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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

cooper

Die Zeit der Rose

Heather Cooper , Claudia Franz
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442486113
Genre: Historische Romane

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

Das Ohr des Kapitäns

Gisbert Haefs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453269309
Genre: Historische Romane

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(3.260)

5.065 Bibliotheken, 58 Leser, 15 Gruppen, 286 Rezensionen

träume, silber, liebe, kerstin gier, jugendbuch

Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.06.2014
ISBN 9783841421678
Genre: Jugendbuch

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(1.429)

2.550 Bibliotheken, 65 Leser, 8 Gruppen, 217 Rezensionen

träume, silber, kerstin gier, liebe, fantasy

Silber - Das dritte Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 08.10.2015
ISBN 9783841421685
Genre: Jugendbuch

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351 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

träume, liebe, kerstin gier, silber, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 09.10.2017
ISBN 9783596196739
Genre: Jugendbuch

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110 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

moor, thriller, psychopath, gefangenschaft, karen dionne

Die Moortochter

Karen Dionne , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 24.07.2017
ISBN 9783442205356
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Helena Pelletier hat mehr als ihr halbes Leben gebraucht um ihre Verbindung zu ihrem Vater und den Umständen, unter denen sie aufgewachsen ist hinter sich zu lassen und sich ein ganz neues Leben aufzubauen. Doch dann bricht ihr Vater aus dem Gefängnis aus und stellt ihr Leben wieder total auf den Kopf. Jacob Holbrook ist nicht nur ein verurteilter Mörder, Entführer und Vergewaltiger, sondern vor allem ein Naturmensch, der sich perfekt in den Mooren der Upper Peninsula auskennt und sich in ihnen bewegen kann ohne Spuren zu hinterlassen. Helena ist die einzige Person, die weis wie er denkt und die in der Lage ist ihn aufzuspüren. Auf eigenen Faust macht sie sich auf die Suche um ihren Vater aufzuhalten und ihre neue Familie vor ihm zu schützen. Helena begibt sich durch diese Suche auch auf eine Reise in ihre Vergangenheit und versucht zu verstehen, wie es zu allem gekommen ist und ob es auch anders hätte Enden können.

Fazit

Durch den Klappentext habe ich ehrlich gesagt etwas anderes erwartet als was ich letztlich in dem Buch zu lesen bekommen habe. Als guten Psychothriller kann ich das Buch leider nicht bezeichnen, da es dafür einfach zu wenig Spannung enthält. Im Großteil des Buchs enthält Rückblicke in Helenas Kindheit. Wie sie ihren Vater damals gesehen hat und welche Erfahrungen sie mit ihm gemacht hat.Nur in kurzen Abschnitten kommt wirklich Spannung auf, wenn die Story in der Gegenwart spielt und sie die Fährte ihres Vaters aufgenommen hat. Schlecht war das Buch nicht. Es war angenehm zu lesen und die eher einem Monolog ähnelnde Erzählweise hat dem Leser durchaus geholfen sich in das Leben von Helena einzufühlen. Für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa wirklich ein gutes Buch, aber definitiv zu wenig Spannung und Angst für einen gelungenen Psychothriller.

 

Viel Spaß beim Schmökern!

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

theresienstadt, holocaust, jugendbuch, zweiter weltkrieg, kinder im ghetto

Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

Matteo Corradini , Ingrid Ickler
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.04.2017
ISBN 9783570403556
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mitten im zweiten Weltkrieg beschließen eine Gruppe Jungen, die im Ghetto Theresienstadt leben, alle anderen Kinder durch eine Zeitung über das Leben im Ghetto zu informieren und ihnen durch Geschichten auch ein wenig Hoffnung zu geben. Dabei besteht für sie immer die Gefahr entdeckt und bestraft zu werden, denn das Festhalten der Gegebenheiten im Ghetto ist verboten. Die namenlose Hauptfigur erzählt in dem Buch von ihren gemeinsamen Streifzügen durch die Straßen von Theresienstadt, um Informationen zu sammeln, ebenso von den gemeinsamen Redaktionssitzungen, auf denen beschlossen wird, welche Fakten verbreitet werden sollen. Dabei achten sie sehr auf die Genauigkeit der Daten. Aber auch immer wieder beschreibt "ich" seine Träume, die teilweise Visionen gleichen und ihm zu der einen oder anderen Geschichte leiten. "Ich" beschreibt zudem den Wandel, der in den Jahren in der Stadt vor sich geht. Wie neue Menschen kommen, wie sich die einzelnen Bewohner die Situation meistern und wie immer wieder Freunde und Fremde deportiert werden und jeder weis, dass sie sie wahrscheinlich nie wiedersehen werden.

Fazit

Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge ist ein wunderbares und absolut lesenswertes Jugendbuch, dass auf eine sehr vorsichtige aber auch deutliche weise erzählt, wie das Leben der Juden im zweiten Weltkrieg im Ghetto aussah und welchen Ängsten sie sich jeden Tag stellen mussten. Auch wenn viele Leute immer wieder sagen, dass dieses Thema doch langsam alt wird, dass unsere Generation doch gar nicht mehr direkt mit den Geschehnissen in Verbindung steht, aber ich bin da ganz anderer Meinung. Gerade heute, in der in so vielen Ländern eine negative Stimmung gegen andere Nationen herrscht und Angst vor unbekannten Religionen vorherrscht finde ich es besonders wichtig sich mal wieder vor Augen zu führen, wohin das führen kann, wenn man die Augen davor verschließt. Deswegen spreche ich heute auch eine besondere Leseempfehlung für alle Erwachsenen aus, obwohl es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Matteo Corradini zeigt mit dieser Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, dass sich mit dieser Feindseligkeit nicht nur erwachsene Menschen auseinandersetzen müssen, die sich wehren könnten, sondern, dass vor allem die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, darunter leiden und sich wehrlos fügen müssen. Ein MUST-READ für das kommende Jahr.

Viel Spaß beim Schmökern!

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Tags: drittes reich, holocaus, jugendbuch   (3)
 

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

shakespeare, drama, roman, theater, eifersucht

Das verborgene Spiel

M. L. Rio , Karin Dufner
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.09.2017
ISBN 9783328100539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für Oliver Marks, ehemaliger Schauspielstudent an dem renommierten Dellecher College, steht seine Entlassung aus dem Gefängnis, indem er eine zehnjährige Haft wegen Todschlags an einem Mitstudenten abgesessen hat, vor der Tür. Kurz bevor es soweit ist bekommt er noch einmal Besuch von dem Detective, der ihn verhaftet hat. Dieser kommt mit einer ganz speziellen Bitte zu Oliver. Er möchte nun nach 10 Jahren von Oliver die Wahrheit über die Hintergründe des Vorfalls im Winter 2007 erfahren. Oliver befindet sich mit sechs anderen Studenten im vierten und letzten Jahr ihrer Schauspielausbildung an dem angesehenen Dellecher College, das sich ausschließlich mit den Werken von William Shakespeare befasst. Dies beeinflusst ihr gesamtes gemeinsames Leben und verbindet sie auf eine ganz eigenen Weise. Sie unterhalten sich teilweise mit Zitaten aus verschiedenen Werken und ihre Persönlichkeiten werden durch ihre Rollen immer wieder beeinflusst. So ergeht es auch Oliver. In der Regel bekommt er immer die Nebenrollen zugeteilt und auch in ihrer sozialen Gruppe spielt er eher eine Randfigur. Bei allen beliebt, aber nicht herausragend durch irgendeine Eigenschaft. Ihn zeichnet einzig allein aus, dass er ohne Zögern alles für seine Freunde tun würde ohne eine Gegenleistung zu erwarten.  Im vierten Jahr beschließen ihre Lehrer die Rollen im aktuellen Stück mal ganz neu zu besetzen und mischen das Ensemble-Karussell gewaltig durcheinander. Dadurch gerät allerdings auch das soziale Gefüge der Gruppe total durcheinander und endet schließlich mit dem Tod eines Studenten. Die verbleibenden sechs Freunde beschließen zusammen die Angelegenheit als einen Unfall darzustellen. Die Last dieses Geheimnisses setzt ihnen allen noch weiter zu und die Gruppe droht auseinander zu brechen.

