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10 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Unter pechschwarzen Sternen

Gereon Krantz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 06.11.2017
ISBN 9783939990444
Genre: Krimi und Thriller

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57 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

gerhart hauptmann, schlesien, gerhardt hauptmann, ende zweiter weltkrieg, 2. weltkrieg

Wiesenstein

Hans Pleschinski
Fester Einband: 552 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 06.02.2018
ISBN 9783406700613
Genre: Romane

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20 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, true crime

Aus nächster Nähe

LS Hawker , Joannis Stefanidis , Oliver Hoffmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671293
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Nessa Donati hat ihr Vergangenheit hinter sich gelassen und mit ihrem Mann John und dem gemeinsamen Sohn Daltrey ein neues Leben aufgebaut. Plötzlich verschwindet John aus dem Leben von Nessa und Daltrey, nachdem er wieder den Drogen verfallen ist. Die beiden erhalten kein Lebenszeichen mehr von ihm, bis eines Tages die Tür der Gartenhütte aufgebrochen ist. Nessa befürchtet, dass John nun zurückgekehrt ist, um Daltrey zu holen. Ihr Leben wird ab diesem Zeitpunkt immer mehr sabotiert und das mit Begebenheiten aus ihrem vergangenen Leben, die eigentlich nur John kennt...


LS Hawker hat aus meiner Sicht mit "Aus nächster Nähe" einen sehr gelungen Thriller geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einem mitreißenden und sehr temporeichen Schreibstil, der mich schnell an das Buch fesseln konnte. Die Hauptprotagonistin Nessa wird interessant charakterisiert. Sie ist eine Frau, die in ihrem Leben gelernt hat sich mit einem starken Willen zu behaupten und durchzusetzen. In ihrer Rolle als behütende Mutter für ihren mit einer Sprachstörung erkrankten Sohn konnte sie bei mir schnell sympathiepunkte sammeln. Der Autorin LS Hawker gelingt es im Verlaufe des Buches den Spannungsbogen über das geheimnisvolle Vorleben von Nessa und den wiederkehrenden Attentaten gegen ihre Person immer weiter auszubauen. Mit einem fulminanten und für mich völlig überraschendem Finale schließt sich die clever konzipierte Geschichte überzeugend und nachvollziehbar. Das Buch konnte mich wirklich in den Bann ziehen und es fiel mir immer schwerer es aus der Hand zu legen.


Insgesamt handelt es sich bei "Aus nächster Nähe" aus meiner Sicht um einen packenden und spannenden Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle und mit vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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62 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

hollywood, krimi, drogen, skandal, fatty arbuckle

Der Mann, der nicht mitspielt

Christof Weigold
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462051032
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Hardy Engel ist in den 20igern von Deutschland nach Amerika gekommen, um wie viele andere in Hollywood sein Glück beim Film zu suchen. Da die großen Rollen noch auf sich warten lassen, versucht er es nebenbei mit einer kleinen Detektei. Eines Tages erhält er von einer attraktiven Frau, den Auftrag nach ihrer Freundin Virginia Rappe zu suchen. Mit der Hilfe des Zufalls findet er die Schauspielerin auf einem rauschenden und exzessiven Fest, welches der angesagteste Schauspieler der damaligen Zeit Fatty Arbuckle veranstaltete. Kurze Zeit später stirbt Virginia Rappe und Hardy steht vor einem Rätsel. Der Fall scheint eigentlich klar, aber der engagierte Privatdetektiv will der offensichtlichen Geschichte keinen GLauben schenken. Er begibt sich in die sündige Welt Hollywoods, um den Fall der toten Virginia Rappe aufzuklären.


Christof Weigold widmet sich in seinem beeindruckenden Kriminalroman der glamourösen Welt Hollywoods. Er erzählt die Geschichte in einer sehr lebendigen und schnörkellosen Schreibweise, die mich schnell in die Zeit der 20er zurückversetzen konnte. Der sympathische und linientreue Hauptprotagonist Hardy Engel wird sehr interessant und ausführlich beschrieben. Es war für mich faszinierend, ihn bei seinen Aufträgen in dieser besonderen und verlogenen Welt voller Korruption und Sünde zu begleiten. Er stellte für mich den Eckpfeiler der Ehrlich- und Aufrichtigkeit dar und ich fieberte mit ihm beim Kampf gegen das Böse. Dem Autor gelingt es in dem Buch hervorragend die damalige Atmosphäre einzufangen und verleiht dem Buch damit seinen besonderen Charme. Die Spannung kommt aber auch nicht zu kurz, da die clever konzipierte Geschichte immer wieder neue Wendungen und Überraschungen bereithält. Das überzeugende Finale rundet für mich den sehr gelungen Kriminalroman perfekt ab. Eine Fortsetzung mit dem sympathischen Ermittler wird zum Ende angedeutet, und es ist zu hoffen, dass wir auch in den Genuss um das zweite Geheimnis von Hardy Engel kommen.


Ein aus meiner Sicht spannender und rundum geglückter Ausflug in die Filmwelt der goldenen 20er. Das Buch konnte mich begeistern und auf den umfangreichen Knapp 640 Seiten kam für mich niemals Langeweile auf. Ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte!!!

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

tempo, minsk, busreise, darknet, sarkasmus

Der Belarus-Deal

Peter Hereld
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Edition M, 30.01.2018
ISBN 9781503900288
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Eigentlich möchte der 22-jährige Tom Journalist werden, aber er kommt mit seinem Studium nicht richtig voran, da er nebenbei noch in einem Fitness-Center jobben geht. Er veröffentlicht vereinzelte recht belanglose Artikel und träumt von einer großen Story. Diese Gelegenheit scheint sich ihm völlig unerwartet zu bieten, als ihm sein ehemaliger Schulkollege Mattias Reuter von einer geheimnisvollen Internetadresse im Darknet erzählt. Tom ist nicht sofort überzeugt, aber nach den ersten Recherchen wittert er seine große Chance und geht der Spur in Richtung Minsk nach...


"Der Belarus Deal" ist mein erstes Buch von Peter Hereld und sein Thriller hat mir sehr gut gefallen. Er erzählt die Geschichte in einem lockeren und frischen Schreibstil, der sich hervorragend lesen lässt. Mit dem Organhandel und dem Darknet hat sich der Autor zwei brisanten Themen zugewandt und diese aus meiner Sicht authen-tisch und damit erschreckend real dargestellt. Der Spannungsbogen wird zu Beginn der Geschichte gut aufgebaut und durch die abenteuerliche und rasante Flucht des Hauptprotagonisten auf sehr hohem Niveau gehalten, um dann in einem nachvollziehbaren und in einigen Punkten überraschenden Finale zu enden. In manchen Szenen wuchs dann der vermeintliche Journalist ein wenig über sich hinaus, was dann bei mir ein wenig überzogen wirkte. Nichts desto trotz konnte der junge Tom im Verlauf des Buches immer mehr meine Sympathien gewinnen, so dass es mich freuen würde, weitere Abenteuer von ihm in möglichen Folgebänden verfolgen zu können.


