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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Keneria: Die zwei Welten, Band 1

Eliza Snow
E-Buch Text: 607 Seiten
Erschienen bei null, 30.04.2018
ISBN B07CS46ZZ4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hier gelangt die Protagonistin Kaya aus ihrer, unserer Welt auf einen anderen Planeten und muss dort ihre Bestimmung finden und den Planeten retten. Das Science-Fiction-Element ist also recht stark.

In unserer Welt weiß Kaya nicht, was mit ihr los ist; sie fühlt sich krank, aber ärztliche Untersuchungen bleiben ohne Befund. Erst als sie in einer alten Uhr ihres Vaters ein seltsames Medaillon findet, werden ihre Beschwerden besser. Aber damit beginnen ihre Probleme. 

Kaya ist eine starke Persönlichkeit, die sich sehr um ihre Familie sorgt. Das macht sie zu einer sympathischen Bezugsfigur. Erscheint sie zu Beginn noch als typischer Teenager, so entwickelt sie sich im Laufe der Handlung. Es ist spannend zu sehen, wie sie in ihre Rolle hineinwächst und ihre Entwicklung ist durchweg überzeugend. 

Auch die anderen Charaktere kennzeichnen ihre Tiefe und Vielschichtigkeit. Dabei verwirrte mich jedoch im ersten Viertel des Romans das Verhalten Toms. Es war mir auch nicht ganz klar, dass er und Kaya lediglich befreundet sind. Aber natürlich darf die Liebesgeschichte - es handelt sich immerhin um Jugendliteratur - nicht fehlen. Es liegt vielleicht daran, dass ich mittlerweile zu oft in Jugendbüchern über unglückliche Dreiecks-Friendzone-Liebesgeschichten gelesen habe, dass ich mittlerweile eher genervt reagiere, wenn eine solche im Roman auftaucht. Glücklicherweise dominiert diese hier jedoch nicht die Handlung. 

Die Sprache ist flüssig, wozu auch der allwissende, distanzierte Erzähler im Präteritum beiträgt. Leider fand ich jedoch die Kapitel zu lang (eine Meinung, mit der ich den Rezensionen bei Amazon nach zu urteilen, nicht alleine dastehe). Ich bin es gewohnt durch die Kapitel zu fliegen, also für ein Kapitel kaum länger als maximal 10 Minuten zu brauchen. So benötigte ich für ein Kapitel zwischen 20 und 30 Minuten Lesezeit. Das trübte leider etwas das Lesevergnügen. 

Insgesamt konnte mich Eliza Snows Debüt gut unterhalten. Es war innovativ, spannend geschrieben und flüssig zu lesen. Die Charaktere, das Setting wie auch die Handlung überzeugen. Ich freue mich schon darauf den zweiten Band zu lesen, vor allem nach diesem Ende. 


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Tags: eliza snow, keneria   (2)
 

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315 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Ash Princess

Laura Sebastian , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.09.2018
ISBN 9783570165225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine entthronte, verwaiste Prinzessin, ein machtbesessener Herrscher als Gegenspieler, ein Prinz zum Verlieben... - der Plot von Ash Princess ist nicht neu, sondern aktuell äußerst beliebt in der Jugendfantasy. In Abwandlungen findet man ihn unter anderem bei Victoria Aveyard (Die rote Königin), Mary E. Pearson (Der Kuss der Lüge), Amy Tintera (Die Legende der vier Königreiche), C.E. Bernard (Palace of Glass) und bei Sarah J. Maas (Throne of Glass). Das Besondere bei Laura Sebastian ist jedoch, wie düster die Geschichte ist. Abstoßende Szenen werden nicht beschönigt, sondern in ihrer ganzen Brutalität geschildert. 
In den zehn Jahren am Hof hat sie auch gelernt, wie sie sich verhalten muss um gefällig zu sein, nicht aufzufallen, ihre wahren Gefühle zu verbergen. Diese Fähigkeiten nützen ihr, nachdem diese eine letzte Tat, zu welcher der Kaiser sie zwang, ihre Wut und ihren Rachewunsch weckt. Und so wie die Hoffnung bei Theo wächst, dass sie einen Umbruch herbeiführen, dass sie Rache am Kaiser und seinen Handlangern nehmen und Königin werden kann, so wächst sie auch beim Leser. Dafür sorgt nicht zuletzt die Erzählerperspektive: Die Handlung wird im Präsens aus der Perspektive Theos (Ich-Perspektive) geschildert. Die Wendungen innerhalb der Handlung überzeugen und sind konseqent, wird Theo doch stärker und selbstbewusster im Verlauf des Fantasyromans. 
Wie Theo misstraut der Leser jedem, der ihr begegnet, jedem, der ihr wohlgesonnen scheint. Dabei sind die Nebenfiguren ebenso vielschichtig gestaltet wie die Hauptfigur selbst. Und bis zum Schluss kann der Leser keine der Figuren richtig einschätzen: Cress, die vermeintliche Herzensschwester, Søren, den Kronprinzen, Theos Schatten, die ihr auf Schritt und Tritt folgen, die Kaiserin und schließlich Drachenfluch, den Piraten. 
Theo ist eine starke Protagonistin, keine Jungfrau in Nöten. Sie hat es geschafft zu überleben, 10 Jahre lang. Aber nun will sie mehr - überleben ist nicht genug. Obwohl sie erst 16 Jahre alt ist, ist sie zu keiner Zeit ein typischer Teenager, sondern viel reifer, als man es vielleicht erwarten würde.
Dennoch ist es ein Jugendbuch und so fehlt auch die typische Liebesgeschichte nicht. Allerdings ist es keine "Instalove", keine Liebe auf den ersten Blick und auch die sich andeutende Dreiecksgeschichte bleibt angenehm im Hintergrund. An keiner Stelle erscheint stört das Liebesdreieck die Handlung oder führt zu einem genervten Augenrollen beim Leser. 
Die Welt, in der Ash Princess spielt, ist ein dunkler Ort: Seit Jahrhunderten führen die Kalovaxianer Krieg gegen die übrigen Reiche. Sie versklaven die Völker und beuten ihre Länder aus. Gleichzeitig ist Astrea ein Land voller Magie. Allerdings ist die Welt, die Laura Sebastian hier erschafft, nicht vollkommen ausgereift: Schauplatz der Handlung ist Astrea und der dortige Königshof. Über die anderen Länder erfährt der Leser nur wenig und beiläufig. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass sich dies in den weiteren Bänden noch ändert. 
Ash Princess ist der erste Band einer Trilogie, deren zweiter Band, Lady Smoke im Februar 2019 auf Englisch erscheinen wird. Der Veröffentlichungstermin der deutschen Ausgabe ist noch unbekannt. 
Insgesamt ein starker erster Band mit einer überzeugenden Protagonistin, der mich überzeugen und begeistern konnte. Das düstere Setting sorgt für eine angenehme Abwechslung. Das Worldbuilding könnte ausgereifter sein, allerdings dürfte sich dies in den folgenden Bänden noch ändern. Ein Jugendbuch mit diesem Plot konnte mich schon lange nicht mehr so emotional mitreißen. Ein toller Auftakt und ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen.

