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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wie der kleine Fuchs das Christkind sucht

Ulrike Motschiunig , Florence Dailleux
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei G & G Kinder- u. Jugendbuch, 01.08.2014
ISBN 9783707416558
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bezauberndes, kleines Bilderbuch zur Weihnachtszeit. Besonders die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Werde das Buch gleich mehrfach verschenken. Auch die anderen Bilderbücher der Reihe sind wärmstens zu empfehlen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Ukrainischer Sommer

Marc Höpfner
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei null, 11.12.2013
ISBN B00H8Q6XWS
Genre: Romane

Rezension:

Als Krimileser hat mich zunächst einmal der ungewöhnliche Hintergrund des Romans interessiert: Osteuropa und vor allem die Ukraine. Wer die letzten Jahre wie ich zur Hauptsache skandinavische Krimis gelesen hat und das Gefühl hat, in diesen nordischen Regionen von Kopenhagen (Adler-Olsen) bis Oslo (Jo Nesbö) jeden Stein zu kennen, freut sich, wenn er einmal in eine gänzlich andere Erzählwelt eintauchen kann. Zuletzt bin ich bei Deon Meyer hängengeblieben, dessen Kapstadt-Krimis auch immer wieder sehr viel Lokalkolorit bieten. Ukrainischer Sommer" ist ein eher untypischer Krimi und war gerade deswegen interessant und faszinierend für mich, es gibt nicht die übliche hartgesottene, dauertrinkende oder sonstwie gebrochene professionelle Ermittlerfigur ohne die das Genre seit Chandler und Hammett scheinbar kaum noch auskommt. Der "Ermittler" ist eher ein Held wider Willen, ein Journalist, der versucht den mysteriösen Tod seiner Mutter aufzuklären und sich in der Ukraine auf Spurensuche begibt. Besonders berührt hat mich hier der Einstieg aus der Buchvorschau, die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, die auch mir im Gedächtnis haften geblieben ist. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Sprache des Buches. Der Autor benutzt nicht den typischen Krimijargon sondern eine eher literarische Sprache, die in diesem Genre selten ist ( wenn man vielleicht mal von John le Carré und seinen Geheimdienstkrimis absieht). Schön zu lesen, spannend und "anders" - deswegen 5 Sterne.

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89 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

spionage, liebe, geheimdienst, kalter krieg, verrat

Honig

Ian McEwan ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 17.12.2014
ISBN 9783257243048
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Sicherheit nicht das Beste von McEwans Büchern sondern im Vergleich zu Werken wie „Abbitte“ und „Saturday“ eine unterhaltsame Fingerübung, die nicht ganz die stilistische Brillanz früherer Werke besitzt. Das, was an „Honig“ angesichts der aktuellen NSA-Enthüllungen, von denen der Autor zur Zeit der Abfassung des Werkes kaum etwas wissen konnte, besticht, ist seine Aktualität und gleichzeitig die Erkenntnis, dass „Big Brother“ nicht nur abhörend sondern auch manipulativ in unser Leben eingreift. Kein Krimi sondern leider Realität, damals wie heute.

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(16)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

frauen, erwachsen werden, zukunft, selbstversorgung, emotional

Die Lichtung

Jean Hegland , Anne Steeb-Müller
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 01.08.2000
ISBN 9783596145843
Genre: Romane

Rezension:

ean Heglands Roman über die Geschichte zweier Schwestern, die, während die Zivilisation um sie herum zusammenbricht, in einem abgelegenen Haus im Wald um ihr Überleben kämpfen, erzählt seine Story als ein literarisches Young-Adult-Drama in einer ungewöhnlichen Umgebung. Die in einer nahen Zukunft angesiedelte Romanhandlung um Eva und Nell hat den Erzählrahmen einer Dystopie, versucht ihre Fabel aber nicht mit den sich hier anbietenden Thriller- und Spannungselementen aufzuladen, sondern bemüht sich um einen poetisch-romantischen Tonfall, der mit naturmystischen und märchenhaften Motiven spielt und dabei im Endergebnis einen streckenweise spannenden, literarisch originellen Roman liefert, dessen gefühlige Grundstimmung sich an ein jüngeres weibliches Publikum richtet.
Was „Die Lichtung“ interessant und originell macht, sind die vielen Lesarten und möglichen Botschaften seiner Story: Elemente von Zivilisationskritik und einer auch gesellschaftlich durchaus wieder aktuellen, esoterischen Zurück-zur-Natur-Romantik mischen sich mit verhalten feministischen Motiven. Gleichzeitig erzählt „Die Lichtung“ den unter ungewöhnlichen Umständen vollzogenen Reifungsprozess zweier junger Frauen und ist damit auch eine Coming-of-Age-Geschichte, bei der die Grundstimmung einer unsichtbaren Bedrohung streckenweise an Motive von Haushofers Roman „ Die Wand“ (2012) erinnert.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