"Der Belarus Deal" ist ein wirklich rasanter und fesselnder Thriller, der mich nach kurzer Zeit gepackt hat. Überzeugen konnte mich dabei in erster Linie die sehr temporeiche Erzählweise. Ein guter Einstieg für eine mögliche Thriller-Serie, die ich gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

berlin, krimi, historischer krimi, mord, zwanziger jahre

Der weiße Affe

Kerstin Ehmer
Fester Einband
Erschienen bei Pendragon, 30.08.2017
ISBN 9783865325846
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Axel Spiro ist ein noch junger aber auch sehr erfolgreicher Kriminal-Kommissar in Wittenberge. Ihn zieht es nun in das deutlich lebhaftere Berlin, wo er mit großer Neugier empfangen wird. Sein guter Ruf eilt ihm voraus und die damit verbunden Erwartungen sind dementsprechend groß. Kaum angekommen wird er auch gleich zu einem Tatort gerufen. Ein einflussreicher und vermögender Bankier ist ermordet worden. Schnell finden die Ermittler heraus, dass der Tote ein unmoralisches Doppelleben geführt hat. Liegt hier das Motiv für die Tat? Axel Spiro stellt bei seinen Ermittlungen schnell fest, dass das Leben in Berlin anders verläuft als in seinem heimatlichen Wittenberge...

Kerstin Ehmer hat mit "Der weiße Affe" ihren ersten Kriminalroman geschrieben. Vor der historischen Kulisse der Zwanzigerjahre erlebt der Leser das lasterhafte und turbulente Leben Berlins. Die Autorin erzählt die Geschichte um den aufstrebenden und engagierten Ermittler Axel Spiro in einer ansprechenden und aus meiner Sicht sehr passenden Schreibweise. So wirkte das Buch teilweise schon etwas poetisch, was sich im Zusammenhang mit einem Kriminalroman sehr überraschend, aber auch sehr interessant darstellte. Des weiteren bedient sich die Autorin eines zweiten Erzählstrangs, der zunächst auf mich verwirrend wirkte, aber im Verlaufe des Buches sich immer mehr mit der eigentlichen Handlung verwebte und so für den Leser klarer wurde. Die historischen Hintergründe wirken gut recherchiert und ich fühlte mich gut in die damalige Zeit versetzt. Die Ermittlungen und die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit bildeten den spannenden Rahmen für die Geschichte und konnten mich an das Buch fesseln. Das über-raschende Finale rundete für mich ein sehr gelungenes Leseereignis positiv ab.

"Der weiße Affe" ist für mich ein sehr überzeugendes Krimidebüt von Kerstin Ehmer, welches mich auf Nachfolger hoffen lässt. Vor allem der ungewohnte und teilweise durchaus anspruchsvolle Erzählstil gab dem Buch seinen besonderen Charme. Ich empfehle das Buch gerne als lesenswert weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.



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37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

ostfriesland, späte rache, vergeltung, kriegsflüchtlinge, mord

Deichfürst

Heike van Hoorn
E-Buch Text: 330 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 30.01.2018
ISBN 9783732544714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Für das umstrittene Emssperrwerk ist gerade erst der Baustopp wieder aufgehoben, als bei den ersten Erdarbeiten eine Kiste gefunden wird. Darin befindet sich die Leiche des Deichfürsten Tadeus de Fries, ein Verfechter des Emssperrwerks. Ist dies eine Tat mit einem politischen Hintergrund, muss der Täter bei den Gegnern des Bauwerks gesucht werden? Hauptkommissar Stephan Möllen-kamp ist nicht überzeugt von der Theorie und recherchiert trotz des Ergebnisdrucks durch die Staatsanwaltschaft in alle Richtungen. Dabei bekommt er es auch mit der engagierten Lokalreporterin Gertrud Boekhoff zu tun.


Heike van Hoorn hat mit Deichfürst einen Kriminalroman mit viel Lokalkolorit geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einer lebendigen und sehr angenehm zu lesenden Schreibweise und arbeitet mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen und in verschiedenen Zeiten. Im Verlauf des Buches werden diese beiden Stränge geschickt immer mehr miteinander verbunden, um dann in einem raffinierten und für mich in der Form überzeugenden Finale zu einem Ganzen zu werden. Der Spannungsbogen wird ebenfalls gut aufgebaut und durchaus über die Länge des Kriminalromans aufrechtgehalten, es entstehen aber aus meiner Sicht einige Längen, so dass auch die ganz große Begeisterung ausblieb. Was mir sehr gut gefallen hat, war der wohldosierte Einsatz der nordischen Mundart, die dem Kriminalroman einen ordentlichen Schub an Authentizität und Charme verleiht.


Insgesamt hat mir "Deichfürst" gut gefallen, auch wenn sicherlich noch ein wenig Luft nach oben ist. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, die ich gerne auf 4 Sterne aufrunde.

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153 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

colorado, roman, kent haruf, amerikanische kleinstadt, kleinstadt

Lied der Weite

Kent Haruf , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070170
Genre: Romane

Rezension:

Victoria ist siebzehn Jahre alt und nach ihrer ersten Schwärmerei für einen Jungen und den darauffolgenden Treffen mit ihm wird sie schwanger. Ihre alleinerziehende Mutter reagiert gefühlskalt, hat kein Verständnis für das naive Verhalten ihrer Tochter und setzt sie einfach vor die Tür. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an ihre Lehrerin Maggie, die mit einer außergewöhnlichen Idee aufwartet. Sie überredet die beiden älteren und zurückgezogen lebenden Mc Pherson-Brüder Victoria aufzunehmen. Kann das Zusammenleben der völlig unterschiedlichen Charaktere funktionieren?

Kent Haruf hat mit "Lied der Weite" einen absolut fesselnden Roman geschrieben. Seine bildreiche und unaufgeregte Schreibweise hat mich schnell in den Bann gezogen und seine Hauptprotagonisten werden sehr interessant und ausführlich charakterisiert. Ich konnte aufgrund der authentischen Erzählweise als Leser in die Welt von Farmern, Kindern, Eltern und jungen Müttern eintauchen. Das Buch überzeugt nicht mit spektakulären und überfrachteten Situationen, sondern mit der Schlichtheit der einzelnen Schicksale, die alle miteinander verwebt werden. Die Geschichte erzeugt so im Verlauf des Buches einen immer größeren Spannungsbogen, da die Protagonisten so nah und real erscheinen. Auch die härteren Seiten des Landlebens, wie die schwierige und blutige Geburt eines Kalbes oder die Obduktion eines toten Pferdes werden schonungslos geschildert und auch die jüngeren Charaktere haben sich solchen Situationen zu stellen.

