Mila_1981

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vampir, fantastik, horror, thriller, nazis

DAS KASTELL - Thriller

F. Paul Wilson
E-Buch Text: 433 Seiten
Erschienen bei Festa, 18.12.2012
ISBN 9783865522412
Genre: Sonstiges

Rezension:

The Keep oder Das Kastell,
wie dieser Roman bei uns heisst, ist ja auch nicht so ganz hundert pro richtig übersetzt, war mein erstes literarisches Zusammentreffen mit den Werken von F. Paul Wilson. Der Inhalt war mir zwar schon im großen und ganzen bekannt oder genauer gesagt hatte ich eher eine Ahnung als ich den Klappentext las. Die Story kam mir schon irgendwie bekannt vor, trotz des relativ unverbrauchten Settings. Ein Plagiat, ja so musste es sein...
Doch je weiter ich las, um so mehr hatte ich das Gefühl die Story zu kennen und wie ich nun einmal bin, musste ich auch erst einmal Google anwerfen und nachforschen...und siehe da, mein Gefühl hatte mich nicht getrogen.
The Keep - so der original Titel, wurde 1983 von Michael Mann verfilmt (der später Filmperlen wie die Erstverfilmung von Roter Drache, Heat oder Colatteral drehen sollte). Der Film viel bei den Kritikern damals gnadenlos durch, doch übte dieses Werk auf mein zu dem Zeitpunkt noch sehr viel jüngeres Ich eine seltsame Faszination aus. Nein - ich rede nicht von 1983! Gesehen habe ich den Film vielleicht Anfang der 90er, aber dennoch hat der surreale Kamera-Stil und die Musik von Tangerine Dream einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Ich fürchte, würde ich den Film heute 20-25 Jahre später erneut sehen...ok, decken wir lieber den mantel des Schweigens darüber. Kindheitserinnerungen sollten meistens lieber genau DAS bleiben...
Aber zurück zum Buch!

Das Kastell von F.Paul Wilson

Rumänien, 2.Weltkrieg.
Hauptmann Wörmann ist mit seinen Truppen unterwegs um einen wichtigen Gebirgspass zu sichern und errichten ihren Brückenkopf bzw. Hauptquartier in einem nahe gelegenen alten Kastell. Tja, wie das in Rumänien halt so ist, sind alte Festungen natürlich ein ganz schlechter Unterschlupf. Als ob Dracula uns nichts gelehrt hätte... und schon bald werden die ersten Soldaten vermisst.
Der erste Verdacht fällt natürlich auf eine hiesige Partisanengruppe. Hauptmann Wörmann, dessen Truppe von den vorangegangenen Gefechten ausgezehrt ist bittet um Verstärkung - die ihm auch in Gestalt des Sturmbannführers Kämpffer und seiner SS Schergen geschickt wird.
Die beiden Offiziere können gar nicht miteinander, da beide charakterlich nicht unterschiedlicher sein könnten. Wo der eine um das Wohl seiner Leute besorgt ist, ist der SS Mann ein Menschen verachtendes Scheusal (und man kommt nicht umhin sich später zu fragen wer oder WAS das größere Monster im Kastell ist). Zivilistenmord zur Abschreckung ist nur ein Beispiel.
Doch auch die gewalttätige Ader Kämpffers kann dem Morden keinen Einhalt gebieten. Ratlos wie alle sind, wird den dörflichen Legenden plötzlich gehör geschenkt und der jüdische Historiker Cuza und seine Tochter als Druckmittel in die Feste gebracht, um das Geheimnis zu lüften...bei dem es sich, wie sich später dann herausstellen soll, wohl um einen waschechten Vampir handelt.
Was es mit dem seltsamen Wanderer Glaecen und den silbernen Kreuzen auf sich hat, will ich an dieser Stelle nicht verraten...selber lesen lohnt sich.

Fazit:
Das Kastell ist ein inzwischen knapp 30 Jahre alter Klassiker, der immer wieder neu aufgelegt wird. Der Schreibstil ist für heutige Lesegewohnheiten eventuell etwas ungewohnt, da sich die Geschichte anfangs sehr langsam entwickelt. Aber wer Stefan König liest, dem macht das nichts aus - mir in diesem Fall auch nicht.
Die Idee, einen Vampirroman in den 2.Weltkrieg zu verpacken finde ich genial und in Zeiten der Glitzervampire ungeheuer erfrischend und das es am Ende sogar noch einen richtigen Twist gibt, der das bisher Geschehene noch einmal in Frage stellt - genial.
Das Kastell soll wohl der Auftakt zu einer Serie sein, die ihre Fortsetzung in der Jetztzeit findet, aber da habe ich leider noch kein Buch gelesen. Generell ist es wohl so, das alle F.Paul Wilson Bücher lose mit einander verbunden sind oder aber zumindest im selben Universum spielen. Das finde ich wiederum großartig, da man so das Gefühl an einem großen Zyklus teil zu nehmen.


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shadowrun, science fiction, fantasy

Das Terminus-Experiment

Jonathan Bond , Jak Koke
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453171107
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Shadowrun – Das Terminus Experiment
Ha…ich habe so viele Bücher auf Lager und entscheide mich gerade für dieses…erstaunlich.

Shadowrun war eine Sci-Fi/Fantasy Buchreihe die ich als Teenie in den 90ern geliebt habe: 2051 – Die Magie ist auf die Erde zurückgekehrt und diverse Fabelwesen wie Elfen, Zwerge, Orks und Trolle wandeln mitten unter uns. Zauberer und Schamanen sind ein normaler Anblick auf den von Megakonzernen kontrollierten Straßen der hochtechnisierten Zukunft. Shadowrunner sind der „Abschaum“ der Gesellschaft – Söldner die im Auftrag der Konzerne oder eines jeden Auftraggebers mit genug Moneten alles tun würden. Mord bis Datendiebstahl. Alles kann vorkommen und nur die wenigsten haben ein Gewissen – und das sind natürlich unsere üblichen Protagonisten. Meistens jedenfalls. Ach ja…und oft genug steckt ein Drache hinter allem ^^

Der übliche Shadowrun Roman ist immer recht ähnlich aufgebaut. Der Held der Geschichte wird üblicherweise durch widrige Umstände aus seinem behaglichen und ruhigen Leben gerissen und muss fortan in den Schatten (der Unterwelt) ums Überleben kämpfen bis er eine persönliche Entwicklung durchmacht und vom Opfer zum Jäger wird und dann seine Rache bekommt. Soweit ein klassisch schlichter Aufbau Dramaturgis 😉

Natürlich sind die Charaktere meist doch etwas vielschichtiger (wenn auch nicht viel) und nicht JEDE Story ist gleich aber wenn man alles auf einen Satz reduzieren will kommt das der Sache doch erschreckend nah.

Warum also „Das Terminus Experiment“?

Zum einen – es ist das erste Buch das ich nach anderthalb Jahren aus seinem Sarg Umzugkarton gezogen habe, zweitens ist es ein Buch das wir in unserer Berufschulclique irgendwie ALLE während eines Blocks gelesen haben und drittens stellte es sich schon damals einem noch nicht absehbaren Trend ENTGEGEN.

Vampire.

Ja genau. Vampire. Die Viecher mit den spitzen Eckzähnen und der Aversion gegen Sonnenlicht – bzw. neuerdings funkeln und glitzern Vampire ja oder müssen sonst wie romantisch veranlagt sein oder irgendwelchen „übersinnlich begabten“ Teenies beiseite stehen. Ok. DAS ist kein Fluch der Neuzeit, das fing schon vor 15 Jahren mit Buffy an, aber das ist eine andere Geschichte.

Vampire.

Haben ihren Gruselfaktor verloren. Die Rolle nehmen heute wohl die Zombies ein. Damals noch nicht. Das Terminus Experiment ist da erfrischend anders, wenn man sich so die heutige Vampirliteratur ansieht.

Vampirismus wird durch das MMV-Virus (Metamenschlichesvampir-Virus) ausgelöst und eine Geheimloge von Vampiren hat einen verrückten Wissenschaftler beauftragt dieses Virus genetisch so zu manipulieren, dass die ungewollten Nebeneffekte wie z.B. die Sonnenallergie ausbleiben und Vampire die herrschende Klasse auf der Erde werden können.

Um dieses zu erreichen wurde dem Boss eines High Class Security Unternehmens (Fratellanza Inc.) das Vampirgeschenk gemacht.Sein Unternehmen erwirtschaftet sein Geld durch den Personenschutz hochrangiger Konzernleute erwirtschaftet. Wenn das Virus fertiggestellt ist, sollen auf diesem Wege die Führungspersonen der größten Weltkonzerne vampirisiert werden und so den Weg zur Herrschaft ebnen.Während der Test- und Entwicklungsphase des neuen Virus wird mit namenlosen Probanden von der Straße experimentiert.

Wie der Zufall das so will gibt es auch in dieser Geschichte einen Vampir (Martin DeVriess) der auf Rachefeldzug ist und nebenbei den ebenfalls vampirisierten Sohn des Fratellanza-Bosses hinrichtet. Dieser ist nun gelinde angepisst, da er um seinen Erben gebracht wurde und somit beschließt den abseits der Konzerngeschäfte lebenden Sohn seines Bruders zum Vampir zu machen. Diesen lässt er kurzerhand entführen und in die Forschungseinrichtung verschleppen, um das neueste Virus an ihm zu testen.

Nach ein wenig hin und her macht sich DeVriess mit einer Gruppe Shadowrunner und der Freundin des Entführten (die DeVriess´ Verblichener zum verwechseln ähnlich sieht) auf den Weg um dieses zu verhindern…. Was ihnen dabei begegnet sind die Früchte der verrückten Experimente – verunstaltete und degenerierte Vampirhorden, die eher an Rennzombies erinnern – blutrünstig und um mechanische Gliedmaßen erweitert.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten, um nicht den Rahmen dieser Vorstellung zu sprengen.

Fazit:
Ich habe die ersten Kapitel noch einmal überflogen und muss sagen, dass die deutsche Übersetzung solide aber nicht frei von Fehlern beziehungsweise gestelzter Wortführung ist – das geht besser. Der Schreibstil kommt mir nach wie vor flüssig vor und ich hatte Mühe das Buch wieder aus der Hand zu legen, was an sich ja schon einmal ein gutes Zeichen ist. Es ist eben sehr kurzweilig geschrieben auch wenn die Charakterausarbeitung eher…nun wie soll ich es freundlich formulieren…Schablonenhaft ist?

Wer mit übertriebener Gewaltdarstellung und spannenden Horrorcliches leben kann, dem kann ich Das Terminus Experiment ruhigen Gewissens empfehlen. Es ist sicherlich kein gutes Buch und auch nicht das beste Buch des Shadowrun-Universums noch zeigt es die Komplexität der in der Reihe geschaffenen Welt, aber es ist durchaus kurzweilige Unterhaltung für Nicht-Glitzer-Vampirliebhaber die eher Blade als Cullens mögen :)

So…das war mein Büchereinstand zwischen Schuh-, Kleider- und Bücherkartons.


