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631 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 81 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, ursula poznanski, virus, liebe

Die Vernichteten

Ursula Poznanski
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785575482
Genre: Jugendbuch

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566 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 86 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, ursula poznanski, liebe, verschwörung

Die Verschworenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.10.2013
ISBN 9783785575475
Genre: Jugendbuch

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300 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

godspeed, dystopie, liebe, raumschiff, beth revis

Godspeed - Die Suche

Beth Revis , Simone Wiemken , null
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.08.2014
ISBN 9783841502520
Genre: Jugendbuch

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(49)

94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schicksal, zeitreise, wiedergeburt, schnee, karma

Die Unvollendete

Kate Atkinson , Anette Grube
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.09.2013
ISBN 9783426199817
Genre: Romane

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Tags: gedankenexperiment, krieg, leben, philosophie   (4)
 

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317 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

magnus bane, schattenjäger, hexenmeister, fantasy, kurzgeschichten

Die Chroniken des Magnus Bane

Cassandra Clare , Sarah Rees Brennan , Maureen Johnson , Ulrike Köbele
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Arena, 23.06.2014
ISBN 9783401069753
Genre: Jugendbuch

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(78)

110 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

freundschaft, abhängigkeit, mord, liebe, hass

Dich schlafen sehen

Anne-Sophie Brasme , Reiner Pfleiderer
Flexibler Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.11.2003
ISBN 9783442456154
Genre: Romane

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

goethe, klassiker, mythologie, iphigenie auf tauris, griechenland

Iphigenie auf Tauris

Johann Wolfgang von Goethe , Axel Schmitt , ,
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 31.12.2010
ISBN 9783518189030
Genre: Klassiker

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(1.313)

2.427 Bibliotheken, 80 Leser, 5 Gruppen, 168 Rezensionen

liebe, briefe, jojo moyes, liebesbriefe, london

Eine Handvoll Worte

Jojo Moyes , Marion Balkenhol , ,
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 04.10.2013
ISBN 9783499267765
Genre: Romane

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(12)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

britischer humor, pakistani, england, liebe im alter, liebesgeschichte

Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

Helen Simonson , Michaela Grabinger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.12.2013
ISBN 9783426507087
Genre: Romane

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(918)

1.773 Bibliotheken, 24 Leser, 11 Gruppen, 188 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, jugendbuch

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

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Tags: dystopie, kommunikation, thriller, verrat   (4)
 

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(126)

150 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, freundschaft, für immer vielleicht, rosie, irland

Für immer vielleicht

Cecelia Ahern
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 14.06.2010
ISBN 9783104006338
Genre: Liebesromane

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(20)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

krimi, detektiv, verlagswesen, strike, englisch

The Silkworm

Robert Galbraith
E-Buch Text: 464 Seiten
Erschienen bei Sphere, 19.06.2014
ISBN 9781405514972
Genre: Sonstiges

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Tags: autor, detektiv, krimi   (3)
 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

philosophisch, philosophie, deutscher autor, intelligent, nichtfiktional

Die philosophische Hintertreppe

Wilhelm Weischedel
Fester Einband: 361 Seiten
Erschienen bei Nymphenburger, 01.08.2008
ISBN 9783485011617
Genre: Sachbücher

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(37)

66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

selbstmord, liebeswahn, natur, mensch, liebe

Die Leiden des jungen Werthers

Johann Wolfgang von Goethe
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512263
Genre: Klassiker

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Tags: briefe, liebeswahn, mensch, natur, selbstmord   (5)
 

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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

selbstreflexio, ängste überwinden, psychologie, kommunikationsstrategien, selbstmordversuch

Dieu voyage toujours incognito

Laurent Gounelle
Flexibler Einband
Erschienen bei Presses Pocket, 01.04.2012
ISBN 9782266219150
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: ängste überwinden, kommunikationsstrategien, psychologie, selbstmordversuch, selbstreflexio   (5)
 

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(2)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

No et moi

Delphine de Vigan , Pia Keßler , Delphine de Vigan
Flexibler Einband: 293 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.06.2011
ISBN 9783150197912
Genre: Romane

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(634)

971 Bibliotheken, 24 Leser, 4 Gruppen, 133 Rezensionen

katze, london, freundschaft, kater, straßenmusiker

Bob, der Streuner - Die Katze, die mein Leben veränderte

James Bowen
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.05.2013
ISBN 9783404606931
Genre: Biografien

