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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, london, sam o'connor, highland, guilliotine

Spielzeit

Tanja Pleva
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei AV-Verlag, 25.11.2016
ISBN 9783945607046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein weiterer Fall für Sam O’Connor – in London wird eine schrecklich zugerichtete Leiche gefunden. Die einzige Spur ist ein im Matsch gefundenes Foto, das von diesem Mann gemacht worden scheint. Darauf ist eine geköpfte Frau zu sehen. Sam soll mit Clair Moyer den Fall lösen, da wird er von Europol abberufen. In einem Theater in Bad Hersfeld in Deutschland stirbt die Schauspielerin Maribel in ihrer Rolle als Julia – am Gift in der Phiole. In beiden Fällen tun sich Abgründe auf und Sam ahnt nicht, wie entsetzlich die Wahrheit ist …

Tanja Pleva hat hier ein Thema aufgegriffen, das ein wirklich heißes Eisen ist und über das viele Gerüchte existieren. Solange diese nicht offiziell bestätigt werden, möchte ich persönlich nicht darüber spekulieren. Aber auch als reine Phantasie ist die Vorstellung schlimm genug.

Die Protagonisten haben anfangs scheinbar so gar nichts miteinander zu tun. Wer wie und warum mit was genau zusammenhängt, entwickelt sich mit der Zeit. Dabei steigert sich die Spannung unmerklich immer mehr. Somit ist kein Kapitel langweilig – im Gegenteil, die Cliffhanger sind extrem und immer wieder gibt es noch eins drauf. Jeder einzelne Strang steckt voller Spannung.

Die Beschreibung der Umgebung ist an allen Schauplätzen sehr gut gelungen. Wer die Vorgängerbände kennt, freut sich auf Juri. Der kommt relativ spät in der Story an. Auch wer die Bände Gottesopfer, Totenpech, Orchideenstaub und Puppenspiele nicht gelesen hat, findet gut in die Story und wird auch nicht vor Rätsel gestellt. Die Fälle sind immer in sich abgeschlossen.

Es fließt sehr viel Blut in diesem Band und die Art der Tötungen ist mehr als grausam. Das ist nichts für zartbesaitete Leser! Dabei ändert man immer mal wieder seine Meinung über die Protagonisten, weiß sie nicht genau einzusortieren und möchte immer mal wieder eingreifen. Die Ereignisse entwickeln sich sehr schlüssig und in sich stimmig, was den Thrill noch mal erhöht. Trotz der recht großen Anzahl an Figuren kann man sie gut auseinanderhalten und den einzelnen Strängen zuordnen.

Der Schluss ist eine absolute Überraschung und hat mich kalt erwischt. Super gut gemacht! Ich liebe diese Art Überraschungen!

Auch dieser Band mit Sam O’Connor hat mich wieder gefesselt. Mir gefällt, dass hier die Hauptfigur menschlich bleibt und keine Superkräfte entwickelt, sondern auch mal etwas abbekommt. Das macht das Buch noch realitätsnäher und geht entsprechend unter die Haut. Die ausgeklügelten Details faszinieren mich immens.

Wieder einmal hat mir Tanja Pleva mit einem Sam-O’Connor-Thriller wunderbare Lesezeit bereitet. Das belohne ich gerne mit den vollen fünf Sternen!

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Tags: deutschlan, england, falle, highland, menschenjagd, rache, sam o'connor, schottlan, theater   (9)
 

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

rezept, camping, markus sämmer, rezensionsexemplar, inspirationen

The Great Outdoors

Markus Sämmer , Steffen Schulte Lippern , Peter Greppmayr
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Neuer Umschau Buchverlag, 05.01.2017
ISBN 9783865288332
Genre: Sachbücher

Rezension:

Für echte Camper und Outdoorfans ist dieses Buch einfach genial. Es finden sich nützliche Ratschläge für die Must-Haves, Rezepte für Vorbereitungen, (Check-)Listen, Informationen und Rezepte für Draußen – alles mit herrlichen Fotos (auch von Landschaften, nicht nur vom Essen!).

Immer wieder sind Kapitel eingefügt, in denen Markus Sämmer von seinen Reisen erzählt. Das macht natürlich umso mehr Lust auf eigene Expeditionen. Informationen über Outdoor-Sportarten finden sich auch.

Je besser man ausgerüstet ist, desto leckerer kann man sich unterwegs versorgen: viele der Rezepte basieren auf der Annahme, dass man mit einem gut ausgerüsteten Wohnmobil/Campingbus unterwegs ist, in dem man die erforderlichen Zutaten gut unterbringen kann. Für die Rucksacktour sind ebenfalls Rezepte vorhanden, doch deutlich weniger.

Sogar einen Zwiebelschneid-Kurs findet man im Buch! Das fand ich besonders lustig, denn meiner Meinung nach braucht man für die Rezepte schon wenigstens Grundkenntnisse des Kochens als Voraussetzung, zumal auch einige weniger alltägliche Zutaten verwendet werden. Ähnlich ist es mit den Tipps fürs Feuermachen. Ich denke, Profis kommen sich hier veralbert vor, totale Anfänger finden zu viele Infos für Fortgeschrittene.

Die meisten der Rezepte eignen sich auch für zu Hause, für urige Gartenfeste, zum Grillen dazu, als kulinarische Erinnerung an die letzte Tour usw. Erklärt und beschrieben sind die Rezepte gut und übersichtlich, die Schrift könnte oft allerdings etwas größer sein. Es werden viele Anglizismen verwendet, wie schon der Titel anzeigt. Daran darf man sich also nicht stören.

Besonders witzig und nützlich ist das herausnehmbare kleine Rezeptbüchlein auf der Rückseite des Buches. Schade ist nur, dass man es dann schlecht wieder hineinheften kann. Hier wäre ein Gummiband oder eine Kunststofftasche hilfreich gewesen. So hat man die wichtigsten Rezepte unterwegs dabei, ohne den dicken Wälzer mitschleppen zu müssen.

Das Buch ist insgesamt ein dicker Wälzer, in den man sich tief hineinlesen kann, da es nicht „nur“ Rezepte gibt. Leider wurde zu sehr versucht, es für alle – Anfänger wie Profis – recht zu machen. Das klappt so leider nicht ganz, wie bereits erwähnt. Dennoch macht das Buch Spaß. Von mir gibt es deshalb vier Sterne.

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Tags: inspirationen, leckere gerichte, markus sämmer, outdoor küche, rezept, tipps   (6)
 

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717 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 60 Rezensionen

paris, liebe, jojo moyes, flitterwochen, hochzeitsreise

Die Tage in Paris

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.01.2015
ISBN 9783499267901
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sophie und Liv verbringen ihre Flitterwochen in Paris – die eine 1912, die andere 1998. Dennoch verlaufen diese Tage bei beiden erstaunlich identisch – und zwar schief. Beide sind unglücklich und glauben, dass die Hochzeit ein Fehler war. Und beiden zeigt ein Gemälde, wie falsch sie liegen …

Diese kleine Geschichte ist schön zu lesen. Sie ist die Vorgeschichte zu „Ein Bild von Dir“. Ob man diese Geschichte gelesen haben muss und ob sie ein relativ teures kleines Hardcover sein muss oder nicht auch als Prolog im eigentlichen Buch stehen sollte, sei einmal dahingestellt. Mir gefällt die Idee des Büchleins und ich finde die eingefügten Grafiken zauberhaft.

Eigentlich wollte ich „Ein Bild von Dir“ nicht lesen, obwohl ich den Stil von Jojo Moyes gerne mag und hin und wieder schon gern mal einen Roman mit viel Herz lese. Doch nach diesem Büchlein bleibt mir fast nichts anderes übrig, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich besser eine Großpackung Taschentücher bereitlege …!

Fazit: ein etwas teurer Spaß, aber für Sammler der Moyes-Bücher auf alle Fälle ein besonders schönes Stück. Schnell gelesen und mit guten Ideen gespickt. Von mir vier Sterne.

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Tags: 1900, 2000, flitterwochen, jojo moyes, paris, zwei frauen, zwei welten   (7)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

türkei, humor, liebe, köln, kulturunterschiede

Macho Man

Moritz Netenjakob , Moritz Netenjakob
Audio CD
Erschienen bei Argon, 07.10.2011
ISBN 9783839890714
Genre: Romane

Rezension:

Daniel ist knapp über 30 und gerade von seiner Freundin sitzengelassen worden. Das wäre ja kein Drama, wenn Daniel nicht ein echter Schattenparker wäre, der von seinen 68er Eltern zu einem Frauen achtenden Mann erzogen worden ist, der die Eltern beim Vornamen nennt, nicht „Mama“ und „Papa“ sagt und von allen nur als Kumpel, nicht aber als attraktiver, anziehender Mann angesehen wird. Also fliegt Daniel in die Türkei. Mark, sein bester Freund, mit dem er sich immer auf ganz besondere Weise unterhält, ist dort Animateur. Und plötzlich ist da Aylin – und die hat, Daniel kann es nicht fassen, nur Augen für ihn, obwohl einfach alle männlichen Urlauber in sie verliebt sind. Daniel erlebt den Himmel auf Erden, als Aylin für ihn ihren Job abbricht und nach Deutschland zurückkehrt, wo er ohne Vorwarnung auf ihre Großfamilie trifft …

Hach, ist das herrlich! So viele Klischees werden hier bedient, dass das Ganze schon wieder normal wird. Es ist nicht zu fassen! Ich habe so oft laut auflachen müssen und/oder hemmungslos gekichert, dass ich froh bin, das Hörbuch diesmal nicht beim Schwimmen gehört zu haben, sondern daheim beim Werkeln. Es ist unmöglich, diese Story in der Öffentlichkeit zu hören – man blamiert sich bis auf die Knochen! Und genau das ist perfekt!

