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30 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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BeastSoul

Juliana Fabula
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.07.2018
ISBN 9783743107984
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Tamer soll sie sein.

Versteckte Kräfte sollen in ihr stecken.

Und ihre Eltern wussten davon!

Nichts ist wie es scheint und Nebula Astérì wartet schon…

Als ein Gewitter die 17 – jährige Finya dazu zwingt unter einem Vordach Schutz zu suchen, ahnt sie noch nicht, dass das gar nicht nötig wäre. Und plötzlich erfährt sie was es mit der Sehnsucht nach den Sternen in ihr auf sich hat. Das Abenteuer an der neuen Schule kann beginnen.

Zunächst muss ich einmal los werden, dass die Idee, die Juliana Fabula hier ausgearbeitet hat, wirklich richtig toll ist. Ich liebe die Handlung, den Aufbau der Geschichte und die Magie der Sterne.
Für ein Debüt ganz große Klasse.

Und genau das ist es auch, was mich so ein bisschen traurig macht, denn meiner Meinung nach hat das Lektorat die Autorin hier nicht genügend unterstützt, um das beste Ergebnis raus zu holen.
Sprachlich hätte man noch eine Schippe drauf setzen können.

Gerade am Anfang hatte ich es sehr schwer in die Geschichte zu kommen. Den Lesefluss empfand ich etwas zäh, Wiederholungen häuften sich und vor allem lose Phrasen werden einem zuhauf um die Ohren geschmissen. Aber ich bin wirklich froh nicht aufgegeben zu haben, denn nach einem Drittel in etwa muss sich ein Knoten gelöst haben und plötzlich war da eine schön flüssige und lockere Schreibweise, die einfach mitreißt und mitfiebern lässt.

Die Charaktere hatten so ihre Tücken. Finya finde ich authentisch, aber etwas widersprüchlich. Oft denkt sie sich ihren Teil um im nächsten Absatz aber anders zu reagieren. Ich empfinde sie irgendwie als authentisch. weil eine 17-jährige ja auch mal ihre Meinung ändern darf, aber nicht genug willensstark oder empathisch gegenüber ihrem Partner.

Leonèl ist ein interessanter Charakter. Vor allem weil es eben nicht diese super leichte, oft so vorhersehbare Entwicklung gibt. Er ist eiskalt, zieht hohe Mauern um sich und das löst sich auch fast nicht. Man merkt eine minikleine Spur von Zugeständnis und ein paar Einblicke in sein Innerstes am Ende, aber ich finde das sogar mal sehr erfrischend. Lediglich diese Sichtwechsel stören mich da. Denn das ganze Buch ist aus der Sicht von Finya geschrieben, außer mal so eine Handvoll kurze Absätze. Da steckt man plötzlich ohne Ankündigung im Kopf des männlichen Charakters. Ich hätte ihn sogar besser kennen lernen wollen, gerade wegen dieser vielen Geheimnisse.

Die Nebencharaktere waren für mich auf der einen Seite super sympathisch und liebevoll erdacht. In der Umsetzung hat es mir aber gefehlt, denn ich hätte so gerne mehr von ihnen erfahren. Es gab einen festen Kreis von 5 Leuten, die immer wieder auftauchen, aber man erfährt nur sehr wenig Hintergrund von ihnen. Mir geht hier einfach die Tiefe verloren und das ist so schade, weil wirklich einiges passiert und man so erfrischend spritzige Wendungen erfährt.

Im Großen und Ganzen hat mich die Geschichte um die Beasts und ihre Tamer, den störrischen Lèonel und die gutherzige, zickige Finya wirklich unterhalten. Das Setting ist bombastisch und die malerischen Beschreibungen lassen den Leser die Magie förmlich selbst spüren. Ich hab das Buch auch innerhalb von zwei Tagen eingesaugt, aber ich finde man hätte noch handwerklich einiges raus holen können.  Auch was so Details , wie Absprachen oder Feinheiten in den wichtigen Situationen oder auch in den Emotionen angeht.

Normalerweise würde ich nun 3,5 Sterne geben, aber da mir die Handlung echt super gefällt habe ich mich für diese Bewertung entschieden. Ich hoffe auf einen starken Folgeband.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Teach me Love: ONCE & TWICE

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 616 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 16.03.2018
ISBN 9783906829258
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich weiß ich gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Jedes Mal wieder möchte ich gerne als erstes sagen, das ich wirklich ein großer Fan von Jasmin Romana Welsch bin, aber das wird ja langweilig mit der Zeit.

Ich werfe euch einfach mal mitten rein und schreie wuhuuuuuu... Was für eine Geschichte!

>> Wenn dich das Leben mit betrügerischen Motten überrascht und dich zwingt neu anzufangen, bekommt man Lakritzschnecken naschende Paulchen als Wiedergutmachung. Jap - damit kann ich arbeiten. Guter Neustart! <<
(Kapitel Wer bin ich? Wo bin ich? Und wieso?)



Wer die New Adult Bücher der Autorin kennt weiß, dass wir jedes Mal wieder eine außergewöhnliche Geschichte bekommen. Es ist erotisch, wieder einen Hauch grenzenüberschreitend und total witzig. Allein für ihre Schlagfertigkeit vergöttere ich die Bücher von Jasmin. Doch dieses Mal, ist das nicht alles. Ich habe schon gemerkt, dass die Autorin gern mit tiefgründigen Charakteren aufwartet, doch mit der verletzten Mel, dem gepanzerten Remo oder auch dem geprägten Pascal hat sie nochmal eine Schippe drauf gelegt. Selbst die Nebencharaktere wurden mit kleinen Hintergründen und greifbaren Persönlichkeiten dargestellt. Es war umwerfend!

Aber um was geht es eigentlich? Melanie wurde von ihrem Freund betrogen und kann nun, bis die neue Wohnung in Wien frei ist, bei ihrem Vater unterkommen. Er wohnt in einem Internat auf einem abgelegenen Berg in der Schweiz und wie ihr euch schon beim Titel denken könnt, gibt es dort wirklich heiße Lehrer. Doch für mehr als eine Affäre ist Mel ja eh nicht zu haben. Da kommen der einsame Wolf und das egozentrische Einhorn genau recht.

Es tauchen ein paar Überraschungen und witzige Begegnungen auf. Jasmin Romana Welsch zieht eine geniale Szene nach der anderen aus dem Ärmel und ich habe ihr Buch innerhalb eines Tages förmlich eingesaugt. Ich habe unglaublich viel gelacht und in der zweiten Hälfte zum Ende hin sogar richtig weinen müssen.

Jasmin Romana Welsch hat es einfach drauf die Leser mitzureißen, zu umgarnen, einfach zu unterhalten und zu berühren.

Ich kann euch nur empfehlen gleich beide ebooks zu besorgen, denn der erste Cliffhänger ist wirklich böse. Oder ihr nehmt einfach gleich das Taschenbuch. Da sind beide Teile drin.
Von mit eine klare Leseempfehlung!

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237 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Elian und Lira – Das wilde Herz der See

Alexandra Christo , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Lira, der Tochter der Meereskönigin, wird erwartet grausam und brutal zu sein, eiskalt wie die See. Als sie eigentlich nur ein großes Geschenk darbieten möchte, bestraft sie die Königin dafür nur noch härter. Ein Herz soll sie stehlen, aber nicht irgendeins. Und so trifft Elian auf das junge Mädchen mit den blauen Augen und dem wilden Wesen, mit dem zarten Sein und der Stärke eines Sturmes. 

Anfangs hab ich mich sogar super in die Geschichte eingefunden. Der Schreibstil der Autorin ist wortgewandt und flüssig. Man taucht in die Welt der Sagen und Mythen ein und begibt sich auf eine sehr brutale und düstere Reise mit der Sirene in Menschengestalt und dem rastlosen Prinzen aus Gold. Die Beschreibungen vom Setting sind einfach nur toll und ich wurde ziemlich schnell mit gerissen. Ob im Meer oder an Land, Alexandra Christo vermag es den Leser in ihre Welt zu entführen. 

Die Charaktere waren sehr authentisch. Lira ist wie das  wilde Meer. Stürmisch, störrisch und stur. Wunderschön, aber auch eiskalt. Sie musste im wahrsten Sinne des Wortes erst auftauen.

Wie Elian, habe ich mir einen heldenhaften Piraten vorgestellt. Er ist etwas temperamentvoll und dickköpfig, aber so gutherzig. Ich mochte ihn sehr.

Auch die Nebencharaktere sind klasse. Es gibt einige, die auch einen wichtigen Part in der Geschichte einnehmen, zum Beispiel die Mitlieder der Piratenbande auf der Saad oder die Cousine von Lira. Sie waren teilweise greifbar und teilweise eher Statisten, aber das war in Ordnung. Es hat sich einfach keiner zu sehr in den Vordergrund gedrängt.

Doch ab der Hälfte in etwa wünschte ich mir nun diese intensive und unendliche Liebe, wie man es aus so einer Verbindung ähnlich dem Klassiker Arielle kennt. Die Abenteuer sind zwar immens und die Spannung steigt auch immer wieder. Mit ein paar verworrenen Handlungssträngen und der einen oder anderen Nebenhandlung, welche sich am Ende dann schön ineinander fügen, hat mich "Das wilde Herz der See" schon zeitweise gefesselt. Aber die großen Emotionen in der Liebesgeschichte habe ich vergeblich gesucht. Das Schlimme daran ist leider, dass durch das fehlende Gefühl total der Tiefgang abhanden kommt und man am Ende nicht mal berührt sein kann. Mir persönlich nahm das so ziemlich den Spaß am Lesen und ich musste mich schon etwas drängen um die Geschichte fertig zu lesen. "Das wilde Herz der See" hat mich einfach keine emotionale Bindung aufbauen lassen und die Vorkommnisse gingen dann irgendwie so an mir vorbei. Wirklich schade.

Das Buch hat ein tolles Setting, mit einer erfrischenden Handlung, aber leider so gut wie keinen spürbaren Emotionen.

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200 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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Wie die Erde um die Sonne

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736305700
Genre: Liebesromane

Rezension:

Warum nur habe ich das Gefühl nach einem Buch von Brittainy C. Cherry jedes mal wieder ein Stückchen anders zu sein? Diese Autorin erschüttert mein Herz, bringt mich zum Lachen, trägt mir ihre Lebensweisheiten zu und zerreißt meine Seele, um sie kurz darauf wieder zusammen zu setzen. Und ich freue mich jedes Mal wieder darauf...

Ich kann einfach keine normale Rezension mehr zu den Büchern der Autorin schreiben, denn Worte wie episch, phänomenal oder emotionsgeladen beschreiben nicht mal annähernd, was ich fühle. Jedes Buch der "Romance Elements" - Reihe hat mich in den Grundfesten erschüttert, meine Welt zum Beben gebracht und mich zitternd auf der Couch zurück gelassen. Ja, manchmal bin ich schon ein sensibler Mensch, aber es haben nur weniger Autoren bisher geschafft mich zum Schluchzen zu bringen, weil das Gefühl des Schmerzes so stark war, dass ich mir das Herz aus dem Leib reißen wollte. Ich konnte es nicht ertragen und habe doch so unendlich mitgefiebert, ob das ganze noch ein gutes Ende nimmt.

Auch hier. Denn als Lucy auf Graham trifft, ist alles so dermaßen hoffnungslos. Seine Tochter ist in einer ausweglosen Situation und Graham stößt jeden von sich. Seine tiefe Verletzung macht es ihm schier unmöglich Menschen in seinem Leben zu ertragen. Was man auch an seiner "Beziehung" sieht. Dabei ist dieser Mann so außergewöhnlich. Nur wenige Worte verlassen seinen Mund, aber in seinem Kopf stecken so viele. Seine kalte, harte Ausstrahlung und seine forsche Art Gespräche zu führen lassen andere zurück schrecken. Nur seine Augen sind ein Tor zu seiner Seele. Man muss nur lernen ihn zu lesen.

