexer, und der Kontakt mit ihm erweckt Ellas magische Kräfte. Christian überredet Ella, sich von ihm ausbilden zu lassen, doch dabei verfolgt er nicht nur uneigennützige Pläne …

Meine Inhaltsangabe (Spoilergefahr)
Als Ella die Beziehung zu ihrem derzeitigen Freund beendet ist für sie klar…sie will keinen Mann mehr. Denn es endet immer gleich…früher oder später können diese ihre Liebe zur ihrem Beruf als Ärztin nicht mehr verstehen und die Beziehungen werden dann einfach nur noch kompliziert. Dass sich jedoch schon bald wieder ein Mann in Ellas Leben „schleicht“ als sie einen verwundeten Mann in einer Gasse findet konnte die junge Ärztin nicht ahnen. Als Ella den Verletzten berührt geschieht das unfassbare…sie „heilt“ den Schwerverletzten und übernimmt seine Verletzungen und landet so auf der Intensivstation und ringt mit dem Leben. Als sie aus dem Koma erwacht ist sie sich jedoch nicht mehr sicher was in der Gasse denn nun wirklich geschehen ist oder ob sie an Wahnvorstellungen leidet.
Der Mann, den sie gerettet hat ist niemand anders als Christian Havreux…einer der bekanntesten und mächtigsten Geschäftsmänner der Stadt. Was Ella nicht ahnt ist, dass Christina Havreux ein Doppelleben führt…er ist auch ein mächtiger Hexer, der an eine furchtbaren Dämonenkönigin durch einen Bannfluch gebunden ist…und das schon seit 800 Jahren.
Ella erliegt schon bald den charismatischen Anwandlungen des aufmerksamen Geschäftsmannes. Stellt er doch genau das dar was sie sich von einem Mann immer erhofft und erwünscht hat.
Christian Havreux ist jedoch nicht umsonst so zuvorkommend zu Ella. Hat er doch durch die Berührung in der Gasse ihr wahres und noch schlummerndes Potential als Hexe/Heilerin entdeckt. Fortan bemüht er sich um die Gunst der jungen Frau, gibt ihr genau das was sie sich immer von einem Mann gewünscht hat, nimmt sie unter seine Fittiche und lehrt sie die Grundzüge der Magie beherrschen…dies allerding anfänglich nicht nur aus Dankbarkeit....nein, er hat seine eigenen Pläne was die jungen Heilerin angeht.
Womit Christian allerdings nicht gerechnet hat sind die aufwallenden Gefühle der jungen Frau gegenüber….kommen die doch seinen Plänen deutlich ins Gehege. Doch was soll er tun? Ela die Wahrheit sagen, sie zu seinen Gunsten als „Puppenspielerin“ nutzen oder sie gar vor der fürchterlichen Dämonenkönigin beschützen und so seine Freiheit nie wieder erlangen?
Cover
Rückblickend konnte einen guten Bezug zwischen der Geschichte und dem Cover herstellen. Darauf zu sehen ist eine junge Frau in der Rückansicht. Diese soll wohl Ella in ihrem Ballkleid darstellen das im Buch einmal erwähnt wird. Die Frau steht auf einem hohen Gebäude und blickt über eine Stadt. In dieser sticht wiederum ein hoher und moderner Wolkenkratzer ins Auge…eindeutig der im Buch oftmals erwähnte Havereux-Tower. Das Cover passt wie gesagt gut zum Buch…ist allerdings jetzt auch kein gigantischer Eye-Catcher.
Meine Meinung
Ich bin ein großer Fan von Lynn Raven. „Der Kuss des Kjer“ und „Blutbraut“ gehören zu meinen Lieblingsbüchern und daher war ich sehr gespannt auf Hexenfluch.
Charaktere
In Hexenfluch wird die Geschichte von zwei Hauptcharakteren erzählt. Einmal von der ehrgeizigen Ärztin Ella Thorsens deren Beruf ihr Lebensmittelpunkt darstellt. Aus diesem Grund hat sie auch erhebliche Probleme mit Männern und Beziehungen. Könne diese ihre Leidenschaft und ihre Aufopferung diesbezüglich nicht auf Dauer verstehen und mittragen. In dieser Hinsicht ist Ella jedoch kompromisslos…eher schickt sie die Männer in die Wüste als auf ihren Beruf zu verzichten.
Als sie kurz darauf damit konfrontiert wird eine Heilerin zu sein und die Gabe besitzt Menschen von den schlimmsten Krankheiten zu befreien nutzt sie nach anfänglichem Zögern die Chance und lässt sich in die Grundzüge der Magie einweihen…und lernt schnell damit richtig umzugehen.
Jedoch ist sie gegenüber den Avancen des charismatischen Geschäftsmannes Christian Havreux nicht immun und verfällt langsam seiner Werbung um sie….hofft sie doch bei ihm zu finden was sie bei einem Mann sucht.
Genau in diese Kerbe schlägt Christian Havreux….und machte sich damit bei mir anfänglich wirklich mehr als unbeliebt. Der Leser taucht sehr schnell die Schattenseiten des Hexers kennen. …auch wenn man nur erahnt was er mit der Ärztin vorhat spürt man, dass es nichts Gutes sein kann. Umso erfreutet war ich als diese dunkle Fassade anfing zu bröckeln und man das Gute in ihm aufblitzen sah. Dies Geschah anfänglich recht sparsam und in kleinen Zügen…bricht am Schluss aber absout durch und erobert so auch die letzte Sympathie für sich
Zwei Nebencharaktere gefielen mir im Buch sehr gut. Nicht in ihrem Wesen….jedoch in der Art wie sie von Lynn Raven zum Leben erweckt und dargestellt wurden. Und zwar die Dämonenkönigin Lyresha. Sie ist in ihrer bizarren Bösartigkeit und ihrem Hunger nach Macht absolut überzeugend dargestellt und lässt einen das kalte Grausen spüren.
Zum anderen gefiel mir Mikah, der junge Werwolf besonders gut. Er wurde in eine Welt aus Schmerz, Unterdrückung und Missbrauch hineingeworfen und muss dort um sein eigenes Überleben kämpfen…hat aber trotzdem noch die Kraft gegen das Böse aufzubegehren und für seine Freunde mitzukämpfen.
Geschichte
Und wieder einmal mehr konnte mich Lynn Raven von sich als Autorin überzeugen.
Die Geschichte um Ella Thorsens und Christain Havreux ist so anders als alles was ich in den letzten Wochen und Monaten gelesen habe. Sie unterscheidet sich auch absolut von den anderen Büchern der Schriftstellerin! Ich finde den Ideenreichtum der Frau einfach gigantisch.
Das Buch ist sicherlich nichts für ganz schwache Gemüter…den das Gewaltpotential bzw. was sie davon erahnen lässt ist heftig. Folter, Demütigung und Vergewaltigung begleiten den Alltag von Christian Havreux und Mikah.
Die Geschichte zieht einen durchaus in den Bann. Allerdings brauchte es anfänglich doch einige Einstiegszeit bis ich in sie hineingefunden habe und etwas durchschaut hatte wer denn darin die Guten und die Bösen sind. Dann aber war ich voll dabei und genoss jede Seite.
Man solle unbedingt auch erwähnen dass diese Geschichte deutlich an Erotik gewonnen hat. Zwischen den Hauptprotagonisten entwickelt sich bald eine spürbare Anziehung die dann in einer super ausgearbeiteten Liebesszene ihren Höhepunkt findet…(das ist jetzt auch genauso doppeldeutig gemeint wie es sich anhört)
FAZIT
Mit „Hexenfluch“ hat Lynn Raven ein spannendes, gefühlsgeladenes und paranormales Lesererlebnis geschaffen.
Die Charaktere, besonders der von Christian Havreux, überzeugen durch eine durchdachte und glaubwürdige Vielschichtigkeit und die Handlung lässt den Leser nichts vermissen.
Lediglich der Einstieg in die Geschichte ist etwas holperig und es dauert etwas bis man sich in der Geschichte zurechtfindet, zumindest hatte ich damit etwas Probleme.
Das Buch kommt nicht zu hundert Prozent an sie starken Vorreiter wie „Der Kuss des Kjer“ oder „Blutsbraut“ heran….ist aber trotzdem ein absolut empfehlenswerter Lesegenuss!!!

Lebenslauf von Lynn Raven

Lynn Raven ist das Pseudonym der deutsch-amerikanischen Autorin Alex Morrin. Sie besuchte in Maine die Universität und arbeitete danach bei einer kleinen Zeitung, bevor sie einen Job in Deutschland annahm. Dort arbeitete sie fast 10 Jahre freiberuflich als Journalistin, Übersetzerin und gelegentlich auch als Lektorin. Zurück in den USA fand Raven zur Schriftstellerei.
Schon während ihrer Unizeit ist sie an der Phantastik nicht vorbeigekommen. Nach ein paar Job-Aufträgen aus diesem Bereich war die Faszination für die Dark- und Urban-Fantasy komplett geweckt. "Der Kuss des Dämons" wurde 2008 zu ihrem ersten Roman.

Auf meinem Blog vergebe ich für das Buch 4,5 von 5 Herzen

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

117 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, kolumbien, indianer, kolibri, christine lehmann

Der Ruf des Kolibris

Christine Lehmann , Gundula Hißmann , Andreas Heilmann
Fester Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 14.07.2009
ISBN 9783522200233
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Ein Jahr Kolumbien. Noch ahnt Jasmin nicht, was sie erwartet. Dass sie Verzweiflung kennenlernt. Wie sie sich von der Magie des Landes verzaubern lässt, Gewalt begegnet, den Duft der Freiheit schmeckt, an die Grenzen des Möglichen kommt. Vor allem aber trifft sie Damiàn. Damiàn, den gut aussehenden Indio, der ein dunkles Geheimnis hütet. Tief im kolumbianischen Urwald und den nebligen Bergen der Anden findet Jasmin Antworten. Und ist doch längst rettungslos in ihrer Liebe zu Damiàn verfangen.

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Die 16-jährige Jasmin lebt mit ihren Eltern, einem Arzt und einer Laborantin, ein unspektakuläres Leben in Deutschland. Als ihre Eltern, besonders ihr Vater den Drang verspürt „etwas in der Welt bewegen zu wollen“ und nach Kolumbien auswandern möchte ist Jasmin wenig begeistert von dieser Idee. Ihre Überredenskünste und das Angebot ihrer Tante sie aufzunehmen schlagen die Eltern allesamt in den Wind und Jasmin muss mit nach Kolumbien.

