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Banshee Livie (Band 3): Sterben für Profis

Miriam Rademacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783038960041
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung - ich schrieb diese Rezension in der Annahme, dass es der letzte Band ist! Dem ist nicht so! Es ändert aber nichts an meiner Meinung. Meinung: Ich muss ja sagen, allein die Tatsache, dass das der letzte Band rund um Livie, die tollpatschige Zwischenlösung, Pardon, Banshee ist, ließ mich mit einem Gefühl des Abschieds an dieses Buch herangehen. Ich hatte mich mittlerweile so an ihre und die Abenteuer ihrer Freunde gewöhnt, dass ich sie eigentlich nicht mehr missen möchte. Einmal Livie im Jahr oder zwei Mal - das wäre klasse. Denn ihre Geschichten sind immer so voller Leben. Voller Sarkasmus und voller „Omg, really?“ Momente - es ist einfach eine pure Freude dabei zu sein. Und vor allem dieses letzte Abenteuer „Sterben für Profis“ hat es mir sehr angetan. Auch, wenn es ein wenig nach Urlaub vom Banshee-Dasein klang, das ist es ganz und gar nicht. Was wenn du eigentlich tot bist, unsichtbar für alle, bis auf die mit dem sechsten Sinn und dann auf einmal mitten unter Leuten auf einer Gartenparty wieder „zu dir kommst“ - was dann? Lachen? Weinen? Überrascht tun? „Oh, hallo, hier bin ich - wie komme ich denn hier her?“ Das ist das Problem, mit dem Livie sich zu Beginn des Buches auf dem Anwesen der Harrowmores konfrontiert sieht. Doch zum Überlegen bleibt keine Zeit, denn die herrschende Dämonenliga hat einen Auftrag für Livie und ihre Freunde. Und so kommt es, dass sich die Geschichte in der Nähe des beschaulich anmutenden Küstenstädtchen Fishing Falls in Cornwall ereignet. Dort gehen seltsame Dinge vor. Lautlose, elementarlose, tier- und insektenlose Dinge. Zusammen mit Walt, den man aus den vorherigen Büchern als Todesboten kennt, Zach - einem Zwergenfreund aus vergangenen Tagen, und Millie Harrowmore - ihres Zeichens wiedergeborene Druidin, muss Livie herausfinden, was es mit dem Ort auf sich hat, in dem sie da gelandet sind. Dabei bekommt sie nicht nur Besuch aus der Zukunft und Vergangenheit, nein, auch kleine Wassertierchen und lebendige Landkarten werden ihr zu Hilfe eilen. Ein Abenteuer, eine zweite Chance und Heldentum erwarten euch! Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Sie nimmt einen immer direkt gefangen, lässt die Seiten nur so dahin fliegen und trotz der einfachen Art, zaubert sie einem Bild um Bild direkt in den Kopf. Was für ein wundervolles Setting sie für das Finale geschaffen hat. Eine malerische Küste, glitzerndes Wasser, Häuschen an Häuschen. Man trifft in „Sterben für Profis“ auf alte, liebgewonnene Charaktere - von denen einige für mächtig Wirbel sorgen. Und was für Wirbel das ist! Aber das ist schon Stoff für eine neue Geschichte. Livie ist, tja, ich finde kaum noch Worte dafür. Livie ist eben Livie. Eine Nummer für sich. Mal taktlos, lustig, mal hitzköpfig, stur, aber immer eine gute Freundin und loyal. Die Story aus ihrer Sicht zu erleben hat nochmal ein paar Synapsen mehr durchknallen lassen als zuvor. Sie ist einfach eine unheimlich sympathische Banshee. Und auch Walts Anwandlungen, die er durch das „Zwischenlösungsdasein“ erhält sind zum Niederknien. Als würde man eine lebendig gewordene Handpuppe auf Teenagerpubertätskoks beobachten. Die Geschichte selbst ist, neben den Charakteren, mein neuer Lieblingsband. Es passiert so unglaublich viel, dass meine Fantasie kaum hinterher kam. Man stürzt sich mit Livie ins Unbekannte, bekommt es mit rätselhaften Tippgebern zu tun, einer ängstlichen grauen Maus, Seelenwanderungen, einem mehrfarbigen Geheimnis, großen, bösen Wasserwesen, einer alten Geschichte, tiefer Freundschaft und unzähligen anderen Geschehnissen, die sich hier alle gar nicht in Worte fassen lassen. »Wer kommt zur Vollmondnacht, bekommt ein Kleid gemacht, wer kommt zur Neumondnacht, der wird wohl umgebracht, wer kommt zum halben Mond, der wird vielleicht verschont.« Fazit: „Sterben für Profis“ ist ein wundervoller Abschluss für eine grandiose Geschichte. Auch, wenn ich noch gern weitere lustige und gefahrenreiche Abenteuer mit Livie und Walt erlebt hätte - das Ende macht ja zumindest Hoffnung in eine Richtung, die ich nicht erwartet hätte. Band 3 strotzt nur so vor Legenden, Zeitreisen, Teleportzonen, wichtigen Knackpunkten und auch ein bisschen Liebe durfte den Leser begleiten. Es ist eine Wohlfühlgeschichte, für laue Herbstnächte mit prasselndem Kaminfeuer. Solche Geschichten, die man gerne seinen Kindern erzählt, um ihre Fantasie zu beflügeln und ihnen die Augen für die magische Welt zu öffnen. Für alle, die im Herzen Kind geblieben sind, trotzdem anspruchsvolle Lektüre brauchen und sich gern in die Fluten von Raum und Zeit stürzen. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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Tags: abenteuer, banshee, cornwall, england, freundschaft, liebe, magie, meer, monster, todesbote   (10)
 

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Die Grimm-Chroniken (Band 6): Der Tanz der verlorenen Seelen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783906829944
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung: Mittlerweile sind wir bei Band 6 der Grimm Chroniken angelangt und ich kann nur immer wieder betonen, wie sehr ich diese Reihe liebe. So schön düster, blutrünstig - aber vor allem kontrastreich, das hatte ich in den letzen Rezensionen noch nicht erwähnt. Denn während mir immer das Herz blutete und ich nicht nachvollziehen konnte, wie jemand von so gut, zu so böse schwanken konnte, wie Mary, die böse Königin, ist es mir nach diesem Band viel leichter gefallen. Wie gewohnt erzählt die Autorin aus drei Perspektiven, zwei Vergangenheiten, eine Gegenwart oder je nachdem wie man es auslegt auch zwei Gegenwarten, das weiß man nicht so genau. Beim „Tanz der verlorenen Seelen“ nähern sich zwei dieser Zeiten immer mehr an, sodass sie hoffentlich bald zu einem großen Ganzen verschmelzen. Nach wie vor ist die Geschichte durchzogen von Märchen, gesprenkelt mit Elementen - mit Spiegeln, Dornenhecken, Gasthäusern und verbotenen Früchten. Ich bin ehrlich, langsam steige ich da nicht mehr durch, für mich hat sich das zu einer Masse vermischt, die etwas komplett Neues ergibt. Und ich möchte sie auch gar nicht mehr auseinander halten. Es ist gut, so wie es ist. Der Fokus in Band 6 liegt auf Margery, die kurz vor ihrem 16ten Geburtstag steht und somit vor ihrem vermeintlichen Tod in Engelland. Doch bevor der Leser richtig in diesen Part einsteigen kann lässt die Autorin eine Atombombe fallen. Ich will nichts beschönigen: Das war ein Schlag in die Fresse. Mitten rein. Begleitet von WAAAAASSS?! Und später von UUUHÄÄÄÄÄÄSSS. (Phonetik macht manchmal viel mehr Sinn als Worte.) Plötzlich knüpfen sich viele Logikbändchen zusammen - andererseits verschiebt sich dadurch auch die Sympathie. Von wem, zu wem, das verrate ich euch nicht. Lasst euch nur gesagt sein: Es schockt. Und während man als Leser weiterhin Mary und vor allem Margery durch Engelland begleitet, rattert es im Hinterkopf weiter und weiter: Wer sind die vergessenen Sieben? Und wie geht das aus? Manchmal treibt mich diese Kürze leicht in den Wahnsinn. Fazit: „Der Tanz der verlorenen Seelen“ steckt voller Überraschungen. Positive, sowie negative. Bei Band 6 war ich zum ersten Mal aufgrund der Wendung völlig geplättet. Und auch wenn ich den Part um Mary und Dorian vor ihrer Ankunft in Engelland sehr liebe und genossen habe, irgendwas scheint sich mit dem ersten Schritt dort hin geändert zu haben. Es ist auch eine willkommene Abwechslung, dass Will, Maggy und Joe einmal nur am Rand vorkommen. Die düstere, unheilvolle - teilweise gehässig Atmosphäre rundet diese sechste Folge wie immer ab. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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Tags: dunkel, fantasy, märchen, märchenadaption, schneewittchen   (5)
 

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Wächter der Runen (Band 1)

J. K. Bloom
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 28.09.2018
ISBN B07GNQ3LMC
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Irgendwie machen Kopfgeldjäger momentan ziemlich die Runde. An allen Ecken und Enden sieht man sie als Schatten vorbei huschen. Und warum auch nicht? Die düster, dunkle Konnotation, die dem Wort Kopfgeldjäger anhaftet ist genauso anziehend, wie abstoßend. Die Mischung macht’s. Und auch Finn ist vor diesem Ruf nicht gefeit, ist er doch einer der berüchtigtsten und erfolgreichsten Kopfgeldjäger Amateas. Und so kommt es, dass das große Imperium gerade ihn dazu auserwählt, die seit zwei Jahren flüchtige Abtrünnige Ravanea zu suchen und lebendig auszuliefern. Das kommt Finn gerade recht, auch wenn er dafür den weiten Weg in eine der dunkelsten, schmierigsten und schlimmsten Städte des Imperiums auf sich nehmen muss. Doch für seinen Erfolg winken Ruhm, Ansehen und Reichtum. Wie gefährlich die Reise wird und wie oft er an seine moralischen Grenzen kommen wird - dieses Ausmaß ahnt er bei Auftragsantritt noch nicht. Was für ein Spektaktel! Mein erstes Buch der Autorin und dann haut es mich auch noch so krass von den Socken. Das hätte ich nie erwartet. Wächter der Runen ist herrliche geniale High-Fantasy. Erstmal zu den Randinfos: Man begleitet Finnigan Bassett und Ravanea Caherm abwechselnd in der Ich-Perspektive bei ihren Unternehmungen und Abenteuern. Dabei schafft es die Autorin mit ihrem locker-leichten Schreibstil und den klug eingesetzten Wordbuildings automatisch eine Atmosphäre zu entwickeln, der man sich nicht entziehen kann. Man riecht den Dreck, den Schmutz und Schweiß der untersten Stadt. Man hört die Pfeile durch die Luft sirren, seinen eigenen keuchenden Atem und das laut pochende Herz. Es war für mich eine super authentische Reise, in der ich mich sowohl in Finn als auch Ravanea einfach fallen lassen konnte. Sie haben mich beeindruckt und mitgerissen. „Dieser Bezirk ist ein Zusammenspiel aus Verrat, Trug und Lüge. Wer die Regeln kennt, wird überleben, wer sie missachtet, wird sterben. Derjenige, der eine gute Beobachtungsgabe besitzt, erkennt, dass die Wahrheit in allen Schatten der Stadt zu finden ist.“ (Pos. 706 von 6006) Viel viel imposanter fand ich jedoch den Weltenaufbau. Ähnlich wie bei Elesztrah und Karinth gibt es auch hier eine Karte im vorderen Teil des Buches - zur Orientierung, denn mit den beiden unterschiedlichen Reisegefährten streicht man einmal fast durch ganz Amatea bis über die Grenzen von Oceana und ich bin immer jemand, der dann auch gern mal auf der Karte nachschaut, wo ich mich gerade befinde. Das macht die Sache greifbarer. Ebenso beeindruckt haben mich die vielen kleinen Details, die sich die Autorin überlegt hat. Sei es von der Wirkung der Runen, deren Herstellung, der Magie im Allgemeinen oder der Zusammensetzung der Namen (was ich wirklich mega cool finde!) bis hin zu den Kreaturen und Charakteren. Es hauchte der Geschichte Leben ein, ohne übertrieben voll zu wirken. Ob Schatten, Todeskriecher oder einfach nur die Dunkelheit oder das Leben selbst - Wächter der Runen hält einige Überraschungen parat. Die ganzen einzelnen Faktoren sind schuld daran, dass sich das Buch so fix lesen lässt. Man muss einfach wissen, wie es weiter geht - ob Ravanea fliehen kann, ob Finn von Jägern entdeckt wird und was der nächste Schachzug des Imperiums ist, um größtmögliches Unheil anzurichten. Wer wird ihnen dabei zur Seite stehen? Wer sie beschützen? Was ist Ravaneas dunkles Geheimnis? „Messermeister sind sehr talentierte Kämpfer und überaus gefährlich. Sie kommen den Sicarias gleich und töten leise und unauffällig. Meistens treffen sie genau das Herz oder schneiden ihrem Opfer die Kehle auf, während sie seinen Mund zudrücken. Niemand hört sie kommen und gehen. Doch was sie hinterlassen, ist ein Schlachtfeld aus Leichen.“ (Pos. 3210 von 6006) Wächter der Runen ist rundum gelungen. Es hat ruhige, nachdenkliche Passagen und rasante Kämpfe, blutige Verletzungen und den ein oder anderen Schockmoment. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, ich habe nicht eine Sekunde das Gefühl gehabt, nicht mit ihnen klarzukommen oder mir die Hand vor die Stirn schlagen zu wollen. Auch die zeitliche Entwicklung passte. Es ging nicht zu schnell und nicht zu langsam voran, der Zeitfluss war gut auf die Geschehnisse abgestimmt, sodass man ihm perfekt folgen konnte. Vor allem emotional gesehen! Was das jedoch heißt, das könnt ihr selbst herausfinden. ;) Fazit: Wächter der Runen ist eine aufregend anziehende High Fantasy Geschichte rund um eine Welt voller Gefahren, magischen Runen, düsterer Gewalt und fatalen Geheimnissen. Es punktet mit authentischen Charakteren, durchgängiger Spannung, Action an den richtigen Stellen und der immer währenden Frage nach dem: Wie, wie, wie geht es weiter? Was kann da noch kommen, oh Gott oh Gott? Neben einem überraschenden Plottwist und angenehm sympathischen, sowohl menschlichen als auch tierischen, Protagonisten, kommt auch die emotionale Seite nicht zu kurz. „Menschen entwickeln sich stetig weiter und mit jeder Erkenntnis werden sie gefährlicher für ihre eigene Welt. Sie glauben, das Recht zu besitzen, ihren Ideen freien Lauf zu lassen, sodass jede Waffe einen neuen Tod bedeutet. Wann werden wir den Punkt erreicht haben, an dem die gewaltigsten Kräfte aufeinandertreffen und dafür eine ganze Welt in Schutt und Asche legen?“ (Pos. 5461 von 6006) Kurz gesagt: Fans von High Fantasy und gut durchdachten Welten mit KNALL BOOM BÄNG Momenten, kommen hier voll auf ihre Kosten. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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Tags: abenteuer, freundschaft, kopfgeldjäger, reise, runen, tod   (6)
 

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Die Grimm-Chroniken - Der goldene Apfel

