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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, highschool, spannend, amnesie, jugendbuch

Dreh dich nicht um

Jennifer L. Armentrout , Karl-Heinz Ebnet
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453412897
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Dreh dich nicht um" ist ein wirklich gelungener Jugendthriller, der ab der ersten Seite faszinieren konnte. Mich hat gerade die intensive Verwandlung der Protagonistin Samantha imponiert, denn sie erschien vor ihrem Verschwinden ein Mensch zu sein, dem jegliche Empathie abhanden gekommen war, Der Gedächtnisverlust ist daher eigentlich ein Vorteil, obwohl unklar ist, was mit Cassie geschah und warum sich Sammy an einen Sturz und viel Blut erinnert. Ist sie Cassies Mörderin? Ihre ehemals besten Freundinnen beschuldigen sie jedenfalls und gehen ihr aus dem Weg. Sammy selbst hat keinerlei Erinnerung an den Abend an dem sie verschwand und ist daher sehr unsicher. Was natürlich durch die kleinen Botschaften die sie erhält nicht besser wird. Zudem hat sie hier und da Versionen, die sie an sich selbst zweifeln lassen. Sammy kann an alte Kontakte anknüpfen und sieht sich selbst, zumindest das, was sie zuvor an Persönlichkeit war in einem anderem Licht und dies wirkt nicht positiv. Jemand wie Sammy gehört im wahren Leben wahrscheinlich zu denjenigen, die andere ausgrenzen und mobben. Sie ist mir unsympathisch und die kurzen Einblicke, die die Erinnerungsfetzten ihres alten Lebens einwerfen, machen dieses nicht besser.  Der hohe Spannungsbogen und die Ungewissheit nehmen mich als Leserin sehr gefangen und ergeben ein echtes Thrillererlebnis. Gerade das Ende hat mich zutiefst schockiert, da ich die ganze Story über andere Verdachtsmomente hatte. Cassie selbst ist mir zutiefst suspekt, da sie nicht die Freundin zu sein scheint, wie alle angenommen hatten. Sie hat Sammy verändert und sich in ihren Lebensmittelpunkt gedrängt. Am Ende herrscht Klarheit, wobei es niemals einen Grund gibt ein Menschenleben auszulöschen. Irgendwann kehrt Sammys Erinnerung zurück und wird schnell deutlich, wer Freund oder Feind ist. Schreibstil und Grundgedanke des  Thrillers habe ich als fesselnd und spannend wahrgenommen. Mit einer Amnesie zu arbeiten empfand ich als sehr gelungen, denn die Erinnerungslücken wirken mitunter bedrohlich und die Reaktion der Menschen in Sammys Umgebung wirken äußerst authentisch. Wie schon erwähnt ist mir die "neue" Sammy sehr sympathisch. Durch die Freundschaft mit Cassie, die lediglich aus Neid und Missgunst bestand, hat sich Sammy eher zum Negativen verändert. Alte Freundschaften werden erneuert und alte abgeworfen. Es geht eine Verwandlung vor, die mir sehr zusagte, denn so verlor der Thriller an Oberflächlichkeit.Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an "Dreh dich nicht um". Der Titel wird irgendwann im Laufe der Story sinnig und trifft den Nagel auf den Kopf. Wer sich umdreht, begibt sich eventuell auf einen gefährlichen Weg oder erkennt die Wahrheit, die für diese Story äußerst wichtig erscheint und ein Ende beschert, was mich völlig unerwartet getroffen hat.
 ★★★★

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

04/2017

Mitternachtstango

Katrin Koppold
E-Buch Text
Erschienen bei Aureolus Verlag; Inhaber: Katrin Hohme, 27.03.2017
ISBN B06XX1S8PJ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer nur einen Blick auf das bunte Cover und den Klappentext riskiert, wird eine Story verpassen, die nicht nur amüsant und liebenswert ist, sondern auch Begebenheiten aufweisen konnte, die zum Nachdenken anregen. Viele ernste Untertöne begleiten die Liebesgeschichte und geben kurze Einblicke in die DKMS (Stammzellenspender bei Blutkrebs).  Es sensibilisiert und ich bin dankbar für den kleinen Seitenhieb der Autorin, da eine Registrierung Leben retten kann. Mich hat "Mitternachtstango" an vielen Stellen zutiefst berührt. Es ist nicht nur eine schnöde Liebesgeschichte. Die Story gibt auch einem ernsten Thema Raum, welches nicht Überhand nimmt, sondern oftmals nur als Nebenschauplatz eingestreut wird. Ein durchweg trauriges Buch wäre auch nicht passend gewesen und hätte mir die Freude am Lesen genommen. 
Besonders gut und einprägend empfand ich die beiden Protagonisten, da ihre charakterlichen Unterschiede gleich zu Beginn verdeutlicht sind, Amelie ist chaotisch erfrischend und Nick erscheint erstmals arrogant. Irgendwann kann auch er sich zu einem Sympathieträger entwickeln. Die Story nimmt schnell an Fahrt auf, denn Amelies Ziel, ein Autogramm für Miro zu bekommen, ist ein Lauf mit der Zeit. Miro ist an Leukämie erkrankt und niemand weiß, wie lange er noch am Leben bleiben wird. Als ehrenamtlicher Klinikclown ist Amelie nah am Schicksal des Kindes. Ihre Vergangenheit bindet sie an die Kinder der Onkologie und dieses ist erneut ein gelungener Einschnitt, um nachdenklich  zu werden, denn Blutkrebs und eben auch alle anderen Arten von Krebs können uns alle betreffen. Niemand weiß, was das Leben letztendlich bereit hält und daher sollten wir unsere Gesundheit als das höchste Gut betrachten. 
Natürlich wird gleich schon zu Beginn klar, dass Amelie und Nick irgendwann ein Paar werden und sich eine Liebegeschichte entwickelt, die leider auch ihre Höhen und Tiefen hat. Gegenseitiges Vertrauen ist sehr wichtig, was Amelie irgendwann schmerzlich erkennen muss. Trotzdem gibt es natürlich ein Happy End, was nicht anders zu erwarten war und mich zufrieden meinen Reader ausschalten ließ. Die interessanten und charmanten Charaktere die Nick und Amelie begleiten geben "Mitternachtstango" das gewisse Etwas und verdrängen die leichte Traurigkeit, die sich bei mir hin und wieder breit gemacht hat. Insgesamt gesehen konnte mich das eBook begeistern und daher vergebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung, denn die Leichtigkeit und Atmosphäre des Verliebens wurde sehr gut eingefangen und bot dennoch ganz viel Raum mich nachdenklich zu stimmen. Diese Kombination habe ich als ganz hervorragend wahrgenommen und kann daher auch ohne Kritik ★★★★★ vergeben. 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

hurrikan, naturkatastophe, vereinigte staaten von amerika, armut, rassismus

Summertime - Die Farbe des Sturms

Vanessa Lafaye , Andrea Brandl
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 13.03.2017
ISBN 9783809026532
Genre: Romane

Rezension:  
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26 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

roman, jugendbuch, spannung

Niemand wird sie finden

Caleb Roehrig , Heide Horn , Christa Prummer-Lehmair
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.05.2017
ISBN 9783570173343
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Northanger Abbey

Jane Austen , Andrea Ott , Fritzi Haberlandt
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 09.05.2017
ISBN 9783837139327
Genre: Klassiker

Rezension:  
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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

shakespeare neuerzählt, shakespeare, literatur, theater, roman

Hexensaat

Margaret Atwood , Brigitte Heinrich
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Knaus, 17.04.2017
ISBN 9783813506754
Genre: Romane

Rezension:

