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134 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, love, nina mackay, queen

Teenie Voodoo Queen

Nina MacKay
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492704755
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Die Abbildung der Protagonistin Dawn umringt von zahlreichen bunten Blumen wirkt auf mich absolut bezaubernd und kreativ. Ein wunderschönes und farbenfrohes Design, das sogar ein paar witzige Details offenbart, sobald man den Inhalt es Buches kennt.

Protas:
Dawn Decent, eigentlich ein ganz normaler Teenager, der tagsüber die Highschool besucht. Doch danach trainiert sie in der Voodoohexen-Abendschule ihre Zauberkünste, wobei sie sich selbst als die mieseste Voodoohexe des Universums bezeichnet. Ihre Verwandlungszauber enden meist nicht so wie gewünscht. Steckrüben und Frösche sind dagegen ihre Spezialität, was regelmäßig zur Belustigung ihrer Mitschüler beiträgt. Als eine Flutwelle ihre Heimatstadt New Orleans bedroht, muss Dawn mit den Loas, gottähnlichen Voodoo-Geistwesen, zusammenarbeiten. Gemeinsam mit dem attraktiven Ex-Alligator Jax und Lin, einem vorübergehend sterblichen Loa, macht sie sich auf in den Kampf gegen die dunkle Voodoomagie. Dabei gerät nicht nur ihr eigenes Leben in Gefahr, sondern auch ihr Herz, denn das fühlt sich zu beiden Jungs hingezogen.

Schreibe & Inhalt:
Das tolle Cover und der vielversprechende Klappentext von „Teenie Voodoo Queen“ haben mich sofort neugierig gemacht. Die Stadt New Orleans übt schon immer eine gewisse Faszination auf mich aus, und Nina MacKay ist es gelungen, eine fantasievolle und einzigartige Umgebung zu beschreiben. Den Stadtkern und die umliegende Sumpflandschaft mit ihren besonderen Bewohnern konnte ich mir bildlich vorstellen und das gesamte Setting hat mich mit Leichtigkeit in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig, frisch und natürlich wahnsinnig frech. Die Autorin besitzt einen wunderbar trockenen Humor, der bei mir für zahlreiche Lachflashs gesorgt hat. Die Protagonistin Dawn ist ein Teenager mit den üblichen Alltagsproblemen, bis auf die Kleinigkeit, dass sie eine Voodoohexe mit wenig Talent ist. Der Spott ihrer Mitschüler ist ihr somit sicher, aber Dawn nimmt es zum größten Teil mit Humor. Deshalb wirkt ihre unperfekte Persönlichkeit auch liebenswert und sympathisch. Ihre Gedankengänge sind einfach nur köstlich und haben mich oftmals aus heiterem Himmel laut auflachen lassen. Eine Hausaufgabe bringt sie dann zu dem Ex-Alligator Jax in den Sumpf. Dieser junge Kerl hat mit seiner kindlichen und unwissenden Art sofort mein Herz gewonnen. Er hegt gewisse Vorurteile gegenüber Voodoohexen und haut Dawn ab und zu einen fiesen Spruch um die Ohren, der zu urkomischen Dialogen führt. Seine Schokoladensucht ist so unsagbar süß und besonders. Ich hatte ständig ein Grinsen im Gesicht. Später wird mit Lin das Trio komplett. Er gehört zu den Loas und hat vorübergehend seine Sterblichkeit zurückerlangt. So kann er Dawn auf ihrer Mission begleiten und mit seinem Wissen unterstützen. Er ist der perfekte Beschützer und handelt völlig selbstlos. Im Gegensatz zu Jax ist Lin schon fast unschuldig, was mir aber sehr gut an ihm gefällt. Eine chaotische Teenie-Voodoohexe, ein schokoladensüchtiger Ex-Alligator und ein beschützender Loa. Für mich eine unschlagbare Kombination.

Spannungsbogen:
Die Geschichte ist so innovativ umgesetzt worden, dass hier definitiv keine Langeweile aufkommt. Dawn, Jax und Lin bekämpfen die dunklen Voodoomächte und dieser Kampf hält einige Überraschungen und Zitterpartien bereit. Das Ende hat mich eiskalt erwischt und meiner Meinung nach ist der Autorin hiermit ein Glanzstück gelungen.

Taschentuchfaktor:
Große Tränenmomente muss man nicht befürchten, dennoch wird es sehr emotional und dramatisch. Dawn hat wirklich kein leichtes Schicksal und hier muss man als Leser einfach mitfiebern.

Romantikfaktor:
Das Leben als Teenie-Voodoohexe braucht natürlich auch Liebe. Dawn hat das Glück gleich zwei junge Männer an ihrer Seite zu haben. Einer attraktiver und liebenswerter als der andere. Da fällt die Entscheidung wahrlich nicht leicht. Mein Herz ist regelmäßig gehüpft vor Freude, als beide um Dawns Gunst kämpfen.

Fazit:
Eine zauberhafte Geschichte über ein junges Mädchen, dass vor vielen neuen Herausforderungen steht. Diese meistert sie mit viel Humor, Mut und Herz. New Orleans, als Hochburg des Voodoo, gefiel mir wahnsinnig gut, genauso wie die vielschichtigen und unterhaltsamen Charaktere. Überraschende Wendepunkte, die immer wieder Zweifel wecken, amüsante Momente, die nicht von dieser Welt sind, und romantische Verwicklungen, in denen gleich zwei Herzensbrecher Dawn für sich gewinnen möchten. Die perfekte Mischung aus Magie, Spannung, Humor und Liebe. Absolut empfehlenswert! 

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Die Keltensklavin

Lily Monroe
E-Buch Text
Erschienen bei Plaisir d'Amour Verlag, 04.04.2018
ISBN 9783864953132
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover:
Das Cover ist ein wunderschöner Blickfang. Passend zum Protagonisten sieht man hier einen römischen Kämpfer in seiner Rüstung. Die Neugier wird direkt entfacht, da sich zwar ein sehr muskulöser Oberkörper offenbart, das Gesicht hingegen im Verborgenen bleibt. Die antike Schriftart ist dann das i-Tüpfelchen auf dem Design. Ein Gesamtbild, das perfekt auf den Inhalt des Buches abgestimmt ist.

Protas:
Die keltischen Zwillingsschwestern Iseabail und Inghean müssen aus ihrem Dorf fliehen und werden kurz darauf von römischen Legionären in Gefangenschaft genommen und in deren Lager gebracht. Dort werden sie dem Feldherrn Marius Gaius Licinus vorgeführt, der die Seltenheit dieses Zwillingspaars sofort zu schätzen weiß. Doch schnell wird klar, dass die Schwestern in ihrem Wesen so gegensätzlich wie Feuer und Wasser sind, was Marius zu der Entscheidung bringt, die Sklavin Inghean weit fort zu seinem Bruder bringen zu lassen. Iseabail wird von Marius als Lustsklavin beansprucht, im Austausch dafür, sorgt Marius für die Sicherheit von Inghean. Iseabail geht dieses Opfer ein, um ihre Schwester zu beschützen, doch zu ihrer Überraschung muss sie erkennen, dass die speziellen Wünsche des Feldherrn nicht nur qualvoll, sondern vor allem lustvoll für sie sind.