Und dann kommt sie. Eine Hippiebraut mit schrägen Kleidern, einer grundlegend optimistischen und aufopferungsvollen Art. Einem Lächeln bei dem jeder Raum erstrahlt und einem Gemüt, wie ein ausgeflippter Engel. Sie liest manchmal in seinen Augen, wie in einem Buch und obwohl sie weder dumm noch naiv ist, lässt sie sich manchmal wissentlich darauf ein die starke Schulter - oder der Fußabtreter - für ihre Lieben zu sein. Und dabei ist Lucy absolut stark, mutig und so intelligent. Ich liebe ihre liebevolle Schlagfertigkeit und das sie Graham einfach entgegentritt. Man möchte denken, Lucille wäre zu weltfremd, aber in ihr steckt so viel mehr.

 

Du wirst ihre Stärke sein. Ich weiß, dass es so sein wird, denn du liebst schon jetzt offen und geradeheraus. Selbst die finsterste Seele könnte in deinem Lächeln ein wenig Licht finden.
(S. 8)

 

Und auch gerade mit so manchem der Nebencharaktere haben es beide nicht leicht. Natürlich muss es auch die gewissen Portion Dramatik geben. Aber dann finden wir da herzensgute Menschen, die ich einfach nur ins Herz geschlossen habe, weil sie uns die Hauptcharaktere auf eine andere Art und Weise nochmal ein gutes Stück näher bringen. Sie haben tragende Rollen, sind greifbar und absolut authentisch dargestellt, bewegen sich zwar immer eher im hinteren Geschehen, aber dafür leuchten sie mit solch einer Kraft, das man sie niemals vergessen kann. Danke, das ich Ollie kennen lernen durfte.


Es gibt gute Momente, in denen ich nur so dahin geschmolzen bin. Und es gibt die Schlechten, in denen ich mehr Taschentücher geholt habe. Manchmal habe ich aus lauter Rührung selbst in den guten Augenblicken Taschentücher gebraucht. Denn die Schreibweise von Brittainy C. Cherry ist nicht von dieser Welt. Sie nutzt die Sprache einfach so intensiv gewandt um uns eine Geschichte näher zu bringen, die schöner und tiefgründiger nicht sein könnte und ist dabei einfach außergewöhnlich.

Eine Liebe, die nicht mit einem Knall beginnt.

Eine Verbindung, die nicht sein darf und doch das beste im Leben des jeweils anderen sein könnte.

Eine Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt...

Oder?

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Des Teufels Kopfgeldjäger

Sandra Binder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 06.08.2018
ISBN 9783946955139
Genre: Fantasy

Rezension:

"Des Teufels Kopfgeldjäger" hat mich allein schon durch Cover und Klappentext fasziniert. Der angedeutete Humor und die Handlung klingen einfach genau nach einem Buch für mich und ich habe mich ziemlich schnell drauf gestürzt, als ich es in den Händen hielt.

Zu Beginn ist Toni genau so, wie wir uns eine Kopfgeldjägerin vorstellen. Temperamentvoll, schlagfertig und ziemlich abgebrüht. Nach und nach offenbart sie uns aber auch ihre sensible Seite. Gerade die Freundschaft zu ihrem Mitbwohner Lestat zeigt, wie weich sie innerlich sein kann. Er ist wirklich ganz anders, als man sich einen Vampir vorstellt. Als jedoch ein Auftrag nicht sofort gelingt und Toni sich selbst schnell in Gefahr befindet, nimmt das ganze eine andere Wendung an.

Mich hat das Buch in zwei Seiten gespalten. Auf der einen finde ich den Humor von Sandra Binder wirklich toll und auch die Schreibweise ist flüssig und leicht. Man fliegt nur so über die Seiten und da das Geschehen ständig spannend und vor allem auch überraschend aufregend gehalten wird, langweilt man sich nie. Es gibt ganz viele Nebencharaktere, die zwar ganz gut rüberkommen, aber auch etwas schnell angerissen werden. Die Hauptcharaktere sind dafür detailliert gezeichnet und man kann sich gut in Toni. Alek & Co. rein versetzen.

 

Was mir nicht gefallen hat, war dieses ewige Hin und Her von Toni und den Männern. Ich möchte euch nicht spoilern, daher sage ich leider nicht ganz so viel dazu. Aber ihr Verhalten, ihre Denkweise und auch ihr nicht wirklich entscheidungsfreudiges Wesen, waren einfach nicht so meins. Das hat mir die Handlung leider noch ein bisschen abgeschwächt und ich hatte in der Mitte nicht ganz so viel Spaß daran, wie erhofft. Auch zum Schluss war die Weichzeichnung der Szenen für mich etwas zu sehr gewollt und ich konnte mich nicht so damit anfreunden.

Das ist aber sicherlich Geschmackssache und sollte jeder selbst entscheiden. An und für sich ist die Handlung nämlich voll gepackt mit verrückten Charakteren und lustigen Dialogen, mit einem düsteren Setting, dass ich mir dank der bildhaften Beschreibungen echt gut vorstellen konnte und ich habe es trotzdem gut und schnell durch lesen können. Wenn ihr offen für jegliche Liebesgeschichten seid, ist das Buch ein tolles Fantasyabenteuer.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

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Wien - Stadt der Vampire

Fay Winterberg , Barbara Brosowski Utzinger
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 28.07.2012
ISBN 9783981509243
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach einem anderen Buch aus dem Art Skript Phantastik Verlag war ich neugierig auf die anderen Bücher. Zum Glück gab die Verlegerin mir einen Tipp und der erwies sich als goldrichtig für mich.

Die Geschichte der Archäologin Lillith spielt im Wien der Zukunft. 2207 setzt man auf erneuerbare Energie, sprich die Dampflok oder auch Schiffsreisen werden wieder vermehrt genutzt und auch was zum Beispiel die Mode angeht, mischt sich Barock mit Jugendstil oder ähnlichen Verrücktheiten. Lillith selbst ist eine Halpvampirin und bezeichnet sich gern als aufklärende Person zwischen den verschiedenen Rassen. Als sie dann vom neuen Prinzen Wien's eine Einladung erhält, wird sie neugierig und der Lauf der Dinge beginnt.

Erst war ich echt skeptisch. Der Klappentext und die Erklärung zu "Steampunk Fantasy" wirken verwirrend komplex. Dabei ist es echt nicht schwer. Man trifft in der Zukunft auf Dinge der Vergangenheit, bekommt dabei eine knackige, schlagfertige Protagonistin mit eloquenter Ausdrucksweise vorgesetzt, die weiß was sie will und wo ihr Weg sie hinführt, und eine neue Machtübernahme der Vampire in Wien, welche so sexy und vereinnahmend ist, dass man Phineas einfach nicht widerstehen kann. Ein paar fiese Untergrundmachenschaften, eine Prise Magie, die ich genial gestaltet finde und die mich sehr neugierig macht, auf die nächsten Teile und voilá... Ein aufregendes Genre findet Einzug in mein Bücherregal.

Ein paar kleinere Fehlerchen haben sich in dem kurzen Buch eingeschummelt, aber ich finde das tut dem ganzen keinen Abbruch. 120 Seiten Spannung, erfrischende Konversationen, eine authentische Protagonistin gepackt in ein super gestaltetes Setting. Zum Glück gibt es keine klischeebehafteten Typisierungen oder eine kitschige Liebesgeschichte. Es bahnt sich am Rande vielleicht ein Hauch von etwas an, aber das knistert eher und zeigt sich durch Spielereien der Mimik. Die Schreibweise ist locker und leicht, bildhaft und ich bin nur so über die Seiten geflogen. Es war einfach viel zu kurz für meinen Geschmack. 

Ich bin begeistert und möchte mehr davon! Am Liebsten sofort!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Split 1: Götterseele

Meike Lohrke
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.08.2018
ISBN 9783646604511
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sam ist ein eigensinniger und sehr zurückgezogener Kerl. Ein richtiger Außenseiter, obwohl wohl jedes Mädchen ihm hinterher schmachtet. Auch Lani ist seit Jahren in ihn verliebt, aber seit der Sache mit dem gemeinsamen besten Freund Aiden vor 10 Jahren haben auch die zwei keinen Kontakt mehr bis die Schule sie wieder zusammen führt. Und plötzlich häufen sich die Geschehnisse im Buch. Samantha tritt in das Leben von Lani, ein verwahrloster Penner wirft ihr mystische Sätze hin und die schwarzhaarige Frau, die mit leeren Augen und einem offenen Bauch an immer der gleichen Kreuzung steht, wirkt leider plötzlich nicht mehr nur geisterhaft, als sie Lani folgt.

Als erstes möchte ich euch dieses Mal schnell sagen, was mir ein bisschen gefehlt hat, denn das war so wenig, dass ihr danach mein fangirlen für die Story über euch ergehen lassen müsst. Auch wenn schon einige fantastische Elemente eingebaut worden sind, hätte die Autorin für mich noch eine Spur mehr drauf legen können. Der erste Teil wirkt erstmal wie eine Aneinanderkettung von Geheimnissen mit einer süssen aufkeimenden Romanze, nur dass ich mir unsicher bin, wer nun eigentlich mit wem etwas anfangen möchte.

Aber wenn man dann erst einmal das größte Geheimnis löst, dass ziemlich zu Beginn schon erklärt wird, ist diese Idee einfach bombastisch. Ich könnte euch jetzt sogar eine Anekdote zu einer Animefigur aus meiner Kindheit bringen, aber ich will ja niemanden spoilern, der den Anime vielleicht kennt. Auf jeden Fall bin ich absolut begeistert. Vor allem wie gespalten die Autorin Gefühle und Gedanken bewertet und aufgreift. Es ist einfach so spannend, zwischendurch frisch und witzig. Ab und zu möchte ich sogar im Boden versinken vor lauter Fremdschämen für den armen Sam, aber nach einer gewissen Testphase freue ich mich sogar für ihn, weil er aus sich raus gehen kann und sich entwickelt.

Wohingegen Lani leider etwas blind, dafür aber liebenswert und so richtig lebensbejahend rüber kommt. Sie scheint auch ein Geheimnis mit sich zu tragen, über das wir aber noch nicht viel erfahren haben und momentan hab ich eher etwas Mitleid mit ihr, weil ich mir doch wünsche, dass sie ihren Loveinterest für sich bekommt.

Der Knaller sind dann auch die Nebencharaktere. Ob die coole und verrückte beste Freundin von Lani, oder sogar plötzliche Überraschungen, die zu weiteren sehr speziellen Personen führen. Es ist lässig, witzig und trotzdem sind die wichtigsten Personen wunderschön greifbar dargestellt.

Die Schreibweise von Meike Lohrke ist leicht und flüssig. Sie hat mich mit ihrer sprachgewandten, aber jugendlichen Wortwahl schnell in den Bann gezogen und ich habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen. Ihr Stil trägt den Leser einfach durch das Buch, bringen ihn zum schmunzeln und auch zum mitleiden, vor allem aber auch fürchten kann man sich wegen der leichten Horrorelemente. Ich fand es die perfekte Mischung.

Erzählt wurde aus den Sichten von Lani und Sam, wofür ich in diesem speziellen Fall sogar dankbar bin. "Götterseele" ist der erste Teil der "Split"- Dilogie und ich freue mich schon sehr auf "Götterruf", welches laut Verlag im September erschienen wird, denn der Cliffhänger ist absolut fies und böse und mitten in der Situation, die ich echt gerne aufgeklärt hätte.

Ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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140 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war unglaublich gespannt auf "Du wolltest es doch". Wie oftmals, werden manche Bücher einfach total gehypt und man geht auch mit einer gewissen Erwartung schon an die Geschichte ran, auch wenn man das nicht möchte.

Der Start verlief holprig. Neben der Schreibweise, die mir persönlich zu anstrengend war, weil die Autorin Gedanken der Protagonistin immer in Klammern eingeschoben hat, habe ich absolut null Zugang zu Emma gefunden. Natürlich bin ich mir bewusst, dass das mit Absicht so ausgelegt würde. Die Autorin stellt zur Diskussion ob es moralisch vertretbar ist, das einem jungen Mädchen so etwas Schlimmes passiert, obwohl sie sich selbst so schlimm gegenüber anderen verhalten hat.

Emma ist arrogant, verlogen, fies und überheblich. Ihre spitzen, boshaften  Kommentare sind immer darauf ausgerichtet andere zu verletzen und Emma sieht sich selbst als das Nonplusultra an. Ich wurde mit der Zeit immer wütender und auch angeekelter von ihrem Charakter.
Vielleicht schürt die Autorin gerade mit Absicht diese Emotionen.

