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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rose bloom, rezension, liebe, dunkles geheimnis, kalifornien

Breaking the Rules

Rose Bloom
E-Buch Text
Erschienen bei null, 24.09.2017
ISBN B075X26LJ6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dies ist eine Liebesgeschichte zwischen der Psychologiestudentin Liv und ihrem Dozenten Bennett. Liv ist eigentlich niemand, der sich für Männer interessiert, sie ist fleißig und lernt viel, aber dieser neue Dozent hat es ihr vom ersten Augenblick an angetan. Bennett hat etwas dunkles, eine bewegte Vergangenheit. Hals über Kopf hat er vor vielen Jahren die Stadt verlassen und kehrt nun gezwungenermaßen zurück. 


Ich mochte beide Charaktere gern. Liv ist allerdings für meine Begriffe ein wenig widersprüchlich und ich konnte ihre Reaktionen manchmal nicht nachvollziehen. Ansonsten bleibt ob der kürze des Buches vieles auf der Strecke. Die Beziehungen zu Dritten - Freunde und Familie - kommen sehr kurz. Das Buch konzentriert sich auf Liv und Bennett. 


Es kommt natürlich wie es kommen muss, dennoch war das Buch nicht vorhersehbar und die Hintergrundgeschichte von Bennett war auch interessant und konnte mich überraschen. Das Buch verzichtet auf überflüssiges großes Drama, was ich sehr geschätzt habe. 


Der Sprachstil ist wirklich schön zu lesen und entschädigt für manch genretypisches Klischee. Die Sprache ist flüssig und lebhaft und meines Erachtens für das Genre überdurchschnittlich gut. 


Dieses Buch ist etwas kurzweiliges für Zwischendurch. Wer so etwas sucht in diesem Genre sucht der kann bedenkenlos hierzu greifen und wird nicht enttäuscht werden. Ich habe aber den Eindruck, dass die Autorin mehr könnte, dass sie mit ein wenig mehr Mühe etwas viel besseres daraus machen könnte. Ich habe es gerne gelesen, es war definitiv eines der besseren Rezensionsexemplare. 

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Tags: liebe, rezension, romantik, sex   (4)
 

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wölf, götter, wandler, magie, löwen

Wolfblut Chroniken 2

Juno Stevens
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.06.2017
ISBN 9783738600537
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Klappentext klingt gut, hält allerdings nicht ganz, was er verspricht.

Aus meiner Sicht erzählt das Buch Eskapaden aus dem Leben von Lucius, einem Werwolfgestaltwander, der auf sein Leben zurück blickt. Hierbei erinnert er sich besonders an Liebesnächte, die er oft erwähnt. Das eine oder andere Abenteuer wird auch geschildert, zwischenmenschliche Beziehungen kommen kaum vor, vor allem, wenn es sich nicht um sexuelle handelt. (Wobei Sex eigentlich nur angedeutet wird, aber dafür ziemlich oft.) Allerdings wird es in der zweiten Hälfte des letzten Teils wirklich noch einmal spannend.

Beim Lesen hatte ich permanent das Gefühl, jemand würde mit einer Fernbedienung vorspulen. Zwischen den einzelnen Kapiteln wird vieles ausgelassen. Ich dachte, die Autorin versucht möglicher schnell zum nächsten, für sie wichtigen, Handlungspunkt zu kommen.

Ist die Aktion oder das Drama dann mal da, ist es auch wieder schnell vorbei, zu viel ist noch zu erzählen, zu viele Teile der Geschichte warten noch auf Lucius. Da hat man kaum Zeit sich mit dem einzelnen Kampf ausführlicher zu beschäftigen…

Ich mochte den Protagonisten zu Anfang wenig und dann gar nicht mehr. Ich mochte nicht, dass er Anführer eines Rudels ist, aber sich nicht darum kümmert, sondern lieber weg bleibt. Ich fand ihn sehr von seinen Hormonen gesteuert und blauäugig, sobald er jemanden attraktiv findet. An längerfristigen oder tiefer gehenden Beziehungen, zeigt er kein Interesse. Freunde hat er auch nicht, ebenso wenig wie Interessen. Vermisst habe ich gute Gespräche.

Die Autorin hat sich um eine der Zeit angemessene Sprache bemüht. Ihr Erzählstil ist durchaus schön zu lesen.  

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Tags:  
 

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55 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

krieg, politik, völker, science fictio, planetensystem

Die Schwarze Harfe

Gravity Assist
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Edition 381, 06.03.2017
ISBN 9783952428764
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Schwarze Harfe ist ein Science Fiction Roman über die Politik eines über mehrere Planeten verstreuten Volkes. Nach einem Putschversuch übernimmt das Militär, doch nichts hält die verschiedenen Regierungen mehr zusammen. Mitten in diesen Wirrungen befinden sich Ja‘en, der Enkel des ehemaligen Königs, und Shikani, Befehlshaberin eines der Kriegsschiffe. Während die verschiedenen Parteien ihre Züge setzen, sieht Ja‘en keinen Platz mehr für ihn, für eine Monarchie. Und währenddessen träumen die Spielenden den Traum der schwarzen Harfe: Sie sehen die Zukunft und was werden kann.


Das Buch besteht auch mehreren Teilen. Im ersten wird die lange Vorgeschichte beinahe Jahr für Jahr erzählt. In jedes Wort ist Information gestopft, schwer das alles zu erfassen und zu behalten. Teil eins liest sich wie ein spannendes Geschichtsbuch. In ihm berichten Shikani und Ja‘en, die beiden Ich-Erzähler, von Bromen Crossan, dem bedeutenden Militär. Nebenbei wird die Technik, die Kulturen der verschiedenen Planeten und so manches andere erläutert. Es war nicht einfach diesen Stil zu lesen. Leider ist er hundertdreißig Seiten lang. Ich denke, das könnte viele Leser abschrecken. Vielleicht ist es aufgrund des Autorenteams so eskaliert: Der eine will diese Nebenhandlung, dem nächsten sind die Figuren wichtig, der andere hat das größere Ganze mit der Politik im Auge und der andere die verschiedenen Technologien und Völker. Alles musste in diesen ersten Teil. Der Rest des Buches profitiert absolut von der Existenz des ersten Teiles: Er sorgt dafür, dass die Nebencharaktere vielschichtig sind, dass die Technik real und die ganze Welt belebt wirkt. Ohne die Informationen aus dem ersten Teil würde das Buch verlieren, daher kann ich nicht raten, ihn beim Lesen einfach zu überspringen. Dadurch gingen auch wichtige Informationen verloren. Trotzdem würde ich dem ersten Teil allein 0 Sterne geben – einfach wegen seiner Art und Weise. Das hätte nicht so sein müssen.


