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42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

pubertät, raf, 70er, deutschland, verhöhnte liebe

Liebe Steine Scherben

Jelle Behnert
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 09.09.2013
ISBN 9783351050061
Genre: Romane

Rezension:

Tilda und Johann. Johann und Tilda. Ein Gesetz, dass für immer bestehen sollte. Doch es bricht, als Sebastian die Zweisamkeit stört. So wird der heiße Sommer 1977 einer der komplexesten Sommer für drei von der Pubertät verwirrte Jugendliche.

Kraftvoll berichtet Jelle Behnert von der aufwühlenden Zeit des Jahres 1977, von der RAF und vom komplizierten Erwachsenwerden. Sprachlich ein großes, wuchtiges Werk, Verständlich teilweise gleich null. Die Charaktere wirken mit ihren maximal 14-15 Jahren derart übertrieben und keineswegs altersgerecht. Zudem werden die Jugendlichen oft unauthentisch und künstlich gezeichnet. Alle 3 haben einen sehr seltsamen Charakter, auch ihr handeln selbst ist nicht nachvollziehbar.

Die Geschichte an sich war für mich durchgängig verstörend und schockierend. Selbst die Gedanken der Heranwachsenden sind abstoßend und von Hass und Gewalt gezeichnet. Wahnvorstellungen, Hirngespinster und fast schon „Teufelsbesetzungen“ sind nicht selten im Buch zu finden.

Mein Fazit:

Abstoßend, eklig, komplex – nicht zu empfehlen!

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257 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, trauer, london, verlust, vergebung

Ein Tag im März

Jessica Thompson , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2013
ISBN 9783404169252
Genre: Liebesromane

Rezension:

Verzeihen – Verb Feindseligkeit/ Verbitterung/ Missgunst/ Ärger aufgeben, erlittenes Unrecht vergeben

Ein einziger Tag im März, der das Leben vieler grundlegend verändert. Ein Schuss, und schon hat Bryony ihren Mann für immer verloren. Keon, der schoss, wird den Rest seines Lebens unter der Last dieser Schuld leiden. Sara, die an diesem verhängnisvollen Abend eine schreckliche Entdeckung machte. Und Rachel, deren Leben an einem Stück Papier hängt.

All diesen ausdrucksstarken Charaktere hauchte Jessica Thompson mit ihrer einfühlsamen Art ein Leben ein. Das Buch dreht sich nicht um Fakten. Es geht besonders um Gefühle und Gedanken, Freundschaft und Hass, ja, selbst kleinste Gesten erzielen große Wirkung. Vor allem jedoch zielte die Autorin auf eine Geste: Die Vergebung.

Irren ist menschlich – verzeihen ist göttlich

Alexander Pope

Die Erzählstränge ihrer einzelnen Protagonisten flicht Jessica Thompson geschickt mit  viel Herz und Fantasie zusammen. Und nein, sie beschönigt weder die grausame Realität, noch hinterließ sie mich mit einem faden Beigeschmack. Alle Charaktere haben am Ende der 432 aus ihrem Verhalten dem Leben gegenüber gelernt. Auch ich nahm einzelne Lebensweisheiten mit auf den Weg. Solche, die ich mir beim Lesen selbst gebildet hatte. Manche Fehler muss man nicht schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Man kann sie durch gute Bücher vermeiden.

Mein Fazit:

Ein ausdrucksstarker, einfühlsamer, nachdenklicher Roman, der durch ein wundervoll gewähltes Thema die Herzen öffnet.

 

 

 

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, tod, familie, aufgabe, trauer

12 things to do before you crash and burn

James Proimos , Uwe-Michael Gutzschhahn
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 24.06.2013
ISBN 9783836957564
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Begräbnis seines Vaters verbringt Hercules den Rest der Ferien bei seinem Onkel Anthony. Auf ihn wartet eine Liste mit 12 Aufgaben und jede Menge Liebeschaos. Vergeblich sucht er die unbekannte Schöne aus dem Zug und muss dabei einiges Hürden nehmen...

 

Der Titel des Buch schließt meiner Meinung nach eher auf ein trauriges, von einer Krankheit gezeichnetes Buch, mit 12 Dingen, die vor dem Tod getan werden wollen. Doch nicht so hier: Die angebliche „Liste“ stellt sich als Schmierzettel mit 12 einfallslosen Alltäglichkeiten heraus und spielt im ganzen Buch nur eine winzige Nebenrolle.

 

Dafür dominieren auf 118 Seiten die kürzesten und ausdruckslosesten Sätze, die der Autor nur gefunden hat. Emotionen? – Fehlanzeige! In knappen 45 Minuten hatte ich das Buch durchgelesen und wurde ehrlich gesagt nicht einmal nur ansatzweise begeistert, im Gegenzug zumindest ordentlich gelangweilt.

 

Auch der Preis ist für dieses dünne Büchlein mehr wie überzogen und absolut nicht gerechtfertigt.

 

Mein Fazit:

Ein platter, emotionsloser Roman über einen ständig fluchenden Jugendlichen und dessen absurden Sommer.

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

dialyse, rosen, lehrerin, krankheit, rosenzucht

Die Liebe zu Rosen mit Dornen

Margaret Dilloway , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 16.09.2013
ISBN 9783442479023
Genre: Romane

Rezension:

Manche Leute klagen immerfort, dass Rosen Dornen haben. Ich dagegen freue mich, dass Dornen Rosen haben.

Alphonse Karr

Zurückgezogen lebt die Lehrerin Gal in einem kleinen Häuschen. Ihre Liebe zu Rosen ist grenzenlos und scheinbar das einzige, das sie besitzt. Als plötzlich ihre 15-jährige Nichte Riley und der Lehrer Morton in ihr Leben treten, gerät ihr streng organisiertes Leben komplett aus den Fugen und nichts ist mehr so, wie es war...

Rückblickend löste das Buch die unterschiedlichsten Gefühle in mir aus. Ich fühlte mich einsam, ungeliebt und von einer Krankheit gestraft, aber auch geschätzt und besonders. All die Emotionen, die Margaret Dilloway ihrer Protagonistin Galilee gab, übertrugen sich eins zu eins auf mich. Bei „Die Liebe zu Rosen mit Dornen“ handelt es sich um ein sehr gefühlbeladenes, ausdruckvolles Werk, welches vielleicht auf nicht immer leicht verdaubare Kost darstellt. Man merkt, wie sehr der Autorin bestimmte Themen am Herzen liegen, denn diese füllt sie mit der unfassbaren Kraft der Worte direkt dem Leser in die Seele.

Doch nicht nur emotional bewegt sich das Buch auf hohem Niveau, auch die von Gal geliebte Flora bildet einen zentralen Bildungspunkt der Geschichte. Wer nicht nach der 448. Seite das Gefühl hat, nun selbst erfolgreicher Rosenzüchter zu werden zu können, hat das Buch vermutlich nur überflogen. 

