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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Musik der verlorenen Kinder

Mary Morris , Gabriele Weber-Jaric
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.12.2016
ISBN 9783746632728
Genre: Historische Romane

Rezension:

Chicago in den Zwanziger Jahren. Benny Lehrman soll wie seine Brüder in das Hutgeschäft seiner Eltern einsteigen, doch Benny liebt die Musik. Er kämpft verzweifelt darum, seinen Traum wahr machen zu können. Er will unbedingt Pianist werden. Immer wieder bittet er seinen Vater darum, die Bestellungen in den Vierteln der Schwarzen ausliefern zu dürfen. Auf diese Weise bietet sich ihm die Chance, der Musik der Menschen dort zu lauschen. Dort lernt Benny auch den Trompeter Napoleon kennen. Er wird sein engster Freund werden und das in einer Zeit der Rassendiskriminierungen.


Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl treten die beiden gemeinsam auf. Wenn sie ihre Musik spielen, lassen sie ihren Gefühlen freien Lauf. Bennys und Napoleons Leidenschaft ist der Jazz.. Pearl verliebt sich in Benny, doch der lässt sich von Pearls jüngerer Schwester Opal verführen.


Benny fühlt sich Zeit seines Lebens schuldig. Schuldig daran, dass sein jüngerer Bruder bei einem Schneesturm ums Leben gekommen ist, obwohl alle Brüder mit einem Seil verbunden waren. Nur in der Musik findet er Vergessen. Auch Pearls Familie hat einen großen Verlust zu verarbeiten. Pearl ist als Kind Zeuge geworden, wie drei ihrer Brüder beim Untergang der Eastland ihr Leben lassen mussten.

Musik, und allem voran der Jazz – ganz Chicago scheint nur noch aus Musik zu bestehen. Musik und Gangstern. Al Capone, die Mafia. Dunkle Ecken, verruchte Clubs und doch immer wieder Musik und Tanz. Wegen der Prohibition wird Alkohol nur noch heimlich ausgeschenkt, doch dann beginnt die Weltwirtschaftskrise. Die Menschen verlieren ihre Arbeit. Sie haben kein Geld mehr für Vergnügungen. Es geht ums nackte Überleben. Benny ist gezwungen, wieder bei seinen Eltern zu wohnen. Und so fängt er auch wieder an in der Firma zu arbeiten.


Die Musik. Wo ist die Musik? Eines Tages macht sich Benny auf den Weg zu Pearl. Wird es ihr gelingen, ihn wieder zum Spielen zu bringen?


„Die Musik der vergessenen Kinder“ - Es ist die Geschichte Chicagos. Es ist die Geschichte des Jazz. Man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Die Musik, der Jazz, die Seiten scheinen nur so zu vibrieren. Ich kann die Musik spüren, sie hören. Eine mitreißende Geschichte, bei der die Autorin es schafft, das Flair des alten Chicagos wiederzugeben.t Ich fühlte mich an den Film „The Cotton Club“ erinnert. Dem Leser begegnen interessante und vielschichtige Persönlichkeiten. Eine mitreißende und atmosphärische Geschichte voller Musik. Der Originaltitel „The Jazz Palace“ trifft die Geschichte eigentlich viel besser, doch egal, wie der Titel lautet, dieses Buch sollte man gelesen haben!

















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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

schneekristalle, new york, schnee, liebe, erzählung

Der Schneekristallforscher

Titus Müller
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei adeo, 23.09.2013
ISBN 9783942208079
Genre: Romane

Rezension:

Eine Lesung im Literaturhotel Franzosenohl in Iserlohn. Ich hatte mich so sehr au f die Lesung mit Titus Müller gefreut, doch leider war ich krank und konnte nicht den Worten aus seinem neuen Buch „Geigen der Hoffnung: Damit ihr Lied nie verklingt“ lauschen. Meine Freundin Kerstin hat mir jedoch von der Lesung berichtet. Natürlich hat sie mir das Buch mitgebracht. Sie hat mich so neugierig gemacht, dass ich direkt nachgesehen habe, was der Autor noch so geschrieben hat. Und so bin ich auf das folgende Buch gestoßen, von dem ich heute berichten möchte.


Wilson Bentley, in seiner Heimat Jericho gilt er als Sonderling, als Eigenbrötler. Anstatt sich um die Farm und die Tiere zu kümmern wie sein Vater und sein Bruder, studiert er lieber Schneeflocken unter dem Mikroskop. Niemand versteht ihn, nur eine, die Lehrerin Mina aus New York, die den Kindern in Jericho das Lesen und Schreiben beibringt. Mina ist fasziniert von Wilsons Studien, er, der Schneekristalle einfängt, sie studiert und schließlich Fotografien von ihnen anfertigt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch dann wird Mina plötzlich zurück nach New York gerufen.


„Der Schneekristallforscher“ - Welch eine wunderschöne, außergewöhnliche kleine Geschichte! Eine kleine Sensation und doch ganz leise. Die Geschichte kommt so leise daher wie eine Schneeflocke. Poetische Worte, berührend, wunderbar. Eine Geschichte mit einem ganz besonderen Zauber. Voller Wärme, voller Gefühl.


Ich fühlte mich sofort an meine Kindheit erinnert. Ich kann mich noch sehr gut an zugefrorene Scheiben erinnern. Eisblumen am Fenster. Wie wunderschön sie doch waren! Sobald der nächste Schnee kommt, werde auch ich mich wieder von den Kristallen verzaubern lassen und an dieses wunderschöne Buch denken.


Ganz nebenbei bemerkt: Wilson Bentley hat tatsächlich gelebt! Er war ein US-amerikanischer Farmer, Fotograf und Schneeforscher. Ihm ist es als ersten Menschen gelungen, Schneekristalle unter dem Mikroskop zu fotografieren.


Erwähnen muss ich diesmal auch den Einband. Wunderschön gestaltet mit Schneekristallen und Samt. Man muss dieses Buch geradezu immer wieder berühren! Dieses Buch gehört einfach unter jeden Weihnachtsbaum!





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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

episches zeitporträt 1948 - 2001, brd-rm, deutsches märchen, schicksale, familiengeschichte

Unsere wunderbaren Jahre

Peter Prange
Fester Einband: 984 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 13.10.2016
ISBN 9783651025035
Genre: Historische Romane

Rezension:

Gleich zu Beginn muss ich sagen, ich bin ein Prange-Fan der ersten Stunde! Auf jedes seiner Bücher bin ich gespannt und ganz besonders auf dieses hier, ist die Handlung doch in Altena angesiedelt, einer kleinen alten Industriestadt, die nicht nur wegen ihrer Burg hoch über der Stadt berühmt ist, sondern auch wegen der Drahtziehereien. Altena ist ein Nachbarstädtchen meiner eigenen Stadt. Ich kenne Altena persönlich und so ist es nochmal ein ganz anderes Erlebnis diesen Roman gelesen zu haben.


Peter Prange entführt den Leser diesmal in das Nachkriegs-Deutschland. Die D-Mark wird ausgegeben. Jeder Bürger erhält 40 D-Mark. Was werden die Menschen mit diesem Geld machen? Was werden die Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, was werden die Freunde Tommy, Benno und Bernd damit machen? Was für Wünsche haben sie und was für Träume?


Ruth, das schwarze Schaf der Familie und vom Vater verstoßen. Benno, der Schuhverkäufer, der schnell auf Erfolgskurs ist und zum Unternehmer wird. Ulla, die davon träumt, einmal Ärztin zu sein und von ihren 40 D-Mark die Einschreibungsgebühren fürs Studium in Tübingen bezahlt. Und da ist Tommy, der Hallodri, der rüber macht in die DDR, um dort ein neues, ein anderes Leben zu führen. Tommy, der hofft, endlich einen Ort zu finden, an dem er anerkannt wird.


„Unsere wunderbaren Jahre – Ein deutsches Märchen“ - ein Roman, ein Deutschland-Roman, der zeigt, wie lebendig Geschichte sein kann. Eine Geschichte, die fesselt und begeistert. Ein Roman, in dem es um die Hoffnungen und Träume sechs junger Leute geht. Von der Nachkriegszeit über das Wirtschaftswunder bis hin zum Mauerfall. Lebenswege, Schicksale.


Die Geschichte ist fiktiv, jedoch in Anlehnung an wahre Begebenheiten. Einige Personen sind erfunden, einige gibt es tatsächlich. So kommen auch der Autor selbst und sein Vater in kleinen Nebenrollen vor, bei denen ich mir manchesmal ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte. Wer den Autor persönlich kennt, weiß, was ich meine.


