Melanie_Vogltanz

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dämonen, m.h. steinmetz, lilith

Abaddon

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 25.10.2016
ISBN 9783959623155
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach "666" ist "Abaddon" nun die zweite Geschichte aus dem Universum von "Hell´s Abbys", der Gothicband mit der Leadsängerin Lucy, die nicht nur auf eine sehr verstörende Kindheit zurückblickt, sondern die sich obendrein mit überaus dunklen Mächten eingelassen hat.

Mittlerweile hat sich Lilith Lucys Band angeschlossen, die sie als ihre Weltuntergangsmaschine missbraucht, um die Tage der Apokalypse vorzubereiten. Die Performance der Band wird unter ihrem Einfluss immer extremer, und es fließt eine Menge Blut. Anders als im ersten Band liegt der Fokus diesmal allerdings weniger stark auf Lucy und ihrer Band als auf den verschiedenen Parteien, die Liliths Aufstieg zu verhindern versuchen. Engel, Dämonen, religiöse Fanatiker und Excops werfen sich in den Kampf, und selbst der Vatikan mischt sich in das Geschehen ein.

Horror, SM, Splatter, Kannibalismus und eine scharfe Prise Porn ... Wie auch schon beim Vorgänger schlägt Steinmetz hier keine sanfte Gangart an. Wer allerdings glaubt, "Abaddon" würde nur vom Schock- und Ekelfaktor leben, der täuscht sich gewaltig. Steinmetz' Stil ist nämlich alles andere als platt, und obwohl die (amerikanischen) Figuren zu einem im Deutschen teilweise etwas unbeholfen wirkenden Slang greifen, zeigt Steinmetz, dass er mit Sprache wortgewaltige Bilder malen kann. Diese sind nicht immer schön anzusehen, zeugen aber von großem handwerklichen Können. Wie auch schon bei früheren Büchern fällt auf, dass Steinmetz sehr viel Zeit und Mühe in die Recherche steckt; das gilt für religiöse Themen ebenso wie für medizinisches Hintergrundwissen, die Folter- und Gewaltsszenen erschreckend detailgenau und realistisch machen. Nach der Anleitung in "Abaddon" fachgerecht ein Schwein ausbluten lassen zu können, scheint keineswegs unvorstellbar zu sein.

Unkonventionell, aber sehr passend sind die Interviews mit den Bandmitgliedern sowie die Liedtexte, die zwischendurch für Auflockerung sorgen. Ein sehr gelungener Zusatz, der dem ganzen Geschehen noch etwas mehr Unterfutter verleiht.

Mir persönlich war das Gemetzel zwischen Engeln und Dämonen, vor allem gegen Ende, etwas "too much", allerdings ist das wohl Geschmackssache. Wer etwa Markus Heitz-Scharmützel á la "Ritus" und "Blutportale" liebt, könnte hier gut auf seine Kosten kommen.

Fazit: Sicher nichts für Zartbesaitete, aber für Genrefans eine definitive Empfehlung.



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(121)

235 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 11 Rezensionen

dämonen, vampire, werwölfe, wandelwesen, fantasy

Blutportale

Markus Heitz
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.01.2010
ISBN 9783426636879
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Blätter des Herbstbringers

Fabienne Siegmund
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN , 13.03.2017
ISBN 9783903006713
Genre: Fantasy

Rezension:

Zwei Kinder verlieren ihre Eltern und haben im Erwachsenenalter nur noch einander. Da sie dasselbe Grauen erlebt haben, finden sie beieinander jedoch nicht nur Trost, sondern ziehen sich auch gegenseitig in die Traurigkeit.
Währenddessen geht ein geheimnisvoller Maskierter um, den die Zeitungen den "Herbstbringer" nennen, sühnt Verbrechen und hinterlässt farbige Blätter auf seinem Weg.

Wer Fabienne Siegmund kennt, weiß, dass man mit einem modernen, meist melancholischen Märchen rechnen muss, wenn man ein Buch mit ihrem Namen aufschlägt. "Die Blätter des Herbstbringers" ist da keine Ausnahme, ist aber vielleicht noch ein Stück düsterer geraten als die bisherigen Romane, die ich von ihr kenne.

Das Buch hat seinen ganz eigenen Rhythmus - wie Herbstlaub, das aus den Ästen rieselt, folgen die Kapitel aufeinander. Das Erzähltempo ist gemächlich, die Sprache eine sehr poetische. Jeder Satz will eine tiefere Botschaft transportieren, und es finden sich viele Sentenzen eingestreut, die sich auch wiederholen - ein Stilmittel, das ich sehr gerne mag, das hier aber vielleicht etwas überstrapaziert wurde. Ich glaube, es hätte dem Buch gut getan, in dieser Hinsicht ein wenig zurückzuschrauben, manches in der Geschichte auch einfach für sich stehen zu lassen, nicht zu viel Emphase auf Kleinigkeiten zu legen. Der Effekt wäre dadurch ein noch stärkerer geworden.

Zweifelsohne erwartet einen hier keine leichte Lektüre, und das in mehrfacher Hinsicht. Wie die namensgebende Jahreszeit ist auch dieser Roman trüb, eine Ansammlung welker Dinge, die einmal Leben hatten, aber nun verdorrt sind. Beim Lesen versinkt man geradezu in einem Sumpf aus Traurigkeit, und die Autorin hilft einem auch an keiner Stelle heraus, sondern zieht einen nur immer tiefer, bis zum buchstäblich bitteren Ende. Das sollte man verkraften können, wenn man sich an die "Blätter des Herbstbringers" heranwagt.

Bei mir hat Fabienne Siegmund damit definitiv einen Nerv getroffen. Einen größeren Kritikpunkt allerdings habe ich dennoch, und zwar das Herumtänzeln um die Enthüllung der wahren Identität des Herbstbringers. Um nicht zu spoilern, gehe ich nicht zu sehr ins Detail, aber die Auflösung war für mich eher eine enttäuschende. Das trübt aber den Genuss des Buches nur wenig, und das traurige, aber zugleich sehr passende Ende tröstete mich gut darüber hinweg.

Sehr gut gefallen haben mir die einleitenden Zitate zu jedem Kapitel, kurze Frage-Antwort-Dialoge zwischen Vater und Sohn mit kleinen Weisheiten über das Leben. Die Printvariante besticht durch einige wunderschöne herbstliche Illustrationen (Laub und Schmetterlinge), die den "Herbstbringer" zu einem Buch machen, das man gerne in die Hand nimmt.

Fazit: Wer den Blättern im Herbst gerne beim Fallen zusieht, wer so wie ich ein Herbstmensch ist und sich gerne in Melancholie verliert, der sollte unbedingt einen Blick wagen.

