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357 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

leben, liebe, freundschaft, tagebuch, erwachsen werden

Dein eines, wildes, kostbares Leben

Jessi Kirby , Anja Herre
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 05.06.2014
ISBN 9783440144480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Mir gefällt das Cover sehr gut, denn es ist nicht zu überladen. Der Hintergrund ist in einem schönen pastellblau und das Mädchen ist einheitlich grellorange. Das hebt es stark ab und man wird aufmerksam. Zumal man ein Cover in einem solchen Stil eher seltener antrifft.

Inhalt
„Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?“ Diese Frage stellt ein Englischlehrer seiner Abschlussklasse. Die Antworten darf jeder in ein Tagebuch schreiben, das danach eingesammelt und zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird.

Die 17-jährige Parker Frost weiß zumindest, was man von ihr erwartet: zum Medizinstudium nach Stanford. Am besten mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall verschwanden. Als Parker durch Zufall das Tagebuch von Julianna findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls? Und ist es möglich, dass Julianna noch am Leben ist? Das Ergründen von Juliannas Geheimnis bedeutet für Parker letztlich eine Reise zu ihrem innersten Selbst und zu dem, was sie wirklich will.

Meine Meinung
Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Man kann das Ende zwar erahnen, aber halt auch nicht vollständig und das macht es wieder sehr spannend. Es ist nicht zu überladen geschrieben und auch sprachlich kann man es sehr gut lesen, d.h. weder viele Fremdwörter noch starker Jugendstil.
Welche Jugendliche kennt die Situation nicht, dass man das Gefühl hat etwas ändern zu müssen? Die Eltern bestimmen das Leben der Tochter und irgendwann muss man sich selbst finden. Das ist hier sehr gut beschrieben. Und das Schöne dabei ist: Sie bleibt dennoch sie selbst! Großes Lob!

Mein Fazit
Sehr lesenswert!!

  (3)
Tags: freundschaft, geheimnis, jugendroman, liebe   (4)
 

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(49)

109 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

frauenroman, liebe, familie, liebesroman, studenten

Halb drei bei den Elefanten

Kyra Groh
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.08.2014
ISBN 9783442380763
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aufmachung des Buches
Der Titel ist mal nicht selbsterklärend und hat mich somit neugierig gemacht. Ich finde nichts schlimmer, als wenn man einen Buchtitel liest und vom Prinzip her schon weiß was Sache sein wird. Daher finde ich es hier wirklich sehr gelungen.

Inhalt
Die Zwillingsschwestern Max und Jo sind sich gar nicht ähnlich. Max hat nur die Gene abbekommen, die keinen interessieren … Sie ist rothaarig, klein – und ihre BHs sind von der Marke Zauberflöte: Zieht man sie aus, geht der ganze Zauber flöten. Sie ist auch klug und musikalisch – aber wen interessiert's? Auch Moritz hat sein Päckchen zu tragen. Er ist klug, aber ohne Ausbildung, wäre gerne Fotograf, versauert aber als Fahrradkurier. Und er ist für jemanden verantwortlich – seinen vierjährigen Sohn ... Doch als sich Max und Moritz um halb drei bei den Elefanten im Opel Zoo treffen, ändert sich ihr Leben für immer ...

Meine Meinung
Das Buch ist sehr gut strukturiert. Die Kapitel sind kurz, haben aber alle einen interessanten und/oder witzigen Untertitel.
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm und lässt sich gut und schnell lesen.

Natürlich möchte ich nicht zu viel verraten und das fällt mir sehr schwer, denn ich könnte sehr viel zu diesem Buch schreiben.
Max (eigentlich Maxime) ist hier die Hauptperson. Sie hat eine Zwillingsschwester, Jo. Die beiden sind die absoluten Gegensätze und doch irgendwie eins. Max hat, im Gegensatz zu Jo, so gar nichts mit Lifestyle, Männern & Co. zu tun. Sie ist seit Jahren in Jonas verliebt, dieser erwidert es jedoch nicht. Dann lernt sie irgendwann Moritz kennen. Sie ist nicht gerade nett zu ihm und trotzdem lässt er nicht nach. Er bemüht sich sehr um sie. Dabei ist es wirklich schwer noch Verständnis und Sympathie für Max zu haben. Einerseits will man sie verstehen und gönnt ihr das Glück und andererseits habe ich dann irgendwann den Punkt erreicht zu denken "Meine Güte...entscheide dich, Kind!!"
Natürlich gibt es noch einen Wendepunkt, aber hierauf möchte ich nicht so sehr eingehen. Diese Phase war sehr spannend, finde ich. Sie hat hier nochmal einen Jonas/Moritz-Konflikt. Dieser wird relativ schnell abgehandelt. Das ist auch ok, denn eigentlich stand ihre Entscheidung ja schon.
Das Ende ist leider ein wenig zu schnell gewesen. Hier hätte man noch mehr machen können. Liam hat für ein Kind merkwürdig reagiert. Immerhin hat man ihm erst vor ein paar Wochen gesagt, dass sein Papa und Max nicht mehr zusammen sind und das hat ihn sehr mitgenommen. Dann steht Max in der Tür und für Liam ist es das normalste der Welt und für ihn steht fest, dass sie wieder zusammenkommen. In der Realität wäre er wohl verwirrter gewesen und hätte viele, vielleicht auch unangenehme Fragen gestellt. Mit der Thematik wäre das Ende evtl. ein wenig abgerundeter.

Mein Fazit
Es ist lustig und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Es ist sehr zu empfehlen.

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Tags: familie, frauenroman, freundschaft, liebe   (4)
 

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(21)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

weihnachten, frauen, o du fröhliche weibernacht, freundschaft, roman

O du fröhliche Weibernacht

Heike Wanner
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 10.10.2014
ISBN 9783547711950
Genre: Romane

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Mal abgesehen vom Titel erkennt man sofort, dass es sich um ein Weihnachtsbuch handelt. Ich finde den Schutzumschlag wirklich schön gestaltet. Die Briefumschläge stechen durch Glanz hervor. Es ist sehr harmonisch.


Inhalt:
Firmen-Weihnachtsfeier auf Helgoland. Drei Tage lang. Was für eine bescheuerte Idee! Und dann müssen sich die elegante Ulrike, die ehrgeizige Jana, die schüchterne Miriam und die resolute Cordula auch noch ein Zimmer teilen. Die vier können einander nicht ausstehen und würden sich lieber gegenseitig mit Christstollen bewerfen, als gemeinsam bei lustigen Spielen und teambildenden Maßnahmen mitzumachen. Doch ein ordentlicher Schuss Rum im Tee, ein gigantischer Nordseesturm und ein schlecht maskierter Nikolaus bewirken ein Wunder...

Meine Meinung:
Die Geschichte ist gut strukturiert und man kommt sehr schnell in die Geschichte hinein. Obwohl es sich hier um mehrere Personen handelt, die auch ihre eigenen Gedanken zum Ausdruck bringen, kann man dem Geschehen sehr gut folgen.
Es geht im Wesentlichen um vier Frauen, die wirklich sehr unterschiedlich sind. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass sie in der derselben Firma arbeiten. Diese organisiert jedes Jahr eine Weihnachtsfeier. Da es sich aber in diesem Jahr um ein Firmenjubiläum handelt, möchte der Geschäftsführer (Andreas Sonnenberg) eine besondere Weihnachtsfeier ausrichten. Diese findet auf Helgoland statt. Einige der Damen sind begeistert, andere nicht so sehr. Dann handelt es sich natürlich nicht nur um eine schnöde Weihnachtsfeier, sondern es wurde ein Paket bei der Jugendherberge gebucht um die Teamfähigkeit und Kommunikation der Arbeitnehmer zu stärken. Dafür mussten Gruppen gebildet werden. So treffen sich die vier Frauen und sind erst einmal gar nicht von der Konstellation begeistert. Es nützt aber nichts, sie müssen das Beste daraus machen.
Das können sie in der Tat auch sehr gut, denn sie gewinnen und bekommen einen besonderen Preis: sie fahren nicht mit der Fähre zurück ans Festland, sondern werden geflogen. Leider passiert es dann aber: das Wetter verschlechtert sich und sowohl die Fähre als auch der Flugplatz wird gesperrt. So heißt es dann ausharren! Eine Wirtin stellt den Frauen ihre Ferienwohnung zur Verfügung, da die Gäste, die diese eigentlich gebucht haben, nicht zur Insel kommen können wegen des Unwetters. So sitzen sie länger fest als erwartet und dabei geschehen ganz viele wundervolle Dinge. Unter anderem: Sie werden Freundinnen!


Mein Fazit:
Die Geschichte ist sehr gut erzählt und auch nicht übertrieben schnulzig. Das Buch macht einen sehr guten Eindruck, es macht Spaß zu lesen und man hat das Gefühl, dass das wirklich passiert sein könnte, da keine Handlung dermaßen übertrieben scheint. Alles in allem: ein sehr gutes Buch, nicht nur zur Weihnachtszeit.

  (5)
Tags: frauen, freundschaft, roman, weihnachten, weihnachtsfeier   (5)
 

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(16)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

humor, verantwortun, kin, hilfe, s, elternratgeber

Schlafen könnt ihr, wenn ich groß bin

Mini-Chef , Bunmi Laditan , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 30.09.2014
ISBN 9783864930188
Genre: Sachbücher

Rezension:

Aufmachung des Buches
Das Buch ist mir sofort auf der Frankfurter Buchmesse aufgefallen. Nicht nur, durch die knallrote Farbe, sondern auch durch dieses süße kleine freche Kind mit dem passenden Titel. Als ich den Titel las, hab ich mir gedacht, dass das auch der Grundgedanke meines Kindes sein könnte und habe es dann näher betrachtet.

Inhalt
Sie haben ihr Leibgericht aufgetischt – und Ihre Tochter schreit wie am Spieß? Das Nachbarskind sagt artig „Guten Tag” – Ihr Sohn spricht aber immer noch kein Wort? Fragen Sie Mini-Chef. Das hedonistische Kleinkind weiß auf alles einen Rat. So erklärt Mini-Chef, weshalb sich Ihr kleiner Schatz so gern auf den Boden schmeißt – und einfach dort liegenbleibt. Wie sich Eltern das Schlafen abgewöhnen. Warum alle Babys Staubsauger hassen und man Bananen tunlichst ohne Fäden serviert. Die Enthüllungen eines Satansbratens: zum Brüllen komisch!

Meine Meinung
Beim Ullstein Buchverlag findet man dieses Buch unter "Humor" und "Erziehung". Diese Kombination finde ich sehr interessant, denn unter "Humor" würde ich es zwar auch einordnen, aber das Genre "Erziehung" finde ich fraglich. Sofern man die Kombination so versteht, dass dieses kein echter Erziehungsratgeber ist, kann ich dem nur zustimmen (außer natürlich, wenn man den Erziehungsstil Laissez-faire bevorzugt).
Dieses Buch ist wirklich herrlich!! Mein Sohn ist jetzt 22 Monate alt - somit ein Kleinkind - und ganz ehrlich: er redet zwar noch nicht so viel, aber anhand seines Gesichtsausdruckes finde ich vieles was in dem Buch vorgestellt wird auch in meinem Sohn wieder.
Es geht im Prinzip um folgendes: Liebe Eltern: ihr habt bisher quasi ALLES FALSCH gemacht! So einfach ist das. Da gibt es nichts zu rütteln. Mini-Chef erklärt nun wie es richtig ist. Das wichtigste dabei: Das Kleinkind ist absoluter Mittelpunkt. Immer und überall. Alles was das Kleinkind will, ist gut, der Rest schlecht. Sofern ein Elternteil von einem anderen Erwachsenen Tipps bekommen sollte, muss man den Kontakt am besten sofort abbrechen. Aber das ist ja auch kein Problem, denn man hat das Kind ja bekommen um vollumfänglich für das Kind da zu sein.
Gemüse wird überbewertet, Schoki ist super, Omi ist die Beste und regelmäßige Zu-Bett-geh-zeiten werden vollkommen überbewertet. Ach ja: und wenn man das als Mama oder Papa nicht versteht, soll man bei Oma in die Lehre gehen ;-)

Das Buch ist als Erziehungsratgeber definitiv nicht ernst zu nehmen, aber es ist herrlich erfrischend und aus Sicht eines Kleinkindes auch mit Sicherheit aus vielen Perspektiven wahr. Ein etwas anderer Ratgeber mit viel Witz und Charme.

