Melanie_Vogltanz

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

steampunk, detektiv, explosion, erfinder, 19. jahrhundert

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

Katharina Fiona Bode , Martin Knipp , Archibald Leach , Markus Cremer
Sonstige Buchform: 260 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 05.07.2016
ISBN 9783945045046
Genre: Science-Fiction

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

computerspiel, virtuelle realität, dystopie, verwirrend, spannung

Spielende Götter

Alessandra Reß
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 30.11.2015
ISBN 9783903006409
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Grundgedanke hinter "Spielende Götter" ist im Grunde nicht neu: Eine virtuelle Welt, die parallel zur Realität, hier "Primärrealität", existiert und Einfluss auf das Leben der Spieler nimmt, in sozialer wie in finanzieller Hinsicht. Allerdings setzt Alessandra Reß sich mit einer Frage auseinander, die mir auf diese Weise und in dieser Ausprägung noch nie untergekommen ist, nämlich die Frage nach der "Virtuellen Ethik" - was ist mit den virtuellen Existenzen, die von den Spielern für ihre Zwecke gelenkt und teils missbraucht werden? Unterscheiden sie sich denn tatsächlich so sehr von den Menschen der "Primärrealität"? Haben sie ein tieferes Bewusstsein, eine Daseinsberechtigung, vielleicht sogar so etwas wie eine Seele? Und wenn dem so ist, wie kann man dann rechtfertigen, sie als spielende Götter aufs Geratewohl in sinnlose Kriege und Schlachten zu schicken, um die eigenen Launen zu befriedigen?

Mit diesen Fragen fühlt sich Protagonistin Lucie konfrontiert, als sie in der Spielewelt, genannt "Homos Lundens", kurz "Holus", Intrigen gegen ihre Klassenkameraden spinnt, die sie im realen Leben mobben. Was als bloße, aus Frust erwachsene Idee anfängt, verselbstständigt sich bald und wächs Lucie über den Kopf. Plötzlich sind nicht nur die Virtuellen in Gefahr, die sie durch ihre vermeintlich göttliche Kraft auf ihre Seite gezogen hat und die sie bald als Begleiter und Freunde wertzuschätzen lernt, sondern auch Menschen in ihrem realen Umfeld.

Mindestens so spannend wie der Aufbau der Holus-Welt und die damit verbundenen ethischen Fragen ist die Primärrealität mit einem Dreiklassensystem, das an Science Fiction-Klassiker wie "Brave New World" erinnert. Während Alpha- und Beta-Ludens überwiegend mit dem Spiel beschäftigt sind, werden die Laborans in den Arbeiterstand hineingeboren, haben praktisch keine Rechte und bilden so den Bodensatz der Gesellschaft. Wie groß die Schere zwischen den Klassen klafft, merkt man, gemeinsam mit Lucie, die als Beta-Ludens in der Hierarchie die goldene Mitte erwischt hat, erst nach und nach.

Dass diese sozial-ethischen und philosopischen Aspekte der Dystopie mir am besten gefallen haben, bedeutet allerdings nicht, dass "Spielende Götter" nicht auch mit handfester Spannung, blutigen Schlachten und überraschenden Wendungen aufwarten könnte. Vor allem im letzten Drittel des Romans überschlagen sich die Ereignisse geradezu, und mir fiel bei der einen oder anderen unerwarteten Entwicklung die Kinnlade herunter.

Wer in das Taschenbuch investiert, wird zusätzlich mit der für den Verlag typischen liebevollen Innengestaltung belohnt, die mit ihren kunstvollen Illustrationen das Buch zu einem echten Hingucker macht.

Alles in allem kann ich "Spielende Götter" nur empfehlen. Vor allem Liebhaber sozialkritischer Dystopien (Stichwort: Ian Banks) kommen hier auf ihre Kosten und sollten unbedingt zugreifen.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

thriller, mystery, kalliop, muse

Kalliope

Arthur Gordon Wolf
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783958351776
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Markus Reuther, einigermaßen erfolgreicher Krimiautor, hat ein Problem: Er leidet unter der gefürchteten Schreibblockade. Seine Hauptfigur "spricht" einfach nicht mit ihm, und alles ist im Moment interessanter als sein Manuskript. "Ich wünschte, jemand würde mich mit vorgehaltener Pistole zum Schreiben zwingen", sagt er im Suff zu einer Fremden in einer Bar - einen Wunsch, den er besser für sich behalten hätte, denn bald darauf erreichen ihn mysteriöse Drohungen, alle mit dem Imperativ: "Schreib. Tag und Nacht." Was anfangs wie ein schlechter Scherz aussieht, wird schon bald bitterer Ernst, und Reuther findet sich selbst in einem Krimi wieder, schlimmer und abgedrehter als alles, was er selbst je geschrieben hat.

Arthur Gordon Wolf hat sich ein Thema vorgenommen, das Angehörigen der schreibenden Zunft nur zu bekannt ist - "writer's block", oder Schreibblockade, die Angst vor dem leeren Papier oder einfach nur die Verlockung der Prokrastination. Dieses Thema verpackt er ausgesprochen kunstvoll in eine Welt aus glaubwürdigen, individuellen Charakteren, die weit mehr als bloße Platzhalter sind, und beängstigenden Vorkommnissen, die immer bedrohlicher und unheimlicher werden, je weiter die Geschichte voranschreitet.

