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58 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

katzen, sachbuch, abigail tucker, statistik, katzenentwicklung

Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker , Martina Wiese , Monika Niehaus , Jorunn Wissmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2017
ISBN 9783806236477
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eine repräsentative Umfrage aus 2017 (Quelle: http://www.t-online.de/leben/familie/id_77926296/beliebtestes-haustier-katzen-haben-die-schnauze-vorne.html) zeigt das, was Katzenfreunde schon immer wussten. Die Katze ist des Menschen liebstes Haustier. Und weil bei mir die Katze ebenfalls im Ranking auf Platz eins steht, habe ich mir gedacht es könne nicht schaden, auch etwas über die Geschichte, die verschiedene Katzenrassen und die typischen Verhaltensweisen der Fellnasen zu lernen.

Dazu habe ich mir das Sachbuch von Abigail Tucker „Der Tiger in der guten Stube – Wie die Katzen erst uns und dann den Rest der Welt eroberten“ vorgenommen. Das Buch beleuchtet sie Entwicklung der Katze von der Wild zur Hauskatze, die es sich auf unseren Sofas gemütlich gemacht und sich in unsere Herzen geschlichen hat. Es geht um Katzen als Internetstars genauso wie um verschieden Katzenrassen, um Katzenhalter, die für ihre Samtpfoten Alles tun und um die Stellung der Katze in verschiedenen Kulturen aber auch im Okkultismus. Einige Dinge waren mir bekannt andere weniger, und ich konnte durchaus viel dazu lernen. Allerdings muss ich aber auch zugeben, dass ich bei manchen Ausführungen nur ungläubig, über die meiner Meinung nach falschen beziehungsweise überholten Recherchen der Autorin, mit dem Kopf schütteln konnte. So schreibt sie davon, dass Katzen Bluthochdruck auslösen können, vergisst aber zu erwähnen dass es ebenso genau gegenteilige Studien gibt, die einer schnurrenden Katze eine auf den Mensch entspannende und blutdrucksenkende Wirkung zuschreiben. Oder sie schreibt, dass Katzen lieber alleine leben würden und begründet das mit der Tatsache, dass sich Katzen nie direkt ansehen. Direktes Ansehen ist aber nur bei den Menschen ein Zeichen von Interesse und jeder Katzenbesitzer weiß oder sollte wissen, dass ein direktes „in die Augen schauen“ ohne Blinzeln von einer Katze als aggressives Verhalten interpretiert wird. 
 
Insgesamt hat das Lesen des Buches aber trotz der etwas trockenen, eher sachlichen Schreibstils Spaß gemacht und mir so einige neue Dinge über Katzen beigebracht. Trotzdem kann ich nur eine bedinget Leseempfehlung aussprechen. Zum einen, weil ich nicht sicher bin, ob alle Fakten so wie sie im Buch dargestellt sind stimmen, denn wie oben schon angeführt, sind einige Aussagen schon überholt oder werden zwischenzeitlich anders interpretiert. Zum andern habe ich das Gefühl, dass die Fellnasen etwas negativ dargestellt werden. So sollen sie zum Beispiel am Aussterben manchen Vogelarten schuld sein, bedrohen das Ökosystem und machen sich die Menschen zu ihren persönlichen „Sklaven“.

Interessante Aussagen sind es, was die Autorin hier von sich gibt, mit denen ich allerdings an der einen oder anderen Stelle nicht konform gehen kann. Darum von mir nur drei von fünf möglichen Sternen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

musik, liliane susewind, tiere, lieder, elefant

Liliane Susewind – Meine Songs

Tanya Stewner , Guido Frommelt , Tanya Stewner
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 21.09.2017
ISBN 9783839841518
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Liliane Susewind, das Mädchen das mit Tieren sprechen kann, begeistert nicht nur mit der gleichnamigen Buchreihe, sondern pünktlich zum 10. Geburtstag von Liliane auch mit einer Musik-CD. Auf der CD „Liliane Susewind Meine Songs“ finden sich 15 Kinderlieder, die sich auf einzelne Bände der Liliane-Susewind Kinderbuchreihe beziehen. Dabei wird ein breites Spektrum an Musikstilen von Blues bis hin zum Disco-Pop abgedeckt.


Anspruchsvoll und doch kindgerecht, mal leise, mal laut, mal langsam, mal schnell tragen die hochkarätigen Künstler ihre Titel vor und begeistern die kleinen Hörer, vor allem dann, wenn sie die entsprechende Geschichte der Buchreihe zum Lied kennen. Jeder Song ist individuell und für sich alleine nett anzuhören und damit auch die Erwachsenen mitsingen können, wird die CD durch ein Bocklet vervollständigt, in dem alle Liedtexte zu finden sind.

Eine gelungene CD, bei der ich vor allem für die Kenner der Kinderbuchreihe Liliane Susewind eine Empfehlung aussprechen kann. Aber auch für Kinder, die die Liliane Susewind Buchreihe nicht kenne, ist die CD durchaus empfehlenswert. 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Der Jesus-Dschihad: Der gewaltfreie Weg aus dem Konflikt zwischen Islam und Christentum.

Dave Andrews
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 28.08.2017
ISBN 9783957342454
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es ist wohl unbestritten, dass zwischen Christen und Moslems meist unterschwellig, aber manchmal auch recht offen ein Konflikt schwelt, bei dem keine weiß, wo die Ursache genau liegt und wie er zu beheben ist. Keiner weiß so richtig, wie das Dilemma zu lösen ist und ein friedlicher Weg miteinander scheint mancherorts undenkbar.

Umso mehr habe ich mich auf das Buch Der JESUS-Dschihad - Der gewaltfreie Weg aus dem Konflikt zwischen Islam und Christentum von Dave Andrews gefreut. Obwohl der Titel sehr provokant ist, hatte ich mir doch erhofft, dass es irgendwo einen Weg gibt, dass Christen und Muslime gewaltfrei und tolerant der anderen Religion gegenüber nebeneinander leben können. Den Weg gibt es sicherlich. Toleranz, Mitgefühl und Interesse an der anderen Kultur und am andren Glauben sind da sicherlich eine gute Basis. 

Was Dave Andrew allerdings in seinen Buch von sich gibt, ist sowohl religiös als auch historisch geschichtlich so voller Fehlinformationen und Halbwahrheiten, dass ich nur Jedem raten kann, das Buch, wenn er es denn lesen möchte, sehr kritisch zu lesen und die vorgelegten Fakten auch zu überprüfen, soweit ihm das möglich ist.
Für meine Rezension werde ich nur zwei dieser Fehler kurz beleuchten. 

Zuerst einmal der religiöse Fehler: Auf Seite 11 und 12 schreibt der Autor, dass zum einen Liebe und Gerechtigkeit zentrale Werte beider Religionen sind und dass beide, Christen und Muslime, glauben dass Jesus der Masih, der Messias war. Im Islam straft und vergibt Allah wem er will (z.B. Sure5,40 / Sure 29,21 / Sure 29,21). Das ist Willkür und keine Gerechtigkeit. Grundsätzlich hat der Koran eine typisch menschliche Sichtweise was die Gerechtigkeit angeht, nämlich, dass man schlechte Taten mit guten Taten aufwiegen könnte. Im Christentum hingegen, kann Gott unsere Schuld erst einmal nicht unbestraft lassen. Er fordert dafür Gerechtigkeit und so stirbt Jesus stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz. 

Jesus ist bei uns Christen der verheißenen Erlöser der Welt, der unsere Schuld stellvertretend auf sich nimmt. Der Koran hingegen weist die Dreieinigkeitslehre zurück sowie den Tod und die Auferstehung Jesu, denn laut dem Koran war Jesus ein sterblicher Mensch. Der Ausdruck Messias hat im Koran und im Christentum grundsätzlich total verschiedene Bedeutungen, das hat der Autor meiner Meinung nach vergessen zu erwähnen, denn so wie er seine Aussage darstellt, verfälscht er die Aussagen beider Religionen.
Allein diese zwei Punkte machen klar, dass das Christentum und der Islam nicht so viele Gemeinsamkeiten haben, wie der Autor dem Leser glauben machen mag.

