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295 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, falle, die falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

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(5.121)

7.235 Bibliotheken, 91 Leser, 13 Gruppen, 559 Rezensionen

träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Gipfelhütten Ostalpen

Evamaria Wecker , Primus Wecker
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Bergverlag Rother, 06.07.2016
ISBN 9783763331543
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auch im Bergsport gilt der oft zitierte Spruch: Der Weg ist das Ziel. Aber wenn wir ehrlich zu uns sind, so ist es doch der Berggipfel, der uns lockt und uns so manche Strapaze ertragen lässt. Oben angekommen locken Glücksgefühle und oft berauschende Aussichten. Und wie schön ist es erst, wenn dort hoch droben eine Hütte steht, die mit Leckereien oder gar einem Übernachtungsplatz lockt. Evemaria und Primus Wecker haben sich auf die Suche nach solchen Gipfelhütten in den Ostalpen begeben, die sich gut mit Ein- und Zweitagestouren verbinden lassen. Insgesamt 50 Touren zu diesen ganz besonderen Hütten haben sie nun in einem Buch veröffentlicht.

„Gipfelhütten Ostalpen“ ist in der Reihe Rother Selection erschienen. Charakteristisch für diese Reihe ist vor allem das große Format (16,3 x 23 cm). Dieses wiederum bietet Platz für großformatige Fotografien, die ganz besonders Lust machen, die jeweils vorgestellten Touren und Hütten anzugehen. Also Vorsicht bei Fernweh: diese Bücher versprechen zwar kurzzeitige Schmerzlinderung, aber nach der Lektüre kann es sein, dass man sofort seinen Rucksack packen möchte. Zur Mitnahme ist das Buch wegen seines Formats und dem daraus resultierenden Format natürlich nicht geeignet. Da jedoch ein relativ großes Gebiet abgedeckt wird, welches von den Ammergauer Alpen, den Österreichischen Voralpen und den Mürzsteger Alpen über die Tuxer Alpen bis hin zu den Dolomiten und den Julischen Alpen reicht, wird man wohl auch selten gleichzeitig mehr als eine Tour angehen. Die Beschreibungen indes kann man sich problemlos kopieren und natürlich stehen auch die GPS-Daten zum Download bereit. Klare Abstriche muss ich leider bei der Papierqualität machen. Die Entscheidung für Glanzpapier ist zwar gut gemeint und bringt auch die Fotos gut herüber, allerdings schwindet beim Leser die Freude, wenn der Ring am Finger unversehens unansehnliche graue Kratzstreifen auf dem Papier hinterlässt. Zudem führt ungünstige Lichteinstrahlung zu Leseschwierigkeiten.

Der Aufbau des Buches orientiert sich stark an den normalen Rother Wanderführern. So findet sich in der hinteren Umschlagsklappe eine Gebietsübersicht, in der die einzelnen Touren markiert sind. In der vorderen findet sich hingegen eine Auflistung der Touren (Name der Hütte), Höhe der Hütte, Gebiet, Gehzeit, Schwierigkeitsgrad und die Angabe, ob es sich um eine Zweitages-Tour handelt, Schwierigkeitsgrad, Höhenmeter im Auf- und Abstieg sowie die Seite, auf der sich die einzelne Tourenbeschreibung finden lässt. Schade ist, dass diese Seite komplett in Rot gehalten ist. Das ist für die Augen auch für die kurze Dauer der Betrachtung anstrengend und die Tourenauswahl ist mühseliger als sonst gewohnt, da der Schwierigkeitsgrad nicht auf den ersten Blick erkennbar ist (keine gesonderte farbliche Hervorhebung).

Die Kennzeichnung der Schwierigkeit mittels Farbe erfolgt erst im Inhaltsverzeichnis und natürlich in der Überschriftenleiste der jeweiligen Tour. Generell ist die Tourenauswahl sehr gut, die Balance zwischen den Gebieten und Schwierigkeiten ausgewogen, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist. In den folgenden Teilen „Zum Thema dieses Buches“ und „Allgemeine Hinweise“ verlieren die Autoren einige kurze Worte zu den Themen mit Kindern und Hunden auf Hütten. Wer oftmals Rother Wanderbücher und –führer liest, dessen Anspruch ist mittlerweile hoch, und wird sich im vorderen Teil insbesondere zu diesen beiden Themen geäußert, so kann man eigentlich erwarten, dass sich auch in den Kurzinfos zu den einzelnen Touren ein jeweiliger Hinweis dazu findet. Leider ist dies hier nicht der Fall und so muss man sich selbst noch einmal separat informieren, ob der Hund nun mit auf die Hütte darf oder die Hütten und Touren auch für Kinder geeignet sind.

Wirklich mutig fand ich die Aussage der Autoren, dass die abgedruckten Kartenausschnitte für die beschriebenen Wanderungen ausreichen. Immerhin bewegen sich viele der Touren im alpinen und mitunter auch hochalpinen Gelände und ich selbst finde, eine separate Wanderkarte darf keinesfalls im Gepäck fehlen. Einige Ausführungen zur Ausrüstung gibt es natürlich auch, jedoch ist es schade, dass man sich nicht für den Abdruck einer Packliste entschieden hat.

