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420 Bücher, 392 Rezensionen

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69 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, entführung, berlin, mord, rache

Der Totensucher

Chris Karlden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633428
Genre: Krimi und Thriller

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

kochbuch, kochen mit julian, schnell, einfach, schnelle küche

Simply Quick

Julian Kutos
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Löwenzahn Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783706626200
Genre: Sachbücher

Rezension:


Julian Kutos hatte bei seinem Kochbuch "Simply Quick" einen tollen Grundgedanken. Auch wenn es mal schnell gehen soll, muss die Qualität des Essens nicht leiden. Gerade für Berufstätige ein guter Gedanke, denn wer erwischt sich nicht dabei, der knappen Zeit geschuldet, auf die eigene Zubereitung des Essens zu verzichten und dafür sich lieber dem "Fast Food" zuzuwenden. Dies muss nicht sein, wie man sehr einfach in "Simply Quick" erkennen kann. 


Julian Kutos präsentiert seine Rezepte sehr facettenreich. So widmet er sich bei seinen schnellen Gerichten den Themen Pasta, Fleisch, Gemüse, Brot, Desserts und Salate. In allen Bereichen konnte ich sehr interessante Rezepte entdecken, die wirklich sehr einfach nachzukochen waren und das auch durchaus in der jeweils  vorgegebenen Zeit. Teilweise wird Die Zubereitung des Gerichts in einzelnen Schritten dargestellt, so dass wirklich nichts mehr schief gehen kann.


Die teilweise sehr raffinierten Rezepte werden mit tollen Fotos verlockend dargestellt, so dass sofort Lust aufkommt, sie aus-zuprobieren. Meine Highlights der bereits ausprobierten Rezepte waren "Baked Sweet Potatoes mit Chili-Creme Fraiche", "Zürcher Geschnetzeltes" und Coq au vin". Bei allen Gerichten hatte ich keinerlei Schwierigkeiten ein ansehnliches Ergebnis auf den Teller zu zaubern, und konnte sogar Bewunderung für meine Kochkünste einheimsen. 


"Simply Quick" von Julian Kutos stellt eine sehr gelungene und sinnvolle Ergänzung in meiner Kochbuchsammlung dar. Die Idee der schnellen, aber gleichzeitig hochwertigen Zubereitung von Speisen ist alltagstauglich und somit für mich gut anwendbar. Sicherlich eines der Kochbücher, die öfter mall aus dem Regal gezogen werden. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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30 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

klinikaufenthalt, magersucht, anorexia nerovsa, pari, mädchen

Tage ohne Hunger

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 22.08.2017
ISBN 9783832198374
Genre: Romane

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22 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

krimi, monika mansour, hexe, luzer, luzern

Luzerner Totentanz

Monika Mansour
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 21.09.2017
ISBN 9783740801939
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Es ist Heiligabend, aber den Mitgliedern des Teams Leib und Leben in Luzern ist nicht nach feiern zu Mute. Sie werden an einen Tatort gerufen, wo ein kleines Kind als Engel verkleidet aufgefunden wird. Es wurde mit Schlaftabletten ruhiggestellt und kann unverletzt zu den Eltern gebracht werden. Der Tatort selber ist mit vielen okkultischen Symbolen versehen und nicht weit entfernt können die Ermittler eine Frau mit roten Haaren auf einem Pferd fliehen sehen. Was hat diese seltsame Szene zu bedeuten? War das die Tat einer Hexe? Sind weitere Taten zu befürchten? Es geht die Angst in Luzern um, und der weihnachtliche Frieden rückt in weite Ferne...


"Luzerner Totentanz" ist bereits der vierte Band mit dem Ermittler-Team u Cem Cengiz. Der Vorgängerband "Luzerner Todesmelodie" hatte mir schon sehr gut gefallen und dieses Buch steht ihm in nichts nach. Die alten liebgewonnen Protagonisten können auch im vierten Teil überzeugen. Sie werden interesssant charakterisiert und ihre persönlichen Schicksale und Verwicklungen tragen zum hohen Unterhaltungswert des Buches bei. Die Autorin Monika Mansour versteht es wieder hervorragend mit ihrer lebendigen und tempo-reichen Schreibweise den Leser an die Geschichte zu fesseln. Die Rahmenhandlung ist mit der Sage um die Hexe "Sträggele" außergewöhnlich und interessant. Sehr geschickt hat die Autorin diese Rahmenhandlung in einen packende und clever konzipierte Geschichte eingebettet. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung eines kleinen Kindes zu beginn des Buches gut aufgebaut und durch die mystischen und undurchsichtigen Tatumstände auf einem hohen Niveau gehalten. Das fulminante Finale war für mich überraschend und überzeugend, so dass ich hoffe, dass das sympathische Ermittlerteam noch den einen oder anderen Fall zu lösen bekommt.


Ein toller Kriminalroman, der mir einige spannende Stunden beschert hat. Aus meiner Sicht ist "Luzerner Totentanz" ein sehr lesenswertes Buch, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

neuschwanstein, könig ludwig, geheimnis, waisenhaus, verschwendungssucht

Ins Herz

Markus Richter
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei edition tingeltangel, 18.09.2017
ISBN 9783944936321
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das Schloss Neuschwanstein befindet sich im Bau und wir schreiben das Jahr 1875. Der Bauführer Herold behütet ein kleines Päckchen, dessen Inhalt er nicht kennt, aber es scheint brisant zu sein, denn es sind gleich mehrere Personen daran interessiert, genau dieses kleine Päckchen in ihren Besitz zu bringen. So beginnt die Geschichte mit einer rasanten Verfolgungsjagd auf den hohen Gerüsten dieser historischen Baustelle. Der Bauführer bezahlt diese Nacht mit seinem Leben, aber es gelingt ihm kurz vor seinem Tod, das Päckchen zu übergeben. So ist die Jagd nach dem geheimnisvollen Inhalt noch lange nicht beendet und birgt noch viele Gefahren für die beteiligten Personen...


Markus Richter hat mit "Ins Herz" einen sehr außergewöhnlichen und spannenden Thriller geschrieben, der vor allem mit seinem historischen Hintergrund zu überzeugen weiß. Der Autor erzählt die Geschichte in einer sehr bildreichen Sprache, die mir die damalige Zeit hautnah vor Augen geführt hat. Interessant empfand ich den immer wieder in die Handlung geschickt eingebauten Informations-schub historisch gut recherchierter Daten. Erwähnt werden sollte hierbei, dass der Autor Markus Richter mehrere Jahre auf dem Schloss Neuschwanstein gelebt und gearbeitet hat und somit eine Unmenge an Informationen bezüglich des Umfelds sammeln konnte. Da er jeden Winkel vor Ort kennt, gelingt es ihm auf eine unnach-ahmliche Art die besondere Atmosphäre des Ortes einzufangen. Die Protagonisten werden im Laufe des Buches ausführlich dargestellt und interessant charakterisiert. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn der Geschichte gut aufgebaut und allein über den geheimen und mysteriösen Inhalt des Päckchens über das ganze Buch hinweg aufrechtgehalten. Es entwickelt sich eine rasante Jagd, die viele Mutmaßungen beim Leser auslöst.


