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1.359 Bücher, 378 Rezensionen

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58 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Jahre aus Seide

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 07.12.2018
ISBN 9783746634418
Genre: Historische Romane

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(2)

6 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Blinde Rache

Leo Born
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783404178711
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Tattoos, schwarze Kleidung, raue Schale: Mara Billinsky eckt an. Auch bei ihren neuen Kollegen in der Frankfurter Mordkommission, von denen sie nur "die Krähe" genannt wird. Niemand traut Mara den Job wirklich zu, schon gar nicht ihr Chef, der sie lieber auf Wohnungseinbrüche ansetzt. Aber dann erschüttert eine brutale Mordserie die Mainmetropole. Mara sieht ihre Chance gekommen. Sie will beweisen, was in ihr steckt. Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln - und kommt dem Täter dabei tödlich nah.
(Quelle: Seite des Bastei Lübbe Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Ich könnte es kurz und knapp umschreiben: I like Mara Billinsky. Sie ist cool, sie ist taff, sie ist um keinen Spruch verlegen, kämpft sich im Berufs- und Privatleben eigenständig durch und riskante Alleingänge machen ihr auch nichts aus. Mara ist eine völlig untypische Ermittlerin in der Mordkommission. Sie kleidet sich schwarz, fast wie ein Grufti, trägt Doc Martens Stiefel, hat Piercings und Tattoos. Kurz sah ich eine deutsche Lisbeth Salander in ihr. Nach einer Versetzung kommt sie von Düsseldorf zurück in ihre alte Heimat Frankfurt. Auf dem Präsidium merkt sie sofort, das sie nicht willkommen ist und ihr ein Fall übertragen wird, in dem selbst ihr Chef Rainer Klimmt, nicht vorwärts kommt. Kurz gesagt, man will sie einfach nur beschäftigt wissen, damit sie niemanden nerven kann. Doch Mara hängt sich in den Fall der ermordeten Männer rein, die vor ihrem Tode alle qualvoll misshandelt wurden. Sie treibt sich bei den Ermittlungen in den dunkelsten Ecken und Vierteln der Mainmetropole herum und das meistens alleine. Teamfähigkeit ist nicht ihre Stärke, vor allem da ihre Kollegen sie das auch spüren lassen. Doch sie kommt der Wahrheit so nah, das man immer zittert und hofft, das ihr nichts passiert. Doch Mara löst noch weitere Fälle fast nebenbei, wie Superwoman. Sie nimmt eine Jugendgang hoch die Einbrüche begeht und sie versaut einen 3 Tonnen Drogen-Deal im Frankfurter Osthafen. Das war mir an einigen Stellen etwas zu viel des Guten. Mit vielen geschickten Wendungen treibt der Autor es bis zum dramatischen Finale auf die Spitze. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die tieferen Einblicke in Mara´s Seelen- und Gedankenwelt, als es um die Ermordung ihrer Mutter ging und wie sie seit ihrer Kindheit daran zu knabbern hat. Hier kam sprichwörtlich der weiche Kern hinter einer harten Schale zum Vorschein. Leo Born´s Schreibstil ist klasse, flüssig zu lesen und sehr bildlich hat er mir die bekannten Ecken in Frankfurt vor Augen geführt.
✿ Fazit ✿
Toller und spannender erster Band dieser Serie, die ich auf alle Fälle weiter lesen möchte.

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Zeit des Mutes

Christiane Lind
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 12.11.2018
ISBN 9783964434036
Genre: Romane

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34 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Der Verrat

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2018
ISBN 9783328100904
Genre: Romane

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39 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Das Herrenhaus im Moor

Felicity Whitmore
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 30.11.2018
ISBN 9783423217637
Genre: Romane

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Ein verfallenes Herrenhaus wird für Laura Milton zum Schlüssel in die Vergangenheit. Denn das Schicksal der Lady Victoria Milton wirft seine Schatten bis in die Gegenwart. Exmoor, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die 20-jährige Victoria wird bald ein ansehnliches Vermögen erben. Doch ihr Vormund Richard hat seine eigenen Pläne mit ihrem Geld und verbannt sie in eine Anstalt für Geisteskranke – aus der Arthur, einer von Richards Bediensteten, ihr zur Flucht verhilft. Als sich Victoria, fest entschlossen, ihr Erbe wiederzuerlangen, nach Jahren aus der Deckung wagt, ist ihr Schicksal besiegelt.
✿ Meine Meinung ✿
Wow, das war mal wieder ein Roman mit einem sehr düsteren Familiengeheimnis, welches sogar vor Mord nicht zurückschreckt, egal ob im Damals oder Heute. Sehr ungewöhnlich fand ich schon den Prolog, der mich gut in die Geschichte geleitet hat. Die beiden weiblichen Hauptpersonen sind Victoria und Laura. Victoria lernt man 1898, als 20 jährige, junge Frau kennen. Sie hat ihren Vater verloren und kurz nach dessen Tod nimmt ihr Onkel Richard samt seiner Familie Haus und Hof in Beschlag. Der Onkel wird Victoria´s Vormund und sie ahnt schon, das, bis sie endlich volljährig ist, nicht mehr viel von ihrem Erbe übrig sein wird. Doch sie kann nichts dagegen tun. Als sie auch noch den Heiratsantrag ihres Cousins Charles ausschlägt, ist das Fass für ihren Onkel übergelaufen. Er lässt Victoria für verrückt erklären und sie nach Lynybrook House bringen. Das Haus gehört ihrem Onkel, der es vermietet hat an einen Arzt der dort eine Irrenanstalt leitet. Hier muss Victoria um das nackte Überleben kämpfen. Diese Zeit zu lesen, war schon schwer. Die Frauen wurden behandelt wie Abschaum und sie wurden zu "Therapien" gezwungen um ihren Willen zu brechen.
Laura lernt man im Jahr 2017 kennen. Sie ist mit Frank verheiratet, doch der scheint in letzte Zeit nicht mehr viel Interesse an ihr zu haben. Nach einer verkorksten Geburtstagsfeier streiten sie sich und Frank fährt allein nach Hause, doch unterwegs verunglückt er tödlich. Laura findet in seinem Schrank einen Brief der sie nach England führt, in Frank´s alte Heimat und hier versucht sie seinen Tod und ein Geheimnis zu lösen, welches weit in die Zeit seiner Ahnen zurückreicht. Die Stärke von Felicity Whitmore ist, meiner Meinung nach, wie detailliert sie Ort-, Landschaft- und Häuserbeschreibungen dem Leser nahebringen kann. Dadurch konnte ich mich komplett in die Jahre um 1898 einfühlen und die Charakterisierung ist auch gut gelungen, bei beiden Frauen leidet und fühlt man mit.
✿ Fazit ✿
Ein Roman der mich restlos begeistert hat und wer Familiengeheimnisse mag, sollte sich unbedingt der Autorin und ihren Romanen widmen.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Wie tief ist deine Schuld