Ein einziger Kritikpunkt:  „Die Liebe zu Rosen mit Dornen“ zog sich an manchen Stellen leider recht eintönig in die Länge.

Mein Fazit:

Ein unglaublich facettenreicher, emotionsgeladener und informativer Roman!

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89 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

familiengeschichte, lebensbeichte, zeitgeschichte, obwohl meine gekiebte "kossi" dieses buch nicht lesen wollte und die meinungen ja auch weit auseinandergehen, medizin

Fünf Kopeken

Sarah Stricker
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.08.2013
ISBN 9783847905356
Genre: Romane

Rezension:

"Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt. 'Doofsein kannst du dir mit dem Gesicht wenigstens nicht erlauben', sagte er, und wie mit Allem im Leben hatte er natürlich auch damit recht. Also machte meine Mutter das, was sie am besten konnte: alle stolz. Mein armer Großvater konnte sich kaum entscheiden, welche ihrer tollen Begabungen das gesamte Gewicht seiner übersteigerten Erwartungen am meisten verdiente. Das Einzige, wozu meiner Mutter leider völlig das Talent fehlte, war die Liebe." Als diese mit einem Mal doch zuschlägt, mit einer solchen Wucht, dass die Mutter ein halbes Leben braucht, um sich davon zu erholen.

Ich schäme mich fast, dass ich den Klappentext des Buches kopiert habe. Doch nie zuvor haben diese wenigen Wörter und Sätze ein Buch so hervorragend beschrieben, wie man es selbst als Rezensent hätte tun können.

Schönheit ist relativ. Oder nicht? Seit „5 Kopeken“ bin ich mir sicher: Sie ist es! Die erste Seite des Buches handelt ausschließlich von Hässlichkeit, doch die Sätze enthalten so viel unglaubliche Schönheit und beeindruckende Intensivität, wie es nur wenige in der deutschen Sprache beherrschen. Nie bin ich dermaßen verschachtelten Sätzen mit so viel bedeutendem Inhalt mit jeder Menge Verständnis begegnet.

Die Liebe kämpft nicht mit fairen Mitteln. Sie berauscht den Gegner. Sie täuscht ihm vor, auf seiner Seite zu sein. Sie wiegt ihn im Glauben des Triumphs. Aber die hinterhältigste Waffe von allen ist die Hoffnung. Die Hoffnung ist es, die einen davon abhält, sich zur Wehr zu setzen. Die einen dazu bringt, der eigenen Vernunft zu misstrauen. Die einen immer weiter kämpfen lässt, so aussichtslos die Lage auch ist.

Zitat S. 478

Doch nicht immer ist es leicht, den Inhalt zu verarbeiten. Selbstverachtung, Demütigung und Hass prägen im Wesentlichen die Geschichte. Die namenlose Protagonistin verliert sich immer mehr, verliert den Boden unter den Füßen, kann ohne diesen Menschen nicht mehr Leben. Es ist erschreckend nah und ausführlich beschrieben, welche hohen Wellen unerwiderte Liebe schlagen kann.

In der Liebe ist Stolz das erste Opfer. Man kann sich mit Verachtung rüsten. Man kann die beiden Späher Hohn und Spott vorrausschicken, um das Lager des Feindes auszukundschaften. Aber je stolzer der Mensch, desto weniger wird er ihren Warnungen Beachtung schenken. Und umso verheerender sind am Ende die Verluste.

Zitat S. 453

Mein Fazit:

512 Seiten pure Faszination. Noch nie war Hässlichkeit schöner wie in diesem Buch. Es ist eines der größten, die ich je gelesen habe.

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222 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

krieg, irak, liebe, familie, soldatin

Zwischen uns das Meer

Kristin Hannah ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.09.2013
ISBN 9783548284781
Genre: Romane

Rezension:

"Weisheit bekommen wir nicht geschenkt;
wir müssen sie entdecken, nach einer Reise,
die niemand uns abnehmen oder
ersparen kann.
Marcel Proust"
(Zitat S. 319)

 

Ich liebe dich nicht mehr. Jolene, Mutter zweier Kinder, zieht nach einem schrecklichen Streit mit ihrem Mann in den Krieg. Michael ist von der ersten Minute an überfordert, doch die Zeit zollt diesen Tribut. Nicht wieder gutmachen kann er allerdings diesen Satz, den er ihr ins Gesicht geschleudert hatte. Als Jolene im Irak schwer verwundet wird, „kommt Michael endlich zur Besinnung: Ihm wird bewusst, dass er kurz davor ist, die Liebe seines Lebens zu verlieren, und er will ihr beistehen. Doch Jolene will ihn nie mehr sehen – zu tief sitzt der Schmerz. Aber Michael kämpft – wird es ihm gelingen, ihr Herz zurückzugewinnen?“

Zwischen uns das Meer. Eine unfassbare Entfernung. Krieg, Tod, Angst, Leiden. Die unfassbaren, grausamen und schmerzlichen Anblicke, verdrängt von uns, von denen, die Zusehen wie tapfere Mütter, Väter, Freundinnen, Freunde, Bekannte, Geliebte, Söhne und Töchter für ein Land kämpfen. Unser Land. Doch wie geht es IHNEN dabei? Wenn sie zurückkommen. Oder auch, wenn nicht. Kristin Hannah verschließt nicht die Augen. Sie öffnet sie. Und zwar auf diesen bewegenden 512 Seiten.

Ich habe dicke Tränen geweint. Ich habe süße Tränen gelacht. Und ich hatte Angst. Es ist wahrlich ein kleines Kunstwerk, dieses Buch. Kristin Hannah vereinigt so viele wichtige und bedeutsame Themen auf höchst emotionaler Basis. Sie macht auf vergessenes Schicksal aufmerksam und  scheut sich nicht davor, Tabuthemen anzuschneiden. Es ist einfach unbeschreiblich mitreißend.

Ich empfinde den allergrößten Respekt gegenüber diesen tapferen Frauen und Männern.

... und vor der Frau, die dieses schwere Schicksal nicht vergessen lässt.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

fremdgehen, schweiz, hausfrau, fußball, frauen

Almuth spielt auswärts

Tanja Kokoska
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 27.08.2013
ISBN 9783866123526
Genre: Romane

Rezension:

Almuth, Lilo und Paula – 3 Frauen Anfang 60 – die Schweiz und ein Kochbuch. Was zu Beginn ein einfacher Trip ohne Männer ist, artet bald schon zur großen Sinnfrage des Lebens aus. Was ist das wahre Rezept für eine Beziehung?