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transgender, iran, geschlechtsumwandlung, berlin, mobbing

Mein bunter Schatten

Pari Roehi
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Neues Leben , 12.09.2016
ISBN 9783355018517
Genre: Biografien

Rezension:

Mein Bunter Schatten

Hallo meine lieben Flauschies,

An dieser Stelle möchte ich euch ein wirklich herausragendes Buch vorstellen. Pari Roehis Lebensgeschichte - die mich zuweilen wirklich Tränen wegblinzeln ließ.
Generell bin ich eigentlich keine große Biografienleserin. Nicht, dass ich nicht am Leben anderer Menschen Anteil nehmen wollte - das ist es nicht. Ich bin zu sensibel. Biografien sind das echte Leben. Sie spiegeln wieder, was tatsächlich um uns herum vor geht. Auch wenn bestimmte Ereignisse literarisch sicherlich ausgeschmückt werden, so ist die Geschichte dahinter immer real. Davor kann man die Augen nicht verschließen. Nicht, wenn man sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen will.
Trivialliteratur ist da bedeutend einfacher. Man taucht in eine fiktive Welt ein. Was dort passiert hat keinen Einfluss auf unser Leben. Wir können mit den Akteuren mitfiebern und wissen doch zugleich, das alles gut ausgehen wird. Romane sind meistens Feel-Good Stoff...auch die Psychothriller und Horror-Romane. Das Gute siegt meistens. Fiktive Welten sind gute Welten.
Biographien sind anders. Der beschriebene Schmerz ist echt. Verluste sind real. Verstorbene Menschen fehlen wirklich Jemandem, der sie geliebt hat. Menschen haben Schmerzen erlitten - seelisch und körperlich. Im echten Leben. Das ist keine Feel-Good-Lektüre. Das ist eine Auseinandersetzung mit dem Leben; mit dem was um uns herum passiert. Jeden Tag...

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Pari Roehi, einer jungen Frau die im Körper eines Jungen im Iran das Licht der Welt erblickte. Pari Roehi ist vielen bereits ein Begriff, die Heidis Supermodels verfolgt haben, denn dort hat sie 2015 in den ersten 3 Folgen mitgemacht. Zu meinem Bedauern, ist es damals völlig meiner Aufmerksamkeit entgangen, dass ein Transmädel bei der Show dabei war (aber ich hatte, so glaube ich, auch erst bei den späteren Folgen eingeschaltet). Wie meine Recherchen seit dem ergeben haben, hat sie einen eigenen YouTube-Kanal, sowie einen Instagram-Account.

Das Buch:

Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie  mit dem Namen Parham Robabe - und machte schreckliches durch. Pari wurde während des Regimewechsels im Iran geboren. Ihre Mutter litt fürchterlich unter ihrem Ehemann, der sich keinen Deut um sie scherte. Als sich im Laufe der Jahre die Situation immer weiter verschärfte und die Mutter sogar um Leib und Leben bangen musste, fasste diese den mutigen Entschluss sich dem Ehemann gänzlich zu entziehen und mit Pari und dem älteren Bruder aus dem Iran zu fliehen. Eine Thematik die leider immer aktuell war und sicherlich noch lange aktuell bleiben wird...

Dank gefälschter Pässe war es der kleinen Familie möglich, sich als Touristen auszugeben und so über den türkischen Flughafen in Antalya nach Europa zu reisen. Nach einem ersten Stopp in Deutschland sollte es in die Niederlande weitergehen, um dort ein neues Leben zu beginnen...nur um dort in einem Auffanglager nach dem anderen dahinzuvegetieren...

 Für die junge Pari, damals noch ein schmächtiger kleiner Junge der gerne mit Puppen und Barbies spielte, war das eine furchtbare Zeit. Anschluss zu finden war nicht leicht und der Kontakt zu Mädchen schon immer leichter. Die Mutter ist unter der Last fast zusammengebrochen, um die Familie zu ernähren.

Später hat die kleine Familie endlich eine eigene Wohnung beziehen können, aber die Situation wurde nicht leichter. Die Schule war ein notwendiges Übel und mit den Lehrern kam Pari gar nicht klar. Die Jahre zogen in Land und irgendwann stellte Pari fest, dass ihre Zukunft im modeln liegen sollte und setzte alles daran von Agenturen gebucht zu werden - damals noch als androgynes Wesen, das nicht weiß, wo es wirklich hingehört. Erste Erfolge gaben dem Kind Mut und auch die Situation in der Schule besserte sich etwas...im Gegensatz zur heimischen Situation. Pari war ein aufmüpfiges Kind und versuchte irgendwann in Amsterdam auf eigenen Beinen zu stehen und verfiel dabei in einen Strudel aus Alkohol und Drogen...

Das alles sollte sich erst ändern, als die große OP in greifbare nähe rückte...

Mein Fazit:

Ich lese, wie gesagt, selten Biografien, aber durch dieses Buch bin ich in zwei Nächten durchgerauscht. Als selbst Betroffene, ist es für mich spannend, nachzuerleben wie das Leben anderer Transgender verlaufen ist. Paris Start in ihr neues Leben begann unter den widrigsten Umständen, aber sie hatte eine Familie als es darauf ankam die Weichen zu stellen. Es ist längst nicht alles glatt und perfekt gelaufen, aber ich bewundere die Frau für ihre Zielstrebigkeit. Sie konnte Leben was sie war und wurde in kein konformes Muster gepresst. Sie konnte sich entdecken. Das rührt mich zu Tränen. Ich musste erst 30 Jahre als Mann verbringen, um meine Bestimmung schlussendlich zu erkennen.

Ist das Buch gut geschrieben? Darüber lässt sich streiten - ihre Geschichte hat mich sehr mitgerissen, auch wenn der Schreibstil teils etwas holprig war und auch nicht jedes Detail so 100% passte. Ist die Frau wirklich nach 5 Tagen nach der GA nach Hause entlassen worden? Aber daran will ich mich nicht aufhängen...ich habe das selbst erlebt und kann die kleinen Fehlerchen ganz gut ausblenden, so denn es den wirklich Fehler sind (die vermutlich auf die Co-Autorin zurückzuführen sind). Beeindruckt bin ich von der gesamten Erzählweise, die nichts mit dem Voyeurismus typischer Bild-Artikel oder RTL zu tun hat!

Für wen ist das Buch interessant? Paris Weg ist sicherlich nicht stellvertretend für alle Transfrauen, gibt aber einen schönen Einblick in das Chaos, welches uns während unserer Selbstfindung begleitet. Bei manchen schon in der Kindheit, bei anderen erst im fortgeschrittenem Alter. Es ist erhellend zu lesen, wie sie mit ihrer Situation umgegangen ist - ja, bis wo sie sich hingearbeitet hat. Jeder der sich für die Entwicklung eines Menschen interessiert, also eines echten lebenden Menschen, der kann das Buch ruhig lesen. Er wird uns Transfrauen besser verstehen. Es muss keine medizinische Abhandlung sein - dieses Beispiel aus dem Leben zeigt, dass auch wir nur Menschen mit Gefühlen sind.

Mich persönlich hat das Buch wirklich sehr angesprochen und ich kann es bedingungslos weiterempfehlen!


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transgender, iran, geschlechtsumwandlung, berlin, mobbing

Mein bunter Schatten

Pari Roehi
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Neues Leben , 12.09.2016
ISBN 9783355018517
Genre: Biografien

Rezension:

Mein Bunter Schatten

Hallo meine lieben Flauschies,

An dieser Stelle möchte ich euch ein wirklich herausragendes Buch vorstellen. Pari Roehis Lebensgeschichte - die mich zuweilen wirklich Tränen wegblinzeln ließ.
Generell bin ich eigentlich keine große Biografienleserin. Nicht, dass ich nicht am Leben anderer Menschen Anteil nehmen wollte - das ist es nicht. Ich bin zu sensibel. Biografien sind das echte Leben. Sie spiegeln wieder, was tatsächlich um uns herum vor geht. Auch wenn bestimmte Ereignisse literarisch sicherlich ausgeschmückt werden, so ist die Geschichte dahinter immer real. Davor kann man die Augen nicht verschließen. Nicht, wenn man sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen will.
Trivialliteratur ist da bedeutend einfacher. Man taucht in eine fiktive Welt ein. Was dort passiert hat keinen Einfluss auf unser Leben. Wir können mit den Akteuren mitfiebern und wissen doch zugleich, das alles gut ausgehen wird. Romane sind meistens Feel-Good Stoff...auch die Psychothriller und Horror-Romane. Das Gute siegt meistens. Fiktive Welten sind gute Welten.
Biographien sind anders. Der beschriebene Schmerz ist echt. Verluste sind real. Verstorbene Menschen fehlen wirklich Jemandem, der sie geliebt hat. Menschen haben Schmerzen erlitten - seelisch und körperlich. Im echten Leben. Das ist keine Feel-Good-Lektüre. Das ist eine Auseinandersetzung mit dem Leben; mit dem was um uns herum passiert. Jeden Tag...

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Pari Roehi, einer jungen Frau die im Körper eines Jungen im Iran das Licht der Welt erblickte. Pari Roehi ist vielen bereits ein Begriff, die Heidis Supermodels verfolgt haben, denn dort hat sie 2015 in den ersten 3 Folgen mitgemacht. Zu meinem Bedauern, ist es damals völlig meiner Aufmerksamkeit entgangen, dass ein Transmädel bei der Show dabei war (aber ich hatte, so glaube ich, auch erst bei den späteren Folgen eingeschaltet). Wie meine Recherchen seit dem ergeben haben, hat sie einen eigenen YouTube-Kanal, sowie einen Instagram-Account.

Das Buch:

Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie  mit dem Namen Parham Robabe - und machte schreckliches durch. Pari wurde während des Regimewechsels im Iran geboren. Ihre Mutter litt fürchterlich unter ihrem Ehemann, der sich keinen Deut um sie scherte. Als sich im Laufe der Jahre die Situation immer weiter verschärfte und die Mutter sogar um Leib und Leben bangen musste, fasste diese den mutigen Entschluss sich dem Ehemann gänzlich zu entziehen und mit Pari und dem älteren Bruder aus dem Iran zu fliehen. Eine Thematik die leider immer aktuell war und sicherlich noch lange aktuell bleiben wird...

Dank gefälschter Pässe war es der kleinen Familie möglich, sich als Touristen auszugeben und so über den türkischen Flughafen in Antalya nach Europa zu reisen. Nach einem ersten Stopp in Deutschland sollte es in die Niederlande weitergehen, um dort ein neues Leben zu beginnen...nur um dort in einem Auffanglager nach dem anderen dahinzuvegetieren...

 Für die junge Pari, damals noch ein schmächtiger kleiner Junge der gerne mit Puppen und Barbies spielte, war das eine furchtbare Zeit. Anschluss zu finden war nicht leicht und der Kontakt zu Mädchen schon immer leichter. Die Mutter ist unter der Last fast zusammengebrochen, um die Familie zu ernähren.

Später hat die kleine Familie endlich eine eigene Wohnung beziehen können, aber die Situation wurde nicht leichter. Die Schule war ein notwendiges Übel und mit den Lehrern kam Pari gar nicht klar. Die Jahre zogen in Land und irgendwann stellte Pari fest, dass ihre Zukunft im modeln liegen sollte und setzte alles daran von Agenturen gebucht zu werden - damals noch als androgynes Wesen, das nicht weiß, wo es wirklich hingehört. Erste Erfolge gaben dem Kind Mut und auch die Situation in der Schule besserte sich etwas...im Gegensatz zur heimischen Situation. Pari war ein aufmüpfiges Kind und versuchte irgendwann in Amsterdam auf eigenen Beinen zu stehen und verfiel dabei in einen Strudel aus Alkohol und Drogen...

Das alles sollte sich erst ändern, als die große OP in greifbare nähe rückte...

Mein Fazit:

Ich lese, wie gesagt, selten Biografien, aber durch dieses Buch bin ich in zwei Nächten durchgerauscht. Als selbst Betroffene, ist es für mich spannend, nachzuerleben wie das Leben anderer Transgender verlaufen ist. Paris Start in ihr neues Leben begann unter den widrigsten Umständen, aber sie hatte eine Familie als es darauf ankam die Weichen zu stellen. Es ist längst nicht alles glatt und perfekt gelaufen, aber ich bewundere die Frau für ihre Zielstrebigkeit. Sie konnte Leben was sie war und wurde in kein konformes Muster gepresst. Sie konnte sich entdecken. Das rührt mich zu Tränen. Ich musste erst 30 Jahre als Mann verbringen, um meine Bestimmung schlussendlich zu erkennen.