Schreibe & Inhalt:
Als dieses Buch vom Plaisir d'Amour Verlag angekündigt wurde, war ich absolut begeistert, denn historische Erotikromane gehören in der Buchwelt ja leider schon zur Randgruppe. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich endlich Lily Monroes neustes Werk in Händen halten konnte. Ein romantischer BDSM-Roman, der uns in die Zeit der Römer und Germanen zurückkatapultiert. Der Fokus liegt hier natürlich auf den Erotikszenen, das muss dem Leser bewusst sein. Darüber hinaus schafft die Autorin mit Einblicken in die Sklavenhaltung und die erbitterten Kämpfe eine authentische Atmosphäre. Die Wortwahl wechselt je nach Ort und Situation von sehr gehoben, zu unverblümt und deftig, was ebenfalls zu einem realistischen Leseerlebnis beiträgt. Iseabail eine ruhige und besonnene Protagonistin, die sich für ihre Schwester opfert und damit eine Größe und Stärke beweist, die bewundernswert ist. Sie spart sich ihre Kraft für Gelegenheiten auf, die erfolgversprechend sind, weicht dafür aber nie von ihren Prinzipien ab. Das Wohlergehen anderer, stellt sie grundsätzlich über ihr eigenes. Diese Tatsache macht sie unglaublich sympathisch. Auf der anderen Seite ist Marius, der es durch seine Stellung gewohnt ist, Befehle zu erteilen. Die Dominanz liegt ihm im Blut. Dadurch wirkt er anfangs sehr kühl und gefühllos. Für das Schicksal der Zwillinge zeigt er nicht das geringste Mitleid. Besonders er macht in dieser Geschichte einen großen Sprung in seiner Charakterwandlung. Zu einem gewissen Zeitpunkt bemerkt er, dass Iseabail keine x-beliebige Sklavin für ihn ist, und er sie seinen Gefühlen dementsprechend behandeln muss. Es macht Spaß die langsame Annährung zu beobachten, die über die körperliche Befriedigung hinausgeht. Ein tolles Paar, das mich Stück für Stück in den Bann ziehen konnte. Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, was mit Inghean bei Marius’ Bruder geschieht. Auch dieses Buch will ich nun unbedingt lesen.

Spannungsbogen:
Ein historischer Roman ist durch das Kennenlernen einer anderen Zeit immer sehr spannend. Die Gefangenschaft der Zwillinge und ihr weiteres Schicksal laden zum Mitfiebern ein. Gelingt ihnen die Flucht? Wird Iseabail ihre Schwester jemals wiedersehen? Zeigt Marius endlich Erbarmen? Diese Fragen wollen beantwortet werden und ein Weglegen des Buches ist somit unmöglich.

Taschentuchfaktor:
Der Kampf um Leben und Tod erzeugt regelmäßig Gänsehaut. Wer als Sieger hervorgeht, bleibt lange im Ungewissen. Somit wird der Geschichte die passende Dramatik eingehaucht. Die gewaltsame Trennung der Zwillinge sorgt ebenso für Tränenmomente.

Erotikfaktor:
Die erotischen BDSM-Szenen sind sehr prickelnd beschrieben. Marius verführt seine Lustsklavin mit Härte und Strenge und gewinnt ihre völlige Hingabe. Explizit, derb und schamlos, aber niemals niveaulos. Die einzelnen Momente hätte man etwas abwechslungsreicher gestalten können, was ich als kleinen Kritikpunkt anführen möchte. Trotzdem wird dem Leser hier eine berauschende Erotik geboten.

Fazit:
Lily Monroe hat mit ihrer „Keltensklavin“ einen tollen BDSM-Roman abgeliefert. Die historische Komponente wirkt authentisch und sorgt für eine einnehmende Atmosphäre. Die Kämpfe zwischen den Römern und Germanen sind spannend dargestellt und bieten die nötige Abwechslung zu den zahlreichen Erotikszenen. Das augenscheinlich ungleiche Gespann aus Marius und Iseabail entpuppt sich als ideale Verkörperung für Dominanz und Unterwerfung. Heiß, dramatisch und spannend. Wer histo-erotische Romane genauso sehr liebt wie ich, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.  

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sarina bowen, liebe, the ivy years, rollstuhl, college

The Ivy Years - Bevor wir fallen

Sarina Bowen , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.03.2018
ISBN 9783736304505
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover:

Das Cover ist wunderschön gestaltet. Besonders gefällt mir hier das blumige Design, das einen kleinen Hauch Vintage versprüht. Der Buchtitel ist mit großen Lettern in der typischen College-Schrift in Szene gesetzt. Die interessante Kombination hebt sich von der Masse ab und macht definitiv neugierig.

Protas:
Corey Callahan ist seit ihrem Sportunfall vor wenigen Monaten an den Rollstuhl gefesselt. Ihre Eltern behandeln sie seitdem wie ein rohes Ei und würden sie am liebsten nie aus den Augen lassen. Schon bald zerrt diese Rund-um-die-Uhr-Überwachung an Coreys Nerven und die Flucht auf ein weitentferntes College ist für sie die beste Lösung. Dort angekommen, trifft sie auf Adam Hartley, der vorübergehend auch mit einem körperlichen Handicap zu kämpfen hat. Diese Tatsache und ihre gemeinsame Leidenschaft für das Eishockey, führt schnell zu einer innigen Freundschaft. Doch für Corey ist eigentlich klar, dass Adam mehr als ein guter Freund für sie ist. Das einzige Problem ist nur, dass Adam vergeben ist und zwar an eine hochnäsige Zicke.

Schreibe & Inhalt:
Nachdem mich „True North“ von Sarina Bowen wahnsinnig begeistern konnte, war ich natürlich mächtig gespannt auf „The Ivy Years“. Dieser New-Adult-Roman ist anders, aber absolut im positiven Sinne. Der Leser erfährt auf gefühlvolle und realistische Art und Weise, wie eine junge Frau ihr schweres Schicksal meistert und niemals aufgibt. Eine Behinderung ist nicht das Ende der Welt und das zeigt diese starke und mutige Protagonistin sehr eindrucksvoll. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und locker. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Die Handlung kommt völlig ohne großes Drama aus und kann dennoch durchgehend fesseln. Corey ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ein schrecklicher Unfall zwingt sie dazu ihre Leidenschaft Hockey aufzugeben und ihr komplettes Leben umzukrempeln. Denn für Rollstuhlfahrer hält der Alltag einige Hürden bereit, die für gesunde Menschen überhaupt kein Thema sind. Hier spricht die Autoren viele Situationen an und zeigt wie wichtig Rücksicht ist. Corey ist trotz allem ein lebensfroher Mensch, der mit Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit jeden für sich gewinnt, oder sagen wir lieber fast jeden. Denn der attraktive Adam Hartley hat leider eine feste Freundin, die sagen wir mal, nicht gerade mit netten Worten um sich wirft. Manchmal wollte ich Adam wirklich kräftig durchschütteln. Er ist so ein sympathischer, hilfsbereiterer Typ mit einer frechen Zunge und dem Herz am rechten Fleck. Lange konnte ich nicht nachvollziehen, warum er mit so einer Person wie Stacia eine Beziehung führt. Corey und Adam wären hingegen das perfekte Paar. Es knistert von Anfang an zwischen den beiden und man spürt eine Atmosphäre, die es nur bei Seelenverwandten gibt. Es ist einfach wunderschön mitzuerleben, wie sie sich immer näherkommen und tiefere Gefühle ins Spiel kommen, die sie irgendwann nicht mehr leugnen können.

