MosquitoDiao

MosquitoDiaos Bibliothek

391 Bücher, 210 Rezensionen

Zu MosquitoDiaos Profil
Filtern nach
391 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(242)

623 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 142 Rezensionen

liebe, reise, wünsche, ava reed, jugendbuch

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wieder mal ein Buch, für das ich sofort in den Laden rennen musste, nur damit es erstmal auf meinem SuB landen konnte. Ich hatte jedoch ganz viel Glück und hatte bei der lieben Ava eine Box gewonnen und ihr Buch nochmal signiert gewonnen – love it.
Da ich das Buch aber nun endlich mal in Angriff nehmen wollte, habe ich es mit zur Auswahl für den SuB-Abbau mit Freu(n)den gestellt und mich riesig gefreut, als es Jennie von Die Buchmaid für mich ausgesucht hat!
Nachdem ich erst vor kurzem Glücksspuren im Sand gelesen habe und auch nicht wirklich begeistert war, hatte Ava schon ein bisschen Angst, dass es mir bei ihrem Buch nicht anders gehen würde. (Anmerkung: Ich fand es super süß, dass sie meine Meinung überhaupt interessiert)
Allerdings geht es mir gar nicht darum, dass ich erwarte, dass jeder Autor, mit jedem seiner Werke das Rad neu erfindet. Aber ich möchte etwas persönliches wahrnehmen, das das Buch dennoch einzigartig werden lässt.

Ich möchte meine Erinnerungen verbrennen. Ich möchte sie nehmen, zusammenknüllen oder zerreißen, es ist mir egal, und sie mit allem, was mir geblieben ist, in Asche verwandeln.
Mit all dem Schmerz, der Trauer und Wut, der Angst und dem großen Loch in mir drin.

Und genau das macht für mich den entscheidenden Unterschied. Die Autorin hat mich von der ersten Seite an mit ihrem leichten und unterhaltsamen Schreibstil einnehmen können.
Man hat einfach mit drin gesteckt und konnte mit den Protagonisten mitfühlen, mitleiden und vor allem: die jeweiligen Entscheidungen und Handlungen auch nachvollziehen.
Denn gerade bei Noel fand ich das unglaublich interessant.
Man kennt es oft, das Bild vom männlichen Prota, harte Schale, weicher Kern. Viele stehen drauf, wenige andere finden es nervig und würden ungern so behandelt werden.
Noel ist im ersten Moment einfach nur patzig und unfreundlich. Aber das natürlich nicht ohne Grund. Dadurch, dass immer abwechselnd auch aus seiner Perspektive berichtet wurde, konnte ich mich nicht nur in ihn hineinversetzen, ich habe mich auch einfach in ihn verliebt.
Noel ist einfach das perfekte Beispiel dafür, wie falsch verstanden man werden kann.

Ich würde gerne Danke sagen, aber jedes Mal, wenn ich es versuche, verschlucke ich mich an diesem Scheißwort.

Das heißt jedoch noch lange nicht, dass Yara zu kurz gekommen wäre, ich fand den Perspektivwechsel einfach schön. Und ebenso hat auch sie sich als eine außergewöhnliche und starke Persönlichkeit bewiesen.
Denn trotz des ganzen Schmerzes, den sie mit sich rumschleppt, ist ihr noch genug Kraft, geblieben um selbstbewusst und willensstark zu bleiben.

Und von der Story her?
Zur Abwechslung geht es mal nicht um den einen schlimmen Verlust, der akut in diesem Moment durchgestanden werden muss. Auch wenn Phil der Auslöser für den kleinen Roadtrip ist.
Es geht hier um so einiges, was sich schon für längere Zeit in den beiden festgesetzt hat und scheinbar ihr Leben bestimmt. Zwei so junge Menschen, die schon unglaublich viel durchmachen mussten und sich von diesen Erfahrungen nicht mehr wirklich lösen können.

Die Liste und was dahinter steckt ist einfach wichtig und schön. Es geht gar nicht um allzu viele ungewöhnliche Dinge, sondern einfach ums Leben selbst. Und vor allem wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es überhaupt ist zu leben.
Es war das reinste Gefühlschaos, es gab so viele kleine glückliche Momente und dann wieder herbe Rückschläge, aber genauso ist es auch im richtigen Leben, das hat das Alles so viel greifbarer und authentischer wirken lassen.

Wenn man das Wort »leben« nachschlägt, bekommt man Erklärungen wie »zu atmen« und »zu existieren«. Für manche mag das genügen…

FAZIT

Obwohl meine Erwartungen schon hoch waren, konnte mich Ava Reed Wir fliege, wenn wir fallen definitiv begeistern und auch überraschen. Ich musste lachen und weinen und wollte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich konnte mit Yara und Noel dieses Abenteuer einfach miterleben und ganz wunderbare Erfahrungen machen. Eine wirklich schöne Geschichte für zwischendurch, mit so viel Tiefgang und Gefühlen, das sie einem noch lange im Gedächtnis bleibt.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(122)

626 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

fantasy, goldener käfig, die farben des blutes, victoria aveyard, jugendbuch

Goldener Käfig

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.06.2017
ISBN 9783551583284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie sehr habe ich dieses Buch herbeigesehnt? Wie so viele war ich ein riesen Fan des Auftakts und auch der zweite Band hat im Gegensatz zu vielen anderen wirklich gut gefallen.
Victoria Aveyard hat einen absolut rasanten und fesselnden Schreibstil und den Mut ihre Charaktere sich auch mal in eine Richtung entwickeln zu lassen, die bei den Lesern für einen Aufschrei sorgt.

Nun lasse ich mich ja durchaus auch ein bisschen beeinflussen, zumindest von anderen Lesern, bei denen ich weiß, dass sich unsere Geschmäcker ähneln. Nur war es auch dieses Mal so, dass sich die Gemüter ziemlich gestritten haben. Viele waren gerade im Vergleich zum zweiten Band unglaublich begeistert und positiv überrascht. Meine liebe Biancalein hingegen hat mich nur vorgewarnt. Yaeh. Also erst einmal versuchen, doch unvoreingenommen an die Geschichte heranzugehen.

Er hat Angst.
Kurzzeitig erfreut mich das. Doch dann fällt es mir wieder ein:
Monster sind dann am gefährlichsten, wenn sie sich fürchten.

Obwohl ich den Schreibstil schon als fesselnd im Kopf hatte, war ich absolut begeistert. Von der ersten Seite an wurde alles mit so viel Hingabe und so mitreißend beschrieben, dass ich sofort wieder in der Geschichte war.
Aber inhaltlich? Was war das?
Auch hier gehen die Meinungen natürlich auseinander, schließlich ist das Geschmackssache. Aber ich für meinen Teil empfand knapp 500 Seiten des Buches als gähnende Leere. Was ist da groß passiert?
Erst zum Schluss hin kam alles richtig in Fahrt und gerade als ich mir dachte „na endlich“ traf das ein, wovor wir uns alle fürchten. Zu wenig Seiten, als das jetzt noch alles aufgelöst werden konnte.
Das war für mich einfach kein schönes Verhältnis. Und dieses Ende!
(Stellt euch an dieser Stelle bitte vor, wie ich das Buch zuschlage und am liebsten in die Ecke geworfen hätte.)
Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich überhaupt nicht im Kopf hatte, dass es nach diesem Buch noch weitergeht und demnach zuerst annehmen musste, dass DAS das offizielle Ende wäre.
Das mildert das Ganze zwar ein wenig ab, aber nicht meinen Eindruck von diesem Band an sich.

Auch, wenn viele den zweiten Band verflucht haben, durch die Entwicklung die Mare durchgegangen ist, fand ich es eigentlich mal ganz abwechslungsreich und fand gerade das Ende dahingehend stimmig. In diesem Band waren mir aber auf einmal alle schlagartig unsympathisch.
Das einzig Gute, es wurde mal aus neuen Perspektiven berichtet, was es für mich aufgewertet hat.
Evangelina war wohl nie ein Herzenscharakter, für mich hat sie in diesem Buch aber unglaublich an Fahrt aufgenommen und auf eine verquere Art konnte ich immerhin sie in mein Herz schließen. Nach ihr, so gruselig es auch erscheint, hat es mir Maven am meisten angetan. Was für ein gebrochener Charakter, aber unglaublich spannend und absolut nicht vorhersehbar!
Mare, Cameron und Cal – eigentlich DIE Charaktere, konnten es mir hingegen gar nicht schmackhaft machen und wirklich leiden, konnte ich keinen der drei.

Maven hat mich in die Falle gelockt, in die Falle eines Prinzen.
Jetzt sitze ich im Käfig eines Königs. Aber er sitzt ebenfalls darin.
Meine Ketten sind die Stiller-Steine. Seine Kette ist die Krone.

Was ich jedoch noch positiv anmerken möchte ist, dass ich es wirklich gut finde, dass alles eher düster, erdrückend und nicht wie „yeah, happy Abenteuer“ gehalten wird. Denn das ist es nicht. Es handelt sich hierbei um eine Rebellion, die das ganze Menschheitsdenken auf den Kopf stellt und eine neue Weltordnung als Ziel hat.
Es werden Entscheidungen getroffen, die Konsequenzen nach sich ziehen und nicht unebdingt für neue Freundschaften sorgen.

Da Rote keine Macht und keine Stärke besitzen, gibt es für sie auch nichts zu verteidigen und kein Erbe weiterzugeben. Ihr Leben ist unbedeutend, aber immerhin gehört ihr Leben ihnen selbst.

FAZIT

Victoria Aveyard hat ihren Schreibstil auf jeden Fall noch mehr ausgearbeitet und geradezu perfektioniert. Was für mich auch die Seitenzahl dieses Bandes erklärt, denn inhaltlich kann ich sie nicht nachempfinden, da hätte für meinen Geschmack einiges gestrichen, bzw. gekürzt werden können.
Ich habe den Spannungsbogen aus den ersten Bänden vermisst, denn auch, wenn er hier vorhanden war, so in meinen Augen nur auf den letzten 150-200 Seiten.
Nach diesem Ende bin ich aber einfach gezwungen weiterzulesen und hoffe, dass sich im Abschluss wieder alles vereinen wird – ein toller Schreibstil und Spannung, dass einem der Atem stockt – und vor allem, dass sich auf die Charaktere konzentriert wird, die es gerade erst geschafft haben, meine absolute Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(110)

215 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

jugendbuch, fangirl, fanfiction, college, rainbow rowell

Fangirl

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257009
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ganze Welt liebt scheinbar dieses Buch. Wieso es nicht bereits auf Englisch bei mir einziehen durfte, kann ich selbst nicht erklären…als dann aber die deutsche Erscheinung bekanntgegeben wurde, war ich Feuer und Flamme!
Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Hanser Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Somit waren die Erwartungen wieder einmal super hoch angesetzt. Und dann? Dann liest man erstmal und denkt sich, dass es einfach nur schön ist.
Cath ist mir ein unglaublich sympathischer Charakter, loyal, ehrlich und steht zu sich selbst. Das genaue Gegenteil ihrer Zwillingsschwester Wren, was diesen ganzen Entwicklungsprozess umso schwerer macht.
Denn was passiert, wenn deine andere Hälfte, auf einmal ein Ganzes sein möchte? Ohne dich?
Man erlebt diese Zeit quasi selbst nochmal, ausziehen, neue Gegebenheiten und Menschen kennenlernen, einfach mal etwas wagen müssen.
Neue Freunde? Auf die kann Cath verzichten. Da hat sie allerdings die Rechnung ohne Reagan und Levi gemacht, zwei weitere vollkommen unterschiedliche Charaktere, die sich aber ebenfalls in mein Herz geschlichen haben.
Hier bin ich selbst eine Emotionsachterbahn gefahren, von „wer seid ihr? geht weg!“ über „kann man den trauen?“ bis hin zu „ich bin verliebt“. Und genau diesen Aspekt habe ich geliebt. Denn wem geht es schon anders?

„Du tust mir leid, und ich werde deine Freundin.“
„Ich will aber nicht deine Freundin sein“, sagte Cath, so streng sie konnte.
„Ich finde es gut, dass wir keine Freunde sind.“
„Ich auch“, sagte Reagan. „Und ich finde es schade, dass du das zunichte gemacht hast, weil du dich so anstellst.“

Doch neben all den neuen Menschen in ihrem Leben gilt es auch noch das College und ihr Dasein als wahres Fangirl und somit ihrer Arbeit an den Simon Snow Fanfiction unter einen Hut zu bringen.
Ich fand es unglaublich interessant, einen Charakter bei diesem Weg zu begleiten, viele Situationen sind mir unglaublich bekannt vorgekommen, andere habe ich so noch nie gesehen.
Dazu war es auch wirklich ein einmaliges Erlebnis, in einem Buch gleich zwei Geschichten zu verarbeiten, die von Cath und dann noch die von Simon.
Anfänglich hat es mich ein wenig aus dem Konzept gebracht und ich war schon fast versucht, diese Abschnitte einfach zu überspringen. Dann bin ich aber selbst zum kleinen Fangirl mutiert und fand es faszinierend, wie sich viele ihrer eigenen Empfindungen darin widergespiegelt haben.

„Und was haben wir gemeinsam?“
„Wir mögen uns“, sagte er. „Gibt es etwas Wichtigeres? Verglichen mit dem Rest der Welt haben wir also alles gemeinsam. Wenn Außerirdische auf die Erde kämen, könnten sie uns wahrscheinlich gar nicht auseinanderhalten.“

Der Schreibstil ist wirklich toll, auch wenn mir ein flüssiges Lesen nicht immer leicht gefallen ist. Man hat einfach trotzdem die Tiefe und Ernsthaftigkeit aufgenommen, die diese Geschichte vermittelt. Denn auch, wenn es auf den ersten Blick wie ein leichtes Buch für zwischendurch wirkt, gibt es doch auch viele ernste Aspekte, die einem zum Grübeln bringen.

