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63 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

paris, die lichter von paris, boheme, tagebuch, mutter-tochter-beziehung

Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Madeleine wohnt zusammen mit ihrem Mann, einem erfolgreichen Geschäftsmann, in Chicago, wo sie scheinbar ein Leben in Prunk führt und keiner bestimmten Arbeit nachgeht. Ihre einzigen Pflichten bestehen darin, sich wohltätig zu engagieren und ihrem Mann bei Geschäftsessen zu begleiten. Manche Frauen mögen dieses Leben als erfüllend finden, so jedoch nicht Madeleine. Sie sehnt sich nach Freiheit und will sich endlich selbst verwirklichen. Da kommt ihr eine Auszeit bei ihrer Mutter doch gelegen, jedoch wird sie dort nicht nur vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern kommt auch mit der Vergangenheit ihrer Familie in Berührung. Auf dem Dachboden des Elternhauses findet die junge Frau eine Kiste voller Tageb ihrer Großmutter Margie. Genau wie Madeleine wollte auch Margie frei sein und trat in den 1920er Jahren eine Reise nach Paris an. Dort versuchte sich Margie als Schriftstellerin und bekam eine völlig neue Sicht auf das Leben und lernte neue Personen kennen, unter anderem einen jungen Künstler, der ihr das Herz gestohlen hat.

Während der Lektüre der Tagebücher beschließt Madeleine, auch in ihrem Leben etwas zu ändern und nur noch die Dinge zu tun, welcher ihr Freude bereiten.


Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es vereint gleichzeitig Modernität mit Nostalgie. Der altmodische Aspekt ensteht durch den leicht verblassten rechten Rand, weshalb es für mich den Anschein hat, als würde die Dame auf dem Cover in eine Art Nebel schauen und somit möglicherweise in die Vergangenheit. Der Zusammenhang, welcher somit zwischen dem Cover und dem Inhalt entsteht, finde ich sehr gelungen.


Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Es gibt erst einmal eine Einführung in die Geschichte, man lernt sowohl Madeleine, als auch Margie kennen. Somit passiert auf den ersten ungefährt 50 Seiten zwar nicht viel, mir hat dieser Abschnitt jedoch trotzdem gut gefallen, weil man sich ein Bild von den Protagonisten machen konnte und auch über die Lebensumstände Informationen erhalten hat.


Die Schreibweise hat mich von der ersten Seite an begeistert. Häufig wirken Beschreibungen von Situationen und Objekten fast schon poetisch und teilweise musste ich beim Lesen innehalten und einen Satz noch einmal lesen, weil er mir so gut gefallen hat. Außerdem ist mir sehr positiv aufgefallen, dass die Szenen nicht nur steif und ernst beschrieben wurden, sondern sich immer wieder kleine Details eingeschlichen haben, die das Beschriebene lebendig und authentisch erscheinen ließen.


Während des Lesens hatte ich öfters das Gefühl, als würde der Leser auf eine bestimmte Art in das Geschehen mit eingebunden sein. Dieser Eindruck entstand bei mir, weil ich mir viele Szenen bildhaft vorstellen konnte und somit das Gefühl hatte, mit im Raum zu stehen und die Ereignisse nicht nur als Leser zu erleben.


Von den Protagonisten konnte ich mir ein genaues Bild machen, weil man nicht nur äußerliche Details zu ihnen erhalten hat, sondern durch die Kapitel, welche immer abwechselnd aus Madeleine´s und Margie´s Sicht, erfährt man auch vieles über die Gedankenwelt der Protagonisten. Dadurch war es mir möglich, dass ich mich komplett auf den Inhalt einlassen konnte und mit ihnen mitgefiebert habe.


Während dem Verlauf der Handlung waren einige Geschehnisse nicht wirklich überraschend und somit vorhersehbar, jedoch hat mich die Geschichte trotzdem nicht einmal gelangweilt, sondern ich wollte trotzdem immer weiterlesen und sehen, wie sich am Ende alles zusammenfügt. Dies geschah meiner Meinung nach dadurch, weil die Autorin es geschafft hat, dass die Protagonisten sich während des Romans weiterentwickelt haben und man diese Wandlung gut beobachten und mitverfolgen konnte. Sie sind nicht nur über ihren eigenen Schatten gesprungen und haben etwas Neues ausprobiert, sondern haben auch eigene Fehler erkannt und manchmal zu vorschnell geurteilt.


Fazit:

Das Buch hat mich vor allem in dem letzten Kapitel sehr berührt und ich kann es jedem nur ans Herz legen, es zu lesen. Es besticht nicht nur durch einen wundervollen Schreibstil, sondern auch durch Gefühle und regt den Leser dadurch auch zum Nachdenken an.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Hexenzeichen

Nora Berger
Flexibler Einband
Erschienen bei Tinte & Feder, 12.09.2017
ISBN 9781542047357
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung:

Im Jahre 1415 winkt Emma ihrem Bruder und dem Vater hinterher, die sich auf eine Pilgerreise in das heilige Land begeben nach Jerusalem, wo der Bruder zum Ritter geschlagen werden soll. Dabei hofft sie, dass alles gut geht und die geliebten Menschen heil wieder nach Hause kommen. Besonders, nachdem sie einen schweren Start in das Leben hatte, auch wenn Emma davon nichts weiß. Als Findelkind wurde sie auf den Stufen eines Klosters gefunden und von der Burgherrin Magdalena als Kind angenommen, auch wenn sie ein Muttermal besitzt, welches im Mittelalter ein Stigmata war.

Emma bleibt zusammen mit der Mutter auf der Burg in Oberschwaben, wo sie auch einige Abenteuer erlebt, u.a. den Besuch eines ungern gesehenen Verwandten, sowie die Heimsuchung des Örtchens von einer schweren Krankheit.
Eines Tages gerät durch Zufall der junge Ritter Wolfram in Not und flüchtet auf die Burg. Der Mann wird als Ketzer gesucht, weil er es gewagt hat, die Hinrichtung Jan Hus´ in Frage zu stellen. Emma fühlt sich schon bald mit dem jungen Mann verbunden, doch es passiert einiges, was ihr Leben komplett durcheinander bringt.

Meinung:

Beim Anblick des Covers wird direkt deutlich, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Es ist sehr schlicht und zurückhaltend, fällt womöglich in einem Buchladen nicht sofort auf, besitzt jedoch Charme und strahlt auch einen mysteriösen Hauch aus.


Die Schreibweise war einfach, dadurch war das Buch auch sehr gut und flüssig zu lesen. Ab und an hätte ich mir gewünscht, dass ein paar mehr historische Begriffe genutzt wurden wären, damit das Buch noch authentischer wirkt.


Es wird sehr schnell deutlich, dass sich die Autorin sehr große Mühe beim recherchieren gegeben hat und in dem gesamten Roman wurden viele historische Details eingebunden, teilweise wurden sie auch sehr unauffällig eingebracht, sodass man sie eher nebenbei als Information wahrnimmt. Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich z.B.: zwar schon von Jan Hus und seinen Ansichten gehört habe, jedoch nicht viel Hintergrundinfos dazu hatte. Alle erklärten Dinge, die nicht nur den Reformator betreffen, sondern auch das Konstanzer Konzil waren leicht verständlich und mit einfachen Worten erklärt, sodass man sie auf Anhieb verstehen konnte und somit blieben sie zumindest auch bei mir leichter im Kopf.


Positiv fand ich es außerdem, dass es direkt am Anfang des Buches ein Personenverzeichnis gibt, in dem auch deutlich wurde, welche Personen historisch verbürgt worden sind. Außerdem gibt es einen kleinen einführenden Absatz, der nicht nur die Information gibt, in welchem Jahr die Handlungen stattfinden, sondern auch einen Einblick, in was für einer Situation die Kirche sich derzeit befindet. Das hat mir gut gefallen, auch wenn es mir während er Handlung etwas gefehlt hat, dass es keine Erwähnung von Jahreszeiten gab, damit man einen besseren Überblick hat und als Leser auch erfährt, wie viel Zeit mittlerweile seit Anfang des Buches vergangen ist. Teilweise hatte ich dadurch das Gefühl, dass viel mehr Zeit vergangen ist, als es dann tatsächlich war.