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Tags: ash princess, cbj jugendbuch, fantasy, laura sebastian   (4)
 

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Das steinerne Schloss

Anna Weydt
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.09.2018
ISBN 9783733711887
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Urban Fantasy-Roman - mein erster Selfpublisher -, der mich in vielerlei Hinsicht überzeugen konnte. In der Regel tummeln sich in den phantastischen Geschichten, die ich lese, Elfen, Zwerge, Drachen, Hobbits... kurz: das gesamte Personal der Fantasy, wie wir es seit Tolkien kennen. Aber hier begegnen mir nun auch andere Wesen: die Hydra, der Greif, Ghule, Engel und Frau Welt; kurz: Wesen, die in der heutigen Fantasyliteratur seltener auftreten, aber zu anderen Zeiten beliebte literarische Figuren waren. Die Literatur des Hoch- und Spätmittelalters etwa ist voll von antiken mythologischen Figuren und anderen Fabelwesen des Mirabilienorients, den wir etwa aus der Alexanderdichtung Ulrichs von Etzenbach oder des Pfaffen Lambrecht kennen. Und somit sind wir schon mitten in dem Punkt, der Annas Roman für mich besonders interessant macht und von der übrigen zeitgenössischen Fantasy abhebt: die vielen kleinen und größeren Verweise auf die mittelhochdeutsche Literatur. Es sind diese Kleinigkeiten im Roman, die mich daher besonders ansprechen und begeistern. 
Darüber hinaus überzeugen die Charaktere, allen voran die Protagonistin Charlotte, die nie überzeichnet wirkt oder dem Leser unsympathisch wird. Aber auch die Nebencharaktere sind detailliert ausgearbeitet und voll Tiefe. Die Konzentration auf wenige Charaktere ermöglicht es, die Handlung entsprechend stärker und detailreicher auszugestalten. Dabei wird die Spannung gehalten, auch an Stellen, die vergleichsweise ereignislos sind. Gerade zum Ende nimmt der Roman noch einmal deutlich an Fahrt auf. Auch das Ende bzw. der Epilog überzeugen. Selbst romantische Stellen sind nie kitschig oder unpassend gestaltet. Der Erzählstil ist flüssig und trägt den Leser durch die Geschichte. 
Insgesamt hat mir Das steinerne Schloss von Anna Weydt sehr gut gefallen. 

