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(2.728)

4.060 Bibliotheken, 79 Leser, 6 Gruppen, 324 Rezensionen

selbstmord, jay asher, jugendbuch, mobbing, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bücher und Serien, um die ein Hype herrscht, sind meiner Meinung nach immer mit Vorsicht zu betrachten.
Ich weiß nicht, ob ich eben durch diesen Hype eine zu hohe Erwartung an das Buch hatte, aber warum dieses Buch so in den Himmel gelobt wird, ist mir ein Rätsel.
Das Buch wird offiziell aus Clays Sicht erzählt, tatsächlich aber bekommt man im Großteil durch Kassetten, die er abhört, eher einen Einblick in Hannahs Gedanken. Hannah Baker, die Selbstmord begannen hat und in den Kassetten, die bestimmte Personen erreichen sollen, nun verschiedene Gründe für ihren Selbstmord aufzählt.

Ja, klar, die Hauptbotschaft des Buches ist klar, deutlich und eigentlich auch verständlich, Mobbing ist schei*e. Es muss auch nicht immer provokatives Vorgehen und Beleidigen sein, auch Gerüchte, vorgetäuschte Verhaltensweisen oder Ignoranz können Mobbing sein und einen Menschen tiefer treffen, als man ahnt. In der Hinsicht regt das Buch schon zum Nachdenken an.

Aaaaber...
Das Buch war langweilig, trocken und zäh. Ich habe es absolut nicht geschafft, Mitleid für Hannah aufbringen zu können. Sie wirkt durch die Kassetten überheblich, selbsteingenommen und auf eine Art verschlossen, die zum Charakter gehört, statt von anderen Verursacht zu sein. Das ist nervig.
Außerdem fand ich, dass sie mehr als einmal aus einer 'unangenehmen' Situation ein regelrechtes Teenie-Drama gemacht hat.

Clay gegenüber konnte ich mich jetzt auch nicht unbedingt erwärmen. Man hat ja kaum Einblicke in seine Gedanken bekommen, das emotionalste waren jetzt immer die Kommentare, die er in Hannahs Wortlaut einfließen lassen hat. Aber auch die wirkten eher fade und trocken, fast schon sarkastisch. Sein Gejammere war ja echt nicht mehr ernstzunehmen, eher hat es tatsächlich gewirkt, als wären es einfach nur spöttische und ironische Kommentare á la "Ich hätte dir jederzeit geholfen, du hättest mich nur drum bitten müssen *schluchz* *schluchz* *jammer*"

Und generell fand ich das Buch echt schwer zu lesen. Nicht etwa, wegen dem Schreibstil sondern einfach weil die "Kassettenstimme" und Clays Gedanken ineinander übergehen. Man ist mit einem permanenten Wechsel konfrontiert und deshalb liest es sich echt unruhig, weil man innerhalb weniger Sätze immer wieder auf die andere Person switchen muss.
Es wurd alles ziemlich oberflächlich gehalten, man hat nur die nötigsten Sachen geschrieben und somit hatte man als Leser überhaupt keine Möglichkeit, sich etwas bildlich vorzustellen.

Mein Highlight waren aber eher ihre 13 Gründe für einen Selbstmord. Gründe, die meiner Meinung nach gar keine Gründe waren. Eher zufällige Situationen, die nicht so toll liefen und die man überzogen und gepushed hat, bis sie dann ein regelrechtes Teenager Problem gewesen sind. Ich frage mich immer noch, was genau dann jetzt soooooo schlimm war, dass sie nicht mehr leben wollte? Da waren Teenagerprobleme, (zugegeben) kleine Gemeinheiten und viel übertriebene Interpretation.

Zwei Dinge haben mich bis zum Ende durchhalten lassen.
Erstens die Neugier, was genau denn Clay verzapft hat, sodass er die Kassetten bekommt (btw. die Aktion mit den Kassetten finde ich auch idiotisch. Es ist, als ob Hannah die Verantwortung in irgendiner Form abwälzen und Rache ausüben will, was für mich wieder wie so ein größeres Problem wirkt, als es ist). Und die Frage nach dem Ende das Buches. Ich hatte gehofft, zumindest am Schluss mit irgendetwas Spektakulärem oder so konfrontiert zu werden, dass den Spannungsbogen nochmal nach oben schießt, aber weit gefehlt.

Insgesamt kann ich also sagen, dass die Idee und sicherlich auch die Message dahinter gut sind, die Umsetzung aber eine Katastrophe. Weiter empfehlen würd ich es daher definitiv nicht.

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(313)

618 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

dystopie, dave eggers, internet, social media, überwachung

Der Circle

Dave Eggers , ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.10.2015
ISBN 9783462048544
Genre: Romane

Rezension:

Wie vorteilhaft sind Geheimnisse in unserer Gesellschaft? Sind sie überhaupt vorteilhaft? Oder wäre es besser, gar nichts verborgenes zu haben.
Ich fand, dass diese Frage insgesamt die Thematik und den Leitfaden des Buches ziemlich genau auf den Punkt bringt.