In Teil zwei geht es dann um die Hauptpersonen. Immer wieder wechselt die Perspektive und beide Handlungsstränge waren interessant, mal mehr mal weniger. Ich wollte nie weiter blättern um den anderen Handlungsstrang zu lesen. Ja‘en erzählt rückblickend von sich als Kind, was er erlebt hat, immer wieder gibt es Zeitsprünge und man kann erleben, wie er erwachsen wird, auch wenn klar ist, dass er dies aus der Sicht des Erwachsenen berichtet. Er wächst im Zentrum der Macht völlig machtlos auf. Er wird zu einem intelligenten Gelehrten.

Shikani ist eine Außerirdische in dieser Welt, sie entstammt der Rasse der Senjasantii. Wirklich interessant war deren Art zu Leben und deren Ansichten. Sie sieht ein wenig von Außen auf die Welt, ist aber dennoch Laar, also militärischer Befehlshaber eines Kriegsschiffes. Bromen Crossan ist eine wichtige Person in ihrem Leben, sie ist ihm gefolgt und nun dient sie unter ihm. Währenddessen zerfällt die Politik immer mehr. Dieses Buch verzichtet auf theatralische Dialoge und bleibt immer sehr Nüchtern, wenn Personen miteinander sprechen. Wirklich emotional wollte das Buch nur ein oder zweimal sein.


Das Buch wurde spannend. Gerade zum Ende hin konnte ich es manchmal kaum aus der Hand legen. Dieses Buch ist keine Kost für zwischendrin. Man muss dieses Buch lesen wollen und sich durch arbeiten.  

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Tags: außerirdische, fantasy, krieg, militär, politik, science fiction   (6)
 

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

schweden, finnland, roman, petteri nuottimäki, familiengeschichte

Rechne immer mit dem Schlimmsten

Petteri Nuottimäki , Wibke Kuhn
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670869
Genre: Humor

Rezension:

Zu Beginn war ich sehr an den Hundertjährigen erinnert. Doch mit Kriegserzählungen ist es schnell vorbei. Dieses Buch erzählt von der finnischen Familie Aalto, die nach Schweden einwandert. Der Vater Matthi ist geprägt durch seine Kriegserlebnisse ein komischer Kauz und legt besonderen Wert auf die Erziehung seiner drei Kinder. Aus diesen soll etwas werden und mit seinen seltsamen Methoden versucht er dies zu erreichen. 


Ich denke, in dieses Buch muss man ein bisschen hinein lesen. Wenn der Leser sich dann vor Lachen biegt, dann ist es das richtige Buch für ihn. Wenn er (wie ich) zwar weiß, dass andere das lustig finden würden, es selbst aber nicht so empfindet, dann hat er weniger von diesem Buch. 


Matthi ist ein interessanter Charakter - keine der Personen fand ich übrigens sympathisch. Ich glaube, durch seine Erziehungsmethoden richtet er viel Schaden bei seinen Kindern an. Seine Frau Beata hat sich seltsam mit ihm arrangiert.


Das Buch besteht zunächst aus recht unzusammenhängenden Anekdoten aus dem Familienalltag der Aaltos, natürlich mit dem Hauptaugenmerk auf Matthis Erziehung. Erst später werden die Kapitel zusammenhängender und es zeigt sich eine Handlung darüber hinaus. 

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Tags: erziehung, finnland, humor, schweden, verrück   (5)
 

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kinder, eifersucht, journalismus, windenergie, litauen

Eine windige Affäre

Amelie Fried
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.12.2012
ISBN 9783453406339
Genre: Liebesromane

Rezension:

Katja muss ins Ferne Litauen um dort einen Windpark zu bauen. Dort geht es drunter und drüber. Zu Hause bleibt ihre Familie zurück mit einem Au Pair. 


Ich mochte das Buch nicht. Der Teil mit Katjas Arbeit war spannend und auch interessant. Vorher wusste ich nichts über Litauen, jetzt habe ich eine eher schlechte Meinung vom Land. Sind dort wirklich alle korrupt? Das Buch ist nicht die beste Werbung für das Land.
Ansonsten mochte ich Katja menschlich nicht besonders. Dieser Teil tritt vor allem im Zusammenhang mit ihrer Familie auf. Sie ist eifersüchtig und selbstbezogen. Ihr Mann ihr nichts recht machen. Mehrmals gibt es ihretwegen einen Aufstand, ein mal hätte gereicht. 


Das Ende mit der Familie erschien mir unglaubwürdig.

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Tags: eifersucht, frauenroman, journalismus, kinder, liebe, litauen, windenergie   (7)
 

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liebe, buchladen, frauen, familie, lucy dillon

Der Prinz in meinem Märchen

Lucy Dillon , Sina Hoffmann
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.02.2013
ISBN 9783442478514
Genre: Romane

Rezension:

Anna hat drei Stieftöchter, einen hyperaktiven Hund und jede Menge Famlienchaos. Für sie selbst bleibt manchmal kaum Zeit, ihre eigenen Wünsche muss sie oft zurück stellen. Sie liebt Bücher seit ihrer Kindheit und findet hier eine Auszeit - perfekt, dass sie durch ihre Freundin Michelle an eine Buchhandlung kommt. Dass sie plötzlich auch ein Leben hat, ist gar nicht so leicht für die Familie. 
Ihre Freundin Michelle dagegen hätte am Liebsten gar keine Familie, sie ist mit ganzer Leidenschaft die Leiterin eines Dekogeschäftes. Verkaufen kann sie, wissend, wie man erfolgreich ist. Ihre ganze Zeit steckt sie in ihren Laden, die Produkte und vermeidet bewusst ihrer Familie und ihrem ehemaligen Partner zu begegnen. Da gibt es noch so manches, was sie belastet, doch lieber verdrängt. 
Es ist ein Frauenroman, in dem es nicht um zwei geht, die sich finden, sondern vor allem um eine Freundschaft zwischen zwei Frauen. 

Ich habe hier einen Frauenroman gelesen, den ich am Liebsten gleich noch einmal lesen wollte. Die Handlung ist manchmal aus der Sicht von Michelle, manchmal aus Annas und irgendwas ist immer los. Scheidung, Babywunsch, Probleme mit Ehepartnern oder (Schwieger)Eltern, dazu kommt die Freundschaft der beiden, die irgendwann strauchelt. Außerdem war Annas Buchleidenschaft für mich wunderschön zu lesen und ich habe nun richtig Lust englische Kinderbuchklassiker zu lesen. 

Ich lese nicht häufig Frauenromane, aber dieser hatte alles, was ich gerne lesen wollte. Er war nicht zu einfach, ich wollte das Buch aber kaum aus der Hand legen. Ich habe vor die Autorin im Auge zu behalten. 