„Unsere wunderbaren Jahre“ - ein Buch, das jeder lesen sollte. Es ist ein sehr wichtiges Buch über einen Teil der deutsch-deutschen Geschichte. Spannend und authentisch und defintiv eines der stärksten Bücher meines persönlichen Lese-Herbstes 2016. Man muss Altena nicht kennen, um sich dort als Leser zurechtzufinden. Peter Prange schafft es hervorragend, das Flair der kleinen Industriestadt an der Lenne wiederzugeben, die mir heute eher ruhig und verschlafen vorkommt.


Und wer selbst einmal nach Altena kommen sollte, der muss unbedingt mit dem im Buch beschriebenen Erlebsnisaufzug hoch zur Burg fahren!


„Unsere wunderbaren Jahre“ - Unbedingt lesen!



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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der ultimative Wein-Guide

Madeline Puckette , Justin Hammack , Übersetzungsbüro Scriptorium GbR
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453603998
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer stand nicht schon mal vor der Frage, welchen Wein zu welchem Essen nehmen? Meistens entscheiden wir Zuhause relativ spontan, doch wenn wir Gäste haben, möchten wir schon, dass es „perfekt“ ist. „Der ultimative Wein-Guide“ hilft hier auf kurze und informative Weise. Keinesfalls trockene Kost, sondern so, dass es wirklich Spaß macht, an all die Informationen rund um den Wein zu gelangen.


Zu Beginn geht es um die Grundlagen. Was ist überhaupt Wein? Was ist in den Flaschen und es geht um Eigenschaften. Flaschengrößen, Etiketten, Süße und Süßegrade, Säure usw. Wie erkenne ich einen Wein? Sehen und Riechen. Welche Welche zu welchem Wein? Wie schenkt man Wein am besten aus? Und wie lagere ich Wein am besten?


Es werden die einzelnen Weinstile vorgestellt und die Herstellungsverfahren. Dann geht es in die Details. Hier erfährt der Leser alles über die einzelnen Sorten, welche Noten der Wein ergibt, wo er angeboten wird und zu welchem Essen der Wein passt.


Zum Schluss erfährt der Leser auch noch, welche Länder welche Weine anbauen.


„Der ultimative Wein-Guide“ - kompaktes Wissen, kurz und knapp erklärt. Dazu 333 Grafiken, die das ganze Wissen anschaulich machen. Ein Buch für alle Weinkenner und die, die es werden wollen. Ein Buch, das sich auch wunderbar zum Verschenken eignet.


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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

freundschaft, comic, roboter, schule, parallelwelt

Hilo 01

Judd Winick
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei POPCOM, 13.10.2016
ISBN 9783842030817
Genre: Comics

Rezension:

Aaaaaaaaah! Da ist es schon passiert. D.J., der Junge, der meint, nichts Besonderes zu können, trifft auf Hilo, der buchstäblich aus dem Himmel auf die Erde krachte. Doch wer ist Hilo? Ist er wirklich aus dem Himmel gefallen? Stammt er von einem anderen Planeten? Nur bekleidet mit einer silbernen Unterhose, will er auf einmal Gras essen. Auch sonst verhält sich Hilo ziemlich merkwürdig und D.J. hat einiges zu tun, dem Jungen zu erklären, wie es so abgeht auf der Erde.

"Hilo - Der Junge, der auf die Erde krachte" - eine 200 Seiten starke Geschichte in Comic-Form, unterteilt in einzelne Kapitel. Schön gezeichnet, schön bunt mit kurzen Sätzen und Bemerkungen. Es ist aber nicht nur einfach ein bunter Comic. In diesem Buch geht es auch um das Anderssein und um Freundschaft. Und auch, wenn das Buch für Kinder gemacht wurde, kann ich Erwachsenen empfehlen, auf alle Fälle mal einen Blick hineinzuwerfen. Es lohnt sich wirklich.

Im Buch selbst findet der junge Leser noch ein cooles Hilo-Poster und ein paar Sticker. Weitere Bände dürften folgen!

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37 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

weihnachten, liebe, hund, vie pfoten retten weihnachten, liebesroman

Vier Pfoten retten Weihnachten

Petra Schier
Fester Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 20.10.2016
ISBN 9783959731577
Genre: Liebesromane

Rezension:

Elena, gerade frisch geschieden, möchte mit Männern erst einmal nichts mehr zu tun haben. Sie ist froh, die schmutzige Scheidung endlich hinter sich zu haben. Elena ist eine bekannte Designerin, doch sie beschließt, eine Auszeit zu nehmen. Sie möchte etwas Gutes tun. So bewirbt sie sich um eine Stelle, in der sie in der Vorweihnachtszeit einer Familie zur Hand gehen soll. Elena landet bei dem Witwer Steffen und seinen Kindern Sabrina und Jan. Mit den Kindern versteht sie sich sofort bestens und immer wenn ihr Steffen über den Weg läuft, ist da so ein gewisses Kribbeln im Bauch. Alles nur Zufall oder hat Sabrinas Brief eventuell etwas damit zu tun, den sie gleich an den Weihnachtsmann und an das Christkind geschrieben hat? Sabrina wünscht sich nämlich eine neue Frau für ihren Papa, damit er endlich wieder einmal so lacht wie früher. Vielleicht kann ja die Hundedame Lulu ein bisschen Schicksal spielen?

 

„Vier Pfoten retten Weihnachten“ - Als ich die letzte Seite dieses wunderschönen Romans gelesen habe, musste ich die Autorin einfach fragen, ob sie mein Seufzen gehört hat. Ein Seufzen, weil die Geschichte einfach so schön ist. Eine Geschichte mit liebenswerten Figuren, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Petra Schier hat es geschafft, eine ganz besondere Weihnachtsatmosphäre zu schaffen. Der Zauber der Weihnacht, in diesem Roman ist er zu spüren.


Santa und seine Elfen haben mal wieder ziemlich viel zu tun. Da das Christkind und er den selben Brief von Sabrina bekommen haben, arbeiten sie Hand in Hand, um den Wunsch des Mädchens zu erfüllen. Zu schön, wie Lulu, die einige Leser aus einem anderen Weihnachtsroman kennen dürften, auch hier wieder Hilfestellung leistet.


„Vier Pfoten für Weihnachten“ - Diese Geschichte hat alles, was ein Weihnachtsroman benötigt. Eine bezaubernde Geschichte, die glücklich macht und dabei auch noch rettungslos romantisch ist. Für alle Weihnachtsroman-Fans ein absolutes Muss!




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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Leises Schlängeln

A.L. Kennedy , Ingo Herzke
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Rauch, K, 07.10.2016
ISBN 9783792002490
Genre: Romane

Rezension:

Mary, ein kleines Mädchen, irgendwo auf diesem Erdball, mochte Honig und Pfeifen, die Farbe Blau und Sachen herausfinden. Sie wohnte in einer Stadt mit vielen Menschen, doch die Menschen, die diese Stadt regierten, mochten die Menschen, die in ihr lebten, nicht. Eine Stadt ohne Parks und Wiesen zum Spielen, ohne Bäume und Blumen. Eines Tages entdeckte Mary einen goldenen Reif. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Reif als goldene Schlange, die sich leise an Mary hochschlängelt. Es ist Lanmo, die goldene Schlange, die längst nicht von allen Menschen gesehen werden kann. Lanmo lebt bereits seit Ewigkeiten und normalerweise kommt die Schlange nur zu den Menschen, die sterben werden, doch bei Mary ist es anders.

„Leises Schlängeln“ - was für eine außergewöhnliche kleine Erzählung! Ein Buch mit ganz großer Anziehungskraft. Voller poetischer Kraft erzählt die Autorin die Geschichte von Kind und Schlange. Alles scheint so leicht, so schön zu sein. Dabei ist in Wirklichkeit das Leben um Mary herum arm und grau. Die Wohnverhältnisse beengt, nie genug zu essen, doch Lanmo hilft dem kleinen Mädchen und wird sie immer wieder suchen, finden und sie einen Teil ihres Weges begleiten.

Es ist eine wunderschöne und bewegende Geschichte, über ein kleines Mädchen, das zur Frau wird und die ihren Weg geht, den die Schlange Lanmo ihr gezeigt hat. Eine Geschichte voller Liebe und Zauber.

„Leises Schlängeln“ - wunderbare 112 Seiten mit zauberhaften Zeichnungen der Schlange Lanmo! Unbedingt lesen!