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1.740 Bibliotheken, 55 Leser, 5 Gruppen, 282 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, psychothriller, das paket, fitzek

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

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schizophrenie, limbus, puppenspieler, hölle, m.m. vogltanz

Opferreigen

M. M. Vogltanz
E-Buch Text: 521 Seiten
Erschienen bei Verlag OHNEOHREN, 06.03.2017
ISBN 9783903006850
Genre: Krimi und Thriller

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tipp, fremde welt, fantasie, deutscher autor, sehnlichster wunsch

Herbstlande

Fabienne Siegmund , Stephanie Kempin , Vanessa Kaiser , Thomas Lohwasser
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 22.10.2016
ISBN 9783940036407
Genre: Fantasy

Rezension:

"Herbstlande" ist ein besonderes Buch mit einem ganz besonderen Aufbau, wie ich ihn bisher noch bei keinem Roman gesehen habe. Nicht einer, nicht zwei, gleich vier AutorInnen haben ein und dieselbe Protagonistin durch ihre Geschichte begleitet. Meine größte Frage vor dem Lesen war: Kann das überhaupt funktionieren? Kurzum: Ja, es kann!

Der Roman handelt von der jungen Scarlett, die eine aus ihrer Sicht sehr erfüllende Beziehung mit Nathan führt. Ihr Liebesglück scheint perfekt zu sein: Er nennt sie sein Stück Himmel, sorgt sich immer so rührend um sie, und wenn sie mal länger außer Haus ist, dann wird er nur zornig und aufbrausend, weil er sich eben so freut, wenn sie zuhause auf ihn wartet, wenn er von der Arbeit kommt. Was macht es da, dass er sagt, Bücher seien überflüssiger Unfug, und Klavierstunden zu teuer? Für wahre Liebe bringt man eben Opfer, und das ist Nathan für Scarlett ja ganz eindeutig: die wahre Liebe. Nur eine Sache fehlt noch, um ihre Beziehung perfekt zu machen - die beiden wünschen sich nämlich nichts sehnlicher als ein Kind. Scarlett wird einfach nicht schwanger, und das bringt Unfrieden in das Liebesglück, denn natürlich ist das ihre Schuld. Also greift Scarlett zu einer verzweifelten Maßnahme: Sie wünscht sich ein Kind von einem Kürbisgeist, die angeblich in der Nacht an Halloween Wünsche erfüllen sollen. Weil sie es aber nicht erwarten kann, wünscht sie nicht in der vorhergesehenen Nacht, sondern im September, und verärgert damit die Kürbiskönigin, die ihr als Rache das nimmt, was ihr am liebsten ist: Nathan.

Um Nathan aus den Klauen der Kürbiskönigin zu retten, muss Scarlett sich dorthin begeben, wo die Kürbiskönigin und auch Nathan sich befinden - in die Herbstlande, ein märchenhaftes Reich, das aus den Ländern September, Oktober und November besteht. Jeder Autor (in einem Fall ein Autorenduo) hat ein Land zugeteilt bekommen, durch das er Scarlett begleitet, und jedes Land verfügt über seine Eigenheiten und Besonderheiten, seine Zauberwesen und Gefahren.

Ich möchte gerne jedes Land gesondert beurteilen, da ich glaube, dass das den AutorInnen am gerechtesten wird.

Der erste Abschnitt, der Scarletts Alltagsleben und ihre Reise durch den September beschreibt, stammt aus Fabienne Siegmunds Feder, die mich bereits mit vielen Geschichten verzaubert hat. Ich mag ihren Stil sehr gern, er hat eine märchenhafte Schwerelosigkeit und Selbstverständlichkeit, die einen wunderbar ins Geschehen eintauchen lassen. Der Anfang, bei dem wir Scarletts Alltag kennenlernen, ist regelrecht frustrierend. Dem Leser wird relativ schnell klar, dass Scarlett eigentlich eine Lüge lebt, und man würde sie gerne packen und mächtig durchschütteln. An manchen Stellen fand ich Nathan ein wenig zu überzeichnet dargestellt - seine subtile Dominanz fand ich glaubwürdiger als seine direkten Anschuldigungen und Beschimpfungen (glaubwürdiger, wohlgemerkt, in dem Sinne, dass Scarlett sie sich noch schönreden kann). Die Fabelwesen, die uns im September begegnen, sind zugleich wunderschön als auch tragisch, machen einen froh und traurig zugleich. Am ehesten lässt sich die Stimmung im September mit einer Geschichte von Neil Gaiman vergleichen. Auch Anklänge an die "Unendliche Geschichte" und "Das letzte Einhorn" glaube ich gefunden zu haben.

Der Oktober gehört Stephanie Kempin, eine Autorin, von der ich sonst bislang noch nichts gelesen habe. Der Oktober funktioniert ein wenig anders als der September, alles ist auf das nahende Halloween-Fest ausgerichtet (wobei Halloween zugleich auch ein Ort ist, den Scarlett erreichen muss, um in den November zu gelangen, in dem die Kürbiskönigin auf sie wartet). Hier hatte ich ein wenig den Eindruck, dass der Autorin am Anfang der Reise noch nicht völlig klar war, wo sie hinwollte - es werden Fäden aufgenommen und wieder fallengelassen, Möglichkeiten nicht ganz ausgeschöpft und Scarlett hat für meinen Geschmack einfach zu viel über das reflektiert, was sie tut, sieht oder gesehen hat, was ein wenig in Kontrast mit der Selbstverständlichkeit steht, mit der Scarlett sich durch den September bewegt. Auch stilistisch war da manches noch nicht völlig rund - allerdings sind das eher Kleinigkeiten, wie gewisse Wortwiederholungen, also nichts Schwerwiegendes, das mich stark aus dem Lesefluss gerissen hätte. Sehr loben kann ich, dass Stephanies Kempins Welt der Geschöpfe der von Fabienne Siegmund in nicht viel nachsteht. Der Oktober ist meiner Meinung nach am stärksten, als Scarlett krank wird und das Haus einer jungen Frau erreicht, die sie gesund pflegt - allerdings nicht ohne Hintergedanken. Ab diesem Punkt wird eine Richtung erkennbar, die Geschichte gewinnt an Spannung, Tiefe und Emotionen und konnte mich dann doch noch richtig fesseln. Schön fand ich auch die Anspielungen an "Alice im Wunderland".