Das Buch ist in zwei Abschnitte geteilt. Man lernt Emma vor der schrecklichen Nacht und dann ein Jahr später kennen. Vorher hätte ich wirklich behaupten können dieses Mädchen zu hassen, was für mich schon eine heftige Reaktion auf eine Protagonistin ist. Nachher könnte ich sie zwar immer noch nicht leiden, aber zumindest verstehen, und natürlich hatte ich viel Mitleid mit ihr.

Die Emotionen gerade im zweiten Teil der Geschichte sind unglaublich intensiv und tragisch. Ich kann sie und ihre Gefühle nachvollziehen. Was mich aber am meisten gestört hat, war das Ende. Ich konnte ihre Entscheidung einfach nicht gut heißen und war so schockiert über sie. Ich finde es trotz dessen, dass es vielleicht einfacher ist, falsch. Außerdem bin ich immer noch entsetzt über die Art, wie ihr Umfeld mit der Situation umgeht oder wie sie die Geschehnisse reflektieren. Sicherlich kamen gerade die Freunde authentisch rüber, was wirklich erschreckend war, aber da Emma sich so abstoßend gegenüber allen verhalten hat, warum sollten sie auch Mitleid mit ihr haben? Es war heftig.

Ihre Eltern waren für mich wirklich das Desaster schlechthin. Irgendwie hat jeder nur an sich selbst gedacht, aber keiner so richtig an Emma. Doch das die Autorin am Ende die Protagonistin auf diesen Weg geführt hat, hat mich fast schon sauer gemacht und ich brauche nun erstmal eine Zeit um die Geschichte setzen zu lassen.

Ich kann euch noch nicht mal sagen, ob das Buch etwas für euch ist. Da die Frustrationsrate hier sehr hoch sein kann, müsst ihr das echt selbst entscheiden. Mein Fall war es nicht.

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50 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Worte, die leuchten wie Sterne

Brigid Kemmerer , Henriette Zeltner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672160
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon im vorherigen Band "Der Himmel in deinen Worten", als ich noch ergriffen von der Geschichte um Juliet und Declan war, fiel mir Rev auf. Der große Junge, der sich immer hinter einem Hoodie versteckt mit der Ausstrahlung eines Kriminellen und dem Wesen eines Engels. Wenn Rev den Mund aufmacht, kriege ich eine Gänsehaut von seinen sanften, feinfühligen Worten, die meistens auch noch gut durchdacht sind, bevor er sie überhaupt ausspricht.

Ich wusste sofort, als ich das Buch in der Vorschau sah, dass ich es lesen muss. Denn schon im vorherigen Buch erfährt man, wie schwer Rev von seinem Vater misshandelt wurde und welchen Weg er nun schon beschritten hat. Es brach mir das Herz.

Nun taucht eine Nachricht von diesem Psychiopathen auf und Rev's Welt beginnt erneut zu schwanken. Er beginnt zu zweifeln. An sich, an seinem Denken und Sein, an den Bedingungen seines Lebens. Auch er ist natürlich nicht perfekt und macht seine Fehler. Doch dann, in einem seiner dunkelsten Momente, lernt er Emma kennen und plötzlich verändert sich alles...

Ein Mädchen, dass selbst zwischen den Stühlen sitzt und sich dazu noch versucht in einer Männerdomaine zu beweisen. Sie ist stur und liebenswürdig. Emma ist tough und verbohrt, zugleich aber sensibel und sehr empathisch. Ihre einfache Direktheit lässt Rev ein wenig aus seinem Schneckenhaus kriechen. Diese Begegnungen machen das Buch für mich aber auch aus. Zwei hart belastete Charaktere fordern und fördern sich gegenseitig, und prägen sich dabei für die Zukunft.

 

"Er sagt, das Internet mache zu viele Leute laut und zu viele stumm, und wir hören nur die lauten. Deshalb müssen wir Fragen stellen, um auch die stummen zu hören."
(Kapitel 32)

 

"Worte, die leuchten wie Sterne" hat mich in den tiefsten Tiefen meines Herzens berührt. Es hat mir gezeigt, dass wir in den schlimmsten Momenten unseres Lebens nicht alleine sein müssen. Dass es Menschen gibt, die uns lieben und die uns bei allem unterstützen würden, wenn wir sie nur lassen würden. Und es hat mir gezeigt, dass wir selbst die Entscheidungen treffen und damit leben können müssen. Ich habe bittere Tränen vergossen, habe mein Herz verschenkt, habe gelächelt und mich ein wenig mit den Charakteren mit entwickelt.

Natürliche macht Emma auch einen etwas vorhersehbaren Fehler, bei dem ich die Hände über den Kopf zusammen geschlagen habe und entsetzt war. Aber es passte einfach zu ihr. Diese Art von Naivität musste sie einfach erst ablegen. Und ich bin wahnsinnig stolz auf Rev. Am liebsten wäre ich beiden am Ende um den Hals gefallen und hätte sie für ihre Entwicklung beglückwünscht.

Brigid Kemmerer hat auch mit dem zweiten in sich abgeschlossenen Roman eine emotionale Achterbahnfahrt erschaffen. Ich möchte nicht wissen, was ihr diese Charaktere abverlangt haben. Ich bin einfach nur emotional ausgelaugt, aber im positivsten Sinne.

Erzählt wurde das Buch aus den beiden Sichten der Hauptcharaktere und das hat mir super gefallen. Es war so interessant in die Gedankenwelt von dem Jungen mit der Kapuze über dem Kopf einzutauchen und einen Menschen zu finden, der mich einfach sprachlos zurück gelassen hat.

Klare Leseempfehlung. Ich hätte dann gerne ein Buch über Matt!

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166 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Palace of Fire - Die Kämpferin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.07.2018
ISBN 9783764531980
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Reisen der Rea Marian Emris gehen weiter. Nach Paris folgt nun Berlin. Der Hof der Kaiserin ist ein skurriler Ort und sowohl Rea, wie auch Robin sind noch relativ unsicher wie sie ihr Vorhaben der erneuten Seidenrebellion vorwärts bringen sollen. Hilfe gibt es in Berlin, wenn auch anders als erwartet. Und plötzlich kommt alles anders als geplant. Abgründe tun sich auf, vor allem in den Reihen des Palastes von London. Wie Menschen, vor allem Frauen und Magdalenen dort behandelt werden, ist abartig. Der Besuch in den Korrektiven? Ein Abschnitt bei dem mir der Schock ins Gesicht geschrieben stand und ich mich vor lauter Ekel schütteln musste. Es ist mittlerweile zum Glück allen Beteiligten klar, dass sich etwas ändern muss, aber zu welchem Preis?

Was Christine Elizabeth Bernard hier aufgeboten hat, ist der absolute Wahnsinn. Es gibt kein ruhiges Kapitel, keine verschönerten Tatsachen oder weich gezeichnete Momente. Drastisch, heftig und genauso eiskalt, wie die Situation es erfordert, zeigt die Autorin die Missstände in dieser Gesellschaft auf, bis es zum großen Knall kommt. War man zu Beginn der Reihe noch fasziniert vom "neuen" London, ist man im dritten Band nur noch angeekelt und wütend. 

Wir erleben mit, wie der eigene Kronprinz des Landes eine phänomenale Wandlung durch macht und von einem etwas naiven, gutgläubigen verwöhnten Burschen zu einem gradlinigen jungen Mann heranreift, dessen Glaube und Denken noch eine ganze Zeit lang im Munde der Bürger sein wird.

Wir begleiten Rea, die auf eine Bahn geführt wird, von der sich vielleicht nicht mehr runter kommt und ohne Rücksicht auf Verluste oder sich selbst, Dinge erledigt, bei denen sich mir die Haare aufstellen vor lauter Schock und Unglaube. Ich möchte sie schütteln und anschreien, auf der anderen Seite verstehe ich sie sogar und bewundere sie ein bisschen für ihren Mut und dieses eiskalte Durchhaltevermögen, auch wenn sie mir fast schon dickköpfiger und verbohrter vorkam, als im ersten Band.

Was mir am besten gefallen hat, war das authentische Ende. Ich finde es genial, wie die Autorin alles löst und vor allem diese adrenalingeladenen letzten Kapitel sind wirklich mitreißend. Hätte ich das Buch nicht mit meinem Lesebuddy Micky von Aus dem Leben einer Buchsüchtigen. gelesen, hätte ich es wohl am Stück in wenigen Tagen verschlungen. Was mir aber ganz zum Schluss nicht so gefallen hat, waren die fast gar nicht mehr gezeigten Reaktionen von gewissen aufgeflogenen Personen. Ich hätte mir noch ein paar mehr Diskussionen gewünscht.

Sollte ich noch ein oder zwei Kleinigkeiten bemängeln wollen, so wäre das ab und zu die vorhersehbaren Reaktionen mancher Charaktere oder das Rea sich in dieser  Reihe nicht ganz so entwickelt, noch wirklich geöffnet hat. Aber das passt auch wieder zu ihrem Status als Magdalena. Für mich waren das eher Feinheiten, welche diesem bombastischen Abschluss keinen Abbruch tun.

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Twisted Love (Sinners of Saint 2)

L.J. Shen , L. J. Shen
E-Buch Text: 481 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 27.07.2018
ISBN 9783736307803
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Twisted Love" ist wirklich eine harte Geschichte. Nicht nur weil erschütternde Geheimnisse ans Licht kommen oder die Charaktere einvernehmliche, jedoch recht brutale Nächte verbringen. Sondern weil man quasi das ganze Buch mit einem unausweichlichem Tod konfrontiert wird.

Jeder aus ihrem Umfeld packt Rosie LeBlanc in Watte. Mukoviszidose lautet die Diagnose seit ihrer Kindheit. Ein normales Leben kann Rosie nicht führen und so kämpft sie. Nicht nur gegen ihre Krankheit auch gegen das Leben an und für sich. Sie will nicht heiraten und Kinder sollen auch nicht zurück gelassen werden. Da sie die Liebe ihres Lebens sowieso schon in frühen Jahren verloren hat, ist das ja nicht so tragisch. Oder?

Aber Dean "Ruckus" Cole hat andere Pläne. Er hat nicht umsonst 11 Jahre gewartet um endlich zu bekommen, in wen er sich schon zu Jugendzeiten verliebt hat: Baby LeBlanc. Er nimmt sich was er will, weiß was er will und muss es nun nur noch seiner Herzensdame verklickern. Wäre da nicht dieses andere fiese Problem, dass ihn immer wieder zu Alkohol und Marihuana verführen würde, hätte er das sicher schon geschafft. Aber warum einfach, wenn es auch richtig kompliziert geht?

Auch wenn ich wieder vor einem Buch stehe, dass mich schockiert und fasziniert zugleich, habe ich es gelesen und vor allem nicht aus der Hand legen können. Normalerweise tue ich mich mittlerweile sogar schwer mit dieser Art von Büchern, weil sie oftmals so dermaßen überzogen sind. Aber J. L. Shen schafft es mit ihrem Schreibstil einfach mich zu fesseln und nicht mehr los zu lassen. Die Art und Weise wie locker sie schreibt, die Mischung aus erotischer Grenzüberschreitung und einer Verbindung, die mein Herz zutiefst berührt hat, treibt mir die Gänsehaut auf die Arme. Es mag auch mit Dean eine ziemlich grobe Ausdrucksweise im Buch Einzug halten, aber auch in diesem Hot Hole steckt so viel mehr. Ich habe ihn gehasst und geliebt zugleich. Auch Rosie ist nicht unfehlbar und manchmal wollte ich sie schütteln, weil sie einfach nicht wenigstens aus der Zeit, die ihr bleibt etwas macht. Aber beide zusammen sind einfach perfekt und die Emotionen hat mich fest im Griff.

Einzig das Ende hat mich nicht so glücklich gemacht. Ich werde nicht verraten warum, da es spoilern würde, aber ich wünsche mir gerade am Ende mehr Realität. Es fühlte sich einfach so gezwungen an. Denn sonst sind die Charaktere und Handlungsstränge wirklich authentisch und nachvollziehbar. Ich hatte ein paar tolle Lesestunden.

