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243 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

krimi, sherlock holmes, jugendbuch, holmes, mord

Holmes und ich – Die Morde von Sherringford

Brittany Cavallaro , Anja Galic
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.02.2016
ISBN 9783423761369
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Der 16-jährige Jamie Watson muss sein geliebtes London verlassen und nach Connecticut zu seinem Vater ziehen. Aber nicht nur sein Vater ist ihm fremd geworden, er kennt an der neuen Schule niemand und vermisst England. Aber sein Internat hat einen großen Vorteil: Dort lebt auch die sagenumwobene Charlotte Holmes, die Nachfahrin des berühmten Sherlock Holmes. Sein Kindheitstraum war es immer Charlotte zu treffen, mit ihr Kriminalfälle zu lösen und Abenteuer zu erleben. Nun scheint er seinem Wunsch näher zu kommen..
Doch dann geschieht ein Mord.
Und die Hauptverdächtigen sind Jamie und Charlotte. Keine Frage - die beiden Nachfahren ihrer berühmten Ahnen, müssen die Ermittlungen selbst in die Hand nehmen, um den wahren Täter zu finden.
MEINE MEINUNG:

Eine neu erzählte Geschichte rund um Sherlock Holmes und James Watson!

Das Cover, das in schwarz und weiß gehalten ist, lässt auf Spannung hoffen. Aber die pinke Schrift gibt dem Cover zugleich einen mädchenhaften Touch. Mich persönlich hat das Cover angesprochen, weil mir die Mischung aus Krimi und etwas Mädchenhaftem gefallen hat.

Vorweg muss ich sagen, dass ich die Originalerzählungen von Sir Arthur Conan Doyle nicht kenne. Aber "Holmes & ich" hat mich ansatzweise an die BBC-Serie "Sherlock Holmes" erinnert aufgrund des britischen Humors.

Die Grundidee von Brittany Cavallaro die Nachfahren der berühmten Legenden als Protagonisten zu verwenden, hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen. Die Autorin stellt Holmes und Watson als Jugendliche dar und flechtet einiges Fachwissen rund um die beiden Legenden ein. Nach dem Lesen des Klappentexts war ich sehr neugierig auf das Buch, dennoch hatte ich keine großen Erwartungen und ließ mich auf die Geschichte ein - und das ist auch mein Rat an euch. Falls ihr die Originalgeschichten gelesen habt, habt keine hohen Erwartungen an das Buch, taucht einfach in eine neue Geschichte ein.

Die Hauptcharaktere wurden von der Autorin gut ausgearbeitet. Da ist zum einen die verschrobene Charlotte, die einen Hand zu Drogen hat und schon als kleines Kind Deduktionen vornahm. Ihr Gehilfe und Freund Jamie wirkt anfangs wie ein normaler Jugendlicher. Jamie ist genervt von der amerikanischen Kleinstadt und seinen Mitschülern und will später Schriftsteller werden.

Passend dazu wird "Holmes & ich" aus der Ich-Perspektive von Jamie erzählt, sodass man als Leser mit den beiden auf Spurensuche geht und rätseln muss. Denn Charlotte ist natürlich, typisch Holmes, Watson immer einen Schritt voraus. Mit Jamie kann man sich als Leser schnell identifizieren, er ist sympathisch und klug.

Die beiden Protagonisten sind wirklich besondere Charaktere, die zum Teil natürlich an ihre berühmten Vorfahren angelehnt wurden. Gerade Charlotte hat schon als Kind Kriminalfälle für die Polizei gelöst. Ihre unglaubliche Methode, die Deduktion, und besonders ihre scharfsinnige Logik sind sehr beeindruckend und machen beim Lesen viel Spaß.

Der Mordfall an einem Mitschüler ist das zentrale Thema der Geschichte und gemeinsam mit Charlotte und Jamie löst man den verworrenen Fall. Dennoch ist "Holmes & ich" kein reiner Krimi.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Spannung, Humor, Freundschaft und zarter Liebe.

Der Autorin gelingt es eine eigenständige spannende Geschichte zu schreiben, die nicht nur Sherlock-Holmes-Fans verschlingen werden. Dennoch empfehle ich das Jugendbuch Fans der BBC-Serie, da mich besonders der Humor an einigen Stellen an die Serie erinnert hat.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und gepaart mit der Spannung und dem Humor, ist "Holmes & ich" ein Jugendbuch, das einfach Spaß macht. Zittern, lachen, mitfiebern - eine durchweg gelungene Mischung! 

MEIN FAZIT:

"Holmes & ich" ist kein üblicher Jugendkrimi! Spannung, Humor, Freundschaft und eine zarte Liebe werden von der Autorin gekonnt zu einem Buch verarbeitet, das süchtig macht. Interessante Charaktere, ein verworrener Fall, britischer Humor und Anekdoten über die Legenden Sherlock Holmes und James Watson ließen mich das Jugendbuch schnell verschlingen.
Ein Buch, das nicht nur Fans der Originalgeschichten "sherlocked"!

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267 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

internat, tragödie, liebe, albino, freundschaft

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

Elizabeth LaBan , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Als Duncan in sein Senior-Jahr kommt, ist beschäftigen ihn zwei Dinge. 1.) Den "Schatz", der ihm sein Zimmer-Vorgänger laut Tradition hinterlegt hat und 2.) den Jahresaufsatz über Tragödien, den er schreiben muss. Doch der "Schatz" wirbelt sein Leben durcheinander. Es sind besprochene CD´s von Tim, dem Albino, der letztes Jahr Senior war. Mit diesen CD´s erfährt Tim die Hintergründe der Tragödie, die sich letztes Jahr an der Irving School ereignete und in der er eine Rolle spielte.
Neugierig beginnt Duncan die CD´s zu hören und sich in Tim einzufühlen.


MEINE MEINUNG:

Allein der Titel, der ein Shakespeare Zitat ist, sticht aus der Masse heraus und hat mich sofort angesprochen. Das winterliche Cover hat bei mir besonders kurz vor Weihnachten die Leselust geweckt und deshalb habe ich auch sofort angefangen zu lesen ... und konnte gar nicht mehr aufhören.

Letztendlich hatte ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen.

Über den Inhalt der Geschichte möchte ich gar nicht viel verraten, aber auch wenn inhaltlich teilweise gar nicht so viel passiert, besitzt das Buch eine Einzigartigkeit. Zum einen spielt die Geschichte in einem Internat, was dem Buch einen besonderen Charme verleiht, zum anderen sind viele der Ideen etwas komplett Neues.

Die Grundidee der CD´s und die Berichte von Tim über die man als Leser Stück für Stück der Wahrheit auf die Spur kommt, hat mir richtig gut gefallen. Wie bei einer literarischen Schnitzeljagd erfährt man immer mehr über Tim und die Tragödie des letzten Jahres. Dadurch baute sich eine Spannung auf, die mich das Buch schnell verschlingen ließ. Als Leser fragt man sich dabei u.a. oft "Was passierte nur letztes Jahr an der Irving School?" "Welche Rolle spielte dabei Duncan?".

"So wüst und schön sah ich noch keinen Tag" wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen Duncan, der in seinem Senior-Jahr ist und als "Schatz" besprochene CD´s von Tim erhält. Und Tims Geschichte und damit auch die Erklärungen über die Tragödie.
Damit folgt man als Leser quasi Duncans Leben, aber Tims Vergangenheit.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Charaktere, die von der Autorin viel Leben eingehaucht bekommen haben. Besonders Tim ist mir schnell ans Herz gewachsen. Er war sein Leben lang ein Außenseiter, weil er ein Albino war und keinerlei Selbstvertrauen besaß. Das ändert sich als er die bunt angezogene, schneeliebende Vanessa zufällig am Flughafen kennenlernt. Tims Charakter ist sehr vielschichtig und ein Buch über einen Albino habe ich zuvor auch noch nicht gelesen.

Was mir besonders gut gefallen hat an der Geschichte ist die Echtheit. Man fühlt und leidet mit Tim und Duncan mit. Ebenfalls toll finde ich es, dass zwei Jungs die Protagonisten sind, das ist einfach mal etwas Anderes.
Elizabeth LaBan webt besonders durch das Thema "Tragödie" eine Tiefsinnigkeit in die Geschichte und verarbeitet sehr einfühlsam und berührend Randthemen wie z.B. das Leben eines Albinos.
Vor allem durch das geheimnisvolle tragische Unglück, das Tim und Duncan verbindet, baut sich Spannung auf und als Leser erlebt man die Geschichte vor der winterlichen Kulisse der Irving School mit.

MEIN FAZIT:

"So wüst und schön sah ich noch keinen Tag" ist ein Jugendbuch, das vor allem durch seine Echtheit aus der Masse heraussticht. Eine nachdenkliche Geschichte über das Leben von zwei Jungs und einer Tragödie.
Berührend, tiefsinnig und unterhaltsam - ein winterlicher Lesegenuss!

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133 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

zwangsstörung, liebe, freundschaft, jugendbuch, gedichte

Mit anderen Worten: ich

Tamara Ireland Stone , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.01.2016
ISBN 9783734850219
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Samantha hat eine Clique, sie ist beliebt und hübsch. Ihr Leben scheint auf den ersten Blick normal, wenn nicht gar perfekt. Aber Samantha hat eine Zwangsstörung, die sie seit Jahren vor jedem außer ihrer Familie verheimlicht. Als die unkonventionelle Caroline sie anspricht und zu einem mysteriösen Schultreffen einlädt, weiß Samantha noch nicht, dass damit ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird.
In der sogenannten Dichter-Ecke, findet Samantha nicht nur echte Freunde, einen besonderen Jungen, sondern entdeckt auch ihre Liebe für Wörter.

MEINE MEINUNG:

Ein neues Buch aus dem Magellan Verlag! Bereits im Herbst als mir das Buch auf der Buchmesse vorgestellt wurde, war ich total gespannt auf die Geschichte.

Das Cover ist wunderschön schlicht mit der altmodischen Schreibmaschine vor dem lebensfrohen Blau und macht sehr neugierig auf den Inhalt dahinter.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der dem Leser einen Ausschnitt aus Samanthas Leben vor sechs Monaten zeigt. Sofort wird man als Leser in das Leben einer scheinbar normalen Jugendlichen hineingezogen. Samantha hat eine Clique, ist beliebt und eine gute Beziehung zu ihren Eltern. Doch der erste Eindruck täuscht. Die Protagonistin hat eine Zwangsstörung und kann kein normales Leben führen. Ihren Freundinnen verheimlicht sie ihre Angstattacken, Obsessionen und wöchentlichen Therapiesitzungen.


Samantha war mir von Anfang an sympathisch und ich hatte sofort Mitleid mit dem Mädchen, das einfach nur "normal" sein möchte. Gerade "die Verrückten 8", ihre Clique, habe ich von der ersten Seite an gehasst. Ihre "scheinbaren" Freundinnen sind oberflächlich und unsympathisch.
Was mir besonders gut an Samanthas Charakter gefallen hat ist ihr Ehrgeiz und ihre menschliche Unsicherheit. Besonders ihre größte Leidenschaft das Schwimmen wird von der Autorin sehr schön in die Geschichte eingewoben und atmosphärisch beschrieben. Gerade ihre Eigenheiten, wie ihre Obsession für die Zahl 3, machen Samantha so sympathisch und besonders.

Was mir so gut an "Mit anderen Worten: ich" gefallen hat, ist die persönliche Entwicklung die die oft wehrlose Samantha zur starken, selbstbewussten Sam durchmacht. Sowie die besondere Thematik die die Autorin sehr einfühlsam in die Geschichte einfließen lässt. Dieses Jugendbuch ist so viel mehr als eine herzerwärmende süße Freundschafts- und Liebesgeschichte. Es erzählt auch die Geschichte eines Mädchens, das unter einer psychischen Störung leidet und einfach nur normal sein will.

Ein weiterer Pluspunkt des Buches sind die Texte, Gedichte und Reime der Dichter, die immer wieder im Buch abgedruckt werden. Die Dichter-Ecke, die verborgen im Keller der Schule liegt, wird nicht nur für Sam ein Zufluchtsort, sondern auch für den Leser ein Ort voller Charme, Freundschaft und Kreativität. "Mit anderen Worten: ich" zeigt die Kraft, die Worte haben kann. Wie Worte trösten, Mut spenden und Kraft geben.

Der Schreibstil von Tamara Ireland Stone ist sehr gefühlvoll und angenehm zu lesen, sodass ich das Buch recht schnell verschlang. Besonders am Ende nimmt die Geschichte rund um Sam, AJ und Caroline nochmal richtig Fahrt auf und der Leser wird durch eine Achterbahn der Gefühle gewirbelt.

MEIN FAZIT:

"Mit anderen Worten: ich" ist mehr als nur eine berührende Geschichte rund um Liebe und Freundschaft. Der Autorin gelingt es das Thema Zwangsstörungen sehr einfühlsam in die Geschichte zu weben und dem Leser die Macht der Worte vor Augen zu führen.
Eine klare Leseempfehlung für Fans von besonderen Geschichten!

