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69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

italien, atrium, eitler ermittler, alpendorf, spektakulärer fall

Der Nebelmann

Donato Carrisi , Karin Diemerling
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 04.08.2017
ISBN 9783855350162
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Ein abgelegenes Dorf. Sieben verschwundene Kinder. Und ein Ermittler, dem nicht zu trauen ist: Dieser Thriller hat allein in Italien mehr als hunderttausend Leserinnen und Lesern den Atem geraubt. In einer eisigen Winternacht irrt der Sonderermittler Vogel mit blutbesudeltem Hemd durch die nebelverhangenen Wälder am Rand eines Dorfes. Vogel war vor einigen Wochen in die Alpen gereist, um den Verbleib eines vermissten Mädchens zu klären. Dreißig Jahre zuvor waren mehrere Kinder in den umliegenden Wäldern verschwunden, und es besteht der dringende Verdacht, dass der Mörder von damals – der im Dorf nur »Der Nebelmann« genannt wird – wieder aktiv geworden ist. Als Vogel aufgegriffen wird, gibt er an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Ein Psychiater wird gerufen, um ihn zu befragen. Vogel beginnt zu erzählen – und sein Bericht ist ungeheuerlich.

Meinung:

Ein Buch, dass mit seinem grandiosen Cover schon in die kalte, düstere Atmosphäre der Geschichte einführt. Der Anfang war leider eher langsam und etwas zäh. Wir lernen den merkwürdigen Ermittler Vogel kennen, der im Laufe der Erzählung immer merkwürdiger wird. Er ist nicht gerade ein Sympathieträger, denn er scheint auf die Opfer, deren Fälle er behandelt, keinen großen Wert zu legen. Ihm geht es um Ansehen und Ruhm in den Medien und dafür würde er alles tun. Wenn die Kameras auf ihn gerichtet sind, fühlt er sich wie ein Star und für dieses Gefühl scheut er auch nicht davor zurück, Beweise zu fälschen, um einen Fall erfolgreich abzuschließen. Mit diesem Hintergrundwissen über seine vergangenen Fälle starten wir in Vogels neuesten Fall, was einen nicht gerade hoffen lässt, dass diesmal der wahre Täter geschnappt wird. Das führt dazu, dass man einfach nicht weiß, wem man nun Glauben schenken darf. Hat Ermittler Vogel wieder Beweise gefälscht, oder schauen wir hier gerade wirklich dem Täter ins Gesicht. Das ist vom Autor wirklich gut gemacht.
Es kommen immer neue Protagonisten dazu, bei denen man sich fragt, was haben die jetzt schon wieder damit zu tun, aber alles verwebt sich nach und nach miteinander und fließt zu einem Handlungsstrang zusammen.
Man muss sagen, das Buch lebt nicht unbedingt von atemloser Spannung, aber der Autor schafft es, einen immer wieder zum Weiterlesen zu animieren. Es gibt jedes Mal neue Indizien, neue Hinweise auf den Täter, man fängt an mitzufiebern und zu rätseln, wer der Täter sein könnte.
Dennoch hat mir ein bisschen die „Opfer-Perspektive“ gefehlt, dass erhöht meiner Meinung nach die Spannung.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist ein solider Thriller mit einem überraschenden Ende.

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

familiendrama, psychopath, thriller, helikoptermutter, kein thriller

Bis du alles verlierst

Adele Parks , Birgit Salzmann
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.07.2017
ISBN 9783959671118
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Wenn du das perfekte Leben lebst, hast du alles zu verlieren. Alison hat sich ihr perfektes Leben hart erarbeitet. Sie ist verheiratet mit Jeff, hat ein schönes Haus und eine kluge Tochter: Katherine, das Zentrum von Alisons Welt. Doch dann endet Alisons Leben, so wie sie es kennt. Ein Fremder steht vor der Tür und offenbart ihr eine schreckliche Wahrheit. Vor fünfzehn Jahren wurden seine und ihre Tochter im Krankenhaus vertauscht. Und damit nicht genug. Katherine droht wahres Unheil.

Meinung:

Direkt vorab: Dieses Buch und ich sind keine Freunde geworden. Ich wollte einen Thriller lesen, der Klappentext versprach mir eine tolle, spannende Story. Was ich zu lesen bekam war, nun ja, kein Thriller, kein Drama...ich kann es gar nicht so genau benennen. Langweilig war es, aber zu welchem Genre zählt das? Und sorry, aber dieser Klappentext klingt einfach so unfassbar gut, das ist wirklich komplett irreführend. Fällt sowas nicht unter arglistige Täuschung? :D

Aber jetzt mal ins Detail. Die ersten fünf Kapitel waren sehr zäh, Alison war mir von Anfang an unsympathisch, aber da dachte ich noch: Warte mal ab. Ein holpriger Start hat ja noch lange nichts zu bedeuten. Das Buch ist aus der personalen Ich-Perspektive (aus Alisons Sicht) geschrieben, was ich auch ziemlich problematisch fand. Alisons Ausführungen und Gedankengänge sind einfach nur "Bla,Bla,Bla". Und genau das hat das Lesen vermutlich noch anstrengender gemacht, da wir eben alles nur aus Alisons Sicht wahrnehmen können und Alison mit ihren Gedankengängen einfach immer viel zu sehr ausholt und abschweift und alles dann nur noch so vor sich hinplätschert. Alison hat für mich einfach komplett einen weg, sie klammert an ihrer Tochter, wie ein Affe, sie hat skurrile merkwürdige Gedankengänge, die kein Mensch nachvollziehen kann und benimmt sich einfach nur wie ein kleines, naives Dummchen, dass sich an ihren starken Mann klammert und sich komplett von ihm abhängig gemacht hat. Go Feminism! :D

Die andere Familie, die Trubys, ist eigentlich recht sympathisch. Tom, der Vater, scheint auf den ersten Blick ganz nett zu sein. Aber auch nur auf den ersten Blick.

Nachdem die beiden Familien aufeinander getroffen sind, geht es eigentlich nur noch darum, dass Alison Angst hat, ihre Tochter könnte sich plötzlich, nach 15 Jahren, für ihre biologische Familie entscheiden, dass die Väter, Jeff und Tom, sich ein Battle nach dem anderen liefern, wer denn nun der bessere Vater ist und darum, dass Alison so ein psychisches Wrack ist, dass Jeff und sie sich immer weiter voneinander entfernen. Joa, und das wars eigentlich auch schon.
Den Thrill sucht man hier vergeblich. Die letzten zwei, drei Kapitel hätten fast spannend werden können, wenn nicht in dem Augenblick, als Spannung aufkam, schon alles wieder vorbei war. Meiner Meinung nach, hätte die ganze Story einfach komplett anders aufgebaut werden sollen. Das Buch ist von vorne bis hinten nur langweilig. Alison hat total einen an der Waffel und es ist einfach nur wahnsinnig anstrengend zu lesen. Den kompletten Mittelteil hätte man sich sparen können und dafür den letzten Teil weiter ausbauen sollen. Dann hätte es auch evtl ein Thriller werden können. Aber so, tut mir leid, kann ich dem Buch leider nichts Gutes abgewinnen.

