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20 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

frankreich, familiengeschichte, familiengeschichte von beginn des 1. bis ende des 2. wk, paris, 1911-1945

Die Familie Hardelot

Irène Némirovsky , Eva Moldenhauer
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaus, 09.11.2010
ISBN 9783813503753
Genre: Romane

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, familie, london, verlust, enkel

Die späte Ernte des Henry Cage

David Abbott , Peter Torberg
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2011
ISBN 9783423248488
Genre: Romane

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

franz ferdinand, weltreise, reisetagebuch, sachbuch, tagebuch

Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

Franz Ferdinand von Österreich-Este , Frank Gerbert ,
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 27.02.2013
ISBN 9783218008624
Genre: Sachbücher

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

vergewaltigung, krimis, rockfestival, religiöser wahn, wacken

Tod in Wacken

Heike Denzau
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.03.2013
ISBN 9783954510641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei manchen Dingen fragt man sich ja: Warum ist eigentlich früher noch niemand drauf gekommen? „Tod in Wacken“.
Wacken, das Open Air und seine bei Musikfans des Genres weltweite Popularität, das Exotische an der im engen Sinne schwarzen und im weiteren bunten internationalen Fangemeinde bietet sich als Thema eines Regionalkrimis doch eigentlich geradezu an, wenn es um Lokalkolorit und ein bisschen vielleicht auch um Lokalpatriotismus geht?

Heike Denzau griff jedenfalls zu und lässt nun ihre Oberkommissarin Lyn Harms in gleich mehreren Mordfällen, deren gemeinsamer Nenner das Musik-Festival ist, zwischen über 70.000 Fans ermitteln.
Drei Männer kommen innerhalb kürzester Zeit ums Leben. Sieht man von der Todesart ab, scheint es auf den ersten Blick zwischen den Opfern keine weitere Verbindung zu geben. Im Laufe der Ermittlungen schließt sich jedoch der Kreis und es wird klar: Die drei Männer hatten ihr Faible für Heavy Metal gemeinsam. Rasch ist dann auch das potentielle Opfer Nummer 4 ausfindig gemacht und Lyn Harms ermittelt im Wettlauf gegen Killer und Zeit.

Mein Fazit: Der Krimi geht in Tempo und Sprache locker von der Hand beim Lesen. Schlagfertige Dialoge und sichere Pointen begleiten einen spannenden Handlungsverlauf.
Die ausgiebige Recherche der Autorin durften Freunde und Fans von Heike Denzau live und in Farbe online bei Facebook mitverfolgen. Sie ließ sich weder von sintflutartigem Regen noch von „Schlammschlachten“ abhalten, ausgiebig vor Ort für ihren Krimi in der Atmosphäre des Festivals abzutauchen. Das und die realistisch beschriebenen Mutter-/Tochter-Geplänkel zwischen Lynn Harms und ihrer Tochter Sophie, die etwas schwierige familiäre Situation der Ermittlerin und der m.E. gut eingefangene Duktus unter Kollegen und Ermittlern geben diesem Krimi eine sehr authentische Note.

„Tod in Wacken“ macht auch deutlich, warum sich gerade der Regionalkrimi solch großer Beliebtheit erfreut: Ein bisschen ist es nämlich wirklich so, als würde man als Leser Seite an Seite mit Opfer, Täter und Ermittlern zwischen Itzehoe, Wacken, Burg und Wewelsfleth auf Lösungssuche gehen. Sehr gelungen auch die Spannungskurve, bei welcher der Leser den Ermittlern stets eine kleine Nasenlänge voraus ist und der finale actionreiche Show-Down, von dem an dieser Stelle allerdings aus Gründen des Spannungserhalts nichts verraten werden soll. Nur so viel: Die Wege des Herrn sind unergründlich und – ich zitiere aus dem Buch – „Aus dem Flügelschlag eines Schmetterlings kann ein Orkan entstehen.“

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Tags: krimis, regiokrimi   (2)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

raf, terrorismus, ponto, dialog, familie

Patentöchter

Julia Albrecht , Corinna Ponto
Fester Einband: 215 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.03.2011
ISBN 9783462042771
Genre: Sachbücher

Rezension:

Julia Albrecht und Corinna Ponto
in einem gemeinsamen Versuch der Annäherung - ein bewegender Perspektivwechsel.