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der erste Tag vom Rest meines Lebens

Lorenzo Marone , Esther Hansen
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492310192
Genre: Romane

Rezension:

Cesare Annunziata ist 77 Jahre alt, als er beschließt, das Leben endlich in vollen Zügen genießen zu wollen. Er ist Witwer und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Die Tochter ist unglücklich verheiratet, der Sohn ein Künstler, der einen Mann liebt. In der Familie wird nicht darüber geredet; dabei weiß Cesare es längst. Das Verhältnis zu den Kindern ist angespannt. Dann eines Tages zieht die junge Emma mit ihren Mann ins selbe Haus. Irgendetwas stimmt mit Emma nicht. Ganz ungewöhnlich für Cesare – er kann es selbst kaum glauben – berührt in die junge Frau und ihr Schicksal. Cesare fängt an sich zu kümmern. Der Beginn seines neuen, anderen Lebens.


„Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ - ein Roman, aus der Sicht eines alten Mannes geschrieben – einfach wunderbar! Ich habe jede Zeile genossen. Der alte Nörgler, der Miesepeter, launisch, sarkastisch zu Beginn, macht eine Erfahrung und wird zum Kümmerer. Eine Geschichte, die mich begeistert hat. Cesare, ich habe mir den alten Mann bildlich vorstellen können. Es war, als wäre er mein Nachbar, der immer wieder von seiner Tochter kritisiert wird, weil er heimlich eine Zigarette raucht oder ein Glas Wein trinkt, was ihm eigentlich nicht erlaubt ist. Cesare pfeift drauf. Er sagt sich, er hat sein Leben gehabt. Die letzten Tage will er in vollen Zügen genießen. Und dann ist da Emma, die junge und unglückliche Nachbarin, die sich nicht helfen lassen will.


Wunderschön zu lesen und mitzuerleben, wie aus dem alten kauzigen Mann ein Jemand wird, den man gerne zum Opa haben würde. Ein großartiges Buch, das aber auch zum Nachdenken anregt, zum Hinschauen.


„Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ - Lesegenuss vom Feinsten!






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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sturm in den Himmel

Asta Scheib
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.09.2016
ISBN 9783455405873
Genre: Romane

Rezension:

Der junge Martin Luther auf dem Weg zu seiner wahren Berufung


Martin Luther. Seine Eltern gaben den Weg vor. Martin Luther sollte einst Jurist werden. Er sollte in den höchsten Kreisen verkehren. Schon mit lediglich 4 Jahren schickten seine Eltern ihn auf eine Latainschule. Doch der junge Martin musste nicht nur lernen. Er musste vor allen Dingen eines: Prügel einstecken, immer wieder. Von seinen Eltern, von seinen Lehrern. Für kleinste Vergehen wird er körperlich bestraft. Immer begleitet ihn die Angst, wieder etwas falsch gemacht zu haben. Ein weiterer ständiger Begleiter ist der Teufel. Überall wird dieser beschworen. Eine unruhige Zeit, eine dunkle Zeit. Martin flüchtet sich zu seinem Lieblingsbaum. Nur dieser scheint ihn zu verstehen. Diesem kann er alles anvertrauen. Der Baum gibt ihm Trost und Zuversicht. Und dann auf einmal sieht er dort ein Mädchen. Martin verliebt sich in Madlen und lernt mit ihr die Liebe kennen.


„Sturm in den Himmel – Die Liebe des jungen Luther“ von Asta Scheib, ein Roman, der aus der Masse heraussticht, ein Roman der mich fasziniert hat. Passend zum beginnenden Luther-Jahr hat mich dieser Roman erreicht. In diesem Roman geht es nicht um den Mönch und Kirchenreformer Luther; es geht um den jungen Luther, seine Kindheit, seine Jugend- und Studentenjahre. Ich lerne einen Luther kennen, der mir so bisher nicht bekannt war. Es ist die packende Geschichte eines jungen Mannes auf dem Weg zu sich selbst und seiner eigentlichen Berufung.


Asta Scheib entführt den Leser in eine dunkle Zeit voller Aber- und Irrglauben. Die Kirchenmänner drohen mit Tod, Teufel und Verdammnis. Der Ablasshandel blüht. Der junge Luther macht sich immer häufiger Gedanken darüber, ob das alles so richtig ist. Asta Scheib haucht dem jungen Luther Leben ein. Der Leser darf ihn auf einem Stück seines jungen Lebens begleiten. Wunderbare 384 Seiten! Sehr spannend, sehr authentisch!



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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Raymond A. Scofield
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008894
Genre: Romane

Rezension:

Grau, alles ist grau. Die Straßen, die Menschen, das Wetter, das Leben an sich. Die Geschwister Anna und Benjamin, völlig allein auf sich gestellt, sind von Irland aus nach London geflüchtet. Sie sind gekommen mit dem Traum von einem besseren Leben. Sie träumen davon, endlich nicht mehr hungern zu müssen. Es ist das Zeitalter von Oliver Twists „Der kleine Lord“. Anna und Benjamin leben im Keller des gemeinen Apothekers Fox, der nur eines im Sinne hat, nämlich die beiden armen Kinder noch weiter auszubeuten und trotzdem bietet ihnen der feuchte Keller eine Zuflucht, eine Art Zuhause. Benjamin kauft sich für viel Geld eine Schuhputzkiste. Sein Traum ist es, damit den Menschen die Schuhe zu putzen und so Geld zu verdienen. Niemand hat ihm gesagt, dass er zu diesem Zweck erst in eine Gilde eintreten muss. Eine Mitgliedschaft ist für ihn als Iren jedoch unerreichbar. Der Anführer zertrümmert seine Kiste und Benjamin steht wieder einmal vor dem Nichts. Anna arbeitet bei einer alten Frau und hilft ihr in ihrem Spielzeugladen. Doch auch ihr wird übel mitgespielt. Anna landet in einer Erziehungsanstalt. Anna und Benjamin werden jedoch beobachtet. Es gibt da jemanden, der den Geschwistern helfen möchte, doch die Sache ist gar nicht so einfach, denn dieser Jemand ist sehr klein.

„Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ von Raymond A. Scofield ist eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte. Eine Geschichte zum Verlieben. Während des Lesens lief ein Film vor meinen Augen ab, ein richtig schöner Weihnachtsfilm mit allem, was dazu gehört. Es ist eine so warmherzig geschriebene Geschichte. Man wünscht den Kindern so sehr, dass sie endlich einmal Glück haben. Wie so oft in solchen Geschichten aus dieser Zeit, gibt es auf der einen Seite die Bösewichte und auf der anderen Seite die Guten. Da der dicke böse Apotheker und die griesgrämige Spielwarenverkäuferin, dort die Hunger leidenden Kinder und jemand der versucht, die Geschicke in die richtigen Bahnen zu lenken.

„Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ - eine Geschichte mit der richtigen wunderbaren Portion Weihnachtszauber. Unbedingt lesen!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

reisebericht, marion vogel, reisen, reisende frauen, vogelfrei um die welt

Vogelfrei um die Welt - Vom Suchen und Finden

Marion Vogel , Martina Unterfrauner
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Kastner, 02.11.2015
ISBN 9783945296226
Genre: Romane

Rezension:

Marion Vogel ist 23 Jahre alt, hat eine kleine nette Wohnung in München, arbeitet als Versicherungskauffrau und hat einen Freund. Dann macht sie Urlaub in Ägypten. Dieser Urlaub wird ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Auf einmal möchte sie etwas ganz anderes. Auf einmal lebt sie ihre Träume. Sie kündigt ihren Job und trennt sich von ihrem Freund. In Ägypten wagt sie einen Neustart als Tauch-Guide, doch Ägypten wird nicht ihr einziges Ziel bleiben. Viele weitere Stationen werden folgen: Australien, Südostasien, die USA, Afrika, Indien, Kap Verde, Spanien und immer wieder München. Ein großes Abenteuer beginnt. Fremde Länder, fremde Kulturen. Marion Vogel lernt viele Länder und viele Menschen kennen. Sie reist jahrelang um die Welt, hat immer wieder Sehnsucht nach neuen Zielen. Nur auf Reisen scheint sie sich frei und glücklich zu fühlen. Sie ist rast- und ruhelos und doch auf der Suche zu sich selbst. Nach vielen Jahren zurück in München, arbeitet sie ihre Vergangenheit auf, fasst alles in Worte, schreibt dieses Buch und weiß endlich, wo sie hingehört.