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Tags: baby, familie, frauenroman, kinder, liebe, lucy dillon, roman, scheidung, schwangerschaft, stiefmutter   (10)
 

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tamina berger, liebe, feuertanz, jugendbuch, gedächtnisverlus

Feuertanz: Die Arena Thriller:

Tamina Berger
E-Buch Text: 159 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783401802404
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auf dem Friedhof läuft Sarah einem Jungen über den Weg, der sich an nichts erinnern kann. Seine zurückkehrenden Erinnerungen hält er in kunstvollen Zeichnungen fest, doch wo soll er hin? Und was ist ihm überhaupt zugestoßen. Sarah versucht zu helfen, doch alles ist nicht so einfach, denn jemand ist hinter diesem Jungen her.


Bei diesem Buch handelt es sich um einen Arena-Thriller, der ab 12 Jahren geeignet ist. Diese Einschätzung würde ich unterstreichen. Es kommt Spannung auf und die Handlung entwickelt sich in einer guten Geschwindigkeit, so dass das Buch für mich keine Längen hatte. 


Sarah wirkt sehr jung für ihr Alter. Sie ist ein wenig naiv und hört trotz der vielen Gedanken, die sie sich macht, meist mehr auf ihr Bauchgefühl. Sarah versucht den für sie richtigen Weg zu finden. Sie hat außerdem Probleme Anschluss bei Gleichaltrigen zu finden. 
Allein aufgrund der Thematik des Gedächtnisverlustes ist Robin ein sehr interessanter Charakter, über den ich gern gelesen habe. Ich empfinde ihn als realistisch. 


Das Buch hat hier und da kleine Facetten, die mir nicht gefallen, in der Gesamtwertung macht das allerdings nicht viel aus. Hinzu kommt, dass ich nicht in der Zielgruppe liege und ich denke, dass viele Problemchen den "richtigen" Lesern gar nicht auffallen werden. Ich kann mir auch vorstellen, dass das Buch weniger leseinteressierten Mädchen gefallen könnte, da durch die Spannung und die kleine Liebesgeschichte das lesen schnell und flüssig geht.  

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Tags: action, arena-thriller, erste liebe, jugendbuch, tamina berger, thrille   (6)
 

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hörbuch, samen, liebesroman, tulpen, helmut

Die Samenhändlerin

Petra Durst-Benning , Ulrike Grote
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 06.03.2008
ISBN 9783899037692
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zuallererst möchte ich sagen, dass sich meine Meinung auf das gekürzte Hörbuch bezieht und manches vielleicht nicht auf das Buch zutrifft. Außerdem kannte ich die Verfilmung schon vor dem Buch und ich muss zugeben, dass ich den Film gerne schaue. 


Die schwangere Hannah macht sich auf den Weg zu dem Mann, dem sie diesen Umstand verdankt. Helmut ist kurz vor seiner Hochzeit mit Seraphine, als Hannah seine Pläne durcheinander bringt. Wie alle in Gönningen sind er und seine Familie Samenhändler: Sie reisen weit und verkaufen dabei Samen an alle Welt. 


Obwohl ich "nur" zwei Sterne vergeben habe, ist es kein schlechtes Buch. Es lässt sich als Liebesgeschichte gut lesen, sie ist nicht kitschig glatt und hat realistische Züge. Beispielsweise ist Helmut kein guter Ehemann und niemand fällt für die Liebe auf den ersten Blick.


Anderes hat mir aber in der Umsetzung nicht gefallen. Ein großer Punkt ist die Persönlichkeit von Seraphine. Einerseits wird sie als wunderlich beschrieben, manchmal beinahe einfältig, an anderen Stellen handelt sie äußerst klug, damit es ihr niemand anmerkt. Ich hatte einfach nicht den Eindruck, dass sie eine logische Persönlichkeit war. 
Hannah war niemand, der seine Eheprobleme bis ins Kleinste ausdiskutieren wollte, aber bei der einen oder anderen Sache weiß ich nicht, wie sie es Helmut durchgehen lassen konnte. 
Seraphines manipulative Seite fand ich wahnsinnig spannend, allerdings war sie viel zu Nebensächlich beschrieben (ich denke bzw. hoffe, dass das an der Kürzung liegt). Es wurde eigentlich nur gesagt, dass sie etwas manipuliert hat. Ich hätte lieber die genaue Situation mit ihrem Wortlaut erzählt bekommen, statt einer Zusammenfassung.


Schön fand ich die ganze Umgebung mit dem Samenhandel. Hannah hatte eine interessante weil starke Persönlichkeit. Trotzdem würde ich den Film empfehlen.  

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Tags: handel, historisch, historischer roman, hochzeit, hörbuch, liebe, liebesroman, petra durst-benning, roman, samen, schwanger, tulpen, verlobung   (13)
 

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frigid, liebe, jennifer l. armentrout, new adult, piper

Frigid

J. Lynn , Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492309851
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich lese in letzter Zeit durchaus viele Bücher dieses Genres und muss sagen, dass dieses hier durchaus lesbar ist. Es folgt natürlich dem typischen Drehbuch: beide sehen perfekt aus, mindestens einer von beiden ist reich und worauf es hinaus läuft ist auch klar.


Kyler ist sexuell aktiv, aber würde niemals etwas mit Sydney anfangen, weil sie seine beste Freundin ist. Sie jedoch ist insgeheim seit langem in ihn verliebt. Es kommt wie es kommt: mitten in einem Schneesturm wird mehr aus ihrer Freundschaft. 


Ich persönlich hatte auf den Thrilleraspekt gehofft, den ich wohl in die Buchbeschreibung hinein gelesen habe. Ich hatte irgendwie gehofft, dass hier noch jemand von einem Irren durchs Haus gejagt wird oder so etwas. Daher war ich hoch motiviert mich bis dahin zu lesen, wurde aber ein wenig enttäuscht. Das Buch bleibt in seinem Genre, Aktion kommt nur minimal auf. 


Das heißt aber nicht, dass es ein schlechtes Buch war, ganz und gar nicht. Die Charaktere waren glaubhaft, die Entwicklung ihrer Beziehung realistisch. Ihre Lebensumstände waren keinesfalls überzogen. Ja, es hat Schwächen nach der Climax, aber wer eine erotische Liebesgeschichte erwartet, wird zufrieden sein.



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Tags: erotik, jennifer l. armentrout, j. lynn, junge erwachsene, lieb, new adul, schnee, sex, young adul   (9)
 

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scheibenwelt, fantasy, zauberer, humor, magie

Die Farben der Magie

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2015
ISBN 9783492285100
Genre: Fantasy

Rezension:

Zweiblum ist der erste Tourist der Scheibenwelt. Zusammen mit Rincewind gerät in allerhand Schlamassel. Von den Göttern bis zum Tod sind alle mit verwickelt.

Die ersten Scheibenweltromane sind nicht gerade leicht zu lesen. Wenn man hier mit Terry Pratchett anfangen will, ist man vielleicht schlecht beraten. Aber als Fan der Hexenromane und vor allem von Tiffany Weh, wollte ich doch auch alle anderen Bücher von der Scheibenwelt lesen. Es war anstrengend, wirklich ein Buch, dem man beim Lesen seine volle Aufmerksamkeit schenken muss, nichts, aber es hat sich wirklich gelohnt. Ich freue mich sehr, dass ich mich durch "Die Farben der Magie" durch gearbetet habe.

