MichaelSterzik

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611 Bücher, 272 Rezensionen

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250 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

thriller, jilliane hoffman, mädchen, mädchenfänger, mord

Mädchenfänger

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.10.2013
ISBN 9783499266799
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

douglas preston und lincoln child, thriller, hexen, pendergast, wissenschaf

Demon – Sumpf der Toten

Douglas Preston , Lincoln Child , Michael Benthack
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 10.01.2017
ISBN 9783426654026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit dem aktuellen Titel „Demon – Sumpf der Toten veröffentlich das Autorenduo Preston und Child den inzwischen schon 15. Band der Reihe um den exzentrischen Special Agent Pendergast.

Angefangen über den Titel „Das Relikt“ in der 90er Jahren, ist der im eleganten Schwarzen gekleidete Pendergast schon längst eine Kultfigur in dem Genre Thriller geworden. Eine personifizierte Symbiose irgendwo zwischen James Bond und Sherlock Holmes. Es fehlen vielleicht die geschüttelten Martinis und die Pfeife, aber ansonsten steht er den großen Ermittlern in nichts nach.

Der 15. Band führt Pendergast und sein Mündel Constance Green in die Sümpfe von Exmouth an der Küste von Massachusetts. Sein Auftraggeber bittet ihn um Hilfe bei der Auflösung eines Diebstahls von erlesenen Weinen. „In vio veritas“ - fast – zwar steckt die Wahrheit nicht im Wein, aber zum Teil hinter den Mauern des Weinkellers, bzw. wer hatte Interesse eine eingemauerte Leiche gleich mit zu entwenden?

Exmouth so unscheinbar das kleine provinziale Städtchen doch sein mag, birgt es doch einige dunkle Geheimnisse. Piraterie – ein verschollenes Schiff und sogar eine Zweigstelle der Hexen von Salem. Pendergast und Constance Green werden in den historischen Sog alter Familiengeschichten und traditionell ausgeübter Magie gezogen.

Kritik

„Demon – Sumpf der Toten“ besinnt sich auf die alten, erfolgreichen Ermittlungsmethoden Pendergasts, die langjährige Leser noch von den ersten Romanen kennen dürften. Zwar tauchen die weiteren bekannten Charaktere Vincent D’Agosta, Margo Green und Nora Green überhaupt nicht auf, doch die beiden Autoren lassen Pendergast und Green in ihrer komplizierten Beziehungsebene wachsen. Pendergast ist wie immer in Hochform, jeden Ermittler weit voraus, aber Constance Green spürt, dass sich in der Vergangenheit dieser kleinen Küstenstadt Dunkles, Böses verbirgt. Diese Situation, die beide unterschätzen, lassen sich in höchster Lebensgefahr kommen.

Die Autoren Douglas Preston und Lincoln Child verstehen es raffiniert, eine Geschichte in der eigentlichen Geschichte getarnt zu verstecken. So simpel eine Auflösung dann doch ist , so explosiv geht’s dann doch weiter und endet mit einem grausamen Cliffhanger und einigen unbeantworteten Fragen.

Das wirklich Herausragende an dieser Reihe ist ebenfalls die Entwicklung der Figur Pendergast. In den ersten Romanen ist er ein eigenwilliger Einzelgänger, der nicht viel persönliches preisgibt, in den nachfolgenden Bänden allerdings wird seine Vergangenheit immer präsenter und privater. Mit Constance Green als Mündel übernimmt er Verantwortung. Zwar herrscht noch immer zwischen ihm und der Welt ein tiefer Graben Distanz, doch mehr und mehr begreift er, dass Hilfe von dritten nötig ist.

Wissenschaft, Legenden, Mythen und Sagen – bilden den Grundstein dieser Romanreihe. Einfache Mittel, die allerdings überzeugend in den Geschichten eingearbeitet wurden. Hinzu noch ein extrem, eigenwilliger Ermittler mit einer geheimnisvollen Vergangenheit und das Gefahrenpotenzial dramatisch hoch und fertig ist der Bestseller. Die Reihe um Pendergast ist einer der wenigen Reihen, die auch noch nach dem 15. Band faszinieren können.

Fazit

„Demon – Sumpf der Toten“ überzeugt durch einen langsamen, aber geradlinigen Spannungsaufbau. Ein spannender Sumpf, der den Leser in etwas Dunkles, grausamen reinzieht.

