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kopf schlägt kapital, günter faltin, entrepreneur, entrepreneurship, unternehmer

Kopf schlägt Kapital

Günter Faltin
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 08.09.2008
ISBN 9783446415645
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer kennt ihn nicht, Günter Faltin, den Professor an der Uni Berlin, der mit seiner Teekampagne ein überaus erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat?

Und auch bei seinem Buch – wie bei so vielen anderen – sagt der Titel eigentlich schon alles über den Inhalt. „Kopf schlägt Kapital“ ist keine Kampfansage an den Kapitalismus oder die Großkonzerne. Nein, Professor Faltin macht lediglich deutlich, dass es zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens nicht unbedingt eines riesigen finanziellen Aufwandes bedarf. Vielmehr ist die Idee und das darauf aufbauende Konzept entscheidend.

Günter Faltin grenzt Entrepreneurship ab von Business Administration und sieht erstes als einen kreativ-schöpferischen Akt, bei dem es allein auf die gründlich durchdachte Idee auskommt.

Die Aufteilung des Buches

Neben dem Vorwort und dem Anhang besteht das Buch von Günter Faltin aus folgenden neun Kapiteln:

1 Einleitung

2 Fallstudie Teekampagne

3 Konzept-kreative Gründungen

4 Stiefkind Konzept – Es lohnt, an der Idee zu arbeiten

5 Der Überforderungsfalle entgehen

6 Gründen aus Komponenten

7 Im Konzert der Großen mitspielen

8 Wie Sie Ihr eigenes High-Potential-Konzept erarbeiten – Das Labor für Entrepreneurship

9 Entrepreneurship als Herausforderung

10 Von Denkgewohnheiten Abschied nehmen – Aus der Vergangenheit nicht auf die Zukunft schließen

Die Fallstudien – Gründen aus Komponenten einfach erklärt

Im ersten Teil seines Buches behandelt Günter Faltin verschiedene Fallstudien. An erster Stelle natürlich seine Teekampagne.

Die lief in kurzen, knappen Worten eigentlich so ab: Professor Faltin war auf Reisen in verschiedene Länder aufgefallen, dass verschiedene Produkte bei uns zehnmal teurer sind als im Herkunftsland. Darunter zum Beispiel Kaffee, Bananen, Zucker…und eben Tee!

Mehr oder weniger aus Zufall – Günter Faltin ist gar kein Teetrinker – wurde der Tee auserkoren, um genauer untersucht zu werden. Schnell stellte Professor Faltin fest, dass Tee aus zwei Gründen bei uns so wahnsinnig teuer ist. Zum einen durch die vielen Zwischenhändler und zum anderen deshalb, weil eine unendliche Sortenvielfalt angeboten wird.

Die Idee: nur eine Sorte Tee anbieten, am besten die Beste und konsequent alle Zwischenhändler ausschalten. Gesagt getan! Mittlerweile ist die von Günter Faltin gegründete Teekampagne weltweit der größte Importeur von Darjeeling Tee.

Neben der Teekampagne werden weitere nach dem Prinzip des Entrepreneurial Design gegründeten Unternehmen vorgestellt, an denen Professor Faltin in irgendeiner Art beteiligt ist. Entweder als Gründer, Ideengeber, Berater, Coach oder Business Angel.

Was muss ein gutes unternehmerisches Konzept leisten?

In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung. – Leonardo da Vinci

Das sogenannte Entrepreneurial Design ist das Herzstück in Professor Faltins Lehre von einer Unternehmensgründung in Sinne von „Kopf schlägt Kapital“. Daher – und weil das Entrepreneurial Design eine Vielzahl von Problemen für den Gründer lösen muss – sollten Gründer hohe Anforderung daran stellen.

Was gutes Entrepreneurial Design leisten muss klare Marktvorteile herausarbeiten einen Vorsprung vor Imitatoren sichern vor technologischer Obsoleszenz schützen vor wirtschaftlicher Obsoleszenz schützen den Finanzierungsaufwand minimieren das Marketing muss integraler Bestandteil des Entrepreneurial Design werden

Und da unser Entrepreneurial Design nicht nur gut, sondern exzellent werden soll, gibt es drei weitere Prinzipien, die wir bei der Ausarbeitung unseres Ideen-Puzzles berücksichtigen sollten:

Prinzipien eines High Potential Entrepreneurial Design Skalierbarkeit Einfachheit Risiken minimieren

Die sieben Techniken von Günter Faltin zur Ausarbeitung eines Entrepreneurial Design

Wie bei fast jeder meiner Buchempfehlungen, habe ich mir auch dieses Mal ein Kapitel rausgepickt, auf das ich etwas detaillierter eingehen möchte.

Im Laufe seiner Zeit als Professor für Entrepreneurship hat Günter Faltin sieben Techniken ausgearbeitet, die dir dabei helfen, nein, die elementar dafür sind, dein eigenes Entrepreneurial Design auszuarbeiten.

Potential in Vorhandenem entdecken

Nein, nein, nicht einfach nur kopieren. Wir sind hier doch nicht bei dem Samwers. Es geht darum, Vorhandenes mit einem wachen Auge neu zu entdecken. Neu zu komponieren und um die Ecke zu denken. Das Neue liegt in der Neu-Komposition. Überlege dir – abseits jeglicher Konventionen – was du anderes machen würdest, wenn du dich zum ersten Mal mit diesem Produkt/dieser Dienstleitung beschäftigen würdest.