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 30.11.2018
ISBN 9783423262088
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
»Ich brauche deine Hilfe.« Mehr steht nicht in der Nachricht, die Isa von ihrer alten Schulfreundin Kate bekommt. Aber die wenigen Worte genügen. Isa lässt alles stehen und liegen und fährt nach Salten – dem Ort, wo sie einst mit ihren drei Freundinnen Kate, Thea und Fatima das glücklichste und zugleich grauenvollste Jahr ihres Lebens verbracht hat. Was am Ende jenes Jahres geschah, wird keine von ihnen je vergessen. Nun ist an der Küste eine Leiche gefunden worden. Sie alle wissen, wer es ist. Und sie wissen auch, wie die Leiche dort hingekommen ist, vor siebzehn Jahren.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Selten war ich so zweigeteilt wie bei diesem Thriller. Thriller? Hmm, dafür fehlten mir einige wichtige Aspekte die das Buch für dieses Genre qualifizierten. Man könnte es fast schon als "leisen Thriller" umschreiben. Spannend? Ja, aber nur bis zu Hälfte, denn ab da weiß man wem was passierte. Dieser Zeitpunkt war für mich zu früh und ab genau da, haben mir die Ungewissheit und der Nervenkitzel gefehlt. Hätte die Autorin bis kurz vor Schluss damit gewartete und mich noch etliche Seiten zweifeln lassen, ja dann, dann hätte es was werden können. Doch nach diesem Bruch ging für mich völlig diese Unklarheit flöten und die zweite Hälfte plätscherte leider nur noch so vor sich hin, mit Aussagen, Überlegungen und Wendungen, die mich nicht überraschen konnten. Wahrscheinlich sollte mit dieser einen gewollten Action-Szene zum Ende hin noch einmal Spannung und Dramatik aufkommen, doch es wirkte etwas zu überspannt. Zudem konnte mich kein Charakter der vier Freundinnen packen, alle blieben mir unsympathisch und kühl. Allerdings gibt es auch etwas Gutes zu berichten: Ruth Ware gelingt es, bis zum besagten Bruch, mir als Leserin durch kurze Andeutungen und Bemerkungen, kleine Bröckchen vor die Füße zu werfen um das düstere Geheimnis zu umschreiben. Die Hinweise und Aussagen konnte man aber nicht eindeutig zuordnen, so das es unmöglich war, dem Rätsel alleine auf die Spur zu kommen.
✿ Fazit ✿
Die erste Hälfte des Buches fand ich lesenswert und spannend, aber die zweite Hälfte des Buches zog sich dann doch etwas in die Länge.

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Tags: england, freundinnen, internat, mord   (4)
 

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Blutacker

Lorenz Stassen
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453439443
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Seit der junge Anwalt Nicholas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicholas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen!
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Ja, ich gebe es zu, den zweiten Band mit Nicholas Meller und Nina Vonhoegen habe ich wieder innerhalb von knapp zwei Tagen ausgelesen. Die Konstellation zwischen den Beiden hat mir im ersten Buch schon gut gefallen und auch wenn es hier nun nicht mehr ganz so harmonisch zugeht, sind die Zwei immer noch ein cooles Team. Die Hauptthemen sind diesmal Geld, Gier und Macht. Selbst vor Morden und Verstümmelungen wird nicht Halt gemacht. Es geht ganz schön zur Sache, auch wenn man ziemlich lange nicht genau weiß, warum diese Taten eigentlich alle geschehen und wie sie zusammenhängen. Doch so nach und nach lichtet sich der dichte Nebel und Nicholas muss nicht nur um sein Leben fürchten. Ihm werden Angebote unterbreitet die er besser annehmen sollten, sagen seine Widersacher, denn sonst könnte es nicht gut für ihn ausgehen. Seine Gegner üben heftigen Druck aus, doch Nicholas muss versuchen seinen klaren Blick zu behalten um die richtigen Personen ihren Strafen zu überführen. Das ist diesmal wirklich nicht einfach, denn immer mehr fiese Typen mischen mit und bald weiß man nicht mehr, wem man trauen kann und wem besser nicht. Zum Ende hin steigert sich die Spannung nochmals und mit einigen Wendungen wird man kurzfristig in die Irre geführt, bis das finale Ende mir logisch erklärt wird. Die Art und Weise wie Lorenz Stassen seine Geschichten erzählt gefällt mir außerordentlich gut, kein unnötiges und ausuferndes Rumgeplänkel, sondern kurz und knackig auf den Punkt.
✿ Fazit ✿
"Blutacker" hat mir sogar noch einen Ticken besser gefallen, wie "Angstmörder", aber ich kann beide Bände als lesenswert empfehlen. 

