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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kurzroman, zimtzauber, familie, winterwonderland, wahrsagerei

Zimtzauber

Katrin Koppold
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei Aureolus Verlag: Inhaberin Katrin Hohme, 28.11.2016
ISBN B01N1M4PJY
Genre: Romane

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65 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

kalifornien, museum, young adult, surfer, chatten

Annähernd Alex

Jenn Bennett , Claudia Max
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560353
Genre: Jugendbuch

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33 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

molly mcadams, trauer, verlust, thatch, mira taschenbuch verlag

Letting Go - Wenn ich falle

Molly McAdams , Justine Kapeller
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.12.2016
ISBN 9783956496295
Genre: Liebesromane

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108 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

kylie scott, sex, love, lyx verlag, jennysbuecherwelt

Crazy, Sexy, Love

Kylie Scott , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783736301993
Genre: Liebesromane

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(1.145)

1.859 Bibliotheken, 19 Leser, 3 Gruppen, 43 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, zauberer, magie

Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.02.2006
ISBN 9783551354020
Genre: Fantasy

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Tags: fantasy, freundschaft, harry potter, hogwarts, internat, kammer des schreckens, magie, phoenix, schule, vertrauen, zauberei, zauberer   (12)
 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

freundschaft, musik, ro, punk, london

Die wilde Ballade vom lauten Leben

Joseph O'Connor , Malte Krutzsch
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 07.05.2015
ISBN 9783100022967
Genre: Romane

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103 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

essays, kurzgeschichten, liebe, erzählungen, yale

Das Gegenteil von Einsamkeit

Marina Keegan , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2016
ISBN 9783596032426
Genre: Romane

Rezension:

„Ich träume von der Vergangenheit, davon was hätte passieren können oder passieren sollen oder nie passiert ist. Sie träumen von der Zukunft. Sie sind jung, Sam. Im Augenblick ist Ihnen das nicht klar, aber Sie sind sehr jung.“ (S. 96)

Wenige Tage nach ihrem Yale-Abschluss starb Marina Keegan mit nur 22 Jahren bei einem Autounfall. Sie war ein Ausnahmetalent, das der Welt brillante Texte voller Lebenslust hinterließ. Selbstbewusst und authentisch schrieb sie über Themen, die sie wie auch viele andere junge Erwachsene beschäftigten: Liebe, Lust, Eifersucht, Selbstzweifel, Geborgenheit, Ablenkung, Familie und Zukunft.
Marina Keegans Stories und Essays feiern den Moment, begeistern durch ihre Hoffnung, sind rhythmisch und klangvoll, melancholisch und geistreich.

Dieses Buch ist ein buntes Sammelsurium an Stories und Essays, die sich in ihrer Thematik voneinander unterscheiden, aber auch eine Gemeinsamkeit haben: sie bringen einen zum nachdenken und genau das ist es, worauf Marina Keegans Texte abzielen.
Sie lassen uns innehalten, unruhig werden, Fragen stellen und inspirieren uns vielleicht sogar dazu die Welt nicht nur oberflächlich zu betrachten, sondern als einen Ort, wo Menschen lieben, zerbrechen und Träume haben.
Und am Ende? Läuft das Leben anders, als wie in unserer Vorstellung ausgemalt. Wichtig dabei ist, dass wir uns vergegenwärtigen, dass es nie zu spät ist etwas zu ändern.

„[…] wenn wir aufgeben und ausgehen, schleicht sich so ein Gefühl in unser kollektives Bewusstsein, dass es irgendwie zu spät ist. Dass uns andere irgendwie voraus sind. Vollkommener, spezialisierter sind. Mehr auf dem Weg, irgendwie die Welt zu retten, etwas zu schaffen, zu erfinden oder zu verbessern. Dass es schon zu spät ist, noch mal ganz von vorne anzufangen […]. Wir dürfen nicht vergessen, dass uns immer noch alles offensteht. Wir können es uns anders überlegen.“ (S. 29 f.)

Das paradoxe daran: mir ging genau dieser Gedanke durch den Kopf, als ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen habe. Marina Keegan erschien mir als wäre sie mir voraus, sie die Vollkommene, die auf dem Weg ist die Welt alleine mit ihren Worten zu verbessern. Und ja, sie hat recht. Wir sehen andere Personen (ob in den Medien oder in unserem unmittelbaren Umfeld) und fragen uns, warum schaffen sie es so AKTIV zu sein?
Am Ende ist es doch ein ewiger, nie endender Kreislauf. Denn auch diese Personen haben jenen Gedankengang. Wir sollten unsere Zeit nicht damit vergeuden darüber nachzudenken „wie es sein könnte“ oder „was andere haben“. Wir sollten uns Ziele setzten und unseren Vorbildern folgen – etwas zu tun. Und nicht stehenbleiben und andere dabei beobachten, wie sie laufen und laufen und laufen, sondern selbst dort vorne sein. Und haben wir dass getan, dann können wir später auf unser Leben blicken und Stolz sein, als trübselig über unsere vergeudete Zeit zu trauern.

