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136 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

tokio, abschied, japan, jugendbuch, umzug

Sieben Nächte in Tokio

Cecilia Vinesse , Stephanie Singh
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423761499
Genre: Jugendbuch

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(53)

91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

ghetto, jugendbuch, hamburg, freundschaft, ghetto bitch

Ghetto Bitch

Gernot Gricksch
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 09.05.2016
ISBN 9783791500065
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nele führt ein traumhaftes Leben: tolle Freunde, keine Geldsorgen, ein perfekter Freund und zugleich auch noch eine recht harmonische Familie. Das alles ändert sich aber schlagartig, als sie durch den Tod des Vaters auf einmal komplett bankrott sind. Und so kommt es, dass sie aus dem noblen Viertel ins Ghetto ziehen müssen. Ein absoluter Horror für Nele. Auf solche Menschen hat sie bisher immer nur angewidert herabgesehen. Und auch die vermeintlichen "Assis" sind nicht sonderlich angetan von der Zugezogenen. Doch mit der Zeit muss Nele erkennen, dass Geld eben doch nicht alles ist und es auch noch andere Faktoren zum Glück gibt. Sind die Menschen hier vielleicht glücklicher als die Reichen?

Hachja, Selbstfindungsprozesse finde ich immer ein super Thema für ein Buch. Auch wenn die Idee nicht sonderlich revolutionär ist, war ich dennoch gespannt, was der Autor daraus machen würde und war begeistert.

Der Schreibstil ist angemessen und nicht zu hochgestochen. Die Charaktere waren mir zum Großteil echt sympathisch und sind auch authentisch gezeichnet. Nele verhält sich manchmal sehr kindlich und kindisch, was aber in dem Alter normal ist. Gerade das fand ich sehr gut: hier gab es einfach kein komplettes Schwarz-Weiß-Denken, wodurch man selbst halt auch viel eher über vermeintliche Vorurteile nachdachte, wodurch es neben dem Spaß auch schon beinahe inspirierend war.

Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte mich kaum von der Geschichte lösen. Ich tauchte förmlich in diese Welt ab und wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Die ganze Zeit wusste ich nicht, was mich für ein Ende erwarten würde. Wie ich zu dem Ende stehen soll, weiß ich persönlich übrigens nicht. Ich fand es sehr rührend, frage ich aber, ob es realistisch ist. Das ist aber auch der einzige Makel, den ich bei diesem Buch finden konnte, obwohl man dies auch nicht wirklich als Makel bezeichnen würde.

Alles in allem kann ich die Geschichte nur jedem empfehlen, der sich für die Identitätsfindung interessiert und mal seichte Unterhaltung genießen will. Meiner Meinung nach ist es auch für alle Altersgruppen geeignet.

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(162)

503 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, nicholas sparks, spannung, sparks, stalking

Wenn du mich siehst

Nicholas Sparks , Astrid Finke
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453268760
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was für jeden eine schreckliche Nacht gewesen wäre, wendete sich für Maria noch zum Guten: bei einer Autopanne mitten in der Nacht im Nirgendwo bekommt sie unverhoffte Hilfe von Colin, der so rein optisch gar nicht zu ihr passt. Die beiden trennen Welten, aber dennoch sind sie ihren Gefühlen machtlos. Wenn da nur nicht die Vergangenheit wäre, die beide am liebsten vergessen würden...

Ja, eine typische Liebesgeschichte. Was erwartet man auch anderes von Nicholas Sparks?
Aber genau so ist es dann doch nicht! Klar, natürlich werden hier eine Beziehung und auch Gefühle thematisiert, aber hauptsächlich geht es um die Probleme der beiden im Einzelnen. So blieb die Romantik hier teils auf der Strecke. Das empfand ich persönlich aber nicht als schlimm, sondern als angenehm, weil es mal eine nette Abwechslung war. Es ist halt doch kein typischer Sparks.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Maria und Colin geschildert, was ich sehr gut fand, weil  man so zwar dennoch eine subjektive Darstellung vermittelt bekam, aber sich dennoch eine eigene Meinung bilden konnte, was ich immer sehr schätze.
Colin ist zwar eine Marke für sich, hat sich aber dennoch sofort einen Platz in meinem Herzen gesichert, was ich von Maria leider nicht behaupten konnte. Allgemein konnte ich zu ihr nie so die Beziehung aufbauen, was manchmal ein wenig hinderlich war.

Teils war die Geschichte ein wenig schleppend, weil ich das Gefühl hatte, dass sich alles im Kreis dreht. Die Erzählung war nicht so ganz, wie ich es mir erhofft hatte, wodurch ich teils auch ein wenig enttäuscht wurde. Sparks hat mich zwar wieder überzeugt, aber nicht gefesselt. Auch wenn es immer wieder Drama gab, fehlte mir einfach das gewisse Etwas. Sparks' Leser werden wissen, was ich meine, wenn sie dieses Buch gelesen haben.

Man kann dieses Buch lesen, muss man aber nicht. Für mich ist es auf gar keinen Fall mit "Mit dir an meiner Seite" zu vergleichen, weil dieses einfach um Längen besser ist. Dennoch sollte man sich diesen "anderen" Sparks nicht entgehen lassen!

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(209)

368 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 137 Rezensionen

vergewaltigung, thriller, manipulation, wendy walker, therapie

Dark Memories - Nichts ist je vergessen

Wendy Walker , Verena Kilchling
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.06.2016
ISBN 9783651025424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jenny Kramer ist vergewaltigt worden. Das ist eine Tatsache. Alle wissen es. Nur sie nicht. Dank einer neuen Methode sind sämtliche Erinnerungen an die grausame Nacht gelöscht worden. Was zunächst als Segen erscheint, entpuppt sich wenig später als wahre Hölle: denn auch wenn sie sich selbst nicht mehr erinnert, erinnert sich sehr wohl ihr Körper an die Tat. Dieser Zustand zerreißt sie immer mehr, weshalb sie mithilfe einer Therapie anfangen soll, sich zu erinnern, nicht zuletzt damit ihr Vater endlich ruhen kann, da er seit Monaten den Täter jagt. Doch wem kann man noch trauen, wenn Jennys Erinnerungen anderen Menschen wirklich schaden könnte?

