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140 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

thriller, spionage, agenten, russland, cia

Wahrheit gegen Wahrheit

Karen Cleveland , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716746
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vivian Miller lebt ein ganz normales Leben als vollzeitarbeitende Mutter mit 4 Kindern, sie führt mit ihrem Mann eine glückliche Ehe und kämpft mit den alltäglichen Problemen wie Kinderkrankheiten, Zeit- und Geldmangel, aber im Großen + Ganzen ist sie glücklich. Nur ihr Arbeitsplatz ist etwas ausgefallener: Analytikerin bei der CIA, Spezialgebiet Russland.

Eines Tages entdeckt sie, dass ihr Mann Matt als Spion beim russischen Geheimdienst geführt wird, was er auch auf Anhieb zugibt. Und so bricht auf einen Schlag die gesamte Sicherheit ihres Lebenskonstruktes zusammen.
Liebt er sie wirklich? Seine gesamte Vergangenheit, seine Familie, alles was sie über ihn zu wissen glaubt: Lügen. Im Nachhinein wird ihr dann auch immer deutlicher, wie er sie subtil auf diesen Arbeitsplatz, der für die russische Spionage von großem Interesse ist, hingelotst und manipuliert hat.

Und noch schlimmer: wenn sie ihn offenbart und verrät, ist auch ihre Stelle und damit das Haupt-Familieneinkommen weg, die Krankenversicherungen, das auf Kredit gekaufte Haus wären dann alles verloren. Und so lässt sie sich auf eine Vertuschungsaktion ein, die Russen helfen gerne dabei und damit findet sie sich ganz schnell in einem Netz aus Erpressungen und Bedrohungen wieder.

Gelingt es ihr, mit oder gegen ihren Mann einen Ausweg aus dieser Lage zu finden?
Ich fand es unglaublich spannend, zu sehen, wie sich Vivian größte Mühe gibt, einen Weg zu finden, ihre Familie zu schützen und dabei doch nicht ihr Land zu verraten und zu sehen, wie der Sumpf an Verstrickungen immer tiefer wird. Die Autorin hat eine klare verständliche Sprache und die Handlungen von Vivian sind mir durchaus nachvollziehbar, das ist bei solchen Thrillern ja leider nicht immer so.

Ich habe jedenfalls sehr mitgefiebert und auch das Ende ist nicht ohne Tücke….
Eine ganz klare Empfehlung von mir mit 5 Sternen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

friesland, historisch, reale ereignisse, roman

Die Rückkehr der Lebenspflückerin

Regine Kölpin
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei KBV, 05.02.2018
ISBN 9783954414048
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch spielt auf der friesischen Halbinsel, hauptsächlich in der kleinen Stadt Jever. Offiziell steht die dortige Landesmutter Maria von Jever fest zum althergebrachten katholischen Glauben, doch insgeheim hegt sie und ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung durchaus Sympathien für den neuen protestantischen Glauben.

Da passiert ein Mord, dessen Hintergründe völlig im Dunkeln liegen. Allerdings wird die Magd Anneke, die den Mord beobachtet hat, seitdem immer wieder verfolgt und bedroht. Da sie auch von ihrem Herrn keinen Schutz, sondern nur Missbrauch und brutale Schläge bekommt, wendet sie sich in ihrer Angst an einen alten Freund, den Arzt Jan Valkensteyn und bittet ihn, nach Jever zu kommen. Allerdings weiß sie nicht, dass Jan mittlerweile mit der Hebamme Hiske verheiratet ist, die eine alte Rivalin von Anneke ist.

Jan fühlt sich aus alten Geschichten her verpflichtet, Anneke beizustehen und das beschert ihm Streit und Missmut mit seiner Frau, schlussendlich reisen sie gemeinsam nach Jever, was für Hiske nicht ganz ungefährlich ist. Und dort versuchen sie einerseits, Anneke zu helfen und andererseits die mittlerweile 2 Morde aufzuklären.

Das liest sich ganz unterhaltsam, mir gefallen dabei die friesischen Einsprengsel an Sprache und Gebräuchen und auch die beigefügten Erläuterungen zu den historisch belegbaren Personen und geschichtlichen Abläufen finde ich sehr gelungen. Das Buch war mir auch Anlass, mich überhaupt mal mit diesem nördlichen Landstrich zu befassen.

Die eigentlichen Mordgeschichten wiederum finde ich jetzt nicht so schlüssig und überzeugend, aber das ist sicher Geschmacksache, wie auch die Wahrscheinlichkeit des Handelns bestimmter Personen in der damaligen Zeit. Zum anderen ist es sicher hilfreich, die Vorgänger-Bücher zu kennen, da fehlen mir doch einige Informationen.

Deshalb von mir gute 3 Sterne und eine Empfehlung für alle, die gerne historisierende Krimis und natürlich auch den friesischen Norden mögen.

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66 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

magdeburg, kathedrale, bau, dom, 13. jahrhundert

Die Kathedrale des Lichts

Ruben Laurin
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176366
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Baumeister Bohnsack hat den Auftrag bekommen, den neuen Dom in Magdeburg zu bauen. Zusammen mit seiner Tochter Helena, einer bildhübschen und gescheiten jungen Frau, macht er sich auf den Weg zu seiner neuen Wirkungsstätte. Dabei treffen die beiden immer neue und ganz unterschiedliche Personen, die sich ihrem Weg anschließen: der junge Ritter Ansgar von Lund mit seinem Knappen, zwar sehr erfolgreich im Turnierkampf, aber abgebrannt und mittellos bis auf die Knochen, den wendischen Sklaven Moritz, stark und als Bildhauer sehr begabt, aber durch traumatische Ereignisse in der Kindheit seelisch schwer angeschlagen, den Schmied Benno mit seiner mutigen und gutherzigen Frau Monica und noch manch andere.

Die Schicksale dieser Personen verweben sich im Laufe des Romans immer weiter miteinander, Helena verliebt sich, Ansgar und Moritz auch, neue undurchsichtige Gestalten tauchen auf und hassen und begehren wiederum andere, Menschen werden übel misshandelt und auch ermordet, es tut sich ein buntes Kaleidoskop an mittelalterlichen Gebräuchen und Sitten auf und nebenbei wächst der Dombau immer weiter fort. Helena verliert ihre erste Liebe und muss auf Geheiß ihres Vaters einen ungeliebten und grausamen Mann heiraten, Moritz kann sich an den Mördern seiner Familie rächen und findet zum Ende hin noch sein großes Glück.

Dazu kommt noch eine ganze Menge an Wissen zu den damaligen Bauweisen und sehr nett ist auch ein Einschub zur Geschichte des heiligen Mauritius, dessen Figur im Magdeburger Dom aufgestellt und verehrt wird.

