MichaelSterzik

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thriller

Ice Limit: Abgrund der Finsternis (Ein Fall für Gideon Crew)

Douglas Preston , Lincoln Child
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 28.06.2017
ISBN 9783426422267
Genre: Sonstiges

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killer, cambridge, universität, thriller, zeitreise

Die Eleganz des Tötens

A. K. Benedict , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2014
ISBN 9783426513200
Genre: Krimi und Thriller

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reihe, historisch, verlag ullstein, serie, historischer krimi

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548288376
Genre: Historische Romane

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norwegen, saga, historischer roman, historisch, wikinger

Krone und Feuer

Linnea Hartsuyker , Edigna Hackelsberger
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548289144
Genre: Historische Romane

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fritz

Die Räuberbraut

Astrid Fritz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.07.2017
ISBN 9783805202930
Genre: Historische Romane

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Totenmoor

Lotte Hammer , Søren Hammer , Maike Dörries , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.07.2017
ISBN 9783426515907
Genre: Krimi und Thriller

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Serviert - Die Wahrheit über die besten Köche der Welt

Roland Trettl
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ZS Verlag GmbH, 01.10.2015
ISBN 9783898834933
Genre: Sachbücher

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don winslow, corruption, 3 sterne

Corruption

Don Winslow , Chris Hirte
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Droemer, 20.06.2017
ISBN 9783426281680
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neueste Roman des amerikanischen Autors Don Winslow ist wohl eine der realistischsten Erzählungen und vielleicht auch zugleich das kritischste Werk.

Das amerikanische Rechtssystem unterscheidet sich stark von den juristischen Systemen Europas. Es gibt verhältnismäßig wenige Gemeinsamkeiten und die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Ermittlungsmethoden, sind mit den unseren nicht vergleichbar. Korruption gibt es allerdings überall – in der Politik, in unserem Wirtschaftssystem und sicherlich ist ebenfalls unser Rechtssystem durchdrungen von Intrigen, Erpressungen und kleineren, wie auch größeren Gefälligkeiten.

Don Winslow hat für den vorliegenden Roman jahrelang penibel recherchiert und wird sich mit diesem Werk seine Leserschaft erneut überzeugen, allerdings wird die Stadt New York, mitsamt ihren staatlichen Behörden, ihrem Rechts- und Sicherheitssystem nicht jubilierend klatschen. Diese kommen in „Corruption“ nicht unbedingt gut weg.

„Corruption“ ist vor allem eins – authentisch, brutal und rücksichtslos faszinierend. Es handelt Moralisch gesehen ist New York Sodom und Gomorrha. Der Mikrokosmos dieser Stadt ist durchdrungen von organisierter Kriminalität, damit einbezogen sind auch die Reichen und Mächtigen dieser Metropole. Geschützt durch Gesetze, durch Systeme sind die wahren Wirtschaftskriminellen fast schon unantastbar. Die wahre Drecksarbeit leisten die Polizei- und Kriminalbeamte auf den dunklen Straßen der Junkies, in den Wohnkomplexen sozial- und krimineller Minderheiten, in den Clubs der Drogenbarone Manhattans. Unaufhaltsam kämpfen diese Männer und Frauen gegen Drogen, Waffenhandel, Prostitution und Menschenhandel und geraten dabei nicht nur in Lebensgefahr, sondern müssen sich oftmals plötzlichen situativen Entscheidungen stellen:

Töte oder verhafte ich den Kinderschänder?
Sage ich vor Gericht die Wahrheit, oder ich lüge ich, damit der Angeklagte in der Todeszelle kommt, oder einer langen Gefängnisstrafe entgegensieht?
Erpresse ich Kleinkriminelle, damit diese auf den Straßen unter Lebensgefahr mir als Informanten dienen?
Nehme ich annektiertes Geld oder Drogen mit, um meinen Kindern das College zu finanzieren?

Don Winslow erzählt in „Corruption“ von einem Detective mit langer Berufserfahrung, der sich diesen Fragen stellen muss. Ein schmaler Grad, ein Tanz auf dem Vulkan – emotional außerordentlich belastend. Don Winslow spricht von den Albträumen der Beamten davon, dass sie nach Dienstschluss die Schrecken des Tages nicht in die eigene Familie tragen, allerdings innerlich daran zerbrechen. Die Beamten haben zwei Familien – ihre eigene und die fast schon familiären Bindungen ihrer Kollegen.

„Corruption“ lebt von den Emotionen dieser Beamten, von dem Verrat an diesen Menschen und legt sehr genau offen, wie korrupt die politischen Ämter der Stadt sind und auch das FBI geht für den Ermittlungserfolg gnaden- und rücksichtslos über Leichen.

Ich habe selten einen Thriller gelesen, der so schockierend authentisch ist und nachhaltig immer noch nachwirkt. Die Leser von „Corruption“ werden sich in die Figuren des Romans sehr schnell wiederfinden und sich nicht nur einmal fragen: Wie hätte ich denn in dieser Situation gehandelt?

