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(387)

671 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, scheibenwelt, tod, humor, mort

Gevatter Tod

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2004
ISBN 9783492285049
Genre: Fantasy

Rezension:


Der kleine Mort hat zwei linke Knie und ein paar Ellbogen und ist auch noch zu wissbegierig. Wird schwierig, aus ihm irgendwas zu machen. Er sollte in die Lehre gehen, doch Mort weiss selbst nicht, was er werden will. Schreiner scheint ihm ungeeignet, Holz ist ihm zu widerspenstig und die Diebeszunft ist auch keine gute Idee, der Ort ist zu Arm, um sich einen Dieb leisten zu können.
Den ganzen Tag steht der Junge - Mort - da, keiner will ihn haben. Bis um punkt Mitternacht der Tod vorbeikommt und ihn in die Lehre nimmt.

Fortan begleitet er den Tod bei der Ausübung seiner Pflichten. Aber auch der Tod braucht mal frei und übergibt die Pflicht seinem Lehrling und so kommt es, dass er die Prinzessin Kali, in die er sich verliebt hat, am Leben lässt und stattdessen den Attentäter mitnimmt. Das war keine gute Idee, denn das Schicksal ist schon geschrieben und sehr viele Schicksale sind auf den Tod der Prinzessin abgestimmt. Alles gerät aus den Fugen.
*
Auf dieses Buch bin ich schon vor langer Zeit beim Stöbern aufmerksam geworden, bin aber erst jetzt dazu gekommen, es zu lesen. Gleich nach den ersten paar Seiten hab ich gemerkt, ich hab eine Wissenslücke was die Scheibenwelt betrifft. Tatsächlich ist es sein vierter Roman über die Scheibenwelt und am Anfang war ich schon etwas überfordert. 
 
Die Charakere haben mich allesamt überzeugt. Das Buch ist voll von Sarkasmus und wunderbaren Humor und regt auch gleichzeitig zum Nachdenken an. Ab der Mitte wird es etwas träge, da der Tod eine Pause einlegt, damit ich der Humor. Aber zum Glück ist seine Pause dann auch mal zu Ende.
 
Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch und auch nicht mein letztes vom Autor.

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Tags: humor, scheibenwelt, tod;   (3)
 

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(26)

53 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

bibel, religion, gott, familie, selbstversuch

Die Bibel & ich

A. J. Jacobs , Thomas Mohr
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.09.2009
ISBN 9783548609393
Genre: Humor

Rezension:  
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(21)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

sylt, krimi, einbrüche, geheime ermittlung, sylt;

Böse Leute

Dora Heldt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423216777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(6)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

mode, mor, krimi, spannend

Fashion Victim

Corrie Jackson , Anna-Christin Kramer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.07.2017
ISBN 9783492309714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die Journalistin vom London Herald - Sophie Kent - ist an einem Tatort. Schon wieder wurde ein Jugendlicher getötet. Auf der Suche nach Hintergrundinformation kommt sie mit dem Model Natalia ins Gespräch. Diese wird offensichtlich misshandelt und Sophie bietet ihr ihre Hilfe an.
Natalia trifft sich mit ihr, will jedoch keine Namen nennen. Kurz darauf erhält Sophie eine SMS: Rose Hotel. Zimmer 538. Sie ist tot.
Auf eigene Faust sucht Sophie den Mörder von Natalia.
*
Die Autorin schafft es sehr schnell Spannung aufzubauen und bis zum Ende durchzuziehen, es wird nie langweilig und geht rasant in der Geschicht vorwärts. Sophie setzt glaubwürdig ein Puzzlestück nach dem anderen zusammen.

Die Protagonisten konnten mich leider nicht überzeugen. Sophie ist natürlich eine junge, hübsche, intelligente Frau aus reichem Hause, die auf eigenen Beinen steht und in Tausend-Pfund-Anzügen rumläuft. Ich bezweifle stark, dass man als Journalistin wirklich so viel Geld verdient, um sich all das zu leisten, was Sophie hat. Natürlich belastet sie etwas aus der Vergangenheit, das ihre Gegenwart erschwert, in diesem Fall der tote, drogenabhängige Bruder. Dieser Gejammer war dann auch etwas zu viel des Guten. Das macht den Charakter so vorhersehbar und langweilig.

Die anderen Charaktere kommen leider überhaupt nicht zur Geltung. Die Geschichte wird aus Sophies Ich-Perspektive erzählt und sehr viele Menschen kommen in ihrer Erzählung vor, aber kurz. Einen Bezug kann man zu keinem wirklich aufbauen. Nicht mal zu Sophie. 

Man muss sich auch immer wieder daran erinnern, dass Sophie eine Journalistin und keine Ermittlerin ist und stellt sich permanent die Frage, warum ist sie eigentlich nicht zur Polizei ist, schliesslich ist sie als Ermittlerin ja offenbar besser. Auch der Einblick hinter die Kullissen der Modeinsdustrie wurde hier nicht geliefert. Es ist eher Boulevardwissen.

Was den Spannungseffekt dieses Buchs betrifft, ist es ein guter Krimi. Die Zeichnung der Charaktere könnte definitiv besser sein.

