MichaelSterzik

MichaelSterziks Bibliothek

628 Bücher, 280 Rezensionen

Zu MichaelSterziks Profil
Filtern nach
628 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

sylt, schwarze brandung, liv lammers, krimi, sabine weiss

Schwarze Brandung

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175178
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krim, sabine weiss, schwarze brandung, sylt   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(175)

315 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

thriller, max bentow, psychothriller, berlin, nils trojan

Die Puppenmacherin

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.02.2014
ISBN 9783442480036
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, totenhaus, familie, pageturner, bernhard aichner

Totenhaus

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714421
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

97 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

krimi, schweden, flüchtlinge, organhandel, tom stilton

Schlaflied

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 20.02.2017
ISBN 9783442757169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das schwedische Drehbuch- und Autorenduo Cilla & Rolf Börjlind haben nun den vierten Band „Schlaflied“ um das Ermittlerteam Olivia Rönning und Tom Stilton veröffentlicht.

Von Titel zu Titel gewinnen die beiden so unterschiedlichen Charaktere von Olivia und Tom zunehmend mehr an Tiefe. In dem Erstlingswerk „Die Strömung“ können wir uns daran erinnern, dass Olivia noch in inmitten der Polizeiausbildung war und Tom Stilton als Obdachloser auf der Straße lebte. Beide Figuren sind sehr zerrissen entworfen. Olivia, die sich und andere ständig infrage stellt und Tom Stilton, ein ehemaliger Kommissar, dem viel zu viele innere Dämonen auf den Fersen folgen. Beide sind Einzelgänger, einsame Wölfe mit wenig sozialen Kontakten und Bindungen, die schwer jemanden vertrauen, dennoch sind sie willensstark, egozentrisch und Vorschriften und Gesetze interpretieren sie gerne mal als auszubauende Richtlinien.

Im vierten Band „Schlaflied“ ist Olivia festes Teammitglied der Mordkommission um ihre Chefin Mette und Tom Stilton lebt auf einem Hausboot, in einer inzwischen festen Partnerschaft und will wieder ins „alte“ Leben zurückkehren und das tun, was er am besten konnte – als Kriminalbeamter ermitteln.

In den vorliegenden Romanen gibt es dann noch ein paar Satellitenfiguren, die für die Lösung der Fälle ebenfalls mehr oder minder behilflich sind, auch diese Nebenfiguren, die Kommissarin Mette Olsäter und der ehemalige kleinkriminelle Abbas, der ein talentierter Messerwerfer entwickeln sich parallel mit. Das, dass Autorenduo den Charakteren dermaßen viel Platz in Ihrer Entwicklung gibt und diese durch wohl platzierte Nebengeschichten ausbaut, ist extrem gut gelungen.

Die Hauptstory in „Schlaflied“ ist hochaktuell und allzu realistisch. Dass Flüchtlinge für kriminelle Gruppierungen und Elemente quasi vogelfrei sind, wirkt nicht überraschend, niemand würde sie eventuell vermissen, am wenigsten die Behörden, die sowieso schon überlastet sind und verzweifelt versuchen diese Menschen systemseitig zu erfassen und dokumentieren. Aber warum und wohin verschwinden diese Menschen, die verängstigt sind, zum Teil minderjährig und sich schwerlich verständlich machen können!?

Tom Stilton und Olivia Röning ermitteln, als Kinderleichen gefunden werden. Offensichtlich wurden diese schwer misshandelt und dann wie Dreck weggeschmissen. Der Ermittlungsgruppe, die schon vieles an Grauen gesehen hat, sind über die Brutalität erschüttert und die ersten Spuren führen Tom und Olivia nach Bukarest in Rumänien.

„Schlaflied“ ist einer der wenigen Thriller, die nicht nur über eine fantastische Spannung verfügen, die spürbar auf jeder Seite platziert ist, sondern katapultieren den Leser in grauenhafte, menschliche Abgründe – die nicht vorstellbar sind – aber höchstwahrscheinlich doch in Europa praktiziert werden. Diese Aktualität vermengt mit großartigen Charakteren und persönlichen Nebengeschichten ist schlicht und einfach großartig in Szene gesetzt.

Die Geschichte geht wahrlich unter die Haut, sie umzingelt den Leser und lässt ihn bis ans Ende der Handlung nicht aus seinen Fängen. „Schlaflied“ führt uns in einen umnebelten Albtraum und am Ende kann es sein, dass der eine oder andere Leser, dass Buch sprachlos auf die Seite legt, tief durchatmen muss und um sich abzulenken zu einer Folge „Sandmännchen“ greift.

„Schlaflied“ ist der vierte Band um Röning & Stilton – und rückblickend für mich der emotionalste und einer der wenigen Thriller, von denen man sagen muss, dass diese nachwirken und man nicht einfach so zum Tagesgeschäft übergehen kann, denn das Grauen und die Traurigkeit hat uns ein wenig ver- und entführt.

Für mich in diesem ersten Quartal des Jahres 2017 – der beste Thriller und sicherlich gehört dieser mit zu den besten die ich je gelesen habe. Prädikat: unheimlich wertvoll.

Michael Sterzik



  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schwert und krone, band 1, sabine ebert

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Sabine Ebert
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2017
ISBN 9783426654125
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die erfolgreiche Autorin Sabine Ebert lässt in ihrem neuesten Werk „Schwert und Krone“ – Meister der Täuschung ein Spiel um die Throne Deutschlands im 12. Jahrhundert entstehen. Es ist der Auftakt einer ganzen Romanreihe, wie viele Bände es letztlich sein werden, ist noch nicht absehbar.

