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78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, c.s. pacat, die prinzen, sklaverei, liebe

Die Prinzen

C.S. Pacat , Viola Siegemund , Melike Karamustafa
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453318205
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung
Sexy, düster, magisch, verspricht der Klappentext und leitet einen damit auf eine völlig falsche Fährte. Ich muss sagen, ich habe mit etwas ganz anderem gerechnet. Die Meinungen über dieses Buch könnten nicht weiter auseinandergehen, so finden es die einen großartig, die anderen abgeschmackt und völlig daneben. Sklaverei und Vergewaltigung seien in keiner Weise zu tolerieren und erotisch auszuarbeiten. Ein Punkt, dem ich absolut zustimmen kann und daher finde ich den Klappentext des Verlages -jedenfall die oben genannte Zeile- absolut unpassend. Mal abgesehen davon, dass nichts Magisches passiert ?!
Aber davon abgesehen und damit komme ich zu meiner Meinung zum inhaltlichen Teil des Romans, kann ich den negativen Rezensionen nicht zustimmen. Wie einige vielleicht schon auf Instagram verfolgen konnten, ist der Roman auf gutem Wege zu einem meiner Lieblingsbücher zu werden und folgend nenne ich euch auch die Gründe dafür.
Ursprünglich im englischen Orginal erschien der Roman in drei Bänden und was bin ich froh, dass ich mir gleich das komplette Werk in einem Band aus dem Heyne Verlag angeschafft habe. Jeder Band endet mit einem massiven Cliffhanger und ich hätte es wohl nicht überlebt, wenn ich nicht direkt weiterlesen hätte können.
Sehr gut gefallen hat mir zum einen die Ausarbeitung ihrer Romanwelt, die mich stark an ein umfangreiches Fantasieepos erinnerte. Man hat das Gefühl richtig in die Welt einzutauchen, die Pacat entwirft. Wir befinden uns nämlich in einer fiktionalen Welt und geraten in einen Konflikt der verfeindeten Königreiche Akielos und Vere. Die fantastische Erzählung lässt sich zeitlich nur schwer einordnen, zunächst hatte ich den Eindruck, der Roman spiele vor einem antiken Hintergrund, allein der Namen wegen, aber ich habe zunehmend den Eindruck gewonnen, dass er eher vor einem mittelalterlichen Kontext einzuordnen ist. Kulturell erinnert das eine ein wenig an die Germanen, das andere an eine Mischung aus Römern und Franzosen. Unterschiede zwischen den Völkern werden nicht nur sprachlich sondern auch kulturell immer wieder deutlich gemacht.
Die Hauptperspektive der Geschichte, dargestellt in dritter Person und Vergangenheitsform, ist die des Kronprinzen von Akielos, Damianos, genannt Damen. Dieser wird durch eine Intrige seines Halbbruders Kastors in die Sklaverei verkauft, zu allem Übel nach Vere, wo er dem jungen Prinzen Laurent als persönlicher Leib- und Lustsklave dienen soll. Seine wahre Identität wird allerdings verschwiegen, am Hofe von Vere bleibt er zunächst nur ein gewöhnlicher Sklave.
Ein Grund für meine Bewertung liegt zu einem großen Teil in den  starken, facettenreichen Charakteren und wunderbar ausgearbeiteten Beziehungen, die sie untereinander pflegen, beggründet. Ich hatte Laurent und Damen sowie die Nebenfigur wie z.B. Jord, Aimeric etc. leibhaftig vor Augen, habe mit ihnen gelacht und gelitten.
Laurent und Damen könnten nicht verschiedener sein und ich muss gestehen, dass ich mich Hals über Kopf in diese beiden Figuren verliebt habe. Damen/Damianos der rechtmäßige Erbe des Thrones von Akielos ist ein selbstbewusster, im Kampf siegreicher Held, der gerne einmal über die Stränge schlägt. Er ist ein sehr impulsiver Mann, der sich oft von seinen Gefühlen lenken lässt. Abgesehen von Kämpfen und Kriegen, in denen er bedacht und überlegt agiert, handelt er meist bevor er denkt. Laurent ist nicht nur in diesem Punkt sein genaues Gegenstück. Während Damen eher körperlich handelt, ist Laurent der Denker, der verworrene Schlüsse zieht und Intrigen spinnt, ohne sich dabei in die Karten schauen zu lassen. Er ist verschlossen, vertraut niemandem außer sich selbst und obwohl er sich stark und unnahbar gibt, blitzt immer mal wieder durch, dass er im Grunde einsam und unsicherer als gedacht ist. Doch hinter seinen anfänglichen Gefühlskälte und seiner Arroganz steckt viel mehr, was ihn zu einer wahnsinnig spannenden Figur macht, die man bis zum Ende nie richtig durchschauen kann.
Die Lebendigkeit, die Pacat ihren Figuren verliehen hat, ist phänomenal, denn sie äußern und kommunizieren nicht allein durch Sprache. Die verschiedenen Arten von Erzählarten lassen den Roman niemals langweilig erscheinen, denn eine monotone, gleichbleibende Erzählsprache bleibt hier aus.
Die Handlung von "Die Prinzen" besteht hauptsächlich aus verworrenen Intrigen, Machtspielen und politischen Schachzügen, die der Geschichte immer wieder neue spannende Wendungen schenken und es unmöglich machen, das Ende wirklich vorauszusehen. Die Spannung bleibt durchgängig erhalten und macht es schwer, das Buch zwischendurch wegzulegen.

Mein Fazit 
 Für mich ist "Die Prinzen" auf jeden Fall eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Von Anfang bis Ende blieb es durchweg spannend, wobei mir besonders das erste und dritte Buch am besten gefallen hat, das liegt jedoch daran, dass ich nicht der größte Fan von langen Kampfszenen bin, die im zweiten Buch vemehrt auftreten. Sogar noch mehr als die Geschichte, die wirklich wohl überlegt und toll ausgearbeitet wurde, haben mich die Charaktere in den Bann ziehen können. Man muss ein aufmerksamer Leser bleiben, sonst geht man in den Irrungen und Wirrungen der Intrigen und Namen des Buches unter und man verliert eventuel schnell die Lust daran. Von mir bekommt der Roman jedenfalls die volle Punktzahl.

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Tags: c.s.pacat, die prinzen, fantasy, gay, pacat, romance   (6)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

rezension, no return, gay, teens

No Return - Geheime Gefühle

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.01.2018
ISBN 9783551301000
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung Heilandzack. Der erste Band von No return hat mich wirklich überrascht. Ein bisschen skeptisch war ich anfangs schon, denn sowohl Klappentext als auch Cover haben mich zunächst ein bisschen misstrauisch gemacht. Bisher war ich nie Fan von diesen Rockstar-Geschichten. Mit ambivalenten Gefühlen wollte ich daher vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten lesen... von wegen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und schon am ersten Abend hatte ich die Hälfte des Romans durch. Woran das liegt? 

