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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

erotik, annika martin, teilweise langweilig, suche, chicago

Wicked Mafia Prince (Dangerous Royals 2)

Annika Martin
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 04.05.2017
ISBN 9783736305236
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem ich Band I (Dark Mafia Prince) dieser Reihe von Annika Martin gelesen du für unterhaltsam empfunden hatte, war ich gespannt wie es weiter geht mit den drei Brüdern. In dieser Geschichte lag so viel Potential, so viele Dinge, die vielversprechend klangen – bodenlose Schuld, ein Mord, eine knallharte Mafia Killerin, alles verwoben in einer Liebesgeschichte. Puh, waren meine Hoffnungen hoch angesetzt. Das Buch konnte sie definitiv nicht erfüllen.

Zuerst mal war es unglaublich vorhersehbar und Spannung kaum vorhanden. Dem Namen „Mafia Prince“ wird es in keinem Fall gerecht. Bereits im ersten Band fiel mir die langsamen Entwicklungen auf, die Langatmigkeit, jedoch wurde es für mich durch die Lovestory und den Plot etwas wettgemacht. Wicked Mafia Prince hat mich über große Strecken hinweg einfach nur gelangweilt – wenn es mich nicht genervt hat. Denn alter Schwede, ist mir die Nonnen-Protagonist auf den Keks gegangen. Die Crew redet die ganze Zeit davon wie cool, taff und zäh Tanechka einmal war und ich BRANNTE darauf diese selbstbewusste Wahnsinnsfrau kennenzulernen … und bekomme stattdessen fast das ganze Buch über eine Nonne, die nur davon schwafelt, wie eine Jesus Erleuchtung ihre Ziegen erhellt hat. Ich hab’s nicht gepackt, ehrlich mir war die Tante so tierisch unsympathisch, selbst mit einem guten Plot dazu hätte ich das wohl nicht genießen können.

Keine einzige der wirklich interessanten Aspekte wurde richtig ausgeschöpft – der draufgängerische Charakter der alten Tanechka, die mehr als komplizierte Beziehung zwischen ihr und Viktor, die Lösung dieser verflucht komplizierten Beziehung (ehrlich, wie schnell war das denn bitte vorbei) und schließlich ein für mich mehr als enttäuschendes Ende. Denn als wir die alte Tanechka endlich zu Gesicht bekommen ist das blitzschnell vorbei und für mich nicht zufriedenstellend.

Auch sprachlich war das ganze wenig eingängig, ständige Wiederholungen und ungelenke Sätze verschlimmerte mein Leseerlebnis noch zusätzlich. Letztendlich war ich dann froh, als ich am Ende angelangt war.

Ich hoffe sehr, dass der dritte Band, bei dem es sich um Kiro drehen wird, den verschollenen der Brüder, deutlich besser wird. Denn alles was man bis jetzt über den „wilden“ der drei Brüder gehört hat, fand ich ziemlich spannend.

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, drama, tanz, songs, strippen

Never before you - Jake & Carrie

Amy Baxter
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.04.2017
ISBN 9783741300325
Genre: Romane

Rezension:

Ja ... nein. Das war ja mal so gar nicht meins. Ich habe mich für dieses Buch entschieden, das ich das Thema Tattoos und Tanzen in einer Romanze kombiniert sehr spannend finde. Es hat jedoch nicht lange gedauert, bis die ersten problematischen Stellen für mich auftraten.

In dieser Liebesgeschichte geht es um Jake und Carrie. Beide habe schwierige Vergangenheiten hinter sich und so einiges durchgemacht. Zu der Zeit als Carrie aufgrund einer familiären Notsituation im Grunde dazu gezwungen ist, als Stripperin anzufangen lernt sie Jake kennen, einen jungen Tattookünstler, der gerade seinen vater verloren hat und dessen altes Tattoostudio neu aufbauen musste. Da jedoch beide so einiges erlebt haben, fällt es ihnen schwer sich ihre gegenseitige Anziehung gegenüber einzugestehen.

Klingt doch erst mal gar nicht so schlecht oder? Fand ich, wenn nicht so viele, viele Sachen mich an dieser Geschichte gestört hätten. Zuerst einmal habe ich nach den ersten 30 Prozent aufgehört mir über all die seltsam gestelzten Dialoge und Wortphrasen Notizen zu machen. "Was verschafft mir die Ehre deines Besuchs?" Unironisch und in dieser Situation eingesetzt, ist eines dieser Beispiele. Ein pathetisches "Du wirst auch noch den passenden Deckel zu deinem Topf finden" ein anderes, sowie das uralte "Regeln sind dazu da gebrochen zu werden" kurz danach. Wenn sie mir gerade zu Beginn nicht so gehäuft aufgefallen wäre, wäre alles kein Thema gewesen, aber so empfand ich die Sprache einfach nur als sperrig und unrealistisch. Sollte das alles ein Versuch sein, die jungen Leute hip wirken zu lassen? Ich weiß es nicht.