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Tags: krimi   (1)
 

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(27)

40 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

meditation, hier und jetzt, spirituelles training, lebenshilfe, spiritualität

Jetzt! Die Kraft der Gegenwart

Eckhart Tolle
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, 15.03.2010
ISBN 9783899013016
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nachdem ich von diesem Autor schon sehr oft gehört habe, wollte ich nun selbst herauszufinden, ob er denn wirklich so Tolle ist.

 Und Ja. Ich wurde positiv überrascht.

Es geht, wie der Titel schon sagt um das Hier und Jetzt. Ziemlich einfach könnte man meinen und doch ist es extrem schwierig.

Anfangs hatte ich Mühe, Einiges was er schreibt, auch anzunehmen und ich bin am Ende auch nicht mit allem ganz einverstanden, aber es ist auf jeden Fall ein Buch, das mich sehr zum Nachdenken und mich selbst Überdenken animiert hat.

Sehr gutes Buch und wirklich zu empfehlen.

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(3)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

How to Murder Your Life

Cat Marnell , Jürgen Bürger , Kathrin Bielfeldt
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.04.2017
ISBN 9783499632662
Genre: Biografien

Rezension:


Ich bin auf dieses Buch auf meinem Reader gestossen. Keine Ahnung, wann und weshalb ich mir das heruntergeladen habe. Wollte nur kurz sehen, um was es geht und bin hängengeblieben.

Cat Marnell hat es geschafft, mit 26 ist sie Beauty-Redakteurin und schreibt für bekannte Hochglanz-Fashionmagazine. Tagsüber ist sie ein fester Bestandteil dieser Glamour-Welt, nachts säuft sie, nimmt jede Menge Drogen und Medikamente, vögelt sich durch alle Betten, hat Bulimie und Panik vor Mäusen.

Liest man die Geschichte der kleinen Cat, kann sie einem einfach nur leidtun. Ihre Mutter ist Psychotherapeutin, der Vater Psychiater, beide gestresst und lieblos, die Erziehung überlassen sie Nannys. Die Typische Reiche-Kids-Kindheit in den USA. Damit die Tochter in der Schule mitkommt, wird sie ordentlich mit Ritalin versorgt. Das ist das heutige Pausenbrot.
 
Sie lächzst nach Aufmerksamkeit und die kriegt sie als Drogendealerin der Schule. Eltern mit Rezeptblöcken sei Dank, ist für Nachschub immer gesorgt. Sie ist bekannt und gefragt, aber Freunde hat sie überhaupt keine.

Sie zieht nach New York und nachts durch die Clubs. Als junge, blonde, willige Frau kommt sie überall rein. Tagsüber arbeitet sie zunächst als Praktikantin, dann als Assistentin und später wird sie sogar selber Beauty Redakteurin. Trotz des aufregenden Lebens hat sie keine Freunde, absolut niemanden also nimmt sie Drogen, um die Einsamkeit zu überdecken.


Ritalin allein reicht schon lange nicht mehr, Adderall und unzählige Medikamente, die sie am Tag wach halten und nachts zum Einschlafen bringen, schluckt sie wie M&Ms. Andere Drogen als Beilage. Sie verhütet nie, Schwangerschaften enden mit Abbruch. Essstörung, endlose Partys, zahlreiche Affären, an die sie sich nicht mal mehr erinnert und Drogenexzesse prägen ihr Leben.


Ihre Geschichte hat sehr traurige Seiten, wenn sie zum Beispiel schreibt, wie sie am Boden zerstört, kraftlos und weinend ihre Eltern anruft und um Hilfe bittet, weil sie von Aderral abhängig ist und der Vater sie anschreit "Davon wird niemand abhängig" und die Mutter meint "Dann nimm halt wieder Ritalin"

Schockierend, wie einfach es ist, an Medikamente zu kommen. Sie hatte fünf Psychiater, zu denen sie nur ging, um sich Medikamente verschreiben zu lassen, Krankenversichert ist sie ja als reiches Mädchen. Man kann einfach hingehen und seine Wünsche durchgeben, Valium, Vicodin, Adderall, Ritalin, Xanax. Ihre Liste ist endlos. 

Nach der Hälfte hab ich mehr oder weniger quergelesen. Ich als Leser fand es langweilig zu wissen, wie sie jeden Tag anzieht und sich ins Gesicht schmiert und auch, welche Strasse sie nun schon wieder gelaufen ist, wo sie ihr Essen schon wieder gekauft hat, nur um es danach auszukotzen. Hinzu wiederholt sie ständig, welche Drogen sie alles wieder konsumiert hat.
 
Sie zelebriert ihren Drogenkonsum regelrecht. Sie ist begeistert von dieser Glamour-Welt, alle sind supertoll, Anna Wintour eine Göttin, vor der man auf die Knie fällt. Vieles hat sie angeschnitten, aber dann nicht weitererzählt. Sie will es sich mit der Society offenbar nicht verscherzen, alle sind einfach supertoll.
 
