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127 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

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Der Horror der frühen Medizin

Lindsey Fitzharris , Volker Oldenburg
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.07.2018
ISBN 9783518468869
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autorin beschreibt den Wandel in der modernen Medizin Anfang des 19. Jahrhunderts am Beispiel des Lebens des Arztes Joseph Lister, der schon früh auf wissenschaftliche Beobachtung und die Nutzung des Mikroskops setzte. 
Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Lister insofern einen Vorteil, da schon sein Vater sehr an der Mikroskopie interessiert war und sogar ein sehr gutes, brauchbares Mikroskop entwickelte. Der junge Lister wolle jedoch Chirurg werden. 

Im Buch wird sehr anschaulich beschrieben, wie es um 1845 in England in den anatomischen Theatern zuging, als noch vor Publikum operiert wurde und es keine ausreichende Narkose gab. Auch die anatomischen Studien der Studenten werden beschrieben - damals, als die Leichname noch nicht wie heute in Formalin eingelegt wurden und man Schutzkittel und Handschuhe benutzt. Damals war noch nicht viel über die Übertragung von Krankheiten bekannt, die Chirurgen operierten in Straßenkleidung, die Studenten sezierten die Leichen ebenfalls in Straßenkleidung und waren bekannt für ihre schmutzigen Hemden, in denen man Leichenfasern, Blut und Eiter sowie andere unschöne menschliche Körperflüssigkeiten fand. Arzt war damals noch kein angesehener Beruf, Medizinstudenten hatten auch keinen guten Ruf und die Sterblichkeit in Krankenhäusern war höher als auf manchen Schlachtfeldern - nur arme Leute gingen ins Krankenhaus und starben an den unmöglichen unhygienischen Bedingungen, wenn sie nicht schon zuvor an den barbarischen Operationsmethoden zugrunde gegangen waren. 

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich für die Geschichte der Medizin interessieren - informativ und unterhaltsam zugleich. Geschichte, die Spaß macht.

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225 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

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Die Charité

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499274510
Genre: Historische Romane

Rezension:

In Berlin im Jahr 1831 liegt die Cholera in der Luft. Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte in der berühmten Berliner Charité. Anhand verschiedener Handlungsträger versucht die Autorin, ein authentisches Bild der damaligen Zeiten und Gegebenheiten zu erzeugen. Man spürt, dass sie recherchiert hat und sich in die Geschichte vertiefte. Nachdem ich die Vorablesen-Leseprobe gelesen hatte, hoffte ich, dass die Geschichte dort weitergehen würde, aber tatsächlich beginnt die eigentliche Handlung etwas früher im Buch. Der Einstieg in die Geschichte gestaltete sich für mich etwas holperig - die Figuren blieben zunächst hölzern, mehr als Funktionsträger denn als Charaktere, mit denen ich mitfühlen konnte oder die mir als Menschen erschienen. Man kann es vielleicht am besten so vergleichen - es erinnerte an die Spielszenen, die man heutzutage mit Schauspielern in Dokumentations-Sendungen wie z.B. Terra X zu sehen bekommt. Es wird etwas nachgespielt, um es zu verdeutlichen, aber der Unterschied zum echten Spielfilm ist eklatant. 

Das Buch ist durchaus interessant und spannend - aber auf einer anderen Ebene, als ich es erwartete. Da mir persönlich die Charaktergestaltung zu hölzern und der Schreibstil zu distanziert war, gibt es einen Stern Abzug. Wer sich daran nicht stört oder mit der Erwartungshaltung einer Doku-Fiktion an das Buch herangeht, wird mit einem entsprechenden Lesespaß belohnt. 

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Revolution im Herzen

Claudia Beinert , Nadja Beinert
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.04.2018
ISBN 9783426654330
Genre: Historische Romane

Rezension:

In diesem Buch geht es um die Familiengeschichte Karl Marx aus der Perspektive des Dienstmädchens Lenchen, die später auch mit Marx eine Affäre hat und ein Kind von ihm bekommt.

Vor diesem verbürgten historischen Hintergrund versucht das Autorinnenduo, sich der Geschichte Lenchens anzunähern, die schon jung ihren Vater verliert und sich als Hausmädchen durchschlagen muss. Die erbärmlichen Umstände werden gut geschildert, auch das damalige Milieu und die Doppelmoral von Marx - der selbst sehr viele der negativen Eigenschaften besitzt, die er eigentlich in seinen Schriften anprangert - vor allem sein Umgang mit seiner Frau und mit Lenchen zeugt vom damaligen Verständnis, das Männer Frauen entgegenbrachten.

Ein großartiges und zugleich unterhaltsames Stück Geschichte, das sich sprachlich gut ins Zeitkolorit einpasst.

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(60)

129 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

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Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee , Andreas Heckmann
Fester Einband: 888 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608961416
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Einstieg in die Geschichte ist spannend, aber man muss auch etwas Geduld aufbringen, um die verschiedenen Handlungsstränge zu verstehen und zu erkennen, wo sie sich sich schließlich zu einem ganzen Gebilde zusammenführen lassen. Die Struktur erinnert dabei an Game of Thrones - sowohl von der Vielschichtigkeit der Charaktere her als auch von der Art, wie zunächst parallele Geschichten erzählt werden, ohne dass man sofort alle Berührungspunkte kennt. Verbindend ist das Element der Religion durch die Heilligen Schrift Laijons - und hier kann man sowohl altbekannte Fantasy-Elemente finden, als auch interessante Parallelen zur Gegenwart - die Auslegung der Schriften - zum Teil bewusst falsch - führt zu einigen Problemen, um es mal salopp auszudrücken. 
Das macht die Geschichte tiefsinnig und spannend und deshalb ist sie sowohl für den normalen Fantasy-Leser, der einfach nur eine spannende Geschichte in einer fantasievollen, gut ausgestalten Welt miterleben will, ein Genuss, als auch für Leute, die Spaß daran haben, die Tiefe darunter zu entdecken. 
Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.        

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148 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

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Der Reisende

Ulrich Alexander Boschwitz , Peter Graf
Fester Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 18.03.2018
ISBN 9783608981230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses Buch entfaltet seine ganze Erzählkraft erst dann, wenn man sich den Hintergrund bewusst macht. Der Autor schrieb dieses Buch im Alter von 23 Jahren als er 1938 aus Deutschland emigriert war. Er beschreibt also die Verfolgung und Drangsalierung der Juden in Romanform zu einer Zeit, da man sich beim besten Willen noch nicht vorstellen konnte, zu welch grauenvollen Verbrechen sich diese Verfolgung nur wenige Jahre später ausweiten sollte. Dabei ist die Atmosphäre schon jetzt bedrückend genug - Silbermann, der Protagonist, erlebt all die Drangsal und falsche Freundlichkeit Juden gegenüber mit. Er macht sich mit einem Koffer voller Geld auf die Reise und erlebt dort ein Land am Abgrund. Insbesondere mit dem Wissen, was tatsächlich die spätere Geschichte bringen wird und noch dazu mit dem Wissen, dass der Autor es zu dem Zeitpunkt, als er das Buch schrieb, nicht wissen konnte, wird es umso gruseliger und bedrückender. Man erkennt den Abgrund und kann doch nichts dagegen tun. Ein sehr wertvolles Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte, als ich es erst einmal zu lesen begonnen hatte. 

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