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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, tod, dämonen, kampf, berlin

Klang der Vergangenheit: The Promise

Isabelle Wallat
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.03.2015
ISBN B00VIJU2DM
Genre: Fantasy

Rezension:

Madison Perry, von allen nur Maddy genannt, hatte es noch nie leicht. Seit ihrer Geburt hat sie die Gabe, durch ihre Handflächen die Vorgeschichte eines Gegenstands zu sehen. Berührt sie einen Tisch, so sieht sie, wie er hergestellt wurde. Wie das Holz gehackt und aufbereitet wurde. Mit Hilfe von Handschuhen versucht sie jedoch meist, diese besondere Begabung zu unterdrücken.Die große Sonnenfinsternis bringt zu allem Übel auch noch die Visionen wieder zurück, die sie schon einmal als Kind gesehen hat. Immer wieder suchen sie die Bilder der Vergangenheit heim und lassen sie nicht los. Als ihre beste Freundin Sam vorschlägt, einen Psychologen aufzusuchen, zweifelt Maddy an ihrem Verstand. Sie beschließt, sich auf die Suche nach der Vergangenheit zu machen, um die Wahrheit in Erfahrung zu bringen. Denn sie ist sich sicher, dass sie jemandem ein Versprechen gegeben hat, dass sie einhalten muss.Ihre Wurzeln scheinen jedoch verwachsener zu sein, als Maddy zuerst dachte. Als sie auf ihrer Reise dann auch noch Darvin begegnet, gerät Maddy plötzlich zwischen die Fronten und muss sich entscheiden: Gut oder Böse?
The Promise Band 1 beginnt sofort spannend. Auf 338 Seiten erzählt Isabelle Wallat die Geschichte von Maddy. Man springt sofort in die Handlung und erlebt eine von Madisons Visionen mit.Ich hab gut in das Buch hineingefunden, auch wenn mir Maddy am Anfang etwas unsympathisch war, was aber daran lag, dass sie sehr farblos beschrieben war. Das änderte sich mit der Zeit jedoch. Isabelle Wallats Schreibstil ist zwar locker, jedoch auch manchmal etwas holprig, aber auch das ändert sich je weiter man im Buch fortschreitet.Die Geschichte um Maddy, ihre Vergangenheit, die Dämonen und ihre Reise sind wirklich super ausgedacht und auch wirklich toll beschrieben. Zusammen mit Maddy deckt man ihre Vergangenheit und ihre Geheimnisse auf. Die Geschichte wird immer wieder durch Visionen unterbrochen, die detailreich beschrieben sind. Für mich wirklich ein Highlight.Maddy war für mich anfangs sehr anstrengend. Irgendwie wirkte sie steif auf mich. Nicht richtig anwesend. Außer in ihren Visionen. Durch sie bekommt sie etwas Farbe, ihr Charakter wird dadurch etwas abgerundet. Ihre beste Freundin Sam hingegen strotzt nur so vor Leben und schafft somit den Ausgleich. Auf ihrer Reise begegnen Maddy und Sam vielen Menschen, die eine wichtige Rolle spielen. So auch Darvin. Er ist der mysteriöse, was der ganzen Sache die Spannung gibt. Seine Gefühlswelt ist gut beschrieben und ich konnte mich in ihn besser hineinversetzen als in Maddy.In der Mitte der Geschichte wurde es etwas langatmig, ich hab da die Spannung etwas vermisst. Es wirkte etwas wie aneinandergereihte Ereignisse. Was wirklich schade war, da die Geschichte an sich eine tolle Idee ist. Gegen Ende nahm die Geschichte aber wieder Tempo auf und entwickelte sich sehr rasant. Es wurde wieder spannend und ich fieberte endlich mit Maddy mit. Ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht und was des Rätsels Lösung ist. Die Charaktere, der Schreibstil und die Geschichte gewannen zum Ende hin noch einmal an Stärke und Isabelle Wallat zeigt, was sie wirklich kann. Das Ende ist mein absolutes Highlight, spannend, unerwartet und erfrischend.

Fazit: Klang der Vergangenheit weist zu Beginn einige Schwächen auf und auch Maddy konnte mich zuerst nicht überzeugen. Doch es lohnt sich dranzubleiben und sich von Isabell Wallat überraschen zu lassen. Das Ende hat es für mich dann noch mal richtig rausgerissen und nun muss ich unbedingt wissen, wie es weiter geht. Von mir gibt es 3,5 Schneeflocken, zu Gunsten von The Promise runde ich auf :)

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

thriller, zukunft, jugendbuch, koma, cyberworld

Mind Ripper

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei null, 07.04.2014
ISBN B00JJOT8AG
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cybernetz ist im Jahre 2038 die größte Attraktion. Durch Elektroden am Kopf kann man direkt in die virtuelle Welt der CyberWorld eintreten und alle Vorzüge genießen. Für Jedermann ist etwas dabei. Von Rollenspielen bis hin zu virtuellen Clubs und Cafes. 
Die Zwillinge Jemma und Jamie verbringen mit ihren Freunden viel Zeit in der virtuellen Welt und spielen dort Rollenspiele. Zusammen kämpfen sie gegen Monster, lösen jedes Rätsel und scheuen kein Abenteuer. Die Spiele lenken sie von ihren Problemen in der realen Welt ab und schweißen die Freunde zusammen.

Doch dann fallen drei Jungs ins Koma während sie in der CyberWorld sind. Ihre Körper sind nur noch leere Hüllen und niemand weiß woran es liegt. Es wird viel spekuliert, doch auch die Polizei hat keine Antworten. Ist die virtuelle Welt schädlich? Kann man einfach darin verschwinden? Trotzdem wollen die Freunde ihre Spiele nicht aufgeben und gehen weiterhin in die CyberWorld.

Eine plötzliche Begegnung bringt Jemma, Jamie und Zack dem Mind Ripper immer näher und plötzlich finden sie sich in einem Spiel wieder, das sie vielleicht nicht in der Lage sind zu gewinnen.


Durch die Empfehlung einer guten Freundin bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Das Cover hat mich leider gar nicht angesprochen sondern eher abgeschreckt. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch trotzdem gelesen habe, denn es war eins meiner Highlights des Monats.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und sehr humorvoll. Ich bin sofort in die Geschichte gekommen und konnte auch nicht mehr aufhören zu lesen. Vor allem fand ich den Humor sehr angenehm. Zusammen mit der Spannung ergab er eine explosive Kombination, die das Buch einfach besonders macht.

Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt. So bekommt man die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen übermittelt und hat einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere. Fand ich sehr angenehm und hat mich total in seinen Bann gezogen.

Die Charaktere sind total angenehm. Sie haben alle Tiefgang und sind toll beschrieben. Durch Jamie kommen viele alltägliche Probleme hinzu und ich fand den Aspekt den er in die Geschichte bringt sehr spannend. Ich glaube Jamie ist einer meiner Lieblingscharaktere. Obwohl die Entscheidung schwer fällt, weil einfach alle so toll sind. Sie runden die tolle Geschichte ab und machen sich noch authentischer.

Die Idee mit der CyberWorld und den „realen“ Spielen fand ich einfach nur toll. Sie hat mich total überzeugt und ich war regelrecht gefesselt. Die Autorin beschreibt alles sehr detailreich und anschaulich, sodass man alles gut versteht und sich die Szenerie gut vorstellen kann. Ich wünschte die CyberWorld würde nicht nur in meinem Kopf existieren sondern auch in der realen Welt.

Von Anfang an, ist die Handlung spannend aufgebaut und das zieht sich auch durch das ganze Buch. Es wird nie langweilig, ich musste immer wissen wie es weiter geht und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen und muss unbedingt Band zwei haben.

Das Ende war jedoch der Knaller. Es kam so überraschend und hat mich vom Stuhl gehauen. Die Lösung des Konflikts war das Highlight. Dieses Ende hätte ich nie erwartet. Es wurde wunderbar geschildert und erklärt, ich konnte es nachvollziehen obwohl es so unerwartet und überraschend war. Einfach toll.



Fazit: Eine tolle Geschichte, die mit der Idee, den Charakteren und vor allem dem Schreibstil überzeugen kann. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und muss unbedingt wissen wie es weiter geht. Hoffentlich gibt es noch viele weitere tolle Bücher von der Autorin. 

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94 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, tougard, seelenseher, avid, cornelia franke

Seelenseher

Cornelia Franke , Dominic Franke
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 13.03.2015
ISBN 9783944544427
Genre: Fantasy

Rezension:

Charlie besitzt die Fähigkeit zu Heilen. Zumindest erzählt man ihm das, als er eines Tages ohne Vorwarnung plötzlich in eine andere Welt gezogen wird. In Tougard soll er nicht nur seine neue Fähigkeit verbessern sondern auch lernen, wie man in der Menschenwelt mit ihr lebt ohne aufzufallen. Was er zuerst für einen sehr abgefahrenen Traum hält, entpuppt sich schnell als anstrengende und nervenaufreibende Wahrheit, denn Charlies Gabe will nicht so wie er will. Trotzdem gewinnt der eher zurückhaltende Junge, der in seiner eigenen Welt kaum Freunde hatte, zusehends an Selbstbewusstsein und findet Gleichgesinnte. Doch ein Mensch fehlt ihm, seine beste Freundin Ann. Das Leben in Tougard fällt ihm ohne sie sehr schwer und er möchte sie unbedingt bei sich haben.

Als er plötzlich von einer Prophezeiung hört, die voraussagt, dass ein Seelenseher seine beste Freundin umbringen wird, weiß er nicht was er tun soll. Wie kann er sie beschützen? Was kann er tun?

Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Schüler aus Tougard verschleppt werden und darunter auch Freunde von Charlie sind. Die Zeit scheint ihm davon zu laufen und er muss schnell einen Weg finden Ann und seine Freunde zu beschützen, denn in Tougard ist plötzlich nichts mehr wie es scheint.


Der Einstieg in „Tougard – Seelenseher“ ist mir wirklich total leicht gefallen. Der Prolog war sehr mystisch, witzig und machte neugierig auf mehr. Ich muss sagen, er ist mein Lieblingskapitel. Die Statuen sind so unglaublich toll. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, es wird aus der dritten Person erzählt und nicht nur aus Charlies Sicht. Der Hauptcharakter ist trotzdem Charlie, er ist eher zurückhaltend und kann mit seinen Mitschülern nichts anfangen. Sein Vertrauen wurde in der Vergangenheit missbraucht, deswegen fällt es ihm schwer Freunde zu finden. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen, er war ein angenehmer Charakter, jedoch konnte ich seine Anhänglichkeit zu Ann ab einem gewissen Grad nicht mehr verstehen. Er ging mir da zu naiv an die Sache und klammerte auch sehr. Das war der einzige Punkt, der mir an Charlie missfiel, ansonsten hab ich gern mit ihm die Welt von Tougard entdeckt. Die anderen Charaktere mochte ich alle überwiegend. Vor allem Avid, von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen. Seine Wandlung faszinierte mich und ich fand sie toll dargestellt. Nur mit Ann hatte ich von Anfang an meine Probleme. Was ich recht schade fand, da sie einer der wichtigen Charaktere ist. Sie ist mir einfach zu egoistisch und denkt eben nur an ihren Vorteil ohne Rücksicht auf Charlie. Ich konnte sie einfach nicht verstehen.

Cornelia und Dominic Franke erschaffen mit Tougard eine neue Welt in der alles möglich scheint. Die Schule und auch alle anderen Orte fand ich sehr gut beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und fühlte mich an Charlies Seite versetzt.

Die Idee fand ich toll, jedoch fand ich einige Dinge schwammig dargestellt und ich hatte das Gefühl, dass nicht alles bis ans Ende durchdacht war. Mir fielen immer wieder kleine Unstimmigkeiten auf, die irgendwie nicht zueinander zu passen schienen. Der plötzliche Stimmungswechsel von Ann war das beste Beispiel. Er hat irgendwie nicht in das Konzept gepasst und kam unerwartet. Am Ende dann gleich noch mal. Das schien mir einfach nicht ganz zu passen und war für mich auch nicht wirklich schlüssig erklärt.

Im Verlauf der Geschichte passiert zwar viel, aber irgendwie fehlte mir trotzdem die Spannung. Das Einzige, was ich wirklich spannend fand, war, wer nun Avid ist und wohin die Menschen verschwinden. Der Rest der Handlung hat sich etwas gezogen und wies einige Längen auf, was ich sehr schade fand, da die Idee wirklich großartig ist.



Fazit: Eine sehr interessante Idee, die durch tolle Charaktere und einen angenehmen Schreibstil unterstützt wird. Jedoch wies die Handlung einige Längen und Unstimmigkeiten auf, die mich das Buch oft zur Seite legen ließen. 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Agnes Geheimnis

Annette Hennig
E-Buch Text: 229 Seiten
Erschienen bei null, 24.06.2014
ISBN B00LAC84AK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zusammen mit ihrem Mann lebt Nina in einem kleinen Einfamilienhaus. Ihre Kinder sind schon längst ausgezogen und sie genießt das Leben mit Paul, ihrem Ehemann, in vollen Zügen. Bis ein geheimnisvoller Brief auftaucht und alles zu zerstören droht. Gleichzeitig tauchen Hinweise auf ein jahrelang gehütetes Geheimnis von Ninas geliebter Oma Agnes auf. Sollte sich alles bewahrheiten, dann würde das ihre gesamte Familie auf den Kopf stellen. Nina und ihre Familie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch will sie sie überhaupt wissen? Nina wagt einen Neuanfang, versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, doch als die Tagebücher von Agnes auftauchen, tut sich erneut ein tiefer Abgrund auf in den Nina zu fallen droht.Wird sie das Geheimnis lüften können? Kann sie Agnes verzeihen? Oder wird sie an der Vergangenheit kaputt gehen? Nicht einmal Nina weiß darauf eine Antwort, aber sie versucht sie zu finden.
Zu Beginn des Buches springt man durch verschiedene Zeiten und bekommt einen kurzen Einblick in das Leben von Agnes, Ninas Oma. Ich bin gut in das Buch gekommen, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.Nach den ersten paar Seiten bleibt man dann in der Zeit in der Nina lebt. Jedoch wird die Geschichte nicht nur aus Ninas Sicht geschildert, sondern auch aus der von fast allen handelnden Personen. Das fand ich sehr spannend und gut gemacht, weil ich so einen tollen Einblick in die Gedanken von allen Personen bekommen habe. Einige mochte ich mehr, andere weniger. (Paul zum Beispiel! So ein arroganter Egoist!!!!!!)Nina war ein sehr angenehmer Hauptcharakter. Zu Beginn schien sie mir sehr naiv zu sein, jedoch legte sich das mit der Zeit, da sie auch gute Argumente für ihre Entscheidungen liefert und ich alles nachvollziehen konnte. Sie macht durch das ganze Buch eine gut sichtbare Wandlung durch, die ich super fand. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich toll, da es viele Geheimnisse gelüftet hat. Der Leser hatte dadurch einen rund um Blick und wusste mehr als einige Charaktere in der Handlung.Aber auch alle anderen Charaktere konnten mich mehr als überzeugen. Jeder Charakter hatte seine eigenen Eigenschaften und auch an Tiefe fehlte es ihnen nicht. Sehr überzeugend beschrieben und dargestellt.Die ganze Handlung war gut durchdacht und hatte Hand und Fuß. Ich fühlte mich die ganze Zeit mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung hielt sich das ganze Buch durch. Von Anfang an, werden die Geheimnisse die ganze Zeit angedeutet aber es dauert relativ lange bis etwas Licht ins Dunkel kam. Jedoch war dann am Ende alles ganz anders als ich es erwartet hatte, das hat mich wirklich überrascht und war sehr gut beschrieben.Die großen Emotionen haben mir nicht gefehlt, denn sie waren vorhanden, jedoch waren sie mir zu wenig beschrieben. An den Stellen fand oft zu schnell ein Sichtwechsel statt oder die Person ging einfach über ihre Gefühle hinweg. Ich fand das aber nicht schlimm, da der Schreibstil, die Spannung und die tollen Charaktere mich weiterhin durch die Handlung haben fliegen lassen.

