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201 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

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Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Heather Demetrios , Gabriele Burkhardt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423717472
Genre: Jugendbuch

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219 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Frag nicht nach Sonnenschein

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442485505
Genre: Liebesromane

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238 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

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Die Schlange von Essex

Sarah Perry , Eva Bonné
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 29.09.2017
ISBN 9783847900306
Genre: Romane

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195 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Kleine Stadt der großen Träume

Fredrik Backman , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 26.10.2017
ISBN 9783810530431
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Jacob, Jacob

Valérie Zenatti , Patricia Klobusiczky
Fester Einband: 196 Seiten
Erschienen bei Schöffling, 08.08.2017
ISBN 9783895614620
Genre: Historische Romane

Rezension:


Jacob Melki ist 19 Jahre alt und stammt aus einer armen jüdischen Handwerksfamilie im algerischen Constantine. Aufgrund seiner Herkunft muss er irgendwann die französische Schule verlassen, er ist schließlich Jude und auch kein echter Franzose. Doch als er 1944 in die Armee einberufen wird, ist er scheinbar Französisch genug um gegen Deutschland in den Krieg ziehen zu können…

Valérie Zenatti erzählt eindrucksvoll aus der Sicht der Kolonialisierten von einem Teil der französischen Geschichte, der nur ungern angesprochen wird. Die Charaktere sind greifbar und auch der Schreibstil macht dieses Buch zu einem tollen Fang. Besonders Jacob wöscht einem als Herz, ist er schließlich eher Träumer als Kämpfer. Bewegend lässt Zenatti den Leser sowohl an der Gedankenwelt und den Erlebnissen Jacobs an der Front, als auch an denen seiner zurückgebliebenen Familie teilhaben, die ihre ganz eigenen Kämpfe zu durchleben hat.

Wie ergeht es Jacob an der Front und was machen seine Erlebnisse mit seiner Identität und Zugehörigkeit? Welche Hoffnungen und Ängste durchleben er und seine Familie?

Ein berührender Roman, der nicht nur geschichtlich hochinteressant ist, sondern zugleich eine bewegende Familiengeschichte beleuchtet. Ein Buch, welches nachhallt und gern noch länger sein könnte. Toll. 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Brennender Durst

Lizzie Wilcock , Friederike Levin
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2017
ISBN 9783407823007
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Karanda befindet sich auf dem Weg zu einer neuen Pflegefamilie. Familie Nummer 6 um ehrlich zu sein. Das das keinen Spaß macht, ist klar. Doch dann wird alles anders – sie hat einen Autounfall, der Fahrer kommt ums Leben. Nur sie und der kleine Junge, der ebenfalls zu einer neuen Familie kommen sollte, überleben. Aber es kommt noch schlimmer, denn der Unfall ereignete sich mitten im Nirgendwo, in einer Wüste. Was zunächst wie die Gelegenheit für Karanda wirkt, um unterzutauchen, wird schnell zu einem Kampf ums Überleben. Und eine Reise zu sich selbst.

Brennender Durst ist ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene ein nettes Leseerlebnis. Die Schrift ist zwar entsprechend groß und man hat das Buch schnell gelesen, aber es zeugt dennoch von großen Gefühlen und erzählt die Geschichte einer beginnenden Freundschaft. Nochmal lesen würde ich es zwar nicht, aber ich hatte dennoch ein paar nette Lesestunden. Besonders jungen Lesern würde ich das Buch trotzdem empfehlen. Vielleicht verschenke ich mein Exemplar ja weiter. 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

amüsan, asche, beerdigung, bestattung, dänemark, finn, freundschaf, gauner, geheimnis, handtasche, hedi, heite, norwegen, reise, senioren

Sind dann mal weg

Simone Veenstra
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453421509
Genre: Humor

Rezension:

Tina wurde von ihrer Tochter in ein Seniorenheim gesteckt und fristet dort nun ihr Dasein. Dabei ist sie eigentlich noch sehr gut zu Fuß und auch geistig kann ihr niemand etwas vormachen. Deshalb langweilt sie sich auch und kann zunächst mit ihren anderen "Mitinsassen" nicht viel anfangen. So beschließt sie, sich das Leben zu nehmen. Doch genau in dem Augenblick, als ihr kurz davor ist ihre Tat umzusetzen, macht sie nette Bekanntschaft mit Käptn' Ole und seinem Quiz Team (Hedi und Männ), das sich immer Freitags zum Quizabend in einer nahegelegenen Kneipe trifft. Und so beginnt eine wundervolle Freundschaft, die den Gedanken an Selbstmord irgendwann in weite Ferne rücken lassen. All das könnte so schön sein, wenn nicht doch irgendwann der Tod vor der Tür stehen würde. Unerwartet trifft es eines Quizabends den Kapitän, welcher zusammenbricht und verstirbt. Und dann fängt die Geschichte erst so richtig an! Denn eigentlich wollte Kapitän Ole im hohen Norden seine letzte Ruhe finden. Der praktisch veranlagte Sohn sieht das jedoch anders - eine amüsante Verfolgungsjagd in den Norden beginnt - mit im Gepäck die geklaute Asche des Freundes...und sogar der Chef des Bestattungsunternehmens ist mit von der Partie. ;) 

Schon das Cover verspricht eine lustige Geschichte um die Rentnergruppe. Die Wortwahl ist amüsant und erfrischend, die Charaktere wirken authentisch und liebenswert, weshalb sich das Buch fast in einem Rutsch lesen lässt. Doch nicht nur der Humor ist toll, vielmehr vermittelt Simone Veenstra auch große Gefühle. Liebe, Hoffnung, Freundschaft. All das macht dieses Buch zu einem absoluten Must-Read für verregnete Tage. Denn wenn ihr wirklich herausfinden wollt, ob die Freunde es schaffen, die Überreste vom Käptn ins Meer zu werfen, müsst ihr das Buch schon selbst.

......"... ich habe mich gefragt, wie es derart unterschiedliche Menschen schaffen, so offensichtlich zusammenzugehören".....

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318 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Elefant

Martin Suter
Fester Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 18.01.2017
ISBN 9783257069709
Genre: Romane

Rezension:

Schoch ist ein Obdachloser, der eine versteckte Höhle an einem Flussufer bewohnt. Ab und an geht er raus, besorgt sich Essen oder Alkohol, trifft Bekannte. Doch eines Tages, nach einer solchen Tour, findet er seine Höhle nicht leer vor – ein kleiner rosa Elefant „wartet“ auf ihn. Und noch dazu leuchtet er… Was danach klingt, als hätte Schoch ein bisschen über den Durst getrunken, stellt sich schnell als Realität heraus. Denn der Minielefant ist echt! Doch woher kommt er?