Zum einen sind die Charaktere einfach herzergreifend, natürlich im Besonderen Tony und Drew, die eine langjährige Freundschaft verbindet. Das einzige Problem in dieser Freundschaft ist, dass Tony schon seit einiger Zeit heimlich verliebt in seinen besten Freund ist. Jennifer Wolf gelingt es hervorragend Tonys Gefühle einzufangen und der Leser liebt, leidet und lacht mit ihm. Mehr als einmal hatte ich ein Knäuel im Bauch, weil mich die Geschichte so mitgerissen hat und ich so mit Tony gelitten habe. Obwohl das Buch von einer Frau geschrieben wurde, hat sie das Talent sich wunderbar in einen schwulen Jugendlichen einzudenken und einzufühlen, seine Ängste, Sorgen und Wünsche vermitteln zu können.  Nicht nur das macht das Buch so spannend, sondern auch das heikle Thema um das Outing im Showbuisness. Neben Interviews, Konzerten, Autogrammstunden, die WrongTurn meistern, versucht die Managerin AnTon im Kern auszumerzen. Schwule Gerüchte um eine Boyband? Das darf nicht sein!  In einem guten Buch muss für mich nicht ein spannender Moment den nächsten jagen, wenn mich die Charaktere überzeugen können. Und das haben sie.  Drew hat mich als einer der Protagonisten besser gefallen, da ich mich einfach besser mit ihm identifizieren konnte und alles in allem war er mir in seinem ganzen Verhalten sympathischer. Er ist sehr liebevoll und herzlich, der Umgang mit seinem besten Freund hat mir besonders gut gefallen.  Tony hingegen fand ich als Charakter interessant. Ich war neugierig zu erfahren wie er mit der Situation, bedingt durch seine Erziehung und dem Druck des Showbizz, klarkommt und ich war letztlich echt überrascht. Seine überraschende Reaktion am Ende des ersten Bandes ist gleichzeitig auch ein echt mieser Cliffhanger 😅. Wolf gelingt es wunderbar, die innere Zerrissenheit Tonys darzustellen. Die Gedanken und seine Gefühle sind recht nachvollziehbar, an einigen Stellen finde ich sie allerdings auch etwas too much. Durch die ständigen Wiederholungen seiner Gedankengänge, fing er mir teilweise etwas an auf die Nerven zu gehen, ein kleines bisschen. Auch die Nebencharaktere, allen voran Shane, Ben und Cassie sind sehr bildhaft gezeichnet. Für einen mit rund 200 Seiten recht kurzen Roman kommen sie als Nebencharakter nicht zu kurz und ich habe mir ein gutes Bild von ihnen machen können. Ich hätte mir gewünscht, wenn der Rest der Band noch ein bisschen mehr beleuchtet wird, vielleicht geschieht das in den weiteren Bänden. Da bin ich zuversichtlich. Mit viel Herzblut habe ich Cassie gehasst 😂. Jennifer hat sie zu einer wunderbar fürchterlichen Frau gemacht; so einen Charakter braucht jedes Buch.
Fazit
#larryisreal Ich hätte dem Roman gerne 5 Sterne gegeben, aber ich muss ihn in Relation zu anderen Büchern sehen, die von mir die volle Punktzahl erhalten haben.  Es gab ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben, allem voran zum Beispiel, dass der gesamte Roman im Präsens geschrieben wurde. Das mag ich einfach nicht so gerne, aber das ist eine Geschmackssache. Mein Gehirn setzt solche Texte automatisch in die Vergangenheitsform um. Auch die ständigen Wiederholungen sind ein Grund dafür, dass ich einen halben Punkt abziehe. Obwohl mir zum Ende hin Tony ein bisschen auf die Nerven ging, konnte mich Wolf mit dem wahnsinns Cliffhanger wieder packen. Ich will nicht auf den zweiten Band warten müssen!!!!


✫✫✫✫,5 / 5 Sterne

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Tags: gay, no return, rezension, teens   (4)
 

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entdecken, rezension, lgbtq book, freundschaft, dante

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Benjamin Alire Sáenz , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423717410
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll, denn über dieses Buch gibt es so viel zu erzählen. Es geht einnem richtig an die Substanz, denn anders als die meisten Jugendbücher regt es wirklich zum Nachdenken an. Besonders deutlich wird, dass Sáenz ein Lyriker durch und durch ist. Mit jeder weiteren Seite wurde mir dies klarer. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas ungewohnt, ich mochte ihn aber zunehmend mehr. Er schrieb sehr bildhaft mit wenig Details. Nur das Nötigste, wie in einem Gedicht eben. Ähnliches zeigt sich auch in den Kapiteln selbst. Diese sind teilweise nur einige wenige Sätze lang und umfassen nicht einmal eine halbe Seite. 

 

Die Protagonisten sind mir echt ans Herz gewachsen, zumal ich mich wirklich sehr mit Aristoteles Mendoza identifizieren konnte. Er macht einen deprimierten Eindruck, introvertiert, ist gern allein und versucht die Welt und ihre Dinge zu verstehen.

„Wahrscheinlich hatte ich es ganz gut. Vielleicht liebten mich nicht alle, aber ich gehörte auch nicht zu denen, die von allen gehasst wurden. Ich konnte mich gut verteidigen, deshalb ließ man mich in Ruhe. Die meiste Zeit war ich unsichtbar. Ich glaube, mir gefiel das so. Und dann kam Dante.“

Ich denke, ich konnte mich so gut mit ihm identifizieren, weil jeder von uns in diesem Alter ähnliche Gedanken hat. Man kennt diese Unsicherheit, das Zweifeln an sich selbst und an der Welt. 

Statt vieler Freunde sind die engsten Figuren, die mit Ari zutun haben, seine eigenn Eltern, die ich beide als Charaktere unheimlich interessant fand und ich hätte gerne noch mehr über sie erfahren. Mit seiner Mutter, zu der er einen guten Draht hat, teilt er den gleichen trockenen Humor, sein Vater jedoch bleibt ihm zunächst ein Rätsel.  Im Gegensatz dazu ist Dante offen, fröhlich und sehr ehrlich. Die beiden scheinen wie zwei verschiedene Pole eines Magneten, die sich anziehen. Gegensätze ziehen sich in diesem Fall tatsächlich an. 

