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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

eisbären, island, fantasie, elfen, mal was anderes

Eisbären für Island

Stefanie Boehm
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.04.2017
ISBN 9783744802543
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der erste Eindruck
Aufgefallen ist mir das Buch wohl vor allem deshalb, weil ich zu Beginn des Jahres selbst in Island war und somit das Wort "Island" plötzlich überall auftauchte. Da ich mich nicht erinnern konnte, Eisbären auf Island gesehen zu haben, griff ich neugierig zu und erfuhr zum ersten Mal über die Misere der auf Island gestrandeten Eisbären. Nun fielen mir auch die diversen ausgestopften Exemplare in einigen Souvenirläden ein und da Tierschutz für mich schon immer ein Thema war, kaufte ich das Buch, um nicht nur mehr zu erfahren, sondern gleichzeitig auch zu helfen, denn der Erlös des Buchs fließt in die Umsetzung des Projekts "Auffangstation für Eisbären in Island".

Das Leseerlebnis
Ich weiß gar nicht, was ich erwartet hatte. Wohl eher einen etwas nüchternen und hin und wieder auch schockierenden Bericht darüber, was mit den Eisbären geschieht, wenn sie denn das Pech hatten, auf ihrer schmilzenden Scholle bis nach Island zu schippern oder Beschreibungen von zähen Verhandlungen mit isländischen Behörden. Was ich stattdessen erhielt war ein Trip voller Humor, Pop-Kultur, Fantasy, Sagas, Wortwitz und Selbstironie. Was ich nicht bekam waren Informationen über den tatsächlichen Stand des Projekts in der realen Welt, dazu ist wohl eher die Webseite der Autorin da. Stattdessen nimmt uns Stefanie Böhm an die Hand und fliegt mit uns nach Island. Wir, der Leser, sind stets an ihrer Seite und müssen, ob wir wollen oder nicht, als ihr Sitznachbar im Flugzeug zuhören, was sie uns erzählt. Und weil das so witzig ist, bleiben wir auch nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug dabei und begleiten sie auf ihrem Abenteuer, in dem sie auf Elfen, Trolle, Geistwesen und hin und wieder auch einfache Isländer trifft. Im Buch schafft sie es mit Hilfe all dieser Freunde am Ende, eine Auffangstation für Eisbären zu errichten. Ehe es soweit ist, müssen wir unglaubliche Situationen meistern und Steffi trotz zahlreicher Handicaps zu ihrem ruhmreichen Sieg verhelfen.

Wird das in der Realität auch gelingen? Nur, wenn genügend Bücher verkauft werden und die Gelder für die reale Auffangstation zusammenkommen.

Fazit
Ich habe das Buch in nur wenigen Tagen ausgelesen und musste mehr als einmal herzlich lachen. Die Fragmente aus der Popkultur, seien es Werbesprüche, Liedtexte, Fernsehsendungen und alles, was uns irgendwie im Kopf herumschwebt, weil man es immer wieder gesehen oder gehört hat, haben das ganze zu einem humorvollen Leseerlebnis gemacht, bei dem einem so manches Mal nach dem Zuklappen des Buches ein Ohrwurm aus dem Kopfkino hängenblieb. Zusammen mit dem Wissen, dass der nächste auf Island strandende Eisbär vielleicht nicht als ausgestopftes Artefakt in einer Ladenecke der Hauptstadt verstauben muss, ist dies eine absolute Leseempfehlung für alle, die gerne herzlich lachen und Fantasie genug haben, auch auf unglaublichen Trips nicht den Faden zu verlieren.

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Tags: eisbären, elfen, fantasie, humor, island, mal was anderes, pop-kultur, reisebericht, trolle   (9)
 

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

humor, lustig, buch, komödie, computerexperte

Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman

Caroline Brinkmann
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 06.03.2017
ISBN 9783958181687
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Als treues Mitglied der Facebook Gruppe "Dirks Diary" war ich wohl, wie viele, bei der Präsentation des Covers etwas überrascht angesichts des Einhorns in Titel und Cover. Ich dachte - ohne den Inhalt des Buchs zu kennen - das passt nicht. Aber ich muss mein anfängliches Urteil revidieren: Es passt sogar sehr gut, denn es überspitzt visuell, genauso wie der Text es inhaltlich tut, die heutige digitale Welt und ihre oftmals surrealistisch anmutende Wirklichkeit.

Das Leseerlebnis

Selten hat es ein Buch geschafft, ich dermaßen oft zum Lachen und Kichern zu bringen, obwohl ich es oft in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit in aller Öffentlichkeit gelesen habe. Den ein oder anderen verständnislosen - oder neidischen? - Blick habe ich dafür bekommen, wenn ich laut losprustete angesichts des Wortwitzes der Autorin, der mir schon als Follower ihrer Facebook-Gruppe Dirks Diary bekannt war. Caroline Brinkmann hat ein gutes Auge für die Welt um sich herum, für die Dinge, die uns mittlerweile so selbstverständlich vorkommen, wenn wir uns selbst in der Welt der sozialen Medien aufhalten. Und dafür, wie albern es manchmal wirkt, was wir da eigentlich tun. Natürlich überspitzt sie die Situationen und ihre Protagonistin "Rabbit" macht so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Immer wieder möchte man zusammen mit ihrer Stimme der Vernunft, die sich nicht selten verzweifelt und zunehmend sarkastisch zu Wort meldet, dazwischenrufen und sie vor dem Verderben bewahren. Doch Rabbit rasselt ungebremst in alle Fettnäpfchen, die es gibt. Sie löst Shitstorms aus, macht sich öffentlich zum "Honk-Girl" und sieht vor lauter Likes und Aufmerksamkeitssuche nicht, dass sie längst mit dem besten Freund, den man sich wünschen kann, zusammenwohnt. Auch wenn er seine Macken hat und wir uns Dirk vielleicht ganz anders vorgestellt hatten.

Fazit
Lesen wird zur Comedyshow mit diesem humorvollen und doch so voller Wahrheit steckenden kleinen Büchlein, das uns den Spiegel unserer digitalen Eitelkeiten vor Augen hält. Wer sich in den sozialen Medien bewegt, wird sich an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen oder gar ertappt fühlen! Eine wunderbar satirische Lektüre, die ich jedem empfehlen kann, der das Leben nicht so ernst nimmt oder es zumindest versucht! 

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Tags: coming of age, dirks diary, komödie, lachen, liebesroman, lustig, soziale medien, über sich selbst lachen   (8)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

dystopie, gefährliche, rebellen, gefahr, wolfer

Raya und Kill - Gefährliche Grenze

Sue Twin
E-Buch Text: 395 Seiten
Erschienen bei null, 31.12.2013
ISBN B00HM7WDF4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Die Raya und Kill - Reihe ist eine Jugendbuchreihe, was das Cover auch durch Aufmachung und gezeigte Protagonisten deutlich macht. Da ich gerne eine Dystopie lesen wollte und der Klappentext mich ansprach, habe ich zugegriffen.

Das Leseerlebnis
Die Welt, in der die junge Menschenfrau Raya und der Wolfer Kill leben, wird bildhaft geschildert und man kann als Leserin ohne Probleme folgen. Vor dem geistigen Auge baut sich die Kulisse einer Stadt auf, die verborgen hinter dicken Mauern ihren menschlichen Bewohnern unter erschwerten Bedingungen mehr oder weniger Schutz bietet. Umgeben ist diese Stadt, der jeglicher Kontakt zu eventuellen anderen Menschensiedlungen fehlt, von einer überwältigenden Natur mit Bergen, Wasserfällen, und Wäldern. Dort leben Kreaturen, die halb Mensch, halb Tier in dieser Welt die Oberhand gewonnen haben. Sie bedeuten Gefahr für die wehrlosen Menschen und viele Mythen und Gerüchte ranken sich um ihre Existenz. Raya kommt zu Beginn des Buchs endlich in das Alter, in dem man sie als Erwachsene behandelt und sie will diese Welt da draußen endlich mit eigenen Augen sehen. Bei einem heimlichen Ausflug außerhalb der Stadtmauern trifft sie auf Kill, einen Wolfer, der in Lebensgefahr schwebt. Beherzt verhilft sie ihm zu seinem Vorteil im Kampf gegen einen Angreifer aus der Luft. Kill ist der Feind, Raya das klassische Opfer, doch statt sie zu töten, dankt er ihr ihre Hilfe, indem er ihr das Leben schenkt.
Schon der Einstieg ins Buch hat mich gefesselt und die Lust weiterzulesen kontinuierlich gesteigert. Man fiebert mit Raya mit, erfährt mit ihr immer mehr darüber, wie ihre Welt funktioniert, und erlebt, wie die Grenzen zwischen Feind und Freund verwischen. Denn wie immer im Leben sind nicht nur die einen oder die anderen die Bösen oder die Guten. Raya lernt, dass auch die Menschen bislang nichts dafür getan haben, mit ihren Mitkreaturen ein friedliches Zusammenleben zu fördern.

Fazit
Ein spannendes Buch, das als Einstieg in eine dystopische Reihe Lust auf mehr macht. Raya ist eine sympathische Protagonistin, die manchmal Fehler macht, aber sich immer treu bleibt. Und Kill ist der gutaussehende Typ, dessen düstere Geheimnisse ihn nur noch anziehender machen. Band 2 ist schon gekauft!

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Tags: dystopie, fantasy, gefahr, jugendbuch, spannung   (5)
 

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königsberg, bücherverbrennung, 3.reich, roman, historischer roman

Das Haus der Bücher

Michael Paul
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Verlag Bunte Hunde, 10.03.2017
ISBN 9783947081004
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der erste Eindruck
Hard Cover sind heutzutage selten geworden und gerade bei Selfpublishern eine echte Ausnahme. Allein die Tatsache, dass es das Buch auch als Hardcover gibt, ist schon ein Aspekt, der dieses Werk besonders hochwertig aussehen lässt. Das Cover zeigt den Ledereinband eines Buchs, das in der rechten Ecke Feuer gefangen hat. Und zeigt damit genau, worum es geht: Um die Bücherverbrennungen in der NS-Zeit. Die warmen Farben und geradelinige Schrift dienen dabei als Blickfang.