In Kolumbien muss sie sich erst einmal mit den dortigen Gegebenheiten besonders mit der enorm hohen Kriminalitätsrate auseinandersetzten. Sie besucht zwar eine Schule für Deutsche Jugendliche kommt aber über ein „Missverständnis“ in Kontakt zu Damian…einem jugendlichen Gärtner der in ihrer Wohnanlage arbeitet. Als sie Damian später auch in der Schule und auf einem Ball wieder sieht wird sie immer stärker von ihm angezogen…und Damian scheint es ähnlich zu ergehen.

Auf einem Ausflug mit ihrem Vater, einer Freundin und deren Vater werden die Ausländer von einer gewalttätigen Bande gefangen genommen und in die Berge verschleppt. Dort trifft Jasmin auch Damian wieder, der nicht unwesentlich zu ihrer aller Befreiung beiträgt.

Sie ist sich sehr unsicher ob das alles Zufalls sein kann oder nicht. Und was hat Damian mit der Verschleppung einer deutschen Lehrerin vor drei Jahren zu tun. Ist er etwa mehr als nur ein Student der sich als Gärtner sein Geld verdient? Jasmin ist hin und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für Damian….vertraut schließlich aber ihren Gefühlen und verliebt sich hoffnungslos in den jugen Idio.

Als Jasmin mit ihren Eltern recht überstürzt wieder die Heimreise nach Deutschland antritt ist nicht klar ob Damian noch lebt oder ob er bei einem Befreiungsversuch der deutschen Lehrerin ums Leben gekommen ist… da bricht für Jasmin eine Welt zusammen und sie weiß nur eines…sie wird ihn für immer lieben.

Cover
Das Cover passt sehr gut zum Buch. Denn es nimmt Bezug auf eine Legende der kolumbianischen Einwohner…dies wird allerdings erst im hinteren Drittel des Buches erläutert. Die Farbgebung finde ich auch sehr schön…allerdings fast zu fröhlich und farbenfroh für die Geschichte die ja auch viele kritische Punkte beinhaltet.

Meine Meinung
Der Schreibstil von Christine Lehmann ist einfach und absolut jugendgerecht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jasmin erzählt was den Lesern den Bezug zu dieser erleichtert.

Mit der jungen Hauptprotagonistin Jasmin konnte ich mich leider nicht besonders anfreunden…was an mehreren Sachen lag.
Zum einen kam sie mir oftmals ziemlich weltfremd und naiv vor….ich hätte mir von einer beinahe siebzehnjährigen etwas mehr Reife gewünscht. Besonders deutlich wird diese Naivität in Bezug auf ihre erste Liebe. -> So hat Jasmin Damian bisher nur wenige male gesehen und nur ein paar Sätze mit ihm gewechselt und ihn einmal geküsst….aber sie möchte ihn am liebsten gleich heiraten. Da konnte ich als Leserin einfach nur den Kopf schütteln. Mir ging diese absolute Hingabe und das Dahinschmelzen von Jasmin Damian gegenüber gelegentlich etwas gegen den Strich….kannte sie ihn ja überhaupt noch nicht. Und als sie ihn näher kennengelernt hat sah sie ihn in vielen Situationen absolut unkritisch und wollte einfach nur die schöne Seite sehen! Klar sollte man einen Menschen nicht von vorneherein abstempeln…aber alles nur aus Sicht der rosa Brille zu sehen ist auch nicht richtig.

Des Weiteren fand ich ihr Verhalten und ihre Sicht- und Denkweise bei der Verschleppung in den Bergen mehr als fragwürdig. -> Sie werden von schwer bewaffneten Männern gekidnappt, sie weiß von einer Entführung einer Deutschen die seit drei Jahren verschwunden ist etc. und trotzdem hat sie überhaupt keine Angst…ist gegenüber ihren Entführern eher noch frech und handelt absolut unüberlegt und bringt eigentlich alle in Gefahr. Jede andere Jugendliche in solch einer Situation wäre wenigstens im Ansatz geschockt….das Verhalten das die Schriftstellerin im Buch beschreib war für mich einfach ziemlich weltfremd und unrealistisch. Dadurch ging auch ein großer Teil der vorhandenen Spannung den Bach hinunter…was ich mitunter sehr schade fand.

An den zweiten Hauptprotagonisten Damian kam ich überhaupt nicht heran. Man erfährt zwar allerhand über seine schlimme und traumatische Vergangenheit, sein derzeitiges Leben und seine Werte-, und Lebensvorstellung….aber gefühlsmäßig konnte er mich nicht erreichen. Woran das lag oder wodurch das die Schriftstellerin hätte ändern können vermag ich nicht zu sagen. Mir ist die kolumbianische Mentalität und Lebensweise einfach derart fremd dass ich dafür keinen Zugang gefunden habe.

Ich fand die Infos zum Land, den sozialen Zuständen und die Geschichten über die Vorfahren, Legenden etc. schon sehr interessant,….sie konnten in mir aber kein „Fernweh“ locken. Bei mir ist einfach die Schattenseite des Landes mit seiner Armut, seiner kriminellen Energie zu groß.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat war der Schluss des Buches….und zwar aus dem Grund, dass es kein Herz-Schmerz-Happy-End gab. Dies hätte dem Buch nämlich jegliche Glaubwürdigkeit gestohlen die die Geschichte bis dahin aufgebaut hat. Das Ende wie es Christine Lehmann hier geschrieben hat hingegen ist absolut realistisch ….aber eben nichts für Freunde eines klaren Happy Ends.

Fazit
Vieles an der Geschichte hat mir durchaus gut gefallen. So vor allem die Informationen die ich über das Land Kolumbien und seine Bewohner erhalten habe….auch wenn sie in mir kein „Fernweh“ wecken konnten.

Die Geschichte hingegen war mir oftmals einfach zu unrealistisch und zu weltfremd. Die Entführungssituation an sich war absolut realistisch und spannend…die Reaktionen der Protagonisten (vor allem der von Jasmin) hingegen absolut naiv und unrealistisch und dadurch verlor das Buch für mich viel seiner Glaubwürdigkeit

Die Liebesgeschichte bzw. das „Dahinschmelzen“ der jungen Protagonistin war mir ebenfalls viel zu naiv und hat für mich daher viel Potential verschenkt.

Das Ende konnte in meinen Augen wieder deutlich punkten…denn es entspricht in keiner Weise den Klischees die eine „Jugend-Romanze“ sonst oftmals bedient und lässt viel Raum für eigene Ideen wie es weitergehen könnte!

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(176)

434 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 65 Rezensionen

liebe, loduun, iason, kim winter, mia

Sternensturm

Kim Winter , Maria-Franziska Ammon , Maria-Franziska Ammon
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 18.05.2012
ISBN 9783522503099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst. Eine Liebe überbrückt alle Welten. Die packende Liebesgeschichte von Iason und Mia geht weiter.....

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Die Liebe zwischen Iason und Mia scheint perfekt! Doch dann hält das Böse Einzug auf der Erde und die Liebe zwischen Jason und Mia wird auf eine sehr harte Probe gestellt.
Als Mia anfängt Stimmen zu hören und immer öfters ein grünes, funkelndes Augenpaar zu sehen glaubt denkt sie zunächst sie würde halluzinieren…hatte sie doch erst eine schlimme Kopfverletzung. Als diese Vorkommnisse sich jedoch häufen und dann auch noch immer mehr junge Menschen plötzlich spurlos verschwinden deutet alles darauf hin dass hier evtl. Loduuner die Finger im Spiel haben. Hat der Krieg aus Loduun nun auch Einzug auf der Erde gehalten? Als schließlich auch jemand aus dem Freundeskreis von Mia und Iason verschwindet , verdichtet sich die Ahnung dass Mia irgendwie in Zusammenhang zu den Vorfällen steht.
Doch was ist sie… Opfer oder Täter…und warum hat sie plötzlich Gedächtnislücken und kann sich nicht mehr erinnern was sie erlebt hat?
Aus Lodunn eilt schließlich Hilfe herbei. Als die Armee der loduunischen Wächter, angeführt von Skyto auf der Erde landen verändert sich Mias und Iasons Leben komplett.
Iason wird von Skyto dazu angehalten seine Rolle als Wächter neu zu definieren und seinen „Sinn“ zu überdenken. Er wird gezwungen aus dem Tulpenweg auszuziehen und muss sich mehr oder weniger eine loduunischen „Gehirnwäsche“ unterziehen und verliert darüber scheinbar seine Fähigkeit zu Lieben…. ist dass, das aus für die Beziehung zwischen Mia und Iason. Die Ereignisse spitzen sich immer mehr zu und irgendwann weiß Mia nicht mehr wem sie noch trauen kann…, Iason?, …ihren Freunden?, …sich selber?

Meine Meinung
Cover
Das Cover von „Sternensturm“ steht seinem Vorgängercover von „Sternenschimmer“ in nichts nach. War Sternenschimmer eher in lila-Tönen gehalten überwiegen bei Sternensturm rosa-Töne im Hintergrund. Es ist wieder ein Planet (diesmal allerdings in Herzform) mit Hochhäusern, umkreisenden Sternen etc. gezeichnet und der Widererkennungswert zum Vorgängerband ist zu 100% gegeben…was ich persönlich bei einer Buchreihe total gerne mag. Wie auch bei Sternenschimmer ist der Schutzumschlag aus einem sehr dicken und griffigen Papier wodurch das Buch noch hochwertiger wirkt. Leider glänzt das Hardcover unter dem Schutzumschlag dieses mal nicht mehr so schön wie noch sein Vorgänger.

Schreibstil
Der Schreibstil von Kim Winter bleibt der Autorin treu und ist einfach absolut lesenswert. Sie hat eine sehr gefühlvolle Art Dinge, Personen und Situationen zu beschreiben und man spürt beim Lesen immer einen leichten Hauch von Poesie….allerdings nie zu viel davon….hier sogar etwas weniger als noch bei Sternenschimmer. Kim Winter weckt mit ihrer Art zu schreiben bei mir Gefühle die ich beim Lesen selten so intensiv empfinde wie in ihren Büchern.

Charaktere
Die beiden Hauptprotagonisten haben sofort wieder ihren Weg zurück in mein Herz gefunden. Mia mit ihrer etwas tollpatschigen und Iason mit seiner ruhigen und besonnenen Art gefallen mir einfach ausgesprochen gut. Gerade weil sie so unterschiedlich sind, ist ihr Zusammentreffen und ihre Art miteinander umzugehen und zu agieren meist von viel Emotion begleitet .

->Leider nimmt die Liebesgeschichte in diesem Buch eine gewaltige Wendung …bleiben beide von den Kriegswirren und Auswirkungen doch nicht gänzlich unberührt. Phasenweise musste ich als Leserin wirklich um die Liebe zwischen Mia und Iason bangen und unglaubliche Spannung diesbezüglich ertragen…aber es hat sich gelohnt.

