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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schule, lehrerausbildung, lehren, lehrer

Für mich ist auch die 6. Stunde: Überleben unter Schülern

Frau Freitag
Geheftet: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 14.03.2016
ISBN 9783864930423
Genre: Humor

Rezension:

Meine Meinung
Frau Freitag ist wieder in ihrem Element und ich habe mich köstlich amüsiert. Kein Vergleich zum Pseudo-Krimi (Hura, hurra, die Schule brent) vom letzten Mal. Dieser Ratgeber kann auch von Nicht-Lehrern oder Nicht-Lehramtsstudenten gelesen werden. Er verschafft einem eine ganz andere Perspektive auf den Schulalltag und seine eigene (vergangene) Schulzeit. Schüler sind ganz schöne Monster und können echt fies sein. So hatte ich das ganze gar nicht in Erinnerung..

Frau Freitag erklärt wie man sich in bestimmten Situationen verhalten sollte; gibt Tipps zum Studium (besonders zum Refendariat); erläutert den Dresscode, dem Lehrer folgen sollten; beschreibt welche Schüler und Lehrer es gibt usw. Das Buch hat mir gezeigt, dass der Beruf Lehrer für mich keine Option darstellt. Never! Das wusste ich zwar schon vorher, aber Frau Freitag hat es mir dann doch nochmal bestätigt. Und noch eins wurde mir bestätigt: Ich bin verdammt froh, aus der Schule raus zu sein!

Der Schreibstil von Frau Freitag ist wie immer locker, leicht und sympathisch, nicht kompliziert oder seltsam verschwurbelt. Ich hätte sie gerne als Lehrerin gehabt, das wäre sicherlich lustig gewesen.

„Für mich ist auch die 6. Stunde: Überleben unter Schülern“ ist ein lustiger Ratgeber für Zwischendurch, den man mit einem verschmitzen Grinsen auf den Lippen liest. Das Buch ist eine gelungene Ablenkung vom Alltag.


Fazit
In meinen Augen ist dies ein Ratgeber, in dem mit leicht erhobenen Finger gut gemeinte Tipps und Ratgeschläge gegeben werden, wobei dies aber auf Augenhöhe geschieht. Es ist ein super Geschenk für Studenten, die den Lehrerberuf anstreben oder ergreifen wollen. So als Vorbereitung auf den echten Schulwahnsinn oder als Möglichkeit sich das ganz doch nochmal zu überlegen. 

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(22)

221 Bibliotheken, 39 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, dan brown, spanien, barcelona, sagrada familia

Origin

Dan Brown
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 04.10.2017
ISBN 9783431039993
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

drachen, urban fantasy, fantasy

Die Mächte des Feuers

Markus Heitz
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492281065
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung
Als großer Drachen-Fan war es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis ich diese Reihe lese. Bei mir hat es jetzt tatsächlich etwas länger gedauert, aber dafür habe ich schnell aufgeholt (Band 2 habe ich auch schon gelesen und jetzt fiebere ich Band 3 entgegen). Generell ist es lange her, dass ich einen richtigen Fantasy-Schinken in der Hand hatte. Jetzt habe ich meine Komfortzone überwunden und bin über alle Maßen süchtig und begeistert!

Die Mischung aus Fantasy und historischen Ereignissen hat mich von Anfang an mitgerissen. Ich brauche keine neuerschaffene Welt, um mich in Fantasy zu verlieren. Ich bin der Meinung, dass es nicht sehr vielen Autoren gelingt, Fantasy und Realität auf eine glaubwürdige und ansprechende Art und Weise verschmelzen zu lassen. Markus Heitz ist dieses Spiel mit der Realität gelungen. Zwischendruch musste ich immer wieder feststellen: Schade, dass es keine Drachen gibt! Andererseits ist diese Tatsache doch irgendwie beruhigend. Zwar sind die Drachen Bösewichte, also blutrünstige Monster, die die Menschen genüsslich verspeisen, schmälert das meine Begeisterung nicht (als großer Fan von der Temeraire-Reihe, war diese Perspektive doch etwas gewöhnungsbedürftig). Auch die Tatsache, dass die Menschen als Marionetten fungieren und es die Drachen sind, die sie sich zunutze machen, ist anders aber doch nicht so abwegig. Obwohl sich die Drachen in diesem Band noch etwas bedeckt und im Hintergrund halten, spürt man ihre Macht. Eigentlich passt das Bild, das der Autor von den Drachen zeichnet, viel besser. Zwar fand ich es am Anfang etwas beunruhigend, dass die Drachen einen hohen Menschenkonsum pflegen, aber zum Glück gibt es die Drachenheiligen und -jäger.

Auch sprachlich hat mich der Autor überzeugen können. Die Ausdrucksweise ist zeitgemäß bzw. so wie man es für die 20er Jahre erwarten würde. Zudem kommt es einem durch die Beschreibungen so vor als wäre man tatsächlich vor Ort. Als würde man tatsächlich mit Silena durch die Luft düsen und Drachen erledigen. Vor allem die Beschreibungen wie die Drachen kämpfen und morden, empfinde ich als sehr realitätsnah (jaja, haha realitätsnah) bzw. glaubwürdig. Man merkt, dass in jedem Abschnitt sehr viel Liebe zum Detail liegt. Dabei wird es aber zu keinem Zeitpunkt langatmig oder langweilig, ganz im Gegenteil; die Handlung schreitet rasant voran. Die verschiedenen Handlungsstränge, die Mitspieler und Gegenspieler, ihre Intrigen und (inneren und äußeren) Konflikte machen die Geschichte sehr lebendig. Der Autor kennt sich aus mit unerwarteten Wendungen und Cliffhangern. Vor allem bei den letzten 200 Seiten fiel es mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl ich leider zugeben muss, dass ich den finalen Kampf als etwas zu hektisch empfunden habe. Erträglich fand ich die zarte Liebesbeziehung, die sich langsam aber sicher entspinnt aber zu keinem Zeitpunkt die Handlung dominiert hat.

Ich möchte auch noch kurz etwas zum Cover sagen. Das Cover, das man auf der Seite vom Piper Verlag findet (s. o.), ist eine Neugestaltung. Mir persönlich gefällt das alte Cover viel besser. Warum? Ganz einfach: Manchmal sagt ein Bild eben mehr als 1000 Worte. Das Cover passt einfach viel besser zur Geschichte und ist nicht ’nichtssagend‘. Es enthält ein paar versteckte Hinweise. Zudem ist es viel bedrohlicher und gewaltiger, was auch sehr gut zum Ton der Geschichte passt. Wenn ihr den ersten Band gelesen habt, werdet ihr meine Aussage nachvollziehen.

 

Fazit
Markus Heitz ist ein wahrer Fantasy-Meister! Empfehlung? Auf jeden Fall. Fangt am besten jetzt sofort damit an. (Eine kleine Anmerkung: Meiner Meinung nach, schlägt die Geschichte eine sehr erwachsenen und reifen Ton an. Die Handlung und die Figuren sind anspruchsvoll und komplex. Ich will Jugendliche nicht davon abraten, das Buch zu lesen, aber ich weiß ehrlich nicht, ob mir das Buch mit 16 oder 17 gefallen hätte.)

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(67)

135 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

fantasy, magie, jugendbuch, namen, die magie der namen

Die Magie der Namen

Nicole Gozdek
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492281294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung
Das Thema meiner Bachelorarbeit war die Onomastik, also die Namenkunde. Super interessantes Thema. Als ich das Buch entdeckt habe, lag mein Abschluss noch nicht lang zurück und deswegen wollte ich es unbedingt lesen. Namen? Super! Aber bei diesem Roman geht es eher um die Onomantie. Also darum, ob der Name den Charakter bestimmt, um Wahrsagerei von Namen in Verbindung mit Zahlen usw. Eigentlich ja Quatsch, aber… verdammt ist das cool, was die Autorin daraus gemacht hat. Dort wo die Wissenschaft aufhört, fängt die Fantasie gerade erst an zu wüten.

Wie also nicht anders zu erwarten war, hat mich die Namensmagie direkt in ihren Bann gezogen. Ich finde diese gesellschaftliche Struktur, die auf Namen und Zahlen beruht sehr einfallsreich und faszinierend. Allerdings hatte ich ein paar Schwierigkeiten, die Namen immer den richtigen Berufen zuzuordnen. Aber dazu gibt es ja den Anhang hinten im Buch. Ich würde gerne im großen Namensarchiv von Himmelstor arbeiten. Zumal ich schon ein Praktikum in einem Archiv gemacht habe. Beste Voraussetzungen also.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil, bei dem die Spannung nicht verloren geht. Es passiert immer etwas. Sie verliert sich nicht in unnötigen Beschreibungen, und doch werden wichtige Aspekte, wie z. B. die Gesellschaftsstruktur oder der Ablauf der Namensgebung, nebenbei eingestreut, ohne die Handlung zu verkomplizieren o. ä. Die Handlung schreitet sehr schnell voran. Es gibt ein paar bedeutende Ereignisse, die dann auch im Fokus stehen und ausführlicher von der Autorin geschildert werden. So bleibt die Handlung recht kompakt und übersichtlich.

Die Figuren haben zwar Kontur aber wenig Tiefe. Dieser Eindruck entstand bei mir dadurch, dass sie durch die Namensmagie zu sehr an ihre ‚Vorfahren‘ gebunden sind und so keine eigenen Macken o. ä. entwickelt haben. Das hat mir gefehlt. Lediglich Tirasan macht meiner Meinung nach eine wirkliche Entwicklung durch. Man erlebt wie er sich verändert, nicht nur äußerlich sondern auch innerlich.  Mir gefällt, dass er immer mehr über sich selbst herausfindet, ein schöner Selbstfindungsprozess. Trotzdem bin ich das Gefühl nie wirklich los geworden, dass er immer noch nicht die nötige Reife besitzt, um sein Schicksal zu erfüllen. Dies hingegen bringen die anderen Figuren schon eher hin. Von allen mag ich Rustan Polliander am liebsten.