Nachdem ich mich sprachlich schon nicht auf die Erzählung einlassen konnte, so kommt jetzt jedoch ein noch viel schwerwiegenderer Punkt. Die Charaktere. Junge, Junge waren mir die beiden nach einer Zeit unsympathisch. Nun gut, Jake wird von Anfang so gezeichnet, er ist mal heiß, mal kalt und verhält sich im allgemeinen wie ein ziemlicher Penner. Seine Rekation auf Carries besten, schwulen Freund Nolan fand ich absolut daneben und kurz darauf kam ein unglaublicher arschiger Kommentar ihr gegenüber als er sie auf der Tanzfläche sieht. So viel geballte Vorurteile auf einmal sind absolut nicht attraktiv.
Während Carrie mich zu anfangs noch überzeugen konnte, wurde jedoch auch sie mir im Laufe des Buches zunehmend unsympathischer. So war sie das ganze Buch über ziemlich nutzlos, sie verhält sich dumm und kriegt im Grunde nichts auf die Reihe. Größter Fauxpas war ihr Verhalten gegenüber ihrer Freundin. Denn auch wenn die Autorin diese ganz geschickt in einem recht schlechten Licht hat dastehen lassen, sodass nicht ganz so viel Mitgefühl hochkommt, so hat die Protagonistin mit dem Mann geschlafen an dem sie ganz klar Interesse bekundet und auch ausgelebt hat, Himmel nochmal. Es haben doch nicht nur Männer einen Bro-Codex, jetzt mal ehrlich, das Verhalten war meines Erachtens nach absolut mies und nur triebgesteuert. Wer solche Freunde hat ... Aber die Dynamik zwischen den beiden angeblichen Freundinnen war sowieso furchtbar und nur ein weiterer Punkt auf meiner wachsenden List mit "Dinge die mich an diesem Buch stören".

So Leute, letzte Hoffnung: Story. Ignorieren wir mal die dämlichen Namen von Bodyguard Balu, den bösen, en? natürlich italienischen Morettis und widmen uns dem echten Geschehen. Tja. Was soll ich sagen? Die Geschichte war leider genauso klischeehaft und überladen wie diese Namen und absolut vorhersehbar. Irgendwann kam nur noch Drama über Drama, während die Protagonistin nutzlus herumgeschubst wird und nicht einmal die heiße Luft zwischen ihren Ohren zu benutzen versucht.

Vom Tattoostudio, das mich interessiert hätte, bekommt mn eh kaum was mit und lediglich Carries Karriere als Tänzerin fand ich interessant, der Rest mir leider alles nicht ausgearbeitet genug: Jakes Vergangenheit mit seinem Dad, Carries Beziehung zu Phil, den sie doch recht schnell vergisst, als er verschwindet, obwohl er ihr Ziehvater war, Nolans Probleme mit seiner Liebschaft ....

Ich hatte leider keine Freude an diesem Buch, es gab so viele Sachen die mich hier störten, dass ich fast durchweg von etwas genervt oder nicht überzeugt war, was mir leider komplett den Lesespaß genommen. Diese Reihe werde ich definitiv nicht fortsetzen.

Vielen Dank an NetGalley und be-ebooks dass sie mir dieses Rezensionexemplar im Gegenzug für eine ehrliche Meinung zur Verfügung gestellt haben.

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Tags: contemporary   (1)
 

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408 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

liebe, new adult, freundschaft, college, bianca iosivoni

Der letzte erste Blick

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304123
Genre: Liebesromane

Rezension:

Emery Lance, 19, Studienfrischling, wünscht sich nichts mehr als ihr Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Diese Gelegenheit bekommt sie nun, frisch eigeschrieben an einer Uni, die weit weg ist von ihrem zu Hause. Doch wie zu erwarten kommt es natürlich auch hier zu Komplikationen – eine davon: Dylan Westbrook, gutaussehender „Good Boy“, der ihr definitiv gefährlich werden konnte.

An den Namen Emery musste ich mich tatsächlich erst einmal gewöhnen. Er ist ein wenig ungewöhnlich und eckig, er lag mir als Frauenname eher unbequem im Mund und ist seiner Trägerin damit gar nicht so unähnlich. Denn Emery ist selbst nicht ganz so einfach zu handhaben, bisweilen sehr aggressiv, stellt sie sich uns unter etwas ungewöhnlichen Umständen vor: sie hat ihrem neuen Mitbewohner ordentlich eins auf die Nase geben, nachdem dieser ihren Hintern tätschelte. Verdient oder nicht, ein besonders guter Start ins Semester scheint das nun eher nicht zu sein.

Sein bester Freund Dylan jedoch ist von der stacheligen, jungen Frau mit den gefärbten Haarspitzen definitiv fasziniert und obwohl er sich eigentlich selbst keine Komplikationen leisten kann, fühlt er sich unweigerlich zu ihr hingezogen.
Dylan als Charakter hat mir ziemlich gut gefallen. Er ist nicht der typische tätowierte Bad Boy, wie er so oft in New Adult Geschichten zu finden ist, sondern eher schon fast zu nett. Für mich eine willkommene Abwechslung, denn auch wenn er fast zu gut ist, um wahr zu sein, so ist er dennoch nicht ohne Fehler und das hat ihn zu einer durchaus interessanten Persönlichkeit gemacht.

Emery ist aufgrund ihrer Vergangenheit, anfänglich eher vorsichtig, was das Kennenlernen neuer Leute betrifft und teilweise auch mal etwas ruppig in ihrer Art, mir war sie jedoch sehr sympathisch und konnte mich von sich überzeugen.
Die Chemie zwischen den beiden war super. Anfänglich eher feindselig schwingt es schnell in Geplänkel über und artet schließlich in unterhaltsame kleine Streiche aus, die jedoch nie eine Grenze überschreiten (wie ich es schon des Öfteren in ähnlichen Situationen gelesen habe).

Im Allgemeinen jedoch gibt es trotzdem einige Mängel zu bekunden, der größte war hierbei für mich, dass die Nebencharaktere mir nicht genug ausgearbeitet waren, oft sind sie untereinander sehr austauschbar und weisen keine Tiefe auf. Was besonders schade ist, da die Folgebände sich um diese Charaktere drehen werden. Auch hat mir eine „echte“ weibliche Freundschaft gefehlt, die Bindung von Elle und Tate mit Emery hat sich gezwungen angefühlt und nicht besonders natürlich.