Ethisch und Moralisch komplex werden hier menschliche Abgründe thematisiert. Die Gier nach Macht, Einfluss und die Verführung des Geldes lassen die Beamten zu Marionetten werden mit sehr tödlichen Spielregeln.

Wer hier satte Actionsequenzen erwartet, wird ebenfalls nicht enttäuscht werden, allerdings treten diese völlig in den Hintergrund, da die Emotionalität der Protagonisten mit immenser und eindringlicher Gewalt auf die Bühne vorrückt und nichts neben sich stehen lässt.

Sicherlich ist die Story etwas vorhersehbar, allerdings konzentriert sich der Autor auf den schmerzvollen Weg.

Lobenswert ist Don Winslow mahnender Zeigefinger, wenn er das System durch seine Protagonisten an den Pranger stellt. Der Roman „Corruption“ wird keine Veränderung herbeiführen, es ist ein Mahnmal, ein Zeugnis, vielleicht ein kleines Denkmal an die Beamten, die man es auch mal brutal sagen: In Stich gelassen werden. Sie werden verraten, erpresst, ausgespielt, weggeworfen.

Fazit

„Corruption“ ist ein knallharter Copthriller, ein emotionales Feuerwerk. Schonungslos brutal – aber ehrlich. Ein großartiger Thriller mit einem Echo, das noch lange nachhallen wird. Einer der besten Dramen aus der Feder Winslows.

Michael Sterzik

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24 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, derek meister, valandsiel, serie, nordseeküst

Blutebbe

Derek Meister
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2017
ISBN 9783734104787
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im dritten Band der Thrillereihe um das Ermittlerduo Knut Hansen und Helen Henning wird die Nordsee in „Blutebbe“ wieder einmal zur Mordsee.

Nach „Der Jungfrauenmacher“ und „Die Sandwitwe“ spielt die Handlung des vorliegenden Romans wieder in dem provenzalischen Küstendorf Valandsiel.
Wieder treibt ein Serienmörder, die beiden Ermittler Hansen und Henning sowie das LKA mit Johannes Maas mit einer perfiden Serie unter Zugzwang. Die okkulten Ritualmorde und die hinterlassenden Zeichen, im Form von friesischen Runen, lassen ebenfalls den Vater von Knut Hansen – Thor Hansen sichtlich geschockt zurück. Ein früherer Unglücksfall an der Steilküste des malerischen, kleinen Ortes, lassen sehr alte Erinnerungen an die Oberfläche wach wecken. Kann es sein, dass ein Mörder 20 Jahre später erneut eine Serie von brutalen Morden fortsetzt?

Derek Meister versteht es sehr gut, eine Kriminalreihe packend weiter zu erzählen. Das interessante ist, dass das Nachhalten von den vergangenen Strukturen weiter erzählt wird, alte Handlungsspielräume werden wieder aufgegriffen, die Charaktere entwickeln sich munter menschlich weiter und Beziehungsebenen werden entweder weiter gestrickt, oder enden mitunter in einem Showdown. Konzeptionell hochklassig.

Die Charaktere und dieses Muster kann man ebenfalls in den historischen Kriminalromanen um den bärbeißigen Patrizier Rungholt beobachten, sind mitunter etwas skurril. Dennoch oder gerade deswegen sympathisiert man mit diesen manchmal egozentrischen und abgefahrenen Figuren recht schnell. Bei Knut Hansen fragt man sich manchmal ob der kleine Junge vergessen hat sein Cowboyoutfit aus der Kindheit abzulegen, bzw. er hat sein Equipment etwas vervollständigt. Originell abgefahren halt. Helen Henning Entwicklung befindet sich zudem eher in einer kleinen traumatischen Endlosschleife – jedenfalls bis zum zweiten Teil. Die junge Profilerin leidet noch immer unter posttraumatischen Albträumen und Ängsten und kann sich ihrem selbst auferlegten Schneckenhaus nicht entziehen.

„Blutebbe“ von Derek Meister ist obwohl der dritten Teil dieser Reihe auch eigenständig gut zu lesen. Die beiden ersten Teile der Reihe waren an geschilderter Brutalität für einen Thriller gesehen, schon sehr extrem – in „Blutebbe“ geht noch einen Level weiter und gehört damit nicht zu den „Gute-Nacht-Geschichten“, denn sollte man wirklich diesen Thriller in den Abendstunden anfangen zu lesen, sollte man vielleicht der Nacht ein „bye, bye“ anbieten. Spannend und Packend erzählt Derek Meister(lich) diese Story, ohne das großartige Längen auftreten.

„Blutebbe“ ist ein großartiger Thriller – doch leider gibt es auch einige Chancen, die Derek Meister nicht wahrgenommen hat. Die Vergangenheit erreicht und überholt Helen Henning mit der Wucht eines Gewitters, das über sie einbricht. Diesen Handlungsstrang hätte ich ggf. separat in einem Roman verwendet – denn der Gegenspieler hat immens viel faszinierendes Potenzial, dass leider nur ansatzweise ausgespielt wurde.