Aber kommen wir von der Grundessenz zum Aufbau des Buches. Es besteht aus drei Teilen…

Zu Anfang gibt es eine bündige Einleitung von Anne Fadiman, die einst Marina Keegans Dozentin in Yale war. Sie gewährt uns eine Einblick in ihre Erinnerungen an Marina, wie sie war, was sie wollte und was sie antrieb. Man darf Marina und ihren Charakter durch die Augen einer anderen Person kennenlernen und bekommt dadurch vielleicht auch einen andere Blick auf die nachstehenden Texte.

Es folgt ihre Abschlussrede von Yale, die den Titel „Das Gegenteil von Einsamkeit“ trägt und im Titel des Buches aufgegriffen wurde. Sie erinnert den ein oder anderen sicherlich an manch einen amerikanischen Film, wenn am Ende die obligatorische Rede gehalten wird und die Absolventenkappen durch die Luft fliegen…

„Bewegen wir etwas in der Welt.“ (S. 31)

Umso trauriger liest sich natürlich dieser Text, mit dem Blick auf das Schicksal der Rednerin, die kaum Zeit hatte, etwas in der Welt zu bewegen. Aber mit diesem Buch hat sie (wie von ihr gewünscht) ihre Fußabdrücke hinterlassen.

Es folgen insgesamt 9 Stories mit unterschiedlichen Themen:

Kalte Idylle. Diese Kurzgeschichte hat mir am Besten gefallen. Sie handelt von einer jungen Studentin, die über den Tod ihres Kommilitonen trauert. Sie haben sich gemocht, doch dass was zwischen ihnen war, wagten sie noch nicht zu bezeichnen. Hier geht es um Schmerz, Trauer, Wut und ein Tagebuch, welches die Wahrheit offenbart. Man leidet mit Claire und wird von dem eindringlichen melodischen Schreibstil vereinnahmt. Hier wird nichts romantisiert oder beschönigt.

Winterferien. Eine Studentin ist frisch und glücklich verliebt. Sie genießt die gemeinsame Zeit mit ihrem Freund, doch sieht gleichzeitig auch den Verfall ihrer Familie beobachtet, verdrängt und sieht dennoch in welches Unglück sich Liebe verrennen kann.

Vorlesen. Diese Stories hat mich kurzzeitig an „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink erinnert. Eine ältere Frau, die in ihrer Ehe unglücklich ist, liest einem blinden jungen Mann vor und entdeckt dabei ihre Lust und Leidenschaft wieder. Diese Kurzgeschichte hat mir weniger gut gefallen, vielleicht weil sie in einem starken Kontrast zu den zwei vorherigen Stories steht.

Die Naive. Ein Paar, welche sich aufgrund der Ferne auseinandergelebt hat. Stoisch, frustriertes Verhalten führt zu einer Abneigung und ein Spiel offenbart eine Lüge und den wahren Charakter der Person, die man dachte zu kennen. Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn das Ende bei mir Fragen aufgeworfen hat.

Des Weiteren gibt es eine Kurzgeschichte, die allein aus E-Mails aufgebaut ist und ein aktuelles Thema aufgreift. Auch eine weihnachtliche Kurzgeschichte ist vorhanden.

Marina Keegan schafft es die Gefühle ihrer Charaktere auf den Leser zu übertragen und das ist wirklich eine Kunst. Schließlich sind die Geschichten immer nur wenige Seiten lang. Ich war beim lesen traurig, müde, frustriert, verwirrt und berührt.
Zwar hat mich nicht jede der Stories zu 100% überzeugen können, aber ich wurde gut unterhalten und wenn man die Einleitung im Hinterkopf behält, weiß man, dass die Autorin selbst sicherlich noch den ein oder anderen Satz verändert hätte…

Zuletzt folgen 8 Essays, die von …

der Liebe zum ersten Auto (super unterhaltsam und amüsant zu lesen!) gestrandete Wale und unsere Empfindungen dabei Glutenunverträglichkeit und daraus resultierenden Einschränkungen unserer Erde, Planeten und der Raumfahrt einem Kammerjäger den die Gesellschaft braucht, aber meidet die vermehrten Anwerbung von Studenten in den Consulting- und Finanzsektor dem Fremdsein in der Ferne der Sehnsucht danach, seine Fußspuren zu hinterlassen

… handeln.

Man kann dieses Buch häppchenweise genießen oder (wie ich) an nur einem Tag verschlingen. Mir hat diese Sammlung von unterschiedlichen Texten gut gefallen und ich habe mich machmal in meinen „Kreatives Schreiben“-Kurs an der Uni zurückversetzt gefühlt.
Natürlich kann nicht jede Store überzeugen, denn die Autorin war noch jung, stand am Anfang ihrer literarischen Karriere. Doch ihre eindringliche Erzählerstimme und die dadurch entstehenden Bilder haben mich von Anfang an erreicht und das gesamte Buch hat mich auch zum nachdenken gebracht.


