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Klang der Vergangenheit: The Promise

Isabelle Wallat
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.03.2015
ISBN B00VIJU2DM
Genre: Fantasy

Rezension:

Madison Perry, von allen nur Maddy genannt, hatte es noch nie leicht. Seit ihrer Geburt hat sie die Gabe, durch ihre Handflächen die Vorgeschichte eines Gegenstands zu sehen. Berührt sie einen Tisch, so sieht sie, wie er hergestellt wurde. Wie das Holz gehackt und aufbereitet wurde. Mit Hilfe von Handschuhen versucht sie jedoch meist, diese besondere Begabung zu unterdrücken.Die große Sonnenfinsternis bringt zu allem Übel auch noch die Visionen wieder zurück, die sie schon einmal als Kind gesehen hat. Immer wieder suchen sie die Bilder der Vergangenheit heim und lassen sie nicht los. Als ihre beste Freundin Sam vorschlägt, einen Psychologen aufzusuchen, zweifelt Maddy an ihrem Verstand. Sie beschließt, sich auf die Suche nach der Vergangenheit zu machen, um die Wahrheit in Erfahrung zu bringen. Denn sie ist sich sicher, dass sie jemandem ein Versprechen gegeben hat, dass sie einhalten muss.Ihre Wurzeln scheinen jedoch verwachsener zu sein, als Maddy zuerst dachte. Als sie auf ihrer Reise dann auch noch Darvin begegnet, gerät Maddy plötzlich zwischen die Fronten und muss sich entscheiden: Gut oder Böse?
The Promise Band 1 beginnt sofort spannend. Auf 338 Seiten erzählt Isabelle Wallat die Geschichte von Maddy. Man springt sofort in die Handlung und erlebt eine von Madisons Visionen mit.Ich hab gut in das Buch hineingefunden, auch wenn mir Maddy am Anfang etwas unsympathisch war, was aber daran lag, dass sie sehr farblos beschrieben war. Das änderte sich mit der Zeit jedoch. Isabelle Wallats Schreibstil ist zwar locker, jedoch auch manchmal etwas holprig, aber auch das ändert sich je weiter man im Buch fortschreitet.Die Geschichte um Maddy, ihre Vergangenheit, die Dämonen und ihre Reise sind wirklich super ausgedacht und auch wirklich toll beschrieben. Zusammen mit Maddy deckt man ihre Vergangenheit und ihre Geheimnisse auf. Die Geschichte wird immer wieder durch Visionen unterbrochen, die detailreich beschrieben sind. Für mich wirklich ein Highlight.Maddy war für mich anfangs sehr anstrengend. Irgendwie wirkte sie steif auf mich. Nicht richtig anwesend. Außer in ihren Visionen. Durch sie bekommt sie etwas Farbe, ihr Charakter wird dadurch etwas abgerundet. Ihre beste Freundin Sam hingegen strotzt nur so vor Leben und schafft somit den Ausgleich. Auf ihrer Reise begegnen Maddy und Sam vielen Menschen, die eine wichtige Rolle spielen. So auch Darvin. Er ist der mysteriöse, was der ganzen Sache die Spannung gibt. Seine Gefühlswelt ist gut beschrieben und ich konnte mich in ihn besser hineinversetzen als in Maddy.In der Mitte der Geschichte wurde es etwas langatmig, ich hab da die Spannung etwas vermisst. Es wirkte etwas wie aneinandergereihte Ereignisse. Was wirklich schade war, da die Geschichte an sich eine tolle Idee ist. Gegen Ende nahm die Geschichte aber wieder Tempo auf und entwickelte sich sehr rasant. Es wurde wieder spannend und ich fieberte endlich mit Maddy mit. Ich musste unbedingt wissen, wie es weitergeht und was des Rätsels Lösung ist. Die Charaktere, der Schreibstil und die Geschichte gewannen zum Ende hin noch einmal an Stärke und Isabelle Wallat zeigt, was sie wirklich kann. Das Ende ist mein absolutes Highlight, spannend, unerwartet und erfrischend.

Fazit: Klang der Vergangenheit weist zu Beginn einige Schwächen auf und auch Maddy konnte mich zuerst nicht überzeugen. Doch es lohnt sich dranzubleiben und sich von Isabell Wallat überraschen zu lassen. Das Ende hat es für mich dann noch mal richtig rausgerissen und nun muss ich unbedingt wissen, wie es weiter geht. Von mir gibt es 3,5 Schneeflocken, zu Gunsten von The Promise runde ich auf :)

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

cybergame, cyberwelt, cyberworld, freundschaft, jugendbuch, koma, krankheit, liebe, mind ripper, roboter, rollenspiel, science fiction, thriller, tod, zukunft

Mind Ripper

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei null, 07.04.2014
ISBN B00JJOT8AG
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cybernetz ist im Jahre 2038 die größte Attraktion. Durch Elektroden am Kopf kann man direkt in die virtuelle Welt der CyberWorld eintreten und alle Vorzüge genießen. Für Jedermann ist etwas dabei. Von Rollenspielen bis hin zu virtuellen Clubs und Cafes. 
Die Zwillinge Jemma und Jamie verbringen mit ihren Freunden viel Zeit in der virtuellen Welt und spielen dort Rollenspiele. Zusammen kämpfen sie gegen Monster, lösen jedes Rätsel und scheuen kein Abenteuer. Die Spiele lenken sie von ihren Problemen in der realen Welt ab und schweißen die Freunde zusammen.

Doch dann fallen drei Jungs ins Koma während sie in der CyberWorld sind. Ihre Körper sind nur noch leere Hüllen und niemand weiß woran es liegt. Es wird viel spekuliert, doch auch die Polizei hat keine Antworten. Ist die virtuelle Welt schädlich? Kann man einfach darin verschwinden? Trotzdem wollen die Freunde ihre Spiele nicht aufgeben und gehen weiterhin in die CyberWorld.

Eine plötzliche Begegnung bringt Jemma, Jamie und Zack dem Mind Ripper immer näher und plötzlich finden sie sich in einem Spiel wieder, das sie vielleicht nicht in der Lage sind zu gewinnen.


Durch die Empfehlung einer guten Freundin bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Das Cover hat mich leider gar nicht angesprochen sondern eher abgeschreckt. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch trotzdem gelesen habe, denn es war eins meiner Highlights des Monats.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und sehr humorvoll. Ich bin sofort in die Geschichte gekommen und konnte auch nicht mehr aufhören zu lesen. Vor allem fand ich den Humor sehr angenehm. Zusammen mit der Spannung ergab er eine explosive Kombination, die das Buch einfach besonders macht.

Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt. So bekommt man die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen übermittelt und hat einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere. Fand ich sehr angenehm und hat mich total in seinen Bann gezogen.

Die Charaktere sind total angenehm. Sie haben alle Tiefgang und sind toll beschrieben. Durch Jamie kommen viele alltägliche Probleme hinzu und ich fand den Aspekt den er in die Geschichte bringt sehr spannend. Ich glaube Jamie ist einer meiner Lieblingscharaktere. Obwohl die Entscheidung schwer fällt, weil einfach alle so toll sind. Sie runden die tolle Geschichte ab und machen sich noch authentischer.

Die Idee mit der CyberWorld und den „realen“ Spielen fand ich einfach nur toll. Sie hat mich total überzeugt und ich war regelrecht gefesselt. Die Autorin beschreibt alles sehr detailreich und anschaulich, sodass man alles gut versteht und sich die Szenerie gut vorstellen kann. Ich wünschte die CyberWorld würde nicht nur in meinem Kopf existieren sondern auch in der realen Welt.

Von Anfang an, ist die Handlung spannend aufgebaut und das zieht sich auch durch das ganze Buch. Es wird nie langweilig, ich musste immer wissen wie es weiter geht und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen und muss unbedingt Band zwei haben.

Das Ende war jedoch der Knaller. Es kam so überraschend und hat mich vom Stuhl gehauen. Die Lösung des Konflikts war das Highlight. Dieses Ende hätte ich nie erwartet. Es wurde wunderbar geschildert und erklärt, ich konnte es nachvollziehen obwohl es so unerwartet und überraschend war. Einfach toll.



Fazit: Eine tolle Geschichte, die mit der Idee, den Charakteren und vor allem dem Schreibstil überzeugen kann. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und muss unbedingt wissen wie es weiter geht. Hoffentlich gibt es noch viele weitere tolle Bücher von der Autorin. 

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89 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 40 Rezensionen

abenteuer, avid, becca, charlie andrews, charly, cornelia franke, dächer, daisuke, einteiler, einzelband, fantasy, freundschaft, rufus, seelenseher, tougard

Seelenseher

Cornelia Franke , Dominic Franke
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 13.03.2015
ISBN 9783944544427
Genre: Fantasy

Rezension:

Charlie besitzt die Fähigkeit zu Heilen. Zumindest erzählt man ihm das, als er eines Tages ohne Vorwarnung plötzlich in eine andere Welt gezogen wird. In Tougard soll er nicht nur seine neue Fähigkeit verbessern sondern auch lernen, wie man in der Menschenwelt mit ihr lebt ohne aufzufallen. Was er zuerst für einen sehr abgefahrenen Traum hält, entpuppt sich schnell als anstrengende und nervenaufreibende Wahrheit, denn Charlies Gabe will nicht so wie er will. Trotzdem gewinnt der eher zurückhaltende Junge, der in seiner eigenen Welt kaum Freunde hatte, zusehends an Selbstbewusstsein und findet Gleichgesinnte. Doch ein Mensch fehlt ihm, seine beste Freundin Ann. Das Leben in Tougard fällt ihm ohne sie sehr schwer und er möchte sie unbedingt bei sich haben.