Das Leseerlebnis
"Das Haus der Bücher" ist ein Roman und somit eine frei erfundene Geschichte. Trotzdem hält der Autor sich streng an die geschichtlichen Ereignisse in Königsberg im Jahr 1933, als die Nazis die Verbrennung zahlreicher Bücher anordnete, um "deutsches Kulturgut zu wahren". Das "Haus der Bücher" war eine Buchhandlung des Verlags Gräfe und Unzer in Königsberg, die später in München wiedereröffnet wurde.  Mit Mut, Gewitztheit und der Hilfe einiger Freiwilliger, machen sich die Protagonisten des Buchs, der Direktor der Buchhandlung, seine Nichte und ausgewählte Mitarbeiter an die schwierige Aufgabe, so viele Bücher vor den Flammen zu retten wie möglich. Dass sie dabei ihr Leben aufs Spiel setzen, ist ihnen klar, doch ihre Liebe zu den Büchern ist größer als die Angst vor den Nazis. Wie der Autor es dann schafft, die Grausamkeit der Nazis, die Dummheit und Arroganz vieler und den Mut und die Verzweiflung der Protagonisten im Buch umzusetzen, ist mehr als gelungen. Er erzählt in einem unaufgeregten Ton, er übertreibt nichts, aber er lässt auch nichts aus. Angst, Hoffnung, Verzweiflung und Glück liegen dicht beieinander und zum ersten Mal seit langem hat es ein Buch geschafft, mich zu Tränen zu rühren. Ganz besonders gelungen ist das Ende, das ohne kitschig zu werden einen befriedigen Abschluss für den Leser bietet.

Fazit
Ein schwer verdauliches Thema, ein Buch, das man nicht einfach nur nebenher zum Zeitvertreib liest. Mit Emotionen gespickt regt diese Lektüre zum Nachdenken an und erinnert an Zeiten, die man nie wieder erleben will. Insbesondere in der heutigen Zeit, in der Zivilcourage wieder immer wichtiger wird, ein Werk, das ich voll und ganz empfehlen kann. 

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Tags: bücherverbrennung, geschichte, historisch, königsberg, nazizeit, roman, zivilcourage   (7)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

ruf der instinkte, savage, fantasyroman, vampire, sexy

Ruf der Instinkte (Savage 1)

Ally J. Stone
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei null, 06.12.2016
ISBN B01MTW7Q26
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover hat mich schon vor einiger Zeit so beeindruckt, dass ich das Buch blindlings auf meinen Kindle geladen habe. Auch der Klappentext - kurz, spritzig und mit einem Schuss Ironie - überzeugte.

Das Leseerlebnis
Der ungewöhnliche Schreibstil der Autorin bedurfte auf den ersten paar Seiten ein wenig Eingewöhnung. Aber sobald ich mich an die Zeitsprünge und Rückblenden gewöhnt hatte, funktionierten sie erstaunlich gut. Immer wieder überspringt Ally J. Stone einige - wie es scheint - wichtige Ereignisse, um sie danach in einer Rückblende aus Sicht eines der Protagonisten wiederzugeben. Manchmal fühlte sich das Buch deshalb rasend schnell an, aber andererseits war es auch genau dieses Tempo, das mich zu fesseln verstand. Hin und wieder hätte ich mir trotzdem gewünscht, länger in einer Szene mit all ihren Gefühlen verweilen zu dürfen, statt gleich weiterzuhetzen. Die vielen kleinen Cliffhanger am Ende einer jeden Szene drängten einen dazu, weiterzulesen. Die größte Stärke der Autorin liegt definitiv in ihren Dialogen, die sie mit viel Witz, einem Schuss Ironie und Leichtigkeit rüberbringt. Mehr als einmal musste ich laut lachen, wenn Love ihre spitze Zunge nicht im Zaum halten konnte oder wenn der brummige Jackson ihr die Meinung geigte. Die Wortgefechte der beiden sind einfach zum Brüllen komisch und wirken trotzdem wie aus dem Leben gegriffen. Eine Besonderheit waren für mich die englischsprachigen Titel der Kapitel, was für ein deutsches Buch ungewöhnlich ist, mir persönlich aber sehr gut gefallen hat, zumal gerade die Englische Sprache bekannt dafür ist, mit einem Wort treffend und zielgenau wiederzugeben, was gemeint ist. Was mir ein wenig gefehlt hat, war ein roter Faden in der Geschichte. Die Schwierigkeiten, in die die beiden Protagonisten hineinstolpern, wechseln sehr oft, so bleibt es zwar einerseits spannend und unvorhersehbar, andererseits ist es aber fast, als lese man mehrere Kurzgeschichten nacheinander. Glaubt man zunächst, dass Loves Abstammung den beiden Probleme machen wird, so wendet sich Blatt kurz darauf mehrfach. Ohne genau auf den Inhalt einzugehen, um nicht zu spoilern, kann ich an dieser Stelle sagen, dass Loves Herkunft am Ende gar keine Rolle mehr spielt und mich frage, ob ihre Mutter oder ihr Vormund denn gar nichts mehr zu sagen haben und sie nicht einmal versuchen zu finden. Mein persönliches Highlight war natürlich, als der kleine gerettete weiße Kater Love nach New York folgt. Sofort erinnerte mich an meinen eigenen Umzug nach New York mit Jimmy, der mich damals noch begleitete. Mein Herz ging auf! Um in der gleichen Sekunde wieder zerschmettert zu werden: Das Ende! Liebe Autorin - einen solchen Cliffhanger zu produzieren, hält mein Nervenkostüm nicht aus! Aaaah! Ich will wissen, wie es weitergeht!

Fazit
Ein kurzweiliges Buch, das für Spannung und Abwechslung sorgt. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt und hoffe sehr, dass Jackson und Love doch noch eine Chance haben werden!  

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Tags: dialoge, liebesroman, sexy, vampire, witzig   (5)
 

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erotik, geheimnis, autounfall, liebe, kopfkino

Love Me Crazy - Schöner Schein

Kate Franklin
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.09.2016
ISBN 9783741274176
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover ist sexy und professionell. Es zeigt, was man von einer erotischen Liebesgeschichte erwartet: Leidenschaft und knisternde Begierde.

Das Leseerlebnis
Die Autorin erzählt flüssig und leicht verständlich. Man kann der Geschichte problemlos folgen. Aber ich muss ehrlich sein: Bis zur Mitte des Buchs fehlte es mir persönlich ein wenig an Spannung. Sie lernen sich kennen, sie schlafen miteinander und alles scheint in harmonischer Zweisamkeit und Eintracht zu verlaufen. Für ein Buch war es mir jedoch fast zu harmonisch, denn ich wartete auf den Knall, der das Leben der Protagonisten in Büchern auf den Kopf stellt. Als der dann in Form von einem Schatten aus Alexanders Vergangenheit auftauchte, wurde es spannender und ich wollte wissen, was es mit dieser Fremden auf sich hatte. Vielleicht liegt es daran, dass ich eher der Fantasy-Leser bin, in dem actionreiche Wendungen leichter von der Hand gehen als in realistischen Settings. Aber so richtig konnten mich leider die Handlungen und Gefühle der Protas nicht überzeugen. Die Reaktionen wirkten auf mich manchmal zu heftig, auch wenn später erklärt wurde, warum sie so panisch überreagierten. Auch die Art von Geheimnis, das Alexander vor Isabell verbirgt, hat mich irritiert. Ich hatte anhand seiner Aktionen mit einem tiefschwarzen Flecken auf seiner weißen Weste gerechnet, aber für mich wirkte das Problem wie eines, das gar keines ist. Ich nehme an, es gehört zum Genre Erotische Liebesgeschichte, dass viel gestritten und sich genauso oft versöhnt wird. Die Versöhnungsszenarien waren auch genau das, was ein Leser von Erotik erwartet: Heiß und sexy. Liebhaber perfekt ausgeleuchteter Erotikszenen im Kopfkino kommen hier voll auf ihre Kosten.

Fazit
Leider konnte mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen, aber vielleicht bin ich auch einfach nicht die richtige Zielgruppe. Für Freunde erotischer Literatur, die eine Lektüre für zwischendurch suchen, ist die Geschichte von Isabell und Alexander durchaus empfehlenswert.  

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Tags: autounfall, erotik, geheimnis, kopfkino, liebe   (5)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, selina, debüt, mai, götter

Elemental Spirit - Magie des Verlangens

Selina Mai
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei null, 26.02.2017
ISBN B06W9NXTYQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover ist ein echter Eye-Catcher und hat das Potential, Käufer zu finden, bevor sie überhaupt den Inhalt des Buchs kennen. Mit seinen intensiven Farben und dem bestechenden Blick der Protagonistin zieht es einen in seinen Bann.

Das Leseerlebnis

Ich möchte mal voranschicken: Ich mag keine Cliffhanger. Das ist aber auch der einzige und sehr persönliche Kritikpunkt. Denn weiterlesen möchte man, wenn man am Ende angelangt ist und merkt, da muss noch viel mehr kommen! Aber der Reihe nach: Während es zu Beginn noch recht gemächlich zugeht und man langsam in die Welt der zurückgezogen lebenden Protagonistin Raya eingeführt wird, nimmt das Buch in der Mitte an Tempo auf und actionreiche Szenen halten den Leser bei Atem. Besonders beeindruckt bin ich von der Fantasie der Autorin, die mit gleichermaßen verständlichen wie wortgewandten Beschreibungen die Magie erklärt, die Raya mehr und mehr selbst kennenlernt. Besonders, als die erste Begegnung mit einem der Götter geschildert wird, läuft im Kopfkino eine Sondervorstellung. Die Charaktere im Buch sind sympathisch, auch wenn mich hin und wieder Rayas innerliche Zerrissenheit und das sich daraus ergebende Hin und Her, ob sie nun Jake will oder nicht, eher genervt hat. Fast tat der Kerl mir leid, denn er macht aus seinen Gefühlen keinen Hehl. Auch wenn er manchmal etwas ruppig sein kann, fand ich ihn grundsätzlich nicht nur attraktiv, sondern auch (ver-)liebenswert. Ich bin sehr gespannt, ob er Raya im Folgeband für sich gewinnen kann und was die Götter noch mit unserer Heldin und ihren Freunden vorhaben. Hat sie deren Machtspielchen überhaupt etwas entgegenzusetzen? Es bleibt spannend!

