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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Dickes Fell

Moritz Matthies , Christoph Maria Herbst
Audio CD
Erschienen bei Argon, 26.03.2015
ISBN 9783839813706
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben könnte so schön sein. Es ist Ostern, die Sonne scheint und als Erdmännchen kann man sein Leben im Gehege des Berline Zoos so richtig genießen.

Ray, Privatermittler unter den Erdmännchen, hat trotzdem Sorgen. Sein Clan Chef Rocky und dessen Frau Roxane haben Eheprobleme. Probleme, die Rays Bruder Rufus als selbsternannter Paartherapeut lösen will. Ray, in der Midlifecrisis angekommen, will davon am liebsten nichts wissen und freut sich stattdessen, als sein menschlicher Detektivpartner Phil am Gehege auftaucht.

Dieser sieht nicht nur gar nicht gut aus, sondern bricht auch an Ort und Stelle zusammen. Eine Kugel hat ihn erwischt und den sonst so taffen Ermittler ins Koma befördert.

Ray muss herausfinden, wer das seinem Partner angetan hat, ist aber zuerst auf sich allein gestellt. Wohl oder übel muss daher sein schlauer, aber völlig weltfremder Bruder Rufus nicht nur seinen Komfortbereich verlassen. Beim Versuch, dem Mordanschlag auf Phils leben aufzuklären, stoßen die Brüder auf Teile von dessen Vergangenheit, von denen er bis vor kurzem selber nichts ahnte.

Weitere Unterstützung kommt hier von dem Zoo-Paten, Gorilla Kong, und so manchem weiteren skurrilen Zoobewohner. Was ein kleines Mädchen, ein englischer Gepard und vor allem Anna Karenina damit zu tun haben – das findet man in dem Hörbuch heraus. Zum vierten Mal genial gelesen, nein gelebt, von Christoph Maria Herbst, ist dieses äußerst witzige und mit Sarkasmus vollgestopfte Werk ein toller Zeitvertreib.

Leider, im Gegensatz zu den Vorläuferbänden, wird hier meiner Meinung in einigen Punkten ziemlich dick aufgetragen. Gerade am Ende, als sehr viele Tiere eine Rolle spielen, wirkt es über die Maßen inszeniert und auch beim besten Willen übertrieben. Diesmal hat das solch großen Einfluss, dass ich hier eine deutliche Abwertung vornehmen muss. Die Geschichte ist toll, die Charaktere, der Witz – alles klasse. Aber am Ende wird es doch zu viel des Guten.

Daher gibt es leider nur 3 von 5 Sternen – bis zum Schlussteil wären es locker noch 4/5 gewesen. Schade.

Trotzdem geht es weiter – die erste CD von Teil fünf, dem leider letzten Teil mit dem bezeichnenden Titel „Letzte Runde“ liegt schon im CD Player.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

audiobook, berlin, hörbuch, erdmännchen, erdmännchen ray

Dumm gelaufen

Moritz Matthies , Christoph Maria Herbst
Audio CD
Erschienen bei Argon, 19.02.2015
ISBN 9783839892503
Genre: Romane

Rezension:

Der nunmehr dritte Teil um den tierischen Detektiv Ray führt den Erdmann mit seinem menschlichen Partner Phil in den Hoppegarten.

Auf der Pferderennbahn wollen die beiden eigentlich ausspannen und sollen nebenbei auf Störtebecker, das Pferd des schrulligen Gestütsbesitzers Piet Hansen, aufpassen. Der hochnäsige Gaul schafft es nur dadurch nicht als letzter ins Ziel zu kommen, weil der Vorletzte im Rennen, das alte Rennpferd Stardust stürzt und anschließend eingeschläfert werden muss.

Der Sturz sah nach einem hässlichen Unfall aus, doch die Geliebte des Pferdes, die Stute Angel Eyes, glaubt es war Mord. So bekommen Ray und Phil ihren ersten Auftrag von einem Tier – denn sie beauftragt die beiden, den Mörder ihres Geliebten zu finden. Zusammen mit Rays überaus schlauen, aber furchtbar feigen Bruder Rufus, nehmen sie die Ermittlungen auf.

Diese führen die Berliner auch zu den im gleichen ländlichen Kaff liegenden Gestüten von Störtebecker und Stardust. Hier ist das Revier des urkomischen und zugleich völlig unfähigen Dorf-Sheriff Cliff Hänger.

Was nun ein geklautes Fahrrad, Rays verschwundene Flamme – die Chinchilla-Dame Elsa – und eine Schlange mit posttraumatischer Belastungsstörung mit dem Fall zu tun haben, erfährt man auf 4 CDs des erneut von Christoph Maria Herbst gelesenen Hörbuchs.

Rays sarkastische Kommentare, die Beschreibungen und die urig komischen Protagonisten machen dieses Hörbuch zu einem Hochgenuss. Zwischendurch wird es zwar etwas langatmig, der Erzählfaden schlängelt sich auf absurden Wegen und so mancher kleine Logikfehler lässt den Zuhörer verdattert zurück, aber daran hat man sich bei dieser Serie ja gewöhnt.

Diesmal vergebe ich 4/5 Punkten und kann das Hörbuch damit wieder empfehlen!

Ich gebe es zu, kaum war die letzte CD von Teil drei aus dem CD Player genommen, schob ich die erste CD des vierten Teils in selbigen. „Dickes Fell“ wird die nächste Hörbuchrezension werden …

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

london, nightingale, liebe, schwesternschülerinnen, donna douglas

Die Nightingale Schwestern: Der Traum vom Glück

Donna Douglas , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174430
Genre: Romane

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155 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

taste of love, liebe, kochen, maine, roman

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich hab es mal wieder getan: ich habe wieder zu einem Buch von Poppy J. Anderson gegriffen. Und das, obwohl ich ihre Bücher rund um die Titans zwar ganz nett finde, sie mich aber nicht zu 100% begeistern konnten.

Anfang des Jahres kam mit „Geheimzutat Liebe“ der erste Band ihrer neuen Reihe rund um Köche und die Küche heraus; der erste von bisher 3 geplanten Bänden. Der Verlag Bastei Lübbe hat sich zum Start der Reihe etwas richtig Tolles einfallen lassen, eine Promotiontour vom Feinsten. Teilweise mit Signierstunden und den tollen „Kapseln“, welche mit Gewinnen gefüllt waren. Ich habe mir am Erscheinungstag mein Buch signieren lassen – wenn Poppy schon mal in Dresden ist muss ich das nutzen – und ich habe mir eine Kapsel geschnappt. Gewonnen habe ich nichts – aber das Rezept was drin war werde ich bestimmt mal ausprobieren.

Soviel erst mal zum „Vorspann“, nun kommt meine Meinung zum Buch:

Die Geschichte an sich finde ich sehr schön, gut durchdachter Plot und ein Setting wie es mir gefällt. Ich bin selbst eine leidenschaftliche Hobbyköchin, so ist das Buch natürlich auf den ersten Blick das richtige für mich.

Leider muss ich sagen, dass ich mir ein wenig mehr „Küchenduft“ gewünscht hätte. Ich hätte es schön gefunden, wenn das Thema Kochen anhand von einigen Rezepten noch mehr in den Vordergrund getreten wäre. Zum Beispiel anhand einer Szene in der Küche, in der zusammen gekocht wird und man sich gegenseitig Anweisungen gibt wie „schneid die Zwiebelstückchen noch feiner“ oder „gibt mir mal bitte ein paar Blätter Minze“ oder oder oder. Da gibt es viele Möglichkeiten. Das hat mir ehrlich gesagt gefehlt.