Funktion statt Konvention

Solange, bis uns nicht das Gegenteil bewiesen wird, sehen wir alles Vorhandene als Konvention an. Günter Faltin überlegt an dieser Stelle nicht nur, wie man eine Dienstleistung oder ein Produkt vielleicht ein wenig besser, billiger, effizienter, intelligenter oder umweltverträglicher machen kann. Nein, er stellt den ganzen Prozess radikal infrage und fängt grundsätzlich neu an zu denken, wie man unter heutigen Gegebenheiten die Funktionen organisieren könnte.

Vorhandenes neu kombinieren

Am Beispiel eines Künstlers, der in den Slums Südafrikas eine neue Bauweise der Lehmhütten etablierte, erläutert Professor Faltin wie man vorhandene Materialien oder Abläufe neue kombiniert, so dass daraus etwas genial Neues entsteht. Man muss kein genialer Erfinder sein und etwas noch nie Dagewesenes kreieren. Einfach mal um die Ecke denken und Altbekanntes kombinieren.

Mehr als nur eine Funktion erfüllen

Bei diesem Denkansatz stehen intelligente Kombinationen, die für alle Beteiligten eine Win-win-Situation schaffen, im Fokus. In modernen, arbeitsteiligen Gesellschaften, werden immer mehr Funktionen separiert von anderen. Zum Essen geht man in ein Restaurant. Es gibt Jugendclubs für die Jungen und Altenklubs für die Alten – jede Funktion hat ihre eigenen Räume. Zeit darüber nachzudenken, wie man sinnvoll Doppel- oder Mehrfachnutzungen möglichmachen kann. Günter Faltin schaut hier unter anderem auf die Natur, wo zum Beispiel ein Grashalm mindestens sechs Funktionen erfüllt. Übertragen auf eine unternehmerische Idee solltest du dich fragen: Welche Dinge fallen anderswo an, die ich kostenlos anderweitig nutzen kann. Gemeint ist hier nicht Abfallverwertung, sondern ein guter Blick dafür, was für andere Prozesse ausgedacht war und was ich mit möglichst geringer Investition für meine Zwecke umnutzen kann.

Probleme als Chance verstehen

Ganz klar der Klassiker im Entrepreneurial Thinking! Probleme sind ein wunderbarer Aufhänger, um Ideen zu ihrer Lösung zu entwickeln. Günter Faltin beschreibt das so:

Für Anfänger: Während sich die meisten Menschen ärgern, wenn es zu regnen anfängt, sagt der Entrepreneur: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um Regenschirme zu verkaufen.

Für Fortgeschrittene: Als die Berliner Mauer fiel, gab es die sogenannten Mauerspechte. Sie versuchten, sich Andenken aus dem Beton zu schlagen. Die meisten Hämmer taugten dafür nur wenig. Was braucht man wirklich? Meißel. Meißel zu verkaufen wurde zum Bombengeschäft.

Arbeit in Spaß und Unterhaltung verwandeln

Herr Faltin erzählt die Anekdote aus dem Klassiker „Tom Sawyer“ von Mark Twain. Hier schafft es Tom zum Schluss, dass alle seine Freunde für ihn den Zaun streichen und ihn dafür noch bezahlen und Spaß an der Sache haben. Weiter führt er Beispiele an, wie solche Ereignisse auch auf Entrepreneurship übertragen werden könnten. Zum Beispiel eine Kneipe, in der die Gäste selber Bier zapfen oder Tourismus, wo Gäste auf dem Bauernhof eine Kuh selbst melken können.

Visionen Wirklichkeit werden lassen

Na klar, was bringt die besten Vision, wenn wir sie nicht Wirklichkeit werden lassen. Das erleben leider viele Visionäre nicht mehr – zumindest nicht zu Lebzeiten. Aber viele eben doch. Und zu denjenigen solltest auch du gehören. Planung und Konzeptarbeit sind obligatorisch, aber nur die Umsetzung bring den „Kick“.

Entrepreneurship versus Business Administration

Zu guter Letzt möchte ich mich noch einem sehr interessanten Thema widmen, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Da ich unter anderem in der Gründungsberatung tätig bin und auch sonst viele Berührungspunkte mit Startups und auch etablierten Unternehmern habe, finde ich die Sichtweise von Günter Faltin so interessant. Unkommentiert präsentiere ich euch noch kurz, wie Professor Faltin beide Disziplinen – Business Administration und Entrepreneurship – gegenüberstellt.

Man muss nicht Ochse sein, um Rindfleisch beurteilen zu können. – Karl Kraus, Literaturkritiker

Traditionelles Anforderungsprofil an das Wissen eines Gründers Rechnungswesen Bilanzierung Controlling Branchenerfahrung Arbeits-, Unternehmens-, Steuerrecht Verhandlungsführung Management und Organisation Personalführung Lagerhaltung Marketing und Vertrieb Kundenkommunikation Finanzierung Öffentlichkeitsarbeit Moderne Anforderungen an die Kompetenz des Gründers Ein eigenes, innovatives Konzept entwickeln Implementierung des Konzepts Weiterentwicklung des Konzepts Adaption an sich ändernde Bedingungen Mitarbeiter für das eigene Konzept begeistern können Marktbeobachtung Frühzeitig neue Trends und technologische Entwicklungen erkennen Richtungsentscheidungen vorbereiten und treffen Instanz für alle grundsätzlichen Entscheidungen

Wäre ich auf eine Business School gegangen, hätte ich das Unternehmen nie gegründet. – Anita Roddick

Fazit

Ich bin sehr froh darüber und dankbar dafür, dass ich dieses Buch schon relativ am Anfang meiner Zeit als Unternehmer gelesen habe. Das Buch enthält so viele wertvolle Ansätze für alle, die sich ernsthaft mit Entrepreneurship beschäftigen wollen. Günter Faltin sagt: „Heute sind Unternehmensgründungen möglich, die nicht von Kapital und Technologie, sondern von der Kreativität und den Ideen ihrer Gründer geprägt sind. … Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf. Je besser eine unternehmerische Idee ist, je durchdachter und ausgearbeiteter, je mehr sie einem vollendeten Kunstwerk gleicht, desto mehr wird sie sich durchsetzen.“

Und dem kann ich nur zustimmen. Ich möchte hier keine Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Businessplänen anstoßen, aber weit wichtiger als Antworten auf standardisierte Fragen finde ich ein eigenes, mit Herzblut geschriebenes Unternehmenskonzept.