Das Ende hat mir leider nicht wirklich gefallen und hat mich etwas enttäuscht. Es kam mir vor als würde sich Tirasan mit seiner Entscheidung einfach so aus der Affäre ziehen; dass er einfach einen ziemlich einfachen Weg gewählt hat, um seine Probleme zu lösen. Schön und gut, aber eher unglaubwürdig, unpassend und irgendwie unfair. Damit beziehe ich mich auch auf die Angelegenheit mit Rustan. Schade, wenn es doch immer so ‚einfach‘ wäre seine ‚Probleme‘ aus der Welt zu schaffen.


Fazit
Trotz einiger Unstimmigkeiten hat mich ‚Die Magie der Namen‘ überzeugen können. Es ist kein 0815-Fantasy-Quatsch, den man schon mal irgendwo gelesen hat. Der Roman ist daher eine tolle Abwechslung. Der 2. Teil (‚Die Magie der Lüge‘) ist inzwischen schon erschienen und ich bin schon ganz gespannt, wie das Abenteuer weitergeht. Leseempfehlung für ‚Die Magie der Namen‘? Ein klares JA!

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342 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

jugendbuch, siena, ursula poznanski, thriller, jugendthriller

Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung
Während des Lesens dachte ich des Öfteren: „Zum Glück liegt mein Auslandsjahr in Florenz schon hinter mir und nicht noch vor mir. Was wenn meine Mitbewohnerin auch verschwindet?“. Gelegentlich hat mich die Handlung des Buches an den Mordfall von Meredith Kercher in Perugia erinnert (möglicherweise sagt euch in diesem Zusammenhang der Name Amanda Nox etwas?). Aber das war gar nicht weiter schlimm, denn so wurde der Nervenkitzel und der Wunsch, endlich mehr zu erfahren, immer größer.

Das Rätselraten beginnt eigentlich schon auf der ersten Seite. Und auch das erste Kapitel endet mit einem Cliffhanger, den man ungeduldig herbeisehnt. Und so geht es im Buch eigentlich weiter. Man nimmt Nika ihre Nervosität, Verwirrtheit, Ungeduld und Unsicherheit ab. Man fiebert mit ihr und fühlt zusehends die aufkommende Beklemmung. Der Thriller entpuppt sich also schon von Anfang als Pageturner und behält dieses Attribut bis zur letzten Seite. Man liest weiter, weil man unbedingt mehr wissen will. Als Leser ist man genauso ahnungslos wie Nika. Ihre Gedächtnisstützen sind extrem verzwickt. Und trotz meiner Italienischkenntnisse ist mir ein entscheidender Hinweis überhaupt nicht aufgefallen.

Nika hat mich zu Beginn etwas genervt, bzw. eigentlich nur ihre Unfähigkeit zu kommunizieren. Zusammengefasst, ich war genervt von ihren mangelnden Italienischkenntnissen. Als jemand der seit Kindesbeinen Italienisch lernt, war es zunächst schwer sich in diese Rolle hineinzuversetzen. Langsam aber sicher wurde es immer besser. Schlussendlich war sie mir dann doch sympathisch.

Was das Italienisch im Buch angeht, muss ich leider auch etwas meckern. Ich habe die Danksagung gelesen und weiß, dass die Autorin Unterstützung beim Formulieren hatte. Aber wenn man diese Hilfe in Anspruch nimmt, dann sollten die insgesamt 20-30 Sätze am Ende trotzdem nochmal korrigiert werden. Das ist jetzt vielleicht Jammern auf hohem Niveau, aber fehlerfreies Italienisch in einem Buch, dessen Dreh- und Angelpunkt eine italienische Stadt ist, sollte selbstverständlich sein. Aber es hätte ja auch schlimmer sein können.

Zunächst stand ich der ‚Beziehung‘ zwischen Nika und Stefano etwas skeptisch gegenüber. Aber ich bin begeistert, welche Wendung diese genommen hat. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Da hat die Autorin für einen richtigen Überraschungseffekt gesorgt. Danke.

‚Aquila‘ ist eine Schnitzeljagd durch Siena, einer wunderschönen Stadt. Ein erneuter Besuch würde sich lohnen. Man könnte sich auf die Spur von Nika und Jenny begeben und die Stadt nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten.

Nika verfängt sich immer tiefer in Verstrickungen, die sie in ihrer Komplexität zunächst gar nicht erahnen kann. Man möchte wirklich nicht den Platz mit ihr tauschen. Wie gesagt, sind die Gedächtnisstützen extrem verzwickt und ziemlich genial. Auch ihre Lösungen haben es in sich. Es hat mir sehr gut gefallen, wie mit der Symbolik der Stadt ‚gespielt‘ wird. Die Lösung des Falls war etwas verwirrend, aber nicht zu sehr. Glücklicherweise war die Auflösung auch nicht zu simpel. Wäre ja sonst langweilig gewesen. Es ist einfach ein Thriller bei dem man aufpassen, mitdenken und immer ein offenes Auge haben muss. Die Brutalität hält sich auch eher in Grenzen.

Ich weiß nicht, ob die Autorin für diesen Roman eine Reise nach Siena unternommen hat. Manchmal erschienen mir die Beschreibungen zu oberflächlich. Das italienische Flair kam nicht so ganz rüber und die Atmosphäre wirkte eher etwas tonlos, ein wenig austauschbar. Aber darüber konnte ich hinwegsehen, weil viele andere Aspekte diesen Roman zu etwas Besonderem machen.

Übrigens, wenn man mich fragen würde, würde ich mein Auslandsjahr in Florenz morgen nochmal antreten. Und meine Mitbewohner waren auch in Ordnung. Das Leben ist halt kein Buch. 


Fazit
Italien ist ein beliebtes literarisches Reiseziel. Man denke an Florenz (Dan Brown) oder Venedig (Cornelia Funke). Und es gibt bestimmt noch zahlreiche andere Autoren, die mir jetzt nicht einfallen. Ursula Poznanski beweist uns, dass auch Siena das Potenzial dazu hat, ein geeigneter Schauplatz für Thriller o. Ä. zu sein. ‚Aquila‘ ist ein anspruchsvoller, spannender Thriller, der an den Nerven der Leser zerrt. Von daher, spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freundschaft, erwachsenwerden, pubertät, #spannend #unglaublich, erste liebe

ItsColeslaw: Wie ich aufhörte, perfekt sein zu wollen

Lisa Sophie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783733503802
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung
Ich schaue die Videos von ItsColeslaw (Lisa Sophie) sehr sehr gerne. Wegen ihrer sympathischen und heiteren Art und der ansprechenden Themen habe ich ihr Buch in die Hand genommen.  Obwohl ich nicht zur (offiziellen) Zielgruppe des Buches gehöre, schließlich habe ich die Pubertät erfolgreich hinter mir gelassen und bin nun erwachsen (haha), hatte ich trotzdem sehr viel Spaß bei der Lektüre. Ich konnte viele Gemeinsamkeiten zu meiner eigenen Pubertät bzw. dem Erwachsenwerden feststellen und habe mich in einigen Schilderungen wiedererkannt. Z. B. wollte ich früher auch immer die Beste sein (ein Laster, das mich teilweise immer noch begleitet). Auch ich war (und bin?) in Sachen Mode katastrophal unterwegs. Und wer war nicht in Fiete von den Pfefferkörnern verknallt? Mit dem Freundschaftenschließen hatte ich nicht so wirklich viele Probleme. Wenn man alle 3 Jahre umzieht, gewöhnt man sich daran, zunächst nirgends dazuzugehören. 

Mir ist bei der Lektüre aufgefallen, dass sich jedes Mädchen während dieses Lebensabschnittes irgendwie denselben oder ähnlichen Problemen gegenübersieht. Da stellten sich mir die Fragen: Warum machen wir es uns dann gegenseitig immer so schwer? Warum mobben wir, warum lästern wir? Warum halten wir nicht einfach zusammen? Mir ist klar, dass in diesen Gedanken ein Hauch Utopie mitschwingt, aber ich denke, dass dieses Buch durchaus dazu beitragen könnte, einen netteren Umgangston unter den Jugendlichen zu fördern oder zumindest die eine (oder den anderen) zum Umdenken bewegen könnte.

Ich denke, dass die Autorin mit ihrem Buch vielen Mädels aus der Seele spricht. Sie erteilt klugen und gerechtfertigten Rat, den man sich ruhig zu Herzen nehmen kann. Hätte ich diesen Rat damals gehabt, dann wäre die Zeit nur halb so schlimm gewesen. Meiner Meinung nach, wäre es echt ganz cool gewesen, Lisa Sophie als Freundin zu haben. Wir hätten uns gut verstanden. Als Schwester benötige ich sie nicht unbedingt, schließlich habe ich ja schon eine und die ist vom Umtausch ausgeschlossen (auch wenn wir uns früher gerne gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben – bildlich gesprochen).