In einem zweiten Handlungsstrang sieht der Leser das Ergebnis von Reuthers seltenen produktiven Phasen, die Geschichte in der Geschichte - eine Idee, die zwar nicht gänzlich neu, aber sehr gut umgesetzt ist und den anfangs relativ eintönigen Alltag von Reuther auflockert.

Zusätzlich zur Erzählung aus der 3. Person aus Reuthers Sicht und dem zweiten Handlungsstrang von Reuthers Roman beginnt Reuther im Laufe des Romans auch, Tagebuch zu schreiben, wodurch seine Erzählung aus der 1. Person hinzukommt. Dieser Tagebuch-Part macht Sinn, denn nicht immer scheint das, was Reuther zu sehen glaubt, zu sein, was auch tatsächlich passiert. Allerdings wirkt das Buch dadurch teils etwas uneinheitlich, und meiner Meinung nach hätte man sich auf die Tagebuch-Sicht beschränken können, um diesen Effekt zu erreichen.

Alles in allem ist "Kalliope" eine intelligent geschriebene Geschichte voller Spannung und lebensnahen Charakteren. Da der ereignislose Alltag von Reuther vor den Drohungen durch "Kalliope" den Einstieg in die Geschichte leider etwas erschwert und auch zwischendurch unnötige Längen die Spannung etwas dämpfen, gebe ich "Kalliope" vier gute Sterne.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

beziehungen, götterglaube, mythologie, irland, kurzroman

Wolfsbaum: Eine irische Sage neu erzählt

Mia Faber
E-Buch Text: 67 Seiten
Erschienen bei Valkyren Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783946608059
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Novelle "Wolfsbaum" hat sich eine irische Sage zum Vorbild genommen und ihre eigene Geschichte darum gewoben. Dabei geht es um Morgan, einen jungen Mann, der mit seinem einfachen und eintönigen Leben unzufrieden ist, und dessen Großmutter, die immer noch dem alten Glauben an die Götter- und Feenwelt anhängt. Bald muss Morgan begreifen, dass dieser Glaube einen sehr wahren Kern hat, als er direkt mit einer der Göttinnen konfrontiert und mit einer außergewöhnlichen Strafe bedacht wird.

Stilistisch ist die Sage wunderbar erzählt und liest sich angenehm flüssig. Durch gemeine Cliffhanger und Plottwists bleibt man als Leser immer am Ball und will unbedingt wissen, wie es weitergeht und wie die Geschichte für Morgan ausgeht. Schon relativ am Anfang wird deutlich gemacht, dass sie kein gutes Ende finden wird, was das Ende aber nicht viel weniger tragisch und traurig macht.

Die irische Sagenwelt ist auf natürliche Weise in die Geschichte eingeflochten, und es war sehr spannend, in diese fremde Welt einzutauchen.

Morgan ist ein Protagonist, der vielleicht nicht jedem Leser gefallen wird: Er ist eher passiv und, eine seiner wichtigsten, handlungstragenden Eigenschaften, ein ziemlicher Feigling, wird also nicht als a priori "Held" in die Geschichte eingeführt. Seine Fehler machen ihn aber in meinen Augen authentisch und auch sympathisch, und im Laufe der Geschichte macht er eine Entwicklung durch, die ihn zwingt, seine Feigheit zu überwinden.

Alles in allem kann ich "Wolfsbaum" nur empfehlen!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

bayern, bayerisch, weißbier, sushi, krimigeschichten

Sushi & Weißbier

Veronika Lackerbauer
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.11.2016
ISBN 9783741250033
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Sushi und Weißbier" ist nach "Hugo und Leberkäs" der zweite Kurzgeschichtenband der Autorin Veronika Lackerbauer und serviert dem Leser erneut Krimigeschichten mit Bezug zu Bayern. Anders als der erste Band gibt es diesmal drei längere Geschichten, die fast schon als kleine Novellen durchgehen würden. Die Kurzgeschichtenbände können unabhängig voneinander gelesen werden.

In der ersten titelgebenden Geschichte gibt es ein Wiedersehen mit Kommissar Veitl. Diesmal wird es richtig unheimlich: eine alte Frau, die versucht hat, sich das Leben zu nehmen, will Leichen in einem See gesehen haben. Gleichzeitig geht es auch bei Veitls Familie hoch her, denn der Sohnemann kehrt heim und stellt den Eltern ein neues Familienmitglied vor. Diese Geschichte bietet alles: Man kann rätseln, sich gruseln und herzhaft lachen, und obendrein regt sie auch noch zum Nachdenken an.

Die zweite Geschichte, "Jahrmarkt der Eitelkeiten", spielt in der Münchner High Society und verschafft einen Einblick in das Leben der Stars und Sternchen, das nicht immer glamourös ist. Es kommt zu einem Mord, und potenzielle Verdächtige sind schnell gefunden. Aber hinter der Sache scheint noch viel mehr zu stecken, als die Polizei anfangs vermutet. Wie weit würde ein Schauspieler gehen, um seine Wunschrolle zu bekommen? Eine spannende Story, sorgfältig durchdacht und mit interessanten Charakteren.

Die dritte und letzte Geschichte, "Hopfen und Malz, Allah erhalt's", spielt in einem kleinen Dorf in Bayern. Der Dorfpfarrer hat drei Flüchtlinge bei sich zuhause aufgenommen, um der Gemeinde als Vorbild zu dienen. Nicht alle Dörfler sind von der Idee begeistert. Während sich die vier besser kennenlernen, wird im Dorf über einen zu Tode gekommenen Brauereisohn spekuliert. Was Anfangs nach einem Unfall aussah, entpuppt sich als Mord. Wer ist der Schuldige? Eine Geschichte mit unerwartetem Ende, wunderbar echten Momenten und viel Stoff zum Nachdenken.

