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58 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, paula hawkins, selbstmord, mord, wasser

Into the Water

Paula Hawkins
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 02.05.2017
ISBN 9780857524430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Girl on the Train" hinterließ seine Leserschar zwiegespalten und dies weckte meine Neugier auf den neuen Thriller der Autorin. Klappentext und Cover sprachen mich sehr an und ich war mehr als gespannt, ob mich "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" letztendlich begeistern kann. Ein recht ungewöhnlicher Schreibstil und jede Menge Nebenschauplätze und Personenbeschreibungen nehmen sehr viel Raum ein und wenn nicht jedes Kapitel eine Überschrift getragen hätte, hätte ich schnell den Überblick verloren. Es ist verwirrend und die Orientierung zu behalten ist nicht einfach, dennoch bekommt die Story nach und nach einen Sinn. Leider ist der erhoffte Spannungsbogen zäh und nimmt erst recht spät an Fahrt auf. Das Ende ist recht offen und fordert mich heraus, mir meine eigenen Gedanken zusammen zu schustern. Der Grundgedanke von "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" ist definitiv gelungen, dennoch bin ich nicht komplett überzeugt worden. Irgendetwas fehlt, obwohl ich nicht wirklich benennen kann, was es letztendlich war. Es ist ein Familiendrama, eine alte Schuld und vieles mehr, was uns durch den Thriller begleiten wird und sich nach und nach präsentiert. Sofort zu wissen, was es es mit dem Drowning Pool und dessen Umgebung auf sich hat, wäre ermüdend gewesen und hätte dem Thriller komplett die Spannung entzogen, dennoch fehlte mir der Überraschungsmoment. Es hängen viele Personen in dieser Story fest und jede trägt ihr Päckchen. Schuld? Verdrängung? Eine Vergangenheit, die wieder auflebt? Emotional gesehen ist hier vieles zu finden und dennoch berührte es mich nur bedingt. Julia selbst, die in den Ort ihrer Kindheit zurückreist kann nur bedingt glänzen, da sie doch recht oberflächlich bleibt. Bei mir konnte sie leider nur wenig Sympathiepunkte einheimsen. Sie wurde für mich einfach zu blass gezeichnet, um zu überzeugen. 
Insgesamt gesehen ist "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" ein ruhiger vor sich hin plätschernder Psychothriller, der erst am Ende leicht an Fahrt aufnimmt. Komplett überzeugt bin ich leider nicht und kann daher nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen. Versprochen hatte ich mir um einiges mehr, zumal das Buch auf vielen Seiten hoch gelobt und beworben wurde. Für mich fehlte es hier und da an Spannung, denn die Story selbst hat viel Potential, die mir aber zu oberflächlich geblieben ist.
★★★★  (3,5 Sterne)

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, serie, anwalt

Vor der Wahrheit

James Grippando , Marco Mewes
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670838
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Vor der Wahrheit" ist ein sehr ausgewogener Thriller, dessen Spannung nach und nach zunimmt. Langsam aber stetig rieselten Informationen auf mich ein, um am Ende dann zu komplettieren. Ich war oft ratlos, denn die Wahrheitsfindung nimmt eigentümliche Wege. Letztendlich ist es ein Familiendrama, dessen Geschichte schockt, aber auch aufzeigt, wie schwierig es ist, ein oder auch zwei Kinder zu sich zu nehmen, dessen Wurzeln nicht bekannt sind. Sashi scheint letztendlich psychisch krank und zerstört damit eine Familienidylle. Ist Dylan Reeves ihr Vergewaltiger und Mörder? Dieses gilt es aufzuklären und Jack Swyteck macht es sich nicht leicht in die Hintergründe einzutauchen. Er selbst hat eine eigene Geschichte, die immer wieder aufgegriffen wird und ihm daher ein Gesicht gibt. Mir gefällt, dass er nicht oberflächlich abgehandelt wird, sondern lebendig gezeichnet ist. Es ist der siebte Thriller rund um  Jack Swyteck , was den Lesefluss nicht stört, da "Vor der Wahrheit" eine eigenständige Story ohne Rückblenden ist. Verständlich wird aber, warum Jack Swyteck immer wieder Protagonist ist, denn er wirkt sehr sympathisch, bodenständig und eifrig bemüht Dylan Reeves Unschuld oder auch Schuld zu beweisen. Letztendlich wendet sich das Blatt und Dylan steht nicht mehr alleine im Fokus der Ermittlungen. Alle Indizien sprechen dafür, dass Dylan der Täter ist. Es gibt keine Leiche und Sahi bleibt verschwunden und dennoch keimt Hoffnung auf, denn Sashi hat ihre Pflegemutter per Telefon kontaktiert. Alles nur ein makaberer Scherz?
Der Schreibstil ist sehr gelungen und ich konnte förmlich durch die Seiten fliegen. Der Thriller hielt mich einige Tage sehr beschäftigt und auch wenn die Story ohne Blut auskommen konnte, ist es auf psychischer Ebene ein Hochkaräter. Die intensiven Personenbeschreibungen lassen "Vor der Wahrheit" sehr lebendig und authentisch wirken. 
Ich vergebe gerne eine Leseempfehlung, auch wenn ich "Vor der Wahrheit" nicht wirklich als Thriller empfunden habe, konnte ich mich dennoch sehr gut auf die Story einlassen. Das Thema Todesstrafe wirkt immer noch nach und auch die Suche nach Sashi konnte ich als sehr intensiv wahrnehmen. Als endlich die Wahrheit ans Licht kommt, war ich schockiert, aber auch erleichtert, denn es bedeutet einen Neuanfang und ein Loslassen, was die Familie braucht, um wieder zueinander zu finden. falls dies überhaupt noch möglich ist. Wie sagt man so schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" 
★★★★★  (4,5 Sterne)

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143 Bibliotheken, 33 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

testleser, leserunde, bin so aufgeregt, fischer leseclub, wird wieder wundervol

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Stell dir vor, dass ich dich liebe" ist eine sehr entzückende Liebesgeschichte, die sich meiner Meinung nach komplett von der Masse abheben kann. Prosopagnosie trifft auf Adipositas und es kristallisiert sich schnell heraus, dass der Verlauf der Story interessant wird. Interessant dadurch, da zwei junge Menschen sich ihren Platz in dieser Welt auf ganz unterschiedliche Art und Weise erkämpfen müssen. Libby war der fetteste Teenager Amerikas und Jack lernte lange Zeit zu überspielen, dass er Menschen nicht erkennt, auch wenn sie vor ihm stehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich Jennifer Niven wenig Klischees bedient und auch Mobbing und Shitstorm in diversen Medien ihren Platz finden. Heute ist es möglich Menschen fertig zu machen, indem man sich des Internet bedient. Traurig, aber wahr. Die Tatsache, dass Libby dick ist lässt sich nicht leugnen und dies ist für Jack einfach, denn dadurch kann er Libby mehr wahrnehmen als andere. Durch die Prosopagnosie gerät er in einige brenzlige Situationen und durch das Verschweigen und Überspielen dauert es eine ganze Weile bis er den Mut findet sich zu öffnen und seine Erkrankung bekannt zu machen. Libby ist dabei wie ein Fels in der Brandung, denn sie wird seine Vertraute und meine Hoffnung war, dass sie auch mehr wird als lediglich ein seelischer Mülleimer. Für Jack war sie aufgrund ihres Anderssein die erste Anlaufstelle, um sich zu erkennen zu geben. Vielleicht, weil Jack Libby innere Schönheit wahrgenommen hat, während andere nur das sahen, was vor Augen ist?
Ich fand "Stell dir vor, dass ich dich liebe" wirklich großartig. Natürlich ist es fast schon klar durch Titel des Romans und des Klappentextes, dass Libby und Jack sich annähern werden. Trotzdem hält der Roman viele Überraschungen bereit. Ich habe lange kein Buch mehr so genossen, denn trotz einiger kitschig wirkenden Zeilen wirkt "Stell dir vor, dass ich dich liebe" absolut ehrlich. Libby ist sich ihres Gewichts bewusst und auch die Gründe die dazu führten sind einleuchtend, obwohl es unerklärlich ist, wie ein Vater nur zusieht und nicht handelt. Ich vermute einfach, dass er selbst in seiner Trauer so gefangen war, dass er seiner Tochter nicht helfen konnte. Jetzt ist er präsent und es ist nicht zu spät Veränderungen herbei zu führen. Jack muss noch lernen seine Erkrankung zu erkennen, die auch für mich völlig neu war. Ich hatte nie zuvor von Prosopagnosie gehört und musste mich erst in die Thematik einlesen. Es hat mir sehr gefallen, denn ich bin immer bereit neues zu lernen. 
Für mich gehört "Stell dir vor, dass ich dich liebe" jetzt schon zu meinen Highlights 2017. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich nichts finden kann, was mir nicht gefallen hat. In meinen Augen eine entzückend andere Liebesgesschichte, dessen Potential sich gleich ab der ersten Seite erkennen ließ.
 ★★★★★

