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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jägerin, gefangenschaft, moor, kindsentführung, thriller

Die Moortochter

Karen Dionne , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 24.07.2017
ISBN 9783442205356
Genre: Krimi und Thriller

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

adoption, krimi, gabriela kasperski, mord, entführung

Besondere Umstände

Gabriela Kasperski
Fester Einband: 536 Seiten
Erschienen bei Appenzeller, 01.09.2013
ISBN 9783858826619
Genre: Krimi und Thriller

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161 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

toskana, thriller, stalker, sabine thiesler, schriftstellerin

Und draußen stirbt ein Vogel

Sabine Thiesler
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.01.2016
ISBN 9783453269682
Genre: Krimi und Thriller

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11 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

neuanfang, landarzt, schleswig-holstein

Das Schweigen von Brodersby

Stefanie Ross
Flexibler Einband
Erschienen bei GRAFIT, 17.07.2017
ISBN 9783894254902
Genre: Krimi und Thriller

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411 Bibliotheken, 4 Leser, 9 Gruppen, 98 Rezensionen

krimi, mord, münchen, familie, kinderarzt

In weißer Stille

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2010
ISBN 9783548268651
Genre: Krimi und Thriller

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123 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

thriller, spannung, targa, serienkiller, berlin

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B.C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.
Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?

Meine Meinung
Dies war das erste Buch, welches ich jemals von den Autoren gelesen habe und ich habe mich gut in den Anfangsband der neuen Serie eingelesen. Diesmal ist die Story etwas anders aufgebaut, wie die, die ich so in den letzten Wochen/Monaten gelesen habe, denn Targa wird als Lockvogel bzw. Komplizin auf den Täter angesetzt. Sie soll ihn praktisch zwingen, gemeinsam mit ihr eine Tat zu begehen und dann soll sie ihn somit quasi live und direkt überführen können. Doch wie man es bestimmt schon ahnt, läuft es nicht so geschmiert wie gedacht.
Mit dem Charakter Targa haben B.C. Schiller eine Frau "erschaffen", der man nicht unbedingt auf die Füsse treten möchte. Targa arbeitet für das BKA, wo sie als Undercover-Ermittlerin Serienkiller aufspüren und überführen soll. Sie hat nach einem schwierigen Start in ihr Leben, eigentlich nur ihren VW-Bus in dem sie lebt und ihren Hund, der "Hund" heißt. Ihm vertraut sie und er bekommt, die meiste Liebe ab, die Targa überhaupt nur geben und zeigen kann. Als Bezugspersonen kommen nur ihre Ziehmutter Margarete und ihr Vorgesetzter Volker Lundt in Frage. Zudem zeigt sie autistische Züge, eckt oftmals bei ihren Mitmenschen an und ihr größter Wunsch ist es, ihren Vater zu finden.
Spannend ist zu lesen, wie Targa versucht sich an Falk Sandman heranzumachen. Falk ist Dozent an einer Business-School, eigentlich ein schlaues Kerlchen, aber in seinem Privatleben ist er krank und einfach nur irre. Er quält Mädchen in seinem Kellerversteck und nimmt ihnen kurz gesagt, die Luft zum Atmen. Der Tod ist dann nur noch eine Frage der Zeit und des Willens von Falk. Ein Charakter der sehr gut dargestellt und ausgeleuchtet wurde.
Der Schreibstil ist modern, flüssig zu lesen und ich wäre auf alle Fälle dabei, wenn Targa wieder einem potenziellen Mörder auf die Schliche kommen muss.
Kleine Kritik von meiner Seite aus: Das Ende war mir dann doch etwas zu schnell abgehandelt. An einigen Stellen war zuviel gewollt und es wurden Zufälle eingebaut, die sich so gelesen haben wie, als hätte man vergessen dies vorher in die Story einzubauen und nun müsste es aber erwähnt werden um es logisch rüberkommen zu lassen.

Fazit
Ein erster Band der Lust auf mehr macht und mit Targa hat das Autorenehepaar einen Charakter erfunden, der uns LeserInnen bestimmt noch einiges zu bieten hat. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird und welche Marotten Targa noch "aufgebrummt" bekommt.

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Tags: band , berlin, thriller   (3)
 

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25 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, derek meister, valandsiel, serie, nordseeküst

Blutebbe

Derek Meister
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2017
ISBN 9783734104787
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten.

