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Der Schatten des Engelmachers

Alexander Schaub
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei MainBook, 13.02.2017
ISBN 9783946413479
Genre: Krimi und Thriller

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

psychothriller, siegfried langer, deutsche autoren, e-book, amazon publishing

Sterbenswort

Siegfried Langer
E-Buch Text: 292 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 17.05.2016
ISBN 9781503993693
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, thriller, spannung

Helltal

Mathias Scherer
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei epubli, 10.11.2014
ISBN 9783737516617
Genre: Krimi und Thriller

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79 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

thriller, berlin, eismann, mord, hospital

Das Hospital

Oliver Ménard
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426519721
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
In Berlin wird in der Spree eine weibliche Wasserleiche gefunden, ohne Lippen. Die Journalistin Christine Lenéve begibt sich auf die Spur des Frauenmörders. Sie bekommt heraus, was und wer den "Eismann" dazu bringt, dieses perfide Spiel zu treiben. Christine begibt sich in höchste Gefahr und das Psychospiel mit dem Killer kann beginnen. 
 


Meine Meinung
Die Story an sich hatte mich per Klappentext schon sehr angesprochen, aber leider konnte sie, für mich persönlich, nicht halten, was versprochen wurde. Die Spannung ließ etwas auf sich warten und ging dann auch nicht durchgehen weiter, sondern wurde etwas ausgebremst z.b. durch die Erwähnung von einigen technischen Details und einer Hauptprotagonistin, mit der ich bis zum Ende des Buches nicht "warm geworden" bin. Dazu sollte ich fairerweise erwähnen, das man vielleicht Band 1 "Federspiel" gelesen haben sollte, um Christine besser zu verstehen und um ihre Gefühlswelt einordnen zu können. Der Fall des Eismanns ist zwar in sich abgeschlossen, aber trotzdem wollte für mich kein Bezug zu den Personen aufkommen.
Gut gelungen und spannend waren die Szenen aus der Täter-Sicht beschrieben, die mir sehr gut gefallen haben und überrascht wurde ich auch am Ende des Buches mit der Auflösung wer es nun war, aber das warum, war mir wiederum etwas zu "normal" und das hat man schon öfters gelesen. Außer die Art und Weise wie die Taten begangen wurden, das wiederum war mal was neues und etwas ganz anderes. 
In einigen Sachen konnte mich der Autor überzeugen und überraschen, aber im großen und ganzen war es ein Thriller der mich nicht restlos begeistern und in seinen Bann ziehen konnte.

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Tags: berlin, eismann, serienkiller, thriller   (4)
 

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

hamburg, sturmflut, usa, corina bomann, liebesdrama

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Alexa hat seit Jahrzehnten ein gefühlskaltes und schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Als Cornelia nun schwer erkrankt, muss sich Alexa um ihre Belange kümmern und übernimmt ihre Vormundschaft. Die Tochter findet Briefe aus der Vergangenheit und sieht ihre Mutter nun mit ganz anderen Augen. Zusätzlich trifft sie durch Zufall die große Liebe ihrer Mutter wieder und dieser Mann erzählt ihr die ganze tragische Geschichte von der großen Sturmflut im Jahre 1962 in Hamburg und wie das Wasser Schicksal spielte.


Meine Meinung
Hier ist der Autorin, Corina Bomann, wieder ein Roman gelungen der alle Gefühlsebenen beansprucht. Ich erlebte alles mit, von Liebe über Trauer, Freude und Angst, von Leben und Tod und einer Hoffnung die nicht erfüllt wurde. Sehr einfühlsam wurde ich an die Hand genommen und lernte die Charaktere des Buches kennen. Man kann wunderbar in deren Gedankenwelt eintauchen, egal ob im Damals oder im Heute. Der wundervoll zu lesende Schreibstil ist immer wieder ein Genuss. 
Ein kleiner Minuspunkt ist für mich, die wachsende und aufblühende Liebe zwischen Alexa und Ethan. Das ist aber reine Geschmackssache und tut der Story keinen Abbruch. 
Sehr gut gelungen sind die beiden Erzählstränge, obwohl man eigentlich auch sagen könnte, das es drei sind, denn neben 1962 und 2014, kommt auch oftmals das Jahr 1985 vor, welches dann zum Bruch zwischen Alexa und Cornelia führte. Hier tat mir Alexa sehr leid, denn ihre Mutter interessierte sich so gar nicht für das eigene Kind, aber je tiefer man in die Geschichte eintaucht, umso mehr konnte ich Cornelia ein kleines bisschen verstehen. Sie hatte es wirklich nicht leicht in ihrem Leben, selbst als junges Mädchen hatte sie, nach dem Tod der Mutter, kein richtiges warmes Zuhause mehr. 
Von den Charakteren her hat mir Richard "Rick" Henderson sehr gut gefallen, seine Beschreibungen und Gefühle kamen bei mir am gefühlvollsten an. Bei Cornelia und Alexa hatte ich immer das Gefühl, etwas außen vor zu bleiben, auch wenn beide sich nach und nach mehr öffneten. Das Ende fand ich dann doch extrem traurig, aber irgendwie auch schon wieder schön, das man denken könnte, es musste so sein, damit die Beiden sich vielleicht woanders wiedersehen. 
Ein wunderschöner Roman, den ich allen ans Herz legen kann.
Unbedingt lesen und sich in die Welt von Damals und Heute entführen lassen. 



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Tags: familiengeheimnis, flut, hamburg, usa   (4)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, entführung, leipzig, sauer, mord

Ich Breche Dich

L.C. Frey
E-Buch Text: 281 Seiten
Erschienen bei Ideekarree Leipzig, 18.01.2017
ISBN B01N9QHFKW
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Der Schriftsteller Jan Chernik hat unheimliche und verstörende Träume, bis seine schwangere Freundin Katrina bei einem Unfall ums Leben kommt. Nach ihrem Tod bekommt Jan nun Hinweise auf eine Verbrechensserie, die schon über 20 Jahre zurückliegt und mit dem Tod des "Rosenkiller" endete. Oder fängt alles nun wieder von vorne an? Kommissar Karl Sauer und Jan Chernik begeben sich gemeinsam auf die verhängnisvolle Suche nach dem "Rosenkiller" der in der heutigen Zeit sein Unwesen treibt. 


