Leserpreis 2018

Monika58097s Bibliothek

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Die Stimme des Schöpfers

Titus Müller
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 18.06.2018
ISBN 9783957345271
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer schon einmal im Alten Testament gelesen hat, der weiß, wie spannend die dort niedergeschriebenen Ereignisse und Geschichten sein können. Personen und Geschichten sind faszinierend, sie sind spannend, mitunter sind sie sogar sehr brutal. 

Titus Müller hat in seinem Buch einige der niedergeschriebenen Ereignisse aufgegriffen. Er hat eine Geschichte drumherum geschrieben. Da ist die Schöpfung, der Sündenfall. Da sind Kain und Abel, die Flut, Abraham und Mose, David und Batseba. All diese Personen bekommen in den Geschichten von Titus Müller ein Gesicht, sie werden lebendig. 

Titus Müller kann es einfach: Allerbeste Erzählkunst! Er schreibt einfach großartig. Er fesselt mit seinen Worten, entwickelt einen unheimlichen Sog.

"Die Stimme des Schöpfers" - wahnsinnig spannend. Man liest, ist begeistert und es wächst das Verlangen, dass aus den kurzen Erzählungen ganze Geschichten werden, spannende historische Romane. 

Ein wunderbares Buch, auch für alle, die sich sonst nicht für das Alte Testament interessieren!


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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Sommer in Super 8

Anne Müller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.08.2018
ISBN 9783328600152
Genre: Romane

Rezension:

Schallerup, ein fiktiver Ort in den 70er-Jahren an der Ostsee. Hier wohnt Clara mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern. Eine typische Landarztfamilie, wie man sie vielleicht auch aus dem Fernsehen kennt. Eine Familie, die Ausflüge ans Meer macht. Eine Familie, die Zuhause gemeinsam musiziert. Der Vater, der Landarzt, der jede Bewegung der gemeinsamen Freizeit auf Super 8-Filmen zu bannen scheint, aber auch der Vater, der immer wieder mit anderen Frauen anbandelt. Clara liebt ihren Vater sehr, sie sorgt sich aber auch um ihn, weil er immer mehr dem Alkohol zuzusprechen scheint. Ihre Sorgen sind begründet, doch dann spitzt sich die Lage dramatisch zu.

"Sommer in Super 8" - wer in den 70er-Jahren aufgewachsen ist, wird sich beim Lesen auf eine Zeitreise begeben. Seien es Lieder, seien es typische Produkte der damaligen Zeit. Man erkennt alles und auch sich selbst ein bisschen wieder. 

Die Geschichte ist unterhaltsam, doch richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Als Leser schaut  man hinter die Kulissen der scheinbar perfekten Landarztfamilie, doch da sind auf einmal die finanziellen Probleme, die Konkurrenz, mit der Claras Vater nicht zurechtkommt und die ihn in die Alkoholsucht zu treiben scheint. Ein gutes Thema, ein wichtiges Thema und sicherlich auch manchmal sehr bewegend im Buch beschrieben, doch mir persönlich fehlte das gewisse Etwas. Claras Mutter, ihre zahlreichen Geschwister, sie blieben eher farblos. Das Ganze dann eher geschrieben wie ein Jugendbuch. 

Es ist eine Geschichte, von denen viele schon begeistert berichtet haben, doch es ist nicht mein Buch. 

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Das Herrenhaus im Moor

Felicity Whitmore
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 30.11.2018
ISBN 9783423217637
Genre: Romane

Rezension:

Laura Milton ist fest davon überzeugt, dass ihr Mann Frank nicht einfach bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Er ist ermordet worden, doch niemand will ihr Glauben schenken. Wer war die Gestalt, die sie an seinem Auto gesehen hatte an ihrem letzten gemeinsamen Abend, der jedoch mit einem Streit endete? Laura gibt sich seitdem eine Mitschuld am Tod ihres Mannes. Hätten sie nicht gestritten, wäre er sicher noch am leben.

Als sie in seinen Unterlagen einen anonymen Brief an ihn mit einer Warnung entdeckt, packt sie ihre Sachen und fährt nach England - Franks Heimat, von der er ihr nie erzählt hat. Angekommen im englischen Exmoor, begibt sich Laura auf  Spurensuche, doch dort stößt sie nicht nur auf Geheimnisse ihres Ehemannes, sondern auch auf die unglaubliche Geschichte der Lady Victoria Milton. 

"Das Herrenhaus im Moor" - eine Geschichte mit einer ungewöhnlichen Anziehungskraft! Dieses Buch fesselt und begeistert. Es ist so spannend, das man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung  pur! 

Mitreißend und authentisch erzählt die Autorin die Geschichte der Lady Victoria Milton, die kurz, bevor sie ihr Erbe antreten konnte, von ihrem Vormund in ein Irrenhaus für Frauen gesteckt wurde - Lynebrook Hall. Ein Haus, in das unschuldige und gesunde Frauen eingewiesen wurden, weil sie ihren Familien im Weg standen. 

Keine der Frauen, die unerträgliche Qualen und Folter über sich ergehen lassen mussten, haben das Haus lebend verlassen. Nur eine schafft es, Victoria. Doch, als sie sich nach Jahren dazu entschließt, wieder ein normales Leben unter Menschen zu führen, holt die Vergangenheit sie ein, eine Vergangenheit, die ihre Spuren bis in die Gegenwart hinterlässt. 

"Das Herrenhaus im Moor" - eine großartige Geschichte, die durch ihre überraschenden Wendungen nie an Spannung verliert. Der Schreibstil ist bildgewaltig, frisch und lebendig. Ein großartiges Lesevergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mich hat man vergessen

Eva Erben , Nathan Jessen , Mirjam Pressler
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 05.12.2017
ISBN 9783407789563
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Von einem Tag auf den anderen ist es vorbei mit dem beschaulichen Leben. Die elfjährige Eva wird zusammen mit ihren Eltern nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert. Ihre Eltern werden ermordet. Eva überlebt, weil sie sich in einem Heuhaufen schlafen gelegt hat, der stark nach Kuhdung gerochen hat. So war sie für die Suchhunde nicht aufspürbar. Eva überlebt als Einzige ihrer Familie. Tschechische Bauern finden sie und kümmern sich liebevoll um das völlig abgemagerte Mädchen. 1949 wandert Eva nach Israel aus, um dort mit ihrem Mann ein neues Leben zu beginnen. 

Eva Erben hatte eigentlich nie vor, ihre Geschichte zu erzählen, bis ihr Sohn von der Schule nach Hause kommt mit der Bitte der Lehrerin, von den damaligen Ereignissen vor der Klasse zu erzählen. 

Entstanden ist ein Buch der Erinnerung. Erinnerungen eines einst jungen Mädchens, das alles verloren hat und nur durch einen Zufall überlebt hat. Ihren Mann Peter kennt sie noch aus dem KZ Theresienstadt. Sie treffen sich zufälligerweise wieder, verlieben sich und heiraten. Ihre Kinder wissen lange Zeit nichts von Peters und Evas furchtbarer Vergangenheit. Wie so viele Überlebende des Holocaust, wollen Eva und Peter einfach nur ein neues Leben beginnen und aufbauen. Zu schrecklich sind auch die Erfahrungen, die sie gemacht haben. So wie Eva, die zu ihrer Tante ziehen musste, als diese sie gesucht und bei den Bauern gefunden hat. Evas Tante konnte oder wollte nicht glauben, was das Mädchen durchgemacht hat. Die Tante unterstellt ihr, alles nur erfunden zu haben. 

"Mich hat man vergessen" - es ist ein sehr ergreifendes kleines Buch und doch so wichtig in einer Zeit, in der immer mehr vergessen wird. Eine wahre Geschichte, geschrieben für Schüler, doch auch für Erwachsene äußerst empfehlenswert. 

Im hinteren Teil des Buches befinden sich Fotos und ein sehr interessantes Interview mit Eva Erben. 

