Leserpreis 2018

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162 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Wirst du da sein?

Guillaume Musso , Claudia Puls
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492307215
Genre: Romane

Rezension:

Action:

Spannung:

Humor:

Charaktere:

Anspruch:

Erotik:


Meinung:

Es tut mir wirklich Leid, das hier direkt am Anfang so klar machen zu müssen, aber diese Geschichte ist in meinen Augen der allerletzte Schrott!

Schon der Beginn der Geschichte bis zur ersten Zeitreise war für mich einfach nur kitschig, völliger Blödsinn und für mich kaum lesbar. Aber ich dachte, mit den Zeitreisen  würde die Geschichte sich dem eigentlichen Fokus zuwenden und endlich tatsächlich beginnen. Aber was war das denn bitte? Es stört mich nicht, dass nicht aufgeklärt wird, wie die Zeitreisen möglich sind. Keine Erklärungen finde ich in solchen Fällen besser als irgendeine Scheinerklärung, die sowieso nicht aufgeht. Aber alles - und wirklich alles - weitere, was die Zeitreisen betrifft war der (entschuldigt, wenn ich mich wiederhole) absolute Schwachsinn!

Da waren zum einen die zahlreichen Veränderungen, die Elliot in seiner eigenen Vergangenheit vorgenommen hat und die eigentlich kein wirkliches Paradoxon ausgelöst haben.

Aber auch soetwas passiert in vielen Zeitreiseromanen und ich finde es zwar nervig und störend, wenn der Rest stimmt kann ich aber meist darüber hinwegsehen. Was mich allerdings völlig aus der Fassung gebracht hat war die Kommunikation der Figuren miteinander durch die Zeit! Das funktioniert so einfach nicht!

Und überhaupt die Figuren insgesamt… Die Reaktionen, die Entscheidungen, die Handlungen, die sie getroffen und getan haben. So verhält sich kein Mensch!?! Die Figuren in diesem Roman waren so ziemlich die am schlechtesten ausgearbeitetsten, von denen ich je gelesen habe. Da glaube ich einer schlecht bedruckten Pappfigur noch eher, ein echter Mensch zu sein.

Ganz besonders Tiffany hat den Vogel für mich abgeschossen.

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch, obwohl das Jahr noch nicht als ist, zu meinen absoluten Jahrestiefpunkten gehören wird - wenn nicht sogar zu den schlechtesten Büchern, die ich in meinem Leben überhaupt je gelesen habe…


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169 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

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Zwischen uns nur der Himmel

Laura Johnston ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●

Spannung: ●

Humor: ●

Charaktere: ●

Anspruch:

Erotik:


Inhalt:

"Zwischen uns nur der Himmel" ist eine tatsächlich ziemlich süße Liebesgeschichte, die mich aber leider nicht richtig mitnehmen konnte. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der weiblichen Protagonistin Sienna und dem männlichen Protagonisten Austin erzählt, leider konnte ich mit keinem von beiden wirklich etwas anfangen.

Sienna war mir ein bisschen zu naiv, zu lieb und alles in allem zu langweilig. Sie hatte keinerlei Ecken und Kanten. Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen zu alt für diese Art Buch, aber ich konnte Siennas Denkweise nicht nachvollziehen und sie war mir einfach zu durchsichtig.

Und Austin hätte ich als Teenie sicherlich total süß und lieb und toll gefunden, aber als mein heutiges Ich konnte ich auch mit ihm nicht allzuviel anfangen. Auch er blieb für mich durchsichtig.

Tja und die ganze Geschichte um die beiden herum war mir insgesamt zu seicht. Ich hatte das Gefühl, es gab kaum Höhen und Tiefen. Die Dinge, die möglicherweise Plottwists seien könnten waren mir zu vorhersehbar und konnten keine Spannung erzeugen.

Ich denke, für ein jüngeres Publikum verbirgt sich hinter "Zwischen uns nur der Himmel" durchaus eine unaufgeregte, süße und romantische Liebesgeschichte, für mich war es allerdings leider nichts. 


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142 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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On the Island - Liebe, die nicht sein darf

Tracey Garvis-Graves , Karin Dufner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.02.2015
ISBN 9783442481750
Genre: Liebesromane

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●

Humor:

Charaktere: ●

Anspruch: ●●

Erotik: ●


Inhalt:

Nach einem Flugzeugabsturz landen der Schüler T.J. und seine Nachhilfelehrerin Anna auf einer unbewohnten Insel.
Ihre Hoffnungen auf schnelle Rettung werden enttäuscht, da der Rest der Welt sie für Tod hält und sie wegen des äußerst geringen Flugverkehrs über "ihre Insel" nicht auf sich aufmerksam machen können und so müssen sie auf der Insel um ihr Überleben kämpfen.


Meinung:

Mich hat das furchtbare Cover erst einmal total abgeschreckt. Allerdings hat mich die Geschichte dann doch zu großen Teilen überzeugen können.

Die Zeit auf der Insel ist viel länger, als ich anfangs vermutet hätte. Die Beziehung der beiden entwickelt sich erst langsam - im Vordergrund stehen erst einmal Fragen des Überlebens.

Die Geschichte fand ich alles in allem ganz gut, ich muss aber sagen, dass ich mit den Figuren nicht so richtig warm geworden bin. Ich fand beide nicht unsympathisch, aber ich muss sagen, dass ich im Nachhinein auch nicht sagen würde, dass ich sie kenne oder irgendwie einschätzen kann. Alle beide sind mir doch eher fremd geblieben.

Und auch den Aspekt der "Liebe, die nicht sein darf" hätte ich mir gerne etwas stärker gewünscht. Es wurde gegen Ende noch einmal darauf eingegangen, welche Schwierigkeiten eine Beziehung, gerade auch mit einem solchen Altersunterschied und wenn die Frau die Ältere ist, mit dich bringt und wie die Umwelt auf solche Verbindungen reagieren kann. Allerdings war das doch eher ein Nebenaspekt, für den ich mir ein bisschen mehr Aufmerksamkeit gewünscht hätte.

Und ich muss sagen, dass mir doch wenig von der Geschichte geblieben ist. Ich habe das Buch gestern Abend beendet, also vor weniger als 24 Stunden und ich erinnere mich zwar an die Handlung und auch an die Charaktere, aber ich schweife in meinen Gedanken nicht ständig in die Geschichte zurück, wie ich es nach anderen Büchern oft tue.

Ich kann also alles in allem sagen, das mich das Buch gut unterhalten hat und das ich auch mehr bekommen habe, als Cover und Klappentext erwarten lassen. Es ist eben nicht nur ein erotisches Inselabenteuer, das die beiden erleben und es steht nicht die Beziehung und erst recht nicht die Erotik im Vordergrund. Auch die Probleme des Überlebens und des  - ich nenne es mal Komfort - werden berücksichtigt.

Trotzdem hätte ich mich an der einen oder anderen Stelle über ein bisschen mehr Tiefgang gefreut. Denn trotz all der positiven Aspekte, die ich genannt habe, bleibt "On the Island" eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich zwar unterhalten hat, die mir jedoch nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.

 

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Jungs to go

Lisa Aldin ,
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453269927
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action:

Spannung: ●

Humor: ●●

Charaktere: ●

Anspruch: ●

Erotik:


Inhalt:

Eigentlich stimmt der Klappentext nicht hundertprozentig. Es geht auch um einen Jungs-Verleih, aber es geht in erster Linie um Toni, die für das letzte Jahr auf der Highschool die Schule wechseln muss und nun versucht, sowohl in ihrer neuen Schule Fuß zu fassen, als auch den Kontakt zu ihrem alten Freundeskreis zu halten.


Meinung:

Ich hatte mir eine kurzweilige, aber eher einfache Leselektüre erhofft und bin nach dem Lesen doch positiv überrascht. Es geht nicht nur um eine Agentur, die Jungs vermietet und die Geschichte hält sich nicht nur an den bekannten Grundplot, den man bei dieser Thematik kennt und erwartet.

Die Protagonistin Toni absolviert ihr letztes Jahr der Highschool und möchte dieses noch einmal in vollen Zügen mit ihren Freunden genießen. Sie fürchtet sich vor den Veränderungen, die - gewollt oder nicht - mit dem Schulabschluss über sie alle hereinbrechen werden.

Allerdings wird sie für ihr letztes Jahr auf eine andere Schule geschickt und muss sich vielen Veränderungen deshalb sofort stellen. Es ist plötzlich nicht mehr selbstverständlich, ihre Freunde jeden Tag im Unterricht zu sehen und sie muss um ihre Freundschaften, sowohl um ihre alten, als auch darum, auf der neuen Schule Anschluss zu finden, kämpfen.

Und dabei muss sie die Balance finden, um nicht bei einer der beiden "Gruppen" von vornherein als diejenige zu gelten, die sowieso nie Zeit .

Natürlich gibt es in diesem Buch auch eine Liebesgeschichte, die jedoch dezent im Hintergrund bleibt und sich gut in die "Gesamtgeschichte" um die Veränderungen integriert ohne aufdringlich zu sein.

Ich bin sicherlich deutlich älter als das Zielpublikum dieses Romans und ich denke auch, dass ich die Geschichte in einem jüngeren Alter doch besser gefunden hätte, als ich sie heute bewerte. Trotzdem konnte sie mich in jedem Fall gut unterhalten. Ich empfehle sie jedoch nur Lesern, die wirklich auch Jugendromane - und Jugendliebesromane - mögen.


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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Layers

Ursula Poznanski , ,
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 17.08.2015
ISBN 9783844519358
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●●
Spannung: ●●
Humor: ●
Charaktere: ●●
Anspruch: ●
Erotik:

Meinung:
Layers ist ein wirklich spannender Jugendthriller, dessen Spannungsbogen bis zum Schluss fast nicht abreißt.
Dieses Buch war mein erstes von Ursula Poznanzki und es wird sicherlich nicht mein Letztes sein.  
Ich muss allerdings auch sagen, dass Dorian mir insgesamt fremd geblieben ist und ich keine richtige Bindung mit ihm als Protagonisten aufbauen konnte.
Mir fehlte seine Vergangenheit, die kaum thematisiert wurde, obwohl er als Jugendlicher auf der Straße lebt und ich konnte seine Gedanken und Entscheidungen oft einfach nicht nachvollziehen. Er war völlig unfähig, aus seinen Fehlern zu lernen und hat oft mehrfach den gleichen Blödsinn wiederholt.
Und mir haben starke Nebenfiguren an Dorians Seite gefehlt.
Die Idee der Handlung gefiel mir wirklich extrem gut, bis das ganze irgendwann dann ein bisschen zu abgedreht wurde. Ich kann hier leider nicht viel sagen, damit ich nicht spoiler, aber diejenigen unter euch, die die Geschichte kennen wissen sicher, worauf ich hinaus möchte. Ab einem bestimmten Punkt wurden Spannungselemente, die mich bis dahin fasziniert und beeindruckt haben, so überstrapaziert, dass sie für mich ein wenig ins absurde abgedriftet sind.
Und die Auflösung am Schluss war leider doch relativ offensichtlich und konnte mich nicht beeindrucken oder überraschen.
Trotzdem fand ich den Roman insgesamt sehr spannend und dieser Jugendthriller ist mit Sicherheit anders, als viele andere des Genres! Ich werde sicherlich noch mehrfach zu Ursula Poznanski greifen.
Und da dies eine Hörbuchrezension ist möchte ich auch dazu - unabhängig von der Geschichte - sagen:
Jens Wawrczeck hat in meinen Augen einen wirklich guten Job gemacht. Ich kenne seine Stimme bisher nur aus den Hörspielen der drei Fragezeichen, aber auch in diesem nur von ihm eingelesene Hörbuch konnte er mich voll und ganz überzeugen. Ich mochte seine Stimme und habe ihm gerne zugehört und er hat vor allem auch die Emotionen der Figuren und die Stimmung bzw. Atmosphäre der Szenen sehr gut erfasst und rübergebracht hat!