Der letzte Teil, der November, wurde vom Autorenduo Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser geschrieben, von denen ich bislang nur Kurzgeschichten kenne. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich ein großer Anhänger von makaberen, düsteren Geschichten bin, und in dieser Hinsicht ist der November oder das "tote Land" genau mein Ding. Trostlos ist er, ein "Dead End", wie man im Englischen so schön sagt, und voller grausiger Viecher und Erkenntnisse. Unheimliche Orte beherbegen noch unheimlichere Kreaturen, die einem den Schlaf rauben können, und Scarlett wird vor scheinbar unlösbare Aufgaben gestellt und verzweifelt immer mehr an ihrer Mission. Zunehmend muss sie sich die Frage stellen, ob es wirklich Nathan ist, den sie will, denn der November lässt ihr keine Illusion, kein sorgsam aufgebautes Trugbild mehr. Extrem gut inszeniert, mit einem Stil, der einen mitreißt - definitiv mein liebster Monat, und auch Scarlett ist mir hier am sympathischsten.

Natürlich darf man auch die wunderschönen Illustrationen nicht unerwähnt lassen, die dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis machen und das Gefühl, ein Märchenbuch in der Hand zu halten, verstärken - ein schöner Zusatz!

Alles in allem haben mir die "Herbstlande" sehr gut gefallen - poetisch, tiefsinnig und von AutorInnen geschrieben, die viel von ihrem Handwerk verstehen. Dass so viele Menschen an einem Buch schreiben können, ohne dass große Brüche im Charakter oder im Stil entstehen, hätte ich nicht erwartet, da muss eine Menge Arbeit eingeflossen sein. Dass Scarlett im Großteil des Buches "nur reist" und es dadurch immer wieder zum Leerlauf kommt, fand ich an manchen Stellen etwas mühselig, allerdings muss man dabei wohl berücksichtigen, dass diese Art von Reisen und die Begegnung mit wundersamen Wesen und Menschen auf dem Weg natürlich ein klassisches Element der fantastischen Literatur im Allgemeinen und der (modernen) Märchen im Besonderen sind. Wer damit vertraut ist, wird sich daran wohl nicht stören.

In der Gesamtbewertung vergebe ich vier gute Sterne (es wären viereinhalb, wenn das Bewertungssystem das zuließe ;) ).

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Saat

Karin Leroch
Flexibler Einband
Erschienen bei OHNEOHREN , 12.10.2016
ISBN 9783903006560
Genre: Fantasy

Rezension:

In der "Saat" scheinen wir es mit einer ganz gewöhlichen Familie zu tun zu haben: Mutter, Vater und zwei Kinder. Sie sind kürzlich in ein neues Haus gezogen, und Mutter fühlt sich dort noch nicht so richtig zuhause, noch nicht ... "verwurzelt". In einem Schamanenkreis bekommt sie den Rat, in jedes Zimmer des Hauses über Nacht ein Hühnerei zu legen (aber bitte nur Bio!) und diese dann im Garten zu vergraben, um sich wohler zu fühlen. Das tut sie auch - und damit beginnen die seltsamen Ereignisse. Aus den vergrabenen Eiern wächst ein Baum mit Eierfrüchten, die die eine oder andere Überraschung für die Familie bereithalten.

Völlig absurd und grotesk, und dabei unglaublich gut ist "Die Saat", eine Geschichte, die sich in ihrer Skurrilität von Szene zu Szene immer weiter steigert. Karin Leroch bedient sich dabei eines pointierten, klaren Stils, der den trockenen Humor der Geschichte noch herausstreicht. Sehr feine Lektüre!

Eine "kleine" Besonderheit ist das Format dieses schönen Kurzromans, der etwa die Maße eines Reclam-Heftchens hat und so bequem in jeder Tasche Platz findet.Anders als besagte gelbe Heftchen ist die "Saat" aber um einiges stabiler gebunden und hält so auch eine gröbere Behandlung gut aus. Mit einem Umfang von rund 100 Seiten lässt sich die Geschichte an einem verregneten Abend auslesen und eignet sich so wunderbar für zwischendurch.

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

jack the ripper, fantasy, londo, wolf, london

Wolfswille

Melanie Vogltanz
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 17.03.2017
ISBN 9783959623346
Genre: Fantasy

Rezension:  
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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

high fantasy, kampfkunst, dämonen, gay, gay romance

Imperia - Im Schatten des Drachen

Laurin Dahlem
E-Buch Text: 343 Seiten
Erschienen bei In Farbe und Bunt Verlag, 15.10.2015
ISBN 9783941864627
Genre: Fantasy

Rezension:

"Imperia" hat mich auf sehr positive Weise überrascht. Darin lernen wir den etwas schüchternen jungen Mann Hao kennen, der nur einen einzigen Wunsch hat: Er will, wie sein Vater vor ihm, Kaisergardist werden und das Reich gegen die bösen Yin verteidigen. Eines Tages bekommt er seine Chance, als er einen Feueryin aufhält, der sich auf dem Weg in sein Dorf befindet. Dabei wird er von dem geheimnisvollen, starken und natürlich extrem gutaussehenden, hochrangigen Kaisergardisten Kyu-Sung gerettet. Der Kaisergardist ist von den Fähigkeiten des jungen Mannes schwer beeindruckt und hält ihn an, sich für die Prüfung zum Kaisergardisten zu bewerben.

"Imperia: Im Schatten des Drachen" glänzt in vielerlei Aspekten. Da wäre zum einen der sichere und überaus angenehme Stil des Autors, den ich schon bei einem seiner früheren Büchern zu schätzen gelernt habe und mich dazu gebracht hat, mir auch dieses neuere Werk zu Gemüte zu führen.

Dann hätten wir da noch die wunderschön ausgearbeitete Fantasywelt, die in einem asiatisch anmutenden Setting spielt (allerdings, soweit ich das als Laie beurteilen kann, nicht auf einer tatsächlich existierenden asiatischen Tradition fußt) und allein dadurch eine Abwechslung zu den zahlreichen europäisch angehauchten Fantasygeschichten darstellt. Grandios finde ich das Konzept der verschiedenen Wege - der Elementewege, die die Yin beschreiten, und des Schattenweges, den die Kaisergardisten wählen und mit dem sie Lebensgeister, soganannte "Nasgaths", heraufbeschwören können. Abgesehen davon, dass jeder Mensch (abgesehen von den Yin) einen eigenen Lebensgeist, einen Nasgath-Ankh, besitzt (man fühlt sich natürlich sofort an den "Geheimen Kompass" erinnert), können gut ausgebildete Kämpfer auch die Lebensgeister bereits gestorbener Ahnen beschwören und sie zum Kampf einsetzen. Ein extrem spannendes Konzept, das mir sehr gut gefallen hat.

Zu guter letzt muss ich noch die unglaublich schöne Liebesgeschichte loben. Gegen Ende schrammt der Autor zwar schon etwas hart am Kitsch entlang, es sei ihm allerdings verziehen, denn die Romantik ist tatsächlich handlungstragend, und durch Vorausdeutungen und Anspielungen auf "Sagen" der Welt, mit der die Charaktere aufgewachsen sind, wird eine Erwartungshaltung kreiiert, eine Spannung, die zum Weiterlesen animiert und einen immer wieder mitfiebern und mitleiden lässt. Sehr schön gemacht!