Fazit:

Eine reine Enttäuschung, dieses Buch ist definitiv kein Thriller. Auch kein Drama. Es ist einfach nur langweilig. Es ist durch unsinnige Gespräche und Gedankengänge so unnötig in die Länge gezogen, dass man sich wirklich durchquälen muss. In den letzten zwei, drei Kapitel nimmt die Handlung ein ganz klein bisschen Fahrt auf, aber diese ist auch genauso schnell wieder vorbei, wie sie gekommen ist. Dafür kann ich leider echt nicht mehr als einen Stern geben.

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294 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, vergnügungspark, freizeitpark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde. Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …

Meinung:


Jonas Winner kenne ich bereits von seinem Vorgängerbuch „Die Zelle“. Das hat mir damals schon sehr gut gefallen, deshalb konnte ich es kaum abwarten, „Murder Park“ zu lesen.

Ich meine, schon allein die gewählte Kulisse des verlassenen Vergnügungsparks auf einer Insel – WOW! Ein Flair à la Jurassic Park (irgendwie hat es mich immer daran erinnert, ich weiß auch nicht wieso). Eine Art Krimidinner, nur dass das alles kein Spiel ist. Oder doch?

Los geht’s mit einer Pressereise zum Murder Park. Alles soll der Vermarktung dienen und eine erfolgreiche Eröffnung garantieren. Daher lädt „Erfinder“ Rupert Levin 11 Leute ein, um sich vorab ein Bild des Parks zu machen. Alle haben eine gewisse Verbindung zu diesem Park, was sich aber erst nach und nach heraus kristallisiert. Dazu sind Interviews eingebaut, die die Kandidaten vorab mit dem Psychiater Sheldon führen.
Auf der Insel angekommen, geht es schon fast direkt ans Eingemachte. Die ersten Morde passieren und je weniger von der Gruppe übrig bleiben, desto mehr fangen sie an, sich gegenseitig zu verdächtigen. Als Leser ist man einfach voll mit drin, man hat ja den Blick „von oben“ quasi und denkt, man weiß eh mehr als alle anderen. Aber weit gefehlt. 
Unzählige Theorien habe ich während des Lesens aufgestellt, alle wurden wieder verworfen. Siegessicher dachte ich nach jedem Kapitel „Ha! Das muss er sein!“. Aber Herr Winner hat es tatsächlich geschafft, mich bis zum letzten Kapitel an der Nase herum zu führen. Chapeau!
Der Spannungsaufbau und der Schreibstil sind gewohnt gut. Das Buch hat meiner Meinung nach keine Längen und hätte ich mehr Zeit, hätte ich es wohl in einem Rutsch durchgelesen.

Ich habe aber auch zwei, drei kleinere Kritikpunkte. Wie oben erwähnt, bin ich einfach von der Kulisse total begeistert. Leider kam genau diese etwas zu kurz. Ich hätte mir ein klein wenig mehr von dem Ambiente und der Atmosphäre eines verlassenen Freizeitparks gewünscht. Zudem war das Ende ja wirklich überraschend und total unvorhersehbar. Allerdings bin ich mir auch nach Beendigung des Buches immer noch nicht sicher, ob es nicht doch etwas zu überzogen für meinen Geschmack ist.

Fazit: 

Auch dieses Buch hat mich wieder überzeugt. Ich mag die Schreibweise von Herrn Winner sehr gerne. Die Bücher sind von Anfang bis Ende spannend und lassen sich super schnell lesen. Außerdem ist Herr Winner immer für eine Überraschung gut, was mir besonders gut gefällt. Danke für das Leseexemplar.

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85 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

tod, trauer, familie, seele, verlust

Solange ich in deinem Herzen bin

S.D. Robertson , Allys Olsen
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.01.2017
ISBN 9783959670739
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt:
Will hat seiner kleinen Tochter Ella geschworen, immer für sie da zu sein. Und er tut alles dafür, um sein Versprechen zu halten. Bis zu dem Tag, an dem er tödlich verunglückt. Aber selbst der Tod kann das Band zwischen Vater und Tochter nicht zerreißen. Will erhält eine letzte Chance, um Ella Lebewohl zu sagen. Doch wie kann er den Menschen ziehen lassen, dem sein Herz gehört?

Eindruck:

Eins steht fest: "Solange ich in deinem Herzen bin" ist ein sehr berührender Roman über eine starke Vater-Tochter-Beziehung, die Menschen wie mir, die nah am Wasser gebaut sind, definitiv direkt ans Herz gehen.
Mich hat die Storyline sehr an den Film "Ghost-eine Nachricht von Sam" erinnert, da Will nach seinem Tod als Seele "weiterlebt" bzw. existiert, was ich sehr interessant dargestellt finde. Da Ella zum Zeitpunkt des Todes noch sehr jung ist und ihre Mutter ebenfalls bereits verstorben ist, macht es die ganze Geschichte noch trauriger. Es war wirklich sehr berührend zu lesen, was für ein starkes kleines Mädchen Ella ist. Wills Verzweiflung, Ella irgendwie "erreichen" zu können, springt auf den Leser förmlich über. Zudem lernt Will noch andere "Seelen" kennen, die ihn auf seinem Weg begleiten und ihm helfen, in seiner speziellen Situation zurecht zu kommen. Das Buch regt den Leser zum Nachdenken an. Ich persönlich habe mir noch nie Gedanken über den Tod oder ein Leben nach dem Tod gemacht. Aber nach so einer Geschichte gerät man da schon mal ins Grübeln. "Solange ich in deinem Herzen bin" ist ein schönes, emotionales, aber auch ruhiges Buch. Teilweise ist es trotz der Thematik sogar zum schmunzeln, was mir besonders gut gefallen hat, da es diese bedrückte Grundstimmung etwas auflockert. Allerdings ist es auch ein Buch, von dem man nicht viel Tiefgang erwarten darf. Es ist eher eine seichte Lektüre und sehr flott zu lesen.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen, mich sehr berührt und ich empfehle es gerne weiter an Leser, die Geschichten à la Nicolas Sparks mögen oder einfach an Herzensmenschen.

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143 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

fantasy, prinz, liebe, abenteuer, magie

Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Angelika Diem
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2017
ISBN 9783841500915
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 1

Inhalt:

Rahels Familie leidet wie die anderen Bewohner des Dorfs unter den immer brutaler werdenden Übergriffen der königlichen Soldaten und der hohen Steuerlast. Zudem hütet sie ein lebensgefährliches Geheimnis. Als es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelüftet wird, flieht Rahel und verdingt sich als Küchenhilfe am Königshof. Doch schon bald gerät sie ins Visier dunkler Machenschaften und muss ihr Geheimnis erneut preisgeben, um sich, ihre junge Liebe und die Bewohner des Königreichs zu retten. Verwandlungen, finstere Intrigen und die Macht der wahren Liebe!