Diese türkische Familie ist der Hit schlechthin. Da wünscht man sich an Daniels Stelle. Immer wieder denkt man, Mensch, Daniel, das hättest Du doch wissen müssen! Nur um gleich darauf festzustellen, dass man selbst auch in zig Fettnäpfchen getreten wäre. Es prallen Welten (Daniels Eltern auf Aylins Eltern) aufeinander, Daniel entwickelt sich zum Aufreißer und genau der Person, die er immer sein wollte und dann … ja, dann! Das muss man selbst gehört haben, das darf man nicht erzählt bekommen!

Trotz allen Humors steckt auch eine ganze Menge Wahrheit in diesem (Hör-)Buch. Auf humorvolle, manchmal alberne (aber einfach wunderbare) Art und Weise führt Moritz Netenjakob dem Leser/Hörer vor Augen, wie eingefahren wir oft sind und wie schön das Leben sein kann, wenn wir nur ein wenig offener auf andere zugehen würden und nicht nur immer unsere eigene Vorstellung als allgemeingültig ansehen würden.

Diese Geschichte ist nicht nur urkomisch, sie steckt auch voller kleiner, wichtiger Weisheiten. Sie sind nur gut in Lacher verpackt und eben humorvoll serviert. Die Suche vom Topf, der sein Deckelchen sucht, wird hier erweitert: mit ganz vielen unterschiedlichen Töpfen und Pfannen mit und ohne Decke, mit einem oder zwei Griffen, mit Stil oder Schnaupe kocht es sich noch mal so gut. Und wenn dann noch das Service ansprechend ist und das Gericht ansprechen serviert wird, dann schmeckt es gleich doppelt so gut!

Besonders gut gefällt mir übrigens, dass der Autor selbst das Hörbuch eingelesen hat.

Es tut mir leid, aber wer hier nicht lachen kann, der sollte wirklich dringend überlegen, was bei ihm grundsätzlich schiefgelaufen ist. Wer Jaud witzig findet, muss Moritz Netenjakob geradezu für den Gott der Comic halten! Von mir unter Lachtränen (und einer Träne der Rührung) die vollen fünf Sterne!

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Tags: humor, integration, kulturunterschiede, liebe, moritz netenjako   (5)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

grillen, zutaten, tom heinzle, rezepte, wintergrillen

Wintergrillen

Tom Heinzle , Tom Tom Heinzle
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Heel, 01.08.2013
ISBN 9783868527834
Genre: Sachbücher

Rezension:

Grillen ist einfach toll und viele feiern das Angrillen und das Abgrillen im Frühjahr und im Herbst. Aber der echte, wahre Grillfreund grillt das ganze Jahr über, auch und gerade im Winter! Die frische, saubere, kalte Luft lädt doch geradezu dazu ein, leckere Fleischstücke auf offener Flamme zu garen und echte Männer lieben es, um den Grill herum zu stehen und zu fachsimpeln. Gegessen werden darf dann gern in der warmen Wohnung – aber der Geschmack von Gegrilltem ist auch im Winter einfach etwas Besonderes.

Tom Heinzle hat tolle Rezepte zusammengestellt, um dem besonderen Ereignis des Wintergrillens auch noch den extra Winter-Geschmack zu verleihen. Dazu viele Tipps und Tricks rund um das Grillgut, Marinaden, Gewürze, Kräuter und vielem mehr.

Wild, Fisch, Schwein, Rind, Geflügel – alles bringt Tom Heinzle auf den Grill. Auch Gemüse und Käse finden sich in seinen Rezepten. Alles passend zur Jahreszeit und natürlich mit entsprechenden Produkten. Viele der Rezepte – wie der Wintercamembert – sind im Sommer fast schon zu mächtig, zu winterlich. Sie passen aber perfekt auf den Grill und man verpasst echt etwas, wenn man das Wintergrillen nicht ausprobiert.

Zu jedem Rezept gibt es ein Foto, das sehr appetitanregend wirkt. Die Zutatenlisten sind klar und übersichtlich, meist sind die Zutaten auch recht „normal“, selten außergewöhnlich oder schwer zu beschaffen. Die Anweisungen zur Zubereitung sind verständlich geschrieben und leicht nachzuvollziehen. Es gibt neue Gerichte und auch sommerliche Grillspezialitäten mit winterlicher Note. Mit den passenden Kräutern holt man ein Stückchen Sommer ins Wintergrillen, aber der Schwerpunkt liegt auf Lebensmitteln, die es im Winter gibt.

Die süßen Rezepte für den Nachtisch runden auch ein Wintergrill-Menü toll ab und versetzen die Gäste in Staunen. Das Buch bietet so viele Rezepte, dass für alle etwas dabei ist und jeder Geschmack bedient werden kann. Mir gefällt das Wintergrillen und ich liebe dieses Buch. Von mir bekommt es die vollen fünf Sterne.

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Tags: grillen, rezepte, tom heinzle, wintergrillen, zutaten   (5)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

david bowie, biografie, heel-verlag, bildband

David Bowie

Chris Welch
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Heel, 31.05.2016
ISBN 9783958433250
Genre: Biografien

Rezension:

Dieser Bildband zeigt beeindruckend das faszinierende Leben eines außergewöhnlichen Künstlers. David Bowie und seine Kunstfiguren Major Tom und Ziggy Stardust, die Diamond Dogs, seine Filme und Duette, die Wandlungen – alles in ausdrucksstarken Fotos dokumentiert und mit intensiven Texten gekrönt.

Bowie war Songschreiber, Performer, Künstler und auch ein Kunstwerk. Das alles zeigt Chris Welch in seinem Buch „David Bowie – Ein Leben in Bildern“ beeindruckend schön. Während vielen nur der „gemäßigte“ Bowie bekannt ist, finden sich in diesem Buch alle seine Facetten. Sicher würden einige seiner Einfälle heute nicht mehr so gut funktionieren, doch gerade das zeigt, wie genial Bowie war. Er nahm sich die Freiheit und gab der Welt seine perfekten Versionen seiner Figuren. Einiges davon mag völlig crazy erscheinen, doch machten diese Figuren und Performances Bowie zu dem, an den wir uns alle uns ewig erinnern werden.

Nicht nur der Inhalt ist hochwertig, auch das Buch selbst. Wie immer hat der Heel-Verlag auf einen wertigen Einband und gutes Foto-Papier geachtet. So ist nicht nur das Lesen und Anschauen ein Genuss, sondern auch die Haptik.

Ein wunderbares Buch, das die vollen fünf Sterne verdient!

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Tags: bildband, biografie, david bowie, heel-verlag   (4)
 

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592 Bibliotheken, 2 Leser, 9 Gruppen, 108 Rezensionen

queen, lesen, england, bücher, literatur

Die souveräne Leserin

Alan Bennett , Ingo Herzke (Übers.)
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Wagenbach, K, 28.08.2008
ISBN 9783803112545
Genre: Romane

Rezension:

Die Queen entdeckt durch einen Zufall im Hof einen Bücherbus und fände es unhöflich, sich nicht für den Lärm ihrer Corgies zu entschuldigen, also betritt sie den Bus – und taucht in eine ihr völlig neue Welt, die sie sofort gefangen nimmt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf …

Das Büchlein macht schon mit dem Cover Laune. Das Bild er Queen, die um die Ecke lugt, ist super sympathisch und so völlig anders, als man sie sonst so kennt. Der etwas steife Sprachstil passt zur englischen Art und besonders zur höfischen Etikette. Dennoch kommt in jeder Zeile der Schalk hervor; mal mehr, mal weniger deutlich.

Mir gefällt die Idee, sich ausgerechnet die Queen als Protagonistin herauszusuchen, um zu erzählen, wie sehr Bücher alles verändern können: den Menschen selbst, den Umgang miteinander, die Sicht auf andere, die Sicht von anderen auf einen selbst usw. Der Weg von einem Autor zum anderen, die Neugier auf die Personen hinter den Büchern, die Erkenntnis, dass man ein Buch auch dann mögen oder nicht mögen kann, wenn man den Autor nicht kennt, die Vorlieben oder Abneigungen gewisser Genre oder Autoren gegenüber und ob und mit wem man über Bücher sprechen mag, das Beginnen von Notizen, der Gedanke, selbst zu schreiben – eben die Entwicklung, die Vielleser früher oder später mehr oder weniger genau so durchleben. Herrlich!