Atmosphärisch großartig gewählte Schauplätze, die dann doch vom eigentlichen formidabel ablenken, aber auch nicht enttäuschen. Die Dramatik im letzten Drittel ist atemberaubend und es würde der Reihe insgesamt gut tun, wenn diesmal eine tragende Figur ein literarisches und endgültiges Ende finden könnte.

Ich freue mich sehr auf den 16. Fall des Special Agent Pendergast.

Michael Sterzik

20.01.17

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Tags: constance green, douglas preston und lincoln child, hexen, pendergast, piraten, thriller, wissenschaf   (7)
 

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, verfolgung, richard montanari, krimi, tod

Im Netz des Teufels

Richard Montanari , Karin Meddekis
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.11.2011
ISBN 9783404165971
Genre: Krimi und Thriller

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

psychothriller, freunde, sms, krimi, hilferuf

Tote Stimmen

Steve Mosby
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 26.07.2011
ISBN B005F5080C
Genre: Sonstiges

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

thriller, internet, soziale netzwerke, spurensuche, ermittler

Deathbook

Andreas Winkelmann , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2015
ISBN 9783499267475
Genre: Krimi und Thriller

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203 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

italien, cia, geheimdienst, usa, thriller

Die Begnadigung

John Grisham , , ,
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Heyne, 07.08.2006
ISBN 9783453431973
Genre: Krimi und Thriller

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129 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, hoffman, jilliane hoffman, florida, bobby dees

Insomnia

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Stefanie Kremer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 27.12.2016
ISBN 9783805250719
Genre: Krimi und Thriller

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237 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

thriller, ethan cross, gefängnis, ich bin der zorn, serienkiller

Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

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49 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

sabine weiß, fechten, familie, juden, fechtschule

Die Tochter des Fechtmeisters

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174812
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die deutsche Autorin Sabine Weiß hat schon mit den Titeln: „Die Hansetochter“ und „Die Feinde der Hansetochter ihre Leser davon überzeugt, dass Sie vorbildlich recherchiert und das Mittelalter, die Hansezeit aufleben lässt.

Ihr neuester Roman „Die Tochter des Fechtmeisters“ spielt in Rostock 1608. Mittelpunkt der Geschichte ist wie auch in den anderen Bänden eine starke Frau. Ebendiese Tochter eines Fechtmeisters – Clarissa hat schon in jungen Jahren gelernt, mit dem Schwert Perfekt umzugehen. Ihr Vater ist Lehrer und Inhaber einer bekannten und angesehenen Fechtschule, in der junge Adelige und Kaufmänner in der Kunst des Schwertkampfes unterwiesen werden.

Diese Fechtschulen in Deutschen Landen sind untereinander verfeindet, sie buhlen um das Ansehen des Kaisers und jährlich treffen sich die Meister der Schulen mit ihren Lehrlingen zu Wettkämpfen im hessischen Frankfurt. Clarissa begleitet ihren Vater auf diese anstrengende und gefährliche Reise. Bei einem feigen Überfall wird ihr Vater getötet, sie selbst kann fliehen und wird fortan als Mörderin verdächtigt. Als sie von einer Verschwörung gegen den Kaiser erfährt, ist sie in noch größerer Gefahr.

Kritik

Der Kampf mit dem Schwert ist eine Kunst. Mehr noch, ein Sport der dem Kämpfer vieles an Können und Einsatz abverlangt: Disziplin, Kraft, Mut, Geschicklichkeit und ebenfalls im hohen Masse Intelligenz. Nicht jeder wird in diesen Fechtschulen aufgenommen und noch weniger Schüler dürfen sich nach langen Jahren der Ausbildung: Ein Meister des Schwertes nennen. Der Schwertkampf ist ehrenvoll, wenn auch das Ziel das Töten oder Verletzen des Gegners ist. Viele Schüler und Lehrer bilden in Kriegszeiten Soldaten aus und erhalten ein hohes Offizierspatent in der Armee des amtierenden Herrschers.