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123 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

rezensionsexemplar, ann a. mcdonald, dieschuledernacht, raleigh college, rezensio

Die Schule der Nacht

Ann A. McDonald , Christoph Göhler
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.05.2017
ISBN 9783764531775
Genre: Romane

Rezension:

"Die Schule der Nacht" sprach mich durch Cover und Klappentext sehr an, daher freute ich mich sehr, dass es mir zur Rezension zur Verfügung gestellt wurde. Leider lässt die versprochene atmosphärisch und düstere Spannung ein klein wenig auf sich warten bis der Roman dann endlich an Fahrt aufnimmt und mich mitreißen konnte. Zuvor plätschert die Story eher oberflächlich vor sich hin und kann leider auch nicht mit seiner Protagonistin glänzen, die bis zum Ende hin blass erscheint. Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr versprochen und konnte mich erst ab Mitte des Romans für die Handlung erwärmen. Ein uraltes Mysterium, welches sich "Die Schule der Nacht" nennt, gilt es zu ergründen. Cassie selbst begibt sich in große Gefahr, da sie die Vergangenheit ihrer Mutter aufzuklären versucht und sich dabei immer mehr in die Traditionen der Oxford Universität verstrickt. Manches geschieht völlig bewusst und manches wird unbewusst herbei geführt. Wirklich interessant ist der Alltag als Studentin, denn das Gebäude, die Professoren / Lehrer sind wunderbar wiedergegeben und zeigen auf, wie sehr man kämpfen muss, um den Anschluss nicht zu verlieren. Bei Cassie handelt es sich um ein Stipendium, welches sehr begehrt ist und auch nicht an jeden vergeben wird. Sie muss sich also als Studentin beweisen und gleichzeitig die Vergangenheit ihrer Mutter aufklären. Vergangenheitsbewältigung ist auch ein großes Thema im Roman und kann dadurch eine gewisse Neugier schüren, warum Cassies Mutter scheinbar immer auf der Flucht war. Letztendlich kommt die Auflösung völlig überraschend und so geballt, dass es mich regelrecht überfordert hat. Zuvor ein leichtes Dahinplätschern mit vielen kleinen und großen Details und dann ein Ende mit Schrecken, welches nicht wirklich vorhersehbar war. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, weil es urplötzlich eine Schreibstiländerung gab, die fast schon ein klein wenig zu aufgetragen wirkte. Wenn man Anfang, Mitte und Ende vergleicht, ist das Ende schnell und rasant in seiner Handlung, während zuvor eher alles detailliert und manchmal auch herauszögernd wirkt.Ich möchte eine bedingte Leseempfehlung aussprechen, da ich "Die Schule der Nacht" leider nicht komplett überzeugend fand. Es war an manchen Stellen tatsächlich so, als hätte ich den Roman in ähnlicher Form schon gelesen. Der Überraschungseffekt am Ende haut einiges raus und lässt meine Empfindungen zuvor ein klein wenig verblassen. Komplett überzeugt bin ich zwar nicht, aber ich habe natürlich schon wesentlich schlechtere Bücher gelesen. Da Bücher nun aber definitiv Geschmackssache sind, wird jemand anderes vielleicht eine ganz andere Meinung haben und sich besser auf "Die Schule der Nacht" einlassen können als ich es konnte?

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mit dir auf Düne sieben

Tanja Janz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 12.06.2017
ISBN 9783956497117
Genre: Romane

Rezension:

"Mit dir auf Düne sieben" ist ein amüsant charmanter Liebesroman, der herrlich chaotisch und wirklich liebenswert durch seine Protagonistin Jette ist. Die Kulisse Meer und St. Peter - Ording bergen Sommer - und Urlaubsgefühle. Mich hat der Roman abgeholt und mir meinen Abend regelrecht versüßt. Obwohl schon schnell klar ist, wer sich am Ende in die Arme schließt, bleibt das Bangen und Hoffen des Lesers / der Leserin lange erhalten. Das Thema Hochzeit aufzugreifen ist ein gelungener Schachzug der Autorin, da dadurch die Romantik größer erscheint.
Jette selbst hat mit den Männern wenig Glück, wurde sie doch direkt an ihrem Hochzeitstag vor dem Standesamt sitzengelassen, da der Bräutigam kalte Füße bekommen hat. Eine echte Schmach und schmerzlich dazu. So schmerzlich, dass Jette einen großen Bogen um Männer macht, da ihr das Vertrauen fehlt. Sie plant lieber Hochzeiten für andere Bräute und wer will es ihr verübeln? Gebranntes Kind scheut das Feuer oder so ähnlich? Ein Umdenken wäre hilfreich, um die Männer um sich herum wahrzunehmen und neues Vertrauen entwickeln zu können.
Für mich war "Mit dir auf Düne sieben" ein sehr gelungener Roman, der mich mitunter sehr amüsiert hat und eben auch hier und da ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Dies war, was ich mir erhofft hatte und ich konnte daher in vollen Zügen genießen. Ein gewisser Zauber macht sich breit, der vielleicht tatsächlich auch ganz viel mit den Dünen und dem Meer zu tun hat. denn ich hätte gerne in manchen Momenten meine Zehen vom Wasser umspülen lassen oder barfuß den kühlen Sand genossen. Vielleicht bin ich einfach nur urlaubsreif und konnte mich daher so gut wegträumen aus meinem Alltag? Ganz egal was es war, "Mit dir auf Düne sieben" ist definitiv eine Leseempfehlung wert für all diejenigen. die eine gute Portion Liebe benötigen.

"Good vibes happens on the tides" ☺

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51 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

schicksal, sizilien, italie, piniensommer, stefanie gerstenberger

Piniensommer

Stefanie Gerstenberger
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diana, 22.05.2017
ISBN 9783453291614
Genre: Romane

Rezension:

"Piniensommer" ist der zweite Band einer Buchreihe. Obwohl ich "Das Sternenboot" zuvor nicht gelesen habe, störte es meinen Lesefluss nicht, da es sich hierbei um eine komplett abgeschlossene Story handelt. "Piniensommer" war mir empfohlen worden und es war eine gute Entscheidung, diesen Rat anzunehmen, Ein Roman, der emotional einiges zu bieten hat. Im Klappentext wird "Eine sizilianische Liebe voll Schmerz und Sehnsucht" erwähnt und genau dieses ist, was mir geboten wurde. Trauer und Traurigkeit könnte einem den Boden unter den Füßen wegziehen oder eben Projekte starten lassen, die allen Beteiligten helfen werden sich wieder ins Leben einzufügen. Manche Wendungen kamen völlig überraschend, denn ich hatte eine Liebesgeschichte erwartet und musste mich nun einem echten Drama stellen. Der Autorin ist vielfach gelungen das Ruder umzureißen, um aus Schwermut etwas Fröhlichkeit in die Zeilen zu bringen. Ein Roman der Neuanfänge und der Tatsache, dass das Leben weitergehen muss, auch wenn es schmerzt und es scheinbar keinen Sinn gibt, um weiterzuatmen."Piniensommer"  lebt vor allem von seinen Protagonisten, die außergewöhnlich und voller Leidenschaft sind, wie ich es von Sizilianern erwartet hätte. Liebend, leidend und manchmal auch sehr dramatisch. Menschen, die ihre Gefühle offen zeigen und den Roman dadurch sehr lebendig wirken lassen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für einen Roman, der mich überzeugen konnte. Überzeugend durch Kreativität, Traurigkeit und einer Liebe, die Spuren hinterlassen wird. Mich hat die eine oder andere Wendung die "Piniensommer" nimmt völlig unerwartet getroffen und ich fühlte mich mitunter um echtes Glück betrogen. Wollte ich doch einen Liebesroman lesen und musste mich dann letztendlich mit einem Drama begnügen, welches aber auch echte Schönheit entpuppt und mich versöhnlich stimmt. 