Dafür war das „Gezicke“ von Brooke viel zu präsent. Ja, sie ist die Hauptfigur und da ist es klar, dass sie im Vordergrund steht. Aber so zickig wie sie sich gerade am Anfang gibt, war sie mir nicht sympathisch, sondern ging mir eher total auf die Nerven. Auch Andrew hatte bei mir am Anfang ein wenig mehr Pluspunkte, wurde dann aber ein wenig zu arrogant, aber es fing sich im Laufe der Geschichte dann wieder.

Wie immer ist der Schreibstil der Autorin sehr leicht, flüssig und lässt sich richtig gut wegschmökern. Mit seinen romantischen, humorvollen und aber auch skurrilen Szenen war das Buch sehr abwechslungsreich geschrieben und das Lesen ging flott J Ein wenig hat sich die Geschichte in die Länge gezogen, ein wenig kürzer wäre der Geschichte gut bekommen.

Was mir im Buch gefehlt hat war der Überraschungsmoment. Das spektakuläre, das Unvorhergesehene. Aber hier muss man sagen, dass es von Anfang an klar ist, worauf es hinausläuft und wie es ausgehen wird. Ich denke, hier wäre mehr drin gewesen.

Ein großer Pluspunkt war für mich die Covergestaltung. Die ist echt der Hammer, hier hat sich der Verlag etwas tolles einfallen lassen. Auch die beiden Rezepte im Innenteil des Buchumschlages sind ein Highlight für mich.

Ich mag die Autorin menschlich sehr, sie ist sehr sympathisch und immer eine gute Gesprächspartnerin. Aber all das schützt nicht vor einer ehrlichen Meinung zu den jeweiligen Büchern.

Für das Buch vergebe ich 3 1/2 von 5 möglichen Punkten.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

klassiker

Der Gang vor die Hunde

Erich Kästner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 10.02.2017
ISBN 9783038820017
Genre: Romane

Rezension:

Als Dresdner ist einem Erich Kästner ein Begriff – seine Jugendbücher kennt jeder und ich hatte auch schon gehört, dass seine Werke der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen.

Ein „Erwachsenenbuch“ von ihm zu lesen, war ein besonderer Reiz für mich. Als ich in einer Berliner Buchhandlung den Klappentext von „Der Gang vor die Hunde“ gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen wollte. Zum Glück habe ich es dann von Karin (ebenso Rezensentin bei Katjas Bücher und Rezepte) geschenkt bekommen.

Nach einigen Seiten fing ich auf einmal an, mir Notizen zu machen, sehr viele Notizen. Inhalt, Sprache und Form haben mich fasziniert und so ist diesmal nicht nur eine Rezension, sondern irgendwie eine Buchanalyse entstanden.

Die Kurzfassung vorab, da die Analyse zahlreiche Spoiler enthalten wird:

Die gelungene Darstellung einer Epoche und der Protagonisten die in einer Zeit von Unsicherheit, Wandel, Verzweiflung und moralischem Verfall ihren Weg suchen, ist schlicht fesselnd. Dr. Jacob Fabian („Fabian“ war der Titel des ursprünglich erschienenen, zensierten Buches) wohnt in Berlin, arbeitet als Propagandist – heute würde man irgendwas Werbetexter sagen – hat interessante Freunde, trifft absurde Leute und kreist am Randes eines Molochs. Das Berlin der späten 20er Jahre ist ein modernes Sodom und Gomorrha, vom den Entbehrungen seit Ende des (ersten) Weltkrieges gezeichnet, bildeten sich Elend, Kriminalität und Perversionen heraus, die Kästner mit den gleichmütigen Augen Fabians sehen lässt.

Mit einer Mischung aus Faszination und Gleichgültigkeit nimmt Fabian dies alles hin und behält immer eine gewisse Distanz. Durch sie taucht er nie wirklich ein, kann überlegen die Dinge mit Abstand, vor allem aber mit Ironie beobachten.

Doch die Geschichte beginnt zu Wanken und dieses Wanken lässt dem Moralisten keine Wahl – er muss in dieses Leben eintauchen. Man erlebt die Wandlung vom gleichgültigen Pessimisten zum verletzbaren Optimisten.

Die brillante Schreibweise von Kästner sagt in wenigen Worten mehr, als viele es in dutzenden Seiten ausdrücken können. Gekonnt fängt er dein Zeitgeist ein, die Gesellschaftlichen Nöte, Zwänge und Probleme. Er beschreibt das Vakuum, welches einige Jahre vor Machtergreifung der Nazis herrschte, ebenso wie den Verfall der Sitten in einer Gesellschaft, die die Moral dem Geld unterordnet, weil Arbeitslosigkeit und Machtmissbrauch sie zerreißen. Er ahnte mit diesem Werk den Aufstieg einer radikalen Macht voraus, benannte sie und musste doch stummer Zuschauer bleiben. Man kann sagen, dass er dem Buch teils autobiografischen Charakter gab.

Kurz gesagt handelt dieses Buch vom gesellschaftlichen Nährboden dessen, was das Dritte Reich zur Folge hatte.

Die Fülle an Symbolen, an Beschreibungen und Fakten packt Kästner in weniger als 250 Seiten. Anhänge, wie z.B. das originale Nachwort, vervollständigen ein Werk, dessen Tiefe mich begeistert und doch erschrocken hat. Wenn man Kästners Blick auf die Gesellschaft 1931 kennt, dann weiß man wie unausweichlich der folgende Untergang der Weimarer Republik war. Wohl gemerkt aber, weil die Vernünftigen nicht eingegriffen haben.

Ich kann diesem Buch nicht weniger als volle 5 Punkte geben. Alles andere wäre diesem Meisterwerk nicht gerecht.

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

london, hochzeit, helen, dora, liebe

Die Nightingale-Schwestern: Sturm der Gefühle

Donna Douglas , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783404174188
Genre: Romane

Rezension:

Das war er also … der dritte Teil der Serie rund um die Schwestern im Nightingale-Krankenhaus in London und ich freue mich nach dem Beenden des Buches schon darauf, den 4. Teil in Angriff nehmen zu können.

Von der ersten Seite an war ich wieder voll drin in der Geschichte, war mittendrin im Geschehen und es war, als ob ich nie „weggewesen“ bin. Dabei lagen zwischen dem zweiten und dem dritten Teil für mich über 6 Monate.

Was mir bei dieser Serie besonders gut gefällt ist, das sich die Charaktere stetig weiter entwickeln. Sie bleiben nicht auf einem Level stehen, sondern entwickeln sich entsprechend den Ansprüchen, die an sie gestellt werden und entsprechend dem, was um sie herum passiert, weiter. Sie lernen dazu, wachsen an Herausforderungen und meistern Situationen. Dabei geschieht dies aber alles so glaubhaft, das man nicht ins straucheln kommt während des Lesens.

Als Leser ist man, durch den flüssigen Schreibstil und der detailreichen Beschreibungen immer an der Seite der Protagonisten. Man lacht und weint mit ihnen; man freut sich und man trauert. Man ist entsetzt über die Verhältnisse in London ihm Jahr 1934 und man freut sich über den Zusammenhalt der Freundinnen.

Ich war begeistert von der Art der Autorin, diesen hochemotionalen Band, der es wirklich in sich hatte, zu schreiben. Sie schafft es, die Situationen so zu beschreiben, das man sie als Leser tatsächlich miterlebt. Wow.

Zentrales Thema diesmal waren unter anderem die Schwarzhemden, zu denen auch leider der Bruder von Dora zählt. Ich muss gestehen, dass ich mich während des Lesens über diese Zeit in London informiert war. Und ich war begeistert, wie authentisch die Autorin dieses dunkle Kapitel in ihren Roman „untergebracht“ hat, ohne den Zeigefinger zu erheben, schulmeisterlich zu wirken.

Die Recherchearbeit, die in diesem Roman steckt, ist sehr hoch gewesen und die Autorin hat sich an die Fakten gehalten. Das ist auf jeden Fall ein Kompliment wert.