Als er plötzlich von einer Prophezeiung hört, die voraussagt, dass ein Seelenseher seine beste Freundin umbringen wird, weiß er nicht was er tun soll. Wie kann er sie beschützen? Was kann er tun?

Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Schüler aus Tougard verschleppt werden und darunter auch Freunde von Charlie sind. Die Zeit scheint ihm davon zu laufen und er muss schnell einen Weg finden Ann und seine Freunde zu beschützen, denn in Tougard ist plötzlich nichts mehr wie es scheint.


Der Einstieg in „Tougard – Seelenseher“ ist mir wirklich total leicht gefallen. Der Prolog war sehr mystisch, witzig und machte neugierig auf mehr. Ich muss sagen, er ist mein Lieblingskapitel. Die Statuen sind so unglaublich toll. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, es wird aus der dritten Person erzählt und nicht nur aus Charlies Sicht. Der Hauptcharakter ist trotzdem Charlie, er ist eher zurückhaltend und kann mit seinen Mitschülern nichts anfangen. Sein Vertrauen wurde in der Vergangenheit missbraucht, deswegen fällt es ihm schwer Freunde zu finden. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen, er war ein angenehmer Charakter, jedoch konnte ich seine Anhänglichkeit zu Ann ab einem gewissen Grad nicht mehr verstehen. Er ging mir da zu naiv an die Sache und klammerte auch sehr. Das war der einzige Punkt, der mir an Charlie missfiel, ansonsten hab ich gern mit ihm die Welt von Tougard entdeckt. Die anderen Charaktere mochte ich alle überwiegend. Vor allem Avid, von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen. Seine Wandlung faszinierte mich und ich fand sie toll dargestellt. Nur mit Ann hatte ich von Anfang an meine Probleme. Was ich recht schade fand, da sie einer der wichtigen Charaktere ist. Sie ist mir einfach zu egoistisch und denkt eben nur an ihren Vorteil ohne Rücksicht auf Charlie. Ich konnte sie einfach nicht verstehen.

Cornelia und Dominic Franke erschaffen mit Tougard eine neue Welt in der alles möglich scheint. Die Schule und auch alle anderen Orte fand ich sehr gut beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und fühlte mich an Charlies Seite versetzt.

Die Idee fand ich toll, jedoch fand ich einige Dinge schwammig dargestellt und ich hatte das Gefühl, dass nicht alles bis ans Ende durchdacht war. Mir fielen immer wieder kleine Unstimmigkeiten auf, die irgendwie nicht zueinander zu passen schienen. Der plötzliche Stimmungswechsel von Ann war das beste Beispiel. Er hat irgendwie nicht in das Konzept gepasst und kam unerwartet. Am Ende dann gleich noch mal. Das schien mir einfach nicht ganz zu passen und war für mich auch nicht wirklich schlüssig erklärt.

Im Verlauf der Geschichte passiert zwar viel, aber irgendwie fehlte mir trotzdem die Spannung. Das Einzige, was ich wirklich spannend fand, war, wer nun Avid ist und wohin die Menschen verschwinden. Der Rest der Handlung hat sich etwas gezogen und wies einige Längen auf, was ich sehr schade fand, da die Idee wirklich großartig ist.



Fazit: Eine sehr interessante Idee, die durch tolle Charaktere und einen angenehmen Schreibstil unterstützt wird. Jedoch wies die Handlung einige Längen und Unstimmigkeiten auf, die mich das Buch oft zur Seite legen ließen. 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Agnes Geheimnis

Annette Hennig
E-Buch Text: 229 Seiten
Erschienen bei null, 24.06.2014
ISBN B00LAC84AK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zusammen mit ihrem Mann lebt Nina in einem kleinen Einfamilienhaus. Ihre Kinder sind schon längst ausgezogen und sie genießt das Leben mit Paul, ihrem Ehemann, in vollen Zügen. Bis ein geheimnisvoller Brief auftaucht und alles zu zerstören droht. Gleichzeitig tauchen Hinweise auf ein jahrelang gehütetes Geheimnis von Ninas geliebter Oma Agnes auf. Sollte sich alles bewahrheiten, dann würde das ihre gesamte Familie auf den Kopf stellen. Nina und ihre Familie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch will sie sie überhaupt wissen? Nina wagt einen Neuanfang, versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, doch als die Tagebücher von Agnes auftauchen, tut sich erneut ein tiefer Abgrund auf in den Nina zu fallen droht.Wird sie das Geheimnis lüften können? Kann sie Agnes verzeihen? Oder wird sie an der Vergangenheit kaputt gehen? Nicht einmal Nina weiß darauf eine Antwort, aber sie versucht sie zu finden.
Zu Beginn des Buches springt man durch verschiedene Zeiten und bekommt einen kurzen Einblick in das Leben von Agnes, Ninas Oma. Ich bin gut in das Buch gekommen, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.Nach den ersten paar Seiten bleibt man dann in der Zeit in der Nina lebt. Jedoch wird die Geschichte nicht nur aus Ninas Sicht geschildert, sondern auch aus der von fast allen handelnden Personen. Das fand ich sehr spannend und gut gemacht, weil ich so einen tollen Einblick in die Gedanken von allen Personen bekommen habe. Einige mochte ich mehr, andere weniger. (Paul zum Beispiel! So ein arroganter Egoist!!!!!!)Nina war ein sehr angenehmer Hauptcharakter. Zu Beginn schien sie mir sehr naiv zu sein, jedoch legte sich das mit der Zeit, da sie auch gute Argumente für ihre Entscheidungen liefert und ich alles nachvollziehen konnte. Sie macht durch das ganze Buch eine gut sichtbare Wandlung durch, die ich super fand. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich toll, da es viele Geheimnisse gelüftet hat. Der Leser hatte dadurch einen rund um Blick und wusste mehr als einige Charaktere in der Handlung.Aber auch alle anderen Charaktere konnten mich mehr als überzeugen. Jeder Charakter hatte seine eigenen Eigenschaften und auch an Tiefe fehlte es ihnen nicht. Sehr überzeugend beschrieben und dargestellt.Die ganze Handlung war gut durchdacht und hatte Hand und Fuß. Ich fühlte mich die ganze Zeit mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung hielt sich das ganze Buch durch. Von Anfang an, werden die Geheimnisse die ganze Zeit angedeutet aber es dauert relativ lange bis etwas Licht ins Dunkel kam. Jedoch war dann am Ende alles ganz anders als ich es erwartet hatte, das hat mich wirklich überrascht und war sehr gut beschrieben.Die großen Emotionen haben mir nicht gefehlt, denn sie waren vorhanden, jedoch waren sie mir zu wenig beschrieben. An den Stellen fand oft zu schnell ein Sichtwechsel statt oder die Person ging einfach über ihre Gefühle hinweg. Ich fand das aber nicht schlimm, da der Schreibstil, die Spannung und die tollen Charaktere mich weiterhin durch die Handlung haben fliegen lassen.

Fazit: Ein tolles Familiendrama, mit noch tolleren Charakteren und einer durchweg Spannenden Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und trug mich durch die Seiten. Das Ende hat mich sehr überrascht und war klasse beschrieben. Ich freue mich auf Band zwei!

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

app, bittersweet, coming out, erste liebe, erster kuss, eshort, gitarre, homosexualität, jennifer wolf, jugendbuch, kurzgeschichte, liebe, myflirt, see, sommer

Summer Boys <3 (BitterSweets)

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 17.06.2015
ISBN 9783646601541
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ian schwärmt heimlich für Fynn, doch er traut sich nicht jemandem auch nur davon zu erzählen. Die App MyFlirt soll ihn von Fynn ablenken und sein Plan scheint auch zu funktionieren, denn er lernt Lucas kennen und fühlt sich zum ersten Mal verstanden. Als seine beste Freundin, dann die Idee hat ein Wochenende am See zu verbringen, weiß Ian nicht wie er das überstehen soll, denn auch Fynn wird dabei sein. Doch keiner darf merken, was für Gefühle er für den Jungen mit den meeresblauen Augen hegt. Ob das gut geht?

Summer Boys ist ein wundervolles Sommerbuch, das nicht nur durch sein buntes Cover überzeugen kann. 
Die Protagonisten sind super toll. Trotz der Kürze lernt man ihre Ecken und Kanten kennen und ich hatte sofort das Gefühl mit Ian verbunden zu sein, weil ich ihn so gut verstehen konnte. Man kann sich durch die genauen und bildhaften Beschreibungen der Autorin alles super gut vorstellen und sich gut in die Charakter hineinversetzen. Ian ist sehr verletzlich und ich wollte ihn am liebsten die ganze Zeit knuddeln und ihm sagen, dass alles wieder gut wird.
Die Geschichte ist gut durchdacht und hat Höhen und Tiefen, die die Spannung die ganze Zeit aufrecht erhalten. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen weil ich so gefesselt war, auch wegen dem Schreibstil. Er ist wie gewohnt locker und sehr humorvoll. Er rundet das sehr ernste Thema ab und gibt dem Kurzroman den letzten Schliff. 

Fazit: Sehr lesenswert! Eine tolle Kurzgeschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Tolle Charaktere, die der Geschichte Leben einhauchen und den Leser mit durch Höhen und Tiefen nehmen. 