Terry Pratchetts Witz schien mir hier um einiges versteckter zu sein. Wenn ich nicht bereits andere Bücher von ihm gelesen hätte, wäre mir so manches vermutlich nicht oder negativ aufgefallen. 

Allerdings muss ich zugeben, dass es mir manchmal schwer fiel, die Zusammenhänge zwischen den Abenteuern zu verstehen. Teilweise habe ich ganze Passagen mehrmals gelesen und habe doch den Eindruck, dass manches nicht im Buch stand.

Ist das Wesen im Fotoapparat nun ein Dämon, Kobold oder Homunkulus? Liegt es an der Übersetzung, oder werden auch im Original mehrere Begriffe verwendet?

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Tags: abenteuer, magie, reise, scheibenwelt, schildkröte, terry pratchet, tourist, zauberer   (8)
 

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lichtgeboren, fantasy, schattengeboren, nachtgeboren, magie

Lichtgeboren

Alison Sinclair , Michaela Link
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.09.2011
ISBN 9783802583360
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie der Klappentext schon verrät, erleben wir in diesem Band die Welt der Lichtgeborenen durch Floria und zwei weitere Sichtweisen. Allerdings ist weiterhin Telmaine die Hauptfigur, was der Klappentext nicht erwähnt. Wir folgen ihrem Weg und den Intrigen, in die sie hinein gerät.
Auch bei den Lichtgeborenen ist nicht alles perfekt. Die Magier verdienen sich durch ihre Dienste enorme Summen, während die "Erdgeborenen" (=Lichtgeborene, die keine Magier sind) verarmen. Als der regierende Prinz stirbt, tritt Fejelis die Nachfolge an, aus dessen Sicht wir auch einiges lesen. Hinzu kommen die Übergriffe der Schattengeborenen, an die kein Lichtgeborener so recht glauben will.

Dieser Roman hat mir besser gefallen, als der erste Teil, was daran lag, dass ich nicht den Eindruck hatte, dass nur herum gesessen und abgewartet wird. Telmaine war zu beginn des Buches zwar immer noch der Snob ohne soziale Verantwortung, den ich nicht mochte, aber sie hat eine Charakterentwicklung erlebt, die sie um einiges sympathischer gemacht hat. Ich hoffe wirklich, dass sie im nächsten Band keine Rückschritte gemacht hat. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich Telmaine mag. Ich war wirklich sehr enttäuscht, dass Floria nicht die Hauptperson war, denn ich mochte sie sehr. Sie ist sehr gegensätzlich zu Telmaine, übernimmt Verantwortung und ist selbstständig. 
Auch in diesem Teil geht es hauptsächlich um Gespräche, die in den Palästen statt finden. Allerdings wird das immer wieder durch die Vorkommnisse unterbrochen, so dass wenig Langeweile auf kommt.
Leider muss ich sagen, dass das Buch insgesamt wenig spannend war. Ich habe auch nicht das Gefühl bald weiterlesen zu müssen. Natürlich sind ein paar Fragen offen, aber irgendwie scheint sich kaum einer der Charaktere wirklich um deren Aufklärung zu kümmern, so dass sie mir gar nicht unbedingt beim Lesen Präsent waren. 
Durch die vielen verworrenen Intrigen, war ich verwirrt. Ich wusste am Ende nicht wirklich, wer auf wessen Seite steht und hätte mir beinahe gewünscht, dass jemand wie im ersten Band das Geschehen mal für mich zusammen fasst, was für mich dort ja viel zu oft vor kommt. Ich hoffe auf den dritten Band, wenn dort (hoffentlich) noch einmal alles erklärt wird. 

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Tags: fantasy, high-fantasy, lichtgeboren, magie, nachtgeboren, schattengeboren   (6)
 

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nachtgeboren, magie, fantasy, alison sinclair, lichtgeboren

Nachtgeboren

Alison Sinclair , Michaela Link
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.03.2011
ISBN 9783802583353
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Welt ist geteilt in die Lichtgeborenen und die Nachtgeborenen. Die Lichtgeborenen können ohne Licht nicht leben, sie müssen ihre Zimmer immer erleuchten und die Dunkelheit fügt ihnen Schmerzen zu. Die Nachtgeborenen hingegen verbrennen sich am kleinsten Lichtstrahl und sondieren ihre Umgebung wie Fledermäuse, weil sie nicht sehen können. In der Stadt, in der diese Geschichte spielt, Leben beide Völker Tür an Tür. Hinzu kommen Magie und die rätselhaften Schattengeborenen. 
Diese Vorstellung der Nachtgeborenen mit ihren Sinnen, empfand ich als eine wunderbare Idee. Ähnliches hatte ich auch noch nicht gelesen, vor allem da hier die Lichtgeborenen auch Beschränkungen haben. 

Das Buch wird aus der Sicht von drei Nachtgeborenen erzählt. Balthasar ist Arzt und hilft bei der Entbindung einer alten Bekannten, die ungewöhnliche Kinder zur Welt bringt. Diese Kinder versucht er sicher unter zu bringen, aber jemand möchte die Babys haben. Balthasars eigene Tochter wird entführt um ihn zu erpressen. Er, seine Frau Telmaine und Baron Ishmael versuchen das Kind wieder zu finden. 

Der Hauptcharakter des Buches ist vermutlich Telmaine, die auch am ehesten eine kleine Charakterentwicklung hat. Allerdings hatte ich auch lange den Eindruck, die Hauptperson sei ishmael, da es die Handlung stellenweise sehr auf ihn fixiert war. Telmaine ist eine Tochter aus reichem Haus und wie bei den Nachtgeborenen üblich, verbringt sie als Frau ihre Zeit mit Festen und arbeitet nicht. Sie ist magisch begabt, verbirgt dies aber, denn bei ihresgleichen gilt dies als schlecht und Magier werden von der Gesellschaft abgelehnt. 

Ich konnte die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehen. Streckenweise saßen die Personen meinem Eindruck nach mehr oder weniger herum und warteten. Die Initiative bestand darin irgendwelche Leute in das Geschehene einzuweihen, ohne, dass es wirklich Ergebnisse brachte. Es ist mir negativ aufgefallen, dass immer wieder neue Persönlichkeiten erschienen, denen man von allem erzählte, mal mit dieser oder jener Auslassung. Dadurch wurde auch die Story immer wieder wiederholt. Außerdem war mir nicht klar, warum so viele Menschen eingeweiht wurden, wo "es" doch ein Geheimnis bleiben sollte. 
Telmaine hat bei mir auch Punkte verloren, als sie sagte sie wisse nicht, ob die öffentlichen Agenten (=Polizei) informiert seien. Ich verstehe nicht, warum sie bei all dem Warten nicht wenigstens ihre Tochter vermisst gemeldet hat. Telmaine war mir ein wenig zu hörig in diesem Punkt, während es ihr bei anderen Situationen nichts aus zu machen schien auch aktiv zu werden. 