Fazit: Ein tolles Familiendrama, mit noch tolleren Charakteren und einer durchweg Spannenden Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und trug mich durch die Seiten. Das Ende hat mich sehr überrascht und war klasse beschrieben. Ich freue mich auf Band zwei!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

barbaraimgrund, freakou

FreakOut: Eine Wahnsinnsgeschichte

Barbara Imgrund
E-Buch Text: 154 Seiten
Erschienen bei red.sign media, 01.09.2014
ISBN 9783944561295
Genre: Romane

Rezension:

Vera verbringt zwei Wochen in Sankt Georg, einer Psychiatrie. Als Journalistin, soll sie einen Bericht über das Leben in der Nervenheilanstalt schreiben. Widerwillig, das genau sie, diesen Job übernehmen muss, beginnt sie zu recherchieren. Nach ersten Interviews will sie nur noch eins: sofort wieder raus. Doch auch ihren Arbeitsplatz will sie nicht verlieren, also bleibt sie und fügt sich in das Leben der Psychiatrie ein. Mehr und mehr wird Vera klar, dass nicht alles so ist wie es scheint. Sie lernt nicht nur die Bewohner immer besser kennen, sondern lässt sich auch ihre Geschichten erzählen. Besonders Ylvi wird zu einer guten Freundin. Doch irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas scheint nicht zusammen zu passen. Und was soll der rote Drache der sein Unwesen im Haus treibt? Kann Vera ihre Freunde retten? Kann sie sich selbst retten?
Der Roman von Barbara Imgrund ist nichts für schwache Nerven. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, ich fand mich sofort in der Handlung wieder. Sie lies mich nicht mehr los und ich musste immer weiter lesen. Die Geschichte ist wirklich gut geschildert und durchdacht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass alles genau so stattgefunden haben könnte. Die Spannung baut sich zuerst langsam auf, findet dann kurz vor Ende ihren Höhepunkt und kommt gut zum Ausklang. Den Epilog fand ich sehr passend und war wirklich froh, noch mal ein „abschließendes“ Kapitel zu haben, in dem ich auf den Boden der Tatsachen zurückfinden konnte. Die Spannung hielt sich zwar das komplette Buch hindurch, dennoch war es mir an einigen Stellen etwas zu langatmig. Die Hintergrundgeschichten der einzelnen Personen waren toll geschildert und detailreich beschrieben. Jeder hat seine eigene Geschichte die er Vera auch erzählt. Es wird nicht nur aus Veras Sicht sondern aus verschiedenen Sichten in der dritten Person erzählt, das gefiel mir sehr gut, weil ich so einen besseren Einblick in das Leben und die Gefühlswelt mehrer Charaktere bekam. Es war wirklich spannend in den ein oder anderen Kopf direkt blicken zu können, vor allem Lilith hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es die Krankheiten der Patienten sehr gut und auch für einen Laien verständlich zu erklären, das war wirklich einmalig und sehr besonders. Aber auch Vera ist ein sehr angenehmer Charakter und der Leser erfährt nach und nach immer mehr über ihre eigene Geschichte, die auch eine große Rolle spielt. Ich tappte lange im Dunkeln wie alles zusammenhängt und war wirklich überrascht, als die Autorin den Konflikt auflöste. Jedoch muss ich auch sagen, dass es für mich insgesamt kein Psychothriller oder Thriller war. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht war, für mich passt es nur einfach nicht in das Genre. Es war eher eine Erzählung als ein Thriller. Ich hab mit mehr Action, Blut oder auch einfach Druck auf die Personen gerechnet…
Fazit: Ein mitreisender Roman, der die Psyche des Menschen sehr gut beleuchtet. Die Charaktere sind toll beschrieben und runden die gut durchdachte Geschichte ab. An einigen stellen fehlte mir jedoch etwas die Dynamik. Alles in allem ein guter Roman, der nicht nur durch den tollen Schreibstil der Autorin glänzen kann.

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liebe, verlust, mia newman, lovestory, liebesroman

Bis du gehst

Mia Newman
E-Buch Text: 221 Seiten
Erschienen bei red.sign media, 29.09.2013
ISBN B00FJ1EFFQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nicole bekommt einen der schlimmsten Anrufe die man im Leben bekommen kann. Ihr Mann Xander liegt nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus und es sieht nicht gut aus. In dieser schweren Zeit lernt sie Charlie kennen, der das gleiche Schicksal zu teilen scheint wie Nicole. Auch sein Bruder liegt im Krankenhaus und dessen Tod steht unmittelbar bevor. Sie wissen wie sich der Andere fühlt und versuchen sich zu helfen, doch dann stirbt Xander und alles ändert sich.

Etwas später begegne die Zwei sich wieder uns spüren sofort eine tiefe Verbundenheit. Nicole hat endlich jemanden gefunden, der nachempfinden kann wie sie sich fühlt, welche Schmerzen sie ertragen muss und wieso sie immer so mies drauf ist. Die Beiden lernen sich besser kennen, entdecken Gemeinsamkeiten, können über ihre schwere Zeit im Krankenhaus reden und kommen sich immer näher. Doch plötzlich kommt alles wieder hoch, das Leben scheint den beiden einen Strich durch die Rechnung zu machen und sie werden von den Geistern der Toten verfolgt. Ob sie es schaffen können alles zu überwinden?


Das Cover hat mich an diesem Buch vor allem gereizt und zum Lesen bewegt. Ich bin leicht in die Geschichte rein gekommen. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, jedoch störte es mich, dass sie mich mit "Sie" direkt angesprochen hat. Irgendwie hat das eine Distanz zwischen dem Leser und der Protagonistin Nicole geschaffen, die es mir schwer machte sie dann wirklich zu fassen zu bekommen. Und das obwohl ich sie verstanden hab und eigentlich anfangs jede ihrer Handlungen wirklich nachvollziehen konnte, denn so ein schweres Schicksal auf den Schultern zu tragen ist nicht einfach. 

Charlie ist ein wirklich toller Charakter. Für einen Mann fast zu perfekt :D. Ich mochte ihn sofort und hab ihn gleich ins Herz geschlossen, er ist neben Scott, Nicoles Sohn, mein Highlight. Er hat Ecken und Kanten, ist aber gleichzeitig offen und hilfsbereit. Auch wenn er oft Streit mit seinem Vater hat, versucht er verzweifelt die Firma über Wasser zu halten und glaubt an sie. Er kommt super mit Nicole und dessen Sohn zurecht. Scott ist für sein Alter wirklich intelligent und sagt manchmal Dinge, die einen einfach umhauen. Er ist total süß und hilft seiner Mutter in der schweren Situation wo er nur kann. Er ist wirklich toll, aber auch alle Nebencharaktere sind gut beschrieben, manchmal jedoch etwas oberflächlich beschrieben. Etwas mehr Tiefe hätte ihnen sicher gut getan.

Am Anfang hat sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr gezogen. Aber der Mitte wurde es dann jedoch spannender, aber auch wirrer, was jedoch zu Nicoles Verfassung gepasst hat. Ab da hab ich sie jedoch nicht mehr ganz so gut verstanden. Ihre Empfindungen wurden von der Autorin gut, für mich aber nicht wirklich nachvollziehbar beschrieben.

Das Thema des Todes, der Schuldgefühle und des Alleinseins, hat die Autorin gut aufgegriffen und toll umgesetzt. Nicoles Gefühle zum Verlust ihres Mannes konnte ich gut nachvollziehen, weil alles wirklich gut beschrieben war. SPOILER!!! Das Ende, dass Charlie dann quasi irgendwie ein Lückenbüßer ist, fand ich etwas schade... Ich hätte mir da etwas mehr erhofft, aber die Situation in der Nicole sich befindet ist auch wirklich sehr kompliziert. SPOiLER ENDE!


Fazit: Mia Newman konnte mich zwar mit ihrem Schreibstil und den Charakteren, aber nicht so ganz mit dern Handlung überzeugen. Das Buch hat einige Längen wird ab der Mitte aber spannender und schnelllebiger. 

Von mir gibt es deswegen 3,5 Schneeflocken :) 


Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

homosexualität, bittersweet, eshort, myflirt, see

Summer Boys <3 (BitterSweets)

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 17.06.2015
ISBN 9783646601541
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ian schwärmt heimlich für Fynn, doch er traut sich nicht jemandem auch nur davon zu erzählen. Die App MyFlirt soll ihn von Fynn ablenken und sein Plan scheint auch zu funktionieren, denn er lernt Lucas kennen und fühlt sich zum ersten Mal verstanden. Als seine beste Freundin, dann die Idee hat ein Wochenende am See zu verbringen, weiß Ian nicht wie er das überstehen soll, denn auch Fynn wird dabei sein. Doch keiner darf merken, was für Gefühle er für den Jungen mit den meeresblauen Augen hegt. Ob das gut geht?

Summer Boys ist ein wundervolles Sommerbuch, das nicht nur durch sein buntes Cover überzeugen kann. 
Die Protagonisten sind super toll. Trotz der Kürze lernt man ihre Ecken und Kanten kennen und ich hatte sofort das Gefühl mit Ian verbunden zu sein, weil ich ihn so gut verstehen konnte. Man kann sich durch die genauen und bildhaften Beschreibungen der Autorin alles super gut vorstellen und sich gut in die Charakter hineinversetzen. Ian ist sehr verletzlich und ich wollte ihn am liebsten die ganze Zeit knuddeln und ihm sagen, dass alles wieder gut wird.
Die Geschichte ist gut durchdacht und hat Höhen und Tiefen, die die Spannung die ganze Zeit aufrecht erhalten. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen weil ich so gefesselt war, auch wegen dem Schreibstil. Er ist wie gewohnt locker und sehr humorvoll. Er rundet das sehr ernste Thema ab und gibt dem Kurzroman den letzten Schliff. 

Fazit: Sehr lesenswert! Eine tolle Kurzgeschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Tolle Charaktere, die der Geschichte Leben einhauchen und den Leser mit durch Höhen und Tiefen nehmen. 

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, gewitter, impress, freundschaft, berlin

Gewitterherzen

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.06.2015
ISBN 9783646601466
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Auf Berlins Straßen, stoßen Eve und Nate eines Nachts aufeinander. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem der charmante Nate, die schüchterne Eve aus einer heiklen Situation rettet, nimmt er sie für diese Nacht mit zu sich nachhause. Doch Eve weiß nicht wo sie hin kann. Sie hat kein Zuhause, keine Familie, nur ihren Hund Jephta, der immer an ihrer Seite ist. Kurzerhand bleibt Eve bei Nate. Ihr Zusammenleben gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, denn beide haben mehr Geheimnise, als ihre Schultern tragen können. Eve lebt sich schnell bei Nate ein, lernt seine band What Ever! kennen, die das einzige zu sein scheint, das ihm etwas bedeutet. Nate jedoch weiß gar nichts über seine neue Mitbewohnerin, Eve will ihm einfach nichts sagen, er dringt nicht zu ihr durch. Jedoch scheint es Eve mit Nate genau so zu gehen.y
Als beide sich endlich füreinander öffnen, holen ihre Geheimnisse sie ein und plötzlich befinden sie sich in einem dunklen Strudel vor dem sie zu fliehen versuchen.

Auf das Buch hab ich mich schon lange gefreut. Der Klappentext klingt super und das Cover ist ja wohl mehr als wunderschööön.
Also rauf auf meinen Reader und los gelesen. Und Schwupps war ich fertig. Es ging so schnell, das war fast schon traurig. Auf einmal war es einfach so vorbei… Gemeinheit! Der Schreibstil von Felicitas Brandt ist genau so flüssig, leicht und atemberaubend wie in ihren anderen Büchern. Sie hat so eine humorvolle Art Dinge zu erzählen, weiß aber auch wann Ernsthaftigkeit angesagt ist und trifft somit immer genau den richtigen Ton für die Situation.
Nach Cover und Klappentext hatte ich jedoch etwas anderes erwartet. Ein eher leichter Sommerroman eben. Doch dem ist nicht so. Diese Geschichte hat mich umgehauen. Durch viele unerwartete Wendungen und Personen die machen was sie wollen bleibt die Erzählung durchgehend spannend und man kann das Buch gar nicht aus den Händen legen.
In Gewitterherzen geht es vor allem um das Leben auf der Straße, das Leben ohne Familie, ganz auf sich gestellt zu sein. Schwierige Themen, die jedoch authentisch und irgendwie leicht und verständlich erzählt werden. Es geht aber auch viel um Musik und wie schön das Leben ist. Die Autorin hat es meiner Meinung nach geschafft genau das perfekte Gleichgewicht zwischen harter Kost und Humor zu finden, sodass es die ganze Zeit über spannend bleibt. In der Mitte des Romans wird das Thema Religion aufgegriffen. Und zuerst dachte ich oh oh, sehr sehr schwieriges Thema. Denn jeder glaubt etwas anderes, es kann schnell zu viel werden und bekehrt werden will ich auch nicht. Felicitas Brandt hat es aber geschafft, das Thema einfach locker und flockig nebenher in die Geschichte einfliesen zu lassen. Zu keiner Zeit hab ich mich davon gestört gefühlt, es ist wirklich gut gemacht und verleiht der Geschichte sogar noch mehr Komplexität und vor allem Authentizität.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Während Eve ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, schildert die Autorin Nates Sicht aus der dritten Person. Das hat mir gut gefallen, weil ich so viel mehr von den Beiden erfahren habe, jedoch nie verwirrt war, wer den gerade spricht und um wen es geht. Zu Eve konnte ich dadurch ein engeres Verhältnis aufbauen, auch wenn sie mir am Anfang unnahbar vorkam, hab ich sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, je mehr ich jedoch in die Geschichte kam, desto mehr hat auch Eve sich mir eröffnet und plötzlich verstand ich alles. Eve braucht einfach ein bisschen Zeit, doch hat sie sich dann erst einmal dem Leser geöffnet, kann man gar nicht anders als sie zu lieben.
Ähnlich geht es einem mit dem charmanten Musiker Nate. Er ist einfach der BadBoy den man mögen muss. Er hilf Eve ohne sie zu kennen, nimmt sie bei sich auf und kümmert sich um sie. Allein dafür musste ich ihn einfach lieben. Zuerst dachte ich jedoch oh nein, nicht schon wieder ein Bad Boy, doch mit der Zeit kommt der ganze Komplexe Charakter zum Vorschein.
Auch die Nebencharaktere sind toll gezeichnet und ausgearbeitet. Jeder hat seine eigene Geschichte und fügt sich in das Puzzle. Alle Teile zusammen ergeben ein wunderschönes Bild aus dem ich am liebsten gar nicht mehr auftauchen wollte.
Aber der alllerallllertollste Charakter ist Jephta! Eves riesengroßer wundervoller Hund. Wenn ich könnte würde ich ihn heiraten, ernsthaft! Er ist immer da, weiß immer was sie braucht und beschützt seine Herrin einfach nur. Jephta hat für mich ein Stück Herzlichkeit in die Geschichte gebracht und sie damit abgerundet.

Fazit: Alles in allem ist „Gewitterherzen“ ein wundervolles Sommerbuch, das ich nur empfehlen kann. Mit den tollen, vielschichtigen Charakteren, der komplexen Handlung und dem flüssigen, humorvollen Schreibstil ist es der Autorin gelungen ein ernstes Thema sehr gut und vor allem authentisch darzustellen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und leider war es viel zu schnell zu ende. Lesen, lesen, lesen!!!

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natalie, erobern, mr., von, alias

Alias Mr. Grey: Von drei Nerds, die auszogen, die Frauenwelt zu erobern.

Natalie Luca
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 17.04.2015
ISBN 9781511763141
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die drei Nerds, Fritz, Bernie und Willi sind es Leid kein Liebesleben zu haben. Deswegen beschließen sie sich auf einer Online-Dating-Seite der anderen Art anzumelden. Sehr schnell bekommen sie Nachrichten von Frauen die mit ihnen chatten wollen und damit beginnen auch die Probleme. Wie funktioniert denn SM eigentlich? Was macht man da und womit?
Als sie schließlich zu einer Party einladen bei der sie die Frauen kennenlernen wollen, läuft alles etwas aus dem Ruder.

Als ich das erste Mal auf Natalie Lucas Seite von diesem Kurzroman gelesen habe, wollte ich ihn unbedingt lesen. Der Klappentext klingt einfach herrlich satirisch und entspricht ganz meinem Geschmack. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, es war sogar noch besser als erwartet. Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinlesen, doch dann schwuppdiwupps war ich auch schon durch. Der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig leicht und packend. Sie legt sehr viel Humor, Witz und Sarkasmus in ihre Geschichte und verwandelt das ganze dadurch zu einem fesselnden Kurzroman den ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Trotz der Kürze, sind die Figuren ausgearbeitet und gut zu fassen. Ich fühlte mit ihnen und war von ihren Erlebnissen gleichzeitig belustig wie auch mit Scham erfüllt. Natürlich wirken die drei Jungs und auch Fritzis Eltern völlig überzogen, aber das ist gut so, passt perfekt in die Geschichte und macht die satirische Geschichte noch ausdrucksvoller. Meiner Meinung nach macht genau diese Mischung aus Humor, Fremdschämen, überzogenen Charakteren aber auch dass man sich ein bisschen wiedererkennt in den Nerds, das ganze so spannend und lesenswert. Lediglich Annemarie mag ich nicht. Sie steht mir zu sehr im Kontrast zu den Nerds, wirkt ein wenig zu überzogen. Aber das ist nicht weiter schlimm, ich hab Seitenweise Tränen gelacht und wäre nie auf solche Ideen gekommen.

Fazit: Ein sehr witziger Kurzroman, der satirischer kaum sein könnte. Durch den flüssigen Schreibstil, die gut ausgearbeiteten Charaktere und die absolut humorvollen Ideen und Beschreibungen kann Natalie Lucas Geschichte nicht nur überzeugen sondern auch fesseln und einen sogar zum Tränen lachen bewegen. Alle Däumchen hoch!

