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208 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

jugendbuch, fangirl, fanfiction, college, rainbow rowell

Fangirl

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257009
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cath liebt Bücher, sie liebt aber vor allem die Bücher über ihren Lieblingsfandom Simon Snow. Simon Snow ist wie Harry Potter nur selbstverliebter, gemeiner und egoistischer. Aber das ist genau das, was Cath so anziehend findet. Sie schreibt Geschichten, sogenannte Fanfiction über Simon Snow und hat bereits zahlreiche Leser hinter sich. Doch ist das Leben Online und hinter den Buchdeckeln das einzig wahre Leben?

Cath. Cath ist wie ich. Wie ich mit 14 Jahren. Sie liebt Bücher, kommt nicht aus dem Zimmer heraus und schreibt den ganzen Tag Geschichten. So wie ich. Jedoch ist dieses Leben bei mir längst eine andere Geschichte und ich habe mich heraus getraut. Ins echte Leben. Cath fällt dieser Schritt ziemlich schwer und in manchen Momenten konnte ich dies sehr gut verstehen. Wenn du keinen oder wenig Kontakt zu deinen Mitmenschen hast, dann tun sie dir auch nicht weh. Cath erlebt über die Seiten hinweg eine tolle Entwicklung. Ich hatte das Gefühl, dass sie immer mutiger wird. Ich mag die Protagonistin sehr und konnte mich auch gut in sie hineinversetzen. Dies machte es mir leicht, der Geschichte zu folgen.

Die handelnden Nebencharaktere wie Caths Zwillingsschwester Wren, dem Schreibverrückten Nick oder dem geheimnisvollen Levi waren auch gut ausgearbeitet, jedoch konnte ich zu diesen Personen keine richtige Beziehung aufbauen. Der Schreibstil der Autorin war wie immer klasse, obwohl ich zu Beginn des Buches mehr Tempo erwartet hatte. Bis fast zur Mitte des Buches hat es sich schon etwas gezogen, jedoch waren diese Szenen wiederum wichtig für die zweite Hälfte. Alles in allem hat es für mich also dennoch gut gepasst und ich kam gut voran. Der Handlungsverlauf war für mich durchaus schlüssig und logisch aufgeteilt. Der Plot war perfekt strukturiert, sodass die einzelnen Handlungen der Charaktere aufeinander aufgebaut haben.

Besonders toll war die Einbindung der Textstellen aus dem Simon Snow Fandom, was der Geschichte eine einzigartige Würze verlieh. Es war sehr spannend, wie Cath sich in diese Welt ihres Fandoms hineinbegibt, darin wächst und ihre eigene Fantasie komplett ausspielen kann. Jedoch hat sie ihre Liebe des Schreibens durchaus mehr, als auf Simon Snow begrenzt und durch ihren Schreibkurs immer mehr dazugelernt. Es ist schön zu sehen, wie eine Protagonistin auf eine Reise der eigenen Kreativität gibt und sich stetig weiterentwickelt.

Eine ingesamt sehr runde Geschichte, die das Leben eines echten Fangirls perfekt widerspiegelt. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben und bin immer noch ganz in Caths Welt des Schreibens gefangen. Eine sehr schöne Geschichte, die ich euch weiterempfehlen kann.

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Tags: fangirl, jugendbuch, rainbowrowell   (3)
 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Drei Tage und ein Leben

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608981063
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

hörbuch

Drei Tage und ein Leben

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel , Torben Kessler
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783742401878
Genre: Romane

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399 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

1001 nacht, liebe, magie, orient, fluch

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Shahrzad ist geflohen.. sie musste, um den Mann zu schützen, der sie töten wollte, den sie liebte.
Ein grausamer Fluch liegt über Chaled, dem Kalifen von Chorasan, doch wie kann Shahrzad ihren Ehemann rettet. Würde sie sich selbst dafür opfern? Und der immer näher kommende Krieg voller Macht und Zerstörung. Kann Chorasan gerettet werden...

Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich mich sehr auf diesen Reihenabschluss gefreut habe. Da mir Zorn und Morgenröte bereits so gut gefallen hat, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an den Abschlussband der Dilogie von Renée Ahdieh. Ich kam auch direkt wieder in der Geschichte an, obwohl längere Zeit des Lesens zwischen dem ersten und dem zweiten Band lag. Der Schreibstil der Autorin kam mir direkt wieder vertraut vor. Der flüssige, mitreißende Stil lässt den Leser eintauchen in die Welt aus 1001 Nacht, es fühlt sich an, als hätte man die Welt nie hinter sich gelassen. Der zweite Band knüpft demnach direkt am Ende des ersten an.