"Ins Herz" ist aus meiner Sicht eine gelungene Kombination aus sehr gut und hautnah recherchierten historischen Daten und einer packenden und sehr spannenden Geschichte. Mir hat das Buch gut gefallen, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 47 Rezensionen

münchen, krimi, trauer, ex-kommissar, jakob franck

Ermordung des Glücks

Friedrich Ani
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427552
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Exkommissar Jakob Franck hat die Aufgabe den Eltern des 11-jährigen Lennard Grabbe alle Hoffnung, nach dessen spurlosen Verschwinden vor 34 Tagen, zu nehmen. Der Leichnam des Kindes wurde in einem nahegelegen Wald aufgefunden. Alles spricht dafür, dass Lennard Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist, aber es fehlen jegliche Spuren. Mit einem unglaublichen Aufwand werden alle Bewohner der Umgebung, wo Lennard zuletzt gesehen wurde befragt, allerdings ohne brauchbares Ergebnis. Es schient als handele es sich um einen Fall, der ungeklärt zu den Akten gelegt wird, was Jakob Franck allerdings nicht akzeptieren will...


"Ermordung des Glücks" ist der zweite Kriminalroman um den ehemaligen Kommissar Jakob Franck. Der erste Band "Der namen-lose Tag" hatte mir schon auf seine sehr eigenwillige Art gut gefallen, so dass ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet bin. Ich wurde auch definitiv nicht enttäuscht. Friedrich Ani erzählt den Krimi-nalroman in seiner sehr eigenen und zum Teil schon poetischen Art, die das Buch zu etwas Besonderen machen. Es ist sicherlich nicht ganz einfach zu lesen und erfordert durchaus auch immer die volle Konzentration, aber dadurch unterscheidet es sich auch von vielen Büchern dieses Genres. Der Hauptprotagonist Jakob Franck besticht durch seine sehr ruhige und besonnene Art. Er besitzt die große Gabe seinem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit zu schenken und ihm zuzuhören. So stehen in "Ermordung des Glücks" auch keine rasanten Verfolgungsjagden und blutrünstige Taten im Vordergrund, sondern in erster Linie die Gedanken und Gefühle der beteiligten Personen. Sehr ausführlich widmet sich hier der Autor dem Umgang mit dem Tod. So stehen die nahen Angehörigen und deren Umgang mit der dramatischen Situation im Vordergrund und treiben Jakob Franck zum unermüdlichen Recherchieren in einem scheinbar hoffnungslosen Fall. Die Aufklärung ist hier zwar immer ein primäres Ziel des Hauptprotagonisten, aber die Spannung erhält das Buch über die zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikte.


"Ermordung des Glücks" ist ein gelungener und sehr außergewöhn-licher Kriminalroman, der aus meiner Sicht schon allein aufgrund des Schreibstils von Friedrich Ani lesenswert ist. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

ukraine, prostitution, gewalt, straßenkind, kukolka

Kukolka

Lana Lux
Fester Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036935
Genre: Romane

Rezension:



Die fünfjährige Samira weiß nichts über ihre Eltern und lebt in einem ukrainischem Kinderheim. Dieses wird mit strenger Hand geführt und Samira lernt sich den Gegebenheiten anzupassen. Im Heim freundet sie sich mit der gleichaltrigen Marina an, die Freundschaft hält aber nur kurz an, da Marina das unglaubliche Glück hat von einer deutschen Familie adoptiert zu werden. Samira ist wieder einsam und hat nur den Wunsch, Marina in Deutschland zu besuchen. Sie flieht eines Nachts aus dem Heim und macht sich auf den Weg. Was die zu diesem Zeitpunkt siebenjährige Samira nicht ahnen kann ist, dass es eine sehr lange Reise mit harten Schicksals-schlägen werden wird...


Lana Lux hat mit "Kukolka" einen aus meiner Sicht unglaublich ergreifenden Roman über das Schicksal eines ukrainischen Waisenkinds geschrieben. Die Autorin erzählt die Geschichte in einem schonungslosen und direkten Schreibstil, der durch seine Schlichtheit dem Roman eine große Authentizität verleiht. Das Schicksal Samiras ist kein glückliches und ihr Werdegang hält der kalten und stellenweise grausamen Realität den Spiegel vor. Lana Lux gelingt es, die dramatischen Begebenheiten um Samiras Leben sehr realistisch zu schildern. Die, durch ihr Alter bedingt, naive Hauptprotagonistin gerät in ein Dilemma nach dem anderen. Ich wollte ihr quasi mehrfach zurufen, ihr Vertrauen nicht den falschen Menschen zu schenken, um sie vor weiteren Fehltritten und Enttäuschungen zu bewahren. Nichts desto trotz kämpft sich Samira, angetrieben von ihrem großen Traum nach Deutschland zu kommen, durch ihr Leben, doch immer wieder, wenn ihr Schicksal eine glückliche Wendung zu nehmen scheint, wartet die nächste Enttäuschung auf sie.


Selten hat mich das Schicksal eines Protagonisten so berührt wie das von Samira, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie als anfangs siebenjähriges Mädchen sehr schutzbedürftig ist und von der harten Gesellschaft gnadenlos ausgenutzt wird. Das Buch hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt und nachdenklich zurückgelassen. Wie kann in einer vermeintlich entwickelten Gesellschaft ein solches Schicksal nur möglich sein? 


Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und die teilweise etwas derbe Sprache der Autorin erschreckt den einen oder anderen Leser vielleicht , was sie aber auch bei der Thematik darf. Ich bewerte das Buch daher mit vollen fünf von fünf Sternen!!!

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(20)

28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

spannend, mord, österreich, dorf, leserunde

Immerschuld

Roman Klementovic
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783839220665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das kleine österreichische Dorf Grundendorf hat sich noch nicht richtig von den Entführungsfällen des Vorjahres erholt, als erneut Ungemach über die Bewohner hereinbricht. Zunächst wird der schrecklich zugerichtete Kadaver eines Hundes gefunden. Der ehemalige Polizist Patrick wird herbeigerufen und muss feststellen, dass es sich wohl um den Hund seiner Großeltern handelt. Als er sie über den Fund informieren will, erfährt er, dass seine zwölfjährige Cousine Julia, die bei den Großeltern lebte, spurlos verschwunden ist. Böse Erinnerungen werden wach und der Wettlauf mit der Zeit beginnt, da Patrick weiß, dass mit jeder Minute, die ohne ein Lebenszeichen von Julia verstreicht, die Chance, sie lebend wiederzufinden, sinkt...


Der Thriller "Immerschuld" von Roman Klementovic baut auf die Geschehnisse des Vorgängers "Immerstill" auf. Aus meiner Sicht ist es nicht unbedingt erforderlich den ersten Band gelesen zu haben, um in die Geschichte hineinzukommen. Der Autor erzählt die Geschichte aus dem kleinen traumatisierten Dorf in einem sehr tempo- und bildreichen Schreibstil. Er arbeitet dabei mit stellenweise sehr kurzen, prägnanten Sätzen und kurzen Kapiteln, die durch die jeweiligen Perspektivwechsel das Tempo des Buches weiter erhöhen. Wie schon im ersten Teil gelingt es dem Autor sehr greifbar die unheimliche und beängstigende Atmosphäre einzufangen, was mich als Leser an das Buch gefesselt hat. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches aufgebaut und während des gesamten Verlaufs auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Das fulminante und aus meiner Sicht sehr überraschende Finale rundet das sehr gelungene Thrillererlebnis perfekt ab. 