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Tags: emotional, essays, gedanken, kurzgeschichten, literarischer fußabdruck, marina keegan, stories, yale, zukunftsangst, zukunftsgedanken   (10)
 

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271 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

frigid, jennifer l. armentrout, piper, new adult, liebe

Frigid

J. Lynn , Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492309851
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: friendzone, frigid, gefühle, gefühlschaos, jennifer l. armentrout, j.lynn, kälte, liebe, new adult, romantik, weihnachten, winter   (12)
 

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45 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

reihen-bände

Auf den ersten Blick

Stephanie Perkins , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.09.2016
ISBN 9783401601830
Genre: Jugendbuch

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(1.992)

3.027 Bibliotheken, 64 Leser, 7 Gruppen, 258 Rezensionen

liebe, lux, onyx, daemon, fantasy

Onyx - Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2014
ISBN 9783551583321
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: aliens, außerirdische, entscheidungen, fantasy, freundschaft, katy & daemon, licht, lux, mutation, obsidian, verlust   (11)
 

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(1.336)

2.078 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 193 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, lux, aliens

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: aliens, arum, außerirdische, fantasy, freundschaft, gefahr, geheimnis, katy & daemon, licht, liebe, lux, obsidian   (12)
 

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(107)

213 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

familie, laufen, dystopie, endzeit, apokalypse

Am Ende aller Zeiten

Adrian J Walker , Nadine Püschel , Gesine Schröder
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.08.2016
ISBN 9783596037049
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

entführung, paper swan, liebe, freundschaft, gewalt

Paper Swan - Ich will dich nicht lieben

Leylah Attar , Patricia Woitynek
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302891
Genre: Romane

Rezension:

„Denn die menschliche Psyche ist ein fragiles System, wie ein Eidotter, der nur von einer brüchigen Schale geschützt wird – ein Riss, schon läuft er aus.“ (pos. 987)

Als Skye Sedgewick im stickigen Kofferraum eines fahrenden Autos aufwacht, rechnet sie mit ihrem sicheren Tod. Doch ihr Entführer lässt sie am Leben und verschleppt Skye stattdessen auf ein kleines Boot, wo er sie mehrere Wochen gefangen hält.
Auf hoher See und ohne Ziel hat Skye bald alle Hoffnung verloren, dass man sie findet und befreit. Und mit jedem anbrechenden Tag sehnt sie sich mehr nach Erlösung. Sie kann an nichts anderes mehr denken, als an ihren bevorstehenden Tod – und an Esteban, den wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Als Kinder waren sie einst unzertrennlich, bis Esteban von einem Tag auf den anderen einfach aus ihrem Leben verschwand.
Skyes sehnlichster Wunsch war es, ihn eines Tages wiederzusehen, doch diese Hoffnung stirbt mit jedem Blick in die eiskalten Augen ihres Entführers. Bis Skye erkennt, dass sie sich in diesen Augen schon einmal verloren und ihr Entführer sie nicht zufällig ausgewählt hat…

Der Roman ist in insgesamt fünf Teile aufgeteilt. Diese Teile bestehen aus einzelnen Unterkapiteln und werden aus insgesamt drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wobei es hier einen Er-/Sie- Erzähler gibt.
Da hätten wir einmal die Sicht auf Skye, die sich in den Händen eines Entführers befindet. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit, wo wir mehr von dem kleinen Jungen Esteban erfahren, der einst mit Skye befreundet war. Zuletzt gibt es dann noch einen Blick auf Damian, den Entführer von Skye.

Durch diese unterschiedlichen Blickwinkel bekommt man eine sehr gute Sicht auf die Handlungszusammenhänge und die Gefühlswelt der Protagonisten. Der Roman lässt einen dadurch tief in das Geschehen eintauchen und einfühlen. Man lernt die Charaktere verstehen und kann sehr gut mit ihnen mitfühlen.

Was die sprachliche Gestaltung betrifft, konnte mich dieser Roman von Leylah Attar durchaus überzeugen. Er hat mir einen relativ guten Einstieg ermöglicht, wobei einige Begriffe, wie u.a. „Kaleidoskop“, „Seidengeorgette“ und „kolportieren“ sich negativ auf den Lesefluss ausgewirkt haben. Derartige Wörter wirken manchmal schwerfällig.
Dennoch hat mir der (an einigen Stellen) schwermütige, fast sehnsuchtsvoll wirkende Stil sehr gut gefallen.

„[…] da sah ich zum ersten Mal seine Augen. Sie waren dunkel. Schwarz. Aber eine Art von Schwarz, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. Schwarz stand für sich allein. Es kannte keine Abstufungen. Schwarz war absolut und undurchdringlich. Es absorbierte sämtliche Farben. Wenn man in die Schwärze hinabstürzte, verschluckte sie einen ganz. Dennoch war dies hier eine andere Art von Schwarz. Schwarzes Eis und glühende Kohle. Brunnenwasser und Wüstennacht.“ (pos. 373)

Dieser Schreibstil besitzt eine fast schon schwärmerische Art, wirkt dabei manchmal aber auch zu sehr gewollt. Mir persönlich gefallen derartige Umschreibungen und habe daher auch immer wieder Stellen im Text markiert. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass diese Stellen für den ein oder anderen Leser erdrückend erscheinen.
Zudem besteht hierdurch die Gefahr, dass sich die Story an derartigen Stellen verfängt. Doch hier kann ich beruhigen… nach einem solchen Absatz, findet die Autorin immer wieder in die Handlung zurück. ;-)

Zu Beginn findet man sich sofort in der besagten Entführungssituation wieder. Hier fiebert man natürlich mit und möchte wissen, was als nächstes passiert. Was hat der Entführer mit Skye vor? Warum hat er sich für sie entschieden? Wird sie ihm entkommen können? Hier war der Roman mit Spannung aufgeladen und ich (die kaum zu einem Thriller greift), war gefesselt von der Situation und den Zusammenhängen, die sich langsam entknoten.