Am Ende haben sich aber doch alle lieb, ihre Mutter und ihr Vater sind am Ende plötzlich doch die besten Eltern, die es gibt und einfach supertoll.
 
Sie lächzt nach Aufmerksamkeit, nach Bewunderung und dieses Buch ist nichts anderes als einen langweiliger Aufschrei eines Partygirls, dass Angst hat, vergessen zu werden.

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(748)

1.410 Bibliotheken, 37 Leser, 8 Gruppen, 66 Rezensionen

new york, 9/11, suche, tod, trauer

Extrem laut und unglaublich nah

Jonathan Safran Foer , Henning Ahrens
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.05.2007
ISBN 9783596169221
Genre: Romane

Rezension:  
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348 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

freundschaft, roman, gail honeyman, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nele neuhaus, erpressung, buch, krimi, taunus

Eine unbeliebte Frau

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.11.2015
ISBN 9783548287416
Genre: Krimi und Thriller

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203 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

thriller, serienkiller, spannung, berlin, psychopath

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

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286 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

thriller, dänemark, kopenhagen, sonderdezernat q, krimi

Selfies

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281072
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(27)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

england, thriller, angst, entführung, social media

Toter Himmel

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2016
ISBN 9783426517475
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein ganz normaler Sonntagnachmittag, Rachel ist mit ihrem 8-jährigen und dem Hund, wie schon oft, im Wald unterwegs. Der kleine Ben will zur Schaukel vorausspringen, sie lässt ihn, das macht ihn sicher stolz, selbständiger zu sein.

Als sie bei der Lichtung ankommt, sieht sie nur die Schaukel wippen, von Ben und Hund keine Spur. Zunächst denkt sie, er versteckt sich und will sie erschrecken, doch dann realisiert sie, er ist weg.
*

Die Geschichte hat mich gleich von Anfang an gepackt. Eine ganz normale, vertraute, alltägliche Situation verändert von einer Minute auf die andere das ganze Leben. Als Mutter will man den eigenen Sprössling, auch wenn er zwei Köpfe grösser ist, an die Hand nehmen und nicht mehr loslassen.

Als wäre Bens Verschwinden nicht schon schlimm genug, ist die Presse nur auf Sensation aus und jeder Looser kann via Social Media seinen Frust über das eigene Versagen an anderen auslassen. Rachel hat nicht nur ihren Sohn verloren sondern wird als Rabenmutter an den Pranger gestellt.
 

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Rachels Sicht und des Ermittels Jim. Mit Ausschnitten aus Blogbeiträgen, Kommentaren, Zeitungsartikeln und der Einschätzung von Jims Psychiaterin. 

Die Autorin hat Rachels Geschichte grossartig erzählt. Es ist sehr emotional ohne langweilig oder kitschig zu werden.
Die Auszüge der öffentlichen Meinung fand ich auch gut, es ist leider die heutige Realität und zeigt, wie krank die Gesellschaft geworden ist.

Den Ermittlerteil fand ich leider nicht gelungen. Nach der Hälfte des Buches hab ich mich gefragt, wann denn dieser Ermittler mal anfangen will, ordentlich zu ermitteln oder hat er vergessen, dass da ein Junge verschwunden ist.
Natürlich ist die ganze Bristoler Polizei auf der Suche nach Ben, nur in Jims Erzählung geht es hauptsächlich um ihn und seine persönlichen Probleme, der Fall ist eher ein Lückenfüller.
 
Erst gegen Ende wird es spannend und dann ist der Fall auch schon gelöst.
 
Nach der letzten Seite sind sehr viele Fragen offen, auch die, weshalb denn genau Jim ein Problem im Bezug auf diesen Fall hat und in Therapie ist? Jims Seite hat die Autorin leider ungenügend umgesetzt.

Es ist ein sehr guter Roman, Rachels Geschichte ist sehr mitreissend und nachvollziehbar und dafür würde ich ihr fünf Sterne geben. Aber es ist kein Thriller. Dieses Genre beherrscht die Autorin meiner Meinung nach leider nicht.

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Tags: bristol, entführung, roman, social media, thriller;   (5)
 

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(96)

157 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

thriller, schweden, texas, kristina ohlsson, schwesterherz

Schwesterherz

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Limes, 10.04.2017
ISBN 9783809026631
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Tages taucht Bobby in Martin Banners Anwaltskanzlei auf und bittet ihn, nachzuweisen, dass seine Schwester Sara Texas, eine geständige Serienkillerin, die Morde gar nicht begangen hat. Die hat sich allerdings vor der Gerichtsverhandlung umgebracht und ihre Schuld ist eindeutig bewiesen.

Aus Langeweile wohl, Martin hat nur einen Mandanten, und auch aus Neugier, sieht er sich den Fall etwas genauer an und merkt, dass an der ganzen Sache was faul ist und geht dem nach. Bis er selber plötzlich als Doppelmörder verdächtigt wird. Nun muss er die Wahrheit aufdecken, um sich selbst zu retten.
*
Die Geschichte wird aus Martins Ich-Perspektive erzählt. Ich bin immer noch der Meinung, das ist für die meisten Geschichten nur schädlich, weil die anderen Protagonisten und so viele Informationen verloren gehen. Die Beziehung zu Lucy und Belle wurde mir zu oft wiederholt, aber ansonsten liest es sich flüssig.