Meine Meinung
Nach *Der Jungfrauenmacher* und *Die Sandwitwe* legt der Autor Derek Meister nun mit seinem dritten Band der Knut Jansen und Helen Henning-Reihe nach.
Ein Thriller der mich sehr gut unterhalten hat und der etwas härter ist als die Vorgänger. Hier hat der Autor ganz schön an Brutalität und detaillierten Beschreibungen zugelegt und wie ich finde, hat sich das sehr zum Vorteil verändert an seinem Schreibstil, der trotz allem flüssig und sehr gut zu lesen ist. Die Geschichte ist mit einem Hauch Mystik versehen, mit vielen Toten und Verletzten, selbst in den eigenen Reihen der Ermittler.
Sehr brutal und ungewöhnlich finde ich diesmal die Tötungsarten und auch den Charakter des Täters finde ich gut gelungen. Ich mag es ja, wenn man tiefe Einblicke in die Psyche und in das Tun und Handeln eines Täters bekommt.
Durch kurze, rückblickende Erwähnungen, bei den Ermittlern war ich wieder sofort im Bilde, denn es war schon etwas her, das ich Band 2 gelesen hatte. Dadurch fiel mir der Einstieg in diese Geschichte sehr leicht und ich fand mich sofort wieder in Valandsiel zurecht. Helen und Knut haben diesmal wirklich viel zu durchleiden, doch beide erweisen sich als sehr starke Menschen, auch wenn die schreckliche Vergangenheit beide einzuholen scheint.
Der Grund des Tötens, wenn man ihn denn wirklich als Grund benennen kann, ist geschichtlich verankert und wird zudem gut erklärt bzw. später aufgelöst.
Obwohl man den Täter gleich zu Beginn der Story kennenlernt, hat dies der Spannung nicht geschadet, die von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren ist. Der Thriller endet mit einem furiosen Finale im nebligen Watt und hier wurde ich als Leserin dann alleine mit meinen Gedanken zu diesen zwischenmenschlichen Dramen gelassen.
Einziger Kritikpunkt: Mir wurde nach dem ersten Doppelmord zuviel und zu lange herumspekuliert wieso, weshalb und warum dies nun geschehen ist. Das war mir zu ausführlich.

Fazit
Ein toller 3. Band dieser Serie, der vieles vereint: Spannung, Mystik, Mord, Qual, eine Vergangenheit die eigentlich abgeschlossen scheint und zwischenmenschliche Begegnungen, die noch lange in Erinnerung bleiben.

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Tags: band 3, nordse, serie, thriller   (4)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

ostfriesland, krimi, mord, klarant, spannend

Friesenhuus

Ele Wolff
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Klarant, 21.09.2016
ISBN 9783955734947
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Alles, was in Ostfriesland Rang und Namen hat, befindet sich im Hotel Friesenhuus in Leer, denn der bekannte Schmuck-Unternehmer Habbo Hohboom feiert seinen Fünfundsechzigsten. Doch während der Feier verschwindet sein Sohn Peter spurlos, und schon bald wird die Befürchtung zur Gewissheit: Der Juniorchef wurde entführt.
Die junge Krimi-Schriftstellerin Janneke Hoogestraat, die gerade im Friesenhuus einen Werbejob angenommen hat, ist vor Ort und voll in ihrem Element – ganz ungefragt ermittelt sie kräftig mit. Schnell wird klar, die Familie und das Unternehmen Hohboom sind geprägt von Streit und Machenschaften. Und so weigert sich der Schmuck-Millionär, das Lösegeld zu zahlen, denn er glaubt, sein Sohn habe die Entführung nur inszeniert. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Meine Meinung
Wer einen typischen Ostfrieslandkrimi sucht, der kommt um die Serie mit der Zufalls-Hobbyermittlerin Janneke Hoogestraat, nicht drum herum. Ich habe mich sehr gut und kurzweilig unterhalten gefühlt. Gleich die ersten Sätze haben mich hellhörig werden lassen, denn wenn ich solche Wörter wie verklebte Fensterrahmen lesen, dazu noch mit dicker Isolierfolie versehen um Geräusche zu verschlucken, na da läuft doch mein Kopfkino sofort auf Hochtouren. Der ruppige Charme der Bewohner und das Gefühl auf dem "platten Land" zu leben, wurde mir als Leserin hier sehr gut vermittelt. Der Aufbau der Geschichte lässt nicht lange auf sich warten, Entführung, Erpressung und Mord, alles auf 187 Seiten spannend vereint und verpackt. Es werden keine detaillierten Brutalitäten geschildert, denn das hat dieser Krimi nicht nötig, die Spannung baut sich durch die Fantasie des Lesers auf, denn dafür wird hier viel Platz geboten, vor allem in den Kapiteln aus der Sicht des Entführten. Neben all diesen schlimmen Sachen gibt es auch ein kleines bisschen Liebe, denn Janneke lernt den Ermittler Renke de Buhr kennen und ich hoffe, die Beiden werden sich nicht aus den Augen verlieren, nachdem der Fall mit einer überraschenden Auflösung endete.
Janneke Hoogestraat ist eine taffe Frau, Anfang 30, die nach ihrer Scheidung von Bayern-Bertie bei ihrem liebevoll-chaotischen Onkel Hinrich eingezogen ist. Neben exklusiven Handtaschen liebt Janneke teure High Heels und ganz nebenbei schreibt sie unter einem männlichen Pseudonym Krimis. Ach, ich mochte sie sofort, denn Janneke ist liebenswert und nie um einen guten Spruch verlegen.