Die Kapitel besaßen einen steten Spannungsaufbau, sie wurden mit fortschreitender Handlung immer interessanter, haben jedoch leider häufig mit einem Cliffhanger geendet. Dies ist eigentlich kein Kritikpunkt, jedoch fand ich es schade, dass der Anfang des jeweils nächsten Kapitels dann immer etwas fad wirkte und es dann immer etwas gedauert hat, bis wieder mehr Schwung in das Kapitel kam.


Die Personen waren klar gezeichnet und mir hat es gut gefallen, dass sie charakterlich anfangs immer sehr neutral beschrieben wurden, washalb es mir als Leser möglich war, dass ich frei entscheiden konnte, wie ich den Protagonisten einschätze. Dadurch konnte ich Sympathien frei verteilen und die Autorin hat sie nicht in eine bestimmte Richtung verteilt. Die Charaktere sind sehr vielschichtig und es kommen Personen aller Stände in dem Buch vor, von Verbrechern bis zu Gelehrten und dem König. Somit wird eine breite Bevölkerungsschicht abgedeckt und man bekommt durch verschiedene Sichtweisen immer kleine Einblicke in das Leben verschiedener Personen (z.B.: in das Leben von Adligen, aber auch von Pilgern oder einer Jahrmarktstruppe).

Handlungen und Erlebnisse werden wie schon erwähnt aus verschiedenen Sichtweisen beschrieben, weshalb man als Leser viele Eindrücke bekommt und Zusammenhänge schneller erkennen kann.


Das Ende fand ich etwas zu abrupt endend, andererseits finde ich es auch gut, dass es kein seitenlanges Palaver gibt, sondern alles eher kurz und knackig gehalten wurde. Bei ein-zwei Dingen hätte ich gerne mehr Reaktionen auf die Situation gehabt, ansonsten habe ich mich jedoch mittlerweile mit dem Ende ganz gut abgefunden.


Fazit:

Von Anfang an wollte ich unbedingt wissen, wie das Buch wohl endet und wollte deshalb auch immer weiterlesen, u.a. aufgrund der Cliffhanger am Ende der Kapitel. Positiv aufgefallen ist mir besonders die präzise und umfangreiche Recherche, welche zeigt, wie intensiv sich die Autorin mit dem Thema ihres Romans auseinandergesetzt hat.

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591 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

italien, liebe, oper, lucinda riley, musik

Das italienische Mädchen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.03.2014
ISBN 9783442480098
Genre: Romane

Rezension:

Handlung:

Die junge Rosanna lebt mit ihrer Familie in Neapel, wo die Eltern ein kleines, charmantes Café betreiben. Leider erfährt die junge Italienerin von ihren Eltern nur kaum Beachtung, deren Hauptaugenmerk liegt auf der älteren Tochter Carlotta, welche von den Herren viele Komplimente bekommt. Nur Rosanna´s älterer Bruder Luca hält stets zu ihr und beschützt seine kleine Schwester.
Eines Tages findet in dem Restaurant der Eltern eine Familienfeier statt, bei welcher auch der aufstrebende, junge Tenor Roberto Rossini anwesend ist. Anfangs beachtet er die elfjährige Rosanna kaum, als sie jedoch auf Wunsch ein Lied vorsingt, ist er von dem Mädchen begeistert. Sofort ist ihm klar, dass Rosanna eine sagenhafte Stimme wird, die es verdient, gefördert zu werden.
Nach diesem Treffen vergehen sechs Jahre bis sich Rosanna und Roberto wiedertreffen, diesmal an der Mailänder Scala. Rosanna ist noch genauso sehr von Roberto begeistert, wie bei dem ersten Treffen und ist unglaublich glücklich, als Roberto sich anbietet, mit ihr zu üben, damit sie bald auf der großen Bühne ihr Debüt geben kann. Doch nicht nur beruflich merken beide, dass sie ein fantastisches Team abgeben, sondern auch privat fühlen sich beide voneinander angezogen. Eine Liebe, die sie vieles vergessen lässt und nicht von allen gern gesehen wird.


Meinung:

Ich hatte schon ein paar Bücher von Lucinda Riley gelesen und bisher hat mich noch keines enttäuscht. Auch mit „Das italienische Mädchen“ hat sie bei mir einen Treffer gelandet und das Buch war definitiv ein Highlight für mich dieses Jahr. Es hat alles gepasst, die Geschichte, die Charaktere, der Verlauf und auch das Ende hat mich überzeugt.

Von der ersten Seite an hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich hatte keine Probleme mit dem Einstieg und habe großes Fernweh verspürt, als ich von den Mailänder Tagen gelesen habe. Mich hat es begeistert, dass die Autorin geschafft hat, die Gegenden, in welchen die Handlung stattfindet, so wunderbar zu beschreiben, dass ich vieles genau vor Augen hatte. Besonders die Beschreibungen von Italien haben es mir angetan, obwohl ich leider noch nie in diesem Land war.

Anfangs musste ich aufpassen, dass ich die Namen der Protagonisten nicht durcheinander bringe, aber das war in diesem Buch einfach Gewöhnungssache, weil es nicht häufig vorkommt, dass ich Bücher lese, die in Italien spielen. Nachdem ich dann aber einmal alle zuordnen konnte, war dies kein Problem mehr.

Sprachlich habe ich auch nichts zu beanstanden, mir hat die Schreibweise sehr gut gefallen. Besonders die Einbeziehung von einigen italienischen Begriffen, welche sich durch das ganze Buch gezogen haben und teilweise auch immer wieder aufgetaucht sind. Dadurch wird nicht nur deutlich, dass sich die Autorin Lucinda Riley sehr gut mit dem Thema befasst hat, sondern dieses kleine Detail verleiht dem Buch viel Charme und lässt es authentischer wirken.

Die Protagonisten waren fabelhaft gezeichnet, sie sind nicht nur sehr authentisch und lebendig, sondern machen im Verlauf des Buches auch einen Wandel durch, welcher sehr gut beschrieben wurde und somit auch für den Leser gut sichtbar. Das hat mir sehr gut gefallen, weil das Buch sich über mehrere Jahre erstreckt und die Menschen auch verschiedene Lebenstadien durchmachen. So lernt der Leser zum Beispiel Rosanna als elfjähriges Mädchen kennen, welche sich im Verlauf der Handlung zu einem Jugendlichen entwickelt und schließlich eine junge Frau wird. Es wäre äußerst merkwürdig gewesen, wenn sie sich in all den Jahren nicht entwickelt hätte.

Das Buch beinhaltet sehr verschiedene Charaktere, welche alle ihre Eigenarten haben und nicht immer als positiv wahrgenommen werden. Dadurch konnte man mit vielen Protagonisten mitfühlen und hat mit sich mit ihnen gefreut, aber sie auch bemitleidet.

Auch der Aspekt, dass es in dem Buch viel um klassische Musik geht, hat meiner Lesefreude nicht geschadet, im Gegenteil, ich habe während des Lesens auch ständig Lieder aus einem Musical gehört, welches ich erst kurze Zeit zuvor besucht hatte.


Fazit:

Das Buch hatte ich längere Zeit schon im Schrank liegen, wo es darauf gewartet hat, endlich gelesen zu werden. Nun war es endlich Zeit dafür und ich bin sehr froh darüber, dass ich in den letzten Tagen viel Zeit hatte, weil es mir wirklich schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Selbst bei längerem Nachdenken gibt es keinen Aspekt, der mir nicht gefallen hat und für mich ist das Buch eines meiner diesjährigen Highlights, welches ich bestimmt noch häufig weiterempfehlen und verschenken werde.