Nun zu den einzelnen Tourenbeschreibungen. Neben den bekannten Toureninfos, die hier aber im Gegensatz zu anderen Büchern recht kurz geraten und über die Punkte Ausgangspunkt, Verkehrsmittel, Anforderungen, Karten und Sehenswertes informieren, gibt es einen Infokasten zu der jeweiligen Gipfelhütte. Darin sind die wichtigsten Hüttendaten (mit Kontaktdaten) enthalten, weitere Möglichkeiten für den Hüttenzustieg aufgelistet, sofern das Gebiet auch im Winter zugänglich ist, eine kurze Info und eventuelle sonstige Ausführungen und Tipps. Dem Einleitungsteil wird mehr Platz als sonst eingeräumt, allerdings hätte man sich durchaus – für die bessere Abgrenzung von der eigentlichen Tourenbeschreibung – für den Abdruck in kursiver Schrift entscheiden können. Die Beschreibungen selbst sind kurz und prägnant und scheinen ihren Zweck vollauf zu erfüllen. Ergänzt werden diese wie gewohnt durch kleinere Kartenausschnitte und das Höhen-/Zeitprofil. Zahlreiche Fotografien ermöglichen einen guten Einblick in die Tour und machen, wie bereits gesagt, wirklich Lust zum Erkunden der hier vorgestellten Touren.

Insgesamt lässt sich sagen, dass meine Erwartungen an das Buch „Gipfelhütten Ostalpen“ nicht erfüllt worden sind. Zwar ist die Tourenauswahl und –beschreibung gut, aber in der sonstigen Ausstattung bleibt es hinter dem, was man normalerweise von einem Buch aus dem Hause Rother gewöhnt ist, zurück. Das ist wirklich schade, da viele der Schwachpunkte hätten vermieden werden können.

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672 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

märchen, luna, liebe, mond, cinder

Die Luna-Chroniken - Wie Schnee so weiß

Marissa Meyer ,
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.01.2016
ISBN 9783551582898
Genre: Jugendbuch

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962 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

märchen, cinder, rapunzel, cress, cyborg

Die Luna-Chroniken - Wie Sterne so golden

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2014
ISBN 9783551582881
Genre: Jugendbuch

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1.203 Bibliotheken, 21 Leser, 4 Gruppen, 134 Rezensionen

wolf, rotkäppchen, märchen, cyborg, cinder

Die Luna-Chroniken - Wie Blut so rot

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2014
ISBN 9783551582874
Genre: Jugendbuch

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451 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

marissa meyer, wie monde so silbern, cyborg, märchen, cinder

Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315281
Genre: Jugendbuch

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96 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

freundschaft, neapel, roman, studium, italien

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

Rezension:

Lila und Elena haben ihre Kindheit hinter sich gelassen und stehen in der Blüte ihrer Jugend. Lila hat geheiratet – Stefano, den Sohn von Don Achille und Betreiber der Salumeria. Mit dieser Verbindung ist sie auf einen Schlag wohlhabend geworden und den dunklen Gassen des Rione entkommen. Gemeinsam mit ihrem Mann wohnt sie in einer eigenen Wohnung, von wo aus sie einen trostlosen Blick auf die Bahngleise hat. Ihre Genialität und Widerborstigkeit werden im Keim erstickt. Noch während ihrer Hochzeit musste Lila erfahren, dass Stefano Geschäfte mit den verhassten Solara-Brüdern macht. Mit dieser Erkenntnis ist ihr ihr angetrauter Ehemann auf einen Schlag verhasst und die Ehe gescheitert. Doch der Bund fürs Leben ist bindend, und so bestraft Stefano Lilas Aufbegehren mit Schlägen und macht sie sich gewaltsam gefügig. Brechen jedoch kann er sie nicht. Elena dagegen ist auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Neidisch schaut sie auf den Wohlstand der Freundin, in der Schule werden ihre Leistungen schlechter und eine Zeit lang geht sie gar nicht erst hin. Es ist Lila, die sie schließlich dazu zwingt, wieder zu lernen und an sich selbst zu glauben. Wohin wird der Weg der beiden Freundinnen führen?

„Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante ist der zweite Band der Neapolitanischen Saga um die beiden Freundinnen Lila und Elena. Die Handlung setzt nahezu nahtlos dort ein, wo der erste Band endete. Bereits nach wenigen Seiten ist man erneut mitten im Rione und begegnet den Charakteren, die sich einen ins Gedächtnis gebrannt haben wieder. An der Genialität des Schreibstils der Autorin hat sich nichts geändert und aufs Neue bahnt sich die Handlung ruhig aber stetig ihren Weg. Ferrantes Bücher sind geprägt von einer unterschwelligen Spannung, die einen nicht rastlos macht, sondern das Lesen zu einem wahren Genuss. Seite um Seite taucht man immer tiefer ein, in die düstere Welt auf den Straßen des Rione. Es ist nicht nur ein Einblick in das Leben zweier starker Frauen, sondern auch ein Einblick in eine uns fremde Kultur im Italien der 50er und 60er Jahre. Die Gewalt ist nicht mehr so präsent wie noch im ersten Band, aber unterschwellig stets vorhanden. Da sind die Schläge Stefanos gegen seine Ehefrau Lila, da ist Elenas Angst, ihr Freund Antonio könne sie umbringen, weil sie bei den Solaras für ihn um einen Gefallen bittet. Während Lila noch immer eine starke Persönlichkeit ist, die sich nicht brechen lässt oder wirklich unterordnet, ist Elena auf der Suche nach sich selbst. Scheinbar orientierungslos treibt sie durch das Leben, mal hat sie den großen Traum, mittels ihrer Schuldbildung den engen Gassen des Rione zu entkommen, mal sieht sie sich als Frau eines Tankwarts, deren Leben im immer gleichen versinkt. Doch immer mehr zeichnet sich ab, dass Lila und Elena ihren Weg gehen werden, egal, wie steinig er auch sein mag. Sie werden sich ihre Selbstbestimmtheit nicht nehmen lassen und so begleitet sie der Leser – gespannt, wo das Leben der beiden und die eigenwillige Freundschaft, die von nicht wenigen Höhen und Tiefen geprägt ist, hinführen wird. Ein großartiger Roman, scheinbar gegriffen aus dem wahren Leben, der einen nicht mehr loslässt und bereits jetzt auf die weiteren Bände der Saga warten lässt.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