Mein Fazit
Von mir gibt es für dieses Buch 5 von 5 Sternen.

  (5)
Tags: erziehung, humor, kleinkind   (3)
 

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(5)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

island, dorf, geschichten

In den Wind geflüstert

Gudmundur Andri Thorsson , Tina Flecken
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 12.08.2014
ISBN 9783455403343
Genre: Sonstiges

Rezension:

Aufmachung des Buches
Ich fand das Buch auf den ersten Blick sehr ansprechend. Es wirkt sehr romantisch. Der Schutzumschlag ist in einem wunderschönen pastellblau gehalten. Der Inhaltstext auf der Rückseite klingt vielversprechend.

Inhalt
In Valeyri, einem isländischen Fischerdorf, liegen an diesem warmen Mittsommertag Erwartung und freudige Erregung in der Luft: Abends werden die meisten Einwohner bei dem Chorkonzert singen, das Kata dirigiert. Sie radelt durch die Straßen - in zwei Minuten, in denen alle Kata in ihrem blaugepunkteten Kleid vorbeifahren sehen. Zwei Minuten, in denen Geheimnisse und Erinnerungen, vergangene Lieben und Sehnsüchte sich zu einem vielstimmigen Gesang verbinden und in der Luft von Valeyri klingen: Die von Kalli, dem Solisten, der allein in seiner Werkstatt sitzt, umgeben von Geräten und Erinnerungen. Vom alten Papageitaucher-Lalli und seiner Schwester Lara, die heute zum ersten Mal seit Jahren wieder miteinander sprechen werden. Und von Pastor Sæmundur, der ein Bier aufmacht, während Gut und Böse um seine Seele kämpfen.

Meine Meinung
Es beginnt sehr malerisch: der Nebel, der um die Häuser schleicht. Kommt und geht. In die Häuser kurze Zeit hineinlugen kann, aber nur für den Moment. Alles ist sehr bildlich romantisch beschrieben. Es beginnt sehr poetisch, finde ich. Dann wird die Geschichte von Chor-Katha erzählt. Sie fährt mit ihrem Fahrrad durch Valeyri, denn es soll heute abend eine Veranstaltung beginnen und das ganze Dorf ist da. Sie trägt ein blaues Kleid und scheint aufgeregt zu sein. Sie ist aber dennoch aufmerksam, grüßt die Menschen auf ihrem Weg, die sie sieht. Von manchen bekommt sie aber gar nichts mit.
Ab diesem Punkt wird die Geschichte einfach nur noch langwierig und langweilig. Das gesamte Buch geht um die verschiedenen Menschen in dem Dorf, der Chor-Katha begegnet und welche Geschichten diese haben. Die Geschichten sind teilweise wirr und ich hatte das Gefühl, dass vieles ein Lückenfüller war. Viele Wort- und sogar Satzteile wurden mehrfach wiederholt. Entweder weil die Person wirr war oder der Autor wollte dem Leser damit den Eindruck erwecken, dass es besonders wichtig ist. Ich persönlich fand es schlichtweg nervig. Leider kam das sehr häufig vor.
Und wer glaubt, dass die Geschichte ein Ende hat, der irrt. Ich habe mir sehnlichst gewünscht, dass die ganzen Leute endlich in diese Kirche gehen und ein tolles Konzert gespielt wird, aber nein. Kurz vorher endet das Buch. Der rote Faden soll hier wohl die Chor-Katha sein. Denn in jeder Einzelgeschichte kommt irgendwann der Satz -und dann fuhr Chor-Katha auf ihrem Rad vorbei, mit ihrem blauen Kleid-.
Leider muss ich sagen, dass ich mit diesem Buch so gar nichts anfangen konnte.

Mein Fazit
Ich kann dieses Buch leider gar nicht empfehlen. Es ist sehr mühsam zu lesen durch die vielen Wiederholungen und das Gefühl, dass man sich im Kreise dreht. Für mich war es wirklich ein Kampf bis zum Schluss dranzubleiben.

  (3)
Tags: dorf, geschichten, island   (3)
 

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(22)

26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

dorothea flechsig, kurzgeschichten, glückschuh, glück, naturforschergeschichten

Petronella Glückschuh

Dorothea Flechsig , Katrin Inzinger , Christian Puille
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Glückschuh-Verlag, 15.08.2014
ISBN 9783943030235
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Petronella wird älter und das sieht man auf den Cover auch. Ich finde es schön, dass man hier schon erkennen kann, dass sie sich weiterentwickelt hat und kein Charakter ist, der ewig in der gleichen Altersgruppe bleibt.

Inhalt

Petronella, die kleine Tierforscherin, macht wieder außergewöhnliche Entdeckungen! Mit kindlichem Scharfsinn werden kleine und große Lebewesen untersucht. Petronella lässt Hühner bei sich überwintern, rettet eine Bienenkönigin und überrascht ihre Eltern mit Grillen im Wohnzimmer. Können Blutegel bei Knieschmerzen helfen? Und wo hat ein Maulwurf eigentlich seine Ohren? Bei Petronella ist immer etwas los! Hündin Kordel und Freundin Claudia sind natürlich wieder mit dabei.

Meine Meinung

Es sind insgesamt 7 kleine Geschichten und super für Lese-Anfänger geeignet, denn die Buchstaben sind wieder schön groß geschrieben und es gibt viele unheimlich schöne Bilder. Kinder haben auf jeden Fall ihren Spaß daran und durch die Bilder wird es noch einmal aufgelockert.
Zu den Geschichten
1. Die allerbeste Medizin: Eine sehr rührende Geschichte, denn Petronella macht sich um die Oma Sorgen und will ihr helfen. Die Oma hat nämlich eine Arthrose und Petronella kommt da auf eine ganz tolle Idee...
2. Hallo, Hansi! Petronella und ihre beste Freundin retten einen kleinen Eichelhäher vor der Katze. Sie wissen, dass wenn sie einen Jungvogel angefasst haben, dieser nun von der Mutter verstoßen wird. Also müssen sie sich um ihn kümmern. Aber, was frisst denn eigentlich ein Eichelhäher? Auch hier haben wir wieder eine ganz tolle Geschichte, die mit Verantwortung einhergeht.
3. Petronella zeigt dem Maulwurf die Welt. Naja, wirklich die Welt zeigt sie ihm nicht. Sie fängt ihn und weil sie dann feststellt, dass der Maulwurf trächtig ist, wird dieser zum Leidwesen des Papas wieder im Garten ausgesetzt. Aber es gab natürlich jede Menge Aufregung um das kleine Tierchen.
4. Nachtkonzert: Petronellas Eltern sind gestresst und Petronella will ihnen helfen. Im Urlaub waren sie ja auch entspannt. Also werden kurzerhand Grillen gekauft, denn das fand die Mama im Urlaub ja auch super entspannend. Wie sich das dann in der Wohnung auswirkt, ist dann wieder eine andere Sache. Aber Petronella ist wirklich ein süßes Mädchen, dass sich jederzeit um die Anderen kümmert.
5. Flieg, flieg Bienenkönigin: Also bei dieser Geschichte wundert es mich nun doch, dass Petronella nie wirklich Ärger bekommt. Denn sie macht etwas sehr gefährliches, auch wenn eine gute Absicht dahinter steckt. Sie klaut einen Bienenstock, damit der Flügel von der Königin nicht gestutzt wird. Das hätte auch ganz böse enden können. Liebe Kinder: bitte nicht nachmachen!!!
6. Wenn der Gockel am Morgen kräht: Petronella meint es mal wieder gut. Sie passt auf die Hühner und dem Hahn vom Nachbarn auf, aber es ist Winter und somit sehr, sehr kalt. Was macht man dann also? Ganz klar: Ab ins Haus mit den armen Tieren. Sehr süß geschrieben
7. Wissenswertes über Bienen: Hier handelt es sich mal wieder um einen Infoteil. Der ist wirklich toll gelungen, allerdings fehlen mir hier die Risiken. Bienen werden hier sehr verniedlicht. Es werden nur positive Eigenschaften der Bienen aufgezeigt und was die Tierchen bewirken. Leider steht hier nichts drin, dass man bei Bienen auch vorsichtig sein muss, z.B. wenn man eine Allergie hat, gerade, wenn man noch nie in Kontakt mit Bienen gekommen ist. Denn das kann u.U. sehr unschön enden. Außerdem fehlt mir hier ein Teil wie man mit Bienen umgeht. Viele Kinder rennen weg oder schlagen danach. Hier wäre ein kleiner Aufklärungsteil super gewesen, sodass die Kinder wissen wie sie sich verhalten müssen, wenn sie auf eine Biene treffen. Einfach mal ruhig bleiben! :-)

Mein Fazit

Es ist wirklich ein sehr schönes Kinderbuch und ich werde es mal wieder gerne weiterempfehlen. Meine Nichte will es auf jeden Fall schonmal lesen. Es gibt nur wegem dem Bienenteil 4 Sterne, statt 5 Sterne.

Von mir gibt es für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

  (4)
Tags: kinderbuch, kurzgeschichten, natur   (3)
 

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(70)

178 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

vampire, jenseits, dämonen, magie, kraftlinie

Blutschwur

Kim Harrison , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453314740
Genre: Fantasy

Rezension:

Aufmachung des Buches

Die Rachsel-Morgan-Serie ist dem Outfit wieder treu geblieben. Sehr positiv, denn dadurch hat die Serie Wiedererkennungswert. Dieses Mal schlicht und einfach nur das Auge.

Inhalt

Rachel Morgan hat es vermasselt: Durch einen Fehler ihrerseits beginnt das Jenseits zu schrumpfen. Sollte es ganz verschwinden, bedeutet das das Ende für Vampire, Feen und Hexen. Als dann auch noch ihr Patenkind von wütenden Dämonen entführt wird, bleibt Rachel nichts anderes übrig, als ins Jenseits zurückzukehren, sich ihren Feinden zu stellen und die Apokalypse aufzuhalten. Unmöglich? Nicht, wenn man Rachel Morgan heißt!

Meine Meinung

Rachel stolpert mal wieder ins vollendete Chaos. Diesmal ist sie daran Schuld, dass das Jenseits schrumpft. Zumindest wird das behauptet und Ku`Sox ist ebenfalls mit von der Partie. Besonders positiv finde ich, dass dieses Mal viel von der Vergangenheit erläutert wird. Wieso sind Dämonen und Elfen so verfeindet? Wie sahen die Dämonen ursprünglich aus? War das Jenseits schon immer so wie jetzt?

Außerdem muss Rachel ohne Ivy auskommen. Dabei ist doch sie diejenige, die alles bis ins Detail plant und die vermutlich besseren Entscheidungen trifft. Oder ist Rachel an ihren bisherigen Erfahrungen gewachsen?