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783906829937
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung: Zurück in Engelland, zurück bei Mary, Dorian, Margery und Will. Nach dem Ende der vierten Folge der Grimm Chroniken war ich ja nicht ganz so begeistert, da mich der Inhalt mehr verwirrt, denn mitgerissen hatte. Jetzt allerdings, nach der fünften Folge, finden die Fäden so langsam zueinander. In diesem fünften Teil begleitet man wieder einmal die junge Mary und ihren Dorian auf der Suche nach dem Turm der Erdenmutter. Ihre Reise ist gespickt von Gefahren und Rätseln, von Begegnungen und Erkenntnissen. Aber auch von Lügen und falschen Entscheidungen. Das Rätsel um Marys krasse Veränderung wurde noch immer nicht gelöst, aber genau das ist es ja, was den Reiz ausmacht. Ich bin fassungslos ob der zwei Seiten, die die junge Apfelprinzessin hat. Es ist für mich fast unbegreiflich sie in der Vergangenheit und in der Zukunft zusammen zu bringen. Aber auch das wird sicher noch aufgelöst werden. Und auch die Geschichte von Maggy, Will und Joe geht weiter. Gerade aus dem Schlaf erwacht, geraten sie auch schon ins nächste Abenteuer. Während sie versuchen sich aus der brenzligen Situation zu befreien, verkompliziert die böse Königin aus Schneewittchen die Geschichte nochmal. Werden Margery und Will es schaffen die Vergessenen Sieben zu finden? Und wie hängt das mit ihrer Vergangenheit zusammen? Wie sieht das große Ganze aus, auf das es hinausläuft? Die Spannung ist zurückgekehrt! Ich bin immer noch fasziniert und in den Bann gezogen von den drei-vier verschiedenen Zeitzonen, aus denen die Story erzählt wird, aber so langsam kann ich alles auseinander halten. Ich liebe die Grimm Chroniken einfach und die vielen Geschichten, die die Autorin darin verbaut hat, ebenso! Vom Tellerlein über Sirenen und schwimmenden Inseln, von Schifffahrt über Lebkuchenhäuser ist alles dabei. Fazit: Die fünfte Folge der Grimm Chroniken bringt neuen Schwung in die Geschichte. Sie strotzt nur so vor Vielfalt und Action, erzählt von Flucht, Gefangennahme und auch die Charaktere entwickeln sich immer wieder weiter. Es ist wie ein kleiner Neubeginn zwischendurch. Man wird erneut mitgerissen und fiebert der Auflösung entgegen. Und wieder ist mir die Sichtweise von Mary 1594 die Liebste. Wer die Grimm Chroniken nicht kennt, dem entgeht eine Story voller Action, Dunkelheit und vielen chaotisch durcheinander gewürfelten Märchen, die umgeformt und zu einem neuen besseren Ganzen zusammen gefügt wurden! Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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Tags: apfel, gold, grimm, hass, liebe, märchen   (6)
 

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Diamantkäfig

Regina Meißner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783906829982
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Ich glaube, das (Fast-)Durchsuchten der Prinzessinnenfluch Reihe wird sowas wie ein Ritual für mich. Ich kann mir einfach nicht helfen. Ich mag die locker-leichte Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt einfach. Für mich ist das unglaublich fesselnd, auch wenn manch andere vielleicht sagen könnten, dass die Protagonisten zu flach sind, es ihnen an Tiefe mangelt oder sie vielleicht sogar keine Verbindung aufbauen können. Bei mir trifft das überhaupt nicht zu. Ich liebe die magische Märchenreihe, die irgendwie eine Decke über die Realität wirft und einen erst wieder aus den Fängen entlässt, wenn die Worte ihren Weg in meinen Kopf und mein Herz gefunden haben. Und das, obwohl die Story noch nichtmal in der Ich-Perspektive erzählt wird. Die Prinzessinnen bilden eine der wenigen Ausnahmen, die es trotzdem schaffen die Brücke zu meinen Gefühlen zu bauen. Regina Meißner gehört zu den wenigen Autoren, die mir im wahrsten Sinne des Wortes, Gänsehaut bescheren können. So, wie es teilweise in Valyras Fluchgeschichte der Fall war. Die jüngste der sechs verfluchten Prinzessinnen ist in einem Turm gefangen und muss täglich mehr und mehr über sich hinauswachsen. Der Mut, den sie dabei entwickelt, macht sie vom Küken zur Erwachsenen, obgleich sie noch nicht ganz siebzehn Jahre zählt. Aber allein diese Entwicklung machte sie mir unglaublich sympathisch. Im Gegensatz zu Rania, die im dritten Band nun endlich einen etwas größeren Auftritt hat. Die Antagonistin macht ihrer Rolle alle Ehre. Boshaftigkeit, Dunkelheit und eine gewisse Kälte, schlagen dem Leser entgegen, sobald das Geschehen sich ihr zuwendet. Und auch in dieser Geschichte schickt die Autorin den Leser wieder auf eine Reise in magische Gefilde. Man erkundet mit Valyra einen verwunschenen Wald, der immer wieder woanders hinführt. Die Orte sind atmosphärisch aufgeladen - voll mit Wärme, Eis, Gefahr, Zuneigung und mehr. Sie fesseln durch geschickt eingesetztes Wordbuilding, obwohl die Schauplätze gar nicht mal soooo ausführlich beschrieben werden. Weiter, weiter, immer weiter zog es mich durch die Geschichte. Ungeahnte Charaktere kamen hinzu. Eine Szene hat mir - mal wieder - krass das Herz gebrochen, aber auch dieses „konsequent bleiben“, macht die Autorin aus. Was ich allerdings gleich im nächsten Satz schon wieder revidieren könnte, denn es gab etwas, das schon an mir genagt hat, etwas, bei dem ich mir einen anderen Ausgang gewünscht hätte. Im Kontext betrachtet ist das eine große Sache, für die Bewertung aber dennoch nicht relevant, denn die Geschichte in ihrer Gesamtheit ist unglaublich schön und spannend genug, um das wieder wett zu machen. Valyras Fluch ist vielseitig. Ihre Qualen ebenso. Jeder Weg, den sie geht, schenkt ihr ein Stück von sich selbst. Irgendwie. Und dem Leser Zuversicht und Hoffnung. Der Schreibstil trieb mich voran, Rätsel und Magie bannten mich und der Turm hielt mich, wie sie, gefangen. Eine wunderbar fantastische Reise. Fazit: Diamantkäfig erzählt die Geschichte vom Nesthäkchen, das über sich hinauswächst und fliegen lernt. Valyra ist authentisch, zeigt viel Gefühl und ist in ständiger Entwicklung. Die Dynamik des dritten Teils unterscheidet sich stark von den anderen Bänden. Das Rätsel steht nicht im Vordergrund. Es gibt eine Routine, die sich täglich wiederholt und die dennoch faszinierend ist, weil sie Geheimnisse birgt und man wissen muss, wie es weiter geht. Diamantkäfig bietet Überraschungen, phantasievolle Landschaften und ein Abenteuer, das hin und wieder Verwirrung stiftet. Aber auf die gute Art. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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Tags: fluch, flucht, jugendbuch, küken, liebe, magie, märchen, reihe, schwestern, traum, trennung, turm   (12)
 

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Elfenwächter (Band 3): Weg der Magie

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.08.2018
ISBN 9783038960003
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Es ist schon einiges an Zeit vergangen, seit ich den zweiten Band „Elfenwächter (Weg des Krieges)“ von Carolin Emrich gelesen hatte. Und ich gestehe, mein Gedächtnis ist nicht immer das Beste, was längere Zeitspannen angeht. Somit hatte ich auch ein bisschen Mühe die vorangegangenen Geschehnisse der Geschichte zu rekapitulieren, denn man steigt im dritten Band direkt wieder in den Verlauf ein. Es gab kaum Rückblicke, an denen ich mich hätte langhangeln können, trotzdem kam zum Glück einiges zurück. Trisajia, menschliche Magierin und ihr Gefährte Avanthandal, seines Zeichens elfischer Magier und nun Inhaber eines Ratsplatzes in Havaris, sind siegreich aus dem letzten Krieg hervorgegangen. Ein neuer König saß nun auf dem Thron und sie hatten einige Verluste zu beklagen - allem voran der große Elfenwald, der ziemlich angeschlagen zurück gelassen wurde. Die Geschichte beginnt mit einer Reise und endet auch mit einer. Avanthandal muss seinen Platz im Hohen Rat einnehmen und kämpft nebenher auch noch mit den Auswirkungen der dunklen Magie. Tris hingegen habe ich erstmal nicht wiedererkannt. Ich war regelrecht geschockt, habe ich sie doch als Sturkopf und eigensinnige Frau kennengelernt und nun kuschte sie gleich zu Anfang vor allen? Menschen und Elfen? Das musste ich erstmal verdauen, weshalb ich auch nicht direkt wieder warm mit ihr wurde. Ebenso wenig wie mit Avanthandal. Das erste Viertel des Buches verging für mich etwas langsam, zähflüssig, weil ich komplett andere Charaktere erwartet hatte. Erst als sie erneut aufbrachen, um etwas zur Rettung des Waldes beizutragen, entspannte sich die Situation für mich. Ab da gab es fast kein Halten mehr. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt einfach zu lesen, sie braucht kein großes Wordbuilding um den Leser zu fesseln. Einfache Gesten, Gedanken und störrisches Wetter reichen dafür schon aus. Erzählt ist die Geschichte erneut aus Tris‘ Sicht in der Ich-Perspektive, doch zum ersten Mal konnte ich mich nicht ganz in sie hineinfühlen. Allerdings fand ich manche ihrer Entscheidungen dann doch bewundernswert und stark. Avanthandal blieb mir weiterhin ein Rätsel, was völlig in Ordnung war. Das Zusammenspiel zwischen den beiden hat mir, bis auf die Anfangssequenzen wirklich gut gefallen. Ich mochte es, wie sie miteinander umgegangen sind, mochte, dass Tris wieder zu ihrem alten Wesen zurückgefunden hat und mochte die Wendung, die die Autorin in die Beziehung eingebaut hat. Und auch der Rest der Geschichte war ein gelungener Abschluss. Ich hatte zwar Erwartungen bezüglich der Protagonisten, aber keinerlei Vorstellungen, wie das Ganze nun enden könnte. Was die Autorin mir hier jedoch präsentiert hat war irgendwie rund. Ich konnte so mit der Geschichte abschließen. Das Finale war anfangs gewöhnungsbedürftig, zwischendurch aber immer wieder spannend und definitiv interessant zu lesen. Trisajia, Avanthandal und seine Schwester Layana geben ein ungewöhnliches Reisetrio ab, auf der Suche nach verlorenem Wissen. Unterwegs begegnen sie immer wieder Gefahren, einigen Tricks und vom Hass zerfressenen Menschen wie Elfen. Sie haben Probleme zu bewältigen, innerlich wie äußerlich und gehen damit gekonnt um. Die Atmosphäre reicht von belustigt und licht bis hin zu dunklen Momenten. Fazit: Der finale Band der Elfenwächter zog fast schon locker vorüber. Im Vergleich zu Band zwei hat die Autorin es geschafft keine Längen entstehen zu lassen, wenn auch die emotionale Tiefe ein bisschen darunter gelitten hat. Alles in allem ist es eine lesenswerte Trilogie, die durch Magie, Freundschaft, Liebe und Sucht fesselt und so manch eine Überraschung bereit hält. Empfehlenswert für alle, die gern leichte High-Fantasy lesen, sich in Welten mit Zwergen, Elfen und Menschen fallen lassen wollen und sich als Rahmenbedingungen Krieg und Liebe wünschen. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: elfen, freundschaft, krieg, liebe, magie, tod, wald   (7)
 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Weltportale (Band 1)

B. E. Pfeiffer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.07.2018
ISBN 9783906829920
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Huh. So einen dicken Schinken muss man erstmal verdauen. Aber nicht zu lange, sonst verändert sich der erste Eindruck häufig nochmal. Wenn man Sachen zu oft sagt, zu oft überdenkt, dann können zwei Dinge passieren: Erstens - man verliert das Interesse und der Inhalt/das Gesagte/Gedachte stumpft ab. Oder zweitens - die Sicht auf diese Dinge verändert sich, ob zum Guten oder zum Schlechten, das kommt immer darauf an. Aber das ist nur meine Einschätzung. Jeder geht anders damit um. Grundsätzlich gehe ich an Vorableseexemplare nur mit der Erwartung heran, die der Klappentext mir vermittelt. So auch bei „Die Weltportale“. Schlagworte wie: Magie, Schatten, Dunkelheit, Elfen und Akademie, ziehen mich sofort in ihren Bann. Dementsprechend freute ich mich auch auf die Geschichte rund um Eleonora und ihre Welt. Man startet als Leser mit Eleonoras Aufnahme in der magischen Akademie, in der Schüler von unterschiedlichen Altersstufen und Abstammungen, lernen sollen, ihre Kräfte zu entdecken und zu kontrollieren. Und es geht auch direkt einigermaßen hoch her. In verschiedenen Unterrichtsfächern wird Eleonora in allen möglichen Magiearten unterwiesen. Doch das Wasser liegt ihr am meisten. Und das setzt sie auch gekonnt ein. Ich hatte ehrlich gesagt nicht so früh mit dem Einsatz von Magie gerechnet, aber was die Autorin mir hier bildlich bot, gefiel mir auf Anhieb. Als Halbelfe, Halbmagierin hat es die sanftmütige Eleonora nicht leicht. Zu viele Abgründe hatten sich in der Vergangenheit aufgetan und sie schien nie irgendwo dazuzugehören. Allein durch ihre Abstammung waren ihr einige Charaktere von Beginn an nicht wohlgesonnen. Vor allem der gutaussehende Aestus mit seiner dunklen Aura, schien es auf sie abgesehen zu haben. Eleonora jedoch gibt nicht auf und findet überall einen kleinen Fetzen Gutes oder jeden noch so winzigen Hoffnungsschimmer. Für mich war sie fast durchweg das Positive in Person. Trotz mancher Tränenausbrüche. Von einem Problem zum nächstens stolpernd, bewegt sich die Protagonistin durch die magische Welt, kämpft, liebt und deckt Geheimnisse auf. Ihr größter Feind lauert darauf, alles woran ihr etwas liegt zu zerstören. Mit Hilfe von Lucius, Lady Graie, Valeria, Daphne und vielen anderen stellt sie sich dem gefährlichen Schatten und seinen düsteren Sklaven. Es ist schon einige Zeit her, dass es mir so schwer fiel eine Rezension zu schreiben. Denn es gibt so viele Punkte, die ich ansprechen möchte, um zu erklären, warum es mir nur so semigut gefallen hat, aber ich will auch nicht über die Strenge schlagen mit der Länge. Der Schreibstil der Autorin ist anfangs sehr leicht zu lesen, man versteht direkt, was sie sagen will und auch die Bilder wurden wunderschön in meinen Kopf projiziert. Doch je weiter ich las, desto schwieriger wurde es. Versteht mich nicht falsch, der Stil bleibt der gleiche, nur habe ich ihn anders wahr genommen. Erzählt ist die Geschichte aus der Er/Sie/Es Perspektive, was es mir bekanntermaßen immer etwas schwerer macht, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Hier kam allerdings noch hinzu, dass die Autorin mal von Eleonora spricht, mal von „das Mädchen“ oder bei anderen Charakteren von „die Lady“ oder „die Frau“. Jedes Mal, wenn ich das las, distanzierte ich mich ein Stück von den Protagonisten. Es passte für mich leider nicht. Und auch auf emotionaler Ebene wirkte das Ganze etwas zu unausgeglichen. Die Symbolik des Lichts, das eine sehr wichtige Rolle spielt, wird immer wieder aufgebauscht, groß geschrieben und für meinen Geschmack ein wenig überspitzt. Irgendwann habe ich bei bestimmten Sätzen, die vermutlich Mut machen und Hoffnung spenden sollten, nur noch die Augen verdreht und gedacht „Ist ja gut, ich hab’s schon vor den anderen drei Malen kapiert!“ Es tut mir leid, wenn ich das ein wenig forsch ausdrücken muss, aber ich weiß leider nicht, wie ich es sonst umschreiben soll. Mit Eleonora kam ich von Anfang an eigentlich ganz gut zurecht, weil ich dachte, dass da bestimmt noch etwas kommt. Charaktermäßig. Sie war mir sympathisch, kenne ich doch nicht viele Elfen/Magier, die ein so sanftes, gutgläubiges, helfendes Wesen haben, wie sie. Aber an manchen Stellen... hätte ich mir wirklich gewünscht, dass sie mal über ihren Schatten springt. Alles, was sie sagte, klang nach meinem ersten Eindruck etwas... haltlos? Es ist interessant, keine Frage, aber für meinen Geschmack auch irgendwie zu gradlinig. Es gab für mich hier keine großen Ausschläge, keine Überraschungen, nichts, was ich nicht erwartet hatte, bezüglich der charakterlichen Entwicklung. Ausgehend von der Geschichte allerdings hat die Autorin in „Die Weltportale“ viele Fantasyelemente genommen und gekonnt in den Verlauf eingebaut. Es gibt Drachen, magische Burgen, Flüche, die gebrochen werden müssen. Neben Elfen, Magiern und Menschen wurden dem Leser auch noch zwei neue Völker präsentiert, die auf den ersten Blick jedoch ähnlich begabt zu sein schienen, wenn auch mit einem jeweils anderen Fokus. Leider erfährt man im ersten Band noch nicht viel über die Auronen und Lunara, aber das ist okay. Während ich also von der Idee und dem Geschehen eigentlich fast begeistert war, haperte es bei mir an der charakteristischen Bandbreite der Protagonisten, sowie an der Länge des Buches. Es gibt einige Stellen, die das Ganze für mich gezogen haben. Mit vielleicht 100 Seiten weniger und etwas mehr Tiefe - vor allem bei Eleonora - und aus der Ich-Perspektive geschrieben, hätte mich dieses Debüt wahrscheinlich gänzlich überzeugt. Fazit: Der erste Band der Weltportale entführt den Leser in eine wunderschöne Fantasywelt, begeistert ihn mit allen möglichen Wesen und offensiv eingesetzter Magie. Atmosphärisch liegt das Buch fast durchgängig auf der hellen Seite des Lichts - es sprüht geradezu vor Hoffnung und positiven Gedanken. Ein paar dunkle, düstere Flecken gab es schon, diese wurden allerdings überlagert bzw sind teilweise nicht bei mir angekommen. Freunde von Dreiecksgeschichten kommen hier voll auf ihre Kosten und wenn man mit gutgläubigen, verträumten Charakteren umgehen kann, dann kann man auch nichts falsch machen. Die Weltportale ist ein Für und Wider. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️ (3/5)