genießen, österreich, ausruhe, wandern

Leichte Wanderungen. Genusstouren im Wald- und Weinviertel

Marcus Stöckl , Rosemarie Stöckl-Pexa
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Bergverlag Rother, 03.05.2016
ISBN 9783763331598
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Niederösterreich warten das Wald- und Weinviertel darauf, auch von uns entdeckt zu werden. Nahe Wien gelegen bietet es den Großstädtern schon länger die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit in die Natur einzutauchen und etwa bei einem Heurigen mit einem Glas Wein die Seele baumeln zu lassen. Marcus Stöckl hat sich aufgemacht und die Gebiete des Wald- und Weinviertels durchstreift. Er entdeckte abwechslungsreiche Landschaften, die dichte Wälder, Moore und Seen ebenso bereithalten, wie Weinberge, Kirchen und Schlösser. 40 genussvolle Wanderungen in den zwei Gebieten nahe Wien stellt er nun in seinem neuen Wanderbuch vor.

„Leichte Wanderungen. Genusstouren im Wald- und Weinviertel“ so verspricht es der Titel des Rother Wanderbuches von Marcus Stöckl. Bereits ein Blick in die Tourenübersichtsliste in der vorderen Umschlagseite macht deutlich, dass es sich hier wirklich um Genusstouren handelt. Die Gehzeiten bewegen sich im Bereich von meist zwei bis dreieinhalb Stunden, die Höhenmeter sind überwiegend eher zu vernachlässigen und die Entfernungen kommen mit fünf bis maximal zwölf Kilometern daher. 19 der Touren sind leicht, 15 mittel und nur sechs der Kategorie schwer zuzuordnen. Stöckl macht allerdings im Einführungsteil des Wanderbuches deutlich, dass man die angewandten Kategorien keinesfalls mit der sonst üblichen Schwierigkeitseinteilung verwechseln sollte. Vielmehr handelt es sich bei den leichten Touren um Spaziergänge und einfache Wanderungen, für die nicht einmal festes Schuhwerk notwendig ist, mittlere Touren können im Gegensatz dazu abschnittweise auf schmäleren, unebeneren Wegen verlaufen und die letzte Kategorie setzt eine entsprechende Grundkondition voraus und der Autor empfiehlt festes Schuhwerk. Ausnahmslos alle Wege führen an Gasthäusern oder Weinlokalen vorbei und überwiegend sind die Wanderungen auch für Kinder geeignet. Die Übersichtsliste gibt daneben Auskunft darüber, ob die Ausgangspunkte mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind (als Anreiseort dient dabei Wien als Basis), ob eine Bademöglichkeit vorhanden ist, wie viele Mitwanderer zu erwarten sind, die Touren auch für die kalte Jahreszeit Genuss versprechen und wie lohnend die Tour ist. Bei Letzterem erfolgt eine Untergliederung in die drei Kategorien empfehlenswerte, sehr lohnend und Paradetour. Wo genau sich die einzelnen Wandertouren befinden, kann man der Karte in der hinteren Umschlagseite entnehmen. Schade ist, dass diese Karten bei allem Rother Wanderbüchern stets mit sehr vielen Details aufwarten, was bei ihrer Größe zur Unübersichtlichkeit führt. Die allgemeinen Hinweise dürfen natürlich auch in diesem Wanderbuch nicht fehlen. Sie geben wie gewohnt Auskunft über die Gehzeiten, Höhenunterschiede, das Wandern mit Kindern und Kinderwagen und etwa welches Kartenmaterial sich empfiehlt. Danach folgen die „Tipps für Genusswanderer“. Stöckl gibt Hinweise zu den Themen Tourenauswahl, beste Jahreszeit, Wetter, Zeitplanung und Ausrüstung. Beim Lesen dieser Seiten und des Vorworts wird man bereits in eine genusswanderische Stimmung versetzt. Stöckl rät dazu, die Touren in der Natur zu genießen und zu verweilen. Die Ausführungen zur Tourenauswahl und zur Ausrüstung locken dem erfahrenen Wanderer doch ein kleines Lächeln auf die Lippen, da sie etwas übertrieben für die hier vorgestellten Touren erscheinen. Liest man sie allerdings vor dem Hintergrund, dass vielleicht so mancher Wanderneuling das erste Mal den Kontakt zur Natur sucht, erfüllen sie doch ihren Zweck. Bevor die einzelnen Wanderungen beschrieben werden, findet sich noch eine Doppelseite zum bewanderten Gebiet.