Das liest sich sehr munter und spannend, man fiebert mit den Liebespaaren mit und trauert um die Toten, zum Teil freut man sich natürlich auch, wenn es die richtigen erwischt. Dem Autor gelingt es wirklich gut, dem Leser die ganz andere Lebenswelt der damaligen Zeit nahe zu bringen und ich bin durchaus sehr froh, heute zu leben und mich nicht den Vorgaben meines Vaters oder Ehemannes fügen zu müssen und trotz aller gegenwärtigen Probleme ist unser Leben glücklicherweise sehr viel friedlicher und weniger gewalttätig geworden.

Eine sehr gute Empfehlung für alle Leser, die gerne historische Roman lesen, die gut recherchiert sind und nicht nur die üblichen Geschichten mit lediglich altertümlichen Mäntelchen herum.

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(92)

136 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

einstein, physik, zürich, liebe, relativitätstheorie

Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch geht es um die weitgehend unbekannte erste Ehefrau Albert Einsteins, die er während ihres gemeinsamen Studiums in Zürich kennengelernt hatte. Erzählt wird der Roman aus der Sichtweise der Frau, Mileva Maric.

Mileva stammt aus Serbien und fiel schon als Kind durch ihre außerordentliche naturwissenschaftliche Begabung auf, die ihr Vater sehr förderte. Nicht zuletzt auch wegen einer angeborenen körperlichen Behinderung, auf Grund derer er es für unwahrscheinlich hielt, dass Mileva irgendwann einen guten Ehemann finden würde. Diese Tatsachen aber machten das Kind auch zur Außenseiterin unter den Schulkameradinnen, worunter Milena sehr litt. Daher war es für sie sehr wichtig, Anerkennung an der Hochschule und unter den Mitstudenten zu bekommen.

Gleichzeitig war sie aber leider dadurch auch sehr empfänglich für das Interesse, was Albert Einstein an ihr als Frau entwickelte. Und als sie unverheiratet von ihm schwanger wird, beginnt das Unglück. Stück für Stück lässt sie sich von ihm immer weiter in die Rolle als ihn versorgende und umkümmernde Ehefrau zurückdrängen. Viel zu lang muss sie sich demütigen und missachten lassen, die Angst, mittellos und gesellschaftlich geächtet dazustehen ist zu groß. Ihr Anteil an den gemeinsamen Forschungen und Theorien wird verschwiegen und getilgt und die Ehe scheitert dann doch auch an seinen zahlreichen Affairen und außerehelichen Liebschaften.

Das wird alles sehr nachvollziehbar und verständlich dargelegt. Glücklicherweise würde heutzutage keine Frau mit einer guten Ausbildung und Intelligenz sich in solche materielle Abhängigkeit begeben müssen und auch das Leben als geschiedene Frau wäre völlig normal und kein Grund für eine gesellschaftliche Ächtung. Damals jedoch war es unmöglich, als gescheiterte Ehefrau eine Anstellung als Wissenschaftlerin zu bekommen, zumal Mileva Maric auch keinen Hochschulabschluss erreicht hatte.

Am liebsten würde man beim Lesen Mileva immer wieder warnen und von bestimmten Schritten in Richtung einer unterdrückten und gering geachteten Ehefrau und Haushälterin abhalten. Albert Einstein wiederum kommt natürlich in dem Buch nicht besonders gut weg, auch die 2. Ehe, die in diesem Buch nicht behandelt wird, war wohl immer wieder durch seine Liebschaften stark belastet. Wobei hier seine 2. Frau Elsa auch hätte gewarnt sein müssen, das sie ja auch ein Grund fürs Scheitern der Ehe mit Mileva Maric gewesen ist.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und zeigt wieder, wie glücklich wir Frauen heute sein können, dass diese gesellschaftlichen Zustände zumindest hier in Mitteleuropa weitgehend überwunden sind und wie kostbar unsere nahezu gleichberechtigten Möglichkeiten zur beruflichen Entfaltung uns sein sollten.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

nibelungenschatz, bornholm, geschichte, tauchen, derbornholmcode

Der Bornholm-Code

Thorsten Oliver Rehm
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Ruhland, 08.12.2017
ISBN 9783920793306
Genre: Romane

Rezension:

Diesem Buch merkt man sehr deutlich an, dass der Autor für viele interessante Hobbys brennt, zum Beispiel:
- das Tauchen im warmen Mittelmeer, aber auch der kühlen, geheimnisvollen Ostsee
- das Suchen und Finden von mehr oder weniger historischen Artefakten unter Wasser
- die germanische Geschichte zu Zeiten der Kämpfe gegen die römischen Besetzungen am Rhein unter dem Cherusker-Fürsten Arminius
- die deutsche und nordische Sagenwelt z. B. um die Nibelungen und Burgunden und ihre möglichen wahren historischen Kerne
- die Verstrickungen und Abhängigkeiten öffentlicher Forschungs-Einrichtungen und Institute mit der Industrie, Sponsoren und privaten Geldgebern.

Und er schafft es wirklich, aus diesen vielen ganz unterschiedlichen Einzelteilen einen durchaus interessanten und spannenden Roman zu weben.

Der ehemalige Altertumsforscher Dr. Frank Stebe hat sich nach einem traumatischen Ereignis aus der Wissenschaftswelt zurückgezogen, arbeitet als Tauchlehrer und ist damit vordergründig zufrieden, als er die Einladung zu einem Forschungsprojekt an einem Schiffswrack vor Bornholm erhält, der er nicht widerstehen kann. Und dort vor Ort findet er mit seinem alten Freund Lars wahrhaftig einige Artefakte, die seine Theorie zu bestimmten Teilen der Geschichte, deren Verbindung mit der Nibelungensage und dem Burgundenvolk zu stützen und bekräftigen scheinen. Leider ist er nicht der Einzige, der sich für diese kostbaren Stücke interessiert, ein machtbesessener Mann mit sehr vielen Kontakten, Verbindungen und Einfluss will diese Teile um jeden Preis in seine Gewalt bekommen und schreckt dabei weder vor Erpressung, Entführung und Mord zurück.

Und nun beginnt ein spannender Kampf zwischen Gut und Böse, bei denen die Kräfteverhältnisse sehr ungleich verteilt sind und Frank und seine Freunde ebenfalls nur mit List und Tücke und viel Glück bestehen können.

Nebenbei erfährt man sehr viel über die deutsche Sagenwelt und deren mögliche Verknüpfung zur realen Geschichte, das hat mir viel Spaß beim Lesen bereitet und einige neue Erkenntnisse zu Wanderungsbewegungen der einzelnen Germanenstämme und ihrer Eroberungszüge beschert. Auch die Theorie zur Verknüpfung der Siegfried-Sage mit der historischen Figur Arminius ist für mich neu und nicht unwitzig, auch wenn ich sie für eher unwahrscheinlich halte.