Entrepreneurship bietet uns allen die Chance, mit unkonventionellen Ideen und Sichtweisen zu arbeiten und gerade damit erfolgreich am Wirtschaftsleben teilzuhaben.

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felix plötz, 4-stunden-startup, nebenberuflich, startups, gründen

Das 4-Stunden-Startup

Felix Plötz , Mark Bremer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei TIDE exklusiv, 22.04.2016
ISBN 9783844914665
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das 4-Stunden-Startup – Wie Sie Ihre Träume verwirklichen ohne zu kündigen

„Moment mal, 4-Stunden…, kenne ich das nicht irgendwo her?“, wirst du jetzt vielleicht denken. Ja genau, da gab es ja vor einigen Jahren einen Typen, der damit einen Bestseller landete. Hier ist natürlich die Rede von Tim Ferriss und seiner „4-Stunden Woche“.

Hhm, gibt es da vielleicht irgendwelche Parallelen? Ja, die gibt es. Die Kernaussage im Buch von Tim Ferriss ist, dass man sein Business soweit automatisieren kann, dass man nur noch rund vier Stunden in der Woche wirklich arbeiten muss, um sein(e) Unternehmen profitabel am Laufen zu halten. Ob das funktioniert oder nicht, sei mal dahingestellt.

Und die Intention des Autors, Felix Plötz, ist ähnlich. Mit dem „4-Stunden-Startup“ möchte Felix dir klarmachen, dass du nicht gleich deinen Job kündigen musst, um ein Business aufzuziehen. Nein, das kannst du zunächst neben deinem eigentlichen Job bewerkstelligen. In 4 Stunden eben.

Der Aufbau des Buches

Das Buch gliedert sich in folgende sechs Abschnitte mit jeweils einzelnen Kapiteln:

Hätte ich doch bloß…: Über Träume und verpasste Chancen Palmen in Castrop-Rauxel: Was mit einem 4-Stunden-Startup möglich ist Startup-Thinking: Wie richtig gute Ideen entstehen Die Toolbox: Der schnellste Weg vom Wollen zum Machen Erste Schritte im eigenen Projekt: Worauf es wirklich ankommt Stell dir vor, es wäre Gründerzeit: Chancen für einen gesellschaftlichen Wandel

Die Box – Praktische Tipps und besondere Infos

Bevor ich mir wie bei jeder Buchempfehlung ein exemplarisches Kapitel vornehme, auf das ich etwas näher eingehe, möchte ich euch „die Box“ vorstellen.

Wie ich finde eine schöne Idee von Felix, die das Buch auflockert und wertvolle Inhalte liefert. An verschiedenen Stellen im Buch findest du einen Textkasten, der mit einer Box (einem Kartonsymbol) gekennzeichnet ist. Die Boxen enthalten praktische Tipps oder besondere Infos, manchmal dienen sie auch dazu, dich auf einen besonders wichtigen Punkt aufmerksam zu machen. Hier mal zwei Beispiele einer Box:

„Sollte man so früh und so offen über seine Idee sprechen? Viele entscheiden sich dagegen und behalten sie so lange wie möglich für sich. Es ist auch verständlich: Die Angst davor, dass die Idee geklaut wird, kann groß sein. Und gute Ideen sind außerdem (vermeintlich) selten. So intuitiv und nachvollziehbar diese Sorge ist, bringt es deutlich mehr Nachteile als Vorteile, wenn du nicht über deine Idee sprichst. Denn auch dies ist übrigens ein verbindendes Element bei allen 4-Stunden-Startups: Die Annahmen, die die Gründer treffen – und treffen müssen –, sind eben allesamt nur Annahmen. Und diese mögen noch so plausibel klingen, sie können völlig falsch sein. Dieser Punkt ist ausgesprochen wichtig. Wir werden ihn im nächsten Kapitel daher noch weiter vertiefen.“

„Stell dir Probleme wie körperliche Schmerzen vor. Erstens müssen Probleme und Schmerzen überhaupt erst eine gewisse Wahrnehmungsschwelle überschreiten, bevor wir aktiv werden. Zweitens: Je seltener ein Schmerz auftritt, desto stärker muss er sein, um uns aktiv werden zu lassen. Und drittens, je stärker und/oder häufiger der Schmerz auftritt, desto größer wird unsere Bereitschaft, aktiv zu werden. Wer regelmäßig Migräneanfälle hat, wird eher zum Arzt gehen als jemand, der nur hin und wieder leichte Kopfschmerzen hat.“

Was mit einem 4-Stunden-Startup möglich ist

„Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.“ – Albert Schweitzer

Um es vorweg zu nehmen, das ganze Buch gefällt mir ausgesprochen gut. Gründer, insbesondere solche, die nebenbei gründen möchten, erhalten viele wertvolle Einblicke. Zum einen durch die Geschichten anderer 4-Stunden-Startups und zum anderen durch die vielfältigen Tipps und Tricks, die Felix uns präsentiert.