Fazit
Wer einen Krimi mit Lokalkolorit, einem spannenden Kriminalfall, einer coolen Hobbyermittlerin und dem spröden Charme der Ostfriesen sucht, der sollte sich getrost diesem Krimi, bzw. dieser Serie, widmen.

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Tags: band 1, klarant, ostfriesland   (3)
 

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kribbeln, mörder, mädchen, kaputt machen, psychogramm

"Ich musste sie kaputt machen."

Stephan Harbort
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548374796
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurz zum Inhalt
(lt. Verlagsseite)
Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des »Jahrhundertmörders«. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.

Meine Meinung
Ein Buch, welches einem beim Lesen, das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Ich habe mich immer wieder gefragt, wie Kroll sich so gleichgültig und kaltherzig gegenüber einem anderen Menschen verhalten kann? Unfassbar und sehr schrecklich.
Stephan Harbort macht einem wieder deutlich wie solche Menschen jahrelang unerkannt nebenan wohnen können und man es nicht ahnt. Wenn man nicht wüsste, das sich diese Verbrechen so zugetragen haben, hätte man denken können einen harten Krimi zu lesen. Der Schreibstil und die damit einhergehenden Erklärungen gelingen Harbort immer hervorragend, zudem hält er die Spannung hoch, auch wenn das Leben von Kroll an einigen Stellen doch extrem langweilig und normal dargestellt wird. Sehr lesenswert ist es, wenn die Gedanken des Täters beschrieben werden, wenn man noch tiefer in sein Tun eintaucht. Dabei musste ich oftmals den Kopf schütteln und das Buch zur Seite legen um alles sacken zu lassen.
Immer wieder klasse finde ich, das der Autor auch die Sicht auf Opfer und deren Hinterbliebende in den Blickpunkt zieht und diese so nicht in Vergessenheit geraten, denn auch deren Leben wird für immer mit diesem Fall in Verbindung stehen. Sehr interessant sind auch die Vernehmungsprotokolle, die einen noch tieferen Einblick von Kroll zulassen.
Bei den, doch recht detaillierten Beschreibungen der grausamen Morde, kann einem ganz anders werden und es kann doch nicht nur daran liegen, das Kroll so geworden ist, weil er keine wundervolle und behütete Kindheit hatte? Nach dem Ende habe ich das Buch zugeklappt und es wird mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben, so schrecklich auch alles ist.
Einziger Kritikpunkt: Mir ist die Schrift etwas zu klein.

Fazit
Eindringlich beschrieben im Stile Harbort´s, nicht zu reißerisch, aber aufklärend und fast so spannend wie ein Krimi,wenn man nur nicht wüsste das es die brutale Realität ist.
Harte Kost und nichts für Menschen mit einer zarten Seele.

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Tags: psychogramm, serienmörder, stephan harbort   (3)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

psychothriller

Mädchenbeute

Belinda Bauer , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 23.03.2015
ISBN 9783442547586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(27)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, england, erbe, historischer roman, familie

Der gestohlene Sommer

Lauren Willig , Mechtild Sandberg-Ciletti ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 27.03.2015
ISBN 9783805250818
Genre: Romane

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48 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, norwegen, psychologischer thriller, serie, verlag rowohlt

... und morgen werde ich dich vermissen

Heine Bakkeid , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499290558
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, steht er vor dem Nichts. Ulf, sein Freund und Psychologe, überredet ihn, nach einem verschwundenen jungen Mann zu suchen. Rasmus Moritzen hatte auf einer verlassenen Leuchtturminsel im nordnorwegischen Meer gearbeitet. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Als während der Herbststürme eine Leiche angeschwemmt wird, ist Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.