Genau wie in ihren Videos (wer sie kennt, wird mir hoffentlich zustimmen), erzählt sie schwungvoll von den Höhen und Tiefen ihrer Pubertät und vom Erwachsenwerden. Sie nimmt sich selbst nicht allzu ernst, spricht aber mit der notwendigen Ernsthaftigkeit über Themen wie Sexualität, psychische Probleme, über den Umgang mit Jungs, Mädchen, Freunden, Familie und schließlich auch über YouTube. Daher finde ich es gut, dass sie auch über sehr private Probleme und Erlebnisse spricht. Sie berichtet aus einem breiten Erfahrungsschatz und zeigt damit, dass man nie genau wissen kann, was eine Person wirklich durchmacht. Peinliche Situationen kennt doch nun mal jeder, ob als Teenager, junger Erwachsener oder Erwachsener. An peinlichen Situationen gibt es keinen Weg vorbei. Aus meiner (erwachsenen) Perspektive betrachtet, vermittelt sie ein positives Lebensgefühl und gibt den Teenagern wertvolle Gedankenanstöße mit auf den Weg. Einiges scheint zwar selbstverständlich, was aber wiederum nicht heißt, dass es für jeden immer eindeutig ist; unabhängig davon, ob man ein Teenager ist oder nicht.

ItsColeslaw hat mir mit ihrem Buch bewiesen, dass es im Leben heißen sollte:

Leben und leben lassen; Perfektion ist langweilig und wird überbewertet. Und wie Manfred Lutz schreibt: „Wer immer perfekt sein will, wird sicher scheitern“.

Und ganz ehrlich, wir sind doch alle ein bisschen ’socially awkward‘, oder?!


Fazit & Empfehlung
‚Wie ich aufhörte, perfekt sein zu wollen‘ ist ein Ratgeber, der gar nicht so rüberkommt. Denn die Autorin spricht mit ihren Lesern auf Augenhöhe und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass man sich gerade mit einer guten Freundin austauscht. Falls ihr eine (pubertierende) Schwester habt, und ihr etwas Gutes tun wollt, dann kann ich euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Ich empfehle es auch denjenigen Erwachsenen, die sich gerne mit einem lachenden und einem weinenden Augen an die Zeit des Erwachsenwerdens zurückerinnern möchten.

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

england, krimi, max wolfe, london, thriller

Dein finsteres Herz

Tony Parsons
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783404174003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung
Das Buch steht nun schon seit ungefähr 2 Jahren auf meiner Wunschliste, seit ich es während meines ersten Besuchs der FBM am Bastei Lübbe Stand in der Hand hatte. Bevor ich mir das Buch in der Bibliothek ausgeliehen habe, habe ich ein paar negative Rezensionen gelesen. Davon habe ich mich nicht entmutigen lassen, denn zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Jetzt habe ich es gelesen und ich habe den Roman überhaupt nicht als langweilig empfunden. Zugegeben, dieser Krimi war kein absoluter Pageturner und auch kein Jahres-Highlight, aber er hat mir trotzdem sehr gut gefallen.

Zunächst kommt der Prolog und der hat es schon mal in sich. Dann geht es packend weiter und der Leser lernt den Detective Max Wolfe kennen. Etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig für mich war die Tatsache, dass der Roman in der 1. Person geschrieben ist. Ist nicht meine Lieblingsperspektive, aber man kommt doch schnell rein. Im Laufe des Romans erfährt man so vieles über das Leben, die Gedanken und Gefühle des Ermittlers, was nicht uninteressant ist. Es zeigt, dass er auch einfach nur ein Mensch ist.

Wie gesagt, der Prolog ist schon eine Nummer für sich. Der Leser erhält schon einige Hinweise auf das mögliche (?) Motiv das hinter den Morden steckt. Im Laufe der Lektüre hatte ich das Gefühl, dass der Prolog vielleicht schon etwas ZU viel verrät. Vielleicht hätte man eine Sache weglassen können, um den Rätselfaktor zu erhöhen. Nichtsdestotrotz wird man als Leser auch auf eine falsche Fährte gelockt, und das mehrmals.  Dies macht die Auflösung des Falls dann umso überraschender und erstaunlicher. Wenn man denkt, man weiß wer’s war, weiß man’s dann eigentlich doch nicht. Ätsch. Den Leser an der Nase herumführen – das gefällt mir.

Die Ermittlungen schreiten stetig voran, werden von Schilderungen aus dem Privatleben des Ermittlers unterbrochen, was der Spannung keinen Abbruch macht. Die Ermittler werden mit Rückschlägen, Sackgassen und unerwarteten Entdeckungen und Wendungen konfrontiert. Ein bisschen Liebe gibt es auch, sowohl familiär als auch erotisch. Glücklicherweise trägt auch letzteres ein bisschen zur Entwicklung der Handlung bei.

Das Finale bzw. die Auflösung hat mich sprachlos zurückgelassen. Das kann man doch nicht einfach so stehen lassen, er muss doch etwas tun! Es ist zum Haare raufen. Aber andererseits war es auch sehr berührend, damit meine ich wirklich den allerletzten Absatz.

Den Originaltitel (‚The Murder Bag‘) finde ich übrigens sehr viel aussagekräftiger als den deutschen Titel, vor allem rückblickend. Was mir an dem Roman auch noch sehr gefallen hat: man erfährt sehr viel über die kriminalistische Vergangenheit der britischen Polizei (Scotland Yard, Jack the Ripper etc.). Nebenbei staubt man also noch ein bisschen Hintergrundwissen ab und bessert so sein Allgemeinwissen auf.


Fazit
Insgesamt ist ‚Dein finsteres Herz‘ ein guter Krimi für Zwischendurch, der Action und Spannung mitbringt, also für gute Unterhaltung sorgt. Zu den Jahres-Highlights zähle ich den Roman allerdings nicht. Für Fans der britischen Kriminalpolizei genau das Richtige.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hurra, hurra, die Schule brennt

Frl. Krise , Frau Freitag
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Rowohlt E-Book, 19.05.2017
ISBN 9783644401389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung
Ich bin mit riesengroßer Vorfreude an diesen Roman gegangen und muss leider sagen, dass mich Frau Freitag und Fräulein Krise dieses Mal nicht überzeugen konnten. Von Fräulein Krise habe ich noch nichts gelesen und als Autorenduo erlebe ich die beiden auch zum ersten Mal. Aber normalerweise sind die Bücher aus der Feder von Frau Freitag ein Garant für gute Unterhaltung und Tränen in den Augen (vom Lachen), aber dieses Mal leider nicht.

Ich fand es gar nicht mal so schlimm, dass der Fokus auf den Lehrern und ihrem Leben lag und nicht auf den Schülern und dem Unterricht. Ein bisschen Abwechslung tut ja bekanntlich gut. Tatsächlich kommen jede Menge bemerkenswerte und witzige Figuren vor. Onkel Ali ist einer davon. Mit seinem Berlinerisch rockt er die Seiten. Oder auch die Nolte, die wohl zu viel Shades of Grey geschaut hat. Fräulein Krises pubertierendes Verhalten hat mich ziemlich genervt und irgendwie schien ihr Liebesdilemma Dreh-und–Angelpunkt der Geschichte zu sein, gar nicht mal so sehr der Brand der Schule. Und dafür ist die Auflösung dieses Dilemmas ziemlich unspektakulär. Da habe ich dann schon etwas mehr erwartet. Schade.

Auch die Handlung schreitet eher schleppend voran und tritt ziemlich auf der Stelle. Von einem Spannungsbogen leider keine Spur. Ein paar Pointen hat es auf jeden Fall gegeben, die mich zum Schmunzeln und Grinsen gebracht haben, aber nichts wirklich Aufsehenerregendes. Das große Geheimnis um Frau Freitags Kippen wird eigentlich auf den ersten 20 bis 30 Seiten abgehandelt und wird später (unnötigerweise) nochmal aufgenommen. So richtig abenteuerlich und spannend wird es erst ab Seite 200, denn dann kommt endlich etwas Bewegung rein. Die Schlüsselmomente ergeben sich mehr oder weniger zufällig und lassen insgesamt ziemlich auf sich warten, sodass die Spannung immer wieder abhandenkommt. Amüsiert hat mich ganz besonders die Sache mit der Polizeiakte. Fräulein Krise ist ja wirklich durchtrieben und glücklicherweise bringt es die Handlung auch etwas voran. Die Auflösung des Falls ‚Schulbrand‘ fand ich auch nicht so spektakulär. Wobei ich zugeben muss, dass ich die Aktion mit dem Pizzaroller doch sehr genial fand.


Fazit
Insgesamt hat mir bei diesem Roman der Pepp gefehlt und daher ist er für mich eher ein Flop. Ich sehe ‚Hurra, hurra, die Schule brennt‘ als einen etwas langweiligen ‚Pseudo‘-Kriminalroman an. Eins ist klar, Fräulein Krise und Frau Freitag mit ihren haarsträubenden Theorien werden niemals mein Lieblingsermittlerduo sein. Schade drum. Es gibt definitiv bessere Bücher von Frau Freitag / Frl. Krise (von Letzterem muss ich mich noch überzeugen).

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

kanada, nordlicht, moos, geräusch, hamburg

Das Geräusch des Lichts

Katharina Hagena
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462049329
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung
Auf dieses Gedankenexperiment hat sich bestimmt schon jeder mindestens einmal im Leben eingelassen. Es muss nicht im Wartezimmer gewesen sein. Vielleicht in einem Cafè während man auf seine Begleitung wartet; beim Anstehen im Supermarkt oder in der Postfiliale. Ist die Person verheiratet, arbeitet sie beim Bäcker oder ist sie Versicherungsvertreter? Die Autorin spinnt dieses Gedankenexperiment zu Ende und schafft aus ihrer Fantasie fünf kleine Kunstwerke, die ein großes Ganzes ausmachen, ein Mosaik. Es sind fünf kleine Geschichten mit ganz großen Figuren. Dieser Roman ist ein positives Beispiel dafür, was passiert wenn die Fantasie mit einem durchgeht.