Dieses Buch war eines meiner 50 Bücher aus dem großen LB-Leserpreis-Überraschungspaket, welches ich gewonnen habe. Aufgrund des niedlichen Covers war es auch meine erste Wahl und erstes Buch für 2018. Es hat sich gelohnt ;) Denn nicht nur das Cover und der Klappentext, auch die Wortwahl von Suter gefallen mir, die Charaktere sind authentisch und man kann das Buch nur schwer aus der Hand legen. Doch es ist keine reine Feelgoodgeschichte, in der Schoch den Elefanten vor seinen skrupellosen Schöpfern die ihn vermarkten wollen, retten will. Auch das Thema Gentechnik wird realistisch und informativ angesprochen.
Nichtsdestotrotz glaube ich, dass die Thematik ein noch größeres Potenzial gehabt hätte, welches nicht ganz genutzt wurde. An einigen Stellen wirkt die Story leider doch ein wenig oberflächlich. Dennoch vergebe ich, in Ermangelung halber Punkte (statt 4,5) 5 Sterne, denn das Buch hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Liv

Kevin Kuhn
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783827012722
Genre: Romane

Rezension:

Um der Einberufung ins Militär zu umgehen und zu sich selbst zu finden, verlässt die junge Israelin Liv ihre Heimat und macht sich auf eine Weltreise. Doch dabei ist sie nicht allein, denn sie teilt ihre Eindrücke auf ihrem Social Media-Account dem Tausende gebannt verfolgen. Das dies nicht nur positive Seiten haben kann, zeigt der Autor Kevin Kuhn in diesem grandiosen Roman.
Bereits der erste (äußere) Eindruck von LIV hat mir sehr gut gefallen. Ich mag das ungewöhnliche Cover und auch Format und Schriftart/-größe sind perfekt. Da gibt es nichts auszusetzen.

Stück für Stück lernt man Liv in den einzelnen Kapiteln kennen, erfährt was sie umtreibt, nimmt an ihrer Reise teil. Das ist interessant, doch zum Teil bleibt man ob ihrer Naivität auch schon mal kopfschüttelnd zurück.
Parallel zu der Geshcichte Livs lernt man Franz kennen, einen jungen Mann der im Berlin der 1920er ebenso wie Liv zu (zweifelhaftem) Ruhm gelangt ist. Auch er erscheint mutig bis waghalsig naiv und man ist als Leser hin und hergerissen, ob man die Protagonisten mögen soll oder sie nervig findet. Vor allem Liv überschätzt sich immer wieder oder scheint zu Tode gelangweilt. Und Franz driftet immer weiter in eine Verrücktheit ab, die ihm nicht gut tut.

Scheinen beide zunächst nicht viel gemein zu haben, summieren sich im Laufe des Buches die Parallelen. Das fand ich sehr spannend. Auch sind einige Abschnitte ein wenig verwirrend und man muss als Leser wirklich bei der Sache bleiben um alle Hinweise (auch zwischen den Zeilen) zu erfassen. Das hat Spaß gemacht, wird man hier als Leser schließlich gefordert. Man muss sich selbst ein bisschen anstrengen
Immer weiter spitzen sich die Ereignisse sowohl in Livs, als auch in Franz Welt zu. Am Ende folgt dann der große Knall, man bleibt geschockt zurück.
Ein wirklich spannendes Buch, welches mir einige schöne Lesestunden bereitet hat.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Der Diamantenplanet

Ingo Marschalk
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 15.05.2017
ISBN 9783744819640
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wie ist es wohl, wenn man genug Geld und die technischen Möglichkeiten hat, um ins All zu reisen? Diese Frage soll der Hauptprotagonist Bodo wohl bald beantworten können, denn er macht sich mit seinem Raumschiff auf zu einem Planeten, auf dem er Diamanten vermutet. Dank neuster Technik verschläft er die Fahrt weitestgehend und kommt beschwingt am Planet seiner Begierde an…
Bereits das Cover des Buches erscheint mystisch und "funkelnd". Auch im Buchladen hätte ich das Buch in die Hand genommen, es spricht mich sehr an. Ich finde es schon jetzt schade, dass es nur so dünn ist. Auch sprachlich ist das Buch ansprechend. Mit Witz und schönen Worten wird man ganz schnell hinaus ins Weltall gezogen und begleitet Bodo auf seiner märchenhaften Reise die mit zahlreichen Überraschungen aufwartet. Ein tolles kleines Buch, welches mir viel Freude bereitet hat.   

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

eigensicherung, gewalt, kampfsport, prävention, psychologie, selbstschutz, selbstverteidigung, sicherheit, waffen, wahrnehmung

Theoretische Grundlagen der Selbstverteidigung

Thorsten Schmidt
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.06.2017
ISBN 9783744814904
Genre: Sachbücher

Rezension:

Was wie der Satz einer sorgenden Mutter klingt, ist das Credo dieses Buches und sollte auch zum Leitsatz einer jeden in Selbstverteidigung geschulten Person werden. Es kommt nicht darauf an, dass du tolle Kicks oder Schläge drauf hast (auch wenn diese im Falle eines Kampfes durchaus helfen können), viel wichtiger ist es, gesund nach Hause zu kommen. Sprich: Wenn du einen Kampf vermeiden kannst, dann tu es auch!


Neben dieser Lektion vermittelt Thorsten Schmidt in seinem Buch „Theoretische Grundlagen der Selbstverteidigung“ zahlreiche weitere wichtige Informationen zum Thema Selbstverteidigung. Das Buch soll dabei kein Training ersetzen, vielmehr ist es eine nützliche Ergänzung für sowohl Trainierte als auch Untrainierte. Schließlich ist eine Verteidigungssituation nicht nur der Kampf selbst, sondern auch die Vorbereitung oder die Vermeidung eines solchen. Wenn sich einmal ein Kampf anbahnt, hat man oft keine Zeit, Überlegungen anzustellen bzw. ist zu aufgeregt. Daher ist es wichtig, sich vorher theoretisch mit Kampfsituationen auseinanderzusetzen. Ist man in Gedanken schon die ein oder andere Situation und die eigene Reaktion durchgegangen, muss man im Ernstfall weniger nachdenken und kann schneller handeln.

So werden die folgenden und viele weitere Fragen im Rahmen dieses Sachbuches geklärt:

Welche Vorentscheidungen und –überlegungen sollte ich vor einem Kampf getroffen haben? Was ist überhaupt Selbstverteidigung und was bedeutet es für mich? Wie kann ich mich wehren und welche Waffen dürfte ich bei mir tragen? Was können mögliche rechtliche Konsequenzen eines Kampfes sein?