Martin Banner ist reich, oberflächlich, eingebildet, dauergeil und egoistisch. Das fand ich erfrischend, mal kein aalglatter weisser Ritter sondern einfach ein Mensch, wie es wohl etliche solche auf der Erde hat. Und seine Eroberungen hat er ja auch zu nichts gezwungen. Er ist und bleibt so, weil er es kann.

Eine Sache hat mich extrem gestört. Nach und nach wird Martin beschrieben, ein Detail hier, eins da. Ich habe mir mein Bild von ihm im Kopf erstellt und dann: Afroamerikaner. Ich kriegte es das ganze Buch hindurch, nicht mehr hin, mein erstes Bild zu ändern. Immer wieder musste ich meinen Kopfkinofilm anhalten, Moment, noch mal zurück, Martins aussehen korrigieren. Das ist extrem störend. Es ist ein Schwedenkrimi, wenn der Protagonist schwarz ist, sollte man das sehr früh in die Geschichte einbauen, bevor man einen weissen Mann gezeichnet hat und dann seine Hautfarbe ändert. Meinem Kopfkino hat das einfach immer wieder einen mächtigen Abbruch getan. 

Lucy. Obwohl sie fast durch die ganze Geschichte dabei ist, bleibt sie extrem blass und langweilig. Für die Geschichte ist sie nicht von Bedeutung ausser dass man sich denkt, Mädel leg dir ein Rückgrad zu. Von selbständiger, starker Frau, die Martin da beschreibt, hab ich nichts mitbekommen. Eher ein Anhängsel, dass einfach alles mitmacht und darauf wartet, dass er sich endlich für sie entscheidet und Kinder mit ihr will. 

Der Fall ist seit langem einer, der mich wirklich gepackt hat. Ich hab das Buch in einem Wisch gelesen, konnte es gar nicht mehr aus den Händen legen. Die Autorin hat es wunderbar geschafft, Spannung aufzubauen und bis zum Schluss zu halten. Leider ist das Ende überhaupt kein Ende sondern eher einfach eine kurze Verschnaufpause. Im nächsten Buch geht es dann weiter.

Trotz einiger Kritikpunkte, ist es ein spannender Krimi und ein Lesevergnügen.

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Tags: krimi;, schweden;, serienkiller;   (3)
 

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(266)

397 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

bretagne, krimi, frankreich, pont aven, hotel

Bretonische Verhältnisse

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.08.2013
ISBN 9783442479276
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich hatte wohl zu hohe Erwartungen an das Buch. Einerseits durch den Klapptext und andererseits durch die vielen Bewertungen und weil es eine Zeitlang wirklich omnipräsent war.

Der Schreibstil ist flüssig, aber es kamen wir zu viele Namen/Ort darin vor. Ich hab es bis zum Schluss nicht hingekriegt, alles einzuordnen.
Die Kriminalgeschichte ist gut durchdacht, allerdings wird die Spannung jedesmal unterbrochen. Die französische Küche, die Umgebung und alles ist sicher interessant, aber wenn man sich in einem Krimi permanent damit auseinandersetzen muss, nervt es mit der Zeit. Ausserdem hab ich keine Ahnung, wie Dupin aussieht. Auch sonst erfährt man relativ wenig von ihm, was es schwer macht, einen Bezug aufzubauen.
 
Es lenkt auch ab, wenn der Klapptext "Sturm" verspricht, der einfach nie eintreffen will und dann am Ende kommt ein "laues Lüftchen".

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Tags:  
 

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(18)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

irland, finanzkrise, roman, sinnlosigkeit, krise

Die Gesichter der Wahrheit

Donal Ryan , Anna-Nina Kroll
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.09.2016
ISBN 9783257069631
Genre: Romane

Rezension:


Finanzkrise 2008, der Bauunternehmer Pokey Burke geht pleite und macht sich aus dem Staub. Seine Angestellten und ihre Familien  stehen nun da, kein Geld, keine Sicherheiten, unfertige Häuser und Angst vor der Zukunft.
21 Menschen erzählen authentisch aus der Ich-Perspektive von ihrem Alltag, von ihren Gedanken, Gefühlen und Ängsten.  Jedes Kapitel ist ein Erzähler


Die Geschichte fängt spannend an. Ich konnte sehr gut die Wut, den Ärger, die Machtlosigkeit, Scham und all die Gedanken und Gefühle, die in den Protagonisten vorgingen, nachvollziehen. Es ist auch sehr interessant, wie die gleichen Situationen von unterschiedlichen Menschen wahrgenommen werden.
Das Buch liest sich flüssig, guter Sprachstil, aber leider entfernt es sich mit jedem Kapitel immer weiter vom eigentlichen Thema und verliert sich dann in einem Mord und einer Kindsentführung. Bis es abrupt endet und mich ratlos zurücklässt.
Gibt's jetzt eine Fortsetzung oder was? Irritiert hab ich das Buch aus den Händen gelegt.
 