Für mich geht es mehr oder weniger darum, was wir in uns selbst sehen und was von uns sehen wir in den anderen Menschen? Was sehen die anderen in uns? Was ist Realität und was ist Fantasie (erinnert mich ein bisschen an Pirandellos Sechs Personen suchen einen Autor)? Von diesen Überlegungen zeugen besonders die Abschnitte zwischen den einzelnen Geschichten, die mir auch gefallen haben und mich teils nachdenklich gestimmt haben.

Die Autorin beweist immer wieder ihre Liebe zum Detail. Damit meine ich nicht, dass sie besonders langatmig schreibt oder alles bis in jede Kleinigkeit beschreibt. Die Motive, die Figuren, die Orte: Alles und jeder nimmt überall eine andere Rolle ein und bleibt doch unverändert. Die Autorin widmet jeder Person dieselbe Aufmerksamkeit und passt ihren Schreibstil der Person und ihrem (Gefühls)Leben an; mal herrscht Ruhe, mal Chaos, mal Ratlosigkeit. Jede Geschichte erscheint wirr und ausgefallen, aber gerade dies macht ihren Charme aus. Besonders die letzte Lebensgeschichte, die der Erzählerin, verwischt in besonderem Maße die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Um ehrlich zu sein, habe ich ihre Erzählung jedoch am unpersönlichsten empfunden. Zwar ist der Thriller geschickt eingefädelt, aber so ganz überzeugen konnte es mich nicht. Am besten gefallen hat mir die Lebensgeschichte von Daphne Holt. Als Einstieg in dieses Mosaik-Gebilde fand ich es genial. Auch die Geschichte von Richard, seiner Suche nach Mutter und Schwester und seiner Flucht in seine Fantasiewelt fand ich berührend.

Fazit & Empfehlung
Diesen Roman möchte ich denjenigen empfehlen, die so unzusammenhängende aber doch irgendwie zusammenhängende Erzählungen mögen und dabei sehr aufmerksam lesen. Ihr müsst Geduld mitbringen, damit ihr die versteckten Andeutungen und Verbindungen entdeckt und versteht, da ansonsten der Zauber dieses Romans verloren geht. Mir hat ‚Das Geräusch des Lichts‘ sehr gut gefallen. Übrigens habe ich jetzt große Lust bekommen, mal nach Kanada zu reisen. Ach ja…

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

medizin, geschichte, chirurgie, operationen, arnold van der laar

Schnitt!

Arnold van de Laar , Bärbel Jänicke
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426301005
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung
Zu Beginn habe ich befürchtet, dass es eine trockene und komplizierte Abhandlung über die Chirurgie werden würde. Noch nie habe ich mich dermaßen geirrt. Obwohl das Buch nur so von Fachterminologie strozt, erklärt der Autor die Fachtermini auf eine einfache und leicht verständliche Weise, ohne, dass man sich als Leser dumm vorkommt.

 Der Autor macht dem Leser die Geschichte der Chirurgie schmackhaft, indem er sachlich und trotzdem mit ein wenig Humor über denkwürdige Operationen, bewundernswerte Pioniere und einmalige Entwicklungen schreibt. Er hat damit genau das eingefangen, was die Chirurgie für viele Laien so faszinierend macht. Der Gott im weißen Kittel wird zum Menschen und seine Geheimnisse werden gelüftet.

 Der Autor beschreibt eine Reise, die in der Antike beginnt und in der Neuzeit endet. Außerdem wirft er einen kurzen Blick in die Zukunft. Teilweise wirklich erschreckend, wie Menschen damals behandelt wurden und vor allem unter welchen (unhygienischen) Umständen. Die Chirurgie, wie wir sie heute kennen, ist noch gar nicht so alt, wie ich dachte. Die Schilderungen sind größtenteils unblutig (soweit möglich) und nicht sensationsheischend.

 Der Text wird von Infokästen zu Themen rundum die Chirurgie (Krankheiten, Untersuchungen, Abläufe) durchbrochen. Am Ende befindet sich ein Glossar, in dem an die Fachterminologie nochmal nachschlagen kann. Zusätzlich gibt der Autor ein ausführliches Quelenverzeichnis, für diejenigen, die die Them weiter vertiefen möchten.

 Der Autor und Chirurg, Arnold van de Laar, hat ein tolles und lesenswertes Sachbuch verfasst, welches Laien in die sagenumwobene und rätselhafte Chirurgie einführt. Einiges kam mir durch die vielen Arztserien bereits bekannt vor (Krankheiten, Organe, Operationen), aber der Löwenanteil war mir neu. Dieses Buch poliert das eigene Allgemeinwissen auf jeden Fall auf. Jedes Kapitel lädt dazu ein, seine Mitmenschen mit einem nervigen „Wusstest du schon, dass…“ in den Wahnsinn zu treiben und ihnen alles über Einsteins abdominales Aortenaneurysma zu erzählen (ob wie wollen oder nicht). Mein Freund nennt es ‚gefährliches Halbwissen‘. So ganz Unrecht hat er damit nicht, denn das Buch ersetzt ganz sicher keine medizinische Ausbildung und es ist auch fraglich wie viel von dem darin komprimierten Wissen tatsächlich hängen bleibt.

 

Fazit
Dieses Sachbuch empfehle ich medizininteressierten Laien, jedem Grey’s Anatomy Fan aber auch angehenden Medizinern. Ich habe einer Freundin von diesem Buch erzählt und sie war sofort Feuer und Flamme es zu lesen (nächste Woche verteidigt sie ihre Abschlussarbeit; sie studiert Medizin). Schade nur, dass es von dem Buch noch keine englische (oder italienische) Übersetzung gibt. Ansonsten hätte ich es ihr zum Abschluss geschenkt.

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366 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

buchhandlung, wien, bücher, buchhandel, familie

Meine wundervolle Buchhandlung

Petra Hartlieb
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 15.12.2014
ISBN 9783832197438
Genre: Biografien

Rezension:

Meine Meinung
Am Anfang war es eine Träumerei, dann eine Schnapsidee und schließlich war das Abenteuer Buchhandlung von Erfolg gekrönt und ein Traum wurde verwirklicht. Es ist erstaunlich, dass manche Menschen, den Mut aufbringen, um ihre Träume und Ideen in die Tat umzusetzen. Hinter ihren Erfolgsgeschichten stehen immer sehr harte Arbeit aber auch Freundschaft, Nächstenliebe, Optimismus und Glück. Diese Mischung findet man auch in „Meine wundervolle Buchhandlung“ wieder.

 In ihrem Roman erzählt Frau Hartlieb wie dieses besondere Abenteuer seinen Anfang genommen hat, welche Opfer die Familie bringen musste und welche Herausforderungen sie sich Tag für Tag stellen mussten und müssen. Dabei steht das Weihnachtsgeschäft ganz oben auf der Liste (Weihnachten im Einzelhandel macht keinen Spaß, diese Erfahrung habe ich auch machen dürfen). Am meisten gefallen, haben mir die Schilderungen über die Kunden, die genauso verschieden wie zahlreich sind, die Anekdoten über die besonderen Events und Begegnungen mit Autoren.

 Die Autorin erklärt auch warum sie ihren Beruf liebt und was ihr besonders am Herzen liegt. Bei ihren Schilderungen habe ich gemerkt, ich wäre keine gute Buchhändlerin. Ich würde wahrscheinlich mehr lesen als verkaufen. Was die Autorin jeden Tag in der Buchhandlung vollbringt, dass sie Engelsgeduld und Herzlichkeit aufbringt, erscheint mir ein nie endender Marathon der Freundlichkeit. Das ist bewundernswert.

 Besonders interessant fand ich auch die Abläufe, die hinter den Kulissen stattfinden. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken darüber gemacht, wie Büchertische ‚funktionieren‘. Ebenso aufschlussreich fand ich ihre Schilderungen über das ‚große A‘ und wie dieses den Markt verändert und ‚zerstört‘. Jeder Bücherfreund sollte sich diese Passagen zu Herzen nehmen.

 Generell steht dieses Buch im Zeichen der Bücherliebe. Es handelt sich dabei wirklich um eine Liebeserklärung an die Bücher und an die Welt der Literatur, mit all ihren Ecken, Kanten und Kurven. Der vorherrschende Ton ist locker, humorvoll und sympathisch. Aber zuweilen auch ernst und nachdenklich. Es ist eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch, die mich einen ganzen Nachmittag lang in seinen Bann gezogen hat. Falls ich irgendwann mal nach Wien komme, möchte ich dieser Buchhandlung unbedingt einen Besuch abstatten. Besonders derjenigen Buchhandlung, die schwerpunktmäßig italienische Literatur verkauft.

 

Fazit & Empfehlung
Für Bücherwürmer, Büchernerds und generell Menschen, die sich für alles rund um das Buch begeistern, ist dieses Buch genau das Richtige. Besonders für den Urlaub oder einen faulen Tag gibt es nichts Unterhaltsameres und ja, auch irgendwie Lehrreicheres, wie „Meine wundervolle Buchhandlung“.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

coming of age, abschiebung, mord, alkohol, jugendbuch

Tigermilch

Stefanie de Velasco
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.02.2015
ISBN 9783462047530
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung
Als ich in der Buchhandlung in das Buch reingelesen habe, hat mich der Stil zunächst etwas abgeschreckt. Ich habe das Buch erst bei einem zweiten Anlauf gekauft und darüber bin ich richtig froh, denn der Roman ist echt Wolke. Die unmittelbare Rede und die situationsnahen Beschreibungen sind erstmal gewöhnungsbedürftig. Man ist im Geschehen drin und man kommt irgendwie nicht mehr raus. Die Handlung nimmt einen gefangen und mir kam es so vor als würde mich die Erzählstimme an die Hand nehmen und sagen „Schau, das ist meine kunterbunte Welt; ich mal sie mir so wie sie mir gefällt“. Und dieses Gefühl in eine Geschichte einzutauchen ist unvergleichlich.

