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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Das Weihnachtswunder

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783734106316
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Autorin Angelika Schwarzhuber gehört für mich zu den Autorinnen, die ich immer „verfolge“ und wo ich jedes Mal aufs Neue gespannt bin, wenn ein neues Buch erscheint.

Das neue Buch der Autorin, ein weihnachtlicher Roman, ist im Oktober erschienen und war das erste weihnachtliche Buch, welches ich in diesem Jahr gelesen habe.

Mit Kathi hat die Autorin einen Charakter geschaffen, der sehr glaubhaft wirkt und der mich sofort überzeugen konnte. Eine junge Frau, die im Job ihr Bestes gibt, tolle Ideen entwickelt und doch immer nur im Hintergrund bleibt. Denn andere verkaufen ihre Ideen als die eigenen, heimsen dafür das Lob und die Anerkennung ein und Kathi ist „nur“ die Sekretärin. Eine, der man das nicht zutraut.

Dazu kommt noch, das Kathi mit ihrer Figur nicht gerade zufrieden ist, sie nicht glaubt das sich ein toller Mann für sie interessiert … an Selbstbewusstsein mangelt es ihr gerade am Anfang des Buches sehr.

Mit ihr konnte ich mich, vom ersten Satz an, sehr gut identifizieren. Es gab Parallelen zwischen uns und so habe ich mich beim Lesen hin und wieder an mich selbst erinnert gefühlt.

Zu Weihnachten passt natürlich ein kleines Wunder am besten und so stellt die Autorin ihrer Protagonistin einen Schutzengel zur Seite, der etwas ganz Besonderes ist. Das wird in den ersten Seiten dem Leser schnell klar – Kathi merkt es erst im Laufe der Geschichte.

Aber auch die weiteren Figuren des Buches machen die Geschichte zu etwas besonderem. Sybilla hat ein Geheimnis, das erst am Ende gelüftet wird und das macht sie zu dem Menschen, der sie ist. Kathis Mama hat eine riesige Enttäuschung hinter sich und erfährt erst sehr spät die Wahrheit.

Die Rückblicke in die Vergangenheit werden die einen Wechsel der Schriftart gegenüber der Gegenwart deutlich gemacht, außerdem gibt es Zeitangaben. Dadurch ist es mir sehr leicht gefallen, der Geschichte zu folgen und es hat Spaß gemacht, sie zu lesen.

Außer das hier ein Engel – ein Schutzengel – eine große Rolle spielt, kommt auch eines meiner Lieblingstiere vor: Katze Luna. Ich finde, das solche kleinen Rollen von Tieren und die Begegnungen mit den Tiere die Romane auflockern und freue mich jedesmal, wenn Reaktionen und Aktionen der Tiere gekonnt beschrieben werden.

Ein weiterer liebenswerter Charakter ist Herr Pham. Seine Eigenheit, Menschen den Namen von zu ihnen passenden Pflanzen zu geben, finde ich herrlich und ich habe mich beim Lesen gefragt, was für eine Pflanze er wohl in mir sehen würde. Leider werde ich das wohl nie erfahren.

Ein weiteres Highlight für mich: Die Rezepte im Anhang des Buches. Damit wird mich Angelika Schwarzhuber wohl verführen, etwas nachzubacken oder nachzukochen. Na mal sehen J

Mein Fazit: Ein gelungener Weihnachtsroman – perfekt für kalte Wintertage auf der Couch mit Tee und Plätzchen. Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Spätsommerfreundinnen

Andrea Russo
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783956498480
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gleich vornweg kann ich eines sagen: Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

Ich habe mittlerweile ein paar Bücher der Autorin gelesen, nachdem ich Sie im Rahmen einer Convention für mich als „neue“ Autorin entdecken durfte.

Dieses Buch hat mich nun vollkommen überzeugt, hat mit geflasht und begeistert. Ich habe den Roman regelrecht verschlungen und konnte bzw. wollte ihn jedesmal, wenn ich unterbrochen wurde, nur ungern aus der Hand legen.

Was mir besonders gut gefallen hat? Wo fange ich am Besten an? Kurz und knapp gesagt war es eine gelungene Mischung. Eine Mischung aus einem Wohlfühlsetting, glaubhaften Charakteren und einer gut durchdachten Geschichte. Eine Geschichte, die so nicht vorhersehbar war. Eine Geschichte, die mich immer wieder „in die Irre“ geführt hat. Immer wenn ich dachte, ich weiß worauf es hinausläuft, wurde ich durch eine Wendung, eine interessante Begebenheit, wieder auch eine andere Spur geführt.

Seit ich im Frühsommer diesen Jahres in der Lüneburger Heide ein paar Tage Urlaub verbringen durfte, hat mich dieser Landstrich, diese Gegend begeistern können. Ich habe mich dort wohlgefühlt, will gern dorthin zurück und freue mich daher immer besonders, wenn ich durch einen Roman dahin geführt werde. Die Menschen dort waren freundlich, liebenswert und diese charakterlichen Eigenschaften haben auch die Figuren des Buches.

Und damit sind wir beim Hauptthema. Den Charakteren. Die waren es, die das Buch für mich rund gemacht haben. Die dafür gesorgt haben, dass die Geschichte lebendig wurde. Besonders genial: Es waren nicht die Makellosen Figuren ohne Ecken und Kanten. Sie waren nicht jung, schön und sexy. Sondern in diesem Fall sind es „gestandene“ Menschen. Menschen mit Ecken und Kanten, mit einer (teilweise gemeinsamen) Vergangenheit. Figuren in meinem Alter, mit denen man sich leicht identifizieren kann. Figuren, die so glaubhaft dargestellt sind, dass man sie direkt vor sich sieht. Das man glaubt sie und ihre Probleme, ihre Gedanken und Gefühle, zu kennen.

Diese Figuren; egal ob Jette, Elke oder Uta, haben mich im Buch festgehalten, haben mir bei einem Glas Sekt mit Limes ihre Geschichte erzählt.

Diese wunderbare Mischung, gekrönt von einigen wunderbaren und zum Nachmachen einladenden Rezepten, verdient in meinen Augen nur eines: eine 5-Sterne-Bewertung.

Vielen Dank liebe Andrea, für diesen wunderbaren Lesegenuss und ich freue mich schon jetzt sehr auf Dein nächstes Buch.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Law Enforcement: Los Angeles

Freya Miles , Nadine Kapp
Flexibler Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 21.03.2018
ISBN 9782919801589
Genre: Romane

Rezension:

Auf das Buch wurde ich im Vorfeld zur LoveLetter-Convention 2018 aufmerksam, da die Autorin Freya Miles bei der Veranstaltung dabei sein sollte.

Da der Klappentext sehr gut klang, lud ich mir das Buch für die Busfahrt auf meinen Reader und schmökerte los, als mich der Bus nach Berlin brachte.

Der Anfang der etwa 190 Seiten langen Geschichte gestaltete sich langatmig und ich kam zuerst mit den Figuren überhaupt nicht klar.

Die Geschichte wird in der Ich-Form abwechselnd von Aiden und Kate erzählt. Dies soll wahrscheinlich bewirken, dass die Figuren an Tiefe gewinnen und man eher eine Beziehung zu den beiden aufbaut. Kate wird im Klappentext als starke Frau geschildert, die eine traumatische Erfahrung machen musste und Aiden ist der Cop, der erst ihren Fall betreut und dann eine Beziehung zu ihr aufbaut.

Ich muss sagen, dass ich Kate nicht als starke Frau sondern teilweise als Nervensäge empfunden habe. Wenn ich so eine traumatische Erfahrung mache, hüpfe ich nicht dem erstbesten Mann in die Arme, sondern versuche erstmal damit klar zu kommen. Dass ich so einer Situation keine wirkliche Beziehung aufbauen kann und will ist klar.

Aber auch Aiden – ganz ehrlich? Sein Handlungsstrang war noch unrealistischer. Er wird schwer verletzt und muss vom Dienst pausieren. Kaum wieder in der Dienststelle wird er bei einer Messerattacke schwer verletzt und nur wenige Tage später wird auf der Dienststelle ein Massaker verübt. Das war für mich zu viel des Guten. Und natürlich gönnt sich der Supercop keine Pause und schnappt den Bösen. Ja nee, ist klar.

Der Leser wird auch ziemlich im Regen stehen gelassen, was die „Randnotizen“ betrifft. Warum handelt der Täter so? Was ist mit dem angeschossenen Kollegen?

Die Autorin schafft es auch leider überhaupt nicht, bei mir Emotionen zu wecken. Gerade was die Beerdigung des Cops angeht. Da war nichts. Keine Emotion, kein Gefühl – weder im Schreibstil der Autorin noch bei mir als Leserin.

Dazu kamen die Ungereimtheiten. Welches Polizeirevier ist mit nur 6 Personen besetzt? Das ist nicht authentisch, in keinster Weise.

Das Grab eines Hollywoodstars frei zugänglich für alle und man kommt einfach so ran? Eher unwahrscheinlich, denn bei Stars verkommen Gräber schnell zu Pilgerstätten und sind daher abgeschottet.

Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll. Der Schreibstil war im Grunde so das die Geschichte fesselt, das man weiter lesen will. Aber all die Ungereimtheiten in der Geschichte … die gehen meines Erachtens nicht.

Hinzu kam, dass die Gefühle der beiden, die Ängste von Kate, eigentlich gut und eindringlich und somit auch sehr glaubhaft geschildert wurden. Doch dann kam die Wendung. Seitenweise Seelenqualen und Ängste – gefühlt 180 Seiten und dann … auf den letzten 10 Seiten dann die Wendung? Das ging mir viel zu schnell und machte dann die Geschichte wieder unglaubhaft.

Für mich war es das erste Buch der Autorin. Ob ich noch einen weiteren Band hinterher schieben werde, weiß ich noch nicht. Dieses Buch bekommt auf jeden Fall nur 3 von 5 möglichen Sternen.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Mami Fee & ich - Der große Cupcake-Zauber

Sophie Kinsella , Anja Galić , Frau Annika
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei cbj, 05.03.2018
ISBN 9783570175088
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es ist, glaube ich, mein drittes Buch der Autorin Sophie Kinsella: Ich habe einen ihrer Romane gelesen, deren Titel ich euch nicht einmal mehr sagen kann. Ich habe ihr Jugendbuch „Schau mir in die Augen, Audrey“ gelesen und nun dieses Kinderbuch.

Es ist der Auftakt ihrer ersten Kinderbuchreihe und der Klappentext verspricht mir eine fantasievolle und sehr witzig-chaotische Geschichte. Ich war gespannt, ob Sophie Kinsella mich mit dem dritten Versuch von sich als Autorin überzeugen kann oder ob ich nun aufgebe.