Spannungsbogen:
Es gab in der Story keine großen Spannungsspitzen. Das Buch lebt von seinen wundervollen Charakteren, die man auf ihrem steinigen Weg begleiten möchte. Nicht nur Corey muss ein schweres Päckchen tragen, auch bei Adam gibt es einige Enthüllungen, die für Abwechslung sorgen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, den ich musste wissen, ob Adam seine Freundin „abschießt“ und endlich mit Corey zusammenkommt.

Taschentuchfaktor:
Tränen sind bei mir einige geflossen, denn ich konnte mich sehr gut in Corey hineinversetzen. Sie muss ihre Träume aufgeben und weiß im gleichen Moment, dass nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Auf der anderen Seite hat sie so einen unbändigen Lebensmut, der einem Hoffnung gibt.
Demnach waren Trauer und Freude gleichermaßen schuld an meiner verschwommenen Sicht.

Erotikfaktor:
Zwischen Corey und Adam herrscht eine enorme Anziehungskraft, der sie anfangs natürlich nicht nachgeben dürfen. Doch allzu lange können sie die Finger dann doch nicht voneinander lassen. Die Erotikszenen sind im Vergleich zu „True North“ zurückhaltender, was ich in Anbetracht der Umstände auch absolut passend finde. Der Leser bekommt prickelnde Momente, in der perfekten Dosis serviert.

Fazit:
Der Auftakt von „The Ivy Years“ ist auf ganzer Linie gelungen. Die Protagonisten Corey und Adam muss man einfach ins Herz schließen. Sympathische und starke Persönlichkeiten, die mit ihrer lockeren und humorvollen Art überzeugen können. Ich liebe die beiden einfach. Eine Geschichte die berührt und zum Nachdenken anregt, aber eben auch witzige und heiße Szenen nicht auslässt. Für mich eine perfekte Mischung, die diese New-Adult-Story absolut empfehlenswert macht. Ich freue mich bereits jetzt auf Band 2 mit Adams Freund Bridger. 

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lügen, liebe, jugendbuch, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Das Cover hebt sich stark von der Masse ab und passt einfach perfekt zur Handlung. Vier Gesichtsausschnitte werden zu einem Ganzen und bilden den Kreis der Verdächtigen. Der Finger vor dem geschlossenen Mund symbolisiert gekonnt die vielen Lügen und Geheimnisse die im Raum stehen. Ein frisches und innovatives Design, das meine Neugier sofort entfachen konnte.

Protas:
Addy, Klassenschönheit und Homecoming-Queen, die selten ihre eigene Meinung vertritt und lieber mit dem Strom schwimmt. Cooper, gefeierter Baseball-Spieler, der unter enormen Erfolgsdruck steht und ein äußerst pikantes Detail von sich verbirgt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, die niemals die Regeln bricht und als Vorzeigeschülerin mit blütenweißer Weste gilt. Nate, vorbestrafter Drogendealer, dem man im Grunde jede Straftat zutraut. Und Simon, Gründer einer Gossip-App, der durch seine Enthüllungen nicht gerade beliebt bei den Schülern ist.
Diese fünf Personen treffen beim Nachsitzen aufeinander, doch bevor der Gong das Ende der Schulstunde einläutet, gibt es einen Toten und vier Mordverdächtige.

Schreibe & Inhalt:
Nachdem das tolle Cover und die vielen positiven Leserstimmen mein Interesse wecken konnten, musste ich diese Geschichte einfach lesen. Ein sehr spannendes Jugendbuch, das man nicht wirklich in eine Schublade stecken kann. Es ist weder ein harter Thriller, noch eine süße Romanze. Das Thema Mobbing in der Schule und die Auswirkungen auf die Betroffenen stehen hier ganz klar im Fokus. Und obwohl die Aufklärung eines Mordfalls behandelt wird, driftet die Handlung nicht ins Dunkle ab, sondern überzeugt mit einer gewissen Leichtigkeit. Mir gefiel auch sehr gut, dass die Story sehr erwachsen wirkt, und teeniehaftes Benehmen und alberne Dialoge nicht zu finden sind. Der Schreibstil ist frisch, frech und absolut flüssig. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht und das gesamte Setting zog mich förmlich in den Bann. Sämtliche Charaktere werden mit zahlreichen Facetten dargestellt und es wird schnell klar, dass der erste Eindruck täuschen kann. An jedem Schüler haftet ein bestimmter Ruf, der sich mit der Zeit nicht komplett bewahrheitet. Es braucht manchmal nur ein Gerücht, und eine Lawine gerät ins Rollen. Es wird dahingehend sehr schön aufgezeigt, wie andere Menschen uns beeinflussen und manipulieren können. Die Autorin gibt uns Einblick in das Leben der vier Verdächtigen und dieser stetige Perspektivenwechsel steigert die Spannung enorm, schürt aber auch Zweifel. Sobald man glaubt, den Täter identifiziert zu haben, offenbaren sich neue Erkenntnisse und das Rätselraten beginnt von neuem. Es ist unglaublich, wie der Leser an der Nase herumgeführt wird. Stück für Stück werden Bausteine positioniert, die den Anschein erwecken, der Lösung auf der Spur zu sein. Doch in der nächsten Sekunde fällt wieder alles in sich zusammen, und man ist wieder völlig ahnungslos. Diese hervorragende Erzählkunst habe ich irgendwie gar nicht erwartet, umso überraschter und begeisterter bin ich nun.

Spannungsbogen:
Wie bereits angedeutet, ist „One of us is lying“ ein Buch, das mich von Anfang an fesseln konnte. Fast jedes Kapitel schließt mit einem Cliffhanger ab, der den Verdacht in eine andere Richtung lenkt. Man rätselt, man grübelt, um am Ende doch festzustellen, dass nichts so ist wie vermutet.

Taschentuchfaktor:
Natürlich hat jeder der vier Verdächtigen sein Päckchen zu tragen und man bekommt Erklärungen, warum jemand so gehandelt hat, wie es eben der Fall war. Trotzdem wird hier eben nicht unnötig auf die „Tränendrüse“ gedrückt, um Personen in eine Opferrolle zu pressen. Es wird emotional, aber das große Drama bleibt aus.

Romantikfaktor:
Neben der Suche nach dem Mörder, entwickeln sich auch neue Freundschaften und Liebesbeziehungen, die Momente fürs Herz bereithalten. Ich habe auf jeden Fall mitgefiebert, ob sich am Ende gewisse Pärchen füreinander entscheiden, oder ob auch hier ein falsches Spiel getrieben wird.