Ich beginne bald mein Psychologiestudium und wusste deswegen sofort: dieses Buch muss ich lesen! Ich habe viel erwartet und bin auch nicht enttäuscht worden. Das Buch spielt hauptsächlich aus der Sicht ihres Therapeuten, weshalb man sich sehr gut in die Geschichte einfinden kann und Unstimmigkeiten im Entwicklungsprozess auch gut auffallen. Demnach würde ich auch nicht sagen, dass ich mich mit irgendeinem Charakter wirklich identifiziert habe. Allgemein muss ich sagen, dass mich keine Figur wirklich beruht hat. Es gab zwar schon "ganz nette", aber niemanden, bei dem ich gesagt hätte: boah, der ist sympathisch, den mag ich!

Allgemein sollte man sich hier bewusst sein, dass es wirklich um die Therapie als Schwerpunkt hier geht. Wer eine gefährliche, mitreißende Geschichte sucht, bei der es einem den Atem verschlägt, der ist hier definitiv falsch aufgehoben. Das hätte auch nicht wirklich zu der Thematik gepasst.
Alles in allem finde ich das Buch nicht sonderlich reißerisch, habe aber von Freunden schon anderes gehört. Ich denke, das ist letztlich Geschmackssache.

Die ganze Zeit über weiß man nicht so wirklich, wie es ausgeht und kann sich auch nicht wirklich auf eine Theorie einigen. Dementsprechend wurde die Geschichte auch nie wirklich langweilig. Es war natürlich auch nicht schlecht, dass der Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen war.

Das Ende hat mich nicht wirklich überzeugt. Für mich war es gerade in Bezug auf Jenny nicht stimmig. Allgemein muss ich auch sagen, dass es mir manchmal ein paar zu viele Schauplätze waren. Nie so, dass es nervig war, aber ich hätte den Fokus lieber auf Jenny allein und nicht auch auf ihrer Mutter gehabt. Es hat zwar zur Geschichte gepasst, aber mich nicht gänzlich überzeugt.
Nach Beenden des Buches war ich allerdings leider etwas unbefriedigt, weil für mich einfach etwas gefehlt hat. Alles in allem würde ich die Geschichte jedem empfehlen, der sich für die Psyche des Menschen interessiert. Einen Fehler macht man damit sicher nicht!

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(34)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

geist, jugendbuch, familie, umzug, geister

Lily Frost

Nova Weetman , Friederike Levin
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 29.02.2016
ISBN 9783407746542
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lily Frost muss mit ihrer Familie aus Melbourne in ein kleines Kaff namens Gideon ziehen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, scheint es in diesem Haus noch zu spuken und das vom Feinsten: immer wieder geht das Licht aus und auf ihrem Zimmerboden ist ihr Name eingeritzt worden. Irgendwer oder eher irgendwas scheint mit ihr kommunizieren zu wollen. Dummerweise glaubt ihr aus ihrer Familie aber niemand. Und dann findet Lily auch noch heraus, dass sie der Tochter der ehemaligen Hausbesitzerin zum Verwechseln sieht. Die Tochter, die spurlos verschwunden ist...

Die Beschreibung hat mich schon sehr gereizt, weil ich mir etwas Mystisches erhofft habe. Leider muss ich gestehen, dass ich hier ziemlich enttäuscht wurde. Das Buch wird als Jugendbuch deklariert, aber für mich richtet es sich definitiv nur an jüngere Leser. Für mich, mit meinen 19 Jahren, war die Geschichte leider überhaupt nicht fesselnd und Spannung kam bei mir nie auf. Ich las das alles eher nur so nebenbei und konnte mich davon nie mitreißen lassen. Ich habe das Geschehen leider selbst überhaupt gar nicht gelebt, wodurch für mich alles nur so dahin plätscherte.

Mit Lily bin ich auch nie so wirklich warm geworden. Sie ist ein typisch zickiger Teenager, aber zugleich stellt sie sich auch unnötig an. Manchmal wirkte das auf mich so, als würde die Autorin versuchen, so die Seiten zu füllen. Allgemein war der Schreibstil zwar nett und unterhaltsam, wirkte aber in Bezug au die Protagonistin immer wieder sehr spöttisch. Da sie selbst durch den Erzählstil eigentlich immer als Witzfigur dargestellt wurde, die man nicht ernst nehmen kann, habe ich die ganze Entwicklung eher belächelt.

Auch die schaurigen Elemente lassen zu wünschen übrig. Es sind so typische 08/15-Elemente, die man aus jedem schlechten Film kennt. Nichts Innovatives und dementsprechend langweilig. Da ist es wohl wirklich gut, wenn man sich mit so etwas noch nicht beschäftigt hat.

Da das Buch auch recht dünn ist, werden alle Themen und auch die Charaktere nur oberflächlich beschrieben, wodurch einfach eine gewisse Tiefe fehlt, um in das Geschehen abtauchen zu können, was ich sehr vermisst habe. So lässt sich das Buch zwar zügig lesen, braucht aber dennoch seine Zeit, weil man einfach keine Motivation hat, da einen das Geschehen so kalt lässt

Immer wieder habe ich gehofft, dass das Ende vielleicht noch etwas rausreißen könnte, aber dem war leider nicht so. Stattdessen ist genau das eingetreten, was ich erwartet habe. Allgemein war die Geschichte leider sehr vorhersehbar, wie ich persönlich finde. Ich wurde in meinen Enttäuschungen immer wieder bestätigt, wodurch ich auch mit der Zeit immer frustrierter wurde.