Julia Albrecht – Schwester der RAF-Terroristin Susanne Albrecht
Corinna Ponto – Tochter des 1977 erschossenen Bankiers Jürgen Ponto

Geschrieben aus der Sicht zweier Frauen, deren Familien eng miteinander verbunden waren, auseinander gerissen durch den Mord an Jürgen Ponto.

Die Autorinnen werfen einen neuen Blick auf die Geschichte der RAF.
30. Juli 1977: Jürgen Ponto empfängt Susanne Albrecht, die Tochter seines Jugendfreundes Hans-Christian Albrecht, in seinem Haus in Oberursel.
Ihre Begleiter, Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, schießen auf Jürgen Ponto. Corinna, seine Tochter, ist zu diesem Zeitpunkt zwanzig Jahre alt, Julia, Susannes Schwester, dreizehn Jahre. Nach dem Mord war das Band zwischen den Familien durchschnitten. 30 Jahre danach nimmt Julia Albrecht – die Patentochter von Jürgen Ponto – Kontakt auf zu Corinna Ponto – der Patentochter von Hans-Christian Albrecht.

So zaghaft, so unsicher und so voller Schuld, die nicht die ihre ist, nähert sich Julia Albrecht Corinna Ponto.
Man möchte sie bei der Hand nehmen und diesen schwierigen und mutigen Weg mit ihr gemeinsam gehen. Zwischen beiden Frauen entsteht ein Briefwechsel, in dessen Verlauf sie sich schließlich treffen. Bemühen und Ablehnung Corinna Pontos sind ebenso nachvollzieh- und spürbar, wie der Wunsch und die Sehnsucht von Julia Albrecht, das Unerklärliche für sich begreifbar machen zu wollen.
Das Außergewöhnliche: Die Täterin, Susanne Albrecht, lebt in Bremen und äußert sich bis heute nicht zu ihrem Verbrechen an der Familie Pontos und an dem der eigenen Familie.

Das Buch ist ein leises Psychogramm zweier Frauenseelen, die einander so weit entgegen gehen, wie es eben möglich ist. Es liest sich so beklemmend, wie berührend wie versöhnlich. Und nicht zuletzt ist das Buch ein Stück überaus lesenswerter Zeitgeschichte.

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Tags: raf, zeitgeschichte   (2)
 

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

gauß, humboldt, deutschland, südamerika, wissenschaft

Die Vermessung der Welt

Daniel Kehlmann , any.way , Cathrin Günther
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2009
ISBN 9783499253034
Genre: Romane

Rezension:

Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe

Manchmal ist das eine recht eigenwillige Angelegenheit, wie ein Buch und ein Leser zueinander finden.

Im großen Hype um Kehlmann hatte auch ich mir das Buch vor Jahren gekauft, es angelesen und ein wenig irritiert beiseite gelegt. Dann, einige Zeit später, nahm ich es wieder zur Hand und … legte es beiseite. So ging das eine ganze Weile mit der Vermessung unserer schönen Erde und mir.

Es mag an Gauß und meiner mir angeborenen Abneigung gegen Zahlen gelegen haben? Vielleicht auch einfach an den ersten Seiten? Oder am Ende an der großen Erwartungshaltung, welche die Lobeshymnen der Presse in mir geweckt hatten?

Zwei gute Nachrichten:
Zwischenzeitlich hat mich das Buch gepackt:
Und: Es hält absolut, was es verspricht.

Was also schreibt man nun als Leser über einen Roman, von dem der Guardian behauptet, er sei eine Sensation? Den die Frankfurter Rundschau einen genialen Streich nennt?

Wunderbar.
Die lakonisch ironisch gehaltene Skizzierung der ungewöhnlichen Lebensläufe zweier Männer, die – ihrer Zeit weit voraus – den Geheimnissen der Erde auf den Grund rückten. Von Humboldt, stoisch schon fast, auf seinen Reisen über den südamerikanischen Kontinent, Schmerzen, Verletzungen, Rückschlägen und Gefahren trotzend, als könne ihm nichts und niemand etwas anhaben. Bonpland an seiner Seite.
Der Name eines Mannes, den ich zum ersten Mal hörte und dessen Leben und Sterben (in Armut) mein Interesse weckten.

Gauß. Absolut unfähig, Beziehungen aufzubauen. In seiner Intelligenz arrogant, ohne das sein zu wollen. Sorgt für Heiterkeit in jenen Passagen, über die man im Grunde schmerzlich das Gesicht hätte verziehen müssen.