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145 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

fahrrad, berlin, veloziped, jahrhundertwende, historischer roman

Solang die Welt noch schläft

Petra Durst-Benning
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.05.2013
ISBN 9783548285412
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung:

Josefine, Tochter eines Schusters und somit Angehörige der Mittelschicht, kennt größtenteils nur das Leben in der Werkstatt des Vaters. Sie schuftet den ganzen Tag in der Werkstatt und bekommt dafür nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit oder Lob. Nach einem tragischen Unglück muss Josefine zur Kur in den Schwarzwald, wo sie nicht nur eine neue Freundin findet, sondern auch eine neue Leidenschaft kennenlernt: das Velo fahren. Zurück in ihrer Heimatstadt Berlin nutzt Josi jede Chance, um näheres über das Velo herauszufinden und sehnt immer die Augenblicke herbei, wenn sie auf dem Rad des Vaters einer Freundin fahren kann. Bis ihr eines Tages ein Missgeschick passiert, welches Folgen mit sich zieht und Josefine´s Leben vollkommen verändert.


Meinung:

Das Buch fand ich eine lange Zeit sehr spannend und konnte es kaum aus der Hand legen. Nicht nur die Handlung hat mich begeistert, sondern auch die Geschichte über das Velo fahren und die Entwicklung dessen fand ich sehr spannend. Leider hat irgendwann die anfängliche Begeisterung nachgelassen und das Buch war für mich kein Hit mehr. Das lag daran, dass ich das Gefühl hatte, dass sich die Handlung im Laufe immer mehr gezogen hat und teilweise gar nichts passiert ist.

Der Handlungszeitraum des Buches erstreckt sich über mehrere Jahre, von 1889 bis 1897. Dabei gibt es besonders in der ersten Hälfte des Buches immer wieder Rückblicke, bei denen man als Leser einiges aus Josi´s Vergangenheit erfahren hat und sich somit auch einen besseren Überblick über ihre Kindheit machen kann.

Es gibt immer wieder Zeitsprünge, in denen zum Beispiel ein ganzes Jahr vergangen ist und diese wurden dann in drei Sätzen beschrieben. Das fand ich sehr knapp und hat für mich auch dazu beigetragen, das ich das Buch nicht mehr ganz so interessant fand, wie am Anfang.

Die Charaktere sind sehr klar und deutlich beschrieben, sodass man als Leser sofort ein Bild vor Augen hatte. Mir hat es dabei gut gefallen, dass die Autorin dem Leser wirklich selbst überlassen hat, ob man die Protagonisten sympathisch findet. Auch die Charakterzüge wurden schnell klar und jeder Protagonist wurde sehr individuell gestaltet, man hat gemerkt, dass sich die Autorin viel Mühe gegeben hat, die Charaktere zu zeichnen.

Mit dem Schreibstil bin ich sehr gut klargekommen, ich konnte durchweg flüssig lesen und es wurden kaum Fachbegriffe genutzt. Trotz der einfachen Sprache gab es aber sehr schöne Beschreibungen der Landschaft oder von Objekten, welche mir gut gefallen haben.

Während es anfangs noch den Anschein hattem als würde man nur die Handlungen und Erinnerungen von Josefine erleben, wechselt dies mit der Zeit und man erfährt noch einige wenige Dinge über andere Protagonisten.

Mir hat es gefehlt, dass Personen, die eine Zeit lang wichtig waren und Josefine geprägt haben, irgenwann nicht mehr erwähnt wurden und sie scheinbar auch nicht mehr an diese gedacht hat. Das ist ein kleines Detail, was für manche vielleicht unwichtig ist, mir jedoch gefehlt hat.


Fazit:

Auch wenn das Buch für mich leider am Ende nicht mehr so spannend war, wie noch am Anfang, fand ich es sehr interessant, einen Einblick in die Anfänge des Velofahrens zu bekommen, sowie auch das Berlin des 19./20. Jahrhunderts kennenzulernen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass das Buch auch wichtiges Botschaften vermittelt und somit möglicherweise den Leser dazu anregt, nicht immer so hart zu urteilen und niemals aufzugeben.

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98 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

england, zweiter weltkrieg, singen, musik, frauenchor

Der Frauenchor von Chilbury

Jennifer Ryan , Andrea O´Brien
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2017
ISBN 9783462048841
Genre: Romane

Rezension:

Handlung:

Der Zweite Weltkrieg hat sich nun auch in England immer mehr ausgebreitet. So auch in dem kleinen Örtchen Chilbury. Die Männer wurden an die Front oder zur Ausbildung berufen und die Frauen sind nun auf sich allein gestellt. Sie übernehmen die Aufgaben ihrer Ehemänner und leben in ständiger Angst um die männlichen Mitglieder ihrer Familie. Inmitten dieser Krigeswirren ist das Singen den Bewohnern des Ortes immer ein Trost gewesen. Es war ein Treffpunkt zum plaudern, singen und eine Ablenkung. Doch nun wurde den Damen dieser Zeitvertreib auch noch genommen,weil der Pfarrer beschloßen hat, den Chor der Gemeinde aufzulösen, weil immer weniger Männer in dem kleinen Ort in der Grafschaft Kent anwesend sind.

Eines Tages kommt plötzlich ein neuer Schwung in das Dorf, indem die Musikprofessorin Primrose die Frauen überzeugt, wie wichtig die Musik ist und deshalb einen reinen Frauenchor gründet. Zwar sind nicht alle sofort von dieser Idee überzeugt, jedoch bekommt das Experiment eine Chance, um sich zu beweisen. Manche sind sofort Feuer und Flamme, einige Bewohner benötigen ein wenig Zeit, um sich mit der Idee abzufinden. Darüber, aber auch über das Privatleben wird in dem Buch berichtet, welcher aus der Handlungssicht von fünf Frauen unterschiedlichen Alters geschildert wird.


Meinung:

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht, ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, dass viele Namen fallen, die man nicht sofort einordnen kann. Außerdem fand ich es anfangs sehr ungewohnt, dass der Roman so viele Erzählweisen hat, egal ob Briefe oder Tagebucheinträge, was mir mit dem fortschreitenden Verlauf der Handlung jedoch immer besser gefallen hat. Dadurch hat man wirklich einen sehr guten Einblick in das Leben in den kleinen Ort Chilbury und kann Dinge aus verschiedenen Sichtweisen betrachten.

Das Buch wurde, wie schon erwähnt, in verschiedenen Sichtweisen geschrieben, welche als Tagebucheinträge oder als Briefe an Familie und Freunde dargestellt wurden. Anfangs war diese Erzählweise ungewohnt für mich, weil es nicht sehr häufig vorkommt, dass ein Roman so viele Erzählperspektiven beinhaltet. Jedoch habe ich mich sehr schnell mit der für mich ungewohnten Situation angefreundet und habe mit der Zeit festgestellt, dass ich auf bestimmte Abschnitte von Protagonisten hingefiebert habe.

Die Abschnitte von den verschiedenen Protagonisten wurden chronologisch aufgebaut, sodass man als Leser nicht das Gefühl hatte, irgendwas zu verpassen. Es gab immer einen Bezug zu dem vorherigen Kapitel, weshalb das Buch für den Leser eine flüssige Erzählung von Ereignissen darstellt.

In dem gesamten Roman kam es nicht einmal vor, dass es eine direkte wörtliche Rede gab und der Leser die Ereignisse somit „live“ miterleben konnte. Alles erlebt man nachwirkend, d.h. die Ereignisse haben schon stattgefunden und wurden nun für Freunde, Familie oder für sich selbst festgehalten. Das hat mir zum einen gut gefallen, weil alles sehr interessant geschildert wurde, zum anderen ist es auch eine nette Abwechslung, weil ich bisher kaum einen Roman gelesen habe, der in dieser Weise untergliedert wurde.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Beschreibung und Charakterisierung der Protagonisten zwar immer nur kurz angerissen wurde, ich jedoch trotzdem nicht das Gefühl hatte, dass mir in diesem Punkt irgendwas fehlt. Ich konnte mir trotzdem relativ gut ein Bild von ihnen machen und auch teilweise mit einigen Personen sympathisieren. Man hat sehr gut sehen können, wie die verschiedenen Personen mit dem Krieg umgegangen sind und auch, wie unterschiedlich die Entwicklung von Kindern damals war. Manche Personen hatten gar keinen Bezug zum Krieg, er war zwar da und hat sich auch immer mehr zu ihrem Ort hin ausgebreitet, jedoch war diese Tatsache nicht von großem Interesse. Andere wiederum betteten um ihre Geliebten und lebten in ständiger Angst.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich fand die beschriebenen Ereignissen sehr interessant. Jedoch hat mir irgendwie das gewisse Etwas gefehlt. Leider kann ich selbst nicht genau sagen, was mir gefehlt hat, um das Buch zu einem Highlight werden zu lassen.