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844 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

dystopie, mördergen, infernale, sophie jordan, jugendbuch

Infernale

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785581674
Genre: Jugendbuch

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1.093 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 196 Rezensionen

liebe, colleen hoover, love and confess, tod, auburn

Love and Confess

Colleen Hoover ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.11.2015
ISBN 9783423740128
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Fünf Jahre nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe Adam, lebt die mittlerweile 20-jährige Auburn in Texas - allein, mit Schulden und voller Kummer. Doch als sie zufällig eine sehr lukrativen Job bei dem attraktiven Owen bekommt, spürt sie das erste Mal etwas wie Hoffnung. Denn von dem süßen Künstler fühlt sie sich sofort angezogen und ahnt, dass sie nach Adam endlich wieder jemandem ihr Herz schenken könnte.
Aber die Vergangenheit von Owen verhindert eine Beziehung zwischen den beiden, wenn Owen nicht alles verlieren will...


MEINE MEINUNG:
Ein neues Buch von Colleen Hoover! Nachdem mir die "Layken und Will"- Reihe und die "Hope"-Reihe so gut gefallen haben, war ich so gespannt auf das neue Jugendbuch der Bestseller-Autorin.

Aufgrund des pinken Covers und des Klappentextes erwartete ich einen schönen, kurzweiligen Mädchenroman. Aber ich bekam mehr als das...
Bereits die Widmung der Autorin und der Klappenumschlag des Buches, der sehr beeindruckende Gemälde zeigt, hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht.

Inhaltlich möchte ich gar nichts erzählen, weil ihr diese Geschichte einfach selbst lesen müsst!

Der Prolog war für mich eine der berührendsten Stellen und wieder einmal schaffte Colleen Hoover es mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die Geschichte von Auburn und Owen enthält einige Überraschungen und Geheimnisse, die ein Spannungslevel schaffen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Auburn und Owen erzählt und. Die Charaktere an sich sind sehr greifbar, authentisch und stark. Man kann gar nicht anders als die eher in sich gekehrte Auburn und den attraktiven Owen gern zu haben.

Gerade der Maler Owen bringt einen Aspekt in die Geschichte, der mir unglaublich gut gefallen hat. Die Kunst! Und nicht nur das, er lässt sich von anonymen Geständnissen inspirieren, die die Leute abgeben können. Diese Idee hat mich sehr fasziniert.
Ein Lesehighlight waren für mich immer die Geständnisse der Leute, die laut der Autorin alle wahr sind. Eine wundervolle Idee, die sehr einfühlsam von ihr verarbeitet wurde.

Ebenfalls wunderbar sind die vielen Kleinigkeiten, wie z.B. das "Supermarkt-Spiel", das die Geschichte noch süßer gemacht hat.

Was mir an diesem Jugendroman so gefallen hat, ist, dass es nicht nur eine Wohlfühllektüre ist. Denn auch ernste Themen werden in dem Buch aufgegriffen, die den Leser noch mehr mit Auburn und Owen mitfiebern lassen.
Auch wenn die Geschichte wie immer bei der Autorin eine gewissen Leichtigkeit versprüht, besitzt sie eine Schwere. Denn Owen und Auburn besitzen beide eine komplizierte Vergangenheit und ihrer Liebe sind viele Hindernisse in den Weg gestellt.
Aber auch wenn einige Dinge sehr klischeehaft sind, haben das die wundervollen Protagonisten und die starke Liebe zwischen Owen und Auburn wettgemacht, die man förmlich durch die Seiten gefühlt hat.
Meiner Meinung nach das bisher beste und emotionalste Buch der Autorin! Ich freue mich jetzt schon auf ihr nächstes Buch "Maybe Someday".

MEIN FAZIT:

Wer Lust auf eine emotionale, ergreifende Geschichte hat, sollte zu "Love and Confess" greifen.
Ein Jugendroman mit süßen Charakteren, Kunst und einer Liebe, die nicht sein darf.
Spannung, Drama, Leidenschaft und Herzschmerz werden von der Autorin zu einer sehr berührenden Geschichte gewebt, die ich geliebt habe.

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95 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

jane austen, liebe, manuela inusa, england, zeitreise

Jane Austen bleibt zum Frühstück

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.11.2015
ISBN 9783734101793
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:

Die junge Buchhändlerin Penny wacht eines Morgens in ihrem Bett neben einer Fremden auf. Nach kurzem Schreck beiderseits muss Penny feststellen, dass die Frau, die ihr gegenübersteht niemand anderes ist als die leibhaftige Jane Austen. Penny kann es kaum fassen, dass tatsächlich ihr größtes Idol Jane Austen durch Zufall in ihrer Zeit gelandet ist.

Doch es ist gar nicht so einfach die sympathische Autorin an den Wandel der Zeit zu gewöhnen. Handys, Jeans, Kühlschränke, Internet - was für uns Alltäglichkeit ist, ist für Jane Austen völlig neu und erschreckend und faszinierend zugleich. Und dann ist da auch noch der Liebeskummer, der Penny plagt, ein aufdringlicher Mitbewohner und der charmante Frederick.

 

MEINE MEINUNG:

Als mich "Jane Austen bleibt zum Frühstück" als Überraschungspost von dem Blanvalet Verlag und Manuela Inusa erreichte, freute ich mich sehr. Denn die liebe Manuela traf ich bereits auf der Frankfurter Buchmesse und plauderte mit ihr über ihren ersten Roman, der von einem großen Publikumsverlag veröffentlicht wurde.

Das Cover finde ich persönlich schön und ansprechend, aber auch ein wenig nichtssagend. Es sagt nicht viel über den Inhalt aus, dennoch ist die Schriftart und die Farbgestaltung schön frühlingshaft und freundlich.

Das Buch beginnt mit einer abwechselnden Erzählung aus Pennys und Janes Perspektive. Der Alltag der jeweiligen Frau wird geschildert. Obwohl die Autorin keine Ich-Perspektive verwendet, kann man sich schnell in die beiden Charaktere einfühlen. Als Leser bekommt man die beiden Protagonistinnen und ihr jeweiliges Leben sympathisch vorgestellt bis zu einem zufälligen Ereignis, das Jane aus dem 19. Jahrhundert in unsere Gegenwart katapultiert.

Nach einem kurzen Schock sind die beiden Frauen höchst erfreut über die Bekanntschaft der anderen.  Für Jane verspricht diese Zeitreise Abenteuer und Penny erhofft sich Rat von ihrer Lieblingsautorin in Liebesangelegenheiten.

Auch wenn der Roman an sich von der Handlung recht vorhersehbar ist, schafft Manuela Inusa einen wunderbaren Wohlfühlroman. Jane und Penny wachsen einem schnell ans Herz und besonders Pennys Herzschmerz durchleidet man quasi mit ihr. Die Autorin liefert die passende Kulisse Bath, die schön beschrieben wird z.B. mit dem Buchladen "BATHtub full of books", in dem Penny arbeitet und das "Jane Austen Museum", auf das ich nun wirklich neugierig bin.

Alle Nebencharaktere sind perfekt ausgearbeitet mit vielen Eigenheiten, z.B. Pennys Eltern sind Beatles-Fans und nennen alle ihre Kinder nach Songs von ihnen. Auch bei den Seelenleben ihrer Protagonistinnen geht die Autorin ins Detail und lässt den Leser z.B. den Fernseher mit Jane neu entdecken.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt einen das Buch schnell verschlingen, wie immer bei Manuela Inusa. Besonders schön zu lesen ist der Wechsel zwischen moderner Sprache und Janes altertümlicher Sprache. Doch auch zwei weitere Perspektiven finden sich in dem Roman, zum einen Trevors (Pennys Ex-Freund) Sicht, die meistens in der Vergangenheit spielt und eine weitere, die ich noch nicht verraten möchte.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Sprache von Penny, die mir etwas zu gewollt modern war mit Wörtern wie "okey-dokey", die man heute eigentlich nicht mehr verwendet.

Meiner Meinung nach muss man kein Jane Austen Fan sein, um dieses Buch zu mögen. Wer einen Mix aus Liebe und Humor sucht, wird sicher viel Gefallen an dem Roman finden. Dennoch ist "Jane Austen bleibt zum Frühstück" natürlich ein Highlight für alle Fans der englischen Autorin.

Manuela Inusa verarbeitet viele Teile liebevoll aus Jane Austens Biografie und entwickelt eine wundervolle Feel-Good-Geschichte rund um das Leben von Jane Austen und der Buchhändlerin Penny. 


MEIN FAZIT:

Für alle Fans von Jane Austen ist dieser Roman ein Must-Read! Sympathische Charaktere, ein schöner abwechslungsreicher Schreibstil, Humor, Herzschmerz, Freundschaft und Schmetterlinge im Bauch - "Jane Austen bleibt zum Frühstück" ist die perfekte Wohlfühllektüre. Ein schöner, unterhaltsamer Roman, den man am liebsten mit einer Tasse englischen Tee auf einmal verschlingt.

  (3)
Tags: bath, jane austen, wohlfühlbuch   (3)
 

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(247)

400 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, liebe, young adult, rätsel

Paper Towns

John Green
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing Plc, 27.04.2010
ISBN 9781408806593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Solange Quentin denken kann, ist er in Margo Roth Spiegelman verliebt. Seine geheimnisvolle, beliebte, attraktive Nachbarin. Als kleine Kinder waren die beiden befreundet, doch über die Jahre ist die Freundschaft komplett erloschen. Während Margo Abenteuer erlebt und in der Schule beliebt ist, ist Quentin ein braver Nerd. Das ändert sich als Margo mitten in der Nacht bei Quentin ans Fenster klopft und ihn um Hilfe bittet. Sie will einen Rachefeldzug durchziehen und Quentin soll sie begleiten. Nach der adrenalingeladenen Nacht, erhofft sich Quentin, dass die Dinge sich zwischen ihnen geändert haben, doch am nächsten Morgen ist Margo nicht in der Schule. Sie ist verschwunden und hat kleine Hinweise hinterlassen, die Quentin und seine Freunde versuchen zu entschlüsseln.

MEINE MEINUNG:

Nachdem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist, wollte ich unbedingt mehr von ihm lesen. Kurz vor dem Filmstart kaufte ich mir "Paper Towns" auf Englisch, da ich das Buch unbedingt im Original verschlingen wollte!

Meine Erwartungen an das Jugendbuch waren groß und ich war sehr gespannt, ob ich mich auch von diesem Buch verzaubern lassen würde.
Der Prolog des Buches ist fantastisch! Mit diesem Anfang hat mich John Green sofort gepackt und begeistert.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt, deren Titel man erst am Ende des Buches versteht.
Der erste Teil beginnt mit der Nacht, in der Margo Quentin um Hilfe bittet. Der eigentlich sehr brave "Q" beschließt Margo zu helfen, weil er sie schon immer anhimmelt. Dieser nächtliche Rachefeldzug ist unglaublich skurril, witzig und auch poetisch. Diese Mischung ist in dem ganzen Buch enthalten: Humor, Poesie und Tiefsinnigkeit.
Nachdem Margo nach der denkwürdigen Nacht verschwindet, setzt Quentin alles daran sie zu finden. Passend zu Margos geheimnisvoller Art, hinterlässt sie kleine Hinweise, die zu ihrem Aufenthaltsort führen. Der Großteils des Buches dreht sich um das Zusammensetzen der Puzzleteile und die Suche nach Margo, die schließlich in dem Roadtrip mit Quentins Freunden mündet.

"Paper Towns" wird aus der Sicht von Quentin, einem Jungen, erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Erzählform hat mir unheimlich gut gefallen, weil sie authentisch ist und einerseits sehr locker und amüsant, gleichzeitig aber wieder sehr tiefsinnig ist. Der unverwechselbare Green´sche Schreibstil hat mich wieder komplett in seinen Bann gezogen - John Greens Art Geschichten zu schreiben ist einfach einzigartig!
John Green versteht es, verrückte, lustige Situationen zu schaffen, bei denen man laut auflacht und dann wieder Momente, bei denen man das Buch zur Seite legt und nachdenkt.