Meine Meinung
Heine Bakkeid kennt man in Norwegen als Jugendbuchautor und nun hat er mit "... und morgen werde ich dich vermissen" seinen ersten Thriller herausgebracht und ich muss sagen, er hat mich überzeugen können. Ich liebe diese düsteren skandinavischen Krimis und Thriller sehr und hier spürte ich das Wasser auf der Haut und den Wind in den Haaren, so nah kam man der Natur und vor allem Thorkild Aske, einem zerrissenen und abgewrackten Charakter, der in letzter Zeit anscheinend wieder sehr in Mode gekommen ist, aber hier hatte es einen sehr ausschlaggebenden Grund warum er so geworden ist. Ab und an hatte ich wirklich Mitleid mit ihm, aber er scheint ein endloses Stehauf-Männchen zu sein. Wir begleiten Thorkild ab dem Moment, als er frisch aus dem Gefängnis in Stavanger entlassen wird. Er hatte eine 3-jährige Haftstrafe aufgebrummt bekommen, aber warum, das erfährt man erst so nach und nach in einigen Rückblicken. Dadurch hat Thorkild natürlich seine Polizeijob verloren und nun steht er ohne etwas vor einem Scherbenhaufen und muss außerhalb der Mauer wieder Fuß fassen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch im Knast und einigen schweren Verletzungen, aufgrund des Vorfalles weswegen er einsitzen musste, bekommt er sehr starke Medikamente, die er bevorzugt mit Alkohol runterspült. Der Fall selbst war spannend und oftmals auch gruselig, zudem hat der Autor sehr intensiv diese bedrückende und düstere Atmosphäre Norwegen´s eingefangen. Die Natur, die mich immer wieder begeisternd in ihren Bann zieht und die Menschen, die erstmal eigenbrötlerisch daherkommen, dann aber, wenn es darauf ankommt, doch zur Stelle sind. Genau bei diesen Zeilen merkt man, das der Autor genau weiß, wovon er schreibt. Zum eigentlichen Fall, das Thorkild einen verschwundenen jungen Mann auf einer einsamen Insel suchen soll, möchte ich nicht zu viel verraten. Zur Lösung, schon weit vor dem Ende, hat mich ein Satz gebracht der eine Geste eines Protagonisten beschreibt, die eigentlich belanglos ist und auch keine entscheidende Bedeutung hat, aber ab diesem Moment wusste ich, diese Person muss der Täter sein.

Fazit
Dieses Thriller-Debüt konnte mich restlos überzeugen und zwar durch diese düstere, bedrohliche Umgebung und Atmosphäre, das macht für mich einen ganz großen Reiz dieser Bücher aus. Hinzu kommt noch diese dunkle, depressive und einzigartige Stimmung, der ich mich beim Lesen einfach nicht entziehen kann und es auch gar nicht will.

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Tags: band , serie, thriller   (3)
 

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74 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, schweden, kristinaohlsson, band 2, bruder

Bruderlüge

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Limes, 13.06.2017
ISBN 9783809026679
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Meine Meinung
Dieser Band knüpft nahtlos an Band 1 *Schwesterliebe* an.
Zum besseren Verständnis gibt es noch eine kompakte Zusammenfassung, so das ich auch gleich wieder den Faden aufnehmen konnte und mich zurecht fand. Wieder begleitet man Martin Benner durch den Thriller und erlebt seine Jagd nach denen, die ihm mehrere Morde anhängen wollen. Zudem ist er auch immer noch auf der Suche nach Mio, dem kleinen Jungen von Sara Texas, die ja angeblich einige Morde auf sich genommen hatte und sich vor dem Prozess umgebracht hat. Die Story geht temporeich los, aber im mittleren Bereich des Buches warteten einige Längen und Wiederholungen auf den Leser. Zum Glück habe ich durchgehalten, denn die weitere Jagd und die Tatsache, das als noch mehr Menschen sterben und Martin die Schuld in die Schuhe geschoben wurde, hat es doch recht spannend gemacht. Und da Martin nun wirklich niemanden mehr vertrauen konnte und er sogar selbst seine On & Off-Freundin Lucy kurzzeitig verdächtigte, wurde es noch sehr brisant. Der Schreibstil ist wieder gut zu lesen, aber Band 1 *Schwesterliebe* hat mir noch einen Ticken besser gefallen. Das Ende der Mini-Serie war dann sehr überraschend und gut geklärt.

Fazit
Kristian Ohlsson ist mit diesen beiden Büchern eine spannende und wendungsreiche Mini-Serie gelungen.