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159 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

liebe, brief, suche, phoenicrus, zara

Stadt der Verborgenen

Mirjam H. Hüberli
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.04.2015
ISBN 9783646600964
Genre: Fantasy

Rezension:


Als Zara eines Morgens noch hektisch für die Schule ein Buch aus dem Bücherregal ihrer Mutter herauszieht, damit sie nicht zu spät UND unvorbereitet in der ersten Stunde auftaucht, fällt ihr plötzlich ein brauner Briefumschlag in den Schoß. Neugierig geworden, was ihre Mutter da zu verstecken versuchte, öffnete Sie das Schriftstück und findet sich mit einer unerklärlichen Botschaft konfrontiert. In diesem Brief heißt es, ihre Familie wurde verfolgt und dass Zara eine Schwester habe, Yosephine. Beigelegt wurde dieser Nachricht ein altes Foto, darauf abgebildet ist Zara mit einem fremden Mädchen, das ihr sehr ähnlich sieht. Aber das kann doch nicht sein? Warum behautet der Verfasser so viel über ihre Familie zu wissen und wer ist diese Person überhaupt? Soweit Zara wusste war sie ein Einzelkind. Geschockt und verwirrt nimmt sie den Brief an sich und beschließt erst mal nur ihren Freunden von der mysteriösen Botschaft zu erzählen. Doch dazu kommt sie erst gar nicht, da sie überraschend einen Anruf von ihrem Großvater erhält. Als während des Gesprächs dann die Leitung plötzlich tot ist macht sich Zara große Sorgen und fährt sofort zu ihm, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Dieser ist glücklicherweise wohlauf, aber kaum hat sich Zara beruhigt fängt er unvermittelt an von dem Brief zu reden, den Zara am Morgen fand. Dabei hatte sie doch niemandem davon erzählt. Ihr Opa prophezeite, dass die kommen würden, um Zara mitzunehmen, wie sie einst mit Yosephine geschah. Nach längerem Hin und Her entscheidet sich Zara, zusammen mit ihrem Großvater, sich auf die Suche nach ihrer Schwester zu machen. Doch da hat sie die Rechnung nicht mir Ben gemacht. Dieser ist von Natur aus neugierig und als er von Zaras Plan erfährt ist er sofort Feuer und Flamme und schließt sich den beiden an.
Der Einstieg in die Geschichte ging eher schleppend voran. Ich kann gar nicht so genau sagen, ob es an dem Schreibstil lag oder einfach an dem normalen Anfangsgeplänkel, dass den Leser in die Welt einführen soll. Auf jeden Fall war ich nicht von Beginn an überzeugt, doch im Laufe des Lesens verdichtete sich der Handlungsstrang, Geheimnisse wurden gelüftet und neue Fragen tauchten auf, das steigerte bei mir das Lesevergnügen um eine Millionen Prozent und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. (Das ging mir genau so. Ich mag den Schreibstil sehr, aber an Anfang kam ich auch nicht richtig rein... Aber es lohnt sich weiter dranzubleiben, denn mit jeder Zeile wird es einfach nur besser und man kann am Ende nicht anders als alles zu lieben!)
Dieses beständige Aufkommen von Problemen, aber auch der zeitnahen Aufklärung jener, machte für mich den Schreibstil besonders. Normalerweise gibt es das eine große Mysterium, das bis zum Schluss ein großes Fragezeichen über dem Kopf des Lesers bleibt. Aber so war es in diesem Buch überhaupt nicht. Das machte die Geschichte sehr spannend und aufregend, weil selbst wenn der Leser ein Rätsel lösen konnte, so wartete das nächste nicht weit und meine Gedanken bleiben kontinuierlich in der Handlung gefangen. (Spannend war es allemal, vor allem hab ich vom Titel her einfach etwas ganz anderes erwartet und war dann total positiv überrascht, weil die Idee und die Geschichte einfahc noch besser war als meine Erwartung. Der Schreibstil war erfrischend jugendlich und sehr locker und flüssig, ich kam super gut durch das Buch.) Die Protagonistin Zara ist ein sehr liebeswürdiges Mädchen. Leicht reizbar und mit vielen Ecken und Kanten ausgestattet bricht sie auf in ein spannendes Abenteuer, das ihre positiveren Eigenschaften hervorbringt, ihren Mut, ihre Loyalität und ihre Stärke. Sie ist vielleicht nicht die Klügste und bei weitem nicht fehlerlos, aber genau diese Charakterzüge empfand ich an ihr sehr sympathisch. Stereotypische und unerreichbar perfekte Hauptfiguren hat diese Welt wohl schon genug. (Zara *_* Ich mag sie einfach. Sie ist so lebendig, ehrgeizig und liebenswert, dass ich mich sofort in sie hineinfühlen konnte. Durch ihre Ecken und Kanten wurde sie mir nur noch sympathischer. Sie wirkt sehr real und gerade das macht sie so gut greifbar. Dadurch, dass sie selbst alles vergessen zu haben scheint, weiß der Leser genau so viel wie Zara und muss zusammen mit ihr alles herausfinden. Zara ist sehr gut dargestellt und wirkt auf mich kein bisschen Oberflächlich, ganz im Gegenteil hat sie sehr viel Tiefgang.) Der Nebencharakter Ben – der Neue an der Schule, den Zara eigentlich nicht leiden kann – macht auch eine Wandlung während des Buches durch. Anfangs noch verschlossen lernt man ihn nur als arroganten Idiotien kennen, der sein Ego mehr liebt als alles andere. Aber je mehr sich Zara und ihre kleine Gruppe in das Abenteuer verwickeln lassen, desto näher kommen sich die beiden und Ben öffnet sich ihr. Die Geständnisse, die dabei zum Vorschein kommen sind ganz anders, als erwartet und ich finde, das zeichnet eine gute Figur aus. Jeder Mensch hat meiner Meinung nach mehr als eine Maske und manchmal öffnet man sich und zeigt wichtigen Personen, die eine Maske, die man selbst wahrhaftig ist. Dass diese nicht mit den äußeren Erwartungen nicht übereinstimmt ist nur normal und überzeugend, sonst wär das verstellen ja sinnlos. (Dazu hab ich nichts mehr zu sagen! :D Außer: ARRWO-Typ an die Macht. Er war neben Ben auch noch einer der Nebencharaktere, die die Sache sehr viel spannender machten!) Ein weiterer wichtiger Charakter ist Zaras Großvater Alois. Er ist der schrullige und skurrile ältere Herr, den man erst für dement und durchgeknallt hält, aber dann feststellt, dass er die Welt besser durchblickt als jeder andere. Ich hab ihn geliebt, weil er unverkrampft, waghalsig und furchtbar stur ist.(Alois ist für mich einer der besten Charaktere! Wie Rosenrot schon sagte, ist er einfach da, wahr und lebhaft macht alles ein kleines bisschen verrückter und echter und einfach wunderbarer. Mirjam hat mir verraten, dass er ursprünglich mal sterben sollte, ich bin einfach nur froh, dass er nicht stirbt, denn wir hätten viele tolle Momente verpasst. Ich denke ohne ihn hätte die Geschichte weniger Witz und wäre nicht so genial wie sie im Endeffekt ist.) Eine kleine Kritik hab ich allerdings doch noch anzubringen. Die Beschreibungen der Kulissen waren mir zu karg und lieblos ausformuliert. Durch den häufigen Ortswechsel muss das natürlich etwas hinter der Handlung zurückstehen, aber ein bisschen muss die Umgebung meine Meinung nach schon erwähnt werden. (Ist mir ehrlich gesagt nicht so sehr aufgefallen, weil ich das alles meiner Fantasie überlasse. Die für mich Wichtigen Dinge waren zur Genüge beschrieben, deswegen empfinde ich das nicht als Kritikpunkt.) Da „Die Stadt der Verborgenen“ der erste Teil einer Trilogie ist, wie ich mir habe sagen lassen, möchte ich zum Ende gar keine Worte verlieren. Ich bin einfach gespannt auf den zweiten Teil.
Fazit: Mit vielen guten Ideen, einem sehr individuellen Schreibstil und einer sympathischen Protagonistin legt Mirijam H Hüberli einen guten Start hin, der mich nach anfänglichen Schwierigkeiten überzeugen konnte. Wer einer imperfekten Protagonistin also nicht abgeneigt ist und eine gute solide Fantasy-Geschichte wertzuschätzen weiß, wird mit diesem Buch seine Freude haben.

Fazit: Ein toller Start in eine Reihe auf die ich mich sehr freue. Band eins konnte mich mit seinen Charakteren und der geschichte hinter allem überzeugen und fesseln. Die Protagonisten beweisen Tiefgang und Stärke, haben aber auch Ecken und Kanten. Die perfekte Mischung. Ich kann Band 2 kaum noch erwarten und freue mich sehr. Good job Frau Hüberli, würde ich sagen :D
Allen Liebe Eur Schneeweißchen und Eure Rosenrot


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215 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

narkolepsie, liebe, rock am ring, festival, bettina belitz

Mit uns der Wind

Bettina Belitz
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 09.03.2015
ISBN 9783839001608
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit ihrer Geburt lebt Mona mit einer Krankheit, die ihr das Leben ganz schön schwer macht. Narkolepsi, auch die Schlafkrankheit genannt, zwingt sie in die Knie. Bei jeder starken Emotion, außergewöhnlichen Situationen oder monotonen Tätigkeiten schläft Mona einfach ein. Sie kann nichts dagegen tun, sich nicht wehren. Ihre Eltern und ihr Bruder haben immer versucht sie zu beschützen, doch für Mona gleicht es eher einem goldenen Käfig aus dem sie nicht raus kann. Doch das soll sich jetzt ändern. Sie will unbedingt zu Rock am Ring und dort ihre Lieblingsband 30 Seconds to Mars sehen. Unvorstellbar für ihre Familie, doch Mona setzt sich durch und fährt mit Daniel und dessen Freundin zu dem Festival. Was sie jedoch keinem verraten hat: eigentlich fährt sie dorthin um endlich Han Ryu zu sehen, ihren Drachen, den sie eigentlich nur von Youtube-videos kennt.Adrian, der eigentlich Han Ryu ist, hingegen weiß von alledem nichts, er will nur kiten, das Festival zu dem er mit seinen Freunden aufgebrochen ist genießen und endlich Helen flach legen. Doch alles kommt anders.


Ich hab mich so unglaublich auf „Mit uns der Wind“ gefreut, dass ich es kaum erwarten konnte mit dem Lesen anzufangen. (Ich bin eher mit gemischten Gefühlen an das Buch herangegangen. Der Klappentext versprach eine interessante Geschichte, aber da mich „Vor uns die Nacht“ so sehr enttäuschte, begann ich mit einer guten Portion Skepsis zu lesen.) Durch das Interview mit Bettina wusste ich schon, dass die Geschichte aus zwei Sichten erzählt wird, was mir wirklich gut gefallen hat. (Das konnte ich nicht von mir behaupten, aber die Idee finde ich gut. Eine Geschichte aus zwei Seiten zu erzählen macht sie immer spannender.) Der Einstieg fiel mir diesmal jedoch etwas schwer, ich weiß gar nicht genau warum, aber ich bin nicht sofort in die Geschichte gekommen. Vielleicht einfach, weil Lenas Krankheit für mich totales Neuland war und ich noch niemals damit in Berührung gekommen bin? Wie gewohnt, war der Schreibstil jedoch flüssig und gefühlvoll. Als ich dann in der Geschichte war, bin ich auch nicht mehr davon los gekommen. Dadurch, dass ich auch etwas aus der Sicht von Adrian erfuhr, wurde die ganze Geschichte noch authentischer und ich hatte das Gefühl noch tiefer im Geschehen zu stecken, denn die beiden Geschichten verflochten sich miteinander und wurden zu einem großen Ganzen. (Bei mir gehen die beiden ersten Punkte Hand in Hand. Ich kam auch nicht sofort in die Geschichte rein, aber das lag bei mir schlicht am Schreibstil. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass der Stil der Autorin immer eigenwilliger wird. Die Geschichte an sich und die Protagonisten empfand ich zwar diesmal als wesentlich sympathischer, aber die übertrieben blumigen und metaphorischen Beschreibungen waren teilweise ein einziger Krampf. Alles wirkte ziemlich konfus und sehr esoterisch. Zudem glaube ich nicht, dass ein normaler Jugendlicher dermaßen schwülstig in seinen Gedanken formuliert. Es erschien alles unpassend und unrealistisch.)Mit Mona tat ich mich wie gesagt am Anfang schwer. Sie war für mich zuerst unnahbar und irgendwie verschwommen. Ich bekam sie nicht richtig zu fassen, dass änderte sich jedoch mit jeder Zeile und nach dem ersten Kapitel war ich total neugierig auf sie und sehr fasziniert. Sie eroberte mein Herz im Sturm und ich wollte wissen wie es mit ihr weiter geht. Von der Familie behütet aufzuwachsen kann Fluch und Segen zugleich sein. Genau so ist es auch für Lena. Sie liebt ihre Familie über alles, doch sie will jetzt endlich etwas alleine machen. Das konnte ich total nachvollziehen und hab nach den ersten Kapiteln total mit Lena mitgefiebert. Dieses verschwommene ihres Charakters blieb jedoch. Ich glaube aber, dass das so gewollt ist, den Lenas Leben ist meinst selbst etwas verschwommen, durch ihren Schlaf fehlen ihr oft Passagen, grandios dargestellt. Einfach unglaublich. Bettina Belitz hat einen mutigen, starken und trotz ihrer Krankheit(vielleicht auch gerade deswegen ;)) außergewöhnlichen Menschen geschaffen. Monas Krankheit an sich kannte ich nicht wirklich, ich wusste, dass es sie gibt und wie eine Attacke ausgelöst wird, doch wie es ist damit zu leben, war mir völlig fremd. Umso beeindruckter war ich von den Beschreibungen der Autorin. Alles war so klar und einfach, gleichzeitig jedoch auch bildlich und blumig geschildert, dass ich es mir richtig gut vorstellen konnte. Wahrscheinlich habe ich immer noch nur einen kleinen Anteil der Krankheit wirklich verstanden, aber ich hab immerhin ein Gefühl dafür bekommen. (Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Mona ist auch für mich ein sehr sympathischer Charakter der definitiv seine Faszination auf den Leser ausübt. Nur leider trübt auch hier der Schreibstil ein bisschen das Bild. Dieses „Verschwommene“ wie Schnee oben erwähnte ist mir auch aufgefallen, aber dies kann ich nur auf die extrem abstrakte Art zu Schreiben zurückführen. Teilweise empfand ich Mona als sehr naiv, deswegen konnte ich nicht zu 100%, was mir ihr anfangen. Doch ich glaube ihre romantische Ader in Verbindung mit ihrer unschuldigen Sicht auf die Welt macht genau den Reiz ihrer Person aus. Sie ist manchmal wie ein kleines Kind, das in die große weite Welt hinaus will, egal ob mir Plan oder ohne. Aber wer wünscht sich nicht zeitweise wieder in Kinderschuhen zu stecken und die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen. Ich habe es sehr genossen Stück für Stück mehr in Monas Leben einzutauchen und mich von ihrer ganz eigenen besonderen Art, mit ihrem Leben und ihrer Krankheit umzugehen, fesseln zu lassen. Vor dem Buch wusste ich rein gar nichts über Narkolepsie und die Autorin hat meiner Meinung nach sehr gut den Umgang und die Herausforderungen mit der Krankheit vermittelt. Monas freiheitsliebender Charakter unterstrich die starken Einschränkungen, die jemand hat, der sehr oft in Ohnmacht fällt, nur noch. Ihre Art die Umwelt wahrzunehmen und ihre Art mit ihrer Krankheit umzugehen war also wie Tag und Nacht. Dieser Kontrast zwischen naivem Nesthäckchen und der unerschütterlichen Entdeckerin, machte das Buch für mich aus. Sie passte also Perfekt ins Bild. )Bei Adrian war das genau umgekehrt. Ich hatte das Gefühl ihn sofort zu kennen und er war ein wirklich angenehmer Charakter. Doch auch seine Weste war nicht ganz so weiß wie es zuerst schien. Mit jeder Seite die ich las, erfuhr ich mehr über ihn und mir wurde klar, dass nicht immer alles so ist wie es scheint. Denn auch er ist ein Kerl mit Ecken und Kanten, was ihn wirklich authentisch macht. Jedoch machte er es mir dadurch auch etwas schwerer ihn zu verstehen und seine Handlungen nachzuvollziehen. (Adrian war der absolute Gegenpol zu Mona. Er und seine Liebe zum Kitesurfen erwecken im Leser einen ganz einzigartigen Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit. Er ist der lebensnahe, starke  und vor Leben strotzende Surfer, der mit seinen Internetvideos Tausende begeistern kann. Ich muss gestehen, ich bin auch etwas wehmütig geworden, als seine Stunts beschrieben wurden und was er in solchen Momenten empfand. Das Klang für mich wie das ultimative Gefühl von im Augenblick Leben. Man ist mit sich und Welt im Einklang, man spürt den Wind und das Adrenalin und glaubt, dass alles möglich ist. Doch trotz der Tatsache, dass man aus der Sicht von Adrien praktisch live erfährt, was er denkt und fühlt blieb er für mich bis zu den ersten hundert Seiten unnahbar und undurchschaubar. Was seine Ziele und Träume und Vorstellungen von der Welt sind blieben im Dunkeln. Er liebt das Surfen, klar, aber eine Sache macht noch lange keinen Menschen aus. Er war wie ein großes kitesurfendes graues Etwas, das man erkunden wollte.)Aber auch alle Nebencharaktere sind toll gezeichnet, haben ihre eigene Geschichte und werden gut dargestellt. (Die beiden neuen Freundinnen, die Mona bei Rock am Ring kennenlernt sind einfach großartig. Ich mochte es, dass sie ihre ganz eigenen Geschichten hatten und so starke beeindruckende Charaktere waren, die man selbst gerne als Freunde hätte. Aber auch der Bruder von Mona, war etwas Besonderes. Beide werden erwachsen entwickeln sich auseinander, aber lieben sich noch wie Kinder. Das war süß anzusehen, auch wenn sie sich oft missverstanden. Aber so ist Geschwisterliebe nun mal, sie vergeht niemals.)Das Setting, war für mich total neu. Ich war selber noch nie auf einem Festival, geschweige denn bei Rock am Ring. Doch auch ich konnte mir durch all die guten und vor allem detaillierten Beschreibungen sehr gut vorstellen, wie es dort zugehen muss. Sehr gut beschrieben, ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl außen vor zu sein, ganz im Gegenteil. (Die Kulisse war wirklich mal etwas anderes. Ich war selbst letztes Jahr bei Rock am Ring und fand es interessant, wie die Autorin die Situation beschrieb. Das Campingfeeling kam definitiv auf, aber die Art wie die Leute miteinander umgehen und die vielen kleinen Insider, die nur ehemalige Rock-am-Ringer kennen, wurden leider ausgespart. Das zerstörte zwar nicht das gute Festivalfeeling, aber die Authentizität ging verloren, zumindest wenn man von Rock am Ring spricht.)Mitten im Buch gibt es eine Wendung, die ich so nicht erwartet hatte, mir jedoch richtig gut gefallen hat, auch wenn ich zuerst dachte dadurch würde alles kaputt gehen, hatte es genau den gegenteiligen Effekt. Es hat alles besser gemacht. Das Geflecht, das sich um die Beiden gespannt hatte wurde nur noch echter und ehrlicher, richtig greifbar.Das Ende war auch etwas unerwartet und wie immer sehr offen, aber gerade noch so weit aufgeklärt, dass ich als Leser damit zufrieden war. (Das Ende macht fast die komplette Geschichte zunichte. Ich kann es einfach nicht leiden nicht anständig aus einer Geschichte entlassen zu werden. Manchmal haben abrupte Enden ja ihren Sinn, aber in diesem Buch hab ich keinen gesehen. Das war frustrierend, aber vor allem enttäuschend.)
Fazit: Ein Roman der seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Der Flüssige und blumige Schreibstil nahm mich gefangen und spuckte mich erst am Ende wieder aus. Ein Buch, das nicht nur mit seinen tollen und starken Charakteren sondern auch seiner authentischen Geschichte überzeugen kann. Lesespaß, der einen so schnell nicht mehr los lässt und bei dem Realität und Magie zu verschwimmen scheinen.
Fazit: Leider konnte dieser Roman der „Splitterherz-Trilogie“ und „Linna singt“ nicht das Wasser reichen, dennoch war die Geschichte gut durchdacht, brachte durch die Krankheit Narkolepsie einen interessanten Faktor hinein und bis auf das enttäuschende Ende hab ich ständig mit Mona mitgekämpft und mich gerne in den Träumen von Adrien beim Surfen verloren. Von den Nebencharakteren war ich begeistert, vom Schreibstil eher weniger. So gesehen hält sich alles unterm Strich die Waage. Lest das Buch einfach selbst und bildet euch eine eigene Meinung.