Sabine Weiß hat mit ihrem aktuellen Titel: „Die Tochter des Fechtmeisters“ wieder einmal bewiesen, dass ein historischer Roman nicht nur der perfekten Unterhaltung dient, sondern auch viel an Wissen übermitteln kann. Es gibt interessante und sehr informative dokumentiere Fechtbüchern, die genaue Schritt- und Schlagfolgen beschreiben. Für historische Chronisten und auflebenden Fechtschulen, auch in unserer Zeit ein wahrer Schatz. Längst schon wird auch heutzutage, dass historische Fechten zu einer attraktiven Sportart. Wie anstrengend und vor allem, welcher Einsatz an Kraft und Konzentration dieser Sport, oder vielmehr diese Kunst abverlangt, wird unterschätzt. Also bei Interesse selbst einmal ausprobieren. Die Autorin wird u.a. selbst einmal das Schwert geschwungen haben, um einschätzen zu können, was sie von ihren fiktiven Figuren verlangt.

Ihr Fachwissen, und das beweist Sabine Weiß immer wieder ist groß. Ein Bild vom romantischen Glanz und Gloria wird man hier nicht finden. Die mittelalterliche Welt wird so realistisch und plausibel wiedergegeben wie möglich. Der Alltag der Bevölkerung in Städten und Dörfern wird perfekt in Szenen beschrieben. Ein großes Lob geht an die Autorin, da sie beschreibt, in welchem Umfang die jüdische Bevölkerung zu leiden hat und wie sozial ausgegrenzt sie wurden. Erschreckend, aber ehrlich gut ausgedrückt.

Die Figuren sind konzeptionell gut aufgebaut. Zahlreiche Klischees werden zwar bedient, aber nicht überdreht in die Geschichte eingesetzt. Die zahlreichen erzählten Kämpfe mit dem Schwert werden spannend erzählt, auch wenn man die einzelnen Fachbegriffe in Verwendung erst einmal so gar nicht versteht. Nach kurzen Erklärungen ist man allerdings wieder im Thema und etwas schlauer.

Die Geschichte allerdings ein paar erzählerische Längen, die deutlich auffallen. Den wirklichen „Roten Faden“ der Geschichte findet man nur schwer und erst im letzten Drittel des Buches offenbart sich der Kern der Story. Für mein Verständnis, leider etwas zu spät.

Sabine Weiß überspannt allerdings nicht den Boden und findet schnell wieder Anschluss an ihren eigentlichen Pfad. „Die Tochter des Fechtmeisters“ hätte besser ausfallen können, wenn Sabine Weiß ggf. die Geschichte etwas actionreicher aufgebaut hätte. Durch einige Nebengeschichten entstanden einige langatmige Passagen. Es wäre vorteilhafter gewesen, kriegerische Auseinandersetzungen mit dieser Verschwörung zu kombinieren.

Fazit

„Die Tochter des Fechtmeisters“ ist ein guter historischer Roman. Nicht so scharf geschnitten wie erwartet, doch insgesamt überzeugend. Wie schon in den anderen Titeln zuvor geht Sabine Weiß im Nachwort auf die Fechtkunst und ihre historischen Hintergründe ein und vervollständigt den Roman durch ein umfassendes Glossar.

Michael Sterzik

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Tags: die tochter des fechtmeisters, sabine weiß, schwert, schwertkamp   (4)
 

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306 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 22 Rezensionen

krimi, thriller, abendruh, tess gerritsen, mord

Abendruh

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.09.2014
ISBN 9783442374830
Genre: Krimi und Thriller

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

alex cross, entführung, washington, usa, giftgasanschlag

Cold

James Patterson , Leo Strohm
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.06.2013
ISBN 9783442378999
Genre: Krimi und Thriller

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

vatikan, konklave, ro, intrigen, kirche

Konklave

Robert Harris , Wolfgang Müller
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453270725
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Papst ist der mächtigste Kirchenfürst der Christenheit. Er ist nicht nur das Oberhaupt der katholischen Kirche in Rom, sondern ist auch vor seinen Gläubigern der Nachfolger Petris, des ersten Apostels. „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Der Papst ist das Oberhaupt der Christenheit, eine Autorität, von Kardinälen gewählt, vom Heiligen Geist geleitet.

Der Vatikan, ein souveräner Staat im Herzen von Rom – ein kleiner Ort mit viel Mythen, Legenden und noch mehr Geheimnissen. Eines davon, ist die Papstwahl, die in der Sixtinischen Kapelle des Apostolischen Palastes durchgeführt wird.

Seit Jahrhunderten ist der Ablauf dieser Papstwahl, auch Konklave genannt, mit besonderen Ritualen festgelegt. Doch was geschieht wirklich in den Kulissen des Vatikans?