Illustriert wird die Theorie mit vielen spannenden Beispielen, Zitaten und Grafiken. Zudem wird eine jede Lektion mit einer kurzen Zusammenfassung abgeschlossen.

Dieses Buch ist für absolut jeden geeignet, der in der Lage sein will, sich in einer Gefahrensituation selbst zu verteidigen. Dabei merkt man, dass hier jemand schreibt, der sehr viel Praxiserfahrung hat und verschiedenste Situationen erlebt hat. Das erhöht das „Vertrauen“ in das Geschriebene.

Ob man alle Ratschläge aus dem Buch letztendlich in einer adrenalinstrotzenden Situation wirklich umsetzen kann, ist natürlich nochmal etwas anderes. Aber bereits die Gedanken die wir uns mit dieser Lektüre machen, können dazu führen, dass wir in einer brenzligen Situation aufmerksamer sind und schnell und sicher nach Hause kommen. Und darauf kommt es an.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Unvollendet

Christine Jaeggi
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Forever , 01.12.2017
ISBN 9783958189300
Genre: Romane

Rezension:

Grace ist jung, schön und arbeitet hart an ihrer Schauspielerkarriere. Doch sie ist auch die Enkelin der berühmten Hollywoodlegende Hanna Miller und steht in ihrem Schatten. Nicht nur deshalb ist sie nicht gut auf ihre Großmutter zu sprechen. Doch als nach ihrem Tod ein großer Filmproduzent erfährt, dass es eine Fortsetzung jenes Buches gibt, dessen Verfilmung Hanna einst international bekannt machte, scheint sich das Blatt zu wenden. Denn wenn Grace die Fortsetzung von „Unvollendet“  findet, soll sie die Hauptrolle in der Verfilmung bekommen. Auf der Suche nach dem Manuskript stößt sie nicht nur auf die Vergangenheit ihrer Großmutter, sondern macht sich auch auf den Weg zu sich selbst.. 
Wer hier nun eine 0815-Familiensaga erwartet, der hat sich getäuscht. Vielmehr gelingt es Christine Jaeggi, durch ihren Schreibstil und die lebendigen Figuren vor einer wundervollen Schweizer Kulisse eine Geschichte zu konstruieren, die nicht nur spannend ist, sondern auch historische Fakten gelungen in die Story einbaut. So erfährt man von Intrigen, Fluchthelfern und der Situation an der Front und wird dennoch nicht überladen. Neben dem Haupterzählstrang finden sich zudem immer wieder Ausschnitte aus dem Tagebuch von Hanna und Textteile aus dem Roman. 
Der Leser taucht so immer mehr in eine Geschichte ein, die an einigen Punkten vielleicht noch vorhersehbar, an anderen jedoch völlig überraschend ist. Das macht Spaß, denn man wird dazu angeregt, mitzurätseln, die Geschichte plätschert nicht einfach nur dahin. Ein Pageturner, den ich absolut empfehlen kann. 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

ahnen, märchen, natur, nordlichter, rentier, schweden, tod

Malin and the White Reindeer

Ingrid Zellner
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei tredition, 13.11.2017
ISBN 9783743977297
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Little Malin is 6 years old as her beloved grandmother dies. Of course this is never easy, especially not for such a young girl. Her grandmother was special; she told her so many stories of elves, reindeers and trolls…it’s just so surreal that she is gone now. But one day, when Malin is dreaming about their time together, she meets a beautiful white reindeer. This is the beginning of a special bond between Malin and Dalvi the reindeer..


This story - filled with love, friendship and mysticism – is taking place in the lovely landscape of northern Sweden. With the help of the white reindeer, Malin learns many important life lessons and starts to deal with her grief step by step. She not also learns how important it is to be happy, no matter how rainy the seasons might be, but also that her grandma will always be around here.

Ingrid Zellner is able to enchant the reader with her poetic words and this lovely story. Almost incidentally she delivers important messages for both children and adults. This book is pure magic that left me with a tear in my eye. Thank you!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Immer wieder Licht ein Fenster

Friedrich Treber
Fester Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.02.2017
ISBN 9783743166714
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Klar, für Gedichte nimmt man sich von vonrherein mehr Zeit, als für einen Roman. Man sollte sie nicht einfach so weglesen, sondern sich Zeit nehmen, um die Gefühle und Botschaften des Autoren zu ergründen. So ging es mir entsprechend auch bei diesem Band von Friedrich Treber. Ich habe den Lyrikband nun mehrmals gelesen, einige Gedichte doppelt und dreifach. Manche haben sich schnell erschlossen, anderen habe ich bewusst auch ein paar Stunden Zeit gegeben. So hat sich für mich bei manchem Gedicht erst nach mehrmaligem Hineintauchen in die Wörter ein Bild ergeben. Das habe ich sehr genossen. 
Die Sprache, die Friedrich Treber verwendet ist wahnsinnig schön, manches klingt altmodisch, anderes flapsig… Mir gefällt die Melodie, die entsteht, wenn ich die Gedichte laut lese.. Auch, dass weitestgehend auf Reime verzichtet wird gefällt mir, lassen sie doch manches Gedicht sonst zu "erzwungen" wirken. 
Der Band greift viele Themen aus dem Leben auf. Dabei hat für mich jedes einzelne Gedicht eine tiefere Bedeutung, aber auch das Zusammenspiel aller Gedichte, die den Wandel des Jahres und des Lebens beschreiben, ergeben etwas Besonderes: ein großes Gesamtkonzept, welches zu mehr Menschlichkeit aufruft und dazu anregt, Gefühle zuzulassen und aufeinander Acht zu geben. Besonders der Umgang mit Kindern wird oft angesprochen. 
Ich könnte hier nun stundenlang über die einzelnen Gedichte referieren, die mich in unterschiedlicher Intensität bewegt und ergriffen haben. Vielmehr möchte ich den Leser dieser Rezension aber dazu auffordern, selbst in diesem Band zu schmökern und die Gedichte zu erfassen. Viel Spaß dabei, es lohnt sich sehr!

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Liliths Töchter, Adams Söhne

Georg Adamah
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Redrum Books UG, 01.02.2017
ISBN 9783959570305
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Hach, die Liebe. Sie könnte so schön sein. Doch immer dann, wenn eine Beziehung endet oder eine Liebe nicht erwidert wird, bricht dies Herzen. Jeder hat das wohl schon einmal miterlebt. Hat man Glück, wird der Schmerz von Tag zu Tag besser. Hat man Pech, findet man sich in den Fängen einer manipulativen Expartnerin, der nur daran gelegen ist, die eigene Macht auszuspielen...
So passiert es auch Georg, dem Hauptprotagonisten des Buches „Liliths Töchter, Adams Söhne“. Alles schien (fast) perfekt. Zumindest für Georg. Doch schnell wird klar, dass er mit seiner Susanna keine gewöhnliche Beziehung führt. Fast schon ist es toxisch, was die beiden zusammenhält. Dann ist das Beziehungsende erst recht nicht normal.

