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155 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

urlaub, adria, italien, italienurlaub, 80er jahre

In der ersten Reihe sieht man Meer

Volker Klüpfel , Michael Kobr
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer, 09.03.2016
ISBN 9783426199404
Genre: Humor

Rezension:

Ich habe die Hörbuch-CD gewonnen. Ich gebe ehrlich zu das Buch hätt ich nicht gelesen, da ich eher ein Thriller Fan bin und mir das ein wenig zu seichte Unterhaltung ist.
Die CD hat mir aber so manch lange Autofahrt versüßt und ich habe doch einige Male schallend gelacht.
Der Familienvater Alexander findet sich in der Nacht vor dem großen Familienurlaub mit Frau, Kiindern, Schwester und Eltern plötzlich in einem sehr realen Traum wieder - nämlich 30 Jahre in der Vergangenheit in einem Italienurlaub. Im Körper eines 13-jährigen mit dem Verstand eines 45-jährigen. Der arme Mann bekommt den Schreck seines Lebens und muss lernen mit dieser speziellen Situation umzugehen und macht schließlich das beste daraus.
Jeder der mit seiner Familie einmal in Italien war, wir auch, und mit randgepacktem Auto in großer Hitze hingefahren ist, um dann am Strand wie in einer Sardinenbüchse in der Sonnen zu schmoren, weiß wovon die Autoren sprechen.
GRANDIOS hier Bastian Pastewka, der mehr als perfekt ausgewählte Leser des Buches. Unfassbar gut, was Stimmen, Sprache und Charaktäre betrifft. Richtig richtig gut.
Die Geschichte mit Mehr-Geneartionen-Familien-Querelen nimmt seinen Lauf und es entsteht eine deutsch-italinische Freundschaft.
Auch Verhaltensweisen die vor 30 Jahren noch absolut OK waren aber heute ein NOGo sind, werden mächtig aufs Korn genommen.
Schön ist das Ende, welches eine wunderbare bzw 2 wunderbare Überaschungen birgt und die Geschichte somit zu einem kleinen Märchen macht.

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(36)

44 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

thriller, schlechtes lektorat, iq, menschen versuche, gute idee

MINDEXX

Katharina Stock
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Magnolia, 17.03.2016
ISBN 9783981625738
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mindexx fand ich schon mal spannend aufgrund der Autorin. Superjung, abgeschlossenes Medizinstudium und nun Roman. Krasse Sache, dachte ich.
Ich gebe auch ehrlich zu, dass ich etwas skeptisch war. Zudem hatte ich hohe Erwartungshaltungen an die Beschriebungen bezüglich Funktionsweise des Gehirns und dessen Manipulationsmöglichkeiten.
Die Geschichte liest sich rund und flüssig. Junges Mädchen wird entführt, zusammen mit einem Jungen. Beide werden eingesperrt mit noch mehr Kindern. Es folgen Gaben von Drogen, Manipulation, Druck, Drohungen, Essensentzug, Lichtentzug, Wasserentzug nd das alles zudem Verlust der Familie.
Fast alle Kinder bleiben lange stark und kämpfen um ihr Leben. Ich sage ehrlich, die sind so jung in dem Buch, dass ich nicht glauben kann, dass nicht viel mehr psychische Veränderung auftreten muss.
Medizinisch, wissenschaftlich wird leider so gut wie nichts fundiertes erklärt, was für mich die große Enttäuschung dieses Buches war.
Dennoch insgesamt guter Spannungsbogen, auch darüber dass man auch kurz vor dem Schluss nicht weiß, warum Morde geschehen und was eigentlich vertuscht werden soll.
Etwas zu kurz kommt mir die Beziehung der Hauptprotagonistin mit ihrem Freund Jan, sowie Jans Persönlichkeit, da hätte man mehr draus machen können.
Ich denke das Buch ist eher etwas für 15-25-jährige.