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Tags: freundschaft, hoffnung, katze, obdachlosigkeit   (4)
 

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(2.313)

2.962 Bibliotheken, 32 Leser, 6 Gruppen, 202 Rezensionen

dystopie, liebe, fraktionen, die bestimmung, veronica roth

Die Bestimmung

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.10.2013
ISBN 9783442479443
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: dystopie, erwachsenwerden, identität   (3)
 

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(1.544)

2.214 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 266 Rezensionen

liebe, lebensziele, träume, tod, familie

Morgen kommt ein neuer Himmel

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 27.03.2014
ISBN 9783810513304
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich tupfe meine Augen trocken. Tief durchatmen. „Gut“, sage ich. Jeden Moment kann ich erneut die Fassung verlieren. „Sie sagten, Sie müssten noch etwas mit mir besprechen.“ Der Anwalt zieht einen zweiten Aktenordner aus einer Ledermappe und legt ihn vor mich auf den Tisch. „Für Sie hat Elizabeth sich etwas anderes überlegt.“ Er schlägt den Ordner auf und reicht mir einen vergilbten Zettel. Ich betrachte ihn. Er ist glattgestrichen, man sieht, dass er einmal zerknüllt gewesen sein muss. „Was ist das?“ „Eine Liste mit Lebenszielen“, erwidert er. „Ihre Liste.“

„Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielman (im Englischen weniger poetisch: „The Life List“) handelt von der 34-jährigen Brett, die gerade ihre geliebte Mutter verloren hat und von tiefer Trauer geplagt wird, pflegten die beiden doch immer eine sehr innige Beziehung. Doch Elizabeth wartet auch nach ihrem Tod mit einer Überraschung für Brett auf: Sie hinterlässt ihrer einzigen Tochter (neben zwei Söhnen), die gleichzeitig auch immer ihr Sorgenkind war, eine Liste mit Lebenszielen, die Brett als Vierzehnjährige aufgeschrieben und eigentlich in den Müll geworfen hatte. Ganze zehn Lebensziele soll Brett von dieser Liste im Laufe des nächsten Jahres erfüllen, um ihr (nicht unerhebliches) Erbe ausgezahlt zu bekommen. Zunächst erscheint es so, als wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit, finden sich doch Punkte darunter wie „1. Ein Kind bekommen, vielleicht zwei“ und „20. Eine tolle Lehrerin werden“. Doch nach anfänglichen Zweifeln findet die unsichere Brett wieder zu ihrem alten Selbstvertrauen zurück, sie beginnt, an sich und an die Erfüllung dieser Liste zu glauben. Manchmal muss man dabei sogar sein ganzes Leben von Grund auf umkrempeln. So erkennt sie, dass im Leben zu jedem Zeitpunkt alles möglich ist, auch wenn nicht immer alles so kommt, wie man es plant.

Es ist ein Buch, das momentan an allen Ecken und Enden wärmstens empfohlen wird. Die Idee, die dem Buch zugrunde liegt, hat mich direkt angesprochen, wenn sie auch nicht neu ist und mir bereits aus Jill Smolinskis „Die Wunschliste“ in ähnlicher Form bekannt war. Gut gefallen hat mir direkt auch das Cover mit seiner eigenwilligen Farbgebung und einer Art „Lebensbaum“ über der Überschrift, der all das enthält, was Brett laut Liste anstreben soll. Das Buch selbst ist extrem gut lesbar, der Schreibstil ist einfach und geradezu nüchtern, was poetische Elemente angeht. Durch die Wahl des Ich-Erzählers, gelingt es Spielman, dem Leser ein umfassendes Bild der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin nahezubringen, sodass es sehr leicht fällt, sich mit Brett zu identifizieren.

Die Hauptfigur wird demnach gut ausgeleuchtet, man erfährt ihre Stärken und Schwächen. Weniger gut gelingt dies Spielman bei ihren anderen Figuren, bei denen sie dazu neigt, alle ein wenig zu typisieren, so dass sie mehr als Karikaturen von Menschen erscheinen: die allseits geliebte, charismatische Mutter Elizabeth, der kaltherzige und neidische Vater, der sie nie lieben konnte, die kapitalistisch und kleinbürgerlich denkenden Brüder, die kalkulierende und kühle Schwägerin, der versnobte Freund.