Nicht nur Almuth ist unzufrieden mit ihrem Leben. Lilo, deren Mann vor Kurzem verstorben ist und Paula, die für eine Jüngere verlassen wurde, treten mit Almuth eine Reise an, die ihr Leben grundlegend verändern wird.

 

Ein Buch geschrieben von einer Frau über eine Frau für Frauen, ohne aber anspruchslose Frauenliteratur zu sein (Gefiel mir einfach nur wahnsinnig gut! Quelle: uli123). Stattdessen wird tiefer gegraben, werden grundlegende Fragen aufgeworfen und mit jedem Spatenstich blüht die Protagonistin Almuth mehr auf. „Almuth spielt auswärts“ beschreibt so die Wandlung einer Hausfrau zur eigenständigen, geradlinigen und ehrgeizigen Frau, einer Frau, die sich nicht einfach abstempeln lässt, sondern das Leben mit 60 nochmal so richtig anpackt. Almuth philosophiert und sinniert auf 400 Seiten über die skurilsten Dinge aus den ungewöhnlichsten Sichtweisen und lässt eine Beziehung in ein komplett anderes Licht rücken.

 

„Frauen vermissen Küsse … Kochen ist was anderes, so wie mein Käsekuchen, der schmeckt immer gleich, seit fünfunddreißig Jahren. Küsse schmecken immer anders, obwohl es auch dieselben Zutaten sind, vier Lippen, zwei Zungen und los. Küsse können nicht wie Käsekuchen sein, aber Sex wie alte Brotreste, da soll sich einer auskennen“

S. 68

 

Tanja Kokoska hat dieses Buch nicht nur geschrieben, nein, sie hat es gelebt! Es ist kein Ratgeber, keine Biografie, aber auch nicht einfach ein Roman. Es ist eine farbenfrohe, themenreiche und nachdenkliche Mischung über die Liebe, das Leben und über sich selbst – in Sätze gepackt und mit ein wenig Witz und Ironie dekoriert.

 

Das Ende des Romans ist unvorhersehbar, vielleicht sogar ein wenig unwirklich zugleich. Es regt zum Nachdenken an und möchte auch im eigenen Leben Veränderungen bewirken.

 

 

 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

mord, freundschaft, teenager, pubertät, erpressung

Am Ende der Treppe, hinter der Tür

Sabine Ludwig , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783499216756
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16-jährige Martha ist mit ihrem Leben voll und ganz unzufrieden. Seit ihr Vater vor 2 Jahren starb, wohnt sie zusammen mit ihrer Mutter bei deren Freund Johannes und seiner Tochter Poppy. Zu allem Übel verliebt sich Martha auch noch Hals über Kopf in ihren Englischlehrer und verliert endgültig den Boden unter den Füßen, als sie zudem Ohren-Zeugin eines Mordes wird. Doch warum eigentlich nicht Profit aus der Sache schlagen und den Mörder mal eben um 50.000€ erpressen...?

 

Zickig. Empfindlich. Verliebt. Genervt. Gestresst. Unfair. Aggressiv. Verträumt. Zickig. Empfindlich. Verliebt. Genervt. Gestresst. Unfair. Aggressiv. Verträumt. Zickig. Empfindlich. Verliebt. Genervt. Gestresst. Unfair. Aggressiv. Verträumt.

 

... meine Zusammenfassung der ersten 100 Seiten eines Jugendkrimis. Spannung? Fehlanzeige! In ihrem neusten Roman „Am Ende der Treppe hinter der Tür“ hat sich Sabine Ludwig wohl dezent im Genre geirrt, denn bis auf meine Nerven strapazierte sich die Geschichte weder im emotionalen, noch im realen Teil.

Die Protagonistin weilt in ständigem Selbstmitleid, der Mörder ist von der 2. Seite an klar und die letzten Seiten überschlagen sich schier vor Ereignissen.

 

Auch wenn mich das Buch das ein oder andre mal zum schmunzeln brachte, mir Spaß machte und ich ein klein wenig in seinen Bann gezogen worden war, es bleibt ein fahler Beigeschmack, der sich einfach nicht von der Zunge kriegen lässt.

 

Ein Roman, dessen Spannung am Ende wohl lieber hinter der Tür geblieben ist!

 

 

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schicksal, zeitreise, wiedergeburt, schnee, karma

Die Unvollendete

Kate Atkinson , Anette Grube
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.09.2013
ISBN 9783426199817
Genre: Romane

Rezension:

AMOR FATI – die Liebe zum Schicksal

Eine unglaubliche Geschichte, die im November 1910 ihren Anfang nimmt und nie endet. Die Neugeborene Ursula stirbt noch während der Geburt, kurze Zeit später jedoch erlebt der Leser diese Szene immer und immer wieder, bis das Baby irgendwann endgültig das Licht der Welt erblicken kann. Auf diese Art und Weise verändert sich das ganze Buch stetig. Jede Entscheidung, jedes Wort und jede Geste bestimmen das Leben. Endet eine Begegnung, eine Feier oder gar ein Kuss mit dem Tod, so erwacht Ursula doch immer wieder „aus der weichen Dunkelheit, mit dem Versprechen von Schlaf, endlosem Schlaf“  diesen Lebensabschnitt so oft ändern lässt, bis sie das Unheil abwenden konnte – doch des einen Freud ist des anderen Leid. Vielleicht endete diese Sekunde in Glück, die nächste jedoch vielleicht  nicht…?  

Schlägt man nur die erste Seite des Buches auf, fliegen unwahrscheinlich viele Eindrücke im Raum. Zu viele, um sie sofort zu bereifen. Ja, auch zu viele, um sie zu verstehen. Behutsam sollte man sich durch das Buch tasten und alle Eindrücke wirken lassen. Die Grausamkeit des Krieges. Die Kraft der Liebe und die der Familie. Und die Schönheit des Lebens.                                                        Man sollte die vielen unbekannten Personen vorsichtig kennen lernen und nicht vorschnell urteilen. Wie im richtigen Leben kann der erste Eindruck täuschen. Traue nicht jedem, aber werde nicht verschlossen und misstrauisch! Und verzweifle nicht, wenn du nicht sofort den Schlüssel zum Schloss findest! Lass das Buch auf dich wirken und du wirst es verstehen.

Versteht man es, ist es unbeschreiblich. Es ist so schön, gleichermaßen aber auch traurig. Es rührt zu Tränen, macht wütend, streichelt die Seele, zieht sie aber auch schmerzhaft zusammen. Erweitert das Wissen, zeigt, wie wertvoll das Leben ist. Wie kurz, aber auch wie lang ein Leben sein kann. Und es lehrt ganz besonders eines: Das Leben ist zu kurz um unglücklich zu sein. Nicht jeder kann sein Leben wieder und wieder leben.