Weiterhin kann ich es mir für die nachfolgenden Bände nicht vorstellen, dass Valandsiel erneuter Spielplatz für brutale Serienmörder in Folgebänden sein könnte. Der Ort ist zu klein, um als Freizeitmörderpark von durchgeknallten Kriminellen herzuhalten.

„Blutebbe“ ist konsequent, brutal und schonungslos faszinierend. Diesmal gibt es für einige Charaktere ein „Ende“, dass ziemlich überraschend kommt und den Weg für die kommende Entwicklung der Hauptfiguren ein Stück weiter öffnet. Auch hier in aller Konsequenz brillant dramaturgische Entwicklung.

Fazit

„Blutebbe von Derek Meister – der Titel hält, was er verspricht – ist ein großartiger Thriller. Für evtl. dramaturgische Nebenwirkungen ist bestens gesorgt – für menschliche Tragödien ebenfalls. Meisterlich hochklassig inszeniert – Zensur 1 – sitzen – weiterschreiben. Danke.

Michael Sterzik



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Tags: blutebbe, derek meister, hansen und henning, mordsee, serienmorde, valandsiel   (6)
 

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mittelalter, friedrich barbarossa, heinrich der löwe, hist. roman, geschichte

Der Löwe des Kaisers - Der Fall

Cornelia Kempf
Geheftet
Erschienen bei Kameru Verlag, 01.12.2017
ISBN 9783906082530
Genre: Historische Romane

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

heinrich der löwe, friedrich barbarossa, mittelalter, lombarden, zwillinge

Der Löwe des Kaisers - Der Aufstieg

Cornelia Kempf
Buch: 750 Seiten
Erschienen bei KaMeRu Verlag, 31.05.2015
ISBN 9783906739472
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es gibt viele historische Ritterromane, doch nur wenige Titel, bleiben der Leserschaft im Gedächtnis, und ja nur wenige sind realistisch und authentisch erzählt. Das alte Vorurteil des edlen Ritters und der holden Prinzessin, ist uns nicht zuletzt durch Märchen oder Filmen implementiert worden. Wer sich allerdings mit der Epoche beschäftigt, wird diese Vorurteile schnell vollkommen entkräftet erkennen. Schwur, Schwertleite, dabei eine Nacht im Gebet auf Knien in der Kirche zubringen – Ja das war so, für den Moment war es ggf. so. Nach dieser Momentaufnahme, war der Aufprall im realen Leben für die jungen Männer ein nachhaltiger und lauter. Die meisten werden wahrscheinlich schon in ihrer Ausbildung als Knappe, dass harte und vielleicht kurze Leben eines Edelmannes und Ritters kennengelernt haben dürfen.

Im vorliegenden Roman von Cornelia Kempf – Der Löwe des Kaisers – Der Aufstieg wird das historische Ritterleben thematisiert, wie es offensichtlich wirklich im Alltag zugegangen ist. Dabei schildert die Autorin, den Alltag der Protagonisten aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Kaiser, Könige, Adel und Ritter, Klerus und natürlich die einfachen Menschen sind hervorragend in die verschiedenen Haupt- und Nebengeschichten eingebaut. Ein sehr buntes, manchmal dramatisches Bild einer Epoche, die noch immer prägend auf uns wirkt.

In der Zeit, in der Epoche der Adelsgeschlechter Welfen und Staufer, werden Europas Grenzen durch Intrigen der Politik, durch Kriege und durch Einfluss der Kirche neu gesteckt. Die Grenzen bestehen zum Teil noch in der heutigen Zeit und nicht zuletzt gibt es monumentale, architektonische Kirchen, Burgen und Schlösser, die von der Pracht, der Macht und dem Einfluss ihrer Zeit sprechen.

Cornelia Kempf schildert feinfühlig das tägliche Leben ihrer Figuren. Machtpolitische Spiele – sind die Basis des Romans, in der die beiden Zwillingsbrüder Einhard und Gunnar als Hauptfiguren, ihren Weg gehen. Allerdings werden sie nach ihrer Zeit als Knappe unterschiedlichen Herren dienen dürfen. Die beiden verwandtschaftlichen Kontrahenten sind: Kaiser Friedrich Barbarossa und dem mächtigsten Herzog in Deutschland - Heinrich der Löwe.

Die Autorin Cornelia Kempf erzählt mitreißend mit feinfühligen Dialogen von den Erlebnissen der beiden doch so unterschiedlichen Brüder in den Zentren der Macht, Intrigen und Verschwörungen. Natürlich wird auch hier geliebt, dramatisch, verzweifelt, manchmal mit viel Hoffnung, manchmal enttäuschend – doch die Autorin fokussiert sich nicht auf die Liebelein der beiden jungen Ritter.

„Blut ist dicker wie Wasser“ doch ihre Liebe und Zuneigung wird arg auf die Probe gestellt. Ihrem Herrscher Untertan gewinnen sie an Einfluss und neidvollen Feinden.