Es tauchen Autoren und Bücher auf, die mir bekannt sind, aber auch einige, die mir gar nichts sagen. Doch das ist gar nicht wichtig – es ist einfach schön, wie auch die Queen von Buch zu Buch neue Welten entdeckt, sich weiterentwickelt und erlebt, dass alle zwar lesen können, es aber nicht gleichermaßen gern und oft tun. Und sogar die Königin, die doch von eigenen Bibliotheken umgeben ist, muss sehen, wie sie an „mehr Stoff“ für ihre neue Leidenschaft kommt. Köstlich!

Ja, es ist eine Liebeserklärung an die Bücher allgemein, an das Lesen, an die Queen. Es fehlt nur ein Kapitelchen über eBooks, dann wäre alles abgedeckt. Das Büchlein ist in einem etwas seltsamen Format (sehr schmal, sehr lang) und recht dünn. Man kann es an einem Stück weglesen und möchte auch gar nicht vor dem Ende aufhören. Ganz reicht es nicht für die fünf Sterne, aber vier glänzend polierte Sterne bekommt es auf alle Fälle!

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Tags: alan bennett, britischer humor, bücher, die queen, england, humor, königreich, lesen   (8)
 

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134 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

thriller, entführung, psychothriller, helen callaghan, debüt

Dear Amy - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest

Helen Callaghan , Heike Reissig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 10.01.2017
ISBN 9783426654200
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Lehrerin Margot Lewis ist nebenbei noch Kummerkastentante. Als „Amy“ beantwortet sie Leserbriefe. Ab und an erlauben sich ihre Schüler einen Scherz uns schreiben gefakete Leserbriefe. Deshalb ist Margot verunsichert, als sie mehrere Briefe von Bethan Avery bekommt – dem Mädchen, das vor fast 20 Jahren verschwunden ist und von dem man annimmt, es ist ermordet worden, da man nur ein Nachthemd mit ihrem Blut gefunden hat. Zeitgleich verschwindet eine ihrer Schülerinnen und Margot glaubt nicht, dass diese einfach davongelaufen ist. Sie hat das Gefühl, die beiden Ereignisse sind miteinander verbunden. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach Antworten und gerät in einen Strudel von Ereignissen, der sie an den Rand des Wahnsinns treibt …

Die Figur der Margot ist sehr gut aufgebaut. Man mag sie anfangs sofort, wird dann aber immer misstrauischer. Sie verdeckt so viele Geheimnisse und Lügen, dass man nicht mehr weiß, was man ihr glauben soll und wem man überhaupt in dieser Story vertrauen kann. Die Scheidung von ihrem Mann Eddy macht Margot zusätzlich zu schaffen. Da ist ihr Martin Forrester, der ihr bei der Suche nach dem Briefeschreiber helfen möchte, eine willkommene Ablenkung. Er ist das pure Gegenteil von Eddy. Margots Zurückgezogenheit erscheint immer wieder in einem anderen Licht – mal versteht man sie, mal macht sie stutzig. Wie ehrlich ist Lily, Margots einzige Freundin, zu ihr?

Für mich war jede Seite fesselnd und spannend. Obwohl ich recht viele Thriller gelesen habe und mich inzwischen nicht mehr viel überraschen kann, steckt „Dear Amy“ voller guter Ideen und Überraschungen. Immer wieder tauchen kleine Wendungen auf, die den Spannungsbogen oben halten. Sogar wenn man eine Ahnung hat, worauf ein Kapitel hinausläuft, packt es und geht unter die Haut.

Der Schreibstil von Callaghan liest sich sehr flüssig und leicht, da die Story relativ geradlinig von Margot erzählt wird. Hin und wieder gibt es kleinere Kapitel aus der Warte des Täters, die die Spannung noch einmal erhöhen. Doch sind es nicht unzählige Fäden, die nur mühsam zusammenfinden, sondern alles passt nahtlos ineinander und ermöglicht so einen ungestörten Lesefluss. Ich konnte das Buch kaum weglegen; jede freie Minute musste ich weiterlesen – ich musste einfach wissen, ob Bethan gerettet werden kann.

Besonders schön finde ich die versteckte Erklärung recht weit am Ende des Buches, wieso die Kolumne von Margot ausgerechnet „Dear Amy“ heißt.

Das Buch hebt sich vom Einheitsbrei der Thriller deutlich ab. Die bildhafte Beschreibung der Umgebung von Cambridge ist nicht zu stark ausgeprägt, dennoch kann man sich sehr gut ein Bild von den Örtlichkeiten machen. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht und meisterhaft konzipiert. Helen Callaghan hat das Versprechen, das der Hype um dieses Buch gegeben hat, eindeutig gehalten. Ich bin begeistert und kann jedem Psychothriller-Fan „Dear Amy“ wärmstens empfehlen. Ganz klar, dass ich hier fünf Sterne gebe.

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Tags: amnesie, aufarbeitung, entführung, helen callaghan, psychopath, psychose, trauma   (7)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

psychothriller, koma, anschlag, gedächtnisverlust, beate rysopp

Das Gesicht meines Mörders

Sophie Kendrick , Beate Rysopp
Audio: 2 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 19.12.2016
ISBN 9783958620063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Clara erwacht aus dem Koma und erinnert sich an rein gar nichts. Nur an ihren Traum, dass der Wassermann sie holen will. Aber weder an ihren eigenen Namen noch an irgendetwas aus ihrem Leben kann sie sich erinnern. Der Mann, der sich als Roland Winter vorstellt, behauptet ihr Mann zu sein, aber selbst daran erinnert sie sich nicht. Sie googelt sich, sie googelt ihn – und er ist tatsächlich ein Schriftsteller. Doch all ihre Nachforschungen führen sie nur zu noch größeren Rätseln. Wer ist Isabell? Wieso hat sie nie mit ihrer Nachbarin gesprochen? Warum hält Roland sie so abgeschottet fern von allem, das ihre Erinnerung zurückbringen könnte? Was weiß Jan Colbe, der Polizist, der sie immer so seltsam ansieht? Wieso will sie jemand töten? Claras Suche nach Antworten bringt sie in große Gefahr …

Sophie Kendrick hat englische Literatur studiert und unter anderem als Ghostwriterin geschrieben. „Das Gesicht meines Mörders“ ist ihr erster eigener Roman. Dieser Psychothriller fängt ganz harmlos an – falls man das so sagen kann, wenn eine Frau ohne jede Erinnerung erwacht. Alle Schritte und Gedanken von Clara sind logisch und in sich stimmig. Nur einmal habe ich mich gefragt, warum sie handelte, wie sie es tat (was für sie nicht sehr weiterführend war). Doch war dieser Moment nichts, das in einer solchen Extremsituation undenkbar wäre. Also auch hier kein echter Fehler, kein Abzug in der Spannung oder Stimmigkeit.

Als mir dann eine gewisse Idee kam, standen mir schon die Haare zu Berge und als die Idee auch noch bestätigt wurde, wollte sich Schnappatmung einstellen. Doch Sophie Kendrick hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, indem sie genau hier noch einmal eine Wendung einbaute, die schlicht alles auf Links drehte. Und dennoch ist alles nachvollziehbar und in sich schlüssig. Das muss ihr erst einmal jemand nachmachen!

Die Charaktere überzeugen in ihrer Entwicklung und ihrem Handel. Man hat keine Mühe, die Personen auseinanderzuhalten und sie sich vorzustellen. Sei es nun die Nachbarin oder der behandelnde Arzt, der Polizist oder Ehemann – Sophie Kendrick zeichnet sie mit wenigen Pinselstrichen klar und individuell.

Die Schauplätze sind in Deutschland. Das ist noch mal ein weiteres Plus, denn so empfindet der Leser/Hörer die Geschichte noch mal als viel näher am eigenen Leben. Und es ist toll, dass die Autorin dennoch keinen „Regionalkrimi“ geschrieben hat.

Die Story kommt ganz ohne die üblichen Elemente von Psychothrillern aus, geht aber gerade deshalb extrem unter die Haut. Beate Rysopp liest diese ungekürzte Fassung einfach grandios ein. Sie hat mich vom ersten Satz an für sich gewonnen und mich an die Story gefesselt. Im Allgemeinen höre ich selten länger als eineinhalb Stunden am Stück – hier konnte ich nicht zuletzt aufgrund ihrer Art, wie sie Clara ihre Stimme gab, nicht aufhören. Die neun Stunden vergingen wie im Fluge und ich habe jede Minute genossen. Sowohl Autorin als auch Sprecherin haben es auf meine Liste der Lieblinge geschafft. Eine rundum überzeugende Story, die mein Lesejahr (bzw. Hörbuchjahr) krönt und die vollen fünf Sterne verdient hat. Unbedingt lesen oder hören!

