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161 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

fantasy, finsterirdische, liebe, fantasy buch, fantasie

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Natürlich kennt man Cliffhanger, aber der Auftakt dieser Reihe, hatte für seine Leser einen so heftigen parat, dass ich das Ende noch genau vor mir hatte und diesen Band sehnlichst herbeigesehnt habe.

Der Einstieg war wirklich perfekt gestaltet, man findet sich direkt in der Situation wieder, in der der erste Band sein abruptes Ende gefunden hat – im Reich der Finsterirdischen.
Somit war für Spannung von der ersten Seite an gesorgt und mit beklemmenden Gefühl folgt man Luna auf der Suche nach Fowler.
Der ganze Aufbau hat mir wirklich gut gefallen, nur der Ausgang aus der Situation war für mich dann doch ein wenig zu einfach. Diese Szene hat aber schon erahnen lassen, wie sich der weitere Verlauf der Geschichte gestalten wird.
Es ist unglaublich viel passiert, da kann ich mich auf keinen Fall beschweren, aber viele Aspekte hätte man durchaus noch mehr ausbauen können, da das Potenzial auf jeden Fall da war.

„Lass nicht zu, dass sie dich brechen. Sei stark, sei das mutige Mädchen, als das ich dich kenne. Du wirst das hier überstehen. Du weißt, wie man überlebt.“

Obwohl ich ein großer Fan von Luna bin, gerade, weil sie sich so sehr durch ihre Stärke und Unerschütterlichkeit auszeichnet, sind mir manche ihrer Gedankengänge wirklich schleierhaft gewesen. Sie macht Fowler für etwas verantwortlich, wofür er nun einmal einfach nichts kann und zeigt sich da lange Zeit uneinsichtig. Eine gewisse Skepsis hätte ich hier zwar auch angebracht gefunden, aber in diesem Ausmaß hat es mich doch eher gestört.
Als dann neue Charaktere dazugekommen sind, die durchaus für noch mehr Aufschwung und Abwechslung sorgen, kamen bei mir doch Zweifel auf, wie fest das Band zwischen Luna und Fowler wirklich ist.

Den Settingwechsel fand ich wirklich gut gelungen, zuerst hatte ich auch hier bedenken, weil mir gerade die Welt draußen im ersten Band so gut gefallen hatte, jedoch wurde ich auch hier positiv überrascht, weil nun neue Gefahren entstanden sind, die es zu bewältigen gab.
So ist der Fokus immer mehr von den Finsterirdischen als „Das Hauptproblem“ zu den aktuellen Herrschern von Reholk und Lagonia gewandert. Dass die beiden Könige ein Problem für die Welt darstellen, ist mir vollkommen bewusst, allerdings kam es mir doch auch ein wenig merkwürdig vor, dass die tödlichen Kreaturen so sehr außer Acht gelassen wurden. Gerade, weil sich hier auch neue Erkenntnisse aufgetan haben, die mehr hätten ausgeführt werden können.

Ich wollte eigentlich gar nicht so viele Kritikpunkte anbringen, allerdings hätte man einfach noch so viel mehr aus dieser Geschichte herausholen können! Das Ende hat das Muster dann bestätigt – die restliche Seitenanzahl wurde immer geringer und ich hatte mich schon gefragt, wie nun noch alle offenen Fragen geklärt werden könnten. Ganz einfach, in dem einfach alles Schlag auf Schlag kommt. Leider sehr überstürzt und wieder nur kurz angeschnitten. Die Auflösung war im Ansatz gar nicht mal so verwerflich, aber…mpf.
Diese Fortsetzung konnte mich dennoch durchaus unterhalten und durch den brisanten Spannungsbogen fliegt man geradezu durch die Seiten. Wer allerdings doch an der einen Stelle mehr hinterfragt und sich gerne detaillierte Handlungen und Auflösungen wünscht, wird vielleicht ein wenig enttäuscht.

Die Menschen klammerten sich an den Glauben, dass die Finsternis enden würde, denn der Legende zufolge war das schon einmal geschehen. Sie war schon einmal zu Ende gegangen. Die Menscheit hatte überlebt, und das würde sie wieder tun.

FAZIT

Sophie Jordan hat mit Rückkehr des Lichts ein rasantes Abenteuer geliefert, dass in meinen Augen allerdings mit mehr Tiefe hätte punkten können. Wer eine kurzweilige und unterhaltsame Reihe im dystopischen Bereich sucht, wird mit diesen Büchern sicherlich seinen Spaß haben.
Das Setting ist wirklich interessant gestaltet und die Andeutung eines Rapunzel Retellings hat mich richtig neugierig gemacht. Zwar ist es leider kein Highlight geworden, hat aber für ein paar abwechslungsreiche Lesestunden gesorg t.

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323 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 133 Rezensionen

wonder woman, amazonen, superhelden, fantasy, leigh bardugo

Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen

Leigh Bardugo , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 06.02.2018
ISBN 9783423761970
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich Das Lied der Krähen gelesen hatte, war für mich klar, dass Leigh Bardugo nun zu einer meiner liebsten Autoren gehören wird. Von meiner großen Liebe zu DC, aber vor allem auch zu Wonder Woman haben sicherlich auch schon die meisten Notiz genommen. Und könnte es eine bessere Kombination geben? Hiermit beginnt nun der Start der DC Icons Reihe, die sich zum Glück der dtv Verlag unglaublich schnell angenommen hat, weshalb wir nicht allzu lange auf die Übersetzungen warten müssen.

Gleich zu Beginn muss ich gestehen, dass meine Erwartungen unermesslich hoch waren, was es einer Geschichte ja nicht immer ganz so leicht macht, auch mithalten zu können. Somit war der Schreibstil anfänglich ein wenig ernüchternd. Auf keinen Fall schlecht, aber doch etwas ganz anderes, als ich es von Das Lied der Krähen gewohnt war. Hier darf man wohl aber nicht die angesetzte Zielgruppe vergessen. Und von der Grisha Reihe hatte ich auch schon ähnliche Bemerkungen gehört, dass es zwar eine fantastische Reihe ist, aber natürlich etwas anderes.

Nichtsdestotrotz habe ich alle Details geradezu fanatisch eingeatmet. Es beginnt mit dem wahnsinnigen Setting der Insel Themyscira, auf der die Amazonen leben und wo Diana sich versucht ihren Platz zu erkämpfen. Jetzt fragen sie vielleicht ein paar Leser wieso? Diana unterscheidet sich ganz klar von den restlichen Amazonen, aber dies ist etwas, was ihr am besten selbst herausfinden solltet.
Und auch, wenn es sich hierbei um eine ganz andere Geschichte als die im Film handelt, so üben die Kriegerinnen in beiden Variationen doch unglaubliche Faszination auf mich aus. Es geht um so unglaublich viel Stärke, Mut und Selbstsicherheit, dass mir die Charaktere wohl niemals überdrüssig werden könnten.
Und noch einmal zum Film: Man muss weder das eine für das andere kennen, die Storys bauen nicht aufeinander auf. Im Film ist Diana bereits eine erwachsene Frau und es spielt zu der Zeit des ersten Weltkriegs – was ich selbst ein wenig verblüffend fand, da ja doch meistens der zweite eher ins Setting eingebaut wird – im Buch hingegen ist Diana erst 17 und wir finden uns in unserer heutigen Zeit wieder.

„Weil die Leute etwas anderes sehen, wenn sie mich anschauen“, antwortet Alia gereizt.
„Weil du so klein bist?“
„Ich bin nicht klein! Du bist bloß eine Riesin. Nein, weil ich schwarz bin.“

Kommen wir nun aber zu den Charakteren selbst. Diana, hach. Auch diese Version von ihr hat es mir unglaublich angetan. Frei von Vorurteilen, stark und einfach offen und ehrlich. Egal, in welcher Situation sie sich wiederfindet, stellt sie sich dieser intuitiv und pragmatisch. Es ist einfach mal erfrischend eine Protagonistin zu haben, die sich selbst nicht die ganze Zeit runtermacht und fragwürdige Entscheidungen trifft. Dazu lernt sie das erste Mal Menschen und eigentlich auch die zivilisierte Welt kennen, und nicht nur das. Der ganz besondere Wert von Freundschaft und Loyalität steht hier im Mittelpunkt.
Alia konnte bei mir ebenso punkten, die Geschichte wird abwechselnd aus den beiden Perspektiven erzählt, auch ihr offenbart sich eine neue Welt und mit Diana an der Seite wird es selten langweilig. So entwickelt auch sie ein unglaublich großes Zugehörigkeitsgefühl, das einem das Herz erwärmt.

Solange ich atme, werden deine Feinde keine Zuflucht kennen. Solange ich lebe, ist deine Sache die meine.

Doch da sind natürlich auch noch mehr! Nim ist einfach fantastisch. Ich liebe ihre ehrliche und direkte Art, einfach kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das ganze Gespann ist einfach eine sehr außergewöhnliche und erfrischende Kombination, wie ich es gerne öfter in Büchern hätte.
Auch an einer kleinen Lovestory kommt man hier nicht vorbei, wobei auch diese sich durch ihre Einzigartigkeit auszeichnet und der eigentlichen Handlung Platz lässt und nicht in den Vordergrund rückt.

„Oh Mann, kommst du etwa aus einer dieser Fördern-und-Fordern-Familien? Ich glaube nicht an diesen Quatsch.“
„Warum nicht?“, fragte Diana.
„Weil wir von der ganzen Welt ständig zu hören bekommen, was wir alles nicht können und dass wir nicht gut genug sind und all das. Die Leute bei dir zu Hause sollten auf deiner Seite stehen. Nur Menschen, für die es das Wort unmöglich nicht gibt, schreiben Geschichte, weil sie nie aufhören es zu versuchen.“

Mythologie Fans aufgepasst – spätestens nach dieser Geschichte werden sich alle einig sein, dass man lieber keinem wütenden Gott begegnen möchte. Hier wurden auch mal andere Charaktere vorgestellt, wie ich sie bisher noch nicht in Geschichten kannte, was nicht nur unglaublich interessant, sondern auch unterhaltsam war. Nachdem ich ca die ersten 100 Seiten erst einmal in die Geschichte finden musste, so kam danach doch alles Schlag auf Schlag und ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite packen. Nicht nur die Handlung selbst, sondern auch die Entwicklung der Charaktere hat einfach Spaß gemacht und zum Mitfiebern angeregt.

Auch wenn sich dieser Auftakt ein bisschen anders als erwartet gestaltet hat, so konnte mich Wonder Woman doch absolut überzeugen. Somit freue ich mich nicht nur wahnsinnig doll auf die Folgebände (Batman von Marie Lu, Catwoman von Sarah J. Maas, Superman von Matt de la Peña), sondern würde mich auch freuen, irgendwann mehr von Diana und Alia zu hören.