Sehr lobenswert sind die geschichtlichen Hintergründe, die sehr, sehr gut recherchiert und interpretiert wurden. Der Fokus des Romans bilden die Rivalitäten der beiden mächtigen Herrscher – dabei zieht sich die Autorin auf einer neutralen Seite und berichtet von den Beweggründen und Entscheidungen, der Motive des Kaisers und seines Herzogs, die der Leser ebenfalls nachvollziehen kann.

Cornelia Kempf hat ihre Protagonisten immens fein geschliffen. Das die beiden Zwillinge sich charakterlich stark unterscheiden, hebt natürlich die Spannung und fördert die Konfrontationen. Die Charakterzeichnung der beiden weiteren Hauptfiguren Barbarossa und Heinrich sind ebenfalls detailliert konzipiert.

Wer einen historischen Roman erwartet, in der von vielen blutigen Schlachten erzählt wird und Gewalt und Tod erwartet, könnte enttäuscht werden. Ja, solche Szenen gibt es, aber sie stehen nicht im Vordergrund, was sich durchaus nicht negativ auf die Spannung auswirkt. Die Brüder und ihre beiden Herrscher befinden sich in einer Eskalationsspierale – aus der wahrscheinlich nicht jeder lebend entkommen wird.

Fazit

„Der Löwe des Kaisers“ – Der Aufstieg ist der erste Band eines Zweiteilers. Der zweite Band – der noch in diesem Jahr veröffentlicht wird, erzählt vom Fall Heinrich des Löwen.

Trotz seines voluminösen Umfangs von fast 600 Seiten – ist der Roman so spannend und abwechslungsreich erzählt, dass er kurzweilig ist.

„Der Löwe des Kaisers“ – Der Aufstieg von Cornelia Kampf eine großartige Charakterzeichnung zweier Herrscher, die vieles geleistet haben und deren Erschütterungen wir noch immer spüren. Ein großartiger Roman – der wie ein historischer Paukenschlag überzeug und lange, positiv nachhallt.

Absoluter Geheimtipp für Leser, die hoch konzentrierte Machtspiele wie Schach betrachten – Im Krieg und in der Liebe – ist alles erlaubt.

Michael Sterzik 

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73 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

tegernsee, mord, erpressung, krimi, wallner & kreuthner

Schwarzwasser

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.06.2017
ISBN 9783426654217
Genre: Krimi und Thriller

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136 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 22 Rezensionen

krimi, tegernsee, bayern, wallner, kreuthner

Wolfsschlucht

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.02.2015
ISBN 9783426517048
Genre: Krimi und Thriller

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123 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, krimi, club der ermittlerinnen, lindsay boxer, san francisco

Die 6. Geisel

James Patterson , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.03.2010
ISBN 9783442372287
Genre: Krimi und Thriller

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48 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, norwegen, verlag rowohlt, skandinavien, reihe

... und morgen werde ich dich vermissen

Heine Bakkeid , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499290558
Genre: Krimi und Thriller

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

london, ermittlungen, beerdigungsinstitut, krimi, mord

Die Seelen von London

A. K. Benedict , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426520550
Genre: Fantasy

Rezension:

London – Hauptstadt Großbritanniens, 8,5 Millionen lebende Menschen. Aber wie viele Geister, Gespenster, Spukgestalten tummeln sich auf den Straßen und Plätzen dieser gewaltigen Metropole?! Die Bevölkerungsdichte von London ist immens groß und glaubt man alten Geschichten und Legenden, ist England sowieso prädestiniert und weist eine eindrucksvolle Anzahl von legendären Gespenstern auf.

An historischen Orten, wie z.B. dem Tower könnte man mit viel (un)Glück auch auf prominente und adlige Gespenster treffen. Paranormale Phänomene, Geistererscheinungen faszinieren uns seit jedem, nicht umsonst haben Geistergeschichten zu jeder Zeit eine eindrucksvolle Hochkonjunktur.

Die englische Autorin A.K. Benedict hat nach: „Die Eleganz des Tötens“ nun einen zweiten phantastischen Kriminalroman beim Münchner Verlag Knaur veröffentlicht: „Die Seelen von London“.

Die Handlung konzentriert sich auf zwei Ebenen. Zum einen wird die ehemals, blinde Maria King von einem mörderischen Stalker verfolgt, zum anderen gibt es Verbrechen eines Syndikats, das den mysteriösen Namen „Der Ring“ trägt, deren elitäre Mitglieder tragen einen Ring aus gepresster, veredelter Asche toter Menschen. Ja, es ist ein wenig obskur. Detective Jonathen Dark hat alle Hände voll zu tun und nebenbei natürlich noch ein paar ganz private, persönliche Herausforderungen. Als wenn man nicht schon genug mit den Lebenden zu tun hat, so gibt es da noch ein paar verdammt, verärgerte Gespenster, die nach ihrem gewaltsamen Tod etwas empfindlich und nachtragend reagieren.