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155 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

thriller, spannung, haus, psychothriller, london

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"The Girl Before - Sie war wie du .... " ist ein Thriller, der seine faszinierenden und interessanten Seiten hat, zwischendurch aber sehr oberflächlich bleibt und das Lesen zäh macht. Im Gesamtergebnis betrachtet, mochte ich die Grundideen der Machtübernahme einer Person, welches einem schleichenden Vorgang gleicht .

Erzählt wird die Story aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und dieses macht einen gewissen Reiz aus, da eine der Frauen sich in derselben Situation befindet wie Jane im Jetzt. Sie liebt denselben Mann, der sie regelrecht abhängig von ihm macht durch Sex und diverse Spielchen. Sie lebt in derselben Wohnung wie Emma vor ihr. Eine Wohnung die mit moderner Technik ausgestattet wurde und den Bewohnerinnen kaum Freiheiten lässt, denn durch falsches Verhalten bleibt z.B. die Dusche kalt. Eine gruselige Vorstellung für mich komplett überwacht zu werden oder eben auch Sex auf Bestellung oder in diversen gewalttätigen Praktiken auszuführen. Eine gewisse Abhängigkeit durch Edward den Architekten des Hauses kristallisiert sich schnell. Sex sells, auch in diesem Thriller in dem diverse Praktiken bis ins kleinste Detail aufgeführt werden. Ob Jane ihre Totgeburt und einen Neuanfang wirklich durch eine erneute Abhängigkeit durch einen Mann, der mir komplett suspekt erschien  beginnen kann und ihre Trauer dadurch weniger werden kann? Auch Emma trug ihr Päckchen und der Vergleich der beiden Frauen in Vergangenheit und Gegenwart könnte spannender nicht sein, zumal der Roman lange Zeit vor sich hin plätschert und wenig Bezug zum Tod von Emma genommen wird. Dieses für mich wichtige Detail bleibt lange unaufgeklärt und die Befürchtung, dass auch Jane in großer Gefahr schwebt bleibt bis zum großen Showdown am Ende ein großes Fragezeichen. Der Leser tappt lange im Dunkeln und auch wenn der eine oder andere Verdachtsmoment aufkam, war meine Überraschung groß, was Tat und Täter betrifft. Manche Menschen sind offensichtlich krank und psychisch gestört, während andere völlig normal erscheinen und ihre Gesinnung erst spät offenbaren. 
Gerne möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen, auch wenn manche Längen die im Thriller zu finden waren, mich in meine Lesefluss ein klein wenig störten. Die ausgiebigen Sexszenen hätten mir auch nicht gefehlt, lieber hier und da mehr Spannungsaufbau hätten "The Girl Before - Sie war wie du .... " zu einem ausgewogenen Thriller verholfen, dessen Grundidee absolut gelungen war.  Der Vergleich von Emma und Jane war irritierend und dennoch interessant, wobei dadurch die Protagonisten leicht erblassten, da sie nicht ausführlich genug zu Wort kamen. Immer wieder kam es zu einem Abbruch der Story und eine Änderung der Perspektive. Manches war unnötig und manches nötig, um den weiteren Verlauf zu erklären, dennoch war es dadurch erschwert sich auf Emma oder auch Jane einzulassen. Eine Hilfe war lediglich die Überschrift der jeweiligen Kapitel, um zu verstehen in welche Gedanken ich nun eintrete. Im Gesamtergebnis gelungen, aber nicht komplett überzeugend. 
3,5 Sterne ★★★★

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78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, dreh dich nicht um, jennifer l. armentrout, highschool, rezension

Dreh dich nicht um

Jennifer L. Armentrout , Karl-Heinz Ebnet
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453412897
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Dreh dich nicht um" ist ein wirklich gelungener Jugendthriller, der ab der ersten Seite faszinieren konnte. Mich hat gerade die intensive Verwandlung der Protagonistin Samantha imponiert, denn sie erschien vor ihrem Verschwinden ein Mensch zu sein, dem jegliche Empathie abhanden gekommen war, Der Gedächtnisverlust ist daher eigentlich ein Vorteil, obwohl unklar ist, was mit Cassie geschah und warum sich Sammy an einen Sturz und viel Blut erinnert. Ist sie Cassies Mörderin? Ihre ehemals besten Freundinnen beschuldigen sie jedenfalls und gehen ihr aus dem Weg. Sammy selbst hat keinerlei Erinnerung an den Abend an dem sie verschwand und ist daher sehr unsicher. Was natürlich durch die kleinen Botschaften die sie erhält nicht besser wird. Zudem hat sie hier und da Versionen, die sie an sich selbst zweifeln lassen. Sammy kann an alte Kontakte anknüpfen und sieht sich selbst, zumindest das, was sie zuvor an Persönlichkeit war in einem anderem Licht und dies wirkt nicht positiv. Jemand wie Sammy gehört im wahren Leben wahrscheinlich zu denjenigen, die andere ausgrenzen und mobben. Sie ist mir unsympathisch und die kurzen Einblicke, die die Erinnerungsfetzten ihres alten Lebens einwerfen, machen dieses nicht besser.  Der hohe Spannungsbogen und die Ungewissheit nehmen mich als Leserin sehr gefangen und ergeben ein echtes Thrillererlebnis. Gerade das Ende hat mich zutiefst schockiert, da ich die ganze Story über andere Verdachtsmomente hatte. Cassie selbst ist mir zutiefst suspekt, da sie nicht die Freundin zu sein scheint, wie alle angenommen hatten. Sie hat Sammy verändert und sich in ihren Lebensmittelpunkt gedrängt. Am Ende herrscht Klarheit, wobei es niemals einen Grund gibt ein Menschenleben auszulöschen. Irgendwann kehrt Sammys Erinnerung zurück und wird schnell deutlich, wer Freund oder Feind ist. Schreibstil und Grundgedanke des  Thrillers habe ich als fesselnd und spannend wahrgenommen. Mit einer Amnesie zu arbeiten empfand ich als sehr gelungen, denn die Erinnerungslücken wirken mitunter bedrohlich und die Reaktion der Menschen in Sammys Umgebung wirken äußerst authentisch. Wie schon erwähnt ist mir die "neue" Sammy sehr sympathisch. Durch die Freundschaft mit Cassie, die lediglich aus Neid und Missgunst bestand, hat sich Sammy eher zum Negativen verändert. Alte Freundschaften werden erneuert und alte abgeworfen. Es geht eine Verwandlung vor, die mir sehr zusagte, denn so verlor der Thriller an Oberflächlichkeit.Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an "Dreh dich nicht um". Der Titel wird irgendwann im Laufe der Story sinnig und trifft den Nagel auf den Kopf. Wer sich umdreht, begibt sich eventuell auf einen gefährlichen Weg oder erkennt die Wahrheit, die für diese Story äußerst wichtig erscheint und ein Ende beschert, was mich völlig unerwartet getroffen hat.
 ★★★★

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30 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