Ebenfalls ist die Story doch recht vorhersehbar und unoriginell, bis auf Mr Cuddles, die Katzendame gab es für mich keine Überraschungen und Besonderheiten. Mein größtes Problem hatte ich dann gegen Ende, als das große Drama angekündigt wurde, da hier der „Antagonist“ für mich absolut fehl am Platz war und die Motivation dahinter konnte mich nur sehr bedingt überzeugen.

Ein rund um unterhaltsames Buch, das mich mit seiner Lovestory und den Charakter der beiden überzeugen konnte und mir definitiv den Mund wässrig gemacht hat für Band 2.

Rezensionsexemplar freundlicherweise von NetGalley und dem LYX Verlag zur Verfügung gestellt, im AUstausch gegen eine ehrliche Bewertung.

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Tags: contemporary, new adult   (2)
 

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323 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

lara adrian, erotik, liebe, for 100 days, täuschung

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Das Angebot zum Housesitting kommt für die erfolglose Künstlerin Avery gerade recht, steht sie doch kurz davor ihre Wohnung zu verlieren und auch geldtechnisch sieht es für sie nicht allzu rosig aus. Auf ihren neuen Nachbar ist sie allerdings nicht gefasst – Nick Baine, reich, geheimnisvoll und gutaussehend und vor allem spielt er total außerhalb ihrer Liga.
Doch was der Unterleib will, das will er eben und so beginnt sie wider besseren Wissens eine leidenschaftliche Affäre mit dem zurückhaltenden Fremden. Doch was passiert, wenn dieser mehr von ihr verlangt, als sie zu geben bereit ist?

Das war ein solider Start in eine weitere Contemporary/Erotik/Romance Trilogie mit altbekannter Aschenputtel-Prinz Thematik.
Was jedoch deutlich zu kurz kam war der Romance Teil – denn zwischen den beiden geht es sehr schnell sehr heiß her, für mich persönlich (auch aufgrund ihrer Vorgeschichte) ein wenig zu schnell. Außerdem überwiegen die Erotik-Szenen auch sehr, dass ich ihnen die Liebesgeschichte einfach nicht abnehmen konnte, auch wenn die Chemie zwischen den beiden durchaus vorhanden war.
Avery selbst war mir nur bedingt sympathisch, für eine erwachsene Frau hatte sie doch recht wenig Ahnung von sich und wirkte eher wie jemand auf der Suche nach ihrem Selbst, was ich ja doch eher in das Genre Young Adult einordne. Insbesondere da sie Nick in so vielen Punkten nicht ehrlich gegenüber sein konnte.
Auch Nick war nicht mein absoluter Liebling, da er doch selbst recht verschlossen und geheimnisvoll ist, von Avery jedoch ab einem gewissen Punkt absolute Offenheit verlangt und dies sogar mit einem Ultimatum unterstreicht. Auch, dass man außer einer gesichtslosen Assistentin und einem Bekannten absolut keinen Freund oder Familienmitglied von Noch kennenlernt unterstreicht diesen Ausdruck noch.

Die erotischen Szenen zwischen den beiden fand ich zum Großteil prickelnd und sexy zu lesen, auch wenn ich gerne ein zwei weniger davon und dafür etwas mehr Kennenlernen zwischen den beiden gelesen hätte.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, allerdings musste ich mich erst ein wenig einfinden, da hier in der ersten Person im Präsens erzählt wird und das nicht mein favorisierter Erzählstil ist, Präsens fühlt sich für mich oft etwas ungelenkig ist, nach ein bisschen Eingewöhnung allerdings, fiel mir das gar nicht weiter auf.
Storytechnisch bleiben viele Fragen offen, vielen werden sogar nur vage angeschnitten und sollen wohl Lust auf die nächsten beiden Bände machen, ich hätte einige Punkte gerne ein wenig mehr ausgearbeitet gehabt, wie zum Beispiel den Charakter von Averys Mutter.

Trotz aller Nörgeleien jedoch habe ich das Buch im Nu verschlungen und hatte auch Spaß beim Lesen. Ein kleiner Cliffhanger hat mich neugierig auf Band 2 gemacht.
Insgesamt würde ich solide 3,5 Sterne von 5 für diesen ersten Band geben, der mich trotz Mängeln bei Laune halten konnte und eine angenehme, anspruchslose Geschichte für zwischendurch bietet.

Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von NetGalley und dem LYX Verlag zur Verfügung gestellt, im Gegenzug für eine ehrliche Bewertung.

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Tags: contemporary   (1)
 

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

band 1

Mörderische Sühne

Marie Force
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2017
ISBN 9783956496929
Genre: Romane

Rezension:

Mit "Mörderische Sühne" startet die neue Serie von Marie Force in deren Mittelpunkt Sergeant Samantha Holland, deren Fälle und Nick Cappuano stehen.

Nachdem ihre Karriere einen herben Rückschlag erlitt, ist Samantha sehr darauf bedacht ihren nächsten Fall unter keinen Umständen zu vermasseln, besonders, da es sich hierbei um einen brisanten Mord am Politikerliebling und zugleich besten Freund ihres ehemaligen Liebhabers handelt.
Dass sich Sam noch immer sehr zu ihrem Verflossenen hingezogen fühlt, macht es ihr nicht leichter den Fall aufzuklären.