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Tags: geld, gier, macht   (3)
 

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170 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

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Muttertag

Nele Neuhaus
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 19.11.2018
ISBN 9783550081033
Genre: Krimi und Thriller

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89 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

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Der englische Liebhaber

Federica de Cesco
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 29.06.2018
ISBN 9783958900806
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Münster, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt ist zerstört, es ist Winter, die Menschen kämpfen um ihre Existenz. Die junge Anna hält ihre Familie mit einer Stelle als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht über Wasser. Als sie eines Tages mit Fieber bei der Arbeit erscheint, bietet ihr der englische Captain Jeremy an, sie nach Hause zu bringen – es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liaison, die im Nachkriegsdeutschland verpönt ist, denn mit dem Feind lässt man sich nicht ein. Doch als Anna schwanger wird, ist Captain Jeremy verschwunden, und die Engländer verweigern ihr jede Auskunft.
Vierzig Jahre später findet Annas Tochter Charlotte Tagebuchaufzeichnungen und alte Tonbandaufnahmen – und sie macht sich daran, das Geheimnis der großen verbotenen Liebe von Anna und Jeremy zu lüften. Warum verschwand er eines Tages spurlos aus Annas Leben, obwohl sie seine große Liebe war? Was ist das Geheimnis des charismatischen und so undurchschaubaren Mannes, der ihr Vater ist? Und was ist der Grund für Annas Selbstmordversuch Jahrzehnte später? Je mehr Charlotte in die Geschichte ihrer Familie eintaucht, desto lebendiger wird für sie – und die Leser – auch die deutsche Nachkriegszeit, als die europäischen Völker einander als Feinde galten und in vielen Familien das Gespenst des Nationalsozialismus noch lebendig war.
(Quelle: Seite des Europa Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Da der Roman auf wahren Begebenheiten beruht, bekommt die Geschichte dadurch eine fühlbare Lebendigkeit und eine starke Authentizität. Keine Angst vor dem Titel, es erwartet Euch auf keinen Fall eine übertrieben romantische oder schnulzige Liebesgeschichte, sondern die Autorin erzählt sie genau dosiert. Was mir aufgefallen ist, das Federica De Cesco schreiben kann, als würde man zwei Autoren lesen. Geht es um Anna ist der Schreibstil liebevoll und herzlich zu lesen, bei ihrer Tochter Charlotte finde ich die Ausdrucksweise oftmals etwas linkisch und steif. Es kann natürlich ihr Bestreben gewesen sein das es so rüberkommen sollte, da die beiden Frauen sehr unterschiedlich im Charakter sind. Was mir sehr gut gefallen hat ist, das die damalige, schwierige Zeit sehr gut bildlich und einprägsam dargestellt wird.
✿ Fazit ✿
Wer stilvolle Liebesromane aus der Nachkriegszeit mag, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Wenn die Kraniche wieder ziehen (Sankt-Petersburg-Trilogie 1)

Annette Hennig
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei null, 13.11.2018
ISBN B07GXZ58MN
Genre: Liebesromane

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Sankt Petersburg 1914: Fürstin Feodora dringt darauf, ihre erst siebzehnjährige Tochter zu verheiraten. Die junge Anastasija widersetzt sich dem Wunsch ihrer Mutter nicht, sorgt aber dafür, dass sie den Mann ihrer Jungmädchenträume ehelichen kann. Als sie übers Jahr am Arm des Großfürsten Iwan aus der Kirche tritt, ist das Glück auf ihrer Seite. Doch das Glück ist launisch. Schon bald verbündet es sich mit dem Leid dieser Tage.
An ihrem 98. Geburtstag blickt Anastasija auf ihr Leben zurück. Nicht nur einmal stand sie vor einem tiefen Abgrund, nicht nur einmal glaubte sie ins Verderben zu stürzen. Doch selbst bei den Gedanken an Not und Tod lächelt die alte Dame: Denn ihre Liebe, die beinahe ein Jahrhundert überdauert, bewahrt sie noch immer in ihrem Herzen.
Ein Blick in die Runde derer, die sich zu ihrem Ehrentag versammelt haben: Und Anastasija wähnt sich eine glückliche Frau.
(Quelle: amazon.de)
✿ Meine Meinung ✿
Endlich halte ich wieder einen neuen Roman von Annette Hennig in den Händen und ratzfatz war er auch schon wieder durchgelesen. Was meint ihr? Ein gutes Zeichen, oder? Mit Band 1 der neuen Trilogie entführt mich die Autorin nach Russland und in die Zeit des Ersten Weltkrieges. 1914, Anastasija ist gerade 17 Jahre alt, will ihre Mutter die Fürstin Feodora, sie so schnell wie möglich unter die Haube bringen. Doch Anastasija liebt ihr wildes Leben, ist gerne bei den Pferden und mit Männern hat sie eigentlich noch nichts am Hut. Bis sie und ihre Brüder einen Trick anwenden und sie den Mann heiraten kann, der ihr schon länger ein wenig gefallen hat. Iwan Alexejewitsch, 35 Jahre alt und Sohn des Großfürsten, will nach seiner Rückkehr aus dem Krieg seine Anastasija heiraten. Die beiden sind verliebt, heiraten und versuchen eine Familie zu gründen. Doch Jahre später überfallen und plündern die Bolschewisten die Fürstenhäuser, Frauen und Kinder sind nicht mehr sicher. Das Leben in Saus und Braus ist vorbei, Frauen und Kinder werden von ihren Männern bzw. Vätern in Sicherheit gebracht. Doch viele Familien zerbrechen in diesen harten und kalten Zeiten. Neben den schlimmen Kriegsjahren hat Annette Hennig eine weitere Zeitebene eingebaut. Im Jahre 1995 feiert Anastasija ihren 98.Geburtstag und zu diesem Anlass hat sie die übrigen Familienmitglieder eingeladen. Am Morgen des großen Tages schwelgt sie in Erinnerungen, blickt auf ihr langes Leben zurück und ein düsteres Geheimnis, welches sie seit Jahrzehnten tief in ihrem Inneren verborgen gehalten hat, belastet ihre Seele und ihr Herz. Heute könnte sie es doch lüften, oder? Die Autorin hat wieder tolle Charaktere erschaffen, ihre Ausdrucksweise der damaligen Zeit angepasst und hervorragend recherchiert. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es ihr gelingt, diese Zeit, in der die Geschichte gerade spielt, so wunderbar und glaubhaft mir als Leserin näher zu bringen. Ihr Schreibstil ist zärtlich und liebevoll an den richtigen Stellen, aber auch hart und gnadenlos, wenn es der Situation entsprechend so dargestellt werden muss.
✿ Fazit ✿
Eine wunderschöne (Liebes)Geschichte, die Lust auf mehr macht.