FAZIT

Meine Vorfreude auf dieses Buch war wirklich unermesslich groß, und auch, wenn ich Einstieg und Schreibstil ein wenig ernüchternd fand, so konnte mich dieser Auftakt mehr als nur begeistern. Leigh Bardugo zeigt auch mit diesem Werk, dass ihre Werke einfach einmalig sind. Nicht nur für Fans von Mythologie und Superhelden eine klare Leseempfehlung, sondern für alle, die nach starken, mutigen und erfrischenden Charakteren Ausschau halten.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rezensionsexemplar

Zusammen sind wir Helden

Jeff Zentner , Ingo Herzke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.12.2017
ISBN 9783551556851
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch hier hat es mich wieder eingeholt, dass ich Klappentexte meistens nur anschneide, sie schnell wieder vergesse und mich dann eher unvoreingenommen in die Geschichten stürze. Ich finde es grandios, wenn ich etwas vollkommen anderes erwartet habe und dann vollkommen überwältigt bin von der tatsächlichen Handlung.
Gleich zu Beginn spürt man diese beklemmende und melancholische Atmosphäre. Ich weiß, dass so etwas nicht jedermanns Geschmack trifft, aber ich mag es zwischendurch mal sehr gern so. Es ist schließlich nicht alles rosig.
Nur trifft einen hier eine geballte Ladung von Thematiken, die einen einfach nur bedrücken.
Religiöse Fanatiker? Kindesmisshandlung? Häusliche Gewalt? Depression? Alles mit enthalten und unglaublich wichtige Themen, die hier angesprochen werden ohne jedes Mal wirklich einen Stempel aufgedrückt zu bekommen.

Die Charaktere sind unglaublich facettenreich, und könnten unterschiedlicher nicht sein. Mit Dill bin ich zwar am wenigsten warm geworden, wohl aber weil ich seine persönlichen Umstände mit am skurrilsten fand.
Mit einem Elternhaus, an dem man kein gutes Haar lassen kann, versucht er sich dennoch über Wasser zu halten, was sich aber wesentlich schwieriger gestaltet, als es sich anhört.
Lydia ist der aufgeweckte Kern in der Runde, die alles ein wenig antreibt und selbst versucht einfach mehr aus ihrem Leben zu machen. So kommt natürlich auch die Frage auf, ob es schlimm wäre, wenn man genau das eben nicht möchte. Jeder muss schließlich seinen eigenen Platz in der Welt finden, mit dem er glücklich wird.
Travis war für mich der Ruhepol und in meinen Augen einfach ausgeglichen und selbstsicher in seiner Haut.
Die Kapitel waren abwechselnd aus den Blickwinkeln der drei Protagonisten geschrieben und seine haben mir am meisten zugesagt.

Travis sah ihm in die Augen und in seiner Stimme lag immer noch die stählernde Entschlossenheit.
„Das meine ich ernst, Dill. Wir müssen von jetzt an aufeinander aufpassen. Wir müssen für einander Familie sein, weil unsere eigenen so verkorkst sind. Wir müssen uns ein besseres Leben schaffen. Wir müssen endlich anfangen, die Dinge zu tun, vor denen wir uns fürchten…“

Und so habe ich mich in einer Geschichte wiedergefunden, die ich mir ganz anders vorgestellt hatte, die mich dadurch aber wahrscheinlich nur umso mehr beeindrucken konnte. Diese Geschichte hat einem unglaublich viel gegeben und zeitgleich auch einiges genommen. Themen, vor denen man gerne mal die Augen verschließt und Stimmungen, denen man lieber aus dem Weg gehen möchte. Es war für mich eher eine außergewöhnliche Faszination, die Schicksale der drei Jugendlichen zu verfolgen.
Kennt ihr das, wenn ihr beim Lesen einen tiefen Schmerz im Herzen verspürt, euch das Atmen schwerfällt und die Tränen gar nicht mehr versiegen möchten? Das beschreibt meine Empfindungen während des Lesens hier wohl am besten.

„Wofür war das denn?“, fragte Dill.
„Du hast ausgesehen, als sei dein Herz auf einen Legostein getreten.“

Lediglich der Musikanteil in der Geschichte hat mich ein wenig enttäuscht. Es ist gar nicht so, dass ich da persönlich großen Wert drauf lege, doch war es so der einzige Punkt, den ich fest im Kopf hatte, dass er hier eine große Rolle spielen soll. Natürlich gab es hier und da ein paar Ansätze und auch Situationen, allerdings nicht annähernd so ausgebaut, wie ich es erwartet hätte. Wer also genau aus diesem Grund nach dieser Geschichte greifen sollte, dem kann ich nur raten, die Erwartungen ein wenig runterzuschrauben.

Wer eine Geschichte auch mal mit einem bedrückenden Gefühl beenden kann und mit schmerzlichen Thematiken umgehen kann, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Es ist anders, erschreckend und nachhaltig.
Eine außergewöhnliche Geschichte, die mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird.

„Ich habe irgendwo gelesen, dass viele der Sterne, die wir sehen, gar nicht mehr existieren. Sie sind schon gestorben, aber es dauert Millionen Jahre, bis ihr Licht die Erde erreicht“, sagte Dill.
„Das wäre auch keine schlechte Art zu sterben“, sagte Lydia.
„Noch Millionen Jahre weiterzustrahlen, nachdem man abgetreten ist.“

FAZIT

Mit Zusammen sind wir Helden hat mich eine Geschichte getroffen, auf die ich einfach nicht vorbereitet war. So viel Trauer und Leid, dass es mir das Herz zugeschnürt hat und man einfach nur nach einem Funken Hoffnung Ausschau hält. Es werden viele, unglaublich wichtige Themen angesprochen, ohne sie direkt benennen zu müssen, sie sind einfach da, ohne, dass wir Einfluss darauf hätten.
Greift zu diesem Buch, lasst die Geschichte auf euch wirken, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

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165 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

throne of glass, jugendbuch, celaena, fantasy, high fantasy

Throne of Glass – Celaenas Geschichte Novellas 1-5

Sarah J. Maas , Ilse Layer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423717588
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ch bin der Autorin und vor allem der ToG Reihe hoffnungslos verfallen. Das ganze Setting ist der Wahnsinn und die Geheimnisse, Intrigen und Emotionen zwischen den Charakteren haben mir schon den letzten Nerv geraubt.
Was könnte da also die Wartezeit bis zum nächsten Band besser überbrücken, als eine Kurzgeschichtensammlung, die einem mehr über Celaenas geheimnisvollen Vergangenheit verrät?

Angereichert ist dieses Buch zwischen dem 2. und 3. Band der Reihe. Man kann die Kurzgeschichten auch sicherlich vorher lesen, würde sich aber schon die ein oder andere Kleinigkeit vorwegnehmen.
Wer also auf sicher gehen möchte, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen!

Dass Celaena Adarlins Assassinin ist, ist natürlich nicht unbekannt, und auch nicht, dass sie vorerst tragisches Ende als Sklavin in den Salzminen von Endovier findet. Doch was geschah dazwischen? Was hat der berüchtigten Kämpferin diesen Schlag verpasst? Und so erfährt man in den fünf Geschichten endlich mehr.
Auch wenn diese gewissermaßen ineinander abgeschlossen sind, so bauen sie doch auch aufeinander auf, weshalb ich die vorgeschlagene Reihenfolge auch wirklich empfehlen kann, ebenso auch keine auszulassen, da einem gewisse Aspekte ansonsten verloren gehen könnten.
Doch eigentlich wäre diese Überlegung sowieso überflüssig, denn die Autorin zeigt auch hier, wieso die halbe Welt ihre Geschichten liebt. Der Schreibstil ist fantastisch und schlägt einen in ihren Bann. Ich liebe Celaena und es war wie ein Wiedersehen, nur als stiller Beobachter.

Nach und nach wird mehr Spannung aufgebaut, wodurch auch zum Schluss immer mehr Emotionen beim Lesen entstehen. So durchlebt man nicht nur gemeinsam ihre prägsamen Lebensereignisse und Abenteuer, sondern erfährt auch endlich mehr über ihre erste große Liebe.
Sicherlich war man aber automatisch schon ein wenig hochgeputscht, da man den Ausgang des Ganzen schon kannte, was jedoch den Weg dahin nicht uninteressanter gemacht hätte!

„Zur Erinnerung woran?“ Sie schloss den Deckel und steckte das Kästchen in die Innentasche ihrer weißen Tunika.
Der Händler lächelte traurig. „Das alles seinen Preis hat.“

Für all jene, die eher abgeschreckt von Kurzgeschichten sind – so wie meine Wenigkeit – es liest sich keinesfalls so. Auch wenn die Geschichten, wie schon erwähnt, mehr oder weniger ineinander abgeschlossen sind, so bauen sie aufeinander auf und lesen sich flüssig hintereinander weg. Man wird nicht groß aus Situationen rausgerissen und hat keine langen Zeitabstände zwischen den Ereignissen.

Ein Buch, das sich kein Fan der Reihe entgehen lassen sollte, da es einem noch einmal ganz neue Einblicke ermöglicht und einfach Spaß macht zu lesen!
Lasst euch einführen in die Intrigen von Adarlan, dem Untergrund, den Geheimnissen und allen Abenteuern, die es zu bestehen gilt!

FAZIT

Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass die Kurzgeschichten zu Celaenas Anfangsgeschichte gesammelt abgedruckt wurden, denn ich weiß nicht, ob ich jemals zu den Ebooks gegriffen hätte.
Dabei bekommt man hier wirklich spannende Zusatzinformationen geboten, die voller Spannung und Emotionen verpackt sind – eine ganz klare Leseempfehlung!

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581 Bibliotheken, 34 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

illuminae, amie kaufman, liebe, künstliche intelligenz, jay kristoff

Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423761833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Illuminae ist auf jeden Fall eines der Bücher, dessen Erscheinung ich gar nicht abwarten konnte. Ein Buch, bei dem ich sofort in die Buchhandlung rennen musste, um es schnellstmöglich in den Händen halten zu können? Und dann. Leider kann ich nicht sagen, ob es wirklich nur andere Bücher waren, die sich vorgedrängelt haben oder unterbewusst eine kleine Reizüberflutung, die ich erst einmal hinter mich bringen wollte, um mir selbst ein Bild von dieser Geschichte machen zu können.

Wer noch kein Blick in dieses Buch geworfen hat, dem kann ich das wirklich nur ans Herz legen. Wenn es bei euch nicht schon bereit liegen sollte, auf in die nächste Buchhandlung und lasst euch überzeugen! (Oder klickt wenigstens auf die Leseprobe) Denn die Aussage, dass dieses Buch Lesen neu definieren würde, hat seinen Grund.
Hier findet man keinen gewöhnlich strukturierten Roman, sondern eine Mischung aus Interviews, Tagebucheinträgen, Chatverläufen und vielen kleinen Extras, die es selbst zu entdecken gibt.
Anfangs dachte ich, dass es sicherlich eine Weile dauern würde, um in die Geschichte reinzukommen, aber da habe ich mich getäuscht. Das Autorenduo hat meisterhafte Arbeit geleistet und von der ersten Seite an war ich einfach nur fasziniert und wollte immer mehr erfahren.

So brutal und verstrickt die aktuelle Situation auch sein mag, so erfährt man doch durch Kady und Ezra immer mehr Details. Über ihr früheres Leben, was sie verbindet, aber auch über die Umstände, die sie momentan getrennt voneinander halten und tausenden von Menschen ein normales Leben verwehrt.
Die beiden könnten wohl unterschiedlicher nicht sein, Kady ist selbstbewusst und entschlossen, doch auch sehr zurückhaltend und versucht allein Pläne zu schmieden, die sie und ihre Liebsten aus dieser Misere retten könnten. Ezra ist ein Draufgänger durch und durch, doch auch genauso liebenswürdig und charmant.
Bei den Dialogen zwischen den beiden baut sich so unglaublich viel auf, was einen vermuten lässt, was unausgesprochen bleibt.

Mason, E, Lt 2nd: du verdienst es, dass dir jeder stern der galaxis zu füßen gelegt wird, du verdienst tausend diamanten im haar. du verdienst jemanden, der mit dir so weit und schnell läuft, wie du willst. jemanden der dich nicht aufhält.