Fazit

Mal ein ganz anderes Buch. Ich habe schon verschiedene Bücher gelesen, die Shakespeares Werke als Thema hatten und auch, dass ein Mord damit verbunden war, aber M.L.Rio hebt sich deutlich von diesen Büchern ab. Das Buch selbst ist wie ein Theaterstück in mehreren Akten aufgebaut und hin und wieder werden die Dialoge der Protagonisten wie in einem Theaterstück dargestellt. Dadurch taucht man als Leser noch mehr in diese Welt der Schauspielstudenten ein. Alles dreht sich nur um dieses eine Thema. Ebenfalls hat es mich beeindruckt, wie sie Shakespeare-Zitate zu Dialogen zusammengefügt hat, die unglaublich gut in den jeweiligen Kontext gepasst haben.

Eine wirkliche Leseempfehlung für jeden, der einen ganz neuen Blick auf die klassischen Werke von Shakespeare werfen möchte oder sich das erste Mal mit ihnen beschäftigen möchte, aber vor den Originaltexten ein wenig Angst hat. M.L.Rio führt den Leser gekonnt in diese Welt ein und nimmt einen mit auf eine unglaubliche Reise.

 

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Tags: drama, krimi, shakespeare   (3)
 

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233 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

england, liebe, geheimnis, verbotene liebe, london

Der verbotene Liebesbrief

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 680 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442484065
Genre: Romane

Rezension:

Als einer der größten und beliebtesten Schauspielern Englands verstirbt, wird die Jungjournalistin Joanna Haslam damit beauftragt über die Trauerfeier zu berichten. Direkt zu Beginn der Feier bricht neben Joanna eine alte Dame zusammen. Da sie die Behandlung durch einen Arzt ablehnt bringt Joanna sie nach Hause. Obwohl diese Begegnung recht merkwürdig verlief, hatte Joanna sie schnell wieder vergessen, bis ihr ein Brief mit pikanten Andeutungen von eben dieser Dame zugestellt wird, der das Leben von James Harrison und ein großes Geheimnis der englischen Monarchie enthält.

Parallel muss sich Zoe Harrison ihrer Vergangenheit stellen als sie nach zehn Jahren ihrer großen Liebe und dem leiblichen Vater ihres Sohnes wieder begegnet und sich die Möglichkeit dazu ergibt ihre Liebe wieder aufleben zu lassen. Durch die gesellschaftliche Position ihres Geliebten ist das allerdings mit einigen Schwierigkeiten verbunden, von denen Zoe nicht weis, ob die Liebe es wert ist diese zu meistern. 

Durch verschiedene Fügungen des Schicksals verknüpfen sich die Leben von Zoe und Joanna immer weiter miteinander und ihre beiden Geheimnisse werden immer mehr zu einem. Und alles fand seinen Anfang vor 70 Jahren in der Jugend von Zoes Großvater.

Fazit

Heute muss ich wohl das härteste Fazit in meiner bisherigen Blogger-Zeit schreiben und es fällt mir alles andere als leicht, aber leider muss es so sein. Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen. Ihre bisherigen Bücher haben von den Familiengeheimnissen und der Suche nach ihnen gelebt, dass sie meist in einer früheren Zeit gespielt haben und vorsichtigen, leidenschaftlichen Romanzen. All diese Punkte habe ich dieses Mal schmerzlich vermisst. Das durchaus spannende Geheimnis von James Harrison und dem englischen Königshaus geht total unter in dem melodramatischen Liebeswirrwarr von Joanna, Zoe und Simon. Der ständige Wechsel zwischen der großen Liebe, durch die alles Rosarot ist und tiefer Enttäuschung von der geliebten Person hat mich beim Lesen unglaublich angestrengt und auch ziemlich schnell gelangweilt. Auf der einen Seite sollen es mega selbstbewusste Figuren sein, aber andererseits zweifeln sie an allem und jedem. Schlimmer als in jeder Soap. Und immer mal wieder fällt Lucinda Riley wieder ein, worum es eigentlich in der Geschichte gehen sollte und wirft einfach so neue Fakten über James Harrison ein - total aus dem Zusammenhang gerissen.

Wenn es das erste Buch von dieser Autorin gewesen wäre, würde ich bestimmt kein Weiteres von ihr lesen wollen. So hoffe ich, dass es nur ein Ausreißer war und dass das nächste Buch wieder die alte Qualität mitbringt.

Viel Spaß beim Schmökern!

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303 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

bibliomantik, kai meyer, bücher, fantasy, london

Die Spur der Bücher

Kai Meyer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841440051
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am Anfang des Buches versucht Mercy Amberdale mit ihren Freunden ein ganz besonderes Buch einer Reihe zu stehlen. Die Besitzerin des Buches ist aber eine mächtige Bibliomantin und nutzt auf gekonnte Weise die Magie der Bücher um ihren Schatz zu hüten. Bei diesem Einbruch geht einiges schief und ohne die Hilfe einer maskierten Frau wäre keiner wieder nach Hause gekommen. 

Die Gruppe zerschlägt sich nach dieser Sache und Mercy schwört der Bibliomantik und den Büchern bis zu einem bestimmten Punkt ab. Ihre Kenntnisse und Kontakte nutzt sie weiterhin, indem sie auf konventionellem Weg seltene Bücher für Auftraggeber besorgt. Als aber ein früherer benachbarter Buchhändler in seinem Laden verbrannt wird, ohne dass das Inventar beschädigt wird, und die Schwester ihres früheren Freundes Philander spurlos verschwindet, kommt Mercy der Magie wieder unausweichlich nahe. Auf ihrer Suche muss sie sich vor einem bedeckt lebenden Autor, seinem Cousin, Kopfgeldjägern der Adamitischen Akademie und weiteren mächtigen Personen in Acht nehmen. Dabei erfährt sie aber nicht nur, wer hinter dem Verschwinden der Schwester steckt, sondern auch einiges über sich selber und ihre leibliche Familie.

Fazit

Das Fazit fällt mir wirklich schwer. Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Buch nicht vom Hocker gehauen und ich werde wahrscheinlich die Fortsetzungen nicht lesen. Die Story war für mich zu vorhersehbar und zu seicht von der Story. ABER: Die Spur der Bücher gehört zu den Jugendbüchern und ist daher auch auf eine ganz bestimmte Zielgruppe und zu der gehöre ich seit längerem einfach nicht mehr. Daher selber schuld, wenn es MIR nicht 100% zugesagt hat. Bevor mich aber einige jetzt steinigen wollen, schlecht fand ich das Buch aber auch nicht. Mit 14 - also als Teil der Zielgruppe - fand ich Kai Meyer wirklich toll und fühlte mich jetzt beim Lesen ein wenig in die Zeit zurückversetzt. Sein Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Idee die Magie von Büchern, von denen wahrscheinlich jeder überzeugt ist, mal ein wenig größer zu gestalten und eine ganze Gesellschaft darum zu bauen ist wirklich toll. Außerdem ist Spannung, Freundschaft und viel Gefühl enthalten. Also alles was ein gutes Buch brauch. Ich spreche daher heute einen Lesetip für alle U16 aus und alle die immer schon dem Genre treu geblieben sind.