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen: Während am Anfang die Geschichte etwas Zeit braucht, um richtig in Schwung zu kommen (was sich vor allem darin äußert, dass sich Gespräche im Kreis drehen, die Figuren immer wieder über dasselbe reden oder nachgrübeln), wird das Ende fast hastig abgefrühstückt. Ein-, zweimal hatte ich tatsächlich ein wenig den Eindruck, als hätte ich Lücken in der Handlung, die ich nur mit Mutmaßungen füllen konnte (z.B. die Szene nach Haos Aufenthalt im Bambushain vor dem Endkampf). Das fand ich etwas schade.

Alles in allem will ich aber trotzdem die volle Punktezahl vergeben (vielleicht mit einem imaginären halben Stern Abzug) und kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

steampunk, explosion, erfinder, 19. jahrhundert, detektiv

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

Katharina Fiona Bode , Martin Knipp , Archibald Leach , Markus Cremer
Sonstige Buchform: 260 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 05.07.2016
ISBN 9783945045046
Genre: Science-Fiction

Rezension:

... bietet die Geschichte um den Erfinder, Detektiv und Gentleman Erasmus Emmerich und dessen Assistentin, die buchstäblich rauchende Qualmfee Marie.

Wer die Anthologien des Art Skript Phantastik-Verlags kennt, dem ist Erasmus Emmerich womöglich schon ein Begriff, denn vor Erscheinen dieses Romans war sein Wirkungsbereich auf Auftritte in charamanten, witzigen und skurillen Kurzgeschichten beschränkt. Für diejenigen, die die Geschichten aber noch nicht kennen, sind die beiden Kurzgeschichten am Beginn des Buches angefügt, sodass man Erasmus' und Maries bisherige Abenteuer nachlesen oder sich wieder frisch ins Gedächtnis rufen kann.

Katharina Bode erzählt ihre Geschichte(n) mit sehr viel Witz. Mehr als einmal musste ich schmunzeln, wenn Erasmus mit seinem wörtlichen Verständnis aller Fragen und Aussagen für Irritation bei den übrigen Charakteren sorgt (meine Lieblingsstelle war definitiv die mit den Sprungstelzen - einfach herrlich). Er ist das Paradebeispiels eines zerstreuten Genies, das bereits sehr knapp am Rande des Wahns entlangbalanciert, und es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören, zuzusehen und über seine meist ganz versehentlichen Erfolge zu staunen. Auch die Qualmfee Marie ist ein extrem interessanter Charakter. Obwohl sie sich selbst eher als Assistentin bzw. Partnerin Erasmus' sieht, wirkt sie wie seine Kinderfrau. Zwar scheltet sie ihn immer, ist aber auch diejenige, die auf ihn aufpasst und schaut, dass er nichts ZU Dummes anstellt. Das Gespann der beiden bietet viele heitere Lesestunden.

Stilistisch steckt in dem Buch ebenfalls eine Menge - im Vorwort äußert Markus Cremer den Verdacht, dass die Autorin bereits am Morgen mit einer Packung Wortspiele gurgeln müsse, und diesen Verdacht teile ich. Allerdings, aber das mag mein persönlicher Geschmack sein, wurde es gegen Ende, als sich die Spannung der Geschichte dem Höhepunkt näherte, schon fast etwas ZU viel an "Herumgeplänkel" in der Erzählerstimme, an Einschüben, die einen aus der Geschichte reißen und an Wortspielereien, die einen über eigentlich einfache Sätze stolpern lassen. Natürlich, es sind diese Dinge, die den Stil des Buches unter anderem ausmachen, allerdings fragte ich mich auf den letzten Seiten immer wieder, ob es nicht sinnvoll wäre, diesen Kniff ein wenig sparsamer, ein wenig gezielter einzusetzen, denn ich hatte am Ende der Geschichte dadurch Probleme, am Ball zu bleiben. Ein Beispiel (S. 196, also schon mitten im Finale): "Emmerich aber war ja nicht Erasmus, oder war es umgekehrt? Er hatte einfach noch nicht die Zeit gefunden, diese Angelegenheit endgültig zu klären ... jedenfalls wäre das eine ohne das andere nicht gewesen, wenn er nicht auch dafür eine Lösung parat gehabt hätte." Diese Stelle bezieht sich auf einen innerlichen Streit Erasmus' mit sich selbst, der etwa hundert Seiten zuvor stattgefunden hat und in dem Erasmus sich ... nun ja, eben fragt, ob Emmerich Erasmus oder umgekehrt ist. Diesen etwas seltsamen und, für mich, nicht ganz durchsichtigen innerlichen Disput an einer Stelle wieder aufzunehmen, wo die Spannung ja ihren Höhepunkt erreichen sollte, fand ich eher unpassend, und Stellen wie diese habe ich dann im Finale auch zunehmend einfach überflogen. Alles in allem rückt die eigentliche Handlung durch den Sprachwitz und die Interaktion der Figuren ein wenig in den Hintergrund.

Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt, welche Abenteuer Erasmus Emmerich und seine Qualmfee noch erwarten werden, und hoffe noch auf zahlreiche Folgebände.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

computerspiel, virtuelle realität, dystopie, verwirrend, spannung

Spielende Götter

Alessandra Reß
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 30.11.2015
ISBN 9783903006409
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Grundgedanke hinter "Spielende Götter" ist im Grunde nicht neu: Eine virtuelle Welt, die parallel zur Realität, hier "Primärrealität", existiert und Einfluss auf das Leben der Spieler nimmt, in sozialer wie in finanzieller Hinsicht. Allerdings setzt Alessandra Reß sich mit einer Frage auseinander, die mir auf diese Weise und in dieser Ausprägung noch nie untergekommen ist, nämlich die Frage nach der "Virtuellen Ethik" - was ist mit den virtuellen Existenzen, die von den Spielern für ihre Zwecke gelenkt und teils missbraucht werden? Unterscheiden sie sich denn tatsächlich so sehr von den Menschen der "Primärrealität"? Haben sie ein tieferes Bewusstsein, eine Daseinsberechtigung, vielleicht sogar so etwas wie eine Seele? Und wenn dem so ist, wie kann man dann rechtfertigen, sie als spielende Götter aufs Geratewohl in sinnlose Kriege und Schlachten zu schicken, um die eigenen Launen zu befriedigen?