"Hexensaat" ist ein Roman, der sich mit Shakespeares Prospero dem Zauberer aus "Der Sturm" beschäftigt. Was eigentlich als ein Rachefeldzug geplant war, wirkt auf ich letztendlich wie eine großartige Umsetzung der Grundidee Shakespeares. Felix wird durch eine Intrige inmitten seinem beruflichen Höhepunkt aus seinem geplanten Projekt entfernt. Das, was er dann zaubert, wird für die Leserschaft interessant und hochkarätig. "Hexensaat" ist ein Roman, der nicht einfach zu lesen ist und dennoch durch den Schreibstil ganz tief in mir arbeitete. Für mich als Laien war es eine Offenbarung Shakespeare kennen zu lernen und mich mit "Der Sturm" zu beschäftigen. Ein Theaterprojekt in einem Gefängnis zu inszenieren ist eine geniale Grundidee, denn es beinhaltet dadurch eine gewisse Situationskomik, die nur durch das Original nicht zustande gekommen wäre. Felix ist ein gebrochener Mann, der zuerst Frau und dann Kind verliert und um sich selbst nicht zu verlieren, sucht er sich Beschäftigung. Als kreativer Kopf braucht er dies, um nicht den Verstand zu verlieren. Mich hat beeindruckt, wie er  trotz aller Rückschläge immer wieder neu ins Leben findet. Es dauert seine Zeit und oftmals erscheint Felix als depressiv, was seinem Projekt, welches er dann in die Wege leiten kann nicht im Wege steht. Es erscheint auch für ihn Hilfe zu sein, sich nicht der Trauer allein hinzugeben. Natürlich sind es auch Menschen, die ihn auf seinen Weg weisen, wenn auch unbewusst, aber Rachegedanken fördern Kreativität eventuell auch.Der Vergleich zum Original "Der Sturm" ist deutlich zu erkennen und gibt dem Roman die nötige Würze. Es erscheint letztendlich glaubwürdig und bietet mir als Leserin ein gelungenes Abtauchen in Shakespeares Welt, die ich letztendlich auch genießen konnte. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da "Hexensaat" interessant und unserer modernen Zeit komplett angepasst worden ist und dadurch auch begeistern konnte. 

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, new age, rezension, liebesgeschichte, verlieben

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Manche Tage muss man einfach zuckern" ist ein amüsanter Roman, der Dauersingle Sarah wirklich glänzen lässt. Ihr persönliches Liebeschaos entwickelt ein Eigenleben, welches mich oft hat schmunzeln lassen. Für mich ist recht schnell klar, wer hinter den Zeilen auf "Missed Connections" steckt. Sarah braucht für die Erkenntnis bis zum Ende des Romans und diese Verwechslung ist einfach amüsant. Mich brachte es wirklich oft zum Schmunzeln. "Manche Tage muss man einfach zuckern" hat wenig Tiefgang, dafür aber jede Menge Leidenschaft und Sexszenen, die aber nicht ausarten, sondern äußerst passend sind zur Story. Sarah, die sich eigentlich eine feste Beziehung wünscht, lässt sich auf Jack ein, den Zwillingsbruder ihres besten Freundes und merkt nicht, dass diese Beziehung mehr ist als eine kurze, knackige Affäre. Jack ist immer erreichbar, um Sarah aus Situationen zu befreien, die meist mit ihrer neuen Arbeitsstelle in einem Massage - und Wellnesstempel "Inner Space" zusammenhängt. Sarah ist komplett überqualifiziert, aber um endlich eine eigene Wohnung finanzieren zu können und endlich die Couch ihres besten freundes Petes zu verlassen, nimmt sie den Job an. es ist katastrophal und die Hippies bringen mich vermehrt dazu, mich einfach wohl zu fühlen, obwohl mir in dem Moment keine Massage zuteil wurde, sondern ich den Lebensstil der Arbeitgeber einfach genießen konnte. Jeder so wie er meint, aber es ist einfach so überspitzt dargestellt, dass ich es nicht ernst nehmen konnte und es mich wirklich begeistert zurückließ. Es war fast schon spannender über diese Lebensart zu lesen, als die eingeflochtene Liebesgeschichte. "Missed Connections" ist eine Internetseite, die von Sarah immer wieder gelesen wird, da sie die Hoffnung hegt ihrem Mr. Right, der in ihrem Leben bis dato nicht präsent ist, vielleicht schon begegnet zu sein. Als dann eine Anzeige erscheint, die direkt auf sie zugeschnitten ist, nimmt die Story an Fahrt auf. Die Grundidee ist wirklich genial und hat mir meine Lesestunden wirklich versüßt. "Manche Tage muss man einfach zuckern" kann mit allen Klischees eines Liebesromans aufwarten und dennoch konnte ich abschalten und einfach nur genießen. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung und ★★★★ Sterne, denn die Story war letztendlich rund und konnte mich letztendlich überzeugen. 

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Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sybille Schmidt , Jana Schulz
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 07.04.2017
ISBN 9783833737367
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Die Prophezeiung der Hawkweed" hat mir einige angenehme Hörstunden beschert. Die Story ist interessant und für junge Hörer auch sehr spannend. Ein leichter Grusel ist nicht auszuschließen. Wer Hexengeschichten mag, wird "Die Prophezeiung der Hawkweed" lieben. Poppy und Ember sind sehr unterschiedlich. Während das eine Mädchen bei Hexen aufwächst und keine Begabung der Hexenkünste mit sich bringt. ist die andere verwirrt darüber, warum selbst Katzen ihr ständig und über all folgen. In der Schule kommt es oftmals zum Eklat, denn Poppy hat sich nicht unter Kontrolle und so passiert das eine oder andere Missgeschick. Es folgt Einsamkeit und Ablehnung. Was beiden fehlt ist echte Beziehung zu anderen oder im besten Falle eine echte Freundin. In manchen emotional dargestellten Begebenheiten werden sich junge Hörer/-innen wiederfinden können, denn der Wunsch dazuzugehören wird immer gleichbleiben, egal ob Hexe oder Unwürdige. Gerade dieses emotionale Auf und Ab konnte mich begeistern, da es der Story leichten Tiefgang vermitteln konnte. Nachdem sich die beiden Mädchen anfreunden, nimmt der Verlauf der Geschichte mächtig an Fahrt auf, denn es gibt Mächte, die dagegen ankämpfen, dass sich die wahre Hexenkönigin auf den Thron setzt. Immer wenn die Sprache auf die Hexen im Osten kommt, fühlte ich mich an den Zauberer von Oz erinnert. Die Erzählperspektive wechselt sich ab, sodass wir intensiv in Embers oder Poppys Erleben und Gedanken eintauchen konnten. So bleibt die Spannung erhalten. Was mir nicht unbedingt zusagte, war die eingeflochtene Liebesgeschichte, die im Nachhinein zwar Sinn ergibt, aber nicht zwingend notwendig für die Story war. Die Atmosphäre ist regelrecht düster und dennoch konnte ich mit der Story warm werden. Meine Erwartung an das Hörbuch war zwar eine andere, aber ich konnte trotzdem ohne große Mühen der Ereignisse folgen. Der Klappentext verrät sehr viel und die eingeflochtenen historischen Ereignisse der Hexenverfolgung empfand ich als sehr spannend, Ob es Hexen je gegeben hat oder es einfach Dummheit der Kirche war, lasse ich dahingestellt, da ich darauf wohl nie eine Antwort finden werde. Dieses Einfließen der früheren Ereignisse macht "Die Prophezeiung der Hawkweed" mitunter zu einer angenehmen Zeitreise,Insgesamt gesehen konnte ich in "Die Prophezeiung der Hawkweed" eine große Spannung wahrnehmen. Am Anfang plätschert die Story zwar vor sich hin bis sie sich dann zu einem echten Hörgenuss entwickeln kann, aber vielleicht ist dieses Vorgeplänkel notwendig, um den Sinn der Handlung zu verstehen?Ich vergebe sehr gerne eine Hörempfehlung an eine außergewöhnliche Hexengeschichte, die durch die Sprecherin Jana Schulz wunderbar wiedergegeben wurde.