In ihren letzten beiden Romanen – 1813 Kriegsfeuer und 1815 Blutfrieden hat die in Leipzig lebende Autorin, die Zeit zwischen der Völkerschlacht bei Leipzig und Waterloo als Thema behandelt. Diese napoleonische Epoche hat Sabine Ebert schon faszinierend spannend und sehr unterhaltsam erzählt. Anders als in den herkömmlichen historischen Romanen, in denen starke Frauen, ihrem Schicksal trotzen und über sich und andere hinauswachsen, befasst sich die Autorin mit historischen Quellen wie Tagebücher, Chroniken, Aufzeichnungen, Urkunden usw. Sicherlich spielen auch Frauen in ihren Romanen Hauptrollen, aber die Handlung konzentriert sich auf die historischen Elemente und wird nicht wie so oft durch klischeereiche Ereignisse getrübt.

Im vorliegenden Roman „Schwert und Krone“ bildet das 12. Jahrhundert die historische Kulisse. Ort der Handlung wieder Deutschland – das Heilige Römische Reich deutscher Nation. Es gab in dieser Epoche vier mächtige Familien – Dynastien, die mit aller brutalen Gewalt, Intrigen, Bestechungen und Erpressungen das Spiel um die Throne kompromisslos beherrschen. Allen voran die Fürstenhäuser der Staufer, Welfen, Askanier und Wettiner. Jedes dieser Fürstenhäuser paktiert mal miteinander, gegeneinander, gehen Bündnisse mit der Kirche ein, brechen diese, verraten einander und nicht wenige Menschen sterben in den daraus resultierenden Kriegen. Ganze Herzogtümer wechseln die Besitzer, ganze Landstriche verwüstet. Hungersnöte bedrohen die ländliche Bevölkerung.

Wer die Fernsehserie „Game of Thrones“ aus Buch und Film kennt, wird unweigerlich beim Lesen des Romans von Sabine Ebert einige Ähnlichkeiten feststellen – nur das diese aus Fakten beruhen und nicht ein Konstrukt der Fantasy sind.

In der deutschen Geschichte weisen sich Lücken auf, die den Autoren eine gewisse schriftstellerische Freiheit geben, diese zu interpretieren. Sabine Ebert ist bekannt dafür, dass sie eine detektivische Recherche für ihre Romane durchführt. Genau diese Lücken werden von ihr argumentativ logisch gefüllt. Ob diese nun der Wahrheit entsprechen, ist natürlich nicht belegbar, doch selbst Historiker streiten sie noch mehrere Hundert Jahre später darüber, was ggf. wie und wo abgelaufen ist. Sabine Ebert schlägt eine großartige Epoche auf, eine Zeit, die Deutschland bis heute geprägt hat und deren Spuren und Wirkung wir noch immer spüren. Die Autorin lässt überwiegend historische Figuren auf ihrer historischen Bühne spielen, nur wenige Protagonisten entspringen der Fantasie.

Es gibt nach Tod des Kaisers Lothars (1137) einen erbitterten Kampf um die Thronfolge zwischen den Geschlechtern der Welfen und Staufer. Andere Fürstentümer schätzen ihren Chancen ein, ihre Töchter und Söhne sinnvoll mit anderen Häusern zu verheiraten, um noch mehr an Einfluss und Macht zu gewinnen. Das Schicksal ihrer eigenen Kinder wird gerne vernachlässigt. Die Rolle der Frau, ob nun adelig, oder nicht war in einer von Männern dominierten Welt nicht unbedingt als gleichwertig anzusehen. Doch gab es auch Frauen, die durchaus ihren Mann standen und geschickt manipulativ ihre Kräfte einsetzten. Sie agierten manchmal im Schatten ihrer Männer, oder Kinder – aber durchaus die Hosen an. Nichtsdestotrotz ist das Schicksal einiger junger Frauen Inhalt der Handlung.

Eine Liebegeschichte darf natürlich nicht fehlen, aber diese ist zum Glück nicht der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Handlung. Interessanter dagegen sind die daraus entstehenden Szenen, in den mächtige Männer der Kirche ihre Intrigen spinnen und so mancher König im Netz hängen bleibt, oder ein einfacher Spielmann als Spion zwischen den Fürstentümern nachrichtendienstliche Aufgaben erledigt.

Sabine Ebert konzentriert sich in diesem Roman nicht auf das Leiden der Bevölkerung, die unter diesem tödlichen Spiel um die Throne bluten, sondern widmet sich der Motivation und den Argumenten der Herrscher. Das mag sich ggf. noch in den nächsten Bänden ändern, insbesondere dann, wenn schon die Rede eines Kreuzzuges gegen die slawische Bevölkerung ist. Der Feind meines Feindes kann sehr schnell zum Freund werden – auch das findet man in dieser Handlung wieder.

Qualitativ ist der Roman „Schwert und Krone“ ein Meisterwerk. Sabine Ebert ist eine Meisterin, wenn es darum geht historische Puzzlestücke in ein großartiges und sehr komplexes Gebilde einzubauen. Die Spannung entwickelt sich nicht – sie ist immer da – zu jedem Zeitpunkt der Handlung verfolgt der Leser die Perspektiven aus der Sicht der verschiedenen Könige, Herzöge und Grafen ohne das die Story langweilt.