Alles in allem bekommt "Sushi und Weißbier" von mir die volle Punktzahl.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

aurora, 3 sterne, superheldin, traumhaft geil, fabian

Lexi Littera (1.1) - Macht der Tinte (Aurora 3)

Lucia S. Wiemer
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 18.07.2016
ISBN 9783959624107
Genre: Fantasy

Rezension:

... ist Clara aus "Lexi Littera 1.1". Sie ist die bisher jüngste Heldin, lebt noch (oder wieder) bei ihren Eltern und ist am Anfang der Novelle eher in sich gekehrt und gar nicht das, was man sich unter einer Powerfrau vorstellt. Gegen die Clique, die sie in der Schule regelmäßig mobbt, verteidigt sie sich nicht, sondern schluckt ihren Frust einfach hinunter. Als sie dann ihre Kräfte entdeckt, die ebenfalls sehr anders und ungewöhnlich sind, beginnt Clara nach und nach, aus sich herauszugehen.

Ich konnte Clara gut verstehen und mich mit ihr identifizieren. Sie ist sehr realistisch und auch konsequent gezeichnet, und auch ihre Umgebung wirkte authentisch. Ganz besonders hat es mir ihr Kater Sir Maunzelot angetan, die Dialoge mit ihm waren einfach herrlich!

Action gibt es in "Lexi Littera" eher weniger, und es bleiben auch noch einige Fragen für die nächsten Episoden offen. Trotzdem hat die erste Episode einen runden Abschluss, was mir gut gefallen hat. Alles in allem hat mich das erste Abenteuer von Clara überzeugt und macht neugierig auf die Fortsetzung.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

sandra florean, spannung, aurora, tarkan, tomkyle

Morlock - Unbekannte Gewässer

Sandra Florean
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 11.07.2016
ISBN 9783959624091
Genre: Fantasy

Rezension:

... oder vielleicht doch?

Alex ist eine toughe Frau, die mit ihrem Job als Sicherheitschefin nicht ganz ausgelastet ist. Sie hat eine Menge drauf, hat ein schwerwiegendes Autoritätsproblem und ein Mann allein reicht ihr nicht. Als wäre ihr Leben nicht schon unstet genug, entdeckt sie auch noch eines Tages, dass sie scheinbar durch die Zeit springen kann. Woher diese Fähigkeiten stammen und wie sie sie kontrollieren kann, muss sie allerdings erst herausfinden ...

"Morlock" ist die zweite Heldin im "Aurora"-Universum und wartet mit viel Frauenpower auf. Anfangs fiel es mir ein wenig schwer, in die Episode hineinzukommen, da noch kein wirklicher roter Faden erkennbar war. Es werden innerhalb kurzer Zeit sehr viele Charaktere und Namen eingeführt, und auch dass Alex ihre Zeitsprünge nicht kontrollieren kann, macht die Sache ein wenig schwierig zu durchschauen. Allerdings trägt einen der locker-leichte Schreibstil von Sandra Florean sehr gut durch die Geschichte, und gegen Ende wird es dann auch noch richtig spannend. Das Ende kommt dann leider etwas plötzlich und lässt den Leser in gespannter Erwartung auf die Fortsetzung zurück.

Fazit: Eine tolle Geschichte mit (vielleicht etwas zu) vielen Ideen und einer toughen Heldin, die auf mehr hoffen lässt!

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

the stick, dedektivgeschichte, steam punk, rack, steampunk

RACK I

Ann-Kathrin Karschnick
E-Buch Text: 112 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 07.01.2016
ISBN 9783959622004
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rack ist ein erfolgloser Detektiv mit einem großen Geheimnis. Unterstützt wird er bei seinen Fällen von seinem 16jährigen Gehilfen und Ziehsohn Theo. Als er durch Zufall Lady Cunningham vor einem Attentat rettet, wird er von ihr beauftragt, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Was anfangs einfach klingt, entpuppt sich schnell als verworren und vielschichtig, und anstelle von Antworten stößt Rack nur stets auf neue Fragen.

"Rack" ist eine Novellenserie mit Kultpotenzial und spielt in der fiktiven Steampunk-Stadt Victoria, die voller Lords, Ladys, korrupten Bobbys und Schurken ist. Außerdem gibt es eine Reihe technischer Spielereien, die unauffällig in die Erzählung eingeflochten wurden und zeigen, dass Ann-Kathrin Karschnick eine Meisteriin des Steampunks ist.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Rack und seinem Gehilfen Theo - beide berichten aus der Ich-Form, was zuweilen für den Leser verwirrend sein kann. Auf der anderen Seite erfährt man dadurch zwei Perspektiven, die die Geschichte beleuchten, was durchaus auch seine Vorteile hat.

"Rack" ging in eine Richtung, die ich nicht unbedingt erwartet habe: Rack ist mehr als nur ein einfacher Detektiv, er trägt ein Geheimnis mit sich herum. Er besitzt Fähigkeiten, auf die ich hier noch nicht näher eingehen will, und kennt seine eigene Vergangenheit nicht. Äußerst spannend und auch unerwartet!