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Tags: amnesie, anschlag, beate rysopp, gedächtnisverlust, koma, psychothriller, sophie kendrick   (7)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

anita meybohm, katzenkrimi, potsdam, rattenplage, kampfkater

Tuxedo

Anita Meybohm
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 04.07.2016
ISBN 9781532963636
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kater Balboa erinnert sich nicht an seine Vergangenheit. Alles, was er weiß: er lebt bei Max und Charlotte und da geht es ihm gut. Aber was war davor? Noch dazu muss er den Kiez und die Katzen kennenlernen. Das alles ist also viel Arbeit und Stress. Ausgerechnet in dieser Situation tötet der „Fetzenmörder“. Zwei Rassekätzinnen sind ihm schon in die Fänge geraten. Balboa beschließt, diesem Treiben ein Ende zu setzen und stößt bei diesem Vorhaben auf unerwartete Erkenntnisse und Probleme …

Anita Meybohm hat einen Katzenkrimi geschrieben, der einige Elemente von Akif Pirinccis Felidae-Romanen aufweist. An einigen Stellen agieren mir die tierischen Protagonisten etwas zu menschlich. Das liegt nicht an ihren Gesprächen untereinander, sondern an typisch menschlichen Eigenheiten, wie „Pfote auf die Schulter legen“. Das habe ich an noch keiner Katze beobachten können.

Die Tiere haben recht gut ausgearbeitete Charaktere. Es finden sich kleine Helden, Mitläufer, Rowdies, schüchterne Weibchen, mutige Kämpfer, verfressene Jäger – ein buntes Sammelsurium, das die Gemeinschaft schön bunt macht. Für meinen Geschmack gibt es am Ende jedoch ein zu starkes Gefälle zum Schwarz-Weiß-Denken. Auch finden sich extrem viele Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler. Fragezeichen fehlen an den relevanten Stellen fast komplett. Das bremst mich in meinem Lesefluss extrem und schmälert den Lesegenuss. Auch ist die Schrift extrem klein, die Formatierung nicht dem Standard entsprechend. Die Geschichte leidet bei mir dadurch deshalb leider ein wenig. Das ist sehr schade.

In weiten Teilen macht das Lesen – sieht man von den oben genannten Problemen ab – sehr viel Freude. Die Spannung wird durch die kursiv dargestellten Parts des „Fetzenmörders“ immer mal wieder kurz hochgetrieben und steigert sich insgesamt kontinuierlich bis zum Showdown. Die Vorbereitungen dafür sind für meinen Geschmack etwas zu ausführlich und detailliert geschildert. Hier hat mich die Geschichte ein wenig verloren. Der eigentliche Showdown ist heftig und etwas einseitig – es ist schwer zu erklären, ohne zu spoilern.

Sehr gut finde ich, dass nicht zu viele Fäden parallel laufen. Man kommt gut mit, kann sich die einzelnen Gruppen und Protagonisten gut vorstellen und merken. Nomen sind im Buch Omen – so erklärt sich auch der Titel (Tuxedo = ein eleganter Anzug, ein Dinnerjacket), ebenso wie Balboa zu seinem Namen kommt. Da ich Wortspiele liebe, gefällt mir das natürlich sehr.

Allerdings bleibt bei mir „ein Gschmäckle“, gerade mit dem Gedanken, dass sich Tuxedo etwas an Felidae anlehnt. Die einzelnen Rassen werden hier stark abgegrenzt und bekommen Eigenschaften, die sie von anderen trennen. Oft sind es nicht „Katzen“ sondern eben die einzelnen Rassen. Sieht man das als Parabel, ist mir das eindeutig zu krass.

Die kleinen Grafiken, die Uwe Meybohm beigesteuert hat, illustrieren das Buch wunderbar. Hier hätte ich mich über mehr gefreut. Auch gefällt mir, dass man ein wenig Potsdam erleben kann – auch hier fände ich ein Mehr gelungen. Die Autorin hat eindeutig Potenzial – ein Rohdiamant, der noch geschliffen werden kann.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, doch mit einem guten Lektorat und einem fähigen Korrektor käme das Buch nahe an die fünf Sterne heran. So, wie ich es jetzt habe, kann ich nur sagen: nicht schlecht. Und das sind drei Sterne.

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Tags: anita meybohm, katzenkrimi, potsdam, rassenhass, rattenplage, uwe meybohm   (6)
 

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

low carb, salat, salate, kochbuch, rezepte

Shaking Salad Low Carb

Karin Stöttinger
Fester Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 09.01.2017
ISBN 9783710601040
Genre: Sachbücher

Rezension:

Salatbücher gibt es viele, aber die meisten sind recht langweilig. Karin Stöttinger hat ein witziges, spritziges Buch mit Salaten im Glas geschrieben, das auffällt und Laune macht. Gut, Salate sind meist schon von Natur aus Low Carb und nicht jeder, der gern Salat isst, macht das aufgrund der Low-Carb-Diät. Aber das Buch zeigt so sehr schön, dass Low Carb auch Spaß machen kann, schmeckt und gar nicht so schwer zuzubereiten ist.

Der Trick mit den Gläsern ist optisch ansprechend und hilft, ein gesundes Maß zu finden. Das Auge isst bekanntlich mit. In den Gläsern geschichtet und dann lustig geshaked ist das Essen gleich noch ein besonderes Erlebnis. Ob im Büro oder auf einer Feier – Salat passt immer und mit diesen Rezepten finden auch Salatmuffel Geschmack an „Grünfutter“.

Das Baukastenprinzip ermöglicht endlos viele Zusammenstellungen. So kann man nach und nach seine Lieblingskomponenten entdecken und neu mischen. Eine ganze Reihe Salate sind sehr sättigende Varianten „normaler“ Speisen. Total überraschend und besonders toll finde ich den Tafelspitzsalat.

Meine Lieblinge sind beispielsweise Pizza-Gnocchis, Süßkartoffelspiralen, Zitronenjoghurt, Kokoskekse, Meerrettichcreme. Und der allerleckerste Salat findet sich für mich bei den Cheat-Meals: Paprikasalat mit Reis und Fleischbällchen – soooooo lecker!

Es werden hin und wieder ausgefallene Zutaten verwendet, die man nicht unbedingt zu Hause hat oder leicht bekommt (je nach Wohnort), doch kann man vieles einfach ersetzen oder eben dann speziell besorgen (das Internet ermöglicht alles). Darunter fallen beispielsweise Birkenzucker, Sojamehl, Mandelmehl, Reisessig, Tomatenessig, Mohnöl und ähnliche Spezialitäten. Einige Salate sind am besten zur entsprechenden Jahreszeit zu machen, aber das ist für mich völlig okay, denn es gibt so viel Auswahl, dass für jeden Tag ein leckerer Salat passt und die Zutaten zu bekommen sind.

Das Buch macht mutig, auch mal Kombinationen zu probieren, die man so nicht kannte oder an die man so nie dachte. Immer wieder kommt etwas Obst in die Salate und man staunt, wie sehr das den Geschmack verändert und die Salate einfach unwiderstehlich macht.

Auch süße Salate findet man. Sie sind viel mehr als schnöde Obstsalate und einfach ein Erlebnis für sich! Nachspeise auf neue Art, die ganz sicher auch einige Nachspeisenmuffel begeistern wird!

Unterteilt ist das Buch in die Kapitel Vegetarisch, Vegan, Fisch, Fleisch, Süß und Cheat Meals. So findet man im Register sehr schnell zu seinen Wunschsalaten.

Leider gibt es einige Rezepte ohne Bilder. Das finde ich äußerst schade, denn ich lasse mich gern von Bildern inspirieren. Dafür gibt es immer mal wieder tolle Fotos der Autorin und ihrem Umfeld. Das gibt das Gefühl, als gehörte man zu ihrem Freundeskreis. Man wird quasi eingeladen und das gefällt mir. Zumal Karin Stöttinger ein sehr sympathischer Mensch ist und nie arrogant rüberkommt. Das schaffen nicht alle Kochbuch-Autoren.

Ein kleiner Tipp für alle, die dieses Buch kaufen wollen: sammelt schon mal kleine Fläschchen und hübsch geformte Gläser (0,25 / 0,5 / 0,75 Liter Inhalt) für die Salate und Dressings. Man wird unheimlich schnell angesteckt und für die nächste Grillfete möchte jeder garantiert seine persönliche Portion Dressing zum Glas-Salat haben!

Für mich ist dies eins der besten Kochbücher überhaupt, denn man blättert immer wieder gerne darin, findet tolle Anregungen und Ideen und leckere, gesunde, sättigende Salate. Das macht bei mir die vollen fünf Sterne!

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Tags: dressing, low carb, salat, soulfood   (4)
 

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serie, yorkshire dales, 1930er jahre, tierarzt, james alfred wight

Der Doktor und das liebe Vieh (Box 4) - Der geschwätzige Peter/Nachtragende Patienten

James Herriot , Frank Arnold , Auraton , Audiobuch Verlag
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 01.09.2011
ISBN 9783899644203
Genre: Romane

Rezension:

Auch die vierte Box mit zwei Folgen hat mich begeistert und gefesselt. Man muss den Tierarzt James Herriot (James Alfred Wight) einfach ins Herz schließen. So viel Mitgefühl und Geduld bringt heute kaum noch ein Tierarzt mit, auch wenn sie besser eingerichtet sind und viel mehr Möglichkeiten haben, den Tieren zu helfen.

Wie in den Boxen vorher erfährt man auch hier wieder viel über Tierkrankheiten, die in der Zeit der späten 1930er Jahre kaum behandelbar waren. Immer wieder findet James Wege, die Besitzer der Tiere zu trösten und ihnen doch irgendwie zu helfen. Sei es Mrs. Tompkins Wellensittich Peter oder Zwergdackel Magnus – James hilft auf seine eigene Art. Und wenn Zigeuner gut für ihre Tiere sorgen, drückt er auch einmal alle Augen bei der Rechnung zu.