Am spannendsten fand ich persönlich das Kapitel 2 mit dem Namen „Palmen in Castrop-Rauxel: Was mit einem 4-Stunden-Startup möglich ist.“

Denn das Erstlingswerk von Felix Plötz hieß genau so: „Palmen in Castrop-Rauxel“. Zusammen mit seinem Co-Autor Dennis Betzhold beschreibt er hier beflügelnde Geschichten von Menschen, die ihr eigenes Business aufgezogen haben. Und das auch zumeist neben ihrem eigentlichen Hauptberuf.

Und genau darum geht es auch in diesem Kapitel. Ich liebe solche Geschichten. Ich freue mich immer total mit den Leuten, wenn sie es geschafft haben. Und ich kann aus eigener Erfahrung mitfühlen, wie es Ihnen wohl ergangen sein muss in der Anfangsphase. Euphorie geht über in Hoffnungslosigkeit. Erschöpfung wiederum wird zu einem Adrenalinschub. Dopamin, Adrenalin, Schweiß, Tränen…ach ich liebe solche Stories.

Wie zum Beispiel die Geschichte von Bibabox. Zwei Freundinnen, Julia Demel und Birgit Knabe, gründen – fast aus Zufall kann man sagen – ein Unternehmen, das Papphäuser für Kinder herstellt. Ja, richtig gehört, Papphäuser.

Und bevor wir gleich zur Idee der beiden kommen, finde ich eines herausragend. Obwohl viele Kritiker Sätze gesagt haben wie: „Macht das nicht, ihr seid doch Freundinnen.“, haben sie es trotzdem gemacht. Nicht obwohl, sondern weil sie Freundinnen sind.

Es fing alles damit an, dass das Kind der einen ausversehen in das Spielhaus des Kindes der anderen gefallen war. Das Resultat: Haus kaputt! Also, bewaffnen mit Kaffeetassen und brainstormen. Wie kann man stabilere Häuser herstellen, die auch noch optisch etwas hermachen?

Ich werde hier nicht auf jedes Detail der Story eingehen, denn schließlich sollt ihr das Buch ja selber lesen. Aber falls ihr euch fragt, wie es weitergegangen ist, schaut euch das Resultat auf www.bibabox.de an.

Was ich super-spannend finde ist, dass die beiden Freundinnen ihrer Unternehmensphilosophie bis heute treu geblieben sind: „Nicht wir passen uns dem Unternehmen an, das Unternehmen passt sich uns an.“

Julia und Birgit sind nach wie vor Geschäftspartnerinnen und Freundinnen. Und genau sowas macht ein 4-Stunden-Startup aus.

Fazit

Es muss zu Beginn nicht immer die ganz große Nummer sein. Felix weist in seinem rundum gelungenen Buch zurecht darauf hin, dass auch viele jetzt erfolgreiche Unternehmen als 4-Stunden-Startup angefangen haben.

„Das 4-Stunden-Startup“ enthält alle hilfreichen Tipps, Tricks und Handlungsempfehlungen, die man braucht, um nebenbei ein Business aufzubauen.

Ganz besonders gefällt mir die pragmatische Grundhaltung des Buches. Natürlich ist es wichtig, dass richtige Mindset zu haben. Aber in anderen Büchern wird für meinen Geschmack manchmal etwas zu überschwänglich drauf rumgeritten. Im 4-Stunden-Startup erzählt Felix die Geschichte von sich selbst und weiteren nebenberuflichen Gründungen.

Insbesondere auch Neulinge, also all jene, die sich erstmalig mit einem 4-Stunden-Startup beschäftigen, finden hier einen „Roten Faden“ für ihre Gründung. Es ist alles dabei, was man für einen gelungenen Start in die (nebenberufliche) Selbstständigkeit benötig.

Und falls du gerne wissen möchtest, was Felix über Erfolg denkt, wie er Freiheit definiert oder welche Rückschläge er zu bewältigen hatte, dann solltest du dieses Interview lesen.

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WILLENSKRAFT

Michael Langheinrich
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei BusinessVillage, 20.05.2016
ISBN 9783869803418
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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lothar seiwer, meisterjäger, die tiger strategi, ravi

Die Tiger-Strategie

Lothar Seiwert
Fester Einband
Erschienen bei Ariston, 29.02.2016
ISBN 9783424201390
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Wenn etwas in deinem Leben nicht so läuft, wie du es dir vorstellst, hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst dich in einem Erdloch verkriechen. Oder du schärst deine Krallen und stellst dich den Herausforderungen, um daran zu wachsen.

Im Schatten seines übermächtigen Vaters träumt der junge Tiger Ravi davon, ein Meisterjäger zu werden. Doch sein Jagdtrieb wurde nie geschult. Weder hat er gelernt anzugreifen, noch sich zu verteidigen. Als sein Vater eines Tages spurlos verschwindet, steht Ravi vor einem Problem: Wie soll er allein im Dschungel überleben? Damit nicht genug, fordert ihn auch noch der größte Konkurrent seines Vaters zum Zweikampf. In seiner Not macht sich Ravi auf die Suche nach der weisen Tigerin, die das geheimnisvolle Jagdwissen seiner Vorfahren hütet. Sie soll ihn zum Meisterjäger machen, damit er den Kampf gegen den mächtigen Rivalen aufnehmen kann…

Mit dieser sehr aufwändig gestalteten und packend erzählten Geschichte zeigt Erfolgscoach Lothar Seiwert: In jedem Menschen steckt die Energie eines Tigers. Wer sie freisetzt, kann alles erreichen. Denn während andere noch zögern und zaudern, liegt der Tiger bereits auf der Lauer.