Der britische Autor Robert Harris hat mit seinem neuesten Titel „Konklave“, dieses Thema in einem spannenden Politthriller veröffentlicht. Auch wenn die Kirchenfürsten in Purpur vom Heiligen Geist geleitet und inspiriert werden, so sind die „alten“ Männer, nur Menschen. Einige der Kardinäle wissen sehr wohl, dass wenn sie zum Papst gewählt werden sollten, dass „private“ Leben ein absolutes Ende gefunden hat. In den Palästen des Vatikans, als Oberhaupt der katholischen Kirche steht dieser im Mittelpunkt des religiösen und kulturellen Lebens dieses kleinen Staates. Ein Gefängnis aus Ritualen, Traditionen, mit großer Verantwortung und noch größerer Einsamkeit unter vielen anderen Kirchenmännern. Doch auch die Macht wirkt korrumpierend, und um diese wird mit fairen und unfairen, wie auch weltlichen Mitteln gekämpft.

Im Konklave sind die Kardinäle aus aller Welt aufgerufen, einen neuen Papst zu wählen. Natürlich sind die Europäer die dominierende Fraktion, doch es gibt auch Kardinäle aus Nordamerika, Afrika und Asien. Es gibt sehr konservative Gruppierung, die alten Traditionen und Dogmen aufleben lassen möchten, ebenfalls konservative, katholische Theologen, die kritische Fragen stellen, die Kirche reformieren wollen.

Unter den Fresken von Michelangelo beginnt die Wahl des nächsten Papstes und es wird integriert, es gibt Korruption und verschwörerische Konstellationen unter den Kardinälen. Einer von ihnen wird der nächste Stellvertreter Jesu Christi werden.

Robert Harris hat mit „Konklave“ einen hochklassigen Politthriller geschrieben. Sehr realistisch beschreibt der Autor nicht nur die Vorgänge und den Ablauf der Wahl, sondern konzentriert sich ebenfalls, auf die sehr persönlichen Motive der Kardinäle. Im Mittelpunkt steht der Dekan des Kardinalkollegiums, ein Italiener: Jacopo Lomelli, der das Konklave organsiert und leitet. Auch er ist einer der Favoriten für den Heiligen Stuhl, aber er betet, dass der Kelch an ihn vorbeigeht.

Die Handlung konzentriert sich auf die Wahlgänge – benötigt wird eine zweidrittel Mehrheit. Nicht einfach – denn bei über 100 Päpsten gibt es einige Interessen und Konflikte, Agreements und Kontroverse Ideen.

Die katholische Kirche steht natürlich auch unter internen Druck. Ihre Haltung und politische Meinung zu Homosexuellen, Minderheiten, zu Frauen werden von den Protagonisten diskutiert. Natürlich auch die Bedrohungen durch Terrorakte, zu Schwierigkeiten der Kirche in verschiedenen Ländern und auch die Haltung zum Islam sind aktuelle gut in die Story eingearbeitet.

Der Dekan Lomelli gerät zwischen den Wahlgängen in Gewissensnöten, und seine Perspektive, wer den nun der geeignete, zukünftige Bischof von Rom werden könnte, wechselt mit den Informationen und Hintergründen der Kandidaten.

Fazit

Robert Harris hat mit „Konklave“ einen in sich abwechslungsreichen Thriller veröffentlicht. Spannung auf wirklich engsten Raum, mit faszinierenden Diskussionen und realistischen Charakteren.

Das Ende von „Konklave“ ist originell, überraschend, aber für viele Leser wahrscheinlich zu unbefriedigend. Persönlich hätte ich mir einen anderen Ausgang gewünscht.

Der Roman ist mit so viel Hintergrundmaterial sehr informativ konzipiert. Robert Harris beschreibt die menschlichen Motive und Überzeugungen zwischen Himmel und Hölle sehr spannend, bis endlich weißer Rauch dem Schornstein entweicht.

Am Ende bejubelt die Menge auf dem Petersplatz den neuen Papst – Habemus Papam.


Michael Sterzik



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Tags: kardinal, konklave, papstwahl, ro, robert harris   (5)
 

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168 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

justin cronin, endzeit, die spiegelstadt, dystopie, vampire

Die Spiegelstadt

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Fester Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 31.10.2016
ISBN 9783442311804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach den beiden Teilen der Passage-Reihe: „Der Übergang“ und „Die Zwölf“, ist nun der dritte und abschließende Teil: „Die Spiegelstadt“ im Goldmann Verlag erschienen.