Die Charaktere sind wunderbar ausgefallen und besonders. Während mir Quentin sofort ans Herz gewachsen ist, war mir Margo nicht wirklich sympathisch. Aber auch die wichtigen Nebencharaktere wie Ben und Radar, Quentins beste Freunde, sind sehr ausgearbeitet. Die beiden schrägen Nerds helfen Quentin treu bei seiner Suche nach Margo.
Das Besondere an den Charakteren sind die vorläufigen Eindrücke und das nähere Kennenlernen. Während man Margo am Anfang des Buches für eine beliebte Dramaqueen halten mag und Q für einen Streber und Nerd, lernt man beide Protagonisten komplett anders kennen.
Bereits am Anfang des Buches merkt man, dass Margo eine sehr starke Persönlichkeit besitzt. Quentin verehrt sie und seiner Meinung nach ist sie für ihn absolut unerreichbar. Im Laufe der Geschichte entdeckt man mit Quentin ganz neue Seiten von Margo und blickt hinter die Fassade aus Coolness. Diese Entwicklung der unnahbaren Margo, die von ihrem Sockel heruntergehoben wird, ist sehr interessant. Auf der Suche nach Margo, muss Quentin Fragen über Fragen stellen und lernt dabei nicht nur Margo, sondern auch sich selbst besser kennen. Im Laufe der Geschichte verändert sich auch Quentin und mit ihm seine Vorstellung von Margo.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die Art, wie John Green die Poetik in die Geschichte einfließen lässt. Während das Setting die High School ist und durch viele Dinge wie zum Beispiel den Abschlussball Prom typisch amerikanische Dinge eingewoben werden, schleicht sich immer wieder unbemerkt der nachdenkliche Unterton in die alltägliche Umgebung. Aber auch verlassene Siedlungen und die vorbeirasende Landschaft prägen die Kulisse des Buches. Mit den üblichen High School Partys, Problemen und Abschlussbällen spricht Green den amerikanischen Durchschnittsteenager an und webt gleichzeitig eine tiefgehende Poetik in die Geschichte ein. Diese beiden Grundelemente gleichen sich so aus, dass ein sehr besonderes Jugendbuch entsteht. Auch die Atmosphäre des Buches ist ein großer Pluspunkt. Besonders während dem Rachefeldzug und dem Roadtrip spürt man eine freie, unendliche Stimmung.

"Paper Towns" ist ein sehr ruhiges Buch, das in der Mitte auch einige kurze Längen aufweist, dennoch ging der Lesesog bei mir nie verloren.
Zu dem Ende möchte ich jetzt überhaupt nichts verraten außer, dass ich das Ende perfekt finde.

In meiner englischen Ausgabe befindet sich am Ende noch eine Anmerkung von John Green und Diskussionsfragen, die nochmal zum Nachdenken anregen sollen. Diese Fragen lassen den Leser noch lange in der Geschichte verweilen und zeigen nochmals die poetischen, tiefsinnigen Themen der Geschichte.

MEIN FAZIT:

Mit diesem Buch hat John Green eine weitere einzigartige, besondere Geschichte geschaffen! Der Humor, die Tiefsinnigkeit und die nachdenklichen Töne ließen mich jeden Satz dieses Buches genießen. Ein männlicher Ich-Erzähler führt den Leser durch die Suche nach der mysteriösen Margo Roth Spiegelman, die man mit Quentin zusammen neu kennenlernt. Trotz kleiner Längen empfehle ich dieses Buch uneingeschränkt an jeden!

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

familie, großmutter, kleiner junge, einfühlungsvermögen, gina

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Virginia Macgregor ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 31.08.2015
ISBN 9783442547494
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:

Der neunjährige Milo leidet unter Retinitis pigmentosa: Sein Sehvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Aber noch sieht er die Welt – wenn auch nur wie durch ein Nadelöhr. Doch so bemerkt er Kleinigkeiten, die anderen entgehen. Als seine 92-jährige Großmutter dement wird und in ein Altersheim umziehen muss, fallen Milo dort seltsame Vorgänge auf. Die Erwachsenen interessieren sich für Milos Erkenntnisse nicht, und so bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo ist nämlich entschlossen, seine Großmutter wieder nach Hause zu holen, die Machenschaften der Heimleiterin offenzulegen und – vielleicht – seine Eltern zu versöhnen.

MEINE MEINUNG:

Als "Der Junge, der mit dem Herzen sah" als Überraschungspost von dem Manhattan Verlag in meinem Briefkasten lag, habe ich mich total gefreut, weil die Geschichte so interessant klang.

Das Cover des Romans mit dem Schatten des kleinen Jungen mit einem Schweinchen, der eine gelbe Rose in den kreisförmigen Titel hält, hat sofort meine Neugier geweckt. Gepaart mit dem interessanten Klappentext, wollte ich sofort in die Geschichte eintauchen.

Bereits auf den ersten Seiten spürt man als Leser die besondere Verbindung, die zwischen dem 9-jährigen Milo und seiner Gran Lou besteht. Der Roman beginnt mit einem Brand, den die demenzkranke Lou (aus Versehen) gelegt hat. Milos Mutter Sandy wächst alles über den Kopf und der Brand ist der Auslöser für die Suche nach einem passenden Altersheim für Lou.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, den größten Anteil hat Protagonist Milo.
Milo ist erst 9 Jahre alt und er ist für sein Alter unglaublich reif. Herzerwärmend kümmert er sich mit seinem Ferkel Hamlet, um seine Gran und begreift in seinem jungen Alter schon so viel. Aufgrund einer seltenen Augenkrankheit sieht er immer schlechter, bis er irgendwann vollständig erblinden wird. Durch den kleinen Ausschnitt, den Milo noch sieht, fallen ihm Dinge auf, die andere nicht bemerken und machen ihn zu einem guten Beobachter.
Milos Mutter Sandy wurde von ihrem Mann betrogen und verlassen. Während er sich in Abu Dhabi mit seiner neuen Frau und seinem Baby ein schönes neues Leben aufbaut, wachsen Sandy in England die Sorgen über den Kopf. Vor lauter Frust, Wut und Traurigkeit isst sie nur noch Kekse und Diätpillen und schaut Urlaubssendungen im Fernsehen. Ihr Schönheitssalon läuft auch nicht mehr gut, der Brand und die Kosten für das Altersheim für Lou fressen ihr ein Loch in den Geldbeutel.
Lou ist nicht Milos leibliche Urgroßmutter, aber Milo ist für sie das Wichtigste auf der Welt.
Tahir ist der Koch in dem "Vergissmeinnicht-Altersheim" und er freundet sich mit Milo an. Er ist aus Syrien geflüchtet und sucht verzweifelt seine kleine Schwester, die er auf der Flucht verloren hat.

Für Milo ist es ein Weltuntergang, dass seine geliebte Gran in ein Altersheim "abgeschoben wird". Nachdem ihm einige seltsame Dinge in dem Altersheim auffallen, sammelt er heimlich Beweise gegen die böse Schwester Thornhill, um ihre Machenschaften aufzudecken. Behilflich ist ihm dabei der Koch Tripi und ein entfernter Verwandter aus Schottland, der bei ihnen einzieht.

Alle Protagonisten, beziehungsweise alle Perspektiven, waren mir sofort sympathisch. Obwohl Milo am Anfang der Geschichte sehr wütend auf seine Mutter ist, sieht man sofort, dass sie Milo über alles liebt und nur das Beste für ihn will.

Die Botschaft des Romans ist "Kinder werden unterschätzt. Man sollte Kinder ernstnehmen", aber hinter der Geschichte steckt noch so viel mehr Klugheit.
Der Roman vereint viele Probleme, wie Krieg, Demenz, Scheidung und Krankheiten in einer Art und Weise, die das Herz berührt.

Milos Geschichte wird in der englischen Stadt Slipton erzählt und spielt kurz vor Weihnachten. Der Schreibstil lässt einen immer weiterlesen. Im auktorialen Schreibstil wird jede Perspektive abwechselnd beleuchtet und so kann man sich als Leser in alle vier Charaktere perfekt einfühlen.Während des Buches verkompliziert sich die Lage und als Leser fiebert man mit Milo mit und wünscht sich sehnlichst ein Happy End.
Milos Geschichte ist etwas ganz Besonderes! Er ist ein Protagonist, der einem ans Herz geht und sein Mut, seine Tapferkeit und seine Klugheit unter die Haut geht. Auch die Schicksale und Wesenskerne der anderen Protagonisten berühren und regen zum Nachdenken an.


MEIN FAZIT:

"Der Junge, der mit dem Herzen sah" berührt den Leser im Innersten, lässt einen nicht nur eine Träne verdrücken und erhellt die Welt. Eine Wohlfühllektüre der besonderen Art!
Als Leser verfolgt man Milos Mission und hofft und bangt mit ihm. Vier Perspektiven, sympathische Charaktere und ein ganz besonderer kleiner Junge verzaubern den Leser.

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326 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, freundschaft, jugendbuch

Was die Spiegel wissen

Maggie Stiefvater , ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.09.2015
ISBN 9783785583302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Es ist Herbst in Henrietta und für die Raven Boys und Blue beginnt wieder die Schule. Doch eigentlich haben die fünf so viel Wichtigeres vor als für die Schule zu lernen. Die Suche nach dem Grab von Glendower geht weiter und alle fünf Freunde haben ihre Sorgen und Probleme. Noah ist nicht mehr er selbst, Familienprobleme, Liebeskummer und mehr hält die fünf in Atem.
Außerdem ist auch noch Maura, Blues Mutter, verschwunden. Blue weiß nicht ob sie wütend oder außer sich vor Sorge sein soll. Und da wäre ja auch noch Gansey. Tag für Tag wird es für Blue schwieriger ihn nicht zu küssen, denn das könnte ihn töten.

MEINE MEINUNG:

Auf dieses Buch habe ich mich das ganze Jahr schon gefreut! Ich bin ein großer Fan von Maggie Stiefvaters Büchern und besonders die Raven Boys Reihe ist mir sehr ans Herz gewachsen.
Das Cover und der Titel sind in dem gewohnt verschnörkelten, geheimnisvollen Stil gehalten, den die Reihe auch auszeichnet.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheint. Darauf folgt ein Teil aus Mauras Sicht und dann beginnt die richtige Geschichte aus Blues Perspektive.
Bereits am Anfang des Buches wird gesagt, dass Blues Mutter Maura verschwunden ist. Nach ihrer dubiosen Abschiedsnachricht vor über einem Monat weiß Blue nicht, ob sie wütend oder besorgt sein soll. Blue hat es generell nicht leicht. Sie kann sich ihr Traumcollege nicht leisten und es wird für sie immer schwerer gegen ihre Gefühle für Gansey anzukämpfen. Aber ihn zu küssen, würde seinen Tod bedeuten...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz so leicht, weil ich für die Welt der Raven Boys wieder eine Weile gebraucht habe, um hinein zu finden. Die Erzählweise ist genau wie in den vorigen Bänden durch Perspektivwechsel gekennzeichnet. In dem allwissenden Erzählstil wird abwechselnd aus Blues, Adams, Ganseys, Ronans und Colin Greenmantles Sicht erzählt. Einen großen Anteil in diesem Band haben Adam und Blue, aber auch Colin Greenmantle, ein Charakter, der neu auf der Bildfläche erscheint.
Greenmantle ist Lateinlehrer und der Auftragsgeber von Mr. Gray. Ebenefalls neu in der Stadt ist Professor Malory und sein Hund, der besonders Ronan tierisch auf die Nerven geht. Der britische Professor ist ein Freund von Gansey und ebenfalls interessiert an Glendower und der Ley-Linie.

Insgesamt ist dieser Band weiterhin geprägt von Magie, Mystery und Humor. Maggie Stiefvaters unvergleichlicher, atmosphärischer Schreibstil, ihre magischen Elemente und der trockene Humor, der mich öfters laut auflachen ließ, ist auch in "Was die Spiegel wissen" durchgängig vorhanden.
Auch wenn die Grundstimmung sehr düster ist, lockert die Autorin gekonnt durch Ronans Humor auf.
Teilweise ist die Geschichte sehr skuril und abgedreht, aber genau das gefällt mir daran!

Von der eigentlichen Handlung her passiert nicht wirklich viel, dennoch schaffte die Autorin es wieder einmal mich an das Buch zu fesseln, auch wenn ich nicht in einem konstanten Lesesog gefangen war.

Der Epilog ist wieder mal sehr fies und man will sofort weiterlesen. Ich freue mich schon auf das nächste Wiedersehen mit den Raven Boys und Blue - hoffentlich im nächsten Herbst!

MEIN FAZIT:

Maggie Stiefvaters atmosphärischer Schreibstil, die Perspektivwechsel und die starken Charaktere konnten mich für das Buch einnehmen. Auch wenn mir von der Handlung zu wenig Neues passiert ist und es einige kleine Längen gab, fesselte mich Maggie Stiefvater wie gewohnt an das Buch.
Magie, Mystery und eine schöne Prise Humor!

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334 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

liebe, tod, hospiz, roman, abschied

Zwanzig Zeilen Liebe

Rowan Coleman ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 31.08.2015
ISBN 9783492060172
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:

Stella ist Nachtschwester in einem Hospiz. Eine ihrer Aufgaben ist es, Briefe im Auftrag ihrer Patienten an deren Hinterbliebenen zu schreiben. Diese Briefe gelangen zu ihren Empfängern nachdem der Absender verstorben ist. Doch eines Tages bekommt Stella einen besonderen Brief, der sie emotional einfach nicht loslässt. Sie spielt Schicksal und schickt den Brief vor dem Tod des Absenders los. Damit tritt sie ein Gefühlschaos los, aber nicht nur ein Leben wird aufgewühlt. Auch Stellas Ehe ist momentan mehr als kompliziert. Lohnt es sich für sie noch zu kämpfen?