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Tags: finanzkrise, irland   (2)
 

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(28)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

england, erotik, historischer roman, 19. jahrhundert, liebe

Die dritte Sünde

Eva-Ruth Landys
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 28.09.2012
ISBN 9783937357706
Genre: Romane

Rezension:


Die kleine Cathy wird von der reichen und verwöhnten Isobel de Burgh zur Freundin erkoren und von nun an bestimmt diese über ihr Leben. Von ihrem Vater verstossen und von Isobel erpresst, bleibt Cathy nichts anderes übrig als sich ihren Wünschen zu beugen.

Die Krönung der jungen Victoria steht bevor. Isobel, die Tochter des Herrn von Whitefell, soll daran teilnehmen. Vor allem, um sich in London einen geeigneten, möglichst adeligen und reichen Gatten zu angeln. Doch dann kommt alles ganz anders. Mr Havisham, der reiche Geschäftsfreund ihres plötzlich verarmten Vaters, bekundet deutliches Interesse an ihr. Isobel ist verärgert und enttäuscht. Weiß Lady Craven, die weltgewandte und leichtlebige Freundin ihrer verstorbenen Mutter, vielleicht Rat? Und was hat Havisham mit dem überraschenden Tod David de Burghs, des rechtmäßigen Erben Whitefells, zu tun?
Währenddessen ist Cathy erleichtert, endlich von ihrer ungeliebten Herrin befreit zu sein. Doch die kleine Freude währt nicht lang. Isobel kehrt zurück als Verlobte Havishams und erzwingt Cathys Dienste erneut. Cathy wird Isobels Zofe und muss ihre intime Eskapaden decken. Es gibt da nämlich den ausgesprochen verführerischen jungen Stallmeister Aaron Stutter auf Whitefell, der nicht nur Isobels erotische Fantasien beflügelt. Doch Aaron hat ein schreckliches Geheimnis  und er liebt die scheue Cathy.
 

Dieses Buch hab ich jetzt schon eine ganze Weile und als ich noch mal gelesen hab, worum es geht, hab ich nicht mehr erwartet als ein Buch weniger auf dem SUB. Aber ich wurde positiv überrascht. Die Erzählweise der Autorin zieht einem sofort in die Geschichte. Das kleine Mädchen Cathy hat sich sofort in mein Herz geschlichen und durch Isobel ist auch der Gegenpart gut gezeichnet. Es liest sich leicht und ohne viel Umschreibung, ich war in der Zeit gefangen.

Ab der Hälfte ist der Fokus dann auf Isobel gerichtet, sie trägt das Interesse, bwz. man kann es kaum erwarten, dass sie endlich auf die Schnauze fällt. Quasi den Leser-Orgasmus erleben. Leider verlor ich mit der Zeit die Sympathie für Cathy und Aaron. Es war mir zu viel Unterwürfigkeit, man kann es ja auch übertreiben. Sie haben nur noch genervt. Deswegen zweifle ich, dass ich noch weitere Teile lesen werde.

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

eve dallas, new york, krimi, zukunft, liebe

Rendezvous mit einem Mörder

J. D. Robb
E-Buch Text: 383 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 31.10.2012
ISBN 9783641097066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eve erhält den Auftrag, beim Mord an der Prostituierten Shannon DeBlass streng vertraulich zu ermitteln. Immerhin handelt es sich bei der Dame um die Enkeltochter von Senator DeBlass. Schnell hat die bodenständige und ehrgeizige Polizistin, die privat gar etwas unscheinbar und einsam ist, auch einen Verdächtigen im Visier. Christian Grey..oops nein sorry...Roarke...nur Roarke. Der ist so reich und fantastisch, der braucht keinen Vor- UND Nachnamen. 

Shannon hatte, gemäss Agendaeintrag, am Abend ein Date mit diesem Adonis. Das und der Umstand, dass der Mörder die Waffe gereinigt am Tatort gelassen hat und Roarke, neben Tausenden anderen, als Sammler registriert ist, macht ihn zum Hauptverdächtigen, Da muss sie natürlich diesem ultrareichen, megahammeraussehnden Milliarder mal auf die Pelle rücken, ihm ein bisschen näher kommen, bisschen den Puls höher schlagen lassen, um am Ende in der Kiste zu landen.
 
Eine zweite Prostituierte wird ermordet, ganz sicher der gleiche Täter. Roarke ist wieder der einzige Verdächtige, ihm gehört das Gebäude, aber es wird ja ständig wiederholt, dass ihm die halbe Welt gehört, ist er jetzt für jeden Mord in seinen Appartements der Mörder? Zudem benutzt der Mörder eine teure Kamera, die ist der absolute Verkaufsschlager, sicher tausende im Umlauf, Roarke kann sich sicher so eine leisten, immerhin gehört ihm die Firma, natürlich werden dadurch die Beweise noch erdrückender. Er muss der Mörder sein, die Beweise sind zu erdrückend! Echt jetzt?