War ich zunächst ein wenig hin- und hergerissen was ich von den beiden halten soll, stellte ich mich recht schnell auf die Seite von Georg. Auch er ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und erhielt anfangs nicht so viele Sympathiepunkte von mir, doch was Susanna mit ihm treibt ist nicht normal. Er darf etwa seine Kinder aus seiner ersten Ehe (die er ihretwegen aufgegeben hat) nicht so oft sehen, denn sie scheint ein Problem damit zu haben und man fragt sich, ab wann die Beziehung auf der Kippe stand bzw. zum Scheitern verdammt war. Denn genau das passiert, die Beziehung geht in die Brüche und Georg leidet wie ein Tier, er fällt in ein tiefes Loch und zieht zurück zu seiner Mutter. Die hat im Übrigen geahnt, dass diese Susanna nicht gut für ihn ist und die Männer "immer so anschaute".. Mütterlicher Instinkt oder nur der Wunsch danach, ihren Sohn zu schützen und wieder aufzupäppeln? Die Verzweiflung, Angst und das gebrochene Herz Georgs schmerzen schon beim Mitlesen und jeder, der das Ende einer Beziehung durchlebt hat, kann hier wohl mitfühlen. Nicht nur auf Grund der Tatsache, dass der Leser sich in die Gefühle Georgs versetzen kann, sondern auch auf Grund der literarischen Leistung des Autors zieht einen dieses Buch in den Bann.
Man erlebt mit, wie schwer es für Georg ist, sich von Susanna zu lösen, für sie hat er alles aufgegeben, sie war seine Droge und er klammerte sich wie ein Junkie an sie und gierte nach ihrer Aufmerksamkeit. Kein Wunder also, dass ihm die Trennung den Boden unter den Füßen wegreißt.
An manchen Stellen birgt das Buch schon fast Selbsterkennung, denn dieses Gefühl, der Expartner komme zurück, wenn man nur ein bisschen Geduld hat und ihm Zeit gibt, ist vertraut. Verrückt, was ein gebrochenes Herz mit einem anstellt und wie dumm es doch macht.
Und so wartet man während der Lektüre auf den großen Knall, der ihn hoffentlich dazu bringt, sich von ihr loszueisen. Sie spielt nur ein Spiel mit ihm und nutzt seinen verletzten Stolz aus und man wünscht ihr, dass sie mit ihrem Verhalten so nicht durchkommt.
Ob Georg es letztendlich schafft, sich aus Susannas Klauen zu befreien und ob diese mit ihrem Verhalten doch noch auf die Nase fällt, erfahrt ihr nur, wenn ihr das Buch selbst lest. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall ;) 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

flucht, gesetze, hass, jamaica, januar 2012, liebe, misshandlungen, mord, sklaven, sklaverei, trauer

Die Insel der tausend Quellen

Sarah Lark , Yara Blümel
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 25.11.2011
ISBN 9783785745069
Genre: Romane

Rezension:  
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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Islamisierung Deutschlands?

Stefan Schweizer. , Hubert Michelis
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei SWB Media Publishing, 20.10.2017
ISBN 9783946686408
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ist Deutschland gefährdet, vom Islam überrollt zu werden? Ist die Integration gescheitert und drohen uns weiter Anschläge wie Würzburg, Berlin oder Paris? Diesen und anderen Fragen will sich das Buch „Islamisierung Deutschlands? Fakten. Fragen. Lösungsansätze“ von Stefan Schweizer und Hubert Michaelis annehmen.

Zunächst zum Äußeren: Das Cover ist für meinen Geschmack ein wenig zu dunkel geraten, es wirkt fast schon bedrohlich und lässt eher an einen Krimi als an ein Sachbuch erinnern. Ich bin hin- und hergerissen. Schriftart und -größe finde ich aber angemessen, nur das Wort Sachbuch auf dem Cover könnte ein wenig kleiner sein. Durch die Großbuchstaben und die separate Platzierung lenkt es für meinen Geschmack schon fast zu sehr vom Titel ab. Im Inneren ist die Schriftart ebenfalls in Ordnung.

Ich muss vorweg nehmen, dass ich sehr hohe Erwartungen an das Buch hatte und mich wirklich auf die Lektüre gefreut habe. Der Einstieg ist interessant, man lernt sowohl geschichtliche Fakten zum Islam und dem Verhältnis zum Christentum etc. als auch andere wissenswerte Dinge, die den Einstieg in die Thematik erleichtern sollen. Auch wird recht gut deutlich, was das Buch will und was es eben nicht leisten kann. So geht es etwa darum: "WIE VIEL VON UNSEREM Deutschtum; unserer eigenen Lebensart, werden wir aufgeben müssen, um die muslimischen Mitbürger erfolgreich zu integrieren?" (S. 11) "Wie sieht Integration aus, und was bedeuten in diesem Zusammenhang Solidarität, Toleranz und Nächstenliebe?" (f.) Diese Fragen erscheinen durchdacht und machen auch gespannt auf die Lektüre. Obwohl die Autoren angeben, dass das Buch sich an „wissenschaftlichen Erkenntnissen, empirischen Daten, Statistiken, Erhebungen, Umfragen und Zeitungsartikeln.“ (S. 14) orientiert, kann man diese nicht nachvollziehen, denn es fehlen Fußnoten. Auf diese wurde laut den Autorenbewusst verzichtet, um einige Lesergruppen nicht zu verschrecken, vielleicht hätte man aber einen Mittelweg finden können. Fußnoten müssen ja beispielsweise nicht zwingend auf den Seiten selbst erklärt werden, können aber im Anhang genauer benannt werden. Das wäre für jene, die Interesse an einer noch tiefergehenderen Befassung mit dem Thema haben, sehr hilfreich. So wird einem jedoch jegliche weitere Auseinandersetzung mit bzw. Überprüfung der Aussagen verwehrt.