Letztendlich ist und bleibt diese zauberhafte Geschichte, so wie auch Ursula - Unvollendet.

 

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160 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, erste liebe, freundschaft, trennung, jugendbuch

43 Gründe, warum es AUS ist

Daniel Handler , Maira Kalman , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.07.2013
ISBN 9783446243132
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Ich sehe die Szene noch genau vor mir. Die Welt ist wieder in Ordnung, das sagt dieses Lächeln. Ich habe dich geliebt, aber hier hast du den ganzen Krempel zurück, raus aus meinem Leben damit, so wie mit dir, das sagt dieses Lächeln. Ich weiß, du kannst es nicht sehen, Ed, du nicht, aber wenn ich dir den ganzen Plot erzähle, vielleicht verstehst du’s dann doch, dieses eine Mal, denn selbst jetzt noch wünsche ich mir, dass du es kapierst. Ich liebe dich nicht mehr, natürlich nicht, trotzdem kann ich dir noch etwas zeigen."

S. 14

Min liebt Ed. Ed liebt Min. Auf den ersten Blick scheint alles klar und „normal“ zu sein. Doch bei genauerem Hinsehen bröckelt die schöne Fassade ihrer Beziehung gewaltig. Ed, der Frauenschwarm und Basketballstar. Min,  die unscheinbare Filmliebhaberin. Wie Feuer und Wasser könnte man meinen. Dennoch hält diese unglaublich heftige Liebe 2  Monate. Monate voller Verwirrung, wahrer Liebe und Betrug.

Anhand 43 Dingen erzählt Min ihre Liebes- und Leidensgeschichte von Anfang an. Nichts lässt sie aus. Stellenweise fand ich genau DAS total interessant. Ich erfuhr Dinge, die in allen anderen Büchern komplett unter den Tisch gekehrt wurden. Dennoch nervte es die meiste Zeit. Ich möchte als Leser wirklich nicht ALLES wissen, jede Sekunde bis ins einzelste Detail zerlegt präsentiert bekommen und somit überhaupt keinen Freiraum für eigene Vorstellungen zu lassen.

„43 Gründe warum es AUS ist“ wäre für mich ein wirklich tolles Buch. Hätte man diese eigentlich faszinierende Geschichte nicht ausgeschlachtet und somit auch jegliche Phantasie vertrieben. Wie oft schweifte ich ab, weil sich manche Dinge wiederholten, mich Stellen verwirrten oder zu Ami-mäßig erschienen, um es als Deutsche noch toll zu finden.

Besonders die Sache mit dem Sex trieb mich in den Wahnsinn. Nach 2 fast „erotischen“ Szenen erfuhr ich im hinteren Teil des Buches, dass es ein sogenannte „Alles außer …“ war, wie Min und Ed es so schön nannten. Vielleicht erwähnte Min es auch schon früher, wenn, habe ich es vermutlich überlesen.

Mein Fazit:

Eine wunderschön illustrierte und faszinierende Liebesgeschichte (ohne Happy-End!!!) zweier komplett unterschiedlicher Menschen, die sich gleichzeitig durch Unklarheiten und zu-viel-des-Guten  in ein schlechteres Licht stellt.

 

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

serienmörder, ulm, privatdetektivin, jule flemming, mord

Mein wirst du sein

Katrin Rodeit
Flexibler Einband: 305 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.07.2013
ISBN 9783839214572
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein ganz normaler Montagmorgen. Und doch ein Tag, der das Leben der Privatdetektivin Jule Flemming komplett auf den Kopf stellt. Für einen Freund soll Jule eine vermisste Frau aufspüren, die wenig später jedoch tot aufgefunden wird. Mutig ermittelt die junge Detektivin auf eigene Faust – teilweise gegen die Polizei – bis sie selbst ins Visier des Mörders gerät. Nur wird ihr jemand im entscheidenden Moment das Leben retten können?

 

Unglaublich facettenreich schildert Katrin Rodeit Beruf und Alltag ihrer Protagonistin Jule, der ganz schön durcheinander gewirbelt wurde. Geht es eben noch um Leben und Tod, so ist es der Autorin nicht weniger wichtig, eine lebensnahe Beziehung zu Jule zu erhalten. So lebt sie auch neben den Ermittlungen noch ein eigenes Leben, was das Buch „echt“ und kein bisschen (krimiüblich) gestellt aussehen lässt. Denn mal ehrlich! NORMALERWEISE führen auch echte Ermittler neben der Aufklärung eines Falles ein Leben, oder? Das wird doch gerne immer wieder vergessen...

 

Auch Jules Eigenheiten, vor allem aber ihre Ironie machten „Mein wirst du sein“ zu einem wahren Lesegenuss.  Zudem fehlten so neben etlichen „Grinsmomenten“ keinesfalls wohlige Angstschauer oder romantisches Prickeln. Nicht zu vergessen natürlich das spannende Mörderraten, mit dem mich Katrin Rodeit zwischendurch fast in den Wahnsinn trieb. Ich konnte es einfach nicht ertragen, dass Jule, die ich in der Zwischenzeit so liebgewonnen hatte, etwas zustoßen könnte.

 

Ja, alles in diesem Werk wurde einfach nur großartig umgesetzt und zeugt von einer Planung, die durch einen perfekten Spannungsbogen und einem WIRKLICH gelungenen Drumherum besticht.

 

Mein Fazit: Ein Krimi (laut amazon.de zwar ein Frauenroman), der mich durch die Vielzahl an Themen und etliche Thrillerelemente das erste Mal eine nahezu Vollkommenheit in diesem Genre entdecken ließ. Für mich ein Roman, der ähnliche Krimis oder Thriller in einen tödlichen Schatten stellt.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

österreich, krimi, reihe: dorli und lupo schatz, idefix, provinz

Saupech

Veronika A. Grager
Buch: 176 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.03.2013
ISBN 9783954510733
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als die Rentnerin Leni nach einer Seniorenfahrt vermisst und wenig später tot aufgefunden wird, steht schnell fest: Sie hatte wirklich Saupech! Denn gleichzeitig mit der Rentnerin gab auch der Pecher Hias den Löffel ab. Dorli und der Privatdetektiv Lupo machen sich auf die Suche nach dem Mörder und möglichen Zusammenhängen der beiden Toten. In ihrem Eifer graben sie nach und nach immer mehr Puzzleteile eines grausamen Serienmörders zutage, der es selbst nie leicht hatte.

 

Veronika A. Grager schuf in ihrem österreichischen Kriminalroman ein schnuckeliges Dorf, dass erst auf den zweiten Blick die Leichen in den Kellern der Anwohnern sichtbar macht. Stück für Stück flicht der Mörder selbst einige Kapitel in das Alltagsgeschehen ein und lässt uns an seiner schrecklichen Kindheit teilhaben.