Der Leser wird mit der jungen Frau Mae konfrontiert, die zu Beginn des Buches anfängt im Circle zu arbeiten, einem renommierten Unternehmen, das mehr oder weniger die Anonymität des Internets aufgehoben hat. Geheimnisse werden aufgedeckt und abgeschafft. Alles wird sichtbar, für jeden zugänglich und transparent. Grade mit dem letzteren Begriff wird der Leser mehr als einmal konfrontiert.

Ich fand den Einstieg ins Buch schwierig. Es hat sich grade zu Beginn wirklich sehr gezogen, sehr viele Details und Informationen. Ich hab mich ein wenig überfordert gefühlt. Vor allem war es einfach so... utopisch. Alles war perfekt, alles war richtig, alle Materialien waren natürlich umweltfreundlich und biologisch abbaubar, alle waren super glücklich, alles war erfolgreich und und und... Mir haben tatsächlich einfach hier und da kleine Fehler und Macken gefehlt, die dem Buch einen gewissen Reiz gegeben hätten und es realistischer gemacht hätten.
Und was Mae angeht, die war mir einfach unglaublich unsympathisch und das von Anfang an. Egoistisch, ich-bezogen, naiv, eingebildet, stur, nervig, unloyal, aufmerksamkeitsbegierig... nur ein paar von vielen Adjektiven, mit denen ich sie beschreiben würde. Ich fand, sie hatte einen so unglaublich ich-fokussierten Tunnelblick der sie in ihre "Probleme" gestürzt...

Aber naja, mal abgesehen von diesen Kritikpunkten fand ich das Buch durchaus gut. Auf eine erschreckende und direkte Weise wird der Umgang mit sozialen Netzwerken dargestellt genauso wie auch die Neigung, alles öffentlich zu machen, auf extreme Weise wiedergegeben wird. Ich fand es faszinierend, wie übertrieben es einerseits wirkte, dass die Angestellten so darauf beharrt haben dass man über alles mögliche "zingt" und auch wie überempfindlich man auf nicht-antworten reagiert hat. Aber andererseits fand ich es doch nur etwas extremere Darstellung als heute.
Auch dieses Heucheln à la "Sieh dir bitte meine Seite an, sag dass es dir gefällt und mach mich berühmt" fand ich einfach soooooo faszinierend. Nicht anders als heutzutage auch.

Der Schreibstil war flüssig, angenehm zu lesen, wenn auch am Anfang bisschen zäh. Sobald man aber in der Story drin war, war es absolut mitreißend.
Insgesamt eine sehr gute und erschreckend realitätsnahe Geschichte, durch die man mehr als einmal von der Technik angewidert ist.

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(77)

298 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

schattenjäger, lady midnight, cassandra clare, dämonen, die dunklen mächte

Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442487042
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon die Chroniken der Unterwelt haben mich so dermaßen begeistert, dass ich es gar nicht abwarten konnte, Lady Midnight in die Finger bekommen.
Der Auftakt zu "Die Dunklen Mächte" war einfach absolut fantastisch und hat mich so in seinen Bann geschlagen, dass ich das Buch in weniger als zwei Tagen verschlungen habe.

Wieder finden wir uns in einem Schattenjäger Institut wider, doch dieses Mal in Los Angeles. Im Mittelpunkt steht vor allem Emma Carstairs, die von einem Gedanken beherrscht wird: Den Mörder ihrer Eltern finden und Vergeltung ausüben. Eine seltsame Mordserie scheint sie nach Jahren auf die richtige Spur zu bringen, doch mit der Verfolgung sind Risiken verbunden - und ehe sie sich versieht, ist nicht nur sie in Gefahr, sondern auch ihren bester Freund und Parabatai Julian.

Man entdeckt gewisse Parallelen zu den Chroniken der Unterwelt, sowohl von den Charakteren, als auch von der Handlung her. Aber ich finde, sie sind nicht so stark ausgeprägt, als dass es einfach nur wie eine Kopie wirkt, eher erweckt es den Eindruck, dass es nunmal gemeinsame Eigenschaften zwischen Schattenjägern sind.
Emma ist ziemlich halsstarrig und auch sehr stur, ich finde, das Sprichwort "Mit dem Kopf durch die Wand" kann man bei ihr wortwörtlich nehmen. Zwischendurch konnte das doch ziemlich nervig werden, zumal sie sich durch diese Eigenschaft mehr als einmal in Schwierigkeiten geritten hat. Aber irgendwie hat es sie gleichzeitig auch liebenswert gemacht.
Julian... Er ist derjenige, mit dem ich am allermeisten Mitleid hatte. In gewisser Weise ist er nichts anderes als ein Kind, das zu schnell erwachsen werden und Verantwortung übernehmen musste. Ich hab einfach das Gefühl, dass eben dieses Kind in ihm noch immer zwischendurch rausbrechen musste, aber in Fesseln gehalten wird. Ich frage mich, wie lange er das aushält, bis er daran kaputt geht.