Meine Meinung
"Er beobachtet das Haus schon seit über einer Woche."
Mit diesem Anfangssatz kamen meine Gedanken gleich ins Rotieren. L.C. Frey hat die Gabe, finde ich, mich gleich an die Geschichte zu fesseln und bis zum Ende nicht mehr los zulassen.
Schreibstil, Plot und Charaktere haben mich wieder überzeugen können, allen voran natürlich Kommissar Karl Sauer. Er ist, zum Glück, kein Superbulle, sondern hat hart daran zu knabbern, das er im Fall des "Rosenkillers" vielleicht etwas übersehen hat und deswegen erneut Kindern Gewalt angetan wird. Menschlich und mit Ecken und Kanten kommen die Figuren daher, nicht übertrieben und aufgeblasen. Weit entfernt von Unglaubwürdigkeit. 
Erwähnt sollte jedoch werden, das in diesem Buch Kindern Gewalt angetan wird. Das wird hier zwar, zum Glück, nur angerissen und nicht detailliert beschrieben, aber wenn man weiß zu was manche Menschen fähig sind, der könnte gedankentechnisch hier schon manchmal an seine Grenzen stoßen. Ich, als hartgesottene Thriller-Leserin, musste hier auch oftmals tief durchatmen. Geschickte Wendungen und nie genau zu wissen, wer nun der Bösewicht ist, das hat mich praktisch gezwungen als weiter zu lesen. Der Spannungsbogen verlief von Seite 1 bis Seite 319 durchgängig, so das niemals Langeweile aufkam.
Diesen Thriller aus deutschen Landen kann ich allen empfehlen, denen eine etwas härtere Gangart nichts ausmacht. 





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Tags: band 2, leipzig, thriller   (3)
 

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thriller, leipzig, kassel, mord, pageturner

Die Schuld der Engel

L.C. Frey
E-Buch Text
Erschienen bei null, 27.07.2015
ISBN B012DPQNKU
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Kommissar Karl Sauer steht kurz vor seiner Pensionierung. Zum Glück kann er einen brisanten Fall noch zum Abschluss bringen und das in Rekordzeit, denn alles erscheint logisch und geklärt. Durch einen komischen Zufall im Urlaub jedoch ändert sich Karl´s Meinung und er sieht glasklar vor sich, was damals wirklich geschehen sein muss und das der Fall doch noch gar nicht geklärt ist. 

Meine Meinung
Von der ersten Seite an haben mich Schreibstil und Story begeistern können.
Gleich zu Beginn passiert etwas furchtbares und ich dachte, wo könnte das bloß hinführen und wie hängt das mit dem eigentlichen Rest der Story zusammen? Alles erschien mir bis dahin zusammenhanglos und unlogisch. Hier ist es L.C. Frey sehr gut gelungen, den Bogen zu spannen, von Seite eins bis zur allerletzten Seite. Der Anfang hat es eh in sich, von 0 auf 100 in 30 Seiten, da kam ich ja kaum zum Luft holen. 
Der Autor schafft es eine, eigentlich normale Wohlfühlsituation, von einer Sekunden auf die andere  kippen zu lassen und man weiß gar nicht wie einem geschieht. Ich habe mir beim Lesen, vor allem als die Kapitel aus Tätersicht kamen, schon die Lösung zur Geschichte zusammengereimt und war mir extrem sicher, das es so, und nur so, passiert sein muss, niemand anderes kam für mich als Täter in Frage, bis .... ja bis .... 
Kommissar Karl Sauer und Selina Gülek sind keine Überflieger, sondern Ermittler mit Ecken, Kanten und einer Prise Humor. Beide waren mir sofort sympathisch, was ich auch zu den Personen sagen kann, die eigentlich nur kurz zu Wort kommen, aber auch hier hat der Autor ihnen genug Zeit eingeräumt um sich zu beweisen und vorzustellen. 
Ein Thriller, der spannend, logisch und klug bis zum furiosen Finale ist. 

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Tags: kassel, leipzig, thriller   (3)
 

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spannung, korruption, menschenhändlerringe, psychothriller, pur

Im Regen verbrannt

Vanessa Heintz
Flexibler Einband: 472 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 11.12.2015
ISBN 9783740708801
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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krimi, nordsee

Die Tote im Siel

Gaby Kaden
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ostfriesland Verlag, 08.12.2013
ISBN 9783939870104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Im beschaulichen Küstenstädtchen Carolinensiel wird in der Harle eine tote Frau gefunden, der eine Hand und ein Fuß fehlen. Komischerweise gehören die Extremitäten aber nicht zu ihr, also muss es irgendwo noch eine weitere Leiche geben. Tomke Evers und Carsten Schmied ermitteln und ihre Spur führt sie in das Seniorenwohnheim "Abendrot", ironischerweise von den Bewohnern des Ortes auch "Abendtod" genannt. Es geschehen noch einige wundersame Dinge und das Ermittler-Team hat alle Hände voll zutun.