Fazit:
Ein absoluter Pageturner!!! Der spannende Aufbau der Handlung grenzt an eine Meisterleistung. Es werden gekonnt falsche Fährten gelegt, um den Leser vollends zu verwirren. Die facettenreichen Charaktere lassen keinen Raum für Langeweile und animieren ständig zum Weiterlesen. Man kann sich nie sicher sein, ob jemand der süß und nett wirkt, nicht doch ein böses Spiel spielt. Der mitreißende und intelligente Schreibstil der Autorin ist einfach der Wahnsinn! Das Buch nimmt den Leser gefangen, und lässt ihn erst los, nachdem die letzte Seite verschlungen ist! Ich bin vollkommen begeistert und zähle diese Story schon jetzt zu meinen Jahreshighlights. Klare Leseempfehlung an alle, die sich gerne mal als Ermittler versuchen wollen! 

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181 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

neighbor dearest, penelope ward, geheimnis, liebe, trennung

Neighbor Dearest

Penelope Ward , Julia Brennberg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.02.2018
ISBN 9783442486977
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover:
Das Cover ist wunderschön gestaltet. Man sieht lediglich einen kleinen Ausschnitt eines Mannes. Dieser wirkt aber sehr anziehend, lässig und geheimnisvoll. Die Neugier wird direkt angefacht und man möchte unbedingt die Geschichte hinten diesem Bild kennenlernen. Besonders schön finde ich die gewählte Farbkombination. Ein gelungenes Design, das auch wunderbar zum Vorgängerband passt.

Protas:
Chelsea Jameson ist immer noch völlig am Boden zerstört, nachdem ihre Jugendliebe Eric sie für seine Stiefschwester verlassen hat. Ein Jahr ist bereits vergangen, trotzdem sucht sie verzweifelt nach Gründen für das Scheitern ihrer Beziehung. Den Glauben an die wahre Liebe hat sie verloren. Erst ihr heißer Nachbar schafft es, sie von ihrem Kummer abzulenken.

Damien Hennessey ist der höllisch attraktive Nachbar und Vermieter. Durch sein unfreundliches Benehmen und seine mürrische Ausstrahlung besitzt der rätselhafte Künstler schon längst die Aufmerksamkeit von Chelsea. Als dann auch noch seine lautstarken Rottweiler die nächtliche Ruhe stören, kommt es zu einem hitzigen Wortgefecht, aus dem sich noch sehr viel mehr entwickelt.

Schreibe & Inhalt:
Von „Stepbrother Dearest“ war ich absolut begeistert, deshalb habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung mit Erics Ex-Freundin Chelsea gewartet. Penelope Ward konnte mich mit ihrem gefühlvollen und spritzigen Schreibstil umgehend in den Bann ziehen. Die Geschichte beginnt humorvoll und sexy, entwickelt aber im Laufe der Handlung immer mehr Tiefgang. Chelsea ist ein Charakter, den man einfach ins Herz schließen muss. Ihr süßes, liebevolles Wesen, aber auch ihre freche Schlagfertigkeit, machen sie äußert sympathisch. Die schmerzhafte Trennung von Eric hat Wunden auf ihrer Seele hinterlassen und ihr Selbstbewusstsein stark angekratzt. Als sie dann auf Damien trifft, ist prompt eine ganz besondere Verbindung zwischen beiden zu spüren. Er liebt es Chelsea mit seinen spaßigen Äußerungen zu ärgern. Daraus ergeben sich irrsinnig witzige Dialoge, die man nur als heißes Vorspiel bezeichnen kann. Ihrer Beziehung wird der Stempel Freundschaft aufgedrückt, obwohl beiden völlig klar ist, dass sie mehr füreinander empfinden. Doch Damien trägt ein Geheimnis mit sich herum, wodurch er trotz seiner Gefühle glaubt, nicht der Richtige für Chelsea zu sein. Beide leiden lange unter dieser Situation, bis ein tragisches Ereignis die Wahrheit ans Tageslicht bringt, und Damien die Karten offen auf den Tisch legen muss. Die Chemie zwischen den beiden ist einfach atemberaubend, ich konnte kaum genug von ihrem hinreißenden Geplänkel bekommen. Neben den Protagonisten haben mich auch Chelseas Schwester Jade, und Damiens Bruder Tyler wunderbar unterhalten. Hier kann ich mir wirklich eine weitere aufregende Liebesgeschichte vorstellen. Vielleicht erfüllt uns die Autorin ja diesen Wunsch.

Spannungsbogen:
Das erste Aufeinandertreffen von Chelsea und Damien ist magisch. Man verfällt ihnen mit Haut und Haaren und hängt an ihren Lippen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so spannend war der Verlauf ihrer Beziehung. Natürlich steht auch Damiens Geheimnis im Raum, das man unbedingt erfahren möchte. Die Hoffnung auf ein Happy End lässt die Seiten nur so dahinfliegen.

Taschentuchfaktor:
Die Geschichte hält viele emotionale und dramatische Wendungen bereit, die man so nicht vorausahnen konnte. Das Schicksal ist nicht immer fair, und so muss man als Leser automatisch mitleiden. Tränen sind bei mir einige geflossen, denn die beschriebenen Themen berühren zutiefst.

Erotikfaktor:
Ein gewisses erotisches Knistern liegt ständig in der Luft. Sobald sich Damien und Chelsea ganz offen ihre Liebe gestehen, kommt es auch zu expliziten und prickelnden Szenen, die die Körpertemperatur in die Höhe treiben. Beide sind sehr aufgeschlossen, verspielt und Meister im Dirty Talk. Es macht unglaublich viel Spaß mitzuerleben, wie sie ihren Hunger aufeinander stillen.

Fazit:
Mit „Neighbor Dearest“ ist Penelope Ward eine humorvolle, prickelnde und berührende Liebesgeschichte gelungen. Chelsea und Damien sind vielschichtige und herzerwärmende Charaktere, denen man sofort verfällt. Die unterhaltsamen Wortgefechte, die süßen Momente mit den Hunden, und die romantischen Liebeserklärungen sind ein absolutes Highlight. Eine weitere Fortsetzung mit Jade und Tyler wäre das i-Tüpfelchen dieser Reihe. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne! 

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abbi glines, after the game, vergewaltigung, after, alleinerziehende mutter

After the Game – Riley und Brady

Abbi Glines , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.01.2018
ISBN 9783492309806
Genre: Romane

Rezension:

Cover:
Das Cover ist wunderschön gestaltet, genauso wie die Vorgänger aus der Field Party-Reihe. Das verliebte Pärchen inmitten der idyllischen Landschaft, strahlt eine herzliche Wärme aus und lädt zum Träumen ein. Der Buchtitel bildet wieder einen modernen Blickfang. Die typische Highschool-Schrift ist hier mit einer lockeren und femininen Schrift kombiniert worden. Ein tolles Design und absolut passend für diesen New Adult- Roman.