„Mami Fee & ich“ erzählt die Geschichte der eigentlich ganz normalen Familie der 7-jährigen Ella, die aus dem Babybruder, dem Papa und natürlich der Mama besteht. Wie gesagt, eigentlich normal … wäre nicht die Mama eine Fee. Eine chaotische Fee, deren Zaubersprüche ihr regelmäßig um die Ohren fliegen, also sehr oft schief gehen. Ella muss oft eingreifen und helfen – nur gut das sie eine kleine Fee ist 🙂

Das Cover zum Buch ist sehr witzig, sehr ansprechend gestaltet und zieht mit seinem rosa-gehaltenen Grundton die Mädchen magisch an.

Die Mischung des lustigen Covers, des Titels und des Klappentextes sind genau durch dacht, machen Lust darauf das Buch zu lesen und … man wird nicht enttäuscht. Ich konnte mich auf 110 Seiten beim Lesen köstlich amüsieren und hab viel gelacht. Das ich durch die 110 Seiten schnell durch war, liegt natürlich an der Geschichte. Aber auch an der großen Schrift und den kurzen Sätzen, was gerade für die jungen Leser ein sehr großer Pluspunkt ist. Dazu gibt es viele schöne Zeichnungen, die die Geschichte auflockern und bildlich rüberbringen. Da macht es gleich noch mal soviel Spaß, durch das Buch zu blättern.

Sophie Kinsella schafft es in dem Buch, witzige und unterhaltsame Einfälle mit einer kleinen „Botschaft“ zu verknüpfen. Nämlich das Ehrlichkeit und Freundschaft im Leben sehr wichtig sind.

Aber: Es wäre das erste Buch von Sophie Kinsella, das mir ohne Kritikpunkte gefallen hätte. Leider habe ich auch hier etwas, was mich stört. Ich weiß nicht, ob es an der Autorin selbst, ihrer Schreibweise liegt oder ab es an der Übersetzung hapert.

Ich komme mit dem Sprachstil von Sophie Kinsella nicht wirklich klar, er gefällt mir einfach nicht. Im Gegenteil, an manchen Stellen nervt er mich. Vor allem bei Wiederholungen, wenn diese dann auch noch so einfallslos sind. Dieses wuzzi wuzzi buzzi, Hokuspokus, – ibus…. zum Beispiel. Das ging mir irgendwann nur noch auf die Nerven.

Da der Schreibstil, das sprachliche, für mich sehr wichtig ist und natürlich einen Großteil des Buches ausmacht, gibt es hier einen Abzug von 1 ½ Punkten.

Daher: von mir gibt es für das Buch diesmal 3 ½ von 5 möglichen Sternen.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Robin - High in the Sky

Charlotte Taylor
E-Buch Text
Erschienen bei Independently published, 01.06.2018
ISBN B07D2J8Z4B
Genre: Romane

Rezension:

Es passiert eigentlich nur sehr selten, dass mich ein Buch so sprachlos zurück lässt, dass ich tagelang darüber nachdenke, was ich in die Rezension hineinschreibe. Es passiert sehr selten, dass mich ein Buch menschlich und emotional so sehr packt, dass ich es am liebsten gar nicht mehr loslassen würde.

Charlotte Taylor hat es geschafft. Zuerst habe ich das Buch atemlos gelesen, nicht mehr los lassen wollen und dann habe ich tagelang um die richtigen Worte gekämpft. Und auch jetzt, während ich diese Rezension schreibe, weiß ich nicht ob ich das rüberbringen kann, was das Buch in mir ausgelöst hat.

Worum geht es?

Was war der beste Tag in deinem Leben? Für Antworten auf diese Frage haben Anwältin Robin Stewart und Entwicklungshelfer Sky Forrester gerade gar keinen Sinn, sind sie doch mit Schadensbegrenzung ihrer jüngsten Katastrophen beschäftigt. Sie flüchtet aus Schottland, er aus Äthiopien, und das Schicksal mit seinem unvergleichlich schrägen Sinn für Humor bringt die beiden verlorenen Seelen in San Francisco zusammen. Dort entspinnt sich langsam eine zarte Freundschaft. Vorurteile weichen Verständnis, verdrängte Tragödien fördern die Sehnsucht und plötzlich finden sie sich wieder auf einer atemberaubenden Suche nach der Wahrheit, die sie über drei Kontinente und zu erstaunlicher Erkenntnis führt.

Es ist eine Geschichte über den Sinn des Lebens. Ein Geschichte, geschrieben mit vordergründiger Leichtigkeit, gewürzt mit hintergründigem Tiefsinn und warmherzigem Humor. Eine Mischung, die an das Buch fesselt.

Robin hat es mir im ersten Moment nicht leicht gemacht, aber nach wenigen Seiten hatte sie mich mit ihrer Art gepackt. Ihre Wut über den Verrat ihres Partners, dass auf das Abstellgleis schieben ihres Großvaters und ihre Hilflosigkeit mit dem Gefühlschaos haben mich überzeugt, auf ihre Seite gezogen. Denn all diese Gefühlsfacetten hat Charlotte Taylor sehr glaubhaft und lebensnah geschildert. Jede Regung, jeden Kommentar und jede Handlung nimmt man ihr ab.

Ihre erste Begegnung mit Rosalynd – einfach nur herrlich. Ich hab Tränen gelacht. Womit wir hier schon meiner r absoluten Lieblings-Nebenfigur sind. Ihre Lebensweisheit, ihre Einmischungen und ihre Art, über andere zu „bestimmen“ – bei ihr fühlte ich mich wohl.

Die Geschichte von Sky hat mich dann richtig gepackt und seine Geschichte war auch die, die mir am meistens ans Herz ging. Mit ihm habe ich mitgelitten und mitgefiebert.

Und das ist auch der Punkt des Buches, wo es von einem einfach Liebesroman in einen Liebesroman mit überraschender Tiefe und einem ernsten Thema umschwenkte.

Entwicklungshilfe ist ein Thema, dass mir in Büchern (bisher) noch nicht weiter aufgefallen ist. Und die Schattenseiten der Entwicklungshilfe, das Schmieren der Behörden und die Angriffe und Erpressungen kommen sowieso nicht zur Sprache. Dabei ist das mit Sicherheit allgegenwärtig, auch das Gelder aus diesen Organisationen veruntreut werden. Und dass damit eine eigentlich gute Sache zerstört wird, schlecht gemacht und verunglimpft wird.

Charlotte Taylor schafft es in dem Roman, diese Seite zu beleuchten. Sie weißt auf diese Missstände hin, ohne zu verurteilen und ohne den Zeigefinger zu erheben. Sie macht auf (Roman)Schicksale aufmerksam, die aber so und so ähnlich mit Sicherheit gerade in diesem Teil der Erde immer wieder zukommen.

Dabei entwickelt sie einen Schreibstil, der Spannung aufbaut, obwohl es kein Krimi ist. Der mich atemlos zurücklässt, obwohl nichts gruseliges oder „mörderisches“ passiert. Sie hat eine Art, zu erzählen, die in das Buch einsaugt.

Dazu kommen die Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten: Egal ob Großstadt oder Dorf, die Autorin beschreibt es so detailreich, dass man das Gefühl hat, die gleiche Luft wie Robin und Sky zu atmen, das gleiche zu sehen und wahrzunehmen wie sie.

Wie oft habe ich beim Lesen des Buches zu meiner Familie gesagt: „Ich komme gleich, nur noch die eine Seite.“? Ich weiß es nicht. Es muss aber sehr oft gewesen sein, denn ich bin sehr schnell mit dem herrlichen Buch durch gewesen.

Charlotte Taylor schreibt auch als Carin Müller Bücher und da hat sie es mit „Tage zwischen Ebbe und Flut“ geschafft mich so zu begeistern. Für dieses Buch habe ich damals 5 von 5 Sternen gegeben. Dieses Buch hier konnte mich allerdings noch mehr begeistern und eigentlich müsste ich 6 von 5 Sternen vergeben.

Da das aber nicht geht, bekommt dieses Buch von mir 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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167 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Das Erbe der Königin

Philippa Gregory , Barbara Först
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.01.2010
ISBN 9783404163892
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach langer Zeit habe ich mich wieder zu einem Buch von Philippa Gregory gegriffen. Seit ich meinen Blog betreibe, ist es sogar das erste. Dabei gab es eine Phase, wo ich historische Romane – unter anderem von ihr – regelrecht verschlungen habe.

Das Erbe der Königin führt und zurück in die Zeit von Heinrich VIII. In eine Zeit und zu einem König, der seinen Frauen gegenüber – und auch gegenüber seinen Freunden und Feinden – nicht grausamer sein konnte.

Sechs Ehefrauen soll er gehabt haben – dieses Buch begleitet seine Frauen Nr. 4 und 5 durch die sehr kurzen Ehen mit ihm und zeigt das Leben der beiden an seiner Seite.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von drei Frauen. Anna von Kleve – Ehefrau Nummer 4; Katherine Howard – Ehrenjungfer von Ehefrau Nummer 4 und spätere 5. Ehefrau. Und als drittes kommt Jane Boleyn zu Wort. Sie ist eine sehr intrigante Ehrendame. Eine, die fast allen Frauen gedient hatte; die die Schwägerin von Nummer 3 war und sie wohl mit ihrer Aussage in den Tower brachte.

Durch die jeweiligen Überschriften der Kapitel weiß man sehr gut, wer gerade erzählt. Man bekommt durch die Art des Erzählens einen guten Einblick in der Gedanken- und Gefühlswelt, lernt alle drei so sehr gut kennen und kann sich sehr gut entscheiden, ob man sie mag oder nicht. Man kann sehr gut Beziehungen, welcher Art auch immer, zu den Figuren aufbauen.

Anna von Kleve mochte ich von Anfang an. Sie war mir sympathisch, konnte mich begeistern und entfachen, auch wenn sie manchmal sehr einfach und auch naiv wirkte.

Katherine Howard war einfältig, egoistisch und so was von selbstverliebt, dass es schon abstoßend wirkte. Ihr „Mal sehen, was habe ich ….“ – dieser Gedankengang mit dem viele Kapitel begannen, nervte mich. Sie war sich selbst am nächsten – ich bin fast versucht zu glauben, dass der Spruch „Erst ich – dann eine ganze Weile nichts.“ nur von ihr stammen kann. Ihre Art und Weise, sich alles schön zu reden und zu denken, ihr kann schon nichts passieren weil alle von ihr begeistert sind, nervte schon sehr bald.

Aber das war nichts im Vergleich zu Jane Boleyn. So eine intrigante Person, so eine falsche Schlange – sie hat mich von ihrem Verhalten her total abgestoßen. Auch wenn sie oft – fast immer – von „oben“ – von einem noch intriganteren Verwandten – gelenkt wurde: ihr Art, alles mitzumachen widerte mich an. Bei ihr hatte ich das Gefühl, das sie eines überhaupt nicht kann und das ist selbstständiges Denken. Das ging bei ihr überhaupt nicht. Und als sich dann die Schlinge um ihren Hals zuzog, versuchte sie noch das Schicksal abzuwenden. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich hier absolut kein Mitleid hatte.