mitternachtstango, kraftorte, klinikclown, paparazzi, regisseur-in

Mitternachtstango

Katrin Koppold
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Aureolus Verlag; Inhaber: Katrin Hohme, 27.03.2017
ISBN B06XX1S8PJ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer nur einen Blick auf das bunte Cover und den Klappentext riskiert, wird eine Story verpassen, die nicht nur amüsant und liebenswert ist, sondern auch Begebenheiten aufweisen konnte, die zum Nachdenken anregen. Viele ernste Untertöne begleiten die Liebesgeschichte und geben kurze Einblicke in die DKMS (Stammzellenspender bei Blutkrebs).  Es sensibilisiert und ich bin dankbar für den kleinen Seitenhieb der Autorin, da eine Registrierung Leben retten kann. Mich hat "Mitternachtstango" an vielen Stellen zutiefst berührt. Es ist nicht nur eine schnöde Liebesgeschichte. Die Story gibt auch einem ernsten Thema Raum, welches nicht Überhand nimmt, sondern oftmals nur als Nebenschauplatz eingestreut wird. Ein durchweg trauriges Buch wäre auch nicht passend gewesen und hätte mir die Freude am Lesen genommen. 
Besonders gut und einprägend empfand ich die beiden Protagonisten, da ihre charakterlichen Unterschiede gleich zu Beginn verdeutlicht sind, Amelie ist chaotisch erfrischend und Nick erscheint erstmals arrogant. Irgendwann kann auch er sich zu einem Sympathieträger entwickeln. Die Story nimmt schnell an Fahrt auf, denn Amelies Ziel, ein Autogramm für Miro zu bekommen, ist ein Lauf mit der Zeit. Miro ist an Leukämie erkrankt und niemand weiß, wie lange er noch am Leben bleiben wird. Als ehrenamtlicher Klinikclown ist Amelie nah am Schicksal des Kindes. Ihre Vergangenheit bindet sie an die Kinder der Onkologie und dieses ist erneut ein gelungener Einschnitt, um nachdenklich  zu werden, denn Blutkrebs und eben auch alle anderen Arten von Krebs können uns alle betreffen. Niemand weiß, was das Leben letztendlich bereit hält und daher sollten wir unsere Gesundheit als das höchste Gut betrachten. 
Natürlich wird gleich schon zu Beginn klar, dass Amelie und Nick irgendwann ein Paar werden und sich eine Liebegeschichte entwickelt, die leider auch ihre Höhen und Tiefen hat. Gegenseitiges Vertrauen ist sehr wichtig, was Amelie irgendwann schmerzlich erkennen muss. Trotzdem gibt es natürlich ein Happy End, was nicht anders zu erwarten war und mich zufrieden meinen Reader ausschalten ließ. Die interessanten und charmanten Charaktere die Nick und Amelie begleiten geben "Mitternachtstango" das gewisse Etwas und verdrängen die leichte Traurigkeit, die sich bei mir hin und wieder breit gemacht hat. Insgesamt gesehen konnte mich das eBook begeistern und daher vergebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung, denn die Leichtigkeit und Atmosphäre des Verliebens wurde sehr gut eingefangen und bot dennoch ganz viel Raum mich nachdenklich zu stimmen. Diese Kombination habe ich als ganz hervorragend wahrgenommen und kann daher auch ohne Kritik ★★★★★ vergeben. 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

vanessa lafaye, hurrikan, summertime, limes, naturkatastophe

Summertime - Die Farbe des Sturms

Vanessa Lafaye , Andrea Brandl
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 13.03.2017
ISBN 9783809026532
Genre: Romane

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101 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

jugendthriller, caleb roehrig, niemand wird sie finden, homosexualität, thriller

Niemand wird sie finden

Caleb Roehrig , Heide Horn , Christa Prummer-Lehmair
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.05.2017
ISBN 9783570173343
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Niemand wird sie finden" ist ein geheimnisvoller Jugendthriller, der manche Geheimnisse schnell offenbart, während andere immer ein Geheimnis bleiben werden. Der Spannungsbogen kann sich bis zum Ende hin halten und konnte mir dadurch einige sehr gelungene Lesestunden bescheren. Der Jugendthriller ist dem angegebenen Lesealter absolut angemessen, denn er beschäftigt sich auch vermehrt darum, was Jugendliche in diesem Alter beschäftigt. Es ist gleichzeitig Januarys und Flynns Geschichte, obwohl Flynn mehr Raum einnehmen konnte, fügen sich beide Schicksale zu einem Puzzleteil zusammen. Mich stellt es zufrieden, da ich als die Erklärungen folgen begreife und Verständnis aufbringe. January ist in ein Leben gepresst, welches sie nicht will und Flynn ist  letztendlich derjenige, der im Verlauf der Story echte Stärke entwickelt. Er ist ein sehr positiver Charakter. January erscheint dadurch sehr blass, wobei sie letztendlich auch nur eine Nebenrolle spielt. Sie verschwindet gleich zu Beginn und Flynn ist verdächtig, da er derjenige ist mit dem January viel Zeit verbracht hat. Als dann auch noch blutige Kleidung auftaucht gerät er in den Fokus der Ermittlungen. Wer hat January geschadet und warum? War sie wirklich eine komplett andere Person als Flynn vermutet hat? Kann man sich so in Menschen täuschen?
Mir hat "Niemand wird sie finden" sehr gefallen, denn der Jugendthriller erzählt von einigen Tabuthemen unserer Gesellschaft mit denen man sich auseinandersetzt oder eben auch nicht. Das Geheimnis, welches zu Januarys Verschwinden führt ist grausam und keine Frau, kein Mädchen sollte dieses durchmachen müssen. An manchen Stellen lässt der Spannungsbogen nach, um dann einige Seiten wieder Lücken zu füllen und der Story neuen Schwung zu geben. Im Gesamtergebnis war ich sehr zufrieden und kann daher gerne eine Leseempfehlung aussprechen. Ein Thriller, der anders war als erwartet, dadurch aber nicht schlechter wurde.
★★★★

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Northanger Abbey

Jane Austen , Andrea Ott , Fritzi Haberlandt
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 09.05.2017
ISBN 9783837139327
Genre: Klassiker

Rezension:  
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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

shakespeare neuerzählt, shakespeare, literatur, theater, roman

Hexensaat

Margaret Atwood , Brigitte Heinrich
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Knaus, 17.04.2017
ISBN 9783813506754
Genre: Romane

Rezension:

"Hexensaat" ist ein Roman, der sich mit Shakespeares Prospero dem Zauberer aus "Der Sturm" beschäftigt. Was eigentlich als ein Rachefeldzug geplant war, wirkt auf ich letztendlich wie eine großartige Umsetzung der Grundidee Shakespeares. Felix wird durch eine Intrige inmitten seinem beruflichen Höhepunkt aus seinem geplanten Projekt entfernt. Das, was er dann zaubert, wird für die Leserschaft interessant und hochkarätig. "Hexensaat" ist ein Roman, der nicht einfach zu lesen ist und dennoch durch den Schreibstil ganz tief in mir arbeitete. Für mich als Laien war es eine Offenbarung Shakespeare kennen zu lernen und mich mit "Der Sturm" zu beschäftigen. Ein Theaterprojekt in einem Gefängnis zu inszenieren ist eine geniale Grundidee, denn es beinhaltet dadurch eine gewisse Situationskomik, die nur durch das Original nicht zustande gekommen wäre. Felix ist ein gebrochener Mann, der zuerst Frau und dann Kind verliert und um sich selbst nicht zu verlieren, sucht er sich Beschäftigung. Als kreativer Kopf braucht er dies, um nicht den Verstand zu verlieren. Mich hat beeindruckt, wie er  trotz aller Rückschläge immer wieder neu ins Leben findet. Es dauert seine Zeit und oftmals erscheint Felix als depressiv, was seinem Projekt, welches er dann in die Wege leiten kann nicht im Wege steht. Es erscheint auch für ihn Hilfe zu sein, sich nicht der Trauer allein hinzugeben. Natürlich sind es auch Menschen, die ihn auf seinen Weg weisen, wenn auch unbewusst, aber Rachegedanken fördern Kreativität eventuell auch.Der Vergleich zum Original "Der Sturm" ist deutlich zu erkennen und gibt dem Roman die nötige Würze. Es erscheint letztendlich glaubwürdig und bietet mir als Leserin ein gelungenes Abtauchen in Shakespeares Welt, die ich letztendlich auch genießen konnte. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da "Hexensaat" interessant und unserer modernen Zeit komplett angepasst worden ist und dadurch auch begeistern konnte. 