“Von allen Menschen, die er je getroffen hatte, waren seine (Gauß) Studenten die dümmsten. Er sprach so langsam, dass er den Beginn des Satzes vergessen hatte, bevor er am Schluß war. … Am liebsten hätte er geweint.”

Überaus köstlich die Passage, in welcher Humboldt den preußischen Beamten Vogt
bewegen will, Gauß’ Sohn Eugen aus der Haft zu entlassen.
Hier Humboldt, dessen Weltanschauung ganz und gar verhindert, das Bestechliche
in Vogts Zögern und Zaudern zu erkennen, ihm gegenüber Gauß, dessen Moral vor Weh und Wohl seines eigenen Sohnes stehen.

Fein auch die vorwiegend in indirekter Rede gehaltenen Dialoge, ganz besonders dann von großer Komik, wenn drei und mehr Personen zu ein und derselben Sache kommentieren.

Abschließend:
Herzlichen Dank Daniel Kehlmann, für dieses wunderbare Stück Zeitgeschichte.
Zahlen mag ich noch immer nicht, aber in diesem Kontext haben sie mich aufs Feinste unterhalten.

5 Sterne für ein Kleinod und eine unbedingte Leseempfehlung für Menschen, die feinsinnigen Humor ebenso mögen, wie literarische Ausflüge in die Vergangenheit.

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385 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 44 Rezensionen

indien, schiffbruch, religion, tiger, zoo

Schiffbruch mit Tiger

Yann Martel , Manfred Allié , Gabriele Kempf-Allié
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.08.2004
ISBN 9783596156658
Genre: Romane

Rezension:

‘Schiffbruch mit Tiger’ ist im doppelten Sinne des Wortes ein echtes Geschenk.

Wäre ich blind geboren worden, ich wünschte, Yann Martel würde mir die Welt in seinen geschriebenen Bildern erzählt haben.
Selten habe ich einen Menschen so eindringlich, so sinnenfroh und mit solchem Blick fürs Wesentliche, fürs Charakteristische, fürs Detail schreibend und beschreibend erleben dürfen.

Ob das nun Tiere sind, die Landschaft oder ob es um das Gefühlsleben, die Gedankenwelt, Angst, Schmerz und Verzweiflung seines Protagonisten geht – der Leser kann riechen, hören, schmecken und fühlen, worüber Martel da schreibt.
Wenn …
Wenn er sich denn – wie ich – auf die vollkommen absurd anmutende, verrückte und fantastische Wendung einlassen mag, die dieses Buch im zweiten Teil zu nehmen versteht.

Da stellt sich ein indischer Junge den großen und kleinen Fragen des Lebens, wächst auf im Paradies seiner Kindheit, dem zoologischen Garten den sein Vater führt, und nimmt mich mit auf die abenteuerlichste Lesereise meines Lebens.

Pi Patel macht sich mit seiner Familie auf den weiten Meeresweg von Indien nach Kanada. Der Vater mag Indira Ghandis Politik nicht, also beschließt man auszuwandern. Weit kommen Familie und Menagerie an Bord eines Schiffes unter chinesischer Führung allerdings nicht. Der Kahn sinkt bei Nacht und Nebel.
Und mein kleiner, kluger und überaus humoriger Held Pi Patel landet in einem Rettungsboot.

Dort ist er allerdings nicht alleine.
Mit an Bord sind Richard Parker (ein ausgewachsener bengalischer Königstiger), eine Hyäne, ein schwer verletztes Zebra und eine Orang Utan-Dame.

Was dann folgt, ist eine absolut fantastische Mischung aus ‘Robinson Crusoe’, ‘Herr der Fliegen’ und ‘Der Insel der fünf Frauen’.

Ob man diesen ungewöhnlichen, atemberaubenden und auf jeder Seite spannend bleibenden Roman nun am Ende metaphorisch verstanden haben will oder aber sich einlassen mag auf die Vorstellung, dass sich diese aberwitzige Story genau so zugetragen haben könnte, das mag jeder halten, wie er will.

Für mich ist das eines der besten Bücher, das mir in den letzten Jahren in die Hände kam.

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Tags: abenteuer, philosophie   (2)
 

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1.171 Bibliotheken, 54 Leser, 11 Gruppen, 56 Rezensionen

liebe, 1. weltkrieg, england, deutschland, krieg

Sturz der Titanen

Ken Follett , Rainer Schumacher , Dietmar Schmidt , Tina Dreher
Flexibler Einband: 1.038 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.03.2012
ISBN 9783404166602
Genre: Historische Romane

Rezension:

Vielleicht darf sich Ken Follett zwischenzeitlich einfach zu viel Raum lassen (erneut über 1000 Seiten) und weniger wäre eindeutig mehr?