Insgesamt war es für mich ein Buch, welches mich zunehmend in Beschlag genommen hat, und bei dem ich noch viele Seiten hätte weiterlesen können. Das Ende ist auch offen gestaltet und es sind bereits zwei Folgebände erschienen. Aus meiner Sicht handelt es sich bei "Lied der Weite" um einen äußerst lesenswerten Roman, den ich gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte. 


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46 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

pilotin, legasthenie, fliegen, lebensgeschichte, kriegsverbrechen

Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

Andreas Izquierdo
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363095
Genre: Romane

Rezension:


Fräulein Hedy von Pyritz ist eine exzentrische und äußerst selbst-bewusste Frau, die weiß, wie sie ihre Interessen durchsetzen kann. Sie sorgt mit einer aufsehenerregenden Annonce, in der sie einen Kavalier sucht, der sie an einen Nacktbadestrand bringt, für einen kleinen Eklat. Die Bewerbungen auf die Annoncen entsprechen aber überhaupt nicht ihren Vorstellungen, so dass sie ihren Physio-Therapeuten Jan bittet, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Leider hat Jan keinen Führerschein, was Fräulein von Pyritz natürlich nicht von ihrem Unterfangen abhalten kann. Sie ist davon überzeugt, dass Jan genau der richtige für diesen Wunsch ist, schließlich kann er ja hervorragende Papierflieger basteln. 


Ich kannte bisher noch kein Buch von Andreas Izquierdo und war nun sehr gespannt auf seinen neuen Roman "Fräulein Hedy träumt vom Fliegen". Ich nehme es vorweg, ich bin schlichtweg begeistert und bin mir sicher, obwohl das Jahr noch jung ist, dass dieses Buch zu meinen Lesehighlights des Jahres gehören wird. Der lockere und sehr flüssig zu lesende Schreibstil hat mich schnell in den Bann geschlagen und Andreas Izquierdo hat mit Fräulein Hedy und Jan zwei tolle Charakter geschaffen. Sie ist mit ihren 88 Jahren lebenserfahren und absolut diszipliniert, während Jan als junger Mann eher im Schatten seines selbstbewussten Bruders stand. Die Geschichte erzählt wie sich nach und nach die Schicksale der beiden Hauptprotagonisten verbinden und positiv beeinflussen. Dem Autor gelingt es mit der bewegenden und ergreifenden Lebensgeschichte von Hedy eine enorme Spannung aufzubauen. Ihre dramatischen Erlebnisse vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg fesselten mich an das Buch,  gleichzeitig zeigen sie Wirkung auf Jan, dem diese Erfahrungen in seinem aktuellen Leben, in dem ebenfalls große Herausforderungen auf ihn warten, hilfreich zur Seite stehen. Andreas Izquierdo gelingt die Symbiose der Beiden mit Perspektiv- und Zeitenwechsel lebendig und authentisch darzustellen, so dass sich das Buch für mich als absoluter Page-Turner entwickelte.


Aus meiner Sicht ein toller und unterhaltsamer Roman, der durchaus auch Tiefgang besitzt, ohne dem Buch eine zu große Schwere zu geben. Von mir erhält "Fräulein Hedy träumt vom Fliegen" eine absolute Leseempfehlung und natürlich die vollen fünf von fünf Sternen!!!

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75 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

biografie, biographie, prinzessin, niederländisches königshaus, upper-class

Die amerikanische Prinzessin

Annejet van der Zijl , Marianne Holberg
Fester Einband
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.01.2018
ISBN 9783806234824
Genre: Biografien

Rezension:


Allene Tew wird im Jahre 1872 geboren und wächst in einer Pionier-familie auf. Das Land entwickelt sich gerade rapide nach oben und gilt für viele als Zufluchtsort für eine neue und erstrebenswerte Welt. Mit 18 Jahren lernt sie den wohlsituierten und vermögenden Tod Hotstetter kennen und lieben. Er kann, obwohl es nicht standes-gemäß ist, den Verlockungen der attraktiven Allene nicht wider-stehen und das Ergebnis ist eine Schwangerschaft. Tod steht zu Allene, trotzt der Ablehnung seiner Familie und heiratet sie. Daraufhin wird sie von Tods Familie gemieden und sie muss sich ihren Platz in der elitären Gesellschaft erkämpfen, die erste von vielen Herausforderungen, die sich Allene in ihrem bewegendem Leben stellen...


Die Autorin Annejet van der Zijl hat mit "Die amerikanische Prinzessin" eine spannende und absolut fesselnde Biographie einer bemerkenswerten Frau geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einer leicht verständlichen und lebendigen Sprache, die der vergangenen Zeit Leben einhaucht. Im Fokus steht das Schicksal der tapferen Allene Tew, die mir bis zu diesem Buch nicht bekannt war. An ihrer Person beschreibt Annejet van der Zijl die faszinierende Entwicklungsgeschichte Amerikas, das hoffnungsvolle und teilweise euphorische Leben mit dem Aufgang einer blühenden Wirtschaft und den starken Einschlägen, wie zwei Weltkriege und Börsencrashe, die die Freude deutlich eintrübten. In ihrem Leben ist die zunehmend einflussreichere Frau mit vielen wichtigen historischen Personen in Berührung gekommen und hat sie sicherlich teilweise auch be-einflusst. Beeindruckt hat mich dabei vor allem ihr unerschöpflicher Mut, mit dem sie jedem Schicksalsschlag trotzte und wie sie mit ihrer bewundernswerten Zuversicht in die Zukunft sah. Die Autorin hat sich für dieses Buch vier Jahre lang durch Bücher und Zeitungs-archive gearbeitet, um dem Leben von Allene Tew auf die Schliche zu kommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn das Buch wirkt auch bezüglich der historischen Rahmendaten sehr gut recherchiert.


"Die amerikanische Prinzessin" ist aus meiner Sicht ein äußerst lesenswerter Roman, der dem Leser einen guten Querschnitt der Geschichte einer spannenden Epoche liefert und gleichzeitig eine außergewöhnliche und für mich überraschend einflussreiche Frau vorstellt. Von mir erhält das Buch die vollen fünf von fünf Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung!!!