Der Aufbau der einzelnen Tourenbeschreibungen entspricht dem Standard der Wanderbuchreihe und in der Kurzinfo erfährt man alles Wichtige etwa rund um die Themen Ausgangspunkt, Anfahrt, Gehzeit, Weglänge, Höhenunterschied, Anforderungen, Einkehr und Winter. Besonders hervorzuheben ist, dass Stöckl auch auf Rastmöglichkeiten hinweist und sofern die Touren für Kinder geeignet sind, schreibt, was für sie besonders interessant sein dürfte, ob sich Spielplätze finden und ob der Weg auch mit dem Kinderwagen geeignet ist. Die Tourenbeschreibungen selbst sind in einer angenehmen Länge gehalten und in der Wir-Form geschrieben. Auf die Angabe von Himmelsrichtungen wird verzichtet, ebenso auf Zeitangaben. Mitunter finden sich Entfernungen, meist aber erfolgt die Orientierung mit den Angaben rechts, links und geradeaus und welchem Wegweiser zu folgen ist. Wirklich markante Punkte sind fett und farblich hervorgehoben und mit Nummern versehen und finden sich wie gewohnt im Zeit-& Höhenprofil sowie in den jeweiligen Wanderkärtchen wieder. Aufgelockert werden die Beschreibungen mit „Wussten Sie schon?“-Informationskästen, die Hintergrundinformationen auf eine sehr angenehme Art und Weise vermitteln. Bilder finden sich im gesamten Buch reichlich und geben einen guten Einblick in die Charakteristik der Touren. Die Qualität der Fotos ist meist gut, auch wenn dem Autor Waldaufnahmen nicht immer zu 100% geglückt sind.

Kurzum: Ein solides Wanderbuch für all jene, die es etwas ruhiger angehen lassen möchten und auf der Suche nach Genusstouren in einem Gebiet sind, das bei uns noch eher wenig bekannt sein dürfte.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

stina forss, tsunami 2004, småland, ingrid nyström, verschwörung

In stürmischer Nacht

Roman Voosen , Kerstin Signe Danielsson
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 20.10.2015
ISBN 9783462048247
Genre: Krimi und Thriller

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960 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 68 Rezensionen

liebe, italien, fantasy, colin, mahre

Dornenkuss

Bettina Belitz
Fester Einband: 816 Seiten
Erschienen bei script5, 02.11.2011
ISBN 9783839001233
Genre: Jugendbuch

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601 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

fantasy, liebe, hamburg, nachtmahr, scherbenmond

Scherbenmond

Bettina Belitz
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei script5, 18.03.2013
ISBN 9783839001516
Genre: Jugendbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Peaks of the Balkans. Albanien, Kosovo und Montenegro.

Max Bosse , Kathrin Steinweg
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Bergverlag Rother, 07.09.2016
ISBN 9783763344918
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wer auf der Suche nach einem ganz besonderen Bergurlaub ist, der sollte nicht nur in den gewöhnlichen Kategorien der Alpenregionen denken. Ein Blick auf die Landkarte lohnt sich, kann man so doch den Balkan entdecken und mit ihm den Rundwanderweg „Peaks of the Balkans“, der sich in der entlegenen Bergregion des Dreiländerecks Albanien, Kosovo und Montenegro befindet. Ganz egal ob man sich entscheidet, diese Tour, die fernab der Bergtouristenströme liegt, allein oder mithilfe eines entsprechenden Reiseanbieters zu gehen, so wird man sich im Vorfeld und auch während der Reise informieren wollen. So etwa mit dem neuen Rother Wanderführer „Peaks of the Balkans“ (PoB) von Max Bosse und Kathrin Steinweg.

Die Autoren haben für ihre Recherche bereits zwei mehrwöchige Aufenthalte in der entfernten Balkanregion verbracht. Dabei haben sie die Landschaft sowie die Menschen schätzen und lieben gelernt, was man ihrem Wanderführer auch anmerkt. Das Büchlein im typischen und überaus praktischen Rother-Format enthält nicht nur den Dreiländerwundweg PoB, der sich in insgesamt zehn Etappen gliedert, sondern auch sieben Varianten und Gipfelabstecher sowie sechs Tagestouren ab Thethiund und vier im Grbaja-Tal. Alle Touren, bis auf zwei Ausnahmen, bewegen sich im leichten bis mittleren Schwierigkeitsbereich, die Etappen des PoB weisen dabei meist eine Länge von etwa sechs bis acht Stunden auf. Zu beachten ist allerdings, dass die Schwierigkeitskategorien hier durchaus anders zu handhaben sind als man es normalerweise gewohnt ist, dies betrifft vor allem den Punkt der Orientierung. Man darf nie vergessen, dass man sich im Balkan in einer touristisch noch eher wenig erschlossenen Region befindet, dementsprechend „erfordern die […] Touren eine gewisse Aufmerksamkeit. Die Wege und Markierungen werden unterschiedlich gut gepflegt und erhalten“ (S. 11). Die Autoren empfehlen daher ausdrücklich die Benutzung eines GPS-Gerätes. Darüber hinaus sollten Kompass und entsprechendes Kartenmaterial natürlich nicht fehlen.