Ein zentrales Thema, um das sich das Buch dreht, gibt es meiner Meinung nach nicht. Am ehesten geht es wohl um das Erwachsenwerden, Selbstfindung, Freundschaft und Liebe. Allerdings können wir auch viel über den Umgang mit der eigenen Familie, Mut und Trauer lernen, daher ist es für mich kein Roman, den ich zu LGBQT Buch zählen würde.  

Die ganze Story dümpelt etwas vor sich hin, da es keine spannende Handlung gibt, das tut dem Roman jedoch keinen Abbruch. Trotzdem gibt es den ein oder anderen Moment, der einem eine Gänsehaut beschert oder man einen innehält, weil die Worte zu treffend gewählt wurden. Sáenz Schreibstil ist einfach eben toll, ich kann es nur noch einmal erwähnen! 

 

 „Warum lächeln wir? Warum lachen wir? Warum fühlen wir uns allein? Warum sind wir traurig und verwirrt? Warum lesen wir Gedichte? Warum weinen wir, wenn wir ein Gemälde sehen? Warum ist unser Herz in Aufruhr, wenn wir lieben? Warum schämen wir uns? Was ist das Ding in unserer Magengrube, das wir Sehnsucht nennen?“

 

 

Fazit

Ari und Dante tun eines tatsächlich, sie entdecken die Geheimnisse unseres Universums. Das Buch hat mich wirklich gepackt und ich habe es innerhalb weniger Tage durchgelesen. Es fühlt sich für mich wie eine wahre Bereicherung an dieses Buch gelesen zu haben und ich habe jede Seite genossen, in mich aufgesogen... Dank der Tiefgründigkeit und der wunderbaren, poetischen Sprache hat sich dieser Roman 5 Sterne verdient.

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Tags: aristoteles, dante, entdecken, rezension, universum   (5)
 

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thriller, todesreigen, andreas gruber, sabine nemez, maarten s. sneijder

Todesreigen

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.08.2017
ISBN 9783442483136
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: Todesreigen  Autor: Andreas Gruber  Seiten: 576 Seiten  Verlag: Goldmann  Genre: Thriller, Profiling  ISBN: 978-3-442-48313-6  Form: TB,  576  Seiten Preis: 9,99 €

 ✫✫✫✫ STERNE

Klappentext
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auszulöschen ... 

Reiheninformation Diese Rezension spoilert selbstverständlich nicht in Bezug auf dieses Buch. Solltet ihr allerdings den Vorgänger „Todesmärchen“ noch nicht gelesen haben, könnte euch diese Rezension spoilern. Lesen daher ausdrücklich auf eigene Gefahr. Man kann diesen Band meiner Meinung nach auch ohne die Vorgänger verstehen, ich empfehle aber die richtige Reihenfolge, da einem sonst einfach jegliche Zusammenhänge fehlen und man nicht mit den Charakteren warm wird. Über diese selbst wird nämlich eher wenig ezählt, besonders über Sabine, die nun als Protagonistin im Mittelpunkt steht.   

Schreibstil
Der Autor schreibt genial. Es ist nicht das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe und daher weiß ich, dass er großartige Thriller schreibt. Auch dieses Mal hat er mich wieder in seinen Bann gezogen, vorallem deshalb, weil der Spannungsbogen konstant oben gehalten wird. Das Buch ließ sich wirklich gut und vor allem flüssig lesen. Gut gemacht sind auch die Zeitsprünge. Aus der Gegenwart wird in zwei verschiedenen Zeitzonen zurück gesprungen, um die Gegebenheiten nach und nach aufzuklären. Warum und weshalb das Passierte geschehen ist. Ein paar klitzekleine Klischees gab es dennoch, was einige Dinge etwas vorhersehbar gemacht hat, aber daran habe ich mich nicht gestört. Es werden immer nur Stückchen aufgezeigt, so dass man einfach weiterlesen musste. Die Neugierde wurde angeregt und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Fazit
Ich habe mir viel von diesem Band erhofft. Nachdem der dritte Band so nervenaufreibend geendet hat, war ich sehr auf den vierten Fall (oder wie Gruber es nennt: der Auftakt zur zweiten Trilogie) gespannt. Daher habe ich kaum etwas an diesem Buch auszusetzen.  Gruber schreibt spannende und gute Thriller und das hat er mir auch hier wieder bewiesen. Dennoch habe ich mehr erwartet als ich bekommen habe. Mir fehlt die ganz spezielle (Arbeits-)Beziehung zwischen Sneijder und Nemez, die der Leser hoffentlich im nächsten Band wieder zu spüren bekommt. Der Fall ist diesmal ein bisschen anders gelagert, allein schon deshalb, weil die Opfer beim BKA arbeiteten. Bisher hatten wir es mit einem starken und sturen Ermittler-Duo zu tun, das sich an die Fersen von Serienmördern heftet und deren Taten aufklärt. Nichtsdestotrotz war es spannend und voller Action. Die Handlung spielt diesmal nur im Raum Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, aber das hat mich wenig gestört. Außerdem trifft man auf alte Bekannte und lernt neue Charaktere kennen.  Man liest hier ein Buch, welches mit durchgehend rasanter Handlung besticht und bis zur letzten Seite und darüber hinaus spannend bleibt! An einigen Stellen darf man auch schmunzeln.  Ein Cliffhanger darf auch nicht fehlen und so lassen sich bereits Vermutungen über den Inhalt des nächsten Bandes anstellen, der in der Danksagung des Autors bereits bestätigt wird und bei mir große Vorfreude geweckt hat. Von mir bekommt auch „Todesreigen“, wie sein Vorgänger, 4/5 Sternchen! 🙂

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Tags: andreas gruber, krimi, spannung, todesreigen   (4)
 

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gay romance, coming of age, e. losian, gay, schwul

Eisprinz und Herzbube

Elena Losian
Flexibler Einband
Erschienen bei Main Verlag, 15.10.2015
ISBN 9783945118955
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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japan, mord, geständnisse, schule, thriller

Geständnisse

Kanae Minato , Sabine Lohmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.03.2017
ISBN 9783570102909
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Klappentext
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten. "Der Thriller 'Geständnisse' der japanischen Autorin Kanae Minato dreht sich um einen Mord an einer Vierjährigen und gehört zum Subtilsten, was ich seit langem gelesen habe. Dieses Buch über den Ursprung des Bösen in uns liefert sowohl Spannung als auch Innenansichten aus einem faszinierenden Land."