Anfänglich ist es mir manchmal ein wenig schwer gefallen alle Emotionen aufnehmen zu können. Das mag natürlich einerseits daran liegen, dass viele Empfindungen und Regungen zwischen Dialogen nicht aufgezeichnet sind. Aber auch daran, dass so viele Informationen auf ein einprasseln, dass man kaum Zeit zum Luftholen hat.
Nach und nach vertieft man sich aber immer mehr in das Leben der beiden und auch in das ein paar anderer Mitwirkenden. Und so verliert man sich zwischen den Sternen, dem Schmerz und all den Ungereimtheiten, die es zu klären gilt. Mein eigener Kampfgeist wurde entfacht und ich habe mitgefiebert, wo es nur möglich war.
Doch leider hat dies selten eine Auswirkung auf die Geschichten und so gab es mehrere Momente, in denen ich das Buch einfach zuklappen musste, um die entsprechenden Szenen zu verarbeiten.

Er will nicht sterben. Nicht, weil er sich davor fürchtet, sondern allein deshalb, weil er den Gedanken nicht ertragen kann, sie zurückzulassen.
Und in diesem Sekundenbruchteil beneide ich ihn.

Das Leseerlebnis von Illuminae lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es geht um einen Kampf, bei dem tausende Menschenleben auf dem Spiel stehen, eine Liebe, die Berge bewegen kann und so viel Leid, das es für unendlich viele Leben reichen würde. Gefahren lauern hinter jeder Ecke, auch wenn sie sich selten als die entpuppen, die man erwartet hätte. Ich bin mehr als nur begeistert, absolut fasziniert. Was hier geschaffen wurde, ist definitiv etwas Neues, unglaublich Besonderes. Schnappt euch dieses Buch und lasst es so schnell nicht wieder los!

Er drückt auf »Feuern«, und aus seinen Händen – wie ein Rosenstrauss – erblüht der Tod.

FAZIT

Illuminae konnte all meine Erwartungen bei weitem übertreffen! Ich bin immer noch sprachlos, wenn ich an diesen Aufbau, die Story und die Charaktere denke. Wahrlich ein einzigartiges Meisterwerk, das man einfach selbst entdecken muss. Auch wenn das Jahr noch jung ist, so ist es jetzt schon ein klares Jahreshighlight für mich!

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294 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 153 Rezensionen

fantasy, horror, palast, expedition, abenteuer

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gleich am Anfang über Anouk zu stoßen, aus deren Perspektive auch der größte Teil der Geschichte geschildert ist, war einfach erfrischend. Ich wusste überhaupt nicht, worauf ich mich bei diesem Buch einlasse, doch sie konnte gleich alles auflockernd. Mit ihrem großen Mundwerk und viel Köpfchen geht sie eher skeptisch an jede Situation heran und hinterfragt alles, was einen selbst dazu führt.
Als sie auf die vier weiteren Jugendlichen stößt, mit denen sie gemeinsam die mysteriöse Expedition starten soll, ist sie hin und her gerissen, zwischen dem Wunsch Kontakte zu knüpfen und jedem vor den Kopf zu stoßen.
Bei den meisten anderen Protagonisten hätte mich dieses Verhalten wohl gestört, der Autor hat es aber geschafft, dass es für mich in diesem Fall aber einfach nur erfrischend und unterhaltsam war.

Aha. Alles klar. Ich habe keine Ahnung, wie ich mit jemandem umgehen soll, der keinen Sarkasmus versteht. Angeblich lässt sich Intelligenz daran messen, wie sensibel man auf Humor reagiert. Keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht, aber ich tröste mich damit, dass die Leute, die mich nicht lustig finden, einfach nur dämlich sind.

Man merkt relativ schnell, dass hier einiges nicht zu stimmen scheint und die ganze Situation wirkt ziemlich abgedreht. Und obwohl der Schreibstil auf der einen Seite unglaublich ruhig und intelligent wirkt, so wird doch gleichzeitig eine so enorme Spannung aufgebaut, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen möchte.
Ebenso wie Anouk und ihre Begleiter Lilly, Will, Jules und Hayden tappt man im Dunkeln und wird einfach nicht schlau. Die jeweiligen Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und sorgen für viel ABwechslung. Man stellt sämtliche Spekulationen an, was es mit diesem seit fast 300 Jahren verschollenen Palast unter der Erde Frankreichs auf sich hat, und kann sich doch nie sicher sein.
Jeder weitere Schritt in die Tiefe und jede neue Erkenntnis scheint nur noch mehr Gefahr mit sich zu bringen und die junge Expeditionsgruppe wird an ihre Grenzen getrieben.

„…Angenommen, wir lassen uns nicht mehr einschüchtern und unternehmen etwas, anstatt nur schreiend durch die Gegend zu rennen?“
„Ich glaube, schreiend herumzurennen war ein ziemlich akzeptables Benehmen unter den gegebenen Umständen“, erwidert Jules.

Obwohl mir diese Geschichte genau das gegeben hat, was ich mir erhofft hatte, konnte sie mich dennoch überraschen. Die Atmosphäre war einfach einzigartig und obwohl man selbst oft nicht weiter wusste, hat sie einem unglaublich viel Input geboten. Gerade diese Mischung zwischen einer ziemlich abgedrehten Situation, viel Ruhe und gleichzeitig so viel Spannung hat für ein außergewöhnliches Leseerlebnis gesorgt, dass ich nur weiterempfehlen kann.
Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, was mir persönlich beim Lesen immer sehr gut gefällt, da ich eher mal zwischendurch lesen kann, ohne mitten in einer Szene unterbrechen zu müssen. So liest man einerseits aus Anouks Perspektive und erfährt, was aktuell passiert, ebenso sind aber auch immer mal wieder kurze Kapitel von der Zeit der Enstehung des Palastes eingefügt, die die eigene Neugier nur noch umso größer machen.

FAZIT

Auch, wenn ich mir gut vorstellen kann, dass diese Geschichte nicht für jeden geeignet ist, stellenweise brutal, abgedreht und dann doch wieder von einer mysteriösen Ruhe umgeben, so konnte sie mich umso mehr mit ihrer einzigartigen Atmosphäre und den abwechslungsreichen Charakteren überzeugen.
Hinter jeder Ecke ein neues Geheimnis, eine unbekannte Gefahr und unglaublich viel Unterhaltung!

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1.031 Bibliotheken, 30 Leser, 0 Gruppen, 215 Rezensionen

laura kneidl, liebe, verliere mich nicht, new-adult, luca

Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Ende vom ersten Band hatte ich mir die Situation ehrlich gesagt noch tragischer vorgestellt. Der Einstieg hat das Ganze dann ein wenig „verharmlost“, was ich jedoch schade fand. Denn der vorherige Spannungsaufbau war enorm hoch und nun hatte man fast schon eher das Gefühl wieder in den Alltag zurückzukehren.
Stattdessen wurden dem Leser nun ganz andere Seiten der empfindsamen Sage gezeigt. Mir hat wirklich das Herz geblutet, je mehr die Geschichte fortschritt. Was ist hier passiert? Aus dieser jungen Frau, die ich vorher so sehr ins Herz geschlossen habe, ist nun eine kleine Diva geworden. Das hört sich jetzt sicherlich rabiater an, als gemeint. Aber in den meisten Situationen hat sie mich einfach genervt. Sie schien ihre eigenen Entscheidungen und Handlungen aus den Augen verloren zu haben, hat sich nicht reflektiert und wollte/konnte keine Verantwortung übernehmen.
Zwei andere Charaktere, die mir unglaublich wichtig waren und die sich im ersten Band so sehr unter Beweis gestellt haben, waren dann auf einmal…lost. Einfach verschwunden. Wer braucht auch Freunde?
Auch am Anfang vom zweiten Band, teilweise auch noch im Verlauf, wurden immer wieder Anspielungen gemacht, bei denen man dachte, dass auch noch die Geschichten und Hintergründe der anderen vertieft werden würden. Doch auch hier Fehlanzeige. Wieso? Richtig, lost.
Ich hätte weinen können, solch tolle Charaktere und dann verschwinden sie einfach.
Außer Luca. Luca war für mich der einzige Charakter, der die ganze Geschichte über beständig präsent war und keine 180° Wende gemacht hat.

Er. Hatte. Mit. Mir. Reden. Wollen.
Und ich hatte geglaubt, dass wir uns alles gesagt hätten.
Ich muss mit ihr reden.
Scheinbar nicht.

Die ganze Spannung und Handlung, die den ersten Band für mich so besonders und wertvoll gemacht haben, sind für mich persönlich einfach verloren gegangen. 300 Seiten lang ein unnötiges Theater und hin und her, bei dem ich die Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte. Wichtige Aspekte wurden einfach aus den Augen verloren und die meisten Charaktere haben ihren Glanz verloren.
Als immer weniger Seiten zum Schluss hin übrig blieben, habe ich schon fast geahnt, dass das Ende nicht dem entsprechen wird, was ich mir erhofft hätte.
An dieser Stelle hätte ich mir einfach einen weiteren Band oder weniger Seiten für das vorhergehende Drama gewünscht. Schließlich war das DAS Thema, dieser außergewöhnlichen Story.
Alles ging dann ziemlich schnell und chaotisch und ach. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich immer noch darüber ärgere.

Und dann noch die Klischees. Das erste Buch ist doch so gut ohne ausgekommen. Und auch der zweite Band hätte sich damit noch recht gut halten können, hätten die einen oder anderen Bemerkungen zum Schluss hin nicht nochmal alles in ein anderes Licht gerückt. Von Selbstständigkeit zurück zum Prinzip „Der Prinz muss die holde Maid retten“.
Es tut mir unendlich leid für die Geschichte, die Charaktere und natürlich auch die Autorin.
Ich möchte das Buch keinesfalls anderen schlecht machen, Geschmäcker sind unterschiedlich und andere werden es sicherlich lieben. Nur ich leider nicht. Das Potenzial war da und der erste Band wird auf jeden Fall ein Highlight für mich bleiben. Aber die Fortsetzung hat leider so gar nicht meinen Geschmack getroffen.
Einzig der Schreibstil der Autorin und Luca haben diese Story für mich noch liebenswert gemacht. Die anderen Charaktere haben nach und nach einen Abgang gemacht – man hörte nie wieder was von ihnen. Und das, obwohl vorher so viele Anspielungen gemacht wurden. Sage hatte einen Wandel, den ich nicht nachvollziehen konnte und die Thematik ist leider auch verloren gegangen.

FAZIT

Ich habe mir so viel erhofft und gewünscht von diesem Buch, was sich leider alles nicht erfüllt hat. Gerade im Verhältnis zum ersten Band bin ich wirklich traurig und enttäuscht und ärgere mich schon wieder sehr über den Verlauf der Geschichte, so unendlich viel verschenktes Potenzial.
Daher muss ich leider schweren Herzens die Kategorie „little mistake“ vergeben. Was jedoch einfach nur bedeutet, dass es meinen persönlichen Geschmack nicht treffen konnte. Ich wünsche allen anderen Lesern, dass sie das in der Geschichte finden, was sie gesucht haben.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Star-Lord: ein Held auf Abwegen

Chip Zdarsky , Kris Anka , DJBril Morissette-Phan , Alexander Rösch
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 13.11.2017
ISBN 9783741604065
Genre: Comics

Rezension:

Auch hier wieder einen großen Dank an den Panini Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!
Das Heft habe ich bei der lieben Jule von miss Foxy reads entdeckt und war gleich Feuer und Flamme. Ich bin ein großer Fan von den Guardians of the Galaxy, und gerade auch Star-Lord hat seinen ganz eigenen Charme.