drogen, roman, börse, new york, thriller

Stoff

Alan Glynn , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.11.2006
ISBN 9783548266343
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman beschäftigt sich mit einem Thema, das in einer zunehmend leistungsorientierten Gesellschaft immer breiteren Raum einnimmt. „Smart Pills“ oder sogenannte „Neuro Enhancer“ wie etwa das weit verbreitete Modafinil werden nicht nur von Jetpiloten, sondern auch von Managern und Studenten eingenommen, um kognitive Leistungen und das geistige Durchhaltevermögen zu erhöhen. „Stoff“ macht aus dem Versuch der intellektuellen Selbstoptimierung einen düsteren Techno-Thriller um einen mittelmäßigen Texter, Eddie Spinola, der mit einer Superdroge experimentiert.
Die fiktive experimentelle Droge MDT-48 erweist sich nicht nur als Viagra fürs Gehirn, sondern bewirkt eine drastische Steigerung von Intelligenz und Aufnahmefähigkeit auf Superheldenniveau. „Stoff“ lässt in seiner Story einen feuchten Traum der Pharmaindustrie, aber auch die geheime Sehnsucht vieler Menschen nach geistiger Selbstoptimierung wahr werden. Doch der Konsum der Powerdroge erweist sich als ein Pakt mit dem Teufel.
Wohl jeder Leser wird sich schon einmal dabei ertappt haben, von alternativen, glücklicheren und aufregenderen Verläufen seines eigenen Leben geträumt zu haben und genau das ist der Punkt, an dem das zentrale Motiv der Handlung von „Stoff“ psychologisch andockt. „Selbstoptimierung“ scheint in unserer durch die Bilderwelten von Fernsehen und Internet dominierten und klein gewordenen Welt, in der man sich permanent mit anderen Lebensentwürfen vergleichen kann ein logischer Zwang zu sein und so bietet der Roman eine düstere Deutung eines Trends in unserer Gesellschaft

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118 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

frankreich, krimi, wein, perigord, bruno

Grand Cru

Martin Walker , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.05.2011
ISBN 9783257240825
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bruno, Gourmet, Hobbykoch und Trainer der lokalen Rugby-Mannschaft, ist Polizeichef des im für seine Trüffel berühmten Périgord gelegenen St. Denis, doch auch vor der idyllischen Kleinstadt im Südwesten Frankreichs macht das Verbrechen nicht halt.
Der Krimiplot um einen Leichenfund im „Weinfass“ und dem damit in Verbindung stehenden Versuch eines kalifornischen Investors, die Weinberge der Region aufzukaufen, wirkt am Ende in meinen Augen etwas konstruiert und kann mich nicht wirklich überzeugen. Aber die Stammleser von Martin Walkers Romanen, zu denen ich nicht gehöre, schätzen offenbar eher die süffigen Schilderungen von Land und Leuten: Polizeichef Brunos Ermittlungen im fiktiven St. Denis werden gewürzt mit üppigen Landschaftsschilderungen, Kochrezepten und viel skurrilen Lokalkolorit aus dem Südwesten Frankreichs. Sie richten sich an den Kreis eines frankophilen Publikums, dass sich für französische Lebensart und Genusskultur begeistert.
So scheint es meines Erachtens bei den regionalen "kulinarischen" Romanen von Walker nicht um eine im klassischen Sinne entfaltete Kriminalhandlung zu gehen, sondern um Bücher, die eine Art Kochbuch mit angehängtem Krimi darstellen. Die Kardinaldisziplin des Genres, die konsequente Spannungsentfaltung, geht jedenfalls „Grand Cru“ oft ab, er setzt eher auf Atmosphärisches, was das Lesevergnügen jedoch nicht schmälern muss, wenn man sich mit den Figuren des Romans anfreunden kann und an der etwas phlegmatischen aber durchaus charmanten Erzählweise des Schotten Walkers Gefallen findet.