Ist das Buch gut geschrieben? Darüber lässt sich streiten - ihre Geschichte hat mich sehr mitgerissen, auch wenn der Schreibstil teils etwas holprig war und auch nicht jedes Detail so 100% passte. Ist die Frau wirklich nach 5 Tagen nach der GA nach Hause entlassen worden? Aber daran will ich mich nicht aufhängen...ich habe das selbst erlebt und kann die kleinen Fehlerchen ganz gut ausblenden, so denn es den wirklich Fehler sind (die vermutlich auf die Co-Autorin zurückzuführen sind). Beeindruckt bin ich von der gesamten Erzählweise, die nichts mit dem Voyeurismus typischer Bild-Artikel oder RTL zu tun hat!

Für wen ist das Buch interessant? Paris Weg ist sicherlich nicht stellvertretend für alle Transfrauen, gibt aber einen schönen Einblick in das Chaos, welches uns während unserer Selbstfindung begleitet. Bei manchen schon in der Kindheit, bei anderen erst im fortgeschrittenem Alter. Es ist erhellend zu lesen, wie sie mit ihrer Situation umgegangen ist - ja, bis wo sie sich hingearbeitet hat. Jeder der sich für die Entwicklung eines Menschen interessiert, also eines echten lebenden Menschen, der kann das Buch ruhig lesen. Er wird uns Transfrauen besser verstehen. Es muss keine medizinische Abhandlung sein - dieses Beispiel aus dem Leben zeigt, dass auch wir nur Menschen mit Gefühlen sind.

Mich persönlich hat das Buch wirklich sehr angesprochen und ich kann es bedingungslos weiterempfehlen!


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Star Wars™ - Schülerin der dunklen Seite

Christie Golden , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734161063
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Schülerin der Dunkelheit

Dieses Buch setzt mitten während der Klonkriege ein - die Umstände die zu diesen führten sollten dem geneigten Leser geläufig sein. Als Neuerscheinung gehört es dem neuen Canon an und basiert auf nicht mehr verfilmten Drehbüchern der TV Animationsserie "The Clone Wars", sowie auf Charakteren aus eben dieser.

Handlung:

Die Klonkriege toben durch die Galaxis. Die Separatistenbewegung der Konföderierten Welten unter Anführung des charismatischen Count Dooku gewinnt immer mehr an Macht. System um System fällt unter feindliche Kontrolle und zivile Opfer sind an der Tagesordnung.
Die Jedi - Hüter des Friedens in der Galaxis seit eintausend Generationen - sind von Beschützern zu Kriegern geworden und stehen mit dem Rücken zur Wand. Jeder Einsatz fordert einen hohen Blutzoll. Die Jedi sind verzweifelt und in Anbetracht der durch die Streitkräfte des Count begangenen Schandtaten sieht sich der Jedi Rat zu einem quasi undenkbaren Schritt gezwungen - der hinterhältigen Ermordung Count Dookus.

Für diesen Auftrag wird der Jedi Quinlan Voss ausgewählt - der wohl am meisten hochstilisierte Charakter der Prequels nach Darth Maul, der seine Existenz nur einem wenige Sekunden zu sehendem Nebendarsteller in "Episode I" verdankt (was? hat da jemand Merchandising gesagt...?).
Quinlan Voss...ein Jedi Meister der die besondere Gabe besitzt die Geschichte von Gegenständen durch Handauflegen zu "erfahren" und ein Spezialist für Undercovereinsätze(bisher meistens in der kriminellen Unterwelt) ist.
Da bereits viele Angriffe auf den Count gescheitert sind und dieser als Sith Lord ein meister der Dunklen Seite ist, soll sich Quinlan bei Dookus einstiger Schülerin Asajj Ventress einschleichen, die selbst noch ein Hühnchen mit ihrem alten Meister zu rupfen hat.
Um mit ihr in Kontakt zu kommen, gibt sich Quinlan als Kopfgeldjäger aus und versucht so, sie als Partner zu gewinnen, ohne dabei seine Herkunft zu verraten.
Was ihm aber nicht lange gelingt, da er in brenzligen Situationen leider doch gelegentlich die Macht einsetzen muss...worauf hin er Asajj von seinem Auftrag erzählt...
Diese hält ihn auf Grund seiner Jedi Ausbildung allerdings für zu schwach, um gegen Dooku bestehen zu können und beginnt ihn in den Künsten der dunklen Seite zu unterrichten, bzw. einer sehr schwer zu meisternden Grauzone....apropo...ich denke da ist der Titel auch nicht so 100 Prozent super übersetzt...der "Dark Disciple" ist in diesem Fall eher Quinlan Voss.
Natürlich verlieben sich die Beiden und es kommt zur Auseinandersetzung mit Dooku - die natürlich nicht gut ausgeht...denn wie wir wissen, wird Dooku erst in Episode 3 von Anakin decapitiert.

Fazit:
Ich bin etwas hin und her gerissen. Das Buch hat mich durchaus unterhalten und ich habe es auch in nur knapp 2 Tagen durchgelesen, aber war es gut? Als Star Wars Buch hatte es Lichtschwerter und Jedi...aber in der comic-haften Over the Top Überzeichnung die ich schon in der Zeichentrickserie eher weniger anziehend finde. Ja, die Jedi in den Prequels sind alles könnende Akrobaten...weiß ich ja und kann ich akzeptieren...aber das Buch liest sich stellenweise wie ein Comic. Ein Paar mehr Seiten Characterentwicklung hätten dem Schmöker ganz gut getan...so wirkte alles etwas überhastet und auf ein junges Publikum zugeschnitten...aber leider messe ich inzwischen jedes Star Wars Buch an der Twilight Kompanie...und das sollte ich nicht...
Kann ich es also empfehlen? Ja, wenn man nicht den "neuen" Realismus erwartet, den Disney eingeführt hat und den ich sehr begrüsse.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, schmerz, alltag, mut, nürnberg

Helga

Sabine Weigand , Helga F.
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.08.2016
ISBN 9783810525253
Genre: Biografien

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humor, erotik, blog, mimi und käthe, porno

Erlebnispornographie

Mimi & Käthe
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453677111
Genre: Sachbücher

Rezension:

Erlebnispornographie

Und wie :D Dieses Buch war nach den letzten beiden Desastern endlich wieder mal ein wahrer Glücksgriff. Eigentlich nur aus einer Laune heraus beim Randomhouse.Buchblogger-Club angefragt, weil ich den Klappentext ulkig fand, hat mich das Buch von der ersten Seite an sofort in seinen Bann gezogen...

Inhalt:

Mimi & Käthe waren mir bis Dato leider noch kein Begriff - und der dazu gehörige Blog ebenso wenig. Die beiden schreiben über alles was irgendwie mit der Pornowelt zu tun hat. Auf eine höchst amüsante und zu keinem Zeitpunkt trockene (muhahaha) Art und Weise! Während ich eigentlich noch Helix gelesen habe, flatterte mir ganz unverhofft diese kleine Büchlein in den Briefkasten und Helix war erst mal für ein Paar Tage Geschichte.

Wie gesagt, Mimi und Käthe sind salopp ausgedrückt Pornoblogger. Herrlich, wie anrüchig das klingt...das muss ich mir direkt noch einmal auf der Zunge zergehen lassen. PORNO-BLOGGER. Ah, das weckt eine Erwartungshaltung...auf, ja, eigentlich nichts...aber um so mehr kann man sich überraschen lassen ^^ Die beiden wollen die Pornografie "Salonfähig" machen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf charmante Art und Weise dem Normalbürger die verruchte Seite der Sexualität näher zu bringen. Auf jeden Fall liest sich schon das Inhaltsverzeichnis großartig und ich bin aus dem Kleinmädchenkichern kaum wieder herausgekommen:

Kapitel 1: Lecko mio! Oder schöner blasen und lecken - Mimi über die Kunst des fachkundig und freudig ausgeführten Oralverkers
Also mal ehrlich? Kann ein Kapitel eine besser Überschrift haben? :D Und das Beste - man kann sogar was mitnehmen, denn hier redet eine Frau mal Tacheles und nicht dieses weich gespülte Frauenzeitschrift-Geseiere. Wer jetzt befürchtet einfach nur vulgären Scrott in der Hand zu halten, den kann ich getrost beruhigen. Mimi und Käthe schreiben zwar offen, aber nie obszön...wenn ich ehrlich bin erkenne ich irgendwo sogar Parallelen zu meinem eigenen Schreibstil (nur mit weniger Orthographischen Fehlern ^^). Kapitel 2: Creampie & Bukakke
Was sich auf den ersten Blick einfach nur abartig anhört, wird einem auf so ulkige Art und Weise näher gebracht, das man die Männer einfach gern haben muss...egal wie versaut die sind. Denn wenn wir ehrlich sind...Frauen sind es auch ^^ Manche jedenfalls. Kapitel 3: Gllg-Gllg-Glllg - Wir gurgeln uns zum Deepthroat
Hier lernen wir sogar etwas über die Anfänge und Klassiker der Pornogeschichte ^^ und es ist einfach schön endlich über beide Seiten bescheid zu wissen :D

Meinung:

Ich könnte hier jetzt das ganze Buch aufschreiben...einen riesen Urheberrechtsstreis vom Zaun brechen und trotzdem bis heute Abend lachen. Natürlich müsste ich lügen, wenn ich sage, dass ich nicht schon von der einen oder vielleicht, gaaanz vielleicht auch anderen Vokabel gehört hätte... aber "Hey"....meine biologische Herkunft kann ich nicht ganz verleugnen...und nochmals "Hey"...die Autorinnen wissen ja offenbar auch bescheid. Also kann das ja gar nicht so schlimm sein :D

Mir für meinen Teil, wurde jetzt immerhin meine langjährig bestehende Frage beantwortet "Was ist eigentlich Gonzo Porn" xD Außerdem habe ich einen gänzlich neuen Blickwinkel auf Schwulenpornos gewonnen...wenn mein Abend dadurch nicht um existentielles wissen reicher geworden ist....

Ich kann dieses Büchlein mit dem besten Wissen und Gewissen weiterempfehlen! Hauptsache ihr seid nicht prüde und habt auch nur ein kleines bischen Spaß an der schönsten Nebensache der Welt....in hochglanz...oder in ungewaschen und amateurhaft ^^ Ihr werdet es nicht bereuen, denn ich bin sicher, dass euch genau so wie mir, der eine oder andere Lacher über die Lippen kommen wird... (über die Lippen kommen....ok...ich sag ja schon nichts mehr...). Um so schöner ist es, dass auch immer beide Blickwinkel betrachtet werden...warum und wie ist es für Ihn und wie ist es eigentlich für Sie. Das regt tatsächlich auch mal zum (um)denken an...


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376 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 127 Rezensionen

genmanipulation, thriller, wissenschaft, gentechnik, marc elsberg

HELIX - Sie werden uns ersetzen

Marc Elsberg
Fester Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 31.10.2016
ISBN 9783764505646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Helix

Inhalt:

In einer nicht gar so fernen Zukunft, oder mag es gar die Gegenwart sein? Der Kinderwunsch ist da, aber es will nicht so richtig klappen. Was tun? Welche Möglichkeiten hat man? Jetzt stelle man sich vor in eben genau dieser Situation zu stecken und während deiner Recherchen tritt jemand an dich heran und berichtet dir von einer Biotechnologiefirma die dir aus deinem Dilemma helfen kann. Doch damit nicht genug, dass dir zu deinem Wunschkind verholfen werden soll - nein - du kannst es auch ganz nach deinen Wünschen designen! Geschlecht, Aussehen und Hirn...alles ist am Computer wählbar. Helen und Greg haben diese Chance...