Fazit:

Die Handlung und der Aufbau des Buches haben mir sehr gut gefallen und ich war echt begeistert, wie leicht sich das Buch lesen ließ. Jedoch hat mir leider noch etwas mehr Spannung gefehlt, die mich dazu hätte verleiten können, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Der Gesamteindruck, den das Buch bei mir hinterlässt, bleibt jedoch positiv, weshalb ich dem Buch 4,5 Sterne gebe. Aufgrund der Tatsache, dass der Roman ein Erstlingswerk ist, werde ich hier auf 5 Sterne aufrunden.



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30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

weihnachten, herr taschenbier, frau rotkohl, sams, advent

Das Sams feiert Weihnachten Jubi

Paul Maar , Nina Dulleck
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108167
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Handlung:

Es naht das erste gemeinsame Weihnachten des Sams mit Herrn Taschenbier. Doch das Sams stellt sich die wichtige Frage: Was ist eigentlich Weihnachten? Wie wird es begangen und was wird überhaupt gefeiert? Geduldig beantwortet Herr Taschenbier dem kleinen Mitbewohner alle Fragen und verbringt mit ihm nicht nur eine schöne Vorweihnachtszeit, sondern auch ein außergewöhnliches Weihnachtsfest. Dabei hat das Sams sogar eine besondere Überraschung für Herrn Taschenbier.

Meinung:

Wer kennt es nicht, das Sams? Als kleines Kind war ich ein großer Fan der Geschichten und die Ankündigung, dass es ein Weihnachtsbuch mit dem kleinen Wesen gibt, hat mich direkt an alte Zeiten erinnert.

Das Cover finde ich sehr gelungen und niedlich. Das Sams, neu gezeichnet, aber trotzdem noch unglaublich liebenswert, steht klar im Mittelpunkt. Es trägt immer noch den Taucheranzug, aber nun auch Handschuhe und eine Weihnachtsmannmütze inklusive Bart. Auch Herr Taschenbier darf auf dem Cover nicht fehlen, er hat genau wie sein kleiner Mitbewohner ein festliches Detail.

Das Buch wurde sehr schön in einem festlichen Rotton gehalten, dazu Schneeflocken und auch die Wunschpunkte durften nicht fehlen.

Für Leser, die mit dem Weihnachts-Abenteuer das erste Mal die Welt von Herrn Taschenbier und dem Sams betreten, gibt es ein einleitendes Vorwort, indem man die wichtigsten Personen kennenlernt und auch den Grund dafür erfährt, weshalb dieses Buch geschrieben wurde.

Schon als ich die Leseprobe im Internet gelesen habe, war ich sofort wieder in der Welt von dem Sams und dem gutmütigen Herrn Taschenbier. Das Buch gliedert sich perfekt in die vorherigen Bücher ein und der Charme, welcher die Romane schon immer ausgemacht hat, wurde nicht verloren. Es bezaubert immer noch durch die lustigen Dialoge zwischen den beiden Hauptpersonen und auch die Reime des Sams haben nicht an Klasse verloren.

Die gesamte Geschichte ist kurzweilig geschrieben, sie vergeht beim Lesen wie im Flug und hat mich, genau wie bei den anderen Sams-Abenteuern, bestens unterhalten. Es war richtig schön, nocheinmal in die Welt des Sams einzutauchen und mit ihm gemeinsam ein neues Abenteuer zu erleben, genau wie bekannte Gestalten aus den vorherigen Bänden wiederzutreffen, z.B.: Herr Mon und Frau Rotkohl.

Zum ersten Mal in den gesamten Sams-Büchern ist nicht nur die Rede von einer Welt voller anderer Samse, sondern es gibt auch einen Einblick in diese Welt. Meiner Meinung nach ist die Reise in die andere Welt sehr gelungen und informativ dargestellt, weil man das Sams auch einmal in seinem ursprünglichen Umfeld agieren sieht. Für das Sams war es nicht leicht zu verstehen, was eigentlich dieses „Weihnachtsfest“ ist und wieso es gefeiert wird. Im Gegenzug fand ich es immer schwer vorstellbar, dass es tatsächlich eine ganze Welt voller Samse geben könnte. Die gelungene Darstellung desse hat mir beim Lesen großen Spaß bereitet und ich würde gerne noch mehr davon erfahren.

Viele Dinge, die das Sams schon in vorherigen Büchern ausgemacht haben, finden auch in diesem Band Erwähnung, zum Beispiel seine Vorliebe für Würstchen und für Reime. Auch sein Taucheranzug findet Erwähnung und dadurch ist bei mir das Gefühl entstanden, als hätte ich die Sams-Welt nie wirklich verlassen und würde nun zu guten Freunden heimkehren..

In dem gesamten Roman befinden sich immer wieder wunderschöne Illustrationen, die sehr schön anzusehen sind und die Szenen bildhaft darstellen. Diese sind wirklich ein Blickfang und verleihen der Geschichte noch einen besonderen Charme.

Fazit:

Von der ersten Seite an war ich direkt gefangen von dem Buch und konnte es nur schwer aus der Hand legen. Das Besondere an dem Buch ist meiner Meinung nach, dass es sich hierbei zwar um ein Buch handelt, welches auf Kinder ausgerichtet ist, jedoch auch für Erwachsene sehr amüsant und gut zu lesen ist.


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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

manhattan, new york, intrigen, drei tage manhatta, debüt

Drei Tage Manhattan – Begleitung gesucht

Tasmina Perry , Katrin Behringer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 19.10.2015
ISBN 9783833310416
Genre: Romane

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228 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

münchen, zwillinge, familiengeschichte, holunder, rezepte

Die Holunderschwestern

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453419230
Genre: Historische Romane

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

werwolf, nürnberg, silvia stolzenburg, mittelalter, handelsherr

Die Salbenmacherin und die Hure

Silvia Stolzenburg
Fester Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 02.08.2017
ISBN 9783839221570
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung:

Nürnberg, Juli 1409

Mitten im Hochsommer wird in Nürnberg eine rätselhafte Leiche gefunden. Die Leiche wurde an das Ufer der Pegnitz gespült und sorgt für Erschütterung unter den Bürgern. Ihr fehlen nicht nur Kopf und Hände, sondern auch die Gedärme wurden ausgeweidet. Für viele Bürger der Stadt steht sofort fest, dass dies kein Werk eines Menschen gewesen sein kann. Die Vermutung wird immer lauter, dass ein Werwolf in den Wäldern um Nürnberg umhergeht und sein Unwesen treibt. Doch nicht alle Bürger sind davon überzeugt, dass ein dämonisches Wesen diese Taten begangen hat, unter anderem die Salbenmacherin Olivera und ihr Mann, der Stadtapotheker Götz.
Es herrscht große Erleichterung in der Stadt, als ein Mann aufgegriffen wird, welcher möglicherweise der Schuldige ist. Jedoch stellt sich schon bald heraus, dass der unschuldig Hingerichtete nicht der Mörder war. Bei der Suche nach dem wirklichen Werwolf bringen sich nicht nur die Hübschlerin Gerlin, sondern auch die Freunde Jona und Casper in Gefahr.


Meinung:

Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet und auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt sehr gut zu dem historischen Roman und das Kleid der Dame, welche zu sehen ist, ist ein absoluter Blickfang. Im Hintergrund ist noch eine Stadt gezeichnte, welche durchaus das mittelalterliche Nürnberg darstellen könnte.