Insgesamt liest sich das Buch sehr spannend, zeitweise sogar richtig Action-geladen und wer ein wenig Faible für Geschichte, die nordische Mythenwelt und Spaß am Spinnen von Ideen und Theorien hat, ist hier bestens bedient.

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

lucrezia borgia, renaissance, cesare borgia, historischer roman, borgia

Die letzte Borgia

Sarah Dunant , Peter Knecht
Flexibler Einband: 522 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363194
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mit Lukrezia Borgias Reise zur Hochzeit mit ihrem zukünftigen 3. Mann Alfonso d’Este. Hinter sich lässt sie Rom und dort einen geliebten Ehemann, der im Auftrag ihres eigenen Bruders Cesare getötet wurde.

Und so lässt sich mit wenigen Worten die gesamte, noch lebende Familie Borgia darstellen. Der Papstvater Alexander, seinen Kindern sehr zugetan, aber gleichzeitig diese auch immer wieder zum eigenen Machterhalt ausnutzend, Bruder Cesare, der seine Schwester überaus liebt und trotzdem auf ihre Gefühle keinerlei Rücksicht nimmt und Lukrezia selbst, die unter den Handlungen und Ränkespielen von Bruder und Vater leidet, sich aber dennoch nicht von ihnen lösen kann.

Schon auf der Reise lernt man dann auch Lukrezias Charakter kennen, durchaus verspielt und allen schönen Dingen zugetan, trotzdem aber auch klug und gerissen und absolut in der Lage, mit viel Charme und Härte ihren Willen durchzusetzen. Und diese Fähigkeiten wird sie am Hof in Ferrara in ihrer zukünftigen Schwiegerfamilie auch sehr brauchen und schlussendlich wird es ihr gelingen, sich einen eigenen Wirkungskreis dort aufzubauen.

Gleichzeitig werden auch der weitere Werdegang und Schicksal von Papst Alexander und von Cesare Borgia beschrieben und das ist gleichzeitig faszinierend und abstoßend.

Das alles wird sehr lebendig und eindringlich geschildert und auch die damals offensichtlich übliche alltägliche Grausamkeit im Umgang der Menschen wird sehr anschaulich beschrieben, gerade die Handlungen Cesare Borgias und die seiner Kämpfer kann man sich aus heutiger Sicht kaum vorstellen.

Wer satte historische Schmöker liebt, ist hier bestens beraten.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Im Schatten der Rose

Patricia E. James
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Feelings , 26.10.2016
ISBN 9783426216200
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im 8. Jahrhundert kämpfen auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands die bereits christianisierten Franken gegen die noch ihren alten Göttern anhängenden Sachsen (heute eher das Gebiet Niedersachsens). Und natürlich geht es hier wie fast immer nicht in 1. Linie um den wahren Glauben, sondern um Macht, Einfluss und Reichtum.

Und da liegt der Vorteil bei den Franken, die es sich leisten können, Krieger zu unterhalten, die „nur“ kämpfen und unterdrücken können müssen. Während der normale Sachse Bauer, Zimmermann und Kämpfer in einer Person sein muss und demzufolge weitaus weniger geübt im schlagen und morden ist. Dazu kommt ein nicht unerheblicher Drang zum Met bei den Sachsen, der bei Entscheidungsfindungen nicht unbedingt hilfreich ist.

Aber auch bei den Sachsen gibt es Männer wie das Dorfoberhaupt Theodard (Frauen sind in dieser Zeit nahezu unwichtig), die klar denken können und voraussehen, wie sich die Machtverhältnisse entwickeln werden. Und auch diese können sich nur falsch entscheiden, denn wenn sie ebenfalls zu Christen werden, verlieren sie die Unterstützung und Freundschaft mit ihren Nachbarn, während sie von den Franken trotzdem beargwöhnt und mit Misstrauen betrachtet werden. Also die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Und in diesen ganzen verworrenen unfriedlichen Zeiten verlieben sich der Sachse Alfgard und die Neu-Christin Liutgard ineinander und können wie die Königskinder nicht zueinanderkommen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Franke Merowech in das hübsche junge Mädchen verliebt und es nahezu unmöglich ist, ihn abzuweisen. Das würde immensen Ärger für sie selbst, ihre Familie und das gesamte Dorf bedeuten. Aber Liutgard kann nun mal ihrem Herzen nicht befehlen, den einen zu lassen und dafür den anderen zu lieben …

Das Ganze liest sich sehr locker und flüssig, zum Teil auch recht deftig und man erfährt dabei viele Details zum Leben in der damaligen Zeit, die Sachsenkriege sind ja eine Epoche unserer Geschichte, die eher wenig beachtet wird, obwohl auch diese eine sehr blutige Zeit war. Grundsätzlich gilt ein Menschenleben nur wenig und der Umgang miteinander ist sehr rau und hart.

Gut gefallen haben mir auch die Vor- und Nachwörter, die noch ein paar Fakten mehr zur damaligen Zeit erklären. Für Fans der germanischen Geschichte auf jeden Fall eine Empfehlung.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

korruption, l'aquila, erdbeben, mafia, antiseismische isolatoren

Zona Rossa

Sara More
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Fact-Fiction-Verlag, 19.10.2017
ISBN 9783945194102
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autorin verwebt in diesem Buch eine fiktive Familiengeschichte nach dem Erdbeben im italienischen Aquila im Jahr 2009 mit belegbaren Fakten aus Studien, Zeitschriften und anderen Akten. Teilweise mag man gar nicht glauben, wie viel Korruption, Egoismus und Mafia-Geschäfte sich tagtäglich nicht nur in dieser Gegend zutragen.

Zum Inhalt: das Erdbeben ist vorbei und die Bewohner der Region, die sehr hart davon betroffen sind, sammeln sich und versuchen, mit den menschlichen und materiellen Verlusten und Schäden klarzukommen. Die Hauptperson Viola hat ihren Mann und ihre Tochter verloren, ihr einzig verbliebenes Kind liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus und es ist nicht absehbar, ob und wie es überleben wird. Ihr zur Seite stehen Freunde und Familie, aber wirklich helfen können sie ihr nicht. Die Lager, in denen die Überlebenden untergebracht sind, sind menschenunwürdig und auch die nachfolgend gebauten neuen Häuser strotzen nur so von Baumängeln und Pfusch. Traumatherapien und psychologische Betreuung scheinen Fremdworte zu sein.

Unterdessen sammeln sich schon wieder potentielle Profiteure der Katastrophe und organisieren sich, um sich neue Bauaufträge zu zuschachern.
Gleichzeitig versuchen andere Betroffene und die deutsche Journalistin Karina, Verantwortliche für den unglaublichen Baupfusch, der für viele der Opfer verantwortlich ist, zu finden und zu stellen. Dabei geraten sie selbst ins Visier der Mafia und ihrer Helfer, nur wenige Personen sind überhaupt daran interessiert, die Vorgänge aufzudecken. Auch die Medien und die Öffentlichkeit haben sehr schnell genug von diesen Negativmeldungen und kehren zur alltäglichen seichten Unterhaltung zurück. Befördert wird dies natürlich auch durch die Politik, nicht zuletzt durch Italiens damaligen Ministerpräsidenten Berlusconi, der selbst in Mafia-Machenschaften verstrickt ist.