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(70)

178 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

magie, liebe, fantasy, chemie, lena

Seelenmagie 1 - Unendlich

Alana Falk
Buch: 459 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 17.06.2014
ISBN 9789963523832
Genre: Fantasy

Rezension:

Leoandra, von allen nur Lena genannt, hat nur einen einzigen Traum: An der Universität in München für ein Chemiestipendium angenommen zu werden. Sie will weg von ihrer Mutter, die sie nie verstanden hat, aber auch von den vielen schmerzenden Erinnerungen an ihre jüngst verstorbene Großmutter, liebevoll Gromi von ihr getauft. Um ihren Traum Realität werden zu lassen lernt Lena unheimlich viel, so viel, dass selbst ihre Mutter sich Sorgen um die sozialen Kontakte ihrer Tochter macht. Der einzige Freund der immer an ihrer Seite steht ist der unerschütterliche Mike. Er akzeptiert sie mit all ihren Facetten.Als Lena eines Abends von einer Verabredung mit Mike nach Hause fährt, begegnet sie plötzlichen einem Irrlicht – oder war es doch ein Glühwürmchen? Angetrieben durch ihre Neugier folgt Lena der kleinen Gestalt in den Wald und landet schließlich auf einer Lichtung. Dort entdeckt sie eine wunderschöne Blume, die sie magisch anzieht. Versunken in den Anblick bemerkt sie nicht, dass sie nicht alleine ist. Cay, ein ihr bis dahin unbekannter attraktiver Junge, steht ihr gegenüber und entzieht sie dem Bann der Pflanze. Vom ersten Moment an wird sie von seinen Geheimnissen angezogen und in den kommenden Tagen kreisen ihre Gedanken ununterbrochen um den faszinierenden Unbekannten. Sie hat sich schon fast damit abgefunden, den unnahbaren Jungen niemals wieder zu sehen, bis er plötzlich in einem Vorbereitungsseminar für ihr ersehntes Stipendium auftaucht. Er ist der Musterstudent des leitenden Dozenten und soll den Kurs für ihn leiten. In den folgenden Tagen irritiert Cay sie immer wieder aufs Neue. Was hat er nur an sich, dass sie so ganz anders in seiner Nähe ist? Ständig ist Lena hin- und hergerissen zwischen der Angst sich erneut an jemanden zu binden und ihn irgendwann zu verlieren und ihren Gefühlen für Cay. Als dieser ihr dann eröffnet, dass er schon bald die Stadt verlassen muss stürzt Lena in ein Gefühlchaos, doch sie entschließt sich schließlich für ihn zu kämpfen, da er ihr in ihrer gemeinsamen Zeit unermüdlich gezeigt was er für sie empfindet.
Zunächst möchte ich etwas zu Lena sagen. Sie ist einfach großartig. Mit ihrer freundlichen, leicht schrägen und wilden Art kann man sich leicht identifizieren. Außerdem brachte die Autorin mithilfe von Lena einen interessanten Aspekt in ihr Jugendbuch ein, den ich so nicht erwartet hatte. Da wie in der Inhaltsangabe erwähnt ihre Oma kurz vor Einsetzten der Handlung gestorben ist, befand sie Lena noch im Trauerprozess. Tatsache ist, dass Trauer selbst wenn sie durchlebt wurde, nach dem ersten großen Verlust, für immer in dir haften bleibt. Man lernt damit zu umzugehen, aber vergehen wird dieser leicht sehnsuchtsvolle und verzweifelte Hauch niemals. Diesen Teil im Bewältigungsprozess finde ich ziemlich wichtig, wenn man Themen wie Tod oder Verlust anspricht und es hat mir gut gefallen, dass das nicht untergegangen ist. ( Da ging es mir genau so. Lena empfand ich als einen absolut angenehmen Charakter, in deren Kopf ich total gerne geschlüpft bin. Der Schreibstil der Autorin, der leicht und locker ist, hat das gute Bild von Lena unterstützt. Sie ist super skizziert und war für mich wirklich leicht zu fassen. Ich hab den ganzen Trauerprozess mit ihr erlebt und mit gelitten. Das alles ist super toll beschrieben.)Einer der Nebencharaktere, der mir besonders aufgefallen ist, war Mike, ihr bester Freund. Er passt gut in das Gesamtbild des Buches. Für Lena stellt er den unerschütterlichen Fels in ihrem Leben dar und steht immer auf ihrer Seite, ganz egal wie merkwürdig alle anderen sie finden. Dabei sind die beiden aber kein Paar und gehen auch nur wie Freunde miteinander um. Was für eine Wohltat, keine Dreiecksgeschichte – das gibt bei mir schon mal einen fetten Pluspunkt. Ich find es großartig, dass mal gezeigt wird, dass Mädchen und Jungen auch einfach miteinander befreundet sein können, ohne dass einer von beiden unerwiderte Gefühle entwickelt.  (Das hat mir auch gefallen. Mike fand ich super, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich es manchmal richtig doof fand wie Lena mit ihm umgegangen ist… Sie hat so einen guten Freund in ihm, der wirklich immer zu ihm steht und dann… Naja, Lena hat Glück und Mike hält weiterhin zu ihr. Eine gelungene Abwechslung zu den meist üblichen Dreieksgeschichten)Der andere Protagonist Cay ist während seinen ersten Auftritten im Buch sehr unnahbar und macht ständig unverständliche Andeutungen. Außerdem wirkt er stark stalkerhaft, da er Lena des Öfteren wie ein Gestörter anstarrt – mal durch ihr Fenster, mitten in der Mensa oder einfach auf der Straße. Aber dieser Eindruck verflüchtigt sich sehr schnell. Er ist kein draufgängerischer Bad Boy, der reihenweise die Frauen flach legt, sondern ein starker kluger attraktiver Junge. Natürlich mit einem kleinen Extra versteht sich; er kann beispielsweise Wunden heilen oder Kupfer in Gold verwandeln. Ich mochte seine kämpferische Art und hatte das Gefühl, dass er das Beste aus Lena herausholte. Die beiden haben sich gegenseitig gut ergänzt. Durch ihre Liebe – ich glaube so viel darf ich verraten, immerhin ist es eine Liebesgeschichte – bekam das Buch diesen Awwww-Faktor. Zum Knuddeln die beiden. (Cay, Hach, was soll man dazu sagen? Hab ich schon mal Hach gesagt? Ja, kann man nicht oft genug im Bezug auf ihn sagen :D Zuerst dachte ich: Nicht schon wieder so ein eingebildeter unnahbarer Schnössel.. Bitte nicht schon wieder und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht. Wie auch die anderen Charaktere ist auch Cay wirklich gut ausgearbeitet, hat Ecken und Kanten und ist sehr authentisch. Ich hab total gern von ihm und Lena gelesen, zusammen sind die beiden einfach nur HACH HACH HACH :D)Geschlagen von ihrer Vergangenheit vertraut sich Lena aber nicht sofort Cay an. Dazu bedarf es Zeit und Vertrauen, was die Entwicklung ihrer Beziehung überzeugend machte. Liebe auf den ersten Blick ist meiner Meinung nach Schwachsinn.Der Schreibstil von Frau Falk war bildhaft und angenehm. Man kann sich problemlos mit der ersten Seite in die Geschichte fallen lassen und fühlt sich gut unterhalten.Die Handlung, die zu Beginn noch so vor sich hinplätscherte und den Leser in das Leben von Lena einführte, steigerte sich immer mehr, durch magische Ereignisse oder unerwartete Wendungen. Ich fand alles war rundherum wirklich gut ausgestaltet und mit so vielen widersprüchlichen Hinweisen für den Leser gespickt, dass man ständig dran bleiben musste um den Durchblick zu behalten. Das hat mir gut gefallen. Eine gewisse Lockerheit bekommt die Geschichte, durch den einen oder andern Witz, viel Charme und schlagfertige Sprüche.(Kann ich alles so unterschreiben! Hat mir sehr gut gefallen und ich warte sooo gespannt auf Band 2)Achtung Spoiler: Leider hat mich das Ende nicht zufrieden gestellt. Mir ist bewusst, dass es sich um eine Trilogie handelt, aber trotzdem wurden die Ereignisse gegen Ende nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Ich bekam den Eindruck, dass die Autorin ihr im Laufe des Buches aufgebautes Konstrukt komplett über den Haufen warf, um ein cliffhanger-artiges Ende zu schaffen, das mich nur die Stirn hat runzeln lassen. (Sehe ich genau so, das Ende war einfach nur abscheulich und hat für mich leider die ganze Geschichte die wirklich wunderbar und voller toller Charaktere ist in den Schatten gestellt, weil es fast alle Wahrheiten des Buches Lügen gestraft hat. Das war einfach nur grausam… hat mir gar nicht gefallen.!!!)Spoiler Ende!
FAZIT: Abzüglich des Endes hat dieses Buch also alles, was eine gute Geschichte braucht. Strake Charaktere, eine solide Handlung und einen perfekt akzentuierten Schreibstil, der spannende oder romantische Szenen dem Leser effektvoll transportieren kann. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und verabschiede mich mit einem: Auf hoffentlich bald Frau Falk.

Fazit: Ein toller Auftakt, der nicht nur durch gut ausgearbeitete und sympathische Charaktere überzeugen kann sondern auch durch eine gut durchdachte Geschichte, die zum dranbleiben einlädt. Das Ende hat für mich leider gar nicht in die Geschichte gepasst und gehört für mich gestrichen. Trotzdem freue ich mich sehr auf Band 2 J

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

rubin, freiheit, eshort, nebel, portal

Nebelfunke

Regina Meißner
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 18.03.2015
ISBN 9783646601237
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Maybell lebt in einer anderen Welt. Doch irgendwie scheint sie nicht richtig dort hin zupassen. Sie lebt in einer Welt in der die Eltern die Ehepartner für ihre Kinder aussuchen. Dabe geht es nicht um Liebe. Das passt Maybell aber so gar nicht und sie sehnt sich nach mehr Abendteuer. Nach einem großen Sturm flüchtet sie aus dem Dorf und dem Kopf frei zu bekommen. Plötzlich öffnet sich ein Portal vor ihr und komische Männer steigen heraus und gehen richtung Dorf. Nur einer bleibt und entdeckt May. Er erzählt ihr wirre Geschichten und sie weiߟ nicht ob sie ihm glauben soll und kann. Doch er klingt nach Abendteuer und war es nicht genau das was sie wollte?

Die Geschichte kommt man super gut hinein uns sie nimmt einen sofort gefangen. Ich fühlte mich sofort mit Maybell verbunden, weil ich sie so gut verstehen konnte.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, die Worte und Seiten fliegen nur so dahin.
Regina Meißner erschaffte eine andere Welt in die sie den Leser entführt.
Die Charaktere waren toll dargestellt und ich konnte mich super in sie hineinversetzen, auch wenn ich Kassio von Anfang an irgendwie sonderbar fand und nicht so recht wusste ob ich ihm trauen konnte oder nicht. Doch ich hab mich einfach von Maybells Begeisterung mitreisen lassen.
Am Ende kam eine Wendung, die ich so nicht erwartet hatte und mich wirklich Ã'berraschte. Maybell ist eine Frau voller Mut und Spontanität, das hat mir sehr gefallen. Sie lÃ'sst sich von der Welt in der sie aufgewachsen ist nicht verbiegen und bleibt sich treu, das schaffen nicht viele Menschen.

Fazit: Eine locker leichte Geschichte, die mit tollen Charakteren besticht und mich in eine Welt entführt aus der ich am liebsten nie wieder auftauchen wollte.
Super toll, weiter so. Ich werde mir jetzt auch alle anderen Romane von der Autorin vornehmen :)

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

nymphe, ann-kathrin wolf, griechische mythologie, wasser, wette

Mondscheinkuss

Ann-Kathrin Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 18.03.2015
ISBN 9783646601268
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alles beginnt mit einer Wette. Alles klang eigentlich ganz einfach. Die Wassernymphe Ariadne geht eine Wette mit einer Bergnymphe ein. Wer es schafft zwei Tage in der Menschenwelt zu verbringen und dann selbsständig wieder nachhause findet, hat gewonnen. Voller Mut kommt Ariadne in der Menschenwelt an, immerhin ist sie eine Wassernymphe, da kann es doch nicht so schwer sein zwei Tage in einer anderen Welt zu verbringen? Falsch gedacht. Zum Glück begegnet Ariadne Matt, ihrem Sturmjungen. Das Abendteuer kann beginnen.

Ich muss gestehen, dass dieses kleine BitterSweet mein erster Roman von Ann-Kathrin Wolf war, aber sicher nicht der letzte bleibt. Ich musste mich zwar zuerst an den Schreibstil gewöhnen, weil ich lieber aus der Ich-Perspektive lese, kam dann aber ziemlich schnell und gut in die Geschichte hinein.
Ariadne und Matt sind zwei wundervolle Charaktere und ich hab sofort mit ihnen mitgefiebert. Sie sind wirklich gut gezeichnet, auch wenn dafür bei einer Kurzgeschichte meist ja nicht so viel Platz ist. Die Autorin hat es geschafft auf wenigen Seiten, eine authentische Geschichte mit authentischen Charakteren zu schaffen, die man am Ende gar nicht mehr verlassen möchte.
Ich fand es sehr spannend unsere Welt mal mit den Augen einer Nymphe zu sehen und hab mich das ein oder andere ma beim Schmunzeln erwischt, wenn ich dachte "da hat sie völlig recht, so habe ich ein Smartphone noch nie betrachtet". Oder ihre erste Begegnung mit dem Kino, wirklich gut beschreiben.