Auch altbekannte und liebgewonnene Charaktere wie der von Lena, Frank und Bernd sind in Sternensturm wieder mit von der Partie. Einige dieser Protagonisten bekommen in diesem Band auch noch größere Rollen als man es bei ihnen vermuten würde.

Zudem gibt es in Sternensturm einige neue Charaktere die das Buch unheimlich bereichern. Besonders spannend….wenn anfänglich auch alles andere als sympathisch, empfand ich den Charakter von Skyto. Er präsentiert sich anfänglich nur als der rationale und knallharte Wächter und trägt viel zum Leid von Mia bei und erobert so das Leserherz nicht gerade im Sturm.
Am Ende der Geschichte macht er aber eine sehr erfreuliche charakterliche Wendung durch und schaffte damit auch bei mir positive Gefühle für ihn zum Keimen zu bringen. Ich bin sehr gespannt wohin die Entwicklung mit Skyto im dritten Band führt.

Leider kamen für mich in Sternensturm die loduunischen Kinder etwas zu kurz…ich hätte gerne noch etwas mehr über deren Werdegang (besonders den von Ariel) gelesen und hoffe dass sie im dritten Teil wieder eine größere Rolle spielen werden…hier standen einfach andere Aspekte wichtiger im Vordergrund.

Geschichte
Ich habe nur wenige Wochen zuvor Sternenschimmer gelesen und kam so bei Sternensturm sofort wieder in die Geschichte hinein.
Ich habe aber keinen Zweifel daran dass dies auch der Fall gewesen wäre hätte ich den Vorgänger schon ein Jahr davor gelesen. Durch die altbewährte Schreibweise, die bekannten Handlungsorte und die liebgewonnenen Protagonisten ist man sofort wieder mitten in der Geschichte und den Geschehnissen gefangen….zudem gibt es ein paar kurze Sequenzen im Buch die auf den ersten Band Rückblicken lassen und so den Einstieg vereinfachen.

Der Einstieg in Sternensturm ist relativ ruhig…der Alltag von Iason und Mia und ihre tiefe Liebe zueinander wird noch einmal kurz beleuchtet bevor die Geschichte dann bereits nach wenigen Kapiteln an Fahrt aufnimmt und von da an nicht mehr zu bremsen ist und ein kontinuierlich hohes Spannungslevel an den Tag legt…und dem Leser so das „weglegen“ des Buches wirklich erschwert.
Ich konnte ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr aufhören zu lesen und musste unbedingt erfahren wie es weitergeht.

Die Geschichte ist längst nicht mehr so ruhig und besonnen wie noch im ersten Teil. Die Situation auf der Erde spitzt sich zunehmend zu und es scheint als würden die Erdenbürger nun direkt in den Krieg der Loduuner mit hineingezogen. Dies weckt Angst und Misstrauen unter den Menschen…und dies bekommen die Loduuner immer häufiger zu spüren indem sie Anfeindungen nun öffentlicher über die Medien etc. ertragen müssen.

Die Geschichte an sich ist bei Sternensturm um vieles spannender und actionreicher als noch bei Sternenschimmer. Zudem hält sie auch einige absolut unvorhersehbare Wendungen für den Leser bereit die das Leseabenteuer zusätzlich noch bereichern!

Kim Winter schafft es auch in Sternensturm die Emotionen in hohen Dosen an den Leser weiterzugeben und sie mit den Protagonisten mitfühlen, mitleiden und mitlieben zu lassen.

Meine Liebnlingsstelle in Sternensturm:
Irgendwann glitt ich vorsichtig mit den Fingerspitzen über die Wunde. „Was haben sie mit dir gemacht?“ fragte ich und empfand eine leise Angst davor, es wirklich zu erfahren. Iason hob den Blick und wärmte mein Gesicht mit seinem blauen Schein. „Das Schlimmste war, nicht bei dir sein zu können.“ Er schluckte. „Nichts von dir zu erfahren war, als hätten sie mir die Seele herausgeschnitten.

FAZIT
Erfahrungsgemäß sind es oft gerade die „mittleren“ Bücher einer Trilogie die mit großen Schwächen daherkommen und in vielen Fällen etwas die Lückenbüßer zwischen Band 1 und Band 3 darstellen. ->
Dies ist bei Sternensturm meines Erachtens jedoch in keiner Weise der Fall.
Ich empfand das Buch sogar noch einen Ticken besser als den ersten Band da es noch mehr an Abwechslung zu bieten hatte.

Die Protagonisten sind nach wie vor sympathische und liebenswerte Persönlichkeiten die es dem Leser einfach machen sich damit zu identifizieren….auch wenn sie sich durch den Krieg und die Geschehnisse zu Band 1 deutlich verändert haben.

Die Neuzugänge des Bandes bereichern die Geschichte meines Erachtens zusätzlich und bieten nochmal zusätzliche Einblicke in die Denkweise der loduunischen Gesellschaft.

Die Geschichte ist gut durchdacht und glänzt mit wirklich sehr viel Spannung und Action. Die absolut unvorhersehbaren Wendungen in der Geschichte tragen ungemein zu einem uspannenden Leseabenteuer bei.

Auch wenn die Romantik in diesem Buch zwangsweise etwas auf der Strecke bleiben musste ist das „unterschwellige“ Verlangen der Hauptprotagonisten zueinander in jedem Kapitel deutlich spürbar und dadurch habe ich auch hier nichts vermisst!

Ich bin schon wirklich sehr gespannt auf den dritten Teil der Reihe und hoffe sehr er kann diese starke Vorlage aus Sternenschimmer und Sternensturm nochmals toppen!!!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

entführung, flucht, liebe, prinz, libelle

Libellenprinzessin

Julia Golding , Catrin Frischer
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei cbj, 05.01.2012
ISBN 9783570400951
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext
Als Kronprinzessin Taoshira vn den Inseln der Blauen Sichel und Ramil, der Thronfolger von Gerfalien, einander kennenlernen, prallen Welten aufeinander. Und doch soll mit ihrer Vermählung die Zweckgemeinschaft ihrer Völker im Kampf gegen den Tyrannen des Nachbarlandes Brigard besiegelt werden. Noch bevor die Zeremonie vollzogen werden kann, geraden Ramil und Tashi allerdings in die Hände von brigardischen Spionen und es beginnt eine abenteuerliche Reise, in deren Verlauf die beiden Gefährten wider Willen ihre Gefühle füreinander entdecken.

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Als Taoshira zwölf Jahre alt war veränderte sich ihr Leben schlagartig. Sie wurde auserwählt den Platz der vierten Kronprinzessin einzunehmen. Jetzt, vier Jahre später hat sie ihr komplettes Leben auf ihre göttliche Aufgabe eingerichtet. Ihr Leben, ihr Tun…alles geschieht im Wille und zum Wohle der Göttin. … so auch ihre geplante Vermählung mit dem jungen Ramil, Prinz von Gerfalien. Doch als dieser ihr mit Arroganz und Abneigung begegnet und ihren Glauben ins Lächerliche zieht steht für Taoshira fest das Bündnis mit ihm nicht einzugehen. Als Beide bei einem Ausritt schließlich in die Hände des Feindes fallen und verschleppt werden nimmt ihr gemeinsamer Werdegang eine erneute Wendung. Besonders für Taoshira beginnt eine furchtbare Zeit der Qualen und Demütigungen….soll sie doch ihren Glauben an die Göttin ablegen und dem Glauben ihres Erzfeindes Fergox Speerwerfers beitreten....wenn nötig, dann eben unter Zwang und Folter. Das Zeil von Fergox Speerwerfer ist es die junge Frau zu brechen und in eine Ehe mit ihm zu zwingen.
Kurz bevor Tashi an ihrem Glauben und an der Güte ihrer Göttin zu zweifeln beginnt, schafft es Ramil sie aus den Kerkern zu befreien und gemeinsam beginnt ihre gefährliche Flucht. Ihr weiter Weg nach Hause beschert ihnen neue Freunde, neue Erkenntnisse und das Aufkeimen von Gefühlen füreinander. Doch wieder ist das Schicksal ihnen nicht gut gestimmt und sie werden abermals voneinander getrennt und müssen den restlichen Weg alleine bestreiten. Während es Tashi schafft in ihre Heimat zu flüchten und die drei verbliebenen Kronprinzessin um Hilfe für Gerfalien zu bitten, gelangt Ramil das beinahe unmögliche….er trifft in direktem Kampf auf den Feind Fergox. Er kämpft…für sein Leben, sein Land und seine Liebe.

Cover
Das Cover von „Libellenprinzessin“ ist recht schlicht gehalten. Der Hintergrund ist schwarz…bei sehr genauem Hinsehen kann man aber ein angedeutetes Gesicht erkennen, welches wohl die junge Taoshira darstellen soll. Das Hauptaugenmerk fällt aber sofort auf eine schöne, goldene Libelle…das Zeichen der jungen Kronprinzessin. Darunter sind Autorin und Titel abgedruckt. Mir gefällt das Cover gut…es ist schlicht, nimmt aber sehr viel Bezug auf das Buch.

Charaktere
Für die junge Taoshira konnte ich sofort viel Sympathie entwickeln. Als zwölfjährige, also noch als Kind, wurde sie aus ihrem bisherigen Leben als einfaches Landkind gerissen. Sie wurde auf einen Thron gesetzt und fortan war es ihre höchste Pflicht ihr Leben einer Göttin zu widmen. Seitdem besteht ihr Leben aus einer Abfolge von Protokollen, Zeremonien und Ritualen deren Einhaltung das höchste Gebot darstellen. Und Tashi hat sich gefügt und ihre Lebe der Göttin gewidmet.
Mit gerademal sechzehn Jahren ist es an ihr einen Krieg zu verhindern und eine Vernunftehe mit dem jungen Prinzessin Ramil einzugehen….und hier kommt zum ersten Mal nicht die Kronprinzessin Taoshira, sondern die junge Tashi zum Vorschein. Ab diesem Zeitpunkt ist sie nicht mehr bedingungslos gewillt alles zu tun was man von ihr verlangt. Als ihr zukünftiger Ehemann alles andere als freundlich ihr gegenüber ist, trifft sie seit langem wieder eine eigene Entscheidung und möchte die Verlobung löse. Als sie dann in die Hände des Feindes fällt wird die junge Frau immer stärker und selbstbewusster. Sie bleibt sich und ihrem Glauben treu und lässt sich nicht „brechen“, im Gegenteil sie begehrt auf und entwickelt Stärke wo man vorher Schwäche vermutet hätte. Dabei wird sie immer weltlicher und menschlicher und dem Leser dadurch sympathischer. Sie entwickelt Freundschaften und lebt immer mehr das Leben welches einem Mädchen ihres Alters eigentlich zustehen sollte und entdeckt schließlich auch die Liebe…zu dem Mann den sie hätte heiraten sollen.