★★★★

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

borderline, schmerz, bipolar, störung, selbstverletzung

Diverse Töne Rot;

Sanny Regen
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Starks-Sture, Anna, 15.03.2017
ISBN 9783939586258
Genre: Biografien

Rezension:

"Diverse Töne Rot;" hat mich zutiefst fasziniert. Ich empfand vieles des Geschriebenen mehr als abstoßend. Ich empfand Wut und konnte nicht einschreiten, da Sanny ihr Erleben selbst verarbeiten musste. Meine Gefühle während des Lesen kann ich nicht umschreiben, aber ich hätte ein Herz aus Stein, wenn ich nicht zutiefst berührt worden wäre. Nachdem ich mich auch mit Sannys Vergangenheit auseinander gesetzt habe, empfinde ich auch im Nachhinein ein großes Grauen. Es ist kein Mitleid, sondern eher ein Mittragen, ein Verständnis für die psychischen Erkrankungen. Wer kann solche belastenden Dinge ertragen, ohne sich zu fragen: "Warum lebe ich?" oder "Welchen Sinn hat mein Leben?" In Sannys Leben befindet sich sehr viel Schmerz. Zugefügter Schmerz durch eine Kindheit, die von Gewalt und Dominanz beherrscht wurde. Manche Begebenheiten treiben einem die Tränen in die Augen und es ist kaum auszuhalten weiterzulesen. Ich bin dankbar, dass ich mich dieser für mich sehr großen Herausforderung stellen durfte. Es war für mich lehrreich, da Borderline für mich ein Buch mit sieben Siegeln und dies sicherlich auch weiterhin bleiben wird, denn jede Erkrankung wird anders verlaufen und Sannys Geschichte eine andere sein, als bei jemandem anderem mit derselben Diagnose, dennoch fühle ich mich mitgenommen und auf gewisse Weise aufgeklärt. Aufgeklärt ist ein komisches Wort, aber in diesem Falle treffend.  Wer sich noch nie mit Borderline auseinandergesetzt hat, wird viele neue Erkenntnisse gewinnen. Für mich absolutes Neuland, welches ich mit gemischten Gefühlen betreten und auch wieder verlassen habe. Für mich war "Diverse Töne Rot;" wertvoll. Wertvoll, weil ich mich mit Erlebten auseinandersetzen musste, was sich teilweise wie ein Thriller las. Durch das Schreiben des Buches wird Sanny mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Das Erlebte fließt immer wieder mit ein und klingt mitunter wie ein Hilfeschrei. Es ist ehrlich und belastet mich noch nachträglich. Sannys Geschichte wird sich eindrücklich in meinem Gehirn abspeichern und immer wieder hervorgeholt werden, wenn ich das Wort "Borderline" hören werde. Die äußerst sensible Seite in mir ist mehrfach erwacht und ich fühlte mich hilflos. Hilflos vielleicht auch wie die Verwandtschaft von Sanny, die nur zusieht anstatt einzugreifen. Ich habe mich tatsächlich oft gefragt, ob ein Eingreifen vielleicht sinnvoll gewesen wäre, um Sanny aus der Gewalt ihres Vaters herauszureißen. Menschen, die die Macht über uns übernehmen wollen sind selbst krank und dies wird in "Diverse Töne Rot;" sehr deutlich. Hier zerstört ein Mensch eine Familie und wirkt auf die Umgebung völlig normal. Was hinter verschlossen Türen geschieht bleibt unerkannt und wird verschwiegen. Sanny ist zum Lügen verdammt, denn immer wieder wird die Familie mit dem Jugendamt konfrontiert. Es ist nicht normal, was innerhalb dieser Familie geschieht und die Folgen erkennen wir nun innerhalb dessen, was Sanny mitzuteilen hat. Eine psychische Erkrankung wie Borderline entsteht und vielleicht ist sie auch deshalb entstanden, da sich jemand herausgenommen hat sein Kind zu brechen? Als Leserin fühle ich mich machtlos und mit Taten konfrontiert, die mein Verstand schwer fassen kann. Gestern war für mich wichtig, meine Kinder in die Arme zu schließen, um meine Liebe zu demonstrieren. Jemanden Gewalt anzutun oder so  tief zu demütigen, dass er / sie nur noch aus Angst besteht, kann nicht richtig sein. Diese Art von Suggestion ist definitiv krank. Hier entstehen ganz klar Opfer und es kommt mir fast so vor, als wäre Borderline nur eine Folge des Erlebten.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Nearly Dead

Elle Cosimano , Stefanie Frida Lemke
Flexibler Einband
Erschienen bei Kosmos, 09.03.2017
ISBN 9783440146552
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Nearly Dead - Am Ende stirbst du" ist ein Jugendthriller, der leider einige kleine Mängel aufweisen konnte, was meinen Lesefluss aber nur geringfügig beeinflusst hat. Beworben wird der Thriller vom Verlag wie folgt:

Packender Psycho-Thriller und romantische Liebesgeschichte. Intelligent, intensiv und psychologisch glaubwürdig.
Meine Neugier war erwacht, da dieses genau mein Beuteschema an Büchern ist und so freute ich mich darüber, den Thriller zur Rezension zur Verfügung gestellt zu bekommen. Was mich letztendlich stutzig macht, sind die Worte " psychologisch glaubwürdig", denn dieses konnte ich keineswegs so empfinden. Nearly wird mit mehreren Morden konfrontiert und reagiert meiner Meinung nach wirklich oberflächlich. Um nicht selbst in den Fokus der Polizei zu rücken, reagiert Nearly mit Flucht und Verdrängung auf der anderen Seite. Ihre Vergangenheit und das Verlassen werden durch ihren Vater, bringt einige Stereotypien an Nearly hervor. Dies geschieht z.B. durch das regelmäßige Lesen der Anzeigentexte am Freitag in einer Zeitung, wobei sie jedesmal die Hoffnung hegt, Nachrichten von ihrem Vater zu bekommen. Durch die Anzeigen bekommt Nearly letztendlich Nachrichten eines Serienmörders zugespielt. Nachrichten, die es schnell zu entschlüsseln gilt, um dem Morden vorzubeugen.  Nearly, die sich gerade in der Situation befindet ein Stipendium zu gewinnen, ist gänzlich überfordert. Aus menschlicher Sicht sind  ihre Reaktionen etwas unglücklich dargestellt, denn sie wirkt definitiv zu tough. In einigen Situationen wirkt sie regelrecht unglaubwürdig in ihren Reaktionen und Empfindungen. Auch ihre paranormale Fähigkeit wird nur kurz angeschnitten und nimmt kaum Raum ein. Dieses hätte tatsächlich mehr ausgearbeitet werden können, um der Story noch eine andere besondere Note zu geben. Als dann noch Reed - der Bad Boy der Story - hinzugefügt wird, nimmt " Nearly Dead - Am Ende stirbst du" eine andere Wendung, die aber auch nicht wirklich überzeugen konnte. Die Grundidee des Thrillers ist wirklich gelungen, aber hier und da scheiterte es an der Ausführung. Thrill ist jede Menge vorhanden, welcher aber erst zum Ende des Buches zum Tragen kommt und dann so geballt auftritt, dass es schon fast erschlägt. Ein leichter Spannungsbogen zieht sich komplett durch das Buch, aber durch die Oberflächlichkeit der Protagonisten wirkt es leicht aufgesetzt. Drogen und andere Missstände werden aufgegriffen, aber nur grob angeschnitten.
Mich hat " Nearly Dead - Am Ende stirbst du" nicht komplett überzeugen können, daher würde ich nur eine  bedingte Leseempfehlung aussprechen. Thriller gepaart mit Liebesgeschichte ist normalerweise genau die Genre die ich lesen möchte und dennoch fehlt mir hier der überspringende Funke. Positiv zu erwähnen ist, dass sich die etwas über 400 Seiten sehr zügig lesen lassen und ich es auch nicht als Zeitverschwendung angesehen habe. Meine Erwartungshaltung an Cover und Klappentext allerdings eine ganz andere war. Die empfundenen Mängel lassen mich dazu hinreißen, eine  ★★★ Rezension zu hinterlassen mit der Anmerkung, dass Bücher einfach immer Geschmackssache sind. Was mir oberflächlich behandelt erscheint, kann für eine andere Leserin genau das Richtige an Buch sein. 