MEINE MEINUNG:

Als ich vom Piper Verlag dieses Buch als Überraschungspost zugesandt bekam, habe ich mich riesig gefreut. Der Klappentext sowie das Cover sahen sehr vielversprechend aus und auch die Autorin war mir ein Begriff. Ihr anderes Buch "Einfach unvergesslich", das von einer jungen alzheimererkrankten Frau handelt, steht sehr weit oben auf meiner Wunschliste. Obwohl mich das Thema und das Buch brennend interessieren, bin ich leider noch nicht dazugekommen es zu lesen, umso mehr habe ich mich gefreut ein anderes Buch der Autorin entdecken zu dürfen.

Stellt euch vor, ihr wüsstet, dass ihr sterben müsst. Wem würdet ihr einen Abschiedsbrief schreiben? Wie würdet ihr mit eurem bevorstehenden Tod umgehen?
Unter anderem diese Fragen werden in "Zwanzig Zeilen Liebe" einfühlsam aus der Sicht von drei Protagonisten in der Ich-Form thematisiert.
Diese Perspektivwechsel bringen Farbe und verschiedene Handlungsstränge in die Geschichte. Die drei Protagonisten und Erzähler Stella, Hope und Hugh sind vollkommen verschieden und doch sind ihre drei Geschichten alle miteinander verwoben. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam mit vielen Gedanken über den Tod, das Leben und die Liebe - die drei Hauptthemen des Romans.
Da wäre die zynische 21-jährige Hope, die an Mukoviszidose erkrankt ist. Ihr bester Freund Ben besucht sie täglich, als sie im Marie-Francis-Hospiz sich von einem Anfall erholen muss.
Hugh ist Historiker und lebt gerne für sich, bis sich die neuen Nachbarn sich mit ihm anfreunden wollen. Doch nicht nur die nette Sarah und ihr Sohn Mikey wirbeln sein gewohntes Leben mächtig durcheinander. Auch der Kater Jake/Shadow/Ninja, der herumstreunt, verbindet die drei Hauptcharaktere miteinander.

Die sympathische Krankenschwester Stella kümmert sich hingebungsvoll um ihre Patienten und verfasst deren Abschiedsbriefe. Diese Abschiedsbriefe sind absolut prägend für den Roman.
Alle paar Seiten findet man einen Abschiedsbrief einer wildfremden Person. Durch wenige Zeilen taucht man kurz in deren Leben ein und jeder Brief hat mich wirklich berührt. Ob es nun die Oma ist, die ihrer neugeborenen Enkelin schreibt oder die Frau, die ihrer langjährigen Affäre einen Abschiedsbrief schreibt. Diese kurzen Briefe waren für mich das Schönste und Berührendste an dem Roman, man konnte sich das Leben der Verstorbenen und auch der Hinterbliebenen gedanklich ausmalen und in weitere Geschichten abtauchen.

Obwohl mir alle Protagonisten schnell ans Herz gewachsen sind, war mir besonders Stella sehr sympathisch. Ihr Ehemann Vincent, der von Dämonen der Vergangenheit getrieben ist, lässt keinerlei  Nähe zu. Als Leser erhält man immer mal wieder Einblicke in die romantische Vergangenheit des Paars. Doch die Kluft zwischen den beiden ist mittlerweile so groß, dass man sich fragt, ob sie jemals wieder zueinander finden können.

Die Thematik und die damit verbundene Tiefsinnigkeit mit poetischen Gedanken über das Leben und den Tod haben mir ausgesprochen gut gefallen. Auch wenn die Handlung teilweise etwas vor sich hinplätscherte und nach einer Weile vieles sehr vorhersehbar war, habe ich das Buch sehr gerne gelesen. 

MEIN FAZIT:
Abgesehen von der teilweise plätschernden Handlung und einer gewissen Vorhersehbarkeit, hat Rowan Coleman alles richtig gemacht. Eine wunderschöne Geschichte mit Protagonisten, die wie aus dem Leben gegriffen wirken und einer tiefsinnigen Thematik. Unglaublich berührende Abschiedsbriefe, die den Leser für kurze Zeit in Schicksale eintauchen lassen, sehr sympathische Protagonisten und Perspektivwechsel machen "Zwanzig Zeilen Liebe" zu einem nachdenklichen, schönen Roman über das Leben!

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

liebe, familie, jugendbuch, die quersumme von liebe, katrin zipse

Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734850110
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Als die 16-jährige Luzie im Müllcontainer zufällig eine Beerdigungskarte findet, gerät ihre Welt und ihr "System" ins Wanken. Denn ihre Oma ist bereits seit 10 Jahren tot. Luzie beginnt nachzuforschen und versucht die Wahrheit über den Todesfall und ihre Familiengeschichte herauszufinden.
Je mehr Luzie ans Licht bringt, desto mehr bricht ihr relativ normales Leben auseinander.
Das geht so weit bis Luzie plötzlich verschwunden ist und ihr kleiner Bruder Aaron sie zu suchen beginnt. Der kleine Junge sucht bei Puma, Luzies Exfreund, Hilfe. Eine Nacht lang sucht Puma verzweifelt nach Luzie und lernt dabei nicht nur Luzie neu kennen.

MEINE MEINUNG:

"Die Quersumme von Liebe" ... ein Titel, der sehr außergewöhnlich ist und sofort Assoziationen beim Leser hervorruft. Auch das Cover ist wie immer bei den Büchern aus dem Magellan Verlag unglaublich schön und ausdrucksstark.

Der zweite Jugendroman von Katrin Zipse stand schon lange auf meiner Wunschliste, da mir "Glücksdrachenzeit" letztes Jahr außerordentlich gut gefiel. Nachdem ich auf der Buchmesse bei einem Meet & Greet mit der Autorin schon so viel über die Hintergründe zu dem Buch erfahren hatte, wurde ich noch neugieriger und startete das Buch schließlich mit hohen Erwartungen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Luzie und Puma geschrieben. Zwischendrin finden sich immer wieder kurze Abschnitte, die vorerst rätselhaft bleiben. Zudem gibt es kurze "Lektionen für Mikroben" - kleine Lebensweisheiten, die Luzie verfasst. "Die Quersumme von Liebe" beginnt mit Luzies Part, in dem sie erklärt, dass "das System" versagt hat. Nach diesem System handelt Luzie und es macht sie auch aus. Z.B. bei Entscheidungen zählt sie etwas und verlässt sich darauf, dass bei einem geraden Ergebnis etwas Gutes passiert.
Doch dieses System funktioniert nicht mehr als Luzie zufällig die Beerdigungskarte ihrer Oma findet - die seit 10 Jahren tot ist. Sie beginnt nach der Wahrheit zu forschen und gerät dabei immer mehr in ein Netz aus Lügen und verschwiegenen Wahrheiten. Dabei stellt sich für Luzie die Frage inwieweit sie ihrer Familie noch vertrauen kann, denn sie stößt auf ein unglaubliches Geheimnis, das alles verändert.

Geschockt wie sie nun ist, verschwindet sie und hinterlässt ihren kleinen Bruder Aaron und Puma ratlos. Puma ist der männliche Hauptcharakter und wahnsinnig vor Sorge um Luzie, besonders, weil die beiden sich stark verstritten haben und er Luzies entdeckte Wahrheiten kennt.
Die Protagonisten waren mir allesamt schnell sympathisch, besonders Luzie und Puma muss man einfach gernhaben. Luzie ist taff, schlagfertig und besonders durch ihre Eigenart, von allem die Quersumme zu errechnen, ist sie mir eng ans Herz gewachsen. Zudem gibt sie nie auf und teilweise habe ich ihre unermüdliche Stärke sehr bewundert.

Anfangs ist das Buch etwas verwirrend, weil vieles aus Rückblicken erzählt wird, aber genau das bestärkt die Neugier und hat mich in einen Lesesog gezogen.
Wer ist der Riese? Wieso hat Luzie öfters Attacken, bei denen sie nur noch Wasser sieht? Was wird ihr verschwiegen?
Durch diese Fragen, die man sich als Leser stellt, bleibt die Spannung durchgehend erhalten und regt den Leser zum Nachdenken und Spekulieren an.

Die Perspektivwahl ist Katrin Zipse auch bei diesem Buch perfekt gelungen. Mit einem einfühlenden und auch sehr persönlichen Schreibstil, der mir immer direkt ans Herz geht, nimmt sie den Leser mit auf Pumas Suche nach Luzie und Luzies Entschlüsselung ihrer Familiengeschichte.

"Die Quersumme von Liebe" ist nicht "nur" eine packende Familiengeschichte, auch die Liebesgeschichte von Puma und Luzie ist wirklich herzerwärmend und speziell.

Inhaltlich möchte ich auf keinen Fall viel verraten, um die Spannung zu halten. Besonders im hinteren Teil des Buches steigert Katrin Zipse das Spannungslevel noch einmal gewaltig und hat es geschafft mich das Buch in einem Rutsch verschlingen zu lassen. Dennoch muss man als Leser ab und zu schlucken, denn der Jugendroman geht nahe, bewegt und bedrückt. Die Erzählform von der Autorin bewirkt ein intensives und emotionales Leseerlebnis - Wut, Verzweiflung und Liebe werden authentisch herübergebracht und machen "Die Quersumme von Liebe" zu einer literarischen Achterbahnfahrt der Gefühle.

Auch wenn ich "Glücksdrachenzeit" und "Die Quersumme von Liebe" eigentlich gar nicht vergleichen möchte, finde ich persönlich, dass "Die Quersumme von Liebe" noch tiefgehender, persönlicher und fesselnder ist.

MEIN FAZIT:

Katrin Zipse gelingt mit "Die Quersumme von Liebe" ein Buch, das unglaublich emotional und tiefgehend ist. Ernste Themen werden von ihr authentisch mit sympathischen Protagonisten verpackt und lässt den Leser mit Luzie mitfiebern. Katrin Zipse gelingt eine literarische Achterbahnfahrt der Gefühle und ein emotionales Leseerlebnis.
Ein Jugendroman, den ich euch von ganzem Herzen empfehle!

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

afghanistan, roman, leihbuch

Der geheime Himmel - Eine Geschichte aus Afghanistan

Atia Abawi ,
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.09.2015
ISBN 9783423740142
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:

Die jugendliche Fatima lebt in einem kleinen Dorf in Afghanistan. Ihr Alltag ist geprägt von Routine und Traditionen.
Doch Samiullah, ein enger Freund aus ihrer Kindheit, kehrt in ihr Dorf zurück und bringt ihr geregeltes Leben durcheinander. Denn Kontakt zwischen den beiden ist verboten, so dass sie sich heimlich treffen. Mit der Zeit gestehen Fatima und Sami sich ein, dass nicht nur Freundschaft zwischen ihnen besteht, sondern auch Liebe. Eine verbotene Liebe ohne Chance, da Sami einem anderen Stamm angehört als Fatimas Familie. Als Samiullahs Cousin, der sich einer islamischen Miliz angeschlossen hat, die beiden verrät, nehmen die tragischen Ereignisse ihren Lauf.

MEINE MEINUNG:

Das Cover hat mir durch die farbliche Gestaltung und die Schlichtheit neugierig gemacht und nach dem Klappentext wollte ich quasi sofort loslesen.

Ich persönlich wusste nicht wirklich viel über Afghanistan und das tägliche Leben dort, aber ich interessiere mich sehr für andere Kulturen. Für Leser, die eine neue Kultur und ein neues Land entdecken möchten, ist dieses Jugendbuch wirklich ideal.
Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Autorin selbst aus Afghanistan stammt und das Buch dadurch authentischer wirkt.

Das Buch beginnt mit einer interessanten Einführung der Autorin, die von ihrem persönlichen Bezug zu Afghanistan und die Entstehung des Buches erzählt.

Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt, die sich durch verschiedene Erzähler unterscheiden. Generell wird das Buch jeweils aus der Ich-Perspektive von Fatima, Samiullah und Samis Cousin Rashid erzählt.

Diese Perspektivwechsel sind von der Autorin perfekt gewählt und geben dem Leser einen umfassenden und tiefgreifenden Einblick in den jeweiligen Charakter.

Ein weiterer großer Pluspunkt, den die Geschichte aufweist sind die afghanischen Wörter, die Atia Abawi einflicht und die am Ende des Buches im Glossar erklärt sind. So bekommt man einen kleinen Eindruck von der afghanischen Sprache.

"Der geheime Himmel" legt ein besonderes Augenmerk auf das Leben junger Mädchen und Frauen in der islamischen Welt. Diese interessante Thematik verarbeitet die Autorin sehr einfühlsam und ergreifend. An einigen Stellen musste ich Tränen vergießen und während des Lesens wächst die Wut über die Grausamkeit, die in diesen Ländern viel zu oft herrscht. Aktuelle Themen wie die Zwangsheirat, Taliban und die Konflikte zwischen den einzelnen Stämmen verarbeitet Abawi in ihrem Debütroman.