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110 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

krimi, sauerland, spieluhr, mord, linus geschke

Das Lied der toten Mädchen

Linus Geschke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289311
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Jan Römer ist ein Reporter für ungelöste Kriminalfälle und emotional geht es ihm zur Zeit nicht gut. Seine Ex-Frau hat ihm mit der Ent-scheidung konfrontiert, dass sie mit ihrem gemeinsamen Sohn nach Bayern umziehen will. Die Tatsache, demnächst seinen Sohn nur noch selten zu Gesicht zu bekommen macht ihm zu schaffen, da kommt Die Ablenkung eines neuen ungeklärten Falls, den ihm seine Kollegin Stefanie Schneider, auch Mütze genannt, präsentiert. Vor 20 Jahren ist eine 19-jährige Frau im Sauerland ermordet worden. Die Ermittlungen liefen ins Leere, eine am Tatort zurückgelassene Spiel-Uhr deutete damals schon auf eine persönliche Tat hin, aber die Menschen aus der näheren Umgebung hatten ein Alibi. Die beiden machen sich an die Ermittlungen und stoßen schon bald auf ein rätselhaftes Haus in den Wäldern am Wilzenberg...


"Das Lied der toten Mädchen" ist bereits der dritte Band um das sympathische Ermittlerduo. Der Autor Linus Geschke erzählt die Geschichte in einem sehr lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell auch an den neuen Band fesseln konnte. Den Charme erhält der Kriminalroman über die beiden Hauptprota-gonisten, die sehr interessant gezeichnet werden. So sorgen nicht nur die Ermittlungen für Spannung, sondern auch das Privatleben der beiden und die perfekte Zusammenarbeit. Die komplexe Story wird von Linus Geschke clever konzipiert und erst im für mich überraschendem Finale fügen sich die einzelnen Hinweise zu einer nachvollziehbaren Auflösung. So ist im Verlaufe des Buches immer für viel Spannung gesorgt und die Gelegenheit gegeben eigen Überlegungen anzustellen, was die Täterschaft und die Hintergründe der Tat angeht. Linus Geschke ist es wie in den Vorgängerbänden wiederum gelungen eine spannende und passende Atmosphäre zu schaffen, die das Gefühl vermittelte, vor Ort zu sein. 


"Das Lied der toten Mädchen ist daher ein aus meiner Sicht sehr gelungener Kriminalroman, der hoffen lässt, dass die beiden Reporter noch den ein oder anderen ungeklärten Fall aus der Versenkung heben. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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26 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

roman, aussteiger, isolation, kind, kremayr & scheriau

Bananama

Simone Hirth
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 01.02.2018
ISBN 9783218011037
Genre: Romane

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41 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, alaska, psycholgie, psychologin, verlag: atb;

Ich töte dich: Thriller

Brenda Novak
E-Buch Text: 441 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 04.12.2017
ISBN 9783841214119
Genre: Sonstiges

Rezension:


Evelyn Talbot erlebt mit 16 Jahren einen absoluten Albtraum. Ein psychopatischer Mörder hat sich in ihr Leben geschlichen und ihr Vertrauen gewonnen. Mit viel Glück kann sie ihm im Gegensatz zu ihren drei Freundinnen lebend entkommen. Dieses traumatische Ereignis bestimmt fortan ihr Leben und sie möchte in die Gedanken-welt solcher Psychopathen eindringen um sie zu verstehen und andere vor solchen Menschen zu schützen. So erhält sie nach akribischer und aufopferungsvoller Arbeit mit 32 Jahren die Leitung einer Psychatrischen Klinik in Alaska, in der gewalttätige Mörder verwahrt werden. Auch hier stellt Evelyn ihr Privatleben hinten an und konzentriert sich voll auf die anspruchsvolle Arbeit. Aber trotz aller Hochsicherheitsvorkehrungen geht schon bald viel Gefahr von diesem Ort aus...


In "Ich töte dich" hat die Autorin Brenda Novak ein hervorragendes Setting für einen mitreißenden Thriller geschaffen. Ein Hochsicher-heitsrakt, der mit den gefährlichsten und gestörtesten Mördern, die das Land aufzuwarten hat, gefüllt ist. Zudem die Einsamkeit der rauen und kalten Landschaft Alaskas. Sie erzählt die Geschichte in einer lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibweise, die mich schnell in die ferne Welt entführte. Die Hauptprotagonistin ist sehr interessant gezeichnet. Nach ihrem traumatischen Erlebnis in ihrer Jugend hat sie es mit ihrer Disziplin und ihrem starken Willen zur Leiterin eines solchen Institutes geschafft. Sicherlich ein bemerkens-werter Werdegang der verbunden mit ihrem Auftreten in Alaska bei mir Sympathie hervorrief. Die Spannung wird allein schon über die Szenerie und die erste vermisste Angestellte aufgebaut und auf einem hohen Niveau gehalten. Als kleine Einschränkung bekam mir die aufkeimende Romanze mit dem vor Ort ermittelnden Startrooper Amarok in der Geschichte ein zu hohes Gewicht, was aus meiner Sicht zu einigen kleineren Längen führte. Im Finale wird dann das Tempo noch einmal deutlich angezogen und ließ mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.


Ich halte "Ich töte dich" für einen guten und packenden Thriller, der mir einige spannende Stunden bescherte. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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(134)

203 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

thriller, hangman, daniel cole, london, köder

Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Chief-Inspector Emily Baxter wird nach New York beordert, um sich eines mysteriösen Mordfalls anzunehmen. Das Opfer wurde an der Brooklyn Bridge aufgehängt und auf seiner Brust wurde das Wort "Köder" eingeritzt. Der vermeintliche Mörder wird kurz darauf im Hudson River gefunden, er trägt mit dem Wort "Puppe" ebenfalls eine eingeritzte Nachricht auf seiner Brust. Die Parallelen zu dem spektakulären und medienwirksamen Fall des Ragdoll-Mörders sind augenscheinlich, so dass Emily Baxter nun ermittelt. Sie taucht in eine gefährliche  Welt aus tiefem Schmerz und blindem Hass ein, die ihren vorherigen Fall an Grausamkeit noch fast in den Schatten stellen kann...


"Hangman" ist der zweite Band um die außergewöhnliche Ermittlerin Emily Baxter. Die Hauptprotagonistin gewinnt sicherlich nicht schnell viele Sympathiepunkte, denn ihre emotionale Ebene bleibt oft im Schatten ihrer Professionalität. Dies gibt den Thrillern vom Autor Daniel Cole aber einen speziellen und unverwechselbaren Charakter. Er erzählt die Geschichte in einer schnörkellosen und äußerst tempo-reichen Schreibweise, die mich als Leser schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und durch plötzliche Wendungen und neuen Details immer auf einem hohen Niveau gehalten. Durch das hohe Tempo und dem Wettlauf gegen die Zeit, entwickelte sich das Buch für mich zu einem richten Page-Turner. Inhaltlich besteht ein großer Bezug zum ersten Band "Ragdoll", so dass es aus meiner Sicht ratsam wäre, sich zunächst diesem genauso lesenswerten Thriller zuzuwenden. Das fulminante Finale konnte mich ebenfalls überzeugen und beinhaltete einen deutlichen Hinweis auf einen Folgeband, was ich sehr begrüßen würde.