Als zweites möchte ich noch eine historische Ungenauigkeit beleuchten, die das Christentum und den Islam anders darstellt, als die historischen Fakten belegen. Auf Seite 71 steht"...Einer der größten Beiträge, den Muslime zu unserer Zivilisation geleistet haben, ist die Medizin. 872 n. Chr. wurde in Kairo das Ahmad-ibn-Tulun-Krankenhaus gegründet..." 

Diese Tatsache ist unbestritten. Allerding impliziert diese Aussage, dass die Muslime die Ersten gewesen wären, die Krankenhäuser erbaut haben und das ist so historisch-geschichtlich nicht richtig. Im christlichen Abendland gab es schon um 370 Krankenanstalten, die durch Basilius den Großen errichtet wurden. Und schon 63 vor Christus gab es unter Kaiser Augustus Lazarette in denen es OP-Säle und Krankenstationen gab.


und auch der weiter Text"...ein Chirurg namens Abu I-Qasim, der häufig auch als Vater der Chirurgie bezeichnet wird, eine bebilderte Enzyklopädie, die in den darauffolgenden 500 Jahren als Richtlinie für europäische Chirurgie genutzt wurde" Ist zwar richtig, aber nur halb wahr, denn bei dieser Enzyklopädie handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Schriften von unter anderem dem byzantinischen Arzt Paulos von Aigina sowie weiteren antiken Quellen. Also auch nichts was Abu I-Qasim selber herausgefunden hätte, sondern einfach nur ein Zusammentragen von damals in Lehrkreisen bekannten Schriften.

Ich hatte beim Lesen insgesamt das Gefühl, dass das Christentum besonders schlecht dargestellt wird. Es werden unzählige Gräueltaten aufgezählt die im Namen der Kirche und des Christentums begangen wurden, angefangen von den Kreuzzügen über Hexenverbrennungen bis hin zum Holocaust. Die positiven Auswirkungen des Christentums werden jedoch nahezu ganz weg gelassen. Allerdings werden dafür dem Islam positive Dinge angedichtete (Krankenhaus und chirurgische Enzyklopädie) die historisch gesehen keine Verdienste der Muslime waren. Die wahren Werte, wo wir Christen viel von unseren muslimischen Mitmenschen lernen können, wie zum Gastfreundschaft oder Familienzusammenhalt, wären meiner Meinung nach bessere Argumente gewesen.

Ich bin zu 100% für einen friedlichen Umgang miteinander, unabhängig von Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder Ethnie, aber dieses Buch konnte mich aus den genannten Gründen (und noch mehr Gründen, die aber den Rahmen einer Rezension sprengen würden) nicht überzeugen.

Von mir leider keine Leseempfehlung.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

kinderbibel, bunt, biblische geschichten, ab 3, vorlesen

Meine bunte Vorlesebibel

Sally Ann Wright
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 28.08.2017
ISBN 9783957342553
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie führe ich mein Kind langsam und in verständlichen Worten an die Bibel und ihre Aussage heran? 

Das ist wohl eine Frage, die sich viele gläubige Eltern stellen. Geeignet dazu ist meiner Meinung nach die Kinderbibel „Meine bunte Vorlesebibel - 365 Geschichten für jeden Tag“ vom Gerth Medien-Verlag. In kurzen, verständlichen und kindgerechten Worten werden hier bekannte, aber auch weniger bekannte Geschichten erzählt und mit tollen, farbenfrohen Zeichnungen untermalt.

Allerdings irritiert und täuscht der Buchtitel in zweierlei Hinsicht. 

Zum einen werden nicht alle Geschichten der Bibel erzählt. Es fehlen zwei Mosebücher, die kleinen Propheten, die Lehrbriefe und die Offenbarung. Bei den Propheten, Lehrbriefen und der Offenbarung bin ich der Meinung, dass das Weglassen durchaus in Ordnung ist, denn die Informationen dieser Bibelbücher würden die kleinen Leser wohl etwas überfordern. Schade finde ich aber, dass das dritte und fünfte Buch Mose ganz weggelassen wurde, denn hier lernen schon die Kleinen die Gesetze und die Folgen der Gesetzesübertretungen kennen und erfahren auch etwas über die Heiligkeit und Vollkommenheit Gottes. 

Zum anderen sind die Textabschnitte teilweise so kurz, dass sich die Kinder mit nur einem Abschnitt am Tag sicherlich nicht zufrieden geben und daher sind es eigentlich keine 365 Geschichten für jeden Tag , auch wenn die Geschichten in 365 Abschnitte unterteilt sind.

Zusätzlich ist mir noch ein sachlicher Fehler aufgefallen, nämlich in der Geschichte von Noah und der Arche. Hier steht auf Seite 18 „Jeweils ein Männchen und ein Weibchen von jeder Tierart ging an Bord..“ Dieser Satz ist so nicht richtig. Denn tatsächlich gingen laut 1 Mose 7 Vers 2 je sieben Paare der reinen Tiere und ein Paar der unreinen Tiere an Bord. (Übersetzung nach Luther „Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männlein und sein Weiblein.“)

Besonders gelungen finde ich hingegen, dass Jesus von den elf verschiedenen Illustratoren auf leicht unterschiedliche Weise dargestellt wird. Auch wenn das für den einen oder anderen zuerst einmal irritierend wirken mag, ist es doch tatsächlich so, dass Niemand weiß, wie Jesus ausgesehen hat und darum finde ich persönlich es gut, dass sich die Illustratoren „ihren“ Jesus nach ihren eigenen Vorstellungen gezeichnet haben und so vielleicht ein zu monotones und vorgefertigtes Bild vermieden haben. 

Sehr gut ist auch noch, dass über jedem Vorleseabschnitt die genaue Bibelstelle benannt ist, in der die Geschichte zu finden ist, so dass der erwachsene Vorleser die Geschichte in ungekürzter Fassung sozusagen nochmal genau nachlesen kann.

Von mir eine klare Empfehlung für diese tolle, farbenfrohe und kindgerechte Kinderbibel.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

kinder, ab 3, fuchs, religion, weihnachtsgeschichte

Ein Fuchs erzählt von Weihnachten

Nick Butterworth , Mick Inkpen
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 07.08.2017
ISBN 9783417287455
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Was hat ein Fuchs mit Weihnachten zu tun? Erst einmal natürlich gar Nichts. Anders gestaltet sich die Sache aber schon, wenn der Fuchs Zeuge eines Wunders wurde, nämlich dem Wunder von Weihnachten. Dann ist klar, dass er davon erzählen muss. Und so erzählt der Fuchs von den Hügeln den Kindern in kindgerechten Worten, was es mit der Geburt von Jesus auf sich hat und was da alles Wunderliches passiert ist, in der Nacht von Weihnachten.

Mit ihrem Buch „Ein Fuchs erzählt von Weihnachten“ sind Nick Butterworth und Mick Inkpen ein tolles und wunderschön illustriertes Kinderbuch gelungen, das die Weihnachtsgeschichte interessant einmal aus einem anderen Blickwinkel, aus dem des scheuen Fuchses, erzählt. Zuerst stellt sich der Fuchs selber vor und erzählt ein klein Wenig über seine Verhaltensweisen um dann dem kleinen Leser oder Zuhörer sein unglaubliches Erlebnis der Weihnachtsnacht zu erzählen.

Ein rundum gelungenes, wunderschön illustriertes Kinderbuch, das kindgerecht in einfachen Worten vom Wunder der Weihnacht erzählt.

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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

backen, vermont, liebe, kuchen, glück

Die Zutaten zum Glück

Louise Miller , Katja Bendels
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362647
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dumm, wenn man als Patissière, wenn auch nur versehentlich, einen Club in Brand setzt. Noch schlimmer ist es nur, wenn dieser Club auch noch dem verheirateten Geliebten gehört. Die Karriere und das Selbstbewusstsein ist auf jeden Fall erst einmal dahin. Und so kommt es, dass Livvy, der dieses Unglück passiert ist, aufs Land zu ihrer Freundin flüchtet. Und obwohl Livvy eher Großstadtpflanze als Landei ist, verliebt sie sich nach und nach in das idyllische Landleben.