Ramil der junge, draufgängerische Prinz gefiel mir ebenso gut. Er entspricht absolut dem Bild eines jungen Mannes der zur Ehe gezwungen werde soll...er reagiert nämlich ziemlich aufsässig. Er lässt sich überhaupt nicht darauf ein die junge Tashi näher kennenzulernen. Vielmehr begegnet er ihr mit Unmut und Ablehnung…und verletzt die junge Frau damit auf ungeahnte Weise. Trotz dieser Abneigung ihr Gegenüber ist er nicht gewillt sie in den Händen des Feindes zu lassen und zeigt dadurch, dass sein Herz am rechten Fleck sitzt. Als Beide durch seine Unachtsamkeit entführt werden ist für Ramil klar, dass er für den Schutz der jungen Frau sorgen muss. Als ihm die Flucht gelingt, befreit er auch Tashi. Auf ihrem gefährlichen Weg in Richtung Heimat kommt Ramil nicht umhin die junge Frau näher kennen zu lernen…und was er dabei über sie erfährt öffnet sein Herz für sie. Plötzlich sind da Gefühle wie Zuneigung, Eifersucht und Liebe und er tut alles um Tashi zu beschützen…verliert sie jedoch schneller wieder als ihm lieb ist. Zuerst fällt er in ein dunkles Loch, kämpft sich aber wieder ans Licht und beginnt zu kämpfen.

Besonders gefallen hat es mir dass auch die Nebencharaktere schön ausgearbeitet waren. Besonders einer hat es mir angetan…Gordoc, der Riese mit dem großen Herzen.

Meine Meinung:
Ich mochte den lockeren und unkomplizierten Schreibstil von Julia Golding sehr gerne. Er ist einprägsam und man kann der Geschichte sehr gut folgen.

Öfters musste ich während des Lesens an „der Kuss des Kjer“ von Lynn Raven denken. Ob dies an der Art der Geschichte und deren Stil oder an der Ausdrucksweise der Schriftstellerin lag kann ich nicht genau sagen. Da ich aber diese Art der Geschichten sehr gerne mag konnte mich Libellenprinzessin durchaus auch überzeugen.

Die Geschichte ist nun nicht völlig neu in ihrer Idee und ihrem Aufbau…trotzdem aber nicht langweilig. Die Liebesgeschichte in diesem Buch entwickelt sich recht langsam und für meinen Fall auch etwas zu oberflächlich. Gerade was die Gefühle der Protagonisten angeht hätte ich mir noch mehr Leidenschaft gewünscht. Die Leidenschaft dich ich z.B. bei Tashi gespürt habe bezog sich mehr auf ihre Religion und ihre Göttin…was ich auf Bezug für die Liebesgeschichte etwas schade fand….hier war diese Leidenschaft erst ganz am Ende des Buches etwas zu spüren.

Es gibt im Buch zwar durchaus auch Längen…diese haben den Lesegenuss jedoch nicht nachhaltig beeinflusst…ziehen aber die Geschichte beim Lesen etwas in die Länge.

Die Handlung und die Wendungen in der Geschichte sind durchaus spannend, aber auch oftmals sehr vorhersehbar. Dennoch konnte mich die Geschichte fesseln… was aber hauptsächlich an den sympathischen Protagonisten gelegen hat.

Fazit
Wer „der Kuss des Kjer“ von Lynn Raven mag könnte an „Libellenprinzessin“ von Julia Golding ebenfalls Freude haben.

Mir gefiel die Geschichte mit ihrem sympathischen Protagonisten gut, auch wenn die Handlung nicht durch spannende Wendungen und Unvorhersehbarkeit glänzen konnte.

Die Geschichte ist stimmig, die Protagonisten schön ausgearbeitet und ein Hauch Gefühl ist auch dabei.
Alles in allem ein Buch das ich weiterempfehlen kann da mir das Lesen der Geschichte Spaß gemacht hat.

3,5 Herzen auf der Blogbewertung

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(335)

793 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 141 Rezensionen

liebe, krieg, loduun, außerirdische, dystopie

Sternenschimmer

Kim Winter , Maria-Franziska Löhr
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 15.07.2011
ISBN 9783522502788
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Die Geschichte von „Sternenschimmer“ spielt sich auf dem Planeten Erde ab. Jedoch hat dieser sich deutlich verändert. Es gibt keine Kontinente mehr denn der größte Teil der Landflächen wurde von Wassermassen überflutet, da die Klimaerwärmung immer weiter voran geschritten ist und die Eisflächen geschmolzen sind. Die Wohnräume der Menschen sind sehr beengt da Städte auf kleinen Flächen zusammenrücken mussten und mit Kuppeln zu überdacht wurden um die die Menschen vor den überhöhten Ozonwerten zu schützen.
In solch einer Stadt lebt die siebzehnjährige Mia mit ihrer Mutter. Menschen bzw. die Irden wie sie nun genannt werden haben schon länger Kontakt zu einem fernen Planeten Namens Loduun. Dort herrscht ein schrecklicher Krieg der die dortigen Bewohner bedroht. In ihrer Not schicken die Loduuner ihre Kinder als Flüchtlinge zur Sicherheit um sie in Sicherheit zu wissen. In solch einem Kinderheim, welches loduunische Flüchtlingskinder betreut arbeitet Mia als ehrenamtliche Helferin. Hier lernt sie neben mehreren liebenswerten Loduun-Kindern auch den jungen Loduuner Iason kennen. Er ist der Bruder eines der kleineren Kinder und wurde auf der Flucht von seinem Planeten schwer verletzt.
Über einen schrecklichen Unfall von Hope (der kleinen Schwester von Iason) und die daraus entstehenden Konflikte zwischen Mia und Iason, lernen sich die bei immer besser kennen. Anfänglich ist ihre Beziehung eher noch von Abneigung und Misstrauen bestimmt….zumindest von Iasons Seite. Doch bald entdecken Beide immer mehr Gemeinsamkeiten und versuchen die Andersartigkeit der anderen Spezies verstehen zu lernen. Das größte Problem liegt hier in der Denk und Handlungsweise der beiden Seiten. Während Menschen nämlich oftmals sehr emotional und gefühlsgesteuert Denken und Handeln sind Loduuner stets rational und vernunftgesteuert. Doch es kommt wie es kommen muss und die Beiden verlieben sich ineinander. Als Iason dann auch noch durch eine höhere Macht an Mia gebunden zu sein scheint, könnte alles perfekt sein….wäre da nicht „das Böse“ aus Loduun das nun auch auf der Erde zu Gange ist und die Liebe zueinander die Beiden beinahe in den Tod treibt.

Cover
Das Cover von „Sternenschimmer“ ist total schön. Der Schutzumschlag ist aus einem sehr dicken und griffigen Papier und wirkt dadurch sehr hochwertig. Das Coverbild soll wohl die Erde, mit ihrer beengten Wohnsituation darstellen. Zudem sind andere Planeten angedeutet. Der Titel „Sternenschimmer“ besteht aus lauter kleinen Sternen die zusammen das Wort ergeben. Nimmt man den Schutzumschlag ab nimmt das Buch nochmal deutlich Bezug auf den Titel. Denn das Hardcover „schimmert“ in einem total schönen Perlmutt Ton und schaut einfach total klasse aus.

Meine Meinung
Ich finde den Schreibstil von Kim Winter einfach super schön zu lesen. Sie hat in ihrer Ausdrucksweise und in ihrer Art die Dinge und Situationen zu beschreiben etwas, was dem Leser direkt ins Herz geht und eine besondere Stimmung dadurch entstehen lässt.
Sternenschimmer ist für mich eine Mischung aus Fantasy und Dystopie. Diese Mischung harmonisiert hier ausgesprochen gut miteinander.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt welche in Ich-Form aus Mias Sicht die Geschichte erzählen. Eingeleitet wird jeder Teil der Geschichte durch ein kleines, schönes Gedicht.

Goldener Herbst
War alles nur Trug, ein Schein?
Suchte ich vergebens gar?
Ich glaubte nicht, dass meine Hoffnung
ein flackernd Lich am Himmel war.
Mia

Besonders gelungen fand ich die Beschreibung des Planeten Erde. Obwohl die Welt sich so sehr verändert hat und längst nicht mehr der Planet ist wie wir ihn kennen kam er mir niemals völlig fremd vor. Kim Winter hat eine neue Erde erschaffen auf der sich die Menschen an die veränderten Gegebenheiten angepasst und das Beste aus der Situation gemacht haben.

Obwohl alles recht beengt ist etc. fand ich die Lebenssituation auf der sehr Erde spannend. Es gibt neue Wohnsituationen, zukünftige Technologien etc. -> Hier hätte ich mir oftmals noch mehr an Informationen und Beschreibungen gewünscht. Ich bin in so was immer etwas „detailverliebt“ und hätte gerne ganz tiefe Einblicke damit ich mir alles besonders gut vorstellen kann.

Schön fand ich in Sternenschimmer auch die Sichtweise auf die zukünftige Generationen von Menschen…hier die Irden genannt. Hier haben sich die Menschen einmal positiv weiterentwickelt und nicht wie in vielen dystopischen Geschichten zum Negativen. Die Menschen sind friedlicher geworden, Kriege gab es schon lange nicht mehr und die Irden sind bereit einen andere Planeten in Not zu unterstützen und sie nehmen daher loduunische Flüchtlingskinder auf … obwohl die Wohnsituation auf Erden eh schon beengt ist.
Sehr fasziniert war ich von den Loduunern. Kim Winter hat es geschafft eine neue Spezies zu erschaffen die dem Menschen auf der einen Seite sehr ähnlich ist…aber sich in vielem doch wieder deutlich unterscheidet. Ich konnte mir die Loduuner, mit ihren besonderen Augen, ihrer schimmernden Haut und ihrer besonnenen Art total gut bildlich vorstellen.

Die Geschichte um die Loduuner und insbesondere um Mia und Iason wird von einem großen Hauptthema bestimmt. Dem Krieg auf dem Heimatplaneten von Iason. Daher war die Geschichte oftmals auch sehr ergreifend, traurig und bewegend…und bestimmt nicht nur eine seichte Liebesgeschichte. Es werden Themen wie Gefangenlager, Foltermethoden, Ausgrenzung wegen „Andersartigkeit“ , ehrenamtliche Arbeit etc. angesprochen. Das Buch gewinnt dadurch absolut an Authentizität und Tiefe und wirkt niemals weltfremd oder „unecht“ (und das will bei einer Fantasy Geschichte ja absolut was heißen).

Kim Winter schafft es eine Betroffenheit beim Leser wachzurufen ohne dabei zu sehr ins Detail gehen zu müssen und das Buch dadurch zu gewalttätig werden zu lassen. Die oben beschriebenen Themen wurden so aufgearbeitet dass auch jüngere Leser diese gut bewältigen können und daraus auch etwas für ihre alltägliches Leben und den Umgang mit anderen Menschen mitzunehmen …. ich sage nur Integration und Umgang mit ausländischen Mitbürgern etc.