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Tags: band 1, krieg, liebe, russland, trilogie   (5)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Jeden Tag gehörst du mir

Alex Lake , Stefanie Kruschandl , Steffi Korda
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671361
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Das Flüstern des Meeres

Lucy Atkins , Angela Koonen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783404173495
Genre: Romane

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Rose von Eden Hall

Judith Kinghorn ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734102516
Genre: Romane

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Ein Lied für Valentine

Amélie Breton
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 08.12.2016
ISBN 9783596030309
Genre: Historische Romane

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116 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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June

Miranda Beverly-Whittemore , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 555 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.05.2017
ISBN 9783458362739
Genre: Liebesromane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

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Rosaleens Fest

Anne Enright , Hans-Christian Oeser
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Penguin, 22.08.2016
ISBN 9783328100232
Genre: Romane

Rezension:  
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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Ich vernichte dich

Brad Parks , Irene Eisenhut
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 28.11.2018
ISBN 9783596702251
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Melanie ist eine gute Mutter. Sie liebt ihr Kind und ihren Mann. Doch jetzt hat man ihr den Sohn genommen.
Ihre Wohnung wurde durchsucht. Sie soll Kokain im Kinderzimmer versteckt und ihr Kind im Internet zum Verkauf angeboten haben. Haltlose Vorwürfe, aber wie kann sie sich davon befreien? Jemand will sie vernichten. Jemand, der die Macht dazu hat. Hat sie überhaupt eine Chance?
Die Katastrophe lauert an diesem Montagabend vor dem Haus der Tagesmutter, als Melanie mit den Worten überfallen wird: „Ihr Sohn ist nicht hier. Er befindet sich in der Obhut des Sozialamtes.“
Für die junge Mutter bricht ihre heile Welt zusammen: Sie wird beschuldigt, ihren Sohn vernachlässigt zu haben, mit Kokain zu dealen, den Stoff im Kinderzimmer gelagert zu haben und darüber hinaus auch noch ihr Kind im Internet zum Verkauf angeboten zu haben.
Haltlose Vorwürfe, aber wie kann sie ihre Unschuld beweisen? Und wichtiger noch: Wer will sie auf diese Weise vernichten? Wer will ihr so viel Böses, ihr Leben in Trümmern sehen?
Als Melanie auf eigene Faust der Sache auf den Grund geht, steht sie vor einem schier übermächtigen Gegner, der alles tun wird, damit sie keine Chance hat.
✿ Meine Meinung ✿
Hier passt der Titel exakt zum Inhalt des Buches, besser und treffender hätte man den nicht auswählen können. Im Prolog begleitet man ein Paar zum Sozialamt mit der festen Absicht ein Pflegekind zu bekommen. Das "perfekte Paar" muss nicht lange warten und man ahnt sofort, woher das Kind kommt. Trotz dieses Wissens erfährt man nicht die Namen des Paares, sie werden fast bis zum Schluß nur als "der Mann" und "die Frau" bezeichnet. Diese Tatsache hat den Thriller sehr spannend gemacht. Als Melanie vorgeworfen wird mit Drogen zu handeln und ihr Kind auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, spürt man zwischen den Seiten diese Hilflosigkeit und die pure Verzweiflung der Mutter, wie sie bloß ihre Unschuld beweisen kann um ihr Baby zurück zu bekommen. Mit jeder weiteren Vorgehensweise dem wahren Täter auf die Spur zu kommen, wird alles nur noch viel schlimmer und aussichtsloser. Wer ist die Person, die Melanie dies antut und einmal in die Mühlen des Amtes und der Justiz geraten, ist ein Entkommen fast unmöglich. Der Autor gewährt hier auch Einblicke in das Justizwesen der USA und wie so manche Klüngelei eine unschuldige Person so in den Fokus schieben kann. Der Schreibstil ist schnell und gut zu lesen, selbst die Einblicke hinter die Kulissen sind verständlich. Das Ende hat noch einmal einen dramatischen Höhepunkt, aber ansonst ist es logisch und gut gelöst.
✿ Fazit ✿
Ein spannender Thriller, der einem vor Augen führt, wie schnell man in den Fokus der Behörden, der Polizei und der Justiz geraten kann und wie lange es dauert, bis man diesen dunklen Fleck in seinem Leben wieder los wird.

