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klaus seibel, science force, thriller, technologiethriller, chimären

Chimären (Science Force 1)

Klaus Seibel
E-Buch Text: 246 Seiten
Erschienen bei null, 27.09.2017
ISBN B075ZZ47C5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach einer Nacht mit diesem Buch war ich erst einmal total geflasht und musste meine Gedanken etwas sortieren. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Der Spannungsbogen steigt steil an und bleibt konstant auf einem hohen Niveau.


Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen von Ellen Farber und ihrem ehemaliger Gegenspieler Hajo aus »Zehntausend Augen« und »Zehntausend Fallen«. Schön, dass diese beiden interessanten Charaktere nicht in der Versenkung verschwunden sind.

Ein eigenwilliges Team mit Ecken und Kanten, das sich auch erst noch zusammenraufen muss, sowie ein hoch aktuelles Thema sind der Schlüssel für eine spannende, unterhaltsame und einprägsame Story. Die Protagonisten sind authentisch gezeichnet und jeder für sich sympathisch und liebenswert. Die ›bösen‹ Charaktere sind ebenso glaubwürdig herausgearbeitet. Eine große Rolle spielen auch die speziellen Talente der einzelnen Teammitglieder, die der Autor sehr plastisch und eindrucksvoll schildert.


Die Action in diesem Technologie-Thriller trägt ebenfalls nicht unwesentlich zum Nervenkitzel bei. Wie immer bei Klaus Seibel kommt auch in diesem Buch der Humor nicht zu kurz. Die Schreibweise ist prägnant, schnörkellos, eindringlich und regt zum Nachdenken an.


Die Handlung erscheint in Teilen phantastisch, doch wenn man in Sachen Gentechnik etwas tiefer bohrt, wird einem schnell bewusst, dass das beschriebene Szenario gar nicht weit von der Realität entfernt ist. Offiziell sind Forschungen an Lebewesen aus Mensch und Tier aktuell untersagt. Doch wann haben Verbote Menschen jemals davon abgehalten, neue Erkenntnisse zu gewinnen und/oder etwas zu tun, das in irgendeiner Form Gewinn verspricht?

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Tags: chimären, klaus seibel, science force, technologiethriller, thriller   (5)
 

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ursula poznanski & arno strobel, thriller, kriminalroman, anonym

Anonym

Arno Strobel , Ursula Poznanski
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Rowohlt E-Book, 21.09.2016
ISBN 9783644220812
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dieses Buch hat mich in mehr als nur einer Hinsicht gefesselt und in den Bann gezogen. Ein ums andere Mal habe ich ob ihrer Machtlosigkeit mit den Ermittlern mitgelitten. Dieses etwas-tun-wollen aber nichts-tun-können, weil sämtliche Anhaltspunkte fehlen, lässt mich auch als Leser nicht kalt und ich kann die Frustration der LKAler gut nachvollziehen.
Der Initiator gibt das Tempo vor und verwandelt Hamburg in eine Arena des alten Roms, ohne dass die Polizei etwas dagegen unternehmen kann. Das Morituri-Forum befindet sich im Darknet, die Nutzer bleiben ebenso wie der Schöpfer anonym. Durch zigfaches Spiegeln der Websites gelingt es auch nicht, das Forum vom Netz zu nehmen.
Die sensationslüsterne Presse macht den Ermittlern das Leben zusätzlich schwer.


Den stetigen Wechsel der Erzählperspektive jeweils als Ich-Erzähler - mal aus der Sicht der weiblichen, mal aus der Sicht des männlichen Protagonisten sowie der des Todesspiel-Initiators - haben die Autoren in meinen Augen sehr gut hinbekommen. Durch ihn bleibt das Buch beständig interessant und die Spannung auf einem hohen Niveau.
Die Gegenüberstellung der realen und virtuellen Welt trägt ebenfalls nicht unwesentlich zum Nervenkitzel bei.
Der Zündstoff des fiktiven Rahmens dieser Handlung lässt den Leser alles andere als kalt und vor allem auch an reale Ereignisse denken.
Die Charaktere nicht nur der Hauptakteure sind gut ausgearbeitet. Sie wirken lebendig und authentisch. Die beiden LKA-Protagonisten ergänzen sich trotz aller Unterschiedlichkeit - oder gerade deswegen - gut.


Die vermeintliche Anonymität im Internet wurde in diesem Thriller ebenso gut gut aufgegriffen und dargestellt wie die Gier der Menschen nach Sensationen und Blut. Dies natürlich nur, solange man nicht selbst betroffen ist. Hierbei spielt nicht nur die passive Teilhabe eine Rolle, wie bspw. bei Unfällen. In dem Forum hat man die Möglichkeit, aktiv zu werden und dazu beizutragen den jeweiligen »Gewinner des Mörderspiels« zu küren und somit selbst zum Mörder zu werden.


Einen großen Raum nimmt die Frage ein, wie man selbst reagieren würde, gäbe es ein solches Forum in unserem Leben. Würden wir uns entrüsten, den Schöpfer verteufeln oder uns nicht doch im Geheimen an dem Mordspiel aufgeilen und vielleicht sogar für den einen oder anderen voten? Was würdest Du tun?


Der Schreibstil ist flüssig; Stimmung und atmosphärisches Gefühl gelungen. Die kurzen Kapitel befeuern den Lesefluss zusätzlich.


Dieses Buch, hat mich nicht nur gefesselt und begeistert, sondern auch mehr als nur etwas nachdenklich zurückgelassen.

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Tags: anonym, kriminalroman, thriller, ursula poznanski & arno strobel   (4)
 

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krimi, lisa lercher, der letzte akt, regionalkrimi, kriminalroman

Der letzte Akt: Kriminalroman

Lisa Lercher
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 12.03.2014
ISBN 9783709935668
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Beim Buch Der letzte Akt bin ich froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe, sondern es kostenlos herunterladen konnte. Das Thema Gewalt gegen Frauen hat mich zwar durchaus angesprochen, doch die Umsetzung fand ich in großen Teilen langatmig geschildert, in manchen Bereichen nicht nachvollziehbar und generell ziemlich langweilig geschrieben. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt eine wie auch immer geartete Spannung auf.


Anhand der Kurzbeschreibung war mir klar, dass dieses eBook weder ein Actionroman ist, noch das Blut in Strömen fließt, sondern dass die psychologische Komponente im Vordergrund steht. Wenn ich dann jedoch von einer Schauspielerin lese, die sich nach außen hin taff gibt und sich für Frauenrechte stark macht, jedoch zulässt, dass ihr Lover sie misshandelt, stimmt in meinen Augen etwas nicht. Bevor ich mich für irgend etwas einsetze, kehre ich doch erst einmal vor der eigenen Haustüre.