Diese Dystopische Reihe um den Untergang und die Auferstehung der menschlichen Zivilisation gehört zu den derzeitig besten Umsetzungen, die es auf den Buchmarkt gibt. Erinnern wir uns, was in den letzten beiden Romanen geschehen ist. Ein Virus breitete sich aus und infizierte Menschen mutierten zu Vampirähnlichen Kreaturen, deren Verstand fast faktisch aussetzte. Die Kreaturen überrannten die Städte, die überlebenden sammelten sich in kleinen Städten und bauten diese zu schwer bewaffneten Festungen aus. Die Menschheit ordnete sich vollkommen neu, eine soziale Infrastruktur sorgte für latente Sicherheit und zu guter Letzt, konnten die 12 Hauptträger des Virus vernichtet werden.

Der dritte Band „Die Spiegelstadt“ knüpft fast nahtlos an den Zweiten. Die Virals, wie sie die Überlebenden nennen, sind verschwunden. Doch die Angst und Bedrohung, dass diese nach Jahren wieder auftauchen, ist allgegenwärtig. Nicht ohne Grund – es gibt noch den einen – Zero genannt – der das Virus in sich trägt. Dieser Vater der Zwölf ist der Ursprung und seine menschliche Seite verspürt noch immer Rache und Wut. Einst war er ein begnadeter Wissenschaftler, aber nach einer unerfüllten, tragischen Liebe ist sein Ziel, die Reste der Menschheit auszulöschen.

Ein Großteil des Romans handelt von „Zero“ – es ist eine intensive Biografie, die einen manchmal sehr berührt. Ein Mensch mit vielen Fehlern, aber auch außergewöhnlichen Talenten und wie so oft in sich an kleinen Dingen gescheitert.
Es ist nicht möglich mit diesen Antagonisten keine Sympathie zu empfinden, denn „böse“ war er zu diesem Zeitpunkt nicht. Verzweifelt, ängstlich, ermüdet vom Leben und nun eine tragische Gestalt ohne Hoffnung auf innere und äußere Vergebung?!

Die Spannung in „Die Spiegelstadt“ entsteht durch die eindringlichen Dialoge und einer symbolischen und tiefgründigen Charakterzeichnung der Figuren. Die Spannung bleibt in jedem Augenblick der Story enthalten, einige Dialoge und Szenen ziehen sich zwar inhaltlich in die Länge, doch mindern diese keineswegs das Lesevergnügen. Das Szenario umfasst viele Genre in sich: Fantastik, Horror, Thriller....alles zusammen ein fantastischer Mix, der überzeugt.

„Die Spiegelstadt“ kann allerdings als Einzeltitel nicht gelesen werden, ohne die Basis des ersten und zweiten Teils ist der vorliegende Band nicht zu begreifen.

Diese Trilogie ist ein Stoff aus Albträumen, Ängsten und einer wirklich nicht unrealistischen Idee. Eine Verfilmung als Serie wäre gut vorstellbar – allerdings müssten die Charaktere auch sorgsam ausgewählt werden, diese sind der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Handlung.

Der Abschluss ist ein Feuerwerk an Action – rasant – intensiv – stark. Besonders der Epilog geht unter die Haut, denn die Geschichte ist grandios beendet.

Justin Cronin hat mit diesem Werk für sich ein kleines, literarisches Denkmal gesetzt.

„Die Spiegelstadt“ von Justin Cronin ist Formvolllende Endzeitliteratur mit einem brillanten Suchtfaktor.

Michael Sterzik




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Tags: am, der übergan, justin cronin   (3)
 

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545 Bibliotheken, 6 Leser, 7 Gruppen, 94 Rezensionen

thriller, robert hunter, chris carter, rache, mord

Der Totschläger

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2014
ISBN 9783548285764
Genre: Krimi und Thriller

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tator, sektion, charit, mor, berlin

Dem Tod auf der Spur / Der Totenleser

Michael Tsokos , Veit Etzold
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.05.2013
ISBN 9783548374994
Genre: Sachbücher

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

london, droemer knraur verlag, unschuldiger, 18. jahrhundert, galgen

Der Galgenvogel

Antonia Hodgson , Katharina Volk , Sonja Rebernik-Heidegger
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.11.2016
ISBN 9783426653463
Genre: Historische Romane

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

hannibal, karthago, römer, historischer roman, zwillinge

Die Überlebenden von Sagunt

Jonathan Lerros
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 09.08.2016
ISBN 9781503939929
Genre: Historische Romane

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152 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, berlin, david safier, humor, traumprinz

Traumprinz

David Safier , Oliver Kurth
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 27.10.2016
ISBN 9783463406046
Genre: Humor

Rezension:

David Safier ist bekannt für seine skurrilen und witzigen Romane. Titel wie „Mieses Karma, Plötzlich Shakespeare u.a. überzeugten durch einen gewissen humoristischen Charme und zwischen den Zeilen immer wieder tiefsinnig.