Die Handlung selbst ist, fürchte ich, sehr vorhersehbar, ohne dass ich nun allzu viel verraten möchte. Ihre Mission ist durchaus von einem ständigen Auf und Ab geprägt, schließlich muss Brett für die Erfüllung der Liste ihr ganzes Leben umkrempeln. Dabei verliert das Buch jedoch nicht seinen hoffnungsvollen, optimistischen Grundtenor, der stets nach Harmonie strebt. Schon, es geschehen durchaus Dinge, die Wunden schlagen – da gibt es eine Trennung, den Tod eines Menschen und ein schwieriges Kind, dem nicht geholfen werden kann. Es gibt auch weitere Probleme, die sich lediglich als Missverständnisse entpuppen. Doch all den negativen Geschehnissen wird keine große Bedeutung eingeräumt.
Stets strebt das Buch selbst danach, nach vorne zu blicken, weiterzumachen, dem Negativen nicht zu viel Raum zu lassen. Eigentlich ein schöner Gedanke. Eine durch und durch positive Botschaft, die beim Leser auch als solche ankommt. 

Dadurch büßt das Buch aber auch an Authentizität ein. Welcher Mensch kommt so schnell über das Ende einer langjährigen Beziehung weg? Wem gelingt es, nach dem bösen Ende einer Freundschaft diese wieder aufleben zu lassen, ohne dass es eine richtige Aussprache gibt, in der die Dinge beim Namen genannt werden? Wer kann es einfach so akzeptieren, dass man ein Leben lang über die eigene Herkunft belogen wurde? Vieles löst sich einfach zu schnell in Wohlgefallen auf. Dies gilt auch für das Ende, das förmlich nach fünfzig weiteren Seiten schreit. Man kann danach streben, das Leben so in etwa leben zu wollen, man sollte es die Hand nehmen, aktiv werden, „Lebe deine Träume“ und so weiter – doch so harmonisch wie Bretts Leben wird es niemals werden. So ist das Leben einfach nicht. 

Alles in allem kann ich sagen, dass ich das Buch sehr gerne gelesen habe. Es hat Spaß gemacht, schließlich war es amüsant und interessant. Ein richtiges Unterhaltungsbuch, mit ein paar Aufregern (z.B. Andrew, der arrogante Freund oder Herbert, der scheinbar perfekte Mann schlechthin), aber vor allem vielen humorvollen und schönen Stellen, die einen lächeln ließen. Die „echte“ Liebesgeschichte hat mir persönlich nicht so gut gefallen, da ich einen anderen Mann an Bretts Seite favorisierte (dass sie am Schluss einen kriegt, dürfte ja klar sein). Aber nun gut. 
Wenn auch ein echter Konflikt bzw. der Tiefgang in diesem Roman fehlte, so kann man doch sagen, dass Spielman, die nachfolgenden Satz in ihrer Danksagung formulierte, etwas in uns bewegt hat: „Letztlich gehört dieses Buch allen Mädchen und Frauen, die das Verb „träumen“ nicht als Infinitiv, sondern als Aufforderung verstehen.“ Wie viele andere hat dieses Buch auch mich zum Nachdenken über meine eigenen Lebensziele angeregt und mir vielleicht sogar ein bisschen Mut gemacht.

  (14)
Tags: hoffnung, lebensziele, mutter-tochter-beziehung, optimismus   (4)
 

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(25)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

romantik, klassiker, liebe, frankreich, paris

Die Kameliendame

Alexandre Dumas , Otto Flake ,
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 10.03.2011
ISBN 9783596903030
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags: demi-monde, französisch, geld, klassiker, liebe   (5)
 

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(515)

736 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

bedeutung, nichts, jugendbuch, philosophie, dänemark

Nichts

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Sigrid Engeler
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2012
ISBN 9783423625173
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Das Gehirn und die DNA von Schimpansen sind fast identisch mit unseren", hatte er gestern gerufen und sich in die Äste des Pflaumenbaumes geschwungen. "Menschsein ist überhaupt nichts Besonderes!" Und an diesem Morgen hatte er gesagt: "Es gibt sechs Milliarden Menschen auf der Erde. Das sind zu viele, aber im Jahr 2025 werden es achteinhalb Milliarden sein. Das Beste, was wir für die Zukunft der Erde tun können, ist sterben!"