Im zweiten Band spielt Floria Weiße Hand dem Klappentext nach die Hauptrolle, weshalb ich die Reihe irgendwann fortsetzen möchte. Da sie eine Lichtgeborene ist, erwarte ich hier neue Einblicke in die andere Hälfte der Welt. Sie war der sympatischste Nebencharakter und scheint sich auch Gedanken über die gesellschaftlichen Unterschiede der beiden Völker gemacht zu haben, weshalb sie mich sehr interessiert. Telmaine schien hier gar keine Meinung zu haben, oder überhaupt darüber nachzudenken. 

Insgesamt war das Buch gut. Es hatte seine Längen und kleinen Fehler, aber das aktionreiche Ende haben mich damit wieder versöhnt. Außerdem war es toll mir die "Fledermaussinne" der Protagonisten vorzustellen. Ich hätte auch gerne noch viel, viel mehr Einzelheiten zu deren Lebensweisen erfahren. 

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Tags: baby, entführung, familie, high fantasy, magie, mord, nacht   (7)
 

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schule, mobbing, fußballplatz, interne, jugendzentrum

Nicht mit mir!

Christine Biernath , Cornelia Niere , Cornelia Niere
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 09.03.2017
ISBN 9783407743336
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Dieses Buch schildert abwechselnd aus der Sicht von vier Jugendlichen einige Tage aus deren Leben. In ihrer Klasse wird gemobbt und die Jugendlichen machen sich gegenseitig etwas vor.

Ich mochte das Buch nicht. Ich hatte verschiedene Probleme mit dem Büchlein. Zunächst einmal war ich mir nicht sicher, welches Alter die Charaktere haben. Aufgrund der Art und Weise, wie sich die Kinder zu Beginn der Buches unterhielten und verhielten, schätzte ich sie auf 13. Dann aber gab es andere Situationen, da spielten Themen eine Rolle, die ich eher 16jährigen zuordnen würde. Allerdings müssten die Charaktere unter 16 gewesen sein. glaube ich nun. 
Das Buch ist allerdings 174 Seiten lang und die Schrift ist größer als in der Lektüre, die ich damals in der vierten Klasse gelesen habe. Das sprachliche Niveau des Buches passt nicht zu seiner Zielgruppe. 

Ein weiteres Problem war für mich das Thema Übergewicht. Lange Zeit war ich mir gar nicht sicher, ob Nadja übergewichtig ist. So wie ich es letztlich verstanden habe, ist sie es nicht wirklich. Sie war eben nur nicht schlank. Daher finde ich auch die Kommentare ihrer neuen Mitschüler und deren Reaktionen völlig überzogen. 
Falls ich mich aber irre und Nadja sollte doch übergewichtig sein, dann finde ich ihre Mutter zu verharmlosend. 

Ein weiteres riesiges Problem war das "Finale". Es hat sich am Grundproblem des Mobbings nichts bewegt. Für die Klasse hat sich nichts bewegt, nur die vier Jugendlichen sind sich etwas näher gekommen. 

Grundsätzlich wechselt die Perspektive so oft, dass ich Probleme hatte mich zu erinnern, was zu welcher Person gehört. Außerdem sind alle Personen recht blass geblieben. Man hat wirklich nur das Nötigste erfahren. 

Es gibt sicher bessere Bücher zu diesem Thema. 






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Tags: fußball, jugendliche, mobbing, schule, teenager, übergewicht   (6)
 

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238 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

märchen, jugendbuch, liebe, hexe, aschenputtel

Magical

Alex Flinn , Sonja Häußler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 20.07.2012
ISBN 9783833901041
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich wollte Magical schon lange lesen, weil Beastly mir sehr gefallen hatte. Allerdings kannte ich die Bewertungen des Buches und hatte Angst, dass es mir nicht gefallen würde. 
Zu Beginn erfahren wir mehr über die Herkunft der Hexe Kendra. Diese erzählt uns auch die Geschichte von Emma und Lisette, den Stiefschwestern. Zuerst scheint Lisette, die die "richtige" Tochter von Emmas Vater ist, ein überaus nettes Mädchen zu sein. Emma gehört plötzlich dazu - aber nur für eine Weile...
Als das Buch mit Kendras Geschichte begann, fand ich das sehr interessant. Ich hätte auch ein ganzes Buch über Kendra im 17. Jahrhundert lesen mögen, aber irgendwann ging Kendra zu ihrer Erzählung ihrer Version von Aschenputtel über. Allerdings unterbrach die Handlung hin und wieder um Anekdoten aus ihrem Leben einzuschieben. 
Emma ist ein nettes Mädchen, das ich gut leiden mochte. 
Was mir weniger gefallen hat, waren die Unterbrechungen der Handlung. Gerade an spannenden Stellen ging Kendra zu ihren anderen Märchen über. Ich habe irgendwann vorgeblättert und die Geschichten später nachgelesen. Da kein wesentlicher Zusammenhang zu Emma und Lisette bestand, hat das Überspringen nichts ausgemacht. Das verdeutlicht aber, dass das Buch mitunter sehr spannend war. Außerdem hat Emma nach dem Theaterstück das eine andere getan oder nicht getan, was ich nicht gut fand. Es hat auch meiner Meinung nach nicht zu meinem Charakter gepasst. Das Ende hat mich allerdings wieder mit dem Buch versöhnt. 
Magical war ein nettes Jugendbuch, das mich gut unterhalten hat. Ich bin leicht in die Geschichte eingetaucht und hatte Spaß beim Lesen. 

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Tags: aschenputtel, cinderella, familie, fantasy, jugendbuch, liebe, schule, stiefschwester   (8)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

familie, gewalt, angst, klassenlektür, jugendbuch

Kein Zurück mehr

Swati Avasthi , Mareike Weber
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.05.2012
ISBN 9783570307854
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach 19 Stunden Autofahrt steht Jace vor der Tür seines großen Bruders Christians, der vor einigen Jahren vor ihrem gewalttätigen Vater abgehauen ist. Als Christian seine Verletzungen sieht, muss Jace gar nicht erst etwas erklären - so scheint es jedenfalls. Christian ist gar nicht davon angetan, sich plötzlich wieder mit seiner Vergangenheit beschäftigen zu müssen und Jace macht sich vor allem Sorgen um die Mutter, die zu Hause beim Vater zurück geblieben ist. Nun kann er sie nicht mehr schützen. 

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann geschlagen. Ich konnte dieses Buch kaum für einen Augenblick zur Seite legen. 