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ausgedient, krimi, lisa lercher, regionalkrimi, kriminalroman

Ausgedient

Lisa Lercher
E-Buch Text: 215 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 12.03.2014
ISBN 9783709935637
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ausgedient gab es ebenfalls kostenfrei und wie auch bei Der letzte Akt bin ich froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe.

Dieses Buch erinnert eher an eine Sozialstudie in Amtsstuben mit einer Chefin, die ihre Unfähigkeit und Minderwertigkeitskomplexe dadurch kompensiert, dass sie ihre Mitarbeiterinnen schickaniert, als an einen Krimi. Dazu kommen politischer Klüngel und Vetternwirtschaft.
.
Der Mord geschieht erst ziemlich zum Schluss und die Aufklärung geht dann sehr schnell vonstatten. Das hat in meinen Augen überhaupt nicht gepasst. Unter einem ansprechenden Plott versteht ich etwas völlig anderes.


Das Buch ist zwar flüssig geschrieben, doch Spannung kam für mich zu keinem Zeitpunkt auf.

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jump cut, spionagethriller, thriller, bildsprung, libby fischer hellmann

Bildsprung

Libby Fischer Hellmann
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei The Red Herrings Press, 15.07.2016
ISBN 9781938733963
Genre: Sonstiges

Rezension:


Die Handlung fängt zunächst sehr zahm an, nach ziemlich kurzer Zeit jedoch löst eine Action die nächste ab. Die ausgesprochen sympathischen Protagonisten müssen sich anstrengen, den Bösewichten nicht vor die Flinten zu laufen.


Die Charaktere - sowohl die guten wie auch die bösen - sind authentisch und realistisch geschildert. Aber nicht jeder ist das, was er zu sein scheint.


Spione, Hacker und Drohnen reißen Ellie aus ihrem normalen Alltag und sorgen auch beim Leser dafür, dass immer reichlich Adrenalin im Körper produziert wird. Spannung ist in diesem Buch garantiert und erreicht gegen Ende seinen Höhepunkt.
Die Verstrickungen zwischen Verdächtigungen, Wirtschaftsspionage und Mord sind klasse ausgearbeitet und ergeben zum Schluss ein stimmiges Ganzes.


Ellie und Luke passen  meiner Ansicht gut zusammen. Ellie hat nicht nur eine gute Spürnase, sondern ein ausgesprochenes Talent dazu, öfter man einen Schritt weiter zu gehen, als gut für sie  ist. Luke gleich dies mit seinem ausgeprägten Helfersyndrom ihr gegenüber allerdings wieder aus. Ebenfalls scheut er sich nicht, Dinge zu tun, die seiner Ansicht nach notwendig sind, wenn sie auch moralisch etwas fragwürdig sind. Ich kann ihn jedoch gut verstehen.


In einer Situation hätte ich die Protagonistin Ellie am liebsten ganz dolle geschüttelt. Sich in einer solchen Situation dermaßen von einem Wagen, der vorgibt, ein Polizeifahrzeug zu sein, jedoch keines ist, linken zu lassen, ist mir unverständlich. Auch dass sie keinen Anschluss zu ihrem vorausfahrenden Freund gehalten hat, halte ich für schlichtweg fahrlässig.
Wenn ich um mein Leben und das meiner Lieben fürchten muss, wird mein Fuß zum Bleifuß, auch wenn hinter mir Sirenen heulen. Sollte es wirklich die Polizei sein, kann man die Angelegenheit immer noch klären, nachdem ich mich und die meinen in Sicherheit gebracht habe.


Auf jeden Fall halte ich dieses Buch, das ich natürlich als eBook gelesen habe, für absolut empfehlenswert.

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krimi, stückwerk, praktikant, deutschland, krimi-cops

Stückwerk: Kriminalroman aus Düsseldorf (Kommissar Pit "Struller" Struhlmann)

Krimi-Cops
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei KBV Verlags- & Medien, 12.07.2012
ISBN 9783954410729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Stückwerk hätte ich unter normalen Umständen wohl abgebrochen, doch ich konnte mich zu diesem Zeitpunkt auf kein gutes Buch konzentrieren, wollte mich jedoch irgendwie ablenken, daher habe ich es ausgelesen.

Die Story an sich war gar nicht mal so schlecht. Es gab einige Wendungen und die eine oder andere Überraschung. Dennoch kam für mich zu keinem Zeitpunkt Spannung auf. Der Schreibstil erschien mir unnatürlich und teilweise sehr übertrieben. Die Groschenromane aus meiner Jugendzeit hatten stilistisch mehr drauf.
Auch die Dialoge erschienen mir oftmals eher wie Gespräche zwischen Voll-Assis oder pubertierende Jungs, aber nicht wie zwischen vernünftige Erwachsene.

Absolut doof fand ich, dass die Polizisten als die letzten Prolls und Pottsäue ohne Anstand hingestellt werden.
Beispiele:
›Struller, der sich zwischen den Zähnen pulte, hielt kurz inne.‹
›Struller warf einen Blick auf seine Armbanduhr, sammelte Speichel und jagte einen klebrigen Yellow durch die verrosteten Eisengitter in den dunkel-trüben Rhein.‹
›Jensen spuckte. Zehn Meter unter ihm klatschte der Yellow auf Asphalt.‹
›Faserspuren-Harald versenkte einen seiner Zeigefinger im Ohr und kratzte geräuschvoll Braunes ans Tageslicht.‹

Auch, dass die Beamten teilweise schon am Morgen saufen, ist alles andere als prickelnd.

›Jensen hackte eine neue Nummer in den Apparat.‹
Also ich wähle und hacke nicht. Gehackt wird bei uns höchstens das Holz. Mal ist das ja okay, aber wenn nur auf den Tastaturen herum gehackt wird, nervt es sehr schnell.

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alpenkrimi, joe fischler, veilchens winter, regionalkrimi, kriminalroman

Veilchens Winter

Joe Fischler
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 09.01.2015
ISBN 9783709936177
Genre: Sonstiges

Rezension:

Veilchens Winter war mir teilweise zu wenig nachvollziehbar. Welche Polizistin - zumindest in unseren Breitengraden - ermittelt auf eigene Faust ohne jegliche Absicherung von ›oben‹.

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dog days of summer, cecily von hundt, krimi, thriller, kriminalroman

Dog Days of Summer

Cecily von Hundt
Flexibler Einband: 303 Seiten
Erschienen bei SWB Media Publishing, 24.02.2014
ISBN 9783944264226
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dog Days of Summer war für mich ein eher mittelmäßiger Thriller mit einem wohl für viele Leser ziemlich überraschenden Showdown. Für mich war es das nicht, denn ich hatte den Täter schon eine ganze Weile in Verdacht.


