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639 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

fantasy, königin, erika johansen, die königin der schatten, magie

Die Königin der Schatten

Erika Johansen , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453315860
Genre: Fantasy

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(83)

247 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

magonia, mariadheadley, schiff, magoni, vögel

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Hype um Magonia (v.a. im englischen Sprachraum) ist vollkommen an mir vorbeigegangen. Dieser Buchkauf war stattdessen mal wieder ein typischer Fall von „Tolles Cover, muss ich haben!“ Beim Lesen fühlte ich mich dann spontan nostalgisch an meine Kindheit und eine Jugendbuch-Reihe erinnert: Twig und die Himmelspiraten – vielleicht sagt das sogar jemanden was? :-)
Anfangs wollte der Funke nicht überspringen. Die Erzählsprache ist sehr speziell – ebenso die Protagonistin – und so habe ich Magonia zunächst zugunsten von „Caraval“ bei Seite gelegt. Beim zweiten Anlauf hat’s dann aber geklappt und die 360 Seiten vergingen wie im Flug!

„Jeden Morgen schlucke ich eine Handvoll Tabletten, obwohl sich niemand so ganz sicher ist, was genau mit mir eigentlich nicht stimmt. So selten bin ich. Selten, als stünde meine Krankheit im Smoking auf der Bühne und würde inbrünstig eine Schnulze mit dem Refrain „Baby, du bist die Einzige für mich“ singen. Und dann einfach nur dastehen und darauf warten, dass ich mich ihr in die Arme werfe und meinen Widerstand aufgebe.“


Aza ist wie ein Fisch auf dem Trockenen. Sie ertrinkt an Sauerstoff. Die Ärzte sind ratlos, denn um ein handelsübliches Asthma handelt es sich nicht. Das 15jährige Mädchen hangelt sich von einem Krankenhausaufenthalt zum nächsten und kommt dem verhängnisvollen Datum ihres 16. Geburtstags dabei immer näher. Länger haben ihr die Ärzte nicht gegeben – und Aza lebt in der Gewissheit, bald sterben zu müssen.
Und während ihr Körper zunehmend an Kraft verliert, glaubt Aza langsam den Verstand zu verlieren. Sie sieht Dinge. Halluzinationen heißt es von ihren Ärzten und Eltern. Doch Aza ist sich da nicht so sicher. Ein Schiff zwischen den Wolken – das ist schon ziemlich skurril! Und dann sind da auch noch diese Stimmen, die nach ihr rufen...

„Ich fühle mich wie in einem Roman von George Orwell. Wobei das hier angenehmer ist als Orwell. Es ist eher Farm der Tiere plus Peter Pan plus ... Sturmwale und Vogelmenschen.“


Mein größtes Lob gilt der Welt „Magonia“, einem fantastischen Reich über den Wolken. Sturmwale, Vogelmenschen, Gewitterhaie und aberhunderte Luftschiffe – nach der Lektüre dieses Buches wird man den Himmel auf jeden Fall mit anderen Augen sehen, versprochen!
Mein größter Kritikpunkt auf der anderen Seite gilt dem etwas sperrigen Einstieg. Die Protagonistin Aza hat eine sehr spezielle Erzählstimme: Sehr zynisch, fast ein bisschen „schnodderig“. Mir ist klar, dass dieser schwarze Humor ganz wunderbar zu ihrer problematischen, von Krankheit gezeichneten Kindheit passt. Nichtsdestotrotz fiel es mir anfangs schwer, einen Leserhythmus zu entwickeln.

Aber es lohnt sich, am Ball zu bleiben. Nach etwa 50 Seiten war ich mittendrin in der Handlung und hatte die Charaktere, allen voran Aza, ins Herz geschlossen. „Magonia“ ist kein typischer YA-Roman, weil viele klischeebehaftete Elemente fehlen (zum Glück!) und der Fokus sehr stark auf einer Parallelwelt liegt – und nicht auf einer dystopischen, zukünftigen Version unserer jetzigen Welt.
Positiv beeindruckt hat mich auch die Charakterentwicklung, die selbst auf der kurzen Distanz von 360 Seiten sehr nachvollziehbar aufgebaut wird. Die anfangs nervig impertinente und vorurteilsbehaftete Aza wächst – wie es so schön heißt – mit ihren Aufgaben und dabei über sich hinaus.

Magonia bietet eine Lesewelt, in die man gerne ab- und eintaucht.

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462 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 157 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

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(11)

56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, schlangensprach, estlan, klett cotta, hobbit press

Der Mann, der mit Schlangen sprach

Andrus Kivirähk , Cornelius Hasselblatt
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 08.04.2017
ISBN 9783608981070
Genre: Fantasy

Rezension:

Veränderungen und Fortschritt.
Das sind die zwei Hauptmotive dieses neuen Fantasy-Romans aus Estland. Wobei die Genre-Einteilung irreführend ist. Meiner Meinung nach sollte man eher von einem estnischen Volksmärchen mit fantastischen Einflüssen sprechen. Viele Handlungselemente erwecken nämlich den Eindruck, aus alten Überlieferungen entnommen zu sein oder aus Geschichten, die sich das estnische Volk (eventuell) über frühere Zeiten erzählt.
Andrus Kivirähk erzählt in „Der Mann, der mit Schlangen sprach“ die Geschichte seines Volkes. Er erzählt von der urtümlichen, naturverbundenen Lebensweise seiner Vorfahren und berichtet, wie das Leben in Estland aussah, bevor die Christen über das Meer gesegelt kamen und ihre Missionsarbeit aufnahmen. Im Zentrum dieser Geschichte steht Leemet, der nach und nach lernen muss, wie schwierig und schmerzhaft es ist, an alten Traditionen festzuhalten, während alle anderen nach Veränderungen und (vermeintlichem) Fortschritt streben.