Der gerade erschiene neueste Titel: Traumprinz – überzeugt durch eine sehr dynamische und abwechslungsreiche Story. Sicherlich darf man diese nicht zu ernst nehmen und natürlich ist diese unbedingt als unrealistisch zu sehen. Trotzdem oder gerade deshalb steht der Humor in Vordergrund. Die Charaktere sind natürlich deutlich überzeichnet, allerdings stets mit vielen witzigen und komischen Eigenschaften versehen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein magisches Buch, dass das gezeichnete, ob nun Figur oder Gegenstand in die Realität katapultiert. Damit fangen die Probleme dann auch gleich an. Eine überzeichnete Comic Figur mit heldenhaften Eigenschaften und einer markanten Kinnpartie erwacht zum „Leben“. Das nicht in einem fiktiven Königreich, sondern mitten in Berlin. Retro – Der Traumprinz aus dem fiktiven, doch für ihn realen Königreich Amanpour, wirbelt die real und sehr emotionale Welt seiner Schöpferin Nellie total durcheinander. In ihrem nachfolgenden Abenteuer – dem Leben – außerhalb einer Comic Welt müssen sie allerhand innere und äußere Konfrontationen erleben.

Der Autor David Safier erschafft hier mit seinen Figuren nicht nur eine originelle Welt, sondern erzählt auch feinsinnig von Liebe und den Werten, die uns so menschlich machen. Und glauben Sie mir eine Comic Figur, kann auch Gefühle entwickeln und sieht die Welt mit anderen Augen, aber diese können ungleich schärfer sein.

Der Einfallsreichtum ist in dieser chaotischen, gezeichneten und erzählten Welt stets brillant. Die Story natürlich ein wenig vorhersehbar – also natürlich endet diese wie in den anderen Büchern auch mit einem Happy End, doch ein zweiter Teil ist durchaus planbar.

Fazit

Kurzweilige aber sehr humorvolle Interpretation einer Idee – in der man seine Welt neu zeichnet. Spannend, witzig und traumhaft skurril.

Der Titel „Traumprinz“ wirkt als Buch manchmal sehr statisch ruhig. Ein Hörbuch oder Hörspiel transportiert den Humor höchstwahrscheinlich viel besser.

Traumprinz - ist fabelhaft – eine Mischung von Chaos, Liebe und eine ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt. Empfehlenswert.

Michael Sterzik

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, thomas vaucher, verfolgung, die akte harlekin, bremen

Die Akte Harlekin

Thomas Vaucher
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Riverfield Verlag, 17.08.2016
ISBN 9783952464007
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Akte Harlekin – Thomas Vaucher

Ein Serienkiller, der seine Opfer sämtlicher Körperflüssigkeiten beraubt, versetzt die Bevölkerung in der Hansestadt Bremen in Angst und Schrecken. Die Angehörigen der Ermordeten begehen wenige Tage nach den Verbrechen Selbstmord, nachdem sie angegeben haben, ihnen seien die Getöteten als Geister erschienen. Die Polizei tappt im Dunkeln und engagiert den ehemaligen Kommissar und Experten für Okkultes, Richard Winter, als externen Ermittler für den Fall. Im Laufe seiner Nachforschungen macht Winter eine grauenvolle Entdeckung, die ihn jedoch bald selbst ins Visier des Killers geraten lässt. (Verlagsinfo)

Kritik

„Die Akte Harlekin“ ist das Thriller-Debüt des Schweizer Autors Thomas Vaucher. Wie zur Zeit, in vielen Thrillern begeht der Täter seine Verbrechen in Serie – doch die inszenierten Morde sind provokativ erzählt und publikumswirksam als Kunstobjekt für die Außenwelt dargestellt. Der Autor bedient sich dabei zwar klassischen Elementen aus diesem Genre, doch ebenfalls lässt er in die Handlung etwas mystisches, okkultes einfließen.