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198 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 85 Rezensionen

italien, liebe, sommer, hamburg, freundschaft

Brausepulverherz

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596035465
Genre: Liebesromane

Rezension:


"Brausepulverherz" macht definitiv Lust und Laune auf Sonne, Strand und Meer. Italien ist Hauptschauplatz. Genauer gesagt der Ort Finale, der auch für ein fulminantes Ende sorgt. Ein Happy End, welches ich mir genauso und nicht anders erhofft hatte. Bis dahin führt uns die Autorin allerdings ziemlich lange an der Nase herum. Diese Hinhaltetaktik hielt mich am Lesen, denn wenn es nur nach den Protagonisten gegangen wäre, wäre mir der Roman viel zu oberflächlich gewesen. So spann sie hier ein Familiendrama, da Herzschmerz und letztendlich die Frage: "Warum kann in der Liebe nicht alles glatt laufen?" mit ein. Eigentlich ganz einfach beantwortet, denn lediglich Friede, Freude, Eierkuchen will nicht wirklich jemand lesen, oder doch? Ehrlich gesagt war es mir aber dennoch hier und da ein klein wenig zuviel Drama. Eine Protagonistin, die es nicht schafft sich selbst zu behaupten und sich komplett fremd bestimmen lässt, nervt. Ein "Bad Boy", der sich nicht eingestehen kann, dass er Jiara mit Haut und Haar ergeben ist, nervt. Trotzdem konnte ich mich auf die Story einlassen, da es eben auch die Momente im Buch gab, die wie Brausepulver ein Kribbeln im Bauch hervorruft. Eine Story mit Tiefgang habe ich ja letztendlich auch nicht erwartet, denn Cover und auch Klappentext sprechen eine recht deutliche Sprache. Herzschmerz ist vorprogrammiert.  Mir hat es gefallen, auch wenn ich zwischendurch gerne die Möglichkeit gehabt hätte Jiara zu schütteln und Milo den Kopf zu waschen. Was hat man zu verlieren, wenn man sich Liebe eingesteht? 
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der mich sehr gut unterhalten hat und trotz winzigkleiner Kritikpunkte glänzen konnte.   

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

thriller, monika feth, thrille, blutrosen, rezension

Blutrosen

Monika Feth
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.04.2017
ISBN 9783570163153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schmuddelbuch, Mittwoch, 4.Mai, Nachmittag
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
(Aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland - Zitat im Thriller S. 140)

"Blutrosen" ist ein Thriller, der mich wütend und sprachlos macht. Die Faszination liegt direkt in der Demütigung und der Gewalt gegenüber Frauen und dies ist, was sich wie ein roter Faden durch die Story zieht. Mich beängstigt dies auf der einen Seite, auf der anderen Seite empfinde ich Mitleid mit den Frauen, die dauerhaft auf der Flucht sind, um sich und vielleicht auch ihre Kinder zu schützen. Niemand hat das Recht Menschen zu seinem Eigentum zu machen und die verborgene oder auch sichtbare Gewalt empört und schockiert gleichermaßen. Es ist der Autorin wunderbar gelungen das Thema Frauenhaus aufzugreifen und dieses mit einer Lebensgeschichte zu verstricken, die sich erst nach und nach präsentiert. Für mich ist es ein weiteres gelungenes Buch und meine hohen Erwartungen wurden komplett übertroffen.

Obwohl es der dritte Band einer Reihe ist, ist "Blutrosen" in sich abgeschlossen und kann getrennt von den vorherigen Thrillern gelesen werden, da nur wenig Bezug auf Band 1 "Spiegelschatten" oder Band 2 "Teufelsengel"genommen wird. Es wird lediglich erwähnt, dass die Kommissare schon zuvor Kontakt zur Protagonistin Romy hatten.
Cover und Titel passen auch beim Thriller "Blutrosen" wunderbar zusammen, auch wenn es erst zum Ende hin kurz eingepflegt wurde, überlief mich doch ein kalter Schauer.

"Blutrosen" besticht durch Menschen, die wir als Leser/-innen begleiten. Die einen sind absolute Sympathieträger und wieder andere sind beängstigend und regelrecht psychotisch. Mikael, in dessen Gedanken wir eintauchen ist absolut besessen von Fleur / Bea und dies ist, was dem Thriller die nötige Spannung bot. Die Story verläuft unblutig und dennoch geht eine ganz besondere Faszination aus, die mich sehr begeistert. Manchmal benötigt es nur Gedanken oder eingeflochtene Sätze, die leichte Schauer auf dem Rücken der Leser/-in erzeugen.

Durch die angenehme Schriftgröße und den kurzen Kapiteln ist der Jugendthriller für die angegebene Zielgruppe ab 14 Jahren bestens geeignet. Es ist zwar brutal, aber die Handlung ist angemessen, um nicht zu überfordern. Ich spreche daher gerne eine Leseempfehlung aus, da ich "Blutrosen" als sehr gelungen empfunden habe. Den Titel meiner Rezension "Obsession" habe ich deshalb gewählt, da ich innerhalb der Story eine gewisse Besessenheit wahrgenommen habe und dieses gerne ausdrücken wollte.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kleid, liebesroman, mode, new york, randomhouse

Ein Kleid von Bloomingdale's

Jane L. Rosen , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485116
Genre: Liebesromane

Rezension:


"Ein Kleid von Bloomingdales" ist ein wunderbares Debüt. Mir hat imponiert, dass ein Kleid Höhepunkt einer Geschichte sein kann und viele unterschiedliche Protagonisten vereinen kann. Ich gestehe, dass es mir Spaß gemacht hat in eine außergewöhnliche Story abzutauchen und ein Verlangen nach einem eben solchen Kleid wuchs von Seite zu Seite. Leider würde mir das beschriebene Kleid der Saison von Max Hammer in der Größe S nicht passen, aber man kann ja mal träumen. Für die Frauen, die das Kleid der Saison tragen, ist es eine Offenbarung. Nicht jede beschriebene Frau wird Sympathieträgerin sein, dennoch sind es genügend andere, die unser Herz erwärmen und mit denen wir freudig ihren Weg teilen werden. Manche der Frauen werden uns definitiv näher stehen als andere und wir erhoffen uns gerade für sie ein Happy End, bzw. eine Wendung ihrer Lebensumstände. 


Das Cover ist einfach gehalten und dennoch sprang mir das kleine Schwarze direkt ins Auge und schürte meine Neugier. Nachdem ich dann den Klappentext las, wusste ich, dass mich die Story hinter dem Kleid faszinieren wird. Zumindest war dies meine Hoffnung und diese wurde voll erfüllt.