Die Liebesgeschichte zwischen Mia und Iason ist von tiefen Gefühlen geprägt. Es weckt dieses „kribbeln“ beim Lesen und man hofft und betet dass zwischen den Beiden alles gut wird und die Liebe die Unterschiede zwischen den Spezien überwinden kann und auch der Krieg und das Böse die Liebenden nicht wieder entzweien wird.

Auch die Spannung kommt im Buch nicht zu kurz. Während im ersten und zweiten Drittel vor allem die ruhige Handlung, das Kennenlernen der Umstände und die Spezies der Loduuner sowie der Alltag auf der Erde im Mittelpunkt steht kommt es im letzten Drittel zu einem sehr spannenden Showdown um Leben und Tod.

Das Buch und die Geschichte ist in sich zwar abgeschlossen und es gibt keinen großen Cliffhanger…die Geschichte an sich bietet aber sehr viel Potential für die folgenden Bände.

FAZIT
Ein wundervolles Buch mit einer traurigen und zeitgleich wunderschönen Geschichte die durch tolle Protagonisten belebt wird.

Themen wie unterschiedliche Kulturen, Integration, Umweltkatastrophen, Kriegt etc. werden altersgemäß aufgearbeitet und können problemlos in die heutige Zeit übertragen werden und bieten daher viel „Lernpotential“

Der Debütroman „Sternenschimmer“ hat es bei mir sofort auf die Highlight-Liste meiner Lieblingsbücher geschafft und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil „Sternensturm“.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.041)

1.757 Bibliotheken, 31 Leser, 14 Gruppen, 174 Rezensionen

liebe, götter, halbgötter, unterwelt, helen

Göttlich verloren

Josephine Angelini , Simone Wiemken
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791526263
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
„Helen!“, rief eine tiefe, unbekannte Stimme. Es war das erste Mal, dass Helen in der Unterwelt eine Stimme hörte, und im ersten Moment war sie überzeugt, dass sie halluzinierte. Sie reckte immer noch krampfhaft den Kopf hoch, konnte ihn aber nicht drehen, ohne dabei im Treibsand unterzugehen. In diesem Moment füllte der Sand ihre Ohren und sie konnte nicht mehr hören, was er ihr zuschrie. Alles, was sie noch sehen konnte, war das Aufblitzen von etwas Goldenem. Und dann spürte Helen unter der Oberfläche des Treibsands, wie eine warme, starke Hand ihre ergriff und daran zog.

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Während sich Helen in ersten Teil der Trilogie mit der Tatsache auseinandersetzen muss eine „Halbgöttin“ zu sein und dort die Begabungen erlernt, die dieses Schicksaal mit sich bringt geht es im zweiten Teil gleich voll zur Sache. Helen ist die einzige Halbgöttin, die die Fähigkeit hat aus eigenem Willen die Unterwelt betreten zu können und damit dazu verdammt, dass Schicksaal aller anderen Halbgötter in die Hand zu nehmen. Ihr wurde die fast unmögliche Aufgabe übertragen die drei Furien zu vernichten und so den Fluch zu brechen der auf den göttlichen Familien liegt…so auch auf ihrer „Wahlfamilie“, den Familie Delos. So steigt Helen Nacht für Nacht in die Unterwelt auf der Suche nach den Furien. Diese „Ausflüge“ in die Hölle sind schrecklich und qualvoll für Helen und zehren auch in der realen Welt an der Gesundheit von Helen. Zusätzlich leidet Helen darunter, dass sie Lucas nicht lieben darf…es wird von Ihnen erwartet, dass sie sich voneinander fernhalten…doch das ist für Beide schier unmöglich und so ziehen sie den Unmut einiger Familienmitglieder der Delos auf sich. Als Helen kurz davor ist aufzugeben da sie am Ende ihrer Kräfte ist, begegnet sie in der Unterwelt einem charmanten und gutaussehenden Halbgott Namens Orion. Dieser begleitet Helen fortan bei ihrer Mission und unterstützt sie wo er nur kann….denn auch ihm ist viel an der Aufhebung des Fluches gelegen. Doch dann scheint alles schief zu gehen…die „kleinen“ Götter tummeln sich plötzlich auf der Erde und auf Nantucket bricht das Chaos aus….und als sich durch einen Fehler von Helen und ihren Freunden die vier Häuser der Scions wieder vereinen scheint ein neuer Krieg bevorzustehen.

Cover
Mir gefällt das Cover des zweiten Bandes ausgesprochen gut und es hat den absoluten Widererkennungswert zum ersten Teil. Wir sehen wider einen Teil von Helens Gesicht vor türkisem Hintergrund. In erhobener, goldener Schrift steht das „Göttlich“ darunter, gefolgt vom schwarzen „verloren“ in geschwungener Schrift. Gerahmt wird das Ganze von einem goldenen Rahmen mit kleinen Bildern aus der griechischen Mythologie.

Charaktere
Helen ist im zweiten Teil meines Erachtens viel Reifer dargestellt als noch im Vorgängerband. Sie hat sich komplett mit ihrer neuen Rolle als Halbgöttin identifiziert und auch ihre Fähigkeiten weiter ausgebaut. Sie fühlt sich der Familie Delos und deren Schicksaal inzwischen so sehr verbunden und zugehörig dass es für sie selbstverständlich ist, Nacht für Nacht in die Hölle zu gehen und sich an einer schier unmögliche Mission zu versuchen. Sie wird darüber körperlich immer schwächer und steht sogar selbst auf der Schwelle zum Tod. Die ungeklärte Situation zwischen ihr und Lucas (der sich ja als ihr Cousin herausgestellt hat) zehrt zusätzlich an Helens Kräften.

Lucas leidet wie ein geprügelter Hund da er seine Gefühle für Helen einfach nicht abstellen kann. Er versucht alles zu tun damit Helen ihn hasst um von ihm loszukommen. Gleichzeitig verspürt der den großen Drang Helen beschützen zu müssen und bricht dazu mehr als eine Regel. Irgendwann trifft Lukas eine Entscheidung in der Hoffnung, dass wenigstens Helen ihr Glück finden wird…während er immer mehr zur Dunkelheit hingezogen wird und neue und beängstigende Fähigkeiten entwickelt.

Den neuen Charakter Orion empfand ich als eine spannende Ergänzung. Man wird anfänglich nicht ganz schlau aus ihm, lernt ihn und seine Geschichte aber sehr schnell kennen. Er wird der neue Verbündete von Helen und unterstützt sie in bei ihrer schwierigen Aufgabe. Er ist sowohl optisch als auch charakterlich ansprechend dargestellt. Orion hat zudem eine sehr „machtvolle“ Gabe, er kann die Herzen anderer berühren und sogar manipulieren…und genau darum wird er von Lukas geben…-> doch ob er diese Gabe bei Helen einsetzt oder nicht, das müsst ihr schon selbst lesen.
Eindeutig zu kurz kamen mir in diesem Band die Nebencharakter wie Kate, Jerry, Claire und die Delos im Allgemeinen.

Meine Meinung
Da es ja schon einige Zeit her ist seit ich den ersten Band gelesen habe, musste ich zuerst einmal wieder in die Geschichte hineinfinden. Da diese sofort voll durchstartet war dies anfänglich gar nicht so ganz einfach.
Der Schreibstil ist wie im ersten Teil auch einfach und schnörkellos gehalten und ist daher gut zu lesen.
Womit ich mich in diesem Teil nicht wirklich anfreunden konnte war die Tatsache dass die Geschichte aus sehr vielen Sichten geschrieben ist. Zum einen natürlich aus der von Helen, dann gibt es einige Kapitel aus Sicht von Lukas und dann einige aus Sicht von Zach, Daphne, Automedon, etc. Das führt manchmal zu kurzen Verwirrtheitsmomenten da der Schreibstil, die Ausdrucksweise etc. immer relativ gleich bleibt und man sich erst mal orientieren muss aus wessen Sicht man denn nun gerade liest.

Sehr spannend und interessant fand ich auch den Blick in die Unterwelt. Der Leser steigt jede Nacht mit Helen in die Hölle und lernt diese besser kennen. Hier schafft es Josephine Angelini leider nicht immer die faszinierende Landschaft etc. lebendig werden zu lassen. Hier hätte noch viel mehr an ausführlicheren Beschreibungen gutgetan…ich fand, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Phersephones Garten) die Beschreibung der Unterwelt relativ oberflächlich. Zudem fand ich diese ständige Wiederholung Nacht für Nacht dann irgendwann doch etwas ermüdend und langatmig…zumal im Mittelteil die Spannung auch auf sich warten lässt. Ich hätte mir daher zwischen den „Höllentrips“ mehr Handlung an der Oberfläche und im „realen“ Leben von Helen gewünscht. Alltägliches wie Schule, Freundschaften, Familienleben bleibt fast völlig im Hintergrund. Darunter leiden dann auch die Nebencharaktere.

Was mir im ersten Teil schon etwas zu viel war, wiederholte sich hier leider. Es gibt sehr viele Informationen rund um die griechische Mythologie, ihren Sagen und ihre Götterwelt. Das hat mich phasenweise beinahe erdrückt. Es wimmelt in diesem Buch nur so von Göttern, Halbgöttern und deren Verwandtschaftsverhältnissen zu einander. Das führt dazu, dass man zwangsweise den Überblick über die Informationen verliert und sich irgendwann einfach fragt „wer ist denn jetzt nochmal wer, und was hat dieser oder jener Gott denn nun mit Person XY zu tun“ etc. -> Hier muss erwähnt werden dass es am Ende des Buches eine Aufzählung aller Personen, Götter etc. gibt in dem die wichtigsten Fakten in Kurzform nochmal aufgezählt werden…da musste ich wirklich hin und wieder nachlesen, was dann wiederum Nachteilig auf den flüssigen Lesegenuss auswirkt

Für alle Leser die auf viel Romantik im zweiten Band hoffen wird „Göttlich verloren“ phasenweise bestimmt zur Enttäuschung. Die Liebe zu Lukas kommt in diesem Buch nicht zum Tragen da Beide Hauptprotagonisten noch im Glauben Leben verwandt zu sein und „versuchen“ ihre Gefühle zu unterdrücken. Kurzzeitig kommt es zwar zu Aufwallenden Gefühlen zwischen Helen und Orion, diese bewegen sich aber eher auf einem „freundschaftlichen“ Niveau. Hier verspricht der Titel des dritten Teils „Göttlich verliebt“ aber wieder deutlich mehr an Romantik und Gefühl und ich freue mich schon zu lesen wie es mit der göttlichen Liebe zwischen Lukas und Helen weitergeht.