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(90)

168 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

intrigen, england, macht, geld, london

Die Pfeiler der Macht

Ken Follett , Markus Weber , Till R. Lohmeyer , Christel Rost
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172320
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Roman erzählt von den Machtkämpfen, Intrigen und amourösen Affären in einer britischen Bankiersdynastie des 19. Jahrhunderts, in deren Mittelpunkt die Liebesgeschichte von Hugh Pilaster und Maisie Robinson steht. Hugh, ein durch den Freitod seines Vaters innerlichen zerrissener und zunächst mittelloser jungen Mann findet in der eigenwilligen, aber charakterstarken, auf den Straßen Londons groß gewordenen Maisie seine große Liebe, doch von ihren Lebensumständen genötigt, gelangen die beiden erst über Umwege zueinander.
Der Roman bedient sich der Motive und Erzählmuster des klassischen Liebes- und Gesellschaftsromans, die in Folletts Buch auf triviale, aber wirkungsvolle Weise für den Massengeschmack zurechtgestutzt werden.
Auf den ersten Blick versammelt „Pfeiler der Macht“ in seinem Ensemble nicht mehr als eine Ansammlung alter, aus dem klassischen erzählenden Roman bekannter Rollenklischees: die unglücklichen, durch die Umstände getrennten Liebenden; strenge, unerbittliche und charaktersteife Väter; machthungrige, für das Wohl ihrer liebsten manipulierende Mütter, haltlose, labile Söhne und innerlich gebrochene, aber talentvolle Helden, die durch die Tretmühle des Lebens zu konsequentem Handeln und moralischer Verantwortung reifen. Ken Follets Unterhaltungsroman, der sich an einer Light-Version von altbekannten Motiven in der Tradition des klassischen europäischen Liebes- und Gesellschaftsromans versucht, bietet alles auf, was schlicht, simpel, leicht verständlich, aber auch wirkungsvoll im Hinblick auf die emotionale Durchschlagskraft bei einem breiten Publikum ist, das Ergebnis ist ein kurzweiliges Lesefutter, ohne Nachhall oder nachdenklich stimmende Momente aber auch ohne Langeweile.

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(199)

274 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

amerika, diana gabaldon;, mystik, zeitreise, schottland
Rezension:

Der Roman erzählt das Schicksal einer selbstbewussten jungen Krankenschwester, die kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch den Kontakt mit einem magischen Steinkreis in Schottland in eine historisch turbulente Epoche des 18. Jahrhunderts katapultiert wird.
„Feuer und Stein“ erzählt seine Geschichte dabei in einem Mix aus drei der erfolgreichsten Genres der Unterhaltungsliteratur: Fantasyroman, Historienroman und Liebesroman.
Hauptfigur Claire steht für einen starken, selbstbewussten und zupackenden Frauentyp, was die britische Krankenschwester vor allem vor der historischen Kulisse des 18. Jahrhunderts zu einer ungewöhnlichen weiblichen Figur macht. Claire steht in einer trivialisierten Form in der Tradition von Figuren wie „Scarlett“ aus Margaret Mitchells „Vom Winde verweht“.
Auch wenn starke Frauenfiguren durchaus ein männliches Lesepublikum begeistern können, wirkt die Handlung von „Feuer und Stein“ mit ihrer Geschichte einer emanzipierten und leidenschaftlichen jungen Krankenschwester, die unversehens zu einer Zeitreisenden wird und während der Jakobitenaufstände dem attraktiven und unwiderstehlichen schottischen Rebellen Jamie Frazer begegnet, zur Hauptsache auf die romantischen Bedürfnisse eines weiblichen Lesepublikums zugeschnitten. Für mich als männlichen Leser, war der leicht und flüssig geschriebene Roman dann trotz seiner durchaus originellen Grundidee am Ende etwas zu seicht und kitschig.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