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(68)

112 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

aids, liebe, freundschaft, trauer, schicksalsschläge

Dem Horizont so nah

Jessica Koch
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 15.03.2016
ISBN 9783945362198
Genre: Romane

Rezension:

Für diesen Roman von Jessica Koch eine Rezenssion zu schreiben ist schwierig. Der Roman ist extrem persönlich und komplett autobiographisch. Selbst die Namen wurden nicht verändert.
Kurze Rahmenhandlung: Junge Frau verliebt sich in einen schwierigen Mann. Dieser hat unvorstellbar Schreckliches in seiner Kindheit erllebt und kämpft sein ganzes Leben schon mit den psychischen Auswirkungen. Zudem ist er schwer krank.
Trotz unfassbarer Schwierigkeiten hält die Frau zu ihm und bleibt stets an seiner Seite. Dies hat mir großen Respekt gemacht.
Dennoch hatte ich manchmal das Gefühl ein Voyeur zu sein. Zu nah dran zu sein, nicht das Recht auf diese persönlichen Informationen zu haben.
Ich verstehe, dass der Mensch, der das erlebt hat, die Geschichte niederschreiben musste, um sie zu verarbeiten. Mir war es persönlich zu persönlich.
Auch das Verhältnis zu ihren Eltern, die quasi vollkommen unwissend sind, fand ich nicht so glaubwürdig, obwohl die Beziehung sonst gut beschrieben wurde.
Auch empfand ich das Verhalten von Jessica manchmal etwas glorifiziert, man kann sich das für einen so jungen Menschen nur schwer vorstellen.
Aber wie gesagt Hut ab vor jemandem in dem Alter, der so einen Weg mitgeht und danach noch aufrecht steht. Die Fortsetzung möchte ich nicht lesen, da die betroffenen Person nicht mehr lebt und mir das viel zu nah ist.

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(32)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

roman, sekte, unterdrückung, wildnis, befreiung

Götter

Will Hofmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 29.02.2016
ISBN 9783944788197
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Buch "Götter" von Will Hofmann war eine Überaschung. Es ist ein Fantasy Roman, wenn auch sehr stark an die Realität angelehnt. Ich wäre auch nicht auf das Cover aufmerksam geworden, in grau-schwarz gehalten mit einem Hubschrauber darauf.
Der Klappentext gefiel mir aber und daraufhin habe ich die Leseprobe gelesen.
Schon das hat mich neugierig gemacht.
Nun habe ich das Buch durch und bin sehr begeistert.
Es liest sich schlüssig, flüssig und die einzelnen Handlungsstränge sind vernünftig und gut verständlich miteinander verkrüpft.
Die Hauptpersonen sind gut ausgearbeitet und man kann sich mit ihnen identifizieren.
Rahmenhandlung: Eine Sekte und Regierungsmitarbeiter haben Reservate geschaffen, in denen sie Menschen nach Geschlechtern getrennt in weitgehendem Unwissen über das zivilisierte Leben unter strengen Auflagen halten. Ihr Leben ist geprägt von Einfachheit und Arbeit.
Es entfliehen aus einem weiblichen Reservat Agnes und Jahre später aus einem männlichen Reservat Günter. Beide treffen aufeinander und beginnen gemeinsam in der Wildnis zu leben und sich ursrünglich zu ernähren.
Parallelgeschichte dazu eine Sekte, die unglückliche Menschen rekrutiert und dieses zu Macht und sexuellen Ausschweifungen verhilft.
Nebengeschichten: ein jugendlicher der von seinem Vater in die Machenschaften der Sekte eingeführt wird, sowie eine Regierungsbeauftragte, die der Sekte auf der Spur war.
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der sich gerne in andere Lebensmodelle reindenkt, der das ursprüngliche Leben faszinierend findet, sowie die Verstrickungen die auftauchen, wenn man zu viel Macht über andere Lebewesen erhält.
Ein Buch voller menschlicher Abgründe, aber auch großen Glücks im einfachen Leben ohne Besitztümer.