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135 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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VIP-Reihe / Idol – Gib mir die Welt

Kristen Callihan , Anika Klüver
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306967
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erst die Eishockeyspieler, jetzt die Musiker. Kristen Callihan hat mit ihrer unvergleichlichen Schreibweise wieder mal ein mitreißendes Werk erschaffen.

Libby lebt auf dem Land auf einer abgeschiedenen Farm und versteckt sich vor der Welt. Als ein besoffener Kerl am Morgen auf ihrer Wiese liegt, greift sie zu drastischen Maßnahmen um den Typen so schnell wie möglich wieder los zu werden. Da wusste Libby aber noch nicht, dass das gar nicht so schnell möglich sein soll und, dass Killian James ihr Leben bis in die Tiefen erschüttern wird.

Killian ist gar nicht der Typ für solche Aktionen. Klar, als Rockstar hat er schon die ein oder andere Katastrophe erlebt und selbst verursacht, aber so tief gesunken, dass er mit dem Motorrad besoffen einen Zaun umgenietet hat, ist er bisher nicht. Das kühle Nass hat er absolut verdient, wenn auch die Furie vor ihm weniger kratzbürstig sein könnte.

Zwei Menschen, die auf ihre eigene Weise verloren wirken und sich gegenseitig auf
besondere Art helfen, ins Leben zurück zu finden: Musik...

Da ich bisher jedes Mal begeistert von den Büchern der Autorin war, habe ich mich natürlich sofort auf "Idol" gestürzt. Der erste Band der VIP - Reihe wurde aus den Sichten der beiden Hauptcharaktere geschrieben und das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Denn sowohl Libbs als auch Killian sind sehr vielschichtige Personen mit ihren tiefgründigen Denkweisen, Ängsten, Zweifeln und auch Träumen. Es war unglaublich intensiv in den Kopf der beiden einzutauchen, aber oft auch so frustrierend und schön zugleich. Sie sind sich so ähnlich, dass ihre heraufbeschworenen Probleme durch einfache Kommunikation geklärt hätten werden können, würden beide nicht davor zurück scheuen, dem anderen vermeindliche Steine in den Weg zu legen.

Die Emotionen geraten total außer Kontrolle. Sie sind so intensiv, ausdrucksstark und manchmal auch dramatisch, dass man sich auf einer total heftigen Achterbahnfahrt befindet. Aber das. was mich am meisten mitgerissen hat, war diese Verbindung und das Zusammenspiel von Killian und Libbs ohne Worte benutzen zu müssen. Sie sind wie zwei Hälften einer Seele, fühlen gleich, verstehen sich wortlos, aber leiden auch für den jeweils anderen auf eine Art, die den Leser sprachlos hinterlässt.

Ab und zu ist es wirklich einen Hauch zu dramatisch und auch etwas vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört, weil Kristen Callihan das durch ihre Schreibweise wieder weg macht. Ich finde, die Autorin ist eine Wortkünstlerin, was Gefühle angeht. Sie übertrifft sich jedes Mal selbst und ihr leichter Stil, der angenehme Wortfluss und vor allem ihr lockerer Satzbau machen ihr Buch zu einem schönen Leseerlebnis. Ich liebe ihren Humor. Diese frechen Dialoge, die sarkastischen Geplänkel und die Wortgefechte mit dem erotischen Unterton gemischt mit dieser emotionalen Intensität und den fast schon poetischen Lebensdarstellungen sind typisch für die Autorin und machen "Idol - Gib mir die Welt" für mich zu einem fesselnden Leseerlebnis.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

Feral Moon 2: Der schwarze Prinz

Asuka Lionera
E-Buch Text: 356 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.07.2018
ISBN 9783646301250
Genre: Sonstiges

Rezension:

** Achtung: Spoiler zu Band 1 enthalten! **

Endlich! Endlich darf ich euch mehr erzählen, denn wenn ihr diese Rezension lest, habt ihr den ersten Teil gelesen und wartet nun hoffentlich genauso sehnsüchtig auf den zweiten.

Am Ende von Band eins hat Asuka Lionera uns mal richtig hängen lassen. Tristan lebt und Scar haut es aus den Latschen. Verständlich, wo sie sich fünf Jahre lang dachte, er wäre tot. Und was bitte macht er in Leerth? Auch seine Veränderung ist nicht zu übersehen. Ich sag es euch, wenn Ash nicht vorher schon zu dem stand, was wir uns erhoffen, jetzt sollte er dringend Stellung beziehen. Denn es werden riesige, schockierende Tatsachen aufgedeckt und Scarlet weiß bald nicht mehr, wo oben und unten ist.

 

******************* Achtung Spoiler in Bezug auf Dreiecksgeschichten *******************

Einen kleinen Minispoiler werde ich euch verraten, weil mir persönlich das unglaublich wichtig war, wer es also nicht wissen will, bitte unten weiter lesen.

Es wird keine Dreiecksgeschichte geben und darüber bin ich so froh. Denn ich mag so ein Hin und Her ja überhaupt nicht. Klar wird Scarlet ihre Vergangenheit aufarbeiten müssen und das ist sehr authentisch, aber zum Glück wird sie jemandem auch dermaßen in den Hintern treten, dass ihr jubeln könnt.

*********************** Spoiler Ende ***********************

 

So, wo wir das geklärt hätten. Ich finde Tristan ist ein Ar* mit Ohren und im zweiten Teil der Reihe wollte ich ihm gern öfters mal die Leviten lesen. So eine Arroganz, so eine Blindheit, aber gut, er soll seine Strafe erhalten. Ihr werdet sehen…

Dafür kann ich euch nun endlich mehr über die anderen Charakter erzählen. In der Rezension zum ersten Buch hätte das zu sehr gespoilert.
Ich bin absolut entzückt über die tiefgehenden, so plastisch dargestellten Personen. Ich hab sie so ins Herz geschlossen und wollte mich dem Trupp am Liebsten mit anschließen.
Neben Scar, die natürlich meine weibliche Lieblingsperson mit ihren Schwertern, ihrem Dickkopf, ihrem starken Wesen und ihrem liebevollem Herzen ist, gibt es da Ash.

Ash, der Prinz mit einem grünen und einem blauen Auge, den dunklen Haaren, dem Freigeist eines verrückten Jungen und dem Körper eines Kriegers. Ich kann euch eigentlich gar nicht sagen, was mich an ihm so fasziniert. Ich denke, durch die besondere Schreibweise der Autorin werden die Charaktere einfach vor dem inneren Auge lebendig und das Funkeln in den Seinen, die neckende Art, sein Lächeln, sein Beschützerinstinkt und sein empathisches Wesen haben mich sofort in den Bann gerissen. Ich hatte schon lang nicht mehr so ein Herzklopfen bei einem Protagonisten. Ich liebe es, dass er Scar unterstützt, versucht sie für sich zu gewinnen, aber ihr ihren Freiraum lässt. Sie wird nicht gedrängt oder überredet. Seine Art macht es einfach jedem unmöglich sich ihm zu entziehen. Die Ausstrahlung von Ash ist eine Mischung aus bestem Freund und einnehmenden, umschmeichelnden Geliebten. Er ist heiß, sooo heiß und so liebevoll. Asuka hat es bei mir bisher noch nicht geschafft mich so unglaublich für einen Charakter zu begeistern, aber bei Ash kann ich nicht anders, als ständig zu fangirlen.

Hazel hat einen sehr ernsten Kern, umgibt ihn aber durch eine fröhliche, ständig plappernde Hülle mit einem leichten Männerverschleiß und Loyalität zum Abwinken. Ihr Talent für Pfeile, ihre fähigen Hände Scar immer wieder in eine Prinzessin zu verwandeln und ihr sonniges Gemüt haben sich sehr in mein Bücherherz geschlichen. Ich wünsche mir für sie, dass sie ihr eigenes Happy End findet.

Payne ist die Vernunft in dem Buch. Trocken, verantwortungsbewusst und eine ganz treue Seele. Sie lässt sich zwar gern zu verrückten Ideen überreden, aber bringt trotzdem diese Ruhe in die Handlung. Ich mag die zwei Leibwächterinnen total.

Königin Neera hat selbst eine überaus tragische Vergangenheit durchlebt und ich bewundere sie so sehr für ihre Güte, ihre Weisheit und ihre Weitsichtigkeit. Die Königin ist eine wundervolle Mutterfigur und es hat mich sehr verwundert, dass ich sie anfangs überhaupt nicht einschätzen konnte. Normalerweise weiß man sofort, wie ein Charakter gepolt ist. Stellt Neera sich nun gegen die Prota oder auf ihre Seite? Gute Frage, aber hier hab ich wirklich erstmal ausloten müssen, ob ich sie mag oder nicht.
Das war mal erfrischend anders.

Großmutter weiß alles, sieht alles, hört alles. Vor ihr kannst du nichts verheimlichen und sie ist eine ganz intelligente, starke Frau mit einem für diese Gesellschaft sehr individuellen Denken.
Sie darf auf keinen Fall fehlen.

Caleb hat das Herz am rechten Fleck. Er muss als bester Freund immer für Ash herhalten und auf ihn aufpassen, wenn alle anderen den Prinzen schon nicht mehr verstehen. Loyalität steht an erster Stelle, aber sie sind auch wie Brüder und beste Freunde in einem. Ich mag es total, wie warmherzig und scharfsinnig er auftritt, und wie charmant und aufreißerisch er gleichzeitig rüber kommt.

Ruby, die anderen der Entourage und die Dörfler, wie z.B. Bouldur sind einfach nervige, böse Personen, die halt den fiesen Part in der Geschichte haben, aber auch sie handeln total greifbar.
Ich mag sie nicht, aber sie passen super in die Handlung.

Erzählt wurde “Der schwarze Prinz” auch aus den beiden Sichten von Scarlet und Ash. Die Schreibweise ist einfach so Hammer, dass man sich dem Buch nicht entziehen kann.
Packend, mitreißend, malerisch beschrieben und flüssig im Stil. Was will man mehr?!

Emotional geht es im zweiten Band auf eine richtige Gefühlsachterbahn, da Scar natürlich vielen verdauen und verstehen muss. Einige Schocker werden ihr richtig den Boden unter den Füßen wegziehen, und wären ihre trockenen Kommentare in solchen Situationen nicht so unglaublich witzig gewesen, hätte ich aus lauter Verzweiflung mit geheult. Wobei sie ja nicht mal wirklich heult. Sie hat einen anderen Zeitvertreib um sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Doch Scar muss auch entscheiden: Rache oder Liebe?
Altbekanntes oder Neuland?
Herz oder Kopf?
Wie wird sie sich entscheiden?

Ich liebe das Buch von ganzem Herzen und kann es Romantasy Fans nur ans Herz legen.
Die Reihe ist und bleibt mein Liebling!

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My First Love

Tanja Voosen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.07.2018
ISBN 9783453271630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein neues Buch von Tanja Voosen? Wer mir schon eine zeit lang folgt, weiß sofort, dass dieses Buch sehnsüchtig von mir erwartet wurde. Ich habe viele Werke von ihr gelesen und war doch noch diese leichten, süßen Liebesgeschichten von circa 200 Seiten gewohnt. Was also hat diese Autorin zu bieten, wenn sie sie ich mal auf ganzen 444 Seiten austoben darf? Ich war gespannt!

Zu Beginn zeichnet Tanja Voosen als erstes mal ganz detailliert das Umfeld und die Protagonistin selbst. Natürlich finden wir schon auf den ersten Seiten Spuren des für mich so typischen Voos´schen Humor´s. Ich war sofort hingerissen. Die Autorin lässt sich Zeit mit der Einführung. Wir lernen Cassidy ziemlich gut kennen, erfahren ihre Hintergründe, ihre Beweggründe, was sie zu dem Job "Schlussmach-Service" bewogen hat. Ihre Persönlichkeit wird uns auf sympathische Weise in allen Feinheiten dargelegt und nachdem ich mich an das langsamere Herantasten gewöhnt hatte, was ich einfach durch die kürzeren Bücher nicht gewohnt war, flogen die Seiten nur so dahin.