Der, der diese Weisheiten altklug unter seinen Schulkameraden verbreitet, heißt Pierre Anthon und hat eines Tages beschlossen, nicht länger in die Schule zu gehen, sondern lieber von seinem Platz im Pflaumenbaum aus, über das Leben zu urteilen, denn nichts ist von Bedeutung. Wozu also zur Schule gehen, leben, lieben, kämpfen, leiden? Das Beste, was man tun kann, ist sterben! Eines sei schon vorab gesagt: In diesem Buch gibt es Tote, oh ja. Und einen Haufen 13-Jährige, die auf der Suche nach Sinn und Wahrheit erst fanatisch und dann wahnsinnig werden. Das Experiment beginnt ganz harmlos: Pierre Anthons Schulkameraden, allesamt gut erzogen, zivilisiert und gesellschaftskonform, beschließen, ihrem Mitschüler zu beweisen, dass es durchaus Dinge im Leben gibt, die wichtig sind und von Bedeutung sind: Da gibt es die alte Lieblingspuppe, den heißgeliebten Perlmuttkamm, die Beatles-Kassette, Bücher, Porzellanhunde, Laufschuhe ... lauter Dinge, die Menschen eben so am Herzen liegen. Dann aber eskaliert das Projekt und der "Berg aus Bedeutung" wächst auf eine gesunde Art und Weise: Da wird der Sarg des verstorbenen Bruders ausgebuddelt, das Haustier abgegeben oder getötet und auch der Finger, der gerne über eine Gitarre streicht, muss dran glauben. Als alles auffliegt, wird der "Berg aus Bedeutung", der zunächst einen Eklat darstellt, weltbekannt und noch dazu wertvoll: Für 3,6 Millionen wird er an ein amerikansiches Museum verkauft. Grund genug dafür, dass Pierre Anthon voller Hohn (und zurecht) klarstellt: "Die Bedeutung, ha!" Pierre Anthon lachte höhnisch. "Falls dieser Misthaufen jemals etwas bedeutet hat, war damit an dem Tag Schluss, als ihr dafür eine Bezahlung angenommen habt."

Zwar stellt "Nichts" nicht unbedingt ein Buch dar, bei dem man mitfiebert, dennoch möchte ich das Ende für all jene, die es noch lesen möchten, nicht vorwegnehmen. Ich muss ehrlich gestehen, dass es drei Jahre halbgelesen bei mir im Regal herumstand. Beim Aufräumen fiel es mir heute in die Hände und ich habe mich zu dazu durchgerungen, es zu beenden. Im Vorfeld wurde ich schon sehr beeinflusst von vielen unterschiedlichen Meinungen. Als das Buch 2000 in Dänemark veröffentlicht wurde, löste es bereits eine Kontroverse aus, 2012 verlief das in Deutschland nicht anders. Eigentlich, so muss man ja sagen, ist die Grundidee Tellers ja gar nicht so übel. In diesem Jugendbuch bespricht sie nicht nur die existenzielle Frage nach Bedeutung und einem grundsätzlichen Sinn des Lebens, sie hinterfragt auch die Menschlichkeit und deren Bedingungen. "Nichts" wirft Fragen auf, die man sich als Erwachsener im Alltag, im Wettlauf mit der Zeit, nicht jeden Tag stellt, aber für Jugendliche durchaus ein Thema sein kann. Wozu das Ganze, wenn wir in höchstens 80 Jahren doch unter der Erde liegen und die Würmer an uns knabbern? Pierre Anthon fungiert hierbei im Buch als die Personifizierung fundamentaler Zweifel eines jeden Menschen. Jeder hat einen kleinen Pierre Anthon im Kopf, der auf ungesunde, non-konforme Art und Weise Dinge hinterfragt, auf die es keine klare Antwort gibt. Grundsätzlich bin ich also mit Tellers "Idee", ihrem "Thema", einverstanden.