So aber lese ich mich durch etliche Längen, unnötige Beschreibungen von Äußerlichkeiten und (leider) auch durch einige Wiederholungen,
die offensichtlich Lektor und Autor durch die Lappen gegangen sein müssen.

Ohne Zweifel ausgesprochen gut recherchiert, vermutlich historisch nicht zu beanstanden und ganz bestimmt ein Jahrhundert-Werk allein Arbeit,
aber: Das allein macht noch keinen Roman, dessen Figuren mich mitreißen und faszinieren. Merkwürdig blutleer und distanziert bleiben mir die
Charaktere, die - das Gefühl werde ich nicht los - zur reinen Staffage des gewaltigen Stoffes werden. Follet vermittelt ohne Frage ein
Sittengemälde unterschiedlicher Stände und Nationalitäten. Aber ich finde zu den Personen keinen rechten Zugang und begleite sie mehr oder
weniger leidenschaftslos auf ihrem Weg durch die Irren und Wirren des 2. Weltkrieges. Ganz besonders in den Schilderungen der Kampfszenen
will so gar kein Glaube an Authentizität aufkommen, vielleicht aber hätte ich mich auch nicht zuvor in Remarque verlieben dürfen?

Wenig glaubhaft sind auch Einfluss und Stellung sowie Nähe etlicher Protagonisten zu den Machtzentren politischer Entscheider. Das darf sich wohl
nur Follett erlauben, seine Fiktion so nahe an die Realität zu schubsen. Und last and least sind es mir eindeutig der Zufälle zu viele, die Figuren
immer wieder aufeinander treffen lassen. So klein ist sie dann doch nicht, die Welt.

Fazit: Ein schöner Exkurs in Geschichte. (Guido Knopp hätte seine wahre Freude daran.) Aber kein Roman, der mich 1000 Seiten durchstehen lässt,
ohne zu blättern, zumal das traurige Ende uns allen bekannt ist. Einzelschicksale spielen in diesem Stück keine wirkliche Rolle, dazu bleiben
mir die Figuren zu fremd.

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Tags: europa, familiensaga, weltkrieg   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

indien, abenteuer, überwintern, seefahrt, delhi

Das blaue Siegel

Daniel Twardowski
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.07.2010
ISBN 9783442471447
Genre: Historische Romane

Rezension:

Buchtitel und Cover in Tateinheit hätten mich nicht dazu auffordern können, 'Das blaue Siegel' zu kaufen. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und irgendwann zur Hand genommen und war ungemein angenehm überrascht.
In zwei parallel geführten Handlungssträngen führt der spannende Kriminalroman in das exotische Indien zur Zeit der britischen Besatzung und an den Polarkreis, wo sich mutige Kapitäne der Britischen Marine einen wahren Wettlauf um die Entdeckung neuer Landstriche liefern.
In beiden Handlungssträngen ist John Gowers die zentrale Figur (als erwachsener Mann während seiner Ermittlungen in Indien) und als (Schiffs-)Junge an Bord der Investigator zwischen Eisbären und Eskimos.
Der Roman ist bombig recherchiert, lehnt sich eng an historische Fakten und allein die Figur des John Gowers sowie die unerklärlichen Morde an unzähligen Kindern einer königlichen Familie in Indien sind fiktiv.
Der Aufwand, alleine für die Recherche nautischer und militärischer Feinheiten muss beträchtlich gewesen sein und fordert meinen Respekt für den Autor.
Mit viel Witz und sprachlich anspruchsvoll, darüber hinaus mit großer literarischer Kenntnis und dem Talent, äußerst brutalen Szenen durch eine wiederum schlichte, sachliche Ausführung den Schrecken zu nehmen, führt D. Twardowski über 400 spannende Seiten hinweg durch diesen Roman.
Ein echtes Kleinod, das aus meiner Sicht bis dato zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Darum habe ich den Roman auch für den Leserpreis 2012 von Loveley-Books vorgeschlagen.
Kleines Manko: Hin und wieder habe ich den Autor zum Teufel gewünscht, weil der Roman konsequent von Kapitel zu Kapitel zwischen den Handlungssträngen springt und das in schöner Beständigkeit an den spannendsten Stellen. Dabei hätte es dieses Griffes gar nicht bedurft, um die 'Kurve' zu halten. Es erschließt sich auch nicht so ganz der Sinn dieses Vorgehens, weil es zu keiner Verknüpfung beider Lebensabschnitte der Hauptfigur kommt.
Aber dies am Rande. Ich bin begeistert von der Exotik, der Spannung und den historischen Hintergründen, die dieser feine Roman vermittelt. Und nicht zuletzt von seiner bisweilen fast unfreiwilligen Komik und den unzähligen philosophischen Betrachtungen seiner Protagonisten.
Absolut empfehlenswert! Vielleicht werde ich ja doch noch Krimi-Fan?