Ich hätte mir gewünscht, sie hätte am Anfang irgendwo erwähnt, dass die Handlung in der Zukunft spielt, das hätte bei mir für viel weniger Verwirrung am Anfang gesorgt. Erst später als man sich schon selber denkt, das ist nicht in der Gegenwart oder naher Zukunft, erfährt man, dass wir uns im Jahr 2058 befinden. Die Autos können fliegen, alles ist automatisch, es gibt aber kaum noch echten Kaffee oder unbezahlbar. Kann sich nur noch die Crème de la Crème leisten, aber was trinken dann die Normalsterblichen, wenn sie Kaffee sagen? Auch echtes Fleisch ist ein sehr rares gut, allgemein alles "normale" Essen, dass wir heute kennen, aber wovon oder was ernähren sie sich? Keine gesundheitlichen Schäden? Die Menschen sind vorsichtig seit den Terroranschlägen? Welchen? Von wem? Weswegen?
So geht es in der Zukunft, alles wird angeschnitten, ein Satz hingeworfen und nicht weiter darauf eingegangen.

Mich hätte es doch sehr interessiert zu erfahren, wie Eves Laptop Quittungen aus Papier rausspuckt. Das Zukunftskonzept in diesem Buch wurde sehr schlecht umgesetzt. 

Da wenige Personen in diesem Krimi vorkommen und man als Leser weiss, dass Eve Roarke nur jagt, um mit ihm in die Kiste zu springen und sie mal jede Stellung ausprobieren können und der ultrareiche, hammerschöne Beau sich unsterblich in sie verliebt, weiss man auch, wer der Täter ist. Denn wirklich ermittelt wird da nicht viel.

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(52)

114 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

gretchen lowell, mord, serienmörderin, archie sheridan, portland

Sterbensschön

Chelsea Cain , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.05.2013
ISBN 9783442381517
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Mann wird gehäutet an einem Baum gefesselt gefunden. Das zweite Opfer ist eine verbrannte Frau. An beiden Tatorten finden die Ermittler Archie und Henry eine weisse Lilie. Sonst hat der Täter keine Spuren hinterlassen.

Sowohl Susan, die immer auf der Suche nach einer guten Stroy ist, wie auch Archie bekommen Anrufe von Gretchens Psychiater, die Serienkillerin weiss angeblich, wer der Mörder ist und erzählt von ihrem ersten Mord.

Das war mein erster Thriller aus dieser Reihe und wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat, dann ist es etwas schwierig reinzukommen. Die Charaktere haben mir gut gefallen, aber offenbar sind alle durch vergangene Erlebnisse geprägt, die Vergangenheit ist immer wieder Thema in der Geschichte und daher langatmig. Die Vorgänger zu lesen, macht aber jetzt auch keinen Sinn, da ich deren Ausgang kenne.  

Der aktuelle Thriller beinhaltet leider wenig Thrill. Die Morde sind zwar unglaublich brutal beschrieben, aber die ganze Geschichte ist leider langweilig zu lesen. Das liegt daran, dass es vorallem um das geprägte Gefühlsleben der Charaktere geht und dies auch viel beschrieben wird. Diese dauernden Ausführungen mitten im Geschehen, stören den Lesefluss heftig. Ich war doch sehr gelangweilt während des Lesens und hatte keine Schwierigkeiten es einfach auf die Seite zu legen, was anderes machen und irgendwann mal weiterzulesen.

Das Ende hat mir nicht gefallen. Eigentlich die ganze Auflösung nicht. Fliessband-Thriller würde ich mal sagen. Klar es gibt eine Fortsetzung, die ich aber nicht lesen werde.Ich hab zwar nur diesen einen Teil gelesen, aber schon hier scheint mir, hat das Archie-Gretchen-Konstrukt längst den Zenit überschritten. 

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Tags: thriller;   (1)
 

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111 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 11 Rezensionen

wissen, humor, anekdoten, unterhaltung, britannica

Britannica & ich

A. J. Jacobs ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.01.2008
ISBN 9783548607757
Genre: Romane

Rezension:

A.J. macht sich langsam Sorgen, um seinen Abstieg in die Verblödung, schliesslich arbeitet er bei Entertainment Weekly und beschäftigt sich ausschliesslich mit der Popkultur, toupierten Stars und umoperierten Sternchen. Ausserdem hegt er seit jeher den Wunsch, der klügste Mensch der Welt zu werden und nebenbei will er seinen Vater übertrumpfen. Also beschliesst er, die Encyklopaedia Britannica, den Everest unter den Nachschlagewerken, zu lesen. Von A-ak bis Zywiec. Sind ja nur gerade mal 32 Bücher, 33'000 Seiten, 44 Millionen Wörter.

Wort für Wort folgt man A.J. auf seinem Weg von A bis Z, gespickt mit skurrilen Informationen oder Anekdoten aus seinem Leben. Er will unbedingt in den Mensa-Club (für Intelligenzbestien), bei Jeopardy oder "Who Wants to Be a Millionaire" mitmachen und er und Julie versuchen ein Kind zu kriegen. Sein Umfeld belächelt zuerst sein Vorhaben, ist aber bald mal von seiner Klugscheisserei genervt. Seiner Frau Julie muss er jedesmal einen Dollar abdrücken, wenn er sie wieder mit unnötigem Wissen behelligt.