Dass nicht nur ich mich bei dieser Geschichte an die Eve Dallas Reihe von J. D. Robb erinnert fühle ist mir schell klar geworden - denn die Ähnlichkeiten sind doch sehr naheliegend. Das Problem hierbei ist, dass man es kaum vermeiden kann Vergleiche zu ziehen und hier müssen bei mir ziemlich große Fußstapfen ausgefühlt werden, den Eve und Roarke sind bis heute unter meinen Top 5 Lieblingspaaren eingereiht. Doch während die Eve Dallas Reihe sehr starke, individuelle Persönlichkeiten zu bieten hat, hatte ich mit diesem Buch so meine Probleme.

Denn Samantha versucht zwar die "hartgesottene", erfahrene und clevere Ermittlerin zu sein, konnte mich davon aber nur an sehr wenigen Stellen überzeugen. Sie ist nicht unsympathisch und bietet mit ihrer Vergangenheit auch reichlich Potential, das aber zumindest in diesem Band für mich noch nicht genug ausgeschöpft wurde.
Nick dagegen ... Junge, Junge war der blass. Ich habe bei ihm keinerlei Tiefe empfunden und fand ihn durchgehend langweilig und nichtssagend. Dieser Charakter konnte mich nicht im mindesten überzeugen.
Das erschwerte es mir natürlich Gefallen an der Liebesgeschichte zu finden, die hier stark im Vordergrund steht. Aber nicht nur, dass ich den männlichen Part nicht leiden konnte, auch zwischen Sam und ihm konnte ich nicht das geringste Knistern spüren, kein Funken, nichts konnte mich davon überzeugen, dass zwischen ihnen eine besondere Chemie herrschte. Schwach umgesetzt war hier auch die insta-love artige Anziehung und der mächtig kurze Zeitraum indem sich gleich ewige Liebe geschworen wird, auch wenn zu anfangs noch ein bisschen kläglicher Widerstand geleistet wird. Nope, war also definitiv nicht mein Fall.
Nicht eimal der Charakter des charmanten Sidekicks konnte mich überzeugen, der - ähnlich wie Peabody zu Dallas - den Lehrling Part einnimmt und loyal wie ein Hündchen zu seiner Herrin steht, ohne dass ich so recht den Grund dafür vertanden habe.

Jetzt hätte man das Buch trotzdem noch mit einer spannenden Ermittlung retten können. Ich lese nicht sehr oft Krimis und greife nur ab und zu zu Romantic Thrill Büchern, weswegen es eigentlich leicht sein sollte, mich einigermaßen gedanklich auf Trapp zu halten, da mir hier ganz einfach die Gewohnheit und Erfahrung fehlt. Trotzdem war das leider nicht der Fall. Mein Verdacht auf den Täter entstand schon sehr früh und wurde nur immer offensichtlicher, wieso nicht für den Sergeant? Diese hat sich komplett auf ihr anfängliches Gefühl eingeschossen und hat diese Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen und sich damit komplett den Blick verbaut. Gerade am Schluss war alles so offensichtlich, dass ich ihr die Rolle der intelligenten Polizisten niemals abnehmen konnte.
Auch wie sie zwischenzeitlich mit den Zeugen geredet hat oder besser auch nicht geredet hat, konnte mich gar nicht überzeugen.

Für mich war das ein recht schwacher Abklatsch der Eve Dallas Reihe, der mich auf keiner Linie wirklich überzeugen konnte. Aber auch, wem sich dieser Vergleich aufdrängt, wer Eve Dallas nicht kennt, wird trotzdem so seine Schwierigkeiten mit diesem Buch haben. Es liest sich schnell weg und aufgrund der Tatsache, dass es nur der erste und somit Einführungsband in eine längere Reihe ist, verzeihe ich auch gerne kleinere Fehler - die fehlende Chemie in der Romanze und die deutlichen Schwächen im Kriminalfall jedoch können nicht so einfach ausgemerzt werden. Momentan bin ich also wenig motiviert die Reihe fortzusetzen.

Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise von NetGalley und MIRA Taschenbuch zur Verfügung gestellt im Gegenzug für eine ehrliche Meinung.

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114 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

liebe, restaurant, musiker, musik, liebesroman

Für Happy Ends gibt`s kein Rezept

Kristen Proby , Ralph Sander
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.01.2017
ISBN 9783956496332
Genre: Liebesromane

Rezension:

Oh Junge, Junge. Um ehrlich zu sein, war diese Geschichte wohl schon von den ersten Seiten an für mich verloren. Denn sie hatte einen großen Punkt, der mich von Anfang an extrem gestört hat: der weibliche Hauptcharakter.
Tatsächlich ist es schon ziemlich lange her, dass mir ein Charakter so auf den Geist gegangen ist. Es handelt sich hierbei um Addison, Teilhaber des erfolgreichen Restaurants Seduction, das von insgesamt fünf jungen Frauen geführt wird, die alle für unterschiedliche Bereiche zuständig sind.
Um das Geschäft noch mehr anzukurbeln entschließen sich die Mädels einen Live-Musiker zu engagieren und diese Aufgabe fällt Addi zu.
Durch Zufall gerät sie an den bekannten Ex-Musiker Jake Knox, der wieder Musik machen möchte. Als der Herzensbrecher mit dem gebrannten Kind Addi anbandeln will, ist der Ärger vorprogrammiert.