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Tags: abenteuer, britische kolonialmacht, dedektiv, exotik, historischer krimi, indien, krimi, polarkreis, seefahrt, spannung   (10)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tattoo, neobooks, tattoos, japanische traditionen, liebe

Neobooks - Irezumi: Eine Tattoo-Geschichte

Gerritje Krieger
E-Buch Text: 10 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 07.01.2012
ISBN B006QH3I32
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit Milch und Zucker, bitte...
Autoren, die sich an einer literarischen Ausschreibung beteiligen, haben sich in ein Thema einzufinden und ihm Gestalt zu verleihen. So auch hier, da ein Tattoo zum Mittelpunkt einer Short Story werden sollte. Gerritje Krieger ist mit Irezumi ein sprachlich und stilistisch großartiger Ausflug in eine mir fremde und exotische Welt gelungen. Erwartungen bestimmen unser Leben, hier werden sie gleich zweimal eines besseren belehrt. Einer in sich selbst gefangenen Frau wird ein Tattoo zum entscheidenden Impuls. Und ein Richter zeigt eine gänzlich andere Seite von sich, als man vermuten mag. Fein gestaltet auch das Ende dieser Begegnung zwischen den beiden sich bisher fremden Menschen. Schmerz ist niemandem von uns fremd. Da spinnt mein Kopf ganz von alleine weiter am Faden, den die Autorin für mich bereit gelegt hat. Besonders gut gefallen hat mir, dass auch meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Vom Klischee rund ums Tattoo und dem damit in Verbindung zu bringenden Milieu war weit und breit nichts zu lesen. Meine Leseempfehlung für Gerritje Krieger und 'Irezumi', verbunden mit einem Dankeschön für die klugen Gedankenanstöße.

  (6)
Tags: japanische traditionen, schmerz, tattoos, trauma   (4)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, high fantasy, abenteuer, roman, saga

Neobooks - Das Schloss im ewigen Eis: Das vierte Siegel I

Liane Sons
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 03.02.2012
ISBN 9783426430361
Genre: Fantasy

Rezension:

Fulminant
'Das Schloss im ewigen Eis`, Teil I von 'Das vierte Siegel' besticht durch eine phantasie- und kraftvolle Sprache, durch die klug und anschaulich heraus gearbeiteten Figuren, durch einen überaus spannenden Verlauf und nicht zuletzt durch den immer wieder durchschimmernden Humor der Autorin, mit dem sie ihre Protagonisten agieren und sprechen lässt. Liane Sons hat eine ganz eigene Welt geschaffen. Die Fragmente einer göttlichen Kette sollen wieder zueinander finden. Was die Götter zusammengefügt haben, soll der Mensch nicht trennen. Das Gute kämpft gegen das Böse, wobei der Leser nicht den sonst üblichen Überhelden die Daumen drücken darf. Nein, sie haben Schwächen, ganz wie 'du' und ich. Sprühende Phantasie, ein Geflecht von Figuren und Handlungssträngen, Schicksalen und die Hoffnung auf Gelingen und den Sieg der Helden, ich wüsste nicht, was man sich von einem Buch dieses Genres mehr wünschen könnte.
Meine Leseempfehlung nebst 5 Sternen. Ich bedanke mich für Teil I und freue mich nun darauf, wie es weitergehen mag.