Fazit: Wirklich lesenswert und super für zwischendurch. Ich flog nur so durch die Geschichte und war am Ende richtig traurig, dass es vorbei war. Gerne mehr und gerne wieder! Fünf Däumchen nach oben :)

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

träume, thriller, spannend, fremd, träumt

Die Rückkehr des Sandmanns

Markus Ridder
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 27.08.2014
ISBN 9781500758974
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Markus Ridder`s Thriller „Die Rückkehr des Sandmanns“ geht es, wie er es selbst bezeichnet „um die Schattenwelt der Träume und den ganzen fantastischen Kosmos, in den die meisten von uns Nacht für Nacht eintauchen.“ (Markus Ridder, Vorwort in Die Rückkehr des Sandmanns) Die Protagonistin Sybs führt vordergründig ein ganz normales Leben mit Freund und Kater in München. Doch immer wieder träumt sie von zwei fremden Frauen, die sich an für sie unbekannten Orten befinden. Sybs lernt irgendwann damit zu leben. Als die Träume immer öfters kommen und düsterer werden, steht sie vor schwierigen Entscheidungen. Wie kann sie ihren Traumbegleiterinnen helfen? Muss sie das überhaupt? Nachdem ihr niemand bereit ist zu glauben zweifelt sie sogar selbst an sich. Sind ihre Träume überhaupt real? Ein spannender Hilfeversuch beginnt. Wird Sybs die Frauen und sich selbst retten können, oder hat sie doch Wirklichkeit und Traum verwechselt?

Markus Ridder warnt bereits im Vorwort, dass sein Thriller „an die Grenzen dessen geht, was wir gemeinhin als realistisch erachten. […] diese aber nicht überschreiten.“ (Markus Ridder, Vorwort in Die Rückkehr des Sandmanns) Ich finde das ist ihm wirklich gut gelungen. Er bestreitet den schmalen Grad zwischen Realität und Fiktion sehr souverän, lediglich an ein oder zwei Stellen dachte ich kurz: Nein, des kann jetzt echt nicht sein. Ich kam aber nicht wirklich zum weiteren nachdenken, da ich von dem weiteren Verlauf gefesselt war und wissen wollte was als nächstes passiert. Dem Autor ist es gelungen durch seinen Schreibstil den Leser zu fesseln und zum weiter lesen anzuhalten. Das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen. Immer wieder bringt Markus Ridder einen dazu mit Sybs mitzufiebern und dabei zum Überlegen was man selbst in dieser Situation tun würde. Durch den Wechsel der Erzählperspektive lernt man nach und nach auch andere Personen wie z.B. Sybs Freund Mario oder ihren Bruder Boris kennen. Leider lernte ich sie nicht zu lieben, aber ich geh davon aus, dass dies nicht gewollt war. Durch die verschiedenen Perspektiven ist es Markus Ridder gelungen, die Spannung aufrecht zu erhalten. Im Geschehen gab es für mich nicht vorhersehbare Ereignisse bzw Wendungen die ebenfalls für Spannung sorgten. Markus Ridder ist es gelungen den Alltag der Protagonistin sehr anschaulich und realistisch zu schildern. So gibt es z.B. eine Szene beim gemeinsamen Abendessen zwischen Sybs, Mario und einem Freund, bei der ich die ganze Zeit leicht grinsen musste und dachte ja genau wie im wahren Leben.

Fazit: „ Die Rückkehr des Sandmanns“ ist ein Buch, das ich jeder Zeit wieder lesen würde. Ich kann es wirklich nur empfehlen, solange man nicht zu sehr Kopflastig und auch mal bereit ist, sich auf was Neues einzulassen. Auch wenn dieses Buch anders war als jeder Thriller den ich bisher gelesen hab, werde ich auch weiterhin Bücher von Markus Ridder lesen.  

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, freundschaft, familie, gefahr, werwölfe

Zum Glück gibt's die Hoffnung

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.02.2015
ISBN 9783646600995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alles scheint perfekt. Lillian kann endlich ein normales Leben an der Seite ihrer großen Liebe Luca führen. Luca kennt ihr dunkles Geheimnis und liebt sie nicht nur trotzdem sondern auch gerade deswegen. Doch das Glück scheint nicht lange anhalten zu dürfen. Alltägliche Probleme machen es ihnen ganz schön schwer. Die Eifersucht kommt Beiden dazwischen und sie müssen lernen damit umzugehen. Aber auch Lillians "andere Welt" macht es für Luca nicht gerade einfach zu ihr durchzudringen. Und plötzlich stehen mehr Probleme vor der Haustür als beide bewältigen zu können scheinen. Das Leben in zwei Welten gestaltet sich schwieriger als gedacht. Und wäre dass nicht alles schon genug, müssen beide auch noch um ihr Leben kämpfen. Wie sollen sie das alles nur schaffen?

Ich hab mich so unglaublich auf Band 2 der Lillian-Reihe gefreut. Band 1 war in wenigen Stunden ausgelesen und so ging es mit Band 2 weiter. Und ich muss sagen, er übertrifft seinen Vorgänger um Längen. Falicitas Brandts Schreibstil ist so wunderbar. Nicht nur leicht und super gut zu lesen, sondern auch noch so voller Allegorien und Vergleichen. Ich bin eingetaucht und bis zum Ende nicht mehr aufgetaucht. Und dann auch nur widerwillig. Selten hatte ich so viel Spaß beim Lesen und dass nicht nur der Handlung wegen, sondern vor allem auch des Schreibstils und der Sprache wegen.  Der Humor ist einfach grandios und ich hab wirklich viel gelacht.

Die Charaktere bleiben weiterhin total reaistisch und liebenswürdig. Mehr als nur einmal habe ich mir gewünscht, dass Lillian meine beste Freundin wird. Sie ist so ein toller Charakter. Ihren Freunden ist sie treu und loyal ergeben und Luca liebt sie mit allem was sie hat. Ganz zu schweigen von ihrer Familie, die ihr alles bedeutet. Zeitweilen gerät sie etwas aus den Fugen, verliert sich, findet dann jedoch zu sich selbst zurück. Gerade diese Wandlung hat sie für mich nur noch sympathischer und vor allem realistischer gemacht. Sie ist eine Figur mit Ecken und Kanten und dem Herz am richtigen Fleck. Auch ihre Wolfsnatur kommt in diesem Band viel stärker zur geltung und wird wunderbar beschrieben. hat mir total gut gefallen.
Aber auch Luca bleibt der süße Sunnyboy dem man nicht wiederstehen kann. Er tut einfach alles für Lillian, trägt sie auf Händen und gibt sich selbst dafür doch nicht auf. So einen Luca sollte jedes Mädchen an die Seite gestellt bekommen. JEDES :D.
Und jetzt zu Dean. Der gute, liebenswürdige, mysteriöse Dean. Was soll ich dazu noch sagen außer hach. Er ist so eine tolle Figur, meiner Meinung nach die beste des Buches, also nach Lillian. Die ganze Familie ist einfach nur toll. Mehr kann ich dazu nicht sagen, dass muss man lesen um dieses Gefühl, dass sie einem vermitteln spüren zu können.
Was mir gut gefallen hat, war, dass die Nebencharaktere, wie Tracy, Alec und alle anderen der Band viel mehr in den Mittelpunkt gerückt wurden. Sie wurden zu einem richtigen Teil der Geschicht. Jeder mit seinem eigenen Päckchen das er zu tragen hat. Und alle halten zusammen. Was auch sonst! :)

Aber auch viele neue Charaktere tauchen auf und mischen freudig mit. Man erfährt zusammen mit Lil viel über ihre Welt und ist zum Teil genau so geschockt wie sie. Die Werwölfe sind ein tolles Volk, ihrem König treu ergeben, ob er nun lebt oder nicht. Das fand ich besonders toll. 
Im ersten Band hatte ich kritisiert, dass mir die Handlung etwas zu unrealistisch erschienen war. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Alles hat Hand und Fuß, fügt sich ineinander und wird ein großes ganzes wundervolles Buch. Mit ihrer Art Dinge zu beschreiben, ihrem Humor und den wundervollen Charakteren hat Felicitas Brandt es geschafft mich hellauf zu begeistern. Ich weiß gar nicht was ich noch sagen soll, außer MEHR! VIEL MEHR.

Fazit: Ein wundervoller zweiter Band, der mit seinem wundervollen Schreibstil, seinen tollen Figuren und dem Humor mehr als nur begeistern kann. Ist man einmal in der Welt von Lillian möchte man am liebsten gar nicht mehr raus. Ich kann nur sagen: LESEN, SOFORT.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, zeitreise, vergangenheit, elhaus, anna

Und wieder September

Anna Elhaus
Buch: 348 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 05.08.2014
ISBN 9789963524372
Genre: Sonstiges

Rezension:

Leni ist neunundzwanzig und glücklich mit Christian, ihrer großen Liebe verheiratet. Eines abends nachdem sie und ihr Mann in Erinnerungen an die Vergangenheit, alte Freunde und vergangene Beziehungen geschwelgt haben geht sie zu Bett und wacht in einer Welt auf, die ihr genau so fremd wie vertraut ist. In der Welt ihres einundzwanzigjährigen Ichs, welches mit ihren zwei besten Freunden Jenny und Jan in einer WG in ihrer Heimatstadt wohnt. Von Christian keine Spur. Zuerst glaubt Leni an einen Scherz, dann an einen Traum, doch schnell stellt sich raus, dass es viel mehr als ein Traum ist, nämlich die Realität. Sie steht kurz vor ihrer Abschlussprüfung zur Bürokauffrau und als wäre das nicht schon genug ist sie auch noch mit ihrem Ex-Freund Erik zusammen, der ihr acht Monate später das Herz brechen würde.
Schwere Entscheidungen sind zu treffen: Soll Leni ihre Vergangenheit verändern? Aber wird sie damit nicht auch die Zukunft ändern? Und das ist genau das Gegenteil von dem was sie will, denn sie hat ihr Ziel klar vor Augen: Christian. Bei dem Versuch alles richtig zu machen, macht Leni alles falsch was man falsch machen kann und ihre Zukunft droht aus dem Ruder zu laufen.
Ich muss gestehen, hätte ich das Buch nicht empfohlen bekommen, hätte ich das Buch nicht gelesen. Das Cover hat mir leider gar nicht zu gesagt und ich bin ein totaler Coverkäufer. (Dito. Auch wenn man das Buch manchmal auf dem Reader liest ist der erste Eindruck beim Cover wichtig.) Nun bin ich aber wirklich froh, dass ich es doch gelesen habe. Am Anfang war ich zwar immer noch etwas skeptisch und wurde nicht sofort warm mit Leni, was auch daran lag, dass sie mir aalglatt vorkam. Ich wurde nicht wirklich warm mit der neunundzwanzig Jahre alten Leni, mit der jüngeren Version, dann allerdings um so mehr. (Da stimme ich zu. Die „alte“ Leni ist aber auch einfach in einem komplett anderen Lebensabschnitt als ich und deswegen konnte ich mit ihrer Situation und ihren Einstellungen nicht so viel anfangen. Die „jüngere“ Version von ihr hingegen hat mir auch mehr zugesagt. Die macht mal Fehler, gesteht sich Schwächen ein und denkt kritisch über alles nach, was ihr passiert ist oder was sie selbst verursacht hat.) Der Schreibstil von Anna Elhaus hat mir sehr gut gefallen, er war leicht und flüssig. Ich hab nach einigen Seiten wirklich gut in das Buch gefunden. (Was den Schreibstil angeht bin ich angenehm überrascht von Anna Elhaus. Die Geschichte ist fließend geschrieben und hat mich schnell durch die Handlung fliegen lassen. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich durch keine Szene quälen musste.)  Auch die Protagonisten sind super beschrieben, ich konnte mich wirklich gut in Leni hineinversetzen, sie ist ein ziemlich geradliniger Charakter und begründet jede ihrer Entscheidungen wirklich nachvollziehbar. Leni macht durch das Buch eine Veränderung durch, die nicht nur ihr Umfeld sondern auch mich wirklich stark beeindruckt hat. Da habe ich mir fast gewünscht, ich könnte auch noch mal in die Vergangenheit reisen und meine Entscheidungen mit dem Wissen von heute nochmals treffen. (Die Vergangenheits-Leni ist wirklich liebenswert und wird durch die Ereignisse, die sie durchmachen muss auch noch stark und bewundernswert. Die Art wie sie denkt ist zwar ziemlich konventionell, aber nicht ohne Weisheit. Großartig beschäftigt – auf mein Leben bezogen – hat mich die Geschichte allerdings nicht. Natürlich denkt man automatisch an seine eigene Vergangenheit und was geschehen wäre, wenn man dies nicht getan oder in jener Situation anders gehandelt hätte, doch da man nicht in der Zeit zurückgehen kann, setzten sich solche Gedanken nur kurz in mir fest. Wichtiger aber als hypothetische Fragen finde ich die Erfahrung, die man aus Erlebnissen ziehen kann, für die Zukunft. Und dieser Punkt steht im Roman auch eher im Fokus. Dabei wurde der Schmetterlingseffekt fast komplett außen vorgenommen. Schade eigentlich, denn den Einbezug diesen Effekts hätte Leni vielleicht etwas vorsichtiger vorgehen lassen und ihr somit mehr Tiefe/Reife verliehen. Von daher finde ich die Grundidee richtig gut, aber man hätte mehr daraus machen können. Positiv aufgefallen ist mir vor allem der Witz in einigen Szenen, der der Handlung einen sympathischen touch gab. ) Auch die Nebencharaktere wie Jenny und Jan, gewinnen an Kontur je mehr das Buch fortschreitet. Sie helfen Leni, sind für sich da und haben doch ihre eigene Geschichte, die die Autorin in genau dem richtigen Maß nebenher erzählt. (Die Nebengeschichten waren ganz nett, aber hatten für meinen Geschmack zu wenig Markanz. Allerdings gefiehl mir ide Loyalität von Jenny und Ian Leni gegenüber. Das ergänzte die Grundstory gut.) Die Frage ob man alles noch mal genau so machen würde steht klar im Vordergrund und das hat mir sehr gefallen. Jedes schlechte Ereignis hat andere Ereignisse ausgelöst. Und jede auch noch so kleine Veränderung bedingt die Zukunft. Die Geschichte ist wirklich toll erzählt und Leni ist genau der richtige Charakter dafür. Jedoch muss ich auch sagen, dass Leni mir gerade gegen Anfang der Geschichte etwas zu naiv an alles ran geht und dann plötzlich in genau das Gegenteil umschlägt. Das kam mir alles irgendwie zu plötzlich. Wobei mir andererseits einige andere Stellen zu ausführlich beschrieben waren. Die Zeitsprünge in der Erzählung haben mir jedoch sehr gefallen. Man sah die Vergangenheit und Gegenwart im direkten Vergleich und wusste was damals wirklich geschehen war, da Lenis Erinnerungen meinst sehr verschwommen waren. (Die haben mir auch sehr gut gefallen. Der Vergleich zwischen dem, was wirklich passiert ist und was sich durch Lenis Zeitsprung veränderte, war megainteressant und eben diese Erinnerungen waren clever an der richtigen Stelle eingebaut.) Das Ende hat mich dann wirklich sehr überrascht und kam total unerwartet. Das war ein richtiger Knall. (nick)
Fazit: Alles in allem ein gelungenes Buch. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, ich bin wirklich schnell durchgekommen und es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen. Ich hab mit Leni mitgefiebert, jedoch war sie mir zu beginn nicht ganz so sympathisch und zwischendurch fand ich einige Stellen zu lang. „Und wieder September“ bekommt von mir 4 von 5 Schneeflocken. 

FAZIT: Ich vergebe 3 von 5 Rosen für einen schönen leichten Roman, den man zwischendurch lesen kann. Mit einem guten Gespür für Situationskomik und klugen Wendungen setzt Frau Elhaus die Geschichte von Leni unterhaltsam in Szene. Doch das nicht vollständig ausgeschöpfte Potenzial der Grundidee ließ mich ein bisschen enttäuscht zurück.

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110 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

vampire, liebe, vampir, fantasy, sandra florean

Mächtiges Blut - Nachtahn #1

Sandra Florean
E-Buch Text: 356 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 03.04.2014
ISBN 9789963522637
Genre: Fantasy

Rezension:

Dorian Fitzgerald, einer reicher gutaussehender Geschäftsmann, verbirgt seine wahres Gesicht gern hinter großen Mauern. Dabei ist aber nicht nur sein pompöses Anwesen gemeint, auf dem er so in die Nacht hineinlebt, einen viel wichtigeren Nutzen hat diese Schutzmaßnahme, indem sie seine dunkle Seite von den Menschen fernhält. Er ist ein Vampir, wohl der älteste der noch auf der Erde existiert, denn er wurde durch sehr mächtiges Blut erschaffen. Und hält es deswegen für seine Lebensaufgabe, diejenigen seiner Rasse auszuschalten, die das Geschenk der Unsterblichkeit missbrauchen. Als er die junge Louisa in einer Disco entdeckt, ist er sofort fasziniert und will sie als Mann beeindrucken, nicht als Vampir. Doch ohne seine Vampirmagie muss er Hartnäckigkeit beweisen, da Louisa anfangs alles andere als beeindruckt von dem langhaarigen Snob ist. Zudem leidet Louisa seit einem Überfall unter Angstzuständen und versucht ihren Kontrollverlust durch exzessiven Alkoholkonsum zu kompensieren. Gleichzeitig mit Dorian tritt noch ein anderer Mann in ihr Leben. Eric, er ist ein netter normaler Kerl, mit dem sie sich leicht unterhalten kann. Ganz ohne große Gefühlachterbahn oder Komplikationen. Aber alle Überlegungen über ihre Gefühle sind vergessen, als sie in die Fänge einer bösartigen Vampirin gerät, deren Ziel es ist an Dorians mächtiges Blut zu gelangen.