Auch die Menschen selbst sind ganz besonders und James hat ihnen in seinen Geschichten Denkmäler gesetzt. Da möchte man sofort in die Dales fahren und sich unter das Volk mischen. Auch Helen hat wieder einen kleinen Part. Sie ist die perfekte Ehefrau für den gutmütigen, aber auch oft schusseligen James. Siegfried Farnon überrascht nicht mehr wirklich, aber man schmunzelt über seine alten Macken, die zwar für Betroffene nicht wirklich lustig sind, doch James kann damit umgehen.

Frank Arnold weiß, die Geschichten so zu erzählen, dass man meint, mitten im Geschehen zu sein. Auch wenn in der Serie James Herriot von Elmar Wepper und Arnim André gesprochen worden ist, fühlt man sich mit Arnolds Stimme sofort wohl und lauscht ihr gerne. Schade dass es nicht noch mehr Folgen gibt, ich würde gern noch mehr davon hören. Auf alle Fälle sind diese 207 Minuten wie im Fluge vergangen und ich gebe gern die vollen fünf Sterne!

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Tags: 1930er jahre, james alfred wight, james herriot, serie, tierarzt, yorkshire dales   (6)
 

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teenager, familie, freunde, schule, zwei mütter

Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Anouk ist alles, aber nicht NORMAL. Glaubt sie jedenfalls. NORMAL will sie aber sein. Wer heißt schon Anouk, dann auch noch Vogelsang, hat zwei Mütter, keinen Vater, viel mit Opern zu tun und liebt Metal? Eben. Deshalb beschließt sie, sich ab sofort zu ändern und ganz genau so zu werden, wie alle anderen in ihrer Klasse auch. Blöd nur, dass ständig etwas dazwischenkommt. Philipp zum Beispiel, der es ihren Müttern ermöglicht hat, Mütter zu sein. Oder Moritz, der bei Philipp Gitarrenunterricht nimmt. Und jetzt tatsächlich zu ihr in die Klasse kommt. Und das blöde Computerspiel will und will nicht laden – also nutzt Anouk die Zeit, ihre Memoiren in den Computer zu tippen. Oder ist es einfach nur das Tagebuch einer Dreizehnjährigen?

Nikola Huppertz hat ein wunderbar witziges, aber auch bewegendes und tiefgreifendes Jugendbuch über die schlimmste Zeit im Leben geschrieben. Es gibt wirklich kein schlimmeres Alter, als 13 zu sein. Hier sucht jeder Teenager nach seiner Identität, festigt seine Charakterzüge und Vorlieben und kämpft mit allem, das vermeintlich nicht normal oder anders ist. Da entstehen automatisch unfreiwillig urkomische Situationen. Aber es gibt auch unheimlich viele tolle Momente in diesem Jahr, das wir alle einmal durchstehen mussten.

So auch bei Anouk, die nur ganz lang braucht, um die schönen Momente auch zu sehen und all das zu verstehen, was ihr bisher so viele Sorgen machte. Verändern muss sie sich, ganz klar, aber auf völlig andere Weise, als sie zunächst meinte.

Der Stil von Nikola Huppertz liest sich einfach klasse. Er passt zur Zielgruppe, deren Art zu sprechen und dem Lebensgefühl dieses Alters. Dennoch macht es auch Erwachsenen Spaß und hilft dabei, nicht zu vergessen, wie das damals so war und was wirklich hilft, um da durchzukommen. Dazu ist das Buch auch äußerlich außergewöhnlich: das Cover umschließt auch den Buchschnitt und kann auf- und ausgeklappt werden. Ich finde das einfach großartig und wirklich „besonders“. Im Text werden immer wieder Wörter und Sätze in anderen Schriftarten hervorgehoben und machen den Text dann entsprechend lebendig. Das transportiert die Gefühle von Anouk auffallend gut.

Viele Themen werden mehr oder weniger intensiv angesprochen. Diese sind zeitlos aktuell und teils nicht nur für Teenager ein Stolperstein. Sei es nun eine anders aufgebaute Familie oder eine gescheiterte Beziehung – das ganze Spektrum ist vertreten. Ich bin mir sicher, dieses Buch ist für viele Teenager ein dickes Trostpflaster, denn es kann helfen, sich selbst und andere zu verstehen und es macht unendlich viel Mut. Vor allem kann man so herrlich lachen – nicht über Anouk, sondern mit ihr.

Für mich ist dieses Jugendbuch das absolute Highlight des Lesejahres! Ich wünschte, das wäre schon in meinem „Katastrophenjahr“ (13. Lebensjahr) bei mir gewesen. Es hätte unheimlich gut getan. Von mir die vollen fünf Sterne, gar keine Frage!

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Tags: den platz im leben finden, kind zweier lesben, lesbische beziehung, liebe, probleme, pubertät, teenager, zwei mütter   (8)
 

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mops, krimi, wahrsagerin, kater, einbruchserie

Kalle und Kasimir - Die rätselhafte Wahrsagerin

Mirjam Müntefering
E-Buch Text
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.10.2016
ISBN 9783732528356
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das erste Abenteuer von Kalle und Kasimir war schon ein Angriff auf die Lachmuskeln und dabei sehr unterhaltsam und spannend. Dass der zweite Band noch einen draufsetzt, ist ungewöhnlich, hier aber absolut gelungen!

Kalle und Kasimir haben alle Pfoten voll zu tun. Nicht nur, dass sie unbedingt Linna und Mads, ihre Menschen, miteinander versöhnen müssen, damit sie endlich wieder zusammenziehen und die Tiere auch wieder unter einem Dach leben, nein, es treibt sich auch noch eine seltsame Wahrsagerin in der Stadt herum und es gibt eine Einbruchsserie, bei der die Täter keine Spuren hinterlassen. Reichlich zu tun für einen Kater und einen Mops!

Mirjam Müntefering hat es überaus gut hinbekommen, den Lesern, die den ersten Band nicht kennen, das Wichtigste in wenigen Sätzen zu vermitteln. So kommen auch die wieder locker rein, die sich nicht mehr ganz so gut an den ersten Fall der tierischen Ermittler erinnern. Und beide werden weder mit Informationen zugeschüttet noch mit unklaren Situationen stehengelassen. Das finde ich besonders klasse.

Wieder wechseln die Kapitel immer ab – einmal aus der Sicht von Kater Kasimir, dann wieder aus der Mopssicht von Kalle. Beim Lesen hat man sofort unterschiedliche Stimmen für beide im Kopf und verwechselt sie auch nicht, da beide völlig unterschiedlich agieren, denken und erzählen. Wirkt der Kater besonders klug, steht der Mops ein wenig einfältig da. Dennoch liebt man beide – und erkennt sehr schnell, dass es auch eine emotionale Intelligenz gibt und Einfältigkeit nicht mit Dummheit gleichzusetzen ist, sondern auch versteckte Intelligenz sein kann.

Die beiden Tiere kämpfen so unterhaltsam darum, den Menschen verständlich zu machen, wie der Hase läuft, dass man das Buch kaum weglegen kann und es auf einen Rutsch verschlingen möchte. Dabei werden sie nicht extrem vermenschlicht, sondern behalten ihr Naturell. Auch wenn besonders Kalle gern mal ein Wort erfinden muss, gibt es keine spezielle „Tiersprache“ (das nervt mich bei Tierstorys entsetzlich, wenn Gegenstände einen pseudo-kätzischen Ausdruck bekommen). Ein Funkgerät ist ein Quasseldings – aber das nur, weil sich Kalle nicht merken kann, wie es heißt. Das hat Charme und liest sich sehr gut. Mir gefallen auch die Ausdrücke, die bei den beiden aus Emotionen heraus gern mal entstehen. Da gibt es beispielsweise einen daherquatschenden Echthaarpinsel – nur mal als Beispiel. Ich liebe es!

Es kommt immer wieder zu extrem lustigen Situationen, die für die Menschen komplett anders aussehen, als sie von den Tieren erlebt werden. Da fragt man sich als Tierhalter tatsächlich, wie oft das wohl schon im eigenen Zusammenleben geschehen sein mag und sieht seine tierischen Mitbewohner und ihre Marotten mit völlig anderen Augen.

Hochgeistige Literatur ist das nicht – aber das will es auch gar nicht sein. Dieses Buch möchte einfach unterhalten, Menschen zum Lachen bringen, Spaß machen – und das schafft es unheimlich gut! Noch dazu entwickeln sich die Figuren weiter, sowohl Mensch als auch Tier. Das ist mir persönlich bei Serien sehr wichtig. Langeweile kommt in keinem Kapitel auf, nichts ist hanebüchen konstruiert und alles passt wunderbar ineinander, ohne extrem vorhersehbar zu sein.

Ich hatte bei der Lektüre riesigen Spaß und freue mich schon jetzt auf das nächste Abenteuer mit Kalle und Kasimir. Von mir gibt es auf alle Fälle die vollen fünf Sterne!