Die Schreibweise und auch Ausdrucksform fand ich gut, doch wirkliche Spannung kam bei mir nicht auf.

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skrupellos, bärbel junker, krimi, kriminalroman

Skrupellos

Bärbel Junker
E-Buch Text: 173 Seiten
Erschienen bei neobooks, 16.06.2016
ISBN 9783738073379
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In dem Kurzkrimi Skrupellos finde ich die verbrecherischen Charaktere ziemlich stark überzeichnet.
Ferner sind die Kapitel meiner Ansicht nach irgendwie abgehackt.
An etlichen Stellen fehlen zudem gewisse Überleitungen. Darunter leider meiner Ansicht nach die gesamte Handlung.

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Tags: bärbel junker, krimi, kriminalroman, skrupellos   (4)
 

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krimi, berliner aufklärung, kriminalroman, thea dorn

Berliner Aufklärung: Roman

Thea Dorn
E-Buch Text: 198 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 21.06.2011
ISBN 9783641067786
Genre: Sonstiges

Rezension:


Berliner Aufklärung habe ich nach 51 Seiten abgebrochen. Das philosophische Geschwalle ging mir so etwas von auf den Geist. Das ist absolut nicht meins.
Zudem finde ich das Buch ungefähr so spannend wie die Wegbeschreibung von meinem Viertel in die Innenstadt.
Die Protagonisten empfinde ich als leblose, klischeebehaftete, holzschnitzartige Figuren.
Erzählerisch finde ich die Zeilen ebenfalls nicht so wirklich prickelnd, so dass ich absolut keine Lust mehr verspürte, dieses Buch weiterzulesen.

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Tags: berliner aufklärung, krimi, kriminalroman, thea dorn   (4)
 

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hoffnung atlantis, klaus seibel, scifi, die erste menschheit, science fiction

Hoffnung Atlantis

Klaus Seibel
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.03.2017
ISBN 9783743162167
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Ich bin immer noch ganz im Bann der Geschehnisse und konnte meinen Reader kaum aus den Händen legen. Dieses Staffelende ist an Temporeichtum kaum zu überbieten. Jede einzelne Zeile habe ich geradezu aufgesaugt. Klaus' flüssiger Schreibstil hat wie immer zu einem tollen Leseerlebnis beigetragen.


Die gemeinsame Suche von Anne, Yra und Walter deutet immer mehr darauf hin, dass Atlantis nicht nur ein Mythos ist, sondern sehr wohl Realität. Allen Widernissen zum Trotz begeben sich die drei mehr als nur etwas angeschlagenen Helden auf die Suche. Auch Lauschaktionen, Beobachtungen und sogar Übergriffe seitens gewisser Staaten (Big Brother lässt grüßen), hält sie nicht davon ab.
Eindrucksvoll beschrieben hat Klaus nicht nur die innere Kraft, die Anne trotz ihrer Hinfälligkeit stetig weiter machen lässt, sondern auch, was Walter bereit ist zu tun, um seiner Freundin bei dieser Suche zu helfen.


Sehr gut hat mir gefallen, dass der Autor Atlantis nicht als ein mythisches Paradies dargestellt hat, wie es in den Vorstellungen vieler Menschen kursiert, sondern als eine Art ganz spezieller neuer Wiege für die erste Menschheit nach der Katastrophe, die nicht nur sie ausgelöscht hat. Stellt man sich die Kontinente zu der Zeit vor 65 Millionen Jahren vor, ist der gewählte Ort durchaus plausibel.


Das Buch besteht aus zwei Abschnitten - der Suche nach Atlantis und der Zeit nach dem Auffinden dieses sagenumwobenen Ortes. Überrascht hat mich der zweite Teil hinsichtlich der Hauptprotagonistin nicht wirklich. Beim Lesen des ersten Teiles wurde mir immer mehr bewusst, dass es für Anne nur diese eine Lösung geben konnte. Natürlich habe ich mich darüber gefreut, dass meine Vermutung eingetroffen ist.


Zu dem von Korgh künstlich erzeugtem Problem, dass die Menschen sich nicht mehr fortpflanzen können, muss ich ein paar Zeilen spoilern, die meiner Ansicht nach von großer Weisheit,  Weitsicht und Klarheit zeugen.


**********
»Ich habe Atlantis gesucht, um das Problem der ausbleibenden Geburten unter den Menschen zu lösen. Korgh hat Zusor gezwungen, einen entsprechenden Schaden im Genom der Menschen zu verankern. Zusor hat mir später eine Lösung in mein Genom programmiert, aber die Menschen waren damit überfordert. Für diesen Fall sollte ich nach Atlantis gehen.«
Beide Männer hörten zu, ohne eine Regung zu zeigen. Yra hatte die Augen geschlossen, aber Anne kannte sie gut genug, um zu wissen, dass auch sie jedes Wort aufmerksam verfolgte.
Anne sah erst Elator und dann Zusor an. »Habt ihr die Lösung in meinem Genom gefunden und entschlüsselt?«
»Haben wir«, antwortete der Wissenschaftler. »Dein Genom war zwar stark beschädigt, aber da der frühere Zusor gute Arbeit geleistet hat, war es kein Problem.«
»Was habt ihr seitdem unternommen, um die Menschen von der Kinderlosigkeit zu befreien?«
»Nichts.«
Das kam von Elator, und es kam mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit, dass sie im ersten Moment nicht wusste, wie sie reagieren sollte.
**********


Sehr gespannt bin ich darauf, wie Anne in der kommenden Staffel die anstehenden Aufgaben mithilfe ihrer Freunde lösen wird. Dass sie sie lösen wird, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Wie sie die Herausforderung Korgh betreffend angehen wird, interessiert mich natürlich auch ungemein.


Danke Klaus, für viele unterhaltsame Lesestunden.

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Tags: die erste menschheit, hoffnung atlantis, klaus seibel, science fiction, scifi   (5)
 

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michael böhm, bayern, selbstjustiz, krimi, 2. teil

Herr Petermann und das Triptychon des Todes: Kriminalroman (Leo Petermann)

Michael Böhm
E-Buch Text: 192 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 27.07.2015
ISBN 9783956690563
Genre: Sonstiges

Rezension:


Das Buch habe ich nach Beendigung des 3. Kapitels abgebrochen. Zuvor hatte ich ein wenig vor geblättert, doch nichts diesbezügliches gefunden.

Bei diesem Titel fehlen mir definitiv die Dialoge. Mit Büchern, in denen nur erzählt wird, kann ich nichts anfangen.
Für mich lebt ein Buch aus Erzählung, Beschreibung, Rede und Gegenrede. Natürlich kann auch durch Erzählungen Spannung erzeugt werden, doch das hauptsächlich antreibende Element ist für mich der Wortwechsel.