Rachel hat einen ordentlichen Entwicklungssprung gemacht und das fand ich sehr erfrischend. Natürlich ist ihr Leben immernoch ein Chaos, ansonsten wäre sie nicht Rachel Morgan und sie wäre nicht so sympathisch. Es zeichnet sie aus von einer katastrophalen Lage in die nächste zu rutschen, aber dieses Mal ist es mehr eine Verkettung unglücklicher Zustände durch das Nichtwissen aus der Vergangenheit als ihre Naivität.

Mein Fazit

Ich bin von ihrem neuen Abenteuer begeistert und freue mich auf den nächsten Teil (Bluthexe).

Von mir gibt es für dieses Buch 4,5 von 5 Sternen.

  (3)
Tags: fantasy, roman, vampire   (3)
 

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(29)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

mäuse, fantasy, kinderbuch, erwachsen werden, familie

River Singers - Aufbruch ins Ungewisse

Tom Moorhouse , Leonard Thamm , ,
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2014
ISBN 9783499212239
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Cover hat mir sehr zugesagt. Man sieht sofort, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Außerdem ist es aus dem Fantasy-Bereich. Es verspricht mal etwas anderes zu sein als die derzeit üblichen Fantasybücher.

Inhalt

Sylvan und seine drei Geschwister leben am Fluss. Sie sind Schermäuse und gehören zum Volk der River Singers, für die der Fluss eine Art Gott ist, der ihr Leben bestimmt. Als Sylvans Mutter von einem unbekannten schrecklichen Tier getötet wird, bleibt den jungen Schermäusen nichts anderes übrig, als sich ein neues Territorium zu suchen. Ihre weite Reise am Fluss entlang führt sie durch viele Gefahren, denn nicht nur Eulen, Füchse und Otter sind ihre natürlichen Feinde, sondern auch andere Weibchen, die Wirbel des Flusses - und immer wieder ist ihnen das unbekannte Tier auf den Fersen. Doch auf der Suche nach einem neuen Zuhause lernen die jungen Schermäuse viel über sich selbst, über ihre Stärken und Schwächen, über die Werte von Vertrauen, Freunden und Familie - und über allem liegt die Frage, ob der Fluss tatsächlich ihr Leben bestimmen kann.

Meine Meinung

Die Geschichte ist nicht nur für Kinder geeignet. Es hat mir wirklich Spaß gemacht sie zu lesen. Es ist etwas abseits vom derzeitigen Mainstream und daher sehr erfrischend. Kinder und auch Erwachsene können sich mal wieder in eine neue, unbekannte Fantasywelt gedanklich hineinversetzen und diese neue Welt entstehen lassen. Wirklich erfrischend.

Jede Mäusefamilie hat ihr eigenes Territorium. Der große Fluss beschützt sie. Hieran glauben die Mäuse. Sobald sich eine Gefahr nähert, können sie in den Fluss abtauchen und wenn sie Hunger haben, nährt sie der Fluss indem er die Pflanzen wachsen lässt. Alles ist einem Gleichgewicht. Irgendwann zerbricht dieses aber, denn es kommt ein neuer, unbekannter Feind. Er tötet alles und jeden und folgt den Mäusen sogar in den Fluss. Die Mäuse glauben, der Fluss habe sie verlassen. Als Sylvans Mutter dann auch noch getötet wird, bleibt nicht viel übrig. Sie stehen vor einer großen Entscheidung. Gehen oder bleiben? Hier beginnt die Geschichte wirklich spannend zu werden. Es geht viel um Zusammenhalt, Konflikte, Toleranz und Akzeptanz anderen Wesen gegenüber. Eine tolle Erfahrung und wirklich wichtige Botschaft für Kinder.

Mein Fazit

Es ist ein schönes Kinderbuch und es geht in einem zweiten Teil weiter. Es war wirklich mal was anderes zum Lesen und eine schöne Erfahrung.

Von mir gibt es für dieses Buch3,5 von 5 Sternen.

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Tags: fantasy, kinderbuch, tierreich   (3)
 

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(64)

103 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

vampir, werwolf, vampire, elfen, fantasy

Vampire Beginners Guide - Vom falschen Mann gebissen

Kay Noa
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei Publz oHG, 21.03.2014
ISBN B00J6GU1LW
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Frisch getrennt tingelt Lexa durch die Münchner Clubs. Als sie dort dem geheimnisvollen Baghira begegnet, erhofft sie sich ein leidenschaftliches Abenteuer mit einem faszinierenden Mann. Doch weit gefehlt – schon am nächsten Morgen ist der Lover verschwunden und als Erinnerung bleiben Lexa zunächst nur Knutschflecken.
Dann findet sie ein mysteriöses Buch in ihrem Briefkasten: den „Vampire Beginners Guide“. Zunächst fasst sie das als Scherz auf, doch dann bemerkt sie alarmierende Veränderungen. Weshalb giert sie plötzlich nach einem blutigen Steak? Und warum sieht sie nachts auf einmal besser als am Tag?
Verwirrt von ihrem neuen Leben macht sich Lexa auf die Suche nach ihrem geheimnisvollen Lover, um ihn zur Rede zu stellen.
Doch diese Suche erweist sich als höchst gefährlich, denn er ist nicht nur attraktiv und gutaussehend, sondern auch ein gnadenloser Mörder. Und nur Lexa kennt sein Gesicht…


Er ist unwiderstehlich, maskulin und überaus attraktiv.
Er ist ein Vampir - aber er glitzert nicht, und er ist auch nicht gekommen, um Lexa vor den Traualtar zu führen.

Meine Meinung:
Struktur:
Die Kapitel sind relativ kurz und übersichtlich. Es wird nicht zwischen den Zeiten hin- und hergesprungen, sondern es ist sehr strukturiert.

Story:
Im Wesentlichen geht es um Lexa. Sie ist Single und erkundet das Nachtleben. Dann lernt sie Baghira kennen und der tut ihr nicht so gut. Denn er ist ein Vampir und er ernennt sie zur Königin der Nacht und beißt sie. Sie ist vampirifiziert. Erst denkt sie, K.O.-Tropfen seien schuld daran, dass sie einen Black-Out hat und auf einmal sehr empfindlich reagiert. Dann liegt aber der Vampire Beginners Guide vor ihrer Haustür. Absender: unbekannt. Sie ist nicht der Typ für die Fantasy-Vampir-Glitzer-Romane und hält es daher anfangs eher für einen Scherz. Langsam realisiert sie, dass das alles andere als ein Scherz ist und dann fängt der Stress erst richtig an. Denn der Baghira ist ein THUG und muss gestoppt werden. Aber wie? Er ist ihr überlegen und sie ihm durch den Biss unterlegen. Aber dann lernt ihre beste Freundin Maya Ron kennen. Und Dave. Und hier tut sich dann noch mehr auf und macht alles komplizierter.

Es ist KEIN Vampir-Glitzer-Roman à la Twilight, sondern wirkt im Gegensatz dazu sehr seriös. Es ist eine willkommene Abwechslung zu all den Teenie-Romanen die derzeit so auf dem Markt kursieren. Hier liegt der Fantasy-Teil im Vordergrund. Die Autorin versucht gekonnt die Realität mit einzubeziehen und hat sich sehr viele Gedanken gemacht.

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und ich möchte auch gerne noch etwas zum Kontakt mit der Autorin sagen. Sie ist unheimlich freundlich und auch kritikfähig. Als einige Leser Fehler entdeckt haben oder im Allgemeinen etwas an der Story bemängelt haben und dieses nicht nur ein Einzelfall war, hat sie Story kurzerhand umgeschrieben. Folglich ist das Buch, das ich gelesen habe, nicht die Endfassung. Die Endfassung ist richtig toll geworden mit den Änderungen und ist in sich total stimmig und harmoniert. Ein sehr großes Lob an die Autorin! Einen so netten Kontakt hatte ich schon lange nicht mehr in einer Leserunde und dass sie spontan Änderungen eingearbeitet hat und sie von uns quer gelesen lassen hat, zeigt, wie nah sie am Leser ist und wie viel ihr die Meinungen ihrer Leser bedeuten.

Mein Fazit:
SUPER!! Bitte, bitte. Lest dieses Buch. Es ist unheimlich toll und lustig und auch sonst ist alles dabei was ein gutes Buch haben muss.

  (7)
Tags: beziehungen, liebe, romantik, spannung, vampir, werwolf   (6)
 

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(22)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

humor, liebe, berlin, familie, beziehung

Amuse-Gueule ist kein Dorf in Sachsen

Benjamin Kindervatter
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 06.03.2014
ISBN 9783784433455
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
Vive la différence! Was verbindet eine katholische Parisienne mit einem zynischen Ostberliner sächsischer Herkunft? Gemeinsame Vorlieben für Hochprozentiges und Kulinarisches? Eher weniger, vielmehr sind es die berühmten Gegensätze, die sich anziehen: feine französische Hochkultur versus deutsche Ruppigkeit, ergänzt durch sächsische Wurzeln, die Gelegenheit für nicht ganz ernst zu nehmende Reminiszenzen an DDR-Zeiten bieten. Das Ergebnis: chaotisch-amüsante Szenen aus dem Leben eines ungleichen Liebespaares, das versucht, die kulturelle Kluft mit Humor und Gefühl zu überbrücken.

Meine Meinung:
Struktur:
Die Kapitel sind schön strukturier und es gibt sogar ein Inhaltsverzeichnis. Die Überschriften sind prägnant und laden zum Lesen ein. Der Schreibstil ist locker und der Dialekt wird durch die doch eigensinnige Sprach-Schreibweise deutlich gemacht.

Story:
Ein Berliner mit DDR-Hintergrund verliebt sich in eine katholische Parisienne. Es klingt wie es auch beschrieben ist: da liegen Kluften zwischen. So ist es auch. Er ist eher pragmatisch veranlagt („das kann man ja noch reparieren) und sie ist eher die moderne junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und das Leben genießt. Sie genießt natürlich, als Parisienne, viel über das Essen. Aber auch zwischen ehemaligen DDR-Essen bzw. im Allgemeinen deutschem Essen und die Au-Cuisine der französischen Küche liegen Welten. Wie kann das nur gut gehen? Nun, eigentlich gar nicht. Aber genau das ist es ja: Gegensätze ziehen sich an und wo kann es mehr Gegensätze geben?

Die Geschichte ist toll geschrieben. Man kann sich super in die Protagonisten hineinversetzen inkl. der Sprache. Der Autor hat hier besonderen Wert auf die Sprache gelegt. So scheint der Protagonist hochdeutsch zu reden, seine Eltern haben aber den typischen berliner Dialekt und die Parisienne verschluckt gerne das mal h und sagt statt dem „ch“ ein „sch“. Die Charaktere und die Handlung wirken dadurch sehr authentisch und es macht Spaß zu lesen.
Der Autor hat die Geschichten in lustigen Zusammenhang gesetzt und so passiert es auch mal, dass man in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt.

Sympathisch ist es vor allem, weil er gleich zu Anfang sagt, dass die Geschichte zwar im Grunde der Wahrheit entspricht, aber er von Geburt an zu Über- bzw. Untertreibungen tendiert. Je nachdem wie sie der Geschichte dienlich sind. Und wer kennt das nicht? Man erzählt jemanden etwas und hier und da wird etwas ausgeschmückt, dazu gedichtet, dramatisiert oder runter gespielt. Das macht es sehr lesenswert und man kann sich von Anfang an irgendwie in die Geschichte hineinversetzen

Mein Fazit:
Das Buch ist nicht sonderlich dick. Es umfasst gerade mal 180 Seiten, aber für zwischendurch ist es eine super lustige Lektüre, die ich empfehlen kann.

  (6)
Tags:  
 

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(20)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

hacker, online-shopping, it-sicherheit, online-banking, sichterheit

Ich glaube, es hackt!