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204 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Die Schokoladenvilla

Maria Nikolai
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.10.2018
ISBN 9783328103226
Genre: Historische Romane

Rezension:


Judiths Vater ist Schokoladenfabrikant in Stuttgart. Schokolade, das ist auch die große Leidenschaft der jungen Frau. So oft sie es einrichten kann, verbringt sie ihre Zeit in der Fabrik und tüftelt an neuen Schokoladensorten. Nur zu gerne würde sie später die Fabrik ihres Vaters übernehmen, doch der hat ganz andere Pläne mit seiner Tochter. Um das vorübergehend finanzschwache Unternehmen zu retten, erhofft er sich für sie eine vorteilhafte Heirat mit einem Bankierssohn. Judith ist mit dessen Schwester befreundet, doch den jungen Mann kann und will sie nicht heiraten. Sie denkt da viel eher an den charmanten Max, der sie bisher kaum beachtet hat. Hingezogen fühlt sie sich auch zu dem jungen Victor, der wegen einer Ehrensache inhaftiert war, doch niemals würde ihr Vater so eine Verbindung zulassen! Wird es der jungen Frau dennoch gelingen, ihr Glück zu finden? Diese junge Frau, die ihre Mutter so schmerzlich vermisst, die aber seit Monaten in einem Sanatorium in Riva am wunderschönen Gardasee verweilt.

"Die Schokoladenvilla" - eine Geschichte, in die man sich einfach verlieben muss! Eine Geschichte, bei der man unbedingt das eine oder andere Stückchen seiner Lieblingsschokolade verzehren sollte. Maria Nikolai versteht es mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, den Leser zu verführen. Man liest, ist gefesselt und begeistert. Sie lässt viel Lebensgefühl mit in ihren Roman einfließen. Man fühlt sich in die Zeit versetzt, in der der Roman spielt. Die Geschichte ist mitreißend und atmosphärisch. Diese wunderbare Geschichte lässt einen die Stunden nur so vergessen. 

Wie normal ist es heute, sich einfach etwas aus einem Automaten zu ziehen? Sei es ein Stück Schokolade oder etwas anderes. Damals war das noch eine Sensation und die Begeisterung der tüftelnden Menschen kommt sehr gut herüber. Auch wird dem Leser sehr eindeutig gezeigt, wie die Stellung der Frau zu dieser Zeit war. Was haben wir es doch heute gut!

"Die Schokoladenvilla" - ein wunderbarer Familienroman, der mich restlos begeistert hat. Nun warte ich sehnsüchtig auf Band II!

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Marienfelde

Corinna Mell
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 27.12.2018
ISBN 9783426306413
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Sonja muss dem Willen ihrer Eltern folgen und eine sogenannte Bräuteschule besuchen. Ein Internat, auf dem ein junges Mädchen lernt, wie man dem Ehemann den Haushalt ordentlich führt. Viel lieber würde Sonja die Handelsschule besuchen, möchte sie doch später ein eigenes Kosmetikstudio eröffnen. Sie hört auf ihre Oma, die ihr rät, erst die Bräuteschule, damit die Eltern beruhigt sind, dann die Handelsschule. Sonja fügt sich und doch kommt später alles anders als gedacht. 

Sonjas Onkel lebt in Ostberlin. Immer wieder erzählt er ihr von den Vorzügen des Sozialismus, doch als Sonja Zeugin der blutigen Niederschlagungen am 17. Juni 1953 wird, ist sie froh, wieder in den Westen zu können. Bei der Flucht zurück in den Westen, lernt sie die Krankenschwester und Hebamme Ulla kennen, die im Notaufnahmelager Marienfelde arbeitet. Sonja ist fasziniert von deren Arbeit und würde am liebsten auch dort anfangen, doch für sie hat man andere Pläne. 

Jahre später, inzwischen mit ihrem Schwarm Jürgen verheiratet, hilft sie ihrem Onkel, in den Westen zu kommen, der endlich wach geworden ist. Ein Unterfangen, das auch für Sonja und ihre Familie gefährlich werden könnte.

"Marienfelde" - eine Geschichte, ein Zeitzeugnis, das mir zeigt, dass ich sehr froh sein kann, dass ich heute über eigentlich alles frei entscheiden kann und darf. Weder Eltern noch Ehemann bestimmen über mein Leben. Damals war das nicht so. Die Frau durfte nichts ohne die Einwilligung ihrer Eltern oder ihres Ehemannes tun. 

Sehr interessant fand ich die Schilderung der Bräuteschule, auf der junge Mädchen auf ihr Leben als Ehefrau vorbereitet wurden. 

Es ist eine sehr authentische Geschichte aus der Zeit des Mauerbaus. Wer wie ich "drüben" Verwandte hatte, wird  mir zustimmen, dass es der Autorin hervorragend gelungen ist, die damalige Atmosphäre an der Grenze zu schildern. Ich kann mich noch sehr gut an die Ermahnungen und Instruktionen meiner Eltern erinnern, wenn wir wieder einmal die Verwandtschaft im Osten besucht haben. Damals habe ich mir als junges Mädchen kaum Gedanken darüber gemacht. Es war einfach so. Heute interessiere ich mich brennend für diese Zeit. 

Im Roman kommt für mich das Notaufnahmelager Marienfelde selbst viel zu kurz. Ich hatte gehofft, mehr über die Menschen, ihr Leben, ihre erste Zeit dort zu erfahren, hat mein Vater doch selbst dort einige Zeit verbracht als DDR-Exilant. "Marienfelde" ist zwar der Titel des Buches, es dreht sich dann aber doch weniger um das Lager, sondern mehr um die junge Sonja, die auf ihr weiteres Leben als Ehefrau und Mutter vorbereitet werden soll. Anfangs hatte ich beim Lesen auch eher das Gefühl, einen Jugendroman zu lesen. Das ändert sich erst im zweiten Teil. Vielleicht ist es so gewollt, da Sonja im zweiten Teil eine erwachsene Frau ist?

Normalerweise äußere ich mich nicht zum Cover. Dieses hier passt zwar in die Zeit, aber nicht wirklich zum Roman. Auch der Text auf dem Buchrücken passt nicht so wirklich. Sonja möchte zu Beginn gar nicht auf die Bräuteschule. Ehefrau und Mutter möchte sie erst viel später werden. Erst möchte sie einen Beruf erlernen, selbständig sein. Wenn man den Text weiter liest, könnte man auch glatt denken, dass Sonja eine Zeit lang in Ostberlin gelebt hat. Es war jedoch nur ein einziger Tag, an dem sie die Demonstranten unterstützt hat. 

"Marienfelde" - eine Geschichte, die nachdenklich stimmt. Eine Geschichte, die zeigt, wie gut wir es doch heute haben. Dennoch ist es auch eine unterhaltsame Geschichte, die dem Leser das damalige Lebensgefühl näher bringt. Für alle, die die Mini-Fernsehserie "Ku'damm 56" geliebt haben.




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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman

Lorenzo Licalzi
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Eisele eBooks, 22.09.2017
ISBN 9783961615032
Genre: Humor

Rezension:

Pietro Rinaldi ist über 80 und der Meinung, dass er lange genug gelebt hat. Während er noch überlegt, wie er sich am besten umbringen soll, gerät seine Tochter samt Ehemann auf dem Weg nach Paris in einen tödlichen Unfall. Der alte, immer knurrig wirkende Pietro muss sich nun um seinen Enkel kümmern. Den Selbstmord will er um eine Woche verschieben. Erst muss der Junge bei der Verwandtschaft untergebracht werden. Dieser wünscht sich, mit Opas "Göttin" zu fahren, einem Auto, dass die vergangenen Jahre keinen Meter bewegt wurde, doch der alte Wagen springt noch an. Auf vielen und großen Umwegen, bei denen sie fremden Menschen und alten Freunden begegnen, näheren sich die beiden, Opa und Enkel, an. Und auf einmal lernt Pietro, das Leben wieder zu lieben...

"Signor Rinaldi kratzt die Kurve" - es ist eine dieser leisen Geschichten, wie ich sie liebe! Da ist dieser kauzige alte Mann, der nach dem Tod seiner Frau am liebsten alleine ist und der nicht länger leben möchte. Und da ist sein Enkel, der plötzlich beide Elternteile verloren hat. Diego erinnert den alten Mann daran, was sie früher alles zusammen erlebt haben, bis ihrer beider Leben irgendwie auseinander geriet und sie sich nur noch selten gesehen haben. Auf der Fahrt zur Verwandtschaft, die auch von Sid, Diegos Hund, der nicht hört, begleitet wird, nähern sich die beiden wieder an und es wird für beide der Beginn einiger wunderbarer Jahre sein. 

Eine Geschichte zum Verlieben. Ein wunderbarer Roman mit überraschenden Wendungen. Eine Geschichte, so schön, dass man die Stunden nur so vergisst. Eine Geschichte, die berührt und die nachdenklich macht. Ein wunderbares Buch voller Komik, voller Tragik, voller Leben. Für alle, die eher die leisen Geschichten lieben!