Die packende Geschichte von Fatima und Sami zog mich komplett in ihren Bann. Gerade durch die vielen Hindernisse, die ihre verbotene Liebe überwinden muss, entwickelte sich bei mir ein Lesesog.

Besonders Fatima war mir von Anfang sympathisch. Sie ist ein liebenswertes Mädchen, das davon träumt zu studieren und jemanden zu heiraten, den sie wirklich liebt. Eine Vorstellung, von der sie weiß, dass sie höchstwahrscheinlich für immer ein Wunschtraum bleiben wird.

Als Leser ist man allzu oft geschockt, z.B. darüber, dass Fatima durch ihre heimlichen Treffen mit Sami Schande über die ganze Familie gebracht hat oder die Brutalität der isamlischen Miliz. Besonders das Frauenbild in dieser Welt ist für uns erschreckend und nicht nachvollziehbar. Trotzdem freut man sich über die zarten Keime der Liebe zwischen Fatima und Samiullah und fiebert mit den beiden mit.

Ob ihre Liebe eine Chance hat, müsst ihr allerdings selber nachlesen.

MEIN FAZIT:

"Der geheime Himmel" hat mich auf jeder Seite komplett überzeugt und begeistert. Die Autorin schildert das Leben in Afghanistan authentisch und sehr bewegend aufgrund der Grausamkeit und Brutalität, die bei mir zu Wut führten und unverständlich sind. Fesselnd, spannend und berührend erzählt Atia Abawi die Geschichte eines jungen Liebespaars, deren Liebe verboten ist.

Eine Buchempfehlung von ganzem Herzen - Lasst euch ein auf diese literarische Reise nach Afghanistan.

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

jugendbuch, roadtrip, liebe, auf und davon, freundschaft

Auf und davon

David Arnold ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 24.08.2015
ISBN 9783453269835
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:

Schon lange stellt sich Mary Iris Malone, kurz Mim, vor abzuhauen. Seit ihre Eltern sich scheiden ließen, lebt Mim in einer inneren Leere. Nachdem sie unbeabsichtigt ein Gespräch belauscht und mitbekommt, dass ihre Mutter eine Krankheit hat, packt sie ihren Koffer und beschließt zu ihr zu fahren. Ohne ihrem Vater und ihrer Stiefmutter Kathy Bescheid zu sagen, macht sie sich auf den Weg nach Cleveland. Rechtzeitig zu dem Labour Dazyill sie ihre Mutter endlich wiedersehen.
Auf dieser langen Reise erlebt Mim allerhand Abenteuerliches und erlebt einen Reifeprozess.


Meine Meinung:

Aufgrund des farbenfrohen Covers mit der Shilouette und des Titels erwartete ich eine Geschichte voller Lebensfreude und Energie gemischt mit einer melancholischen Stimmung. Dennoch ging ich komplett unvoreingenommen und offen an das Buch heran - und genau das erwies sich als richtig. Mir fiel der Anfang in die Geschichte recht leicht aufgrund der einleitenden Erklärungen der Protagonistin. Bereits auf den ersten Seiten fällt der spezielle Schreibstil und die Besonderheit der Geschichte auf. Als Leser wird man direkt in den Bus nach Cleveland gesetzt und ein unvorhersehbarer Trip beginnt.

Die Kapitel sind mit Kilometerangaben versehen, was dem Buch ein wenig den Charakter eines Roadtrips verleiht. In der Ich-Perspektive erzählt die Protagonistin Mim in einem lebhaften Stil die Geschichte. Über Briefe, die Mim auf ihrer Reise schreibt und Erinnerungsfetzen erfährt man nach und nach alles über Mims Vergangenheit. Der Schreibstil des Autors hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Lebhaft, bildlich, witzig und tiefgründig erzählt David Arnold Mims Geschichte. Die kurzen prägnanten Sätze werden von Einwürfen und bildlich beschriebenen Situationen durchbrochen.

Das gesamte Buch spielt in einem Zeitraum von nur wenigen Tagen und doch ist die Geschichte voller Abenteuer, Begegnungen und skurriler Momente. Ernste Themen wie Krankheiten und Missbrauch werden einfühlsam und authentisch von David Arnold in die Geschichte eingewoben. Die Protagonistin Mim ist ehrlich, taff, stur und doch liebenswert. Sie hat ihre Kanten und Eigenheiten, unter anderem durch ihre Krankheit. Auch die Nebencharaktere wie die alte Dame Arlene, der Ponchomann und Mims Freunde Walt und der attraktive Beck sind stark gezeichnet mit Eigenheiten. Anhand des Klappentextes und der Aufmachung des Romans hätte ich nie gedacht, dass die Geschichte eine solche Verrücktheit und eine derartige Tiefe besitzt.

Aufgrund der immer neuen Ereignisse befindet man sich in einem Lesesog, der nie abbricht. Das Buch lässt sich flüssig lesen und doch regt es zum Nachdenken an und lässt einen öfters schlucken. Mein einziger Kritikpunkt an dem Roman ist der Klappentext, der meiner Meinung nach nicht richtig zu der Geschichte passt, weil es so gewöhnlich nach dem Leben einer rebellischen Jugendlichen klingt. David Arnolds Debütroman ist ein Juwel - authentisch, herzerwärmend und etwas ganz Besonderes!


Mein Fazit:

Wer einen außergewöhnlichen, definitiv einzigartigen Roman über das Leben lesen möchte, sollte unbedingt "Auf und davon" lesen. Besonders die Tiefe und die Skurilität der Geschichte haben mich komplett überzeugt. Lasst euch ohne Vorstellungen und Erwartungen auf Mim und ihre Welt ein und erlebt ein tiefgehendes, literarisches Abenteuer!

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89 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

verlust, gedächtnisverlust, autounfall, ich habe geweint, amnesie

Alles, was ich von mir weiß

Adele Griffin ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734850127
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Nach einem schweren Autounfall verliert Ember die Erinnerung an die letzten sechs Wochen. Nachdem sie ein Jahr lang Krankenhaus, Reha und Co. über sich ergehen lassen musste, darf sie endlich nach Hause zu ihrer Familie und ihren Freunden. Fieberhaft versucht sie die Zeit vor dem Unfall zu rekonstruieren und herauszufinden, welche Persönlichkeitsänderung damals in ihr vorging – eine Persönlichkeitsveränderung, von der sie immer nur Andeutungen mitbekommt. Und dann gibt es da auch noch Kai, einen völlig Fremden, von dem sie sich sofort angezogen fühlt ... und Holden, ihr Exfreund.

Meine Meinung:

Dieses Cover ist zum Verlieben - zauberhaft, sommerlich und doch geheimnisvoll. Aufgrund dieses fantastischen Covers und des interessanten Klappentextes war ich sehr neugierig auf die Geschichte.

Der Magellan Verlag zeichnet sich für mich durch sehr besondere Geschichten und ihre außergewöhnliche Covergestaltung aus.
"Alles was ich weiß" ist ein Schmuckstück und auch beim Abnehmen des Schutzumschlages sieht man eine filigrane, schöne Umschlaggestaltung.

Die Geschichte beginnt mit Embers Entlassung aus dem Addington Krankenhaus und dem damit verbundenen, zerbrochenen Gefühlszustandes der Protagonistin. Bereits am Anfang des Buches bekommt man erste Hinweise dafür, dass Ember sich vor dem Unfall verändert hat.
Nachdem sie bald herausfindet, dass ihr Beifahrer bei dem Unfall ums Leben gekommen ist, stürzt sie in tiefe Trauer und leidet unter schweren Schuldgefühlen. Wer war dieser Anthony, den sie "umgebracht" hat? Wie gut kannte sie ihn? Ember versucht die Bruchteile ihrer Erinnerungen wie Puzzleteile zusammenzufügen, um ihr altes Ich wieder zu finden.

Sehr gut gefallen haben mir die zwei großen Leidenschaften von Ember – das Tanzen und das Kochen. Besonders ihre Liebe zum Kochen arbeitet die Autorin sehr schön heraus. Auch die Musik von "Weregirl", die sie durch die schwere Zeit begleitet, wird sehr kraftvoll und intensiv beschrieben.

Die Geschichte von Ember wird vor der herbstlichen und winterlichen Kulisse New Yorks erzählt. Die Autorin erschafft hier eine wunderbare Atmosphäre, besonders durch gemütliche Cafés, wie das "Café Dave & Busters" und im Kontrast dazu die coole New Yorker Club Szene, wie das Areacode.
Das Motiv der Rebellion wird in dem Jugendbuch sehr schön eingearbeitet. Das Buch spiegelt einfühlsam den Wunsch von Teenagern wieder, sich verändern zu wollen – die komplette Typveränderung von der behüteten Tänzerin zur rebellischen Köchin, die lieben und leben will. Diese rebellische Phase, die Ember durchlebt, wird vor allem auch durch die beiden Jungs Kai und Holden reflektiert. Holden, Embers Exfreund ist lieb, nett, zuverlässig und die beiden kennen sich schon ewig. Kai dagegen ist der attraktive Fremde, von dem sie sich sofort angezogen fühlt. Ember ist hin- und hergerissen zwischen den beiden und vertraut schließlich auf ihr Herz.

Bei den Protagonisten bin ich zwiegespalten. Während mir einige Charaktere sehr gut gefallen haben, waren mir einige Charaktere zu blass gezeichnet. Auch mit Ember hatte ich einige Probleme. Einerseits bekommt man als Leser gefühlvolle Einblicke in Embers Gefühlschaos und ihre Verzweifelung, dennoch fehlte mir ein wenig der Tiefgang.
"Alles was ich von mir weiß" liest sich sehr flüssig und man taucht in die Geschichte ein, dennoch fehlt mir die Tiefe und der letzte Tick, der die Geschichte zu etwas ganz Besonderem macht.

Obwohl mir die Tiefe fehlte, ist das Buch eine tolle Unterhaltungsleküre mit einem einigen poetischen, schönen Stellen und Zitaten. Das Ende hat mir unheimlich gut gefallen, weil es unvorhersehbar und originell ist.

Mein Fazit:

Ein Jugendroman, der von der Suche nach dem alten Ich handelt. Die Kulisse New Yorks, die Leidenschaften der Protagonistin und das interessante Thema schaffen ein schönes Lesevergnügen. Leider fehlte ein wenig der Tiefgang und die Besonderheit, so dass das Buch für mich eine kurzweilige Unterhaltungsleküre blieb. Dennoch ein lesenswerter Jugendroman über Liebe, Rebellion und Freundschaft!

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195 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

liebe, krankheit, geheimnisse, villa, irmgard kramer

Am Ende der Welt traf ich Noah

Irmgard Kramer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Loewe, 27.07.2015
ISBN 9783785581278
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
Marlene muss den Urlaub mit ihren Eltern in einem langweiligen Kurort verbringen, obwohl sie doch so viel lieber etwas erleben will. Doch plötzlich steht da dieser rote Koffer vor ihr, der sie wie magnetisch anzieht. Kurzerhand nimmt sie eine andere Identität an und fährt mit einem Wildfremden ins Nirgendwo. Als Irina Pawlowa verbringt sie den Sommer in einer alten Villa abgeschieden von der Außenwelt. Ihre Aufgabe ist es, Noah, einem blinden Jungen, das Schwimmen beizubringen. Sie verliebt sich in Noah - plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und Marlenes einst so langweilige Welt steht Kopf.


Meine Meinung:
"Am Ende der Welt traf ich Noah" stand schon lange auf meiner Wunschliste. Aufgrund des wunderschönen, sommerlichen Covers und des außergewöhnlichen Klappentextes war ich sehr gespannt auf die Geschichte.

Alles beginnt mit einem roten Koffer, der das Leitmotiv der Geschichte wird. Marlene gibt sich als Besitzerin des Koffers aus und damit beginnt das Sommerabenteuer. Mit Viktor, einem Wildfremden, fährt sie in eine Villa, um dort zu arbeiten. Als Leser dreht sich das Karussell voller Fragen: Wieso lebt Noah alleine mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch? Wieso leben die drei Bewohner der Villa wie im 18. Jahrhundert? Als Leser wird man direkt in die Geschichte gezogen und gleich die ersten Seiten enthüllen den Charakter der Protgonistin. Sie will frei sein, Abenteuer erleben und die Welt entdecken.
Dieser Anfang hat mir sehr gut gefallen, weil es ohne Vorstellungen der Protagonstin sofort mit dem wichtigsten Handlungsstrang beginnt.