FAZIT

Mit Fangirl hat Rainbow Rowell eine ganz einzigartige und süße Geschichte geschaffen, eine kleine Welt, in die man gerne abtauchen möchte, aber zeitgleich auch genauso zerbrechlich und realistisch ist, wie die eigene.
Auch wenn sich die Geschichten nicht unbedingt gleichen, könnte ich mir vorstellen, dass Fans von To all the boys I’ve loved before hier auch auf ihre Kosten kommen. Es geht ums Erwachsenwerden, Freundschaft, Liebe und Familie. Die Dinge, die im Leben einfach am wichtigsten sind. Und darum, sich selbst nie zu vergessen.
Eine Geschichte, die dem Herzen einfach guttut.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, verbündete, historischer fantasy, heyne, highfantasy

Die Königin der Schatten - Verbannt

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.06.2017
ISBN 9783453315884
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon der erste Band konnte mich absolut überzeugen, und auch die Fortsetzung, wenn auch noch so anders, hat mich gefesselt. Somit habe ich zu diesem Finale hingefiebert und mich riesig gefreut, als ich es vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten habe – vielen lieben Dank dafür!

Ich hatte mich ja schon von der ersten Seiten an des ersten Buches in Kelsea verliebt. So eine starke Protagonistin, die unglaublich viel Mut zeigt. Entscheidungen trifft, auch wenn sie die Konsequenzen tragen muss und dazu steht.
Nachdem sie ins kalte Wasser springen musste und gerade im zweiten Band sehr gelitten hat, war für mich die große Frage: WIE WIRD ES WEITERGEHEN?
So viele Wege wurden eingeschlagen, so viele Menschen erzürnt und so viele Geheimnisse aufgedeckt.
Dazu erfährt man auch endlich mehr über die Rote Königin, nicht nur Hintergründe und Beweggründe zu ihren Handlungen, sondern auch, wie sie wirklich ist.

Die Rote Königin schüttelte den Kopf. „Untertanen sind Bauern, Glynn. Man kann sie hin und her schieben.“
„Euch ist aber bewusst, dass die Menschen sich selbst nicht so sehen?“

Da Kelsea nun in Mortmesne gelandet ist, erfährt man auch aus diesem Reich mehr – auch wenn Tearling ziemlich darunter zu leiden hat.
Am Anfang (nett formuliert, eigentlich die ersten 200 Seiten) fand ich alles ein wenig lang, zwar nicht unbedingt langweilig, aber es ist auch einfach nicht viel passiert.
Dann ging es aber wieder richtig los und sämtliche Verstrickungen, aus Vergangenheit und Gegenwart, wurden zusammengeführt. Als es soweit war, konnte ich mich gar nicht mehr halten.
Diese ganze Welt, die hier aufgebaut wurde, ist einfach so gewaltig und die Geschichte dazu unglaublich interessant, wenn auch sehr durch Leid und Verrat geprägt.

Viel kann ich gar nicht auf den Inhalt eingehen, das muss man einfach selbst erleben.
Für mich war dieser Band vom Stil her eine Mischung aus den ersten beiden. Ich habe einfach so sehr an den Charakteren gehangen und dem Ende zwar entgegengefiebert, jedoch auch Angst davor gehabt, dass es dann wirklich vorbei ist.
Ich habe schon von einigen gehört, dass sie mit dem Ausgang nicht allzu glücklich waren. Ich finde ein Ende selten so, dass es mich wirklich zerreißt. Die meisten sind ok und dann eigentlich auch schnell vergessen, manche ganz besonders und andere wiederum stimmen einen unzufrieden.
Dieses hat mich aber einfach nur ZERSTÖRT! Schnief…
Ein würdiger Abschluss, ohne Frage. Aber ouhman, lest es selbst, schlaft noch eine Nacht drüber und dann kann man es vielleicht mit anderen Augen sehen.

Weil sie es vergessen haben, warf ihr Geist ein. Sie haben in weniger als einer Generation alles vergessen, was sie hätten gelernt haben sollen.

FAZIT

Diese Reihe zählt für mich auf jeden Fall zu meinen Herzensbüchern und ich werde sie bestimmt noch einmal lesen. Der Abschluss war den Vorgängern auf jeden Fall würdig, auch wenn ich die ein oder andere Träne vergießen musste.
Den ersten Band finde ich zwar nach wie vor am stärksten, aber im großen Ganzen, ist es einfach eine Reihe, die ich jedem nur ans Herz legen kann!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, olivia mae, requia, #requia, verschiedene länder

Requia

Olivia Mae
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Greil, Denise, 27.04.2017
ISBN 9783950443028
Genre: Fantasy

Rezension:

Über die liebe Nicci bin ich aufmerksam auf dieses Buch geworden und als ich bei Olivia Mae die Chance auf ein Rezensionsexemplar hatte, konnte ich einfach nicht widerstehen – vielen lieben Dank an dieser Stelle.
Auch andere Leserstimmen waren absolut begeisternd und anstecken, somit waren auch meine Erwartungen ziemlich hoch…

Schon der Klappentext allein klang für mich vielversprechend, als ich dann schon mal in der Einleitung geschnuppert habe, war es einfach um mich geschehen. Wie gut, dass ich Urlaub hatte, denn so musste ich das Buch auch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Anfänglich muss ich gestehen, war es noch ein bisschen schwer, das ganze Ausmaß dieser Welt zu greifen.
Olivia Mae hat hier etwas wirklich Außergewöhnliches und vor allem Gewaltiges geschaffen.
Die Kapitel werden immer wieder aus anderen Perspektiven geschildert und so springt man nicht nur durch verschiedene Empfindungen und Situationen, sondern sogar über Planeten.
Zuerst hat das zwar bei mir für ein wenig Verwirrung gesorgt, aber als ich nach und nach mehr zuordnen konnte, war ich einfach gefesselt.

„Wie kommst du darauf, dass ich traurig bin, Prinzessin?“

„Na, weil du weinst.“

Ich war jedes Mal hin und hergerissen, sobald ein Kapitel geendet und ein neues begonnen hat. Denn zum einen wollte man einfach von dem aktuellen Charakter nicht loslassen, dann aber auch wieder unbedingt erfahren, wie es mit den anderen weitergeht.
Ich empfinde es wirklich als eine Meisterleistung, so viele Charaktere und Schauplätze in nur einem Buch, mit knapp 400 Seiten, so veranschaulichen zu können. Jeder einzelne wurde einfach greifbar und man musste mitfiebern, auch wenn auf jeden Fall noch viele Fragen offen gehalten wurden.

Das ganze Setting ist atemberaubend, selbst die Abschnitte auf der Erde kamen mir so surreal vor. Einerseits ist es die Welt, die einem eigentlich bekannt ist, dann aber so sehr vermischt mit so viel unbekanntem. Von den anderen Schauplätzen ganz zu schweigen! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen und dann wieder aufhören soll.
Diese Geschichte ist so vielschichtig und besonders, etwas vergleichbares habe ich noch nicht gelesen.
Die Charaktere machen so viel durch – Leid, Schmerz, Liebe, Loyalität, Hoffnung – die Entwicklung hat mich einfach umgehauen! Und genau deshalb ist die Altersempfehlung der Autorin (ab 18) auch wirklich nicht zu hoch gegriffen. Natürlich kann man dieses Buch auch schon vorher lesen und auch sicherlich verarbeiten, man sollte sie nur gut im Kopf behalten, um zu wissen, was einen erwarten wird.

„Unpraktisch? Unbequem? Nervig? Aufrührerisch? Das bin nicht ich, Kind der Kokua, das ist mein Volk. Wir werden dazu erzogen, zu DENKEN. Wozu erzieht man dich?“

FAZIT

Mit diesem Auftakt hat mir Olivia Mae so viel mehr geboten, als ich je erwartet hätte. Wenn man über die Anfangsschwierigkeiten hinwegsieht, sich der Geschichte wirklich hingeben kann, um das ganze Ausmaß begreifen und fassen zu können, zahlt sich das doppelt und dreifach aus. Wie gut, dass der Folgeband in nur wenigen Wochen (1.9.) erscheint, denn ich muss unbedingt erfahren, wie es weitergeht! Einfach episch!
Ich kann zwar noch nicht behaupten, dass es wirklich ein Herzensbuch von mir ist, dafür war einfach alles zu viel und zugleich zu wenig, aber dieses Potenzial ist atemberaubend und ich kann nur erahnen, was einen in den nächsten Bänden erwarten wird.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

roadtrip, rachel bateman, glücksspurenimsand, glücksspuren im sand, liebe

Glücksspuren im Sand

Rachel Bateman , Ute Brammertz , Steffi Korda
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.06.2017
ISBN 9783453271494
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Beim Stöbern im neuen Verlagsprogramm von Randomhouse bin ich auf dieses Buch gestoßen. Und auch wenn ich ab und zu mal in diese Richtung gehe, ist es sonst nicht unbedingt typisch für mich.
Ich danke aber dem Verlag vielmals zur Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!
Ich musste sofort an eine perfekte Sommerlektüre denken und habe mich schon sehr auf die Geschichte gefreut…

Ganz ehrlich? Nur vom Cover her hätte ich es sicherlich nie in die Hand genommen, spätestens der Schriftzug hat in meinen Augen geschrien: Halt, Stopp! Keine Tiefe! o-8-15 Geschichte!
Und dann beginnt man nur mit der Einleitung und hat einfach schon Tränen in den Augen, zumindest ging es mir so.
Die Vorstellung selbst solch einen Schicksalsschlag erleiden zu müssen, schnürt mir schon die Luft ab.
Die Trauerbewältigung war in der Geschichte ein großer Punkt, wenn auch nicht sehr tiefgehend.
Was mir aber wirklich gut gefallen hat, waren Annas Gedankengänge und Gefühle auf Storm bezogen…Herzschmerz.

Ich hätte gleich Bescheid wissen müssen. In Filmen ist es jedenfalls immer so – da gibt es so ein intuitives Gefühl tief im Bauch. Bei mir war es nicht so; stattdessen war ich nur ein wenig von dem Anrufer genervt, wer auch immer es sein mochte. Und von dem unaufhörlichen, hartnäckigen Regen.
Dann endete meine Welt mit Moms ohrenbetäubendem Schrei.

Natürlich habe ich mich auf den kleinen Roadtrip mit Anna und Cameron gefreut. Allerdings war dieser doch ein klein wenig anders, als erwartet.
Es gab so viele Gefühlsschwankungen und ein hin und her, sodass die beiden Protas eigentlich gar nicht zur Ruhe kommen und einfach mal verschnaufen konnten. Wahrscheinlich hat hier einfach die Seitenzahl nicht ausgereicht.
Teilweise hat mich die Geschichte sehr an Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag und Für immer ein Teil von mir von Michelle Andreani und Mindi Scott erinnert. Und sicherlich noch an mehr, hätte ich mehr Bücher in diesem Bereich gelesen.
Versteht mich nicht falsch, es gab Gefühle und Abenteuer und natürlich gibt es viele Storys auch einfach schon, was ich mir aber immer wünsche, ist, dass daraus trotzdem etwas eigenes und besonderes gemacht wird. Das hat mir hier einfach gefehlt.

Der Schreibstil war zwar ok, aber auch nicht sonderlich mitreißend. Und dann immer wieder diese Situationen, in denen sich einfach alles fügt. Mal ist es ja bestimmt ganz schön und man selbst hat ja auch mal mehr Glück, als man erwarten würde. Aber hier war es vielleicht einfach einen Touch zu viel.
Und dann noch diese eine Erkenntnis, die mir einfach schon zu früh gekommen ist und vor der sich Anna so sehr blind gestellt hat….
Das Ganze war leider einfach nicht so stimmig, wie ich es mir erhofft hatte.

FAZIT

Glücksspuren im Sand ist sicherlich ein Buch, dass dem einen oder anderen den Sommer versüßen und manch einen auch sehr tief berühren wird. Nur war leider weder das eine noch das andere der Fall bei mir.
Die Story an sich klang zwar gut, aber sie ist nichts Neues. Und dann hätte ich mir wenigstens vom Aufbau oder Schreibstil etwas Einzigartiges erhofft, was leider ausgeblieben ist.
Somit ein Buch für zwischendurch, was es leider nicht wirklich in mein Herz geschafft hat.
Aber: Probiert es aus, das ist definitiv Geschmackssache!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

51 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

horror, dämonen, nacht, höllenhunde, verlag loewe

Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie ich bisher sicherlich schon 1,2 mal erwähnt habe, bin ich ein großer Fan von Derek Landy. Nicht nur seine Skulduggery Pleasant Reihe habe ich geliebt, auch den Auftakt von Demon Road. Somit konnte ich es kaum erwarten, bis endlich diese Fortsetzung erschienen ist und musste Montag gleich die Buchhandlung stürmen.
Auch wenn ich an dieser Stelle noch einmal anmerken möchte, wie grausam ich die deutschen Cover finde…
Aber egal. Voller Freude und hoher Erwartungen ging es nun an den zweiten Band!

Ich liebe einfach die Kombination von Amber und Milo. Nicht nur, dass beide Charaktere für sich allein schon klasse sind, zusammen ergeben beide einfach das perfekte (platonische) Paar.
Amber ist stark und weiß, was sie will und bleibt sich auch hier treu. Ich finde es gut, dass sie auch mal Fehler macht, weil es ihre Entwicklung einfach authentischer widerspiegelt. Und ich mein, wer von seinen Eltern gefressen werden sollte, darf auch mal ein bisschen neben der Spur sein.
Auch neue Charaktere konnten mich mit ihrer Eigenart und den unterhaltsamen Konversationen absolut begeistern – ich mag es ja, wenn die Wortwahl auch mal ein bisschen ausfallender ist.
Natürlich ist auch hier wieder viel verknüpft mit schwarzem Humor, aber genau das macht die Geschichten für mich so abwechslungsreich.