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Die Zeit der Kraniche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 515 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.07.2018
ISBN 9783746633565
Genre: Historische Romane

Rezension:

Alle haben so sehr das Ende des Krieges herbei gesehnt, doch für die Gutsfamilie von Mansfeld hat der Schrecken noch immer kein Ende. Kaum konnte Gebhard bei einem Bombenangriff auf Potsdam der Gestapohaft entfliehen, wird er Ende des Krieges von den sowjetischen Besatzern aufgrund Spionageverdachts erneut verhaftet. Frederike, von allen liebevoll Freddy genannt, muss ich abermals ganz alleine mit ihren Kindern durchschlagen. Während des Krieges waren sie wenigstens noch alle zusammen. Die Familie, die Leute, um die sich Gebhard und Freddy immer liebevoll gekümmert haben. Sogar für all die Fremdarbeiter und Flüchtlinge hielten sie immer ein paar Kleinigkeiten und liebevolle Worte parat. Doch nun ist Gebhard abermals in Haft. 

Die Fremdarbeiter sind in ihre jeweilige Heimat zurück gegangen. Dafür wurden ausgebombte Familien aus Berlin und Umgebung auf dem Gutshof einquartiert. Frederike weiß oftmals nicht weiter. Inzwischen ist ihre ganze Familie in den Westen geflohen. Sie wollte auf dem Burghof immer auf ihren geliebten Gebhard warten.

Als die Sowjets ein weiteres Mal vor ihrer Haustür stehen, muss Frederike schnell handeln. Ihr und den Kindern gelingt knapp die Flucht, doch wie geht es nun weiter? Frederike hat gelernt, ein Gut zu leiten, doch wird sie auch in einer Stadt für sich und ihre Kinder sorgen können? Und was ist mit Gebhard? Wird sie ihn bald wiedersehen? 

"Die Zeit der Kraniche" - was für ein grandioser dritter Teil der Ostpreußen-Saga! Es ist die fesselnde und tief bewegende Geschichte der Frederike von Mansfeld, die ich als Leserin schon in den beiden ersten Teilen "Das Lied der Störche" und "Die Jahre der Schwalben" begleiten durfte. Wie schnell sich die Zeiten, das Leben und alles drumherum verändert haben! 

Im dritten Teil hat sich Ulrike Renk selbst übertroffen. Ganz große Erzählkunst! Man fühlt sich ergriffen. Man leidet mit Freddy und ihrer Familie - vielleicht noch ein bisschen mehr, wenn einem klar wird, dass die meisten der Personen tatsächlich gelebt haben. Es ist ein fiktiver Roman und dennoch angelehnt an wahre Begebenheiten, an wahre Schicksale. 

"Die Zeit der Kraniche" - spannend, authentisch. Gänsehaut hatte ich, als sich einer der sogenannten Todesmärsche durch das Dorf schleppte. Meine Mutter hat von diesen Menschen erzählt. Sie hat erzählt, dass sie ihnen als Kinder Wasser und Brotstücke zugesteckt haben, aber erst jetzt wird mir so richtig klar, dass es Menschen der Todesmärsche waren, von denen sie erzählt hat. 

Diese Geschichte berührt, sie macht nachdenklich, sie beschäftigt einen. Ulrike Renk setzt sich sehr einfühlsam mit dem Thema, mit dieser Geschichte auseinander. Sie haucht den Personen Leben ein. Ich sah einen Film, einen tragischen, einen bewegenden Film. 

Für mich ist "Die Zeit der Kraniche" eines der stärksten Bücher meines Lese-Jahres 2018!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Der Gesang des Nordlichts

Heike Fröhling
Flexibler Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 27.11.2018
ISBN 9782919803446
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Vater Gerhard seine Töchter samt Familien nach Schweden in sein Haus einlädt, ist Claudia nicht gerade begeistert von dieser Idee. Sie, die gerade Fuß gefasst hat in ihrem eigenen kleinen Verlag, hat genug andere Dinge um die Ohren. Zudem ist sie schwanger und sie weiß nicht, wie sie es ihrem Mann Holger sagen soll, haben sie doch schon zwei größere Kinder. Wird ein weiteres Kind nicht alles auf den Kopf stellen? Und was wird aus ihrem Verlag? Unzählige Gedanken lassen Claudia nicht zur Ruhe kommen und dennoch will sie ihrem Vater den Wunsch nach einem Familientreffen an Weihnachten nicht abschlagen, hat der alte Herr doch auch Geburtstag. 

Als die drei Schwestern aufeinander treffen, ist alles wie immer. Alltägliche Streitereien, Neid und Enttäuschungen stehen auf der Tagesordnung, doch die weiße Welt rund um das schwedische Haus mit dem zugefrorenen kleinen See scheint alle zu verändern und endlich werden sie auch erfahren, welches Geheimnis der Vater schon so ewig lange mit sich herumträgt. 

"Der Gesang des Nordlichts" - eine Geschichte, die fesselt und begeistert. Heike Fröhling entführt den Leser diesmal ins winterliche Schweden, hinaus in ein Haus am See. Erinnerungen an vergangene Zeiten werden in den Protagonisten geweckt. Sie lachen miteinander, sie streiten miteinander. Sie fahren Schlittschuh auf dem See. Eine bunte Familie, bei der man sich trotz aller Streitigkeiten nur zu gerne mit an den Tisch setzen würde. 

Sehr mitreißend erzählt Heike Fröhling die Geschichte von Vater Gerhard, der einst im Krieg nach Schweden kam und sein größtes Geheimnis bisher für sich behalten hat. Was mag für eine Geschichte dahinter stecken? Ob es Gerhard gelingt, seine Geschichte seinen Kindern und Enkelkindern zu erzählen, die so tragisch und aufwühlend ist?

Vor dem inneren Auge des Lesern läuft ein Film ab. Man ist dabei in Schweden, hört Gerhard zu. Man ist dabei, wenn Claudia an ihrer eigenen schwierigen Situation verzweifelt. 

"Der Gesang des Nordlichts" - ein wunderbarer, zu Herzen gehender Familienroman, der mich restlos begeistert hat! Und wann könnte man diesen schönen Roman besser lesen als jetzt? 

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212 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

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Die kleinen Wunder von Mayfair

Robert Dinsdale , Simone Jakob
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226728
Genre: Romane

Rezension:


Wir schreiben das Jahr 1906. Die fünfzehnjährige Cathy ist schwanger. Ihre Eltern verlangen von ihr, dass sie ihr Kind in einem Heim für unverheiratete Frauen zur Welt bringt. Danach kann sie wieder zurück nach Hause kommen - ohne Kind, doch Cathy will das nicht. Sie möchte ihr Kind unbedingt behalten. Da sticht ihr eine Zeitungsanzeige ins Auge. Eine Stellenanzeige, die umkreist wurde, doch von wem? Gesucht wird eine Hilfe für Papa Jacks Emporium. Cathy kann sofort anfangen und sie kann sogar im Emporium wohnen.

 Einige Zeit geht es gut, doch dann wird ihre Schwangerschaft entdeckt. Ausgerechnet von Kaspar, dem älteren der beiden Godman-Brüder. Die beiden verlieben sich jedoch ineinander und Kaspar versteckt Cathy in einem Spielhaus, das von innen viel, viel größer ist als es von außen den Anschein hat. Hier bleibt Cathy auch nach dem weihnachtlichen Verkaufsrausch. Wenn die ersten Schneeglöckchen blühen, hört der Verkauf auf und Jekab Godmann und seine beiden Söhne widmen sich wieder ihren Erfindungen für die nächste Saison. 

Mit Cathy ist es wie mit ihren Erfindungen. Auch Emil möchte Cathy erobern. Er befindet sich im stetigen Zweikampf mit seinem Bruder, doch Emil scheint die wahre Magie zu fehlen. Dabei hat er doch wunderbare Holzsoldaten geschaffen, die alle Kinder lieben.

Der Erste Weltkrieg beginnt. Emil meldet sich freiwillig, wird jedoch wegen Untauglichkeit nicht genommen. Sogar darin ist sein Bruder besser. Der wird sofort an die Front geschickt. Cathy versucht mit ihrer Tochter Martha, allein zurecht zu kommen. Sie richtet sich ein in ihrem Leben zwischen Papierwäldern, Ballerinen aus Holz, Spielzeugsoldaten und Patchworktieren. 