Mir hat es sehr viel Spass gemacht, dieses Buch zu lesen. Es ist herrlich witzig, selbstironisch und sympathisch geschrieben. Hab oft lauthals gelacht und dazu immerhin noch was gelernt. Also auf jeden Fall zu empfehlen.

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england, historischer roman, ritter, mittelalter, richard löwenherz

Der Ritter der Königin

Elizabeth Chadwick , Monika Koch
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 13.05.2008
ISBN 9783442369034
Genre: Historische Romane

Rezension:

England 12. Jahrhundert.
William Marshal wurde zum Ritter geschlagen. Da es aber für ihn im Gefolge von de Tancarwille keinen Platz hat, nimmt er zunächst erfolgreich an Turnieren teil und macht sich damit einen Namen. Er schliesst sich seinem Onkel Earl Patrick of Salesbury an, mit dem er für die Sicherheit von König Heinrich II und Königin Eleonore verantwortlich ist. William rettet Eleonore bei einem Angriff das Leben, dafür vertraut sie ihm Heinrich den Jüngeren an. Fortan ist er an Heinrichs Seite als sein Ausbilder und später schlägt er ihn sogar zum Ritter. Heinrich wird zum König gekrönt, obwohl sein Vater noch lebt, aber er hat keine Macht und lebt von dem was ihm sein Vater gibt.

Offenbar kämpft der Sohn gegen den Vater, aber das erfahre ich als Leser nur so am Rande und oberflächlich, so wie alles andere, was die historischen Ereignisse angeht.

Von Kapitel zu Kapitel springt man rasant durch die Zeit und erfährt was in der Zwischenzeit geschehen ist und zwar sehr knapp und oberflächlich. Nicht dass ich lange Ausschweifungen mag, aber das war doch sehr dürftig. Ich konnte einfach nie in der Geschichte dabei sein, mitfiebern, die Spannung fehlte gänzlich. William Marshal ist einfach perfekt, der absolute Held, dem aber auch alles mit links gelingt. Er ist so perfekt, dass er dadurch einfach nur noch langweilig wirkt. Ein paar Ecken und Kanten hätten sicher nicht geschadet.

Ist man direkt in der Geschichte drin, dann geht es um belangloses Geplänkel, oberflächliche Gespräche. Turniere und Alltagsdinge werden dann sehr detailliert beschrieben und schon springen wir wieder zum nächsten Kapitel, ein paar Monate oder Jahre später und wieder wird mal kurz erzählt, was in den Monaten oder Jahren dazwischen geschehen ist.
Natürlich hat Williams Aufstieg auch Neider auf den Plan gerufen, aber davon liest man einfach nur jeweils einen kurzen Satz oder hin und wieder ein bisschen Gezicke, aber Mitleiden ist nicht.


Nach der Hälfte des Buches war ich der Turniere wirklich müde und gelangweilt. Die Dialoge sind banal, zum Teil peinlich. Ich wollte es abbrechen, aber dachte, da kommt sicher noch etwas und habe es bis zum Ende durchgezogen. Aber nein, da kommt nichts. Wenn man mehr über William Marshal und die Plantagenets erfahren will, sollte man sich doch besser an Wikipedia wenden.


Den Titel ist irreführend. Tatsächlich haben Eleonore und William Marshal im Buch sehr wenig miteinander zu tun, er ist ja auch nicht ihr Ritter sondern der ihrer Söhne.

Chadwick hat sicher einen guten Eindruck vom damaligen Leben vermittelt, was die historischen Fakten angeht, kann ich nichts bemängeln, aber es ist schlichtweg langweilig zu lesen. Im Nachwort steht, sie hätte sich bemüht, die Geschichte zu straffen und nur auf die wichtigsten Ereignisse einzugehen. Sehr schade, dass sie die wichtigen Vorkommnisse doch enorm gestrafft hat dafür jedes Turnier, jeden kaputten Helm, jedes Wamsflicken, jede Mahlzeit, jedes Kleidungsstück und jeden Misthaufen sehr detailliert beschrieben hat. Sogar wenn endlich ein bisschen Spannung entsteht, zerstört sie den Lesefluss mit Ausschweifungen über Essen oder Kleider.

Ihre historischen Kenntnisse sind gut, aber daraus hat sie leider nichts Lesenswertes gemacht

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schwestern, krimi, mord, testament, landkrimi

Blaubeermorde

Mareike Marlow
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426516997
Genre: Krimi und Thriller

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krimi, schottland, highlands, historischer krimi, serie

Das Geheimnis von Benwick Castle

Rob Reef
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 25.05.2016
ISBN 9783940258601
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Schottland 1937: Adrian Benwick wendet sich an den Krimiautor und Hobbydetektiv Blake alias John Stableford und bittet ihn um Hilfe. Sein Bruder, Sir Alasdair Benwick, ist verschwunden. Er wollte seine Anwälte in Glasgow aufsuchen, doch auf dem Weg dorthin ist er verschwunden. Da die Polizei keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen findet, nimmt sie keine Ermittlungen auf.