Tobias Schrödel
Flexibler Einband: 371 Seiten
Erschienen bei Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 20.03.2014
ISBN 9783658042455
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:
Die Technik, die uns heute überschwemmt, lässt uns – und wie wir seit Edward Snowden wissen, selbst der Bundeskanzlerin – gar keine Chance mehr, alles so abzusichern, dass wir auch wirklich sicher sind. Lernen Sie die Waffen Ihrer Gegner und Ihre eigenen Abwehrmöglichkeiten kennen. Aber keine Sorge, bei diesem Blick in den Giftschrank der IT müssen Sie bei Leibe kein Computerfachmann oder IT-Profi sein, die Beispiele sind einfach, verständlich und ohne Fachbegriffe formuliert. Die dritte Auflage enthält 50 neue Kapitel, die für jeden hilfreich sind, der Technik im Alltag nutzt – beruflich und privat. Das Buch wurde in der ersten Auflage, die unter dem Titel Hacking für Manager erschienen ist, mit dem internationalen getAbstract Award als Wirtschaftsbuch des Jahres 2011 ausgezeichnet.

Meine Meinung:
Struktur:
Die Kapitel sind sehr gut strukturiert und unabhängig voneinander. So kann man je nach Belieben in sein Lieblingsthema einsteigen. Sehr gut umgesetzt!

Story:
Ausnahmsweise habe ich mal ein Sachbuch gelesen. In dem Sinne gibt es also keine Story. Es geht im Wesentlichen um die bekanntesten Tricks von Hackern und wie diese ausgelöst werden. Klingt kompliziert? Dachte ich auch! Aber Tobias Schrödel kann diese Prozesse super erklären, sodass sogar ich das verstanden habe.
Viele Themen waren für mich eigentlich nicht sehr interessant, so z.B. die Bankautomaten-Problematik und wie es Hacker schaffen hier noch Profit rauszuschlagen. Es ist informativ, keine Frage, aber ich fühle mich hiervon nicht so sonderlich bedroht und habe daher den Bezug dazu nicht so sehr. Was aber irgendwie alle betrifft, ist das Kennwort-System. Hier gibt er viele praktische Tipps um ein absolut sicheres Passwort zu erstellen und gibt Tipps wie man sich diese sogar merken kann ohne ein separates Büchlein zu führen.
Dieses Kapitel hat mich sehr fasziniert und ich habe speziell dieses Kapitel auch allen anderen aus meiner Familie bereits wärmstens ans Herz gelegt.

Mein Fazit:
Ich gebe zu, dass ich kein großer Sachbuch-Fan bin, aber dieses war wirklich sehr interessant. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Leider waren viele Kapitel für mich doch uninteressant. Daher vergebe ich nur 3 Sterne.

  (3)
Tags: computer, hacker, sachbuch   (3)
 

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(53)

98 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

familie, philadelphia, rassismus, great migration, usa

Zwölf Leben

Ayana Mathis , Susanne Höbel
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423280280
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Als Hattie ihre erstgeborenen Zwillinge Philadelphia und Jubilee taufte, war das Ausdruck einer großen Hoffnung. Hatte der Norden, die »Wiege der Freiheit«, den Schwarzen, die aus dem Süden kamen, nicht Gleichheit und Wohlstand versprochen? Und schmeckte das Leben in dem kleinen Haus an der Wayne Street nicht nach Zukunft? Hattie wird noch viele weitere Kinder bekommen, aber kaum etwas von ihren Hoffnungen wird sich erfüllen. Schmerz über Versagen und Schicksalsschläge überschattet Hatties Dasein. Es ist ein Schmerz, der sich fortschreiben wird in die nächste Generation.
Doch diese Saga um eine außergewöhnliche Frau und ihre zwölf Kinder, die als Geschichte der Great Migration beginnt und sich zum Tableau mit zwölf Einzelporträts über das ganze zwanzigste Jahrhundert weitet, ist trotz Scheitern und Enttäuschung ein vitales Epos - voller Lebenskraft und verhaltener Zärtlichkeit, voller Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen Bitterkeit.


Meine Meinung:
Struktur:
Das Buch ist nach dem Leben der einzelnen Kinder gegliedert. Dabei ist es jedoch nicht abhängig von dem Geburtsjahr, sondern von einem bestimmten gravierenden Ereignis in dessen Leben.

Story:
Leider muss ich gestehen, dass ich dieses Buch abgebrochen habe. Ich habe etwa die Hälfte gelesen und ich habe dann immer noch keine Ahnung gehabt wie die Struktur überhaupt aufgebaut ist bzw. welchen Sinn diese hat. Die Kapitel scheinen mir beliebig und scheinen in keinerlei Zusammenhang zu einer Familien-Saga zu stehen. Es ist alles sehr verwirrend. Ich bin, als ich mir das Buch zugelegt habe, davon ausgegangen, dass es sich um eine Familiengeschichte handelt in der chronologisch wesentliche Aspekte der Familie genannt werden. Stattdessen sind die Kapitel nach den Namen der Kinder sortiert. Jedes Kapitel zeigt nur einen Ausschnitt von dem Leben EINES Kindes. Wie das alles in Zusammenhang mit der Familie steht und wie sich das überhaupt entwickelt hat, lässt sich meiner Meinung nach nicht daraus herauslesen. Des Weiteren wirken die Geschichten wirklich sehr an den Haaren herbei gezogen. Ich hatte mehr das Gefühl in einer schlechten Sitcom gelandet zu sein.

Für mich ist dieses Buch leider gar nicht außer einer derben Enttäuschung. Wer es dennoch lesen möchte, darf sich gerne bei mir (Jessica) melden und ich werde ihm oder ihr das Buch gerne zusenden. Ich habe hierfür keinerlei Verwendung und würde mich freuen, wenn es in einem Bücherregal landen würde dem dieses Buch vielleicht gefällt.


Mein Fazit:
Sehr verwirrend, sehr extrem und nicht nachvollziehbar. Dieses Mal leider nur eine sehr, sehr schlechte Beurteilung.

  (4)
Tags: familiensaga   (1)
 

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(83)

152 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, liebeskummer, trennung, familie, freundschaft

Wenn die Liebe hinfällt

Luisa Buresch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.04.2014
ISBN 9783462046397
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt 
Leanders Worte reißen Alia den Boden unter den Füßen weg. Dass ihre große Liebe Vergangenheit sein soll kann und will sie nicht begreifen. Blind vor Schmerz stiefelt die liebenswert-chaotische Alia mit der gemeinsamen Tochter durch all die Dummheiten, von denen selbst ihre großartigen Freundinnen und der neue Nachbar sie nicht abhalten können. Als sie langsam begreift, dass es - oh Wunder! - auch ohne Leander geht, steht dieser plötzlich wieder vor ihrer Tür.

¨Wenn die Liebe hinfällt¨ ist ein Roman, der uns voller Witz und Wäre an die Stellen führt, wo wir am empfindlichsten, am lebendigsten sind. Wer nicht mit der wunderbaren Alia mitfiebert, ist scheintot. So viel ist sicher.

  

Meine Meinung 
Struktur: 
Der Schreibstil ist teilweise sehr wirr. Im klassischen Sinn sollte ein Satz aus Subjekt, Verb und Objekt bestehen. Hier ist teilweise ein volles Kapitel lang so, dass man das Gefühl hat, dass man nur Stichwörter zugeschmissen bekommt. Die Kapitel sind alle sehr kurz, das längste beinhaltet glaube ich nur 5 Seiten. Durch die Stichwörter hatte ich das Gefühl, dass ich einfach durch die Geschichte hindurch fliege. Meinem Gefühl nach hatte die Autorin entweder keine Lust vollständige Sätze zu schreiben oder sie wollte es besonders spannend machen und hat dabei nicht an den Leser gedacht. 

 

Story: 

Es geht um Alia. Sie lebt mit Leander und ihrer Tochter zusammen. Verheiratet sind sie nicht, aber es ist bei beiden die große Liebe. Alia studiert und hat durch ihre anstehenden Prüfungen sehr viel Stress. Leander ist ein Kneipenbesitzer und Musiker. Da er einen neuen Sänger einarbeiten muss, hat er ebenfalls wenig Zeit. So passiert es, dass beide sich zunehmend auseinanderleben. Körperliche Nähe und liebe Worte sind zu diesem Zeitpunkt bereits ein Fremdwort. So kommt Leander eines Tages nach Hause und sagt den schlimmsten Satz den man sich vorstellen kann: ¨Es gibt da eine andere...¨. Für Alia bricht eine Welt zusammen, aber für sie steht fest: sie muss kämpfen! Für ihre Tochter und für sich und für die Liebe.

Der Nachbar und ihre Freundinnen helfen ihr wo sie können, doch meistens kommt es anders, als Nachbar und Freundinnen sich das vorgestellt haben. Sie tapst von einem Fettnäpfchen ins nächste und reißt sich irgendwie immer tiefer ein. Und dann - hat sie den Absprung gefunden. Und nun? Genau! Leander steht vor der Tür und will nun doch wieder zu ihr zurück. Das ist toll! Aber dann plagen Alia Zweifel: ist es wirklich richtig? Liebe ich ihn? Was sind das Gefühle, bei dem Nachbarn, wenn ich ihn sehe?

 

Leider kann ich über dieses Buch nicht so viel gutes berichten. Der Klappentext klang toll, aber ich bin sehr enttäuscht von dem Buch. Es gibt nur ein offenes Ende und selbst das finde ich nicht annähernd zufriedenstellend.

Der Schreibstil ist, wie oben schon erwähnt, gewöhnungsbedürftig und ich fand es irgendwann nur noch lästig Worthappen aufgreifen zu müssen. Nach dem Motto ¨Lieber Leser, du kannst dir ja selber Gedanken machen und es bildlich ausschmücken. Das muss ich ja nicht tun¨. 

Des Weiteren springt die Geschichte oft hin und her. Wenn man am lesen ist, denkt man, dass das, was man gerade liest, auch passiert und dann stellt sich heraus, dass das entweder die Zukunft oder die Vergangenheit war und hofft nur noch, dass das jetzt zumindest die Gegenwart ist. An einigen Stellen war es doch sehr verwirrdend mit den Zeitsprüngen.

Leider war auch der Humor eher seltener anzutreffen. 

 

 
Mein Fazit 
Dieses Buch kann ich leider nicht weiterempfehlen. Die Geschichte ist eigentlich die ganze Zeit über traurig und ich war froh, dass es endlich ausgelesen war. Das Ende war zwar auch nicht berauschend, aber besser ein kleines Happy-End als gar keines. 

  (10)
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(69)

111 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

tod, freundschaft, humor, leben, schmetterlinge

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Sebastian Niedlich
E-Buch Text: 315 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 30.12.2013
ISBN 9783955204501
Genre: Humor

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Cover finde ich sehr ansprechend.Es ist hell und freundlich gestaltet. Man merkt schnell, dass es kein Horrorbuch ist, sondern eher lockere Lektüre ist. Der Tod sieht freundlich aus und die Schmetterlinge tun ihr übriges um das Bild zu vervollständigen.

Inhalt

"""Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ?Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!' Spaß für die ganze Familie!""
Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern ? und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann ... Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?
Schmunzeln und lachen, weinen und sich trotzdem wohlfühlen: DER TOD UND ANDERE HÖHEPUNKTE MEINES LEBENS ist eine schwarze Komödie mit Herz, die man so schnell nicht vergessen wird.
Jetzt als eBook: ""Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens"" von Sebastian Niedlich. dotbooks ? der eBook-Verlag."