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344 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

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Together Forever - Verletzte Gefühle

Monica Murphy , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.08.2015
ISBN 9783453418554
Genre: Liebesromane

Rezension:

Action: ●
Spannung:
Humor:
Charaktere:
Anspruch:
Erotik: ●●●

Inhalt:
In diesem dritten Band der "Together Forever"-Reihe geht es nicht mehr um Fable und Drew, sondern um Jen und Collin, die man jedoch beide bereits aus Band 2 kennt. Und Fable und Drew kommen natürlich auch als Nebencharaktere auf.

Meinung:
Leider muss ich sagen, dass dieser dritte Band - nach Band zwei - einen weiteren Tiefpunkt der Reihe dargestellt hat.
Zum einen waren mir die Charaktere wahnsinnig unsympathisch. Collin mochte ich ja bereits im vorherigen Teil der Reihe nicht, aber dort war er wenigstens nur ein Nebencharakter. In "Verletzte Gefühle" bekommt er eine Hauptrolle und ich muss sagen - ich mochte ihn noch weniger. Er ist besitzergreifend und trotzdem super feige, wenn es darum geht, seine Gefühle auszusprechen. Und was es für mich am schlimmsten gemacht hat, war die Tatsache, dass er der weiblichen Protagonistin Jen ständig gesagt hat, dass sie sich wider besseren Wissens in gefährliche Situationen begebe. Ich zähle jetzt ein paar dieser Situationen einmal auf: Nachts einen dunkeln Parkplatz überqueren, alleine mit einem männlichen Taxifahrer fahren, in eine Zweck-WG ziehen, mit Leuten, die man eigentlich nicht kennt, nach der Arbeit (also nachts) mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Das sind einige der Situationen, an die ich mich erinnere. Ich hatte ständig zwei Fragen im Kopf. Was soll Jen bitte machen? Und warum beschuldigt er sie, sich diesen gefährlichen Situationen auszusetzen und damit selbst das Risiko einzugehen, ausgeraubt oder vergewaltigt zu werden. Im Grunde ist sie in diesem Falle dann auch selbst schuld, wenn sie das Risiko eingeht… Das hat mich einfach wahnsinnig angekotzt. Und zu den einzelnen Situationen: Soll Jen wirklich nur in Taxis mit weiblichen Fahrerinnen einsteigen? Soll sie solange, bis sie eines gefunden hat am Straßenrand rumstehen?? Ist das etwa sicherer???
Ich lebe in einer Studentenstadt und habe selbst schon einmal in einer WG gelebt, in die ich eingezogen bin, bevor ich die Mitbewohner wirklich kannte. Das ist natürlich keine ideale Situation und man merkt erst nach einiger Zeit, ob es wirklich passt oder nicht, aber so etwas machen tausende Menschen und es ist ja schön und gut, wenn man sich eine eigene Wohnung leisten kann, aber es ist eben gewisserweise auch ein Privileg!
Und auch dunkle Parkplätze muss man als Frau manchmal alleine überqueren. Es lässt sich halt nicht immer alles vermeiden, auch wenn es mal unheimlich ist. Die einzige Alternative wäre, nie allein aus dem Haus zu gehen, sondern immer nur in Begleitung eines männlichen "Beschützers".
Ich würde so etwas nicht wollen!
Aber genug zu Collin, kommen wir zu Jen.
Auch Jen war für mich kein Sympathieträger in dieser Geschichte. Sie war zwar irgendwie tough, aber andererseits auch wieder überhaupt nicht, sie konnte sich so gut wie nicht durchsetzen und ihre Geschichte ist in meinen Augen ein einziges Klischee. Sie verkörpert das arme Aschenputtel, das von dem schönen, reichen Prinzen gerettet wurde.
Allerdings lebten sie danach nicht glücklich, sondern waren beide unglücklich, haben beide entweder gar nicht geredet oder sich beide gegenseitig quasi ständig ihre Liebe gestanden. Und trotzdem haben beide offenbar nicht kapiert, was der andere für sie empfindet…
Stattdessen hatten sie sehr viel, sehr intensiven Sex. Wow. Das ist aber eben auch nicht alles…
Und die Geschichte an sich fand ich auch einfach nur an den Haaren herbeigezogen. Was Jen am Ende widerfährt fand ich überhaupt nicht überzeugend, logisch oder passend, sondern einfach absolut lächerlich! Diese Geschichte war absoluter Müll und ich kann sie auch niemandem empfehlen, der nicht einfach nur auf lange sexuelle Beschreibungen abfährt, die sich ohne sinnvolle Handlung aneinanderreihen!

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340 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Liebten wir

Nina Blazon
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 26.06.2015
ISBN 9783548285771
Genre: Romane

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●●

Humor: ●●

Charaktere: ●●●

Anspruch: ●●

Erotik: ●


Inhalt:

Moira ist Fotografin und fühlt sich ohne ihre Kamera nackt und hilflos.

Ihre Mutter ist früh gestorben und ihre Kindheit war danach alles andere als glücklich. Deshalb verliebt sie sich nicht unbedingt in einen Menschen, sondern eher in seine Familie, wie auch jetzt bei ihrem Freund Leon.

Umso aufgeregter ist sie, als sie die ganze Familie auf der Geburtstagsfeier von Leons Papa kennen kernen soll. Doch dann kommt es zu einer Katastrophe...



Meinung:

Ich kann nur sagen, dieses Buch hat mich absolut begeistert! Eines der ersten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe und es ist bereits das zweite 5-Sterne-Highlight!

Das Lesejahr beginnt für mich also grandios :)

Aber kommen wir zum Buch.

Die Geschichte wird von drei großen Faktoren getragen. Zum einen durch die unglaublich tollen, faszinierenden Charaktere, die zwar allesamt nicht immer sympathisch, aber auch nicht immer unsympathisch sind. Ich hatte das Gefühl, sie während dem Lesen wirklich als Menschen kennen zu lernen und im Laufe der Zeit entscheiden zu können, ob ich sie ins Herz schließe oder nicht. 

Besonders Aino und Moira fand ich ein wahnsinnig gutes Team und Aarto wird für mich wohl einer der heißesten und coolsten Typen bleiben, denen ich jemals in einem Buch begegnet bin. Ja, ich habe mich vielleicht ein bisschen in ihn verliebt :D ♥

Alle Charaktere, auch die Nebenfiguren, haben klare Konturen, sind eigenständige Figuren und haben einen klaren, eigenen Charakter, der sie oder ihn von anderen abgrenzt.

Der zweite große Faktor ist der Handlungsverlauf.

Die Geschichte an sich hat mir einfach unglaublich gut gefallen. Sie lässt den Charakteren viel Freiraum, um sich kennenzulernen und entwickeln zu können und kann trotzdem die ganze Zeit die Spannung halten. Außerdem gibt es so einige Plottwists, die ich wirklich nicht vorausgesehen habe, die aber trotzdem absolut plausibel und glaubwürdig waren und die die Handlung jedes Mal in eine neue, andere Richtung geführt haben.

Und der dritte große Faktor, der für mich das Buch zu einem absoluten Highlight gemacht hat, war der einfach grandiose Schreibstil. Wer Nina Blazon kennt, weiß, dass sie eine ganz besondere Art hat, ihre Geschichten zu erzählen, und auch hier, hat gerade dies für mich das Fünkchen ausgemacht, dass dieses Buch wohl auch langfristig zu einem meiner Lieblingsbücher macht. Nina Blazon schafft mit ihren Worten eine absolut eigene Atmosphäre zu schaffen. Se schreibt malerisch, märchenhaft, bildlich und absolut einmalig.

Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin, ich habe ja noch nicht alles von ihr gelesen, aber bereits seit ich mit 12 Jahren glaube ich "Die Königsmalerin" und "Der Spiegel der Königin" gelesen habe, gehört Nina Blazon zu meinen Lieblingsautoren und ich kann auch dieses Buch nur absolut empfehlen!


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119 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Bin mal kurz tot

Lance Rubin , Frauke Meier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.05.2015
ISBN 9783492703345
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●

Humor: ●●●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●

Erotik:


Inhalt:

Denton Little lebt in einer Welt, in der jeder sein eigenes Todesdatum kennt.

Die Trauerfeiern finden also einen Tag vor dem Tod, im Beisein desjenigen, um den es geht, statt.

Denton ist eigentlich ein ziemlich armer Kerl, denn er wird bereits mit 17 Jahren sterben.

Das Buch setzt ein, als er am Tag vor seinem Tod (also am Tag seiner Trauerfeier) im Bett der Schwester seines besten Freundes aufwacht. Und auch sonst geht an diesem Tag einiges schief…


Meinung:

Diese Geschichte ist nicht nur mein erstes gelesenes Buch des Jahres, sondern auch mein erstes echtes Highlight.

Ich musste an vielen Stellen wirklich laut lachen und habe die Geschichte und die Charaktere geliebt.

Die Welt wird plausibel erklärt. Alles, von dem ich dachte, das es nicht funktioniert, wenn man sein eigenes Todesdatum kennt, wird erklärt (beispielsweise warum man trotzdem nicht übermäßig riskant leben sollte oder wie verhindert werden kann, dass jemand der weiß, dass er in den nächsten Tagen stirbt, noch schnell eine Bank ausraubt, um seine Freunde oder seine Familie versorgt weiß).

Und auch die psychologischen Folgen dieses Wissens um das eigene Todesdatum werden meiner Meinung nach gut dargestellt. Ich habe an das Funktionieren dieser Welt (ob nun fantastisch oder futuristisch) geglaubt und fand alles gut ausgearbeitet.

Und die Handlung war ebenfalls wirklich lustig, wobei es natürlich um ein ernstes Thema geht und die ernsten Stellen nicht vergessen wurden.

Natürlich muss man das Thema Tod insgesamt ein bisschen mit Humor nehmen können, aber ich fand der Witz des Buches war in keinem Fall geschmacklos und es handelt sich auch nicht wirklich um schwarzen Humor. Ich persönlich habe zur Zeit wirklich Problem mit dem Tod generell und normalerweise muss ich bei jedem Buch oder Film heulen, sobald auch nur das Wort Tod fällt, aber bei dieser Geschichte musste ich, wie mehrfach gesagt, ständig laut lachen.