Fazit

„Schwert und Krone“ – Meister der Täuschung ist schon jetzt eins der wichtigsten Werke, wenn man sich unterhaltsam der deutschen Geschichte widmen möchte. Sabine Ebert beweist wieder einmal, dass sie eine großartige Erzählerin ist, die Fußspuren deutscher Geschichte nachhaltig spannend und unterhaltsam wiedergibt.

Rebecca Gable für die Königin der englischen Geschichte im Genre „Historischer Roman“. Sabine Ebert ist die Majestät der deutschen Geschichte.

Ich freue mich auf die nächsten Romane dieser Reihe – das Spiel um die Throne geht weiter. Band 2 wird voraussichtlich auch in diesem Jahr erscheinen.

Michael Sterzik



  (2)
Tags: sabine ebert, schwert und krone   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Zero Day

David Baldacci , Uwe Anton
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.08.2015
ISBN 9783453438118
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

künstliche intelligenz (ki), mord, edv programm, wissenschaft, cia

Dark Zero

Douglas Preston , Michael Benthack
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2015
ISBN 9783426500491
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, j. t. ellison, bösen, symbole, krimi

Symbole des Bösen

J. T. Ellison , Ivonne Senn
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.05.2013
ISBN 9783862787227
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(121)

231 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

amisch, kate burkholder, thriller, mord, amish

Mörderische Angst

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596032402
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

96 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

markus heitz, des teufels gebetbuch, kartenspiel, hexerei, verlag knaur

Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2017
ISBN 9783426654194
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Markus Heitz neueste Romanidee lässt den Teufel spielerisch sein Unwesen treiben. Ein einfaches, aber dämonisches Kartenspiel – durchdrungen von Hass und Aggressivität soll jeden Spieler und sein persönliches Umfeld quälen, schmerzen zufügen und letztlich vernichten – es ist das Gebetsbuch des Teufels.

Das solch ein sündhaftes Spiel natürlich allerlei dunkle Kräfte anspricht, liegt auf der Hand. Die Karten sind über viele Staaten und Länder verteilt und jede verführt und manipuliert seinen Besitzer, ohne dass dieser es ahnen kann führt ihn dies ins unvermeidbare Verderben.

In Laufe der Handlung nimmt das Schicksal halt seine Arbeit auf. Tadeus Boch, ein Ex-Profispieler und nun tätig in seiner Beratungsposition eines bekannten Casinos in Baden-Baden wird mit der Macht und dem Einfluss nur einer dieser Karten konfrontiert. Tadeus wird Zeuge, wie der Einfluss Karte nach einem Spiel, die Menschen vernichtet. Zusammen mit einer mental begabten, jungen Ärztin, die den Tod ihres Freundes rächen möchte, forschen diese nach weiteren Karten des Teufels.

Die Schauplätze dieses Romans sind vielfältig und die beiden Charaktere bereisen so manchen Ort – immer auf der Suche nach Antworten und den verschiedenen Karten. Dabei hinterlässt das Duo, dass sich ständig seiner Haut erwehren muss, eindrucksvoll viele Leichen. Für waghalsige Actionelemente ist also ebenfalls gut gesorgt und diese werden nicht zimperlich erzählt.

Doch der Fluch der Karten beeinflusst ebenfalls Tadeus Bosch und als ehemals süchtiger Spieler treibt ihn der Teufel immer wieder in Versuchung.

Die Charaktere in dem Rom „Des Teufels Gebetsbuch“ sind allesamt gut konzipiert und überschaubar eingesetzt. Tadeus Boch und seine Partnerin haben viele versteckte Talente, die nach und nach offenbart und eingesetzt werden. Allerdings bleibt eine detailreiche Vergangenheit der beiden im dunklen. Es gibt noch eine überschaubare Anzahl von Interessenten, die ebenfalls alles dransetzen in den Besitz zumindest einer Karte zu kommen. So manch ein Sammler zahlt dafür später einen hohen Preis – der Einsatz ist das Leben, die Seele uninteressant.

„Des Teufels Gebetbuch“ von Markus Heitz ist hochspannend. Mystik, Magie, Legenden und etwas Wissenschaft, dazu noch Action, Dramatik und fertig ist die Geschichte. Auffällig ist dabei, dass der Humor hier grundlegend auf der Strecke bleibt – muss auch nicht – als fantastischer Thriller überzeugt er auf voll und ganz. Die Handlung wird aus einigen Perspektiven erzählt – und springt manchmal von der Vergangenheit in die Gegenwart. Die Vergangenheit erzählt von der Erschaffung des teuflischen Kartenspiels und Goethe wird einige persönliche Erlebnisse für seinen unsterblichen Klassiker „Faust“ verwenden können.

Die Vergangenheit der Karten, die ausführlich erzählt wird, ist ganz stark und ist atmosphärisch wirklich teuflisch gut. Schade, dass diese in dem Roman leider zu wenig Raum einnimmt. Die Charaktere der Vergangenheit sind intensiver, vielfältiger und diabolischer als in der Gegenwart. Hexerei, Zauberei, Fluch, dämonisches Handwerk – ich hätte gerne mehr aus dieser Richtung gelesen.
Fazit

„Das Gebetbuch des Teufels“ gehört mit zu den besten Romanen des Autors. Diabolisch verspielte Atmosphäre, Charaktertiefe Figuren, temporeiche Handlung und eine Menge Action vervollständigen eine brillante Story.