Mich haben diese Fakten unglaublich entsetzt, man mag gar nicht glauben, was in einem entwickelten Industriestaat in Europa alles möglich ist. Und ich bin sicher, dass den Bewohnern des Landes diese unglaublichen Schlampereien, Vorteilsnahmen und kriminellen Machenschaften durchaus bewusst sind, aber diese Strukturen felsenfest im ganzen Land verankert sind. Die Mafia besteht ja u. U. auch aus den eigenen Verwandten, Freunden und Nachbarn und ist keine Seuche, die von irgendwoher eingeschleppt wurde. Immerhin wurde ja auch Berlusconi allen öffentlichen Vorwürfen zum Trotz immer wieder gewählt, obwohl er aus deutscher Sicht oft absolut lächerlich wirkt(e).

Die erfundenen Geschichten, um die sich die Fakten sammeln, überzeugen mich zwar nicht immer, vielleicht fehlen mir hier auch Kenntnisse aus dem Vorläufer-Buch (warum z. B. Karina über Jahre ihrem Bekannten Luca hinterher schmachtet, kann ich nicht nachvollziehen), aber insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig und bringt mich immer wieder zum Staunen und Entsetzen. Natürlich ist mir auch bewusst, dass die italienische Mafia längst auch in Deutschland sitzt und agiert, aber ich hoffe doch, dass wir hier noch in Teilbereichen anders leben und miteinander umgehen. Und mit diesem Hintergrundwissen ist ein Programm für „Vereinigte Staaten von Europa“ für mich eine absolute Horrorvision.

Ich finde es bewundernswert, wie sich die Autorin immer wieder in diese wirklich existierenden Abgründe vertieft hat, mich würde das unglaublich deprimieren, zumal wenn ich dort reale Bekannte und Freunde hätte, die da im Dreck sitzen.

Für Menschen, die an Italien nicht nur z. B. die wunderschönen Landschaften der Toskana und die beeindruckende Südtiroler Bergwelt sehen mögen, auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

thriller, bernd rossbach, hirnforschung, jesus, wissenschaft

Das Jesus-Experiment

Bernd Roßbach
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 16.01.2018
ISBN 9783945362334
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Wissenschaftler Tom Jennings hat eine Methode gefunden, Erinnerungen und Erlebnisse aus der Vergangenheit nicht nur der untersuchten Person selbst, sondern auch die seiner Vorfahren als Live-Bilder bzw.-filme sichtbar zu machen. Natürlich finden sich sogleich Konkurrenten, die ihm diese Erfindung strittig machen wollen als auch potentielle Vermarkter, die erkennen, wie man aus dieser Methode maximalen Gewinn schlagen kann und ggf. damit auch noch andere Entwicklungen vorantreiben kann, wie z. B. eine Art Handy, das Gedanken und Wünsche erkennt und sofort in den Konsum umsetzt. Ich will stark hoffen, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis das auf den Markt kommt, ich bin sicher, dass diese Forschung auch in Wirklichkeit mit Hochdruck betrieben wird.

Jennings stößt nun auf eine Nachfahrin von Pontius Pilatus, in deren Erinnerung somit auch das Bild von Jesus gespeichert sein müsste und sticht damit in ein Wespennest, denn die Kirche ist an der Aufklärung und Verbreitung der wahren Ereignisse rings um Jesus` Tod alles andere als interessiert. Und nicht nur nicht interessiert, sondern auch entschlossen, mit allen möglichen Mitteln derartige Veröffentlichungen zu verhindern.
Und damit beginnt eine Hatz durch halb Europa, die stark an die Romane von Dan Brown erinnert.

Das Buch liest sich durchaus flüssig, allerdings ist mir eigentlich keine der Figuren des Buches wirklich nahe oder sympathisch, viele Handlungen sind mir nicht schlüssig oder logisch und die Auflösung am Ende ist auch etwas gewollt.

Nichtdestotrotz gibt das Buch Denkanstöße, was heutzutage in der Wissenschaft so betrieben wird und ob das wirklich für die Menschen sinnvoll und nötig ist. Das „Ansehen“ von Erinnerungen meiner Vorfahren halte ich eher für unwahrscheinlich, zumal man bei der Fülle der vererbten Bilder mit Sicherheit niemals einzelne Personen wiedererkennen oder identifizieren könnte, aber die Entwicklung von Sprachcomputern wie Alexa etc. geht ja schon eindeutig in die Richtung des iBiD.

Für Leser mit Interesse an Science Fiction gepaart mit einem bisschen Kirchenkritik ist das Buch eine gute Empfehlung.


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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

therme, circus, handelsbeziehungen, entführt, rom

Im Licht des Imperiums

Christine Ambrosius
E-Buch Text: 348 Seiten
Erschienen bei null, 14.11.2016
ISBN B01MYMQUH4
Genre: Sonstiges

Rezension:


Die junge Laura verdingt sich als Dienerin bei ihrem reichem Onkel Palladius Maximus, um die drückenden Schulden, die auf dem Gut ihrer Familie leiben, etwas zu mindern.


Daher muss sie mit diesem in seinen Haushalt in Rom ziehen und ist überwältigt von der Vielfalt und den Möglichkeiten, die diese Stadt schon zu der damaligen Zeit bietet. Laura begreift schnell und ist interessiert an den Vorgängen im Haushalt, leider hat ihr Onkel sie nicht ohne Hintergedanken zu sich ins Haus geholt und vergreift sich brutal an ihr. Doch es gelingt ihr, mit Ihrer Cousine Marcelina nach ihrer Hochzeit mit in deren Haus zu ziehen und lernt dort wiederum viel an kaufmännischen Gepflogenheiten und Sitten, allerdings fallen ihr auch Unregelmäßigkeiten nun schnell auf und sie macht sich dadurch nicht nur Freunde. Besonders ist ihr ein Freund des Hauses, Marius, ein großes Rätsel. Einerseits beschützt er sie und fördert sie bei kleinen Geschäften, andererseits gibt er sich schroff und unfreundlich.


Als sie ihrem Onkel eines Tages bei seinen Geschäften zu sehr in die Quere kommt, wird sie entführt. Wird es ihr gelingen, zu entkommen und vielleicht auch Marius wiederzusehen?
Das alles wird sehr lebendig beschrieben, man meint fast, das mehr oder weniger stinkende Garum zu riechen und die Geräusche in der lärmenden Innenstadt und den Insulae wahrzunehmen. Und es ist unglaublich, welch ausgefeiltes System an Verwaltung und in den Geschäftsbeziehungen es schon damals gab, wie strikt die Vorschriften waren, die das Zusammenleben regelten und durchaus sehr hochentwickelt. Ich fürchte, dass es in vielen Ländern der Erde heutzutage noch kein ähnliches System gibt bzw. sich nicht durchsetzen lässt.


Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht, das Buch gibt sehr unterhaltsame und interessante Einblicke in das Leben ganz unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und ist für Liebhaber historischer Geschichten auf jeden Fall eine Empfehlung.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

pharao

Der Kuss des Anubis

Brigitte Riebe
E-Buch Text: 414 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 01.08.2017
ISBN 9783958249523
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die 16-jährige Miu lebt mit ihrem Vater und ihrer Großmutter in Kemet am Nil, als sie zufällig mitbekommt, wie ein paar Männer einen Mordanschlag auf den Pharao planen. Glücklicherweise hat ihre Großmutter noch Kontakte an den Hof des Pharaos, so dass sie ihm eine Warnung zutragen können. Leider finden sich bei dieser Audienz der junge Pharao und Miu mehr als sympathisch und damit beginnen die Probleme.

Zudem ist Miu alles andere als gehorsam und sehr neugierig, so dass sie auch noch versucht, auf eigene Faust weiter zu ermitteln. Und so entspinnen sich um Miu, ihre Familie und Freunde eine ganze Menge an Verrätereien, alten und neuen Geheimnissen und auch einige Stückchen Liebe und Zuneigung.

Das liest sich alles flott und lebendig, allerdings nicht ganz in dem Stil, den ich von Brigitte Riebes anderen Büchern gewohnt war, da dies ein Buch eher für jugendliche Leser ist. Und deren Geschmack dürfte das Buch sicherlich voll und ganz treffen.

Sehr interessant sind natürlich immer wieder die Bräuche und Sitten im alten Ägypten, den ausschweifenden Totenkult, der einerseits betrieben wird und andererseits aber auch schon damals Grabräuber und Verbrecher anzieht, dazu die wechselnden Götterverehrungen, die jedesmal zu großen Verwirrungen und Umstürzen im ägyptischen Reich geführt haben.

Für Liebhaber historischer Bücher, besonders für sehr jugendliche, auf jeden Fall eine gute Empfehlung.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

katzenkrimi, gewonnen, krimi

Katzenwut: Kater Serrano ermittelt

Christine Anlauff
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.11.2017
ISBN 9783961480579
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin bei Katzenbüchern immer eher skeptisch, entweder sind sie mir zu verkitscht und lieblich und das entspricht meinen Erfahrungen nach nicht dem Charakter der kleinen Raubtiere, oder sie sind so verkopft, dass ich auch hier die Katzen-Welt darin nicht wiedererkenne.


Aber in diesem Buch stimmt für mich alles, ich bin völlig begeistert von dem ironischen, manchmal leicht bitteren, witzigen, manchmal auch distanzierten Schreibstil, dass ich vermutlich auch ein Kochbuch von Christine Anlauff mit Spaß lesen würde.

Zur Handlung: Mitten im verschneiten Potsdamer Winter wird die Leiche eines in einen Schneemann eingebauten Obdachlosen gefunden. Und nun ermittelt nicht nur die Mordkommission mit ihrem Chef Liebermann, sondern auch eine 4-er Katzengang, die sich in ihrer Ruhe durch den Geist des Toten erheblich beeinträchtigt sieht. Um den begriffsstutzigen Menschen auf die Spur zu helfen, müssen die Katzen mit ihnen in Interaktion treten und das ist nicht einfach. Wie kommuniziert man mit beschränkten Wesen, die weder Töne, noch Schwanzbewegungen noch sonstige Körpersprache begreifen?

Und dann gibt es noch einen weiteren Toten!

Meine erklärte Lieblingsfigur ist in diesem Buch die Pathologin Dr. Genrich, die die Menschheit in ihrer männlichen Form am liebsten schweigend vor sich auf den Tisch liegen sieht. Ich vermute, dass sich manche Leser mit dieser Art von Humor schwer tun können, aber ich bin absolut begeistert und vergebe maximale 5 Sterne!

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, kupferzeit, abenteuer, eltern, fantasie

Ljuba und der Reiter der Steppe

Julia Lalena Stöcken
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 24.11.2017
ISBN 9783960872368
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Menschenclans in der der großen Grassteppe leben weitgehend friedlich nebeneinander her, nur der schwarze Clan aus den Bergen überfällt immer wieder die Clans der Bauern und Fischer. Bei einem ihrer Rachefeldzüge geraten die beiden Töchter des Graslandclan-Häuptlings zusammen mit anderen Frauen in die Gefangenschaft des schwarzen Clans. Das Dorf wird niedergebrannt und viele Bewohner ermordet und verletzt.

Im Dorf des schwarzen Clans wiederum müssen die beiden Mädchen um ihr Überleben kämpfen. Um ihre jüngere Schwester vor dem schwarzen Häuptling zu retten, gibt sich Ljuba dem Häuptling hin. Unerwartet bekommt sie Unterstützung vom Kriegs-Hauptmann des Clans, der sie in sein Haus aufnimmt und ganz zart entwickeln sich auf beiden Seiten Gefühle …

Die Überlebenden des Graslandclans wiederum planen Rache und verbünden sich mit anderen Clans, um die ewigen Kämpfe mit dem schwarzen Clan zu beenden, dabei gibt es immer neue Ent- und Verwicklungen, böse Schlächter entpuppen sich als gute Spione, der böse Bruder wird vom guten Bruder verraten und entmachtet und immer wieder siegt auch doch die Liebe.

Das liest sich wirklich flüssig und locker, am Anfang sind die Unzahl an Personen und Namen etwas verwirrend, aber dann packte mich die Geschichte durchaus.

Das Hauptaugenmerk liegt allerdings eindeutig auf den zwischenmenschlichen Geschichten. So viele Details und Erkenntnisse zum allgemeinen Leben wie es z. B. die überragende Steinzeit-Buchreihe von J. M. Auel bietet, gibt es hier nicht, diese Tiefe wird bei weitem nicht erreicht, aber das wird m. E. nach den meisten Lesern eher entgegenkommen.

Für Liebhaber von Liebesgeschichten in historisierendem Umfeld ist das Buch eine gute Empfehlung.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

dark fantasy

Munditia

Melanie Vogltanz
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.03.2016
ISBN 9783959623223
Genre: Fantasy

Rezension:

Eigentlich wollte ich das Buch lesen, weil mich die Klassifizierung als historischer Roman angesprochen hat, diese Bücher liebe ich, mit Vampir-Fantasy habe ich eigentlich nichts am Hut.

Und dann stellte sich heraus, dass es doch ein Vampir-Roman mit maximal leicht historisch angehauchtem Setting ist und ich musste trotzdem auf jeden Fall bis zum Ende lesen, so spannend fand ich es dann.