Protas:
Die 17-jährige Riley musste ihre Heimatstadt verlassen, nachdem sie als Lügnerin angeprangert und regelrecht aus ihrem Zuhause vertrieben wurde. Nun ist sie wieder zurück und muss sich den Einwohnern entgegenstellen, die damals nur Hass für sie übrighatten. Doch Riley ist nicht mehr das unschuldige Mädchen von damals. Sie hat nun die Verantwortung für ihre kleine Tochter Bryony, mit deren Hilfe sie ihre schwerste Zeit überlebt hat. Das erneute Misstrauen lässt sie dennoch nicht kalt, umso überraschter ist sie, als ihr Brady Higgens zur Seite steht.

Brady lebt einen Traum. Als Star-Quarterback der Lawton-Highschool wird ihm Respekt gezollt und seine Beliebtheit könnte fast nicht größer sein. Bald steht das aufregende Collegeleben an, und seine Familie ist mehr als stolz. Dieses Hoch währt aber leider nicht lange. Das plötzliche Auftauchen von Riley Young sorgt nämlich für Unruhe. Brady glaubt an ihre Unschuld und bietet seine Hilfe an, zum Missfallen seiner Freunde. Als dann auch noch seine eigene Familie vor einem Scherbenhaufen steht, platzt seine Seifenblase endgültig.

Schreibe & Inhalt:
Abbi Glines hat mich mit ihrer Rosemary Beach-Reihe zum Fan gemacht, dementsprechend hoch sind meine Erwartungen, sobald ein neues Buch von ihr erscheint. Leider muss ich sagen, dass mich diese Faszination bei After the Game nicht gepackt hat. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, locker und angenehm zu lesen. Dennoch fehlt mir auf der Gefühlsebene das Salz in der Suppe. Riley ist eine junge Mutter, die Traumatisches erlebt hat, eben dieses ernste Thema wird meiner Ansicht nach, sehr oberflächlich abgehandelt. Ihre emotionalen Qualen, die sie ja sicher gehabt haben muss, werden leider nicht wirklich an den Leser transportiert. Man merkt zwar, dass sie ihre Tochter und ihre Familie sehr liebt, aber ihr Leid kann ich nicht optimal nachempfinden. Es scheint teilweise so, dass sie das Erlebte völlig hinter sich gelassen hat. An der Stelle muss ich auch das Aufeinandertreffen mit Rhett erwähnen. Rileys Reaktion darauf war völlig unglaubwürdig. Rhett muss für seine Tat letztendlich nicht geradestehen, und niemand scheint ein Problem damit zu haben. Solche Ungereimtheiten häufen sich in dieser Geschichte. Brady war da schon glaubwürdiger. Er sieht seine damaligen Fehler ein und möchte helfen, dabei keimen langsam Gefühle für Riley auf. Hier entfacht eine süße Liebe, die für Teenager auch angemessen wirkt. Frisch verliebt, muss Brady aber auch einen schweren Schlag in der Familie verarbeiten. So gibt es auch immer wieder Konflikte, die neben der Romanze für Abwechslung sorgen.

Spannungsbogen:
Die Handlung ist überwiegend vorhersehbar, große Überraschungen gibt es nicht. Die flüssige Erzählweise und die liebenswerten Charaktere lassen einen trotzdem nicht los. Meine Neugier auf das was eventuell noch kommen mag, hat mich zum Weiterlesen animiert.

Taschentuchfaktor:
Die Autorin versucht zwar immer wieder Drama aufzubauen, aber dies gelingt ihr nur selten. Man erwartet eine aufregende Konfrontation, aber leider ist die Auflösung dann doch sehr lau. Der große Knall bleibt aus.

Erotikfaktor:
Es gibt Händchenhalten und ein paar süße Küsse. Wer auf erotisches Knistern hofft, wird anschließend enttäuscht sein. Was aber auch in Anbetracht von Rileys Erlebnissen, absolut nachvollziehbar war. Romantisch wird es, aber erotisch definitiv nicht.

Fazit:
Abbi Glines hat einen soliden Liebesroman abgeliefert. Wer eine süße Romanze zwischen Teenagern lesen möchte, kann hier unbesorgt zugreifen. Wer aber großen Wert auf Tiefgründigkeit und Realistik legt, sollte besser zu einer anderen Lektüre greifen. Mir konnten Riley und Brady schöne Lesestunden bescheren, besonders Töchterchen Bryony hat es mir angetan. Für zwischendurch ist After the Game perfekt geeignet, aber der WOW-Effekt fehlt mir einfach. Deshalb gibt es von mir gute 3 Sterne und eine Leseempfehlung mit Einschränkung. Ich hoffe, die nächsten Bücher der Autorin können mich wieder mehr überzeugen. <3 

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, liebesroman, musikproduzent, schicksal, schottland

Play On - Dunkles Spiel

Samantha Young
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 12.01.2018
ISBN 9783843717199
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover:
Das Cover ist ein echter Hingucker! Die abgebildete Frau wirkt geheimnisvoll und sinnlich, was man durchaus mit der Protagonistin in Einklang bringen kann. Die dezente Farbgestaltung und die glitzernden Lichteffekte runden das Bild perfekt ab. Ein tolles Design, das definitiv zum Kauf anregt.

Protas:
Die 18-jährige Nora O’Brien glaubt das Richtige zu tun, als sie mit Jim ihre Heimat Indiana verlässt und nach Schottland zieht. Anstatt sich ihren langersehnten Traum zu erfüllen, steht sie drei Jahre später vor den Scherben ihres Lebens. Schuldgefühle und Bedauern nehmen ihr komplettes Denken ein, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie Aidan Lennox begegnet. Der sexy, erfolgreiche und welterfahrene Musikproduzent entfacht eine unstillbare Sehnsucht in ihr. Beide haben schwere Verluste erlitten, und es scheint so, als ob das Schicksal sie zusammengeführt hat. Sie geben sich gegenseitig Halt und langsam keimt die Hoffnung auf, dass es eine rosige Zukunft für sie gibt. Doch das Leben hält weitere Herausforderungen bereit und man kann entweder die richtige Entscheidung treffen, die am Ende Glück verspricht, oder die falsche Entscheidung, die alles zerstört. Welche Option wird Nora wählen?