„Nichts kann entsetzlicher sein als wenn ein dir lang bekannter und liebgewordener Mensch sich plötzlich in einen Fremden verwandelt, den man nicht versteht.“

Leemet wächst inmitten einer krassen Phase des Umbruchs auf. Sein Volk, das lange Zeit ausschließlich im Wald gelebt hat, drängt mehr und mehr in die Dörfer. Die „Eisenmenschen“, die über das Meer angesegelt kamen und neben ihrer Religion auch den Fortschritt mitbrachten, zeigen den Esten wie es geht: Ackerbau, befestigte Häuser und ein gottesfürchtiges kultiviertes Leben. Die Wald- und die Dorfmenschen verstehen sich nicht sonderlich gut. Während die Waldmenschen es als Verrat an den alten Traditionen empfinden, dass mehr und mehr Angehörige ihres Volks in die Dörfer ziehen, betrachten die Dörfler die Waldmenschen als zurückgebliebene Primitivlinge.
Leemet, der zu den letzten jungen Waldmenschen gehört, die noch die Schlangensprache gelernt haben, muss nach und nach dabei zusehen, wie seine Freunde und Verwandten dem Lockruf des Fortschritts erliegen. Dabei kann er nicht verstehen, warum man freiwillig die vielen Vorteile des Waldlebens aufgeben sollte. Die Dorfmenschen beherrschen ja nicht einmal mehr die Schlangensprache, die es möglich macht, mit Tieren zu kommunizieren und sie sich sogar untertan zu machen. Auf Wölfen zu reiten ist für Leemet ebenso wenig etwas Besonderes wie Rehe und Elche herbeizurufen, um sie in aller Seelenruhe schlachten zu können.

Das Leben im Dorf ist wesentlich beschwerlicher und doch beginnt auch Leemet irgendwann den Sog der Gemeinschaft zu verspüren. Es ist anstrengend, immer nur „der Letzte“ zu sein. Der letzte Waldbewohner, der letzte Mensch, der die Schlangensprache spricht ...

„Vermutlich hätte das Dorf auch mich in sich aufgesogen, hinuntergeschluckt wie eine riesige Schlange, ein fremder und feindlicher Nordlanddrache, und langsam verdaut. Und ich hätte mich ihm unterworfen, denn mein eigener Nordlanddrache, der mich hätte beschützen können, war verschwunden und niemand wusste, wo er schlief.“


Andrus Kivirähk erzählt keine neue Geschichte. Jedem von uns geht es regelmäßig wie Leemet. Veränderungen sind nicht immer leicht hinzunehmen und doch lassen sie sich nicht aufhalten, weil viele Menschen nach Fortschritt streben. Dabei ist es völlig egal, ob es um das Leben in einem befestigten Dorf (wie bei Leemet) oder bspw. um den zunehmenden Gebrauch technischer Geräte geht. Die Grundregel bleibt die gleiche: Veränderungen machen vielen Menschen Angst, aber der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten.

Wie bereits erwähnt ist „Der Mann, der mit Schlagen sprach“ in meinen Augen keine klassische Fantasy – dessen sollte man sich vor der Lektüre bewusst sein. Andrus Kivirähk hat eine angenehme Erzählstimme, allerdings stolpert der Leser unweigerlich über einige skurrile Elemente, die selbst hartgesottene Fantasy-Fans noch überraschen können. Man muss sich auf dieses Buch und die Story wirklich einlassen – zumal die Handlung manchmal etwas in die Länge gezogen wirkt und ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen erfordert.

Ich würde dieses Buch all jenen empfehlen, die mal „was anderes“ lesen möchten – fernab der klassischen High Fantasy. Der Klappentext wirkt meines Erachtens nach irreführend – erwartet also lieber etwas weniger Fantasy, sondern eher eine Art fantastisches Volksmärchen. Und wenn man mit diesen Erwartungen an die Story herangeht, dürfte man sicherlich großen Gefallen an Andrus Kivirähk finden!

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100 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fantasy, gesellschaftskritik, scifi, mobbing, umweltkatastrophen

Alle Vögel unter dem Himmel

Charlie Jane Anders , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596036967
Genre: Fantasy

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108 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

spiegel des bösen, geister, björn springorum, hass, hotel

Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Grusel ist nichts für mich. Ich habe schon Angst bei Filmen wie „Sleepy Hollow“ – nur damit ihr meine Angsthasigkeit grob einschätzen könnt. Trotzdem haben mich das wirklich gut designte Cover und eine Verlosung hier bei LB dazu verleitet, „Die Spiegel des Bösen“ trotzdem in die Hand zu nehmen. Und ich bereue es (fast) gar nicht. Gut, ich konnte einige Tage lang nicht in den Spiegel schauen, weil ich Angst davor hatte, Dinge darin zu sehen. Dinge, die dort nichts zu suchen haben. Ihr wisst schon ;-)

„Das Hotel befand sich am Ende der Welt, hoch oben auf einem schroffen und frostigen Felsplateau, umgeben von derart spitzen und steilen Bergen, dass es nicht mal als Wintersportort taugte. Wer kam freiwillig auf die Idee, hier hinaufzufahren?“