"Hangman" ist eine gelungene Fortsetzung einer spannenden und packenden Thriller Reihe, so dass ich das Buch Freunden dieses Genres sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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(49)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

selbstmord, totengrab, krimi, zusammenhang von morden, vermisster sohn

Totengrab

Keith Nixon
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.12.2017
ISBN 9783732541812
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Detective Sergeant Solomon Gray wird zu einem Einsatz gerufen bei dem der Teenager Nick Buckingham vom Balkon eines Appartments im fünften Stock gesprungen ist. Der Fall scheint schnell klar, was Solomon aber zu schaffen macht, ist das Alter des Jungen. Er ist 16 Jahre alt, genau so alt wie sein Sohn Tom, der seit zehn Jahren als vermisst gilt. Es reißen wieder Erinnerungen auf und die Ermittlungen schüren wieder Ängste, was mit Tom passiert sein kann. Zudem wird auf dem Handy des Toten seine Mobilnummer gefunden, so dass er mehr in dem Fall involviert ist, als es ihm lieb ist.
Keith Nixon hat mit "Totengrab" einen aus meiner Sicht gelungenen Start einer neuen Thriller-Reihe um den traumatisierten Ermittler Solomon Gray hingelegt. Der Charakter des Hauptprotagonisten ist geprägt durch sein persönliches Schicksal, was der Autor sehr emotional und glaubhaft transportieren kann. Er bringt sehr gut die Verzweiflung und den Zwiespalt zwischen niemals endender Hoffnung und Resignation zu Geltung. Die Spannung wird so auf zwei Ebenen gespeist, was dem Buch gut tut und einen eigenen Charakter verleiht. Keith Nixon erzählt die Geschichte temporeich und kurzweilig, sein Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Der Verlauf gibt durchaus immer wieder Gelegenheit eigene Theorien aufzustellen, was hinter den Taten steckt und wie sie im Zusammenhang mit Solomon Gray stehen. Das überzeugende Finale hält eine gut nachvollziehbare Lösung parat. Der Auftakt ist sehr verheißungsvoll und lässt auf einige spannende Fälle für den neuen Ermittler hoffen.
"Totengrab" hat mir insgesamt gut gefallen und ich empfehle das Buch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von Fünf Sternen!!!

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(35)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

thriller, vergangenheit, rituale, visionen, wahn, wirklichkeit, vergangenheit, leserunde, bucherseele79, mord, realitä, geheimnis

LILITH - EISKALTER ENGEL

Astrid Korten
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Independently published, 13.12.2017
ISBN 9781973531456
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Anna und Max Gavaldo erwarten ihr zweites Kind, zudem leben sie in finanzieller Unabhängigkeit, so dass sie eigentlich glücklich sein sollten. Anna hohlen aber immer wieder die Erinnerungen an ihre traumatische Vergangenheit ein, auch wenn sie schon mehr als 15 Jahre zurückliegt. Gerade in letzter Zeit wird sie in ihren Träumen mit den schrecklichen Geschehnissen von damals konfrontiert. Auch ihre 16-jährige Tochter Katharina verändert sich. Sie entwickelt einen starken Hass gegen ihre Lehrerin und gerät immer häufiger mit ihrer Mutter aneinander. Nur ein normales Verhalten einer pubertären Jugendlichen, oder steckt in Katharina der Keim des Bösen?


"Lilith - Eiskalter Engel" ist bereits der dritte Band um die traumatisierte Anna Gavaldo. Astrid Korten erzählt die Geschichte wieder in ihrem lebendigen und mitreißenden Schreibstil. Ich fand mich schnell im Buch zurecht und war von Beginn an gefesselt. Die Autorin geht dabei intensiv auf die Gedanken und Ängste der Protagonisten ein. Gerade die wechselnde Erzählweise aus der jeweiligen Sicht der einzelnen Protagonisten verleiht dem Thriller seine besondere Note. Es entsteht dadurch ein Konstrukt, welches Einblick in die tiefsten Abgründe der Seele gewährt und der Leser fragt sich immer wieder, wie ein Mensch von so viel bösen Gedanken gelenkt werden kann. Die Spannung kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz, so dass sich das Buch im Verlauf der Geschichte für mich zunehmend zu einem Page-Turner entwickelte. Ich war wirklich in den Bann geschlagen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Finale ist schlüssig und und wirkte bei mir noch länger nach.


"Lilith - Eiskalter Engel" ist aus meiner Sicht ein toller Thriller, der sicherlich nichts für schwache Nerven ist. Astrid Korten verzichtet im dritten Band auf die Schilderung vieler grausamer Szenen, dieses Buch konnte mehr mit Atmosphäre und einem Hauch Mystik überzeugen. Ich empfehle es den Freunden packender Spannungs-Literatur gerne weiter und bewerte es mit vollen fünf von fünf Sternen!!!

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(57)

103 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

london, krimi, menschenhandel, tony parsons, reihe

In eisiger Nacht

Tony Parsons , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Detective Max Wolfe wird zu einem neuen Tatort gerufen, es wurde ein LKW aufgefunden, in dessen Lagerraum zwölf erfrorene Menschen liegen. Schockiert von dem Bild, welches sich den Ermittlern bietet, stellt Max Wolfe fest, dass ein Mädchen noch lebt. Sie wird sofort ins Krankenhaus transportiert und die Polizei hofft, wichtige Informationen für die Auflösung dieses Dramas zu bekommen. Alles deutet auf professionellen Menschenschmuggel hin, einem abscheulichen Geschäft, welches aufgrund der großen Gewinnspannen leider immer mehr an Attraktivität für die die Täter gewinnt...


"In eisiger Nacht" ist bereits der vierte Band um Detective Max Wolfe. Ich bin als Quereinsteiger in die Serie gestartet und hatte keinerlei Schwierigkeiten in die Handlung zu finden. Der Autor Tony Parsons erzählt die Geschichte in einem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil. Der Hauptprotagonist Max Wolfe wird sehr interessant charakterisiert und sein Privatleben belebt die eigentliche Ermittlungsgeschichte. Mit dem Thema Menschenschmuggel nimmt sich der Autor eines brisanten und leider sehr aktuellen Themas an. Dies gibt dem Kriminalroman eine zusätzliche Tiefe und erzeugte bei mir durch die erschreckend realistische Inszenierung der Tat eine sehr bedrückende und betroffene Stimmung. Die Ermittlungen werden dann aber aus meiner Sicht im Verlauf des Buches zu sehr dramatisiert und wirken stellenweise nicht mehr authentisch. So werden externe Personen bzw. unerfahrene Polizisten in die gefährlichen Ermittlungen involviert, ohne das offensichtliche Risiko abzuwägen. Die Spannung wird aber auf einem hohen Niveau gehalten, und das überraschende Finale war aus meiner Sicht so nicht vorhersehbar.