"Ein Kleid von Bloomingdales" hat einen echten Zauber, der durch ein Kleid erschaffen wurde mich letztendlich begeistert hat. Die kurzen knackigen Kapitel und die ständigen Perspektivwechsel erfrischen die 288 Seiten und beleben es regelrecht. Der Autorin ist es gelungen mich abzuholen und mich in die Story eines ganz besonderen Kleides mitzunehmen. Es ist tatsächlich etwas ganz Besonderes. Einigen der Frauen wird es helfen, sich zu verändern. Einige rennen in ihr Unglück, obwohl sich da leichte Schadenfreude nicht verhindern lässt und wieder andere werden durch das Kleid echtes Lebensglück finden. Insgesamt gesehen ist die Veränderung der unterschiedlichen Menschen, die wir als Leserin begleiten, dass was "Ein Kleid von Bloomingdales" ausmacht und dem Buch eine würzige, spritzige und auch amüsante Note verleiht. Es verleiht aber auch Hoffnung und hilft Trauer zu überwinden. Außerdem ist es für Morris Siegel die Kreation, die ihm einen großartigen Abschied beschert. Das "kleine Schwarze" welches von Bloomindales an einige doch recht unterschiedliche Frauen verliehen wird, führt fast schon ein Eigenleben und entwickelt eine regelrechte Faszination auf alle ie es tragen oder auch nur sehen. 


Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, denn dem Sog des Kleides konnte ich kaum entgehen und da der Roman angefüllt ist mit Emotionen unterschiedlicher Art, wirkt es belebend und sehr lebendig. Es ist ein Kleid welches in den Vordergrund gerückt wurde und dies ist, was "Ein Kleid von Bloomingdales" so Besonders macht.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Gotland: Roman

Michael Stavarič
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 20.03.2017
ISBN 9783641208943
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Gotland" ist ein Roman, der mich vor eine sehr große Herausforderung gestellt hat, da ich als gläubiger Mensch Gott nie in Frage gestellt habe und nun mit einem Buch konfrontiert werden, indem genau dieses geschieht. Der Fokus liegt tatsächlich darin, sich Vorbilder zu suchen als Vaterersatz sozusagen und Gott als Vater entweder auszuklammern oder einzuladen in den Wahnsinn des Lebens. In einer Ich - Erzählung kommt uns der Protagonist sehr nah und ich habe schwer Zugang zu ihm finden können. Entweder war es sehr sexualisiert oder schwer verdaulich. Immer wieder wird Gott in den Vordergrund gerückt. Die biblischen Geschichten von Kain & Abel, Noah oder Abraham werden regelrecht zerpflückt und in Frage gestellt. Ich konnte es nicht gleich begreifen, obwohl der Anfang des Buches von einer Manie berichtet, die sich letztendlich auch im Roman finden lässt. Die Insel Gotland kommt immer dann zum Vorschein, wenn Gedanken ins Stocken geraten oder der Autor vielleicht auch einfach nur ablenken will?

Auch nach Beenden des Buches stelle ich mir die Frage, wohin der Autor mich führen wollte. Natürlich ist gerade das Ende sinnig und schenkt Begreifen über die Eigentümlichkeit der Story, da sie aber sehr schwankt und oft verwirrt, ist das Lesen mitunter mühsam. Mehr als einmal kam mir der Gedanke, dass ich die Story wirklich schizophren empfand, da der Autor oftmals große Sprünge machte, denen zu folgen wirklich eigentümlich ist. Das Gefühl als Leserin dabei, lässt sich kaum erklären. Um sich eine Meinung bilden zu können, ist meine Empfehlung, das Buch selbst zu lesen ☺ Von mir eine Leseempfehlung an einen Roman, der nicht gänzlich schlecht ist, sondern einfach nur anders, wobei dies ja nicht schlecht sein muss.
Die Grundidee zum Roman ist wirklich gelungen und auch wenn mich der Bezug auf Gott manchmal störte, ist es für das Ende ausschlaggebend, denn es beweist eine gewisse Abhängigkeit mit der jeder Mensch irgendwie und irgendwo zu kämpfen hat. Es entscheidet letztendlich, wie ich damit umgehe und wie weit ich mich darauf einlasse. Auch, auf welche Suche ich mich begebe ist ausschlaggebend dafür, wie ich letztendlich reagiere und vielleicht auch falsches Handeln entschuldigen kann oder eben auch nicht. "Gotland" hat viele interessante Ansätze und Facetten auf die man sich tatsächlich einlassen muss, um zu verstehen, was Prolog und Epilog letztendlich gemeinsam haben.

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Strom auf der Tapete

Badey , Kühn , Kerstin Schürmann
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.03.2017
ISBN 9783407822116
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Strom auf der Tapete" ist ein sehr gelungenes Buch für Jugendliche und Junggebliebene. Die beiden außergewöhnlichen Protagonisten machen das Lesen zu einem Erlebnis, da ihre Unterschiede nicht interessanter hätten beschrieben werden können. Ron Robert lebt in einem Plattenbau mit seiner Mutter, die den Alkohol sehr zuspricht und auch diverse Männergeschichten aufweisen kann. Clara sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Sie hat Eltern, die sie selten zu Gesicht bekommt, lebt aber ansonsten im Reichtum, obwohl Geld vieles nicht ersetzt, was im Roman offen zur Sprache gebracht wird. Robert Ron kennt seinen Vater nicht, daher macht er sich auf die Suche und nimmt Clara mit. Es ist ein Unterfangen, welches auf der einen Seite herrlich chaotisch, aber auf der anderen Seite auch dazu führt, dass beide ins Nachdenken geraten, oft über ihren eigenen Schatten springen müssen und dabei erkennen, wie wichtig Freundschaft ist. Insgesamt gesehen hat "Strom auf der Tapete"meine hohen Erwartungen voll erfüllt. Die 192 Seiten waren viel zu schnell gelesen und dennoch arbeitet der Roman noch weiter, denn die leisen und lauten Töne der Story lassen sich schlecht überhören. Mir gefiel der Schreibstil, der eigenwillig und dennoch sehr deutlich ist. Der Titel des Romans wird schnell klar. Spätestens dann, wenn die Nachbarin unter der Wohnung gegen die Tür hämmert. In einer Plattenbausiedlung muss man sich anpassen und laute Musik oder anderer Krach wirkt sich auch auf die Nachbarschaft aus. Für Ron Robert und Clara ist es Zeit, die Flucht zu ergreifen. Dies geschieht in "Schneewittchen", einem Auto, welches extra für Ron Roberts 16. Geburtstag geliehen wurde. Es versteht sich von selbst, dass Ron Robert zu dem Zeitpunkt noch keinen Führerschein hat, oder? Manche Dinge muss man einfach überlesen, obwohl es hoffentlich nicht dazu führt, dass sich die Zielgruppe an Leser/-innen ins Auto setzt und losfährt?Trotz Stress und Enttäuschungen lassen sich die Protagonisten nicht hängen, sondern geben "alles", um Ron Roberts Vater in Letschow zu finden. Letztendlich finden sie vieles anderes, was "Strom auf der Tapete" zu etwas ganz Besonderem macht. Ich empfand das Lesen als Bereicherung und vergebe daher sehr gerne eine Leseempfehlung, da der Roman es wirklich schafft aus der Masse heraus zu stechen. 