Der Einführungsteil des Wanderführers ist sehr ausführlich gestaltet und lässt dem angehenden PoB-Reisenden keine Wünsche offen. Wichtig sind der Abschnitt über Gefahren und der Hinweis, dass die Herdenschutzhunde keinen Spaß verstehen sowie die wertvollen Tipps für Unterwegs, etwa zu Wasser und Proviant, der Stromversorgung, Geld und Währung und natürlich der Ausrüstung. Auch eine Packliste mit den notwendigsten Utensilien fehlt nicht. Es folgt ein Kapitel über Land und Leute, das Informationen zu Lage und Geografie enthält, aber auch einen Einblick in die Mentalität und Kultur der hiesigen Bevölkerung gibt. Weiterhin finden sich zusätzliche Ausführungen zu Flora und Fauna. Während diese Informationen vor allem der Kategorie „nice to have“ zuzuordnen sind, kommt dem nächsten Kapitel – Touristische Informationen – eine sehr große Bedeutung zu. Darin finden sich u.a. die Punkte Reisezeit, Sprachen, Anreise, Einreisebestimmungen und Unterkünfte sowie Adressen und Telefonnummern der Botschaften und Konsulate. Die Anreise zum PoB kann verschiedentlich erfolgen, als Startpunkte kommen die Städte Shkodra (Albanien), Peja (Kosovo) und Plav (Montenegro) infrage. Die Autoren beschreiben die Anreise für jede Stadt einzeln und äußerst detailliert, so sind etwa auch die Fahrzeiten der Busse enthalten. Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten, mit Preisangaben und Kontaktadressen, machen das Rund-um-Sorglos-Paket perfekt. Die Einreisebestimmungen und Regelungen für das Überqueren der Grünen Grenze werden ebenfalls detailliert dargelegt, da hier besondere Achtsamkeit und Vorbereitung notwendig sind, um Ärger mit den Behörden zu entgehen. Ein kleiner Sprachführer und Hinweise zu weiterführender Literatur sowie Kartenmaterial ergänzen den ersten Teil des Wanderführers.

Zu den Tourenbeschreibungen:

Die Beschreibungen sind in der Wir-Form geschrieben, sodass man schon allein sprachlich den beiden Autoren gut folgen kann. Die Ausführungen sind prägnant, enthalten alles Wichtige und enthalten keine Abschweifungen. Dies ist besonders deswegen eminent, weil man sich in manchen Gebieten wirklich zu 100% auf die Orientierung konzentrieren muss. Die Autoren weisen so auch darauf hin, wenn Orientierungspunkte, wie etwa Fahrspuren, mitunter verschwinden und behelfen sich mit markanten Dingen, wie etwa einem alleinstehendem toten Baum, auffallenden Steinen oder einem Gatter. Entfernungen werden je nach Sachlage zeitlich oder örtlich beziffert, auch erfolgt oftmals ein Hinweis auf die einzuschlagende Himmelsrichtung. Wichtige Wegpunkte sind im Text fett markiert und mit einer Nummer versehen, diese findet sich sodann jeweils im Höhen-/Zeitprofil und der kleinen Karte wieder, die jede einzelne Wanderung bzw. Etappe ergänzt. Die Karten sind sehr übersichtlich und gut für die Orientierung geeignet. Natürlich fehlen bei den einzelnen Tourenbeschreibungen auch nicht die für Rother typischen Anfangsinformationen, wie etwa Ausgangspunkt, Anforderungen, Einkehr, Unterkunft, Tipps und Varianten. Ein kleiner Text stimmt jeweils auf die Etappe ein und in der Titelzeile sind neben dem Namen der Tour auch die Gehzeit und die Höhenmeter im An- und Abstieg enthalten. Bilder, die auch qualitativ bestechen, lockern den gesamten Wanderführer auf und geben bereits einen sehr guten Einblick in die Region des PoB. Weiterhin finden sich in den einzelnen Tourenbeschreibungen mitunter Informationskästen zu Interessantem, etwa zu den Ali-Pasha-Quellen oder dem Hochland von Gjakova.

Kurzum: Peaks of the Balkans ist ein erstklassiger Wanderführer, bei dem sich keine Kritikpunkte feststellen lassen. Er ist damit ein unbedingter Begleiter auf dieser Tour, der auch für die Vorbereitung und bloße Information unentbehrlich ist.

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1.383 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

liebe, fantasy, nachtmahr, träume, splitterherz

Splitterherz

Bettina Belitz
Flexibler Einband: 632 Seiten
Erschienen bei script5, 12.11.2012
ISBN 9783839001424
Genre: Jugendbuch

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Alle Toten fliegen hoch: Amerika

Joachim Meyerhoff
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei eBook by Kiepenheuer&Witsch, 23.02.2011
ISBN 9783462302257
Genre: Sonstiges

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341 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, freundschaft, jugendbuch

Was die Spiegel wissen

Maggie Stiefvater , ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.09.2015
ISBN 9783785583302
Genre: Jugendbuch

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718 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

maggie stiefvater, fantasy, träume, liebe, jugendbuch

Wer die Lilie träumt

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Larissa Kulik
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei script5, 15.09.2014
ISBN 9783839001547
Genre: Jugendbuch

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

erzählungen, erzählung, judith hermann, kurzgeschichten, berlin

Lettipark

Judith Hermann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 25.05.2016
ISBN 9783100024930
Genre: Romane

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(791)

1.836 Bibliotheken, 29 Leser, 4 Gruppen, 170 Rezensionen

fantasy, maggie stiefvater, liebe, magie, jugendbuch

Wen der Rabe ruft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 09.10.2013
ISBN 9783839001530
Genre: Jugendbuch

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(338)