John, der auf der Suche nach einer neuen Idee für ein weiteres Buch ist, nimmt die Einladung an.  Gemeinsam mit seiner frischgebackenen Ehefrau Harriet, seinem Freund Dr. Holmes und dessen neuester Eroberung Lady Penelope, macht er sich auf den Weg in die schottischen Highlands.

Der Ort Brigadun ist sehr abgeschieden und die Anzahl der Bewohner überschaubar. John ist sich bald sicher, Sir Alaistair ist ganz sicher tot und einer der 11 Bewohner hat ihn getötet. Aber wer?

Ich hab es in einem Wisch gelesen. Ein klassischer, britischer Krimi. Mit wenigen Worten zeichnet Reef die Charaktere wunderbar und schafft es den Leser in die Geschichte reinzuziehen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss. Auch wenn ich auf die Details geachtet, mit-ermittelt habe, bin ich nicht drauf gekommen, aber es war alles logisch. Ein sehr gelungener Krimi. Hat Spass gemacht, es zu lesen.

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Tags: krimi, schottland   (2)
 

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freundschaft, reise, england, geheimnis, liebe

Die Reise der Amy Snow

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783471351369
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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myron bolitar, thriller, usa, detektiv, krimi

Ein verhängnisvolles Versprechen - Myron Bolitar ermittelt

Harlan Coben , Gunnar Kwisinski [Übers.]
Flexibler Einband: 443 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.02.2007
ISBN 9783442463442
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Inhalt
 
Myron Bolitar, ehemaliger Spitzensportler und Detektiv wider Willen, erinnert sich nur allzu gut an seine eigene Jugend und weiß, dass Heranwachsende manchmal lieber eine Dummheit begehen, als sich an die eigenen Eltern zu wenden. Daher zögert er nicht, als die Tochter einer Bekannten ihn mitten in der Nacht anruft und bittet, sie zu einer Freundin zu fahren. Doch am nächsten Tag ist Aimee verschwunden – und Bolitar begibt sich auf eine Suche, bei der bald nicht nur Aimees, sondern auch sein Leben auf dem Spiel steht

Meinung

Myron fleht Aimee an, nicht mit betrunkenen Fahrern ins Auto zu steigen, stattdessen lieber ihn anzurufen. Was sie dann auch tut und er holt sie betrunken ab. Aha. Ja logisch.
 
Dieser "Thriller" wird und wird einfach nicht spannend. Er ist sehr langatmig. Die Dialoge sind so abgedroschen und oberflächlich, dagegen ist jede Seifenoper Shakespeare.

Die Charaktere sind lächerlich, aber Hauptsache sehen alle gut aus und sind Superhelden. Die Handlung an den Haaren herbeigezogen, das in die länge gezogene Ende peinlich.

Also Nein, definitiv nicht zu empfehlen.

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krimi, nele neuhaus, organspende, taunus, pia kirchhoff

Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Inhalt
 
Eine ältere, allseits beliebte Dame wird auf ihrem Spaziergang aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf ereignet sich ein ähnlicher Mord und das kurz vor Weihnachten. Eine Frau wird durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen. Beide Opfer hatten keine Feinde. Warum mussten ausgerechnet sie sterben?
Der Druck auf die Ermittler wächst schnell, die Bevölkerung ist in Panik. Pia Kirchhoff und ihr Chef Oliver von Bodenstein fahnden nach einem Täter, der scheinbar wahllos mordet – und kommen einer menschlichen Tragödie auf die Spur.

Meinung

Pia lässt ihre Flitterwochen für einen Fall sausen. Bei aller Liebe zum Job, das erscheint mir doch etwas unglaubwürdig und überzogen. Nichtsdestotrotz beginnt es spannend, es darf mitgerätselt werden.

Wieder muss man sich erst die vielen Personen einprägen. Diesmal ist es mir aber bis zum Ende nicht gelungen, die alle einzuordnen. Teilweise musste ich recht lang überlegen, wer dieser oder jener ist. Pias Schwester ist nun auch mit von der Partie, wozu eigentlich genau? Hinzu kommt der überzeichnete Neff. Er ist der Störefried in der Geschichte, leider überspitzt dargestellt und oberflächlich. Auch das Thema Organspende und die Probleme dabei, ist ein spannendes und auch immer wieder aktuelles Thema, ist mir hier zu oberflächlich behandelt.
 
Was mir gar nicht gefallen hat, ist die Ermittlungsarbeit. Hier geht es um Erfahrene Ermittler, aber das Team wirkt in diesen Fall ziemlich inkompetent. Durch das schwache Ermittlungsteam wird die Geschichte künstlich in die Länge gezogen, viele Wiederholungen, es geht nicht vorwärts und das schadet sowohl der Spannung wie auch der Glaubwürdigkeit. Ich war mir lange nicht ganz sicher, wer denn nun tatsächlich der Richter ist, aber aufgrund der schlechten Ermittlungen und der entstandenen Länge, war es mir die letzten 100 Seiten auch irgendwie egal.
 
Ein Krimi für Zwischendurch, aber an Schneewittchen reicht er nicht heran und schadet der Reihe.

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