Durch die Art, die Geschichte zu erzählen, nämlich aus 3 Perspektiven, kam es vor, dass man eine Szene auch mehrfach erzählt bekam. Teilweise war es für das Verständnis gut, aber größtenteils machte dies die Geschichte etwas langatmig.

Der Roman gibt tolle und interessante Einblicke in die damalige Zeit. Die Machtspielchen am Hofe waren schon unglaublich – und das alles ganz ohne Technik und ohne sogenannte Fake-News.

Nur der Mensch alleine, seine Schwächen und Tratsch – nur diese Komponenten waren hier ausschlaggebend. Falsche Berater, die nur die eigenen Interessen vertreten – mehr braucht es nicht. Es war so ganz anders als heute und doch ist es gleich: man könnte aus der Geschichte lernen und tut es dann doch nicht.

Es ist faszinierend, wie schnell man von einem Freund Heinrich dem VIII zu einem Feind werden kann. Wie schnell durch Intrigen und auch durch das zur Schau stellen weiblicher Reize, weiblicher Finesse, eine Ehe beendet wird. Heinrich VIII war da nicht zimperlich – und Anna von Kleve kam, den Geschichtsbüchern und diesem Roman zu Folge noch gut weg.

Die bildhafte und teilweise gestelzte Sprache passte gut zum Buch und den beschriebenen Ereignissen.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne und weitere Bücher der Autorin sind bereits auf meiner Wunschliste gelandet.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Leider verliebt (Herzchenkonfetti 4)

Sandra Henke
E-Buch Text: 105 Seiten
Erschienen bei null, 04.04.2018
ISBN B079SN1CFG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin menschlich ein großer „Fan“ von Sandra Henke, mit ihren Bücher konnte mich die Autorin bisher aber nicht zu Begeisterungsstürmen bewegen. Sie schreibt einfach nicht die Art von Büchern, die mich begeistern können.

Bis jetzt. Ich habe irgendwann im letzten Jahr den ersten Band der Herzchenkonfetti-Reihe gelesen, der in meiner Erinnerung nicht schlecht war – hier fehlt noch die Rezension dafür, fällt mir gerade auf – aber auch nicht zu 100 % bei mir eingeschlagen ist.

Ganz anders „Leider verliebt“. Diese wunderbare Kurzgeschichte konnte mich begeistern und berühren, regelrecht verzaubern.

Was die Autorin diesmal anders gemacht hat? Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung. Aber in diesem Buch passte alles.

Zuerst Zoey, die Poetry-Slammerin, die sich in die Einöde zurückzieht, um hier abgeschieden ihre traurigen Texte verfassen will. Dabei steht sie unter einem enormen Druck, denn ihr Verlag hat bereits, auch ohne das das Buch auch nur ansatzweise begonnen wurde, die Werbemaschine angelaufen. Der Druck wächst – zum einen von Seiten des Verlages her, zum anderen setzt sie sich auch selber unter Druck.

Sie kann nur poetisch schreiben, wenn sie in der entsprechend traurig-miesen Stimmung ist. Wenn die Liebe, das Herzklopfen, einen großen Bogen um sie machen. Aber all das torpediert Matt. Matt, der sexy Handwerker, der gerade in „ihrem“ Leuchtturm, ihrem Rückzugsort, baut und damit ihr Seelenleben komplett aus der Bahn wirft. Oder doch wieder ins rechte Lot rückt? Das kann man natürlich sehen wir man will.

Ich fand die Einblicke in die Arbeit von Zoey beeindruckend. Sandra Henke beschreibt hier den Druck, den sich Zoey macht und den Zoey bekommt, sehr gut. Man kann diese Gedanken und Gefühle gut und gern auf andere Autoren übertragen. Autoren, die unter Zeitdruck – sei es vom Verlag oder vom Leser gemacht – ein neues Buch schreiben. Autoren, die eine Blockade haben und wissen, sie müssen sie überwinden – koste es was es wolle.

Dabei beschreibt Sandra Henke ihre Protagonistin so glaubhaft und lebensnah, dass man ihr jede Gefühlsregung abnimmt. Sie wird real, sie wird echt, sie wird zu einer Freundin, die ihre Geschichte erzählt.

Obwohl die Geschichte recht kurz ist, hat Sandra Henke es diesmal geschafft: Sie konnte mich überzeugen und begeistern. Sie webt eine wunderbar romantische Geschichte um Zoey und Matt, garniert das Ganze mit wunderbaren bildhaften Beschreibungen der Halbinsel Nova Scotia. Mit ihren Beschreibungen der Landschaft und auch des pinken Leuchtturms (gibt es den wirklich?) erweckt sie dabei noch so ganz nebenbei das Fernweh.

Zoey ist so wunderbar chaotisch und dabei so liebenswert – ihr gönnt man das Glück von ganzem Herzen.

Ich hatte erst Bedenken, das die Geschichte auf Grund ihrer Kürze unausgereift ist. Das sie sich „verhaspelt“, rennt und springt und ich dann irgendwann genervt bin. Doch die Autorin schafft es, auch in der Kürze der Geschichte, alles rund zu machen, zu einem würdigen Ende zu kommen und dabei die Story und die Protagonisten reifen zu lassen.

Und nun? Nun vergebe ich für diese Geschichte gerne 5 Sterne, werde mit Sicherheit die beiden mittleren Bände noch lesen und lege dieses Buch jedem an Herz, der mal eine Geschichte aus der Feder von Sandra Henke lesen möchte.

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Spreewaldrache

Christiane Dieckerhoff
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548289519
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi „Spreewaldrache“ von Christiane Dieckerhof ist der dritte Teil einer Reihe und gleichzeitig das erste Buch der Autorin, zu dem ich greife.

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch ein Posting auf Facebook und bekam ein paar Tage später das Buch – signiert – direkt vom Verlag zugesandt. An dieser Stelle bereits ein „Danke“ dafür.

Da ich gerade Lust auf einen Krimi verspürte, begann ich es zeitnah zu lesen. Ich freute mich auf einen Ausflug in den Spreewald – ich bin auch im realen Leben gerne mal dort – und auf gute Unterhaltung.

Die Autorin hat einen recht modernen und lockeren Schreibstil, dadurch lässt sich das Buch recht gut und flott lesen. Das Buch ist recht kurzweilig, gerade weil man auch ein wenig über den Spreewald und die Kahn-Dynastien lernt.

Aber: die Geschichte plätschert  nur so dahin. Obwohl die Handlung vielseitig ist und die ein oder andere Überraschung parat hält, ist vieles, wenn man die Geschichte genau verfolgt, dann doch vorhersehbar. Es werden ständig recht schnell die Fakten präsentiert, man wird förmlich mit der Nase auf den Täter gestoßen, so dass das von mir so geliebte „mitermitteln und mitraten“ ausgeblieben ist.

Für mich bleiben die Charaktere blass und ohne Tiefe, sie bleiben mir während der gesamten Geschichte fremd und sosehr ich mich auch bemühe: es fällt mir schwer eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Für mich gab es bei der Geschichte einen großen Pluspunkt: die Autorin nimmt sich die Zeit und beschreibt die Schönheit des Landstriches so, dass man Lust auf einen Ausflug dahin bekommt.

Negative Punkte gab es für mich dagegen sehr viele:

Ich habe den durchgängigen Spannungsboten und das atemlose Tempo vermisst, was für mich einen guten Krimi ausmacht. Die Handlung plätschert nur und fließt nicht wirklich. Erst zum Ende hin nimmt die Geschichte Fahrt auf und wirkt dann leider zu überhastet. So als wäre die maximale Seitenzahl gleich erreicht und die Geschichte muss jetzt zum Ende gebracht werden.

Mir ging auf die Nerven, dass gefühlt jeder jeden duzt. Auch die ermittelnden Beamten duzen fröhlich jeden – Kollegen, Opfer, Verdächtige. Diese Flapsigkeit mochte ich nicht.

Die Verweise auf die beiden Vorgängerbände sind ja gut und schön – aber wenn man die nicht kennt bleiben viele Fragen offen. Und ehrlich gesagt, verführt mich das gerade nicht dazu, die beiden vorherigen Bände noch lesen zu wollen.

Für mich hat sich der literarische Ausflug in den Spreewald dahin gehend gelohnt, das ich da nun gern mal wieder hin will. Aber ich konnte leider keine neue Autorin für mich entdecken, denn ob ich noch einmal zu einem Buch der Autorin greife ist eher ungewiss.

Von mir gibt es, auf Grund der Kritikpunkte, magere 2 ½ von 5 möglichen Punkten.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Vier Hochzeiten und ein Highlander

Poppy J. Anderson
E-Buch Text: 396 Seiten
Erschienen bei Independently published, 29.03.2018
ISBN B07BL5KYWW
Genre: Liebesromane

Rezension:

In der Rezension zu „Vier Hochzeiten und ein Ex“ habe ich die Bücher von Poppy J. Anderson mit Schokolade verglichen, die man sortenweise mag oder eben nicht. Der zweite Teil der Reihe ist für mich, wenn ich bei dem Vergleich bleiben möchte, Edelbitterschokolade mit Chili. Ich beiß mal ab, ess vielleicht auch noch ein großes Stück, aber die pure Begeisterung bleibt aus.

Manchmal habe ich im Poppy-Universum das Gefühl, das ich die einzige bin, die etwas zu kritisieren habe. Dass ich eine der wenigen bin, die sich trauen, auch Kritik zu äußern. Und dabei mag ich Poppy als Mensch – sie ist einfach eine tolle Frau.

Aber nun mal zu Buch.

Der Schreibstil der Autorin verändert sich überhaupt nicht: immer witzig, schlagfertig und so wunderbar flüssig geschrieben, dass sich die Geschichte, wie gewohnt, sehr schnell weglesen lässt.

Die Wortwahl ist manchmal … naja, vielleicht altbacken, retro. Als Cameron „gluckste“ habe ich nicht einen gestandenen Mann, einen Highlander von mir gesehen, sondern ein kleines, pausbäckiges süßes Baby. Denn Babys glucksen, Erwachsene Kichern oder Lachen. Das mag meine Meinung sein, meine Wahrnehmung und wahrscheinlich kleinlich, aber das hat meinen Lesefluss gestört. Denn ich hab erstmal geschaut, ob ich was verpasst habe (vielleicht haben sie ja jemanden mit Baby getroffen) und war dann irritiert.

Bereits am Anfang weiß man, wie die Geschichte ausgeht und ich weiß leider auch schon ansatzweise, was im nächsten Band passieren wird. Und das hat mir direkt die Vorfreude auf das Buch genommen.