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(52)

75 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

krimi, oslo, widerstandskämpfer, norwegen, 2. weltkrieg

Der letzte Pilger

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 26.02.2016
ISBN 9783471351161
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte sehr auf das Buch "Der letzte Pilger" von Gard Sveen gefreut, war aber enttäuscht und kann den Hipe darum nicht nachvollziehen
Ich habe mich riesig gefreut, da ich einen langen Arbeitsweg habe und fast immer ein Hörbuch läuft.
Der Sprecher ist ebenfalls die Synchronstimme von George Clooney, was schon einmal sehr schön und auch vertraut ist.
Die Sprache, den Ausdruck und die unterschiedlichen Stimmlagen des Sprechers haben mir sehr gut gefallen, da war ich anfangs skeptisch, ich dachte vor dem geistigen Auge sieht man immer nur George, aber dem war nicht so.
Das Buch spielt in zwei unterschiedlichen Zeiten, einmal im 21. Jhd und einmal in der Nazizeit, bzw. 2. Weltkriegszeit. Das macht den Inhalt insgesamt spannend.
Norweger, Schweden und Deutsche sind die Hauptprotagonisten.
Und schnell wird klar, das ein aktuell geschehener Mord seine Wurzeln in der Kriegszeit hat.
Kommissar Tommy Bergmann ist alleinstehend aber gerade dabei sich in die Mutter einer seiner Handballschülerinnen zu verlieben. Wie die Liebe langfristig verläuft bleibt jedoch bis zum Ende etwas fraglich, was schade war.
Insgesamt fand ich die Geschichte sehr kompliziert. Sie war sehr militärisch und es ging viel um unterschiedliche Ränge, Agenten, Doppelagenten und die unvermeidliche Liebe zwischen zwei der Hauptprotagonisten. Zentrale Figur - Agnes - die sich in ihrer Agentenrolle verliert und permanent den Tod fürchtet.
Die Auflösung des Falles dann doch überaschend.
Das Buch wurde in Norwegen gefeiert, ich muss sagen, dass ich nicht so gut in die Geschichte hineingekommen bin. Zahlreiche Menschen wechselten sich ab, mir war das auch zu militärisch. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Mann das Buch grandios findet.

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(104)

164 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

schweden, krimi, mord, erica falck, folter

Die Schneelöwin

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2016
ISBN 9783471351062
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

WOW, selten war ich in letzter Zeit so geflashed von einem Buch, wie von dem neuen von Camilla Läckberg. Ich habe bisher alle von dieser Reihe gelesen und hoffte auf den Gewinn. Es war das erste Buch für das ich bei Vorablesen teilnahm, ...und ich Trottel - ich hätte gewonnen, hatte aber noch nicht meine Adresse eingetragen...ohne Worte.
Nun hatte ich ja einen Leseeindruck verfasst und gehofft und wollte es unbedingt haben und habe es mir endlich gekauft. Montag. Heute (Mittwoch) bin ich durch damit.
Ich habe es verschlungen (irgendwann muss man ja auch nochmal arbeiten und schlafen, oder so).
Das Buch handelt von 4 verschwundenen Mädchen (eines taucht schwerst verletzt und misshandelt wieder auf und verstirbt kurze Zeit darauf im Krankenhaus). Die Mädchen sind ohne erkennbaren Zusammenhang innerhalb von ganz Schweden verschwunden. Polizist Patrick und sein Team machen sich an die Aufklärung. Nicht ohne die Hilfe seiner Frau Erica, einer Autorin. Patrick und Erica sind die Hauptpersonen in allen Läckberg Krimis, die ich gelesen habe. Das besondere, sie führen - trotz Kinder- und Familiestresses eine harmonische und ausgewogenen Beziehung und lieben sich sehr. Ich bin mittlerweile total genervt davon, dass in vielen anderen Krimis der Hauptpolizist in zerrütteten Verhältnissen lebt und metal komplett einen an der Waffel hat. Läckberg ist einer der wenigen Ausnahmen und somit ein echter Lichtblick.
Das Buch wird intelligent aufgebaut. Die Rahmenfiguren werden ausführlich beschrieben und man hat schnell optische Vorstellungen.
Das Privatleben der Protagonisten kommt nicht zu kurz und die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf.
Die Zusammenhänge sind schlüssig und auch 50 Seiten vor Schluß weiß man noch nicht genau wer der Böse wirklich ist.
Hervorragend. Ich bin so begeistert, schade dass das Buch schon durch ist. Ich kann das jedem Krimi- und Schwedenfan nur empfehlen. Viel Spaß beim Lesen! Fünf Sterne.