Mit dem Roman Die Zutaten zum Glück ist Louise Miller ein netter Frauenroman gelungen, der alle Klischees bedient aber leider nach einem starken Anfang stark abflacht. Auch mit den Romanfiguren selber konnte ich an manchen Stellen nicht viel anfangen, denn obwohl zum Beispiel die Hauptprotagonistin Livvy lebendig dargestellt wird, ist ihr Handeln stehst vorhersehbar und ohne Überraschungen. Die einzige Überraschung ist, dass sich ihre Figur nicht weiter entwickelt sondern sich von einer starken Frau, die mitten im Leben steht, zu einem unzufriedenen Mädchen rückentwickelt, das wohl nicht genau weiß, wie es im Leben läuft. Dazu kommt, dass mir die Geschichte nicht komplett erscheint, nicht ganz durchdacht und das Happy-Ende zu schnell kommt. Das finde ich sehr schade, denn die Geschichte selber hätte meiner Meinung nach viel Potential gehabt. Vielleicht bin ich auch einfach zu abgeklärt und erwachsen für diesen Roman, denn den meisten Leserinnen hat er sehr gut gefallen. Das müssen Sie aber selber entschieden.


Von mir eine Leseempfehlung für alle, die eine leichte, gefühlvolle und nette Geschichte suchen die sich gut lesen lässt und den Nachmittag, vorzugsweise bei einem Stück Apfelkuchen, passend zur Geschichte, sehr schnell verfliegen läßt.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

monster, urlaub, menschen, kinderbuch, märchen

Monsterhotel

Thomas Montasser , Stefanie Reich
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 09.10.2017
ISBN 9783522184762
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Monster müssen nicht immer Angst machen, manchmal sind sie auch nur witzig und total drollig. Zumindest ist das bei den Monstern im Monstehotel in Reykjavik, der Hauptstadt Islands, so. Familie Glockenspiel landet eher zufällig in diesem kuriosen und ungewöhnlichen Hotel. Nichts ist wie es scheint und so kann es schon mal passieren, dass die Toilette an der Decke hängt und das gängige Zahlungsmittel Popel sind.


Als Erwachsene Vorleserin des Buches Monsterhotel von Thomas Montasser habe ich mich an mancher Stelle gefragt, wo denn die Regeln des guten Geschmacks bleiben, während sich die Kinder vor lauter Gelächter über die Popelwährung, den kandierten Pferdeäpfel-Nachtisch oder den Stoffhasen Stinkebär nicht mehr ein bekommen haben. Die Zeichnungen von Stefanie Reich erwecken die kleinen Monster zum Leben und zeigen kuriose, lustige, farbenfrohe Monster, die so gar nichts mit den Monstern zu haben, vor denen sich so manches Kind des Nachts fürchtet. Insgesamt eine tolle Idee, sprachlich und zeichnerisch klasse umgesetzt. Einziges Manko an diesem wundervollen Kinderbuch ist für mich die Tatsache, dass mir einzelne Aspekte der Geschichte an den Film Monster AG (Angst der Monster vor Menschen) erinnert haben, das hat dem Buch etwas von seinem einzigarteigenen Monster-Charme genommen.

 
Von mir trotzdem eine klare Empfehlung für alle die ein außergewöhnliches Kinderbuch suchen oder vielleicht sogar ihren Kindern zeigen möchten, dass Monster vor Menschen genau so viel Angst haben, wie Menschen vor Monstern und dass manche der Monster sogar recht liebenswert, lustig und nett sind.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kunst, hunde, frauen, malerei, porträtmaler

Frauen und ihre Hunde

Ulla Fölsing
Fester Einband
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 12.09.2017
ISBN 9783851793321
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kunst muss weder langweilig noch uninteressant sein. Das zeigt einmal mehr der wunderbare Bildband Frauen und ihre Hunde von Ulla Fölsing. In diesem hochwertigen Bildband und Nachschlagewerk führt die Autorin den Leser und Betrachter durch verschiedene Epochen der Kunstgeschichte, aber immer mit dem Augenmerkt auf Frauen und ihren Hunden. Dabei erklärt die Autorin nicht nur die zeitlichen Umstände, in denen die Bilder entstanden sind, sondern erzählt auch über die Künstler und die besonderen Beziehungen zwischen Hunden und Menschen.


Aufgeteilt ist der prächtige Bildband in zwölf Kapitel, wobei diese Kapitel nicht nach Kunstepochen sondern nach anderen Aspekten wie zum Beispiel Stimmungsbarometer oder Mehr als nur Dekor untergliedert sind.

 
Der Hund als Freund, Begleiter und Gefährte hat nahezu jeden großen Maler bewegt und so sind die großen Künstler fast alle vertreten. Edouard Manet, Pablo Picasso, Paul Rubens um die wohl bekanntesten zu nennen, aber auch viele andere, die mit ihren recht unterschiedlichen Malstilen das Blättern im Buch zum Vergnügen machen.


Von mir eine klare Empfehlung für alle Hundeliebhaber und für Kunstinteressierte, die sich einmal dem besonderen Aspekt, dem Hund als besten Freund des Menschen, in der Kunstgeschichte widmen möchten.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

lascher glaube, christentum, christ, jesus, glaube

Voll Jesus. Null Druck.

Josh Kelley , Renate Hübsch
Flexibler Einband
Erschienen bei Brunnen, 04.08.2016
ISBN 9783765520679
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein guter Christ zu sein ist manchmal recht schwer. Viele Christen haben Angst Gottes Erwartungen nicht zu erfüllen und quälen sich mit der Frage, ob sie denn ein guter Christ sind oder eben nicht. Andere wiederum können weltliche Freuden nicht genießen, weil sie sich darüber Gedanken machen, ob „weltliche“ Freude als bekennender Christ überhaupt angebracht ist. Und so erdrückt den einen oder anderen Christen fast der Druck des Glaubens oder das schlechte Gewissen ist Dauerbegleiter im Leben.

Josh Kelley will den Christen, diesen vermeintlichen Druck nehmen und zeigt in seinem Buch „Voll Jesus, null Druck!“ wie man Jesus ohne Glaubensdruck und schlechtem Gewissen nachfolgen kann.

Ich fand den Klappentext und das Thema ansprechend, kenn ich doch selber einige Christen die fast am Glauben zu Grunde gehen, weil sie der Meinung sind, sie erfüllen Gottes Erwartungen nicht. Ich hatte mir von dem Buch Anregung und Tipps erhofft, wie ich diesen Christen klar machen kann, dass es durchaus in Ordnung ist, nicht in die Mission zu gehen oder sich an einem weltlichen Fest zu freuen. Dass Gott von Niemandem Perfektion erwartet.

Anfangs war ich vom Buch auch begeistert, der Autor schreibt gut und führt viele Beispiele aus seinem eigenen Leben an. Seine Argumentationskette ist nachvollziehbar und plausibel und trotzdem bekam ich immer mehr das Gefühl, der Autor widerspricht sich manchmal und versucht die Leser davon zu überzeugen, dass man als Christ eigentlich alles mitmachen kann, nur um den Glaubensdruck ab zu mildern, denn als Christen leben wir ja schließlich auch in der Welt, auch wenn wir nicht von dieser Welt sind. Dazu kommt, dass ich denke, dass viele Gedankengänge obwohl sie interessant sind und zur Diskussion anregen, nicht bis zum Ende ausgeführt wurden. So erzählt er vom Himmel, vergisst aber, dass es dazu auch noch einen Gegenpart gibt. Und an einigen Stellen hatte ich sogar das Gefühl, dass überzeugte Christen, die mehr Freude an geistigen als an weltlichen Dingen haben, dem Autor ein Dorn im Auge sind, denn er zeigt dafür kaum Verständnis.
Zuletzt möchte ich noch etwas zum Cover sagen. Cover sind erst einmal Geschmacksache, aber speziell dieses Cover finde ich persönlich schlecht gelungen. Obwohl ich es erst lustig und modern fand, ist mir beim genauen Betrachten aufgefallen, dass der Mofafahrer kleine Helm trägt und ich habe mich gefragt, warum das so ist. Soll das darauf hinweisen, dass ich mich als Christ keine Regeln zu unterwerfen habe (schließlich gibt es ja eigentlich so etwas wie eine Helmpflicht) oder soll es generell darauf hinweisen, dass ein Christ auch Mofa fahren darf? Ich kann, egal wie ich es drehe und wende, mit dem Cover nichts anfangen.

Mit der Bewertung des Buches tue ich mich sehr schwer. Mich hat es stellenweis begeistert, ich finde es enthält viele gute Gedanken- und Diskussionsansätze und gleichzeitig hatte ich an manchen Stellen den Eindruck, der Autor möchte mit aller Gewalt seine Sicht der Dinge als einzig richtige Sicht durchsetzen. 