Die Besetzung des Romans konzentriert sich auf eine Handvoll von Hauptfiguren. Nebenfiguren, oder Nebengeschichten kommen faktisch nicht vor. Die Handlung komprimiert sich um den Ermittler Richard Winter und dem Serienmörder und wandelt sich im Laufe Handlung zu einem Duell. Der ehemalige Kriminalbeamte Winter ist schwer traumatisiert und befindet sich in einem selbst auferlegten, sozialen Exil. Zwar ist er als Privatdetektiv tätig, doch alle beruflichen wie auch privaten Brücken wurden von ihm abgerissen. Seine Freunde heißen nun Alkohol und Einsamkeit.

Die Handlung wird zumeist abwechselnd aus den Perspektiven des Mörders und Richard Winter erzählt. Die Morde sind drastisch erzählt und kurzerhand auch aus der endgültigen Sicht des Opfers. Damit wird der Spannungsbogen konstant immer auf ein sehr ausgeglichenes Niveau aufgebaut.

„Die Akte Harlekin“ ist ein origineller Thriller und empfehlenswert. Als Debütroman ein Bravourstück. Doch es gibt auch einige Schwächen, die hinlänglich für die hoffentlich nächsten Bände ausgearbeitet werden müssen. Das traumatische Erlebnis von Richard Winter wird in fast jedem Kapitel immer wieder und wieder erzählt - Anfangs noch in Ordnung, wird es zunehmend nervig, da es mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat. Wie anfangs schon gesagt, widmet sich der Autor auch okkulten Elementen, aber diese werden leider sträflich vernachlässigt. Zwar löst der Täter mit seinen Morden etwas sehr Dunkles aus, doch Richard Winter , der um solche okkulten Themen weiß, befasst sich nicht näher mit der Thematik. Sehr schade. Ein Thriller zwischen Leben und Tod, mit parapsychologischen Elementen wie Magie und Jenseitsforschung – wäre mehr wie außerordentlich gut gewesen.

Die Chance war da – leider nicht ausgespielt – vielleicht werden diese Elemente in den Nachfolgebänden verwendet. Ein Thriller kann und sollte „Bodenständig“ sein und nicht ins Fantastische abdriften, aber ich vermute ganz stark, dass der Autor Thomas Vucher auch diesen Grenzbereich sicher beherrschen kann.
Fazit

„Die Akte Harlekin“ ist ein sehr empfehlenswerter Thriller. Als Debüt fabelhaft gelungen und überzeugend erzählt. Die Spannung, dem roten Faden der Handlung ist leicht zu folgen. Sprache und Stil sind lebendig. Die wenigen Charaktere außer Richard Winter wirken manchmal etwas blass und viel erfährt leider noch nicht.

Thomas Vucher weiß allerdings auch, wovon er schreibt und ich glaube, dass noch viele Geschichten in seinem Geiste spuken.

„Die Akte Harlekin“ ist ein moderner Gruselthriller, der Mörder würde sagen ein blutiges Kunstwerk mit dem Dorian Gray seine wahre Freude hätte. Bravo – mehr davon – aber bitte lassen Sie die „Geister“ teilhaben.

Michael Sterzik

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Tags: die akte harlekin, okkultismu, thomas vaucher, thriller   (4)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

rechtsmedizin, michael tsokos, irrtümer, rechtsmediziner, suizid

Sind Tote immer leichenblass?

Michael Tsokos , Christoph Kellner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Droemer, 04.10.2016
ISBN 9783426277003
Genre: Sachbücher

Rezension:

In unserer Medienlandschaft – bzw. gehen wir doch gleich auf die verschiedenen Krimiserien im Fernsehen ein, gibt es diverse Klischees, oder der Einfachheit halber – es gibt viele Irrtümer über rechtsmedizinische Themen. Autopsie, Obduktion, Gerichtsmediziner, Forensik und vieles mehr an Fachbegriffen, deren sich Drehbuchautoren und Regisseure recht frei bedienen.

Wir kennen Sie alle – Quincy, CSI – Den Tätern auf der Spur, Bones – Die Knochenjägerin und nicht zuletzt die etwas verschrobene Tatortfigur des Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne. Alle Figuren sind im Fernsehen garantierte Quotenbringer – doch sind diese wirklich alles Profis in ihrem „Toten“ Geschäftsbereich? Können diese fiktiven Charaktere ein professionelles Spiegelbild der wirklich faktischen Rechtsmediziner sein?