Dieses Buch muss man dementsprechend wirklich nicht gelesen haben. Ich selbst würde es niemandem in meinem Alter empfehlen, wohl aber jüngeren Lesern, die anfangen, "unheimliche" Themen zu lesen. Für die wäre das Buch wahrscheinlich ganz nett und auch fesselnd, aber für meine Altersklasse ist es leider gar nichts. Da dies das Debüt der Autorin ist und ich halt wahrscheinlich auch zu alt für das Buch ist, vergebe ich nett gemeinte 2,5 Sterne von 5.

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(465)

835 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 155 Rezensionen

dystopie, erde, die 100, kass morgan, liebe

Die 100

Kass Morgan ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.07.2015
ISBN 9783453269491
Genre: Jugendbuch

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(138)

289 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

liebe, almost, anne eliot, vergewaltigung, verlieben

Almost

Anne Eliot , Birgit Niehaus
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423716710
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Nacht in Jess' Leben veränderte alles auf dramatische Weise. Jetzt versucht sie sich durch Normalität wieder ins Leben zu kämpfen. Und dafür hat sie einen genauen Plan: sie braucht ein Sommerpraktikum, ein soziales Leben und vor allem einen Freund! Denn ihr größter Wunsch ist es, endlich aufs College gehen zu können, wofür ihre Eltern sie allerdings labil halten. Doch die Bewerbung um ihren Praktikumsplatz erweist sich als Glückstreffer: ihr Mitkonkurrent, Gray, ist ein Mitschüler, mit dem sie einen Deal eingehen will: sie bezahlt ihn, damit er sich als ihr Freund ausgibt. So gesehen also eine Win-Win-Situation - oder etwa nicht?

Hachja, wunderschön vorhersehbar und oberflächlich wird man jetzt wahrscheinlich denken, aber Pustekuchen! In dem Buch gab es immer wieder überraschende Wendungen, auch wenn sie jetzt nie so schockierend waren wie beispielsweise in einem Thriller. Einzig und allein das Ende war sehr vorhersehbar und hat mich dementsprechend auch in gewisser Weise enttäuscht.
Zu der Oberflächlichkeit: das Buch befasst sich schon mit einer ernsteren Thematik, allerdings wird auf diese nicht ganz tiefgründig eingegangen, was aber okay ist. Für diese Geschichte war das völlig ausreichend. Da ich mich aber allgemein sehr dafür interessiere, fand ich es sehr schade, dass da nur eher an der Oberflächlichkeit gekratzt wurde.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er fesselnd und mitreißend ist. Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven geschildert, wodurch man sich mit beiden identifizieren kann. Ich persönlich muss aber gestehen, dass ich zu Jess nie so einen guten Draht bekommen habe wie zu Gray. Über den konnte ich Stunden etwas lesen, über Jess eher nicht. Ihr Verhalten war zwar normal für ihre Vergangenheit, aber hin und wieder war es auch so undurchschaubar. Manchmal waren mir ihre Stimmungsschwankungen einfach zu viel.

Natürlich liegt der Fokus hier auch auf den Gefühlen und ich muss ehrlich gestehen, dass anfangs viel zu viel darüber geredet wird. Jede Seite ist mit emotionalen Beschreibungen gefühlt, wodurch es echt erst unauthentisch wirkte. Ich selbst muss gestehen, dass mich das wirklich nervte. Davon sollte man sich aber auf keinen Fall abschrecken lassen, denn das wird immer besser!
Allgemein merkt man, dass die Autorin im Buch immer mehr zu sich und ihrem Stil findet.

Alles in allem hat mir diese Geschichte sehr schöne Lesestunden beschert. Es ist definitiv ein Buch, das ich gerne irgendwann noch einmal lesen werde! Manchmal fehlte es mir ein wenig an Tiefe, aber das hat der Schreibstil super wett gemacht. Hier schwebt man manchmal wirklich auf Wolke 7 und träumt sich förmlich in die Geschichte. Eine absolute Leseempfehlung!

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(14)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

sekte, jugendbuch, kyra, mormonen, ausgegrenzt

Auserkoren

Carol Lynch Williams , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 219 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.01.2012
ISBN 9783570307793
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kyra ist ein Mitglied einer Sekte, die die Polygamie als etwas Selbstverständliches sieht. Sie selbst kennt nichts anderes und hat erst kein Problem damit. Doch auf einmal soll sie an ihren alten Onkel  verheiratet werden, dabei liebt sie doch Joshua. Wenn sie einen heiraten will, dann ihn. Doch damit dieser Traum Realität wird, muss sie hart kämpfen. Und eins ist klar: nichts wird danach jemals wieder so sein wie zuvor...

Mich faszinieren Sekten ziemlich, weshalb ich dieses Buch einfach lesen musste. Auf dem Klappentext steht, dass sie in einer Mormonen-Familie lebt, was mir schwer fiel zu glauben. Klar, es gibt da hin und wieder Polygamie, aber ich selbst habe einen Monat bei einer solchen Familie gelebt und habe da nicht solche Zustände erlebt und auch die Gemeinde war nicht so wahnhaft. Hier sollte man also auf keinen Fall ein falsches Bild von Mormonen bekommen!

Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber ist jetzt auch nicht überragend gut. Mir wird er definitiv nicht lange im Gedächtnis bleiben. Er zeichnet sich durch keine besonderen Merkmale aus, was aber auch nicht weiter schlimm ist.

Dennoch wurde die Welt sehr eindrucksvoll beschrieben und ließ einen immer wieder den Kopf schütteln. Es ist schrecklich, dass manche Menschen anscheinend so leben können! Immer wieder habe ich tiefstes Mitleid mit Kyra und ihren Geschwistern empfunden.

Leider ist das Buch recht dünn, weshalb viele Themen auch nur oberflächlich angeschnitten werden und mehr auch nicht. Das finde ich echt schade, weil dadurch auch einfach eine gewisse Tiefe fehlt. Da die Geschichte aber eher für jüngere Leser*innen ist, ist das für diese also vollkommen okay.