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alois, ben, brief, fantasy, glisco, liebe, magie, mederio, mirjam h. hüberli, phoenicrus, schwester, sentio, suche, susurro, zara

Stadt der Verborgenen

Mirjam H. Hüberli
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.04.2015
ISBN 9783646600964
Genre: Fantasy

Rezension:


Als Zara eines Morgens noch hektisch für die Schule ein Buch aus dem Bücherregal ihrer Mutter herauszieht, damit sie nicht zu spät UND unvorbereitet in der ersten Stunde auftaucht, fällt ihr plötzlich ein brauner Briefumschlag in den Schoß. Neugierig geworden, was ihre Mutter da zu verstecken versuchte, öffnete Sie das Schriftstück und findet sich mit einer unerklärlichen Botschaft konfrontiert. In diesem Brief heißt es, ihre Familie wurde verfolgt und dass Zara eine Schwester habe, Yosephine. Beigelegt wurde dieser Nachricht ein altes Foto, darauf abgebildet ist Zara mit einem fremden Mädchen, das ihr sehr ähnlich sieht. Aber das kann doch nicht sein? Warum behautet der Verfasser so viel über ihre Familie zu wissen und wer ist diese Person überhaupt? Soweit Zara wusste war sie ein Einzelkind. Geschockt und verwirrt nimmt sie den Brief an sich und beschließt erst mal nur ihren Freunden von der mysteriösen Botschaft zu erzählen. Doch dazu kommt sie erst gar nicht, da sie überraschend einen Anruf von ihrem Großvater erhält. Als während des Gesprächs dann die Leitung plötzlich tot ist macht sich Zara große Sorgen und fährt sofort zu ihm, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Dieser ist glücklicherweise wohlauf, aber kaum hat sich Zara beruhigt fängt er unvermittelt an von dem Brief zu reden, den Zara am Morgen fand. Dabei hatte sie doch niemandem davon erzählt. Ihr Opa prophezeite, dass die kommen würden, um Zara mitzunehmen, wie sie einst mit Yosephine geschah. Nach längerem Hin und Her entscheidet sich Zara, zusammen mit ihrem Großvater, sich auf die Suche nach ihrer Schwester zu machen. Doch da hat sie die Rechnung nicht mir Ben gemacht. Dieser ist von Natur aus neugierig und als er von Zaras Plan erfährt ist er sofort Feuer und Flamme und schließt sich den beiden an.
Der Einstieg in die Geschichte ging eher schleppend voran. Ich kann gar nicht so genau sagen, ob es an dem Schreibstil lag oder einfach an dem normalen Anfangsgeplänkel, dass den Leser in die Welt einführen soll. Auf jeden Fall war ich nicht von Beginn an überzeugt, doch im Laufe des Lesens verdichtete sich der Handlungsstrang, Geheimnisse wurden gelüftet und neue Fragen tauchten auf, das steigerte bei mir das Lesevergnügen um eine Millionen Prozent und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. (Das ging mir genau so. Ich mag den Schreibstil sehr, aber an Anfang kam ich auch nicht richtig rein... Aber es lohnt sich weiter dranzubleiben, denn mit jeder Zeile wird es einfach nur besser und man kann am Ende nicht anders als alles zu lieben!)
Dieses beständige Aufkommen von Problemen, aber auch der zeitnahen Aufklärung jener, machte für mich den Schreibstil besonders. Normalerweise gibt es das eine große Mysterium, das bis zum Schluss ein großes Fragezeichen über dem Kopf des Lesers bleibt. Aber so war es in diesem Buch überhaupt nicht. Das machte die Geschichte sehr spannend und aufregend, weil selbst wenn der Leser ein Rätsel lösen konnte, so wartete das nächste nicht weit und meine Gedanken bleiben kontinuierlich in der Handlung gefangen. (Spannend war es allemal, vor allem hab ich vom Titel her einfach etwas ganz anderes erwartet und war dann total positiv überrascht, weil die Idee und die Geschichte einfahc noch besser war als meine Erwartung. Der Schreibstil war erfrischend jugendlich und sehr locker und flüssig, ich kam super gut durch das Buch.) Die Protagonistin Zara ist ein sehr liebeswürdiges Mädchen. Leicht reizbar und mit vielen Ecken und Kanten ausgestattet bricht sie auf in ein spannendes Abenteuer, das ihre positiveren Eigenschaften hervorbringt, ihren Mut, ihre Loyalität und ihre Stärke. Sie ist vielleicht nicht die Klügste und bei weitem nicht fehlerlos, aber genau diese Charakterzüge empfand ich an ihr sehr sympathisch. Stereotypische und unerreichbar perfekte Hauptfiguren hat diese Welt wohl schon genug. (Zara *_* Ich mag sie einfach. Sie ist so lebendig, ehrgeizig und liebenswert, dass ich mich sofort in sie hineinfühlen konnte. Durch ihre Ecken und Kanten wurde sie mir nur noch sympathischer. Sie wirkt sehr real und gerade das macht sie so gut greifbar. Dadurch, dass sie selbst alles vergessen zu haben scheint, weiß der Leser genau so viel wie Zara und muss zusammen mit ihr alles herausfinden. Zara ist sehr gut dargestellt und wirkt auf mich kein bisschen Oberflächlich, ganz im Gegenteil hat sie sehr viel Tiefgang.) Der Nebencharakter Ben – der Neue an der Schule, den Zara eigentlich nicht leiden kann – macht auch eine Wandlung während des Buches durch. Anfangs noch verschlossen lernt man ihn nur als arroganten Idiotien kennen, der sein Ego mehr liebt als alles andere. Aber je mehr sich Zara und ihre kleine Gruppe in das Abenteuer verwickeln lassen, desto näher kommen sich die beiden und Ben öffnet sich ihr. Die Geständnisse, die dabei zum Vorschein kommen sind ganz anders, als erwartet und ich finde, das zeichnet eine gute Figur aus. Jeder Mensch hat meiner Meinung nach mehr als eine Maske und manchmal öffnet man sich und zeigt wichtigen Personen, die eine Maske, die man selbst wahrhaftig ist. Dass diese nicht mit den äußeren Erwartungen nicht übereinstimmt ist nur normal und überzeugend, sonst wär das verstellen ja sinnlos. (Dazu hab ich nichts mehr zu sagen! :D Außer: ARRWO-Typ an die Macht. Er war neben Ben auch noch einer der Nebencharaktere, die die Sache sehr viel spannender machten!) Ein weiterer wichtiger Charakter ist Zaras Großvater Alois. Er ist der schrullige und skurrile ältere Herr, den man erst für dement und durchgeknallt hält, aber dann feststellt, dass er die Welt besser durchblickt als jeder andere. Ich hab ihn geliebt, weil er unverkrampft, waghalsig und furchtbar stur ist.(Alois ist für mich einer der besten Charaktere! Wie Rosenrot schon sagte, ist er einfach da, wahr und lebhaft macht alles ein kleines bisschen verrückter und echter und einfach wunderbarer. Mirjam hat mir verraten, dass er ursprünglich mal sterben sollte, ich bin einfach nur froh, dass er nicht stirbt, denn wir hätten viele tolle Momente verpasst. Ich denke ohne ihn hätte die Geschichte weniger Witz und wäre nicht so genial wie sie im Endeffekt ist.) Eine kleine Kritik hab ich allerdings doch noch anzubringen. Die Beschreibungen der Kulissen waren mir zu karg und lieblos ausformuliert. Durch den häufigen Ortswechsel muss das natürlich etwas hinter der Handlung zurückstehen, aber ein bisschen muss die Umgebung meine Meinung nach schon erwähnt werden. (Ist mir ehrlich gesagt nicht so sehr aufgefallen, weil ich das alles meiner Fantasie überlasse. Die für mich Wichtigen Dinge waren zur Genüge beschrieben, deswegen empfinde ich das nicht als Kritikpunkt.) Da „Die Stadt der Verborgenen“ der erste Teil einer Trilogie ist, wie ich mir habe sagen lassen, möchte ich zum Ende gar keine Worte verlieren. Ich bin einfach gespannt auf den zweiten Teil.
Fazit: Mit vielen guten Ideen, einem sehr individuellen Schreibstil und einer sympathischen Protagonistin legt Mirijam H Hüberli einen guten Start hin, der mich nach anfänglichen Schwierigkeiten überzeugen konnte. Wer einer imperfekten Protagonistin also nicht abgeneigt ist und eine gute solide Fantasy-Geschichte wertzuschätzen weiß, wird mit diesem Buch seine Freude haben.

Fazit: Ein toller Start in eine Reihe auf die ich mich sehr freue. Band eins konnte mich mit seinen Charakteren und der geschichte hinter allem überzeugen und fesseln. Die Protagonisten beweisen Tiefgang und Stärke, haben aber auch Ecken und Kanten. Die perfekte Mischung. Ich kann Band 2 kaum noch erwarten und freue mich sehr. Good job Frau Hüberli, würde ich sagen :D
Allen Liebe Eur Schneeweißchen und Eure Rosenrot


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110 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

angs, bookshouse, dorian, fantasy, freundschaft, geheimnis, liebe, louisa, macht, romantik, sandra florea, sandra florean, urban fantasy, vampir, vampire

Mächtiges Blut - Nachtahn #1

Sandra Florean
E-Buch Text: 356 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 03.04.2014
ISBN 9789963522637
Genre: Fantasy

Rezension:

Dorian Fitzgerald, einer reicher gutaussehender Geschäftsmann, verbirgt seine wahres Gesicht gern hinter großen Mauern. Dabei ist aber nicht nur sein pompöses Anwesen gemeint, auf dem er so in die Nacht hineinlebt, einen viel wichtigeren Nutzen hat diese Schutzmaßnahme, indem sie seine dunkle Seite von den Menschen fernhält. Er ist ein Vampir, wohl der älteste der noch auf der Erde existiert, denn er wurde durch sehr mächtiges Blut erschaffen. Und hält es deswegen für seine Lebensaufgabe, diejenigen seiner Rasse auszuschalten, die das Geschenk der Unsterblichkeit missbrauchen. Als er die junge Louisa in einer Disco entdeckt, ist er sofort fasziniert und will sie als Mann beeindrucken, nicht als Vampir. Doch ohne seine Vampirmagie muss er Hartnäckigkeit beweisen, da Louisa anfangs alles andere als beeindruckt von dem langhaarigen Snob ist. Zudem leidet Louisa seit einem Überfall unter Angstzuständen und versucht ihren Kontrollverlust durch exzessiven Alkoholkonsum zu kompensieren. Gleichzeitig mit Dorian tritt noch ein anderer Mann in ihr Leben. Eric, er ist ein netter normaler Kerl, mit dem sie sich leicht unterhalten kann. Ganz ohne große Gefühlachterbahn oder Komplikationen. Aber alle Überlegungen über ihre Gefühle sind vergessen, als sie in die Fänge einer bösartigen Vampirin gerät, deren Ziel es ist an Dorians mächtiges Blut zu gelangen.