Aber die Welt der Mädchen ist nicht nur kunterbunt, sondern auch ziemlich unerhört und irgendwie erschreckend. Ich wollte Nini oft schütteln und sagen „Neeeein, das kannst du doch nicht machen!“ Entsetzen und Verwunderung haben sich bei mir regelmäßig abgewechselt. Irgendwie regiert das Chaos zwischen den Zeilen und die Handlung ist rasant. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt wortgewaltig, wie sich das Leben plötzlich gegen Nini und Jameelah stellt.

In einer kunterbunten Welten darf man die Graustufen nicht vergessen. Diese holen die beiden Mädchen im Laufe des Romans ein. Sie müssen sich mit Problemen auseinandersetzen, die in unserer Gesellschaft nicht ausgeblendet werden dürfen, sondern die thematisiert werden müssen (z.B. das Üben auf der Kurfürsten). Dies verleiht dem Buch seinen traurig-ernsten Charakter. In diesem Chaos lernen die Mädchen wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Obwohl das was Nini und Jameelah verbindet, alles andere als normal, harmlos oder gesund ist, ist ihre Freundschaft doch irgendwie beneidenswert.

Das Ende passt perfekt zum Rest des Romans und zum Leben, das leider nicht immer kunterbunt und perfekt ist. Aber vielleicht ist das auch gut so. Dass es sich bei „Tigermilch“ um einen Coming-of-Age Roman handelt (auch genannt Bildungs- oder Entwicklungsroman AHA!), zeigt schon der Titel, die Tigermilch. Die Mädels sind so wild wie Tiger, aber trotzdem noch so jung, obwohl sie denken, sie seien erwachsen. Die Tigermilch sorgt dafür, dass sie sich stark fühlen. Sie sorgt außerdem dafür, dass sie sich verändern. Die Mädchen glauben erwachsen zu sein, doch erst am Ende stellt sich heraus, ob sie es wirklich sind.

Fazit & Empfehlung
Ich fand den Roman sehr inspirierend und ich habe jede Menge Textstellen markiert, über die es sich lohnt nachzudenken. Ich würde fast sagen, dass dieser Roman zu meinen Jahreshighlights gehört.

Es wäre ganz falsch, wenn ich diesen Roman nicht empfehlen würde. Aber er ist sehr speziell, das gilt vor allem für den Schreibstil. Wenn man sich darauf einlässt, wird man die Leseerfahrung nicht bereuen. Dieser Roman ist für Leser, die etwas Unkonventionelles suchen und gerne mal aus der Reihe tanzen, dabei aber die ernsten Seiten des Lebens nicht aus den Augen verlieren.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

selfpublisher, parabel, kurzgeschichte

Der Sandkornzähler

Sarah Ricchizzi
E-Buch Text: 20 Seiten
Erschienen bei null, 06.01.2017
ISBN B01NBS5BUH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung
Ich bin eigentlich keine Kurzgeschichtenleserin, aber bei dieser Geschichte habe ich eine Ausnahme gemacht, weil mich das Thema momentan persönlich umtreibt.

„Der Sandkornzähler“ ist eine Kurzgeschichte, in der man eine Ermahnung und eine Aufforderung seine Lebenszeit besser zu nutzen, findet. Sie erinnert den Leser daran auch mal für den Moment zu leben, ein Risiko einzugehen und sich aus der Komfortzone zu begeben. Man fragt sich während der Lektüre immer: Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben? Was will man wirklich im Leben? Diese Fragen werden in der Kurzgeschichte beleuchtet und auch beantwortet. Im Leben wünscht man sich oft mehr Zeit, man wünscht sich, dass die Zeit schneller vergeht oder man würde sie am liebsten anhalten. Diese Geschichte führt dem Leser vor Augen, dass Zeit etwas Besonderes ist.

Während des Lesens habe ich immer wieder Passagen gefunden, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben. Ich selbst stehe momentan sehr unter Zeitdruck, habe kaum noch Zeit, außer für die Uni und die Lernerei. Diese Kurzgeschichte hat mir dies nochmal vor Augen geführt. Ich weiß, dass es nicht immer so sein wird und auch nicht immer so sein muss. Man selbst ist verantwortlich für seine Zeit und dafür, was man mit ihr anstellt.

Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin das Zeit-Universum aufgebaut hat, mit all seinen Eigenheiten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und von Metaphern geprägt; das fand ich sehr ansprechend. Ich habe die Kurzgeschichte in einem Rutsch durchgelesen, weil ich neugierig darauf war, wie es Beta nach der Begegnung mit Henry ergeht. Noch dazu finde ich das Cover wunderschön und es spiegelt den Inhalt der Kurzgeschichte sehr gut wider.

Fazit
Es handelt sich um eine süße, aber auch etwas (wie ich finde) philosophische Kurzgeschichte, die ihre ‚Leichtigkeit‘ deswegen aber nicht einbüßt, wie es oft bei Texten geschieht, die sich mit philosophischen Fragen auseinandersetzen. „Der Sandkornzähler“ ist auf jeden Fall lesenswert! Ich würde mich freuen mehr von Sarah Ricchizzi zu lesen.

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327 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

bloody mary, horror, internat, spiegel, angst

Sag nie ihren Namen

James Dawson , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314192
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung
Dieses Buch hat gezeigt, wie aus einer unerschrockenen Leserin ganz schnell eine ängstliche, sich unter der Bettdecke verkriechende Leserin wird. Unter der Bettdecke ist man doch sicher, oder? Auch vor Bloody Mary, oder?! Alle Warnungen zum Trotz, habe ich das Buch gelesen und es nicht bereut (Und während ich das hier gerade schreibe, hat sich meine Gardinenstange wie von Geisterhand selbstständig gemacht – Geister, so ein Quatsch!).

Wie dem auch sei, die Geschichte um Bobbie und Bloody Mary ist phasenweise immer sehr gruselig und nervenaufreibend. Zwischendurch hat man immer mal wieder die Möglichkeit kurz durchzuatmen und sich zu beruhigen. Die Spannung bleibt jedoch bestehen, denn hinter dieser Geschichte  verbirgt sich nicht nur Angst und Schrecken, sondern auch eine interessante und raffinierte Detektivgeschichte, die der Handlung zusätzlichen Nervenkitzel verleiht. Es ist keine Gute-Nacht-Geschichte, so viel ist sicher. Die düstere und bedrohliche Atmosphäre zu transportieren, gelingt dem Autor sehr gut. Die krasse Wendung am Ende des Buches und die Auflösung haben mich sehr überrascht – sehr kluge Schachzüge des Autors, muss ich sagen. Die Liebesgeschichte war glücklicherweise eher Nebensache und hat mich somit nicht weiter gestört.

Leider hat das Buch nicht nur seine guten Seiten, sondern auch ein paar schlechte. Vor allem die Dialoge haben mich gestört. Ich weiß nicht, ob die Übersetzung daran Schuld ist, oder ob es der Stil des Autors ist. Wie dem auch sei, waren die Dialoge teilweise sehr künstlich und gestelzt. Das hat meinen Lesefluss oft ins Stocken gebracht. Insgesamt fand ich den Hintergrund der Handlung etwas klischeebehaftet (Internat, Elite, graues Mäuschen vs. beliebtes Mädchen etc.) und gegen Ende auch etwas übertrieben und wenig glaubwürdig (Bobbie vs. Grace). Zudem kam mir Bobbie nie wie eine Außenseiterin vor (im Vergleich zu Bloody Mary). Während der Lektüre habe ich mich auch oft über Naya gewundert, die vergleichsweise viel zu passiv und gleichgültig gegenüber den Geschehnissen war. Meiner Meinung nach, war sie teilweise nur dazu da, um die Handlung ein wenig voranzutreiben.

Fazit
Insgesamt ist „Sag nie ihren Namen“ eine spannende und aufregende Geschichte, die mir, trotz ihrer Schwächen, gut gefallen hat. Das Buch ist ein Page-Turner und man fliegt nur so durch die Seiten, weil man wissen will was es denn nun mit dem Fluch auf sich hat. Für Zwischendurch und ganz sicher nicht abends (obwohl, wo bleibt denn der ganze Spaß?!), eine ideale Lektüre. Und eins steht fest, mich bekommt keiner dazu, diesen Namen fünfmal auszusprechen!

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Shore, Stein, Papier

Sick
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492060400
Genre: Biografien

Rezension:

Meine Meinung
Je mehr Bücher ich lese, die um das Thema ‚Drogen‘ kreisen, desto entsetzter und fassungsloser bleibe ich zurück. Diese Bücher werden nicht langweilig, weil jedes für sich einzigartig ist und von einem außerordentlichen Schicksal erzählt. Sprachlos war ich auch nach diesem Buch. Über meinen Freund bin ich auf den Autor aufmerksam geworden. Mein Freudn hat mir begeistert von der YouTube-Serie namens „Shore, Stein, Papier“ erzählt. Als dann das Buch erschienen ist, habe ich beschlossen $ick auf seinem Lebensweg zu begleiten.