Ich fahre nicht durchs ganze Land, um Leuten zu helfen. Ich bin nicht wie du.
Ich tue das, das alles nur, um meine eigene Haut zu retten. Hast du das vergessen? Ich bin kein Held.

Bei den meisten Reihen ist es ja so, dass Folgebände immer ein wenig schwächer werden. Hier war es auch für mich ein bisschen so. Auch wenn nicht unbedingt schwächer, aber anders. Auf der Demon Road hab ich mir zwischenzeitlich fast ins Hemd gemacht (denkt nur an Shanks und das Puppenhaus).
Natürlich gab es auch in Desolation Hill viel Spannung – stellt es euch ein bisschen wie The Purge nur halt mit Dämonen vor. Allerdings war es für mich halt wirklich mehr Spannung als Grusel.
Was vielleicht anderen mehr zusagt, ich habe dadurch allerdings was vermisst.
Nichtsdestotrotz ein Ort, an dem ich auf jeden Fall nie Urlaub machen möchte. Und naja, generell nicht hoffe, dort irgendwann mal zu landen.

Was mir aber richtig gut gefallen hat und auch ein wenig positiv überrascht hat, war eine kleine Lovestory.
Keine Angst, mehr verrate ich nicht. Aber das möchte ich unbedingt gerne anmerken. Wer es dann liest, wird da dann selbst drauf stoßen.
Doch nicht nur deshalb bin ich gespannt, wie es weitergeht. Amber ist noch lange nicht am Ziel angekommen und gerade das Ende hat nochmal alles übern Haufen geworfen.

„Sie kommen beide? Im Ernst? Beide gleichzeitig? Wir sind erledigt. Game over, Mann. Game over.“

FAZIT

Zwar ging mir der Ausflug nach Desolation Hill nicht ganz so sehr unter die Haut wie der erste Band, dennoch war es einfach wieder unterhaltsam und spannend. Derek Landy hat mich mit seinem schwarzem Humor einfach als Fan gewonnen. Makaber und lustig folgt man hier gespannt der Geschichte und ist immer wieder überrascht, was als nächstes kommt. Gerade das Ende hatte es dann wieder in sich und ich bin wirklich gespannt, wie es weitergehen wird!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, der koffer, missbrauch, familie

Der Koffer

Robin Roe , Sonja Finck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560292
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dass ich eigentlich an der Carlsen-Lesechallenge teilnehme erscheint mir schon fast wie ein Witz. Viel zu lange ist es her, dass ich nach einem Buch aus dem Verlag gegriffen habe! Dabei schlummern noch ein paar Schätze aus dem Hause Königskinder auf meinem SuB. Daher hatte ich mir für meinen „WTR Juli“ dieses Buch vorgenommen.
Am Abend das Buch begonnen und dann…dann konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Verrückt, auf wie viele verschiedene Arten man Menschen vermissen kann. Man vermisst all die Dinge, die diese Menschen getan haben. Man vermisst die Menschen an sich. Und man Vermisst die Bedeutung, die man selbst für diese Menschen gehabt hat.

Mir war schon durchaus bewusst, dass es sich hierbei nicht um keine leichte Sommerlektüre oder dergleichen handelt, doch was mich erwartet hat, habe ich nicht geahnt.
Gleich zu Beginn bin ich in eine sehr bedrückende Stimmung beim Lesen gekommen. Das große Ganze konnte man zwar noch nicht greifen, aber worauf das alles hinauslaufen sollte, konnte einfach nichts Gutes sein.
Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzähl.
Julian, ein Junge, der wie man schon am Anfang merkt, mehr durchgemacht hat, als ein kleiner Mensch aushalten sollte. Gefangen in seiner ganz eigenen Welt merkt man schnell die Unterschiede in seinem Verhalten, die ihn so besonders, anders machen. Von kindlicher Naivität brauch man hier nicht zu sprechen, es ist eher etwas, das kaputt gegangen und wohl nie wieder zu reparieren ist.
Adam stellt das genaue Gegenteil dar. Aufgeschlossen, impulsiv, anerkannt. Und mit einer Herzensgüte ausgestattet, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Ein so einzigartiger Charakter, von dem man sich wünscht, dass es ganz viele auf der Welt geben würde, damit jeder Julian eine Chance bekommt.

„Meine Oma sagt immer, wer so lächelt, hat eine große Seele. Sie sagt auch, manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.“

Die Altersempfehlung ist meiner Meinung nach zurecht etwas weiter Oben angesetzt. Ich muss zwar gestehen, dass ich immer relativ schnell beim Lesen weine, aber nicht so wie hier.
Das Geschehene hat mich so sehr mitgenommen, dass nicht nur ein paar Tränen gekullert sind, sondern ich wirklich über eine Stunde richtig dolle weinen (ich würde es schon eher als lautes Aufheulen bezeichnen) musste.
Einfach nur richtig schlimmer Herzschmerz. Der Autor hat es geschafft, mir das Gefühl zu vermitteln, als wenn ich das Alles mit hätte ansehen müssen. Oftmals werden schlimme Ereignisse eher aus der Vergangenheit geschildert, hier muss man sie mit den Protagonisten zusammen erleben.
Wer also eher zart besaitet ist, gerade was das Schicksal von Kindern angeht, sollte es sich vielleicht noch einmal durch den Kopf gehen lassen, ob er diesen Inhalt verarbeiten kann.

FAZIT

Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der schweren Thematik, ist es in meinen Augen eine unglaublich starke und wichtige Geschichte. So viel Tiefgang hätte ich gar nicht erwartet und vor allem nicht so viel Leid.
Die Königskinder beweisen auch hiermit mal wieder, was für unglaubliche Geschichten noch auf einen warten können. Eine klare Leseempfehlung, auch wenn man sich auf das Leid und eine schwierige Thematik auf jeden Fall einstellen sollte.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

zombie, wissenschaft, gift, kannibale, sachbuch

Wie bastel ich mir einen Zombie

Frank Swain , Astrid Mania
Flexibler Einband
Erschienen bei btb, 09.05.2017
ISBN 9783442713745
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als ich auf dieses Buch gestoßen bin, war sofort mein Interesse geweckt. Nicht nur, dass ich schon ein Fan von rein fiktiven Zombies bin, wie abgefahren ist es dann erst Berichte aus der Wissenschaft zu lesen, die genau jene nicht mehr ganz so fiktiv wirken lassen?
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und der mir dadurch gegeben Möglichkeit dem Mythos Zombie auf den Grund zu gehen.

Leider muss ich gleich zu Beginn gestehen, dass mir das Lesen wirklich nicht leicht gefallen ist, das mag aber sicherlich Geschmackssache sein.
Der Stil ist fachlicher gehalten, als ich es erwartet hätte und der Aufbau dieser Berichte das genaue Gegenteil von einem Fließtext – zumindest für mich.
Ich dachte auch wirklich, dass es sich zwar natürlich um fundierte Berichte handelt, allerdings eher in Form von „Schaurig-schönen Geschichten“, wie angegeben.
Somit bin ich leider nicht wirklich in einen guten Lesefluss gekommen und für Zwischendurch war mir der Inhalt zu anspruchsvoll und hat für mich doch ein bisschen mehr Konzentration gefordert – was ja aber nun definitiv nicht negativ ausgelegt werden muss.

Inhaltlich wusste ich gar nicht, ob ich die Augen verdrehen, das Buch an die Wand werfen oder mich einfach in einer sterilen Box – weit weg von der Außenwelt – verstecken soll.
Die meisten Versuche/Forschungsberichte sind aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, und gerade in den Anfängen natürlich auch noch…nunja, sexistisch veranlasst. Frauen haben nicht nur unter Wissenschaftlern keinen Platz gehabt, sondern wurden auch als Versuchsobjekte, sagen wir mal, sehr einfach betrachtet.
Was die Entdeckungen selbst angeht, sträuben sich einem einfach nur die Nackenhaare. Wirkliche Beispiele zu bringen, die nicht schon im Klappentext angeschnitten sind, würden einfach zu viel vom Selbstlesen vorwegnehmen, weshalb ich einfach mal an eure Fantasie applaudiere.
Ich möchte nur so viel sagen, ich war vorher schon kein Fan der Insektenwelt, jetzt stellt sie für mich nur noch den blanken Horror dar.

Ich war durchaus überrascht, dass so viele Fortschritte sich schon vor so einer langen zeit ereignet haben, bzw. die Wissenschaft zu solch großen Entdeckungen gebracht hat.
Andererseits hört man seltener von aktuellen Entdeckungen und Forschungen, ob das nun daran liegt, dass vieles moralisch verwerflich erscheint oder auch einfach nichts ist, worüber man nebenbei stolpert.

FAZIT

Natürlich habe ich Input erwartet, aber vielleicht eher auf einer leicht verständlicheren Schiene, bzw. mehr in Formulierungen, die auch in meinem Kopf geblieben wären. Inhaltlich auf jeden Fall unglaublich interessant, wenn auch sehr erschreckend.
Man sollte sich bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um nette kleine „Horrorgeschichten“ für zwischendurch handel, sondern um fundierte, wissenschaftliche Erzählungen.
Dadurch denke ich, dass dieses Buch auf jeden Fall seinen Anklang finden kann, so lange es in den „richtigen“ Händen landet. Aber Achtung – danach sieht man seine Umwelt vielleicht mit anderen Augen…

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(111)

197 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, fantasy, feyre, magie, feen

A Court of Mist and Fury

Sarah J. Maas
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781619634466
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich weiß ehrlich gesagt wirklich nicht, wo ich anfangen soll.
Ich habe den ersten Band bereits so sehr geliebt, dass ich einfach nicht länger warten konnte und mir die Folgebände gleich auf Englisch bestellt habe. BAM. 650 Seiten. Aber was das Herz will, das will es eben.
An alle, die vor der selben Entscheidung stehen (spätestens jetzt zum dritten band hin), traut euch. Es war für mich als Anfänger nicht leicht, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt!

„So I’m your huntress and thief?“
His hands slid down to cup the backs of my knees as he said with a roguish grin, „You are my salvation, Feyre.“

Auch wenn der erste Band nicht mit einem wirklich Cliffhanger geendet hat, so konnte man doch schon erahnen, was der zweite Band für einen bereithalten wird: Hallo Night Court.
I LOVE IT! Neben altbekannten Charakteren darf man viele, viele neue kennenlernen und allesamt miteinander sind sie wieder unglaublich facettenreich aufgebaut. Mit ihrer Liebe zum Detail schafft es Sarah J. Maas so fantastische Charaktere und Welten aufzubauen, dass man sich in einer Gefühlsachterbahn wiederfindet.
Man liebt es, man hasst es, man täuscht sich.
Ständig wurde ich überrascht, weil ich die Situationen oder Intentionen der Charaktere falsch eingeschätzt habe, oder weil ich mit solch einer Wendung wirklich nicht gerechnet hätte!

And I thought, as I stood alone in my bedroom, that I might have looked like a fallen star.

Es fällt mir unglaublich schwer, etwas inhaltlich qualitatives zu schreiben, ohne zu Spoilern.
Deswegen seht es vielleicht einfach als meinen persönlichen Liebesbrief an die Autorin.
Feyre hat mir im ersten Band schon gefallen, doch im zweiten band hat sie ein Ausmaß an Stärke erreicht und eine Entwicklung durchgemacht, die nicht nur nachvollziehbar ist, sondern einfach auch fantastisch.
Stark, loyal, sicher. Sie macht sich selbst ein Bild von den Situationen und Menschen um sich herum und steht ein für die Dinge, die ihr wichtig sind.

Zu Tamlin und Rhysand (inkl. seiner Leute aus dem Night Court) möchte ich nichts verraten, das sollte man einfach selbst beim Lesen entdecken. Nur so viel: Ich bleibe im #teamrhysand.
Aber es gibt einfach so viele neue, die sich einen riesengroßen Platz in meinem Herzen erkämpft haben.
Wahrscheinlich werde ich wirklich noch einen Booktalk zum Buch machen, da ich ansonsten einfach platze vor Mitteilungsbedürftigkeit. Wobei mir die liebe Sarah schon wunderbar zur Seite gestanden hat!

I was not a pet, not a doll, not an animal.
I was a survivor, and I was strong.
I would not be weak, or helpless again. I would not, could not be broken.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich am Anfang total geflasht war und dann einen Hänger bekommen habe. Obwohl man es nicht wirklich als solches bezeichnen kann, da es immer noch eins der besten Bücher ist, das ich je gelesen habe. Hier sind vielleicht auch einfach ein paar Verständnisprobleme meinerseits dazugekommen, da einem quasi eine neue Welt offenbart wurde und hach…egal. Ich liebe es einfach.
Nichtsdestotrotz spannend und knisternd von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, mitgelacht. Ein Glück, dass der dritte Band schon bereitliegt, denn das Ende hatte es wirklich in sich!

„To the stars who listen – and the dreams that are answered.“

FAZIT

ICH LIEBE ES! Alle haben gesagt, dass der zweite Band noch besser als der Auftakt sein soll und ja. Das ist er wirklich. Anders, aber einfach noch einnehmender und gewaltiger.
Ich habe den ein oder anderen Charakter vermisst, gehe aber fest davon aus, dass der dritte Band – eigentlich wie immer – nochmal alles in einen Pott werfen wird, und wir Leser uns über eine Offenbarung nach der nächsten freuen dürfen. Eine mehr als nur gelungene Fortsetzung, die nun wirklich dafür sorgt, dass diese Reihe zu absoluten Herzensbüchern wird. Ein neues Fangirl ist geboren.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

66 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

joe hill, fireman, fantasy, pandemie, dystopie

Fireman

Joe Hill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453318342
Genre: Fantasy

Rezension:

Vor ein paar Jahren bin ich über Joe Hill gestoßen, dass Stephen King seinem Sohn das Schreiben mit in die Wiege gelegt hat, war mir vorher einfach nicht bewusst.
Mit Christmasland konnte mich der Autor absolut begeistern, ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite weggesuchtet und war hin und hergerissen zwischen Faszination und Schrecken.
Kurz darauf habe ich mich an seiner Comic Reihe Locke & Key versucht, allerdings schnell gemerkt, dass die nun wirklich meine Grenzen überschreitet. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich nur daran denke.
Als ich dann von dieser Neuerscheinung gehört habe, bin ich vor Vorfreude im Dreieck gesprungen, vor allem, als ich es dann auch noch vom Verlag als Rezensionsexemplar gestellt bekommen habe!