Zu Beginn war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, da mich der Klappentext nicht angesprochen hat. Ich dachte mir, bitte nicht noch eine Dreiecksgeschichte. Aber ich bin ja durchaus belehrbar.
Der flüssige und authentische Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen. (Das ging mir auch so, ich wurde sofort mitgerissen und schwebte durch das Buch.Die Perspekenwechsel haben es mir besonders leicht gemacht, mich in alle Charaktere zugleich hineinzuversetzen. Oft empfand ich es auch sehr hilfreich, da man eine Szene aus beiden Perspektiven betrachten konnte. Es war witzig wie unterschiedlich vor allem Dorian und Louisa die gleiche Situation wahrgenommen haben. Ein großer Pluspunkt für mich.) Der wurde nur noch die aufregenden Charaktere untermauert. Dorian, der zuerst sehr snobistisch rüberkam hat mich positiv überrascht. Er ist unerwarteterweise sympathisch und locker. Mal singt er unter der Drusche, mal benimmt er sich wie ein süßer verknallter Teenager. Im Vergleich zu anderen Vampirbüchern kam mir Dorian einfach nicht so weltfremd vor, wie Vampire oft beschrieben werden. In einen alten weisen vernünftigen Typen würde sich eben keine blutjunge Frau verlieben, das ist schlicht unwahrscheinlich. Es sei denn natürlich sie hat einen Vaterkomplex, aber so weit will ich an diese Stelle gar nicht gehen. Außerdem hat Dorian einen unschlagbar guten Humor. Es ist eine Mischung aus einem frechen kleinen Jungen und dem leicht überheblichen Anmachsprüchen eines Machos. (Dorian *__* Er ist genau die Art von Mann von der doch jede Frau träumt. Er ist ein Gentleman, verspielt, erfahren und hat einen Beschützerinstinkt der seinesgleichen sucht. Sobald Louisa ihn braucht, ist er an ihrer Seite und würde alles für sie tun. Gleichzeitig bedrängt er sie aber nicht und lässt ihr jeden Freiraum den sie braucht. Das fand ich so toll an ihm. Dorian hat versucht Louisa zu verstehen und das zu tun, was das Beste für sie ist. Sein Humor hat auch mich überzeugt. Es hat dem ganzen Buch eine Leichtigkeit verliehen, die es zu einem Genuss machten es zu lesen.)
Der Butler von Dorian – Alfred aka James – ist mein absoluter Highlight-Charakter. Er ist ein britischer, verschwiegener, leicht zu pikierender Mann, den man einfach gern haben muss, weil er seinen merkwürdigen Ansichten immer treu bleibt. Jaja, an Logik mangelt es in diesem Punkt gaaaar nicht. ;). Englische Affektiertheit in Form eines Butlers gehört meiner Meinung nach einfach in jedes Buch. (Englische Affektiertheit ist super! Auch ich fand James ein wunderbarer Charakter. Obwohl er nur eine Nebenrolle inne hat, hat die Autorin ihn dennoch so gut dargestellt und beschrieben, dass ich ihn gleich zu fassen bekam. James ist auch für mich ein absolutes Highlight gewesen und hätte ruhig an eineigen Stellen noch öfter auftauchen können.)
Louisa ist in sich ein wirklich angenehmer Charakter. Sie ist unkompliziert, neugierig und es ist echt witzig, was sie in Gedanken beim ersten Aufeinandertreffen mit Dorian so denkt. Da gehen ihre Ergüsse eher in die Richtung: langweiliger Lackaffe. Erfrischend, dass sich ein Paar nicht vom ersten Augenblick an unwiderstehlich zueinander hingezogen fühlt. Das ist realistischer und gibt der ganzen Beziehung einen glaubwürdigeren Anstrich. Die Vorurteile, der männergeilen Partymaus, die bei mir anfangs aufkamen, wurden sehr schnell aus der Welt geschafft. Mit dem wachsen der Hintergrundgeschichte wird ihr Benehmen immer schlüssiger in sich. Ich habe ihre unaufgesetzte Art in Krisensituationen geliebt. Sie ist eine toughe Frau und kein aufgescheuchtes Huhn, dem auch nur die kleinste physische oder psychische Belastung zu viel wird. (Da ging es mir ähnlich. Am Anfang dachte ich nur so: Oh nein, was für eine oberflächliche Frau. Das änderte sich jedoch schnell und ich begann mit Louisa mitzufiebern. Ihre Hintergrundgeschichte ist super dargestellt!)
Eric, die Konkurrenz zu Dorian, obwohl man ihn als solche eigentlich nicht bezeichnen kann, war mir suspekt. Allem voran wahrscheinlich, weil ich Raucher nicht mag. Moment, falsch ausgedrückt. Ich kann Zigarettenqualm nicht leiden. Und diese Abneigung ihm gegenüber konnte ich bis zum Ende des Buches nicht ablegen.
Viel Spannung und eine geheimnisvolle Aura hat das Buch vor allem durch Einblicke die Gedanken vieler verschiedener Personen bekommen. Trudy, die Vampirin, die Louisa entführt, um Dorian zu erpressen wird genauso klar dargestellt, wie die beiden Protagonisten. Das schafft Verwirrung auf den ersten Seiten, bringt aber gleichzeitig den absolut besten Aha-Effekt, wenn sie die Dinge zuspitzen und alle Handlungsstränge plötzlich einen zusammenhängenden Sinn ergeben.
Hier hat die Autorin ein gutes Gespür für unterschiedliche Blickwinkel bewiesen. Es gab schon mal derbere Ausdrücke, die der Szene angemessen waren oder schöne romantische Umschreibungen bei den Liebesszenen. So war es ein komplett anderes Erlebnis in dem Kopf von Louisa zu sein, als in dem Kopf von Trudy.
Im Laufe der Geschichte kristallisieren sich aber nicht nur die vielen Eigenschaften aller Personen heraus, sondern auch, dass Dorian und Louisa sich wunderbar ergänzen in ihren Stärken und Schwächen. Wie oben schon erwähnt, war ich skeptisch, ob auch in dieser Geschichte die Liebe auf unerklärlicher starker körperlicher Anziehung basieren würde und wurde überrascht. Das mit den beiden macht Sinn!
Das Ende hat einen Cliffhanger – das sagt glaub ich alles. (GEMEIN!!!!)


Fazit: Ein rundherum gelungener Start ist Sandra Florean mit Nachtahn 1-Mächtiges Blut hier gelungen. Durch die sympathischen Charaktere, die vielen verschiedenen Eindrücken und einem extrem guten Spannungsbogen hat sich das Buch 5 von 5 Rosen verdient. Die zarten Gefühle zwischen Louisa und Dorian konnten mich genauso überzeugen wie die geld- und machtgierige Art des bösartigen Gegenparts Trudy. Ich freu mich auf Teil zwei und kann jedem nur empfehlen – bei dem Schnäppchenpreis – sofort zuzuschlagen.



Fazit: Mächtiges Blut ist ein Genuss an Spannung, Erotik, Witz und Liebe, den man so schnell nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Anfang war mir etwas zu langatmig, der Schreibstil hat mich aber davon überzeugt weiter zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und warten nur darauf ins Herz geschlossen zu werden. Ich vergebe 4 von 5 Schneeflocken und freue mich sehr auf den zweiten Teil.

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Omnia vincit amor - Liebe besiegt alles

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 563 Seiten
Erschienen bei Impress, 09.01.2014
ISBN 9783646600346
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hat es Miri eigentlich je leicht? Nein, denn kaum ist der Anschlag von Krishan auf Miri und Elias am Flughafen vereitelt worden, formieren sich dessen Anhänger erneut, um seine Ziele schlussendlich doch durchsetzen zu können. Aber nicht nur in den eigenen Reihen herrschen Tumulte, auch die menschliche Bevölkerung ergreift einschneidende Maßnahmen zur Bekämpfung des Blutraubes durch die Vampire. Sie stellen einen Impfstoff her, der die bissigen Nachbarn vor körperlichen Übergriffen abhalten soll. Aber eines bedenken die werten Herrschaften nicht dabei: Ein Vampir auf der Jagd ist gefährlich, tötet aber im Normalfall nicht. Ein Vampir der am Verhungern ist, gerät in den Blutrausch, indem er weder Freund von Feind kennt. Als Elias sich auf eine Geschäftsreise begibt und Miri zu Hause mit ihren Schwangerschaftshormonen kämpft, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Denn die Aufständigen werden immer aggressiver und verüben sogar Anschläge auf Miri.