„Vogelfrei um die Welt – Vom Suchen und Finden“ - es ist eine gelungene Mischung aus Reise- und Erfahrungsbericht. Der Leser lernt unheimlich viel über ferne Ziele kennen, über Land und Leute. Der Leser bekommt aber auch einen sehr privaten Einblick in das Leben der Autorin und ihrer Suche nach dem eigenen, dem wahren Ich. Beim Lesen spürt man regelrecht ihre Unruhe, ihre Rastlosigkeit. Manches Mal habe ich gedacht, Mädchen, komm doch endlich mal zur Ruhe, mach mal Pause! Doch Marion Vogel ist halt so, wie sie ist. Wäre sie nicht so, würde es wahrscheinlich auch dieses Buch nicht geben. Da die Autorin Fotografin ist, darf der Leser sich auch an wunderbaren Fotos erfreuen.


„Vogelfrei um die Welt – Vom Suchen und Finden“ - macht Lust darauf, Neues zu entdecken. Nicht nur ein Reisebericht, sondern auch ein Mutmacher für alle, die schon längst etwas Neues beginnen wollten. Absolut lesenswert!





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Wo das Glück wächst – Verborgene Gartenschätze

Susanne Oswald
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei BusseSeewald, 12.09.2016
ISBN 9783772474309
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich liebe Gartenbücher! Und ganz besonders die Gartenbücher der Autorin Susanne Oswald. Es sind nämlich nicht nur einfach Gartenbücher, die sie schreibt. Ihre Bücher sind anders. Schon beim Durchblättern stellt man fest, mit wieviel Liebe und Herz sie auch dieses Projekt angegangen ist. Hier geht es nicht nur um den Garten an sich,die Blumen, die Pflanzen, nein, hier geht es auch um die Menschen, die diese Gärten angelegt haben. Es sind ihre ganz persönlichen Gärten, ihre ganz persönlichen Geschichten.


Da ist zum Beispiel der „Radhiesligarten“, eine Mischung aus Kunst und Garten, ein wunderbarer Garten, den zwei Freunde angelegt haben. Überall Figuren, die teilweise witzig die Pflanzenwelt um sie herum betrachten. Dann ist da der wunderschöne Riedgarten, der Garten mit Druchblick. Beim Betrachten der Bilder des Klosters St. Lioba fühlt man sich in die Toskana versetzt. Wir besuchen als Leser einen Salbeigarten und einen Hanggarten. Wir besuchen aber auch Johan Lafers auf der Stromburg, das Duttenhhofer´sche Apfelgut Neunthausen und ganz zum Schluss Harald Glööcklers Schlosspark im Chateau Pompöös.


Susanne Oswald zeigt uns jedoch nicht nur die Gärten, die genauso unterschiedlich sind, wie die Menschen, die sie angelegt haben. Sie ist auch im Gespräch mit den Gärtnern. Sie stellt die Menschen vor, fragt sie, wie sie zu ihrem Garten gefunden haben und wie dieser sich entwickelt hat. Die Gesprächsteilnehmer erzählen ihr, was ihnen wichtig an ihrem Garten ist und natürlich, was das Gartenglück für sie bedeutet. Auch die Lieblingspflanzen dürfen nicht fehlen, ebenso wenig wie persönliche Gartentipps und außergewöhnliche Rezepte.


„Wo das Glück wächst“ - es ist ein Gartenbuch, in das ich mich sofort verliebt habe! Ich nehme es immer wieder zur Hand. Ich entdecke immer wieder etwas Neues. Ich betrachte die Gärten, die Bilder und freue mich jetzt schon auf den kommenden Frühling, wenn endlich wieder alles zu wachsen beginnt. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn ich die ersten grünen Blättchen entdecke, wenn sich ein Pflänzchen ans Licht kämpft.


Das neue Buch von Susanne Oswald ist ein Buch, das mich rundum begeistert. Erwähnen möchte ich natürlich auch den Fotografen Michael Beiser, der die Gärten und ihre Geschichten in wunderschönen Bildern festgehalten hat. Mit dabei war auch immer Töps, der kleine Mops der Autorin. Man sieht den Bildern an, wieiviel Spaß auch er bei dem Projekt Gartenglück hatte.


„Wo das Glück wächst“ - einfach Seite für Seite genießen und sich in die einzelnen Gärten hineinträumen. Ein Buch, über das sich nicht nur Gartenliebhaber freuen werden. Es ist ein Buch zum Hineinkriechen, zum Lesen, zum Schauen, zum Entdecken.


Der SWR hat übrigens einige der Gartenbesuche begleitet und eine gleichnamige Sendung zum Buch gedreht. Gesendet wird am 11. November 2016 um 21:00 Uhr im SWR. Die Sendung heißt natürlich „Wo das Glück wächst“.









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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

adel, familiengeheimnis, hannover, gegenwart, trauer

Leilani - Die Blume des Himmels

Annette Hennig
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 19.07.2016
ISBN B01IR3XMQ0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein großartiger zweiter Teil!


Leilani Vonderhoff, die junge Frau mit dem ungewöhnlichen Namen, hat gerade erst ihre Mutter verloren, als sie entdecken muss, dass ihr Geliebter nebenher noch andere Frauen hat. Sie kündigt und fährt zur Insel Rügen, um erst einmal wieder zur Ruhe zu kommen. Dort übernimmt sie vertretungsweise die Praxis eines erkrankten Arztes. Im Nachlass ihrer Mutter hat sie ein wertvolles Bild entdeckt, das eine alte herrschaftliche Villa zeigt. Weiterhin hat sie eine wertvolle Kette gefunden. Wem mag die Kette gehört haben und wieso hatte die Mutter dieses Bild in ihrem Besitz? Wie sie erfährt, ist es eine Villa auf Rügen. Leilani versucht nun, so viel wie möglich über das Bild und die Villa herauszubekommen.


Im zweiten Erzählstrang entführt die Autorin den Leser in die Nachkriegsjahre. Hier nehmen wir wieder am Leben derer von Langenbergs teil. Flora und Heinrich und viele andere Personen begegnen uns, wie schon im ersten Teil der Blütenträume-Saga „Floras Traum von rotem Oleander“. Flora ist noch immer die hartherzige Frau, die vor nichts und niemanden zurückschreckt und sogar daran denkt, ihr erstes Enkelkind verschwinden zu lassen. Herrschsüchtig, aufbrausend, eifersüchtig handelt sie immer gerade so, wie es ihr passt. Man möchte Heinrich, ihren Ehemann am liebsten schütteln und ihm zureden, diese kaltherzige Frau endlich aus dem Haus zu jagen, doch Heinrich ist seiner Frau hörig.


„Leilani – Die Blume des Himmels“ - man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Unterhalstsam, äußerst geheimnisvoll und spannend. Annette Hennigs Schreibstil ist angenehm und bildhaft. Nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteilchen aneinander, doch längst ist nicht das ganze Geheimnis gelöst. Ein großertiges Finale im zweiten Teil, das mich ungeduldig wartend auf den dritten und letzten Teil hier sitzen lässt.



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55 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

weihnachten, familie, roman, berlin, hasen

Hasen feiern kein Weihnachten

Anne Blum
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783833310850
Genre: Romane

Rezension:

Ein wunderbarer Weihnachtsroman!


Wie jedes Jahr wird Tessa auch in wenigen Tagen wieder mit ihrem Freund Ole über die Feiertage nach Thailand fliegen, doch dann erwischt Tessa den Mann, von dem sie dachte, dass sie ihn irgendwann heiraten würde, in flagranti mit einer Nachbarin. Tessa flüchtet zu ihrer Familie nach Kappeln in Norddeutschland. Kitschige Gartenzwerge, die auch noch singen können und Unmengen an Lametta warten hier im Kreise ihrer Familie auf sie. Lange Zeit für Liebeskummer hat Tessa jedoch nicht, denn da taucht plötzlich Sven auf, ihr ehemaliger Schulkamerad und sorgt für Schmetterlinge im Bauch.


„Hasen feiern kein Weihnachten“ - ein wunderbarer Weihnachtsroman, den man nach der letzten Seite mit einem glücklichen Lächeln schließen wird. Tessa synchronisiert eine Kinderserie fürs deutsche Fernsehen, bei der es um eine Hasen-Familie geht. Tessa würde viel lieber in der Heimat Weihnachten feiern, doch ihr Freund Ole ist ein Weihnachts-Hasser. Die Ereignisse überstürzen sich und so landet Tessa doch bei ihrer Familie im heimeligen Kappeln.