Meine Meinung
Carolinensiel kenne ich wie meine Westentasche. Jedes Jahr haben wir dort Urlaub gemacht und deswegen habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich diese Bücher entdeckt habe. 
Es ist ein klassischer Krimi, der zum Hauptteil aus der Ermittlerarbeit besteht, aber trotzdem noch genügend Raum lässt, um Tomke und Carsten kennen zu lernen. Die beiden passen sehr gut zusammen und ergänzen sich hervorragend, wenn auch Tomke oftmals das Zepter übernehmen muss. Zudem kommen die beiden auch freundschaftlich im Privatleben sehr gut zurecht und es ist schön zu lesen, wie Carsten sich Tomke gegenüber immer mehr öffnet und sich ihr anvertraut, nach seinem schweren Schicksalsschlag. Extrem schräg, aber auf eine liebenswerte Art, sind Oma Jettchen und Tante Fienchen von Tomke. Bei den beiden alten Damen kommen Tomke und Carsten unter, während der Bearbeitung des Falles und die beiden Tratschtanten können mit Informationen aufwarten, die innerhalb des Dorfes so ihre Runden machen. Herrlich, ich hoffe, die beiden alten Ladies kommen auch in den anderen Büchern vor. 
Etwas mehr Lokalkolorit hätte ich mir gewünscht, aber trotzdem habe ich einige Örtlichkeiten beim Lesen wieder direkt vor meinem inneren Auge gehabt und den Duft der Nordseeluft in der Nase.
Neben dem eigentlichen spannenden Kriminalfall kommt hier auch ein Thema zur Sprache, welches sich mit den Umständen in unseren Altenwohnheimen beschäftigt. Dieses Thema trägt einen großen Teil zu den Mordfällen bei und beim Lesen wurde mir recht deutlich aufgezeichnet wie es um das Pflegesystem steht, Alles wird hier problematisch, aber leider auch sehr realistisch, durchleuchtet. Viele Bewohner, bettlägrige Patienten, wenig Personal, schlecht bezahlt, keine Zeit auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, die Menschen werden dort einfach abgefertigt. Keiner kann diesen Beruf mehr aus Liebe zu den Menschen ausüben, es muss nur noch zackiger und noch sparsamer alles erledigt werden und das auf Kosten der alten Menschen. 
Ich finde es gut, das ein Krimi nicht nur aus einem Fall und seinen Ermittlungen besteht, sondern das auch noch nebenbei auf Dinge und Situationen eingegangen wird, die uns alle in irgendeiner Weise vielleicht betreffen, oder irgendwann einmal betreffen werden. 
Wer solche Geschichten mit Hintergrund mag, dem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. 

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Tags: krimi, nordsee   (2)
 

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Das Haus am Fluss

Tanja Heitmann
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734104114
Genre: Romane

Rezension:  
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Küstenrot

Gaby Kaden
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 09.11.2016
ISBN 9783827195173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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krimi, nordsee, band 3

Küstennächte

Gaby Kaden
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 11.11.2015
ISBN 9783827194381
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Im Sielhafenmuseum in Carolinensiel wird eine wertvolle alte Bibel gestohlen, zudem wird dort eine Leiche entdeckt und mysteriöse Blutspuren, die aber nicht zu dem vorgefundenen Toten gehören. Etwas später wird noch eine vergiftete Frau in ihrem Haus entdeckt. Tomke Evers und ihr Team ahnen noch nicht, das irgendwie alles miteinander zusammen hängt. Erst nach und nach, während sie ermitteln, kommt ganz langsam Licht in diesen kuriosen Fall.


Meine Meinung
Dies ist Band 3 der Serie um Tomke Evers und ihr Team. Es ist ein in sich abgeschlossener Fall, wer aber gerne auch in das Privatleben der Ermittler eintaucht, wird hier zwar immer kurz aufgeklärt über den aktuellen Stand, aber ich als Serien-Fan, bin froh, das ich mit Band 1 gestartet bin und so die Verhältnisse bis zu diesem Fall mitverfolgen konnte. 
Der Fall ist diesmal in mehrere Taten und Handlungsstränge aufgeteilt, die sich aber sehr gut ergänzen und miteinander verbinden. Was zur Folge hat, das man fast von Beginn an wusste wer was getan hat und warum. Im weiteren Verlauf der Geschichte ist man "hautnah" dabei, wie Tomke und Co, versuchen Verbindungen zwischen den Fällen zu sehen, sie zu lösen und dabei aber immer extrem menschlich und normal bleiben. Ein großes Plus dieser Serie ist, dass das Ermittlerteam keine Superhelden hat, alle sind wie Du und ich. 
Zudem muss ich der Autorin, Gaby Kaden, ein Kompliment aussprechen, denn ihr Schreibstil und die Personen- bzw. Ortsbeschreibungen haben sich seit dem ersten Band verändert. Zum positiven hin, denn in "Küstennächte" lässt sich alles nun lockerer und flüssiger lesen, es kommt mehr der regionale Bezug zum Vorschein und der Plot erscheint mir runder und stimmiger. 
Wer Ostfriesland, seine "sturen" Bewohner und einen guten Krimi mag, der sollte sich unbedingt dieser Serie widmen. 

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Tags: band 3, krimi, nordsee   (3)
 

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startbahn west, studenten, demonstranten, pankfurt, frankfurt

Pankfurt

Robert Maier
Buch: 196 Seiten
Erschienen bei Charles-Verlag, 01.02.2016
ISBN 9783940387769
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Frank Neumann studiert in Frankfurt Physik und möchte aus, dem etwa einer Stunde Fahrzeit entfernten, Butzbach näher zur Uni ziehen, um länger schlafen zu können und um in der coolen Stadtszene mit abzuhängen. In einer Zeitung entdeckt er die Anzeige, das eine WG einen "solidarischen" Mitbewohner sucht. Frank kommt bei den anderen WG-Bewohnern gut an und hat das Zimmer sicher. Er lebt sich gut ein, doch durch einen blöden Zufall gerät er ins Visier von Hauptkommissar Berger, der in Frank einen RAF-Terroristen sehen will und ihn observieren lässt. Als Frank sich dann in eine Frau verliebt, sieht der Kommissar rot und versucht mit allen Mitteln ihn ins Gefängnis zu bringen.

Meine Meinung
Ein tolles Buch aus dem Anfang der 80er Jahre, welches den Zeitgeist und das Lebensgefühl von damals extremst gut wiederspiegelt. Es durfte noch überall geraucht werden, der Musikgeschmack hat entschieden ob man jemanden mag oder hasst, die RAF hat das Land erschüttert und Tausende haben sich gegen den Bau der Startbahn West aufgelehnt. So auch der Hauptprotagonist Frank Neumann, der erstmal das Klischee eines Studenten voll erfüllt. Näher zur Uni ziehen, damit man länger schlafen kann, dann in einer Männer-WG mit deckenhohen dreckigen Geschirrstapeln inkl. verschimmelten Essen leben und jeden Tag in der Großstadt Party machen und kaum zur Uni gehen. Dann die andere Seite, die Atomkraftgegner, die alternative Szene und die Bewohner des Hüttendorfes auf der Startbahn West. Und hier gerät Frank durch einen blöden Zufall zwischen die Fronten, obwohl er es eigentlich gar nicht will. Auf einmal ist er mittendrin und durch die Liaison mit Monika, die ausgerechnet die Tochter des Kommissars ist der ihn eh schon auf dem Kieker hat, gerät er noch tiefer ins Schlamassel. Extrem typisch, aber trotzdem sympathisch, hat Robert Maier, die Charaktere angelegt, so das ich oftmals schmunzeln musste. 
Beim Lesen wurde ich an vieles erinnert und manches Kind dürfte sich wundern, wenn die Eltern aus der damaligen Zeit berichten würden. Es ging hoch her und jeder wollte bei irgendetwas großem dabei sein. 
Unbedingte Leseempfehlung von mir, an alle die sich manchmal zurückerinnern wollen und die gerne Romane lesen, wo man merkt, das der Autor bestimmt auch einiges aus seinem echten Leben mit eingebaut hat.  