„Was macht das mit dir?“, ein ganz wichtiger Satz, dem man im Laufe des Buches immer wieder findet. Ich will ihn mal für meine Rezension missbrauchen: Was macht dieses Buch mit mir? Das Buch ruft in mir ganz viele verschiedene Gefühle hervor. Zum einen macht mich $icks krasse Lebensgeschichte sehr traurig. Es ist traurig was ihm als Kind und als Erwachsener wiederfahren ist, dass ihm die Geborgenheit einer intakten Familie so sehr gefehlt hat, dass er dieses Loch mit einer anderen Wärme füllen musste. Entsetzt bin ich über die Reaktion seiner Mutter, als sie erfahren hat, dass ihr Sohn drogenabhängig ist. Entsetzt bin ich auch über die Übermacht der Drogen, die selbst vor Gefängnismauern nicht Halt machen. Und trotzdem macht mir dieses Buch auch ein wenig Hoffnung. Denn es leistet so viel. Es leistet einen wichtigen Teil an Präventionsarbeit und öffnet vielleicht dem einen oder anderen die Augen und dient als helfende Hand, wo $ick keine hatte.

Ich denke, dass sehr viel Mut dazu gehört auf diese intensive Art und Weise über seine Drogensucht zu sprechen, wie $ick das in seinem Buch oder auf seinem YouTube-Kanal macht. Er schreibt sehr eingängig und locker (über ein so ernstes und schlimmes Thema), ohne etwas zu beschönigen. Die Zeilen sind authentisch und er erspart dem Leser nichts. „Shore, Stein, Papier“ ist eine ausführliche Schilderung vom Drogenkonsum, vom Knast, von der Therapie, der Dealerei und nicht zuletzt, aber ganz wichtig, vom Entzug. Die Darstellungen des Entzugs fand ich persönlich am schlimmsten, aber trotzdem sind sie unerlässlich.

Obwohl sich die Grundhandlung immer wiederholt, wird es nicht langweilig – ganz im Gegenteil. Nach jedem Mal Knast-Therapie-Drogen-Dealeriei-Knast-etc wurde ich immer fassungsloser. Ich habe die Augen verdreht, wenn er tatsächlich wieder dieselbe Sch**** abgezogen hat. Ohne jeglichen Lerneffekt. Ohne Einsicht. Zu Beginn schildert der Autor die Geschehnisse noch sehr ausführlich und die Zeitabstände zwischen den Zeitsprüngen sind noch recht kurz. Erst gegen Ende wird die Erzählung ein wenig gerafft. Das fand ich vor allem dann gut, wenn er mal wieder im Knast saß. Er hat sich dann nur noch auf bestimmte Aspekte des Gefängnisaufenthaltes beschränkt.

Zu guter Letzt, hoffe ich, dass $ick stark bleibt und dem immerwährenden Kampf gegen die Drogen mutig die Stirn bietet und kämpft. Kämpft für seine Frau und seine Tochter, aber in aller erster Linie für sich selbst. Denn er ist es worauf es ankommt.

Fazit
Absolute Leseempfehlung! Absolut. Wenn ihr kein Problem mit schonungslosen Darstellungen (Körperflüssigkeiten!) oder kräftiger Sprache habt, dann lest dieses Buch. Bitte. Ein erstes Highlight in 2017.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

berlin, schule, türken, gewalt, biografie

Muksmäuschenschlau

Yigit Muk
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783404608553
Genre: Sachbücher

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

internat, drama, rachel klein, the moth diaries, selbstmord

The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter

Rachel Klein , Susanne Goga-Klinkenberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.12.2011
ISBN 9783841421395
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext
Ist das Böse dort draußen oder in dir?
Wenn das Unerklärliche geschieht, wem kannst du glauben? Als in Rebeccas Internat eine Schülerin vom Dach in den Tod stürzt, breitet sich die Angst aus. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in Rebeccas Tagebuch?
Der soghafte Mädcheninternats-Thriller um Wahn und Wahrheit.


Bewertung
Dieses Buch hat mich unglaublich gut unterhalten, nicht weil es besonders lustig war, sondern ganz im Gegenteil: es war ziemlich düster, ein bisschen verstörend und unglaublich packend.

Die Geschichte wird durch die Worte, die die Hauptfigur Rebecca in ihr neues Tagebuch schreibt, erzählt. Die Protagonistin drückt sich sehr wortstark und poetisch aus, was mir sehr gut gefallen hat. Die Tagebucheinträge sind zunächst nichts weiter als harmlose Berichte, aber im Laufe der Geschichte verändern sie sich immer weiter: aus einem harmlosen Vorsatz wird schnell ein gefährlicher Zwang. Schnell wird klar, dass die Protagonistin von ihrer Schulfreundin Ernessa und ihrer besten Freundin Lucy besessen ist. Zur Bessessenheit gesellen sich Paranoia, Verzweiflung und Beklemmung. Diese düsteren Emotionen haben sich während des Lesens auf mich übertragen und in meinem Inneren für ziemliche Unruhe gesorgt. Auch die Themen (Tod, Selbstmord etc.) haben dazu beigetragen, dass eine leicht depressive Stimmung bei mir aufgekommen ist (keine Sorge, mir geht’s gut :-D). Das Buch stimmt nicht nur traurig, sondern auch ziemlich nachdenklich.

Ich finde es wirklich interessant, wie die Autorin das Vampir-Thema ausgearbeitet hat:  Ganz anders als sonst (zum Glück, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich wieder zur Seite gelegt). Trotz der vielen negativen Gefühle, die dieses Buch transportiert, habe ich nicht aufgehört zu lesen; dafür war es einfach viel zu spannend.

Fazit & Empfehlung
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass so viele negative Emotionen bei mir hervorgerufen und mich so mitgenommen hat wie dieses hier. Aber genau deswegen hat es mir so gut gefallen. Es ist eben nicht immer alles rosig und voller Einhörner. The Moth Diaries ist ein Thriller, der sich gewaschen hat. Ich bin schon sehr auf die Buchverfilmung gespannt, die ich mir demnächst anschauen möchte. Da es sich um einen internationalen Bestseller handelt und das ganze schon 2002 erschienen ist, denke ich, dass eine Empfehlung fast überflüssig ist. Aber was soll’s, ich empfehle es trotzdem.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Blackass

A. Igoni Barrett
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Random House UK Ltd, 09.07.2015
ISBN 9780701188566
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Am Morgen seines Bewerbungsgesprächs wacht Furo Wariboko auf und nichts ist mehr wie es war: seine Haut ist weiß, sein Haar ist rot, seine Augen grün… aber sein Arsch ist schwarz geblieben. Fluchtartig verlässt er sein zu Hause und lässt eine unwissende Familie zurück. Auf seiner Odyssee durch Lagos (Nigeria) lernt er Igoni kennen und wird schließlich von Syreeta aufgenommen. Mit seiner Verwandlung eröffnen sich Furo neue Möglichkeiten und er muss lernen sich mit seinem neuem Aussehen zurecht zu finden. Wird es ihm gelingen, seine Vergangenheit abzuschütteln und ein neues Leben zu beginnen?

Bewertung
Die Geschichte, die der Autor aufs Papier gebracht hat, ist genial. Furos Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt: sie ist verblüffend, unterhaltsam und doch hat sie mich sehr nachdenklich gestimmt. Genauso unglaublich wie Furos äußere Wandlung, ist seine innere Veränderung, die mich am Ende der Geschichte doch sehr sprachlos zurückgelassen hat. In diesem Buch geht es um mehr als nur die äußerliche Wandlung des Protagonisten: im Mittelpunkt steht Furos Identitätskrise, um den Verlust und den Wiederaufbau seiner Identität. Es ist eine Kritik an der Gesellschaft, an den Sozialen Medien, die (zu viel) Einfluss auf unsere Identität, unser Leben und unsere Weltanschauung haben. Das Buch wirft die Frage auf: was macht unsere Identität aus? Das Aussehen, die Hautfarbe, die sexuelle Orientierung oder ein neuer Name? Der Autor beschäftigt sich mit dieser Frage und vielen weiteren gesellschaftlichen Problemen auf amüsante aber gleichzeitig ernste Art und Weise.

Die Handlung an sich, war absolut nicht vorhersehbar. Auch die Teile der Geschichte, die zunächst langweilig schienen, haben am Ende einen Sinn ergeben. Am meisten habe ich mich auf den Teil der Erzählung gefreut, in dem Furo seinen schwarzen Arsch entdeckt (kein Spoiler, steht schon so im englischen Klappentext). Ich weiß, man soll ja die bloße Aneinanderreihung von Adjektiven vermeiden (spannend, interessant, unterhaltsam, verblüffend etc), deswegen sage ich, die Geschichte ist unglaublich vielschichtig und den Leser erwartet mehr als zunächst gedacht. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Diskussion um Identität, Weltanschauung und Gesellschaft nicht nur auf Furo beschränkt ist, sondern auch auf die Igoni-Figur und auf Syreeta ausgeweitet worden ist.

Die Dialoge der Figuren waren teilweise etwas anstrengend zu lesen, nicht weil es ein englisches Buch ist, sondern weil sie sich teilweise auf Pidgin unterhalten haben. Mit Müh und Not kann man zwar verstehen was sie sagen bzw. kann man es sich aus dem Kontext erschließen, aber den Lesefluss hat es doch ins Stocken gebracht.

Fazit & Empfehlung
Ein absolut lesenswertes Buch. Ich bin froh, dass ich zufällig bei Instagram darüber gestolpert bin. Leider weiß ich nicht mehr, welchem Instagrammer ich den Fund zu verdanken habe. Wie dem auch sei, wenn ihr mal ein etwas anderes Buch lesen wollt, dann sollte eure Wahl auf dieses Buch hier fallen. Und das nicht nur wegen der klaren Anspielung auf Kafka.