Die Unsterbliche Elyssandra lebt seit einiger Zeit im mittelalterlichen Florenz, trifft dort auf alte Bekannte und lernt neue Unsterbliche kennen. Alle zusammen müssen sich einem übermächtigen Feind, der Genuinitá, stellen, die sämtliche Unsterbliche, also Vampire und Wölfe, in Florenz ausrotten will.
Dabei müssen sie immer neue Gegner besiegen, kriegen sich selbst immer wieder in die Haare, Eifersucht kommt auf, da Elyssandra sich zu einem der Wölfe hingezogen fühlt und mit diesem eine Liebesbeziehung beginnt, die ihrem alten Partner verständlicherweise überhaupt nicht passt. Und es stellt sich heraus, dass auch Unsterbliche sterblich sein können …

Obwohl es 2 Vorgängerromane gibt, die ich nicht kenne, war das Lesen trotzdem kein Problem, alle wichtigen Informationen sind auch in diesem Band kurz erläutert, man wird also nicht wie so oft genötigt, unbedingt auch die Vorgänger zu kaufen, das fand ich sehr angenehm.

Insgesamt hatte ich viel Spaß am Lesen, ich fand das Buch sehr spannend, wollte wissen, ob die kleine Gruppe ihr Leben retten oder sinnvoll aufgeben kann und deshalb von mir für alle fantasy-Begeisterten eine klare Lese-Empfehlung.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

roulette, utopie, million dollar boy, geld, will hofmann

Million Dollar Boy

Will Hofmann
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Wiebers Verlag, 15.11.2017
ISBN 9783942606301
Genre: Science-Fiction

Rezension:



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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

heather, regional, aurich, ostfriesland, thriller

H.E.A.T.H.E.R

Moa Graven
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.07.2017
ISBN 9783946868231
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Coverbild ist sehr gut gelungen, das augenlose Gesicht sieht sehr schaurig aus und der Titel knallt dann richtig auf dem Cover.

Die Geschichte beginnt mit einem illegalen Autorennen in Aurich, bei der Bergung der verunfallten Karossen und Insassen stellt sich heraus, dass eine der gefundenen Leichen einerseits schon deutlich länger tot sein muss und zum anderen keine Augen mehr hat.

Das Ermittlerteam Jan und Lisa, die zwar kein Paar sind, aber doch zusammen leben (hier fehlen mir vermutlich ein paar Vorkenntnisse aus vorherigen Büchern der Autorin?) finden heraus, dass es in der Vergangenheit noch einige ermordete Mädchen gab, bei denen Körperteile fehlten. So schält sich ein Täterbild heraus, der offensichtlich einerseits Zugang zu Leichen und Leichenentsorgung hat und andererseits nur bestimmte Körperteile entwendet.

Das liest sich alles flott und flüssig, das Ermittlerteam macht einen sympathischen Eindruck und die für mich deutlichen logischen Schwächen fallen nicht so sehr ins Gewicht. Denn zum einen finde ich es sehr weit hergeholt, aus lediglich 3 Buchstaben der Vornamen der toten Mädchen auf den hierzulande eher nicht gebräuchlichen Mädchen-Vornamen „Heather“ zu schließen, „Hertha“ wäre in Deutschland näherliegend, macht sich aber natürlich nicht so knallig gut als Titel. Und das der Täter seine Opfer nach den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen auswählt, ist mir auch eher etwas weit hergeholt, zumal er ja auch noch jeweils ganz spezielle Körperteile braucht. Mal abgesehen von der Kühlraumlogistik für die diversen Leichen sprichwörtlich im Keller.

In einer kleinen Nebenstory werden auch private Verwicklungen des Kommissars Jan Krömer aufgebaut, die dann in den Nachfolgeromanen dieser Reihe sicher noch weitergeführt werden.

Für Krimi-Leser, die Lokalkolorit mögen und jetzt nicht unbedingt auf strenge Logik Wert legen, ist das Buch auf jeden Fall eine spannende Empfehlung, deshalb von mir gute 3 Sterne.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

cornwall, krimi, apnoetauchen, leistungsdruck ., verschwundene mädchen

Das Wüten der Stille

Iris Grädler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.11.2017
ISBN 9783832163778
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hier passt für mich alles zusammen: ein schönes Cover, ein wirklich guter Titel und eine ganz solide Story. Das hatte ich in letzter Zeit eher selten.


Der Ansatz: Nachdem vor einigen Jahren schon einmal ein junges, musikalisch begabtes und hübsches Mädchen aus einem kleinen Küstennest in Cornwall spurlos verschwunden ist, wird seit einem Schulauftritt wieder eine junge Frau vermisst.


DI Collin sieht sofort Parallelen und beginnt mit Ermittlungen, obwohl Freundinnen und Eltern der vermissten Carla eine erstaunliche Ruhe an den Tag legen und seine Fragen und Erkundigungen für höchst übertrieben halten. Haben sie alle etwas zu verbergen? Und was hat es mit dem seltsamen Nachbarn auf sich?

Nachdem einige Tage später Carla noch immer nicht wieder aufgetaucht wird, beginnt nun doch allerseits die Suche. Das alles wird flüssig beschrieben, die Sprache ist klar und schnörkellos und die Ermittlungen laufen wirklich so, wie ich mir eine solide Polizeiarbeit vorstelle, Spuren tauchen auf, werden verfolgt und sind zum Teil sehr vielversprechend und brechen eben auch wieder in sich zusammen.
Sehr schön beschrieben sind die diversen Bewohner des Dorfes, zum einen die Eltern der zuerst verschwundenen Jenifer, die mit dem Verlust und der Ungewissheit absolut nicht klarkommen und sich immer weiter voneinander und einem „normalen“ Leben entfernen. Ebenso seltsam ist die familiäre Umgebung der vermissten Carla, Geld spielt zwar keine Rolle, aber Zuneigung und Geborgenheit gibt es hier eher kaum. Und so ähnlich läuft es auch in anderen Familien dort.

Wer Spaß hat an einer geduldigen Spurensuche und logischer Ermittlerarbeit und auch an den nicht immer gefälligen Innenansichten von diversen Familienverhältnissen wird an diesem Buch sicher seine Freude haben.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

roman, trediion, verena dahms

Eine Frau kämpft für ihren Traum

Verena Dahms
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei tredition, 27.07.2017
ISBN 9783743939349
Genre: Romane

Rezension:

Die kleine Anna flüchtet mit Ihren Eltern nach den Aufständen in ihrer ungarischen Heimat in ein abgelegenes Schweizer Bergdorf. Während sich ihre Mutter mit den ganz anderen Lebensumständen dort sehr schwer tut, gelingt es ihrem Vater und Anna selbst recht schnell, die Sprache zu lernen und Kontakt zu finden. Anna lernt leicht in der Schule und hat den unbändigen Drang zu zeichnen. Ihr Talent fällt einem Lehrer auf und er vermittelt ihr Lehrstunden bei einem Maler.