Wenn man die ursprüngliche Guardians of the Galaxy Reihe nicht gelesen hat, wird man da wohl ein wenig über das Ende gespoilert. Das fand ich für mich persönlich jetzt allerdings nicht sonderlich tragisch. Verständnisprobleme hatte ich auch keine, das Thema wurde kurz im Vorwort angerissen und war somit vom Tisch. Peter im Alleingang und das auch noch auf der Erde ist wirklich ein Anblick für sich.
Mit dem coolen Stil und der Spannung in der Geschichte wird es aber keinesfalls langweilig und ich konnte mich gar nicht von der Geschichte trennen, weshalb das Heft dann doch ganz schnell durch war.
Es gibt so vieles neues zu entdecken und auch Peter hat hier seine Probleme, sich auf der Erde einzuleben.

So stolpert man über die ein oder andere schwierige Situation, die jeweils einen Rattenschwanz hinter sich her zieht und unserem Star-Lord zu schaffen macht. Doch wer wäre er schon, wenn er das nicht gemeistert bekommen würde?
So trifft er auf Menschen, die ihm die Zeit erträglicher machen und findet wahre Freunde. Jedoch lauern auch Gefahren hinter jeder Ecke und andere bekannte Charaktere aus dem Marvel Universum lassen sich blicken und bringen Schwung in die Sache.

Peter ist mir durch diese Geschichte einfach noch mehr ans Herz gewachsen. Er ist ein unglaublich lustiger, loyaler und mitfühlender Charakter, bei dem es einfach Spaß macht, mehr zu erfahren. Auch die Story Drumherum hat mir wirklich gut gefallen und die verschiedenen Situationen waren gut aufeinander abgestimmt. Mit der ein oder anderen überraschenden Wendung und viel Spannung war es einfach ein tolles Leseerlebnis, das ich jedem nur ans Herz legen kann.

FAZIT

Star-Lord konnte mich wirklich überzeugen. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass es die ursprüngliche Guardians of the Galaxy Reihe spoilert. Der Stil und die Geschichte sind dafür aber wirklich einnehmend, man möchte das Heft einfach nicht mehr aus der Hand legen, so viel Spannung und Witz!

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631 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 133 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, worte, amy harmon

Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mich auf etwas ganz anderes eingestellt und war somit auf den ersten Seite schon total überrascht, als mich diese einzigartige Atmosphäre umfangen hat. Es ist, als wenn einem jemand ein altes Märchen vorliest, faszinierend und erschreckend zugleich.
Dadurch kann ich nachvollziehen, wenn es für manche ein wenig eigen wirkt, mich persönlich spricht diese Art aber absolut an. Ich war total gefesselt und wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.

Lark ist einfach toll, durch ihre ruhige Art und der fehlenden Stimme schafft sie es sich auf ganz andere Weise Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ein Charakter, dem man wirklich lauschen muss, dafür aber umso mehr belohnt wird. Tiras scheint genau das Gegenteil zu sein und somit prallen wahrlich Welten aufeinander und eine wilde Schlacht beginnt.
Es geht um so viel mehr als offensichtliche Gefühle, beide haben eine große Bürde zu tragen und versuchen das Wohl anderer über ihr eigenes zu stellen.

„Ich höre nur die Worte, die du mir gibst, weißt du. Es liegt in deiner Macht, nicht in meiner.“

Doch auch die Nebencharaktere haben es in sich. Nicht zuletzt Boojohni, Larks treuer Begleiter konnte mich total in seinen Bann ziehen. Aber auch die Geschichten der anderen scheinen weit verstrickt zu sein und sorgen für ein facettenreiches Auftreten, das einen immer wieder überraschen kann.

Amy Harmon hat mich wirklich überrascht, diese besondere Atmosphäre mit ihren ganz eigenen Charakteren hat genau meinen Geschmack getroffen und mich in Spannung versetzt, ein wahrlich einzigartiges Abenteuer.

FAZIT

Mit einer düsteren Atmosphäre, die eher einem Märchen gleicht, hat mich Amy Harmon wirklich überraschen und vor allem auch begeistern können.
Mit einer wirklich interessanten Idee und einer außergewöhnlichen Umsetzung hebt sich dieses Buch von vielen anderen Geschichten in dem Genre ab. Ich bin sehr gespannt, was der nächste band für uns Leser bereithält!

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282 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

götter, titanen, jugendbuch, alex, andros

Glanz der Dämmerung

Jennifer L. Armentrout , Dr. Barbara Röhl
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.12.2017
ISBN 9783959671668
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Auftakt dieser Reihe hatte mir wirklich unglaublich gut gefallen, es sind mal ältere Protagonisten, es gab unglaublich viel Spannung und natürlich Mythologie. Klingt doch nach einem perfekten Abenteuer, oder? Der zweite Band hat mich dann ein wenig enttäuscht, weil in meinen Augen mehr Wert auf die erotische Spannung zwischen Seth und Josie, als auf die Handlung selbst gelegt wurde.
Nun war ich umso gespannter, was das vermeintliche Ende für uns bereithält. Vielen lieben Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Ich bin ja wirklich ein großer Fan davon, wenn die Handlung da anknüpft, wo sie im vorherigen Band geendet hat. Man landet gleich wieder mitten im Geschehen und es ist, als wäre man nie weggewesen. Und gerade nach dem letzten Stand hat es mich wirklich interessiert, wie es wohl weitergehen wird. Auch wenn ich es ein wenig schade fand, auf dieses typische Klischee zurückgreifen zu müssen, bei dem sich die Protas erst einmal trennen.

Bei diesem Band hatte ich eher das Gefühl, dass gar nicht das Abenteuer so groß vor Augen ist, sondern viel mehr die persönliche Entwicklung von Josie und Seth.
Josie hat mich in diesem Zusammenhang leider ein wenig enttäuscht, ohne zu spoilern – es gab da eine bestimmte Situation, in der ich mir einfach gewünscht hätte, dass sie mit ein bisschen mehr Reife an das Thema geht. Seth hingegen hat mich wirklich überrascht, hier ist ein wenig Ruhe eingekehrt und vor allem auch bei seinen Handlungen scheint er diese mehr zu überdenken.
Alex und Aiden bekommen hier auch ein wenig mehr Platz, was dem Ganzen ein bisschen mehr Zusammenhalt gegeben hat und den Fokus auch auf Zwischenmenschliche Beziehung außer der von Seth und Josie fallen ließ.

Die Entwicklung fand ich wirklich gar nicht verkehrt, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob man diese nicht auch mit weniger Seiten genauso ausführlich hinbekommen hätte. Umso überraschter war ich dann beim Ende. Die ein oder anderen Handlungen haben schon darauf hingedeutet, dass es eventuell keinen festen Abschluss geben wird, dennoch war ich der Überzeugung, dass es sich bei der Reihe um eine Trilogie handeln würde, wie wohl die meisten.
Aber falsch gedacht, das Ende wirft alles noch einmal um und zeigt damit ganz klar, dass uns noch mindestens eine Fortsetzung erwarten wird.

Da die Erotik Anteile wieder ein bisschen (ganz kleines bisschen) in den Hintergrund geschraubt wurden und es sich auch auf die Charaktere im Allgemeinen und die Handlung konzentriert wurde, hat mir diese Fortsetzung wesentlich besser gefallen als der zweite Band. Der Auftakt bleibt für mich jedoch der stärkste Band.

FAZIT

Ich war wirklich hin und hergerissen, was mich in diesem Band erwarten wird, wurde jedoch positiv überrascht, auch wenn mir der Auftakt immer noch am liebsten ist. Mit einem offenen Ende und einer damit verbundenen Fortsetzung habe ich zwar nicht gerechnet, kann mich aber jetzt wieder mehr darauf freuen und bin gespannt, was Frau Armentrout da noch für uns bereithält!
Für jeden, der nicht nur nach einer spannenden Handlung, sondern auch nach einer feurigen Spannung zwischen den Charakteren sucht eine klare Leseempfehlung.

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180 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 43 Rezensionen

jean webster, briefroman, königskinder verlag, daddy long legs, briefe

Lieber Daddy-Long-Legs

Jean Webster , Ingo Herzke , Franz Renger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551560445
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Natürlich sind die Königskinder allesamt Highlights und etwas wirklich Besonderes. Bei dieser Geschichte war ich aber besonders gespannt, da es sich viel eher um eine Neuauflage eines Klassikers von 1912.
Würde mir der Schreibstil gefallen? Die Rolle der Frau? Einige Fragen, auf die ich jedoch nur auf einen Weg Antworten erhalten würde – auf in ein neues Leseabenteuer!

Schon allein diese wunderschöne Aufmachung hat einfach danach geschrien, dieses Buch so schnell wie möglich zu lesen. Und ja, Liebe auf der ersten Seite! Jean Webster konnte mich von Anfang an mit ihrem direkten und unterhaltsamen Schreibstil überzeugen.
Auf den ersten Seiten liest es sich noch wie ein „normaler“ Roman und man erfährt, wer die junge Jerusha Abbott ist, wie es ihr im Waisenhaus ergeht und welcher neue Weg sich ihr auftut.

Zum ersten Mal kann ich Jerusha Abbott richtig kennenlernen. Ich glaube, ich werde sie mögen.
Sie vielleicht auch?

Ihr Wohltäter stellt sich indirekt als Mr. Smith vor, doch Judy ist nicht nur ein schlaues Köpfchen, dass sich ihren neuen Lebensabschnitt auf dem College ganz wunderbar gestalten möchte, sondern sie trägt ihr Herz auch auf der Zunge und sagt jederzeit ganz unverblümt, was ihr gerade durch den Kopf geht.
So wird der mysteriöse Mr. Smith schnell zu Daddy-Long-Legs und es beginnt ein Abenteuer, das man an keiner anderen Seite, als an der von Judy lieber antreten würde.

Mit unglaublich viel Witz und Wortgewandtheit begleitet man ein großes Mädchen, das zu einer jungen und vor allem starken und selbstbewussten Frau heranwächst.
Judy ist impulsiv und einfallsreich, was sich in jedem Brief widerspiegelt. Jede einzelne Seite war erfrischend und hat unglaublich viel Spaß gemacht beim Lesen.
Ich hätte niemals erwartet, das Judy sich von solch einer fortschrittlichen und selbstbewussten Seite zeigen würde. Das und ihr zügelloses Temperament haben dafür gesorgt, dass ich gar nicht anders konnte, als sie sofort und für immer in mein Herz zu schließen.

Eine wunderschöne Geschichte, die all meine Erwartungen übertroffen hat und mir das Leben einer Frau gezeigt hat, das ich gerne selbst gelebt hätte. Es war wirklich ein wahres Abenteuer Judy auf ihren Weg zu begleiten, so viele neue Dinge zu entdecken, Freundschaften fürs Leben zu finden.
All das genährt von der anhaltenden Neugier, wer sich wohl hinter Daddy-Long-Legs verbergen und wo Judy am Ende ihrer Reise landen wird. Eine Geschichte voller Erfahrungen, Liebe und unvergesslichen Entdeckungen!

FAZIT

Jean Webster hat mit Lieber Daddy-Long-Legs eine einmalige Geschichte geschaffen, die trotz Briefform unglaublich umfangreich war und mit einer starken und temepramentvollen Protagonistin überzeugen konnte.
Judy und ihre Charaktereigenschaften sind mir absolut ans Herz gewachsen, eine wundervolle Geschichte, die ich irgendwann sicherlich noch einmal zur Hand nehmen werde.