 

Ruckelt die Achterbahn der Spannung am Anfang noch gemütlich ihren Weg entlang, so nimmt sie bald so sakrisch an Fahrt auf, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Auch die kurzen, übersichtlich geschriebenen Kapitel fesselten mich geradezu 200 Seiten lang an das Buch.

 

Auch der Spaß bleibt in „Saupech“ nicht auf der Strecke. So vergisst Dorli beispielsweise nie das „Sackerl fürs Gackerl“, wenn sie mit dem „Hund äußerln geht“! Auch Formulierungen wie „Die Wasserstoffblonde mit akutem Stoffmangel“ bescherten mir den ein oder anderen vergnügten Lacher.

 

Ich selbst bin mit Dorli und Lupo durch den hautnahen Erzählstil ebenfalls auf Mördersuche gegangen - lag aber komplett daneben! Ich kann nur sagen: Eine Überraschung bis zum Schluss, denn ich wusste erst wer’s war, als Dorli sich schon fast die Radieschen von unten angesehen hätte.

 

Mein Fazit: Ein wirklich wunderbar gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe im österreichischen Dialekt, der neben Spaß und Spannung ein geniales Gesamtpaket bildet, das den Leser immer wieder auf neue Fährten locken wird.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

ostsee, quallen, umwelt, spannung, freundschaft

Till und das Geheimnis der Tauchgondel

Claudia Montoreano
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Schelfbuch Verlag, 15.03.2012
ISBN 9783941689121
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Da hörten sie alle drei ein Geräusch von unten. Stumm und bewegungslos spitzten sie die Ohren.

„Hört sich so an, als würde Glas splittern“, flüsterte Kalle.

„Als liefe jemand über die Scherben in der Eingangshalle“, ergänzte Till und fühlte an seinem Hals die Aufregung pochen.

S. 112

 

Till besucht wie jedes Jahr in den Sommerferien seine Großeltern an der Ostsee. Doch diesmal mischt in dem sonst so beschaulichen Örtchen eine Tauchgondel das Leben dort komplett durcheinander. Gemeinsam mit Kalle und Ella geht Till den Geheimnissen nach...

 

Von der ersten Seite an überzeugte Claudia Montoreano durch liebevolles Plattdeutsch der Großeltern („Up den Wind heff ik luern“) und einer sachten Spannung, die ohne Gemetzel kindgerecht stetig ansteigt.

 

Sanft macht die Autorin selbst die kleinsten Leser auf die schrecklichen Auswirkungen von Überfischung der Weltmeere und den passenden Lebensraum für jedes Lebewesen aufmerksam.

 

Mein Fazit:

Ein gelungener Roman, der nicht nur unterhält, sonder auch anschaulich lehrt. Einzig für das (meiner Meinung nach) nicht so gelungene Cover gibt es ein Sternchen Abzug.

 

 

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(194)

335 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, freundschaft, maine, sommer, filmstar

Der Geschmack von Glück

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2013
ISBN 9783551583048
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Kindheitserinnerungen waren wie Bordgepäck: Egal wie weit man reiste oder für wie lange es reichen musste, man durfte immer nur zwei Taschen mitnehmen. In diesen Taschen war zwar einige verschwommene Bilder verstaut – ein Diner mit einer Jukebox direkt am Tisch, das Gefühl, auf der Schaukel angeschoben oder hochgehoben und herumgewirbelt zu werden -, doch die konnten eigentlich nicht für ein ganzes Leben reichen.“

 

Ein einziger Tippfehler und Grahams E-Mail landet in Ellis Postfach. Doch aus einem versehentlichem Dialog wird bald eine Netzfreundschaft, in der es zu kribbeln beginnt. Was Elli jedoch nicht weiß: Graham ist ein gefeierter Schauspieler, der seinen neuen Film in Ellis Heimatort drehen möchte...

 

Es gibt Bücher, deren Cover mich zum Lächeln bringen. Durch ihre liebevolle Gestaltung, einen coolen Titel oder schöne Bedruckungen. Doch „Der Geschmack von Glück“ zauberte mir ganz zu schweigen von dem Glücksgefühl im Bauch ein Strahlen auf’s Gesicht.   

 

Auch was das Buch inhaltlich bei mir ausgelöst hat, kann ich mit meinen Worten nicht ausdrücken. Goethe hat in diesem Zusammenhang etwas sehr passendes gesagt:

 

Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.
Johann Wolfgang Goethe

 

Auf mich wirkt das Buch, als hätte Jennifer E. Smith hat in „Der Geschmack von Glück“ ihre gesamten Gefühle, Empfindungen und Gedanken auf zauberhafteste Art und Weise aufgeschrieben und uns an ihrem Glück teilhaben lassen. Das Buch hat mir gelernt, wie einzigartig und besonders jeder einzelne Mensch ist und wie egal ist, welche Vergangenheit oder welchen Beruf man gelernt hat. Die LIEBE ist das Einzige, das zählt.

 

Mir fehlen wirklich die Worte. Und ich bin mir sicher: für jeden wird das Buch eine andere Bedeutung haben, doch berühren wird es alle!

 

 

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100 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

psychiatrie, mord, hamburg, tessa ravens, selbstmord

Nacht ohne Angst

Angélique Mundt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 10.06.2013
ISBN 9783442746262
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Eine Nacht ohne Angst wäre schön, dachte Mathilde“

S. 1

In einer Hamburger Uni-Psychiatrie werden innerhalb kürzester Zeit zwei Patientinnen tot aufgefunden. Was bei der ersten Toten noch Selbstmord gewesen sein könnte, ist im zweiten Fall definitiv Mord. Schnell beginnt die Suche nach dem Mörder. Doch dieser Fall ist für die Kommissare Koster und Liebetrau alles andere wie einfach. Denn hier sind Patienten und Personal gesammelt verdächtig. Eine schaurige, sowie spannende Suche beginnt!

Ehrlich gesagt stand ich dem Buch anfangs doch eher ziemlich skeptisch gegenüber. Psychatrie verband ich immer mit einem drückenden, verwirrten Gefühl, das ich in dem Buch zu finden glaubte.

Stattdessen wurde ich angenehm überrascht. Fast heiter beschreibt Angélique Mundt den Alltag einer Psychotherapeutin - mit Ausnahme zweier Mordfälle, die ein komplett unterschiedliches, aber absolut liebenswertes Ermittler-Team; schräge, aber interessante Psychiatriepatienten und eine kesse Ärztin vor ungelöste Rätsel stellen.

Lebensnahe Ereignise aus dem leben der Autorin machen das Buch ebenfalls zu einem schaurig-schönen Lesegenuss.