Eigentlich wollte ich nur eine zuckersüße, nette Liebesgeschichte für zwischendurch. Da ich jedoch bereits auf den ersten Seiten ein Problem mit Addi hatte, fiel es mir schwer mich bei dieser Lektüre zu entspannen. Das Buch beginnt damit uns zu erzählen, dass sie momentan in einer extrem ungesunden Beziehung mit einem Schmarotzer ist, worauf ihre Freundinnen sie auch wiederholt hinweisen, was sie aber komplett ignoriert ... und was ihr selbst auffallen sollte, wenn sie kein komplettes Brett (oder eine Holzwand) vor dem Kopf hat. Als diese Beziehung innerhalb weniger Seiten in die Brüche geht, ist sie nicht nur verwundert darüber, sondern stellt sich auch noch eine Frage, die wieder und wieder ... und wieder im Laufe des Buches auftauchen sollte: Warum behandeln mich alle Männer wie den letzten Dreck?  
Nun ist die Frage an sich ja durchaus legitim und vielleicht wird es einigen Frauen in ihrem Leben auch öfters schon so gegangen zu sein ... angesichts des Beispiel mit dem offensichtlichen Mega-Arschloch jedoch, war meine Antwort lediglich ein genervtes: Weil du es zugelassen hast, du Urschl??

Diese ständig wiederkehrende Frage führt zu einer Einstellung, mit der ich nie etwas anfangen kann, da sie so widerlich intolerant und engstirnig ist, dass ich einen Kloß in der Brust bekomme: Alle Männer sind scheiße.
Weswegen es offensichtlich okay für Addicist Jake, das potentielle Loveinterest, nachdem dieser nichts als charmant und höflich war, unglaublich anzuzicken und zu beleidigen, because fuck you. That's why ... und anschließend nicht einmal die Eier in der Hose hatte, sich dafür zu entschuldigen, obwohl sie zugeben musste, dass sie sich wie eine Bitch aufgeführt hat. Meiner Meinung nach gab es außer ihrem beeindruckenden Dekollete absolut NICHTS was Jake an Addi anziehend finden sollte, absolut nichts rechtfertigte für mich, warum er trotzdem noch bei ihr landen wollte, außer vielleicht für ein Nümmerchen auf der Toilette.

Gut, das kann man alles noch verzeihen, wenn sie sich im Laufe des Buches irgendwann mal zusammengerrissen hätte. Meine Meinung von ihr sackte jedoch stetig weiter in den Keller bis hin zum inneren Erdkern. Denn oben genannte sich rituell wiederholende Frage sorgte dafür, dass sie sich enorm bemitleidete. Ich hasse Charaktere die ständig nur rumheulen und allen anderen die Schuld geben und Addi schien das zu einer kleinen Kunstform zu entwickeln, der in einem kompletten "Ich suhle mich im Selbstmitleid-Tag" endete. Jeder hat mal solche Augenblicke, gar keine Frage, und jede Frau kennt allein menstruationsbedingt auch ganze Tage, an denen so eine Stimmung anhält ... aber bei Addi schien das Selbstmitleid und Rumgeheule über einen so langen Zeitraum hinweg immer wieder durch, dass ich nur noch mit den Zähnen knirschte. Der "Niemand liebt mich" Zug sollte irgendwann halt auch mal wieder ohne einen selbst weiter fahren, insbesondere wenn man einen fürsorglichen liebevollen Freund und vier beste Freundinnen hat, die sich rührend um einen kümmern und sorgen. Aber warum sollte man so etwas auch zu schätzen wissen?

Ihre Hardcore-Selbstmitleid Phase betitelte sie dann übrigens als - hah! es kommt gleich! - "sentimental".
Außerdem spricht sie von sich selbst als zynisch und ich dachte mir bloß "Yeah, nope, du bist einfach nur super bitchy. Zynisch und sarkastisch solltest du mal im Wörterbuch nachschlagen, Herzchen."

Das Gemecker geht sogar noch ein bisschen weiter, denn meine allerliebsten Punkte kommen ja noch. Yay! Nicht nur, dass sie sich stellenweise grundlos wie eine Superzicke aufführte ... Gab es natürlich noch ein Riesendrama. Denn, oh schreck lass nach, Jake wurde dabei fotografiert, wie er eine andere Frau auf die Wange küsste. AUF DIE WANGE! Ja Himmi Hergott Sakrament, der Saukerl der! A so a Lump, a varreckta! Nein, was der sich traut. Ja, wie soll man da am besten reagieren?? Richtig, man zickt rum, lässt dem Hallodri keine Chance sich zu erklären (denn immerhin! ein Wangenkuss!) und stürmt dann Türe knallend, wutentbrannt wie eine hochpubertäre Teenagergöre aus dem Hause.
Einwandfreie Konfliktlösung. So ein Kommunikationstalent.
Grundsätzlich gibt es durchaus Punkte die erklären, warum Addi so ist wie sie ist, allerdings war das immer nie gut genug für mich, um so ein Verhalten zu rechtfertigen. Jeder einzelne Punkt für sich wäre außerdem natürlich tragbar, jeder hat so seine Macken und Fehler. Gleich alle zusammen .... nein danke.

Ja, ich schätze, dass ich Addi nicht leiden konnte, durfte inzwischen ein paar wenigen Leuten aufgefallen sein. Nun zum Rest der Geschichte. Gerade die Freundschaft der fünf unterschiedlichen jungen Frauen verspricht durchaus Potential und ich hoffe, dass das in den weiteren Bänden, die noch folgen, ausgeschöpft werden kann. (Sollte ich jemals so weit sein und habe das Gefühl Addison nicht mehr bei Namenserwähnung allein die Nase abbeißen zu wollen, lese ich da vielleicht auch weiter).
Jake war ein durchaus solider, netter, charmanter Hauptcharakter, aber auch seine grundlegende Motivation, sein "Päckchen", das er mit sich rumschleppte, war so abgedroschen und auch weit hergeholt, dass es für mich in der Form einfach keinen Sinn ergab.
Die Interaktion der beiden, die nicht von Rumgezicke oder Türenknallen verunreinigt war, fand ich sehr charmant, hier wurde die Chemie zwischen ihnen tatsächlich deutlich, die erklärte, warum sie sich zueinander hingezogen fühlten. Das spaßige Geplänkel zwischendurch war witzig zu lesen und schaffte es mir, zwischen all den kurzatmigen beinahe Mordattacken an einer rein fiktiven Figur, durchaus das ein oder andere Schmunzeln zu entlocken. Wenn auch widerwillig.