Der Gedanke, die Idee einen Roman zu schreiben, der den schmalen Grad zwischen Historischen, Fantastischen und Thriller Genre wirklich lebendig wirken lässt, ist verflucht genial gelungen.

Bestens gemacht Herr Heitz – hatte der Teufel die Finger im Spiel?

Michael Sterzik

  (2)
Tags: dämonen, das gebetbuch des teufels, hexerei, kartenspiel, markus heitz, teufel   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

37 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, schweiz, geld, action, finanzen

Söldner des Geldes

Peter Beck
Buch: 480 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 26.09.2013
ISBN 9783954511341
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

39 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

piraten, fantasy, biomanten, kriegerin, diebe

Empire of Storms - Pakt der Diebe

Jon Skovron , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453317857
Genre: Fantasy

Rezension:

Um es schon einmal vorab zu sagen – es ist ein harter, blutiger Roman aus dem Genre Fantasy. Brutale Szenen, eine vulgäre Sprache, und kompromisslose Szenen zeichnen den vorliegenden Roman aus. Wohin die Reise geht und mit wortwörtlicher sprachlicher Gewalt und Ausdruck hier gearbeitet wurde, wird dem Leser schon nach den ersten Kapiteln klar.

Die Charaktere sind wie so oft in diesem Genre und dem Hintergrund, den der Titel schon verrät, sehr klassisch konzipiert. Ein Waisenmädchen, das später eine professionelle Kampfausbildung von Kriegermönchen erhält und einzig und alleine auf Rache sinnt. Ihre Eltern wurden von Magiern des Imperiums, den sogenannten Biomanten, grausam getötet, dass ganze Dorf fiel dem katastrophalen Versuchs eines Experiment zum Opfer.

Ein junger Dieb, der nicht weiß, woher er stammt und aufgewachsen in der Gosse einer Stadt danach strebt, ein und überhaupt der Meisterdieb zu werden. Seine Werkzeuge sind seine Hände, und diese sind flink und verstehen es meisterhaft zu töten, wenn er in die Enge getrieben wird.

In „Pakt der Diebe“, der der erste Roman einer geplanten Reihe sein soll, geht es düster und brutal zu. Ein Menschenleben ist nichts wert – egal ob man nun aufseiten der Gesetzlosen, dem sozialen Bodensatz der Gesellschaft steht, oder als Soldat, Magier des Imperiums seinen Dienst versieht. Die beiden Protagonisten sind ebenfalls keinen Deut besser – skrupellos, ohne viel Moral und Ehre, mit ein wenig Verantwortung metzeln diese sich quer durch die Handlung. Der sympathische Faktor hält sich damit zumindest anfangs sehr in Grenzen, allerdings relativiert es sich mit dem Fortschritt der Geschichte. Die beiden Charaktere sind das Produkt ihres sozialen Umfelds, und das sind zumeist Mörder, Räuber, Diebe und anderes Schattengesindel – demnach lassen die beiden doch so manchen über die sprichwörtliche Klinge springen – und das so beiläufig, als würde man sich die Nase putzen.

Die Atmosphäre des vorliegenden Romans ist durchweg von brutaler Gewalt und Aktionismus durchsetzt was bei der inhaltlichen, gewollten Tiefe der Story nicht wirklich authentisch wirkt.

„Pakt der Diebe“ spielt in einer Welt zwischen Steampunk und dem Spätmittelalter. Verwendung finden alle möglichen traditionellen Waffen, Kleidung usw. entspricht wohl dem des Steampunks und als fantastisches Element gibt es dann die Biomanten – die als „Magier“ ganz eigene Motive besitzen, aber diese zumeist zum Wohl des Imperium einsetzen. Dieses Imperium scheint sich entweder auf einen kommenden Angriffskrieg, oder einer Verteidigung einzustellen. Leider gewährt uns der Autor von dieser interessanten Gruppierung wenig an Informationen.

Fazit

„Pakt der Diebe“ ist Fantasy für Erwachsene. Wenig Dialoge und wenn sind diese durchsetzt von einer vulgären Sprache, Gewalt ist das Credo um das es hier primär geht. Als Auftakt gar nicht schlecht – doch hoffe ich doch, dass der zweite Teil sich innerhalb der Handlung weniger mit Kämpfen beschäftigt und mehr Überraschungen und Wendungen präsentieren kann.

Bedingt empfehlenswert – und muss sich noch positiver entwickeln, um letztlich überzeugend zu sein.

Michael Sterzik

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

thriller, auftragskiller, killer, verschwörung, der killer

Der Killer

David Baldacci
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404173839
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Genre Thriller tummeln sich doch einige Killer und Auftragsmörder. Die meisten dieser Antihelden stehen mehr oder minder mit einem Bein auf der guten Seite, doch diese ist realistisch interpretiert immer eine gewisse Grauzone. Zumeist sind diese Killer, Psychopathen, Serien Mörder und manchmal um Buße zu tun, wechseln sie auf die Seite der „Guten“. Na ja, für diese fiktiven Auftragsmörder existieren eine ganze Reihe von Klischees, die mittlerweile in den Medien – Literatur und Film fest verwurzelt sind. Meist werden diese Protagonisten als schweigsame und recht eigenwillige Charaktere geschildert. Eine tragische Vergangenheit wird ihnen ebenfalls gerne auf dem Leib geschrieben, und genau an dieser Stelle ergibt sich für Autoren und Regisseure ein prächtiges, weites Feld einer charakterlichen Entwicklung.