Aus der Sicht von Marlene erlebt man ein Sommerabenteuer, die erste große Liebe und kommt allerhand Geheimnissen auf die Spur.
Die Autorin beschreibt sehr schön die Gefühlswelt der sympathischen Protagonistin in der Ich-Perspektive. Auch die anderen Charaktere sind sehr stark ausgeprägt. Noah, ein blinder Junge, der komplett abgeschieden von der Außenwelt in einer alten Villa lebt und von dem Marlene sich angezogen fühlt. Schwester Fidelis, eine Nonne, die gleichzeitig Noahs Lehrerin ist und die Marlene nicht ganz geheuer ist. Der schweigsame Koch Anselm und der seltsame Gärtner Victor.

Irmgard Kramer gelingt es, den Leser zu fesseln, in dem sie immer mehr Puzzleteile aufdeckt und dann letztendlich ein komplett unvorhersehbares Ende herbeizaubert. Besonders am Ende des Buches brilliert die Autorin mit einem völlig anderen Schreibstil als zuvor. Sie reiht kurze, abgehackte Sätze aneinander und lässt dadurch den Leser komplett in Marlenes Gefühlswelt abtauchen.

Die Liebesgeschichte zwischen Noah und Marlene hat mir hauptsächlich deshalb so gut gefallen, weil sie keine Klischees enthält und durch ihre Zartheit und doch unbändige Kraft den Leser immer zum Lächeln bringt.

"Am Ende der Welt traf ich Noah" handelt nur von dem jeweiligen aktuellen Geschehen, über Marlenes Leben vor der Begebenheit mit dem roten Koffer erfährt man fast nichts. Die Geschichte ist aber so besonders und voller Geschehen im jeweiligen Jetzt, dass eingewobenes Vorwissen nur störend wäre.

Ebenfalls fantastisch ist die märchenhafte Sommerkulisse, die mit zauberhaften Naturbeschreibungen gedanklich ein Paradies erschaffen.
Doch dieses Paradies verwandelt sich. Im Laufe des Buches entwickelt sich die Geschichte immer mehr in eine geheimnisvolle, mystische Richtung, die sich sehr positiv auf das Spannungslevel auswirkt. Während man zuvor eine schöne, wenn auch nicht komplett fesselnde Geschichte liest, entwickelt sich ab ungefähr der Mitte des Jugendromans eine mitreißende, spannungsgeladene Geschichte, die mich nicht mehr losließ.
Das Ende lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Einerseits ist es besonders und unvorhersehbar, andererseits aber auch wie ein Schock. Dieses Ende regt zum Nachdenken an und lässt den Leser noch lange nicht los.



Mein Fazit:
"Am Ende der Welt traf ich Noah" beschert ein literarisches Sommerabenteuer. Protagonisten, die lebensgierig auf der Suche nach Freiheit sind und der ersten großen Liebe werden von der Autorin in einem wunderbaren Schreibstil beschrieben. Im Laufe des Buches wird die Geschichte immer außergewöhnlicher und endet schließlich mit einer unvorhersehbaren Wendung. Ein Lesegenuss, der noch lange nachhallt und gedanklich lange nicht loslässt!

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876 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 188 Rezensionen

selbstmord, liebe, depression, depressionen, jugendbuch

Mein Herz und andere schwarze Löcher

Jasmine Warga
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.04.2015
ISBN 9783737351416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Aysel hat Depressionen und will sterben. Punkt. Aus. Vorbei.
Sie sucht im Internet nach einem geeigneten Selbstmordpartner, um keinen Rückzieher zu machen und lernt dabei Roman kennen. Gut aussehend, sportlich, beliebt - Aysel kann nicht verstehen, wieso ausgerechnet er sich umbringen möchte. Doch dann lernt sie Roman näher kennen und kann sich nicht mehr vorstellen, dieses Leben aufgeben zu wollen. Sie beginnt um ihre Liebe und Romans Leben zu kämpfen.

Meine Meinung:

Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich dieses Buch unbedingt lesen.
Mit seinen bunten, unregelmäßig angeordneten Punkten im Kontast zu dem schwarzen Titel erwartete ich eine dunkle Geschichte, die aber mit Hoffnungspunkten durchzogen ist.

Bereits die erste Seite hat mich begeistert! Die Beschreibung von Musik und die Vorstellung des Seins nach dem Selbstmord ist sehr ungewöhnlich und haben mich sofort gefesselt, so dass ich immer weiter lesen musste.
Aysel liebt klassische Musik und Physik und leidet an Depressionen. Aufgrund eines Verbrechens, das ihr psychisch kranker Vater begangen hat, befürchtet sie, dass sie genauso werden könnte.

Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam in der Ich-Perspektive Aysels Gefühle, so dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte und großes Mitleid hatte aufgrund ihrer Schuldgefühlen wegen ihres Vaters und ihren Depressionen. Über jedem Kapitel steht die Anzahl der Tage, die Aysel noch "hinter sich bringen will" bevor sie sich das Leben nehmen will.
Als Leser ist es nicht immer leicht, direkt mit Aysels Todessehnsüchten, den Abgründen ihrer Seele und ihren Gefühlen der Einsamkeit konfrontiert zu werden. Die Depressionen halten Aysel fest umklammert und lassen keinerlei Glücksgefühle in ihr zu.

Im Internet stößt sie auf eine Seite, bei der man Selbstmordpartner finden kann. Nachdem sie einen Partner gefunden hat, kommt es zum ersten Treffen.
Roman ist sehr beliebt in der Schule, Sportler und Mädchenschwarm, so dass Aysel ihm gegenüber erst einmal sehr misstrauisch ist und nicht verstehen kann wieso sich jemand wie er umbringen will. Doch nach und nach kommen sich die beiden näher und Aysel verliebt sich in Roman. Roman ist allerdings fest entschlossen sich umzubringen, so dass Aysel in einer emotionalen Zwickmühle steckt. Kann sie Roman überzeugen bei ihr zu bleiben? Kann sie ihm die Schönheit des Lebens näherbringen?
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, einfühlsam und übte sofort eine Art Sogwirkung auf mich aus.

"Mein Herz und andere schwarze Löcher" regt zum Nachdenken an und ist sehr authentisch in Bezug auf die Protagonisten. Roman habe ich vom ersten Augenblick an gemocht und Aysels Entwicklung hat mich das Buch verschlingen lassen. Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so gefesselt hat und in dem diese sehr schwierigen Themen realitätsnah und für Jugendliche verarbeitet wurden.

Mein einzigster Kritikpunkt an diesem Werk ist die Schnelligkeit und vielleicht auch Surrealität mit der Aysel das Leben wieder lieben lernt und ihre Depressionen bekämpft. Dennoch zeigt das Jugendbuch, dass niemand verloren ist und gibt viel Hoffnung.

Ich bin schon sehr gespannt auf Jasmine Wargas nächstes Buch - mit "Mein Herz und andere schwarze Löcher" ist ihr ein sehr besonderes, wundervolles Jugendbuchdebüt gelungen!

Mein Fazit:

Eine außergewöhnliche Thematik, die unglaublich gefühlvoll in diese besondere Geschichte eingewoben wird. Als Leser hofft und bangt man mit Roman und Aysel und fliegt nur so durch die Seiten. Ein Jugendbuch, das mich nicht nur überzeugt, sondern in das ich mich verliebt habe.
"Mein Herz und andere schwarze Löcher" zeigt die Grausamkeit von Depressionen, aber auch die Hoffnung und den Weg zurück ins Leben. Ein Meisterwerk eines Debüts!

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(836)

1.362 Bibliotheken, 29 Leser, 4 Gruppen, 100 Rezensionen

freundschaft, liebe, jugendbuch, briefe, leben

Das also ist mein Leben

Stephen Chbosky , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.09.2011
ISBN 9783453267510
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Ein ganzer Roman, der allein aus zahlreichen Briefen an einen unbekannten Freund besteht? Anfangs fragte ich mich, ob diese Erzählweise einen ganzen Roman lang trägt. Aber diese Skepsis verflog schon nach wenigen Seiten. Und die Briefe von Charlie zogen mich geradezu in ihren Bann. Charlie schreibt mit so einer Offenheit und schonungslosen Ehrlichkeit, dass er einem schnell ans Herz wächst. Charlie ist ein einsamer Außenseiter, der von seinen Mitschülern vollkommen ausgegrenzt wird. Dennoch sind seine Briefe – bei aller Trauer und Melancholie, die in ihnen spürbar werden – auch immer voller Witz.

Charlie findet mit Sam und Patrick zwei Freunde, die selbst so gar nicht in die oberflächliche Highschool-Welt passen. Da ist die einfühlsame, verständnisvolle Sam und da ist der schwule Patrick, der heimlich mit dem Quarterback Brad liiert ist. Und zudem hat Charlie mit seinem Englischlehrer Bill einen  Lehrer, wie man ihn sich nur erträumen kann. Bill gibt Charlie privat immer wieder Bücher zu lesen, die zu Charlies Lieblingsbücher werden. So tauchen in den Briefen oft Personen auf, von denen man gar nicht genug bekommen kann.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass das Jugendbuch in den 90-er Jahren spielt und immer wieder die Details dieser Zeit aufgreift, wie Kassetten oder Schallplatten.
Nicht nur die Literatur und das Schreiben, sondern auch die Musik spielen eine große Rolle in Charlies Leben. Die genannten Songs habe ich mir teilweise während dem Lesen angehört und mich so noch besser in Charlies verworrenes Gefühlsleben hineinversetzen können.

Das Buch steckt so voller Höhen und Tiefen, Freud und Leid – und all dies erleben wir ganz aus der Perspektive von Charlie. Herauskommt ein intensives Leseerlebnis.


Mein Fazit:

Ein Briefroman, der berührt, zum Lachen bringt und zum Nachdenken anregt. Mit "Das also ist mein Leben" ist Chbosky ein einzigartiges Buch gelungen mit ungewöhnlichen, liebenswürdigen Protagonisten, einem Lebensgefühl mit passendem Soundtrack.

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

freundschaft, familie, schule, jugendroman, unbedingt lesen

Papierfliegerworte

Dawn O'Porter , Martina Tichy
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551583215
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Flo und Renée leben auf der kleinen Insel Guernsy und haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Doch durch Zufälle nähern sie sich einander an und beginnen miteinander über alles zu reden. Sie finden ineinander Vertrauen, Verständnis und endlich jemand, der ihnen zuhört. Aus einer zarten Annäherung entwickelt sich rasch eine unzertrennliche Mädchenfreundschaft. Die beiden gehen gemeinsam durch dick und dünn und sind immer füreinander da.
Sie versprechen sich einander pure Ehrlichkeit, doch Renée verschweigt Flo etwas und setzt damit ihre besondere Freundschaft aufs Spiel...

Meine Meinung:

Aufgrund des Covers erwartete ich eine fröhliche Sommergeschichte über eine Mädchenfreundschaft. Besondere Titel wie dieser wecken immer meine Neugier, besonders weil man mit Papierfliegern soviele Dinge assoziieren kann - Freiheit, heimliche Nachrichten in der Schule, zarte Gebilde aus Papier, die leicht zerreißen können...

Das einleitende Wort der Autorin hat mich noch neugieriger auf die Geschichte macht. Sie hat sich von ihren Tagebüchern zu diesem Buch inspirieren lassen und das Buch hat leichte autobiografische Bezüge zu ihrer eigenen Jugend.

Besonders gut gefällt mir, dass die Geschichte von Flo und Renée auf der kleinen britischen Insel Guernsy erzählt wird und in den 90-er Jahren spielt. Es tut der Geschichte gut, dass weder Smartphones, Internet noch soziale Netzwerke eine Rolle spielen, sondern z.B. Papierflieger als analoge Kommunikationsmittel in langweiligen Schulstunden dienen.

Die Protagonistinnen Flo und Renée sind sehr interessante ungewöhnliche Charaktere, die mir unglaublich gut gefallen haben. Flo hat kein Selbstbewusstsein und ist eher schüchtern. Ihr einziger Halt im Leben ist ihr Vater, der jedoch Alkoholiker geworden ist. Sie will ihre Abschlussprüfungen gut bestehen, um endlich weg von Guernsy zu kommen.
Renée gibt sich stark und spielt den Klassenclown, doch in ihr steckt die Sehnsucht nach Liebe. Ihre Mutter ist an Krebs gestorben und sie hat ebenfalls große familiäre Probleme.
Nach einer geteilten Portion Pommes nähern sich die beiden einander durch Papierflieger im Unterricht an. Als Renée für sie da ist, als Flo ihren Beistand am meisten braucht, ist endgültig der Damm zwischen den beiden gebrochen. Ihre Freundschaft wird allerdings unter anderem erschwert durch Sally, Flos "beste Freundin", die sie unglaublich schlecht behandelt. Im Laufe des Buches bekam ich immer mehr Wut auf diese Figur und teilweise auch auf Flos Schwäche sich nicht durchsetzen zu können.