Insgesamt gelingt Roman Klementovic erneut ein hervorragender Thriller, der mir einige spannende und packende Stunden bescherte und den ich sehr gerne weiterempfehle. Meine Bewertung liegt daher folgerichtig bei den vollen fünf von fünf Sternen.

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48 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

thriller, hochspannend, thrille, psychothriller, gesellschaftskritik

Unter Wasser hört dich niemand schreien

Paula Treick DeBoard , Constanze Suhr
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959670982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein scheinbar verlockendes Angebot führt den Hausverwalter Phil in eine Wohnanlage wohlhabender Hausbesitzer. Um immer vor Ort ansprechbar zu sein, darf er mit seiner Familie eines der luxuriösen Häuser beziehen. Leider müssen Phil, seine Frau Liz und deren Tochter Danielle schnell feststellen, dass sie als Außenseiter in der Welt der Reichen angesehen werden. Nichts desto trotz findet Danielle in Kelsey, die Tochter einer Nachbarin, eine Freundin mit der sie fast ihre ganze Zeit verbringt. Was Danielle nicht ahnt, ist, dass Kelsey dabei ist, die Zukunft der Familie zu zerstören...


Paula Treick deBoard hat mit "Unter Wasser hört dich niemand schreien" einen packenden Thriller geschrieben, in dem es kaum Blut bedarf, um den Leser ans Buch zu fesseln. Die Autorin erzählt die Geschichte einer jungen Familie, die sich im Umfeld wohlhabender Familien ein neues Leben aufbauen möchte, in einem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil. Sehr spannend beschrieben werden die unterschiedlichen Welten der Protagonisten und die damit scheinbar unüberbrückbaren Differenzen. Das Konflikt-potential ist groß und wird auch noch von der verwöhnten und gelangweilten Tochter Kelsey schamlos ausgespielt. Der Charakter von Kelsey wird interessant gezeichnet, sie stellt das unsympathische und versnobte Mädchen in der Welt der Eichen dar. 


Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches mit dem Auffinden der bewusstlosen Kelsey im Pool aufgebaut. Was ist geschehen? War es ein versuchter Mord? Wer kommt dafür in Frage? In zeitlichen Rückblicken wird das Jahr davor aufbereitet, was dem Leser viele Ansätze für den Ablauf der Anfangssequenz liefert. Das Buch lebt von genau dieser Ungewissheit, welche bis zum Ende aufrechtgehalten wird. Das Finale war dann für mich ein wenig enttäuschend und hat bei mir einige Fragen offen gelassen.


Insgesamt hat mir der Thriller von Paula Treick deBoard sehr gut gefallen. Die Bewertung von guten vier Sternen wäre bei einem überzeugenderem Finale sicherlich noch höher ausgefallen. dennoch möchte ich das Buch aufgrund seines sehr gelungenen Aufbaus und der anhaltenden Spannung gerne weiterempfehlen.

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263 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

sklaverei, flucht, amerika, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

Das Schicksal von Cora ist als Sklavin einer Baumwollplantage in Georgia vorprogrammiert. Sie hat die täglichen schweren Arbeiten auf der Plantage zu verrichten und muss sich der Willkür und den Gewalt-taten ihrer "Besitzer" beugen. Als sie eines Tages von einem Leidens-genossen namens Caesar gefragt wird, das scheinbar Unmögliche zu wagen und aus dieser grausamen Welt zu fliehen, zögert sie anfangs, ist dann aber bereit das große Risiko einzugehen. Beide hoffen auf bei ihrem Vorhaben auf die Hilfe der "Underground Railroad", einer Organisation von aufopferungsvoll kämpfenden Menschen, welche Sklaven die Flucht aus ihrem erniedrigenden Leben ermöglichen möchte. Nachdem der erste Schritt getan ist, gibt es keinen Weg mehr zurück und eine gefährliche und beschwerliche Zeit steht den Beiden bevor...

Im Vorfeld habe ich schon viel Gutes über "Underground Railroad" gelesen und zudem kann der Autor Colson Whitehead bereits mehrere Preise für das Buch sein Eigen nennen. Meine Erwartungen waren dementsprechend groß und wurden auch voll erfüllt. Colson Whitehead erzählt die Geschichte der Sklavin Cora in einem bildreichen und durchaus anspruchsvollen Schreibstil, der dem schweren Thema der Sklaverei gerecht wird. Er beschreibt schonungslos und offen die Gräueltaten der damaligen Zeit ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Gleichzeitig gelingt es ihm aber auch, niemals mit seinen Schilderungen reißerisch zu wirken, so dass die Ernsthaftigkeit des Buches niemals in Abrede gestellt werden kann. Es ist sehr ergreifend die Hauptprotagonistin auf ihrer Flucht durch das grausame Amerika der damaligen Zeit zu begleiten. Durch die unterschiedlichen Stationen, die Cora auf ihrer Flucht durchläuft, gewährt Colson Whitehead einen sehr facettenreichen Blick auf die dunkle Zeit der amerikanischen Geschichte.

Der Autor verbindet in seinem Buch Fiktion mit der Realität. So gab es die bewundernswerte Organisation "Underground Railroad" wirklich, nur instrumentalisiert Colson Whitehead sie in seinem Roman mit einer unterirdischen Bahnstrecke. Dies lässt die Organisation greifbarer und nachvollziehbarer erscheinen. Die Atmosphäre des Buches ist allein schon durch die Thematik sehr düster, was durch die teilweise sehr sachlichen und nicht emotionalen Schilderungen der Flucht noch verstärkt wird.

Aus meiner Sicht ist "Underground Railroad" ein Fingerzeig auf eine dunkle Stunde der Geschichte der Menschheit, welche sich nicht wiederholen darf. Es soll aus historischen Ereignissen gelernt werden, so ist es durchaus sinnvoll sich die unmenschlichen Szenarien der Vergangenheit klar vor Augen zu führen und seine Konsequenzen daraus zu ziehen. Mich hat das Buch nachdenklich zurückgelassen und aufgrund seines aktuellen Bezuges möchte ich es sehr gerne weiteren Lesern ans Herz legen. Da ich den Roman für so wertvoll halte bewerte ich ihn mit vollen fünf von fünf Sternen.

 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Davonfliegen

Sarah Armstrong , Ute Brammertz
Flexibler Einband
Erschienen bei Diana, 28.08.2017
ISBN 9783453291935
Genre: Romane

Rezension:

Dass sich Annas Leben mit dem Einzug ihrer neuen Nachbarn schlag-artig ändern wird, kann sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Nach nur kurzer Zeit muss sie feststellen, dass das Verhalten der fünfjährigen Tochter ihrer Nachbarn sehr auffallend ist. Bei einem Besuch entdeckt sie mehrere Verletzungen am Körper von Charlie, die nur eine Erklärung zulassen, das Mädchen wird von ihren Eltern missbraucht. Anna sucht sowohl bei der Polizei als auch beim Jugendamt Hilfe, aber ohne Erfolg. Ihr Lebensgefährte und Anwalt Dave erklärt ihr, dass eine Reaktion der Ämter wohl erst nach wiederholten Hinweisen erfolgen wird. Verzweifelt und von ihrem Beschützungsinstinkt angetrieben trifft sie eine folgen-schwere Entscheidung, sie entführt Charlie, um sie aus dem Umfeld ihrer Mutter zu ziehen und sie somit vor weiteren Gewaltanwendungen zu schützen...