Im ihrer Berufung ranken sich vielen Legenden, Geschichten und noch mehr Vorurteile, und weil sie so sind wie sie sind – sind diese in der Literatur stark vertreten.

Der amerikanische Autor David Baldacci lässt in seinem Thriller „Der Killer“ seine Figur Will Robbie im Dienste der Regierung der Vereinigten Staaten töten. Schnell, konsequent, rücksichtslos, ohne Gnade – hochprofessionell, eben ein Job wie kaum ein anderer.

Das diese Charakterzeichnung sich in den vorstellbaren, klassischen Grenzen bewegt, ist nicht mal langweilig. Er ist und bewegt sich wie in Geist und auf menschlicher Ebene muss der Einzelgänger noch viel lernen.
Im Laufe der Handlung wird Robie zunehmend sympathischer und offenbart sogar Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl. Als ein „Job“ eskaliert und er den Befehl nicht ausführt, eskaliert die Situation und er wird zeitweise zum gejagten. Auf der Flucht vor seinen früheren Kollegen freundet er sich gezwungener Maßen mit der jugendlichen Julie an, die ebenfalls auf der Flucht ist, das sie die Ermordung ihrer Eltern beobachtete. Julie wird zum erweiterten guten Gewissen für Robie und beide müssen sich zusammenraufen, um zu überleben. Julie ist selbstbewusst genug, um den Killer auch einmal in die Schranken zu weisen und ihm zu helfen eine Verschwörung aufzudecken.

„Der Killer“ von David Baldacci ist logisch und verdammt spannend aufgebaut. Realismus hin oder her – die Story hat den Leser fest umklammert und überzeugt durch einen bunten Mix klassischer Einklänge. Abwechslungsreich führt uns der Autor in die legalen/illegalen Handlungsmethoden der Geheimdienste ein. Was davon evtl. der Wahrheit entsprechen mag, ist nicht abzuschätzen.

Als Auftakt einer Reihe um den sympathischen Killer ist der Roman absolut packend geschrieben. Der Stil des Autors ist bekanntermaßen prägnant. Kurze Sätze, Dialoge sich auf das Wesentliche beschränken, und in der temporeichen Handlung wird nix weiter beschönigt.

Die Konzipierung der Charaktere ist wohl gelungen, aber bei Weitem noch ausbaufähig, da der Leser nicht viel von Will Robies Vergangenheit erfahren wird. Die könnte natürlich in den Fortsetzungen verwendet werden, ich vermute allerdings , um dieser Figur die sprichwörtliche Entwicklung nicht zu nehmen, wird das in den weiteren Bänden nur Stück für Stück aufgelöst werden.

Fazit

„Der Killer“ überzeugt – schlicht und einfach verspricht und garantiert dieser Spannung von der ersten bis letzten Seite.

Michael Sterzik



  (2)
Tags: auftragsmord, david baldacci, der killer, geheimdienste, rache, verschwörun   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

74 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

rechtsmedizin, true crime, zerbrochen, michael tsokos, thrille

Zerbrochen

Michael Tsokos , Andreas Gößling
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426519707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Erfahrungen des national und international renommiertesten deutschen Rechtsmediziners Michael Tsokos wurden unter tatkräftiger Unterstützung von Andreas Gößling schon in den beiden True Crimie Thriller „Zerschunden“ und „Zersetzt“ großartig in Szene gesetzt.

Mit der fiktiven Figur des Dr. Fred Abels der als Rechtsmediziner, in der BKA Einheit Extremdelikte ermittelt, kombinierten sie authentische Ermittlungsmethoden mit den Erfahrungen eines Mediziners. Als Ergebnis gesehen, konnten hochklassige, spannende Romane veröffentlicht werden, die realistisch, aber auch schonungslos brutale Geschichten erzählen.

Im dritten soeben erschienen Band „Zerbrochen“ der ca. 1 Jahr nach den Ereignissen in dem Roman „Zerschunden“ spielt. Ein Mordanschlag kostete den Rechtsmediziner fast das Leben. Nach mehreren Operationen und Reha-Maßnahmen tritt Dr. Fred Abel seinen Dienst beim BKA wieder an. Die Hauptstadt Berlin ängstigt sich vor dem sogenannten „Darkroom-Killer“ und unter Hochdruck recherchieren und ermitteln die Beamten um der Mordserie Einhalt zu gebieten.

Als die beiden Kinder Dr. Abels entführt werden, überschlagen sich die Ereignisse – es gibt mit Sicherheit einen größeren Kreis von Feinden, die Dr. Abel gerne auf einer anderen Seite des Seziertisches sehen möchten.

Kritik

Der dritte und vielleicht auch letzte Roman aus dieser Reihe überzeugt durch eine spannende Story mit aktuellen Themen der Flüchtlingspolitik und schleudert Dr. Abel in einem persönlichen Albtraum. Doch in diesem Roman wird die Handlung aus mindestens drei Perspektiven dargestellt. Die entführten Kinder, sowie der frühere Kollege aus Bundeswehrzeiten Lars Moewig erhalten einen nicht unerheblichen Anteil der komplexen Handlung. In den beiden Vorgängerromanen konzentrierte sich die Geschichte aus der Sichtweise Dr. Abels. Das sich nun der Fokus etwas ändert, mindert nicht die Spannung, aber die Atmosphäre empfindet man dadurch etwas weniger intensiv.