Die Fabel um den liebenswerten Tiger Ravi ist Lothar Seiwerts persönlichstes Buch: die Essenz seines Wissens und seiner jahrzehntelangen Erfahrung!“

(Quelle: Klappentext)

Die Tiger-Strategie als konsequente Fortsetzung

Ich kannte Lothar Seiwert bisher im Wesentlichen von seinen anderen Büchern. Wie zum Beispiel dem Weltbestseller „Simplify your Life“, das er zusammen mit Werner Tiki Küstenmacher geschrieben hat. Aber auch seine Vorliebe für gewisse Tiere, hier allerdings Bären, waren mit bekannt. Zum Beispiel durch seine Bücher „Die Bären-Strategie“ und „Noch mehr Zeit für das Wesentliche“.

Tiger als Hauptakteure waren mir allerdings neu. Und da es wohl vielen Stammlesern so geht, erläutert Lothar Seiwert in „Die Tiger-Strategie“ selbst diese Passion für Tiger:

„Viele meiner Leser kennen meine Passion für Bären, wenige bisher meine Leidenschaft für Tiger. Was die meisten nicht wissen: Ich bin auf Sumatra geboren. Die Faszination für die größte aller Wildkatzen wurde mir also gewissermaßen in die Wiege gelegt. Vielleicht haben die Ausflüge, die ich mit meinen Eltern in den Dschungel unternahm und bei denen mir einmal sogar ein Tiger begegnete, unbewusst dazu beigetragen, ein Leben lang die Verhaltensweise wilder Tiere zu beobachten. Schließlich findet sich in der Tigerwelt jede Menge Inspiration für uns Menschen.“

Was steckt hinter der Tiger-Strategie?

Besonders gut an dem Buch gefällt mir die Kombination aus Buch für Persönlichkeitsentwicklung und Abenteuer-Roman. Die Geschichte des jungen Tigers Ravi, der vom glücklosen und etwas tollpatschigen Tiger, der nur durch die Gunst seines Vaters überleben kann, zum Meisterjäger mutieren möchte.

Lothar Seiwert hat sein Buch unterteilt in die drei großen Kapitel:

UMBRUCH AUFBRUCH und DURCHBRUCH

Die Tiger-Strategie enthält fünf Bausteine für nachhaltigen Erfolg im Leben:

Klarheit – Der Tiger jagt, weil er hungrig ist. Er weiß genau, was er will, und verfolgt sein Ziel vorausschauend.

Kraft – Der Tiger jagt im Einklang mit sich selbst. Auf seine Stärke und Willenskraft vertrauend, überwindet er alle Widerstände.

Kampfgeist – Der Tiger hat ein dickes Fell und bleibt bis zur Schmerzgrenze hartnäckig.

Konzentration – Der Tiger wählt den günstigsten Weg zum Erfolg. Er konzentriert sich auf das, womit er die größte Wirkung erzielt und schlägt im richtigen Moment zu.

Konsequenz – Der Tiger gibt auf der Jagd stets sein Bestes. Entschlossen bringt er zu Ende, was er angefangen hat.

Fazit

Ein tolles Buch von einem wunderbaren Autor. Die Tiger-Strategie enthält viele wertvolle Tipps für den Weg zum Erfolg. Lothar Seiwert beschreibt es trefflich auf seinem Buchrücken: „Du hast einen Traum, weißt aber nicht, wie du ihn verwirklichen sollst? Du möchtest dein Leben verändern, doch du zögerst vor dem ersten Schritt in unbekanntes Terrain? Höchste Zeit, den Tiger in dir zu befreien!“

In dem Buch wird dir anhand der fünf Schlüsselfaktoren (Klarheit, Kraft, Kampfgeist, Konzentration und Konsequenz) erklärt, wie du selbst für deine Erfolge sorgst. Und das anhand einer spannenden und teils rührenden Geschichte. Die vom Tiger Ravi, der auszog, ein Meisterjäger zu werden.

Diejenigen, die wie ich schon Fan von Lothar Seiwert sind, sollten gar nicht lange überlegen. Und die, die Lothar Seiwerts Bücher noch nicht kennen, haben mit diesem Buch eine schöne Gelegenheit, sich in den „Dschungel“ der Persönlichkeitsentwicklung zu begeben.

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natur, jörg romstötter, das vergessene wunder

Das vergessene Wunder

Jörg Romstötter
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Goldegg Verlag, 01.03.2015
ISBN 9783902991614
Genre: Sachbücher

Rezension:

„In diesem Buch geht es um die Essenz unseres Lebens und das völlig frei von jeder Ideologie. Bestechend klar beschreibt Jörg Romstötter die Kraft der Natur und wie wir aus ihr schöpfen können. Gerade diejenigen (wie ich selbst), die schon wegen des Berufs einen großen Teil ihrer Zeit eben nicht in der Natur verbringen, finden hier, was ihnen oft fehlt: den Kontakt zu den eigenen Wurzeln. Und wer ein souveränes Leben führend will, kommt nicht daran vorbei, sich mit der eigenen Natur zu befassen. Jörg Romstötters Ansatz ist erstaunlich plausibel: ein modernes Leben leben und zugleich zulassen, was die eigene Natur ist.“

Stéphane Etrillard, führender europäischer Experte für persönliche Souveränität (vom Buchrücken)

Die Natur erleben – allein!

„Niemand kommt aus der Natur, wie er in sie gegangen ist.“Jörg Romstötter

Eines ist mir nach dem Genuss dieses Buches – nein, eigentlich schon während des Lesens immer wieder – sofort in den Kopf gekommen: Micha, sei jeden Tag dankbar dafür, dass du so naturverbunden bist und so idyllisch lebst.