Einige Ansichten teile ich mit den Autoren, besonders im vorderen/mittleren Teil des Buches. Auch ich finde es kritisch, immer mehr Geflüchtete aufzunehmen. Zum einen eben, weil man nie zu 100% sagen kann, welchen Hintergrund eine Person hat, aber vor allem ebenso, weil so eine sinnvolle und für alle Seiten früchtetragende Integration schlichtweg nicht möglich ist. Sprachkurse sind heillos überfüllt, der Wohnungsmarkt erschöpft und auch so ist die Bevölkerung eher abgeschreckt, als angetan. All das erlebe ich in meinem täglichen Arbeitsalltag immer wieder. Das resultiert dann darin, dass all jene Geflüchteten, die sich eben integrieren wollen nur schwer den Anschluss finden und dazu verdammt sind, zu Hause zu sitzen und allein zu sein. Auch Themen wie AFD, Rechtspopulismus und Co. (welche ebenfalls im Buch angesprochen werden) tun ihr übriges.

Doch leider hat das Buch dann „abgebaut“ und erfüllt nicht mehr meine Erwartungen. Anfangen möchte ich hier bei zitierten „Wissenschaftler“ wie Jürgen Todenhöfer, denn das war der erste Punkt, bei dem ich bei der Lektüre aufgestöhnt habe. So wird sich zunächst fast ausschließlich auf seine Meinung und „Expertise“ konzentriert. Das ist mMn auch in einem Sachbuch für Leser mit den verschiedensten Hintergründen einfach zu undifferenziert. Wo sind andere interessante Publizisten, Wissenschaftler, Politiker. Klar, im Laufe der Kapitel kommt da noch mehr, aber in weiten Teilen scheint nur er von Relevanz zu sein und seine Meinung wird völlig unkritisch wiedergegeben.
Auch die Wortwahl der Autoren ist an einigen Stellen fragwürdig, beispielhaft möchte ich hier „Flüchtlingslawine“ oder das „Massaker“ in Berlin nennen. Ja, was in Berlin passiert ist, war schlimm.. Es ist unbeschreiblich grausam, was dort passierte. Aber in einem Sachbuch, welches sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen „orientiert“, von einem Massaker zu sprechen (oder eben das Bild einer Flüchtlingslawine hervorzurufen) finde ich überzeichnet. Ebenso, dass sich das Gros der Geflüchteten hier nicht anpassen will, würde ich so nicht stehen lassen. Da fehlen mir dann die Quellen oder Überlegungen hinter einer solchen Aussage. Sonst wirkt diese nur wie eine Meinung im luftleeren Raum.
Zudem werden immer wieder Klischees verstärkt und überspitzt (etwa in Bezug auf "zigtausende Migranten" die unsere Städte einnehmen, wenn wir nicht aufpassen oder Gegenden, in den sich ein "normaler Bürger" [was ist das denn eigentlich???] nicht mehr hineinwagt)..... Puuh...Das finde ich bei einem Sachbuch sehr fragwürdig. Am schlimmsten ist jedoch, dass hier fiktive Personen (!!) (zitiert werden, man legt ihnen Wörter in den Mund, um die eigene Meinung zu unterstreichen. Mir geht das zu weit. Auch wenn es sich hier um ein Sach- und kein Fachbuch, handelt - es sollte ein gewisses Maß an Wissenschaftlichkeit gewahrt werden, auch wenn das Buch für "jedermann" gedacht ist. Das hat mich wirklich enttäuscht.
Auch wurde ich den Eindruck einer ständigen Bevormundungskultur gegenüber den Geflüchteten nicht los. "Wir" müssten ihnen einfach nur den rechten Weg zeigen, dann können wir eine Integration ermöglichen. Zum einen habt ihr ja selbst angemerkt, dass Integration von "beiden" Seiten kommen muss, zum anderen ist mir hier die unterschwellige Botschaft einfach zuwider. Gut, dass wir weisen Europäer den einfachen, ungebildeten und armen Geflüchteten unsere Werte vermitteln können, sonst würden sie wohl völlig stranden und alle kriminell werden. Uff.

Zusammenfassend fehlen mir in diesem Buch einfach die Substanz und der Gehalt einiger Aussagen. Man hat den Eindruck, hier würde in weiten Teilen um eine wirkliche Meinung herumgekurvt. Auf den Punkt gebracht wird nichts so wirklich. Manchmal hatte ich das Bedürfnis, ganze Seiten überblättern zu wollen. Und auch die Ausgangsfragen wurden nicht so recht beantwortet. Schade. Meine Erwartungen waren wohl zu hoch. Ich bleibe leider mit Unverständnis und Frustration zurück. Schade. Denn das Buch und die Idee dahinter hat wirklich Potenzial..

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Kirchberg

Verena Boos
Fester Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 15.09.2017
ISBN 9783351036904
Genre: Romane

Rezension:

Zurückkehren in das Dorf der Kindheit, wie fühlt sich das wohl an? Aufgrund eines Schlaganfalls hat Hanna ihre Sprache verloren und flüchtet nun in das Haus ihrer Großeltern welches sie vor rund zwanzig Jahren verließ. Auch wenn zunächst alles wie immer erscheint, ist alles auch anders. Nun muss sie sich in der ihr vertrauten und doch fremden Welt zurechtfinden, ohne Sprache und mit nur lückenhaften Erinnerungen.
All die Worte, die sich in ihr finden, die Gefühle, die sich materialisieren, kann sie nicht mehr aussprechen. Sie wird umtrieben von Gedanken ihrer Jugend, von Erinnerungen an unerfüllte Liebe, Fragen die sie nie in der Lage war zu beantworten. Aber all das bleibt nur in ihrem Kopf und der Leser kann als einziger außer ihr daran teilhaben. Das verbindet. Auch die Geschichte des Dorfes wird erzählt und mit der von Hanna verknüpft. 
So spielt der Roman in einer kleinen, eingegrenzten Welt, die aber dennoch große Gefühle birgt. Mit poetischen, manchmal lebendigen aber oft auch kühlen/nüchternen Worten wird hier eine Realität erschaffen, die zwar klein aber nicht minder interessant ist. Zurück bleibt eine Melancholie, die den Leser noch lange umtreibt. Ein außergewöhnliches Buch. 

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Das falsche Tabu

Anke Messerle
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 22.08.2017
ISBN 9783827194763
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lübeck im November. Innerhalb weniger Tage werden drei Männer grausam ermordet in ihren Hotelzimmern aufgefunden. Was haben sie gemeinsam und warum befinden sie sich in der Stadt? Lennart Bondevik macht sich mit seinem Team auf Spurensuche. Noch ahnt niemand, welche Abgründe sich in diesen Ermittlungen auftun….