Insgesamt eine nette Geschichte, die einem zeigt, wie schön unser Lebenskonzept doch ist. Man muss das Buch nicht gelesen haben, aber es ist nett zum Abschalten und in gewisser Weise auch um mal wieder vor Augen geführt zu bekommen, wie schön unsere Freiheit doch ist!

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(3.095)

5.401 Bibliotheken, 53 Leser, 12 Gruppen, 207 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, magie, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.01.2005
ISBN 9783551354013
Genre: Jugendbuch

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(306)

636 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 61 Rezensionen

mord, lügen, sara shepard, lying game, jugendbuch

LYING GAME - Und raus bist du

Sara Shepard , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.03.2012
ISBN 9783570308004
Genre: Jugendbuch

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(144)

307 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

geister, liebe, liv forever, internat, amy talkington

Liv, Forever

Amy Talkington , Sophie Zeitz Ventura
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 24.03.2015
ISBN 9783407744876
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alles könnte so perfekt sein: Liv bekommt ein Stipendium für eine Luxusschule und verliebt sich unsterblich in einen mysteriösen Typen, der ihre Liebe auch noch zu erwidern scheint. Aber irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht, da ist sich Liv sicher. Und plötzlich ist sie tot, aber dennoch da. Denn nun ist Liv ein Geist. Doch wie konnte es soweit kommen?

Allgemein bin ich nicht so ein riesiger Fan von Geistergeschichten, da mir eine Freundin das Buch aber empfohlen hatte und ich auch das Cover schön fand, dachte ich, dass es doch mal einen Versuch wert ist. Die Geschichte lässt sich gut lesen, weil der Schreibstil ziemlich fesselnd ist. Gerade die unterschiedlichen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen, weil man so einen besseren Einblick in das Ganze bekam.

An sich konnte mich das Buch durch den Schreibstil schon begeistern, aber leider war die Handlung für mich ein wenig fad. Manches war vorhersehbar und anderes war einfach so oberflächlich, dass es schon enttäuschend war. Nie ging es mir wirklich so, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, weil ich mitgelitten habe. Irgendwie hat mich Livs Schicksal erschreckend kalt gelassen und auch die vermeintliche Liebesgeschichte konnte ich nicht wirklich ernst nehmen.

Mit 19 Jahren gehöre ich gerade noch so zur Zielgruppe dieses Buches, würde ich zumindest sagen, dennoch würde ich dieses Buch jüngeren Leserinnen ans Herz legen, weil es für mich teils einfach zu kindisch war. Insgesamt war es ganz nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht. Das Buch hat mich nicht verzaubert und auch das Ende konnte mich leider nicht begeistern. Dennoch war der Schreibstil wirklich schön!

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(39)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

thriller, mark dawson, london, england, agenten

One - Sie finden dich

Mark Dawson ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2016
ISBN 9783492306904
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

John Milton ist der meistgesuchte Mann der britischen Regierung, weil er aus dem Geheimdienst ausgestiegen ist. Mehrere Jahre war er da einer der Spitzenkiller, aber möchte nun damit abschließen. Damit ist er nicht der Einzige, der ausstieg. Einst verschwand auch eine Kollegin, die er nun wiederfinden soll, jedenfalls fordert das der russische Geheimdienst von ihm, der ihn erpresst. Milton soll sie finden, koste es, was es wolle. Aber auch sie ist gefährlich...

So wirkliche Spionage-Thriller habe ich noch nie gelesen und war dementsprechend neugierig. Leider muss ich gestehen, dass mich das Buch gar nicht überzeugen konnte. Ob das nun allgemein am Genre lag oder an der Geschichte allein kann ich leider nicht sagen, aber ich bin mir sicher, dass die "Hauptschuld" das Buch selbst trägt, da der Autor hier viel ungenutztes Potenzial verstreichen lässt, was ich sehr schade fand.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Gerade die Beschreibungen der Städte, die relativ häufig gewechselt werden, ist sensationell! Die erzeugte Atmosphäre passt einfach perfekt zu der Handlung und unterstreicht so gut die Grundstimmung. Allgemein weckten diese Beschreibungen die Reiselust besonders an mir, was mir sehr gut gefiel!

Dummerweise gibt es hier aber auch ein großes Manko: für mich lief alles einfach viel zu glatt und richtig ab. Nie gab es irgendwelche Komplikationen, wodurch die Geschichte auch eher vor sich hinplätscherte. Einen Spannungsbogen sucht man hier wirklich vergeblich. Allgemein ist die ganze Erzählung leider sehr vorhersehbar und sorgte bei mir teils sogar für eine Leseflaute, wofür ein Buch wirklich viel leisten muss!

Insgesamt konnte mich das Buch leider gar nicht packen, da ich keine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte, es mich genervt hat, dass alles so reibungslos ablief und auch so die Spannung nie greifbar war. Leider! Die nachfolgenden Bände werde ich auch nicht lesen. Das offene Ende hat mich in dieser Hinsicht eben leider auch nicht gereizt. Schade. Die Idee an sich war nicht schlecht, aber leider wurde das Potenzial nicht genutzt!

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(372)

682 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 161 Rezensionen

atlantia, dystopie, sirenen, ally condie, zwillinge

Atlantia

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 11.02.2015
ISBN 9783841421692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rio und Bay sind Zwillingsschwestern. Immer waren sie ein Herz und eine Seele. Doch an einem Tag ändert sich alles, nämlich dem Tag der Entscheidung. An diesem Tag können die Bewohner Atlantia zwischen dem Land und dem Meer, Atlantia, wählen. Überraschenderweise entscheidet sich Bay für das Land, wodurch für Rio eine Welt zusammenbricht. Nie hätte sie das erwartet und ist sich sicher: irgendetwas verbirgt Bay. Ein so guter Mensch würde niemals sang- und klanglos verschwinden. Auf der Suche nach ihrer Schwester findet Rio nicht nur viel über sich, sondern auch über die Vergangenheit Atlantias und besondere Gaben in der Familie heraus.