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Tags: demonstranten, frankfurt, politik, startbahn west, studenten   (5)
 

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korruption, erpressung, mord, action, england

Was der Nebel verbirgt

Maximilian Seese
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei Edition M, 13.12.2016
ISBN 9781503998056
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Seit einer nicht geglückten Festnahme vor über 14 Jahren ist Laxley Doherty mit seinem Bruder Francis auf der Flucht. Er soll seine Eltern und seine kleineren Geschwister brutal ermordet haben. Seit diesem langen Zeitraum befasst sich der Polizist Gordon Grant mit dem spurlosen Verschwinden, doch nun wird die "Akte Doherty" offiziell geschlossen und genau einen Tag später wird die Leiche Doherty´s aufgefunden und Grant begibt sich erneut auf die Suche nach der Wahrheit und er wird nicht nur diese finden, sondern auch noch etwas anderem, unglaublichen auf die Spur kommen.

Meine Meinung
Dies ist das Debüt von Maximilian Seese und ich muss sagen, es kann sich sehen bzw. lesen lassen.
Gleich auf den ersten Seiten ist man mitten drin im Geschehen.
Der Prolog beginnt im Jahr 2002 mit einem Polizeieinsatz im Moor und dieser soll nicht ohne Folgen bleiben. Sehr spannend geschrieben und bildlich so ausgearbeitet, das ich dachte, ich wäre im Moor mit dabei und würde auch so langsam und atemlos darin versinken. Zudem wird hier die Vorgeschichte etwas erzählt, so das man weiß, wieso, weshalb und warum sich die Einheit im Dartmoor National Park in Gefahr begibt.
Dann gibt es einen Sprung und man ist im Heute angekommen. Gordon Grant war damals noch im Sondereinsatzkommando und wäre fast im Moor umgekommen, nun hat er die Karriereleiter erklommen, ist Chief Superintendent, aber der Doherty-Fall hat ihn in die ganzen 14 Jahren nicht losgelassen. Grant ist 54 Jahre alt, aber immer noch topfit und wenn er sich einmal an etwas fest gebissen hat, lässt er so schnell nicht mehr los, bis zur Klärung. Ein echt cooler Protagonist, dem ich noch einige spannende und spektakuläre Fälle zutraue. Am Besten mit seinem Body, dem Profiler Sean Bradock. 
Die Figuren sind alle gut ausgearbeitet, selbst wenn sie nur kurz am Rande erwähnt werden, erfährt man doch einiges. Der Thriller besteht zum allergrößten Teil aus der Ermittlungsarbeit, aber ab und zu bekommt man kleine Einblicke in das Privatleben und in die Gedankenwelt.  
Manche Beschreibungen sind mir etwas zu kleinlich und zu detailverliebt beschrieben, aber das tut der Spannung keinen Abbruch, bis zu den letzten Seiten, wo dann ausführlich alles auf- und erklärt wird. Das wirkte dann wiederum für mich etwas hölzern und konstruiert, so wie mit dem erhobenem Zeigefinger erklärt.
Wer aber actionreiche Storys liebt, kommt hier voll auf seine Kosten: Morde, viele Leichen, Erpressung, Überfälle, Korruption, Schusswechsel, wilde Verfolgungsjagden zu Fuß und mit dem Auto. Das kommt dem Stile eines amerikanischen Thrillers schon recht nahe und ich musste mir oftmals wieder ins Gedächtnis rufen, das ja eigentlich alles in England spielt und die Story von einem deutschen Autor stammt.
Alles in allem: Ein lesenswerter Thriller und ich hoffe auf weitere Bücher mit Gordon Grand. 

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Tags: action, england, erpressung, korruption, mord   (5)
 

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42 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

bern, azoren, mord, tom winter, stellmesser

Korrosion

Peter Beck
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783740800406
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Ein Bäcker wird karamellisiert in seinem Industriebackofen aufgefunden. Wer hat den Mann so schrecklich sterben lassen?  An Weihnachten wird eine alte, einsam lebende Frau tot in ihrer Wohnung entdeckt. Wer hat sie so grausam zugerichtet? Die Dame hinterlässt ein beträchtliches Erbe für ihre drei erwachsenen Kinder, doch mit dem Zusatz, das ein Kind nichts erbt und zwar dieses, welches damals für den Tod des Vaters im Backofen verantwortlich ist. Tom Winter bekommt als Sicherheitschef der verantwortlichen Bank den Auftrag alle Kinder aufzusuchen und diese an einem Ort zusammenzubringen um das Erbe zu klären. Der Job erweist als lebensgefährlich und nicht so einfach wie zu anfangs gedacht.

Meine Meinung 
Dies ist Band 2 mit Tom Winter in der Hauptrolle und ein in sich abgeschlossener Fall, der es mal wieder in sich hat. Tom Winter ist für mich der "James Bond" aus der Schweiz und dieser Thriller hat mich von Anfang an begeistert.