Denn retten konnte dieses Buch wohl nichts mehr für mich. Meine Herz und ganz ehrlich auch mein pragmatischer Kopf, hatte sich entschieden diesen Hauptcharakter zu hassen und dabei ist er bis zum Schluss geblieben. Auch wenn unsere uncharmante Heldin hier tatsächlich auch einen Moment der Erleuchtung über sich selbst hatte.

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Tags: contemporary, never again   (2)
 

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

romantic thrill, liebe, untergrundorganisation, new york, polizei

New York Bastards - In deinem Schatten

K. C. Atkin
E-Buch Text
Erschienen bei Lyx.digital, 02.03.2017
ISBN 9783736304994
Genre: Liebesromane

Rezension:

Noch ein Buch aus dem Genre Romantic Thrill, das mich tatsächlich überzeugen konnte. Gleich von Anfang an wird hier sehr atmosphärisch die Situation beschrieben, in der unsere Hauptprotagonistin Lissiana sich befindet. Und zwar mitten in einer scheinbar hoffnungslos erscheinenden Ermittlung gegen eine schier unfassbaren Serienmörder - den Bräutigam.
Lissi und ihr Partner sind so verzweifelt, dass sie zu dubiosen Methoden zurückgreifen: sie arbeiten mit einem inhaftierten Gangster zusammen, um endlich Fortschritte zu erlangen.

Es dauert eine Weile bis wir dem Hauptcharakter John vorgestellt werden, bis dahin wird uns aber schnell klar, dass Lissiana mit ihrer jetzigen Situation große Schwierigkeiten hat und das liegt nicht nur an der Tatsache, dass sie hinter einem gerissenen Serienkiller hinterherjagt. Doch was in ihrer Vergangenheit geschehen und was hat das alles mit John zu tun?

Lissiana ist ein durchaus interessanter Charakter, einerseits tough und getrieben, andererseits seltsam fragil und verwundbar. Sie muss sich gegen eine Menge Druck von außen stemmen, hält diesem bis jetzt aber einigermaßen stand. Sie bleibt das gesamte Buch über ein standhafter Charakter, insbesondere in Situationen, in denen sie wohl am liebsten reißaus genommen, bleibt sie betont cool und rennt mit hochgerecktem Kinn auch ein paar Türen ein, wenn es sein muss.
Dagegen fiel mit John fast ein wenig zu flach aus. Er soll diesen hochrangigen, respektierten Untergrundboss darstellen, hat mir aber viel zu wenig Persönlichkeit an den Tag gelegt. Ich hatte mir von diesem Antiheld viel mehr Attitude, viel mehr Eigenheiten erwartet, die erklären warum er es letztendlich in die Position kam in der er war bevor er eingebuchtet wurde.
Lissiana redet auch sehr oft davon wie hochintelligent er ist, letztendlich habe ich davon aber im Buch nur selten etwas gemerkt, auch bei der Ermittlung selbst schien sein größtes Hilfsmittel eigentlich nur seine Kontakte zur Unterwelt zu sein und nicht sein Hirn. Ich habe keinen zweiten Sherlock Holmes erwartet, aber immerhin wurde er aus dem Knast geholt in der Hoffnung, dass er mehr sieht.

Trotzdem gefiel mir das gespannte Zusammenspiel zwischen den beiden sehr gut, beide versuchen nicht zu viel von sich preiszugeben und trotzdem wird deutlich, dass sie sich sehr zueinander hingezogen fühlen.

Auch der letzte für mich sehr wichtige Charakter war mir nicht gut genug ausgearbeitet: der Gegenspieler. Insbesondere seine Motivation und seine Einbettung in die soziale Gesellschaft waren mir nicht schlüßig genug und teilweise auch nicht sehr glaubwürig umgesetzt.

Alles in allem waren es eine recht spannende und unterhaltsame Lektüre, auch wenn einige Details etwas unoriginell und vorhersehbar waren, Vielleser von Thrillern werden hiervon möglicherweise nicht allzu beeindruckt sein. Die Lovestory war schön zu lesen und mein Highlight der Story. Ich bin gespannt wie es im nächsten Buch weitergeht.

3,5/5 Sternen

Rezensionsexemplar freundlicherweise von Netflix und Lyx.digital zur Verfügung gestellt, im Austausch für eine ehrliche Meinung.

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Tags: romantic thrill   (1)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

crushed - zersprungene gefühle, liebesroman, nashoda rose, romance, ebook

Crushed - Zersprungene Gefühle (Crushed-Reihe 3)

Nashoda Rose
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 06.04.2017
ISBN 9783736305045
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vielen Dank an NetGalley und Lyx.digital für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares im Gegenzug für eine ehrliche Bewertung.

Ich muss ganz ehrlich sagen, nachdem ich Band 1 geliebt und Band 2 mehr als enttäuschend gefunden habe, bin ich mit einem etwas skeptischen Gefühl an die Geschichte herangetreten. Denn ich wollte die Geschichte von Crysis, nach Logan mein 2. Liebling der Band, unbedingt mögen.