Von mir eine Leseempfehlung für Christen, die sich mit neuen Ansichten auseinander setzten möchten, aber durchaus kritisch lesen und nicht jeden Satz als gegeben stehen lassen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

christlichen gott, bewegend, bücher, hoffnung, andi weiss

Ich weiß, es kommen wieder gute Tage

Andi Weiss
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 28.08.2017
ISBN 9783957342362
Genre: Biografien

Rezension:

Jeder hat mal eine Krise und Jeder kennt die Phasen im Leben, in denen man am eigenen Schicksal oder den eigenen Problemen zu zerbrechen droht. Da ist es oft hilfreich zu hören, dass sich das größte Problem manchmal auf unerwartete Weise in Luft auflöst oder gar als Segen erweist.

Andi Weiss hat in seinem Buch „Ich weiß, es kommen wieder gute Tage – Wahre Mutmachgeschichten die das Herz bewegen“ viele verschiedene, wahre Geschichten und Glaubenszeugnisse gesammelt, die zeigen wie Menschen Gottes Nähe in ihren Krisensituationen oder Problemen auf die unterschiedlichsten Weisen erlebt haben. Diese Geschichten bringen Mut und Hoffnung in die eigenen Probleme und Sorgen und zeigen, dass Gott allgegenwärtig ist.

Vermutlich wird wirklich jeder Leser die eine oder andere Geschichte finden, die passend für seine eigene Lebenskrise ist und ihm Mut macht. Für mich persönlich waren es zu wenige, denn die Geschichten sind zu kurz um wirklich aussagekräftig zu sein und manchmal nicht tiefsinnig genug um wirklich eine Botschaft zu transportieren. Das ist auch der Grund, warum mich persönlich das Buch nur mäßig begeistern konnte.

Aber ich denke trotzdem, dass das Buch ein gutes Geschenk für Menschen ist, die gerade eine Krise durchmachen oder von ihren Sorgen und ihrem Schmerz erdrückt zu werden scheinen. Darum gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle die gerade im Gauben eine Durststrecke erleben oder die Gottes Gegenwart in ihrer persönlichen Lebenskrise suchen. 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

musik, waisenhaus, fantasie, tiere, anders sein

Der Wunderling

Mira Bartók , Sabine Schulte , Mechthild Großmann
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 29.09.2017
ISBN 9783867423434
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nr 13 ist ein kleiner, ängstlicher Erdling, halb Mensch, halb Fuchs, der in Miss Carbunkels Heim für missratene und abscheuliche Wesen ein weniger schönes Dasein fristet. Er wird nicht nur von der Heimleiterin schikaniert, sondern auch von den anderen Heimbewohnern gequält und geärgert. Als eines Tages ein kleines Vögelchen, das nicht fliegen kann, im Heim auftaucht, findet Nummer 13 endlich das was er sein Leben lang gesucht hat: einen Freund. Und gemeinsam fangen die beiden an von ihrer Flucht in eine bessere Zukunft zu träumen.

Mich hat das Hörbuch Der Zauberling von Mira Bartók begeistert. Die Geschichte ist fantasievoll, voller Zauber und wunderbarer Ideen rund um die fantastischen Gestalten und Figuren der Geschichte. Einen besonderen Reiz bekommt das Hörbuch aber erst durch die rauchige, düstere und leicht herbe Stimme von Mechthild Großmann, die mit ihrer Wandlungsfähigkeit die einzelnen Figuren richtig zum Leben erweckt. 

Mich persönlich hat das Heim für missratene Kreaturen kurz an ein KZ erinnert und die Heimleiterin an einen SS Aufseher, darum war die Geschichte für mich anfangs stellenweise sehr beklemmend und trotzdem unglaublich gut erzählt. Ich vermute, dass die Autorin diese Verbindung nicht im Sinn hatte, als sie die Geschichte geschrieben hat, denn schließlich handelt es sich ja um ein Kinderbuch. Aber genau aus dem Grund hat mich die Erzählung vermutlich als Erwachsene trotzdem total begeistert. 

Von mir eine uneingeschränkte Hörempfehlung für alle Liebhaber der fantasievollen Geschichte, die mit fantastischen Wesen ein tolles Abenteuer erleben möchten.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, kinderbuch, bilderbuch, hummel, ich hab dich lieb

Die kleine Hummel Bommel und die Liebe

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.09.2017
ISBN 9783845813233
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Was ist Liebe? Wie erkennt man sie, gibt es verschiedene Formen davon oder kann man sie gar sehen?


Diesen Fragen geht die kleine Hummel Bommel im reizenden Kinderbuch „Die kleine Hummel Bommel und die Liebe“ von Britta Sabbag nach und erklärt nach und nach den kleinen Zuhörern die verschiedenen Facetten der Liebe.

Auf dem Weg in den Kindergarten trifft die kleine Hummel das eine oder andere Insekt und bei jeder Begegnung oder Beobachtung lernt die kleine Hummel einen anderen Aspekt der Liebe kennen. So lernt sie, dass Liebe wie ein Sonnenstrahl sein kann den man nicht sieht, der aber trotzdem wärmt oder dass Liebe manchmal auch eine Portion Geduld braucht.

Unterstrichen wird die leicht verständlich erzählte Geschichte durch großflächige, wunderbare Zeichnungen von Joelle Tourlonias. Und auch wenn die Zeichnungen sicherlich anatomisch nicht korrekt sind, üben sie mit ihrem Old-School-Charme einen ungeheuren Reiz aus. 

Für mich eine toll erzählte Geschichte und eine schöne, kindgerechte Erklärung für Kinder, was es mit der Liebe auf sich hat. Daher von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses wunderbare Geschichten-Bilderbuch.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

liliane susewind, kinderbuch, tanya stewner, kinderbuch-reihe, afrika

Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht

Tanya Stewner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.09.2017
ISBN 9783737340021
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit Tieren sprechen zu können ist wohl einer der Kindheitsträume das jedes Kind ab und an hat. Für Liliane Susewind ist das kein Wunschtraum, denn sie kann das was sonst Niemand kann, sie kann tatsächlich mit Tieren sprechen. Und so erlebt die kleine Liliane ein Abenteuer ums andere und entführt die Leserschaft in fremde Länder, auf ferne Kontinente, in unbekannte Kulturen und wunderbare Tierwelten.

In ihrem Band „Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht“ entführt uns die Autorin Tanya Stewner ins wilde und unbekannte Namibia. Dort erlebt Liliane wie Trophäenjäger das Paradies zerstören in dem sie wahllos Tier töten um an Trophäen zu kommen. Doch Liliane weiß sich und ihren neuen, tierischen Freunden zu helfen und heckt einen Plan aus, um die Trophäenjäger mit Hilfe ihrer Freunde aufzuhalten.

Die Geschichte um Liliane ist wunderbar erzählt, bietet neben toller Unterhaltung viel Wissenswertes über Namibia, die dortige Tierwelt und die örtlichen kulturellen Gegebenheiten. Das ernsthafte Thema des Natur-und Tierschutzes wird darin vermittelt ohne die Kinder zu überfordern. Und trotzdem finde ich es persönlich etwas schade, dass die Geschichte abgemildert wurde, in dem zum Beispiel das Skript insofern geändert wurde, dass die Geschichte „europäisch“ bleibt. Es wird zum Beispiel kein typisch namibisches Fleisch gegessen wie Zebra, Kudu oder Antilope sondern es bleibt beim europäischen Fleischkonsum. Klar sind Zebras hübsch anzusehen, aber Schweine und Rinder genauso und trotzdem essen wir sie. Ich denke, dass man diese Dinge zur richtigen Vermittlung von Wissen auch benennen sollte, auch wenn sie für uns Europäer erst einmal abwegig erscheinen. Das Thema mit den Trophäenjägern ist dagegen gut, aber auch eben wieder etwas einseitig beschrieben. Für mich fehlt dabei die Information, dass die meisten Tiere, die von Farmern zum Abschießen frei gegeben werden, hinterher in der Regel auch verwertet werden. Hier hätte man meiner Meinung nach besser differenzieren müssen zwischen Abschuss nur nach Lust und Laune, weil man ein Selfie möchte oder dem Schießsport, der in Afrika oft, egal wie man dazu steht, den Magen füllt und dem Tier ein humaneres Sterben ermöglicht als in unseren europäischen Schlachthöfen. Dabei hätte aber wiederum erwähnt werden müssen, dass Zebras auf dem Teller der Namibier landet und das hätte vermutlich, so natürlich das in Afrika auch ist, die deutschen Kinder etwas verstört.