Es ist zu Ende. Jetzt ganz offiziell. Aber noch nicht so ganz, denn laut Gerüchten unter Bloggern plant Frau Wolf weitere Teile über die Welt der Sanguis Trilogie zu schreiben. Dabei werden aber nicht Mriam und Elias im Mittelpunkt stehen, sondern die Generation 2.0. David Groza wird der neue Protagonist der hoffentlich irgendwann erscheinenden Reihe. ( Jennifer Wolf, Falls Sie das lesen, erlösen sie unsere armen Seelen und schreiben sie weitere Teile zu den Grozas! BITTE!!!! )
Aber jetzt erst mal zu diesem Buch. Wie immer glänzt die Autorin auch in diesem Band mit einer unschlagbaren Mischung aus Humor, Action und Liebe, die sie jedes Mal aufs neue, in der genau für das Buch zugeschnittenen Dosis einzuteilen weiß. In diesem Fall überwog doch die Aktion, denn von der ersten Zeile bis zum letzten Wort – mit einigen kleinen Ausnahmen – geschieht eigentlich ununterbrochen etwas Aufregendes. VORSICHT SPOILER: Sei es der Verlust eines geliebten Lebewesens, die Geburt des langersehnten Calimero oder der Auftritt des One-Night-Stands von Elias. Natürlich passierte das lang vor Miris Zeit. (Das stimmt, spannend war es auf jeden Fall! Mir leider ZU spannend. Oder anders ausgedrückt, ich hatte gar keine Verschnaufpause. Mir hätten ein paar mehr ruhigere Szenen mit der Familie nicht geschadet. Die Charaktere waren wie in den Bänden davor wieder perfekt. Super dargestellt und für mich nachvollziehbar. Ich hab sie als alte Freunde begrüßt und bin gern mit ihnen auf diese Reise gegangen. Auch den wunderbaren Schreibstil hat die Autorin beibehalten und mich damit sofort um ihren kleinen Finger gewickelt.)
Absolut überraschend war dabei das Ende. In vielen Vampirbüchern hört eine Reihe oder ein Einzelband mit einer schönen Szene auf. Also sie küssen sich und Friede Freude Eierkuchen. Was aber viele Menschen nicht dabei bedenken ist die Tatsache, dass die Unsterblichkeit einem die Liebe für immer schenken kann, aber nicht die Liebe aller Liebenden für immer. So rüttelt Frau Wolf einen mit ihrem offenen und leider so wahren Ende wach, was das angeht. Der Verlust geliebter Menschen ist einfach im Leben unvermeidbar. Und mit diesen Verlusten lernt man zu leben, vergisst sie aber niemals oder überwindet sie vollkommen. Das bringt die Liebe so mit sich. (Da stimme ich dir zu, auch für mich war das Ende eine richtige Bombe, auf die ich gerne verzichten hätte können. Lieber wäre ich noch ein Weilchen länger in meiner perfekten Welt von Miri geschwebt. Trotzdem denke ich musste das sein, denn auch de Ehrlichkeit die in den 3 Büchern ein großes Thema spielt macht sie zu dem was sie sind.)
Trotz alledem war es ein fesselnder Genuss sich all diesen liebenswerten Charakteren wieder widmen zu dürfen. Sicherlich wird das ein oder andere kritische Leserauge womöglich ein paar Logikfehler entdecken, dies oder jedes anprangern. Das ist jedermanns Recht, aber wie schon beim ersten Teil, war das eines dieser Bücher, denen ich mich einfach hingegeben hab. Es ging mir nicht um brillante Dialoge oder großartige Szenerien, sondern darum die Geschichte mit all ihren Fehlern zu erleben. Und an genau solche Bücher erinnere ich mich immer wieder gerne. (Da muss ich dir ein wenig widersprechen. Ich fand dieses Buch gerade so toll, weil es brillante Dialoge und großartige Szenen hat, die mich sofort mitgerissen haben. Es ist so natürlich geschrieben, dass ich mich nicht wie ein Leser sondern eine Figur im Buch gefühlt habe. Daumen hoch für so viel Talent!)

FAZIT: Für jedes Lächeln, dass mir ein blöder Witz ins Gesicht gezaubert hat und jede schlaflose Nacht, die mir der turbulente Plot geschenkt hat, bekommt Jennifer Wolf 5 von 5 lese-begeisterte Rosen zu ihrem Abschluss. Aller weiblichen Jugendlichen zwischen 13 und 20 da draußen, greift zu solange das Buch so günstig ist!

Fazit: In diesem Buch werden Spannung, Humor, Tiefsinn und ein super Schreibstil vereint. Es steht seinen Vorgänger Bänden in keinster Weise nach und ist ein super Abschluss der Trilogie, die hoffentlich keine Trilogie bleiben wird :D. Jedoch geht es mir an manchen Stellen zu turbulent zu und ich hätte mir etwas mehr Ruhe gewünscht um die wirklich schweren Brocken der Handlung verdauen zu können. 4 von 5 Schneeflocken und ein „Hoffentlich gibt es einen weiteren Teil aus der Sanguis Welt“ für Omnia vincit amor.

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Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.03.2014
ISBN 9783646600162
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Umweltkatastrophe hat den Planeten in eine Eiswüste verwandelt, die für Menschen unbewohnbar ist. Doch ein kleines Fleckchen Erde, 2% um genau genommen, wurde durch die Erdgöttin Gaia geschützt. In dieser Siedlung lebt Maya Jasmin Morgentau mit ihrer Mutter als eine der göttlichen Hüterinnen. Um das Gleichgewicht der Welt aufrechtzuerhalten und der Göttin einen Tribut zu zollen wird alle 100 Jahre eine Auserwählte bestimmt, die die Braut der Jahreszeiten genannt wird. Ihr gebührt die Ehre, die vier Söhne von Gaia kennenlernen zu dürfen und anschließend einen von ihnen zu wählen und ihn zu heiraten. Gaias Söhne sind bekannt unter den Namen Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dieses Jahr ist es wieder so weit und eine der Hüterinnen wird auserwählt werden um die nächsten 100 Jahre n Gaias Welt zu verbringen. Und das unerwartete passiert. Maya wird erwählt und steht nun vor der Wahl. Doch so ganz kann sie sich mit ihrem unveränderlichen Schicksal nicht anfreunden, denn ihr wurden zwar hundert Jahre Leben geschenkt, aber auch ihr altes Leben genommen.

Zuerst einmal hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an das Buch, muss ich gestehen, da ich schon mehrere Bücher von Jennifer Wolf gelesen habe und ihren Schreibstil immer qualitativ sehr gut fand. Da es sich aber in diesem Fall um eine völlig andere Geschichte mit Charakteren handelt, die von dem Urban Fantasy, dass sie normalerweise zu schreiben pflegt, stark abweicht, war ich dennoch aufgeschlossen. Und was die Handlungsstränge ans sich angeht, hat dieses Buch auch keinen Deut unter dem Stilwechsel gelitten. (Auch ich war gespannt, denn die anderen Bücher von Jennifer Wolf hatten mich alle schon in ihren Bann gezogen. Und durch das wunderschöne Cover wurde meine Vorfreude nur verstärkt. Großes Lob!)
Der Plot war spannend und voller überraschender Wendungen. Mit viel Freude bin ich den Erzählungen von Maya gefolgt, durch das Wirrwarr ihrer Gefühle und die Wendungen in ihrem Leben. Was mich zu den Charakteren führt. Die waren teilweise unberechenbar, was an sich etwas Gutes ist, da das die Spannung hält, aber auch teilweise undurchschaubar, was kritisch zu sehen ist, da ich die Figuren manchmal nicht nachvollziehen konnte. Wieso z.B. gibt sich die Göttin so großzügig gegenüber Maya und warum nur eine Auserwählte? Das wird einzig und allein mit dem Gleichgewicht der Natur begründet, aber an dieser Erklärung fehlt doch ein bisschen der Tiefgang. (Das ging mir anders, ich fand die Erklärungen eigentlich recht simpel dargestellt, dafür, dass Gaia eine Göttin ist und sich eigentlich gar nicht zu rechtfertigen braucht. Außerdem fand ich es ziemlich logisch,, dass in einer göttlichen Welt nur ein Mensch leben kann, da es das Gleichgewicht sonst stört. Jedoch fehlte mir der Tiefgang an anderen Stellen. Viele Szenen sind mir zu kurz gehalten und nur oberflächlich skizziert, das kannte ich bisher so nicht von der Autorin. An einigen Stellen, vor allem den Wochen die sie mit den Jahreszeiten verbringt, hätte ich mir doch etwas mehr Detailreichtum gewünscht. Was für mich ebenfalls ungewohnt war, dass manche Gespräche gestellt und hölzern wirkten. Vor allem die mit den Tiergeistern. Doch das waren meist nur kleine Passagen, die sofort durch etwas anderes wieder wett gemacht wurden.)
Die Protagonistin war mir sehr sympathisch. Etwas wankelmütig zwar und aufbrausend, aber wenigstens versucht sie ihrem Schicksal zu entkommen. Denn mal ehrlich, warum sollte ich mein Leben nach den Wünschen einer Göttin ausrichten? Ja sie wurde dazu erzogen, aber sie reflektiert ihr Verhalten und findet heraus, dass Fragen zu stellen Schwierigkeiten hervorruft, aber unabdingbar in so einer Geschichte ist, die den freien Geist einer Rebellin darstellt. (Das ging mir ähnlich, Maya ist mir eigentlich recht schnell ans Herz gewachsen. War sie am Anfang noch das kleine hörige Mädchen wurde sie mit jeder Zeile mehr und mehr zu einer hervorstechenden Persönlichkeit.)
Nevis – der Winter - fand ich dabei am besten. Er ist ein eher verschlossener Typ, verbittert, durch seine schlechten Erfahrungen mit den Auserwählte – noch nie entschied sich eine Braut für ihn - und ein wenig verzweifelt durch seine nicht enden wollende Einsamkeit in seinem Eisreich. Ein interessanter Zwiespalt, denn normalerweise sind die männlichen Hauptcharaktere eher risikofreudig und selbstbewusst. (Ich hab alle Jahreszeiten zu schätzen gelernt. Jeder ist auf seine Weise besonders. Aber vor allem Jesien war meine Liebling. Vor allem wenn man ihn mit seinen Brüdern vergleicht. Ich fand es ziemlich verblüffend wie gut die Autorin es geschafft hat, die Merkmale der Jahreszeiten in ihren Charakter einzubauen, dafür ein großes Lob.)
Gegen Ende des Buches war ich so sehr gefesselt, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen, denn zum ersten Mal keimte in mir der Verdacht auf, es würde für die beiden Liebenden kein gutes Ende nehmen. Ständig stand ihnen etwas im Weg und der Macht einer Göttin ist nun mal nicht viel entgegenzusetzen. Aber mein energisches Lesen wurde belohnt und ich war zu guter Letzt, trotz all meiner Spekulationen, überrascht. Das war meiner Meinung nach der beste Teil des gesamten Buches. (Das Ende war für mich auch mehr als überraschend und kam mit einem großen Knall.)
Im Großen und Ganzen war es ein guter Start in eine unbekannte Welt für Jennifer Wolf, aber doch, und das muss ich leider gestehen, hab ich mich nicht so sehr in die Charaktere verliebt, wie es in der Sanguis-Trilogie der Fall war. Irgendwie ist der Funken nicht übergesprungen.
Das war allerdings zu verkraften und gelesen habe ich das Buch dennoch gerne.