~ Kurze Rückblende in das Jahr 1971 ~ 
In einer Backstube wird ein Bäcker tot in seinem Industriebackofen aufgefunden, karamellisiert von heruntergetropftem Guss eines über ihm verbrannten Apfelkuchens. Lecker, ich hoffe das Bild brennt sich jetzt nicht so bei mir ein, das ich beim Apfelkuchen essen immer daran denken muss. Puuuuh, da hat Peter Beck aber gleich auf den ersten beiden Seiten sich was ausgedacht. "schüttel"

~ Aktuelle Geschehnisse ~
Tom Winter, ehemaliger Einsatzleiter bei einer Polizeieinheit, ist mittlerweile Sicherheitschef einer kleinen Privatbank geworden und bekommt einen heiklen, nicht ganz ungefährlichen Auftrag. Ein Kollege aus der Bank machte sich Sorgen das Frau Berger, die nicht wie seit vielen Jahren zu einem festen Termin erschienen ist.  Er beauftragt Tom mal bei ihr nach dem Rechten zu sehen. Tom und seine Kollegin Leonie finden die Dame in ihrer Wohnung in einem großen anonymen Wohnblock tot auf. Schrecklich zugerichtet. Der Verdacht fällt sofort auf Tijo Obado, der als Flüchtling in dem Haus als Reinigungskraft arbeitet und Kontakt zur Toten hatte.  Winter macht sich nun auf eine Rundreise, denn die drei Kinder der alten Dame wohnen auf den Azoren, in Nürnberg und Manchester, doch zur Testamentseröffnung sollen alle an einen Tisch zusammenkommen. In jedem Land erlebt Winter etwas, eine Tochter gilt als vermisst, die andere Tochter sitzt krebskrank im Rollstuhl und der einzige Sohn lebt versoffen in England. Das klingt nicht ganz so einfach.  Was man von den erwachsenen Kindern dann über ihre Kindheit in der Backstube erfährt, lässt den Mord am Bäckervater in ein ganz anderes Licht rücken.  Bei der Testamentseröffnung werden die Nachkommen vor eine Entscheidung gestellt, das Kind welches damals am Tod des Vaters verantwortlich sein soll, wird nichts erben, doch alle sind gierig nach dem großen Geldbatzen. Wird es Tom gelingen den Fall zu lösen, denn hier ist jeder wieder sich selbst der Nächste.  

~ Rückblende in den Sudan ~ 
Zwischen den Kapiteln um Frau Berger und ihre Kinder, kommt Tijo zu Wort. Hier begleiten wird den Flüchtling auf seiner lebensgefährlichen Reise aus seiner Heimat, dem Sudan, auf den Weg nach Europa. Peter Beck hat hier sehr intensiv und beängstigend aufgezeichnet, was ein Mensch alles auf sich nimmt um dem Krieg zu entkommen. Das Tijo eigentlich auch einen richtig wichtigen Grund hat nach Europa zu kommen, das erfährt man erst fast am Ende des Buches, aber das war sehr überraschend, erschreckend und aufklärend. 
Auf den letzten Seiten geht es nochmal richtig drunter und drüber, ich hetzte atemlos von einer Seite zur nächsten und hatte zeitweise das Gefühl in einem Kino zu sitzen und einen Action-Film zu schauen.
Die Aufklärung am Ende des Buches hat meine ganze Sichtweise auf die Story auf den Kopf gestellt und alles in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Peter Beck konnte mich richtig mitreißen und die verschiedenen Sichtweisen der Kapitel haben keine Langeweile aufkommen lassen. Der Schreibstil ist gut zu lesen und der Thriller-Plot besteht aus: - Spannung - Action - Brutalität - unvorhersehbaren Wendungen  - einem schlüssigen Ende

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bretagne, btb, roman, frankreich, himmel

Zwischen Himmel und Meer

Françoise Kerymer , Carolin Müller
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442714636
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Emma und ihr Sohn Camille werden für einen längeren Zeitraum auf eine kleine bretonische Insel im Atlantik geschickt, von Emma´s Ehemann Boris geht dies aus. Es bahnt sich ein Geheimnis an, warum das geschieht. Camille fühlt sich gleich sehr wohl dort, doch Emma hadert mit ihrem Schicksal, schottet sich ab und will sich nicht einleben. 


Meine Meinung
Ein Roman der mich, je weiter ich ihn gelesen haben, umstimmen konnte. Zu Anfang dachte ich, oh je, welch ein schwieriger Charakter diese Emma doch ist, aber je mehr ich über sie erfahren habe und je mehr sie aus sich herauskam, umso besser konnte ich sie verstehen. Am Ende mochte ich sie sogar richtig gut leiden. Die Wende kam mit Ronan, einem Kapitän, der mit seinem Schiff täglich Touristen und lebenswichtige Sachen für die Einwohner bringt. Er "knackt" Emma und sie wird endlich menschlich und gefühlvoll, davon profitiert auch Camille, der sonst immer sehr abweisend von ihr behandelt wurde. Das tat mir beim Lesen manchmal richtig weh.
Camille hingegen bleibt das ganze Buch über ein Junge, der trotz seiner 7 Jahre, sehr erwachsen und oberklug daherkommt. Es könnte allerdings auch daran liegen, das er in der Story keine einzige Minute mit einem anderen Kind verbringt, sondern sich nur in der Welt der Erwachsenen bewegt. Hier fehlte mir der kindliche Aspekt sehr. 
Poetisch und sehr treffend wird die Landschaft der Bretagne beschrieben.
Im Epilog wird kurz erwähnt, wie das Leben für Emma, Camille und Ronan weitergeht, welche Entwicklung alles nimmt und wie sich deren Leben nach der Zeit auf der Insel verändert hat. 
Alles in allem ein lesenswerter Roman, der es dem Leser aber zu Beginn nicht leicht macht. Mein Tipp: Dran bleiben und weiterlesen. 

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Tags: bretagne, btb, frankreich   (3)
 

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468 Bibliotheken, 14 Leser, 5 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, provence, frankreich, bücher, paris

Das Lavendelzimmer

Nina George
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426509777
Genre: Romane

Rezension:  
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450 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

indien, england, liebe, lucinda riley, familiengeheimnis

Die Mitternachtsrose

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442479702
Genre: Romane

Rezension:  
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48 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

schottland, 1869, krimi, histo-krimi, familie

Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 08.02.2017
ISBN 9783958900554
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Im August 1869 wird ein kleines Bauerndorf an der Nordwestküste Schottland von einem brutalen 3-fach Mord zutiefst erschüttert. Der Täter stellt sich sofort und leugnet die Tat nicht, es ist der 17-jährige Roderick Macrea, Sohn eines armen Landwirts. Im Gefängnis,v während der Wartezeit auf den Prozess, beginnt Roderick seine Geschichte vor der Tat aufzuschreiben und wie es überhaupt soweit kommen konnte. Ärzte und Kriminalbeamte stellen Nachforschungen an und wollen die Beweggründe aufdecken, wie ein normaler junger Mann so zu einer Tat fähig sein kann. Oder können sie sogar beweisen, das Roderick geisteskrank ist? Wird es seinem Rechtsbeistand gelingen ihn vor dem Galgen zu bewahren?