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677 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 106 Rezensionen

märchen, fee, hexenjäger, julia adrian, liebe

Die Dreizehnte Fee - Entzaubert

Julia Adrian
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.10.2015
ISBN 9783959911320
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext
„Ich bin der Anfang, ich bin das Ende.“
Fünf Feen fielen unter dem Schwert des Hexenjägers. Jetzt ist es die Königin, die er jagt.
Im hohen Norden sieht die Dreizehnte Fee dem Urteil der verbliebenen Schwestern entgegen.
Und nur eine weiß das Ende, doch ihre Macht schwindet und mit ihr die einzige Chance das Rätsel um die Erweckung der gefährlichsten aller Feen zu entschlüsseln.
Sieh hin, flüstert die Königin. Lerne, was es heißt, mich zu betrügen!

Bewertung
Mir hat der zweite Teil seehr viel besser gefallen als der erste Band. Und das hat verschiedene Gründe: der Leser taucht tiefer in das Universum der Feen ein und kratzt nicht mehr nur an der Oberfläche. Man bekommt einen tollen Einblick in die Hintergrundgeschichte der (einzelnen) Fee(n). Die Autorin setzt dafür Rückblenden ein. Meiner Meinung nach in einem angemessenen Rahmen und die sind richtig interessant und geben der Handung einen sehr spannenden Rythmus. Dadurch wird der Roman sehr vielschichtig. Auch Lilith (die 13. Fee) ist mir jetzt sehr viel sympathischer, sie hat sich viel mehr unter Kontrolle und ist nicht mehr so hysterisch. Man könnte sagen, dass sie eine innere Wandlung vollzogen hat.

Die „Beziehung“ zwischen dem Jäger und der Fee überzeugt mich zwar immer noch nicht so wirklich, aber sie macht jetzt etwas mehr Sinn. Ich fand sehr gut, dass der Hexenjäger in diesem Teil ein bisschen in den Hintergrund getreten ist und sich die Handlung, wie oben erwähnt, auf die Feen konzentriert hat.

Der Schreibstil der Autorin ist unverändert fließend: das Buch liest sich genauso schnell wie der erste Band. Nur muss ich jetzt für den dritten Teil noch etwas warten Die Handlung ist abwechslungsreich und voll mit unerwarteten Wendungen, die das Lesevergnügen noch steigern. Und nebenbei: Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum dieses Buch mit dem LovelyBooks Leserpreis (3. Platz) ausgezeichnet worden ist.

Empfehlung
Wem Band 1 gefallen hat, wird auch Band 2 mögen. So einfach ist das. Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Band und kann es kam erwarten wie es weitergeht. Aber da muss ich mich noch eine Weile gedulden.

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122 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

humor, felix achterwinter, kurzgeschichten, lustig, kinder

Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!

Johannes Hayers , Felix Achterwinter , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.12.2014
ISBN 9783499628726
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext
Diese Tricks finden Sie garantiert in keinem anderen Buch!
Johannes Hayers und Felix Achterwinter haben die besten Erziehungstricks von ganz normalen Eltern gesammelt. Obwohl: Ist Angelika normal, wenn sie bei sich selbst einbricht, um ihrem Sohn das Abschließen der Haustür einzutrichtern? Ist Maria normal, wenn sie ihre Tochter dazu bringt, den Sicherheitsgurt anzulegen, indem sie droht: «Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!»? Ob normal oder nicht, ob legal oder nicht, diese listigen und lustigen Erziehungstricks haben tatsächlich funktioniert. Denn Kinder lieben nicht nur Einhörner, sie lieben auch Bären. Warum sollte man ihnen also nicht hin und wieder einen aufbinden?

Bewertung
Ich habe schon lange kein humoristisches Buch mehr gelesen. Zunächst war ich eher skeptisch, ob dieses Buch überhaupt etwas für mich sein könnte (mein Kinderwunsch liegt noch in einer sehr seehr weit entfernten Zukunft) :-D Aber im Nachhinein bin ich froh es gelesen zu haben: so viel Witz und Humor bin ich lange nicht mehr begegnet. Ich hab sehr viel gelacht und geschmunzelt. Und das ist doch die Hauptsache, oder? Ich habe die Lektüre sehr genossen! Die Tricks sind zwar teilweise echt mies und grenzen an die Illegalität, aber ich denke das macht sie auch so genial.

Mein absoluter Lieblingstrick ist Trick 92 „Der Aggro-Rapper“. Rückblickend frage ich mich, ob meine Eltern mit dem Vorschlag damals „Deine Mama kommt mit auf das Böser-Bube-Rap-Konzert“ (Name geändert ;-) ), nicht auch dasselbe erreichen wollte wie Torstens Mama, Hanna. Nur hat das leider nicht geklappt. Ich bin halt „erziehungsresistent“ :-D Wenn ihr genau wissen wollt, worum es in Trick 92 geht, dann holt euch das Buch und lest nach.

Weitere Tricks die mir sehr gut gefallen haben, sind Nummer 1, 2, 22, 25, 26, 27, 30, 46, 54, 55, 56, 57, 58, 61, 65, 69, 70, 71, 78, 83, 86, 87, 92, 96, 97 (Ich weiß es sind sehr viele :-D).

Empfehlung
Leser dieses Buches sollten ein kleines bisschen Verständnis für Humor mitbringen. Es eignet sich nicht aber nicht nur für verzweifelte Eltern. Denn schließlich ist es doch interessant zu erfahren, wie uns unsere Eltern damals reingelegt haben. Oder etwa nicht? :-D Außerdem kann man sich ja ein paar Tricks merken, falls man doch selbst irgendwann mal eine verzweifelte Mutter oder ein verzweivelter Vater ist. Auf jeden Fall, ziehe ich meinen Hut vor allen Eltern da draußen und ganz besonders vor meinen, dass ihr uns ertragt und erzieht (oder sollte ich besser sagen reinlegt?). Danke dafür ♥

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1.002 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 192 Rezensionen

märchen, hexenjäger, fee, fantasy, julia adrian

Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian , Svenja Jarisch
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2015
ISBN 9783959911313
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext
Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.
Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.
Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Bewertung
Diese Bücherreihe ist schon lange vor der Challenge „Expedition Bücherdschungel“ auf meine Wunschliste gezogen, weil ich es einfach überall, bei Facebook, Lovelybooks, Blogs etc, gesehen habe, es deswegen unbedingt haben wollte, aber dann nicht gelesen habe (typisch oder?) . Aber erst mit der Challenge habe ich mich überwinden können, das Buch zu lesen. Direkt im Anschluss habe ich dann auch noch den 2. Teil gelesen. Bei dieser Rezension werde ich mich auf die Leseeindrücke beschränken, die ich mit dem 1. Band gesammelt habe.

Zunächst finde ich die Idee der Autorin, die 13. Fee in den Mittelpunkt ihrer Erzählung zu rücken einfach genial (hat mich zunächst an den Spin-Off „Maleficent“ erinnert, auch wenn bei der Hautpfigur die Gemeinsamkeiten wieder aufhören). Und auch die unzähligen Referenzen, nicht nur zu den bekanntesten Märchen unseres Volksglaubens, sondern auch zu anderen Sagengestalten der Welt finde ich klasse, und dazu noch in so abgewandelter Form. Um die verschiedenen Anspielungen auf die verschiedenen Sagengestalten zu verstehen, muss man schon ein bisschen fit in der Materie sein und sich zumindestens in den Grundzügen in der Märchenwelt auskennen.

Die Geschichte der Fee liest sich ruckzuck runter, d.h. der Text ist fließend und ohne große Stolpersteine. Es war also sehr angenehm zu lesen. Die Handlung steht hierbei im Vordergrund und die Autorin hält sich nicht groß mit Beschreibungen auf. Bis kurz vor dem Ende hatte ich die Befürchtung, dass die Handlung doch etwas vorhersehbar sein könnte. Aber Pustekuchen. Das Ende hat meine Sorgen dann doch weggeblasen und ich konnte es wirklich kaum abwarten den nächsten Band zu lesen.

Ein Punkt bzw. eine Figur, die mich in diesem Band nicht überzeugen konnte, ist leider die Hauptfigur, die 13. Fee. Sie ist einfach viel zu hektisch und hysterisch und ihr Denk- und Handlungsverhalten hat mich ziemlich genervt. Ich hab mir immer denken müssen „Meine Güte, jetzt komm mal wieder runter“ und „Man muss es ja nicht übertreiben“. Dazu hat wahrscheinlich auch die Tatsache beigetragen, dass es in der ersten Person geschrieben ist. So viel Introspektion bin ich einfach nicht gewöhnt. Auch die Beziehung zwischen dem Jäger und der Fee hat mich in diesem Teil leider nicht überzeugen können – einfach viel zu viel, viel zu schnell.

Fazit & Empfehlung
„Die Dreizehnte Fee: Erwachen“ ist ein interessanter Auftakt zu einem modernen Märchen, das die verschiedensten Volksglauben der Welt (mehr oder weniger) vereint. Wer Märchen liebt, wird die Geschichte gerne lesen. Ich frage mich, ob man diese Reihe auch als „Spin-Off“ des Märchens „Dornröschen“ bezeichnen könnte?

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, dämon, liebe, dämonen, farina de waard

Jamil - Zerrissene Seele

Farina de Waard
E-Buch Text: 518 Seiten
Erschienen bei neobooks, 05.03.2016
ISBN 9783738060324
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt
Nachdem Jamils Heimatstadt Kas’Tiel von Soldaten überrannt worden ist, fliehen die Überlebenden des Gemetzels auf ein Schiff, das sie in eine neue Heimat bringen soll. Doch der Neubeginn steht unter keinem guten Stern: nachdem Jamil hinterrücks erschossen wird, wird seine Seele von einem Dämon und einem Geist besessen. Der Kampf um Jamils Seele hat begonnen. Noch dazu bricht ein blutiger Konflikt zwischen den Neuankömmlingen und den Sukrani, den Bewohnern des Landstriches, aus. Jamil muss einen Weg finden beide Konflikte zu beenden.