Fazit
Flüssiger Schreibstil, von der üblichen Fantasynorm abweichende Zukunftsvision mit Werwölfen, Magiern und Göttern und ein spannender Plot - was will man eigentlich als Leser noch mehr? Definitive Kaufempfehlung!   

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Tags: fantasy, gestaltwandler, götter, liebe, magier, zukunft   (6)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

steampunk, taschenuhren, uhre, fantasy, steampun

Meister der Zeit - Romantischer Steampunk

Ann-Merit Blum
E-Buch Text: 231 Seiten
Erschienen bei null, 09.11.2014
ISBN B00PFZEPIS
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Eindruck
Immer häufiger las ich in letzter Zeit von dem Genre "Steampunk", das mir bis dato völlig unbekannt war. Natürlich kenne ich Filme aus diesem Genre und die Dampfmaschinen-Romantik war mir schon ein Begriff, aber wie das in Büchern umgesetzt wird, wusste ich nicht. Wollte es aber kennenlernen und bat in einschlägigen Leseforen um Empfehlungen. Herausgekommen dabei ist dieses Buch, wobei mich die Idee mit den an Uhren gebundene Seelen und das hübsche Cover überzeugten.

Das Leseerlebnis

Der Schreibstil ist herrlich einfach und flüssig, trotz der historischen Epoche angepasster Ausdrucksweise kann man problemlos folgen. Besonders gereizt hat mich der philosophische Ansatz zum Thema "Was ist Zeit eigentlich" hat mir gut gefallen und mich so manches Mal zum Nachdenken gebracht. Richtig gut gefallen haben mir die Hauptprotagonistin Leona und ihre Freundin Amalie, die trotz des zeitlichen Settings starke Frauen sind, die wissen, was sie wollen, ohne dabei unglaubwürdig zu erscheinen. Auch Leutnant Teck schafft es, sich sympathisch ins Herz des Lesers zu schleichen, auch wenn seine aus seiner eigenen Zeit übrig gebliebene gepuderte Perücke wenig sexy auf mich wirkte. Aber die habe ich mir dann einfach weggedacht. ;)
Ein winziger Kritikpunkt meinerseits sind die fehlenden Absätze zwischen verschiedenen Szenen. Besonders am Ende, wenn die Geschichte in einem spannenden Wettrennen mit der Zeit zwischen zwei, teilweise sogar drei Personengruppen hin und her springt, fällt das auf. Die Szenen gehen ohne sichtbare Trennung ineinander über und manchmal dauerte es ein oder zwei Zeilen, ehe ich begriff, dass ich die Personen im aktuellen Abschnitt gewechselt hatte. Eine einfache Zeilenschaltung hätte hier schon geholfen. Das ist aber auch die einzige Kritik, die ich anbringen kann, das E-Book ist ansonsten qualitativ sehr gut gemacht. Die Spannung in der Geschichte lässt zu keiner Zeit nach und ich habe das Buch in wenigen Sitzungen durchgelesen. Das Ende ist kein Cliffhanger, lässt aber trotzdem genügend Fragen offen, um Lust auf Band 2 zu machen, den ich auf jeden Fall auch lesen möchte.

Fazit
Dieses Buch wurde mir als Einstieg in das Genre Steampunk empfohlen und ich kann die Aussage nur unterstützen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, wie darin Fantasy, Geschichte und Philosophie verwoben werden. Definitive Kaufempfehlung!  

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Tags: liebe, roman, romantisc, steampunk, taschenuhren, uhren   (6)
 

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, parallelwelt, armania, reise;, andere welten

Armania - Auf der Suche nach dem Bernsteinblut

Shanti M. C. Lunau
Buch
Erschienen bei Buch Verlag Kempen, 17.04.2015
ISBN 9783867405799
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Eindruck
Ich gebe zu, ich gehöre zu den Leserinnen, die sich durch ein auffälliges Cover anlocken lassen. Bei der Kaufentscheidung kommen dann zwar auch noch Genre und Klappentext mit ins Spiel, aber erst einmal werde ich magisch vom Cover schon aus der Ferne angezogen. So auch bei diesem Buch, das ich auf der Buch-Berlin im November vergangenen Jahres schon von weitem leuchten sah. Die strahlenden Farben, das außergewöhnliche Hardcover und die besondere Aufmachung auch im Inneren des Buchs haben mich dann zum Kauf inspiriert, den ich auch beim Lesen keine Sekunde bereut habe.

Das Leseerlebnis
Die Protagonistin Rina und ihre beste Freundin Line sind in Nullkommanichts auch zu meinen Freundinnen geworden. Ich konnte jeden Schritt ihrer abenteuerlichen Reise mitverfolgen und mitfiebern, wenn es brenzlig wurde. Nicht viele Bücher schaffen es, mich so zu fesseln, dass ich täglich lese, obwohl ich eigentlich viele eigene Projekte nebenher verfolge. Dieses Buch hat es mit Leichtigkeit geschafft.
Obwohl es eigentlich um die Liebe zwischen Protagonistin Rina und dem Humanil Criff geht, hat letzterer eine recht passive Rolle. Manchmal hätte ich mir gewünscht, ihn besser kennenlernen zu dürfen, denn schon ziemlich früh im Buch verunglückt er schwer und fällt ins Koma, aus dem ihn nur das Bernsteinblut, eine Medizin aus seiner Heimat Armania, erwecken kann. Rinas Liebe zu ihm und ihr unerschütterlicher Optimismus lassen die junge Frau eine Reise antreten, die nicht nur abenteuerlich und gefährlich ist, sondern auch aufzeigt, wie Freundschaft und Aufgeschlossenheit Fremdartigem gegenüber im Leben weiterhelfen.
Die Protagonistinnen erleben gemeinsam fantastische, berührende, verzweifelte und ergreifende Momente, die mich haben mit lachen, weinen und hoffen lassen. Auf ihrer Suche begegnen die beiden Mädchen fantastischen Wesen, den Humanil, die sie mit offenen Armen in der fremdartigen Welt Armania aufnehmen. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Humanil, die in drei verschiedenen Arten vorkommen. Da gibt es die Gestaltwandler in Menschengestalt, die zu fantasievollen Tierwesen werden, außerdem gibt es menschenartige Wesen mit Tierelementen wie Bärenohren oder Libellenflügeln und dann gibt es noch die rein tierischen Gesellen, die eine abenteuerliche Mischung verschiedener Tierarten darstellen wie z. B. der Marder-Waschbär namens Ale.
Gerade im letzten Drittel des Buchs wird ein wahres Feuerwerk an Ereignissen eröffnet. Schlag auf Schlag schlittern Rina, Line und ihre neu gewonnen Freunde von einer Gefahr in die nächste, sodass ich einfach weiterlesen musste. In einem fulminanten Showdown werden am Schluss alle losen Fäden zusammengeführt und die Geschichte zu einem zufriedenstellenden Ende geführt.

Fazit
Wer gerne über fantastische Reisen voller Gefahren und Abenteuern liest, ist mit diesem Buch bestens bedient.

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Tags: abenteuer, armania, fantasy, freundschaft;, goldener kompass;, jugendbuch;, narnia;, reise;   (8)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

koma, liebe, berlin, humor, die erste liebe

Dornröschen hatte es leichter

Vanessa Mansini , Michael Meisheit
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Meisheit, Michael, 13.10.2016
ISBN 9783981721034
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Eindruck
Meinen ersten Eindruck konnte ich bereits als Mitglied der FB-Gruppe Backstage mit Vanessa Mansini und bei Fortschrift.net während des Schreibprozesses bekommen, der bei Michael Meisheit alias Vanessa Mansini in rasender Geschwindigkeit voranschritt. Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt mit eigenen Projekten sehr eingebunden war, was dazu führte, dass Michael mir davon lief beim Schreiben und ich mit dem Lesen nicht hinterher kam. In Nullkommanichts hatte er das Projekt von der Idee zum fertigen Roman durchgezogen. Ich war auch dabei, als das Cover gesucht wurde und da ich mich ebenfalls für das gewählte Motiv ausgesprochen habe, kann ich jetzt nur sagen: Ich finde es für Genre und Story einfach passend.

Das Leseerlebnis

Die erste Hälfte des Romans habe ich wie schon erwähnt in Rohfassung noch während des Schreibens mitgelesen und konnte dort auch mit Ideen und Gedanken dabei helfen, die Erinnerungen an die 90er Jahre aufleben zu lassen. Meine Zeit! Damals war ich jung und hatte noch das Gefühl, die Welt könnte mir gehören. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Frauen in meinem Alter dieses Buch lieben, denn es führt uns zurück zu den Dingen, die wir heute noch mögen und die man neuerdings "retro" findet. Während also die Protagonistin nach dem zwanzigjährigen Koma die teilweise merkwürdig anmutenden heutigen Trends mit der Distanz begegnet, die wir selbst nicht dazu haben, können wir uns einfach gehen lassen und in Erinnerungen schwelgen. Was waren das für schöne Zeiten damals! Kein Smartphone, das und die Zeit weg fraß und keine sozialen Netzwerke, die sowohl Fluch als auch Segen darstellen können. Und während man zu Beginn des Buchs nostalgisch wird und sich die gute alte Zeit zurückwünscht, merkt man doch bei fortschreitender Geschichte, dass auch die heutigen Zeiten ihre Vorteile haben und dass jedes Alter und jede Zeit ihre Vor- und Nachteile hat. Humorvoll, optimistisch und mit dem ungeminderten Drang, ihr Leben selbst in den Griff zu bekommen ausgestattet, steht Hermine für viele als leuchtendes Beispiel, dass die Zeiten sich zwar ändern mögen, aber wir Herren unseres eigenen Glücks sind. Und so muss Hermine im Verlauf des Buchs nicht nur die Erfindungen des neuen Jahrtausends kennen- und meistern lernen, sondern auch die ein oder andere Gefühlsachterbahn unbeschadet hinter sich bringen, ehe sie zum genreklassischen Happy-End geführt wird.