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Tags: einbrecher, einbruchserie, intrige, kater, liebe, mirjam müntefering, mops, tierkrimi, wahrsagerin   (9)
 

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malbuch für erwachsene, ausmalbuch, jane austen

Colour me Jane

Jacqui Oakley
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Heel, 31.08.2016
ISBN 9783958433861
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nicht nur Fans der Autorin Jane Austen kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch und gerade Freunde des Regency wird dieses Malbuch für Erwachsene entzücken. Beim Ausmalen kann man so richtig schön romantisch träumen und in Gedanken versinken.

Szenen passend zu Austens bekanntesten Werken sind hier im gezeichneten Bild festgehalten. Dazu gibt es Zitate aus den Büchern und – was mir gefällt und mich auch amüsiert – Tapetenmuster zum Ausmalen. Einige der Zitate sind in Englisch und auch zum Ausmalen speziell hervorgehoben. So entsteht mit typischen Dingen aus dem Regency und Accessoires dieser Zeit ein Kaleidoskop an Ausmalbildern, die ein Thema vereint.

Acht ausgewählte Motive sind doppelt vorhanden. Diese sind am Ende des Buches angehängt und nur einseitig bedruckt. So kann man sie heraustrennen und nach dem Colorieren rahmen und aufhängen. Eine schöne Idee!

Das Papier ist schön fest und dick, sodass nur sehr flüssige Farben durchscheinen. Buntstifte zeichnen nicht durch; man kann also sehr gut beide Seiten jeweils ausmalen. Gestaltet und gezeichnet hat das Buch Jacqui Oakley und dabei eine schöne Mischung aus feinen, filigranen und leicht auszumalenden Flächen geschaffen. So wird jede Seite zu einem ganz persönlichen Kunstwerk. Dabei fallen die Sorgen ab und man entspannt unglaublich tief.

Ein besonderes Malbuch für Erwachsene – es macht wahnsinnig viel Freude, beim Malen Details zu entdecken, die man auf den ersten Blick gar nicht gesehen hat. Von mir bekommt dieses zauberhafte Buch die vollen fünf Sterne!

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Tags: ausmalbuch, jane austen, malbuch für erwachsene   (3)
 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

low carb, kochbuch, lchf, diät, rezepte

Easy. Überraschend. Low Carb.

Bettina Matthaei , Oliver Brachat
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531127
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich liebe Bücher, ich koche und esse gerne – da ist meine Leidenschaft für schöne, edle Kochbücher sicher keine Überraschung. Zudem interessieren mich die Diät-Trends inzwischen sehr. Nicht, weil ich jede Diät ausprobiere, sondern weil es erstaunlicherweise sehr viele absolut unterschiedliche Varianten gibt. Aktuell ist Low Carb der Geheimtipp schlechthin. Auch wenn ich nichts dagegen hätte, ein paar Pfunde zu verlieren, stehe ich diesem Trend doch arg skeptisch gegenüber. Die Idee verstehe ich, aber mir fehlt einfach die Sättigungsbeilage.

Deshalb war dieses Buch gleich doppelt interessant für mich. Es beinhaltet geniale Rezepte, die man zur Not mit ein paar Sättigungsbeilagen fix umändern kann, die aber großteils auch nach original Rezept lecker und sättigend sind. Noch dazu finden sich hier tatsächlich Rezepte für Brot, Brötchen, Pizza, Spätzle, Gnocchi, Knödel und Püree. Das hat mich, sehr überrascht – positiv!

Bettina Matthaei lässt dem Leser sehr viel Freiraum, die persönlich beste Zusammenstellung auszuwählen, denn sie listet bei jedem Rezept die Nährwerte auf, sodass man individuell umstellen kann und doch im errechneten Rahmen bleiben kann.

Die Rezepte sind einfach unfassbar lecker! Ganz problemlos werden sie mit Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Brot zur „Vollwertkost“, aber auch eine echte Diät ist machbar mit so viel leckerer Abwechslung. Wir schieben hin und wieder einen Low-Carb-Tag ein und genießen den dann jedes Mal sehr. Mit der Zeit kommen immer mehr solcher Tage zusammen. Die Gewohnheit schleicht sich schneller ein, als man glauben mag.

Besonders schön ist, dass die Rezepte fast alle sehr einfach sind. Das tut dem Geschmack absolut keinen Abbruch! Die meisten Zutaten sind einfach zu bekommen, nur selten muss man in Spezialgeschäfte gehen oder groß suchen. Noch dazu gibt es auch eine Reihe Rezepte für unterwegs, die Lunchbox und Eilige, sowie unzählige Tipps für Kombinationen und Verwendung von „Ersatzbeilagen“. Nur Süßes findet sich nicht direkt im Buch. Hier hat die Autorin aber ein paar Ideen zusammengetragen, mit natursüßen Zutaten auch diesen Wunsch zu erfüllen. Und zur Krönung gibt es auch vegetarische Rezepte und Varianten – ein rundum durchdachtes Buch also!

Die Rezepte für die Brote sind allesamt glutenfrei. Das finde ich absolut toll und besonders erwähnenswert! Noch dazu gibt es hier eine Vielfalt, die dafür sorgt, dass es nicht so schnell langweilig wird. Das ist mir persönlich sehr wichtig. Bei den Brotaufstrichen und Chutneys finde ich für meinen Geschmack etwas zu viel gewöhnungsbedürftiges, aber das ist okay für mich.

Jedes Gericht hat ein eigenes Foto bekommen. Neben der Angabe der Portionen findet sich die Zutatenliste, die Zubereitungsanleitung (nebst Angaben zur Zubereitungszeit und den Nährwertangaben) und immer auch Variationsvorschläge.

Die Schrift ist allerdings erschreckend klein gehalten. Da das Buch sehr großformatig ist und auf den Textseiten noch massig leere Fläche ist, wäre es schön gewesen, die Schrift größer zu gestalten. Und vielleicht wären zwei Lesebändchen noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

Auf alle Fälle ist dieses Buch ein Highlight in jeder Kochbuchsammlung und das auch dann, wenn man nicht diäten möchte. Ich finde es sehr gelungen und bewerte es mit vier Sternen.

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Tags: diät, diätküche, kohlenhydratarm, low carb, rezepte   (5)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kochen, die tafeln, flüchtlinge, kochbuch, freunde

Miteinander kochen

Nici Friederichsen
Flexibler Einband
Erschienen bei Die Werkstatt, 23.11.2016
ISBN 9783730702963
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wir leben in einer Zeit, in der noch immer Kriege herrschen. Da sie nicht im eigenen Land sind, vergessen wir gern, dass es sie gibt. Viele Menschen flüchten aus ihrer Heimat, um anderswo überleben zu können. Diese Menschen haben es schwer – auch bei uns und das ist traurig. Einige wenige schwarze Schafe machen es den echten Hilfesuchenden sehr schwer. Umso wichtiger ist es, diesen mit Herz und Verstand zu helfen – nicht nur finanziell mit Unterkunft und Verpflegung, sondern auch mit Zuhören und gemeinsamer Zeit.

Nici Friederichsen hat ein ganz besonderes, spezielles Kochbuch herausgegeben. Geflüchtete und Wegbegleiter kochen gemeinsam und erzählen ihre Geschichten. Die Gerichte aus den Heimatländern dieser Menschen bringen uns hoffentlich auf kulinarischem Wege näher zusammen und lassen Herzen öffnen. Meist gründet Angst vor Fremden und Fremdem einfach in der Tatsache, dass man nichts darüber weiß.

Die Rezepte sind wunderbar aufgebaut und die Zubereitung Schritt für Schritt erklärt. Es gibt reichlich Fotos – von den Speisen, den Zutaten und den Menschen. Die Texte dazu öffnen Herzen und lassen vieles anders sehen. Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass dieses Buch zu mehr Verständnis füreinander beiträgt und es auch mehr freiwillige Helfer gibt.

Für Liebhaber exotischer Gerichte ist dieses Buch ein doppelter Gewinn, denn was ist besser, als ein Rezept von jemandem zu bekommen, der es tatsächlich genau so zu Hause immer wieder gekocht hat? Keine Verfälschung durch professionelle Köche, sondern echte typische Landeskost, wie sie in tausenden Haushalten genau so auf den Tisch kommt.

Natürlich sind manche Zutaten etwas exotischer und nicht in jeder Küche zu finden. Doch für mich ist das verständlich und völlig normal – manche Zutaten muss man eben speziell einkaufen und unter Umständen auch ein wenig danach suchen. Vieles davon findet sich aber beim türkischen Händler, den es in so ziemlich jeder Stadt gibt. Auch gut sortierte Lebensmittelmärkte haben diese Zutaten oft schon im Sortiment.

Der Preis von sagenhaften 4 Euro ist so winzig, dass man dieses Büchlein unbedingt im ganzen Freundeskreis verschenken sollte, zumal davon jeweils 1 Euro als Spende an den Bundesverband der Tafeln und den Bundesverband Trauerbegleitung geht. Leichter kann man nicht ein gutes Werk tun!