Schreibe & Inhalt:
Seitdem ich „Dublin Street“ gelesen habe, bin ich riesengroßer Fan von Samantha Young. Die Geschichte um Joss und Braden hat damals wirklich einen Nerv bei mir getroffen, dementsprechend hoch sind meine Erwartungen, sobald ein neues Werk erscheint. Mit „Play on“ kann sie mich zum Glück wieder überzeugen. Noras Geschichte braucht zwar eine gewisse „Aufwärmphase“, aber danach wird man von den Emotionen buchstäblich überrollt. Die Autorin hat ein besonderes Händchen dafür, Charaktere so detailliert vor dem inneren Auge zum Leben zu erwecken, dass man sie sofort ins Herz schließt. Nora ist eine junge Frau, die für ihre Familie immer zurückstecken musste, sie ergreift eine Chance und muss dann leider feststellen, dass sie sich nur etwas schöngeredet hat. Jim, der sie nach Schottland gebracht hat, ist lediglich ein guter Freund, aber eben nicht der Eine für sie. Die Liebe die er verdient, kann sie ihm nicht entgegenbringen. Sie gibt sich die Schuld an den Geschehnissen und glaubt, Jim für ihre Zwecke benutzt zu haben. Als dann Aidan und seine Nichte Sylvie in ihr Leben treten, ist sie schon wieder in der Situation, sich unwürdig zu fühlen. Er der erfolgreiche Musikproduzent, und sie die kleine Amerikanerin, die noch nichts erreicht hat. Der Zwiespalt in dem sich Nora befindet, wird sehr realistisch dargestellt. Sie liebt Aidan, möchte ihn aber nicht ins Unglück stürzen. Nora entwickelt sich weiter, lernt sich selbst lieben und steht zu ihren Entscheidungen, egal ob zu nun falsch oder richtig waren. Noras Weg ist steinig und turbulent, man lacht, weint und flucht, wünscht ihr einfach nur das Beste. Ihre Geschichte ist herzergreifend, dramatisch und mitreißend. Samantha Young steht für hervorragende Liebesromane mit Tiefe, und das hat sie mit diesem Buch wieder einmal bewiesen.

Spannungsbogen:
Die Spannung steigt Stück für Stück. Es werden überraschende Wendungen eingebaut, die nicht vorhersehbar sind, und für ein fesselndes Gefühlschaos sorgen. Noras Weg zur Erfüllung ihrer Träume, wird nie langweilig oder langatmig.

Taschentuchfaktor:
Was sämtliche Charaktere hier durchmachen müssen, ist keine leichte Kost. Die Autorin beschreibt alles so realistisch und emotional, dass man gar nicht anders kann, als mitzuleiden. Tränenfeuchte Augen und ein Kloß im Hals, sind also vorprogrammiert.

Erotikfaktor:
Man spürt zwischen Nora und Aidan sofort ein erotisches Knistern. Es gibt ein kleines Katz- und Mausspiel bis sie endlich zur „Sache“ kommen. Sobald dieses Spiel vorüber ist, wird ein Feuerwerk der Leidenschaft entfacht. Hierbei läuft es einem heiß und kalt den Rücken hinunter. Einfach nur großartig!

Fazit:
Samantha Young hat mit „Play on – Dunkles Spiel“ ein emotionales Meisterwerk abgeliefert. Nach einer kurzen Einleitung folgt ein Auf und Ab der Gefühle. Noras Schicksalsschläge lassen niemanden kalt. Man hofft und bangt, dass ihr endlich ein bisschen Glück widerfährt. Aidan Lennox kann ich da nur als Geschenk des Himmels betrachten. Er bringt Licht ins Dunkle und zeigt Nora, was für eine wundervolle, intelligente und starke Frau in ihr steckt. Eine wunderschöne Geschichte über Selbstfindung, Liebe, Freundschaft und vielem mehr. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne! 

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erotik, liebe, jodi ellen malpas, bodyguard, mit allem, was ich habe

Mit allem, was ich habe

Jodi Ellen Malpas , Christian Trautmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 13.11.2017
ISBN 9783956497049
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover
Das Cover ist ein wunderschöner Blickfang. Der starke Mann, der seine Geliebte in den Armen hält und sie vor jeder Gefahr beschützt. Da schlagen die weiblichen Leserherzen gleich etwas schneller. Das Design wirkt sehr edel und glamourös, was perfekt zur Handlung passt. Für mich, ein gelungenes und ansprechendes Gesamtbild.

Protas
Camille Logan ist die Tochter eines reichen Unternehmers. Durch ihre Modelkarriere ist sie in den Klatschspalten immer präsent. Wilde Partys und Drogenexzesse haben ihr den Ruf des verwöhnten It-Girls beschert. Doch niemand sieht hinter die Fassade und erkennt, dass Camille in einem goldenen Käfig lebt, der ihr jede selbstständige Entscheidung raubt. Als durch einen Drohbrief Camilles Leben unmittelbar in Gefahr gerät, stellt ihr Vater einen Bodyguard zu ihrem Schutz ein. Camille ist von dieser Rund-um-die-Uhr-Bewachung anfangs absolut nicht begeistert, doch schon bald verfällt sie dem Charme ihres Begleiters.

Jake Sharp hat in seiner Laufbahn als Soldat einiges durchgemacht. Ein traumatisches Erlebnis hat ihn dazu gezwungen der Armee den Rücken zu kehren. Jetzt arbeitet er als Personenschützer für die Reichen und Schönen. Er hat sich einen Namen gemacht und ist der Beste in seinem Job. Als er den Auftrag erhält Camille Logan zu beschützen, ist er froh Ablenkung von seinen immer wiederkehrenden Flashbacks zu bekommen, andererseits hat er wenig Lust, dieses verzogene Modepüppchen um sich zu haben. Doch sehr schnell wird ihm bewusst, dass hinter Camille sehr viel mehr steckt, als eine attraktive Hülle.

Schreibe & Inhalt
„Mit allem, was ich habe“ ist mein erstes Buch von Jodi Ellen Malpas. Das Cover und die Leseprobe haben mich sofort angesprochen. Der Schreibstil ist flüssig, locker und sehr angenehm zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jake und Camille erzählt, wodurch die Gefühle und Gedankengänge wunderbar transportiert werden. Jake ist der intelligente, starke Kämpfer, der zu Beginn sehr emotionslos und unnahbar wirkt. Als er Camille näherkommt, verwandelt er sich in einen weichgespülten Romantiker. Dieser enorme Charakterwandel ist auch schon mein erster Kritikpunkt. Der enorme Sprung in seinem Wesen war für mich nicht nachvollziehbar und deshalb unrealistisch. Camille war da schon glaubwürdiger. Sie fühlt sich durch diese ständige Kontrolle natürlich bevormundet, und reagiert bisweilen etwas kindisch. Umso besser man sie kennenlernt, offenbart sich aber eine mutige und eigenständige Frau, die es satthat, sich ihre Freiheit von ihrem Vater nehmen zu lassen. Von den beiden Protagonisten ist mir Camille deutlich sympathischer, trotzdem hat Jake etwas an sich, das mich fesselt. Ja, es wird manchmal kitschig und unglaubwürdig, und es gibt einige Wortwiederholungen, die störend sind, aber alles in allem finde ich das Liebespaar einfach sehr einnehmend, was mich schon über einige Schwächen in der Handlung hinwegsehen lässt.

Spannungsbogen
Die Spannung baut sich langsam auf. Ich fand es schade, dass die Gefahr, die über Camille schwebt, etwas in den Hintergrund gerät. Erst im letzten Drittel nimmt dieser Punkt an Fahrt auf. Grundsätzlich ist der „Bodyguard-Plot“ aber sehr interessant und mitreißend. Langweilige oder langatmige Stellen kann ich also nicht bestätigen. 


Taschentuchfaktor
Die Story hält einige emotionale und dramatische Momente bereit, die den Leser in Aufruhr versetzen. Auf den letzten Seiten sind dann auch ein paar Tränen bei mir geflossen. Die Autorin konnte mich wirklich tief berühren.