Handlung / Stil
Es ist schwierig, etwas über die Handlung zu sagen, ohne zu viel zu verraten, daher werde ich mich diesbezüglich kurz halten.  Moriguchi beginnt mit einem langen Monolog. Zunächst wird der Leser vielleicht irritiert, da die Situation nicht ganz klar ist. Doch schnell wird deutlich, Moriguchi ist eine Lehrerin, die in diesem Moment einen Vortrag vor ihrer Klasse hält. Dieser soll ihr letzter sein, denn es wird ihr letzter Tag an der Schule sein. Der Grund dafür ist der, dass ihre kleine Tochter Manami vor einiger Zeit starb. Gefunden wurde sie in dem Schulschwimmbecken der Schule, an der Moriguchi unterrichtet. Todesursache ertrinken. Doch Moriguchi zweifelt diese vermeintliche Tatsache an und kommt denen auf die Spur, die Manamis Tod verursachten. Drei Dinge sind ihr klar, ihr Tod war kein Unfall, die Mörder waren zu zweit und sitzen in jenem Moment in der Klasse, vor der Moriguchi ihre Ansprache hält.  Von diesem Moment an, wird der Leser gefesselt sein. Klar ist also, wir haben hier keinen Krimi vor uns, denn die Mörder A und B stehen von Anfang an fest. Zu keiner Zeit habe ich an ihrer Schuld gezweifelt. Es geht vielmehr um die menschlichen Abgründe, die zu dieser Tat führten. Deswegen werden die handelnden Personen sehr ausführlich beschrieben und ihre Beweggründe werden erläutert. Besonders packend fand ich die verschiedenen Erzählperspektiven, die auch in verschiedenen Formen in den Roman einfließen. Wir haben es hier mit der direkten Rede, Tagebucheinträgen, Erinnerungen und Briefen zutun. Wörtliche Rede und Dialoge sind allerdings eine Seltenheit in diesem Werk. Die verschiedenen Perspektiven machen deutlich, was über andere Personen gedacht und behauptet wird und wie diese Personen die Dinge selbst sehen. Besonders dies hat mich sehr überzeugen können, denn im Leben ist es nicht anders. Wie oft meinen wir uns Urteile über andere erlauben zu dürfen und richten über andere, ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Der Schreibstil von Minato hat mich überzeugen können, er war in keinster Weise abgehoben oder unlesbar. Der Schreibstil ist nüchtern, ja teilweise ein bisschen emotionslos. Dies verstärkt jedoch das beklemmende Gefühl während des Lesens, da dadurch die Kaltblütigkeit in der hier agiert und reagiert wird, perfekt transportiert wird. Mit jeder gelesenen Seite wird man tiefer in den Sumpf der Rache gezogen, aus dem man erst auftaucht, wenn man am Ende des Buches angelangt ist. Und dann kommt der große Knall... oder eher das leise blop der Seifenblase, die platzt?


Charaktere
Selten konnten mich die Charaktere eines Thrillers so fesseln wie in Geständnisse. Man kann tief in die Gedankenwelt der Figuren eindringen, die sehr ausschlaggebend für die Handlung sind. Immer, wenn man denkt, man hats, wendet sich die Story oder man bekommt neue bahnbrechende Informationen. Besonders Shuya hat es mir angetan und ich muss zugeben, am Ende hat er mir sogar ein bisschen Leid getan. Das ist vermutlich der Charme solcher Leute, mit denen sie andere "Idioten" einlullen (Noaki-Syndrom ^^). Ich fand es sehr spannend seineVersion der Geschichte, die Handlung und die Tat aus seiner Sicht geschildert zu bekommen und die Hintergründe zu erfahren. Fesselnder hätte man es wohl kaum gestalten können. Die Erzählungen der verschiedenen Personen weichen kaum voneinander ab, aber mit jedem weiteren Kapitel und einer anderen Sichtweise dringt man tiefer in die Geschichte ein, bekommt neue Informationen, am Ende ist man derjenige, der die Dinge weiß, die den anderen Figuren verborgen blieben.


Fazit
 Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überzeugen können. Ich kann nicht behaupten, dass ich am Ende sagen kann, was richtig oder falsch war und wer seine gerechte Strafe bekommen hat, aber ich denke nicht, dass dies das Ziel war. Es war interessant und fesselnd, die verschiedenen Perspektiven, die genau diese Frage behandeln zu verfolgen und bei jedem hinter die Kulissen schauen zu können. Minato hat damit wirklich ein unvergleichliches Werk geschaffen. Ich bin sehr froh, dass das Buch nach Jahren endlich auch auf Deutsch erschienen ist. Es lässt sich sagen, man liebt es oder man hasst es. Vermutlich ist kaum etwas zwischen 1 und 5 Sternen möglich, denn der Roman ist polarisierend. Wer sich generell nicht für packende und anspruchsvolle Thriller sowie tiefgreifende Einblicke in die japanische Gesellschaft interessiert, sollte besser die Finger davon lassen. Für alle anderen: unbedingt lesen!

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Tags: geständniss, kanae, minato, mrexlibris, rezension   (5)
 

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ich, boys love, lieben, dich, manga

Dich werde ich niemals lieben

Chise Ogawa
Flexibler Einband
Erschienen bei TOKYOPOP, 14.09.2017
ISBN 9783842039018
Genre: Comics

Rezension:

✫✫✫ STERNE
Klappentext Der Highschool-Schüler Taisei ist überaus attraktiv – und das weiß er auch. Von Kindesbeinen an wurde er verwöhnt und alles wurde ihm verziehen, nur weil er ein so hübsches Gesicht hat. Doch etwas – oder eher jemand – geht im mächtig auf die Nerven: Sein Mitschüler Keita bekommt fast genau so viel Aufmerksamkeit wie er! Das will Taisei natürlich verhindern und entwickelt einen Plan, um ihn für immer loszuwerden. Doch als er Keita zum ersten Mal seit langem wiedersieht, macht sein Anblick ihn so nervös, dass er sich gar nicht konzentrieren kann. Ist das wirklich Hass, was Taisei fühlt – oder etwas ganz anderes …?