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(35)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

roman, mike engel, religion, nahtoderfahrung, vorablesen

E.D.E.N.

Mike Engel
E-Buch Text: 470 Seiten
Erschienen bei null, 16.02.2016
ISBN B0183R4R0A
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich mag das Buch! Ich hatte zwischenzeitlich etwas Angst, dass es kein sinnvolles Ende gibt, aber weit gefehlt, das Ende war brilliant!
( Was damit zun tun hat, dass ich viele Bücher mit toller Geschichte gelesen habe, wo der Autor dann Probleme hatte ein rundes Ende zu bilden und man so dachte: Aha...das ist es jetzt also. .....)

Ich mochte Stoller sofort und ich feiere den Autor dafür, dass Anna keine blonde, langmähnige Frau war mit endlos langen Beinen, die sich ihrer umwerfenden Schönheit nur nicht bewusst war.
Nein, sie war nicht perfekt und trotzdem schön. Und Stoller verliebt sich gerade deswegen und in ihren Geruch - wunderbar. Das wurde wirklich einmal Zeit. Ganz großes Lob dafür. Die meisten Autoren verkacken das!
Die Idee mit dem Papageien fand ich ganz gut, nur reifte die Mephistogeschichte leider nicht. UND....ich bin von Beruf eine der eher wenigen Tierärztinnen in Deutschland mit Schwerpunkt Vogelmedizin.....EIN EINZLNGEHALTENER PAPAGEI IST ECHT MAL DAS ALLERLETZTE, der wird dann son Stoller aus dem ersten Drittel des Buches und entwickelt Selbstmordabsichten. Zu Recht!
Tja, das kommt davon wenn ein Vogeltierarzt das Buch gewinnt. Da war ich wirklich bockig. ;-)
Ich mochte Stollers Bemühungen sehr, Gott näher zu kommen und seinen Glauben und seine Zweifel, dass er für etwas ausgewählt wurde. Hätte er die ganze Zeit am Glauben festgehalten, wäre er unglaubwürdig gewiesen.
Die gesamte Technik und die dahingehenden ausführlichen Beschreibungen waren mir jedoch zuviel und haben etwas Ermüdung und drüberweglesen zur Folge gehabt. Auch die Verschwörungstheorien waren nicht so meins - obwohl sie manchmal beängstigend real wirkten. Ich denke der Teil ist eher etwas für den klassisch männlichen Leser, DIESES BUCH IST DEFINITIV ETWAS FÜR MÄNNER UND FRAUEN!!!
Das Medizinische hat mir gut gefallen, sehr gut recherchiert! Ich habe einiges nachgegoogelt, weil ich nicht sicher war, hat aber alles gestimmt.
Was mir ein bisschen unglaubwürdig erschien, war der Punkt das ein Wissenschaftler der so kurz vor dem Durchbruch steht, zum Spontanalkoholiker mutiert. Gut, das passt natürlich dazu, dass Stoller im Gegenzug abstinent wird. Bei Daniel hätte ich mir eher Medikamente vorstellen können, die aufs Bewusstsein wirken oder einfach so "psychogen" die Bodenhaftung zu verlieren.
Das ein Mann über einen Mann schreibt dass er es als Schatz empfindet, wenn seine Freundin ihm sagt dass sie schwanger ist fand ich ebenfalls bemerkenswert.
Ich würde das Buch empfehlen und verschenken. Fünf Sterne plus *****

Buchtitel:  E.D.E.N.