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Tags: asyl, die tafeln, flüchtlinge, helfen, integration, kochen, rezepte   (7)
 

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yorkshire dales, 1930er jahre, james wight, tierarzt, james herriot

Der Doktor und das liebe Vieh (Box 3) - Mrs. Donovans Stärkungsmittel/Monty wird zum Stier

James Herriot , Frank Arnold , Frank Arnold , TONStudio Ernst Bergner
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 01.04.2011
ISBN 9783899644067
Genre: Romane

Rezension:

Es ist unbeschreiblich – diese Serie macht süchtig! Frank Arnold verleiht dem Erzähler (James Alfred Wight alias James Herriot) so perfekt seine Stimme, dass man fast glauben mag, er ist es selbst. Das klingt nicht gelesen, sondern erzählt und das ergibt ein tolles Hörbucherlebnis! Auch die dritte Box mit zwei Teilen wird nicht langweilig, sondern weiß zu fesseln!

Der Tierarzt James Herriot ist inzwischen in den Yorkshire Dales richtig zu Hause, vollwertiger Partner von Siegfried Farnon und glücklich mit Helen verheiratet. Seine Frau beweist mehr als einmal große Geduld mit dem Mann mit dem großen Herzen, aber winzig kleinen Sinn für Geschäfte. Es geht um Freundschaften, die sich verändern und um Worte, die man besser nicht ausspricht – und um Glück und Zufriedenheit. Einfach super schön!

Dann sind da die außergewöhnlichsten Patienten, vor allem, wenn man bedenkt, dass es um die Zeit der späten 1930er Jahre geht. Manchmal sind die Besitzer der Tiere das größere Problem, doch der kluge Tierarzt weiß inzwischen, damit umzugehen. So fallen ihm immer wieder neue Wege ein, Tier und Mensch zu helfen. Auch mit Farnon kann er inzwischen recht gut umgehen und so kommt es auch hier immer wieder zu interessanten und humorvollen Szenen.

So trinkfest, wie die Einheimischen, ist James jedoch nicht. Das hat das eine oder andere Mal sehr interessante Folgen – und ich muss noch immer über seinen Besuch bei einer sehr strenggläubigen Familie schmunzeln. Es ist erstaunlich, wie sehr man an den Lippen von Frank Arnold (Sprecher) klebt – ist es doch kein Krimi oder Thriller, sondern „nur“ eine Erzählung aus dem Leben eines Tierarztes aus längst vergangenen Tagen. Dennoch: man ist geradezu gefesselt und gefangen.

Auch diese Box liefert spannende, lustige, romantische, dramatische, traurige und auch beschauliche Momente. James Herriot schildert die Zeit in Darrowby sehr einprägsam. Die „gute alte Zeit“, so hart sie war, ist per Hörbuch sehr romantisch gewesen. Sie wird nicht zu leicht genommen, aber Herriot/Wight spart gewisse Zeiten absichtlich deutlich aus. Das finde ich schön – man weiß, wie hart es war, aber das Hörbuch dreht sich um andere Dinge und Zeiten.

Ich hatte 274 tolle Minuten mit diesem Hörbuch und kann es von Herzen empfehlen: 5 Sterne! Box vier höre ich natürlich auch an und freue mich schon jetzt sehr darauf.

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Tags: 1930er jahre, england, james herriot, james wight, tierarzt, yorkshire dales   (6)
 

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brotaufstrich, rezeptbuch, backen, nathalie helal, rezepte

We love Nutella®

Nathalie Helal
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Heel, 31.07.2016
ISBN 9783958433502
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nutella ist einfach Kult – und ich kenne niemanden, der es nicht hin und wieder nascht. Nathalie Helal hat „Neue Rezepte für echte Fans“ zusammengestellt, in denen mit Nutella gearbeitet wird. Dafür wird die Schokocreme im Wasserbad verflüssigt und dann genutzt. Ob Marmorkuchen oder Biskuitrolle, Birnentarte oder Mürbegebäck, Waffeln oder Crema Catalan – überall kann man mit einer Dosis Nutella eine feine, elegante Nougatnote zufügen und Altbekanntes neu entdecken.

Zu jedem Rezept (bis auf Macarons Saint-Émilion) gibt es ein aussagekräftiges Foto, das sehr appetitanregend ist. Es gibt immer auch eine Angabe zur Schwierigkeitsstufe und den Kostenfaktor. Auch die Angabe für die Menge, die man mit dem Rezept macht, die Zubereitungszeit/Backzeit/Kühlzeit und sogar für die Haltbarkeit sind bei jedem Rezept angegeben. Es folgt die Zutatenliste und die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Am Ende des Rezeptes findet sich auch immer noch ein zusätzlicher Tipp.

Im kleinen handlichen Format und zu einem echt günstigen Preis eignet sich das Büchlein auch prima als Mitbringsel zum Kaffeeklatsch bei der Freundin.

Mich hat das Büchlein so überzeugt, dass ich nach weiteren Nutella-Rezeptbüchern schaue, denn Nutella ist definitiv mehr als ein schokoladiger Brotaufstrich.

Liebend gerne von mir deshalb die vollen fünf Sterne!

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Tags: backen, brotaufstrich, nathalie helal, nutella, rezepte   (5)
 

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peter kapp, sauerteig, brot, juror, rezepte

Mein Brot

Peter Kapp , Peter Kapp
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Heel, 30.09.2014
ISBN 9783868529296
Genre: Sachbücher

Rezension:

Peter Kapp, Juror von „Deutschlands beste Bäcker“, hat diverse Backbücher verfasst. Dies ist mein zweites von ihm. Und auch hier stört mich die übertriebene Selbstdarstellung des Herrn Kapp. „PKAB“ interessiert mich nicht wirklich. Gut, es gibt diesmal weniger Fotos von ihm selbst, aber die Rezepte … ich hab da so meine Probleme.

Klingt alles recht lecker, aber man benötigt dermaßen viele Spezialzutaten, dass man kaum ein Rezept nachbacken kann. Viele der Tipps wiederholen sich immer wieder. Klar, langes Reifen mag für die meisten Brote sinnvoll sein, aber irgendwie ist es öde, den Spruch so oft in den Rezepten zu finden. Leider bin ich auch nie in der Gegend von Edingen und komme so niemals an die 40 Jahre alte Sauerteigmutter. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass man da nicht wirklich einen Unterschied herausschmecken kann.

Die Rezepte sind bis auf vier Brote (diese dafür umso größer) immer für mehrere Brote (2, 4, 6, 8) ausgelegt. Warum? Wer möchte so viele Brote? Ich zumindest liebe die Abwechslung und backe gern jedes Mal ein anderes Brot und dann immer nur eines.

Es gibt sehr ausgefallene Brote (wie bereits erwähnt, meist mit ausgefallenen Zutaten) und auch ein paar recht bodenständige Sorten. Brote mit Sauerteig, Brote mit Hefe. Die Auswahl ist groß und bunt, aber ich denke, man muss schon echter Kapp-Fan sein, um von diesem Buch komplett vom Hocker gefegt zu werden. Mich hat leider schon die Werbung für einen gewissen Mehlhersteller ordentlich verärgert.

Die Fotos zu den Broten sind sehr schön, die Aufmachung des Buches ebenfalls. Dass Brot backen immer mit echter Arbeit verbunden ist, ist klar. Die Aufstellung hier ist in meinen Augen aber „geschönt“. Es fehlen die Angaben für die benötigte Zeit (nicht nur die Backzeit interessiert, sondern die gesamte Zeit, die man aufwenden muss, bis das Brot fertig ist), ein wenig Info über den Geschmack des jeweiligen Brotes, mögliche Ausweich-Zutaten (ja, auch „ohne Kompromisse“ habe ich gelesen, dennoch ist es ein Unding), eine Auflistung am Anfang, welche Gerätschaften und Zutaten insgesamt vorrätig sein sollten.

Alles in allem – ich erwarte von einem Brotbackbuch etwas mehr. Auch mal ein Rezept mit Erfolgsgarantie, das leicht herzustellen ist, damit man überhaupt weitermachen möchte. Mehr Interesse am Leser (statt an sich selbst). Einsteiger-Ideen. Das gibt es hier nicht. Deshalb kann ich Peter Kapp auch diesmal leider nur drei Sterne geben.

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Tags: brot, juror, peter kapp, rezepte, sauerteig, sauerteigmutter   (6)
 

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rezepte, knoblauch, kochbuch, kochen, jenny linford

Knoblauch

Jenny Linford , Manuela Schomann
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 15.09.2016
ISBN 9783869137148
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein Buch nur über Knoblauchrezepte? Und dann mit einhundertsechzig Seiten? Braucht man das? JA! Und wie! Denn dieses Buch steckt voller toller, leckerer Rezepte. Klar, Knoblauch ist jeweils das Tüpfelchen auf dem i und nicht die Hauptzutat. Das würde ja auch keiner wollen. Aber die richtige Art, mit Knoblauch Akzente zu setzen, will schon gelernt sein. Man kann nicht einfach überall eine Knoblauchknolle reinwerfen und glauben, das schmeckt. Geröstet oder gehackt, gewürfelt oder zerdrückt, frisch oder getrocknet, in Öl oder in Essig – es gibt so viele Möglichkeiten!

Von der leichten Knoblauchnote bis zum „Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen“ findet sich hier eine Fülle an Rezepten aus vielen Ländern. Mit jeder Seite entdeckt man neue Leckereien und man weiß kaum, wo man beginnen soll.