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Tags: band 2, schweden, thriller   (3)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

der stille feind, saskia calden, debüt, psycho-thriller, mystik

Der stille Feind

Saskia Calden
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei epubli, 29.06.2017
ISBN 9783745090581
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt. Autorinnenseite)

»Du gibst mich doch nicht auf, Mami!«
»Warum sollte ich das tun, mein Schatz?«
»Weil sie es dir einreden werden.«
Als Anika vom Tod ihres siebenjährigen Sohnes Sebastian erfährt, weigert sie sich, daran zu glauben. Es gibt so vieles, was dagegen spricht. So vieles, was unmöglich scheint. Warum begegnen ihr plötzlich Situationen, von denen sie zuvor geträumt hat? Vor wem hatte Sebastian Angst? Und was verheimlicht ihr Mann?
Fest davon überzeugt, dass Sebastian noch lebt, macht sie sich auf die Suche nach ihm und muss bald erkennen, dass jemand ihren Tod will

Meine Meinung
Ein Psycho-Thriller der seinen Namen alle Ehre macht und der mich, als Fan dieses Genres, restlos überzeugen konnte. Spannend von der ersten bis zu letzten Seite.
Die Story ist so verwirrend gestrickt und atmosphärisch dicht geschrieben, das ich von einer Seite zur nächsten gehetzt bin, damit ich endlich dem Ende und der damit erlösenden Aufklärung auf die Spur kam. Die Psycho-Zutaten sind Saskia Calden sehr gut gelungen. Ihr Schreibstil ist klar, gradlinig, gut zu lesen, nicht mit viel Schnick-Schnack versehen, sondern gleich auf den Punkt ohne viele Umwege und viel Aufhebens um Belanglosigkeiten. Dadurch entsteht eine kompakte Geschichte, die keine Längen aufweist. Interessant fand ich diesmal das Thema Träume und Parapsychologie, wo hier zum Glück nicht mit vielen Fachausdrücken um sich geworfen wurde, sondern alles gut zu verstehen und zu verfolgen war.
Mit der Hauptprotagonistin Anika Foster freundet man sich sofort an, selbst als ich beim Lesen dachte, oh je ist das nun alles wahr, oder spinnt sie nun auch? Ich habe einfach Mitleid gehabt, egal was Anika passiert ist in der Vergangenheit, oder was ihr im Heute geschieht. Denn man erfährt Sachen über Anika, rückblickend, die meine Vorahnungen wieder in ein völlig anderes Licht gerückt haben. Diese unendliche Verzweiflung und Traurigkeit ist sehr bedrückend geschrieben, man möchte Anika helfend zur Seite stehen und beten, dass sie recht hat und wirklich alles ein gutes Ende nimmt. Wird es das geben?

Fazit
Ein Psycho-Thriller der mir (ent)spannende, mystisch angehauchte, packende, verwirrende und unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

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Tags: debüt, mystik, psycho-thriller   (3)
 

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11 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

bodensee, reichenberg, werdau, flüchtlinge, russen

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Romane

Rezension:  
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(1)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

vampire, roman

Die Überfahrt

Mats Strandberg
E-Buch Text
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.05.2017
ISBN 9783104901329
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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(19)

62 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, münchen, psychothriller, spannung, verwirrung

Ich will brav sein

Clara Weiss
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.06.2017
ISBN 9783442486045
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Verschwinden der Adèle Bedeau

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 30.06.2017
ISBN 9783958901254
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext
(lt.Verlagsseite)
Keine Frage: Manfred Baumann ist ein Sonderling. Obwohl als Bankdirektor der elsässischen Gemeinde Saint-Louis in guter Stellung, tut sich der 36-Jährige schwer im Umgang mit Menschen. Umso wichtiger sind für den eigenbrötlerischen Junggesellen seine gewohnten Routinen: ein penibel geplanter Tagesablauf, die regelmäßigen Ausflüge nach Straßburg zu den leichten Mädchen von Madame Simone und die Besuche in seinem Stammlokal. Tag für Tag beobachtet er dort, meist schweigend, die blutjunge Kellnerin Adèle Bedeau. Bis sie eines Abends spurlos verschwindet. Manfreds Welt gerät ins Wanken, als Kommissar Georges Gorski die Ermittlungen im Fall Adèle Bedeau aufnimmt…
Wird Gorski, der noch immer schwer an einem lang zurückliegenden Ermittlungsfehler zu tragen hat, diesmal den richtigen Riecher haben und das plötzliche Verschwinden von Adèle aufklären, die wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint? Und was hat Manfred mit dem Fall zu tun, der auf einmal mit vergessen geglaubten Geistern seiner Vergangenheit kämpft?