Es war ein wunderbares Leseerlebnis und ich freue mich schon jetzt auf die weiteren Bände dieser Reihe. Auch wenn ich tief in mir die Angst habe, das die Autorin das Thema überreizt und irgendwann die Geschichte nur noch dahin plätschert und nicht mehr so packen kann, so fesseln kann wie bisher.

Auf jeden Fall bekommt dieses Roman 5 von 5 Sternen.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

mallorca, familiengeheimnis, vergangenheit, liebe, geheimnis

Mandelblütenliebe

Anja Saskia Beyer
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 13.09.2016
ISBN 9781503993754
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mandelblütenliebe ist ein Buch, auf das ich eher durch Zufall – oder eben durch Facebook – aufmerksam wurde. Ich habe dort in einer Gruppe das erste Mal das Cover des Buches gesehen, das erste Mal etwas von der Autorin gehört. Es hat dann noch eine ganze Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, das Buch anzugehen.

Das türkisfarbene Cover mit den abgebildeten Mandelblüten und dem Mandelkuchen hat mir sehr gut gefallen und auch der Klappentext war sehr ansprechend.

Erwartet habe ich einen „leichten und seichten“ Liebesroman zum runterschmökern und schnellen weglesen, ohne dass ich viel über das gelesene nachdenken muss. In der Hinsicht wurde ich von der Autorin „enttäuscht“. Denn auch wenn es ein Liebesroman war, es war viel mehr als das.

Es war en Einblick in die besondere Geschichte Mallorcas, von der ich bis dato ehrlich gesagt noch nie etwas gehört habe. Ich habe nicht gewusst, dass es auf Mallorca sogenannte Xueatas gibt. Sie sind eine soziale Gruppe auf der spanischen Insel Mallorca. Sie sind Nachfahren der zum Christentum übergetretenen mallorquinischen Juden.

»Egal, mit welchem Glauben die Menschen leben,
etwas haben sie gemeinsam:
Sie denken immer, dass das, was sie glauben, genau das richtige ist.«

Wechselweise, unterteilt in Kapiteln, erzählt die Autorin die Geschichte dreier Frauen. Milla und ihrer Mutter auf der einen Seite, in der heutigen Zeit und auf der anderen Seite die Großmutter Abbi. Ihr Leben wird ebenfalls in Kapiteln erzählt und gerade diese Kapitel, so muss ich sagen, haben mir am besten gefallen.

Anja Saskia Beyer gelingt es wunderbar, die Vergangenheit auferstehen zu lassen und den Leser einen Einblick in die Geschichte des Landes zu geben. Ich muss sagen, ich war teilweise sehr geschockt, überrascht und den Tränen nah. Abbi ist mir, auch wenn ihre Einblicke im Vergleich zur restlichen Geschichte vielleicht nur 1/3 des Buches eingenommen haben, sehr ans Herz gewachsen. Sie war eine Frau, die ich zu gerne einmal kennengelernt hätte.

Im Vergleich dazu waren Milla und Sarah zwar irgendwie sympathisch, aber sie konnten mich gefühlsmäßig nicht so erreichen, wie es Abbi konnte.

Die Beschreibungen von Mallorca haben in mir den Wunsch geweckt, die Mandelblüte dort einmal selbst zu erleben, denn bisher war ich noch nie auf dieser Insel.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft, detailreich und behutsam. Dazu ist er so flüssig, das man den Roman tatsächlich schnell und flott „weglesen“ kann.

Störende „Stolpersteine“ im Lesefluss des Buches gab es für mich nicht, es enthielt sogar ein kleines Highlight – nämlich zwei Rezepte.  Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut, schließlich backe ich sehr gern und werde mit Sicherheit eines dieser Mandelrezepte ausprobieren.

Was mich aber gestört hat ist die Auflösung des Buches, die Auflösung der Liebesgeschichte von Milla.

Achtung Spoiler:
Ich kann nicht nachvollziehen, dass sie Paul einfach so stehen lässt. Ich kann verstehen, dass man sich auch kurz vor der Hochzeit für einen anderen entscheidet. Aber dann redet man mit ihm und lässt ihn nicht so „verhungern“. Das Milla das tut, hat sich für mich auf den letzten Seiten noch richtig unsympathisch gemacht. Es war in der Geschichte sehr vorhersehbar wie es ausgeht, aber das hätte man glaube ich anders lösen können.

Aus diesem Grund gibt es für das ansonsten wunderbare Buch 4 von 5 Sternen

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

london, tagebuch, bridget jones, helen fielding, roman

Bridget Jones' Baby

Helen Fielding , Karin Diemerling , Heike Reissig , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442486656
Genre: Liebesromane

Rezension:

In der letzten Zeit fragte ich mich immer wieder: Muss man einen Bridget-Jones-Film gesehen haben, um mitreden zu können? Muss man die Bücher gelesen haben? Sind sie wirklich ein Muss. Denn irgendwie hatte ich das Gefühl, in meinem Umfeld die einzige zu sein, die weder ein Buch noch ein Film mit „Bridget Jones“ konsumiert zu haben.

Nach der Lektüre von „Bridget Jones Baby“ ist es für mich ein klares NEIN.

Ich weiß nicht warum.
Vielleicht, weil ich den Hype nicht verstehe?
Vielleicht, weil ich mit dem Humor der Bücher nichts anfangen kann?

Das Thema – wer ist der Vater meines Kindes – ist sicherlich für den ein oder anderen ein aktuelles Thema. Zumindest in es ein Thema, das viel Potential birgt und das mit Sicherheit, gut verarbeitet, auch sehr erfolgsversprechend ist.

Viele Leserinnen schwärmen von dem Humor der Autorin, vom packenden Schreibstil, den witzigen Dialogen. Sie schwärmen von den Charakteren der Bücher, von der Echtheit der Figuren.

Aber wo ist das? Wo ist all das, von dem die Leserinnen schwärmen? Ich muss, für meinen Teil, sagen: mir gefällt die Umsetzung überhaupt nicht. Gewollt komisch, ohne komisch zu sein; Tiefgang und Realitätsnähe sucht man größtenteils vergebens. Die Charaktere des Buches: für mich so sehr an den Haaren herbei gezogen, das es schon fast wieder wahr sein muss. Ich war sowohl von Bridget als auch von deren Mutter sofort angenervt und auch die anderen Figuren konnten nicht überzeugen.

Für mich war dieses Buch zwar nette Unterhaltung, aber dennoch ist dies ein Buch, das mit nicht im Gedächtnis bleiben wird. Ich werde mit Sicherheit die anderen Bände der Reihe – der Baby-Teil ist wohl der 3. Band – nicht lesen und auch die Autorin wird so schnell keine Chance mehr bekommen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Manhattan Millionär - Luxus oder Liebe: Eine romantisch moderne New York Weihnachtsgeschichte mit viel Liebe und Humor

Andrea Bielfeldt , Jo Berger
E-Buch Text: 180 Seiten
Erschienen bei null, 27.11.2016
ISBN B01MSSNMY2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Manhattan Millionär ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autorinnen Andrea Bielfeldt und Jo Berger. Letztere mag ich durch ihren Roman „Ein Engel für Jule“ bereits sehr und war natürlich sehr neugierig auf dieses Buch.

Zwei Frauen – erst Feindinnen, dann Freundinnen – zwei nervige und egoistische Männer und ein Trip ins weihnachtliche Manhattan: das ist der Grundstock der Geschichte.

„Kann man mit einer Feuerzangenbowle im Blut noch Autor fahren?
Was meinst Du Allie?“ „Auf jeden Fall. Die schwimmt in Erbsensuppe und
wird von den Würstchen in Schach gehalten.“

Eine wunderbare humorvolle Geschichte, die einen zum Abtauchen und genießen einlädt. Ich konnte wunderbar abschalten im weihnachtlichen Stress, konnte mir hin und wieder ein Grinsen nicht verkneifen.