Das Buch beginnt mit dem plötzlichen Zusammenbruch und Tod des US-Außenministers durch eine seltsame Virusinfektion während der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Erwähnung der deutschen Kanzlerin lässt den Schluß zu, dass wir uns zeitlich irgendwo im Jetzt befinden. Während die amerikanische Präsidentin zeigt, was Herr Elsberg von der blonden Föntolle da drüben hält ^^

Die Perspektive wechselt häufig und es gibt nicht DEN einen Hauptcharakter. Das Buch folgt verschiedenen Handlungssträngen, die natürlich irgendwo zusammenlaufen aber eine direkte Identifikation mit den Figuren erschweren. Eben sind wir noch in München, dann wechselt das Geschehen z.B. nach Tansania oder Indien. Das ist für die Geschichte zwar wichtig und ich kann der Storyline auch gut folgen, aber andere mag das irritieren oder gar nerven.

Jedenfalls reisen Helen und Greg nach San Diego um sich ihr Wunschkind zu designen, während in anderen Regionen der Welt Nutztiere und Pflanzen auftauchen die eigentlich nicht existieren dürften und sich als hochspezialisierte Gentechnik herausstellen, die dem gegenwärtigen Kenntnisstand um Jahre voraus zu sein scheint. Vor Ort werden dann bereits erfolgreich "gezüchtete" Kinder beschrieben und der Vergleich mit den "X-Men" drängt sich förmlich auf, da diese auch tatsächlich spöttisch erwähnt werden - besonders, da diese Kinder später auch wirklich übertriebene Fähigkeiten und "Superspeed" haben... Eines dieser Kinder verschwindet dann auch passender Weise und seltsame Ereignisse nehmen ihren Lauf

Meinung:

Das ist auch so ein Kritikpunkt...das Buch weiss nicht so recht was es sein will. Sci-Fi...Technothriller (dafür mMn. zu langatmig). Es wird auf jeden Fall mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Gentechnik gezeigt und ein sehr überspitztes und negatives Zukunftsbild gezeichnet. Es wurde sicherlich gut recherchiert, aber dennoch ist das alles...ja wie soll ich sagen...sehr weit weg. Es tangiert mich nicht so, als dass ich mir jetzt wirklich als Leser Sorgen machen würde. Genau so wenig wie bei den X-Men. Da wurde übertrieben...
Ja, der Autor will uns mit der Nase auf die Gefahren einer Zwei-Klassen-Gesellschaft stoßen, wenn wir normalen zum alten Eisen gehören und die Welt den ach so klugen Designerkindern gehört. Das hat Gattaca vor Jahren besser gemacht...

...und dann der Schreibstil. Dem kann ich persönlich nicht so viel abgewinnen. Ich schreibe mir wie der Mund gewachsen ist - das ist ein persönlicher Blog und keine literarische Wunderwelt für die ihr auch noch Geld bezahlt, aber einige der Satzkonstrukte in diesem Buch lassen mich nur mit den Zähnen knirschen...

Was bitte ist eine "völlig devastierte junge Frau" ??? Ich meine, mir ist klar was der Autor sagen wollte...aber im deutschen? Gibt es devastiert? ich könnte jetzt googeln...aber ich vertraue meinem Bauchgefühl. Oder an anderer Stelle stand "Aus ihren Stirnporen spürte sie Schweißtropfen quellen". WTF? Echt jetzt? Also das Lektorat hätte gerne noch einmal Hand anlegen dürfen...

Fazit:

Das Buch hat mich leider nicht wirklich gefesselt - ich hatte noch keinen Vorgängerband gelesen und war absolut offen für dieses Buch, aber es konnte mich nicht überzeugen und es war eine Qual mich hier hindurchzuarbeiten. Meine Rezension wäre auch etwas früher erschienen, doch mein zweites Buch vom Randomhouse.Bloggerportal hat mich einfach viel mehr gefesselt.

 

 

 

 

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roboter, science fiction, wissenschaft, sci-fi, roman

Giants - Sie sind erwacht

Sylvain Neuvel , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453316904
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Hallo!
Leider hat es mit der Rezension dieses Buches ewig gedauert - Schuld daran ist leider mein Umzug von Neumünster nach Stade, aber das soll hier gar nicht Thema sein.

Giants - Sie sind erwacht

Ich habe dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar gestellt bekommen und konnte es nicht so am Stück durchlesen wie ich gerne wollte...und ich WOLLTE, denn der Schreibstil ist endlich mal etwas total ungewohntes.
Das Ganze Buch ist in Dialogen geschrieben, oder besser gesagt, wie ein Protokoll. Sehr ungewöhnlich und trotzdem sehr, sehr gut umgesetzt. Obwohl die üblichen Füllsätze fehlen, schafft es der Autor seiner "Welt" Leben einzuhauchen. In der Art und Weise wie Personen über andere Personen berichten, werden die quasi lebendig. In meinen Augen wirklich höhere Schreibkunst.
Allerdings ist die eigentliche Story etwas an der banalen Seite, wenn auch in sich durchaus schlüssig, flüssig und spannend geschildert. Das Buch weiß nicht so recht was es sein möchte - Politthriller, Sci-Fi oder Charakterstudie? Von allem etwas, ohne sich auf eine Kategorie festlegen zu können. Das ist nicht unbedingt ein Kritikpunkt - andere Werke schaffen den Multi-Style auch - aber hier wirkt alles ein wenig halb gar.
Das hört sich jetzt wahrscheinlich so an, als würde ich das Buch zerreißen - aber NEIN! Es hat mir durchaus gefallen und auf eine sehr wahrscheinliche Fortsetzung freue ich mich auch, es gibt nur Dinge die hätten besser sein können um ein gutes Buch überragend zu machen.

Der Titel ist irgendwie irreführen. Der deutsche jedenfalls. Es gibt weder Riesen, noch sind diese in irgendeiner Form erwacht.
Im Grunde geht es in diesem Buch darum, dass Teile eines ur-alten prähistorischen Roboters gefunden werden, die durch den Kontakt mit radioaktiven Isotopen in der Luft eine Form von Aktivität zeigen und so erst gefunden werden können. Diese Teile werden unter der Schirmherrschaft eines "extra-govermentellen" Superspions (tolle Wortschöpfung, oder? ^^ ) auf der ganzen Welt zusammengesucht, um den Roboter wieder zusammenzusetzen und im besten Fall auch in betrieb zu nehmen.
Dazu wird ein kleines Team von Wissenschaftlern und Air-Forcesoldaten rekrutiert - zwischen denen sich dann auch die meisten persönlichen Geschichten abspielen. Diese werden meist in Form von Schilderungen der betreffenden Personen erzählt.
Es kommt, wie es kommen muss und es kommt zu Spannungen zwischen den einzelnen Personen...der Roboter wird versehentlich aktiviert und zerstört einen halben Flughafen und es bricht fast der dritte Weltkrieg aus.
Das alles klingt aktionreicher als es tatsächlich ist, da doch die Geschichte per Dialog erzählt wird. Spannend sind die Schilderungen trotzdem.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht über den Inhalt wiedergeben, um nicht zu spoilern. Lest am besten selbst - ich kann es nur empfehlen.

LG,
Mila


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science fiction, roboter, sylvain neuvel, zorn der götter, aliens

Giants - Zorn der Götter

Sylvain Neuvel , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453534803
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Giants - 02 - Zorn der Götter (Sylvain Neuvel)

Hallo meine lieben Flauschies,
bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung des Buches "Giants - Sie sind erwacht". Bei diesen Büchern handelt es sich echt um eine Art von Geheimtip für Sci-Fi Liebhaber, da sie sich stilistisch sehr von dem üblichen Einheitsbrei auf dem Büchermarkt abheben. Ich bin damals eher durch Zufall an ein Rezensionsexemplar über das Randomhouse Bloggerportal gekommen - von Sylvain Neuvel hatte ich noch nie gehört. Aber ich bin froh, dass ich mich zu den Testlesern zählen durfte.

Herr Neuvel bleibt auch in seinem neuen Buch dem Schreibstil treu, den er in seinem ersten Band eingeführt hat. Das soll heißen, dass die Geschichte nicht wie in einem klassischen Roman erzählt wird, sondern sich vielmehr wie ein Ereignisprotokoll liest - oder vielleicht ist die Schreibe auch mit einem Drehbuch vergleichbar. Jetzt darf man aber nicht denken, dass das Buch dadurch langwierig wäre. Ganz im Gegenteil. Ich empfinde den Stil als eindringlich und mehr als Tatsachenbericht denn Fiktion. Ein wirklich geschickter literarischer Kniff...

Worum geht es also?

Band zwei setzt knapp 10 Jahre nach den Geschehnissen aus dem ersten band ein. Die Welt hat nicht aufgehört sich zu drehen und ist unserer immer noch sehr ähnlich. Alle aus dem ersten band lieb gewonnenen Charaktere aus dem ersten Band tauchen wieder auf, bekommen aber deutlich weniger "Book Time" um sich zu entwickeln - der Leser kennt die Figuren ja bereits. Vielmehr Wert legt der Autor auf das eigentliche Thema des Buches, bei dem es sich um eine klassische First Contact Situation handelt.

Vor 10 Jahren fand man Themis - den zerstückelten Riesenroboter und nahm diesen für die Menschheit in Besitz. Seitdem versucht das aus Band 1 bekannte Team dem Roboter seine Geheimnisse zu entlocken. Mit mehr oder weniger Erfolg. Themis steht für eine Art von gemeinsamer Weltpolitik. Ganz sicher keinen Weltfrieden, aber dennoch ein gemeinsames Ziel - zu verstehen woher der Koloss einst kam und warum ihn seine Erbauer auf der Erde versteckt haben.

Als dann eines schönen Tages von nun auf gleich ein zweiter Roboter mitten in London auftaucht ist die Welt sprachlos. Doch der Roboter tut erst einmal....nichts. Er steht nur da und bewegt sich keinen Zentimeter. Die Spannung steigt ins Unermessliche - sowohl für die Protagonisten, als auch für den Leser.

Im Verlauf der Geschichte tauchen immer mehr Riesenroboter überall auf der Welt auf...und fangen an die Menschheit zu vergasen....

Mein Fazit:

Das Buch ist unglaublich spannend und durch den Schreibstil so nah am Geschehen, dass mir mehrmals die Luft weggeblieben ist. Ich habe schon viele Bücher über Blut, krieg und Gedärm gelesen...aber dieses hier war spannend. Wirklich spannend und sehr gut geschrieben. Ich kann es bedingungslos weiterempfehlen, wenn ihr keinen Äkschn-Reisser ala´ Pacific Rim erwartet und euch auf einen etwas anderen Schreibstil einlassen könnt - allerdings würde ich unbedingt dazu raten den ersten band zu lesen, da man sonst nur schwer Zugang zu den Personen und ihren Motiven bekäme...

TOP!

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dark times, star wars, sci fi

Star Wars™ Thrawn

Timothy Zahn , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734161384
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Hallo meine lieben Flauschies,

wie ihr wisst, werde ich nicht es müde den neuen Star Wars Kanon zu loben und gleichzeitig zu kritisieren. Das frühere "Expanded Universe" war das Star Wars mit dem ich aufgewachsen bin. Ich weiß noch genau, wie ich irgendwann Anfang der 90er Jahre - ich war noch ein laufender Meter - mit meiner Mama per Zug zu den Großeltern gefahren bin und mich während der Fahrt schrecklich gelangweilt habe. Abhilfe sollte an dieser Stelle unser Zwischenstopp zum Umsteigen bringen. Während ich eigentlich auf der Suche nach einem Mickey Maus oder YPS-Heft war, fiel mein Blick auf einen dicken fetten Wälzer mit dem bekannten Star Wars Logo - "Erben des Imperiums" war der Titel. Igitt! Ein Buch! Und dazu so dick! Aber es stand Star Wars darauf...