Mit dem Ende war ich nicht zu vollen 100% zufrieden, aber sicherlich zu 90%. Es werden einfach ein paar Dinge offen gelassen, von denen ich mir wünschen würde, noch mehr zu erfahren. Ob es noch einen Folgeband gibt, konnte ich nicht wirklich herausfinden, allerdings sagt meine wunderbare Book-Catalogue-App, dass dies der erste Teil der "Denton-Little-Reihe" sei. Ich hoffe also auf einen Folgeband, der das doch recht offene Ende und die restlichen Fragen klären wird.

Falls ihr etwas dazu wisst, schreibt mir gerne in die Kommentare oder eine Mail. Auf dieses Buch freue ich mich nämlich schon wirklich sehr :)

Als Fazit kann ich dieses Buch also wirklich nur allen empfehlen, die gerne einmal ein wirklich gutes Buch zum lachen lesen möchten!

 


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328 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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Zwanzig Zeilen Liebe

Rowan Coleman ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 31.08.2015
ISBN 9783492060172
Genre: Romane

Rezension:

Action: ●

Spannung: ●

Humor: ●●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●●

Erotik: ●


Inhalt:

In diesem Roman verflechten sich mehrere Geschichten einzelner Figuren miteinander. Da ist Hope, die ihre Leben lang mit der Ironie ihres Namens lebt, denn schon nach der Geburt wurde bei ihr Mukoviszidose diagnostiziert.

Dann gibt es Hugh, der allein und ziemlich einsam im Haus seines Vaters lebt und langsam seine Nachbarin kennen lernt.

Und es gibt Stella, die als Nachschwester in einem Hospiz arbeitet, den Patienten, wenn es soweit ist, letzte Briefe aufschreibt, und zu Hause um die Ehe mit ihrem im Irak schwer verwundeten Mann Vincent kämpft.


Meinung:

Das Buch hat mich wirklich berührt.

Um in diese Rezension ein wenig Struktur zu bekommen, werde ich die einzelnen Handlungsstränge einfach einzeln abgehen. Hope mochte ich wirklich gerne, fast noch mehr allerdings ihren besten Freund Ben, den ich wirklich super sympathisch fand und vom ersten Moment geliebt habe.  Und auch Hope fand ich überzeugend. Sie ist eine starke Figur mit einem schweren Schicksal, aber sie ist bei weitem nicht unfehlbar und hat auch ihre schwachen Momente…

Hugh mochte ich von allen Figuren wohl am wenigsten, wobei ich ihn auch nicht unsympathisch fand. Sein Handlungsstrang war mir aber ein bisschen zu konstruiert und vieles fand ich etwas dick aufgetragen. Außerdem wäre er für die Geschichte einfach nicht unbedingt nötig gewesen und seine Kapitel haben die Handlung häufig nicht vorangetrieben, sondern stattdessen für mich eher seltsame Episoden eingeführt, die ich nicht zu 100% glaubwürdig fand.

Und zuletzt Stella. Auch Stella mochte ich sehr gerne und auch wenn ihr die Krise in ihrer Ehe zwar nachvollziehen konnte, die Wendungen und besonders die Auflösung zum Schluss jedoch nicht so, hat mich dieser Nebenstrang doch irgendwie besonders interessiert und ich habe Stella wirklich die Daumen gedrückt, dass sie die Beziehung irgendwie noch hinbekommt. (obwohl ich Vincent selbst eigentlich sowohl im Jetzt, als auch in den Rückblicken äußerst seltsam und unsympathisch fand).

Die Briefe, die Stella für die Patienten schreibt und die am Ende der meisten Kapitel eingestreut werden, habe ich ganz unterschiedlich wahrgenommen. Manche waren wirklich rührend und haben mich tief getroffen und meine Gefühle wirklich ein bisschen durcheinander gebracht. Andere waren jedoch auch ziemlich konstruiert und sehr auf bestimmte Themen angelegt. Trotzdem fand ich die Idee wirklich gut und im Großen und Ganzen auch gut umgesetzt.

Alles in allem hat mir das Buch also wirklich gut gefallen und bekommt deshalb auch volle 4 Herzen von mir. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich die Stimmung als wirklich bedrückend wahrgenommen habe und insgesamt wirklich nicht gut drauf war, während ich diesen Roman gelesen habe. Deshalb empfehle ich das Buch nur Menschen, die gut mit dem Thema Tod umgehen können und denen es nicht darauf ankommt, dass sehr viele aufmunternde Botschaften darin stecken müssen, sondern die gerne auch mal ein einfach ziemlich trauriges Buch lesen. 

 


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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Königsjäger

Joe Abercrombie , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.08.2015
ISBN 9783453316003
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●

Humor: ●●

Charaktere: ●●●

Anspruch: ●

Erotik: ●


Inhalt:

Gettland steht zunehmend isoliert von den anderen Ländern der Bruchsee - und der Hochkönig rüstet zum Krieg.

Vater Yarvi, der Held des ersten Bandes, sammelt eine Mannschaft, mit der er Verbündete sucht, die Gettland im Falle des Krieges gegen den Hochkönig verteidigen würden.

Mit auf die Reise nimmt er auch die stolze junge Kriegerin Dorn, die eigentlich zum Tode verurteilt wurde, und den ebenfalls gescheiterten jungen Krieger Brand.


Meinung:

Seit ist "Königsschwur" gelesen habe ist schon einige Zeit vergangen, weshalb ich leider nicht mehr richtig sicher im Handlungsverlauf und in der Figurenkonstellation des ersten Bandes gewesen bin, als ich mit "Königsjäger" angefangen habe. Trotzdem bin ich wirklich sehr gut in die Geschichte hineingekommen und habe mich bestens in der Welt zurechtgefunden.

Die Protagonistin in diesem Roman ist eine andere - und eigentlich sind es zwei, aus deren Perspektiven die Geschichte abwechselnd erzählt wird.

Zum einen geht es um Dorn Bathu, die Tochter eines Kriegers, der in einem Duell mit Grom-Gil-Gorm gefallen ist, als Dorn noch ein Kind war. Sie ist eine der ganz wenigen Frauen in Gettland, die den tiefen Wunsch haben, Kriegerin zu werden und dafür wird sie sowohl von den Männern, die sie nicht unter sich haben wollen, als auch von den Frauen, die sie nicht als eine von ihnen ansehen, regelrecht fertig gemacht. 

Trotzdem kämpft sich Dorn ihren Weg, bis sie wegen Mordes zum Tode verurteilt wird.

Zu Dorn muss ich sagen, dass mich ihr Charakter regelrecht aus den Socken gehauen hat. Sie hat mich unglaublich in ihren Bann gezogen, obwohl sie mir eigentlich überhaupt nicht sympathisch war. Ihr Charakter ist einfach nicht darauf angelegt, sympathisch zu wirken und genau so funktioniert er wirklich gut. In meinen Augen ist sie ein ähnlicher Typ wie Lisbeth Salander aus der "Millenium"-Trilogie von Stieg Larsson.

Dorn ist stark, widerspenstig und brutal, sie ist tapfer, beinahe übermütig und trotzdem in ihren Inneren gebrochen.

Die zweite Hauptperson ist Brand, der ebenfalls Krieger werden will, jedoch aus einer ganz anderen Ecke kommt, als die reiche Dorn. Er hat früh seine Eltern verloren und musste für seine kleine Schwester sorgen. Gemeinsam haben sie gebettelt und sich von Abfällen ernähren müssen und Brand wünscht sich nichts sehnlicher, als als Krieger des Königs auf See fahren zu dürfen und sich und seiner Schwester Rin mit der Beute ein besseres Leben aufbauen zu können.

Brand ist jedoch eigentlich nicht besonders kriegs- oder blutdurstig. Er ist ein stiller, in sich gekehrter Charakter, den ich eigentlich viel mehr als Dorn in mein Herz geschlossen habe (wobei Dorn mich trotzdem mehr bewegt hat im Laufe der Geschichte).

Auch Brand wiederfährt ein Schicksalsschlag, der ihn zurückwirft und so landet er wie Dorn auf dem Schiff Vater Yarvis, den wir ja bereits aus dem ersten Band kennen und der in diesem Teil eher ein starker Nebencharakter ist, um Verbündete rund um die Bruchsee sucht.

Ich muss sagen, dass die Geschichte im Mittelteil durchaus auch ein paar Längen hatte, durch die ich mich durchkämpfen musste, aber sobald diese überwunden waren und die Geschichte Fahrt aufgenommen hat, war ich so begeistert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte! Sowohl die Charaktere, als auch der Handlungsverlauf waren absolut großartig und auch einzelne Elemente (beispielsweise die Liebesgeschichte oder die einzelnen Etappen der Reise) waren nicht zu schnell oder zu platt erzählt, sondern einfach genau richtig.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch und seine Charaktere wirklich geliebt habe!


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275 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

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Die Zeitenspringer-Saga: Die achte Wächterin

Meredith McCardle , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.05.2015
ISBN 9783492703529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●●
Spannung: ●●
Humor: ●
Charaktere: ●
Anspruch: ●
Erotik:

Inhalt:
Amanda geht auf eine Schule, auf der zukünftige Agenten ausgebildet werde. Sie will zur CIA, zur NSA, zum FBI. Was sie jedoch nicht wollte, war am Ende ihres Prüfungstages verschleppt zu werden und gezwungenermaßen in eine absolute Geheimorganisation namens "Annum Guard" eintreten zu müssen. Dort ist sie eine Außenseiterin, wird nur noch Iris genannt und muss sich zu allem Übel auch noch ziemlich allein in die Verhaltensregeln dieses Geheimbundes einarbeiten. Und ihre Aufgaben sind nicht ohne, schließlich können die Mitglieder von Annum Guard in der Zeit reisen und wollen diese auch noch "verbessern"…

Meinung:
Die Geschichte verläuft rasant und ziemlich actionreich, was mir sehr gut gefallen hat. Allerdings muss ich sagen, dass es doch die ein oder anderen Tatsachen und Handlungsstränge gab, die ich einfach nicht logisch durchdacht fand.
So fand ich Amanda zum einen einfach ein bisschen zu jung für die Aufgaben, die sie und ihre "Kollegen" übernehmen sollten. Amanda ist glaube ich 17 und soll teilweise wirklich gefährliche Aufträge für eine absolut geheime Eliteorganisation übernehmen - das schien mir doch etwas unglaubwürdig. Natürlich ist dieses Buch ein Jugendbuch und die Protagonistin sollte deshalb etwa im gleichen Alter sein, wie die Leser, es hätte der Geschichte aber nichts genommen, wenn man Amanda zumindest volljährig gemacht hätte.
Zum anderen haben mich die Veränderungen in der Vergangenheit ein wenig gestört. Zuerst dachte ich, dass die Aufträge die Vergangenheit tatsächlich nur auf eine (zwar etwas perfide Art) "verbessern" und keinen wahnsinnigen Eingriff in geschichtliche Ereignisse darstellen, aber es gab durchaus auch Aufträge, die die Vergangenheit wirklich auf eine sehr sehr krasse Weise verändern. Das funktioniert einfach nicht und genau das mag ich an solchen Zeitreise-Geschichten nicht!
Und um noch einen letzten Kritikpunkt anzuführen - irgendwie war die Auflösung um das große "faule" Geheimnis von Annum Guard in meinen Augen zu einfach. Die Protagonistin musste kaum selbst enträtseln, entschlüsseln, kombinieren. Die Informationen wurden ihr alle sehr offensichtlich zugetragen.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und vor allem hat es mich ein bisschen aus meiner Leseflaute gerissen. Es ist einfach spannend und die Handlung fliegt nur so dahin. Es gibt kaum eine Seite im Buch, auf der es nicht nur so sprüht vor Action.
Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich denke, dass ich auch den zweiten Teil bald lesen werde.
Alles in allem verbindet die Geschichte Zeitreise mit Agenten-Thriller und ist deshalb eine Empfehlung für alle, die diese Genres mögen!