Meine Meinung
Um es gleich vorweg zu erwähnen, das Buch wird als "Thriller" angepriesen, ich würde es schon fast eher in das Genre "historischer Krimi" einordnen, denn von einem Thriller ist die Story sehr weit entfernt. 
Das Cover ist so gestaltet, wie man sich das Häuschen der Familie Macrea vorstellt, etwas abseits gelegen mit einer kargen, trostlosen Landschaft um sich herum. 
Man weiß zwar von Anfang an, was passieren wird, aber der Ausgang ist ungewiss und trotzdem hat die (wahre?) Geschichte nicht an Reiz dadurch verloren. Ungewöhnlich und gut hat mir bei diesem Buch der Aufbau der einzelnen Abschnitte gefallen. Es werden Zeugenaussagen aufgezeigt, dann bekommt der Leser einen Einblick in das medizinische Gutachten und zum Schluss ist man beim Prozess im Gerichtssaal dabei. Zwischendrin eingestreut sind die Kapitel, die von Roderick im Gefängnis geschrieben wurden und darin kann man sehr gut verfolgen, was alles passiert ist, bis Roderick zu dieser Tat fähig war. Schon während des Lesens hatte ich Mitleid mit Roderick und seiner Familie, der Tod der Mutter, das karge Leben und die schwere körperliche Arbeit auf den Feldern, all das hat dazu beigetragen, das man ein Teil der Familie wurde und einfach mit gelitten hat unter dem fiesen und hinterhältigen Vorgehen des Constable. Sehr berührt hat mich das einsame, kalte und lieblose Leben von Jetta, der Schwester von Roderick, die nach dem Tod der Mutter, deren Rolle übernehmen musste und kein eigenständiges Leben leben konnte und durfte.

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Tags: histo-krimi, schottland   (2)
 

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emons, www.die-rezensentin.de, stuttgart, sina beerwald, psychopatin

Kräherwald

Sina Beerwald
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783954519828
Genre: Krimi und Thriller

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westerwald, nina moretti, krimi, thanatologie, spannend

Teufelsfeuer

Micha Krämer
Flexibler Einband
Erschienen bei CW Niemeyer, 02.09.2016
ISBN 9783827195289
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Im beschaulichen Betzdorf, im Westerwald, brennen erst nur Heuschober, Scheunen und einsam gelegene Hütten, doch beim letzten Brand, eines nicht mehr bewohnten Ferienhauses wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der hinzugerufene Bestatter erkennt die Frau, denn diese hatte er schon vor drei auf dem örtlichen Friedhof beerdigt. Nach der Obduktion stellt sich heraus, dass das stimmt, doch irgendwer muss die Frau wieder ausgegraben und "konserviert" haben. Wer hat sie in das Haus gebracht und wer ist der Brandstifter? Nina Moretti hat viel zutun um diesen Fall zu lösen.

Meine Meinung
Dies ist der achte Band mit der Oberkommissarin Nina Moretti. Es ist zwar ein in sich abgeschlossener Fall, aber da die Ermittler auch viele Einblicke in ihr Privatleben zulassen, könnte ich mir vorstellen, das man als Serien-Fan am besten von Anfang an dabei sein sollte. 
Der Schreibstil von Micha Krämer konnte mich gleich überzeugen, sachlich, knackig und bodenständig hat er die Charaktere der Ermittlergruppe und den Fall angelegt, so das die ich den Krimi von gestern auf heute durchgelesen hatte. Obwohl ich Betzdorf nicht live kenne, sind die Örtlichkeiten so erklärt und dargestellt, das man sich alles gut vorstellen kann. Eine Kleinstadt wo jeder jeden zu kennen glaubt, bis man erfährt, das es doch nicht so idyllisch ist wie man dachte. Selbst Humor und lustige Sprüche kommen an den passenden Stellen zum Einsatz, ich sage nur "das schwedische Möbelhaus". Da musste ich herzhaft lachen. 
Spannend zu lesen, finde ich, sind die Teile in denen die Ermittler Info´s bekommen, die zuerst als unnütz angesehen werden, sich dann aber, je weiter die Geschichte vorangeht, doch als lösende Puzzle-Teile erweisen. Gut gelungen und schaurig finde ich hier auch wieder die Kapitel in denen man den Täter begleitet und in seine Gedankenwelt eintritt. Fast bis zum Ende kennt man den Täter nur als IHN oder ER, was dem ganzen nochmals eine Besonderheit verlieh. Und der, der es letztendlich war, den hatte ich vorher keine einzige Sekunde in Verdacht und das macht für mich einen guten Krimi aus. 
Diese Krimi-Serie um Nina Moretti kann ich allen Fans dieses Genres sehr ans Herz legen. Unbedingt lesen !!!

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Tags: krimi, serie, westerwald   (3)
 

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mord, detektiv, autorin, krimi, lesereise

Lesereise in den Tod

Jürgen Schmidt
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 19.01.2017
ISBN 9783958130807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Mona de la Mare ist Autorin und da ihre Bücher nicht so der Hit sind und sie selbstbewusst wie keine andere ist, gibt sie vor die Enkelin eines britischen Schriftstellers zu sein. Sie organisiert eine eigene Lesereise und vorher bettelt sie praktisch die Buchläden an, mit ihr eine Lesung zu veranstalten. Von ihren, vor Glück übertriebenen, Postings in den sozialen Medien ganz zu schweigen und den Haufen an Fans, die immer auf dem aktuellsten Stand von Verkaufszahlen und privaten Neuigkeiten sind. Doch nach einer Lesung in Bad Münstereifel, ahnt Mona nicht, wie dieser Abend noch enden wird.