Potenzial nach oben hat das Buch trotzdem. Stellenweise wurde die Spannung zäh wie Kaugummi ausgedehnt, sodass sie (fast) riss. Auch der Namens-Hurrikan, der mich auf den ersten 5 Seiten überrollte, hatte es deutlich zu arg in sich.

Mein Fazit:

Wer eine Nacht ohne Angst erleben möchte, sollte lieber die Finger vom Buch lassen. Denn trotz einiger Schwächen hat es das Finale in sich!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Dies ist kein Reiseführer

Nikki Busch , Kerstin Schürmann
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.05.2013
ISBN 9783551312341
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Reiseführer??? Nein, danke! Denn jetzt ist Schluss mit öden Bildern und noch langweiligerem Text! „Dies ist KEIN Reiseführer“ ist ein Buch voller Inspiration, Spaß und Ideen.

In neun liebevoll gestalteten Kapiteln kommt auch ohne Facebook und Internetflat Gaudi auf. Ob Papierflieger basteln, Fragen beantworten, kreativ malen oder einfach nur Lesen – auf knapp 150 Seiten sind der Phantasie überhaupt keine Grenzen gesetzt.

 

Mein Buch bereiste Madagaskar und hat mir am Ende des Schüleraustausches viel Freude bereitet. Schön ist auch, wenn man sich hastige Kritzeleien und schwärmerische Liebesbekundungen zu Hause ansieht und gefühlsmäßig zurück an den Strand in die Arme eines knackig braungebrannten Typen gebeamt wird. ;)

 

Mein Fazit:

Eine zugleich altmodische wie topmoderne Art und Weise, wunderschöne Erinnerungen für immer festzuhalten.

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334 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 36 Rezensionen

meer, liebe, elodie, meerestosen, patricia schröder

Meerestosen

Patricia Schröder
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2013
ISBN 9783649603214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elodie und Gordian. Ein Herzschlag. Ein Atem. Ein Leben. Und trotzdem sollen sie für immer getrennt werden.

Doch für gebrochene Herzen keine Zeit. Die Meerwelt muss gerettet werden – ansonsten wird sie für immer verloren sein. So stürzen sich Elodie und Gordy verzweifelt in Lebensgefahr. Werden sie sich jemals wiedersehen?

 

Mit „Meeresflüstern“ und „Meeresrauschen“ schuf Patricia Schröder eine grandiose Vorlage für „Meerestosen“, ein Unter- und Überwasserroman, der nicht nur Herzschmerz zu bieten hat. Auf knapp 500 Seiten fließen Blut, Wasser und Tränen – und das auch bei mir. Ein wunderbares Ende ließ mir das Wasser in Sturzbächen nur so aus den Augen strömen und hinterließ den salzigen und frischen Geschmack glücklicher Meerluft.

 

Auch sprachlich überzeugte mich der letzte Teil dieser Reihe ausnahmslos. Mit der richtigen Mischung aus Alltagssprache und schönem „Deutsch“ lässt sich das Buch zügig und mit Freude verschlingen.

 

Mein Fazit:

Nicht nur optisch ein absoluter Hingucker :)

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, humor, frauenliteratur, ehebruch, ulrike herwig

Sag beim Abschied leise Blödmann

Ulrike Herwig
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 12.07.2013
ISBN 9783547711851
Genre: Humor

Rezension:

"Aber manche Dinge im Leben brauchen eben einfach ihren richtigen Zeitpunkt."

 

Charlotte ertappt ihren Mann in flagranti mit der Klavierlehrerin ihrer Tochter. Beim Auszug findet sie ein altes Handy mit einer noch älteren Nachricht ihrer untergetauchten Schwester. Kurzerhand beschließt sie, Doro ausfindig zu machen – und wie würde das besser funktionieren als mit ihren zahlreichen Verflossenen?

 

Wer „Mein Gott Wanda“ oder „Tante Martha im Gepäck“ gelesen hat, weiß, welch bezaubernden und amüsanten Schreibstil Ulrike Herwig auf dem Kasten hat. Locker flockig führt sie durch das Buch und lässt keine Gelegenheit aus, um einen gezielten Lacher zu setzen. Auch die Personen sind realitätsnah gezeichnet und überhaupt nicht absolut perfekt.

Besonders toll finde ich kleine Gags, die das Buch stetig begleiten und auch viele Seiten später wieder aufgegriffen werden.

 

Mein persönliches Fazit:

(K)ein typischer Frauenroman, der nicht nur Witz sondern auch Bildung in hohem Maße beinhaltet.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, liebeskummer, trennung, jugendbuch, freundschaft

Ohne ihn!

Kerry Cohen Hoffmann , Anne Braun
Buch: 176 Seiten
Erschienen bei PINK!, 01.05.2013
ISBN 9783864300165
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Man stirbt nicht an gebrochenem Herzen. Man wünscht es sich nur.“   

Anonym


Die 16-jährige Zoe ist mit ihrem Traumtyp Herny zusammen und eigentlich richtig glücklich. Bis er eines Tages plötzlich Schluss macht und Zoe damit in ein tiefes Loch stößt. Henry war ihr Leben und das wurde ihr genommen. Doch wie lebt man ohne ein Leben weiter? Mit allen Mitteln versucht sie, ihren Herzbuben wieder an sich zu binden, und das ist nicht nur peinlich...

Es tut weh das zu sagen, aber das Buch ist eine einzige Peinlichkeit. Mir fehlen die Worte, denn man muss sich als Mädchen unfreiwillig für die eigene Art schämen!

Kerry Cohen Hoffmann schafft in ihrem „PINK-Buch mit Persönlichkeit, voller Power und Phantasie“ (laut Verlag) keinesfalls „Geschichten, die stark machen und kein bisschen rosa sind“ (nee, was denn dann bitteschön?), sondern eine einzige Fettnäpfen-Landschaft.

 

Die Hauptperson Zoe ist von der ersten Seite an unsympathisch und nervt bis zum Ende mit fehlender Einsicht und Feingefühl eines Elefanten im Porzellanladen. Auch ihre Gedankengänge sind nur schwer nachzuvollziehen und teilweise zum Davonlaufen.

Personen, die Zoe trotz ihrer Eigenheiten lieben, schätzt sie in keiner Weise und haut sie bei jeder nur möglichen Gelegenheit in die Pfanne – komisch, ich würde auf dem Absatz kehrtmachen.

Auch kritische Darsteller werden in „Ohne ihn“ derart naiv gestaltet, dass es zum Schreien ist.

 

... und die „GEDICHTE“, mit denen sie Henry stalkt, würden selbst die hartgesottensten Jungs in die Flucht schlagen:

 

Ich fand dein Flanellhemd heute früh,                                                    Zerknüllt und vergessen auf dem Boden meines Wäschekorbs,                 Ich legte es auf mein Bett und wünschte,                                                      Du wärst hier, um es zu füllen,                                                                      Um mich zu füllen.                                                                                   Genau wie Dein Hemd bin ich leer ohne Dich.