Die Spannung im Buch lässt einfach nie nach! Jedes Mal, wenn ich mir gedacht habe, dass ich endlich mal ein wenig aufatmen könnte, hat irgendetwas anderes mich vom Sockel gehauen. Man ist das gesamte Buch über wie elektrisiert, ständig auf der Hut das irgendetwas neues geschieht.
Grade das Ende war für mich einfach nur... faszinierend, schockierend und gleichzeitig herzzerreißend. Es hat so eine unerwartete Wendung genommen, die mich mit offenem Mund vor dem Buch zurückgelassen hat... Wow, einfach wow!

Und wie immer war auch der Schreibstil fantastisch! Alles absolut authentisch, man konnte sich problemlos alles super vorstellen und dennoch wurden genug Details weggelassen, um als Leser seinen eigenen Touch hinzuzugeben.
Und auch was mir wahnsinnig gefallen hatte, war, dass wie in den "Chroniken der Unterwelt" die übernatürlichen Charaktere für sich bleiben. Auch wenn sie in Los Angeles leben, es ist nicht passiert das die "Irdischen" miteingeschlossen hat. Kein gefühlter Weltuntergang für alle, die keine Ahnung haben was los ist. Cassandra Clare hat einfach eine eigene Welt kreiert und zwar eine absolut atemberaubende!

Von mir eine deutlich Leseempfehlung und ich kanns gar nicht abwarten, mir den nächsten Teil zu greifen!

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(105)

218 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

musik, norwegen, segeln, familiengeschichte, geheimnis

Die Sturmschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.04.2017
ISBN 9783442486243
Genre: Romane

Rezension:

Was tun, wenn man innerhalb von kurzer Zeit zwei geliebte Menschen verliert? Genau vor der Frage findet sich Ally wieder. Nachdem ihr Adoptivvater und ihre große Liebe kurz nacheinander
sterben, beschließt sie, sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit zu machen. Erste Ansätze bieten eine Biographie, die ihr Vater ihr hinterlassen hat und führen Allys Suche schließlich nach Norwegen.

Es war ein schönes Buch, keine Frage. DIe Geschichte wurde sehr gut ausgearbeitet, es wurden geschickt Verbindungen geschaft und auch hier wandelt man zwischen zwei Zeiten, die doch miteinander zusammenhängen.
Ally war ein faszinierendes Charakter. Sowohl ihre Liebe zum Segeln als auch ihre Begabung für die Musik spiegeln sich deutlich in ihren einerseits rauen und direkten und andererseits sanften sowie sensiblen Charakterzüge wider.
Ich war anfangs tatsächlich überrascht, dass sie sich in Theo verliebt. Dieser war mir nämlich ziemlich unsympathisch. Klar, er war ein toller Segler, aber ich fand dass er zu sehr darauf aus war, immer das Sagen zu haben. Ständig sollte alles nach seiner Laune gehen und ich irgendwie ist er nie auf Allys Gefühle oder Meinung eingegangen.

Die Sache mit der Familiengeschichte war... interessant. Ich muss gestehen, dass ich schon nach zwei Drittel des Buches geahnt habe, was es mit der großen Enthüllung auf sich hat und ich lag richtig. Vom Aufdecken der Familiengeschichte an sich war also keine Spannung da, das hätte sich jeder, der zwei und zwei zusammenzählen kann, wäre auch auf die Lösung gekommen.
Aber ansonsten war das Buch sehr spannend, sowohl Allys Suche nach ihrer Vergangenheit, als auch die Geschichten von Anna, die damit verbunden war.

Insgesamt ein tolles Buch, eine deutliche Leseempfehlung von mir.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Fitnessformel

Tim-Alexander Bormann , Lea Alexa Seebo
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei GYMERA, 30.07.2017
ISBN 9783000564376
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Ernährung und Sport und dieses Buch ist mir dann tatsächlich ins Auge gestochen, sodass ich es mir nicht nehmen konnte, es mir zu besorgen und mal zu schauen, was es zu bieten hat.

Tatsächlich muss ich sagen, dass es sogar sehr viel zu bieten hat. In ungefähr 250 Seiten wird sehr ausführliches Fachwissen zu verschiedenen Themenbereichen, die sich rund um Sport, Ernährung und Selbstdisziplin zählen.

 

Das Buch ist aus insgesamt sieben Kapiteln aufgebaut mit den Titeln:

- Ernährung

- Workout

- Fitnessübungen

- Der Weg zum Ziel

- Motivation, Ziele & Zeit

- Mythen

- Los geht’s

 

Die Kapitel sind alle in angenehmen und flüssigen Schreibstil verfasst, sehr informativ jedoch ohne, dass man von Wissen erdrückt wird. Mir hat es gefallen, dass das Buch so angenehm zu lesen war. Ich fand, es war immer genau die richtige Menge von Informationen, die man verarbeiten konnte, ohne sich überfordert zu fühlen.

Dennoch blieb man natürlich nicht von Fachausdrücken oder teilweise wissenschaftlichen Erklärungen verschont aber diese werden alle im Glossar ausführlich und genau erklärt.