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Tags: akademie, elfen, fluch, liebe, magie, portale, völker   (7)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Selena: Dein Weg zu mir

Spoerri C. M.
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 14.09.2018
ISBN 9783038960058
Genre: Romane

Rezension:

Meinung: Heiß, humorvoll, tiefgreifend. Das wären so die ersten drei Worte, die mir einfallen, um „Selena (Dein Weg zu mir)“ zu beschreiben. Das nächste, was ich dachte, war: Es war gut, aber nicht ganz so gut wie Melinda - die bleibt immer noch meine Lieblings Napa Valley Lady. Einfach, weil sie so, so... ja, so süß und unerfahren ist, obwohl ich das theoretisch eigentlich nicht mag. Aber hier hatte das gepasst. Allerdings habe ich auch einen neuen Napa Valley Hottie auf meinen gedanklichen Thron gesetzt. Und nein, der heißt nicht Nick. ;) Zurück ins kalifornische, heiß geliebte Napa Valley, dem Weinanbaugebiet schlechthin, das mir die Autorin so schmackhaft gemacht hat (obwohl ich keinen Wein trinke), dass selbst ich überlegt bin, dort irgendwann mal hinzufliegen, nur, um das Feeling aus den Büchern leibhaftig zu spüren. Von den paar Liebesgeschichten, die ich bisher kenne, ist Napa Valley einer der romantischsten Orte, um Paare zu verkuppeln. Es ist ruhig, immer warm, landschaftlich wunderschön... aber dieses Nachtleben - ganz anders als in Miami. Dachte sich auch Selena, die extra von dort angereist ist, um zwischen Weinreben und Sommeliers ihre Wurzeln zu finden. Selena ist eine Lebefrau - ich mochte sie auf Anhieb, vor allem die Gespräche, die sie mit sich selbst ausmachte, waren der Knaller. „Armando hatte sofort seine Hände wieder an der Hüfte seiner Freundin, während Nick mich von oben bis unten musterte, als habe er gerade Frischfleisch entdeckt. Ja, das darfst du haben, mein Guter – wenn du brav mit dem Schwanz wedelst.“ (Pos. 252 von 3574) Wie man das aus den anderen beiden Napa Valley Romanen kennt, ist auch diese Story wieder aus zwei Sichten erzählt, beide Male in der Ich-Perpsektive. So konnte man fast immer abwechselnd erleben, wie die Protagonisten zueinander stehen. Und wie auch in den vorherigen Bänden gefiel mir die weiblich, männliche Dynamik sehr gut. Selena ist tough, sie strotzt regelrecht vor Selbstbewusstsein und auch wenn ich ihren Sarkamus liebe, konnte ich dennoch nicht ganz mit ihrer offenen Art identifizieren, denn in manchen Situationen, in denen sie den Kopf über Wasser hielt, hätte ich mich vermutlich auf dem Boden klein gekringelt. Trotzdem konnte ich ihre Gefühle gut nachvollziehen und habe mich über die charakteristische Entwicklung zum Ende hin, sehr gefreut. Bei Nick muss ich gestehen, dass ich ihn nicht recht einschätzen konnte. Diesen Vampir-Latino, wie ihn die Autorin treffend beschreibt. Einerseits ist er offen, spontan, nicht auf den Mund gefallen und weiß, was er will, andererseits ist da diese Seite, die Selena in ihm hervorruft, die irgendwie für mich nicht recht ins Bild passen wollte. Die Anziehung zwischen den beiden ist ganz klar spürbar, obwohl sich beide etwas anderes einreden wollen. Im gewohnt lockeren, frischen Stil erzählt die Autorin das Kennenlernen der beiden in einer dunklen Bar. Die Story selbst hatte für mich eine leicht angespannte Atmosphäre, die das Knistern, Prickeln und das Hin und Her zwischen Selena und Nick gut zur Geltung brachte. Auch die erotischen Szenen sind ein wenig anders, als in den Vorgängern. Irgendwie intensiver. Man nimmt sie bewusster wahr, kann sich eher fallen lassen. Mal ganz zu schweigen von den neuen Nebencharakteren, die eingeführt werden. Holla, die Waldfee! Macht euch auf was gefasst, denn das wird explosiv. Fazit: Mit „Selena (Dein Weg zu mir)“ entführt die Autorin den Leser in ein neues erotisches Abenteuer nach Napa Valley. Während ich mit den Charakteren zwar ein, zwei kleine Problemchen hatte, hat mich der Handlungsverlauf umso mehr gefesselt. Neben den üblichen heißen Begegnung, werden auch ernstere Töne angeschlagen. Es ist eine gute Mischung aus Zwischenmenschlichem, Psychologie, Moral und einfach nur Spaß in umwerfendem Setting. Empfehlenswert für alle, die sich nach ein bisschen Erotik, Liebe und Spannung sehnen und dabei kein Problem mit selbstbewussten Protagonisten haben. Bewertung: 4,5/5

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Tags: erotik, freundschaft, gefühle, humor, liebe, napa valley   (6)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Evig Roses - Escort will gelernt sein

Jasmin Romana Welsch
E-Buch Text
Erschienen bei null, 10.05.2018
ISBN B07D1FXG1C
Genre: Romane

Rezension:

Meinung: Evig Roses passte eigentlich nach meinem Urlaub so gar nicht in meine Leseplanung. Aber es sah so schön aus und lachte mich einfach an. Und mit der Autorin habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich ihre Geschichten sowieso weginhalieren lassen. Was soll ich sagen? Ich hatte recht, auch wenn es ein bisschen anders kam, als gedacht. Emma Reichalt ist einer der tollpatschigsten, verquer denkensten Charaktere, über die ich bisher gelesen habe. Ähm, ja. So kann man das formulieren. Als gelernte Grafikdesignerin mit der Fähigkeit binnen Sekunden Chaos zu produzieren, fallen einem die Jobs und Aufträge leider nicht vor die Füße. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Emma Geld braucht. Viel Geld. Nicht aus Egoismus, sondern aus Nächstenliebe. Sie selbst hätte theoretisch keine Geldprobleme. Und da ihr und ihrem „besten Freund“ Jan nichts weiter einfällt, wie man dieses Problem lösen kann, schlägt Jan Emma vor bei seinem lukrativen Nebenjob einzusteigen. Was kann denn da schon schief gehen? Lebensweisheitsmäßig passt das auf jeden Fall voll in ihren Rahmen: „Das ist jetzt nur meine subjektive Lebenserfahrung, aber überbumste Menschen sind meist unkompliziertere Zeitgenossen als unterbumste. Nicht immer, aber oft.“ (Seite 23) Und so begleitet der Leser Emma auf ihrem mit Peinlichkeiten gespickten Weg zur Edel-Escort-Lady. Ich kenne den Stil der Autorin schon von unzähligen anderen Büchern. Sie schreibt immer humorvoll, sarkastisch, jugendlich und relativ frei Schnauze. Manchmal stelle ich mir vor, dass ihr die Geschichten in den Kopf fliegen und sie sie fast ungefiltert wiedergibt und mit ihren Randbemerkungen versieht. Auch bei Evig Roses findet man den typischen Jasmin Romana Welsch Humor vor, der fast alle Situationen ein wenig entschärft, außer die heißen Sexszenen, weil dort das zweite Talent der Autorin liegt. Aber... es ist das erste Mal, dass ich mich nicht ganz in eine Protagonistin von ihr einfühlen konnte. Emmas Tollpatschigkeit nimmt - zusammen mit ihren Gedanken - Ausmaße an, die doch einen Ticken über meinen Toleranzbereich schwappen. Nichtsdestotrotz ist das voll okay, denn ich habe mir bei einer Szene tatsächlich das erste Mal die Hände vors Gesicht geschlagen und gedacht: „Nein, oh Gott, jetzt nicht wirklich, oder?“ Man leidet ja dann doch ein bisschen mit. Bis auf dieses kleine „Over The Top“ Gefühl hat mir die Story aber wie immer ziemlich gut gefallen. Ich liebe Jasmins Stil und niemand spricht so gut Sarkasmus wie sie. Evig Roses geht mehr in Richtung Edel-New Adult, weil ich das Wort „Escort“ damit verbinde und weniger in Richtung „nur heißer Sex ohne Hintergedanken“, wie man das manchmal von ihren Büchern kennt. Und auch wenn Emma etwas über die Strenge schlägt was ihren Charakter angeht, so mag ich sie doch auf einer ganz eigenen Ebene. Sie ist loyal und freimütig. Herzlich und teilweise süß in ihrer Verpeiltheit, weshalb ich es kaum erwarten kann, zu sehen, wie der Escort Job sie verändert. Fazit: Evig Roses ist mal wieder eine Inhalationsgeschichte. Durch den fluffigen, witzigen Stil gepaart mit heißen erotischen Szenen, kann man gar nicht anders, das Buch klebt an der Hand fest und die Augen darin, bis man weiß, wie es ausgeht. Und durch die zu erwartende Diskretion bekommt die Geschichte einen Hauch Mystery. Eine geheimnisvolle Atmosphäre, die zwar ab und an von überdosiertem Humor gebrochen wird, einen aber dennoch fesselt. Seid ihr bereit für heißen Sex, lustige Dialoge, Peinlichkeiten ohne Ende und mehr oder minder sympathische Protagonisten mit mal gütigen, mal kalten Wesenszügen? Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: erotik, escort, liebe, probleme, sarkasmus   (5)
 

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148 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Krieger des Lichts: Nihil fit sine Causa

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 616 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 20.10.2017
ISBN 9783906829562
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Seid ihr bereit für die zweite „Schattenjäger-Welle“? Seid ihr bereit für Erzengel, Erzdämonen, Liebe und Krieg? Seid ihr bereit für die Akademie der Wächter? Wenn ja, dann solltet ihr dringend anfangen Krieger des Lichts zu lesen. Aber ihr braucht ein bisschen Durchhaltevermögen. Warum, das erzähle ich euch jetzt. Bisher habe ich noch nicht viel Fantasy der Autorin gelesen und diese Reihe stand schon allein aufgrund der wunderhübschen Cover ganz vorne auf meiner Liste. Allerdings habe ich mich am Anfang doch etwas schwer getan in das Buch zu finden, denn Mia, die Protagonistin, ist zu Beginn etwas schwierig. Sie war mir zu sehr Teenie, zu wankelmütig, zu schnell beeindruckt und leicht beeinflussbar. Kein Wunder, ist sie auch erst 16 Jahre und zieht doch schon allerlei Aufmerksamkeit auf sich. Man begleitet Mia als Leser in der Ich-Perspektive, was mir natürlich mal wieder einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt gibt, die, wie schon gesagt, anfangs sehr naiv und unstrukturiert auf mich wirkt. Das lässt sich zwar alles durch die äußeren Umstände erklären, aber es hat mich dennoch ein wenig genervt. Mia ist, wie kann es als Protagonistin in einem Fantasyroman auch sein, besonders. Sie hat die Gabe Gefühle zu lesen, was ihr den Alltag ziemlich erschwert. Bis sie am Internat für angehende Wächter aufgenommen wird und somit ihrem Leben endlich einen Sinn geben kann. Schon kurz nach ihrer Ankunft und der Eingewöhnungsphase hatte sie - und Achtung, das könnte einige vielleicht abschrecken - fünf Verehrer. Die einen mit mehr oder weniger offenherzigen Annäherungsversuchen. Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: Zu Beginn nervte es ein wenig, weil sie bei fast der Hälfte von ihnen, glasige Augen bekam und sie gedanklich anhimmelte, sobald sie auch nur in ihrer Nähe waren. Typische Teenieschwärmerein halt, die aber auch in Zusammenhang mit ihrer Gabe stehen, eben weil sie so empathisch veranlagt ist und das auch ein wenig auf sie überging. Wie dem auch sei, ich rate euch an dieser Stelle einfach durchzuhalten, denn es wird deutlich besser. Mia lebt sich schnell in der Schule ein, gewinnt an Selbstvertrauen und Sicherheit und sobald das irgendwie zu mir vorgedrungen war, folgen die Seiten nur so dahin. Könnte vielleicht auch ein bisschen an den attraktiven Nebencharakteren gelegen haben. Ich meine, zwei super heiße Erzengel, die fast täglich um dich herumwuseln? Ein mehr oder minder sarkastisch-mies gelaunter Badboy, der dein Training überwacht? Und ein kleiner, entzückender Dämon, der deine Freundschaft wertschätzt? Wer kann da schon nein sagen bzw. nicht weiterlesen wollen? Denn auch, wenn es ein U18 Roman ist, besteht ja trotzdem die Chance, dass sie sich irgendwie, irgendwo nackig machen. Das Setting, das die Autorin geschaffen hat, erinnert mich sehr stark an die Schattenjäger Chroniken. Was ich anfänglich eigentlich irgendwie nicht gut fand, weil ich dachte, das wird so ein halber Abklatsch - hat mich am Ende vollends mitgerissen, eben wegen den paar Gemeinsamkeiten. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die die Welt vor Dämonen und der Hölle beschützen. Die nachts durch die Straßen ziehen und tagsüber lernen. Die mit Schwert und Bogen kämpfen, immer in Sorge umeinander. Die auf das Zusammentreffen mit einem mächtigen Feind warten und sich auf einen Krieg vorbereiten. Nimmt man all das zusammen - die Charakterentwicklung von Mia, das Zusammenspiel der Charaktere, die kleinen romantischen Szenen, die Geheimnisse um Mias Herkunft, sowie andere Entdeckungen und die große Verantwortung, die auf so vielen winzigen Schultern lastet - und wirft es in einen Topf, muss ich sagen, hat die Autorin hier einen spannenden Auftakt zu einer neuen/alten Welt erschaffen, bei dem ich gleich mit dem zweiten Band weitermachen werde. Fazit: Mit dem ersten Teil der Krieger des Lichts entführt uns die Autorin in Mias neues Leben als Wächterin. Es gibt Action, Spannung, Liebe, Kämpfe, Freundschaftlichen Zwischenszenen, einen epischen Showdown - eigentlich alles, was in einen guten Fantasyroman gehört. Wer gerne Geschichten mit Engeln, Dämonen und jungen Kämpfern liest, der ist hier gut beraten. Bis auf die Startschwierigkeiten in Bezug auf die leicht kindliche Naivität hat mich die Geschichte voll in den Bann gezogen. Reinlesen lohnt sich! Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: akademie, dämonen, engel, hoffnung, kampf, krieger, licht, wächter   (8)
 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Deceptive City (Band 1): Aussortiert