Während der Charakter des Vaters eher im Dunkeln bleibt, beschäftigt sich das Buch hauptsächlich mit den anderen Familienangehörigen. Die Brüder erlebten scheinbar das Gleiche, wurden aber zu sehr unterschiedlichen Menschen. Sie haben emotionale und soziale Schwierigkeiten davongetragen. Hinzu kommt die Person der Mutter, zu der Jace den Kontakt zu halten versucht. Jaces auftauchen bringt in Christans Leben plötzlich Themen zum Vorschein, über die er mit seinem Umfeld nicht sprechen wollte und Jace fällt es schwer seine eigenen Impulse zu kontrollieren. 
Jace, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, war und blieb mir die ganze Handlung hindurch sympatisch.

Vor allem der realistische Verlauf der Handlung und die realistischen Charaktere haben mir gefallen. Dies ist nicht nur ein gutes Jugendbuch zum Thema Gewalt in der Familie, ich möchte auch allen Erwachsenen dieses Buch empfehlen. Ich könnte dieses Buch auch als eine Klassenlektüre sehen. 

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Tags: familie, gewalt, jugendbuch, klassenlektür, missbrauch, misshandlung   (6)
 

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gewalt, familie, freundschaft, jugendbuch. gewalt in der familie., kinder

Der Feind ganz nah - Gewalt in der Familie

Susanne Clay
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2009
ISBN 9783401027449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Matthi, seine Schwester Freddy und seine Mutter haben eine schlimme Zeit hinter sich. Nach vier Jahren blickt Freddy zurück und erzählt dem Leser wie es früher war mit seinem Vater und wie alles besser wurde. 

Zunächst habe ich kurze Zeit gebraucht um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Mir kam auch der Gedanke, ob der Vater nicht übertrieben viele böse Attribute auf sich vereint. Allerdings handelt es sich um ein Jugendbuch, daher kann man das dem Buch nicht anlasten. Im Verlauf der Erzählung wurde die Figur des Vaters auch noch von anderen Seiten beleuchtet und mein anfänglicher Kritikpunkt wurde hinfällig.

Ich mochte an den Charakteren, dass sie mir realistisch erschienen. Niemand war perfekt. Es war nicht so, dass Matthi sich immer gut benommen hat und auch Berry war kein wundersamer Retter. 

Matthi erzählt seine Geschichte mit vielen "Zeitsprüngen", wenn er sich an vergangene Ereignisse erinnert. Manchmal war ich von verwirrt, weil ich nicht gleich einordnen konnte, wann die Situation spielt. Jüngere Leser könnten hier auch Probleme haben. 


Wenn jemand ein Buch zum Thema Gewalt in der Familie sucht, kann ich dieses hier empfehlen. Die Geschehen erscheinen mir realistisch dargestellt zu sein. Es wird von schlimmen Misshandlungen erzählt, mit denen blutige Erzählungen einhergehen. Am Ende des Buches gibt es eine Sammlung mit hoffentlich hilfreichen Adressen für Betroffene. 

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Tags: familie, gewalt, jugendbuch, kinder, misshandlung   (5)
 

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kinderbuch, tagebuch, humor

Wie man mit seinen total durchgeknallten Eltern fertig wird

Pete Johnson , Christine Spindler , Alexander von Knorre
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 17.06.2016
ISBN 9783845814278
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wenn er erwachsen ist, möchte Luis gern Komiker werden. Eigentlich will er sich nur auf seine angehende Karriere üben, doch das ist nicht so einfach. Seine Mutter geht plötzlich zur Arbeit und sein Vater, der nun bei Luis und seinem kleinen Bruder zu Hause bleibt, sieht so manches anders. Während Luis sich darüber streitet, dass er sein Zimmer nicht selbst aufräumen möchte, bekommt er auch noch in der Schule Ärger mit den Lehrern, denen er zu frech ist. 

Ich bin mit diesem Buch nicht warm geworden. Es war nicht mein Humor und obwohl ich Kinderbücher wirklich liebe, würde ich dieses hier niemandem empfehlen. 
Das Buch besteht aus Tagebucheinträgen von Luis, in denen er von seinen Erlebnissen berichtet. Es beinhaltet hauptsächlich Dialoge und knappe Beschreibungen. Luis hat immer eine freche Antwort auf alles - eine Antwort, die lustig sein soll. Nicht jedes Kind versteht Ironie, aber in diesem Buch verwendet Luis jede Menge davon. Wenn ein Kind damit droht die Kinderseelsorge anzurufen, weil es sein Kinderzimmer aufräumen soll, kann ich als erwachsener Leser darüber schmunzeln, aber einige Kinder würden das vielleicht ernst nehmen, Luis für dumm halten, oder die Aussage einfach so hinnehmen. Manchmal dachte ich, dass dieses Buch Witze für verschiedene Zielgruppen enthält. Problematisch dabei ist jedoch, dass das Buch die innere Stimme eines Jungen ist, der ja gar nicht wissen kann, was Erwachsene lustig finden könnten. 

Ich hatte gehofft, dass es sich beim Lesen geben würde. Bei Kinderbüchern halte ich es für wichtig, dass den jungen Lesern Werte vermittelt werden. Ich habe nicht den Eindruck, dass dieses Buch irgendeinen Inhalt außer seiner Witze hat. 
Ich halte das Buch für eine Sammlung frecher Sprüche. Luis ist ein absolut unrealistischer Protagonist. 

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Tags: humor, kinderbuch, tagebuch   (3)
 

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liebe, courtney cole, erotik, tod, before we fall

Before We Fall - Vollkommen verzaubert

Courtney Cole , Rebecca Lindholm
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.03.2015
ISBN 9783426516669
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich ging völlig ohne Erwartung an dieses Buch heran. Die anderen Bände der Reihe kenne ich nicht. In letzter Zeit habe ich viele der typischen Liebesromane gelesen, in denen zwei sich finden und tollen Sex haben. Dieses Buch ist viel mehr als das.


Dieses Buch handelt von einem Mann, den seine Vergangenheit auffrisst. Dominic möchte keine Bindungen eingehen, er kann es einfach nicht mehr. Es fällt ihm schwer seine Finger von Jacey zu lassen, denn er ist gezwungen ihr für eine Weile zu begegnen. Sexuell zieht sie ihn wie magisch an und auch ihr gefällt es mit ihm. Je besser Jacey ihn kennen lernt, desto genauer erkennt sie, wer hinter der Fassade ist. 

Das hier ist ein Buch in dem es um wirkliche Abgründe geht, die vor allem Dominic quälen. Jacey und Dom haben ihre ganz eigene Art sich zu finden und mir hat gefallen, wie sich der Schwerpunkt des Buches immer wieder verlagert hat. Je weiter im Verlauf, desto interessierter war ich an Doms Vergangenheit. Ich hatte irgendwann den Eindruck ein gutes Drama zu lesen und nicht mehr einen Roman über eine Liebesbeziehung. 