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452 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

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Together Forever - Zweite Chancen

Monica Murphy , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453418547
Genre: Liebesromane

Rezension:

Action: ●

Spannung: ●

Humor: ●●

Charaktere: ●

Anspruch:

Erotik: ●●


Inhalt:

Fable und Drew sind getrennte Wege gegangen. Nach dem Brief, den Drew bei ihr zurückgelassen hat, hat er sich nie wieder gemeldet. Fable versucht, mit der ganzen Sache abzuschließen und ihr Leben neu zu organisieren.

Doch - wie sollte es anders sein - treffen die beiden sich schließlich zufällig und müssen sich miteinander auseinandersetzen.


Meinung:

Vielleicht habt ihr es schon am Klappentext bemerkt - diese Geschichte trieft einfach nur vor Kitsch und doofen Klischees. Die Protagonisten schaffen sich einen riesigen Haufen Probleme, die eigentlich überhaupt nicht da sind, nur um sich das Leben schwer zu machen und - entschuldigt bitte - ewig rumzuheulen. Gerade Drew ist mir einfach nur kolossal auf die Nerven gegangen! Ich habe ihn einfach nicht verstanden. Wann hat Fable ihm jemals zu verstehen gegeben, dass sie ihn nicht mehr nehmen würde? Nie! Also warum ertrinkt er in Selbstmitleid, dass er sie hat sitzen lassen und sie ihn jetzt bestimmt nicht mehr wollen würde, anstatt einfach einmal zu ihr zu fahren, sich zu entschuldigen oder zu erklären und ihre Reaktion abzuwarten?!?

Nun ja, soviel dazu… 

Aber auch Fable hat mich in diesem Buch ziemlich enttäuscht. Von dem toughen Mädchen aus Band 1 ist nicht mehr allzuviel übrig, stattdessen lässt sie sich von Drew runterziehen und macht selbst auch fleißig mit, wenn es darum geht, unnötige Problem zu finden und zu dramatisieren.

Und außerdem haben die beiden genau das, was sie im ersten Band immer sehr gut aif die Reihe bekommen haben, hier völlig sein lassen: zu reden. Sie haben glaube ich erst einmal gar nicht geredet, nicht einmal darüber, warum Drew Fable hat sitzen lassen oder wie es ihnen jetzt so geht oder was sie mittlerweile machen. Sie haben nichts geklärt, sondern sind stattdessen pausenlos übereinander hergefallen. Und auch danach haben sie nicht geredet - um dem Moment nicht zu zerstören…?!? - haben weiter nichts geklärt und sind erneut übereinander hergefallen. Und so geht es die ganze Zeit. Niemand spricht über sich, niemand fragt den anderen, jeder Streit wird mit Sex gelöst… Das hat mich einfach tierisch genervt und hätten die Charaktere auch nur ein winziges bisschen vernünftiger reagiert und sich wenigstens über einen Bruchteil dessen, was ihnen durch den Kopf geht ausgetauscht, … die meisten Dramen hätten sich verhindern lassen.

Und zu allem Überfluss haben mir auch die Nebencharaktere kein bisschen gefallen - als einziger vielleicht noch Owen. Fables neuen Chef habe ich überhaupt nicht verstanden. Er mischt sich in eine Menge Dinge ein, die ihn einfach überhaupt nichts angehen… Und Fable lässt das mit sich machen, um ihren Job nicht zu verlieren.

Dass dieser Kerl im dritten Band in den Fokus rückt, gefällt mir bisher gar nicht…

Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht total von dem Buch abgeschreckt. Wenn ihr mit dieser Art von Geschichte zurechtkommt und euch übermäßige Dramen, Arschloch-Charaktere und Kitsch nichts ausmachen und ihr auf sehr viele erotische Momente steht, dann wird euch dieses Buch sicherlich gefallen. Für mich war es allerdings nichts.


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(1.113)

2.084 Bibliotheken, 35 Leser, 4 Gruppen, 190 Rezensionen

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Frostkuss

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.05.2015
ISBN 9783492280310
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●
Spannung: ●
Humor: ●
Charaktere: ●●
Anspruch: ●
Erotik:

Inhalt:
Gwen geht auf keine normale Schule. Auf die Mythos Academy gehen (außer ihr) nur Amazonen, Walküren, Spartaner, Wikinger … und sie - eine Gypsy. Eine Außenseiterin, die nicht so reich ist, wie die anderen, nicht so stark und nicht so beliebt.
Als eine ihrer Mitschülerinnen ermordet wird und Gwen die Tat aus nächster Nähe miterlebt, kommt es in der Folge zu mehreren unerwarteten Ereignissen - sowohl, was ihr eigens Leben, als auch die Beziehungen zu ihren Mitschülern betrifft.

Meinung:
Um wirklich ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so genau, was ich von dieser Geschichte halte… Die Idee gefällt mir eigentlich gut, die Umsetzung lässt sehr sehr viel offen. Die Charaktere sind nicht schlecht ausgearbeitet oder unsympathisch, aber ich bin einfach nicht so richtig warm mit ihnen geworden. Ich kann mich einfach nicht in sie hineinversetzen oder mich in meinem Kopf mit ihnen unterhalten (ich hoffe, die Bücherverrückten unter euch verstehen, was ich meine). Ich weiß auch nachdem ich das Buch gelesen habe nicht, was sie denken, was sie fühlen oder wie sie ticken.
Es kann gut sein, dass nur ich dieses Problem habe, aber ich hatte es eben und deshalb kann ich die Geschichte nicht so richtig positiv bewerten. Allerdings hoffe ich, dass man in diesem Buch mit dem Phänomen konfrontiert ist, dass dieses Buch eben der erste Teil einer doch sehr langen Reihe ist und man deshalb die Charaktere eben über einen sehr langen Zeitraum kennen lernt.
Auch ich werde die Reihe sicherlich weiterverfolgen und auch die übrigen Teile lesen, allerdings stehen sie auch nicht ganz oben auf meiner Prioritätenliste.
Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie es mit Gwen und Logan weitergeht, denn ich vermute, dass dieser erste Teil doch eher eine Art Vorgeschichte sein wird, und die "richtige" Geschichte jetzt erst beginnen wird… 

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857 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 161 Rezensionen

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Together Forever - Total verliebt

Monica Murphy , Lucia Sommer
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2015
ISBN 9783453418530
Genre: Liebesromane

Rezension:

Action:
Spannung: ●
Humor: ●
Charaktere: ●●
Anspruch:
Erotik: ●●

Inhalt:
Fable arbeitet in einer Bar und versucht, mit diesem Geld ihre gesamte Familie, die aus ihrem kleinen Bruder und ihrer drogenabhängigen Mutter besteht, über Wasser zu halten. Da sie hin und wieder etwas mit den Jungs vom College anfängt, hat sie einen unguten Ruf und ist alles in allem ziemlich einsam .
Als Drew, der Held des Football-Teams, ihr anbietet, ihr eine Menge Geld zu zahlen, wenn sie dafür eine Woche lang mit zu seiner Familie fährt und dort seine Freundin spielt, kann Fable nicht ablehnen.

Meinung:
Diese Geschichte über Fable und Drew hat mich wirklich positiv überrascht! Ich habe ja jetzt einige Bücher aus diesem Genre gelesen und nicht viel erwartet. Natürlich bietet die Geschichte auch nicht wahnsinnig viel und ist nicht tiefgründig oder besonders ernst - nicht, dass ich hier falsche Erwartungen wecke - aber Fable war endlich mal eine Protagonistin, die mitdenken konnte, die Stellung bezogen und ihre Meinung gesagt hat, die nicht völlig blind war, sondern die Hinweise, die der Leser deuten konnte auch richtig gedeutet hat, sodass die Auflösung, die für mich als Leser nicht mehr besonders überraschend war, für sie auch keine Überraschung dargestellt hat, sondern ihre Vermutungen bestätigt hat.
Ich hatte mit einem großen hin und her gerechnet, ob die Gefühle in den Szenen jeweils gespielt oder echt seien, aber die Figuren in diesem Buch konnten auch einfach mal über ihre Gefühle sprechen! Natürlich gibt es trotzdem ein bisschen hin und her, aber eben aus nachvollziehbaren Gründen, die ich verstanden habe und die für mich als reale Person auch Probleme oder Unsicherheiten darstellen würden. Das hat diese Geschichte für mich von anderen aus diesem Genre deutlich abgehoben. Der Handlungsverlauf an sich ist nichts neues, es gibt keine besonderen Überraschungen und keine unglaubwürdigen Wendungen oder aufgebauschte Probleme, mit denen die Geschichte mit Dramatik aufgeladen wird, die nicht nötig wäre. Es ist einfach eine süße kleine Liebesgeschichte zum wegschmökern, die auf lustigen und auch selbstbewussten, echten und glaubhaften Figuren aufbaut.
Fable als Protagonistin hat sich immer genau so verhalten, wie ich es in ihrer Situation auch getan hätte. Sie hat keine unnötigen Dramen oder Missverständnisse provoziert, sie war nicht besonders zickig oder unentschlossen, sie hat sich nicht weggeduckt, wenn eine andere Figur etwas getan hat, das sie nicht gut fand. Und sie hat mit Drew gesprochen - über sich, über ihn, über ihre Gefühle und die Chancen einer eventuellen Beziehung. Und falls das jetzt so klingt, als sei die Geschichte dadurch langweilig oder uninteressant: Ist sie nicht! Zumindest ist sie nicht langweiliger, als wenn alle diese Faktoren auch zuträfen. Nur hätte Fable mich in diesem Falle einfach unglaublich genervt und ich hätte mir auf jeder zweiten Seite gedacht: "Was macht sie da? Warum tut sie das? Warum spricht sie nicht einfach mal mit IHM?! Warum sagt sie jetzt nichts?"
Deshalb hat diese Geschichte meine Erwartungen absolut übertroffen und ich freue mich auf die Folgebände, von denen ihr sicher auch bald hören werdet! :)

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(200)

346 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

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Der Sommer, in dem es zu schneien begann

Lucy Clarke , Claudia Franz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.04.2015
ISBN 9783492060127
Genre: Liebesromane

Rezension:

Action: ●
Spannung: ●
Humor: ●
Charaktere: ●
Anspruch:
Erotik: ●

Inhalt:
Kurz nach der Hochzeit stürzt Evas Ehemann Jackson bei Sturm von einer Klippe und ertrinkt im Meer. In Trauer fährt Eva in Jacksons Heimat Tasmanien, um seine Familie kennen zu lernen. Doch sie stößt auf verwirrende Anlehnung - nicht nur ihr, sondern auch ihrem verstorbenen Mann gegenüber. War Jackson vielleicht jemand anders, als sie immer gedacht hat?