Stefanie Scheurich
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.06.2018
ISBN 9783906829906
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Als ich gelesen habe, dass Stefanie Scheurich neben Fantasy auch Dystopie kann, war ich völlig aus dem Häuschen. Ich hatte schon seit längerer Zeit keine gute dystopische Geschichte mehr gelesen und dementsprechend neugierig war ich auf Mitchells und Thyas Story. Stellt euch zu Beginn also mal vor ihr lebt in einer Stadt in der alles perfekt ist. Es gibt geregelte Essenszeiten, kontrollierte Trainingseinheiten, euer Gesundheitszustand wird fast dauerhaft überwacht, alles ist sauber und ordentlich. Jeden Tag im Leben lernt ihr etwas dazu. Die Stadt ist euer Zuhause. Euer sicherer Hafen. Urlaub kennt und braucht man nicht. Und was außerhalb der Stadt passiert, interessiert niemanden. Manche wissen sogar nicht mal, dass dort draußen Leben existiert. Und dann PUFF, mit einem Schlag ist euer bisheriges Leben vorbei. Thya ist ein solches Stadtmädchen. Nach außen hin perfekt. Immer eine Rolle spielend, sich ins System einfügend, aber dennoch mit eigenen Ideen und Gefühlen. Was im Zyklus des Stadtlebens sehr gefährlich werden kann. Von Kindsbeinen an wurde ihr eingetrichtert niemals von der Norm abzuweichen. Bis ihr eines Tages ihr Körper einen Strich durch die Rechnung macht und sie ins medizinische Forschungszentrum gebracht wird. Eigentlich soll sie dort nur untersucht werden, damit alles schnell wieder seinen gewohnten Gang gehen kann. Doch die Begegnung mit Mitchell wird ihr Leben für immer verändern. Die Geschichte wird größtenteils aus zwei Perspektiven erzählt. Beide Male in meiner heiß geliebten Ich-Form, weil es die Charaktere einfach greifbarer für mich macht. In den Nebenparts spielen Susi und Theo eine Rolle, aber den Hauptanteil liest man aus Thyas und Mitchells Sicht. Der Schreibstil der Autorin verläuft flüssig. Im Sinne von: Man klebt förmlich am Buch, weil es so leicht von der Hand geht. Fr. Scheurich braucht kein großes Wordbuilding, um den Leser in den Bann zu ziehen. Sie steuert das viel eher über die Emotionen, die vor allem in Mitchells Part sehr intensiv und einnehmend wirkten. Mitchell ist für mich das typische „unzufriedener Arbeiter“ Klischee, das ich aus einigen anderen Dystopien kenne. Er arbeitet, um zu überleben und nicht, um sich einen angenehmen Lebensstil finanzieren zu können. Das ist für ihn, wie für viele außerhalb der Mauern, ein unerreichbarer Traum. Sein Freundeskreis ist klein, seine Freizeit noch kleiner. Die einzige Konstante in seinem Leben ist seine Mutter. Wen wundert es also, dass er alles in seiner Macht stehende tut, um ihr die nötige Medizin zu besorgen, damit sie ihm nicht wegstirbt? Auch, wenn er sich dabei selbst in Gefahr begibt - unwissend, dass er damit eine Kette von Ereignissen auslöst, über die er schnell die Kontrolle verlieren wird. Mitchell und Thya - zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen im Laufe der Geschichte aufeinander. Der Eine selbstlos, die Andere oft nur auf sich selbst fokussiert. Ich muss an dieser Stelle gestehen - Mitchell mochte ich auf Anhieb und durchgängig. Bei Thya verschob sich meine Sympathie wie bei einer Achterbahnfahrt. Erschien sie mir in einem Moment stark, brach sie im nächsten zusammen wie ein kleines Kind, nur um dann wieder trotzig den Kopf zu heben. Ich denke, ich brauche bei sowas ebenfalls meine eigene Konstante. Und die war in diesem Fall Mitchell. Was soll ich sagen? Mir hat die Geschichte gefallen. Es ist ein guter Auftakt für eine Dystopie. Sie ist nicht temporeich, wie man das vielleicht gewohnt ist. Sie ist langsam und entwickelt sich stetig. Man begleitet die Protagonisten also gefühlt fast in „Echtzeit“ und durch den Perspektivwechsel erlangt man einen guten Überblick was beide Seiten der Mauer angeht. Emotional gesehen ist „Deceptive City“ für mich Schreibkunst auf ganz hohem Niveau. Die authentischen Gefühlswelten der Charaktere stehen für mich definitiv im Fokus. Man fiebert mit Mitchell mit, leidet mit Thya. Man flieht, hasst, hat Angst. Es werden Fragen aufgeworfen, wie das im Leben nun mal so ist. Wieso bin ich hier? Wie komme ich wieder weg? Kann ich ihm trauen? Die innere Konfliktwelt ist der Autorin wirklich großartig gelungen und das war es auch, was mich so an das Buch gefesselt hat. Die 440 Seiten sind wie im Flug vergangen. Aber nicht nur das hat mich magisch angezogen, auch das Setting fand ich super spannend gestaltet. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war tatsächlich die fehlende Spannung. Es ist jetzt nicht so, dass es keine Action gibt. Keine „Halt die Luft an, bis es vorbei ist“ - Momente, nein. Die sind durchaus vorhanden. Dennoch kam mir der dystopische Kern der Geschichte manchmal ein bisschen zu kurz. Die Emotionalität der Story hat den Großteil der Spannung einfach überlagert. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Ausgewogenheit gewünscht. Mehr Handeln, weniger Denken. Nichtsdestotrotz ein toller Auftakt. Fazit: Taucht mit Mitchell und Thya ein in die perfekte, unperfekte Welt im Stadtkern und jenseits der Mauer. Lasst euch von stark ausgeführten Emotionen lenken und die Geschichte hautnah erleben. Ein guter dystopischer Auftakt mit actionreichen Momenten, aber einem kleinen Mangel beim Spannungsaufbau. Die Geschichte bietet authentische Charaktere, von denen man unbedingt mehr erfahren möchte und Persönlichkeiten, die die Neugier schüren. „Wünsche und Träume haben diese nervige Angewohnheit, wie ein Kartenhaus einzustürzen, wenn sie in greifbare Nähe rücken. Vielleicht hätte ich mich nicht zu früh freuen dürfen.“ (Pos. 1342 von 4466) Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: dystopie, flucht, genmanipulation, mauer, neue welt, perfektion, stadt   (7)
 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Teach me Love: ONCE & TWICE

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 616 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 16.03.2018
ISBN 9783906829258
Genre: Romane

Rezension:

Meinung: Es gibt nur wenige Bücher, die es schaffen, dich wie ein hysterisch kicherndes Teenie-Girl in einer Ecke vor & zurück zu wiegen und dir dabei selbst zu wünschen, dass du mit der Protagonistin tauschen könntest. Nur so wenig Geschichten, die eine so geballte Palette an Emotionen in dir auslösen, dass du am Ende gar nicht mehr weißt ob du weinen oder vor Bauchschmerzen lachen sollst. Eigentlich kenne ich diese Ausgewogenheit bisher auch nur von einer einzigen Autorin: Jasmin Romana Welsch. Was soll ich sagen? Ich liebe diese Frau. Ihren Humor, ihren offenen Geist. Ihre Art mit Situationen und Problemen umzugehen. Ihr Talent, ihren Protagonisten genau die richtige Mischung an Charakterzügen mitzugeben. Ihr Auge fürs Detail und ihr Händchen für Authentizität. Allen voran aber auch den Überschuss an sexueller Energie, der einem aus fast jedem New Adult Buch von ihr entgegen strahlt und einen wie Wellen umspült. Man kann sich dann einfach nicht mehr dagegen wehren, man wird automatisch mitgerissen und durch die Höhepunkte getragen: die storymäßigen und die anderen. Ich vereinfache das hier jetzt mal: Ihre Bücher machen einfach Spaß. Sie heben die Laune enorm an, egal auf welchem Tiefpunkt man sich gerade befindet. Und Achtung: Ich weiß nicht, wie sie das schafft, aber selbst wenn ich über Mord und Totschlag von ihr lesen würde, von Unhappyendings und anderen Dingen, ich wage mal zu behaupten, dass ich die Geschichte dennoch mit einem guten Gefühl zurücklassen würde. Das ist einfach die Wirkung, die ihre Schreibweise auf mich hat. Jedes Buch strahlt mir entgegen: Nimm das Leben nicht zu ernst. Schätze die Liebe und lass dir niemals deinen Humor nehmen. Die Tante der Protagonistin Mel hat einen Spruch übers Schlüsselbein tätowiert, der das ganz gut umschreibt: „Live and let live.“ und ich überlege ernsthaft, ob das nicht auch mein nächstes Tattoo wird... Die Mischung aus Humor, Erotik, Nerdigkeit und dem echten Leben ist genau das, was ich an „Teach Me Love“ so liebe, aber auch bei ihren anderen Geschichten hat sie den Dreh raus. Kommen wir noch kurz zum Buch, bevor ich mich vollends im Lobgesang verliere: Mel braucht einen Neuanfang. Nach einer katastrophal gescheiterten Beziehung will sie einfach nur weg und das Leben genießen. Unkompliziertheit und Abstand sind genau das, was sie jetzt braucht. Blöd nur, dass ihr Schicksal oder vielleicht auch ihre Libido, ihr da einen Strich durch die Rechnung machen. Ehe sie sich’s versieht, spielt sie schon Milchschnitte zwischen zwei äußerst heißen, grundverschiedenen Exemplaren der Gattung Mann. Und halleluhja, auf den ersten 200 Seiten geht schon ganz schön die Post ab. Und ich habe jede einzelne Sequenz genossen. Die Geschichte von Melanie und ihren europäischen Loverboys ist nicht wirklich spannend zu lesen, so im Sinne von großen Ups und Downs oder Action bis der Arzt kommt. Und auch ziemlich vorhersehbar. Aber das spielt überhaupt keine Rolle, solange ich den finalen Kandidaten schon innerlich abgenickt habe. Zwischenmenschliche Aktionen, Reaktionen und humoristisches Geplänkel stehen im Vordergrund. Das ist auch gut so. Der Sammelband beinhaltet Band 1 & 2 - was ziemlich gut ist, denn ich hätte vermutlich laut geschrien und um mich geschlagen, hätte ich irgendwo aufhören müssen. Die Sogwirkung ist so extrem, dass sich die 616 Seiten in Rekordzeit lesen lassen. Hach, ich weiß nicht mehr was ich sagen soll. Mel ist mir im Laufe der Story echt ans Herz gewachsen. Ich liebe ihre bissige Art, ihre sexistischen Gedanken und ihren Sarkasmus, der nur von einem der Loverboys gekrönt werden kann. Ich würde mich an dieser Stelle gern über besagten Loverboy auslassen *sabber und dahinschmelz* - aber ich will nicht spoilern. Deswegen nur ein Zitat zum Abschluss: „Wenn man einem Menschen begegnet, der einen nicht nur zum Stöhnen, sondern auch zum Lachen bringt, hat man einen sehr wertvollen Schatz gefunden. Meiner ist ein [aus Spoilergründen gestrichen... sorry]“ (Teach me Love) Fazit: Mit Teach Me Love hat die Autorin mal wieder eine wundervoll, erotisch knisternde Geschichte geschaffen, der man sich nicht entziehen kann. Fans von New Adult mit Story - Lachmuskeltraining inklusive - sollten sich die Geschichte von Mel, Olli, Italiano und French Man nicht entgehen lassen. Wer insgeheim unbedingt mal den Lehrer-Schüler Traum ausleben will, der kommt hier voll auf seine Kosten. Sarkastisch, gefühlvoll, aufregend - Teach Me Love hat alles, was es braucht, um das Herz zum Flattern, die Knie zum Zittern und die Augen zum Rollen zu bringen. Für mich ganz klar ein Highlight. Bewertung: (5/5)

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Tags: erotik, gefühl, humor, internat, lehrer, liebe, sex, studentin   (8)
 

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The way to find love

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 18.05.2018
ISBN 9783906829883
Genre: Romane

Rezension:

Meinung: Was tun, wenn man sich in eine Geschichte verliebt? Wenn ein Buch so spannend ist ohne im eigentlichen Sinne spannend zu sein, so dass man es nicht weglegen möchte? Was tun, wenn die Emotionen überkochen, sich langsam im Körper ausbreiten und einen ganz in Beschlag nehmen, wie zähflüssiges Adrenalin, das durch die Adern pumpt? Was, ja was, wenn man ein Buch in der Hand hält, deren Protagonistin man sich so nah fühlt, wie schon lange nicht mehr, weil man sich in ihre Probleme hineinfühlen kann? „The way to find love“ ist ein ganz besonderes Buch. Mareike ist das, was man in den heutigen Gesellschaftskreisen als dick bezeichnen würde. Sie trägt Kleidergröße 40/42, geht aufgrund dessen eigentlich nicht gern shoppen und hat ein großes Geheimnis, das ihr theoretisch überall nur Mitleid einbringt, wenn sie es mal jemandem erzählt. Aber Mareike kommt damit klar. Sie lässt sich nicht unterkriegen, ist locker und vergnügt, kann nicht sehen, wenn jemand weint und ist mit ihren 17 Jahren schon ziemlich selbstständig, auch wenn sie behütet aufgewachsen ist. Basti ist das, was man in den heutigen Gesellschaftskreisen als jugendlichen Problemfall bezeichnen würde. Er ist schlank, ein Draufgänger, lebt in betreutem Wohnen, schert sich nicht um die Meinungen anderer und ist ziemlich in sich gekehrt. Mit einer krassen Vergangenheit und den damit einhergehenden Zwängen und Ängsten kann er nicht gut umgehen und setzt auf die einfachste Methode: Verdrängung. Er raucht, lügt und stiehlt sich durchs Leben, stößt alle von sich und pfeift auf mögliche Konsequenzen. Der einzige gute Punkt, den man von Beginn an bei ihm findet, ist, dass er Pazifist ist. Sein Lebenskreislauf besteht aus Lernen, Trinken, sich den Hausarbeiten stellen, die Freundin seines besten Freundes vögeln und seit neustem auch Spazieren gehen - was ihm schlussendlich zum Verhängnis wird, denn dort begegnet er Mareike. Ein lebensverändernder Zufall, der dem Leser so viel gibt. Diese Geschichte könnte direkt aus irgendeinem Leben gegriffen und zwischen Buchseiten gepresst worden sein. Von der Autorin kenne ich bisher nur ihre erschienen Fantasywerke und ich bin unendlich froh und dankbar, dass sie mir und den Lesern diese Geschichte geschenkt hat. Sie schreibt so ehrlich, so direkt, scheut vor nichts zurück und doch wirken die Geschehnisse wie Balsam, der langsam in die Haut sickert und sie glänzend zurück lässt. Mareike & Basti. Basti & Mareike. Hach. Es gibt Liebesgeschichten, die passieren Knall auf Fall, da sieht man sich und weiß genau - du bist die andere Hälfte meiner Seele. Dann wiederum gibt es solche, bei denen man sich von anderen immer wieder sagen lassen muss, wie gut man doch zusammen passt. Und schließlich diejenigen, die man einfach erleben muss, um die Intensität und Hingabe hinter den einzelnen Handlungen zu verstehen. Die Entwicklung, die beide Charaktere im Laufe der Geschichte durchleben, ist bemerkenswert. Greifbar. Unter die Haut gehend. Und einfach so verdammt schön. Ich habe lange Zeit keine Protagonisten mehr bewundert, doch bei Mareike ist es kein Problem für mich, mir einzugestehen, dass ich gern ein Stück von ihrem Selbstbewusstsein hätte. Ihre Art die Dinge anzugehen und das obwohl sie jederzeit von allen Seiten aufgrund ihrer Andersartigkeit angefeindet werden kann, ist wirklich wahnsinnig toll. Es lässt hoffen und zeigt einfach nochmal ganz deutlich, dass man einen Menschen niemals nach dem Äußeren beurteilen sollte. Schon nach den ersten paar Kapiteln, die jeweils abwechselnd aus der Sicht von Mareike und Basti erzählt werden, war mir klar, dass ich hier einen kleinen Schatz in den Händen halte. Die Autorin schafft es, dass der ganz normale Alltag zweier Menschen, vermischt mit den intimen Gedanken, mir mal Gänsehaut beschert, nur um mich dann im nächsten Moment wieder zum Lachen zu bringen. „»Kann es sein, dass du ’ne Freundin hast?«, hörte ich sie dumpf fragen. Spontan beschloss ich, dass ihre Frage an die Butter gerichtet gewesen war und nicht an mich. Wer wusste schon, ob sie was mit der Salami anfangen würde und sie dann mit dem Käse betrog. Kam doch immer wieder vor.“ (Pos. 1649 von 4536) Wenn Basti und Mareike Zeit miteinander verbringen, geht beim Lesen die Sonne auf. Entweder man grinst dümmlich vor sich hin, ob des zärtlichen gegenseitigen Fobbens der beiden oder man sorgt sich, wartet mit klopfendem Herzen auf die nächste Nachricht und weiß selbst nicht genau, was daraus mal wird. Die Beziehung der beiden ist nämlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn man baut keine Nähe auf, wenn man einander anlügt. Da können die Gründe noch so gut sein. Oder? „Sie hinterfragte meine Eigenarten nicht, sie nahm sie einfach hin. Sie gab mir so viel, von dem sie nicht einmal wusste und von dem ich nicht gewusst hatte, dass es genau das war, was ich brauchte.“ (Pos. 3217 von 4536) Fazit: Emotional gesehen ist „The way to find love“ ein bombastisches Meisterwerk. Ich meine, ich lese ja nicht oft Liebesromane, aber solche, die mich von der ersten bis zur letzten Seite am Herzen packen und mitschleifen, da kann ich einfach nicht anders. Die Geschichte von Mareike & Basti ist zwar nicht actionreich und hat auch keine krassen gefühlsmäßigen Ausschläge von „himmelhochjauchzend“ bis hin zu „zu Tode betrübt“, aber eines ist sie ganz sicher: lebendig. echt. herzerwärmend. intensiv. ein Highlight. Ich lege diese Geschichte jedem ans Herz, der sich schon immer ein bisschen außen vor gefühlt hat. Sie gibt Hoffnung und zweite Chancen. Danke Caro. Bewertung: 5/5

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Tags: alltag, freundschaft, geheimnis, liebe, realität, romanze, übergewicht   (7)
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Die Seelenlicht Chroniken

Katrin Gindele
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 10.05.2018
ISBN 9783946843153
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Seelenlicht, Chroniken, Krieger, eine neue Sprache - klingt nach einer vielversprechenden Geschichte. Ein anziehendes Cover, ein toller Verlag, ein geheimnisvoller Inhalt - und es ging auch wirklich prima los. Als Leser begleitet man Kathleen, die ihre Geschichte und der Ich-Perspektive erzählt: Tochter reicher Eltern, litt nie an Geldmangel und trainierte heimlich mit dem Butler. So weit, so schön. Und wie das halt so ist, wenn Teenager erwachsen werden: Es kommt eine rebellische Phase. Manche erholen sich davon wieder. Nicht so Kathleen. Sie fühlte sich eingeengt durch das ganze Geld, allein gelassen, weil ihre Eltern immer unterwegs waren. Um Aufmerksamkeit zu erlangen fing sie an sich gegen die Rolle, in die sie ihre Mutter stecken wollte, zu wehren. Tattoos, Barjobs, gefälschte Ausweise, ein Motorrad. Das war ihre Welt. Die Welt, die ihr eines Nachts, nachdem sie den Müll der Feierwütigen entsorgt hatte, zum Verhängnis wurde. Denn dort, im dreckigen Hinterhof, traf sie Yven. Den Krieger aus Gredonjen, der ihre Sprache nicht zu sprechen schien und auch sonst eher aussah, als wollte er zur nächsten Manga Convention. Ich muss sagen, bis zu dem Punkt gefiel mir die Geschichte schon mal ganz gut. Mein erster Eindruck vom Schreibstil der Autorin war extrem positiv. Sie schreibt jugendlich, frisch, vom Tempo her genau richtig und gibt nichts auf Protagonisten, die schnell in ihrer Meinung einknicken. Auch wenn mein erster Gedanke beim Zusammentreffen von Yven und Kathleen war: „Och nö, nicht noch so eine Romantikschnulze, wo sie ihm sofort zu Füßen liegt.“ - das wurde ganz fix ausradiert. Yven stolpert als dinarischer Krieger schon eine ganze Weile durch die Welt, wie wir sie kennen. Vor ca 100 Jahren wurde er von einem Schamanen aus seinem Volk auf die Reise geschickt eine Frau zu finden. Um sein Land vor dem Untergang zu bewahren und die Prophezeiung zu erfüllen. Das nur kurz zum Hintergrund. Kathleen, genannt Daja, ist Yvens Mavala - sein Seelenlicht, wie der Titel schon vermuten lässt. Das artet insofern darin aus, dass Yven um jeden Preis Dajas Herz gewinnen und gleichzeitig sein Land befreien muss. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn an Daja beißt er sich augenscheinlich die Zähne aus. Sie hat mir als Charakter durchs gesamte Buch hindurch unheimlich gut gefallen: Stark, unabhängig, hilfsbereit, kämpferisch - einfach ein Freigeist und daran hat sich bis zum Schluss auch fast nichts geändert. Daja & Yven begeben sich zusammen mit Phil auf eine Reise ohne Wiederkehr. Von New Jersey über Italien bis nach Bosnien - verfolgt von Feinden, die sie am Weiterkommen hindern wollen, kontrolliert vom Seelenlicht-Drang, sind sie auf dem Weg zurück nach Gredonjen. Werden sie dort ankommen? Und was erwartet sie dort? Ist alles wie vor Yvens Abreise? Kommt Daja damit zurecht? Die Antworten gibt’s beim Lesen. Emotional gesehen hat die Autorin mich voll abgeholt. Bis auf das letzte Drittel hat mich diese Geschichte absolut begeistert. Es war authentisch, inspirierend, aufwühlend, spannend. Vor allem so manch ein Setting hat mich genau dorthin versetzt. Auf den Frachter. In die Wälder. Und dann... verlor es sich in einem Strudel aus Zeitdruck und „mach hinne, mach fertig“. Von mir aus hätte das Buch gern noch 100 Seiten mehr haben können, damit die Geschichte vernünftig ausklingen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass ich erst von einer Reihe mit offenem Ende ausgegangen bin und mich die ganze Zeit gefragt habe: „Und was soll da dann noch kommen, wenn jetzt schon alles erzählt wurde?“ - fand ich auch den letzten Part etwas zu schnell abgehandelt. Natürlich schießt der Spannungsbogen dadurch kurzzeitig in die Höhe, aber genauso schnell ist er wieder am Boden angelangt und das fand ich etwas schade. Aber so ist das halt mit Einzelbänden. Fazit: Daja & Yven ist die Geschichte über eine störrische Kämpfernatur, die die richtigen Fragen stellt, über ein stures Mannsbild, dem Familie über alles geht und eine Reise, mehr eine Flucht durch die europäischen Länder. Setting und Charakterentwicklung sind der Autorin sehr gut gelungen, einzig dieses schnelle Ende bereitet mir ein wenig Bauchschmerzen. Da wurde so viel Potenzial verschenkt und einfach nicht genutzt, sodass die Geschichte etwas Atmosphäre verliert. Empfehlen kann ich sie jenen, die Wert auf eine realistische Zeitspanne legen, die einen starken Charakter brauchen, der nicht von jetzt auf gleich einbricht und all jenen, die fast schon heimelige Landschaften mögen. Ein spannendes Fantasyabenteuer mit einem Hauch Romantik und ausbaufähigem Ende. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: abenteuer, familie, flucht, krieg, krieger, liebe, reise   (7)
 

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Das Spiel des dunklen Prinzen

Ney Sceatcher
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 19.04.2018
ISBN 9783946955078
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung: Farbige Türen, ein Schloss aus Eis, ein Spiel in dem niemand gewinnt, ein geheimnisvolles Buch, Charaktere ohne Namen und ein magisches Setting. Herzlich willkommen im Albtraumschach. Direkt mit Lesen des Klappentextes und mit einem Blick auf das Cover war mir klar: Ich muss dieses Buch haben! Von der Autorin hatte ich bereits ein Buch gelesen, das mir ganz gut gefallen hat und so stürzte ich mich ohne Bedenken in das Abenteuer, pardon, das Märchen vom dunklen Prinzen und der weißen Königin. Als Leser begleitet man zunächst Taija, das Mädchen mit dem flammenden Haar, das beim Dachboden aufräumen durch einen Spiegel in eine andere Welt fällt. Erzählt wird das Ganze aus der Ich-Perspektive, was den Leser packen und mit ins Geschehen nehmen soll. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es dann eine Zwischensequenz, in der ein personeller Erzähler bereits vergangenes nochmal zusammenfasst, um es wie ein Märchen wirken zu lassen. Die Atmosphäre der Welt, in die Taija hineingerät, ist düster. Gefahren lauern augenscheinlich hinter jeder Ecke, hier wird manipuliert ohne Rücksicht auf Verluste, ein jeder scheint mit einem Fluch belegt. Dachte ich anfangs noch, dass das ganze Buch auf dem Spiel „Albtraumschach“ basiert, so wurde ich jedoch schnell eines Besseren belehrt. Taija gerät zwischen die Fronten eines ewig währenden Machtspiels. Der dunkle Prinz und die weiße Königin wollen jeder für sich beweisen, dass sie der/die jeweils Mächtigere sind. Das gelingt nur durch das Gewinnen von Albtraumschach. Und Taija ist für einen der beiden Versuchskaninchen. Mehr möchte ich an dieser Stelle zum Inhalt auch gar nicht verraten. Im Laufe der Geschichte tauchen in dieser Fantasiewelt immer mehr Charaktere auf und spielen gütlich ihre Rollen. Ein jeder, dem Taija begegnet ist irgendwie in dem „Märchen“ gefangen, hat seinen Namen vergessen und sucht nach einem Weg zurück in seine Welt. Dabei sind mir manche sympathisch, so wie Rascha, und andere wiederrum nicht, so wie Tarif. Taija selbst wirkte auf mich wie ein ganz normales Mädchen, das bei ihrer Tante Kassilin lebt. Bodenständig genug, um zu wissen, dass jeder vor irgendetwas Angst hat und fantasievoll genug, um fast direkt zu akzeptieren, dass sie in einer anderen Welt gelandet ist. Und bereits ab hier wird die Story etwas undurchsichtig. Ich habe absolut nichts gegen Rätsel, gegen ein bisschen Chaos, um beim Leser Verwirrung zu stiften. Habe nichts dagegen, wenn man sich in diesem Chaos mal nicht zurecht findet. Aber irgendwie... irgendwie hatte die Geschichte etwas von der bedrückenden Stimmung von Alice im Wunderland. Es ist durchaus spannend mitanzusehen, wie Taija durch das Schloss ihres „Herrschers“ irrt, Freundschaften schließt, Albträume besiegt und dem Weg zurück nach Hause immer näher kommt. Auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, man fliegt förmlich durch die Seiten und doch... Im Endeffekt konnte ich der Geschichte nicht viel abgewinnen. Selbst beim Schreiben der Rezension sitze ich hier und frage mich: Was genau sollte das jetzt? Ein fantasievolles Wirrwarr, das selbst nicht so genau zu wissen scheint, durch welche der vielen Türen es nun gehen soll. Eine halbe, kleine Liebesgeschichte am Rande, bei der ich mich frage: Aha, okay. Und woher kommen diese Gefühle? Es fällt mir echt schwer zu beschreiben, woran genau das liegt. Die Geschichte verliert für mich zwischendurch immer mal wieder an Struktur. Eben noch ist Taija im Vollbesitz ihres Gedächtnisses, kurz darauf scheint alles weg, nur um dann wieder zu kommen. Der dunkle Prinz sitzt in seinem Zimmer und brütet, kurz darauf steht er mit Rascha vor dem Bibliothekseingang. Und über allem steht immer die Frage: Wer ist jetzt mit wem wie verbunden, warum sind sie verflucht und wie kommt Taija der Lösung des Problems näher? Umpf. Puh. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll. Es ist ein Hin und Her der Geheimnisse, fliehen, innehalten, sich wundern, ein bisschen verrückt werden, mit dem Hutmacher Tee trinken und sich was wünschen. Und zum Schluss steht das Albtraumschach - wenigstens das war, wie ich es erwartet hatte. Einerseits eine schöne Idee. Andererseits: Ähm. Bitte was?! Und auch das Ende kommt mir etwas zu schnell abgewickelt vor. Als wäre man den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Fazit: Mit „Das Spiel des dunklen Prinzen“ hat die Autorin einen düster-schönen Märchenmix aus alten und neuen Ideen geschaffen und das Ganze mit einem Spiel kombiniert. Nur leider war das für mich zu viel des Guten. Zu oft fragte ich mich: „Bist du jetzt eine Rolle oder tust du nur so? - Gehört das jetzt zum Spiel, ist alles ein Spiel, wirkt sich das aus oder warum passiert das jetzt?“ Die Fäden der Geschichte sind straff gesponnen, liegen aber oftmals einfach kreuz und quer durcheinander, übereinander und umeinander herum, sodass ich mich mit dem Durchblick wirklich schwer tat. Im Grunde eine echt tolle Story und ein märchenhaftes Setting. Das Kribbeln in den Fingerspitzen bleibt bei solchen, die gerne Spielbücher lesen, die öfter mal um die Ecke denken und mit etwas verrückten Protagonisten klarkommen, sicher nicht aus. Für mich war es für Zwischendurch ganz interessant, mehr leider nicht. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️ 💫 (3,5/5)