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1.705 Bibliotheken, 61 Leser, 0 Gruppen, 317 Rezensionen

liebe, laura kneidl, berühre mich. nicht., missbrauch, angst

Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die ersten Seiten konnten bereits mit einem unglaublich fesselnden und leichten Schreibstil überzeugen, der dafür gesorgt hat, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich habe einfach von der ersten Sekunde an in der Geschichte drin gesteckt und sein Leben hält man ja schließlich auch nicht an, oder?
Und dann kommen sie, relativ zügig, ein fantastischer Charakter nach dem nächsten. Ich bin einfach begeistert.
Ich habe ein typisches Schema erwartet und demnach auch die dazu bestimmten Charaktere. Nun hält es sich zwar so, dass man auf den ersten Blick meinen könnte, dass genau diese Klischees hier bedient werden, dem ist aber überhaupt nicht so. Zumindest hatte ich keinesfalls das Gefühl.

Ich wollte wissen, wie es sich anfühlte, mit einem Mann zusammen zu sein.
Manchmal träumte ich davon, denn in meinen Träumen war ich mutig.

Sage ist anders, gebrochen und doch zeitgleich so unglaublich stark und zielorientiert. Ich bewundere ihren Mut und ebenso ihre Schwächen, denn auch, wenn sie diese teilweise versucht zu verstecken, so kämpft sie doch jeden Tag dagegen an. Ein Schicksal, das lange im Verborgenen bleibt, einen aber dennoch ungemein zu Herzen geht.
Von ihren Freundinnen, Megan und April, fange ich am liebsten gar nicht erst groß an, denn dann würde die Schwärmerei kein Ende mehr finden, zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich wohl jeder Mensch an seine Seite wünscht.

Und nun Vorhang auf für den vermeintlichen Badboy, der aber nun einmal gar keiner ist.
An dieser Stelle wird man einfach von Ehrlichkeit, Mitgefühl und Zuneigung entwaffnet und findet einen Charakter, wie man ihm wohl ansonsten nicht sehr oft begegnet. Es werden Sicherheit, Stärke und Selbstständigkeit vermittelt und aufgebaut und hach. Ich bin wirklich begeistert von den hier dargestellten Charaktereigenschaften.
Dem Verhältnis zwischen den beiden gebraucht es kaum Worte, denn manchmal versteht man die Bedürfnisse und Gefühle eines anderen Menschen auch einfach so.

Er lächelte verlegen, und ich wusste, dass er verstand.
Er verstand, dass ich ihm nicht nur für die Pancakes dankte, sondern für all die Worte, die er nicht sagte, und all die Fragen, die er nicht stellte.

Und trotz der wohligen Wärme, die ich durch all die tollen Momente und der einnehmenden Charaktere in dieser Geschichte verspürt habe, blieb dennoch durchweg ein unangenehmes Gefühl, weil man einfach wusste, dass noch etwas kommen wird. Dass selten etwas gut läuft und schlimme Geschehnisse nicht von einen auf den nächsten tag verschwinden, weil man seine Vergangenheit nicht einfach abstreifen kann.
Mir hat es ehrlich gesagt schon ein wenig vor dem Ende gegraust, da genau dieses selbst von den Liebhabern kritisiert wurde. Und dann kam es. Ja, ich war zutiefst schockiert. Allerdings fand ich es keinesfalls schlecht, es hatte eher etwas authentisches für die ganze Situation und ein besonders ausgeschmückter Cliffhanger ist den meisten sicherlich auch nichts Neues. Aber ich kann euch diese Geschichte nur ans Herz legen, ihr werde es nicht bereuen.

„…Vielleicht will uns das Schicksal etwas damit sagen.“
Ich blinzelte unter dem Erbsenbeutel hervor. „Und was?“
Er zuckte mit den Schultern und stand auf. „Keine Ahnung. Womöglich, dass wir zukünftig besser aufeinander aufpassen sollten?“

FAZIT

Laura Kneidl hat mit dieser Geschichte auf jeden Fall ein Werk geschaffen, dass unter vielen hervorsticht. Für mich war die Geschichte absolut einzigartig, gefühlvoll, spannend, traurig, lebendig und mitreißend, und das alles zugleich.
Vielleicht hat auch das gemeinsame Lesen dafür gesorgt, dass man den Inhalt noch mehr, noch besser reflektieren konnte. Aber allein mit dem Wissen um diesen Inhalt hätte ich es auch nicht ausgehalten und wäre wohl geplatzt.
Der zweite Band ist bereits vorbestellt, erscheint zum Glück schon Ende Januar, und wird wahrscheinlich in dem Moment verschlungen, in dem ich ihn in den Händen halten kann!

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185 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

stephen king, gwendys wunschkasten, kurzgeschichte, king, fantasy

Gwendys Wunschkasten

Stephen King , Richard Chizmar , Ulrich Blumenbach
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453439252
Genre: Fantasy

Rezension:

Um ehrlich zu sein, ist diese Neuerscheinung total an mir vorbeigegangen, aber als ich dann aus Zufall darauf gestoßen bin war klar, dass sie einziehen muss.
Zur Abwechslung handelt es sich mal um eine eher kurze Geschichte, doch klingt der Klappentext genauso vielversprechend wie die restlichen Werke des Autors.

Kurzgeschichten sind eigentlich nicht mein Fall. In der Regel habe ich das Gefühl gar nicht erst richtig in die Geschichte reinzukommen und somit die Seiten ausgelesen zu haben, bevor ich überhaupt etwas erlebt habe.
Doch hier beweisen die Autoren auf jeden Fall ihr können, gleich zu Beginn rutscht man in eine unangenehme Atmosphäre und landet an Gwendys Seite in einer Situation, der man schleunigst wieder entkommen möchte.

Angetrieben durch die menschliche Neugier und vielen verborgenen Sehnsüchten kann man hier erleben, zu welch unbedachten Handlungen ein Mensch bereit ist.
Doch beweist Gwendy ebenso außerordentliche Charakterstärke, indem sie versucht gegen die Versuchungen anzukämpfen. Was das jedoch zur Folge haben kann steht auf einem anderen Blatt und zunehmend spinnt sich ein Konstrukt zusammen, dass man nicht erwartet hätte.

Die Geschichte ist nicht wirklich gruselig, eher sogar ruhig gehalten und dennoch verspürt man einen gewissen Nervenkitzel. Ich habe bereits aus anderen Meinungen zu dem Buch herausgehört, dass einige enttäuscht waren, dass nicht mehr aus dieser Geschichte rausgeholt wurde.
Mir persönlich hat sie aber wirklich gut gefallen, mir gefällt es, dass es immer Aspekte gibt, die teilweise offen bleiben und der Fantasie des Lesers überlassen wurden.

Somit war es für mich zwar auch nicht unbedingt ein Highlight und bestimmt nicht die Bestleistung von Stephen King, allerdings beweist Gwendys Wunschkasten einen ganz eigenen Charme, dem man schnell erlegen ist.

FAZIT

Gwendys Wunschkasten überzeugt durch eine tiefgehende Atmosphäre, die zum Denken anregt und viele Überraschungen der menschlichen Psyche bereithält.
Perfekt für einen ruhigen Abend, zur kalten Jahreszeit, auf der Couch, wenn man gerne mit einem beklemmendem Gefühl ins Bett gehen möchte. Für mich als Anti-Kurzgeschichten Fan definitiv ein gelungenes Werk, das ich nur empfehlen kann.

  (10)
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173 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

mobbing, wunder, freundschaft, schule, aussehen

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423086547
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Schon auf den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass es eins dieser Herzensbücher wird, das man so schnell nicht vergessen wird. August ist einfach ein fantastischer Charakter, der mich mit seiner einzigartigen Art bewegen konnte.
Ich habe mitgefiebert, gelacht und geweint. Mit seiner einfachen und direkten Art hat er sich direkt in mein Herz geschlichen. Doch auch seine Familie, Freunde und Bekannte tragen einen erheblichen Teil zu dieser Geschichte mit bei. Der größte Teil ist zwar aus August‘ Sicht erzählt, doch auch andere kommen zum Zug und ermöglichen dem Leser eine Weitsicht auf die verschiedenen Situationen.
Denn nicht immer ist alles leicht oder schwer, schwarz oder weiß. Jeder hat seine eigenen Sichtweisen und Empfindungen.

Zuerst war ich traurig als ich mitbekommen habe, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, doch dann ist mir erst aufgegangen, wie wichtig es ist. Denn es ist nicht nur August Leben, das sich besonders gestaltet und es ist eben auch nicht nur seine Geschichte.
Es gibt so unglaublich viel Wut, Trauer und Unverständnis, doch auch Liebe, Freundschaft und Mitgefühl.
Genau das ist es, was das Buch so unglaublich macht, das man selbst das Gefühl hat, sein Leben und Verhalten zu reflektieren und eben nicht von Mitleid, sondern Mitgefühl spricht.

Sie sagte Worte, von denen ich weiß, dass sie mir helfen sollten, aber Worte können mein Gesicht nicht verändern.

Somit geht es hierbei um ein gewöhnliches Leben eines kleinen Jungen, die außergewöhnlicher nicht sein könnte.
Mir fallen einfach nicht annähernd die richtigen Worte ein, um meine Gefühle zu dieser Geschichte auch nur annähernd wiedergeben zu können. Man sollte sie einfach gelesen haben, jeder sollte sie lesen.
August ist einzigartig und hat eine Familie, die ich jedem wünschen würde. Es geht um Freunde, die auch mal furchtbar sein können, ohne die man aber einfach nicht leben will und kann, weil jeder seine Fehler hat.

Nachdem mich das Buch so begeistern konnte, freue ich mich auch schon unglaublich doll auf die Verfilmung. Ich bin mir zwar sicher, dass nicht alles vom Buch aufgefangen werden kann, aber die Besetzung und der Trailer konnten mich schon begeistern! Und wirklich, schon beim Trailer kommen mir wieder die Tränen!
Es ist ein wenig lustig und erschreckend zugleich, doch wieder daran „erinnert“ zu werden, wie jung August und seine Mitschüler sind, mir kamen alle so unglaublich reifer vor, das waren wohl aber einfach die Erlebnisse und Lebenserfahrungen, die für so große charakterstarke Persönlichkeiten gesorgt haben.
(Ab dem 25. Januar im Kino.)

FAZIT

Raquel J. Palacio hat hier ein Meisterwerk erschaffen, eine Geschichte, die das Herz berührt. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so sehr mit den Charakteren mitgefühlt habe und mich öffnen konnte, um einen Aspekt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, mein eigenes Leben und Handeln zu reflektieren.
Die Geschichte um August hat mich so sehr gefesselt, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch gelesen habe. Kleiner Tipp: Haltet Taschentücher bereit und stellt euch auf eine einzigartige Geschichte ein.

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(1.410)

2.354 Bibliotheken, 58 Leser, 5 Gruppen, 351 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der oben aufgeführte Klappentext weicht doch auch noch mal ein wenig ab von dem, der bei meinem Buch wirklich auf der Rückseite steht, weshalb ich mich lediglich auf die „Paket-Sache“ im Buch eingestellt habe und wirklich überrascht von der ganzen Vorgeschichte war.
Leider kam es mir anfänglich wirklich ein wenig zu viel vor, zu viele Zufälle, zu viele Verknüpfungen, wie auch immer.
Natürlich ist es für die Bücher von Sebastian Fitzek einfach typisch, dass alles zum Schluss zusammengeführt wird und einen runden Abschluss findet.
Aber dennoch, das Paket an sich kam mir doch wesentlich zu kurz, gerade wenn man betrachtet, dass es DER Anteil im Buch überhaupt sein sollte.