james patterson, die spur der schuld

Private L.A. - Die Spur der Schuld

James Patterson , Maxine Paetro , Helmut Splinter
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.10.2012
ISBN 9783442477531
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Ermittlungsagentur, die Jack Morgan, ein Ex-Marine und Kriegsheld, von seinem Vater, der wegen Mordes und Verstrickungen in das Organisierte Verbrechen im Gefängnis sitzt, übernommen hat. Jack, ein Mann mit hohen moralischen Idealen, will die Agentur aus ihrem kriminellen Umfeld lösen und nach eigenen Prinzipien führen, stößt dabei jedoch schnell an seine Grenzen.
Mich hat dieses Buch aus der Bestsellerfabrik des amerikanischen Autors James Patterson, dessen Kriminalromane in einer fließbandartigen Produktion mit derzeit 7 Co-Autoren verfasst werden und Patterson, der seit Beginn seiner Karriere 1976 bislang 72 Kriminalromane verfasst hat, zu einem der meistverkauften Kriminalautoren der Welt gemacht haben nicht überzeugt.
Das von Jack Morgan geführte Detektivunternehmen zeigt eine Ermittlungsarbeit, die mit der Arbeit tatsächlicher Detektive kaum etwas gemeinsam hat, aber trotzdem nicht originell oder ungewöhnlich genug ist, um den Leser zu fesseln. Das Vorgehen der Ermittler wirkt oft dilettantisch und unsystematisch, die Fälle über ein in diesem Genre erträgliches Maß hinaus konstruiert.
Die Handlung entwickelt sich zu spannungsarm und schleppend. Die Ermittlungen der Mitarbeiter von Private haben zu viel Leerlauf, zu viele Ermittlungsschritte verlaufen ergebnislos und bringen den Krimi nicht weiter. Neben den etwas altbacken und schematisch inszenierten Ermittlungen sind es die für dieses Genre zu selten auf den Punkt gebrachten Binnenverhältnisse zwischen den Protagonisten, die die Handlung zusätzlich lähmen. Das Ergebnis ist ein Schmalspur-Krimi, der kein großes Lesevergnügen bereitet.

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(28)

75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

wölfe, natur, china, mongolei, roman

Der Zorn der Wölfe

Jiang Rong , Karin Hasselblatt
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.12.2010
ISBN 9783442473953
Genre: Romane

Rezension:

Während der Kulturrevolution wird der Pekinger Student Chen in die Innere Mongolei geschickt, um einer Brigade nomadischer Mongolen Bildung zu vermitteln, doch es ist Chen, der von den Mongolen lernt.
"Zorn der Wölfe" thematisiert den Gegensatz zwischen den im Einklang mit der Natur lebenden Mongolen und den ethnischen Chinesen, sowie die fatalen Folgen der landwirtschaftlichen Kollektivierung, die verheerende Schäden in der Ökologie der Steppe hinterlässt und die gewachsenen und traditionellen Lebensformen der Mongolen zu zerstören droht - was gleichzeitig versinnbildlicht wird durch das Motiv des Wolfes, der in der Handlung genauso unbeugsam und wild , aber auch vom Untergang bedroht ist, wie die Mongolen selbst.
Der Roman, der der sich in kurzer Zeit zum Bestseller entwickelte und bislang in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden ist, beschreibt den Beginn einer Entwicklung, deren Spätfolgen gegenwärtig deutlich zu erkennen sind. Heute gehören die Mongolen der Inneren Mongolei zu den bedrohten Völkern und sind zu Minderheiten in ihrem eigenem rohstoffreichen Territorium geworden, das über die Jahre mehr und mehr von ethnischen Chinesen besiedelt wurde. Die traditionelle nomadische Viehwirtschaft ist durch oft ungeeigneten Methoden des landwirtschaftlichen Ackerbaus verdrängt worden, die zur Wüstenbildung und einer Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts geführt haben.
"Zorn der Wölfe" verwandelt die Elemente dieser Problematik in einem Roman mit beachtlicher atmosphärischer Dichte und gelungenen sprachlichen Bildern einer beeindruckenden Naturschönheit, die ein ungewöhnliches und originelles Leseerlebnis garantieren.