Meine Meinung

Es ist eine witzig, lockere Geschichte um einen Jungen der die Gabe hat den Tod zu sehen. Das kann er natürlich nicht freiwillig und er wehrt sich auch dagegen.
Es geht desweiteren um Freundschaft und deren Grenzen, aber auch um Verlust. Tod versucht den Jungen zu manipulieren, damit dieser später seinen Job übernimmt.. Er versucht es dabei mit allen Mitteln, denn Tod möchte, dass er den Job auch gerne übernimmt und einsieht, dass es keine andere Option für ihn gibt. Er schottet den Jungen von allem ab. Aber er findet das irgendwann heraus und ist sehr enttäuscht von Tod. Er dachte, er sei sein Freund und Freunde manipuliert man nicht. Er möchte natürlich seinen Willen behalten und frei entscheiden können, ob er den Job machen will oder nicht. Aber hat er wirklich eine Wahl?
Er versucht dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, indem er andere vor dem Tod bewahrt. Das scheint aber nicht so gut zu funktionieren. Und dann übernimmt er auch noch die Gaben von Tod.

Es werden aber auch Fragen aufgeworfen wie Was passiert nach dem Tod? Nur leider weiß der Tod das auch nicht. Er fängt nur die Schmetterlinge und was dann passiert, kann er nicht sagen. Ihm ist es ja noch nie widerfahren. Tod stellt einen harmonischen Tod dar und nicht den Sensemann, den man sonst so oft kennt aus Horrorbüchern. Er ist anders. Lustig. Irgendwie liebenswert. Allerdings darf man nicht erwartet, dass es sich um ein tiefgründiges Buch handelt.

Mein Fazit
Von mir gibt es für dieses Buch 3 von 5 Sternen.

  (1)
Tags: freundschaft, humor, spaß, tod   (4)
 

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(80)

142 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

kinder, liebe, familie, liebesroman, lüge

Das Liebesleben der Suppenschildkröte

Theresia Graw
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.02.2014
ISBN 9783442382019
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aufmachung des Buches

Der Titel klang von Anfang an sehr interessant und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass wenn dieses Buch kein Debüt gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich gar nicht gesehen bzw. mir auch gar nicht näher angesehen. Das Titelbild an sich finde ich originell, aber es ist kein klassischer Hingucker.

  
Inhalt

In der Liebe ist alles erlaubt, oder?

Single-Frau Anfang 40 mit zwei kleinen Kindern sucht Mann – zieht man damit seinen Traumprinzen an Land? Eher nicht. Zu dem Schluss kommt zumindest Sophie, nachdem der jüngste potenzielle Liebhaber vor ihrem Nachwuchs Reißaus genommen hat. Als die Münchner Lokalreporterin bei einem Auffahrunfall den schicken Anwalt Roland kennenlernt, verschweigt sie die lieben Kleinen daher kurzerhand – ganz à la Suppenschildkröte, die ihre Brut allein am Strand zurücklässt. Sobald Roland sich in sie verliebt hat, wird Sophie ihm reinen Wein einschenken. Eine winzige Schwindelei, die spektakulär nach hinten losgeht …


Schlagfertig, witzig und charmant - zum Verlieben ist man nie zu erwachsen!

Meine Meinung

Es geht um eine junge Frau mit zwei Kindern. Sie ist Single und versucht einen Mann zu finden. Das erweist sich aber als problematisch, denn viele Männer stehen nicht so auf die ¨Muttis¨, sondern möchten selbständige Frauen, die auch spontan Zeit haben und sich ohne große Babysitter-Problemen aus dem Staub machen können. Bei Alleinerziehenden geht das aber halt nicht. Wenn sich kein Babysitter findet, dann muss der Mann halt in ihre Wohnung kommen, damit sie ein paar gemeinsame Stunden verbringen können. Essen gehen, Kino, Opern o.ä. sind dann nicht machbar. Wenn man dann auch noch von den lieben Kleinen gestört wird a là ¨Mama, ich muss Pipi¨, ist das nicht gerade beziehungsfördernd. 

Und genau darum geht es. Sophie lernt einen Mann kennen. Er ist Anwalt und hat keine Kinder, ist aber geschieden. Ein Wort gibt das andere und Sophie fühlt sich toll, denn sie wird als Journalistin anerkannt und eben nicht nur als Mutti. Leider kann sie aber nicht klarstellen, dass sie Mutti ist und das führt zu völlig neuen Problemen. Wie kann ich es ihm am besten sagen? Und vor allem: wann? Wie weit kann und muss man die Lügen noch ausweiten? Was passiert, wenn man vorher auffliegt?

Das ist alles gar nicht so einfach. Und letzten Endes kommt es so: sie muss sich entscheiden zwischen Wahrheit und Lüge. 

 

Der Schreibstil ist leicht zu verstehen und man bekommt sehr schnell ein Verständnis für die Leute. Besonders schön fand ich es, dass mal aus der Perspektive einer Mutter, die auch noch Alleinerziehend ist erzählt wurde. Die Geschichte ist lustig und spannend. Man möchte das Buch nur ungerne aus der Hand legen. Die Kapitel sind kurz und gut voneinander getrennt.

 

Meiner Meinung nach, ist es ein ganz besonders tolles Buch, denn es ist nicht das Ende was man eigentlich erwartet. Erst auf den letzten 50 Seiten erfährt man was wirklich los und das ist das besondere. Normalerweise sind die Frauenromane nämlich sehr durchsichtig. Man hat die ersten 50 Seiten gelesen und man weiß wie es endet. Hier nicht! Super!!

 

Ein wunderschönes Zitat:
¨Oh ja. Mit dem Geheimnis einer guten Ehe kenne ich mich aus. Das Geheimnis einer guten Ehe besteht darin, rechtzeitig die Scheidung einzureichen.¨
Wenn man das jetzt so liest, ist es mit Sicherheit nicht so komisch wie in der Situation in dem Buch, aber ich hoffe, ich konnte einen kleinen Eindruck vermitteln.

   

Mein Fazit

Also, es ist in jedem Fall lesenswert und hält so einige Überraschungen bereit. Es ist witzig und spannend und genug Fettnäpfchen sind ebenfalls dabei. Ein super Debüt! Allerdings gibt es von mir nur 4 Sterne statt 5, denn irgendwie hat mir noch das gewisse Etwas gefehlt. Leider kann ich aber nicht sagen was es ist.

  (6)
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(345)

681 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, mathematik, matt haig, menschsein, menschen

Ich und die Menschen

Matt Haig ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.04.2014
ISBN 9783423260145
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(36)

69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, england, historischer roman, angelsachsen, normannen

Das Herz des Sternenbringers

Priska Lo Cascio , bürosüd° GmbH
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.03.2014
ISBN 9783522201834
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Das Cover ist wunderschön. Der Schutzumschlag ist einfach ein Traum. Es ist orange gehalten und hat lilane Schatten sozusagen in Form von Vögeln, Blumen, Verzierungen etc. Man erkennt den historischen Roman arin, denn im Hintergrund sind Landkarten und Burgen abgebildet. Ein sehr harmonisches und anziehendes Cover.

Inhalt
Alwynn, eine junge selbstbewusste Angelsächsin, führt während des englischen Thronfolgekrieges den Gutshof und die Ländereien ihres Bruder.

 

Garred, Normanne mit angelsächsischen Wurzeln, wird von Herzog William als Spion nach England geschickt.


Als Garred auf Wertlyng auftaucht, hat Alwynn keine Ahnung, wer der junge Normanne wirklich ist, doch er weckt tiefe Gefühle in ihr - sie verliebt sich in den geheimnisvollen Fremden. Auch der Spion kann der jungen Gutsherrin nicht widerstehen. Als Alwynn gegen ihren Willen mit dem arroganten Turoc verheiratet wird, bleiben den beiden nur noch heimliche Treffen. Durch ihre verbotene Liebe bringen sich beide in große Gefahr, doch Garred würde alles für Alwynn tun. Was aber, wenn der Tag kommt, an dem er gegen ihresgleichen in die Schlacht ziehen muss, und sie von seinem unverzeihlichen Verrat erfährt?



Meine Meinung
Struktur:
Die Kapitel sind kurz und lassen sich gut und flüssig lesen. Die sprachliche Komponente finde ich sehr interessant, denn es wird sowohl die alte Sprache benutzt, speziell für Kosenamen wie ¨mein Herz¨ oder ähnliches, aber gelegentlich kommt auch eine jugendhaftere Sprache zum Einsatz. Ich glaube nicht, dass einige Wörter zu der Zeit bereits bekannt waren, aber es stört in der Geschichte nicht, da es eh sehr moderne Strukturen schon zu der damaligen Zeit gab.

Story:

Es werden zwei Geschichten parallel erzählt. Zum einen geht es um die junge Alwynn. Sie ist die Schwester des Thane. Dieser ist viel unterwegs, denn er ist auch einer der Housecarls des Königs und sie müssen sich für den Krieg vorbereiten. So unterliegt ihr Wertlyng und sie kümmert sich gut um das Dorf und ihre Bewohner. Sie hat einen starken Hang sich mehr um andere als um sich selbst zu kümmern, aber deswegen wird sie auch von den Dorfbewohnern sehr geschätzt. Und natürlich, weil sie genauso anpackt wie jeder andere auch und nicht zu den verhätschelten Gören gehört, die nur ihre Bediensteten rumscheuchen. Sie ist sehr gastfreundlich und so kommt es, dass sie Garred aufnimmt.

Garred ist ein ¨Bastard¨, ein Mischung aus Normanne und Angelsachse und soll als Spion zu den Angelsachsen geschickt werden um einen geeigneten Angriffspunkt zu finden. Sehr schnell begreift er aber das Leben in Wertlyng und mit Alwynn zu schätzen. So sehr sein Hass in der Normandie auf die Angelsachsen war, so schnell ist er bei Alwynns Anblick verflogen. Nun versucht er, beiden Königen irgendwie gerecht zu werden, denn er hat beiden den Treueschwur geleistet. Gar nicht so leicht, vor allem wenn man auch noch Alwynn und das Dorf beschützen will.

 

Die Geschichte ist wundervoll und sehr stimmig. Es werden auch viele Hintergründe zur damaligen Zeit erläutert und: zumindest der geschichtliche Teil basiert auf tatsächlichen Geschehnissen! Die Liebesgeschichte mag vielleicht auch wahr sein, aber sie wurde in den Geschichtsdokumenten nicht nieder geschrieben ;-)

Man kann die Gesichte schnell lesen, denn es ist so wundervoll geschrieben. Die Geschehnisse greifen ineinander über, man hat mehrere Blickwinkel, aber man hat überhaupt keine Probleme mit den Übergängen. Es ist sehr spannend geschrieben und dabei ist es egal, welchen Teil der Geschichte ich nun gerade meine. Sowohl der historische Part, als auch der Beziehungspart wird spannend geschrieben. Ich konnte das Buch kaum weglegen. 

 

Außerdem ist sehr viel Gefühl in dem Buch. Mehr als einmal kamen mir die Tränen. 

 

Es ist das erste Buch der Autorin und ich muss sagen: Großes Lob!!! Es hat mir Spaß gemacht an der Leserunde teilzunehmen und diesen kleinen Schatz für mich entdeckt zu haben.

  (6)
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(58)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

pizza, schweinehund, erzählung, innerer schweinehund, kurzgeschichte

Chroniken eines Pizzalieferanten

Tinka Wallenka
Buch: 51 Seiten
Erschienen bei Titus Verlag, 15.01.2014
ISBN 9783944935058
Genre: Romane

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Ich finde, dass das Cover wunderschön gestaltet ist. Es ist schlicht scharz/weiß, aber sehr verschnörkelt. Der Titel passt nicht wirklich dazu, denn es soll ja eine Biographie sein und an den Verschnörkelungen sieht nichts nach Pizzalieferant aus. Trotzdem ist es mir sofort ins Auge gestochen und gefällt mir sehr gut.