 

Mein Fazit:                                                                                                     Wer sich mal so richtig schämen will – der ist hier mehr wie richtig!

 

 


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404 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

experiment, schule, jugendbuch, nationalsozialismus, faschismus

Die Welle

Morton Rhue , Hans-Georg Noack
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473544042
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Warum dachte keiner mehr selbst? Warum waren sie alle so besessen? WARUM das alles überhaupt?
Als an einer amerikanischen Highschool genau diese Fragen gestellt werden, ist der Geschichtslehrer Ben Ross überfragt. Wie können Schüler die Bewegtgründe der Menschen während der Nazi-Zeit verstehen?
Kurzerhand beschließt er, selbst eine kleine Diktatur zu erschaffen, um den Schülern Learning-by-doing Fragen zu beantworten. Doch was als Versuch gedacht war, nahm bald überhand...

Morton Rhue erzählt in seinem kleinen, erschütternden "Roman" ein Projekt, das wirklich stattgefunden hat. Durch den Realitätsbezug, den einfachen Schreibstil und viele Bilder war ich schnell vom Buch gefesselt.

Doch auch eine anfangs mitreißende Welle verliert irgendwann an Kraft. Auf halber Strecke beantwortete mir das Buch keine Fragen mehr - stattdessen wurden eher Fragen aufgeworfen!
Wie kann es sein, dass durch ein wenig Strenge, Disziplin und Diktatur plötzlich jeder seine besten Freunde verrät und sich gleichgestellt fühlt? Es sind ja trotzdem die gleichen Menschen wie vorher - und warum sollte ein absoluter Klassenstreber nun auf einmal von allen geschätzt werden? Und tja, nun werden die meisten Menschen sagen: Ja Kind, DAS ist die Welle! Aber WAS genau ist hier das Ausschlaggebende?

Auch sonst konnte mich das Buch nur mäßig beeindrucken. Spannung wurde nämlich leider überhaupt nicht aufgebaut und der Wendepunkt der Geschichte ist eine kleine Prügellei, die sonst alltäglich auf dem Pausenhof geschieht.

Mein Fazit:
Lesen sollte man "Die Welle" dennoch unbedingt - und wer weiß - vielleicht beantwortet sie dem einen oder anderen trotzdem eine wichtige Frage.

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hochzeit, humor, liebe, lustig, geschichte

Hauptsache, es knallt!

Matthias Sachau
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2013
ISBN 9783548284408
Genre: Humor

Rezension:

Im nächsten Moment kam Markus zu uns hereingestolpert. Mit zerknittertem Bräutigamfrack, tellergroßen Augen und einem zur Maske erstarrten Gesicht. Und ohne Hose.

„Ich glaube ich habe gerade mit einer anderen Frau geschlafen“

S. 9

Die Hochzeit sei der schönste Tag des Lebens. Sagt man jedenfalls. Doch es gibt eine Liste, die die allerschönste Hochzeit in einen Tag des Grauens verwandeln kann. Die Gästeliste.

Ich glaube, mich hat gerade ein Buch plattgeknallt. Aber dermaßen! Matthias Sachau, ein MANN (Begriffserklärung: chronisch unromantischer, schwanzgesteuerter männlicher Mensch – Ausnahmen sind Raritäten) hat ein Buch geschrieben. Zwar nicht das Erste, aber vermutlich das Letzte, denn nachdem ihm nun reihenweise Frauen zu Füßen liegen werden, wird er wohl keine Zeit haben, „Hauptsache, es knallt 2“ für Überwältigte zu schreiben.

Mit viel Humor und ausgefallenen Ideen zeichnet Matthias Sachau in seinem neuen Roman eine Hochzeitslandschaft, die hügeliger, buckliger und schräger gar nicht hätte sein können. Seien es die liebevollen Charaktere, die besonderen Kleinigkeiten oder einfach das ganze Drumherum – mir hat es schlicht hervorragend gefallen!

Ich möchte zudem nicht zu viel verraten, doch hier hat der Autor seine romantische Seite entdeckt. Und was für eine! Die letzten 10 Seiten habe ich heulend verbracht...

 

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selbstmord, usa, tod, teenager, jugendliche

Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen

Albert Borris , Eike Schönfeld
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.05.2013
ISBN 9783551582768
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seattle.

Wie zu erwarten war, regnet es, als wir ankommen. Ich frage mich, ob es auch regnet, wenn wir tot sind. Wenn man sich umbringt, weiß man nicht, was dann passiert, danach.

S. 191

 

Nach dem dritten misslungenen Selbstmordversuch stößt Owen auf eine kleine Gruppe, die wie er nur eines möchte: Den Selbstmord. Gemeinsam beschließen die 4, eine Reise von der West- bis zur Ostküste zu machen um sich auf dem Weg nach Death Valley, dem absoluten Endpunkt des Trips, die Gräber berühmter Selbstmörder anzusehen. Doch selbst ein todsicherer Entschluss kann manchmal ins Wanken gebracht werden...

 

Ohne das Cover hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nie in die Hände genommen. Selten hat mich allein die Aufmachung eines Buches dazu gezwungen, es auch zu lesen. Zu Beginn der Reise (hier die Buchvorderseite) steht man noch mit einem Bein im Grab, am Ende jedoch (hier die Buchrückseite) blickt man dort  hinunter und schüttelt über den eigenen Gedanken den Kopf.

2 Seiten, die das Buch perfekt beschreiben.

 

Inhaltlich habe ich mir ehrlich gesagt aber viel, viel mehr versprochen. Platte Hauptfiguren, schleppende Seiten und langweilige Dialoge. Und irgendwie ging’s immer ums Gleiche. Vielmehr hätten mich die Beweggründe für diesen schrecklichen Wunsch interessiert. Stattdessen konnte man eher den Satz „Ich kann so nicht weiterleben“ zählen, den Albert Borris scheinbar besonders attraktiv fand. Auch über das Leben, das familiäre Umfeld und die allergrößten Probleme bekommt man nur vage Informationen.

Schlüsselszenen, die das Lesen ausnahmsweise spannender gestalteten, wurden in 2 Sätzen abgekanzelt, und hinterließen nur ein großes, fettes WIE WAR DAS NOCH GLEICH? Ich möchte nicht wissen, wie oft ich solche Szenen doppelt und dreifach gelesen habe. Meist wurde der Sachverhalt erst einige Seiten Stück für Stück aufgeklärt. Keine Art von Spannung, die mich besonders fesselt.

 

Mein  Fazit:

Nach langem hin- und her habe ich mich letztendlich für 3 Sterne entschieden. Selten hat mich ein Cover angelockt, das auch thematisch eine Einheit bildet. Inhaltlich wurde ich dafür derb enttäuscht. Schade, es wäre eine grandiose Idee gewesen!