Wortwahl und Stil haben mir gut gefallen. Nachdem ich auf weiteren Seiten noch ein wenig gestöbert habe, gefielen mir auch die Charaktere durchaus, doch ansonsten fand ich die Zeilen langweilig. In den ersten drei Kapiteln habe ich auch noch nicht einmal ansatzweise einen Höhepunkt entdeckt.

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richard castle, krimi, nikki heat, high heat - unter feuer, kriminalroman

Castle 8: High Heat - Unter Feuer

Richard Castle
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 31.10.2016
ISBN 9783959812597
Genre: Sonstiges

Rezension:


Nicht nur die Medien waren in den letzten Monaten voll von Artikeln über die Wahl des neuen US-Präsidenten, auch in Unter Feuer spielt dieses aktuelle Thema eine große Rolle. Die Anspielungen und Spitzen auf die beiden zum Schluss noch im Rennen verbliebenen Präsidentschaftskandidaten sind absolut lesenswert. Schade, dass der Ausgang in der Wirklichkeit nicht auch so passiert ist, wie in diesem Roman.


Ein anderes aktuelles Thema spielt ebenfalls eine Rolle, der IS. Dieser Kriminalroman zeigt uns meiner Ansicht nach mehr als deutlich auf, wie sehr wir uns von Vorurteilen beeinflussen lassen. Auch der Patriotismus der Amerikaner und die Abneigung gegen Moslems - speziell nach 9/11 - wird gut dargestellt.


Die Entwicklung der Beziehung zwischen Nikki Heat und Jameson Rook ist in meinen Augen klasse geschildert. Speziell so einige Dialoge zwischen den beiden zeugen zudem von großem Humor. Ihre Angst um ihn ist so detailliert gezeichnet, dass man sie absolut nachvollziehen kann.


Der zweite Handlungsstrang dieses Buch betrifft Nikkis angeblich vor 17 Jahren ermordete Mutter, die sie an einer Bushaltestelle nahe des 20. Reviers lebend gesehen haben will. Nicht so toll fand ich den Bug in diesem Strang. Mehr verrate ich jedoch nicht. Aufmerksame Leser dieser Reihe werden ihn selbst finden.

Wie schon die vorigen Bände ist auch dieser Krimi locker und flüssig geschrieben. Spannung sowie gute Unterhaltung sind garantiert. Die Protagonisten finde ich ebenso sympathisch wie die Handlungsträger in der Serie.

Das Buch endet diesmal mit einem tollen Cliffhanger. Ein anderer Protagonist aus Castles Feder, Derrick Storm wartet in Nikkis alter Wohnung im Lieblingssessel ihrer Mutter sitzend auf sie.

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krimi, cache, mord, jugendroman, virals

VIRALS - Jeder Tote hütet ein Geheimnis: Band 3

Kathy Reichs
E-Buch Text: 481 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.06.2013
ISBN 9783641087333
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jeder Tote hütet ein Geheimnis konnte ich erneut kaum aus den Händen legen.

In diesem Buch steht eine Art Schnitzeljagd – zu Beginn von Hi als Geocaching bezeichnet – im Mittelpunkt. Zunächst sieht alles aus wie ein Spiel; die VIRALS müssen zunächst eine Botschaft decodieren. Doch nachdem Coop verletzt wird, den Freunden erneut Kugeln um die Ohren fliegen und sie in einem Sarkophag eine frische Leiche finden, wissen sie, dass es nicht einfach wird.

 

Der Initiator, der sich selbst Spielleiter nennt, spricht zwar auch immer von einem Spiel, doch es ist ein groteskes Spiel auf Leben und Tod. Mehr als nur ein Mal müssen die VIRALS auf wissenschaftliche Kenntnisse zurückgreifen.

Hinzu kommt der unvermeidliche Alltag der Vier, ihre Sorgen und Nöte mit Eltern, Mitschüler und Konkurrenten. Wie bereits im vorigen Buch geschehen, setzt Tory ihre Kräfte auch gerne mal gegen eine nervige Mitschülerin ein.

 

In einem Wettlauf gegen die Zeit müssen die Protagonisten Rätsel für Rätsel lösen, damit es in diesem grausamen Spiel keine weiteren Todesopfer gibt. Während des Cotillions, bei dem auch Tory debütieren soll, können die vier Freunde eine Katastrophe verhindern und sich mithilfe ihrer Superkräfte ebenfalls in letzter Minute retten.

 

Der große Showdown mit dem Spielleiter findet genau zu dem Zeitpunkt in Charleston satt, als der Hurrikan Katelyn durch die Stadt wütet.

 


Auch dieses dritte Buch ist flüssig, vor allem aber temporeich geschrieben. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Die Spannung zieht sich vom Beginn bis zum Ende auf einer hohen Stufe hindurch.

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Tags: brendan reichs, jeder tote hütet ein geheimnis, jugendroman, kathy reichs, krimi, kriminalroman, thriller, virals   (8)
 

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nur die tote kennt die wahrheit, virals, krimi, thriller, kriminalroman

VIRALS - Nur die Tote kennt die Wahrheit

Kathy Reichs
E-Buch Text: 513 Seiten
Erschienen bei cbj, 14.03.2012
ISBN 9783641068615
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So wie das erste Buch aufhörte, begann das zweite (Nur die Tote kennt die Wahrheit). Ich konnte es kaum aus den Händen legen, da es mich ebenso in den Fängen hielt. Mein Schatz hat sich fast gar nicht mehr getraut, mich anzusprechen, wenn ich meine Nase nicht ins Buch, aber in den Reader gesteckt habe.


Das Forschungslabor, in dem Torys Vater und die Eltern ihrer Freunde arbeiten, soll wegen Geldmangels geschlossen werden. Für die VIRALS würde das die Trennung bedeuten, wogegen Tory sich mit Händen und Füßen sträubt. Hieße es doch auch, das die Freunde fortan alleine mit ihren speziellen Fähigkeiten zurechtkommen müssten. Also brauchen sie einen Plan, um an viel Geld zu gelangen.

In dieser Situation stößt sie auf Dokumente, in denen es Hinweise auf den Piratenschatz der berüchtigten Anne Bonny gibt. Sie und Ihr Rudel sind aber nicht die Einzigen, die dem Schatz nachjagen.

 

Wie bereits im ersten Band stolpern die fünf Verschworenen von einer gefährlichen Situation in die Nächste. Die Verflechtungen von Elementen eines Thrillers und der Piratengeschichte haben die Autoren gekonnt umgesetzt. Die historischen Hintergründe halte ich für gut recherchiert. Auch der Einsatz ihrer übernatürlichen Kräfte sorgte für stete Spannung.