Bei dem Roman handelt es sich um einen historischen Krimi, welcher mich von der ersten Seite an überzeugt hat. Die Auflösung der Morde steht durchgängig im Vordergrund und somit wurde dem Konzept nicht abgewichen. Mir hat es auch sehr gut gefallen, dass keine Liebesgeschichte oder romantische Momente eingebunden wurden, welche nur fehl am Platze gewirkt hätten.

Die Handlungsspanne des Romans erstreckt sich nur über wenige Wochen, angefangen vom Fund der ersten Leiche bis zur Auflösung, ob die Morde von Menschenhand oder von dämonischen Wesen begangen wurden. In dieser Zeit sind einige Dinge passiert, u.a. weitere Morde, aber auch der Alltag in der Welt von Olivera ist weitergegangen. Als Leser erfährt man einige Dinge über die damaligen medizinischen Kenntnisse, welche nicht nur die junge Frau, sondern auch der örtliche Henker kannten. Dadurch und auch durch die Beschreibungen von Oliveras Alltag gelingt es dem Leser sehr gut, sich die Welt im Mittelalter vorzustellen und man bekommt einen exzellenten Einblick in das damalige Treiben.

Bevor ich den Roman gelesen habe, habe ich mich erst einmal mit der Leseprobe befasst. Dadurch wusste ich schon vorab, dass ab der ersten Seite die Spannung aufgebaut wurde und diese durchweg anhielt. Die Auflösung um die Morde wurde immer ungemein spannend beschrieben, sodass ich als Leser das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Viele Fachbegriffe, die genutzt wurden, sind altertümlich und dadurch wurde auch deutlich, wie gut der Roman recherchiert wurde und das die Autorin sich sehr mit der Zeit des Mittelalters befasst hat. Mir hätte es noch gut gefallen, wenn es ein kleines Glossar am Ende gegeben hätte, weil ab und an doch ein Begriffen vorhanden war, bei dem ich nachschauen musste, was eigentlich gemeint ist.

Der Roman endet mit einem ziemlich offenen Ende. Es wurde zwar geklärt, wer der Verursacher der Morde ist, jedoch wird sofort deutlich, dass eine Fortsetzung geplant ist und darin dann hoffentlich alle noch offenen Fragen geklärt werden.

Fazit:

Ich hätte nicht erwartet, dass mich der Roman von der ersten Seite an so sehr fesselt. Mir hat der Einblick in den Alltag der Salbenmacherin Olivera sehr gut gefallen und auch die Geschichte um die rätselhaften Morde empfand ich als sehr gelungen. Für mich ist das Buch eines der besten mittelalterlichen Romane, welche ich dieses Jahr gelesen habe.

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542 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

harry potter, newt scamander, phantastische tierwesen und wo sie zu finden sind, drehbuch, fantasy

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

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72 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

historisch, frankfurt, tod, historischer krimi, frankfurt am main

Das Geheimnis der Totenmagd

Ursula Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2011
ISBN 9783548282817
Genre: Historische Romane

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

liebe, freundschaft, susan mallery, kinder, roman

Der Sommer der Inselschwestern

Susan Mallery , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959670876
Genre: Romane

Rezension:

Nach einem schweren Schicksalsschlag entscheidet sich die junge Kinderärztin Andi spontan dazu, ein Haus auf Blackberry Island zu kaufen, welches zu einer Häusergruppe gehört, die als "Drei Schwestern" bezeichnet wird. Dort will sie einen Neuanfang wagen und hofft, wieder glücklich zu werden, sowie die Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Auch ihre Nachbarinnen haben mit einigen Problemen zu kämpfen und stehen Andi in der schweren Zeit bei. Zum einen lebt dort die Designerin und Malerin Boston, welche mit ihrem Mann lange Zeit glücklich verheiratet war und nun müssen sie den Tod des gemeinsamen Sohnes verkraften. Deanna, die mit ihrem Mann und fünf Töchtern das dritte Haus bewohnt, benimmt sich gegenüber ihren Töchtern sehr überfürsorglich und ihr Mann und sie haben sich auseinandergelebt.

Die drei Frauen werden zu Freundinnen und gehen zusammen durch die positiven und negativen Aspekte des Lebens.

Meinung:

Das Cover ist sehr schlicht, edel und gleichzeitig auch sommerlich. Ich finde es sehr angenehm anzuschauen, der Betrachter wird nicht mit vielen Eindrücken überflutet. Die Objekte, welche zu sehen sind, passen sehr gut zum Inhalt des Buches und verleihen dem Cover Charme.

Durchweg wurde der Roman aus verschiedenen Sichtweisen, welche alle in der Gegenwart handeln, beschrieben. Somit kann man als Leser gut die drei Hauptcharaktere (Andi, Boston und Deanna) kennenlernen und bekommt einen Einblick "hinter die Kulissen", d.h. in das Privat- und Familienleben, sowie in die Gefühlswelt.


Von der Schreibweise war ich von der ersten Seite an sehr angetan. Ich wusste nicht, was mich erwartet, weil ich vorher noch kein Buch von Susan Mallery gelesen hatte, war jedoch von der ersten Seite an positiv überrascht. Ich hatte keine Probleme damit, in das Buch zu finden und es gab während des gesamten Romans keine Unstimmigkeiten. Die Autorin hat eine sehr leichte und lockere Sprache genutzt, mit wunderbaren Beschreibungen, die sich jedoch nicht über mehrer Seiten erstreckt haben. Sie wurden kurz und knapp gehalten, sodass man sich die Objekte und Orte vorstellen konnte, seiner Fantasie jedoch auch freien Lauf lassen konnte. Mir hat es gut gefallen, dass es sehr viele Dialoge in dem Buch gibt, dadurch wirkten die Protagonisten auf mich noch realistischer und lebendiger. Außerdem konnte man dadurch mehr über sie erfahren und mir fällt es so auch leichter, mir ein Bild von den Charakteren zu machen. Es gab zwar eine kurze Beschreibung des Aussehens und Auftretens der Protagonisten, jedoch konnte man sich als Leser auch selbst ein sehr gutes Bild machen.


Ich fand es etwas unglücklich, dass besonders am Anfang die Sympathien des Lesers in bestimmte Richtungen gelenkt wurden. Mit einigen hatte man sofort Mitleid und Sympathie, sowie fühlte sich schnell mit ihnen verbunden. Andere jedoch wurden von Anfang an sehr kritisch und schwierig dargestellt, wodurch man sie erst einmal negativ betrachtet hat, bevor sie sich geändert haben. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, dass man die Protagonisten offener betrachten und selbstständiger einschätzen kann und dies nicht vom Autor in eine bestimmte Richtung gelenkt wird.

Fazit:

Besonders bestochen hat mich das Buch mit seinen wunderbaren und teilweise sehr amüsanten Dialogen und mit der Botschaft, welche es versprüht: Man soll die Menschen nicht nur oberflächlich beurteilen, sondern sich erst mit ihnen intensiver beeschäftigen, bevor man ein Urteil fällt. Außerdem zeigt das Buch sehr gut, wie wichtig gute Freundinnen im Leben sind, sowie, dass man nie den Kopf hängen lassen sollte.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

prostitution, postkarten, ichbezogen, freizügig, varite

Postkarten an Dora

Clara Gabriel
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 30.06.2017
ISBN 9781547209880
Genre: Historische Romane

Rezension:

Deutschland im Jahre 1905

Dora, eine junge und amitionierte junge Dame hat genaue Pläne, was sie erreichen will. Ihr größter Wunsch ist es, Schauspielerin zu werden und auf den großen Bühnen Amerikas aufzutreten. Doch ihre Eltern haben vollkommen andere Pläne für sie, die Mutter wünscht sich, dass die Älteste Tochter schnell unter die Haube kommt, der Vater erwartet, dass die Tochter Lehrerin wird. Aus diesem Grund will er seine Tochter auf eine Schule schicken, wo sie sich auf eine spätere Karriere als Lehrerin vorbereiten kann. Doch alles kommt anders als gedacht, die Siebzehnjährige Dora trifft auf der Reise den Offizier Alfred, ein gut aussehender und sympathischer junger Kerl, und hat auch nicht vor, den Weg zu begehen, den die Eltern für sie vorgeschrieben haben. Sie entwischt der Aufsicht und begibt sich auf eine spannende Reise, die sie in verschiedene Länder führt und viele interessante Personen treffen lässt. Und dabei läuft es nicht nur in der Karriere, sondern auch in der Liebe nicht so rund wie ursprünglich gedacht.