Vielleicht bin ich nur darum so kritisch, weil ich selber ein großer Afrika und Namibiafan bin und ich es schade finde, dass egal wo man hinschaut, in Büchern, in Filmen und Dokumentationen immer nur ein Teil der Wahrheit transportiert wird und viele Informationen weg gelassen werden. Sollte der Eindruck entstehen, dass ich zu überkritisch bin, denn es handelt sich ja um ein Kinderbuch, dann bitte ich um Entschuldigung.

Trotz aller Kritik, das Buch ist toll geschrieben, erzählt eine interessante, spannende und trotzdem kindgerechte Geschichte, die keine Langeweile aufkommen lässt. Toll ist auch das Extrafeature das unbedingt erwähnt werden muss, nämlich die tollen Sticker die dem Buch beigefügt sind. Wir, meine kleine Nichte und ich, wir werden Liliane auf jeden Fall (trotz allem Gemecker meinerseits) treu bleiben und empfehlen die Serie um Liliane allen Kindern, die Tiere mögen, Abenteuer erleben möchten und Eltern, die ihren Kindern Wissen vermitteln möchten, das gut verpackt in einer Geschichte transportiert wird.

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13 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Oxen – Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger , Dietmar Wunder
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783742402042
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Niels Oxen ist ein ehemaliger hoch dekorierter aber schwer traumatisierter Elitesoldat, der nur eines möchte, nämlich seine Ruhe. Und so lebt er weit weg der Zivilisation im Wald in völliger Zurückgezogenheit. Nachts durchstreift er seine Umgebung zusammen mit seinem treuen Hund und wird eines Tages eher zufällig Zeuge eines Mordes. Die Polizei verdächtigt ihn, bietet ihm dann aber die Chance seine Unschuld zu beweisen, in dem er den Mörder selber fasst. Obwohl Niels durchaus bewusst ist, dass es nicht einfach sein wird zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, nimmt er das Angebot an und macht sich auf die Suche nach dem Mörder.

Jens Hendrik Hensen zeichnet in seinem Roman OXEN ein düsteres Bild von politischen Machtverhältnissen und den psychischen Auswirkungen des Krieges. Gleichzeitig spinnt er eine interessante und fesselnde Geschichte um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen. Mir persönlich hat die düstere Stimmung des Thrillers und die gut durchdachte Geschichte sehr gefallen. Geradlinig, ohne zu viel Schnickschnack aber auch ohne überraschende Wendungen wird die Geschichte langsam aufgebaut. So ist die Handlung zwar oft vorhersehbar aber das hat meinem Hörvergnügen keinen Abbruch getan, denn so blieb die Geschichte realer und nachvollziehbarer. Die Protagonisten selber sind ebenfalls gut entwickelt und die Rückblicke in Oxens Kriegsvergangenheit lassen seine Handlungen plausibel wirken. 

Der Sprecher Dieter Wunder, der vor allem als Synchronstimme von Daniel Craig bekannt ist, ist für mich die ideale Besetzung für dieses Hörbuch. Die Stimme ist männlich, ruhig und eignet sich daher perfekt für das Hörbuch. Vermutlich spielt es auch eine Rolle, dass ich persönlich die Stimme total mag und von ihr begeistert bin.
Wer ein Hörbuch erwartet, dass voller Aktion und unerwarteten Wendungen ist, der ist sicherlich hier falsch beraten. Wer aber eine gut durchdachte geradlinige Geschichte bevorzugt, die in sich stimmig ist und wunderbar erzählt wird, dem kann ich dieses Hörbuch nur empfehlen.

Von mir auf jeden Fall eine klare Hörempfehlung an alle Thrillerfans.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

vater-sohn-beziehung, sterbehilfe, familie, unheilbare krankheit, schweiz

Am Ende der Reise

Edward Docx , Anna-Christin Kramer , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Kein & Aber, 30.08.2017
ISBN 9783036957654
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben gleicht einer Reise und wenn eines gewiss ist, dann, dass sie eines Tages zu Ende gehen wird. Manch einer kann das Ende kaum erwarten und  plant seinen Abgang ganz detailliert.


Genau so eine Person ist Lous Vater. Er ist schwer krank und da in England, seinem Heimatland, aktive Sterbehilfe untersagt ist, macht er sich mit seinen Söhnen in einem in die Jahre gekommen Bully auf in die Schweiz um dort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Natürlich bleiben viele tiefsinnige Gespräche während der Reise nicht aus, denn die Entscheidung von Lous Vater könne nicht all Familienmitglieder verstehen und akzeptieren.


Edward Docs schafft es in seinem Roman Am Ende der Reise, die Positionen der Befürworter und Gegner der Sterbehilfe in einem stillen, traurigen und doch zugleich fröhlichen Roman zu Wort kommen zu lassen. Auch die Mutlosigkeit und Hilflosigkeit aller Beteiligter wird wunderbar umschrieben und kommt deutlich zum Ausdruck.  Es wird philosophiert, in Erinnerungen gekramt und Auswege aus dem unvermeidlichen Dilemma gesucht. Es wird laut gelacht und still geweint. Und so bereiten sich alle Familienmitglieder auf ihre Art auf das Ende der Reise vor.


Ich finde es mutig, dass der Autor sich so ein schweres und umstrittenes Thema als Grundlage seines Romans gewählt hat. Besonders erstaunlich erscheint mir dabei, dass Edward Docs seine eigenen Meinung scheinbar außen vor lässt und die einzelnen Ansichten zum Thema Sterbehilfe durch seine gut durchdachten Protagonisten  vertreten lässt. So wird keine Meinung als besser oder schlechter dargestellt und der Leser kann sich alle Argumente ganz in Ruhe anhören und seine eigenen Meinung überdenken. Natürlich gibt es im Roman und im wahren Leben kleine wirkliche Lösung zum Thema Sterbehilfe. Ich persönlich bin dagegen, denn ich bin davon überzeugt, dass aktive Sterbehilfe Mord gleichzusetzen ist, und Niemand das Recht hat ein Leben, auf welche Art und Weise auch immer, zu beenden.  


Insgesamt ein tolles und interessantes Buch. Eine Sache hat dann aber trotzdem sehr  gestört.  Eigentlich ist der Roman toll formuliert.  Sätze oder Ausdrücke wie zum Beispiel. „metaphorische Tollwut“ (Seite 13), „Konsumgestöber“ (Seite 34) oder „Der stumme Mond starrte mit offenem Mund auf die Erde“ (Seite 168) machen das Lesen trotz des schweren Themas zum Genuss. Und dann gibt es die andererseits extrem gossenartige Ausdrucksweise wie z.B. „Beschissener Bus“ (Seite 11), „beschissenen geländegängigen Motoren“  (Seite 18), „absolute Scheiße…“ (Seite 33) oder gar „Pimmelkopf“ (Seite 59). Ich frage mich immer ob das wirklich sein muss.


Von mir eine Leseempfehlung für alle die sich mit dem heiklen und umstrittenen Thema  der Sterbehilfe in Romanform auseinander setzen wollen und bereit sind sich auf eine Reise zu begeben, deren Ende von Anfang an fest steht.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

das hohe lied der liebe, freude am gegenüber, sexualität, christlicher glaube, liebe

Alltagslust

Veronika Schmidt
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 31.07.2017
ISBN 9783775157933
Genre: Sachbücher

Rezension:

Christen und Sexualität, das sind zwei Dinge, die die meisten Menschen nicht in einem Satz verwenden würden, denn sie scheinen so gar nicht zusammen zu passen. Vorurteile wie:  “Sex ist laut Bibel nur zur Fortpflanzung erlaubt“ oder „Beim Sex Lust zu empfinden, das ist Sünde“  kursieren schon seit Jahrzehnten durch christliche, aber auch durch nicht-christliche Kreise.