Zu Beginn war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, da mich der Klappentext nicht angesprochen hat. Ich dachte mir, bitte nicht noch eine Dreiecksgeschichte. Aber ich bin ja durchaus belehrbar.
Der flüssige und authentische Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen. (Das ging mir auch so, ich wurde sofort mitgerissen und schwebte durch das Buch.Die Perspekenwechsel haben es mir besonders leicht gemacht, mich in alle Charaktere zugleich hineinzuversetzen. Oft empfand ich es auch sehr hilfreich, da man eine Szene aus beiden Perspektiven betrachten konnte. Es war witzig wie unterschiedlich vor allem Dorian und Louisa die gleiche Situation wahrgenommen haben. Ein großer Pluspunkt für mich.) Der wurde nur noch die aufregenden Charaktere untermauert. Dorian, der zuerst sehr snobistisch rüberkam hat mich positiv überrascht. Er ist unerwarteterweise sympathisch und locker. Mal singt er unter der Drusche, mal benimmt er sich wie ein süßer verknallter Teenager. Im Vergleich zu anderen Vampirbüchern kam mir Dorian einfach nicht so weltfremd vor, wie Vampire oft beschrieben werden. In einen alten weisen vernünftigen Typen würde sich eben keine blutjunge Frau verlieben, das ist schlicht unwahrscheinlich. Es sei denn natürlich sie hat einen Vaterkomplex, aber so weit will ich an diese Stelle gar nicht gehen. Außerdem hat Dorian einen unschlagbar guten Humor. Es ist eine Mischung aus einem frechen kleinen Jungen und dem leicht überheblichen Anmachsprüchen eines Machos. (Dorian __ Er ist genau die Art von Mann von der doch jede Frau träumt. Er ist ein Gentleman, verspielt, erfahren und hat einen Beschützerinstinkt der seinesgleichen sucht. Sobald Louisa ihn braucht, ist er an ihrer Seite und würde alles für sie tun. Gleichzeitig bedrängt er sie aber nicht und lässt ihr jeden Freiraum den sie braucht. Das fand ich so toll an ihm. Dorian hat versucht Louisa zu verstehen und das zu tun, was das Beste für sie ist. Sein Humor hat auch mich überzeugt. Es hat dem ganzen Buch eine Leichtigkeit verliehen, die es zu einem Genuss machten es zu lesen.)
Der Butler von Dorian – Alfred aka James – ist mein absoluter Highlight-Charakter. Er ist ein britischer, verschwiegener, leicht zu pikierender Mann, den man einfach gern haben muss, weil er seinen merkwürdigen Ansichten immer treu bleibt. Jaja, an Logik mangelt es in diesem Punkt gaaaar nicht. ;). Englische Affektiertheit in Form eines Butlers gehört meiner Meinung nach einfach in jedes Buch. (Englische Affektiertheit ist super! Auch ich fand James ein wunderbarer Charakter. Obwohl er nur eine Nebenrolle inne hat, hat die Autorin ihn dennoch so gut dargestellt und beschrieben, dass ich ihn gleich zu fassen bekam. James ist auch für mich ein absolutes Highlight gewesen und hätte ruhig an eineigen Stellen noch öfter auftauchen können.)
Louisa ist in sich ein wirklich angenehmer Charakter. Sie ist unkompliziert, neugierig und es ist echt witzig, was sie in Gedanken beim ersten Aufeinandertreffen mit Dorian so denkt. Da gehen ihre Ergüsse eher in die Richtung: langweiliger Lackaffe. Erfrischend, dass sich ein Paar nicht vom ersten Augenblick an unwiderstehlich zueinander hingezogen fühlt. Das ist realistischer und gibt der ganzen Beziehung einen glaubwürdigeren Anstrich. Die Vorurteile, der männergeilen Partymaus, die bei mir anfangs aufkamen, wurden sehr schnell aus der Welt geschafft. Mit dem wachsen der Hintergrundgeschichte wird ihr Benehmen immer schlüssiger in sich. Ich habe ihre unaufgesetzte Art in Krisensituationen geliebt. Sie ist eine toughe Frau und kein aufgescheuchtes Huhn, dem auch nur die kleinste physische oder psychische Belastung zu viel wird. (Da ging es mir ähnlich. Am Anfang dachte ich nur so: Oh nein, was für eine oberflächliche Frau. Das änderte sich jedoch schnell und ich begann mit Louisa mitzufiebern. Ihre Hintergrundgeschichte ist super dargestellt!)
Eric, die Konkurrenz zu Dorian, obwohl man ihn als solche eigentlich nicht bezeichnen kann, war mir suspekt. Allem voran wahrscheinlich, weil ich Raucher nicht mag. Moment, falsch ausgedrückt. Ich kann Zigarettenqualm nicht leiden. Und diese Abneigung ihm gegenüber konnte ich bis zum Ende des Buches nicht ablegen.
Viel Spannung und eine geheimnisvolle Aura hat das Buch vor allem durch Einblicke die Gedanken vieler verschiedener Personen bekommen. Trudy, die Vampirin, die Louisa entführt, um Dorian zu erpressen wird genauso klar dargestellt, wie die beiden Protagonisten. Das schafft Verwirrung auf den ersten Seiten, bringt aber gleichzeitig den absolut besten Aha-Effekt, wenn sie die Dinge zuspitzen und alle Handlungsstränge plötzlich einen zusammenhängenden Sinn ergeben.
Hier hat die Autorin ein gutes Gespür für unterschiedliche Blickwinkel bewiesen. Es gab schon mal derbere Ausdrücke, die der Szene angemessen waren oder schöne romantische Umschreibungen bei den Liebesszenen. So war es ein komplett anderes Erlebnis in dem Kopf von Louisa zu sein, als in dem Kopf von Trudy.
Im Laufe der Geschichte kristallisieren sich aber nicht nur die vielen Eigenschaften aller Personen heraus, sondern auch, dass Dorian und Louisa sich wunderbar ergänzen in ihren Stärken und Schwächen. Wie oben schon erwähnt, war ich skeptisch, ob auch in dieser Geschichte die Liebe auf unerklärlicher starker körperlicher Anziehung basieren würde und wurde überrascht. Das mit den beiden macht Sinn!
Das Ende hat einen Cliffhanger – das sagt glaub ich alles. (GEMEIN!!!!)


Fazit: Ein rundherum gelungener Start ist Sandra Florean mit Nachtahn 1-Mächtiges Blut hier gelungen. Durch die sympathischen Charaktere, die vielen verschiedenen Eindrücken und einem extrem guten Spannungsbogen hat sich das Buch 5 von 5 Rosen verdient. Die zarten Gefühle zwischen Louisa und Dorian konnten mich genauso überzeugen wie die geld- und machtgierige Art des bösartigen Gegenparts Trudy. Ich freu mich auf Teil zwei und kann jedem nur empfehlen – bei dem Schnäppchenpreis – sofort zuzuschlagen.



Fazit: Mächtiges Blut ist ein Genuss an Spannung, Erotik, Witz und Liebe, den man so schnell nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Anfang war mir etwas zu langatmig, der Schreibstil hat mich aber davon überzeugt weiter zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und warten nur darauf ins Herz geschlossen zu werden. Ich vergebe 4 von 5 Schneeflocken und freue mich sehr auf den zweiten Teil.

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

schlaf, medikament, london, thriller, mord

Du sollst nicht schlafen

Charlotte Parsons , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2014
ISBN 9783423215046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem Thriller „Du sollst nicht schlafen“ von Charlotte Parsons geht es, wie der Titel schon erahnen lässt, um den menschlichen Schlaf. Oder noch besser gesagt um die Möglichkeit eines Lebens ohne Schlaf. Hierbei spielt eine junge Journalistin namens Cynthia die Protagonistin. Cynthia steht kurz vor einer Beförderung als sie anfängt über den sogenannten “Barbie-Killer“ zu berichten. Schnell vermutet Sie das mehr hinter dem Mord eines jungen Mädchen steckt und vielleicht ein Serienkiller sein Unwesen in London treiben könnte. Doch all dies rückt in den Hintergrund als ein neues Medikament auf den Markt kommt, mit dem es möglich ist völlig auf den Schlaf zu verzichten. Schnell beherrscht diese Medikament die ganze Welt und macht auch vor Cynthias Haustür nicht halt. Dabei wird ihr Leben davon ganz schön beeinflusst und verändert. Daraufhin beginnt Cynthia mit Nachforschungen die sie immer tiefer in den Sumpf des Medikamentes ziehen. Wird sie wieder den Weg hinaus finden? Wird es weitere Morde geben oder wird der Mörder geschnappt?


Charlotte Parsons hat einen angenehmen Schreibstil, der dazuführt, dass ihr Buch flüssig und gut zu lesen ist. Die einzelnen Kapitel sind in Phasen eingeteilt die zu den beschriebenen Handlungen in diesen Abschnitten passen. Ein wirklich schönes Highlight ist, dass jeweils zu Beginn jeder Phase ein Zitate wie zum Beispiel von Edgar Allan Poe zitiert wird und diese dadurch beschrieben bzw. umschrieben wird.


Als ich hörte es geht um einen „Barbie-Killer“ war ich ganz begeistert und wollte den Thriller sofort lesen. Leider geht es meiner Ansicht nach nur am Rande um den Serienkiller der Frauen in London umbringt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Einführung des neuen Medikamentes 24/7, das die Welt und Cynthias Leben beeinflusst. Charlotte Parsons schildert sehr realistisch und anschaulich wie sich der Protagonistin ihr Leben verändert und welche Auswirkungen die „Droge“ 24/7 auf die Gesellschaft und Cynthias Leben haben. Hierbei werden viele Hintergrundinformationen geliefert, die mir an einigen Stellen als überflüssig und zu viel erscheinen. Die Grundidee, dass ein Mensch ohne Schlaf auskommen kann, ist wirklich schön geschildert und auch gut durchdacht dargestellt. Das Buch passt für mich jedoch nicht in den Bereich des Thrillers. Hierfür stimmt die Relation zwischen Thriller, sprich der Erzählung des Serienkillers, und der des Romans, sprich die Thematisierung der Markteinführung von 24/7, nicht ganz.


Für mich völlig unerwartet hat „Du sollst nicht schlafen“ ein offenes Ende. Da ich sonst sehr gerne Thriller lese und die meisten ein Ende haben, habe ich damit nicht gerechnet und ist hier auch nicht ganz passend. Ein kleiner Epilog wie sich die ganze Sache für Cynthia persönlich weiter entwickelt hat, hätte die Erzählung abgerundet.


Fazit: Die Geschichte als Roman ist durch und durch sehr gut durchdacht, da muss man die Autorin wirklich loben. Und so musste auch ich mich am Ende fragen, kann so etwas wirklich passieren? Nein, oder vielleicht doch? Aber lest selbst! Als Roman kann ich das Buch wirklich empfehlen und würde hierfür vier Sterne vergeben.

Leider habe ich das Buch unter dem Aspekt Thriller gelesen, da ich dieses Genre bevorzuge, und da kann ich das Buch nicht oder nur bedingt empfehlen und würde hierfür zwei Sterne vergeben. Bedingt deshalb, da es ja auch Leser gibt, die gerne leichte Lektüre unter den Thriller lesen. Somit lautet mein Fazit für Charlotte Parsons Buchdebüt drei Sterne.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

wissen, dämonen, kinder, freude, vampir

Omnia vincit amor - Liebe besiegt alles

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 563 Seiten
Erschienen bei Impress, 09.01.2014
ISBN 9783646600346
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hat es Miri eigentlich je leicht? Nein, denn kaum ist der Anschlag von Krishan auf Miri und Elias am Flughafen vereitelt worden, formieren sich dessen Anhänger erneut, um seine Ziele schlussendlich doch durchsetzen zu können. Aber nicht nur in den eigenen Reihen herrschen Tumulte, auch die menschliche Bevölkerung ergreift einschneidende Maßnahmen zur Bekämpfung des Blutraubes durch die Vampire. Sie stellen einen Impfstoff her, der die bissigen Nachbarn vor körperlichen Übergriffen abhalten soll. Aber eines bedenken die werten Herrschaften nicht dabei: Ein Vampir auf der Jagd ist gefährlich, tötet aber im Normalfall nicht. Ein Vampir der am Verhungern ist, gerät in den Blutrausch, indem er weder Freund von Feind kennt. Als Elias sich auf eine Geschäftsreise begibt und Miri zu Hause mit ihren Schwangerschaftshormonen kämpft, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Denn die Aufständigen werden immer aggressiver und verüben sogar Anschläge auf Miri.


Es ist zu Ende. Jetzt ganz offiziell. Aber noch nicht so ganz, denn laut Gerüchten unter Bloggern plant Frau Wolf weitere Teile über die Welt der Sanguis Trilogie zu schreiben. Dabei werden aber nicht Mriam und Elias im Mittelpunkt stehen, sondern die Generation 2.0. David Groza wird der neue Protagonist der hoffentlich irgendwann erscheinenden Reihe. ( Jennifer Wolf, Falls Sie das lesen, erlösen sie unsere armen Seelen und schreiben sie weitere Teile zu den Grozas! BITTE!!!! )
Aber jetzt erst mal zu diesem Buch. Wie immer glänzt die Autorin auch in diesem Band mit einer unschlagbaren Mischung aus Humor, Action und Liebe, die sie jedes Mal aufs neue, in der genau für das Buch zugeschnittenen Dosis einzuteilen weiß. In diesem Fall überwog doch die Aktion, denn von der ersten Zeile bis zum letzten Wort – mit einigen kleinen Ausnahmen – geschieht eigentlich ununterbrochen etwas Aufregendes. VORSICHT SPOILER: Sei es der Verlust eines geliebten Lebewesens, die Geburt des langersehnten Calimero oder der Auftritt des One-Night-Stands von Elias. Natürlich passierte das lang vor Miris Zeit. (Das stimmt, spannend war es auf jeden Fall! Mir leider ZU spannend. Oder anders ausgedrückt, ich hatte gar keine Verschnaufpause. Mir hätten ein paar mehr ruhigere Szenen mit der Familie nicht geschadet. Die Charaktere waren wie in den Bänden davor wieder perfekt. Super dargestellt und für mich nachvollziehbar. Ich hab sie als alte Freunde begrüßt und bin gern mit ihnen auf diese Reise gegangen. Auch den wunderbaren Schreibstil hat die Autorin beibehalten und mich damit sofort um ihren kleinen Finger gewickelt.)
Absolut überraschend war dabei das Ende. In vielen Vampirbüchern hört eine Reihe oder ein Einzelband mit einer schönen Szene auf. Also sie küssen sich und Friede Freude Eierkuchen. Was aber viele Menschen nicht dabei bedenken ist die Tatsache, dass die Unsterblichkeit einem die Liebe für immer schenken kann, aber nicht die Liebe aller Liebenden für immer. So rüttelt Frau Wolf einen mit ihrem offenen und leider so wahren Ende wach, was das angeht. Der Verlust geliebter Menschen ist einfach im Leben unvermeidbar. Und mit diesen Verlusten lernt man zu leben, vergisst sie aber niemals oder überwindet sie vollkommen. Das bringt die Liebe so mit sich. (Da stimme ich dir zu, auch für mich war das Ende eine richtige Bombe, auf die ich gerne verzichten hätte können. Lieber wäre ich noch ein Weilchen länger in meiner perfekten Welt von Miri geschwebt. Trotzdem denke ich musste das sein, denn auch de Ehrlichkeit die in den 3 Büchern ein großes Thema spielt macht sie zu dem was sie sind.)
Trotz alledem war es ein fesselnder Genuss sich all diesen liebenswerten Charakteren wieder widmen zu dürfen. Sicherlich wird das ein oder andere kritische Leserauge womöglich ein paar Logikfehler entdecken, dies oder jedes anprangern. Das ist jedermanns Recht, aber wie schon beim ersten Teil, war das eines dieser Bücher, denen ich mich einfach hingegeben hab. Es ging mir nicht um brillante Dialoge oder großartige Szenerien, sondern darum die Geschichte mit all ihren Fehlern zu erleben. Und an genau solche Bücher erinnere ich mich immer wieder gerne. (Da muss ich dir ein wenig widersprechen. Ich fand dieses Buch gerade so toll, weil es brillante Dialoge und großartige Szenen hat, die mich sofort mitgerissen haben. Es ist so natürlich geschrieben, dass ich mich nicht wie ein Leser sondern eine Figur im Buch gefühlt habe. Daumen hoch für so viel Talent!)