Meinung:
Die Idee der Geschichte ist nichts neues, aber eigentlich lese ich Bücher über große Familiengeheimnisse wirklich gerne. Allerdings bin ich mit den Figuren dieser Geschichte einfach nicht warm geworden. Ich mochte weder Eva, noch die anderen Personen wirklich gerne und konnte einfach keine Sympathien aufbauen.
Und auch der Handlungsverlauf hat mir nicht besonders gut gefallen. Die einzelnen Geheimnisse, die nach und nach aufgelöst werden und ans Licht kommen, fand ich allesamt sehr erzwungen und nicht besonders glaubhaft. Und auch Evas Reaktionen darauf waren mir einfach nicht heftig genug. Sie kam mit allem, was sie so herausgefunden hat erstaunlich gut klar, obwohl es dabei um ihren Ehemann ging, der gerade gestorben ist. Natürlich zeigt sie auch Reaktionen, aber ihr Verhalten kam mir insgesamt doch etwas sonderbar vor und ich habe ihr vieles einfach nicht abgekauft.
Und dann das Ende - ich muss gestehen, dass ich das Ende absolut nicht mochte und dass es mir auch ein bisschen die starken Teile des Buches kaputt gemacht hat, weil die letzte Enthüllung am Ende doch alles noch unglaubwürdiger und übertrieben macht.
Deshalb waren die Wendungen insgesamt entweder sehr vorhersehbar oder aber einfach nicht glaubhaft.
Trotzdem hat mich das Buch jedoch gut unterhalten und besonders der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Deshalb werde ich sicherlich auch irgendwann noch "Die Landkarte der Liebe" von Lucy Clarke  lesen.
Und ich würde auch niemandem von der Geschichte abraten, der gerne solche Romane über Familiengeheimnisse liest. Thematisch war es einfach nicht so meins, aber man kann sich in jedem Fall sehr gut ins warme Tasmanien träumen und gerade Lesern, die gerne "heftige" Enthüllungen mögen (damit meine ich jetzt keine Schock-Elemente, sondern einfach Geheimnisse, die wirklich über alltägliches hinausgehen), wird dieses Buch sicherlich gefallen :)

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Rot wie das Vergessen

Sasha Dawn , ,
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.08.2015
ISBN 9783423740135
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●

Humor: ●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●

Erotik: ●


Inhalt:

Calliope lebt in einer Pflegefamilie, seit ihre Mutter in der Psychiatrie ist und ihr Vater und Anführer einer christlichen Sekte verschwunden ist.

Callie befürchtet, ihren Vater umgebracht zu haben - zumindest hat sie eine große Erinnerungslücke und seit der Nacht in der er und ein junges Mädchen aus der Gemeinschaft verschwanden leidet sie an Graphomanie, einer Krankheit, die sie veranlasst, völlig unkontrolliert Dinge aufzuschreiben.

Kann sie das Rätsel um das Verschwinden der beiden Menschen lösen?


Meinung:

Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen. Zu Beginn habe ich eine Weile gebraucht, bis ich mich zurechtgefunden habe, da de Leser sehr in die Geschehnisse hineingeworfen wird und nach und nach erst Einzelheiten erfährt.

Auch der Spannungsbogen hat anfangs erst langsam Fahrt aufgenommen, doch sobald Spannung aufgebaut war, blieb der Bogen bis zum Schluss sehr hoch.

 Allerdings hat mich die Liebesgeschichte ein bisschen genervt. Ich mochte die Beteiligten Figuren, allerdings hat sich mal wieder eine Konstellation ergeben, die man bereits aus anderen Büchern kennt und die an dieser Stelle einfach unnötig war und meiner Meinung nach auch nicht gut in die Geschichte hineingepasst hat.

Dafür mochte ich die Szenen, in denen ihre Krankheit dargestellt und thematisiert wurden sehr gerne. Ich muss sagen, ich habe vorher noch nie etwas von Graphomanie gehört und bisher auch nur ein bisschen recherchiert, deshalb kann ich nicht beurteilen,  wie realistisch die Darstellung tatsächlich ist, aber auf mich wirkte dieser Handlungsstrang beim Lesen zumindest nicht seltsam oder fremd. Callie hatte wirkliche Probleme mit der Erkrankung und auch ihr Umfeld hat manchmal unsensibel reagiert bzw. sie nicht verstanden, obwohl sie von der Krankheit wussten. Das sind sicherlich Faktoren, die bei solchen Krankheiten häufig auftauchen. Es ging innerhalb der Geschichte nicht um ein voyeuristisches Interesse, es wurde auch thematisiert, wie die Protagonistin mit der Krankheit umgeht, dass sie Angst hat, als verrückt abgestempelt zu werden oder sich oft selbst nicht ganz versteht.

Viel mehr will ich zu der Geschichte gar nicht verraten, weil ich sonst doch Handlungsverläufe verraten müsste. Ich kann nur sagen, dass es insgesamt eine Menge unerwarteter Wendungen und Plottwists gab und dass gerade die letzte Überraschung am Schluss mir besonders gut gefallen hat.

Außerdem ist die Geschichte doch sehr actiongeladen und es wird nicht langweilig beim Lesen.

Deshalb hat dieser Jugendthriller 4 Herzen von mir bekommen.


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41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

berührt, denken, eines tages baby, einzigartig ein super buch., gedichte, hörbuc, hörbuch, interessant, julia engelmann, poetry slam, poetry-slam, rezension, slam

Eines Tages, Baby

Julia Engelmann , Julia Engelmann
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.07.2014
ISBN 9783844517040
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da es sich bei diesem Buch/Hörbuch nicht um einen Roman handelt, muss ich die Rezension etwas anpassen und die Punktevergabe beispielsweise streichen.

Zuerst zum Buch:

Ich habe Julia Engelmann erst deutlich später entdeckt als die Meisten und mir dann aber sofort dieses Büchlein aus der Bücherei ausgeliehen. Ich habe es geliebt und in den 4 Wochen fast jeden Tag darin gelesen, bis ich die Texte fast auswendig konnte, aber dann musste ich das Buch natürlich wieder zurück geben und wollte es mir selbst kaufen … und das habe ich dann erst dieses Jahr im Urlaub getan.

Ich muss sagen, ich liebe dieses Buch, ich liebe die Texte, ich liebe die Art, wie Julia Engelmann schreibt, wie sie reimt, wie sie Themen auf den Punkt bringt und wie sie sich selbst sieht. Ich kann mich so oft in ihren Slams wiederfinden und ich würde sie unheimlich gerne mal live sehen.

Dann habe eine Weile Videos von ihren Auftritten bei YouTube angesehen. Die Art wie sie vorträgt, macht die Texte nämlich noch einmal besonderer, als sie gedruckt sind. Ihre Aussprache und ihre Betonung ist natürlich anders, als ich die Gedichte beim Lesen immer in meinem Kopf ausgesprochen und betont habe. Und sie kann es natürlich einfach besser.

Ja und dann hat mir der Hörverlag das Hörbuch zu "Eines Tages, Baby" zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz ganz herzlich bedanke!

Ihre Texte als Hörbuch, von Julia Engelmann selbst vorgetragen, kommen insgesamt noch besser zur Geltung als in Buchform.  Wobei ich sagen muss, dass es einen kleinen Unterschied zu ihren Auftritten macht. Im Hörbuch hatte ich eher das Gefühl, dass sie ihre Texte mehr vorliest, als vorträgt. Das fand ich anfangs nicht ganz so toll, wobei es mir nach mehrfachem Hören noch eine dritte Art des Zugangs ermöglicht hat. Sie liest ihre Texte weniger emotional, weniger leidenschaftlich, insgesamt deutlich ruhiger, langsamer und deutlicher vor, als sie sie auf der Bühne performt. Aber genau das ist eben der Unterschied. Das eine ist eine Lesung, das andere eine Performance (wobei ich dagen muss, ich kenne wie gesagt nur Videos aus dem Internet und habe sie noch nie live erlebt).

So haben beide - sowohl das Hörbuch, als auch das Buch - eine eigene Nuance, die ich manchmal im einen, manchmal im anderen Medium besser finde.

Deshalb muss ich sagen, dass ich beides empfehle. Ich würde nicht nur zum Buch oder nur zum Hörbuchkauf raten, man kann beides sehr gut einzeln und auch gemeinsam auf sich wirken lassen.

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332 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Verschwörung

David Lagercrantz , Stieg Larsson , Ursel Allenstein
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.08.2015
ISBN 9783453269620
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●●

Humor: ●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●●

Erotik:


Inhalt:

Der Journalist Mikael Blomquist steckt in einer Krise. Seine Zeitung droht eine Unabhängigkeit zu verlieren und er selbst wird besonders auf sozialen Plattformen stark angegriffen.

Als jedoch ein berühmter Professor ermordet wird, der über künstliche Intelligenz forschte und dessen Weg sich mit Lisbeths kreuzte, wittert er nicht nur eine große Story, sondern hofft auch, endlich wieder auf seine frühere Weggefährtin zu stoßen.


Meinung:

Bevor ich meine Meinung zum Inhalt des Buches darlegen werde, möchte ich kurz auf den Entstehungshintergrund dieser Fortsetzung eingehen, für alle, die darüber nicht bescheid wissen. Denn der Autor der ersten 3 Bände der (bis dahin) Millenium-Trilogie Stieg Larsson verstarb bereits 2004 mit gerade einmal 50 Jahren an einem Herzinfarkt. Veröffentlicht wurden seine Bücher erst postum 2005 und geplant hatte der schwedische Journalist und Autor eigentlich eine 10-teilige Reihe. Es folgte ein langer Erbstreit zwischen der Familie Larsson und der langjährigen Lebensgefährtin von Stieg, mit der er jedoch nicht verheiratet gewesen war und die deshalb keinerlei Erbberechtigung besitzt.

Und schließlich haben Vater und Bruder Larsson die Rechte an einer Fortsetzung an den schwedischen Autoren David Lagercrantz verkauft, der durch seine Biographie des Fußballers Zlatan Ibrahimovic in Schweden bekannt geworden war.