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Tags: anna weydt, das steinerne schloss, urban fantasy   (3)
 

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Keine Ahnung, ob das Liebe ist

Julia Engelmann
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442488544
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Auch ihr viertes Buch überzeugt wieder vor allem durch seine Leichtigkeit und Intensität und schafft gleichzeitig viel Raum zur Identifikation. Das ist, es was ihre Gedichte für mich ausmacht: Sie sprechen Themen und Bereiche an, in denen sich der Leser wiederfindet, die sich auch seine eigene Lebenswirklichkeit übertragen lassen. Themen wie Selbstfindung, der Prozess des Erwachsenswerdens, des Ankommens, des eigenen Platzes in der Welt, aber auch die Beziehung zu Eltern und Familie und Liebesbeziehungen. Dabei ist die Sprache modern und klar, aber dennoch poetisch. 
Für mich ist "Keine Ahnung, ob das Liebe ist" - Hauptsujet ist hier tatsächlich die Beziehung zwischen Liebenden - wieder stärker als der vorherige Band, "Jetzt, Baby". Gerade weil die Identifikationsmöglichkeit ihre Gedichte, meine Meinung nach, ausmacht, erwarte ich, dass sie mich entsprechend ansprechen. In ihrem neuesten Band ist das wieder stärker der Fall. Tatsächlich konnten mich manche ihrer Lyrik sehr emotional mitreißen, was sicher an der Aktualität des jeweiligen Themas für mein eigenes Leben liegt. 
Zusammenfassend hat mir "Keine Ahnung, ob das Liebe ist" gut gefallen, wenn auch nicht ganz so stark wie ihr Debüt "Eines Tages, Baby". 

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Tags: goldmann-verlag, julia engelmann, keine ahnung ob das liebe ist, poetry   (4)
 

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233 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Palace of Fire - Die Kämpferin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.07.2018
ISBN 9783764531980
Genre: Fantasy

Rezension:

Wir sind zurück in London - dort, wo alles begann. Und so wie sich die französische oder kontinentale und englische Gesellschaft im Roman voneinander unterscheiden, so fehlen London auch der Zauber und die Leichtigkeit von Paris. Dass dieser Gegensatz so deutlich, so greifbar wird, beweist das schriftstellerische Talent der Autorin. Wie der Leser sich in Palace of Silk in die Cité Lumière verliebt hat, so stößt ihn das kalte, grausame London ab und er fiebert mit Rea und ihren Freunden dem Umbruch, der zweiten Seidenrevolution, entgegen. 

Die Schilderungen Londons und seiner Einrichtungen, wie der Korrektive, sind so abstoßend wie eindrucksvoll. Die Handlung, mit solchen Schilderungen aufgeladen, drängt auf den Höhepunkt zu und reißt den Leser, welcher der Revolution entgegen fiebert, mit. 

Kühle, höfische Politik dominiert weite Teile der Handlung, was den dritten Band der Reihe mitunter weniger fesselnd und mitreißend wirken lässt. Doch wie Rea lernen wir, dass politische und gesellschaftliche Umbrüche manchmal nur langsam und überlegt angestoßen werden können. 

Zurück sind auch altbekannte Gesichter wie die Duchesse Ninon, der weiße Ritter und andere, deren charakterliche Entwicklung nun jedoch hinter Reas Aufgabe zurücktritt. Auch sie bleiben von der vorherrschenden Unbarmherzigkeit in London nicht verschont. 

War die Spannungskurve im zweiten Band fast kontinuierlich hoch, so steigt sie nun stetig an, lädt sich auf und drängt dem Finale entgegen. 

Mit Palace of Fire. Die Kämpferinist nun der letzte Band der Trilogie erschienen. Ein würdiger Abschluss, der mich jedoch stellenweise, gerade im Mittelteil, weniger fesseln konnte als der zweite Band. Mitgerissen wurde ich von den Ereignissen des Finales. Dann wurde mir erst bewusst, wie sehr ich mit Rea mitgekämpft und gelitten habe. Ein solches Wechselbad der Gefühle habe ich zuletzt am Ende von Sarah J. Maas' Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwertererlebt. Der Vergleich mit Maas ist durchaus gerechtfertigt. 

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Tags: c.e.bernard, palace of fire, penhaligon   (3)
 