Sarah Armstrong beschreibt in ihrem Roman "Davonfliegen" den Konflikt einer Frau, ihrem Beschützungsinstinkt zu folgen, aber damit die Gesetze des Landes zu überschreiten. Sie erzählt die Geschichte in einer sehr lebendigen und gut zu lesenden Schreibweise, die mich schnell an das Buch gefesselt hat. Sehr gut wird immer wieder der Gewissenskonflikt der Hauptprotagonistin beschrieben. Sie weiß, dass sie gegen das Gesetz verstößt, ist sich aber gleichzeitig darüber im Klaren, dass sie nicht anders handeln kann. Zudem setzt sich Anna während ihrer Zeit mit Charlie auch mit ihrem eigenen Leben auseinander. Ein Schicksalsschlag hat sie früh von ihrer kranken Mutter getrennt, und sie trauert einer verlorenen und innigen Zeit mit ihr nach. Sarah Armstrong gelingt es dem Emotionalität zu verleihen, ohne aber zu klischeehaft zu wirken. Es ging mir im Verlaufe des Romans immer wieder durch den Kopf, ob ich einen ähnlichen Mut aufgebracht hätte, dem schutzlosen Kind beizustehen und meine eigene Zukunft dabei außer Acht zu lassen. Die selbstlose Art der Hauptprotagonistin hat mir dabei sehr imponiert und sie ruft dazu auf, mehr Mut zu haben. Selbst die Spannung kommt in "Davonfliegen" nicht zu kurz. Die Flucht vor der Polizei und die dauernde Gefahr, entdeckt zu werden verleiht dem Buch zusätzliches Tempo und Dramatik.

Insgesamt ist Sarah Armstrong mit ihrem Buch ein ergreifender und spannender Roman gelungen, der zu mehr Zivilcourage und Mut aufruft. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und empfehle das Buch daher sehr gerne weiter. Meine Bewertung fällt daher mit guten vier von fünf Sternen auch positiv aus.

 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Love like Blood

Mark Billingham , Uve Teschner
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 08.09.2017
ISBN 9783833737688
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In London fällt eine Lehrerin einem grausamen Verbechen zum Opfer. Sie wird gezielt mit Säure im Gesicht verletzt und darauf in ihrer Wohnung brutal getötet. Die Lebensgefährtin der Lehrerin ist eine Polizistin und die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem Verbrecheen um eine Verwechslungstat handelt, da sie gerade verstärkt an der Aufklärung sogenannter "Ehrenmorde" arbeitet. In ihrer Verzweiflung bittet sie DI Tom Thorne um Hilfe, der sich auch bereit erklärt die Ermittlungen in dem Fall aufzunehmen. Das ungeklärte Verschwinden zweier Jugendlicher weckt sein Interesse. Kann auch hier die Familienehre ein Tatmotiv sein? Tom Thorne versucht sich in das Gedankengut dieser möglichen Täter zu versetzen, um weiter Anhaltspunkte zu finden...


Ich habe schon zwei Bücher von Mark Billingham gelesen und er konnte mich beide male mit seinem temporeichen und flüssig zu lesenden Schreibstil überzeugen. Ich war nun sehr gespannt auf "Love like blood", auch wegen des sehr brisanten Themas der Ehrenmorde. Dem Autor gelingt es, sich dieser Thematik zu widmen, ohne dabei reißerisch zu wirken. Er versucht sich dem anderen Gedankengut und dem Verständnis von Familienehre zu nähern, um die Hintergründe solcher Taten aufzudecken. Gleichzeitig hat er hierum eine sehr clevere Geschichte aufgebaut, die mit viel Spannung und Dramatik zu überzeugen weiß. Das Finale war für mich überraschend, aber sehr gut nachvollziehbar.  


Die Umsetzung als Hörbuch konnte mich gerade mit der aus meiner Sicht sehr passenden Stimme von Uve Teschner überzeugen. Ihm gelingt es mit der richtigen Betonung und einer sehr angenehmen Tiefe in seiner Stimme, den einzelnen Protagonisten Leben einzuhauchen. Die Hörbuchfassung wirkte auf mich sehr authentisch und konnte mich so in den Bann ziehen.


Insgesamt wurde meiner Meinung nach mit "Love like blood" ein guter Thriller mit Tiefgang sehr gut als Hörbuch umgesetzt. Die 4 CDs bescheren gute 5 Stunden Spannung und regen durchaus auch ein wenig zum Nachdenken an. Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

spannung, das schneekind, thrille, verrat, zukunft

M.I.A. - Das Schneekind

Kathrin Andres , Edgar Rai
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 18.08.2017
ISBN 9783352008948
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Noch im Gedanken an die gerade stattgefundene Trennung von ihrem jahrelangen Geliebten gerät Sandra in einen folgenschweren Unfall. Sie kann einem entgegenkommenden Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit nicht mehr ausweichen und es kommt zur Kollision. Der andere Wagen wird von der Fahrbahn geschleudert und Sandras Fahrt endet an einem Baum. Verletzt sieht Sandra nach dem zweiten verunfallten Wagen und findet den sterbenden Fahrer und ein kleines Kind namens Mia vor. Sie nimmt sich dem Kind an und findet in der verschneiten Nacht Zuflucht in einer verlassenen Hütte und kann am nächsten Morgen Hilfe holen. Sandra ist allerdings verwundert, da Mia anscheinend starke Medikamente nimmt. In Sorge um das Mädchen versucht sie erneut Kontakt zu ihr aufzunehmen, wird aber von der Adoptivmutter abgewiesen. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem netten und sympathischen Mädchen?


Kathrin Andres hat in ihrem Thriller "M.I.A. - Das Schneekind" mit dem Gen-Editing  ein brisantes Thema aufgegriffen. Sie erzählt die Geschichte in einem sehr temporeichen und angenehm zu lesenden Schreibstil. Die durchaus komplexe Geschichte kommt dabei mit den 262 Seiten allerdings aus meiner Sicht manchmal ein wenig zu kurz, so dass vieles lediglich an der Oberfläche behandelt wird. Die Haupt-protagonistin Sandra, die zufällig in die Geschichte hineingezogen wird überzeugt mit ihrer Hartnäckigkeit und Engagement, der kranken Mia zu helfen. Sie kann so sicherlich Sympathiepunkte sammeln und es ist spannend ihr dabei über die Schulter zu schauen, wie sie dem Geheimnis um das junge Mädchen nach und nach auf die Spur kommt. Der Leser wird im Laufe des Thrillers mit den Argumenten beider Seiten der umstrittenen Genmanipulationen konfrontiert und kommt so nicht daran vorbei, sich auch mit dem Für und Wider auseinanderzusetzen. 


Insgesamt handelt es sich bei "M.I.A. - Das Schneekind" um einen rasanten und sicherlich auch spannenden Thriller mit einem aktuellen Bezug. Mein einziger Kritikpunkt liegt in der teilweise etwas oberflächlichen Behandlung des Themas und der Charaktere, was der tollen Idee der komplexen Geschichte aus meiner Sicht nicht ganz gerecht wird. Ich bewerte das Buch daher mit guten vier von fünf Sternen und empfehle es gerne weiter. 