 

Torys Dominanz tritt immer offener zutage, auch und besonders hinsichtlich der speziellen Fähigkeiten. Sie schafft Dinge, die ihre Freunde nicht zustande bringen und erkennt als Erste, dass ihre Fähigkeiten dann eine besonders starke Ausprägung haben, wenn alle Fünf zusammen sind. Trotz all diesem merkt man aber doch, dass sie eben ein meistens normaler Teenager ist und sich daher auch mit den entsprechenden Problemen herumschlagen muss.

 


Dieser Roman ist wieder sehr flüssig geschrieben sowie absolut toll zu lesen. Der Spannungsbogen wird konstant hoch gehalten und der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz.

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virals, krimi, jugendroman, tote können nicht mehr reden, thriller

VIRALS - Tote können nicht mehr reden

Kathy Reichs
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 21.03.2011
ISBN 9783641059323
Genre: Sonstiges

Rezension:


Tote können nicht mehr reden war das erste Buch, dass ich von Kathy Reichs in den Händen hatte. Als Jugendbuch deklariert, nahm es mich bereits nach wenigen Zeilen gefangen.

Ohne großartige Einleitung startet der Thriller mitten im Geschehen. Die Protagonisten Tory Brennan (Großnichte von Temprance Brennan) und ihre drei Freunde Ben, Hi und Shelton leben auf einer kleinen Insel nahe Charleston; ihre Eltern arbeiten dort.

 

Tory lebt seit dem Tod Ihrer Mutter bei ihrem Vater Kit, der als Meeresbiologe am LIRI-Institut tätig ist. Bereits kurze Zeit nach dem Beginn der Freundschaft dieser vier Jugendlichen avanciert sie – obwohl die Jüngste im Bunde – zur Anführerin der Clique. Dies liegt sicher nicht unwesentlich an ihrer Intelligenz und dem Wunsch, den Dingen auf den Grund zu gehen. Beides erinnert sehr an ihre Tante Temprence.

Auf einem ihrer Streifzüge entdecken sie die Erkennungsmarke eines Soldaten. Mit diesem Fund beginnt ein Abenteuer, das ihrer aller Leben für immer verändern wird.

 

Die Autorin hat nicht nur die Sprache der Jugendlichen, sondern auch ihre Gefühle und Empfindungen sehr plastisch wiedergegeben. Über den Ausdruck »sechsbeinige Tussi« habe ich herzhaft gelacht.

Die vier Helden des Buches sind ferner allesamt sehr sympathisch. Durch die Schilderung ihrer Charaktere wie auch ihrer Eigenheiten habe ich die Vier nahezu plastisch vor mir gesehen.

 

Das Buch ist flüssig, modern und spannend geschrieben. Unter anderem auch aufgrund ihrer Tierliebe fiel es mir leicht, mich in die Protagonistin hinein zu versetzen.

Die beiden miteinander verknüpften Handlungsstränge, werden erst zum Schluss in einem spannenden und überraschendem Finale entknotet.

 


Obwohl gewisse paranormale Phänomene in Richtung Fantasy gehen, das nicht mein Genre ist, konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen.

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trojaner, nsa, pakistan, thriller, geheimorganisationen

Im Netz der NSA

Kerstin Rachfahl
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei null, 25.08.2015
ISBN B014HBL9HA
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Im Netz der NSA ist ein Thriller mit der taffen Protagonistin Tamara (Tami) und den ihr zur Seiten stehenden Familienangehörigen und Freunden ganz nach meinem Geschmack. Das Buch ist flott und flüssig geschrieben.
Die Begriffe aus der IT-Welt sind meiner Ansicht nach selbst für interessierte Laien, die mit Programmieren nichts am Hut haben, verständlich. Auch komplizierte Zusammenhänge bringt die Autorin einem in anschaulichen Worten näher. Anhand dieser Beschreibungen merkt man auch, dass Kerstin Rachfahl tiefgreifende Kenntnisse der Materie besitzt.

Die teilweise fantastisch anmutende Szenerie wird durch die Aufdeckung verschiedener Aktionen gewisser US-Geheimdienste in den letzten Jahren durchaus nachvollziehbar. Dieser Thriller entspringt daher nicht nur einer ausgeprägten Vorstellungskraft, sondern fußt auf handfesten Hintergründen.

Bereits nach wenigen Seiten baut sich die Spannung auf und ist in weiten Teilen auf einer für mich hohen Stufe. Die Persönlichkeiten sind sehr gut beschrieben, auch wenn man bei einigen von ihnen zunächst im Dunkeln tappt. Die Haupthandlungsträger sind durch die Bank starke Charaktere, die auch oder gerade in Krisensituationen ihren Mann und ihre Frau stehen.
Die eingeflochtene Liebesgeschichte gibt dem Buch einen romantischen Touch, was die Spannung jedoch nicht mindert.

Unwissentlich begünstigt Tamara einen der größten Überwachungsskandale des Internet-Zeitalters und begibt sich in höchste Gefahr, als sie der Enttarnung einer großangelegten Geheimdienstaktion immer näher kommt. Der NSA sind alle Mittel recht, dies zu verhindern.

Die Konzentrierung des facettenreichen Themas ›NSA‹ und ihrer Methoden auf einen speziellen Fall ist der Autorin absolut gelungen. Die unterschiedlichen Situationen sind eindrucksvoll und plastisch beschrieben. Das Bild der ITlerin, die ohne Schuld in das Überwachungsnetz der NSA gerät, ist sehr gut ausgemalt.


Dieses Buch hat mich nicht nur gefesselt, sondern meine Gefühle in weiten Teilen zum Kochen gebracht. Ich habe mit Tami mitgelitten und mitgefiebert, mit ihr gehofft, geweint und geliebt. Meine unbändige Wut auf die Machenschaften und Brutalität der Geheimdienstler ließ mich die Welt um mich herum mehr als nur ein Mal vergessen.

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thriller, köln, krimi, golfkrieg, fremdenlegion

Die dunkle Seite

Frank Schätzing
Flexibler Einband: 537 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.02.2007
ISBN 9783442458790
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das Buch ist teilweise etwas langatmig und die Psychologie des Täters sowie die der anderen Protagonisten zu ausführlich beschrieben, aber allgemein gefällt es mir. Die Schreibweise und der Stil lassen auf einen Autoren schließen, der absolut etwas von seinem Fach versteht.
Allerdings beschreibt und erklärt Schätzing sehr viel, ohne dass dies zunächst für die Handlung von Relevanz ist. Einige dieser Passagen - speziell manche psychologischen Betrachtungen - hätten meiner Ansicht nach gestrafft werden können.