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121 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

liebesgeschichte, liebe, new age, tamara mataya, rezension

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Manche Tage muss man einfach zuckern" ist ein amüsanter Roman, der Dauersingle Sarah wirklich glänzen lässt. Ihr persönliches Liebeschaos entwickelt ein Eigenleben, welches mich oft hat schmunzeln lassen. Für mich ist recht schnell klar, wer hinter den Zeilen auf "Missed Connections" steckt. Sarah braucht für die Erkenntnis bis zum Ende des Romans und diese Verwechslung ist einfach amüsant. Mich brachte es wirklich oft zum Schmunzeln. "Manche Tage muss man einfach zuckern" hat wenig Tiefgang, dafür aber jede Menge Leidenschaft und Sexszenen, die aber nicht ausarten, sondern äußerst passend sind zur Story. Sarah, die sich eigentlich eine feste Beziehung wünscht, lässt sich auf Jack ein, den Zwillingsbruder ihres besten Freundes und merkt nicht, dass diese Beziehung mehr ist als eine kurze, knackige Affäre. Jack ist immer erreichbar, um Sarah aus Situationen zu befreien, die meist mit ihrer neuen Arbeitsstelle in einem Massage - und Wellnesstempel "Inner Space" zusammenhängt. Sarah ist komplett überqualifiziert, aber um endlich eine eigene Wohnung finanzieren zu können und endlich die Couch ihres besten freundes Petes zu verlassen, nimmt sie den Job an. es ist katastrophal und die Hippies bringen mich vermehrt dazu, mich einfach wohl zu fühlen, obwohl mir in dem Moment keine Massage zuteil wurde, sondern ich den Lebensstil der Arbeitgeber einfach genießen konnte. Jeder so wie er meint, aber es ist einfach so überspitzt dargestellt, dass ich es nicht ernst nehmen konnte und es mich wirklich begeistert zurückließ. Es war fast schon spannender über diese Lebensart zu lesen, als die eingeflochtene Liebesgeschichte. "Missed Connections" ist eine Internetseite, die von Sarah immer wieder gelesen wird, da sie die Hoffnung hegt ihrem Mr. Right, der in ihrem Leben bis dato nicht präsent ist, vielleicht schon begegnet zu sein. Als dann eine Anzeige erscheint, die direkt auf sie zugeschnitten ist, nimmt die Story an Fahrt auf. Die Grundidee ist wirklich genial und hat mir meine Lesestunden wirklich versüßt. "Manche Tage muss man einfach zuckern" kann mit allen Klischees eines Liebesromans aufwarten und dennoch konnte ich abschalten und einfach nur genießen. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung und ★★★★ Sterne, denn die Story war letztendlich rund und konnte mich letztendlich überzeugen. 

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Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sybille Schmidt , Jana Schulz
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 07.04.2017
ISBN 9783833737367
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Die Prophezeiung der Hawkweed" hat mir einige angenehme Hörstunden beschert. Die Story ist interessant und für junge Hörer auch sehr spannend. Ein leichter Grusel ist nicht auszuschließen. Wer Hexengeschichten mag, wird "Die Prophezeiung der Hawkweed" lieben. Poppy und Ember sind sehr unterschiedlich. Während das eine Mädchen bei Hexen aufwächst und keine Begabung der Hexenkünste mit sich bringt. ist die andere verwirrt darüber, warum selbst Katzen ihr ständig und über all folgen. In der Schule kommt es oftmals zum Eklat, denn Poppy hat sich nicht unter Kontrolle und so passiert das eine oder andere Missgeschick. Es folgt Einsamkeit und Ablehnung. Was beiden fehlt ist echte Beziehung zu anderen oder im besten Falle eine echte Freundin. In manchen emotional dargestellten Begebenheiten werden sich junge Hörer/-innen wiederfinden können, denn der Wunsch dazuzugehören wird immer gleichbleiben, egal ob Hexe oder Unwürdige. Gerade dieses emotionale Auf und Ab konnte mich begeistern, da es der Story leichten Tiefgang vermitteln konnte. Nachdem sich die beiden Mädchen anfreunden, nimmt der Verlauf der Geschichte mächtig an Fahrt auf, denn es gibt Mächte, die dagegen ankämpfen, dass sich die wahre Hexenkönigin auf den Thron setzt. Immer wenn die Sprache auf die Hexen im Osten kommt, fühlte ich mich an den Zauberer von Oz erinnert. Die Erzählperspektive wechselt sich ab, sodass wir intensiv in Embers oder Poppys Erleben und Gedanken eintauchen konnten. So bleibt die Spannung erhalten. Was mir nicht unbedingt zusagte, war die eingeflochtene Liebesgeschichte, die im Nachhinein zwar Sinn ergibt, aber nicht zwingend notwendig für die Story war. Die Atmosphäre ist regelrecht düster und dennoch konnte ich mit der Story warm werden. Meine Erwartung an das Hörbuch war zwar eine andere, aber ich konnte trotzdem ohne große Mühen der Ereignisse folgen. Der Klappentext verrät sehr viel und die eingeflochtenen historischen Ereignisse der Hexenverfolgung empfand ich als sehr spannend, Ob es Hexen je gegeben hat oder es einfach Dummheit der Kirche war, lasse ich dahingestellt, da ich darauf wohl nie eine Antwort finden werde. Dieses Einfließen der früheren Ereignisse macht "Die Prophezeiung der Hawkweed" mitunter zu einer angenehmen Zeitreise,Insgesamt gesehen konnte ich in "Die Prophezeiung der Hawkweed" eine große Spannung wahrnehmen. Am Anfang plätschert die Story zwar vor sich hin bis sie sich dann zu einem echten Hörgenuss entwickeln kann, aber vielleicht ist dieses Vorgeplänkel notwendig, um den Sinn der Handlung zu verstehen?Ich vergebe sehr gerne eine Hörempfehlung an eine außergewöhnliche Hexengeschichte, die durch die Sprecherin Jana Schulz wunderbar wiedergegeben wurde.

★★★★

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

borderline, bipolar, störung, selbstverletzung, schmerz

Diverse Töne Rot;

Sanny Regen
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Starks-Sture, Anna, 15.03.2017
ISBN 9783939586258
Genre: Biografien

Rezension:

"Diverse Töne Rot;" hat mich zutiefst fasziniert. Ich empfand vieles des Geschriebenen mehr als abstoßend. Ich empfand Wut und konnte nicht einschreiten, da Sanny ihr Erleben selbst verarbeiten musste. Meine Gefühle während des Lesen kann ich nicht umschreiben, aber ich hätte ein Herz aus Stein, wenn ich nicht zutiefst berührt worden wäre. Nachdem ich mich auch mit Sannys Vergangenheit auseinander gesetzt habe, empfinde ich auch im Nachhinein ein großes Grauen. Es ist kein Mitleid, sondern eher ein Mittragen, ein Verständnis für die psychischen Erkrankungen. Wer kann solche belastenden Dinge ertragen, ohne sich zu fragen: "Warum lebe ich?" oder "Welchen Sinn hat mein Leben?" In Sannys Leben befindet sich sehr viel Schmerz. Zugefügter Schmerz durch eine Kindheit, die von Gewalt und Dominanz beherrscht wurde. Manche Begebenheiten treiben einem die Tränen in die Augen und es ist kaum auszuhalten weiterzulesen. Ich bin dankbar, dass ich mich dieser für mich sehr großen Herausforderung stellen durfte. Es war für mich lehrreich, da Borderline für mich ein Buch mit sieben Siegeln und dies sicherlich auch weiterhin bleiben wird, denn jede Erkrankung wird anders verlaufen und Sannys Geschichte eine andere sein, als bei jemandem anderem mit derselben Diagnose, dennoch fühle ich mich mitgenommen und auf gewisse Weise aufgeklärt. Aufgeklärt ist ein komisches Wort, aber in diesem Falle treffend.  Wer sich noch nie mit Borderline auseinandergesetzt hat, wird viele neue Erkenntnisse gewinnen. Für mich absolutes Neuland, welches ich mit gemischten Gefühlen betreten und auch wieder verlassen habe. Für mich war "Diverse Töne Rot;" wertvoll. Wertvoll, weil ich mich mit Erlebten auseinandersetzen musste, was sich teilweise wie ein Thriller las. Durch das Schreiben des Buches wird Sanny mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Das Erlebte fließt immer wieder mit ein und klingt mitunter wie ein Hilfeschrei. Es ist ehrlich und belastet mich noch nachträglich. Sannys Geschichte wird sich eindrücklich in meinem Gehirn abspeichern und immer wieder hervorgeholt werden, wenn ich das Wort "Borderline" hören werde. Die äußerst sensible Seite in mir ist mehrfach erwacht und ich fühlte mich hilflos. Hilflos vielleicht auch wie die Verwandtschaft von Sanny, die nur zusieht anstatt einzugreifen. Ich habe mich tatsächlich oft gefragt, ob ein Eingreifen vielleicht sinnvoll gewesen wäre, um Sanny aus der Gewalt ihres Vaters herauszureißen. Menschen, die die Macht über uns übernehmen wollen sind selbst krank und dies wird in "Diverse Töne Rot;" sehr deutlich. Hier zerstört ein Mensch eine Familie und wirkt auf die Umgebung völlig normal. Was hinter verschlossen Türen geschieht bleibt unerkannt und wird verschwiegen. Sanny ist zum Lügen verdammt, denn immer wieder wird die Familie mit dem Jugendamt konfrontiert. Es ist nicht normal, was innerhalb dieser Familie geschieht und die Folgen erkennen wir nun innerhalb dessen, was Sanny mitzuteilen hat. Eine psychische Erkrankung wie Borderline entsteht und vielleicht ist sie auch deshalb entstanden, da sich jemand herausgenommen hat sein Kind zu brechen? Als Leserin fühle ich mich machtlos und mit Taten konfrontiert, die mein Verstand schwer fassen kann. Gestern war für mich wichtig, meine Kinder in die Arme zu schließen, um meine Liebe zu demonstrieren. Jemanden Gewalt anzutun oder so  tief zu demütigen, dass er / sie nur noch aus Angst besteht, kann nicht richtig sein. Diese Art von Suggestion ist definitiv krank. Hier entstehen ganz klar Opfer und es kommt mir fast so vor, als wäre Borderline nur eine Folge des Erlebten.