Meine Meinung

Da ich auf der ersten Seite, bevor die Story überhaupt anfängt, gelesen habe das als Autor des Buches Raymond Brunet genannt wird und Graeme Macrae Burnet als Übersetzer, stand ich erstmal kurz auf dem Schlauch. Also habe ich zackig zum Nachwort geblättert und habe mich aufklären lassen.
Raymond Brunet hat *Das Verschwinden der Adéle Bedeau* im Jahr 1982 veröffentlicht. Er starb mit nur 38 Jahren, im Jahre 1992, als er sich vor einen Zug warf. Seine Lebensgeschichte, die im Nachwort ausführlicher beschrieben wird, weist viele Parallelen zur eigentlichen Story des Buches auf, doch er widersprach diesen Hinweisen seiner Leser immer entrüstet.
Die Geschichte des Buches beschreibt im Grunde das Leben zweier Männer, die sich vor einigen Jahrzehnten schon einmal begegnet waren, im Zuge einer Mordermittlung und die sich nun erstmals wieder begegnen, ohne sich direkt zu erkennen. Es geht um den Bankangestellten Manfred Baumann, der sein Leben am liebsten so lebt das sein routinierter Tagesablauf niemals durch etwas unvorhergesehenes aus dem Tritt gebracht werden darf. Sollte es doch einmal so sein, analysiert er alles haarklein und am liebsten wäre ihm, er würde unsichtbar und unscheinbar sein Leben leben. Das war auch schon in der Kindheit so.
Dann kommt Georges Gorski hinzu, ein Kommissar der als Vorzeigeobjekt seiner Frau herhalten muss, denn sie ist Besitzerin einer Boutique und kann es sich nicht leisten, das die Bewohner von Saint-Louis ihren Mann schludderig herum laufen sehen. Er hat vor über 20 Jahren an dem Mord von Juliette, einem jungen Mädchen, ermittelt. Es wurde zwar ein Obdachloser für diese Tat verurteilt, aber Gorski war sich immer sicher, das dieser die Tat niemals begangen hat. Auch heute noch, nach diesen vielen Jahren, zieht es ihn oft an den Tatort zurück, mit der Hoffnung irgendetwas damals zu übersehen haben.
Durch das Verschwinden von der Kellnerin Adéle Bedeau kreuzen sich die Wege von Baumann und Gorski und die Vergangenheit holt beide ein. Die Männer haben verletzte Seele und ich als Leserin hatte wirklich Mitleid. Beide haben kein einfaches Leben, nicht in der Jugend und im späteren Erwachsenenleben auch nicht. Doch einer von beiden wird sein Leben beenden, um allem zu entkommen. Doch ist das die richtige und beste Lösung?

Fazit
Ein eindringliches und sehr intensiv beschriebenes Psychogramm von zwei Männern, die ihr Leben lang in sich selbst gefangen waren bzw. sind.

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(9)

26 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, norwegen, monströse versuche, sekte, trilogie

Der Hirte

Ingar Johnsrud , Daniela Stilzebach
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.06.2017
ISBN 9783764505875
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre.

Meine Meinung
Ein Thriller-Debüt welches mich als Leserin leider sehr überfordert hat. Der Fall klingt eigentlich spannend und die Hintergründe auch, aber der Autor Ingar Johnsrud hat mir hier zu viele Themen angeschnitten und versucht zu verarbeiten. So gab es für mich keinen richtigen roten Faden, der sich durch die Geschichte gezogen hat. Viele Sprünge von Personen und Örtlichkeiten, wo zu Beginn eines neuen Kapitels nicht gleich klar war, wer mit wem worüber spricht. Einige Abschnitte waren für mich völlig aus dem Zusammenhang gerissen. So kam auch kein Lesefluss zustande und der Reiz, unbedingt weiterlesen zu müssen, verflog von Kapitel zu Kapitel. Zudem verliert sich der Autor auch in vielen Belanglosigkeiten, aber dort wo es angebracht gewesen wäre, genauer hinzuschauen und es etwas ausführlicher angehen zu lassen, da wurde leider gespart. Die handelnden Personen, selbst der Hauptcharakter Fredrik Beier, blieben mir zu blass und zu fremd. Hier hätte ich mir gerne mehr Nähe und persönlichere Einblicke gewünscht.
Etwas positives gibt es trotzdem zu berichten und das möchte ich auch nicht unerwähnt lassen, spannend, gut beschrieben und nicht gerade schonend, werden die Taten erzählt, die in der Geschichte begangen wurden. Hier blitzte das Können des Thriller-Autors durch, welches diesem Buch stellenweise sehr gut getan hat.

Fazit
So gerne ich skandinavische Lektüre lese, aber dieser Thriller-Auftakt zu einer Trilogie konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Der Autor hat zuviel gewollt und somit kam für mich als Leserin eine Geschichte zustande, die mir zu sprunghaft und zu unübersichtlich wurde.

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Tags: band 1, norwegen, thriller, trilogie   (4)
 

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berlin, brutal, morde

Die sieben Farben des Blutes

Uwe Wilhelm
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 17.07.2017
ISBN 9783734103445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt.Autorenseite)
Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn sie ist ins Visier des Täters geraten. Und er wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde.