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Tags: abenteuer, fantasy, roman, spannung   (4)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

biografie, überlebenskampf, aron ralston, verzweiflung, utah

127 Hours - Im Canyon

Aron Ralston , Susanne Schädlich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.02.2011
ISBN 9783548374086
Genre: Biografien

Rezension:

Ein philosophisches Lehrstück
Für mich ist dies Buch ein geschenkter Einblick in das Seelenleben eines Menschen, der von manchen - wie ich hier lese - als egozentrisch bezeichnet wird, für mich hingegen absolut leidenschaftlich, wenn nicht beseelt sein Glück in der Natur und im Erleben/Erfahren seiner eigenen Grenzen gefunden hat. Immer wieder faszinieren mich Menschen, die sich einer Sache verschreiben, die sich mit sich selbst auseinandersetzen. So auch hier. Im großen, weiten Tal der Klagen über Befindlichkeiten, in der Masse all jener, die sich schnell begeistern lassen von etwas, um ebenso schnell wieder aufzugeben und zur nächsten vielversprechenden 'Auslage' zu flattern, ist dieser beständige, zielstrebige Lebenslauf des Autors eine bemerkenswerte Ausnahme. Oder - um es anders zu sagen: Ich bewundere ihn für seinen Weg, seinen Optimismus, seine Zielstrebigkeit, seinen Enthusiasmus und nicht zuletzt für seinen unbedingten Überlebenswillen. Und wie ein Mensch in einer solch auswegslos scheinenden Lage die Kraft, Energie und den Willen aufbringen mag, sich nicht fallen zu lassen und in sein Schicksal ergeben zu wollen, das kann nach meinem Dafürhalten gar nicht detailliert genug beschrieben sein. Fünf Sterne für diese unglaubliche Schilderung, in welcher der Autor durchaus Distanz zu sich selbst findet und auch zu neuen Erkenntnissen gelangt. Ganz, wie ich selbst übrigens auch. Meine Leseempfehlung für diesen Roman.

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Tags: abenteuer, extremsituation, sinnsuche, true story, überlebenskampf   (5)
 

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 7 Rezensionen

frankreich, adamsberg, krimi, paris, normandie

Die Nacht des Zorns

Fred Vargas , Waltraud Schwarze
Fester Einband: 454 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 12.03.2012
ISBN 9783351033804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spannung über 453 Seiten hinweg.

Ich bin, das gebe ich gerne zu, bekennender Vargas-Fan. Mit 'Die Nacht des Zorns' setzt die Französin mit dem interessanten Pseudonym ihre Reihe fort und lässt Kommissar Adamsberg, seinen Stellvertreter Danglard und die bereits aus den vorangegangen Romanen bekannten Figuren der Brigade in gleich drei Fällen parallel ermitteln.

Sicherlich ist es der Möglichkeit des Serienromans zu verdanken, dass Vargas' Figuren so ganz besonders gut gelingen, mir inzwischen fast wie gute alte Bekannte vorkommen und mir in ihren Schwächen, Eigenarten und Macken so richtig ans Leserherz gewachsen sind. Adamsberg selbst, ein wenig abgehoben, schrullig im besten Sinne, ein Mann der großen Schwächen und gleichzeitig von unschlagbarer Intuition. Danglard, der gerne einen über den Durst trinkt, einem wandelnden Lexikon gleichkommt und darüber hinaus an seiner eigenen Eitelkeit, seinem Perfektionismus und seinem Stolz wächst und wiederum zu krepieren scheint.

Ich bin kein Krimi-Fan.
Die Begegnung mit Fred Vargas und ihren mystisch geheimnisvollen Romanen verdanke ich einem Zufall, für den ich dankbar bin.
Ihr gelingt nämlich genau das zu umgehen, was mich vom Lesen anderer Kriminalromane a la Beckett und Co. dauerhaft abzuhalten versteht: Sie lässt ihre Figuren in die Irre gehen, sie lässt sie scheitern und lässt sie zu Erkenntnissen gelangen, denen ich als Leser absolut folgen mag und kann.
Ich begegne keinen Stereotypen und sehe mich keinen grell beleuchteten Hausecken gegenüber, um die mich der Autor locken will, um mir von hinten ins Genick zu schlagen. Nein, Vargas nimm mich mit ihrer angenehmen Erzählstimme, ihrem unauffällig eingeflochtenen umfassenden Wissen, ihren klugen Recherchen und ihren spannenden Wendungen von der ersten Seite an gefangen. Und das in bisher jedem ihrer bereits erschienen Romane. Ausnahmslos.

Kleiner Störfaktor in diesem Band ' die großen Brüste von Lina, die für meinen Geschmack über viele Seiten hinweg allzu oft Erwähnung finden, ohne Adamsbergs ohnehin kompliziertes Lebensleben auch nur ansatzweise wirklich berührt zu haben.