„Hasen feiern kein Weihnachten“ - ist aber nicht nur einfach so eine weihnachtliche Liebesgeschichte. Dieser Roman – übrigens der erste der Autorin! - ist viel mehr, zeigt sie doch sehr gut, wie beschauliche Weihnachten im Kreis der Familie ablaufen können. Da sind nicht nur Herz, Schmerz und gute Gefühle. Wie in vielen anderen Familien auch – wer kennt es nicht? - kommt man endlich zur Ruhe oder auch nicht. Man ist gestresst. Die Familie sitzt zusammen. Neid, Eifersüchteleien und ähnliches brodeln an die Oberfläche. Doch „Hasen feiern kein Weihnachten“ wäre kein Weihnachtsroman, wenn es hier nicht, auch nach großer Aufregung um Tessas Vater, nicht doch wieder zu einem wunderbaren Ende kommen würde. Ich liebe Weihnachtsromane und diese Geschichten MÜSSEN einfach ein Happyend haben!


„Hasen feiern kein Weihnachten“ - ein Weihnachtsroman vom Feinsten und zudem ein großartiges Lesevergnügen! Frisch, lebendig und wunderschön erzählt!




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Ich wünsch dir ein glückliches Leben

Jacky Dreksler
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 15.02.2016
ISBN 9783832198220
Genre: Biografien

Rezension:

Ein verstörendes Buch, ein großartiges Buch über eine Frau, die zwei Ghettos und zwei Konzentrationslager überlebt hat.


Zitat:


„Du musst versuchen, glücklich zu sein. Egal, was kommt. Du musst es wollen. Mehr als alles andere.“


Dies gibt Fela Dreksler ihrem Sohn mit auf den Weg. Was für eine Frau! Zwei Ghettos und zwei Konzentrationslager hat sie überlebt. Unbeschreibliches Leid hat sie mit ansehen und auf sich nehmen müssen. Dann endlich die Befreiung. Doch schon wenige Wochen danach wird sie zu Unrecht denunziert und kommt ins Gefängnis – eine Verwechslung, wie sich später herausstellt. Jacky wird im Gefängnis geboren. Da seine Mutter die Angst nicht ablegen kann, wieder in ein Lager zu müssen, bringt sie ihrem Sohn alles Überlebenswichtige bei: Kochen, Lesen, Schreiben und Knöpfe annähen.


Fela wird begnadigt. Geholfen hat ihr die Gefängniswärterin Claire Stahl, die die beiden schließlich aufnimmt und bei sich wohnen lässt. Mit Inbrunst schreibt Claire Stahl, die von Jacky Omi genannt wird, Briefe. Briefe an die unterschiedlichsten Behörden. Briefe, um Geld zu bekommen. Als Jacky gerade mal 9 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter. Claire Stahl schreibt nun noch mehr Briefe. Bittbriefe, Bettelbriefe. Sie wandert sogar mit Jacky nach Amerika aus zu seiner amerikanischen Verwandtschaft. Nur wenige Monate später geht es zurück nach Deutschland. Jacky hat sich wohlgefühlt in Amerika, doch seine Omi nicht und da sie ihn als ihr Eigentum, ihr Erbe ansieht, muss er wieder mit zurück. Kinder- und Jugendjahre, in denen er viel zu erleiden hatte. Unterdrückung und Prügel durch „Omi“. Und immer wieder muss er daran denken, was seine Mutter ihm gewünscht hat, nämlich glücklich zu werden.


Als junger Erwachsener kommt er endlich dahinter, welches Spiel Claire Stahl gespielt hat und wer sie wirklich ist.


„Ich wünsch dir ein glückliches Leben“ - Der erste Teil „Fela“, die Geschichte der Mutter des Autors, ist nicht leicht zu ertragen. Unvorstellbares Grauen und Leid musste diese herzensgute Frau ertragen. Die Schilderungen über das Leben und Überleben in Auschwitz, das Selektieren von Menschen, allein beim Lesen wird einem kalt. Für mich eigentlich unvorstellbar, wie man da anschließend ein einigermaßen normales Leben führen konnte, sofern man das Grauen überhaupt überlebt hat.


Die beiden anderen Teile handeln von Omi und Jacky, auch alles andere als leicht, aber weniger grauenvoll. Bewundernswert, dass aus dem Jungen, der so oft von seiner Omi misshandelt wurde, ein so glücklicher Familienmensch geworden ist. Hut ab!


„Ich wünsch dir ein glückliches Leben“ - es ist ein verstörendes Buch, es ist ein großartiges Buch. Unbedingt lesen!






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familie, weihnachten, sylt

Ein Stern über Sylt

Ines Thorn
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008917
Genre: Romane

Rezension:

in paar Tage vor Weihnachten. Thiemo fährt mit seinen Studienfreunden nach Sylt, um dort die Feiertage zu verbringen. Mit dabei die launische Viktoria, seine Freundin. Dort auf der Insel wird ihm schnell klar, dass Viktoria eine reiche, verwöhnte Göre ist. Um ihr zu gefallen und das gewünschte Weihnachtsgeschenk kaufen zu können, bestiehlt er eine alte Dame. Doch Thiemo hat ein schlechtes Gewissen, ein sehr schlechtes Gewissen. Und ausgerechnet diese Frau empfängt ihn wenig später wie ihren eigenen Sohn, ihren Enkelsohn. Thiemo will das an sich genommene Geld zurückgeben und erlebt dabei eine wunderbare Weihnachtsüberraschung.


„Ein Stern über Sylt“ - eine ganz kleine, eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte. Sie ist so schön, dass man sie in einem Rutsch lesen muss, am besten bei einer Tasse heißen Kakao. Thiemo, der unbedingt dazu gehören möchte und doch schnell merkt, dass er eigentlich keine Gemeinsamkeiten mit seinen reichen angeblichen Freunden hat. Freunde, die nicht wissen, wie man wirklich Weihnachten feiert. Er bereut, nicht bei seiner Mutter geblieben zu sein, um mit ihr die Feiertage zu verbringen. So dekadent die jungen reichen Leute auch sein mögen, man bekommt Mitleid mit ihnen. Was nützt das ganze Geld, wenn man keine richtige Familie hat?


Thiemo begeht einen Diebstahl für die verwöhnte Viktoria und bereut umgehend. Als er den Diebstahl wieder gut machen will, wird er nicht nur herzlich Willkommen geheißen, sondern erlebt noch einige weitere Überraschungen, die ich hier natürlich nicht verraten werde.


„Ein Stern über Sylt“ - wunderbar erzählt. Gefühlvoll, romantisch, schön. Für alle, die kleine, leise Weihnachtsgeschichten lieben.



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mouna, antoine

Dieser wunderbar blaue Himmel

Xavier de Moulins , Karin Meddekis
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.05.2014
ISBN 9783431038941
Genre: Romane

Rezension:

Mouna ist alt. Freiwillig lebt sie in einem Seniorenheim. Sie erträgt es zu sehen, wie ihre Mitbewohner mehr oder weniger dahinvegetieren. Als ihr Enkel sie eines Tages besucht, wünscht sie sich von ihm, noch einmal ans Meer zu fahren.
Antoine ist 37, ist geschieden und hat 2 Töchter. Seine Ex-Frau hat wieder geheiratet, doch obwohl Antoine inzwischen selbst eine neue Beziehung hat, kann er seine große Liebe nicht vergessen.
Mouna ist eine wunderbare Zuhörerin. Seiner Großmutter kann er alles anvertrauen. Die beiden beschließen, heimlich ans Meer zu fahren.

Mouna ist eine wunderbare Frau. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Leider dreht sich der Roman jedoch die meiste Zeit dann nur um Antoine, der seine Ex-Frau einfach nicht vergessen kann und förmlich in Selbstmitleid vergeht, bis seine Großmutter ihn wachrüttelt.
Liest man die Szenen, die sich im Altenheim abspielen, wird einem sofort klar, dass man so nicht enden möchte, doch hat man tatsächlich später die Wahl?

Sehr schön zu lesen, als die beiden sich heimlich verdrücken, um auf große Fahrt zu gehen. Antoine fährt mit seiner Großmutter ans Meer, dorthin, wo sie auch früher schon gemeinsam die Ferien verbracht haben. Mouna raucht, trinkt Whisky, spielt im Casino. Mouna lebt noch einmal richtig auf.