"In eisiger Nacht" war für mich ein gelungener Start in die Serie um Max Wolfe, konnte aber nicht auf der ganzen Länge überzeugen. Der sehr angenehme Schreibstil und die hohe Spannung lassen mich das Buch aber mit guten vier von fünf Sternen bewerten.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

usa, selbstmord, gehirnwäsche, wissenschaft, thriller

Suizid

Dean Koontz , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 20.12.2017
ISBN 9783959671781
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jane Hawk wurde aufgrund eines traumatischen Ereignisses aus ihrem Job als FBI-Ermittlerin beurlaubt. Ihr Mann hat, ohne dass es sich irgendwie angedeutet hätte, seinem Leben selber ein Ende gesetzt. Er hinterlässt neben seiner fassungslosen Frau auch noch seinen fünfjährigen Sohn, welcher kurze Zeit später bedroht wird. Jane sieht nur einen Weg sich selber und ihren Sohn zu schützen, indem sie ihr altes Leben zurücklässt und versucht die Hintergründe der scheinbar unerklärlichen Tat ihres Mannes aufzuklären. Hierbei gerät sie in den Fokus mächtiger und einflussreicher Menschen, die skrupellos ihre Interessen durchsetzen...


Ich habe in der Vergangenheit einige Bücher von Dean Koontz gelesen und bin nun mit großer Neugier an sein neuestes Werk herangetreten. Der Autor kann mich immer noch mit seinem sehr temporeichen und lebendigen Schreibstil fesseln. Er arbeitet mit vielen kurzen Kapiteln und erhöht mit den häufigen Perspektiv-wechseln aus meiner Sicht zusätzlich das Tempo. Mit Jane Hawk hat er dabei eine interessante Hauptprotagonistin geschaffen, die schnell meine Sympathien gewinnen konnte. Ihr tougher Auftritt gibt dem Buch seinen besonderen Charme. Die Geschichte stellt eine erschreckende und gleichzeitig eine durchaus denkbar reale Vision dar. In diesem Szenario baut Dean Koontz schnell einen hohen Spannungsbogen auf, den er über den gesamten Verlauf des Buches aufrechthalten kann. Das fulminante Finale kommt vielleicht ein wenig zu kurz, was aber auch dadurch verstärkt wird, dass die Zeichen eindeutig auf eine Fortsetzung hinweisen.


Deann Koontz hat für mich mit "Suizid" einen spannenden Auftakt einer möglichen Thriller-Reihe geschaffen, der mir einige spannende und packende Stunden beschert hat. Ich bewerte das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen, freue mich auf die Fortsetzung und empfehle es natürlich gerne weiter!!!

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

südafrika, dystopie, gewalt, fieber, deon meyer

Fever

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 702 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 09.10.2017
ISBN 9783352009020
Genre: Romane

Rezension:


Die Welt wird von einem tödlich verlaufenden Fieber-Virus befallen, der den Großteil der Menschheit auslöscht. Nur wenige überleben aufgrund einer genetisch bedingten Anlage. Zu diesen Überlebenden gehören Willem Storm mit seinem Sohn Nico. Sie kämpfen in der ausgestorbenen Welt um das nackte Überleben und sind dabei vielen Gefahren ausgesetzt. Aus der Überzeugung auf Dauer lediglich in einer Gemeinschaft überleben zu können beschließt Willem Storm an einer strategisch günstigen Stelle eine Siedlung zu errichten. Er versucht mit Handzetteln darauf aufmerksam zu machen und nach kurzer Zeit stoßen die ersten Fremden zu ihnen. Die Gemeinschaft wächst, aber auch die Probleme...


Deon Meyer hat mit "Fever" eine aus meiner Sicht sehr gelungene und auch durchaus reale Vision für eine Zukunft nach einem apokalyptischen Szenario geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einer sehr bildreichen und lebendigen Schreibweise, die mir die erschaffene Situation gut vor Augen führte. Er bedient sich dabei vieler Charaktere, die unterschiedlich und interessant beschrieben werden. Die Geschehnisse werden häufig aus den unterschiedlichen Perspektiven beschrieben, was ich als sehr belebend empfunden habe. Das Buch stellt die Herausforderung und das Potential eines solchen Neuanfangs in einer Gemeinschaft sehr plausibel und authentisch dar. Sehr spannend wirkt das Zusammenspiel dieser vielen unterschiedlichen Menschen. Was ist notwendig um diese Gemeinschaft beisammenzuhalten? Wie kann sie beschützt werden? Wie ist eine zukunftsträchtige Entwicklung möglich? Der Autor Deon Meyer spielt dabei mehrfach auf unsere heutige Gesellschaft an, in der viele Dinge so geregelt scheinen, dass sie nicht veränderbar sind. Das Buch erhält aus genau dieser Betrachtungsweise eine enorme Tiefe und baut einen immer weiter ansteigenden Spannungsbogen auf. Das fulminante und überzeugende Finale war für mich eine totale Überraschung und ließ mich durchaus nachdenklich zurück. 


"Fever" war für mich eines der Lesehighlights des Jahres 2017. Die komplexe Story wirkte sehr gut recherchiert und konnte mich in den Bann schlagen, so dass die doch recht umfangreichen 700 Seiten für mich zu keiner Zeit irgendwelche Längen aufwiesen. Ein toller Roman, der den Leser auch durchaus  ein wenig nachdenklich macht. Ich bewerte das Buch mit vollen fünf von fünf Sternen und empfehle es als sehr lesenswert gerne weiter.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

italien, roadtrip, familie, road trip, trauer

Signor Rinaldi kratzt die Kurve

Lorenzo Licalzi , Erich Wittenberg
Audio CD
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 27.10.2017
ISBN 9783869742878
Genre: Romane

Rezension:


Der Schriftsteller Pietro Rinaldi ist mit seinen 80 Jahren aus seiner Sicht am Ende seines Lebens angelangt. Seine Umgebung inspiriert ihn nicht mehr und es häufen sich die Menschen, die ihm "gehörig auf den Sack gehen", so dass er beschließt mit dem Erreichen seines 80. Lebensjahres, genau diesem Leben eine Ende zu setzen. Aber es kommt alles anders als gedacht. Sein Schicksal gewährt ihm einen Aufschub, der ihm sein Leben Revue passieren und einiges mit anderen Augen sehen lässt...