So weit, so gut – „Die Seelen von London“ ist originell, spannend, manchmal auch durch den ungemein ironischen Humor, insgesamt absolut empfehlenswert. Skurrile sind alle Protagonisten, ob nun lebendig oder tot und interessante gezeichnet allemal. Ein Geist ,der Taxi fährt, die Frau eines Bestattungsunternehmers die nach ihrem Tod im Geschäft noch immer aushilft –soviel zu einigen Geistern. Die Lebenden sind ebenfalls etwas grotesk: Der Ermittler Jonathan Dark, der ein paar sehr eigentümliche persönliche Herausforderungen hat, und dem Geisterreich einfach etwas ignorant entgegensteht. Maria King, die nach einer erfolgreichen Operation, dass Augenlicht gegeben wurde, die aber lieber weiter „blind“ sein möchte und der Bestatter Frank, der die Geister immer sieht und mit ihnen seit seiner Kindheit kommunizieren kann. Klar, dass die Story abgefahren ist – aber dennoch brillant.

„Die Seelen von London“ lebt quasi durch eine sehr geistreiche, höchst lebendige Handlung. Viel Humor, tolle Dialoge, spannende Entwicklungen sind wohldosiert eingesetzt und die Nebenhandlungen lassen selbst die Geister nicht zur Ruhe kommen. Auch Geister (waren) und sind nur Menschen und verfügen, allesamt über gewisse Alltagsprobleme.

Die Charaktere allesamt sind noch nicht final ausgebaut, dass merkt man, und alles weist daraufhin, dass „Die Seelen von London“ der Auftakt einer herrlichen Romanreihe ist.

Fazit
„Die Seelen von London“ von A.K. Benedict ist für mich ein Roman, der mit zu den originellsten in diesem Jahr gehört.

Tolle Idee, die stoffliche und geistige Welt miteinander zu kombinieren. Die Handlung ist nicht gruselig, oder besonders blutig – sie ist einfach spannend durch ihre Figuren, seien diese noch lebendig oder tot. Der Kriminalfall ist ebenfalls höchst unterhaltsam und spannend erzählt, zumal auch der Täter persönlich seine Perspektive beschreibt.

„Die Seelen von London“ – geistreiche, lebendige Spannung die spannend und schmunzelt erzählt wird. Frisch und witzig – ein Buch, das Spaß macht und hoffentlich fortgesetzt wird.

Michael Sterzik




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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

joe hill, fireman, fantasy, pandemie, dystopie

Fireman

Joe Hill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453318342
Genre: Fantasy

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186 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

historischer roman, ottonen, otto der große, rebecca gablé, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die fremde Königin (Rebecca Gable)

Die deutsche Autorin Rebecca Gable hat mit Ihrer Romanreihe der Waringhams eine großartige Leistung vollbracht. Die englische mittelalterliche Geschichte wurde uns faktisch auf einem Silbertablett präsentiert und katapultiere den Leser unmittelbar in eine realistische Epoche. Wir hatten Teil an einer der bestens ausgearbeiteten, fiktivsten Familiendynastien, die immer treu und loyal der englischen Krone zur Seite stand. Neben der fantastischen Unterhaltung, die Spannung, Action und Liebe bot, lehrte uns Frau Gable viel über die englische Monarchie in ihrer glanzvollen, aber auch dramatischen Zeit.

Kulturelle Themen, Traditionen, politische Intrigen, detaillierte grausame Erzählungen von Schlachten und Kriegen – alle diese Einzelheiten garantieren fulminante Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Nun hat Rebecca Gable sich der deutschen Epoche zugewandt. In dem Roman „Das Haupt der Welt“ spielen die Ereignisse um König Otto I., die nun im zweiten Titel: „Die fremde Königin“ fortgesetzt werden.

Wer den Stil der Autorin über die Jahre mitverfolgt hat, weiß, dass die Autorin ein Garant für Spannende Unterhaltung ist. Sprachlich einwandfrei, mit bestens sortierten Rechercheergebnissen fokussiert sich Rebecca Gable auf die historische Genauigkeit. Allerdings da manchmal die Quelllage nicht ganz eindeutig ist, nimmt sich die Autorin für ihre Unterhaltungsromane auch etwas an schriftstellerische Freiheiten heraus.

„Die fremde Königin“ ist leider atmosphärisch sehr schwach erzählt, die Charaktere zwar gut ausgearbeitet, doch fehlt ihnen diese besondere sympathische Note der „Waringhams“, die uns mitfiebern und leiden ließ. Sicherlich kann man die deutsche Geschichte nicht mit der englischen vergleichen. Vielleicht ist uns die Englische mit ihren bekannten Monarchen auch präsenter, auch wenn das traurig klingen mag.

Die Handlung gerät oftmals durch langweilige Passagen und Beschreibungen ins stocken. Die Autorin lässt Ihren unterhaltsamen Erzählungsstil vermissen. Mir haben besonders die Charaktere gefehlt, die realistisch erzählt wurden, und nicht nur eindimensional in gut und böse eingeteilt sind.