Meinung:


Rahels Geschichte beginnt in ihrem Dorf, wo sie mit ihrer Familie, in ärmlichen Verhältnissen lebt und hart arbeiten muss, damit sie über die Runden kommen. Das Dorf leidet unter der tyrannischen Herrschaft des Königs, der direkt zu Beginn ein Exempel an einem der Dorfbewohner statuiert. Sein Name, „König Gisir der Gütige und Gerechte“, strotz dabei nur so vor Hohn und Spott.
Rahel ist ein sehr sympathisches Mädchen, das ein Geheimnis hütet. Um dies zu wahren und ihre Familie zu schützen, verlässt sie in einer Nacht und Nebel Aktion das Dorf, um am Königshof eine Anstellung als Küchenmädchen zu erlangen.
Sie kommt gerade zu dem Zeitpunkt, an dem der König eine Brautschau für seinen Sohn Prinz Leonard veranstaltet und Rahel wird, ohne es zu wollen, zur Kandidatin. Die Protagonisten, hauptsächlich Rahel und Leonard, haben mir sehr gut gefallen. Aber auch der König und sein Regent sind super dargestellt und jeder einzelne Charakter ist sehr sauber durchdacht und gezeichnet worden.
Das mittelalterliche Setting der Story hat mir sehr gut gefallen. Dies wird unterstrichen durch die altertümliche, gehobene Sprache des Königs, die aber nicht so veraltet ist, dass man Schwierigkeiten beim Lesen bekommt. Zu Beginn gibt es ein paar Zeitsprünge, die als solche nicht direkt zu erkennen sind, was anfangs vielleicht etwas irritiert. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen.
Der Fantasy-Anteil kommt gerade im ersten Teil etwas zu kurz, da liegt der Fokus eher auf der Brautschau und darauf, wie Rahel sich durchschlägt und die Verbindung zu Leonard aufbaut. Das hat mich persönlich allerdings nicht gestört. Es ist sehr spannend und die Seiten fliegen nur so dahin. Aber auch die Romantik nimmt hier keine Überhand, ich würde schon fast sagen, in Band 1 ist sie fast gar nicht präsent.
Sowohl der Fantasy-Anteil als auch die Romantik kommen erst im letzten Abschnitt richtig zur Geltung, was ich aber als positiv empfunden habe, damit die Geschichte sich erst richtig aufbauen konnte.
Zum Ende hin wird es richtig spannend, es folgen viele überraschende Wendungen, wenn es auch teilweise vorhersehbar war. Viele Handlungsstränge bleiben ungeklärt und dennoch endet das Buch in sich schlüssig. 

Fazit:

Ein spannender Auftakt, der mir sehr gut gefallen hat. Trotz kleinerer Kritikpunkte habe ich das Buch in einem Rutsch durch gelesen und bin nun gespannt auf den zweiten Teil, der Mitte nächsten Jahres erscheinen soll.

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water love, drachenmondverlag, drachenmond, drachenmond verlag, dystopie

Water Love

Marion Hübinger
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.02.2017
ISBN 9783959912587
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Der neunzehnjährige Bela erwartet nicht mehr viel vom Leben. Nicht, nachdem seine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück umgekommen und sein Großvater Laszlo, ein berühmter Maler, aus Ungarn zu ihm gezogen war. Erst recht nicht in einer Zeit, in der jeder die drastischen Bedrohungen des Klimawandels nervös verfolgt und sich fragt, wie er überleben wird. Wer zu den Waters gehört, wird das Glück haben gerettet zu werden. Seit Bela zurückdenken kann, regieren die Waters das Land. Doch Bela ist ein Landers, einer, der dazu verdammt ist, an Land zu bleiben, sollte es zur Katastrophe kommen. Warum muss ausgerechnet er sich in eine Waters verlieben? Warum muss genau in dem Moment die Smogwelle über Kiel Alarmstufe ROT auslösen und ihn und Sintje viel zu schnell wieder trennen? Als Bela im Bunker festsitzt, fragt er sich jeden Tag, ob es eine Hoffnung für ihre Liebe geben wird …

Meinung:

Ich finde das Cover einfach wundervoll, schon allein deswegen würde ich mir das Buch kaufen und ins Regal stellen. Einfach zum angucken. Das muss einfach Beachtung in der Rezi finden, auch wenn ich ein Buch danach nicht beurteile.

Bela und Sintje. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie ist eine Waters, Er ein Landers. Die Waters haben das Privileg, sich vor dem tödlichen Smog in Sicherheit zu bringen, während die Landers ihrem Schicksal überlassen werden. Ich mochte die Beziehung der beiden zueinander. Es gab Höhen und Tiefen und auch Punkte, an dem beide aufgeben wollten. Aber es wurde wieder einmal bewiesen, dass es sich doch lohnt, für die Liebe zu kämpfen.

Als Alarmstufe Rot ausgerufen wird, müssen alle Landers in ihre Bunker. Die Waters auf die Waterships. Bela will das aber nicht einfach so hinnehmen und Sintje finden. Die Suche nach Sintje ist aufregend, spannend und teilweise echt nervenaufreibend. Die Autorin hat mit den Waterships eine ganz neue Welt konstruiert, die mir sehr gut gefallen hat. Dass aber nicht alles so perfekt ist, wie es scheint, merkt Sintje sehr schnell. Irgendetwas geht hier vor, was hat die Führungsriege der Waterships zu verheimlichen? Das war sehr spannend, mit zu verfolgen. 

Der Sprachstil hat mir persönlich leider nicht so zu gesagt und mich teilweise echt genervt aufstöhnen lassen. Es war so sehr auf jugendlich getrimmt und es wurden ständig Ausdrücke wie „voll krass“, „ey Alter“ oder „Nullchecker“ benutzt. Mag sein, dass Jugendliche sich heutzutage so verständigen, aber lesen möchte ich das nicht so gerne.

Das Finale war spannend, allerdings auch sehr schnell wieder vorbei. Es bleiben viele Fragen offen. Eventuell wird es einen zweiten Teil geben, das steht aber noch nicht fest. Ich würde es mir jedenfalls wünschen, denn insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Auch das Thema, Smog, Umweltverschmutzung, etc, sollte deutlich mehr Beachtung bekommen. Das war von der Autorin alles sehr gut durchdacht und gar nicht mal so unrealistisch.