 Zu Bemerken ist an dieser Stelle noch, dass Stieg Larsson sich selbst als Kommunist bezeichnete, einer der führenden Experten des Landes zum Thema Rechtsextremismus war und in seinen Büchern politisch und gesellschaftlich hoch brisante Themen ansprach, die die (sonst häufig so vorbildliche) schwedische Gesellschaft nicht  unbedingt in einem besonders positiven Licht darstellten. Es ging um kriminelle und antidemokratische Organisationen, Gewalt gegen Frauen und Sexismus.

Nach dieser Vorgeschichtehabe ich nicht nun erwartet, ich habe mir fast vorgenommen, diese gekaufte Fortsetzung nicht zu mögen. Aber ich war in vielen Teilen positiv überrascht.

Die Handlung braucht ein wenig, bis sie in Fahrt kommt, aber dann baut sich nach und nach ein intensiver Spannungsbogen auf, der bis zum Schluss nicht abbricht. Auf den Inhalt möchte ich gar nicht weiter eingehen, aber so viel: großer Gegner Lisbeths ist diesmal die NSA, das große Thema, Künstliche Intelligenz und ihre Folgen für die Gesellschaft.

Ich muss aber sagen, dass ich die Thrillerelemente in dieser Geschichte viel zu typisch fand. Es gibt beispielsweise einen kleinen autistischen Jungen, der aber natürlich Savant ist und nicht nur eine, sondern gleich zwei Inselbegabungen vorweisen kann. Wie könnte es in einer Kriminalgeschichte  auch anders sein.

Außerdem fand ich die Personeninteraktion sehr sehr steif und schmal gehalten. Beispielsweise denkt Mikael relativ zu Beginn der Geschichte über seine Beziehung zu Erika nach und vor allem auch darüber, was ihr Man wirklich darüber denken könnte. Ich hatte erwartet, dass es zu einer Konfrontation der beiden Männer kommt oder zumindest zu einem Gespräch mit Erika. Aber nein, die ganze Thematik wurde danach einfach überhaupt nicht noch ein zweites Mal angesprochen.
Desweiteren fand ich, dass Lisbeth doch einiges an "Wildheit" einbüßen musste.

Und der Thriller als Ganzes ist lange nicht so politisch und gesellschaftskritisch, wie es die drei Vorgänger waren. Die Probleme wurden einfach nicht gesamt betrachtet fand ich. Der NSA-Skandal spielte insgesamt doch eine eher kleine Rolle und das System insgesamt kommt doch ziemlich ungeschoren davon.

Und mein größtes Problem mit dem Buch bestand einfach in der unglaublichen Kommerzialisierung. Die drei Bände waren als Trilogie eine abgeschlossene Handlung, die nicht zwingend einer Fortsetzung bedurft hätten. Die Handlungsstränge waren insgesamt beendet und man hätte Larssons Werk sehr gut als Trilogie belassen können. In diesem vierten Band wird nun ein neuer Handlungsverlauf begonnen, der in diesem einen Band nicht vollständig beendet wird, sondern durchaus das Potenzial hat, über mehrere Bände weiter gesponnen zu werden. Die Geschichte endet nicht mit einem Cliffhanger oder ähnlichem, aber es gibt doch sehr viel Raum für weitere Fortsetzungen. Und dieses Prinzip, ausgerechnet bei diesen Bücher, deren Autor als linker Journalist ein solches Vorgehen sicherlich verabscheut hätte, finde ich einfach nicht unterstützenswert. Ich denke nicht, dass es im Falle einem kommerziellen Erfolg des Buches bei dieser einen Fortsetzung bleiben wird.

Zumal Mikael in diesem Teil als letzter linker Investigativjournalist seiner Art gepriesen und dafür auch angegriffen wird und als solcher durchaus viele parallelen zum verstorbenen Stieg Larsson aufweist- Dies ist mir beim Lesen immer wieder bitter aufgestoßen.

Ich muss sagen, alles in allem bietet dieses Buch eine spannende Geschichte, allerdings reicht es nicht über einen Durchschnittsthriller hinaus und die Figuren haben für mich doch an Faszination einbüßen müssen.


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247 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Nacht im Central Park

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.06.2015
ISBN 9783866123786
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Action: ●●●

Spannung: ●●●

Humor: ●

Charaktere: ●

Anspruch:

Erotik:


Inhalt:

Mehr als auf dem Klappentext steht möchte ich eigentlich nicht verraten :P


Meinung:

Dieses war mein erster Roman von Guillaume Musso und ich muss sagen, die Geschichte war ganz anders, als ich erwartet hatte. Ich hatte eigentlich aufgrund der Cover immer gedacht, Musso würde Liebesgeschichten schreiben, aber diese Geschichte ging doch eher in Richtung Thriller.

Es war eine sehr actiongeladene Geschichte, die sehr rasant verlief und einen hohen Spannungsbogen aufgebaut hat. Ich habe es geschafft, das Buch innerhalb von 24 zu lesen.

Allerdings muss ich trotzdem einige Kritikpunkte loswerden. Zum einen die Figuren. Ich mochte sehr, dass man nach eine Weile wirklich nicht mehr wusste, wem man eigentlich trauen konnte und wem nicht. Dieses Misstrauen auf Leserseiten war hier sehr gut umgesetzt. Aber ich mochte Alice schlichtweg nicht. Sie war einfach eine ziemlich unbedachte, aggressive und irgendwie unsympathische Frau, der ich ihre Rolle als Polizistin nicht so richtig abgekauft habe. Für eine Polizistin hat sie meiner Meinung nach einfach viel zu viele illegale Dinge getan, ohne dass das wirklich nötig gewesen wäre.

Das war schon einmal leicht unglaubwürdig.

Und dann das Ende. Was soll ich dazu sagen. Das Ende und die Auflösung der vielen Konflikte und Rätsel, die vorher aufgebaut wurden hat mir einfach überhaupt nicht gefallen. Ich möchte natürlich nicht weiter darauf eingehen, da ich ansonsten sehr viel spoilern müsste, aber wenn ihr das Buch bereits gelesen habt, schreibt mir doch gerne mal, was ihr von dieser Auflösung gehalten habt. Das Würde mich wirklich interessieren. Ich habe nämlich häufig Probleme mit den Enden von Psychothrillern (beispielsweise mochte ich das Ende von "Die Therapie" von Sebastian Fitzek überhaupt gar nicht, obwohl das ja für viele Leser sein bester Thriller überhaupt ist). Für mich ging "Nacht im Central Park" auch eindeutig in Richtung Psychothriller und es hatte eben auch en dafür mehr oder weniger typisches Ende. Und dieses Ende fand ich einfach völlig abwegig, unglaubwürdig und an den Harren herbeigezogen. Und es werden nicht alle Fragen geklärt; vieles kommt am Ende einfach zu kurz oder wird gar nicht mehr erklärt.

Allerdings hat mich das Buch alles in allem trotzdem sehr gut unterhalten, es ist unglaublich spannend und ich habe schon lange kein Buch mehr in so einer kurzen Zeit gelesen. Deshalb bekommt "Nacht im Central Park" trotzdem noch dreieinhalb Herzen von mir.


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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Mädchen aus Stockholm

Hanne-Vibeke Holst , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.07.2015
ISBN 9783492306690
Genre: Romane

Rezension:

Action: ●

Spannung: ●

Humor: ●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●

Erotik: ●


Inhalt:

Das Buch erzählt die Geschichte von drei Generationen. Im Mittelpunkt stehen jedoch die Zwillinge Leo und Leif. Im ersten Teil des Buches geht es um ihre Kindheit und vor allem um die Beziehung ihrer Eltern, die beide als Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung gekämpft haben.

Leo und Leif rücken erst nach dem Krieg in den Mittelpunkt, als sie auf einer gemeinsamen Reise ein Mädchen aus Stockholm treffen, dass sie beide fasziniert. Das Schicksal der drei ist von dieser Begegnung an zusammengeschweißt, allerdings beruht es auf einer schrecklichen Lüge, die erst eine Generation später aufgedeckt wird, als Leos Tochter Helena nach langer Zeit (und nach Leos Tod) 2011 eine Annäherung an ihre eigene Tochter wagt...


Meinung:

Ich weiß selbst nicht so ganz genau, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ich fand es in keinem Fall schlecht - soviel schonmal vorweg.

Ich fand es aber auch nicht unbedingt gut.

 Den ersten Teil um den dänischen Widerstand und die Eltern der beiden Zwillinge mochte ich insgesamt recht gerne, wobei die Geschichte an sich nichts besonderes war. Die Handlung plätscherte so vor sich hin und Spannung wurde eigentlich nur durch die Zeitsprünge ins Jahr 2011 erzeugt.

Ich habe mich lange selbst mit der Deutschen Gebärdensprache beschäftigt und mich daher sehr gefreut, als sich die kleine Schwester der Zwillinge als taub herausstellte, weil ich dachte, dass das Thema dadurch eine wichtige Rolle oder zumindest einmal zur Sprache kommen würde. Leider wurde ich dabei bitter enttäuscht. Nicht nur, dass in keinster Weise auf Problematiken, Informationen oder Fördermöglichkeiten für gehörlose Menschen eingegangen wurde, es wurde zudem konsequent von "Zeichensprache" anstatt "Gebärdensprache" gesprochen. Das mag auf den ersten Blick vielleicht kleinlich klingen, es handelt sich dabei jedoch um zwei völlig andere Dinge. Zeichensprache kann quasi jeder, es bedeutet nonverbale Kommunikation mittels visuellen Darstellungen. Gebärdensprache ist eine komplexe, natürliche Sprache, die eigenen Regeln, einer eigenen Grammatik folgt und feste Vokabeln besitzt.

Die Charaktere kommunizieren mit der kleinen Schwester allerdings mal mit "Zeichensprache", mal durch schriftliche Botschaften, mal durch Lippenlesen (bei dem ein Mensch, egal wie geübt, allerdings nur maximal 20% des Gesagten verstehen kann, weil wir eben weniger mit den Lippen. Als vielmehr mit der Zunge sprechen und die sieht man meistens nicht!).

Ich habe nicht ganz verstanden, warm diese Thematik in die Geschichte eingebaut wurde, dann aber überhaupt keine Rolle gespielt hat, dem Leser keinerlei Mehrwissen darüber geboten wurde und zudem noch offenbar überhaupt nicht recherchiert wurde, sondern aufgrund vorliegender Vorurteile falsch dargestellt wurde. Dann hätte man diesen Handlungsstrang (wenn man ihn denn überhaupt als solchen bezeichnen kann) besser ganz weg lassen sollen!

 

Zur zweiten und inhaltlich wichtigsten Generation: Die Zwillinge Leo und Leif.

Da muss ich sagen, es tut mir Leid, aber ich kann überhaupt nicht verstehen, warum die beiden immer als unzertrennlich und zwei Teile eines Ganzen beschrieben wurde.