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Tags: bücher, fischer jugendbuch, jugendbuch, kai meyer   (4)
 

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108 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, new york, das saphirblaue zimmer, mehrere zeitschienen, lauren willig

Das saphirblaue Zimmer

Karen White , Beatriz Williams , Lauren Willig , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734104275
Genre: Romane

Rezension:

Parallel werden die Geschichten dreier Frauen einer Familie erzählt. Zeitlich beginnt es mit Olive van Alan/Jones. Als Tochter eines Architekten wuchs sie behütet auf mit beruhigenden Zukunftsaussichten. Als ihr Vater durch einen Kunden in den Bankrott getrieben wurde ändert sich ihr gesamtes Leben und Olive entscheidet sich als Dienstmädchen bei eben jenem Kunden anzufangen. Sie wollte Beweise für den Betrug finden und den Ruf ihres Vaters wieder rein zu waschen um wieder zurück in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Kurz vor Weihnachten 1892 macht sie Bekanntschaft mit Harry Pratt, Sohn ihres Arbeitgebers und leidenschaftlicher Maler. Er ist vom ersten Augenblick an von ihr fasziniert und überredet sie für ihn Modell zu stehen. Es bleibt nicht aus, dass sich mit der Zeit eine enge Vertrautheit zwischen den beiden entwickelt, die das Leben der beiden maßgeblich verändern könnte.

Die zweite Frau in der Reihe ist Lucy Jungmann/Young, Olives Tochter. Sie wächst mit einem deutsch stämmigen Gemüsehändler als Vater auf und wächst in ganz anderen Kreisen als ihre Mutter auf. Auf dem Sterbebett deutet ihre Mutter an, dass ihr Vater nicht ihr Vater sei und weckt Zweifel in ihr. Gegen den Willen ihrer Großmutter beschließt Lucy als Schreibkraft in einer renommierten Anwaltskanzlei in Manhattan zu arbeiten, die als Treuhänder für die Familie Pratt arbeitet. Auf diesem Weg versucht sie dem Geheimnis um ihren möglicherweise leiblichen Vater - Harry Pratt - sammeln zu können, der seit 1893 von der Bildfläche verschwunden ist. Dabei kommt sie dem zuständigen Anwalt ziemlich nahe, genauso einem Kunsthändler aus dem Süden, der ebenfalls großes Interesse an der Geschichte der Familie Pratt hegt.

Zu Letzt schließt sich die Geschichte von Kate Schuyler an, die 1944 als Ärztin in einem Hospital für Kriegsverletzte arbeitet. Neben ihrer harten Arbeit und dem Kampf um das Leben ihrer Patienten, muss sie sich auch anhaltend gegenüber ihrem männlichen Kollegen behaupten. Als eines Tages Captain Cooper Ravenel mit einer schweren Beinverletzung eingewiesen wird kommt Kate innerlich ins Wanken. Sie spürt sofort eine Verbundenheit zu dem unbekannten Soldaten und setzt sich für den Erhalt seines Beines ein, dafür opfert sie ihr privates Zimmer direkt unter dem Dach. Auf der Suche nach Kontaktdaten von der Familie des Captains findet Kate ein Amulett mit einem gemalten Porträt. Die Bild zeigt eine Frau, die Kates Zwillingsschwester aussieht. Gemeinsam begeben sich Cooper und Kate auf die Suche nach einer Erklärung.

Fazit

Auch wenn es langsam langweilig klingt, aber es hat mir wirklich gut gefallen. Zwar ist die Geschichte recht durchschaubar mit wenigen Überraschungen, aber trotzdem kann man sich in den Seiten verlieren und mit den Charakteren mitfühlen auf ihrer Suche nach der Liebe. Die drei Autorinnen schaffen es sehr gut die gesellschaftlichen Konventionen der jeweiligen Zeit mit einzubringen und wie die Entscheidungen von Olive, Lucy und Kate dadurch beeinflusst werden. Ein wirklich gutes Buch für diese kalten, nassen Tage, die vor uns stehen, mit dem man sich gemütlich mit einem Tee aufs Sofa verkriechen kann.

Viel Spaß beim Schmökern!

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1.149 Bibliotheken, 85 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, stephen king, clown, es, pennywise

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alles beginnt damit, dass der kleine Georgie im Regen mit einem Papierschiffchen spielt. Als das Schiffchen in einem Gully verschwindet begegnet dem kleinen Jungen ein Clown in diesem Gully. Als George einen Luftballon annehmen will, wird er von diesem Clown angegriffen und getötet. Mit Ihm beginnt eine ganze Reihe an Todesfällen bei Kindern und eine Großzahl verschwindet einfach spurlos. Im Sommer nach Georges Verschwinden findet sein großer Bruder Bill neue Freunde, mit denen zusammen er den Vorfällen auf die Spur kommen und sich dazu entscheiden, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Schnell wird ihnen klar, dass hinter den Morden und Entführungen kein Mensch, sondern ein höheres Wesen steckt. Es!

Zusätzlich müssen sich die sieben Freunde auch noch mit ganzen weltlichen Problemen wie mobbenden Mitschülern, der ersten Liebe und problematischen Eltern auseinandersetzen, aber auch in diesen Situationen stehen sie sich gegenseitig bei und meistern alles.

In diese Geschichte bettet Stephen King eine zweite Zeitlinie ein. 27 Jahre finden sich ein Teil der Freunde wieder in Derry, Maine ein, da erneut viele Kinder der Stadt sterben und verschwinden. Die Geschichte der statt scheint sich zu wiederholen und die Freunde vollen ihr Versprechen aus Kindertagen einhalten. Dieses Mal müssen sie sich zwar nicht mit Mitschülern und Eltern auseinandersetzen, aber mit dem Problem des Alters und des Vergessen. Sie können sich nicht mehr an alle Details aus dem Sommer ihrer Kindheit erinnern und sie gehen auch nicht mehr so sorglos an die Aufgaben, die ihnen gestellt werden, heran. Mit der Zeit führt das Schicksal wieder alle verbliebenen Personen zurück in die Stadt und zusammen. Dieses Zusammentreffen findet sein Ende in einem gigantischen Showdown, dass in der Stadt deutliche Spuren hinterlässt.

Fazit

Mir hat das Buch einfach gut gefallen. Es ist ein klassisches Buch von Stephen King mit seinem ganz eigenen Schreibstil. Die Geschichte ist teilweise nicht ganz einfach aufgebaut und man brauch so die ersten 200 Seiten um die ersten Zusammenhänge verstehen zu können, aber es lohnt sich einfach. Mir hat die Mischung aus Spannung, Horror und kindlicher Unbefangenheit mit teilweise erwachsenen Verhaltensweisen gefallen. Auch der komplexe Aufbau des gesamten Plots mit den ausschweifenden Ergänzungen der Erzählung hat mich dieses Mal einfach mitgerissen und vollständig in die Geschichte eintauchen lassen. Der einzige Punkt, der mich in meinem Lesefluss immer wieder gestört hat, waren die unverhältnismäßig vielen Tippfehler in der Neuauflage. Fehlende Buchstaben, Buchstabendreher oder "falsche" Wörter. Es ist ein Unterschied, ob im Text nach anstatt noch steht. Von meiner Seite trotzdem durchaus eine Leseempfehlung, wenn man Stephen King kennt. Für den ersten Versuch würde ich eins seiner kürzeren Bücher empfehlen.