„…Na gut, in gewisser Weise sterben wir alle mitten in einer guten Geschichte. In unserer eigenen Geschichte. Oder in der Geschichte unserer Kinder. Oder unserer Enkel. Der Tod ist eine ziemliche Zumutung für alle, die spannende Geschichten mögen.“

Trotz meiner Vorfreude, oder vielleicht auch genau deshalb, ist mir der Einstieg ein bisschen schwer gefallen.
Geschmäcker sind natürlich unterschiedlich, doch ich bin Anfangs einfach nicht in den Erzählstil reingekommen. Ich persönlich mag die Ich-Perspektive sehr gerne, kann mich aber dennoch auch von einem „Erzähler“ überzeugen lassen. Hier war es mir allerdings ein wenig zu monoton und gleichzeitig sehr hochgestochen.
Gerade in Kombination, mit dem teilweise sehr derben und harten Inhalt.
Nach sage und schreibe 350 Seiten konnte ich mich dann auch richtig auf die Geschichte einlassen, was ja aber bei insgesamt 960 Seiten noch ein kleiner Teil ist…
Und nein, das wäre nicht nötig gewesen. Mindestens zu einem Drittel hätte die Geschichte sicherlich gekürzt werden können, ohne das inhaltlich etwas verloren geht.
Der Vergleich zu den kurzen Textstellen, in denen mal etwas wirklich spannendes passiert und den unsagbaren Längen dazwischen war einfach nicht verhältnismäßig.

Sie hatte jedenfalls nicht vergessen, dass Ekel und Lust ziemlich nahe beieinanderlagen.

Den Klappentext fand ich ja wirklich vielversprechend, die Umsetzung war dann jedoch ein kleines bisschen anders als erwartet. Nicht schlecht, einfach nur anders.
Bei der Länge gab es natürlich mehr als genug detailreiche Schilderungen, die wohl selbst mir jetzt die Möglichkeit geben würden, eine Dragonscale-Pandemie zu überstehen.
Medizinische Hintergründe finde ich bei solchen Geschichten aber wirklich sehr interessant! Außerdem lassen sie, gut recherchiert, das Ganze einfach authentischer wirken.

„Es sind zwei Seuchen, die sich ausbreiten. Das eine ist Dragonscale, das andere Panik.“

Die Beschaffenheit der Charaktere sind für mich ebenso wichtig, wie die Handlung. In dystopischen Geschichten, bin ich hier immer besonders gespannt. Es sind einfach Situationen, die die Menschen an ihre Grenzen treiben und meist das schlechteste in ihnen herausholt.
So natürlich auch hier. Nicht nur einmal habe ich einen Charakter vollkommen falsch eingeschätzt und wäre wohl in jede nur erdenkliche Falle gelaufen. Die ganze Gesellschaft trieft nur so vor Intrigen und Selbstsucht, allerdings sind auch diese Ausschnitte leider oftmals einfach untergegangen.
Vor allem Harper war eigentlich eine sehr solide Protagonistin. Nicht meine Heldin, aber sehr realistisch gehalten.
Quasi Mary Poppins beim Weltuntergang. Die Anspielung auf diesen Film fand ich an der einen oder anderen Stelle ein bisschen übertrieben, obwohl ich den Film selbst absolut liebe.
Der Fireman ist eigentlich ein großes Mysterium geblieben. Die Erzählperspektive hat sich eigentlich nur an die Sicht von Harper geknüpft und das große Phänomen…tja, ist zum Teil auch eins geblieben.
Und soll ich euch was verraten? Trotz der 950 Seiten, kann ich ihn mir immer noch nicht bildlich vorstellen.
Die Nebencharaktere fand ich dafür umso faszinierender, was nicht bedeutet, dass sie mir sympathischer waren. Aber vielleicht einfach ein bisschen facettenreicher.

„Tja, wer hätte gedacht, dass die Zukunft sich fast genauso wie die Vergangenheit anhört?“

FAZIT

Auch wenn Fireman nicht wirklich eine Enttäuschung war, so konnte es aber auch nicht meine Erwartungen erfüllen. Die Idee ist super und auch die Umsetzung mal etwas anderes, allerdings muss man sich einfach durch zu viele Längen kämpfen, als dass der Spannungsbogen gehalten werden könnte.
Wer auf detailreiche Dystopien steht und auch auf viel Action verzichten kann, der ist mit diesem Buch bestens aufgehoben!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(246)

662 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

fantasy, königin, erika johansen, die königin der schatten, magie

Die Königin der Schatten

Erika Johansen , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453315860
Genre: Fantasy

Rezension:

„…Wenn außer uns jemand wüsste, dass du hier bist, würden sie versuchen, dich uns wegzunehmen. Und das würdest du doch nicht wollen, oder?“
„Aber wenn niemand weiß, dass ich hier bin, bin ich ganz allein“, antwortete Kelsea schluchzend.

Dies ist eines der Bücher, bei denen ich den Erscheinungstermin herbeigesehnt habe und es sofort haben musste.
Und dann? Ja, dann ist es auf dem SuB gelandet, irgendwie konnte ich mich nie ganz dazu durchringen, es endlich zu lesen.
Als ich es dann beim SuB Sunday vorgestellt habe, war die Reaktion eindeutig – ich musste es lesen.

Dieses Buch ist einfach episch. Ich weiß gar nicht, wie ich es anders beschreiben sollte. Anfänglich denkt man sich, dass die Idee nichts Besonderes wäre, doch genau das ist sie. Einfach fantastisch umgesetzt, mit einem grandiosen Schreibstil und einer Protagonistin, wie ich sie mir immer gewünscht habe!
Gleich auf den ersten Seiten stürzt man ins Geschehen, auch wenn man sich ähnlich unbeholfen vorkommt wie die verschollene Königin Kelsea selbst.
Doch Schritt für Schritt erfährt man mehr, über ihre Vergangenheit, ihre Zukunft und ihre neuen Begleiter.

Doch auch wenn einfach alle Charaktere wahnsinnig interessant und absolut authentisch beschrieben sind, muss ich am meisten das Bild loben, dass Erika Johansen um Kelsea geschaffen hat!
Hier ist sie, überhaupt nicht perfekt. Fast 19 Jahre isoliert von der Außenwelt findet sie sich eben nicht zurecht in ihrem neuen Umfeld – wie sollte das auch gehen? Ihre neuen Begleiter fallen nicht gleich vor ihr auf die Knie, weil sie sich einfach erst beweisen muss.
Und auch sonst reißt niemand die Arme hoch und begutachtet eine gutaussehende, talentierte Königin.
Kelsea ist unscheinbar (scheinbar sogar eher unattraktiv), aber auf jeden Fall kein großer Hingucker. Und nein, auch kein graues Mäuschen, das sich erst schick machen muss. DENN ES MUSS EINFACH NICHT JEDER „HÜBSCH“ SEIN!
Hier wird sich einfach einzig und allein auf ihren Charakter konzentriert. Und das macht das Ganze nicht nur wesentlich spannender, sondern vor allem auch realistischer. Ganz ehrlich? Ich habe auch einfach keine Lust mehr auf die gutaussehenden kleinen süßen Püppchen, die unendliche Fähigkeiten haben, einfach alles können, denen alle Männer hinterher schauen und ach, was weiß ich nicht noch…
Und Kelseas Charakter muss sich hinter rein gar nichts verstecken?
Khaleesi war gestern – ein Hoch auf Kelsea!!!!
(jap, ich befinde mich im absoluten Fangirlmodus)

„Lady, Eure Mutter war keine gute Königin, aber sie war nicht böse. Sie war schach. Nie hätte sie so geradewegs in den Tod schreiten können wie Ihr. Ein Fey-Charakterzug hat große Macht, aber Ihr müsst Euch sicher sein, dass die Verwüstung, die Ihr anrichtet, Euren untertanen zugutekommt, statt Euch einfach nur gegen das Andenken Eurer Mutter aufzulehnen.
Das ist der Unterschied zwischen einer Königin und einem zornigen Kind.“

Aber auch sonst, es gibt so vieles zu entdecken! Hinter jeder neuen Person vermutet man Verrat, Jede neue Situation muss man erst einmal versuchen einschätzen zu können. Ich bin einfach verliebt in das ganze Setting, an die Herangehensweise für die Geschichte.
Ich habe wirklich von der ersten bis zur letzten Seiten mitgefiebert und wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen!
Natürlich wurden auch viele Fragen aufgeworfen und auf so einige Charaktere und deren Hintergründe bin ich besonders gespannt, doch dafür gibt es schließlich noch die Fortsetzungen. (Die ich übrigens so schnell wie möglich in die Finger kriegen muss!)
Jetzt hört sich meine Meinung vielleicht ein wenig schwammig an, aber mehr kann ich dazu gar nicht sagen – man muss es einfach selbst gelesen haben.

FAZIT

Wer meine Schwärmerei übersprungen hat und nun gleich beim Fazit gelandet ist: LEST DIESES BUCH!
Ich LIEBE es einfach! Solch fantastische Charaktere und eine atemberaubende Geschichte, die einfach nach mehr verlangt!
Wer auf eine filmreife (hihi, das Buch wird tatsächlich verfilmt^^) Charakterentwicklung und einen nervenaufreibenden Spannungsbogen steht, der ist bei diesem Buch bestens aufgehoben!
Weit mehr als nur eine klare Leseempfehlung – Suchgefahr und definitiv ein Kandidat für ein wahres Herzensbuch.


  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

dämonen, hölle, dante walker, victoria scott, geheimnis, prophezeiung

Dante Walker - Seelenretter

Victoria Scott , Michaela Link
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.03.2017
ISBN 9783570310977
Genre: Fantasy

Rezension:

„Man kann sich dem, was man getan hat, nicht entziehen.
Wenn man ein schlechter Mensch war, bleibt man schlecht.
Es gibt für die Verdammten keine Erlösung, Dante Walker.“


Wie auch schon beim ersten Band, war ich wahnsinnig gespannt, ob diese Reihe der Autorin für mich genauso gut wird, wie Brimstone Bleed. Nachdem ich jedoch schon den Auftakt hinter mir hatte, wusste ich, dass der Stil ganz anders ist. Doch auch wenn mich die Geschichte nicht vollkommen überzeugen konnte, war ich doch auch neugierig, was der Folgeband zu bieten haben würde.
Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Auch wenn der erste Band nicht unbedingt mit einem super fiesen Cliffhanger geendet hatte, gab es doch Verluste und Veränderungen, bei denen man wissen wollte, wie es nun weiter geht. Zum Glück steigt man wieder gut in die Geschichte ein und kann gleich wieder den Faden aufnehmen.
Dante Walker ist jedoch vom höllischen Boten zum verliebten….ja, was eigentlich geworden?
Das weiß er selbst nicht so genau, denn mit dieser Wendung hätte er nie gerechnet und kann sich seinen neuen Status auch nicht wirklich annehmen – hallo Selbstfindung.
Allerdings macht es das Ganze um einiges authentischer, denn ich bin mir sicher, dass die wenigsten Morgens aufstehen und beschließen ein neuer „Mensch“ zu sein.

Ich bin eigentlich kein Befreier. Und ich werde nie so gut wie Charlie sein.
Aber ich habe beschlossen, diesen Auftrag anzunehmen, und da ich eh schon Sachen mache, bei denen mir nicht wohl ist, kann ich genauso gut aufs Ganze gehen.

Dante hat mir in seiner Entwicklung aber wesentlich besser gefallen, man kann seine Schlüsse nachvollziehen und erkennt seine Beweggründe. Dies mag natürlich auch dem geschuldet sein, dass man die Geschichte ausschließlich aus seiner Perspektive liest, aber das hat auch nicht geändert, dass mir Charlie leider unsympathischer geworden ist…
Ihre Beweggründe fand ich meistens doch zu oberflächlich und so durchschaubar, dass ich zwischenzeitlich dachte, dass das gar nicht der wahre Grund für ihre Entscheidungen und Handlungen sein könnte. War aber so.
Ich weiß, dass die Charaktere hier noch jünger sind, doch eigentlich werden alle als sehr selbstständig dargestellt und die anderen bekommen es auch besser hin als sie – zumindest meiner Meinung nach.
Dafür lernen wir aber neue Charaktere kennen, vor allem Aspen, die es mir wirklich angetan hat.
Ich finde sie mutig und stark, und vor allem loyal.

Ich will mich nicht für andere Leute interessieren, für Menschen, die ich nie gesehen habe und deren Namen ich nicht kenne. Aber ich tue es. Ich nehme Anteil, weil Charlie mir beigebracht hat, wie man Anteil nimmt. Und jetzt muss ich tun, was richtig ist.

Dadurch, dass man keinen Perspektivwechsel hat, kann man die anderen Charaktere genauso wenig durchschauen, wie Dante selbst und ist oft am Grübeln, wem man jetzt vertrauen kann und wem nicht.
Die Story an sich hat mir gefallen, auch wenn sie wieder einem Klischee entspricht. Dafür liest es sich wieder leicht dahin und gerade das Ende hat mich wirklich schockiert.
Damit hätte ich nicht gerechnet und meine Neugierde ist auf jeden Fall soweit geweckt, dass ich den nächsten Band auch noch lesen werde!