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(75)

107 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

liebe, zweiter weltkrieg, ddr, stasi, deutschland

Ab heute heiße ich Margo

Cora Stephan
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048957
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin Cora Stephan hatte ich bisher nicht gelesen. Bücher aus dem zweiten Weltkrieg finde ich grundsätzlich sehr interessant und ich habe mich sehr darauf gefreut das Thema mal aus Frauensicht zu lesen.
Das Buch spielt hauptsächlich in Berlin und Stendal und beginnt zu Zeiten des beginnenden 2. Weltkriegs.
Leider bin ich nicht so gut in das Buch reingekommen. Ich fand den Sprachstil schwierig und auch das Bild der zwei unterschiedlichen Frauen nicht immer ganz schlüssig. Auch ein hohes Maß an verschiedenen Personen war manchmal recht unübersichtlich - wobei am Ende auch ein Verzeichnis über die Personen ist, was hilfreich war.
Ich hatte aber nicht immer Lust nach hinten zu blättern ehrlich gesagt.
Margo und Helenes Geschichte geht über mehrere Jahrzehnte und wechselt immer zwischen den Frauen, welche nicht immer, aber doch immer wieder in Kontakt zueinander stehen. Beide lieben zeitweilig denselben Mann. Helene lebt später dann im Osten, Margo im Westen. Hiermit sollte auch sicher die unterschiedliche Lebensweise dargestellt werden, die den Menschen nach der Teilung Deutschlands zu Teil wurde.
Leider hat mich vieles von der Geschichte nicht so überzeugt und angesprochen, ich hatte mir vielleicht auch mehr erhofft. Vielleicht waren meine Erwartungshaltungen auch einfach anders.
Das Cover vom Buch war ebenfalls nicht ganz so meins, aber ein Bild ist nun wirklich Geschmackssache.
Ich denke, das vielleicht anderen Frauen diese Literatur besser gefällt, als mir. Vielleicht bin ich da auch nicht so der Maßstab.
Die Darstellung der Lebensweise und auch die Kriegszeit war insgesamt schlüssig, nur die personellen Handlungen eben leider oft wuselig.
Deshalb leider nur 3 Sterne.
Inhaltsangabe Cover: Stendal in den Dreißigerjahren: Hier kreuzen sich die Wege von Margo und Helene. Margo ist Lehrling in der Buchhaltung, Helene Fotografin. Sie lieben denselben Mann, werden durch den Krieg und die deutsche Teilung getrennt und bleiben doch miteinander verbunden.

Die Geschichte zweier Frauen mit einem gemeinsamen Geheimnis, berührend, fesselnd und voller Überraschungen! Margo weiß, was sie will: eine anspruchsvolle Arbeit und Verantwortung. Als sie Helene bei Photo-Werner trifft, hat diese schon viel riskiert. Sie ist im Spanischen Bürgerkrieg zwischen die Fronten geraten. Mit ihr taucht Alard von Sedlitz in Stendal auf, ein charismatischer junger Schlesier, in den sich beide verlieben. Sie werden durch Krieg und Verfolgung getrennt. Margo verliert auf der Flucht 1945 ihr Kind und beinahe ihr Leben. Mit Henri, dem der Krieg alle Illusionen geraubt hat, baut sie sich eine neue Existenz in Westdeutschland auf. Helene, die Buchenwald überlebt hat, wird in Ostberlin von der Stasi zur »Botschafterin des Friedens« ausgebildet. Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs treffen beide wieder aufeinander, verbunden durch ein Familiengeheimnis und gelenkt durch die Stasi. Doch selbst das Ende der DDR bedeutet kein Ende ihrer dramatischen Verstrickung, die noch bis ins letzte Jahr des 20. Jahrhunderts reicht.

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(127)

210 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

zauberei, zauberer, magie, scheidung, prag

Der Trick

Emanuel Bergmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069556
Genre: Romane

Rezension:

"Der Trick" von Emanuel Bergmann ist mit Abstand das beste Buch, was ich lange gelsen habe. Ich hatte es mit auch sehr gewünscht. Muss jedoch sagen, dass ich niemals in einem Buchladen auf den Titel aufmerksam geworden wäre, da ich hauptsächlich Krimis lese.
Der Einband ist, wie so häufig beim Diogenes Verlag anspruchsvoll gestaltet mit einem Ausschnitt aus einem Gemälde, das verleiht dem Titel gleich einen intellektuellen Anstrich.
- Kann so aber auch abschreckend wirken.
Der Trick verbindet zwei Lebensgeschichten, bzw. Familiengeschichten über Generationen hinweg. Zusammen mit der Faszination an Magie und Zauberei und der Hoffnung, dass es nicht alles nur Tricks sein können. Der große Zabbatini, ist ein sehr alter Zauberer, welcher verbittert in einem Pflegeheim lebt. In einem früheren Leben vor unendlich langer Zeit war er der nicht leibliche Sohn eines jüdischen Rabbis und hieß Mosche. Nach dem Tod seiner Mutter verlässt er als Teenager aber die Enge des Elternhauses, um mit einem Zirkus zu reisen und um bei einem Zauberer in Lehre zu gehen.
Der zweite Hauptdarsteller in der kleine Max, dessen Eltern in Scheidung leben. Dies hat sein Weltbild stark verrückt. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass die Eltern nicht getrennt sind. Bei seinem Vater findet er eine Schallplatte, auf der der Große Zabbatini einen Liebeszauber erklärt. Leider ist die Platte defekt und so macht Max sich auf den Weg in das Altenheim, in dem Zabbatini alias Mosche heute lebt und rettet diesem prompt ungewollt das Leben.
Die Geschichte besticht durch eine wunderschöne, klare Sprache. Sie spielt wechselnd vor etwa sechzig Jahren und in der heutigen Zeit, was die Handlung sehr lebendig macht.
Man fiebert mit, welchen Weg Max Familie nehmen wird und möchte wissen, ob der Kontakt zwischen Max und Zabbatini beiden gut tut und einiges verändert.
Durch die Erzählungen aus dem Zirkusleben wird man zweitweilig in eine besondere Welt entführt und kommt durch die Handlung aus dem zerrütteten Elternhaus von Max auf den Boden der Tatsachen zurück.
Ich kann jedem, der Familiengeschichten, die jüdische Kultur und Religion, sowie das Leben von Künstlern liebt dieses Buch wärmstens empfehlen. Ein echter Gewinn für jeden Buchschrank. Fünf Sterne PLUS

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138 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

kaffee, abenteuer, historischer roman, diebstahl, 17. jahrhundert

Der Kaffeedieb

Tom Hillenbrand
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe das erste Mal ein Buch von Tom Hillebrand gelesen. Wäre ich bei vorablesen nicht auf diesen Titel gestoßen, hätte das Buch vermutlich kein Interesse in mir geweckt. Jedoch ist der Einband sehr schön gestaltet, wie ein Gemälde. Innen kann man sich eine Landkarte aus dem 17. Jahrhundert ansehen. Das macht die gesamte Thematik anschaulicher und regt die Fantasie an.
Das Buch handelt von dem Engländer Obediah, welcher zwar adlig aber sehr arm ist und sich mit reichlich illegalem über Wasser hält. Er ist ein Fälscher. Als er erwischt wird, muss er fliehen, kann aber seinen Häschern nicht entkommen und bekommt den Auftrag Kaffeeplanzen zu stehlen als Gegenleistung für seine Freiheit. Hierfür wird er mit Geld und Reisematerial ausgestattet.
Kaffee war damals im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Die Pflanzen brachten Reichtum und wurden mit Argusaugen bewacht. Keine leichte Aufgabe also. Das klang schon einmal sehr spannend und machte neugierig auf mehr.
Obediah reist also ins osmanische Reich. Auch wenn Obediah kein rechtschaffener Mensch ist, mag man ihn irgendwie, er ist klug, sehr wendig in seinen Gedanken und überlebensfähig in schwierigen Zeiten, jedoch auf seine Art und Weise.
Leider lebt dieses Buch, trotz großartiger Charaktäre und spannenden Ideen, wie zum Beispiel Geheimschriften, von langatmigen und ermüdenden Erzählungen und die eigentliche Geschichte tritt oftmals in den Hintergrund. Leider habe ich irgendwann über einige Passagen hinweggelesen, da ich gelangweilt war. Vielleicht habe ich mir hierdurch die eine oder andere Bereicherung genommen.
Da ich grundsätzlich Geheimes und die Lösung dazu mag, wurde ich aber auch belohnt und habe vieles in diesem Buch auch genossen. Zudem mochte ich den Hauptdarsteller.
Insgesamt hat mir aber die Würze gefehlt, so dass es nicht zu 5 Sternen gereicht hat.
Dennoch, für Geschichtsfans sicher ein lesenswerter Roman.