Fazit: Morgentau erhält von mir 4 von 5 göttlichen Rosen für ein spannendes dystopisch angehauchtes Fantasybuch, das jedem Jennifer-Wolf-Leser sicherlich gefallen wird und jeden Neueinsteiger einen guten Einblick in den Schreibstil der Autorin gibt. Ich persönlich freue mich auf noch mehr, bevorzuge aber ihre Urban-Fantasy Bücher.

Fazit: Alles in allem ein wunderbares Buch für zwischen durch, das sich locker und flockig liest. Daher gibt es für Morgentau auch von mir 4 von 5 Schneeflocken. An einigen Stellen hat mir zwar der Tiefgang gefehlt, doch es hat nie die Spannung verloren und ich bis zum Ende mitgefiebert. Weiter so!

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Unter goldenen Schwingen

Natalie Luca
E-Buch Text: 355 Seiten
Erschienen bei Impress, 08.08.2013
ISBN 9783646600148
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Auto zum 18 Geburtstag, das wünscht sich doch wirklich jeder. Außer Viktoria, denn es ist der erste Geburtstag nach dem Tod ihrer Mutter und anstatt mit ihr zu feiern vergräbt sich ihr Vater in seiner Arbeit. Wie immer fühlt sie sich einsam, allein gelassen und seit neuestem auch verfolgt. Auch das nagelneue Auto kann daran nichts ändern und sie fühlt sich noch schlechter als sonst. Plötzlich verspürt sie den Drang ihre Mutter auf dem Friedhof zu besuchen. Gehetzt verlässt sie das Haus und auch das schlechte Wetter macht es ihr nicht leicht, kurzerhand entschließt sie sich dazu anstatt den Bus das Auto zu nehmen. Kurz bevor der Friedhof schließt drückt sie noch einmal richtig aufs Gas, verliert die Kontrolle über ihr Auto und kracht ungebremst gegen eine Mauer. Doch sie hat Glück, denn ein blonder Mann wird zu ihrem Retter. Er zieht sie aus dem Auto und bettet ihren Kopf so lange auf seinem Schoß bis der Krankenwagen eintrifft. Wie durch ein Wunder hat sie kaum einen Kratzer als sie im Krankenhaus aufwacht, doch keiner scheint ihren Retter gesehen zu haben, nicht mal der Mann der direkt neben ihm gestanden und den Rettungsdienst verständigt hat. Doch Viktoria muss ihn unbedingt finden, denn sie muss ihm danken. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie einem Geheimnis auf der Spur ist, das ihren Tod bedeuten könnte.

Ich muss zugeben, das Buch hat mich überrascht. Zuerst dachte ich, wie klischeehaft, Mädchen verliebt sich in ihren Schutzengel, doch dann musste ich einsehen, dass dieses Buch noch viel mehr Facetten besitzt. (So erging es mir auch. Der Anfang hatte schon sehr etwas von einem 0815-Buch, aber zum Glück änderte sich das im Laufe der Geschichte. Die Autorin hat viele neue Aspekte bei den Engeln und den Beziehungen zu Engeln eingebracht, die ich so noch nie in einem Buch vorgefunden habe. Allerdings gabs in dieser Hinsicht auch ein paar logische Fehler und die, ich nenn‘s jetzt mal, „Aufteilung“ der Engel auf einen Menschen hat mir ziemlich Angst gemacht. VORSICHT SPOILER! Ein Mensch hat in diesem Fall drei Engel. Einen für den Verstand, einen für die Gefühle und einen Schutzengel. Alle drei Engel greifen bis zu einem gewissen Grad in Victorias Leben ein. Angsteinflößend finde ich dabei, dass der Gefühlsengel und der Engel für den Verstand deine Gefühle ins Gleichgewicht bringen bzw. deinen Verstand schärfen sollen. Das eine andere Person so stark und in so vielerlei Hinsicht in mein Leben eingreift, ist einfach nur abartig für meine Begriffe. Immerhin sind Emotionen und die eigenen Gedanken doch etwas sehr intimes, dass ich nicht ungefragt mit einem wildfremden Engel teilen wollte. Das hat Victoria anscheinend aber nicht gestört – sehr hinterfragungswürdig!) Der Schreibstil der Autorin ist leicht und luftig, gleichzeitig aber spannend und fesselnd. Am Anfang musste ich mich zwar erst daran gewöhnen und in die Geschichte finden, doch als ich mich eingefühlt hatte, wollte sie mich nicht mehr loslassen, denn es bleibt von der ersten Zeile bis zum letzten Buchstaben spannend. Gerade als ich dachte, ich hab das Spiel durchschaut, wendete sich das Blatt und ich konnte all meine Theorien über Bord werfen. (So habe ich Frau Lucas Schreibstil auch empfunden. Es war locker leicht und hat perfekt zu der Geschichte gepasst. Hineinfinden musste ich mich nicht mal. Von der ersten Szene ab, war es spannend und mit diesen Zeilen hatte die Autorin mich, schon ab der ersten Seite.) Die Charaktere hab ich sofort in mein Herz geschlossen. Viktorias Geschichte ist total herzzerreißend und man muss einfach mit ihr fühlen. Ich konnte mich aber auch besonders gut in sie hineinversetzen, da die Autorin ihre Charakterzüge wirklich sehr detailliert und gut darstellt. Aber auch Nathaniel, Viktorias Retter wird sehr gut dargestellt und auch wenn er nicht zur menschlichen Spezies gehört konnte ich seine Entscheidungen nachvollziehen. Aber wie sagt man so schön, ein Engel kommt selten alleine. (Mir persönlich sind alle Engel und Menschen sehr ans Herz gewachsen. Gut fand ich außerdem, dass die Geschichte um die Engel nicht den kompletten Rahmen der Handlung eingenommen hat. Sonst denke ich mir immer: Hallo? Die hatte davor auch ein Leben, wieso schmeißt sie jetzt plötzlich all die Menschen, die sie liebt in einen Sack und kloppt den in die Biotonne? Das war hier klar nicht der Fall. Selbst während großer Rettungsaktionen war und bleibt Victoria ein Mädchen, das auch der Schulpflicht unterliegt. Sehr sympathisch. Einen Kritikpunkt – und das ist absolut Geschmackssache – habe ich noch vorzubringen. Nathaniel war für mich persönlich etwas zu schmalzig. Vielleicht werde ich einfach langsam zu alt für solche triefenden Schmachtfetzen, aber auch die Tatsache, dass sie nicht nur Nathaniel über alles liebt, nein, so ergeht es – wie ist es auch anders zu erwarten – der halben Schule genauso, hat mich an manchen Stellen die Augen verdrehen lassen. Sehr nervig, aber wie gesagt: Wer es mag, bitteschön! Ich war mit 16 ebenfalls eine unverbesserliche Romantikerin, also zieht es euch rein. Geschadet hat es mir sicherlich nicht. ;P) Aber auch die Nebencharaktere wie Viktorias Freundin Anne fand ich ziemlich spannend. Durch die Erziehung ihrer Oma wirkt sie sehr interessant und einmalig. Durch die vielen bildhaften Beschreibungen der Autorin konnte ich mir alle Personen und Orte gut vorstellen und fühlte mich wie mitten im Geschehen. Die Geschichte war gut durchdacht und ich empfand sie als glaubwürdig und nicht abgehoben. Jedoch muss ich zugeben, dass sie an einigen stellen wirklich klischeehaft war, aber ich denke, dass lässt sich bei einem Engelroman nicht vermeiden, da es wohl über kaum eine andere Spezies so viele Klischees gibt wie über Engel. Für mich eins der Highlights des Jahres und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen. (Den letzten Satz kann ich so unterschreiben. Auch wenn es nicht mein Lieblingsbuch war, möchte ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen. Da kann die Geschichtenerzählerin in mir einfach nicht anders. Immerhin sind noch viele Fragen offen geblieben.)
Fazit:  Für den fast perfekten Mix aus Liebe und Spannung gibt es 4 von 5 Schneeflocken. Ein Muss für Engelfans aber auch der perfekte Einstiegsroman für diejenigen die es noch werden wollen. Weiter so!