Meine Meinung
Ein spannender Thriller der in Berlin angesiedelt ist und für LeserInnen mit einem zarten Seelchen ist er nicht unbedingt zu empfehlen, denn bei manchen Beschreibungen geht es schon extrem zur Sache, was mich persönlich allerdings nicht gestört hat. Das hat diesem ungewöhnlichen Fall nochmals eine gewissen Brisanz verliehen. Aus Sicht einer Frau sind manche Taten schwer zu lesen, denn der Täter, der zu Beginn nur als Dionysos bezeichnet wird, hat widerliche und brutale Gedanken um gewisse Frauen zu "heilen", aus seiner kranken Sichtweise. Deswegen nimmt Staatsanwältin Helena Faber sich dieses Falles wieder an, um das "kranke Schwein" vollends aus dem Verkehr zu ziehen, nachdem dieser wieder eine starke und prominente Persönlichkeit aus dem Berliner Leben, gerissen hat. Helena ist allein erziehende Mutter von zwei Töchtern, lebte getrennt von ihrem Mann Robert, mit dem sie aber beruflich immer wieder zutun hat, und sie leidet zunehmend an Gedächtnisschwund sobald sie in Stress gerät. Das geht soweit das sie selbst die Namen ihrer Töchter vergisst. Dieser Verlust erschwert die Ermittlungsarbeiten sehr. Man möchte Helena in diesen Situationen helfen und ihr zurufen was man selbst weiß, sie aber schon wieder vergessen hat. Das hat mich beim Lesen selbst manchmal irre werden lassen. Helena blieb mir immer etwas kühl und distanziert und ich hätte gerne noch intensivere Gedanken von ihr gelesen, vor allem als sie nicht mehr wusste, wer sie selbst ist und wohin sie gehört.
Obwohl man nach gut der Hälfte des Buches wusste, wer nun dieser ominöse Dionysos ist, hat dies der Spannung keinen Abbruch getan, sondern ich fand, das durch das Wissen, es noch irrer wurde, da die Ermittler erst langsamer und etwas später dahinter kamen, wer es nun ist. Zum Ende hin treibt Uwe Wilhelm die Spannung nochmals in die Höhe, denn die Jagd wird an mehreren Stellen beschrieben, so das man von einer Örtlichkeit zur nächsten hetzt. Es wird nochmals recht brenzlig und ich habe ohne viel Luft zu holen gelesen und gelesen und gelesen, bis endlich die letzten Seiten mit dem großen Showdown kam und ich wieder durchatmen konnte.
Der Fall ist zwar gelöst, doch die letzte Seite hält eine kleine Überraschung parat. Sie lässt mich erschaudern und kurbelte sofort meine Fantasie an.
Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Es haben sich einige kleine Logikfehler eingeschlichen, aber das tut der Story an sich keinen großen Abbruch, störte mich aber persönlich etwas.

Fazit
Ein lesenswerter Thriller, der seine Bahnen bis in die höchsten Kreise der Berliner Justiz zieht und der an der Brutalität, den Opfern gegenüber, kaum zu überbieten ist.
Sehr lesenwert und ich hoffe, das man nochmals ein Buch mit Helena Faber und Co. zu lesen bekommt.

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Tags: berlin, brutal, morde   (3)
 

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liebe, geheimnisse, herrenhaus, landadel, familengeschichte

Fliedersommer

Cathy Bramley , Franziska Heel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453422070
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Holly Swifts größter Traum wird wahr, als ihr eine Stelle auf Wickham Hall angeboten wird. Gemeinsam mit Ben, der Hollys Herz auf Anhieb höherschlagen lässt, organisiert sie die schillernden Sommerfeste und Hochzeiten auf dem prächtigen Anwesen, das Zeit ihres Lebens ein besonderer Ort für sie war. Bereits als Kind ist sie durch die Gärten und Gänge des Schlosses gewandert. Doch welche Geheimnisse das Gemäuer wirklich für sie bereithält, muss Holly erst noch erfahren.