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Tags: albträume, andere welt, chaos, freundschaften, königin, prinz, rätsel, schach, spiegel, spiel   (10)
 

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Wisst ihr, jedes Mal, wenn Fanny Bechert ein neues Buch auf den Markt bringt, freue ich mich einfach wie blöde - egal um was für ein Buch es sich dreht. Egal welches Genre. Egal ob Fortsetzung oder nicht. Es gibt halt diese Autoren, da weiß man einfach schon nach ein paar Sätzen, dass sie einen das ganze restliche Leben begleiten werden. Fanny Bechert kann zaubern - und das Schöne daran ist, obwohl ich ihre Geschichten liebe, finde ich immer wieder ein paar Punkte, die mich stören. Und ich liebe die Geschichten trotzdem weiterhin. Versteht ihr was ich meine? So erging es mir auch mit Elesztrah 3. Ich gestehe, ich mochte Sedan bereits in Band 1 & 2 nicht so besonders und konnte die Verbindung, die Fayori zu ihm hatte, nie ganz nachvollziehen. Dennoch wollte ich ihm eine Chance geben, schließlich spielt er in der Fortsetzung eine der Hauptrollen. Erzählt wird die Story rund um den Kontinent Al‘ Arizon und seine Bewohner, im dritten Band abwechselnd aus der Sicht von Fayori, der Tochter von Lysanna und Sedan, dem seelenlosen Verräter aus dem letzten Band. Elesztrah ist im Umbruch, denn die dunkle Fürstin Lawinia hat einen Plan, um der Krone des Landes näher zu kommen und alles nach ihren Wünschen zu formen. Dazu braucht sie anscheinend auch Fayoris Mutter Lysanna und auch wenn ich anfangs da saß und dachte: „Hä? Wieso? Was hat sie davon?“ wird sich am Ende alles fügen. Das Lesen von Band 1&2 ist schon etwas länger her und ich brauchte ein wenig, um mich wieder an alles zu erinnern, aber das war okay. So hatte ich nochmal die Zeit mir die Charaktere vor Augen zu rufen und sie zu ordnen. Wie der Klappentext schon sagt, startet die Geschichte mit einem Angriff auf Frostwall, die Heimat vom Clan der „Angelus Mortis“. Es geht direkt hoch her und bis zum Zusammentreffen von Fayori und Sedan hat es mich auch gefesselt und gepackt. Irgendwie kam es mir so vor, als hätte Fayori wenig Durchsetzungsvermögen, was sie teilweise echt unerfahren wirken ließ und dem Ganzen ein bisschen die Spannung nahm. Hier konnte ich aber zum Ende hin eine positive Entwicklung sehen. Die Verfolgung von Lawinias Truppen - um die Gefangenen zu befreien, nach dem Frostwall Angriff - erschien mir irgendwie ein wenig zu leicht. Natürlich lauerten auch dort hin und wieder Gefahren, die jedoch immer flugs überwunden waren. Zudem hatte ich, nach dem einschneidenden Erlebnis in Frostwall etwas mehr Emotionalität erwartet. Versteht mich nicht falsch, sie ist definitiv vorhanden, kam allerdings erst bei mir an als man zum ersten Mal Einblick in Sedans Gedankenwelt erhielt. Zusammen mit Rawena und Kenric, zwei weiteren Seelenlosen, nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Und irgendwann kam der Knall. Der Punkt, an dem sich meine Hirnrädchen so schnell drehten und ineinander fügten, dass ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Was für eine Wendung! Was für Spannung! Warum zur Hölle bin ich da nicht drauf gekommen? Das Geheimnis, das die Frau Autorin um Fayoris Herkunft lüftet und die darauffolgenden Erkenntnisse meinerseits waren überwältigend. Ich finde keine anderen Worte, außer: Mega genialer Plottwist. Überraschend. Fesselnd. Verblüffend. Malerisch! Wahahahahahaha! Während Band 2 mir nicht ganz soooo gut gefallen hatte, wie Band 1, darf ich mit Freude feststellen, trotz den etwas langatmigen Anfängen - dass ich Band 3 einfach nur liebe! Fayoris Herkunft. Sedans Vergangenheit und auch das um 180 Grad gedrehte Bild, das ich mittlerweile von ihm habe. Die assassinisch angehauchten Kämpfe. Das diebische Flüstern. Und vor allem Fayoris Charakterentwicklung, wenn auch diese nicht so ganz offensichtlich ist, ich habe sie definitiv bemerkt. Der Schreibstil ist einfach zu lesen, leicht zu verstehen und dennoch stellenweise so tiefgründig - ich will jetzt dringend Band 4 lesen. Bitte. Sofort! Fazit: Blut und Federn ist eine packende Fortsetzung aus dem Elesztrah Universums. Obwohl ich zu Beginn daran gezweifelt habe, dass mich Fayori und Sedan genauso begeistern können wie Lysanna und Aerthas, muss ich sagen, dass die beiden mir vielleicht sogar noch etwas mehr liegen. Sie sind jung, geheimnisvoll und bieten enorm viel Explosivität. Gefühls- und Missionsmäßig. Diese Seelenlosen-Sache in Verbindung mit Verrat, Flucht, neuen und alten Freundschaften, Machtmissbrauch so wie der Suche nach dem Selbst - Elesztrah 3 ist aufregend und aufwühlend, wenn man sich darauf einlassen kann. Fantasy vom Feinsten. Bewertung: 5/5

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Tags: blut, diebe, elfen, feder, kampf, liebe, magie   (7)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

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Consider - Das Portal

Kristy Acevedo , Michael Koseler
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2018
ISBN 9783401604275
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung: Bevor ihr dieses Buch lest, solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass es manche von euch in den Grundfesten erschüttern kann. Diese Geschichte ist nicht einfach nur ein Endzeitroman, eine Dystopie mit Science Fiction Elementen. Für solche, die dafür empfänglich sind, wirft die Geschichte Fragen auf. Es geht um die eine, die alles entscheidende und Jahrhunderte alte Frage: Glaube oder Wissenschaft? Ich habe früher oft „Portal“ gespielt - ein PC Spiel, bei dem man sich mit Hilfe einer Kanone eigene Portale erschaffen kann und so Level meistern muss. Aber ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, wie groß dieser Schritt ins Unbekannte für Menschen sein muss, wenn das mal „Wirklichkeit“ wird. Alexandra Lucas ist ein ganz normales 17 jähriges Mädchen. Sie hat einen festen Freund, Dominick, eine beste Freundin, Rita und nach außen hin eine normale Familie. Und dennoch schwebt, schon vor dem Auftauchen der Portale rund um den Globus, eine dunkle Wolke über der Familie Lucas. Der Vater leidet unter PTBS, die Mutter sagt nur Ja und Amen und ihr Bruder Benji lässt sich nur selten blicken. Unter diesen „innerlich“ zerrütteten Umständen war es für mich nicht sehr überraschend, dass Alex unter Panikattacken und Depressionen leidet. Was mich allerdings überrascht hat ist, dass die Autorin es geschafft hat, diese Krankheit so greifbar und authentisch zu beschreiben, dass ich für kurze Zeit selbst einiges schwarz gemalt und mir Dinge eingebildet habe. An alle, die in meinen Worten jetzt irgendeine Verurteilung lesen wollen - dem ist absolut NICHT so. Ich schildere nur meine Empfindungen beim Lesen. Seit ihrer Diagnose schluckt Alex Medikamente gegen die Ängste. Nichtsdestotrotz beeinflusst das in gewisser Weise auch ihre Umwelt und hier liegt der einzige und größte Knackpunkt der Geschichte: Ich habe mich auf eine Story eingestellt, die sich auf die Portale, die Ungewissheit und die Apokalypse konzentriert. Auf die Plünderungen, die Verzweiflungen und das Schmieden von Plänen. Bekommen habe ich genau das, aber es hält sich in Waage mit Alexandras Sicht auf die Welt. Consider ist aus der Ich-Perspektive erzählt. Und oftmals kam es mir so vor als würde der bevorstehende Weltuntergang, den die Programme ankündigen, dank Alex Sorgen, Zweifeln, Familienproblemen und Ängsten in den Hintergrund rücken. Sie kam mir manchmal vor wie eine Verrückte, die selbst nicht weiß, was sie will. Das bringt der Story zwar den nötigen Adrenalinschub, um die Spannung - neben dem rückwärtslaufenden Countdown bis der Komet die Erde trifft - oben zu halten, war aber teilweise auch echt anstrengend zu lesen, weil mein Kopf in Dauerschleife schrie: „Triff endlich eine KLARE Entscheidung Mädel!“ Versteht mich nicht falsch. Ich mag den leicht chaotisch angehauchten Schreibstil. Ich mag Alexandra. Ich mag die Geschichte. Sie vereint viele Probleme der heutigen Zeit. Die Medienpräsenz in Katastrophenfällen. Die Menschlichkeit im Angesicht des bevorstehenden Todes. Das Zusammenrücken statt Auseinanderreißen. Es ist emotional aufwühlend das zu lesen. So nah, so greifbar. Am schlimmsten ist für mich allerdings der Plottwist. Der Cliffhanger. Wenn die einzelnen Puzzleteilchen sich im Hirn zusammensetzen. BOOM! Fazit: Consider ist für mich eine außergewöhnliche Geschichte. Ein Endzeitroman mit Scifi Elementen, der großen Wert auf die Charakterentwicklung und das Miteinander der Protagonisten legt. Mit dem Ticken des Countdowns im Nacken ist es durchweg spannend und wer auf realistische Zukunftsszenarien steht, der sollte sich das nicht entgehen lassen. Ein Hauch Tiefgründigkeit kann beim Lesen nicht schaden. Oder der Blick für Psychologisches. Wer damit umgehen kann, hat mit Consider den Hauptgewinn gezogen. Aber Achtung: Böser, böser Cliffhanger. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: apokalypse, depression, endzeit, familie, flucht, komet, menschliche abgründe, portal, weltuntergang, zerstörung   (10)
 

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163 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Der Schlafende Tod

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783906829722
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Hach, ich liebe diese Reihe einfach! Es ist immer wieder spannend Stück für Stück Teile aus dem Leben von Maggy, Will und Joe zu erfahren, von ihrer Reise, die sie von einem Abenteuer ins nächste führt und doch ein großes Ganzes ist. Und auch Mary van Helsing und Dorian Dracul sind zwei wundervolle Charaktere, deren Lebensweg so gesehen „gerade erst begonnen hat“. Die Autorin wirft in „Der Schlafende Tod“ gleich zwei Mal die Vergangenheit und einmal die Gegenwart in einen Topf. Zum Einen geht die Geschichte von Will, Maggy und Joe weiter, die zurück ins Schloss Drachenburg kehren, um Will’s Schicksal zu erfüllen. Zum Anderen begleitet man als Leser Mary & Dorian auf der Flucht vor Dorians Vater Vlad Dracul. In dieser Episode bekommt auch der Vampirismus zum ersten Mal deutliche Züge. Vor allem in Form von Margery, Schneewittchen, die Will im Traum ihre Vergangenheit zeigt. Es liegen gewaltige Aufgaben vor allen Protagonisten und ich bin jedes Mal gespannter darauf, wie sie sie lösen werden. Der Schreibstil von Fr. Shepherd trägt den Leser gewohnt leichtfüßig und bildreich durch die Geschichte. Allein schon durch die Kürze der einzelnen Kapitel wird ein enormer Spannungsbogen aufgebaut, weil man ein ums andere Mal begierig darauf ist, wie es weitergeht. Und während die Märchenanteile in Band 1&2 sich hauptsächlich um Schneewittchen, Rumpelstilzchen und Hänsel & Gretel drehten, betritt - natürlich zum Ende der Folge, wie sollte es auch anders sein... - noch eine weitere Märchenfigur die Bühne. Wer das ist und welche historischen Begebenheiten die Autorin diesmal recherchiert und eingebaut hat, das erfahrt ihr im Nachwort und ganz wichtig - durchs Lesen! Fazit: Auch mit „Der Schlafende Tod“ hält die Autorin das Niveau der vorherigen Bände. Die Geschichte bleibt fesselnd, animiert zum Weiterlesen und die Charaktere entwickeln sich langsam und stetig weiter. Für mich sind die Grimm-Chroniken schon jetzt ein Highlight in 2018 und eine Reihe mit Suchtgefahr. Für alle Märchenfans, deren Herz nicht vor Veränderung zurückschreckt! Bewertung: 5/5

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Tags: abenteuer, düster, eltern, reise, schlaf, tod, traum, vampir, vergangenheit   (9)
 

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102 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Der Gesang der Sirenen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 142 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 04.05.2018
ISBN 9783906829739
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung Ich bin ehrlich, ich hatte mich sehr auf den vierten Teil der Grimm Chroniken gefreut. Jetzt habe ich das Buch beendet und bin extrem verwirrt ob der vielen Fragezeichen, die die Geschichte aufgeworfen hat. Aber erstmal zum Wesentlichen: Der Fokus in Band 4 liegt zum Großteil auf Maggy, Will und Margery und viel weniger auf Königin Marys Vergangenheit, wie Klappentext, Titel und Cover vielleicht vermuten lassen - zumindest bei denjenigen, die die Vorgängerbände kennen. Diesbezüglich wurden meine Erwartungen ein klein wenig enttäuscht, mag ich die Story um Dorian und Mary doch sehr. Wie gewohnt wechselt die Erzählweise zwischen Er/Sie in der Gegenwart zur Ich Perspektive in der Vergangenheit von Königin Mary, weshalb ich mich ihr auch näher fühle als den anderen. Ihre Reise auf dem Schiff „Der Fahrende Tod“ hat mich beeindruckt und auch der Ausgang des Ganzen gibt zumindest eine grobe Richtung für die Zukunft an. Zeitgleich erfährt man allerdings durch Will, der immer noch im „Schlafenden Tod“ verweilt, dass sich das Gemüt der Königin nach der Geburt ihrer Tochter, Schneeweißchen (Margery) doch stark verändert hat. Ich war über die Geschehnisse sehr schockiert, dachte ich bis dato noch ganz anders von Mary. Und ab dem Zeitpunkt, wo Will des Rätsels Lösung immer näher kommt, hatte ich den Eindruck, dass die Handlungen verworrener werden. Für meinen Geschmack kreuzten sich da zu viele Wege. Ich bin ehrlich, ich habe das letzte Drittel nicht ganz verstanden. Normalerweise kann man da ja noch Dinge hineininterpretieren und vom Handlungsablauf war das auch okay, nichtsdestotrotz für mich zu undurchsichtig. Wie ist Ludwig dahin gekommen? Warum sieht Will von jetzt auf gleich wer er ist? Auch seine Gefühle sind für mich etwas zu schnell entstanden, denn wo er von Liebe spricht, hätte ich nach den vergangenen Worten und Handlungen erstmal von einer gewissen Anziehung gesprochen. Wie kann Will zeitgleich an zwei Orten sein? Wieso hat sich der Traum um Engelland aufgelöst? Um das vielleicht besser zu umschreiben, sage ich jetzt einfach: Es fehlt - für mich - ein entscheidendes Stück Geschichte, irgendwie. Der Pfeil, der die Charaktere und Orte miteinander verbindet. Atmosphärisch gesehen geht es wieder in Richtung dunkel und düster, wenn auch die Liebe Einzug in die Geschichte hält. Das Ende ist in Anbetracht der Pause sehr leserfreundlich gewählt, finde ich. Kein mega böser Monstercliffhanger, der einen die drei Monate in der Luft stehen lässt. Fazit: Mit dem vierten Teil der Grimm Chroniken „Der Gesang der Sirenen“ hat die Autorin, zumindest bei mir, mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Mir fehlten hier und da ein paar Informationen, aber das liegt vermutlich nur an meinem eigenen Denken, nicht an der Geschichte selbst. Band 4 ist für mich zwar einer der schwächeren Teile, aber es bleibt dennoch spannend, weil wegen: ich muss einfach wissen wie es weitergeht. Maggy hat in der Gegenwart nämlich etwas ganz Tolles in Schloss Drachenburg entdeckt, von dem ich glaube, dass es noch eine tragende Rolle spielen wird. Alles in allem, eine solide Fortsetzung. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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Tags: grimm, märchen, schloss, seefahrt, sirenen, vampire   (6)
 