Die Morde sind ausgesprochen brutal ausgeführt, Schätzing geht jedoch nicht übermäßig ins Detail, sondern lässt einerseits Raum für Phantasie und zartbesaitete Gemüter trotzdem ruhig schlafen.


Zwar wird auch das eine und andere Klischee bedient, so zum Beispiel bei der Detektivin und dem leitenden Kommissar, doch die Vorgänge sind spannend ausgeführt und die Protagonisten lebendig und vor allem mit Ecken und Kanten geschildert.


Von dem Schluss war ich nicht wirklich begeistert. Für mich erschien er nicht eindeutig. Klar kann man sich gewisse Vorgänge denken, doch außer mangelnder Eindeutigkeit empfand ich ihn im Vergleich zu den teilweise etwas zu ausführlichen und zähen Passagen auch entschieden zu abrupt geendet. Das passt für mich irgendwie nicht zusammen.


Auf jeden Fall musste man bei diesem Werk mitdenken und konnte das Buch nicht mal eben so weglesen. Das hat mir gut gefallen. Mein Kopfkino hatte ebenfalls genug zu tun. Trotz gewisser Schwächen fand ich das Buch durchaus kurzweilig.

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die 12. nacht, krimi, thriller, kriminalroman, weihnachtsthriller

Die 12. Nacht

Nika Lubitsch
E-Buch Text
Erschienen bei null, 11.11.2016
ISBN B01MTM6SWE
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Bei diesem neueste Buch von Nika Lubitsch ist mein Adrenalinspiegel bereits nach wenigen Zeilen leicht erhöht. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich dies von Seite zu Seite gesteigert und stellenweise hatte ich eine richtige Gänsehaut während des Lesens.


Erst einmal ist es schon eine Odyssee, bis die Protagonistin auf den Hof kommt, wo sie mit ihrer Freundin Weihnachten feiern möchte. Wenn man in ein Gebiet fährt, in dem Schnee nicht gerade selten ist, sollte man sich den Gegebenheiten entsprechend vorbereiten. Auch als Stadtkind kann man sich im Vorfeld informieren und dann Vorsorge treffen. Aber zum Glück gibt es auch in der dunkelsten Nacht Hoffnung.


Die Kulisse des alten Hofes, speziell nachdem alles eingeschneit war und es keinen Strom mehr gab, erinnert mich an eine Hitchcock-Inszenierung. Dann wieder musste ich an die Geister denken, die man tunlichst nicht rufen sollte. Die grandiose Atmosphäre des Hauses habe ich in meinem Kopfkino geradezu aufgesaugt. Da ich selbst schon in einem ähnlich alten Haus genächtigt habe, in dem das Holz stetig arbeitet und man dauernd etwas knacken, knistern und knirschen hört, kann mir sehr gut vorstellen, dass den Mädels von Nacht zu Nacht immer mehr die Muffe ging - ich hätte garantiert ebenso empfunden.


Bei den Erzählungen über die Raunächte musste ich das eine und andere Mal an meine Kindheit denken. Zwar konnte ich mich nicht mehr an alle Begebenheiten erinnern, aber doch an einige. Bei den anderen wurde mein Wissen in prickelnder Form wieder aufgefrischt.


Die Spannung bleibt bis zum Schluss konstant auf einem hohen Level. Die ineinander verschlungenen Fäden werden ebenfalls erst gegen Ende des Buches entwirrt und der Leser erfährt noch so einige nicht vorhersehbare Überraschungen. Auch Freunde der bluttriefenden Leichen kommen - wenn auch nur kurz - aber doch auf ihre Kosten.


Für dieses Buch, dass mich von Beginn an gefesselt und bis zum Ende hin nicht losgelassen hat, gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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corpus delicti: ein prozess, juli zeh, corpus delicti, science fiction, justizdrama

Corpus Delicti: Ein Prozess

Juli Zeh
E-Buch Text: 273 Seiten
Erschienen bei Schöffling & Co., 01.08.2012
ISBN 9783895619755
Genre: Romane

Rezension:


Dieses Buch darf ich abends im Bett nicht lesen, denn ich rege mich dermaßen über die beschriebenen Zustände auf, dass ich danach sehr schlecht einschlafe.


Gegen die Überwachungsmaßnahmen der METHODE sind die von Edward Snowden beschriebenen ja direkt Kinderkram. Privatsphäre und Individualität sind in dieser Welt Fremdwörter. Der übermächtige Staat dominiert und kontrolliert alle Lebensbereiche der Menschen. Selbst die Lebensgefährten werden nach immunologischer Verträglichkeit ausgewählt.
In einer solchen Welt will ich nicht leben. Ein Leben ohne Krankheiten und Schmerzen ist für mich nicht gleichbedeutend mit Zufriedenheit und Glück.


Was für eine Arroganz hinter der METHODE steckt. Nichts und Niemand ist unfehlbar.
Wir können nach Vollkommenheit und Unfehlbarkeit streben, werden beides jedoch nie erreichen. Und wäre es doch möglich, nach was sollten wir dann noch streben?
Selbst Kramer gesteht Lücken im System ein. Für mich beißt sich die Katze da selbst in den Schwanz. Entweder etwas ist perfekt oder eben nicht. Aber wirkliche Perfektion gibt es nicht, daher ist auch nichts von Menschenhand Geschaffene unfehlbar.


Moritz zu Mia Holl:
»Dem wahren Menschen genügt das Dasein nicht, wenn es ein bloßes Hier-Sein meint. Der Mensch muss sein Dasein erfahren. Im Schmerz. Im Rausch. Im Scheitern. Im Höhenflug. Im Gefühl der vollständigen Machtfülle über die eigene Existenz. Über das eigene Leben und den eigenen Tod. Das, meine arme, vertrocknete Mia Holl, ist Liebe.«


Sprachlich gefällt mir das Buch nicht so gut. Zwar gibt die Autorin die Kälte einer derartigen Welt gut wieder, doch mir fehlen sowohl Spannung als auch der »Romanstil«. Für mich ist das Buch mehr eine Auflistung von Argumenten. Die Protagonisten sind mir ferner zu grob und undifferenziert gezeichnet. Den Schreibstil selbst empfinde ich teilweise als zu gestelzt, hochtrabend und häufig distanziert. Auch hat mir das Buch generell zu wenig Tiefgang. Aber okay, das Ganze mag dem Thema geschuldet sei.


Gut gefallen hat mir die Figur der »idealen Geliebten«, die so gar nicht in die beschriebene Welt passt, sie aber weniger steril erscheinen lässt.


Insgesamt hat mich das Buch sehr nachdenklich zurückgelassen. Meiner Krankenkasse werde ich ganz sicher keine Fitness- und sonstige Daten aushändigen. Wollen sie die haben, müssen sie meine Geräte hacken - was derzeit noch illegal ist. Obwohl, wenn ich so an das BKA, die NSA und Konsorten denke ...