Fazit
Die Geschichte steigt sofort ein. Leider wiederholt sich ein großer Teil der Handlung in engen Grundzügen immer wieder und ist im Mittelteil des Buches daher etwas schleppend zu lesen. Die Spannung steigt erst im letzten Drittel nochmal deutlich an.

Die Hauptprotagonistin hat sich zu einer kämpferischen Protagonistin entwickelt der ich gerne in die Unterwelt gefolgt bin…zudem habe ich den neuen Charakter Orion sehr genossen.

Leider blieben sowohl das alltägliche Leben von Helen und daher auch die Nebencharaktere ziemlich auf der Strecke.

Ebenso fehlte mir etwas die gefühlvolle und romantische Seite des Buches…hier setzte ich meine Hoffnung aber in den nächsten Teil mit dem vielversprechenden Titel „Göttlich verliebt“

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Tigerlilie: Erotischer Roman

Ivy Paul
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Plaisir d'Amour Verlag, 13.02.2012
ISBN 9783864950155
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung
Nach dem Tod ihrer Eltern bleibt Anna Drysdale mittellos zurück und so hofft sie auf die Unterstützung ihres Stiefonkels Christopher Drysdale. Dieser stellt sich als attraktiver Halbchinese heraus, der nicht nur reich ist, sondern auch einen denkbar schlechten Ruf hat. Obwohl Anna sich vom ersten Moment unwiderstehlich von dem dominanten Christopher angezogen fühlt, nimmt sie nur aus gesellschaftlichen Gründen sein Angebot an, gegen Geld seine Gemahlin zu spielen. In Christophers Armen erlebt sie die Erfüllung nie gekannter Sehnsüchte. Dennoch bleibt ihr Christopher ein Rätsel - nächtliche Besuche von Straßendirnen, Konkubinen und Gerüchte über Opiumschmuggel wecken Annas Zweifel ...

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Die Geschichte um die verwaiste Anna Drysdale spielt im London des Jahres 1811. Nach dem Tod ihrer Eltern bleibt die junge Anna Drysdale beinahe mittellos zurück und sieht sich bereits ihren Unterhalt als Kindermädchen, Zofe oder Magd verdienen. Da taucht unerwartet ihr Onkel Christopher, den sie bis dahin nur einmal kurz gesehen hat, in ihrem Zuhause auf und unterbreitet ihr ein „unmoralisches“ Angebot. Sie solle seine „Schein-Ehefrau“ werden und dafür auch gut bezahlt werden. Nach anfänglichem Zögern weiß sich Anna keinen Ausweg aus ihrer prekären Lage und geht auf das Angebot zur Scheinehe mit Kit, so der Spitzname von Christopher ein. Das nunmehr enge Zusammenleben mit dem äußerst attraktiven Kit führ natürlich dazu dass sich Anna immer mehr zu ihm hingezogen fühlt und schließlich seinen sexuellen Avancen nicht mehr wiederstehen kann. Als sich jedoch Gerüchte verdichten, dass Christopher in illegalen Opiumschmuggel verwickelt ist verlässt Anna ihn kurzerhand…mit dem Ergebnis von ihm nach China, in seine zweite Wahlheimat „verschleppt“ zu werden wo Anna beinahe ermordet wird…

Cover
Ich finde das Cover von „Tigerlilie“ ausgesprochen schön. Zu sehen sind zwei Körper (Mann/Frau), jedoch kann man bei Beiden das Gesicht nicht erkennen bzw. beim Mann nur erahnen. Zudem ist das Cover mit chinesischen Symbolen bemalt und man erkennt sofort dass die Geschichte asiatische Anteile hat.

Protagonisten
Die Hauptprotagonistin Anna kam mir Anfangs sehr „farblos“ vor. Sie scheint keine eigene Meinung zu haben und lediglich nach dem Willen ihrer (da noch lebenden) Eltern zu funktionieren und gänzlich von deren Gunsten abhängig zu sein. Diese Abhängigkeit zeigt sich dann auch deutlich als die Eltern versterben und Anna plötzlich ohne Verdienst etc. dasteht und von jetzt auf gleich mittellos wird. Hier fängt sie dann an einen eigenen Charakter zu entwickeln…sie fängt an zu überlegen wie sie ihr Leben künftig gestalten kann / will. Letztendlich geht sie dann doch den „einfachsten“, wenn auch nicht moralisch einwandfreien Weg und willigt zur Scheinehe ein…und hier lernt sie sich und wir auch eine ganz neue Seite an ihr kennen. Sie wird selbstbewusster und damit auch leidenschaftlicher und unabhängiger. Ich fand die Protagonistin von ihrer Art und Weise her sehr sympathisch…und die Entwicklung die sie in der Geschichte durchlebt ist nur zu ihrem Vorteil.

Der Gegenpart zu Anna ist der gutaussehende und geheimnisvolle Christopher…auch Kit genannt. Ihm eilt ein zweifellos unvorteilhafter Ruf als Frauenheld und „skrupelloser“ Geschäftsmann voraus. Er hat asiatische Wurzeln und strahlt daher eine exotische und geheimnisvolle Attraktivität aus, der schließlich auch Anna nicht widerstehen kann. Um sein soziales Ansehen zu steigern und seine Geschäftspartner zufrieden zu stellen. Da kommt ihm seine mittellose und attraktive Nichte Anna gerade recht. Schneller als ihm lieb ist merkt er dass er mehr für Anna empfindet als es für eine „Scheinehe“ bedürfte und als sich Anna von ihm abzuwenden droht greift er daher zu „drastischen“ Maßnahmen.

Geschichte/Schreibstil
Tigerlilie zeichnet sich durch eine schöne und durchdachte Geschichte mit guter Handlung, etwas Spannung und genügend Erotik aus. Die erotischen Szenen sind sehr schön auf die Geschichte verteilt und reihen sich nicht nur willkürlich aneinander. Der unglaublich bildhafte und erotische Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Erotik der Geschichte kommt beim Leser gut an ohne ordinär oder billig zu wirken.
Eine Besonderheit des Buches ist es, dass die einzelnen Kapitel mit chinesischen Weisheiten beginnen die ich total gerne gelesen haben und die den chinesischen Bezug zur Zweitheimat von Kit noch zusätzlich untermalt haben! Z.B. Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang zu deinen Taten.

Fazit
Tigerlilie ist eine Geschichte der besonderen Art.
Sie entführt den Leser in eine längst vergangenen Zeit und lässt die Vergangenheit durch kleine Details vor den Augen wieder aufleben.
Es gibt eine gut durchdachte und lebendige Geschichte mit charmanten und gut schön ausgearbeiteten Persönlichkeiten.
Die erotischen Szenen reihen sich nicht wahllos aneinander sondern sind schön in die Geschichte „eingebettet“ und zeichnen sich durch ihre Bildhaftigkeit aus und sind dabei nicht ordinär oder gar langweilig sondern einfach prickelnd.
Für mich ist Tigerlilie einer der besten erotischen Romane die ich bisher gelesen habe!

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(449)

863 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 106 Rezensionen

dystopie, liebe, hebamme, gaia, sylum

Das Land der verlorenen Träume

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne, 20.02.2012
ISBN 9783453267282
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext
Die junge Gaia hat alles verloren: ihr Zuhause, ihre Eltern, ihre große Liebe. Nun streift sie auf der Suche nach einer neuen Heimat durch ihre zerstörte Welt, die noch viele weitere Gefahren birgt…

Meine Inhaltsangabe
Nach dem es Gaia in „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ gelungen ist aus den Fängen der Enklave zu fliehen knüpft „Das Land der verlorenen Träume“ mit ein paar Tagen Verzögerung an den ersten Teil an. Gaia und ihre kleine Schwester Maja kämpfen im Ödland ums nackte Überleben und um den kleinen Säugling steht es sehr schlecht als die Beiden von einem Fremden gefunden werden.

Peter nimmt sich der Zwei an und bringt sie in die Stadt Sylum, die im „Toten Wald“ liegt von dem Gaia bereits im ersten Teil gehört hat. Schnell stellt sich heraus dass es sich hier nicht um die erhoffte Rettung und das daraus resultierende Happy End handelt dass man der jungen Gaia wünschen würde. Kaum in Sylum angekommen muss sie der dort herrschenden Matrarchin Olivia Rede und Antwort stehen und sich den vorherrschenden Gesetzten beugen. Maja wird ihrer Schwester entzogen und trotz Gaias Einwänden in die Obhut einer Amme gegeben und Gaia hat anscheinend keine Chance ihre kleine Schwester weiterhin beschützen zu können.

Ihre kämpferische Natur und ihr Hang zur Gerechtigkeit stoßen in Sylum, vor allem bei der Herrscherin auf Granit. Gaia muss lernen sich zu fügen, in einer Welt in der die Frauen das sagen haben und doch vom „Aussterben“ bedroht sind. Denn in Sylum kommen immer weniger Mädchen auf die Welt und die Gemeinschaft ist daher dem scheinbaren Untergang geweiht…so steht das „Kinderkriegen“ ganz hoch auf der Prioritätenliste der Frauen…und das oftmals zu unfairen Bedingungen.

Zudem hat Gaia mit einer weiteren Tatsache zu kämpfen die ihr das Leben in Sylum schwermacht…sie kann es nicht einfach verlassen, denn das würde ihren sicheren Tod bedeuten.

Während der nächsten Wochen überschlagen sich die Ereignisse in Sylum und Gaia wird an ihre emotionalen und psychischen Grenzen getrieben in dem Versuch ihren rebellischen Charakter zu brechen. Und als schließlich auch noch Leon in Sylum auftaucht und im örtlichen Gefängnis landet wird das Leben für Gaia in Sylum nur noch komplizierte…buhlen doch schon zwei andere Männer um ihre Gunst.

Cover
Das Cover sieht dem Cover des ersten Bandes zum Verwechseln ähnlich und der Widererkennungswert ist daher sehr hoch. Die Gesichte auf dem Cover sind die Gleichen nur wurden sie gespiegelt. Lediglich der farbige Hintergrund hat sich von blau ins ockerfarbene Verändert.

Charaktere
Aus dem ersten Teil treffen wir nur zwei bekannte Protagonisten wieder…wenn man von Maja mal absieht.
Zum einen kennen wir natürlich die Hauptprotagonistin Gaia die auch hier wieder die führende Rolle der Geschichte übernimmt. Zum anderen spielt Leon eine zentrale Rolle in der Geschichte….was mich wirklich sehr erstaunt, aber auch sehr gefreut hat.