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(57)

107 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

miami, thriller, voodoo, haiti, schwarze magie

Der Totenmeister

Nick Stone , Heike Steffen (Übers.) , Deutsche Erstausgabe
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 09.03.2009
ISBN 9783442468669
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei der Aufklärung eines mysteriösen Mordfalls kommen die Cops Max Mingus und Joe Liston einer Verschwörung zwischen einem hochrangigen Mitglied der Polizeibehörde und einem gefährlichen haitianischen Drogendealer auf die Spur, der mit brutaler Gewalt und Voodoo Angst und Schrecken verbreitet.
Der Roman ähnelt in seiner Beschreibung abgründiger Charaktere, der Korruption der amerikanischen Polizei und in seinem streckenweise nihilistisch anmutenden Noir-Stil den Büchern von James Ellroy-ohne jedoch deren komplexen Realismus und deren erzählerisches Raffinement zu erreichen.
„Totenmeister“, schildert den Kampf zweier „taffer“ und rücksichtsloser Cops aus Miami gegen einen haitianischen Drogenboss, der einen Komplizen im Polizeiapparat der Stadt hat und seine Widersacher nicht nur mit brutaler Gewalt sondern auch mit Voodoo-Zauberei bekämpft, mich hat die vor allem am Anfang zu langatmig erzählte Geschichte jedoch meistens kalt gelassen.

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(69)

124 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

kanibalismus, familie, horror, usa, hunde

Beuterausch

Jack Ketchum , Lucky McKee , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2011
ISBN 9783453676152
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die letzte Überlebende eines Kannibalenstammes wird von dem despotischen Rechtsanwalt Chris Cleek gefangen, um in der Abgeschiedenheit seines ländlichen Familienwohnsitzes auf sadistische Weise „zivilisiert“ zu werden, doch das menschenverachtende Experiment des Juristen, eines Mannes mit vielen Geheimnissen, geht auf dramatische Weise schief.

Die Vorlage ist bemüht, dem männlichen Protagonisten wenigstens oberflächlich annähernd menschliche Züge zu verleihen, dies jedoch nicht aus Interesse an einer differenzierteren Figurengestaltung, sondern nur um das beabsichtigte Grauen etwas subtiler zu machen.
Sohn Brian eifert dem Vater in seiner sadistischen Orientierung nach und löst mit seiner versuchten Vergewaltigung der Kannibalin die Rebellion der Mutter und damit den finalen Gewaltrausch der Vorlage aus.
Mit seichter Psychologie wird den Figuren ein Gemütskorsett angelegt, dss die bedrückende Grundstimmung innerhalb der Familie erklären und gleichzeitig einen Rest von Normalität versprechen soll. Ein despotischer, kontrollsüchtiger Vater und passiv-ergebene Familienmitglieder? Dergleichen ist den meisten Lesern vielleicht noch nicht ganz unbekannt. Aber alle Psychologie wird über Bord geworfen, als die Handlung im letzten Viertel des Buches auf ihr blutrünstiges Finale zudrängt, in dem sich Cleek als die wahre Bestie entlarvt und die Kannibalin zur Rächerin wird.
Am Ende bietet der Roman insgesamt nicht mehr als eine seichte, blutrünstige Gewaltorgie, Schade um die Lesezeit.

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174 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, stalking, roman, obsession, psychische krankheit

Liebeswahn

Ian McEwan , Hans-Christian Oeser
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.06.2000
ISBN 9783257231625
Genre: Romane

Rezension:

Ian McEwan ist ein Experte für Szenarios, in denen das Leben in einer geordneten Alltagswelt durch ein unerwartetes Ereignis aus der Bahn geworfen wird. In "Liebeswahn" ist es ein Ballonunglück, das das Leben von Joe, einem Wissenschaftsjournalisten und Clarissa, einer Literaturdozentin in eine gefährliche Schieflage bringt. Nach dem Ballonunglück, in das Joe hineingezogen wurde, weil er helfen wollte, einen kleinen Jungen zu retten, der von einem davonfliegenden Fesselballon davongetragen wurde, wird er von einem Stalker verfolgt, Jed Parry, einem vermögenden Müßiggänger, der ebenfalls an der versuchten Rettung des Ballons beteiligt war, und seine religiös überhöhte Deutung des Vorfalls nun auf Joe projiziert.
Die Annäherungsversuche des Stalkers werden bald immer bedrohlicher, und auch Joes Ehe, sowie das rationale Selbstbild von Joe und Clarissa werden auf die Probe gestellt.
"Liebeswahn" ist nicht nur spannend in der Weise eines ungewöhnlichen Kriminalfalls, sondern auch als erstaunlich sensibles Psychogramm einer Ehe und ihrer Zerbrechlichkeit, meisterliche Literatur, die in einer gelungenen Verfilmung auch den Weg ins Kino gefunden hat.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Haus in der Parkallee