Die Rezepte sind gut erklärt und beschrieben. Bevor es losgeht, gibt es immer noch ein paar Infos zum Gericht bzw. den Zutaten. Es folgt die Auflistung der benötigten Zutaten und – wenn nötig – auch besonderen Utensilien sowie die Angabe, für wie viele Personen das Rezept gedacht ist. Anschließend findet sich die genaue Anweisung, wie das Gericht zubereitet wird, wobei jede Zutat, die von der Auflistung genommen wird, dann im Fettdruck erscheint. Das Buch ist durchgehend toll bebildert und sogar die Texte sind in Fotos gebettet. Manchmal ist das einfach eine Tischdecke, aber nie eine einfache weiße Seite. Das macht die Seiten stimmig und wertet sie noch mal auf. Gefällt mir sehr gut!

Für mich ist dies ein Highlight in meiner Kochbuchsammlung. Ich finde keinerlei Grund zum Meckern und genieße die neue Art, mit Knoblauch zu würzen. Macht bei mir die vollen fünf Sterne.

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Tags: bärlauch, knoblauch, rezepte   (3)
 

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gemüse, dekoration, obst, georg hartung, garnieren

Garnieren & Verzieren leicht gemacht

Georg Hartung , Georg Georg Hartung
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Heel, 01.01.2010
ISBN 9783868522259
Genre: Sachbücher

Rezension:

Manche Starköche und Kritiker verpönen ja die kleine Deko am Tellerrand als veraltet und altmodisch und unnötig. Ich persönlich seh das anders und freu mich besonders beim Chinesen immer wieder über die tolle Gemüse-Deko. Und kürzlich habe ich den optisch (und geschmacklich) tollsten Teller Tiramisu mit Obst (traumhaft schön dekoriert) bekommen – da musste einfach ein Buch her, das mir zeigt, wie es geht.

Das „Garnieren & Verzieren leicht gemacht“ ist sehr gut für Einsteiger geeignet. Alle vorgestellten Ideen sind auch für Anfänger machbar. Das benötigte Werkzeug hat man unter Umständen sogar schon einige Zeit zu Hause und nur noch nicht dafür eingesetzt. Einige wenige Dinge sind ausgefallener, aber im Handel kostengünstig zu bekommen.

Unterteilt ist das Buch in die Kapitel:
Früchtchen
Gemüslis
Meet meat
Fingerfood
Platten und Kanapees
Verzierungen

Die Anleitungen sind in Wort und Bild super festgehalten, sodass man das auch alleine hinbekommt. Keine großen Kunststücke, aber erstaunlich schöne Objekte, die man leicht nacharbeiten kann.

Für mich ein tolles Buch und rundum gelungen – somit auch die vollen fünf Sterne!

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Tags: dekoration, garnieren, gemüse, georg hartung, obst   (5)
 

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odenwald, ausflugsziele, deutschland entdecken, guide, reiseführer

MARCO POLO Raus & Los! Odenwald, Rhein


Flexibler Einband
Erschienen bei MAIRDUMONT, 07.03.2016
ISBN 9783829741293
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Mensch neigt dazu, lieber in die Ferne zu schweifen, statt das Umfeld zu erkunden.

Der Odenwald liegt bei mir quasi fast vor der Haustür. Den einen oder anderen Ort kennt und besucht man relativ regelmäßig, weil man ihn kennt und öfter da ist. Doch viele Orte und Events übersieht man, weil man nicht genauer hinsieht. Der Marco Polo Guide hat mir diese Orte mit Erfolg in Erinnerung gebracht, mich auf sie neugierig gemacht und mich sie besuchen lassen. Allerdings wundert mich, dass Eberbach nicht im Guide zu finden ist.

Man muss wissen, dass der Odenwald sich über drei Bundesländer erstreckt: Baden Württemberg, Hessen und Bayern. Entsprechend viel hat dieses Gebiet zu bieten.

Der Guide teilt alles Interessante in die Gruppen „Hofläden & Direktvermarkter“, „Biergärten & Ausflugslokale“, „Stadtführungen & Thementouren“ und „Fahrradtouren“ auf. Dazu gibt es 66 tolle Ausflugstipps, die richtig Spaß machen. Auch die Bildung kommt dabei nicht zu kurz, dennoch kommt die Unterhaltung an erster Stelle.

Die Erlebniskarte macht das Finden und Orientieren sehr einfach und bequem. Klar, man kann auch das Navi auf dem Smartphone nutzen. Ich persönlich mag diese Karte mit Buch aber sehr viel lieber. Info und Karte in einem tollen, handlichen Set, das robust ist und im Preis absolut top – ich bin begeistert!

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Tags: ausflugsziele, deutschland entdecken, guide, odenwald, reiseführer   (5)
 

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james wright, tierarzt, james herriot, darrowby

Der Doktor und das liebe Vieh (Box 2) - Schwein gehabt/Die schöne Helen

James Herriot , Frank Arnold , Rudolf Würth , Audiobuch Verlag
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 01.05.2008
ISBN 9783899642940
Genre: Romane

Rezension:

Es ist unbeschreiblich – diese Serie macht süchtig! Frank Arnold verleiht dem Erzähler (James Wright alias James Herriot) so perfekt seine Stimme, dass man fast glauben mag, er ist es selbst. Das klingt nicht gelesen, sondern erzählt und das ergibt ein tolles Hörbucherlebnis!

Man erfährt mehr über das Leben des Tierarztes und seiner Anfangsjahre in den Yorkshire Dales. Die Zeiten damals waren hart. Man lebte in sehr einfachen Verhältnissen und musste mit wenig auskommen. Da war es normal, dass die Bauern die Tierärzte erst sehr spät riefen – meist zu spät. So hatten diese schnell einen denkbar schlechten Ruf und mussten dagegen ankämpfen. In Herriots Leben kam dann noch die Komplikation Siegfried Farnon dazu – ein sehr guter Tierarzt, der jedoch eine extrem anstrengende Art hatte, gern mal zu vergessen, was er tags zuvor gesagt hat. Meinungsänderung auf sehr spezielle Art!

In all dem Chaos bleibt der Tierarzt Herriot jedoch auch Mann und als solcher begegnet ihm eine ganz besondere Frau – Helen Alderson. Blöd nur, wenn der Tierarzt ebenso schüchtern ist, wie seine Angebetete und alles schief geht, was schief gehen kann. Dann noch die Tipps von Tristan Farnon, der es gut meint, aber leider keine Ahnung hat – das kann nur problematisch werden!

Der Zuhörer hat hier wieder einmal eine geniale Hörzeit, in der es spannende, lustige, romantische, dramatische, traurige und auch beschauliche Momente gibt. James Herriot schildert die Zeit in Darrowby sehr einprägsam. Man kann nicht anders als darüber zu staunen, wie viele Ähnlichkeiten es noch heute in Bezug auf Tiermedizin gibt, aber auch, wie groß die Unterschiede andererseits in ebendiesem Punkt sein können.

Ich hatte 274 tolle Minuten mit diesem Hörbuch und kann es von Herzen empfehlen: 5 Sterne! Box drei liegt schon auf meinem Player!

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andrew bannister, primitive sprache, sci-fi

Die Maschine

Andrew Bannister , Simon Weinert
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492704090
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Eine von gottgleichen Erbauern vor hundert Millionen Jahren geschaffene Galaxie ist das Zentrum eines Krieges, der alles vernichten soll, was von der Opposition übrig ist. Der Oberbefehlshaber will sogar die eigene Tochter töten, doch Fleare gelingt die Flucht. Mit einem Verbündeten will sie ihren Vater stoppen. Dabei spielt eine Maschine eine wichtige Rolle. Diese findet sich auf einem vergessenen Planeten und ist von den Schöpfern …

Okay, ich lese relativ wenig Science Fiction. Aber das Prädikat „Eines der zehn wichtigsten Bücher des Jahres!“ erstaunt mich dann doch. Die Sprache des Autors ist sehr schlicht, oft obszön und immer flapsig. Ein besonderes Merkmal, warum dieses Buch so wichtig sein sollte, kann ich leider nicht entdecken. Es liest sich recht flott, wenn man mit den Rückblenden und Sprüngen zwischen Orten und Zeiten klarkommt. Als Auftakt einer Trilogie ist das Ende natürlich entsprechend offen und unbefriedigend.

Probleme machten mir die vielen erfundenen Begriffe, Namen, Orte, Bezeichnungen usw. Sie werden nicht wirklich erklärt, sondern sollen sich wohl im Laufe der Story von selbst erklären. So echt gelungen ist das meiner Meinung nach nicht. Das muss man mögen – und wirklich eingefleischter und „geübter“ Sci-Fi-Leser sein.

Für meinen Geschmack gibt es zu viele Lücken. Vermutlich sollen die dazu führen, dass man die Folgebände kauft und liest, aber mich nervt das leider nur extrem an.

Ich habe mich weder mit einer der Figuren anfreunden noch identifizieren können. Die Intrigen sind mir dann doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen und am Ende des Buches war mir kaum etwas von der Story im Gedächtnis geblieben. Schade, aber das war nix. Auch wenn es daran liegen könnte, dass ich nicht die optimale Zielperson bin, kann ich nur zwei Sterne geben.

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