Fazit
Für Leser und Leserinnen, die ihre "wilden Jahre" in den 90ern hatten, ein absolutes Muss. Wer Nostalgie liebt und die guten alten Zeiten vermisst, darf dieses Buch einfach nicht verpassen. Und auch wer erst später geboren wurde und sich vielleicht wundert, warum Mutti immer so von diesen Zeiten schwärmt, kann hier vielleicht herausfinden, was sie dazu treibt. 

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Tags: 90er jahre, humor, liebe, liebeskomödie, roman   (5)
 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

mord, krimi, autorin, lesereise, eifel

Lesereise in den Tod

Jürgen Schmidt
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 19.01.2017
ISBN 9783958130807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Eindruck
Das erste Buch, das mich auf diesen Autor aufmerksam machte, war "Stürmers Reise nach Euskirchen". Jürgen Schmidt kommt aus der Eifel, dorther wo ich meine Jugend verbracht habe. Und in seinen Büchern reise ich immer wieder dorthin zurück. Als ich den Klappentext zu Lesereise in den Tod las, dachte ich, ich schau in den Spiegel. Junge Autorin namens Mona, Bad Münstereifel, viel im Netz unterwegs... Irgendwie konnte ich da nicht anders als zugreifen - auch wenn Krimis normalerweise nicht zu meiner Jagdbeute gehören. Aber wenn es schon mal ein Buch gibt, in dem ich quasi durch Zufall selbst mitspiele, das dann auch noch in meiner früheren Heimat spielt, dann lass ich mich hinreißen.

Das Leseerlebnis

Beim Lesen fühlte ich mich dann auch wie erhofft in meine frühere Heimat zurückversetzt. Ich erkannte die Gegend, wusste, wo alles sein würde und konnte mir genau vorstellen, wie der Privatermittler Mücke durch Bad Münstereifel geht und den mysteriösen Tod der Autorin Mona de la Mare aufzulösen versucht. Es gab noch mehr lustige Treffer, die auf mein Leben irgendwie zu passen schienen. Nicht nur die Autorin, die per Facebook mit ihren Lesern kommuniziert und die gemeinsame Heimat. Da gab es auch noch Frau Oleknavicius - der Name wurde zwar nicht weiter erklärt, aber ich selbst habe in Litauen gelebt und weiß, dass er von dort stammen muss. Auch das Privatleben von Protagonist Mücke erinnerte mich sehr an Menschen, die ich aus dieser Gegend persönlich kenne. Nicht, dass es solche Menschen nicht überall gibt, aber ich hatte dadurch genaue Bilder im Kopf. Etwas, das mir beim Lesen noch nie passiert ist, fast dachte ich, ich lese ein Tagebuch und das alles ist echt. Natürlich ist es das nicht, zum Glück. Schließlich geht es um einen Mord an einer Autorin. Da wurde es für mich auch schwierig, ich bin normalerweise keine Krimileserin und es fällt mir schwer, mich über die Qualität dieses Genres zu äußern. Ich persönlich hatte mit den wenigen, ohne Vorankündigung eingebauten Perspektivwechseln zum Täter meine Probleme. Zumal das Ende des Buchs da nicht nochmal drauf einging. Ich hätte mir am Ende noch einmal abschließende Gedanken des Täters gewünscht. Auch die Beziehung von Mücke zu seiner Freundin blieb am Ende ein bisschen in der Luft hängen, sie war in Urlaub, der Fall gelöst, aber werden sie zusammenbleiben? Oder gibt es einen weiteren Teil von Mücke, dem Ermittler, in dem wir das erfahren? Ich würde es mir wünschen und auch dann gerne wieder zugreifen, denn die Stärke dieses Buchs ist eindeutig, den Alltag einzufangen. Die kleinen, alltäglichen Dinge so darzustellen, wie sie sind. Unaufgeregt, in wenigen Worten, aber dafür um so treffender. Man fühlt sich in das Geschehen einbezogen und glaubt mit Mücke in der Kneipe zu sitzen und den Fall Mona de la Mare zu lösen. Die Charaktere haben Farbe und es macht Spaß, die verschiedenen Typen kennenzulernen, die der Autor im Laufe des Buchs vorstellt. Seine Sprache ist klar und einfach, er erzählt so, als würde man sich mit ihm unterhalten und merkt gar nicht, dass man liest.

Fazit

Für Leser, die Krimis mit Lokalkolorit, wie es so schön heißt, mögen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung! Außerdem für alle, die aus der Gegend in der Eifel stammen, die rundum Bad Münstereifel zu Hause sind oder waren, oder diese Ecke Deutschlands aus anderem Grund sehr mögen. Aber auch für alle, die mal etwas anderes ausprobieren wollen, ist das Buch durchaus wert, gefunden zu werden. Von meiner Seite her eine klare Kaufempfehlung und ein interessanter Ausflug in ein unbekanntes Genre!

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Tags: eifel, krimi, lesereise in den tod   (3)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

fantasy, liebe, sterne, boothi, love

Verlassener Stern: Das Volk der Bo'othi

Mona Silver
E-Buch Text: 439 Seiten
Erschienen bei www.monasilverautor.com, 05.12.2016
ISBN 9783961422333
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: boothi, fantasy, liebesroman, love, paranormal romance, urban fantasy   (6)
 

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(12)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

england, historisch, gay, liebe, celia jansson

Sunford - Verführung eines Gentleman

Celia Jansson
Buch
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.12.2015
ISBN 9783864435218
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Eindruck
Als Ende 2015 der Verlag seine Vorschau für den Dezember präsentierte, hat mich die ungewöhnliche Farbwahl dieses Covers bereits angesprungen. Obwohl sich das Buch eigentlich nicht in meinen üblichen Genres bewegt, wollte ich es haben. Mit diesem Cover gehört es zu den wenigen Büchern, die ich blind haben wollte, egal was drin steht.

Das Leseerlebnis

Dieses Buch hat - für mich völlig überraschend - geschafft, was seit Jahren keinem Buch mehr gelungen ist: Ich habe es an einem Stück zu Ende gelesen. Morgens um sechs angefangen und mit wenigen Stunden Pause dazwischen am Nachmittag um 16.00 Uhr beendet. Mein sonst ständig aktiver "innerer Lektor" ist in den Ruhemodus versetzt worden und hat endlich mal den Mund gehalten, sodass ich der Geschichte völlig gebannt folgen konnte. Ein Buch, das dies bei mir schafft, ist selten und dank des flüssigen Schreibstils und der großartigen Charaktere gehört die Geschichte um den Geschäftsmann Leonard Knightly und Lord Vincent Fanbury dazu.

Zu Beginn lernt man Leonard Knightly kennen, einen erfolgreichen Geschäftsmann auf dem Land, der nach dem Tod der Eltern mit seiner Schwester auf dem Familienanwesen in Sunford lebt. Er verbirgt seine Homosexualität erfolgreich, hat in seinem Leben bis auf die erste große Liebe und eine wenig gefühlvolle Affäre noch keine Erfahrungen gesammelt. In Zeiten, in denen gleichgeschlechtliche Liebe mit Gefängnisstrafen geahndet wurde, sicher keine Seltenheit. In dem gut aussehenden Lord Fanbury aus London glaubt er einen unschuldigen Jungen vor sich zu haben und sträubt sich gegen seine Gefühle für den jungen Mann, da er ihn nicht kompromittieren will. Doch seinen jahrelang aufgestauten Bedürfnissen und der ehrlichen Anziehung zwischen den beiden Männern kann er sich nicht lange widersetzen.

Ich habe mich in der ersten Hälfte des Buches zusammen mit Leonard Knightly in Lord Fanbury verliebt. Auch wenn der Lord im zweiten Teil des Buchs etwas von seiner jugendlichen Leichtigkeit und seinem Charme einbüßt, so finde ich die Idee, die Begegnung noch einmal aus seiner Sicht zu erleben, grandios. Sein dunkles Geheimnis, das bis zu diesem Zeitpunkt so gut verborgen hinter seiner freundlichen Fassade geblieben war, macht das Buch erst richtig spannend.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Nebencharaktere, die nicht nur gut ausgearbeitet wurden, sondern auch das Funktionieren der Geschichte unterstützen. Ohne die selbst rebellisch veranlagte Schwester wäre Leonard sicher nicht in der Lage gewesen, über seinen Schatten zu springen. Sie zeigt ihm mit ihrer friedlichen und selbstbewussten Auflehnung gegen frauenfeindliche gesellschaftliche Vorschriften, dass man nicht alles hinnehmen muss, nur weil "es sich nicht gehört" oder "schon immer so war".

Fazit
Ich hatte überhaupt keine Erwartung an dieses Buch, stand dem Genre nicht abgeneigt gegenüber, wusste aber auch nicht, ob es etwas für mich sein würde. Das Ergebnis: Die Liebesgeschichte weiß zu verzaubern, das historische Setting macht den inneren Kampf der Charaktere nur um so glaubwürdiger. Absolute Leseempfehlung!

  (1)
Tags: anfang 20. jahrhundert, celia jansson, england, gay romance, historisch, sunford - verführung eines gentleman   (6)
 

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(4)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

vampir, hexe, paranormale jugendfantasy, seth, göttin

Witch Boy: Stadt der Hexen

Romana Grimm
E-Buch Text: 560 Seiten
Erschienen bei null, 09.07.2015
ISBN B011B0K9IU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover passt hervorragend zum Cover des ersten Teils und greift nicht nur Elemente aus dem Buch auf, sondern zieht auch durch die tolle Farbgebung die Blicke auf sich. Für das Genre Jugendbuch perfekt ausgewählt.

Das Leseerlebnis

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailreich, was man grundsätzlich mögen sollte. Ich hatte an einigen Stellen durchaus "Stephen King"-Momente, denn wie der Meister wechseln sich Spannung und Action und vermeintlich nebensächliche Handlungen ab. Ich gebe zu, dass es für mich persönlich an manchen Stellen zu viele Details gab und ich ganz gerne auf die ein oder andere Schulstunde von Seth verzichtet hätte.