Inhalt:
Wer hätte nicht gerne auch einen inneren Schweinehund, wie Micha ihn
vorzuweisen hat? Edgar begleitet den Pizzaboten auf Schritt und Tritt.
Er unterstützt Micha bei den alltäglichen Problemen, und manchmal muss
Micha seinen Schweinehund ebenfalls unter die Arme greifen.
Als er auf die wunderschöne Jill trifft, versucht er alles, um ihr zu gefallen.
Wird Micha es schaffen, Jill für sich zu gewinnen?

Meine Meinung:
Struktur:
Die Kapitel sind kurz und halten sich nicht großartig mit Details in Sachen Umgebung o.ä. aus. Es ist kurz und prägnant und man bekommt alles was man an Informationen benötigt.

Story:
Es geht um den jungen Micha, der sein Studium derzeit noch nicht beginnen kann, weil er auf der Warteliste steht und nun die Zeit überbrücken muss. Das Geld geht irgendwann aus und so muss ein Job her. Nach vielen Absagen, bekommt er dann als Pizzalieferant eine Zusage. Er erlebt auch ein bißchen was, aber ehrlich gesagt, waren das nur kurze Anekdoten. Ich habe mir mehr davon versprochen. Es sind vielleicht 4 Geschichten dabei wo man etwas über die Kunden der Lieferanten erfährt, aber diese Geschichten sind nur kurz aufgenommen worden. Eine Pointe oder etwas derartiges gibt es bei den Kunden-Erzählungen nicht. Das ist sehr schade. Außerdem wird er immer von Edgar begleitet. Er ist sein persönlicher innerer Schweinehund. Nur Micha sieht ihn und auch dieser innerer Schweinehund ist nicht wirklich das was ein innerer Schweinehund versprechen soll. Dieser ist ja eigentlich dazu da um Dinge NICHT zu erledigen, aber er ermutigt ihn und gibt sogar Hilfestellung.
Dann verliebt er sich auch noch auf der Arbeit und es wird eine kleine Liebesgeschichte daraus.

Es sind 17 Kurzgeschichten. Diese knüpfen nicht unbedingt nahtlos aneinander an und wie gesagt, es ist knackig gehalten. Die nähere Umgebung wird grob umrandet, aber mehr nicht. Mehr kann man von 50 Seiten aber auch nicht erwarten.

Mein Fazit:
Alles in allem bin ich ein wenig enttäuscht. Die Geschichte ist toll um eine gewisse Zeit zu überbrücken, aber da es sich nur um 50 Seiten handelt, darf die Zeitspanne nicht so groß sein.

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Tags: biographie, kurzgeschichte   (2)
 

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(65)

147 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

liebe, blog, google, julia k. stein, liebe kann man nicht googeln

Liebe kann man nicht googeln

Julia K. Stein
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.02.2014
ISBN 9783839214916
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Ich habe, wieder einmal, das EBook gelesen, von daher lässt sich über die Farbe so wieder nichts sagen. Allerdings fand ich die Aufmachung in Form eines Handys sehr originell. Mit dem Titel zusammen passt es unheimlich gut zusammen. Sehr authentisch ist es gerade dadurch, dass die Zeit 21:59 Uhr und eine Akkuleistung von 73% angezeigt wird. Man könnte fast meinen es wäre ein Screenshot.

Inhalt:
Lena ist 33 Jahre und ganz frisch Single. Sie schreibt für das Frauenmagazin »Grace« - jedenfalls wenn sie nicht gerade googelt, im Internet shoppt oder Facebook durchkämmt. Um ihren Traummann Björn zu beeindrucken, muss eine neue Lena her: eine ernsthafte Journalistin mit perfektem Styling, die Bergsteigen liebt statt Blaubeer-Muffins. Leider hat diese Frau nichts mit der echten Lena gemein. Björn verliebt sich dennoch in sie, aber wie lange kann das gut gehen? Hat Lena ihre Chance vergoogelt?

Meine Meinung:
Struktur:
Das Buch ist einwandfrei strukturiert. Da gibt es nichts zu meckern. Das erste was mich allerdings gewundert hat, denn es ist ein extrem seltenes Phänomen: Das EBook zeigt mir 511 Seiten an, obwohl die Printversion nur 440 Seiten hat. Das ist ungewöhnlich, aber keinesfalls negativ. Meine Theorie dazu erfahrt ihr weiter unten bei „Story“. Die Kapitel sind kurz und lassen sich schnell und gut lesen. In die Protagonisten kann man sich sehr gut hineinversetzen und mitfühlen.

Story:

Es geht um eine Frau Mitte 30, die sich gerade von ihrem Freund, mit dem sie ganze 11 Jahre zusammen war, getrennt hat. Eine ihrer Freundinnen heiratet und so unternehmen sie einen Ausflug zwecks Junggesellinnenabschied nach Sylt um dort bekanntermaßen ein letztes Mal in Freiheit zu feiern (jaja..ich kenn mich aus ;-) ). Dort lernt sie Björn kennen. Wie es in solchen Geschichten so ist, ist er DER Traummann schlechthin und niemand glaubt dran, dass sie ihn bekommt. Sie bekommt diverse Flirt-Tipps von ihren Freundinnen um ihn doch irgendwie für sich zu gewinnen. Nun, ich sag mal so, diese Tipps sollten noch einmal überdacht werden, denn man muss ja auch die betrachten, die die Tipps gibt. Da ist ihre Freundin Caro, die heiratet, und die eh keine Tipps hat, denn sie feiert ja ihren JGA. Dann ist da noch die erfolgreiche Janina, die eigentlich mal Krankenschwester war und sich beruflich umorientiert hat, weil sie dachte dort besser Männerchancen zu haben und kleidet sie sich extrem teuer. Und zum Schluss ist da Charlotte. Sie ist unter den Vieren quasi die Sex-Besessene. Sie schleppt einen Typen nach dem nächsten ab. Die Theorie von Janina und Charlotte ist: gib ihm das was er haben und will dich. Nun, wenn man aber irgendwie ganz anders sein muss als man normalerweise ist, ist das gar nicht so einfach. Denn, man muss nicht nur seine kleine Lügen immer brav aufeinander abstimmen, sondern man muss auch viel recherchieren (googeln) um glaubwürdig zu sein. Sie erlebt allerhand und teilweise leide ich wirklich mit ihr. Ob sie ihren Traummann noch bekommt, lass ich natürlich offen. Ich will ja nicht zu viel verraten.

Nun meine Theorie warum das EBook „dicker“ ist als das Printexemplar: Das Buch ist wie ein Blog aufgebaut. Denn Lena, die Protagonistin, schreibt die ganze Geschichte aus ihrer Sicht in einen Blog und dieses wird nun sozusagen 1:1 an uns Leser weitergegeben. Ich finde, damit trifft sie den Zahn der Zeit, denn heutzutage haben soooo viele einen Blog. Ihrer ist allerdings ein persönlicher Blog und im engsten Sinne eines Blogs auszulegen: es ist quasi ihr digitales, für jedermann verfügbares Tagebuch.
Im digitalen Format ist bei jedem Seitenwechsel ein neuer Eintrag. Ein Eintrag ist teilweise sehr lang, aber der kürzeste bestand nur aus EINEM Wort (!!!). Kaum zu glauben, aber so ist es. Viele Einträge gehen somit nur über ein paar Sätze, aber es beginnt jedes Mal eine neue Seite. Also liebe Leser: nicht durch die Seitenanzahl abschrecken lassen ;-)

Sonderlich anspruchsvoll ist es jedoch nicht. Es ist ein typischer Frauenroman und entsprechend so geschrieben. Man kann jederzeit ein- und wieder aussteigen. Das befürworte ich natürlich immer, da ich meine Zeit auch nicht so regelmäßig planen kann. Da ist es gut zu wissen, dass, wenn man mal eine Lesepause einlegen muss, ein sofortiger Einstieg jederzeit möglich ist.


Mein Fazit:
Es ist ein sehr humorvolles Buch und durch den Tagebuchstil leicht und schnell zu lesen.


Von mir gibt es für dieses Buch 3,5 von 5 Sternen.

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(11)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

roman, sterbehilfe, freundschaft

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

Gavin Extence
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag, 03.03.2014
ISBN 9783641118457
Genre: Romane

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Ich habe das Buch als EBook gelesen und kann von der Aufmachung nur im digitalen Format sprechen. Das Cover sieht so aus, als ob es etwas mit dem Universum zu tun hat und der Titel hat mich sofort angesprochen, denn es verspricht lustig zu werden. Ein Buch voller Humor und Ironie, so dachte ich zunächst.


Inhalt:
Eine Geschichte, die erzählt, wie besonders Freundschaft sein kann

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

Meine Meinung:
Struktur:
Mit der Struktur bin ist teilweise sehr wirr, aber es passt zur Geschichte. Es gibt mehrere Kapitel. Der Protagonist versucht seine Geschichte zu erzählen und wie es im realen auch ist, springt man gerne in den Zeiten. So ist es hier auch. Es ist nicht alles genau strukturiert, sondern er setzt zwischendurch wieder im hier und jetzt an und erzählt dann weiter.

Story:
Es geht um einen Jungen der für sein Alter sehr speziell ist. Er hatte, als er 12 Jahre alt war, einen „Unfall“ mit einem Meteoriten. Seitdem hat er die Wissenschaft für sich entdeckt. Er weiß sehr viel über das Universum, aber von dem was in der Schule verlangt wird, hat er überhaupt keinen Plan. Er liebt es zu lesen. Allein diese Tatsache reicht um deutlich zu machen, dass er ein typischer Streber ist und in der Schule keinen leichten Stand hat. Als er dann Mr. Peterson kennenlernt, entwickelt sich eine tiefe, aber auch sehr komplizierte Freundschaft. Mr. Peterson ist alt, krank und vom Vietnamkrieg gezeichnet. Sie erleben eine ganze Menge zusammen, aber dann wird festgestellt, das Mr. Peterson schwer krank ist und nicht mehr lange leben wird. Aus diesem Grund entschließt er sich zu sterben bevor er körperlich nicht mehr in der Lage sein wird das selber zu entscheiden. Der erste Versuch läuft natürlich gründlich schief und dann schließen Alex und Mr. Peterson einen Pakt: Sterbehilfe. Im Wesentlichen geht es ab diesem Punkt um die aktive Sterbehilfe. In der Schweiz ist es nämlich möglich seinem Leben ein Ende zu setzen. Völlig legal. Alex hilft Mr. Peterson dabei. Dass er dabei nicht immer nur positives Feedback bekommt, ist klar und dass es einige Probleme mit sich bringt ebenfalls.
Es ist ein sehr nachdenklicher Roman mit vielen Ecken und Kanten, aber auch mit Humor. Im Prinzip wie das Leben halt so ist.

Mit Alex bin ich aber leider nicht warm geworden. Er ist wirklich sehr speziell und dadurch kann ich mich überhaupt nicht in ihn hineinversetzen und so gut wie keine Entscheidung kann ich nachvollziehen. Er denkt völlig anders als alle anderen in seinem Alter. Natürlich ist er in einer besonderen Situation, aber das erklärt nicht, warum er eigentlich so anders ist. Außerdem beschreibt er teilweise so spezifisch wissenschaftliche Angelegenheiten, dass man gar nicht wirklich folgen kann. Für einen Jugendlichen sehr ungewöhnlich. Er liest auch gerne wissenschaftliche Abhandlungen was zwar zu dem Protagonisten passt, aber es ist schwer sich in einen solchen Jugendlichen hineinzuversetzen.