Leider lässt einen die erste Episode etwas in der Luft hängen, der Fall wird noch nicht abgeschlossen, sondern in der nächsten Episode fortgesetzt. Ich hätte mir erhofft, dass der Abschluss etwas runder wird und mehr Fragen beantwortet werden, andererseits drängt das natürlich zum Weiterlesen.

Alles in allem bietet "Rack" gute Unterhaltung! Definitiv empfehlenswert.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

vik, ronna, 5 sterne, benno

Aurora - Zwielicht

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 29.08.2016
ISBN 9783959624169
Genre: Sonstiges

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schwingen aus stein, aus stein, stein, ju honisch, schwingen

Schwingen aus Stein: origin - Preisgekrönt und aufregend anders

Ju Honisch
E-Buch Text: 608 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 16.12.2013
ISBN 9783867622028
Genre: Fantasy

Rezension:

"Schwingen aus Stein" fiel mir auf einer Buchmesse ins Auge und ist mein erstes Werk von Ju Honisch, die damit den heiß begehrten Seraph gewonnen hat. Leider war nicht wirklich erkennbar, dass es sich (scheinbar?) um den Teil einer Reihe handelt, und so hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben - immer wieder gibt es Rückblicke auf frühere Ereignisse und ein scheinbares Wiedersehen mit altbekannten Charakteren. Der Haupthandlungsstrang allerdings funktioniert auch gut ohne Vorwissen, und nach einer Weile findet man sich auch als kompletter Newby in der Welt von "Schwingen aus Stein" zurecht.

Die Handlung ist gar nicht so einfach zusammenzufassen, denn es gibt sehr viele Stränge und Charaktere, die sich dann aber auf unwahrscheinliche Weise doch noch zusammenfügen. Im Zentrum des Geschehens stehen ein besonderes Mädchen und deren Gouvernante, die vor unterschiedlichen Parteien auf der Flucht sind. Übernatürliche Wesenheiten, überfromme Geistliche und Magier sind dem Mädchen auf den Fersen, alle aus unterschiedlichen Gründen.

Durch die vielen Charaktere und auch den nicht gerade leicht verdaulichen Stil fiel es mir am Anfang etwas schwer, in das Buch hineinzufinden. Ju Honisch kann ganz wunderbar schreiben, aber manchmal ergeht sie sich etwas zu sehr im Detail, und eine straffende Hand im Lektorat hätte dem Gesamtkunstwerk vielleicht gut getan. Wenn man aber erst einmal in die Geschichte eingetaucht ist, lernt man die Schrullen und Eigenheiten der einzelnen Charaktere lieben. Besonders gut gefallen hat mir der Humor - mal ulkige Situationskomik, mal Wortspiel, mal das schonungslose Aufzeigen absurder Wahrheiten. Ich habe mehr als einmal herzlich gelacht.

Trotzdem ist "Schwingen aus Stein" ein Buch, das nicht nebenbei gelesen werden will. Man muss sich schon darauf einlassen und auch selbst nach Antworten suchen, die von der Autorin nicht gerade auf dem Silbertablett serviert werden. Der Wechsel der Perspektiven ermöglicht zwar ein ganzheitliches Bild der Welt von "Schwingen aus Stein", macht es aber stellenweise auch schwer, am Ball zu bleiben.

Alles in allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem empfehlen, der sich an schöner Sprache und sorgsam entwickelter Fantasywelten erfreut.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

blutig, horror, jagd, m.h. steinmetz, gruselig

The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Drei Menschen verirren sich auf die eine oder andere Weise in die Sümpfe von Louisiana, wo der berüchtigte Interstate-Mörder sein Unwesen treibt. Dabei ist der Unbekannte, der scheinbar wahllos Autos von der Fahrbahn abdrängt und die Insassen anschließend verschleppt, noch gar nicht die schlimmste Bedrohung, die in diesen unwirklichen Gefilden lauert ...

"The Wild Hunt" ist spannend erzählt, und es ist wirklich bis zuletzt schwierig vorherzusehen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Interessanterweise spielt der Interstatemörder vom Beginn der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse von Eric und Nina, die (fälschlicherweise) annehmen, in Louisiana einen netten Urlaub zu verbringen, und der Reporter Mason, der sich alle zehn Finger nach einer guten Geschichte leckt und hofft, ein neues Licht auf die Interstatemorde werfen zu können. Alle drei begeben sich dabei mehr oder weniger wissentlich in Gefahr und geraten in eine bedrohliche Situation, aus der es so leicht kein Entkommen gibt.

Die Charaktere sind, meiner Meinung nach, etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist eigentlich niemand dabei, mit dem man sich wirklich gut identifizieren kann. Mason ist ein skrupelloser Reporter, der für seine Story nicht nur sein eigenes Wohl, sondern auch das von anderen ohne zu zögern aufs Spiel setzt. Nina und Eric sind eher die "Normalos" in der Geschichte. Über Ninas Vergangenheit erfährt man einige traumatische Details, ansonsten bleiben die Charaktere aber relativ flach. Ein wenig irritierend war, dass der Autor gerne zwischen den Perspektiven hin und herspringt, zum Teil auch innerhalb eines Abschnitts, was mir persönlich nicht gefällt.

Stilistisch hat "The Wild Hunt" einiges zu bieten. Einige Szenen sind äußerst eindrücklich und wortgewaltig beschrieben. Leider trüben die häufigen Rechtschreibfehler im Buch das Lesevergnügen etwas.