Fazit:
Ein gutes Jugendbuch, mit toll umgesetztem Thema. An dem Sprachstil könnte noch etwas gefeilt werden und da noch sehr viele Fragen zum Ende hin offen bleiben, wäre ein zweiter Teil wünschenswert. Es lohnt sich aber definitiv das Buch zu lesen. Ich werde die Autorin auch weiter verfolgen und mir ihre anderen Werke anschauen. 3,5 Sternchen.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasie, seelenleser, liebe, fantastische liebesgeschichte, märchen

Irminar - Das Seelenwort

Nika Bechtel
E-Buch Text: 414 Seiten
Erschienen bei Eigenverlag, 11.11.2015
ISBN B0178I48ZY
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 2

Inhalt:

Nicht ganz ein Jahr ist vergangen, seit Mali Schmidt sich dem Tribunal des mächtigen Schattenvolkes stellen musste und sich entschied, an der Seite ihres Verlobten zu bleiben. Seither unterzog sie sich beinahe täglich einem umfassenden Training, doch es überzeugt sie nicht. Obwohl Urträgerin und Seelenleserin, kommen ihr Zweifel, der Rolle als zukünftige Herrin des Hauses Irminar, einem elitärem Haus der Besonderen, gerecht werden zu können. Ihr bleibt keine Wahl, denn eine unheimliche Bedrohung fordert sie heraus. Mali muss tief verletzende Stolpersteine überwinden und riskiert dabei alles zu verlieren. Ihren Weg begleiten neue Freunde, wundersame Möglichkeiten, unverhoffte Wendungen und natürlich Geschehnisse der Liebe. Ein spannendes, fantastisches Werk, voller Gefühl und Zärtlichkeit, aber auch unverblümter Erotik und brutalen Entscheidungen. Es ist hart, das Erbe einer besonderen Welt zu verteidigen – Vintage zum Lesen Teil II. Zweiter Teil der Saga und dennoch kann der Zweite, auch der Erste sein. Ein "Was bisher geschah ..." sowie eine Begriffserklärung sorgen dafür.

Meinung:

Band 2 der Saga der Seelenleserin beginnt mit einem kurzen, knackigen Rückblick, der einen soliden Überblick über die Geschehnisse aus Band 1 vermittelt.
Mali ist Urträgerin und Seelenleserin. Ist es ein Segen oder eher ein Fluch, der auf ihr lastet? Man spürt sehr deutlich, dass es Mali in ihrer „Ausbildung“ nicht leicht hat. Sie tut sich schwer in ihrem Reifeprozess und diese Last wird direkt auf den Leser übertragen. Das liegt nicht zu Letzt an dem außergewöhnlichen Schreibstil von Autorin Nika Bechtel, dem sie hier weiterhin treu geblieben ist. Der Schreibstil ist besonders, er ist anders und er ist gewöhnungsbedürftig, weshalb ich für ihre Bücher immer länger als sonst brauche. Es ist auch keine Geschichte, die man mal eben so in einem weglesen kann. Man muss sich da schon auf etwas einlassen und auch voll und ganz in der Geschichte abtauchen. Wenn das geschehen ist, dann begibt man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf eine „besondere“ Reise.
Nika Bechtel schreibt sehr detailliert und bildhaft, was mir persönlich manchmal einfach zu lange gedauert hat, weil ich immer das Bedürfnis hatte, etwas schneller voran zu kommen. Aber auch das macht das Buch aus.
Die Charaktere machen in diesem Band viel durch, jeder von ihnen. Zur Mitte des Buches hin musste ich ab und zu mal durchatmen, weil für meinen Geschmack zu viel auf einmal auf den Leser einprasselte. Auch mit Mali und Mike stand ich zwischenzeitlich auf Grund ihrer Zickereien etwas auf Kriegsfuß.
Zum Ende wurde es aber besser. Nachdem es noch einmal richtig actionreich zuging, kehrte Ruhe und Frieden ein. Das Ende krönt ein schöner Abschluss, der mir sehr gut gefallen hat. 

Fazit:

Auch Band 2 forderte wieder meine ganze Aufmerksamkeit. Hier hatte ich eeetwas mehr zu kämpfen als mit Band 1. Das hat mich aber nicht daran gehindert, es zum Schluss in einem Rutsch durch zu lesen, denn an Spannung mangelt es hier keineswegs. Das Gesamtpaket hat mir trotz kleineren Kritikpunkten gut gefallen und ich bin sehr neugierig, wie es weitergeht. 

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emily, readfy, haslinger, zeitreise, lichterrege

Lichterregen: Das Kind der Zeit

Cristina Haslinger
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.03.2017
ISBN 9783743188020
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Band 2

Inhalt:

Während Emily noch damit beschäftigt ist, ihr Leben neu zu sortieren, bleibt Daniel einfach verschwunden. Dabei braucht sie seine Hilfe jetzt mehr denn je. Sie muss einen Weg finden, ihr Kind vor Ava zu schützen. Doch auch für eine Zeitreisende kommt irgendwann der Moment der Wahrheit. Das gilt vor allem, wenn man von einem Gefühlschaos ins nächste stolpert ...

Meine Meinung

Dies ist der zweite (und letzte Band) der Zeitreise Diologie, in dem man nach einem kurzen Einlesen sehr schnell wieder einsteigen kann. Der Schreibstil überzeugte mich schon im ersten Band und lässt sich weiterhin flüssig und schnell lesen.
Die Zeitreisen sind auch hier wieder meine liebsten Leseabschnitte gewesen, obwohl sie in diesem Band leider etwas kürzer gekommen sind.
Hier liegt der Fokus eher auf den Dingen, die in Band 1 ungeklärt geblieben sind, wie zB die Verbindung zw. Emily und Daniel. Das Buch hält einige Überraschungen und Wendungen parat, was das Lesevergnügen noch verstärkt.
Im Verlauf der Geschichte heißt es leider hier und da auch mal Abschied nehmen, was sehr schwer viel und teilweise auch echt überrumpelnd war, genauso wie der Wandel mancher Protagonisten, mit dem man so nicht gerechnet hat.
Band 2 ist ein Gefühlschaos, von „himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt“.
Am Ende ging alles etwas flott, da habe ich hier und da nochmal jemanden vermisst, von dem ich gerne noch etwas gehört hätte. Trotz allem ein schönes, zufriedenstellendes Ende :)

Fazit:
Ich empfehle die Zeitreise-Diologie sehr gerne weiter. Die Geschichte von Emily und Daniel macht unheimlich Spaß, von Spannung über Emotionen ist alles mit dabei. 

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

erste liebe, liebe, liebesroman, gefühle, arzt

Restart - Die Begegnung

Mela Wagner
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 20.12.2016
ISBN 9781503998339
Genre: Sonstiges

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

henker, 19. jahrhundert, london, jugendbuch, fantasy

Der Ruf des Henkers

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.02.2016
ISBN 9783522202169
Genre: Jugendbuch

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120 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

spiegel des bösen, geister, björn springorum, hass, hotel

Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt scheint ... Ein ungewöhnlicher, fesselnder Phantastikroman: Gänsehaut pur!