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flavia de luce, krimi, jugendroman, kriminalroman, alan bradley

Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht

Alan Bradley
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 13.10.2014
ISBN 9783641123222
Genre: Romane

Rezension:


Nach dem Paukenschlag am Ende des letzten Bandes beginnt das Buch Tote Vögel singen nicht mit der Ankunft des Sarges mit den sterblichen Überresten von Harriet, die vor mehr als zehn Jahren beim Bergsteigen in Tibet verschollen ging.


Flavias Mutter bleibt jedoch nicht die einzige Leiche. Noch am Bahnhof kommt ein Mann, der ihr kurz zuvor eine Warnung ins Ohr geflüstert hat, im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder.

Nach und nach erfährt Flavia in diesem Buch die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter, die entschieden mehr war als eine lebenslustige Abenteurerin.
Wiederum erweist sich das Mädchen als geniale Ermittlerin, löst ein Rätsel nach dem anderen und kommt dem Geheimnis um ihre Familie damit immer näher.

Tante Felicity, die bisher eher eine Nebenrolle gespielt hat, wird in diesem Band zu einer der wichtigsten Figuren und erhellt sehr viele bisher verborgene Dinge. Auch die neuen Handlungsträger Tristam, Lena und Undine sind durchaus interessant.

An mangelndem Selbstbewusstsein leidet Flavia wirklich nicht - auch wenn sie Buckshaw nicht verlassen will.
Und so muss ich Buckshaw also verlassen.
Wie schade, dass Inspektor Hewitt ab jetzt ohne meine Unterstützung auskommen muss. Ich hoffe bloß, dass sich in Bishop’s Lacey nicht noch mehr Mordfälle ereignen, und wenn doch, dass sie ihn nicht so überfordern wie die im vergangenen Jahr.

Das Ende hat es mehr als nur in sich. Kurz vor ihrem Tod hat Harriet die Fackel an ihre jüngste Tochter Flavia weitergegeben.


Der anschauliche und plastische Schreibstil, durch den diese Bände einen ganz besonderen Touch bekommen, hat erneut zum großen Lesevergnügen beigetragen.

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britischer humor, flavia de luce, originelle charaktere, schlussakkord für einen mord, krimi

Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord

Alan Bradley
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 25.11.2013
ISBN 9783641109622
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zu Beginn der Erlebnisse von Schlussakkord für einen Mord hätte Flavia es sich wohl nicht träumen lassen, dass diese mit einem Paukenschlag enden.

Vielleicht hätte ich mich auch für Chemie interessieren sollen. Dieses ›Mantra‹ scheint sehr beruhigend zu sein.
»Zyankali … Strychnin … Arsen«, rezitierte ich - meine »Beruhigungsmittel«, wie ich sie nannte.
Die Giftmischerei ist - wie man liest - Flavias liebstes Hobby.

Ebenso sehr liebt sie es, Hintergründe zu erforschen und Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Diese Neugier hat auch schon ein paar Mal dazu geführt, dass sie auf ihr süßes Näschen gefallen ist. Dennoch lässt sie sich nicht davon abhalten, selbiges immer wieder in Sachen zu stecken, die sie eigentlich gar nichts angehen. So auch in diesem Buch, wo sie in einer Kirchengruft absolut zufällig eine ausgesprochen junge Leiche findet.

Bei diesen und ähnlichen Einflechtungen habe ich herzhaft gelacht. Die Kleene ist einfach köstlich.
Natürlich war ich nicht die Erste, die auf die Idee kam, verschiedene Gifte zu einem tödlichen Gebräu zusammenzumischen. Im 17. Jahrhundert hatte Giulia Tofana in Italien nicht schlecht an ihrem Aqua Tofana verdient, einer Mixtur, die unter anderem Arsen, Blei, Belladonna und heißes Bratenfett enthielt. Sie verkaufte das Zeug an über sechshundert Frauen, die ihre Ehen auf chemische Art und Weise aufzulösen wünschten. Das Gebräu war angeblich klar wie Gebirgswasser, und der Abbé Gagliani behauptete, dass es kaum eine Dame in Neapel gab, die nicht einen Flakon davon zwischen ihren Parfümfläschchen stehen hatte.

Flavia ist eine absolute Wucht und steckt die ermittelnden Beamten immer wieder aufs Neue in die Tasche.
»Ich gebe zu, dass ich mich ganz kurz in Mr. Collicutts Pensionszimmer bei Mrs. Battle umgeschaut habe.«
»Das dachte ich mir schon. Zum Glück waren wir vor dir dort.«
»Ich habe sechshundert Pfund gefunden, die unter Mr. Collicutts Bett versteckt waren. In einer Zigarettendose.«
Ich spürte sofort, dass ich mich mit diesem Geständnis in die Nesseln gesetzt hatte.
Dem Inspektor stand der Ärger ins Gesicht geschrieben, aber es ehrte ihn, dass er nicht explodierte. Womöglich hatte die Anwesenheit seiner Frau etwas damit zu tun.
»Sechshundert Pfund«, wiederholte er. Die Worte zischten wie ein heißer Dampfstrahl aus seinem Mund.

Auf der einen Seite ist Flavia geradezu genial, besitzt aber dennoch eine kindliche Naivität, die immer wieder zum Vorschein kommt und nicht unwesentlich dazu beträgt, dass man die Kleene direkt ins Herz schließt.

Der spezielle Schreibstil mit den anschaulichen und unkomplizierten Sätzen des Autors, besonders jedoch die immer wieder eingeflochtene Mataphorik kommt auch in diesem Buch erneut voll zum Tragen.

Dieses Buch endet mit einem Cliffhanger - dem Ausspruch von Flavias Vater, dass die lange vermisste Mutter gefunden worden ist und lässt die Leser absolut neugierig zurück.

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krimi, flavia de luce, serien, jugendroman, kriminalroman

Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche: Roman

Alan Bradley
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 22.10.2012
ISBN 9783641085254
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Vorhang auf für eine Leiche heißt es auf Buckshaw. Haviland de Luce hat den Familiensitz kurz vor Weihnachten an eine Filmgesellschaft vermietet, damit er wenigstens die größten Brocken in Sachen Schulden tilgen kann.

In diesem Buch werden gewisse menschliche Schwächen sehr gut dargestellt. Auf der einen Seite versteht die Schauspielerin Phyllis Wyvern Flavias Sorgen und Nöte mit ihren großen Schwestern und kann sie aufgrund eigener Erlebnisse nachvollziehen, auf der anderen triezt sie jedoch ihre Mitarbeiter ganz schön und verzeiht auch keine Fehler (Stichwort: fehlende Beleuchtung).