Dieses Buch ist der zweite Band einer Trilogie, Band 1 habe ich vor längerer Zeit schon gelesen und auch damals hat mich die fantasievolle Geschichte des jungen Hexers Seth in ihren Bann gezogen. Die Autorin verfügt über das Talent, fantastische Elemente mit Dingen des Alltags zu verbinden. Ihre Charaktere haben alle Ecken und Kanten und wirken authentisch, nicht nur aufgrund ihrer logischen Handlungsweise, sondern auch wegen der zielsicher verwendeten sprachlichen Feinheiten. Ihre Jugendlichen sprechen ihrem Alter angepasst genau wie die Erwachsenen sich schon an ihrer "Stimme" erkennen lassen.

Fazit
Seth stolpert augenrollend und atemlos durch sein Leben, das in diesem Buch noch einmal kräftig auf den Kopf gestellt wird. Dachte man schon beim ersten Teil, mehr kann der arme Kerl nicht ertragen, so war man schief gewickelt. Mehr geht immer und so hofft und bangt man mit Seth und seinen Freunden, dass sie ihre Abenteuer unbeschadet überstehen. So ganz gelingt das nicht, wie das fulminante Ende zeigt, aber es gibt ja noch Teil 3 in dem wir drauf hoffen können, dass Seth vielleicht endlich seinen Frieden mit seinen Fähigkeiten als Hexe machen kann. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht und empfehle dieses Buch allen Freunden umfangreicher und detailverliebter Bücher für jung und alt. 

  (2)
Tags: göttin, hexe, paranormale jugendfantasy, seth, vampir, witchboy 2 - stadt der hexen   (6)
 

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(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

berlin, gegenseitiges verständnis, irland, liebesroman, ungewollt schwanger

Mit deinen Augen: Eine Liebesgeschichte

Jana Zenker
E-Buch Text: 274 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 08.02.2015
ISBN 9783738014945
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover gefällt mir sehr gut, die "fehlenden Farben" und die gewählte Schriftart deuten bereits auf das Handicap des Protagonisten hin. Es ist minimalistisch wie die Wohnung des blinden Paul, in dessen Leben Lene hineinstolpert.

Das Leseerlebnis
Das Buch ist dank des flüssigen Schreibstils der Autorin leicht zu lesen, obwohl das Thema nur an der Oberfläche leicht ist. In Wahrheit hat es mehr Tiefgang, als man bei Liebesgeschichten normalerweise findet. Sehr gut hat mir die realistische Darstellung gefallen, mit der Lene zu Beginn ihrer Beziehung mit Paul seine Blindheit noch nicht als Problem sieht. Sie ist überzeugt davon, dass sie gemeinsam alle Schwierigkeiten meistern werden, bis nach und nach der Alltag und die Realität sie einholen und es zunehmend schwerer wird, Paul in seine eigene Welt zu folgen. Für die sehende Lene ist es eine Gratwanderung zwischen Liebe, Aufopferung und gluckenhafter Betreuung, die für Paul den Verlust seiner Selbständigkeit bedeuten.

Wunderschön geschrieben fand ich die Liebesszene, die mit gefühlvollen Worten und nachvollziehbaren Gefühlen gespickt ist.

In der Hälfte des Buchs wandelt sich der Stil etwas. Das Buch nimmt den Leser mit, fort von Paul und seinem Handicap mehr zu Lene und ihren Problemen, mit der gescheiterten Beziehung klarzukommen. Ich habe mit den beiden gelitten und geweint, denn man möchte einfach, dass sie einen Weg finden, zusammenzubleiben und ihre Liebe nicht am Alltag scheitert.

Ein paar wenige Schreibfehler im Buch sind leicht irritierend, weil sie so merkwürdig falsch sind und der Rest des Buchs völlig fehlerfrei daher kommt, sie schmälern das Leseerlebnis aber in keinster Weise.

Fazit
Ein Buch, das ich jederzeit noch einmal lesen würde. Die Autorin beschreibt Alltagsszenen, die Stadt Berlin und die Gefühle ihrer Protagonisten mit scheinbarer Leichtigkeit und einer so genauen Detailtreue, dass man während des Lesens alles genau vor Augen hat. Eine klare Leseempfehlung für Leser, die Geschichte, wie sie das Leben schreibt, mögen. 

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Tags: alltag, dram, liebesroman, mit deinen augen   (4)
 

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(23)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, liebe, mona silver, bo'othi, sterne

SternRegen: Das Volk der Bo'othi Band 1.5

Mona Silver
E-Buch Text: 109 Seiten
Erschienen bei www.monasilverautor.com, 05.09.2016
ISBN B01LCYZSTU
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: bo'othi, fantasy, liebe, mona silver, mystik, romantik, spannung, sterne, sternregen   (9)
 

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(17)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, spannung, spannend, tödliche wahrheit, fesselnd

Tödliche Wahrheit

Marcus Johanus
E-Buch Text: 430 Seiten
Erschienen bei Midnight, 15.07.2016
ISBN 9783958190627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Eindruck
Optisch gehören die beiden Bücher Tödliche Gedanken und Tödliche Wahrheit ganz klar zusammen. Die Farbgebung und Schriftarten sind die gleichen geblieben, doch die Hauptperson ist nicht mehr allein. Wie im Buch ist auch auf dem Cover zu erkennen, dass aus der Einzelkämpferin Patricia ein Teamplayer geworden ist. Und auch wenn sie voran geht und die Hauptrolle der unfreiwilligen Helden spielt, haben ihre Mitstreiter nicht weniger wichtige Rollen eingenommen. Da mich Band eins bereits überzeugt hatte, ist es keine Frage, dass ich auch bei diesem Cover und Klappentext wieder ohne zu zögern zugreife.

Das Leseerlebnis
Man spürt eine deutliche Entwicklung im Schreibstil des Autoren. Band zwei wirkt schneller, witziger und routinierter. Die Kapitel sind kürzer als im ersten Band, was mir persönlich besser gefällt, da es meiner Macke, nie aufzuhören, bis ich das Kapitel zu Ende gelesen habe, entgegenkommt. Ich muss nicht mehr mit Streichhölzern die Augenlider offen halten, sondern kann bequem ein Kapitel nach dem anderen lesen, was selten länger als eine Viertelstunde dauert.

Besonders gefallen hat mir der Humor, der in diesem Buch deutlicher zum Vorschein kommt als im Vorgängerband. Insbesondere bei Marva, die gerne mal die falschen Worte verwendet und von ihren Freunden korrigiert wird, musste ich mehr als einmal laut lachen. Als sie sich statt zu verkrümeln "verbröselt" - bin ich vor Lachen fast aus dem Sessel gekippt. Überhaupt finde ich es spannend, wie der Autor mit Stereotypen aus dem Superheldengenre spielt. In jeder guten Superheldengeschichte gibt es den liebenswerten, aber dümmlichen Riesen mit übermenschlichen Kräften. Normalerweise ein etwas mund- und denkfauler Koloss von einem Kerl, der den Weg der Rechtschaffenheit mit bloßen Fäusten freiräumt und für die Rettung seiner Freunde kein Risiko scheut. Den gibt es hier auch, aber es ist ein Mädchen! Marva, die nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, aber für ihre Leute durchs Feuer oder wahlweise durch Wände geht.

Die Geheimagentin mit dem Auftrag, ihren Sex Appeal einzusetzen, um die gegnerischen Helden auf ihre Seite zu locken? Gibt's auch, aber ganz anders! Lest das Buch und Ihr werdet wissen, wen ich meine!

Fast wundert es mich, dass Ostermann ein verrückter, männlicher Professor ist, der die Weltherrschaft anstrebt. Hier bleibt der Autor bei den altbekannten Bösewichten aus dem Genre. Aber Ostermann ist ein würdiger Antagonist und was mit und wegen ihm so alles passiert, ist fesselnd, atemberaubend und manchmal so fantastisch, dass man es beim besten Willen nicht vorausahnen kann.

Auch diesmal wieder hatte ich an einigen Stellen im Buch das Gefühl, an TV-Serien, die mir lieb und teuer sind, erinnert zu werden. Ganz stark war das der Fall beim Ansehen eines alten Videos. Ich sah "Lost" vor mir und die Videos, die sie von den Wissenschaftlern finden, die vor ihnen auf der Insel waren.

Genial gut gefällt mir das "FUMP", das der Autor diesmal mit dem Geräusch eines alten Fotoapparats beschreibt und so genau das Geräusch trifft, das ich schon in Band eins in meiner Vorstellung hörte, wann immer Patricia ihre telepathischen Fähigkeiten einsetzte, ob gewollt oder ungewollt. FUMP nimmt uns mit in ihren Kopf und zu dem, was dort passiert.

Fazit
Ich bleibe dabei: Ganz klare Leseempfehlung, auch für Band 2! Eine Reihe, die unterhält und die man nicht aus der Hand legen mag, die ein so ganz anderes Genre bedient als man es sonst aus Büchern kennt. Jeder Band findet ein in sich abgeschlossenes Ende, lässt aber trotzdem Platz für mögliche weitere Bände. Ich hoffe, dass es noch mehr "Tödliche" Folgen geben wird! 

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Tags: marcus johanus, paranormal thriller, spannung, superhelden, tödliche wahrheit   (5)
 

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(43)

64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, superkräfte, telepathie, fantasy, pubertät

Tödliche Gedanken: Er kennt dein Geheimnis. Wie kannst du ihm vertrauen?

Marcus Johanus
E-Buch Text: 474 Seiten
Erschienen bei Midnight, 11.09.2015
ISBN 9783958190474
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Eindruck
Die Farben und die Gestaltung des Covers sprechen mich sehr an. Hätte ich das Buch per Zufall im Buchladen gefunden, hätte ich es sicher auch dann in die Hand genommen, wenn mir der Autor nicht schon als "SchreibDilettant" aus dem Internet bekannt wäre. Ein wenig fehlt mir der Hinweis darauf, dass es sich bei der Lektüre um eine paranormale Geschichte handelt. Die Aussage Thriller trifft zwar zu, aber da steckt ja noch so viel mehr dahinter! Für mich, als Liebhaberin fantasievoller Geschichten perfekt, ich bin aber nicht sicher, ob hier nicht eventuell bei einigen Lesern falsche Erwartungen geweckt werden.