Kurz darauf hielt ich mein erstes freiwillig gekauftes Buch in Händen. Was die Schule anhand eher weniger spannender Lektüre nicht geschafft hat, wurde durch das Star Wars Logo umso mehr geweckt - die Freude und das Vergnügen am lesen! Man könnte sagen dieses Buch war mein "erster Schritt in eine größere Welt" - und dafür möchte ich Herrn Zahn von ganzem Herzen danken. Freilich sollten seine Bücher nicht die einzigen in meinem Regal bleiben, aber er war mein Erster. Und als solchen werde ich ihn nie vergessen!

"Erben des Imperiums" - Das erste Buch des alten Expanded Universe. Der Beginn der weiteren literarischen Abenteuer unserer Lieblingshelden und die Einführung neuer ikonischer Bösewichter. An dieser Stelle hat Herr Zahn es geschafft, sich selbst in der modernen Popkultur zu verewigen - mit seinem "Erben des Imperiums", dem taktischen Genie Großadmiral Thrawn!

Auch heute gehört die Romantrilogie "Erben des Imperiums", "Die dunkle Seite der Macht" und "Das letzte Kommando" zu den besten Star Wars-Büchern die veröffentlich wurden; hatten die Ereignisse, die in diesen Büchern passierten, doch Konsequenzen für alles was in der Folge auf unsere Helden zu kam. Eine ganze Generation an Leseratten wurde durch die Ereignisse in diesen Büchern geprägt und Star Wars wäre längst nicht so populär geblieben.

Umso drastischer fühlte sich damals die Meldung an, als Disney verkündete das "Expanded Universe" zu nullen und für nichtig zu erklären. Viele lieb gewonnene Charaktere sollten nicht mehr existieren...nein...nie existiert haben. Bei der Fülle an schlechten Stories und hanebüchenen Handlungssträngen war das seitens Disney zwar nachvollziehbar, aber dennoch traurig für die paar wirklich guten Bücher...und den Großadmiral.

Eine große Überraschung erlebte ich, als ich Ende letzten Jahres eine Releasemeldung mit dem Titel "Thrawn" las. Konnte es wirklich sein? Wollten sie wirklich Thrawn in den neuen Kanon überführen? Wie sollte das funktionieren? Im folgenden gebe ich euch die Antwort auf diese Fragen:

"Thrawn" by Timothy Zahn

Bei diesem Buch handelt es sich um eine klassische Origin-Story und wie der spätere Großadmiral es geschafft hat, einen so hohen Rang innerhalb des alien-phoben Imperiums zu erklimmen. Es beginnt damit wie Thrawn durch eine imperiale Patroullie an den Grenzen des Outer Rim zu den Unkekannten Regionen aufgelesen wird und von dort an in den Dienst des Imperators tritt und Karriere bei der Imperialen Navy macht. Die Handlung setzt kurz nach den Klonkriegen ein und erstreckt sich über mehrere Jahre, in den denen Thrawn vom Leutnant bis ganz oben aufsteigt. Begleitet wird er von dem imperialen Eli Vento - bei ihrem ersten Zusammentreffen noch Rekrut und fortan als Übersetzer für Thrawn abgestellt.

Thrawn mag zwar ein militärisches Genie sein, doch die Politik ist nicht seine Bühne. Während ihm zwar der Erfolg recht gibt, weht im von politischer Seite sehr starker Gegenwind entgegen. Auf fast jede absolvierte Mission folgt eine Klage, ein Tribunal oder irgendein Versuch ihn abzusägen. Wie gesagt, gibt ihm der Erfolg allerdings Recht. Weniger Glück hat da sein Begleiter Eli, der über die Jahre bei Beförderungen immer übergangen wird.

Als roten Handlungsfaden begleitet man Thrawn bei seinem Aufstieg und seiner Jagdt nach "Nightswan" - einem Piraten/Schmuggler/Rebellen mit außerordentlichem strategischem Geschick. Nightswan wird quasi zu seinem persönlichen Projekt, da dieser es immer wieder schafft gerade so außerhalb Thrawn´s Reichweite zu bleiben.

Der zweite Handlungsstrang des Buches folgt Ahrinda Pryce, der Tochter einer erfolgreichen Bergbauunternehmerfamilie auf Lothal. Diese wird durch politische Winkelzüge vom Imperium enteignet, doch Ahrinda gelingt es irgendwie das beste aus der Situation zu machen und als Assistentin von Lothals Senator nach Coruscant zu reisen, um unerbittlich ihre Rache zu planen. In der Hauptstadt lernt sie das politische Gefüge des Imperiums kennen und wird zum Spielball von Moffs und Politikern, um sich ihrerseits von ganz unten nach oben zu arbeiten und zum Schluss sogar bei Gouverneur Tarkin persönlich vorstellig zu werden.

Und wie ist das Buch?

Herr Zahn hat es geschafft! Thrawn ist im neuen Kanon...und das genau so wie wir ihn kennen. Die Zeitlinie mag etwas verschoben sein, aber die Figur des blauhäutigen Chiss ist besser ausgearbeitet als je zuvor. Das Buch selbst bietet keine neuen Überraschungen, noch ist der Plot super spannend, aber das Geschehen hat mich gefesselt. ich wollte immer wissen wie es mit Thrawn weitergeht und wie er seine Vorgesetzten das nächste Mal vorführt. Das Gefühl der "Dark Times" wird sehr gut transportiert und die Allgegenwart des Imperiums ist auf jeder Seite spürbar - gerade die Patrouillenflüge oder die Taskforce fühlen sich wie der Fanfilm "Imps - The Relentless" an.

Zum Schluss des Buches spricht Thrawn über seine wahren Beweggründe, weshalb er in die Dienste des Imperiums getreten ist - um zu evaluieren, ob das Imperium ein würdiger Verbündeter für die Chiss wäre, oder besser als Ablenkung für einen namenlosen Schrecken aus den unbekannten Regionen dienen sollte... ob damit Ereignisse in den kommenden Filmen gemeint sind? Wir werden sehen.

In diesem Sinne kann ich das Buch besten Gewissens empfehlen!

 

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rebels, clone wars, star wars, sci fi

Ahsoka

E. K. Johnston , ANDREAS KASPRZAK
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Panini, 27.02.2017
ISBN 9783833234507
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Star Wars - Ahsoka (E.K. Johnston)

Mit einiger Verspätung bringe ich endlich die Rezension zu diesem Buch fertig...und es hat wahrlich zu lange gedauert, aber manchmal kommt leider das Leben dazwischen. Und in diesem Fall tut es mir doppelt leid, da mir dieses Buch extrem gut gefallen hat, aber alles zu seiner Zeit.

Die Sache mit dem neuen Kanon habe ich ja jetzt schon oft genug angesprochen. Das alte expanded Universe existiert nicht mehr. Nur noch die Werke, die von Walt Disney abgesegnet und nach der Übernahme veröffentlicht werden, gehören zum Neuen Kanon. Dieser hat schon einige m.M.n. beeindruckende Werke hervorgebracht...und ebenso einige wenige Veröffentlichungen die besser in der Schublade geblieben wären.

Dazu zählen einerseits die originalen Filme (ich denke, das ist klar), aber andererseits auch die Nebenerscheinungen aus dem "Kinderprogramm" - namentlich "The Clone Wars" und "Rebels". Wobei ich hier gerne den Begriff Kinderprogramm relativieren möchte. Klar handelt es sich um Produktionen die primär für eine jüngere Zielgruppe geschaffen wurden, doch teilweise waren die Handlungsstränge echt gut für Zeichentrickserien. Und mitunter auch recht düster. Gerade Rebels hat neben seiner quitschbunten Optik, teilweise einen ziemlich bedrohlichen Grundtenor - den man zu Zeiten des Imperiums auch erwarten darf. Natürlich ist alles kindgerecht aufbereitet...und viel passiert in MEINER Gefühlswelt...immerhin habe ich als "erwachsene" Person einen anderen Bezug zu Krieg und Unterdrückung...dennoch merkt man auch den Serien das "Erwachsenwerden" von Star Wars an.

Worum geht es?

Das mir vorliegende Buch "Ahsoka" handelt von...lasst mich kurz überlegen...Ahsoka!

Who da Fuck is Ahsoka? 

Was? Ihr kennt Ahsoka nicht? Anakins höchst eigene Padawan Schülerin? Die er mal eben in der Zeit zwischen Episode II und III ausgebildet und wieder verloren hat? Ja, richtig gehört. Bei Ahsoka Tano handelt es sich um eine in der Serie "The Clone Wars" etablierte Figur, die Anakin und Obi-Wan fortan als Side-Kick zur Seite stand. Als Anakins persönlicher Padawan stand sie ihm ganz besonders nahe und hat viel von ihm gelernt - Technik, Taktik, Teamplay (und sein Draufgängertum).

Wer sich jetzt fragt, wo Ahsoka denn dann bitte in Episode III abgeblieben ist und mit keinem Wort erwähnt wurde - sie wurde erst NACH dem Film erfunden und als zusätzlicher Cartooncharakter eingeführt. Damit sich das nicht mit der etablierten Timeline beisst, musste sie aber dann natürlich kurz vor den Ereignissen von Episode III "weggeschrieben" werden - was in Form eines Komplotts statt fand, in dessen Verlauf sie in Ungnade gefallen ist und den Jedi Tempel verlassen musste. Was in der Folge mit ihr passiert ist, blieb bisher ungewiss...bis jetzt.

Das Buch

setzt ein Paar Jahre nach der Machtübernahme durch den Imperator ein. Das noch junge Imperium umschliesst die Galaxis mit eisernem Griff - die Neue Ordnung wird mit roher, brutaler Gewalt durchgesetzt. Die Klone sind Vergangenheit und die neuen Sturmtruppen sind überall anzutreffen, um als langer Arm von Palpis neuer Marschroute zu agieren.

Die Order 66 hat die Jedi überraschend getroffen und die wenigsten sind mit heiler Haut davon gekommen. Der Jedi Orden existiert nicht mehr und die wenigen Überlebenden haben sich abgesetzt und sind ins Exil gegangen.

Ahsoka Tano ist eine dieser wenigen überlebenden Jedi, auch wenn sie sich selber nicht mehr als Jedi, oder viel mehr Padawan, sieht. Sie ist heimatlos, ziellos, auf der Flucht. Sie hat keine Freunde und keine Familie und immer spürt sie den Atem des Imperiums im Nacken. Ihre Lichtschwerter hat sie bei einem fingierten Grab zurückgelassen...für eine Jedi heisst es in Zeiten des Imperiums, um jeden Preis unauffällig zu bleiben.

Sie schlägt sich so durch, heuert mal hier an, repariert dort mal einen Droiden und ist nie sesshaft; immer fluchtbereit, sobald sie nur einen imperialen Schatten sieht. Gerade als sie das erste mal seit Jahren, so etwas wie Beständigkeit und vielleicht sogar Freundschaft spürt, taucht ein Imperialer Sternzerstörer auf, um die hiesige Garnison aufzurüsten. Sofort greift der Fluchtreflex und sie lässt abermals alles zurück.

Wohin als nächstes?

Soweit weg vom Imperium wie irgend möglich! Irgendwo an den galaktischen Rand. Irgendein Hinterwäldlerplanet. Radaa. Genau richtig. Ein kleiner Felsbrocken, der sich mit etwas Landwirtschaft gerade so am leben erhält. Das soll ihr Ziel sein.

Hier lässt sie sich als Handwerkerin nieder und kümmert sich fortan um die landwirtschaftlichen Geräte der Bewohner und findet auch als bald Anschluss in der hiesigen Gemeinschaft...und so sehr sie sich auch wehrt...Freunde. Alle sind so nett und hilfsbereit, das sie nicht anders kann, als sich schon bald heimisch zu fühlen...