Dem Autor Lorenzo Licalsi gelingt mit "Signor Rinaldi kratzt die Kurve" eine gelungene Mischung aus einem humorvollen und sehr emotionalen Roman. Er setzt sich mit dem Sinn des Lebens und den Umgang mit Schicksalsschlägen auseinander. Die beiden Haupt-Protagonisten Pietro Rinaldi und sein Enkel Diego sind sehr treffend und interessant charakterisiert. Die Schreibweise von Lorenzo Licasi ist sehr locker und lebendig und gibt dem durchaus traurigen Thema immer eine angenehme und nicht zu schwere Atmosphäre. Stellen-weise verstärken die wohl dosierten humorvollen Passagen, die mich nicht haben schallend lachen sondern zufrieden schmunzeln lassen, genau diesen Eindruck. Die Konstellation des Roadtrip und das Zusammenspiel der beiden völlig unterschiedlichen Charaktere geben der Geschichte ihren besonderen Flair und lässt sie sehr lebendig wirken. Sehr gut gefallen hat mir auch der authentische Lokalkolrit mit der Beschreibung von Italiens Land und Leute. Die Umsetzung des Hörbuchs empfand ich mit der gefühlvollen Stimme von Erich Wittenberg als passend und sehr gelungen.




Insgesamt war "Signor Rinaldi kratzt die Kurve" für mich ein sehr unterhaltsamer Trip nach Südeuropa, der mit seiner Emotionalität und seinen Humor überzeugte und mich noch eine Zeit lang nach-denklich zurückgelassen hat. Ich empfehle das Hörbuch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

extreme, verlag: wörterseh, disziplin, mut, nordpol

Grenzgängerin

Evelyne Binsack , Doris Büchel
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Wörterseh, 08.11.2017
ISBN 9783037630938
Genre: Biografien

Rezension:


Evelyne Binsack ist eine außergewöhnliche Frau, die schon Orte auf dieser Welt gesehen hat, die für den Autonormalverbraucher nicht erreichbar sind. So hat sie mit dem Mount Everest den höchsten und mit dem Südpol den südlichsten Punkt dieser Erde betreten. Es ist daher mehr als nachvollziehbar, dass sich Evelyne Binsack nun auch noch mit dem Gedanken auseinandersetzt, mit dem Nordpol, den geografisch nördlichsten Punkt aufzusuchen. Bei ihrer letzten Reise ist sie aber durchaus an ihre körperlichen und psychischen Grenzen gestoßen und ist sich daher nicht sicher, einer solchen Belastungs-probe ein weiteres mal gewachsen zu sein...


Das Buch "Grenzgängerin" erzählt von der inneren Unruhe einer bemerkenswerten Frau, sich erneut in ein lebensgefährliches Abenteuer zu stürzen. Die Autorin Doris Büchel berichtet in einer sehr lockeren und flüssig zu lesenden Schreibweise über die intensiven Gefühle von Evelyne Binsack. Auf der einen Seite ist sie sich bewusst, dass sie auf ihrer letzten Expedition zum Südpol nur mit viel Glück die Reise unbeschadet überstanden hat, aber auf der anderen Seite ist sie sich auch darüber im Klaren, dass ihre Sehnsucht nach der Weite und der Freiheit sie wieder ins Ungewisse führen wird. Den besonderen Charme erhält das Buch durch die Fokussierung auf die Gefühlswelt dieser Ausnahmeathletin, ihr ständiger Kampf gegen die Stille der Einsamkeit oder der Heraus-forderung einer funktionierenden Gruppe. Gleichzeitig erhält der Leser aber auch die besonderen Eindrücke dieser speziellen Tour, die sehr authentisch und lebensnah wiedergegeben werden. Visuell unterstützt werden diese Eindrücke noch durch einige Seiten farbiger Fotos, die Evelyne Binsack auf ihrer Reise aufgenommen hat.


Die "Grenzgängerin" hat mich in extreme Welten entführt und dabei aufgezeigt, welche besondere Herausforderung eine solche Expedition für Mensch und Material darstellt. Ich halte das Buch für sehr lesenswert, empfehle es daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen!!!

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

berlin, mord, thriller, folter, spannung

Der Todesmeister

Thomas Elbel
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104145
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Victor von Puppe wechselt aus dem Innenministerium in das LKA Berlin. Er möchte nun aktiv auf Verbrecherjagd gehen, dabei getrieben von einer ganz persönlichen Motivation. Sein erster Fall ist gleich ein ganz brisanter. Die vermisste 16-jährige Nichte des Justizsenators wird nach Wochen tot in der Spree gefunden. Es gilt von Beginn an oberste Priorität, aber so schnell wie die Ermittlungen zu Beginn angetrieben wurden, werden sie durch das Auffinden eines vermeintlichen Täters, der sich selbst gerichtet hat, wieder eingestellt. Für das Team um Victor von Puppe gibt es aber zu viele Ungereimtheiten, so dass sie auf eigene Faust die Recherchen fortsetzen. Ein gefährliches Unterfangen...


Mit "Der Todesmeister" legt der Autor Thomas Elbel ein aus meiner Sicht äußerst gelungenes Thriller-Debüt hin. Er erzählt die Geschichte in einem sehr temporeichen und lebendigen Schreibstil, der mich schnell fesseln konnte. Seinen Charme erhält der Thriller durch die exzentrischen Charaktere der Ermittler. Sie werden interessant und ausführlich beschrieben und gerade die Zusammenarbeit des Ermittler-Teams sorgt für beste Thrillerunterhaltung. Die Spannung wird direkt im Prolog aufgebaut und über den gesamten Verlauf des Buches auf einem sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem fulminanten und überraschenden Finale zu enden. Der Autor hat sich mit den sogenannten Snuff-Videos einem heiklen Thema zugewandt, was auch stellenweise schonungslos geschildert wird. Es kommt so zu einigen sehr heftigen Szenen, die sicherlich nicht für Zartbesaitete geeignet sind. Ich bin dennoch der Meinung, dass Thomas Ebel in seinem Thriller nicht mit den Gewaltszenen überzeugt sondern mit den Erklärungsversuchen, wie die Saat für einen solchen Täter gelegt wird. 


"Der Todesmeister" konnte mich wirklich packen und entwickelte sich für mich zu einem echten Page-Turner. Es handelt sich hier um den Auftakt einer Reihe um das außergewöhnliche Ermittlungsteam, was mir Hoffnung auf noch möglichst viele Fälle macht. Für mich eines der Thriller-Highlight diesen Jahres, so dass ich das Buch mit fünf von fünf Sternen bewerte und sehr gerne weiterempfehle!!!