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Tags: justiz, usa   (2)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Die Hoffnung der goldenen Jahre

Fiona Davis , Doris Heinemann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.11.2018
ISBN 9783442487998
Genre: Historische Romane

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
London 1884. Als die Hotelangestellte Sara Smythe ein kleines Mädchen vor dem Tod rettet, verändert dies ihr Leben für immer. Denn der dankbare Vater, der Architekt Theodore Camden, verschafft ihr eine Anstellung im Dakota, einem luxuriösen New Yorker Apartmenthaus. Dort wird Sara größtes Glück, aber auch tiefsten Schmerz finden. Hundert Jahre später, 1985, ist das Dakota die letzte Zuflucht für Bailey Camden, deren Urgroßvater Theodores Mündel war. Bei Umbauarbeiten fällt ihr ein Foto in die Hände, das Sara mit Theodores Kindern zeigt. Eine Entdeckung, die alles infrage stellt, was Bailey über ihre Familie zu wissen glaubte.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Mit ihrem ersten Roman "Wovon sie träumten" konnte mich Fiona Davis schon in ihren schriftstellerischen Bann ziehen und mit ihrem neuen Buch hat sie nahtlos daran anknüpfen können. Eine Geschichte die fast alle Facetten des Lebens aufzeichnet und wo man als Leserin mit den beiden weiblichen Hauptcharakteren zu engen Freundinnen wird. Der Plot ist auf zwei Erzählungen ausgelegt. In den 1880er Jahren begleitet man Sara Smythe und 100 Jahre später ist Bailey Camden die Hauptperson. Die Kapitel mit den verschiedenen Jahren wechseln sich ab und ergänzen sich geschichtlich sehr logisch. Sara Smythe rettet der kleinen Lula das Leben und lässt sich von deren Vater, dem Architekten Theo Camden, überreden nach Amerika zu ziehen und dort als Managerette im "Dakota" zu arbeiten. Das "Dakota" ist ein luxuriöses Apartmenthaus in New York. Doch Sara und Theo, der verheiratet ist, kommen sich irgendwann näher und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Doch was dann alles passiert war schwer zu ertragen und verlangt dem Leser einiges ab. Mit der Person von Bailey Camden bin ich bis zum Schluß nicht ganz "warm geworden". Sie hat zwar auch einige Schicksalsschläge erlebt, aber an dem Größten hatte sie selbst Schuld. Hier kann sie niemand anderen dafür verantwortlich machen. Bewundernswert fand ich dann doch, wie Bailey am Ende ihr Leben geregelt bekommen hat. Das Hauptaugenmerk lag für mich aber auf Sara und ihrer Lebensgeschichte. Zu meiner Freude waren diese Kapitel zahlreich und lang genug um völlig in diese Zeit abtauchen zu können. Die Autorin hat das "Dakota" so gut beschrieben, das ich beim Lesen das Gefühl hatte über die dicken Teppiche in den Fluren zu schweben und die Bewohner im Hof zu treffen. Man erlebt im Damals wie das "Dakota" aufgebaut und die Eröffnung gefeiert wird, im Heute erlebt man wie gegen den Verfall angekämpft wird und wie die Renovierungsarbeiten auf eine Neueröffnung hin zulaufen. Dazu noch dieses düstere und seit 100 Jahren ungelöste Familiengeheimnis hat für mich diesen Roman einfach rundum gelungen gemacht.
✿ Fazit ✿
Eine Geschichte die die Gefühlswelt der LeserInnen auf den Kopf stellt. Von Hass und Neid, bis Liebe und Enttäuschung, von Freud und Leid, bis Macht und Heuchelei, all das macht den Roman sehr lesenswert und ich bin froh, diese Autorin für mich entdeckt zu haben. 

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Tags: england, enttäuschung, hoffnung, liebe, new york   (5)
 

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17 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Das Geheimnis der letzten Schäferin

Beate Maxian
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453422995
Genre: Romane