Die dramatische Szenerie hält den Leser in Atem, lässt einen die Welt voller Gier, Macht und Krieg spüren, aber dennoch verliert man nicht die romantische Seite der Liebenden in diesem Abenteuer.
Die Charaktere erleben im zweiten Band nochmal eine rasende Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Vor allem Chalid lernt man deutlich besser kennen und auch Shahrzad gewinnt immer mehr Eigenschaften dazu, die ich bisher nicht entdecken konnte. Ihre weiche Seite entweicht immer häufiger ihrem harten Kern und dennoch ist sie weiterhin sehr mutig und kämpft für ihre Ideale.

Die Handlungsstränge der Nebencharaktere, wie die Irsas, der kleinen Schwester Shahrzads, aber auch die des Tarik waren sehr angenehm und der Leser erhält ein rundes Bild über die handelnden Personen in der Geschichte. Zudem ist der Autorin die Darstellung der Szenerie, sowie den Handlungsorten sehr gut gelungen. Weshalb ich es an dieser Stelle betonen muss. Sie schafft es dem Leser eine große Welt mit vielen Details näher zu bringen, so zu beschreiben, als fühlte man sich am gleichen Ort wie Shahrzad und Chalid wieder. Eine großartige Gabe und meiner Meinung nach das Alleinstellungsmerkmal ihrer Geschichten.

Was ich jedoch etwas schade fand war der Handlungsverlauf. Das Leben findet doch sehr lange in dem Kriegslager statt, in dem Shahrzad wie eine Gefangene mit ihrer Familie lebt. Von Chalid bekommt man leider kaum etwas mit. Immer wieder kleine Passagen lassen darauf schließen, was er gerade macht. In diesem Punkt hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Da der Roman aber dennoch kaum an Tempo verliert und die Dramatik am Ende ihren Höhepunkt findet, ist dies nicht weiter störend.

Der Abschlussband der Dilogie von Renée Ahdieh hat mir sehr gut gefallen. Die schöne Szenerie und die Entwicklung der Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, weshalb ich diese Reihe nur empfehlen kann. Wer in 1001 Nacht entführt werden möchte, liegt mit dieser Geschichte genau richtig.

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amoklauf, schule, jugendbuch, schulklasse, schullektüre

Was wir dachten, was wir taten

Lea-Lina Oppermann
Flexibler Einband
Erschienen bei Beltz, J, 10.07.2017
ISBN 9783407822987
Genre: Jugendbuch

Rezension:

»Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe.«
Nach dieser Durchsage ist nichts mehr, wie es vorher war. Ein Amoklauf an unserer Schule? Das hätte wohl keiner für möglich gehalten. Türen schließen, Gedanken ausschalten, Ruhe bewahren. Doch was ist wenn es plötzlich an der Tür klopft. Ein Leben retten oder das aller?

Als ich am Samstag die Lesung zu diesem Buch hörte, war ich mehr als überrascht. Dank Anka und der Wittwer Buchhandlung in Stuttgart, durften wir Lea-Lina Oppermann persönlich treffen und ihrer Lesung lauschen. Sie studiert Sprechkunst in Stuttgart und das hat man auch gemerkt. Ich habe mich gefühlt, wie auf einem Poetry Slam. Sie hat ganz toll und lebendig gelesen! In dieser Stimmung möchte ich nun mit euch in meine Rezension einsteigen.

In Lea-Lina Oppermann Roman werden einige Geheimnisse aufgedeckt. Und dies alles während einer Matheklausur in 4 Wänden. Der Handlungsort ein Klassenraum, aus dem keiner entfliehen kann. Als ein maskierter Mann mit entsicherter Pistole durch die Gänge läuft, verliert der ein oder andere seine wahre Gestalt und offenbart wer er wirklich ist. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von der Streberin Fiona, dem Klassenchaot Mark und dem Lehrer Herr Filler.
Die unterschiedlichen Perspektiven lassen den Leser in verschiedenste Gefühlswelten eintauchen und man erlebt die Geschehnisse aus der Sicht von Schülern und die des Lehrers.

Erschreckend ist, was dieser Ausnahmezustand mit den Gefühlen der handelnden Personen anrichtet. Man stellt sich des öfteren die Frage, wie man selbst reagieren würde. Würde man auf die Psychospielchen des Amokläufers reagieren? Würde man versuchen ihn zu überwältigen? oder würde man einfach nichts tun und alles machen, um sich und die anderen zu retten?
Eine sehr verzwickte Situation, die ganze 143 Minuten andauern wird. Hat man überhaupt ein Zeitgefühl oder kommt es einem vor, als würde man mehrere Tage festsitzen. All diese Situationen habe ich während dem Lesen durchgespielt und mich dadurch intensiver mit der Geschichte auseinandergesetzt, als ich es gedacht hätte.