Als Kaspar aus dem Krieg zurück kommt, ist er ein gebrochener Mann. Seine Seele ist zutiefst verletzt. Niemand scheint ihm helfen zu können. Und er trifft die Entscheidung, dass es von Stund an keine marschierenden Holzsoldaten mehr im Emporium geben wird. Nun beginnt ein weiterer Krieg zwischen den Brüdern. Die Holzsoldaten kämpfen plötzlich nicht mehr. Sie ziehen sich gegenseitig auf. Wie kann das sein? Was ist passiert? Und auf einmal sind sie überall. Unter dem Boden, in den Wänden, Tag und Nacht. Wer kann ihnen Einhalt gebieten? Und dann eines Tages, ist Kaspar verschwunden. 

"Die kleinen Wunder von Mayfair" - eine wahrhaft magische Geschichte! Oftmals war ich hin- und hergerissen. Manche Passagen waren mir zu phantastisch, wenngleich ich mir immer alles genau vorstellen könnte. Explodierende Papierwälder, lebendiges Spielzeug. Wer kann sich da nicht an seine eigene Kindheit erinnern? In meiner Phantasie wurden Puppen und Kuscheltiere auch lebendig, führten ihr eigenes Leben. Manches Mal erscheint es mir im Roman als wäre es zu viel und doch konnte ich nicht aufhören zu lesen. 

"Die kleinen Wunder von Mayfair" - auf alle Fälle ein Roman, der mich fasziniert hat, der aus der Masse heraussticht. Ein außergewöhnlicher Roman, wie ich ihn vergleichbar noch nie gelesen habe. Manchmal ist es verstörend, aber immer großartig. Robert Dinsdale schreibt bildhaft. Seine Geschichte ist zwar ungewöhnlich, aber sein Schreibstil äußerst angenehm. Vor meinem  inneren Auge lief immer ein  Film ab. Es ist definitiv ein Buch, das man nicht mehr vergessen wird. Und das Ende gleicht so manche Länge im Buch wieder aus. Aber Vorsicht! Man sollte sich schon einlassen können auf die Reise ins Reich der Phantasie!

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Eines Tages in der Provence

Karine Lambert , Pauline Kurbasik , Uta Rupprecht
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.09.2018
ISBN 9783453292116
Genre: Romane

Rezension:

Wer kennt sie nicht, die kleinen Dörfer in südlichen Gefilden. Fast immer steht in der Mitte des Dorfplatzes ein großer alter Baum. Karine Lambert lässt ihren Roman in einem namenlosen Dorf in der Provence spielen. Im Mittelpunkt steht eine alte Platane. Ein Baum, um den sich vieles im Dorf dreht. Der eine nutzt den Baum zum Klettern, der andere, um den Schatten im Sommer zu genießen. Die einen zum Ausruhen, die anderen zum Betrachten. Alle Dorfbewohner kennen diesen Baum, sind mit ihm groß geworden, doch nun soll der Baum gefällt werden! Ein paar der Bewohner tun sich zusammen. Sie wollen nicht, dass der schöne alte Baum gefällt wird. 

"Eines Tages in der Provence" - ich konnte es kaum erwarten, endlich den dritten Roman der Autorin in Händen zu halten und ihn zu lesen. Ihre beiden Romane "Das Haus ohne Männer" und "Und jetzt lass uns tanzen" haben mich verzaubert. Dies waren Geschichten voller Poesie, voller Liebe. Der vorliegende Roman konnte mich nun wider Erwarten überhaupt nicht überzeugen. Es fehlt der gewisse Zauber. Viele Personen kommen in der Geschichte vor. Sie bleiben jedoch blass. Ich kann sie mir nicht richtig vorstellen. Dass der Baum selbst zu Wort kommt... nun ja. Das ist vielleicht eine nette Idee, aber der Funke springt einfach nicht über. 

Zitat Bucheinband: "Ein wunderschöner Roman, der nach Lavendel und Sommerregen duftet. Dieses Buch tut gut." Weder kommt Lavendel vor, noch Sommerregen. Wie kommt man dann zu so einer Aussage? Ich finde sie irreführend. 

"Eines Tages in der Provence" - leider so gar nicht meine Geschichte. 

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Bevor es Weihnachten wird

Kerstin Hohlfeld
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783548291741
Genre: Romane

Rezension:

Sophia kennt nur ihre Arbeit in der Werbeagentur. Hier will sie groß rauskommen. Sie hat für niemanden mehr Zeit, noch nicht einmal für ihren Freund Lukas, der sie immer so liebevoll umsorgt. Dann steht Weihnachten vor der Tür und Sophia graut es einfach nur davor. Die kitschige Deko bei ihren Eltern, die kalorienreichen Kekse ihrer Oma und dann noch die allgegenwärtige weihnachtliche Gefühlsduselei. 

Beim traditionellen Kaffeetrinken zum 1. Advent lässt Sophia die Familie spüren, wie lästig ihr das alles ist. Als sie dann auch noch ihre neunjährige Nichte zutiefst verletzt, steht sie auf einmal alleine da, doch das wird ihr erst später klar. Niemand meldet sich mehr bei ihr. Als sie dann durch eine dumme Aktion ihren heißgeliebten Job verliert, scheint Sophia den Boden unter den Füßen zu verlieren. Weihnachten scheint sie alleine verbringen müssen, denn nun macht ihr sogar Lukas klar, dass er etwas Abstand benötigt. Er fliegt zu seiner Familie nach Indonesien, um dort die Feiertage zu verbringen. 

Sophia hat nun viel Zeit zum Überlegen und dann rafft sie sich auf, fährt zu ihren Eltern und bittet ihre Mutter, ihr das richtige Weihnachtsgefühl zu zeigen. Nach und nach beginnt sie zu begreifen, was sie sich und ihrer Familie die ganzen Jahre über angetan hat. Erst zögerlich, doch dann mit ganzer Stärke widmet sie sich den Projekten der Familie, der das Nachbarschaftshaus ganz besonders am Herzen liegt. Hier bekommen Leute, die nichts haben, wenigstens einmal die Woche eine warme Mahlzeit. Sophia hilft, wo sie nur kann und auch mit ihrer jungen Nichte kann sie sich wieder versöhnen. Sollte Weihnachten vielleicht doch nichts so übel sein?

"Bevor es Weihnachten wird" - für alle, die Weihnachtsromane lieben! Ich gebe es zu, zu Beginn der Geschichte konnte ich Sophia überhaupt nicht leiden. Ich hätte sie so schütteln können. Ich hätte ihr am liebsten zugerufen "Mensch Mädchen, mach die Augen auf! Dein Job ist nicht alles. Siehst du nicht, was du mit deiner Familie machst?". Doch Sophia wandelt sich und es ist richtig schön, diese langsame Verwandlung als Leser miterleben zu dürfen. 

"Bevor es Weihnachten wird" - eine tiefsinnige Geschichte und großartiges Lesevergnügen! Wer war nicht schon mal von Weihnachten genervt? Wer kann sich immer dem alljährlich auftretenden Weihnachtsstress entziehen? Wie gerne würde ich mich da an den Tisch von Sophias Familie setzen - laut, bunt, chaotisch und durch und durch liebenswert! Dieser Roman ist das perfekte Buch, um sich auf Weihnachten einzustimmen.



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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Auf den Hügeln Roms

Margot S. Baumann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 20.11.2018
ISBN 9782919803071
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ophelias Traum ist in Erfüllung gegangen. Sie hat bei einem Fotowettbewerb eine Reise nach Rom gewonnen! In Rom angekommen, fängt sie sofort damit an, die schönsten Motive einzufangen. Bei der Durchsicht der Fotos fällt ihr die verblüffende Ähnlichkeit einer jungen Frau mit ihrer eigenen Mutter auf, aber das kann doch gar nicht sein. Das nächste Mal begegnet ihr die Frau in Begleitung eines gut aussehenden Mannes. Ophelia beschließt herauszubekommen, wo das Paar wohnt. Durch einen komischen  Zufall erhält sie Zutritt zur Familienvilla der Orsinis, aber nicht nur das! Sie wird - einer Verwechslung sei Dank! - als Hausmädchen eingestellt. Ganz so hatte Ophelia sich ihren Rom-Aufenthalt zwar nicht vorstellt, aber wie sonst soll sie dem Geheimnis auf die Spur kommen? Die Hausherrin sieht schließlich aus wie ihre Mutter in jungen Jahren. 