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Die erfolgreiche Köchin Nina Ludwig ist stolz auf ihre gehobenen Kochkünste. Nun soll sie ausgerechnet mit Julian Leroy in einer Kochshow auftreten. Er gilt als exzentrischer Charmeur und hat sich der bodenständigen Küche verschrieben. Doch das Thema der gemeinsamen Show reizt Nina: Küche anno dazumal. Zudem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in dem bayerischen Dorf stattfinden, aus dem Ninas geliebte Großmutter Lieselotte stammte. Sie war dort Ende der 1950er Jahre als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof findet Nina heraus, dass ein großes Unglück sie damals in die Ferne trieb.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Achtung, Achtung: Beim Lesen des Romans kann es vorkommen, das man Hunger und Gelüste bekommt, denn es werden einige Rezepte, die sehr lecker klingen, beschrieben. Die Umschlaggestaltung ist hübsch gemacht, mit den genauen Anleitungen zu Nina´s Pfirsichkompott mit Lavendel und Lieselotte´s Dampfnudeln. Neben den EInblicken in das frühere Leben von Oma Lieselotte als Schäferin, begleitet man Nina die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt und die sich ihre Gefühle für Julian, den Superkoch aus München, nicht eingestehen will. Die Autorin kann sehr gut beschreiben, wie das Leben damals auf einem Bauernhof war, denn sie selbst war als Kind oft auf dem Hof ihrer Verwandten. Man bekommt ungewöhnliche Einblicke in den Alltag einer Schäferin und wie die Bauern von und mit ihren Tieren gelebt haben. Neben Nina, hat mir der Charakter von Lieselotte sehr gut gefallen. Als ihr Vater krank wird, muss sie sich um die große Schafherde kümmern, was damals als selten angesehen wurde. Eigentlich ist dies Männerarbeit, die Frauen hatten sich um die Kinder, den Hof und den Haushalt zu kümmern. Doch Lieselotte liebt die Schafe und die Arbeit mit ihnen, zudem kann sie so ihrer ersten Liebe Vinzenz näher sein. Doch seine Eltern sehen nicht gerne, das er mit einem einfachen Bauernmädel zusammen ist. Immerhin sind seine Eltern die einflussreichsten Leute im Dorf und besitzen das meiste Land. Liebevoll beschreibt Beate Maxian die Gefühlswelt im Damals von Lieselotte und im Heute von Nina. Oma und Enkelin waren sich immer sehr nahe, auch nach dem Tod verbindet die Beiden ein enges Band der Liebe und Zuneigung, denn beide Frauen sind immer ihren Weg gegangen und haben an ihren Zielen festgehalten. Zufällig, nach einem Todesfall, kommt Nina einem Familiengeheimnis auf die Spur, welches alle familiären Verbindungen in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Der Schreibstil der Autorin ist liebevoll und ausdrucksstark, zudem hat sie die damalige so toll beschrieben, das man sich alles sehr gut vorstellen kann. Zur Lösung des Geheimnisses hätte ich mir etwas mehr Zeit und Raum gewünscht, denn hier wurde es mir am Ende etwas zu unübersichtlich von den Personen her.
✿ Fazit ✿
Der Roman gewährt Einblicke in das schwere Dorfleben von früher und wie ein düsteres Familiengeheimnis doch noch im Heute ans Tageslicht kommt.

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Tags: deutschland, geheimnis, koch, liebe, österreich   (5)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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KüstenSpur

Gaby Kaden
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei CW Niemeyer, 06.11.2018
ISBN 9783827194909
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Wer ist die fremde Frau, deren Leiche bei Bauarbeiten für die Stelzenhäuser in der Harle gefunden wird? Sie liegt in einem der Stützrohre, getötet durch einen Kopfschuss. Wieso passt ihre DNA zu einem vor über 30 Jahren gefundenen mumifizierten Körper? Hat der Vorarbeiter der Baustelle, der trotz schlechter Witterungsbedingungen auf die Beendigung der Arbeiten drängte, etwas damit zu tun?
Für Tomke Evers und ihre Kollegen gestalten sich die Ermittlungen schwierig, nichts ist greifbar. Und woher kommt Tomkes unheimliches Gefühl beobachtet zu werden? Als auch noch die alte Janke Jansen erschossen im Hühnerstall aufgefunden wird, kommt Schlimmes aus der Vergangenheit zum Vorschein. Eine Spur der Rache und des Todes zieht sich entlang der Nordseeküste bis ins Hinterland.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 5 auf der letzten Seite war ich froh das endlich die Wartezeit vorbei war und ich erlöst wurde von meiner Neugierde, was denn nun da gefunden wurde. Durch kurze Rückblicke war ich sofort wieder mit den Personen und der Umgebung von Carolinensiel und Wittmund vertraut. Tomke, Hajo und Carsten sind endlich wieder im Einsatz, mein liebstes Ostfriesland-Ermittler-Team und die Fans von Oma Jettchen und Tant´ Fienchen kann ich beruhigen, die beiden sind auch wieder mit von der Partie und bringen Schwung in die Bude. Der Fall ist diesmal etwas anders aufgebaut, denn zu dem aktuellen Mord gibt es Verbindungen zu einem zurückliegenden Verbrechen welches vor über 30 Jahren begangen wurde. Der Anfang ist sofort hektisch und spannend, kein großes Geschnacke, sondern gleich mittenrein. Erst war ich etwas verwirrt von den vielen Personen, die plötzlich mitmischten, aber das hat sich dann gelegt, je weiter ich in der Geschichte vorankam. Zu diesem Fall hat die Autorin alles aufgefahren was man überall erwartet hätte, nur nicht im trögen Ostfriesland, Morde, Schießereien und Mordversuche. Zuerst war ich etwas verärgert, da einer der Hauptcharaktere mir persönlich vorkam, als wäre er Superman persönlich, sozusagen ein Tausendsassa. Sehr übertrieben und unrealistisch kamen mir seine Handlungen vor, aber dann kam die logische und verständliche Aufklärung und ich war erleichtert, denn damit kann ich nun leben. Zum Ende hin wurde es dann noch einmal spannend und hektisch, als das Team dem Täter auf die Spur kam. Doch dann ... Ich könnte schon wieder durchdrehen ... Ein oberfieser, gemeiner, verstörender und extrem boshafter Cliffhanger. Erwähnte ich schon, das ich Cliffhanger hasse? Nein, oder? Wenn nicht, dann wisst ihr es nun. ;-)
✿ Fazit ✿
Ein spannender und toller 6. Band dieser Reihe und ich wünsche mir, das noch viele weitere Bücher folgen mögen.
✿ Band 1 - 5 der Serie ✿
1. Die Tote im Siel
2. KüstenHaie
3. KüstenNächte
4. KüstenRot
5. KüstenGötter

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Tags: krimi, mord, ostfriesland   (3)
 

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54 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Die Ärztin - Stürme des Lebens

Helene Sommerfeld
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.11.2018
ISBN 9783499274008
Genre: Historische Romane