Während sich die Geschichte am Anfang und auch im Mittelteil sehr zog – immer wieder die gleichen Beobachtungen von Harper … er vertraut mir nicht, er gibt nichts preis von sich … und die Heimlichtuerei von Cameron, der der Meinung war sich nicht öffnen zu müssen – ging mir das Ende dann viel zu schnell. Viel zu schnell und unausgereift kam die Versöhnung.

Auch die Veränderung von Harper von der Brautzilla, die mich im ersten Band extrem genervt hatte zu einer vollkommen entspannten Frau ging mir viel zu schnell und war unglaubwürdig. So schnell kann man sich nicht ändern.

Cameron mag zwar ein sexy Typ sein, der so manches Frauenherz erobert. Aber meines konnte er leider nicht für sich gewinnen. Er konnte anklopfen, daran kratzen, aber durch seine Art die wichtigen Fakten von sich nicht preiszugeben, hat mich abgestoßen.

Es ist unterm Strich ein schönes Märchen über die plötzliche, unerwartete Liebe die zu einer sofortigen Heirat hinreißen lässt und versüßt dem Leser mit Sicherheit die Ferien, den Tag am Strand etc.

Aber es ist kein Buch das mich – und da bin ich scheinbar die einzige – in Jubelstürme ausbrechen lässt. Dennoch bin ich schon auf den dritten Band gespannt – auch wenn ich leider schon weiß was passieren wird. Hier bin ich gespannt, ob Poppy J. Anderson noch eine Überraschung für uns haben wird.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen – es war leider nicht meine „Lieblingsschokolade“.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

afrika, enttäuschung, geplatzte hochzeit, hochzeit, hochzeitsreise, honeymoon, humor, liebe, liebesroman, mia leoni, reise, roadtrip, verlust

Africa in Love: Honeymoon mit Hindernissen

Mia Leoni
E-Buch Text
Erschienen bei null, 28.03.2018
ISBN B07BRWSZ75
Genre: Romane

Rezension:

Von der Autorin Mia Leoni, die ich dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse erstmals treffen durfte, habe ich noch nicht so viele Bücher gelesen – ich glaube es waren zwei bisher. Als ich jetzt auf „Africa in Love“ aufmerksam gemacht wurde, konnte mich die gelungene Mischung aus Cover und Klappentext sofort ansprechen und so musste ich es einfach lesen.

Ich war sehr gespannt auf die Geschichte, die auf Grund des Klappentextes eine Liebesgeschichte versprach. Klar, auf Grund des Klappentextes konnte man ahnen wie sie ausgeht – es ist halt bei Liebesromanen oft vorhersehbar – aber ich war gespannt wie uns die Autorin bis zum Ziel bringt.

Gleich zu Beginn ein Wort zum Schreibstil der Autorin: Ich finde ihn einfach nur herrlich. Er ist locker und leicht, fröhlich und humorvoll; das hat den wunderbaren Vorteil, dass man förmlich durch die Geschichten hindurchfliegt.

Dabei schafft die Autorin es, die Handlungsorte vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen. Ich habe förmlich die Weite Africas, die Lodges, aber hauptsächlich die Tiere vor mir gesehen. Ich war quasi mit auf Safari und habe die Luft angehalten, wenn ich mit den Protagonisten zum Beispiel die Nilpferde am Flussufer oder die Nashörner neben dem Truck beobachten konnte. Ich hatte Gänsehaut pur und der Wunsch, einmal nach Africa zu reisen, wurde beim Lesen des Buches immer größer.

Das war das, was mir am Buch ganz besonders gut gefallen. Und jetzt kommt das, was mich nicht so angesprochen hat. Und wenn ich mir die Rezensionen, die es zu dem Buch bisher so gibt, durchlese, bin ich die einzige die so empfindet.

Mein „Kritikpunkt“ sind die Protagonisten.

Mein Liebling ist Ben. Er wirkt zum Anfang arrogant, unsympathisch. Ganz wie ein Macho und Lebemann, der nur das Vergnügen im Kopf hat und mit Regeln nichts anfangen kann. Nach und nach merkt man aber, dass er hinter dieser „Schale“ ganz anders ist, ganz anders tickt und er sich nur so darstellt, um sich selbst zu schützen. Ihn mochte ich sehr und er war für mich die Figur, die am liebenswertesten und glaubhaftesten war.

Charlotte hat es mir nicht einfach gemacht. Ihre „Karrieregeilheit“ ging mir auf die Nerven, immer und überall auf dem Handy erreichbar zu sein und alles der Karriere unterzuordnen. Ich weiß, solche Frauen gibt es, aber ihre Art ging für mich gar nicht. Ihre Wandlung in Bezug auf ihre Karriere und ihre Verliebtheit kamen mir dann zu überraschend und zu schnell. Das war für mich alles andere als glaubhaft.

Die Wortgefechte zwischen ihr und Ben jedoch waren eines meiner Highlights. Das „sich anzicken“ und missverstehen – ich habe mich so sehr an die Anfänge meiner Beziehung mit einem Mann erinnert gefühlt, das ich sehr oft grinsen musste. Wir haben uns – allerdings in einem anderen Umfeld – auch lange so angezickt.

Michaela: Ihr passiert natürlich der Supergau jeder Reise: ihr Gepäck ist weg. Ärgerlich, sehr ärgerlich. Zumal da noch eine handbemalte Tasse ihrer kleiner Tochter drin war. Oh, da würde ich auch sehr traurig sein und mich grämen. Aber irgendwann muss es auch mal gut sein, irgendwann muss man auch mal darüber hinweg sehen. Und man sollte die Reise genießen, trotzdem und überhaupt. Denn wann kommt man schon mal wieder nach Africa? Ihre Art, sich runterziehen zu lassen – das war einfach nur nervig.

Mara hatte es bei mir am schwersten und trotz das mir ihr „Schicksal“ ans Herz ging – sie war die nervigste Protagonistin von allen. Sie ging mir bis zum Ende hin in gewaltig gegen den Strich. Sie hat so einen richtigen Tunnelblick, sieht Fehler nur bei anderen aber nicht bei sich selbst. Sie hatte es in der Hand. Sie hätte die Trennung verhindern können. Aber ihr war ihr Freund egal, was er denkt und fühlt wenn er so von der Schwiegermutter überrannt und übergangen wird. Ich will nicht sagen dass seine Reaktion die feine englische Art war, aber es war absehbar. Jeder, aber wirklich jeder Mann würde bei der Konstellation die Reißleine ziehen.

Mit ihrer Stimmung, ihrem rumgezicke hat sie mir die Reise durch Africa ein wenig „ruiniert“. Mit ihr an meiner Seite habe ich mich gestresst und gestört gefühlt und hätte sie zu gern angebrüllt „Komm runter und denk mal nach.“ Aber bei dem Mama-Kind wäre das eh vergebene Liebesmüh gewesen.

Es kommt wie es kommen muss: natürlich gibt es ein Happy End. Und das ist gut so. Im Großen und Ganzen hat mich das Buch sehr gut unterhalten können. Es hatte seine kleinen Schwächen, die aber durch die wunderbaren Beschreibungen wenigstens teilweise ausgeglichen wurden.

Von mir bekommt der Honeymoon mit Hindernissen 3 1/2  von 5 Sternen mit der Tendenz nach oben.

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Vier Pfoten am Strand

Petra Schier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497933
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nun ist er also da – der neue „Hunderoman“ aus der Feder von Petra Schier. Schon das süße Cover, mit Boss als absoluten Hingucker, hat mich verzaubert.

Das dieser Roman von Petra Schier ein Liebesroman ist, dass weiß man in dem Moment, wenn man den Klappentext liest. Daher weiß man auch, was einem erwartet: nämlich ein Happy End. Und das ist auch gut so. Denn dann wird man nicht enttäuscht.

Es ist aber immer die Frage, wie der Weg zum Happy End erfolgt. Es kommt immer ganz auf diesen Weg an, ob man als Leser dann nach dem Lesen enttäuscht ist oder ob man das Buch zufrieden zuklappen kann.

Ich für meinen Teil kann sagen, das ich das Buch am Ende zufrieden zugeklappt habe. Es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen. Ich hatte Spaß daran nach Lichterhaven zu reisen und Ben, Christina und natürlich Boss über die Schulter zu schauen.

Boss 🙂 Gerade diesen wunderbaren Hund, der allen zeigt, wo es lang geht, gerade ihn hatte ich ganz fest ins Herz geschlossen. Er ist einfach nur wunderbar und seine Gedankengänge – die die Autorin in kursiv gesetzt hat – haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Auch Christina und Ben sind zwei Charaktere, mit denen man gut Leben kann. Gerade Christina war sehr menschlich, sehr nah und war mir von Anfang an Sympathisch. Auch und hauptsächlich wegen ihrer Liebe zu Hunden und der Stellung der Familie in ihrem Leben. Mit Ben hingegen musste ich erst warm werden und das hat eine Weile gedauert.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt witzig und flüssig, humor- aber auch gefühlvoll. Sie hat es geschafft, mich gut zu unterhalten.

Es ist ein weiterer Band einer Reihe, so dass wir liebgewonnene Charaktere aus dem Vorgängerband wiedertreffen und es werden schon jetzt Protagonisten eingeführt, die wahrscheinlich in nächsten Band eine tragende Rolle spielen werden.

„Das Problem mit den Männern, die einem zu Füßen liegen, ist,
dass man so leicht über sie stolpert.“

Mir hat das Buch, als leichte Sommerlektüre, sehr gut gefallen, auch wenn noch ein wenig Luft nach oben ist. Denn das überraschende Highlight fehlte mir irgendwie, es war doch recht vorhersehbar. Dennoch kann ich es mit gutem Gewissen weiterempfehlen und vergebe gerne 4 von 5 möglichen Sternen.

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Vier Hochzeiten und ein Ex

Poppy J. Anderson
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Independently published, 08.02.2018
ISBN B079CNRZXT
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bei den Büchern von Poppy J. Anderson ist es wie mit Schokolade: ich mag sie, aber die eine Sorte spricht mich mehr an als die andere. Mit der Titans-Reihe konnte sie mich nicht begeistern, die Taste-of-Love Reihe gefällt mir auf Grund des Grundthemas und der Rezepte sehr gut. Weitere Reihen, das muss ich gestehen, kenne ich nicht so gut, um mir ein Urteil bilden zu können.

Eines Tages flatterte mir Post ins Haus … die Einladung zu einer Hochzeit. Ich stutzte, da mir die Namen gar nichts sagten und brauchte eine ganze Weile, ehe ich merkte, dass es sich um einen genialen Marketing-Gag der handelte. Meine Neugier war geweckt und „Vier Hochzeiten und ein Ex“ landete auf meinem Kindle.

Worum geht es?