Das besondere an ihren Kriminalfällen ist das vorerst scheinbar im Bereich des Mystischen liegende Motiv ' sie umgibt ihre Morde mit Legenden und Aberglauben ' um sie zuletzt absolut plausibel und zutiefst menschlich begründet aufzulösen. Legt sie falsche Fährten, dann so, dass der Leser wohl die Lunte riecht, sich aber gerne auf das Verwirrspiel zwischen Fiktion und Realität einlässt.

Wer also wissen möchte, was General Michel Ney, die Schlacht bei Preußisch Eylau, der Fluch eines Heeres Untoter und die ungeklärten Mordfälle in der Normandie mit einer verletzten Taube, einem brennenden Großindustriellen und einer seltsamen Familie in einem kleinen französischen Dörfchen, ein jugendlicher Brandstifter und eine Unmenge an Zuckerwürfeln miteinander zu tun haben, der lese diesen feinen, unglaublich spannenden, atmosphärisch wie gewohnt starken Kriminalroman.

Fünf Sterne für Fred Vargas und den Aufbau-Verlag, dem mit dieser Autorin ganz sicher ein großer Glücksgriff gelungen ist.

Und nun heißt es: Warten auf den nächsten Coup aus dieser berufenen Feder.

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Tags: adamsberg, frankreich, krimi, mystik, paris   (5)
 

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1.650 Bibliotheken, 41 Leser, 10 Gruppen, 144 Rezensionen

new york, liebe, amerika, radio, gewalt

Der Junge, der Träume schenkte

Luca Di Fulvio , Petra Knoch
Flexibler Einband: 783 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.07.2011
ISBN 9783404160617
Genre: Historische Romane

Rezension:

Hin und her gerissen...
Das Buch fängt stark an und damit ein, mich, den Leser. Ich folge Mutter und Kind in die Staaten, tauche ein in eine Welt des Neubeginns, in Armut und Elend und bewundere die Stärke der bisherigen Hauptfigur. So weit, so gut.

Natale (Christmas) ist erwachsen und seine (unglaubliche) Karriere nimmt ihren Anfang und spätestens dann verliert der Roman an Überzeugungskraft. Die Wort für Wort wieder gegebenen 'Ansprachen' über Äther verfehlen zumindest bei mir ihre lt. Roman faszinierende und fesselnde Wirkung und es fällt schwer, die Begeisterung des Autors für seine Figur zu teilen. Die Story wird zum Klischee zwischen Hollywood, entstehender Porno-Industrie und der Verkettung von Zufällen, die die Figuren in Kalifornien aufeinander treffen lassen.

Im letzten Drittel des Romans wird das Wiedersehen zwischen Natale und seiner großen Liebe unnötig verkompliziert. Das wäre hinzunehmen, würde es auf das zu erwartende furiose Finale hinausgelaufen sein. Aber nicht Christmas selbst ist es, der den ausgemachten Antagonisten zur Strecke bringt. Nein, im Roman, der wenig nur dem Zufall überlässt, ist es ausgerechnet das Ende, das konstruiert zufällig wirkt und meine Erwartungen nicht erfüllt. Erwartungen übrigens, die sich gerade durch die lang gezogene ja fast schon ausgedehnte zweite Hälfte des Romans wie Kaugummi ziehen.

Schade. Erste Hälfte des Romans = gerne 5 Sterne. Zweite Hälfte - wie erwähnt.

Ich würde dennoch einen weiteren Roman des Autors lesen, zumal ich davon überzeugt, dass seine sprachliche und erzählerische Heimat in Italien liegen, nämlich dort, wo auch 'Der Junge, der Träume schenkte' seine anfängliche Strahlkraft zu entwickeln verstand :-)

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Tags: auswanderer, familiensaga, italien, roman, usa   (5)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

italien, magie, schicksal, fluch, der böse blick

Malocchio - Der böse Blick

Patrizia Zannini
E-Buch Text: 251 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.08.2012
ISBN 9783426430491
Genre: Romane

Rezension:

Über geschätzte knapp 300 Seiten hinweg spannt Patrizia Zannini Holoch ihre generationsübergreifende Familiensaga und wechselt dabei jeweils geschickt zwischen Italien und den USA und damit zwischen beiden 'Clans', um die es hier geht.

Viele der Episoden hätten auch einzeln und für sich betrachtet das Potential, einen eigenen Roman zu füllen und vielleicht liegt gerade darin das Geheimnis dieser Erzählung: Sie überlässt auch durchaus dem Leser und dessen Phantsie, an der ein oder anderen Passage gedanklich zu verweilen. Chapeau vor der Autorin bezüglich der Vielzahl ihrer Protagonisten, die jeder für sich Kontur und Gestalt erhalten und so zu interessanten Charakteren werden.