Den Roman aus der Hand zu legen war kaum möglich! Man gelangt in einen richtigen Lesefluss, aus dem man nicht entfliehen kann. Man fühlt sich gefangen, wie die Schüler im Klassenzimmer. Die Autorin lässt einen nicht mehr los und erzählt bildhaft und lebendig, sodass man sich fühlt, als wäre man dabei. Durch das sehr wichtige Thema und den mehr als ernsten Hintergrund, muss dieses Buch Gehör finden und wer so schreibt wie Lea-Lina wird dies auch finden. Dieser Roman bietet sehr viel Diskussionspotenzial und hat es verdient gelesen zu werden.


"Kann sein, dass es dich verändert.
Kann sein, es lässt dich kalt.
Kann sein, dass du schon davon gehört hast, im Fernsehen oder in den Schlagzeilen.
So viele Reporter, die darüber berichtet haben, Fotos geknipst und mit dem Rektor gesprochen ...
Wenn ja, vergiss es, nichts davon ist wahr.
Wir werden dir erzählen, was wirklich passiert ist.
Wir waren dabei."

Quelle: Rückseite des Buches

Ein Roman, so garnicht normal, bildhaft, erschreckend und genial zugleich. Lea-Lina Oppermann ist eine Künstlerin der Worte und ich bin froh diese Geschichte gelesen zu haben. Sie schreibt sehr lebendig und ohne Scham, einfach genial. Eine literarische Glanzleistung!


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40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

familie, pusteblumentage, jugendbuch, leben, sterben

Pusteblumentage

Rebecca Westcott , Barbara Lehnerer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Pusteblumentage geht es um eine Familie, wie sie im Bilderbuch steht. Trotz des autistischen Sohns Isaac spielt das Leben, wie es sein soll. Liv geht in die High School, erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn einer 12-Jährigen und ist glücklich. Doch dann wird ihre Mutter plötzlich schwer krank und ihr schönes Leben scheint zu zerbrechen. Gibt es noch Hoffnung oder ist der Krebs schon zu weit fortgeschritten?

Die Handlung spielt aus der Sicht von Liv. Einem ganz süßen jungen Mädchen, das sich für Fotografie und die schönen Dinge des Lebens. Sie erlebt die normalen Zickereien im Unterricht, aber hat immer ihre beste Freundin Alice an ihrer Seite. Sie hat ein wunderbares Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr ihre alten Tagebücher anvertraut, damit sie ihre Teenager Probleme in Griff bekommt. Eine sehr schöne Geste und zeigt wie gut sich Liv mit ihrer Mum versteht. Ihr Vater ist Fotograf und besitzt ein eigenes Studio. Daher auch die Leidenschaft für Fotografie bei Liv, die ihre Kamera überall hin mitnimmt. Isaac ist Livs großer Bruder und leidet am Asperger Syndrom. Klare Regeln und Strukturen sind wichtig für ihn und von Fremden möchte er sich nicht anfassen lassen.

Im Laufe der Geschichte lernt man Liv auf unterschiedliche Weise kennen. Sie hat eine sehr starke, erwachsene Haltung ist aber dennoch sehr verletzlich. Als ihre Mum an Krebs erkrankt, spürt man deutlich Livs Gefühlschaos und ich persönlich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Diese Leere und Kraftlosigkeit in ihrem inneren, ist genau so wie ist es in Realität ist. Rebecca Westcott
hat sich offensichtlich sehr detailliert mit dem Thema auseinandergesetzt und der Leser spürt die Empathie dahinter. Sie schreibt sehr berührend und hoch emotional.

Auf den 200 Seiten erlebt man die glücklichsten Momente einer tollen Familie, sowie den Schmerz, die Hoffnung und das Leid in einem. Man erlebt Liv in allen Stadien der Trauer. Von Wut, zur Verleumdung bis hin zur Akzeptanz. Eine tolle Art, ein Jugendbuch
mit so viel Wahrheit und Realität zu fühlen. Ich habe auch an der ein oder anderen Stelle geweint, weil die Autorin mit so viel Herz, die Szenerie in meine Seele transportiert hat.

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Tags: dtv-junior, pusteblumentage   (2)
 
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