Meine Meinung
Ich bin ja sonst eher, die Mord & Totschlag-Leserin, aber hier hat mich das Cover sofort angesprochen und als ich dann noch den Klappentext sah, war klar, diesen Roman muss ich lesen.
Ein altes Herrenhaus, Wickham Hall, mit Geheimnissen gespickt, das klingt einfach zu verlockend. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich das Buch beendet, denn der Schreibstil von Cathy Bramley lässt sich hervorragend lesen und die bildlichen Beschreibungen haben mich in den Park von Wickham Hall versetzt, ich konnte beim Lesen förmlich die Blumen riechen, an den Sommerfesten teilnehmen und dabei sein, wie sich aus Freundschaft die Liebe zwischen Holly und Ben entwickelt hat. Es wird nicht zu kitschig, sondern die Romantik ist genau dosiert und passt in das Geschehen. Einziger, kleiner Kritikpunkt, es wirkt alles zu perfekt und das wirkt manchmal etwas übertrieben. Natürlich kann es nicht ohne Streit, ohne falsches Verstehen und ohne eine Schwiegermutter in spe auskommen, die sich für ihren Sohn eine bessere Partie als Frau gewünscht hätte. Aber zu glatt und reibungslos wäre ja auch langweilig. Mit Holly Swift hat die Autorin einen Charakter erschaffen die man sofort als Freundin annehmen möchte. Holly setzt sich für alles und jeden ein, hat immer Lösungen und Vorschläge parat, was einen Großteil ihres Jobs ausmacht. Zudem ist sie auf der Suche nach ihrem Vater, den sie nie kennengelernt hat und sie hilft ihrer Mutter aus dem Chaos daheim, da diese sich von nichts trennen kann und das Cottage aus allen Nähten platzt. Man wünscht Holly die große Liebe und das sich all ihre Wünsche erfüllen werden. Doch werden sie das?

Fazit
Ein schöner Roman vor der prachtvollen und großartigen Kulisse des alten Herrenhauses Wickham Hall.


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Tags: geheimnisse, herrenhaus, liebe, roman   (4)
 

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ostsee, liebe, strandkorb, warnemünde, starke frau

Die Villa am Meer

Micaela Jary
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485956
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
(lt.Verlagsseite)
Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee.

Meine Meinung
Ein dicker Wälzer, mit 512 Seiten, die sich aber haben in Windeseile durchlesen lassen, weil der Schreibstil wirklich hervorragend zu lesen ist.
Mit *Die Villa am Meer* hat die Autorin Micaela Jary eine wundervolle und intensive Familiensaga geschrieben, vor dem historischen Hintergrund von Rostock und Warnemünde. Ich glaube, passendere Orte hätte man für diese Geschichte nicht finden können, es fügt sich alles zu 100% zusammen und hätte auch nicht anders sein dürfen. Ein Roman, welcher mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat. Mit Katharina und Greta begleitet man zwei Frauen, die sich zu Anfang mit ihrem Leben arrangiert haben. Beide haben Männer geheiratet, die sie nicht aus vollem Herzen lieben, die ihnen aber beide ein unbeschwertes Leben ermöglichen. Bis beide Frauen merken, das kann doch nicht alles sein, was uns das Leben zu bieten hat. Katharina bekommt ihr neues Leben besser in den Griff, als Greta. Diese kann einem schon fast leid tun, als sie sich unsterblich in einen Schauspieler verliebt, der ihr zwar Briefe schreibt, aber dann bekommt sie die Augen geöffnet auf unangenehme Weise. Ich fühlte mich beim Lesen immer mehr zu Katharina hingezogen, denn bei Greta fühlte ich fast mehr Schadenfreude, wenn ihr etwas nicht gelang.
Einziger Kritikpunkt ist, das ich schon vor der Hälfte des Buches ahnte, wie es enden wird und genauso kam es auch. Das war leider etwas zu vorhersehbar, dies hat mich aber nicht davon abgehalten völligst in die Geschichte abzutauchen.
Neben historischen Fakten erfährt man sehr viel über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit, die wirklich nicht einfach war. Neben den Hauptprotagonisten sind auch die Nebenpersonen sehr deutlich und gut ausgearbeitet, allen voran Nora Wedding. Sehr interessant war auch die Geschichte zur Entstehung der Strandkörbe, die werde ich bei meinem nächsten Urlaub an der Küste nun mit anderen Augen sehen und mich immer daran erinnern.

Fazit
*Die Villa am Meer* von Micaela Jary hat mich sehr gut unterhalten. Man erlebt Warnemünde im Kaiserreich und die Zeiten der 1920er Jahre vor der prächtigen Ostsee-Kulisse, so das ich beim Lesen oftmals den Wind auf der Haut spürte und den Duft der Ostsee in der Nase hatte. 

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Tags: historisch, liebe, ostsee, strandkorb   (4)
 

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schottland, psychothriller, mord, thriller, vermisst

Wenn du mich tötest

Karen Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426305126
Genre: Krimi und Thriller

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thriller

Krähenmutter

Catherine Shepherd
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 01.07.2016
ISBN 9783492975421
Genre: Sonstiges

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Sturm über Rosefield Hall

Julie Leuze
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.05.2015
ISBN 9783641153588
Genre: Sonstiges

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