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103 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

spanischer bürgerkrieg, spanien, spionage, bürgerkrieg, franco

Der Preis, den man zahlt

Arturo Pérez-Reverte , Petra Zickmann
Fester Einband: 295 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.09.2017
ISBN 9783458177197
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im spanischen Bürgerkrieg stehen sich 1936 die demokratisch gewählte Regierung und die Anhänger des rechtsgerichteten General Francisco Franco gegenüber. In dieser Zeit erfüllt der Spion Lorenzo Falco unab-hängig von seiner politischen Gesinnung seine gut bezahlten Missionen auf professionellem und gefühlslosem Wege. Sein neuer Auftrag führt ihn ins südspanische Alicante, wo er einen hochrangigen politischen Gefangenen befreien soll. Zu seiner Unterstützung erhält Falco Hilfe von drei Mitstreitern, die ihm den Weg ebenen und zur Hand gehen sollen. Eine dieser Personen ist die schöne Eva Rengel, die aber auch sehr unnahbar und unberechenbar erscheint. Ein Gelingen der Aktion setzt aber das Vertrauen der Akteure untereinander voraus. Spielt eine Person ein doppeltes Spiel?

Ich hatte bisher schon viel vom Autor Arturo Perez-Reverte gehört, aber noch kein Buch von ihm gelesen. Ich bin nun mit hohen Erwartungen in das Buch "Der Preis, den man zahlt" gestartet und war auch sehr angetan vom Schreibstil. Perez-Reverte erzählt die Geschichte in einer sehr bildreichen und ausgeschmückten Sprache, die mich in die Zeit des Spanischen Bürgerkrieges versetzt hat. Der Hauptprotagonist Lorenzo Falco wird als sehr professioneller und emotionsloser Spion beschrieben, der seine Missionen zuverlässig erfüllt und sich nicht von Gefühlen beirren lässt. Sehr spannend ist daher auch die Begegnung mit Eva Rengel zu verfolgen, da hier seine professionelle Art zu Arbeiten durch erste Sympathien und später stärkeren Gefühlen ins Wanken gerät. Auch die Spionage-Geschichte an sich weiß mit viel Spannung und  der Unsicherheit, wer wem noch trauen kann, zu überzeugen. Das Ganze wird mit dem spanischen Bürgerkrieg in einen historisch gut recherchierten und spannenden Rahmen gebracht, was dem Buch seinen besonderen Charme verleiht. Es ist durchaus vorstellbar, dass sich weitere Abenteuer des Spions Lorenzo Falco anschließen werden, was ich sehr begrüßen würde.

Insgesamt handelt es sich bei "Der Preis, den man zahlt" um einen überzeugenden und spannenden Spionage-Roman, der mir einige unterhaltsame Stunden beschert hat, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit vier von fünf Sterne bewerte.

 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

deutsch, london, deutscher, eleven, roman

Eleven - 11

Leon Sachs
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 24.08.2017
ISBN 9783740802080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Es ist der 11.11. und somit Feiertag in Großbritannien, das ganze Land gedenkt am Remembrance Day den Gefallenen. Das Volk, Regierungsbeamte und Prominente versammeln sich in den Städten des Landes, als das Undenkbare geschieht. Um genau 11 Uhr detonieren zeitgleich zehn Bomben in den Menschenmengen, welche eine hohe Anzahl an Opfern fordern. Das Entsetzen weltweit ist groß und die Ermittlungsarbeiten beginnen mit dem Druck möglichst schnell Ergebnisse präsentieren zu können. Während des Anschlags konnte der ehemalige Elitesoldat Liam York die Detonation einer elften Bombe verhindern. Nun ist er sich sicher, dass noch Schlimmeres bevorsteht und nimmt selber Recherchen auf...


Leon Sachs hat in "Eleven" ein äußerst schockierendes Szenario geschaffen, da es so unglaublich real wirkt. Als ich das Buch gelesen habe, hat tatsächlich ein Attentat in London stattgefunden, so dass das Geschehen des Thrillers mir zusätzlich eine Gänsehaut bescherte. Der Autor erzählt die Geschichte in einem sehr tempo-reichen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an das Buch fesseln konnte. Die kurzen Kapitel und die damit begleitenden Perspektivwechsel geben dem Buch einen zusätzlichen Schwung. Der Spannungsbogen wird mit den Schilderungen der Attentate aufg-ebaut und über die Gefahr weiterer Anschläge und den rasanten Ermittlungen stets auf hohem Niveau gehalten. Die Protagonisten werden interessant gezeichnet und verfallen nicht in die üblichen Schemata der großen Helden, die mal kurz die Welt retten. Die clever konzipierte Geschichte ist gut nachvollziehbar geschildert und wirkt sehr gut recherchiert.


Insgesamt ein außergewöhnlicher Thriller, der vor allem durch seine erschreckend realistischen Bezüge für einen zusätzlichen Grusel-faktor sorgt und dem Leser keine Gelegenheit mehr lässt, das Buch zu Seite zu legen. Nach "Falsche Haut" konnte mich Leon Sachs ein zweites mal mit einem Buch begeistern, so dass ich sehr gerne "Eleven" weiterempfehle und mit vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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69 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, berlin, ddr, russland, stasi

Stimme der Toten

Elisabeth Herrmann
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 14.08.2017
ISBN 9783442313914
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Judith Kepler Arbeitet als sogenannte "Cleanerin", eine Fachkraft für die Reinigung von Tatorten. Als sie in eine Bank gerufen wird, um die Spuren eines vermeintlichen Selbstmords zu entfernen, bemerkt sie Blutspuren an einem Waschbecken, welche der Tote unmöglich dort hinterlassen haben kann. Die Ermittlungen laufen nun auch in Richtung Mord und lassen die Funktion des Toten plötzlich in  einem anderen Licht erscheinen. Der Tote hatte eine Aufgabe zu erledigen, für die nun Ersatz her muss, und Judith Kepler soll nun diesen Part übernehmen. Sie wird so in einen Strudel von Verbrechen und Gewalt gezogen und mit ihrer eigentlich schon abgeschlossenen Vergangenheit konfrontiert...


"Stimme der Toten" ist mein erstes Buch von Elisabeth Herrmann und ich bin aufgrund der zahlreichen positiven Resonanzen ihrer bisherigen Bücher mit einer großen Erwartung gestartet. Ich wurde zunächst überrascht, da ich mit einem Kriminalroman gerechnet  und einen packenden und sehr vielschichtigen Thriller vorgefunden habe. Die Autorin erzählt die Geschichte in einem sehr bildreichen und rasanten Schreibstil, der sich hervorragend lesen ließ. Die sehr komplexe und unglaublich clever aufgebaute Story verlangt aber auch schon die volle Aufmerksamkeit, um dem Geschehen in allen Teilen folgen zu können. Es wird mit Perspektiv- und Zeitwechseln gearbeitet und es erhalten eine Vielzahl von Protagonisten ihren Auftritt. Nichts desto trotz entwickelt sich hieraus ein anspruchs-voller und richtig spannenden Thriller, bei dem die Hauptprotagonistin zwischen die Fronten unterschiedlicher Lager gerät. Der Spannungsbogen wird aus meiner Sicht gut aufgebaut
und durch die Vielschichtigkeit und immer wieder auftretenden  Wendungen in der Geschichte auf einem hohen Niveau gehalten. Das Finale nimmt dann noch einmal deutlich an Tempo auf und konnte mich voll und ganz überzeugen.