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Nils Holgersson

Selma Lagerlöf , Susan Niessen , Marc-Alexander Schulze
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 13.06.2016
ISBN 9783785584064
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf der Suche nach einem Buch zum Vorlesen und zum Teil auch Selbstlesenlassen entdeckte ich einige Kinderbuch - Klassiker auf der Seite des Loewe Verlages. Angefangen haben wir nun mit "Nils Holgersson" und es werden sicherlich noch weitere folgen, denn auch "Das Dschungelbuch" oder "Pinocchio" interessieren mich auch sehr. Es ist für mich mit Kindheitserinnerungen verbunden, die ich gerne mit meiner Tochter teilen möchte, solange sie es noch genießt, Bücher mit mir gemeinsam zu erleben."Nils Holgersson" war mir nicht unbekannt, dennoch empfand ich seine Reise mit den Wildgänsen nach Lappland sehr interessant.Am meisten fasziniert mich die Verwandlung vom bösen Knirps, der sich charakterlich ändert, sich über sich selbst schämt und nach und nach beginnt, Tiere wertzuschätzen. Selbst die Tiere machen eine Verwandlung durch und erkennen in Nils ein Gegenüber auf Augenhöhe. Diese gegenseitige Akzeptanz ist gewinnbringend für alle, denn Nils ist nun zwar klein, besitzt aber immer noch Köpfchen, um sich und seine neuen Freunde mitunter auch aus brenzligen Situationen zu befreien, Wer nicht glänzen kann im Buch sind wir Menschen, denn wir sind diejenigen, die den Tieren schaden. Wir nehmen Tiere gefangen und berauben sie ihrer Freiheit oder wir töten, um zu überleben. Es wird ein ewiger Kreislauf bleiben, dennoch wurde es noch einmal ganz deutlich hervorgehoben.Wunderbar sind die kurzen Kapitel, die eine angenehme Schriftgröße aufweisen. Erstleser werden nicht überfordert und auch das Vorlesen bleibt angenehm. Die Illustrationen sind sehr gelungen und werten das Buch um einiges auf. Der Preis von 5€ macht das Kinderbuch zu einem echten Schnäppchen. Wer also ein Geschenk sucht, sollte sein Augenmerk auf diese Kinderbuch - Klassiker richten. Von uns eine Leseempfehlung, denn "Nils Holgersson" war ein echter Schatz. Es hat Spaß gemacht sich erneut in dieses Kinderbuch zu vertiefen, auch wenn die Story nicht wirklich unbekannt war. Ich finde es wirklich lohnenswert auch alte Schätze immer wieder neu aufzulegen damit sie nicht in Vergessenheit geraten. "Das Gute behaltet ....."

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als, hoffnung, erinnerungen, familie, liebe

So groß wie deine Träume

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.02.2017
ISBN 9783810530394
Genre: Romane

Rezension:

"So groß wie deine Träume" ist ein Roman, der mich sehr bewegte, Er erzählt nicht nur von der tückischen Krankheit ALS, sondern eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art. Ein Ehepaar ist 50 Jahre miteinander verheiratet und muss einen schweren Schicksalsschlag verarbeitet, denn es ist klar, dass Mattie sterben wird. Don ist ein ganz wunderbarer Mann und ich bewundere ihn für seine Stärke, auch wenn ihm die Angst und Sorge um seine Frau um den Verstand bringen will, schafft er es sie los zu lassen. Die Erinnerungen, die Don und Mattie mit uns teilen sind eine Wertschätzung an das Leben. Es begegnet uns Trauer und dennoch auch ganz viel Liebenswertes, was mich sehr anrührte. Vielleicht wird der eine oder andere Leser "So groß wie deine Träume"  als kitschig empfinden, aber für mich war es genau passend. Es kam im richtigen Moment, denn ich brauchte etwas fürs Herz und bekam mehr davon, als ich vom Klappentext her erwartet hätte. 
Das Cover zeigt viele Gegenstände, die einen Hinweis auf Matties Truhe geben. Im Verlauf der Story wird immer mehr ihrer Sammlung offenbart und jeder Gegenstand hat eine Geschichte. Wir reisen also in Matties Vergangenheit und verharren dort kurzweilig. Viele Weisheiten des Lebens werden offenbar und oft stellte ich mir die Frage, was hinterlasse ich meinen Kindern an Erinnerungen? Die Idee eine Truhe zu füllen und von Generation zu Generation weiterzugeben empfand ich als wunderbar, obwohl ich befürchten würde, dass meine Töchter es vielleicht nicht so wertschätzen würden wie ich es getan hätte.
Viele Weisheiten begegnen uns immer wieder und geben dem Roman daher eine gewisse berührende Note. Manche berühren intensiver, manche gehen sofort ins Herz und manche regen zum Nachdenken an. Ich bin für Lebensweisheiten wirklich sehr empfänglich. "Man nehme eine Tasse Liebe, einen Schuss Fürsorge, einen Löffel voller Freundlichkeit, etwas Geduld, vermischt alles mit Vertrauen, garniere es großzügig mit Verständnis und teile es mit jedem, dem man begegnet."  Zitat S. 149 
Besonders nah waren mir die Protagonisten des Buches, da jeder seine eigene Geschichte schrieb. Sie agieren Hand in Hand soweit wie möglich und geben sich Halt und Frieden. Die Pflege von Mattie erweist sich auch für Rose als Glücksgriff, denn im Nachhinein profitieren alle voneinander und können nicht nur als Dienstleistung zusammenwachsen. Besonders gut hat mir Jerris uneingenommen Freude am Leben gut getan. Kinder sprechen Dingen einfach aus ohne groß darüber nachzudenken, während wir als Erwachsene erst überlegen, bevor wir etwas sagen oder antworten. Vier Menschen treffen aufeinander und werden zum Lebensende hin wichtig füreinander. Natürlich geschehen diese Dinge nur im Idealfall, aber für die Story war es passend, denn sonst hätte ALS doch sehr viel mehr Raum eingenommen, als schon vorhanden.

Insgesamt gesehen war "So groß wie deine Träume" ein wunderschöner Roman über dessen Schönheit ich noch einige Zeit verharren möchte. Er war mein erstes wirkliches Highlight für 2017, daher vergebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung

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amy ewing, liebe, das juwel, dystopie, fantasy

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

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persien, iran

Sechzehn Wörter

Nava Ebrahimi
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 27.03.2017
ISBN 9783442756797
Genre: Romane

Rezension:

"Sechzehn Wörter" ist ein Roman, der mir die iranische Kultur ein klein wenig näher bringen konnte, In sechzehn Worten, die Monas leben prägen erhalten wir Einblicke in eine Welt, die mir fremd war und je mehr ich las nicht mehr unverständlich blieb, sondern beeindrucken konnte. Nach dem Tod der Großmutter setzt sich Mona mit ihren Wurzeln auseinander und dies geschieht zwar allmählich, wird aber von Seite zu Seite eindrücklicher. Gerade der Schreibstil konnte mich überzeugen, da die Worte fließen und mich mitnehmen konnte in eine sehr interessante Lebensgeschichte und eine Kultur, die mir irgendwann nicht mehr fremd erschien. Für mich war "Sechzehn Wörter" intensiv, da sich die Story hauptsächlich auf Mona konzentrieren konnte und natürlich auch auf Sitten und Gebräuche des besuchten Landes. Es ist ein Roman der nicht überfordert oder eigentümlich auf seine Leserschar wirkt, da es authentisch bleibt und mich dadurch besonders anrühren konnte. Hervorgehoben werden Familienbande, die auch zerbrechen können und dennoch bestehen bleiben, da Familie wertgeschätzt wird. Auch wenn man viele Meilen auseinander lebt bleibt man verbunden. Besonders herrlich sind die Rückblicke auf die Großmutter, die mir äußerst herzlich erschien und deren Lieblingswort "Kos" mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Für mich war "Kos" bisher eine Insel in Griechenland und nun werde ich sicherlich grinsen müssen, sobald jemand "Kos" sagen wird, da ich nun auch eine andere Bedeutung kenne. 
"Sechzehn Wörter" ist ein Roman mit dem ich mich gerne auseinandergesetzt habe, denn die mitunter naive analytische Suche nach Wahrheit und Erkenntnis konnten mich überzeugen. Mona steht zwischen zwei Kulturen und auch wenn ich dieser fremden Welt mitunter misstrauisch entgegenblicken konnte, war ich am Ende fasziniert und auch aufgeklärter was Begebenheiten und Traditionen betrifft. "Sechzehn Wörter" hat mich überzeugt und daher vergebe ich gerne eine Leseempfehlung. Die knapp 2000 Seiten waren fast schon zu zügig gelesen, denn mein Interesse an Land, Kultur und Tradition war geweckt und ich hätte hier und da gerne mehr Einblicke in Gepflogenheiten erhalten. Dennoch war die Story rund und ich finde nichts, was ich bemängeln müsste. Außergewöhnlich, warmherzig und interessant gestaltete sich jede Buchseite und nahm mich mit auf eine Suche nach Identität. 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, schwierige kindheit, verlust, freundschaft, familie