 

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Tags: horror, mistery, science-fitcion, spannung, stephen kin   (5)
 

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281 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

liebe, cornwall, bäckerei, neuanfang, backen

Die kleine Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783833310539
Genre: Liebesromane

Rezension:

Polly Waterfords Leben könnte eigentlich gar nicht mehr schlimmer werden. Ihre Grafikfirma, die sie zusammen mit ihrem Freund geführt hat, konnte den Wandel der Zeit nicht mehr standhalten und auch die Beziehung hat diesen Schlag nicht standgehalten. Die Hypothek für ihre gemeinsame Wohnung belastet sie zusätzlich und zwingt sie ihren Lebensstandard radikal runter zu schrauben. Eine eigene Wohnung in der Stadt kann sie sich einfach nicht mehr leisten, das einzige Bezahlbare für sie ist eine kleine Wohnung auf der ebenso kleinen Insel Mount Polbearne. Obwohl alles ein wenig heruntergekommen ist verliebt Polly sich sofort in diesen Ort und fühlt sich auch bald heimisch, als sie Kontakt zu den ersten Bewohnern geknüpft hat. Sie gewinnt noch an Beliebtheit, als sie anfängt ihrem Hobby - dem Backen - nachzugehen und die Inselbewohner mit frisch gebackenem Brot zu versorgen, das absolute Mangelware ist. Mit der Zeit bietet sich die Gelegenheit ihr Hobby zum Beruf zu machen und ihr Leben wendet sich wieder dem Positiven zu. Besonders bei den Männern findet sie hohen Anklang und entwickelt Gefühle für gleich zwei Männer. Allerdings hat den ersten Platz schon recht früh der kleine Neil in ihrem Herzen erobert.

Fazit

Die kleine Bäckerei am Strandweg ist definitiv ein Buch für den Strand oder den Garten, also ein absolutes Sommerbuch. In dem Buch werden zwar alle Jahreszeiten beschrieben und England selbst stellt jetzt auch nicht das klassische Reiseziel für den Sommerurlaub da, aber die eher seichte Geschichte erfordert wenig Aufmerksamkeit und eignet sich daher bestens zum Entspannen.  Man wird auf eine Reise mitgenommen, auf der Polly neue Menschen kennen lernt und sich ihren Traum erfüllen kann. Leider gab es für mich als "Sofaleser" ein paar Punkte, die mich einfach gestört haben. Zum einen die teilweise recht überzogen dargestellten Figuren. Irgendwie liebt die Autorin die Extreme. Die sehr mürrische alte Frau, die schrillen Superreichen und der stille Einsiedler mit den Bienen. Auch die Leichtigkeit mit der Allen alles gelingt, geht auf Dauer ein wenig auf die Nerven (wenn man nicht im Urlaub ist), auch wenn Jenny Colgan durch ein wenig Dramatik ein Gegengewicht erzeugen will. Von meiner Seite gibt es eine Leseempfehlung für den nächsten Strandurlaub.

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Tags: england, liebe, sommerroman, urlaub   (4)
 

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158 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

liebe zwischen den zeilen, buchhandlung, veronica henry, liebe, bücher

Liebe zwischen den Zeilen

Veronica Henry , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 14.08.2017
ISBN 9783453359307
Genre: Romane

Rezension:

Mit Anfang zwanzig steht Julius Nightingale als alleinerziehender Vater mit seiner kleinen Tochter Emilia ganz alleine da. Bisher hatte sich sein ganzes Leben ausschließlich um Bücher gedreht. Um den Lebensunterhalt für seine kleine Familie zu sichern beschließt er in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Oxford eine kleine Buchhandlung zu eröffnen. Mit seinem einfühlsamen Charakter und seinem unbegrenzten Wissen über Literatur wird sein Geschäft ein voller Erfolg und beliebter Anlaufpunkt für viele Bewohner der Stadt.

Dreißig Jahre später erbt Emilia die kleine Buchhandlung, nachdem ihr Vater schwer erkrankte und verstarb. Obwohl sie die Leidenschaft zu Büchern mit ihrem Vater teilt hat sie keine Ahnung von seinem Geschäft. Die letzten Jahre ist sie durch die Welt gereist und hat ihr Leben genossen. Zu ihrem Erschrecken hat Julius den Finanzen keine Aufmerksam geschenkt und Emilia steht nun vor der schwierigen Entscheidung, ob sie die Buchhandlung einfach schließen soll oder sich der Aufgabe stellen soll das Familiengeschäft wieder auf Vordermann zu bringen.

Zum Glück steht sie nicht alleine vor den Problemen. Viele Stammkunden sind mittlerweile zu Freunden geworden und unterstützen Emilia tatkräftig, auch wenn sie selber mit Problemen des Lebens zu kämpfen haben. Vom einfachen Handwerker bis zur Gutsbesitzerin bringen alle ihre Ideen und Fähigkeiten ein um den Lebenstraum ihres Freundes am Leben zu halten.

Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Das Buch vermittelt dem Leser genau das Gefühl, das die meisten von uns Bücherwürmern empfinden, wenn sie lesen oder an Bücher denken. Es zeigt, wie ein Hobby verschiedene Gesellschaftsschichten miteinander verbinden kann ohne Vorurteile und wie neue Freundschaften entstehen können.

Der Schreibstil an sich hat mir auch gut gefallen. Die Geschichte liest sich fast von selbst, allerdings hat mir der Aufbau der Geschichte weniger gefallen. Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich gedacht, dass die Buchhandlung und seine Geschichte im Mittelpunkt stehen würde, aber Veronica Henry hat sie eher als Ausgangspunkt genommen um die Schicksale einzelner Kunden/Freunde von Julius und Emilia zu erzählen. Für meinen Geschmack waren es einfach zu viele parallel erzählte Geschichten. Mich hat es ein bisschen frustriert, wenn an einem entscheidenden Punkt unterbrochen wurde und erst einmal der Plot von zwei anderen Figuren eingeschoben wurde.

Trotzdem bekommt das Buch eine Leseempfehlung von mir. Ideal für den Strand bzw. mittlerweile den gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa, wenn man einfach mal nur entspannen will mit einem netten Buch.

 

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Tags: buchhandlung, england, liebe zwischen den zeilen, veronica henry   (4)
 

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280 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

zamonien, fantasy, walter moers, gehirn, märchen

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers , Lydia Rode
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 28.08.2017
ISBN 9783813507850
Genre: Fantasy

Rezension:

Prinzessin Dylia hätte eigentlich in ihrem Leben wenig zu klagen. Sie lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem luxuriösen Palast und wird rund um die Uhr von Bediensteten mit allem versorgt, was ihr Herz begehrt. Wenn da aber nicht ihre seltene Krankheit wäre. Ihre Schlaflosigkeit. Und mit Schlaflosigkeit ist wirklich gemeint, dass sie wochenlang nicht schläft. Sie hat schon alle Mittelchen und Geheimtipps ausprobiert, aber nichts hat geholfen. Um sich die viele Zeit zu vertreiben wandelt sie nachts durch Schloss, denkt sich alle möglichen Erfindungen aus oder gibt sich Tagträumen hin. Eines Tages wird sie in ihren Tagträumen durch ein gemeines Wesen gestört, dass sich als Nachtmahr vorstellt und ihr verspricht sie in den Wahnsinn zu treiben. Zunächst ist Dylia davon überzeugt doch endlich eingeschlafen zu sein, aber das ist leider ein Irrtum. Dieser kleine, in allen Farben schillernde Gnom hat sich fest vorgenommen nie wieder zu gehen und sie um den Verstand zu bringen.