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Nearly Dead

Elle Cosimano , Stefanie Frida Lemke
Flexibler Einband
Erschienen bei Kosmos, 09.03.2017
ISBN 9783440146552
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Nearly Dead - Am Ende stirbst du" ist ein Jugendthriller, der leider einige kleine Mängel aufweisen konnte, was meinen Lesefluss aber nur geringfügig beeinflusst hat. Beworben wird der Thriller vom Verlag wie folgt:

Packender Psycho-Thriller und romantische Liebesgeschichte. Intelligent, intensiv und psychologisch glaubwürdig.
Meine Neugier war erwacht, da dieses genau mein Beuteschema an Büchern ist und so freute ich mich darüber, den Thriller zur Rezension zur Verfügung gestellt zu bekommen. Was mich letztendlich stutzig macht, sind die Worte " psychologisch glaubwürdig", denn dieses konnte ich keineswegs so empfinden. Nearly wird mit mehreren Morden konfrontiert und reagiert meiner Meinung nach wirklich oberflächlich. Um nicht selbst in den Fokus der Polizei zu rücken, reagiert Nearly mit Flucht und Verdrängung auf der anderen Seite. Ihre Vergangenheit und das Verlassen werden durch ihren Vater, bringt einige Stereotypien an Nearly hervor. Dies geschieht z.B. durch das regelmäßige Lesen der Anzeigentexte am Freitag in einer Zeitung, wobei sie jedesmal die Hoffnung hegt, Nachrichten von ihrem Vater zu bekommen. Durch die Anzeigen bekommt Nearly letztendlich Nachrichten eines Serienmörders zugespielt. Nachrichten, die es schnell zu entschlüsseln gilt, um dem Morden vorzubeugen.  Nearly, die sich gerade in der Situation befindet ein Stipendium zu gewinnen, ist gänzlich überfordert. Aus menschlicher Sicht sind  ihre Reaktionen etwas unglücklich dargestellt, denn sie wirkt definitiv zu tough. In einigen Situationen wirkt sie regelrecht unglaubwürdig in ihren Reaktionen und Empfindungen. Auch ihre paranormale Fähigkeit wird nur kurz angeschnitten und nimmt kaum Raum ein. Dieses hätte tatsächlich mehr ausgearbeitet werden können, um der Story noch eine andere besondere Note zu geben. Als dann noch Reed - der Bad Boy der Story - hinzugefügt wird, nimmt " Nearly Dead - Am Ende stirbst du" eine andere Wendung, die aber auch nicht wirklich überzeugen konnte. Die Grundidee des Thrillers ist wirklich gelungen, aber hier und da scheiterte es an der Ausführung. Thrill ist jede Menge vorhanden, welcher aber erst zum Ende des Buches zum Tragen kommt und dann so geballt auftritt, dass es schon fast erschlägt. Ein leichter Spannungsbogen zieht sich komplett durch das Buch, aber durch die Oberflächlichkeit der Protagonisten wirkt es leicht aufgesetzt. Drogen und andere Missstände werden aufgegriffen, aber nur grob angeschnitten.
Mich hat " Nearly Dead - Am Ende stirbst du" nicht komplett überzeugen können, daher würde ich nur eine  bedingte Leseempfehlung aussprechen. Thriller gepaart mit Liebesgeschichte ist normalerweise genau die Genre die ich lesen möchte und dennoch fehlt mir hier der überspringende Funke. Positiv zu erwähnen ist, dass sich die etwas über 400 Seiten sehr zügig lesen lassen und ich es auch nicht als Zeitverschwendung angesehen habe. Meine Erwartungshaltung an Cover und Klappentext allerdings eine ganz andere war. Die empfundenen Mängel lassen mich dazu hinreißen, eine  ★★★ Rezension zu hinterlassen mit der Anmerkung, dass Bücher einfach immer Geschmackssache sind. Was mir oberflächlich behandelt erscheint, kann für eine andere Leserin genau das Richtige an Buch sein. 

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233 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

italien, liebe, sommer, leonie lastella, brausepulverherz

Brausepulverherz

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596035465
Genre: Liebesromane

Rezension:


"Brausepulverherz" macht definitiv Lust und Laune auf Sonne, Strand und Meer. Italien ist Hauptschauplatz. Genauer gesagt der Ort Finale, der auch für ein fulminantes Ende sorgt. Ein Happy End, welches ich mir genauso und nicht anders erhofft hatte. Bis dahin führt uns die Autorin allerdings ziemlich lange an der Nase herum. Diese Hinhaltetaktik hielt mich am Lesen, denn wenn es nur nach den Protagonisten gegangen wäre, wäre mir der Roman viel zu oberflächlich gewesen. So spann sie hier ein Familiendrama, da Herzschmerz und letztendlich die Frage: "Warum kann in der Liebe nicht alles glatt laufen?" mit ein. Eigentlich ganz einfach beantwortet, denn lediglich Friede, Freude, Eierkuchen will nicht wirklich jemand lesen, oder doch? Ehrlich gesagt war es mir aber dennoch hier und da ein klein wenig zuviel Drama. Eine Protagonistin, die es nicht schafft sich selbst zu behaupten und sich komplett fremd bestimmen lässt, nervt. Ein "Bad Boy", der sich nicht eingestehen kann, dass er Jiara mit Haut und Haar ergeben ist, nervt. Trotzdem konnte ich mich auf die Story einlassen, da es eben auch die Momente im Buch gab, die wie Brausepulver ein Kribbeln im Bauch hervorruft. Eine Story mit Tiefgang habe ich ja letztendlich auch nicht erwartet, denn Cover und auch Klappentext sprechen eine recht deutliche Sprache. Herzschmerz ist vorprogrammiert.  Mir hat es gefallen, auch wenn ich zwischendurch gerne die Möglichkeit gehabt hätte Jiara zu schütteln und Milo den Kopf zu waschen. Was hat man zu verlieren, wenn man sich Liebe eingesteht? 
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der mich sehr gut unterhalten hat und trotz winzigkleiner Kritikpunkte glänzen konnte.   

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

monika feth, thriller, blutrosen, frauenhäuser, thema

Blutrosen

Monika Feth
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.04.2017
ISBN 9783570163153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schmuddelbuch, Mittwoch, 4.Mai, Nachmittag
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
(Aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland - Zitat im Thriller S. 140)

"Blutrosen" ist ein Thriller, der mich wütend und sprachlos macht. Die Faszination liegt direkt in der Demütigung und der Gewalt gegenüber Frauen und dies ist, was sich wie ein roter Faden durch die Story zieht. Mich beängstigt dies auf der einen Seite, auf der anderen Seite empfinde ich Mitleid mit den Frauen, die dauerhaft auf der Flucht sind, um sich und vielleicht auch ihre Kinder zu schützen. Niemand hat das Recht Menschen zu seinem Eigentum zu machen und die verborgene oder auch sichtbare Gewalt empört und schockiert gleichermaßen. Es ist der Autorin wunderbar gelungen das Thema Frauenhaus aufzugreifen und dieses mit einer Lebensgeschichte zu verstricken, die sich erst nach und nach präsentiert. Für mich ist es ein weiteres gelungenes Buch und meine hohen Erwartungen wurden komplett übertroffen.