Dem Buch stand ich erst skeptisch gegenüber, da ich die Reihe von "Cassia & Ky" abgebrochen habe und allgemein Suchen in Geschichten eher uninteressant finde. Allerdings hat mich das Cover einfach immer wieder magisch angezogen, weshalb ich es schließlich dann doch las. Das Buch liest sich sehr zügig, weil die Schrift extrem groß ist. Das war schon beinahe unangenehm. Ich muss gestehen, dass ich froh war, das Buch nur ausgeliehen zu haben, weil ich mich sonst ziemlich über den Tisch gezogen gefühlt hätte.

Der Schreibstil war fesselnd und mitreißend. Ebenso wie das Cover strahlt und funkelt, glänzt auch die Darstellung von Atlantia. In diese Welt konnte ich total abtauchen und war von ihr fasziniert. Sehr gut hat mir hier die Kontrastierung gefallen: Atlantia ist magisch, aber zugleich von ständiger Bedrohung umgeben, da die Menschen mitten im Meer leben und ohne die Sicherheitsmaßnahmen sterben würden. Diese Grundstimmung ist allgemein sehr gut in dem Buch widergegeben, vor allem von der Protagonistin.

Rio habe ich sehr gerne auf ihrem Weg begleitet. Ich konnte sie voll und ganz verstehen, vor allem in ihren Gedanken. Teils waren die Handlungen ein wenig in die Länge gezogen, was ich aber nicht so schlimm fand, da es einfach passte. Manche Dinge kann man nicht einfach so abhandeln. Leider war die Geschichte insgesamt aber leider doch etwas langatmig. Das Buch legt einen super Start hin und verliert dann immer mehr an Glanz und Magie. Das fand ich echt enttäuschend! Gerade das Ende hätte besser sein können.

So kann ich leider nur sagen: top Idee, super Unterhaltung, aber nicht überwältigend. Nett für zwischendurch, muss man aber wirklich nicht gelesen haben. Dennoch: wer Dystopien verschlingt, sollte über diese Geschichte nachdenken!

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(936)

1.642 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 57 Rezensionen

klassiker, rache, drama, dürrenmatt, gesellschaft

Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag, 01.08.2003
ISBN 3257230451
Genre: Klassiker

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(78)

107 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

thriller, gregg hurwitz, killer, orphan x, action

Orphan X

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.03.2016
ISBN 9783959670241
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Orphan X ist einer der gefährlichsten und tödlichsten Waffen der US-Regierung. In einem Projekt wurde er schon als Kind ausgebildet, um als Killer zu fungieren. Um die Menschlichkeit dabei nicht zu verlieren, wurden ihm von seinem Trainer mehrere Gebote eingetrichtert. Eines dieser Gebote: Lass niemals einen Unschuldigen sterben. Gerade deswegen taucht Orphan, der sich selbst im realen Leben "Evan Smoak" nennt, ab, um den Verzweifelten zu helfen, die sich von der Polizei keine Hilfe erhoffen können. Doch leider bringt ihn ein Fall dazu, alle seine Gebote und Prinzipien über den Haufen zu werfen, wodurch er nicht nur sich, sondern auch seine Mitmenschen in Gefahr bringt...

Ich habe noch nie ein Buch von Gregg Hurwitz gelesen und hatte deswegen auch keine Ahnung, was mich erwarten würde. In die Geschichte bin ich gut reingekommen, auch wenn es mir anfangs zu viele Namen waren. Ich wusste zwar, wer wer ist, konnte aber halt keine Namen zuordnen, was mich aber nicht sonderlich störte. Das ändert sich auch recht schnell. Allgemein hat das Buch vom Schreibstil eine ziemliche Sogwirkung und lässt einen in diese Welt abtauchen. Manche Sachen waren mir allerdings auch zu detailliert beschrieben bzw. fehlte mir da auch einfach das gewisse Know -how, um es zu verstehen. Denn um ehrlich zu sein, interessiere ich mich nicht so für Waffen und gewisse Kampftechniken. Kenner wissen diese Szenen bestimmt zu schätzen, für mich waren sie ganz nett, mehr aber auch nicht.

Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass nie etwas zu langatmig war. Der Autor weiß, wo man wann die richtigen Akzente setzt, um den Leser weiterhin zu fesseln. Spannung gab es immer wieder und immer wieder gab es Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Zwischendurch hatte ich mich von dem Geschehen mal distanziert, weil mir etwas seltsam vorkam, ohne benennen zu können, was es ist und wurde dann in meinem Gefühl bestätigt. Als diese Erkenntnis kam, war das schon irgendwie toll. Da fühlte man sich irgendwie so weitsichtig und das auf eine Art und Weise, wie ich es bis jetzt noch nie hatte. ;)

Gut fand ich auch, dass es eine gesunde Balance zwischen Privat- und "Arbeitsleben" gab. Gerade diese Ausgeglichenheit zeichnet das Buch auch gerade aus. Auch Evan hat Ecken und Kanten und kann nicht als perfekt beschrieben werden, was für mich immer sehr wichtig ist, weil sonst schnell die Authentizität flöten geht.

Das Buch hat mich gefesselt, aber leider muss ich gestehen, dass ich gut im letzten Viertel dann eine Durststrecke erleiden musste. Die Erzählung ist weiterhin gut, aber irgendwie merkt man, dass der Autor nicht so recht weiß, wie er es jetzt am besten zu Ende bringen soll. Das war für mich echt traurig, weil ich bis dato nichts zu kritisieren hatte. Vielleicht bin ich auch zu streng, weil mir bis dahin alles so gut gefallen hatte, aber das war für mich wirklich ärgerlich. Dennoch konnte das Ende mich alles in allem dennoch überzeugen.

Dennoch muss ich für diese Durststrecke einen Punktabzug geben, auch wenn das auf manche vielleicht kleinkariert wirken wird. Doch wer das Buch gelesen hat, wird verstehen, was ich meine. Alles in allem eine fesselnde und nervenaufreibende Geschichte, die einen von Anfang an packt. Diesen Autor werde ich definitiv im Auge behalten!