Das Leseerlebnis
Der Einstieg ins Buch reißt einen gleich mitten hinein. Patricia Bloch ist eine Außenseiterin und als solche kämpft sie mit dem Leben, den Menschen und dem Alltag wohl mehr als andere. Sie wirkt rebellisch, manchmal sogar zickig, aber sie hat ein Herz für Schwächere und setzt sich für ihren Mitschüler ein, als der vom Lehrer gemobbt wird. Wie einfach und normal ihr Leben zu diesem Zeitpunkt noch ist, weiß die Protagonistin wohl gar nicht zu schätzen, denn ab diesem Moment nimmt ihr Lebenslauf skurrile Züge an. Was sie alles über sich, ihre Familie und ihre Freunde erfährt, wird hier nicht verraten, nur so viel: Wer die Serie Heroes mochte, wird auch dieses Buch mögen. Erst nach und nach offenbart sich Patricia, und somit dem Leser, der Hintergrund, warum sie so ist wie sie ist und sie erkennt, dass sie so schnell wie möglich lernen muss, mit diesen Erkenntnissen umzugehen. Nicht nur ihr Leben ist in Gefahr, auch das aller Bewohner des Städtchens Kelltin, das auf eine ganz besondere Geschichte zurückblickt.

Manchmal hätte ich Patricia gerne die Leviten gelesen, wenn sie sich ihrer Mutter gegenüber so undankbar gab zum Beispiel Überhaupt, ich mochte Diana, ihre Mutter. Vielleicht weil ich mich in ihr wiedererkannte. ;)

Patricia gewinnt während des Buchs an Tiefe und ihre Erfahrungen verleihen ihrem Charakter Profil. Ein bisschen wie Claire bei den Heroes entdeckt sie immer mehr Geheimnisse und enthüllt die Wahrheit hinter ihrem bislang so bieder erscheinenden Leben.

Ich habe das Buch in - für mich - kürzester Zeit durchgelesen und war froh, dass der zweite Band bereits erhältlich ist, den ich nun gleich im Anschluss lesen kann. Der Autor baut Spannung auf und lässt seine Protagonisten bis zur letzten Zeile fantastische Abenteuer bestehen.

Fazit
Eine klare Leseempfehlung für Freunde von Superhelden-Stories und Action! Man wünschte sich gerade in der heutigen Zeit, dass es Patricia, Lias und ihre Freunde wirklich gäbe. Wir könnten sie so manches Mal gut brauchen! 

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Tags: action, heroes, marcus johanus, paranormal thriller, tödliche gedanken   (5)
 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

seelenfänger, vampir, fantas, seelenfänge, tragik

Seelenfänger: Jäger und Gejagte

Charlotte da Silva
E-Buch Text: 427 Seiten
Erschienen bei Henning Verlag, 10.12.2014
ISBN B00QW4DI0C
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Das dustere Cover vermittelt den Eindruck einer Horrorgeschichte, was es aber nicht ganz trifft. Trotzdem ist das Titelbild viel passender, als man zunächst glauben mag, denn es zeigt die Merkmale der Vampire, die die Autorin ihnen zugeschrieben hat. Wer aber Horror erwartet, wird diesen nicht finden. Da es sich aber auch nicht um die üblichen Liebesgeschichten aus dem Vampirgenre handelt, ist dieses Cover eine gute Wahl, die neugierig macht. Für Freunde des Taschenbuchs: Front- und Rückseite ergeben zusammen ein vollständiges Gesicht. Der aufmerksame Leser wird im Buch Erläuterungen dazu finden, was man in diesem Porträt wirklich sieht.

Das Leseerlebnis
Als Leser dieses Buchs begeben wir uns auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, die bis in die Ritterzeit zurückreicht. Richard von Weißenberge, ein Vampir; William, der nach dem Mord des Vaters für die Schwester und deren uneheliches Kind verantwortlich ist; und Marie, Schwester, Mutter und Geliebte, bilden die drei wichtigsten Charaktere dieses Buchs. Die fein gesponnene Liebesgeschichte zwischen Richard und Marie ist zunächst genau das, was der Leser erwartet, doch wie sich das Buch dann entwickelt, erwartet man nicht zwangsläufig. Mit überraschenden Wendungen und einem fehlerfrei ausgearbeiteten Handlungsstrang nimmt die Autorin uns mit in die Welt der Vampire, deren Geheimnisse sie erst nach und nach offenbart. Neue und überraschende Erkenntnisse darüber, warum Vampire sind wie und was sie sind, überzeugen mit ihrer Logik und beeindrucken durch ihre perfekt durchdachte Einfachheit.

Die Charaktere der Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet und während des Lesens wechseln sich die Favoriten im Herzen des Lesers ab: Richard, ist ein Vampir der alten Schule, ehrenhaft, von den Menschen als Monster verkannt geht er seit 280 Jahren gewissenhaft seiner Aufgabe nach, die ihm durch seine Existenz auferlegt wurde. Er hadert nicht mit seinem Schicksal, sondern nimmt an, was das Leben ihm gibt.

Will, dem wegen seiner Liebe zu Zitaten aus dessen Werken der Spitzname Shakespeare verliehen wurde, ist ein junger Mann, der gegen Armut und Verzweiflung ankämpft, um seine Schwester und ihr uneheliches Kind durchzubringen. Er schließt sich der Vereinigung der Vampirjäger an, was ihm finanzielle Sicherheit und eine Zukunft für seine Familie verspricht. Auf der Suche nach sich selbst durchlebt er wohl die größte Entwicklung im Laufe des Buchs.

Und dann ist da Marie, die ein Geheimnis hütet, das für ihren Bruder einen Wendepunkt im Leben darstellen wird. Sie gerät zwischen die Fronten, doch am Ende ist sie die Stärkste aller Protagonisten.

Auch der Antagonist hat von der Autorin nicht nur eine wichtige Rolle, sondern auch einen fein ausgearbeiteten Charakter und Tiefe erhalten. Ihn kann man so richtig schön abgrundtief hassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Fazit
Der Titel Seelenfänger - Jäger und Gejagte trifft den Kern des Buchs genau. Man weiß nie genau, wer Jäger und wer Gejagter ist, die Grenzen zwischen Gut und Böse werden immer wieder neu definiert bis am Ende der wahre Bösewicht sein Gesicht zeigt. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Geschichten mögen, die neue Twists in die Vampirwelt bringen. Wer es so wie ich liebt, wenn ein ganz neues Universum geschaffen wird, das die alten Regeln der Vampire neu erklärt, ist mit diesem Buch bestens bedient. Ich bin sehr gespannt auf Band 2 und werde die Autorin definitiv im Auge behalten.

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Tags: fantas, seelenfänger, vampir   (3)
 

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(10)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

raubzug des phoenix, d. b. granzo, d.b. granzow, freiheit, familie

Raubzug des Phoenix

D. B. Granzow
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei null, 08.12.2014
ISBN B00QRCXYGW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover zeigt Details, die, wenn man das Buch kennt, zum Inhalt passen. Das Mädchen Hayden, die dustere Stimmung der Stadt, in der sie auf Raubzug geht, das Feuer des Phoenix. Es ist schön, aber nicht besonders auffällig. Ich muss aber zugeben, hätte ich es im Buchladen herumliegen sehen, wäre ich wahrscheinlich dran vorbei gegangen. Sehr gespannt bin ich auf das neue Cover der Ausgabe aus dem Drachenmond Verlag, das von Alexander Kopainski gestaltet werden wird.

Das Leseerlebnis
Die Idee hinter dem Buch finde ich großartig. Diese mysteriöse Stadt, die die arme Bevölkerung vom Land mit ihren vermeintlichen Geschenken anlockt und doch eine so große Gefahr darstellt, dass die Teilnahme an einer Plünderung nicht nur schwierig ist, sondern gar das Leben kosten kann, hat unglaublich viel Potential! Wer sind die Organisatoren der Plünderungen? Warum wollen sie überhaupt, dass geplündert wird? Welche Vorteile haben sie davon? Und warum nehmen die Menschen außerhalb diese gefährliche Reise auf sich? Das sind alles Fragen, die man sich stellt und auf die man eine Antwort erwartet.

Ich gebe aber auch zu, dass mich der Autor mit seinem Buch ziemlich gefordert hat. Sein Schreibstil ist sehr blumig, manchmal möchte ich fast sagen umständlich. Die Beschreibungen sind teilweise so kompliziert, dass ich sie zweimal lesen musste, um mir die Szene vorstellen zu können. Die passive Ausdrucksweise hielt mich außerdem irgendwie auf Abstand zu den Charakteren. So schreibt er z. B. "meine Hände drücken mich vom Boden ab" statt "ich drücke mich vom Boden ab" . Dadurch fühlte sich der Charakter für mich oft wie ferngesteuert an, als handele sie nicht bewusst, sondern werde von ihrem Körper, ihrer Umwelt, ihren Mitstreitern gelenkt.

Hayden, die Hauptfigur, durchläuft im Buch eine durchaus positive Entwicklung und wächst an ihrer Aufgabe. Durchweg sympathisch war sie mir trotzdem nicht, denn manchmal kommt sie mir sehr wankelmütig vor. Sie beschuldigt vorschnell ihre Familie, ihre Freunde, Dinge nur deshalb zu tun, weil man sie nicht als erwachsen genug ansieht. Ich gebe zu, auf mich wirkt sie dadurch auch nicht wirklich erwachsen, sondern wie eine Rotzgöre, die rumzickt. Vielleicht liegt's auch an meinem eigenen Alter und ich werde langsam zur spießigen Oma. *lach*. Auch am Ende trifft Hayden trotz aller Erlebnisse und Erfahrungen eine Entscheidung, mit der sie ihre Familie noch einmal auf den Prüfstand stellt und bringt sich selbst unnötig in erneute Lebensgefahr. Ich hoffe, dass sich dies in den Folgebänden noch auflöst und einen Sinn ergibt, denn manchmal möchte ich sie an den Schultern packen und kräftig durchschütteln.

Während das Buch sich an einigen Stellen zieht und wir sehr in den Gedankengängen Haydens gefangen sind, überschlagen sich an anderen Stellen die Ereignisse. Ich liebe Hayden für ihre klare Vorstellung von Richtig und Falsch. Wenn alle anderen nur an sich selbst denken, hilft sie denen in Not, auch wenn sie sich dadurch selbst in Gefahr bringt. Sie trifft Entscheidungen nicht schnell, aber sie kann sich auf ihr Gefühl verlassen. Meistens jedenfalls. Und auch wenn andere versuchen, sie davon zu überzeugen, dass es in ihrer Welt nicht gut ist, wenn man an andere denkt, lässt sie sich nicht davon abbringen.