Meinung:

Wir bekommen hier eine Gruselgeschichte der besonderen Art geboten. Das Abenteuer von Sophie und Max hat mich von Anfang an eingenommen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Spannung wurde konsequent und dauerhaft aufrechterhalten und die Stimmung war durchgehend gruselig. Schon allein die gewählte Kulisse des Grandhotels ist einfach fabelhaft. Der Schreibstil ist bild- und wortgewaltig, so dass man das Gefühl bekommt, selbst in einem der leeren Gänge oder in dem geheimen Zimmer zu stehen. Von den Staubflusen in der Ecke über die verrottenden Bodendielen und die knarzenden Türen, wurde alles so bildhaft dargestellt, als hätte man sich einen Film angeschaut. Man merkt: Ich bin begeistert!
Sophie ist ein toller Charakter, sehr mutig, aber auch eigensinnig und dickköpfig wie die meisten Teenager in ihrem Alter. Und sie hat so gar keine Lust auf einen Urlaub mit ihren Eltern. Als bei ihrer Ankunft im Grandhotel Rabenfels eine Frau vom Dach springt, beginnen eine Reihe unheimlicher Vorkommnisse.
Wie schon erwähnt, beweist Sophie in fast allen Situationen sehr viel Mut, fast schon etwas zu viel. Wo andere bleich vor Schreck oder direkt vor Angst in Ohnmacht fallen würden (so wie ich), stellt sich Sophie den Situationen mit ihrer teenagerhaften Dickköpfigkeit, frei nach dem Motto „Mir kann keiner was“. Anfangs fand ich das Verhalten etwas befremdlich und nicht gerade realitätsnah, aber wenn es um eins in diesem Buch geht, dann darum „Was ist hier real?“. Die Geschichte ist spannend, das Hotel total gruselig und das ganze Buch einfach nur herrlich skurril. Und dazu passt wiederum Sophies Verhalten, es muss gar nicht logisch sein, denn hier im Hotel Rabenfels ist gar nichts logisch. Und ich denke das Wort „skurril“ trifft es hier ganz gut. Wir gruseln uns nicht nur durchgehend, sondern haben auch viel zu lachen und zu schmunzeln.
Die Charaktere die Sophie durch die Geschichte begleiten, finde ich toll. Die drei Geister aus dem Keller haben es mir auf jeden Fall sehr angetan. Der Autor ist bekennender Harry Potter-, Narnia- und Co. Fan, also dürfen hier ein paar altbekannte Elemente nicht fehlen, wie zB sich bewegende „lebende“ Bilder. Das man hier viele Gemeinsamkeiten zu anderen Bücher entdeckt, finde ich absolut nicht schlimm. Eher im Gegenteil, hier kommt man als Fan auf seine Kosten!
Natürlich darf auch die junge Liebe nicht fehlen. Ich fand Max und Sophie einfach nur toll zusammen.

Fazit:

Wir haben es hier mit einem Jugendroman zutun, der natürlich auch vorwiegend die solchen ansprechen soll. Dies kann man vielleicht anhand der einfachen Sprache und der romantischen Liebesgeschichte festmachen. Aber da ich bekennender Jugendbuch-Fan bin, stört mich das nicht im Geringsten und für mich war das Buch ein Highlight! 

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210 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 136 Rezensionen

thriller, psychothriller, schweden, stockholm, krimi

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Ellen Tamm ist besessen vom Tod, seit ihre Zwillingsschwester vor acht Jahren starb. Sogar während ihrer Arbeit verfolgt sie der Verlust: Sie ist Kriminalreporterin bei einem Stockholmer Fernsehsender und sucht sich mit Absicht die schlimmsten Fälle aus. Als könne sie damit den Tod überwinden und die Trauer aus ihrem eigenen Leben verdrängen. Dann verschwindet an einem kalten, verregneten Tag die achtjährige Lycke spurlos. Ellen soll über den Fall berichten. Aber mit einem Mal funktionieren ihre Abwehrmechanismen nicht mehr. Es ist, als hätte sie ihre Zwillingsschwester erneut verloren. Panisch sucht sie nach Lycke. Kann sie das Mädchen retten und endlich Frieden finden?

Meine Meinung:

Ellen ist ein Charakter, mit dem ich nicht sofort warm geworden bin. Sie ist für meinen Geschmack viel zu labil für den Job einer Kriminalreporterin, die sich andauernd mit dem Tod auseinander setzen muss. Unser Verhältnis hat sich im weiteren Verlauf leider nicht gebessert. Auch die anderen Charaktere haben es einem schwer gemacht, sie zu mögen.

Als die kleine Lycke verschwindet, tauchen erstmal viele Fragen auf. Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Es wurden viele verschiedene und falsche Fährten gelegt, so dass man aus dem Grübeln gar nicht mehr rauskam. Jeder machte sich verdächtig, jeder hätte ein Motiv haben können. Also Spannung war definitiv vorhanden und lies im weiteren Verlauf auch nicht nach, sondern steigerte sich.

Lycke kann einem echt leid tun, dass was man über ihre Familienverhältnisse erfährt, ist traurig und sollte so einem kleinen Mädchen nicht zugemutet werden. Die einzige normale Person und auch Vertraute für Lycke, scheint ihre Nanny Mona zu sein.

Das Ende konnte man auf den letzten Seiten schon erahnen, aber das hat mich nicht gestört. Mich hat es eher geärgert, dass noch einige Fragen offen geblieben sind, die ich gerne beantwortet hätte. Es wurden im Buch mehrmals Dinge angesprochen, die nachher einfach „vergessen“ wurden. So wurde für mich auch nicht alles schlüssig aufgelöst, das finde ich etwas ärgerlich.

Fazit:

Trotzdem hat mich das Buch im Großen und Ganzen gut unterhalten. Der Schreibstil lässt sich total gut lesen und die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Die unbeantworteten Fragen am Ende haben mich etwas geärgert, trotzdem 4 Sterne für einen soliden Roman.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

kinderbuch, 19. jahrhundert, lamantin, reise, abenteuer

Lamantin

Markus J. Beyer
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 28.09.2016
ISBN 9783943987782
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Lamantin – Aufbruch ins Ungewisse Der zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden. Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine. Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt. Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen.

Meinung:

Thilo ist ein unfassbar toller Charakter. Der Junge im Rollstuhl, mit dem man unbedingt Mitleid haben möchte, es aber einfach nicht kann, weil er so viel Lebensfreude und Begeisterung ausstrahlt. Er ist unheimlich wissbegierig und interessiert sich in seinem Alter nur für Abenteuer und liest viele Geschichten darüber. Als dann eines Tages im Naturalienkabinett ein ungewöhnliches Meereswesen ausgestellt wird, ist seine Abenteuerlust entbrannt. Er baut eine Verbindung zu dem Tier auf und merkt, wie traurig es in der Gefangenschaft zu sein scheint. Gemeinsam mit Paul beschließen sie, das Tier zurück in die Freiheit zu bringen. Und damit beginnt eine unglaubliche Reise quer durch Europa.

"Manche Dinge sollten ein Geheimnis bleiben, sonst verlieren sie ihren Wert."