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(155)

299 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

psychothriller, weihnachten, tammy cohen, entführung, thriller

Während du stirbst

Tammy Cohen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.11.2015
ISBN 9783734102196
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(184)

391 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

psychothriller, thriller, michael robotham, entführung, selbstmord

Dein Wille geschehe

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 567 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.10.2010
ISBN 9783442474585
Genre: Krimi und Thriller

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(587)

1.320 Bibliotheken, 19 Leser, 3 Gruppen, 264 Rezensionen

fantasy, magie, witch hunter, hexen, hexenjäger

Witch Hunter

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423761352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elizabeth ist eine Hexenjägerin. Sie ist mit dafür verantwortlich, dass die Magie immer mehr aus der Welt verschwindet. Doch was und wer ist eigentlich gut oder böse? Diese Frage muss sie sich stellen, als bei ihr Hexenkräuter gefunden werden, denn dieser Fund stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf. Denn normalerweise bedeutet so etwas den Tod - doch nicht für sie! Plötzlich befindet sie sich auf der Seite der Magier, denn nur diese scheinen ihr Überleben garantieren zu können...

Ich interessiere mich mega für die Geschichte der Hexen. Auch wenn ich weiß, dass dieses Buch nicht auf der Realität beruht, musste ich es dennoch einfach um jeden Preis lesen. Und was soll ich sagen? Ich war seit der ersten Seite so gut wie gefesselt. Die Geschichte zog mich förmlich in ihren Bann!
Allerdings ist hierbei zu beachten, dass man nicht merkt, dass man sich im 16. Jahrhundert befindet. Das Geschehen könnte jederzeit stattfinden, was mich aber nicht weiterstörte, weil so der Lesefluss auch besser gegeben war. Mir persönlich gefällt diese alte Sprache auf Dauer nämlich eher nicht so.

Der Schreibstil konnte mich allgemein sehr überzeugen, weil er sehr lebhaft und detailliert ist. Er ist an die verschiedenen Situationen angepasst und nie wirklich unpassend. Gerade die gute Mischung der Genres gefielen mir sehr gut. Hier kommt jeder auf seine Kosten: Fantasy, Action, Liebe, Zwischenmenschliches, Intrigen, und, und, und! Nicht zu vergessen sind natürlich die dramatischen Wendungen, mit denen man zumindest teilweise nicht rechnet.

Die Hauptfigur war mir zunächst nicht sonderlich sympathisch. Irgendwie lag einfach zu viel Fokus auf ihr, dass sie einem nur auf die Nerven gehen konnte, weil sie halt eben noch recht infantil ist. Das ändert sich im Laufe der Geschichte aber. Man merkt, wie sie an den Erfahrungen wächst und reift. Diese Entwicklung zu beobachten war echt besonders schön, vor allem weil man dadurch wirklich begann, sie gern zu haben.

Auch die Nebenfiguren sind mir ans Herz gewachsen, vor allem Fifer und John. Woran das liegt? Nun, das möchte ich hier nicht vorwegnehmen. Allgemein finde ich es aber gut, dass auch den Randfiguren immer mehr Leben eingehaucht wird mit der Zeit, weil ihre Charaktere immer mehr ausgeschmückt werden, wodurch der Fokus nicht mehr nur auf Elizabeth liegt.

Gelangweilt habe ich mich bei diesem Buch definitiv nie. Irgendwas hat mich immer daran gereizt, auch wenn mir manche Szenen auch too much waren. Das gibt es aber bei jedem Buch, weshalb das wirklich meckern auf hohem Niveau ist. Das Ende fand ich persönlich ein bisschen unbefriedigend, was bei mir aber meistens der Fall ist, wenn es der Auftakt einer Reihe ist. Es ist kein mieser Cliffhanger, aber irgendwie bleibt man als Leser ernüchtert zurück.
Dennoch freue ich mich schon sehr auf den zweiten Teil, da mich die einzigartigen Charaktere, die fantastische Welt und deren Fortbestehen echt neugierig gemacht und überzeugt haben. Ich will mehr!

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

realitätsverlust, aufstieg, ausbeutung, bewunderung, reality show

Lucy fliegt

Petra Piuk
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 01.02.2016
ISBN 9783218010269
Genre: Romane

Rezension:

Lucy lebt in ihrer eigenen Welt und ist in dieser gefangen. Denn Lucy ist eigentlich Linda und 23 Jahre alt und nicht, wie sie seit Jahren behauptet, 18 Jahre. Eine abgeschlossene Ausbildung hat sie nicht: warum denn auch? Immerhin ist sie ein geborener Star! Der Oscar ist schon zum Greifen nah. Sie muss halt nur noch entdeckt werden. Aber das ist bekanntlich schwer, wenn die anderen vor Neid auf das eigene Talent verblassen und einem nur deswegen ungerechterweise keine Chance geben. Aber so einfach will Linda - äh - Lucy natürlich nicht aufgeben.

Das Buch hat mich sehr stark an "Das kunstseidene Mädchen" von Irmgard Keun erinnert. Auch mit den Elementen aus der Epoche der Neuen Sachlichkeit hat dieses Buch einiges gemein, was mir persönlich sehr gefallen hat. Die Sprache ist hier auch sehr einfach gehalten und erinnert sehr stark an Unterschied. Oft treten Ellipsen auf, bei denen vor allem die Verben weggelassen werden. Gerade das war am Anfang ein wenig seltsam: die Sätze ergaben weiterhin Sinn, aber dennoch fiel einem immer auf, dass die Sprache nicht ganz stimmig ist. Das gibt sich aber mit der Zeit, weil man sich auch immer mehr an Lucys Gedankenströme gewöhnt. Gerade dadurch brechen Sätze oft sinnlos ab und sind nicht unbedingt logisch strukturiert. Die Sprache ist halt sehr "realitätsnah" und nicht dafür da, um Eindruck zu hinterlassen.