Gut gefallen hat mir, dass in dem Buch Schwarz-Weiß-Malerei tunlichst vermieden wird. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wird die Geschichte von allen Seiten beleuchtet, sodass man sich als Leser selbst eine Meinung bilden kann.

Ebenfalls lobend erwähnen muss ich (wie schon bei "666"), dass der Autor offenbar sehr sorgfältig recherchiert hat und eine Menge Hintergrundwissen in seine Geschichte hat einfließen lassen. Was den Charakteren zum Teil an Substanz gefehlt hat, findet sich dafür im Setting wieder.

Alles in allem bietet "The Wild Hunt" gute Unterhaltung, auch wenn es mich nicht zu 100% mitreißen konnte.

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Burgfried

Veronika Lackerbauer
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 24.02.2014
ISBN 9783950367065
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Klappentext verspricht hier nicht zu viel - in "Burgfried" begegnen dem Leser Intrigen, Romanzen und blutige Schwertkämpfe. Und was am wichtigsten ist: Es kommt niemals Langeweile auf.

Im Fokus stehen zwei ungleiche junge Frauen, die durch eine Verflechtung des Schicksals Seite an Seite aufgewachsen sind: Zum einen ist da Ramana, Königstochter und Kronerbin, und zum anderen Luna, die Tochter einer einfachen Frau im Dienste bei Hof. Da Ramanas Mutter bei ihrer Geburt stirbt, wird Lunas Mutter zu ihrer Amme. Die beiden wachsen wie Schwestern zusammen auf, doch als sie älter werden, wird die Kluft, die der Standesunterschied zwischen ihnen schlägt, immer deutlicher fühlbar.

Ein kleiner, harmlos anmutender Streich der beiden jungen Mädchen führt dazu, dass das Königreich ins Chaos stürzt, und mit einem Mal kommt es Schlag auf Schlag.

"Burgfried" ist ein Buch, das ich sehr genossen habe. Nach einem etwas holprigen Anfang taucht man regelrecht in die Geschichte ein, und die Spannung flaut an keinem Punkt ab. Die Autorin geht auch nicht zimperlich mit ihren Figuren um und zeigt keine Scheu, ihr "Cast" auszudünnen. Das gefällt vielleicht nicht jedem Leser - mir aber definitiv, denn so bleiben in der Handlung alle Möglichkeiten offen.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung!

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vampire, liebe, bookshouse, austrian vampires, genmanipulation

Schattenseite - Austrian Vampire World

Bettina Ferbus
E-Buch Text: 121 Seiten
Erschienen bei bookshouse ready-steady-go, 22.03.2016
ISBN 9789963533527
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Schattenseite" ist eine romantische Vampirnovelle und spielt in einer Welt, in der Vampire durch Genmanipulation erschaffen wurden. Die genauen Hintergründe erfährt der Leser leider nicht. In ihren Eigenschaften sind die Bettina Ferbus' Vampire relativ traditionell: Sie trinken Blut, vertragen kein Sonnenlicht und haben Reißzähne. Verletzungen können sie schneller heilen als gewöhnliche Menschen, und sie altern auch langsamer.

Das Konzept hinter der Novelle ist sehr spannend: Jede Stadt/jedes Gebiet hat seine eigenen Gesetze, was das Zusammenleben von Vampiren und Menschen betrifft. In manchen Städten dürfen Vampire praktisch nichts, in anderen dagegen sind sie die dominante Spezies, während Menschen nur als lebende Blutbank dienen. Irgendwo dazwischen liegt das namensgebende kleine Örtchen "Schattseite", in der der Großteil der Handlung spielt.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht zweier Hauptcharaktere: Alina (Mensch) und Alexander (Vampir). Alinas Freund, ebenfalls ein Vampir und Alexanders Bruder, kam ums Leben. Sie entscheidet sich, bei Alexander zu leben (mir war nicht zu hundert Prozent klar, weshalb - es wurden Verträge unterzeichnet, Alexander hat irgendeine Bürgschaft für sie übernommen, aber Alexander und Alina scheinen auch beide von dem Bruder/Freund um dieses Arrangement gebeten worden zu sein), und zieht zu ihm nach Schattseite. Anfangs ist Alexander ablehnend und hart zu ihr, er hat nicht viel für Menschen übrig. Alina dagegen fühlt sich relativ schnell zu Alexander hingezogen.

Als die beiden gerade beginnen, sich näherzukommen, passieren plötzlich Morde in Schattseite, und Alina gerät in Gefahr.

Alles in allem bietet "Schattenseite" kurzweilige Unterhaltung. Bettina Ferbus hat einen angenehmen Stil, der sich schnell wegliest, und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Besonders gut gefällt mir die Erklärung für die Existenz der Vampire, die etwas dystopisch Anmutendes hat - leider kam die Erklärung der Hintergründe ein wenig zu kurz. Ein Buch von Romanlänge in der Welt der "Austrian Vampires" würde mir bestimmt gefallen.

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erbe, rätsel, bewahrer, horror, geheimnisse

Das Grauen in den Bergen

Fred Ink
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 28.08.2012
ISBN 9781478377085
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Das Grauen in den Bergen" ist eine klassische Schauergeschichte im Stile der alten Horrormeister. Ein gewöhnlicher Ich-Erzähler gerät in unheimliche Ereignisse und stößt auf dunkle Geheimnisse, über die er seiner Angetrauten in Briefform berichtet. Dabei stellt sich natürlich auch stets die Frage, inwiefern dem Erzähler zu trauen ist. Er ist nämlich kein unbeschriebens Blatt und hatte schon in der Vergangenheit Wahnvorstellungen, die ihn sogar ins Sanatorium gebracht haben.