Es gibt aber einige Dinge, die mich bei der Umsetzung dieser Idee wirklich entschieden stören. Die Kinder häufen also einen "Berg aus Bedeutung" an. Bei Janne Teller verlieren sie dabei ihre Menschlichkeit, verlieren jeden Skrupell und auch jeden Bezug zu diesem "Konformismus", wie Teller das nennt, was sozialisierte Erwachsene praktizieren. Sie verlieren den Bezug zur Gesellschaft. Heißt das, Sinnsuche lässt sich nur außerhalb der Gesellschaft betreiben? Ist es zwingend nötig, von einem Mädchen die Unschuld, von einem Jungen den Finger einzufordern, ist die Aufgabe von Menschlichkeit nötig? Das ist das, was mir an der Seite der Sinnsuchenden nicht gefällt. Auf der anderen Seite gefallen mir auch Pierre Anthons Antworten nicht, die absolut nihilistisch daherkommen. Beim Lesen des Buches war mir daher nie völlig klar, worum es eigentlich im Kern geht. Möchte Frau Teller Lebensfreude im Keim ersticken? Wie soll man so das Leben bestreiten? Nein, das wollte sie offenbar nicht. In einem Interview sagte sie: "Das, was Pierre Anthon und seine Mitschüler tun, um welchen Preis auch immer, ist es doch, die Frage "Hat das Leben überhaupt einen Sinn" in die Frage umzuformen, welchen Sinn es haben sollte." Ehrlich gesagt fällt einem diese Umformung der existenziellen Fragen ein wenig schwer, wenn da ein Pierre Anthon existiert, der auf 140 Seiten immer wieder sagt: "Wenn nichts irgendetwas bedeutet, gibt es nichts, um darauf wütend zu sein! Und wenn es nichts gibt, um darauf wütend zu sein, gibt es auch nichts, um sich deshalb zu prügeln!" Diese Antworten gibt er bis zum Schluss und es gibt nichts, was ihn vom Gegenteil überzeugen könnte. Die Frage, welchen Sinn das Leben haben sollte, stellt sich dem Leser da nie wirklich, wird der Sinn selbst doch so konsequent infrage gestellt und eigentlich schließlich auch negiert.

Für das Ende schließlich kann und soll jeder seine eigene Interpretation finden, da möchte ich auch nichts weiter zu schreiben. Mir hat das jedenfalls weniger Antworten noch Hoffnung beschert - der Ansatz war toll, stellt das Thema doch ein bisschen so etwas wie ein Tabu dar, doch bei der Umsetzung und vor allem bei dem Ende haperte es für mich doch gewaltig. Vielleicht ist mir auch etwas Wichtiges entgangen, wenn dem so ist, freue ich mich über Anmerkungen. Vorerst muss ich aber sagen, dass das Buch für mich keine Bereicherung darstellt, was es als "Parabel" aber hätte sein sollen.

  (12)
Tags: bedeutung, experiment, nihilismus, parabel, philosophie   (5)
 

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(345)

681 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, mathematik, matt haig, menschsein, menschen

Ich und die Menschen

Matt Haig ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.04.2014
ISBN 9783423260145
Genre: Romane

Rezension:

Hoffnung war oft zwecklos. Und oft ohne jede Vernunft. Wäre sie vernünftig, hätte sie wahrscheinlich Vernunft geheißen. Außerdem war Hoffnung mühsam und anstrengend, und ich war Anstrengungen nicht gewohnt. Zu Hause war nichts anstrengend. Genau darum ging es zu Hause – um den Genuss einer perfekten, mühelosen Existenz. Doch ich war hier. Und hoffte. 

Dem Mathematikprofessor Andrew Martin ist es gelungen, das Geheimnis um die Riemannsche Vermutung zu lüften, das gleichsam das Rätsel um die Verteilung der Primzahlen löst und eine bahnbrechende Entdeckung für die Menschheit bedeutet. Doch dann wird er von einer außerirdischen Lebensform entführt, getötet und durch einen von ihnen ersetzt. Der Außerirdische, der nun mit Professor Martins Gesicht herumläuft, hat den Auftrag, alle Hinweise auf die Lösung des mathematischen Rätsels auszulöschen – in Computern, in Notizen, in Menschen. Die menschliche Natur und Zivilisation erscheint ihm befremdlich, der menschliche Verstand und die scheinbar fortschrittliche Technik primitiv. Doch dann lernt der Außerirdische die Musik Debussys, Erdnussbutter und australischen Wein kennen. Und irgendwann stellt er auch fest, dass die Menschen trotz ihrer Nasen gar nicht so hässlich sind – vor allem Isobel Martin, Andrews Ehefrau. Plötzlich ist er sich nicht sicher, ob er es schafft, seinen Auftrag auszuführen und Frau und Kind tatsächlich zu töten … 