Als Dylia sich nicht dazu bereit erklärt den schnellen Weg zu gehen und einfach aus dem Fenster zu springen, begeben sich die beiden zusammen auf eine abenteuerliche Reise durch Dylias Gehirn um zum Herzen der Nacht zu gelangen. Dabei begegnen ihnen verschiedene Gestalten, die Dylias verschiedenen Gehirnareale bevölkern, manche liebenswert und anderen sollte man besser aus dem Weg gehen. Angefangen bei den zierlichen, fröhlich tanzenden Zwielichtzwergen bis zu den unkontrolliert marschierenden Grillos. Manche kennt Dylia schon aus ihren Tagträumen, wie die Erinnerungsspinne, andere sind ihr völlig fremd, wie die Thalamiten. Generell scheint Dylias Gehirn, im Vergleich zu anderen, ein ganz besonderer Ort zu sein, an dem vieles in Größe und Farbe von der Norm abweicht.

Fazit

Wie erwartet war ich begeistert von dem Buch. Ein typischer Roman von Walter Moers, mit einer gewaltigen Wortwelt, die einem eine grandiose Anzahl an detaillierten Bildern in den Kopf pflanzt. Unterstützt wird das ganze durch die wunderbaren - ausnahmsweise bunten - Illustrationen von Lydia Rode. Immer wieder habe ich das Lesen unterbrochen um mir die kleinen Details der Seitengestaltung genauer anzusehen und habe es genossen. Bei diesem Autor lohnt es sich auch wirklich das Geld für die Hardcover-Ausgabe auszugeben, da auch die Gestaltung des Einbandes einfach sehenswert ist. Walter Moers schreibt wunderbare "Märchenbücher" für Erwachsene. Ich habe auch seine anderen Bücher alle verschlungen und bin traurig, dass es wieder eine ganze Weile dauern wird, bis ich neuen Lesestoff von diesem einmaligen Autoren und Künstler in die Hände bekomme. Eine Empfehlung für jeden Walter Moers-Fan. Allerdings würde ich jedem, der noch nichts von diesem Autor gelesen hat, lieber mit einem anderen Buch von ihm anzufangen, da die ersten Seiten doch sehr speziell sind und einen vielleicht ein wenig abschrecken können.

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Tags: fantasy, illustration, walter moers   (3)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

thriller, derek meister, nordsee, band 3, serie

Blutebbe

Derek Meister
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2017
ISBN 9783734104787
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Knut Jansen die Leitung des Polizeireviers von Valandsiel vor ein paar Jahren übernommen hatte, hat er eigentlich damit gerechnet, dass das Aufregenste in seinem Alltag vermisste Touristenkinder und Ladendiebstähle sein würden. Falsch gedacht. 

Spät am Abend wird Jansen zu einem Segelboot gerufen, dass im Watt gestrandet ist und sich keiner per Funk meldet. An Deck wartet ein schrecklicher Anblick auf ihn. Zwei junge Frauen hängen nackt und ausgeweidet wie Fische am Mast. Es gibt aber keine Spuren des Täters. Wie ist er an Bord gekommen und wieso hat er gerade diese beiden Frauen ausgewählt? Jansen und sein Team stehen vor einem neuen Rätsel, das es zu lösen gilt. Kaum haben sie die Ermittlungen aufgenommen, da bekommen sie schon einen panischen Anruf vom nächsten Opfer. Zwar schafft es Knut Jansen den Täter in seinem Vorhaben zu stören, aber festsetzen kann er ihn nicht. Ohne Unterstützung durch die Kieler Kollegen wäre der Kampf eine aussichtslose Sache. 

Und wie es oft so ist, als ob Jansen und Henning mit den Ermittlungen nicht schon genug um die Ohren hätten, werden beide mit Problemen in ihrem privaten Umfeld konfrontiert und haben da einiges zu lösen.

Ein wirklich spannender, packender, deutscher Thriller. Derek Meister ist mit diesem Buch etwas ganz Besonderes gelungen. Er passt perfekt die norddeutsche Atmosphäre in seine Geschichte ein um die Spannung aufzubauen und zu halten. Trotzdem gibt es auch kleine Momente zum Schmunzeln, wenn Situationen beschrieben werden, die es nur in kleinen Gemeinschaften geben kann. Obwohl Blutebbe bereits das dritte Buch ist in dem Knut Jansen und Helen Henning zusammen ermitteln, kann man es gut so lesen. Mir persönlich hat es sofort das Interesse an den anderen beiden Bänden geweckt. Daumen hoch und eine absolute Leseempfehlung für jeden Thriller-Fan.

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Tags: blanvalet-verlag, derek meister, nordsee, thriller   (4)
 

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68 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

italien, 19. jahrhundert, flitterwochen, hotel, mord

Grandhotel Angst

Emma Garnier
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.08.2017
ISBN 9783328100881
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Eleonor kommt aus einem über behütenden Elternhaus. Sie darf keinen Schritt ohne Begleitung machen. Dann lernt sie den 15 Jahre älteren Oliver Dickinson kennen und lieben. Er eröffnet ihr eine neue Welt, die geprägt ist durch Luxus und Reisen. Er bietet ihr die Möglichkeit aus dem kleinen englischen Ort Wormingfort auszubrechen und in London zu leben. Nach nur wenigen Monaten beschließen sie zu heiraten und ihre Flitterwochen an der beschaulichen italienischen Riviera zu verbringen in dem renommierten Grandhotel Angst. Alles fängt so gut an, aber die Glücksgefühle halten nur kurz an.

Schon vor dem Einchecken ins Hotel beginnen die komischen Ereignisse. Eine Hotelangestellte erschrickt bei Nells Anblick, da sie - wie sich schnell raus stellt - dem vermeintlichen Hausgeist wie aus dem Gesicht geschnitten aussieht. Dann tauchen auch unverhofft Geschäftspartner von ihrem Mann auf, von denen einer direkt in den ersten Nächten ermordet wird. Die Indizien sprechen dafür, dass es Nell gewesen sein soll.

Wenn das nicht schon alles Aufregung genug wäre, muss Nell auch feststellen, dass sie von ihrem frisch Angetrauten so gut wie gar nichts weis. Nicht wie seine erste Frau vor nicht einmal einem Jahr verstorben ist oder womit genau er sein Geld macht. Nachfragen ist aber auch nicht gestattet. Immer mehr offene Fragen sammeln sich an ohne das Nell Hoffnung darauf hat, dass sie Antworten bekommt. Zumal jeder den sie fragt ihr andere Antworten liefert.


Das Buch lebt von seiner Atmosphäre. Es spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Emma Garnier gelingt es auf einer wunderbare Weise die gesellschaftliche Rolle von Frauen in der Zeit einzufangen, ebenso wie die landschaftlichen Eindrücke. Man fühlt sich, als ob man selbst an der italienischen Küste stehen würde und die Aussicht auf das Meer genießen würde. Wirklich einmalig.

