Marcuria

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146 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

amnesie, thriller, psychothriller, berlin, koma

Das Gesicht meines Mörders

Sophie Kendrick
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 16.12.2016
ISBN 9783499272738
Genre: Krimi und Thriller

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

zoella, photography, noah, music, london

Girl Online: Going Solo

Zoe Sugg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin, 17.11.2016
ISBN 9780141372174
Genre: Jugendbuch

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45 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

zoe sugg, girl online, erwachsen werden, freundschaft, liebe

Girl Online: On Tour

Zoe Sugg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin, 20.10.2015
ISBN 9780141359953
Genre: Jugendbuch

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

freundschaft, familie, panik, princess, noah

Girl Online

Zoe Sugg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd (UK), 25.11.2014
ISBN 9780141357270
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Boulettenbetti hatte Geburtstag

Andy Strauß
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Unsichtbar, 25.10.2016
ISBN 9783957910592
Genre: Romane

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

entführung, holland, krimi, menschenhandel, nordsee

Kalte Brandung

Isa Maron , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.09.2016
ISBN 9783832163587
Genre: Krimi und Thriller

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

amsterdam, mord, leid, galgen, ermittlungen

Dunkle Flut

Isa Maron , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 04.07.2016
ISBN 9783832163570
Genre: Krimi und Thriller

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233 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

krimi, arne dahl, schweden, entführung, schwedenkrimi

Sieben minus eins

Arne Dahl , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492057707
Genre: Krimi und Thriller

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1.417 Bibliotheken, 43 Leser, 2 Gruppen, 259 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, jugendbuch, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

dagobert duck, comic, entenhausen, onkel dagobert, don rosa

Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden

Don Rosa , Walt Disney
Fester Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Egmont Comic Collection, 08.12.2008
ISBN 9783770432455
Genre: Comics

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177 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

wiedergeburt, reinkarnation, sharon guskin, kind, familie

Noah will nach Hause

Sharon Guskin , Carina Tessari
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Allegria, 22.09.2016
ISBN 9783793423065
Genre: Romane

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537 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 83 Rezensionen

berlin, thriller, serienmörder, krimi, engel

Die Reinheit des Todes

Vincent Kliesch
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 10.05.2010
ISBN 9783442374922
Genre: Krimi und Thriller

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

künstliche intelligen, science fictio, englisch, klassiker, science-fiction

Do Androids Dream of Electric Sheep?

Philip K. Dick
Flexibler Einband: 265 Seiten
Erschienen bei Random House, 17.02.2009
ISBN 9780345350473
Genre: Fantasy

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

andy strauß, wahnsinn, witzig, poetry slam, gedichte

Sie grunzen freudig, einige springen sogar hoch

Andy Strauß
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Unsichtbar, 27.09.2013
ISBN 9783942920247
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Funktion kaputt

Andy Strauß
Buch: 24 Seiten
Erschienen bei Unsichtbar, 01.03.2014
ISBN 9783942920339
Genre: Comics

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

anti-pop, kurzgeschichten, sex, mord, poetry slam

Establishmensch

Andy Strauß
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei U-Line UG, 01.08.2009
ISBN 9783866081208
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

london, fiktion, steam-punk, spannend, historisch

Der Flug der Archimedes

Sören Prescher
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Fabylon, 01.02.2014
ISBN 9783927071728
Genre: Fantasy

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

mystery, jagd, schattenwelt, albträume, afrika

Das Wispern der Angst

Tanja Frei
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.12.2013
ISBN 9783453357570
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als eine Klassenkameradin sich mit beunruhigenden letzten Worten das Leben nimmt, werden Kim und ihre Mutter Jenna von einem Moment auf den anderen aus ihrem gewohnten Alltag gerissen. Schon seit Längerem plagt sich Kim mit Albträumen herum, in denen sie von jemandem gerufen wird und das Gefühl verfolgt zu werden wird von Tag zu Tag schlimmer. Als schließlich auch Jenna eine fürchterliche Nachricht erhält, wird den beiden klar, dass sie in großer Gefahr schweben ...