Erotikfaktor
An erotischen Passagen mangelt es keineswegs. Die Anziehungskraft zwischen Camille und Jake ist der Pluspunkt in der ganzen Geschichte. Man ist von den beiden so fasziniert, dass manches an Bedeutung verliert. Ein sehr, sehr leidenschaftliches Liebespaar, das einem gekonnt einheizt.

Fazit:
„Mit allem, was ich habe“ ist ein hocherotischer und spannender Liebesroman mit kleinen Schwächen. Camille und Jake konnten mich mit ihrer sinnlichen Begierde und der jeweils turbulenten Vergangenheit sehr gut unterhalten. Der gefühlvolle und bildhafte Schreibstil der Autorin ist ebenfalls hervorzuheben. Wortwiederholungen und unrealistische Charakterwandlungen haben mein Lesevergnügen leider etwas getrübt, aber die Bodyguard-Story ist meines Erachtens dennoch empfehlenswert. Von mir gibt es 4 Sterne! Die Autorin und ihre nächsten Bücher werde ich auf jeden Fall im Auge behalten <3 


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furious rush, motorrad, s.c. stephens, new adult, hayden

Furious Rush - Verbotene Liebe

S. C. Stephens , Babette Schröder
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442483815
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover:
Das verliebte Pärchen, das auf dem Motorrad sitzt, passt natürlich wunderbar zu dieser Story. Es strahlt eine ausgelassene Stimmung aus, die auch im Buch wiederzufinden ist. Das eigentliche Coverbild ist in schwarz-weiß sehr dezent gehalten, dadurch wirkt der orangefarbene Aufdruck, welcher den Buchtitel und den Autorennamen in Szene setzt, noch kräftiger und sorgt so für einen tollen Blickfang. Das Gesamtbild gefällt mir sehr, und gliedert sich auch perfekt in die Vorgängerromane der Autorin ein.

Protas:
Für Mackenzie Cox ist die Motorrad-Rennstrecke ihr ganzes Leben. Von klein auf ist sie Teil des berühmten Familienunternehmens „Cox-Racing“. Diese Saison geht sie das erste Mal als Profi-Rennfahrerin an den Start und möchte ihrem Vater und sich selbst beweisen, welche Erfolgen auch eine Frau in diesem Sport erreichen kann. Als ein Teamkollege zu einem anderen Rennstall wechselt, gerät „Cox-Racing“ in große finanzielle Schwierigkeiten, die das Aus bedeuten könnten. Auf Mackenzies Schultern liegt nun eine enorme Last, die sie zu erdrücken droht. Nur sie kann jetzt noch das Vermächtnis ihrer Familie retten. Mackenzie ist ein Mensch, der sich immer an Regeln und Verbote gehalten hat, aber manchmal bleibt einem keine Wahl, und man muss zu drastischen Mitteln greifen, um an sein Ziel zu kommen.

Hayden Hayes ist augenscheinlich ein arroganter, aber erfolgreicher Rennfahrer der sich auf illegalen Straßenrennen herumtreibt. Bisher hat es noch niemand geschafft, ihn zu besiegen. Dadurch gelangt er zu unerwarteter Aufmerksamkeit und wird von „Benneti Motorsport“ – dem Erzrivalen von „Cox-Racing“ – unter Vertrag genommen. Für Mackenzie wird er zum verhassten Konkurrenten, der ihr auf dem Weg zum Sieg, Probleme bereiten könnte. Es dauert nicht lange, da müssen sich beide eingestehen, dass ihr Konkurrenzkampf sie beflügelt und zu Höchstleistungen antreibt. Als logische Konsequenz werden beide zu geheimen Trainingspartnern. Kann aus Feinden Freunde werden, oder vielleicht sogar noch mehr?

Schreibe & Inhalt:
S.C. Stephens konnte mich bereits mit ihrer „Thoughtless“-Reihe und dem Protagonisten Kellan Kyle vollends begeistern. So war die Erwartungshaltung gegenüber „Furious Rush“ natürlich sehr hoch, aber zu meiner Erleichterung, wurde ich nicht enttäuscht. Auch hier überzeugt die Autorin mit ihrem modernen, lockeren und gefühlvollen Schreibstil, der die Seiten nur so verfliegen lässt. Die Protagonisten wurden sehr tiefgründig und vielschichtig beschrieben. Es werden Stück für Stück Details aufgedeckt, welche Mackenzie und Hayden immer sympathischer und liebenswerter machen. Man bekommt Einblick in ihr Herz und ihre Beweggründe, und kann so eine starke Bindung zu ihnen aufbauen. Ein Liebespaar das viele Hürden aus dem Weg räumen muss, mit dem man aber auch wunderbar mitfiebern kann.
Auch die Nebenfiguren bleiben keineswegs blass, auch hier gibt es Charaktere die in der Story nicht hinwegzudenken sind. Sei es die beste Freundin, der langjährige Erzfeind oder das mysteriöse kleine Mädchen, alle haben ihre Daseinsberechtigung und machen dieses Buch zu etwas Besonderem.
Großartig ist auch, dass die Autorin den Motorrad-Rennsport sehr, sehr gut recherchiert hat. Alle Fachbegriffe, das Training, der Ablauf eines Rennens, die ganzen Vorbereitungen und Gepflogenheiten sind überaus detailreich dargestellt, und der Leser ist so jederzeit mittendrin im Geschehen, sei es auf der Rennbahn oder hinter den Kulissen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass alle Personen, Handlungsweisen und Informationen sehr realistisch und nachvollziehbar herausgearbeitet wurden.

Spannungsbogen:
Das Buch ist durchgehend sehr spannend. Zwei verfeindete Rennställe, zwei Rennfahrer die um den Sieg kämpfen, und Gefühle die einfach nicht sein dürfen. All das macht die Story zu einer rasanten Achterbahnfahrt. Das Adrenalin pumpt durch die Adern und der Puls steigt auf 180. Der Leser kann wortwörtlich nur ins Rennen starten und hoffen, das er am Ende heil durch die Zielgerade fährt, denn „Furious Rush“ ist schnell, gefährlich und hochexplosiv.

Taschentuchfaktor:
Mackenzie hat mir einige Tränen beschert. Sie versucht alles Menschenmögliche um das Familienunternehmen noch vor dem Untergang zu bewahren. Aber von ihrem Vater und Chef kommt kein nettes Wort oder Schulterklopfen. Kein Erfolg ist ihm gut genug, immer verlangt er mehr. Diese Gefühlskälte bringt Mackenzie natürlich zum Verzweifeln und auch ich als Leserin konnte dies spüren.

Erotikfaktor:
Als Mackenzie und Hayden sich das erste Mal begegnen, ist es wie ein Donnerschlag. Die Anziehungskraft ist praktisch greifbar. Heiße Blicke, die einen zum Schmelzen bringen. Geraunte Wörter, die leise ins Ohr geflüstert werden. Zarte Berührungen – die zur Gänsehaut führen. So viele Kleinigkeiten, die aber einen Großteil der Erotik ausmachen.
Als beide ihre Gefühle nicht mehr leugnen können und wollen, bekommt der Leser gefühlvollen und berauschenden Sex, vom Allerfeinsten. Eine Abkühlung sollte man sich demnach unbedingt bereithalten.