Der Roman „Das falsche Tabu“ von Anke Messerle ist ein packender Krimi, der schon auf dem Cover düster und geheimnisvoll wirkt. Und auch die ersten Seiten zeigen, dass der Inhalt erschreckend und packend zugleich ist. Messerle besticht hier nicht nur mit ihrem Schreibstil, sondern auch mit gut recherchiertem Hintergrundwissen zum Thema sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und Pädophilie, welches ansprechend in die Geschichte eingebaut ist. Das ergreift und stimmt gleichzeitig nachdenklich.
Natürlich ist das Thema kein einfaches, man spürt teilweise ein regelrechtes Unbehagen während der Lektüre. Aber da sehr durchdacht mit der Thematik umgegangen wird, wird es nicht zu viel. Außerdem ist es mMn wichtig, dass auch solche Themen in der Unterhaltungsliteratur angesprochen werden. So ist es gelungen, den Leser zu fesseln und gemeinsam mit dem Ermittlerteam auf die Suche nach dem Täter zu gehen. Bis zum Ende ist unklar, wer hinter der Mordserie steckt und was das Motiv ist. Denn es kommt ganz anders, als man vermutet hätte… und auch das Ende wirft Fragen auf und lässt den Leser auf eine Fortsetzung hoffen.

Ein packendes Werk, welches informativ und spannend zugleich ist. Absolute Leseempfehlung!




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datingportal, deutsch, deutscher, frauen, hoffnung, krise, liebe, partner, partnersuche, projekt, roman, sehnsucht, sex, therapeut, überleben

Das Jahr der Frauen

Christoph Höhtker , Erich Wittenberg
Audio CD
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 01.10.2017
ISBN 9783869743035
Genre: Romane

Rezension:

Was soll man machen, wenn man jeglichen Sinn zum Weiterleben verloren hat und dem ganzen Übel ein Ende bereiten will, der Therapeut aber auf Vorsätze fürs neue Jahr beharrt? Vor diesem Konflikt steht Frank Stremmer, ein mittvierzieger, ausgebrannter, unglücklicher Expat einer internationalen Organisation, die ihn mehr verzweifeln lässt, als ihm Erfüllung zu beschaffen.. Doch er rafft sich zu einem letzten Kraftakt auf - einer Wette mit ebenjenem Therapeuten: Zwölf Frauen sollen es werden, für jeden Monat des Jahres eine. Die will er „verbrauchen“, bevor er sich dann die Kugel gibt. Schafft er dies nicht, muss er wohl oder übel weiterleben. 

Diese vielversprechende, wenn auch ein wenig politisch inkorrekte Geschichte habe ich in Hörbuchform gehört. In dieses findet man sich schnell ein, denn die Stimme des Sprechers Erich Wittenberg ist angenehm und passt gut zur Person. Auch erzählerisch ist der Text nicht schlecht: so macht sich der Protagonist Frank, der zwar verschroben scheint, gerade deshalb aber fast schon sympathisch wirkt, über kleinste Dinge Gedanken. Das erzeugt sehr schöne Bilder beim Zuhören. Ein wenig überzogen und frauenfeindlich mutet die Ausdrucksweise manchmal zwar an - etwa, will er die Frauen "verbrauchen" (sind es aber im Übrigen nicht eher die Frauen, die ihn verbrauchen, bis er dann seinem Leben ein Ende setzen will!?) – man sollte dies aber mit einem Augenzwinkern sehen. Es passt schließlich irgendwie zu seinem Charakter. Auch wenn wir wohl nie Freunde werden würden, ist dieser Einschlag ins „Unübliche“ also erst einmal eine gelungene Abwechslung - weichgespülte Heldenprotagonisten oder Good-Girls sind ja doch eher zuhauf vertreten. Somit baut sich eine Spannung auf und man fragt sich, wie es mit Frank weitergehen wird und ob es am Schluss wirklich zum Selbstmord kommt. Denn vielleicht entwickelt sich die Story ja auch zu einem freudig-schönen Happy-End unter dem Regenbogen ?!?!

Und dann geht’s bergab. Damit ist nicht zwingend Franks Leben gemeint, sondern vielmehr die Geschichte, denn die Spannung verpufft im Nichts. Versprach Frank mit seiner anstrengenden, unsympathischen und unzufriedenen Art ein vielleicht etwas anderes, aber gerade deshalb interessantes Werk, mangelt es schnell am mitreißenden Pepp. Anstatt aus der Andersartigkeit einen komplexen Charakter und eine spannende Geschichte zu bauen, verflüchtigt sich der tolle Ansatz viel zu schnell. Man vermisst schmerzlich Ecken und Kanten, ja interessante Wesenszügen, sowohl bei Frank als auch bei der Geschichte insgesamt. Alles plätschert dahin, ist nur eine Aneinanderreihung langatmiger Momenten. Da hatte ich mir wesentlich mehr erhofft. 

Vielleicht wäre es besser gewesen, das Buch zu lesen, anstatt es zu hören, sind etwa die Gedankensprünge manchmal enorm. Zudem gibt es auch englische und französische Einschübe, die in schriftlicher Form uU wirkungsvoller sein könnten. Mich haben diese Einschübe zwar weniger gestört, da ich Englisch sehr gut und Französisch zumindest im Ansatz beherrsche, ich kann mir aber vorstellen, dass dies für manch andere ein Problem sein könnte und das Lese-/Hörerlebnis schmälert. Ganz besonders eben beim Hören , denn in gedruckter Form könnte man das ganze ja im Notfall noch googlen. Gesprochen wird das wohl für den ein oder anderen schwer nachzuvollziehen sein. Doch letztendlich ändert dies nichts an dem seichten Geplänkel der Erzählung. 

Was also mit einem unsympathischen Typen anfing, der mit seiner neurotisch-zynischen und verzweifelten Art aber eine vielversprechende Geschichte erahnen ließ die sogar über die politische Inkorrektheit hinwegsehen lassen würde, zieht sich dann doch eher wie ein zäher Kaugummi. Hätte ich das Hörbuch nicht für eine Hör-&Leserunde in einem Bücherforum zur Verfügung gestellt bekommen, hätte ich wohl spätestens ab der Mitte mein Radio ausgeschaltet. Doch auch so kam das Ende (leider muss ich hier sagen – zum Glück) irgendwann und hinterlässt absolut nichts, außer Erleichterung, dass es vorbei ist. Das wars. Schade. 

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Mitten im kalten Winter

Arvid Heubner
Flexibler Einband: 532 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426216552
Genre: Romane

Rezension:

Aus einem Eliteinternat verschwinden bei einem Ausflug in den verschneiten Harz sechs Schülerinnen und ihr Lehrer. Die Polizei tappt im Dunkeln und auch das Schneetreiben erschwert die Ermittlungen. Noch ahnt niemand, dass es sich hier nicht nur um bloßes Verschwinden einiger Schüler, sondern vielmehr um eine weitreichende Verschwörung in Politik und Wirtschaft handelt. Kriminalrat Tinus Geving gerät schnell selbst in die Fänge von Macht, Intrigen und Rachsucht und muss sich dabei selbst seiner Vergangenheit stellen.