Anders als der Klappentext vermuten lässt, ist "Das Wispern der Angst" nicht nur ein einfacher Thriller, sondern darüber hinaus mit mystischen Inhalten gespickt, die im Gesamtbild klar überwiegen. Das Buch lebt zum einen von zahlreichen kurzen atmosphärischen Szenen, die mal spannend, mal unheimlich, aber in jedem Fall überraschend sind und zum anderen vom ewigen Rätseln, was es denn nun mit dem Ganzen auf sich hat. Schade ist, dass man nach langem Tappen im Dunkeln am Ende mit vielen offenen Fragen stehen bleibt. Zwar plant die Autorin einen Nachfolgeband, doch Teil 1 wirkt unausgereift und unbefriedigend, da sich der Sinn hinter der Bedrohung und die Gründe der Beteiligten nicht erschließen.

Darüber hinaus wirken viele Szenen arg konstruiert, einige unlogische Handlungen dienen offensichtlich nur dem Fortgang der Geschichte und oftmals ist es allein dem Zufall zu verdanken, dass die Erzählung überhaupt weitergehen bzw. zum Schluss kommen kann. Hierzu tragen natürlich auch die Hauptcharaktere bei, die zwar zu Beginn sehr sympathisch sind und einem schnell ans Herz wachsen, aber mit der Zeit immer häufiger unnachvollziehbar handeln, beispielsweise indem sie dem Bösen bewusst folgen oder es an anderer Stelle trotz direkter Möglichkeit nicht aufhalten. Das lässt nicht nur die Protagonisten naiv dastehen, sondern nimmt auch der Bedrohung einiges an Furcht und Spannung.

Der Schreibstil ist, speziell für einen Debütroman, zum größten Teil gut, lediglich die Dialoge wirken teils künstlich und sind von Wiederholungen geprägt. Speziell in der Mitte zieht sich das Buch zäh und langatmig dahin, da immer ähnliche Gespräche ablaufen und die gleichen Schlüsse daraus gezogen werden, während kaum Neues ans Licht kommt. Der Showdown reißt in dieser Hinsicht noch etwas heraus, ist aber leider bei Weitem zu kurz geraten.

Insgesamt ist das Buch locker zu lesen und von der Atmosphäre her teils grandios, weist aber leider auch längeren Leerlauf und einige Logikfehler auf. Es fehlt an Thriller-typischer Spannung oder alternativ an der (laut Klappentext vorhandenen) Sprengung der Grenzen der Vorstellungskraft. Durch die mystische Ebene sind die Geschehnisse nicht auf unsere Welt anwendbar und da sie zu sehr zurechtgebogen werden und zu künstlich wirken, fällt es darüber hinaus auch schwer, in die aufgebaute Fantasie-Welt einzutauchen.­

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

mindfuck, kurzgeschichten, thriller, unerwartete wendungen, verwirrung

Mindfuck Stories - Durchgedrehte Kurzgeschichten

Christian Hardinghaus
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei PRovoke Media, 15.01.2014
ISBN 9783981640915
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tiere, vegan, lebensweisen, veganismus, ernährung

Kleine Veganer-Bibel

Sarah Schocke
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442220403
Genre: Sachbücher

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481 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

fantasy, hexer, kurzgeschichten, geralt, magie

Der letzte Wunsch

Andrzej Sapkowski ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2007
ISBN 9783423209939
Genre: Fantasy

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158 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

erica falck, schweden, schwedenkrimi, fjällbacka, thriller

Die Engelmacherin

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 04.01.2014
ISBN 9783471350843
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ebba Stark und ihr Mann Mårten führten ein normales Leben in Göteborg, bis ihr Sohn Vincent plötzlich verstarb. Von diesem Moment an lebten die beiden in Scham, Schweigen und gegenseitiger Schuldsuche und beschlossen nach einigen Monaten, einen Neuanfang in Ebbas Elternhaus auf Valö zu versuchen. Das alte Haus, in dem Ebbas Vater früher ein Ferienheim geführt hatte, ist sichtlich verfallen, denn niemand hat sich groß darum gekümmert, seit ihre gesamte Familie vor 35 Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand. Zwei Erwachsene und drei Kinder wurden wie vom Erdboden verschluckt und nur die damals einjährige Ebba blieb zurück.
Als mitten in der Nacht die neue Bleibe der Starks in Brand gesetzt wird, kann sich niemand so recht vorstellen, wer dem armen Paar so etwas kurz nach dem schweren Verlust antun würde. Die Ermittlungen von Kommissar Patrik Hedström und seinen Kollegen führen zu nichts, bis Ebba und Mårten bei Renovierungsarbeiten eine gruselige Entdeckung machen, die ein neues Licht auf die Geschehnisse wirft. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen? Wer könnte dafür verantwortlich sein? Und was will diese Person bezwecken?