Emma gehört zu den wenigen Protagonisten, mit denen ich einfach nicht warm geworden bin. Was jedoch gar nicht negativ ausgelegt werden soll, ich glaube, da unterscheiden sich doch die Gemüter, allein aufgrund der traumatischen Erfahrungen, gewaltig.
Ein Schicksalsschlag nach dem nächsten holt die arme Frau ein und ihr späteres paranoides Verhalten ist mehr als nur verständlich. Hin und hergerissen zwischen den Bedürfnissen sie schütteln oder ihr den Rücken stärken zu wollen, wird man nach und nach selbst gefangen genommen, in einem Netz aus Intrigen und undurchsichtigen Ereignissen.
Ich persönlich habe selbst schon irgendwann an mir und meinem Urteil gezweifelt, hat doch scheinbar gar nichts einen Sinn ergeben wollen.

Die restlichen Charaktere sind zwar grandios ausgearbeitet, jedoch konnte ich zu ihnen durch eine gewisse Distanziertheit, noch weniger Verbindung aufbauen.
Der Spannungsbogen wird relativ gut gehalten, auch wenn ich teilweise ein bisschen die Übersicht verloren habe und mich auf die verschiedenen zeitebenen sehr konzentrieren musste.
So kann man mit Emma alles hautnah miterleben, jedoch nur aus der Schilderung ihrer Erinnerrungen und dann wieder den Gesprächen mit ihrem Anwalt lauschen, in denen sie versucht, das Geschehene zu verarbeiten.
Das Ende konnte mich dann zwar wieder ein wenig fesseln, der Grundaufbau der Geschichte war für mich jedoch nicht sehr außergewöhnlich, da konnten mich schon andere Werke des Autors mehr begeistern.

Was ich Herrn Fitzek aber auf jeden Fall lassen muss, sind seine Nachworte. Abschnitte in Büchern, die ich bis zu der Zeit, bevor ich seine Bücher kannte, einfach ausgelassen habe. Sebastian Fitzek ist aber ein unglaublich sympathischer und authentischer Autor, was sich in seinen persönlichen Nachträgen wunderbar wiederspiegelt und die Thematiken noch einmal reflektiert und vielleicht auch die Augen öffnet.

FAZIT

Bei Das Paket von Sebastian Fitzek handelt es sich um einen soliden, guten Thriller. Jedoch konnten mich andere Bücher des Autors schon wesentlich mehr begeistern, weshalb es wohl nicht zu meinem Lieblingsbuch wird.
Wer auf (übermäßig) viele Verstrickungen steht und nicht sonderlich zart besaitet ist, wird hiermit aber sicherlich seine Freude haben und die Ideen zu schätzen wissen!

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

siena, italien, jugendthriller, aquila, hörbuch

Aquila

Ursula Poznanski , Tom Appl , Laura Maire , Caroline Neven Du Mont
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.08.2017
ISBN 9783844527056
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gleich zu Beginn erwacht man völlig verwirrt mit Nika zusammen, ohne Erinnerung, ohne Orientierung.
Die Erzählerstimme von Laura Maire passt ganz perfekt zu der jungen Austauschstudentin und schafft es mit verstellten Stimmen und viel Emotionen die verschiedenen Lebenslagen und Situationen perfekt dazustellen.
Gerade am Anfang hat mir selbst der Kopf geschwirrt, weil scheinbar nichts einen Sinn ergeben hat, nicht, weil man der Geschichte nicht folgen könnte, sondern weil man sich so gut in die Protagonistin hineinversetzen kann und vergeblich nach Anhaltspunkten zu greifen versucht.

Auch, wenn ich es am zeitweise ein bisschen anstrengend fand, dass manche Gespräche nur in italienisch gesprochen wurden, so hat es das Bild doch nur ncoh mehr abgerundet, denn auch die Sprachkenntnisse der Protagonistin halten sich in Grenzen, was das ganze Unterfangen nicht einfacher macht.
Gefangen zwischen Panik, Verwirrung und Wut nimmt die Geschichte also ihren Lauf.
Zuerst fand ich Nika noch unglaublich sympathisch und ich konnte ihr Handeln und Verhalten vollkommen nachvollziehen. Schlagartig, etwa in der Mitte, ist das aber umgeschwungen.
Sie hat so viele Anhaltspunkte immer wieder nur für sich behalten, obwohl es doch die eine oder andere Person gegeben hätte, die dabei war ihr zu helfen.

Der Spannungsfaden konnte auf jeden Fall gehalten werden. Und, wenn auch auf sehr skurrile Art und Weise, so hat ein kleiner Rundgang durch Italien doch auch seine Vorzüge gehabt.
So hat mich auch das Ende, obwohl man irgendwas in der Richtung erwartet hat, dennoch überraschen können, weil man sich einfach nie sicher sein konnte.
Ein grandioses Verwirrungsspiel, das es dem Leser gar nicht so leicht macht, einen Durchblick zu gewinnen, einen dafür aber umso näher an die Protagonistin bringt.

FAZIT

Ursula Poznanski kann auch mit diesem Werk wieder einmal ihren Einfallsreichtum und ihre Authentizität unter Beweis stellen. Ebenso verwirrt wie die Protagonistin streift man hier durch die dunkelsten Ecken Italiens auf der Suche nach Hinweisen.
Mit der Erzählerstimme von Laura Maire wird das Ganze dann noch abgerundet und gewinnt noch mehr an Charme. Für alle Fans der Autorin oder auch generell von Spannungsliteratur eine klare Leseempfehlung!

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297 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

claudia gray, constellation, roboter, raumschiff, science fiction

Constellation - Gegen alle Sterne

Claudia Gray , Christa Prummer-Lehmair , Heide Horn
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.11.2017
ISBN 9783570174395
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wisst ihr, was ich liebe? Wenn eine Geschichte einfach gleich durchstartet. Und genauso ist es hier, ein kleiner Anriss, um sich in die Situation versetzen zu können, und schlagartig kommt man schon gar nicht mehr zum Luftholen. Ein Spannungsbogen, der sich fast konstant durch das Buch zieht – ein Stil, genau nach meinem Geschmack!
Noemi ist absolut taff und pragmatisch veranlagt. Mit ihrer direkten, klaren und strukturierten Art bin ich unglaublich gut zurechtgekommen. Sie hat mich nicht genervt, keine unlogischen Entscheidungen getroffen und ist sich selbst absolut treu geblieben.
Und dann kommt Abel – auch hier gefällt mir der Aufbau unglaublich gut und ich war begeistert, dass ich durch die verschiedenen Perspektiven beiden näher kommen konnte und mehr über die verschiedenen Charaktere und deren Empfindungen erfahren konnte.

Einzig meine Vorstellungskraft konnte nicht immer mithalten. Die Autorin hat sich definitiv in den unterschiedlichsten Aspekten schlau gemacht, doch die Mischung aus organischen und technischen Anteilen, den verschiedenen Körperfunktionen und Talenten hat sich mir nicht immer ganz erschlossen.
Das könnte aber eventuell wirklich an mir selbst liegen.
Dafür fand ich das zwischenmenschliche Verhältnis unglaublich ergreifend. Zwischen eigenen Zweifeln und Empathie hin und hergerissen war ich zum Schluss selbst nur noch zu Tränen gerührt. Gerade durch den offenen und unverfänglichen Umgang zwischen den beiden.

Und auch der Weltenaufbau ist wirklich grandios. Ein klitzeminibisschen hat es mich an Red Rising erinnert, die Erde neigt sich mit ihren Ressourcen dem Ende und es mussten neue bewohnbare Planeten gefunden werden, die je nachdem, wofür sie am besten geeignet sind, verbraucht werden.
Jedoch ist hier ein großer Krieg ausgebrochen, wie sollte es auch anders sein, die Gesellschaft wird es wohl niemals nur friedlich miteinander aushalten.
Aber auch die Argumente hier klingen zuerst schlüssig und man verfolgt im Geiste dasselbe Ziel wie Noemi. Solange, bis man selbst anfängt gewissen Punkte zu hinterfragen und versucht seine Weitsicht zu erweitern.
Dennoch konnte mich das Buch ebenso mit den gesellschaftskritischen Punkten überzeugen.

Manchmal wünschte sie, sie könnte ihr Innerstes nach außen kehren.
Dann würden die Menschen zuerst das Gute in ihr sehen, bevor sie das Schlechte bemerken.

Dadurch, dass ich keine großen Erwartungen und total entspannt an das Buch rangegangen bin, wurde ich absolut überwältigt! Spannung von der ersten bis zu letzten Seite, unglaublich fesselnde Charaktere, die einem selbst die Augen öffnen. Der neue Weltenaufbau und die Idee dahinter ist ein Abenteuer, aber ebenso ein erschreckendes Zukunftsszenario, das einem zu denken gibt.

FAZIT

Eine fantastische und unglaublich starke Geschichte, bei der ich ganz fest auf eine Fortsetzung hoffe. Das Buch konnte mich nicht nur überraschen, sondern auch unglaublich begeistern, sodass ich es in einem Stück gelesen habe und gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Es regt zum Denken, Weinen und Lachen an. Mit ungemein viel Spannung und einem abwechslungsreichen Weltenaufbau hat Claudia Grey hier etwas Fantastisches geschaffen – eine klare Leseempfehlung!

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(3)

4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Gwenpool - Spinnen, Spaß und Spielereien

Christopher Hastings , Irene Strychalski , Gurihiru , Michael Strittmatter
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 28.11.2017
ISBN 9783741603808
Genre: Comics

Rezension:

Nach wie vor bin ich überwältigt von der Farbpracht, die über einen hereinstürmt, sobald man nur die erste Seite aufschlägt. Die Künstler haben hier wirklich Arbeit geleistet und arbeiten mit einem Stil, der perfekt zu Gwenpool und ihrer lebendigen und aufgedrehten Art passt.
Allerdings ging es in diesem Band auch ein wenig traurig einher, was mich fast schon ein wenig bedrückt hat. Die Story passt wirklich gut und es wird ein logischer Faden verfolgt.
Jedoch befindet sich Gwen in einer Phase, die sie nicht ganz zu bewältigen scheint. Es gibt immer noch niemanden, der ihre Geschichte wirklich abkauft und so bleibt sie mit ihren Sorgen und ihrer Denkweise doch allein. Neue Anhänger zu finden scheint sich dadurch nicht leichter zu gestalten und ihre Einstellung dem Leben gegenüber und ihre Entscheidungen werden angezweifelt.

So fand ich das Zusammentreffen mit Spider-Man natürlich unglaublich cool, jedoch trafen hier wahrlich Welten aufeinander und auch Gwen selbst hat mit einem anderen Ausgang gerechnet.
Ihre sonst so flippige Art gerät ins Wanken. Wie sie es in diese Welt geschafft hat bleibt jedoch weiterhin ein Geheimnis, ganz kurz wird hier und dort mal etwas angeschnitten, allerdings nicht wirklich ausgeführt.
Dennoch bleibe ich weiterhin gespannt, wie es mit einer meiner neuen Lieblingshelden weitergeht und freue mich wahnsinnig auf ein Wiedersehen!