Obwohl es der dritte Band einer Reihe ist, ist "Blutrosen" in sich abgeschlossen und kann getrennt von den vorherigen Thrillern gelesen werden, da nur wenig Bezug auf Band 1 "Spiegelschatten" oder Band 2 "Teufelsengel"genommen wird. Es wird lediglich erwähnt, dass die Kommissare schon zuvor Kontakt zur Protagonistin Romy hatten.
Cover und Titel passen auch beim Thriller "Blutrosen" wunderbar zusammen, auch wenn es erst zum Ende hin kurz eingepflegt wurde, überlief mich doch ein kalter Schauer.

"Blutrosen" besticht durch Menschen, die wir als Leser/-innen begleiten. Die einen sind absolute Sympathieträger und wieder andere sind beängstigend und regelrecht psychotisch. Mikael, in dessen Gedanken wir eintauchen ist absolut besessen von Fleur / Bea und dies ist, was dem Thriller die nötige Spannung bot. Die Story verläuft unblutig und dennoch geht eine ganz besondere Faszination aus, die mich sehr begeistert. Manchmal benötigt es nur Gedanken oder eingeflochtene Sätze, die leichte Schauer auf dem Rücken der Leser/-in erzeugen.

Durch die angenehme Schriftgröße und den kurzen Kapiteln ist der Jugendthriller für die angegebene Zielgruppe ab 14 Jahren bestens geeignet. Es ist zwar brutal, aber die Handlung ist angemessen, um nicht zu überfordern. Ich spreche daher gerne eine Leseempfehlung aus, da ich "Blutrosen" als sehr gelungen empfunden habe. Den Titel meiner Rezension "Obsession" habe ich deshalb gewählt, da ich innerhalb der Story eine gewisse Besessenheit wahrgenommen habe und dieses gerne ausdrücken wollte.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kleid, liebesroman, mode, new york, randomhouse

Ein Kleid von Bloomingdale's

Jane L. Rosen , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485116
Genre: Liebesromane

Rezension:


"Ein Kleid von Bloomingdales" ist ein wunderbares Debüt. Mir hat imponiert, dass ein Kleid Höhepunkt einer Geschichte sein kann und viele unterschiedliche Protagonisten vereinen kann. Ich gestehe, dass es mir Spaß gemacht hat in eine außergewöhnliche Story abzutauchen und ein Verlangen nach einem eben solchen Kleid wuchs von Seite zu Seite. Leider würde mir das beschriebene Kleid der Saison von Max Hammer in der Größe S nicht passen, aber man kann ja mal träumen. Für die Frauen, die das Kleid der Saison tragen, ist es eine Offenbarung. Nicht jede beschriebene Frau wird Sympathieträgerin sein, dennoch sind es genügend andere, die unser Herz erwärmen und mit denen wir freudig ihren Weg teilen werden. Manche der Frauen werden uns definitiv näher stehen als andere und wir erhoffen uns gerade für sie ein Happy End, bzw. eine Wendung ihrer Lebensumstände. 


Das Cover ist einfach gehalten und dennoch sprang mir das kleine Schwarze direkt ins Auge und schürte meine Neugier. Nachdem ich dann den Klappentext las, wusste ich, dass mich die Story hinter dem Kleid faszinieren wird. Zumindest war dies meine Hoffnung und diese wurde voll erfüllt.


"Ein Kleid von Bloomingdales" hat einen echten Zauber, der durch ein Kleid erschaffen wurde mich letztendlich begeistert hat. Die kurzen knackigen Kapitel und die ständigen Perspektivwechsel erfrischen die 288 Seiten und beleben es regelrecht. Der Autorin ist es gelungen mich abzuholen und mich in die Story eines ganz besonderen Kleides mitzunehmen. Es ist tatsächlich etwas ganz Besonderes. Einigen der Frauen wird es helfen, sich zu verändern. Einige rennen in ihr Unglück, obwohl sich da leichte Schadenfreude nicht verhindern lässt und wieder andere werden durch das Kleid echtes Lebensglück finden. Insgesamt gesehen ist die Veränderung der unterschiedlichen Menschen, die wir als Leserin begleiten, dass was "Ein Kleid von Bloomingdales" ausmacht und dem Buch eine würzige, spritzige und auch amüsante Note verleiht. Es verleiht aber auch Hoffnung und hilft Trauer zu überwinden. Außerdem ist es für Morris Siegel die Kreation, die ihm einen großartigen Abschied beschert. Das "kleine Schwarze" welches von Bloomindales an einige doch recht unterschiedliche Frauen verliehen wird, führt fast schon ein Eigenleben und entwickelt eine regelrechte Faszination auf alle ie es tragen oder auch nur sehen. 


Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, denn dem Sog des Kleides konnte ich kaum entgehen und da der Roman angefüllt ist mit Emotionen unterschiedlicher Art, wirkt es belebend und sehr lebendig. Es ist ein Kleid welches in den Vordergrund gerückt wurde und dies ist, was "Ein Kleid von Bloomingdales" so Besonders macht.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Gotland: Roman

Michael Stavarič
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 20.03.2017
ISBN 9783641208943
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Gotland" ist ein Roman, der mich vor eine sehr große Herausforderung gestellt hat, da ich als gläubiger Mensch Gott nie in Frage gestellt habe und nun mit einem Buch konfrontiert werden, indem genau dieses geschieht. Der Fokus liegt tatsächlich darin, sich Vorbilder zu suchen als Vaterersatz sozusagen und Gott als Vater entweder auszuklammern oder einzuladen in den Wahnsinn des Lebens. In einer Ich - Erzählung kommt uns der Protagonist sehr nah und ich habe schwer Zugang zu ihm finden können. Entweder war es sehr sexualisiert oder schwer verdaulich. Immer wieder wird Gott in den Vordergrund gerückt. Die biblischen Geschichten von Kain & Abel, Noah oder Abraham werden regelrecht zerpflückt und in Frage gestellt. Ich konnte es nicht gleich begreifen, obwohl der Anfang des Buches von einer Manie berichtet, die sich letztendlich auch im Roman finden lässt. Die Insel Gotland kommt immer dann zum Vorschein, wenn Gedanken ins Stocken geraten oder der Autor vielleicht auch einfach nur ablenken will?

Auch nach Beenden des Buches stelle ich mir die Frage, wohin der Autor mich führen wollte. Natürlich ist gerade das Ende sinnig und schenkt Begreifen über die Eigentümlichkeit der Story, da sie aber sehr schwankt und oft verwirrt, ist das Lesen mitunter mühsam. Mehr als einmal kam mir der Gedanke, dass ich die Story wirklich schizophren empfand, da der Autor oftmals große Sprünge machte, denen zu folgen wirklich eigentümlich ist. Das Gefühl als Leserin dabei, lässt sich kaum erklären. Um sich eine Meinung bilden zu können, ist meine Empfehlung, das Buch selbst zu lesen ☺ Von mir eine Leseempfehlung an einen Roman, der nicht gänzlich schlecht ist, sondern einfach nur anders, wobei dies ja nicht schlecht sein muss.
Die Grundidee zum Roman ist wirklich gelungen und auch wenn mich der Bezug auf Gott manchmal störte, ist es für das Ende ausschlaggebend, denn es beweist eine gewisse Abhängigkeit mit der jeder Mensch irgendwie und irgendwo zu kämpfen hat. Es entscheidet letztendlich, wie ich damit umgehe und wie weit ich mich darauf einlasse. Auch, auf welche Suche ich mich begebe ist ausschlaggebend dafür, wie ich letztendlich reagiere und vielleicht auch falsches Handeln entschuldigen kann oder eben auch nicht. "Gotland" hat viele interessante Ansätze und Facetten auf die man sich tatsächlich einlassen muss, um zu verstehen, was Prolog und Epilog letztendlich gemeinsam haben.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Strom auf der Tapete