Manchmal hätte ich auch gern noch genaueres über Jaceys Erlebnis erfahren, aber im Nachhinein denke ich, dass Dominics Geschichte genug für den Roman war. Ich bin aber sehr froh, dass auch ihr Charakter einen Grund hatte so zu sein und die Botschaften, die sie aussprach waren ihre Mantras. Das mochte ich, denn es verlieh dem Buch eine gewisse Tiefe. Es wird beschrieben, was ihr geschah, aber sie ist bereits gefestigt genug um es niemandem mehr bei einem Zusammenbruch erzählen zu müssen. Es ist kein perfektes Buch. Ich habe Kleinigkeiten, die mich stören, aber dieses Buch ist so viel besser als es sein könnte. Ich werde die Autorin im Auge behalten. 


Mir sind Klischees beim Lesen gar nicht aufgefallen. Erst, wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke, dann wird es mir bewusst. Normalerweise rolle ich beim Lesen mit den Augen und sehe darüber hinweg, aber da ich es nicht einmal bemerkt habe, kann ich nur sagen, dass es wirklich gut gemacht ist. 


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Tags: courtney cole, erotik, liebe, roman, trauma   (5)
 

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rosemary beach, abbi glines, liebe, erotik, nan

Up in Flames – Entbrannt

Abbi Glines , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492309202
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Up in Flames" ist der letzte Band der Rosemary Beach Reihe. Hier spielt Nan die Hauptrolle - sie ist die gemeine Ziege aus den anderen Bänden. Und wie es bei Abbi Glines üblich ist, findet auch sie ihren Mr. Right.Ich habe die ersten beiden Bände der Reihe gelesen und konnte der Handlung trotz der Lücke gut verstehen. 

Positives 

Das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. Es ist eine ganz nette Geschichte, wenn man Erotik für junge Erwachsene (wie ich das Genre jetzt  mal nenne) lesen möchte. 
Zunächst war das Buch allein aus Nans Sicht geschrieben. Das war durchaus spannend, da Cope ein rätselhafter Charakter ist. 

Erwähnenswertes 

Der Sex in diesem Buch ist rauer als gewöhnlich. Ich persönlich kann Ohrfeigen zur sexuellen Erregung nichts abgewinnen, aber das liegt bei jedem selbst. Abgesehen davon, hat es mich aber nicht gestört.

Negatives 

Es gibt eine ganze Reihe von Kleinigkeiten, die mich stören. Nan als Charakter hat jede Menge durchgemacht, wie immer wieder erwähnt wird. Mir persönlich fehlt aber der Teil, in dem sie wirklich darüber spricht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie etwas von sich preis gibt. Es hätte mich wirklich interessiert, aber so war Nan als Person einfach nicht richtig greifbar. Bei der Aussprache am Ende blieb einiges unerwähnt. Nan hatte ich schon so eingeschätzt, dass sie ihre Meinung hat und sagt. Ich finde er hat sich da einiges geleistet, das zeigt, dass sein moralischer Kompass nicht ganz nach Norden zeigt. Ich bin kein Fan des großen Dramas, aber Nan war da wegen der großen Liebe wirklich alles egal. Cope als ihr Mr Right blieb auch sehr blass, aber vor allem störte mich, dass ihn wirklich nichts überraschen konnte. Er hatte immer alle Informationen, war immer Herr der Lage. Beinahe war das zu arrogant und weniger sympatisch. Er hat sie immer richtig eingeschätzt und die richtigen Knöpfe gedrückt. Ich hätte ihn mehr gemocht, wenn er mal eine schwache Stunde gehabt hätte.Ich finde, die Autorin hat auch einiges an Potential verschenkt. Außerdem stört mich die "Abbi Glines Checkliste". Der Verlauf der Handlung und vor allem, wie das Happy End aussieht ähnelt sehr den Vorgängerbänden. Es ist, als wolle die Autorin sagen: Große Liebe, Kind, Heirat, dazu noch jung, reich und schön - nur so geht das Happy End. 
Die üblichen Klischees (alle Beteiligten sehen super aus, der beste Sex des Lebens...) habe ich hingenommen. Das empfand ich nicht als negativ. 
Ich habe auch in das Hörbuch hinein gehört. Ich empfand die Stimme bei Copes Teil als sehr arrogant und daher unsympathisch. 





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Tags: abbi glines, erotik, hörbuch, junge erwachsen, liebe, roman   (6)
 

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wind, meer, hoffnung, trauer, jando

Die Chroniken der Windträume

Jando , Antjeca
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Koros Nord, 16.09.2016
ISBN 9783945908075
Genre: Jugendbuch

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liebe, wein, susan mallery, familie, fehde

Eine Marcelli weiß, was sie will

Susan Mallery , Stefanie Kruschandl
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2013
ISBN 9783862785872
Genre: Liebesromane

Rezension:

Brenna Marcelli liebt Wein. Ihre Familie hat ein Weingut, sie erkannte schon mit 10 Jahren die Trauben am Geschmack. Sie hat eine Vision von ihrem ganz eigenen Wein, sie weiß was sie will, aber Brennas Großvater widerspricht ihr bei allem. Deshalb leiht sie sich Geld und dazu ist nur ein gewisser Nic Giovanni bereit - Brennas Jugendliebe und Spross der verfeindeten Giovanni Familie. 


Dieses Buch hat mich für Wein begeistert. Ich habe überlegt mich mal in das Thema Weinanbau einzulesen. Brennas Leidenschaft ist wohl ein wenig auf mich übergegangen. 
Hauptsächlich geht es aber um die romantische (und irgendwann auch erotische) Beziehung zu Nic. Mir hat gefallen, dass die Beiden bereits eine gemeinsame Vergangenheit haben. 
 
Wie sind die Charaktere?  
Liebenswert, mit Ecken und Kanten, und glaubhaft. 
 
Ist die Handlung vorhersehbar? 
Es handelt sich um einen Liebesroman, das spielt natürlich die Hauptrolle. Einige Wendungen waren absehbar, aber die Art und Weise war vorher nicht klar. Es war spannend zu lesen. 
 
Muss ich die anderen Bände der Reihe zuerst lesen?  
Ich habe das nicht und ich hatte keine Schwierigkeiten etwas zu durchschauen. Die anderen Bücher haben andere Frauen als Hauptperson. Etwas gewundert hat mich manchmal er geringe Einfluss der Eltern, vielleicht wäre das erklärt worden, aber es hat mich beim Lesen nicht gestört.

Das Buch war lebendig und fröhlich. Ich kann es allen auf der Suche nach einem Liebesroman nur empfehlen. 

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Tags: liebe, marcelli, roman, susan mallery, wein, weinanbau   (6)
 

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jennys universum, janine tollot, fantasie, nachdenklich, ausenseiterin

Jennys Universum

Janine Tollot
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.09.2016
ISBN 9783734773402
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist schwer etwas treffendes über dieses Buch zu sagen. Es ist
keine Liebesgeschichte, keine Fantasy.