899 Bibliotheken, 60 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

gläsernes schwert, victoria aveyard, dystopie, fantasy, cal

Gläsernes Schwert

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2016
ISBN 9783551583277
Genre: Jugendbuch

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

kochbuch, kochen, schiffskoch, rezepte, mediterran

Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte und Storys von den Jachten der Superreichen

Stephan Staats , Martin Lagoda , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.09.2016
ISBN 9783954531066
Genre: Sachbücher

Rezension:

Stephan Staats wusste bereits im Alter von elf Jahren, dass er Koch werden wollte. Bald kam dazu der sehnsüchtige Wunsch, auf einem Schiff zu arbeiten. Beide Wünsche sollten sich für ihn erfüllen. Nach einer Kochausbildung im renommierten Düsseldorfer „Steigenberger Berghotel“ und einigen Jahren Berufserfahrung in Übersee, Zentraleuropa, Australien und schließlich Neuseeland heuerte er als Koch auf den Privatjachten der Superreichen an. Nun hat er ein Kochbuch geschrieben, in dem man nicht nur einige seiner schmackhaften und leicht nachzukochenden Kompositionen findet, sondern auch Storys von seinem aufregenden Leben auf See.

„Staats' Geheimnisse“ ist bereits auf den ersten Blick ein sehr ansprechendes Buch. Großformatig präsentiert es in wunderbaren Arrangements Bilder der Speisen, die der ambitionierte Leser nachkochen kann. Zahlreiche mediterrane Rezepte – insgesamt 71 an der Zahl – finden sich auf rund 290 Seiten. Die Rezepte sind dabei nach Ländern unterteilt, in denen man die Speisen normalerweise antrifft. So kann man mit Stephan Staats eine kulinarische Reise u.a. nach Frankreich, Korsika, Balearen, Montenegro, Griechenland, Ägypten und Israel unternehmen. Die Rezepte sind leicht verständlich und auch das Nachkochen gelingt gut. Die Zutaten sind meist einfach im Handel zu bekommen, nur bei manchen, wie etwa Shaiba-Blättern dürfte man doch vor einem Problem stehen. Damit jedoch lässt einen Staats nicht allein, entweder schlägt er alternative Zutaten vor oder man kann die Zutat entsprechend weglassen. Schön ist, dass bei jedem Rezept auch die Zubereitungszeit und die gesamte Zeit aufgelistet sind. Generell hält sich vor allem Erstere in sehr moderaten Grenzen. Zusätzlich gibt es zu jedem Rezept einen kurzen Einleitungstext, der zumeist etwas Wissenswertes über das jeweilige Gericht enthält. Aufgelockert wird das Kochbuch durch insgesamt 15 kurze Anekdoten aus Stephan Staats Arbeitsalltag. So gibt er etwa einen Einblick, wie er den Einstieg in das Kochgeschäft auf den großen Privatjachten der Superreichen geschafft hat, welche Tiefschläge ihn mitunter ereilten und wie schnell aus einem derben Spaß bitterer Ernst werden kann. Die Storys sind sehr unterhaltsam und bestechen durch ihre lockere Erzählweise. Man bekommt durch die Schreibe Stephan Staats einen guten Eindruck von der Rauheit auf See und das Miteinander der Seeleute.

Kurzum: „Staats' Geheimnisse“ ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch unterhaltsame Lektüre.

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(40)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

israel, trauma, problembewältigung, schicksalsgeschichte, stand-up-comedy;

Kommt ein Pferd in die Bar

David Grossman , Anne Birkenhauer
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250505
Genre: Romane

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(26)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

wien, gewalt, roman, liebe, beziehung

Und die Nacht prahlt mit Kometen

Ela Angerer
Fester Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.09.2016
ISBN 9783351036478
Genre: Romane

Rezension:

Valerie hält nichts in ihrem wohlhabenden Elternhaus, in dem sie sich stets allein und nicht wirklich zugehörig fühlt. Sie zieht aus, lebt für Partys und manchmal unverbindlichen Sex. Dann tritt Bojan in ihr Leben. Valerie ist fasziniert von diesem Mann, der so anders zu sein scheint, als alles was sie kennt. Sie verliebt sich und bald schon sind Bojan und sie ein Paar. Manchmal trägt Bojan sie auf Händen, manchmal überrascht er sie, manchmal belügt und betrügt er sie. Und manchmal schlägt er sie.

Inzwischen ist Valerie 49 Jahre alt. Schon längst hat sie Bojan zurückgelassen und ist erfolgreich als Buchhalterin und Marketingleiterin in einem großen Unternehmen tätig. Zu Weihnachten beschließt sie, die kommenden Tage ganz für sich zu sein – unerreichbar vor allem für ihren Arbeitgeber. Da erreicht sie auf Facebook eine Freundschaftsanfrage von Bojan und unversehens muss Valerie wieder an die gemeinsame Zeit mit ihm denken.

