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Savrola

Sir Winston Churchill
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei St Augustine Pr Inc, 15.01.2010
ISBN 1587317540
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte der Revolution Lauranias wird zur Geschichte über Menschen und ihre Ideale, ihre Ängste und ihre Schwächen. Auch wenn eine Revolution nie gut ausgeht, wird sie doch stets mit Blut und Tod bezahlt, so kann ihr Ausgang doch Gutes für die Zukunft verheissen und genau dafür wird gekämpft. Das wiederspiegelt der 300seitige Roman vom ehemaligen englischen Premierminister Winston Churchill. Er bietet uns Einblick sowohl in die regierende Politikgesellschaft wie in die Machenschaften der Revolutionären. Churchill schafft es die Befreiung einer tyrannisierten Gesellschaft ohne schwarz-weiss-Blick aufzuzeichnen. Es gibt keine gute und keine böse Seite. Niemand hat das absolute Recht für sich gepachtet und niemand unterliegt der Last des unumwerflichen Unrechts. Es gibt nur Menschen und ihre Charakterzüge und die sind nicht immer so nobel, wie sie sich gerne präsentieren.

 

Mit tiefen Einblicken in die Gefühlswelt der Machthaber tritt die Geschichte nahe an den Leser, ohne dass er umfangreich informiert werden muss, warum nun diese Revolution so von Nöten ist. Was am Anfang noch nicht zur Sympathienverteilung reicht steigert sich gegen Ende des Buches in klare Hoffnungen. Die Hoffnung darauf, dass das Volk erhält was es sich wünscht, Freiheit und Friede, geleistet von einer Regierung, die aufrichtig und offen ist, die sich nicht hinter aussenpolitischen Aktionen verschanzt um innenpolitische Probleme unter den Teppich zu kehren und der das Leben an sich das höchste Gut ist. Aber auch Hoffnung auf das Überleben derjenigen, deren Seele wir im Laufe des Romans erblickt haben. Und natürlich die Hoffnung auf die Liebe und deren glücklichen Ausgang.  

 

Zwar wurde der Roman erstmals 1900 veröffentlicht und den Revolutionären fehlen Mobiltelefon und Twitter – Nachrichten müssen per Telegramm oder Bote überreicht werden, und die Kommunikation aus einem verschanzten Ort scheint unmöglich – dennoch fühlt sich der Roman nicht fremd an. Man fühlt sich nicht in der Zeit zurück versetzt, höchstens im Breitengrad. Denn solche Revolutionen gibt es auch noch heute. Natürlich werden sie anders geplant und anders durchgeführt, mit modernen Waffen und Kommuniktaionsmitteln, doch noch immer gibt es Tyrannen in unserer Welt. Und noch immer werden Bevölkerungen dazu gezwungen mutig zu sein und ihr Leben für das Wohl vieler aufs Spiel zu setzten um sich von der Macht derer zu befreien, die sich mit eiserner Hand an sie klammern. Und die traurige Wahrheit ist, dass dies wohl immer so bleiben wird, denn Gier und Macht sind Charakterzüge, die keine Zeit, sei sie noch so modern, ausmerzen kann – dass wissen wir heute, und dass wusste wohl auch Winston Churchill 1900.


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