Wirkt das Cover des Thrillers um Tinus Geving zunächst noch recht unscheinbar, reißt einen bereits der erste Abschnitt (mit der so passenden Überschrift „ANGST“) sofort mit. Sogleich hat man tausend Fragen im Kopf: Wer sind die erwähnten Mädchen? Warum haben sie sich voneinander getrennt und wieso wird hier eine Flucht erwähnt? Vor wem flüchten sie? Wer ist ER? Da bekommt man sofort Lust, weiter zu blättern – was man definitiv nicht bereuen wird.
Arvid Heubner besticht somit von Anfang an mit einem spannenden Schreibstil. Immer mehr wird man nicht nur in die Lektüre „gerissen“, sondern gerät selbst in einen politischen Sumpf, der sich zunächst nicht abzeichnen ließ. Man hat nirgends den Eindruck, dass es sich hier um einen Debütroman handelt. Vielmehr wird versiert Spannung aufgebaut, Verdächtige erscheinen und verschwinden wieder und es kommen immer mehr Informationen an die Oberfläche, die das wahre Ausmaß der Vorfälle ans Licht bringen.. Wahnsinn! Auch die Charaktere und Orte sind sehr gut dargestellt, für mich als (zugezogene) Harzerin/Sachsen-Anhaltinerin sozusagen ein spannendes Heimspiel. Der Harz bietet ja ohnehin schon eine schaurigschöne Kulisse (siehe Walpurgis etc.) und der Winter ist die perfekte Jahreszeit für solch ein Buch.

Da ich nicht spoilern oder etwas vorweg nehmen will, halte ich diese Rezension nichtsdestotrotz bewusst kurz, auch wenn ich noch ewig über dieses Buch referieren könnte. Eins steht aber fest: das Buch ist definitiv kein Thriller, den man schnell aus der Hand legen kann. Schon lang hat mich eine Geschichte nicht mehr so mitgerissen bzw. auch so über die Ereignisse grübeln lassen. Ich hatte ungefähr tausend Theorien und konnte dennoch nicht komplett vorraussehen, was wirklich geschah. Man muss wirklich am Ball bleiben, um sich nicht in den Geschehnissen zu verstricken, das hat mir riesige Freude bereitet. Hut ab vor dieser literarischen Leistung.

Nun warte ich gespannt auf eine Fortsetzung bzw. einen neuen Fall von Tinus Geving!
Wer Spannung und politische Verstrickungen mag und nicht davor zurückschreckt, auch selbst mitzudenken, ist hier definitiv an der richtigen Adresse. Absolute Leseempfehlung!



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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Der Weg aus der Finsternis

Ingrid Zellner
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei tredition, 04.10.2017
ISBN 9783743964716
Genre: Romane

Rezension:

Sameera und Vikram Sandeep leiten ein Waisenhaus in Kaschmir. Als Vikram eines Tages eine Panne mit dem Bus hat, eilt ihm ein geheimnisvoller Unbekannter zu Hilfe. Was dieser an jenem Abend am Lagerfeuer über seine Vergangenheit erzählen wird, ahnt noch niemand…
Im zweiten Band der Kashmir-Saga erzählt Ingrid Zellner die Geschichte von ebenjenem Unbekannten und einer Freundschaft zweier Männer und Familien. Vor der Kulisse Indiens und Kashmirs geht man so mit den Protagonisten auf eine Reise und durchlebt große Gefühle, Abenteuer, Gewalt.. und Liebe….

Zunächst springt das wohl eher ungewöhnliche Format ins Auge. Das Buch ist recht groß, wirkt von den Maßen eher wie ein Lehrbuch, was mir zunächst ein wenig Schwierigkeiten gemacht hat dieses gemütlich auf dem Sofa fläzend zu lesen. Letztendlich war dies aber Gewöhnungssache.

Bereits die ersten Seiten sind sehr spannend. Auch der Schreibstil ist, wie man von Ingrid Zellner gewohnt ist, sehr angenehm und fesselnd - man findet sich gut in die Geschichte ein und hat schnell das Gefühl, einen wahren Pageturner in der Hand zu halten. Die Personen sind dabei sehr vielseitig und komplex gezeichnet, sodass man sich diese gut vorstellen kann aber dennoch genügend Raum für Spekulationen und eine Prise der eigenen Fantasie geben ist. Das macht Spaß. Auch die „unbekannten“ Namen, bei denen ich erst Bedenken hatte, dass sie mir Schwierigkeiten bereiten könnten und man nicht ganz hinterherkommt, waren schnell ganz selbstverständlich. Auch werden ab und an indische Ausdrücke benutzt, die in einem praktischen Glossar am Ende näher erläutert werden.

Besonders angetan hat es mir der unbekannte Helfer, Raja. Er hat eine bewegte und erschreckende Vergangenheit durchlebt und auch die Zukunft sieht für ihn zunächst schwierig aus… Und dann, wenn sich alles zum Guten zu wenden scheint, kommt der nächste Hammer.. An so vielen Stellen fiebert man förmlich mit und kann sich nur schwer von den Seiten losreißen. Auch an Überraschungen und ungeahnten Wendungen mangelt es nicht. Genau deshalb werde ich hier nun auf eine weitere inhaltliche Analyse verzichten.

Das Fazit ist aber gleich: es ist wirklich ein großartiges Werk, dass trotz all der schmerzhaften Momente voller Liebe und Zuneigung steckt. Nicht nur inhaltlich, auch im übertragenen Sinne merkt man, wie viel Herzblut in dieses Buch eingeflossen ist. Also – lasst euch mitreißen und auf ein großes Abenteuer mitnehmen. Bei mir geht nun das große Hibbeln bis zur Veröffentlichung des nächsten Bandes los!

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161 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

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Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Brigitte Heinrich , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Ein perfektes gesellschaftliches Leben, eine tolle Wohnung, ein gutaussehender Ehemann - Madeleine hat alles. Doch irgendwann merkt sie, dass sie dies nicht glücklich macht und sie sich immer mehr selbst verliert. .. Inspiriert von den Tagebüchern ihrer Großmutter Margie macht sie sich auf den Weg auf die Reise ihres Lebens – ins wilde, schillernde, romantische Paris….