Cassidy ist eine richtige Zwiebel-Persönlichkeit. Äußerlich sarkastisch, schlagfertig, fast schon ein wenig kaltherzig und auch sehr hart. Umso besser man sie kennen lernt, umso mehr Nuancen der echten Cass kommen zum Vorschein.
Das Mädchen, das für seine Zukunft kämpft, für seine Träume und Wünsche.
Das Mädchen, das die Familie und andere in ihrem Umfeld nie außen vor lässt und sich rein hängt um jeden beschützen und bestärken zu können.
Das Mädchen, das niemals offen sagen würde, Dinge aus reinem Herzen zu machen, ohne auf den eigenen Vorteil aus zu sein, obwohl sie dabei wohl auch nicht immer den besten Weg nimmt.
Cassidy´s größter Fehler, wenn man ihn als solchen bezeichnen kann, ist ihr fehlendes Vertrauen in andere, vor allem fremde Menschen. Sie hat ihre beste Freundin Lorn und deren Familie, aber selbst in ihre Mutter oder auch ihren Bruder steckt sie wenig dieser Eigenschaft. Leider, oder für uns zum Glück, gar nicht so unverständlich, wenn man ihre Lebensumstände kennt.
Ich finde Cassidy Caster authentisch, großherzig und etwas schonungslos zur gleichen Zeit, und doch bewundere ich sie auf die eine Art und Weise.

Der größte Feind wird gleichzeitig ihr Wettpartner und zwischen Cass und Colton knallt es einige Male gewaltig. Dabei hat es Tanja Voosen geschafft nicht diese überaus kitschige Highschoolromanze zu zeichnen. Im Gegenteil. Ich fand mich oftmals an meine Schulzeit erinnert. Ihre Beschreibungen und den Verlauf so mancher Situationen konnte ich absolut nach empfinden. So kommt es, dass Colton eine Mischung aus uns gezeichnetem, oberflächlichen Bad Boy darstellen soll, aus Cassidys Sicht, und doch zeigen sich später Seiten an ihm, die einen jungen Kerl offenbaren, dessen Herz vielleicht genauso gebrochen ist, wie das der großen Schlussmacherin Cassidy. So oft ist genau das an den Schulen das Problem. Menschen vorzeitig zu verurteilen, bevor man hinter die Schutzmaske geschaut hat. Was sich da entwickelt, oder eben auch nicht, wo diese Wette hinführt, und warum ich am Ende oftmals viele Tränen vergossen habe, müsst ihr selbst raus finden.

Was ich euch allerdings erzählen möchte, ist, wie Tanja Voosen für mich eine ganze Szene erschaffen hat, von der ich mich nicht lösen konnte. Die Charaktere sind so voller Tiefe, voller Hingabe erschaffen worden, dass ich quasi ins Buch hüpfen hätte können, und sie wären meine besten Freunde gewesen. Ich kenne jedes Lächeln, jeden wunden Punkt und verstehe jede Handlung, als wäre ich vor Ort gewesen und hätte die Geschichte selbst mit erlebt. Auch die Nebencharaktere wurden so schön wichtig genommen.
Da waren die etwas zu naive Mutter, mit den vielen Dates. Der unverstandene kleine Bruder, in dem so viel mehr steckt, als man anfangs meint. Lorn, die beste Freundin mit dem großen Basketballtalent und dem nicht weniger großen Herzen. Oder auch der gefühlvolle empathische Theo. Auch wenn hier nicht alles läuft, wie man sich es vorstellen würde, hat jeder einen griffigen starken Punkt in der Geschichte und ich könnte sie mir niemals ohne diese Personen vor stellen. Übrigens begrüße ich es sehr, dass Tanja Voosen nicht automatisch jedem Charakter einfach ein perfektes Ende zugedacht hat. Ein bisschen Dramatik darf in einem Jugendbuch absolut vor kommen.

Stark sein bedeutete eben nicht nur, an einer Stelle jeden Sturm überstehen zu können, sondern auch bereit zu sein, alte Dinge loszulassen und erneut Wurzeln an unbekannten Orten zu schlagen.
(S. 412)

Was soll ich euch also abschließend erzählen. Das Buch wurde aus der Sicht der phänomenalen Cassidy Caster erzählt und ist ein abgeschlossener Einzelband. Die Schreibweise von Tanja Voosen hat mich in "My First Love" absolut vom Hocker gehauen. Sie ist natürlich gewohnt flüssig und leicht, der typische Humor findet seine Momente und die Emotionen reißen einen mit. Aber vor allem hat die Autorin es geschafft mich sprachgewandt zu berühren und mit Erkenntnissen zu erschüttern, die einem vielleicht selbst nie so ganz offen bewusst waren. Kennt ihr das, wenn man eine Tatsache unterbewusst schon immer genau wusste, sie einem aber erst in den Kopf kommt, wenn einem mal direkt gesagt wird, was Sache ist. Manche solcher kleinen Weisheiten hat Frau Voosen einfach in ihre Geschichte eingewoben und es war wunderschön. Außerdem hat mich natürlich die Geschichte der "ersten großen Liebe" absolut verzaubert und sich meines Herzens bemächtigt, und das so bodenständig. Ich bin kein großer Fan von Klischee´s und auch wenn uns die eine oder andere Szene etwas bekannt vor kommen kann, bin ich wirklich total zufrieden mit dem Verlauf. Ich war so von der Geschichte gefesselt, dass ich das Buch innerhalb 24h gelesen hatte und mit Tränen in den Augen lächelnd zur Seite gelegt habe.
Ich werde wohl noch eine Weile daran zurück denken.

Klare Leseempfehlung, für Jugendbuchbegeisterte mit dem gewissen Mehr in der Handlung.

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386 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Sturmtochter - Für immer verboten

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 12.06.2018
ISBN 9783473585311
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ava ist ein ganz normales Mädchen im Teenageralter mitten auf einer kalten nordischen Insel. Sie hat eine beste Freundin Brianna, zwei coole Dads und ist sportlich sehr begabt.

Aber das allein wäre ja langweilig.

Also nutzt sie ihr seit klein auf erworbenes Talent fürs Kämpfen um die Insel Skye von Elementaren zu befreien. Ihr Vater hat Ava alles über diese gruseligen Wesen erzählt und sie sieht es als einen Akt der Rache an, ihre Heimat davor zu beschützen und dabei herauszufinden, wer den Tod ihrer Mutter verschuldet hat.  Als sie von den Clans erfährt, welche die Elemente beherrschen, von den Aufgaben, die ihr bevor stehen und wer eigentlich schon alles involviert ist, bricht plötzlich die Hölle los und Avalee's Welt wird plötzlich nass und sehr explosiv.

Bianca Iosivoni hatte mich schon öfter am Haken durch ihre tollen New Adult - Geschichten. Aber mit "Sturmtochter - ", dem ersten Band einer Trilogie, konnte sie mich sofort in den Bann ziehen. Mit tollen frischen und spritzig jugendlichen Dialogen, einem Hauch Humor und einer spannenden, nervenkitzelnden Story riss mich die Autorin sofort mit und ich habe das erste Buch in einem Stück gelesen. Erzählt wird es die meiste Zeit aus der Sicht von Avalee, ab und zu gibt es mal ein Kapitel aus der Sicht einer anderen Person, aber ich fand das ganz erfrischend, da man so auch ein wenig vom Hintergrund anderer Clans erfährt.

Die Nebencharaktere sind super sympathisch und so schön individuell gestaltet. Jeder gibt eine andere Nuance dazu und rundet die Geschichte ab. Vor allem Brianna, Lance und Reid haben es mir angetan. Die stehen für Liebenswürdigkeit, düstere Attraktivität und den sexy Pausenclown.
Ich hab mich echt amüsiert.

Die Schreibweise ist locker und leicht, nicht zu komplex und doch schön detailliert. Vor allem die malerischen Beschreibungen haben mir gefallen und ich befand mich quasi mitten in der Natur von Schottland. Nach dem dramatischen Ende bin ich auch sehr gespannt auf den nächsten Band und hoffe die Zeit wird nicht so lang.

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23 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Rebellin der tausend Sterne

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.06.2018
ISBN 9783570164754
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Den ersten Band "Herscherrin der tausend Sonnen " fand ich einfach super. Natürlich wollte ich unbedingt wissen wie es mit Rhiannon, Dahlen, Alyosha und Kara weiter ging. 

Die "Rose der Galaxie", wie Rhee von den Bewohnern der verschiedenen Planeten genannt wird, gibt zu erkennen, dass sie noch lebt, doch ihre Heimkehr steht unter keinem guten Stern. Nero versucht weiterhin ihre Autorität zu untergraben und macht ihr den Thron streitig. Als Mann in der Öffentlichkeit fällt ihm das auch leider ziemlich leicht. Dabei entfacht er neue Streitigkeiten und Rhee muss versuchen Frieden zu schaffen. Unterdessen ist Kara auf dem Weg den Überschreiber zu vernichten und ihre eigenen Gefühle unter Kontrolle zu bekommen. Sie wurde von Aly getrennt, und auch der Wraetaner hat eine wichtige Aufgabe. Werden sie es schaffen die Galaxie zu einen und die Bewohner zu retten? Oder geht der irre Plan dieses Soziopathen auf?

Man steigt im zweiten Teil sofort in das aktuelle Geschehen ein und ich musste mich erst sortieren, da es schon sehr viele Namen und Begriffe in der Geschichte über die junge Ta'an gibt. Aber nach den ersten Seiten viel mir das ziemlich leicht und ich war wieder schnell gefesselt von der Schreibweise der Autorin.

Doch im Laufe der Handlung musste ich feststellen, dass die Sympathie zu diesem Buch ein bisschen ein zweischneidiges Schwert ist. Auf der einen Seite gibt es da nämlich eine super aufgebaute Welt mit vielen authentischen Problemen und Volksgruppen, viel daraus hervorgehende Spannungen und die Geschichte entwickelt sich schon prächtig. Aber eben auch alles unglaublich politisch und für meine Verhältnisse wird dann zu sehr auf die Josslyn Ta'an gesetzt, als auf die zu Beginn so groß angekündigte starke kleine Schwester.

Rhee entwickelt sich, keine Frage und sie ist auch tough, aber mir hat hier das Ende einfach überhaupt nicht gefallen. Die Autorin baut tolle emotionale Situationen ein, vor allem wenn es um Freundschaft oder Verzweiflung geht, aber mit der Liebe ist nicht so viel los, und wenn überhaupt, mehr bei der Josslyn als Rhee. Das fand ich echt sehe schade, weil ich mit diesem eigenartigen Wechsel der Hauptperson nicht so gerechnet habe und auch nicht so gut klar gekommen bin.

Was ich dafür sehr interssant fand, war das Thema der Datensammlung, das uns heutzutage quasi ja ganz aktuell anspringt. In der Dilogie haben die Leute einen Würfel eingepflanzt, der Erinnerungen ohne jegliche Emotion abrufen kann. Es gibt keine echten Erinnerungen mehr, damit die Leute nicht von Gefühlen beeinflusst werden. Es ist zwar praktisch, weil man sich verstorbene Mensch nochmal vors innere Auge holen kann, wie sie wirklich waren, aber natürlich birgt diese Technik auch große Risiken. Die Frage ist, wie viele Daten sollten wirklich gesammelt und kontrolliert werden dürfen? Ob das für euch interessant ist, müsst ihr natürlich selbst wissen.

Ich fand es oftmals einfach zu trocken und zu politisch für ein Jugendbuch. Ich hätte mir mehr auflockernde Momente gewünscht. Die Schreibweise ist toll und man spürt da auch nochmal die Entwicklung der Autorin, aber so komplett überzeugen konnte sie mich dieses Mal nicht.

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Finia Saga: Mondblaue Nächte

Lara Lorenz
E-Buch Text: 329 Seiten
Erschienen bei null, 10.07.2018
ISBN B07FDLX8BH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das ist schon das dritte Buch, dass ich von Lara Lorenz in den Händen halten darf und ich darf ehrlich sagen: Sie überrascht mich jedes Mal wieder.