Meine Meinung
Dies ist der erste Krimi des Autors Jürgen Schmidt und das fühlt man während des Lesens auch. Was ich aber nicht als negativ bezeichnen möchte, denn in der Story und vor allem im Zusammenspiel mit dem Privatermittler Andreas Mücke steckt noch viel Potenzial. 
Sehr gut gelungen und hervorheben möchte ich, das es keine langweilige Einleitung über einige Seiten gibt, denn es geht gleich los und man ist mittendrin in der Geschichte. Die Charaktere, allen voran Andreas Mücke, sind authentisch, echt, normal und könnten im Haus nebenan wohnen. Mücke erlebt den alltäglichen Wahn, wie wir ihn alle erleben und das macht ihn so menschlich, sympathisch und realitätsnah. Außer man lässt Mona de la Mare mal außen vor, denn sie ist so übertrieben selbstbewusst, das ich oftmals lachen musste. 
Die privaten Einblicke in das Leben von Mücke und seiner Freundin Jess haben bei mir das Gefühl hervorgerufen, das es weitere Bücher geben wird, denn am Ende der Geschichte blieb ich als Leserin etwas im Ungewissen zurück.
Die Geschichte lebt hauptsächlich davon, das Andreas Mücke den Leser an die Hand und mit auf seine Ermittlungsreise nimmt. Die Polizei findet kaum Erwähnung und wenn, dann kamen sie mir ziemlich tapsig daher. 
Plötzliche Wendungen haben immer wieder meine Gedanken verworfen, wer denn nun der Übeltäter ist und bis zum Ende begleitete mich diese Spannung. Was mich manchmal etwas irritierte waren die sprunghaften Kapitelwechsel. Den Schreibstil würde ich als sehr gut lesbar beschreiben und auch wenn ich noch nie in Bad Münstereifel und Co. war, hatte ich alles bildlich gut vorstellbar vor meinem inneren Auge.

"Lesereise in den Tod" ist jetzt kein Krimi der den Leser atemlos von einer Seite zur nächsten treibt, aber allemal ein lesenswertes Debüt des Autors in diesem Genre. Sollten weitere Bücher mit Mücke folgen, ich würde sie auf alle Fälle lesen. 

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Tags: autorin, krimi, mord, privatermittler   (4)
 

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thriller, horror, ring, japa, jenny milewski

Angstmädchen

Jenny Milewski , Maximilian Stadler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453438804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Malin Granström, 19 Jahre, geboren in Südkorea, aber als Baby nach Schweden adoptiert, bezieht eine eigene Studentenwohnung mit Badewanne. Welch ein Luxus. Doch dieser Luxus wird sich bald als wahrer Schrecken herausstellen, denn es passieren ungewöhnliche Dinge und es dauert nur kurze Zeit bis ihre Mitbewohner sie darüber aufklären. Seitdem hat Malin in ihrem Zimmer keine ruhige Minute mehr, denn die vorherige Bewohnerin Yuko hat sich in genau dieser Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten und ist dort verblutet. Das alles ist gerade mal eine Woche her. 

Meine Meinung
Auf dem Cover steht "Thriller", deswegen wollte ich das Buch auch sehr gerne lesen, doch ich würde es eher unter Grusel- bzw. Mystery-Roman einordnen, denn es passieren ungewöhnliche Dinge, Schuhe fliegen herum, Türen knallen, gehen von alleine auf und zu, der Fernseher schaltet von einem Programm zum nächsten und wieder zurück, ein Geist schwebt durch die Räume, zudem zieht Malin haufenweise dunkle, lange Haare aus dem Abfluss ihrer Badewanne. Die Geschehnisse spitzen sich so zu, das sich die WG überlebt, wie sie dem Spuk ein Ende bereiten könnten, denn ein Mädchen aus der Gruppe verschwindet spurlos und zwei Jungen lassen sich in den Tod treiben. Das wurde mir irgendwie zu lapidar und zu gefühllos runter geschrieben und abgetan. Wie sie dem Geist der toten Studentin Yuko beikommen wollen, wurde nochmal extrem übertrieben, mit der Geschichte in der Pathologie.
Einige Gruselszenen sind recht spannend, aber das war es leider auch schon. 
Die einzelnen WG-Mitglieder wurden mir nicht richtig sympathisch und der Plot erscheint mir oftmals zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

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Tags: geist, grusel, heyne, mystery, schweden, thriller   (6)
 

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liebe, familie, perlen, geheimnis, katie agnew

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Die weltberühmte Schauspieler Matilda *Tilly* Beaumont bekommt zu ihrem 18. Geburtstag von ihrem Vater ein wertvolles und wunderschönes Collier geschenkt, mit 66 champagnerfarbenen Perlen.Doch seit sie die Kette später an ihre eigene Tochter Alice weitergegeben hat, ist das Collier nicht mehr auffindbar. Nun liegt Tilly im Sterben und als letzten Wunsch möchte sie noch einmal die Kette sehen, die mit so vielen Erinnerungen behaftet ist. Wird es ihrer Enkelin Sophia gelingen, die Kette nach so vielen Jahrzehnten zu finden um diese noch rechtzeitig ihrer Großmutter umlegen zu können?

Meine Meinung
Drei Generationen - eine jahrelange Lüge - 66 Perlen und eine davon fehlt. Wird diese eine Perle der Schlüssel zum Glück und zum Familienfrieden sein?
Katie Agnew ist hier ein wundervoller Roman gelungen über eine Familie, die Geheimnisse birgt die auf keinen Fall ans Licht kommen sollen, doch irgendwann springt jeder über seinen eigenen Schatten und lüftet ein Geheimnis.
Sehr abwechslungsreich lässt die Autorin uns Leser durch die ganze Welt reisen, von London über New York, sogar bis nach Tokyo, dadurch lernt man die verschiedenen Charaktere kennen, die zwar meilenweit entfernt leben und sich "noch" völlig unbekannt sind, aber die eines vereint, das Geheimnis um das Perlencollier.