Mit dem zweiten Teil, der einen Rückblick in die Vergangenheit beinhaltet, bin ich jedoch in ein kleines Loch gefallen, was den Spannungsbogen betrifft. Natürlich habe ich geahnt, dass eben dieser Teil zum Verständnis der Entführung beiträgt, doch ich wollte in diesem Moment wissen, was sich weiterhin in der Gegenwart ereignet.
Nach einigen Seiten hat mich jedoch der gegebene Handlungsstrang, der aus der Kindheit von Skye und Esteban erzählt, um den Finger gewickelt und mich die Entführung beinahe vergessen lassen.

Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Da hätten wir einmal Skye. Sie ist eine junge Frau aus einem reichen Elternhaus, die von ihrem Vater immer geliebt, beschützt und verwöhnt wurde. Zu Anfang erschien sie mir ziemlich verzogen und ja, manchmal auch unsympathisch. Aber sie findet sich selbst wieder, wirkt bodenständiger und wird wieder zu dem Mädchen von früher, welches mit Esteban durchs Haus läuft und sich über seine Origami – Tierchen freut. Nichts ahnend, in welchen dunklen Machenschaften ihr Vater verstrickt ist.
Esteban, der Sohn von Skyes „Nanny“ (MaMaLu genannt), bekommt dies jedoch schon bald schmerzhaft zu spüren und muss einen hohen Preis zahlen.
Die Wege der Kinder trennen sich. Missverständnisse führen zu Rachegedanken. Der hierdurch entstehende Strudel hat mich mitfiebern und mitleiden lassen. Der Handlungsverlauf und die Frage danach, wie die Vergangenheit sich auf die Gegenwart ausgewirkt hat, hat mich an die Geschichte gefesselt und die wurde für mich dadurch zu einem wirklichen Pageturner, trotz kleineren Einbrüchen.

„Soll ich dir sagen, was wir sind, Skye?“
„Wir sind der Sand, der noch nicht fortgespült wurde.“ (pos. 2921)

Darüber hinaus hat mir die Atmosphäre gefallen. Zum einem spielt die Geschichte teilweise in Mexiko. Hierdurch fallen auch immer wieder spanische Begriffe, die jedoch kein sprachliches Vorwissen voraussetzen. Dies verleiht dem Roman aber seinen besonderen Charme.
Zudem bekommt man einen Blick auf die Armut des Landes und die Mafia Strukturen. In einem solchen Maße, dass man nachvollziehen kann, wie schnell man sich in einem solchen Strudel wiederfindet, in dem Erpressung, Gewalt und taktisches Schweigen an der Tagesordnung sind.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich dieser Roman – der eine gefühlvolle Liebesgeschichte mit Thriller Elementen beinhaltet – gut unterhalten hat. Er blieb bis zuletzt spannend.
Die Liebesgeschichte besitzt eine Tiefe, die hier keineswegs auf das Stockholm-Syndrom [*Opfer fühlt sich zum Entführer hingezogen] abzielt.
Zwar war das ein oder andere vorhersehbar, doch die Handlung konnte mich in entscheidenden Momenten auch überraschen, berühren und mitfühlen lassen.
Meiner Meinung nach ist „Paper Swan“ ein gelungener Roman, mit einem ansprechenden Handlungsverlauf für spannende und auch romantische Lesestunden.

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Tags: entführung, falsche entscheidungen, freundschaft, gefühlsverwirrungen, gewalt, liebe, mafia, mexiko, paper swan, rache   (10)
 

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(180)

363 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

elle kennedy, liebe, the deal, reine verhandlungssache, new adult

The Deal – Reine Verhandlungssache

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2016
ISBN 9783492308571
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Manchmal tritt eine Person in dein Leben, und plötzlich kannst du dir gar nicht mehr vorstellen, jemals ohne sie gelebt zu haben. […] Ohne diesen einen wichtigen Menschen in deinem Leben.“ (S. 296)

Hannah hat es erwischt. Doch während sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, bringt sie ihrem Schwarm Julian gegenüber kein Wort heraus.
Sie scheint verzweifelt. Warum sonst hätte sie sich auf das Angebot von Garrett Graham, dem selbstverliebten und sturen Captain des Eishockey- Teams einlassen sollen?
Der von ihm vorgeschlagene Deal:
Sie gibt ihm Nachhilfe, damit er die Zwischenprüfung besteht, und er steigert Hannahs Popularität auf dem Campus, indem er so tut, als wäre sie sein Date. Vielleicht wird ihr Schwarm dann endlich auf sie aufmerksam…

Zugegeben, im ersten Moment erschien mir die Inhaltsbeschreibung des Klappentextes weniger überraschend für dieses Genre zu sein, aber nach den ersten gelesenen Seiten hat mich diese Geschichte sogartig gefesselt und das bis zur letzten Seite.

Schuld daran, waren sicherlich vor allem die Charaktere. Der Roman wird jeweils abwechselnd aus zwei Sichten erzählt. Während Hannah mir sofort sympathisch erschien, konnte ich mit Garrett hingegen (vorerst) eher weniger anfangen.