Insgesamt konnte meiner Meinung nach Elisabeth Herrmann mit "Stimme der Toten" die Vorschusslorbeeren absolut rechtfertigen und hat mich mit einem fesselnden Thriller auf der ganzen Linie überzeugt. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit vollen fünf von fünf Sternen.

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86 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

norwegen, krimi, frankreich, munch, kriminalroman

Kreuzschnitt

Øistein Borge , Andreas Brunstermann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426306048
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bogart Bull ist Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei und hat mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen. Seine Frau und seine Tochter sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Verursacher dieses Unfalls ist ein verurteilter Straftäter, den Bull dingfest gemacht hatte. Der Kommissar hat nun mit starken Schuldgefühlen zu kämpfen und sucht sein Heil im Alkohol. Dank seines Vaters gelingt ihm über eine Klinik der Entzug und er steht nun vor dem Neubeginn seines Lebens. Passend dazu soll er eine neue Funktion in der norwegischen Polizei erfüllen. Seine Aufgabe ist es, bei Straftaten die einem norwegischen Staatsbürger im Ausland widerfahren bei der Aufklärung mitzuwirken. Sein erster Auftrag führt in an die Cote dÁzur, wo der einflussreiche Industrielle Axel Krogh ermordet wurde. Sein Körper wurde mit einem Kreuzschnitt auf dem Rücken postmortal geschändet. Die Ermittlungen führen weit in die Vergangenheit zurück und bergen viele Gefahren...

Oistein Borge hat mit "Kreuzschnitt" einen spannenden und vor allem fesselnden Kriminalroman geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem eingängigen und gut zu lesenden Schreibstil, der auf mich im Verlauf des Buches eine Sogwirkung ausübte. Die Geschichte ist komplex und raffiniert aufgebaut. Die Geschehnisse in der Vergangenheit werden gekonnt mit der aktuellen Situation verbunden und es bildet sich nach und nach ein Ganzes heraus. Der Charakter des Kommissar Bogart Bull ist mit seinem schweren Schicksalsschlag interessant gezeichnet und der Kampf mit der Bewältigung seiner Schuldfrage stellt neben der Aufklärung des Mordfalls eine zweite spannende Komponente im Buch dar. Die Ermittlungen werden nach-vollziehbar und authentisch beschrieben und halten den Spannungs-bogen im Buch stets auf einem sehr hohen Niveau. Das Finale überzeugt mit einem erhöhten Tempo und einer aus meiner Sicht überraschenden Auflösung. Toller Kriminalroman, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

"Kreuzschnitt" hat mir einige spannende Stunden Lesespass beschert, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

kiel, mord, krimi, millionärin, liebesroman

Blutvilla

Stefanie Gregg , Paul Schenke
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.07.2017
ISBN 9783839221198
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die Millionärin Johanna Krogmann war sicherlich alles andere als beliebt. Als Nachfolgerin ihres verstorbenen Vaters hat sie mit ihren Machenschaften die gesamte Belegschaft und somit mehr als die Hälfte der Gemeinde Flintbek gegen sich aufgebracht. Als die Unternehmerin eines Morgens tot in ihrer Villa aufgefunden wird, ist natürlich die Anzahl der Verdächtigen dementsprechend groß. Eine Herausforderung für Hauptkommissar Sven Fricke aus dieser Vielzahl der potentiellen Täter den wirklichen Mörder zu finden. Unterstützend steht ihm hierbei die attraktive Staatsanwältin Elena Karinoglous zur Seite, aber zunächst fruchtet die Zusammenarbeit nicht wirklich...


Stefanie Gregg und Paul Schenke haben mit "Blutvilla" ihr erstes gemeinsames Krimiwerk geschaffen. Sie erzählen die Geschichte in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil und die beiden Hauptpro-tagonisten werden interessant charakterisiert. Gerade das Zusammenspiel der Beiden sorgt für Spannung und Unterhaltung. Die Konstellation mit der Vielzahl der Verdächtigen gibt ein klassisches Szenario für einen Kriminalroman ab und lädt natürlich zum Miträtseln ein. Dies gestaltet sich durch immer wieder neue Begebenheiten und plötzliche Wendungen zu einem schwierigen Unterfangen. Das Tempo in dem Buch wird auf hohem Niveau gehalten was auch durch die sehr unterhaltsamen Konversationen von Sven Fricke und Elena Karinoglous unterstützt wird. So herrscht trotz des Mordes eine lockere Atmosphäre, und ich fühlte mich zu jeder Zeit gut unterhalten. Die Protagonisten haben Spaß gemacht und es bleibt zu hoffen, dass esnoch weitere Fälle für das neue Dream-Team geben wird.


"Blutvilla" ist aus meiner Sicht ein sehr unterhaltsamer und temporeicher Regionalkrimi. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen. 

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116 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

thriller, schweden, skandinavien, wolf, drogen

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Er ist sicherlich der exzentrischste und außergewöhnlichste Ermittler, den Stockholm zu bieten hat. Zack Herry feiert In den Nächten wilde Partys, konsumiert Drogen und versucht aus seinem eigentlichen Leben zu fliehen. Tagsüber ist er ein sehr kompetenter und vor allem geradliniger Ermittler, der auch Konfrontationen nicht scheut. Sein neuer Fall führt ihn in die brutale und kaltblütige Welt der Prostitution und des Menschenhandels. Vier Frauen thailändischer Herkunft  werden, von mehreren Schüssen getötet, in einer Stock-holmer Wohnung aufgefunden. Die Ermittlungen führen in die organisierte Kriminalität und deuten auf einen Bandenkrieg hin. Schnell taucht Zack Herry und sein Team in die Szene ein und gerät direkt in große Gefahr...


"Die Fährte des Wolfes" ist der erste Band einer neuen Thriller-Reihe um den schwedischen Ermittler Zack Herry. Das Autoren-Duo Mons Kallentoft und Markus Lutteman haben mit ihrem Hauptprotago-nisten einen interessanten und nicht ganz gewöhnlichen Ermittler geschaffen, der beim Leser sicherlich nicht ausschliesslich Sympathiepunkte sammeln wird. Gerade dieser Umstand verleiht dem Thriller aber auch seinen besonderen Charme. Die Geschichte spielt in einem sehr rauen Milieu und der Schreibstil der Autoren passt sich diesem auch hervorragend an. Sie erzählen die Geschichte in kurzen und prägnanten Sätzen, was dem Buch eine Härte aber auch gleichzeitig eine Authentizität verleiht. Die Schilderungen sind stellenweise schon sehr grausam und blutrünstig, was zartbesaitete Leser abschrecken wird. Die Spannung hingegen wird direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und über die gesamte Länge des Buches aufrecht gehalten. Immer wieder veranlassen plötzliche Wendungen und Ereignisse zu neuen Überlegungen der Täterschaft und der Tathintergründe. Das Buch konnte mich wirklich fesseln und der sehr flüssig zu lesende Schreibstil erhöhte den Unterhaltungs-wert des Thrillers. Ein hoffnungsvoller Beginn der Thriller-Reihe, der mich auf einige Folgebände hoffen lässt.