Habe ich mich bei "Wächter der Magie" weg gelacht ohne Ende, und bin ich bei "Unsterbliche: Jäger" nach London gereist und habe mich mit schlagfertigen, aber doch recht erwachsenen Vampiren rumgeschlagen, ist dieses Buch wieder ein Eintauchen in eine ganz neue Welt und auch Schreibweise.
Ein Fantasy - Jugendbuch! Und so ganz anders als gewohnt, ernster und spannender, komplexer, aber lasst mich beim Anfang beginnen....

Als Lara mir von ihrem neuen Buch kurz und knapp erzählte, war ich ich einfach riesig gespannt. Der Einstieg fiel mir überhaupt nicht leicht. Natürlich hatte sie mich schon gewarnt, aber ja doch... In diesem Buch gibt es überhaupt nichts von ihrem typischen lorenz´schen Humor.
Die Protagonistin Salyra war zu Beginn der Geschichte mal absolut nicht mein Favorit. Im Gegenteil! Das erste Viertel wollte ich Lara an den Hals springen aus lauter Frustration. Saly ist verwöhnt und übermäßig behütet, möchte ihren Kopf aufgrund einer eigentlich wichtigen Regelung schon durch setzen, schaffte es aber in keinster Weise die Konsequenzen abzusehen und trotzdem wird für die Prinzessin natürlich eine Ausnahme gemacht. Finia sind eh schon ein sehr harmoniebedürftiges Volk. Es gibt keine Gewalt. Es gibt sogar eine Regel, die besagt, dass Lügen bestraft wird und und und...
Lara Lorenz hat da für mein Gefühl zu Beginn wirklich eine skurrile Welt erschaffen.

Aber dann!!!

Dann ging es los. Mit der Reise, die Salyra aufgrund ihrer Fehler auf sich nehmen muss. Mit dem riesigen Abenteuer, dass über die eigentliche Last, welche eine 17-Jährige tragen sollte, weit hinaus geht. Mit dieser phänomenalen Geschichte. ICH WAR HIN UND WEG!!!
Es braucht seine Einführung in die Welt der Finia mit den seltsamen Konventionen, mit den seltsamen Ansichten und Gebräuchen. Aber als diese Welt beginnt in die Brüche zu gehen, weil Salyra eine Prophezeiung missachtet bzw. ihr einfach nicht genügend Glauben schenkt, ist plötzlich die Schei*e so richtig am dampfen. Ich habe ab diesen Zeitpunkt das Buch keine Sekunde mehr aus der Hand legen können. Trotz der starken Seitenanzahl wurde die "Finia Saga - Mondblaue Nächte" (Band 1) von mir innerhalb von zwei Tagen weg gelesen und dann wollte ich unbedingt mehr.

Saly macht auf ihrer Reise eine unglaubliche Entwicklung durch. Von der Prinzessin, die auf gut deutsch gesagt, von tuten und blasen keine Ahnung hat, zu einer ehrgeizigen jungen Frau, die selbst in den heftigsten Situationen mit einem Ehrgeiz an die Sache ran geht, dass ich sie von Kapitel zu Kapitel mehr gefangirlt habe. Sie macht sich und am Ende hat sich mich echt überrascht. Ihr werden so riesige, fast schon unüberwindbare Berge in den Weg gelegt, dass ich an der einen Stelle absolut konform mit ihr am Boden saß und mir dachte, so kannst du deinen Weg nicht weiter gehen.
DAS ist unmöglich! Was passiert? Lest es selbst!

Aber nicht allein die Hauptperson macht dieses Buch aus. Das malerische Setting mit der genial durchdachten neuen Welt ist ein echter Hingucker. Die Nebencharaktere sind so detailliert aufgebaut, dass sie fast greifbar vor dem inneren Auge auftauchen. Ihre Freundinnen könnten nicht unterschiedlicher sein und denkt man zuerst, diese Person ist sympathischer als die andere, zieht die Autorin ein Ass aus dem Ärmel und es ändert sich einfach jegliche Ansichtsweise. Ihr solltet Sonia und Peela, Cae und Assam, oder auch diese sehr eigenartigen Mönche und Meerwesen, und Wüstenbewohner selbst kennen lernen. Ich war einfach geflasht.

Mein Herz gehört übrigens Noe. Und nein, das ist kein Typ, der eine Liebesgeschichte vom Zaun bricht. Übrigens gibt es in diesem Band erstmal nur eine Andeutung auf eine mögliche Verbindung. Irgendwann, später, vielleicht....  Erzählt wird aus der Sicht von Salyra, ab und zu gibt es Mal einen kurzen Blick auf einen anderen Charakter und sein Denken, aber das ist sehr selten.

Mag die Schreibweise zu Beginn des Buches noch etwas einführend und einen Hauch trocken wirken, muss ich im Nachhinein völlig eingestehen, dass es unbedingt dazu gehört. Lara Lorenz hat die Einführung in ihre erfrischend neue Welt so leicht und locker gehalten, wie es möglich ist und es bedarf dieser Erklärungen einfach. Man versteht ab 20% des Buches einfach alles viel besser und der Knall mit dem es dann auf die eigentliche Abenteuerreise geht, ist bombastisch und spannend, blutig und nervenaufreibend. Ich war so in der Situation gefangen, dass ich fast vergessen hätte zu atmen. Also ja: Übersteht den Anfang einfach und lasst euch dann mitreißen!!! Es wird so spannend, so innovativ und spritzig -  ihr seht langsam gehen mir die Worte aus.

Mehr werde ich euch nun nicht verraten. Ich kann euch das Buch nur wärmstens ans Herz legen, denn dieser Auftakt ist jetzt schon eins meiner Highlights dieses Jahr und ich will unbedingt mehr!!!

Vielen Dank an Lara Lorenz für das Vertrauen und das Testbuch. Ich darf hier noch dazu fügen, dass mich das in keiner Weise in meiner Meinung beeinflusst hat.

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Bad Boy - Bad Girl

Rose Bloom
E-Buch Text
Erschienen bei OBO e-Books, 03.07.2018
ISBN B07F897L9J
Genre: Sonstiges

Rezension:

Gwen ist keine typische Frau im eigentlichen Sinne. Sie ist eigensinnig, stur und schlagfertig, liebt schnelle Autos und kann nicht kochen. Aber selbst in ihrem gut versteckten Herzen sucht Gwen nach einer Person, die ihr die verdiente Aufmerksamkeit und ein richtiges Zuhause schenkt. Ihre Vergangenheit und leider auch die momentane Situation machen die junge Frau zu einem ganz besonderen Fall.

Als dann der attraktive Mike ihre Wege kreuzt, fällt sie gefühlsmäßig aus allen Wolken. Denn auch wenn man Wünsche hat, ist man nicht immer auch bereit für ihre Erfüllung. Mike hat eine schlimme Vergangenheit und Gwen ist nicht das “Good Girl”, für das er sie hält. Wie diese zwei unterschiedlichen und sich doch so ähnlichen Personen aufeinander knallen, wird eine mächtige Explosion der Gefühle geben. Kann Gwen sich der dunklen Seite entziehen oder geht alles in die Brüche? Und wird Mike alles in den Sand setzen oder sie retten?

"Bad Girl - Bad Boy"  gefiel mir auf den ersten Blick wegen dem Klappentext, weil es nicht die typische Bad Boy Story ist, sondern endlich die Frau mal den Part der bösen Partei übernehmen darf.

Die Schreibweise von Rose Bloom ist bei ihrem Debüt noch etwas verschachtelter, als bei ihren neueren Büchern. Man stolpert ab und zu mal über den ein oder anderen Schachtelsatz, aber wirklich gestört hat mich das nun nicht. Ansten schreibt die Autorin flüssig und auch wortgewandt. Durch ihre humorvollen Dialoge und die Tiefe der Charaktere in den einzelnen Sichten, kann man sich gut rein versetzen. Allein die Schlagabtäusche zwischen Mike und Gwen sind zum schreien komisch.

Neben den Hauptcharakteren sind auch die Nebendarsteller sehr sympathisch. Nicht allzu tiefgründig, aber doch mit ein paar süssen Details versehen, sodass die Freunde der Protagonisten Eindruck hinterlassen.

Die Story hatte ein paar sehr heiße Szenen, knistert gewaltig und zum Schluss wurde es nochmal nervenaufreibend spannend. Rose Bloom hat das Talent zu amüsieren und zu unterhalten,  und auch mit ihrem Debüt schon, hat sie mir ein paar süße Lesestunden verschafft.
Eine leichte Story mit ein paar knackigen Wendungen für Zwischendurch.

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246 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

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The Ivy Years – Was wir verbergen

Sarina Bowen , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.06.2018
ISBN 9783736307872
Genre: Liebesromane

Rezension:

Scarlett muss auf die harte Tour lernen was es heißt, für den Fehler eines anderen bestraft zu werden. Ob ihr Vater getan hat, für was er angeklagt wurde, sei hier dahin gestellt. Die Menschen sind oberflächlich genug eine unschuldige junge Frau genauso zu behandeln, als wäre sie er. Scarlett ändert den Namen und fährt zur Uni. Lügen säumen ihren Weg und trotzdem ist sie eine Kämpfernatur. Als ihr Bridger über den Weg läuft, dessen Geheimnis auf andere Art erschütternd ist, finden sich zwei Seelen. Beide kämpfen um einen besseren Platz in der Gesellschaft und darum als Individuum gesehen zu werden. Kinder sollten niemals für ihre Eltern haften müssen.

Ich finde die neue Geschichte von Sarina Bowen sehr ergreifend. Ich musste mir mehr als nur einmal die Tränen weg wischen, ob der schieren Verzweiflung in beiden Fällen. Auch wenn sich die Emotionen auf verschiedene Situationen beziehen, sind beide Protagonisten derb vorbelastet. Trotzdem unterstützen sie sich auf eine ganz besondere Art, die mir diese besondere Verbindung zwischen Bridger und Scarlett aufgezeigt hat.

Leider fand ich den Anfang etwas zu locker. Manchmal haben die Charaktere nicht nach dem gehandelt, wie sie es sich ein paar Seiten zuvor noch vorgenommen hatten, und das ohne eine Erklärung. Und am Ende haben mir zu viele Informationen gefehlt. Ich hätte mir nochmal ein Aufeinandertreffen gerade zwischen Scarlett und den Eltern gewünscht. Auch war es schade, dass dann die Lösung und das Ende alles doch recht schnell abgehandelt war. Das Buch ist definitiv schön und auf Gefühlsebene sehr tiefgehend. Ich hätte mir aber ein bisschen mehr Detailtreue gewünscht.

Die Nebencharaktere sind dafür facettenreich gestaltet. Ob der Onkel oder die WG Mitbewohberinnen von Scarlett, die Kumpels von Bridger oder natürlich auch Lucy selbst, sie waren sehr sympathisch und unterschiedlich im Wesen gehalten. Es gibt ein kurzes Wiedersehen mit Corey und Adam, was mich berührt hat. 

Alles in allem ein schöner zweiter Band. Jedes Buch der Reihe ist in sich abgeschlossen und einzeln lesbar. Da man aber auf andere Charaktere aus dem vorherigen Buch trifft, bietet es sich an der Reihe nach zu lesen.

Die Schreibweise ist, bis auf meine oben genannten Anmerkungen, locker und leicht. Bei jedem Buch von Sarina Bowen fliegt man nur so über die Seiten und verbringt ein paar schöne Lesestunden. Ich mag es, wie sie zwischen lockerem Humor und tiefgehender Handlung hin und her switchen kann und dabei ihren ganz eigenen Stil fährt. Jedes ihrer Bücher ist auf seine Art eine besondere Geschichte und ich würde auch jedes Buch aus der Feder von Sarina Bowen lesen.

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78 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Tell me three things

Julie Buxbaum , Anja Malich
Flexibler Einband
Erschienen bei ONE, 29.06.2018
ISBN 9783846600726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein neuer Ort. Eine neue Familie. Eine neue Schule.

Eine alte Jessie....