Sie hat das große Glück, immer wieder Unterstützer und Förderer zu finden, die ihr den Weg in die Künstlerschaft erleichtern zu versuchen. Leider bleiben bei ihrem Kampf um künstlerische Anerkennung und Erfolg die zwischenmenschlichen Beziehungen weitgehend auf der Strecke.

Das alles liest sich sehr flüssig und spannend, man will wissen, ob Anna es schafft, sich in der Kunstwelt durchzusetzen und auch, ob es ihr doch noch gelingt, eine Partnerschaft aufzubauen und Liebe und Hingabe nicht nur in ihre Bilder zu stecken. Mir selbst ist diese Besessenheit und einseitige Zuwendung eher fremd, deshalb kommt mir Annas Figur auch eher kalt und leidenschaftslos (außer in ihrer Malerei) vor. Aber vermutlich ist das bei vielen Künstler eben wirklich so.

Sehr interessant waren für mich sowohl die Einblicke in das Kunst-Umfeld mit ihren Galerien und Galeristen und der Macht, die diese auch haben und die Beschreibungen der Lebenswelt in Ungarn zu Zeiten des Eisernen Vorhangs.

Wer einen Einblick in die Lebenswelt eines modernen Künstlers haben will, ist mit diesem Roman gut beraten.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

mannanderba, charlottecole, sex, heißefrauundreichertyp, bargeschichten

Der Mann an der Bar

Charlotte Cole , Rebecca Maiden
E-Buch Text: 45 Seiten
Erschienen bei Selfpublishing, 16.08.2017
ISBN B074W8SRHL
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mann trifft Frau an der Bar, es beginnt ein Blick-, dann Körperkontakt, beide finden sich heiß, man zieht sich zurück in ein Separee und dann geht’s zur Sache. Damit lässt sich die Handlung weitgehend zusammenfassen, aber der Schreibstil ist durchaus ansprechend.

Da merkt man wirklich nicht nur ein bisschen Prickeln …

Wer erotische Storys mag, ist hier absolut richtig.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

sylt, liebe, freundschaft, julia rogasch, juliarogasch

Mit dir am Horizont: Ein Sylt-Roman

Julia Rogasch
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 06.11.2017
ISBN 9783958182318
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anna lebt in einer Vorzeigebeziehung in einer schicken Penthauswohnung in Hamburg und arbeitet zusammen mit ihrem gutaussehenden eloquenten Ehemann als Anwältin in der gemeinsamen Kanzlei. Bei so viel Perfektion auf einem Haufen müssen ja doch irgendwo verborgene Leichen liegen. Und die zeigen sich umgehend, als Anna einen Brief einer ehemaligen sehr engen Freundin erhält, die sie dringend um Hilfe bittet.

Gegen den Willen ihres Mannes reist sie nach Sylt, wo Tessa bislang lebt. Und dort muss Anna feststellen, dass sie zu spät gekommen ist ...


Und nun brechen reihenweise um sie herum sicher geglaubte Wahrheiten, Aussagen und Beziehungen zusammen.

Das alles liest sich sehr flott und gut, besonders gelungen finde ich die Schilderungen der Orts- und Landschaften auf Sylt, da merkt man viel Herzblut der Autorin. Hin und wieder werden die Seelenzustände und Befindlichkeiten der Hauptperson etwas zu ausführlich dargelegt, um dem Leser die Zwiespälte in Annas Seelenleben gang ganz nahe zu bringen, da könnte man ebenso wie an den manchmal etwas zu häufig aufgerufenen „dunklen Gewitterwolken am Horizont“ und „stahlblauen Augen“ gut ein paar Seiten kürzen.

Aber im Großen und Ganzen hat es mir viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, als Urlaubslektüre besonders bei einem Nordseetrip auf jeden Fall zu empfehlen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

sehnsucht nach liebe, selbstmord, erotikthriller, tragik, leidenschaft

Tod zweier Lehrer: Ein Beziehungsthriller

Eckhard Blenkle
E-Buch Text: 377 Seiten
Erschienen bei null, 09.10.2017
ISBN B076C99N8V
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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158 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

paris, die lichter von paris, eleanor brown, liebe, künstler

Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch verläuft in 2 Zeitebenen, zum einen mit Madeleine, die mit ihrem Mann in Chicago um die 2000-ender Jahreswende lebt und mit ihrem Leben fürchterlich unglücklich und komplett unzufrieden ist. Sie arbeitet nicht, ist für ihren Mann nur eine Art Statussymbol und muss das brave Püppchen spielen. Liebe und Zuneigung spielen hier eine eher untergeordnete Rolle. Nach einem Streit mit ihm reist sie ab in ihre Heimatstadt zu ihrer Mutter, mit der sie ein ähnlich distanziertes Verhältnis wie zu ihrem Mann hat. Ständig vergleicht sie sich mit ihrer Mutter und fühlt sich unterlegen und ungenügend.

Durch Zufall entdeckt sie auf dem Dachboden dann aber die Tagebücher ihrer Großmutter Margie, die ein ähnlich korsettiertes Leben führen musste, bis sich ihr durch einen glücklichen Zufall die Möglichkeit bietet, eine Zeit in Paris in den goldenen 20-er Jahren zu leben. Und so taucht auch Madeleine nun ein in diese verrückte, lebendige Stadt zu dieser Zeit, in der vieles im Umbruch und Aufbruch ist.
Und nun springt der Roman immer zwischen den beiden Frauen hin + her, das macht es für mich sehr spannend.

Und nach und nach entdeckt sich auch Madeleine neu, bekommt Impulse von neuen und alten Bekannten und Freunden und beginnt endlich, ihr Leben selbst zu gestalten.

Das Buch liest sich sehr flüssig und ich fand es sehr spannend, endlich zu erfahren, wie es mit den beiden Frauen nun weitergeht. Gerade die Beschreibung von Paris hat mir sehr gefallen.

Mit Madeleine wiederum hatte ich einige Probleme. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich eine Frau in meinem Alter so dermaßen von außen, erst Ihren Eltern und dann von ihrem Mann, beeinflussen und unterdrücken lässt. Das scheinen mir aber auch sehr selbstgewählte „Upper class“-Probleme zu sein, denn Geld spielt sowohl für Margies wie auch Madeleines Eltern keine Rolle und so gibt es erstmal keine Notwendigkeit, sich selbst finanziell zu unterhalten. Und das schafft natürlich Abhängigkeiten und fordert Wohlverhalten ein. Zu Margies Zeiten scheint mir das auch in ihrer Gesellschaftsschicht durchaus verständlich, allerdings nicht in heutigen Zeiten.