Blair kann es nicht fassen! Ihre Collegefreundin Harper bringt sie nicht nur dazu, für deren Hochzeit von New York nach Schottland zu fliegen, sondern erwartet von ihr zusätzlich, das wohl scheußlichste Brautjungfernkleid aller Zeiten zu tragen. Und als wäre das nicht schlimm genug, befindet sich unter den Hochzeitsgästen auch noch Blairs Exfreund Jake! Umgeben von Schafen, Dudelsackspielern und alten Burgen tut Blair ihr Bestes, um Jake aus dem Weg zu gehen, doch das ist leichter gesagt als getan, denn Jake denkt gar nicht daran, Blair zu ignorieren. Außerdem spürt Blair noch immer dieses Kribbeln, wenn Jake in ihrer Nähe ist. Bevor sie sich jedoch Gedanken um ihre Gefühle für ihn machen kann, nimmt das Wochenende eine Wendung, mit der sie niemals gerechnet hätte.

Der Einstieg in den Roman war ein wenig zäh, ein wenig langatmig und so musste ich mich die ersten Seiten zwingen, dran zu bleiben. Aber dann schaffte es die Autorin doch recht schnell, mich zu begeistern. Zuerst war es Harper, die mich packte. Nicht unbedingt im positiven Sinne – mit ihrer Verkrampftheit und ihrer Planungswut ging sie mir auf die Nerven. Sie konnte und wollte nicht loslassen, nicht entspannen und machte alle anderen in ihrer Umgebung verrückt. Aber trotzdem war sie, hinter dieser Schale, total liebenswert und süß, ich mochte sie.

Aber auch Blair wusste, sie sie am besten an mich rankam. Ihre Art, ihre Vorgeschichte mit Jake machte mich neugierig. Es dauerte eine ganze Weile, bis ihre Geschichte wirklich in Fahrt kam, aber es war herrlich mitzuverfolgen. Die Wortgefechte der beiden – ich musste mir mehr als nur einmal das laute Lachen verkneifen.

Leider hat Harper – obwohl es ja eigentlich Blairs Geschichte ist – gerade am Anfang sehr viel Raum eingenommen und so Blair die Gelegenheit genommen, sich richtig zu entwickeln. Das hat mich ein wenig gestört, schließlich bekommt Harper ja noch ihr eigenes Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig, die Geschichte war natürlich vorhersehbar, aber dennoch schön und abwechslungsreich gestaltet. Zudem ist die Geschichte witzig beschrieben, punktet mit sympathischen Charakteren und einer Location – einem Setting, das mich mich verzaubert und in mir die Sehnsucht weckt, endlich einmal nach Schottland zu reisen.

Alles in allem ein guter Roman zum Wegschmökern, der Lust auf Schottland macht. Ich habe ihn gerne gelesen und freue mich schon auf den zweiten Teil.

Von mir gibt es 3 ½ bis 4 Sterne für dieses Buch.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Rote Grütze mit Schuss (mp3-Ausgabe)

Krischan Koch , Bjarne Mädel
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 01.09.2014
ISBN 9783862314324
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Dorfpolizist Thies Detlefsen hat auf seiner Außenstelle im nordfriesischen Fredenbüll eigentlich ein sehr ruhiges Leben. Die 176 Seelen Gemeinde bietet ihm kaum mehr als Falschparker und sonstige Kleinkriminalität. Deshalb sitzt ihm die Verwaltung im Nacken und will seine Nebenstelle schließen.

Als Biobauer und Frauenheld Jörn Brodersen tot und ziemlich zugerichtet in seinem eigenen Mähdrescher gefunden wird, ist für Polizeiobermeister Detlefsen klar: Das war Mord – ein echter Mord, in seinem Zuständigkeitsbereich. Auch verschwindet zur gleichen Zeit die hübsche Swantje Ketels spurlos – war es eine Entführung?

Aufgrund der Fülle der Ereignisse wird für die Dauer der Ermittlungen die Kriminalhauptkommissarin Nicole Stappenbek aus Kiel nach Fredenbüll gesandt um mit ihm die merkwürdigen Fälle zu lösen.

Ein Küstenkrimi, der mal nicht auf Sylt oder in Hamburg, sondern praktisch im Nirgendwo spielt. In der kleinen Gemeinde kennt jeder jeden und jeder der Dorfbewohner scheint seine Geheimnisse zu haben. Alles ist sehr nah und an vielen Dingen mangelt es an Alternativen. So wird der einzige Postmann mal eben zum Gehilfen des Polizisten gemacht, die Dienstbesprechung in der einzigen Dorfkneipe „De Hidde Kist“ verlegt und alle Frauen haben Haare, Nägel und Bräunung aus dem Salon Alexandra, natürlich dem einzigen im Dorf.

Dadurch entsteht eine sehr dichte Atmosphäre, die Figuren haben tauchen in mehrfacher Funktion auf und die Zusammenhänge erschließen sich erst nach und nach.

Es handelt sich nicht um einen knallharten Krimi, sondern ist eine charmante Kriminalgeschichte mit viel Lokalkolorit. Die typisch norddeutsche Art gibt einem schnell das Gefühl, an einen bekannten Ort zu kommen – man kennt sich aus, obwohl einem alles neu ist.

Vor allem die Hauptprotagonisten in Form von Thies und Nicole geben der Geschichte eine tolle Würze – der etwas trottelige Dorfpolizist hat einen guten Instinkt und die abgeklärte, heuschnupfengeplagte Kommissarin bringt mit all ihrer Erfahrung und ihrer ruhigen Art nicht nur den Fall voran.

Da ich die Geschichte als Hörbuch konsumiert habe, ergeben sich daraus besondere Fragen: War die Geschichte gekürzt? Nein, es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit über 6 Stunden Spieldauer. Da das Ganze im mp3-Format auf CD gepresst wurde, fiel zum Glück das Wechseln der CDs aus. Andererseits lag das Hörbuch schon eine Weile im Regal, da mein altes Auto keine mp3-CDs unterstützt hat – alles hat eben Vor- und Nachteile.

Zum Sprecher: Ich gebe es zu – am Anfang fand ich Bjarne Mädels Lesart furchtbar. Innerhalb der ersten Stunde des Hörens wollte ich mehrfach abschalten. Ob das am Buch oder der Sprechweise des Schauspielers lag, kann ich im Nachhinein nicht mehr genau sagen. Zum Glück habe ich es aber sein gelassen. Je mehr die Geschichte fortschritt, desto besser wurde es. Die unterschiedlichen Personen wurden immer prägnanter getroffen und so entstand erst die beschriebene Tiefe der Erzählung.

Wer auf einen flockig leichten Krimi mit skurrilen Charakteren und dem besonderen Flair aus ist, der macht mit dem ersten von 6 Geschichten dieser Reihe von Krischan Koch nichts falsch. Beim Hörbuch ist etwas Geduld zur Gewöhnung gefragt, dann aber ist es ein wunderbares Buch. Allzu viel Tiefgang ist nicht erwarten, aber dafür lässt es sich locker am Stück hören, ohne dass es langweilig wird. Anderseits sind auch längere Pausen kein Problem, da die Anzahl der Handelnden, ebenso wie die Erzählweise einen nie überfordern.

Mein Fazit: Nicht perfekt, aber eine wirklich nette Geschichte! 4,5 von 5 Sternen, das ist doch schon mal was.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der Duft von Rosmarin und Schokolade

Tania Schlie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783956497810
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auf der Leipziger Buchmesse, am Stand des Mira Verlages, bin ich eher durch Zufall über das Buch „gestolpert“, das mich mit seinem Cover und dem Klappentext sofort ansprechen konnte.

Als ich das Buch dann später in den Händen hielt und die ersten Seiten las, gefiel es mir auf Anhieb und es vertiefte mich komplett darin. Gerade die ersten fliegen nur so dahin und ich war gleich mit Maylis in dem Delikatessenladen. Die Autorin beschreibt ihn so gut, so detailliert, dass ich mich darin gleich zurecht gefunden habe und förmlich meinte, den Duft zu erschnuppern, die Auslagen zu sehen. Auch die Szene mit der nervigen älteren Dame, die grundsätzlich immer mit ihrem Hund kommt, hatte ich bildlich vor Augen und musste mir ein Grinsen verkneifen.

Maylis ist eine Hauptfigur, die auf mich einen glaubhaften und sympathischen Eindruck gemacht hat. Mit ihrer liebenswerten und sanften Art kann sie begeistern und die Schilderungen ihres Alltags lassen den Leser sehr nah an sie ran. Allerdings gibt es auch hier einen Haken: sie war mir manchmal ein wenig zu naiv.

Was mir auch nicht gefallen hat – aber das ist wirklich eine sehr persönliche Meinung – ist das Maylis gefühlt jeden Abend Alkohol trinken muss, um einen schönen Abend zu haben. Heisst das, das man nur einen schönen Abend hat wenn man Wein und ähnliches trinkt? Das man sich nur dann amüsieren kann? Wenn man das Glas Wein am Abend einmal erwähnt gut, aber das als ständige Wiederholung ist dann doch nervig.

Wen Maylis dann zum Schluss „abbekommt“, wer der Partner an ihrer Seite wird, ist schnell klar und bietet keinerlei Überraschungen. Es ist in der Hinsicht ein sehr vorhersehbarer, ruhiger Roman, der nur wenige Steigerungen im Laufe des Buches erfährt. Zuerst hat man den Eindruck, alles plätschert nur so vor sich hin, zum Ende hin geht dann alles sehr schnell. Viel zu schnell eigentlich. Und – leider – zu glatt.

In meinen Augen lebt das Buch von den sehr detailreichen Beschreibungen von leckerem Essen, tollen Gewürzen und Zutaten, die für Appetit sorgen und den Wunsch in mir geweckt haben, sofort loszukochen. Es lebt auch von den teilweise sehr realen Schilderungen der Kunden, die immer wieder zum Schmunzeln anregen.

Mir fehlt hier, um mal bei Zutaten zu bleiben, eine große Portion Dynamik in der Geschichte, eine Prise Dramatik und vielleicht ein kleiner Hauch Erotik. Das hätte das Buch zum Leben erweckt.

Wer also einen ruhigen, unaufgeregten Roman sucht, der sich schnell wegschmökern lässt, ist mit diesem Buch sehr gut beraten.

Ich kann für dieses Buch auf Grund meiner Kritikpunkte nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Pizza, Pasta & Amore

Elke Becker
E-Buch Text
Erschienen bei null, 19.03.2018
ISBN B07BL5VM55
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich durfte den neuen Roman von Elke Becker schon vorab lesen und habe mich daher im kalten Winter gedanklich nach Italien, genauer gesagt nach Rom, begeben.

Worum geht es?