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(44)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

roman, new york, mord, familie, grace reinhardt sachs

Du hättest es wissen können

Jean Hanff Korelitz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.01.2016
ISBN 9783548287355
Genre: Romane

Rezension:

"Du hättest es wissen können" von Jean Hanff Korelitz ist ein Buch über eine Frau, die offensichtlich nicht in der Lage ist, den Tatsachen ins Auge zu sehen.
Als Therapeutin hat sie gerade ein Buch heraus gebracht, in dem sie Frauen kritisiert, die sich stets den falschen Mann suchen. Ihr eigener Mann ist Onkologe für Kinder.
Schnell stellt sich heraus, dass dieser eigentlich mehr abwesend, als anwesend in der Familie ist. Stellt seine Frau eine Frage wann er kommt, kümmert sich dieser stets um ein sterbendes, krebskrankes Kind und seine Frau hat sofort ein schlechtes Gewissen, dass sie überhaupt gefargt hat. Oft weiß sie nicht, wo er sich gerade aufhält, aktuell soll er bei einem Kongress sein. Er meldet sich jedoch nicht und seine Frau weiß nicht einmal genau, wo dieser Kongress genau ist. Dies erschien mir doch schon sehr bald als recht unrealisitisch. Die Therapeutin "Grace" sollte wohl in der Lage sein zu kommunizieren, was sie sich von ihrem Mann wünscht. Stattdessen erduldet sie alles, was er macht und stellt sich selber immer in der Hintergrund.
Der Sohn der beiden geht auf eine Eliteschule, nimmt Geigenunterricht und sie freut sich stets über seine Schöngeistigkeit. Man hat ziemlich schnell Mitleid mit dem dressierten Kind.
Käme es im Buch dann nicht zu einem Mord, an dem der Mann von Grace beteiligt gewesen sein soll, hätte ich es vermutlich weggelegt, da das Frauenbild, das hier aufgezeigt wird nicht rund erscheint.Die taffe, karrierebewusste, selbstständige Grace bekommt überhaupt nichts mit, was ihr Mann so treibt...
Dann wird die Mutter eines Schulkollegen von Henry ermordet, welcher sich in onkologischer Therapie befand.
Grace flieht aus der Stadt und findet in einem anderen Bundestaat nach und nach ein neues Leben, während nach ihrem Nan gefandet wird. Vieles kommt ans Tageslicht, dass er sie immer betrogen hat, nicht mehr als Arzt angestellt ist, Geld veruntreut hat und vieles mehr.
Dennoch fällt Grace auf die Füsse. Auch für ihren Sohn scheint dies ein neur Start in ein glücklicheres Leben zu sein, freier und kindgerechter.
Mit der Vergabe der Sterne hatte ich ein Problem, eigentlich wollte ich nur 3 Sterne vergeben. Die Handlung des Mordes und die Auflösung dieser Geschichte verdient im Grunde 4 Sterne. Jedoch kommt nicht heraus, warum ihr Mann so notorisch fremdgeherisch, unsozial und psychotisch reagiert..
Auch die Selbstaufgabe von Grace mit Verlust von wichtigen Freundschaften passt nicht zu dem Frauenbild, dass die Autorin gezeichnet hat. So sind es gute 3 Sterne, aber für 4 Sterne minus hat es für mich leider nicht gereicht.

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(107)