- England -
Hier lebt Sophia, die durch einen Streit keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat und die Memoiren ihrer Granny liest, welche einst eine berühmte Schauspielerin war und nun im Sterben liegt. Sophia lebt mit ihrem besten schwulen Freund Hugo in den Tag hinein, ohne feste Arbeit und in einer Zweck-WG. Dabei ging es ihr doch einmal so richtig gut. Damals, als sie selbst noch etwas vom berühmten Glanz ihrer Granny abbekam und in den Clubs der Stadt bekannt war und zweitklassige TV-Shows moderierte. Doch nachdem ihr der Geldhahn abgedreht wurde, muss sie jeden Cent zweimal umdrehen, aber arbeiten zu gehen, nein, das kommt ihr nicht in den Sinn. Bis ihre Granny im Sterben liegt und sie damit beauftragt die Perlenkette ausfindig zu machen. Nun kommt endlich wieder Elan in Sophia.

- USA -
Hier lebt Dominic, der Dokumentarfilmer kommt gerade aus Ecuador zurück wo er einige Zeit seinem Job nachgegangen ist. Diese Auszeit kam ihr sehr recht, denn kurz vorher hat ihn von jetzt auf gleich seine Frau Calgary verlassen. Grund:Er wollte gerne eine Familie gründen, sie aber nicht, denn ihre Karriere ist viel wichtiger, als plärrende und schmutzige Kinder. Zudem benahm sich Calgary immer sehr gefühlskalt, unnahbar, überheblich und oftmals schroff gegenüber Dominic, so das er sich auch nicht mehr richtig wohl fühlte in der Ehe. Doch statt zu kämpfen, schmiss Calgary alles hin und räumt ihm noch die Wohnung aus, außer einem Sessel und einer Matratze ließ sie ihm nichts.

- Japan -
Hier lebt die Muscheltaucherin Manami mit ihrer Großmutter und ihrer Tochter Aiko. Hatte Manami in den Muscheln Perlen gefunden, was extrem selten vorkam, hat sie diese nicht ihrem Chef abgegeben, sondern selbst behalten und heimlich unter einem losen Dielenbrett in ihrer Hütte gesammelt, für ein besseres Leben, welches sie ihrer kleinen Tochter Aiko bieten wollte. Doch bei einem Tauchgang kommt es zur Katastrophe und Manami stirbt. Jahre später macht sich Aiko auf den Weg nach Tokyo, mit den Perlen um dort ein besseres Leben zu beginnen, doch das ist gar nicht so einfach.

Dann gibt es neben diesen Kapiteln, die in verschiedenen Ländern spielen, noch Rückblenden, wie z.b. das Leben von Sophia´s Granny war, die Kindheit, die Jugend, als sie ihren Mann kennenlernte und wie sie eine berühmte Schauspielerin wurde. Diese Geschichte hat mir besonders gut gefallen, denn durch den Krieg in den 1930er Jahren ist das Leben schwer gewesen und Granny musste sich noch um ihren schwer verwundeten Vater kümmern, der aus dem Krieg zurückkam. Ihre Mutter vertrieb sich die Zeit lieber mit einem neuen Mann und ließ Tilly und ihren Vater im Stich. Als Belohnung bekam Tilly dann zum 18. Geburtstag die besagte Perlenkette und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. 

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Tags: england, heyne, japan, liebe, perlen, roman, usa   (7)
 

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freundschaft, familiengeheimnis, england

In der Stunde der Dämmerung

Nicci Gerrard ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 09.11.2015
ISBN 9783833310294
Genre: Romane

Rezension:

Kurz zur Geschichte
Die 94jährige Eleanor lebt alleine in einem großen alten Haus, direkt am Waldrand mit Blick zum Meer. Doch leider ist sie fast blind und hätte deswegen beinahe das ganze Haus abgefackelt. Ihre Kinder legen ihr nahe, das Cottage zu verkaufen und zu einem von ihnen zu ziehen. Doch vorher beauftragt Eleanor Peter, einen jungen Mann der nicht zur Familie gehört und lässt sich durch ihn ihre Unterlagen und Papiere ordnen, ausmisten und sortieren. Wegen irgendetwas möchte Eleanor nicht, das eines ihres Kinder oder Enkelkinder die Briefe und Dokumente in die Hände bekommt. Peter und Eleanor freunden sich in dieser kurzen intensiven Zeit an und so nach und nach lüftet sie Peter gegenüber das bisher gut gehütete Geheimnis.

Meine Meinung
Der Roman von Nicci Gerrard (die weibliche Hälfte des Autoren-Duos Nicci French) ist eine wundervolle Familiengeschichte, die ich an einem Tag durchgelesen habe. Die Charaktere sind so liebevoll und wunderbar beschrieben, Eleanor habe ich sofort ins Herz geschlossen, da sie ab und zu auch echt gute Sprüche und Antworten auf Lager hat. Mit 94 Jahren ist sie ziemlich gut drauf, alt und stur, bockig und eigenwillig, aber leider nicht mehr in der Lage allein in diesem großen Haus so abgeschieden zu leben. Man fühlt richtig mit ihr, als ihre Kinder ihr nahelegen, es doch zu verkaufen und so wird es vielen Menschen im normalen Leben auch ergehen. In einigen Textpassagen zeigt es einem auf, wie man sich später vielleicht einmal selbst fühlen wird, wenn man nicht mehr alles so machen kann wie mit 20 oder 30. Gut gelungen finde ich auch, wie sich die freundschaftlichen Bande zwischen der älteren Eleanor und dem wesentlich jüngeren Peter entwickeln, wie sie immer mehr Vertrauen fast und ihn dann in das große und lang gehütete Geheimnis einweiht. 
Peter und Eleanor unterhalten sich und gleich direkt im Anschluss geht das Gespräch in die damalige Situation über, in Rückblicken die Eleanor noch einmal aufleben lassen und an die sie sich oftmals bis ins kleinste Detail erinnern kann. Durch die alten Briefe, die Peter findet und ihr vorliest, öffnen sich Türen die über 70 Jahre verschlossen geblieben waren, aber niemals vergessen. Nicci Gerrard hat einen Schreibstil den ich als sehr romantisch, gefühlvoll, liebevoll, traurig, hoffnungsvoll und emotional empfunden habe. 
Ein toller Roman, den ich allen ans Herz legen kann, die gerne Bücher über Familiengeheimnisse lesen.

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