Marc Höpfner
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei null, 17.12.2014
ISBN B00R5AT6HG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Münchener Polizeipsychologe Richard Tauber hat einen ungewöhnlichen Patienten: Er soll den alternden, legendären Kommissar Robert Langer begutachten, dessen Ermittlungseifer in einem mysteriösen Todesfall seinen Vorgesetzten ein Dorn im Auge ist. Tauber findet heraus, dass bei dem Todesfall, in dem Langer zuletzt ermittelt hat, nicht alles mit rechten Dingen zugegangen zu sein scheint. Langer weiß offenbar nicht nur mehr über den Fall, als er zugeben will, er scheint auch im Bann des gespenstischen und geheimnisvollen Hauses zu stehen, in dem der Tote gefunden wurde. Tauber, zunehmend fasziniert von der ungewöhnlichen Geschichte seines Patienten und dem Todesfall, dessen Umstände Langer in den Wahnsinn zu treiben scheinen, beginnt selber Nachforschungen anzustellen, bei denen der gestandene Psychologe auch an seine eigenen Grenzen gelangt und die schließlich im "Haus in der Parkallee" zu einem so schrecklichen wie unglaublichen Finale führen.
Meinen Respekt für diese hochspannende und gleichzeitig überaus raffiniert geschriebene Story. Ich habe schon lange keinen so fesselnden Krimi/Thriller mehr gelesen. Besonders gelungen ist die Verknüpfung des Krimiplots mit Horrorelementen in einer insgesamt völlig realistischen Erzählumgebung. Normalerweise ist "Horror" im Genrefach des Kriminalromans nicht so mein Fall, weil er meistens auf Kosten des Realismus geht, der für mich einfach notwendig für die Glaubwürdigkeit einer Krimistory ist. Aber "Das Haus in der Parkallee" macht seine Ausflüge ins "Übersinnliche" des Horrorgenres so beiläufig und überzeugend, dass es auch mich gegruselt hat. Hut ab. Den fünften Punkt gibt es für die gelungenen und sympathischen Hauptfiguren, sowie die Tatsache, dass in diesem abgründigen Thriller-Spektakel trotzdem der Humor nicht zu kurz kommt.

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216 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

stephen king, horror, elektrizität, revival, glaube

Revival

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.03.2015
ISBN 9783453269637
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Revival" erzählt die Geschichte eines nach einem traumatischen Ereignis vom Glauben abgefallenen Predigers, Charles Jacobs, der sich der Erforschung einer "geheimen" Form der Elektrizität widmet, die ihm zunächst dazu dient mit einer selbsterfundenen Form von Elektrotherapie Kranke zu heilen. Doch die geheime Energie, deren Kraft Charles Jacobs entdeckt hat, ist bei ihrer Anwendung mit düsteren Nebenwirkungen verbunden, die Jacobs nicht kontrollieren kann. Aus der Beschäftigung mit der Elektrizität, die für den Pastor einst als Hobby begann wird über die Jahre eine Manie, deren Ziel es am Ende ist, die Tür zum Jenseits aufzustoßen, um auf diese Weise herauszufinden, was aus seiner schmerzlich vermissten Familie geworden ist, die Jacobs einst bei einem tragischen Autounfall verloren hat. Als Antagonist und Nemesis von Charles Jacobs tritt Jamie Morton auf, ein Junge, den Jacobs vor dem Tod seiner Frau und seines Sohnes in der kleinen Gemeinde Harlow kennenlernte und der von einem Bewunderer zu einem Kritiker des ehemaligen Pastors wird, da er begreift, das Jacobs elektrische Heilungen dunkle Mächte heraufbeschwören, die seinen "Patienten" schaden.
"Revival" thematisiert reale Motive (wie etwa die Macht von Fernsehpredigern und oder die tatsächlich existierende Elektrotherapie) auf phantastische Weise, bietet dabei jedoch im Vergleich zu früheren Romanen von King vergleichsweise wenig Horrorelemente an. Der Roman erschöpft sich in einer langen Chronik des Lebens von Jamie über insgesamt fünf Jahrzehnte und wird dabei im Verhältnis zu anderen aktuellen Werken der Horror-Literatur recht weitschweifig und spannungsarm erzählt.
Sicherlich nicht der beste Stephen King, aber bei der Menge von Romanen kann auch mal ein schwächerer darunter sein. Sicherlich eher ein Buch für die Hardcore-Fans von King.