Genau aus dem Grund finde ich es toll, dass Veronika Schmidt sich dem breiten Thema Sexualität unter biblischen Aspekten in ihrem Buch „Alltagslust“ widmet. Sie erzählt von ihren eigenen aber auch von fremden Erfahrungen, sie schreibt über vielfältige Ängste und Vorurteile im manchmal undurchsichtigen Wirrwarr der sexuellen Gefühle, bietet Hilfestellung bei vielerlei sexuellen Problemen und ermutigt den Leser sich mit dem Thema ganzheitlich, auch unter dem Gesichtspunkt, dass Sexualität und sexuelle Lust ein Geschenk Gottes sind, auseinander zu setzen. 


Insgesamt ein schönes und ganz und gar nicht schmuddeliges Buch über Sexualität. Sehr sachlich gehalten und in einer durchgängig schönen und gut lesbaren Sprache. Mit Zitaten von Jörg Zink werden die Textpassagen gekonnt aufgelockert und auch die Bilder sind angenehm, ganz leicht erotisch aber leider nicht wirklich ansprechen, gestaltet. Deutlicher werden da die Zeichnungen, die die Sache auf den Punkt bringen und die einzelnen Begriffe auch teilweise bildlich erklärt.


Zwei Dinge habe ich aber trotzdem zu bemängeln. Zum einen die Ausführungen zum Thema Selbstbefriedigung, die für mich eher wie eine lange Reden um den heißen Brei wirkt, ohne wirkliche eine Aussage zu treffen. Dazu kommt, dass ich generell Bibelstellen vermisse.  Es handelt sich ja um einen Sexualratgeber für Christen, warum zitiert man dann Jörg Zink, anstatt die Bibel. Das habe ich, auch wenn ich die Zitate sehr treffend und schön finde, nicht ganz begriffen.


Von mir trotzdem eine Leseempfehlung für Christen die sich unter biblischen Aspekten mit dem Thema Sexualität und Lust auseinander setzten möchten, aber auch für Nicht-Christen, die sich für ein gut gemachtes ganz und ganz und  gar unpornografisches Buch zum Thema Sexualität interessieren.

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49 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, atheism, love, abenteuer, heroine

His Dark Materials

Phillip Pullman
Fester Einband: 1.144 Seiten
Erschienen bei Everyman, 28.10.2011
ISBN 9781841593425
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es gibt Geschichten, die sollten kein Ende haben, Bücher, die sollten keine letzte Seite haben und Fantasien, die nicht verblassen sollten. Genau so eine Geschichte ist für mich die Trilogie  „His Dark Material“ von Phillip Pullman.


Vielleicht bin ich etwas vorbelastet, denn mein erster Kontakt mit der Erzählung war die Verfilmung des ersten Teils der Trilogie „Der goldenen Kompass“. Leider wurde nur der erste Teil verfilmt, die beiden anderen Teile „Das magische Messer“ und „Das Bernstein-Teleskop“ warten noch auf ihre filmische Umsetzung.  Aber der erste Teil wurde so toll und wunderbar umgesetzt, dass mich der Film tief berührt hat und ich daraufhin die Trilogie erst auf Deutsch und jetzt auch auf Englisch gelesen habe. Und ich bin weiter hin von Lyra und ihrer Welt begeistert. Das liegt sicherlich auch daran, dass das Buch sowohl in Deutsch als auch Englisch toll zu lesen ist. Eine gleichbleibend schöne und fantasievolle Sprache macht das Lesen zum Vergnügen und nimmt einen gefangen in einer magischen Welt, in der Tier sprechen können, in der Menschen einen Daemon haben (ein Abbild der eigenen Persönlichkeit und des Charakters, der aber durchaus eine eigene Meinung vertritt), in der  fantastische Wesen leben und die voller Abenteuern ist. Aber es liegt sicher auch an den toll ausgearbeiteten Figuren und der Geschichte, die trotz aller Fantasie in sich stimmig ist.


Lyra und ihr Daemon sind die Hauptpersonen.  Sie wächst in Oxford auf und birgt ein Geheimnis, von dem sie selber noch Nichts ahnt. Sie besitzt  das Alethiometer, einen Kompass der Wahrheit, der die Begierden dunkler Mächte weckt. Und so beginnt für Lyra und ihren Daemon ein unglaubliches Abenteuer, das nicht nur eine wunderbare Erzählung für Kinder und Jugendliche ist, sondern auch verschiedene Themen anreißt, die durchaus  für Erwachsene interessant sind. So geht es um grundlegende Fragen die sich ums Leben, die Religion oder auch den Klimawandel drehen. Alles verpackt als tolle Geschichte, die für sich alleine gelesen werden kann, aber durchaus auch Raum gibt, sich mit den verschiedenen Themen auseinander zu setzen. Ich persönlich habe die drei Teile rein zum Vergnügen gelesen und habe mich in die Geschichte fallen lassen und werde sie sicherlich nach einiger Zeit noch einmal lesen.


Um Unkenrufen vor zu beugen, sei noch gesagt, dass die Geschichte im Gegensatz zu der weitverbreiteten Meinung, die Geschichte lasse von Band zu Band an Spannung nach, von mir als durchgehend gleichbleibend gut empfunden wird.


Von mir daher eine Leseempfehlung für Junge und jung gebliebene , für Fantasie-und Geschichtenfans die sich einfach nur von der Geschichte begeistern lassen aber auch für die, die mehr hinter einer Geschichte suchen, als nur Unterhaltung.

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

feuer, dämonen, rebell, waage, rom

Riders - Schatten und Licht

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841402233
Genre: Fantasy

Rezension:

Gideon wacht nach einem misslungenen Fallschirmsprung schwer verletzt im Krankenhaus auf. Ein Wunder scheint geschehen zu sein, denn Niemand kann sich erklären wie Gideon den tödlichen Sturz überlebt hat. Auch Gideons schwere Verletzungen verheilen unglaublich schnell und als er nach wenigen Tagen schon wieder vollkommen genesen ist,  ist  klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann.


Die Dinge klären sich erst, als sich Daryl mit Gideon in Verbindung setzt, denn sie erklärt ihm, dass sie der personifizierte Krieg sei und wie er einer der vier auserwählten Apokalyptischen Reiter. Sie erklärt weiter, dass ihre Aufgabe darin bestehe, die anderen drei Apokalyptischen Reiter zu finden um die Welt von der Versklavung durch das Böse  zu retten.


In ihrem Fantasy-Roman RIDERS Schatten und Licht, nimmt sich die Autorin Veronica Rossi einem bekannten Thema aus der Bibel, der Endzeit und den vier in der Offenbarung genannten Apokalyptischen Reitern, an. 


Die Idee des Romans selber finde ich interessant. Obwohl es schon viele Bücher, Geschichten und Filme über das Thema Endzeit, Krieg zwischen Gut und Böse oder den Apokalyptischen Reitern gibt, ist doch jede neue Geschichte  auf ihre Art faszinierend, erschreckend und neu interpretiert. Aber trotz des neuen Ansatzes dieses Abenteuers, konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen.  Der Roman ist, obwohl er gut und flüssig geschrieben ist, zu vorhersehbar:  Der nächste Apokalyptische Reiter wird gesucht, Dämonen greifen an, Dämonen werden besiegt und dann wieder das Ganze von vorne. An der Eintönigkeit und Vorhersehbarkeit ändern auch die unterschiedlichen Schauplätze leider nichts.


Dazu kommt, dass es lange dauert, bis die eigentliche Geschichte an Fahr aufnimmt und die wechselnden Erzählarten, einerseits eine Art Verhör auf der anderen Seite die eigentliche Erzählung, mich als Leser immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Auch das Ende des Romans konnte mich nicht befriedigen. Für mich entstand der Eindruck, dass die Autorin einfach endlich die Geschichte zu Ende bringen wollte und so zu schnell zum Ende gelangt ist. Die eine oder andere ausführlichere Formulierung oder noch ein, zwei Seiten mehr, hätten dem Roman sicherlich nicht geschadet.