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Was die Zeit nicht heilt…
München, 1890: Die junge Ärztin Ricarda führt mit Brauereierbe Georg und Tochter Henny fern der Berliner Heimat ein beschauliches Leben. Mit der Eröffnung einer eigenen Praxis scheint sich ihr größter Traum zu erfüllen. Doch kaum jemand nimmt die erste Ärztin der Stadt ernst. Als eine Diphteriewelle München erfasst und der «Würgeengel» Hunderte von Kinderleben fordert, läuft Ricarda gegen Mauern. Denn ihre männlichen Kollegen halten das vielversprechende neue Heilmittel Emil von Behrings für Humbug. Die Ärztin ist entschlossen, für ihre Überzeugung und ihre Patienten zu kämpfen. Bis ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit Ricarda alles zu nehmen droht, was ihr am Herzen liegt. Ein Geheimnis, dessen dunkle Kraft auch die nächste Generation bestimmen wird.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Nach diesem "fiesen" Cliffhanger am Ende des ersten Bandes, war ich froh, das ich nicht zu lange auf die Fortsetzung warten musste. Die Geschichte geht weiter in den Jahren 1890 - 1914 und ich bin wieder begeistert. Ricarda eröffnet 1890 ihre Praxis in München, nachdem sie den Brauereibesitzer Georg geheiratet hat und nicht ihre wahre, große Liebe Siegfried. Wie das Leben eben damals so war, eine Frau eröffnet in München eine Arztpraxis? Unvorstellbar zur damaligen Zeit und so wünscht sie sich nach dem aufgeschlossenen Berlin zurück. Neben Ricarda nimmt in diesem Band ihre Tochter Henny einen Großteil der Geschichte ein. Mutter und Tochter sind sich sehr ähnlich, sie sind stark, lassen sich nichts sagen, nichts vorschreiben und so prallen zwei intensive Persönlichkeiten aufeinander, die sich aber sehr stark verbunden fühlen und sich gemeinsam allen Hindernissen stellen. Das am Ende natürlich wieder ein gemeiner Cliffhanger kommt, war fast schon zu erwarten. Helene Sommerfeld hat in diesem Plot wieder die ganze Bandbreite der Gefühle eingearbeitet, so ab und an musste ich manches Tränchen unterdrücken. Der Schreibstil ist packend und flüssig zu lesen. Ich bin ja sonst nicht so die typische Arzt-Roman-Leserin, aber mit dieser spannenden Lebensgeschichte hat das Autoren-Duo mich gepackt.
✿ Fazit ✿
Wieder ein mitreißender und extrem toller Roman aus dieser wunderbaren Serie. Von mir gibt´s dafür eine uneingeschränkte Kauf- und Leseempfehlung.
✿ Die Ricarda Thomasius-Reihe ✿
Band 1 "Die Ärztin - Das Licht der Welt"
Band 2 "Die Ärztin - Stürme des Lebens"
Band 3 "Die Ärztin - Die Wege der Liebe" / erscheint am 20. August 2019

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96 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

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Mittagsstunde

Dörte Hansen
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 15.10.2018
ISBN 9783328600039
Genre: Romane

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Mein erster Roman von Dörte Hansen und nach der letzten Seite ist mir klar, das ich den Vorgänger "Altes Land" auch noch unbedingt lesen muss. Die Autorin hat mich in eine Welt entführt, die ich irgendwie noch kenne. Durch manche Erwähnung, auch wenn es nur kurz und knapp war, hat sie bei mir Erinnerungen wachgerufen und ich schwelgte zwischen den Seiten in den alten 1970er Jahren. Ja, vieles habe ich wiedererkannt, das Leben früher auf dem Dorf. Zwar leider nicht auf dem platten Land in Nordfriesland, aber ist das Dorfleben nicht überall gleich? Man lässt Türen offen, die Nachbarn schlurfen herein, manch einer weiß mehr über den Anderen, als dieser selbst und geschnackt wird über Gott und die Welt. Während des Lesens habe ich oftmals das Buch zur Seite gelegt und die Gedanken schweifen lassen. Die Charaktere sind einzigartig ausgearbeitet. Genauso stelle ich mir die Dorfbewohner in Nordfriesland vor, nicht zu gesprächig, alles beobachtend und wenn jemand Neues im Ort auftaucht wird dieser erstmal genau im Auge behalten. Wie benimmt er sich, grüßt er, schnackt er mit den Leuten, passt er sich an, oder will er für sich sein. Alles wird zuerst abgecheckt und dann lässt man ihn am Dorfleben teilhaben, wenn er die Prüfungen gut gemeistert hat. Der Schreibstil ist zwar zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber es passt zu Land und Leute, etwas skurril, oftmals schrullig lustig, aber auch nachdenklich.
✿ Fazit ✿
Dörte Hansen ist eine wunderbare und großartige Geschichten-Erzählerin.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Totenfest