Zunächst einmal klingt die Handlung von Matt Haigs „Ich und die Menschen“ interessant und vor allem amüsant. Dieser Roman verspricht Humor, Romantik und eine starke Prise Science Fiction. Diese Erwartungen werden erfüllt, dieses Buch hält sogar noch ein wenig mehr für den Leser bereit: Es ist ein Buch mit zunehmend existenzialistischer werdenden Anklängen, ein Buch, das von dem Menschen handelt, betrachtet aus der Perspektive eines Wesens, das weder mit unserer Natur noch mit unserer Kultur vertraut ist und nicht Teil unserer Gesellschaft ist. 

Es ist eine distanzierte, aber niemals objektive Perspektive: Negative wie positive Eigenarten des Menschen werden so gekonnt aufgezeigt, dass der menschliche Leser selbst lächelnd den Kopf schütteln muss. Kleidung! Autos! Haustiere! Wohnzimmer! Computer! Hühnerbrust! Sind das nicht urkomische Konzepte? Ich muss sagen, es tut gut, einmal die durch und durch sozialisierte Perspektive einer Europäerin aufzugeben und gemeinsam mit dem Außerirdischen zu staunen, zu kritisieren und sich neu in das zu verlieben, was an unserem Planeten und an unserer Spezies so einzigartig und schön ist. 

Es ist großartig, wie wunderbar Haig tiefgründig-philosophische Anklänge mit sehr humorvollen Szenen in Einklang bringt. Er malt nicht schwarz-weiß oder stellt eine Harmonie her, die es gar nicht geben kann. Er bildet das Leben ab, so wie es ist – mit Hochs und Tiefs – denn so und nicht anders verhält es (das Leben) sich auch für einen Außerirdischen, der mit dem Gefühlshaushalt eines Menschen erst einmal klarkommen muss. Der Leser kann die Entwicklung des Außerirdischen hervorragend nachvollziehen: Dieser lernt die Menschen Abschnitt für Abschnitt besser verstehen und setzt sich schließlich sogar für sie ein, anstatt sie zu töten.

An Spannung verliert das Buch auch zum Schluss nicht. Allerdings gibt es einen kleinen Abzug für das Ende, das einer gewissen Logik entbehrt. Bei der ultimativen Problemlösung macht es sich Haig dann doch ein wenig leicht und der Leser stößt auf Ungereimtheiten, die zu nennen hier fehl am Platze wäre.

Allemal ist dies jedoch ein gelungenes Werk, tiefgründig, witzig, an den richtigen Stellen melancholisch und es regt vor allem die Reflexion an. Ein kosmisches Lesevergnügen!

  (17)
Tags: humor, philosophie, science fiction   (3)
 

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(115)

262 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

london, familie, vater, roman, tochter

Alice, wie Daniel sie sah

Sarah Butler , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.03.2014
ISBN 9783426514092
Genre: Romane

Rezension:

"Ich ziehe herum. Das ist meine Strategie, wenn ich denn überhaupt eine habe, und überall stelle ich mir dich vor. Ich habe kaum Anhaltspunkte, aber einiges kann ich erahnen: deine Haarfarbe, deine Größe, dein Alter. Und ich kenne deinen Namen. Ich könnte nach dir rufen, und du drehst dich um. Dann stünden wir hier, ließen die Fahrradfahrer vorbeirauschen, hörten die Boote wie Glocken aneinanderschlagen und würden reden."

Die Affäre mit einer verheirateten Frau warf Daniel vor Jahren aus der Bahn. Heute ist er obdachlos und auf der Suche nach seiner der Affäre entspringenden Tochter Alice, die einen eisblauen Namen hat: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E. Daniel nimmt Buchstaben in Farben wahr und versucht so, mit Alice, die er noch nie gesehen hat, zu kommunizieren. Über die ganze Stadt verteilt er Kunstwerke mit Alice' Namen, bis er von der Beerdigung von dem Mann erfährt, der Alice als seine Tochter großgezogen hat. Und Daniel weiß instinktiv, dass Alice dort sein wird ...