"Dieser wunderbare blaue Himmel" - eine bezaubernde Geschichte. Eine Geschichte, die man allen alten Menschen wünscht. Nicht das Seniorenheim, sondern, noch einmal verrückte Dinge zu tun.

Es ist ein schönes Buch, ein leises Buch, von dem ich mir jedoch noch ein bisschen mehr Mouna gewünscht hätte.

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goldene zwanziger, münchen, historischer roman, berlin, jetse

Spiel der Hoffnung

Heidi Rehn
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426515921
Genre: Historische Romane

Rezension:

Literatur vom Besten!


Das Jahr 1927. Als Ella Wittkamp den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter ordnet, entdeckt sie die Adresse eines Münchner Professors. Die junge Frau macht sich auf den Weg von Berlin nach München, um Professor Lutz aufzusuchen. Der heißt sie herzlich als seine Nichte willkommen. Als Jobst von Kirchenreuth dort erscheint, ist es die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Ella und Jobst verlieben sich unsterblich ineinander. Schon kurze Zeit später wird geheiratet und Ella hat endlich wieder eine richtige Familie. Ihre Schwägerin Viktoria scheint längst nicht so begeistert zu sein und versucht alles, um Ella das Leben schwer zu machen.


Ella und Jobst erleben die erste Zeit ihrer Ehe wie im Rausch. Paris, Monte Carlo, Casinos und Varietés stehen auf dem Programm ihrer Flitterwochen. Jobst verschwindet jedoch immer wieder mal zu rätzelhaften Geschäftsterminen, an denen sie nicht teilnehmen darf. Oft ist er tagelang verschwunden. Und was hat es mit der Mappe auf sich, die der inzwischen verstorbene Professor Lutz ihr mit den Worten überreicht hat, die Unterlagen würden ihr ihren Platz in der Familie von Kirchenreuth sichern?


„Spiel der Hoffnung“ - die Autorin Heidi Rehn hat mich mit ihrem neuesten Roman wieder in die Zwangziger Jahre entführt. Mit großer erzählerischer Kraft und viel Einfühlungsvermögen lässt sie mich so Zeuge einer vergangenen Zeit werden. Eine Zeit, in der die wohlhabenden Bürger wie im Rausch gelebt haben. Musik, Tanz, Casinos, Theater – das ganze Leben scheint das reinste Vergnügen gewesen zu sein. Heidi Rehn zeigt dem Leser aber auch die andere Seite. Als Ella in Berlin auf der Suche nach ihrer Freundin Rike ist und der Leser mit ihr die elenden Mietskasernen aufsucht, in der unzählige Menschen leben, es nach Kohl und Suppe stinkt, spätestens da, wird dem Leser klar, dass das Leben nicht für alle ein Dasein im Rausch war.


Hitler gewinnt immer mehr an Gehör. Die Braunhemden marschieren ungehindert auf. Und Ella erfährt, dass ihre Mutter jüdische Wurzeln hatte. Auch die von Kirchenreuths wollen mit Juden nichts zu tun haben. Als Leser spürt man förmlich, wie die Stimmung umschlägt und man unweigerlich den Atem anhält.


„Spiel der Hoffnung“ - spannend und authentisch. Ein großartiger Roman, der den Leser die Stunden nur so vergessen lässt. Tiefsinnig und unterhaltsam mit vielschichtigen und interessanten Persönlichkeiten. Vor dem inneren Auge des Lesers läuft von der ersten Seite an ein Film ab. Der Schluss lässt mich ganz innig hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird und ich Ella und Jobst ein weiteres Mal begleiten darf.


„Spiel der Hoffnung“ - unbedingt lesen!


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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

alzheimer, kreuzfahrt, familie, krankheit, venedig

Tage zwischen Ebbe und Flut

Carin Müller
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426519738
Genre: Romane

Rezension:

Der 70-jährige Felix ist an Alzheimer erkrankt. Sein größter Wunsch war es immer, einmal eine Kreuzfahrt zu unternehmen. Seine Tochter Judith erfüllt ihm diesen lang ersehnten Traum, doch nicht nur Felix und Judith gehen an Bord, auch Felix Ehefrau Ellen und Enkelin Fabienne. Felix Erinnerungen und Gedanken sind wie das Meer und die Wellen – mal angeschwemmt, mal fortgetragen. Was für Felix ein einmaliges Abenteuer zu sein scheint, wird für die drei Frauen zu einer Reise ins eigene Ich.


„Tage zwischen Ebbe und Flut“ - allein schon Titel und Cover haben mich magisch angezogen. Es ist ein Roman, der aus der Masse heraussticht, ganz leise, ganz wunderbar! Es ist die fesselnde und tief bewegende Geschichte des an Alzheimer erkrankten Felix und seiner Familie. Vier Menschen, die an Bord eines Segelschiffes gehen und zu einer Kreuzfahrt aufbrechen. Vier Menschen, alle mit ihren eigenen Problemen.


Da ist Felix, der sehr an seiner Krankheit zu leiden hat. Als Leser spürt man förmlich den Schmerz und die Verzweiflung, wenn er wieder einmal nach Worten sucht, die ihm einfach nicht einfallen wollen. Felix ist traurig. Felix ist wütend.


Dann ist da seine Frau Ellen, die immer und in jeder Situation versucht, die Haltung zu bewahren. Ellen, die sich nach dem alten Felix sehnt, den sie so liebt. Doch der kranke Felix ist oft abwesend, vergisst, wird wütend. Ellen tut alles für ihn, doch mit den Zeilen spürt man, wie verzweifelt sie eigentlich ist, wie ihr alles zu viel wird.


Judith, die gemeinsame Tochter, die ihrem Vater sehr nahe steht, zu ihrer Mutter aber kein besonders gutes Verhältnis hat. Immer wieder wirft sie ihrer Mutter vor, sie würde über den Vater bestimmen, ihn bevormunden, ihn nicht ernst nehmen. Doch wer weiß besser, als die Frau an Felix Seite, wie er wirklich ist?


Zum guten Schluss Enkelin Fabienne, die mitten in der Pubertät steckt und so ihre eigenen Probleme hat. Sie geht noch am lockersten mit Felix um, nimmt ihn einfach so, wie er ist.


„Tage zwischen Ebbe und Flut“ - ein großartiges Buch, das auf seine eigene Art und Weise den Leser fesselt und nicht mehr los lässt. Eine Geschichte, wie sie in jeder Familie passieren kann. Eine Geschichte, die zeigt, wie schwer es ist, mit dieser Krankheit zu leben. Carin Müller setzt sich sehr einfühlsam mit dem Thema Alzheimer auseinander, ist ihr eigener Vater doch selbst auch betroffen. Es ist eine Geschichte, die aufwühlt und doch ist sie so wunderbar leicht erzählt.


„Tage zwischen Ebbe und Flut“ - es ist eines dieser Bücher, die den Leser zum Weinen, aber auch zum Lachen bringen. Und ganz nebenbei begleitet man die Roman-Personen auch noch auf eine wunderschöne Kreuzfahrt. Ich würde am liebsten sofort losfahren und all die wunderbaren Orte selbst besichten!


Danke für diese wunderschöne Geschichte, die mich noch sehr lange beschäftigen wird!




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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Liebesgrüße aus Minsk