Er wirkte auf mich unheimlich kindisch in seinem Verhalten und insbesondere in seiner Denkweise, die mich ziemlich genervt hat. Er ist arrogant, selbstverliebt und genießt sein Leben in vollen Zügen. Aber hey, er ist ein Kerl und dieser Aspekt wird insbesondere zu Beginn von der Autorin – wenn auch ein wenig überspitzt – dargestellt.
Aber ich kann hier beruhigen: man lernt ihn besser kennen, lernt ihn zu verstehen und während auch er selbst im Verlauf der Handlung einen Blick für sich bekommt, wächst er einem durchaus ans Herz und man kommt dabei vielleicht sogar ins schwärmen. ;-)
Hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern, der jedoch durch seinen Ehrgeiz und durch seine, an sich selbst auferlegten Regeln, nicht sofort ersichtlich ist. Eishockey ist für ihn mehr als nur eine Sportart. Der Grund hierfür ist in seiner Kindheit verwurzelt und steht im Zusammenhang mit seinem Vater. Zu diesem hat er ein sehr schlechtes Verhältnis. Warum? Verrate ich natürlich nicht, dass kann jeder für sich selbst herausfinden…

Hannah hingegen steht mit beiden Füßen auf dem Boden. Sie ist kein Mauerblümchen, keineswegs naiv, sondern einfach normal. Sie wirkt in ihrer Art sehr natürlich, was mir sehr gut gefallen hat. Sie studiert im Hauptfach Musik und befindet sich in den Vorbereitungen für ein Auswahlkonzert, als sie von Garrett um Nachhilfe „angefleht“ wird.
Auch sie ist fokussiert, denn von dem Konzert hängt einiges ab. Und auch sie hat eine Vergangenheit, die sie mehr als nur beeinflusst hat. Ebenso, wie das Leben ihrer Eltern, die ihr sehr wichtig sind. Hannah ist bodenständig.
Einen Freund hat sie nicht (die letzte Beziehung liegt ein Jahr zurück), aber sie schwärmt für Julian. Blöd nur, dass sie sich nicht dazu überwinden kann ihn einfach anzusprechen. Dabei ist sie eigentlich nicht schüchtern…
Im Gegenteil. Sie ist ehrlich und sagt auch ihre Meinung frei heraus, achtet jedoch auch darauf dem jeweils anderen dabei nicht auf die Füße zu treten. Nur bei Garrett ist das ein wenig anders.

Die beiden sind wie Katz- und Maus und die Dialoge zwischen den beiden bringen einem zum lachen und zum schmunzeln. Von den Momenten zwischen den beiden konnte ich wirklich nicht genug bekommen. Sie harmonieren unwahrscheinlich gut miteinander und es macht einfach total viel Spaß die langsam entstehende Freundschaft zwischen den beiden zu beobachten. Man schaut gebannt darauf, wie die Grenzen verwischen.

Und obwohl es hier durchaus erzählerische Parallelen zu bereits anderen Romanen in diesem Genre gibt (Zwei Charaktere, die durch ihre Vergangenheit „kaputt“ erscheinen, geben sich gegenseitig halt etc.), hat er mich vollkommen überzeugen können und zum weiterlesen animiert. Ich musste mich wirklich zwingen das Buch kurz mal beiseite zu legen. Ich wollte dauernd wissen, wie es denn nun weitergeht.
Klar, das Ende wird keine Überraschung sein, aber die Art wie die Autorin diese Geschichte erzählt, ist einfach nur toll. Sie lässt sich Zeit, sie überstürzt nichts und dadurch erscheint einem die Handlung so natürlich und authentisch.

Gerne vergebe ich daher 4 Papierblumen, weil mich Elle Kennedy mit dieser Geschichte voll und ganz überzeugen konnte. Die Idee mag vielleicht nicht neu sein, doch sie ist auf eine so natürlich Art erzählt, dass sie mich ins schwärmen bringen konnte und sehr oft zum schmunzeln gebracht hat.
Für Genrefans gibt es von mir daher eine klare Leseempfehlung!

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Tags: collage, deal, eishockey, freundschaft, häusliche gewalt, leistungsdruck, liebe, schwärmerei, vergewaltigung   (9)
 

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(90)

183 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

familie, rockstar, rockstars, baby, rockband

Rockstars küsst man nicht

Kylie Scott , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.04.2016
ISBN 9783736301504
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: erotik, familie, freundschaft, kylie scott, liebe, rockstars, schwangerschaft, stage dive, tournee, vertrauen   (10)
 

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(26)

70 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

mobbing, liebesroman, musik, liebe, musiker

No going back

Stephanie Monahan , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423717052
Genre: Jugendbuch

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(6)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

2015, liebesgeschichte, loslassen, selbstfindung

Helenas Männer

Franziska Stalmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diana, 08.09.2015
ISBN 9783453358614
Genre: Romane

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(33)

76 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

schule, uni, abitur, blog, freundschaft

School`s out - Jetzt fängt das Leben an!