„Und die Nacht prahlt mit Kometen“ ist ein eindringlicher Roman, der beim Leser einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Im ersten Kapitel bereits erfährt man die Brutalität Bojans, der Valerie immer wieder schlägt, nur weil sie seiner Meinung nach einem „Neger“ hinterherschaute. Danach geht es in die Vergangenheit und in die Gegenwart. Man erfährt, wie es Valerie mit 49 Jahren ergeht: sie ist erfolgreich, aber einsam. Es scheint, als sei sie nie wirklich im Leben angekommen. Zu ihrer Tochter Bea, die in Washington studiert, hat sie ein zerworfenes Verhältnis. Als sie die Freundschaftsanfrage von Bojan erreicht, merkt man, wie sehr sie dieses Ereignis bewegt und auch, dass sie Angst hat, er könnte plötzlich an ihrer Tür klingeln. Eva Angerer versteht es, die Charaktere und die gesamte Handlung mit klaren Sätzen, die nichts beschönigen und nichts verschweigen, zu entwerfen, die den Leser packen und ihn nicht mehr loslassen. Keiner in ihrem Roman ist gut oder böse. Sie alle haben Schattierungen, kämpfen mit den eigenen Dämonen. Valerie etwa mit ihrem Elternhaus, mit dem Alleinsein. Bojan, der eine nicht einzuschätzende Persönlichkeit ist, leidet an seiner Vergangenheit und Identität. Als Jugoslawe war er vielen Anfeindungen ausgesetzt, der eigene Vater schlug mindestens die Schwester, seine Mutter streichelte ihm heimlich, wenn er schlief zwischen den Beinen. Als Erwachsener ist er ein unangepasster Mensch, dem schon der kleinste Zwischenfall reicht, um auszurasten und bis auf das Äußerste brutal zu werden. Valerie kommt nicht von ihm los, weniger aus Liebe scheint es als vielmehr aus Mangel an Alternativen. So versucht sie, ihm alles recht zu machen, erträgt die Schläge, seine Lügengeschichten und seine anderen Frauen. Das Einzige, was ihr wirklich zusetzt, sind die geraubten Freiheiten, den zunehmend packt Bojan der Kontrollwahn.

Das eigentliche Meisterstück von Angerer besteht darin, einerseits deutlich zu zeigen, dass diese Art der Beziehung nichts mit Liebe zu tun hat und es andererseits versteht, die Handlung und Charaktere derart auszugestalten, dass man sich eben nicht fragt: „Mensch, warum geht sie nicht einfach?“ Denn so einfach liegen die Dinge nicht. Valerie muss wachsen, zu sich selbst finden, um sich von Bojan zu befreien. Denn nur sie ist es, die sich ändern und ein anderes Leben führen kann. Für Bojan ist es bereits zu spät, zu gefestigt ist seine Welt, zu sehr konnte er darin seinen Stil ausleben, ohne jemals ernsthafte Konsequenzen zu befürchten.

„Und die Nacht prahlt mit Kometen“ ist ein äußerst empfehlenswertes Buch, nicht nur wegen dem Thema, dass hier auf eine sehr nachdenklich machende Weise verarbeitet wird, sondern auch, weil man deutlich merkt, hier etwas von einer begnadeten Autorin lesen zu dürfen.

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Lothringen

Thomas Rettstatt
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Bergverlag Rother, 06.07.2016
ISBN 9783763344895
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lothringen – eine idyllische Landschaft im Nordosten Frankreichs, direkt an der Grenze zu Deutschland. Wer eine Reise dorthin unternimmt, der findet ruhige Wälder, zahlreiche Seen und Weiher sowie gastfreundliche Dörfer. Nicht im Gepäck fehlen sollte der neue Wanderführer von Thomas Rettstatt, der 50 Touren in dem Gebiet zwischen Elsass und Champagne vorstellt.

Rettstatt bietet dem Wanderer 33 leichte Touren und 17 mittelschwere zur Auswahl, wobei die ersten sechs Wanderungen sehr nah an der deutschen Grenze liegen. Die Gehzeiten bewegen sich zwischen anderthalb und acht Stunden, wobei der Schwerpunkt bei etwa drei Stunden liegt. Damit weisen die Wanderungen eine angenehme Länge aus, auch für all jene, die es gerne etwas gemütlicher angehen lassen. Der Aufbau des Wanderführers ist Rother-typisch. Da ich mich bereits bei etlichen Rezensionen eingehend zu den Vor- und Nachteilen des Aufbaus der Rother Wanderführer geäußert habe, möchte ich an dieser Stelle nicht noch einmal auf diesen Aspekt eingehen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Bildunterschriften im Einleitungsteil des Buches zumeist die Nummer der jeweiligen Wanderung enthalten, auf der sich das Gesehene befindet. Warum darauf manchmal allerdings verzichtet wird, erschließt sich mir nicht. In den Touristischen Hinweisen finden sich Ausführungen zu allen wichtigen Themen, etwa Anforderungen, Ausrüstung, Karten und Anfahrt. Wertvoll ist der Hinweis von Rettstatt, dass es in den (Hoch-)Sommermonaten auch viele Franzosen nach Lothringen zieht und man somit mit mehr Mitwanderern als üblich rechnen muss. Wer sich bei dem vorgestellten Tourenangebot nur schwer entscheiden kann, dem hilft sicherlich die Auflistung der zehn Top-Touren. Liest man sich diese Liste durch, so wird bereits deutlich, worin der Charme Lothringens besteht: Wälder, Moore, Seen und Weiher. Hinzu kommt eine beeindruckende Flora und Fauna, die Rettstatt unter dem Punkt „Wandern in Lothringen“ recht ausführlich auflistet. Diese langen Aufzählungen sind zum Teil ermüdend, einige Beispiele und der Hinweis für Interessierte, am besten einen Naturführer dabei zu haben, hätten sicherlich ausgereicht. Wichtige Informationen finden sich nochmals unter dem Punkt „Informationen und Adressen“. Zwar ist Frankreich unser Nachbarstaat, doch manche Dinge sind einem doch unbekannt. So etwa, dass man in touristisch stark frequentierten Gebieten mit Diebstahl und dem Aufbrechen des Autos rechnen muss und dass man in Lothringen auch auf die Giftschlangen Kreuzotter und Aspisviper treffen kann.