Geir Tangen , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.11.2018
ISBN 9783442486526
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Der Journalist Viljar Gudmundsson und die Polizeiermittlerin Lotte Skeisvoll kämpfen noch mit den dramatischen Folgen ihres letzten Falls, als ein weiterer Mord die norwegische Stadt Haugesund erschüttert: Ein junges Mädchen wird nach einer Party erstickt im Haus der Gastgeber aufgefunden. Tatverdächtiger Nummer eins ist ausgerechnet Viljars eigener Sohn. Der 17-Jährige ist am Morgen nach der Party neben seiner Freundin aufgewacht, konnte aber nur noch ihren Tod feststellen. Und fatalerweise kann Alex sich nicht an die Ereignisse der vorherigen Nacht erinnern.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Ein Thriller aus Norwegen geht immer und da mir Band 1 "Seelenmesse" schon ganz gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit dem Journalisten Viljar Gudmundsson und der Polizistin Lotte Skeisvoll weitergehen wird. Im ersten Band hatte Lotte den Tod ihrer Schwester direkt vor Augen, den sie bisher noch nicht verarbeiten konnte. Lotte ist eh ein Fall für sich und mich wundert es, das sie und Viljar sich gut verstehen. Ok, vielleicht auch, weil Gegensätze sich anziehen. Er ist naiv, unordentlich und nachlässig, sie dagegen sehr perfekt, strukturiert und äußerst penibel. Diese Konstellation macht die Trilogie sehr lesenswert, denn wenn es hart auf hart kommt, halten die Beiden zusammen. In diesem Fall wird Alex, der Sohn von Viljar, des Mordes an einer Schulfreundin beschuldigt, doch er kann sich nicht daran erinnern, denn die Party war ein voller Erfolg, was Alkohol und Drogen angeht. Alex hat ADHS und seine Handlungen sind nicht immer logisch und verstärken noch den Verdacht, das er wirklich was mit dem Tod von Emilie zutun hat. Nun ist es an Vilja und Lotte seine Unschuld zu belegen, auch wenn alle Beweise gegen Alex sprechen. Weiterhin fasst der Autor hier ein aktuelles Thema an und zwar wie die Norwegische Widerstandsgruppe Jugendliche akquiriert sich gegen alles zu stellen was "nicht norwegisch" ist und hier nimmt der Plot einen Verlauf, der einem wieder vor Augen führt, wie manipulativ Menschen sein können. Trotz der über 500 Seiten kam keine Langeweile auf, denn in der Story brennt es an vielen Ecken in der Stadt Haugesund und durch die kurzen Kapitel in denen einige Partygäste ihre Sichtweise der tödlichen Nacht erzählen, wird ganz langsam klar, wer für den Tod an Emilie verantwortlich ist.
✿ Fazit ✿
Wieder ein spannender Fall für das "kaputte" Duo Viljar und Lotte, in dem sie Schuld und Unschuld, den richtigen Personen zuordnen müssen. 

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Tags: band 2, norwegen, thriller, trilogie   (4)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Maske des Mörders

Stephan Harbort
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2013
ISBN 9783426786062
Genre: Biografien

Rezension:  
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62 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Das Heim

Mats Strandberg , Nina Hoyer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.10.2018
ISBN 9783596703678
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

✿ Kurz zur Geschichte ✿
Zum ersten Mal nach zwanzig Jahren kehrt Joel zurück in sein Heimatstädtchen an der schwedischen Westküste, um seine demenzkranke Mutter zu pflegen. Seit ihrem Infarkt ist Monika nicht mehr dieselbe, und schweren Herzens bringt Joel sie im Seniorenheim unter, wo sie sich zunächst zu erholen scheint.
Doch schon bald verschlechtert sich Monikas Zustand: Sie magert ab. Wird ausfallend. Und spricht dunkle Geheimnisse aus, von denen sie eigentlich gar nichts wissen kann. Manche der Alten halten sie deshalb für einen Engel, andere für einen Dämon, und auch auf Joel wirkt seine Mutter, als wäre sie nicht sie selbst. Eine von Monikas Pflegerinnen ist Joels Jugendfreundin Nina. Seit zwanzig Jahren haben die beiden nicht miteinander gesprochen, und so schmerzhaft sich ihre Wege damals getrennt haben, so schmerzhaft ist jetzt ihr Wiedersehen. Und als sich die beklemmenden Vorkommnisse im Heim häufen, findet Joel ausgerechnet in Nina eine Verbündete, um dem Grauen entgegenzutreten.
(Quelle: Seite des Verlags)
✿ Meine Meinung ✿
Horror aus Schweden? Klingt gut, doch war der Plot dann ein wenig anders, als ich es nach dem Lesen des Klappentextes vermutet hatte, aber nicht schlechter. Joel ist 39 Jahre alt und hat im Leben nichts ausgelassen, kurz gesagt: Se*, Drugs and Rock´n Roll. Doch nach einem Herzinfarkt und der nachfolgenden Demenz muss er seine Mutter Monika in dem Altenheim "Nebelfenn" unterbringen, da es nicht mehr möglich ist, sie allein und unbeaufsichtigt in ihrem Haus wohnen zu lassen. Doch mit Monika zieht ein "dunkler Schatten" auf die Station D ein, die Lampen flackern, die Bewohner benehmen sich als wären sie von Dämonen besessen. Diese Gruselmomente schleichen sich so nach und nach zwischen den Seiten ein, doch vorerst glauben die Mitarbeiter der Station den Alten nicht, denn alle sind dement und bilden sich Dinge ein. Die Geschichte geht nicht in die Tiefe der Charaktere, deswegen bleiben sie einem auch ein wenig fremd und oberflächlich, aber das hat mich diesmal auch nicht gestört, da die Patienten und deren Verhalten mehr im Mittelpunkt standen. Trotz allen "nicht fassbaren Momenten" ist aber der auch der schwierige Alltag und die damit nicht immer einfach zu beherrschende Arbeit in dem Berufszweig des Pflegepersonals gnadenlos aufgezeigt worden. So wie wir es auch kennen, schlecht bezahlt und zu wenig Personal für zu viele Kranke. Also hat Mats Strandberg es geschafft, dieses schwierige Thema in einem Horror bzw. Thriller untergebracht zu haben um damit auch gleich seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen.
✿ Fazit ✿
Wenn man einmal einen etwas anderen Thriller lesen möchte mit einigen gruseligen und unheimlichen Momenten, dann ist "Das Heim" das richtige Buch dafür.

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Tags: altenheim, demenz, horror, schweden   (4)
 
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