Fazit

„Die fremde Königin“ von Rebecca Gable ist bislang der schwächste der Autorin. „Das Haupt der Welt“ war ebenfalls nicht wirklich gelungen und die Fortsetzung überzeugt mich keinesfalls. Vielleicht sollte sich die Autorin auf die englische Geschichte konzentrieren – hier gilt es sie als unangefochtene Expertin.

Sollte es einen Band 3 geben, so werde ich diesen nicht lesen, da ich diesen vorliegenden Band abbrechen musste.

Michael Sterzik



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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

mobbing, schule, pubertät, eltern

Frühaussteiger

Erik D. Schulz
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Delfy International Publishing, 22.03.2017
ISBN 9783981402230
Genre: Romane

Rezension:

Frühaussteiger – Erik D. Schulz

Kinder können grausam sein, brutal, konsequent rücksichtlos, immer auf den eigenen Vorteil aus. Kindheit ist eine Entwicklung und insbesondere für sie selbst und ihren Familien gerade auf der Schwelle zum Erwachsenenwerden ein täglicher Kriegsschauplatz. Die Pubertät ist eine Expedition ins Unbekannte – eine Reise in der man neben neuen Freunden, alten Feinden, dem profilieren und abheben gegenüber Mitschülern und Freunden, auch die eigenen Grenzen und Belastungszonen kennenlernt. Oftmals schmerzlich und nicht ohne Opfer. Physisch wie auch psychisch verändert sich der Körper. Eine innere und äußere Rebellion findet statt und fordert eine Menge an Verständnis, Toleranz und vor allem Geduld.

In dieser sehr emotionalen Zeitzone bewegen sich die Kinder auf einem schmalen und gefährlichen Grad. Sie begreifen langsam, dass die Schule evtl doch wichtig ist, dass das Leben oft erbarmungslos und hart zuschlagen kann. Verrat, hormongesteuerte Missverständnisse, innere Kämpfe, dass Gefühl nicht zu wissen, wohin der Weg denn nun letztlich gehen mag, sorgen dafür, dass die Kinder unter enormen Druck Situationen eskalieren lassen. Die Folgen manchmal drastisch, tragisch und nicht reparierbar und mit absoluter Sicherheit prägend.

Im vorliegenden Roman „Frühaussteiger“ geht es um die täglichen Herausforderungen eines Jugendlichen; Notendruck, Stiefvater, Mobbing in der Schule, etc..!

„Frühaussteiger“ ist nicht das erste Buch, dass sich mit der hormonellen Umstrukturierung auf der Grenze des Erwachsenenwerdens beschäftigt. Allerdings ist es dem Autor Erik D. Schulz brillant gelungen, dieser Entwicklung mit all seinen größeren und kleineren Auseinandersetzungen, sehr authentisch zu erzählen.

Es ist kein Ratgeber, kein Erste-Hilfe-Buch, kein informeller Rettungsanker für verzweifelte Eltern, ebenfalls gibt es keine Tipps oder Empfehlungen des Autors. Es werden auch keine Situationen analysiert und interpretiert – trotzdem ist das Buch für Schüler, Lehrer, verzweifelte Eltern und Pädagogen sehr zu empfehlen. Es ist auch eine Überlegung wert, ob man das Buch, dass nicht überaus seitenstark ist, im Unterricht an Schulen lesen zu lassen. Man könnte also quasi seinen Schülern, ein verzerrtes Spiegelbild zeigen, ich bin mir sicher, dass der eine oder andere Schüler sich in einer der Figuren aus dem Roman wiederfindet.

Fazit

Ein sehr aktueller Roman – der die Schwierigkeiten und Herausforderungen zeigt, allerdings nicht bewertet. Ein Buch, dass zu Diskussionen anregen soll, und natürlich auch das Interesse weckt, einmal über das Verhalten seines Kindes nachzudenken.

Michael Sterzik


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Tags: eltern, mobbing, pubertät, schule   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Crystal – Zu den Sternen fliegen

Erik D. Schulz
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Delfy International Publishing, 22.03.2017
ISBN 9783981402261
Genre: Romane

Rezension:  
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35 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

berlin, odins söhne, historischer berlinkrimi, ll weltkrieg, 2. weltkrieg

Odins Söhne

Harald Gilbers
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2015
ISBN 9783426516430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Haralds Gilbers lässt seinen charismatischen, jüdischen Kommissar Oppenheimer in „Odins Söhne“ zum zweiten Mal nach dem Titel „Germania“ auftreten.
Der Zweite Weltkrieg neigt sich dem Ende zu. Die alliierten Truppen stehen vor oder auch schon innerhalb der Grenzen des „Dritten Reiches“. Die Gewalt und Willkür auch auf Seiten des Nazi Regimes schlagen sich in dumpfe und verzweifelte Handlungen nieder. Die Bombardements der Alliierten hat die Luftwaffe des deutschen Regimes nichts mehr entgegenzusetzen und in den Städten, so auch in Berlin werden die letzten Reserven, an älteren Männern, Kindern und Jugendlichen vorbereitet, sich an der letzten, entscheidenden Schlacht zu beteiligen.