Es war schön, dass man nicht nur das gesamte Wissen über Ernährung und Sport vermittelt bekommen hat, sondern dass auch das WIE behandelt. Der innere Schweinehund ist ja grundsätzlich einer der größten Probleme, die uns daran hindern, diese Ernährung und den Sport durchzuziehen. Da war es tatsächlich sehr hilfreich, das sich auch mit diesem Thema ausführlich beschäftigt wurde.

 

Ich muss gestehen, dass ich vieles vom Wissen, was in dem Buch vermittelt wurde bereits kannte (was mich auch ein bisschen stolz gemacht hat). Aber gleichzeitig hab ich auch sehr viel neues erfahren und kann es auch gar nicht abwarten, dieses umzusetzen.

Insgesamt finde ich, dass das Buch sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene auf dem Gebiet sehr nützlich ist. Man kann sich sehr viel neues Wissen aneignen.

Definitiv eine Leseempfehlung von mir

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(1.755)

3.187 Bibliotheken, 49 Leser, 14 Gruppen, 251 Rezensionen

dystopie, liebe, flucht, ky, cassia

Die Flucht

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.01.2012
ISBN 9783841421449
Genre: Jugendbuch

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(1.171)

2.217 Bibliotheken, 43 Leser, 3 Gruppen, 116 Rezensionen

dystopie, liebe, ally condie, jugendbuch, zukunft

Die Auswahl

Ally Condie
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 19.12.2012
ISBN 9783596188352
Genre: Jugendbuch

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(16)

31 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

drogen, obdachlosigkeit, gewalt, armut, gefängnis

Die Schulter des Riesen

Raffael Rauhenberg
E-Buch Text: 438 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.11.2017
ISBN B076B7FC9H
Genre: Romane

Rezension:

Manchmal braucht es nur eine Kleinigkeit, die dazu führt, dass das Leben, wie man es kennt, komplett über Bord geworfen wird. Mit diesem Fakt sieht sich auch Gregor konfrontiert. In einem Anflug von Wut schleift er eine Frau, die sich Zutritt zu seiner Wohnung verschafft hat, gewalttätig heraus und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, eines führt zum nächsten und ehe sich Gregor versieht, findet er sich von seiner Frau verstoßen, seinen Freunden missachtet und seinem Job gekündigt auf der Straße wieder und lernt ein Leben kennen, für das er bis jeher keinen Blick übrig hatte.

Mir hat es tatsächlich gefallen, dass Gregor gelitten und gekämpft hat sowie an den Rand der Verzweiflung getrieben wurde. Nicht etwa, weil ich irgendwie sadistisch veranlagt bin oder so, sondern ehe weil dieses Buch nichts verschönt hat. Zu oft hab ich schon gelesen, wie der Hauptcharakter plötzlich eine 180° Wende macht, total viel Glück hat und mega erfolgreich wird. Im Gegensatz dazu war "Die Schulter des Riesen" einfach realistisch und schonungslos ehrlich.

Hier wird nichts verschönt. Das Buch thematisiert unterschiedliche Themen, angefangen von Dingen wie Bürokratie, Regeln, Gesetze und Vorschriften, die nur darauf ausgelegt sind, Profit zu machen, über den gesellschaftlichen Umgang mit Obdachlosen bis hin zu der Lust und dem Kampf ums Überleben. Mir hat es gefallen, wie offen mit allem umgegangen ist und auch, wie man auf subtile Art gezeigt hat, das vieles von dem wir das Gefühl haben es zu "brauchen"  eigentlich völlig irrelevant ist. Oder aber auch, wie stark man sich an Vorurteile hält, wie sehr kleine Dinge einen Menschen beeinflussen.

Der Schreibstil war flüssig, anschaulich und sehr angenehm zu lesen. Ich fand, dass sich das Buch an einigen Stellen etwas gezogen hat, da hätte man sich kürzer fassen können. Außerdem hab ich immer mal wieder Wiederholungen bemerkt, die wirklich nicht hätten sein müssen.
Was Gregor angeht... Ich kann seinen Missmut versteht, dennoch hat es mich manchmal gestört, dass er partout nicht aus dem, was er tat, lernen wollte. Sein Jähzorn hat ihn mehr als einmal in verzwickte Situationen getrieben und trotzdem hat er immer und immer wieder ziemlich aggressiv reagiert. Ebenso dass er so schnell mit seinem alten Leben abschließt und die Leute darin (vor allem seine Kinder) so schnell hinter sich lässt... Irgendwie schade. Und was mich noch mehr getroffen hat, war, wie die Leute um ihn herum, die zu seinem Leben gehört haben, glauben, ihr Gewissen beruhigen zu können, indem sie ihm einmal was zu Essen kaufen. Das muss man sich mal vor Augen führen, dort auf der Straße lebt ein Freund von dir (gut, er hat ne Menge Fehler gemacht, trotzdem) und deine Hilfe besteht darin, mal ein paar Euro für was zu Essen auszugeben, dich aber dann in dein Auto zu setzen und in dein warmes gemütliches Zuhause zu fahren, während du ihn auf der Stra0e zurücklässt?
Aber gut, ich glaube, solang man selber nicht in so einer Situation ist, kann man das schwer beurteilen. Dennoch gibts für die Punkte, die ich oben genannt habe, einen Stern Abzug.