FAZIT

Auch wenn mich der zweite Band ebenfalls nicht wirklich vom Hocker hauen konnte, so ist es doch auch kein schlechtes Buch. Es ist wieder mit Humor und Spannung gepickt, und die Charaktere, auch wenn diese mich immer noch nicht gänzlich überzeugen konnten, haben doch etwas an sich.
Nach wie vor kein Highlight für mich, doch eine schöne Reihe für Zwischendurch mit einem Ende, das nach mehr verlangt 😉


  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

120 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

dante walker, jugendbuch, seele, seelensammler, dante

Dante Walker - Seelensammler

Victoria Scott , Michaela Link
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.11.2015
ISBN 9783570310106
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Warum?“
Als ich die Augen öffne, lächelt Charlie- Sie streicht mir über die Wange, dann lehnt sie sich an meine Brust.
„Weil ich dich sehe. Obwohl du so sehr versuchst, dich zu verstecken, sehe ich dich trotzdem.“


Schon vor einiger Zeit ist dieses Buch bei mir eingezogen, einfach, weil die Autorin mich mit ihrer Brimstone Bleed Reihe so dermaßen begeistern konnte!
Da dachte ich mir, kann man mit ihren Büchern wohl nicht allzu viel falsch machen…

Gleich zu Anfang wurde ich von Dantes Persönlichkeit…naja…gerade zu überrollt!
Ein herber Sprachstil, ein unendlich großes Ego – eben ein Bilderbuch-Macho. Oberflächlich ohne Ende, jedoch muss man hier wirklich festhalten, dass es einfach Dantes Gedanken und seine Einstellung zum Leben ist, die einen die Geschichte über begleitet und man eigentlich nicht das Gefühl bekommt, dass die Autorin ihre eigenen Empfindungen darin widerspiegelt.
Allerdings kann so etwas in diesem Ausmaß doch auch ein wenig anstrengend werden.

Das gewellte Haar fällt ihr bis in die Taille, und ich überlege, dass sie so besser aussieht. Von hinten.

Somit wäre Dante sicherlich nicht mein Busenfreund geworden, doch auch wenn ich ihn ein wenig überholt fand, und nicht ganz so authentisch ausgearbeitet war, hatte er dennoch etwas.
Mit Charlie treffen hier wirklich Welten aufeinander, was nicht automatisch heißt, dass sie mir jetzt super sympathisch wäre 😉
Die Charaktere sind wirklich nett beschrieben. Nett. (Ihr alle kennt sicher das Sprichwort.)
Nein, ganz so schlimm war es auch nicht und es liegt natürlich auch immer in den Augen des Betrachters. Doch für mich ist einfach klar, dass sich weder Dante noch Charlie ein Platz in mein Herz erschleichen konnten.

Manche Leute sagen, die Amex Black Card sei ein Mythos. Diese Leute bezeichnet man als arm. Allein der Gedanke an das Wort verursacht mir Juckreiz.

Die Idee hinter dem Ganzen empfand ich jetzt nicht wirklich als besonders, doch es war einfach leicht und locker (wenn auch an manchen Stellen, wie schon gesagt, ein wenig überholt) geschrieben.
Dafür muss ich aber anmerken, dass ich es mal ganz erfrischend fand, ein Jugendbuch aus einer männlichen Perspektive zu lesen, da das ja auch nicht allzu häufig aufkommt.
Da der Inhalt für mich persönlich jetzt aber nicht allzu aussagekräftig oder gar tiefgründig war, hätte man sich eventuell ein paar der knapp 500 Seiten sparen können.

„Wenn ich es nicht besser wüsste“, beginnt sie, „würde ich denken, dass gerade der Teufel selbst vor meiner Türschwelle erschienen ist.“
Normalerweise würde ich mir angesichts der Ironie dieser Feststellung den Arsch ablachen. aber ich bin sehr nervös, daher ist mir eher danach zumute, ihr ein großes Licht ins Gesicht zu halten und zu schreien: „Was wissen Sie noch?!“

Ein wichtiger Punkt, den ich gern noch ansprechen würde, ist die Oberflächlichkeit.
Auch wenn ich zu Anfang bereits erwähnt habe, dass es sich hier einfach um die Gedanken eines pubertierenden Teenagers handelt, finde ich die Thematik nicht weniger wichtig. Charlie, die scheinbar alles andere als ein Hingucker ist, macht einen gewissen Wandel durch, und auch wenn an der einen  oder anderen Stelle leichte Bedenken geäußert werden, hätte ich mir doch einen etwas anderen Umgang erhofft.

FAZIT

Nichtsdestotrotz ist es wirklich eine nette Lektüre für Zwischendurch! Auch wenn in meinen Augen nicht sehr tiefgründig, hat sie doch einen gewissen Unterhaltungswert und die Seiten lesen sich furchtbar schnell weg. Denn auch wenn Dante ein selbstverliebter Macho ist, hat er das Herz doch am rechten Fleck und es ist lustig anzusehen, wie Charlie ihn um den Verstand bringt. Außerdem findet man hier wieder tolle Nebencharaktere, die das Ganze noch ein wenig abrunden. Ganz davon abgesehen, dass ich mir ein Lachen oft nicht verkneifen konnte.
Vielleicht waren auch einfach die Erwartungen ein wenig zu hoch, da die andere Reihe von Victoria Scott zu meinen absoluten Herzensbüchern zählt.
Somit für mich zwar kein Must Read, aber auch keine „Zeitverschwendung“ 😉


  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

krankheit, nicola yoon, du neben mir, jugendbuch, liebe

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon , Simone Wiemken
Flexibler Einband
Erschienen bei cbt, 17.04.2017
ISBN 9783570310991
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am Anfang war nichts. Und dann war da alles.

Schon seit Längerem wollte ich dieses Buch unbedingt mal lesen, nur leider hat sich das nie ergeben. Dann habe ich den Trailer zum Buch gesehen und – wie sollte es anders sein – nun war natürlich klar, dass ich bevor ich den Film sehen kann, lesen muss.
Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Nachdem ich erst vor Kurzem The Sun Is Also a Star gelesen habe, was mich bereits begeistern konnte, aber viele Leserstimmen meinten, dass diese Geschichte hier noch „besser“ wäre, war ich wahnsinnig gespannt…

Im Grunde bin ich allergisch gegen die Welt. Alles kann einen Anfall auslösen. Es könnten die Chemikalien im Putzmittel sein, mit dem der Tisch abgewischt wurde, den ich gerade berührt habe. Es könnte das Parfüm von irgendwem sein. Oder das exotische Gewürz in meinem Essen.
Es könnte eins davon, alles auf einmal, nichts davon oder etwas ganz anderes sein.

Was mir gleich wieder zu Anfang aufgefallen ist, sind die kurzen und prägnanten Kapitel – von so etwas bin ich ein riesen Fan! Bei mir persönlich baut das mehr Spannung auf, ich habe das Gefühl, dass alles viel schneller geht und ich den Atem anhalten muss, um nichts zu verpassen. (Klingt vielleicht komisch, aber jeder hat seine Lesemacken 😉 )
Dazu sind viele Abschnitte mit Zeichnungen, Diagrammen & Co. versehen, was das Ganze noch anschaulicher macht und Madeline einem näher bringt.
Und ich liebe Madeline einfach. Sie ist süß und einfach. Ihre ganze Situation wirkt so greifbar durch ihre Gedanken, auch wenn es einem andererseits so unwirklich vorkommt.
Ihr Leben besteht hauptsächlich aus zwei Personen, ihrer Mutter und ihrer Pflegerin Carla. Und auch wenn sie eine unglaublich innige Beziehung zu ihrer Mutter hat, merkt man doch schnell, dass Carla die Vertraute für sie ist.
Und dann kommt Olly. Hier prallen mal wieder Welten aufeinander und ein Spiel zwischen den beiden beginnt, bei dem man selbst die Schmetterlinge im Bauch fühlt.

Ich habe viele Bücher gelesen, in denen es um Herzschmerz ging.
Niemand hat ihn jemals als klein bezeichnet.
Die Seele vernichtend und die Welt zerstörend, ja.
Aber klein – niemals.

Trotz der eigentlich schweren Thematik, sorgt der leichte Schreibstil von Nicola Yoon mal wieder dafür, dass man einfach nur so über die Seiten fliegt – das Buch habe ich wieder in einem Schwung durchgelesen.
Die Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen und musste jeden Moment mit Madeline mitfiebern und leiden.
Schon wieder hatte ich das Gefühl, dass die Autorin es schafft mir die Augen zu öffnen und mir zeigt, auch auf die kleinen Dingen im Leben zu achten und diese wertzuschätzen.

Ich möchte etwas sagen, nicht irgendetwas, sondern die perfekte Bemerkung, die ihn tröstet und ihn seine Familie für ein paar Minuten vergessen lässt, aber mir fällt nichts ein.
Deswegen berühren sich Menschen. Weil Worte manchmal einfach nicht genug sind.

Mit der Wendung (keine Angst, ich spoiler nicht) hätte ich allerdings nicht gerechnet, hier wurde ich kalt erwischt.
In den meisten Büchern gelingt es mir doch, eine gewisse Vorahnung zu haben, hier eben nicht.
Umso faszinierter war ich davon und die ganze Verstrickung wurde in meinen Augen auch so gut umgesetzt, dass man es nachvollziehen konnte.
Allerdings habe ich das Gefühl, dass es Nicola Yoon zum Ende hin immer ein wenig schwer fällt, einen klaren Strich zu ziehen, was es allerdings nicht weniger emotional macht.

Ich müsste an all die Hoffnung denken, die ich hatte. An das Wunder, an das ich so fest geglaubt hatte.
An meinen großen Wunsch, ein Teil der Welt zu werden, nur um feststellen zu müssen, dass die Welt mich nicht will.

FAZIT

Eine wirklich schöne und herzzerreißende Geschichte. Und was soll ich sagen? Auch in meinen Augen, ist dieses Buch stärker als The Sun Is Also a Star. Ich werde auf jeden Fall freudig gespannt ins Kino rennen – natürlich nicht ohne Taschentücher…
Eine Geschichte von der ersten Liebe, vertrauen und dem Leben. Ein Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

new adult, hass, freundschaft, clique, liebe

Abandoned

Penny L. Chapman
E-Buch Text: 268 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.04.2017
ISBN B06XKJQ2WZ
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die große Liebe.
Eine Nacht, die alles verändert.
Ein Krieg, den niemand gewinnen kann.

Obwohl mich die Story von Pretend bereits vollkommen schockiert und ein wenig zerstört hat, konnte ich einfach nicht anders, als mir vor kurzem auch den zweiten Band zur Unfolding-Reihe zu bestellen.
Mit Beccas (Beccas Leselichtung) Fazit zum Buch „Wer Pretend hart fand, den wird Abandoned zerstören“ und der Widmung von Penny „Ich hab dich gewarnt.“ war ich nun wirklich auf das schlimmste vorbereitet…

Wer jetzt hören möchte, wie ich mich weinend zusammengekauert habe und Nächte lang nicht schlafen konnte, den muss ich leider enttäuschen.
Natürlich ist Abandoned hart.
Penny hat es wieder einmal geschafft, ihre Protagonisten durch die Hölle zu jagen und sie alles durchmachen lassen zu müssen, bei dem man schon gar nicht mehr daran glaubt, dass die menschliche Psyche dem standhalten kann.
Und natürlich hatte ich Angst vor Tyler.
Ich habe dieses Charakter im ersten Band absolut verabscheut und hätte folgendes nie für möglich gehalten.
Ich. Mag. Tyler.
Aber genauso ist es. Obwohl im ersten Band bereits seine Vergangenheit, bzw. Kindheit erwähnt wurde, ist es etwas ganz anderes, sie hier noch einmal mit ihm zu durchleben.
Dabei passiert das auf keine einfühlsame Art, sondern hart und schonungslos. Genau das macht das Ganze so unfassbar.
Für mich hat es hier eine Gratwanderung und eine Charakterentwicklung gegeben, an die ich nie geglaubt hätte – einfach wahnsinnig gut.

Er würde endlich aufgeben und mich mein Leben leben lassen, damit ich nicht zusehen musste, wie seines den Bach runterging.
Ich hatte keine Angst vor ihm. Ich hatte Angst um ihn.

Und Blake? Ganz ehrlich, wer könnte sie nicht lieben?
Stark, mutig und vor allem loyal.
Obwohl ich mich selbst nicht so gut mit eher introvertierten, bzw. distanzierteren Menschen identifizieren kann, schleicht sich Blake in das Herz der Leser und wird diesen Platz nicht kampflos mehr verlassen.
Was alles in dieser kleinen Person steckt ist unglaublich!
Auch wenn Penny hier auch wieder einfach erbarmungslos war.

Der ganze Aufbau der Story war wieder von der ersten bis zur letzten Seite mit Spannung geladen, so dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.
Dieser Kampf zwischen Tyler und Blake, einer stolzer als der andere, ist schonungslos und zeigt neue Abgründe auf.
Dennoch konnte es mich nicht so umhauen, wie Pretend.
Denn im ersten Band war es für mich wohl so schockierend, erst in die ganze „Szene und Gepflogenheiten“ eingeführt zu werden. Die verschiedenen Charaktere kennenzulernen und zu sehen, wie Welten aufeinanderprallen.
Da Tyler aber ausgestoßen von der Clique ist, bekommt man davon nicht ganz so viel mit.
Nichtsdestotrotz kommen alle Charaktere, die man schon im ersten Band kennenlernen durfte wieder vor und es ist ein bisschen wie nach Hause kommen.
Und ganz abgesehen davon ist es einfach der Wahnsinn! LEST DIESES BUCH.
Denn auch wenn einem hier auf den ersten Seiten so viel Hass entgegenkommt, sind die Seiten einfach nur durchtränkt von Emotionen und jeder Leser ist gezwungen, sie alle zu durchleben.
Wirklich. Lieben, Lachen, Heulen, Scham, Ekel, Wut und was weiß ich nicht.
Lasst euch einfach darauf ein.