Das Buch ist eine Aufforderung und gleichzeitig eine Anleitung zum Kraft schöpfen. Mal ganz ehrlich: Wann bist du zuletzt richtig in der Natur gewesen? Und damit meine ich nicht die Joggingrunde durch den Park, die Kohltour am Wald entlang oder den Grillabend im Garten. Ich meine, so richtig, allein. Ich selbst wohne im Grünen und habe einen Hund, mit dem ich mindestens zwei Mal am Tag Gassi gehe oder eine Fahrradtour mache. Und ich habe gedacht, dass ich der Natur dabei so nahe bin, wie es nur möglich ist. Aber da habe ich mich getäuscht.

Ich habe den Ratschlag von Jörg Romstötter befolgt und habe mich einen ganzen Tag lang komplett allein in die Natur begeben. Ohne Smartphone, ohne Buch, ohne Hund. Ganz allein mit mir und einem kleinen Rucksack mit Proviant. Es war wunderbar. Wie sagte der Autor so schön: „Wir müssen einfach hingehen.“ Genau das habe ich getan. Ich habe mich selbst und das Wunder Natur gespürt.

Wie wir aus der Natur Kraft, Erfolg und Inspiration schöpfen

„Unser heutiges Leben gestaltet sich in so vielen Bereichen gegen unsere Natur. Es wird in dieser Form keinen Bestand haben. Es ist an der Zeit, dass wir unseren Verstand endlich dafür einsetzen, wofür wir ihn haben: um morgen rundum besser zu leben als heute. Dieses „besser“ hieß in der Vergangenheit: Weg von der Natur und hin zu so viel Annehmlichkeiten wie nur möglich. Das war für eine Weile richtig und notwendig. Heute jedoch sehen wir, welche Nachteile aus dieser sehr komfortablen Lebensform entstehen können und müssen unseren Fokus ändern. Zurückrudern wäre aber ebenso fatal wie unmöglich. Wir müssen die Richtung einfach nur ändern, nicht revidieren. Wir sollten die Natur nicht mehr nur kurativ nutzen, sondern regelmäßig und schon bevor es uns schlecht zu gehen beginnt. Aber auch das ist noch weit unter den Möglichkeiten der Natur. Die Natur war und ist die größte Inspirationsquelle der Menschen. Sie ist die Basis für unsere Kraft und damit unseren dauerhaften Erfolg. Im Grunde wissen wir über die großen positiven Wirkungen der Natur, doch konsequent und umfassend nutzen wir die Natur noch nicht. Ja, es scheint, als hätten wir über all dem Fortschrittsdenken das Wunder der Natur bereits vergessen.“

Ich habe lange über diese Worte von Jörg Romstötter nachgedacht. Die Natur als Inspirationsquelle? Definitiv. Selten kommen mir so viele gute Ideen, wie in der Ruhe des Waldes, der Felder und der Seen. Zum Beispiel bei den ausladenden Spaziergängen mit meinem Labrador Sam.

Kraft und Erfolg? Na klar. Keine Muckibude der Welt kann mir so viel Power geben wie das tiefe Grün des Waldes, der frische Morgentau auf den Wiesen und Weiden vor meiner Haustür oder dem plätschernden Gebirgsbach.

Der Denktag – Hebamme unserer besten Gedanken

Besonders spannend in dem Buch fand ich – neben vielen anderen Tipps und Hinweisen – die Idee mit dem Denktag. Jörg Romstötter hatte ein Schlüsselerlebnis und damit die Idee zum Denktag während einer Sitzung, in der die Themen nur so durchgeballert wurden und sich seine To-Do-Liste unaufhörlich füllte.

Der Autor hat schon während des Meetings für die nächsten zwei Monate jeweils einen Tag als „Denktag“ in seinen Kalender eingetragen. Der Denktag findet natürlich draußen statt.

Für die Gestaltung eines solchen Denktages, besser gesagt für den Kern des Denktages, die Denkstruktur, haben sich drei Methoden bewährt:

Methode 1: Wechsel der Bewegungsintensität

Methode 2: Einnehmen anderer Standpunkte

Methode 3: In den Schuhen des anderen

Die Methoden sind im Buch ausführlich beschrieben. Mich hat dieser Ansatz für einen solchen Denktag dermaßen überzeugt, dass ich mir auch für den nächsten Monat bereits meinen ersten Denktag im Kalender notiert habe.

Fazit

Ich liebe die Natur und ich weiß, sie liebt auch mich. Wir haben nur vergessen, uns das immer wieder vor Augen zu führen. Das Buch hat mich vor allem dadurch beeindruckt, dass ich schon nach den ersten Seiten regelrecht fühlen konnte, wie ich an einem Frühlingsmorgen barfuß auf einer Wiese, eingebettet zwischen Kornfeld und Dorfweiher, stehe.

So sehr ich auch die Annehmlichkeiten der Moderne nicht mehr missen möchte – wie sonst hätte ich die Rezension veröffentlichen können – hat mich dieses Buch geerdet. Es hat mir klar gemacht, dass die Natur schon immer unsere wichtigste Ressource war und es auch immer bleiben wird.

Abschließen möchte ich mein Fazit mit den Worten von Jörg Romstötter aus dem letzten Kapitel. Denn besser hätte ich es definitiv nicht ausdrücken können:

„Es ist meine tiefe Überzeugung: wir steuern auf eine wunderbare Zeit zu. Allerdings unter einer Voraussetzung: die zwei großen Pole unserer heutigen Zeit in einer Symbiose zu vereinen. Die Errungenschaften der Moderne, um unser Leben sicher und angenehm zu gestalten, und die Natur als Lebensraum und emotionale Heimat.

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sachbuch, ilja grzesjowitz

Mach es einfach!: Warum wir keine Erlaubnis brauchen, um unser Leben zu verändern (Dein Erfolg)

Ilja Grzeskowitz
E-Buch Text: 200 Seiten
Erschienen bei GABAL Verlag, 15.02.2016
ISBN 9783956233326
Genre: Sonstiges

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ilja grzeskowitz, changemake, mach es einfc

Mach es einfach!