Insgesamt aber war es ein sehr schönes Buch, das durchaus wichtige Botschaften vermittelt und sehr zum nachdenken sowie reflektieren anregt.

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(12)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

Die Bucht der Wildgänse

Barbara Bickmore
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 14.12.1999
ISBN 9783426616628
Genre: Romane

Rezension:

Ich fand dieses Buch schön, wirklich. Es hat mich unglaublich gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Geschichte von Sydney und Jordan, die in gewisser Weise zweieinhalb Generationen (zweieinhalb, weil die Generation vor Sydney und Jordan auch einen wesentlichen Teil beitragen, aber nicht konkret thematisiert werden) umschließt, ist eine Geschichte von Liebe, Freiheit, Entwicklung und dem Kampf, seinen Platz in der Welt zu finden.
Sydney stammt aus einer wohlhabenden Familie, die bereits seit Jahrhunderten im Besitz der Insel Oberon ist. Geldsorgen kennt sie nicht, arbeiten muss und soll sie auch nicht, stattdessen wird vorausgesetzt, dass sie Hausfrau und Mutter wird. Dass sie sich entschließt, einen angehenden Schauspieler zu heiraten, stößt nicht unbedingt auf Zufriedenheit und obwohl Jordan tatsächlich erfolgreich wird, merkt sie zunehmend, dass ihr etwas im Leben fehlt, was nicht nur ihre Ehe sondern auch ihre Beziehung zu ihrer kompletten Umfeld stark auf die Probe stellt.

Wie gesagt, es war ein schönes Buch. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, die Charktere wurden durchaus authentisch dargestellt, wenn auch bei emotionalen Beziehungen immer wieder zu dick aufgetragen wurde, meiner Meinung nach. Aber es hat sooooooo viele Klischees beinhaltet, dass ich irgendwann nur noch die Augen verdrehen konnte. Da haben wir den ärmlichen Mann, der nur von Luft und Liebe leben könnte, seine Prinzipien hat, die aber mit dem ersten großen Erfolg über Bord geworfen werden und der plötzlich seinen Reichtum genießt. Die Frau, die eigentlich nicht arbeiten muss, aber es unbedingt will und plötzlich besser wird als jeder andere. Die sexuelle Spannung, die niemals nachlässt. Die Kinder, von denen eins ein Geschenk des Himmels, das andere eher eine harte Probe für die Geduld ist.
Ungewollte Schwangerschaften, wilde Nächte, gebrochene Herzen, Bindungen die innerhalb der ersten Sekunde entstehen (ich glaube in dem Buch gab es keine einzige Beziehung, bei der es nicht hieß "Ich war von Anfang an von dir eingenommen, du bist mein Leben, bla bla bla" - mal ehrlich, keine Beziehung ist meiner Meinung nach langsam und angenehm entstanden), eszessive Partynächte, Erfolge die in den Millionenbereich ausarten (really? Keiner hatte mal Pech oder so, alle sind super erfolgreich und berühmt geworden) und und und.

Und in Anbetracht all dessen, hat mich das Ende unglaublich frustriert. Ich möchte nicht allzuviel vorweg nehmen, für diejenigen die das Buch noch nicht gelesen haben, aber ich finde, dass eine unglaublich große Entwicklung, die Sydney in dem Buch durchgemacht hat, innerhalb von wenigen Seiten prompt zerstört wurde. Oberflächlich betrachtet ist das Ende eigentlich schön, aber wie gesagt, das worauf man das ganze Buch hin hingearbeitet hat, wurde mir nichts dir nichts über Bord geworfen. Schade eigentlich.

Insgesamt aber dennoch ein schönes Buch, das durchaus lesenswert ist.

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(36)

110 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 5 Rezensionen

vampire, danaus, fantasy, teil 03, vampirjäger

Jägerin der Nacht - Dawnbreaker

Jocelynn Drake , Jasper Nicolaisen
Flexibler Einband: 425 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.12.2010
ISBN 9783802583896
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich den dritten Teil von Jägerin der Nacht beurteilen soll. Ich meine, ich hab das Buch gelesen, es hat mich auch durchaus zwischendurch gefesselt aber so im Nachhinein frage ich mich grade, was eigentlich passiert ist, außer den klassischen Dinge (Angriffe auf Mira, Funken die zwischen ihr und Danaus sprühen (im positiven und negativen Sinne), die Naturi die immernoch ihre Königin befreien wollen, etwa gefühlt zehntausend Leute, die aus verschiedenen Gründen Miras Tod wollen). Ich fand, es war nichts neues dabei.

 

Dabei fängt das Buch gar nicht mal so langweilig an. Mira ist zurück in Savannah, die Naturi machen aber keinen Halt davor, ihr auch hier nachzustellen und um ihren Tod bemüht zu sein. Die Werwölfe werden unfreiwillig in ihren Bann geschlagen. Durch einen Zufall (oder auch nicht?) gerät die Schwester der Königin der Naturi (Cynnia) in Miras Hände. Und alles schließt in einem großen Showdown auf Machu Picchu ab, der gleichermaßen erfolgreich wie auch katastrophal endet.