Bis abermals das Imperium auftaucht

Ab hier beginnen die Dinge kompliziert zu werden. Einerseits will sie sofort wieder verschwinden, um sich UND ihre neuen Freunde zu schützen...andererseits will sie nicht ihr ganzes Leben lang auf der Flucht sein. Sie entscheidet sich einstweilen zu bleiben und ihren Freunden während der Besatzung beizustehen. Leider eskaliert die Situation unter der imperialen Besatzung und einige der Anwohner begehen eine Dummheit, die mit mehreren Toten und Ahsokas Enttarnung enden....

Fazit:

Nachdem bereits "Schülerin der Dunkelheit" lose Fäden der Serie "The Clone Wars" aufnahm und sich wie ein völlig überzeichneter Comic las, bin ich von diesem Buch absolut begeistert. Dieses Buch ist nicht einfach ein in Buchform aufgeplustertes Episodendrehbuch - dieses Buch zeigt den imperialen Schrecken. Besatzung. Ausbeutung und Unterdrückung. Und Hoffnung.

Aus Ahsoka ist ein tiefgründiger und nachvollziehbarer Charakter geworden, der sich von der flüchtigen Padawan zu einem starken Beschützer der unterdrückten Farmer wandelt. Weglaufen funktioniert eben nur so und so lange, wenn sich der Schrecken des Imperiums in alle Richtungen ausbreitet.

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, welches einen sehr schönen Beitrag zu Disneys "erwachseneren" Star Wars bietet. Pflichtlektüre, auch wenn die Figur Ahsoka unbekannt sein sollte.


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ripley, alien

Alien - Der verlorene Planet

Christopher Golden ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453316171
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Alien - Der verlorene Planet

Ja...was sage ich zu diesem Buch? Lernen wir etwas neues über Gigers schleimiges, kleines Biest? Nein!
Wird die Handlung der Reihe fortgeführt? Wieder nein!
Hatte ich an diesem Buch meine Freude, oder musste ich mich durchquälen? Naja...hat schon Spaß gemacht...ABER

Die Handlung folgt bekannten Mustern und startet kurz bevor unser aller Lieblingsheroine tiefgefroren in ihrem Shuttle (der Narcissus) im All treibend gefunden wird. Denn in diesem Buch geht es nicht um Ripley, sondern um das Schicksal der Kolonisten auf LV426, jetzt Archeron. Wir begleiten die ansässigen Terraformer bei ihrem Tagewerk und lernen ein Paar der Menschen kennen, die hinaus ins All gezogen sind, um dort ihr Glück zu versuchen. Das Leben als Kolonist ist hart und entbehrungsreich, doch ist es auch eine Gemeinschaft. Es gibt eine Ärztin, eine von allen gemochte Köchin und die obligatorischen und eigenbrötlerischen Wayland-Yutani Wissenschaftler.
Besonderes Augenmerk wird auf die Jordanfamilie gelegt, deren Tochter Rebecca - genannt Newt - das erste in der Kolonie "Hadleys Hope geborene Kind ist. Sie und ihr Bruder sind unzertrennlich und spielen immer in den Lüftungsschächten der Kolonie vertecken - sie nennen das Spiel "Labyrinth der Monster". Wie treffend...
Anni und Russ sind die Eltern der Kleinen und gemeinsam nach Archeron gekommen, in der Hoffnung hier das große Geld machen zu können. Beide sind Draufgänger und arbeiten nebenbei als freiberufliche Prospektoren - immer auf der Suche nach wertvollen Mineralien und Rohstoffen. Ein zeitvertreib dem viele Kolonisten hier fröhnen.
In letzter Zeit kracht es leider immer wieder zwischen den Beiden, da beide auf ihre Weise von ihrem Leben in Hadleys Hope frustriert sind.
Ungünstigerweise muss dann auch noch der gerade neu eingetroffene Seargent der hiesigen Colonial Marines ihr Verflossener sein. Allerdings bleibt für Turteleien nicht viel Zeit, da sich dieser erst einmal als Alphatier bei seinen neuen Untergebenen beweisen muss.
Unterbrochen wird diese Geschichte immer wieder mit bekannten Szenen aus Aliens, wie Ripley auf der Gateway Station zu sich kommt, betreut wird und Alpträume hat. Es wird nochmals gezeigt wie ihr keiner der Anzugträger glauben will und ihr die Fluglizenz entzogen wird...und von dem Wesen mit Säure als Blut will auch Niemand etwas wissen....
Interessanterweise wird kurz nachdem Ripley und der Flugschreiber der Narzissus gefunden wurden ein Prospektorenteam an eine ganz bestimmte Stelle auf Archeron geschickt - das hat es so noch nie gegeben. Diesen Auftrag haben sich natürlich die Jordans geschnappt, da sie hier ihre Chance wittern endlich genug Geld zu machen, um endlich diesen trostlosen Planeten verlassen zu können.
Aber im Grunde wissen wir ja wie es am Ende für alle Beteiligten ausgegangen ist...
Es wird genauer beschrieben wie Anni und Russ das ausserirdische Hufeisenraumschiff durchsuchen und gerade als sie abbrechen wollen doch noch über die Kammer mit den Eiern stolpern. Ab hier nimmt die Geschichte ihren tragischen Verlauf.
Es wird beschrieben, wie sich die Kolonisten mit Hilfe der Hand voll vor Ort stationierter marines zu verteidigen, aber da sie nicht wussten mit was sie es zu tun hatten, war ihr Schicksal schon mit dem ersten entkommenen Alien besiegelt...
Einige Seiten, tote Kolonisten und Aliens später endet das Buch im Prinzip genau dort, als die Hilfsmanschaft von der Sulaco eintrifft.

Fazit:
Ein Buch welches man definitiv nicht braucht, dennoch habe ich es innerhalb weniger Tage durchgelesen und mich dabei auch unterhalten gefühlt. Die Charaktere sind sicherlich nicht pulitzerpreisverdächtig und handeln oftmals entschieden DUMM, aber sind auch nicht NUR Kanonenfutter. Klar wirkte die Romanze zwischen Anni und dem Soldaten etwas aufgesetzt, aber was solls...
Kann ich das Buch empfehlen? Ja, wer auf kurzweilige Unterhaltung steht und sich vorher im Klaren ist, dass er die Handlung eigentlich schon kennt. Da hätte der Autor gerne mutiger sein können und Dinge einbauen können, die man so noch NICHT wusste...

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dark times, neue härte, star wars, krieg

Star Wars Battlefront: Twilight Kompanie

Alexander Freed
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 22.02.2016
ISBN 9783833232596
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Star Wars…
Krieg der Sterne…
Und Krieg ist dreckig und Schmutzig…

Dieses Buch verlässt die ausgetretenen Pfade bisheriger Star Wars Romane auf recht ungewöhnliche Art und Weise. In diesem Buch verzichtet der Autor ganz bewusst auf den Einsatz der großen Drei oder sonstiger aus den Filmen bekannter Figuren (wenn, dann tauchen diese wirklich nur gaaanz am Rande auf).
Es herrschen die „Dark Times“, die Hochzeit des Galaktischen Imperiums. Eine Zeit der Unterdrückung und Diktatur. Der erste Todesstern wurde zerstört, doch die Rebellen sind gezwungen sich in die Randgebiete der Galaxis zurückzuziehen. Das Imperium herrscht mit harter Hand und die Sache der Rebellen scheint Aussichtslos.
In einem Bürgerkrieg gibt es nur Verlierer und außer moralischen Siegen hat die Allianz wenig vorzuweisen.
Neben den übermenschlich großen Helden der Filme besteht die Flotte der Rebellen zum größten Teil eben aus einem – Frontschweien und Kanonenfutter. Toten die es noch nicht wissen…oder denen es egal ist.
Nicht einmal jeder in der Truppe glaubt wirklich an die heeren Ziele oder daran wofür das Oberkommando der Rebellen steht.
Dieses Buch ist ein Kriegsroman…der Zauber des Märchens den man noch „A New Hope“ verspührt hat geht diesem Band völlig ab. Genaugenommen fühlt sich dieses Buch eher wie eine Episode aus Warhammer: Gaunt´s Ghosts an…
Star Wars will erwachsen werden.
Dies ist eine erwachsene Sicht der Dinge, des Universums, welches wir als Kinder lieben gelernt haben.
Das Imperium ist ein dunkler Ort…

Die Twilight Kompanie
ist eine Infanterie-Einheit der Rebellen und meistens hoffnungslos in der Unterzahl. Egal um was für einen Schmuddelball von Planet es sich handelt – die Twilight stürzt sich in die Schlacht. Jeder noch so kleine Sieg gegen das Imperium zählt.
Die Geschichte setzt nach der Zerstörung des ersten Todesstern ein. Die einzelnen Rebellenverbände sind dabei sich möglichst unauffällig aus dem Mid-Rim zurückzuziehen, um sich neu zu formieren. Vader hat sein neues Flagschiff, die Executer bekommen, und ist auf der Jagdt.
Wie das bei den meisten Kriegsgeschichten der Fall ist, kommen in der Truppe eine Menge Personen vor, aber wenn einer die Rolle der Hauptperson übernehmen soll, dann ist es Seargent Namir.
Namir ist ein desillusionierter Veteran der Twilight, der versucht seine Leute am Leben zu halten und doch weiß, dass jeder gewonnene Tag nur ein aufgeschobener Tod ist. Für ihn ist die Rebellion nur ein weiterer Krieg unter Vielen.
Während er und sein Team von Einsatz zu Einsatz hoppen und nebenbei versuchen, die Gefallenen durch frische Rekruten zu ersetzen, ändert sich die Lage der Rebellion schlagartig.
Während eines Einsatzes fällt der Twilight die Imperiale Gevorneurin Chils in die Hände. Ihr Wissen über die imperiale Infrastruktur und Logistik könnte der Rebellion einen unsagbaren Vorteil verschaffen. Ihr Überleben ist unabdingbar; ebenso ihr Transport zum Oberkommando.
Dieser gestaltet sich als schwieriger als gedacht, da das Triebwerk der Fregatte beim letzten Einsatz Mikroschäden davongetragen hat und eine verfolgbare Partikelspur hinter sich herzieht. Hier fühlt sich das Buch direkt wie ein U-Bootthriller an…
Schlussendlich wird Namir abgestellt um Chalis zum Oberkommando zu überführen – welches sich derzeit auf dem Outer Rim Planeten Hoth versteckt hält. Klingelt da etwas?

Aber es geht eben nicht nur um die Rebellen, denn auch die Imperiale Seite wird betrachtet. Da wäre z.B. Captain Tabor, ein alternder Militär der seine letzten Tage als Lehrer an der imperialen Akademie auf Carrida verbringt und quasi in den aktiven Dienst zurückberufen wird, weil er einst mit Chalis zusammen gedient hat und womöglich sachdienliche Hinweise beisteuern könnte. Als Veteran der Klonkriegszeit steht er in scharfen Kontrast zu seinem Befehlshaber dem Prälaten Verge, einem glühendem Verehrer des Palpatine-Regimes.

Weiter erhalten wir Einblick in den Dienst der Sturmtrupplerin SP-457 auf Sullust und das auch die gesichtslosen Diener nur ihren Job erfüllen und private Soren, Nöte und Familien haben…

Weiter will ich gar nicht in die Story vorgreifen…ich kann nur sagen: LEST SELBER!