Meinung:

Auf dem Cover ist viel los, was sich auch später in der Geschichte wiederspiegeln wird. Für mich war die junge Dame auf dem Cover sofort ein Blickfang, sie steht sehr stark im Vordergrund, was durch ihr Make-Up, sowie Frisur und Kleidung noch verstärkt wird. Sie blickt den Betrachter direkt an und wirkt dabei gleichzeitig herausfordernd, aber auch hochmütig und neckisch. Der restliche Teil des Covers zeigt Andeutungen auf den Inhalt des Romans, was ich sehr gelungen finde. Obwohl sich so viele Motive auf dem Cover befinden, wirkt alles harmonisch und in keinster Weise überladen.

Schon anhand Leseprobe wusste ich, was mich von der Schreibweise her erwartet und konnte mich dadurch leicht auf den Schreibstil einlassen, was mir ein flüssiges Lesen von der ersten Seite an ermöglichte. Dieser positive erste Eindruck hat sich während des Romans noch verstärkt. Besonders gut gefallen hat mir, dass viele Szenen, besonders am Anfang, sehr ausführlich beschrieben wurden und ich dadurch den Eindruck hatte, dass ich als Leser mit den Protagonisten in einem Raum stehe und die Dinge zusammen mit ihnen erlebe. Somit fiel es mir auch viel leichter, die verschiedenen Charaktere wahrzunehmen, mit ihnen zu sympathisieren oder sie einzuschätzen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Protagonisten ihre Eigenarten haben und sehr lebendig gezeichnet wurden, was die Einschätzung der Handlungen einfacher macht.

Die Ereignisse finden in einem Zeitraum von mehreren Jahren statt. Im Jahr 1905, mit welchem das Buch beginnt, lernt der Leser Dora und ihre Familie kennen, sowie gibt es einen Einblick in ihre Leben in ihrer Heimat Schleusingen. Über die verschiedenen Jahre, die behandelt werden, reist Dora in der Welt herum, und betritt sogar einen anderen Kontinent. Letztendlich schließt das Buch mit einem kurzen Epilog aus dem Jahr 1912. Die erzählte Zeit beinhaltet damit 7 Jahre, welche teilweise sehr schnell vergehen, weil viele Dinge geschehen und Dora vieles erlebt. Während des Romans hat es mir teilweise gefehlt, dass es zwischendrin keine zeitliche Einordnung gab. Ein kurzer Hinweis am Anfang des Kapitels, zu welcher Jahreszeit und in welchem Jahr dieses stattfindet, hätte mir schon gereicht.

Dora erlebt in den 7 Jahren, welche beschrieben werden sehr viel, trotzdem gab es für mich leider mitten im Buch einige Kapitel, welche Längen hatten und bei denen ich mich etwas triezen musste, um weiterzulesen. In diesen Kapiteln gab es zwar durchaus Ereignisse, jedoch hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten auf der Stelle treten und nicht aus dem Quark kommen. Sie drehten sich immer wieder im Kreis und es war kein Ende in Aussicht. Doch glücklicherweise war dies nicht von langer Dauer und irgendwann kam für mich wieder mehr Schwung in die Handlung.

Am Ende des Romans bleiben viele Fragen und ungeklärte Dinge offen, was ich einerseits gelungen finde, worüber ich andererseits aber auch etwas traurig bin, weil ich so gerne wissen würde, was aus Protagonisten geworden ist und wie es Dora weiterhin ergeht. Andererseits, wie schon erwähnt, gefällt mir es gut, dass die Spannung oben gehalten wird und dadurch freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzung und bin gespannt, was Dora weiterhin erleben wird.

Der Hintergrund der Geschichte, welcher nicht vollkommen erfunden wurde, hat mich sehr fasziniert und ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, was sie daraus erschaffen hat. Chapeau!

Fazit:

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, Dora kennenzulernen und mit ihr die Welt Anfang des 20.Jahrhunderts kennenlernen durfte. Obwohl es ein paar Kritikpunkte gibt (Längen, teilweise fand ich die Handlungen der Charakteresehr kritisch) hat der Roman einen guten Eindruck bei mir hinterlassen und ich bin schon gespannt, wie sich die Fortsetzung entwickeln wird.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

schinderhannes, hunsrück, räuberhauptmann, räuber, räuberbraut

Die Räuberbraut

Astrid Fritz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.07.2017
ISBN 9783805202930
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung:

Juliana lebt um 1800 mit ihrer Familie im Hunsrück, sie zieht mit dem Vater und den beiden älteren Schwestern durch die Gegend. Die kleine Truppe verdient sich das Geld mit dem Musizieren in Gasthöfen und eines Tages treffen sie dabei auf den Schinderhannes, dem berühmtesten Räuberhauptmann des Hunsrücks. Ohne groß nachzudenken, schließen sich Juliana und ihre Schwester Margareta dem jungen Mann und seinen Kumpanen an und fortan wandern sie durch das Land, erpressen Reisende und erlangen somit Geld, um ihr Überleben zu sichern. Schon nach kurzer Zeit werden Juliana und Johannes Bückler ein Paar, später heiraten sie und somit ist Julchen, wie Hannes sie immer nennt, nun die Räuberbraut. Doch was anfangs so harmonisch und einfach erschien, wurde mit der Zeit immer schwerer. Julchen haperte ab und an mit dem ständigen Vagabundenleben und auch mit Hannes seinen Taten ist sie nicht immer einverstanden. Wird ihre Liebe eine Chance haben? Wird Hannes es immer wieder schaffen, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen oder gar nicht erst geschnappt zu werden?

Meinung:

Das Cover finde ich sehr schön und es ist gut zu dem Roman gewählt worden. Es passt bildlich perfekt in die Zeit, zu welcher der Roman handelt und es gibt auch einen direkten Bezug zu dem Inhalt des Buches.

Bevor ich mit dem Roman begonnen hatte, hatte ich mir eine Leseprobe angeschaut und schon in dieser hatte ich den Eindruck, dass das Buch sehr flüssig geschrieben wurde und ein sehr angenehmes Lesen verspricht. Als ich nun den Roman in den Händen gehalten habe, hat sich dieser Eindruck bei mir noch verstärkt, ich hätte das Buch am liebsten verschlungen, so interessant war es und so angetan war ich von der Schreibweise. Besonders gut gefallen hat mir die Lebendigkeit, die in vielen Szenen dargestellt wurde. Dadurch konnte ich mir vieles bildlich vorstellen, und teilweise war es, als würden sich die Szenen wie in einem kleinen Film vor meinen Augen abspielen.

Der Roman wurde in zwei verschiedene Zeitebenen unterteilt. Zum einen erlebt man als Leser die Ereignisse mit Juliana ab dem Jahre 1800. Zum Osterfest dieses Jahres trifft sie den Schinderhannes und daraufhin werden die zusammen erlebten Dinge geschildert und beschrieben. Zum anderen erfährt man einiges über die ältere Juliana, eine ü60 jährige Frau, die in einer Schankstube angestellt ist und über ihr Leben mit dem Schinderhannes reflektiert.

Die Mischung der erzählten Zeit finde ich sehr gelungen, man kann Juliana nicht nur in jungen Jahren kennenlernen, sondern auch in reiferen Jahre, in denen sie die Dinge sehr viel kritischer sieht, als noch in ihrer Jugend.

Das Buch wurde durchgängig in der Gegenwartsform geschrieben, als Leser erlebt man also die Ereignisse immer zusammen mit den Protagonisten. Dies fand ich gelungen, weil man sich somit selbst ein Bild von den Protagonisten machen kann und nicht beeinflusst wird. Außerdem fand ich es sehr gut, dass die Autorin die Sympathien des Leser nicht in eine Richtung gelenkt hat, sondern man diese frei verteilen konnte.