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149 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:

Suse wurde von ihrem verlassen und sie lebt mit ihren beiden Kindern in einer kleinen Wohnung in Berlin. Sie stößt dabei sowohl finanziell als auch erziehungstechnisch sehr häufig an ihre Grenzen. So ist sie zwar zunächst verärgert, als sie feststellt, dass ihre 14-jährige Tochter Jacqueline die Nacht über nicht nach Hause gekommen ist, macht sich aber noch keine große Sorgen. Dies ändert sich aber mit ihrem weiteren Fernbleiben und als ein Freund von ihr brutal ermordet aufgefunden wird und Jacquelines Rucksack am Tatort gefunden wird macht sich bei Suse Panik breit. Kriminalkommissar Henry Frei macht sich auf die Suche nach Jacqueline und dem Täter. Wird er rechtzeitig eingreifen können? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...


Martin Krist konnte mich schon im Vorfeld mit zwei seiner Bücher begeistern, so dass ich mit großen Erwartungen in seine neue Thriller-Reihe gestartet bin. In "Böses Kind" führt der Autor konsequent seinen temporeichen und lebendigen Schreibstil fort. Er arbeitet dabei mit kurzen Kapiteln und zwei Handlungssträngen, die sich streckenweise mehr zufällig überschneiden. Dies sorgt aus meiner Sicht für ein zusätzliches Tempo und konnte mich an die spannende Geschichte fesseln. Der Spannungsbogen wird mit der vermissten Jacqueline und dem Auffinden der Leiche geschickt aufgebaut und im Verlauf des Buches immer auf einem sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem für mich überraschenden und kreativen Finale zu enden. Die Protagonisten werden interessant und ausführlich charakterisiert und die clever konzipierte Geschichte führte mich durchaus in die ein oder andere Sackgasse. Der Einstieg in die Welt des Ermittlers Henry Frei hat definitiv Lust auf mehr gemacht und es bleibt zu hoffen, dass es einige Fällen für den sympathischen Ermittler geben wird.


Mir hat "Böses Kind" Martin Krist einige spannende und fesselnde Stunden beschert, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

baccus-borg-krimi, krimi, mord, selbstmord staatsanwalt, spektakuläre geiselnahme

Tickende Zeitbombe

Elke Schwab
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Solibro Verlag, 03.10.2017
ISBN 9783960790297
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Lukas Baccus und Theo Borg kommt das Verschwinden einer Putzfrau, welche in einem Fitness-Center gearbeitet hat, merkwürdig vor, da kurze Zeit vorher im gleichen Studio ein Elektriker an einem tragischen Arbeitsunfall gestorben ist. Schnell scheint die Situation geklärt, zumal der Betreiber des Fitness-Centers auch noch ein persönlich Bekannter ist. Er überredet die beiden Kommissare sich körperlich ein wenig fit zu machen, doch bei ihrem ersten privaten Besuch erleben sie eine Überraschung. Sie werden neben 13 weiteren Anwesenden Opfer einer Geiselnahme. Was beabsichtigen die perfekt organisierten Entführer?


"Tickende Zeitbombe" ist bereits der achte Band um die beiden sympathischen und lebenslustigen Kommissare Baccus und Borg. Ich habe bereits einen der Vorgängerbände gelesen, welcher mir bereits gut gefallen hatte. Auch bei dem aktuellen Fall der beiden überzeugt die Autorin wieder mit ihrer temporeichen und sehr lebendigen Schreibweise, die mich schnell an die Geschichte fesseln konnte. Elke Schwab hält den Leser sehr lange im Dunklen, was den Hintergrund der Tat anbetrifft, was die suche nach der Identität der Entführer natürlich schwierig macht. Es gibt viele Gelegenheiten eigen Überlegungen und Strategien zu erstellen, doch immer wieder führt die Autorin den Leser in eine neue Sackgasse. Die Spannung wird so im Verlaufe des Buches immer auf einem hohen Niveau gehalten und das Finale konnte mich mit einer schlüssigen Auflösung über-raschen. Was meine Lesefreude ein wenig schmälerte war der teilweise zu heldenhafte Auftritt der beiden Hauptprotagonisten. So müssen die beiden bei ihren Ermittlungsarbeiten und während der Geiselnahme schon einiges einstecken, was sie aber scheinbar ohne Probleme wegstecken.


Nichts desto trotz handelt es sich bei "Tickende Zeitbombe" um einen aus meiner Sicht spannenden und packenden Kriminalroman, der mir einige spannende Stunden beschert hat. Ich bewerte das Buch daher mit guten vier von fünf Sternen und empfehle es sehr gerne weiter.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, skandinavien, aufbau verlag, schweden, geheimnisse

Das Mädchen und die Fremde

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 06.11.2017
ISBN 9783352009006
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gleicht einem Wunder, als die Kriminalkommissarin Emma Sköld nach langen 5 Monaten aus dem Koma erwacht. Sie ist kurz nach der Geburt ihrer Tochter Ines bei einem Reitunfall vom Pferd gestürzt und hat seit dem ihr Bewusstsein verloren. Sehr geschwächt sieht sie einer ungewissen Zukunft entgegen. Ihr Mann Kristoffer macht eher einen zurückhaltenden statt erfreuten Eindruck, als er von der eigentlich frohen Botschaft ihrer Genesung erfährt und Ines ist die ersten Monate ohne sie aufgewachsen. Wie wird es nun für sie weitergehen? Wird sie an die alten glücklichen Zeiten vor ihrem Unfall anschließen können? Wie konnte es überhaupt zu dem Unfall kommen?


"Das Mädchen und die Fremde" ist bereits der zweite Band um die Kriminalkommissarin Emma Sköld und er konnte aus meiner Sicht den ersten Band noch übertreffen. Sofie Sarenbrant erzählt die Geschichte in einem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil. Sie arbeitet dabei mit sehr kurzen Kapiteln und sorgt somit über die jeweiligen Perspektivwechsel für ein zusätzliches Tempo. Der Leser lernt die einzelnen Protagonisten mit ihren Gedanken und Verhalten ausführlich kennen und die Autorin erzeugt die Spannung aus dem Zusammenspiel dieser Personen. Sofie Sarenbrant konzipiert so eine verzwickte und clevere Geschichte und wirft dabei die Frage auf, inwiefern die einzelnen Protagonisten mit welchen Motiven an dem Unfall beteiligt gewesen sein können. Die Spannung baut sich dabei im Verlauf des Buches immer weiter auf und entwickelt sich zum Ende hin zu einer spannenden Kriminalgeschichte, die mit einem sehr überraschenden Finale aufwartet. Sehr gut gefallen hat mir die Schilderung der Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten, wie die der ans Bett gefesselten Mutter, die sich um ihr Kind sorgt.


Für mich ist "Das Mädchen und die Fremde" ein sehr gelungener und spannender Roman mit Ansätzen einen Thrillers. Aufgrund der guten psychologischen Studien der Beteiligten bewerte ich das Buch mit vollen fünf von fünf Sternen und empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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