Ilja Grzeskowitz
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei GABAL, 15.02.2016
ISBN 9783869366890
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Wir leben in einer Zeit, die von Jammern, Nörgeln und Stillstand gekennzeichnet ist. Jeder beschwert sich über die Zustände in der Gesellschaft, im Job und die fehlenden Perspektiven im eigenen Leben. Doch statt selbst etwas zu verändern, vertraut man darauf, dass andere die Verantwortung übernehmen. Statt das eigene Leben aktiv zu gestalten, passt man sich lieber an und wartet auf den richtigen Moment. Doch der kommt leider nie.“

Was Ilja Grzeskowitz auf den Buchrücken hat drucken lassen, beschreibt das Buch haargenau. Oder, wie man hier bei uns im Norden sagen würde: „Die Beschreibung passt wie Arsch auf Eimer!“

Und obwohl ich in meinen Buchrezensionen für gewöhnlich keine anderen Leute zu Wort kommen lasse – dann könnte ich ja auch einfach die Amazon-Rezensionen abschreiben – möchte ich euch die Stimmen aus dem Bucheinband nicht vorenthalten:

„Was dieses Buch so besonders macht? Es geht nicht nur darum, sich um sich selbst zu drehen und den persönlichen Erfolg zu steigern. Menschen sollten sich verändern, damit sie ANDERE verändern, motivieren und inspirieren können.“ – Hendrik Martz, Schauspieler

„Zu den großartigsten Dingen unseres Lebens gehört, dass wir uns frei fühlen und selbstbestimmt leben. Doch vieles kann dies verhindern, vor allem unsere eigene Einstellung. Gehirnzellen können die schlimmsten Gefängnisse sein. Ilja Grzeskowitz zeigt uns mit diesem Buch, wie wir ein freies und erfülltes Leben führen können.“ – Prof. Dr. Dieter Georg Herbst

„Ilja Grzeskowitz‘ wortgewandter Tritt in den Hintern und die vielen praxisnahen Beispiele haben mich sehr berührt und loslegen lassen. Dafür bin ich unendlich dankbar.“ – Ama Walton, Geschäftsführerin Constantin Music GmbH

Der Aufbau des Buches – Mach es einfach!

Neben dem Prolog und dem Epilog enthält das Buch folgende Kapitel:

Hör auf zu warten: Warum der richtige Moment nie kommen wird

Die innere Motivation zur Veränderung wecken: Warum tschakka tschakka längst out ist

Der Pfad des Changemakers: Warum die größte Erfüllung im Machen liegt

Keine Angst vor Veränderung: Warum unsere größte Schwäche gleichzeitig unsere größte Stärke ist

Einzig, nicht artig: Warum es sich lohnt, einzigartig statt anders zu sein

Vorhaben in Ergebnisse transformieren: Warum zwei Worte das Potential haben, Ihr Leben zu verändern

Der Sinn des Lebens ist Leben: Warum New York manchmal direkt um die Ecke liegt

Ich kann euch versprechen, dass diese „großspurigen“ Überschriften nicht nur bloße Worthülsen sind, sondern dass viel Zündstoff in den einzelnen Kapiteln stecken.

Der Pfad des Changemakers: Warum die größte Erfüllung im Machen liegt

Auch bei diesem Buch möchte ich auf ein Kapitel, dass mir sehr am Herzen liegt, besonders eingehen. Und dieses Kapitel hat mich so begeistert, weil Ilja Grzeskowitz hier einmal ausführlich erläutert, warum es so wichtig ist „zu machen“. Denn mal ehrlich, der Spruch ist ja nicht ganz neu.

Und genau das ist auch schon der Knackpunkt. Ilja selbst hat sich, nachdem der Titel für sein Buch feststand, gefragt, was es den Worten „Mach es einfach!“ noch hinzuzufügen gibt. Und recht hat er. Das sagt doch eigentlich alles aus.

Wäre da nicht die Sache mit der Umsetzung. Denn mit der Veränderung ist das so eine Sache. Jeder weiß, dass sie notwendig ist, und jeder weiß auch, wie es theoretisch funktioniert. Aber warum scheitern dann so viele Veränderungen?

Mal weg von den zahlreichen Change-Modellen, hält der Autor es ganz simpel:

„Die meisten Veränderungen scheitern, weil es menschlich ist, am Gewohnten festzuhalten. Weil Veränderung sich nicht automatisieren, nicht delegieren und auch nicht kaufen lässt. Weil Veränderung nicht das ist, was da draußen passiert, sondern die Art und Weise, wie Sie in den fünfzehn Zentimetern zwischen Ihren Ohren damit umgehen. Und mit dieser Metapher meine ich den Verstand, vor allem aber Ihr Herz.“

Ilja Grzeskowitz geht davon aus, dass Veränderung auf beiden Ebenen stattfinden muss, auf der rationalen, aber auch auf der emotionalen. Vor allem auf der emotionalen Ebene. Die logischen Schritte für eine Veränderung sind meistens so einfach und nachvollziehbar, dass jedes Kind sie umsetzen könnte. Aber leider (oder zum Glück) funktionieren wir nicht nur rational.

Schaut euch doch die unzähligen Raucher an oder die Menschen mit teils extremen Übergewicht. Jeder Raucher weiß, dass Rauchen ungesund und teuer ist. Und auch jeder Übergewichtige weiß, dass eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport ihm besser zu Gesicht stünde als täglich Currywurst und Pommes rot/weiß.