Die Geschichte ist zwar im Grunde genommen sehr vorhersehbar, hat aber auch einen sehr überraschenden Moment, den ich so nicht vorhersehen konnte. Und damit hatten mich dann die Autorinnen doch gepackt.

Weihnachten ohne Dich
ist wie Sauerbraten ohne Knödel.

Bei einigen Stellen habe ich gedacht, dass ist zu viel des Guten. Sämtliche Klischees wurden angepackt und verarbeitet. Gerade in dem Zusammenhang, wie sich die Mädels „benommen“ haben: Shoppen ohne Ende, Sekt und Champagner bis zum Abwinken, Quarkmaske im Gesicht … die Jagd nach den Millionären und die „Gewissensbisse“.

Was mir sehr gut gefallen hat: man hat nicht unbedingt gemerkt, dass zwei Autorinnen an diesem Buch geschrieben haben. Es gab keine „Brüche“, alles wirkte wie aus einem „Guss“ – das heißt die Schreibstile der Autorinnen passen hervorragend zusammen.

Mir hat die Geschichte  gut gefallen, ich konnte gut abtauchen. Dennoch habe ich das Besondere vermisst – daher kann ich leider nur 3 1/2 von 5 möglichen Sternen vergeben.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hund, reihe: mischlingshund amor, weihnachtsmann, sozialarbeiter-in, familie

Weihnachtsglück und Hundezauber

Petra Schier
E-Buch Text: 100 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 15.12.2016
ISBN 9783955766979
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit dieser süßen Kurzgeschichte hat Petra Schier eine weitere Weihnachtsgeschichte 2016 herausgebracht, die ich natürlich sehr gern gelesen habe.

Diese Kurzgeschichte ist die Fortsetzung von „Kleines Hundeherz sucht grosses Glück“, in der Mischlingshund Amor eine tragende Rolle spielt. Das Glück seiner „Familie“ ist in Gefahr und ruft sogar Santa Claus und seine Elfen auf den Plan.

Wie auch in den anderen weihnachtlichen Liebesgeschichten schafft es die Autorin auch hier wieder, den Leser abzuholen und mitzunehmen. Sie erzählt die Geschichte von Lidia und Noah weiter, die sich im ersten Teil gefunden hatten und erfüllt damit zahlreichen Leserinnen einen großen Wunsch. Auch ich frage mich bei solchen Geschichten öfters, wie denn die Geschichte weitergeht. Was nach dem Happy End geschiet. Hier erzählt Petra Schier die Geschichte weiter, geht noch einmal auf die schwere Kindheit und damit die großen Ängste von Noah ein. Und sie lässt Lidia ein Wunder erleben 

Das auch diesmal alles gut ausgeht, dass auch diesmal die Liebe siegt und es ein Happy End gibt, ja fast geben muss, ist sicherlich allen klar.

Mit gefällt, wie die Geschichte erzählt wird, das Zusammentreffen mit anderen lieben Charakteren und natürlich Santa Claus.

Es ist eine beinahe himmlische Geschichte, die ich gerade in der stressigen Weihnachtszeit sehr gerne gelesen habe und die mir eine entspannte Zeit geschenkt hat.

Auf Grund der Kürze und weil man mit Sicherheit noch ein wenig mehr hätte aus dem Thema herausholen können, gibt es von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

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soziales, rezension, feuilleton, unter briten, empfehlung

Unter Briten

Christoph Scheuermann
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei DVA, 11.10.2016
ISBN 9783421047427
Genre: Sachbücher

Rezension:

Seit ich 2015 in London war, bin ich in die Stadt und irgendwie auch in das Land verliebt und würde zu gerne noch sehr oft dahin fliegen. Alleine, um noch einige Orte, einige Landstriche zu bereisen. Aber auch um die Menschen, die dort leben, kennenzulernen.

Durch Zufall habe ich das Buch von Christoph Scheuermann entdeckt und habe in den letzten Wochen immer mal wieder reingeschmökert. Durch die einzelnen Anekdoten ist das gut möglich, man muss nicht das ganze Buch am Stück lesen.

Den Leser erwartet ein Einblick in das Leben aller Schichten – Adel, Mittelschicht und die Underdogs; in die Lebensweise, die Ansichten, die Gedanken und Gefühle der Briten. Es ist ein guter Querschnitt, der dem Leser präsentiert wird. Teilweise waren es sehr skurrile Einblicke, die mich zum Schmunzeln oder Kopfschütteln animiert haben.

Alles in allem ein Buch, das man Fans von England empfehlen kann; Reisenden die das Ziel in diesem Jahr vor Augen haben oder einfach Lesern, die das Thema interessiert.

Eine Wertung bei einem Sachbuch fällt mir grundsätzlich schwer, ich kann nicht beurteilen in wie weit alles stimmig ist. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber irgendwas, was ich nicht näher benennen kann, fehlt für mich.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen.

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Tödliche Suche: Eine DeGrasse-LKA/SEALs-Novelle

Stefanie Ross
E-Buch Text: 203 Seiten
Erschienen bei www.stefanieross.de, 28.12.2016
ISBN B01N0VNLCU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach dem ich das Buch „Tödliche Suche“ von Stefanie Ross beendet habe, musste ich einige Stunden, sogar einen Tag lang, darüber nachdenken was ich in meiner Rezension schreiben würde.

Nicht, weil das Buch so schlecht war. Nein, weil es mir nicht gelingen wollte, meine Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen.

Ich hab lange geschwankt. Geschwankt zwischen Wut, Hoffnungslosigkeit und Hoffnung. Zwischen Lachen, Weinen und dem Wunsch, einfach zuzuschlagen.

Beim Lesen des Buches habe ich eine Achterbahn der Gefühle erlebt. Eine Achterbahn, auf die die Autorin den Leser schickt, der sich an diese Geschichte ran wagt. Eine Geschichte, in der es nicht nur um verschwundene Kinder geht. Ein sehr zentrales Thema ist die Flüchtlingspolitik, die Trostlosigkeit und die Gefahren, denen die Flüchtlinge ausgesetzt sind.

Die Autorin verpackt ein ernstes und aktuelles Thema, bringt den Leser zum Reflektieren seiner eigenen Meinung, zum Nachdenken. Dabei fühlt man sich als Leser aber nicht belehrt, sondern man begleitet „nur“ liebgewonnene Freunde und schaut ihnen über die Schulter.

Es ist ein Weihnachtsmärchen, das natürlich gut ausgeht. Aber der Weg dahin ist voller Spannung, Action und sehr gut recherchierten brandaktuellen Themen. Gerade die neuesten Geschehnisse verpackt die Autorin.

Es ist ein sehr temporeicher Roman, der schnell vorangeht. Dabei kommen aber die Charaktere nicht zur kurz. Gerade die neu eingeführten Charaktere werden liebevoll und detailreich gezeichnet, entwickeln Potential und wecken die unterschiedlichsten Gefühle in mir als Leserin.

So viel Action und Spannung auch in dem Buch steckt, der Humor und die Gefühle kommen nicht zu kurz. Ich hab mich Hals über Kopf in Pascha verliebt, habe mich mit Dom und Samira gefreut und war ein klein wenig schadenfroh was die Weihnachtsgeschenkesuche eines der Protagonisten betrifft.

Alles in allem: es ist wieder ein Hammerbuch. Ich liebe die Autorin dafür, dass sie es einmal mehr geschafft hat, ein so heißes Thema so genial zu verpacken.