Mit diesen Fragen fühlt sich Protagonistin Lucie konfrontiert, als sie in der Spielewelt, genannt "Homos Lundens", kurz "Holus", Intrigen gegen ihre Klassenkameraden spinnt, die sie im realen Leben mobben. Was als bloße, aus Frust erwachsene Idee anfängt, verselbstständigt sich bald und wächs Lucie über den Kopf. Plötzlich sind nicht nur die Virtuellen in Gefahr, die sie durch ihre vermeintlich göttliche Kraft auf ihre Seite gezogen hat und die sie bald als Begleiter und Freunde wertzuschätzen lernt, sondern auch Menschen in ihrem realen Umfeld.

Mindestens so spannend wie der Aufbau der Holus-Welt und die damit verbundenen ethischen Fragen ist die Primärrealität mit einem Dreiklassensystem, das an Science Fiction-Klassiker wie "Brave New World" erinnert. Während Alpha- und Beta-Ludens überwiegend mit dem Spiel beschäftigt sind, werden die Laborans in den Arbeiterstand hineingeboren, haben praktisch keine Rechte und bilden so den Bodensatz der Gesellschaft. Wie groß die Schere zwischen den Klassen klafft, merkt man, gemeinsam mit Lucie, die als Beta-Ludens in der Hierarchie die goldene Mitte erwischt hat, erst nach und nach.

Dass diese sozial-ethischen und philosopischen Aspekte der Dystopie mir am besten gefallen haben, bedeutet allerdings nicht, dass "Spielende Götter" nicht auch mit handfester Spannung, blutigen Schlachten und überraschenden Wendungen aufwarten könnte. Vor allem im letzten Drittel des Romans überschlagen sich die Ereignisse geradezu, und mir fiel bei der einen oder anderen unerwarteten Entwicklung die Kinnlade herunter.

Wer in das Taschenbuch investiert, wird zusätzlich mit der für den Verlag typischen liebevollen Innengestaltung belohnt, die mit ihren kunstvollen Illustrationen das Buch zu einem echten Hingucker macht.

Alles in allem kann ich "Spielende Götter" nur empfehlen. Vor allem Liebhaber sozialkritischer Dystopien (Stichwort: Ian Banks) kommen hier auf ihre Kosten und sollten unbedingt zugreifen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

thriller, mystery, mord, schreiben, kalliop

Kalliope

Arthur Gordon Wolf
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783958351776
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Markus Reuther, einigermaßen erfolgreicher Krimiautor, hat ein Problem: Er leidet unter der gefürchteten Schreibblockade. Seine Hauptfigur "spricht" einfach nicht mit ihm, und alles ist im Moment interessanter als sein Manuskript. "Ich wünschte, jemand würde mich mit vorgehaltener Pistole zum Schreiben zwingen", sagt er im Suff zu einer Fremden in einer Bar - einen Wunsch, den er besser für sich behalten hätte, denn bald darauf erreichen ihn mysteriöse Drohungen, alle mit dem Imperativ: "Schreib. Tag und Nacht." Was anfangs wie ein schlechter Scherz aussieht, wird schon bald bitterer Ernst, und Reuther findet sich selbst in einem Krimi wieder, schlimmer und abgedrehter als alles, was er selbst je geschrieben hat.

Arthur Gordon Wolf hat sich ein Thema vorgenommen, das Angehörigen der schreibenden Zunft nur zu bekannt ist - "writer's block", oder Schreibblockade, die Angst vor dem leeren Papier oder einfach nur die Verlockung der Prokrastination. Dieses Thema verpackt er ausgesprochen kunstvoll in eine Welt aus glaubwürdigen, individuellen Charakteren, die weit mehr als bloße Platzhalter sind, und beängstigenden Vorkommnissen, die immer bedrohlicher und unheimlicher werden, je weiter die Geschichte voranschreitet.

In einem zweiten Handlungsstrang sieht der Leser das Ergebnis von Reuthers seltenen produktiven Phasen, die Geschichte in der Geschichte - eine Idee, die zwar nicht gänzlich neu, aber sehr gut umgesetzt ist und den anfangs relativ eintönigen Alltag von Reuther auflockert.

Zusätzlich zur Erzählung aus der 3. Person aus Reuthers Sicht und dem zweiten Handlungsstrang von Reuthers Roman beginnt Reuther im Laufe des Romans auch, Tagebuch zu schreiben, wodurch seine Erzählung aus der 1. Person hinzukommt. Dieser Tagebuch-Part macht Sinn, denn nicht immer scheint das, was Reuther zu sehen glaubt, zu sein, was auch tatsächlich passiert. Allerdings wirkt das Buch dadurch teils etwas uneinheitlich, und meiner Meinung nach hätte man sich auf die Tagebuch-Sicht beschränken können, um diesen Effekt zu erreichen.

Alles in allem ist "Kalliope" eine intelligent geschriebene Geschichte voller Spannung und lebensnahen Charakteren. Da der ereignislose Alltag von Reuther vor den Drohungen durch "Kalliope" den Einstieg in die Geschichte leider etwas erschwert und auch zwischendurch unnötige Längen die Spannung etwas dämpfen, gebe ich "Kalliope" vier gute Sterne.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

beziehungen, götterglaube, mythologie, irland, kurzroman

Wolfsbaum: Eine irische Sage neu erzählt

Mia Faber
E-Buch Text: 67 Seiten
Erschienen bei Valkyren Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783946608059
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Novelle "Wolfsbaum" hat sich eine irische Sage zum Vorbild genommen und ihre eigene Geschichte darum gewoben. Dabei geht es um Morgan, einen jungen Mann, der mit seinem einfachen und eintönigen Leben unzufrieden ist, und dessen Großmutter, die immer noch dem alten Glauben an die Götter- und Feenwelt anhängt. Bald muss Morgan begreifen, dass dieser Glaube einen sehr wahren Kern hat, als er direkt mit einer der Göttinnen konfrontiert und mit einer außergewöhnlichen Strafe bedacht wird.

Stilistisch ist die Sage wunderbar erzählt und liest sich angenehm flüssig. Durch gemeine Cliffhanger und Plottwists bleibt man als Leser immer am Ball und will unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie die Geschichte für Morgan ausgeht. Schon relativ am Anfang wird deutlich gemacht, dass sie kein gutes Ende finden wird, was das Ende aber nicht viel weniger tragisch und traurig macht.

Die irische Sagenwelt ist auf natürliche Weise in die Geschichte eingeflochten, und es war sehr spannend, in diese fremde Welt einzutauchen.

Morgan ist ein Protagonist, der vielleicht nicht jedem Leser gefallen wird: Er ist eher passiv und, eine seiner wichtigsten, handlungstragenden Eigenschaften, ein ziemlicher Feigling, wird also nicht als a priori "Held" in die Geschichte eingeführt. Seine Fehler machen ihn aber in meinen Augen authentisch und auch sympathisch, und im Laufe der Geschichte macht er eine Entwicklung durch, die ihn zwingt, seine Feigheit zu überwinden.