Cesare, der junge Hausherr, scheint in ihr anfangs wirklich nur das Hausmädchen zu sehen, doch warum spielen seine Gefühle dann Purzelbaum, wenn er der jungen Frau begegnet? Schließlich hilft er ihr sogar, das Familiengeheimnis zu lüften.

"Auf den Hügeln Roms" - sehr unterhaltsam, aber auch geheimnisvoll und spannend. Wie Ophelia auch, möchte man unbedingt wissen, was es mit der Ähnlichkeit zwischen der Mutter und der jungen Adeligen auf sich hat. Eine bezaubernde Geschichte, die den Leser in das pulsierende Rom führt, aber Vorsicht! Beim Lesen entwickelt man den Wunsch, unbedingt selbst einmal nach Rom zu fahren und all die Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, wie Ophelia es im Roman tut. 

"Auf den Hügeln Roms" - erfrischend bunt und heiter und ein garantiert kurzweiliges Lesevergnügen!

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die Frauen der Kamelien-Insel

Tabea Bach
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783404177240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sylvias und Maels größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Endlich sind sie verheiratet. Ein rauschendes Fest wurde gefeiert. Auch Sylvias beste Freundin Veronika war mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter da. Sylvia und Mael sind total verliebt in ihr kleines Patenkind und in beiden erwacht der Wunsch nach einem eigenen Kind, doch Sylvia wird einfach nicht schwanger.

Dann eines Tages erscheint die Pariserin Chloé auf der Insel. Mit dabei hat sie ihren siebenjährigen Sohn Noah, den sie Mael als seinen Sohn vorstellt, doch Noah ist ganz verängstigt und verstört, hat er doch Alain bisher für seinen Vater gehalten, doch der will auf einmal nichts mehr mit ihm zu tun haben. Obwohl Chloé unerwünscht ist auf der Insel, hat sie nicht vor zu gehen. Ganz im Gegenteil. Mit allen Mitteln versucht sie, Mael zurück zu erobern. 

Während Sylvia versucht, um ihre große Liebe zu kämpfen, gelingt es dem alten Pierrick, sich dem verstörten Jungen zu nähern. Er hat Erfahrung damit, denn Mael ist es damals ähnlich ergangen. 

Um den Ausbau der Gärtnerei mit einem Besucherzentrum zu finanzieren, verkauft Sylvia einen nach ihr benannten Kamelienbaum, der unerwartet eine sehr hohe Summe einbringt. Bedingung ist jedoch, dass dieser Baum einzigartig ist, doch dann taucht plötzlich ein Ableger auf und der neue Besitzer des Baumes strebt einen Prozess an. Kann der Jardin aux Camélias gerettet werden? Und wird die Liebe zwischen Mael und Sylvia stark genug sein, um allen Herausforderungen zu trotzen?

"Die Frauen der Kamelieninsel" - was für eine spannende Fortsetzung des Romans "Die Kamelieninsel"! Tabea Bach hat wieder einmal bewiesen, dass sie ihre Leser fesseln und begeistern kann. Meine absoluten Lieblingsfiguren in diesem Roman sind der kleine Noah und der alte Pierrick. Noah, der von seiner Mutter hin- und hergerissen wird, eine Frau, die nur ihre eigenen Interessen im Kopf hat. Und Pierrick, der so wunderbar mit den Menschen umgehen kann. So einen Pierrick möchte man kennen! Aber auch all die anderen, Sylvia, Mael, aber auch die wunderbare Solenn und die ganze Mannschaft der Kamelieninsel, man möchte mit ihnen zusammen in der Küche sitzen und all die leckeren Speisen kosten, die immer wieder gekocht werden. 

"Die Frauen der Kamelieninsel" - eine packende Geschichte und doch sehr romantisch und gefühlvoll. Tabea Bachs Schreibstil ist so frisch, lebendig und bildhaft - man möchte die Koffer packen und sofort in die Bretagne reisen. Ein wunderbarer Liebesroman, ein schönes Buch voller Liebe und voller Leben!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Der magische Adventskalender

Jan Brandt , Daniel Faller
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 16.11.2018
ISBN 9783832183578
Genre: Romane

Rezension:

Jonas Klaasen ist ein Junge, der mit Weihnachten und all den Vorbereitungen zum schönsten Fest des Jahres nichts zu tun haben möchte. Während andere aufgeregt Geschenke besorgen oder die ersten Weihnachtsplätzchen backen, sitzt er am liebsten in seinem Zimmer. Eines Morgens, bevor er zu seiner Schule in Ravenhagen aufbricht, findet er einen Kasten aus Ebenholz vor der Tür. Der Kasten entpuppt sich als Adventskalender, doch die Türchen lassen sich nicht öffnen. Die Türchen sind mit Zahlen und Zeichen versehen und schnell findet er heraus, dass nur derjenige das jeweilige Türchen öffnen kann, der mit diesen Zahlen und Zeichen in direkter Verbindung steht. Jonas ist neugierig geworden. Er möchte das Geheimnis des irgendwie magischen Adventskalenders lösen, doch dazu muss er vor die Tür gehen. Anstatt auf seinem Zimmer zu sitzen, lernt er auf einmal die unterschiedlichsten Menschen kennen. Da ist Herr Bombacher, der Uhrmacher, die Eisnerin  mit ihrem Nackthund, Frau von Kleef aus der Parfümerie und so viele andere. Und wer ist dieser kleine Herr Oppermann, der offenbar im Kalender zu wohnen scheint?

"Der magische Adventskalender" - in 24 Kapiteln erzählt Jan Brandt eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Eine Geschichte, in der sich der anfangs eher mürrische Jonas, der alles für sich behalten will, wandelt zu einem netten Jungen. Wunderschön zu lesen, wie diese Verwandlung von Kapitel zu Kapitel vonstatten geht, wie der Junge Menschen kennenlernt und wie er vor allen Dingen seinen Vater besser kennenlernt, der einmal einen sehr magischen Beruf gehabt habt. Doch was es genau mit dem magischen Adventskalender, all den geheimnisvollen Menschen im Buch und auch was es mit Herrn Oppermann auf sich hat - das müssen Sie schon selbst lesen!

"Der magische Adventskalender" - eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte zum Selbstlesen und Vorlesen. Auf alle Fälle eine Geschichte für jedes Alter, egal, ob jung oder alt. Für alle Menschen, die Weihnachtsgeschichten so sehr lieben wie ich. Wunderschön erzählt, magisch, mit ganz viel Liebe und Fantasie. 

Auf keinen Fall unerwähnt lassen möchte ich die Illustrationen von Daniel Faller. Sie sind einfach wunderbar und vervollkommnen diese zauberhafte Geschichte. Unbedingte Leseempfehlung!

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Liebe Mrs. Bird

AJ Pearce , Silke Jellinghaus
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 25.09.2018
ISBN 9783463400976
Genre: Romane

Rezension:

Emmeline träumt 1941 davon, beim London Evening Chronicle als Kriegsreporterin durchzustarten. Sie bewirbt sich auf eine Anzeige und wird genommen, doch schnell stellt sich heraus, dass sie gar nicht beim Chronicle angestellt ist, sondern bei der "Woman´s Friend". Anstatt vor Ort vom Kriegsgeschehen berichten zu können, darf sie lediglich die Leserbriefe vorsortieren, die Henrietta Bird, die berühmte und ebenso garstige Kummerkastentante beantwortet. Die wenigsten Briefe schaffen es auf Mrs. Birds Schreibtisch. Zu groß sind deren Anforderungen und Anweisungen, welche Briefe überhaupt beantwortet werden. Doch Emmy hat Mitleid mit all den Frauen. Frauen, die unglücklich verliebt sind. Frauen, die sich ihrem Liebsten hingegeben haben, was oft nicht ohne Folgen blieb oder Frauen, die sich einfach etwas Liebe wünschen. Eines Tages fängt Emmy an, diese Briefe im Namen von Mrs. Bird zu beantworten. Sie riskiert dabei nicht nur ihren Job, sondern auch die Freundschaft ihr lieb gewordener Menschen. 