Von mir daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung an alle jugendliche Fantasy und Endzeit-Geschichten Fans.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

china, shangha, liebesgeschichten, japanische besetzer, abenteue

Die schöne Insel

Tereza Vanek
Buch: 448 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 15.06.2017
ISBN 9783956690501
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anastassia fällt aus allen Wolken, als ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters eröffnet, dass Anastassia gar nicht ihr leibliches Kind ist.  Aber damit nicht genug, sie soll auch noch verheiratet werden, denn sie ist eine ungeliebte Last für die Stiefmutter, die alleine, ohne die ungeliebte Stieftochter,  zurück in  ihre russische Heimat ziehen möchte. Anastassia weigert sich jedoch den für sie auserkorenen Ehemann zu heiraten  und so bleibt sie alleine in Shanghai zurück. 


In ihrem historischen  Roman „ Die schöne Insel“ entführt die Autorin Tereza Vanek den Leser ins ferne China des 19.ten Jahrhunderts, mitten ins aufregende Leben zweier Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Anastassia, deren Vorfahren aus Russland in China ihr Glück versuchten, die gebildet und stark ist und die Chinesin Clio, die mit Anastassias Hilfe aus einem Bordell fliehen  konnte sind die zwei Hauptprotagonisten. Beide Charaktere sind ungewöhnlich stark und eigenständig für ihre Zeit und gleichzeitig etwas naiv und unbedarft. Als die beiden Frauen mit dem deutschen Händler Felix Hoffmann nach Formosa reisen, ist für die zwei die Chance gekommen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und auf der schönen Insel ein neues Leben zu beginnen.


Der Roman liest sich flüssig, die Charakteren sind stimmig und auch die Geschichte ist gut durchdacht und interessant.  Für mich zwar etwas zu viel Herzschmerz und Gefühl, dafür etwas zu wenig Information über die Kulturen, Sitten und Gebräuche des 19. ten Jahrhunderts, aber ich muss fairer halber auch gestehen, dass es sich eben um einen Roman und kein Geschichtsbuch handelt. 


Darum von mir eine Leseempfehlung für alle Liebhaber des historischen Romans, die sich auf eine ungewöhnliche Reise mit zwei außergewöhnlichen Frauen begeben möchten.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Ein Dieb – Bekenntnisse

DeLong Lucien
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Phantom Verlag, 01.05.2017
ISBN 9783927447073
Genre: Romane

Rezension:

Das Diebesleben hat sich ausgelebt. In der Gefängniszelle sitzen reflektiert ein namenlose Dieb über seinen ersten Überfall und wie es dazu kam, sein unstetes Leben, seine dauernde Einsamkeit.

Mich hat das Buch „Ein Dieb –Bekenntnisse“ von Lucien DeLong zuerst einmal sprachlich absolut begeistert. Poetisch und anmutig, mit viel Witz, manchmal sogar im direkten Dialog mit dem Leser ist der Roman ein Genuss zu lesen. Wortwiederholungen wie z.B. „ …ganz beiläufig, ganz locker, ganz deutlich..“ (Seite 11)oder  „..so rot, so perfekt, so rund..“ (Seite 16) haben etwas mantraartiges an sich und haben mich beim Lesen richtiggehend eingelullt. Einzig auf Seite 21 und 23 kommen sprachliche Brüche vor. Auf einmal werden Worte wie „…fickte…Weiberzeug…geil...“ (Seite 21) und „…es kotze mich an …“ (Seite 23) benutzt. Nicht das das in der heutigen Zeit weiter tragisch wäre, aber ich finde diesen Stilbruch sehr schade, denn  insgesamt ist der ganze Roman in meinen Augen sprachlich sehr hochwertig. Diese beiden sprachlichen Ausrutscher beeinflussen aber leider bei mir den eigentlich total positiven Gesamteindruck negativ.

Die Geschichte selber ist interessant und gut zu lesen. Allerdings kann der Leser von einem nur rund 143 starken Roman keinen besonderen Tiefgang oder gar  Einblicke ins Gefühlsleben des Protagonisten erwarten. Dazu bilden die wenigen Seiten leider zu wenig Raum. Und so bleibt dem Leser der Protagonist eher fremd und die Erzählung etwas zu flach. Vor allem was die bereisten Länder angeht, kommen mir persönlich Landesinformationen viel zu kurz.

Schade ist auch, dass der Autor den roten Faden, den ich gefunden zu haben glaube nicht bis zum Ende durchzieht. Auf Seite 29 steigt der Dieb im Goldeneye in Jamaika ab. Dort hat einst der Autor von James Bond, Jan Fleming, ebenfalls Station gemacht. Auf Seite 32 geht es dann für unseren Dieb weiter nach Kuba ins Hotel Inglaterra, in dem eine Teil des Filmes Unser Mann in Havanna gedreht wurde. Dann ist aber leider Schluss mit dem „roten Faden“. Ich hätte es toll gefunden, wenn Lucien DeLong mit Hotels und Orten aus bekannten Filmen und Büchern weiter gemacht hätte. Das hätte dem Buch tatsächlich noch den letzten Pfiff gegeben.

Trotzdem, für ein Erstlingswerk ein gutes Buch. Darum von mir eine Leseempfehlung für alle die gerne auf hohem sprachlichen Niveau lesen und trotzdem mit einer Geschichte klar kommen, die nicht ganz so in die Tiefe geht. 

 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

schiffskapitäne, wasserschutz, eissee, wasserbotschafter, rhein

Jeder Tropfen zählt

Ernst Bromeis
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Rüffer & Rub, 04.11.2016
ISBN 9783906304069
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ernst Bromeis beendet seine Karriere als Spitzensportler um als Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer die Menschen weltweit für das Thema Wasser zu sensibilisieren. Dabei versucht er den Menschen vor Augen zu führen, dass nicht alle Länder und Regionen der Erde mit ausreichend Wasser gesegnet sind, so wie hier in Europa. Wasser ist hier fast wertlos geworden. Es ist immer genügend davon vorhanden und es ist auch immer verfügbar. Doch in vielen Regionen und Ländern der Welt ist Wasser unbezahlbar geworden und manchmal auch unerreichbar für Mensch und Tier. 
 
In seinem Buch „Jeder Tropfen zählt – Schwimmen für das Recht auf Wasser“ erzählt der Autor Ernst Bromeis von seinen Beweggründen Wasserbotschafter zu werden, von seinen verschiedenen Aktionen die manchmal glückten, aber auch mal scheiterten und informiert über den richtigen und sinnvollen Umgang mit Wasser. Er berichtet über die zunehmende Verschmutzung des Wassers durch Mikromüll, er zeigt wie unnötig verschwenderisch oft mit Wasser umgegangen wird und gibt auch einen kurzen Ausblick auf weiter geplante Projekte.

Obwohl es sich bei diesem Buch nicht nur um eine reine Erzählung handelt sondern auch viele Informationen weiter gegeben werden, ist es mit seiner ansprechenden, schnörkellosen aber authentischen Sprache sehr gut zu lesen.

Einige Fotografien runden die Geschichte dabei ab und bringen den Leser so näher an die Thematik Wasser heran.

Von mir eine Leseempfehlung für Alle, die sich für das Thema Wasser im allgemein interessieren oder die, welche einen Einblick in die Beweggründe von engagierten Menschen wie Ernst Bromeis bekommen möchten.

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hamburg, ludwig meyer, psychiatrie, psychatrie, 19. jahrhundert

Von allen guten Geistern

Andreas Kollender
Fester Einband
Erschienen bei Pendragon, 10.02.2017
ISBN 9783865325754
Genre: Romane

Rezension:

Aristoteles hat einmal gesagt: „Es gibt kein großes Genie  ohne einen Schuss Verrücktheit.“ 


Dieses Zitat ist mir in den Sinn gekommen, als ich den ungewöhnlichen Roman „Von allen guten Geistern“ von Andreas Kollender gelesen habe. Der Roman handelt vom Psychiater Ludwig Meyer, der als Kind miterleben musste, dass psychisch gestörte Menschen wie zum Beispiel seine Mutter nicht tragbar für die Gesellschaft sind und weg geschlossen werden anstatt dass ihnen geholfen oder sie therapiert werden. Friedrich lässt das Erlebte nicht los und er versucht als erwachsener Mann und Psychiater die Unterbringung der psychisch Kranken, ihre Versorgung und ihr bis dato menschenunwürdiges Leben in den Anstalten zu verändern und zu verbessern. Dabei stößt er in einer Zeit, in der psychisch kranke Menschen gesellschaftlich geächtet werden und lieber weg geschlossen als therapiert werden auf große Widerstände. Und auch  von einigen seiner Arztkollegen, die die Kunst der psychiatrischen Behandlung eher als Hexenwerk und unseriöse Wissenschaft beurteilen, bläst Ludwig ein kalter Gegenwind ins Gesicht.