„Zerbrochen“ spielt nicht nur mit anderen Perspektiven, sondern vermengt diese ebenfalls mit unterschiedlichen Handlungsorten und auch der Kreis der Protagonisten erhöht sich erheblich.

Das wahre Verbrechen übt eine ungemeine Faszination aus. Mit dieser manchmal bösartigen Dunkelheit können viele Autoren wunderbar spielen, aber Michael Tsokos und Andreas Gößling spielen die Klaviatur des Todes außerordentlich brillant. Das manchmal ein Schaudern über den Rücken der Leser laufen kann, garantieren die beiden Autoren – gerade in Hinblick auf die Tatsache: „Verdammt, dass basiert auf authentischen Ereignissen. Also willkommen in der dunkelsten Schattierung der Realität.

„Zerbrochen“ ist schnell, intensiv und abwechslungsreich. Durch den Perspektivwechsel anders wie die beiden Vorgänger, aber nicht schlechter. Fred Abels Geschichte könnte auf dem geduldigen Papier ein Ende gefunden haben, doch würde ich es sehr begrüßen, diesen in anderen Romanen wiederzusehen. Ebenfalls dient sich der Reihe den Drehbuchautoren quasi an – allerdings wäre hier unter FSK 18 nichts zu machen.

Michael Sterzik


  (2)
Tags: fred abel, michael tsokos, rechtsmedizin, true crime, zerbrochen   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

mord, schweiz, flüchtling, thriller, erbschaft

Korrosion

Peter Beck
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783740800406
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zweite Roman um den Schweizer Sicherheitschef Tom Winter, mit dem Titel „Korrosion“ ist im Verlag emons veröffentlicht worden. Der schriftstellerische Vater dieser Reihe, Peter Beck hat einen hochspannenden und knallharten Roman geschrieben deren originelle Handlung überrascht.

Mit der Schweiz verbindet man natürlich neben der köstlichen Schokolade, fein verarbeiteten Uhrwerken und einer beispiellosen Pünktlichkeit, natürlich auch das sprichwörtliche, fast schon heilige Bankgeheimnis.

Als eine millionenschwere, in Einsamkeit lebende, ältere Frau ermordet aufgefunden wird, obliegt es dem Sicherheitschef der Schweizer Privatbank Tom Winter, die Erben zu finden. Eigentlich eine ganz einfache Aufgabe – doch mit der Aufforderung der verstorbenen, dass das Testament nur eröffnet werden kann, wenn der Mörder ihres zweiten Ehemanns gefunden wird, fangen die Schwierigkeiten erst an. Die verstorbene, alte Dame war sich sicher, dass eines ihrer drei Kinder dafür verantwortlich ist.

Tom Winter begibt sich auf die Suche nach den drei potenziellen Erben und stößt dabei auf dunkle Familiengeheimnisse und einer noch nicht vollendeten Rache, die ihn unmittelbar gleich mehrmals in Lebensgefahr bringt.

Peter Beck ist es brillant gelungen, einen originellen Ermittler zu erschaffen. Kein gescheiterter Antiheld, kein versoffener, runtergekommener Charakter mit einem langen Vorstrafenregister oder ein Ex-Agent auf der Suche nach Vergebung und dem Vergessen. Tom Winter ist ein solider und wortkarger Ex-Polizist, den man wahrscheinlich auf dem ersten Blick unterschätzen mag, aber da bekanntlich ruhige Gewässer tief sind, so sind die Talente des Sicherheitschefs beeindruckend.

Analytisch, vorsichtig agierend, intelligent und auch mal zupackend, wenn es die Situation erfordert, versteht er sich durchzusetzen.

Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt – einmal natürlich aus der von Tom Winter, der bei der Suche nach den drei Töchtern einiges aufdeckt, zum Beispiel einen Bäcker, der seinem Ofen etwas zu nahe gekommen ist und diese Hänsel und Gretel Geschichte ist nicht wirklich für ein Märchen geeignet.

Der andere Strang wird aus der Perspektive eines sudanesischen Flüchtlings erzählt, der unter Lebensgefahr das Paradies Europa zum Ziel hat. Bis fast zum Schluss bleibt dieser Part für eine Erklärung im Schatten der Hauptstory. Doch diese Nebengeschichte geht unter die Haut, da der Autor, dass aktuelle Thema Flüchtlinge eindrucksvoll und sehr sensibel schildert. Für uns behütete Europäer sind diese Einzelschicksale leider allzu fern. Bürgerkriege, Gewalt, die Mühen und Versprechungen einer Flucht in ein Land, das Frieden verspricht, die Hoffnungen und Ängste, dass scheitern und wieder aufstehen, all das erzählt Peter Peck brutal realistisch.

Überhaupt ist die ganze Geschichte keinesfalls abwegig und inhaltlich überladen. Kompakt, stilsicher und außerordentlich spannend ist dieser Roman fein konzipiert. Zum Ende hin gibt es einige Wendungen, die überraschen dürften und auch wer Action erwartet, kommt hier auf seine Kosten.