Handlung/ Stil Leider verrät der Klappentext in diesem Manga schon beinah die vollständige Handlung. Er beginnt beinah unmittelbar mit einem Rückblick in die Schulzeit von Keita und Taisei. Sie waren damals eng befreundet, doch Taisei sah in dem Älteren nicht nur einen guten Freund, sondern hat zu ihm aufgesehen, hat für ihn geschwärmt und war sogar ein bisschen in ihn verliebt. An dem Tag, als Keita ihm die Frage stellt, ob sie wirklich Freunde wären, wird Taiseis Herz gebrochen. Für einige Zeit wird er seinen Mitschüler und Schwarm erst einmal nicht wiedersehen, bis er plötzlich an seine neue Schule kommt und in seine Klasse versetzt wird! Und das Schlimmste: Keita scheint ihn nicht einmal zu erkennen. Von diesem Augenblick an schwört sich Taisei Rache zu nehmen und ihn genau kalt abzuservieren, wie Ketai ihn damals. 
Ich hätte mir mehr von der Handlung erhofft. Sie blieb sehr oberflächlich und ging nicht in die Tiefe, dabei hätte man wirklich mehr aus der Story machen können. Das Einzige, was wirklich interessant an dem Manga war, war das Geheimnis um Keitas "Gedächtnisschwund. Ich wollte unbedingt erfahren, warum er sich nicht mehr an Taisei erinnern konnte? War ihm etwas Schlimmes wiederfahren und er hatte sein Gedächtnis verloren? Mit etwas in der Richtung hätte ich gerechnet, allerdings war die Auflösung sehr unbefriedigend, ja beinah lächerlich. Dabei fing der Manga eigentlich relativ ernst an und man hätte eine richtig tiefgründige Story daraus basteln können. Im Endeffekt blieb er leider nur so tief wie ein Kinderplanschbecken für Kinder unter 2 Jahre. Die Handlung wurde zunehmend alberner und das spiegelte sich auch in den Zeichnungen wieder. Dabei hat Ogawa so einen wahninnig guten Zeichenstil, aber die Szenen wurden häufig einfach ins Lächerliche und Komische gezogen. Schade denn, ....

Charaktere ... die Charaktere fand ich wirklich süß. Besonders am Anfang fand ich Taisei wirklich interessant und hätte gerne mehr über ihn erfahren, genau wie über Ketai. Sie blieben zwar etwas flach und oberflächlich, aber damit hätte man sich noch anfreunden können. Auch die beiden Zwillinge, die besten und ältesten Freunde von Taisei... einfach super. Das hätte mir an Komik wirklich schon gereicht, denn sie haben für einige Lacher gesorgt. Und was ist mit dem Cousin von Keita? Ich hoffe auf einen zweiten Band, der uns seine Geschichte näherbringt. Das fände ich wirklich spannend!

Soviel Kritik, aber... man kann den Manga wirklich lesen. Er lässt sich relativ schnell und flüssig lesen, die Geschichte hat einen roten Faden und es wird einem nicht so viel Denkvermögen abverlangt. Man sollte allerdings nicht zuviel erwarten. Der Hauptschwerpunkt wurde hier vermutlich auf die vermeintliche Komik gelegt, das macht auch der Autorenkommentar am Ende deutlich. Nichts, was mir auf Dauer im Gedächtnis bleiben wird, aber nett für zwischendurch. Daher 3 Sterne für diesen Manga.
Sorry, dass ich dieses Mal so eine knallharte Bewertung schreiben musste, aber was bringt einem schon, eine Rezension durch die Blume geschrieben? Der nächte Manga von Ogawa wird hoffentlich wieder tiefgründiger *hoff*.

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Tags: dich, ich, lieben, mana, niemals, werde   (6)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

hier, männer in kilts, schottland, will, fussfetisch

Will hier jemand Haggis?: Lauwarme Schottenromanze

Jona Dreyer
E-Buch Text: 148 Seiten
Erschienen bei null, 02.05.2017
ISBN B071181X7L
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext Zieh dich warm an, haben sie gesagt. In Schottland ist es arschkalt, haben sie gesagt.
Ausgerüstet wie für eine Expedition an den Nordpol stehe ich bei sonnigen 24°C am Flughafen von Glasgow und frage mich, was ich hier eigentlich mache.
Wieso behauptet meine Wetter-App steif und fest, es würde regnen? Weshalb finden scheinbar alle Schotten meinen Nachnamen komisch? Was meinen diese deutschen Touristinnen mit tits of nature? Und warum sieht mein heißer, schottischer Reiseleiter wie der einzig wahre Highlander aus, nur ohne die alberne Föhnwelle?
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Urlaub ganz anders wird, als von mir geplant ...

Story 
 Adrien, ein junger schwuler Amerikaner wird Teil einer Reisegruppe in Schottland. Alles kommt allerdings anders als geplant. Beginnend mit dem Wetter. So hat die Wetterapp doch felsenfest behauptet, es sei bitterkalt und es würde nur regnen, sind es in Schottland sommerliche 24° und Adrien schmilz unter seiner dicken Wollmütze wie flüssiges Wachs dahin. Noch heißer wird ihm nur noch, als er auf seinen Reiseleiter trifft, der sich als Klischee-Schotte in Kilt herausstellt. Hochgewachsen, muskulös und bärtig, ein Traummann eben. Adrien stolpert von einer haarsträubende Situation in die nächste, landet mit seinem heißen Schotten im Bett und soll zu allem Überfluss auch noch mit der Tochter einer deutschen Touristin verkuppelt werden, die das mieseste Englisch sprich, dass man jemals zu hören bekam.


Handlung und Stil
Uns erwartet hier keine ausgeklügelte und super spannende Storyline, was ich aber auch nicht erwartet habe. Das tut dem Buch keinen Abbruch, denn "Will hier jemand Haggis" ist einfach unvergleichlich. Nie habe ich bei einem Buch so gelacht. Und das meine ich wirklich ernst. Mir sind die Tränen gekommen. Jona Dreyer hat eine so humorvolle und bildgewaltige Sprache, da startet sofort das Kopfkino. Mit Adriens trockenem-verzweifeltem Humor trifft sie bei mir genau ins Schwarze. Die Sprache ist einfach gehalten, man kann das Buch also gerne mal zwischendurch aufschlagen und ein paar Kapitel in der Bahn lesen.


Charaktere
 Auch hier wieder nur ein WOW! Leider werden die Charaktere in diesem Genre immer sehr oberflächlich gehalten. Nicht so bei Jona. Man schließt die beiden Protagonisten sehr ins Herz und ich war etwas traurig, als ich es fertig gelesen hatte. 500 Seiten mehr wären mir sehr recht gekommen. Ich will nicht zuviel vorwegnehmen, denn die beiden sind wirklich Fälle für sich ;)

Sonstiges 
JAAA zu diesem Buch, wenn ihr euch mal Kringeln wollt beim Lesen. Wer braucht denn schon Comedy oder Kabarett, wenn wir uns doch auch mal bei unserer Lieblingsbeschäftigung schlapplachen können. Trotzdem! Jona spinnt eine tolle Story um die beiden. Die Geschichte ist immer noch sehr präsent bei mir, sie ist mir im Kopf geblieben und hat mich echt mitgerissen.