Die meiste Sympathie hat Alex Mutter von mir bekommen gefolgt von Mr. Peterson. Beide sind zwar auch sehr speziell, aber bei denen kann man nachvollziehen warum und man kann sich gut mit den beiden identifizieren.

Mein Fazit:
Es ist ein sehr spannendes Buch mit vielen nachdenklichen Aspekten, im Wesentlichen der aktiven Sterbehilfe. Es ist mal etwas völlig anderes und abseits des Mainstream.


Von mir gibt es für dieses Buch 3,5 von 5 Sternen.

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Tags: freundschaft, roman, sterbehilfe   (3)
 

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kerstin klein, humor, knalltüten, frauenroman, tüten

Knalltüten

Kerstin Klein
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 20.01.2014
ISBN 9783442381753
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Ich finde das Cover super! Es ist schlicht, einfach und witzig. Allein der orange Fisch mit dem Schnorchel ist schon genial. Es hat zwar überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun, dennoch sagt es mir sehr zu. Es verspricht zumindest Humor und das ist auf jeden Fall enthalten. Der Titel gibt das natürlich auch preis. Er ist kurz und prägnant und man merkt es sich sofort.

Inhalt:
HILFE, mein Leben steht Kopf!

Wenn es am schönsten ist, soll man gehen? Findet die liebenswerte, etwas tollpatschige Alice nicht. Aber da ihr Chef vom Maklerbüro »Haus im Glück« ausgewandert ist, müssen sich Alice und ihre beste Freundin Mimi einen neuen Job suchen. Und werden schnell fündig: Zukünftig werden sie ihre Brötchen als Geldeintreiberinnen für ein Inkasso-Unternehmen verdienen! Klingt gefährlich? Ist es auch! Vor allem, wenn man wie Alice die Gabe hat, das Chaos magisch anzuziehen. Selbst ihr Freund, der hinreißende Nick, ist da manchmal nur noch ratlos. Aber Alice und Mimi sind fest entschlossen, ihren neuen Job zu meistern. Komme, was da wolle …

Skurril, witzig und sympathisch. Der neue Fall für die charmanteste Knalltüte überhaupt!


Meine Meinung:
Struktur:

Die Geschichte ist gut strukturiert und durchdacht. Man kommt sehr gut mit und muss sich nicht zu sehr in verschiedene Sichtweisen hineindenken. Negativ ist allerdings, dass es keine Kapitel gibt. Es ist eine durchgängige Geschichte. Man muss also zum Unterbrechen immer den nächstgelegenen Absatz suchen und zu einem späteren Zeitpunkt dort wieder einsteigen.

 

Story:
Es geht um eine junge Frau, Alice, die mit ihrer Freundin Mimi ihren Job bei einer Immobilienfirma verliert. Sie bewerben sich bei diversen Unternehmen und landen schließlich in einem Inkassobüro. Dazu sollte man vielleicht erwähnen, dass die beiden nicht unbedingt die Angst in Person darstellen, sondern eher das Gegenteil. Sie sind immer perfekt gestylt, gekleidet, geschminkt und gehen immer mit dem Trend und zudem sind beide sehr naiv und chaotisch. Passend zu ihrem neuen Job stürzen sie nicht nur privat sondern nun auch noch beruflich von einem Chaos ins nächste und mehr als einmal wird es für die beiden brenzlig. Zum Glück ist ja Nick da, Alice’ Freund, und beschützt oder setzt sie mal wieder auf den Boden der Tatsachen. Alles in allem ist es eine sehr amüsante Geschichte und man muss unweigerlich mit lachen und mit fiebern. Es wird nie uninteressant. In diesem Buch ist es wirklich so gestaltet, dass immer etwas passiert und man am liebsten weiter lesen möchte.

Negativ ist allerdings, dass die beiden Mädels je weiter die Geschichte voran schreitet als immer dämlicher dargestellt werden. Zumindest kam es mir so vor. Gerade zum Ende hin, wo man doch meistens davon ausgeht, dass die Charaktere aus dem Erlebten lernen, scheinen Alice und Mimi noch naiver und dümmer bzw. „blonder“ zu werden. Hier wird das Blond-Klischee zu 100% erfüllt. Das ist sehr schade. Bis zu diesem Punkt ist es aber ein weiter Weg und vorher ist es einfach nur lustig.
Bezüglich der Beziehung von Alice und Nick bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits ist es total süß wie die beiden sich verhalten, andererseits gleicht es einer Nymphomanenbeziehung und das Klischee der Blondine und dem zugehörigen Kerl wird wieder zu 100% dargestellt und nervt auch an einigen Stellen.
Besonders toll hingegen fand ich die Geschichte mit dem Biker. Es war spannend und herrlich komisch. Ebenfalls toll war der neue Arbeitgeber. Ein sehr sympathischer Chef muss ich schon sagen. Allerdings bleibt eine Frage offen: Warum durften die Mädels zum Schluss nur noch telefonieren? Hat Nick seine Finger im Spiel? Leider wird das nie aufgelöst.
Meine allerliebste peinlichste Situation war die Erdbeer-Dessous-Situation. Aber ich will nicht zu viel verraten. ;-)

Mein Fazit:
Es ist ein super lustiges Buch zum mit fiebern und mit lachen. Es ist durchgehend spannend und ich kann es wärmstens für die grauen Tage im Februar empfehlen.

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Tags: frauenroman, humor, liebe, roman   (4)
 

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internet, humor, jan anderson, hilfe mein kaktus hat herpes, fragen im internet

Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!

Jan Anderson
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 16.12.2013
ISBN 9783442382354
Genre: Humor

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Das Cover fällt einem sofort auf. Es ist gelb und mit dem grünen Kaktus und dem rosa Herpes (die Überschrift wurde auch farblich angepasst), falls es sofort ins Auge. Titel und Abbildung stechen leicht hervor, was dem ganzen eine besondere Optik verleiht. Es ist lustig gestaltet und verspricht humorvolle Lesestunden.

Inhalt:
User-Mund tut Wahrheit kund!
Guter Rat ist teuer – aber nicht im Internet! Wie absurd die Frage auch sein mag, das WWW spuckt garantiert und kostenlos eine noch absurdere Antwort aus. Ob die Katze zu laut furzt, die Warze zu weit wandert, der Nachbar zu laut poppt oder der Diesel nach Salatöl stinkt ... Hilfe ist nur einen Klick entfernt! Tauchen Sie ein in die Abgründe deutscher Webforen, und erfahren Sie aus erster Hand, was Ihre Mitmenschen bewegt: Sie werden Antworten auf Fragen finden, die Sie sich noch nie gestellt haben – und aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommen! Alles echt, alles im O-Ton, alles zum Schreien komisch!

Meine Meinung:
Bereits die Einleitung hat mir sehr gut gefallen und verspricht, dass das Buch wirklich lustig ist und man wirklich die erhofften humorvollen Lesestunden bekommt.

Das Buch ist gut gegliedert und beinhaltet im Wesentlichen die folgenden Themen: Nachbarn, Tiere, Liebe, Pflanzen, Auto, Familie und Style. Mir persönlich haben das Thema Liebe, Familie und Style sehr zugesagt. Bei den restlichen Themen fand ich es wirklich beachtlich um was man sich so Gedanken machen kann. Die Kapitel sind nicht zu lang und auch im Allgemeinen sehr angenehm zu lesen.

Ich finde es wirklich unglaublich was die Menschen in diversen Foren so posten. Sie haben ein enormes Mitteilungsbedürfnis und jeder ist in irgendwas Experte. Sehr schön finde ich, dass nicht nur stumpf die Forenbeiträge aufgezählt wurden, sondern es gibt immer ironisch angehauchte Texte die einen auf das kommende vorbereiten. Es ist sehr gut geschrieben, sodass man auch keine Probleme hat in den ironischen Lesetonus einzusteigen.

Einige Beiträge waren jedoch sehr ähnlich und dadurch weniger lustig und das ein oder andere hat sich auch schlicht gezogen. Das kann aber daran liegen, dass man selber nichts mit dem jeweiligen Thema zu tun hat.

Außerdem ist mir jetzt auch klar geworden, wozu es das Nachmittags-TV-Programm gibt. Denn die Leute, die so unheimlich geistreiche Antworten auf die unheimlich geistreichen Fragen geben, können nur Dauer-Zuschauer von besagtem Programm sein…
Meine persönlichen Highlights waren jeweils am Ende der Kapitel die „Best of kluge Forensprüche und lustige Signaturen“. Da waren wirklich richtig tolle mit dabei J

Mein Fazit:
Das Buch ist wirklich lustig und hat mir einige schöne Lesestunden gebracht. Für Zwischendurch ist es super, denn es ist in dem Sinne keine zusammenhängende Geschichte und man kann jederzeit wieder einsteigen oder einfach mal ein Kapitel überspringen oder für später aufheben. Ideal für Zwischendurch.


Von mir gibt es für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

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Tags: foren, humor, internet   (3)
 

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venedig, liebe, roman, geheimbund, diese eine woche im november

Diese eine Woche im November

Michael Wallner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 18.11.2013
ISBN 9783570160473
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Es ist nicht das typische Touristik-Venedig abgebildet, sondern es wirkt eher kühl. Da die Geschichte im November spielt, passt es dazu. Die Frau auf dem Bild wirkt ebenfalls kühl. Anhand des Covers hätte ich nicht damit gerechnet, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und schon gar nicht um eine Liebesgeschichte. Hieran sieht man mal wieder wie sehr ein Cover doch täuschen kann. Das Cover ist übrigens ein Schutzumschlag.

Inhalt:
Als Julia in Venedig auf Tonio trifft, ist sie fasziniert von dem attraktiven jungen Mann. Während abendlicher Streifzüge zeigt Tonio der schönen Deutschen die verwunschenen Ecken der Lagunenstadt und die beiden kommen sich näher. Ihre Romanze wird jäh gestört, als sie auf die Spuren der Trucidi stoßen, eine geheime Bruderschaft, die die Stadt vor Hunderten von Jahren regierte. Jetzt ist sie zurück und fordert die Herrschaft über die prunkvollen Palazzi. Julias Vater, ein deutscher Kommissar, ist ihnen bereits auf den Fersen – zu dicht, denn Julia und ihr Vater werden gekidnappt und ihr Leben liegt in den Händen der skrupellosen Gangster. Einzig Tonio kann seine große Liebe noch retten, doch dafür muss er sich dem Großmeister der Bruderschaft stellen …

Meine Meinung:
Struktur:
Die Kapitel sind schön kurz, man kann jederzeit unterbrechen und wieder einsteigen. Meistens wird nach einem Kapitel der Handlungsort geändert. Es gibt viele verschiedene Handlungsorte, aber dennoch ist es gut zu verstehen.