Danke für diese Weihnachtsgeschichte und ich freue mich auf noch mehr interessanten und packenden Lesestoff von Dir.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

schottland, schuldzuweisung, krimi, unterhaltungsliteratur, spannend

Talisker Blues

Mara Laue
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 25.01.2013
ISBN 9783940258168
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diese Serie lese ich irgendwie rückwärts. Nach Teil drei, Dalmore Jazz und dem Vorgänger Krimi Singleton Soul, habe ich nun auf Dienstreise zu Talisker Blues gegriffen.

Da ich relativ viel Lesezeit hatte, war ich innerhalb von zwei Tagen mit dem Buch durch. Das lag aber auch daran, dass dieser Krimi zu fesseln wusste und sich wirklich toll lesen ließ.

Kieran MacKinnon kehrt nach 20 Jahren in seine Heimat, die Insel Skye im Nordwesten Schottlands, zurück. Der Skyeman hat für den Mord an seiner damaligen Freundin länger im Gefängnis gesessen, als er zu dem Zeitpunkt der Tat alt war.

Er hatte nach seiner Entlassung den dringenden Wunsch, seine Heimat wiederzusehen, wieder die Luft zu atmen, den Nebel zu schmecken und das Meer zu riechen.

Er versucht wieder Fuß zu fassen und so gut es geht ein normales Leben zu beginnen, doch trotz intensiver Vorbereitung überfordert ihn die Freiheit zunächst.

Zu allem Übel erinnern sich nicht wenige der Inselbewohner an die Tat und sein Auftauchen lässt Misstrauen und Hass erneut aufkeimen, weshalb er lieber für sich bleibt.

Bei einer seiner einsamen Wanderungen durch die Natur rettet er eine junge Frau vor dem Ertrinken und begegnet damit erstmals einer Person, die ihn ohne Vorurteile kennenlernt. Sie kennt seine Geschichte nicht und sieht nur den Menschen, der er zu diesem Zeitpunkt ist – eine völlig neue Situation für ihn.

Der Krimi erzählt von Kierans Leben nach dem Knast, von der Rückkehr in die Heimat, von Schuld und der Suche nach der Wahrheit. Rückblenden und der schonungslos ehrliche Blick in die Psyche des damaligen Täters lassen an dieser Geschichte intensiv teilhaben. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die Insel, seine Bewohner und nicht zuletzt die Talisker Destille. Als Werbung für einen Besuch der Insel Skye hält dieses Buch quasi als Bonus her.

Nun aber zu meinen kleinen Kritikpunkten. Ist die Geschichte anfangs von Langsamkeit und einem behutsamen Erzählstil geprägt, so gibt es im Mittelteil auf einmal spürbare Hastigkeit, die den Inhalt verstolpern (Stichwort John Taylors Besuch). Zum Ende hin, als die Geschichte noch einmal Fahrt aufnimmt steigt auch die Spannung in erheblichem Maße. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

Mein größter Kritikpunkt: Leider spoilert der Einband auf meines Erachtens unangebrachte Weise, da er wichtig Inhalte aus der zweiten Buchhälfte vorwegnimmt. Das trübte das Leseerlebnis doch schon sehr und legt einen völlig falschen Fokus auf die Geschichte.

Alles in allem ist hier wieder ein wirklich toller Krimi entstanden und zum dritten Mal in Folge habe ich es nicht bereut, zu einem Whiskyroman von Mara Laue gegriffen zu haben. Alles in allem ist, von der Geschichte her, dieser Band meiner Meinung nach der interessanteste.

Der Talisker als wirklich besonderen Whisky Schottland, die Insel Skye und ihre Bewohner sind gleichermaßen ein grandioser Einstieg in die Whiskyromane.

Aufgrund der kleinen Schwächen gebe ich hier allerdings wieder nur 4,5 Sterne.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

cedar cove, rose harbor inn, liebe, debbie macomber, rose harbor

Wolkenküsse

Debbie Macomber
E-Buch Text: 53 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783641208509
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich mag ja die Rose-Harbor-Reihe aus der Feder von Debbie Macomber und als ich diese Kurzgeschichte entdeckt habe, habe ich mich sehr darüber gefreut.

Zeitlich einzuordnen ist diese Geschichte zwischen Band 3 und Band 4. Wer den dritten Band gelesen hat, wird ein Deja vu erleben, denn die Geschichte die erzählt wird, kennt man dann schon.

Einzige Neuerung: man erfährt, wie sich diese Geschichte aus der Sicht von Mark zugetragen hat.

Wer hofft, dem Geheimnis von Mark auf die Spur zu kommen, wird genauso enttäuscht wie derjenige, der hofft, irgendetwas neues zu erfahren.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, exakt das Selbe schon einmal gelesen zu haben. Und eigentlich ist ja auch auch so – nur die Sichtweise hat sich wie gesagt geändert.

Meiner Meinung nach wäre es schön gewesen, wenn diese Geschichte als „Anhang“ im 3. Band drin gewesen wäre. Da der Verlag dieses Buch aber kostenlos heraus gibt, kann man auch nicht meckern und sagen, dass es nur Geldschneiderei wäre.

Jeder Fan der Geschichte und / oder der Autorin ist mit diesem Buch natürlich gut bedient. Als Einstieg in der Serie oder als Zufallskauf getätigt kann der Leser durchaus enttäuscht sein.

Wie werte ich die Geschichte? Ich denke, 2 ½ von 5 Sterne zu vergeben, ist hier fair. Ich wurde trotz allem recht gut unterhalten, hatte ein „Häppchen“ für zwischendurch; aber es war bei weitem kein Highlight.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kurt wallander, ermittlungsarbeit, an event in autum, krimi, mord

Mord im Herbst

Henning Mankell , Wolfgang Butt
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423253772
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gab eine Zeit, da habe ich jedes Buch von Henning Mankell aus der Wallander-Serie regelrecht verschlungen. Ich habe sogar, obwohl es sonst gar nicht meine Art ist, die Hardcover-Ausgabe gekauft, weil ich nicht auf das Taschenbuch warten wollte. Ich habe die Serie geliebt.

»Ich werde allmählich sogar zu alt für mich selbst, dachte er.
Zu alt für mich selbst und zu alt für meinen Beruf.«

Nun habe ich – mehr durch Zufall – diese Geschichte von Henning Mankell entdeckt. Zeitlich einzuordnen ist sie vor dem Buch „Der Feind im Schatten“.

Für mich stand Henning Mankell immer für spannende Geschichten, interessante Fälle und Charaktere, die mit viel Tiefgang beschrieben wurden.

Ich muss leider sagen „stand“: denn dieses Büchlein – gerade mal 144 Seiten dick – konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

Die Geschichte war total flach, komplett spannungsfrei und den Figuren fehlte der Tiefgang. Zwar sind Wallander & Co. beschrieben wie immer, aber die weiteren Figuren waren komplett eindimensional und so leblos, das das Lesen absolut keinen Spaß mehr gemacht hat.

Ich habe die Geschichte beendet, um zu erfahren ob sich daran etwas ändert. Aber dem war leider nicht so.

Da „Der Feind im Schatten“ das letzte Buch der Wallander-Reihe sein sollte, frage ich mich nun, warum es diese Geschichte überhaupt noch gab? So lieblos wie sie geschrieben wurde, hätte sich der Autor dies auch sparen können.

Wäre das mein erstes Buch von ihm gewesen – wäre es zeitgleich das letzte was ich je angefasst hätte. So hat das Buch nur einen früher sehr begeisterten Mankell-Leser schwer enttäuscht.

Von mir gibt es 1 von 5 Sternen.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

erdmännchen;, zoo, christoph maria herbst, leiche, kanalisation

Voll Speed

Moritz Matthies , Christoph M. Herbst
Audio CD
Erschienen bei Argon Verlag, 01.02.2013
ISBN 9783839812143
Genre: Humor

Rezension:

Nachdem wir vom ersten Teil der Serie „Ausgefressen“ begeistert waren, konnten wir es kaum erwarten den zweiten Teil um die Erdmännchen auf die Ohren zu bekommen.