Wünscht sich nicht jede Frau den ultimativen Heiratsantrag? Julia Hadorn geht es da nicht anders. Nach einem romantischen Antrag wird ihr allerdings mehr als heiß und das liegt nicht nur an den Worten ihres Liebsten. Der Abend endet im Fiasko.
Drei Jahre später ist Julia immer noch Single. Doch ihr Traumjob rückt endlich in greifbare Nähe. Deshalb reist sie nach Rom, um dort ihr italienisch zu perfektionieren.
Für Liebe bleibt da keine Zeit. Doch Rom hat ganz andere Pläne mit Julia …

Das Buch erzählt die Geschichte von Julia, die in Italien noch einmal neu anfangen will. Ihr zur Seite gestellt werden zwei Frauen – Charlotte, die mit dem Feuer im Blut und Elena, die kleine Heilige die immer anderen hilft und sich dabei selbst vergisst. Die beiden werden wunderbar authentisch beschrieben und ihre Darstellung ist so plastisch, dass ich sie mir direkt vorstellen kann, dass ich sie direkt vor mir sehe.

Anders ist das  – leider – bei Julia. Sie bleibt für mich absolut farblos, blass. Ich kann mich weder in sie hineinversetzen noch zu ihr eine Beziehung aufbauen.

Was Elke Becker auch in diesem Roman wieder schafft ist, Sehnsucht in mir zu wecken. Fernweh, um es genauer auszudrücken. Wenn ich ihre Beschreibungen zu Rom lesen, möchte ich diese Stadt unbedingt einmal erleben. Ich liebe Italien, war schon in Florenz und überhaupt in der Toskana unterwegs und nun will ich unbedingt wieder dahin.

Die quasi literarischen Führungen durch Rom haben mir sehr gut gefallen, auch die Handlung an sich mit der typischen italienischen Leichtigkeit konnte bei mir punkten. Auch die Wortgefechte zwischen Julia und Oscar haben mir gefallen.

Dennoch: ich hätte mir einen Tick mehr Tiefgang bei der Geschichte und mehr Lebendigkeit gerade bei Julia gewünscht. Eine Hauptfigur, die mich nicht ihn ihren Bann ziehen kann? Damit hat das gesamte Buch es bei mir sehr schwer, zu punkten.

Ich hatte am Anfang noch die Hoffnung, dass sich meine „Beziehung“ zu Julia ein wenig ändern würde, aber leider war dies nicht der Fall.

Ansonsten ist der Roman aber sehr gut und kurzweilig geschrieben, so dass man durch das Buch recht schnell durch ist. Es lässt sich, kurz gesagt, gut wegschmökern.

Der Roman beschäftigt sich zum einen mit einer Beziehungsgeschichte – schließlich ist es auch ein Liebesroman und da erwarte ich auch nichts anderes. Die Autorin bringt dem Leser aber auch zum einen die Sehenswürdigkeiten der Stadt Rom näher, beschäftigt sich aber auch mit dem Sozialsystem Italiens. So werden hier auch Themen wie Armut und Arbeitslosigkeit angesprochen – ernstere Themen, die aber nicht überhand nehmen.

Nun fällt es mir sehr schwer, eine Wertung abzugeben. Doch das ich die Autorin kenne, ihr vorhergehendes Buch regelrecht geliebt habe und dieses Buch ein Rezensionsexemplar war, verändert meine Meinung nicht. Es gibt Kritikpunkte, Punkte die mir nicht gefallen haben.

Daher vergebe ich für dieses Buch 3 von 5 Sternen.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Barfuß im Sommerregen

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783734105531
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es gibt Autoren bzw. Autorinnen, da erwartet man ganz ungeduldig das nächste Buch, freut sich unbändig darauf das zu lesen. Eine solche Autorin ist für mich Angelika Schwarzhuber. Bisher habe ich jedes Buch verschlungen, das sie geschrieben hat und jedes Mal warte ich ungeduldig auf das nächste Buch.

Nun ist es endlich da, der neue Roman „Barfuss im Sommerregen“. Als ich es endlich in der Hand hielt, wusste das Cover sofort zu begeistern. Es ist sehr stimmig, passt zum Thema und macht Lust darauf das Buch zu lesen.

Worum geht es?

»Kostenloses Wohnen auf dem Bauernhof. Gegenleistung: Unterstützung unseres noch rüstigen Onkels Alfred.« Als Romy den Aushang im Supermarkt entdeckt, scheint das die Lösung all ihrer Probleme zu sein, denn die Singlemama aus München hofft auf einen Neuanfang auf dem Land. Alfred ist zwar wenig begeistert, doch nach anfänglichen Schwierigkeiten entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen Romy und ihm. Zusammen entwickeln sie dann auch eine Geschäftsidee, die dem Hof finanziell auf die Beine helfen soll – unterstützt durch Hannes, der Romy nicht gerade kaltlässt. Doch dann taucht der Vater ihres Sohnes auf und stürzt Romy in ein Gefühlschaos.

Das Buch erzählt also die Geschichte von Romy und ihrem Sohn. Mit Romy konnte ich mich sofort identifizieren. Ihre ganze Arzt und Weise, ihr Leben mit ihrem Söhnchen Tommi als alleinerziehende Mama zu bewältigen, hat mich fasziniert und begeistert. Ihren Beschützerinstinkt, auch wenn er teilweise sehr übertrieben war, konnte ich nachvollziehen, genau wie ihre Gefühle ihrem Sohn gegenüber.

Mein kleiner Engel. Er war das kostbarste was ich hatte.
Das wurde mir in diesem Moment wieder einmal mehr bewusst. (Seite 111)

Die Geschichte wird von Romy in der Ich-Form erzählt. Ein Grund wahrscheinlich auch dafür, dass ich mich mit ihr so sehr identifizieren konnte. Denn so wurde keine Distanz aufgebaut sondern es war wie ein Gespräch unter Freunden, so als ob Romy mir bei einer Tasse Kaffee ihre Geschichte erzählt.

Begeistern konnte mich auch Tommi, der kleine Strahlemann. Bei ihm schafft es die Autorin, ihn entsprechend seinem Alter darzustellen; kindhaft, herzerfrischend – einfach zum knuddeln. Diese Entdeckerfreude, diese Unbefangenheit haben nun einmal nur Kinder.

Alfred, der alte Grantler, der sich immer mehr öffnet und dann sein wahres Gesicht zeigt, ist mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Hier schafft Angelika Schwarzhuber es, seine Wandlung und sein sich öffnen behutsam und sanft darzustellen. Rückblenden in die Vergangenheit befassen sich mit ihm und seiner Geschichte und zeigen, warum er sich verschlossen ist und niemanden an sich heranlassen mag.

Romy, Alfred und auch der kleine Tommy sind sehr gut gezeichnete und authentische Protagonisten und man ist gern dabei und schaut zu, wie sie sich finden und einander öffnen. Dabei geschieht dieses sich annähern und besser kennenlernen behutsam und vorsichtig.

Die Freundschaft zwischen den auch altersmäßig sehr unterschiedlichen Protagonisten konnte mich begeistern. Als sie einmal Vertrauen zueinander gefasst haben, können sie sich gegenseitig unterstützen; können sich Halt, Kraft und Mut geben.

Aber auch die anderen Figuren, wie zum Beispiel der Hannes, passen sehr gut in das Gesamtbild des Romanes und machen diesen erst stimmig und rund. Es kommt zu humorvollen und amüsanten Momenten, auch auch zu etlichen nachdenklichen Augenblicken. Eine sehr gelungene Mischung.

Der Schauplatz der Geschichte, das kleine bayerische Dorf, hat mir sehr gut gefallen. Das Dorf an sich, die Bewohner und der Zusammenhalt ist sehr anschaulich beschrieben und wird in alles Facetten so geschildert, dass das Kopfkino anspringt und man alles quasi vor sich sehen kann. Ich glaube, hier kommt Angelika Schwarzhuber zu Gute, dass sie auch Drehbücher schreibt.

Noch ein Wort zum Schreibstil der Autorin. Der ist vor allen Dingen eines: ausdrucksstark und bildhaft. Dazu ist er gewohnt locker und flüssig und zieht einen förmlich ins Buch hinein. Hat man einmal angefangen, fällt es sehr schwer, aufzuhören.

Mein Highlight im Buch: natürlich die Rezepte im Anhang. Wie immer verrät die Autorin die Rezepte, welche im Buch eine Rolle spielen, dem Leser. Auf ihrer Homepage findet man diese auch noch einmal, da sogar mit Bildern.

Alles in allem ist „Barfuß im Sommerregen“ für mich ein absoluter Wohlfühlroman, der einen wunderbar unterhalten kann, ein Lächeln ins Gesicht zaubert und mit Wehmut zurück lässt, wenn das Buch beendet ist.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 möglichen Sternen.

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

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Die Chocolaterie der Träume

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734105012
Genre: Romane

Rezension:

Mit dem Roman „Die Chocolaterie der Träume“ besuchen wir gemeinsam mit der Autorin Manuela Inusa erneut die Valerie Lane und treffen erneut auf die Freundinnen, die die Einkaufsstraße in Oxford zum Leben erwecken.

In diesem Buch steht Keira und ihre Chocolaterie im Vordergrund und ich muss Euch warnen. Ich hatte das Gefühl, das ich alleine durch die Beschreibungen der ganzen Leckereien zunehme 🙂 Oder lag es daran, dass ich auf einmal Appetit auf Pralinen entwickelt habe und natürlich auch die ein oder andere kosten musste?

Keira war mir schon im ersten Band sehr sympathisch. Weißt sie doch nicht wie sonst in Roman leider üblich, Modellmaße auf, sondern präsentiert sich kurvig. Leider findet ihr Freund das gar nicht gut und macht sie deshalb auch immer wieder runter. Und so tut sie das einzig richtige: sie befreit sich. Denn mal ehrlich: Hat ein Partner mich verdient, der mich nur runtermacht und nicht unterstützt? Kann man das dann noch Liebe nennen? NEIN.

Erzählt wird die Geschichte von Keira und ihren Freundinnen in dem gewohnten, wunderbaren Schreibstil von Manuela Inusa. Sie schafft es im zweiten Band der Serie auch wieder, eine wunderbare Atmosphäre zu entwickeln, durch die man das Buch sehr gerne liest und ungerne aus der Hand legt.

Dadurch verzeiht man ihr auch die Vorhersehbarkeit der Geschichte, denn die Entwicklungen überraschen nicht wirklich. Wer von Anfang an aufmerksam dabei ist, der weiß was passieren wird.

Der Fokus der Geschichte liegt hier – leider – mehr auf der unglücklichen Beziehung mit Jordan, auf dem ganzen Streit und negativen Gefühlen. Die Entstehung der Liebensgeschichte mit Keiras charmanten Kunden mit „den braunen Augen und den weichen Gesichtszügen“ wird dabei leider ein wenig verdrängt, so dass man das Gefühl hat, vor vollendente Tatsachen gestellt zu werden.