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202 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

eishockey, him, liebe, erotik, gay romance

Him - Mit ihm allein

Sarina Bowen , Elle Kennedy
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX, 09.09.2016
ISBN 9783736302518
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext  Zwei Dinge weiß Jamie ganz sicher: Erstens, er wird nach dem College professionell Eishockey spielen. Und zweitens, er steht auf Frauen. Daran hat auch die heiße Nacht, die er damals im Trainingscamp mit seinem besten Freund Wes verbrachte, nichts geändert. Doch dann stehen sich die beiden nach vier Jahren plötzlich wieder gegenüber. Und Jamie muss feststellen, dass die Gefühle, die Wes in ihm hervorruft, alles andere als freundschaftlich sind ...

Story  Wes und Jamie sind seit sie 14 Jahre alt sind miteinander befreundet und sind für 6 Wochen im Jahr in einem Eishockey Camp unzertrennlich. Wes ist der typische Draufgängertyp, Jamie ist eher etwas zurückhaltender. Sie sind jahrelang beste Freunde und dann kommt dieser eine Tag, der alles verändert und die Freundschaft zerbricht...
Als Wes mit 18 endlich sich selber eingesteht, dass er schwul ist und unwiderruflich in seinen besten Freund verliebt ist, wettet er mit ihm um einen ganz besonderen Preis. Jamie gewinnt die Wette und löst seinen Gewinn ein. Nach dieser verhängnisvollen Nacht haut Wes ab und bricht den Kontakt für ganze 4 Jahre. Als sie sich bei einem Hockey Turnier wiedersehen, muss Wes sich eingestehen das er Jamie immer noch liebt. In den vergangenen Jahren hat sich Jamie mit der Frage gequält, warum Wes ihm die Freundschaft gekündigt hat. Wes wird in diesem Sommer genau wie Jamie Coach in ihrem alten Sommercamp und unterrichter die Nachwuchshockeyspieler. Die alte Freundschaft erwacht wieder zum Leben und die beiden kommen sich vieeel näher als in den letzten Jahren.

Handlung und Stil Ich habe so viel Gutes von diesem Roman gehört, die Handlung an sich lässt sich allerdings mit einem Wort beschreiben: Joa. Umgehauen hat mich diese doch eher flache Handlung eher nicht. Auch das Thema "Hockey" hat mich nicht besonders interessiert, der Kontext in dieses aber gesetzt wird, ist spannend, denn ein schwuler Mann in einem so männerdominaten Sport ist eine heikle Sache. Zu 90 Prozent des Romans halten sich Wes und Jamie in dem Sommercamp auf, die Hälfte davon wiederum in ihrem gemeinsamen Zimmer, in einem gemeinsamen Bett. Und genau das ist es, was mich an diesem Roman so gestört hat. Natürlich ist es eine Erzählung aus dem Verlag LYX, Erotik steht also im Fokus. Allerdings kam es mir beim Lesen so vor, als wäre eine Sexszene an die nächste gereiht, irgendwann wurde es sogar ein bisschen langweilig, weil sich natürlich vieles wiederholt hat. Hier hätte ich mir stattdessen eine tiefergehende Story gewünscht.  Die Wortwahl war teilweise witzig, andererseits auch ein paar wenige Male ein bisschen geschmacklos und ein bisschen zu viel von allem. 

Charaktere  Wes und Jamie fand ich sehr sympathisch. Sie sind sehr verschieden und das hat die ganze Sache spannend gemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass der Zwiespalt, in dem Jamie steckt, tiefgründiger behandelt wird, schließlich war er bis zum Wiedersehen mit Wes heterosexuell gewesen. Von heute auf morgen legt sich ein Schalter bei ihm um. Seine Gedankengänge werden an dieser Stelle kaum ausgeführt, dabei wird doch der Roman aus beiden Sichten geschildert. Schade, dass diese Chance nicht wahrgenommen wurde.  Sonstiges Dafür, dass der Roman ein Thema behandelt, zu dem leider noch viel zu selten geschrieben wurde, muss ich ihn trotzdem loben. Wenn man Lust auf einige heiße Szenen und ein paar Lacher hat, dann ist er sicherlich eine Leseempfehlung. Eine tiefgehende Handlung sollte man allerdings nicht erwarten. Trotzdem bin ich gespannt wie es in "Us" mit Jamie und Wes weitergehen wird.

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liebesgeschichte, gay romance, love, freundschaft, coming of age

Honigsommer

Diana Wintermeer
E-Buch Text: 406 Seiten
Erschienen bei null, 30.07.2015
ISBN B01331FRNC
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erster Satz  Die Julisonne brannte heiß vom makellos blauen Himmel, als ich ein weiteres Mal durch den Vorgarten lief und eine Umzugkiste von der offenen Ladefläche des Möbelwagens zerrte.


Story Der Teenager Sam zieht mit seinen Eltern in ein neues Haus aufs Land. Wie ein Landei kommt er sich vor, umgeben von Feldern und Wäldern. Aber sein Unmut schwindet rasch, als er den gleichaltrigen Sohn der Familie kennenlernt, die gleich nebenan lebt. Mit ihm erlebt er einen wunderbaren Sommer und entdeckt neue Freiheiten. Vom ersten Augenblick an fesselt die beiden ein unerklärliches Band aneinander. Doch während sein bester Freund die ersten Erfahrungen mit Mädchen und der Liebe macht, kann Sam den Anblick kaum ertragen.

Handlung & Stil Tom Sawyer und Huck Finn neu interpretiert. Man taucht ganz leicht in Sams Welt, teilt seinen Frust wegen des Umzugs auf öde Land und schnuppert die laue Sommerluft, hört das Summen der Bienen. Während des Lesens fühlte ich die Wärme der Sonne auf meiner Haut kribbeln. Mir wurde ganz warm in der Brust. Diana Wintermeer hat eine wahnsinnig ausdrucksstarke Sprache und lässt den Leser in ihre eigene Welt eintauchen. Der Schreibstil ist nicht überzogen, einfach gehalten, aber flüssig. Eine leichte und angenehme Lektüre. Die Handlung lässt sich super nachvollziehen und ist dennoch nicht vorhersehbar. Weltbewegende Szenen sollte man hier nicht erwarten, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Auf ihre eigene fesselnde Weise bleibt sie ausnahmslos spannend, von Anfang bis zum Ende. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es auch innerhalb weniger Tage durchgelesen.

Charaktere Das lag zum Teil wahrscheinlich auch daran, dass ich mich unglaublich in die Figur des Sam verliebt habe. Selten habe ich so sehr mit einem Charakter mitgelitten und habe ihn so sehr ins Herz geschlossen. Es gibt wohl niemanden, der behaupten würde, dass er nicht gerne einen solche Freund hätte. Der Detailreichtum mit dem Wintermeer ihre Figuren ausarbeitet ist fantastisch. Ich hatte für jeden ein passendes Bild vor Augen und konnte mich wunderbar einfühlen.