Dass sich Flavia sich nicht so ganz sicher ist, ob der Weihnachtsmann ins Reich der Legende gehört oder es ihn nicht vielleicht doch gibt verdeutlicht, dass sie trotz aller Aufgewecktheit und Pfiffigkeit noch nicht erwachsen ist.
Ihren Schwestern glaubt sie natürlich kein Wort und versucht mithilfe eines Tricks den Weihnachtsmann quasi am Kamin festzukleben, so er denn erscheint.

Nach einigen Begegnungen mit der Filmcrew widmet sich Flavia wieder ihrem Hobby, der Chemie. Dieses Mal beschäftigt sie sich hauptsächlich mit der Herstellung von Feuerwerkskörpern.

Wie sollte es anders sein, findet die elfjährige erneut eine Leiche und macht sich umgehend an die Aufklärung des Mordes.
Die Vorbereitungen zum Zünden des Feuerwerkes auf den Dächern von Buckshaw wird ihr beinahe zum Verhängnis - begegnet sie dort doch den Mördern. Doch gewitzt wie eh und je zieht sie auch dieses Mal wieder ihren Kopf aus der Schlinge.

Auch dieses Buch glänzt wieder durch seinen sehr speziellen Humor.
Beispiele:
Wären Kochen und Backen ein Dartspiel, würden die meisten  Machwerke von Mrs Mullet neben der Scheibe an der Wand landen.
Immer dann, wenn hier eine Spülung betätigt oder dort ein Wasserhahn aufgedreht wurde, übertrugen sich gewaltige Erschütterungen und ein stöhnendes Ächzen bis in die entlegensten Winkel des Hauses, als handelte es sich um ein groteskes hydraulisches Nachrichtenübermittlungssystem aus einer anderen Ära.


Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, als würde ich sämtliche Bewohner von Bishop's Lacey persönlich kennen, so gut bringt der Autor das Lokalkolorit jedes Mal herüber. In diesem Band hat die Tatsache, dass das halbe Dorf wegen des vielen Schnees einige Zeit auf Buckshaw verweilen musste, dazu noch beigetragen.

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krimi, flavia de luce, mord, england, chemie

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2012
ISBN 9783442379507
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Halunken, Tod und Teufel knüpft beinahe nahtlos an den vorherigen Band an. Erneut treffen wir nicht nur Flavia und ihre Familie, sondern auch die Bewohner des Dorfes Bishop's Lacey wie auch die bekannten Polizisten - an erster Stelle Inspektor Hewitt - wieder.
Ausgangspunkt ist diesmal ein Jahrmarkt, der in dem bekannten Dorf stattfindet. Innerhalb kürzester Zeit rettet Flavia nicht nur der Wahrsagerin das Leben, sondern befindet sich auch bald darauf wieder mitten in einem Mordgeschehen und dreht den ermittelnden Beamten ein aufs andere Mal eine lange Nase. Die Chemie kommt in diesem Buch selbstverständlich auch nicht zu kurz.
Bei einzelnen Passagen des Buches musste ich ob des köstlichen Humors öfter schmunzeln oder sogar herzhaft lachen.
Beispiele:
Bei ihrem Schwätzchen mit dem Milchfahrer dürfte sie mehr Informationen gesammelt haben als Mata Hari in ihrem ganzen Leben als Doppelspionin.
War das ein belustigtes Auflachen? Nein, es war gewiss ein Schreckenslaut, der dem Inspektor entfuhr, weil er sich leichtsinnigerweise die Unterstützung einer genialen Ermittlerin verscherzt hatte.
Gut gefallen hat mir auch, dass Flavias Vater in diesem Buch ihr gegenüber einmal Gefühle gezeigt hat - wenn auch nicht durch Worte, aber immerhin durch eine Geste (Kapitel 19).
So ingelligent und gewitzt Flavia auf der einen Seie ist, so gedankenlos ist sie in anderen Dingen und zeigt damit, dass sie halt doch noch ein Kind ist.
Wie vorausschauend von mir! Doch als ich in meine Tasche griff, war sie leer.
Ach so! Ich hatte ja mein staubiges Kleid aus- und ein sauberes angezogen. Mir entfuhr ein unterdrückter Fluch, als mir klar wurde, dass Lucius’ kostbarer, handgezeichneter Plan in meiner Laborspüle weichte und wahrscheinlich längst unleserlich war!

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krimi, flavia de luce, detektivisch, finale, puppenspieler

Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel: Roman

Alan Bradley
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 04.11.2010
ISBN 9783641049966
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Freunde des schwarzen Humors kommen auch bei Mord ist kein Kinderspiel wieder voll auf ihre Kosten. Und wie bereits im vorigen Band geht die Protagonistin ›Flavia de Luce‹ nicht nur ihrer liebsten Tätigkeit, dem Herstellen von Giften nach, sondern lässt erneut zum großen Vergnügen der Leser ihre detektivischen Fähigkeiten spielen.

Die eigentliche Tat findet erst etwa in der Mitte des Buches statt, aber dennoch kommt keine Langeweile auf. Flavias Schilderungen sind ausgesprochen interessant und kurzweilig. Die nach dem Mord erfolgte Vorstellung der potentiellen Täter ist sehr nachvollziehbar erzählt. Die zwischen ihnen vorhandenen Spannungen tragen zusätzlich zum Genuss des Lesens bei.

Die aus dem ersten Band dieser Reihe bekannte Charaktere, wie Flavias schrulliger Vater, das Faktotum Dogger, ihre beiden Schwestern Ophelia und Daphne, mit denen sie sich wie gehabt streitet, sowie die Polizisten Inspektor Hewitt, die Beamten Graves und Woolmer sowie Wachtmeister Linnet kommen auch in diesem Buch wieder zum Einsatz.

Die Schilderungen des Dorfes Bishop's Lacey mit Pfarrkirche, Bibliothek, Postamt, Teestube, Konditorei, Metzger, Dorfgasthof, Bestatter, Elektriker, Eisenwarenhändler und weiteren Lokalitäten ließen diesen Ort plastisch vor meinen Augen entstehen.

Flavia ist so skurril wie eh und je, lügt, was das Zeug hält und ihre unbändige Neugier sorgt dafür, dass sie sich erneut auf Tätersuche begibt. Dass sie - auch wenn sich der Fall reichlich verzwickt darstellt - erfolgreich ist, bedarf sicher keiner gesonderten Erwähnung.


Der kurzweilige Schreibstil, der schräge Humor, der gute Spannungsaufbau sowie die schlüssige Auflösung haben mich erneut mitgerissen und nur so durch das Buch fliegen lassen.

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