Bereits das Cover des Romans der amerikanischen Autorin Eleanor Brown ist einladend, es zeigt die Rückenansicht einer jungen Frau, die in die Ferne schaut. Das macht neugierig auf den Inhalt und die Gedanken dieser Person… Ist sie einsam`? Angespannt? Glücklich? Was durchlebt sie und wohin blickt sie? Toll ♥
Der Leser findet sich sehr schnell in das Buch ein, schon innerhalb der ersten Seiten zeichnet sich ein interessanter und anmutiger Schreibstil ab und im Laufe des Buches hat man mehr als nur einmal das Gefühl, selbst in Paris zu sein. Auch der Zeit- und Perspektiv-wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten ist sehr gut gelungen. Besonders jene Abschnitte, in denen der Roman den Leser in das Paris der 20er Jahre führt, sind eine aufregende Reise.


Die Protagonistinnen sind vielseitig und interessant gezeichnet. Beide durchleben im Laufe der Geschichte eine tolle Wandlung und wachsen mit der beeindruckenden Atmosphäre von Paris um sich herum über sich hinaus. Dabei ist besonders interessant, wie anders und doch gleich die beiden sind, was sie verbindet bzw. wie sie sich entwickeln. Madeleine etwa ist zwar sympatisch, in vielen Punkten jedoch viel „rückständiger“ als ihre Großmuttern, ihre Gedanken sind manchmal nicht wirklich nachvollziehbar. Sie ordnet sich sehr stark unter und reift erst im Laufe der Geschichte zu einer immer selbstbewussteren Frau heran. Ihre Großmutter Margie hingegen, die zweite Protagonistin, ist komplexer. Trotz ihrer Zeit setzt sie sich viel mehr durch als ihre Enkelin und kämpft für ihre Träume.
Mich stimmte es allerdings ein wenig missmutig, dass das Glück der beiden Frauen trotz ihres in weiten Teilen sehr emanzipatorischen Charakters überwiegend von Männern abhängig war. Natürlich lebt die Geschichte von Gefühlen – und Liebe gehört da unweigerlich dazu – aber die beiden Frauen haben so viel Potenzial und durchlaufen eine bemerkenswerte Wandlung, dass man sie durchaus doch noch stärker hätte zeichnen können. Auch wenn es vor allem bei Margie natürlich dennoch der Zeit und den Umständen geschuldet war, zeigen dennoch reale beeindruckende Frauen der 20er, dass im Paris der damaligen Zeit so viel mehr möglich war: Gertrude Stein, Simone de Beauvoir, ... ! Was das anbetrifft ist der Roman noch ausbaufähig, was aber meinem Lesevergnügen nicht wirklich Abbruch getan hat. 


Ein wenig regt dies schließlich auch zum Nachdenken an. Auch wenn man sich selbst als emanzipiert, selbstständig und erwachsen sieht – wie sehr ist man vielleicht doch vom Liebesglück und allen damit verbundenen Eigen- bzw. den gesellschaftlichen Erwartungen abhängig? Wie sehr verwirklicht man seine Träume und hört auf sich selbst?Ein toller Roman, der den Leser träumen und aus dem Alltag entfliehen lässt, aber eben auch nachhallt. 
Daher gibt es von mir gute 4 von 5 Sternen. Lohnt sich. 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Im Feuer der Freiheit

Bele Freudenberg
Buch: 384 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 26.07.2017
ISBN 9783956690907
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bereits das Cover von Bele Freudenbergs „Im Feuer der Freiheit“ würde mich im Buchladen animieren, den Roman in die Hand zu nehmen. Und auch der Klappentext verrät, dass es sich hier um einen durchaus interessanten historischen Roman handeln könnte..

Hauptperson der Geschichte ist Fanny, ein kluges, junges Mädchen aus gutem Hamburger Hause, welches am Umbruch zwischen Kindheit und Erwachsensein steht. Das ist nicht nur zu Zeiten des Krieges, in der dieser Roman spielt, eine nicht ganz so leichte Angelegenheit. Nichtsdestotrotz ist sie sehr emanzipiert; sie will sich nichts vorschreiben lassen oder unter der Fittiche eines Ehemannes als Hausfrau leben. Vielmehr will sie ihr Leben selbst bestimmen und lässt sich nichts diktieren. Dieser Charakterzug ist nur einer der Gründe, weshalb mir Fanny sehr schnell sympathisch wurde. 

Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, was ich zum Teil bis in die Nacht hinein auch nicht getan habe ;) Gefallen haben mir dabei besonders die vielen kleinen Spannungsbögen und Überraschungen.
Bemerkenswert ist zudem der wundervoll bildliche und feingeistige Schreibstil von Bele Freudenberg, es fühlt sich zum Teil an, als wäre man direkt vor Ort und würde mit Fanny durch Hamburg streifen. Ganz nebenbei erblüht im Roman eine Liebesgeschichte, die nicht im geringsten kitschig oder übertrieben ist, sondern vielmehr eine wundervolle Ergänzung zum historischen und politischen Plot des Romans ist. 

Alles in allem fesselt dieses Buch und ist eine spannende Mischung aus Politik, Historie und Liebesgeschichte. Das lässt einen auf vielen Ebenen mitfiebern und hoffen. Auch nach der Lektüre hoffe ich nun weiter – und zwar auf eine Fortsetzung! 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

astronauten, astronautin, mars, marsbesiedelung, raumfahrt, roman, schwerelosigkeit, schwerkraft, weltraum, zwillinge

Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt

Ulrike Schmitzer
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Edition Atelier, 01.09.2014
ISBN 9783902498878
Genre: Romane

Rezension:

Würdest du sterben, um unsterblich zu werden? Zum Mars reisen, ohne jemals zurückzukommen? 
Vor diesen Fragen steht die Protagonistin Kira, die schon immer vom Weltraum fasziniert war. Nun steht sie vor dem "Angebot" an ein er Studie teilzunehmen, die das Leben auf dem Mars simuliert. Das diese Studie zahlreiche spannende und unerwartete Wendungen mit sich bringt, ist fast schon vorprogrammiert. Man fiebert mit und stellt sich mehr als nur einmal die Frage, wie man selbst handeln und ob man an diesem Programm teilnehmen würde.


Auch Kira ist hin- und hergerissen, denn einerseits will sie unbedingt zum Mars und diesen Traum auch für ihren Vater führen, der schwer krank ist. Andererseits scheint sie gefangen in einer Macht- und Kontrollspirale, die sie nicht mehr beeinflussen kann und die ihr zunehmend Angst bereitet. 


Ob sie sich letztendlich dennoch dazu entschließt, wirklich an der Mission teilzunehmen und was es zudem mit mysteriösen Zwillingen und Tauchern auf sich hat, erfahrt ihr nur, wenn ihr dieses Buch selbst lest. Empfehlenswert ist es definitv, schon allein für das Lexikon der Astronautenfehler, einen realen und sehr humorvollen Anhang, der das Buch abrundet. 

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