Die Autorin schreibt immer abwechselnd in der Ich-Perspektive aus Flos und Renées Sicht. Diese Sichtwechsel bauen als Leser zu beiden Figuren eine Beziehung auf, so dass man sich in beide Mädchen gut hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist flüssig und sehr jugendlich.
Dieser Jugendroman hat mich des öfteren schockiert und berührt durch die Tragik und die Schwere der Leben der beiden 15-jährigen Mädchen. Wellen der Wut, der Trauer und des Mitgefühls brachen beim Lesen über mich herein. Die Autorin beschreibt die Geschichte ungeschönt und real - diese Erzählweise gefällt mir unglaublich gut und macht das Buch zu keiner leichten Kost und zugleich zu etwas Besonderem.
Meiner Meinung nach werden die Charaktere, die familiären Probleme, die Pubertätsprobleme und die Geschichte sehr authentisch erzählt.

Besonders Renée ist mir ans Herz gewachsen mit ihrer rebellischen Art, ihrer Fassade aus Coolness hinter der sich so viel mehr versteckt. Sehr oft konnte ich sie beim Lesen nicht nachvollziehen aufgrund ihrer Fehler und Schwächen, aber gerade das macht sie authentisch und zu einem sehr vielschichtigen, starken Charakter.
Interessant ist ebenfalls die Umgebung, in der die Freundschaft der beiden Mädchen entsteht. Sie gehen auf die Mädchenschule Tudor Falls, die meiner Meinung nach ziemlich strenge Regeln hat, die Renée alle bricht. Als Leser bekommt man hierbei einen interessanten Einblick in eine englische Mädchenschule.

Dawn O´Porter baut gekonnt Humor und Traurigkeit ein, so dass man gleichzeitig Weinen und Lachen möchte.

Mein Fazit:
Eine ungewöhnliche Geschichte über eine starke Mädchenfreundschaft. Vielschichtige Charaktere und die vielen familiären Probleme verleihen der Geschichte Tiefe. Ein Jugendroman für all diejenigen, die eine berührende und lustige Geschichte zugleich lesen wollen fernab des Mainstreams.

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337 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

tasmanien, liebe, lügen, meer, trauer

Der Sommer, in dem es zu schneien begann

Lucy Clarke , Claudia Franz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492060127
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Kurz nach ihrer Hochzeit stirbt Evas geliebter Ehemann Jackson. Für Eva bricht die Welt zusammen. In ihrer tiefen Trauer beschließt sie kurzerhand nach Tasmanien zu fahren, Jacksons Heimat, um seine Familie kennenzulernen. Doch in Tasmanien muss sie feststellen, dass sie alles andere als willkommen ist. Merkwürdigerweise wollen weder Jacksons Vater noch sein Bruder mit ihr sprechen. Doch nach und nach öffnet sich Sauls Bruder ihr gegenüber und die Wahrheit über ihren Ehemann kommt ans Licht.

Meine Meinung:

Ich wurde auf das Buch aufmerksam aufgrund des schönen Titels und der sommerlichen, bezaubernden Aufmachung. Die Wellen, die vom Cover auf die Seiten übergehen - ein absoluter Blickfang!

Aufgrund des Klappentexts habe ich einen schönen, traurigen Sommerroman erwartet. Doch der Roman birgt noch viel mehr...

Direkt im Prolog wird man als Leser mit Jacksons Tod konfrontiert und der darauffolgenden tiefen Trauer und inneren Leere der Protagonistin Eva. Die beiden waren erst seit kurzem verheiratet und Eva kann es nicht fassen, dass ihr geliebter Ehemann ihr entrissen wurde.
Sie möchte unbedingt Jacksons Familie kennenlernen, Kindheitsgeschichten über ihn hören und mit Menschen reden, die ihrem Mann nahestanden.
Doch angekommen in Tasmanien verhalten sich Jacksons Vater und Bruder sehr abweisend und wollen mit ihr nicht über Jackson sprechen.

Der flüssige Schreibstil hat mich schnell in die Geschichte einfinden lassen. Ziemlich schnell war ich gefesselt und konnte förmlich das Rauschen des Meeres am Strand von Wattleboon hören. Die ausführlichen Beschreibungen der Autorin machten die Geschichte authentisch und einfühlsam, dies wurde verstärkt durch die ausgeprägten Charaktere. Eva ist eine starke, emotionale Figur, die viel kämpfen muss. Über Jackson weiß man als Leser anfangs nicht ganz soviel, außer den liebevollen Erinnerungen von Eva an ihren Mann.
Der allwisende Erzählstil wurde sehr passend gewählt, um die Sichtweisen der verschiedenen Protagonisten aufzuzeigen. Allerdings fehlen dadurch auch ein wenig die Emotionen, die wahrscheinlich bei Eva in der Ich-Perspektive besser greifbar gewesen wären. In fast jedem Kapitel ist ein kursiver Teil in Briefform aus Jacksons Sicht geschrieben, wodurch man dem Geheimnis um ihn, das von Anfang an präsent ist, näher kommt.
Dieses Geheimnis entwickelt bereits vom Beginn der Geschichte eine Spannung und Sogwirkung, so dass ich immer weiterlesen wollte. Was verbarg Jackson? Welches dunkle Geheimnis umwob sein Leben? Diese Fragen gehen einem als Leser während dem Lesen durch den Kopf.

Eva wird mit Lügen und Verrat konfrontiert, so dass sie ihr ganzes Leben in Frage stellt. Eine überraschende Wendung folgt auf die nächste und sie muss viele Schicksalsschläge einstecken.
Ein weiterer Protagonist, der eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt, ist Saul, Jacksons Bruder. Nachdem er anfangs sehr abweisend gegenüber Eva ist, wird sein Mitleid geweckt und er beginnt ihr zu helfen. Doch es ist gar nicht so einfach das gutgehütete Geheimnis um Jackson verborgen zu halten...

Ein weiterer Pluspunkt ist das Thema des Meeres, das die Autorin sehr schön und atmosphärisch beschreibt. Besonders die Beschreibungen der Unterwasserwelt Tasmaniens wecken sofort das Fernweh!
Ebenfalls gut gefallen haben mir die Berufswahlen der Autorin. Eva beispielsweise ist Hebamme und Saul Meeresbiologe, zwei eher ungewöhnliche Berufe, die die Autorin geschickt aufgreift und ausarbeitet.


Mein Fazit:
Der perfekte Sommerroman für Lesetage am Strand. Gefühl, Spannung und interessante Charaktere ließen mich diesen Roman verschlingen. Ein Roman, der berührt, fesselt und das Fernweh weckt!

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390 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

liebe, muskeldystrophie, freundschaft, jugendbuch, amy harmon

Vor uns das Leben

Amy Harmon , Jeannette Bauroth , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei INK, 02.10.2014
ISBN 9783863960735
Genre: Jugendbuch

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385 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

liebe, new york, 11. september, verlust, träume

Über uns der Himmel

Kristin Harmel , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.03.2015
ISBN 9783442383337
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Als Kates Ehemann am 11. September 2001 stirbt, stürzt ihre Welt ein. Sie weiß nicht wie sie ohne ihre große Liebe weiterleben soll und lebt in Schmerz, Trauer und Wut.
Dreizehn Jahre später fühlt Kate sich bereit für eine neue Liebe, aber dann hat sie sehr reale Träume,  die ihr das Leben zeigen, das sie mit Patrick hätte haben können.
Sie merkt, dass sie in diesem Leben scheinbar glücklicher ist und das sie mit ihrem mittlerweile Verlobten Dan so eine Liebe nie haben wird. Hin und Her gerissen zwischen ihrem schlechten Gewissen und dem Glück ihrem verstorbenen Ehemann in den Träumen zu begegnen, gibt Kate ihrem Leben eine neue Wendung.

Meine Meinung:

Nachdem mich Kristin Harmels Debütroman in Deutschland "Solange am Himmel Sterne stehen" tief berührt hat, musste ich natürlich auch ihren neuen Roman sofort lesen.
Allein der Prolog hat mich schon gefesselt, so dass ich immer weiterlesen musste und schnell tief in die Geschichte eingetaucht bin.
Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den 11. September 2001, der die beiden frisch Verheirateten Patrick und Kate auseinandergerissen hat. Im nächsten Kapitel durchlebt man einen Zeitsprung: Nun sind 13 Jahre vergangen und es geht um den Heiratsantrag von Dan, Kates neuem Freund.

Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam und berührend Kates Schmerz, Trauer und Wut. Der Schreibstil von Kristin Harmel liest sich sehr flüssig. Sie schreibt sehr gefühlvoll und die (meisten) Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Nach der Verlobung mit Dan beginnt Kate sehr reale Träume zu haben, die ihr ein Leben zeigen, wie sie es mit Patrick haben hätte können. Als Leser kann man sich in Kate sehr gut einfühlen – sie ist zerrissen zwischen ihrem schlechten Gewissen Dan gegenüber und dem unfassbaren Glück ihren Ehemann wiederzusehen.
Die Gefühlsachterbahn, die Kate durchlebt, wird sehr intensiv beschrieben und Kate ist mir sehr ans Herz gewachsen. Außerdem stellt sich als Leser die Frage, was es denn mit den Träumen auf sich hat. Wird Kate verrückt, wie sie teilweise selbst vermutet? Könnten die Träume real sein? Gibt es Schicksal?
 
Eine große Rolle in dem Roman spielt die Musik. Das liegt an Kates Beruf als Musiktherapeutin und ihrem späteren ehreamtlichen Engagement, gehörlosen Kindern mithilfe von Musik zu helfen. Dabei merkt sie wie gerne sie eine Mutter wäre. Die innere Stärke von Kate hat mir besonders gut gefallen. Sie kämpft für ihre Ziele und Träume und ist dabei sehr warmherzig. Durch das Verwenden der Ich-Schreibweise bekommt man als Leser immer Einblicke in Kates innerste Gedanken – das macht sie zu einer noch authentischeren Protagonistin.

Ein weiterer großer Pluspunkt an dem Roman ist, dass die Autorin sich wieder mehrere Thematiken ausgesucht und recherchiert hat und diese mit viel Fachwissen und Gefühl einflechtet. Das wären in diesem Fall unter anderem die Gebärdensprache und die Musiktherapie - zwei unglaublich interessante Themen über die man viel lernt!

Die Botschaft des Romans ist es, seine Träume zu verwirklichen und dabei glücklich zu werden. Und diese Botschaft setzt die Autorin wunderschön, aber keineswegs kitschig um. Der Roman erzählt von der Aufarbeitung von Verlust und Trauer, aber auch von dem Glück, der Liebe und dem Schicksal.

Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber es hält nochmals eine kleine Überraschung für den Leser bereit und ist ein wundervoller Abschluss. Die Autorin schafft es wieder einmal ein Ende zu schreiben, bei dem sich alle Puzzleteile zusammenfügen. Obwohl ich das Buch schnell weggelesen habe, habe ich mir im Nachhinein noch viele Gedanken dazu gemacht.

Mein Fazit:


Mit ihrem gefühlvollen, flüssigen Schreibstil, einer starken Protagonistin und einer Geschichte, die berührt, begeisterte mich Kristin Harmel vollkommen. Die Autorin verarbeitet unglaublich interessante Themen in ihrem Buch mit denen man vorher nicht gerechnet hätte.
Eine Geschichte, die mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt hat.

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551 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 159 Rezensionen

roadtrip, liebe, krebs, james patterson, freundschaft

Heart. Beat. Love.

James Patterson , Emily Raymond , Stephanie Singh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2015
ISBN 9783423761079
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:


Eigentlich ist Axi eine Streberin, aber dann schlägt sie ihrem besten Freund Robinson einen spontanen Roadtrip quer durch die USA vor. Robinson sagt sofort zu, allerdings merkt Axi bald, dass die Reise nach Robinsons Regeln laufen wird. Mit einer geklauten Harley fahren die beiden los und entdecken nicht nur San Francisco, L.A. und Co., sondern erleben Abenteuer, genießen ihre Freiheit und leben im Hier und Jetzt - bis ihr Schicksal sie einholt.

 

Meine Meinung:


Das Äußere des Buches hat mich gleich angesprochen. Aufgrund des sommerlichen Covers mit den vielen Fotos erwartete ich eine leichte Sommergeschichte. Doch der Klappentext und auch die Widmung des Autors lässt erahnen, dass mehr dahinter steckt und ein trauriges Ereignis die Geschichte überschatten wird. 

Wenn ich das Wort "Roadtrip" höre, assoziiere ich damit sofort Freiheit, Sommer, das Leben genießen und Abenteuer und genau das haben Axi und Robinson vor.

Axi, deren Mutter abgehauen ist und deren Vater Alkoholiker ist, beschließt mit ihrem besten Freund einen Roadtrip quer durch die USA zu machen. Das BM (Braves Mädchen) hat den Trip auch schon akribisch geplant, doch Robinson durchkreuzt ihre Pläne und klaut kurzerhand eine Harley, die sie nach Redwoods bringen soll.

Ich habe eine Weile gebraucht mit den Charakteren warm zu werden, obwohl ich Robinson von Anfang an mochte, weil er humorvoll und sympathisch ist.