Deshalb bleibe ich bei sehr guten 4 Sternen und einer eindeutigen Leseempfehlung für alle, die sowohl Frauen- wie auch historische Romane lieben.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

geisterhaus, andrew mcgilmore, 2017, gruselroman, usa

Geister der Nacht

Andrew McGilmore
E-Buch Text
Erschienen bei Edel Elements, 12.10.2017
ISBN 9783962150457
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Beste an diesem Buch ist mich das Cover und das schicke Pseudonym der Autorin. Ansonsten kann ich leider keinerlei Logik oder sinnhaftes Handeln unter den handelnden Personen ausmachen.

Eine der Hauptfiguren, Jolyn, hat Geburtstag und wird von ihren Freunden mit einer Nacht in einem Spukhaus überrascht. Leider kann ich schon hier nicht verstehen, wie diese Gruppe zum Begriff „Freunde“ kommt. Eigentlich kann kaum einer den anderen leiden, ist eifersüchtig auf einen anderen, ständig streitet sich jeder mit jedem aus völlig unsinnig Gründen bzw. weil einer was gesagt hat und der andere das gemeint hat ...
Und das zieht sich durch die ganze Geschichte, das erschwert das Lesen und macht insgesamt keinen Spaß.

In dem Spukhaus passieren dann auch recht merkwürdige Geschichten, die aber leider auch völlig unglaubwürdig sind, Leute verschwinden in diversen Gängen, die vorher nicht da waren, plötzlich hängen Bilder an der Wand und waren vorher nicht da, Menschen werden wahlweise ein- und ausgesperrt, brechen durch Decken und nebenbei werden unmotiviert haufenweise Leute umgebracht. Normalerweise würde sich schon nach dem ersten Toten wohl eine Gruppe von Freunden instinktiv zusammenfinden und nicht einzeln in alle möglichen Richtungen verschwinden, um es einem potentiellen Mörder so richtig einfach zu machen. Mal davon abgesehen, dass es schon rein technisch nicht so einfach sein dürfte, jemanden zu töten, wenn derjenige schon auf der Hut ist, weil er x Leichen bereits entdeckt hat.

Ich habe bis zum Schluss durchgehalten und noch auf eine logische Erklärung gehofft, aber es endet damit, dass zum Schluss ein uralter Verehrer von Jolyn auftaucht mit einer völlig bescheuerten Geschichte, die ich nicht verraten will, vielleicht kann ja ein anderer Leser da mehr Sinn darin entdecken.

Für mich leider nur 2 Sterne, wie gesagt für das Cover und kleine Spuren von Spannung.

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131 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

humor, dystopie, qualityland, roman, marc-uwe kling

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Einerseits ist das Buch ein großer Lesespaß für alle Leute mit einem Hang zum schwarzen Humor, andererseits bleibt mir beim Lesen oft vor Schreck die Luft weg, weil ich genau solche Entwicklungen bei uns und in der Welt sehe und nicht ansatzweise weiß, wie man dies verhindern könnte.

Peter Arbeitsloser, dessen Nachname sich auf den Beruf seines Vaters bezieht, lebt ein eher einfaches Leben, da er nur ein „Unter-Level-10-Mensch“ ist. Die ersten Minuslevel hat er wohl schon aufgrund seines Nachnamens bekommen. Eines Tages erhält er von „TheShop“ (auch hier sind die Parallelen unübersehbar) einen rosafarbenen Delphin-Vibrator, den er zwar nicht bestellt hat, aber „TheShop“ weiß ja im Voraus, was seine Kunden wünschen. Peter wünscht dieses Ding nun auf gar keinen Fall und fängt an, Widerstand zu leisten, beginnt Fragen zu stellen und eigenständig Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei helfen ihm diverse ausrangierte und defekte KI = künstliche Intelligenzen und ein paar Menschen, die sich auch außerhalb der schönen Regelwelt bewegen.

Und erstaunlicherweise gelingt es ihm, Aufmerksamkeit zu bekommen. Andere Menschen schließen sich ihm an. Aber kann er etwas in Qualityland verändern, was über einen kurzen Internet-Hype hinausgeht?
Das liest sich unglaublich unterhaltsam, der Autor hat so viele Hinweise und Bezüge zu aktuellen Geschehnissen eingebaut (zum Beispiel die 57-Jährige, die sich jährlich Vierlinge einsetzen lässt), dass ich immer wieder lachen musste. Sehr gut haben mir auch immer wieder die eingestreuten Kommentare von diversen Forenlesern auf den schwarzen Seiten gefallen.
Aber wie können wir verhindern, dass sich unsere Welt dorthin entwickelt? Können wir das überhaupt verhindern? Wollen wir es bzw. wie viele würden das wollen? Sehr viele Menschen in Qualityland leben ja sehr gern dort.

Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

hamburg, bele freudenberg, freudenberg, geheimnis, 19. jahrhundert

Im Feuer der Freiheit

Bele Freudenberg
Buch: 384 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 26.07.2017
ISBN 9783956690907
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich liebe historische Roman und kann von wahren Begebenheiten, geschichtlichen Zusammenhängen und dergleichen eigentlich nicht genug bekommen. Nun habe ich aber in der Leserunde gemerkt, dass viele schon abschalten, wenn mehr als 1 Jahreszahl und eine wahre historische Begebenheit in einem Buch zusammenkommen. Da ist es für eine Autorin natürlich schwer, alle Seiten zufrieden zu stellen und so liegt dann auch hier der Augenmerk eher auf der Liebesgeschichte.
Die ist auch sehr schön aufgebaut, die junge Fanny, die als Waise bei ihrem Onkel in Hamburg lebt, verliert auch diesen und wird Georg von Alvesloh als Mündel überstellt. Und mit diesem verbindet sie schon eine ungute Geschichte. Zu einem besseren Verhältnis der beiden tragen die üblen Gerüchte, die sich um von Alvesloh ranken, nun auch gerade nicht bei.
Dazu kommt noch, dass Fanny ein recht naseweises vorwitziges Mädchen ist, das aber leider vom wahren Leben im Hamburg während der napoleonischen Kriege keine Ahnung hat. Sie hat keine Menschenkenntnis und versteht von den politischen Wirren dieser Zeit, als Hamburg französisch besetzt ist, dann von den Russen befreit und wieder aufgegeben wird und wiederum an Frankreich fällt, ebenfalls nichts. Das wäre ihr nicht zum Vorwurf zu machen, wenn sie nicht immer wieder mit viel Dickkopf Gutes versuchen will und so immer wieder in brenzlige Situationen gerät, aus denen ihr Vormund sie herausholen muss.
Aber schlussendlich siegt auch hier die Liebe und die beiden finden zusammen.
Das Lesen dieses Buches fällt leicht, und ich kann auch einige Hamburger Orte in dem Buch wiederfinden. Für mich wären noch einige historische Ereignisse und Ausführungen mehr noch interessanter gewesen, deshalb gebe ich Insgesamt dafür gute 4 Sterne.


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