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329 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Zweite Bände, gerade einer Trilogie, sind ein leidiges, mitunter undankbares Thema: Oft sind sie schwächer als der erste und dritte Band und bilden lediglich das Bindeglied. Das gilt für den zweiten Band der Hunger Games-Trilogie, den zweiten Selection-Band, das zweiten Maze Runner-Buch... Sogar der zweite Band Die zwei Türme von Fantasy-Großmeister Tolkien (der seine Trilogie jedoch immer als ein Werk, ein Buch sah) kann einem Vergleich mit dem ersten und letzten Band des Herrn der Ringe nicht standhalten. 
Aber nicht so hier: C.E. Bernard schafft es, den zweiten Band der Palace-Trilogie nicht nur genauso spannend zu halten wie den ersten, sondern die Dramatik sogar noch zu steigern. Mochten manche höfischen Vorgänge, manches Antasten zwischen den Protagonisten in Palace of Glass noch schleppend erscheinen, so ist hier die Spannungskurve von Anfang an hoch und wird den gesamten Roman hindurch gehalten. Der Leser bangt mit Rea um ihre Liebe und das Leben ihrer Freunde, misstraut der mysteriösen Madame Hiver, sorgt sich um die gesellschaftliche Haltung gegenüber den Magdalenen und genießt vor allem die Ville Lumière, Paris. 
Die sprachliche Darstellung von Paris ist sensationell: Bereits auf den ersten Seiten ist Paris so plastisch und detailliert beschrieben, dass es vor dem inneren Auge des Lesers entsteht. Wie Rea spazieren wir über die Île de la Cité, vorbei an Notre-Dame, über die Seine, zu Shakespeare & Company im Quartier Latin. Ich habe mich sofort nach Paris versetzt gefühlt. Auch wenn das Paris des Romans ein anderes ist als das unsere, so schafft es die Autorin doch durch die Sprache, den Zauber der Hauptstadt so eindrucksvoll und atmosphärisch zu vermitteln. Paris ist hier nicht nur die Stadt der Liebe, sondern der Leser verliebt sich, wie Rea, auf jeder Seite mehr. Umso tragischer erscheinen die Entwicklungen. 
Getragen wird die Handlung nicht zuletzt durch die verschiedenen Protagonisten, die nie platt oder eindimensional erscheinen, sondern immer tief und vielschichtig sind. Dies gilt nicht nur für die Hauptfiguren wie Rea, Ninon, Robin und Madame Hiver, sondern auch für Nebenfiguren wie den französischen König oder den Capitaine der Mousquetaires. Auch entwickeln sich die bereits aus dem ersten Band bekannten Charaktere weiter, was ebenfalls zur Spannung und Dramatik der Handlung beiträgt. 
Nach diesem starken zweiten Band bin ich umso gespannter auf den dritten, der am 23.07.2018 erscheinen wird. Ich habe mit Rea gekämpft, geliebt, gelitten, mein Herz war wie ihres gebrochen... Ob im dritten Band endlich alles gut werden wird für unsere Heldin? 

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Elantris

Brandon Sanderson , Ute Brammertz , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 928 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492281539
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich in letzter Zeit überwiegend Jugendfantasy gelesen habe, war Elantris der erste High Fantasy-Roman seit Jahren und zugleich mein erstes Buch von Brandon Sanderson. Und es hat mir sehr gut gefallen. Der Autor konnte die Spannung auch an Stellen halten, an denen vergleichsweise wenig passiert und die eher von theologischen Diskursen geprägt sind. Doch gerade in der zweiten Hälfte nimmt die Handlung Fahrt auf. 

Das Ende selbst war zwar absehbar, enthält aber überraschende Elemente. Besonders überzeugen dabei die charakterlichen Wendungen und Entwicklungen der Protagonisten, etwa des Gyorns, aber auch verschiedener Adliger. Keiner der Charaktere erscheint flach oder konturlos, sondern sie alle werden als authentische Figuren mit Stärken und Schwächen gezeichnet. 

Erzählt wird das Geschehen aus den Blickwinkeln von Raoden, Sarene und Hrathen. Durch diese drei Perspektiven steht nicht nur eine Figur im Mittelpunkt und der Leser erhält zugleich ein differenziertes Bild des Geschehens. 

Die Welt, die Brandon Sanderson hier entwirft, ist eine magische, die jedoch ohne das übliche fantastische Personal auskommt. Die Magie ist allgegenwärtig - Religion und Magie leben in einer (friedlichen) Koexistenz. Die Beschreibung von Elantris ist detailliert genug, um die Stadt vor dem inneren Auge entstehen zu lassen, aber gleichzeitig so offen, dass das Bild frei ausgestaltet werden kann. So hatte ich etwa bei der Beschreibung von Elantris die ebenfalls fantastische Elbenstadt Gondolin aus J.R.R. Tolkiens Das Silmarillion (freilich in einer heruntergekommeneren Version) vor Augen.

Sanderson zeigt in seinem Roman unter anderem auf, dass Religion und Kirche bzw. Religion und Religionsvertreter voneinander zu unterscheiden sind - eine durchaus moderne, wirklichkeitsbezogene Feststellung. Interessant ist auch das Adelsgefüge in Arelon: Die Herrschaft geht, so zumindest zu Beginn, im Falle eines Machtvakuums an den reichsten Kaufmann und nicht etwa an den ältesten Adligen. Wer Geld hat, hat Macht - auch das ist ein moderner Gedanke. 

Zusammenfassend habe ich die Reise nach Elantris sehr genossen. Eine angenehme Abwechslung zu Romantasy und Co. Trotz der 920 Seiten ließ sich die Geschichte gut lesen und an keiner Stelle hatte ich das Gefühl im Buch nicht voranzukommen. Gerade ab der Mitte und im letzten Drittel des Romans sind die Seiten geradezu geflogen. Der Schreibstil Sandersons war flüssig und angenehm zu lesen. 

Besonders gut gefallen haben mir auch das die Karte von Arelon, das Glossar, worin die verschiedenen Aonen gezeigt und erklärt sind, sowie die Kurzgeschichte Hoffnung von Elantris, die in dieser Neuauflage das Hauptwerk ergänzt. 

Ich empfehle den Roman jedem, der sich für High Fantasy im Stil von Tolkien und George R.R. Martin begeistern kann und sich von einer Seitenzahl jenseits der 500 nicht abschrecken lässt. Es wird nicht mein letztes Buch von Brandon Sanderson gewesen sein und die Lust auf mehr High Fantasy konnte Elantris bei mir auf jeden Fall (wieder) wecken. 