 

Wie gesagt, ich weiß nicht, was hier neues passiert ist, außer vielleicht dass jetzt Cynnia da ist. Ich hatte das Gefühl, das Buch war nur eine einzige Wiederholung. Klar, es gab Szenen die sehr spannend waren und die Frage, ob die Naturi es schaffen, ihre Königin zu befreien, hat mich schon durch das Buch getrieben.

Der Schreibstil war… in Ordnung. Es gab Szenen, die haben sich gezogen und Informationen, die ich sehr irrelevant fand. Ich finde, das Buch hätte auch durchaus nur halb so lange sein können, inhaltlich hätte das keinen Unterschied gemacht.

 

Naja, insgesamt würde ich sagen, es war okay. Nichts überwältigendes, aber es gibt schlechteres.

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(63)

152 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 13 Rezensionen

vampire, mira, naturi, danaus, vampirjäger

Jägerin der Nacht - Dayhunter

Jocelynn Drake ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 03.05.2010
ISBN 9783802582639
Genre: Fantasy

Rezension:

Der zweite Teil von "Jägerin der Nacht" setzt an der gleichen Stelle an, an der der erste Teil aufgehört hat. Mira und Danaus begeben sich nach Venedig, um sich dem Rat der Vampire zu stellen. Man könnte meinen, dass sich die Dinge jetzt richten, da die Ältesten nun das Steuer in die Hand nehmen, aber weit gefehlt. Es wird ein kompliziertes Netz aus Geheimnissen und Verschwörungen geflochten, man weiß nicht, wer eigentlich Freund und wer Feind ist.
Mittendrin unsere beiden Hauptakteure, die sich scheinbar einerseits lieben und schätzen und andererseits es gar nicht abwarten, sich gegenseitig umbringen zu können.

Der Schreibstil an sich ist erfrischend, es ist wird immer wieder Spannung aufgebaut und die Frage danach, wem man denn nun trauen kann und wem nicht. Auch dass einige Vampirmythen aufgegriffen und ein bisschen aber umgeändert (und meiner Meinung nach durchaus realistisch) wurden, hat mir ziemlich gefallen.
Dennoch hat es sich an einigen Stellen ziemlich gezogen, manchmal hat Drake ziemlich lange auf einem Thema beharrt, das man auch durchaus hätte kürzer fassen können.

Insgesamt aber hat mir das Buch soweit gefallen und ich bin gespannt, wie es mit dem nächsten Teil weitergeht^^

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(668)

1.112 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

fantasy, elfen, pan, drachen, sandra regnier

Die verborgenen Insignien des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.08.2014
ISBN 9783551314352
Genre: Jugendbuch

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(764)

1.248 Bibliotheken, 12 Leser, 5 Gruppen, 53 Rezensionen

elfen, fantasy, liebe, pan, zeitreisen

Die dunkle Prophezeiung des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2014
ISBN 9783551313966
Genre: Jugendbuch

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(176)

353 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

fantasy, sandra regnier, das geheime vermächtnis des pan, magie, liebe

Das geheime Vermächtnis des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314932
Genre: Fantasy

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(891)

1.784 Bibliotheken, 33 Leser, 5 Gruppen, 114 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, zukunft, jugendbuch

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551313010
Genre: Jugendbuch

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(363)

804 Bibliotheken, 45 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, flugangst, flugangst 7a, psychothriller

Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Flugangst 7A war für mich einfach ein klassischer Fitzek. Ohne viel Blut oder Gewalt hat er es auch dieses Mal geschafft, den Leser komplett in seinen Bann zu schlagen und ihn teilweise so zu verwirren, nur am Ende eine logische Erklärung zu liefern, die in einem den Drang weckt, laut "Wie hab ich das nicht sehen können?" zu rufen.

Das Buch fängt direkt mit einer großen Verwirrung an, als man erfährt, dass der Psychiater Mats Krüger aufgrund seiner Flugangst nicht nur einen, sondern gleich vier Sitze auf dem Weg nach Berlin gebucht hat.
Der 13-stündige stellt sich als Albtraum heraus - nicht etwa wegen der Flugangst, auch wenn sie ihren wesentlichen Teil beiträgt, sondern aufgrund einer Erpressung, mit der sich Mats schon bald konfrontiert sieht: Er soll eine ehemalige Patientin, die ebenfalls an Bord ist, psychisch so zu manipulieren, dass sie das Flugzeug mit allen Passagieren in den Tod stürzt - andernfalls stirbt seine hochschwangere Tochter, die sich in den Fängen eines Entführers befindet.