Der Roman hat mich fasziniert. Einerseits ist die Geschichte an den historischen Psychiater Ludwig Meyer und seine Reformversuche angelehnt, zum anderen bietet er tiefe Einblicke in das Psychiatriewesen und die mitunter menschenunwürdige Behandlung der psychisch kranken Menschen bis ins späte 19. Jahrhundert.


Die Protagonisten, allen voran Meyer sind gut ausgearbeitet und ihre Handlungen sind nachvollziehbar und schlüssig. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor tatsächlich Meyer in seiner Genialität und Weitsicht auch etwas verrückt und manchmal sogar leicht psychisch gestört erscheinen lässt. Und auch sprachlich ist der Roman wunderbar zu lesen. Klare Worte, schnörkellos, direkt, aber doch eben sehr gut ausformuliert. Das hat das Lesen für mich zum Genuss gemacht.


Der Roman ist sicherlich keine einfache Kost und auch nicht geeignet um ihn zur reinen Unterhaltung einfach so nebenbei zu lesen. Trotzdem,  das Buch hat mich begeistert. Darum gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle die Leser, die anspruchsvolle, interessante und auch durchaus informative Romane zu schätzen wissen und sich nicht scheuen sich mit einem eher unpopulären Thema, zumindest im Roman, auseinander zu setzten.

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30 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

indien, politik, kaschmir, konflikt, gesellschaft

The Ministry of Utmost Happiness

Arundhati Roy
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Hamish Hamilton, 06.06.2017
ISBN 9780241303986
Genre: Romane

Rezension:

Zur Liebe und zum Leben gehören manchmal seltsame und emotional harte Kämpfe.


Genau solche Kämpfe und Herausforderungen werden im Buch The Ministry of Utmost Happiness von Arundhati Roy beschreiben und führen den Leser quer durch die politischen und gesellschaftlichen Konflikte der indischen Geschichte. Um die Geschichten aber wirklich richtig verstehen und einordnen zu können, fehlen Basisinformationen über landestypische, religiöse und kulturelle Eigenarten. Tatsächlich werden zwar viele Informationen geliefert, diese setzen aber ein solides Grundwissen beim Leser über die Indische Kultur und politische Entwicklung voraus und stören, das sich in die Geschichte mit eingebaut sind, den Lesefluss stark.  Diese fehlenden Grund-Informationen, die eingestreuten indischen Hindu-Ausdrücke und die unendlich vielen fremdländischen Namen der einzelnen Protagonisten haben  für mich das Lesevergnügen noch weiter geschmälert. Dazu kommt, dass ich den Eindruck hatte,  dass die an sich interessanten Einzelschicksale etwas strukturlos und ganz ohne roten Faden erzählt werden.


Mehr als dass ich von diesem Roman, gerade wegen der lobenden Worte der Presse, deutlich mehr erwartet habe kann ich fast nicht dazu sagen. Ich war enttäuscht, hatte doch einen guten Roman erwartet.  Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich eher ein politisches Statement, als einen  Roman gelesen habe. Trotzdem muss ich anerkennen, dass die Sprache toll und auf einem hohen Niveau ist, fast poetisch soweit ich das mit meinen Englischkenntnissen beurteilen kann.


Mich konnte der Roman nicht überzeugen. Von mir daher eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung  für allgemein politisch interessierte Romanleser, für Indien-Freunde und für Leser die ein gutes Durchhaltevermögen haben, denn ein Roman für zwischendurch ist das Buch eher nicht. Nicht zu empfehlen ist der Roman meiner Meinung nach für Leser, die ihr Englisch aufpolieren möchten. Dazu ist der Lesegenuss, der da dazu gehören sollte, nicht hoch genug, wobei das nicht an der Schreibweise sondern an der Geschichte an sich liegt.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kurzgeschichten, erzählungen, softcover, mal etwas ganz anderes, bühnentexte

Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren

Marion Alexa Müller
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 08.08.2017
ISBN 9783959960700
Genre: Humor

Rezension:

Kurzgeschichten sind eigentlich erst mal nicht so mein Ding, denn meistens schaffen es die Autoren nicht, mit wenigen Worten auf den Punkt zu kommen und die Botschaft hinter ihren Geschichten zu transportieren.

Allerdings muss ich gestehen, dass Marion Alexa Müller die Kunst der Kurzgeschichte in ihrem Buch „Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren“ mehr als nur gekonnt zu Papier gebracht hat. Sie erzählt lustige, bissige, traurige manchmal erstaunliche Geschichten über Wölfe die kein Blut sehen können, Reiher die in den Teich reihern, Mäuse mit Gluten-Allergien oder auch Hasen mit Hasenscharten. Tiergeschichten, bei denen menschliche Eigenarten und Eigenschaften von der Autorin auf Tiere projiziert werden und deren Schicksal darum umso mehr unter die Haut geht. Immer garniert mit einem Schuss Wahrheit welche die Geschichte nicht gleich wieder vergessen lässt. 

Der Schreibstil ist gekonnt, mit viel Wortwitz und tollen Formulierungen und ist daher super zu lesen. Schön finde ich auch die Zusatzinformationen unter jeder Kurzgeschichte, die meist Auskunft zu den Tieren die in den Kurzgeschichten als Protagonisten her halten mussten, enthalten. Auch die liebevolle Gestaltung des Buches muss unbedingt erwähnt werden, denn die einzelnen Seiten des Buches ergeben ein Daumenkino. Das habe ich bisher noch in kleinem Buch gesehen und ich muss sagen, ich finde das toll.

Wer ein lustiges und ausschließlich mit heiteren Kurzgeschichten vollgepacktes Buch erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Wer aber Kurzgeschichten mit Tiefgang sucht und nicht nur zur Belustigung liest, sondern auch mal über das Gelesene nachdenkt, der ist bei diesem Buch genau richtig.

Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Fans der tiefsinnigen Literatur und den Liebhabern von Kurzgeschichten mit Tiefgang. 

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, david sedlaczek, rezension, krimi, mord

Runaway

David Sedlaczek , David Sedlaczek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 21.08.2017
ISBN 9783961115006
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Frederick Hagel hat seine Frau getötet und sitzt seit 18 Jahren in der geschlossenen forensischen Psychiatrie ohne Aussicht auf Entlassung. Als er im Fernsehen jedoch, bei der Übertragung eines College Baseballspieles, seine tote Frau entdeckt haben will, hat er nur noch einen Gedanken: Rache für seine langen Jahre hinter Gitter.
 
Das Buch Runaway von David Sedlaczek erinnert mich sehr stark an den Film Doppelmord. Irgendwie scheint es dieselbe Geschichte in leicht abgeänderter Variation zu sein. Anstatt der Frau, die hinter Gittern sitzt, sitzt hier der Mann in der Psychiatrie. Und anstatt durch ein Telefonat kommt hier durch ein übertragenes Baseballspiel ans Licht, dass der tot geglaubte Ehepartner doch noch am Leben ist. Dazu kommt erschwerend hinzu, dass die Handlungen selber für mich stellenweise unstimmig und unglaubwürdig erscheinen: Wohnungsdurchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl, Verurteilung ohne Leiche, ein durch Medikamente gefügig gemacht Frederick der aber trotzdem genug Grips und Elan hat um aus der Psychiatrie auszubrechen, Autos die nicht abgeschlossen sind und damit eine Flucht ermöglichen und Geld, das sozusagen bei Bedarf auf der Straße liegt. Und die unerwarteten Handlungs- und Zeitsprünge, die nicht durch Absätze gekennzeichnet werden, das rasche Abflauen der zu Beginn des Trillers vorhandenen Spannung und eine unnötig über mehrere Seiten hin gezogenen Verfolgungsjagd machen das Lesen leider stellenweise etwas mühselig.

Eigentlich ist die Idee des Thrillers super und vielleicht bin ich auch nur besonders kritisch, weil mich das Buch so sehr an den Film Doppelmord erinnert, aber mich hat die Geschichte leider nicht überzeugen können. 
 
Von mir eine nur sehr eingeschränkte Leseempfehlung für eine grundsätzlich erst mal tolle Idee, die leider nicht besonders gut umgesetzt wurde.

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