Alles in allem kann ich "Wolfsbaum" nur empfehlen!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

bayern, bayerisch, weißbier, sushi, krimigeschichten

Sushi & Weißbier

Veronika Lackerbauer
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.11.2016
ISBN 9783741250033
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Sushi und Weißbier" ist nach "Hugo und Leberkäs" der zweite Kurzgeschichtenband der Autorin Veronika Lackerbauer und serviert dem Leser erneut Krimigeschichten mit Bezug zu Bayern. Anders als der erste Band gibt es diesmal drei längere Geschichten, die fast schon als kleine Novellen durchgehen würden. Die Kurzgeschichtenbände können unabhängig voneinander gelesen werden.

In der ersten titelgebenden Geschichte gibt es ein Wiedersehen mit Kommissar Veitl. Diesmal wird es richtig unheimlich: eine alte Frau, die versucht hat, sich das Leben zu nehmen, will Leichen in einem See gesehen haben. Gleichzeitig geht es auch bei Veitls Familie hoch her, denn der Sohnemann kehrt heim und stellt den Eltern ein neues Familienmitglied vor. Diese Geschichte bietet alles: Man kann rätseln, sich gruseln und herzhaft lachen, und obendrein regt sie auch noch zum Nachdenken an.

Die zweite Geschichte, "Jahrmarkt der Eitelkeiten", spielt in der Münchner High Society und verschafft einen Einblick in das Leben der Stars und Sternchen, das nicht immer glamourös ist. Es kommt zu einem Mord, und potenzielle Verdächtige sind schnell gefunden. Aber hinter der Sache scheint noch viel mehr zu stecken, als die Polizei anfangs vermutet. Wie weit würde ein Schauspieler gehen, um seine Wunschrolle zu bekommen? Eine spannende Story, sorgfältig durchdacht und mit interessanten Charakteren.

Die dritte und letzte Geschichte, "Hopfen und Malz, Allah erhalt's", spielt in einem kleinen Dorf in Bayern. Der Dorfpfarrer hat drei Flüchtlinge bei sich zuhause aufgenommen, um der Gemeinde als Vorbild zu dienen. Nicht alle Dörfler sind von der Idee begeistert. Während sich die vier besser kennenlernen, wird im Dorf über einen zu Tode gekommenen Brauereisohn spekuliert. Was Anfangs nach einem Unfall aussah, entpuppt sich als Mord. Wer ist der Schuldige? Eine Geschichte mit unerwartetem Ende, wunderbar echten Momenten und viel Stoff zum Nachdenken.

Alles in allem bekommt "Sushi und Weißbier" von mir die volle Punktzahl.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

aurora, 3 sterne, superheldin, traumhaft geil, fabian

Lexi Littera (1.1) - Macht der Tinte (Aurora 3)

Lucia S. Wiemer
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 18.07.2016
ISBN 9783959624107
Genre: Fantasy

Rezension:

... ist Clara aus "Lexi Littera 1.1". Sie ist die bisher jüngste Heldin, lebt noch (oder wieder) bei ihren Eltern und ist am Anfang der Novelle eher in sich gekehrt und gar nicht das, was man sich unter einer Powerfrau vorstellt. Gegen die Clique, die sie in der Schule regelmäßig mobbt, verteidigt sie sich nicht, sondern schluckt ihren Frust einfach hinunter. Als sie dann ihre Kräfte entdeckt, die ebenfalls sehr anders und ungewöhnlich sind, beginnt Clara nach und nach, aus sich herauszugehen.

Ich konnte Clara gut verstehen und mich mit ihr identifizieren. Sie ist sehr realistisch und auch konsequent gezeichnet, und auch ihre Umgebung wirkte authentisch. Ganz besonders hat es mir ihr Kater Sir Maunzelot angetan, die Dialoge mit ihm waren einfach herrlich!

Action gibt es in "Lexi Littera" eher weniger, und es bleiben auch noch einige Fragen für die nächsten Episoden offen. Trotzdem hat die erste Episode einen runden Abschluss, was mir gut gefallen hat. Alles in allem hat mich das erste Abenteuer von Clara überzeugt und macht neugierig auf die Fortsetzung.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

sandra florean, spannung, aurora, tarkan, tomkyle

Morlock - Unbekannte Gewässer

Sandra Florean
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 11.07.2016
ISBN 9783959624091
Genre: Fantasy

Rezension:

... oder vielleicht doch?

Alex ist eine toughe Frau, die mit ihrem Job als Sicherheitschefin nicht ganz ausgelastet ist. Sie hat eine Menge drauf, hat ein schwerwiegendes Autoritätsproblem und ein Mann allein reicht ihr nicht. Als wäre ihr Leben nicht schon unstet genug, entdeckt sie auch noch eines Tages, dass sie scheinbar durch die Zeit springen kann. Woher diese Fähigkeiten stammen und wie sie sie kontrollieren kann, muss sie allerdings erst herausfinden ...

"Morlock" ist die zweite Heldin im "Aurora"-Universum und wartet mit viel Frauenpower auf. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer, in die Episode hineinzukommen, da noch kein wirklicher roter Faden erkennbar war. Es werden innerhalb kurzer Zeit sehr viele Charaktere und Namen eingeführt, und auch dass Alex ihre Zeitsprünge nicht kontrollieren kann, macht die Sache ein wenig schwierig zu durchschauen. Allerdings trägt einen der locker-leichte Schreibstil von Sandra Florean sehr gut durch die Geschichte, und gegen Ende wird es dann auch noch richtig spannend. Das Ende kommt dann leider etwas plötzlich und lässt den Leser in gespannter Erwartung auf die Fortsetzung zurück.

Fazit: Eine tolle Geschichte mit (vielleicht etwas zu) vielen Ideen und einer toughen Heldin, die auf mehr hoffen lässt!

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

the stick, dedektivgeschichte, steam punk, rack, steampunk

RACK I

Ann-Kathrin Karschnick
E-Buch Text: 112 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 07.01.2016
ISBN 9783959622004
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rack ist ein erfolgloser Detektiv mit einem großen Geheimnis. Unterstützt wird er bei seinen Fällen von seinem 16jährigen Gehilfen und Ziehsohn Theo. Als er durch Zufall Lady Cunningham vor einem Attentat rettet, wird er von ihr beauftragt, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Was anfangs einfach klingt, entpuppt sich schnell als verworren und vielschichtig, und anstelle von Antworten stößt Rack nur stets auf neue Fragen.