"Liebe Mrs. Bird" - ein faszinierender Roman, der aus der Masse an Büchern heraussticht mit liebenswerten Figuren, die dem Leser sofort ans Herz wachsen. Emmeline, die zusammen mit ihrer besten Freundin Bunty Dienst tut bei der Freiwilligen Feuerwehr. Kein leichter Job, schlagen doch unentwegt die Bomben der Deutschen in London ein. Trotz aller Kriegsgeschehen versuchen die jungen Frauen, sich nicht den Spaß am Leben nehmen zu lassen. Sie gehen aus, sie gehen ins Kino, sie gehen tanzen. Sie lassen sich von Hitler nicht unterkriegen. 

Dreht sich der Roman anfangs fast ausschließlich um Emmelines Arbeit in der Redaktion der Frauenzeitschrift, wird der Leser von Seite zu Seite mehr ins damalige Kriegsgeschehen hinein gezogen. Ständiger Bombenhagel, berstende Häuser, brennende Straßen...

"Liebe Mrs. Bird" - eine raffiniert gestrickte Geschichte, originell und bewegend. Für mich ist dieses Buch eines DER Entdeckungen 2018!

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Das Weihnachtswunder

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783734106316
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der kreative Kopf der Werbeagentur WUNDER ist eigentlich die Sekretärin Kathi, doch ihre Ideen beansprucht immer wieder ihre Vorgesetzte Sybille und Kathi hat einfach nicht genug Selbstbewusstsein, sich zu behaupten. So wird sie immer und immer wieder ausgenutzt. Als ein Auftrag sie mit dem Fotografen Jonas zusammenführt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn, doch Kathi hat keinerlei Hoffnung, dass er genauso empfinden wird. Sie fühlt sich zu dick und zu hässlich. Auf der Weihnachtsfeier der Agentur geht dann auch noch alles schief. Gefrustet und traurig verlässt sie die Feier und will nach Hause eilen. Sie stolpert jedoch über eine Katze und fällt hin, während es ganz dicht am schneien ist. Als sie wieder zu sich kommt, steht Angelo gebeugt über sie. Er stellt sich als ihr Schutzengel vor, der ihr ab sofort mit Rat und Tat zur Seite stehen wird auf der Suche nach dem wahren Glück. 

Das ist die zweite Weihnachtsgeschichte der Autorin und sie ist genauso wunderschön wie "Der Weihnachtswald". Ganz anders, aber genauso bezaubernd. 

Mit Kathi hat Angelika Schwarzhuber eine Figur geschaffen, in der sich viele Frauen wiedererkennen werden. Ein bisschen naiv vielleicht, aber eine Frau, die ständig an sich selbst zweifelt und einfach nicht erkennen mag, was sie tatsächlich wert ist. Eine Frau, absolut liebenswert, die man einfach an die Hand nehmen möchte. 

Ganz wunderbar auch Angelo, der Engel, der noch einmal zurück auf die Erde darf, um ganz speziell Kathi zu helfen. Nur Kathi kann ihn sehen und hören, was natürlich manches Mal für komische Situationen sorgt. Angelo darf Kathi einen Herzenswunsch erfüllen, doch das ist gar nicht so einfach. Ist es vielleicht ein neuer Job? Oder endlich schön und schlank zu sein oder ist es doch etwas ganz anderes?

Absolut gelungen auch ihre Mutter Erika und deren Schwester. Zwei ältere Damen, die eine Kreuzfahrt gewonnen haben und Kathi auch aus der Ferne immer auf Trab halten. Und natürlich Kathis Nachbar, Herr Pham, ein Nachbar, wie ihn sich wohl jeder wünschen würde. 

"Das Weihnachtswunder" - eine Geschichte voller Träume, voller Liebe! Die Geschichte ist einfach bezaubernd. Sie ist aber auch lustig, absolut romantisch und herzzerreißend schön! Das letzte Drittel sollte man unbedingt mit Taschentuch lesen! Nicht, weil es so traurig ist, sondern, weil es einfach so rundum schön ist! 

Absolute Leseempfehlung für alle, die romantische und wunderschöne Weihnachtsgeschichten lieben!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Keinmal werden wir noch wach

Sanne Aswald
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 20.09.2018
ISBN 9783740804190
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ist es wirklich nur ein Kurzschluss, als das Christkind aus Kunststoff eines Tages im Weihnachtswunderland explodiert? Franziska Fellinger, die Chefin des einzigartigen Parks, in dem sich das Jahr alles rund um das Thema Weihnachten dreht, möchte das gerne glauben. Polizei möchte sie auf gar keinen Fall. Das könnte die Besucher, die in heimeliger Weihnachtsstimmung sind, doch schließlich verstören. Als es jedoch nicht bei diesem einen Vorfall bleibt, muss etwas geschehen. Poldi, der Sicherheitschef des Weihnachtswunderlandes zieht seinen früheren Kollegen Schorsch hinzu, der gerade Urlaub hat. Verdeckt ermitteln sie ab sofort im Park. Könnte tatsächlich Tim dahinter stecken, der Sohn der Chefin. Ist er eifersüchtig, weil seiner Mutter die ganzjährige Weihnachtsmarktduselei so unendlich viel bedeutet? Oder steckt der Weihnachtsbaumverkäufer dahinter, der wie Knecht Ruprecht immer mürrisch drein schaut? Poldi und Schorsch nehmen die Ermittlungen auf und erleben dabei so manche Überraschung.

"Keinmal werden wir noch wach" - Ein Weihnachtskrimi, wie für mich gemacht! Eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen, aber auch eine Geschichte, die trotz des Kriminalfalls einstimmt auf die kommende Weihnachtszeit mit ihren vielen Weihnachtsmärkten mit Buden, Lichtern, Gebäck und Glühwein. Unblutig und trotzdem spannend. 

"Keinmal werden wir noch wach" - ein garantiert kurzweiliges Lesevergnügen!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die verlorene Hälfte meines Herzens

Ann O'Loughlin , Sarah Fuhrmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442487424
Genre: Romane

Rezension:

Emmas Vater, der strenge Richter, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist gestorben. Sie kehrt nach Dublin zurück, um sich um seinen Nachlass zu kümmern. Emma hat ihren Vater nur als herzlosen, verbitterten Mann gekannt. Die Menschen, die ihr nun begegnen und ihr von ihm erzählen, beschreiben ihn als einen ganz anderen Mann. Wer war der Richter wirklich? Und warum konnte er ihr seine Zuneigung und Liebe nicht zeigen?

Beim Entrümpeln des Hauses entdeckt sie auch die Hinterlassenschaften ihrer Mutter, der Mutter, die sie nie kennengelernt hat. Koffer voller wunderschöner Kleidung, die Emma direkt in die leeren Schränke hängt. Ihre Mutter muss eine schöne Frau gewesen sein, das was ist wirklich mit ihr passiert?

Emma entdeckt so manches Geheimnis und so erfährt sie auch, dass ihre Mutter einst einen indischen Arzt geliebt hat. Eine Beziehung, die nicht ohne Folgen blieb, doch Grace war bereits mit dem Richter verheiratet. Die eigene intrigante und bösartige Tante witterte einen Skandal und sorgte dafür, dass Grace in eine Anstalt eingeliefert wurde, aus der sie nie wieder entlassen werden sollte. Mit Hilfe eines guten Freundes ihres Vaters macht sich Emma auf, die ganze tragische Geschichte zu erfahren und sämtliche Geheimnisse zu lüften.

"Die verlorene Hälfte meines Herzens" - eine so ganz andere Geschichte, als der eher kitschige deutsche Titel vermuten lässt. "The Judge's Wife", so der Originaltitel, passt einfach viel besser. Es ist die fesselnde und bewegende Geschichte einer Liebe, die im Irland der Fünfziger Jahre nicht sein durfte. Einer Zeit, in der Kinder den Frauen nach der Geburt weggenommen wurden, weil sie sonst einen Skandal ausgelöst hätten. Eine Zeit mit Ereignissen, die uns heute unvorstellbar vorkommen mögen. Menschen, die unter Druck gesetzt wurden, Menschen, die nichts dagegen tun konnten, aber vielleicht auch nicht die Kraft hatten. Andere Zeiten, andere Sitten, andere gesellschaftliche Zwänge. 

"Die verlorene Hälfte meines Herzens" - Diese Geschichte ist unglaublich spannend und birgt etliche Überraschungsmomente. Absolut lesenswert!