Gaia erkennt sehr schnell dass ihre Rettung nur auf den ersten Blick als großes Glück betrachtet werden kann. Schnell muss sie erkennen dass ihre Vorstellung von Gerechtigkeit und ihre Art zu denken und zu handeln in Sylum nicht gerne gesehen wird. Sie versucht Anfangs ihrem Charakter treu zu bleiben und gibt sich rebellisch und versucht ihr „Ding“ durchzuziehen. Doch wo sie Anfang noch kämpferisch und rebellisch war „knickt“ Gaia zur Mitte der Geschichte ein und scheint sich dabei selbst zu verlieren. Sie fängt an nach dem Willen des Systems zu funktionieren und verliert dadurch scheinbar das Offensichtliche aus den Augen. Dadurch verletzt sie auch den Menschen zutiefst der ihr eigentlich am wichtigsten ist und auf den Sie ihre Zukunft gesetzt hat.

Mit Leon hätte ich in dieser Geschichte am Wenigsten gerechnet…zumal er im ersten Teil ja am Ende sogar von der Enklave gefangen wurde. Umso erfreuter war ich als er schließlich zu Gaias Rettung in Sylum auftaucht. Sehr erschrocken war in Anfangs über seine Art wie er auf Gaia reagiert. Seine Haltung ist ihr gegenüber abweisend, ungerecht und beinahe schon brutal. Im Laufe der Geschichte offenbart er aber seine tiefe Verletztheit und man kann ihm seine anfängliche „Unzurechnungsfähigkeit“ wieder verzeihen….zumal er derjenige ist der Gaia wieder mit ihrer Schwester zusammenbringt.

Zudem gibt es in diesem Band wirklich eine gehäufte Ladung an wunderbaren Nebencharakteren. Ich habe selten ein Buch gelesen an dem diese mit so viel Leben und Persönlichkeiten ausgestattet waren. Jeder einzelne von Ihnen ist total realistisch dargestellt und es gibt von allem etwas.
Hier ist aber die Matrarch wirklich eine der Charaktere die mir am Besten gefallen hat. Sie steht so hinter ihren Ansichten und Vorstellungen und kann diese so gut vertreten dass man beinahe selbst anfängt an ihre Wertvorstellungen zu glauben…obwohl man vom Herz her eigentlich weiß dass diese total „verquer“ sind.

Doch auch Peter und sein Bruder Will, Josephine und ihre Baby Junie etc. sind einfach wunderbare Persönlichkeiten. Alle Charaktere sind wirklich facettenreiche Persönlichkeiten, die wunderbar ausgearbeitet wurden. Alle tragen ihr „Päckchen“ an Hoffnung, Sorge, Gefühl etc. mit sich herum und bereichern die Geschichte ungemein.

Schreibstil
Der Schreibstil ist unverkennbar Caragh O`Brien. Wie schon im ersten Teil glänzt die Autorin mit ihrer detailgetreuen Erzählkunst. Sie lässt Orte und Personen lebendig werden und schafft es die Leser zu fesseln indem sie Handlungen, Gefühle und Gedanke wunderbar vermitteln kann. Sie stellt ihre Protagonisten real und lebensnah dar und man hat das Gefühl echten Persönlichkeiten zu begegnen.

Meine Meinung
„Die Stadt der verschwundenen Kinder“ hat im letzten Jahr zu meinen Highlights gehört…dementsprechend hoch angesetzt war meine Erwartung an den zweiten Teil der Geschichte der jungen Gaia. Diese hohen Erwartungen die ich schon öfters an einen Folgeband gesetzt habe wurden dieses mal… „Gott sei Dank“…nicht enttäuscht. Im Gegenteil, für mich war „Das Land der verlorenen Träume“ sogar noch eine Steigerung zum ersten Teil.

Das Buch beginnt mit einem schnellen Einstieg und der Leser wird direkt mitten in die Geschichte katapultiert. Selten habe ich wieder so schnell in eine Geschichte hineingefunden wie in diesem Teil. Bereits nach ein paar Seiten habe ich wieder mit Gaia mitgefiebert und hatte die Geschehnisse aus dem ersten Band wieder so klar vor mir als hätte ich das Buch erst gestern beendet.

Die Geschichte nimmt sofort an Fahrt auf und innerhalb weniger Kapiteln ist die Spannung bereits so hoch dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Diese Spannung flaut auch bis zum Ende hin kaum mehr ab und bleibt konstant hoch.

Die Story ist total gut durchdacht und ich konnte während dem Lesen keine Unstimmigkeiten entdecken. Die Geschichte war für mich einfach Faszination pur… ich war von den Handlungsverläufen, Wendungen und der Spannung in der Geschichte einfach nur begeistert.

Sehr spannend fand ich die Wandlung die Gaia im Laufe des Buches durchlebt. Anfangs kommt ihre rebellische Seite, die wir aus dem ersten Band schon kennen wieder zum Vorschein. Doch dieser kann sie nicht lange treu bleiben und wird sogar scheinbar „gebrochen“. Dieser Moment ist für den Leser wirklich hart…scheint die Hauptprotagonistin dadurch doch alles zu verlieren was sie uns so beliebt macht. Umso erfreuter war ich als Gaia zum Ende des Buches wieder zu ihrer alten Höchstform aufläuft und damit mehr erreicht als man sich erhofft hätte.

FAZIT
Wow, Wow, Wow…was soll ich sagen:

Dieses Buch hat einfach alles!

Es gibt eine tolle Grundidee welche überzeugend ausgearbeitet wurde und die durch Spannung und Überraschungsmomente glänzen kann.

Die Protagonisten sind alle sehr schön ausgearbeitet und es gibt viele facettenreiche Persönlichkeiten (besonders auch die Nebencharaktere) die beim Leser Gefallen finden können.

Zudem wird die emotionale Seite der Leser durch viel Gefühl, emotionalen Tiefgang und eine zarte Liebesgeschichte angesprochen und befriedigt.

Eigentlich ist meine höchste Bewertungszahl "5Herzen" ... aber hier würde ich gerne noch eines drauflegen...das Buch ist einfach nur TOP!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(91)

206 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 24 Rezensionen

gift, pflanzen, jugendbuch, oleander, maryrose wood

Die Poison Diaries - Liebe ist stärker als der Tod

Maryrose Wood , Alexandra Ernst , Jane Northumberland
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 08.03.2012
ISBN 9783841421258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Wer den Tod besiegt, muss mit dem Teufel im Bunde sein
Jessamine hat ihre Unschuld verloren und den Mann, den sie liebt. Sie weiß, wer die Schuld daran trägt, und sie wird ihn umbringen. Sie wird ihren eigenen Vater mit seinen giftigen Gewächsen töten, die ihm stets mehr wert gewesen sind als seine Tochter. Wird Jessamine ihre große Liebe Weed wiederfinden? Denn nur die Liebe vermag ein bitteres Herz zu heilen ... Vergiss niemals: Was zu heilen vermag, das kann auch töten!
Eine dunkle Geschichte über Liebe, Rache und die geheimnisvolle Welt der Heilpflanzen

Meine Inhaltsangabe (Achtung Spoilergefahr)
Seit dem Ende des ersten Teils der Geschichte ist einige Zeit vergangen. Jessamine hat sich von ihrer Vergiftung erholt und Weed ist nicht zu ihr zurückgekehrt. Oleander, der Giftprinz hat seine Finger nach Jessamine ausgestreckt und zieht sie immer mehr in seinen Bann. Er offenbart ihr den Mörder seiner Mutter…der niemand anders als ihr eigener Vater ist. In einem Brief den Sie findet wird diese schreckliche Tat Gewissheit und Jessamine schmidet einen finsteren Plan. Sie vergiftet ihren Vater und durch eine unglückliche Fügung des Schicksaals auch eine weitere Person.
Danach flieht sie, geführt vom Giftprinzen, aus der vertrauten Heimat. Unter fremder Identität begibt sie sich auf die Suche nach Weed. Sie schließt sich einer Truppe fahrender Händler an und verliert sich auf ihrer langen Reise immer mehr. Denn der Giftprinz hat dunkle Pläne mit der begabten Jessamine und lullt sie mit falschen Versprechungen ein. Irgendwann steht Jessamine selbst unter dem Bann der Gifte, so dass sie beinahe ihre Vergangenheit, ihre wahre Identität und sogar Weed vergisst.
Weed ist unterdessen auch auf der Suche nach seiner geliebten Jessamine. Sein Weg führt in nach Italien in den berühmten und größten Garten Paduas. Dort lernt er Signiora Baglioni kennen und offenbart ihr seinen Geheimnisse. Gemeinsam machen sie sich daran einen Weg zu finden um Jessamine zu finden und den Giftprinzen zu besiegen.
Als sich die Wege von Jessamine und Weed wieder kreuzen kommt es zu einem spannenden Showdown bei dem einer der Beiden beinahe sein Leben verliert. Doch ist die Liebe wirklich stärker als der Tod?

Charaktere:
Jessamine hat eine unheimliche starke Entwicklung hinter sich. War sie im ersten Band ihrem Vater hörig zeigt Sie in dieser Fortsetzung ihre neugewonnene Stärke. Sie kann ihrem Vater den Mord an der eigenen Mutter und ihre Vergiftung nicht verzeihen und bringt ihn deshalb um.
Anfangs noch entschlossen auf der Suche nach Weed, lässt sie sich während der Reise immer mehr von ihrem eigenen Ziel abbringen. In ihrer Verliebtheit und ihrer Sehnsucht nach Weed bemerkt sie nicht mehr dass der Giftprinz mit ihr leichtes Spiel hat und sie immer mehr für seine eigenen Pläne instrumentalisiert. Jessamine verliert sich Stück für Stück selber….sie wird sogar selbst Opfer ihrer eigenen Gifte und verfällt dem „Laudanum“. Irgendwann kann sie sich kaum noch an ihre eigene Identität erinnern…geschweige denn an ihr Ziel Weed zu finden. Sie ist in den Machenschaften des bösen Giftprinzen völlig verstrickt und wird zu seiner ausführenden Kraft.

Weed hingegen gewinnt in diesem Buch deutlich an Stärke. Er öffnet sich den Welt der Pflanzen ganz und begibt sich in die kundigen Hände von Signiora Baglioni. Er lernt alles was es über Pflanzen, ihre Gifte, ihre Heilmöglichkeiten etc. zu lernen gibt und ist sich sogar vor einem Selbstversuch nicht zu schade. Er würde alles geben um seine geliebte Jessamine zu finden und dem Giftprinzen wieder aus den Händen zu reißen. Dies Leidenschaft und sein Tatendrang haben mir sehr gut gefallen

Cover
Das Buchcover ist fast identisch mit dem ersten. Es unterscheidet sich nur im Titel und darin dass es eine Spur dunkler gehalten ist. Ich finde es, wie das erste auch schon, wunderschön…einfach magisch, geheimnisvoll und absolut ansprechend.