FAZIT

Abandoned ist somit eine tolle Fortsetzung! Jeder, der Pretend geliebt hat, wird diesen Band ebenso verschlingen, denn Pennys Schreibstil lässt in keinster Weise nach.
Obwohl der zwischenmenschliche Kontakt ganz neue Ausmaße erreicht, hat mich Abandoned dennoch nicht so geschockt wie Pretend zurückgelassen. Zum Glück hatte ich nach dem Lesen allerdings auch Ümi (Umivankebookie) an meiner Seite, mit der ich mich austauschen konnte 😉
In meinen Augen handelt es sich aber einfach um wahnsinnig unterschiedliche Geschichten, die sehr schwer mit einander zu vergleichen sind. Doch so viel kann ich sagen: ich fiebere jetzt schon auf die Fortsetzungen hin!


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

141 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

monica murphy, erotik, liebe, college, new adult

Fair Game - Jade & Shep

Monica Murphy , Nicole Hölsken
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453421523
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

„…Die muss was Besonderes sein.“
Mein Herz zieht sich zusammen. Was hat sie nur mit mir gemacht? Und was bin ich für ein Idiot?
„Ist sie“, stimme ich ihm leise zu. „Ich kann noch nicht mal genau sagen, wieso.“


Wie die meisten von euch wissen, bin ich wirklich nicht sehr bewandert in diesem Genre. Gar nicht mal, weil ich es prinzipiell nicht mag, sondern viel eher, weil ich noch nicht viel ansprechendes gefunden habe. Ich persönlich möchte gerne mehr Handlung (oder überhaupt eine Handlung) in den Büchern, als Erotik.
Nun hat es sich aber ergeben, dass ich vom Verlag das fantastische Angebot bekommen habe, Monica Murphy zu einem Coffee-Break zu treffen, da sie zur LoveLetter Convention in Berlin war.
(Dazu erfahrt ihr bald mehr in meinem LLC-Bericht)
Die Chance wollte ich natürlich nutzen und habe netter Weise auch gleich  ihr neues Buch vom Verlag gestellt bekommen – vielen lieben Dank dafür!

Trotz dessen, dass mich die Gestaltung des Buches erst einmal angesprochen hat und der Klappentext doch vielversprechend klang, ist es mir unglaublich schwer gefallen, richtig in die Geschichte reinzukommen.
Der Schreibstil ist zwar sehr einfach gehalten und die Handlungen in dem Buch auch eher sehr nebensächlich….ahhhh! Genau das war mein Problem.
Ich kann dem Ganzen dann einfach immer nicht besonders viel abgewinnen.
Und auch die Protagonisten haben es mir nicht besonders leicht gemacht.

Shep – ein „rich-Badboy“ wie er im Buche steht. Verwöhnt und arrogant.
Hierbei muss ich allerdings anmerken, dass ich ihn auf seine Weise wirklich auch sehr sympathisch fand und seine Charakterentwicklung sehr genossen habe.
Durch die Aufteilung, dass aus beiden Perspektiven berichtet wird, hat man die Chance beiden auch näher zu kommen. Seine Gedanken erschienen mir wirklich authentisch und ehrlich.
Jade hingegen….nunja.
Ganz zu Anfang dachte ich noch, ohja, die hat es drauf und lässt sich nichts gefallen. Falsch gedacht. Kaum wurde eine „mutige Entscheidung“ getroffen, wurde sie nicht nur von ihr selbst in Frage gestellt, sondern auch von ihrem Umfeld, insbesondere ihrer angeblich besten Freundin.
So sollte Selbstbestimmung nicht aussehen, stattdessen verfällt sie doch in das typische Klischee eines hilflosen kleinen Mädchens, das scheinbar einfach nur besessen von dem Gedanken ist, mit dem super sexy Boy mal einmal ordentlich eine Nummer zu schieben, ohne seine Gefühle für sie wirklich wahrzunehmen.
Was ich im Großen und Ganzen jetzt natürlich auch nicht runter machen will, das soll schließlich jedem selbst überlassen sein. Doch dass die Emanzipation immer wieder so in die Steinzeit zurückgeworfen werden muss, ist in meinen Augen einfach nicht nötig.

Und dann sehe ich es. Sehe sie. Eine Ansammlung von Sommersprossen an ihrem rechten Oberschenkel. Wie Sterne.

Nun habe ich die Autorin allerdings von einer ganz anderen Seite „kennengelernt“ und mich eigentlich sehr über den Charakteraufbau gewundert. Vielleicht habe ich es einfach ein wenig zu kritisch aufgefasst, oder es ist nicht ihr stärkstes Werk – ich habe auch schon von absoluten Fans von ihr gehört, dass sie sich teilweise durch dieses Buch quälen mussten.
Generell wurden hier viele Klischees behandelt und der ganze Aufbau hatte nicht unbedingt etwas Besonderes oder Neues zu bieten.
Was jetzt alles aber auch nicht bedeuten soll, dass dieses Buch es nicht verstanden hätte, einen zu unterhalten, doch kommt es hier wahrscheinlich einfach individuell auf die persönlichen Vorstellungen an.

FAZIT

Fair Game gehört somit definitiv nicht zu meinen Highlights, jedoch werde ich auf jeden Fall noch andere Bücher von der Autorin zu Hand nehmen, um den Ganzen noch eine Chance zu geben.
Da Geschmäcker unterschiedlich sind, und ich mich auch wirklich noch nicht viel mit diesem Genre auseinandergesetzt habe, soll sich bitte niemand von meiner Meinung abschrecken lassen und gerne selbst sein Glück versuchen!


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.121)

2.085 Bibliotheken, 41 Leser, 3 Gruppen, 114 Rezensionen

dystopie, liebe, ally condie, jugendbuch, zukunft

Die Auswahl

Ally Condie
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 19.12.2012
ISBN 9783596188352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seine Augen, leuchtend von Leben und Feuer, und ich weiß, dass er nicht aufhören wird zu kämpfen – selbst wenn es ein stiller, innerer Kampf ist, der von außen nicht immer erkennbar ist.
Und auch ich werde nicht aufhören zu kämpfen.


Ich weiß schon gar nicht mehr, wie lange diese Reihe auf meinem SuB liegt…der ein oder andere kennt das vielleicht. Nun hat aber unser Distrikt 9 (im Zuge der Panem-Challenge) überlegt, ob wir nicht auch einmal etwas zusammen lesen wollen und so sind wir auf dieses Buch gekommen – perfekte Gelegenheit.

Ich muss gestehen, dass mir schon der Einstieg nicht sehr gut gefallen hat. Obwohl der Schreibstil sehr einfach und flüssig gehalten ist, konnte mich einfach keine Spannung erreichen. Alles ist, zumindest in meinen Augen, relativ naiv und einfach gehalten, was mir bei Protagonisten mit fast 18 Jahren doch ein wenig auf die Nerven gegangen ist.
Vor allem bei Cassia war es mir zu viel. Mir ist schon bewusst, dass die Autorin hier versucht hat, ihre Charaktere authentisch zum neuen Gesellschaftssystem zu gestalten. Schließlich soll die Menschheit hier auch wie Lämmer den Anweisungen von Oben folgen. Jedoch ist mir so wenig Selbstständigkeit und eigenes logisches Denken doch wirklich zu…naja, sagen wir einfach mal nervig.

Damals habe ich mich gefragt, ob ich hübsch aussehe.
Jetzt farge ich mich: sehe ich stark aus?

Wohingegen ich den ganzen Aufbau dieser neuen Gesellschaft sehr interessant finde, denn machen wir uns nichts vor: man befürchtet ja schon, dass uns irgendwann so etwas in der Richtung ereilen wird.
Vielleicht ist es demnach auch ein wenig überzogen von mir, die Protagonistin so sehr dafür zu verurteilen, jedoch ist ihr Verhalten für mich einfach nicht nachvollziehbar.
Die beiden männlichen Charaktere hingegen haben mir da schon mehr zugesagt – scheinbar ist es nämlich doch möglich, Charaktere in dieser Gesellschaft einzubauen, die den Vorgaben oberflächlich folgen, bei denen es unter der Decke aber ordentlich brodelt. Ebenso wie bei den Eltern von Cassia.

Dann, wie sollte es anders sein, kommt natürlich noch die Lovestory.
Natürlich gibt es auch hier eine kleine Dreiecksbeziehung, jedoch finde ich das im Großen und Ganzen noch vertretbar. Eher sind es die Gefühle von Cassia, denen ich nicht ganz folgen konnte.
Bis eben gab es quasi noch keine und dann sind sie einfach da, als hätte es nie etwas anderes für sie gegeben.

Ich schüttelte den Kopf und wende mein Gesicht ab.
Er hatte keine Worte für mich. Warum sollte ich ihm meine Worte schenken?

Jetzt hört sich das alles mal wieder mehr als nur negativ an, und überzeugen konnte es mich auch wirklich nicht, jedoch muss ich sagen, dass es auch nicht wirklich schlecht war.
Die Idee hinter dem Ganzen ist eigentlich genau mein Ding, nur die Umsetzung konnte mich einfach nicht fesseln. Vielleicht wäre das vor ein paar Jahren auch noch anders gewesen – und nein, das soll kein Angriff sein, gegen jene, die dieses Buch lieben. Geschmäcker sind einfach unterschiedlich.
Viele meinen, dass die Folgebände schwächer werden, außer Elizzy von read books and fall in love – an diese Meinung werde ich mich natürlich klammern, damit ich noch die nötige Motivation habe irgendwann weiterzulesen.

FAZIT

Die Idee hinter dem Ganzen ist eigentlich genau nach meinem Geschmack, allerdings konnte mich die Umsetzung, zumindest von dem Auftakt, ebenso wenig wie die Protagonistin begeistern. Auch wenn die Geschichte zum Ende hin an Fahrt aufgenommen hat und endlich mal ein bisschen Spannung aufgebaut und viele Fragen in den Raum geworfen wurden, so hat mir das einfach noch nicht gereicht.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(99)

206 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

stephen king, thriller, mind control, bill hodges-trilogie, spannend

Mind Control

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453270862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Er ist jetzt nicht mehr an der Leine. Er ist frei.

Mein letztes King-Buch ist unendlich lange her, dabei hatte ich mir mal vorgenommen, jeden Monat eins zu lesen…angestiftet hat mich nun Elli, als sie mich auf die Aktion #skm17 (Stephen Kind Mai 2017) aufmerksam gemacht hat.
Und da dieses Buch auch noch auf meiner Liste für die Jahreschallenge #17für2017 stand, musste ich mich einfach anschließen!

Wieso ich mit diesem Buch so lange gewartet habe, ist mir ein absolutes Rätsel. Nicht nur, dass die beiden ersten Bände mir schon richtig gut gefallen hatten, der dritte Band hat auch versprochen endlich wieder ein bisschen Mystery mit ins Spiel zu bringen!
Wie gewohnt vom King des Horrors startet man mit einem detaillierten Schreibstil, der schon wieder Großes erahnen lässt. Dieses Mal ist es mir zwar ein bisschen schwerer gefallen, voran zu kommen, was aber einfach daran lag, dass ich in den letzten Tagen viel Stress hatte und ich die Bücher von Stephen King nicht einfach zwischendurch lesen kann. Ansonsten bin ich nämlich ein riesen Fan seines Schreibstils!

Die Charaktere kannte ich ja schon aus den Vorgängern…aber oh man – ich liebe sie einfach!
Selbst Brady, so schräg das auch klingen mag, doch diesem Autoren gelingt es, auch Antagonisten unglaublich spannend und authentisch aufzubauen.
Das einzige, was ich hier ein wenig schade fand, war, dass mich nicht mehr viel überraschen konnte, was die Entwicklung der Charaktere anging. Jeder hatte seinen festen Weg und man konnte recht schnell schon erahnen, wer welchen Weg einschlagen wird.

Hodges staunt immer darüber, welche Widerstandskraft manche Menschen besitzen.
Das macht ihm zwar keine große Hoffnung für die Menschheit insgesamt, aber…
Ach, eigentlich tut es das doch.

Auch wenn die Story nun gewisse Mystery-Züge angenommen hat, konnten mich diese nicht ganz so überzeugen, wie erwartet. Ich habe mir einfach noch mehr erhofft.
Mehr Spannung. Mehr Nervenkitzel. Mehr Überraschung. Mehr Unbekanntes.
Was nicht bedeuten soll, dass es nicht wieder ein fantastischer Roman gewesen wäre! Nur konnte er der Reihe einfach kein i-Tüpfelchen aufsetzen, somit bleibt der zweite Band in meinen Augen der stärkste.
Außerdem werden auch hier wieder eine Menge sozialkritische Themen in die Geschichte mit eingebracht, auch wenn ich sie dieses Mal nicht ganz so prägnant fand. Vielleicht habe ich mir das (wahrscheinliche) Ende dieser Reihe auch einfach ein wenig epischer vorgestellt.

FAZIT

Trotz meiner Kritik muss ich einfach sagen, dass es mal wieder fantastisch war einen King zu lesen und so lange wie letztes Mal, wird das nächste Buch nicht warten müssen. Im Großen und Ganzen habe ich mir den Abschluss der Reihe jedoch ein wenig pompöser vorgestellt und mit einem „größeren“ Ende gerechnet. Auch die Aspekte, auf die ich mich so sehr gefreut habe, kamen mir nicht so ganz stimmig vor, wie man sie ansonsten vom Autor kennt.
Nichtsdestotrotz ein souveräner Abschluss und ein spannendes Leseerlebnis.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(128)

324 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, giftmischer, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

„Manchmal wünschte ich, ich wäre eine Königin.“
Mirabella runzelt die Stirn.
„Sag das niemals wieder.“
Der Ton ihrer Stimme lässt alle verstummen.
„Das war nur ein Witz, Mira“, sagt Bree schließlich leise. „Natürlich wünsche ich mir das nicht. Niemand wünscht sich ernsthaft, eine Königin zu sein.“

ICH. BIN. BEGEISTERT.
Ich habe mich so unendlich doll gefreut, als ich dieses Buch vom Verlag zugesandt bekommen habe! Vielen lieben Dank auch nochmal an dieser Stelle.
Denn ich habe dieser Übersetzung wirklich entgegen gefiebert – ihr kennt das.
Dann haben sich allerdings wieder so viele andere Bücher vor gedrängelt, dass es doch eine weile unangetastet bei mir rumlag. Und ja, die ganzen, naja sagen wir mal „nicht ganz so positiven“ Rückmeldungen haben mich ein wenig enttäuscht.
Die Begründungen klangen alle absolut plausibel..aber wieso nur?! Doch dann hab ich mir endlich selbst ein Bild davon gemacht.