Fazit:
Mit „Furious Rush“ ist S.C. Stephens eine spannende und herzzerreißende Racing-Romance gelungen. In diesem gefährlichen Wettkampf um den langersehnten Sieg und die einzig wahre Liebe, werden alle Tempolimits überschritten. Ich kann den Lesern nur raten: Schnallt euch an, denn dieses Rennen wird euch sprachlos zurücklassen! Ganz klare Leseempfehlung von mir und verdiente 5 Sterne!
Kleiner Hinweis: Kenzies und Haydens Story geht weiter. Es wird eine Fortsetzung geben, die im Juni auf Englisch erscheint und hoffentlich auch bald auf Deutsch.  

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Tags: furious rush. verbotene liebe, racing, romance, s.c. stephens   (4)
 

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geneva lee, liebe, secret sins, drogen, secret sins - stärker als das schicksal

Secret Sins - Stärker als das Schicksal

Geneva Lee , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734104770
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover:
Im Mittelpunkt des Covers steht ein äußert attraktiver Mann im typischen Bad-Boy-Style. Ein tätowierter Arm, die Sonnenbrille und die lässige Haltung machen das Bild perfekt. Der Hintergrund ist schlicht in Hellblau gehalten. Der Buchtitel in Silber und Weiß sorgt für einen angenehmen Blickfang. Das Gesamtbild ist eher minimalistisch, hat aber dennoch eine enorme Ausdruckskraft. Mir gefällt sehr, dass das Cover gleichermaßen Coolness und Eleganz ausstrahlt.

Protas:
Faith führt ein einfaches Leben. Sie ist alleinerziehende Mutter eines 5-jährigen Sohnes und bestreitet ihren Lebensunterhalt als Kellnerin. Männer lässt sie nicht an sich heran, denn die Angst, dass ihre mühsam aufgebaute Lüge ans Tageslicht kommt, ist einfach zu groß. Faith kämpft ständig mit ihren Dämonen aus der Vergangenheit und bleibt auf der Hut. Ihre Selbstlosigkeit gegenüber ihren engsten Bezugspersonen hat sie mir direkt sympathisch gemacht. Sie ist eine starke Frau, obwohl sie das selbst nicht anerkennt. Faith sieht nur ihre Fehler und nicht, was sie alles Wundervolles erreicht hat. Dadurch wirkt sie aber sehr authentisch, ich konnte mich in gewissen Teilen durchaus mit ihr identifizieren.

Jude ist schon fast zu gut um wahr zu sein. Charmant, hilfsbereit und mit gutem Aussehen gesegnet. Seine Lebensaufgabe ist es, alles in Ordnung zu bringen. Menschen in Not ziehen ihn regelrecht an, egal ob Bekannte ohne Fremde, er ist zur Stelle, um sich aufzuopfern. Er ist niemand der leichtfüßig durchs Leben springt, seiner Verantwortung ist er sich stets bewusst. Aber auch bei ihm, ist nicht alles Gold was glänzt. Jude hat ebenfalls Dämonen und Geheimnisse, die das Zusammensein mit Faith und ihrem Sohn Max, gefährden könnten.

Schreibe & Inhalt:
„Secret Sins“ ist mein erster Roman von Geneva Lee. Die Royals-Reihe ist mir zwar ein Begriff, konnte mich aber bisher nicht zum Lesen verlocken. Ganz anders, war es bei diesem Buch. Schon der Klappentext gab Hinweise darauf, dass es sich hier um eine Geschichte mit Tiefe handelt. Alkohol, Drogen, Sucht, dies sind die vorangingen Themen. Die Autorin hat ein Vorwort verfasst, das deutlich macht, wie persönlich diese Handlung für sie ist. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und ergreifend, die Passagen werden von einer gewissen Melancholie begleitet. Die Geschichte von Faith und Jude wird sehr leise und ruhig erzählt, aber unter der Oberfläche lauert der tosende Ausbruch. Die Protagonisten sind sehr vielschichtig und realistisch beschrieben, aber auch die Nebencharaktere, wie z.B. Faiths beste Freundin und die Großmutter, haben mich durch ihre Individualität vollkommen überzeugt.

Spannungsbogen:
Die Spannung baut sich direkt zu Beginn auf. Faith sitzt in einer Selbsthilfegruppe für Suchtkranke, wie es genau dazu kam bleibt aber weitestgehend unklar. Man spürt sofort, dass da sehr viel mehr dahintersteckt, als es den Anschein hat. Peu á peu bekommt der Leser kleine Rückblenden in die Vergangenheit, aber auch da erschließt sich einem nicht, warum Faith diese Art von Leben führt, und warum sie so vorsichtig agiert. Im letzten Drittel des Buches kommt es dann zu einer Enthüllung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Die Autorin hat es geschafft, dieses schockierende Geheimnis zu hüten, und so kann man wirklich von einer Spannungsexplosion sprechen.

Taschentuchfaktor:
Faith und Jude haben sehr viel Schlimmes erlebt, das hat mich als Leserin immer wieder berührt. Die Angst und Verzweiflung die im Besonderen Faith durchlebt, ist herzzerreißend und lässt kein Auge trocken. Ihre Liebe zu Jude ist unverkennbar, aber sie kann sich nicht komplett fallenlassen und an eine glückliche Zukunft mit ihm glauben. Sie tut sich damit immer wieder selbst weh, kann aber offensichtlich nicht anders. Ihre Reaktionen sind das Ergebnis einer angelernten Angst, der sie nicht entkommen kann, ohne ihr Geheimnis zu lüften.

Erotikfaktor:
Es finden ein paar wunderschöne Erotikszenen statt. Diese sind gefühlvoll und leidenschaftlich, aber niemals zu detailliert oder vulgär. Hauptthema dieses Buches ist die Vergangenheitsbewältigung, deshalb fand ich es sehr passend, dass die Erotik nicht zu viel Platz eingenommen hat. Der Anziehungskraft zwischen Faith und Jude wurde so Ausdruck verliehen, aber es hat nicht zu sehr vom Wesentlichen abgelenkt.

Fazit:
Mit „Secret Sins“ hat Geneva Lee einen bewegenden und einfühlsamen Liebesroman erschaffen. Angst, Verrat, Abhängigkeit und Liebe sind hier ganz nah verknüpft, und sorgen so für spannende Herzschmerzmomente. Die Geschichte und ihre Protagonisten sind außergewöhnlich, und sind dazu prädestiniert, einem lange ihm Gedächtnis zu bleiben. Ich vergebe volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!   

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Tags: drama, geneva lee, liebesroman, verlag: blanvalet   (4)
 

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erotik, romance edition, bobbie kitt, palace of pleasure, sinnlich

Palace of Pleasure - Club der Milliardäre

Bobbie Kitt
Buch: 260 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 13.01.2017
ISBN 9783903130180
Genre: Erotische Literatur

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