Mit meinem ganzen Leben

Madeleine Reiss , Valerie Schneider
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.12.2016
ISBN 9783959670548
Genre: Romane

Rezension:

"Mit meinem ganzen Leben" ist ein sehr stimmungsvoller Roman, der emotional wirklich glänzen konnte. Er spricht nicht nur von verlorener Liebe, sondern beinhaltet Abschied nehmen, Trauer und die Verarbeitung von dramatischen Ereignissen, die das Leben von Rora (Aurora) und Carl mitbestimmt haben. Vieles blieb unausgesprochen bis zu ihrem erneuten Wiedersehen und wird erst im weiteren Verlauf der Story Einblicke verschaffen. "Der schicksalhafte Tag", der im Klappentext erwähnt wird, war mitbestimmend für das Auseinanderleben der beiden Protagonisten und je mehr Seiten ich las, bekam das Verhalten einen Sinn. Manchmal verhalten wir Menschen uns aus Selbstschutz seltsam und verletzen uns dabei gegenseitig. Als nun endlich alles zusammengefügt wird, was mir richtig und wichtig erschien, nahm die Story wieder eine Wende, die ich so nicht erwartet hätte. Mich hat gerade das Ende nicht überzeugt, denn ich hatte auf ein Happy End gehofft, welches dem Roman die Schönheit geboten hätte, die ich mitunter vermisst habe. Der Roman ist im Grundton eher melancholisch, was nicht schlecht ist, aber in der Kulisse in der die Story ihr zuhause hat, ein klein wenig mehr Freude und Farbe die Stimmung erhellt hätte. Im Gesamtergebnis fühlte ich mich trotzdem wohl, obwohl ich mir eine Liebesgeschichte erhofft hatte. So ist "Mit meinem ganzen Leben" eher ein Drama geworden, was trotzdem gut zu lesen war. Ein angenehmer Schreibstil, interessante Protagonisten, deren Verhalten nicht immer zu verstehen war und ein schreckliches Geheimnis boten ein unerwartet anderes Lesevergnügen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der eben nicht Friede - Freude - Eierkuchen erzählte, sondern voller Melancholie und verlorener Liebe seine eigene Geschichte erzählen konnte.

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worte, freundschaft, elyse, mobbing, originell

Wunderworte

Abby Cooper , André Mumot , Suse Kopp
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500393
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Wunderworte" ist ein sehr gelungener Jugendroman, der die Macht von Worten liebevoll verpackt in eine Story, die regelrecht unter die Haut ging. So ganz fiktiv empfand ich Elyses Krankheit CAV nicht, denn wenn wir ehrlich sind, gibt es jede Menge Worte, die sich ganz tief einbrennen. Die guten, wunderbaren gehen regelrecht runter wie Öl und erwärmen unser Herz. während andere uns ganz tief innen treffen. Worte lassen sich nicht zurücknehmen und können sowohl verletzen oder eben auch wertschätzend sein. In "Wunderworte" sind es die schlimmen, fiesen Worte, die anfangen zu jucken, während schöne, liebe Worte eher wie ein Kitzeln auf der Haut sind. Die Worte sind auf Elyses Haut zu lesen und das macht es zu etwas ganz Besonderem. Eine sehr ungewöhnliche Erkrankung, die sich aber im Verlauf der Story wandeln kann, denn obwohl Elyse immer irgendwie ein Freak bleiben wird, kann sie sich mit ihrer Krankheit arrangieren und über sich hinaus wachsen. Es imponierte mir letztendlich, denn trotz aller Kränkungen bleibt Elyse sie selbst und verstellt sich nicht.  Auf ihrem Weg verliert sie Freunde, gewinnt aber einige hinzu, die letztendlich doch viel wertvoller sind, da sie zu ihr stehen und sie mittragen. 
Mobbing ist in "Wunderworte" ein ernst zu nehmendes Thema, daher empfand ich das Buch als sehr wertvoll. Es ist eine Story, die zwischen den Zeilen gelesen werden sollte und für die angegebene Zielgruppe sehr viel bereit hält, was jeder auf sich selbst beziehen konnte. Worte treffen schwer und manchmal zerstören sie auch. Es ist etwas, mit dem man ganz vorsichtig umgehen lernen sollte, um eben nicht zu verletzen, sondern im Umgang miteinander nachzudenken, denn Worte zurücknehmen ist schwer, wenn sie einmal ausgesprochen worden sind. Ich könnte ganze Bücher füllen mit Worten, die mir schmerzlich in meinem Leben über den Weg gelaufen sind und sich tief eingeprägt haben. es fällt schwer sich etwas zuzutrauen, wenn man oft gehört hat: "Das kannst du doch sowieso nicht!" Doch, ich kann es und auch Elyse wächst über sich hinaus und wird diejenige, die am Ende ganz viel Lob wie eine warme Brise auf der Haut bekommt. 
Ich empfand "Wunderworte" als einen Buchschatz, der natürlich völlig überspitzt eine außergewöhnliche Story erzählt, dessen Alter ich längst entwachsen bin, dennoch gab es auch viele, viele Weisheiten, die ich auch auf mich beziehen kann. Elyse ist 12 Jahre alt und daher der Zielgruppe junger Leser/-innen um einiges näher als ich, was aber nicht bedeutet, dass ich sie dadurch weniger ernst genommen hätte. 
Ich liebe das bunte Cover, welches fröhlich und bunt wirkt. Die Story entpuppt sich nach und nach zu echter Schönheit, da Elyse beginnt sich selbst zu finden und CAV fast schon Nebensache wird. Eine absolute Leseempfehlung für einen Jugendroman, der mich nachdenklich stimmt, aber eben auch sehr fasziniert hat. 

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100 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, john katzenbach, cold cases, usa, krimi

Die Grausamen

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426306031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Grausamen" klang nach einem Thriller, der vollgepackt durch Grausamkeit beängstigend und voll von Hochspannung stecken könnte. Zumindest war dieses mein Wunsch. Insgesamt gesehen plätscherte die Story 576 Seiten lang vor sich hin, um mir ab der Mitte des Buches schon den Überraschungsmoment der Auflösung des Falls "Tessa" zu bieten, was mich dann doch ein klein wenig ärgerte. Als Thrillerleserin brauche ich keine blutigen Szenen oder widerwärtige Morde, aber Spannung darf ich erwarten und diese ließ einfach zu lange auf sich warten. 