FAZIT: Für jedes Lächeln, dass mir ein blöder Witz ins Gesicht gezaubert hat und jede schlaflose Nacht, die mir der turbulente Plot geschenkt hat, bekommt Jennifer Wolf 5 von 5 lese-begeisterte Rosen zu ihrem Abschluss. Aller weiblichen Jugendlichen zwischen 13 und 20 da draußen, greift zu solange das Buch so günstig ist!

Fazit: In diesem Buch werden Spannung, Humor, Tiefsinn und ein super Schreibstil vereint. Es steht seinen Vorgänger Bänden in keinster Weise nach und ist ein super Abschluss der Trilogie, die hoffentlich keine Trilogie bleiben wird :D. Jedoch geht es mir an manchen Stellen zu turbulent zu und ich hätte mir etwas mehr Ruhe gewünscht um die wirklich schweren Brocken der Handlung verdauen zu können. 4 von 5 Schneeflocken und ein „Hoffentlich gibt es einen weiteren Teil aus der Sanguis Welt“ für Omnia vincit amor.

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228 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

jahreszeiten, winter, dystopie, gaia, sommer

Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.03.2014
ISBN 9783646600162
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Umweltkatastrophe hat den Planeten in eine Eiswüste verwandelt, die für Menschen unbewohnbar ist. Doch ein kleines Fleckchen Erde, 2% um genau genommen, wurde durch die Erdgöttin Gaia geschützt. In dieser Siedlung lebt Maya Jasmin Morgentau mit ihrer Mutter als eine der göttlichen Hüterinnen. Um das Gleichgewicht der Welt aufrechtzuerhalten und der Göttin einen Tribut zu zollen wird alle 100 Jahre eine Auserwählte bestimmt, die die Braut der Jahreszeiten genannt wird. Ihr gebührt die Ehre, die vier Söhne von Gaia kennenlernen zu dürfen und anschließend einen von ihnen zu wählen und ihn zu heiraten. Gaias Söhne sind bekannt unter den Namen Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dieses Jahr ist es wieder so weit und eine der Hüterinnen wird auserwählt werden um die nächsten 100 Jahre n Gaias Welt zu verbringen. Und das unerwartete passiert. Maya wird erwählt und steht nun vor der Wahl. Doch so ganz kann sie sich mit ihrem unveränderlichen Schicksal nicht anfreunden, denn ihr wurden zwar hundert Jahre Leben geschenkt, aber auch ihr altes Leben genommen.

Zuerst einmal hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an das Buch, muss ich gestehen, da ich schon mehrere Bücher von Jennifer Wolf gelesen habe und ihren Schreibstil immer qualitativ sehr gut fand. Da es sich aber in diesem Fall um eine völlig andere Geschichte mit Charakteren handelt, die von dem Urban Fantasy, dass sie normalerweise zu schreiben pflegt, stark abweicht, war ich dennoch aufgeschlossen. Und was die Handlungsstränge ans sich angeht, hat dieses Buch auch keinen Deut unter dem Stilwechsel gelitten. (Auch ich war gespannt, denn die anderen Bücher von Jennifer Wolf hatten mich alle schon in ihren Bann gezogen. Und durch das wunderschöne Cover wurde meine Vorfreude nur verstärkt. Großes Lob!)
Der Plot war spannend und voller überraschender Wendungen. Mit viel Freude bin ich den Erzählungen von Maya gefolgt, durch das Wirrwarr ihrer Gefühle und die Wendungen in ihrem Leben. Was mich zu den Charakteren führt. Die waren teilweise unberechenbar, was an sich etwas Gutes ist, da das die Spannung hält, aber auch teilweise undurchschaubar, was kritisch zu sehen ist, da ich die Figuren manchmal nicht nachvollziehen konnte. Wieso z.B. gibt sich die Göttin so großzügig gegenüber Maya und warum nur eine Auserwählte? Das wird einzig und allein mit dem Gleichgewicht der Natur begründet, aber an dieser Erklärung fehlt doch ein bisschen der Tiefgang. (Das ging mir anders, ich fand die Erklärungen eigentlich recht simpel dargestellt, dafür, dass Gaia eine Göttin ist und sich eigentlich gar nicht zu rechtfertigen braucht. Außerdem fand ich es ziemlich logisch,, dass in einer göttlichen Welt nur ein Mensch leben kann, da es das Gleichgewicht sonst stört. Jedoch fehlte mir der Tiefgang an anderen Stellen. Viele Szenen sind mir zu kurz gehalten und nur oberflächlich skizziert, das kannte ich bisher so nicht von der Autorin. An einigen Stellen, vor allem den Wochen die sie mit den Jahreszeiten verbringt, hätte ich mir doch etwas mehr Detailreichtum gewünscht. Was für mich ebenfalls ungewohnt war, dass manche Gespräche gestellt und hölzern wirkten. Vor allem die mit den Tiergeistern. Doch das waren meist nur kleine Passagen, die sofort durch etwas anderes wieder wett gemacht wurden.)
Die Protagonistin war mir sehr sympathisch. Etwas wankelmütig zwar und aufbrausend, aber wenigstens versucht sie ihrem Schicksal zu entkommen. Denn mal ehrlich, warum sollte ich mein Leben nach den Wünschen einer Göttin ausrichten? Ja sie wurde dazu erzogen, aber sie reflektiert ihr Verhalten und findet heraus, dass Fragen zu stellen Schwierigkeiten hervorruft, aber unabdingbar in so einer Geschichte ist, die den freien Geist einer Rebellin darstellt. (Das ging mir ähnlich, Maya ist mir eigentlich recht schnell ans Herz gewachsen. War sie am Anfang noch das kleine hörige Mädchen wurde sie mit jeder Zeile mehr und mehr zu einer hervorstechenden Persönlichkeit.)
Nevis – der Winter - fand ich dabei am besten. Er ist ein eher verschlossener Typ, verbittert, durch seine schlechten Erfahrungen mit den Auserwählte – noch nie entschied sich eine Braut für ihn - und ein wenig verzweifelt durch seine nicht enden wollende Einsamkeit in seinem Eisreich. Ein interessanter Zwiespalt, denn normalerweise sind die männlichen Hauptcharaktere eher risikofreudig und selbstbewusst. (Ich hab alle Jahreszeiten zu schätzen gelernt. Jeder ist auf seine Weise besonders. Aber vor allem Jesien war meine Liebling. Vor allem wenn man ihn mit seinen Brüdern vergleicht. Ich fand es ziemlich verblüffend wie gut die Autorin es geschafft hat, die Merkmale der Jahreszeiten in ihren Charakter einzubauen, dafür ein großes Lob.)
Gegen Ende des Buches war ich so sehr gefesselt, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen, denn zum ersten Mal keimte in mir der Verdacht auf, es würde für die beiden Liebenden kein gutes Ende nehmen. Ständig stand ihnen etwas im Weg und der Macht einer Göttin ist nun mal nicht viel entgegenzusetzen. Aber mein energisches Lesen wurde belohnt und ich war zu guter Letzt, trotz all meiner Spekulationen, überrascht. Das war meiner Meinung nach der beste Teil des gesamten Buches. (Das Ende war für mich auch mehr als überraschend und kam mit einem großen Knall.)
Im Großen und Ganzen war es ein guter Start in eine unbekannte Welt für Jennifer Wolf, aber doch, und das muss ich leider gestehen, hab ich mich nicht so sehr in die Charaktere verliebt, wie es in der Sanguis-Trilogie der Fall war. Irgendwie ist der Funken nicht übergesprungen.
Das war allerdings zu verkraften und gelesen habe ich das Buch dennoch gerne.

Fazit: Morgentau erhält von mir 4 von 5 göttlichen Rosen für ein spannendes dystopisch angehauchtes Fantasybuch, das jedem Jennifer-Wolf-Leser sicherlich gefallen wird und jeden Neueinsteiger einen guten Einblick in den Schreibstil der Autorin gibt. Ich persönlich freue mich auf noch mehr, bevorzuge aber ihre Urban-Fantasy Bücher.

Fazit: Alles in allem ein wunderbares Buch für zwischen durch, das sich locker und flockig liest. Daher gibt es für Morgentau auch von mir 4 von 5 Schneeflocken. An einigen Stellen hat mir zwar der Tiefgang gefehlt, doch es hat nie die Spannung verloren und ich bis zum Ende mitgefiebert. Weiter so!

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

engel, schutzengel, liebe, verbotene liebe, jugendbuch

Unter goldenen Schwingen

Natalie Luca
E-Buch Text: 355 Seiten
Erschienen bei Impress, 08.08.2013
ISBN 9783646600148
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Auto zum 18 Geburtstag, das wünscht sich doch wirklich jeder. Außer Viktoria, denn es ist der erste Geburtstag nach dem Tod ihrer Mutter und anstatt mit ihr zu feiern vergräbt sich ihr Vater in seiner Arbeit. Wie immer fühlt sie sich einsam, allein gelassen und seit neuestem auch verfolgt. Auch das nagelneue Auto kann daran nichts ändern und sie fühlt sich noch schlechter als sonst. Plötzlich verspürt sie den Drang ihre Mutter auf dem Friedhof zu besuchen. Gehetzt verlässt sie das Haus und auch das schlechte Wetter macht es ihr nicht leicht, kurzerhand entschließt sie sich dazu anstatt den Bus das Auto zu nehmen. Kurz bevor der Friedhof schließt drückt sie noch einmal richtig aufs Gas, verliert die Kontrolle über ihr Auto und kracht ungebremst gegen eine Mauer. Doch sie hat Glück, denn ein blonder Mann wird zu ihrem Retter. Er zieht sie aus dem Auto und bettet ihren Kopf so lange auf seinem Schoß bis der Krankenwagen eintrifft. Wie durch ein Wunder hat sie kaum einen Kratzer als sie im Krankenhaus aufwacht, doch keiner scheint ihren Retter gesehen zu haben, nicht mal der Mann der direkt neben ihm gestanden und den Rettungsdienst verständigt hat. Doch Viktoria muss ihn unbedingt finden, denn sie muss ihm danken. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie einem Geheimnis auf der Spur ist, das ihren Tod bedeuten könnte.

Ich muss zugeben, das Buch hat mich überrascht. Zuerst dachte ich, wie klischeehaft, Mädchen verliebt sich in ihren Schutzengel, doch dann musste ich einsehen, dass dieses Buch noch viel mehr Facetten besitzt. (So erging es mir auch. Der Anfang hatte schon sehr etwas von einem 0815-Buch, aber zum Glück änderte sich das im Laufe der Geschichte. Die Autorin hat viele neue Aspekte bei den Engeln und den Beziehungen zu Engeln eingebracht, die ich so noch nie in einem Buch vorgefunden habe. Allerdings gabs in dieser Hinsicht auch ein paar logische Fehler und die, ich nenn‘s jetzt mal, „Aufteilung“ der Engel auf einen Menschen hat mir ziemlich Angst gemacht. VORSICHT SPOILER! Ein Mensch hat in diesem Fall drei Engel. Einen für den Verstand, einen für die Gefühle und einen Schutzengel. Alle drei Engel greifen bis zu einem gewissen Grad in Victorias Leben ein. Angsteinflößend finde ich dabei, dass der Gefühlsengel und der Engel für den Verstand deine Gefühle ins Gleichgewicht bringen bzw. deinen Verstand schärfen sollen. Das eine andere Person so stark und in so vielerlei Hinsicht in mein Leben eingreift, ist einfach nur abartig für meine Begriffe. Immerhin sind Emotionen und die eigenen Gedanken doch etwas sehr intimes, dass ich nicht ungefragt mit einem wildfremden Engel teilen wollte. Das hat Victoria anscheinend aber nicht gestört – sehr hinterfragungswürdig!) Der Schreibstil der Autorin ist leicht und luftig, gleichzeitig aber spannend und fesselnd. Am Anfang musste ich mich zwar erst daran gewöhnen und in die Geschichte finden, doch als ich mich eingefühlt hatte, wollte sie mich nicht mehr loslassen, denn es bleibt von der ersten Zeile bis zum letzten Buchstaben spannend. Gerade als ich dachte, ich hab das Spiel durchschaut, wendete sich das Blatt und ich konnte all meine Theorien über Bord werfen. (So habe ich Frau Lucas Schreibstil auch empfunden. Es war locker leicht und hat perfekt zu der Geschichte gepasst. Hineinfinden musste ich mich nicht mal. Von der ersten Szene ab, war es spannend und mit diesen Zeilen hatte die Autorin mich, schon ab der ersten Seite.) Die Charaktere hab ich sofort in mein Herz geschlossen. Viktorias Geschichte ist total herzzerreißend und man muss einfach mit ihr fühlen. Ich konnte mich aber auch besonders gut in sie hineinversetzen, da die Autorin ihre Charakterzüge wirklich sehr detailliert und gut darstellt. Aber auch Nathaniel, Viktorias Retter wird sehr gut dargestellt und auch wenn er nicht zur menschlichen Spezies gehört konnte ich seine Entscheidungen nachvollziehen. Aber wie sagt man so schön, ein Engel kommt selten alleine. (Mir persönlich sind alle Engel und Menschen sehr ans Herz gewachsen. Gut fand ich außerdem, dass die Geschichte um die Engel nicht den kompletten Rahmen der Handlung eingenommen hat. Sonst denke ich mir immer: Hallo? Die hatte davor auch ein Leben, wieso schmeißt sie jetzt plötzlich all die Menschen, die sie liebt in einen Sack und kloppt den in die Biotonne? Das war hier klar nicht der Fall. Selbst während großer Rettungsaktionen war und bleibt Victoria ein Mädchen, das auch der Schulpflicht unterliegt. Sehr sympathisch. Einen Kritikpunkt – und das ist absolut Geschmackssache – habe ich noch vorzubringen. Nathaniel war für mich persönlich etwas zu schmalzig. Vielleicht werde ich einfach langsam zu alt für solche triefenden Schmachtfetzen, aber auch die Tatsache, dass sie nicht nur Nathaniel über alles liebt, nein, so ergeht es – wie ist es auch anders zu erwarten – der halben Schule genauso, hat mich an manchen Stellen die Augen verdrehen lassen. Sehr nervig, aber wie gesagt: Wer es mag, bitteschön! Ich war mit 16 ebenfalls eine unverbesserliche Romantikerin, also zieht es euch rein. Geschadet hat es mir sicherlich nicht. ;P) Aber auch die Nebencharaktere wie Viktorias Freundin Anne fand ich ziemlich spannend. Durch die Erziehung ihrer Oma wirkt sie sehr interessant und einmalig. Durch die vielen bildhaften Beschreibungen der Autorin konnte ich mir alle Personen und Orte gut vorstellen und fühlte mich wie mitten im Geschehen. Die Geschichte war gut durchdacht und ich empfand sie als glaubwürdig und nicht abgehoben. Jedoch muss ich zugeben, dass sie an einigen stellen wirklich klischeehaft war, aber ich denke, dass lässt sich bei einem Engelroman nicht vermeiden, da es wohl über kaum eine andere Spezies so viele Klischees gibt wie über Engel. Für mich eins der Highlights des Jahres und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen. (Den letzten Satz kann ich so unterschreiben. Auch wenn es nicht mein Lieblingsbuch war, möchte ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen. Da kann die Geschichtenerzählerin in mir einfach nicht anders. Immerhin sind noch viele Fragen offen geblieben.)
Fazit:  Für den fast perfekten Mix aus Liebe und Spannung gibt es 4 von 5 Schneeflocken. Ein Muss für Engelfans aber auch der perfekte Einstiegsroman für diejenigen die es noch werden wollen. Weiter so!

Fazit:
Ich vergebe an Frau Luca liebevolle 3,5 von 5 Rosen. Dieses Buch ist es absolutes „must-buy“ für jede Liebesromanliebhaberin, die ihre Bücher in eine gute Portion Fantasy getunkt mag. Ich würde meine Empfehlung allerdings auf die Altersstufe 12-18 jährige beschränken. Mit viel Spannung und glaubwürdigen Charakteren hat diesen Buch eine grundsolide Basis, um sich auf jedem eBook-Reader einen Platz verdient zu haben. 

Für alle Unentschlossenen gibts eine von der Autorin selbst gelesenen Szene aus "Auf goldenen Schwingen" auf ihrer offiziellen Seite auf amazon. Hier mal der Link: http://www.amazon.de/Natalie-Luca/e/B00GSRN63W/ref=nttdpepwbk_0

UND: Der zweite Teil ist seit November als eBook erhältlich! 