Fazit:
Ich vergebe an Frau Luca liebevolle 3,5 von 5 Rosen. Dieses Buch ist es absolutes „must-buy“ für jede Liebesromanliebhaberin, die ihre Bücher in eine gute Portion Fantasy getunkt mag. Ich würde meine Empfehlung allerdings auf die Altersstufe 12-18 jährige beschränken. Mit viel Spannung und glaubwürdigen Charakteren hat diesen Buch eine grundsolide Basis, um sich auf jedem eBook-Reader einen Platz verdient zu haben. 

Für alle Unentschlossenen gibts eine von der Autorin selbst gelesenen Szene aus "Auf goldenen Schwingen" auf ihrer offiziellen Seite auf amazon. Hier mal der Link: http://www.amazon.de/Natalie-Luca/e/B00GSRN63W/ref=ntt_dp_epwbk_0

UND: Der zweite Teil ist seit November als eBook erhältlich! 

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Sternenstaub

Kim Winter ,
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.08.2013
ISBN 9783522503808
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nun ist es soweit, der letzte Band der Sternentrilogie reiht sich ein. Ich hab das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge angefangen. (War bei mir auch so. Es war schade in das Buch einzusteigen mit dem Wissen, dass es der letzte Band ist, aber ich konnte es auch kaum erwarten weiterzulesen.) Zum einen freute ich mich wahnsinnig Mia und Iason wieder zu haben, doch andererseits wusste ich natürlich, dass es ihr letztes Abenteuer sein wird. Kim Winters Schreibstil war wie immer flüssig und locker flockig. Ich habe ihn wirklich genossen, da es so einfach war wieder in das Buch zu finden, auch wenn die Namen am Anfang verwirrend waren, da ich nicht mehr genau wusste welcher Wächter welcher war, doch das änderte sich nach einigen Zeilen schnell wieder. (Für mich war der Schreibstil auch sehr gut. So ehrlich und authentisch.) Der letzte Teil beginnt genau so wie er endet, mit Ereignissen, bei denen man das Atmen vergisst, weil man Angst vor jedem weiteren Wort hat. Die Charaktere sind mir schon in den ersten Teilen ans Herz gewachsen und hatte ich im ersten Teil auch noch etwas Schwierigkeiten mit Mia, so war sie mir in diesem sofort bekannt. Ihre Handlungen waren klar nachvollziehbar und auch wenn sie immer noch so übereilt reagiert, kenne ich sie nun doch etwas besser und kann ihre Handlungen verstehen.  Auch ihre Tollpatschigkeit und ihr Humor kommen nicht zu kurz, auch wenn ich mir dennoch etwas mehr Lockerheit gewünscht hätte, was aber bei diesem brisanten Thema durchaus schwer zu realisieren ist. Aber auch alle anderen Charaktere die man aus Sternenschimmer und Sternensturm schon kennt, bekommen ihren eigenen Platz im Buch und machen es nur noch schwerer, dass Ende der Trilogie zu akzeptieren. (Mia…ja sie ist schon einmalig. Mit ihrem Humor, ihrer sympathischen Art und und ihrer Schnodderigkeit – jaja, ich weiß, das Wort gibt’s auch nicht – konnte ich sie gar nicht nicht in mein Herz schließen. Und gerade ihre überbordende Art hat mich immer weiter lesen lassen. Sie bringt Aktion in die Geschichte.) Vor allem die Nebencharaktere, wie Mias Freunde oder die Loduunischen Kinder sind auch in diesem Band wieder hervorragend skizziert und runden das ganze Geschehen zu einem Buch ab, bei dem man einfach eintauchen und mitfiebern muss. (DIE KINDER!!! - <3) Jedoch muss ich leider gestehen, dass mir die Handlung vor allem in der Mitte etwas zähflüssig und eintönig wurde. Loduun steht klar im Vorschein, was ich auch nicht falsch finde, doch die Zweisamkeit zwischen Iason und Mia oder auch generell die Tiefgründigkeit ging mir etwas verloren. (Das sehe ich absolut anders. Gerade weil Kim Winter die Liebesgeschichte in diesem Teil des Buches etwas hintenan gestellt hat, hat sie mich schlussendlich hundertprozentig überzeugt. Denn in dieser Phase der Geschichte wäre eine zu ausführliche Zärtlichkeit zwischen Mia und Iason einfach nur störend gewesen. Es geht ja dann um Wichtigeres.) Ich fand die Beschreibungen des bunten, aber kalten Planeten durchaus gelungen und konnte mir alles gut vorstellen, jedoch muss ich sagen, dass sie mir einfach zu detailliert und malerisch waren. Meine eigenen Vorstellungskraft war stark eingeschränkt durch die sehr genauen Beschreibungen, aber ich denken, das ist Geschmackssache, wie uns Rose gleich beweisen wird ;). (Korrekt! Ich finde es wichtig und gut, wenn Autoren sich viele Gedanken um Details und Ausschmückungen machen. Diese kleinen Beschreibungen machen für mich ein Buch rund und erleuchten mir den Weg durch das Buch. Denn es soll der Vermittlung der Geschichte des Autors dienen. Er stellt die Kulissen, wir sind nur Zuschauer. Und das ist gut so. Dadurch erschließen sich ganz neue Perspektiven, auf die man selbst vielleicht nicht gekommen wäre.) Außerdem musste ich mich eine Zeit lang richtig durch die Seiten kämpfen, da ich das Gefühl hatte alles würde in die Länge gezogen werden. Gegen Ende jedoch änderte sich das wieder und es wurde nochmal richtig spannend und vor allem unvorhergesehen. Das hat mir richtig gut gefallen und wirklich überrascht. (JA! Das Ende war echt unerwartet. Aber wenn Kim Winter auf der Frankfurter Buchmesse nicht noch weiter beschrieben hätte, wir die Zukunft von Mia und Iason aussehen soll, hätte es einen guten Abzug gegeben.)
Alles in allem ein gelungener Abschluss der Trilogie, der für mich jedoch einige Schwachstellen aufwies, aber trotzdem mit Kim Winters flüssigem Schreibstil und wunderbaren Charakteren glänzen konnte. 3 ½ von fünf Wundervollgen schimmernden Schneeflocken! Wer es noch nicht gelesen hat sollte das unbedingt nachholen.
Fabulöser Abschluss! Von mir bekommt Sternenstaub – die weitere Ausführung von Frau Winter mal außen vor gelassen – 4 von 5 Rosen. Es ist ein Buch, das alles hat und alles gibt, was ein gutes Jugendbuch haben und geben sollte. Dafür meine Hochachtung.

Schenee und (Rose)

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Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Umziehen gehört für die fünfzehn jährige Liv Silber und ihre kleine Schwester Mia fast schon zum Alltag. Als Literaturwissenschaftlerin zieht es ihre Mutter jedes Jahr an einen anderen Ort, um dort Lehraufträge anzunehmen. Dieses Mal soll es jedoch anders werden, denn ihre Mutter hat nicht nur einen guten Job in Oxford ergattert, sondern auch noch ein wunderschönes Cottage für die kleine Familie angemietet. Nach der Ankunft in London zerplatzt jedoch der Traum der Geschwister, denn ihre Mutter hat alle Pläne über den Haufen geworfen, das Cottage gekündigt und eine kleine Wohnung in London angemietet. Doch damit nicht genug, im Schlepptau hat sie ihren neuen öden Freund Ernest Spencer. Von Anfang an können Liv und Mia ihn nicht leiden, doch als sie dann auch noch seine Kinder, Florence und Grayson kennen lernen, scheint ihr Unglück perfekt zu sein. Nur kurze Zeit später, plagt Liv ein, sich sehr real anfühlender, Traum, in dem sie Grayson und seinen Freunden, Henry, Jasper und Arthur auf einen Friedhof folgt und ihnen bei einer sonderbaren Zeremonie zuschaut. Als sie am Tag darauf in der Schule auf die Jungs trifft, fällt ihr auf, dass sie Dinge aus ihrem Traum wissen die eigentlich nur sie wissen kann. Darauf hin fasst Liv den Entschluss der Sache auf den Grund zu gehen und heraus zu finden, was die Jungs ihr verheimlichen. Dabei wird sie in eine Traumwelt gezogen, die erschreckende Folge für die Realität hat.