Sophie ist ein typischer Teenager: Sie hat mit ihren ständig wechselnden Launen und (natürlich) ihren Eltern zu kämpfen. Vermutlich wäre sie an jedem Ort lieber als im Grandhotel Rabelfels – ein heruntergekommenes Hotel irgendwo im Nirgendwo, das seine besten Zeiten längst hinter sich hat. Als sich Sophie über den schlechten Handyempfang aufregt, weiß sie aber noch nicht, dass die versagende Technik ihr geringstes Problem darstellt.
Als sie am nächsten Morgen nach einem verstörenden Albtraum aufwacht sind nicht nur ihre Eltern verschwunden, zu allem Übel scheint Sophie über Nacht ihre Sichtbarkeit verloren zu haben. Ja, richtig gehört: Sophie wird von den anderen Hotelgästen wie Luft behandelt – im wahrsten Sinne des Wortes. Doch das ist der Anfang. Hotel Rabenfels entwickelt beispielsweise ein Eigenleben à la „verrücktes Labyrinth“. Und habe ich schon die Geister im Keller erwähnt?

„Grandhotel Rabenfels klang wie aus einem billigen Gruselroman. Na gut, auch dazu passte dieses Gebäude irgendwie.“


Den Gruselfaktor kann ich nicht bewerten, da ich wie gesagt sehr leicht zu gruseln bin. Eins kann ich allerdings sagen: Richtigen Horror à la Stephen King hält man hier nicht in den Händen, aber diesen Anspruch verfolgt der Autor auch gar nicht. Der Grusel bleibt – soweit ich das beurteilen kann – halbwegs „kindgerecht“, immerhin ist der Roman laut Leseempfehlung bereits ab 14.
Was mir besonders imponiert hat ist die Charaktergestaltung. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, man begegnet im Hotel also keiner "Mary Sue", sprich: Keiner perfekten Figur. Selbst Randfiguren wie die Kellergeister sind sehr charmant beschrieben und verleihen der Handlung richtig viel Atmosphäre. Eine der Erscheinungen erinnerte mich ein bisschen an die Hausgeister in Hogwarts, bspw. den kopflosen Nick ;-)
Als einzigen Kritikpunkt würde ich rückblickend den Umfang des Buches nennen. Der Autor wollte besonders viel Inhalt kommunizieren – vor allem hinsichtlich all seiner Charaktere und deren Hintergrundgeschichten. Leider musste der rote Faden zuweilen ein bisschen unter all diesen netten Nebengeschichten leiden, sodass auch die Gruselspannung manchmal etwas in den Keller gerutscht ist. Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau: Im Großen und Ganzen haben mir die Spiegel des Bösen sehr gut gefallen. Auch, wenn mir Björn Springorum recht deutlich aufgezeigt hat, wie niedrig meine persönliche Grusel-Schwelle ist :D

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862 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 162 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch im gleichen Monat zu lesen, in dem man sich die Neuverfilmung von Disneys „die Schöne und das Biest“ anschaut, ist wirklich der absolute „das Tier im Mann“-Overkill. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein, ganz im Gegenteil!
Ich muss gestehen, dass ich seit der Panem-Trilogie einen (unbewussten) Bogen um YA-Fantasy-Lektüre gemacht habe. Und ja, ich halte nach wie vor an der Überzeugung fest, dass viele Bücher dieses Genres, die seitdem erschienen sind, nach dem immer wiederkehrenden Schema X ablaufen. Umso schöner, dass mich Sarah J. Maas vom Gegenteil überzeugen konnte. Jedenfalls mit dem ersten Band. Hinsichtlich Teil 2 habe ich nämlich die Sorge, dass die Autorin in die altbekannte Edward-Bella-Jacob Dreiecks-Falle tappen könnte – aber dazu später mehr ;-)

"Ich hatte einen Fae ermordet. Das war mein Verbrechen."


Feyre (das spricht sich übrigens Fey-ru aus) und ihre Familie leben in ärmlichen Verhältnissen. Das war nicht immer so, doch die Finanzspekulationen ihres Vaters haben Feyre und ihre beiden Schwestern in den Ruin und in die Armut getrieben. Während sich ihre Schwestern noch immer nicht mit dem neuen Leben abgefunden haben, ist Feyres ganze Existenz nur auf eines ausgerichtet: Überleben. Wäre sie nicht so eine talentierte Jägerin, hätte ihre Familie vermutlich nicht lange überlebt.
Als sie auf einem ihrer Streifzüge einen Wolf erlegt, ahnt Feyre noch nicht, dass sie damit eine Kette dramatischer Ereignisse losgetreten hat. Der Wolf war nämlich kein normales Raubtier, sondern ein Gestaltwandler, ein Fae. Eigentlich leben die Menschen (wenn auch in stetiger Angst) getrennt von den Fae – eine große Mauer liegt zwischen ihren Reichen. Doch irgendetwas brachte diesen Fae dazu, die Mauer zu überqueren und in das Land der Menschen einzudringen.
Dass Feyre mit dem (unbeabsichtigten) Mord einen uralten Vertrag verletzt und den Fae nun etwas schuldig ist, begreift sie erst, als eines dieser übernatürlichen „Monster“ in ihre Hütte eindringt und sie vor den Augen ihrer Familie entführt. In seiner Heimat – am Frühlingshof – soll sie nun leben. Und das für alle Ewigkeit. Kein Schicksal, mit dem sich die lebenshungrige Feyre abfinden will, doch welche Wahl bleibt ihr schon?