Puh, sieht so aus als hätte ich tatsächlich Glück gehabt. Die Geschichte habe ich heute in einem Rutsch einfach inhaliert - außer lesen, essen und mich über die Frühlingssonne freuen, die mir beim Lesen ins Geschichte schien, habe ich den heutigen Samstag auch nicht viel mehr gemacht.

Nashoda Rose ist nicht gerade für rosarot bepinselte, blumig geschmückte Ponyhof Romanzen bekannt - wer diese Autorin also kennt, weiß bereits, dass Themen zur Sprache kommen, die unbequem sind und einen bisweilen unangenehm berührt schlucken lassen. Besonders die ersten beiden Bücher der Reihe sind ziemlich düster und gehen thematisch manchmal bis an die Schmerzgrenze.
Bei der Geschichte von Haven und Crysis verhält es sich ein wenig anders. Im zweiten Band, Reams Buch, haben wir bereits einiges von Havens tragischer Vorgeschichte erfahren und wissen daher, dass Crysis es nicht leicht haben wird, diese harte Nuss zu knacken ohne ihr und auch sich selbst Verletzungen zuzufügen.

In dieser Geschichte geht es von Anfang an um Heilung. Darum, dass Haven schlimme Geschehnisse verarbeiten muss, dass sie lernt wieder zu sich selbst zu finden und vor allem, dass sie erkennt, dass kein Mensch eine Insel ist.
Ihre leidvolle Vergangenheit ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Doch zum Glück für sie - und uns - hat Crysis nicht vor, dass sie diese alleine aufarbeiten muss. Mit Witz, Charme und einer gewissen Portion Zotigkeit, schleicht er sich in ihr verschlossenes Herz und hilft ihr dabei ihre schmerzhaften Flashbacks und den Weg zurück in ein freies Leben zu meistern.

Die Charakterzeichnung und -Entwicklung der beiden hat mir sehr gut gefallen. Crysis, der gerne herumalbert und Situationen mit Flapsigkeit zu meistern versteht, schafft es Havens distanzierte, abgeschottete Schale zu knacken und dabei ihren eigenen trockenen, sogar mal schlüpfrigen Humor herauszukitzeln. Havens Art und Ihre Umstände sorgen zeitgleich dafür, dass er sich mit einer gewissen Ernstigkeit befassen muss und mit Problem, die nicht mit Witz Abzug tun sind, die ihm mehr abverlangen, sodass er mehr seines wahren Wesens preisgeben muss und nicht nur der vorherige Playboy und Unterhalter der Band sein kann.
Die Geschwindigkeit wie die beiden sich annähern, war definitiv eines meiner favorisierten Dinge dieser Geschichte, denn auch wenn ich ab und zu ganz gerne mal eine Insta-Lovestory lese, so wäre das hier absolut fehl am Platz gewesen. So werden die beiden erstmal gute Freunde und Stützen füreinander, bevor sich mehr daraus entwickelt.

Aber natürlich ist keine Story perfekt und deswegen sind mir auch hier kleine Dinge aufgefallen, die mich ein wenig gestört haben.
So hätte ich mir unter anderem gewünscht, dass Havens innere Zerrissenheit, der enorme Unterschied zwischen ihrer Fassade und dem Chaos in ihrem Inneren, noch mehr herausgearbeitet worden wäre.
Außerdem fand ich den "Gegenspieler" und die viel zu abrupte Auflösung am Ende nicht besonders gut umgesetzt, obwohl die Idee dahinter durchaus interessant war. Ebenso hätte ich mich darüber gefreut, wenn Haven eine weibliche Person zur Seite gestanden hätte, eine richtige Freundschaft und nicht die oberflächliche Bekanntschaft die sich zwischen ihr und Dana entwickelte.

Trotz dass einen Großteil des Buches nicht wirklich etwas passiert und auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden sich eher langsam entwickelt, so kam doch keine Sekunde Langeweile auf. Ich war von der Geschichte und Havens Entwicklung gefangen und freute mich sehr darüber wieder die alten Bekannten der Tear Asunder Reihe begrüßen zu dürfen. Für mich eine rundum gelungene Lektüre.

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Tags: contemporary, dark, liebesroman, romance   (4)
 

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thriller, liebe, cynthia eden, identität, serienmörder

Bound - Tödliche Erinnerung (Last Option Search Team 1)

Cynthia Eden
E-Buch Text: 315 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 07.03.2017
ISBN 9783732534364
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezensionsexemplar freundlicherweise von Netgalley und beHEARTBEAT von Bastei Entertainment zur Verfügung gestellt, im Gegenzug für eine ehrliche Bewertung. Vielen Dank!

Ein Genre zu dem ich in letzter Zeit tatsächlich eher selten greife: Romantic Suspense. Nach dieser Lektüre muss ich allerdings sagen, dass ich das in Zukunft wohl wieder öfters tun werde. Ich habe bis jetzt immer etwas gezögert bei dem Namen der Autorin, Cynthia Eden, da ich vor mehreren Jahren von einem ihrer Romantasy Bücher nicht allzu angetan war. Diese Geschichte jedoch hatte mich zemlich schnell in ihren Bann gezogen. Sehr erfreut war ich deswegen, als ich feststellen durfte, das die erst Band 1 der Buchreihe rund um die Agenten von LOST ist, die Agentur bei der unser männlicher Hauptcharakter Gabe arbeitet und die vermisste Personen aufspürt.