Die Erzählung (als "Roman" würde ich die Geschichte eher nicht bezeichnen, da es nicht allzu umfangreich ist) bedient sich eines altertümlichen Stils. Das muss man natürlich mögen (oder eben nicht). In meinem Fall hat der Stil meinen Geschmack ziemlich gut getroffen, und ich konnte mich gut in das Buch einfühlen. Die Spannung bleibt auf einem relativ konstanten Level, und es passieren immer wieder neue Twists, die einem zum Weiterlesen animieren.

Ein kleines Extra, das mir ausgesprochen gefallen hat, sind die verschlüsselten Nachrichten, die Roderick seiner Frau hinterlassen hat (bzw. uns, den Lesern). Wenn man den Code knackt (und mit etwas Geduld und Hirnschmalz klappt das), erfährt man einige wichtige Hintergründe, die vieles erklären. Das Knobeln hat mir sehr viel Spaß gemacht, und außerdem das Buch zu einem runden Abschluss gebracht. Ich habe eine Schwäche für Bücher, die einen Leser nicht mit der Nase auf alles stoßen, sondern ein wenig Nachdenken erfordern, und das gelingt der Erzählung wirklich hervorragend.

Alles in allem habe ich "Das Grauen in den Bergen" sehr gerne gelesen und empfehle es an Fans des klassisch-gepflegten Horrors weiter.

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[ ZOO ] Zoo By Patterson, James ( Author ) May-2013 [ Paperback ]

James Patterson
Flexibler Einband
Erschienen bei Grand Central Publishing, 14.05.2013
ISBN B00DDN0NOY
Genre: Sonstiges

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Rabensohn

Melanie Vogltanz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 21.05.2016
ISBN B01G0XGRPC
Genre: Sonstiges

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

horror, amrun, hotel, menschliche abgründe, grusel

Keine Menschenseele

Faye Hell
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 15.11.2015
ISBN 9783958692220
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In "Keine Menschenseele" lernt der Leser ein ganz besonderes Hotel mit ganz besonderen Gästen kennen, die, obgleich grundverschieden, alle eine Gemeinsamkeit haben: ein finsteres Geheimnis in ihrer Vergangenheit.

Das Buch ist in fünf nur grob verknüpfte Teile unterteilt, umrahmt von der Geschichte des aktuellsten Hotelgastes. Die gewählte Perspektive war für mich nicht immer ganz klar, vor allem beim Zimmermädchen, das mal aus der Ich-Perspektive erzählt, dann wieder in der dritten Person (aber dennoch im Fokus steht).

Allzu viel Inhalt möchte ich gar nicht vorwegnehmen. In jedem Fall muss gesagt werden, dass "Keine Menschenseele" keine leichte Lektüre ist - und das gleich in doppelter Hinsicht, sowohl stilistisch als auch in Bezug auf das physische Gewicht des Buches. Über den Stil von Faye Hell gibt es einiges zu sagen: poetisch ist er, vielschichtig und wortgewaltig. Als ich einem Freund eine Seite aus dem Buch vorlas, fragte er mich, ob es sich um Lyrik handele, was viel über den musikalischen Rhythmus aussagt, den dieses Werk zweifellos besitzt. An manchen Stellen wird das Ausschweifende des Stils für meinen Geschmack etwas zu stark ausgereizt, zum Teil wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

Von der poetischen Sprache sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Das Buch enthält nur wenig Schönes und beinhaltet eine Menge Gore und Splatter, Schilderungen von Sex und Gewalt, die tief unter die Haut gehen. Das Bestrafen der Übeltäter nimmt den Perversitäten und Grausamkeiten ein wenig den Stachel, doch Zartbesaitete sind hier definitiv an der falschen Adresse.

Einige Hommagen und literarische Querverweise finden sich ebenfalls bei Hell - die Anspielungen an das Overlook-Hotel in "Shining" zum Beispiel, oder an Lewis Carolls "Alice hinter den Spiegeln".

Zweifellos handelt es sich um ein besonderes Debüt - Faye Hell hat eine Menge Potenzial, grandiose Ideen und kann verdammt gut schreiben. Was mir das Lesevergnügen leider etwas madig gemacht hat, waren die zahlreichen Typos im Buch - Fehler, die ein Korrekturprogramm für gewöhnlich aufspüren müsste (z.B. Reisverschluss anstelle von Reißverschluss), oder die falsche Zeichensetzung in der direkten Rede ("Ich zahle später, Lloyd,", sagt sie oder "Jetzt schon.", antwortet das Zimmermädchen). Und ich rede hier wirklich nicht von ein paar einzelnen Fehlern, die durchgerutscht sind, sondern von einem Problem, das sich durch das Buch durchzieht. Insgesamt kann ich daher keine volle Punktezahl vergeben, und für die nächste Auflage wäre ein sorgfältiges Korrektorat äußerst wünschenswert.

Empfehlen will ich das Buch aber dennoch - für Fans des Perfiden, des Abartigen, die nicht vor menschlichen Abgründen zurückschrecken.