„Und dann, mit einem gleißenden, Aufblitzen, verwandelte es sich in einen Mann mit goldblondem Haar.“


Dank neuer Ideen, vielschichtiger Charaktere und eines wirklich grandiosen Spannungsbogens vergingen die knapp 500 Seiten wie im Flug. Die Liebesgeschichte zwischen Feyre und ihrem Entführer (Stockholm Syndrom lässt grüßen!) ist zwar vorprogrammiert und aufgrund des Genres absolut vorhersehbar, trotzdem nicht unerträglich kitschig. Auch der angenehme Schreibstil trägt maßgeblich zur Suchtwirkung bei, die vermutlich jede Leserin früher oder später zu spüren bekommt.

Ich würde mich wirklich uneingeschränkt auf die Fortsetzung freuen, wäre da nicht diese „eine Sache“, diese eine Entwicklung, die sich im letzten Drittel der Handlung abgezeichnet hat. Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, erwartet uns im zweiten Band eine Art „Die Schöne und die zwei Biester“-Storyline. Solche Dreiecksgeschichten haben mich schon damals bei der Biss-Reihe oder auch bei Panem genervt, weil das (scheinbar) zwangsläufig zu ausufernden Selbstmitleids-Jammertiraden der entscheidungsUNfreudigen Protagonistin führt – you know what I mean ;-) Da heißt es nur: Abwarten und hoffen, dass Sarah J. Maas sich auch diesbezüglich einen literarischen Geniestreich einfallen lässt, um meine Vorurteile zu sprengen :D

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

paris, berlin, geld, coco chanel, model

Madame Cléo und das große kleine Glück

Tanja Wekwerth
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670623
Genre: Romane

Rezension:

...während sie auf das große vergebens warten.

Passend zur Jahreszeit und der allgemeinen Freude über den Sonnenschein draußen, sorgt auch Tanja Wekwerths neuer Roman für Frühlingsgefühle. Manchmal braucht man Bücher wie dieses. Bücher, die den Glauben an das Gute im Menschen bestärken. Bücher, die einfach ein gutes Gefühl im Leser zurücklassen.  Auf rund 300 Seiten gelingt es der Autorin, den manchmal etwas tristen Alltag (wie wir ihn sicherlich alle kennen) mit ein bisschen Magie wieder lebenswert zu gestalten und den Leser daran zu erinnern, worauf es im Leben wirklich ankommt.

„Das kleine Glück ist oft viel größer, als wir denken.“

Madame Cléo, die auf eine bewegte Vergangenheit als Pariser Mannequin zurückblicken kann, lebt in einer Berliner Altbauwohnung und muss bereits jeden Cent zweimal umdrehen, als sie schlechte Nachrichten von ihrem Vermieter erhält: Dringend anstehende Renovierungsarbeiten werden zu einer Mietpreiserhöhung führen. Geld, das Cléo nicht hat. In ihrer Not beschließt die alte Dame, eines ihrer Zimmer zur Untermiete freizugeben. Der Italiener Adamo und seine Tochter Mimi ziehen kurz darauf nicht nur in Cléos Wohnung ein, sondern ergattern sich ebenso schnell einen festen Platz in ihrem Herzen.

Doch die Vergangenheit lässt Madame Cléo, die Grande Dame mit Herz, nicht los. Ein großer, unerfüllter Traum erwacht zu neuem Leben, als Mimi eines Tages eine riesige Summe Geld findet.

 

Harper Collings bewirbt den Roman als modernes Großstadtmärchen. Eine recht passende Genre-Eingrenzung, wenn man bedenkt, dass die Herzensgüte der Protagonisten zuweilen etwas überzeichnet und unrealistisch wirkt. Der blumige Schreibstil der Autorin war für mich gelegentlich too much, lässt sich aber über weite Strecken hinweg angenehm und schnell lesen. Dort, wo mir der Kitsch manchmal etwas zu kitschig und das allgegenwärtige Gefühl zu gefühlsduselig war, konnte mich der feine Sinn für Humor IMMER abholen.

Aus den oben genannten Gründen vergebe ich keine fünf von fünf Sternen, möchte aber trotzdem eine Leseempfehlung aussprechen, weil die Lektüre dieses Romans den (vielleicht eingeschlafenen) Blick für die schönen Seiten des Lebens weckt und die Wichtigkeit des „kleinen Glücks“ betont. Wer immer nur „dem einen großen Glück“ hinterherjagt, könnte am Ende all die kleinen Momente verpassen, die das Leben so lebenswert machen. Dieses Buch ist jedenfalls einer dieser Momente!

 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

sophie kinsella, kinsella, instagram, glamping, london

My not so Perfect Life

Sophie Kinsella
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bantam Press, 09.02.2017
ISBN 9780593074794
Genre: Romane

Rezension:

Mit mehr als 30.000 Instagram und Twitter Followern sowie 36 Millionen verkauften Büchern in mehr als 60 Ländern ist Sophie Kinsella nicht nur eine der beliebtesten chick lit Autorinnen weltweit, sondern auch die fleischgewordene Erfolgsgeschichte. Wenn sie also von einer jungen Britin schreibt, die auf der Suche nach sich selbst und der beruflichen Verwirklichung manchmal vom Weg abkommt oder zaudert – dann glaubt man ihr bedingungslos.

"There's not much in my life that would score in the top ten of any global survey. I don't have a top-ten job or wardrobe or flat."