Nadine Lashuk
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei MALIK, 01.04.2016
ISBN 9783890294636
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nadine Lashuk kennt ihren Weg: Eine Laufbahn bei der EU-Kommission. Für ein Praktikum zieht sie in die Ferne, und zwar nach Belarus, hier besser bekannt als Weißrussland. Kaum angekommen, verliebt sie sich Hals über Kopf in den Belarussen Aliaksei. Und was nun? Nadine lernt eine völlig andere Welt kennen – und lieben. Sie erfährt schnell, was es heißt, die Eltern des Freundes zu besuchen.Verlobung! Kein Treffen, keine Feier ohne Wodka. Essen, bis sich die Tische biegen. Junge Frauen, die nur mit Highheels durch Minsk laufen. Auf der anderen Seite das Landleben. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Holzhäuser wie in einem Freilichtmuseum, Babuschkas mit bunten Kopftüchern und Pferdewagen. Himbeeren im Überfluss.Vieles ist neu für Nadine, vieles ganz anders. Einfach hin- und herfahren zwischen Deutschland und Belarus geht auch nicht. Ein Visum muss her. Ist das Visum da, muss sich sich vor Ort bestimmten Untersuchungen unterziehen.
Die Liebe ist jedoch wie ein Blitz eingeschlagen. Nadine beschließt zu bleiben. Schließlich heiratet sie ihre belarussische Liebe. Kind 1 ist unterwegs und Nadine muss erfahren, dass es durchaus kein Witz ist, dass die Schwiegermutter erst einmal zu dem jungen Paar ziehen möchte. Nadine mit Baby allein unterwegs im Park. Die Welt um sie herum versteht sie nicht. Man kann doch nicht mit einem Baby unterwegs sein! Familienzusammenhalt wird groß geschrieben in Belarus und für selbstverständlich gehalten, ob man das möchte oder eben auch manchmal lieber nicht.
Doch Nadine hat immer wieder großes Heimweh nach ihrer Heimat Essen, nach ihren Eltern, ihrer Familie, nach ihrer Stadt. Das junge Paar zieht nach Deutschland, erst einmal ins Schwäbische, doch so richtig glücklich werden sie hier nicht. Es geht zurück nach Belarus und letztendlich auch wieder nach Deutschland.
„Liebesgrüße aus Minsk“ - federleicht und auch witzig gelingt es Nadine Lashuk, dem Leser ein uns eher unbekanntes Land näher zu bringen. Belarus, das letzte europäische Land mit einer Diktatur. Nadine Lashuk erzählt mit so viel Lebensgefühl, dass man das Gefühl hat, direkt dabei zu sein. Als Leserin begleite ich sie durch Minsk, besichtige mit ihr gewöhnungsbedüftige Wohnungen und fahre mit ihr aufs Land. Ich lerne Sitten und Gebräuche kennen, lerne die Menschen und die Orte kennen.
Das junge Paar ist hin- und hergerissen. Mal leben und arbeiten sie in Belarus, dann wieder in Deutschland. Egal, wo sie gerade sind, das Heimweh stellt sich ein. Das Heimweh nach der jeweils anderen Stadt, nach dem jeweils anderen Land. Letztendlich bleiben sie doch in Deutschland. Hier ist es für Nadine mit inzwischen zwei Kindern einfach unproblematischer zu leben. Die Zerrissenheit zwischen beiden Ländern, die Sehnsucht nach der einen, wie nach der anderen Lebensweise, ist jedoch immer wieder spürbar.
Frisch und lebendig lässt Nadine Lashuk uns Leser an ihrem Leben teilhaben. Auch wenn man merkt, dass ihr die belarussische Familie manchmal zu nah ist, so merkt man dennoch, wie sehr sie diese Familie auch liebt.
„Liebesgrüße aus Minsk“ - absolut lesenswert! Mit vielen Fotos und tollen Rezepten (Soljanka, Syrniki, Pizza Minsk, usbekische Paella, belarussische Graupensuppe u.v.m.).
Was es mit der Pizza Minsk auf sich hat und warum jede ordentliche Hausfrau ein Huhn im Kühlschrank haben sollte, das lesen Sie am besten selbst!  

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301 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

thriller, psychothriller, hamburg, melanie raabe, entführung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sieben Jahre ist es her, dass Sarahs Mann bei einer Südamerika-Reise plötzlich verschwand. Sieben Jahre, in denen sie alleine zurecht kommen musste, in denen sie alleine den gemeinsamen Sohn großgezogen hat. Nach diesen sieben Jahren erhält sie plötzlich die Nachricht, dass ihr Mann gefunden wurde und er auf dem Rückweg nach Deutschland ist. Mit Botschaftsangehörigen und begleitet von großem Presserummel fährt sie zum Flughafen, um ihren Mann in der Heimat zu begrüßen. Doch der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Mann. Es ist ein Fremder. Verzweifelt versucht Sarah zu erklären, dass sie diesen Mann nicht kennt, doch niemand will ihr glauben. Und dann droht der Fremde, der alles über sie zu wissen scheint, ihr auch noch, ihr Leben zu zerstören, sollte sie nicht still halten.

„Die Wahrheit“ von Melanie Raabe – ein Buch, ein Thriller, bei dem ich auf der letzten Seite nur noch „WOW!“ gesagt habe. „Die Wahrheit“ - das ist Erzählkunst bis zur höchsten Vollendung! Melanie Raabe fesselt und begeistert. Dieses Buch ist einfach großartig, so unerträglich spannend. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. 


Immer wieder habe ich mich gefragt, wer ist dieser Mann, der sich als Philipp ausgibt? Wie kann es sein, dass er die noch so kleinsten Details aus Sarahs Leben kennt? Die Autorin schafft es, den Leser in einen unheimlichen Sog zu ziehen. Doch plötzlich stellte sich mir nicht nur die Frage, wer dieser Fremde eigentlich in Wirklichkeit ist. Mir kamen Zweifel an Sarah. Wer ist Sarah in Wirklichkeit? Was hat sie zu verheimlichen, was niemand wissen darf?


„Die Wahrheit“ - eine so packende Geschichte, so spannend, dass man es kaum erwarten kann umzublättern. Melanie Raabe gelingt der Aufbau eines enormen Spannungsbogens. Hoch originell, äußerst temporeich! Dieses Buch MUSS man lesen! 


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311 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 159 Rezensionen

organspende, transplantation, liebe, depression, münchen

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachdenklich, unendlich traurig und herzzerreißend schön!



Gwen, eine junge Frau, hat nach langer Wartezeit endlich ein Herz transplantiert bekommen. Während alle von ihr erwarten, dass sie vor Glück überschäumt und tatendurstig ihr neues Leben in die Hand nimmt, ist Gwen todunglücklich. Schuldgefühle plagen sie, denn sie hat das Herz nur bekommen, weil ein anderer Mensch sterben musste. Den Satz "Alles wird gut" kann sie nicht mehr hören. Sie ist schier verzweifelt, doch niemand merkt es. Dann fasst sie einen Entschluss. Sie möchte ihr Herz jemanden geben, der damit wirklich glücklich wird. Sie möchte es hergeben und sterben. Gwen ist fest entschlossen. Sie meldet sich in einem Forum an, das spezialisiert ist auf Herztransplantationen. Betreut wird das Forum von Noah, einem jungen Studenten. Seine Mutter ist Herzchirurgin. Als Gwen im Forum ihr Herz anbietet, hält Noah die junge Frau für einen sogenannten Troll, einen Fake. Wie ernst es ihr tatsächlich ist, muss er erfahren, als sie quer durch Deutschland fährt und plötzlich vor seiner Wohnungstür steht. Er, der selbst nicht weiß, was er Anständiges anfangen soll mit seinem Leben, versucht mit einer List die verzweifelte Gwen davor zu bewahren, sich etwas anzutun. 


"Die Tage, die ich dir verspreche" - ist eine fesselnde und zutiefst bewegende Geschichte. Es ist ein ganz außergewöhnlicher Roman. Immer wieder muss man sich fragen, wie man selbst fühlen würde. Glück darüber spüren, dass endlich ein passendes Spenderorgan gefunden wurde? Wie geht man mit dem Gedanken um, dass man dieses Spenderorgan nur bekommen hat, weil ein anderer Mensch gestorben ist? Ein Mensch, der nicht freiwillig gegangen ist. Die Autorin schafft es hervorragend, die Ängste, die Zweifel und die Schuldgefühle darzustellen. Auch die Schuldgefühle anderen Patienten gegenüber, die nicht so viel Glück hatten, für die jede Hilfe zu spät kam. Jede einzelne Zeile hat mich berührt, hat mich nachdenklich gemacht. 


In meinem Arbeitsumfeld habe ich zwei Kollegen, denen eine Niere transplantiert worden ist. Ich habe mitbekommen, wie es ist, plötzlich einen Anruf zu bekommen. Die Tasche fürs Krankenhaus steht immer bereit. Der Anruf, alles stehen und liegen lassen. In die Klinik fahren. Freude, Daumen drücken. Und dann doch wieder einen Fehlalarm hinnehmen zu müssen. Dann plötzlich klappt es doch. Die Operation gelingt. Ich kann mich noch an die Fotos des einen Kollegen erinnern, an die Berge von Medikamenten, die einzunehmen sind. An die Gedanken und Gefühle, die er bei Facebook gepostet hat. Inzwischen führt er wieder ein normales Leben, doch was heißt normal? Normal, so wie ich ihn jeden Tag im Büro erlebe? 