Trotz seiner Einschränkung ist Thilo derjenige, der immer wieder sehr viel Mut, Geschick und Intelligenz beweist. Während der Reise wächst er buchstäblich über sich hinaus, was mich als stiller Beobachter sehr stolz gemacht hat. Paul und Thilo begegnen auf ihrer Reise vielen tollen Menschen, aber auch den Detektiven, die ihnen um jeden Preis einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Wie sie die Detektive jedes Mal wieder an der Nase herumführen, ist wunderbar geschrieben.
Das Ganze spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Man taucht sofort in die altertümliche Atmosphäre ein, wenn zB der Laternenanzünder durch die Straßen Stuttgarts streift und überall die Lichter anmacht. Heutzutage mit Elektrizität kaum noch vorstellbar. 
Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht, weshalb ich besonders toll finde, dass die Geschichte nicht in der hochmodernen Zeit von heute spielt. Am meisten begeistern konnte mich der Autor damit, dass er nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch wahre Geschichte und bekannte Persönlichkeiten mit einfließen lässt. Hier spielt zum Beispiel Herr Gottlieb Daimler und das erste motorisierte Auto („Phönix“) eine große Rolle, genauso wie Herr Maybach, der Abenteurer und Entdecker Marco Polo und Humboldt. Für Kinder finde ich das eine super Sache als unterschwelliger Lerneffekt.
Der Schreibstil hat es mir sehr angetan. Der Autor schreibt unheimlich schön, bildgewaltig und wordgewandt.

Fazit:

Auch als Erwachsene konnte mich das Abenteuer von Thilo und Paul komplett mitreißen. Ich bin ein großer Fan von Meereswesen und Fabelwesen wie Meerjungfrauen, daher musste ich es einfach lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Man kann noch viel von Thilo lernen und sich von seiner unbändigen Lebensfreude eine Scheibe abschneiden. Kinder sollten das Buch wohl besser mit einem Erwachsenen lesen, da doch häufiger Fremdwörter bzw veraltete Wörter auftauchen, die sie nicht verstehen können. Aber im Großen und Ganzen eine tolle Geschichte für Jung und Alt.

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662 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

liebe, brittainy c. cherry, trauer, wie die luft zum atmen, verlust

Wie die Luft zum Atmen

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736303188
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Als Elizabeth nach einem schweren Schicksalsschlag in ihr kleines Häuschen in ihrem Heimatort zurückkehrt, zieht ihr neuer Nachbar Tristan ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich. Er ist geheimnisvoll, sonderbar und scheint mit niemandem etwas zu tun haben zu wollen. Alle halten sich von ihm fern, und wilde Gerüchte kursieren im Ort, doch auf Elizabeth übt der Fremde eine ungekannte Anziehungskraft aus. Und so sehr Tristan versucht, Elizabeth aus dem Weg zu gehen, kann auch er die tiefe Verbundenheit zu ihr nicht leugnen - schließlich sieht er in ihren Augen einen Schmerz, den er selbst nur zu gut kennt!

Meinung:

Dieses Buch und ich führen eine Hass-Liebe. Ich habe lange versucht, diesen Hype zu umgehen, da ich solche Bücher eigentlich meide. Sie sind mir einfach immer zu überromantisch und überdramatisch, dass ich meistens mehr mit Augenrollen, als Lesen beschäftigt bin. Nichts davon passiert ja so im wirklichen Leben. Kein Mann ist so unendlich romantisch und wenn doch, dann würden wir ihn wahrscheinlich für nicht ganz dicht halten.
Und doch ist es ja so, wenn wir solche Bücher lesen, wünschten wir uns alle, unser Mann wäre doch bitte einmal so romantisch wie unser Protagonist hier. Wir wünschen uns, er würde einmal solche Worte zu uns sprechen, wie Tristan zu Lizzie.
Man verliert sich ja irgendwie doch in solchen Geschichten, obwohl wir wissen, dass es nichts mit der Realität zu tun und wahrscheinlich lesen wir genau deswegen diese Bücher. Wir lassen uns trotzdem mitreißen in die Gefühlswelt der Protagonisten und hoffen, lieben und leiden mit ihnen – so auch geschehen mit mir bei diesem Buch

Fazit:

Zu viel Romantik, zu viel Drama, zu viele Liebesschwüre und zu viel Sex! Trotz allem ein Buch, dass mich so mitgerissen hat, dass ich heulen musste. Und das spricht ja dann für sich.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, schicksal, liebesroman, hellseherin, barbara leciejewski

Die Nächte, die Tage und das ganze Leben

Barbara Leciejewski
E-Buch Text
Erschienen bei Montlake Romance, 14.02.2017
ISBN 9781477848050
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: 

Hellseherei? Kompletter Unsinn! Das zumindest glaubt Fanni und beschließt mitten auf dem Münchner Winter-Tollwood, dafür den Beweis anzutreten. Impulsiv, wie sie ist, leiht sie sich kurzerhand den nächstbesten ihr völlig unbekannten jungen Mann bei seiner Freundin aus. Als angebliches Paar wollen sie die ortsansässige Hellseherin als Schwindlerin demaskieren. Keine Stunde später steht das Leben der beiden auf dem Kopf. Es ist der Auftakt zu einer tragisch-komischen Geschichte zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Fanni erfährt die große Liebe ebenso wie den größten Liebeskummer, vor allem aber erfährt sie jede Menge über sich selbst. Und ganz am Ende landet sie noch einmal bei der Hellseherin …

Mein Eindruck: 

Das erste Kapitel beginnt schon so kurios, dass man erstmal nur kopfschüttelnd dasitzt und sich fragt: Das hat sie jetzt nicht wirklich gemacht, oder? -Doch, hat sie!
Fanni (Stefanie) ist ein absolut toller, witziger und chaotischer Charakter. Ich mochte sie direkt von Anfang an und, bis auf die Abneigung gegenüber vegetarischem Essen, haben wir sogar die ein oder andere Gemeinsamkeit. Auf jeden Fall denselben Humor. Als sie, wie im Klappentext schon erwähnt, auf die irrwitzige Idee kommt, sich einen wildfremden Typen auszuleihen, um eine Wahrsagerin des Betruges zu enttarnen, konnte ja keiner ahnen, dass dieser Schuss total nach hinten losgeht. Obwohl, wenn ich Fanni schon vor diesem Buch gekannt hätte, hätte ich es wissen müssen. Sie tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste und ist bei jedem Tumult irgendwie immer mittendrin. Gott sei Dank hat sie zwei wunderbare Freundinnen, die sie immer wieder auffangen und ihr zur Seite stehen. Lore und Emma sind goldwert. Der Mann, den sich Fanni "ausleiht", heißt Horst. Ob er seinem Namen alle Ehre macht und sich als kompletter "Vollhorst" erweist?!