189 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

siamesische zwillinge, zwillinge, familie, jugendbuch, usa

Eins

Sarah Crossan , Cordula Setsman
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 29.01.2016
ISBN 9783958540576
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch "Eins" von Sarah Crossan habe ich in 2 Tagen verschlungen. Man muss sich zunächst an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen, dieser hat aber manches Mal eine geradezu künstlerische Komponente.
Grace und Tippi sind siamesische Zwillinge mit zwei Oberkörpern und einem Unterkörper. Sie teilen also "fast" alles.
Dennoch sind sie nicht ein Individuum, sonder ZWEI.
Mit unterschiedlichen Bedürfnissen, unterschiedlichem Geschmack und unterschiedlichen Hobbies. So mag die eine Hitchcock Filme und die andere backt lieber Kuchen.
Da der Vater arbeitslos geworden ist, können die Eltern sich keinen Privatlehrer mehr leisten und die zwei sollen auf eine normale Schule gehen. Hiervor haben beide enorme Ängste. Werden sie doch stets angestarrt und auch beleidigt.
Erstaunlicherweise klappt es jedoch sehr gut und die beiden finden schnell Freunde, Jon und Yasmeen. Beide auch eher Aussenseiter, jedoch ganz wunderbare Menschen, welche auch ihr Päckchen mit sich tragen.
Die Geschichte der Familie wird sehr klar erzählt. Ein Vater der zum Alkoholiker geworden ist, da er die Familie nicht versorgen kann und keinen Job findet, eine überarbeitete Mutter, die keine Kraft mehr findet ihre drei Töchter nach Gefühlen und Ängsten zu fragen, eine Schwester, die aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit in die Magersucht zu gleiten droht und eine coole Oma, die gelernt hat das Beste aus allem zu machen. Die einzelnen Mitglieder werden sehr klar und transparanet beschrieben, so dass man sich ihnen schnell nahe fühlt.
Und auch wenn es im Buch eher um die verschiedenen Charaktäre, Ihre Bedürfnisse und Wünsche geht, so wird doch deutlich dass sie das Leid siamesiche Zwillinge zu sein nicht empfinden. Nicht so, wie es von aussenstehenden erwartet oder angenommen wird. Sie sind dennoch EINS, Seelenverwandte. Nehmen Rücksicht aufeinander und versuchen sich so gut es geht zu schützen.
Ein kleines Minus des Buches...es erscheint mir schon komischm, dass so intelligente und offene Mädchen mit 16 nie eine Schule besucht haben und auch sonst keinen Freundeskreis aufgebaut haben. Dies ist für mich eher unwahrscheinlich und erschien mir etwas stark überzeichnet.
Natürlich ist das Thema chirurgische Trennung immer wieder ein Punkt im Buch und hierin gipfelt auch die Geschichte. Auch wenn die zwei gut miteinander auskommen, ist die gesundheitliche Lage von zwei so besonderen Menschen äußert schwierig.
Ich kann die Buch Menschen empfehlen, die offen sind für unterschiedliche Menschen, aber auch Jugendlichen könnte dies Buch sehr gut gefallen, da es zeigt, dass Freundschaft und Liebe nicht von Äußerlichkeiten abhängt, nicht von Gesundheit oder Krankheit, nicht von Armut oder Reichtum.

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(397)

759 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

liebe, einsamkeit, verlust, familie, tod

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

Rezension:

Benedict Wells ist noch unglaublich jung, für dass er soviel wundervolle Sprache und soviel Lebensweisheit in einem Roman verbreitet. Ich habe für das Buch bereits einen Leseeindruck hinterlassen, habe es aber leider nicht gewonnen und somit gekauft.
Die drei Geschwister Jules, Marty und Liz verlieren früh ihre Eltern und kommen in ein Internat. Aufgrund des Altersunterschieds und der Entwurzelung vom Elternhaus, verlieren die Geschister sich immer mehr. Alle entwickeln sich in sehr unterschiedliche Richtungen.
Jules, der Erzähler dieser Geschichte zeichnet das Bild seiner Geschwister aber nicht nur traurig und tragisch, sondern auch mit viel Charme, schmunzeln und Witz. Das macht es leicht es zu lesen. Man möchte unbedingt erfahren, was aus den Dreien wird.
So schwankt man während des lesens zwischen lachen aufgrund der ironischen Gedanken und weinen aufgrund der Spürbaren Angst und Trauer und Vereinsamung.
Das Buch ist unglaublich poetisch und die Wörter bleiben einem oft auch anschließend noch im Kopf hängen und machen sich dort breit.
Ich kann das Buch jedem nur empfehlen. Eine ausführliche Beschreibung der Geschichte macht hier keinen Sinn. Das Buch ist auch zum fühlen, nicht nur zum lesen. Fünf Sterne.

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