Das Wiedersehen mit den anderen Charakteren der Reihe, den Ladenbesitzern aber auch der alten Dame Mrs. Witherspoon – diese habe ich richtig ins Herz geschlossen – macht das Lesen wunderbar.

Man muss den ersten Teil der Reihe nicht gelesen haben, um den Band hier zu verstehen. Aber ich glaube, wenn man mit diesem hier anfängt, will man einfach zurück in den Teeladen. Denn es gibt kurze Anspielungen darauf, was im ersten Band passiert ist.

Fazit: Ein Wohlfühlroman, der Lust auf Pralinen aber auch auf die Fortführung der Geschichte macht. Auch hier wieder: 4 von 5 möglichen Sternen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Daughters of Darkness - Sydney

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 16.09.2016
ISBN 9783903130081
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe den mittleren Band der Serie um die Daughters of Darkness als letztes, mit sehr viel Abstand, gelesen.

Da alle Bände ineinander abgeschlossen sind, kam ich auch in den mittleren Band gut rein und hatte keinerlei Verständnisprobleme. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailreich. Er ist humorvoll, sexy und voller Tatendrang.

Das bekommen auch ihre Helden zu spüren, die genauso sind wie ihr Schreibstil. Humorvoll, sexy und energiegeladen. So kommt natürlich auch die entsprechend Spannung auf.

Bianca Iosivoni gelingt es auch, den Spannungsbogen kontinuierlich zu halten und die inneren Konflikte beider Hauptcharaktere nach außen zu tragen. So sind die Charakterzüge stark ausgeprägt und ein offenes Buch für den Leser.

Was mich ein wenig gestört hat, war die Sturheit der beiden. Bei zwei so starken Charakteren zwar nachvollziehbar, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass doch mal irgendwer nachgeben sollte. So zog sich die Sturheit durch das gesamte Buch und fing irgendwann nur noch an zu nerven.

Die Story artet in einem „Hase und Igel“-Spiel aus … die Autorin hat das hin und her gut verpackt, aber es wirkte gerade im Mittelteil ein wenig zu aufgesetzt und zu langatmig.

Ingesamt war das Buch aber sehr flüssig und gut geschrieben, man konnte gut dran bleiben und hatte Spaß beim Lesen.

Dennoch war der mittlere Band in meinen Augen der schwächste Band der Reihe. Sowohl die Geschichte von Lara als auch die von Scarlett konnten mich wesentlich mehr fesseln und begeistern.

So bekommt „Sydney“ nur 3 ½ von 5 möglichen Punkten von mir.

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152 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Taste of Love - Zart verführt

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783404175338
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zart verführt ist der nunmehr dritte Teil der Boston-Reihe und, wenn ich mich recht erinnere, der zweite Teil den ich gelesen habe. „Küsse zum Nachtisch“ steht zwar bei mir im Regal, aber da „Zart verführt“ auf meinem Kindle zu finden war, fing ich eben dieses Buch in meiner Mittagspause an.

Poppy J. Anderson schafft es mit ihrem locker-leichten Schreibstil einmal mehr, ein Wohlfühlsetting zu zaubern und rund um die Boston-Köche eine interessante Geschichte zu stricken.

Diesmal stehen Adam, der Fitness-Club-Besitzer und Liz, die Besitzerin einer Patisserie im Vordergrund. Am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich von den beiden halten sollte. Jeder für sich gesehen war witzig und charmant und konnte mich überzeugen. Zusammen konnten sie mich als Freunde überzeugen, aber als Liebespaar habe ich sie lange nicht gesehen. Dafür war Liz ihrer Figur wegen viel zu unsicher und Adam zu sehr von seiner Fitness-Masche überzeugt. Ich hatte beim Lesen teilweise das Gefühl, hier will einer den anderen verändern.

Was mich begeistern konnte waren die Beschreibungen der leckeren Köstlichkeiten, die Liz in ihrer Patisserie zubereitet. Da lief mir immer wieder das Wasser im Munde zusammen und ich hatte Spaß daran, diese Szenen zu lesen.

Aber auch die Nebenfiguren waren sehr gut charakterisiert und haben mir sehr gut gefallen. Allen voran natürlich der Papa von Adam, der mir sehr sympathisch war und dessen jüngere Geschwister. Und natürlich die Schwester von Liz, die ich als Intrigant empfand, die es aber eigentlich nur gut meint.

Einige Sprüche und Handlungsweisen von Adam konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen und er wurde mir sogar stellenweise unsympathisch. Im Gegenteil zu Liz, deren Entwicklung mir teilweise recht gut gefallen hat, auch wenn ich manchmal die Stirn in Falten gelegt habe.

Alles in allem war es ein gutes Buch, das zu Lesen über weitere Strecken wirklich Spaß machte.

Da es aber dennoch Kritikpunkte gibt, gebe ich dem Buch 3 ½ von 4 möglichen Sternen.

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(36)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Ein Sommer und ein ganzes Leben

Kristina Valentin
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.03.2018
ISBN 9783453359239
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wer mich kennt weiß, dass ich die Autorin Kristina Günak sehr mag – persönlich aber auch von ihren Büchern her. Egal unter welchem Pseudonym sie schreibt, welche Geschichten den Weg zu uns Lesern finden – bisher hat mich keine einzige enttäuscht. Alle wussten, ganz auf ihre eigene Art, zu begeistern.

Der neue Roman, unter dem neuen Pseudonym Kristina Valentin, ist etwas ganz besonders.

Worum geht es?

Katharina denkt an ihre Kinder, sie denkt an ihre Kunden, und viel zu selten denkt sie an sich selbst. Bis sie ihren neuen Nachbarn David kennenlernt, der sie charmant und schlagfertig zum Lachen bringt. David sitzt im Rollstuhl und schweigt über seine Vergangenheit genauso hartnäckig wie Katharina über ihren großen Schmerz. Immer wieder begegnen sich die beiden im Garten unter der alten Kastanie. Und für Katharina beginnt der überraschendste Sommer ihres Lebens …

Kristina packt mit diesem Buch ein ganz besonderes Thema an – eines, das in den Romanen der vergangenen Jahre irgendwie immer zu kurz gekommen ist.

Dabei schafft die Autorin zweierlei:

Sie bringt das Thema „Handicap und Beziehung mit einer Partnerin ohne Handicap“ sehr gut und ohne Vorurteile oder der erhobenen Zeigefinger. Sie zeigt die Probleme, die im Alltag teilweise große Hindernisse darstellen.

Und sie schreibt eine wunderbar-berührende Liebesgeschichte mit zwei sehr starken Protagonisten, die ihren Weg gehen, egal welche Hindernisse es gibt, welche Steine ihnen in den Weg gelegt werden.

Die Figuren sind sehr glaubwürdig gezeichnet. Die Müdigkeit von Katharina kann ich als Mama sehr gut nachvollziehen, fast körperlich spüren. David lässt sich nicht auf sein Handicap festnageln, geht seinen Weg, ist als Firmeninhaber sehr erfolgreich.

Man merkt dem Buch an, das Kristina Valentin ein zweitägiges Rollstuhltraining gemacht hat und auch jemanden an der Seite hat, der im Rollstuhl sitzt. Denn gerade auch diese Szenen sind sehr glaubwürdig geschrieben.

Die Annäherung der beiden Protagonisten wird sehr feinfühlig erzählt und man kann daher sehr gut jede Facette, jeden Gedankengang sehr gut mitgehen und nachvollziehen.

Für mich war das Buch ein Highlight, ich habe es sehr gerne gelesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Ich vergebe für den Lesegenuss 5 von 5 Sternen und bedanke mich für diese berührende Geschichte, die mit allen Facetten gelebt werden kann.

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(81)

120 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Drei Schwestern am Meer

Anne Barns
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783956497926
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Drei Schwestern am Meer“ ist der zweite Roman aus der Feder von Anne Barns / Andrea Russo, den ich bisher gelesen habe. Hatte „Apfelkuchen am Meer“ mich nicht zu 100% überzeugen können; in meinen Augen hatte es einige kleinere Schwächen; hat mich „Drei Schwestern am Meer“ komplett umgehauen. Im positiven Sinne.

Drei Schwestern am Meer erzählt die Geschichte dreier Schwestern auf Rügen, die schon immer eine enge Bindung haben, aber nun durch einen Krankheitsfall, noch enger zusammenrücken.

Rina, Jana und Pia … wer solche Schwestern hat, braucht keine besten Freunde. Sie stehen füreinander ein, sind füreinander da und das in jeder Lebenslage. Die drei Mädels – die „drei Engel für Oma“ sind so wunderbar sanft gezeichnet, das es eine Freude war, mehr über sie zu erfahren, ihre Geschichte mit ihnen zu erleben. Jede der drei hat ihre eigenen Facetten, ihre eigenen Stärken und Schwächen, ihre eigene Geschichte.

Hier im vorliegenden Buch dreht sich hauptsächlich alles um Rina. Ihre zerbrochene Liebe, ihre Angst um ihre Oma, ihre Suche nach einem Anker und einem festen Punkt im Leben. Ihre Erlebnisse während der Erzählung, ihre Gedanken- und Gefühlswelt werden so dargestellt, das es regelrecht plastisch – echt wirkt. Man hat das Gefühl, mittendrin statt nur dabei zu sein.

Eingeführt, mit größeren und kleineren Rollen, werden so charmante Nebenfiguren wie Thea und Ludwig, die Nachbarn der Oma und ich hoffe, auch noch mehr von den beiden zu erfahren. Malte und Franziska sind mir auch im Gedächtnis geblieben – auch von den beiden würde ich gern noch ein wenig mehr Lesen. Und natürlich Oma. Und Georg ….

Was mir, neben der fantastischen Zeichnung der Charaktere, noch sehr gut gefallen hat: die Beschreibungen von Rügen. Eine wunderbare Insel, deren Besuch sich immer wieder lohnt. Unser Weg führt uns im Juli diesen Jahres dort hin und ich weiß, dass ich auf jeden Fall nach Putbus will. Ob ich das Cafe „Essen und Trinken“ finden werde? Ich will Pfefferlinge probieren – unbedingt und ich will mit meinen Kindern am Strand Fossilien und Muscheln suchen. Das Buch weckt auf jeden Fall Urlaubsfeeling – egal ob mal will oder nicht. Man will ans Meer, sind den Wind um die Nase wehen lassen, einen Strandspaziergang machen.

Und ebenfalls ein großer Pluspunkt: das medizinische Hintergrundwissen, das hier in der Geschichte mit rübergebracht wird ist sehr gut recherchiert und sehr stimmig. Da merkt man, dass diese Passagen von mehreren Medizinern gegengelesen wurden. Das Wissen wird dazu noch so ganz nebenbei vermittelt, ohne das zu sehr aufgetrumpft oder belehrt wird. So mag ich das J

Auch die Geschichte ist so wunderbar geschrieben, das man mit den Protagonisten lebt, liebt und leidet. Man lacht und weint mit ihnen, ist wütend und fassungslos. Aber man sieht auch den Silberstreif am Horizont und lernt, dass Familie und deren Zusammenhalt, die Liebe zueinander, das wichtigste im Leben ist.