Die Geschichte verläuft auf zwei verschiedenen Zeitebenen. In sich abwechselnden Kapiteln geht es mal um die aktuellen Ereignisse rund um die Familie Stark und mal um die im Jahre 1908 lebende Dagmar, deren Mutter als "die Engelmacherin von Fjällbacka" bekannt wurde. Inhaltlich möchte ich hierauf nicht weiter eingehen, um nichts vorweg zu nehmen.
Vor allem in der ersten Hälfte des Buches sind diese Einschübe aus der Vergangenheit eine gern gesehene Abwechslung, denn die Ereignisse in der Gegenwart brauchen eine Weile, bis sie in Fahrt kommen. Bis zur Buchmitte ist der Inhalt zwar interessant zu verfolgen, doch lange Zeit kaum spannend oder gar fesselnd.

Der Hauptgrund hierfür sind Ebba und Mårten, die insgesamt eher fremd scheinen und recht uninteressant zu verfolgen sind, da lange Zeit, abgesehen von immer ähnlichen Gesprächen, nichts geschieht. Die triste Stimmung von und zwischen den beiden ist geradezu greifbar und sehr authentisch, wird aber schnell eintönig. Andere Personen sind dafür von Beginn an umso spannender und vielschichtiger. Neben Dagmar und ihren Verwandten wären da zum Beispiel die beinahe chronisch lügende Schriftstellerin Erica, ein skurriler Transsexueller und ein fremdenfeindlicher Politiker. Die Figuren wirken in der Art wie sie reden und sich verhalten natürlich. Auffällig sind zahlreiche unglückliche Menschen und daraus folgende berührende Situationen, durch die beim Lesen insgesamt eine recht negative Stimmung entsteht.
Die Charaktere sind nicht nur abwechslungs- sondern vor allem auch zahlreich. Wer Probleme hat, sich Personen einzuprägen, wird hier sicherlich das ein oder andere Mal durcheinanderkommen, denn bereits auf den ersten 50 Seiten tauchen 30 Personen auf (+ einige Kinder). Zwar gibt es ein Personenverzeichnis, doch dort fehlen viele Charaktere - darunter auch einige, die wichtig für die Geschichte sind.

Schön ist, dass man zwar immer wieder kleinere Hinweise bekommt, diese aber in einem perfekten Gleichgewicht zu neuen Rätseln und Geheimnissen auftauchen, sodass man permanent und bis zum Schluss Vermutungen aufstellt oder wieder verwirft. Die wahren Gründe bleiben lange unklar und sind auch eher nur in Ansätzen und nicht in ihrem vollen Umfang vorhersehbar.
Zu Camilla Läckbergs Schreibstil lässt sich nur Positives sagen: gelungene Dialoge, eine atmosphärische Beschreibung der Umgebung und sehr gute Satzlängen lassen die Seiten nur so dahinfliegen.

Weniger gelungen ist die Arbeit der Polizei an einer der wichtigsten Stellen - trotz drohender Gefahr und klarer Verdächtigung wird in Ruhe weiter beraten. Außerdem wird Ericas Lügen im Laufe des Buches zu stark und lässt sie nicht nur sehr naiv, sondern auch unsympathisch dastehen.

Insgesamt trotz kleinerer Schwächen eine Leseempfehlung für alle, die trotz einer negativen Grundstimmung und ohne "Spannung von der ersten Seite" Freude an Krimis haben.

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176 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

new york, dschinn, golem, freundschaft, fantasy

Golem und Dschinn

Helene Wecker , Anette Grube
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 16.08.2013
ISBN 9783455403671
Genre: Fantasy

Rezension:

Otto Rosfeld ist ein einsamer, unglücklicher Mann, der sich nichts mehr an seiner Seite wünscht als eine einfache Frau. Da die weibliche Welt sich allerdings herzlich wenig für ihn interessiert, gibt er kurzerhand einem Rabi den Auftrag, ihm eine intelligente und neugierige Golem-Frau zu erschaffen - ein Wesen aus Lehm, das ohne Widersprüche die Wünsche ihres Meisters erfüllt. Als das Wunder vollbracht ist, nimmt er den noch leblosen Golem mit an Bord nach Amerika, kommt aber schon kurz nach ihrer voreiligen Aktivierung ums Leben. Von diesem Moment an ist die frisch geborene Golem-Frau in einer für sie fremden Welt völlig auf sich alleine gestellt.
Zeitgleich wird ein Dschinn, ein Mann aus Feuer, der für mehrere Jahrhunderte in einer verbeulten Kupferflasche eingesperrt war, von einem Schmied beim Ausbessern des Familienstücks befreit. Durch seine lange Gefangenschaft hat er das meiste aus seinem alten Leben vergessen, erinnert sich aber noch an einen alten Hexer, der ihn vor langer Zeit durch eine Eisenschelle an die Gestalt eines Menschen gebunden und ihn in die Flasche verbannt hat.
Sowohl Golem als auch Dschinn müssen versuchen, ihre wahre Identität mit allen Mitteln zu verbergen und sich den neuen, ungewohnten Lebensbedingungen anzupassen, um im New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts nicht aufzufallen.

Die Charaktere in "Golem und Dschinn" sind durchweg gelungen gestaltet und jeder auf seine Art faszinierend. So werden nicht nur die Protagonisten aufwendig gezeichnet, sondern auch sämtliche Nebenpersonen mit ihrer Lebensgeschichte eingeführt. Statt die Gesamterzählung zu unterbrechen, bereichern diese Einschübe sie und werden im weiteren Verlauf der Geschichte wieder aufgegriffen.
Der Kontrast zwischen den Hauptcharakteren sorgt für eine interessante Ausgangssituation und Abwechslung, denn während Chava, der Golem, passend zu den Eigenschaften ihrer Spezies, eher schüchtern und unterwürfig ist, liebt Ahmad der Dschinn seine Freiheit, wird von seiner Neugierde gesteuert und von seiner Ungeduld beeinflusst.
Damit zusammenhängend hätten auch die Wahl von Ort und Zeit der Geschichte sowie die zahlreichen Einblicke in die damaligen Lebensverhältnisse nicht passender sein können, denn Chava eckt als körperlich starke, neugierige und tollpatschige Frau in der unemanzipierten Welt leicht an und auch Ahmad hat durch sein feuriges Inneres, seine Implusivität, seine Leidenschaft und seine Liebe zu Freiheit und Gefahr große Schwierigkeiten beim notwendigen Versteckspiel.

Obwohl beide Wesen alten Legenden und der Phantasie entspringen, wirken sie von Beginn an sehr überzeugend. Da die beiden zwar menschliche Eigenschaften haben, aber an vielen Stellen aus menschlicher Sicht wenig nachvollziehbar handeln, entsteht allerdings schnell das Problem, dass sich eine gewisse Distanz zu den Hauptcharakteren aufbaut. Das kann dazu führen, dass man einem Teil des Buches lieber folgt oder sich dahingehend steigern, dass man den anderen kaum genießen kann. Mir persönlich erschien der Golem oft zu unterwürfig und eintönig, während ich den eigenwilligen Charakter des Dschinns mit großem Interesse verfolgt und mir einige Male gewünscht habe, das Buch würde sich nur um ihn drehen. Da die Erzählperspektiven in den einzelnen Kapiteln immer wieder wechseln, kann es so passieren, dass man regelmäßig aus interessanten Szenen herausgerissen wird.

Der Stil des Buches ist ausgezeichnet. Ohne zu dick aufzutragen, entstehen wundervolle Bilder und eine dichte Atmosphäre, die Dialoge wirken durchgehend authentisch und sprachlich gesehen ist es leicht zu lesen, ohne oberflächlich zu wirken.

Insgesamt wirkt "Golem und Dschinn" mit seinen 623 Seiten sehr gestreckt und weist vor allem im Mittelteil zahlreiche Längen auf. Zu Beginn ist die Einführung von Personen, Orten und Grundstimmung noch sehr gelungen, doch bis zu einem lang ersehnten, entscheidenden Ereignis vergehen mehr als 200 Seiten, nur um anschließend die Spannung wieder für ähnlich viele Seiten herunterzufahren. Im letzten Drittel überspitzen sich die Ereignisse, fesseln ungemein, können aber kaum über die gähnende Leere zuvor hinwegtäuschen. Diese extreme Streckung ist sehr schade, da der Roman an sich sowohl inhaltlich als auch von den Charakteren, der Atmosphäre und dem Stil her grandios ist.