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loduun, liebe, kim winter, krieg, iason

Sternenstaub

Kim Winter ,
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Planet!, 19.08.2013
ISBN 9783522503808
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nun ist es soweit, der letzte Band der Sternentrilogie reiht sich ein. Ich hab das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge angefangen. (War bei mir auch so. Es war schade in das Buch einzusteigen mit dem Wissen, dass es der letzte Band ist, aber ich konnte es auch kaum erwarten weiterzulesen.) Zum einen freute ich mich wahnsinnig Mia und Iason wieder zu haben, doch andererseits wusste ich natürlich, dass es ihr letztes Abenteuer sein wird. Kim Winters Schreibstil war wie immer flüssig und locker flockig. Ich habe ihn wirklich genossen, da es so einfach war wieder in das Buch zu finden, auch wenn die Namen am Anfang verwirrend waren, da ich nicht mehr genau wusste welcher Wächter welcher war, doch das änderte sich nach einigen Zeilen schnell wieder. (Für mich war der Schreibstil auch sehr gut. So ehrlich und authentisch.) Der letzte Teil beginnt genau so wie er endet, mit Ereignissen, bei denen man das Atmen vergisst, weil man Angst vor jedem weiteren Wort hat. Die Charaktere sind mir schon in den ersten Teilen ans Herz gewachsen und hatte ich im ersten Teil auch noch etwas Schwierigkeiten mit Mia, so war sie mir in diesem sofort bekannt. Ihre Handlungen waren klar nachvollziehbar und auch wenn sie immer noch so übereilt reagiert, kenne ich sie nun doch etwas besser und kann ihre Handlungen verstehen.  Auch ihre Tollpatschigkeit und ihr Humor kommen nicht zu kurz, auch wenn ich mir dennoch etwas mehr Lockerheit gewünscht hätte, was aber bei diesem brisanten Thema durchaus schwer zu realisieren ist. Aber auch alle anderen Charaktere die man aus Sternenschimmer und Sternensturm schon kennt, bekommen ihren eigenen Platz im Buch und machen es nur noch schwerer, dass Ende der Trilogie zu akzeptieren. (Mia…ja sie ist schon einmalig. Mit ihrem Humor, ihrer sympathischen Art und und ihrer Schnodderigkeit – jaja, ich weiß, das Wort gibt’s auch nicht – konnte ich sie gar nicht nicht in mein Herz schließen. Und gerade ihre überbordende Art hat mich immer weiter lesen lassen. Sie bringt Aktion in die Geschichte.) Vor allem die Nebencharaktere, wie Mias Freunde oder die Loduunischen Kinder sind auch in diesem Band wieder hervorragend skizziert und runden das ganze Geschehen zu einem Buch ab, bei dem man einfach eintauchen und mitfiebern muss. (DIE KINDER!!! - <3) Jedoch muss ich leider gestehen, dass mir die Handlung vor allem in der Mitte etwas zähflüssig und eintönig wurde. Loduun steht klar im Vorschein, was ich auch nicht falsch finde, doch die Zweisamkeit zwischen Iason und Mia oder auch generell die Tiefgründigkeit ging mir etwas verloren. (Das sehe ich absolut anders. Gerade weil Kim Winter die Liebesgeschichte in diesem Teil des Buches etwas hintenan gestellt hat, hat sie mich schlussendlich hundertprozentig überzeugt. Denn in dieser Phase der Geschichte wäre eine zu ausführliche Zärtlichkeit zwischen Mia und Iason einfach nur störend gewesen. Es geht ja dann um Wichtigeres.) Ich fand die Beschreibungen des bunten, aber kalten Planeten durchaus gelungen und konnte mir alles gut vorstellen, jedoch muss ich sagen, dass sie mir einfach zu detailliert und malerisch waren. Meine eigenen Vorstellungskraft war stark eingeschränkt durch die sehr genauen Beschreibungen, aber ich denken, das ist Geschmackssache, wie uns Rose gleich beweisen wird ;). (Korrekt! Ich finde es wichtig und gut, wenn Autoren sich viele Gedanken um Details und Ausschmückungen machen. Diese kleinen Beschreibungen machen für mich ein Buch rund und erleuchten mir den Weg durch das Buch. Denn es soll der Vermittlung der Geschichte des Autors dienen. Er stellt die Kulissen, wir sind nur Zuschauer. Und das ist gut so. Dadurch erschließen sich ganz neue Perspektiven, auf die man selbst vielleicht nicht gekommen wäre.) Außerdem musste ich mich eine Zeit lang richtig durch die Seiten kämpfen, da ich das Gefühl hatte alles würde in die Länge gezogen werden. Gegen Ende jedoch änderte sich das wieder und es wurde nochmal richtig spannend und vor allem unvorhergesehen. Das hat mir richtig gut gefallen und wirklich überrascht. (JA! Das Ende war echt unerwartet. Aber wenn Kim Winter auf der Frankfurter Buchmesse nicht noch weiter beschrieben hätte, wir die Zukunft von Mia und Iason aussehen soll, hätte es einen guten Abzug gegeben.)
Alles in allem ein gelungener Abschluss der Trilogie, der für mich jedoch einige Schwachstellen aufwies, aber trotzdem mit Kim Winters flüssigem Schreibstil und wunderbaren Charakteren glänzen konnte. 3 ½ von fünf Wundervollgen schimmernden Schneeflocken! Wer es noch nicht gelesen hat sollte das unbedingt nachholen.
Fabulöser Abschluss! Von mir bekommt Sternenstaub – die weitere Ausführung von Frau Winter mal außen vor gelassen – 4 von 5 Rosen. Es ist ein Buch, das alles hat und alles gibt, was ein gutes Jugendbuch haben und geben sollte. Dafür meine Hochachtung.

Schenee und (Rose)

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träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Umziehen gehört für die fünfzehn jährige Liv Silber und ihre kleine Schwester Mia fast schon zum Alltag. Als Literaturwissenschaftlerin zieht es ihre Mutter jedes Jahr an einen anderen Ort, um dort Lehraufträge anzunehmen. Dieses Mal soll es jedoch anders werden, denn ihre Mutter hat nicht nur einen guten Job in Oxford ergattert, sondern auch noch ein wunderschönes Cottage für die kleine Familie angemietet. Nach der Ankunft in London zerplatzt jedoch der Traum der Geschwister, denn ihre Mutter hat alle Pläne über den Haufen geworfen, das Cottage gekündigt und eine kleine Wohnung in London angemietet. Doch damit nicht genug, im Schlepptau hat sie ihren neuen öden Freund Ernest Spencer. Von Anfang an können Liv und Mia ihn nicht leiden, doch als sie dann auch noch seine Kinder, Florence und Grayson kennen lernen, scheint ihr Unglück perfekt zu sein. Nur kurze Zeit später, plagt Liv ein, sich sehr real anfühlender, Traum, in dem sie Grayson und seinen Freunden, Henry, Jasper und Arthur auf einen Friedhof folgt und ihnen bei einer sonderbaren Zeremonie zuschaut. Als sie am Tag darauf in der Schule auf die Jungs trifft, fällt ihr auf, dass sie Dinge aus ihrem Traum wissen die eigentlich nur sie wissen kann. Darauf hin fasst Liv den Entschluss der Sache auf den Grund zu gehen und heraus zu finden, was die Jungs ihr verheimlichen. Dabei wird sie in eine Traumwelt gezogen, die erschreckende Folge für die Realität hat.


Silber ist nicht mein erstes Buch von Kerstin Gier (Ebenso nicht mein erstes Buch. ;) Die Edelsteintriologie ist sehr zu empfehlen.)und ich war somit nicht überrascht, dass auch Liv ihren erfrischenden Humor „geerbt“ hat. (Stimme ich auch zu. Der herzerwärmende Humor von Kerstin Gier ist in meiner Welt schon legend… es kommt gleich….DÄR! Der treibt euch die Tränen in die Augen – im positiven Sinne) Abermals schafft die Autorin es mich mit ihrem leichten, flüssigen und witzigem Schreibstil nicht nur zum Träumen zu bringen sondern auch fliegen zu lassen. Vom ersten Moment an war ich wie gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, so dass ich es in nur zwei Tagen verschlungen hatte. (Dito! Die Idee, dass Träume real werden und die Komplexität der geschaffenen Welt, war etwas vollkommen Neues für mich. Sehr erfrischend im Gegensatz zu den vielen 0815-Plots) Dabei schafft es die Autorin auf Augenhöhe mit ihren jungen Leserinnen zu bleiben und nicht wie eine Erwachsene zu klingen die den Kindern jetzt mal kurz die Welt erklären will. (Ja! Ich hatte auch das Gefühl, dass sie versteht was Leserinnen und Leser im Teenageralter lesen wollen und dementsprechend gestaltet sie ihre Handlungsstränge. ) Liv ist eine sehr angenehme Protagonistin, die mich nicht nur mit ihrer humorvollen Art, sondern auch noch mit ihrer Liebe zu ihrer Schwester und ihrer Familie um den Finger gewickelt hat. Mit der neuen familiären Situation kommt sie nur schwer zurecht, versucht aber schlussendlich das Beste daraus zu machen. Und genau das macht sie für mich so sympathisch. Sie ist ein ganz normales Mädchen, das sich durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags kämpft, ihre Schwester beschützt, die erste Liebe kennen lernt und nebenbei noch erwachsen zu werden versucht. (Vor allem hat Liv eine unbändige Neugier und liebt es Rätseln auf den Grund zu gehen. Damit konnte ich mich gut identifizieren. Obwohl ich sagen muss, dass auf meinem Sympathiebarometer Henry noch ein paar Punkte über Liv steht. Er ist heiß – zumindest in meinem Kopf –, intelligent und hat manchmal eine beeindruckende Sicht auf verschiedene Dinge, wie z. B. auf seine Träume.  ) Aber nicht nur die Hauptcharaktere geben diesem Buch so viel Charme, sondern auch die vielen Nebencharaktere, die von der Autorin genau so hervorragend gezeichnet wurden. Hierbei scheint sie kein Detail vergessen zu haben und jeder noch so kleine Charakter bekommt seine Geschichte, bei der ich als Leser nicht anders konnte als mit zu fiebern. Die Liebe spielt natürlich auch eine Rolle, was wäre ein gutes Buch ohne ein bisschen Liebe? Sie entwickelt sich heimlich und schleichend und fühlt sich völlig angemessen für eine fünfzehnjährige, weder überzogen, noch unangebracht und in genau de richtigen Maße. Ich mochte überzogene „Liebe-auf-den-ersten-Blick-Geschichten“ sowieso noch nie. (Das kann ich so unterschreiben. Aber am Anfang wusste ich noch nicht so wirklich, in wen sich Liv verlieben wird. Also Henry oder Grayson – ihr bald-Stiefbruder. Zum Glück hat sich das aber schnell aufgeklärt, macht die Sache aber noch interessanter) Die Idee der Traumtüren und der sich dahinter befindenden Geschichten fand ich total spannend. Wie würde wohl meine eigene Tür aussehen? Durch die vielen verschiedenen Türen zu anderen Welten bleibt die Spannung vom Anfang bis zum Ende erhalten und scheint nie abzuflachen. Denn hinter jeder Tür verbirgt sich etwas anderes. Von rosaroten Prinzessinnen Träumen über draufgängerische Verfolgungsjagden bis hin zum Kampf um Leben und Tod und mitten drin Liv und die Jungs die versuchen müssen mit jeder Tür klarzukommen. Kerstin Gier schafft es ihre völlig neue Welt so gut zu spinnen, dass man sich sofort wohl darin fühlt und kaum Fragen offen bleiben. Auch die Kulisse hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir jeden Ort so gut vorstellen als wäre ich selbst dort gewesen. (Die Kopfbilder waren bei mir auch sehr klar und detailreich, insbesondere durch die gut beschriebenen Traumszenen.)

Fazit: Ein grandioser Auftakt einer Trilogie die nur Traumhaft werden kann. Gier punktet nicht nur mit ihrem humorvollen Schreibstil und ihrer wohl durchdachten Geschichte sondern auch mit tiefgründigen Charakteren und einer Protagonistin die man einfach ins Herz schließen muss. Daher bekommt „Silber“ von mir 5 von 5 Schneeflocken

Fazit: Ich vergebe an Frau Gier 5 von 5 Rubinen, für einen traumhaften ersten Band ihrer neuen Trilogie. Mit einem unschlagbaren Humor, viel Spannung und dem ganz besonderen Gruselfaktor hat mich dieses Buch zu einhundert Prozent überzeugt und ist meiner Meinung nach etwas für Groß und Klein. Also, nicht verpassen!

Angenehme Träume.

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gestaltwandler, liebe, vampir, köln

In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 468 Seiten
Erschienen bei Oldigor
ISBN 9783943697230
Genre: Fantasy

Rezension:

Auch wenn man anfangs denkt: Oh man, noch so ein Vampirroman, ist es doch ein ganz anderes Buch, als das übliche Klischee. Natürlich geht es um Vampire und Blut trinken, aber das steht nicht im Vordergrund. Die zentralen Themen sind nämlich nicht Selbsthass und der ganze Aufopferungskram (soll das eine kleine Anspielung auf andere Vampirromane sein? :D BÖSE, geh dich schämen...), sondern Toleranz, Familie, Schicksal, die Zukunft und selbstverständlich Liebe. Voller Gefühl, mit viel Aktion, unglaublichem Witz und einer authentischen Handlung lenkt Jennifer Wolf den Leser auf ihrer Reise durch die Welt von ISV auf ihre ganz eigene Weise. Ich habe gelacht, ich habe geweint und mitgefiebert und als ich den letzten Satz gelesen hatte, haben mir die Charaktere plötzlich gefehlt. (Ging mir genau so, daher hab ich ISV auch schon um die zehn mal gelesen. Immer wenn es mir schlecht geht, verwandelt Miris gute Laune mich wieder in ein optimistisch denkendes Wesen.)  Zudem ist es erfrischend, dass die Protagonistin, sich selbst nicht zu ernst nimmt. Fehler macht und sich ungekünstelt gibt wie sie ist. Nichts ist ihr peinlich und auch die weniger gesellschaftlich diskutierten Themen werden angesprochen. Was manchmal zum Fremdschämen, manchmal zu Lachkrämpfen und manchmal zu Neugierde geführt hat. Fragt sich zum Beispiel, wie die Anatomie eines Vampirs aussieht, wenn er keine Nahrung zu sich nehmen muss/will. Wie sieht es da mit dem Verdauungstrakt aus??? Fragen die man sich eigentlich nicht stellt, aber gestellt werden sollten. Das macht die Vampire weniger "magisch" und mehr logisch nachvollziehbar. Übernatürliche Wesen sind dann nicht "unerreichbare Götter", sondern einfach eine andere Spezies, genauso gefühlvoll und genauso "menschlich", wie die meisten Leute. (Ich fand besonders gut, dass die Vampire manchmal Dinge sogar selbst nicht erklären können. Denn auch wir Menschen sind noch nicht bis ins kleinste Detail erforscht und gerade das macht uns doch so lebendig und einzigartig.)  Und ein großes Plus gab es noch von mir, weil es kein stinkprüdes Jugendbuch ist. Natürlich muss man keine bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Sexszene in einem Buch präsentieren - was dann sowieso eklig und irgendwie unangemessen rüberkommt -, aber dennoch, finde ich, darf eine kleine Liebesszene nicht fehlen. Wir leben immerhin in einer Zeit mit einer aufgeklärten sexuell offenen Gesellschaft. Genau, das hat Jennifer Wolf gemacht. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Was auch nur wenige Autoren/Autorinnen hinbekommen ist, selbst eine anderen Geschmack gut zu verpacken. Ich hab nicht immer mit Miri's Meinung übereingestimmt oder fand Reaktionen von Elias teilweise zu....naja gefühlsduselig, trotzdem mochte ich beide.  Genauso wie sie sind. Vor allem Lebendig! Und das ist das Wichtigste. Wie von selbst, sponn sich die Geschichte in meinem Kopf und ließ mich nicht mehr los.(Ging mir auch so. Elias erschien mir manchmal einfach zu gefühlvoll, in einer nderen Szene jedoch, trieb er Miri und auch mich in den wahnsinn, weil er alles falsch zu machen schien was man nur falschmachen konnte. Und dennoch sind mir beide so ans Herz gewachsen, denn sie sind genau wie wir, wollen alles richtig machen, greifen dabei aber manchmal enfach in die Tonne und tun genau das Falsche.)

PS: David, ich will ein Kind von dir! -> Lest das Buch und ihr werdet mich verstehen. ;)   (Warum entscheiden und auf einen festlegen? :D)
Rubinvergabe: Ich vergebe 5 von 5 Rubine, weil dieser erste Teil einer Trilogie viel verspricht und mir viel gegeben hat. Mit gutem rheinländischem Witz, viel Romantik und göttlicher Authentizität schlägt Miriam Michels jeden in ihren Bann. Meines Erachtens ein Buch für Mütter und Töchter, Hausfrauen und Workaholics. Und für jeden Jungen, der sich traut. Möge euer SUB niemals ein Ende haben! 

Schneeflocken:  Auch von mir bekommt das Buch 5 Schneeflocken! Aus dem ganz einfachen Grund, dass der Schreibstil überwältigend ist und ich mich jedesmal in dem Buch verliere. Die Charaktere sind wie eine Familie für mich geworden und ich hab mit ihnen gelacht, geweint, geheiratet und Kinder bekommen. Vergesst Edward! ANASTASIA AN DIE MACHT<3

Rosenrot & Schneeweißchen

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