Es gab eine Menge Irrungen, Wendungen, falsche Verdächtigungen und und und... Verbindungen wurden aufgestellt, Geheimnisse gelüftet, Vergangenes nochmal durchforstet. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass mir das Kopf regelrecht platzt vor lauter Informationen. Man muss schon ziemlich aufmerksam lesen. Das hat aber an der Spannung nichts gemindert, im Gegenteil, es hat sie nur weiter angefochten.
Klar, hier und da gab es einige Dinge, die man hätte verbessern oder anders machen können; beispielsweise das Ende, das zwar erschlüssig war aber dennoch etwas zu konstruiert wirkte oder aber die Tatsache, dass das Thema des Buchtitels - die Flugangst - meiner Meinung nach doch etwas zu schnell in den Hintergrund geraten ist.

Nichtsdestotrotz hat mich der Thriller mehr als gefesselt und ich kann ihn definitiv weiterempfehlen!

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(18)

49 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

norwegen, oslo, mailin bjerke, liss bjerke, psychologin

Die Netzhaut

Torkil Damhaug , Knut Krüger
Fester Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.09.2010
ISBN 9783426198742
Genre: Krimi und Thriller

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(31)

65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

london, roman, leonard vernim, maud, håkan nesser

Himmel über London

Hakan Nesser , Christel Hildebrandt
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (HC), 11.11.2013
ISBN 9783442753185
Genre: Krimi und Thriller

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(161)

285 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

seelenwächter, fantasy, nicole böhm, schatten der vergangenheit, dämonen

Die Chroniken der Seelenwächter - Schatten der Vergangenheit

Nicole Böhm
E-Buch Text: 146 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.10.2014
ISBN 9783958340329
Genre: Fantasy

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seelenwächter, nicole böhm, dämonen, schicksalsfäden, fantasy

Die Chroniken der Seelenwächter - Schicksalsfäden

Nicole Böhm
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.09.2014
ISBN 9783958340145
Genre: Fantasy

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seelenwächter, dämonen, nicole böhm, fantasy, magie

Die Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt

Nicole Böhm
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.08.2014
ISBN 9783958340008
Genre: Fantasy

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thriller, linwood barclay, krimi, verschwinden, sydney

In Todesangst

Linwood Barclay , Nina Pallandt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.11.2010
ISBN 9783548282718
Genre: Krimi und Thriller

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vampire, naturi, vampirjäger, mira, jocelynn drake

Nightwalker - Jägerin der Nacht

Jocelynn Drake , Antje Görnig
Flexibler Einband: 407 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 09.11.2009
ISBN 9783802582516
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Band der Jägerin der Nacht Serie legt direkt los und hält sich gar nicht erst mit langen Vorstellungen auf. Kaum hat man die erste Seite geöffnet, ist man auch schon mitten im Geschehen, was einerseits gut ist, weil man somit nicht soviel Theorie hat, andererseits auch ein wenig verwirrend weil dem Leser ziemlich viel Informationen fehlen, die erst nach und nach gelüftet werden.

Mira gehört zu den ältesten Vampiren in Nordamerika und gilt durch ihre Feuergabe als etwas besonderes. Als Danaus, ein Jäger, in ihrem Gebiet auftaucht, dauert es nicht lange, bis ihr Leben aus den Fugen gerät. Sie ist gezwungen sich mit ihm zusammenzuschließen um gegen ein Elfenvolk (den Naturi) vorzugehen, dass es sich zum Ziel gemacht hat, die Vampire zu vernichten.

Ich fand, der Großteil des Buches hat sich einfach unglaublich gezogen. Vielleicht lag es daran, dass ich viele Informationen nicht hatte wodurch ich eine Menge nicht verstanden hab, vielleicht auch daran dass ich Mira irgendwie unsympathisch und schrecklich wechselhaft fand. Ich konnte sie irgendwie absolut nicht einschätzen, ob sie jetzt stark schwach streng fair begehrt kühl unnahbar reizvoll oder was auch immer war. Genauso auch Danaus, der sie scheinbar in einem Moment beschützen, im anderen umbringen will und und und. Das war ein ziemliches hin und her und das hat sich (wie gesagt) ziemlich lange so gehalten.

Erst zum Ende hin gab es dann bezüglich Schreibstil und Inhalt eine positive Wende und es wurde spannend genug, dass ich nun die Reihe doch nicht abbrechen werde sondern mich dem nächsten Teil zuwende
Ingesamt als kann man sagen, dass dieser Teil soweit in Ordnung war. Nicht unbedingt umhauend, hätte besser aber auch schlechter sein können.

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thriller

Der Psychiater

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783426515426
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich finde ja die Bücher von John Katzenbach immer schwer zu beurteilen. Entweder sind die völlig überwältigend und unglaublich mitreißend, sodass man das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Oder aber sie sind einfach unspektakulär und unnötig in die Länge gezogen. Bezüglich dessen fand ich, dass „Der Psychiater“ zur letzteren Kategorie gehört.

Ich hab mich mehr oder wenig durch das Buch gequält. Dabei klang die Zusammenfassung wirklich interessant und auch ungewöhnlich. Timothy „Moth“ hat ein Alkoholproblem, das er nur dank seinem Onkel unter Kontrolle hält. Umso bestürzter ist er, als dieser tot aufgefunden wird. Moth ist davon überzeugt, dass es kein Selbstmord war – wovon die Polizei ausgeht – und fängt an, eigene Recherchen zu betreiben. Hierbei kommen Geheimnisse an die Luft und er begibt sich selber in die Schusslinie.