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Das Café der kleinen Kostbarkeiten

Jan Steinbach
Fester Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009198
Genre: Romane

Rezension:

Luise ist seit 5 Jahren Witwe. Nun endlich will sie das gemeinsame Versprechen wahr werden lassen, das ihr Mann Hubert und sie sich einst gegeben haben. Sie wollten einmal Weihnachten in Lübeck verbringen. Nun fährt Luise alleine und sie fühlt sich gut dabei. Ihren Hubert hat sie immer dabei, im Herzen und in Form eines Fotos, von dem er ihr immer aufmunternd zulächelt. 

Als ihr Sohn von dieser kleinen Reise erfährt, will er seine Mutter mit allen Mitteln davon abbringen. Luise gehört an Weihnachten schließlich in den Kreis seiner Familie. Er kann nicht verstehen, worum es seiner Mutter wirklich geht. 

In Lübeck angekommen, entdeckt Luise ein kleines urgemütliches Café. Sie erinnert sich, hier schon einmal gewesen zu sein - vor 9 Jahren zusammen mit ihrem Hubert. Hier lernt sie den Zuckerbäcker Ludwig kennen, dem das heimelige kleine Café gehört. Da Luise auch leidenschaftlich gerne backt, kommen die beiden schnell ins Gespräch. Und ist da nicht vielleicht noch ein kleines bisschen mehr zwischen den beiden? Die beiden teilen nicht nur die Liebe zum Backen, sie haben auch ein ähnliches Schicksal erlitten, denn auch Ludwig ist seit Jahren alleine. 

Doch so sehr sich Luise zu Ludwig hingezogen fühlt, da ist auch immer wieder die große Angst vor einem erneuten Verlust. So beschließt Luise, zurück nach Frankfurt zu ihrer Familie zu fahren, doch Ludwig möchte sie nicht gehen lassen. Ob es ihm gelingt, Luise von einem Leben an seiner Seite zu überzeugen? 

"Das Café der kleinen Kostbarkeiten" - Wer Weihnachtsgeschichten liebt, der MUSS dieses Buch einfach lesen. Da führt kein Weg dran vorbei. Und endlich einmal eine Geschichte, in der ältere Menschen im Mittelpunkt stehen. Zwei Menschen, die die  Einsamkeit scheuen und doch Angst vor einer neuen Zweisamkeit haben. 

Dem Buch wohnt ein ganz feiner Zauber inne. Obwohl es schon sehr, sehr lange her ist, dass ich in Lübeck war, schafft es Jan Steinbach hervorragend, das Flair der mittelalterlichen Straßen wiederzugeben. Alles scheint dem Leser vertraut zu sein. Man sieht die Weihnachtsmärkte vor sich, man spürt die Kälte des Wetters, die ersten Schneeflocken. Man riecht die weihnachtlichen Düfte und schmeckt die Köstlichkeiten, die Ludwig in seiner kleinen Backstube zaubert. 

"Das Café der kleinen Kostbarkeiten" - eine warmherzig erzählte Weihnachtsgeschichte. Ein schönes Buch voller Tragik, voller Leben, voller Liebe. Ein kleines Juwel, das hoffentlich ganz, ganz viele Leser finden wird. Es gehört unbedingt in die Kategorie Lieblingsbuch!

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

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Gangsterblues

Joe Bausch
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 12.10.2018
ISBN 9783864930560
Genre: Sachbücher

Rezension:

Hätte man mir vor ein paar Monaten gesagt, dass ich einmal so ein Buch lesen würde, ich hätte abgewunken. Ich? Gangster-Geschichten? NIE!!! Doch dann habe ich Joe Bausch, den viele aus der Serie Tatort kennen, im Fernsehen gesehen. Er sprach über sein Buch, dieses Buch und irgendwie wusste ich sofort, ich muss dieses Buch lesen. 

Es handelt sich hier um 12 Geschichten. Trotz aller Brutalität, die manches Mal vorkommt, behaupte ich, dass all diese Geschichten aus dem Gefängnisalltag und ihrer Insassen kurzweilig sind. Joe Bausch, der in der Justizvollzugsanstalt Werl als Gefängnisarzt arbeitet, versteht es eben, auch zu unterhalten. 

Da sind die ganz Harten, die Brutalen, die Leisen und die Lauten, die Macher, die in sich Gekehrten. Sie alle sind alles andere als harmlos. Sie müssen für lange Zeit hinter Gefängnismauern. Verbrecher, Mörder, Einbrecher, Vergewaltiger. Sie alle haben Zeit im Gefängnis, viel, viel Zeit. Manch einer nutzt sie zum Nachdenken, manch einer, um das nächste große Ding zu planen, sollte er irgendwann einmal wieder die Freiheit genießen dürfen.

Viele ereilt der Gangsterblues. Sie wollen reden. Der Gefängnisarzt ist eine richtige Type. Ihm vertrauen sie. Ihm erzählen sie ihr Leben. Joe Bausch erfährt einiges. Oft fragt man sich als Leser, wie man all diese Geschichten, diese Schicksale wegstecken kann. Er hilft diesen Männern, indem er für sie da ist. Er hört sich ihre Geschichten an. Er ist viel mehr, als "nur" der Gefängnisarzt. 

"Gangsterblues - Harte Geschichten" - 12 in sich abgeschlossene Geschichten, bei denen man so ganz nebenbei einiges aus dem Knastalltag erfährt. Über Strukturen, Hierarchien, ebenso wie Arbeits- und Sportangebote für die Häftlinge. 

Joe Bausch, der Gefängnisarzt, hört ihnen allen zu, dem Gentleman-Einbrecher, der nur bei den Reichen einbricht, weil die gut versichert sind, ebenso, wie dem brutalen Vergewaltiger. Starke Geschichten aus dem Leben gescheiterter Menschen, erzählt von einem wahnsinnig interessanten Mann. Absolut lesenswert!

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147 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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Die Schwestern vom Ku'damm

Brigitte Riebe
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805203371
Genre: Historische Romane

Rezension:

Berlin im Jahre 1945. Endlich ist der grausame Krieg vorbei. Ganz langsam beginnt die Stadt, die in Schutt und Asche liegt, wieder zu leben. Überall packen die Frauen mit an. Sie sind die Frauen der Stunde, die Trümmerfrauen. Die Thalheim-Schwestern sowie ihre Stiefmutter Claire packen mit an. Wer Trümmerfrau ist, bekommt ein paar Kalorien mehr zugeteilt. Kalorien, die alle ganz dringend benötigen. Friedrich Thalheim, der Vater, sowie sein Sohn Oskar, gelten als verschollen. Niemand weiß, ob sie inhaftiert oder tot sind. 

Einst waren sie stolze Besitzer des Kaufhauses Thalheim, ein Haus, dessen Name man kannte in der Stadt. Als Rike, Silvie und die Jüngste, Florentine, vor den Trümmern des einst so prächtigen Kaufhauses stehen, fasst Rike einen Entschluss. Sie will das Kaufhaus wieder zum Leben erwecken. 

Großartige Modekreationen sind noch nicht drin. Die Menschen hungern, haben kein Geld. Zusammen mit ihrer Freundin Miriam, einer Jüdin, die sich während des Krieges versteckt gehalten hat und so überleben konnte, kreiert und verkauft sie Lumpenkleider. Den Frauen ist es egal. Hauptsache, sie können endlich wieder etwas tragen, was halbwegs schick ist und nach etwas aussieht. Ein kleiner Laden wird angemietet und langsam scheint es tatsächlich aufwärts zu gehen. 

Während Rike sich ganz dem Laden und dem Traum von einem neuen Kaufhaus widmet, scheint Silvie nur Vergnügen und Männer im Sinn zu haben. Auch die jüngste Schwester macht ihr Sorgen, denn Florentine ist äußerst rebellisch eingestellt. So wunderbar sie malen und zeichnen kann, so störrisch kann sie auch sein. 

Dann eines Tages kommt Friedrich Thalheim zurück. Der großen Wiedersehensfreude folgt Ärger, dass der Vater sogleich wieder alle Zügel in die Hand nehmen will, doch Rike, die Älteste der Schwestern, hat ihre eigenen Wünsche und Pläne, doch wird sie diese auch durchsetzen können? 

Der Krieg ist zwar zu Ende, doch die Menschen frieren und hungern noch immer. Ist es überhaupt möglich, in diesen Zeiten ein Kaufhaus zu eröffnen? Die Währungsreform folgt. Rike ist froh, ihr großväterliches Erbe bisher nicht angerührt zu haben, doch wie soll sie der Familie die Sache mit dem Erbe erklären? 

Für Rike gibt es aber auch einen Lichtblick. Sie lernt Alessandro kennen, einen smarten Italiener, der die Mode genauso liebt wie sie selbst. 