Erdmännchen Ray und sein Bruder Rufus erobern mit einem ferngesteuerten Speedboot die Unterwelt, genauer gesagt die Kanalisation unter dem Zoo. Dabei dringen sie allerdings ins Revier der verhassten Ratten ein. Auf der Flucht bleiben sie dann zu allem Überfluss noch an etwas anderem hängen – einer Leiche. Doch damit nicht genug, stellt sich der Tote auch noch als alter Bekannter von Rays menschlichem Detektiv-Partner Phil heraus.

Zur gleichen Zeit drehen einige Tiere im Zoo durch – der Nashornbulle verbeult das Stahlgeländer seines Geheges, eine übermütige Antilope springt ins Löwengehege und Rays kleiner Bruder Nick scheint wie unter Drogen zu sein.

Zwei Fälle die das ungleiche Ermittlergespann nun lösen muss. Dabei geraten sie in so manchen Schlamassel und stoßen erneut auf skurrile Personen und Tiere.

Der zweite Teil der fünfteiligen Serie um die Berliner Erdmännchen ist wiederum herrlich komisch, gespickt mit Sarkasmus und Humor.

Zwar kommt die Geschichte erst recht schleppend in Gang, doch die verschlungenen Pfade ergeben nach und nach ein Bild. Fünf Stunden Unterhaltung finden ein – leider meiner Meinung nach – recht abruptes Ende, dafür aber mit Epilog.

Eine Klasse für sich ist erneut Christoph Maria Herbst als Sprecher, der jedem der kleinen und großen Protagonisten seine besondere Note verleiht.

Wenngleich auch einige Logik- und Ablauffehler das Bild trüben und dieser Teil nicht an das Auftaktwerk herankommt, 4,5/5 Punkten zeugen von einem tollen Hörgenuss.

Und was soll ich sagen, Teil drei „Dumm gelaufen“ liegt schon bereit und wird wohl im Januar rezensiert werden …

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das wahrscheinlich schönste Kind der Welt

Joachim Brandl , Astrid Henn
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Kösel, 25.07.2016
ISBN 9783466310722
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich glaube, jeder Vater – und auch jede Mutter – hält ihr Kind für das schönste Kind der Welt und das ist nur zu verständlich. Ist doch ein Kind das Beste, was einem passieren kann. Es gibt einem so viel. So unglaublich viel.

Als ich das 128 Seiten umfassende Büchlein in der Hand hielt und begann, darin zu lesen, musste ich immer wieder lachen. Lachen, nicken, den Kopf schütteln. Schmunzeln und immer wieder das „hmm … das kenne ich“.

In diesem Buch entdeckt Mann (und Frau) – entdecken sich Vater und Mutter – jederzeit wieder.

Mit viel Humor, Spitzzüngigkeit und Ironie nimmt der Neupapa Joachim alles unter die Lupe. Er analysiert, erklärt und beschreibt so treffend, das man als Leser gar nicht anders kann. Man kann nur immer wieder schmunzeln.

Die kurzen Episoden aus dem Alltag seiner Familie sind so treffend beschrieben, das gerade ich mich immer mal wieder selbst erkannt habe. Gerade sehr aktuell: die Verteilung der Geschenke zu Weihnachten. Wie sehr man sich auch bemüht – irgendwie haben die Großeltern doch ihren eigenen Kopf. Wie sehr man auch darüber nachdenkt und „sinnvolle“ Geschenke heraussucht – es wird doch (meist – aber zum Glück nicht immer) anders entschieden. Und: man vergibt alle coolen Ideen und bleibt selbst auf den „Ladenhütern“ sitzen.

Aber auch andere Episoden halten den Eltern den Spiegel vor und wie der Autor schon so schön schreibt: Auch wenn wir niemals so werden wollten wie unsere Eltern – wir werden so! Da kann man gar nichts dagegen tun, das liegt in der Natur der Sache.

Ich habe das Büchlein als eine willkommene Leseabwechslung gesehen und empfunden und zugleich ist es eine wunderbare Geschenkidee für werdende Eltern. Nicht nur wegen der beiliegenden Glückwunschkarte :-)

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen, da es zwar richtig gut ist, aber noch nicht das ultimative Highlight im Dschungel der Babybücher.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Devils X-Mas: Der Fire Devils MC 3.1

Susan B. Hunt
E-Buch Text: 28 Seiten
Erschienen bei BookRix, 02.12.2016
ISBN 9783739686035
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bisher war Markus der einzige, der bisher die Romane von Susan B. Hunt rund um den Devils MC gelesen hat. Meine Ausrede bisher „mein SUB ist zu groß – ich muss erst mal das Lesen was da drauf ist.“

Dann kam der Moment, als Susan B. Hunt ihren treuen Lesern und denen, die es werden wollen, eine Weihnachtsgeschichte als Geschenk machte.

Die – als EBook – habe ich mir runtergeladen und dann, nach einem „nur mal kurz reinlesen“, regelrecht verschlungen.

Die knapp 30 Seiten lange Weihnachtsgeschichte hat mich berührt und bezaubert. Ich musste lauthals lachen und hab zum Schluss ein paar Tränchen verdrücken müssen – ich konnte gar nicht anders.

Lachen musste ich allein schon bei dem Gedanken einer zerbrechlichen Granny in einem Club mit harten Rockern. Susan B. Hunt gelingt es auf berührende Weise, diese Gegensätze so wunderschön zu beschreiben. Und sie zeigt auch den weichen Kern der doch so harten Rocker.

Diese Weihnachtsgeschichte trägt den Titel zu recht. Denn hier geht es um Familie und Zusammenhalt, um Freundschaft und das Überwinden von Vorurteilen. Ich fand das Aufeinander zugehen der alten Lady und des Rockers so wunderschön.

Ich sage „Vielen Dank“ für den Lesegenuss und weiß, dass ich nun über kurz oder lang doch zu ihren Büchern greifen werde.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

weihnachten, hund, liebe, liebesroman, christkind

Vier Pfoten retten Weihnachten

Petra Schier
Fester Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 20.10.2016
ISBN 9783959731577
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Alle Jahre wieder … erscheint in der Vorweihnachtszeit eine Geschichte von Petra Schier. Eines haben diese Geschichten jedes Jahr aufs Neue gemeinsam: Das Thema Weihnachten und ihre süßen Cover. Auf denen sind gewöhnlich Hunde(welpen) zu sehen, spielt doch in jedem der weihnachtlichen Geschichte ein Hund die Hauptrolle.

Auch in diesem Jahr bleibt sich die Autorin – zum Glück – treu und bringt mit „Vier Pfoten retten Weihnachten“ einen weitere Hunde-Weihnachtsroman heraus. Ein sehr romantischer Roman J der so wunderbar in diese Jahreszeit passt.

Für das richtige Weihnachtsfeeling sorgten bei mir die Dialoge zwischen dem Weihnachtsmann und dem Christkind – die Szenen mit den beiden waren einfach herzerwärmend. Überhaupt hat Petra Schier es mit ihrem Schreibstil einmal mehr geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Sie schreibt herrlich erfrischend, mit viel Gefühl und Wärme, Humor und einem großen Schuss Romantic. Man kann sich von der ersten Seite an im Buch wohlfühlen, sich fallen lassen und einfach, eingekuschelt auf der Couch, einen schönen Leseabend verbringen.