Story:
Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte in Venedig und zugleich ein kleiner Krimi. Ich bin eigentlich kein Fan von Krimis, aber so wie dieser gestaltet wurde, hat er mir sehr gut gefallen.
Ein deutsches Mädchen fliegt mit ihrem Vater nach Italien. Er ist Polizist und möchte quasi verdeckt ermitteln. Deshalb nimmt er seine Tochter mit, denn so wirkt es wie ein simpler Familienurlaub. Er arbeitet an dem Fall der Trucidi, denn diese schienen Juwelen in Deutschland gestohlen zu haben und sollen sich in Venedig aufhalten. Julia lernt in Venedig Tonio kennen, denn sie wird von dem Diebespaar bestohlen. Tonio bringt ihren Geldbeutel jedoch sofort zurück, denn er hat sich unsterblich in sie verliebt. Dann verschwindet Julia spurlos und Tonio kommt ihr Verschwinden merkwürdig vor. So riskiert er alles um sie zu finden und ggf. zu retten. Er gelang in brenzlige Situationen und dann passiert etwas unvorhergesehenes…

Die Geschichte ist anfangs irgendwie lahm, denn es wird auch viel geschichtliches über Venedig, die Trucidi etc. erzählt. Dann fängt es jedoch an richtig spannend zu werden und lässt einen nicht mehr los. Gelegentlich kommt man beim Lesen ins Straucheln, denn einige Sätze sind sehr verschachtelt. Ansonsten kann man der Geschichte aber gut folgen. In die Charaktere kann man sich teilweise schlecht hineinversetzen.
Julia ist eine arrogante Deutsche, die meint, sie kenne schon das ganze Leben. Von ihren Gefühlen wird wenig preis gegeben. Man lernt sie im Prinzip als Außenstehende kennen, obwohl sie ein wesentlicher Charakter ist.
Tonio ist mutig und stur. Von ihm erfährt man noch am meisten. In ihn kann man sich auch am besten hineinversetzen und man kann seine Entscheidungen zumindest irgendwie nachvollziehen.
Am ungewöhnlichsten ist Pippa, Tonios Freundin und Diebes-Partnerin. Sie handelt absolut anders als man es sich vorstellen kann und in sie kann ich mich am wenigsten hineinversetzen. Alle sind Teenager, aber sie ist doch ganz anders. Es scheint, als ob sie absichtlich gegen den Strom schwimmen wollen.

Mein Fazit:
Es ist ein recht anspruchsvolles Jugendbuch. Es ist eine Liebesgeschichte, aber auch ein kleiner Krimi und macht die Liebesgeschichte dadurch umso spannender.

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Tags: jugendbuch, roman, venedig   (3)
 

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kinderbuch, sprechende tiere, wald, märchen

Wildwood - Das Geheimnis unter dem Wald

Colin Meloy , Carson Ellis , Astrid Finke
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 25.11.2013
ISBN 9783453267152
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches:
Das Buch ist sehr schön gestaltet. Es ist mit einem Schutzumschlag ausgestattet. Das finde ich persönlich immer nicht so gut, denn ich lese Bücher immer ohne Schutzumschlag, weil ich sonst das Gefühl habe, dass es kaputt gehen könnte. Dennoch macht das Buch auch ohne den Schutzumschlag was her, auch wenn es schlicht ist. Der Schutzumschlag ist dunkelblau gestaltet und alle wichtigen Charaktere aus dem zweiten Teil dieser Serie sind enthalten.

Inhalt:
Nach ihren Abenteuern im geheimnisvollen Wildwald kann sich die zwölfjährige Prue nur schwer wieder an den Alltag gewöhnen: Die Schule, die sie früher geliebt hat, langweilt sie plötzlich. Ständig muss sie an ihren Freund Curtis denken, der jetzt als tapferer Räuber in der Undurchdringlichen Wildnis lebt. Kein Wunder, dass Prue keinen Augenblick zögert, in das geheimnisvolle Waldreich zurückzukehren, als Curtis sie um Hilfe bittet. Denn ganz Wildwald droht für immer von der Landkarte getilgt zu werden…

Als der Winter in Portland anbricht, ist es für Prue Zeit, in den magischen Wildwald zurückzukehren. Denn merkwürdige Dinge ereignen sich diesseits und jenseits der Grenze. In dem geisterhaften Niemandsland am Rande der Stadt herrscht neuerdings ein Industrieboss, der seinen Einflussbereich auf die Undurchdringliche Wildnis ausdehnen will. Die beiden Schwestern von Prues Freund Curtis verschwinden spurlos, als sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder machen. Prue selbst schwebt in höchster Gefahr: Ein unheimlicher Gestaltwandler scheint sie zu jagen. Gemeinsam mit Curtis dringt Prue bis in die Tiefen des Wildwalds vor, auf der Suche nach einer Antwort, wie dem Geschehen Einhalt zu gebieten ist. Ihnen bleibt nur wenig Zeit.

Meine Meinung:
Das Buch soll für Kinder ab 10 Jahren sein. Die Zeichnungen, die in dem Buch enthalten sind, sind sehr schön und detailliert und veranschaulichen die Geschichte sehr schön. Das ist in jedem Fall positiv zu berücksichtigen. Die Zeichnungen sind meisten in schwarz/weiß gehalten. Es gibt auch einige bunte Bilder. Leider sind diese irgendwie falsch sortiert, denn entweder zeigt das Bild eine Handlung die schon lange passiert ist oder sie zeigt etwas das noch passieren wird und raubt damit die Spannung.
Negativ finde ich aber, gerade weil es ein Kinderbuch sein soll, dass die Sätze teilweise sehr schwierig zu lesen sind. Oftmals sind diese sehr verschachtelt und selbst ich musste ich oft Sätze mehrmals lesen um den Sinn zu verstehen. Außerdem ist das Buch mit seinen knapp 600 Seiten schon eine sehr umfangreiche Lektüre für einen 10-jährigen, wenn man dann noch die verschachtelten Sätze berücksichtigt ist das wirklich was für fortgeschrittene Leser. Des Weiteren wird aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben. Das ist zwar sehr schön, aber es ist sehr umfangreich. Um mal einige zu nennen: Prue & Curtis, Rachel & Elsie, Mr. Unthank, Desdemona, Waldbewohner, schwarzer Fuchs, etc. Teilweise sind es dann gemeinsame Erlebnisse, teilweise aber auch getrennt voneinander zu betrachten. Man kommt damit aber gut klar, denn die Übergänge sind sehr gut gestaltet und man kommt gut in der Geschichte mit. Von daher sind es zwar viele unterschiedliche Handlungen, aber da es so schön geschrieben wurde, vollkommen in Ordnung.
Die Kapitel sind kurz. Sie sind durchschnittlich bei ca. 24 Seiten, aber da die Schrift recht groß ist und das Buch ein schönes Format hat, fällt das gar nicht so auf. Die Zeichnungen machen dann natürlich auch noch einiges wett. Die Kapitellänge empfand ich als sehr angenehm.
Den ersten und zweiten Teil des Buches fand ich zwischenzeitlich sehr anstrengend, denn es ist sehr in die Länge gezogen. Als dann im dritten Teil endlich was passiert….war das Buch zu Ende. Es wird wohl einen dritten Teil geben. Schade! Ein offenes Ende finde ich immer sehr unschön, vor allem, wenn der nächste Teil noch nicht mal vorbestellbar ist. Im Endeffekt ist auch nicht wirklich viel passiert und das finde ich im nachhinein dabei am schlimmsten. Denn man hat ca. 600 Seiten gelesen und trotzdem das Gefühl nichts wirklich erlebt zu haben.

Achtung Spoiler!!!
Ich möchte gar nicht so ganz viel zu der Geschichte sagen, aber es bleiben für mich doch einige Fragen offen und einiges fand ich auch schlichtweg unpassend. Zum Beispiel die Maulwürfe: Klar leben sie unter der Erde, aber sie haben sich in zwei Völker getrennt, die sich nun bekriegen. Da hatte ich endlich mal das Gefühl, dass es etwas passiert. Die Protagonisten wurden als Gottheiten hingestellt (das empfand ich irgendwie als übertrieben) und mussten mit in den Kampf ziehen. Dann waren sie da und ZACK…. Zu Ende. Das war es dann. Der Kampf war viel zu schnell zu Ende und im Endeffekt ist nicht wirklich was passiert.

Dann noch diese Schauermänner. Wo kamen die auf einmal her? Wer hat sie da hingetan? Sie haben anscheinend so etwas wie Moral. Sind es nun Maschinen mit Moral oder Menschen? Aber wo haben sie vorher gelebt und wieso sind sie nun auf Rache aus ohne zu hinterfragen?

Mein Fazit:
Es ist ein nettes Märchen. Aber ich finde eher für 14-Jährige geeignet. Meine Erwartungen hat es leider nicht so erfüllt. Trotzdem war es spannend und hat mir viele schöne Lesestunden gebracht. Den dritten Teil werde ich aber, trotz aller Neugierde, wohl nicht lesen.


Von mir gibt es für dieses Buch 3 von 5 Sternen.

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Tags: kinderbuch, märchen, sprechende tiere, wald   (4)
 

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fantasy, gabe, berlin, verfolgung, serie

Das Erbe der Krylows - Moira 1

Kelda Ardere
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.12.2013
ISBN 9783845910062
Genre: Fantasy

Rezension:

Aufmachung des Buches
Man erkennt sofort, dass es sich um ein Fantasy-Buch handelt. Abgebildet ist die junge Moira und es sieht sehr püppchenhaft aus. Es ist alles sehr dunkel gehalten und wäre mir im Buchladen wahrscheinlich nicht unbedingt aufgefallen.

Inhalt
Nachdem Moiras Eltern unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen sind, wird sie in ein Kinderheim in Berlin gesteckt. Dort harrt sie als sture Einzelgängerin aus und schwört den Tod ihrer Eltern um jeden Preis aufzuklären und zu rächen. Allerdings geraten ihre Pläne ins Wanken, als sie entdeckt, dass sie eine außergewöhnliche Gabe hat. Ohne es zu ahnen, schwebt sie in höchster Gefahr, denn sie ist nicht die Einzige, die diese Entdeckung macht. Moira wird von zwei seltsamen Fremden aus dem Heim geholt und muss ein gefährliches Erbe antreten. Nicht nur ihr eigenes Leben und das ihrer Beschützer, sondern auch die Zukunft von Millionen Menschen scheinen plötzlich in ihren Händen zu liegen. Doch das ist nur der Anfang. Von der Sache mit dem Stück Käse am Bein mal ganz abgesehen!

Meine Meinung
Es ist sehr modern geschrieben und dadurch macht es sehr viel Spaß es zu lesen. Man kann sich gut in die junge Moira hineinversetzen und durch die jugendliche Sprache wird es auch sehr locker. Sie ist eine junge, moderne Frau, die aber kein Vertrauen bzw. nur wenig Vertrauen in andere Menschen hat. Sie ist frech und vorlaut und verliert sich oft in ihren Gedanken. Dabei stolpert sie auch gelegentlich mal in ein Fettnäpfchen.

Ich habe sehr viel gelacht und gekichert. Klar, es ist zwischendurch mal ein wenig übertrieben, aber ich finde, das passt auch super zu Moira und dem Buch.

Es ist natürlich nicht authentisch, aber es ist ja auch Fantasy. Da ist alles erlaubt und wenn es so betrachtet, ist zumindest alles schlüssig und gut durchdacht.

Kompliziert ist die ganze Familiengeschichte. Kleiner Tipp von mir: was zu schreiben bereithalten und nebenher einen Stammbaum malen. Ganz ehrlich: ich weiß jetzt schon nicht mehr alles von dem wer wo wie zusammengehört. Aber Moira geht es ähnlich, von daher erachte ich es als nicht so schlimm. Da gewöhnt man sich bestimmt im zweiten Teil dran :-)

Das einzig negative und ja, es muss erwähnt werden, sind die doch sehr langen Kapitel. Ich persönlich finde kürzere Kapitel besser.

Es endet leider sehr aprubt, aber dafür gibt es ja auch noch einen zweiten Teil und ich freue mich sehr darauf, denn es ist wirklich spannend.

Mein Fazit
Es ist ein super Buch und ich kann es wärmstens empfehlen!! Es ist lustig, die Charaktere sind mehr oder weniger sympathisch und man kann sich sehr gut in alles hineinversetzen. Band 2 kommt auf jeden Fall auf meine Wunschliste!!! Ein großes Lob an die Autorin

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