Leider ist für mich die Story durch diese vielen Beschreibungen der Umgebung und Banalitäten der damaligen Zeit - Bridgeabende, Cocktailrunden - ein wenig zu kurz gekommen. Außerdem bin ich bis zum Schluss einfach mit keiner Figur warm geworden. Obwohl es in einer ganz anderen Zeit spielt, mit anderen gesellschaftlichen Werten und Normen, ist mir die Figur Nell mit ihrer passiven Rolle in der Ehe und dem unsicheren Verhalten in fast jeder Situation irgendwann auf die Nerven gegangen und ich hätte sie am liebsten geschüttelt. Auch ihr Mann mit seiner herrischen, teilweise aggressiven Art war mir von Anfang an unsympathisch. Der beschriebene Charme, mit dem er die Leute in seinen Bann gezogen haben soll ist bei mir nicht einmal angekommen. 

Von mir leider keine Leseempfehlung, aber bildet euch doch selber eine Meinung.


Viel Spaß beim Schmökern!

 

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Tags: 19.jh., emma garnier, italien, spannung, thriller   (5)
 

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101 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

krimi, arthur conan doyle, sherlock holmes, historischer krimi, london

Die Augen der Heather Grace

David Pirie , Michael Ross
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.05.2014
ISBN 9783404169740
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der junge Arthur Conan Doyle ist noch weit davon entfernt als Autor der Sherlock Holmes - Bücher Erfolge zu feiern. Im Grunde ist ihm noch nicht einmal die Idee gekommen überhaupt Schriftsteller zu werden. Auf Drängen seiner Mutter hat er mit dem Medizinstudium angefangen und kämpft sich durch seine Vorlesungen. Er hat sich eigentlich schon dazu entschieden alles hinzuschmeißen, als er dem etwas exzentrischen Dr. Bell kennen lernt. Richtig sympathisch ist er ihm nicht, aber irgendwie ist Doyle von Bells Art auch fasziniert und besucht daher seine Vorlesungen und wird sogar sein Assistent.

Schon im Studium lösen sie zusammen den ersten Fall, in dem Mrs. Cannings tot in ihrem Schlafzimmer aufgefunden wurde. Offensichtlich ist sie erstickt, aber die Ursache ist zunächst nicht zu erkennen, da sie alleine in dem Zimmer eingeschlossen war und es keinen weiteren Zugang nach Draußen gibt. Auf geschickte Weise kommt Bell aber hinter die wahre Todesursache - ganz à la Holmes.

Richtig knifflig wird es für Doyle und Bell, als Doyles erste Patientin in seiner eigenen Praxis mit der Befürchtung an ihn herantritt den Verstand zu verlieren, da sie meint durch ein schwarzes Wesen verfolgt zu werden, aber es keinerlei Beweise dafür gibt. Gemeinsam versuchen sie das Rätsel zu lösen, da nicht ganz klar ist, wer Opfer und wer Täter ist.

 

Meiner Meinung nach ein absolutes Muss für jeden Sherlock Fan. David Pirie gelingt es meisterlich diese ganz besonderen Charakterzüge von Sherlock Holmes in Dr. Bell wieder aufleben zu lassen. Seine Art zu denken und Rätsel zu lösen entspricht dem "Original".

Wie bei den meisten Bücher braucht man ja ein wenig um in die Geschichte rein zu kommen - besonders bei Reihen, da ja erst noch einiges "erklärt" werden muss - so auch bei diesem Buch, aber relativ schnell beginnt der erste Fall und ab da hatte mich die Geschichte gepackt. Mir hat vor allem die Idee gefallen, mal die Entstehung der Figur Sherlock Holmes als Kerngeschichte zu nehmen und in einen außergewöhnlichen Krimi mit einzubauen. Eine absolute Kaufempfehlung von mir.

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Tags: krimi, sherlockholmes   (2)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

20er jahre, krimi, btb, thriller

Die Frau an der Schreibmaschine

Suzanne Rindell , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.10.2016
ISBN 9783442748877
Genre: Romane

Rezension:

Mitte der 20er Jahre sind arbeitende Frauen noch eine Seltenheit und wenn, dann meist in klinischen Arbeitsumfeldern als reine Schreibkraft. Die junge, alleinstehende Rose Baker stellt da eine Ausnahme dar, denn sie arbeitet als Stenotypistin in einem New Yorker Polizeirevier, in dem sie jeden Tag den Schattenseiten des Lebens begegnet. Als Waisenkind, dass von Nonnen großgezogen wurde, hat sie gelernt ein bescheidenes und fleißiges Leben zu führen. Diese Einstellung führt zwar dazu, dass ihre Arbeit zwar sehr geschätzt wird, aber ihr im Privatleben keine Freunde macht.

Eines Tages taucht eine neue Stenotypistin auf, Odalie Lazare. Vom ersten Tag an ist Rose von ihr fasziniert und bemüht sich ihr zu gefallen.

Zunächst scheint sie damit keinen Erfolg zu haben, aber schließlich freunden sie sich doch an und Odalie führt Rose in ein ganz neues Leben voller Luxus und Partys ein. Zu Zeiten der Prohibition bedeutet das ein Leben im Untergrund in sogenannten Flüsterkneipen. Rose gefällt diese neue Art zu Leben und lässt sich von Odalie zu immer neuen Sachen verleiten, von denen sie normalerweise nicht mal geträumt hätte und gerät immer tiefer in eine Welt, die zu ihrem Verhängnis werden soll und seinen Höhepunkt in einem unglücklichen Todesfall findet.

Der Klappentext klang für mich wirklich vielversprechend, aber leider begegnet einem als Vielleser auch immer wieder Bücher, die nicht halten, was sie auf den ersten Blick versprechen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Rose geschrieben, die von ihrer Zeit mit Odalie berichtet. Die ganze Handlung zieht sich ziemlich, bis es zu dem Todesfall kommt, der bereits auf dem Klappentext angekündigt wird. Dieser findet ungefähr 50 Seiten vor Schluss statt und wird nicht richtig aufgelöst. Das gesamte Buch besteht aus Vermutungen und komischen Darstellungen der Begebenheiten dar, von denen man zum Schluss nicht mehr sagen kann, ob sie passiert sind oder nur Roses Fantasie entsprungen sind. Ich bin zwar generell nicht der größte Fan von offenen Enden, aber wenn es denn schon sein muss, dann muss die Geschichte vorher wenigstens Hand und Fuß gehabt haben.

Leider keine Leseempfehlung von meiner Seite!

Viel Spaß beim Schmökern!

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Tags: 20er jahre, btb, krimi, thriller   (4)
 

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

pastor, meredith winter, ladythriller, blutpsalm, liebe

Blutpsalm

Meredith Winter
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783981872217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Idyllisch liegt das kleine Dorf Sommerburg mit seinen 800 Einwohnern in einer norddeutschen Winterlandschaft.  Jeder kennt jeden, das Dorfleben folgt seinen ganz eigenen Regeln und Kriminalität ist fast ein Fremdwort. So könnte es gerne bleiben, aber ausgerechnet in der Adventszeit soll sich das alles ändern. Der junge evangelische Geistliche Jonathan Littke hat sich nach acht Jahren an dieses beschauliche Leben angepasst und hätte daran wahrscheinlich auch wenig geändert, wenn er nicht durch einen Zufall der Edelprostituierten Marlene begegnet wäre und sich sofort Hals über Kopf in sie verliebt hätte.