Mit ihrer detailhaften Sprache versteht es die Autorin, Bilder im inneren Auge entstehen zu lassen, den Leser in die Geschichte zu ziehen. Wobei, wenn ich ehrlich bin, mir bei bisher jedem weihnachtlichen Buch die „Nebenrolle“ des Hundes – hier die süße Cocker-Spaniel-Dame Lulu – am besten gefällt. Diese sind immer – so auch hier – so faszinierend beschrieben, dass ich immer mal neben mich geschaut habe und dann überrascht war, eine Katze statt einem Hund neben mir liegen zu sehen.

Diese zu Herzen gehende Familiengeschichte ist die richtige Lektüre vor Weihnachten – ich hatte sehr viel Freude beim Lesen und warte nun schon sehr auf das nächste Jahr und damit die nächste Weihnachtsgeschichte aus der Feder von Petra Schier.

Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen.

Daten:
Autor: Petra Schier
Titel: Vier Pfoten retten Weihnachten
Hardcover; 382 Seiten
Verlag: Weltbild
ISBN: 9783959731577

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hörspiel, schnatterinchen, sandmännchen, ddr-fernsehen, nostalgisch

Das Schönste von Pittiplatsch

Ingeborg Feustel
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei cbj audio, 14.11.2016
ISBN 9783837137286
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auch hier war unsere Tochter von den Stimmen der geliebten Abendgruss-Figuren gleich wieder in ihren Bann gezogen und hört gut zu. So kommt sie nach einem langen Kindergartentag auch zu Hause schnell zu Ruhe. Denn dieses Hörbuch gab es nicht bei langen Autofahrten sondern abends zu Hause im heimischen Wohnzimmer.

Ich als Mama hör natürlich genauso mit hin und fühle mich immer wieder zurückversetzt in meine eigene Kindheit. Mich hat Moppi ebenso begleitet und als MC bzw. Schallplatte hatte ich einige Folgen auch zu Hause.

Für meine kleine Tochter ist das also eine hervorragende Ablenkung und für mich eine Erinnerung an meine eigene Kindheit.

Ich bin froh, das diese Geschichten über Jahrzehnte hinweg „überlebt“ haben und freue mich, dass sie nun wieder Einzug bei mir zu Hause halten können.

Die CD mit 60 Minuten Laufzeit enthält die Geschichten:

Abends bei Familie Krachmann
Das vergessliche Schnatterinchen
Der Koboldsturm
Pitti und das Geburtstagspferd
Der Tauschhandel
Pitti und der naschhafte Drache
Pitti und das Herbstgedicht

Auch hier sind leider Wiederholungen zu den anderen Geschichten-CDs dabei, was ich persönlich sehr schade finde, was aber augenscheinlich nicht zu ändern ist.

Von mir gibt es, auf Grund der Geschichten-Dopplungen, 4 von 5 Sternen, da ansonsten das Hörvergnügen überwiegt.

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Das Beste von Pittiplatsch - Abenteuer im Märchenwald mit Schnatterinchen und Moppi

Ingeborg Feustel , Diverse
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 12.06.2006
ISBN 9783866043060
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Seit wir mit unserer kleinen Tochter unterwegs sind, haben wir auch hin und wieder kindgerechte Hörbücher dabei. Aktuell ganz beliebt ist Pittiplatsch. Und natürlich haben wir davon gleich mehr als nur eine CD. Hier kommt eine Doppelrezension für gleich zwei der Hörbücher – geschrieben von Markus.

Wer kennt sie nicht: Pittiplatsch der Liebe mit seinen Freunden Moppi und Schnatterinchen. Vorausgesetzt natürlich, man ist im Osten Deutschlands aufgewachsen. Dann hat man mit Sicherheit schon viele Geschichten vom frechen und gewitzten Kobold gehört oder im Abendgruß gesehen.

Das Hörspiel, welches wir als eines von zweien für eine Urlaubsfahrt gekauft hatten, enthält 7 Geschichten welche aus originaler Produktion von 1979 und 1987/88 stammen.

Wenn man wie ich mit diesen Geschichten aufgewachsen ist, erfüllt einen das Hören mit ein wenig Wehmut, aber auch mit schönen Erinnerungen. So habe ich mehrere der Geschichten früher auf Schallplatte und MC (Musikkassette für die jüngere Generation) bei meiner Oma gehört – mehr als einmal natürlich.

Ihren Reiz, den moralischen Anspruch und die kindgerechte Erzählweise haben die Geschichten noch heute.

Unsere Tochter kennt vom Sandmännchen her die Stimmen und hat beim Anhören der Hörspiel-CD diese auch gleich wieder erkannt. Sie hat gebannt gelauscht und daher verging die lange Autofahrt für sie wie im Fluge.

Inhaltlich würde ich daher volle Punktzahl erteilen. Wermutstropfen ist meiner Meinung nach, dass mehrere Geschichten auf unterschiedlichen CDs erschienen sind und die relativ kurzen Spielzeiten (2. CD) teils hohen Preisen gegenüber stehen.

Trotzdem kann ich nicht anders und gebe in Summe 5 Sterne.

Die Rezension bezieht sich auf die folgenden Hörbücher:

Das Beste von Pittiplatsch: Abenteuer im Märchenwald mit Schnatterinchen und Moppi

sowie

Geschichten mit Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi: „Als Pitti schneller wachsen wollte“

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Geschichten mit Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi - "Als Pitti schneller wachsen wollte"

Ingeborg Feustel , Heinz Schröder , Friedgard Kurze , Günter Puppe
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 01.02.2001
ISBN 9783898301893
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Seit wir mit unserer kleinen Tochter unterwegs sind, haben wir auch hin und wieder kindgerechte Hörbücher dabei. Aktuell ganz beliebt ist Pittiplatsch. Und natürlich haben wir davon gleich mehr als nur eine CD. Hier kommt eine Doppelrezension für gleich zwei der Hörbücher – geschrieben von Markus.

Wer kennt sie nicht: Pittiplatsch der Liebe mit seinen Freunden Moppi und Schnatterinchen. Vorausgesetzt natürlich, man ist im Osten Deutschlands aufgewachsen. Dann hat man mit Sicherheit schon viele Geschichten vom frechen und gewitzten Kobold gehört oder im Abendgruß gesehen.

Das Hörspiel, welches wir als eines von zweien für eine Urlaubsfahrt gekauft hatten, enthält 7 Geschichten welche aus originaler Produktion von 1979 und 1987/88 stammen.

Wenn man wie ich mit diesen Geschichten aufgewachsen ist, erfüllt einen das Hören mit ein wenig Wehmut, aber auch mit schönen Erinnerungen. So habe ich mehrere der Geschichten früher auf Schallplatte und MC (Musikkassette für die jüngere Generation) bei meiner Oma gehört – mehr als einmal natürlich.

Ihren Reiz, den moralischen Anspruch und die kindgerechte Erzählweise haben die Geschichten noch heute.

Unsere Tochter kennt vom Sandmännchen her die Stimmen und hat beim Anhören der Hörspiel-CD diese auch gleich wieder erkannt. Sie hat gebannt gelauscht und daher verging die lange Autofahrt für sie wie im Fluge.

Inhaltlich würde ich daher volle Punktzahl erteilen. Wermutstropfen ist meiner Meinung nach, dass mehrere Geschichten auf unterschiedlichen CDs erschienen sind und die relativ kurzen Spielzeiten (2. CD) teils hohen Preisen gegenüber stehen.

Trotzdem kann ich nicht anders und gebe in Summe 5 Sterne.