Karolin Kolbe ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522504645
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(1.839)

2.674 Bibliotheken, 103 Leser, 4 Gruppen, 225 Rezensionen

liebe, hardin, tessa, anna todd, after

After truth

Anna Todd , Corinna Vierkant-Enßlin , Julia Walther
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2015
ISBN 9783453491175
Genre: Erotische Literatur

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(79)

133 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

new york, highschool, dunkle geheimnisse, ich. bin. so. glücklich., amoklauf

Ich. Bin. So. Glücklich.

Jessica Knoll ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei INK, 05.11.2015
ISBN 9783863960865
Genre: Krimi und Thriller

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(3.347)

4.334 Bibliotheken, 117 Leser, 16 Gruppen, 132 Rezensionen

fantasy, winterfell, das lied von eis und feuer, westeros, intrigen

Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.12.2010
ISBN 9783442267743
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(33)

82 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

geheimnisse, wg, lügen, mündigkeit, venice beach

Little Secrets - Lügen unter Freunden

M.G. Reyes , Alessa Krempel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.10.2016
ISBN 9783959670654
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Kennst du das Gefühl, wenn sich durch einen Anruf von einer Minute zur anderen plötzlich alles verändert? Und zwar unumkehrbar? Du kommst an eine Wegkreuzung und musst dich entscheiden, ob du links oder rechts langgehst.“ (S. 280)

Es klingt, wie die Erfüllung eines Traums: Vier Mädchen und zwei Jungs – die sich kaum bis überhaupt nicht kennen – ziehen in ein Haus am Venice Beach. Die Vormundschaft ihrer Eltern sind sie los. Jeder von ihnen aus einem anderen Grund. Nur eines haben sie nun ganz klar gemeinsam: Sie sind nun mündig. Die große Freiheit liegt vor ihnen und die Wohngemeinschaft wird zu ihrer neuen Familie.
Aber zwischen den sechs Teenagern steht ein dunkles Geheimnis. Als dann eine brisante Lüge auffliegt, beginnt ein gefährliches Spiel, bei dem bald jeder nur seine eigene Haut retten will.

Grace und Candace sind Stiefschwestern, die sich jedoch gut verstehen. Während Grace die Artige ist, träumt Candace von einer Karriere als Schauspielerin und hofft auf ihre erste Rolle in einer TV-Serie.
John-Michael ist der Verstoßene. Sein Vater hat in einst aus dem Haus gejagt. Bereits zu Beginn wird klar: er ist der interessanteste Charakter. Dann wäre da noch Paolo, der Tennisprofi oder soll ich besser sagen der „Schönling“? Er träumt davon Anwalt zu werden und verliert sein Herz an Lucy. Diese ist die Tochter eines bekannten Politikers, hält sich nicht an Regeln und liebt allein die Musik. Maya ist die jüngste von ihnen und ein Computergenie.
Zwischen all diesen Personen gibt es eine Verbindung, die nicht sofort ersichtlich ist. Dabei helfen jedoch die mysteriösen Telefongespräche, zwischen Ariana und „Charlie“. Wer sind die beiden? „Charlie“ hat einen Mord beobachtet. Der Leser muss entschlüsseln, wie der Mord im Zusammenhang mit den Bewohner des Strandhauses steht…

Was im ersten Moment spannend klingt, erfordert im nächsten eine hohes Maß an Konzentration. Auf den ersten Seiten geht es um Orientierung und die Vorstellung der Charaktere. Sie sind mit Informationen gespickt, die bei dem Leser an der Aufmerksamkeit zerren und gleichzeitig verwirrend erscheinen. Mir ist der Einstieg in diesen Young Adult Roman daher leider nicht leicht gefallen.

Man erfährt von den unterschiedlichen Wegen in die Mündigkeit. Doch was bedeutet das überhaupt? Jede/r Minderjährige der/ die mindestens 14 Jahre alt ist, darf beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf vorzeitige Erklärung der Mündigkeit einreichen. Die Eltern müssen diesem Antrag zustimmen und der/die Minderjährige muss seine finanziellen Mittel und Angelegenheiten selbständig regeln.

Die Mündigkeit wird zwar in einem kurzen Eingangstext kurz aufgezeigt, doch im weiteren Verlauf der Handlung erschien mir dieser Punkt vor allem als ein Mittel zum Zweck, die neu eingetroffene Lebenssituation zu erklären. Die Mündigkeit selbst, wird in diesem Roman nicht ausreichend und unglaubwürdig eingebunden. So gibt es einige Fragen die sich der Leser hier stellt, wie z.B. überhaupt die Einverständniserklärung der Eltern erwirkt werden konnte (wenn man das Verhalten des Kindes genauer betrachtet etc.) und wie bei einigen der Personen überhaupt der Lebensunterhalt finanziert wird.

Die Charaktere sind mir im Verlauf der Handlung nicht wirklich ans Herz gewachsen. Mir hat hier ganz klar ein Zugang zu den Protagonisten gefehlt, der durch den Erzählstil leider erschwert wird. Durch den hier gewählten Er-/ Sie Erzähler wird man auf Abstand gehalten und ein emotionaler Zugang bleibt einem hier verwehrt.