Ein sicherlich recht harter, aber auch sehr packender Thriller, der Liebhabern von spannungsgeladenen Büchern einige unterhaltsame Stunden bescheren wird. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte "Die Fährte des Wolfes" mit fünf von fünf Sternen!!!

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

england, adel, ermittlungen, mord, scotland yard

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Carola Dunn , Carmen von Samson-Himmelstjerna
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633688
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Jahre 1923 fasst die verwaiste Daisy Dalrymple einen außerge-wöhnlichen Entschluss, sie will trotz ihrer adligen Abstammung auf eigenen Füßen stehen und für ihren Lebensunterhalt mit der Arbeit einer Journalistin das nötige Geld verdienen. Ihr erster Auftrag führt sie zu dem Gut des Grafen Wentwater, über dessen Domizil und sein Leben ein Artikel verfasst werden soll. Die nötigen Fotos will sie mit ihrer eigenen Kamera ebenfalls beisteuern, so dass sie sich ganz allein auf den Weg macht. Miss Daisy ist kaum auf dem Gut Wentwater angekommen, da wird ein Besucher des Grafen tot auf der angrenzenden Wasseroberfläche eines Teiches aufgefunden. Die ersten Vermutungen eines tragischen Unfalls bestätigen sich nicht und sowohl Miss Daisy als auch der herbeigerufene Inspector Alec Fletcher sind sich schnell sicher, dass es sich um einen Mord handeln muss...

Carola Dunn entführt uns in "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" nach England in die Zeit der Zwanziger. Die Autorin schafft es mit ihrem bildreichen und  sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, die Atmosphäre und die Gepflogenheiten der damaligen Zeit hervorragend einzufangen. Die Hauptprotagonistin war mir mit ihrem Selbstbewusstsein und für die Zwanziger modernen Einstellung schnell sympathisch, so dass es Spaß machte, ihren ersten Auftrag als Journalistin, der völlig anders verlief, wie gedacht, zu begleiten. Das Buch entwickelt sich zu einem klassischen, englischen Kriminalroman ala Agatha Christie. Es werden einige Verdächtige herausgearbeitet und die Lösung des Rätsels kann ausschließlich über intensive Befragungen dieser Personen und beste Kombinationsfähigkeiten der Ermittler gelöst werden. So ist hier auch der Leser gefragt, immer wieder neue Überlegungen bezüglich der Täterschaft anzustellen. Dies führt ohne großes Blutvergießen zu einer spannenden und kurzweiligen Krimiunterhaltung mit dem Charme des adligen Englands. Sehr interessant sind auch die damaligen Gepflogen-heiten herausgearbeitet, die dem Buch ihren ganz besonderen Charme verleihen. "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" ist der gelungene Auftakt einer Reihe um die sympathische und hilfsbereite Journalistin mit kriminalistischem Gespür.

Mit hat das Buch hervorragend gefallen und ich freue mich schon auf die weiteren Fälle von Miss Daisy. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit fünf von fünf Sternen!!!

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

russland, krimi, langweili, russischer ermittler, unglaubwürdig

Allmacht

Marcus Richmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 02.08.2017
ISBN 9783839220436
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Schweizer Kommissar Maxim Charkow wird zum Fundort der Leiche von Igor Komarow gerufen. Der tote war ein russischer Milliardär aus der High-Society. Die Spuren am Tatort deuten allen auf ein Beziehungsdrama hin. Nur Kommissar Charkow will den allzu deutlichen Spuren nicht trauen und hält sie für inszeniert. Er ermittelt mit seinem Team weiter und stößt auf sehr brisante Informationen aus der russischen High-Society. Die Motivation der Tat scheint in eine ganz andere Richtung zu deuten und von höchsten Kreisen auszugehen. Der Fall wird immer vielschichtiger und bringt die Ermittler in höchste Gefahr...


Ich bin als Quereinsteiger in die Reihe um den sympathischen Ermittler Maxim Charkow eingestiegen. "Allmacht" ist bereits der vierte Band, aber ich hatte zu keiner Zeit Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Der Hauptprotagonist wird als Ermittler mit dem Gespür für Wahrheiten und Zusammenhänge geschildert. Er hatte ein tolles Team um sich geschart und kann so den Kampf gegen das Böse aufnehmen. Der Autor Marcus Richmann erzählt die Geschichte in einem bild- und vor allem temporeichen Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt. Mit der Russland-Thematik und der Manipulation des menschlichen Gehirrns hat er zwei brisante Themen miteinander kombiniert, ohne sich dabei zu vergaloppieren. Die Geschichte wirkte auf mich nicht überfrachtet und war jederzeit nachvollziehbar und spannend konzipiert. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches mit den mysteriösen Todesfällen bei einer Bergtour im Ural aufgebaut und mit viel Tempo und immer wieder neuen Wendungen auf einem hohen Niveau gehalten. Auch das Finale kann mit Dramatik und Tempo überzeugen und rundet den Kriminalroman sehr gut ab. 


Insgesamt fühlte ich mich mit der Mischung aus Spionage-, Wirtschafts- und Kriminalroman bestens unterhalten und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Meine Bewertung fällt daher mit fünf von fünf Sternen entsprechend positiv aus.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, psychothriller, familie, kurzgeschichten, jeremy fel

Die Wölfe kommen

Jérémy Fel , Anja Nattefort
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423261432
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Loretta Greer lebt mit ihrem Mann George und ihrem Sohn Daryl auf einem einsamen Gehöft. Daryl wird in seinem jugendlichen Alter zunehmend eigensinniger und lehnt sich gegen seine Eltern auf. Er hat es auch nicht leicht, da George versucht, ihn mit Gewalt in die gewünschten Bahnen zu lenken. Eines nachts werden Loretta und George von Geräuschen geweckt und zu spät merken sie, dass ihr Haus brennt. George versucht verzweifelt das Feuer zu löschen, doch die Flammen haben sich schon zu weit entwickelt. Das letzte, was Loretta sieht, als sie verzweifelt aus dem Fenster schaut, ist ihr Sohn mit einem Benzinkanister in der Hand und einem wissenden Lächeln auf den Lippen...

So beginnt der Trip in die Welt der Gewalt und des Bösen. Es folgen mehrere für sich durchaus abgeschlossene und sehr spannende Kurzgeschichten mit unterschiedlichen Protagonisten. Die Entwicklung von Daryl aber zieht sich als roter Faden durch das Buch. Auch die Protagonisten der vorherigen "Kurzgeschichten" werden gekonnt in die Szenerie um Daryl eingefügt und ergeben so wieder ein Ganzes. Aufgrund der Vielzahl der Protagonisten ist es aber nicht ganz einfach einen Überblick zu behalten und ich befürchte, dass ich nicht alle Überschneidungen beim ersten Lesen erkannt habe. Ein sicherlich spannender und außergewöhnlicher Stil. Der Autor Jeremy Fel erzählt die Geschichten in einem fesselnden und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil. Ich fühlte mich wie in einem Sog und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Darstellungen sind stellenweise schon brutal und blutig, aber aus meiner Sicht unausweichlich bei der Thematik des Buches. Um Daryl entwickelt sich eine Orgie der Gewalt und  Grenzen scheinen nicht vorhanden. Das Buch hat bei mir durchaus auch noch nachgewirkt und ich konnte es nicht einfach zur Seite legen und zur Tagesordnung übergehen.