Sonstiges  Selten empfehle ich auf Rezensionen von Amazon zu hören, aber an dieser Stelle mache ich eine Ausnahme. Hier sage ich ja, Ja, JA! Bitte lest dieses wunderbare Buch, das euch Einblicke in die Herzen schwuler Teenager gibt und euch vielleicht zum Nachdenken anregt. Eins meiner Lieblingsbücher in diesem Genre! Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

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homosexualität, freundschaft, familie, liebe, jugendbuch

Die Mitte der Welt

Andreas Steinhöfel
Flexibler Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2014
ISBN 9783492254755
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext Was immer ein normales Leben auch sein mag – der 17-jährige Phil hat es nie kennengelernt. Denn so ungewöhnlich wie das alte Haus ist, in dem er lebt, so ungewöhnlich sind auch die Menschen, die dort ein- und ausgehen – seine chaotische Mutter Glass, seine verschlossene Zwillingsschwester Dianne und all die anderen. Und dann ist da noch Nicholas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt.

Story Der Klappentext sagt schon beinah alles. Über den Klappentext hinaus, passiert nicht sehr viel in die Mitte der Welt. Wir begleiten den 17-jährigen Phil auf einem Teil seines Weges zum Erwachsenwerden. Im Zentrum der Geschichte steht seine Familie, die aus ihm, seiner Zwillingsschwester Dianne und seiner Mutter besteht. Ihren Vater haben sie nie kennengelernt und Glass schweigt sich über ihn aus. Er bleibt ein Mysterium und ein Geheimnis für Phil. Die neuen Liebschaften, die Glass mit nach Hause bringt, werden zu einem Störfaktor innerhalb der Familie und besonders Dianne eckt ganz schön mit ihrer Mutter an. Der Leser begibt sich hierbei auf die Ebene von Phil, denn auch ihm bleibt es zunächst schleierhaft, warum seine Schwester Glass zu hassen scheint. Die einzig beständige Person in seinem Leben scheint Kat zu sein, seine beste Freundin, die ihm auch zum ersten Mal von Nicholas erzählt. Dieser kommt neu auf die Schule, in die Phil geht. Sofort hat er sich in den gutaussehenden, aber etwas zurückhaltenden Nicholas verguckt. Aber so einfach ist das Ganze leider nicht…

Handlung & Stil Die Handlung hat mich persönlich kaum überzeugt. Die Geschichte dümpelt nur so vor sich hin und ich habe nur darauf gewartet, dass etwas passiert, dass sich die Geschichte entwickelt, dass sie wächst. Aber sie bleibt klein, wenig tiefgründig, es wird angerissen, aber nicht ausgeführt. Das Einzige, was mich an der ganzen Story interessiert hat, war Dianne und ihre persönliche Geschichte, die leider viel zu wenig ausgeführt wurde. Die Rückblicke in die Kindheit, fand ich gut gelungen, aber leider zu oft an eine falsche Stelle platziert. Meiner Meinung nach, haben sie den Lesefluss nicht unterstützt, sondern immer wieder unterbrochen. Trotzdem waren sie interessant. Von dem Handlungsstrang mit Nicholas habe ich mir mehr erhofft. Hier war ich schlichtweg enttäuscht. Der Klappentext war vielversprechend, allerdings hält die Geschichte nicht daran fest. Schade… Beim Stil bin ich zwiegespalten und kann mich nicht recht darauf einigen, was ich gut und was schlecht fand, da mich die Story leider so gar nicht mitgerissen hat. Dabei bin ich mit so vielen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Vielleicht war gerade das der Fehler? Den Schreibstil von Steinhöfel fand ich gut, die Sprache sehr ausgewählt. Ich mochte die Art, wie er die Dinge schildert. Das Geheimnis um Dianne und Glass hat mich gepackt und er hat es bis zum Ende spannend gemacht.

Charaktere Überraschend würde ich sagen. Phil mochte ich sehr. Er war einfach der nette Junge von nebenan, der keine weiteren Probleme macht. Ein Junge eben, mit dem man sich gut identifizieren kann. Obwohl der Klappentext doch behauptet, dass er sich Knall auf Fall in Nicholas verliebt, hat mir die Liebe sehr gefehlt. Gefühle und innere Vorgänge werden kaum beschrieben, daher bleiben die Charaktere oberflächlich und schwer zu erreichen. Wie schon gesagt, hat mich die Figur der Dianne am meisten gepackt. Aber auch Kat war eine sympathische Figur, über die ich gerne mehr gelesen hatte.

Sonstiges Ich schreibe grundehrliche Rezensionen, die meine persönliche Meinung wiedergeben. Das vorausgesagt. Daher kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum der Roman für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Vielleicht habe ich keinen Zugang zur Geschichte gefunden oder betrachte ihn aus einem falschen Blickwinkel? Möglich wärs. Für mich bleibt der Roman trotz dessen eher mittelmäßig. Mann und Frau kann ihn gelesen haben… muss aber nicht sein. Die Geschichte lässt einen irgendwie unbefriedigt und mit vielen Fragezeichen zurück. Aber selten habe ich so viel über einen Roman nachgedacht 😉


 ⬅ Den Film fand ich dagegen echt gelungen. Einer der besten deutschen Filme, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Das Beste, was das Buch zu bieten hat, wurde gefiltert und zusammengesetzt. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas verloren gegangen ist. Echt eine tolle Umsetzung mit wahnsinns Besetzung, die ihre Rollen ausnamslos fantastisch rüberbringen. Ich bin ein großer Fan von diesem Film. Absolut lohnenswert! 💙

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selbstmord, liebe, trauer, suizid, freundschaft

Mein Herz und andere schwarze Löcher

Jasmine Warga
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 08.12.2016
ISBN 9783733500511
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext 
»Ich küsse ihn. Wir küssen uns! Ich versuche, mich nicht zu fragen, ob das nun richtig oder falsch ist. Mein Herz hämmert, und ich hoffe, dass sein Herz genauso wild klopft. Ich weiß, dass die Menschen einander seit tausend Ewigkeiten küssen, aber jetzt, in diesem Augenblick, fühlt es sich an, als wäre das Küssen ein Geheimnis, das nur Roman und ich kennen.«
Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben – sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.
Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen – und die Liebe ihres Lebens finden.