Von Chicago nach L. A. zu ziehen ist schon nicht einfach. Aber dazu in eine neue familiäre Situation geworfen zu werden und auch noch in die teuerste Privatschule der Umgebung gehen zu müssen, ist für Jessie echt ein Albtraum. Das bodenständige Nerdmädchen mit dem eher flippigen Kleidungsstil fällt auf der Privatschule auf wie ein bunter Hund. Auch ihre verheerende Tollpatschigkeit trägt wohl dazu bei, dass Fettnäpfchen immer besonders ihr ein Bein stellen. Da kommt die mysteriöse Nachricht eines angeblichen Mitschülers, der sich nur Somebody Nobody nennt, genau zur rechten Zeit. Er bietet ihr Hilfe an, sich in diesem Minenfeld zu bewegen und wird eine feste Größe in Jessie´s Leben. Neben neuen Freundinnen,  Zoff mit den Eltern, der schwierigen Lage sich zurecht zu finden und überhaupt sich selbst zu finden, muss die 16-jährige auch noch heraus finden, wer dieser poetische und doch so trockene Emailschreiber ist. Dabei arbeitet sie noch den tragischen Tod auf, der ihr Leben erst in diese Situation gebracht hat.
Rockstar Liam? Der gutaussehende Caleb? Ihr Stiefbruder Theo? Der verschrobene Ethan?
Oder möchte ihr jemand doch einen bösen Streich spielen? Lest selbst!

Zu Beginn ist Jessie ein typisches Teenagermädel. Jede Situation ist ein Angriff auf sie, die neue Umgebung nicht leicht zu bewältigen und auch die Einsamkeit macht ihr sehr zu schaffen. Aber dann beginnt sie auch durch Hilfe von SN aus ihrem Schneckenhaus zu kriechen, wird ein bisschen mutiger, offener und nach und nach macht sie sich immer besser. J zu beobachten ist, als würde man seine eigene Teenagerzeit teilweise noch einmal aus anderer Sichtweise betrachten und ich finde Julie Buxbaum hat es wundervoll beschrieben. Die Zeit des Erwachsenwerdens ist ein Prozess über Jahre und der ist weiß Gott nicht immer einfach. Wie sie ihre Probleme bewältigt, ist authentisch, altersgemäß und sehr sympathisch.

Das junge Mädel zu so einer wichtigen Zeit begleiten zu dürfen war aufregend und emotional zugleich. Nervenaufreibend, witzig und eine Achterbahn der Gefühle, genauso wie es sein muss.

Die Nebencharaktere sind ganz zauberhaft gestaltet. Die wichtigsten bekommen einen kleinen, aber stilvollen Hintergrund. Sie sind echt und wirken sehr plastisch. Man kann sich toll in sie rein versetzen und umso mehr man vor allem die freundlichen Jungs und Mädels der Schule kennen lernt, umso mehr schließt man sie ins Herz.

Auch die Schreibweise von Julie Buxbaum ist einfach klasse. Der Sprachstil ist jugendlich gehalten, passend zum Alter der Protagonisten und die Seiten fliegen nur so dahin. Locker und leicht, emotional wie auch humorvoll beschreibt sie, wie sich ein junges Mädchen durch ihren Alltag schlägt und dabei nach und nach ein Stückchen reift.

Mein heimlicher Favorit hat sich zum Schluss auch als "der Richtige" herausgestellt und ich bin unglaublich Happy darüber. Die Idee ist vielleicht nicht unbedingt die neueste, aber ich liebe das Buch, die Handlung und die kleinen Überraschungen, aber vor allem liebe ich die Verbindung zwischen zwei besonderen Menschen, die nicht so ganz in die Gesellschaft zu passen scheinen, es aber dann doch wieder irgendwie tun... falls ihr versteht was ich meine.

Ein klarer Buchtipp!

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Secret Darkness. Im Spiegel der Schatten (Ein »Secret Elements«-Roman)

Johanna Danninger
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.07.2018
ISBN 9783646604153
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Vorgeschichte von Luisa Cunningham hat mich schon interessiert, als ich die “Secrets Elements”  – Reihe von Johanna Danninger verschlungen habe. Wie kam es überhaupt dazu, dass die Dunkelheit ein Problem für die Menschheit wurde und wie war Lou überhaupt als junge Frau? Die Elements-Reihe machte neugierig darauf und ich konnte natürlich nicht drum herum.

Luisa ist eine engagierte und sehr ehrgeizige junge Frau, die ihr Leben ihrem Traum gewidmet hat. Ein Agent der Agency zu werden um die Anderwelt vor der Dortwelt zu verstecken und gleichzeitig kriminelle Absichten der Anderweltler zu bestrafen. Neu in Team 6 trifft sie auf ein liebevolles Team sowie Alator Stanson, den Frauenheld schlechthin. Aber natürlich muss sie sich nicht nur mit dem aufgeblasenen Kerl rumschlagen, auch die verschwundenen Stücke des Schlüsselsteins werfen große Probleme auf.
Wird das Tor zur Schattenwelt geöffnet oder
schafft es das Team diesen wahnsinnigen Plan noch zu verhindern?

Wer die darauffolgende Reihe gelesen hat, weiß natürlich schon Bescheid. Ich muss gestehen, dass ich mir Luisa etwas schlagfertiger vorgestellt hätte. Ab und zu war sie schon sehr wortgewandt, aber teilweise erschien sie mir schon auch sehr unsicher. Der Authentizität tut das auf jeden Fall keinen Abbruch. Luisa wirkt echt und zugänglich, wenn auch eben anders als erwartet. Wir lernen sie in der Phase kennen als sie erst zu der Person heranreift, von der später geredet wird.

Alator ist eine Überraschung. Ich finde es echt witzig zu erfahren, wie dieser strenge Mann seine Jugend verbracht hat. Er wickelt mit seinem Charme fast jede Frau um den Finger, nur eine eben nicht. Natürlich ist das ganze etwas vorhersehbar, aber die Autorin hat mich schon überrascht. Tory ist zwar impulsiv, unberechenbar und ein Herzensbrecher, aber hinter dieser Schutzmauer aus Selbstbewusstsein und großer Klappe verbirgt sich ein sehr intelligenter und einsichtiger Kerl. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass er genau über sich und seine Eigenarten Bescheid weiß. Als er uns einen Blick auf seine Seele gewährt, konnte Tory mich mehr berühren, als mit seinem unvergleichlichen Charme und ich rechne ihm hoch an, dass er klar und frei raus sagt, was er denkt und nicht so komische Spielchen spielt.

Die Nebencharaktere sind absolut zuckersüss und ich war soooo entzückt, später sogar einen kleinen Racker kennen zu lernen, dessen Mauer in der “Secret Elements” – Reihe noch dicker ist, als bei Alator Stanson.

Nichtsdestotrotz des wehmütigen Wiedersehens mit der Anderwelt konnte mich die Geschichte nur zum Teil packen. Die Handlung ist spannend und beinhaltet ein paar knackige Überraschungen. Ich fand es toll, wie Johanna Danninger viele Details verwendet hat, bei denen einfach der “Aha”- Effekt auftauchte und man an die Folgebände denken musste, das Buch aber so verständlich machte, dass man es als Einzelteil super lesen kann.

Was mir persönlich nicht ganz so gefallen hat, waren die gelegentlichen Wort- und Satzwiederholungen der Charaktere. Irgendwie erschien mir die Schreibweise zwar flüssig und leicht, aber nicht ganz so abwechslungsreich, wie ich es sonst von der Autorin gewohnt bin.

“Secret Darkness” verspricht angenehme und spannungsgeladene Lesestunden gespickt mit dem ein oder anderen Lacher. Ich habe mich amüsiert und kann das Buch als Vorgeschichte gut empfehlen.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Wasteland 2: Zeit der Rebellion

Emily Bähr
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.07.2018
ISBN 9783646604252
Genre: Sonstiges

Rezension:

Oh wow, was hab ich auf diesen Tag hingefiebert. Echt, als ich den Cliffhänger am ersten Teil der Wasteland Reihe über mich ergehen lassen musste, wollte ich Emily Bähr gerne den Hals umdrehen oder anspringen oder so. WAS HAT SIE UNS DA NUR ANGETAN?

Aber nun ist das Warten vorbei und ich darf euch verkünden: Es hat sich sowas von gelohnt!

Lys, Z, Vic, Calvin und J.S. haben es geschafft das Labor im Untergrund in die Luft zu jagen. Als J.S. (mein heimlicher Favorit im Buch) sich opferte um den Zünder per Hand zu betätigen, ist mir eine Träne über die Wange gelaufen, weil ich echt dachte, hell no!!! Der darf nicht sterben. Auch für Z und Lys sah es furchtbar aus. Der eine lag schwer verletzt unter Trümmern, mehr tot als lebendig und Lys war angeschlagen von der Explosion. Als sie erwacht, ist die Realität schlimmer, als jeder Albtraum, der ihr vorher in den Kopf hätte kommen können. Weiße Wände, weiße Möbel, Männer in weißen Uniformen und elektrische Sensoren an Kopf und Gelenken. Vor ihr der Teufel in Person mit dem Hang ihr auch noch die letzten Nerven im Körper zu grillen.

Sein Antrieb? Die Rebellen.

Aber Lys weiß nichts. Nicht wo diese sich befinden, nicht ob ihre Freunde am Leben sind, nicht ob sie sich hier jemals wieder an einem Stück raus bewegen wird. In der Zwischenzeit tun unsere verbliebenen Freunde das, was sie am besten können. Einen unmöglichen, verrückte, ja quasi desaströsen Plan aushecken um Lys zu befreien. Im Spiel: Alkohol, viel chinesisches Essen und eine 500kg Plutonium Bombe.

Ich verspreche, es wird spaßig...

In den zweiten Teil von Wasteland einzusteigen war ein Leichtes. Manchmal tue ich mich bei Reihen etwas schwerer ins Geschehen zu finden, weil man ja ein bisschen Zeit dazwischen hatte um Details vielleicht zum Teil auch etwas im hinteren Winkel des Gehirns zu verstecken. Emily Bähr hat da eine grandiose Idee. Jeder der Charaktere erzählt zu Beginn des Buches aus seiner Sichtweise eine kleine Einführung, bei der ich mich schon übel lachend liegend auf der Couch wieder gefunden habe. Ich kann es nicht anders sagen, als das die Autorin mich jedes Mal sofort in ihren Bann zieht, wenn man ihr Buch in die Finger kriegt.

Erzählt wurde das Buch dann die meiste Zeit aus den Sichten von Lys und Z. Ab und zu mal ein paar Einwürfe von den Freunden, aber da das immer oben drüber steht, mit wem wir gerade das Vergnügen haben, habe ich mich super zurecht gefunden und außerdem macht es einfach Spaß in diese unterschiedlichen Persönlichkeiten einzutauchen und ihr besonderes Denken genauer unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Lys muss im zweiten Teil wahnsinnig stark sein, da wir viel von ihrer Folterung mitbekommen und als politische Gefangene wird sie natürlich nicht mit Samthandschuhen angefasst. Von Wasser-, Elektrizitätsfolter bis hin zu dunklen Kisten, in denen sie sich nicht einmal setzen kann. Als Leser ist es manchmal unheimlich schwer nicht für sie in Tränen auszubrechen, aber die junge Frau ist so dermaßen tough, dass ich nur meinen imaginären Hut ziehen kann, aus lauter Respekt. Natürlich gibt es Momente in denen sie zusammen bricht, weint und am liebsten sterben würde. Aber dann gibt es diese lichten Momente in denen sie etwas kleines, feines , durchaus positives erlebt und sie findet neuen Mut zu kämpfen. Ob dieser belohnt wird, müsst ihr natürlich selbst raus finden. Ich finde es auf jeden Fall bemerkenswert, welche andere Seite uns Emily Bähr an Lys entdecken lässt. War sie im ersten Teil noch durchaus sehr ängstlich, ab und zu leichtgläubig und sensibel, muss sie hier die Kämpferin raus holen. Ich bin einfach ein Fan von ihr geworden und auch die kleineren Schwächen lassen sie erst authentisch wirken, so wie es sein soll.

