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fantasy, deutsc, adel, schmer, nadj

Nadja

Steffi Krumbiegel , Katharina Hönow
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei tredition, 14.06.2016
ISBN 9783734534669
Genre: Romane

Rezension:

„Nadja – der Wächterin Erbe“ ist ein Buch, das neben fantastischen Fantasy-Elementen von einer Tiefgründigkeit durchzogen ist, die selten eine Geschichte vorzuweisen hat. Besonders die Protagonistin, ihre Gefühle und Denkweisen erleben einen wunderbaren Wandel, den ich hautnah erleben durfte. Doch nicht nur diese Tatsache überzeugte mich von dem Buch, auch der Einfluss von deutscher Geschichte und dem Ort der Geschehnisse – nämlich Dresden – hatten Anteil daran. Auch ich dachte anfangs:
Fantasy in Deutschland? Geht das?
ES GEHT!
Ich habe noch nicht viele Fantasy- und Jugendbücher gelesen, die deutsche Städte als Handlungsorte hatten– doch Steffi Krumbiegel traute sich, setzte es um und zauberte dunkle Wesen inmitten von vergessenen Burgen und dunklen Schlössern – die heutzutage noch in Deutschland existieren.

Schon die ersten Seiten kündigten mir an, dass dies keine gewöhnliche Fantasygeschichte wird. Nadja ist ein Charakter, der alles andere als perfekt ist, sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und doch noch unsicher und ein wenig weltfremd bleibt. Gerade durch diese Tatsache wirkt sie als Protagonistin sehr realistisch und glaubwürdig. Die Autorin legte es am Anfang des Buches darauf an, dass wir Nadjas Geschichte, ihre Vergangenheit ungeschönt kennenlernen und dies löste bei mir eine bedrückende, ja mitleidserregende Stimmung aus, was vorerst ungewohnt war. Im Laufe des Buches änderte sich diese – da sich meine Gemütsstimmung mit der positiven Entwicklung von Nadja veränderte. Steffi Krumbiegel zauberte eine tiefgreifende Entwicklung der Protagonistin aufs Papier, die selten in Büchern, besonders in Fantasy-Geschichten, vorkommt.

Nadja wird aus ihrem Leben gerissen und findet sich in einer Welt wieder, in der Dämonen und Geister ihr Unwesen treiben und sie lernt, dass es Wächter und Jäger gibt, die seit Jahrhunderten existieren, um die Wesen in ihre Schranken zu weisen. Doch dieses neue Leben ist nicht nur beängstigend, denn sie findet das, was ihr ihr Leben lang verwehrt wurde.
Dass es nicht nur grausame „normale“ Menschen gibt, wie sie sie in ihrer Kindheit erleben musste, sondern auch kaltblütige magiebegabte Menschen, lernt sie auf brutale und einprägsame Art und Weise kennen.

Ein hervorzuhebender Punkt ist, dass Steffi Krumbiegels Buchreihe in Deutschland spielt. Anfangs war ich skeptisch: Fantasy in Deutschland? Auch noch in Dresden?, doch die Autorin schaffte es, alles gekonnt miteinander zu kombinieren. Verfallene Burgen und atemberaubende Schlösser, die wirklich existieren, sind die Schauplätze für die Geschichte – was für mich von Authentizität spricht. Auch die deutsche Geschichte wird angesprochen – wird mit Fantasy-Elementen verflochten und ergibt eine tolle Mischung.
Fazit

"Nadja - Der Wächterin Erbe" ist ein Roman, der deutsche Geschichte und Fantasy in der heutigen Zeit miteinander vereint. Der Leser begleitet eine interessante junge Frau in eine Welt, in der der Adel, verlassene Burgen und dunkle Wesen im Vordergrund stehen. Heute noch existierende Burgen und Schlösser sind die Handlungsorte in dem Buch und sind verwoben mit fantastischen Elementen, wie magiedurchzogende Rituale und Bannzauber. Dieser erste Teil einer mehrbändigen Fantasybuchreihe ist für jede Altersklasse zu empfehlen, da für jeden Leser etwas dabei ist. Der eine interessiert sich für Adelsgeschlechter, der andere für die deutsche Geschichte, wieder andere bevorzugen die Fantasyelemente oder es ist einfach die Tiefgründigkeit der Protagonistin, die überzeugen kann. Ein Buch, das nur zu empfehlen ist.

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