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853 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 195 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Geschichte um Rea Emris hat mich vom ersten Satz an gefesselt. Durch den Schreibstil entwickelt die Handlung einen gewissen Sog, der den Leser mitzieht. Dies hat bei mir bisweilen Gefühl ausgelöst nicht hinterherzukommen, gehetzt zu sein. Aber es hat auch dazu geführt, dass ich das Buch etwa ab dem ersten Drittel nicht mehr aus der Hand legen konnte und die etwas mehr als 300 Seiten in einem Rutsch gelesen habe. Und das, obwohl ich eigentlich weder Präsens noch Ich-Perspektive besonders mag. Die gewählte Erzählerperspektive unterstützt jedoch die Einblicke Reas in die menschliche Gedankenwelt - eine Fähigkeit, die sie als Magdalena auszeichnet. Diese Episoden sind sehr faszinierend und überzeugend ausgearbeitet. 

Die Erzählung ist spannend und voller Handlungswechsel: Selbst wenn sich der Verdacht, der im Leser 20 Seiten zuvor aufkam, bestätigt, führt die Autorin doch eine Wendung ein, die überrascht. Nie ist die Handlung zu offensichtlich vorhersehbar und platt. Dazu tragen auch die vielschichtigen Charaktere bei, die immer dann, wenn man sie zu kennen glaubt, eine neue Seite ihres Wesens zeigen. Meine Favoritin ist Duchesse Ninon d'Orléans, deren - vielleicht typisch französische - Leichtigkeit so gar nicht an den strengen englischen Hof passen will. Natürlich ist schon bei der Lektüre des Buchklappentextes klar, dass es eine Liebesgeschichte geben wird, aber diese fügt sich angenehm in die Handlung ein. 

Die von C.E. Bernard gezeichnete Welt überzeugt: Obwohl das London im Roman nur wenig mit der heutigen Hauptstadt Großbritanniens gemein hat, lassen sich aus dem Roman heraus Verbindungen und Verweise herstellen, die zum Lesevergnügen beitragen. Ein wenig schwer fällt mir die Einordnung in ein bestimmtes Subgenre: Handelt es sich um Urban Fantasy? Am ehesten trifft es wohl Social Fantasy oder dystopische Fantasy (eine nicht ganz kanonische Genre-Bezeichnung). Dabei erscheint die Welt trotz ihrer technischen Errungenschaften vergleichsweise rückwärtsgewandt: Die Ganzkörperverhüllung ist Pflicht, die Sitten streng. Körperliche Kontakte etwa sind nur Ehepaaren gestattet. Außerdem wird Großbritannien - wie im Übrigen auch Deutschland - von einer absoluten Monarchie regiert. Ein deutlicher Rückschritt in der politischen Entwicklung. 

Großartig fand ich auch das Ende: Obwohl es keinen fiesen Cliffhanger gibt, möchte man doch den Folgeband lesen, um zu wissen, wie es mit Rea weitergeht. Der Spannungsbogen wird also bis zum Romanende gehalten. 

Der Vergleich des All Age-Fantasyromans mit den Werken von Sarah J. Maas, Cassandra Clare oder Kiera Cass ist in jedem Fall gerechtfertigt. 

Ein großartiges, überzeugendes Debüt, das neugierig macht auf die Folgebände und weitere Projekte der Autorin. Ich freue mich schon sehr darauf, die Trilogie weiterzulesen. 

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333 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

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Rosen & Knochen

Christian Handel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783959915120
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit Rosen und Knochen legt Christian Handel eine düstere Bearbeitung der Grimmschen Märchen Hänsel und Gretel und Schneeweißchen und Rosenrot vor. Ich bin in der Regel kein Freund von Märchenadaptionen, was auch daran liegt, dass sie überwiegend weit hinter dem Original zurückbleiben und keine Bereicherung darstellen. Das ist hier anders. Die Handlung zieht den Leser sofort in ihren Bann. Dafür sorgt auch der hervorragende Erzählstil des Autors, der sehr dicht und plastisch die Umgebung beschreibt. Der Hexenwald erhebt sich dabei ebenso vor dem inneren Auge wie die Protagonistinnen, deren Verhalten nie platt oder nervtötend erscheint. Ich hatte den Eindruck als eine Art stille Beobachterin selbst an der Seite unserer beiden Jägerinnen zu stehen und das Grauen des Ortes auf mich wirken zu lassen. Es kommt vergleichsweise selten vor, dass mich eine Geschichte gleich so in ihren Bann ziehen kann. 

Die Spannung baut sich kontinuierlich auf, obwohl von Anfang an die düstere Atmosphäre vorherrscht. Am Ende kommt es zum großen Showdown und die Episode wird abgeschlossen. Es gibt also keine Cliffhanger oder Verweise auf Folgebände. Ob für die Lektüre nachfolgender Bände der Hexenwald-Chroniken die Kenntnis von Band 1 Voraussetzung ist, bleibt abzuwarten. 