Schreibstil
Der Schreibstil von Maryrose Wood ist wie im ersten Buch absolut einzigartig. Sie hat einen unheimlich bildhaften und anschaulichen Schreibstiel und bringt dem Leser die Welt in der Weed und Jessamine leben dadurch sehr nahe. Hierbei spürt man vor allem den engen Bezug der Schriftstellerin zur Welt der Pflanzen. Sie lässt diese in ihren Geschichten wirklich lebendig werden. Auch der Hang zur Poesie ist in „die Poison Diaries“ nicht zu übersehen.

Meine Meinung
Die Geschichte ist durchaus spannend…aber längst nicht voller Action. Es handelt sich mehr um eine „unterschwellige“ Spannung. Man spürt dass etwas geschieht und kann es irgendwie kaum fassen.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Weed und Jessamine. Leider ist bei den Kapiteln kein Hinweise vorhanden wer denn nun gerade erzählt und so dauerte es bei mir immer ein paar Zeilen bis ich mir darüber im Klaren war aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

In diesem Teil der Geschichte geht es sehr viel um Selbstfindung und Selbstverlust. Während Weed zu ungeahnten Höhen aufsteigt und seine Kenntnisse immer mehr erweitert, passiert mit Jessamine das absolute Gegenteil. Sie verfällt „den Drogen“ und unterliegt der Macht des Giftprinzen und verliert immer mehr ihre eigenen Identität bis am Schluss kaum noch etwas davon zu erkennen ist.

Auch taucht die Schriftstellerin im zweiten Band immer mehr in die Welt der Pflanzen ein und erweckt diese zum Leben. Mussten wir uns im ersten Band vor allem mit den schrecklichen Pflanzen aus Thomas Luxtons Giftgarten herumschlagen lernen wir hier eine andere Art der Pflanzen kennen…nämlich die der Heilpflanzen.

„ Ist die Grenze zwischen Gut und Böse tatsächlich so dünn? Nur ein kleiner Unterschied der Absichten? Die Pflanze, die tötet ist auch die Pflanze, die heilt. Das Entscheidende ist die Dosis.“

Leider kommt es auch in diesem zweiten Band nicht zum erwarteten Happy End und die Liebenden sind weiter denn je voneinander entfernt.

Fazit
Wer sich auf die „Andersartigkeit“ der Geschichte um „Die Poison Diaries“ im ersten Teil einlassen konnte und daran Gefallen gefunden hat sollte den zweiten Teil unbedingt lesen.

Die Geschichte hat im Gegensatz zum Vorgänger an Spannung gewonnen und kann mit einer überzeugenden Handlung punkten.

Die Charaktere haben viel mehr Tiefgang und machen unheimlich gut ausgearbeitete Entwicklungen (sowohl zum Guten als auch zum Schlechten) durch und konnten mich damit in ihren Bann ziehen.

Für mich war das Buch auf jeden Fall ein Leseerlebnis der „anderen“ Art…mystisch, magisch und zugleich schaurig und schrecklich!

Bei diesem Buch handelt es sich absolut um ein „Marzipan Buch“ …entweder man liebt es oder man hasst es…ein „Zwischending „ ist kaum möglich ;-)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

58 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

jugendbuch

In der Wälder tiefer Nacht

Kersten Hamilton , Elsbeth Ranke
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.04.2012
ISBN 9783570401217
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Wenn Legenden Wirklichkeit werden ... wird die Welt sich für immer verändern

Das Leben der 16-jährigen Teagan wird auf den Kopf gestellt, als eines Tages die Fürsorge mit dem geheimnisvollen, gut aussehenden Finn vor der Haustür steht – ihrem 17-jährigen Cousin, den sie nie zuvor gesehen hat. Auf einmal sieht Teagan unheimliche, katzenartige Wesen und all die Geschichten ihrer Mutter scheinen Wirklichkeit zu werden. Als Teagans Vater von Goblins entführt wird, muss Teagan herausfinden, was es mit Finn auf sich hat. Und so entdeckt sie nicht nur eine Welt voller bedrohlicher magischer Gestalten, sondern auch das Geheimnis ihrer wahren Herkunft. Und sie muss entscheiden, auf wessen Seite sie steht …

Meine Inhaltsangabe(Achtung Spoilergefahr)
Die 16-jährige Teagen lebt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder ein unspektakuläres Leben. In ihrer Familie werden irische Traditionen gepflegt, da ihre Mutter als Adoptivtochter in einer irischen Traveler Familie aufgewachsen ist. Sie verdient ihr Geld mit dem Malen von Bilderbüchern…hier nimmt sie auch ins besondere auf die irische Sagenwelt Bezug und malt Goblins etc.
Alles scheint seinen normalen Gang zu gehen bis eines Tages die Jugendfürsorge vor der Tür steht. Im Schlepptau haben sie ihren 17-jährigen Cousin Finn der von nun an in Teas Familie leben soll. Doch mit Finn finden auch andere, dunklere Kreaturen ihren Weg zu Tea und ihrer Familie.
Plötzlich sieht Tea Wesen die es gar nicht geben kann und als ihr kleiner Bruder eines Abends beobachtet wie ein „Schatten“ ihre Mutter berührt ist für Finn klar dass er sofort wieder aus Teas Leben verschwinden muss wenn er die Familie nicht ins Unglück stürzen möchte….noch in der selben Nacht verschwindet er spurlos. Am nächsten Tag stirbt die Mutter von Tea unter mysteriösen Umständen nach einem Zusammenbruch und das Leben von Tea wird von ein auf den anderen Tag furchtbar durcheinander gewirbelt…und schließlich verschwindet ihr Vater auch noch spurlos.
Schließlich taucht Finn wieder auf und will Tea warnen, denn furchtbare Kreaturen haben es auf sie und die Nachkommen ihrer Mutter abgesehen. Gemeinsam sind sie fortan auf der Flucht vor den Goblins und anderen schrecklichen Kreaturen und suchen einen Weg um Teas Vater aus dessen Händen befreien zu können….

Cover
Das Cover wirkt auf den ersten Blick durchaus etwas unheimlich und trifft optisch absolut die Grundstimmung des Buches. Die dunklen Farben im Hintergrund kombiniert mit den weißen Bäumen etc. unterstreicht absolut das mystische und unheimliche der Geschichte. Ich finde das Cover sehr gut gewählt.

Charaktere
Teagen ist eine sehr sympathische, junge Protagonistin die für sich ganz klare Zukunftsvorstellungen hat. Sie möchte studieren und etwas aus ihrem Leben machen…für einen Freund ist das ganz klar im Moment keine Zeit. Diese Einstellung gerät aber zunehmend ins Wanken als sie Finn begegnet und schließlich näher kennenlernt. Sehr schnell muss Teagen in der Geschichte die Rolle einer Erwachsenen einnehmen. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater verschwindet übernimmt sie die Verantwortung für ihren kleinen Bruder und würde alles tun um ihn zu beschützen. Dennoch kann sie die Hilfe von Finn dankbar annehmen und gemeinsam suchen sie nach einem Ausweg aus einer schier ausweglosen Situation. Auch in gefährlichen Situationen versucht Teagen stets die Ruhe zu bewahren und richtig zu handeln. Schließlich erfährt Teagen ein „Geheimnis“ das sie in ihren Grundfesten erschüttern und mit dem sie kaum umzugehen weiß…

Finn ist ein rebellischer Protagonist der sich bisher weitgehend allein durchs Leben geschlagen hat. Nur zu Mamieo, der Ziehmutter von Teas Mum hat er eine engere Beziehung aufgebaut. Bei dieser erhofft er sich auch Hilfe um den Vater von Tea retten zu können. Sein Ziel ist es Tea und ihren kleinen Bruder dorthin zu begleiten und sie dabei von den unheimlichen Kreaturen zu beschützen die sie auf dem weiten Weg dorthin verfolgen. Seit er Tea zum ersten Mal gesehen hat geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf und er fühlt sich sehr zu ihr hingezogen…bis er erfährt „was“ Teagen in Wahrheit ist…

Die Beziehung der Beiden entspricht nicht der anfänglich erwarteten Teenie-Romanze. Die „Liebesgeschichte“ steht auch nie im Vordergrund der Geschichte sondern ist nur ein kleiner Teil der Handlung. Beide empfinden etwas füreinander … geben aber aus den verschiedensten Gründen ihren Gefühlen nicht nach.

Meine Meinung
Die Geschichte ist Eine ganz andere als ich es ursprünglich erwartet habe. Ich dachte eher es handelt sich dabei um eine Teenager-Romanze mit Fantasyeinschlag…doch weit gefehlt.

Es handelt sich bei der Geschichte um eine Fantasy Geschichte für eingefleischte Fans dieses Genres. Die Handlung spielt sowohl in dieser als auch in einer „parallelen“ Welt in der es von irischen Fabelwesen wie Goblins, Feen etc. nur so wimmelt. Die romantische Note hält sich weit hinterm Berg und nimmt nur einen kleinen Teil der Handlung für sich ein.

Die Grundstimmung des Buches ist eher bedrückend, dunkel und stellenweise auch richtig gehend gruselig und nicht immer eine „leichte Kost“.

Immer wieder nimmt die Schriftstellerin Bezug auf die irischen Lebensweisen der Traveler, deren Sagen, Geschichten und Mythologien. Das hat mich auf der einen Seite sehr fasziniert…mich aber auch manchmal verwirrt da es von Namen und Vorfahren etc. nur so gewimmelt hat. Wer sich für irische Mythologie begeistern kann kommt hier gut auf seine Kosten.

Fazit
Eine spannende und fesselnde Fantasygeschichte die eng mit der irischen Mythologie verwoben wurde. Mir war das phasenweise etwas zu viel des Guten da ich darüber immer mal wieder den Überblick verloren habe…

Die Handlung wird durch eine drückende Grundstimmung begleitet und ist nicht immer „Friede-Freude-Eierkuchen“ sondern teilweise auch etwas „schwerere Kost“, dennoch aber gut zu lesen.

Stellenweise hat das Buch aber auch "Längen" die sich etwas dahinziehen und mich nicht so packen konnten wie ich es mir gewünscht hätte.

Für meinen Geschmack kommt die romantische Note in dieser Geschichte etwas arg kurz…hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Gefühl und Tiefgang gewünscht....ich bin einfach eine hoffnungslose Romantikerin ;-)

Alles in allem ein Buch das mir durchaus gefallen hat…hier und da hätte noch etwas „gefeilt“ werden können, aber das Leseerlebnis im Ganzen war in Ordnung...für mich ein gutes Buch "für zwischendurch"

Auf meinen Blog vergebe ich für das Buch 3,5 Herzen...hier runde ich auf 4 Sterne auf!

  (4)
Tags:  
 
155 Ergebnisse