Der Schreibstil konnte mich leider nicht überzeugen. Permanente Wiederholungen der Namen (John-Michael mach dies… John-Michael sagt das… John-Michael denkt folgendes…) führen zu einem monotonen Lesefluss und das zerrt an der Aufmerksamkeit.
Die Dialoge zwischen den Charakteren wirken darüber hinaus mechanisch, zusammenhangslos und gekünstelt. Diese Künstlichkeit ist mir jedoch auch bei den Protagonisten selbst aufgefallen. Sie wirken manchmal nicht ihrem Alter entsprechend, sondern viel reifer. Dann wieder wirken sie naiv und unbeholfen.
Hier spreche ich ganz bewusste den hier aufgezeigten Umgang mit Drogen und Alkohol an. Wein wird wie Wasser getrunken und bei nebensächlichen Gesprächen wird einfach mal an einer Bong gezogen. Mögliche Konsequenzen werden nicht aufgezeigt. Der Konsum scheint hier das normalste von der Welt zu sein und das finde ich von der Autorin meiner Meinung nach (für ein Jugendbuch!) nicht akzeptabel umgesetzt.

Was die Handlung anbelangt kann ich sagen, dass es hier ganz klar an einem roten Faden fehlt…

Einige Personen erscheinen wie Gespenster, tauchen auf und werden dann nie wieder erwähnt. Sie sind nicht relevant. Einzelne Informationen werden in den Raum gestellt und sind zuvor nie zur Sprache gekommen. Der Leser fühlt sich hier überrannt. Einige Szenen sind für die Handlung dermaßen belanglos, dass man sie hätte streichen können. Sie ziehen den Roman nur unnötig in die Länge und lassen ihn zäh erscheinen. Einige Handlungsstränge spucken einem im Kopf herum, doch sie verlaufen sich im Sand. Fragen die hierbei auftreten werden nicht beantwortet. Diese muss man sich selbst zusammenreimen, was frustrierend wirkt. Immer wieder entsteht das Gefühl, dass man bei Momenten, die Spannung enthalten könnten ausgeschlossen wird. Stattdessen erfolgt der Wechsel zu einem anderen Charakter. Und wieder muss man sich in die Person und die aufgezeigte Situation einfinden, was anstrengend erscheint.

Man sucht nach Spannung, doch man findet sie kaum. Es gibt unzählige Geheimnisse. Jeder der Protagonisten kocht seine eigene Suppe und dieser werden dann am Ende (nicht wirklich zufriedenstellend) in einen Topf gegossen.

Was mich jedoch positiv angesprochen hat, war zum Ende hin das Zusammenspiel von John-Michael und Grace. Beide haben hier sehr gut miteinander harmoniert und von mir aus hätte die gesamte Geschichte nur mit den beiden Charakteren umgesetzt werden können. Vielleicht lag dies an der Ehrlichkeit zischen den beiden, die Wahrheit die hier ausgesprochen wird. Die beiden verstecken sich nicht mehr hinter ihren Lügen…

„Verlass dich nicht darauf, dass dich die Wahrheit schützt. Das ist Schwachsinn.“ (S. 291)

Was das Ende anbelangt war ich zuerst von dem Cliffhanger irritiert, bis ich dann festgestellt habe, dass es noch zwei weitere Teile geben wird…
Das Geheimnis jedoch erscheint teilweise gelüftet. Wer hier genau hinschaut und 1 + 1 zusammenzählt, der sieht die Fäden zwischen den Charakteren. Bei mir hat sich an diesem Punkt einfach nur ein Gefühl der Ernüchterung breit gemacht.

Ich habe auf einen spannenden Pageturner gehofft, doch ich wurde eines besseren belehrt. Leider bin ich nur durch dieses Buch geschlichen und war auf den letzten Seiten einfach nur froh, am Ende angekommen zu sein. Geheimnisse reihen sich an Geheimnisse und dennoch passiert nicht wirklich etwas. Am Ende wird es zwar interessanter, man hätte sich für den Verlauf der Handlung aber gewünscht, dass dieser Teil einfach bereits früher eingesetzt hätte.


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Tags: californien, geheimnisse, lügen, mündigkeit, venice beach, vormundschaft, wg, wohngemeinschaft, young adult   (9)
 

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liebe, cat jordan, freundschaft, sommer, jugendroman

Der Sommer, der uns trennte

Cat Jordan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"[...] und doch ... fühlte ich mich ruhig und gelassen, wie das Auge im Zentrum des Sturms. Ich hörte nichts, nicht einmal meine eigenen Gedanken. Und ich fühlte nichts - keine Angst, keine Anspannung, keine Trauer." (S. 124)

Middies Freund Nate wird vermisst. Man geht vom schlimmsten aus und Middies Gedanken wirbeln erbarmungslos durch ihren Kopf. Das darf nicht sein. Denn wenn es stimmt, bricht ihre Welt zusammen. Ihre Zukunft. Gemeinsam aufs College gehen, verloben, heiraten, all das würde es nie geben. Niemand scheint Middie in ihrem Schmerz zu verstehen. Bis auf Lee - Nates besten Freund, mit dem sie sich nie gut verstanden hat. Aber er ist der Einzige, an den sie sich anlehnen kann. Und plötzlich erwächst aus der gemeinsamen Sorge, etwas Neues…

Welches Ereignis hat dein Leben geprägt? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, wenn man gerade am Anfang seines Lebens steht und seine gesamte Zukunft noch vor sich hat. Doch die Antwort auf diese Frage ist Middies Schlüssel zu ihrer gemeinsamen Zukunft mit ihrem Freund Nate.
Weniger als ein Jahr bleiben ihr noch, um ihre Antwort in einem Aufsatz festzuhalten, den das Lewis & Clark College als Bewerbung fordert. Doch um diese Frage überhaupt beantworten zu können, muss sie zuerst herausfinden, wer sie überhaupt ist und was sie erreichen will.