Während des Lesens hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Angaben gegeben hätte, in welchem Jahr die Handlungen gerade stattfinden. Dies hat mir etwas gefehlt, besonders, weil es ab und an Zeitsprünge gab, die einige Wochen oder Monate umfasst haben.

Außerdem wäre eine Karte im Buch hilfreich gewesen, um zu wissen, wo sich dir Protagonisten gerade befinden und welche Strecken sie zum herumstreifen genutzt haben. Ich war noch nie in der Gegend des Hunsrücks und musste deshalb häufig eine Karte nutzen, weil es mich interessiert hat, welche Entfernungen zwischen den Orten lagen, usw.

Fazit:

Schon sehr früh beim Lesen habe ich festgestellt, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der gesamte Roman war sehr stimmig, die Schreibweise war gelungen, die Darstellung der Protagonisten war sehr lebendig und als Leser konnte man einen wunderbaren Einblick in das Leben vom Schinderhannes und seinem Julchen erhaschen.


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76 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

paris, james joyce, tanz, samuel beckett, tänzerin

Die Tänzerin von Paris

Annabel Abbs , Ulrike Seeberger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.07.2017
ISBN 9783746633169
Genre: Romane

Rezension:

Paris, 1928:

Lucia Joyce, die Tochter des bekannten Schriftstellers James Joyce, widmet sich vollkommen ihrem Hobby und ihrer großen Leidenschaft, dem Tanzen. Dabei erlangt die junge Frau auch einige Berühmtheit und wird von dem Publikum gefeiert. Doch nicht alle Menschen in ihrem Umfeld sind glücklich mit der Entscheidung, dass sich Lucia so stark dem Tanz widmet und damit erfolgreich werden will. Die Mutter findet es schamlos, in der Öffentlichkeit zu tanzen und der Vater will, dass sie nur für ihn tanzt und ihn dabei inspiriert.

Im Paris der 1920er Jahre tummelten sich einige Berühmtheiten und so trifft Lucia den jungen Autor Samuel Beckett. Von der ersten Sekunde an ist sich die junge Frau sicher, dass er die Liebe ihres Lebens ist und sie mit ihm eine strahlende Zukunft erleben wird. Doch am Ende kommt es ganz anders, als Lucia gedacht hat.

Küsnach, 1934:

Lucia befindet sich in Behandlung des Schweizer Therapeuten Dr. Jung. Mit ihm zusammen arbeitet sie während der Therapiestunden die Vergangenheit wieder auf und erkennt, welche Fehler in der Vergangenheit getan wurden.

Meinung:

Das Cover finde ich sehr gelungen . Es erinnert mich an eine alte Postkarte und strahlt für mich aus diesem Grund Charme aus. Auaßerdem gibt es auch einen Bezug zu dem Inhalt des Romans (eine junge Frau als Hauptprotagonistin; der Eiffelturm symbolisiert den Ort der Handlung).

Der Roman wurde durchgängig aus der Ich-Perspektive geschrieben, aus der Sicht von Lucia. Dadurch erhält man viele Informationen darüber, was der jungen Frau gerade so durch den Kopf spuckt und man kann ihre Entwicklung auch gut mitverfolgen. Von einer anfänglich noch sehr faszinierenden und selbstbewussten Frau entwickelt sich Lucia zu einer emotional schwachen und verwirrten Dame. Man kann auch sehr gut mitverfolgen, wie sie immer mehr dem Wahnsinn verfällt und sie sich Dinge einbildet, die in Wirklichkeit vollkommen anders aussehen. Dies hat mich beim Lesen sehr überrascht, da ich vorher weder beim Klappentext noch bei kurzen Beschreibungen irgendeinen Hinweis auf eine aufkeimende psychische Erkrankung entdeckt habe. Dadurch hat mir das Buch wahrscheinlich im Verlauf auch immer wneiger gefallen, da Romane über Nervenerkrankungen eigentlich nicht sonderlich interessieren.

Die eigentliche Darstellung der Geschichte, d.h. der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Es gibt einen häufigen Perspektivwechsel zwischen den 1920er und den 1930er Jahren. Lucia befindet sich 1934 bei einem Therapeuten in Behandlung und dieser fordert sie immer auf, von Sitzung zu Sitzung ihre Erinnerungen und damit ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Bei den Überlegungen dazu gibt es einen Rückblick und somit erfährt man als Leser, wie Lucias Jugend aussah.

Die Schreibweise hat mich immer etwas nachdenklich gemacht. Einerseits fand ich sie teilweise sehr angenehm und flüssig zu lesen, andererseits fand ich einige Dinge zu stark ausgeschmückt oder zu kitschig dargestellt. Dies ist aber nicht unbedingt der Autorin geschuldet, sondern können auch Übersetzungsfehler sein.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Kapitel und Abschnitte relativ kurz gehalten wurden und sich nicht über viele Seiten erstreckt haben. Andererseits hat es mich gestört, dass es immer mal wieder größere Zeitsprünge gab. Ich hatte das Gefühl, dass diese zu groß waren und die Dinge, welche in der Zeit passiert sind, für den Verstand des Buches von Bedeutung gewesen wären. Es tauchten plötzlich Personen auf oder waren einfach so verschwunden und dies konnte ich teilweise nicht richtig einordnen.

Lucia stand als Hauptprotagonistin ganz klar im Vordergrund, doch es fiel mir sehr schwer, sie mir als menschliches Wesen vorzustellen. Sie hat viele Emotionen gezeigt, aber teilweise hätte ich sie auch mit einem Roboter vergleichen können, weil sie immer die Dinge getan hat, die von ihr erwartet wurden. Leider sind auch die anderen Personen sehr blass gezeichnet gewesen, ich konnte mir keinen wirklich vorstellen oder mit irgendjemanden sympathisieren.

Fazit:

Ich hatte große Erwartungen in das Buch gesetzt und war sehr gespannt darauf, näheres über Lucia Joyce zu erfahren, besonders, weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt und ich fand die Geschichte etwas zu verwirrend erzählt. Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, in der Ausführung hat es leider etwas gehapert.

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92 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

niederlande, malerei, delft, pest, porzellan

Nachtblau

Simone van der Vlugt , Eva Schweikart
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.07.2017
ISBN 9783959671064
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung:

Nach dem Tod ihres Mannes hält Catrijn nichts mehr in ihrem Heimatdorf De Rijp. Sie hat das Leben auf dem Dorf satt und schon von klein auf den Wunsch, später mal in einer Stadt zu leben und arbeiten. Ihre Reise verschlägt die junge Frau nach Amsterdam, wo sie eine Stelle als Haushälterin ergattern kann. Dort geht sie nicht nur ihrer Arbeit nach, sondern hat auch die Möglichkeit den berühmten Maler Rembrandt zu treffen. Catrijn ist vollends begeistert von dem Treffen und besinnt sich wieder darauf, wie sehr sie selbst das Malen auch immer geliebt hat. Jedoch holen die Schatten der Vergangenheit sie ein und Catrijn kann nicht länger in Amsterdam bleiben. Sie flieht nach Delft, wo sie in Evert´s kleiner Manufaktur eine Anstellung als Keramikmalerin erhält. Zusammen mit ihm entwickelt die junge Catrijn das berühmte und begehrte Delfter Porzellan. Aber leider lassen sie die Schatten der Vergangenheit nicht los.


Meinung:

Schon als ich das Cover gesehen habe kam mir sofort der Gedanke, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will. Das Cover hat mich sofort angesprochen und es ist ein richtiger Blickfang. Es wirkt auf mich sehr nostalgisch und vermittelt direkt einen Zusammenhang zu dem Inhalt des Buches. Die blaue Farbe und die Blütenranken erinnern an das Delfter Porzellan, die kleine Grachtenhäuser symbolisieren die Niederlande wieder, den Handlungsort des Buches. Dieses Zusammenspiel sieht nicht nur schön aus, sondern deutet auch direkt auf den Inhalt hin.

Die gesamte Geschichte wurde in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Leser versetzt sich somit in die Rolle von Catrijn hinein und erlebt jedes Ereignis zeitgleich mit ihr. Dadurch hatte ich während des gesamten Romans nicht einmal das Gefühl, das etwas verheimlich wird oder man als Leser viele Dinge nicht miterlebt.