In dem Buch geht es um mehr als einen (Selbst-)Mord. Hier geht es um Kontrolle, Selbstschutz, Sucht, Vertuschung, Konsequenz, Planung und und und. Eigentlich super interessant. Aber ich fand die Umsetzung ehrlich einfach nur schlecht.

Moth Alkoholproblem, das am Anfang noch sein ganzes Leben bestimmt hat, gerät nach ein paar Kapiteln plötzlich total in den Hintergrund, als hätte er eine Art Wunderheilung erlebt. Ich hätte es gut gefunden, wenn das auch weiterhin präsent gewesen wäre. Das hätte allem noch eine gewisse Realität gegeben.

Genauso wie auch bei „Andy Candy“, die anfangs noch aufgrund der Vergewaltigung und der Abtreibung ein emotionales Wrack ist, aber plötzlich mir nichts dir nichts total bei der Sache ist. Sie denkt zwar hin und wieder doch weiterhin an das was sie erlebt hat, aber auch hier war es eine gefühlte 180° Wende, die von null auf hundert stattgefunden.

Genauso wie die Tatsache, dass die beiden jahrelang keinen Kontakt hatten, aber dennoch mir nichts dir nichts bereitwillig zusammenarbeiten und einem Mörder auf der Spur sind.

Der Leser wird ziemlich schnell mit dem Täter bekannt gemacht (nicht namentlich, sondern vom Charakter). Das führt ein bisschen dazu, dass die Luft raus ist. Man bekommt die ganze Zeit mit was geplant wird, was passiert ist und und und… Sodass man sich schnell vieles zusammenreimen kann. Und was mich wirklich gestört hat, war die akribische Perfektion, mit der er gehandelt hat. Egal ob körperlich, ernährungstechnisch, planerisch oder was auch immer – er ist immer perfekt vorgegangen, nie gab es auch nur einen Fehler oder eine kleine Macke oder was auch immer. Ich hatte das Gefühl, es nicht mit einem Menschen, sondern eher mit einer Puppe zu tun.

Der einzige Teil, in dem es für mich „spannend“ wurde, war, als alle Karten offen auf dem Tisch lagen und sich jetzt die Hauptfrage gestellt hat, wie es weitergeht und wie es am Ende ausgehen wird. Aber bis es dahin kam, hat es auch echt ziemlich lange gedauert und der Abschluss war auch relativ… flach.

Also Fazit: Gute Idee, teilweise interessante Stellen, aber insgesamt mehr schlecht als recht.

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gelesen 2014, lisa jackson

Sanft will ich dich töten

Lisa Jackson , Elisabeth Hartmann
Flexibler Einband: 699 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 09.03.2009
ISBN 9783426502723
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Ruhm zusammen folgt immer auch eine dunkle Seite der Medaille. Diese Erfahrung muss auch Jenna Hughes machen. Sie hat ihre Schauspielkarriere aufgegeben und sich an einen ruhigen Vorort zurückgezogen, doch auch hier scheint sie ihre Vergangenheit aufzuholen.
Denn während eine Frau nach der nächsten verschwindet, erhält sie anonyme Botschaften von jemanden der davon überzeugt ist, dass sie zusammengehören. Und nun stellt sich hier die Frage, wie das mit den Entführungsopfern zusammenhängt.

Stalkergeschichten kenn ich zu Genüge, deshalb bin ich auch ein wenig skeptisch an dieses Buch herangegangen. In der Regel ist es immer dasselbe Muster, weshalb ich auf Vorsichtt war. Aber hier wurde ich dann überrascht, es kam mir tatsächlich nicht wie eine klassische "Stalker" oder "Besessen von einem Star" Story vor.
Die Handlung ist gut durchdacht, es sind spannende Situationen und unerwartete Geschehnisse aufgebaut. Man bekommt immer wieder einen Einblick in die Gedanken des Täters, der seiner Obsession auf einer ganz faszinierenden Art und Weise nachgeht.
Wer sich dann am Ende als Täter herausgestellt hat, war unerwartet - aber auf eine negative Art, wie ich zugeben muss. Ohne allzuviel vorweg zu nehmen, aber bei einem Charakter, von dem man nur am Anfang und dann eben am Ende nochmal etwas hört, ist es natürlich einfach, eine Überraschung á la "Ich hätte nie gedacht, dass er das ist, einzubauen." Es gab soviele mögliche Personen, die auch alle als Täter in Frage gekommen waren und ich hätte es dennoch überraschender gefunden, wenn einer von ihnen sich dann wirkich als der Täter herausgestellt hätte.
Jenna an sich war mir unsympathisch... Grade im Bezug darauf, wie sie mit ihren Töchtern umgeht, ist es mir absolut kein Rätsel, dass sie mit denen so oft im Clinch liegt. Sie ist sehr selbstfokussiert und geht meiner Meinung nach kaum auf die Wünsche und Gedanken anderer ein. Schade.

Insgesamt ein spannender Thriller, wenn auch verbesserungswürdig.

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