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

basilisk, elfen, fantasy, flucht, gefangene, highlight, jacqueline f. eckert, j f eckert, junge fantasy, magie, mond, mondsklaven, neue welt, phönix, rebellen

Der Fluch der Mondsklaven

Jacqueline F. Eckert
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei Lysandra Books Verlag, 08.03.2018
ISBN 9783946376439
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Wahnsinn. Was für ein Buch. Ich bin hin und hergerissen wie ich das finden soll, aber folgende Dinge stehen fest: Ich kann den zweiten Band jetzt schon kaum erwarten. Es ist eine Geschichte, wie ich sie noch nie gelesen habe. Wirklich! Einerseits würde ich sagen, dass es ein Highlight für mich war in diese Welt abzutauchen, weil sie sich so unglaublich intensiv angefühlt hat. Andererseits habe ich einfach zu lange gebraucht, um mich in die Geschichte einzufühlen. Mich mit den Charakteren zu verbinden. Zu verstehen wie diese Welt funktioniert, die sich hinter einem Portal auf der Erde verbirgt. Wer schon immer wissen wollte, wohin die Schiffe im Bermuda-Dreieck verschwinden, der findet in diesem Buch seine Antwort. Oder zumindest eine. Denn die Welt hinter dem Portal ist unglaublich. Sie wird bevölkert von Feen, Elfen, Phönixen, Zwergen, Schattenwesen, Burumas und vielem mehr. Aber allem voran von den Kindern des Mondes. Besser gesagt den Mondsklaven. Denn in jedem von ihnen schlummert eine Bestie, die sie unter Kontrolle haben müssen. So gibt es zum Beispiel die Nebelwölfe, die Rauchbären, Kristallspinnen, Skorpixe, Schattenkatzen und Dunkelphönixe. Die meist gefürchtete Art jedoch sind die Basilisken. Sie sind fast ausgerottet. Und Thyra-Fiah ist eine von ihnen. Im Königreich Herón, bestehend aus einer Stadt, dem Dunkelwald Tenerest und dem freien Land Arûn, herrscht seit gefühlten Ewigkeiten die Königsfamilie Aronos. Sie sind Magier, Schattenelfen und leben unendlich lange. Es gibt zwei Regeln, die im Königreich immer befolgt werden müssen: Emotionen im Übermaß sind verboten. Nur wenn die königliche Familie es erlaubt, ist es gestattet Wut, Liebe, Hass und mehr zu zeigen. Außerdem: Jedes Kind des Mondes, gekennzeichnet durch die schwarzen Augen und das Tier, das sie sichtbar an ihrer Schläfe tragen, wird nach der erstmaligen Verwandlung in jungen Jahren in die Dienste der Königsfamilie gestellt. Thyra-Fiahs gesamt Familie arbeitet bereits für sie. Da sie die mächtigsten aller Mondsklaven sind und ihnen kaum jemand etwas anhaben kann, widmen sie sich dem Schutz der Hochadligen. Das Warum, Wieso, Weshalb wird nicht genauer erklärt, sodass man von Anfang an selbst mitdenken muss. Der Schreibstil ist zu Beginn noch etwas, sagen wir, hochgestochener. Man befindet sich ja fast im direkten Umgang mit der Familie Aronos, die Werte und Bräuche schätzen und sich auch dementsprechend verhalten. Aber er ist leicht zu verstehen und zu lesen und flufft im Laufe der Geschichte immer mehr auf. Ein weiteres Merkmal dieser phänomenalen Fantasystory ist unter anderem auch, dass ich noch nie im Leben so viele Fragezeichen beim Lesen im Kopf hatte wie hier. Normalerweise ist das was Schlechtes, denn es würde bedeuten, dass es nicht verständlich rüber gebracht wurde - aber tatsächlich glaube ich, dass es bei den „Mondsklaven“ beabsichtigt ist. Es hat mich mehr als fasziniert wie verwirrt ich doch war und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Nach und nach habe ich dann die Zusammenhänge entdeckt, sie entwirrt und obwohl ich fertig bin bleiben noch Fragen offen. Lücken in der Geschichte, die mich entzweien, weil ich nicht weiß, ob da wirklich was fehlt oder ob ich einfach nur den Sinn überlesen habe. Aber das hält sich in Grenzen, sodass das Gesamtbild der Story, die mich mit dem Rebellenlager in den Bergen ein wenig an Eragon erinnert, nicht gestört wird. Die Atmosphäre ist düster, unheimlich und zum Zerreißen gespannt. So wie Thyra-Fiah, die von ihrer ersten Verwandlung an versucht, den Basilisken in sich, fernab vom Vollmond, zu kontrollieren. Da kommt es ihr und ihren Selbstzweifeln nicht gerade recht, dass sie dem jüngsten Königssohn, dem schwarzen Prinzen „Prinz Joseph“ als Zofe zugeteilt wird. In seiner Gegenwart wird sie stets nervöser, kann ein Ausbrechen ihrer Schuppen kaum verhindern, verkrampft regelmäßig und doch... die Anziehung kann man aus der Luft schmecken. Wie die schwarze Magie des Prinzen wabert sie dem Leser aus den Seiten entgegen und umnebelt das Gehirn. Ich bin ehrlich, trotz seiner Grausamkeiten und seinem Auftreten, habe ich mein Herz an ihn schon nach wenigen Seiten verloren. Die intensiven Blicke, das Beobachten, die Aufmerksamkeit, die Thyra-Fiah oft falsch deutet. Ich schmelze dahin! Wer jetzt denkt, dass die Geschichte in Richtung Romantasy geht, der täuscht sich. Eine winzige Liebesgeschichte ist vorhanden, aber sie ist fast immer unerwidert. Glaube ich zumindest. So ganz sicher bin ich mir nicht. Der Fokus liegt tatsächlich auf der Unterjochung der Mondsklaven, der Bändigung der Bestien in ihrem Innern, der Vermeidung von Krieg zwischen den Völkern des „Bermuda-Dreiecks“ und alles dreht sich um Thyra-Fiahs bestialisches Ich. Ich weiß auch ehrlich nicht mehr, was ich schreiben soll. Das müsst ihr selbst erleben. Fazit: Ich bin überwältigt von der Vielfalt an Ideen, die hier zusammen kommt. Die Autorin hat es geschafft, dass man förmlich an der Protagonistin klebt, sich mit ihr verbindet, auch wenn es einige Startschwierigkeiten gab. Es ist definitiv ein Buch, das im Gedächtnis bleibt, trotz einiger Ungereimtheiten. Denn „Der Fluch der Mondsklaven“ hat Spannung, prickelnde Mächte, die dir die Haare zu Berge stehen lassen, eine verzwickte, nicht ganz einfach zu durchschauende Geschichte, authentische Charaktere und natürlich eine Gegenspielerseite. Es ist High-Fantasy pur. Die Wirkung der Geschichte lässt sich mit einem schleichenden Gift vergleichen, das durch die Adern fließt während des Lesens. Es hatte mich gebannt und ließ erst nach Beendigung wieder von mir ab. Für all jene, die Abwechslung im Fantasybereich brauchen. Für all jene, die Interesse an zerrissenen Seelen, schwarzer Magie, alten Flüchen und knisternder Atmosphäre haben. Bewertung: 4/5

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Tags: adel, bestien, flucht, magie, mondsklaven, neue welt, phönix, schwarzer prinz   (8)
 

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Ein Tess-Carlisle-Roman (Band 1)

Nicole Schuhmacher
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 23.03.2018
ISBN 9783906829814
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Heute erzähle ich euch die Geschichte mit folgendem Titel: Wie ich mein Herz an den Sohn des Teufels verlor und das schon nach wenigen Sätzen! Cryladradanialitek, hach, mein Herz. Vielleicht aber sollte ich diese Rezension auch einfach nach der Situation benennen, wie es gerade in mir aussieht: Warum ich bei Jägerseele am Ende ein paar Tränen lachte, obwohl ich am Anfang gar nicht wusste, was die Autorin, besser das Buch da von mir wollte. Eigentlich würde ich aber auch viel lieber mit diesen Worten anfangen: Was haben der Sohn des Teufels, ein Katzenmädchen, ein Wichtel, ein Minihausschwein und ein Werwolf gemeinsam? Richtig, sie müssen auf verquere Weise die Welt retten. Oder so ähnlich. Ihr seht schon, das Debüt der Autorin strotzt nur so vor Chaos, gestaltwandelnden Menschen, witzige Situationen sind vorprogrammiert und ein Ende ist irgendwie nicht zu erahnen, zumal die Protagonistin scheinbar keinen richtigen Fokus hat. Tess Carlisle ist Kautionsdetektivin und einzig ihre Assistentin Fin weiß, wie sie mit den Launen ihrer nicht so ganz entscheidungsfreudigen Chefin umzugehen vermag. Zusammen betreiben sie eine Agentur, wobei Fin den Papierkram managed und Tess die bösen Buben jagt. Ich muss ehrlich gestehen, dass Tess für mich wirklich nicht ganz richtig im Kopf ist. Irgendwie. Es ist auf jeden Fall äußerst unterhaltsam ihren Gedankengängen zu folgen. Das liegt zum Einen natürlich am Schreibstil der Autorin, der für ein Debüt wirklich sehr sehr gut ist. Locker, witzig, spritzig und obwohl der gewisse Hauch an Ernsthaftigkeit zu fehlen scheint, bin ich doch leicht verliebt. Jägerseele ist nicht der typische Fantasyroman mit sanftem Einstieg, einem großen Schockmoment und dann dem finalen Höhepunkt, nein, das findet man hier zwar auch, aber ich finde, das ist genauso wirr und chaotisch verteilt, wie der Charakter der Protagonistin vermuten lässt. Als Leser begleitet man Tess direkt zu ihrem ersten Fall, mit dem sie die Miete bei ihrem mürrisch, verschlagenen Mitbewohner Puck begleichen will. Nach dem der erste Fall mehr oder weniger gelöst wurde, tauchen direkt die nächsten Schwierigkeiten auf, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es wirklich gefährlich wurde. Das ist so mit der einzige Punkt der mich an dieser unterhaltsamen Reise gestört hat. Lasst mich das mal mit sanften Wellen vergleichen, ähnlich denen eines Wellenbads, wo man weiß, dass man definitiv Spaß haben und den Adrenalinkick genießen wird, aber eben auch, dass es ein gutes Ende nimmt. Und die Wellen einen wieder in den verrückten Alltag zurückführen. Vom Gefühl her, konnte ich mich erst ab circa der Hälfte direkt mit Tess verbinden, denn so tiefergehend emotional ist sie nicht. Sie scheint das Leben in New Orleans sehr leicht zu nehmen, stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste, ist aber als Ausgleich dazu, doch gut in ihrem Job. Der Spaß, den sie hatte, ging eindeutig auf mich über und so sehr ich doch mit dem etwas anderen Aufbau der Geschichte haderte, umso mehr konnten mich die Charaktere mit ihrer liebenswürdigen Art überzeugen. Vor allem Cryladradanialitek, dessen Namen ich jetzt gerade ohne nachzugucken aufgeschrieben habe, ha! Fazit: Jägerseele ist für mich ein sehr humorvolles Fantasydebüt, das vor allem durch vielschichtige Charaktere und Settings besticht. Ich bin gefesselt von der etwas anderen, irren Mischwesen-WG, bin fasziniert von der Vielfalt an Gedanken und Fällen und außerdem ein wenig beeindruckt davon, wie Tess das alles händelt. Es ist auf jeden Fall spannend der Kautionsdetektivin dabei zuzusehen, wie sie die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben immer mehr verwischt. Für meinen Geschmack eher belustigend als actionreich, aber ich freue mich auf mehr Geschichten dieser Art. Eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht auf Humor, Chaos, eine toughe Protagonistin und fantastische Welten verzichten wollen. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️💫 (4,5/5)

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Der rote Tarkar

C. M. Spoerri
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 16.03.2018
ISBN 9783906829852
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: In einem Buch von Frau Spoerri zu entschwinden ist mittlerweile wie „nach Hause kommen“ für mich. Und so erstaunt es mich immer seltener, wie gut mir Ihr Bücher gefallen. Bitte nicht falsch verstehen - es ist trotzdem jedes Mal wundervoll in eine ihrer Welten abzutauchen. Aber ganz besonders in mein Herz geschlossen habe ich Karinth. Nach einer gefühlten Ewigkeit Karinth Entzug durfte ich endlich wieder das magische, dicht besiedelte Land betreten, das ich durch „Die Legenden von Karinth“ lieben gelernt habe. In „Der rote Takar“ dreht sich alles um die Vorgeschichte des mysteriösen, aber anziehenden Magiers Arkan. Die Geschichte spielt vor „Die Legenden von Karinth“, aber ich habe natürlich die zuerst gelesen. Deshalb kannte ich auch Arkan oder besser gesagt den roten Takar ein wenig und auch die wilde, unbändige Chahur war mir bereits geläufig. Allerdings habe ich sie nicht auf den ersten Blick erkannt, sondern erst später, was der Geschichte selbst jedoch keinen Abbruch tat. Als Leser wird man zu Beginn direkt in Arkans Leben hineingeworfen. Man spürt seine Liebe zu Mila, dem Sklavenmädchen, seinen Hass auf seinen Vater und seine Schwester Cassandria und ebenfalls einen Hauch dessen, was er sich in Zukunft erhofft. Arkan würde alles für Mila tun, obwohl er sich der Konsequenzen, die seine Liebe zu ihr hat, sehr wohl bewusst ist. Als das Schicksal ihm einen Strich durch die Rechnung macht, Mila verkauft und weggebracht wird, beschließt er, ihr zu folgen und besiegelt damit den Verlauf seines restlichen Lebens. Und was für ein Leben das war! Aufregend, wie ein Kampf zwischen zwei ausgeglichenen Menschen. Spannend und fesselnd. Ich habe mit Arkan um sein Leben gekämpft, war entsetzt und wütend. Bin mit ihm über die Weltmeere gerudert und habe seine Magie vermisst. Ich habe sein gütiges Herz bewundert und seine Hingabe an geliebte Menschen ehrfürchtig bestaunt. Ich sah ihn fallen und wieder aufstehen, immer mit dem Gedanken an die Eine, obwohl sein Herz schwärzer und schwärzer wurde. Habe ihn durch seine Transformation geleitet und mit ihm neue Freunde gefunden. Chahur und Tamór waren mir fast auf Anhieb sympathisch. Ganz besonders fasziniert war ich jedoch vom Sklavenhändler Beragor. Was für ein geiler Typ! Witzig, humorvoll, mächtig, ehrlich, der beste Schwertkämpfer Südkarinths und vor allem, trotz beiderseitigem Geschlechterinteresse, ein ganzer Mann! Von ihm würde ich gern mehr erfahren. Aber auch die Welt selbst, Nord- und Südkarinth, sowie die Halbinsel Brun, sind spannend zu entdecken, zumal sie durch die Karten zu Beginn des Buches noch ein wenig greifbarer werden. Und so kommt es, dass die Reise mit Arkan durch Kämpfe mit Drachen, Wildschweinangriffe, ständige Gefangenschaften, Schiffsbrände und vieles mehr, richtiggehend das Blut zum Kochen und Gefrieren bringt. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle, eine wahre Achterbahnfahrt, bei der ich am liebsten noch länger sitzen geblieben wäre. Der Schreibstil der Autorin - dazu sage ich nur, dass ich „Der rote Takar“ innerhalb von einer Nacht verschlungen habe. Leicht, packend - ein wahrer Pageturner für mich. Ich war tierisch traurig, dass es so schnell wieder vorbei war - aber da bin ich ja selbst schuld, hätte ich mir mehr Zeit lassen können mit dem Lesen. Fazit: „Der rote Takar“ ist, für mich, ein neues, wundervolles Abenteuer in Karinth. Arkans Verwandlung vom eigentlich mächtigen Magier in ein noch mächtigeres Wesen zu beobachten, da kommt die Sensationsgier in mir durch und es stellte sich schnell heraus, dass der Rest der Geschichte ein Highlight für mich war. Die Geburt des „roten Takar“ entführt den Leser in ein mystisches Land, in dem Nichts unmöglich scheint - das hat die Autorin eindrucksvoll bewiesen. Für all jene, die auf der Suche nach einem Abenteuer sind und dabei nichts gegen einen hübschen, loyalen, unbändigen Magier als Wegbegleiter haben. Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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Tags: abenteuer, kampf, karinth, liebe, magie, reise, schwarzblut, wüste   (8)
 