Einer von beiden war einfach nur ein Arsch, völlig unsympathisch, hat seinen Bruder und auch andere immer nur ausgenutzt und ich konnte überhaupt keine bedeutsame Bindung zwischen den beiden ausmachen. Der andere (ich verrate jetzt hier erst mal nicht, welcher der "böse" und welcher der "nette" war) hat sich eben ausnutzen lassen und oft genug regelecht Angst vor den Ideen und Aktionen seines Bruders gehabt…

Und dann diese Dreiecksbeziehung zwischen den Zwillingen und dem Mädchen aus Stockholm - was soll ich dazu sagen. Insgesamt fand ich die Idee gar nicht so schlecht, auch wenn manches viel zu offensichtlich war. Die Anziehung die zwischen allen dreien bestanden hat, war deutlich spürbar und diese "Schicksalsgemeinschaft" hätte sicherlich eine Menge Potential gehabt, allerdings wurde das Ganze dann viel zu einfach aufgelöst.

 

Und schließlich die dritte Generation der Tochter und Enkelin: Das fand ich zwar durchaus spannend, aber rückblickend absoluten Schwachsinn. Leider kann ich hier nicht näher darauf eingehen, weil ich nichts spoilern möchte.

 

Alles in allem gibt es also wie ihr lesen konntet viele Kritikpunkte, ich muss aber auch sagen, dass mich die Geschichte trotzdem gut unterhalten hat und eine nette Lektüre für zwischendurch war. Trotz der über 500 Seiten bin ich schnell durch die Seiten "geflogen" und habe mich an manchen Stellen auch gut amüsiert.

Im Fazit bleiben jedoch trotzdem leider nur drei Herzen.


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Die dritte Stimme

Cilla Börjlind , Cilla Börjlind
E-Buch Text: 544 Seiten
Erschienen bei btb Verlag, 10.11.2014
ISBN 9783641123185
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Action: ●

Spannung: ●●

Humor: ●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●

Erotik: ●


Inhalt:

In Marseille wird eine jung Frau grausam ermordet und zerstückelt. Eine Frau, die Abbas noch aus seiner Zeit in Marseille kannte. Er reist nach Frankreich, um sie zu rächen.

Zur gleichen Zeit begeht in Schweden der Vater einer Bekannten von Olivia Selbstmord. Sie kümmert sich um seine Tochter und stellt fest, dass es ein paar Ungereimtheiten für einen Selbstmord gibt.


Meinung:

Ich muss sagen, dass ich den zweiten Band der Reihe deutlich schwächer fand, als den ersten.

Zum einen, fand ich den Fall an sich nicht so besonders spannend.  Die Ermittlungen haben sich stellenweise doch eher etwas gezogen und irgendwie ging dann gegen Ende alles plötzlich sehr schnell. Das hat die gelungene Personenkonstellation für mich jedoch wieder wett gemacht. Ich habe auch die etwas langatmigen Stellen nicht als langweilig empfunden, weil die  Personen wirklich sehr ins Herz geschlossen habe und wissen wollte, wie es bei ihnen weitergeht, welche Entwicklungen sie noch machen oder wie sie Schwierigkeiten oder Probleme lösen. Allerdings gab es ein paar kleine Fragen, die ich einfach nicht klären konnte. Ich habe nicht richtig verstanden, warum Olivia auf Tom so unglaublich böse war - auf ihre Mutter hingegen aber überhaupt nicht. Und dass, obwohl sie und Maria (ihre Mutter) im ersten Band eigentlich kein besonders gutes Verhältnis zueinander hatten. Dass sich dieses Verhältnis nach der Enthüllung aus Band 1 plötzlich gebessert haben soll, fand ich etwas seltsam.

Außerdem fand ich die gesellschaftskritischen Themen in diesem Buch ein wenig zu oberflächlich. Das erste große Thema war der Pflegenotstand - eine Problematik, die oft mehr in den Mittelpunkt gerückt werden sollte. Allerdings war das in diesem Buch nicht besonders gut gelöst. Es gab eine Szene, in der Olivia direkt mit dem Problem konfrontiert wurde - und diese Szene war einfach viel zu plakativ, oberflächlich und insgesamt einfach unrealistisch. Es gibt in vielen europäischen Ländern einen Pflegenotstand, das ist klar. Aber der äußert sich nicht auf diese Weise. Und nach dieser Szene ist die ganze Thematik gar nicht mehr so richtig zur Sprache gekommen.  Das ganze schwebte immer irgendwie im Hintergrund, aber eine richtige (und notwendige) Kritik an Politik und Konzernen blieb aus.

Und das zweite große gesellschaftskritische Thema war Internetpornographie und Gewalt. Und auch hier fand ich es ein bisschen zu oberflächlich. Es wurde in einem kurzen Satz vermutet, ob über ein Internetportal ein Mord in Auftrag gegeben worden sein könnte, den sich die "Kunden" dann per Liveübertragung zu Hause ansehen könnten. Über diese Möglichkeit, die ja doch ziemlich drastisch ist, wurde danach jedoch überhaupt nicht weiter diskutiert (beispielsweise ob das möglich wäre, wie dagegen vorgegangen würde, ob es soetwas tatsächlich gibt, etc.).

Damit konnte das Buch für mich beide großen Themen nicht zureichend kritisieren oder auch nur vertiefend darauf eingehen.

Wie bereits gesagt, waren für mich jedoch die Personen ein absoluter Pluspunkt des Buches und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Allen, die skandinavische und auch etwas ruhigere Krimis mögen und die den ersten Teil möchten kann ich diesen Band trotz aller Kritik in jedem Fall empfehlen!


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astrid lindgre, backbuch, backen, backrezepte, bastelideen, bullerb, dänemark, dekoideen, kochbuch, kochen, liebevolle ausführung, rezepte, schweden, skandinavien, zauberhaft

Leben und Kochen wie in Bullerbü

Sarah Schocke , Lotte Reinhardt
Fester Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Kailash, 26.05.2014
ISBN 9783424630909
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:

Das Buch ist in vier Kapitel gegliedert: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Zu jeder Jahreszeit gibt es einen kleinen Text, was zu der entsprechenden Zeit für Schweden und Dänemark besonders wichtig ist - im Sommer beispielsweise das Midsommarfest, im Winter Weihnachten und Eisbaden, usw.

Danach gibt es ein paar kreative Bastel- und Dekotipps und schließlich jede Menge Rezepte.


Meinung:

Das Buch verherrlicht und romantisiert Skandinavien schon sehr. Ich selbst bin natürlich auch irgendwie ein Bullerbü-Romantiker und genau dieses Feeling will das Buch vermitteln, aber besonders Schweden und Dänemark erscheinen nach diesen Beschreibungen wie das absolute Paradies. Die Menschen sind glücklich, die Kinder wachsen in der Natur auf, alle Menschen achten besonders auf gesunde und natürliche Ernährung, die Familie steht immer im Mittelpunkt und alle leben gesund.

Das ist doch eine etwas einseitige Sicht und vermittelt ein Klischeebild, das Deutsche eben oft und gerne von Schweden und anderen Skandinavischen Ländern haben.

Aber ich denke, Leute, die dieses Buch lesen, möchten auch genau ein solches Bild vermittelt bekommen und von daher ist es auch OK, diese Bullerbü-Romantik zu produzieren denke ich. Man sollte sich aber natürlich schon bewusst sein, dass dies nicht wirklich das Skandinavische Gesellschaftsbild abbildet. Bei weitem nicht.

Für mich waren aber die Texte und Inhalte auch gar nicht so relevant, sondern vor allem die Rezepte. Das Buch stellt für mich keine "Anleitung zum nordischen Leben" oder etwas ähnliches dar, aber die Rezepte fand ich sehr gelungen und es ist für jeden etwas dabei - von Lammkeule über Knäckebrot oder Lakritzeis mit Limette über verschiedene Fischgerichte, Sirup und Öl zu den traditionellen Köttbullar und Kanelbullar (Zimtschnecken).

Ich habe natürlich noch nicht alle Rezepte ausprobiert und wirklich alle werde ich sicherlich auch nicht ausprobieren, aber so ist das ja bei jedem Kochbuch.
Als Fazit kann ich sagen, dass inhaltlich nur die gängigen Klischees bedient werden, die man eigentlich schon kennt. Daher sehe ich das Buch eben vor allem als Kochbuch und da hat es wirklich eine Menge zu bieten.

Ich freue mich schon auf alle weiteren Gerichte, die ich nach Anleitung dieses Büchleins ausprobieren werde!


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Der Libellenflüsterer

Monika Feth
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.08.2015
ISBN 9783570309575
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●

Humor: ●

Charaktere: ●●●

Anspruch: ●●

Erotik:


Inhalt:

Merle hat endlich die Chance bekommen, einen Artikel für ein überregionales Tierschutzmagazin zu schreiben. Bei den Recherchen stößt sie erneut auf einen Fall, für den sie sich bis heute Vorwürfe macht. Ein Hund, den sie selbst vermittelte, wurde vor einigen Jahren totgeschlagen aufgefunden. Der Besitzer wurde freigesprochen und auch Merle war sich damals nicht sicher, ob er schuldig oder unschuldig war.

Sie beschließt, den Förster aufzusuchen und erneut mit den Vorfällen zu konfrontieren.


Meinung:

"Der Libellenflüsterer" reiht sich in Art der Erzählung und Schreibstil in die Vorgängerbände ein. Diesmal geht es um Merle, die ja seit dem ersten Band "Der Erdbeerpflücker" ein fester Bestandteil der Gruppe ist. Das hat mir sehr gefallen, nachdem die Clique um Jette und Merle ja von Buch zu Buch immer größer geworden war und nun mehr oder weniger "voll" ist (würde ich sagen).

Die alten Thematiken, die in jedem Buch auftauchen, werden auch hier wieder aufgegriffen (beispielsweise die Konflikte zwischen Jette und ihrer Mutter oder die Gefühle des Kommissars).

Das eigentliche Thema ist jedoch nicht, wie sich zunächst vermuten lässt, Tierschutz und Tierquälerei. Das spielt natürlich auch eine Reihe, steht jedoch nicht sosehr im Mittelpunkt. Eigentlich geht es um häusliche Gewalt.

Und natürlich wird auch dieser Teil der Reihe aus den altbekannten Perspektiven erzählt: Jette, Merle, Imke Thalheim, das Opfer, der Täter, der Kommissar, etc. Ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkam, aber ich hatte das Gefühl, dass die Täter- und Opferperspektive in diesem Band deutlich zugenommen hat und nun Großteile der Handlung eingenommen hat - was ich aber ganz und gar nicht negativ fand. Natürlich, dadurch erfährt man weniger von Jette und der WG, allerdings fand ich das WG-Leben in diesem Teil auch nicht besonders spannend. Jette hatte die alten Probleme mit ihrer Mutter und die anderen WG-Mitglieder (außer natürlich Merle) waren schlicht und einfach nicht da.

Deshalb gab es auch in der Freundesgruppe wenig innovatives und das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Für den nächsten Teil wünsche ich mir definitiv, dass das soziale Leben innerhalb des Freundeskreises, die Interaktion und das Zusammenwohnen mehr in den Mittelpunkt rücken. Nicht unbedingt indem noch ein weiteres Mitglied hinzukommt (wie bereits gesagt, ich halte die Gruppe für ausreichend groß). Die Freunde, die mittlerweile vorhanden sind, sollten erst einmal genug Aufmerksamkeit erhalten, bevor eine neue Figur eingeführt werden kann (auch wenn ich mich gefreut hatte, dass sich Jette und Romy aus der Romy-Reihe wiederbegegnen könnten).