"Die Schwestern vom Ku'damm - Jahre des Aufbaus" - ist ein Roman von Brigitte Riebe, der fasziniert und aus der Masse heraussticht. Brigitte Riebe gehört bereits seit langer Zeit zu meinen Lieblingsautorinnen. Sie versteht es immer wieder, den Leser zu fesseln. Sie beherrscht die Erzählkunst bis zur Vollendung! Mit großer erzählerischer Kraft und Einfühlungsvermögen versetzt sie den Leser in die Zeit nach dem Krieg. Ihre hervorragende Charakterzeichnung macht es möglich, dass ihre Figuren beim Lesen lebendig werden. 

"Die Schwestern vom Ku'damm - Jahres des Aufbaus" - ich bin restlos begeistert und warte nun voller Sehnsucht auf Band 2, der im Sommer nächsten Jahres erscheinen wird. 

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83 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Die Frauen vom Savignyplatz

Joan Weng
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.10.2018
ISBN 9783746634258
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 1925 und Vicky ist gerade mit dem fünften Kind schwanger, als sie von ihrem Mann Willi verlassen wird - wegen seiner Jugendliebe Christine. Vickys Eltern sehen das als Chance, sie endlich mit dem Tucherben Ebert zu verheiraten. So sollte es doch eigentlich schon vor Jahren geschehen sein, doch dann stand plötzlich Willi in der elterlichen Metzgerei und verlangte nach einem Steak, um eine Verletzung zu verarzten. Vicky hatte sich Hals über Kopf in den smarten Soldaten verliebt, was nicht ohne Folgen blieb. Ein Kind nach dem anderen brachte sie zur Welt und dann das. Willi verlässt sie! 

Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, beschließt Vicky, sich ihren großen Traum zu erfüllen: Eine eigene Bücherei zu eröffnen. Eine Bücherei nur für Frauen. Sie will Bücher verkaufen die wie Sirup für die Seele sind. Scheiden lässt sie sich jedoch nicht von Willi. Für eine eigene Berufstätigkeit benötigt sie schließlich die Erlaubnis eines Mannes und einen solchen hat sie ja schon, wenn auch einen sehr untreuen. 

Vicky eröffnet schließlich ihren Laden, muss jedoch schnell erkennen, dass nicht alle Menschen so glücklich darüber sind wie sie selbst, denn es ist eine Zeit, in der immer mehr Braunhemden durch die Stadt marschieren und die sehen eine Frau viel lieber zu Hause bei ihrer Familie. Wie Vicky trotz aller Widrigkeiten ihr neues Leben meistert, tja, das lesen Sie dann unbedingt am besten selbst!

"Die Frauen vom Savignyplatz" - eine Geschichte mit liebenswerten Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen. Joan Weng hat es auch mit ihrem neuen Roman wieder geschafft, mich in die Zwanziger Jahre zu entführen. Auf der einen Seite Glanz und Glamour (wer es sich leisten konnte), auf der anderen Seite die Not, seine Familie durchzubringen. Ein selbst bestimmtes Leben war auch in den sogenannten Golden Zwanzigern nicht jeder Frau gegeben. 
 
Seit ihrem Roman "Das Café  unter den Linden" gehört Joan Weng zum kleinen Kreis meiner Lieblings-Autorinnen. Ihre neue Geschichte ist so vielschichtig wie verführerisch, tiefsinnig wie unterhaltsam. Wieder einmal schafft sie es hervorragend, das Flair der damaligen Zeit wiederzugeben. Ihr Schreibstil frisch und lebendig, angenehm und bildhaft, haucht sie den Personen Leben ein und macht den Leser zum stillen Zuschauer. 

"Die Frauen vom Savignyplatz" - eindeutig wieder eine Geschichte aus der Kategorie Lieblingsbuch!

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Das Mädchen mit dem Edelweiß

Jillian Cantor , Stefanie Fahrner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453422384
Genre: Romane

Rezension:

Katies Vater leidet an Alzheimer. Seine große Leidenschaft waren immer seine Briefmarken. Sein ganzes Leben lang hat er gehofft, irgendwann einen großen Schatz darunter zu entdecken, doch inzwischen ist er so krank, dass er sich nicht mehr wirklich daran erinnern kann. Katie versucht, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Sie packt die vielen, vielen Briefmarken und bringt sie zu dem Philatelisten Benjamin. Er entdeckt unter den unsortierten Sachen tatsächlich einen ungeöffneten Brief mit einer außergewöhnlichen Marke, einer Marke mit einem Edelweiß. Welches Geheimnis, welche Geschichte mag hinter dieser Briefmarke stecken? Und werden sie Absender und Adressat finden können? 

Noch ahnen weder Katie noch Benjamin, dass diese außergewöhnliche Marke sie nach Österreich ins Jahr 1938 führen wird, in der einst der junge Christoph als Lehrling bei Friedrich Faber anfangen darf, einem Briefmarkengraveur. Christoph fühlt sich zu der jungen Elena hingezogen, doch die Zeiten sind unruhig und die Fabers sind Juden. Die Nazis ergreifen auch in Österreich die Macht. Den kleinen Ort, in dem die Fabers leben und ihre Werkstatt haben, machen sie dem Erdboden gleich. Gerade noch rechtzeitig konnte die jüngere Tochter der Fabers nach England geschickt werden. Elena sollte sie begleiten, doch diese will sich um die Eltern kümmern. Der Vater gilt als tot, die Mutter als vermisst. Christoph und Elena versuchen, die Werkstatt am laufen zu halten, doch die junge Frau darf nicht entdeckt werden. Eines Tages sind alle verschwunden, nur Christoph ist übrig...

"Das Mädchen mit dem Edelweiß" - eine fesselnde und sehr bewegende Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. Eine Geschichte, die den Leser mitnimmt auf eine Reise in eine Welt, in der alles im Umbruch ist. Trotz aller Tragik ist der Roman unterhaltsam, geheimnisvoll und sehr, sehr spannend. Durch seine überraschenden Wendungen hält er seine Spannung. Es ist dramatische Liebesgeschichte zweier Menschen, die durch den Krieg auseinander gerissen wurden. Interessante Persönlichkeiten begleiten den Leser durch die Geschichte, die einen ständig beschäftigt. 

"Das Mädchen mit dem Edelweiß" - unbedingt lesen!

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Ein Fall für Fuchs & Haas: Die Bestie im Moor - Krimi

Ivo Pala
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei null, 14.08.2018
ISBN B07GH1FTD9
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als im Osterwaldmoor bei Zingst eine übel zugerichtete Leiche gefunden wird, erinnert es die Einheimischen sofort an die alte Legende um die Bestie im Moor. Aberglaube oder Wahrheit? Was ist dran an der alten Geschichte? 

Gerade Gisa Haas, die eher coole und immer sachlich denkende Ermittlerin, ist sich sicher, dass alles nur purer Aberglaube ist, bis ihr etwas im Moor passiert, dass ihre ganze Welt durcheinander zu bringen scheint. Sogar ihren Job will sie an den Nagel hängen. Jetzt ist Bodo Fuchs auf sich allein gestellt. Auf gar keinen Fall darf er seine Partnerin verlieren. Inzwischen weiß er doch, dass sie das Team schlechthin sind, doch wird es ihm gelingen herauszufinden, was es mit der Bestie auf sich hat?

Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass ich einmal Krimis lieben würde, ich hätte lachend mit dem Kopf geschüttelt. Ich? Krimis? Nie! Doch dann habe ich den ersten Ostsee-Krimi von Ivo Pala gelesen. Den zweiten habe ich direkt im Anschluss verschlungen und auf diesen hier, den dritten Fall, habe ich sehnsüchtig gewartet! 

"Ein Fall für Fuchs & Haas - Die Bestie im Moor" - Ein grandioser dritter Fall des sympathischen Ermittlerduos! Spannend und absolut authentisch! Wer schon einmal dort oben im hohen Norden war, wird sich im Buch sofort heimisch fühlen. Ivo Pala weiß seine Leser zu fesseln. Einmal ein Buch von ihm angefangen, kann man einfach nicht mehr aufhören. Fuchs, der etwas kauzige Ermittler und Haas, die stets etwas kühl herüber kommt. Zusammen sind sie das perfekte Team. Ich hoffe, auf viele weitere Fälle, denn da oben im Norden scheint ja mächtig was los zu sein! 

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