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Elayne (Band 1): Rabenkind

Jessica Bernett
Flexibler Einband: 342 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783906829777
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meinung: Gleich zu Beginn des Buches wird man als Leser in eine Hochzeit hinein versetzt, die in einem kleinen Dorf nahe der Festung Corbenic stattfindet. Veneva, Elaynes beste Freundin, ging den Bund der Ehe ein. Aus Liebe. Die Atmosphäre ist beschwingt, die Leute feiern ausgiebig und die ganze Welt scheint für einen Moment glücksgeladen. Der erste Band wurde also mit Licht eingeleitet, nur um sich im Laufe der Handlung wieder in Schatten zu stürzen, die sich dann wiederum mit hellen Flecken abwechseln und so weiter. Die Autorin hat einen wunderbaren Geschichtsverlauf erschaffen, der sich rückblickend wie Wellengang beschreiben lässt. Was ich auch direkt am Anfang feststellen durfte: Ich liebe diesen Schreibstil. Er ist so einfach wie Atmen. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen. Elayne, die fünfzehn Sommer jung ist, ist eigentlich eine Prinzessin. Ihr Vater, König Pelles herrscht über die düstere, kaum heimelige Festung von Corbenic, die seit dem Verlust seiner Frau mehr und mehr verkommt. Einzig Brisen, Venevas Mutter, scheint ein bisschen Leben in die Burg zu bringen, denn sie ist quasi Mädchen für alles - vordergründig jedoch Köchin und Heilerin. Nach ungefähr der Hälfte des Buches konnte ich bereits sagen, wie unglaublich sympathisch mir Elayne trotz ihren jungen Jahren war. Sie ist ihrer Zeit - in meinen Augen - bereits ein wenig voraus, nicht nur von der Intelligenz, sondern auch von ihren Ethik- und Moralvorstellungen her. Obwohl sie behütet aufgewachsen ist, legt sie keinerlei Prinzessinnenmanieren an den Tag. Sie geht fischen, kocht, hilft ihrem Großvater (noch so eine wundervolle Person), kümmert sich um die Tiere, sammelt Zutaten und allen voran: Elayne sorgt sich um die Untertanen. Eine so wahnsinnig authentische Protagonistin, die sich der Zeit angemessen verhält, in der sie lebt und gleichzeitig aber ein solcher Freigeist ist, dass sie, trotz ihrer christlichen Erziehung, schon extrem emanzipiert wirkt, ist mir lange nicht untergekommen. Wirklich, ich bin sehr begierig darauf mehr von ihr zu erfahren. Wohin verschlägt sie ihr Weg? Kann sie ihren Vater alleine lassen? Ihre beste Freundin und sich auf den Weg nach Camelot machen? Oder zieht es sie eher zu ihrem Onkel König Urygen und seiner Frau Morgaine? Und was wird aus ihr und dem Barden Galahad, der circa die Hälfte der Geschichte an Elaynes Seite ist? Fragen über Fragen, die ich vermutlich in Band 2 beantwortet bekomme. Elaynes Geschichte selbst ist eher von ruhiger Natur. Ich muss gestehen, dass ich nur in einem Moment wirklich Angst um sie hatte. Natürlich hat ihr Leben, das man als Leser begleitet, auch seine Höhepunkte. Aber für mich kamen sie eher sanft und nicht Schlag auf Schlag, was absolut zum Verlauf des Buches passte. Ich könnte noch ewig auf die einzelnen Protagonisten, den Spannungsbogen, ja sogar die Charakterentwicklung eingehen, denn die Worte der Autorin und die Tatsache, dass es ein historischer Fantasyroman ist, bieten ausreichend Platz dafür. Aber ich will hier keinen eigenen Roman schreiben, deswegen gibt es nur noch eine erwähnenswerte Sache, bevor das Fazit kommt. In den Ohren vieler klingen die Worte „historisch“ und „Geschichte“ oftmals dröge und langweilig. Gründe dafür kann ich euch nicht nennen, aber ich vermute, es liegt an der Assoziation mit Daten und Fakten. Elayne (Rabenkind) ist NICHT langweilig. ABER (ja, das geht) trotzdem wirkt es super recherchiert (Pikten, religiöse Lebenseinstellung, Sachsenkriege, Skoten, der heilige Gral), authentisch und durch Elaynes Augen auch ein kleines bisschen magisch. Und auch wenn der Name Rabenkind, bis auf die schwarzen Haare und die Erbanlagen der Mutter, noch nicht ganz aufgeklärt ist, tut das der belebten, wie ein Fluss vor sich hingleitenden Geschichte so ganz und gar keinen Abbruch. Im Gegenteil. Fazit: Mit Elayne habe ich das vergangene England aus einer anderen Perspektive erleben dürfen. Ihr Herz und ihr Leben sind beflügelnd und beängstigend zugleich. Ein wirklich wundervoller Charakter. Irgendwie habe ich das Gefühl, Band eins war nur die Vorgeschichte zu einem ganz großen Abenteuer, das auf sie und ihre Gefährten wartet. Es war erfrischend von ihren Monaten und Jahren auf Corbenic zu lesen, mit all den Überraschungen, die in den Wäldern und im Umland auf sie gewartet haben. Sowohl die guten als auch die schlechten. Ich kann diese Geschichte jedem empfehlen, der gut recherchierte historische Romane mag, die sich mit englischen Mythen und Legenden vermischen und der auf ausladende Action verzichten kann. Begleitet Elayne auf ihrem Weg vom Mädchen zur Frau mit Taktik und Tatendrang. Lauscht den alten Geschichten, verliert euch zwischen Wahrheit und Lüge und seid bereit für Galahad. Ich vergebe 5 von 5 Sterne. „Sollte das, was in den Liedern besungen wurde, wahr sein, brauchte sich Britannien niemals Sorgen um die Sicherheit der Küsten zu machen. Weder die skotischen Piraten noch die sächsischen Barbaren hätten je eine Chance gegen sie. Elayne lächelte bei diesem Gedanken. Vielleicht waren die Lieder deshalb voller heroischer Taten. Sie schenkten Hoffnung.“ (Pos.: 907 von 3576)

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Tags: england, galahad, geschichte, historie, könig artus, lanzelot, liebe   (7)
 

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Die Grimm-Chroniken - Asche, Schnee und Blut

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.03.2018
ISBN 9783906829715
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung: Wenn ich nach der Lektüre des zweiten Teils der Grimm-Chroniken eins weiß, dann dass sich die Autorin bestens darauf versteht, Leser in der Luft hängen zu lassen. Was für eine Buchserie offengestanden natürlich ein Vorteil ist, denn so animiert sie förmlich dazu weiterzulesen. Ohhhh, dieses Ende. So viele Fragen, die unbeantwortet bleiben. Wann bekomme ich endlich meine Antworten? Die Settings und Erzählweisen wechseln, wie in Band eins auch hier wieder ab. Die Geschichte von Will, Maggy und Joe wird genauso fortgeführt, wie die von Mary aus dem Jahre 1590, wobei in Band 2 Will und Mary in den Fokus rücken, das Gefühl hatte ich zumindest. Und Dreh- und Angelpunkt der ganzen Story ist... Schneewittchen. Sowohl in der Gegenwart, als auch ein wenig in der Vergangenheit - wie das alles zusammenhängt, das müsst ihr selbst herausfinden. Ich, persönlich, finde diese neue Sichtweise auf alte Märchen durchaus sehr sehr spannend und in Ermangelung eines besseren Wortes, geil. Schreibstil und Atmosphäre des zweiten Bandes sind der Kategorie düster und blutig zuzuordnen, wenn auch nicht blutig so à la Horror, sondern eher in Richtung gruselig, berauschend. Man erlebt das ehemalige Schloss von Vlad Dracul, kehrt zurück ins Lebkuchenhaus der Hexe aus Hänsel und Gretel und pflückt mit Prinzessin Mary Äpfel im Garten der Kommende Ramersdorf. Außerdem tauchen in der Gegenwart neue Gegenspieler auf, die meine Gedanken Karussell fahren ließen. Wie steht Will mit Schneewittchen in Verbindung? Wo ist die Grenze zwischen gut und böse? Und die allerwichtigste Frage, auch wenn sie unbedeutend klingt, ich glaube, da steckt mehr dahinter: Warum zur Hölle schmeckt Joe das Lebkuchenhaus nicht, den anderen beiden aber schon? Spannungsmäßig wird wieder einiges geboten, wenn mich auch Band 2 nicht so fesseln konnte wie der Erste. Fazit: Asche, Schnee und Blut ist eine wunderbare Fortsetzung, sowohl im Fantasy Bereich, als auch historisch. Am Ende jedes Teils erklärt die Autorin nämlich die historisch verbauten Fakten und das finde ich rückblickend betrachtet dann noch einen Tick interessanter. Die Bilder, die sie mit der Geschichte in meinen Kopf gemalt hat, machen alles greifbar, die Protagonisten sind geheimnisvoll und authentisch - kurzum, Band 2 ist ebenfalls ein geniales Leseerlebnis. Ich muss dringend wissen, was diese Welt noch so zu bieten hat und vergebe hier ebenfalls wieder 5 von 5 Sterne.

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Tags: düster, märchen, prinzessin, rätsel, schneewittchen, vampire   (6)
 

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Streuner: Verflucht liebenswert

Stefanie Scheurich
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783906829746
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung: Mein Herz. Mein armes, armes Herz. Dies‘ ist die Geschichte von Greta und Streuner. Oder auch: Mürrisches, pessimistisches, sarkastisches, einsames Mädchen trifft auf schwarzes Fellknäul, das ihr Leben auf den Kopf stellt. Nur, dass das Fellknäul in Wirklichkeit kein Tier ist. Sondern genauso einsam wie sie selbst. Ein Träumer, dem eine glückliche Zukunft verwehrt werden soll. Weil er sonst die Familienehre beschmutzt. Weil normalerweise alle nach der Pfeife seiner Mutter tanzen. Immerhin ist sie eine angesehene Hexe. Hat eine hohe Stellung inne, aber sonst keinerlei Charakter. Hach mein armes Herz. Wenn ich euch beschreiben müsste, wie es mir beim Lesen ging, dann würde ich das mit den Worten der Autorin machen: „So ein unangenehmes Stechen. Wie eine spitze Nadel, die mir jemand immer wieder in den Muskel stach. Sehnsucht.“ (Pos. 1582 von 4278) Ich selbst, als stolze Sklavin von zwei gebieterischen Stubentigern, weiß ganz genau, wie es ist, seine Katzen zu vermissen. Auch, wenn ich folgende Situation... „Es gab niemanden, der mir über die Zehen leckte, um mich aufzuwecken. Dass mich dieser Umstand mal stören könnte, wäre mir nicht einmal im Traum eingefallen.“ (Pos. 1954 von 4278) ...nicht kenne, so verstehe ich doch, was sie mir damit sagen will. Um an dieser Stelle nicht laut aufzuseufzen, lasst mich nochmal ein bisschen was erklären: Boru, der Hexer, würde lieber Sänger werden, steht aber vollkommen unter der Fuchtel seiner Mutter - die er folglich nicht besonders gut leiden kann. Eines Tages flieht er in die Welt der „Normalos“, wird prompt von einem Zauber erfasst, der ihn zum Kater werden lässt und findet Greta. Sie freunden sich ziemlich schnell an, was der Tatsache zu schulden ist, dass Boru in Katzengestalt nicht reden kann - Greta dafür aber umso mehr. Und sowieso - Tiere sind die besseren Menschen. So kommt es, dass eine tiefe, innige Verbindung zwischen den beiden entsteht - eine Freundschaft in einer Welt, in der beide normalerweise keine Freunde haben. Die Autorin hat diese Verbindung einfach direkt in mein Herz geschrieben. Ich konnte jede Streicheleinheit, jedes Maunzen und den Blick aus den großen, glänzenden Kateraugen genau nachvollziehen. Als Greta und Boru dann getrennt wurden hat es mich schier zerrissen, genauso mitgenommen und niedergemacht wie Greta sich gefühlt hat. Natürlich ist diese unglaubliche Liebe nicht das einzige Thema, das in „Streuner“ eine Rolle spielt. Alleine schon die Charakterentwicklung, die Greta vollzieht, ist es wert dieses Buch zu lesen. Auch wenn ich die Anfangs-Greta einfach herrlich schräg finde. Für ein Debüt hat die Autorin wahnsinnig viele Momente und Begebenheiten wunderschön zusammengeworfen. Da gibt es Magie. Eine Insel, auf der ein Orakel versteckt wird. Träume, die es wert sind, verfolgt zu werden. Zwei Schulen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Menschen, die an einen glauben, auch wenn man selbst nicht an sich glaubt. Erinnerungsverlust, freiwillig und unfreiwillig. Mütter, die ein Kontrollproblem haben. Väter, die ein Fluchtproblem haben. Kleine fiese Glücksfresser-Dämonen. Und eine Tante, die sich kleidet wie ein Paradiesvogel. Fazit: „Streuner“ ist Urban Fantasy vom Feinsten. Es ist eine Reise, die viel über das Leben selbst erzählt. Dass es wichtig ist, hinter die Fassade eines Menschen zu blicken. Nie aufzugeben. Hoffnung zu haben. Und zu akzeptieren, dass diese Hoffnung halt auch oft in tierischer Form auftritt. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Magie und wie sehr Tier und Mensch das Leben eines Einzelnen beeinflussen können. Ein Must-Read für alle Katzenfans! Ich vergebe volle 5 von 5 Sterne.

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