Kanonenfutter, allemal dafür da wenige Minuten, oder Stunden zu gewinnen, damit sich die Nazi-Größen der Politik auf Rattenlinien flüchten können.
Längst schon sprechen die zermürbten Berliner, nicht mehr vom Endsieg, sondern von einer Befreiung. Sie haben es spät verstanden, viel zu spät und müssen nun, bedingt durch den verzweifelten Terror des Regimes unter anderem einen hohen, manchmal persönlichen Preis zahlen. Diese Menschen, die offen, oder auch versteckt die Lage und den Führer kritisieren, gelten als Feinde, Verräter, Defätisten, die durch die Volks- und Gerichtshöfe schnellstmöglich zum Tode in Plötzensee verurteilt werden.

Der ehemalige Kommissar Richard Oppenheimer, der zudem als Jude durch die Heirat mit Lisa, einer deutschen Lehrerin geschützt war, ist nun untergetaucht. Eine alte Freundin, Hilde von Strachwitz, eine regimekritische Ärztin soll ihren Mann umgebracht haben. Oppenheim beginnt zu ermitteln und stößt auf eine Gruppe von arischen Verschwörern...

Harald Gilbers Roman „Odins Söhne“ ist augenscheinlich ein Krimi mit inzwischen historischen Elementen. Doch der Krimi, geht mit den Schilderungen, des täglichen Grauens unter. Der Autor erzählt verdammt realistisch, in einer düsteren Atmosphäre von den letzten Kriegsmonaten im zerstörten Berlin. Harald Gilbers beeindruckt durch die Beschreibungen der Bombardements Berlin und die Stunden darauf, einen Schrecken, der uns begreifen lässt, welches Grauen unsere Ur-Großväter und Mütter erleiden mussten. Trotz alledem versuchen die Berliner, den Mut nicht zu verlieren. Ein Alltagsleben im Krieg – so bizarr und eigentlich unmöglich zu begreifen.

Genau diese Erzählungen lassen beim Leser einen bleibenden Eindruck. Es ist für uns nicht einfach zu begreifen, wie ein ganzes Volk sprichwörtlich versagen konnte. Das Tragische an dieser Entwicklung ist allerdings, dass der Schrecken, der totale Krieg, nun in einer totalen Zerstörung mündete. Dass die Verantwortlichen dieses desaströsen politischen und militärischen Regimes, sich feige versteckten und ihre Flucht planten, ist abgrundtief verachtenswert.

Harald Gilbers der mit dem Ehemann Hildegards von Strachwitz die Figur eines kriminellen und menschenverachtenden KZ Arztes in Spiel bringt, trägt ebenfalls maßgeblich dazu bei, das Grauen noch eine Nuance zu steigern. Der Autor beschreibt einige Beispiele von medizinischen Versuchen an KZ Häftlingen, u.a. auch Kindern.

Krimi oder historischer Roman? Der zentrale Dreh- und Angelpunkt sind die historischen Elemente, die den Kriminalfall und damit auch einen großen Teil der Protagonisten verdrängen. Harald Gilbers hat einen großartigen Roman verfasst, allerdings dabei ggf. auch nicht gewollt, den roten Faden einfach mal total verloren.
Manchmal bleibt dadurch die Spannung etwas auf der Strecke, doch das atmosphärische Grauen beeinflusst und prägt die gesamte Handlung.

Inzwischen gibt es mit dem Titel „Endzeit“ den dritten Titel und dieser spielt in den letzten Tages des Krieges, und den ersten Tagen einer neuen Epoche.

Die Figur des Richard Oppenheimer ist interessant, vielschichtig und sie kann sich noch entwickeln. Ich bin gespannt, welche Ansatz der Autor Harald Gilber nun in einem vierten Teil gehen wird.

Michael Sterzik


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serienmörder, berlin, nationalsozialismus, historischer krimi, frauen

Germania

Harald Gilbers
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783426513705
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, sean king, secret service, usa, anschlag

Im Bruchteil der Sekunde

David Baldacci
Fester Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.09.2004
ISBN 9783785721513
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, vatikan, jenseits, erscheinungen, catherine bell

Blutpforte

Alex Thomas
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.04.2017
ISBN 9783734100161
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als unsere Schulweisheit sich erträumen lässt“.

Religion und Wissenschaft – schließen sich diese gegenseitig aus – gerade in der Parapsychologie werden solche Themen wie: Geister, Spuk, Astralebenen, Reinkarnation, Leben nach dem Tod, Nahtoderfahrungen, Botschaften aus dem Jenseits und nicht zuletzt selbst „Gott“ und der „Teufel“ infrage gestellt.