Handlung
Der Leser begleitet die 16-jährige Aysel auf ihren letzten Lebenstagen, denn sie beschließt zu sterben. Alleine möchte sie es nicht hinter sich bringen, daher sucht sie sich einen Selbstmordpartner auf einer entsprechenden Platform im Internet und trifft auf FrozenRobot. Die zwei bestimmen einen Termin für ihren gemeinsamen Suizid und die Tage sind gezählt.
Um einander vertrauen zu können und alles genaustens durchzuplanen, treffen sich Aysel und FrozenRobot und es entsteht eine Freundschaft...mehr noch. Aysel empfindet auf einmal Gefühle für ihren Selbstmordpartner, die sie als nicht richtig empfindet, schließlich wollen die beiden sterben und die "schwarze Qualle" in ihrem Bauch, würde es niemals zulassen, dass sie glücklich wird. Daher verschweigt sie ihre Gefühle. Bis FrozenRobot auf einmal verschwunden ist und alles eine Wendung nimmt...


Charaktere
Wunderbar. Warga hat zwei sympathische und authentische Protagonisten geschaffen, die mir sehr nahe gingen. Man sollte kein humorvolles Buch erwarten, denn an einigen Stellen ist es doch recht niederdrückend. Wer schon einmal ähnlich wie Aysel empfunden hat, kann ihre Gedanken nachvollziehen und sich voll und ganz in sie hineinversetzen. Allerdings war mir die Wendung von einem suizidalen, glücklosen Individuum in ein verliebtes Teenagermädchen ein bisschen zu plötzlich und kam mir ein wenig unrealitisch vor.  Alles in allem haben mich die Charaktere jedoch überzeugen können und ich war froh, mal einen Jugendroman zu lesen, in dem nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.


Stil
An einigen Stellen waren mir die Kapitel zu kurz und die Handlung zu abgehakt. Spannende Handlung darf man hier nicht erwarten, denn viel passiert in dem Buch nicht. Erst am Schluss, wo es auf die letzten Tage zugeht und Aysel an ihrem Vorhaben zweifelt, wird es nervenaufreibend. Daher fand ich den Mittelteil an manchen Stellen ein bisschen langweilig und langatmig. Vielleicht war das aber auch nötig, um ihre Emotionen richtig zu übermitteln.
Die Schreibstil von Warge hat mir gefallen und war einfach und leicht. Angemessen für Jugendliche ab 12 Jahren, von der Story eher für 14-jährige zu empfehlen.


Sonstiges
Besonders das Ende hat mich überzeugen können, deshalb bekommt das Buch auch einen halben Zusatzstern. Für 5 Sterne hat es leider nicht gereicht, denn dafür war es mir an einigen Ecken doch etwas zu klischeehaft und Aysels Wandlung kam mir etwas zu plötzlich. Ich denke, dass sich niemand mit Depressionen und Selbstmordgedanken so schnell ändern kann und sein Vorhaben so rasch über den Haufen wirft, nur weil er jemand kennenlernt, der neue Gefühle in einem weckt. Trotzdem! Es gibt nicht viele Jugendbücher dieser Art und ich finde es wichtig, dass darüber gesprochen wird, egal in welcher Form. Es ist ein ernstzunehmendes Thema und besonders das Ende macht dies deutlich! Unbedingt lesen!

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Tags: andere, herz, löcher, mein, schwarze, und   (6)
 

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883 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

liebe, sirenen, kiera cass, meer, sirene

Siren

Kiera Cass , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 13.10.2016
ISBN 9783733502911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

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Sie ist unsterblich.  Ihr Leben gehört dem Meer.  Doch ihr Herz,  gehört einem Menschen.
Klappentext

Der große New York-Times Bestseller endlich auf deutsch!
Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod


Handlung  
An einem Tag, der weit in der Vergangenheit zurückliegt, befindet sich Kahlen mit ihrer Familie auf einer Schiffsreise. Plötzlich benimmt sich die ganze Besatzung seltsam, Menschen beginnen sich in die Fluten zu werfen. Auf dem Wasser erblickt sie sie. Eine handvoll junger, wunderschöner Mädchen, die Sirenen. Und von diesem Tage an sollte Kahlen eine von ihnen sein.
Ihr Gehorsam und ihre unendliche Liebe zu ihrer neuen Mutter, der See, zeichnen Kahlen aus, die mittlerweile seit 70 Jahren Menschen in den Tod reißt, um die See zu nähren. Nie hat sie gegen ihren Willen gehandelt, bis zu dem Augenblick, als die Akinli, einen jungen Studenten, trifft und sie Hals über Kopf in ihn verliebt. Das einzige Problem dabei: Kahlen darf nicht mit ihm sprechen, denn ihre Stimme würde seinen Tod bedeuten.

Ganz ausgereift fand ich die Geschichte nicht, daher auch nur 3,5 von 5 möglichen Sternen. An einigen Stellen hat mir der rote Faden gefehlt, obwohl man schon wusste worauf es hinauslaufen wird. Ein bisschen klischeehaft mag die Story vielleicht auch sein, da hat mich aber nicht sonderlich gestört, schließlich weiß man sowas meist vorher, wenn man sich sowas kauft =D.


Charaktere 
Die Charaktere, die Kass herausgearbeitet hat, fand ich allesamt super. Man konnte sich jedes der Mädchen super vorstellen und man hatte sie beinah leibhaftig vor Augen. Da Kahlen die Protagonistin war, hat man natürlich am meisten über sie erfahren und konnte sich gut in sie einfühlen, da Gedanken und Gefühle sehr detailliert geschildert wurden. Leider kam Akinli meiner Meinung nach ein bisshen zu kurz. Ich hätte ihn gerne besser kennengelernt.


Stil 
An einigen Stellen erzählt Cass meines Erachtens ein wenig langatmig und viel zu ausführlich. Andere Dinge kommen da leider zu kurz. Das Ende zum Beispiel. Auf den letzten 50 Seiten scheint die Zeit zu rennen, alles folgt dicht aufeinander und wird nicht sehr genau ausgeführt und plötzlich ist der Roman vorbei; da war ich ein bisschen perplex.
Dafür mochte ich die Dialoge zwischen den Schwestern sehr gerne. Viele Autoren füllen mit unnötig langen Dialogen nur ihre Seiten, hier ist das anders. Man erfährt viel über die Mädchen und es interessant ihnen "zuzuhören."
Cass hat einen schönen, nicht zu geschwollenen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Ich habe Siren recht zuügig durchlesen können, da es kaum Stellen hatte, die langweilig wurden.


Sonstiges 
Wer Selection schon mochte und generell gerne Geschichten über Sirenen liest, der sollte diesen Roman unbedingt lesen. 💓

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