„Jennys
Universum ist ein Roman voller mystischer Begegnungen, seltsamer
Ereignisse und mit einem überraschenden Ende.“

Eigentlich hat mich das sehr in die Irre geführt, denn er hat
mich etwas ganz anderes vermuten lassen. Gleichzeitig ist es wirklich
schwer das Buch zu beschreiben ohne zu viel zu verraten. Das
Augenmerk des Buches liegt einfach auf Jenny selbst.

Das Buch lies mich nachdenklich zurück. Es ist etwas anderes,
versetzte mich in märchenhafte Umgebungen, genauso wie in Ärger und
Sorge. Jenny ist eine sehr einsame Person, die sich zurück gezogen
hat. Sie verbringt ihre Zeit damit Romane zu schreiben und lauscht
ihrer inneren Stimme, die sie aber schon bald immer mehr für sich
einnimmt.

Beim Lesen habe ich viel darüber nachgedacht, was wohl zwischen
den Zeilen des Buches steht – ein mitunter spannendes Rätsel.

Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne Bücher lesen, die
keinem festgefahrenem Muster folgen. Als Zielgruppe sehe ich vor
allem junge Erwachsene, die sich gerne auch mit ernsteren Themen
beschäftigen möchten.

Es ist das Buch einer jungen Autorin mit einem traumversunkenen
Schreibstil. Ich habe meine Bedenken mit Teilen des Buches – so
finde ich Jerry als Charakter beispielsweise zu blauäugig und leicht
zu manipulieren – aber ich denke, dass sich hier ein Schreibtalent
entwickelt. Ich mag, dass dieses Buch in kein Klischee passt.  

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Tags: ernst, janine tollot, jennys universum, nachdenklich, psychologie   (5)
 

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werwölfe, fantasy, liebe, magie, hexe

Schatten des Wolfes

Patricia Briggs ,
Flexibler Einband: 491 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.06.2009
ISBN 9783453525405
Genre: Fantasy

Rezension:  
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jane austen, liebe, stolz und vorurteil, bernie su, youtube

Das geheime Tagebuch der Lizzie Bennet

Bernie Su , Kate Rorick , Katharina Naumann ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2015
ISBN 9783499269561
Genre: Liebesromane

Rezension:


Lizzie Bennet und ihre beiden Schwestern sind zu dem Leidwesen ihrer Mutter alle unverheiratet. Sie wünscht sich für ihre Töchter eine finanzielle Absicherung durch Heirat, aber die Mädchen sehen das anders. Widerstand ist zwecklos, aber dann verliebt sich Jane, die Älteste, wirklich. Während ihre Schwester mit Bing Lee auf Wolke sieben schwebt, schlägt sich Lizzie mit Darcy, Bings besten Freund, herum. Nebenbei studiert sie Massenkommunikation und eröffnet als Projekt einen Youtube Kanal. (Diesen Kanal kann man wirklich finden, man kann sich die Videos ansehen, von denen im Buch die Rede ist. Ich habe das nicht getan. Ich bewerte allein das Buch.)

Ich habe das Original von Jane Austen nie gelesen, kenne aber die Handlung. Ich fand die Anpassung an die heutige Zeit gelungen. Wo es im Original eine Heirat ist, ist es heute ein Jobangebot, es sind nicht mehr fünf Kinder, usw. 

Lizzie Bennet ist eine Hauptperson, in die man sich gut einfühlen kann, vor allem, weil man ihre Tagebucheinträge liest. Ich mochte ihre Familie und konnte die Bindungen der Menschen untereinander nachvollziehen. Die Mutter war ein hysterischer Charakter, ein wenig übertrieben, aber ich habe sie nicht als völlig unrealistisch wahr genommen. Ich finde die Charaktere gut mehrschichtig dargestellt. Und natürlich Darcy, ich schwärme für Darcy... 
Mein größtes Problem mit dem Buch war der Umgang mit dem Urheberrecht und dem recht am eigenen Bild. Ich konnte mich einfach nicht damit anfreunden, dass sie Videos von Leuten auf ihrem Kanal hochgeladen hat, die nichts davon wussten. Auch als Lizzie darauf angesprochen wurde, dass das unzulässig ist, hat sie die Videos nicht gelöscht und sogar weiter gemacht. Diese Sache hat mir die Hauptperson für einige Zeit unsympathisch werden lassen.
Wein weiterer Minuspunkt ist der Verlust der Spannung im mittleren Teil. Ich konnte mich nur schwer davon abhalten Seiten zu überblättern, weil ich sie nicht interessant fand. Ich hätte lieber über Jane und Bing oder über Darcy oder auch über die Beziehungen der drei Schwestern untereinander gelesen, als beispielsweise die Nacherzählung eines Weihnachtsfestes ohne wirkliches Geschehen. 



Ich hatte Spaß beim Lesen, es war eine nette Adaption, die ich jugendlichen Lesern empfehlen würde, wenn sie sich nicht an den erwachsenen Hauptpersonen stören. 
Ich persönlich bin nun neugierig auf das Original. 

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organspende, liebe, transplantation, lily oliver, depression

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach ihrer Herztransplantation ist Gwen nicht überglücklich, wie es eigentlich von ihr erwartet wird. Stattdessen fühlt sie sich schuldig, weil ein Mensch für ihr Leben starb und sie kann den Erwartungen, die an sie gerichtet werden, nicht gerecht werden.

Ich empfehle dieses Buch jugendlichen Lesern. Es beschäftigt sich neben der Liebesgeschichte nicht nur mit ernsten Themen wie Depression, Organtransplantation und Tod, sondern ist auch gut recherchiert. Die Autorin rüttelt an einer Art Tabu: jemand der ein Organ bekommen hat, soll dankbar und überglücklich sein. Dabei erfährt der Leser, der sich neu auf das Thema einlässt, Details und Einzelheiten, die auch mir vor dem Lesen noch nicht bekannt waren. Die depressiven Momente der Hauptperson werden für den Leser nachvollziehbar dargestellt.

Es fiel mir zunächst schwer mit den Charakteren des Buches warm zu werden, aber ich hätte das Buch an einem einzigen Nachmittag lesen können. Es ist flüssig geschrieben und die Geschichte spannend, so dass es sich zum Verschlingen eignet.

Ich empfehle dieses Buch nicht uneingeschränkt, weil die Liebesgeschichte in ihrer Qualität meiner Ansicht nach hinter den anderen Aspekten des Buches zurück liegt. Früher, als weniger erfahrenere Leserin hatte ich noch keine Schwierigkeiten mit schnellem Verlieben und anderen kleinen Klischees, wie es in vielen Jugendbüchern oder Liebesromanen üblich ist. Wem so etwas nicht auffällt, wen so etwas nicht stört, dem möchte ich dieses Buch ans Herz legen.

Kauftipp für Büchereien.  

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