Ob nun Schicksal, Zufall oder tatsächlich ein Zauber - Malocchio, der böse Blick - im Grunde spielt das nicht wirklich eine Rolle, zumindest nicht für mich. Dass das Leben oft Unglaubliches hervorbringt, im Positiven wie im Negativen, dürfte jedem bekannt sein. Mir gefällt der Gedanke, auch in (über-)aufgeklärten Zeiten an Geheimnisse und Magie, an Zauber und nicht Greifbares glauben zu können. Dies ungewöhnliche Buch hätte gerne auch 1000 Seiten füllen mögen, die ich mit Spannung und Interesse gelesen hätte.

Wenn das Buch in Druck gehen wird, wünsche ich mir von der Autorin im letzten Drittel des Romans ein bisschen mehr Atem bei der Verabschiedung der ein oder anderen (Haupt-)Figur, und damit wäre ich auch schon am Ende meiner kritischen Anmerkungen.

Ganz besonders gut gefallen mir die atmosphärisch starken Schilderungen in und über Italien, Traditionelles und Familiäres und die unsentimentale manchmal fast schon nüchtern zu nennende Erzählweise der Autorin. Auch eine Fortsetzung könnte ich mir ohne weiteres vorstellen. Vielleicht ausgehend von Australien, das ähnlich viele Geheimnisse und Mythen zu bieten haben dürfte, wie Italien, und wo die Geschichte ihr offenes Ende findet.

5 Sterne und eine Empfehlung von mir für alle Leser, die filmreifen Stoff mögen und sich gerne auf die Vorstellung einlassen, dass es nicht für alles im Leben eine plausible Erklärung geben muss.

  (6)
Tags: aberglaube, der böse blick, familiensaga, fluch, italien, magie, schicksal   (7)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Neobooks - Bormen: Ein grotesker Roman

Philipp Grabinski
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 01.03.2012
ISBN 9783426430354
Genre: Romane

Rezension:  
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16 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

england, schockierend, e-book, london, realistisch

Dunkle Häfen

Elin Hirvi
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei null, 07.06.2011
ISBN B0054ZDT54
Genre: Historische Romane

Rezension:

An der Seite eines jungen Mädchens reise ich im 17ten Jahrhundert über England nach Frankreich. Ramis lässt mich Teil haben an ihrem eigenen Schicksal, am gesellschaftlichen Leben, führt mich durch Standesunterschiede, Pracht & Prunk, Armut & Elend eines Europa im Werden. Historie, der Lebensfaden der Hauptfigur und Phantasie der Autorin sind elegant miteinander verwoben.
Elins große Stärke liegt in ihren 'Bildern', über die sie den Gefühlen ihrer Figuren einen grandiosen Rahmen verschafft. Weit mehr als die reine Beschreibung, lassen diese nachempfinden, wühlen auf und bewegen. Ihre Sprache wirkt harmonisch und entspricht dem vorliegenden Genre, sie nimmt gefangen und variiert innerhalb der Dialoge geschickt zwischen den einzelnen Perspektiven der Figuren.
Ramis nimmt mich auf Seite 1 bei der Hand und lässt mich an ihrer Seite hoffen, leiden, lächeln und staunen. Ich möchte um das Geheimnis wissen, welches das Kind umgibt, wünsche seinen Peinigern den Teufel an den Hals und Ramis selbst, dass sie ihr großes Abenteuer 'Leben' übersteht, ohne daran zu Grunde zu gehen. Elin Hirvi hat eine feine, sensibel und phantasiereiche, spannende Erzählung verfasst, sich mit der Geschichte zweier Länder auseinander gesetzt und ganz sicher etlichen Aufwand zur Recherche betrieben. 'Oliver Twist auf der Schatzinsel', hier darf ich über das Schicksal eine jungen Mädchens lesen. Abschließend: Vielen Dank für das Lesevergnügen! Der Arbeit, dem Fleiß und dem erzählerischen Talent der Autorin alles Gute und jede Menge Erfolg.

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klassiker, jugend, usa, new york, erwachsenwerden

Der Fänger im Roggen

J. D. Salinger ,
Fester Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 01.01.2003
ISBN 9783462032185
Genre: Klassiker

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