Das Buch umfasst 271 Seiten und es macht einfach so viel Spaß, dass man es in einem Rutsch durchlesen kann. Den Schreibstil der Autorin kenne ich schon von ihren anderen Werken und ich liebe ihn. Von lustig, sarkastisch, witzig bis traurig und emotional ist immer alles mit dabei - "himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt" eben. 

Fazit:
Ein tolles Buch, dass mich die ganze Zeit zum lachen gebracht hat. Und emotional war's auch! Man hat mitgefiebert und mitgehofft und manchmal wollte man die Protagonisten einfach nur schütteln. Das Buch ist nicht zwanghaft auf lustig getrimmt, sondern es erzählt die Geschichte so, wie das Leben Geschichten nun mal so schreibt. 
"Nett und Funny" eben ;-)

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199 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

historischer roman, australien, neubeginn, historisch, liebe

Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt

Rainer M. Schröder
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.11.2012
ISBN 9783570401682
Genre: Jugendbuch

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114 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

thriller, london, psychothriller, stalking, verfolgung

Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

loverboy, alleinerziehend, albanische mafia, deutschland, frauenhandel

Eventus Corp.: Verkaufte Unschuld

Manu Wirtz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.07.2016
ISBN B01IALGGZS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auftakt einer Serie

Inhalt: 

Die Eventus Corporation ist ein deutsches Security- und Militärunternehmen, das im Personenschutz, aber auch bei gefährlichen Einsätzen in internationalen Krisengebieten tätig ist. Die Teamleiterin Stefanie Audet und der IT-Spezialist Stephan Brokkenleg werden aktiv, als die 15-jährige Alina, die Tochter eines Bankers gekidnappt wird. Sie kommen über Facebook & Co. einem Mädchenhändlerring, der Alban-Liga, auf die Spur. Der eiskalte Mafiaboss Marko Berisha nutzt das Internet für geheime Versteigerungen der entführten Frauen und Mädchen. Das Eventus-Team jagt die Verbrecher quer durch Europa bis zu einem alten Atombunker an der tschechischen Grenze, dem Hauptquartier der Bande. Schaffen sie es noch rechtzeitig, die gefangene Alina vor einem Schicksal als Sexsklavin zu retten? Ein temporeicher und ungemein spannender Thriller mit einem neuen und schlagkräftigen Team...(Quelle: LB)

Mein Eindruck: 

Das Buch beginnt mit einer Zusammenfassung der Personen bzw Personengruppen, die man im Laufe der Geschichte kennen lernen wird. Das finde ich ganz gut, damit kann man sich direkt einen kleinen Überblick verschaffen und läuft keine Gefahr, mit den Personen durcheinander zu kommen.
Auf den ersten 20 Seiten werden die Charaktere sehr detailliert beschrieben, ja geradezu auseinander genommen. Ich mag es eher, wenn man die Protagonisten im Laufe der Geschichte besser kennen lernt. Der Lesefluss war etwas holprig. Es wird sehr viel erklärt, wie die Eventus Corp. arbeitet usw, es folgt eine Aneinanderreihung von Fakten, so dass es für mich mehr wie ein Aufsatz klang.
Ab Kapitel 4 kommt Spannung auf, man erfährt mehr über die brutale Alban-Liga und wie skrupellos sie mit den Mädchen umgehen. Das ist schon schockierend zu lesen. Diese Passagen sind leider immer sehr kurz gehalten, und es wird sehr schnell wieder zu den Ermittlungen übergegangen. Diese Passagen waren dann wieder langwierig und zäh, weil dort die unzähligen PC-Systeme, mit denen Polizei & Co. arbeiten, auch bis ins kleinste Detail erklärt werden. Hier habe ich sogar ein paar Seiten übersprungen bzw quer gelesen, weil es zur Handlung einfach nichts beitrug. Auch zu den Charakteren konnte ich einfach keine feste Bindung aufbauen, dazu fehlte der Story leider der Tiefgang.
Das Ende war spannend und actionreich, mit einem offenen Ende, das neugierig auf den weiteren Verlauf macht. Es bleiben allerdings ein paar Dinge ungeklärt bzw verschwinden Protagonisten , von denen man nicht erfährt, was mit ihnen geschehen ist. Das ist etwas schade.

Fazit:
Eine gute, spannende Grundidee, aus der man sehr viel herausholen kann. Insgesamt fehlte mir der Tiefgang und der Zugang zu den Protas. Mehr Spannung - weniger Fakten/ Details. Zudem gefällt mir die Aufmachung der Buches leider nicht, das habe ich aber nicht in meine Bewertung mit einfließen lassen, das ist nur eine rein optische Sache. Es ist eher wie ein dünnes Heftchen, nicht im typischen Buchformat.

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304 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

thriller, psychothriller, saving grace, spannung, erpressung

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

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420 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 117 Rezensionen

thriller, wesen, endzeit, bird box, horror

Bird Box - Schließe deine Augen

Josh Malerman , Fred Kinzel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 16.03.2015
ISBN 9783764531218
Genre: Krimi und Thriller

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168 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

selbstjustiz, london, krimi, henker, max wolfe

Wer Furcht sät

Tony Parsons
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174423
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist. 

Mein Eindruck:

Dies ist der dritte Fall von Detective Max Wolfe, der sich aber auch als Einzelband ohne Probleme lesen lässt. Ich habe Max Wolfe hier zum ersten Mal kennen gelernt, und das wohl nicht von seiner besten Seite. Mich hat das Buch an vielen Stellen leider enttäuscht und somit den Gesamteindruck negativ beeinflusst.
Das Thema Selbstjustiz finde ich spannend und interessant. Leider wird es hier nicht ganz so intensiv behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Eine Bürgerwehr zieht durch London und erhängt Menschen, die es anscheinend nicht besser verdient haben. Wir lernen auch die Familien und Opfer dieser Menschen kennen, was dazu führt, dass man sich still und heimlich auf die Seite des Clubs (Club d. Henker) stellt und ihre Handlungen befürwortet. 
Was ich hier positiv bewerten möchte ist, dass die Geschichte einen wirklich nachdenken lässt. Wie würde ich reagieren? Wie würde ich handeln, wenn meiner Familie oder meinen Kindern so etwas zustößt? Das hat mich wirklich in den ein oder anderen Konflikt mit mir selbst gebracht.
Schade fand ich wiederum, dass Detective Max Wolfe gegen seine eigenen Prinzipien, das Gesetz zu vertreten, zeitweise verstößt. Und auch Max als Charakter war in meinen Augen ein echter Schwächling. Man sollte doch meinen, dass ein gut ausgebildeter Polizist sich nicht andauernd vermöbeln lassen muss und die Täter, die einem auch noch körperlich unterlegen sind, gleich zweimal ziehen lässt. Ein Henker mit einer zertrümmerten Kniescheibe hängte Max problemlos ab, was für mich einfach nur absurd erschien. Für einen Polizisten echt mickrig.
Es wurde auch eine kurze Liebelei mit eingeschoben und mit "kurz" meine ich "kurz". Sie ging genauso schnell, wie sie gekommen war, so dass ich es fast überlesen hätte. Der Handlungsstrang war daher mehr als unnötig und hat nur Verwirrung gestiftet.
Dem Buch hätten ein paar Seiten mehr auf jeden Fall sehr gut getan. Gewisse Handlungsstränge, darunter auch die Liebelei, wurden nur kurz angerissen, aber nicht schlüssig bis zum Ende geführt.
Ich hätte auch gerne einige interessante Nebencharaktere besser kennengelernt, aber auch sie verschwanden urplötzlich wieder. Wie oben schon erwähnt, hätte ich mir auch gewünscht, dass das Thema Selbstjustiz intensiver aufgegriffen wird, dass man vielleicht auch die Reaktion der Bürger in der Öffentlichkeit oder auch in den sozialen Netzwerken ein bisschen deutlicher mitbekommt.
Das Ende sollte eine überraschende Wendung bereit halten, die mich allerdings nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat. Überraschend ja, aber der Wow-Effekt blieb aus.