Was allerdings (wie immer) ein absolut positiver Punkt war, waren zum einen die bereits Erwähnten Täter- und Opferperspektiven, die einen großen Teil des Buches einnehmen und der unglaublich malerisch-bildhafte Schreibstil, der für ich das tragende Element der Reihe schlechthin ist.

Ich finde es großartig, wenn die kleine Lo beschreibt, dass sie Regen mag, wenn "es aussieht, als würden lauter Glitzerschnüre in der Luft hängen" (Seite 400).

Oder wenn jemand Wein beschreibt, "der im Glas funkelt, wie geschliffener Granat. Karfunkelstein hatte man früher zu Granat gesagt. Ein wunderschönes Wort. Karfinkelstein, dachte er. Karfunkelwein" (Seite 69).

Besonders diese bildhafte Sprache macht die Bücher für mich so besonders und zu absoluten Sommerbüchern, auch wenn dieser Band im April spielt und es alles andere als sommerlich ist.

Und ein letztes Wort noch zur Spannung, die ja immer von vielen Lesern der Reihe, die nicht so begeistert sind wie ich, bemängelt wird: Ich fand, dass dieser Band doch etwas mehr Action enthielt als die Vorgänger.

Ein tolles Buch!


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246 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Westeros - Die Welt von Eis und Feuer

George R. R. Martin , Elio M. Garcia Jr. , Linda Antonsson ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 16.03.2015
ISBN 9783764531362
Genre: Fantasy

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●

Humor: ●

Charaktere: ●●●

Anspruch:

Erotik: ●


Inhalt:

Dieses Buch ist keine "normale" Geschichte, die eine Handlung aus Sicht eines Hauptcharakters schildert. "Die Welt von Eis und Feuer" bildet die Hintergrundgeschichte der "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe. Unterteilt wird die Chronik in Kapitel über die Geschichte des Altertums, Die Eroberung und Herrschaft des Hauses Tagaryen und die einzelnen Könige des Hauses, sowie über die Rebellion Robert Baratheons und die einzelnen Königreiche. 


Meinung:

Das Buch ist in Form einer Chronik geschrieben, Erzähler der Geschichte ist Maester Yendel, der im letzten Jahrzeht der Herrschaft König Aerys geboren wurde, mit 13 das erste Glied seiner Kette schmiedete, das Gelübde ablegte und über viele Jahre das Wissen zusammentrug, das er schließlich zu diesem Werk vereinte. Somit ist diese Chronik aus der Sicht eines in Westeros aufgewachsenen Mannes geschrieben, der in den Sieben Königslanden seine Bildung erhielt. Diese Perspektive wird immer wieder deutlich, da der Erzähler häufig auf andere Chroniken oder Schriften verweist.

Diese Art der Erzählung aus Sicht eines "Einheimischen" hat mir sehr gut gefallen. Handfeste Fakten werden ebenso präsentiert wie Spekulationen und Sagen.

Damit ist dieses Werk nicht einfach nur eine Wissenssammlung über Westeros. Sie bietet eigentlich viel mehr.

Das Werk ist in verschiedene Thematiken gegliedert. Zunächst geht es um die Geschichte des Altertums - um das Zeitalter der Dämmerung, die Kinder des Waldes und die ersten Menschen, um die lange Nacht, den Aufstieg und Fall Valyrias und die Ankunft der Andalen und um die Geschichte von Nymeria und ihren 10.000 Schiffen.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Herrschaft der Drachen, Aegons Eroberung und die Könige aus dem Hause Tagaryen, wobei jeder König sein eigenes Kapitel erhält.

Schließlich geht es um Robert Baratheons Rebellion, den Sturz der Drachen und die glorreiche Herrschaft.

Dann wird auf jedes einzelne der Königreiche eingegangen: Den Norden, die Flusslande, das grüne Tal, die Eiseninseln,  die Westlande, die Weite, die Sturmlande und Dorne.

Und schließlich geht es auch noch um Essos, die freien Städte und die Länder jenseits der freien Städte.

Ganz zum Schluss gibt es noch Stammbäume und Abstammungslinien der Häuser Tagaryen, Lennister und Stark.

Für mich war es nicht nur interessant, die umfassende Geschichte von Westeros zu lesen, es hat mir auch beim Lesen der "Das Lied von Eis und Feier"-Bände enorm geholfen. Viele eigentlich wichtige Zusammenhänge, die in den Büchern nur grob angerissen werden, habe ich erst durch "Westeros - Die Welt von Eis und Feuer" richtig verstanden. Beispielsweise die Sonderstellung Dornes, den Drachentanz (bzw. den Königsmacher), die Geschichte um Nymeria (nach der Arya ihre Wölfin benannt hat).

Durch dieses zusätzliche Wissen sind mir Zusammenhänge und Strukturen klar geworden, die mir ohne dieses Buch wohl entgangen wären. Das hätte mein Verständnis der Geschichte an sich zwar nicht unbedingt behindert, durch das zusätzliche Wissen sind viele Details jedoch besser nachzuvollziehen und das Lesen macht natürlich noch mehr Spaß, wenn man das Land Westeros und seine Geschichte besser kennt und einzelne Könige oder andere wichtige Personen einigermaßen zuordnen (und im Notfall nachlesen) kann.

Außerdem muss ich sagen, dass die Illustrationen des Buches einfach nur wunderschön sind und die Geschichte ungemein unterstützen, verschönern und besser vorstellbar machen.

Ich empfehle jedem, der nicht nur die Serie schaut, sondern auch die Bücher liest, dieses Buch! Das Geld ist in jedem Fall sehr gut investiert. Allerdings muss ich auch sagen, dass man das Buch erst aufschlagen sollte, wenn man Band 5 der Reihe bereits beendet hat. Ansonsten enthält er prinzipiell keine Spoiler, außer direkt auf dem ersten Seiten, bei der Widmung des Erzählers, Maester Yendel, und auf den Stammbäumen am Ende, da dort gekennzeichnet ist, wer bereits verstorben ist. Allerdings kann man die ersten Seiten ja auch überblättern und die Stammbäume vorerst auslassen.


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#Skandal

Sarah Ockler , Katrin Weingran
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.05.2015
ISBN 9783570162989
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Action: ●●

Spannung: ●●

Humor: ●●

Charaktere: ●●

Anspruch: ●●

Erotik:


Inhalt:

Lucy mag Zombiejagden am Computer und hat sich nie auf den Abschlussball gefreut. Eigentlich hatte sie auch nie vor, dorthin zu gehen, bis ihre Freundin Ellie, für die dieser Abschlussball das wichtigste Erlebnis des Jahres markiert, kranke wurde und Lucy sich überreden ließ, an ihrer statt mit Ellies Freund Cole dorthin zu gehen und ihre kranke Freundin mit SMS und Fotos auf dem Laufenden zu halten.

Blöd ist nur, dass Lucy selbst schon seit 4 Jahren in Cole verliebt ist.

Als es dann schließlich passiert, dass sie und Cole sich küssen, hat Lucy ein furchtbar schlechtes Gewissen. Und bevor sie ihrer Freundin alles beichten und erklären kann, tauchen Bilder des Abends im Internet auf - ausgerechnet auf Lucys Facebook Seite.

Der ganze Abschlussjahrgang scheint sie zu hassen…


Meinung:

Zu Beginn hat mir "#Skandal" nicht ganz so gut gefallen. Viele Stellen fand ich überflüssig oder schlichtweg nicht authentisch. Dass Griffin eine von Lucys besten Freundinnen ist, habe ich während der Party-Situation überhaupt nicht bemerkt, sondern erst, als Lucy es selbst ausgesprochen hat. Auch andere Stellen waren für mich einfach nicht glaubhaft und fast schon albern - etwa, wie Lucys Schuldirektorin ihr und ihrer Schwester zeigen will, wie man vernünftig mit einem Facebook-Account umgeht, einen Kommentar beantwortet und prompt von ihrer Mutter angerufen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es auf irgendeiner Schule dieser Welt einen solchen Dialog zwischen Schülerin und Direktorin geben kann.

Auch hatte ich oft das Gefühl, dass das Buch nur zwei Seiten aufzeigt: Entweder bist du facebookversessen, teilst dein ganzes Leben und jede Menge peinlicher Momente mit allen und alle deine Freunde finden dein Facebook-Leben relevanter als dein reales Leben - oder du bist Mitglied bei "TeuveeL" ("Trennt euch von euren elektronischen Lastern", eine Gruppe, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt) und besitzt weder Laptop noch Internet, selbstverständlich gar kein Facebook und noch  nicht einmal ein eigenes Handy.

Doch je weiter ich gelesen habe, desto sympathischer wurde mir die Geschichte dann doch. Die Figuren wurden authentischer und auch sympathischer, der Plot nahm an Fahrt auf und die Auflösung fand ich durchaus plausibel.

Hin und wieder dachte ich, das Buch will ein bisschen zu viel und verzettelt sich in zu vielen Themen. Es geht um Cybermobbing und das Zustandekommen und die weitreichenden Folgen von Skandalen, sowohl im relativ kleinen Umfeld einer Schule, als auch in Hollywood und der Boulevardpresse, um Slut-Shamming (wenn bei einem Skandal wie diesem, nur die Frau dafür verantwortlich und fertig gemacht wird, der Mann aber gar nicht), um Freundschaft und Intrigen, um die Bedeutung von ungeschriebenen sozialen Regeln, um Geheimnisse und um die Frage, wem man vertrauen sollte/kann/muss.

Das alles in gerade mal 300 Seiten zu packen, kam mir ein sehr gewagtes Ziel vor. Doch ich muss sagen, alles in allem ist es der Autorin recht gut gelungen. Hin und wieder gibt es Stellen, an denen die Charaktere und der Plot ein bisschen überzogen wirkt (Beispielsweise die Beziehung von Lucy und ihrer Schwester) und ich fand, dass Lucys Status als zombiejagendes Gothikmädchen nicht so recht zum ihrem Gesamtbild passte, dass sie nach und nach offenbarte oder beispielsweise auch, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass in der doch eher kleinen Stadt niemand die Identität ihrer Schwester kennt. Aber alles in allem ist dies ein hochaktuelles Buch, das zeigt, wie schnell jemand ungewollt zur Zielscheibe einer ganzen Schule werden kann und warum Cybermobbing so gefährlich ist - schließlich agieren die Täter häufig zumindest halbanonym und greifen ihr Opfer aus sicherer Entfernung des Internets an; Beweise sind schwer zu finden und was einmal online gestellt ist, lässt sich nicht so schnell wieder löschen.

Und außerdem bietet das Buch auch jede Menge Humor und brachte mich oft zum schmunzeln.

Insgesamt vergebe ich "#Skandal" ♥ ♥ ♥ ♥!


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