In ihrer eigenen Welt ist sie definitiv gefangen. Immer wieder hätte ich Lucy am liebsten schütteln wollen, damit sie aufwacht. Hin und wieder wollte ich sie auch einfach in den Arm nehmen, weil sie mir so leid tat. Das hat mich selbst überrascht, weil die Protagonistin keine sympathische Figur ist und selbst Schuld an ihrem Unglück trägt, in das sie sich immer wieder selbst hineinmanövriert. Eigene Fehler kann sie sich gar nicht eingestehen und so baut sie sich immer mehr ihr eigenes Lügengerüst auf, das sie selbst glaubt. Sie ist hoffnungslos allein und verloren.

Und genau das ist hier der Unterschied zwischen Leser und Lucy: der Leser wird andauernd desillusioniert und sieht, wie hoffnungslos ihre Versuche sind, während sie in ihrem Realitätsverlust förmlich aufgeht und denkt, auf diese Art und Weise ihr Glück zu finden. Dass sie sich damit immer mehr kaputt macht, merkt sie selbst nicht.

Auf Lucys Persönlichkeit möchte ich gar nicht so genau eingehen, um nicht zu viel vorwegzunehmen, aber das Problem ist, dass sie sich so sehr nach Aufmerksamkeit sehnt, weil sie nie welche bekommen hat und ihr schon in frühster Kindheit ausgeredet wurde, dass ihre Wahrnehmung der Realität entspricht. Dementsprechend hat sie jeglichen Bezug zur Wirklichkeit verloren und treibt einsam und allein in einer Seifenblase durch ihre Traumwelt. Einsicht gibt es bei ihr nicht.

Die Geschichte ist sehr bewegend, da sie auch durch Rückblenden lebt, und man so auch bemerkt, was alles in ihrem Leben schief gelaufen ist. Immer wieder denkt man: eigentlich hätte sie daraus doch was lernen müssen! Dem ist aber leider nie so.

Das Ende empfand ich als sehr stimmig und passend. Ich hätte mir kein besseres vorstellen können und habe mir schon gedacht, dass es so enden würde. Insgesamt ist die Geschichte sehr realistisch, da es leider viele dieser gescheiterten Persönlichkeiten gibt. Nicht umsonst gibt es immer so viele Anwärter für sämtliche Castingshows. Gerade das hat mich auch noch zum Nachdenken angeregt. Dieses Buch wird mich wohl noch länger beschäftigen...

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daniela katzenberger, biografie, katze, daniela katzenberger - natürlich blond, sei schlau stell dich dumm

Sei schlau, stell dich dumm

Daniela Katzenberger
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2011
ISBN 9783404606696
Genre: Biografien

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digby, jugendbuch, liebe, krimi, entführung

Digby #01

Stephanie Tromly , Sylke Hachmeister , Carolin Liepins , Christiane Schultz
Fester Einband
Erschienen bei Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783789148095
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Digby bringt genau das in Zoes Leben, wovon sie sich immer ferngehalten hat: Chaos. Nach ihrem Umzug in die Kleinstadt ändert sich alles, als sie Digby begegnet. Dieser verleitet sie zu Dingen, die sie nie für möglich gehalten hätte: plötzlich steckt sie ständig in Schwierigkeiten und begeht Straftaten, ohne es wirklich zu wollen. Aber Digby scheint immer Herr der Lage zu sein. Immer. Irgendwie scheint er immer einen Plan zu haben. Aber wer ist er? Und was passiert, wenn Zoe sich zu sehr auf ihn verlässt und ihr "Retter" mal nicht weiter weiß?

Dieses Buch ist das Debüt von Stephanie Tromly. Das merkt man der Geschichte aber nicht an. Zumindest am Schreibstil hatte ich nichts zu bemängeln. Der Schreibstil ist rasant und dementsprechend mitreißend. Nur schwer kann man sich von der Erzählung lösen.

Wie man sich aber leider schon aus dem Klappentext denken kann, neigt dieses Buch stark zu Übertreibungen. Das mag hin und wieder lustig sein, ist aber einfach zu viel des Guten, wenn es ständig passiert. Das war für mich definitiv ein Minuspunkt. Allgemein muss ich leider auch sagen, dass ich nicht weiß, wie das alles auf kleine, naive Jugendliche wirkt. Ich befürchte einfach, dass hier teils ein ganz falsches Bild vermittelt wird.

Digby ist eine Nummer für sich und wirklich interessant. Es hätte gar nichts passieren müssen und ich hätte es dennoch gerne gelesen, einfach, um mehr über Digby zu erfahren! Er ist wirklich eine Nummer für sich, den ich so noch in keinem Buch erlebt habe. Im Vergleich zu ihm wirken die anderen Personen ziemlich blass und unscheinbar, was aber natürlich auch so gewollt ist.

Insgesamt fand ich die Entwicklung der Figuren sehr interessant, da sie wirklich eine enorme Veränderung hinlegen. Gerade in der Hinsicht sieht man, wie stark sich manche Ereignisse auf die eigene Persönlichkeit auswirkt. Das wurde echt super beschrieben!

Alles in allem hat mich die Geschichte echt in ihren Bann gezogen und mitgerissen. Ich wusste nie, was mich erwartet und wurde super unterhalten. Negativ waren für mich lediglich die starken Übertreibungen, die das Buch teils aber auch ausmachen. Hier kann man auf jeden Fall den Kopf ausschalten und die Realität für eine Weile vergessen!

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selbstmord, liebe, suizid, depression, trauer

All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Limes, 28.12.2015
ISBN 9783809026570
Genre: Jugendbuch

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355 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

lynn raven, windfire, magie, djinn, fantasy

Windfire

Lynn Raven
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.12.2015
ISBN 9783570161029
Genre: Jugendbuch

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magie, fantasy, magisterium, freundschaft, elemente

Magisterium - Der kupferne Handschuh

Cassandra Clare , Holly Black ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783846600177
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung! Das ist der zweite Teil der "Magisterium" - Reihe. Der erste Teil ist zwingende Voraussetzung, um diesen Band lesen zu können!