Silber ist nicht mein erstes Buch von Kerstin Gier (Ebenso nicht mein erstes Buch. ;) Die Edelsteintriologie ist sehr zu empfehlen.)und ich war somit nicht überrascht, dass auch Liv ihren erfrischenden Humor „geerbt“ hat. (Stimme ich auch zu. Der herzerwärmende Humor von Kerstin Gier ist in meiner Welt schon legend… es kommt gleich….DÄR! Der treibt euch die Tränen in die Augen – im positiven Sinne) Abermals schafft die Autorin es mich mit ihrem leichten, flüssigen und witzigem Schreibstil nicht nur zum Träumen zu bringen sondern auch fliegen zu lassen. Vom ersten Moment an war ich wie gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, so dass ich es in nur zwei Tagen verschlungen hatte. (Dito! Die Idee, dass Träume real werden und die Komplexität der geschaffenen Welt, war etwas vollkommen Neues für mich. Sehr erfrischend im Gegensatz zu den vielen 0815-Plots) Dabei schafft es die Autorin auf Augenhöhe mit ihren jungen Leserinnen zu bleiben und nicht wie eine Erwachsene zu klingen die den Kindern jetzt mal kurz die Welt erklären will. (Ja! Ich hatte auch das Gefühl, dass sie versteht was Leserinnen und Leser im Teenageralter lesen wollen und dementsprechend gestaltet sie ihre Handlungsstränge. ) Liv ist eine sehr angenehme Protagonistin, die mich nicht nur mit ihrer humorvollen Art, sondern auch noch mit ihrer Liebe zu ihrer Schwester und ihrer Familie um den Finger gewickelt hat. Mit der neuen familiären Situation kommt sie nur schwer zurecht, versucht aber schlussendlich das Beste daraus zu machen. Und genau das macht sie für mich so sympathisch. Sie ist ein ganz normales Mädchen, das sich durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags kämpft, ihre Schwester beschützt, die erste Liebe kennen lernt und nebenbei noch erwachsen zu werden versucht. (Vor allem hat Liv eine unbändige Neugier und liebt es Rätseln auf den Grund zu gehen. Damit konnte ich mich gut identifizieren. Obwohl ich sagen muss, dass auf meinem Sympathiebarometer Henry noch ein paar Punkte über Liv steht. Er ist heiß – zumindest in meinem Kopf –, intelligent und hat manchmal eine beeindruckende Sicht auf verschiedene Dinge, wie z. B. auf seine Träume.  ) Aber nicht nur die Hauptcharaktere geben diesem Buch so viel Charme, sondern auch die vielen Nebencharaktere, die von der Autorin genau so hervorragend gezeichnet wurden. Hierbei scheint sie kein Detail vergessen zu haben und jeder noch so kleine Charakter bekommt seine Geschichte, bei der ich als Leser nicht anders konnte als mit zu fiebern. Die Liebe spielt natürlich auch eine Rolle, was wäre ein gutes Buch ohne ein bisschen Liebe? Sie entwickelt sich heimlich und schleichend und fühlt sich völlig angemessen für eine fünfzehnjährige, weder überzogen, noch unangebracht und in genau de richtigen Maße. Ich mochte überzogene „Liebe-auf-den-ersten-Blick-Geschichten“ sowieso noch nie. (Das kann ich so unterschreiben. Aber am Anfang wusste ich noch nicht so wirklich, in wen sich Liv verlieben wird. Also Henry oder Grayson – ihr bald-Stiefbruder. Zum Glück hat sich das aber schnell aufgeklärt, macht die Sache aber noch interessanter) Die Idee der Traumtüren und der sich dahinter befindenden Geschichten fand ich total spannend. Wie würde wohl meine eigene Tür aussehen? Durch die vielen verschiedenen Türen zu anderen Welten bleibt die Spannung vom Anfang bis zum Ende erhalten und scheint nie abzuflachen. Denn hinter jeder Tür verbirgt sich etwas anderes. Von rosaroten Prinzessinnen Träumen über draufgängerische Verfolgungsjagden bis hin zum Kampf um Leben und Tod und mitten drin Liv und die Jungs die versuchen müssen mit jeder Tür klarzukommen. Kerstin Gier schafft es ihre völlig neue Welt so gut zu spinnen, dass man sich sofort wohl darin fühlt und kaum Fragen offen bleiben. Auch die Kulisse hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir jeden Ort so gut vorstellen als wäre ich selbst dort gewesen. (Die Kopfbilder waren bei mir auch sehr klar und detailreich, insbesondere durch die gut beschriebenen Traumszenen.)

Fazit: Ein grandioser Auftakt einer Trilogie die nur Traumhaft werden kann. Gier punktet nicht nur mit ihrem humorvollen Schreibstil und ihrer wohl durchdachten Geschichte sondern auch mit tiefgründigen Charakteren und einer Protagonistin die man einfach ins Herz schließen muss. Daher bekommt „Silber“ von mir 5 von 5 Schneeflocken

Fazit: Ich vergebe an Frau Gier 5 von 5 Rubinen, für einen traumhaften ersten Band ihrer neuen Trilogie. Mit einem unschlagbaren Humor, viel Spannung und dem ganz besonderen Gruselfaktor hat mich dieses Buch zu einhundert Prozent überzeugt und ist meiner Meinung nach etwas für Groß und Klein. Also, nicht verpassen!

Angenehme Träume.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

gestaltwandler, köln, liebe, vampir

In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 468 Seiten
Erschienen bei Oldigor
ISBN 9783943697230
Genre: Fantasy

Rezension:

Auch wenn man anfangs denkt: Oh man, noch so ein Vampirroman, ist es doch ein ganz anderes Buch, als das übliche Klischee. Natürlich geht es um Vampire und Blut trinken, aber das steht nicht im Vordergrund. Die zentralen Themen sind nämlich nicht Selbsthass und der ganze Aufopferungskram (soll das eine kleine Anspielung auf andere Vampirromane sein? :D BÖSE, geh dich schämen...), sondern Toleranz, Familie, Schicksal, die Zukunft und selbstverständlich Liebe. Voller Gefühl, mit viel Aktion, unglaublichem Witz und einer authentischen Handlung lenkt Jennifer Wolf den Leser auf ihrer Reise durch die Welt von ISV auf ihre ganz eigene Weise. Ich habe gelacht, ich habe geweint und mitgefiebert und als ich den letzten Satz gelesen hatte, haben mir die Charaktere plötzlich gefehlt. (Ging mir genau so, daher hab ich ISV auch schon um die zehn mal gelesen. Immer wenn es mir schlecht geht, verwandelt Miris gute Laune mich wieder in ein optimistisch denkendes Wesen.)  Zudem ist es erfrischend, dass die Protagonistin, sich selbst nicht zu ernst nimmt. Fehler macht und sich ungekünstelt gibt wie sie ist. Nichts ist ihr peinlich und auch die weniger gesellschaftlich diskutierten Themen werden angesprochen. Was manchmal zum Fremdschämen, manchmal zu Lachkrämpfen und manchmal zu Neugierde geführt hat. Fragt sich zum Beispiel, wie die Anatomie eines Vampirs aussieht, wenn er keine Nahrung zu sich nehmen muss/will. Wie sieht es da mit dem Verdauungstrakt aus??? Fragen die man sich eigentlich nicht stellt, aber gestellt werden sollten. Das macht die Vampire weniger "magisch" und mehr logisch nachvollziehbar. Übernatürliche Wesen sind dann nicht "unerreichbare Götter", sondern einfach eine andere Spezies, genauso gefühlvoll und genauso "menschlich", wie die meisten Leute. (Ich fand besonders gut, dass die Vampire manchmal Dinge sogar selbst nicht erklären können. Denn auch wir Menschen sind noch nicht bis ins kleinste Detail erforscht und gerade das macht uns doch so lebendig und einzigartig.)  Und ein großes Plus gab es noch von mir, weil es kein stinkprüdes Jugendbuch ist. Natürlich muss man keine bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Sexszene in einem Buch präsentieren - was dann sowieso eklig und irgendwie unangemessen rüberkommt -, aber dennoch, finde ich, darf eine kleine Liebesszene nicht fehlen. Wir leben immerhin in einer Zeit mit einer aufgeklärten sexuell offenen Gesellschaft. Genau, das hat Jennifer Wolf gemacht. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Was auch nur wenige Autoren/Autorinnen hinbekommen ist, selbst eine anderen Geschmack gut zu verpacken. Ich hab nicht immer mit Miri's Meinung übereingestimmt oder fand Reaktionen von Elias teilweise zu....naja gefühlsduselig, trotzdem mochte ich beide.  Genauso wie sie sind. Vor allem Lebendig! Und das ist das Wichtigste. Wie von selbst, sponn sich die Geschichte in meinem Kopf und ließ mich nicht mehr los.(Ging mir auch so. Elias erschien mir manchmal einfach zu gefühlvoll, in einer nderen Szene jedoch, trieb er Miri und auch mich in den wahnsinn, weil er alles falsch zu machen schien was man nur falschmachen konnte. Und dennoch sind mir beide so ans Herz gewachsen, denn sie sind genau wie wir, wollen alles richtig machen, greifen dabei aber manchmal enfach in die Tonne und tun genau das Falsche.)

PS: David, ich will ein Kind von dir! -> Lest das Buch und ihr werdet mich verstehen. ;)   (Warum entscheiden und auf einen festlegen? :D)
Rubinvergabe: Ich vergebe 5 von 5 Rubine, weil dieser erste Teil einer Trilogie viel verspricht und mir viel gegeben hat. Mit gutem rheinländischem Witz, viel Romantik und göttlicher Authentizität schlägt Miriam Michels jeden in ihren Bann. Meines Erachtens ein Buch für Mütter und Töchter, Hausfrauen und Workaholics. Und für jeden Jungen, der sich traut. Möge euer SUB niemals ein Ende haben! 

Schneeflocken:  Auch von mir bekommt das Buch 5 Schneeflocken! Aus dem ganz einfachen Grund, dass der Schreibstil überwältigend ist und ich mich jedesmal in dem Buch verliere. Die Charaktere sind wie eine Familie für mich geworden und ich hab mit ihnen gelacht, geweint, geheiratet und Kinder bekommen. Vergesst Edward! ANASTASIA AN DIE MACHT<3

Rosenrot & Schneeweißchen

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