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kunde, tweets, buchhänlerin, buchhandlung, anekdoten

Papiergeflüster. Aus dem Leben einer Buchhändlerin

Simone Dalbert
Flexibler Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 25.04.2013
ISBN 9783862822355
Genre: Romane

Rezension:

Bei anderen Gesprächen möchte man für eventuelle Zuhörer am liebsten ein Schild hochhalten: „Wir sprechen über Plüschtiere!“ Zum Beispiel, als mein Kollege mich anrief und fragte, ob ich eine Syphilis für ihn hätte. Meine Antwort musste für Mithörende ziemlich befremdlich wirken: „Syphilis habe ich nicht, aber einen Tripper kann ich dir anbieten“. Worauf der Kunde ganz trocken antwortete: „Danke, den habe ich schon!“

S.18

 

Simone Dalbert bereitete mir mit ihrem Büchlein (mehr ist es leider wirklich nicht) über 100 Seiten lang größten Lesespaß. Amüsant erzählt sie aus dem Leben einer Buchhändlerin, das nicht nur anstrengend, sondern auch zum schieflachen komisch sein kann. Nach (fast) jedem Kapitelchen findet man unten dran ein Zitat von Simone Dalbert’s Twitteraccount @Buchgeschichten, die teilweise komisch (im Sinne von lustig), süß oder auch herzergreifend auf mich gewirkt haben :)

 

Buchgeschichten ‏@Buchgeschichten                                                                                

"Ich brauche das Buch aber heute noch! Morgen ist die Klausur!" Seit wann wissen Sie das? #gedachtundnichtgesagt

 

Leider wiederholten sich ein paar Geschichten in ähnlicher Art und Weise des Öfteren, was nach einer Zeit langweilig wurde. Dennoch bin ich begeistert, dass auch „unausgebildete“ Schriftsteller in kurzer Zeit ein kurzweiliges, lustiges Buch schreiben können.

 

 

Mein Fazit:

Ein absolut empfehlenswertes Buch, das vielleicht mit 10,90€ für 95 Seiten ein wenig überzogen ist.

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inarudolph, thework, befürchtungen, gedanken, byron katie

Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?

Ina Rudolph
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Arkana, 13.05.2013
ISBN 9783442341283
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, aber mit dem Titel habe ich mir einen Gedanken oder eine Situation à la "Meine Tochter wird flügge, doch ich kann nicht loslassen" vorgestellt. So klang es jedenfalls,  denn kaum einer der Sätze auf dem Klappentext hat drauf hingewiesen, um was es wirklich geht...

... nämlich um "The Work". Diese Methode wurde von Byron Katie vor einigen Jahren entwickelt und bei vielen Menschen erfolgreich umgesetzt. So auch bei Ina Rudolph. Während einer starken Depression hatte sie verkrampft nach einer Methode gesucht, die sie wieder zurück ins Leben holen würde. So stieß sie wohl auf "the Work".

In ihrem Buch "Ich will ja loslassen, doch woran halte ich mich dann fest?", beschreibt Ina Rudolph ihr Leben mit dieser Methode.
Allerdings fand ich das ganze vor allem ziemlich schlecht strukturiert. Man hüpft hierbei wirklich sehr lustig durch die Zeit, mal ist sie ledig, dann verheiratet, hier wohnt sie noch bei ihren Eltern und da ...
Die teilweise sehr eintönigen und wiederkehrenden Kapitel bzw. Geschichten hielten mich nur zwanghaft bei Laune.
Besonders Themen wie "Panerschaft" und "langfristige Beziehungen" gefielen der Autorin wohl ziemlich gut, denn in 15 von ca. 35 Kapiteln ging es hauptsächlich um ihre Beziehungen.
Generell wirkte das Buch eher wie ein Gedanken-Sammlelsurium und war bis auf wenige Kapitel ehrlich gesagt überflüssig.

Die Methode an sich finde ich absolut empfehlenswert, auch wenn ein Schlechte-Gedanken-Arbeitsblatt zum Finden der stressigen "Glaubenssätze" und eine 4-Fragen-Anwendung ziemlich zeitaufwendig ist. Trotzdem kann jeder meiner Meinung nach doch das, was ihm oder ihr hilft und taugt, aus dieser Methode ziehen.
ALLERDINGS würde ich dann doch eher Katie Byrons Buch lesen, um mich mit der Methode vertraut zu machen.




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blanche, paris, dämo, dämon, engel

Blanche - Die Entscheidung

Jane Christo
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783864431296
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Goldene Amex war etwas für kleine Schwänze, die sich für große hielten.

Die Platinum Variante war für große Schwänze, die sich für bedeutend hielten.

Aber die Black Card, oh Mann, wenn man die besaß, spielte die Schwanzlänge keine Rolle mehr. Mit dem Ding würde man überall auf der Welt Immunität samt dem Segen des Papstes bekommen.

S. 22

 

Die Entscheidung – ja, die steht Blanche wirklich bevor. Seit Beliar sie verlassen hat, wird Blanche durch ihren desolaten Gefühlszustand unvorsichtig und gerät mit all ihren Lieben immer mehr in Bedrängnis. Als Saetan dann auch noch zum finalen Schlag ausholt und so mancher Totgeglaubter wieder auf der Bildfläche erscheint, scheint alles auf dem Spiel zu stehen. Wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

 

Jane Christo schafft mit Blanche als Hauptfigur den Spagat zwischen Action, Liebe, Erotik und einem guten Schuss Spannung. Letzteres schlängelt sich in einem Stück durch das Buch und lässt wirklich niemals Langeweile aufkommen. Durch ihr loses Mundwerk und ihrem ganz persönlichen Verständnis von Humor entschärft Blanche manch brenzlige Situation mit einem gezielt eingesetzten Lacher und glättet so auch geschickt die Wogen ihres Gegners.

Ganz besonders ausgeprägt waren in „Die Entscheidung“ vor allem Emotionen. Auch in den beiden Vorgängern kamen diese nicht zu kurz, doch der letzte Teil dieser Reihe verkörpert besonders Blanches „erwachsenwerden“, ihre Reifheit und zeigt die versteckte weiche Seite, die sie bisher so erfolgreich verdrängt hatte.

Mit diesem gelungenen Abschluss setzt Jane Christo alle Handlungs-, Personen- und Gefühlsstücke zu einem Mosaik zusammen und enthüllt somit das ergreifende Bild, welches ihre wunderbaren Romane geschaffen haben.

 

Mein Fazit:

Eine absolute Leseempfehlung an alle, die sich von ein wenig Fantasy nicht verschrecken, aber durch brillanten Humor begeistern lassen!

 

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