Von Anfang an war die Stimmung bedrückend und beklemmend, ich habe quasi mit jeder Seite mehr gelitten.
Natürlich sind drei Königinnen zwei zu viel. Doch wie soll man sich da entscheiden?
Die drei jungen Frauen sind von Grund auf unterschiedlich, alle haben ein anderes Leben geführt auf dem Weg zu dem, was sie alle verbindet.
Arsinoe und Mirabella habe ich ein wenig mehr ins Herz geschlossen, allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass Katharine am wenigsten von der Autorin beleuchtet wurde.
Trotz der kurzen Zeitspanne im Buch, scheinen alle drei nochmal eine Charakterwandlung mitzumachen, spätestens zum Ende hin, das dann wieder all meine Vermutungen über den Haufen werfen konnte.

„Immerhin hasse ich dich jetzt ein bisschen weniger“, sagt sie leise, dann geht sie raus.

Doch ich habe wirklich mit allen mitgefiebert, das ganze Setting und die Idee hinter dem Ganzen konnten mich wirklich begeistern! Ich wollte und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Jedoch war es streckenweise wirklich sehr ausschweifend – zumindest für meinen Geschmack.
Die Kapitel sind nicht nur aus den Sichtweisen der drei Protagonistinnen aufgeteilt, sondern auch viele, die ihnen nahe stehen werden mehr ins Licht gerückt.
Zum einen ist es fantastisch, weil es sooo unglaubliche Verstrickungen gibt, die zum Schluss ein atemberaubendes Ende ergeben und einen schon davor den Atem anhalten lassen.
Andererseits sind die Ausschweife auch ein wenig anstrengend, denn Arsinoe, Mirabella und Katharine würden so schon genug Input geben.

Vielleicht war es in meinem Falle ganz gut, schon einen kleinen Dämpfer, durch ein paar „negative“ Rezensionen, zu bekommen. Aber so wurden meine Erwartungen auf jeden Fall erfüllt!
Ich bin wirklich hin und hergerissen, mit welcher der drei ich nun am meisten mitfiebern soll und bin nach diesem Ende mehr als nur gespannt, wie sich jetzt alles weiterentwickeln wird!
Ich persönlich stehe sehr auf düstere Stimmungen, vor allem, wenn die Geschichte mich damit selbst einnehmen kann. Auch wenn viele Handlungen schon düster sind, so ist es doch hauptsächlich die Psyche, die einem hier besonders grausam vorkommt.
Die jungen Frauen müssen Opfer bringen, zu denen sie nie bereit waren, Entscheidungen treffen, die ihnen keine Wahl lassen und ein Leben führen, dass sie sich nie ausgesucht haben.

„Königinnen erinnern sich nicht an diese Dinge.“ Luca nippt an ihrem Tee.
„Nur weil du es sagst, muss es nicht wahr sein.“

„Für dich wird es wahr sein müssen“, sagt die Hohepriesterin schließlich.
„Denn sonst wäre es einfach zu grausam, eine Königin dazu zu zwingen, jene zu töten, die sie liebt. Ihre eigenen Schwestern. Oder sie miterleben zu lassen, wie jene, die sie liebt, wie hungrige Wölfe vor ihrer Tür stehen und ihren Kopf fordern.“

FAZIT

Jetzt schon eins meiner Monatshighlights! Der Auftakt hat mich keinesfalls enttäuscht und ich weiß gar nicht, wie ich es bis zum September aushalten soll, um zu erfahren, was Kendare Blake noch für uns bereithält!
Hier wurde eine einzigartige Kulisse geschaffen und Charaktere aufgezeigt, die wesentlich mehr als nur „schwarz und weiß“ zu bieten haben.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(161)

380 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

fantasy, liebe, finsternis, blindheit, jugendbuch

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:

„Dieser Turm ist nicht mein Schicksal.“
Die Worte, ein Schwur an mich selbst, flogen hinaus in den Nebel.


Die wahre Königin ist eins der Bücher, auf das ich mich schon so super doll gefreut habe!
Auch wenn es kein richtiges Retelling ist, so hat es mich doch ganz leicht an Rapunzel erinnert. Wobei ich eigentlich gestehen muss, dass mich die Autorin mit ihren bisherigen Werken nicht völlig begeistern konnte…

Die Stimmung war einfach der Wahnsinn! Ich persönlich lese nie noch einmal den Klappentext, bevor ich mit dem Buch beginne und so ist es doch immer wieder eine Überraschung – vor allem bei dieser Geschichte.
Die ganze Atmosphäre ist unglaublich düster und beklemmend. (Ein sehr passendes Wortspiel.)
Ich stehe ja total auf so ein Setting – auch als Leser verliert man den Halt und weiß nie, was einen erwartet.
Somit war die Idee für mich erschreckend und faszinierend zugleich.
Ein Leben nur in Finsternis? Und in der Dunkelheit lauert der Tod…

Ich würde kein solches Opfer werden. Ich wusste das, weil ich das Dunkel kannte.
Ich wusste, wie es im Mund schmeckte. Wie es sich auf der Haut anfühlte.
Wie es an mir klebte. Mich erstickte. Es barg den Tod in seinem Schoß.

Luna hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen, ein Charakter, bei dem die Stärken unglaublich gut beleuchtet sind und die Schwächen einfach normal und nicht nervig sind.
Allerdings hat es mich doch auch ein wenig erstaunt, WIE gut sie sich in der Welt zurecht gefunden hat.
An dieser Stelle möchte ich jetzt auch nicht spoilern, aber die, die das Buch schon gelesen haben, wissen vielleicht was ich meine.
Fowler als Gegenstück fand ich zwar nicht besonders herausragend, aber doch stimmig für die Geschichte. Zumindest ein Charakter, bei dem man wusste, woran man ist.
Die Lovestory zwischen den beiden hat mich nicht umgehauen, war aber nett. Immerhin hat sie nicht die ganze Geschichte eingenommen.

Es war schwer zu begreifen, dass man sich Einsamkeit wünschen konnte.
Ich hatte mehr davon, als ich ertragen konnte.

Was mich ein wenig gestört hat, waren doch so viele Fragen, die offen gelassen wurden.
Natürlich geht es auch noch weiter, doch an der einen oder anderen Stelle hätte ich mir ein bisschen mehr Aufklärung erhofft, nicht zuletzt weil ich denke, dass es die Geschichte auch noch facettenreicher gestaltet hätte.
Manchmal ist unglaublich viel passiert, bzw. hat mich die Spannung total gepackt, dann gab es wieder kleine Durchhänger.
Das Ende hingegen hat mich natürlich wieder fassungslos zurückgelassen, aka ich hätte das Buch gern gegen die Wand geworfen. Natürlich sind Cliffhanger auch mal ganz schön, aber jedes Mal, wenn ich das Gefühl habe, dass das Buch abrupt endet – während ich noch den Atem anhalte – nervt es mich ungemein.
Ja klar, ich möchte interessiert genug sein, um weiterzulesen und dem Folgeband entgegenzufiebern.
Aber so kann ich doch nicht weiterleben?!

FAZIT

Nachdem mich Firelight und Infernale, obwohl ich die Ideen fantastisch fand, von der Umsetzung her nicht ganz überzeugen konnten, so bin ich wirklich positiv überrascht, von diesem Auftakt.
Mit einer düsteren und einnehmenden Atmosphäre hat man mich aber meist auch schnell in der Tasche 😉
Wer hier Angst vor einer kitschigen Prinzessinnen-Geschichte hat, der sei beruhigt!
Für mich eine tolle Geschichte, die mich überraschen konnte, auch wenn ich noch ein bisschen mehr Potenzial darin sehe.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

128 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

selkie, fantasy, antonia neumayer, meer, heyne

Selkie

Antonia Neumayer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453317994
Genre: Fantasy

Rezension:

„Papa!“, schrie er ein letztes Mal aus Leibeskräften, doch seine Stimme, das Toben von Wind und Regen, das gequälte Ächzen des Schiffes, all das wurde von tauber Dunkelheit verschluckt, als der Junge ungebremst in das eiskalte Wasser stürzte.

Auch hier wieder einmal: vielen lieben Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Ich war sooo wahnsinnig gespannt auf die Geschichte, trotzdem hat es jetzt so lange gedauert, bis ich es wirklich gelesen habe. Als es ankam, hatte ich bereits einmal reingelesen, aber so ganz konnte es mich da noch nicht fesseln, die ganzen guten Leserstimmen habe mich aber doch neugierig gemacht.

Was für ein Einstieg. Nicht.
Man startet mit einer kleinen Rückblende, die aber mit einer Erklärung sehr lang auf sich warten lässt.
Genauso wie der Spannungsbogen. Es ist nicht so, dass nichts passieren würde…aber mir hat es leider wirklich zu lange gedauert, bis es um „das Wesentliche“ ging.
Knapp 150/200 Seiten und dann kam in meinen Augen erst der richtige Einstieg, dafür aber auch in geballter Ladung. Ab da an konnte ich das Buch dann auch wirklich nur schwer aus der Hand legen, weil sich viele Ereignisse überschlagen haben und man gar nicht mehr wusste, was einen erwartet und wem man noch trauen kann.

Kate hat mir, zumindest anfänglich, als Protagonistin richtig gut gefallen. Sie ist taff und tritt für die Sachen ein, die ihr wichtig sind – egal, was für Konsequenzen sie dafür in Kauf nehmen muss.
Mit dieser Einstellung konnte sie auf jeden Fall viele Sympathiepunkte bei mir gewinnen.
Allerdings hat sie zum Schluss hin keine klaren Linien mehr gehabt, an die sie sich gehalten hat. Was ich einerseits natürlich nachvollziehen kann, mich als Leser aber ein wenig genervt hab.
(In sofern genervt, dass ich das Buch anschreien musste.) Auf einmal trifft sie Entscheidungen, die einfach niemandem mehr klar zu Gute kommen, sondern eine Mischung aus allem sind.
Von ihrem Bruder Gabe, für den sie alles auf sich nimmt, erfährt man nicht allzu viel und ich persönlich konnte ihn überhaupt nicht durchschauen, obwohl er einen großen Teil im Buch präsent ist.

Ian und Alaric. Wer jetzt wieder Angst vor einer berüchtigten Dreiecksbeziehung hat, der sei beruhigt!
Hier kommen wir an den Teil, den ich besonders gerne mochte.
Denn es geht hier eben NICHT um eine Lovestory. Vielmehr geht es um Vertrauen, Loyalität und Freundschaft.
Drei Aspekte, die gerade in der Kombination zwischen den beiden Herren und Kate hart auf die Probe gestellt werden.
Ich fand es wirklich überraschend und absolut positiv, was die Autorin hier gemacht hat: Der Antrieb von Kate war und ist ihr Bruder. Punkt.
Sind wir ganz ehrlich, meistens sind es doch die „Liebschaften“, die immer mehr in den Vordergrund rücken. Was ich auch gar nicht immer schlimm finde, aber auch einfach mal sehr erfrischend, wenn man das „Ziel“ vor Augen behält. An Lunas Stelle wäre ich genauso hin und her gerissen gewesen, denn ich war mir schnell unsicher, wer hier überhaupt noch annähernd ein ehrliches Spiel spielt.

Zum mystischen Aspekt: Auf diesen Teil habe ich mich natürlich am meisten gefreut und war auch hin und weg, als das ganze einen leichten „Piraten-Monsterjäger-Touch“ bekommen hat!
Nur hat es mir zum einen halt wirklich ein bisschen zu lange gedauert, bis das Ganze ins rollen gekommen ist und zum anderen…ich hätte mir einfach noch so viel mehr davon gewünscht!
Nichtsdestotrotz war dies ein wirklich starker und toller Auftakt, ich hoffe, dass die Autorin noch viel zu dieser Geschichte zu schreiben hat!

FAZIT

Auch wenn ich den Start ein wenig langatmig fand, so wird das Durchhalten auf jeden Fall bezahlt und man wird in eine ganz besondere Welt entführt. Ob nun Fans von „Monsterjägern“ oder mythischen/fantastischen Wesen – alle kommen hier auf ihre Kosten!
Außerdem eine wirklich tolle Geschichte, was Vertrauen, Hingabe und Freundschaft angeht – definitiv lesenswert!


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

82 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

cora, cassian, the cage, außerirdische, rolf

The Cage - Gejagt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453268944
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als sie die Hand vom Fenster nahm, blieb ein feuchter Abdruck ihrer Finger auf dem Glas zurück, bevor auch dieser verschwand.
Fünf graue Flecken gegen die Dunkelheit.
Fünf Sterne gegen einen dunklen Himmel.
Fünf Noten, die der Beginn eines Lieds sein könnten.
Aber nicht so dumm, dachte sie entschlossen, zu glauben, wir wären weniger wert als sie.


Ich war so wahnsinnig gespannt, auf dieses Buch, da mir der Auftakt der Reihe schon so wahnsinnig gut gefallen hatte! Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als ich es vom Verlag gestellt bekommen habe – vielen Dank dafür!