"Die Tage, die ich dir verspreche" - es ist ein großartiges Buch! Hier geht es auch um Kommunikation. Man erfährt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen. Manchmal möchte man die beiden jungen Protagonisten schütteln, ihnen zurufen: "Sprecht endlich miteinander! Sagt die Wahrheit. Sprecht über Eure Gefühle!" Dies auf der einen Seite. Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch, warum sie dies gerade nicht tun. Sie wollen niemanden verletzen. Noah, dem es mit einer Lüge gelingt, Gwen davon abzuhalten, sich etwas anzutun. Wie soll er ihr plötzlich die Wahrheit sagen? 


"Die Tage, die ich dir verspreche" - eine mitreißende Geschichte, manchmal so zart, so leicht, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Eine Geschichte, nachdenklich, unendlich traurig und herzzerreißend schön!



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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

australien, familiensaga, erster weltkrieg, sydney, aborigines

Das Versprechen der australischen Schwestern

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.06.2016
ISBN 9783746632117
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eine Welt im Umbruch. Elsa hat die Erfüllung in ihrem Job in einer Werbeagentur gefunden. Mina hat endlich ihren William geheiratet und die gesamte große Familie kümmert sich liebevoll um Großmutter Emilia, die hinnehmen muss, dass ihr geliebter Mann nach langer Krankheit verstorben ist. Emilia und Carl, die einst von Hamburg aus gestartet sind, um sich im fernen Australien ein neues Leben aufzubauen. Und dann ist da auch noch Carola, von allen liebevoll Tutt genannt, die ihr Vater vor vielen, vielen Jahren in die deutsche Heimat geschickt hat und die bei ihrer Ziehmutter groß geworden ist und nun glücklich mit ihrem Ehemann Werner zusammen lebt. Die Schwestern bleiben auch über die Entfernung hinweg in Kontakt. sie pflegen einen regen Briefkontakt, doch so gut es Tutt auch in Deutschland geht, die Sehnsucht bleibt. Die Sehnsucht nach ihren Geschwistern, die Sehnsucht nach ihrer Großmutter und die Sehnsucht nach Australien überhaupt. Kinder werden geboren, Familienmitglieder sterben und der Traum nach einem Wiedersehen scheint in unerreichbare Ferne zu rücken, als schließlich auch noch der Erste Weltkrieg ausbricht. Werden sich die Schwestern jemals wiedersehen?

"Das Versprechen der australischen Schwestern" ist der dritte und letzte Band der wunderbaren Geschichte einer australisch-deutschen Familie. Mich hat die Geschichte gefesselt und tief bewegt. Elsa, Mina und Carola sind nicht die einzigen Geschwister, doch ihnen kommen die Hauptrollen zu. Dem Leser begegnen viele Personen, jede Person so vielschichtig, anders und eine eigene Persönlichkeit und doch verbindet sie alle das Band der Familie - auch über Kontinente hinweg. Für mich besonders faszinierend ist, dass die Familienmitglieder tatsächlich alle gelebt haben. Ulrike Renk gelingt es auf phantastische Weise, diesen Personen wieder Leben einzuhauchen. Mit allen drei Bänden der Geschichte setzt sie ihnen ein verdientes Denkmal. Ich habe die Familie lesetechnisch durch mehrere Jahrzehnte begleitet. Ich habe mich mit ihnen gefreut, habe mit ihnen gelitten, habe mit ihnen gelacht und geweint. 

Allunga, die Aboriginie-Frau ist zwar erfunden, aber genau so hätte es sein können. Und überhaupt, ganz nebenbei erfährt man in dem Roman sehr viel über das Leben der Aboriginies, ihre Traumpfade und wie die damalige australische Regierung diese Menschen gezwungen hat, in Reservaten zu leben. Die ersten Autos fahren. Es gibt Kochmaschinen! Ich musste erst einmal googlen, wie diese "Maschinen" wohl ausgesehen haben. Ulrike Renk schafft es hervorragend, den Leser an der damaligen Zeit teilhaben zu lassen. Ihr Schreibstil ist angenehm und bildhaft. Ich war gespannt, abgelenkt und tief in Gedanken. 

Fazit: Unbedingt lesen! Alle drei Teile!

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

bier, familie, feuerweh, gerste, hamburg

Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot

Florian Herb
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548287591
Genre: Humor

Rezension:

Ried im Allgäu. Der Dorfgemeinschaft stehen neben dem 700-jährigen Dorfjubiläum noch etliche weitere Jubiläen ins Haus. Und was wäre eine Feier ohne Bier? Da ist Alois Gschwend gefragt, der örtliche Braumeister, bekannt für seine "Erhellung", ein Bier, das es sonst nirgendwo anders gibt. doch Aloisius, wie er genannt wird, mag nicht mehr brauen. Ein Unbekannter hat ihm das Finanzamt auf den Hals gehetzt. Die Frau, die ihn vor vielen Jahren verlassen hat und es vorzieht, in Italien zu leben und die Kinder, längst erwachsen und in der Großstadt wohnend - Aloisius schmeißt alles hin. Das ganze Dorf ist außer sich. So viele Feiern und keine Erhellung! Es kann doch nicht angehen, Bier aus dem Nachbarort zu importieren und dann welches, das längst nicht so gut ist wie die berühmte Erhellung. Zu einem echten Dorf gehören natürlich auch typische Landfrauen und diese machen sich auf den Weg nach Hamburg zu Tochter Maria. Maria soll ihren Vater zur Vernunft bringen und zugleich die Brauerei retten. Allzu schwer haben es die Rieder Landfrauen nicht Maria zu überreden. Sie ist gerade nicht gut auf ihren Mann zu sprechen, packt ihre Sachen und begleitet die Landfrauen zurück in die Heimat, zu der sie sich insgeheim schon ganz lange gesehnt hat. Wie Maria es schafft, ihren Vater auf den rechten Weg und die Brauerei wieder in Gang zu bringen, das lesen Sie am besten selbst!

"Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot" - eine herzerfrischende Lektüre, die im wunderschönen Allgäu spielt! Mir hat die Geschichte zudem als kleine Verlängerung zum Urlaub gedient, haben wir doch die schönste Zeit des Jahres im Allgäu verbracht. Orte, Landschaft, Menschen, all dies habe ich sofort wieder gesehen. Florian Herb schafft es hervorragend, das Allgäu-Flair rüber zu bringen. Mir war sofort alles vertraut und das nicht nur, weil ich kurz zuvor erst da war. Die Handlung schreitet leicht und unterhaltsam voran. Ganz klasse die Landfrauen, wie sie sich aufmachen nach Hamburg und Maria, die verlorene Tochter zurückholen. Ganz toll, wie Maria die Ärmel hochkrempelt, anpackt und sich dann auch ihr Vater berappelt, aber nicht nur Maria bemerkt die Veränderungen, die mit Aloisius vonstatten gehen. 

"Maria und das Ding mit dem Reinheitsgebot" - erfrischend bunt und heiter, wie das Allgäu! Ein tolles Lesevergnügen!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

INSELblau

Stina Jensen , Alice Golding
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei null, 11.07.2016
ISBN B01ICCQ5MY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die junge Grundschullehrerin Svea träumt schon sehr lange von einer spanischen Bodega auf Mallorca. Dann plötzlich erbt sie eine Kneipe auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Opa Hannes würde sich riesig freuen, Svea endlich wieder näher bei sich zu haben, doch Svea sehnt sich nach Sonne und Wärme. Tobi, Sveas langjähriger Freund, möchte die Kneipe am liebsten teuer vermieten, doch irgendwie gefällt der jungen Frau der momentane Pächter. Svea kommt mit Pächter Jan ins Gespräch. Um ihre durcheinander gebrachte Gefühlswelt wieder in richtige Bahnen zu lenken, bucht Svea kurzerhand ein paar Tage Mallorca. Jan hat da einen guten Tipp für sie. Doch anstatt zur Ruhe kommen, trifft sie auf der Sonneninsel Miguel, ihre alte Jugendliebe wieder! Als dann Opa Hannes einen Unfall hat und ins Krankenhaus muss, ist das Chaos perfekt.


„Inselblau“ - ein wunderbar leichter Sommerroman mit überraschenden Wendungen! Herrlich zu lesen, wie Sveas beschauliches Lehrerinnen-Dasein von einer Minute zur anderen durcheinander gewirbelt wird. Dass die Autorin die ostfriesischen Inseln wie auch die Balearen kennt, merkt man schnell beim Lesen. Dort der raue Wind der Nordsee, da die wärmende Sonne des Mittelmeeres. Beim Lesen scheint einem alles vertraut zu sein. Frisch und lebendig schreitet die Geschichte voran und ist somit ein garantiert kurzweiliges Lesevergnügen!

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