Ihr Freund Nate ist da ganz anders und hat klare Pläne, in denen Middie einen festen Platz hat. Doch bis zum gemeinsamen Besuch am College bleibt noch ein ganzes Jahr. Nate hat sich dazu entschlossen diese Zeit im Ausland zu verbringen und eine Organisation in Honduras zu unterstützen. Er ist sehr reif für sein Alter und möchte etwas in der Welt bewirken. Zudem ist er sozial und umweltbewusst eingestellt und will später Medizin studieren. Nate ist der perfekte Schwiegersohn, den sich wohl jede Mutter für ihre Tochter wünscht.

"Zwischen Nate und mir war es nicht langweilig oder vorhersehbar; es war solide. Vertraut." (S. 37)

Doch kurz nach seiner Abreise wird Nate vermisst. Für Middie, die sich nun in ihrem letzten Schuljahr an der Highschool befindet, bricht eine Welt zusammen. Nates Pläne, waren auch ihre Pläne. Nun muss sie nicht nur mit dem Verlust ihres Freundes umgehen, sondern soll sich auch Gedanken um ihre Zukunft machen, die eigentlich bereits feststand. Und mit jedem neuen Tag wird ihr klar, dass Nates Träume nicht ihre sind.

An ihrer Seite hat sie dabei Lee. Er ist der beste Freund von Nate, aber ein ganz anderer Charakter. Er ist spontan, vorlaut und wild. Lee kommt aus zerrütteten Familienverhältnissen und besitzt eine „No Risk No Fun“ - Einstellung. Ihm ist es egal, wenn er anderen auf die Füße tritt, weil er es nicht darauf anlegt von anderen Menschen in seinem Umfeld gemocht zu werden. Nur die Freundschaft zu Nate ist ihm wichtig und auch er vermisst seinen besten Freund.

"Ich rufe dich an, wenn du mich brauchst." (S. 97)

Lee und Middie lernen sich besser kennen und unternehmen viel gemeinsam. Middie lernt dabei aber nicht nur den besten Freund ihres vermissten Freundes kennen, sondern auch sich selbst.

Der Schreibstil hat mich gut in die Geschichte hineinfinden lassen und mir dementsprechend auch ganz gut gefallen. An manchen Passagen wirkte er mir allerdings zu gewollt und kleinere Stellen wirken vielleicht auf den ein oder anderen Leser leicht verkitscht.

„Schneeflocken fielen wie Tränen, küssten das Glas.“ (S. 301)

Die Geschichte selbst ist sicherlich nicht neu und besitzt auch keine wahnsinnige Tiefe, so das sie einen sprachlos werden lässt. Dennoch wird man ein Teil von ihr und verfolgt die Handlung sehr gerne, weil sie keineswegs langweilig ist, sondern einen mit sich zieht. Man stellt sich hierbei einige Fragen bezüglich der Charaktere und deren Entwicklung, als auch zur Entwicklung der Handlung selbst. Welche Entscheidung trifft Middie für ihre Zukunft und was ist mit Nate?

Leider bekommt man nicht auf jede Frage eine Antwort (auf die eben genannten jedoch schon)  und auch die Charakterentwicklung von Middie hat bei mir noch einiges offen gelassen. Ich habe mich am Ende sogar gefragt, ob sie überhaupt eine Entwicklung durchlebt hat. Ihr Verhalten kann man wohl am meisten diskutieren. Ich konnte mich besonders am Ende kaum noch mit ihr identifizieren und ihr Verhalten erschien mir manchmal zu egoistisch und halbherzig.
Auch die Handlung selbst hat mich leider nicht immer zu überzeugen gewusst. Manchmal erschien sie mir zu konstruiert und inszeniert, dabei möchte die Autorin hier eine Geschichte erzählen, wie Du und Ich sie morgen erleben könnten.

Dennoch mochte ich diesen Roman, der mich durchaus auch zu überraschen wusste und mich gerade in den Momenten zwischen Lee und Middie verzaubern konnte. Ich mochte die Dialoge zwischen den beiden und die daraus entstandene Atmosphäre.
Meiner Meinung nach ist „Der Sommer, der uns trennte“ daher ein gelungener Coming-of-Age-Roman, der zwar nicht unbedingt eine neue Geschichte erzählt, dafür aber bis zum Schluss undurchschaubar bleibt und seinen Leser gut unterhält.

Von mir bekommt dieser Jugendroman daher 3,5 Sterne.

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Tags: cat jordan, coming of age, entscheidungen, erwachsen werden, freundschaft, jugendroman, leben, liebe, trauer, wer will ich sein?, zukunftsgedanken   (11)
 

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liebe, new adult, monica murphy, together forever, liebesroman

Together Forever - Zweite Chancen

Monica Murphy , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453418547
Genre: Liebesromane

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Together Forever - Total verliebt

Monica Murphy , Lucia Sommer
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2015
ISBN 9783453418530
Genre: Liebesromane

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