Die Thematik und der Aufbau der Geschichte treffen genau meinen Geschmack.
Jedoch passiert hier, was meistens mit Fortsetzungen in diesem Genre passiert. Es kann mich leider nicht mehr ganz so fesseln und begeistern, wie der erste Band.
Woran es liegt? Das Setting ändert sich.
Nach dem typischen Schema (gar nicht negativ gemeint), wird man im ersten Band in die neue Welt/Gesellschaft eingeführt. Alles ist neu und Überraschungen erwarten einen an jeder Ecke.
Im zweiten Band hingegen wird meistens kein großes Augenmerk mehr auf die Welt gelegt, sondern auf die Probleme, die sich den Protagonisten stellen müssen.
Was natürlich überhaupt nicht verkehrt ist, aber manchmal läuft man dann halt in die Gefahr, dass es nicht mehr ganz so sehr begeistern kann.

Jetzt war es aber keinesfalls so, dass die Geschichte keine Spannung aufgebaut hätte, sie wurde nur einfach ein bisschen verschoben und konnte so – meinen persönlichen Geschmack – nicht mehr ganz treffen.
Die Charaktere haben zum Teil einen großen Wandel durchgemacht, wie man es auch erwartet.
Allerdings gefiel mir die Richtung, die Cora eingeschlagen hat nicht ganz so gut.
Immer noch hin und hergerissen zwischen Leon und dem Kindred Cassian, weiß sie eigentlich selbst nicht genau, was sie möchte. Ich weiß, ein Klischee, mit dem man mittlerweile leben können sollte, allerdings hatte ich das Gefühl, dass sie keinen von beiden überhaupt wirklich möchte, sondern…ja keine Ahnung. Ihr langweilig ist? Sie nur versucht, das Beste für sich herauszuschlagen?
Vielleicht einerseits nachvollziehbar, andererseits ein Charakterzug, der bei mir nicht auf große Zustimmung trifft.

„Du musst nichts erklären.“ Seine Stimme klang nicht aufgebracht.
„Es liegt an diesem Ort. Es liegt daran, so weit von zu Hause weg zu sein und niemanden mehr außer uns zu haben.“

Überraschenderweise sympathisiere ich mittlerweile am meisten mit Leon, obwohl er am Anfang einer der Charaktere war, die sich überhaupt nicht fügen konnten und am egoistischsten gehandelt haben. Zum einen hat aber auch er sich geändert – außerdem weiß ich bei ihm, woran ich bin.

Der flüssige Schreibstil und die eher kurzgehaltenen Kapitel haben aber für ein schnelles Lesetempo gesorgt und die Aufteilung, aus verschiedenen Sichten der Charaktere, die Geschichte zu erleben für Abwechslung.
Es gibt neue Herausforderungen und viele Rätsel, an dessen Lösung man immer näher herangeführt wird, auch wenn immer noch viele Fragen offen bleiben.
Vor allem der pragmatische Umgang der Kindred – keine emotionalen Entscheidungen und ein strukturiertes Vorgehen fand ich sehr interessant.

„Die Logik?“, wisperte Lucky. „Nein. Wir sind keine Kindred. Wir geben nicht auf, wenn uns etwas am Herzen liegt. Unser Platz ist dort. Es ist unsere Sache.“

FAZIT

Eine solide Fortsetzung, die mich zwar nicht unbedingt enttäuscht hat, aber in meinen Augen auch nicht mit dem ersten Band mithalten konnte.
Man erfährt mehr über die Kindred und auch den anderen „Rassen“, die neben den Menschen noch Leben und kann sich ein besseres Gesamtbild verschaffen.
Ich bin wirklich gespannt, in was für eine Richtung sich das Finale wenden wird, und welche Entscheidungen die Protagonisten letztendlich treffen werden.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(108)

234 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

fantasy, krieg, erika johansen, die königin der schatten, magie

Die Königin der Schatten - Verflucht

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.05.2016
ISBN 9783453315877
Genre: Fantasy

Rezension:

„Aber ihr spielt auf Zeit“, erinnerte Pen sie. „Verzögerungen sind wichtig.“
Auf Zeit spielen. Kelsea ließ den Blick durch den Saal schweifen und bildete sich ein, auf allen gesichtern dieselbe Frage zu lesen:
Und was passiert, wenn dir Zeit aufgebraucht ist?


Nachdem der erste Band im Mai gleich zu meinem absoluten Monatshighlight wurde, konnte ich die Fortsetzung kaum abwarten! Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Und, wie man sich jetzt vielleicht denken kann, waren die Erwartungen unglaublich hoch…

Kelsea hat einen harten Weg eingeschlagen und erschreckende Mächte in sich entdeckt.
Doch genau das, was sie vorher so ausgemacht hat, wird jetzt auf die Probe gestellt. Ein Land herrscht sich schließlich nicht allein und der angezettelte Krieg steht vor der Tür. So findet sie sich vor Entscheidungen wieder, die man nicht immer nach dem Bauchgefühl lösen kann und muss sich weiterhin als junge Frau behaupten.
Diese Entwicklung hat mich absolut schockiert, obwohl sie doch eigentlich sehr realistisch ist. Warum sollte alles super laufen? Ganz im Gegenteil, die junge Königin muss ihre Grenzen überschreiten und findet sich in einer Situation wieder, die sie absolut überfordert. Natürlich werden da auch Entscheidungen getroffen, die nicht immer gutgeheißen werden.
Und auch, wenn mich diese Aspekte dazu gebracht haben, Kelsea mehr kritisch gegenüberzustehen, so hat es doch auch dazu geführt, das Ganze wesentlich authentischer dazustellen.

„Es ist eine kurze Überfahrt“, sagte Mr. Micawber und spielte mit seinem Augenglas, „eine kurze Überfahrt. Entfernung ist etwas rein Imaginäres.“

Ohja, das Setting.
Eigentlich war es einem ja schon im ersten Band vollkommen bewusst, dass wir uns in einer neuen Zukunft, basierend auf unserer aktuellen Gegenwart befinden…dennoch habe ich mich diesem typischen „Mittelalter-High Fantasy-Feeling“ hingegeben.
Wem das genauso ging, wie mir, der wird in diesem band erst einmal ordentlich wachgerüttelt.
Wir erfahren, wie Tearling zu dem werden konnte, was es heute ist und durchleben Momente, die kontrastreicher nicht sein konnten.
Mir ist es wirklich auch ein Stück weit sehr schwer gefallen, Tearling in einem anderen Licht zu sehen und zwischen den Jahrhunderten hin und her zu switchen.
Doch was sich die Autorin hier für Verstrickungen und Verknüpfungen wieder ausgedacht hat, ist einfach phänomenal!

„…Das ist meiner Meinung nach der Ursprung alles Bösen in dieser Welt, Majestät:
diejenigen, die glauben, einen Anspruch auf alles zu haben, was sie wollen. Solche Menschen fragen sich nie, ob sie auch das Recht dazu haben.
Sie denken nur an sich, niemals an andere.“

Auch wenn die Stimmung im Auftakt schon nicht super rosig war, so war sie doch auch durchzogen von Mut, Stärke und purer Willenskraft.
Hier allerdings hätte ich mich am liebsten in einer dunklen Ecke verschanzt, um dort zu überdauern, bis das Alles wieder vorbei ist.
Aber das gar nicht unbedingt im negativen Sinne! Alles rund um Tearling wird einfach immer dunkler und ebenso Kelsea selbst.
Die Rote Königin macht mich schon ganz kirre, ich will endlich hinter ihr Geheimnis kommen!
(hihi, es wird natürlich schon einiges aufgedeckt, aber ich bin sicher, da kommt noch mehr!)
Mal wieder ein absoluter Pageturner, voller Panik, Spannung und Ungeduld konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen und habe es wieder in einem Schwung lesen müssen. Nach unzähligen Schweißausbrüchen und Schnappatmungen bin ich zwar schon um einiges schlauer, jedoch sind noch so unendlich viele Fragen offen, die hoffentlich alle im dritten Band erklärt werden, der -zum Glück- auch schon nächste Woche erscheint!

FAZIT

Eine Fortsetzung, die mich absolut schockiert hat. Was für ein Stimmungswechsel! Unterschiedlicher hätten die beiden Bände kaum sein können. Doch auch wenn mein Herz beim Auftakt noch ein wenig höher geschlagen hat, so konnte es in diesem Band kaum mit der Spannung mithalten.
Wieder einmal atemberaubend und so ganz anders als erwartet.
Wer es unvorhersehbar und überraschungsgeladen mag, der ist mit dieser Reihe bestens bedient!


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(463)

1.084 Bibliotheken, 45 Leser, 3 Gruppen, 194 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das erinnert mich daran.“
„Woran?“, fragte ich leise.
Er ließ das Bild sinken und schaute mich an, schaute tief in mein Inneres hinein.
„Dass ich nicht allein bin.“


Vor weg: Ich werde wohl nicht annähernd in Worte fassen können, was ich über dieses Buch denke!
Ich habe dieser Geschichte so unglaublich entgegengefiebert, dass ich gar nicht sagen kann, wieso ich es erst jetzt gelesen habe…Normalerweise lasse ich mich eher von einem Hype anstecken, als das er mich abschreckt. Aber vielleicht hab ich ja doch ein wenig befürchtet, dass die Erwartungen zu hoch waren.
Denn ganz ehrlich: Wer kennt die Abkürzung ACOTAR noch nicht?
(Falls wirklich nicht: Dies lässt sich vom Originaltitel „A Court of Thorns and Roses“ ableiten)

Ich bin einfach überwältigt!
Nachdem ich versucht habe, mich den ersten Seiten völlig unvoreingenommen hinzugeben, war ich schneller gefangen, als ich gucken konnte. Total mitgerissen von der Geschichte, habe ich alles verflucht, was mich vom Lesen abgehalten hat!
Feyre ist stark, doch auch durchzogen von Misstrauen, Skepsis und Unzufriedenheit. Ihr Motto ist es nicht zu leben, sondern vielmehr zu überleben. Wobei sie wohl in ihrer Situation auch keine andere Wahl hat.
Stellenweise fand ich sie ein bisschen sehr unnachgiebig und wäre wohl schon vorher weich geworden, aber wenn man sein Leben lang mit solch einem Hass gegenüber den Fae aufwächst, lässt sich das wahrscheinlich nicht vermeiden.

Tamlin ist das Biest, wie es im Buche steht. Harte Schale, weicher Kern.
Doch, obwohl er wirklich beeindruckend ist, muss ich wohl gestehen, dass ich nicht zum TeamTamlin gehöre…
Von all den männlichen Charakteren hat mich Lucien, Tamlins Botschafter, am meisten begeistert.
Ohne, dass sich etwas zwischen ihm und Feyre anbahnt, haben die beiden eine ganz außergewöhnliche Beziehung.
Einerseits ist er der typische Nebencharakter aka bester Freund von allen und andersherum ist er einfach völlig einzigartig! Mit seiner sarkastischen Art, zeigt er dennoch jedem, was er von ihm hält und man weiß einfach, woran man bei ihm ist. LOVE IT!
Und dann kommen wir zum berühmt berüchtigten Rhysand – oh my gosh.
Hier streiten sich sicherlich wieder die Gemüter und die Fangemeinde wird sich zwischen Tamlin und ihm aufteilen.
In diesem Fall wohl der typische Bad Boy, von dem man nie weiß, was man halten soll.
Hin und hergerissen, versuche ich mich mal noch nicht festzulegen, denn ich ahne schon, dass im nächsten Band sowieso wieder alles wird als gedacht 😉

Wieder knurrte das Tier. „Wie dumm von mir zu vergessen, dass Menschen so eine geringe Meinung von uns haben. Wisst ihr denn nicht mehr, was Gnade bedeutet?“, fragte er.
Seine Reißzähne waren nur wenige Zoll von meiner Kehle entfernt.

Die Story. Wie die meisten sicher ahnen, handelt es sich hier um ein „Die Schöne und das Biest“-Retelling.
Sarah J. Maas hat es hier geschafft, etwas alt bekanntes, in etwas wirklich Neues zu verpacken und mich trotzdem immer wieder zum Schmunzeln zu bringen, wenn typische Aspekte des Märchens aufgegriffen wurden.
An dieser Stelle möchte ich gar nicht mehr verraten, außer: Es ist ihr absolut gelungen.

Auch diese Reihe hat es schon geschafft, bei einigen in Verruf zu kommen, aufgrund sexistischer und gewaltverherrlichender Szenen. Nun muss ich an dieser Stelle sagen, zumindest soweit im ersten Band, dass dieser Auftakt durchaus seine Ecken und Kanten hat, was aber nur dafür gesorgt hat, dass er mir umso mehr gefallen hat. Natürlich gab es auch Stellen, die bei mir nicht auf absolute Begeisterung gestoßen sind, doch den Aussagen aus dem ersten Satz, kann ich mich definitiv nicht anschließen.
Ich habe es gerade genossen, mal wieder ein „richtiges All Age Buch“ in der Hand zu haben. Alle meiner Emotionen wurden hier beansprucht, ich habe gezittert, mitgefiebert, war überwältigt und geschockt.
Und genau das ist es, was ich mir immer von Geschichten wünsche.

…in unserer Welt, in der wir die Namen unserer Götter vergessen hatten, war ein Versprechen Gesetz.
Ein Versprechen war kostbarer als Geld.
Ein Versprechen war ein eisernes Band.

FAZIT

Meine Erwartungen wurden hier definitiv erfüllt und dennoch bin ich immer wieder überrascht worden.
Das Reich der sieben Höfe gehört auf jeden Fall jetzt schon mit zu meinen Jahreshighlights und ich freue mich so unglaublich sehr, dass ich nicht mehr lange auf die Fortsetzung im August warten muss.
Ein wunderbares Retelling, einzigartig, atemberaubend und einnehmend!


  (2)
Tags:  
 
391 Ergebnisse