FAZIT

Auch die Fortsetzung ist wieder mehr als nur gelungen! Die offenen Fragen brennen mir zwar nach wie vor auf der Seele, allerdings heizt das die Spannung nur noch mehr an.
Trotz vieler Action wird hier ein klarer Faden verfolgt und der Aufbau der Geschichte gefällt mir richtig gut. Eine Reihe die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann, auch für Comic Neulinge!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

children, fiction

A Boy Called Christmas

Matt Haig
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Canongate Books, 03.11.2016
ISBN 9781782118268
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Schon die Einleitung in diese Geschichte ist sehr unterhaltsam gestaltet und sorgt für ein Schmunzeln.
Und das, obwohl es dem kleinen Jungen Nikolas alles andere als gut geht. Denn wie lange gibt es den Weihnachtsmann schon? Genau, eigentlich schon immer. Und so rutschen wir zum absoluten Anfang.
Nikolas lebt in äußerst ärmlichen Verhältnissen und weiß doch genau, auf was es im Leben ankommt.
Nachdem sein Vater ihn verlassen muss und er bei seiner Tante Carlotta bleiben soll wird im schnell klar, dass es so nicht weitergehen kann und er macht sich auf die Suche.
Und schon allein hier erfährt dieser kleine Mensch so unglaublich viel Leid und Verlust, dass es mir das Herz zugeschnürt hat.

Auf der Suche nach der Wahrheit entdeckt man aber manchmal Dinge, an die man vielleicht nicht glauben will.
Mit ein wenig schwarzem Humor und viel Tragik, doch auch einer Menge Einfühlsamkeit erfährt man nun die Geschichte des Weihnachtsmannes. Genau in diesem Stil sind auch die Illustrationen von Chris Mould gehalten, die die Story perfekt untermalen.
Und so hat es der Autor doch noch geschafft mich überzeugen zu können, woran ich anfänglich wahrlich gezweifelt habe. Aber die Idee ist einfach herzzerreißend und wird mir noch lange Zeit im Kopf herumschwirren.

Eine Geschichte, die zum Klassiker gemacht ist und die in der Weihnachtszeit nicht fehlen sollte.
Abgerundet wird das Ganze nicht nur durch die passenden Illustrationen, sondern auch durch die Kapitelgestaltung und natürlich dem wunderschönen Cover.
Übrigens definitiv ein Werk, dass man auch als Anfänger auf Englisch lesen kann! Ich bin geradezu über die Seiten geflogen und habe kaum einen Unterschied gemerkt.

FAZIT

Für all jene, die den Glauben verloren haben oder ihn bisher vergeblich gesucht haben. Eine Geschichte, die einem das Herz bluten lässt und dennoch so unglaublich unterhaltsam ist.
Matt Haig hat hiermit einen bezaubernden Auftakt geschaffen, der mir noch lange im Kopf bleiben wird, gerade deshalb, weil es auch viele dunkle Momente gibt. Ich bin sehr gespannt, was die weiteren Bände bereithalten werden!

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267 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

stephen king, sleeping beauties, owen king, fantasy, horror

Sleeping Beauties

Stephen King , Owen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453271449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die ganze Idee hatte es mir vorher schon angetan und ich war nicht nur auf den Mystery Faktor gespannt, sondern vor allem auch auf den Blickwinkel der gesellschaftskritischen Aspekte.
Der Einstieg war zwar auf jeden Fall informativ, aber auch typisch für den Autoren erst einmal sehr ernüchternd. Es wird immer das große Ganze aufgegriffen und somit braucht es eine Weile, bis einem alle Charaktere und deren jeweiligen Situationen vorgestellt werden.
Demnach kann ich es schon verstehen, wenn nicht jeder etwas mit dem ausschweifenden Schreibstils des Autors etwas anfangen kann, ich jedoch kann mich darin (meistens) gut verlieren.

Die Charaktere sind dadurch aber auch umso facettenreicher und man hat das Gefühl in jeden erdenklichen Winkel dieser Geschichte spähen zu können. Jeder einzelne hat seine ganz eigenen Motive und Ansichten, die man sicherlich nicht alle gutheißen kann, so aber wenigstens die Möglichkeit hat sie irgendwie verstehen zu können.
Die Abwechslung fand ich auch hier mal wieder sehr erfrischend, niemand ist einfach nur gut oder böse. Jeder trifft Entscheidungen, die in den eigenen Augen als die richtigen erscheinen, doch von außen betrachtet, gerade mit dem Blick auf die Konsequenzen, kann das alles schon ganz anders aussehen.

 

Mehr und mehr wurde Spannung aufgebaut, nicht unbedingt auf eine gruselige, viel mehr eine menschlich erschreckende Art und Weise. Nach das aber einen gewissen Höhepunkt bis knapp zur Mitte erreicht hatte, hielt es sich auf einem Level und bei Vorstellungen von neuen Charakteren und Szenerien hatte man das Gefühl ein wenig auf der Stelle zu treten und nicht voran zu kommen.
Was mir persönlich zwar nicht stark negativ aufgestoßen ist, aber dennoch aufgefallen.

Und natürlich wird hier ganz klar das Bild der Frau in der Gesellschaft zum Thema gemacht. Dass es noch lange keine Gleichberechtigung gibt, sollte niemanden verwundern. Doch gerade was sich hinter den meisten Türen noch so abspielt, oder gar als nett gemeinte Geste verpackt ist, wird hier aufgedeckt und als das dargestellt, was es nun einmal ist.
Doch was würde nun passieren, wenn es keine Frauen mehr auf der Welt gebe?
Sind die Geschlechter wirklich so unterschiedlich oder manifestieren sich gewisse Einstellungen einfach automatisch nach und nach durch die Gesellschaft und unsere Erziehung?

Wir können nur warten, bis sie aufwachen“, erklärte George Alderson auf NewsAmerica.
„Bisher hat das noch keine getan. Hier kommt Michaela Morgan mit weiteren Einzelheiten.“

FAZIT

Die Familie King beweist mal wieder mit ihrem Einfallsreichtum und der nüchternen Sicht auf die Dinge.
Für mich ist jeder Roman aufs Neue eine Entdeckung, die sich ohne Frage lohnt, auch wenn es in diesem Fall ein wenig ruhiger angegangen wurde, als ich anfänglich erwartet hätte.
Dennoch spannend und vor allem gesellschaftskritisch ein Buch, das ich gerne weiterempfehle!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

meerjungfrau, märchen, die kleine meerjungfrau, hans christian andersen, liebe

Die kleine Meerjungfrau

Hans Christian Andersen , Anton Lomaev
Fester Einband: 44 Seiten
Erschienen bei Wunderhaus Verlag, 24.02.2017
ISBN 9783946693017
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich durfte bereits Rotkäppchen und der Wolf aus dem Verlagsprogramm lesen und war schon bei dieser Ausgabe fasziniert von den detailreichen Illustrationen.
Diese werden aber in Der kleinen Meerjungfrau, zumindest in meinen Augen nochmal übertroffen. Die ganze Farbgebung ist der Wahnsinn, man fühlt sich selbst in die Unterwasserwelt versetzt und bestaunt neugierig die Szenerien.
Eine Mischung ein Verliebtsein und gruseligem Bestaunen, denn die Illustrationen richten sich nach dem Original des Märchens, das weitaus weniger mit der bekannten Disney Version Arielle gemein hat.

Natürlich ist mir die Grausamkeit bewusst gewesen, dennoch ist es etwas anderes diese in einer Geschichte, die für Kleinkinder ausgerichtet ist, zu lesen.
Demnach kann ich mich leider nicht der Altersempfehlung anschließen, aber das ist einfach eine persönliche Ansichtssache. Mir geht es viel weniger darum, dass diese Geschichte kein Happy End für die Leser bereithält, viel mehr um manche grausige Stellen, die einen unglaublich erschreckenden Tiefgang haben.
So wird der kleinen Meerjungfrau hier z.B. nicht einfach nur die Stimme „genommen“, sondern gleich die Zunge herausgeschnitten.

„…Na, hast du den Mut schon verloren? Streck deine kleine Zunge hervor, dann schneide ich sie ab, zur Bezahlung, und du bekommst dafür den kräftigen trank!“

Nichtsdestotrotz wird hier mit einer Melancholie erzählt, die einem das Herz zerbricht. Es geht um Sehnsucht, nicht nur nach Liebe, sondern auch darum, dem Leben selbst, bzw. dem Ende dessen eine tiefere Bedeutung zu geben.
Denn was bringt einem ein unbeschwertes Leben, wenn dieses unerfüllt bleibt?
Dass all die Bemühungen der kleinen Protagonistin ihr nicht viel weiterhelfen, lässt es umso realistischer und schmerzlicher darstellen.
Für mich eine wahrlich emotionale und nachhaltige Geschichte, die durch die fantastischen Illustrationen noch an Mehrwert gewinnt und wirklich einzigartig ist.

FAZIT

Auch diese Schmuckausgabe kann wieder mit den detailreichen und wunderschönen Illustrationen von Anton Lomaev punkten und unterstreicht die Melancholie der Originalfassung von Der kleinen Meerjungfrau.
Hans Christian Andersen hat hier eine verstörende aber auch nachhaltige Geschichte geschaffen, die wohl niemals gänzlich aussterben wird. Hier einen großen Dank an den Verlag für die fantastische neue Aufmachung.
Ich persönlich würde sie allerdings keinen allzu kleinen Lesern vorlesen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass bei ihnen schon genug Verständnis für die tiefgehenden Worte da ist, um die Geschichte entsprechend zu verarbeiten.

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183 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

horror, hexe, hexen, hex, fluch

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einstieg hat mir unglaublich gut gefallen, trotz des etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstils. Er ist gar nicht schlecht, einfach ein bisschen anders und fordert, zumindest bei mir, wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als ich es ansonsten bei Büchern in diesem Genre gewohnt bin. Schließlich will man für gewöhnlich, vor Spannung getrieben, nur so durch die Seiten hetzen, hier gibt es jedoch unglaublich viel Input rund um die Hexe und deren Geschichte.
Das war leider nicht ganz so spannend gehalten, wie ich es mir erhofft hätte, aber ich fand die Art wie die Charaktere mit ihrer Situation umgehen unglaublich unterhaltsam.

So streiten sich nun die Gemüter in dieser Geschichte. Die Bevölkerung in Black Spring ist in zwei Kategorien aufgeteilt, die eine Seite versucht locker mit der Situation umzugehen und dennoch ein modernes Leben mit einer entsprechenden Lebenseinstellung zu führen. Die andere Hälfte jedoch, teilweise aus Erfahrung, teilweise aus Angst, verhält sich eher wie ein abergläubischer Haufen. Tja, aber was wäre wohl angebrachter?
Die Spannung zwischen den Menschen ist greifbar und so schaukelt sich auch einiges zurecht, wobei es eher wie ein Experiment der menschlichen Psyche wirkt, als wie ein Dorf das mit einer wahr gewordenen Horrorlegende lebt.

„…Es ist doch bloß eine Hexe.“
Robert Grim wirbelt im Türrahmen herum. „Wir sind hier nicht bei Hänsel und Gretel, verfluchte Scheiße!“

Die ersten 100 Seiten waren durch den Aufbau zwar informativ, aber für mich noch lange nicht das, was ich erwartet habe. Die nächsten 200 Seiten haben mir dann schon etwas mehr geboten und mein Interesse war geweckt, allerdings immer noch nicht ganz das, was mir das Buch versprochen hatte.
Zum Ende hin wurde es dann wirklich beklemmend, wenn auch teilweise ein wenig abgedreht.
Was ich wirklich anrechnen muss, sind die Charaktere, so hatte jeder seinen ganz eigenen Part und man hatte das Gefühl wirklich einen Einblick in das Leben der Charaktere zu bekommen.