Dies ist das erste Buch, das ich gelesen habe, in dem ein lesbisches Pärchen die Handlung trägt. Eine angenehme Abwechslung zu den ewig immergleichen Dreiecksgeschichten, wie man sie heutzutage häufig in der Jugend(fantasy)literatur findet. Und obwohl beide Protagonistinnen auch ihre eigenen Sorgen und Probleme mit sich herumtragen, überlagern diese nie das Geschehen, sondern fügen sich unterstützend in die Handlung ein. 

Neben den Ereignissen um Schneeweißchen und Rosenrot enthält das Buch auch eine Kurzgeschichte, ebenfalls eine gruselige Märchenadaption, über den "Flötenspieler", welche das Märchen um den Rattenfänger von Hameln aufgreift. 

Handel wirft außerdem einen Blick auf die Evolution des Märchens als solchem, von seinen schaurigen Anfängen im Volksmund, bei den Gebrüdern Grimm, Andersen und Hauff etwa bis zu den modernen Disney-Adaptionen. Dieser Exkurs hat mir gerade auch als Literaturwissenschaftlerin sehr gefallen. Deutlich wird hier, wie sehr wir uns heute doch von den Ursprüngen von Märchen wie Dornröschen oder Rapunzel entfernt haben, und dass unsere heutigen Geschichten zur Gute Nacht in früheren Zeiten keineswegs kindertauglich waren. 

Rosen und Knochen ist eine Märchenadaption, die mich vollauf überzeugt hat. Charaktere, Handlung und Szenerie sind stimmig und fügen sich zu einer spannenden (fast schon) Gruselgeschichte zusammen. Ich hätte das Buch, aufgrund seiner Atmosphäre, eigentlich wirklich schon im Herbst lesen müssen. Vielleicht schaffe ich das ja für die kommenden Erzählungen der Hexenwald-Chroniken, auf die ich mich schon jetzt freue. 



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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Wicked

Gregory Maguire , Hans-Ulrich Möhring
Flexibler Einband: 533 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.02.2018
ISBN 9783608962109
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie wurde Elphaba zur bösen Hexe des Westens? Diese Frage sucht Maguire durch die Erzählung ihres Lebens zu beantworten. Entsprechend ist Elphaba die Protagonistin in Wicked, ohne dabei darauf angelegt zu sein, dass der Leser mit ihr sympathisiert. Ich persönlich mochte sie von Beginn an bis zum Ende - im Gegensatz zu G(a)linda mit ihrer Oberflächlichkeit und zu Nessarose, der Schwester Elphabas, und ihrer Frömmelei. Ob sie wirklich böse ist, bleibt am Ende offen, denn ihr Verhalten kann durchaus nachvollzogen werden und ihr Titel "Böse Hexe des Westens" ist zum einen selbstgewählt und zum anderen Propaganda des Zauberers. Ich finde hier ein Zitat von Albert Einstein passend: 

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. 

Elphie, die böse Hexe des Ostens, reiht sich ein in eine lange Reihe missverstandener Bösewichte, die doch böser erscheinen, als sie sind. 

Die Geschichte Elphabas endet mit der Konfrontation zwischen ihr und Dorothy. Leider erscheint die Darstellung sehr hektisch und überladen. Der positive Eindruck der ersten Romanhälfte, die die Kindheit Elphies und ihre Zeit in Shiz schildert, setzt sich in der zweiten Hälfte nicht fort. Die Erzählung schreitet stellenweise zu schnell voran, die Szenerie ist zu chaotisch - fast erweckt es den Anschein, als habe der Erzähler die Geschichte noch unbedingt zu Ende bringen wollen. So viel Zeit er sich zu Beginn lässt, so hektisch wird es zum Ende hin. Immerhin: Obwohl in der zweiten Hälfte sehr viel Personal eingeführt wird, ist ihre Darstellung so, dass der Leser den Überblick behält. 

Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen: Gerade die Erzählung über die Zeit in Shiz erinnerte mich ein Stück weit an die klassischen Internatsromane, die ich als Kind geliebt habe. Ich hätte mir gewünscht, dass das Erzähltempo gleichgeblieben wäre und in der Konsequenz entweder das Buch länger oder in zwei Bände aufgeteilt worden wäre. Auch werden wichtige Fragen nicht beantwortet - eine Kritik, die mir auch bei der Durchsicht anderer Rezensionen, etwa bei Goodreads, mehrfach begegnet ist. Fragen nach der grünen Hautfarbe Elphabas, nach ihrer Seelenlosigkeit, nach ihrer Allergie vor Wasser bleiben offen. Andere Handlungsstränge werden aufgegriffen und dann wieder fallengelassen, wie etwa die silbernen Schuhe, die auf keinen Fall in die Hände des Zauberers geraten dürfen (später spielt das keine Rolle mehr). So bleibt der Leser am Ende etwas unbefriedigt zurück. 

Ich kannte vor der Lektüre weder das Original von Baum, noch das gleichnamige Musical, sodass ich hierzu keine Vergleiche ziehen kann. Mir wurde jedoch gesagt, dass sich Roman und Musical zum Teil deutlich voneinander unterscheiden. 