Auch Z macht sich. Er öffnet sich, gezwungenermaßen und auch wenn man ihn ab und zu mal gerne an den Schultern packen möchte um ihn zu schütteln, weil er gerne lieber abhauen würde, merkt man einfach, wie viel in ihm steckt. Da ist eine verletzte Seite an ihm, die er so stark hinter seiner Maske aus Brutalität, Abgebrühtheit und den scharfen Sprüchen verstecken kann, die mich total fasziniert. Ich weiß, dass da mehr ist, in dem Kopfgeldjäger und die verwirrenden Gefühle zu Lys lassen ihn ein wenig weicher werden. So kommt es, dass er sich mit dem Team abermals rumschlägt, Mordgedanken natürlich inklusive, aber er tut es. Und plötzlich findet man auch bei ihm ein Lächeln auf den Lippen....

Mehr verrate ich euch nicht, denn ob die anderen verletzt, tot oder am Leben sind, sollt ihr schon selbst raus finden. Ich kann euch aber nur vehement mitteilen, es selbst zu lesen, da es sich von hinten bis vorne lohnt. Die Schreibweise von Emily Bähr ist locker und leicht. "Wastland 2: Zeit der Rebellion" ist für mich ein richtiger Pageturner und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Die Spannung steigt unaufhörlich, die Nerven liegen blank. Die Emotionen sind genauso hart und schwer, wie auch leicht und ab und zu gespickt mit süßen Nichtigkeiten, die uns das ganze leichter ums Herz machen lassen. Der sarkastische und manchmal auch sehr schwarze Humor bringt die gewisse Unbeschwertheit in die Handlung und die Schwere des Themas. Ich liebe den zweiten Teil und möchte sofort wissen wie es weiter geht.

Das große Finale endet in einem unvergesslichen Knall und auch wenn der Cliffhänger dieses mal erträglich ist... Ich kann nur Lys zitieren: " Das ist erst der Anfang!" Und das ist er. Danke an die Autorin für dieses phänomenale Setting, die Überraschung wo wir uns befinden ist dir gelungen, und ja:
ICH WILL MEHR!

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111 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Die Legenden von Karinth (Band 1)

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 25.09.2016
ISBN 9783906829203
Genre: Fantasy

Rezension:

**  Achtung! Rezension enthält kleine Spoiler um die Meinung konstruktiv darzulegen  **

Was soll ich dazu sagen? Nachdem ich so viel Gutes über diese Dilogie und vor allem auch den ersten Teil gehört habe, war ich natürlich schon etwas gespannt darauf. Kerstin von Booknerds by Kerstin und ich haben uns aufgerafft und dieses tolle Cover vom SuB befreit. Denn ein Hingucker ist es und auch die Aufmachung des Prints gefällt mir wirklich gut. Und dann.... aber von Anfang.

Auch wenn ich kein so wirkliches Mitgefühl mit Prinzessin Amyéna habe, ist es zumindest verständlich, das sie weg musste aus ihrem Palast um die höfischen Gepflogenheiten einfach mal hinter sich zu lassen und ein selbstbestimmtes Leben leben zu können. Das Positive ist der Einstieg ins Buch, als der Leibwächter Maryo darauf angesetzt wird, die entflohene Prinzessin zurück zu holen. Denn er ist großspurig, selbstsicher und schlagfertig. Seine Sprüche sind echt witzig und die ersten 12. Kapitel war ich auch absolut verliebt in ihn. Und dann kam der Rest und ich war so enttäuscht.

Die Magierin Edana fällt dem Leibwächter auf seinem Weg quasi vor die Füße und das ist ein glücklicher Umstand, zumal er irgendwie nach Karinth gelangen muss. Sie wird ihm dabei helfen und auch Edana trägt Geheimnisse in sich, über die wir aber leider fast nichts erfahren. Die Kernaussage wird uns schon mitgeteilt, aber was es damit zu tun hat oder warum sie verfolgt wird, überhaupt aus ihrer Heimat geflohen ist und und und... Nichts.
Es gab eigentlich so viele tolle Ideen der Autorin. Da waren Elfen, Magier, Amazonen, Bösewichte und plötzlich auftretende Visionen, aber wir dringen einfach nicht tiefer in die Handlungsstränge ein.

Die Charaktere sind platt und ohne wirklichen Hintergrund. Jeder wird mal schnell angerissen und dann wieder fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel. Ich verweile in der Geschichte grundsätzlich nirgends so lange um die Personen kennen zu lernen oder ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Es wird sogar ab und zu eine 3. und 4. Sichtweise eingebaut, und trotzdem ist die Handlung so ereignislos, dass ich mich manchmal schon gelangweilt habe.

Da wird dem Leser dann eine "Liebesgeschichte" aufgezwungen, wenn man sie so benennen kann. Denn eigentlich liebt er ja eine andere, aber sie hält halt als zweite Wahl her und ehrlich: Ich hab das so gehasst, wie sie sich behandeln lässt und auch wie oberflächlich und voller Vorurteile er ist. Obwohl er dem ja dann wieder DOCH nicht widerstehen kann. Es ist echt traurig.

Zwischendrin war die Handlung selbst einfach zu simpel. Ich könnte euch das ganze in wenigen Sätzen zusammen fassen. Da sind so viele Worte und trotzdem erscheint mir die Geschichte so nichtssagend. Es tut mir echt leid, denn die Schreibweise der Autorin ist eigentlich ziemlich klasse. Leicht und flüssig, so sprachlich gewandt, dass man schon gut über die Seiten fliegt. Wäre die Story jetzt irgendwie gehaltvoller oder einfach emotional oder spannend, oder was man sich halt so vorstellt, hätte ich sicher auch das Bedürfnis weiter lesen zu wollen, aber so leider nicht.

Mein Bewertung zeigt, dass die Autorin durchaus schreiben kann, humorvoll sein kann und auch frische Ideen hat. Ich habe das Buch beendet und es liest sich ja trotzdem sehr flüssig. Nur in der Umsetzung hapert es dann doch und ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Feral Moon 1: Die rote Kriegerin

Asuka Lionera
E-Buch Text: 455 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.06.2018
ISBN 9783646301243
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wisst ihr, wie es ist, ausgegrenzt zu werden? Nur geduldet, geächtet und ignoriert, immer bedacht darauf als Frau nicht zu sehr die Aufmerksamkeit der Männer im Dorf zu erregen? Unsichtbar. Das wollte Scar die meiste Zeit am Liebsten sein. Ihr einziger Freund, Vertrauter und großer Bruder: Tristan. Neue Gefühle schleichen sich ein und Scar erfährt, was Bauchkribbeln bedeutet. Doch die Gesellschaft hat andere Pläne mit ihr. Eine Unberührbare soll sie werden und Großmutter zeigt ihr, was es bedeutet diesen Job zu machen, oder wie die Alternative in der Stadt aussehen würde. Aber Scar will nichts davon. Ihr ganzes Leben schaut sie beim Kampftraining der Wächter zu, um sich gegen die Ferals, wolfsähnliche Tiere, welche die Städte und Dörfer bedrohen, behaupten zu können.
Doch es kommt schlimmer, als gedacht.



Eine Begegnung mit zweifarbigen Augen…

Eine Flucht, die zum Tod führt…

Eine Beanspruchung, die ihr Leben verändern, erschüttern, sogar die Zukunft beeinflussen soll, und ihr Weltbild auf den Kopf stellen wird.

Das Meisterwerk von Asuka Lionera beginnt und ihr alle werdet ihm verfallen…

 
Das erste Kapitel begann und ich war einfach weg. Fast augenblicklich fesselte mich die Handlung so sehr, ich konnte nicht aufhören! Scarlet ist genau die richtige Mischung. Zu Beginn ein süsses, etwas naives Mädchen. Zum ersten Mal verliebt, kämpfend um ihren Platz im Dorf und noch so weich und für ihre Verhältnisse fast schon liebevoll, trotz des Verlustes, den sie erleiden musste. Und dann rotzt sie euch quasi alle über den Haufen mit ihrem Selbstbewusstsein, ihrem Ehrgeiz und ihrer Stärke.
Die erste Hälfte ist der Grundstein für den weiteren Verlauf und Scarlet muss etwas erleben, dass sie zur besten Kämpferin im ganzen Reich werden lässt. Notgedrungen. Ich konnte mich nicht wehren, sie absolut in mein Herz zu schließen und gleichzeitig großen Respekt zu empfinden. Sie wird eiskalt, wahrt ihre Maske und lässt niemanden mehr an sich ran. Zumindest versucht sie das… und ihr einziges Ziel ist Rache. Es treibt sie durch 5 Jahre hartes Training und am Ende wird sie ihr Glück versuchen:
Bei der königlichen Garde.

Die Schreibweise ist dermaßen fesselnd, dass ich den ersten Band gleich an einem Stück weg gezogen habe. Mich hat jede Begegnung nur noch mehr in den Bann gezogen und ich habe beim Lesen einfach die Zeit vergessen. Es ist locker und leicht, witzig, traurig und romantisch angehaucht, aber auch so eiskalt und brutal. Eine perfekte Mischung, erzählt aus zwei Sichten.

Um euch nicht zu spoilern, erzähle ich euch nichts über den weiteren Verlauf oder die Charaktere. Ich möchte, dass ihr unvoreingenommen an diese Bücher heran gehen könnt, aber wenn ich euch noch überzeugen muss, nur so viel.

Die Welt ist genial gestaltet und gut durchdacht. Die Idee ist erfrischend und spritzig. Die Liebesgeschichte lässt sich im ersten Teil Zeit, wobei richtig heiße Knistermomente euch umhauen werden und die Ausstrahlung um den männlichen Protagonisten so einnehmend ist, dass ihr euer Herz bei der ersten Begegnung verlieren werdet.

Ich wollte laut lachen, durch die schlagfertigen Dialoge und frechen Sprüche. Ich wollte weinen, ob der Grausamkeit, die Scar erdulden musste. Ich wollte sie schütteln, um ihr die Vorurteile und Blindheit aus dem Kopf zu fegen und ich habe befürchtet bald Schmetterlinge auszuatmen, weil mein Bauch, meine Haut und meine Fingerspitzen so gekribbelt haben, dass ich dachte, ich werde noch wahnsinnig vor lauter Glücksgefühl.

Ich liebe den ersten Band und kann ihn nur wärmstens empfehlen.
Das ist meine Lieblingsreihe von Asuka Lionera und sie hat mich aus den Socken gehauen!

Ich freue mich darüber, Testleser sein zu dürfen und bedanke mich für das Vertrauen. 
Ich darf aber anmerken, dass dies mein Urteilsvermögen in keinster Weise beeinflusst hat.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Unterweltpakt - König und Ritter

Sarah Lilian Waldherr
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 15.06.2018
ISBN B07D7HT84K
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Teil der "Unterweltpakt" - Reihe ist so dermaßen spannend, düster, geheimnisvoll und nervenaufreibend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Das erste Kapitel hat mich so überrascht und gefesselt zugleich, dass ich gleich in der Story drin war und nicht mehr weg wollte.

Um jeden der Charaktere drängen sich Geheimnisse und zum Teil düstere Vorahnungen. Es ist unheimlich. Es ist brutal zeitweise. Es ist kaltherzig, und doch in der tieferen Bedeutung so aufrichtig liebevoll und beschützend, das ich den Charakteren ziemlich schnell verfallen bin.

Ich bin geflasht und komme nicht umhin euch einfach zu empfehlen das Buch selbst zu lesen. Die Emotionen reißen einen total mit und bei der traurigsten Szene habe ich Tränen vergossen.
Tränen für den Feind....

Sarah Lilian Waldherr hat eine bildliche und gewandte Schreibweise, leicht und locker, und doch so verstrickt in ihren Handlungssträngen, dass man die aufklärenden Details erst nach und nach erfährt. Zum Glück sind zwar ein paar Hinweise gestreut, aber schön verborgen, sodass man zwar ins Grübeln kommt, sich aber nicht schon selbst zur Hälfte des Buches spoilern kann. Ich fand es echt mega und möchte jetzt unbedingt gleich weiter lesen.

Lianne ist eine wunderbar starke und doch so zartfühlende Person. Und Arien hat mich jetzt schon in seinen Bann gezogen. Ich will unbedingt wissen, warum er so düster, eiskalt und unnahbar wirkt., ohne jegliche Gefühlsregung, und doch sind da kleine Regungen.

Lasst euch Corona und die Jagd auf Monster der speziellen Art nicht entgehen. Der Klappentext verrät nichts über den eigentlichen Hergang und hier ist manchmal nichts, wie es scheint.

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