Der Roman wurde in der Gegenwartsform geschrieben, als Leser erlebt man die Dinge immer zusammen mit Catrijn. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil man somit zum jeweiligen Zeitpunkt der Geschichte immer denselben Wissensstand wie Catrijn hatte. Dadurch hatte ich kaum das Gefühl, dass etwas im Verborgenen bleibt oder wichtige Ereignisse aus der Geschichte herausgelassen wurden.

Die gesamte Schreibweise hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es gab schöne und kurz gehaltenen Beschreibungen von der Umgebung oder der Landschaft, Geheimnisse und offene Fragen meinerseits wurden vollkommen geklärt, weil sie entweder während des Romans beantwortet wurden oder am Ende einen Sinn ergeben haben. Der Roman ließ sich für mich sehr leicht und flüssig lesen, teilweise haben mir nur die Namen der Protagonisten ein paar Probleme bereitet, weil diese ihre holländische Schreibweise beibehalten haben und außerdem für mich unbekannt waren. Teilweise hätte ich mir noch gewünscht, dass eine Landkarte der Niederlande in dem Buch abgebildet wäre, weil ich es interessant fand, in welche Orte Catrijn alles reist und wie weit diese auseinander liegen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass die einzelnen Kapitel kurz und bündig gehalten wurden und es keine ellenlangen Beschreibungen und Gespräche gibt. Es wurde auf das Nötigste reduziert, wobei ich aber trotzdem kein einziges Mal das Gefühl hatte, etwas zu verpassen oder das etwas zu kurz gehalten wurde. Ich fand dies sogar eher förderlich, weil es zum einen keine Längen in dem Buch gab, während denen nicht passierte, und zum anderen gab es dadurch einen schnellen Fortschritt der Geschichte. Dies hat auch meinen Lesefluss sehr gefördert, weil ich immer sofort wissen wollte, wie es weitergeht, weil die Charaktere und die Handlung nicht ständig auf der Stelle getappt sind.

Die Protagonisten wurden mit wenigen Worten dargestellt, sie wurden gerade so weit dargestellt, dass man sich ein kleines Bild von ihnen machen konnte. Ich fand es sehr gut, dass diese nicht bis ins kleinste Detail beschrieben worden sind, sondern man als Leser nur einige Anhaltspunkte erhalten hat und sich die Autorin wirklich mehr auf den Charakter konzentriert hat. Man konnte sich anhand von Gesprächen und Handlungen zu weiten Teilen ein eigenes Bild der Charaktere machen und die Sympathien konnten frei verteilt werden, sie wurden nicht von der Autorin gezielt auf einige wenige Personen verteilt. Eine Sache, die mich etwas gestört hat war, dass Catrijn meiner Meinung nach sehr modern gezeichnet war für eine Frau im 17. Jahrhundert. Ihre Entscheidungen hat sie sehr frei getroffen und sich viele Freiheiten herausgenommen, die anderen Damen im Buch explizit verboten waren, z.B.: das Aufhalten in einem Raum mit nur einem Mann und ohne eine weibliche Aufsichtsperson. Diese kleinen Unstimmigkeiten haben mich ab und an etwas gestört, doch dies konnte meiner Begeisterung für den Roman nicht viel anhaben.


Fazit:

Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt und begeistert. Unstimmigkeiten oder inhaltliche Verwirrungen gab es so gut wie keine. Als Leser erhält man nicht nur einen kleinen Einblick in das Leben im 17. Jahrhundert, sondern auch einen sehr spannenden Überblick über die Herstellung des berühmten Delfter Porzellans und seine Geschichte.

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135 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

tuchvilla, modeatelier, augsburg, familiengeschichte, band 3

Das Erbe der Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2016
ISBN 9783734103261
Genre: Historische Romane

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134 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

cornwall, bäckerei, liebe, jenny colgan, sommer

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492311298
Genre: Romane

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119 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

russland, zarin, katharina die große, historischer roman, sankt petersburg

Die Zarin der Nacht

Eva Stachniak , Peter Knecht , Christel Dormagel
Flexibler Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.09.2014
ISBN 9783458360582
Genre: Historische Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

sturmwind, sehr unterhaltsam, märche, dornröschen, magie

Die Liebe des Sturmwindes

Karolyne Stopper
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei null, 05.05.2017
ISBN B072HQLSPZ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Handlung:

Alix und ihre Familie leben auf einer kleinen Burg, von der Außenwelt so gut wie abgeschottet. Kaum Besuch, weil sie vom Herzog zu Unrecht beschuldigt wurden, leben sie abseits und führen ein ziemlich bodenständiges Leben. Doch eines Tages erlebt Alix in einer alten Ruine eine unverhoffte Begegnung, die nicht nur ihr Leben verändern wird.

Cover:

Bei diesem Buch ist mir sofort das Cover ins Auge gesprungen. Es ist durch das gemalte etwas besonderes, was man heutzutage nicht mehr so häufig hat, zumindest sehe ich solche Cover nur noch selten in Buchhandlungen. Auf den ersten Blick hätte ich nicht gedacht, dass es sich um einen historischen Roman handelt, aber trotzdem finde ich es wunderschön. Mir gefällt sehr gut, was für einen märchenhaften Touch das Cover ausstrahlt, so entsteht sofort ein Zusammenhang zu dem Inhalt des Buches.

Schreibweise:

Der Roman ließ sich durchweg sehr gut und flüssig lesen. Es gibt sehr viele bildhafte Beschreibungen und dadurch konnte ich mir beim Lesen auch einige Dinge sehr gut vorstellen. Die gesamte Geschichte wurde nur aus Alix´s Sicht beschrieben, durch kleine Tricks hat es die Autorin jedoch geschafft, dass man auch einen etwas anderen Blickwinkel auf die Dinge bekommt.

Protagonisten:

Alix steht während des ganzen Romans vollkommen im Vordergrund, als Leser erlebt man alle Dinge mit ihr zusammen. Teilweise muss ich leider sagen, dass ich sie noch als sehr jung und unsicher empfunden habe. Dadurch fand ich Handlungen und Aussagen von ihr sehr unangebracht. Meiner Meinung nach wird sie etwas zu sehr wie ein willenloses Püppchen dargestellt, dass sich nicht durchsetzen und wehren kann. Dies fand ich sehr schade, weil sie teilweise wirklich Mut gezeigt hat und von diesen Stellen hätte ich mir mehr gewünscht.Teilweise war auch die Handlung leider etwas schleppend, dies kommt meiner Meinung nach dadurch, dass Alix sich nicht entschließen konnte und die ganze Zeit zwischen zwei Männern geschwankt hat.

Fazit:

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Büchern, die Fantasy-Elemente beinhalten, jedoch hat mich dieses, bis auf Kleinigkeiten, positiv überzeugt. Mir gefällt sowohl die Grundidee, als auch die Umsetzung. Mein einziger Kritikpunkt ist leider die Darstellung von Alix, jedoch ist dies immer eine Ansichtssache des Lesers. Mir hat der kleine Ausflug in die Welt der Magie gut gefallen und hat auch meine Meinung über dieses Genre geändert.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Damenfriede

Marie Cristen
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783426639917
Genre: Historische Romane

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214 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

1. weltkrieg, familiensaga, augsburg, familie, lazarett

Die Töchter der Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.11.2015
ISBN 9783734100321
Genre: Historische Romane

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437 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

liebe, augsburg, familie, geheimnis, historischer roman

Die Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.12.2014
ISBN 9783442381371
Genre: Historische Romane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

klassiker, andrej belyj, roman, rußland, russiche literatur

Petersburg

Andrej Belyj , Gabriele Leupold , Ilma Rakusa , Gabriele Leupold
Flexibler Einband: 638 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 03.10.2005
ISBN 9783518457160
Genre: Romane

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

weihnachten, liebe, adventszeit, savannah, winter

Weihnachtsglitzern

Mary Kay Andrews , Maria Poets
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596521265
Genre: Romane

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