(Wegen dieser Langatmigkeit, die mich das Buch oft zur Seite legen lassen hat, und einigen anstrengenden charakterlichen Entwicklungen gebe ich abgerundete 3,5 Sterne, aber auch eine klare Leseempfehlung an all diejenigen, die nicht nur offen sind für eine interessante Mischung aus historischem Roman und Fantasy, sondern darüber hinaus auch mehr Geduld aufweisen als der Dschinn. ;))

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

psychiatrie, mord, hamburg, tessa ravens, selbstmord

Nacht ohne Angst

Angélique Mundt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 10.06.2013
ISBN 9783442746262
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Isabelle Drost, eine 26-jährige Patientin, die sich wegen starker Depressionen in stationärer Behandlung befand, bei einem nächtlichen Rundgang erhängt aufgefunden wird, gehen die meisten von einem Selbstmord aus. Einzig ihre Psychotherapeutin Tessa Ravens glaubt nicht, dass die junge Frau sich ausgerechnet zu dem Zeitpunkt das Leben nehmen würde, zu dem ein neues Medikament ihr sichtlich half. Nur kurze Zeit darauf kommt es zu einem weiteren Todesfall und diesmal ist ein Gewaltverbrechen nicht zu leugnen. Kriminalkommissar Torben Koster und sein Kollege Michael "Liebchen" Liebetrau nehmen sich dem Fall an und müssen schon bald feststellen, dass es in der Hamburger Universitätsklinik deutlich mehr Verdächtige gibt, als ihnen lieb wäre.

"Nacht ohne Angst" ist der Debütroman der deutschen Autorin Angélique Mundt und Auftakt einer Krimi-Reihe um die Protagonisten Tessa Ravens und Torben Koster. Das Besondere an dem Roman ist, dass er nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch den ein oder anderen fundierten Blick in die Psyche der Menschen bietet, da die Autorin selbst hauptberuflich als Psychotherapeutn tätig ist. So ist es ihr gelungen, nicht nur die Patienten, das Personal und die Abläufe in der Klinik glaubwürdig darzustellen, sondern auch einige interessante und leicht verständliche Definitionen von Diagnosen wie Schizophrenie oder Sozialer Phobie einfließen zu lassen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn zu Beginn relativ viele Patienten auftauchen, die sich teilweise ähneln und so nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind. Speziell Tessa Ravens wirkt in der Rolle der Psychotherapeutin sehr überzeugend und ermöglicht als Hilfsermittlerin Einblicke und Ermittlungsmethoden, die für den üblichen Krimi eher ungewohnt sind.
Schade ist, dass sowohl Tessa als auch Torben an einigen Stellen unprofessionell handeln und Offensichtliches übersehen, was zwar die Geschichte vorantreibt, aber ihr einiges an Glaubwürdigkeit nimmt. Außerdem ist die eingebundene Liebesgeschichte nur schwer nachvollziehbar, da sie sich in einer viel zu kurzen Zeit entwickelt (Liebesschwur nach 8 Tagen).

Der größte Kritikpunkt ist, dass der Leser zwar schnell Interesse für das Geschehen aufbaut, aber abgesehen vom unmittelbaren Ende wirkliche Spannung vermisst. Der Handlungsort Psychiatrie verspricht geradezu eine unheimliche Atmosphäre, doch diese greift leider kaum, da durch das gesamte Buch hindurch keine wirkliche Bedrohung spürbar ist. Sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Patienten fehlt die Angst, dass es noch jemanden treffen könnte sowie die Furcht um das eigene Leben. Darüber hinaus kommt außerdem das gegenseitige Verdächtigen oder zumindest das unvermeidbare Misstrauen untereinander bei weitem zu kurz.

Zusammenfassend ist "Nacht ohne Angst" ein guter Auftakt, dem es zwar an Spannung mangelt, der aber dennoch eine interessante, gut durchdachte, leicht zu lesende Geschichte und durch die psychotherapeutischen Einflüsse eine gern gesehene Abwechslung auf dem Krimi-Markt bietet.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort: Roman

Ned Beauman
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei DUMONT Buchverlag, 07.03.2013
ISBN 9783832187088
Genre: Romane

Rezension:

"Nicht jeder kann es bis ganz nach oben schaffen. Unten muss es auch Menschen geben.(S.37)