Ich habe schon vor Jahren einen Thriller des Autors gelesen und als ich nun anfing "Die Grausamen" zu lesen, wusste ich auch wieder, weshalb ich einen großen Bogen um seine Bücher gemacht habe. Ich mag es normalerweise schon, wenn ich in Thrillern Nebengeschichten lese, die sich im nachhinein wie ein Puzzle zusammenfügen, aber dieses ausschließlich zu lesen, gibt einem Thriller nicht die nötige Atmosphäre um Thriller genannt zu werden. Sehr interessant sind die beiden Ermittler gezeichnet, da diese nun im Cold Case eingesetzt wurden, um alte Fälle neu aufzurollen. Was sie letztendlich entdecken wird leider zu offensichtlich beschrieben, dass mir am Ende wie schon erwähnt, der Überraschungsmoment fehlte, Einige Leichen säumen den Weg von Gabe und Marta und irgendwann geraten sie selbst in Gefahr. Es ist Korruption und deutet darauf hin, dass die Polizei selbst einiges verbockt hat, um den Fall "Tessa" aufzuklären oder haben sie selbst die Hände im grausamen Plan gehabt? 

Wirklich klar, warum der Thriller den Titel "Die Grausamen" trägt, war es mir auch nach Beenden des Thriller nicht. Ich bin wirklich leicht unzufrieden, da meine Erwartung sehr hoch war und ich mich zwar nicht durch den Thriller quälen musste, mir aber komplett der Spannungsbogen fehlte. Ein guter Beginn, ein eher seichter Mittelteil und ein Ende, welches leider zu vorhersehbar war. 

Ich vergebe eine eingeschränkte Leseempfehlung, da mir vieles einfach zu offensichtlich war. Die Story ist gelungen, die Personenzeichnungen sehr gut, aber dennoch empfand ich das Lesen zu langatmig, regelrecht lahm. Einige Abschweifungen weniger hätten dem Thriller nicht geschadet. Vielleicht wäre dann auch echte Spannung aufgekommen? Die Grundidee war nicht schlecht, aber viel zu ausführlich, um mich letztendlich zu begeistern.

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

freundschaft, liebe, krimi, humor, entführung

Digby #02. Zu cool zum Sterben

Stephanie Tromly , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.03.2017
ISBN 9783789148101
Genre: Jugendbuch

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

band 2, animox, verfolgung, oetinger verlag, familie

Animox - Das Auge der Schlange

Aimée Carter , Maren Illinger , Frauke Schneider
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.03.2017
ISBN 9783789146244
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Animox. Das Auge der Schlange" ist der zweite Band einer Buchreihe für junge Leser/-innen. Mir gefällt die bunte Mischung aus Fantasy, Familienbanden, Abenteuer und Freundschaft und wird daher sicherlich die Zielgruppe ansprechen können. Interessant ist, wie Simon lernen muss sich selbst zu vertrauen und andere an sich heranzulassen. Durch die angenehme Schriftgröße und die kurzen knackigen Kapitel werden auch Lesemuffel das Buch genießen können. Ich raste förmlich durch die Story und war am Ende fast ein klein wenig enttäuscht, dass es schon beendet war. Es wird eindeutig immer Bücher geben, die auch Erwachsene begeistern können. Die Animoxreihe gehört definitiv dazu und ich erhoffe mir, dass sie die nötige Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Insgesamt wird es wohl vier oder sogar fünf Bände der Reihe geben und ich erhoffe mir auch weiterhin absolute Hochspannung.
"Schlimme Dinge geschehen jeden Tag, und manchmal ... manchmal fühlt es sich an wie das Ende der Welt. Aber irgendwann wird alles wieder besser."  Zitat Seite 69
Die Optik des Covers ist regelrecht magisch. Ein leichter 3D Effekt lässt sich blicken und erfühlen. Ich bin wirklich begeistert und freue mich sehr darüber diesen Buchschatz in meinem Regal zu haben.  Die Story ist sehr rasant und die Frage ist oftmals, wer nun Feind oder Freund ist? Simon, der zwar einen Bruder hinzugewonnen hat, ist dennoch bemüht seine Mutter zu finden und sie gegebenenfalls zu befreien. Es ist ein spannendes und packendes Abenteuer, welches mich gerade dann als Simon tatsächlich auf seine Mutter trifft emotional sehr schwer getroffen hat, denn die Tierreiche über seine Kinder zu stellen empfand ich als echt hart, wobei ich Simon natürlich zutraue, dass er aus dieser Geschichte als Held hervorgehen wird. Dies geschah nun  leider nicht im zweiten Band "Animox. Das Auge der Schlange", wird aber sicherlich erfolgen, denn alles andere kann ich nicht akzeptieren. Ein mutiger unerschrockener Junge, dessen Abenteuer einfach nur gelungen sind. Für Simon selbst sind viele Dinge eine echte Herausforderung, aber er wächst von Aufgabe zu Aufgabe und lässt sich nicht entmutigen. Kinder brauchen Helden und in diesen Storys ist er tatsächlich zu finden. Lasst euch mitnehmen in ein fantastisches Abenteuer. Ihr werdet es nicht bereuen. "Animox. Das Auge der Schlange" ist tatsächlich für Jung & Alt geeignet. Von mir gibt es definitiv eine fette Leseempfehlung, denn alles andere wäre Unsinn. Der Autorin ist es gelungen mich neugierig auf den dritten Band zu machen und hat schon in den ersten beiden Animoxabenteuern dafür gesorgt, dass ich mit Simon mitfiebern konnte und mich das Abenteuer der Verwandlung in Tiere regelrecht fasziniert hat. Wie oft haben wir uns als Kinder gewünscht stark zu sein wie ein Löwe oder uns aus brenzligen Situationen fliegend zu entfernen? 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

Die letzte Haltestelle

Sharon E. McKay , Bettina Obrecht , Timo Grubing
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.03.2017
ISBN 9783570172506
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Die letzte Haltestelle" erzählt die Geschichte der kleinen Beatrix, die um das Überleben in Holland kämpfen muss. Der Titel des Buches wird schnell sinnig und mich begeistert, dass Beatrix Menschen an ihre Zeiten gezeichnet bekommen hat, die trotz Besetzung des Landes und der Angst vor Verhaftung Kinder nicht sich selbst überlassen, sondern Schutz und ein Zuhause bieten. Hier sind es drei sehr ungewöhnliche Menschen, denen es völlig egal ist, dass Beatrix Jüdin ist. Völlig schnörkellos und unverblümt bedient sich die Autorin mit Tatsachen, die hinten im Buch noch erläutert werden. So und nicht anders hätte sich Beatrix Schicksal tatsächlich abgespielt haben. Jede Menge Kinder wurden vor den Nazis versteckt und sicherlich lebten die Beschützer/-innen stündlich in Angst und Schrecken, denn Ausschwitz, Birkenau und andere Konzentrationslager waren bekannt. Das Schicksal von Beatrix liegt also in den Händen von ihr doch recht unbekannten Menschen, die im Laufe der Story zu Onkel und Tante werden. Lieve kommt hinzu und zu viert versuchen sie nun das kleine Mädchen zu schützen. Es ist ein Roman, der natürlich auch ganz viel Traurigkeit in sich birgt, aber dieses ist nicht belastend, sondern ideal für kleine Kinderseelen. Auch Kinder sollten sich mit Krieg und dem was sich dahinter verbirgt auseinandersetzten. "Die letzte Haltestelle" überfordert keineswegs, sondern ist absolut für das empfohlene Lesealter geeignet. Ich empfand die angemessene Schriftgröße und die gezeichneten Bilder wunderbar und werde das Buch nun an meine Tochter weitergeben ohne zu befürchten, dass es sie überfordern könnte. Von mir definitiv eine Leseempfehlung, da "Die letzte Haltestelle" sehr lehrreich ist, etwas von unserer Geschichte wiedergibt und dieses auf ganz besonders liebenswerte Art und Weise. Die Protagonisten sind skurril, liebenswert und fühlen sich sofort verantwortlich für Beatrix, obwohl sie ab diesem Zeitpunkt selbst um ihr Leben fürchten müssen. Menschlichkeit nimmt großen Raum ein und bewegte mich sehr.

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