FAZIT:
Dieses Buch ist großartig. Ich habe schon sehr viele Star Wars Bücher gelesen und die meisten waren „gute Unterhaltung“ bis blanker Horror (siehe Chuck Wendigs Nachspiel)…aber dieses Buch bringt gänzlich neue Aspekte in die Saga, die wir so noch nicht hatten. Pflichtlektüre!
Wenn der neue Kanon so weitergehen sollte, dann streiche ich sogar bedenkenlos den Großadmiral aus meinem Nachtgebet.

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jedi, post endo, neues eu, srar wars, star war

Der Krieg ist nicht vorbei

Chuck Wendig , Michaela Link
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.04.2016
ISBN 9783734160714
Genre: Fantasy

Rezension:

Oh weh, oh weh….wo fange ich bloß an? Ja, jetzt hab ichs…

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…

als sich ein grausamer und niederträchtiger Schurke daran machte die Armen zu Unterdrücken und ihnen alles zu nehmen was ihnen lieb und teuer war und es dunkel in der Welt wurde…
Als Mickey Maus wie eine Sturmwalze in Coruscant einmarschierte und alles was wir kannten niederbrannte und unter Schutt und Asche bedeckte. D-Day im Star Wars Universum. Reset des Expanded Universe.
Tilgung des gesamten postendorianischen Geschichtsverlaufs, wie er seit der Thrawn-Trilogie in den frühen 90ern geschrieben wurde. Adieu Großadmiral, adieu Mara und adieu Corran Horn…ich werde euch vermissenm, auch wenn ihr immer einen besonderen Platz in meinem herzen haben werdet…

Wie ihr, meine werten Leser, sicherlich mitbekommen habt, wurde Lucas-Film und die daran hängende Merchendising-Gelddruck-Kuh vom weithin bekannten Disney-Konzern aufgekauft – das Ergebnis dieses sicherlich nicht ganz günstigen, aber für die Zukunft sehr lukrativen Handels haben wir letzten Dezember im Kino bestaunen dürfen.

Das Erwachen der Macht

Und was für eins! Disney ist definitiv eine Macht mit der man Rechnen muss, wenn man bedenkt in welchem Tempo jetzt nur so neue Star Wars Filme rausgehauen werden. Erst EP7, dieses Jahr schon der Antologyfilm Rogue One und nächstes Jahr schon EP8…und so weiter und sofort.
Man merkt durchaus, das Disney Großes vorhat und seine Investitionen nach Möglichkeit mit dezentem Zugewinn wieder einfahren möchte.

Kommen wir zu dem Punkt der den Fans der ersten Stunde besonders sauer aufgestossen ist – das EU Reset.
Um kreativen Raum und Platz für eine filmische Fortführung der Saga zu schaffen blieb der Story Group bei LucasFilm nicht viel mehr übrig als einen großen Cut zu vollziehen und die Geschehnisse nach „Die Rückkehr der Jedi Ritter“ zu nullen. Jetzt mag man sagen bzw. fragen warum man nicht einfach auf vorhandenen Stoff zurückgegriffen hätte, aber das ist wohl ein Problem gewesen. Zum einen hat sich der Zeitgeist seit den 90ern geändert, als die Thrawn Bücher erschienen und zum anderen wollte man dem Publikum eine gänzlich neue*HUST!* Erfahrung im Kino bieten. Ein Paar der Themen der exkommunizierten Romane wurden ja durchaus aufgenommen und in komprimierter Form übernommen, was da noch kommen mag ist bisher noch nicht abzusehen.
Doch der meiner Meinung nach wahrscheinlichste Grund ist ein ganz einfacher. Schlichte, einen Hutten stolz machende, Geldgier 
Wir hatten eine Buchreihe von rund 60-70 Büchern die die Geschichte nach EP6 weitererzählt hat? Machen wir das gleiche einfach NOCHMAL!  Die Leute werdens schon kaufen – steht ja Star Wars drauf. Perfide und gleichzeitig genial. Jabba wäre wirklich stolz…
Und zu Episode X – XII kann man den gleichen Stunt dann ja wieder abziehen…

Aber kommen wir zu dem mir vorliegendem Buch:

Star Wars – Nachspiel

Ein Buch auf das ich zugegebener Weise ziemlich gespannt war, da ich schon wissen wollte, was laut neuer Geschichtsschreibung nach Endor passiert ist. Und was soll ich sagen…genau so hätte ich mich auf eine entzündliche Schuppenflechte an meinem rückwärtigen Ende freuen können, oder auf einen neuen Katheter.
Das wären ähnlich erfreuliche Erfahrungen wie dieses Buch zu lesen.
Ich habe in meinem leben schon viele Bücher gelesen. Manche davon spitze, manche weniger gut und manche staubtrocken (aber Pflichtlektüre). Dieses Buch fällt wohl irgendwo unter den Begriff Pflichtlektüre (für Fans)…mit einem Hang zum Masochismus. Und damit meine ich keinen 50 Shades of Gray Masochismus, sondern eher die Variante CBT…aber ich schweife ab.

Seit dem Sieg der Rebellen über Endor sind einige Monate vergangen und die Rebellenallianz hat die Neue Republik ausgerufen. Doch der Krieg gegen das Imperium ist nicht gewonnen. Dieses hat zwar über Endor herbe Verluste an Material und Personal erlitten, dennoch gibt es noch viele Welten die unter dem Imperialen Joch stehen.
In diesem Buch geht es um ein geheimes Treffen überlebender Flottenkommandeure auf der Outer Rim Welt Akiva, um über die Geschicke, Ausrichtung und Zukunft der Reste des Imperiums abzustimmen. Diese Figuren sind stereotyp wie man sich Imperiale Offiziere nur vorstellen kann – nur Admiral Rae Sloane sticht hervor und erweckt den Eindruck kompetent zu sein.

Auf der anderen Seite stehen die akivanische Rebellenpilotin, die nach Hause zurückkehrt, um ihren Sohn Temmin mit in die große weite Galaxis mitzuschleppen. Dieser hat sich in ihrer Abwesenheit ein floriendes Geschäft mit Droidenteilen und der einen oder anderen kleinen Gaunerei aufgebaut und es sich nebenbei mit dem hiesigen Unterweltboss verscherzt.
Dann wäre da noch die Kopfgeldjägrin die es auf imperiale Führungspersönlichkeiten abgesehen hat sowie der desertierte Imperiale Loyalitätsoffizier mit einem kleinen Alkoholproblem.

Über ein Paar nicht weiter erinnerungswürdige Umstände treffen sich alle beteiligten Personen um für die Freiheit bzw. zünftige Credits das geheime Treffen zu sabotieren und nebenbei eine planetenweite Revolte anzuzetteln.

Was sich bis hier in der Kurzfassung tatsächlich noch ganz interessant liest, ist in der Tat 400 Seiten lange Langeweile. Selten hat es ein Autor geschafft sooo UNKREATIV zu sein. Wo einen ein Timothy Zahn in andere Welten geradezu entführt hat, fühlt sich dieses Buch wie ein Reiseführer nach Nicaragua an…
Inklusive des völlig unpassenden Telegramstils…und dann auch noch im präsens geschrieben…

Sagte ich eben unkreativ? Ich gebe zu bedenken wir reden hier vom Krieg der Sterne – STAR WARS! Beispiele gefällig?
Da ist die Rede von Kampfhubschraubern, Carbonpanzerwesten, Patronen für Lasergewehre, Ratten, Hamstern, Orangen, Mietswohnungen,….wow, ich fühle mich wirklich auf einer fremden Welt…schnarch
Auf die teilweise wirklich abstrusen „Aktionszenen“ mag ich auch gar nicht eingehen, doch eine sticht wirklich negativ heraus: ein wirklich nicht besonders wichtiger Nebencharakter – ein Rebellenfallschirmspringer(!) – stürzt in eine Scheune und bricht sich den Arm und sonst wie viele Knochen…und besiegt so eben frisch abgestürtzt unbewaffnet einen dreier Trupp Sturmtruppler. OK, die Jungs haben ja nicht viel drauf, ich habs begriffen, aber DAS schlägt dem Fass den Boden aus. (Wahrscheinlich ein Beinzinfass…die werden auch häufiger erwähnt)

Ich gebe es zu…mir fehlen noch knapp 100 Seiten…und normalerweise beisse ich mich durch jedes Buch…aber an diesem hänge ich jetzt schon fast eine Woche….Disney ist wahrlich die Dunkle Seite…

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todesstern, dark times, tarkin, star war

Star Wars - Tarkin

James Luceno ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734160615
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Gouverneur Tarkin,
Enger Vertrauter des Imperators und zur Zeit von Episode 4 dem dunklen Lord der Sith, Darth Vader, mindestens gleichgestellt. Tarkin ist eine dieser Figuren, die im alten Expanded Universe wenig bis eigentlich überhaupt gar keine Beachtung geschenkt bekommen haben. Doch wer ist dieser einst von Peter Cushing so „unsympathisch“ dargestellte Mann? Welche Position hatte er inne, dass ihm die Kontrolle über DAS Terrorsymbol des Imperiums gegeben wurde – den planetenvernichtenden Todesstern?

Auch dieses Buch zählt zum neuen von Disney authorisierten Kanon und war als solches für mich natürlich Pflichtlektüre, da ich derzeit immer wieder aufs neue gespannt bin, wie der neue realistischere Ansatz in der Geschichtenerzählung gehandhabt wird.

Zum Buch:

Das Buch spielt genaugenommen in zwei Zeitebenen. Einerseits in der Frühzeit des Imperiums, knapp 5 Jahre nach Ende der Klonkriege. Andererseits werden durch Erinnerungen und Rückblenden Tarkins Jugend und politisch/militärische Karriere beleuchtet, die ihn zu dem Mann machten, den wir in „Eine neue Hoffnung“ zu sehen bekamen.

Die Geschichte startet damit, dass uns Tarkin als Kommandeur der Sentinel-Basis vorgestellt wird. Als solches ist er für den Bau, die Logistik und die Sicherheit der Arbeiten am Todesstern verantwortlich.
Es scheint ein normaler Arbeitstag zu sein, eine Belobigung hier ein Disziplinarverfahren da…alles im Rahmen des üblichen. Bis eine nahe gelegene Raumbasis von einem stark umgebauten Separatistenkreuzer und Droidenjägern angegriffen wird.
Ein Sternzerstörer wird zur Unterstützung geschickt, doch währenddessen bemerkt Tarkin Unregelmäßigkeiten in der den Angriff begleitenden Holo-Vid-Übertragung – ein gefaktes Video. Eigentlich unmöglich, da die Holorelais eigentlich als sicher gelten.
Während Tarkin der Sache eigentlich auf den Grund gehen will, wird er von Mas Amedda, dem obersten Visir des Imperiums, auf Geheiss des Imperators nach Coruscant beordert und von dort zusammen mit Darth Vader auf eine gemeinsame Mission geschickt, um ein altes Seperatistendepot/Lagerhaus zu überprüfen.
Währenddessen wird Tarkins hochmoderne Privatkorvette gestohlen und dank ihrer special Tarnvorrichtung genutzt, um scheinbar wahllos Imperiales Eigentum und Angestellte zu demolieren.
Eine Verfolgungsjagdt beginnt, bei der Tarkin versucht seine Korvette wieder unter Kontrolle zu bekommen…

Unterbrochen wird diese Hauptstory von diversen Rückblenden auf Tarkins Jugend auf seiner Heimatwelt Eriadu. Eine gefährliche und Wilde Welt, die sich ihren Platz in der „Zivilisation“ gerade erst erarbeitet hat und von der Elite noch immer kritisch beäugt wird.
Die Familientradition der Tarkins sieht vor, das ein Tarkinjunge ab einem bestimmten Alter seine Prüfung auf dem Aasplateu absolvieren muss – quasi auf einen Trek in die Wildniss Eriadus geschickt wird, um dort die Gesetzmäßigkeiten des „Stärkeren“ zu lernen; um seinen Platz in der Nahrungskette festzulegen.
Hier lernt er wie ein Raubtier zu denken, ja zu leben – seine Beute zum umkreisen und mit den eigenen Händen zu töten.