Auch bei Marlene war die Neugierde auf diesen Mann, der ganz anders ist als alle, die sie bisher kenne gelernt hat, geweckt und bewegt sie dazu sich privat mit Jonathan zu treffen. Schnell kommen sie sich näher, doch ebenso schnell legt sich ein Schatten über ihre junge Beziehung, als Marlenes Freier aus Sommerburg der Reihe nach ermordet werden. Immer wieder treiben die Umstände die beiden Liebenden auseinander, aber die Liebe ist einfach stärker.

 

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Der Plot ist wirklich gut durchdacht und die Charaktere sind vielschichtig angelegt. Jonathan, der auf der einen Seite als Pastor gewisse Wertvorstellungen vertritt, die in der heutigen Zeit etwas altmodisch sind, aber auf der anderen Seite auch nur ein Mann mit Bedürfnissen ist. Und Marlene, die auch eine Vergangenheit vor ihrer Zeit als Prostituierte hatte, die alles andere als verrucht ist. Für mich als eingefleischtes Dorfkind lag das einzige Manko bei der Charaktergestaltung in der etwas klischeehaften Beschreibung der Dorfbewohner. So ganz hinter dem Mond lebt man auf dem Land jetzt auch nicht mehr.

Insgesamt liest sich die Geschichte recht flüssig, wenn man sich ein wenig von dem Schock erholt hat, dass die Geschichte gleich mit voller Kraft voraus startet. Das ist der zweite Punkt, den ich ein wenig schade fand. Die Story hat wirklich Potenzial, aber sie wurde teilweise mit so einem hohen Tempo erzählt, dass sich nur schwer Spannung aufbauen konnte. Schade.

Trotzdem lesenswert für jeden, der gerne einmal eine gelungene Mischung aus Mord und erotischer Liebe lesen möchte.

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Tags: ladythriller, meredith winter, sommerburg-verlag, thriller   (4)
 

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

italien, roman, backen, rezepte, sommer

Die Zitronenschwestern

Valentina Cebeni , Sylvia Spatz , Brigitte Lindecke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.03.2017
ISBN 9783328100409
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Elettra Cavani ist an ihrem persönlichen Tiefpunkt im Leben angekommen.  Nachdem ihre Mutter Edda nach einem Schlaganfall seit einem Jahr im Koma liegt, musste sie die Bäckerei ihrer Mutter schließen. Das belastet ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter zusätzlich. Nachdem Edda ihrer Tochter nie verraten hat wer ihr Vater war oder irgendwas aus der Zeit vor ihrer Geburt und ihr auch noch ihren Traumjob als Journalistin ausgeredet hat um sie in der Bäckerei mitarbeiten zu lassen, fanden die beiden einfach nicht mehr zueinander.

Erst durch eine zufällige Begegnung im Krankenhaus und dem großzügigen Angebot ihrer besten Freundin entscheidet sich Elettra zu einer Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter. Dafür macht sie sich auf den Weg auf die Isla del Titano, wo Edda ihre Kindheit und Jugend verbracht hat.
Elettras erster Weg führt ins ehemalige Kloster der Heiligen Elisabeth um Anisbrötchen als Gabe vor der Heiligenfigur niederzulegen. Vertraute Gerüche geben ihr sofort das Gefühl der Anwesenheit ihrer Mutter in diesen alten Mauern. Lea, die neue Eigentümerin des Gebäudes, bietet ihr sofort an bei ihr wohnen zu können. Schnell findet Elettra raus, dass das alte Kloster genau der richtige Ausgangspunkt für ihre Recherchen ist. Allerdings findet sie nicht nur Hinweise auf das Leben ihrer Mutter, sondern findet auch immer mehr zu sich selbst und mit welchen Problemen sie ihr ganzes Leben lang gekämpft hat.

Elettras Suche wird aber durch den eigenwilligen Charakter der Insel und ihrer Bewohner erschwert. Frauen haben auf der Insel des Titans noch eine sehr traditionelle Rolle zu erfüllen und Frauen, die ihren Mann überleben verlieren so gut wie jeglichen sozialen Status. Die einzige Unterstützung findet sie in ihren drei Mitbewohnerinnen Lea, Nicole und Dominique, sowie in der Hebamme Isabelle und dem Künstler Adrian.

Fazit

Hinter diesem bunten, sommerlichen Cover versteckt sich eine recht ernste Geschichte. Elettra ist eine sehr selbstbewusste Frau, die aber durch die Lebensumstände stark ins Wanken geraten ist und erst wieder zu sich selber finden muss. Mir hat die Entwicklung, die diese Figur im Laufe der Geschichte vollzieht sehr gefallen, ebenso wie sich ihre Beziehungen zu den anderen mit vielen Aufs und Abs entwickelt hat. Die Figuren müssen sich dabei nicht nur ihren eigenen Dämonen stellen, sondern müssen sich einer ganzen Gesellschaft mit eingefahrenen Ansichten entgegenstellen um ihre Lebensträume verwirklichen zu können.

Valentina Cebeni schafft es die gesamte Geschichte durch passende Beschreibungen der Landschaft atmosphärisch zu unterstützen und den Leser zu fesseln.

Auch wenn ich zunächst von dem Buch auf Grund seines Covers und des Klappentextes eine etwas andere Geschichte erwartet habe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Man findet sich als Leser in der Figur Elettra wieder. Sie ist ein normaler Mensch, der mit den Schwierigkeiten des Lebens zu kämpfen hat und manchmal einfach eine Auszeit brauch um einen Neustart beginnen zu können.

Eine absolute Leseempfehlung für jeden, der gerne Geschichten über starke Frauen liest.

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Tags: familiendrama, italien, valentina cebeni   (3)
 

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

geschichte, dynastie, intrigen, tudors, tudor

Die Rivalin der Königin

Elizabeth Fremantle , Sabine Herting
Fester Einband
Erschienen bei C. Bertelsmann, 09.05.2017
ISBN 9783570102879
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt

Mit gerade einmal 18 Jahren kommt die junge Penelope Devereux, die Tochter des verstorbenen Grafen von Essex, an den Hof der englischen Königin Elizabeth I. Vor diesem Tag hat sie Angst, da ihre Familie nach dem Tod des Vaters bei der Königin in Ungnade gefallen ist, als die Mutter erneut geheiratet hatte. Durch ihre Schönheit und ihrer Fähigkeit, ihre eigene Meinung auf charmante Weise zu äußern, gewinnt sie aber schnell die Zuneigung der Königin und sichert sich einen ganz besonderen Platz am königlichen Hof. Es scheint, dass ihr Leben nun eine positive Wendung nehmen soll, da sie auch bereits seit Kindertagen mit dem angesehenen Dichter Philipp Sidney verlobt ist. verliebt sich nach einer Weile sogar in ihn, aber das Schicksal hat zunächst andere Pläne für Penelope.

Durch den gesellschaftlichen Fall ihrer Familie wurde die Verlobung bereits vor Jahren gelöst und Penelope wird zur Hochzeit mit dem Puritaner Lord Rich gezwungen. Dies soll aber für lange Zeit die letzte Entscheidung gewesen sein, die gegen ihren Willen für sie getroffen werden sollte. Ein paar Monate nach der Eheschließung entdeckt Penelope, dass ihr Gatte ein dunkles Geheimnis zu verbergen hat und nutzt dieses für ihre Zwecke aus. Sie schließen beide einen Handel, dass Penelope ihrem Herzen folgen darf, sobald sie zwei Jungen bekommen hat, auch wenn die Ehe weiterhin bestehen soll.