Neben den besagten Hauptfiguren, gibt es noch ein paar wichtige Nebencharaktere, die sehr gut in das Geschehen eingewebt sind. Gerade diese Szenen sind mit interessanten Dialogen und auch Wortwitz kombiniert, die überzeugen. Einige dieser Charaktere wird man hoffentlich in den nächsten Bänden wiederfinden. Mit Blick aufs Detail sind die Charaktere feinfühlig und vor allem tiefsinnig beschrieben.

Viel an Kritik gibt es nicht. Von der Vergangenheit Tom Winters erfährt man nicht viel, vermisst es allerdings auch zu keinem Zeitpunkt. Die beiden Erzählstränge hätten ggf. früher kombiniert werden können, aber auch das ist gemessen an der Spannung, nicht unbedingt von belang.

Einzig und allein, diesen Vergleich sehe ich überhaupt nicht - „Peter Beck, Europas Antwort auf John Grisham“ ein Gleichnis, das hinkt und überhaupt nichts an Wahrheit innehat. „Korrosion“ ist kein Justizthriller, sondern einfach ein genial harter Thriller, der sich perfekt in die großartigen Thriller der letzten Jahre einordnet und keinen Vergleich scheuen darf.

„Korrosion“ von Peter Beck ist ebenfalls eine Einladung für Drehbuchautoren, die auf der Suche nach einem Pageturner fürs Fernsehen sind. Die Schauplätze sind außerordentlich gut gewählt, die Thematik rund um die Flüchtlinge hochaktuell. Der eigenwillige Charakter Tom Winters, könnte auf kurz oder lang eine Kultfigur werden.

Ich freue mich auf die nächsten Bände, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen.

Michael Sterzik





  (4)
Tags: bern, peter beck, thriller, tom winter   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

55 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

thriller, erin granger, jagd, grundfesten, vatikan

Das Evangelium des Blutes

James Rollins , Rebecca Cantrell , Norbert Stöbe
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.08.2014
ISBN 9783442376704
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

historischer roman, liebe, verrat, kriege, kairo

Der Wind und die Wahrheit

Michael Peinkofer
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 15.04.2016
ISBN 9783431039528
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Roman „Der Wind und die Wahrheit“ von Michael Peinkofer, spielt im Jahre 1362. Einer der Schauplätze ist die Lagunenstadt Venedig. Die kleine Republik floriert und blüht dank des erfolgreichen internationalen Handels. Kaufleute aus allen Herren Ländern nutzten die Märkte, um ihre Waren zu verkaufen, oder neue Waren für ihre Heimatstädte zu erstehen.

Die kleine Republik im östlichen Mittelmeer verfügt erheblichen, politischen Einfluss und versucht ihre Unabhängigkeit zu festigen und zugleich auszubauen. Die Spannungen zwischen Europa und dem Osmanischen Reich sind allzu deutlich.

Die Geschichte in dem Roman befasst sich sehr oberflächlich mit den verschiedenen Kulturen, der politisch schwierigen Situation und dem Einfluss, der wirtschaftlich und nach Einfluss strebenden Kaufleute. Auf der einen Seite haben wir den Elitesoldaten – Janitschar El-Rih, der als Vertrauter und Leibwächter des amtierenden Sultans fungiert, zum anderen erleben wir die junge und sehr schöne Alyssia, Tochter eines Kaufmanns, die dank einer perfiden Intrige als unfreiwillige Sklavin verkauft wird.

Diese beiden Handlungsstränge verlaufen parallel, bis Sie sich dann im Laufe der fortschreitenden Handlung vermengen. Beide Hauptfiguren sind blass und eindimensional beschrieben und überzeugen nicht. Leider erfährt man wenig von beiden, so das die charakterliche Tiefe verzweifelt gesucht wird. Gleiches gilt für die Handlung. Viele Themen werden inhaltlich nur sehr oberflächlich angerissen und gehen in einem Strudel von Intrigen und Machtspielchen, die diese Geschichte auszeichnen sang und klanglos unter.

Unterhaltung hin oder her – überzeugt weder der Roman durch eine spannende, oder gar innovative Story. Die verschiedenen Kulturen der Protagonisten, die Stadt Venedig mit ihrer politischen Situation, all das wird viel zu wenig tiefgehend erzählt.
Die Handlung ist vorhersehbar, wenig realistisch und voller klassischer Klischees die einen beim lesen manchmal schaudern lassen. Authentisch lässt der Autor hier vieles vermissen.

Wenn das ein historischer Roman sein soll, vermisse ich doch sehr viele Faktoren, die der Autor nicht bedienen konnte. Mehr als ein seichter Soap ähnlicher Liebesroman ist „Die Wind und die Wahrheit“ nicht.

Die nächsten historischen Romane von Michael Peinkofer müssen weitaus besser werden. „ Das Buch von Ascalon“ war schon recht gut – „Der Wind und die Wahrheit“ sehr enttäuschend.

Michael Sterzik



  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(131)

284 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, jilliane hoffman, mädchen, mädchenfänger, mord

Mädchenfänger

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.10.2013
ISBN 9783499266799
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

pendergast, geheimnis, kleinstadt, thriller, küste

Demon – Sumpf der Toten

Douglas Preston , Lincoln Child , Michael Benthack
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur, 10.01.2017
ISBN 9783426654026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit dem aktuellen Titel „Demon – Sumpf der Toten veröffentlich das Autorenduo Preston und Child den inzwischen schon 15. Band der Reihe um den exzentrischen Special Agent Pendergast.