Ich habe selbst schon das Gefühl, nicht richtig auf den Punkt zu kommen, also:
Die Idee an sich fand ich unglaublich cool und auch innovativ. Die Umsetzung war in der Denke auch gar nicht verkehrt, jedoch hat mir lange, lange der Nervenkitzel gefehlt. Viel eher geht es zum großen Teil um die menschliche Psyche, was ich gar nicht schlecht reden möchte, aber dafür hatte der Autor meiner Meinung nach nicht das richtige Fingerspitzengefühl. Hier wäre es vielleicht doch ein wenig angebrachter gewesen, ein bisschen mehr Splitter in den Roman einfließen zu lassen.
Dadurch aber sicherlich auch für sanftere Gemüter ein Buch, das sich lesen lässt.

Übrig blieb nur blanker Horror – die Seele der Stadt, unwiderruflich verflucht.

FAZIT

Hex konnte nicht ganz meine Erwartungen erfüllen, was aber sicherlich einfach eine Frage der Einstellung ist. Die Idee ist unglaublich erfrischend und bringt eine neue Art mit sich, allerdings hätte die Story für mich noch wesentlich brutaler ausfallen können, da hatte ich mich irgendwie eher drauf eingestellt.
Mit einem unglaublich detailreichen Schreibstil, an den man sich vielleicht gewöhnen muss, der aber auf jeden Fall seinen eigenen Charme hat.
Dieses Buch wird sicherlich einige Liebhaber finden, jedoch kann ich auch die kritischen Stimmen nachvollziehen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Love is Love: Eine Comic-Anthologie für Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung

Marc Andreyko , Anja Kootz , Patty Jenkins , Marc Andreyko
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 16.10.2017
ISBN 9783741605253
Genre: Comics

Rezension:

Als ich in der Verlagsvorschau auf diesen Titel gestoßen bin, war mein Interesse gleich geweckt. In Amerika hat das Heft großen Anklang gefunden und die Idee dahinter finde ich einfach wunderbar.
Und dennoch habe ich es mir ganz anders vorgestellt…

Er Boxer Emile Griffith sprach aus Erfahrung:
„Ich bringe einen Mann um, und die Leute verstehen und vergeben. Wenn ich aber einen Mann liebe, dann ist das für die meisten Menschen eine unverzeihliche Sünde.“

…allerdings überhaupt nicht im negativen Sinne!
Gleich auf den ersten Seiten war ich absolut sprachlos. Es gibt so viel Vielfalt und Emotionen in so kurzen Abschnitten, dass ich einfach überwältigt war.
Die verschiedenen Storys erstrecken sich jeweils über 1-2 Seiten und kommen teilweise mit unglaublich wenig Worten aus und zeigen dennoch genau das, worauf es ankommt.

Mir sind nach so kurzer Zeit schon die Tränen gekommen, weil mir diese atemberaubenden Eindrücke den Atem geraubt und das Herz zerrissen haben. Und damit möchte ich keineswegs übertreiben.
Hier wird mit so viel Leidenschaft, Wut, Trauer und purem Lebenswillen gearbeitet, dass es Welten bewegen sollte. Und wohl auch könnte, wenn die Welt dafür bereit wäre.
Doch genau das ist es, ein Schritt in die richtige Richtung. Der Mut für ein Statement und Aufmerksamkeit für ein Thema, vor dem sich viele immer noch verschließen wollen.

Natürlich gab es auch 1-2 kleine Storys die vom Stil her nicht ganz so meinen Geschmack getroffen haben, was ich allerdings, wenn man die ganze Anzahl beachtet, bemerkenswert gering finde. In diesem Falle geht es aber auch wirklich einfach um den Inhalt, der hier aus den unterschiedlichsten Perspektiven angesprochen wurde. Ein Heft, das einfach jeder mal zur Hand nehmen sollte. Und auch mir selbst hat sich der Anschlag in Orlando, mit all seinen Opfern, erst jetzt fest in den Kopf gesetzt.

Wir werden nicht mit Hass im Herzen geboren.
Wir lehren ihn.
Und wir müssen damit aufhören.

FAZIT

Eigentlich fehlen mir die Worte, um diese Vielfalt, die ganzen Emotionen zu beschreiben.
Ich habe so oft geweint und war zerstört, nur um kurz darauf von so viel Menschlichkeit und Mitgefühl wieder aus tiefstem Herzen berührt zu werden.
Am liebsten würde ich durch die Straßen laufen und jedem diesen Comic in die Hand drücken. Das wird sich wohl leider nicht ganz so umsetzen lassen, dafür aber als die ein oder andere Aufmerksamkeit.

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181 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

weihnachten, dinosaurier, tom fletcher, kinderbuch, weihnachtosaurus

Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Charaktere sind einfach alle zum Verlieben! So hat es auch William gleich in mein Herz geschafft, wo er wohl noch lange, lange bleiben wird.
Ein gutherziger und humorvoller Junge, der nicht besser in diese Geschichte gepasst hätte.
Doch so füllt jeder perfekt seine Rolle. Ob es nun der weihnachtsverliebte Mr. Trudel ist, das gemeinste Mädchen der Welt – Brenda, oder auch der Weihnachtsmann und nicht zuletzt der Weihnachtosaurus selbst.
Selbst die Bösewichte in dieser Geschichte haben einen ganz besonderen Charme, der nicht nur von der Story, sondern zum großen Teil auch von den absolut umwerfenden Illustrationen im Buch kommt.
Shane Devries hat hier ganze Arbeit geleistet! Wie man selbst schwarz-weiß Abbildungen so leidenschaftlich und liebevoll erarbeiten kann ist wirklich ein kleines Wunder. An den Illustrationen kann ich mich gar nicht satt sehen und werde sie mir noch unglaublich oft ansehen.

Doch natürlich geht meine größte Bewunderung an Tom Fletcher, der es geschafft hat eine unglaublich traurige und herzzerreißende Geschichte so unsagbar spannend, gefühlvoll und unterhaltsam zu verpacken. Ich musste so oft lachen beim Lesen!
Doch es wäre gelogen, würde ich behaupten, nicht auch die ein oder andere Träne vergossen zu haben.
Ein Stück weit hat es sich angefühlt, als wenn ich mitten im Geschehen gewesen wäre und ganz ehrlich, am liebsten wäre ich das auch.

Wer sich hier am liebsten gleich wieder umdrehen möchte, weil er denkt, dass Weihnachten so gar nichts für ihn ist – STOPP!
Auch wenn man es nach dem Titel und der Aufmachung gar nicht glauben mag, Weihnachten an sich ist hier wirklich nicht das Hauptthema, sondern bietet viel mehr das passende Setting für eine ganz einzigartige Geschichte. Es geht um Trauer und Einsamkeit, aber ebenso um wahre Liebe/Nächstenliebe und ehrliche Freundschaft. Ein Buch, das ich wirklich jedem nur ans Herz legen kann, egal wie alt man auch sein mag.
Wer noch zu Weihnachten das richtige Geschenk sucht oder auch so einfach einem lieben Menschen eine Freude machen möchte, dem kann ich diese Geschichte dafür wirklich nur empfehlen!

FAZIT

Obwohl meine Erwartungen so hoch waren, wurden sie dennoch übertroffen. Diese Geschichte bietet so unglaublich viel und schleicht sich einfach in die Herzen der Leser. Ein Buch, das ich ab nun wohl jedes Jahr aufs Neue hervorholen werde, weil die Geschichte mit all ihren Charakteren einfach so einmalig schön ist.
Eine Geschichte für Jung und Alt, Weihnachtsliebhabern, wie auch jenen, die diesen Feiertagen am liebsten aus dem Weg gehen würden.
Wunderschön, humorvoll und mit ganz viel Emotionen und Tiefgang!

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

fantasy, skulduggery pleasant, derek landy, detektiv, darquise

Skulduggery Pleasant - Auferstehung

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.11.2017
ISBN 9783785588871
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Obwohl ich Skulduggery und Walküre tief in mein Herz geschlossen habe, wo ich sie übrigens auch nie wieder rauslassen werde, hatte ich doch ein paar Befürchtungen, wie sich diese Fortsetzung gestalten wird. Was aber natürlich vollkommen unberechtigt war. Derek Landy ist einfach ein einzigartiger Autor, der seine Geschichten in so viel trockenen Humor verpackt, dass man sich schon auf den ersten Seiten das Lachen nicht mehr verkneifen kann.
Allein die Widmungen sind immer wieder göttlich.

Gleich zu Beginn durfte ich die beiden, Skulduggery und Walküre, endlich wiedertreffen und mein Fanherz hat höher geschlagen. Vor allem Walküre hat sich unglaublich gemacht und einfach eine realistische Entwicklung durchlaufen. Mittlerweile hat sie nicht nur einiges an Abenteuern und Gefahren hinter sich, sondern auch die Zeit hat keinen Halt gemacht, weshalb sie mittlerweile zu einer erwachsenen Frau herangewachsen ist.
Das Zusammenspiel der beiden ist aber nach wie vor unveränderlich und sorgt immer wieder für Unterhaltung.
Doch es kommt ein neuer Anwerber ins Team: Omen. Herrlich, ich liebe diesen Sinn für Humor und wie es ausgerechnet die trifft, die man sich im ersten Moment am wenigsten dafür vorstellen kann. Und auch Omen muss erstmal lernen, wie es sich zwischen den beiden Legenden so lebt.

„Du lieber Himmel“, sagte Skulduggery, „du siehst aus, als seist du nicht ganz richtig im Kopf.“
„Ich bin nur total aufgeregt.“
„Hör auf“, bat Walküre, „das wird langsam gruselig.“

Doch auch die Spannung kommt natürlich nicht zu kurz und trotz dessen, dass Derek Landy ja schon einige Variablen durchhat, wird es immer noch nicht langweilig. Man fiebert in den Situationen mit, rätselt bis einem der Kopf raucht und wird immer mal wieder durch den einen oder anderen Lacher aufgelockert.
Von der Stimmung muss man natürlich ein bisschen was abziehen, wenn man den epischen Abschluss des neunten Bandes im Kopf hat, allerdings handelt es sich hierbei ja auch um einen neuen Auftakt, wofür ich die Atmosphäre für mehr als nur angemessen halte. Der Spannungsbogen hält sich, die Charaktere sind herrlich erfrischend und abwechslungsreich und der trockene Humor des Autors trifft einfach genau meinen Geschmack.

„…Wenn wir zusammen sind, Walküre Unruh und ich, gibt es nichts, das wir nicht vollbringen, und keinen Feind, egal wie groß seine Zahl, den wir nicht bezwingen können.“
Sie landeten weich. Walküre kippte sofort um.
Skulduggery schaute auf sie hinunter. „Damit hast du es jetzt vermasselt.“

Somit hat es Derek Landy wieder einmal geschafft mich absolut zu begeistern und ich lechze förmlich nach mehr Lesestoff von ihm.
Ich kann die Bücher jedem nur empfehlen, ob man nun hiermit einsteigen möchte oder vielleicht doch auch von Anbeginn.

FAZIT

Und wieder hat er es geschafft, ich LIEBE diesen Band. Ich liebe die Charaktere, die Spannung und vor allem den Humor.
Der Autor schafft es immer wieder mich zu unterhalten und abwechslungsreiche und unvoreingenommene Geschichten zu präsentieren, die das Herz höher schlagen lassen.
Nicht zuletzt, ist endlich DAS eingetroffen, worauf ich seit Jahren und etlichen anderen Bänden gewartet habe.
Antihelden, die das Herz erobern, Wendungen, die einem den Atem rauben – Skulduggery Pleasant is back!

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