Todsicher – ein kristallklares „Nein“. Der derzeitige Boom in der Kriminalliteratur und ebenfalls in Kino- und Fernsehfilmen ist absolut präsent und scheint noch kein Ende zu haben. Dass sich dabei die Drehbuchautoren und Regisseure sich die künstlerische Freiheit nehmen, den Ablauf eines Arbeitsalltags in der Rechtsmedizin recht frei interpretiert zu zeigen, lässt bestimmt einige professionelle und vor allem reale Rechtsmediziner entweder laut auflachen, oder verzweifelt den Kopf schütteln.

In den letzten beiden Jahrzehnten reihen sich somit zahlreiche Klischees höchst lebendig durch die fiktiven Säle der Rechtsmedizin.

Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und Professor ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er in Berlin – am Charité, das Institut der Rechtsmedizin und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin. Mit seinem neuesten Titel: „Sind Tote immer leichenblass“ – räumt er unter den bizarrsten und fest verankerten Klischees und Irrtümer über die Rechtsmedizin auf.

Natürlich sollte es dem Leser des Buches bekannt sein, dass höchstwahrscheinlich die Realität in der Rechtsmedizin evtl. eine andere ist, doch natürlich bedienen sich die Filmemacher gerne theatralischen und dramaturgisch wichtigen Elementen. Michael Tsokos erzählt von den groben Fehlern der fiktiven Doktoren und Professoren, wenn diese eine Leiche öffnen, die Sterbeursache identifizieren , mit Angehörigen und der Polizei sprechen usw. Das Michael Tsokos manchmal etwas schnippisch die Drehbuchautoren und ihren fiktiven Blick auf die Rechtsmedizin kommentiert, sei ihm verziehen. Es ist aber ebenfalls sehr witzig, wenn er mit dem Irrtum Nr. 16 „Rechtsmediziner sind chronisch schlecht gelaunte Zyniker“ aufräumt, dieses Vorurteil kann er allerdings leicht eingeschränkt bestätigen. Aber das einem sehr ironischen Humor – der selbst den Leser laut auflachen lässt. Also so knochentrocken ist das Buch, dann doch nicht. Im Gegenteil – es ist unterhaltsam. Lehrreich und deckt so manches auf, von dem wir alle gedacht haben: Oh, dass stimmt ja doch nicht.

Michael Tsokos nimmt sich die Zeit kurz und prägnant mit 40 Irrtümern aufzuräumen und die Welt der Rechtsmediziner etwas gerade zur rücken. Dass es dabei immer mal wieder ein „Seitenhieb“ auf die Filmindustrie hagelt, soll nur dazu dienen – dem Leser begreiflich zu machen, dass die wirklichen „Aufschneider“ wahre Profis ihres Standes sind. Spannung bietet das Buch allemal, und ebenso kommt der immer wieder in Anekdoten geschilderte offensichtliche Humor des Autors zum Vorschein.

Sehr liebevoll sind die Karikaturen zwischen den Kapiteln gezeichnet, die natürlich stark überzeichnet einzelne Situation und Abläufe darstellen.

Fazit

„Sind Tote immer leichenblass ?“ ist eine spannende und messerscharfe Analyse mit Irrtümern spannend und höchst lebendig aufzuräumen. Sie werden die fiktive Filmwelt der Rechtsmediziner mit etwas anderen Augen sehen, gar nicht schlecht oder!?

Doch hinter jeder Legende, hinter jeder Fabel – steckt auch ein wenig Wirklichkeit – so unterhaltsam, spannend und witzig wie Michael Tsokos es erzählt ist empfehlenswert und nicht zuletzt, bietet er auch für Drehbuchautoren und lebendige Dramaqueens neue Ideen für die filmische Darstellung.

Beste Unterhaltung – Todsicher.

Michael Sterzik

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Die Blutschule

Max Rhode
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175024
Genre: Krimi und Thriller

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Kolyma

Tom R. Smith ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.08.2010
ISBN 9783442472352
Genre: Krimi und Thriller

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Er ist wieder da

Timur Vermes
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404171781
Genre: Humor

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Das Komplott

John Grisham , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.08.2013
ISBN 9783453268173
Genre: Krimi und Thriller

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Ostseeblut

Eva Almstädt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.06.2014
ISBN 9783404171750
Genre: Krimi und Thriller

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