Angefangen über den Titel „Das Relikt“ in der 90er Jahren, ist der im eleganten Schwarzen gekleidete Pendergast schon längst eine Kultfigur in dem Genre Thriller geworden. Eine personifizierte Symbiose irgendwo zwischen James Bond und Sherlock Holmes. Es fehlen vielleicht die geschüttelten Martinis und die Pfeife, aber ansonsten steht er den großen Ermittlern in nichts nach.

Der 15. Band führt Pendergast und sein Mündel Constance Green in die Sümpfe von Exmouth an der Küste von Massachusetts. Sein Auftraggeber bittet ihn um Hilfe bei der Auflösung eines Diebstahls von erlesenen Weinen. „In vio veritas“ - fast – zwar steckt die Wahrheit nicht im Wein, aber zum Teil hinter den Mauern des Weinkellers, bzw. wer hatte Interesse eine eingemauerte Leiche gleich mit zu entwenden?

Exmouth so unscheinbar das kleine provinziale Städtchen doch sein mag, birgt es doch einige dunkle Geheimnisse. Piraterie – ein verschollenes Schiff und sogar eine Zweigstelle der Hexen von Salem. Pendergast und Constance Green werden in den historischen Sog alter Familiengeschichten und traditionell ausgeübter Magie gezogen.

Kritik

„Demon – Sumpf der Toten“ besinnt sich auf die alten, erfolgreichen Ermittlungsmethoden Pendergasts, die langjährige Leser noch von den ersten Romanen kennen dürften. Zwar tauchen die weiteren bekannten Charaktere Vincent D’Agosta, Margo Green und Nora Green überhaupt nicht auf, doch die beiden Autoren lassen Pendergast und Green in ihrer komplizierten Beziehungsebene wachsen. Pendergast ist wie immer in Hochform, jeden Ermittler weit voraus, aber Constance Green spürt, dass sich in der Vergangenheit dieser kleinen Küstenstadt Dunkles, Böses verbirgt. Diese Situation, die beide unterschätzen, lassen sich in höchster Lebensgefahr kommen.

Die Autoren Douglas Preston und Lincoln Child verstehen es raffiniert, eine Geschichte in der eigentlichen Geschichte getarnt zu verstecken. So simpel eine Auflösung dann doch ist , so explosiv geht’s dann doch weiter und endet mit einem grausamen Cliffhanger und einigen unbeantworteten Fragen.

Das wirklich Herausragende an dieser Reihe ist ebenfalls die Entwicklung der Figur Pendergast. In den ersten Romanen ist er ein eigenwilliger Einzelgänger, der nicht viel persönliches preisgibt, in den nachfolgenden Bänden allerdings wird seine Vergangenheit immer präsenter und privater. Mit Constance Green als Mündel übernimmt er Verantwortung. Zwar herrscht noch immer zwischen ihm und der Welt ein tiefer Graben Distanz, doch mehr und mehr begreift er, dass Hilfe von dritten nötig ist.

Wissenschaft, Legenden, Mythen und Sagen – bilden den Grundstein dieser Romanreihe. Einfache Mittel, die allerdings überzeugend in den Geschichten eingearbeitet wurden. Hinzu noch ein extrem, eigenwilliger Ermittler mit einer geheimnisvollen Vergangenheit und das Gefahrenpotenzial dramatisch hoch und fertig ist der Bestseller. Die Reihe um Pendergast ist einer der wenigen Reihen, die auch noch nach dem 15. Band faszinieren können.

Fazit

„Demon – Sumpf der Toten“ überzeugt durch einen langsamen, aber geradlinigen Spannungsaufbau. Ein spannender Sumpf, der den Leser in etwas Dunkles, grausamen reinzieht.

Atmosphärisch großartig gewählte Schauplätze, die dann doch vom eigentlichen formidabel ablenken, aber auch nicht enttäuschen. Die Dramatik im letzten Drittel ist atemberaubend und es würde der Reihe insgesamt gut tun, wenn diesmal eine tragende Figur ein literarisches und endgültiges Ende finden könnte.

Ich freue mich sehr auf den 16. Fall des Special Agent Pendergast.

Michael Sterzik

20.01.17

  (10)
Tags: constance green, douglas preston und lincoln child, hexen, pendergast, piraten, thriller, wissenschaf   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, verfolgung, richard montanari, krimi, tod

Im Netz des Teufels

Richard Montanari , Karin Meddekis
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.11.2011
ISBN 9783404165971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

psychothriller, freunde, sms, krimi, hilferuf

Tote Stimmen

Steve Mosby
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 26.07.2011
ISBN B005F5080C
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

65 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

thriller, internet, soziale netzwerke, spurensuche, ermittler

Deathbook

Andreas Winkelmann , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2015
ISBN 9783499267475
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

202 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

italien, cia, geheimdienst, usa, thriller

Die Begnadigung

John Grisham , , ,
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Heyne, 07.08.2006
ISBN 9783453431973
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(79)

221 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

thriller, florida, bobby dees, hoffman, jilliane hoffman

Insomnia

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Stefanie Kremer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 27.12.2016
ISBN 9783805250719
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(130)

281 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

thriller, ethan cross, gefängnis, ich bin der zorn, psychothriller

Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 
628 Ergebnisse