Diese geschichtlichen Abschnitte sind immer passend in die aktuelle Handlung eingewoben, um einen Kontext zu bieten wieso und warum Tarkin handelt wie er handelt.

Fazit:

Tarkin ist definitiv kein schlechtes Buch, doch passt die gezeichnete Charakterisierung zu der Figur des Tarkin aus Episode 4? Das ist schwer zu sagen, da die Filmfigur sehr blass war und nur von ihrer Bildschirmpräsenz zu Herrn Cushing lebte.
Dennoch ist das Buch meiner meinung nach sehr unterhaltsam und in sich schlüssig geschrieben.
Die Handlungen der agierenden Personen sind nachvollziehbar und es gibt keine übermenschlichen Superhelden (Vader zähle ich jetzt nicht).
Letzterer wird in anderen kritiken als „Un-Vaderisch“ bezeichnet – DAS finde ich gar nicht. Vader war zu dem Zeitpunkt noch nicht die Machtperson wie später in Episode 5, als das Imperium all seiner militärischen Größen beraubt war. Ihn und Tarkin verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, als Vader noch Skywalker hieß und beide respektieren einander.

In diesem Sinne kann ich sagen, dass dies kein Aktionreisser ist, aber als Charaktersudie sehr gut funktioniert – und das war zweifellos auch die Intention des Autors.

3 1/2 von 5   Mila-Daumen

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sith, dark times, star war, darth vader

Star Wars™ - Die Sith-Lords

Paul S. Kemp , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734160707
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Siff Lords – von Paul S. Kemp

Ich fange an mir Sorgen zu machen. Also so richtig Sorgen, was nur aus dem Star Wars meiner Kindertage werden soll. Grundsätzlich stehe ich dem neuen Kanon ja mehr als offen gegenüber. Ich bin niemand, der im Vorfeld nur rumgemeckert und gleich alles vertäufelt hat, aber was da gerade an Lektüre auf den Markt geworfen wird…

Zwar war ein Cut und Reboot im alten Expanded Universe dringend nötig – die New Jedi Order Reihe um die Extragalaktischen Invasoren in ihren Bio-Raumschiffen war schon hart an meiner Schmerzgrenze – aber das was da derzeit als Grundstein für den neuen Kanon veröffentlicht wird ist in meinen Augen ein Desaster. Natürlich habe ich noch nicht alles gelesen – und zugegebener Weise zähle ich gerade auch das neue Twilight Company zu den besten Star Wars Büchern überhaupt – aber der Start ist holprig. Sehr holprig.

Das Cover:

ist schon schön gestaltet, da kann ich nix sagen. Dem geneigtem Leser springen unsere lieblings Sith ja geradezu entgegen. Darth Vader hält sein Laserschwert in gezündeter Parierhaltung und neben ihm züngelt der gute alte Palpi etwas mit seinen Blitzchen umher. Im Hintergrund sehen wir ein wenig imperiale Befriedungstechnik – einen At/At sowie einen Sternenzerstörer – sowie im Vordergrund in hübschen großen Lettern und farblich in freundlichem Sith-Rot den Buchtitel. Ja, das Cover weckt Erwartungen…an schnetzelnde Masken- und Kapuzenträger.

Die Story:

Ist lahm…lahm…laaaaahm!
Das Buch hat knapp 400 Seiten (in Schriftgröße 20, oder so) und die ersten 300 Seiten passiert annähernd nüscht und die besagten Sith Lords sind nur teilnahmslose Statisten. Zugegeben…nur fast.
Tatsächlich erleben wir Darth Vader mal in Aktion…und zwar in so comichafter Art und Weise, dass ich mich nur fremdschämen möchte. Der bedrohliche dunkle Lord der Sith wird hier als rumhüpfender Kampfflummi beschrieben (Pardon…ich weiß, die Bezeichnung gebührt eigentlich Yoda in Episode 3), der dann in seinen Ruhephasen von Selbstzweifeln und Erinnerungen an Analking geplagt wird.
Überhaupt wirkt die ganze Geschichte wie ein halbgares Skript aus der Zeichentrickserie Rebels:
Ort der Handlung ist der Planet Ryloth, Heimat der Kopfschwanz tragenden Twi-Leks (Gott wie gern würde ich mal eine blaue Twi-Lek cosplayen….träum) und imperial ockupiert. Die hiesige Wiederstand (bestehend aus IN Rebels erstmals aufgetretenen Figuren) piesackt das Imperium seit geraumer Zeit. Um ein auch wirklich, wirklich wirksames Exempel zu statuieren will der Imperator persönlich mit Vader nach Ryloth reisen und dort tun, was ein despotischer Herrscher tun muss…
Pech nur, dass der Wiederstand irgendwie von den Reiseplänen Wind bekommt und so seine Chance sieht, dem Imperium den Kopf abzuschlagen, indem sie Vader und den Imperator ausschalten. Hinterhalt hier, Terroristen-Untergrundpalaver da, Droidenjäger und Raumminen sowie ein explodierender Sternenzerstörer sind die Folge. Erzählt in 280 Seiten gähnender Langeweile…
Selbstvermurmelnd überleben der Imperator und Vader den Anschlag und legen mit ihrem Fluchtshuttle eine perfekte drei Punkte Bruchlandung in Ryloths Walapampa hin. Hier sehen die Freiheitskämpfer natürlich eine weitere große Chance die beiden auszuknipsen…
Wildnis, Dörfler und hungriges Getier….#jubel#
Ja, wir haben begriffen, dass die Wiederständler alle dämlich sind und sich dem Duo persönlich stellen müssen…taktische oder gar strategische Sprengkörper…pappalapap….

Fazit:
Ganz ehrlich? Dieses Buch hat echt verdammt wenig zu bieten, außer im gorefaktor hochgeschraubter Zeichentrick-Action. Das Buch heisst „Die Sith Lords“…passender wäre „Cham Syndulla und seine Crew“ gewesen *ugly*
Der Schreibstil ist so lala. Da ich das englische Original nicht vorliegen habe, vermag ich nicht zu sagen, wie viel davon dem Autor anzulasten ist und was der Übersetzer verbrochen hat (obwohl mir keine dicken Schnitzer aufgefallen sind, neigen viele Übersetzer dazu blumig ausgeschmückte Sätze eiskalt zu kürzen).
Wie die Geschichte ausgeht ist weitestgehend bekannt und das was man zu sehen, äh, lesen erhofft tritt leider nur seeehr sporadisch auf.
Für mich eine herbe Enttäuschung!

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monster, aliens, ripley, science fiction, alien

Aliens. Tl.1

Steve Perry
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 01.12.1998
ISBN 9783442426546
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Hallo ihr Lieben,

Heute habe ich mal mal wieder ein Highlight der Trivialliteratur für euch, welches dennoch immer wieder alle Jubeljahre seinen Weg in meine Hände findet.
Seit 95 oder 96 hat dieses Buch seinen festen Platz in meinem Bücherregal und wird regelmäßig gelesen…

Denn auch dieses Buch ist im Prinzip die „bessere“ Fortsetzung eines Film, auch wenn ich jetzt sagen muss, dass Alien3 (insbesondere der längere Work-Cut) gar nicht schlecht war. Aber wie allseits bekannt ist, hatte David Fincher damals leider noch nicht die Macht einen Film nach seinem Gusto zu drehen. Das sollte sich erst später mit Sieben ändern.
Jedenfalls hat es Steve Perry geschafft eine in meinen Augen sehr würdige Fortsetzung zu schreiben – wobei, so ganz stimmt das ja auch nicht. Bei diesem Roman handelt es sich nehmlich tatsächlich um die nachträgliche Romanfassung eines Comics. In sofern stammt die grundlegende Story natürlich aus jemand anderes Feder, aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Allerdings gibt es einen großen Unterschied und ich weiß tatsächlich nicht warum der Verlag das gemacht hat…
Denn der Comic war tatsächlich eine DIREKTE Fortsetzung der Geschehnisse in Aliens, doch im Roman haben sie die Namen ausgetauscht.
Das war mir damals schon extrem plagiativ vorgekommen als ich das Buch das erste Mal gelesen hatte: Wilks – der einzig überlebende Soldat einer Marines-Einheit oder Billie – ebenfalls einzige Überlebende eines infizierten Kolonie, die nur durch ihre kindliche Schläue durchhalten konnte…
Ja, die Figuren kamen mir damals sehr bekannt vor…und im Comic hatten sie dann ja auch die richtigen Namen. Aber sei es drum.

Aliens – Zum Überleben verdammt

setzt geschätzt 8 – 9 Jahre nach den Ereignissen von Aliens an. Newt pardon Billie ist die einzige Überlebende einer von Aliens ausgelöschten Kolonie. Doch niemand glaubt ihr. Seit sie zur Erde zurückgekehrt ist wurde sie von der „Gesellschaft“ in eine Psychiatrische Einrichtung gesperrt und mit Medikamenten vollgepumpt, um sie Mundtot zu machen. So langsam glaubt sie selber was man ihr erzählt und das die ganze „Sache“ mit den Aliens nie passiert wäre.
Wäre da nicht die Sache mit den Alpträumen…oder viel mehr Visionen.
Wilks wiederum plagt das Gewissen Billie im Stich gelassen zu haben, so denn er sich direkt auf den Weg macht, um sie aus der Klapse zu holen.
Dieser wird wiederum von ein Paar hochrangigen Militärs auf eine Mission geschickt, um ein Exemplar eines Aliens für Forschungszwecke zu fangen, bevor ein anderes Land oder gar ein Megakonzern schneller ist – ein Pech das ihr Raumschiff unterwegs von Söldnern geentert wird.
Währenddessen hat auf der Erde allerdings schon ein Konzern sein Specimen erhalten und startet seine Forschungen – die natürlich aus dem Ruder laufen, weil Religiöse Fanatiker das Labor stürmen um das Alien als Messias zu feiern.
So geht eine globale Pandemie los…

Fazit:
Dieses Buch ist herrlich flüssig zu lesende Trivialliteratur. Die Charaktere sind zwar schablonenhaft, aber das tut der schmutzig, düsteren Zukunftsvision keinen Abbruch. Ich kann das Buch allen Alien und Sci-Fi Fans uneingeschränkt empfehlen 

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britannien, römer, kelten, breaca, heilen

Boudica - Die Kriegerin der Kelten

Manda Scott , Elke Bartels , Elke Pane-Bartels
Flexibler Einband: 1.021 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 13.08.2007
ISBN 9783442367207
Genre: Historische Romane

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thriller, klonen, genforschung, ken follett, gentechnik

Der dritte Zwilling

Ken Follett , , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.04.1999
ISBN 9783404129423
Genre: Krimi und Thriller

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

humor, geschlechtsumwandlung, missgeschick, kunstfehler, entmannung

Girl

David Thomas
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453131316
Genre: Sonstiges

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fremdsprachige bücher, science-fiction, science fiction

2001

Arthur C. Clarke
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 09.04.2008
ISBN 0451457994
Genre: Science-Fiction

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476 Bibliotheken, 1 Leser, 11 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, serienmörder, london, england, krimi

Der Vogelmann

Mo Hayder , Angelika Felenda (Übers.)
Flexibler Einband: 411 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.03.2002
ISBN 9783442451739
Genre: Krimi und Thriller

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187 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, hannibal, hannibal lecter, mord, fbi

Roter Drache

Thomas Harris , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453437425
Genre: Krimi und Thriller

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519 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, hannibal lecter, fbi, thomas harris, kannibalismus

Das Schweigen der Lämmer

Thomas Harris , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.06.2006
ISBN 9783453432086
Genre: Krimi und Thriller

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