In den folgenden zwanzig Jahren nutzt sie dieses Talent Geheimnisse zu entdecken und durch Geschick für ihre Zwecke zu nutzen. Ihrem Bruder, dem Graf von Essex, verhilft sie auf diesem Weg wieder zu Ruhm und Reichtum. Auch ihren anderen Geschwistern verhilft sie zu guten Positionen. Von hohem Interesse ihrer Familie steht auch die ganze Zeit die Frage nach dem Thronfolger, da die Königin selbst keinen Erben vorweisen kann. Ihr größter Widersacher findet sie da in dem königlichen Berater Robert Cecil, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt und seine eigenen Favoriten für den Nachfolger hat.

Fazit

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, sowohl der Schreibstil als auch der Aufbau der Geschichte. Wie eben schon erwähnt basiert die Story auf historischen Fakten. Da es ein Roman und kein Sachbuch ist hat Elizabeth Fremantle sich die Freiheit genommen Lücken fiktiv zu füllen. Zum Beispiel wieso Penelopes Gatte Lord Rich es geduldet hat, dass seine Frau einen Geliebten hat und mit diesem auch Kinder bekommen hat.

Elizabeth Fremantle schafft es dem Leser zu zeigen, mit welchen Tricks und Raffinesse eine Frau im 16. Jahrhundert die Politik eines ganzen Landes beeinflussen konnte ohne offensichtlich zu rebellieren oder gar Gewalt anzuwenden. Bewundernswert ist es, dass dies zu einer Zeit der Fall ist, in der Frauen keinerlei Rechte zugesprochen wurden, geschweige denn die Fähigkeit zum denken. 

Penelope Devereux repräsentiert eine starke Frau, die sich durchaus ihrem Schicksal der Ehefrau und Mutter beugt, aber sich dabei selbst nicht ganz verleugnet und die persönlichen Ziele verfolgt und vorantreibt.

Minimaler Manko für mich war, dass beim Lesen die Atmosphäre der Tudorzeit nicht so gut rüber kommt wie bei anderen Büchern, die ich schon gelesen habe. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der dieses Genre mag und gerne von starken Frauen liest.

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Tags: elizabeth , england, historische roman   (3)
 

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200 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

mops, magie, schweden, fantasy, mord

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

Rezension:

Der schwedische Unternehmensberater Lennart Malmkvist geniest sein Leben in vollen Zügen und bewegt sich auf der Karriereleiter steil nach oben. In Kürze steht die wichtigste Präsentation seines Lebens an, die ihn aus dem idyllischen Göteborg in die Metropolo Stockholm bringen soll. Ausgerechnet dann passieren eine Reihe merkwürdiger Ereignisse. Eines Morgens steht ein gespenstisch wirkender Leierkastenspieler vor seiner Haustür und seine Musik verfolgt ihn bis auf die Arbeit und nachts in seine Träume. 

Kurz darauf wird sein Nachbar - und irgendwie Freund - Buri Bolmen ermordet und Lennart Malmkvist wurde als Erbe für Bolmens Zauberei- und Scherzartikelladen, sowie für seinen etwas anderen Mops Bölthorn, bestimmt. Auch wenn Malmkvist davon zunächst nichts wissen will, hat sein Schicksal andere Pläne und letztlich nimmt er die Aufgaben an ohne zu ahnen auf was er sich da einlässt.

Zeitgleich verschwindet noch seine Bekannte Emma Martensson spurlos, die ihm telefonisch Hilferufe zukommen lässt. Malmkvist ahnt nicht wie eng der Mord und Emmas Verschwinden zusammenhängen, wie weit in der Vergangenheit alles seinen Ursprung hat und welche Auswirkungen es auf die gesamte Welt haben kann.

Gemeinsam mit Mops Bölthorn und seinem Freund Frederik versucht Malmkvist dem ganzen auf den Grund zu gehen und sieht sich einer ganz neuen Karriere als Ladenbesitzer und Zauberlehrling gegenüber.

Das Buch bietet eine wirklich gute Mischung aus einer ansprechenden Krimigeschichte, skurrilen Fantasyelementen und einer guten Portion schwarzem Humor. Am Anfang hat sich die Geschichte ein wenig gezogen bis der eigentlich Plot anfing. Danach ist Lars Simon ein wirklich guter Verlauf der Spannungskurve gelungen, bei dem sich rasante Handlungen mit Momenten zum Atem holen abwechseln. Selbstverständlich ist auch das Ende eine große, gelungene Überraschung, die allerdings einige Fragen für den nächsten Teil der Reihe offen lässt.

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der auf Schwedenkrimis steht, aber auch gegen Fantasy nichts einzuwenden hat.

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251 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

mord, thriller, spannend, serienmörder, cupido

Argus

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Tanja Handels ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.03.2015
ISBN 9783499269141
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem Teil der Reihe ermittelt die junge Staatsanwältin Daria DeBianchi in einem Fall gegen einen einnehmenden jungen Geschäftsmann, der eine junge Frau in einem Club kennengelernt und in seinem Auto mitgenommen haben soll um sie anschließend zu vergewaltigen, zu foltern und umzubringen. Als ihr ein Video zugespielt wird, dass ihren Angeklagten entlasten soll, ahnt sie nicht, dass sich ihr einfacher Prozess zu einer bundesweiten Ermittlung nach den Mitgliedern eines Snuff-Clubs entwickeln soll. Reiche Männer aus allen Berufsspaten zahlen viel Geld um dabei zu zu sehen wie junge Frauen vor ihren Augen qualvoll getötet werden.

Unterstützung findet sie dabei durch Manny "Bär" Alvarez, der bereits mit C.J. Townsend die Fälle Cupido und Morpheus bearbeitet hat. Er ist es auch, der die Verbindung zwischen dem Video und William Bantling alias Cupido schließt und den ersten Kontakt zu ihm aufnimmt

In der Zwischenzeit lebt C.J. Townsend unter einem anderen Namen auf der anderen Seite des Landes, aber die Geister der Vergangenheit lassen sie nicht los. Nachdem sie ihre Karriere nach den Morpheus-Morden beendet hatte, ist sie mittlerweile unter neuem Namen wieder als Staatsanwältin tätig, aber ihre Fälle verfolgen sie. Als in ihrem aktuellen Fall der Angeklagte auf Kaution raus kommt, ihr Auto gestohlen werden und auch in ihrem Zuhause merkwürdige Dinge geschehen, droht sie komplett den Halt zu verlieren und versucht alles um die Vergangenheit abzuschließen und Frieden zu finden.

 

Wer die ersten beiden Teile gelesen hat, sollte dieses Buch auch unbedingt noch lesen, da die Geschichte einen endgültigen Abschluss findet. Der bewährte sachliche Schreibstil von Jilliane Hoffman liest sich sehr entspannt und man hat eine wirkliche Lesegarantie. Die gesamte Geschichte ist nichts Neues, aber trotzdem nicht vorhersehbar aufgebaut. Der Spannungsverlauf ist wirklich gut gelungen, auch wenn es einem keine schlaflosen Nächte bereiten wird.

Allen, die die Reihe noch nicht kennen, kann ich nur empfehlen Cupido mal zu lesen und den Büchern eine Chance zu geben.

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Tags: jilliane hofman, serienmörder, thriller   (3)
 

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1.608 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 132 Rezensionen

liebe, colleen hoover, layken, weil wir uns lieben, will

Weil wir uns lieben

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 24.07.2015
ISBN 9783423716406
Genre: Jugendbuch

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