„My not so perfect life“ behandelt die Begegnung zweier sehr starker Frauen, die sich an ganz unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben befinden und mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Katie ist gerade einmal 26 Jahre alt und steht noch am Anfang einer Karriere im Marketing. Demeter hingegen ist um einiges älter, Katies Chefin und – so scheint es – in jeder erdenklichen Hinsicht zu beneiden: Der perfekte Job, das perfekte Haus, die perfekte Familie, der perfekte Liebhaber. Katies Leben hingegen ... nicht so perfekt. Deswegen greift sie zur Kamera und schafft sich auf Instagram eine zweite, deutlich bessere Welt. Die soll vor allem ihre Eltern beruhigen und Katies Freunden vorgaukeln, dass sie in London groß durchstartet.

Doch als Katie auf einmal vor dem beruflichen Aus steht und zu ihren Eltern aufs Land zurückkehren muss, weil selbst ein kleines WG-Zimmer in London zu teuer ist, droht ihre Scheinwelt aufzufliegen.

"Whoever started the rumor that life has to be perfect is a very wicked person, if you ask me. Of course it's not!"

Ich lese nicht viel chick lit, weil die Romane oftmals dem gleichen, immer wiederkehrenden Plot zu folgen scheinen. „My not so perfect life“ hat mich wirklich positiv überrascht! Erstens steht nicht die Liebesgeschichte im Zentrum der Handlung (aber natürlich gibt es auch was fürs Herz, keine Sorge!) und zweitens ist der holprige Weg zur beruflichen und persönlichen Selbstverwirklichung wirklich unglaublich realistisch beschrieben! Ich habe mich in vielen von Katies Sorgen und Ängsten wiedererkennen können und konnte deswegen über die charmanten Witze und Seitenhiebe noch besser lachen. Kinsellas charmanter Schreibstil und ihre liebenswerte Art, stereotype Verhaltensmuster zu entlarven, bringt einfach nur Spaß!

Nichtsdestotrotz bleibt der Roman für mich in der Sparte „perfekte Urlaubslektüre“. Der Plot ist in mancher Hinsicht vorhersehbar und leider verrät der Klappentext vorab etwas zu viel – aber das ist absolut in Ordnung! Ich denke, jeder Leser weiß, worauf er sich „einlässt“ und was er ungefähr erwarten kann, wenn er im Regal nach einer Kinsella greift. Und das ist im durchweg positiven Sinne gemeint!

 

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210 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

mord, flavia, krimi, armut, 50er jahre

Flavia de Luce - Schlussakkord für einen Mord

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.10.2014
ISBN 9783442379026
Genre: Krimi und Thriller

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352 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

flavia de luce, krimi, buckshaw, england, chemie

Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.10.2013
ISBN 9783442379019
Genre: Krimi und Thriller

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395 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 147 Rezensionen

weltraum, hexen, kai meyer, science fiction, raumschiff

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

„Der Marsianer“ war mein allererstes Buch aus dem Genre Science-Fiction, „die Krone der Sterne“ mein zweites. Doch ähnlich wie Fantasyliteratur bietet auch SciFi unendlich viele Spielarten: Während „der Marsianer“ eher in den Bereich der wissenschaftlichen, realitätsnahen Science-Fiction fällt, würde ich „die Krone der Sterne“ eher in das Subgenre Science Fantasy (oder eben Space Fantasy) einordnen. Und nach 460 Seiten Lesespaß muss ich sagen: Mir gefällt’s! Science Fantasy bietet das Beste aus beiden Welten, wie man so schön sagt. Das Mysteriöse / Zauberhafte aus der Fantasy und die wissenschaftliche / technische Zukunftsmusik der Science-Fiction.
Kai Meyers neuer Roman ist auf vielen Ebenen eine Bereicherung für jedes Bücherregal: Einerseits bietet es einen durchgehend großen Spannungsbogen und viele überraschende Wendungen für kurze Schockmomente, andererseits überzeugt Meyer mit einer intergalaktischen Welt, die mit viel Liebe zum Detail entworfen wurde, und vielschichtigen Charakteren, mit denen man abwechselnd lachen, weinen oder herumbrüllen möchte.

„Sie trage die Sterne in den Augen, hatte einmal jemand gesagt. Iniza spürte den Sog des Universums, seit sie zum ersten Mal hinauf in die Nacht geblickt hatte. Für sie war der Himmel keine Grenze, sondern ein Tor.“


Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie…
Das galaktische Reich Tiamande wird seit Jahrhunderten von einem Hexenorden beherrscht, der die Töchter der „oberen Zehntausend“ alle fünf Jahre einem Test unterzieht. Ein Test, der die Spreu vom Weizen trennen und geeignete Kandidatinnen für eine ganz besondere Stellung am Hofe der Gottkaiserin bestimmen soll.
Die junge Baroness Iniza besteht diesen Test und muss daraufhin ihren Heimatplaneten Koryantum verlassen, um der Gottkaiserin zukünftig zu Diensten zu sein. Doch die junge Frau hat andere Pläne und das nicht nur, weil niemand so wirklich weiß, was eigentlich aus diesen „Bräuten“ der Gottkaiserin wird und worin genau ihre Aufgabe besteht. Iniza sucht ihr Heil in der Flucht und schart auf ihrem beschwerlichen Weg durch die Galaxie eine Gruppe mehr oder weniger vertrauenserweckender Menschen um sich, die ihr mehr oder weniger ambitioniert dabei helfen wollen, den Häschern der Gottkaiserin zu entkommen.