Nach dem letzten Schuljahr und der Durchquerung der ersten Pforte können den jungen Magiern, Aaron, Tamara und Callum, nicht mehr ihrer Magie beraubt werden. Doch bevor Call wieder in die Schule zurückkehren kann, hat er vorher schon einigen Trubel:  sein Vater scheint nicht der zu sein, für den er ihn gehalten hat. Schlimmer noch: er scheint Call gar nicht wirklich als seinen Sohn zu betrachten. Für Call ist klar: er muss so schnell wie möglich ins Magisterium zurück. Aber auch da lauern vermeintliche Feinde...

Der erste Teil hat mir schon sehr gut gefallen, weshalb ich gespannt auf diesen war. Ich persönlich hatte schon die Befürchtung, dass dieser nicht so gut sein könnte wie der erste und leider sollte ich Recht behalten. Die Geschichte ist für Kinder geschrieben, aber gerade in diesem zweiten Teil ist es mir sehr unangenehm aufgefallen. Alles ist sehr schnelllebig und ohne jegliches Detail. Die Erzählung fliegt nur so von einem Punkt zum anderen, ohne auf irgendetwas einzugehen, was wirklich ärgerlich war, weil man so gar nicht in der Geschichte aufgehen konnte. Es wirkte einfach so runtergeleiert.

Der Aufbau des Buches ist wieder ähnlich zum ersten Teil und folgt halt auch einem gewissen Schema. Dennoch war es unterhaltsam, wenn auch die Spannung auf der Strecke blieb. Wirklich packen konnte mich die Geschichte einfach gar nicht, was ein derber Rückschlag im Vergleich zum ersten Band ist.
Wie bereits erwähnt konnte mich der Schreibstil auch nicht überzeugen. Insgesamt war das Buch okay und konnte mich auch unterhalten, aber war halt auch viel schlechter als der erste. Dennoch denke ich, dass jüngeren Lesern das Buch besser gefallen wird als mir.

Ich hoffe, dass der nächste Teil besser wird, denn eigentlich steckt in dieser Geschichte viel Potenzial. Dennoch bin ich insgesamt wirklich enttäuscht von diesem Teil und hoffe, dass das nur ein kurzer Durchhänger war!

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243 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, liebesroman, juliet ashton, freundschaft, beziehung

Immer wieder du und ich

Juliet Ashton , , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.01.2016
ISBN 9783499271229
Genre: Liebesromane

Rezension:

Charlie und Kate waren schon immer füreinander bestimmt. Das sehen alle so. Dennoch meint das Schicksal es nicht gut mit ihnen. Immer wenn einer der beiden frei ist, ist der andere schon wieder vergeben. Doch am schlimmsten ist es wohl, als Charlie ausgerechnet Becca, Kates heiß geliebte Cousine, heiratet. Gerade dadurch kann sie auch nie mit ihm abschließen, weil sie ihm immer wieder über den Weg läuft. Und auch in Charlie scheinen noch tief im Verborgenen Gefühle für Kate zu existieren...

Ich muss gestehen, dass ich allgemein nicht so gerne typische Liebesromane lese, weil sie mir zu kitschig sind. Jetzt wird sich jeder normale Mensch fragen: warum hat sie dann dieses Buch gelesen? Nun, das Geheimnis ist die Leseprobe. Von Anfang an hat mich der Schreibstil überzeugt und ich wollte - nein, ich musste! - einfach wissen, wie es in Kates Leben weitergeht. Natürlich ist es kein stilistisches Meisterwerk, aber dennoch konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil emotional immer packen und mir so ein Wechselbad der Gefühle bereiten.

Nicht nur durch den Schreibstil erlebte ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, sondern auch wegen der sich überschlagenden Ereignisse. Manchmal war es für meinen Geschmack schon ein bisschen zu viel und ein bisschen zu dramatisch, aber dennoch hielt es sich letztlich im Rahmen. Gerade deswegen war ich auch vom Ende enttäuscht, weil es mir einfach zu platt war.
Klar, ich meine, jeder wird sich denken können, wie die Geschichte wohl enden wird, aber dennoch hätte ich mir da einfach mehr erhofft. Wirklich schade, denn bis dahin hatte mir das Buch super gefallen!

Die Figuren sind sehr gut beschrieben, aber in der Regel sehr durchschnittlich. Dennoch war es interessant zu sehen, wie sich die Menschen durch Schicksalsschläge verändern, auch wenn es davon in diesem Buch teils zu viel gab. Von den Protagonisten war ich immer wieder genervt, weil ich einfach nicht verstehen konnte, wie sie selbst so ein Leben führen können, aber gut, Liebe macht halt eben doch manchmal blind und blöd.
Mein absoluter Lieblingscharakter war definitiv Flo, auch wenn sie viel zu selten vorkam. Dennoch ist sie eine Schlüsselfigur in diesem Buch, aber mehr möchte ich dazu auch nicht sagen, um nichts zu verraten.

Gerade der Beginn eines jeden Kapitels hat mir sehr gut gefallen, weil es immer in Form von Einladungen begann, wodurch man immer wieder "angefüttert" wurde und das Gefühl hatte zu wissen, was jetzt passieren wird, was dann aber nicht der Fall war. So wurde man nur noch häufiger überrascht, was mir gerade wegen des so vorhersehbaren Endes sehr gefallen hat!

Insgesamt hat mich das Buch sehr bewegt und ich habe oft mitgelitten und mich in diese Welt geträumt. Leider hat das Ende für mich viel kaputt gemacht und auch die Hauptfiguren haben mich manchmal genervt. Dafür, dass es aber eigentlich nicht so mein Genre ist, und ich dennoch so viel Freude mit dem Buch hatte, vergebe ich insgesamt 4 von 5 Sternen. Und ich garantiere, dass diese Geschichte niemanden kalt lassen wird!

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