"Rack" ist eine Novellenserie mit Kultpotenzial und spielt in der fiktiven Steampunk-Stadt Victoria, die voller Lords, Ladys, korrupten Bobbys und Schurken ist. Außerdem gibt es eine Reihe technischer Spielereien, die unauffällig in die Erzählung eingeflochten wurden und zeigen, dass Ann-Kathrin Karschnick eine Meisteriin des Steampunks ist.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Rack und seinem Gehilfen Theo - beide berichten aus der Ich-Form, was zuweilen für den Leser verwirrend sein kann. Auf der anderen Seite erfährt man dadurch zwei Perspektiven, die die Geschichte beleuchten, was durchaus auch seine Vorteile hat.

"Rack" ging in eine Richtung, die ich nicht unbedingt erwartet habe: Rack ist mehr als nur ein einfacher Detektiv, er trägt ein Geheimnis mit sich herum. Er besitzt Fähigkeiten, auf die ich hier noch nicht näher eingehen will, und kennt seine eigene Vergangenheit nicht. Äußerst spannend und auch unerwartet!

Leider lässt einen die erste Episode etwas in der Luft hängen, der Fall wird noch nicht abgeschlossen, sondern in der nächsten Episode fortgesetzt. Ich hätte mir erhofft, dass der Abschluss etwas runder wird und mehr Fragen beantwortet werden, andererseits drängt das natürlich zum Weiterlesen.

Alles in allem bietet "Rack" gute Unterhaltung! Definitiv empfehlenswert.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

vik, ronna, 5 sterne, benno

Aurora - Zwielicht

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959624169
Genre: Sonstiges

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schwingen aus stein, aus stein, stein, ju honisch, schwingen

Schwingen aus Stein: origin - Preisgekrönt und aufregend anders

Ju Honisch
E-Buch Text: 608 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 16.12.2013
ISBN 9783867622028
Genre: Fantasy

Rezension:

"Schwingen aus Stein" fiel mir auf einer Buchmesse ins Auge und ist mein erstes Werk von Ju Honisch, die damit den heiß begehrten Seraph gewonnen hat. Leider war nicht wirklich erkennbar, dass es sich (scheinbar?) um den Teil einer Reihe handelt, und so hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben - immer wieder gibt es Rückblicke auf frühere Ereignisse und ein scheinbares Wiedersehen mit altbekannten Charakteren. Der Haupthandlungsstrang allerdings funktioniert auch gut ohne Vorwissen, und nach einer Weile findet man sich auch als kompletter Newby in der Welt von "Schwingen aus Stein" zurecht.

Die Handlung ist gar nicht so einfach zusammenzufassen, denn es gibt sehr viele Stränge und Charaktere, die sich dann aber auf unwahrscheinliche Weise doch noch zusammenfügen. Im Zentrum des Geschehens stehen ein besonderes Mädchen und deren Gouvernante, die vor unterschiedlichen Parteien auf der Flucht sind. Übernatürliche Wesenheiten, überfromme Geistliche und Magier sind dem Mädchen auf den Fersen, alle aus unterschiedlichen Gründen.

Durch die vielen Charaktere und auch den nicht gerade leicht verdaulichen Stil fiel es mir am Anfang etwas schwer, in das Buch hineinzufinden. Ju Honisch kann ganz wunderbar schreiben, aber manchmal ergeht sie sich etwas zu sehr im Detail, und eine straffende Hand im Lektorat hätte dem Gesamtkunstwerk vielleicht gut getan. Wenn man aber erst einmal in die Geschichte eingetaucht ist, lernt man die Schrullen und Eigenheiten der einzelnen Charaktere lieben. Besonders gut gefallen hat mir der Humor - mal ulkige Situationskomik, mal Wortspiel, mal das schonungslose Aufzeigen absurder Wahrheiten. Ich habe mehr als einmal herzlich gelacht.

Trotzdem ist "Schwingen aus Stein" ein Buch, das nicht nebenbei gelesen werden will. Man muss sich schon darauf einlassen und auch selbst nach Antworten suchen, die von der Autorin nicht gerade auf dem Silbertablett serviert werden. Der Wechsel der Perspektiven ermöglicht zwar ein ganzheitliches Bild der Welt von "Schwingen aus Stein", macht es aber stellenweise auch schwer, am Ball zu bleiben.

Alles in allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem empfehlen, der sich an schöner Sprache und sorgsam entwickelter Fantasywelten erfreut.

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

horror, blutig, jagd, m.h. steinmetz, werwölfe

The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Drei Menschen verirren sich auf die eine oder andere Weise in die Sümpfe von Louisiana, wo der berüchtigte Interstate-Mörder sein Unwesen treibt. Dabei ist der Unbekannte, der scheinbar wahllos Autos von der Fahrbahn abdrängt und die Insassen anschließend verschleppt, noch gar nicht die schlimmste Bedrohung, die in diesen unwirklichen Gefilden lauert ...

"The Wild Hunt" ist spannend erzählt, und es ist wirklich bis zuletzt schwierig vorherzusehen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Interessanterweise spielt der Interstatemörder vom Beginn der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse von Eric und Nina, die (fälschlicherweise) annehmen, in Louisiana einen netten Urlaub zu verbringen, und der Reporter Mason, der sich alle zehn Finger nach einer guten Geschichte leckt und hofft, ein neues Licht auf die Interstatemorde werfen zu können. Alle drei begeben sich dabei mehr oder weniger wissentlich in Gefahr und geraten in eine bedrohliche Situation, aus der es so leicht kein Entkommen gibt.

Die Charaktere sind, meiner Meinung nach, etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist eigentlich niemand dabei, mit dem man sich wirklich gut identifizieren kann. Mason ist ein skrupelloser Reporter, der für seine Story nicht nur sein eigenes Wohl, sondern auch das von anderen ohne zu zögern aufs Spiel setzt. Nina und Eric sind eher die "Normalos" in der Geschichte. Über Ninas Vergangenheit erfährt man einige traumatische Details, ansonsten bleiben die Charaktere aber relativ flach. Ein wenig irritierend war, dass der Autor gerne zwischen den Perspektiven hin und herspringt, zum Teil auch innerhalb eines Abschnitts, was mir persönlich nicht gefällt.

Stilistisch hat "The Wild Hunt" einiges zu bieten. Einige Szenen sind äußerst eindrücklich und wortgewaltig beschrieben. Leider trüben die häufigen Rechtschreibfehler im Buch das Lesevergnügen etwas.

Gut gefallen hat mir, dass in dem Buch Schwarz-Weiß-Malerei tunlichst vermieden wird. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wird die Geschichte von allen Seiten beleuchtet, sodass man sich als Leser selbst eine Meinung bilden kann.

Ebenfalls lobend erwähnen muss ich (wie schon bei "666"), dass der Autor offenbar sehr sorgfältig recherchiert hat und eine Menge Hintergrundwissen in seine Geschichte hat einfließen lassen. Was den Charakteren zum Teil an Substanz gefehlt hat, findet sich dafür im Setting wieder.