Außer Wicked gibt es drei weitere Erzählungen aus Oz. 

Insgesamt fand ich das Buch gut, wobei mir die erste Hälfte deutlich besser gefallen hat als die zweite. Der Schreibstil ist angenehm und durchaus fesselnd; anspruchsvoll, aber ohne ausschweifend oder elaboriert zu sein. Das Zitat aus der Kirkus Review (zitiert im Buchklappentext), das einen Vergleich mit Lewis Carrolls Alice im Wunderland und J.R.R. Tolkiens Hobbit zieht, ist allerdings unzutreffend. An das literarische Niveau beider Werke reicht Wicked nicht heran. 

Es bleibt ein guter, unterhaltender Fantasyroman, der nicht immer vollends überzeugt, aber kurzweilig unterhalten konnte. Die Vorgeschichte hat mich motiviert, nun auch endlich einmal das Original zu lesen.



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In Kalabrien

Peter S. Beagle , Oliver Plaschka
Fester Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.02.2018
ISBN 9783608962178
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Einhorn sucht Bianchi auf, weil es seine Hilfe braucht; tatsächlich ist es aber das Einhorn selbst, das Bianchi hilft. Die Begegnung mit dem Fabelwesen verändert sein Leben und seine Lebenseinstellung: er ist inspiriert, er öffnet sich und kommt aus seinem Schneckenhaus. Bianchi wird in seiner Weltabkehr weder durch den Erzähler, noch durch den Leser kritisiert. Als Leser ist man von Anfang an seiner Seite, fühlt und leidet mit ihm. 

In einer fast schon poetischen Sprache beschreibt Beagle in seinem neuen Buch die Begegnung zwischen Einhorn und Mensch. Deutlich ersteht vor mir bei der Lektüre die Landschaft Kalabriens. Ich fühle den Wind und die Sonne auf meiner Haut. Diese Sprache, die nie kitschig oder platt, sondern in einfachen Sätzen fesselnd und ausdrucksvoll ist, trägt die märchenhafte Erzählung.

Es ist diese Art der Erzählweise, die die Bücher Beagles zu einer Besonderheit der Fantasyliteratur macht. Bereits der Roman Das letzte Einhorn ist dadurch gekennzeichnet. Der Stil harmoniert mit dem Motiv des Einhorns: er ist weder wild, noch chaotisch oder gewöhnlich. Er ist ebenso besonders wie das Einhorn, das immer Magie und Ruhe ausstrahlt. 

Dabei enthält das Buch durchaus Kritik an den modernen Verhältnissen, etwa am Umgang mit der Schöpfung. Beagle zeigt auf, warum das Einhorn in unserer modernen Welt nicht bestehen könnte - ja, vermutlich sogar schon ausgerottet wäre: Dem Menschen genügt nicht das Wissen um Schönheit, er will sie besitzen. So stellt Bianchi einem der Einhornjäger, die auf seinem Grundstück Jagd auf das Wesen machen wollen, die Frage, warum sie das Einhorn nicht einfach nur fotografierten oder filmten und so eine Erinnerung schaffen würden. Er erhält die Antwort, dass der eigentliche Triumph, die eigentliche Errungenschaft aber doch nur die Trophäe an der Wand sei. 

Und so verschwindet das Einhorn am Ende wieder so geheimnisvoll aus der Welt wie es sie betreten hat. Aber es hat doch Spuren in Bianchis Herzen hinterlassen. 

Ein modernes Märchen, das dürfte In Kalabrien beschreiben. Aber vielleicht auch eine Parabel. 

Auf jeden Fall fand ich das Buch sehr lesenswert. Eine Fantasygeschichte, aber doch anders als jene, die ich sonst lese. Die Magie, die ich bereits in Das letzte Einhorn gefunden und geliebt habe, kommt hier zurück. Ein Buch, dass mich voll und ganz überzeugen konnte. 

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit Scythe - Die Hüter des Todes legt Neal Shusterman einen beeindruckenden ersten Band seiner dystopischen Duologie (?) Arc of a Scythe vor. Diese, nicht allzu ferne, Zukunft erscheint als die logische Konsequenz unserer heutigen Welt: die Regierungen sind abgesetzt, es herrscht der "Thunderhead", die Weiterentwicklung der schon heute allgegenwärtigen Cloud. Der Fortschritt reicht soweit, dass die Menschheit die "Sterblichkeitsära" hinter sich gelassen hat: wir sterben nicht mehr, erkranken nicht, spüren keine Schmerzen. Jedes Wissen steht unbegrenzt zur Verfügung. Einzig die Scythe sind die Herren über Leben und Tod. Sie "lesen nach", wen sie auserwählt haben. Dieses Ende ist endgültig. Eine beängstigende Vorstellung, der Gedanke, dass einige wenige, seien sie noch so auserwählt, über Leben und Tod, die elementarste aller Situationen, entscheiden. Und auch hier wird bald klar, dass, um Spiderman zu zitieren, "aus großer Macht große Verantwortung erwächst". Auch die Scythe sind und bleiben Menschen. Menschen sind schwach, sie machen Fehler und streben nach Macht. Eine gefährliche Situation. 