Bewertung

Bei der Lektüre habe ich mich ein wenig schwer getan. Ich habe die Lektüre unterbrechen müssen, weil mich Jamils Handlungsunfähigkeit etwas genervt und gelangweilt hat. Aber wenn ich ein Buch beginne, beende ich es auch. Und nachdem ich mich durch diesen Teil „gewühlt“ habe, wurde es dann wieder etwas interessanter.

Die Figuren sind lebendig und glaubwürdig gestaltet. Persönlich haben mir vor allem die Brüder gefallen. Der Hass, der zwischen den beiden herrscht, war überzeugend und nachvollziehbar. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Wendung gegen Ende der Geschichte hat mir sehr zugesagt und hätte ich so nicht erwartet. Was mir vor allem an Balor gefallen hat, war sein heimtückischer Charakterzug. Ich fand ihn teilweise überzeugender und faszinierender als Jamil.
Jamils Beziehung zu Ashanee habe ich eher als zweitrangig empfunden und ich hätte auch ohne eine Liesbeziehung leben können (und die Handlung glaube ich auch).

Der Kampf um und in Jamils Seele, um seine Identität, ist wirklich anschaulich beschrieben. Geist und Dämon, tolle Mischung! Einfallsreich finde ich auch die Legende, die sich um die Dämonen und Geister der Sukrani rankt. Auch das ganze Drumherum um Jamils Volk, ihrer Vetreibung, der Konflikt der Königreiche, die Ankunft und der Versuch von Jamils Volk ein neues Leben zu beginnen, ist interessant. Man könnte fast meinen, sie hätten nach dem, was sie in ihrer Heimat erlebt haben, dazugelernt. In diesem Licht betrachtet, kann man über den Konflikt, der vom Zaun gebrochen wird nur den Kopf schütteln. Aber Menschen sind nun mal so. Wobei es mich doch ziemlich gestört hat, dass es keine friedlichen Annäherungsversuche gegeben hat. Wenigstens der Versuch oder ein gescheiterter Dialog zwischen den Völkern, nach dem Schiffbruch und der unmittelbaren Ankunft, hätte mir gereicht (abgesehen von dem zwischen Jamil und Ashanee). So war es mir etwas zu oberflächlich, zu erzwungen, zu einfach. Zu oberflächlich war auch die Beschreibung der Welt, in der die Geschichte spielt. Man erfährt zwar ein wenig über die Grauen Soldaten, über das Königreich Loranien und ein wenig über Kas’Tiel, aber meiner Meinung nach sind das nur kleine Fetzen und viel zu wenig. Schade, das wäre auf jeden Fall noch ausbaufähig gewesen.

Neben der oben bereits angedeuteten Wendung, gibt es noch ein paar andere, mit denen ich nicht gerechnet habe. Sie kamen unerwartet, hatten aber einen positiven Effekt, und zwar haben sie die Handlung wieder ins Rollen gebracht, nachdem sie während Jamils Genesung etwas (zu sehr) eingeschlafen war. Diesen Part hätte man auch etwas beschleunigen bzw. verkürzt darstellen können.

Fazit
Ein Fantasyroman, der seine Bezeichnung verdient, der es allerdings nicht geschafft hat, mich komplett zu überzeugen. Lesefreude war nur eingeschränkt da, habe ihn nicht verschlugen, sondern eher immer mal wieder gelesen. So richtig spannend wird es leider erst so gegen Ende. Für Zwischendurch eine nette Lektüre.

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fantasy, der hexer, magie, gerald von riva, gwynbleidd

Das Erbe der Elfen

Andrzej Sapkowski , Erik Simon
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.11.2012
ISBN 9783423214087
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext
Seit dem blutigen Überfall auf Cintra ist Ciri, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Doch es gehen Gerüchte um, dass sie nicht tot ist, sondern von Geralt, dem Hexer, entführt und an einen geheimen Ort gebracht wurde. Und Geralt sieht sich mit heiklen Fragen konfrontiert. Hat Ciri wirklich magisches Potential? Oder ist sie nur das Medium einer bösen Macht? Der halbverfallene Stammsitz der Hexer wird zum Schauplatz einer großen Prüfung … Quelle

Bewertung
Ich lese die Bücher ja am liebsten in der Originalsprache, aber da ich leider kein Polnisch kann, habe ich mich mit der englischen Übersetzung zufrieden gegeben. Aber mal ganz abgesehen von der Sprache: DAS ist Fantasy, wie sie sich gehört!

Wenn ich mich vor der Lektüre ein bisschen mehr über die Reihe informiert hätte, hätte ich gewusst, dass der Witcher Saga noch zwei Bücher mit Kurzgeschichten vorausgehen. Vor allem während der Lektüre ist mir aufgefallen, dass mir vor allem das politische und geographische Wissen fehlt. Abhilfe hat diese Seite geschafft: http://www.der-hexer.de/geralt-saga/ Hier wird nochmal alles kurz und bündig zusammengefasst. Natürlich hätte ich die Lektüre vom ersten Band abbrechen und zuerst die anderen zwei Bücher lesen können, aber da war es schon viel zu spannend und interessant, um aufzuhören. Und deswegen habe ich jetzt auch den zweiten Teil begonnen.

Ich bin richtig begeistert vom ersten Teil der Witcher-Saga. Man merkt wie viel Kreativität, Fantasie und Talent der Autor in diese Geschichte gesteckt hat. Die Welt ist komplex, riesig und überaus beeindruckend und mit sehr viel Liebe zum Detail (die Sache mit der Schminke finde ich klasse.Immer diese Elfen :-D) gestaltet. Auch die Figuren sind sehr detailliert dargestellt, sie haben ihre Vorgeschichten und sind deshalb schon von Beginn an eng miteinander verbunden.

Selbstverständlich muss man sich auf die Geschichte, die Welt und die Magie einlassen. Nach „A Song of Ice and Fire“, endlich mal wieder eine Fantasy-Reihe, in die ich richtig versunken bin und die ich eigentlich gar nicht beenden möchte. Aber bis zum Ende sind es zum Glück noch ein paar Bücher. Was mir beim eBook fehlt, ist eine Karte. Ich weiß nicht, ob die Taschenbücher eine enthalten, aber zur Orientierung wäre es wirklich super gewesen.

Empfehlung
Ganz klar lesenswert! Aber vielleicht solltet ihr zunächst „Sword of Destiny“ und „The Last Wish“ lesen und dann erst mit „The Blood of Elves“ beginnen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Ciri und Geralt weitergeht. The Witcher ist keine neue Fantasy-Reihe, sondern hat bereits viele Liebhaber und ist altbekannt, vor allem im Bereich der Videospiele ist die Saga beliebt. Ich habe mich letztens an „The Witcher 3: Wild Hunt“ versucht (auf der PS4) und war begeistert mit wie viel Liebe und Detail diese Welt gestaltet worden ist. Erst über das Videospiel hab ich erfahren, dass es dazu Bücher gibt.

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Blood of Elves

Andrzej Sapkowski
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Co, 21.05.2009
ISBN 9780575084841
Genre: Fantasy

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vorlesen, paris, bücher, liebe, frankreich

Die Sehnsucht des Vorlesers

Jean-Paul Didierlaurent ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.09.2015
ISBN 9783423260787
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext
Guylain Vignolles liebt Bücher und hasst seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Darum liest er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Regionalzug um 6 Uhr 27 laut ein paar Seiten vor, die er am Tag zuvor der Schreddermaschine entrissen hat: sein ganz persönlicher Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur. Eines Tages entdeckt er im Zug einen USB-Stick, auf dem das Tagebuch einer jungen Frau gespeichert ist. Tief bewegt liest er nun ihre Geschichten vor – und der Zauber springt auch auf die Mitreisenden über. Viel wichtiger aber noch: Die Geschichten verändern Guylains Leben von Grund auf. Er muss diese Frau finden! Quelle

Bewertung
Für dieses Buch habe ich mir Zeit genommen: Ich hab mich in ein Cafè gesetzt, hab mir Tee bestellt und hab einfach angefangen zu lesen. Und schwupps war ich auch schon bei der Hälfte des Buches angekommen. Ich bin nur so durch die Buchseiten geflogen und hab die Zeit dabei komplett vergessen. Zuhause habe ich einfach weitergelesen. Und dann war auch die letzte Seite gelesen und ich war „satt, glücklich und rundherum zufrieden“, genau wie die Pendler, denen Guylain jeden Morgen vorliest.

Guylains Geschichte ist eine besondere Liebesgeschichte, mit viel humorvoll, Charme, voller Leben, zauberhaft und einfach nur herzerwärmend. Die Figuren, allen voran Guylain und sein bester Freund, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Sie haben alle ihren eigenen Charme und ganz viel Herz. Während der Lektüre habe ich viel schmunzeln müssen; es ist einfach eine Geschichte, die glücklich macht. Genauso wie der Frühling.

Und ja, man sollte einfach nicht aufhören an den Traumprinzen zu glauben!

Empfehlung
Auf jeden Fall! Wer eine schöne, leichte Geschichte für zwischendruch sucht, ist mit “Die Sehnsucht des Vorlesers” sehr gut bedient!!

Lieblingszitat

“Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht schreibe – denn das wäre so, als hätte ich an dem Tag nicht wirklich gelebt und mich stattdessen nur auf die Rolle beschränkt, die die Leute mir übergestülpt haben […]” (S. 152)

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