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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

island, mord, krimi, ritual, btb verlag

Das letzte Ritual

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 12.09.2016
ISBN 9783442714407
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das letzte Ritual“ war das Debüt der Autorin und beschreibt den Einstieg der isländischen Anwältin Dora in das Ermittlungsgeschäft, in dem sie mit ihrem Liebhaber Matthias Reich, einem deutschen Ex-Polizisten aus München zusammenarbeitet. Der erste Fall führt Dora und Matthias Reich in das Universitätsmilieu Reykjaviks: Ein deutscher Student ist einem Ritualmord zum Opfer gefallen und die beiden Ermittler finden heraus, dass das Mordopfer, ein exzentrischer junger Mann, fasziniert von mittelalterlichen Hexenkulten war, einen sich mit magischen Ritualen beschäftigenden Geheimclub ins Leben gerufen hatte und auf der Jagd nach einer besonders seltenen Ausgabe des berüchtigten Hexenhammers war.
Die Anwältin Dora ist eine humorvolle, schrullige und spitzzüngige Heldin, die auch den Schurken in ihren Abenteuern mit großer Menschlichkeit begegnet. Und auch wenn die Thematik eines vermeintlichen Ritualmordes, der in die düstere Welt mittelalterlich-grusliger Geschichten von Hexenverfolgungen und Hexenkulten führt, zunächst düster anmutet, überwiegt im Roman der hemdsärmelige, läuternde Humor der Heldin, der die Düsterkeit der Geschichte immer wieder mit der Laterne eines unverwüstlichen Witzes durchbricht.

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(28)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

finnland, schuld, krimi, verdrängte verantwortung, verbrechen

Das Schweigen

Jan Costin Wagner
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.06.2009
ISBN 9783442459179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Das Schweigen" erzählt die Geschichte des finnischen Kommissars Kimmo Joentaa, der bei seinen Ermittlungen im Vermisstenfall eines jungen Mädchens auf eine beunruhigende Parallele zu einem seit über 30 Jahren ungelösten Mordfall stößt.
Der Autor erzählt seinen Stoff nicht plot-oder handlungsorientiert sondern konzentriert sich auf die psychologische Ausleuchtung der Hauptfiguren.
Problematisch hierbei ist, dass dieser Erzählansatz fast zwangsläufig eine Reihe von Konventionen des Genres außer Acht lassen muss. Der Spannungsaufbau erfolgt nur sehr schleppend, es gibt kaum überraschende Wendungen, wenig Zuspitzung und der Täter ist von Anfang an bekannt.
Das Buch ist eher ein Leckerbissen eher für diejenigen Fans des Genres, die die psychologischen Aspekte eines Kriminalfalls höher schätzen als aktionsgeladene Handlung.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

brüder, zwillinge, schweiz, forschung, geheim

Himmelstal

Marie Hermanson , Regine Elsässer
Flexibler Einband: 429 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.07.2013
ISBN 9783458359418
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte von Daniel, der in einer vermeintlichen Notlage für ein paar Tage den Platz seines Zwillingsbruders Max in einem Sanatorium in der Schweiz einnimmt, um schließlich festzustellen, dass Max ihn betrogen hat, um aus der Nervenklinik zu fliehen.
Der Roman legt seine Geschichte als einen atmosphärisch dichten Psychothriller an, der in einer meist düsteren Tonlage gekonnt mit dem Kontrast zwischen Sein und Schein spielt - sowohl was die Figuren als auch den Ort der Handlung angeht. Das vermeintlich komfortable und mit "holistischen" Therapieformen arbeitende Sanatorium "Himmelstal", wirkt dabei wie eine Horror-Version des graubündischen Sanatoriums, in das Thomas Mann seinen Helden Hans Castorp im "Zauberberg" schickt.
Das "Böse" lauert in "Himmelstal" unter der Oberfläche, und der Roman ist bemüht, die wahren Hintergründe der Geschichte sowie die Motive der beteiligten Personen möglichst zeitverzögert zu enthüllen, das gelingt jedoch nur teilweise. Der Roman leidet zur Hauptsache immer wieder an seiner Vorhersehbarkeit.

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