Zu dieser Agentur zieht es auch Eve, denn auch sie ist auf der Suche. Und zwar nach sich selbst. Vollkommen ohne Erinnerungen hegt sie einen schrecklichen Verdacht: und zwar, dass sie von einem berüchtigten Serienkiller angegriffen wurde und deswegen ihr Gedächtnis verloren hat. Gabe soll nun herausfinden ob dies der Wahrheit entspricht.

Zwischen den beiden Hauptcharakteren knistert es von Anfang an gewaltig. Besonders Gabe möchte am Anfang diese Grenze zu seiner Klientin nicht überschreiten, ist aber angesichts Eves anziehender und willenstarker Natur ziemlich machtlos. Die Entwicklung und auch die Gewchwindigkeit dieser Romanze fand ich rund um gelungen, die Chemie der beiden hat mir sehr gut gefallen und ihre Anziehungskraft aufeinander war von der ersten Seite spürbar.
Auch die Charaktere selbst waren mir sehr sympathisch, besonders Eve, die angesichts einer ziemlich furchtbaren Situation viel Rückgrat und Mut beweist.

Ebenfalls mehr als interessant sind die weiteren Mitarbeiter von Lost, zwei Männer und zwei Frauen, die allesamt die besten auf ihren jeweiligen Gebieten sind und die alle eine Dunkelheit in sich tragen, die mich gespannt auf die nächsten Bände warten lässt. Allerdings muss ich sagen, dass mir hier die Charakterisierung der einzelnen Mitglieder zu schwammig war, besonders die Männer konnte ich oft nicht auseinanderhalten und musste innehalten und mich fragen: Wer war jetzt nach mal wer?

Auch der Thriller Anteil konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Ohne wirkliche Länge und spannend vom Anfang bis zum Ende, fand ich die Hatz nach dem Serienmörder sehr gelungen. Und auch wenn schon sehr früh ein Verdacht aufkommt, ganz sicher war ich mir bis zum Schluss nicht, welcher meiner zwei auserkorenen Verdächtigen nun letztendlich der Schuldige ist.

Eine mehr als unterhaltsame Lektüre, die mich nie gelangweilt hat und mich davon überzeugen konnte auch die weiteren Bände der Reihe zu genießen. 4,5 von 5 Sternen

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

familie, brüder, pferde, neuanfang, cowboy

Montana Dreams - So wild wie das Leben

Jennifer Ryan , Milena Schilasky
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 06.03.2017
ISBN 9783956496394
Genre: Romane

Rezension:

Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von NetGalley und Harper Collins für eine ehrliche Bewertung zur Verfügung gestellt.

Ich muss ehrlich sagen, am Anfang des Buches hat es mich des Öfteren mal geschüttelt. Denn es ist schon ziemlich lange her, seit ich ein Buch in diesem Stil gelesen habe - und damit meine ich den zeitlosen, übertrieben blumigen Frauenroman, der auch aus den 80er Jahren stammen könnte. Ich fühlte mich in meine Historical Romance, Elizabeth Lowell und Cora Schundblattphase zurückkatapultiert.
Der Stil also war sehr gewöhnungsbedürftig für mich, unmodern und etwas ungelenk werden kitschige Aussprüche gemacht und die Insta-lovestory beschrieben.

Sobald ich mich erst mal wieder eingelesen hatte, hatte ich jedoch durchaus Spaß. Mit ihrer dunklen und schmerzhaften Vergangenheit ist Gillian ein durchaus interessanter Charakter, der wahrscheinlich nicht jedem sympathisch ist und mit ihrer paranoiden Art eher an eine verschreckte Katze erinnert. Sie ist extrem jung, gerade mal zwanzig, wird jedoch ziemlich stark charakterisiert - sie nimmt schon seit seiner Geburt vor sechs Jahren die Mutterrolle für ihren Bruder ein und muss sich mit Nebenjob und Schwarzgeld über Wasser halten. Bei ihr kommt sehr das Special-Snowflake Syndrom durch, denn trotz dass sie so jung ist kann sie im Grunde alles wegen ihrer Nebenjobs, Buchhaltung, Mechanikerin und weiß der Teufel was noch alles. Dies zieht sich weiter als ungeahnte Pferdeflüsterin und schließlich soll sie sogar innerhalb eines Wimperschlages Pferde für Rennen trainieren. Japp. Das war einfach too much, so viel Alleskönnerei ist dann doch zu unrealistisch, selbst wenn man wenig Anspruch an solch seichte, oberflächliche Liebesromane hat.

Blake, ihr männlicher Gegenpart ist deutlich älter und bereits vom ersten Moment an absolut hingerissen und überwältigt von dem Drang die verletzte, kleine Madame in Not zu beschützen. Angesichts dieser überbordenden Gefühl hatte ich fast erwartet, dass sie bereits bei Seite dreissig im Bett landen, jedoch findet die weitere Annäherung eher zart und leise statt, was mir angesichts von Gillian's Umständen gut gefallen hat. Blake selbst ist gerade im Vergleich zu Gillian ziemlich blass geblieben und konnte sich als Charakter nicht besonders hervorheben.

Ansonsten ist das übliche vorhanden, der von Eifersucht zerfressene, übertrieben dramatisch-böse Gegenspieler, ein recht liebenswerter kleiner Junge, der seine Schwester vergöttert und das Spannungsmoment, das die Geschichte nicht langweilig werden lässt.

Insgesamt eine recht vergnügliche, seichte Frauenlektüre, die mich für einige Stunden gut unterhalten hat, die jedoch in einigen Punkten deutlich vom Gas hätte gehen muss (z. B. die übertriebene Perfektion der Heldin) um mir wirklich im Gedächtnis bleiben zu können.

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