Nun zu den Tourenbeschreibungen. Ein kurzer Einleitungstext stimmt jeweils auf die Wanderung ein und natürlich gibt es auch Kurzinformationen zu den Punkten Ausgangspunkt, Höhenunterschied, Anforderungen, Einkehr und Karte. Die Beschreibung des Ausgangspunktes enthält stets eine kurze Anfahrtsbeschreibung und den Anforderungen kann man entnehmen, ob man sich auf markierten Wegen bewegen wird, oder ob sich auch unmarkierte Passagen oder Asphaltstrecken (in Frankreich kaum zu vermeiden) im Verlaufe der Wanderung finden. Die gesamte Wegbeschreibung ist stets in der Wir-Form geschrieben und recht ausführlich, womit die Orientierung vor Ort gut möglich sein dürfte. Weiterhin kann man sich auch zu allen vorgestellten Touren die GPS-Daten downloaden. Wichtige Wegpunkte sind fett hervorgehoben und mit fortlaufender Nummer versehen. Diese finden sich sodann auch im Höhen-Zeitprofil und in den sehr zweckmäßigen kleinen Wanderkärtchen wieder. Generell finden sich eher wenige Zeit- und Entfernungsangaben im Fließtext, wenn aber doch, so entscheidet sich Rettstatt überwiegend für Letzteres. Zahlreiche Bilder lockern den Wanderführer auf und ermöglichen einen guten Einblick in die Landschaft Lothringens.

Kurzum: ein solider Wanderführer, der bei einem Aufenthalt in Lothringen mit ins (Wander-)Gepäck gehört.

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italien, ferrara, schuld, drogen, familie

So glücklich wir waren

Daria Bignardi , Julika Brandestini
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2016
ISBN 9783458176800
Genre: Romane

Rezension:

Antonia erwartet gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Kommissar Leo, ihr erstes Kind. Die Schwangerschaft ihrer Tochter wird für Alma Auslöser, um Antonia endlich die Wahrheit über ihre Familie zu erzählen: einst lebte Alma mit ihrem Bruder Maio und ihren Eltern in Ferrara. Sie waren glücklich, auch wenn sie das damals nicht wussten. Eine dumme Jugendsünde schließlich führt zum Zerbrechen der Familie: Maio fixt, verschwindet spurlos. Almas Vater, schon vorher von Depressionen heimgesucht, nimmt sich das Leben und ihre Mutter wird krank und stirbt. Alma gibt sich selbst die Schuld am Geschehen und trägt das Wissen darum zeit ihres Lebens mit sich. Als Antonia die Wahrheit über ihre Familie erfährt, entschließt sie sich sofort nach Ferrara, dem Heimatort ihrer Mutter, zu reisen, um so mehr über Maios Verschwinden und ihre Familie herauszufinden. Doch welches Wissen wird sie in den nebeligen Gassen der italienischen Stadt finden?

„So glücklich wir waren“ ist der vierte Roman der Autorin Daria Bignardi. Ich habe mit zugegebenermaßen hohen Erwartungen angefangen, das Buch zu lesen. Schließlich wurde einem hier ein Roman versprochen, der „von der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern [erzählt] und […] die alles entscheidende Frage [stellt] – wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen.“ Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Zwischenmenschliche, die leisten Zwischentöne zwischen Mutter und Tochter sind in dem Roman fast überhaupt nicht vorhanden. Die Handlung wird einerseits aus Antonias Sicht erzählt, die sich auf Spurensuche begibt und andererseits von Alma, die sich vor allem in Erinnerungen aus der Vergangenheit verliert. Die beiden kommunizieren nahezu überhaupt nicht miteinander, von einigen sehr kurzen Gesprächen abgesehen. Dabei wären genau diese Gespräche m.E. nach sehr wichtig gewesen. Der Schreibstil der Autorin ist an sich gut, doch im Verlaufe der Handlung hat man zusehends den Eindruck, als hätten die Figuren ihre Sätze auswendig gelernt und als würden stets nur Fakten zusammengetragen werden. Das ist wirklich schade, denn der Roman hätte großes Potenzial gehabt. Das Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie wird weniger zwischen Mutter und Tochter enger oder weiter, sondern eher zwischen den anderen Personen. So lernt Antonia ihren Vater Franco besser bzw. von einer anderen Seite kennen und er ist es auch, der sich im Verlaufe der Handlung m.E. nach am meisten verändert, obwohl er eigentlich zu fast keinem Zeitpunkt im Mittelpunkt steht. Antonia lernt der Leser als selbstbewusste Frau kennen, die, auch wenn es schwierig wird, nicht so schnell aufgibt. Seltsam fand ich allerdings, dass sie zwar stets an ihr Ungeborenes denkt, jedoch kein Problem damit hat, zum Essen auch mal ein halbes Glas zu trinken. Ob die Autorin damit einen höheren Zweck befolgt oder es sich um eine kulturelle Sache handelt, hat sich mit letztlich nicht erschlossen.

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