Dieser Gedanke hat bei mir bei der Lektüre bisweilen Beklemmung ausgelöst. Gerade weil die geschilderte Zukunft so realistisch erscheint, im Gegensatz zu anderen Dystopien wie Veronica Roths Die Bestimmung, der Maze Runner-Trilogie von James Dashner oder Suzanne Collins' Die Tribute von Panem. Die Welt Shustermans, die zu Beginn noch so perfekt und ideal erscheint, ist tatsächlich ziemlich düster. Es ist diese Atmosphäre und Entwicklung, die den Jugendroman auch für Erwachsene interessant macht. 

Die obligatorische Liebesgeschichte tritt hinter den Entwicklungen zurück und ist dennoch handlungsmotivierend. An keiner Stelle tritt sie störend oder unnötig in Erscheinung. Aber weil die Geschichte stellenweise recht bedrückend ist, ist der Leser über das bisschen Nähe fast schon froh. 

Die Sprache ist einfach, aber fesselnd. Interessante Hintergrundinformationen liefern die, den Kapitel voranstehenden, Tagebucheinträge der Scythe. 

Eine Dystopie, die sich, obwohl Jugendbuch, in die Werke Orwells und Bradburys einreiht. 

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Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern: Roman

Kendare Blake
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 03.04.2017
ISBN 9783641170516
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein düsterer High-Fantasy-Roman, der, obwohl die Protagonistinnen Teenager sind, eigentlich kein Jugendbuch ist. Die Ausbildung der Mädchen ist doch, gerade auch bei den Giftmischern, ziemlich brutal. Jede der Begabtengruppe hat eigene politische Ziele und will daher ihren Zögling als Königin auf dem Thron. Es gibt kein schwarz-weiß, kein klassischer Kampf Gut gegen Böse und auch die Protagonistinnen sind keineswegs ideal oder fehlerfrei. Dennoch entwicklen sich Sympathien beim Leser zu den Figuren – zu manchen mehr, zu anderen weniger. Das hat den Roman für mich interessant und spannend gemacht und es war auch mal etwas anderes. Der Einstieg war von Anfang an stark und die Dynamik der Handlung hat sich gerade am Ende sogar deutlich gesteigert.

Gestört hat mich jedoch der Schreibstil: zum Einen die Präsensform und zum anderen die teilweise etwas verwirrende Perspektive des Erzählers, der zwar über eine gewisse Innensicht in die Protagonistinnen verfügt, aber diese geht dann doch nicht weit genug. Verwirrend fand ich außerdem die vielen auftretenden Figuren, die den Lesefluss zumindest bis zur Mitte der Geschichte verlangsamt haben, weil ich immer nochmal nachschauen musste, wer jetzt wer ist.

Dennoch ist es ein spannender Fantasy-Roman der düsteren Art und jedem zu empfehlen, der kein klassisches Schwarz-Weiß-Verhältnis sucht. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band (nach diesem Ende muss ich wissen, wie es weitergeht).

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Katzenwinter. Eine phantastische Geschichte.


Sonstige Formate
Erschienen bei Lizenzausgabe f. Bertelsmann, 01.01.1997
ISBN B00273S7NA
Genre: Sonstiges

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Märchenmond.

Wolfgang Hohlbein , Heike Hohlbein
Flexibler Einband: 1.455 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.01.2002
ISBN 9783800029969
Genre: Fantasy

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4.241 Bibliotheken, 41 Leser, 10 Gruppen, 396 Rezensionen

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Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783737361880
Genre: Jugendbuch

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(1.367)

2.109 Bibliotheken, 26 Leser, 6 Gruppen, 222 Rezensionen

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Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 20.02.2014
ISBN 9783737362429
Genre: Jugendbuch

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Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.12.2010
ISBN 9783442267743
Genre: Fantasy

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(12.054)

16.227 Bibliotheken, 67 Leser, 28 Gruppen, 333 Rezensionen

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Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.07.1998
ISBN 9783551551672
Genre: Jugendbuch

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(4.059)

4.933 Bibliotheken, 30 Leser, 4 Gruppen, 62 Rezensionen

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Die unendliche Geschichte

Michael Ende
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 17.09.2014
ISBN 9783522202039
Genre: Klassiker

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(3.976)

4.628 Bibliotheken, 74 Leser, 6 Gruppen, 49 Rezensionen

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Der Herr der Ringe

J. R. R. Tolkien , Margaret Carroux (Übers.) , E.-M. von Freymann (Übers.)
Fester Einband: 1.293 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.12.2014
ISBN 9783608938289
Genre: Fantasy

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5.092 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Der Kleine Prinz

Antoine de Saint-Exupéry , Grete und Josef Leitgeb
Buch: 96 Seiten
Erschienen bei Karl Rauch Verlag GmbH & Co. KG, 01.01.2016
ISBN 9783792000496
Genre: Klassiker

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3.109 Bibliotheken, 20 Leser, 11 Gruppen, 107 Rezensionen

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Zusammen ist man weniger allein

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.10.2006
ISBN 9783596173037
Genre: Romane

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