FAZIT:
Insgesamt konnte mich Max und sein dritter Fall einfach nicht mitreißen. Viele Logikfehler und unfertige Handlungsstränge schwächen das Buch zu sehr ab. Max als Charakter und als Polizist konnte mich gar nicht überzeugen, er wirkte eher amateurhaft als gut ausgebildet. Einzig wirklich interessant und sehr gut recherchiert war die Historie von London.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, elfen, freundschaft, abenteuer, erstes mal

Verrat am Elfenparadies

Oliver Jungjohann , Oliver Jungjohann
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Jungjohann, Oliver, 20.09.2016
ISBN 9783981768435
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 3/ Abschluss

Inhalt:

Das mysteriöse Schiffswrack aus dem Jahr 1873 mit seiner verschollenen Besatzung wartet noch darauf, endlich gefunden zu werden. Aber was ist mit der Vulkanpforte der Elfenwelt? Die 13-jährige Finja macht sich mit dem eingeweihten Freundeskreis und ihrem Bruder auf die abenteuerlichste Suche ihres Lebens, die letzten Geheimnisse aufzudecken. In ihrer Liebesfreundschaft mit dem 15 Jahre alten Toni erlebt sie weitere spannende Momente, und auch die Freundinnen sorgen für manche Überraschungen. Doch neben diesen Lebensbereichen, die Finja täglich umgeben, lauert eine große Gefahr für die paradiesisch friedliche Elfenwelt, von der sie nichts ahnt... Ein packender, emotionaler Jugendroman über Liebe, Abenteuer in einer Elfenwelt, Identität und Freundschaft, der die Wasserfall-Trilogie abschließt...(Quelle: LB)

Mein Eindruck:

Diese Trilogie ist mir von Band zu Band mehr ans Herz gewachsen. Mich nun von den liebevollen Charakteren zu verabschieden, fällt einem da nicht so leicht. Das Buch startet mit einem Rückblick, so mit war man auch direkt wieder mitten im Geschehen. Es gilt, dass Elfenreich zu beschützen, dazu erleben Finja, Aaron und die Elfen natürlich einige Abenteuer. Wieder einmal zeigt der Autor, wie wichtig dabei Zusammenhalt und Freundschaften sind. Die Themen werden für die jugendlichen Leser toll und sensibel thematisiert. So werden auch Themen angesprochen, die vielleicht etwas außergewöhnlich, dennoch nennenswert sind, wie z.B. gleichgeschlechtliche Liebe. Unterstrichen wird das ganze Abenteuer wieder durch tolle Bilder und Zeichnungen, die schon ein bisschen zu einem Markenzeichen geworden sind. Ich finde es ganz toll, dass man die Entwicklung von Finja und Aaron so hautnah miterlebt hat. Man ist quasi mit ihnen "gewachsen". Gerade für die jugendlichen Leser, die hier angesprochen werden, ist das sehr passend.

FAZIT:

Ein toller Abschluss der Trilogie. Es ist spannend und emotional. Die erste Liebe und andere interessante Themen, werden angesprochen und altersgerecht und sensibel thematisiert. Nicht nur für jüngere Leser ein Highlight.

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(510)

977 Bibliotheken, 17 Leser, 3 Gruppen, 190 Rezensionen

märchen, fee, hexenjäger, fantasy, julia adrian

Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian , Svenja Jarisch
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2015
ISBN 9783959911313
Genre: Fantasy

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(1.146)

1.947 Bibliotheken, 57 Leser, 6 Gruppen, 302 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den 'Friseur' nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der 'Friseur' könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt.

Mein Eindruck:


Fitzek – wer kennt ihn nicht? Ich habe schon viele Bücher von ihm gelesen und ich eigentlich ist keins dabei, von dem ich behaupten würde es wäre schlecht. Auch „Das Paket“ hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Es gibt allerdings ein paar „Aber“.
Das Buch beginnt spannend. Emma ist nach der Vergewaltigung ein psychisches Wrack. Sie weiß selbst am besten, was die menschliche Psyche einem für Streiche spielen kann, wenn man in ein Loch fällt. Aber es ist nicht nur die Vergewaltigung, es geht noch viel weiter zurück, bis in ihre Kindheit. Zunächst hat das aber augenscheinlich nichts mit den kürzlich zurück liegenden Ereignissen zutun. Das verwebt sich erst nach und nach miteinander, was mir gut gefallen hat.
Alles beginnt damit, dass sie das ominöse Paket annimmt. Wie immer schafft Fitzek es, Spannung aufzubauen und eine gewisse Atmosphäre zu schaffen. Es gibt ein paar Gänsehautmomente und ein paar Atemlos-Momente. Auch ein paar überraschende Wendungen dürfen hier natürlich nicht fehlen. Also wie gesagt, alles in allem ein gut aufgebauter Roman.
Allerdings hat mir hier das gewisse Fitzek-Etwas gefehlt. Ich kann es nicht mal genau benennen. Da fehlt halt was. Wenn ich das Buch zur Seite legen musste, hatte ich nicht immer das Bedürfnis sofort wieder danach zu greifen. So ab der Mitte plätscherte es etwas vor sich hin. Das Ende wurde wieder spannend, allerdings fand ich es hier irgendwie zu konstruiert. Das kam mir sehr weit hergeholt vor, auch wenn es nicht vorhersehbar war und ich mit der Auflösung nicht gerechnet habe.

Fazit:
Ein solider Fitzek, den man als Fan auf jeden Fall lesen sollte. Es ist keine Zeitverschwendung, aber ich denke, das kann Herr Fitzek doch noch etwas besser und noch spannender. 

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303 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 38 Rezensionen

weihnachten, weihnachtsmann, finnland, trauer, geschenke

Wunder einer Winternacht

Marko Leino , Gabriele Schrey-Vasara , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.11.2009
ISBN 9783499248467
Genre: Jugendbuch

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