„Ich durchschaue Geheimnisse, wenn ich welchen begegne. Und ganz gleich, was du auch behaupten magst, Baroness – du bist ein Geheimnis. Eines, das größer ist als wir alle. Eines, für das vielleicht noch eine Menge Menschen sterben werden.“


Wer Fantasy mag, wird Kai Meyer lieben! Selten ist mir ein deutscher Autor mit einer dermaßen detailverliebten, bildgewaltigen und vor allem mitreißenden Erzählstimme begegnet. Um seine „Space Odyssee“ genießen zu können, muss man auch gar kein SciFi-Fan sein. Bin ich auch nicht! Das galaktische Umfeld habe ich eher als tolles Zusatz Feature wahrgenommen, als Add-On, das die typischen Fantasy-Elemente um viele neue Ideen und Blickwinkel ergänzen kann.
Abgesehen von dem Szenario, in dem sich auch Liebhaber der alten Star Wars Filme ausgesprochen wohlfühlen werden, darf auch die vielschichtige Charaktergestaltung nicht unerwähnt bleiben. Im Verlauf der Handlung bildet sich um Iniza eine bunt zusammengewürfelte Truppe der unterschiedlichsten Typen: Ein grummeliger Söldner, eine schlitzohrige Händlerin, ein verliebter Soldat und eine Roboterin mit undurchsichtigen Motiven. Allein das wäre schon Garant genug für eine abwechslungsreiche Handlung, doch der Autor wirft diesem explosiven Gemisch immer wieder Steine in den Weg, die die Protagonisten mal mehr mal weniger souverän überwinden.

Wer nach einem spannenden Schmöker sucht, der sich – einmal angefangen – nur schwer wieder aus der Hand legen lässt, ist hier genug richtig. Mit Kai Meyer und „die Krone der Sterne“ kann man sich die Wartezeit auf den Sommer ganz wunderbar vertreiben!

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(163)

359 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

experiment, wissenschaft, roman, terranauten, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:

Der 68jährige T.C. Boyle gilt als Star der US-amerikanischen Literaturszene. Er befasst sich bevorzugt mit dem Phänomen des menschlichen Verfalls, seine Protagonisten sind in 90% der Fälle damit beschäftigt, sich durch ausweglose Situationen zu kämpfen. In seinem aktuellen Roman „Die Terranauten“ greift Boyle ein von der NASA initiiertes Forschungsprojekt auf, das Mitte der 90er Jahre grandios gescheitert ist: 8 Wissenschaftler, 4 Männer und 4 Frauen, werden in ein überdimensioniertes Terrarium eingesperrt, wo sie zwei Jahre lang in einem abgeschlossenen ökologischen System überleben sollen. „Selbstversorgung“ heißt das Stichwort und das Leitmotto „Nichts rein, nichts raus“ entwickelt sich von einer anfänglichen Motivationshymne mehr und mehr zu einem wahren Albtraum.

„Dies war wirklich eine neue Welt. Und jetzt war ich drinnen, und es gab keinen Weg zurück.“

Was geschieht, wenn man eine kleine Gruppe Menschen in eine große „Tupperdose“ steckt, Störfaktoren wie Sauerstoffmangel, Unterernährung und gebrochene Herzen hinzufügt und einmal kräftig durchschüttelt? Dieser Frage widmet sich Boyle auf knapp 600 Seiten mit viel Liebe zum Detail.

Aus genau diesem Grund sind „die Terranauten“ nichts für Liebhaber von actionreicher Lektüre. Zu behaupten, die Handlung „plätschere nur so dahin“ klingt eindeutig zu negativ, trotzdem passiert augenscheinlich nie besonders viel. Es sind die Zwischentöne, vor allem im menschlichen Miteinander der acht Wissenschaftler, die diesen Roman zu einem wirklichen Must-Read machen.

Wer also Lust hat, sich mit der Frage zu befassen, wie unterschiedlich (und vor allem extrem) sich Menschen in einer solchen Ausnahmesituation verhalten, sollte diesem Boyle unbedingt eine Chance geben!

 „Wir waren schon lange drinnen – es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Wenn ich an die Welt jenseits des Glases dachte, war es, als würde ich von der falschen Seite durch ein Fernglas sehen: Alles schrumpfte bis zur Bedeutungslosigkeit. Wir waren tatsächlich auf einem anderen Planeten, und was auf der Erde geschah, spielte keine Rolle mehr.“

Erzählt wird die Handlung aus der Sicht drei beteiligter Wissenschaftler. Auf diese Weise erhält man einen guten, aber nicht unübersichtlichen Rundum-Blick auf das Experiment – zumal einer der drei Protagonisten nicht IN der Biosphäre lebt, sondern zum Orga-Team gehört. Neben der Handlung in der Biosphäre erhalten die Leser also auch einen aufschlussreichen Blick von außerhalb der Glaskuppel.

Die drei Figuren berichten abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Das perfekte Stilmittel, um das große Konkurrenzdenken der ambitionierten Wissenschaftler auszudrücken. Zeitweise übersteigt die Sucht nach Ruhm und Anerkennung sogar ihr wissenschaftliches Interesse, sodass das Leben in der Biosphäre mehr und mehr zu einer Mischung aus Big Brother und Dschungelcamp mutiert.