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selbstmord, tod, haus der verlorenen, sekte, thriller

Notizen einer Verlorenen

Heike Vullriede
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 28.11.2013
ISBN 9783943408225
Genre: Romane

Rezension:

Schon der Beginn von "Notizen einer Verlorenen" ist äußerst ungewöhnlich - denn wir steigen am Ende ein. Die Protagonistin ist tot, wir wissen also die ganze Lektüre über, dass die Geschichte, ganz gleich, welche Wendungen und Überraschungen sich noch ergeben mögen, nicht mehr gut ausgehen kann. Ein interessanter Stilgriff, der mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Worum geht es nun? Sarah wird tot aufgefunden. Bei ihr liegt ein Notizbuch, die "Notizen einer Verlorenen", in dem sie beschreibt, wie es zu ihrem Schicksal, ihrem Tod gekommen ist. Aus erster Hand verfolgt der Leser, wie sie in eine seltsame Gesellschaft gerät, die sogenannten "Verlorenen". Auf den ersten Blick scheinen sie eine Selbsthilfegruppe für Selbstmörder zu sein, doch es wird relativ schnell klar, dass es nicht die Aufgabe dieser Selbsthilfegruppe ist, Selbstmorde zu verhindern. Nach und nach gerät Sarah tiefer in den Sog dieser Menschen, bis es irgendwann kein Zurück mehr gibt.

"Notizen einer Verlorenen" ist mit Sicherheit kein Buch für jedermann. Die Lektüre ist äußerst düster und bedrückend, und dass man von Beginn an weiß, dass einem ein Ende mit Schrecken erwartet, hängt wie eine dunkle Wolke über jeder Szene - gleichzeitig wünscht man sich doch wider besseres Wissen für die Hauptperson, dass all das noch irgendwie zu einem guten Ende findet.

Sprachlich hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen - Heike Vullriede hat eine sehr eingängige Sprache und einen angenehmen Stil, der sich gut lesen lässt. Obwohl sich ein paar Längen eingeschlichen haben, bleibt es doch immer spannend, obwohl im Grunde nur wenig passiert. Zweifellos ist es kein actiongeladenes Buch - es handelt sich vielmehr um psychologischen Horror als um Splatter mit Blut und Gewalt.

Was die Charaktere betrifft, war es für mich ein wenig schwierig, eine Verbindung zu Sarah aufzubauen. Sie hat ihre psychischen Problemchen und lässt sich dadurch offenbar auch gerne mit den falschen Männern ein. Ihre Obsession gegenüber Alex konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, obgleich das Verhalten durchaus zu ihrem Charakter gepasst hat. Die "Verlorenen" sind ein überaus interessanter Haufen unterschiedlichster Menschen, die alle aus anderen Gründen dasselbe Ziel anstreben. Erschreckend an der Geschichte fand ich, wie glaubwürdig sie war - eine Vereinigung von Menschen, die sich der Euthanasie verschrieben hat, ist ganz und gar nicht weit hergeholt, obgleich das Buch sich natürlich überspitzten Darstellungen bedient.

Alles in allem ein lesenswertes Buch, das man sich jedoch nur an sonnigen Tagen zu Gemüte führen sollte.

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fantasy, götter, markus heitz, tilly, gott;

AERA - Die Rückkehr der Götter

Markus Heitz
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2015
ISBN 9783426518618
Genre: Fantasy

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emily, dark fantas, gewalt, vergangenheit, kinderheim

Mondschatten

Jacqueline Mayerhofer
E-Buch Text: 534 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 07.03.2016
ISBN 9783903006577
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Emilys Leben scheint perfekt - sie wird den Mann heiraten, den sie liebt, und in ihrem Job steht ihr eine große Beförderung bevor. Im Grunde könnte es nicht besser laufen, doch da ereilt sie ein furchtbares Unglück, das einfach alles zunichte macht.

Als sie mit ihrem Verlobten Hiroki einen Spaziergang macht, wird sie von geheimnisvollen Männern attackiert und verliert durch einen Schlag auf den Kopf ihr Gedächtnis. Die Diagnose: retrograde Amnesie, vier Jahre ihres Lebens sind einfach ausgelöscht. Emily erinnert sich weder an ihren Verlobten noch an ihren Job. Alles zerbricht unter ihren Fingern. Von diesem Schicksalsschlag erschüttert, schottet Emily sich von allem und jedem ab und lässt sich mit zwielichtigen Typen ein. Wer ist der geheimnisvolle Leo, und ist er tatsächlich auf ihrer Seite?

"Mondschatten" ist ein Buch mit vielen Gesichtern. Es geht um Grausamkeit, um Eifersucht, um Liebe - und immer wieder darum, dass wir uns an Menschen binden, die uns eigentlich nicht gut tun.

Jacqueline Mayerhofer hat einen fesselnden Stil und eine sehr facettenreiche Sprache, die einen schnell in den Bann zieht. Ein paar vereinzelte Stilblüten und sich wiederholende Phrasen reißen allerdings manchmal aus dem Lesefluss.

Mit Sicherheit ist "Mondschatten" ein Buch, das polarisiert. Es gibt nur wenige Charaktere, mit denen sich der Leser wirklich identifizieren kann, und die Handlungen mancher Figuren sind nicht immer schlüssig. Meiner Meinung nach ist es weniger ein Roman, der unterhalten als vielmehr aufrütteln und verstören will - dafür sprechen auch die zahlreichen Szenen mit brutaler Gewalt, die nichts für schwache Nerven sind. Und aufzurütteln gelingt dem Buch in jedem Fall.