"Alice, wie Daniel sie sah" oder auch "Ten Things I've Learnt About Love" im Englischen ist ein ruhiges Buch mit einer sanften Poesie. Keiner bringt dem Leser die Kopplung von Farben und Buchstaben so nahe, wie unser Synästhetiker Daniel. Besonders gut gefallen hat mir hierbei die Farblegende im Umschlag des Buches, die jedem Buchstaben eine eindeutige Farbe zuweist. Daniel erzählt dem Leser nicht immer, welches Wort er da gerade in einem seiner farbenfrohen Kunstwerke aus Abfall legt, aber diese Legende macht es möglich, die Rätsel zu lösen.

Die Geschichte des Romans wird von Alice und Daniel gleichermaßen erzählt. Alice' Geschichte beginnt damit, dass sie nach London ans Sterbebett ihres (Zieh-)Vaters reist, Daniel entführt den Leser auf einen seiner Streifzüge. Zugegeben, Alice' Kapitel lassen sich flüssiger lesen, es fällt nicht schwer, das "schwarze Schaf" der Familie, das weniger konventionell und bürgerlich ist als ihre Schwestern, liebzugewinnen. Zu Daniel findet man nicht so leicht einen Zugang. Seine Kapitel werden beherrscht von Beschreibungen, Gedanken und Gefühlen, sind somit sehr viel statischer. Doch seine Figur ist einzigartig. Er präsentiert sich dem Leser als feinfühliger, sensibler, gutmütiger Mann, dem das Schicksal und die eigene Schwäche übel mitgespielt hat. Doch es ist der Gedanke an Alice, der ihn aufrechthält, er lebt für seine Tochter. Daniel lernt man vielleicht nicht ganz am Anfang, aber doch im Laufe des Romans lieben - wenn man sich auf seine Sicht der Welt einlässt. Überhaupt liegt für mich in der Zeichnung ihrer Charaktere Butlers große Stärke. Die Figuren wirken authentisch.

Was ihr meiner Meinung nach weniger gut gelingt, ist die Handlungsführung bzw. das Vorantreiben der Handlung. Manchmal gibt es Gedankensprünge zwischen zwei Sätzen, die einen verwirrt zurücklassen und es erforderlich machen, dass man die Seite erneut lesen muss, um zu versuchen, es wirklich richtig zu verstehen. Am Ende des Buches hat man das Gefühl, dass nur ein winziger Teil der Geschichte wirklich erzählt wurde und es noch so viel mehr zu sagen gäbe. Generell gibt es Rätsel, die im Laufe des Romans entstanden sind und nie aufgedeckt werden. Was war es, das der (Zieh-)Vater am Sterbebett Alice verschwieg und Cee und Tilly jedoch sagte? Wussten die Schwestern von der Affäre ihrer Mutter? Warum genau hat Kal nie den Mut gefunden, seinen Eltern Alice vorzustellen? Möglicherweise lässt Butler als Expertin für Kreatives Schreiben (sie unterrichtete dies am British Council in Kuala Lumpur) Fragen dieser Art bewusst offen, um die Imagination des Lesers anzuregen, doch ich muss ehrlich sagen, dass es mich mehr beeindruckt, wenn der Autor die Handlungsfäden fest in der Hand und am Ende zusammenzuführen weiß.

Dieser Roman ist eine zarte Geschichte, die von dem Band zwischen Vater und Tochter erzählt und von der Poesie der Synästhesie lebt. All dies spielt sich in einem London ab, das förmlich Leben, Farben und Vielfalt atmet - ein London, das man einfach lieben muss. L für Gold, O für Silber, N für schmutziges Gelb, D für Hellorange, fast durchsichig, O für Silber, N für schmutziges Gelb.

* "Magisch" in Daniels Farbensprache!

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Tags: familie, farbe, identitätssuche, leben   (4)
 

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(5.067)

6.458 Bibliotheken, 130 Leser, 13 Gruppen, 354 Rezensionen

schweden, humor, freundschaft, lebensgeschichte, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

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sprache, sachbuch, linguistik, sprachwissenschaft, schreiben

Du Jane, ich Goethe

Guy Deutscher , Martin Pfeiffer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423346559
Genre: Sachbücher

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