Die Rezension bezieht sich auf die folgenden Hörbücher:

Das Beste von Pittiplatsch: Abenteuer im Märchenwald mit Schnatterinchen und Moppi

sowie

Geschichten mit Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi: „Als Pitti schneller wachsen wollte“

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

weihnachtlic, überraschend

Der Weihnachtswald

Angelika Schwarzhuber
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2016
ISBN 9783959732321
Genre: Romane

Rezension:

Als erstes hat mich hier das wunderschöne Cover angesprochen, das so viel aussagt und so liebevoll gestaltet wurde. Der Klappentext klang für mich sehr interessant und war der zweite Grund, dass das Buch auf meiner Wunschliste landete. Dass das Buch dann schnell auf meinem SUB wanderte, verdanke ich Angelika selber, die mir das Buch mit einer sehr liebevollen und persönlichen Widmung zukommen ließ.

Es hat ein wenig gedauert, bis ich dann tatsächlich zugegriffen hab und zu Lesen beginnen konnte.

Gibt es den Zauber der Weihnacht wirklich? Dieser Frage geht Angelika Schwarzhuber in ihrem neuen Buch auf zauberhafter Weise nach.

Eigentlich mag ich keine Zeitenwandlergeschichten, mag ich es gar nicht wenn in einem Roman fantastische Elemente vorkommen. Ich bin nicht unbedingt ein großer Fantasy-Fan – von Harry Potter mal angesehen.

Aber hier muss ich, trotz aller Vorbehalte, sagen: es passt. Die Zeitenwandlerelemente passen wundervoll in das Buch rein und ergänzen es perfekt, anstatt (wie von mir befürchtet) die Geschichte zu (zer)stören.

Die Magie des Buches – und des Weihnachtsfestes – zieht den Leser in seinen Bann. Das liegt auch und hauptsächlich an dem wunderbaren Schreibstil der Autorin Angelika Schwarzhuber, die es schafft, Spannung und Gefühl zu erzeugen. Die es schafft, die Protagonisten zu lebendigen Figuren werden zu lassen.

Ich habe Angelika Schwarzhuber gefragt, warum sie diese Geschichte geschrieben hat. Sie hat mir meine neugierige Frage mit folgenden Worten beantwortet:

Die Idee für die Geschichte trug ich schon sehr lange in mir. Sie geht auf ein Ereignis zurück, das sich in meiner Familie mütterlicherseits in den Zwanzigerjahren tatsächlich zugetragen haben soll. Da es um den Heiligen Abend geht, konnte diese Geschichte nur ein weihnachtlicher Roman werden. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, um nicht zu viel vom Inhalt der Geschichte zu verraten. Genaueres dazu erfährt man jedoch am Ende des Romans im Epilog.

Für mich war das Buch – einmal mehr – ein Lesegenuss. Ich freue mich darüber, dass ich es lesen durfte und kann es mit 5 von 5 Sternen nur wärmstens weiterempfehlen.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

weihnachten, liebe, freundschaft, stricken, freunde

Wollsockenwinterknistern

Karin Lindberg
E-Buch Text: 213 Seiten
Erschienen bei BookRix, 07.11.2016
ISBN 9783739682297
Genre: Liebesromane

Rezension:

Seit einigen Tagen habe ich einen Kindle und das Buch von Karin Lindberg war das erste E-Book, da sich mir dafür gekauft habe. Gefreut hatte ich mich, auf Grund des Covers, auf einen witzigen vorweihnachtlichen Roman.

Was habe ich bekommen? Konnte ich mit Karin Lindberg eine neue Autorin für mich entdecken?

Aktuell würde ich – leider sagen – nein: Karin Lindberg hat sich mit dem Roman keinen Platz in meinem (virtuellen) Bücherregal sichern können.

Woran das lag? An Marie. Marie ist die Hauptfigur des Buches und ich habe noch nie so etwas unreifes und nerviges vor mir gehabt wie in diesem Fall. Hätte ich nicht gewusst, wie alt Marie ist, hätte ich diese verzogene, ewig jammernde und alle vor dem Kopf stoßende Göre auf 14, allerhöchstes 15 geschätzt. Nein, 29 Jahre soll sie alt sein!

Echt jetzt? Und dabei so verdammt unreif. Ich hatte erst den Gedanken, das geht doch gar nicht. Dann zeigte mein Mann mir auf, dass es solche Personen tatsächlich gibt.

Man hat das Gefühl, das diese extrem Ich-bezogene Figur sich durch das gesamte Buch nur durchjammert, in Selbstmitleid badet und nicht der Hauch eine Änderung bei ihr zu finden ist.

Der männliche Gegenpart – Lennart – macht die Sache auch nicht besser. Er war mir in seiner „ich überstürze alles und will alles sofort“-Masche ebenfalls zutiefst unsympathisch.

Um es kurz zu machen: Bei mir konnte das Buch nur von seinem Cover her punkten, ansonsten war es leider für mich ein absoluter Reinfall.

Schade. Aber ich kann für dieses Buch nur 1 von 5 möglichen Sternen vergeben.

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

schottland, claudia winter, liebe, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie schon eingangs erwähnt habe ich die Autorin durch ihr Buch „Aprikosenküsse“ kennen- und auch lieben gelernt. Umso gespannter war ich natürlich auf ihre „Glückssterne“ und konnte den Erscheinungstermin kaum noch erwarten. Und dann hatte ich auch noch das riesige Glück, das Buch vorab lesen zu dürfen. Als die Post vom Verlag im Briefkasten lag, war die Freude groß.

Glückssterne ist eine wunderbare, humorvolle und romantische Komödie mit viel Tiefgang und Personen, die man einfach lieben muss. Claudia Winter gelingt es, durch ihre Figuren, die so lebensecht und lebendig beschrieben sind, der Geschichte das Leben einzuhauchen, die sie braucht um zu begeistern.

Ihr gelingt es, durch die sehr authentisch beschriebenen Situationen und Landschaften, das Buch zum Leben zu erwecken, der Geschichte vor dem inneren Augen entstehen zu lassen.

Die Beschreibungen von Aidans köstlichen Kunstwerken weckte den Hunger, den Appetit in mir und ich bin froh, dass man alleine durch phantasievolle Beschreibungen nicht wirklich zunehmen kann. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, den Duft in der Nase und den Geschmack auf der Zunge zu haben.

Man merkt dem Buch die Liebe der Autorin zu Schottland an; man merkt bei den Beschreibungen der Landschaften, der Menschen und deren Persönlichkeiten, das die Autorin das Land schon mehrfach bereist hat.

Schottland – das ist unter anderem auch das Land des Whiskys und Whisky ist eine Leidenschaft von mir.

„Haben sie schon mal einen echten schottischen Single Malt Whisky probiert?“ fragt Aidan die Karrierefrau Josefine.

Diese Frage hat mir – so ähnlich – mein jetziger Mann Markus vor knapp 4 Jahren auch gefragt und auf mein Verneinen mir einen Glenmorangie eingeschenkt. Dieser Whisky spielt auch in dem Buch eine Rolle. Was für ein toller Zufall und noch ein Grund mehr, das mir das Buch am Herzen liegt.

Die Protogonisten sind auch etwas, was dieses Buch zu einem Wohlfühlbuch machen. Egal ob die Karrierefrau Josefine, der sexy Schotte Aidan, der kühle Justus und all die anderen. Die Charaktersierungen sind menschlich, glaubhaft, authentisch … es sind Menschen wie Du und ich, mit denen man sich ohne weiteres identifizieren kann.

Ich würde sagen, es ist ein „typischer“ Winter J ein Roman voller Liebe, der in mir alles berührt hat: meine Seele, mein Herz und meinen Verstand. Es ist ein Roman, in dem man noch etwas für sich selbst mitnehmen kann; in dem man sich wiederfinden kann und in den man komplett eintauchen kann – wenn man sich darauf einlassen will.

Ein Highlight für mich: die Rezepte am Ende. Damit macht die Autorin Claudia Winter ein perfektes Buch zu einem Meisterwerk.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, für mich war eines der Lesehighlight des Jahres 2016.

Daher kann ich gar nicht anders und vergebe 5 von 5 möglichen Sternen.

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