Fazit: Urban Fantasy der besonderen Art - nichts für zart Besaitete.

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Mortalitas

Melanie Vogltanz
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.03.2016
ISBN 9783959623216
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Maleficus

Melanie Vogltanz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.03.2016
ISBN 9783959623209
Genre: Krimi und Thriller

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Fuenf Tode

Fred Ink
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.02.2014
ISBN 9781495375606
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dies ist der erste Roman von Fred Ink, den ich bislang gelesen habe. Nachdem ich eine absolut umwerfend gute Kurzgeschichte von ihm gelesen hatte ("Frau Adonay" in der Anthologie "Mängelexemplare: Haunted"), wollte ich unbedingt etwas Umfangreicheres vom Autor kennenlernen, und da fiel meine Wahl auf die "Fünf Tode".

In diesem Horrorroman folgt der Leser dem Leben von Tim Reiter. Als er ein Kind ist, sieht er sie zum ersten Mal - seltsame rauchartige Wesen, die er "Zarge" nennt. Von diesem Tag an begleiten sie ihn, und sie tauchen überall dort auf, wo jemand zu Tode kommt. Nur dumm, dass seine Umwelt ihm kein Wort glauben will. Die Zarge werden zunehmend zur Bedrohung, und Tim muss zusehen, wie er die Menschen in seiner Umgebung vor ihnen schützen kann. Dabei gerät er in äußerst fragwürdige Kreise.

Das Buch hat ohne Frage einige Stärken, konnte mich aber einfach nicht wirklich fesseln. Vielleicht liegt es am Protagonisten Tim, mit dem ich mich an keiner Stelle richtig identifizieren und mit dem ich daher auch nicht sonderlich mitleiden konnte, vielleicht daran, dass das Buch stilistisch zum Großteil relativ schlicht gehalten ist (abhängig von Tims Entwicklungsstand - vom Autor zweifellos absolut gewollt, aber für den Leser etwas mühselig). Das Buch springt von Tod zu Tod, macht also große Zeitsprünge. Absolut nicht überzeugen konnte mich das Ende, das dem Buch dann auch in meinen Augen den wackeligen vierten Stern gekostet hat.

Ich sage nun nicht, dass es ein schlechtes Buch ist - ganz und gar nicht! Es liest sich durchaus kurzweilig, hat einen klar erkennbaren roten Faden bzw. ein klares Konzept und enthält einige grandiose Ideen. Einige Lebensabschnitte von Tim gefielen mir deutlich besser als andere und wären durchaus fünf Sterne wert. Alles in allem hätte man aber noch etwas mehr aus dem Stoff rausholen können.

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lustig, kurzgeschichten, bayern, bayrisch, spannend, krimi, lusti

Hugo & Leberkäs

Veronika Lackerbauer
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 07.04.2016
ISBN 9783739222264
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit "Hugo und Leberkäs" legt Veronika Lackerbauer ihren ersten eigenständigen Kurzgeschichtenband vor. Der titelgebende Gegensatz von Hugo und Leberkäs ist hier Programm: Mal frisch und urkomisch, mal schwerer verdaulich und sozialkritisch, aber immer spannend sind diese fünf Krimi-Geschichten aus der bayerischen Provinz.

"Hugo & Leberkäs" ist mit über hundert Seiten die längste Geschichte in der Sammlung und zugleich das Kernstück. Es geht um einen Mord an einem angesehenen Bürger. Die Polizei, die es in der bayerischen Provinz für gewöhnlich nicht mit solch blutigen Angelegenheiten zu tun kriegt, ermittelt und deckt nach und nach dunkle Familiengeheimnisse und Intrigen auf.

In "Kriminalistischer Nachmittag" bekommen wir es mit einer gewöhnlichen Frau zu tun, die unversehens in ein ganz übliche Machenschaften hineingezogen wird. Eine Geschichte mit einer kräftigen Prise Humor, die sich locker-flockig liest und mich mehrmals hat schmunzeln lassen.

"Sturm im Wasserglas" ist wieder eine Geschichte mit ernstem Grundton, die gleichzeitig ein sehr aktuelles Thema aufgreift: Es geht um Flüchtlingsheime, um Ängste der Landbevölkerung und um Vorurteile. Eine sehr gute Story ganz am Puls der Zeit.

In "Tödliche Begierde" bekommt die Protagonistin Besuch von einer Fremden, die ihren Mann besser kennt, als sie sollte. Spannende Story mit überraschendem Ende!

"Rendezvous mit Mord" lässt die Sammlung mit einem Lacher ausklingen. Elisabeth Baumann ist Autorin von romantischen Kitschheftchen - allerdings nur nach außen hin, denn die wirklich große Kohle macht sie als Auftragskillerin. Veronika Lackerbauer hat sich hier Murphys Gesetz angenähert und eine Geschichte verfasst, in der einfach alles schief geht, das irgendwie schiefgehen kann, was zu einer urkomischen Verstrickung von Zufällen führt. Zwerchfellattacke garantiert!

Alles in allem bietet "Hugo & Leberkäse" eine prickelnde Mischung an Geschichten für Krimifans - nicht nur aus den bayerischen Landen.

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50 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

mars, the martian, andy weir, science fiction, nasa

The Martian

Andy Weir
Fester Einband: 587 Seiten
Erschienen bei THORNDIKE PR, 09.07.2014
ISBN 9781410469571
Genre: Fantasy

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