Ein kleiner Tipp am Rande: lest das Buch keinesfalls wenn ihr hungrig seid. Im Buch kommen, sehr detailliert beschrieben, wunderbar klingende Gerichte für Pfefferlinge, Ofenfleisch mit Brot und Karamellbonbons in allen Variationen vor. Wisst ihr wie köstlich diese Sachen duften? Ich weiß es nicht, aber auf Grund der Beschreibungen kann ich es mir sehr gut vorstellen.

Für die, die gerne kochen und backen hat Anne Barns im Anhang noch ein paar Rezepte aus dem Buch zusammengestellt und was soll ich sagen … ich habe mir zwei Rezepte ausgesucht, die ich gerne mal ausprobieren möchte.

Mein Fazit: ein absoluter Wohlfühlroman und mit absoluter Sicherheit gehört dieses Buch zu meinen Highlights des Jahres. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Vier Morde und ein Weihnachtsbraten

Angelika Godau
Flexibler Einband: 411 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 11.10.2017
ISBN 9783839221181
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich wollte ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, aber wie es nun mal leider so ist: ich bin nicht so recht dazugekommen, hinkte dann hinterher und mich abends an den PC zu setzen und noch Kommentare zu verfassen, dazu fehlte dann doch die Kraft und die Zeit. Dennoch habe ich das Buch natürlich gelesen, wenn auch langsamer und nun kommt hier meine Rezension.

Der Klappentext zum Buch klang sehr witzig und interessant, das Titelbild sprach mich auch gleich an und so freute ich mich auf einem hoffentlich gelungenen Zeitreiseroman.

Lag es daran, dass ich erst im Abschlussband der Trilogie eingestiegen bin? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich mit den Figuren nicht immer zu 100% warm werden konnte. Sabrina zum Beispiel – eine der Hauptfiguren. Mit ihr konnte ich mich nicht anfreunden, sie konnte mich nicht begeistern sondern ging mir im Gegenteil sogar gehörig auf die Nerven. Ihre Ausdrucksweise war zu „prollig“, zu sehr Slang-mäßig. Das gefiel mir überhaupt nicht, zumal sie ja eigentlich Journalistin sein soll und ich da eine ganz andere Ausdrucksweise erwarte.

Wahrscheinlich sollte ihre Sprachweise einen Gegensatz zu Granny darstellen, die natürlich auf Grund ihrer Herkunft und der Zeit, in der sie zu Hause ist, sehr gehoben und gestelzt gesprochen hat. Das fand ich teilweise doch sehr übertrieben.

Karsten war mir ein wenig sympathischer, der arme Kerl tat mir so manches Mal einfach nur leid. Nicht nur das er mit einer zeitreisenden Ur-Ur-Großmutter seiner Angebeteten klar kommen musste, er musste auch oft „Babysitter“ für die Granny und seine Freundin spielen.

Der Kriminalfall konnte – leider – nicht immer den Spannungsbogen halten. Er fesselte nicht durchgängig, sondern ermüdete mich teilweise sehr schnell.

Lustig fand ich, wie die beiden Frauen sich ergänzen. So wird Granny immer fortschrittlicher und passt so gar nicht mehr in ihre Zeit hinein und Sabrina holt sich „altbackene“ Beziehungstipps, die aber immer noch von Erfolg gekrönt sind. So lernt einer vom anderen, was natürlich skurille und witzige Momente hervorruft.

Alles in allem war es ein netter Ansatz, eine nette Geschichte. Vielleicht hätte sie bei mir mehr einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wenn ich die ersten beiden Bände gelesen habe. Da ich diese aber nicht kenne, blieben mir einige Sachen doch verborgen.

Ich vergebe für das Buch 3 von 5 möglichen Sternen.

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200 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423086547
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe das Buch „Wunder“ angefangen, nach dem Susanna vorab sich den Film anschauen konnte und so sehr begeistert davon berichtet hatte. Im Nachgang sage ich mir, dass ich vielleicht hätte lieber den Film sehen sollen, als das Buch zu lesen.

Die Geschichte handelt von einem kleinen Jungen namens August, der durch einen gendefekt ein deformiertes Gesicht hat. Es geht um Ausgrenzung, um Vorurteile und um den Kampf für ein selbstbestimmtes, freies Leben ohne ständig kämpfen zu müssen.

Nach vielen OPs und jahrelangem Unterricht zu Hause geht August endlich in die Schule und von dieser Zeit, diesem Neuanfang berichtet das Buch.

An und für sich hat das Buch sehr viel Potential aufzurütteln und Verständnis bei den Lesern zu wecken. Es könnte polarisieren, zu Diskussionen anregen. Doch so gefühlvoll und aufrüttelnd wohl der Film war, so kalt lässt mich das Buch.

Irgendwie schafft es die Autorin, nur wunderbare starke und herzensgute Erwachsene dem Jungen August zur Seite zu Stellen. Man man zwar einige Probleme überwinden, aber natürlich sind alle so stark, dass da niemand mal einknickt, nicht mehr weiter kann. Das ist in meine Augen doch sehr unrealistisch.

Für mich war dieses Buch zwar durchaus lesenswert und ich würde es jugendlichen Lesern auch empfehlen. Aber für mich persönlich war es nicht das erhoffte Highlight, nicht das was ich mir unter dem Buch vorgestellt hatte. Ich hatte mir gewünscht, dass es mich berührt, ans Herz geht. Aber das konnte die Autorin bei mir nicht erreichen. Dabei weiß ich nicht einmal, ob es an dem Schreibstil oder doch an der wechselnden Erzählperspektive gelegen hat.

Von mir bekommt das Buch 3 von 5 möglichen Sternen, da es zwar gut geschrieben war, mich aber nicht wirklich begeistern konnte.

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(69)

144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492311533
Genre: Liebesromane

Rezension:

Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg ist der 3. Teil einer Serie, aber der erste aus der Reihe, den ich gelesen habe. Ich war natürlich, so wie jedes Jahr, auch im Herbst 2017 auf der Suche nach einem weihnachtlichen Roman, der mich auf die schönste Zeit des Jahres einstimmt und mit dem ich mich in meine Decke kuscheln kann.

Ich kenne also die Vorbände nicht, und daher auch nicht die die Figuren. die darin eine Rolle spielen. Daher musste ich mich überraschen lassen – vom Setting, von den Charakteren und auch vom Schreibstil der Autorin.

Es ist eine süße, eine niedliche Geschichte. Das kann man durchaus sagen und wenn man sich auf die Geschichte einlässt, kann man durchaus darin eintauchen.

Da in den ersten Kapiteln und auch zwischendurch immer wieder die Geschehnisse aus den ersten beiden Bänden zusammengefasst werden, kann man den Roman sehr gut lesen, ohne dass man die beiden vorherigen Bände kennt. Das ist ein großer Vorteil.

Das Setting der Geschichte fand ich sehr süß und ich würde den kleinen Ort sehr gern einmal sehen. Die Stimmung im Ort, mit all den Personen die sich gern mal einmischen und die immer wieder auftauchen, ist gut eingefangen.

Was mir gar nicht gefallen hat waren die Beschreibungen der Charaktere.

Die gingen mir beizeiten auf die Nerven. Allen voran Reuben. Diesen arroganten Kerl — oh Gott. Sein Gehabe und Getue, seine Art mit anderen umzugehen – und dabei ist es egal ob seine Freundin Kerensa oder Polly oder wer auch immer – die widerte mich einfach nur an.

Polly mit ihrer Art, einfach nicht nein zu sagen, sich alles aufhalsen zu lassen und dann doch zu jammern war mir genauso unsympathisch.

In die Story wurde alles, was nur irgendwie geht, hineingequetscht. Angst vor der Heirat, Unsicherheit wegen einem Baby aufgrund ihrer Familiengeschichte. Weihnachten mit Freunden, ein Weihnachtsmarkt, eine Papageientaucherauffangstation die geschlossen werden soll …. alles wurde in den einen recht dünnen Band hineingeschrieben. Dabei wirkte das ganze hektisch und aufgesetzt.

Alles in allem muss ich sagen, dass das Cover zwar richtig süß ist und Lust auf Weihnachten macht. Das Buch allerdings nicht.

Für mich war der 3. Band der Serie, mein erstes Weihnachtsbuch 2017, eine Enttäuschung. Ich kann leider nur 2 ½ von 5 möglichen Sternen vergeben.

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Abenteuer im Erzgebirge

Elisabeth Schieferdecker , Steffi Bieber-Geske , Sabrina Pohle
Fester Einband: 116 Seiten
Erschienen bei Biber & Butzemann, 08.04.2016
ISBN 9783942428996
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieses wunderbare Kinderbuch habe ich durch Zufall im Erzgebirge entdeckt und bin so auf einen tollen Verlag und eine gute Kinderbuch-Autorin aufmerksam geworden. In dem Buch „Abenteuer im Erzgebirge“ nimmt uns die Autorin mit in das Weihnachtsland – ins Erzgebirge.

Die Geschwister Lilly und Nikolaus erkunden in diesem Buch zusammen das Erzgebirge, denn ihre Eltern machen dort mit ihnen Urlaub.

Und so sind wir dabei, wenn die beiden die Region um Annaberg-Buchholz, Schwarzenberg und den Fichtelberg erkunden. Wir sind dabei wenn sie selbst Räucherkerzen herstellen und mit der Schwebebahn fahren.

Natürlich spielt das Buch in der Adventszeit, es liegt Schnee und man spürt die Kälte förmlich. Aber man staunt auch mit den Kindern, wenn diese durch die weihnachtlich geschmückten Dörfer fahren, über die Schwibbögen und Pyramiden.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus einem Roman und einem Reiseführer für Kinder – aber auch die Erwachsenen werden gut unterhalten und können noch viel lernen.

Meine Familie stammt aus dem Erzgebirge und neben mir hat auch mein Vater das Buch gelesen. Sein Kommentar dazu sagt eigentlich alles aus: „Für meine Begriffe ist das ein sehr gutes Buch. Ich könnte das Erzgebirge meinen Enkelkindern nicht besser nahe bringen.“

Ich bin der gleichen Meinung: Das Buch ist wunderschön, beschreibt meine Heimat und deren Sehenswürdigkeiten so, dass man Lust bekommt hinzufahren. Und, das muss ich auch zugeben, ich habe in dem Buch auch einiges entdecken können, dass ich so nicht kenne und weiß nun, was ich mir das nächste Mal im Erzgebirge anschauen werde.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen und ich werde mir aus dieser Reihe auf jeden Fall noch weitere Bücher zulegen.

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