Egon Loeser erlebt eine Enttäuschung nach der anderen und befindet sich in einer unendlich scheinenden Abwärtsspirale. Nicht einmal der größte Außenseiter in seinem Bekanntenkreis hat Zeit für ihn, die Frau, die er begehrt, interessiert sich nicht für ihn und überhaupt scheint ihm "die Errichtung eines weltweiten marxistischen Arbeiterparadieses ein maßvolles und erreichbares Ziel im Vergleich zu der geradezu lächerlich optimistischen Vision einer Welt, in der er, Egon Loeser, ab und zu tatsächlich in die Nähe einer nicht-käuflichen Vulva kommt"(S.25)
Es ist schwer zu sagen, um was es in "Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort" tatsächlich geht. Wer sich auf eine Science-Fiction-Story freut, wird maßlos enttäuscht sein. Wer Romantik sucht, ist ebenfalls fehl am Platz. Am ehsten könnten wohl diejenigen auf ihre Kosten kommen, die einen recht abstrakten Sinn für Humor haben, doch selbst das taucht im Buch leider nur gelegentlich auf.

Über 400 Seiten lang begleitet der Leser den extrem selbstbezogenen Egon Loeser, dessen Leben sich zum großen Teil um den Sex dreht, den er nicht hat. Während er in den 1930er Jahren eigentlich an einer "Teleportationvorrichtung" für das Theater arbeitet, verlässt er schon bald Berlin, um seine Angebetete obsessiv zu verfolgen.
Auf seiner Reise begegnen ihm nicht nur immer wieder alte Bekannte aus Berlin, sondern auch neue, teils recht außergewöhnliche und skurille Charaktere wie beispielsweise ein Mann, der Bilder nicht von der Realität unterscheiden kann und daher mit der bloßen Abbildung eines Gorillas ringt.
Doch noch kurioser als so manch eine Person, sind die Situationen, in die Loeser unmittelbar verwickelt ist. So geht es unter anderem um altershemmende Affentestikel, die in einer aufwendigen Operation an die Frau gebracht werden sollen oder um einen spukenden Hausgeist, der nicht nur Gegenstände auftauchen, sondern sie auch völlig wahllos wieder verschwinden lässt.

"Nüchtern hätte das Loeser nur peripher tangiert, aber zwei Flaschen schlechten Rotweins hatten ihn in das emotionale Pendant zu einem jener seltsamen peruanischen Frösche verwandelt, deren Haut so durchscheinend ist, dass man ihre schreckhaften kleinen Herzen sieht." (S.22)

"[...] die Renovierungsarbeiten waren erst halb abgeschlossen, sodass einem die Farbflocken und Staubmäuse, Fäden und Polsterfussel, Spinnenweben und Splitter nach ein paar Stunden hinter der Bühne so dicht in Haaren und Kleidern hingen, dass man sich vorkam wie ein in Paniermehl gewendetes Kalbskotelett." (S.14)

Während der Roman sich sprachlich auf einem recht hohen Niveau befindet und durch Wortspiele, geschickte Formulierungen und einen insgesamt gelungenen Aufbau besticht, wirken sowohl Inhalt als auch Charaktere mehr schlecht als recht gestaltet. Ist der Anfang der Geschichte noch überraschend anders und stellenweise lustig, zieht sich der Rest des Buches unbeschreiblich langatmig dahin. Endlos scheinendes Geschwafel und zahlreiche leere Phrasen, zwischendrin ab und an eine nette Anekdote, doch insgesamt bleibt nur das Gefühl, das im Grunde nichts geschieht. Hierdurch wird auch der an sich gute Schreibstil schnell ermüdend, bis man sich irgendwann nur noch durch das Buch kämpft, in der Hoffnung doch noch auf einen roten Faden, auf eine durchgehende Geschichte, auf Spannung, mehr Witz oder verdammt nochmal endlich auf einen einzigen sympathischen Charakter zu stoßen. Vergebens. Das direkte Ende ist interessant, kann aber nicht über die gähnende Leere zuvor hinwegtäuschen.

Was hängenbleibt ist einzig das Gefühl, meine Zeit mit einem Buch verschwendet zu haben, das mir abgesehen von drei amüsanten Kurzgeschichten nichts außer Langeweile beschert hat. Da ich mich selten so durch ein Buch quälen musste, kann ich trotz gutem Stil und einigen lustigen Passagen nicht mehr als einen Stern vergeben.

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