Das mediale Interesse wird immer wieder durch neue Skandale und „Skandälchen“ geweckt – als eine der Insassinnen allerdings schwanger wird und damit das ganze Experiment in Gefahr bringt, spaltet sich die Gruppe in zwei Lager. Das ist der Zeitpunkt, an dem es dann auch richtig spannend wird und sich der Roman zu einem Pageturner entwickelt.

„Wir waren die Erhalter und Bewahrer dieser Welt, Götter unter Glas.“

Der Mikrokosmos unter Glas ist spannend! Nicht im herkömmlichen Sinne actionreicher Handlung, sondern weil man die Abgründe des menschlichen Charakters aus der ersten Reihe mitverfolgen kann. Und irgendwie schafft Boyle es trotz des unwirklichen Szenarios, dass sich der Leser manchmal fühlt, als würde ihm der Spiegel vorgehalten. Egoismus, Eitelkeit, Neid, Geltungssucht – Boyle entlarvt unsere Schwächen rücksichtslos und brutal. Und das auf seine gewohnt süffisante und ironische Weise. Obwohl sich die Terranauten nicht so schnell von der Hand lesen lassen, wie andere seiner Romane, kann ich nur zur Lektüre raten!

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krimi, flavia de luce, mord, england, chemie

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2012
ISBN 9783442379507
Genre: Krimi und Thriller

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götter, fantasy, mythologie, american gods, neil gaiman

American Gods

Neil Gaiman , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783847905875
Genre: Fantasy

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349 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

thriller, flucht, liebe, spannung, usa

The Chemist – Die Spezialistin

Stephenie Meyer , Andrea Fischer , Marieke Heimburger
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 08.11.2016
ISBN 9783651025509
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stephenie Meyer ist mit den Romanen der "Twilight"-Serie weltberühmt geworden. Nach längerer Pause hat sie jetzt einen neuen Roman veröffentlicht. Anders als der Verlag würde ich zwar nicht so weit gehen, „The Chemist“ als Ausnahme-Pageturner zu bezeichnen, trotzdem gibt es auch gute Gründe, warum es sich lohnt, der Story eine Chance zu geben.

"Ihr Leben war geprägt von Vorsichtsmaßnahmen, aber ohne diese, rief sie sich immer wieder in Erinnerung, hätte sie überhaupt kein Leben mehr."


Im Zentrum der Handlung steht eine junge Frau, die unter wechselnden Namen in Erscheinung tritt. Sie ist eine ehemalige Vehör-Spezialistin, die Menschen unter Zuhilfenahme von Chemikalien und auch körperlicher Gewalt zu Aussagen bringt. Nachdem sie einige Jahre für eine geheime Regierungsorganisation gearbeitet und vielen Terroristen das Handwerk gelegt hat, fiel sie einer betriebsinternen Intrige zum Opfer und fürchtet seither um ihr Leben. Diese Furcht äußert sich bspw. in der Gewohnheit, nur mit einer Gasmaske zu schlafen und ihren jeweiligen Schlafplatz mit chemikalischen Fallen zu versehen, die womögliche Eindringlinge schnell und effizient lahmlegen können.

Doch dann bietet sich ihr plötzlich ein Ausweg: Ihr ehemaliger Arbeitgeber ködert mit einem scheinbar attraktiven Tauschgeschäft: Wenn sie noch ein letztes Mal mit ihren speziellen Methoden einen Verdächtigen zur Aussage bringt, dann würde ihr niemand mehr nach dem Leben trachten.
Doch wie heißt es so schön? Es ist nicht alles Gold was glänzt. Und so stellt sich bald heraus, dass der vermeintliche Verdächtige eigentlich unschuldig ist. Eine Erkenntnis, die die Chemikerin hart trifft und sie dazu veranlasst, einen Racheplan zu schmieden, der nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt.

"Dieses Leben, das sie allen Widrigkeiten zum Trotz bewahrt hatte, war nicht mehr als nacktes Überleben. Das absolute Minimum. Ein schlagendes Herz, zwei sich zusammenziehende und weitende Lungenflügel."


„The Chemist“ ist weder Fisch noch Fleisch wie man so schön sagt. Kein handelsüblicher Thriller, keine schnulzige Romanze. Viel eher handelt es sich bei diesem Roman um eine Art Hybrid, der von allem ein bisschen bietet. Wobei die Romanze für meinen Geschmack zeitweise etwas viel Raum eingenommen hat. Was man ebenfalls nicht verschweigen sollte: Phasenweise leidet die Handlung unter unnötigen Längen, die die eigentlich recht rasante Handlung aushebeln und ins Schlingern kommen lassen.
Für den Roman sprechen unterhaltsame Wortgefechte, abwechslungsreiche Charaktere und das durchaus interessante und leicht verständlich aufbereitete Hintergrundwissen zum Thema Chemie ;-)

Meiner Meinung nach ist J.K.Rowling der Genre-Wechsel besser gelungen als Stephenie Meyer. Nichtsdestotrotz würde ich Meyer immer eine zweite Chance geben, da ich ihren Schreibstil nach wie vor eingängig und angenehm finde. „The Chemist“ ist kein Must, aber vielleicht eine passende Lektüre für den Strandurlaub oder eine Flaute im Bücherregal.