Ein äußerst interessanter und außergewöhnlicher Thriller, den ich gerne weiterempfehle, aber gleichzeitig dazu rate, sich bei den Kurzgeschichten Notizen zu den einzelnen Protagonisten zu machen, um das ganze Potential des Buches auszuschöpfen. Ich bewerte das Buch mit guten vier von fünf Sternen.

 

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

krimi, roman, knochenfund, trauer, irisch

Ein irischer Dorfpolizist

Graham Norton , Karolina Fell , Charly Hübner
Audio CD
Erschienen bei Argon, 18.08.2017
ISBN 9783839815830
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Patrick James Collins ist Polizist in dem kleinen irischen Dorf Duneen. Die Gemeinde wirkt eher verschlafen und Verbrechen scheint es hier nicht zu geben. Daher wird der korpulente aber dennoch unauffällige PJ so gut wie gar nicht wahrgenommen. Eines Tages werden aber bei Bauarbeiten menschliche Knochen gefunden. Die seit Jahren vergrabenen Knochen weisen sich als männliches Skelett heraus und schnell werden Erinnerungen an den in der Vergangenheit plötzlich verschwundenen Tommy Burke wach. Kann es sich bei dem Toten um den jungen Farmer handeln? Was ist damals geschehen? Hat es wohlmöglich einen Mord in der Gemeinde gegeben? PJ ist nun gefordert zu zeigen, dass doch ein guter Ermittler in ihm steckt...


Graham Norton hat in "Ein irischer Dorfpolizist" hervorragend die gemütliche Atmosphäre eines kleinen verschlafenen Dorfes eingefangen. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und sehr ruhigen Schreibstil, welcher dem Buch seinen Charme verleiht. Allerdings entstanden aus meiner Sicht daraus auch gerade zu Beginn des Buches einige Längen, die es zu überstehen galt. Spannend und interessant ist der Charakter des Hauptprotagonisten Patrick James Collins als Dorfpolizist. Im Verlaufe des Buches findet eine Entwicklung der Person von einem unsicheren und zurück-gezogenen Mann zum engagierten Ermittler mit der Sehnsucht nach Anerkennung innerhalb seiner Gemeinde statt. Das Rätsel um die aufgefunden Knochen bringt einige Geheimnisse in Duneen ans Tageslicht, die immer wieder ein Umdenken zu den vermeintlichen Hintergründen einfordern. Der Spannung wird somit Rechnung getragen, obwohl es sich bei "Ein irischer Dorfpolizist" gar nicht um einen Kriminalroman handelt.


Mit Charly Hübner, den ich auch als Schauspieler sehr schätze, konnte aus meiner Sicht eine sehr geeignete Stimme für die Hörbuchfassung gewonnen werden. Gerade seine ruhige und tiefe Stimme passt hervorragend zu der getragenen und verschlafenen Stimmung des irischen Dorfes.


Insgesamt handelt es sich aus meiner Sicht bei "Ein irischer Dorfpolizist" um einen gelungen Roman, der vom Argon Verlag passend in eine Hörbuchfassung umgesetzt wurde. Ich kann diese nach dem Hören durchaus  weiterempfehlen und bewerte sie mit vier von fünf Sternen.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

spannung, thriller, die gaben des todes, mor, winter-und-parkov-thriller

Die Gaben des Todes

Martin Krüger
E-Buch Text
Erschienen bei Edition M, 25.07.2017
ISBN 9781542096850
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Oberkommissarin Marie Winter hat noch immer mit einem traumatischen Ereignis der Vergangenheit zu kämpfen. Sie wird an den Fundort einer jungen Frauenleiche gerufen. Der Täter hat das Opfer in einem Schaufenster dekoriert und die mit Blut geschriebenen Worte hinterlassen: "Holt Daniel Parkov" Hauptkommissar Daniel Parkov lebt nach einem ebenfalls sehr traumatischen Ereignis völlig zurückgezogen. Er ist dennoch bereit, sich an der Suche nach dem Täter zu beteiligen. Der eigenwillige und charismatische Ermittler tappt jedoch zunächst, ähnlich wie seine Kollegen, noch völlig im Dunklen. Nach und nach ergeben sich erste Ermittlungsansätze, die aber auch zeigen, mit welch intelligenten und kaltblütigen Gegner sie es zu tun haben...

Martin Krüger hat mit "Die Gaben des Todes" einen absolut nervenaufreibenden und fesselnden Thriller geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem äußerst temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil. Das Buch hat sich so für mich im Verlauf zu einem absoluten Page-Turner entwickelt und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Die beiden Hauptprotagonisten Marie Winter und Daniel Parkov werden als Ermittler sehr interessant charakterisiert. Beide haben nach ihren schrecklichen Erlebnissen neben der Tätersuche noch mit sich selbst zu tun. Dies erzeugt eine zusätzliche Tiefe, die dem Thriller einen besonderen Charme verschafft. Aus den beiden exzentrischen Charakteren entwickelt sich dann ein tolles Team, welches mit außergewöhnlichen Methoden und vollem Engagement zu überzeugen weiß. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und stets auf einem sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem fulminanten und für mich überraschenden Finale zu enden. Ein unglaublich guter und verheißungsvoller Beginn für eine neue Thriller-Reihe, bei der man nur hoffen kann, dass noch viele spannende Fälle folgen werden.

Insgesamt hat mir "Die Gaben des Todes" zwar ein paar Stunden Schlaf geraubt, aber ich bin voll des Lobes. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit aus meiner Sicht völlig verdienten fünf von fünf Sternen!!!

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149 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

thriller, dänemark, mord, oxen, elitesoldat

Oxen. Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Oxen ist der höchstdekorierteste Soldat in der Geschichte Dänemarks. Seine von ihm niemals angestrebten Auszeichnungen muss er aber hart bezahlen. Die Missionen haben ihn schwer traumatisiert und immer wieder erscheinen ihm die schlimmsten Erlebnisse in seinen Träumen. Seine Frau trennt sich von ihm und er zieht sich mit seinem Hund in die Wälder Dänemarks zurück. Dort wird er zufällig in einen mysteriösen Todesfall verwickelt, der ihn zu etwas zwingt, was er niemals mehr eingehen wollte, er erhält eine neue Mission. Diese führt ihn in die höchsten Regierungskreise...
Jens Henrik Jensen hat mit Oxen - Das erste Opfer einen tollen und spannenden Auftakt zu einer dreiteiligen Thriller-Reihe geschrieben. Mit seinem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil konnte er mich schnell an das Buch fesseln. Der Hauptprotagonist Oxen wird sehr interessant charakterisiert und seine traumatischen Kriegserinnerungen geben der Geschichte eine besondere Tiefe. Jens Henrik Jensen konzipiert eine clevere und vielschichtige Story, die den Leser immer wieder zu neuen Überlegungen und Mutmassungen anregt und die Spannung ständig ansteigen lässt. Die Auflösung liegt nach einem fulminanten Finale auf der Hand, wird aber nicht endgültig abgeschlossen, was natürlich Lust auf den nächsten Band macht.
Mir hat Oxen - Das erste Opfer hervorragend gefallen und sich im Verlauf zum Page-Turner entwickelt. Ich empfehle den Thriller daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit verdienten fünf von fünf Sternen.

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