Alles in allem bietet "The Wild Hunt" gute Unterhaltung, auch wenn es mich nicht zu 100% mitreißen konnte.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Burgfried

Veronika Lackerbauer
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 24.02.2014
ISBN 9783950367065
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Klappentext verspricht hier nicht zu viel - in "Burgfried" begegnen dem Leser Intrigen, Romanzen und blutige Schwertkämpfe. Und was am wichtigsten ist: Es kommt niemals Langeweile auf.

Im Fokus stehen zwei ungleiche junge Frauen, die durch eine Verflechtung des Schicksals Seite an Seite aufgewachsen sind: Zum einen ist da Ramana, Königstochter und Kronerbin, und zum anderen Luna, die Tochter einer einfachen Frau im Dienste bei Hof. Da Ramanas Mutter bei ihrer Geburt stirbt, wird Lunas Mutter zu ihrer Amme. Die beiden wachsen wie Schwestern zusammen auf, doch als sie älter werden, wird die Kluft, die der Standesunterschied zwischen ihnen schlägt, immer deutlicher fühlbar.

Ein kleiner, harmlos anmutender Streich der beiden jungen Mädchen führt dazu, dass das Königreich ins Chaos stürzt, und mit einem Mal kommt es Schlag auf Schlag.

"Burgfried" ist ein Buch, das ich sehr genossen habe. Nach einem etwas holprigen Anfang taucht man regelrecht in die Geschichte ein, und die Spannung flaut an keinem Punkt ab. Die Autorin geht auch nicht zimperlich mit ihren Figuren um und zeigt keine Scheu, ihr "Cast" auszudünnen. Das gefällt vielleicht nicht jedem Leser - mir aber definitiv, denn so bleiben in der Handlung alle Möglichkeiten offen.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung!

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vampire, krieg, liebe, austrian vampires, dorf

Schattenseite - Austrian Vampire World

Bettina Ferbus
E-Buch Text: 121 Seiten
Erschienen bei bookshouse ready-steady-go, 22.03.2016
ISBN 9789963533527
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Schattenseite" ist eine romantische Vampirnovelle und spielt in einer Welt, in der Vampire durch Genmanipulation erschaffen wurden. Die genauen Hintergründe erfährt der Leser leider nicht. In ihren Eigenschaften sind die Bettina Ferbus' Vampire relativ traditionell: Sie trinken Blut, vertragen kein Sonnenlicht und haben Reißzähne. Verletzungen können sie schneller heilen als gewöhnliche Menschen, und sie altern auch langsamer.

Das Konzept hinter der Novelle ist sehr spannend: Jede Stadt/jedes Gebiet hat seine eigenen Gesetze, was das Zusammenleben von Vampiren und Menschen betrifft. In manchen Städten dürfen Vampire praktisch nichts, in anderen dagegen sind sie die dominante Spezies, während Menschen nur als lebende Blutbank dienen. Irgendwo dazwischen liegt das namensgebende kleine Örtchen "Schattseite", in der der Großteil der Handlung spielt.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht zweier Hauptcharaktere: Alina (Mensch) und Alexander (Vampir). Alinas Freund, ebenfalls ein Vampir und Alexanders Bruder, kam ums Leben. Sie entscheidet sich, bei Alexander zu leben (mir war nicht zu hundert Prozent klar, weshalb - es wurden Verträge unterzeichnet, Alexander hat irgendeine Bürgschaft für sie übernommen, aber Alexander und Alina scheinen auch beide von dem Bruder/Freund um dieses Arrangement gebeten worden zu sein), und zieht zu ihm nach Schattseite. Anfangs ist Alexander ablehnend und hart zu ihr, er hat nicht viel für Menschen übrig. Alina dagegen fühlt sich relativ schnell zu Alexander hingezogen.

Als die beiden gerade beginnen, sich näherzukommen, passieren plötzlich Morde in Schattseite, und Alina gerät in Gefahr.

Alles in allem bietet "Schattenseite" kurzweilige Unterhaltung. Bettina Ferbus hat einen angenehmen Stil, der sich schnell wegliest, und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Besonders gut gefällt mir die Erklärung für die Existenz der Vampire, die etwas dystopisch Anmutendes hat - leider kam die Erklärung der Hintergründe ein wenig zu kurz. Ein Buch von Romanlänge in der Welt der "Austrian Vampires" würde mir bestimmt gefallen.

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erbe, rätsel, bewahrer, horror, geheimnisse

Das Grauen in den Bergen

Fred Ink
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 28.08.2012
ISBN 9781478377085
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Das Grauen in den Bergen" ist eine klassische Schauergeschichte im Stile der alten Horrormeister. Ein gewöhnlicher Ich-Erzähler gerät in unheimliche Ereignisse und stößt auf dunkle Geheimnisse, über die er seiner Angetrauten in Briefform berichtet. Dabei stellt sich natürlich auch stets die Frage, inwiefern dem Erzähler zu trauen ist. Er ist nämlich kein unbeschriebens Blatt und hatte schon in der Vergangenheit Wahnvorstellungen, die ihn sogar ins Sanatorium gebracht haben.

Die Erzählung (als "Roman" würde ich die Geschichte eher nicht bezeichnen, da es nicht allzu umfangreich ist) bedient sich eines altertümlichen Stils. Das muss man natürlich mögen (oder eben nicht). In meinem Fall hat der Stil meinen Geschmack ziemlich gut getroffen, und ich konnte mich gut in das Buch einfühlen. Die Spannung bleibt auf einem relativ konstanten Level, und es passieren immer wieder neue Twists, die einem zum Weiterlesen animieren.

Ein kleines Extra, das mir ausgesprochen gefallen hat, sind die verschlüsselten Nachrichten, die Roderick seiner Frau hinterlassen hat (bzw. uns, den Lesern). Wenn man den Code knackt (und mit etwas Geduld und Hirnschmalz klappt das), erfährt man einige wichtige Hintergründe, die vieles erklären. Das Knobeln hat mir sehr viel Spaß gemacht, und außerdem das Buch zu einem runden Abschluss gebracht. Ich habe eine Schwäche für Bücher, die einen Leser nicht mit der Nase auf alles stoßen, sondern ein wenig Nachdenken erfordern, und das gelingt der Erzählung wirklich hervorragend.

Alles in allem habe ich "Das Grauen in den Bergen" sehr gerne gelesen und empfehle es an Fans des klassisch-gepflegten Horrors weiter.

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englisch

Zoo

James Patterson
Flexibler Einband
Erschienen bei Grand Central Publishing, 14.05.2013
ISBN B00DDN0NOY
Genre: Sonstiges

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Rabensohn

Melanie Vogltanz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 21.05.2016
ISBN B01G0XGRPC
Genre: Sonstiges

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