Die Charaktere an ihrer Seite, die sie auf ihrer Reise in die Stadt begleiten, haben mir sehr gut gefallen. Mylake und Sage machen neugierig, ich würde gerne mehr über sie erfahren. Obwohl das Geheimnis ihrer Abneigung, in die Stadt zurückzukehren am Ende gelüftet wird, glaube ich, dass in diesen beiden Charakteren noch viel mehr Potential drin steckt. Der Ausblick auf Band 2, mit dem der Autor auf seinem Blog aufwartet, lässt mich diesbezüglich hoffen.

Haydens Familie hat mich zu Beginn etwas verwirrt, sehr viele Menschen mit vielen Namen, die ich mir nicht alle merken und zuordnen konnte. Doch ich weiß von D. B. Granzows Weihnachtsgeschichte, dass er Großfamilien liebt und hatte mich schon auf so etwas eingestellt. Eine Antwort fehlte mir aber zum Schluss, eine Person, die zu Beginn eine so große Rolle in Haydens Leben spielte und von der ich gerne gewusst hätte, ob sie noch da ist oder nicht. Ohne zu spoilern schwierig, aber ich denke, wer es selbst gelesen hat, weiß, von wem ich spreche.

Fazit
Raubzug des Phoenix ist das Debüt des Autoren und als solches ein solider Anfang zu einer vielversprechenden Trilogie. Meiner Meinung nach hätte dem Buch ein wenig "Nip & Tuck" im Rahmen eines ausführlichen Lektorats gut getan, etwas straffer und weniger ausholend erzählt, wären die actionreichen Szenen einfacher zu lesen gewesen. Ich werde die Reihe weiter im Auge behalten und rate jedem, der Dystopien und Geschichten, in denen es ums Überleben geht mag, dem Buch eine Chance zu geben.

Band 2 der Reihe soll unter dem Titel "Aschenkind" im November/Dezember 2016 herausgegeben werden. 

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Tags: d. b. granzo, dystopie, fantas, raubzug des phoenix   (4)
 

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

glitzerkram, mara winter, lustig, single, charmant

Glitzerkram

Mara Winter
Flexibler Einband: 266 Seiten
Erschienen bei Feelings , 13.05.2016
ISBN 9783426215616
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover verspricht, was der Inhalt hält. Man erwartet nicht umsonst eine turbulente Geschichte mit einem guten Maß an Humor und Chaos. Denn jedes Girlie braucht hin und wieder Glitzerkram.

Das Leseerlebnis
Normalerweise ist Chicklit nicht mein Genre, ich habe daher nicht viel Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Büchern dieser Art. Das hat mich aber nicht daran gehindert, mit Noreen mitzuleiden, als ihre Welt von heute auf morgen komplett Kopf steht, weil ihr langjähriger Freund sich nicht bereit erklärt, ihre bis dahin störungsfreie Beziehung ernsthafter anzugehen. Mit einem gehörigen Schuss Sarkasmus, Ironie und Humor selbst in den traurigsten Momenten begegnet Noreen ihrem Schicksal, unterstützt von ihren Freundinnen Simone und Steffi und ihrem etwas verplanten Bruder Philipp. Während ihre Freundinnen ganz andere Strategien haben, mit den Wirren des Lebens klar zu kommen, verliert sich Noreen in den Ratschlägen anderer und sucht nach dem "richtigen" Weg, erwachsen zu werden. Doch wie sehr muss man sich verbiegen, wie sehr sollte man sich verstellen, nur um es allen Recht zu machen? Am Ende lernt Noreen, dass es für alles mehr als einen rechten Weg gibt und findet heraus, dass Glitzerkram nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch eine Lebensstrategie sein kann. Ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen, es eignet sich perfekt als Lektüre für zwischendurch, in der Bahn, am Strand, im Wartezimmer, in der Pause. Die Geschichte lässt sich leicht dort fortsetzen, wo man sie unterbrochen hat und sorgt für spritzig-leichte Ablenkung.

Fazit
Glitzerkram hat mich sehr oft zum Lachen gebracht. Ich liebe die bissige Selbstironie von Noreen, in der sogar ich, die ich eigentlich nie so das typische Mädchen war, mich wiederfinden konnte. Mara Winter treibt die Macken der Menschen, denen wir im Alltag begegnen so gekonnt auf die Spitze, dass der aufmerksame Leser von Kollegen über Vorgesetzte, Familienangehörige und flüchtige Bekanntschaften alle irgendwie wiedererkennt. Mit ihrem feinen Gespür für treffende Situationskomik lässt sie ihre Protagonistin Noreen denken, wie wir alle denken würden oder manchmal gerne auch reden würden.  

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Tags: charmant, chicklit, liebesroman, selbstironie   (4)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

genmanipulation, all age, 2016, urban fantasy, fantasy

Lelana: Sie kämpft um ihr Leben. Sie kämpft um Macht.

Marcus Johanus
E-Buch Text: 50 Seiten
Erschienen bei BoD E-Short, 07.04.2016
ISBN 9783839107188
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Eindruck

Die Auswahl des finalen Covers habe ich auf Facebook miterleben dürfen und ich bin vom Ergebnis begeistert. Professionelle Optik, moderne Effekte und leserliche Schrift machen es für mich zu einem Hingucker, der mich auch im Buchladen danach hätte greifen lassen. 

Das Leseerlebnis
Lelana ist die Vorgeschichte zu Marcus Johanus Thriller „Tödliche Gedanken“ und nach dem Lesen kann ich vorwegnehmen, dass die Aussage, sie könne auch für sich gelesen werden, stimmt. Ich habe „Tödliche Gedanken“ (noch) nicht gelesen, das Buch liegt aber spätestens seit ich Lelana kenne, auf meinem SuB, denn die Novelle macht Lust auf mehr. Für mich war es der erste Ausflug in die Welt eines paranormalen Thrillers, die ich bislang eher in Form von TV-Serien kenne. Und ich muss sagen, dass sich dadurch meine Genrewahl erweitert hat.

Der Einstieg fällt aufgrund der hohen Spannung, die mit den ersten Zeilen bereits vorhanden ist, extrem leicht. Sofort will man wissen, was mit Lelana geschehen ist und wie sie in diese Situation geraten ist. Obwohl letzteres nicht wirklich aufgelöst wird, kann sich der aufmerksame Leser eine eigene Meinung zu ihrer Vergangenheit bilden und erfährt im Folgenden von dem geheimnisvollen Projekt eines mysteriösen Wissenschaftlers. Im Ergebnis präsentiert sich eine Story, die wie eine Mischung aus X-Men, Dark Angel und Dollhouse anmutet. Alles Filme und TV-Serien, die ich mit Begeisterung verschlungen habe. Und all das spielt sich vor der eigenen Haustür ab, in Berlin, was dem Buch einen besonderen Reiz verleiht.

Die Geschehnisse im Verlauf der Story passieren Schlag auf Schlag, der Machtkampf zwischen Lelana und ihrer Konkurrentin erfährt seinen Höhepunkt bei einem Einsatz, in dem es um Leben und Tod geht. Von der ersten bis zur letzten Zeile hofft und bangt der Leser mit ihr, erleidet ihre Schmerzen, stellt sich die gleichen Fragen wie sie. Und am Ende bleibt man mit dem Verlangen zurück, noch tiefer in diese Welt einzusteigen, was ja dank des Hauptbuches „Tödliche Gedanken“ problemlos möglich ist. 

Fazit 
Lelana ist als knapp 50seitige Novelle eine geeignete Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag und erhält von mir eine definitive Leseempfehlung für alle, die der Realität gerne entfliehen und in eine Welt voller Geheimnisse und paranormaler Fähigkeiten eintauchen. 

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(23)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, sagen, fantasy, stella jante, irland

Die Geschichtenerzählerin 1

Stella Jante
E-Buch Text: 519 Seiten
Erschienen bei null, 11.06.2014
ISBN B00KXVYTNA
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Eindruck

Das Cover besticht mit außergewöhnlichen Farben, die eine Szene darstellen, die im Buch so oder so ähnlich tatsächlich vorkommt. Der Klappentext verspricht Realität und Visionen miteinander zu verweben, das macht neugierig! 


Das Leseerlebnis

Alpine Sagengestalten - ein Gebiet, auf dem ich mich überhaupt nicht auskenne - und irische Mythen werden in diesem Buch gekonnt miteinander vermischt und ergeben ein großes Ganzes, das so durchaus Sinn macht. Die Anderswelt, in die es die Protagonistin Mena in ihren Visionen immer wieder unvermittelt hineinzieht, ist gleichzeitig vertraut und unbekannt, beängstigend und inspirierend. Mena stellt bald fest, dass sie diese Welt sogar zu einem gewissen Grad beeinflussen kann. Insbesondere die Tatsache, dass sie in schöner Regelmäßigkeit in bedrohliche Situationen gerät, die teilweise lebensbedrohliche Ausmaße annehmen, führt dazu, dass sich Mena ihren Traummann Kinnon zur Rettung herbeisehnt. Und als er tatsächlich auftaucht, ist er am Ende so real, dass auch ihre eigene Realität auf den Kopf gestellt wird. Als Leser fiebert man mit Mena mit, erleidet ihre Verletzungen, kämpft gegen schlimmes Gift und verliebt sich wie sie in den Mann, der ihr zur Hilfe eilt.


Mena und Kinnon haben eine magische Verbindung, an der man als Leser sowohl in ihrer Realität als auch in der Anderswelt Anteil nehmen darf. Ich persönlich hätte mir fast mehr Szenen in der fantastischen Anderswelt gewünscht, denn die Fantasie der Autorin fesselte mich mit einer Mischung aus Fabelwesen und Mythen, von denen ich gerne mehr gehört hätte. Die Szenen in der Realität spiegeln eine halbwegs "normale" Liebesgeschichte wieder, in der sich Mena und Kinnon immer besser kennen- und lieben lernen. Die beiden werden mit ganz normalen Problemen eines jungen Liebespaares konfrontiert, doch immer wieder spielt auch die Anderswelt mit ihren eigenen Gesetzen mit hinein. Wer Liebesromane mag, wird dieses Buch lieben. Wer Märchen mag, wird es nicht mehr aus der Hand legen wollen. Und wer beides miteinander vermischen möchte, wird schlaflose Nächte mit diesem Buch verbringen. Kinnon, der stets zur Stelle ist, seine Mena aus jeglicher Gefahr zu retten, ist spätestens nach der ersten Begegnung in der Wirklichkeit auch der Traummann jeder Leserin und ist man erst mal in ihn verliebt, legt man das Buch nicht mehr fort. 