Das gesamte Buch ist aus der Perspektive von Axi geschrieben worden. In der Ich-Erzählerform erzählt Axi von ihrer Reise. Gleich am Anfang des Buches erfährt man von ihrer Liebe zu Robinson und ihrer Angst ihm ihre Gefühle zu gestehen.

Die Aufmachung des Jugendromans finde ich unglaublich schön. In dem Buch ist eine USA Karte und auf den Seiten sind viele schwarz-weiß Fotografien, die wirklich wie spontane Schnappschüsse eines Roadtrips wirken. Diese Bilder haben den Lesegenuss des Roadtrips bei mir noch mehr gesteigert und machen das Buch besonders.

Die erste Hälfte des Buches hat mir richtig gut gefallen - ein verrückter Roadtrip mit allerhand lustiger Momente und der zarten Entwicklung einer Liebesgeschichte. Der lockere Schreibstil passt sehr gut zu dem Roadtrip, den die beiden erleben und die erste Hälfte des Buches schreit förmlich nach Sommer, "Carpe diem", Abenteuer und Adrenalin. Als Leser kann man sich richtig vorstellen, wie der Wind einem durch die Haare weht und der Genuss des Verbotenen die beiden Protagonisten lockt.

Doch dann werden Robinson und Axi von ihrer Vergangenheit eingeholt und sie merken, dass sie vor ihrem Schicksal nicht davonlaufen können. Inhaltlich möchte ich gar nicht viel verraten, aber ab diesem Moment kippt die Stimmung im Buch. Von leicht und humorvoll wechselt die Stimmung zu traurig und bedrückend. Auch diese Situation beschreibt der Autor sehr gut und emotional. Die Schilderung der Vergangenheit von Axi und Robinson und ihr Schicksal hat mich traurig gemacht, wütend und nachdenklich. 

Ein Kritikpunkt an dem Buch ist die Schnelligkeit, mir ging die Handlung teilweise einfach zu schnell. Der plötzliche Umschwung der Geschichte und der Verlauf des "zweiten Teils" der Geschichte. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass ich die Charaktere zwar gerne mochte, aber sie für mich dennoch nicht wirklich authenthisch und greifbar waren.

Das Schöne an dem Roadtrip ist, dass Axi dadurch eine Verwandlung durchmacht und mutiger wird. Während des Lesens hatte ich das Gefühl live bei dem Roadtrip dabei zu sein und das Adrenalin in den Adern zu spüren, den Sommerwind einzuatmen und die Freiheit zu genießen.

Fazit:

Insgesamt konnte mich "Heart. Beat. Love" gut unterhalten und ich hatte großes Lesevergnügen, Axi und Robinson auf ihrem verrückten Roadtrip quer durch die USA zu begleiten. Der Schreibstil des Autors ist locker und leicht, aber auch die ernsten Töne gelingen ihm gut, auch wenn mir die Handlung teilweise zu schnell ging. 

Die Aufmachung des Buches mit den vielen Fotos auf den Seiten, die verrückten Aktionen der beiden Protagonisten und das Gefühl live bei dem Roadtrip dabei zu sein, haben mich das Buch schnell verschlingen lassen und mir eine sommerliche, bittersüße Liebesgeschichte beschert.

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Tags: jugendroman, liebe, roadtrip   (3)
 

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487 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

magie, liebe, elemente, sandra regnier, fantasy

Die Zeitlos-Trilogie - Das Flüstern der Zeit

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551314222
Genre: Jugendbuch

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422 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

spin-off, maggie stiefvater, liebe, wölfe, schimmert die nacht

Schimmert die Nacht

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 09.03.2015
ISBN 9783839001776
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Das Liebespärchen Sam und Grace verlässt gemeinsam Mercy Falls, um zu studieren. Die toughe Isabell fokussiert sich auf ihre Zukunft, indem sie in L.A. als Ärztin arbeitet - Cole versucht sie aus ihren Gedanken zu verdrängen.
Als Cole aufgrund einer Realityshow nach L.A. zieht, ist Gefühlschaos vorprogrammiert. Der ehemalige Rockstar will ein neues Album aufnehmen, seinen Starruhm zurückerlangen und Isabel zurückerobern. Die jedoch hat der Männerwelt abgeschworen und sich vorgenommen Cole St. Clair´s Charme nie wieder zu verfallen.
Aber nach dem ersten Aufeinandertreffen lodern sofort die alten Gefühle und die Leidenschaft zwischen den beiden wieder auf.

Meine Meinung:

Auf "Schimmert die Nacht" habe ich solange gewartet und auf den Spin-Off Teil hingefiebert.
Da die Mercy Falls Trilogie zu meinen Lieblingstrilogien gehört und Isabel und Cole sehr interessante Charaktere sind, finde ich es genial, dass Maggie Stiefvater den Lesern eine Möglichkeit gibt ein letztes Mal in die Geschichte einzutauchen und den Flair der Reihe zu spüren. Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut, weil sie perfekt zu der Reihe passen und der Stil beibehalten wurde.

Der Prolog ließ Glücksgefühle in mir aufkommen und der unvergleichliche, atmosphärische Schreibstil von Maggie Stiefvater machte mir den Einstieg in die Geschichte leicht.

Die abwechselnden Erzählstränge aus Coles und Isabels Sicht, die jeweils aus der Ich-Erzähler-Perspektive geschrieben wurden, geben dem Leser einen perfekten Einblick in das Innere der Protagonisten und blicken hinter die jeweilige Fassade.
Cole und Isabel sind Charaktere, die mich schon immer fasziniert haben. Sie sind sehr vielschichtig, komplex und innerlich zerrissen. Cole, ehemaliger Rockstar, der sein Comeback plant und süchtig nach der "Wolfs-Droge" ist und Isabel, die toughe, teils kratzbürstige junge Frau, die ihre Gefühle gekonnt hinter einer Fassade versteckt. Beide haben mit ihren Problemen zu kämpfen und beide haben einen Verlust erlitten. Bei Cole ist dieses Gefühl der Trauer gepaart mit Schuldgefühlen, die ihn quälen.

Während bei der Mercy Falls Trilogie die zarte, romantische Liebesgeschichte von Sam und Grace im Vordergrund steht, zeigt Stiefvater hier eine völlig neue Seite - leidenschaftlicher, zerissener und auch amüsanter. Öfters musste ich während dem Lesen über die Schlagabtausche zwischen Isabel und Cole schmunzeln, besonders wegen Coles schrägem Humor und Isabels Schlagfertigkeit. In "Schimmert die Nacht" verzichtet die Autorin fast komplett auf fantastische Elemente, nur in Form der Wolfs-Droge geht sie auf die Vergangenheit der Wölfe ein.
Der Spin-Off Teil ist realitätsnaher erzählt und spinnt die bittersüße Liebesgeschichte von Isabel und Cole weiter, zwischen denen eine starke Anziehungskraft besteht und die einfach nicht voneinander loskommen. Deshalb können auch Leser unabhängig von der Mercy Falls Trilogie eine außergewöhnliche, schöne Liebesgeschichte genießen.
Auch die Nebenfiguren wie Isabels verschüchterte Cousine Sophia oder der Taxifahrer Leon schaffen eine neue Welt fernab von Mercy Falls und machen "Schimmert die Nacht" zu einem eigenständigen Buch mit melancholischer Grundstimmung.

Mir gefällt es sehr gut, dass die Autorin den Schauplatz ändert und die Geschichte von Isabel und Cole vor der sonnigen Kulisse L.A.´s erzählt wird. Die Glamourstadt reflektiert im Verlaufe des Buches Coles Stimmung wieder - während er anfangs voller Vorfreude ist und von dem Lebensgefühl begeistert ist, ändert sich seine Haltung zu der Stadt und auch seine Gefühlslage.

Ein großes Thema in dem Buch spielt Coles Liebe zur Musik und sein Comeback als Rockstar. Er will ein neues Album aufnehmen und wieder im Rampenlicht stehen, dabei helfen soll ihm Baby Norths Realityshow. Die Musik als großes Thema mochte ich unglaublich gerne, weil sie den Charakter von Cole reflektiert und ihn noch authentischer macht.

Der unglaubliche Schreibstil, die authentischen, komplexen Charaktere und die Beziehung zwischen Cole und Isabel ließen mich nur so durch die Seiten fliegen und auch das Ende gefällt mir gut.

Fazit:

Ein fantastischer Spin-Off Teil, der mich rundum überzeugt hat. Maggie Stiefvater verzichtet auf fantastische Elemente und erzählt die Liebesgeschichte zwischen Isabell und Cole atmosphärisch und unvergleichlich in L.A. weiter. Liebe, Leidenschaft, Zerrissenheit und schräger Humor bereiten nicht nur Fans der Mercy Falls Trilogie ein schimmerndes Lesevergnügen und erschweren den Abschied von den liebgewonnenen Charakteren.

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Tags: maggie stiefvater, mercy falls trilogie, spin off   (3)
 

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1.338 Bibliotheken, 36 Leser, 2 Gruppen, 166 Rezensionen

tod, briefe, liebe, freundschaft, familie

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Ein schönes Cover mit einer tollen Typografie und ein Klappentext, der mich auf eine berührende Geschichte hoffen ließ. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, weil es wirklich genau meinem Lesegeschmack entsprach. Ich habe allerdings anfangs viele Seiten gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, da sie Längen hatte und mich anfangs nicht berühren konnte.

Das ganze Buch besteht aus Briefen, die die Protagonistin Laurel an verstorbene Persönlichkeiten schreibt. Die Idee dahinter finde ich sehr schön und dadurch, dass man als Leser die Briefe wie eine Art Tagebuch liest, erfährt man die innersten Gedanken und Gefühle der Protagonistin. Ihre Ehrlichkeit macht Laurel zu einer authentischen Protagonistin und ermöglicht gleichzeitig ein sehr persönliches Leseerlebnis.
Die Sprache kommt ganz locker und umgangssprachlich daher – zugleich ist das Buch sehr tiefgründig und bewegend. Diese Kombination finde ich sehr gelungen und passend für die Briefform des Jugendbuches.

Die Charaktere sind vielschichtig und Laurel ist mir gleich ans Herz gewachsen.
Laurel durchläuft einen Reifeprozess. Anfangs verdrängt sie ihre eigene Identität und imitiert ihre Schwester, aber im Laufe der Geschichte wird sie selbstbewusst und entwickelt sich zu einem starken Charakter.
Als Leser verarbeitet man mit Laurel zusammen den Tod ihrer Schwester May und die damit verbundenen, verschiedenen Emotionen. Die Trauer, die Wut und die Schuldgefühle. Im Laufe der Geschichte kommt man Geheimnissen auf die Spur, Wahrheiten, die Laurel bisher immer verdrängt hatte. Dieses Herantasten an verborgene Wahrheiten hat mir unheimlich gut gefallen und es hat eine gewisse Spannung erzeugt, die mich ab ungefähr einem Drittel des Buches mitgerissen hat. Als ich bei der Hälfte angelangt war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und je mehr ich gelesen hatte, desto öfter musste ich schlucken und die geschriebenen Worte Laurel´s verdauen.
Von den anfänglichen Längen war nichts mehr zu spüren - die Geschichte der beiden Schwestern hat mich mitgenommen, gepackt und tief berührt.
Aber sie hat mich auch zum Nachdenken angeregt und einige Fragen in mir aufgeworfen.

Ein weiterer Bestandteil des Buches ist eine Liebesgeschichte zwischen Laurel und dem Junge Sky. Die Geschichte der beiden hat mich ebenfalls berührt, dennoch nimmt die Geschichte der beiden Schwestern den größten Teil des Buches ein und das ist auch richtig so.
Ein weiterer negativer Aspekt, neben der anfänglichen Längen, ist, dass ich May gegenüber zwiegespalten bin. Einerseits hat sie viele positive Eigenschaften, andererseits hat sie mich sehr wütend gemacht und mein Mitleid für Laurel wurde noch größer.
Ein weiterer großer Pluspunkt des Buches ist die Wahl der Persönlichkeiten und die persönlichen Bezüge der Protagonistin zu ihnen. Beispielsweise Kurt Cobain, der immer der Lieblingssänger von May und Laurel war. Die Autorin baut viele Songs ein, die eine Bedeutung für Laurel haben und erstellt damit eine Art Playlist für den Leser. Durch die vielen Informationen, die Ava Dellaira über die Prominente dem Leser gibt, erfährt man immer mehr über den Charakter Laurels und öfters habe ich das Buch aus der Hand gelegt und mehr über die verstorbenen Persönlichkeiten erfahren wollen.

Mein Fazit:

Trotz einiger Schwächen kann ich euch dieses Buch ans Herz legen, da es mich tief berühren konnte  und eine wunderschöne Geschichte erzählt mit einer authentischen Protagonistin.
Die Briefform des Buches und die vielen Songs, die die Autorin einfließen lässt, machen das Buch besonders und einzigartig.

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