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kate daniels, curran, stadt der finsternis, gestaltwandler, ilona andrews

Stadt der Finsternis: Ruf der Toten

Ilona Andrews ,
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2012
ISBN 9783802583438
Genre: Fantasy

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curran, kate daniels, magie, ilona andrews, gestaltwandler

Magisches Blut

Ilona Andrews , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.01.2011
ISBN 9783802583421
Genre: Fantasy

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695 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 217 Rezensionen

erotik, lauren rowe, liebe, sex, the club

The Club – Flirt

Lauren Rowe , Lene Kubis
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492060417
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Zunächst einmal möchte ich mich bei lovelybooks Piper ganz herzlich für das Leseexemplar bedanken! Nach der Ausschreibung der Leserunde war ich extrem gespannt auf den Club und die beiden Protagonisten. Deswegen tut es mir fast ein bisschen Leid, dass die folgende Besprechung eher durchwachsen ausfällt.

Der Plot
Lauren Rowes männlicher Held heißt Jonas und hat mit seinen 30 Jahren sowohl beruflich als auch privat einiges erreicht. Charakterlich entspricht er nahezu einhundertprozentig dem Archetyp „erfolgreicher Geschäftsmann“. Er liebt den Luxus, ist attraktiv, arrogant und nimmt sich, was er will. Was er will scheinen in erster Linie Frauen zu sein, bzw: Frauen „ans Licht zu führen“, was in seiner Welt so viel bedeutet wie „ihnen einen unvergesslichen Orgasmus zu bescheren“. Anschließend will er nichts mehr von seinen Gespielinnen wissen, da Jonas AUCH dem Archetyp „einsamer Wolf“ entspricht ;-)

Und da Jonas mit 30 Jahren mir nichts, dir nichts 250.000 Dollar aus dem Ärmel schütteln kann, will er sich in einen Club einkaufen, der ihm auf unverbindliche und unkomplizierte Art dazu verhelfen soll, neue Kontakte mit Frauen zu knüpfen, die seinen Wünschen und Anforderungen entsprechen. Das hierzu nötige Aufnahmeformular füllt er mit hingebungsvoller Akribie aus und heizt sich dabei selbst so ein, dass er anschließend erst einmal unter die Dusche verschwinden muss…

Besagtes Aufnahmeformular wird von Sarah bearbeitet, ihres Zeichens Jurastudentin und bis dato eine Orgasmus-Jungfrau, wenn man es so nennen will. Die Lektüre von Jonas schlüpfriger Selbstbeweihräucherung ekelt sie einerseits an, andererseits ertappt sich Sarah dabei, schon in die ersten Jonas-Tagträume abzudriften und ihre Fantasie spielen zu lassen.
A match made in heaven, wie es scheint.

Hauptkritikpunkt
Warum der Auftakt der „Club“-Trilogie von mir nur zwei Sterne erhält? Weil ich mit den Protagonisten nicht klarkomme. Während Sarah einerseits immense Vorbehalte gegen Jonas hegt, fühlt sie sich andererseits enorm von ihm angezogen. Obwohl sie es anfangs verurteilt, so unbeschreiblich viel Geld in 12 Monate unverbindlichen Sex zu investieren, zerstreuen sich ihre Zweifel, kaum, dass Jonas ernsthaftes Interesse an ihr zeigt. Und Jonas? Der wird bereits auf den ersten Seiten als unverbesserlicher „lone wolf“ und Anti-Händchenhalter vorgestellt, doch kaum lernt er Sarah etwas besser kennen, mutiert er augenblicklich zum Weichspüler und „Monogamist“ – absolut glaubwürdig! Eine Geschichte, wie sie das wahre Leben schreibt, eben ;-)

Die Gefühle, die sich zwischen diesen beiden Herzchen entwickeln, waren für mich nicht ernst zu nehmen. Nicht zuletzt, weil der komplette Plot viel zu schnell und überhastet aufgebaut wurde. Zeitweise driftete die Handlung in den heftigsten Kitsch ab und erinnerte stark an Rosamunde Pilcher. Die Storyline ist dermaßen überzogen und unglaubwürdig, dass es mir nicht möglich war, in irgendeiner Form mitzufiebern oder mitzufühlen.

Was man der Autorin trotz aller Kritikpunkte zugute halten kann, ist ihre flotte, eingängige Schreibe. The Club lässt sich querlesen - ich hatte das Buch mit seinen rund 400 Seiten an 3 Abenden durchgelesen.

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curran, gestaltwandler, kate daniels, magie, urban fantasy

Duell der Schatten

Ilona Andrews , Jochen Schwarzer
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.02.2010
ISBN 9783802582196
Genre: Fantasy

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kate daniels, magie, curran, gestaltwandler, atlanta

Stadt der Finsternis: Die dunkle Flut

Ilona Andrews , Jochen Schwarzer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 17.08.2009
ISBN 9783802582134
Genre: Fantasy

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magie, vampire, gestaltwandler, kate daniels, atlanta

Stadt der Finsternis: Die Nacht der Magie

Ilona Andrews , Jochen Schwarzer
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.03.2009
ISBN 9783802582141
Genre: Fantasy

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fantasy, wüste, night vale, usa, podcast

Willkommen in Night Vale

Joseph Fink , Jeffrey Cranor , Wieland Freund , Andrea Wandel
Fester Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 19.03.2016
ISBN 9783608961379
Genre: Fantasy

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Find Me

Laura Van Den Berg
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FARRAR STRAUS&GIROUX, 17.02.2015
ISBN 9780374154714
Genre: Romane

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liebe, familie, familiengeschichte, demenz, tod

Der Geschmack von Apfelkernen

Katharina Hagena
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.08.2009
ISBN 9783462041491
Genre: Liebesromane

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