Die katholische Kirche hält sich oftmals mit offiziellen Aussagen, zu derartigen Themen konsequent zurück. Die Wissenschaftler distanzieren sich oftmals deutlich, manchmal skeptisch von diesen Themen, obwohl diese in den letzten Jahrzehnten zunehmend eher neutrale Standpunkte vertreten. Neue Erkenntnisse über den Einfluss und die Existenz anderer Dimensionen, über das Raum-Zeit-Gefüge, die Quantenphysik usw. verändern die wissenschaftlichen Standpunkte und Perspektiven enorm. Die ehemaligen Ketzer sind fast schon rehabilitiert und auch die Kirche öffnet ihre fest zugesperrten Schranken einen großen Spaltbreit.

Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion ist so alt wie die Menschheit, nur prägt und verändert sich dieser immer. Und seien wir mal ehrlich: Hätten die holden Burgfräuleins aus ihren Türmen heraus, Flugzeuge oder Hubschrauber am Himmel gesehen, so wäre sprichwörtlich der „Teufel“ los gewesen. Also alles nur eine Frage des Fortschrittes und des Wissens.

Trotzdem gibt es so manche Geheimnisse, die der kleine Kirchenstaat im Herzen Roms vor uns und nicht zuletzt von der Wissenschaft verbirgt. So klein und überschaubar der Vatikan auch ist – desto viel größer ist sein Einfluss, und noch größer sein Wissen um verborgene Einflüsse zwischen dem Himmel und der Erde. Es gibt manche Geheimnisse, die höchstwahrscheinlich nur der amtierende Papst weiß und ein ausgesuchter Kreis von Kirchenfürsten – Kardinälen.

Im vierten Band des inzwischen in Bremen lebenden Autorenehepaars Alex Thomas, „Blutpforte“ spielen die Charaktere, die junge, medial begabte Catherine Bell und der charismatische Kardinal Marc Giban die Hauptrolle. Ihre Bühne ist diesmal ausschließlich der Vatikan und alle Sphären zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, und der Grenzen dieser „Dimensionen“. Für sie beide wird diese Geschichte ein psychischer, wie auch physischer persönlicher Kampf um die Zukunft des Vatikans und der Menschheit. Eine brutale Mordserie in den Kirchen in Europa und den USA beschäftigen den Geheimdienst des Vatikans und warum häufen sich Geistererscheinungen in vielen Orten, deren Präsenz und Botschaften unheilvoll klingen?

„Blutpforte“ ist ein klerikaler Thriller mit inzwischen einigen fantastischen Elementen. Für Leser, die sich mit solchen Grenzwissenschaften nicht beschäftigen und sich in Ihrer Komfortzone der wissenschaftlichen Fakten bewegen möchten, werden manche Passagen durchaus befremdlich wirken. Hingegen für Menschen die wie die Autoren selbst daran glauben, dass Wissenschaft und Religion sich nicht immer widersprechen, ist „Blutpforte“ ein eindrucksvoller Kessel voller Grenzthemen.

Genau diese Themen faszinieren dermaßen, dass es den Autoren motivierend gelingt, einmal über den Tellerrand unserer physischen Welt zu blicken. Fakten und Fiktion vermengen sich zu einer höchst spannenden Story mitsamt vielen kleinen Nebengeschichten und Charakteren, die großartig positioniert wurden.

Was nun dabei der Fantasie der Autoren entspringen mag, oder was über Jahre hinweg Schätze der Recherche sind, bleibt offen.

Die Entwicklung und die daraus resultierenden Beziehungsebenen, zwischen Catherine Bell, Marc Ciban und anderen, werden weiter schlüssig ausgebaut. Zwar geben die Autoren den Lesern immer wieder Ansatzpunkte und inhaltliche Wiederholungen aus den vorigen Teilen wieder, doch um das komplexe Konstrukt der Autoren zu verstehen, ist es sinnvoll die vorigen drei Teile gelesen zu haben.

Wer Rom kennt und vielleicht auch den Vatikan einmal besucht hat, wird es wie ein nach Hause kommen sein. Die Atmosphäre dieser klerikalen Reihe ist einzigartig – keine Verschwörungstheorien werden hier aufgewärmt erzählt, oder Reinkarnationen biblischer Gestalten geben sich ihr Stelldichein - Nein – die Autoren gehen andere Wege – eigene und das sehr zielgerichtet und mutig.

„Blutpforte“ ist die Tür zu offenen Gedanken, Thesen und Theorien – die Autoren spielen mit Elementen der Wissenschaften und der Religionen und überzeugen durch brillante Spannung.

Es gibt nur wenig auszusetzen. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr Nebengeschichten gegeben hätte. Die Story ist voll von Figuren, die dafür prädestiniert sind – allen voran der geheimnisvolle Lazarus. Eine eigene Romanreihe um diese Gestalt wäre phänomenal.

Blutpforte – ein himmlischer Thriller, der höllisch überzeugt.

Michael Sterzik





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britannien, bebbanburg, historischer roman, uthred, band 10

Der Flammenträger

Bernard Cornwell , Karolina Fell
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.04.2017
ISBN 9783499291104
Genre: Historische Romane

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