Changemaker versus Status-quo-Verwalter

Ohne ins Schwarz-weiß-Denken abzurutschen, quasi für eine einfache Vergleichbarkeit, stellt Ilja Grzeskowitz gegenüber, welche Eigenschaften einen Changemaker und welche einen Status-quo-Verwalter ausmachen:

Status-quo-Verwalter

sieht Veränderung als Bedrohung hat Angst vor dem Unbekannten glaubt, schon alles zu kennen und zu wissen reagiert passiv auf die äußeren Umstände sucht nach Ausreden und Gründen, warum etwas nicht funktioniert ist problemorientiert tut lieber nichts, bevor er einen Fehler macht entscheidet nicht gerne versteckt sich hinter Regeln wechselt seine Meinungen und Werte, um anderen zu gefallen nimmt den Status quo als gegeben und unveränderbar hin übernimmt keine Verantwortung versteckt sich hinter anderen Menschen

Changemaker

sieht Veränderung als große Chance, zu wachsen, zu lernen und besser zu werden verfolgt das Konzept des lebenslangen Lernens gestaltet sich seine äußeren Umstände aktiv findet Mittel und Wege, um seine Vorhaben in die Tat umzusetzen ist lösungsorientiert ist bereit, Fehler zu machen, um aus diesen zu lernen trifft zeitnahe, klare und nachvollziehbare Entscheidungen ist bereit, Regeln zu brechen und durch eigene zu ersetzen lebt anhand von gefestigten Werten hinterfragt alles, vor allem seine eigenen Meinungen und Vorurteile übernimmt Verantwortung für sich und sein Team handelt mit Intention geht als Macher mit Persönlichkeit voran

Tja, was soll ich sagen, Changemaker zu sein ist irgendwie cooler, als Status-quo-Verwalter. Glücklicherweise kann ich nach dieser Aufstellung von mir behaupten, eher ein Changemaker, als ein Status-quo-Verwalter zu sein. Wobei ich auch die andere Seite nur allzu gut kenne, aus meinem Umfeld, aber insbesondere aus eigener Erfahrung.

Interessant finde ich, dass der Unterschied zwischen einem Changemaker und einem Status-quo-Verwalter nicht in seinen Talenten, seinen Fähigkeiten oder den äußeren Umständen besteht. Und es ist auch keine Frage der hierarchischen Position. Es gibt Changemaker, die ihre Brötchen als Verkäuferin, Sekretärin oder Busfahrer verdienen. Und genauso gibt es Manager, Geschäftsführer und Vorstände großer Konzerne, die Paradebeispiele für Status-quo-Verwalter sind.

Nein, der entscheide Unterschied liegt in einer ganz besonderen Attitüde, das eigene Schicksal in die Hände zu nehmen, den Wandel aktiv zu gestalten sowie Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Hinzu kommen vier Eigenschaften, die es gilt zu verinnerlichen und zur täglichen Routine werden zu lassen. Diese sind einfach, aber keinesfalls leicht umzusetzen. Ilja Grzeskowitz nennt diese vier Eigenschaften:

Die 4 Changemaker-Eigenschaften (knapp zusammengefasst)

Übernimm Verantwortung

Der Klassiker, aber immer noch nicht bei allen und in Gänze angekommen. Wenn du der passiven Abwehrhaltung Lebewohl sagen möchtest, kommst du um diesen Schritt nicht herum. Als Alternative kannst du Kurs, Richtung und Geschwindigkeit deines eigenen Lebens nur von anderen Menschen festlegen lassen.

Lerne, Entscheidungen zu treffen

Warum ist denn die Welt voller Mittelmaß, Beliebigkeit und Jammerei? Weil so viele Menschen haben, Fehler zu machen, und daher lieber gar nicht zu entscheiden. Die Folge? Apathie, Stillstand und oftmals sogar Rückschritt.

Go First!

Die vielleicht wichtigste Eigenschaft eines Changemakers. Schon Gandhi sagte: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht.“ Du musst Veränderung vorleben. Wenn du möchtest, dass sich die Kommunikation in deinem Team ändert, dann musst du deine Kommunikation ändern. Veränderung folgt einer simplen Logik. Wenn wir uns verändern, dann verändert sich auf einmal alles um uns herum.

Lass‘ Taten statt großer Worte sprechen

Ein altes chinesisches Sprichwort lautet: „Ich kann deine Worte nicht verstehen, deine Taten schreien so laut.“ Sei ein echter Changemaker, in dem du auf große und blumige Ankündigungen verzichtest und einfach Taten sprechen lässt. Begeistere andere mit deiner Umsetzungskompetenz.

Fazit

Als ich diese Empfehlung geschrieben habe, hatte ich die letzten Seiten des Buches gerade zu Ende gelesen. Die Eindrücke sind also noch ganz frisch. Und ich kann euch sagen: Ich freue mich tierisch auf die Umsetzung der vielen wertvollen Tipps, die Ilja Grzeskowitz uns an die Hand gegeben hat.

Klar, das Meiste in dem Buch war für mich nicht neu. Dafür beschäftige ich mich einfach schon viel zu lange mit ähnlichen und denselben Themen. Aber einiges habe ich so noch nicht gehört. Und vor allem die zahlreichen Tipps zur Umsetzung haben mich begeistert.

Jedes Kapitel schließt mit einem „Macher-Memo“ ab, in dem noch einmal genau aufgeführt ist, was zu tun ist.

Ich habe richtig Gas gegeben mit dem Textmarker und mir einen kleinen „Umsetzungsguide“ geschrieben und werde sofort beginnen (schon geschehen!) mich noch mehr zu einem Changemaker zu entwickeln.

Und zu guter Letzt: „Mach es einfach!“

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