Claudia Kühn , Badey , Kerstin Schürmann
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.03.2017
ISBN 9783407822116
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Strom auf der Tapete" ist ein sehr gelungenes Buch für Jugendliche und Junggebliebene. Die beiden außergewöhnlichen Protagonisten machen das Lesen zu einem Erlebnis, da ihre Unterschiede nicht interessanter hätten beschrieben werden können. Ron Robert lebt in einem Plattenbau mit seiner Mutter, die den Alkohol sehr zuspricht und auch diverse Männergeschichten aufweisen kann. Clara sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Sie hat Eltern, die sie selten zu Gesicht bekommt, lebt aber ansonsten im Reichtum, obwohl Geld vieles nicht ersetzt, was im Roman offen zur Sprache gebracht wird. Robert Ron kennt seinen Vater nicht, daher macht er sich auf die Suche und nimmt Clara mit. Es ist ein Unterfangen, welches auf der einen Seite herrlich chaotisch, aber auf der anderen Seite auch dazu führt, dass beide ins Nachdenken geraten, oft über ihren eigenen Schatten springen müssen und dabei erkennen, wie wichtig Freundschaft ist. Insgesamt gesehen hat "Strom auf der Tapete"meine hohen Erwartungen voll erfüllt. Die 192 Seiten waren viel zu schnell gelesen und dennoch arbeitet der Roman noch weiter, denn die leisen und lauten Töne der Story lassen sich schlecht überhören. Mir gefiel der Schreibstil, der eigenwillig und dennoch sehr deutlich ist. Der Titel des Romans wird schnell klar. Spätestens dann, wenn die Nachbarin unter der Wohnung gegen die Tür hämmert. In einer Plattenbausiedlung muss man sich anpassen und laute Musik oder anderer Krach wirkt sich auch auf die Nachbarschaft aus. Für Ron Robert und Clara ist es Zeit, die Flucht zu ergreifen. Dies geschieht in "Schneewittchen", einem Auto, welches extra für Ron Roberts 16. Geburtstag geliehen wurde. Es versteht sich von selbst, dass Ron Robert zu dem Zeitpunkt noch keinen Führerschein hat, oder? Manche Dinge muss man einfach überlesen, obwohl es hoffentlich nicht dazu führt, dass sich die Zielgruppe an Leser/-innen ins Auto setzt und losfährt?Trotz Stress und Enttäuschungen lassen sich die Protagonisten nicht hängen, sondern geben "alles", um Ron Roberts Vater in Letschow zu finden. Letztendlich finden sie vieles anderes, was "Strom auf der Tapete" zu etwas ganz Besonderem macht. Ich empfand das Lesen als Bereicherung und vergebe daher sehr gerne eine Leseempfehlung, da der Roman es wirklich schafft aus der Masse heraus zu stechen. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Nils Holgersson

Selma Lagerlöf , Susan Niessen , Marc-Alexander Schulze
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 13.06.2016
ISBN 9783785584064
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf der Suche nach einem Buch zum Vorlesen und zum Teil auch Selbstlesenlassen entdeckte ich einige Kinderbuch - Klassiker auf der Seite des Loewe Verlages. Angefangen haben wir nun mit "Nils Holgersson" und es werden sicherlich noch weitere folgen, denn auch "Das Dschungelbuch" oder "Pinocchio" interessieren mich auch sehr. Es ist für mich mit Kindheitserinnerungen verbunden, die ich gerne mit meiner Tochter teilen möchte, solange sie es noch genießt, Bücher mit mir gemeinsam zu erleben."Nils Holgersson" war mir nicht unbekannt, dennoch empfand ich seine Reise mit den Wildgänsen nach Lappland sehr interessant.Am meisten fasziniert mich die Verwandlung vom bösen Knirps, der sich charakterlich ändert, sich über sich selbst schämt und nach und nach beginnt, Tiere wertzuschätzen. Selbst die Tiere machen eine Verwandlung durch und erkennen in Nils ein Gegenüber auf Augenhöhe. Diese gegenseitige Akzeptanz ist gewinnbringend für alle, denn Nils ist nun zwar klein, besitzt aber immer noch Köpfchen, um sich und seine neuen Freunde mitunter auch aus brenzligen Situationen zu befreien, Wer nicht glänzen kann im Buch sind wir Menschen, denn wir sind diejenigen, die den Tieren schaden. Wir nehmen Tiere gefangen und berauben sie ihrer Freiheit oder wir töten, um zu überleben. Es wird ein ewiger Kreislauf bleiben, dennoch wurde es noch einmal ganz deutlich hervorgehoben.Wunderbar sind die kurzen Kapitel, die eine angenehme Schriftgröße aufweisen. Erstleser werden nicht überfordert und auch das Vorlesen bleibt angenehm. Die Illustrationen sind sehr gelungen und werten das Buch um einiges auf. Der Preis von 5€ macht das Kinderbuch zu einem echten Schnäppchen. Wer also ein Geschenk sucht, sollte sein Augenmerk auf diese Kinderbuch - Klassiker richten. Von uns eine Leseempfehlung, denn "Nils Holgersson" war ein echter Schatz. Es hat Spaß gemacht sich erneut in dieses Kinderbuch zu vertiefen, auch wenn die Story nicht wirklich unbekannt war. Ich finde es wirklich lohnenswert auch alte Schätze immer wieder neu aufzulegen damit sie nicht in Vergessenheit geraten. "Das Gute behaltet ....."

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122 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

als, hoffnung, familie, erinnerungen, liebe

So groß wie deine Träume

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.02.2017
ISBN 9783810530394
Genre: Romane

Rezension:

"So groß wie deine Träume" ist ein Roman, der mich sehr bewegte, Er erzählt nicht nur von der tückischen Krankheit ALS, sondern eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art. Ein Ehepaar ist 50 Jahre miteinander verheiratet und muss einen schweren Schicksalsschlag verarbeitet, denn es ist klar, dass Mattie sterben wird. Don ist ein ganz wunderbarer Mann und ich bewundere ihn für seine Stärke, auch wenn ihm die Angst und Sorge um seine Frau um den Verstand bringen will, schafft er es sie los zu lassen. Die Erinnerungen, die Don und Mattie mit uns teilen sind eine Wertschätzung an das Leben. Es begegnet uns Trauer und dennoch auch ganz viel Liebenswertes, was mich sehr anrührte. Vielleicht wird der eine oder andere Leser "So groß wie deine Träume"  als kitschig empfinden, aber für mich war es genau passend. Es kam im richtigen Moment, denn ich brauchte etwas fürs Herz und bekam mehr davon, als ich vom Klappentext her erwartet hätte. 
Das Cover zeigt viele Gegenstände, die einen Hinweis auf Matties Truhe geben. Im Verlauf der Story wird immer mehr ihrer Sammlung offenbart und jeder Gegenstand hat eine Geschichte. Wir reisen also in Matties Vergangenheit und verharren dort kurzweilig. Viele Weisheiten des Lebens werden offenbar und oft stellte ich mir die Frage, was hinterlasse ich meinen Kindern an Erinnerungen? Die Idee eine Truhe zu füllen und von Generation zu Generation weiterzugeben empfand ich als wunderbar, obwohl ich befürchten würde, dass meine Töchter es vielleicht nicht so wertschätzen würden wie ich es getan hätte.
Viele Weisheiten begegnen uns immer wieder und geben dem Roman daher eine gewisse berührende Note. Manche berühren intensiver, manche gehen sofort ins Herz und manche regen zum Nachdenken an. Ich bin für Lebensweisheiten wirklich sehr empfänglich. "Man nehme eine Tasse Liebe, einen Schuss Fürsorge, einen Löffel voller Freundlichkeit, etwas Geduld, vermischt alles mit Vertrauen, garniere es großzügig mit Verständnis und teile es mit jedem, dem man begegnet."  Zitat S. 149 
Besonders nah waren mir die Protagonisten des Buches, da jeder seine eigene Geschichte schrieb. Sie agieren Hand in Hand soweit wie möglich und geben sich Halt und Frieden. Die Pflege von Mattie erweist sich auch für Rose als Glücksgriff, denn im Nachhinein profitieren alle voneinander und können nicht nur als Dienstleistung zusammenwachsen. Besonders gut hat mir Jerris uneingenommen Freude am Leben gut getan. Kinder sprechen Dingen einfach aus ohne groß darüber nachzudenken, während wir als Erwachsene erst überlegen, bevor wir etwas sagen oder antworten. Vier Menschen treffen aufeinander und werden zum Lebensende hin wichtig füreinander. Natürlich geschehen diese Dinge nur im Idealfall, aber für die Story war es passend, denn sonst hätte ALS doch sehr viel mehr Raum eingenommen, als schon vorhanden.

Insgesamt gesehen war "So groß wie deine Träume" ein wunderschöner Roman über dessen Schönheit ich noch einige Zeit verharren möchte. Er war mein erstes wirkliches Highlight für 2017, daher vergebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung

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586 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

liebe, amy ewing, fantasy, das juwel, dystopie

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

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