Interessant fand ich die Tatsache, dass ich von den südtiroler Sagengestalten noch nie gehört hatte, während man durch TV und Kino ihre irischen Counterparts in der Regel doch schon kennt oder zumindest mal von ihnen gehört hat. Das Nörggele oder die Saligen habe ich zum ersten Mal im Leben getroffen und ich bin gespannt, was sie in den kommenden Bänden noch von sich offenbaren werden. 


Fazit

Das Buch "Die Geschichtenerzählerin" hat mich so ziemlich von Anfang an gefesselt und trotz meiner ganz persönlichen Langsamkeit beim Lesen nie ganz verlassen. Ich konnte auch nach großen Pausen wieder problemlos einsteigen. Die Tatsache, dass wir viel über Kinnons und Menas Vergangenheit erfahren, macht neugierig darauf, was die Autorin mit den beiden in den folgenden zwei Bändern noch vor hat. Der erste Band hat uns die Protagonisten jedenfalls ausführlich vorgestellt und neugierig auf ihren gemeinsamen Weg gemacht. 


Das einzige, was mir noch ein wenig gefehlt hat, war ein größerer Zusammenhang der einzelnen Visionen, die bislang noch sehr allein standen. Jede Vision war in sich abgeschlossen, das Problem für die Geschichtenerzählerin Mena immer ein anderes, das sie mehr oder weniger per Zufall löste, um dann zurück in die Realität zu kommen. Ein roter Faden zog sich vor allem durch die Liebesgeschichte in der Realität, einer, der sich durch alle Visionen zieht, hätte hier vielleicht für zusätzliche Spannung gesorgt. Da es sich aber um das erste Buch einer Trilogie handelt, nehme ich an, dass sich dies noch steigern wird.

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Tags: irland, liebe, mythos, sagen   (4)
 

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kernstaub, ngaja, a'en, marie graßhoff, ebook

Kernstaub

Marie Graßhoff
E-Buch Text: 1.098 Seiten
Erschienen bei null, 13.05.2014
ISBN B00KASLHA4
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der erste Eindruck
Das Cover trägt, wie alle Werke der Autorin, den ganz besonderen Marie Graßhoff Look in die Welt. Es ist düster, geheimnisvoll und offenbart kaum etwas von der gewaltigen Geschichte im Inneren des Buchs. Ich würde im Buchladen jederzeit danach greifen und am Inhalt interessiert sein. Die Autorin gestaltet ihre Cover übrigens selbst, was ihr, wie scheinbar alles, was sie anpackt, mühelos gelingt.

Das Leseerlebnis
Vorab: Ich bin eine langsame Leserin, da ich mir die Zeit zum Lesen von der Zeit fürs Schreiben, Arbeiten und alle anderen Verpflichtungen mühsam abknapsen muss. Normalerweise lese ich in der Badewanne, in der U-Bahn und in Wartezimmern, also immer mal nur eben zwischendurch. Doch dafür ist dieses Werk nicht geschaffen. Wer Kernstaub lesen will, der muss sich Zeit dafür nehmen, voll und ganz dabei sein und jeden Satz aufmerksam lesen. Denn schon bald merkt man, jeder Satz ist mit Bedacht geschrieben. Jeder. Einzelne. Satz. Auf jeder einzelnen der fast 900 Seiten.

Die Autorin benutzt eine bild-gewaltige Sprache, die eher philosophisch als unterhaltend klingt. Sie schreibt nicht mit Buchstaben, sondern malt mit Worten, und das in allen Farben des Universums. Ein solches hat sie in ihrem epischen Werk, das der erste Band einer umfangreichen, bis ins Detail geplanten Reihe ist, erschaffen. Atemberaubend und beeindruckend beschreibt sie in wortgewandter Manier eine Welt, die sich nach und nach vor unserem inneren Auge aufbaut und nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird. Wenn Marie eine Szenerie beschreibt, ist man mitten drin, sieht mit eigenen Augen, was sie sieht.

Manchmal fiel es mir schwer, den verschwurbelten Text zu verstehen, viele Stellen musste ich zweimal lesen, die, die ich überlas, weil ich unkonzentriert war, fehlten mir später an anderer Stelle und ich musste zurückblättern. Auch wenn mir der Schreibstil oft langatmig vorkam, so hatte die Autorin dabei immer einen Plan. Es gibt Kapitel, in denen scheinbar nichts geschieht. Zum Beispiel wenn die Protagonistin in einer ehemaligen Fabrikhalle ahnungslos auf Eingebung wartet und ihre Fähigkeiten trainieren soll. Sie hat keine Ahnung was sie eigentlich tun soll, geht spazieren, isst etwas, schläft viel. Dann ist das Kapitel vorüber und man fragt sich, warum habe ich das gelesen? Doch später stellt sich heraus, es hatte seinen Sinn, zeigte es doch nicht nur die Ahnungslosigkeit der Protagonistin Mara, sondern auch ihre Entwicklung, ihre Gefühle, ihren Werdegang, ihre Machtlosigkeit gegen die Fügungen des Schicksals.

In der ersten Hälfte des Buches wurde mir persönlich zu oft geschmunzelt. Ich gebe zu, ich hätte wenigstens jedes zweite Schmunzeln gerne gestrichen, denn manchmal hatte ich das Gefühl, es wird zu falschen Momenten geschmunzelt Es erschien manchmal einfach unpassend, wäre glaubhafter als ein Grinsen oder Lachen gewesen. Ich bin nicht sicher, ob es sich bei dem Wort um eine der den meisten Autoren bekannten Fallen handelt, ein bestimmtes Wort oder Redewendung gerne und häufig immer wieder und auf verschwenderische Art und Weise zu verwenden. Irgendwann ließ das ganze Schmunzeln dann auch nach und tauchte nicht wieder auf.

Die Protagonistin Mara ist ein ängstlicher, schwacher Charakter, die oft genauso unwissend in die Situationen gerät, wie der Leser mit ihr. Manchmal ist sie mir zu weinerlich, zu passiv, doch auch hier möchte ich nicht urteilen, denn ich glaube, dass die Autorin damit etwas bezweckt und sich der wahre Grund in den Folgebänden noch herausstellen wird. Hin und wieder erhascht der Leser einen Blick auf die starke N'gaja, die Seele, die Mara schon seit vielen Tausend Jahren ist. Sie ist stark, nahezu grausam und egoistisch, ganz anders als die schüchterne, verängstigt wirkende Mara, die sie in diesem Leben ist. Und irgendwie müssen diese beiden Persönlichkeiten eine Einheit ergeben, müssen sie sich nach dem großen Vergessen aneinander gewöhnen.

Fazit
Kernstaub - Über den Staub an Schmetterlingsflügeln ist kein Buch für zwischendurch. Wer es liest, sollte sich ganz darauf einlassen und keine Angst vor dicken Büchern haben. Das Ende ist überraschend und bedeutet doch nur einen neuen Anfang. Den perfekten Einstieg für den im August 2016 zur Veröffentlichung anstehende zweiten Band mit dem Titel "Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen". Auch wenn ich wieder neun Monate brauchen werde, dieses Buch zu lesen, ich werde es lesen. Es ist jede Anstrengung wert!

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Tags: dystopi, ein episches werk, kernstaub, science fantasy, sci-fi   (5)
 

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vegan, humor, ellen berg, roman, liebe

Alles Tofu, oder was?

Ellen Berg
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.05.2015
ISBN 9783746631288
Genre: Humor

Rezension:

Als Veganer(-in) stößt man im Alltag immer wieder auf Probleme, die sich diejenigen, die sich mit dem Thema Veganismus noch nicht auseinandergesetzt haben, gar nicht vorstellen können. Oft auch nicht wollen. Viele Veganer werden dabei zu "Kampfveganern", die ihr Umfeld wenn möglich im Schnelltempo veganisieren wollen und ihre eigene Lebenseinstellung auf alle anderen zu übertragen versuchen. Und das führt - auch im Leben außerhalb eines Romans - immer mal wieder zu Problemen. Dieses Buch nimmt genau das auf die Schippe, Dana, eine Hardcore-Veganerin, die selbst Kakerlaken lieber als Haustiere hält statt sie in der Wildnis sich selbst zu überlassen, möchte ihre Familie und Freunde am liebsten komplett veganisieren. Doch deren Verständnis für ihr Ansinnen bewegt sich zwischen totaler Ablehnung und wohlwollendem Kopfschütteln. Da ist ihr Ex, dessen knackige Sprüche durch das ganze Buch immer wieder zum Lachen bringen, die man als Veganer aber auch so oder in der Art schon oft gehört hat. Dann ist da ihr Vater, dessen wohlwollend gemeinte Vorträge über den Unsinn seiner Tochter für jeden, der die vegane Lebensweise adaptiert hat, nichts unbekanntes sind und da ist ihre kleine Tochter, die zwar tut, was Mama sagt, die Idee hinter dem Ganzen aber eben doch noch nicht so ganz verinnerlicht. Im Laufe des Buchs entdeckt Dana, dass es manchmal zu mehr Erfolg führt, Kompromisse einzugehen und dass Freundschaften und Familie nicht aufgrund der veganen Lebensweise gefährdet werden müssen. Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Humor und genügend Selbstironie, von der ich hoffe, dass auch Veganer(-innen) sie verstehen werden. Ich habe mich des öfteren wiedererkannt und das Buch in einem Rutsch durchgelesen. 

Und ich habe jetzt Lust, das Liebesmenü von Dana und Hung Tai auszuprobieren, die Rezepte dazu als Bonus zum Buch hätte ich glatt nachgekocht. ;) 

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Tags: roman, vegan   (2)
 
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